Quarterly Report • Nov 12, 2009
Quarterly Report
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| Raiffeisen International Konzern Monetäre Werte in € Millionen |
2009 | Veränderung | 2008 |
|---|---|---|---|
| Erfolgsrechnung | 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
| Zinsüberschuss | 2.224 | -5,0% | 2.342 |
| Kreditrisikovorsorgen | -1.365 | 273,4% | -366 |
| Provisionsüberschuss | 906 | -17,4% | 1.098 |
| Handelsergebnis | 147 | 15,2% | 127 |
| Verwaltungsaufwendungen | -1.678 | -13,5% | -1.940 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 287 | -77,3% | 1.261 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 216 | -77,7% | 965 |
| Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) | 156 | -81,9% | 861 |
| Bilanz | 30.9. | 31.12. | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 11.213 | 24,1% | 9.038 |
| Forderungen an Kunden | 51.830 | -10,5% | 57.902 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.017 | -19,8% | 26.213 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 42.607 | -3,6% | 44.206 |
| Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) | 6.862 | 5,3% | 6.518 |
| Bilanzsumme | 77.522 | -9,2% | 85.397 |
| Kennzahlen | 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
| Return on Equity vor Steuern | 6,1% | -19,3 PP | 25,4% |
| Return on Equity nach Steuern | 4,6% | -14,9 PP | 19,5% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) | 3,8% | -16,1 PP | 19,9% |
| Cost/Income Ratio | 51,1% | -3,5 PP | 54,6% |
| Return on Assets vor Steuern | 0,48% | -1,65 PP | 2,13% |
| Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) | 3,25% | 2,40 PP | 0,85% |
| Risk/Earnings Ratio | 61,4% | 45,8 PP | 15,6% |
| Bankspezifische Kennzahlen1 | 30.9. | 31.12. | |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko) | 52.340 | -13,3% | 60.388 |
| Gesamte Eigenmittel | 7.980 | 14,1% | 6.992 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.206 | -9,7% | 5.767 |
| Überdeckungsquote | 53,3% | 32,1 PP | 21,2% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko | 13,0% | 3,3 PP | 9,7% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt | 10,5% | 2,4 PP | 8,1% |
| Eigenmittelquote | 12,3% | 2,6 PP | 9,7% |
| Aktienkennzahlen | 30.9. | 30.9. | |
| Gewinn je Aktie in € | 1,012 | -4,60 | 5,61 |
| Kurs in € | 44,56 | -10,8% | 49,97 |
| Höchstkurs (Schlusskurs) in € | 44,56 | -59,6% | 110,20 |
| Tiefstkurs (Schlusskurs) in € | 13,00 | -74,0% | 49,97 |
| Anzahl der Aktien in Millionen | 154,67 | – | 154,67 |
| Marktkapitalisierung | 6.892 | -10,8% | 7.729 |
| Ressourcen | 30.9. | 31.12. | |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 58.642 | -7,5% | 63.376 |
| Geschäftsstellen | 3.145 | -2,7% | 3.231 |
1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International ist Teil des RZB-Konzerns und unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.
2 Bereinigt um das kalkulatorische Entgelt für das Genussrechtskapital liegt der Gewinn je Aktie bei € 0,72.
| Raiffeisen International im Überblick | 3 |
|---|---|
| Aktie der Raiffeisen International | 4 |
| Geschäftsentwicklung | 7 |
| Gesamtwirtschaftliches Umfeld | 7 |
| Finanz- und Ergebnisentwicklung | 8 |
| Positionen der Erfolgsrechnung im Detail | 10 |
| Bilanzentwicklung | 16 |
| Ausblick unverändert | 22 |
| Segmentberichte | 23 |
| Regionale Segmente | 23 |
| Geschäftsbereiche | 37 |
| Konzernabschluss | 42 |
| Erfolgsrechnung | 42 |
| Erfolgsentwicklung | 43 |
| Bilanz | 44 |
| Eigenkapitalentwicklung | 45 |
| Anhang | 50 |
| Finanzkalender/Impressum/Disclaimer | 70 |
Die Raiffeisen International ist eine der führenden Bankengruppen in Zentral- und Osteuropa. Zum Ende der Berichtsperiode umfasste sie 15 Banken und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen in 17 Märkten. In 6 davon rangieren die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den Top-3-Banken des Landes. In ihren 3.145 Geschäftsstellen betreuten zum 30. September 2009 fast 59.000 Mitarbeiter rund 15 Millionen Kunden.
| Daten per 30. September 2009 | Bilanzsumme in € Millionen |
Veränderung1 | Geschäfts stellen |
Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|
| Albanien | 1.905 | -7,0% | 104 | 1.357 |
| Belarus | 1.170 | -28,9% | 98 | 2.135 |
| Bosnien und Herzegowina | 2.413 | 0,7% | 101 | 1.673 |
| Bulgarien | 4.104 | -13,9% | 199 | 3.308 |
| Kasachstan | 75 | -22,8% | 1 | 13 |
| Kosovo | 651 | 8,9% | 50 | 702 |
| Kroatien | 6.119 | 2,3% | 84 | 2.238 |
| Polen | 6.155 | -13,4% | 125 | 2.969 |
| Rumänien (inkl. Moldau) | 5.847 | -10,9% | 562 | 6.395 |
| Russland | 12.335 | -17,5% | 223 | 8.875 |
| Serbien | 2.814 | -3,4% | 104 | 2.082 |
| Slowakei | 9.391 | -14,4% | 155 | 3.661 |
| Slowenien | 1.524 | 1,0% | 16 | 354 |
| Tschechische Republik | 7.689 | 6,8% | 110 | 2.652 |
| Ukraine | 5.415 | -13,8% | 1.036 | 16.314 |
| Ungarn | 8.899 | -7,0% | 177 | 3.526 |
| Zwischensumme | 76.507 | -9,6% | 3.145 | 58.254 |
| Sonstige/Konsolidierung | 1.015 | – | – | 388 |
| Summe Raiffeisen International | 77.522 | -9,2% | 3.145 | 58.642 |
1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2008. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.
Die Raiffeisen International-Aktie notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse und ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem DJ Euro Stoxx, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält rund 70 Prozent der Raiffeisen International-Aktien. Mit einer Bilanzsumme von € 156 Milliarden zum 30. Juni 2009 ist die RZB Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.
Nach einem vergleichsweise schwachen Start entwickelten sich die Aktienmärkte im Verlauf des dritten Quartals 2009 weltweit deutlich positiv. Zu dieser positiven Entwicklung trugen die überraschend guten Halbjahresergebnisse zahlreicher US-amerikanischer Unternehmen ebenso bei wie die freundlicheren Wirtschaftsdaten diverser Staaten, die häufig über den Erwartungen lagen. Den Volkswirtschaften der EU kam darüber hinaus der niedrige Leitzins, der seit Mai auf dem Rekordtief von 1 Prozent verharrte, zugute. Die Aussage des US-Notenbankchefs im September, die US-Wirtschaft habe die Rezession wahrscheinlich überstanden, verstärkte die optimistische Stimmung weltweit.
Vor allem ab Ende Juli 2009 meldeten auch Banken trotz des schwierigen Umfelds unerwartet starke Quartalsergebnisse. Davon profitierte nicht zuletzt die Aktie der Raiffeisen International, die mit € 24,75 ins dritte Quartal gestartet war und nach langem Widerstand Ende Juli die 30-Euro-Marke durchbrach. Unterstützt wurde dies durch eine Stimmungswende zum Positiven hinsichtlich Banken mit Zentral- und Osteuropaengagement. Günstig wirkte sich weiters die Einschätzung der Oesterreichischen Nationalbank aus, die mit Bezug auf die Ergebnisse der Stresstests die heimischen Banken als ausreichend kapitalisiert bewertete, um der Rezession zu begegnen.
Angesichts der sich mehrenden Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung erreichten die Aktienmärkte im September 2009 vorübergehende Höchststände. Im Einklang damit legte auch die Raiffeisen International-Aktie weiter zu und überschritt am 25. September schließlich die Marke von € 40. Mit einem Schlusskurs von € 44,56 am 30. September erzielte die Aktie letztlich ein Quartalsplus von 80 Prozent. Die Marktkapitalisierung stieg von € 3,83 Milliarden zu Anfang des Quartals auf € 6,89 Milliarden zum Quartalsende. Zum Redaktionsschluss am 6. November 2009 stand sie bei € 40,60 und lag damit 64 Prozent über ihrem Quartalsstart.
Die Raiffeisen International legt großen Wert auf offene Kommunikation mit Analysten und Investoren und bietet in diesem Sinn regelmäßig Informationsmöglichkeiten. Da Präsenzveranstaltungen aufgrund von krisenbedingten Kostenüberlegungen bei vielen Marktteilnehmern derzeit weniger nachgefragt werden, liegt der Fokus im Moment auf Telefonkonferenzen. Ein wichtiger solcher Conference Call fand z.B. Mitte Juli anlässlich der Kernkapitalstärkung um insgesamt € 1,25 Milliarden in Form von Genussrechten mit Eigenkapitalcharakter und hybridem Tier 1-Kapital statt. Die nächste bedeutende Telefonkonferenz am 13. August behandelte das Halbjahresergebnis und erfreute sich mit mehr als 130 Zuhörern regen Zuspruchs. Im September präsentierten der Vorstandsvorsitzende sowie der Finanzvorstand das Unternehmen auf einer Investorenkonferenz in London vor rund 120 Teilnehmern und führten zusätzlich mehrere Gruppengespräche. Im Anschluss lud die Raiffeisen International zu einem Analystentreffen ein, an dem ein Großteil der sie beobachtenden Analysten teilnahm.
Dass das Interesse an der Raiffeisen International bei Analysten auch in Zeiten der Krise ungebrochen hoch ist, zeigt die Aufnahme der Coverage durch zwei Institute im dritten Quartal 2009. In Summe veröffentlichen nun 25 Häuser Research über das Unternehmen. Ebenfalls im abgelaufenen Quartal wurde die 500. Analystenstudie über die Raiffeisen International seit dem Börsegang im April 2005 publiziert. Ein weiterer Erfolg für die Raiffeisen International war im September ihre Rückkehr in den ATX five, der die – gemessen am Streubesitz – fünf höchstkapitalisierten Unternehmen Österreichs umfasst.
Mehrheitsaktionär der Raiffeisen International ist die RZB mit einem Anteil von rund 70 Prozent. Den Streubesitz halten institutionelle Investoren mit rund 22 Prozent sowie private Anleger mit rund 8 Prozent. Der Anteil an Privataktionären hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Dies ist unter anderem auf die große Bekanntheit und das starke Vertrauen in die Marke Raiffeisen zurückzuführen. Die privaten Anleger stammen vorwiegend aus Österreich, während sich hier lediglich 15 Prozent der institutionellen Aktionäre befinden. Der Schwerpunkt des institutionellen Aktienbesitzes verschob sich im vergangenen halben Jahr von den USA, wo nun rund 33 Prozent gehalten werden, nach Kontinentaleuropa mit rund 37 Prozent. Britische Institutionelle halten rund 13 Prozent, die restlichen rund 2 Prozent sind im Besitz von Investoren aus anderen Staaten.
| Kurs zum 30. September 2009 | € 44,56 |
|---|---|
| Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2009 | € 44,56 / € 23,77 |
| Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis 30. September 2009 | € 1,01 |
| Bereinigt um das kalk. Entgelt für das Genussrechtskapital | € 0,72 |
| Marktkapitalisierung zum 30. September 2009 | € 6,89 Milliarden |
| Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2009 | 342.669 Stück |
| Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2009 | € 765 Millionen |
| Streubesitz zum 30. September 2009 | Rund 30 % |
| ISIN | AT0000606306 |
|---|---|
| Ticker-Symbole | RIBH (Wiener Börse) |
| RIBH AV (Bloomberg) | |
| RIBH.VI (Reuters) | |
| Marktsegment | Prime Market |
| Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) | € 32,50 |
| Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) | € 104,00 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2009 | 154.667.500 |
E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138
Raiffeisen International Bank-Holding AG, Investor Relations Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich
Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Finanzkrise dürften im ersten Halbjahr 2009 ihren Höhepunkt erreicht haben. So ging das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 um rund 4,8 Prozent im Jahresvergleich zurück. Die globale Rezession schlug im ersten Halbjahr 2009 auch voll auf die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas (CEE) durch. So dürfte der BIP-Rückgang der Region 2009 im Durchschnitt um rund zwei Prozentpunkte stärker ausfallen als jener der Eurozone. Die Aussichten sind dabei nach wie vor von Land zu Land sehr unterschiedlich: Während etwa Polen beim realen BIP im ersten Halbjahr 2009 ein Wachstum von 1 Prozent verzeichnete, schrumpfte es in der Ukraine um 19,2 Prozent. Im zweiten Quartal legte das BIP neben Polen auch in der Slowakei und der Tschechischen Republik im Quartalsvergleich zu.
Die Stabilisierung diverser Frühindikatoren sowie eine erkennbare Trendwende in manchen Ländern nährten im dritten Quartal die Zuversicht, dass ein Ende der Rezession bevorsteht. So scheinen die aktuellen Daten für die Industrieproduktion zu bestätigen, dass der Wirtschaftsabschwung auch in CEE die Talsohle erreicht hat. Für eine umfassende Entwarnung könnte es allerdings noch zu früh sein, da der Produktionsrückgang in der exportorientierten verarbeitenden Industrie weiterhin auf den Dienstleistungssektor überzugreifen droht. Ebenso werden die Arbeitslosenzahlen, die sich gewöhnlich zeitversetzt zum Konjunkturverlauf entwickeln, im Jahresverlauf voraussichtlich weiter ansteigen.
Die schwierige Lage der Realwirtschaft führte im Finanzsektor im ersten Halbjahr 2009 zu einer Zunahme der Non-performing Loans und damit zu einem Anstieg der Kreditrisikovorsorgen. Dies war insbesondere in der Ukraine, Rumänien und Ungarn der Fall, wo ein hoher Anteil an Fremdwährungskrediten und teils starke Währungsabwertungen aufeinandertrafen. Einen vergleichsweise geringen Anstieg der Kreditrisikovorsorgen hatten demgegenüber Länder wie Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei zu verzeichnen.
Die raschen und weitreichenden Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Verbindung mit den EU-Unterstützungen sowie die zur Verfügung gestellten Mittel von Weltbank, Europäischer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und Europäischer Investitionsbank (EIB) verfehlten ihre positive Wirkung auf die zentral- und osteuropäischen Volkswirtschaften nicht. Allerdings engt die mit den IWF-Hilfen verbundene Verpflichtung, die Budgetdefizite innerhalb bestimmter Grenzen zu halten, den Spielraum für Konjunkturmaßnahmen mit wenigen Ausnahmen deutlich ein. Dies könnte sich in absehbarer Zukunft als Belastung für die CEE-Volkswirtschaften auswirken.
Die internationalen Aktienmärkte sowie indirekt auch die zentral- und osteuropäischen Finanzmärkte profitierten von den Finanzhilfen und der Hoffnung auf das Ende der Rezession im Verlauf des zweiten und dritten Quartals. Im Einklang damit kam es im zweiten Quartal zu einer Stabilisierung der meisten Wechselkurse, der im dritten Quartal eine Erholung folgte. Parallel dazu gingen die Risikoprämien (Credit Default Swaps) im Verlauf des dritten Quartals weiter stark zurück und erreichten wieder Niveaus wie vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers.
Das operative Ergebnis zeigte sich von den konjunkturellen Turbulenzen weitgehend unbeeindruckt. Es lag nach neun Monaten bei € 1.603 Millionen und damit nur um € 7 Millionen unter jenem der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Der Zinsüberschuss ging auf Euro-Basis trotz Währungsabwertungen sowie deutlich höherer Kosten für Kundeneinlagen und langfristige institutionelle Refinanzierungen verglichen mit dem Vorjahr nur leicht um 5 Prozent auf € 2.224 Millionen zurück. Konjunkturbedingt stärker betroffen war das Provisionsergebnis, das um 17 Prozent fiel. Die hohe Volatilität der meisten Währungen führte zu einem geringeren Volumen bei Devisentransaktionen, Fremdwährungskrediten sowie In- und Auslandsüberweisungen. Beim Wertpapiergeschäft zeigten die Kunden aufgrund des unsicheren Marktumfelds weiter Zurückhaltung. Erfreulich entwickelte sich das Handelsergebnis, dessen Zuwachs um 15 Prozent primär aus zinsbezogenen Transaktionen resultierte. Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich großteils wegen geringerer Rückstellungserfordernisse bzw. entsprechender Auflösungen um insgesamt € 21 Millionen.
Die Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres deutlich um 14 Prozent auf € 1.678 Millionen. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren Kostensenkungsprogramme sowie günstige Währungsrelationen zum Euro. Der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen und das auf Vorjahresniveau liegende operative Ergebnis führten zu einer um 3,5 Prozentpunkte verbesserten Cost/Income Ratio.
Der Personalstand (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank gegenüber dem Jahresende 2008 um 8 Prozent oder 4.734 Personen auf 58.642. Dabei erfolgte in nahezu allen Netzwerkbanken und Leasingfirmen eine Reduktion. Die größten Rückgänge wurden in Russland (1.401), der Ukraine (1.054), Rumänien (495) sowie Bulgarien (400) verzeichnet, wobei der Abbau in Russland und Bulgarien durch natürliche Fluktuation erzielt wurde. Da die Reduktionen überwiegend ab dem vierten Quartal 2008 begonnen hatten, nahm die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (60.926) 2009 im Vergleich zu den neun Monaten des Vorjahres nur marginal ab.
Auch im dritten Quartal nahmen die Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen im Vergleich zur Vorjahresperiode zu und belasteten das Ergebnis. Das Neunmonatsergebnis nach Steuern betrug € 216 Millionen und lag damit um 78 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den neun Monaten 2009 wurden netto insgesamt € 1.365 Millionen an Kreditrisikovorsorgen dotiert, was einen Anstieg um 273 Prozent verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet. Im Vergleich zu den vorhergehenden zwei Quartalen war jedoch ein deutlich geringerer Kreditrisikovorsorgebedarf zu verzeichnen, was sich entsprechend positiv auf den Periodenüberschuss nach Steuern im dritten Quartal auswirkte. Mit € 97 Millionen war er der bisher beste im Jahr 2009.
Grund für die absolut betrachtet nach wie vor hohen Kreditrisikovorsorgen waren die Folgen der globalen Finanzmarktkrise, die sich mit den Währungsabwertungen im vierten Quartal 2008 auch auf
die meisten Länder in CEE ausdehnte. Sie zog eine Rezession mit stark rückläufiger Nachfrage und steigenden Arbeitslosenraten nach sich. Die Kreditrisikovorsorgen waren jeweils zur Hälfte den Corporate- und den Retail-Kunden zuzuordnen. Die größten Wertberichtigungen gab es relativ gesehen im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe.
Die Non-Performing Loan Ratio (das ist der Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) stieg im Vergleich zum Jahresende 2008 um 4,8 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Damit ging die Wachstumsdynamik dieser Kennziffer im dritten Quartal wieder zurück. Setzt man die Non-Performing Loans ins Verhältnis zum Gesamtkreditrisikovolumen (Forderungen, Wertpapiere sowie außerbilanzmäßige Posten), ergibt sich ein Wert von 4,6 Prozent. Regional gesehen lag der Schwerpunkt der notleidenden Kredite sowie auch der Kreditrisikovorsorgen in der Ukraine und in Russland sowie mit einigem Abstand auch in Ungarn.
Die hohen Kreditrisikovorsorgen belasteten das Ergebnis und damit auch die Rentabilitätskennzahlen. So lag der Return on Equity vor Steuern für die neun Monate 2009 bei 6,1 Prozent und damit um 19,3 Prozentpunkte niedriger als in der Vergleichsperiode 2008 (25,4 Prozent). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sank das der Berechnung zugrundeliegende durchschnittliche Eigenkapital währungsbedingt um 5 Prozent auf € 6,3 Milliarden.
Der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) sank von 17,4 Prozent zum Jahresultimo 2008 auf nunmehr 3,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie ging im Berichtszeitraum auf € 1,01 zurück (Vorjahr: € 5,61), wobei der Gewinn je Aktie bereinigt um das kalkulatorische Entgelt für das Genussrechtskapital bei € 0,72 liegt.
Die zum Ende des dritten Quartals 2008 beginnenden deutlichen Währungsabwertungen, die auch die Bilanzsumme beeinflussten, setzten sich bis ins erste Halbjahr 2009 hinein fort. Im dritten Quartal waren bei einigen CEE-Währungen jedoch wieder deutliche Aufwertungen zu verzeichnen. Seit Jahresbeginn verzeichnete die Konzernbilanzsumme einen Rückgang um 9 Prozent oder € 7,9 Milliarden auf € 77,5 Milliarden. Dieser lässt sich zu rund 20 Prozent auf Währungseffekte zurückführen, während der überwiegende Teil von rund € 6,2 Milliarden organisch bedingt war.
Der organische Rückgang war eine Folge der Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreditportfolios. Diese bewirkten bis September einen Rückgang bei den Forderungen an Kunden um 11 Prozent oder € 6,1 Milliarden auf € 51,8 Milliarden. Die Erhöhung der Wertberichtigungen auf Kundenforderungen in Höhe von € 1,1 Milliarden trug ebenfalls zum Rückgang bei.
Passivseitig verringerte sich aufgrund des geringeren Bedarfs vor allem die Refinanzierung über Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Jahresende 2008 um € 5,2 Milliarden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken trotz starken Wettbewerbs nur um 4 Prozent oder € 1,6 Milliarden auf € 42,6 Milliarden. Durch den Rückgang der Forderungen an Kunden bei gleichzeitigem Fokus auf die Gewinnung und Bindung der Kundengelder verbesserte sich die Loan/Deposit Ratio, also die Deckung der Kundenkredite mit entsprechenden Einlagen, deutlich um 9 Prozentpunkte auf 122 Prozent.
Das Eigenkapital der Raiffeisen International inklusive der Anteile anderer Gesellschafter stieg gegenüber Jahresbeginn um 5 Prozent oder € 344 Millionen auf € 6.862 Millionen. Darin ist der Periodenüberschuss nach Steuern von € 216 Millionen bereits enthalten.
Im August 2009 erhöhte die Raiffeisen International ihr Eigenkapital um € 600 Millionen durch die Ausgabe von Genussrechten gemäß § 174 AktG.
Die sonstigen Veränderungen im Eigenkapital ergaben sich durch weitere Abwertungen der lokalen Währungen im CEE-Raum, die inklusive entsprechender Absicherungsmaßnahmen Bewertungsverluste im Eigenkapital von € 299 Millionen verursachten. Das Kapital wurde darüber hinaus durch Dividendenzahlungen an die Aktionäre in Höhe von € 143 Millionen – entsprechend einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von € 0,93 pro Aktie – und an Fremdaktionäre von Konzerngesellschaften mit € 52 Millionen verringert.
Zusätzlich flossen der Gesellschaft im September 2009 € 650 Millionen aus einer Emission von Hybridkapital zu, die sich erhöhend auf das Kernkapital (Tier 1) auswirkte. Diese Emission wurde ebenso wie das Genussrechtskapital vollständig von der Hauptaktionärin RZB gezeichnet.
| 1.1.–30.9. | Veränderung | 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 | 2007 | |
| Zinsüberschuss | 2.224 | -5,0% | 2.342 | 1.704 |
| Provisionsüberschuss | 906 | -17,4% | 1.098 | 895 |
| Handelsergebnis | 147 | 15,2% | 127 | 121 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 3 | – | -18 | 18 |
| Betriebserträge | 3.281 | -7,6% | 3.549 | 2.738 |
| Personalaufwand | -780 | -17,6% | -947 | -759 |
| Sachaufwand | -716 | -11,8% | -811 | -617 |
| Abschreibungen | -182 | 0,4% | -181 | -162 |
| Verwaltungsaufwendungen | -1.678 | -13,5% | -1.940 | -1.538 |
| Betriebsergebnis | 1.603 | -0,4% | 1.610 | 1.200 |
Operatives Ergebnis im Periodenvergleich
Da im Berichtszeitraum keine nennenswerten Änderungen des Konsolidierungskreises erfolgten, ist die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode gewährleistet. Allerdings wurden die Posten der Erfolgsrechnung durch Währungsschwankungen in den CEE-Ländern zum Teil stark beeinflusst.
Regional gesehen verzeichnete das Segment Zentraleuropa die höchsten Betriebserträge. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gingen diese jedoch um 9 Prozent zurück. Einen guten operativen Betriebsertrag erwirtschaftete das Segment Südosteuropa, das mit minus 4 Prozent nur leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Im Segment Russland blieben die Betriebserträge im Vergleich zum Vorjahr stabil. GUS Sonstige verbuchte bei den Betriebserträgen einen Rückgang von 10 Prozent.
Die Betriebserträge im Geschäftsbereich Corporate Customers sanken um € 133 Millionen auf € 1.072 Millionen. Dafür war mit einem Rückgang von € 81 Millionen der Provisionsüberschuss verantwortlich. Deutliche Einbußen verzeichnete der Geschäftsbereich Treasury, da höhere Refinanzierungskosten den Zinsüberschuss belasteten. Die Betriebserträge aus dem Geschäftsbereich Retail Customers gingen um 10 Prozent zurück, weil auch hier der Provisionsüberschuss deutlich nachgab.
Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5 Prozent oder € 118 Millionen, stellt aber mit einem Anteil an den Betriebserträgen von 68 Prozent oder € 2.224 Millionen die wichtigste Ertragskomponente des Konzerns dar. Insgesamt fielen die Zinserträge um € 109 Millionen auf € 4.315 Millionen. Bei den Zinserträgen aus Forderungen an Kreditinstitute zeigte sich wegen niedrigerer Volumina und Marktzinssätze ein Rückgang von € 197 Millionen. Dieser Reduktion steht ein Anstieg um € 122 Millionen bei den Zinserträgen aus Wertpapieren aufgrund der erhöhten Veranlagung in diese gegenüber. Der Zinssaldo aus derivativen Finanzinstrumenten stieg um € 37 Millionen.
Die Zinsaufwendungen stiegen um € 7 Millionen auf € 2.092 Millionen. Einerseits fielen die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um € 86 Millionen, andererseits stiegen die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden überwiegend wegen erhöhter Zinssätze für Kundeneinlagen um € 118 Millionen.
Der Zinsüberschuss verringerte sich im Segment Zentraleuropa im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 49 Millionen auf € 720 Millionen. Aufgrund höherer Refinanzierungskosten bei Kundeneinlagen und starken Wettbewerbs entwickelte sich das Zinsergebnis in der polnischen Netzwerkeinheit rückläufig. In der ungarischen Netzwerkeinheit verschlechterte sich das Zinsergebnis aufgrund der Währungsschwankungen und gestiegener Einlagenzinsen ebenfalls. Positiv entwickelte sich das Ergebnis in der tschechischen Netzwerkbank wegen verbesserter Konditionen bei Hypothekarkrediten.
In Südosteuropa fiel das Zinsergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 40 Millionen auf € 659 Millionen. Zum überwiegenden Teil sind erhöhte Refinanzierungskosten sowohl bei Kundeneinlagen als auch bei Verbindlichkeiten gegenüber Banken verantwortlich. Vor allem Rumänien trug zu dieser Entwicklung bei.
Im Segment Russland verbesserte sich das Zinsergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 24 Millionen auf € 523 Millionen. Trotz Währungsabwertung stieg der Zinsüberschuss aufgrund der aktivseitigen Margenverbesserung.
Im Segment GUS Sonstige entstand im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Rückgang von € 19 Millionen auf € 373 Millionen. Dies war ausschließlich auf die Währungsabwertung der ukrainischen Hryvna zurückzuführen, da in Lokalwährung eine Steigerung des Zinsergebnisses verbucht werden konnte.
Die Nettozinsspanne, d.h. das Verhältnis von Zinsüberschuss zu durchschnittlicher Bilanzsumme, lag im Berichtszeitraum bei 3,72 Prozent. Dies bedeutet im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Verringerung um 24 Basispunkte. Während die Nettozinsspanne im zweiten Quartal 3,70 Prozent betragen hatte, verbesserte sie sich im dritten Quartal auf 3,77 Prozent.
Der Provisionsüberschuss ging in den drei Quartalen 2009 um 17 Prozent bzw. € 192 Millionen auf € 906 Millionen zurück. Mit den im dritten Quartal erzielten € 322 Millionen handelte es sich jedoch um den besten Quartalswert 2009. Grund für die Reduktion gegenüber 2008 waren geringere Transaktionsvolumina im Zahlungsverkehr und im Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, die zu einem Rückgang von € 79 Millionen bzw. € 97 Millionen führten. Positiv entwickelte sich der Ertrag aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten, der sich auf € 24 Millionen verdoppelte. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr fielen in der Ukraine und Russland aufgrund starker Währungsschwankungen.
Das Devisengeschäft verringerte sich in Ungarn aufgrund rückläufiger Fremdwährungskredite, in Polen wegen niedrigerer Kundenmargen und in der Slowakei durch die Euro-Umstellung.
Das Handelsergebnis stieg in den neun Monaten 2009 um 15 Prozent auf € 147 Millionen. Ausschlaggebend für diese Verbesserung war der Beitrag aus dem zinsbezogenen Geschäft, der sich um € 110 Millionen erhöhte. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren aufgrund des vorherrschenden Zinsniveaus negative Buchwertergebnisse entstanden, denen im Jahr 2009 Wertaufholungen durch verbesserte Marktbedingungen gegenüberstanden. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft. Für dessen Rückgang um € 96 Millionen war mit einem Minus von € 70 Millionen vor allem das Segment Russland verantwortlich.
Die sonstigen Betriebserträge verbesserten sich im Berichtszeitraum um € 21 Millionen auf € 3 Millionen.
Aus der Auflösung sonstiger Rückstellung ergab sich ein Ertrag von € 20 Millionen, der aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in der Ukraine, Tschechien und Ungarn entstand. Die Nettoerlöse aus bankfremden Tätigkeiten reduzierten sich um € 12 Millionen.
Die Verwaltungsaufwendungen sanken nach drei Quartalen 2009 um 14 Prozent oder € 262 Millionen auf € 1.678 Millionen. Da die Betriebserträge hingegen nur einen Rückgang um 8 Prozent aufwiesen, verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 3,5 Prozentpunkte auf 51,1 Prozent. Die höchsten Rückgänge bei den Verwaltungsaufwendungen verzeichneten die Ukraine, Russland und Ungarn.
Hauptgründe für die Reduktion der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr sind das strikte Kostenmanagement im Konzern, das in den erzielten Werten noch nicht voll zum Ausdruck kommt, sowie die Währungsabwertungen in den CEE-Ländern.
Der Personalaufwand verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 18 Prozent oder € 167 Millionen auf € 780 Millionen. Mit einem Anteil von 47 Prozent ist dies der größte Posten in den Verwaltungsaufwendungen. Maßnahmen zur Kostensenkung so etwa Personalabbau bzw. Nichtnachbesetzung freiwerdender Positionen, aber auch Bonuskürzungen zeigten damit erstmals eine spürbare Wirkung.
Das Segment Zentraleuropa wies die höchste Reduktion beim Personalaufwand auf. In Ungarn und Polen wurden die größten Kostenreduktionen erzielt. Auch im Segment GUS Sonstige kam es zu deutlichen Kostensenkungen.
In der Ukraine war neben Freisetzungen die Abwertung der lokalen Währung für die Senkung des Personalaufwands verantwortlich. In den Segmenten Russland und Südosteuropa hingegen ist die Reduktion des Personalaufwands überwiegend auf die Währungsabwertungen gegenüber dem Euro zurückzuführen.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich in den drei Quartalen 2009 auf 60.926 und lag damit um 214 Mitarbeiter unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Während die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in GUS Sonstige um 1.182 Mitarbeiter oder 6 Prozent zurückging, stieg
Struktur der Verwaltungsaufwendungen
sie in Südosteuropa um 497 Mitarbeiter oder 3 Prozent sowie in Zentraleuropa um 325 oder 2 Prozent. In Russland blieb sie relativ konstant.
Deutlicher als bei der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl spiegeln sich die im Personalbereich ergriffenen Maßnahmen in der Zahl der Mitarbeiter zum Stichtag wider. So betrug die Zahl der Mitarbeiter zum 30. September 2009 nur mehr 58.642, während zum Jahresultimo 2008 noch 63.376 Mitarbeiter beschäftigt gewesen waren. Dies bedeutet einen Rückgang um 4.734 Mitarbeiter oder 8 Prozent.
Sachaufwand mit minus 12 Prozent deutlich gesunken Der Sachaufwand fiel um 12 Prozent oder € 95 Millionen auf € 716 Millionen. Die Einsparungen erstreckten sich auf nahezu alle Aufwandsarten. Am stärksten betroffen waren neben dem Werbe- und Repräsentationsaufwand der Rechts- und Beratungs-
aufwand. Die Reduktion des Sachaufwands war in der Ukraine und Russland am deutlichsten.
Die größten Aufwandsposten im Sachaufwand waren der Raumaufwand mit € 227 Millionen und der IT-Aufwand mit € 111 Millionen, die um 2 Prozent bzw. 9 Prozent anwuchsen.
Die Geschäftsstellen wurden im Vergleich zum 30. September 2008 um netto 23 auf 3.145 reduziert. Durch weitere Standortoptimierungen ging die Zahl im Segment GUS Sonstige gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 103 (ausschließlich in der Ukraine) und in Russland um 24 Geschäftsstellen neuerlich zurück. Neueröffnungen erfolgten in Südosteuropa (72), insbesondere Rumänien (29), Kroatien (14), Serbien (13) und Bulgarien (10). In Zentraleuropa wurden im Jahresabstand 32 Geschäftsstellen eröffnet.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte blieben mit € 182 Millionen im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu unverändert. Davon entfielen € 111 Millionen auf Sachanlagen, € 49 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 22 Millionen auf Vermögenswerte aus Operating-Leasinggeschäften.
Im Berichtszeitraum wurden konzernweit € 306 Millionen investiert. In eigene Sachanlagen flossen davon 58 Prozent (€ 177 Millionen). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen 30 Prozent, die zum überwiegenden Teil Software-Systeme betrafen. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
Veränderung | 1.1.–30.9. 2008 |
1.1.–30.9. 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis | 1.603 | -0,4% | 1.610 | 1.200 |
| Kreditrisikovorsorgen | -1.365 | 273,4% | -366 | -242 |
| Sonstige Ergebnisse | 49 | 191,4% | 17 | -5 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 287 | -77,3% | 1.261 | 953 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -71 | -76,0% | -296 | -217 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 216 | -77,7% | 965 | 737 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | -60 | -42,1% | -104 | -111 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 156 | -81,9% | 861 | 626 |
Der Konzern-Periodenüberschuss wurde in den neun Monaten durch Dotierung von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 1.365 Millionen massiv belastet. Davon entfielen auf Einzelwertberichtigungen € 1.172 Millionen und auf Portfolio-Wertberichtigungen € 198 Millionen. Gleichzeitig gab es in Russland und Polen einen Ertrag von insgesamt € 5 Millionen aus dem Verkauf von Krediten. In der Quartalsbetrachtung zeigt sich jedoch, dass die Vorsorgen im dritten Quartal (€ 397 Millionen) deutlich niedriger ausfielen als im zweiten Quartal (€ 523 Millionen).
Die höchsten Nettodotierungen von Einzelwertberichtigungen wurden im Segment GUS Sonstige mit € 367 Millionen vorgenommen, von denen allein € 341 Millionen in der Raiffeisen Bank Aval gebildet wurden. Diese Dotierungen betrafen großteils Privatkundenkredite, die durch Hypotheken besichert sind. Insgesamt betrugen die Nettodotierungen in allen Konzerneinheiten der Ukraine € 357 Millionen.
Im Segment Südosteuropa wurden Einzelwertberichtungen in Höhe von netto € 278 Millionen zugeführt. Davon wurden € 89 Millionen in Rumänien dotiert. In Bulgarien mussten per Saldo Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 49 Millionen gebildet werden. Das Segment Russland zeigte eine Nettozuweisung zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 272 Millionen, von denen zwei Drittel der Vorsorgen auf den Großkundenbereich entfielen. Im Segment Zentraleuropa wurden netto € 254
Millionen dotiert. Die höchsten Vorsorgen wurden in Ungarn (€ 104 Millionen), Polen (€ 57 Millionen) und der Slowakei (€ 50 Millionen) getroffen.
Bei den Portfolio-Wertberichtigungen wurden die höchsten Nettodotierungen im Segment Zentraleuropa mit € 92 Millionen verzeichnet. Das mit Abstand am stärksten betroffene Land war Ungarn mit € 80 Millionen.
Die Neubildungsquote – d.h. das Verhältnis der Kreditrisikovorsorgen zu den durchschnittlichen Risikoaktiva, Kreditrisiko – erhöhte sich auf 3,25 Prozent. In der Vergleichsperiode des Vorjahres hatte sie 0,85 Prozent betragen.
Dieses Bild spiegelte sich in der Risk/Earnings Ratio, dem Verhältnis der Kreditrisikovorsorgen zum Zinsüberschuss, wider. Sie stieg in den drei Quartalen 2009 gegenüber dem Jahresultimo um 37,3 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent. Gegenüber dem Wert für das Halbjahr 2009 hingegen verbesserte sich die Risk/Earnings Ratio um 3,3 Prozentpunkte.
Die sonstigen Ergebnisse erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 32 Millionen auf € 49 Millionen. Dazu trugen das Ergebnis aus Finanzinvestitionen durch Wertaufholungen bei Wertpapieren € 44 Millionen und das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten € 5 Millionen bei.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg gegenüber der Vergleichsperiode um € 34 Millionen auf € 44 Millionen. Aufgrund der besseren Marktbedingungen im Jahr 2009 konnten Bewertungsgewinne erzielt werden. Hatten die Bewertungsergebnisse aus erfolgwirksam bewerteten Wertpapieren in der Vorjahresperiode noch mit minus € 11 Millionen zu Buche geschlagen, wurden in den drei Quartalen 2009 Bewertungsgewinne in Höhe von € 42 Millionen generiert. Das Veräußerungsergebnis aus dieser Wertpapierkategorie drehte von minus € 1 Million auf plus € 4 Millionen. Aus der Veräußerung von Unternehmensanteilen wurden € 3 Millionen generiert, während im Vorjahr aus dem Verkauf eines Anteils an einem at-equity bewerteten Unternehmen sowie von sonstigen Beteiligungen ein Ertrag von € 22 Millionen resultiert hatte.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entwickelten sich entsprechend dem Vorsteuerergebnis und sanken gegenüber € 296 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres um 76 Prozent auf € 71 Millionen. Die Steuerquote lag mit 24,8 Prozent leicht über dem Niveau der Vorjahresperiode (23,4 Prozent).
Der Periodenüberschuss nach Steuern fiel gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von € 965 Millionen auf € 216 Millionen. Dies bedeutet einen Rückgang um 78 Prozent. Der Anteil anderer Gesellschafter am Erfolg – das ist das Ergebnis der an diversen Konzerneinheiten beteiligten Minderheitsaktionäre – ging um € 44 Millionen auf € 60 Millionen zurück. Dass dieser Rückgang mit 42 Prozent weniger stark ausfiel als jener des Periodenüberschusses, ist damit zu erklären, dass Konzerneinheiten mit Minderheitsanteilen im Verhältnis zu den Konzerneinheiten ohne Minderheitsanteilen höhere Ergebnisse generierten.
Der den Aktionären der Raiffeisen International zurechenbare Konzern-Periodenüberschuss fiel auf € 156 Millionen nach € 861 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie beträgt demnach € 1,01 (Vorjahr: € 5,61). Für das im August emittierte Genussrechtskapital liegt das kalkulatorische Entgelt für drei Quartale bei € 45 Millionen. Dividiert man das nach Abzug des Genussrechtsentgelts verbleibende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien, ergibt sich ein Gewinn je Aktie von € 0,72.
Die Bilanzsumme der Raiffeisen International belief sich zum 30. September 2009 auf € 77,5 Milliarden. Gegenüber dem Jahresende 2008 bedeutet dies einen Rückgang um € 7,9 Milliarden oder 9 Prozent. Zwei Faktoren waren für diese Abnahme der Bilanzsumme verantwortlich: einerseits die Währungsabwertungen in den CEE-Ländern, andererseits Maßnahmen zur Reduktion und Optimierung des Kreditportfolios. Konsolidierungskreisänderungen hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.
Die im vierten Quartal 2008 einsetzenden Währungsabwertungen schwächten sich im Laufe des Jahres 2009 gegenüber dem Euro wieder teilweise ab. Einige CEE-Währungen wiesen im dritten Quartal Zugewinne auf. Eine Abwertung um je minus 7 Prozent erfuhren die ukrainische Hryvna und der russische Rubel, der albanische Lek fiel um 9 Prozent. Zulegen konnte hingegen die tschechische Krone mit 6 Prozent. Rund ein Fünftel der Veränderung der Bilanzsumme entfiel auf Währungseffekte.
Aktivseitig wird die Bilanzsumme weiterhin von den Forderungen an Kunden dominiert. Diese repräsentieren – nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen – einen Anteil an der Bilanzsumme von 63 Prozent (minus 3 Prozentpunkte). Der Rückgang um € 6,1 Milliarden auf € 51,8 Milliarden wurde zu mehr als zwei Dritteln im Kreditgeschäft verzeichnet, wobei die Kredite an Firmenkunden wegen rezessionsbe-
dingt verringerter Nachfrage um € 4,6 Milliarden oder 13 Prozent am stärksten sanken. Die Kredite an Privatkunden gingen um 7 Prozent oder € 1,5 Milliarden zurück. Regional betrachtet waren die Segmente Russland und GUS Sonstige am stärksten betroffen (minus € 2,5 Milliarden bzw. minus € 1,1 Milliarden). Durch den deutlichen Rückgang des Kreditportfolios verbesserte sich jedoch das Verhältnis Kundenkredite zu Kundeneinlagen um 9 Prozentpunkte auf 122 Prozent.
Angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds wurden konzernweit die Kreditrisikovorsorgen weiter angehoben. Diese lagen zum 30. September 2009 bei € 2,8 Milliarden, was einen Anstieg um € 1,1 Milliarden gegenüber dem 31. Dezember 2008 bedeutete.
Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 24 Prozent oder € 2,2 Milliarden auf € 11,2 Milliarden. Ihr Anteil an den Bilanzaktiva betrug damit 15 Prozent, das bedeutet ein Plus von
4 Prozentpunkten gegenüber dem Jahresultimo 2008. Innerhalb der Forderungen zeigte sich eine Umschichtung von langfristigen zu kurzfristigen Krediten: So gingen die langfristigen Kredite um € 2,0 Milliarden zurück, während die kurzfristigen Kredite um € 4,0 Milliarden ausgeweitet wurden. Aufgrund der Normalisierung des Interbankengeschäfts ergab sich eine Verlagerung von Einlagen bei Zentralbanken (minus € 1,9 Milliarden) zu Geschäftsbanken (plus € 4,1 Milliarden).
Das gesamte Volumen an Wertpapieren und Beteiligungen betrug zum 30. September 2009 € 10,4 Milliarden, was einem Anstieg um € 1,5 Milliarden oder 17 Prozent entspricht. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich um 3 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Die Wertpapierveranlagungen erfolgten überwiegend in refinanzierungsfähigen Schuldtiteln öffentlicher Stellen.
Die übrigen Aktiva verringerten sich um 39 Prozent oder € 4,4 Milliarden auf € 6,8 Milliarden. Ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich dadurch um 4 Prozentpunkte auf 9 Prozent. Dieser Rückgang ist zum überwiegenden Teil auf die Reduktion der Barreserve (€ 3,9 Milliarden), insbesondere auf die Umschichtung von Guthaben bei Zentralbanken auf kurzfristige Kreditvergaben an Kunden, zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte blieben gegenüber Jahresende 2008 mit € 931 Millionen konstant, darin enthalten sind Firmenwerte in Höhe von € 576 Millionen (davon Russland € 244 Millionen und Ukraine € 215 Millionen).
Die Passivstruktur zeigte zum 30. September 2009 folgende Veränderungen: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden im Verhältnis zu den Gesamtpassiva stiegen um 3 Prozentpunkte und dominieren weiterhin mit einem Anteil von 55 Prozent die Passivseite der Bilanz. Rückläufig zeigten sich hingegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit minus 4 Prozentpunkten (Anteil an der Bilanzsumme 27 Prozent) und die übrigen Passiva mit minus 2 Prozentpunkten (Anteil an der Bilanzsumme 6 Prozent). Das Eigen- und Nachrangkapital legte um 3 Prozentpunkte auf 12 Prozent der Bilanzsumme zu.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich um 4 Prozent oder € 1,6 Milliarden auf € 42,6 Milliarden. Von diesem Rückgang waren alle CEE-Länder betroffen, wobei Südosteuropa mit € 1,1 Milliarden die stärkste Reduktion erfuhr. Während die Einlagen im Firmenkundengeschäft um 10 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 16,5 Milliarden zurückgingen, stiegen jene im Retail-Geschäft um 2 Prozent oder € 0,5 Milliarden auf € 23,7 Milliarden. Die Termineinlagen fielen um 9 Prozent auf € 24,5 Milliarden, während die Sichteinlagen um 3 Prozent auf € 16,7 Milliarden und die Spareinlagen um 42 Prozent auf € 1,4 Milliarden zunahmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fielen seit Jahresbeginn um 20 Prozent oder € 5,2 Milliarden auf € 21,0 Milliarden. Dabei waren sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen Einlagen betroffen. Die langfristigen Einlagen sanken um 15 Prozent oder € 2,9 Milliarden, das Geldmarktgeschäft ging um 38 Prozent oder € 2,2 Milliarden auf
Die verbrieften Verbindlichkeiten, d.h. Refinanzierungen über den Kapitalmarkt im Rahmen von Fremdkapitalemissionen, nahmen per Saldo (Neuemissionen und Tilgungen) um € 0,8 Milliarden ab und beliefen sich zum 30. September 2009 auf € 2,6 Milliarden.
Der Anteil des Eigen- und Nachrangkapitals erhöhte sich um drei Prozentpunkte auf 12 Prozent. Das Nachrangkapital stieg aufgrund der Begebung von Hybridkapital um 39 Prozent oder € 0,7 Milliarden auf € 2,3 Milliarden. Das Eigenkapital belief sich auf € 6,9 Milliarden und lag damit um 5 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International bestehend aus Konzern-Eigenkapital, Konzern-Periodenüberschuss und Fremdanteilen erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2008 um 5 Prozent oder € 344 Millionen und belief sich zum 30. September auf € 6.862 Millionen.
Im August 2009 erhöhte die Raiffeisen International ihr Eigenkapital um € 600 Millionen durch die Ausgabe von Genussrechten gemäß § 174 AktG, die vollständig von der Hauptaktionärin RZB gezeichnet wurden. Die Ausgabe der Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter erfolgte auf Basis eines entsprechenden Genehmigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Juni 2009. Das Genussrechtskapital hat keine fixe Laufzeit und wird – vorbehaltlich eines Kündigungsrechts der Raiffeisen International – auf Unternehmensdauer gewährt. Für die Raiffeisen International ergibt sich ein wirtschaftlicher Anreiz zur Kündigung aus dem ansteigenden Entgelt für das Genussrechtskapital, das in den ersten fünf Jahren 10 Prozent p.a. beträgt und danach ansteigt. Es wird gleichzeitig mit den auf die Aktien der Raiffeisen International entfallenden Dividenden zur Zahlung fällig. Es besteht keine Verpflichtung, im Fall einer Dividendenaussetzung nicht gezahlte Entgelte für das Genussrechtskapital nachzuzahlen. Das stimmrechtslose Genussrechtskapital nimmt im selben Ausmaß wie das Aktienkapital bis zur vollen Höhe des Nominales an einem eventuellen unternehmensrechtlichen Verlust der Raiffeisen International teil.
Die Gewinnrücklagen wurden vor allem durch die Währungsdifferenzen beeinflusst. Die im Vergleich zum Vorjahr weniger dynamisch abwertenden Währungen verminderten die Rücklagen um € 299 Millionen. Dividendenzahlungen reduzierten das Eigenkapital um € 195 Millionen, der Konzern-Periodenüberschuss inklusive der Fremdanteile erhöhte es um € 216 Millionen.
Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.
Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG stiegen im Berichtszeitraum um € 988 Millionen auf € 7.980 Millionen. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, da er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.
Das Kernkapital (Tier 1) verzeichnete seit Jahresbeginn eine Steigerung um € 971 Millionen auf € 6.817 Millionen. Dieser Anstieg ist auf eine Kapitalerhöhung in Form von Genussrechten in Höhe von € 600 Millionen und eine Emission von Hybridkapital in der Höhe von € 650 Millionen, beide gezeichnet durch die RZB, zurückzuführen. Die Währungsabwertungen gegenüber dem Euro – insbesondere jene des russischen Rubels (7 Prozent), der ukrainischen Hryvna (7 Prozent) und des belarussischen Rubels (31 Prozent) – belasteten das Eigenkapital. Dagegen erholte sich die tschechische Krone mit einem Währungsplus von 6 Prozent.
Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) fielen um € 14 Millionen und beliefen sich zum 30. September 2009 auf € 1.032 Millionen. Auslaufende Tier-2-Emissionen führten zu einer Reduktion der ergänzenden Eigenmittel. Positiv wirkten sich Laufzeitverlängerungen von Nachrangkapital sowie neu begebenes Nachrangkapital der Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine und Letzteres bei der Raiffeisen Bank in Ungarn aus.
Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) stieg aufgrund auslaufenden Tier 2-Kapitals um € 32 Millionen auf € 144 Millionen.
Aufgrund von Währungsabwertungen und Reduktionen des Geschäftsvolumens stand den Eigenmitteln ein um € 561 Millionen auf € 5.206 Millionen gesunkenes Eigenmittelerfordernis gegenüber.
Das Eigenmittelerfordernis besteht im Einzelnen aus jenem für das Kreditrisiko (€ 4.187 Millionen), für das Marktrisiko (€ 119 Millionen), für das operationelle Risiko (€ 480 Millionen) und für die offenen Devisenpositionen (€ 420 Millionen).
Die Eigenmittelüberdeckung (berechnet gemäß BWG) betrug per Ende September 53,3 Prozent oder € 2.774 Millionen und verbesserte sich damit gegenüber dem Jahresende 2008 um 32,1 Prozentpunkte.
Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – betrug 13,0 Prozent (plus 3,3 Prozentpunkte). Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – verbesserte sich auf
10,5 Prozent, was einer Steigerung um 2,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahresende entspricht.
Die Quote ohne Berücksichtigung des hybriden Kapitals (Core-Tier-1-Ratio) erreichte 8,7 Prozent. Die Eigenmittelquote lag bei 12,3 Prozent, dies bedeutet einen Anstieg um 2,6 Prozentpunkte gegenüber dem Jahresende.
Die Fähigkeit der Raiffeisen International, die Risiken aus ihrer Geschäftstätigkeit umfassend zu erfassen und zu messen sowie sie zeitnah zu überwachen und zu steuern, ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des Konzerns. Das Risikomanagement greift dabei aktiv den sich veränderten Marktbedingungen voraus, um mögliche Verluste aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns zu begrenzen und die Risiko-/Ertragssituation zu optimieren. Die Risikosteuerung der Raiffeisen International ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und im Zusammenhang mit dem Aufbau von Finanzprodukten und dienstleistungen in Zentral- und Osteuropa ist die Bankengruppe der Raiffeisen International den einleitend angeführten Risiken ausgesetzt. Mehrere Länder der CEE-Region zeigen sich im Vergleich zu entwickelten Märkten stärker durch die Eintrübung des weltwirtschaftlichen Umfelds beeinträchtigt, bedingt auch durch lokale Probleme und Währungsabwertungen in einzelnen Staaten. Dies schlägt sich in der Raiffeisen International insbesondere in erhöhten Kosten für Risikovorsorgen und in Differenzen bei der Umrechnung von Eigenkapitalbestandteilen von konsolidierten Unternehmen nieder.
Aufgrund der laufend durchgeführten Analysen und Szenariosimulationen und der eingeleiteten Maßnahmen hält die Raiffeisen International ihr Risikomanagement auf die anhaltenden Effekte des Konjunkturrückgangs in Zentral- und Osteuropa für gut vorbereitet.
Als ein Ergebnis wurden insbesondere die Kreditvergaberichtlinien weiter angepasst und in der Kreditpolitik verstärkt Augenmerk auf eine Reduktion der Blankolimits, eine Absenkung der Belehnungsgrenzen und eine Erhöhung der Mindestanforderungen hinsichtlich der Kreditbedienungskapazität gelegt. Weiters wurde das Länderlimitmodell ergänzt, mit dem basierend auf makroökonomischen Modellen und Expertenschätzungen aktiv die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen und Produkttypen gesteuert wird und dabei unerwünschte Risikokonzentrationen vermieden werden.
Schließlich wurden noch die Kapazitäten für die kreditbegleitende Kontrolle und Überwachung (Monitoring) verstärkt. Dazu zählen das Frühwarnsystem, mit dem potenziell ausfallgefährdete Kunden identifiziert werden, das Pre-Workout zur aktiven Vermeidung von Kreditausfällen (z.B. durch Geschäftsmodellanpassungen bei Kreditkunden oder eine Verbesserung der Kreditbesicherung) und die Workout-Abteilungen, in denen umfangreiche Ressourcen zur Schuldeneintreibung und Sicherheitenverwertung bereitstehen, damit bei Kreditausfällen hohe Erlösquoten (Recovery Rates) erreicht werden. Im Retail-Kundensegment wurde der Mahn- und Inkassoprozess für Privatkunden und Kleinbetriebe optimiert ("Collections Excellence"-Progamm).
Als eine weitere Aktivität stand im Risikomanagement in der Berichtsperiode die Anwendung von Basel II im ganzen Konzern im Vordergrund. Die Raiffeisen International Bank-Holding unterliegt zwar selbst nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute verpflichtend, weil sie in der Gesamtberechnung des RZB-Konzerns enthalten sind. In der Raiffeisen International werden die Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke verwendet.
Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken im Jahr 2008 die Genehmigung, das Kreditrisiko von Corporates, Banken und Sovereigns nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Seitens der Aufsichtsbehörden wurde die Anwendung des IRB-Ansatzes ab Juli 2009 auch für die Netzwerkbank in Rumänien und ab Oktober 2009 für die Netzwerkbank in Kroatien genehmigt. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und Forderungsklassen anzuwenden. Für die Raiffeisen International ergibt sich daraus der Vorteil, dass Portfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können. Die Aufsichtsbehörde honoriert diesen Ansatz in der Regel mit geringeren Eigenkapitalerfordernissen im Vergleich zum Standardansatz. Um die Kapitaleffizienz weiter zu erhöhen, wurden spezielle Prozessoptimierungsprojekte und strikte Zielvorgaben für den regulatorischen Kapitalverbrauch einzelner Konzerneinheiten implementiert.
Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko wird mittels Standardansatz berechnet. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Die notwendigen Schlüsselannahmen für die Zinsbindung werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.
Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die Raiffeisen International derzeit eine Kombination des Standardansatzes mit einem zeitlich befristeten Basisindikatoransatz. Seit 1. Jänner 2009 kommt in der Raiffeisenbank Austria in Kroatien der Standardansatz zur Anwendung, der Basisindikatoransatz wird damit im Wesentlichen nur mehr in der Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine verwendet. Aufgrund ihrer Größe ist es notwendig, einen mehrjährigen Implementierungsprozess analog zu anderen Einheiten der Raiffeisen International zu durchlaufen.
In den vergangenen Monaten kamen vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise vermehrt Bedenken über die wirtschaftliche Stabilität und Bonität einiger Länder der CEE-Region sowie der dort tätigen Finanzinstitute auf. Diese Bedenken wurden durch die teils deutlichen Währungsschwankungen gegenüber dem Euro noch verstärkt und beeinflussen auch unser Geschäft erheblich. Ungeachtet dessen bieten die Länder Zentral- und Osteuropas für Finanzinstitute interessante Perspektiven und langfristig attraktive Geschäftsmöglichkeiten, die auf dem Aufholbedarf gegenüber den westeuropäischen Ländern beruhen. Davon sind wir weiter überzeugt und sehen die Region CEE nach wie vor als unseren Kernmarkt an. Da sich – wie schon in der Vergangenheit – auch künftig nicht alle Märkte gleich entwickeln werden, betrachten wir unsere Präsenz mit einem großen Filialnetz in 17 Märkten in CEE als Stärke.
Aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds ist es uns derzeit nicht möglich, einen verlässlichen und seriösen Ausblick zur Geschäftsentwicklung zu geben. Seit kurzem mehren sich jedoch die Anzeichen, dass sich nach dem dramatischen Konjunktureinbruch eine Bodenbildung abzeichnen könnte. Hierzu dürften die zahlreichen stabilisierenden Maßnahmen von staatlicher Seite und supranationalen Institutionen wie dem IWF beigetragen haben. Infolgedessen baute sich die extreme Verunsicherung der Marktteilnehmer wieder ab und die Wechselkurse in den CEE-Ländern stabilisierten sich. Nach unserer Einschätzung werden die Länder Zentral- und Osteuropas nach Abflauen der mit der globalen Wirtschaftskrise verbundenen Unsicherheiten wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.
Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten der Raiffeisen International dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten lassen sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Gewinn nach Steuern sowie Segmentvermögen.
Zum 30. September 2009 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:
Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.
Südosteuropa
Zu Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung zu Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern auch in diesem Land erfasst.
Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.
GUS Sonstige
Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.
Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen – einerseits innerhalb der IFRS und andererseits zwischen den IFRS und den in den einzelnen Ländern jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards – sowie abweichende Konsolidierungskreise zugrunde liegen können.
Die regionalen Segmente der Raiffeisen International wiesen im Berichtszeitraum sehr unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen auf. Einerseits wirkte sich speziell in Zentraleuropa und Südosteuropa die leichte Erholung an den Finanzmärkten positiv aus, speziell bei Marktwertaufholungen bei Wertpapieren, Anleihen und sonstigen Zins- und Geldmarktprodukten. Andererseits wurden vor allem in der Ukraine und Ungarn signifikante Ergebnisbelastungen durch die anhaltende Verschlechterung des Kreditumfelds verzeichnet, die sich in einem entsprechenden Anstieg der Kreditrisikovorsorgen niederschlug. In den drei Quartalen 2009 war das Ergebnis aller Segmente der Raiffeisen International vor diesem Hintergrund rückläufig.
Die Region Zentraleuropa erzielte trotz eines starken Rückgangs des Provisionsüberschusses den höchsten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente. Dieser belief sich auf € 188 Millionen. Gestiegene Kreditrisikovorsorgen belasteten das Ergebnis erheblich. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 5 Prozent.
Die Region Südosteuropa erwirtschaftete mit € 178 Millionen den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Dieser basierte auf einem guten operativen Betriebsertrag, der mit minus 4 Prozent nur leicht unter dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode lag. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 8 Prozent.
In Russland belief sich das Vorsteuerergebnis auf € 99 Millionen. Der Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode trotz gleichbleibend hoher operativer Erträge war Folge der deutlich erhöhten Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresvergleich um 20 Prozent.
In der Region GUS Sonstige war das Vorsteuerergebnis mit minus € 75 Millionen negativ. Der Periodenüberschuss wurde durch Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 392 Millionen – insbesondere in der Ukraine – stark belastet. Die Bilanzaktiva des Segments waren mit minus 31 Prozent im Jahresvergleich stark rückläufig.
Bei den Konzernaktiva dominierte Zentraleuropa weiterhin mit einem Anteil von 44 Prozent. Der zweitgrößte Anteil entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 31 Prozent, gefolgt von Russland mit 16 Prozent und GUS Sonstige mit 9 Prozent.
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
Veränderung | 1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 720 | -6,3% | 769 |
| davon laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen | – | – | 2 |
| Kreditrisikovorsorgen | -345 | 155,3% | -135 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 375 | -40,8% | 633 |
| Provisionsüberschuss | 316 | -25,4% | 424 |
| Handelsergebnis | 68 | 139,7% | 28 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 3 | 133,9% | 1 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 33 | 304,3% | 8 |
| Verwaltungsaufwendungen | -599 | -15,5% | -709 |
| davon Personalaufwand | -282 | -20,3% | -353 |
| davon Sachaufwand | -261 | -10,4% | -292 |
| davon Abschreibungen | -56 | -11,7% | -63 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -7 | -56,2% | -17 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0 | -98,7% | 6 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 188 | -49,8% | 375 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -43 | -44,8% | -78 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 145 | -51,1% | 297 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | -49 | -39,2% | -81 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 96 | -55,5% | 216 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 48% | 19,4 PP | 29% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 49% | 20,0 PP | 29% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 22.195 | -15,2% | 26.164 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.015 | -15,7% | 2.390 |
| Summe Aktiva1 | 33.636 | -4,5% | 35.207 |
| Verbindlichkeiten1 | 31.050 | -5,3% | 32.780 |
| Risk/Earnings Ratio | 47,9% | 30,4 PP | 17,6% |
| Cost/Income Ratio | 54,6% | -4,2 PP | 58,9% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 2.519 | -7,7% | 2.730 |
| Return on Equity vor Steuern | 10,0% | -8,4 PP | 18,3% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) | 7,0% | -6,8 PP | 13,7% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 13.694 | 2,4% | 13.369 |
| Geschäftsstellen1 | 583 | 5,8% | 551 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
Der Periodenüberschuss vor Steuern in der Region Zentraleuropa halbierte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Ergebnis ging durch erhöhte Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen und den stark rückläufigen Provisionsüberschuss um € 187 Millionen auf € 188 Millionen zurück. Der Return on Equity vor Steuern für Zentraleuropa sank um 8,4 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent.
Der Zinsüberschuss der Region ging um 6 Prozent auf € 720 Millionen zurück. Den größten Ergebnisrückgang verzeichnete die Konzerneinheit in Polen, ausgelöst durch erhöhten Zinsaufwand bei Kundeneinlagen aufgrund der verschärften Konkurrenzsituation auf dem Geldmarkt. In Ungarn wirkten sich Wechselkurseffekte ertragsmindernd aus. Die Konzerneinheit in der Tschechischen Republik verzeichnete hingegen einen erheblichen Zuwachs im Zinsüberschuss, überwiegend erzielt durch Margenverbesserungen bei Hypothekarkrediten. Die Aktiva des Konzerns in Zentraleuropa sanken um 5 Prozent. Die Nettozinsspanne verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 31 Basispunkte auf 2,82 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken im Jahresabstand um 15 Prozent von € 26,2 Milliarden auf € 22,2 Milliarden. Diese Verringerung beruhte neben Währungseffekten primär auf dem Ende 2008 für bestimmte Asset-Klassen eingeführten Basel-II-IRB-Ansatz in der Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik, der sich vor allem in den Konzerneinheiten der beiden letztgenannten Länder deutlich auswirkte.
Die Kreditrisikovorsorgen verzeichneten in den drei Quartalen 2009 eine Nettodotierung von € 345 Millionen nach € 135 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zunahme um 155 Prozent oder € 210 Millionen reflektierte überwiegend die Dotierungen in den ungarischen Konzerneinheiten. Die Dotierungen von Portfolio-Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Krediten an Privatkunden stiegen deutlich, wofür ebenfalls überwiegend die ungarischen Konzerneinheiten verantwortlich waren. Die Einzelwertberichtigungen wurden in allen Ländern der Region mit Ausnahme Ungarns in einem ähnlichen Ausmaß erhöht. In Ungarn war im Berichtszeitraum der Anstieg der Einzelwertberichtigungen etwa doppelt so hoch wie bei den anderen großen Konzerneinheiten Zentraleuropas. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
Der Provisionsüberschuss verringerte sich in allen Ländern der Region – mit Ausnahme der Tschechischen Republik – um insgesamt 25 Prozent oder € 108 Millionen auf € 316 Millionen deutlich. Wesentlichen Anteil daran hatte das Devisen- und Valutengeschäft, das um 44 Prozent auf € 105 Millionen abnahm. Die Hauptgründe für diesen Rückgang waren eine Volumenreduktion im Devisengeschäft in Polen, die Euro-Einführung in der Slowakei sowie geringere Erträge aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts mit Fremdwährungskrediten in Ungarn. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr und aus Kontodienstleistungen war in allen Ländern der Region rückläufig und zeigte einen Rückgang um 18 Prozent auf € 125 Millionen. Das Wertpapiergeschäft reduzierte sich wegen geringerer Kundenaktivitäten um ein Drittel des Vorjahreswerts auf nunmehr € 21 Millionen.
Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa betrug € 68 Millionen und lag damit um 140 Prozent über dem Wert der Vergleichsperiode. Davon entfielen € 40 Millionen auf das währungsbezogene Geschäft, wozu Ungarn und Polen wesentliche Beiträge leisteten. Im zinsbezogenen Geschäft verbuchte die Region ein Ergebnis von € 29 Millionen, das hauptsächlich durch Bewertungsgewinne bei Zinsswap-Transaktionen in der Slowakei entstand. Das aktien- und indexbezogene Geschäft erbrachte einen Verlust von € 1 Million, der fast vollständig in Ungarn anfiel.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug € 3 Millionen und stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Ungarn und der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen wurden.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 33 Millionen. Der Erlös aus dem konzerninternen Verkauf einer Gesellschaft in der Slowakei, der durch die Konsolidierung im Konzernergebnis neutralisiert wurde, betrug € 12 Millionen. Der restliche Teil des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen beinhaltete Bewertungsgewinne von Wertpapieren in allen Konzerneinheiten der Region, wobei mit € 7 Millionen der höchste Ertrag in der Tschechischen Republik anfiel.
Die Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 16 Prozent oder € 110 Millionen auf € 599 Millionen zurück. Dieser Rückgang beruhte überwiegend auf dem um 20 Prozent niedrigeren Personalaufwand von € 282 Millionen, der aus geringeren Bonuszahlungen und in einigen Ländern auch niedrigeren Personalständen resultierte. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich im Jahresabstand insgesamt um 2 Prozent auf 13.694. Der Sachaufwand sank im Periodenvergleich um 10 Prozent auf € 261 Millionen, die Abschreibungen reduzierten sich um € 7 Millionen auf € 56 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen wuchs im Jahresabstand um 6 Prozent oder 32 auf 583. Dieser Zugang erfolgte zu einem wesentlichen Teil in Ungarn (plus 23 Geschäftsstellen). Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich deutlich um 4,2 Prozentpunkte auf 54,6 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis in der Region betrug minus € 7 Millionen und setzte sich im Wesentlichen aus nicht ertragsabhängigem Steueraufwand in den ungarischen und slowakischen Konzerneinheiten zusammen. Das operative Leasinggeschäft leistete einen positiven Beitrag von € 7 Millionen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 45 Prozent auf € 43 Millionen. Die Steuerquote in der Region erhöhte sich um 2 Prozentpunke auf 23 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 96 Millionen.
| 1.1.–30.9. | Veränderung | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 | |
| Zinsüberschuss | 659 | -5,7% | 699 |
| Kreditrisikovorsorgen | -341 | 276,6% | -91 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 318 | -47,7% | 608 |
| Provisionsüberschuss | 307 | -11,4% | 347 |
| Handelsergebnis | 73 | 75,9% | 41 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | -3 | – | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 8 | – | -5 |
| Verwaltungsaufwendungen | -547 | -4,4% | -572 |
| davon Personalaufwand | -237 | -5,5% | -251 |
| davon Sachaufwand | -236 | -7,3% | -254 |
| davon Abschreibungen | -74 | 10,7% | -67 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 22 | 16,0% | 19 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 178 | -59,3% | 437 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -29 | -57,6% | -69 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 149 | -59,6% | 368 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | -13 | -34,6% | -20 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 136 | -61,1% | 348 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 46% | 11,9 PP | 34% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 51% | 14,1 PP | 36% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 16.910 | -13,6% | 19.575 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 1.535 | -10,7% | 1.718 |
| Summe Aktiva1 | 23.770 | -7,6% | 25.738 |
| Verbindlichkeiten1 | 20.999 | -8,4% | 22.919 |
| Risk/Earnings Ratio | 51,8% | 38,8 PP | 13,0% |
| Cost/Income Ratio | 51,6% | -0,2 PP | 51,8% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 1.999 | -1,9% | 2.037 |
| Return on Equity vor Steuern | 11,9% | -16,8 PP | 28,6% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) | 10,2% | -15,5 PP | 25,7% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 18.444 | 2,8% | 17.947 |
| Geschäftsstellen1 | 1.204 | 6,4% | 1.132 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
In Südosteuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern mit € 178 Millionen um 59 Prozent oder € 259 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode 2008. Die stark erhöhten Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen belasteten das Ergebnis hier deutlich, sodass der Return on Equity vor Steuern um 16,8 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent zurückging.
Der Zinsüberschuss in der Region sank um 6 Prozent oder € 40 Millionen auf € 659 Millionen. Den Rückgang verursachten zum überwiegenden Teil erhöhte Refinanzierungskosten in Rumänien, sowohl bei Kundeneinlagen als auch bei Krediten von Banken. Die Bilanzaktiva sanken um 8 Prozent auf € 23,8 Milliarden, die Nettozinsspanne verringerte sich um 23 Basispunkte auf 3,61 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 14 Prozent von € 19,6 Milliarden auf € 16,9 Milliarden, während sich die Bilanzsumme um 8 Prozent reduzierte. Die überproportionale Senkung der Kreditrisikoaktiva folgte aus der Reduktion des Volumens staatlicher Wertpapiere in Albanien und der Verringerung der außerbilanziellen Posten in Kroatien. In Rumänien wurde seit Juli 2009 erstmals für bestimmte Asset-Klassen der Basel-II-IRB-Ansatz angewendet, woraus sich aber keine Reduktion der Risikoaktiva ergab.
Die Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen stieg um € 250 Millionen auf € 341 Millionen. Dieser Zuwachs ging vor allem auf Dotierungen zu Einzelwertberichtigungen in der Region zurück. In den rumänischen Konzerneinheiten betrafen die Dotierungen überwiegend Kredite an Privatkunden. In den kroatischen Konzerneinheiten hingegen erhöhten sich die Dotierungen insbesondere für Kredite an Firmenkunden stark. Portfolio-Wertberichtigungen erfolgten in allen Konzerneinheiten der Region, die Neudotierungen blieben jedoch um insgesamt € 7 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 4,0 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent zu und war der niedrigste aller Regionen.
Der Provisionsüberschuss lag mit € 307 Millionen um 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Zahlungsverkehr steuerte einen Beitrag von € 131 Millionen bei, der damit um 3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres lag. Den größten Beitrag lieferte mit € 64 Millionen die weiterhin provisionsstärkste Konzerneinheit in Rumänien aus Provisionen von neuen Kreditkarten und Zahlungstransaktionen, Transaktionen mit Western Union und sonstigen Banktransaktionen. Die Erträge aus dem Devisenund Valutengeschäft sanken um 21 Prozent auf € 59 Millionen. Das Kredit- und Garantiegeschäft generierte € 54 Millionen – fast zur Gänze in Rumänien.
Das Handelsergebnis verzeichnete in Südosteuropa eine positive Entwicklung und erbrachte das höchste Ergebnis aller Regionen. Es stieg von € 41 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 73 Millionen in den drei Quartalen 2009. Das währungsbezogene Geschäft steuerte einen signifikanten Beitrag von € 57 Millionen zum Ergebnis bei. In Rumänien leistete die Bewertung der Cross-Currency-Zinsswaps, die zur Absicherung von Fremdwährungskrediten an Kunden eingegangen worden waren, einen bedeuteten Beitrag in Höhe von € 40 Millionen. In Kroatien führten positive Marktwertanpassungen des Wertpapierportfolios zu einem Ausgleich der in den Vorperioden verzeichneten Bewertungsverluste. Beim zinsbezogenen Geschäft war ein Gewinn von € 16 Millionen zu verbuchen, der sich gleichmäßig auf die Länder der Region verteilte.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 3 Millionen und beruhte auf Bewertungsverlusten aus im IFRS-Abschluss nicht ansetzbaren Absicherungsgeschäften durch sonstige Derivate, die zur Minimierung von Zinsrisiken abgeschlossen worden waren. Dementsprechend waren die Bewertungsänderungen in der Erfolgsrechnung darzustellen.
Nach einem negativen Wert in der Vergleichsperiode stieg das Ergebnis aus Finanzinvestitionen auf € 8 Millionen. Dieser Zuwachs wurde durch Wertaufholungen bei Wertpapieren bewirkt, insbesondere Bewertungsgewinne aus Schuldverschreibungen in Rumänien trugen € 11 Millionen zum Ergebnis bei.
Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit insgesamt € 547 Millionen leicht unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei sanken die Personalaufwendungen um € 14 Millionen auf € 237 Millionen, während sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter gegenüber der Vergleichsperiode um 3 Prozent oder 497 auf 18.444 erhöhte. Trotz einer Ausweitung des Geschäftsstellennetzes lag der Sachaufwendungen mit € 236 Millionen um 7 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode. Die Abschreibungen, meist für Filialinvestitionen, erhöhten sich um 11 Prozent auf € 74 Millionen. Ausgehend von 1.132 Geschäftsstellen am Ende der Vergleichsperiode stieg deren Anzahl um 6 Prozent auf 1.204, womit Südosteuropa, überwiegend durch die starke Filialnetzausweitung in Rumänien (plus 29 Geschäftsstellen), den höchsten Zuwachs aller Segmente aufwies. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich geringfügig um 0,2 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16 Prozent auf € 22 Millionen. Neben kleineren Aufwandsposten waren darin vor allem die Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Höhe von € 29 Millionen enthalten.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 58 Prozent auf € 29 Millionen. Die Steuerquote in der Region blieb mit 16 Prozent auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 136 Millionen.
| 1.1.–30.9. | Veränderung | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 | |
| Zinsüberschuss | 523 | 4,9% | 499 |
| Kreditrisikovorsorgen | -287 | 241,6% | -84 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 236 | -43,0% | 415 |
| Provisionsüberschuss | 150 | 1,4% | 148 |
| Handelsergebnis | -14 | – | 17 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 7 | – | -1 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 3 | -72,5% | 10 |
| Verwaltungsaufwendungen | -273 | -16,2% | -326 |
| davon Personalaufwand | -123 | -19,0% | -152 |
| davon Sachaufwand | -126 | -17,6% | -153 |
| davon Abschreibungen | -24 | 14,8% | -21 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -10 | 97,7% | -5 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 99 | -61,8% | 258 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -27 | -63,5% | -74 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 72 | -61,1% | 184 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | 0 | -67,9% | -1 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 72 | -61,1% | 184 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 25% | 5,4 PP | 20% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 24% | 6,2 PP | 18% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 7.668 | -29,6% | 10.890 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 749 | -26,3% | 1.016 |
| Summe Aktiva1 | 12.335 | -19,5% | 15.329 |
| Verbindlichkeiten1 | 10.811 | -20,5% | 13.596 |
| Risk/Earnings Ratio | 54,9% | 38,0 PP | 16,9% |
| Cost/Income Ratio | 42,1% | -7,4 PP | 49,5% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 1.058 | -7,1% | 1.139 |
| Return on Equity vor Steuern | 12,4% | -17,8 PP | 30,2% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) | 9,0% | -12,6 PP | 21,6% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 9.546 | 0,2% | 9.524 |
| Geschäftsstellen1 | 223 | -9,7% | 247 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
In Russland sank der Periodenüberschuss vor Steuern trotz eines Anstiegs des Zins- und Provisionsüberschusses um 62 Prozent oder € 159 Millionen auf € 99 Millionen. Grund dafür waren, wie in den anderen Segmenten, die hohen Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern reduzierte sich dadurch um 17,8 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent.
Der Zuwachs des Zinsüberschusses um 5 Prozent oder € 24 Millionen auf € 523 Millionen beruhte zum größten Teil auf einer aktivseitigen Margenverbesserung. Des Weiteren trug der Zinsüberschuss aus derivativen Finanzinstrumenten – überwiegend Zinsswaps – um € 7 Millionen mehr zum Ergebnis bei als im Vergleichszeitraum 2008. Die Nettozinsspanne verbesserte sich um 22 Basispunkte auf 5,18 Prozent. Die Bilanzaktiva sanken überwiegend durch die starke Abwertung des russischen Rubels um 20 Prozent oder € 3,0 Milliarden auf € 12,3 Milliarden im Jahresabstand.
Die Kreditrisikoaktiva sanken um 30 Prozent auf € 7,7 Milliarden und damit stärker als die Bilanzaktiva, die um 20 Prozent zurückgingen. Dieser Unterschied erklärt sich vor allem durch die Reduktion von zugesagten Kreditlimits im außerbilanziellen Bereich.
Die Nettodotierungen der Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich von € 84 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 287 Millionen. Maßgeblich dafür waren Einzelwertberichtigungen im Ausmaß von € 272 Millionen, die überwiegend Kredite an Firmenkunden betrafen. Des Weiteren wurden Risikovorsorgen für Kredite an den öffentlichen Sektor in Höhe von € 6 Millionen gebildet. Die Dotierungen von Portfolio-Wertberichtigungen blieben mit € 19 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode beinahe unverändert. Hauptgründe dafür waren die Reduktion des Volumens im Firmenkunden-Portfolio, das Basis für die Portfolio-Wertberichtigungen ist, und Verschiebungen von Portfolio- zu Einzelwertberichtigungen. Aufgrund des starken Anstiegs der Non-Performing Loans, deren Anteil am Kreditportfolio um 7,9 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent stieg, waren entsprechend höhere Einzelwertberichtigungen erforderlich.
Der Provisionsüberschuss wuchs geringfügig um 1 Prozent oder € 2 Millionen auf € 150 Millionen. Der Zahlungsverkehr steuerte € 54 Millionen bei (minus 22 Prozent), während die Erträge aus dem Devisen- und Valutengeschäft gegenüber der Vergleichsperiode um 10 Prozent auf € 46 Millionen zunahmen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft erhöhte sich auf € 21 Millionen (plus 31 Prozent).
Das Handelsergebnis sank von € 17 Millionen in der Vergleichsperiode auf minus € 14 Millionen in den drei Quartalen 2009. Der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft in Höhe von minus € 52 Millionen resultierte überwiegend aus der Bewertung von Devisentermingeschäften infolge geänderter Terminkurse. Das zinsbezogene Geschäft war von starken Wertaufholungen geprägt und brachte einen Ertrag von € 37 Millionen, der aufgrund der rückläufigen Zinsentwicklung großteils von festverzinslichen Wertpapieren verursacht wurde.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode € 7 Millionen. Es beruhte im Wesentlichen auf Bewertungsergebnissen aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug in Russland € 3 Millionen. Die Bewertung des zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestands brachte einen Gewinn von € 5 Millionen. Dem stand ein Verlust von € 2 Millionen aus der Wertberichtigung einer lokalen russischen Emission gegenüber.
Die Verwaltungsaufwendungen sanken überwiegend aufgrund von Währungsabwertungen um 16 Prozent oder € 53 Millionen auf € 273 Millionen. Die stärkste Reduktion zeigten die Personalaufwendungen, die um 19 Prozent oder € 29 Millionen auf € 123 Millionen zurückgingen. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern blieb mit 9.546 gegenüber der Vergleichsperiode fast unverändert. Der Sachaufwand sank um 18 Prozent oder € 27 Millionen auf € 126 Millionen. Die Abschreibungen stiegen im Einklang mit den Neuzugängen im Anlagevermögen um € 3 Millionen auf € 24 Millionen. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich signifikant um 7,4 Prozentpunkte auf 42,1 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verdoppelte sich gegenüber der Vergleichsperiode 2008 auf minus € 10 Millionen. Für diese Verschlechterung waren hauptsächlich die höheren Aufwendungen für nicht ertragsabhängige Steuern verantwortlich.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 64 Prozent auf € 27 Millionen. Die Steuerquote in der Region blieb mit 27 Prozent fast unverändert. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten reduzierte sich um 61 Prozent auf nunmehr € 72 Millionen.
| 1.1.–30.9. | Veränderung | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 | |
| Zinsüberschuss | 373 | -4,9% | 392 |
| Kreditrisikovorsorgen | -392 | >500,0% | -56 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | -19 | – | 337 |
| Provisionsüberschuss | 131 | -24,9% | 175 |
| Handelsergebnis | 17 | -5,6% | 18 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 1 | – | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 11 | – | -3 |
| Verwaltungsaufwendungen | -216 | -25,2% | -289 |
| davon Personalaufwand | -108 | -30,7% | -155 |
| davon Sachaufwand | -81 | -22,0% | -104 |
| davon Abschreibungen | -27 | -7,2% | -29 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -1 | -89,6% | -10 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | -75 | – | 228 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 4 | – | -67 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | -71 | – | 161 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | 1 | – | -10 |
| Konzern-Periodenüberschuss | -71 | – | 151 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | -19% | -36,8 PP | 18% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | -24% | -40,2 PP | 16% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 5.702 | -30,4% | 8.197 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 520 | -28,3% | 726 |
| Summe Aktiva1 | 6.660 | -30,5% | 9.580 |
| Verbindlichkeiten1 | 5.837 | -28,9% | 8.214 |
| Risk/Earnings Ratio | 105,0% | 90,8 PP | 14,2% |
| Cost/Income Ratio | 41,5% | -8,7 PP | 50,2% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 753 | -6,9% | 809 |
| Return on Equity vor Steuern | – | – | 37,5% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) | – | – | 27,1% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 18.880 | -5,9% | 20.062 |
| Geschäftsstellen1 | 1.135 | -8,3% | 1.238 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige ging in der Berichtsperiode verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode um € 303 Millionen auf minus € 75 Millionen zurück. Das Segment ist dabei differenziert zu betrachten, weil die Länder dieser Region sehr inhomogene Entwicklungen aufweisen. Die sehr hohen Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen in den ukrainischen Konzerneinheiten sowie dortige Währungsabwertungen, die sich in diesem Segment besonders stark auswirkten, waren die Hauptgründe für den Ergebnisrückgang. In Belarus hingegen verzeichneten die Konzereinheiten einen signifikanten Ergebnisanstieg durch Zuwächse im operativen Ergebnis, wodurch die Verluste der Region teilweise kompensiert wurden.
Der Zinsüberschuss des Segments sank insgesamt um 5 Prozent oder € 19 Millionen auf € 373 Millionen. In der Ukraine wirkten sich die Währungseffekte trotz deutlicher Verbesserung der aktivseitigen Kundenmargen besonders stark ergebnismindernd aus. In Belarus wurde durch Repricing-Maßnahmen bei Krediten aller Geschäftsbereiche ein Anstieg des Zinsüberschusses erreicht. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 31 Prozent oder € 2,9 Milliarden auf € 6,7 Milliarden, dagegen erhöhte sich die Nettozinsspanne um 42 Basispunkte auf 6,77 Prozent.
Die Kreditrisikoaktiva sanken um 30 Prozent auf € 5,7 Milliarden und damit im Gleichklang mit der Bilanzsumme, die um 31 Prozent zurückging. Die Verschlechterung des Länderratings der Ukraine wirkte sich in der Berechnung der risikogewichteten Aktiva durch eine höhere Risikogewichtung aus.
Die Nettodotierungen der Kreditrisikovorsorgen stiegen von € 56 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 392 Millionen in der Berichtsperiode. Diese Erhöhung war die höchste aller Regionen und reflektiert weiterhin das allgemein schwache Kreditumfeld in der Ukraine. € 322 Millionen davon entfielen auf Einzelwertberichtigungen und betrafen fast zur Gänze umfangreiche Dotierungen im Zusammenhang mit Hypothekarkrediten an Privatkunden in der Ukraine. Portfolio-Wertberichtigungen wurden in geringerem Ausmaß – in Höhe von € 26 Millionen – neu gebildet, wobei der Großteil in der Ukraine für Kredite an Firmenkunden anfiel. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio des Segments stieg um 13,7 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent. Nach Ländern betrachtet lag er in der Ukraine bei 20,9 Prozent und in Belarus bei 2,7 Prozent.
Der Provisionsüberschuss verzeichnete sowohl durch die eingeschränkte Kundenaktivität in der Ukraine als auch währungsbedingt einen starken Rückgang um € 44 Millionen auf € 131 Millionen. Den wichtigsten Beitrag zum Ergebnis lieferte der Zahlungsverkehr mit € 86 Millionen. Das Devisen- und Valutengeschäft steuerte € 43 Millionen bei.
Das Handelsergebnis sank von € 18 Millionen nur leicht auf € 17 Millionen und resultierte fast zur Gänze aus dem währungsbezogenen Geschäft. Bewertungsgewinne im Zusammenhang mit einer strategischen Währungsposition, die aus der Absicherung des Eigenkapitals resultiert, in Belarus betrugen € 23 Millionen. Durch eine Änderung der IFRS-Regelungen sind die Bewertungsergebnisse seit Anfang 2009 in der Erfolgsrechnung auszuweisen. Dem standen währungsbezogen Verluste in Kasachstan und in der Ukraine entgegen. Das zinsbezogene Geschäft brachte einen Ertrag von € 5 Millionen, der gänzlich in der Ukraine erzielt wurde.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode € 1 Million. Es wurde in der kasachischen Leasinggesellschaft gebucht.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 11 Millionen. Positiv wirkten sich die Bewertungsgewinne des zu Marktwerten bilanzierten Wertpapierbestands der ukrainischen Konzerntochter aus.
Die Verwaltungsaufwendungen gingen insgesamt um 25 Prozent oder € 73 Millionen auf € 216 Millionen zurück. Am stärksten reduzierten sich dabei die Personalaufwendungen, die um 31 Prozent oder € 47 Millionen auf € 108 Millionen abnahmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in der Region ging wegen der mit Ausbruch der Krise sofort eingeleiteten Kostensenkungsprogramme gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent oder 1.182 Mitarbeiter auf 18.880 zurück. Der Sachaufwand sank um 22 Prozent oder € 23 Millionen auf € 81 Millionen, was primär durch eine selektive Reduktion der Geschäftsstellen in der Ukraine (minus 106 Geschäftsstellen) erreicht wurde. Die Abschreibungen lagen mit € 27 Millionen um 7 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode 2008. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich deutlich um 8,7 Prozentpunkte auf 41,5 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 1 Million.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergaben aufgrund der Bildung von aktiven latenten Steuern einen positiven Wert von € 4 Millionen nach minus € 67 Millionen in der Vergleichsperiode. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten verringerte sich auf minus € 71 Millionen.
Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:
Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.
| 1.1.- 30.9.2009 | Corporate | Retail | Treasury | Participations | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | Customers | Customers | and Other | ||
| Zinsüberschuss | 748 | 1.273 | 11 | 193 | 2.224 |
| Kreditrisikovorsorgen | -534 | -831 | – | – | -1.365 |
| Zinsüberschuss nach | |||||
| Kreditrisikovorsorgen | 214 | 443 | 11 | 193 | 859 |
| Provisionsüberschuss | 304 | 590 | 8 | 4 | 906 |
| Handelsergebnis | -6 | – | 153 | – | 147 |
| Ergebnis aus derivativen | |||||
| Finanzinstrumenten | 5 | – | 1 | – | 5 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | -1 | – | 46 | -1 | 44 |
| Verwaltungsaufwendungen | -325 | -1.188 | -64 | -100 | -1.678 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 27 | 13 | – | -37 | 3 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 217 | -143 | 155 | 57 | 287 |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 26.411 | 16.890 | 5.760 | 3.279 | 52.340 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.268 | 1.625 | 1.026 | 287 | 5.206 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 9.769 | 47.639 | 1.468 | 2.050 | 60.926 |
| Cost/Income Ratio | 30,3% | 63,3% | 37,2% | 63,0% | 51,1% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.228 | 1.991 | 694 | 398 | 6.312 |
| Return on Equity vor Steuern | 9,0% | – | 29,7% | 19,2% | 6,1% |
| 1.1.- 30.9.2008 in € Millionen |
Corporate Customers |
Retail Customers |
Treasury | Participations and Other |
Gesamt |
| Zinsüberschuss | 793 | 1.355 | 160 | 35 | 2.342 |
| Kreditrisikovorsorgen | -99 | -265 | – | -2 | -366 |
| Zinsüberschuss nach | |||||
| Kreditrisikovorsorgen | 694 | 1.090 | 159 | 33 | 1.976 |
| Provisionsüberschuss | 385 | 717 | 1 | -5 | 1.098 |
| Handelsergebnis | 2 | 1 | 126 | -1 | 127 |
| Ergebnis aus derivativen | |||||
| Finanzinstrumenten | – | – | 1 | – | 1 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | -1 | – | -13 | 24 | 10 |
| Verwaltungsaufwendungen | -408 | -1.378 | -76 | -78 | -1.940 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 25 | 9 | – | -52 | -18 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | – | – | – | 6 | 6 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 698 | 438 | 197 | -72 | 1.261 |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 35.402 | 19.825 | 6.080 | 3.362 | 64.668 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.983 | 1.838 | 992 | 266 | 6.080 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 9.744 | 47.978 | 1.461 | 1.957 | 61.140 |
| Cost/Income Ratio | 33,8% | 66,2% | 26,7% | – | 54,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.177 | 2.020 | 1.027 | 393 | 6.617 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen Ergebnisrückgang. Der Periodenüberschuss vor Steuern reduzierte sich um 69 Prozent auf € 217 Millionen. Der starke Anstieg der Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen auf nunmehr € 534 Millionen war hauptverantwortlich für diese Ergebnisentwicklung. Der Zuwachs der Kreditrisikovorsorgen wurde überwiegend durch Dotierungen in der russischen Konzerneinheit, die eine starke geschäftliche Ausrichtung auf Firmenkunden aufweist, in Höhe von € 171 Millionen verursacht.
Die operativen Betriebserträge sanken von € 1.205 Millionen auf € 1.072 Millionen und blieben somit 11 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der Zinsüberschuss ging mit € 748 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent zurück. Diese Entwicklung wurde durch einen Rückgang des Geschäfts mit dem öffentlichen Sektor in Ungarn beeinflusst. In Russland hingegen stieg der Zinsüberschuss, da die höheren Risikokosten zum Teil durch Margensteigerungen ausgeglichen wurden. Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Rückgang um 21 Prozent auf € 304 Millionen, der überwiegend aus dem konjunkturbedingten Geschäftsrückgang in den russischen und ukrainischen Konzerneinheiten resultierte.
Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 20 Prozent auf € 325 Millionen zurück, die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 6 Prozent auf € 27 Millionen. Den größten Beitrag leistete weiterhin das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien mit € 17 Millionen.
Die Risikoaktiva für das Kreditrisiko betrugen € 26,4 Milliarden. Dies bedeutet gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode 2008 einen starken Rückgang um 25 Prozent, der volumen- und währungsgetrieben war.
Der Return on Equity vor Steuern sank aufgrund des Rückgangs im Ergebnis um 20,3 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent.
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers blieb wie in den Vorquartalen negativ und betrug im Berichtszeitraum minus € 143 Millionen. In der Vergleichsperiode 2008 war ein Gewinn von € 438 Millionen erzielt worden. Durch die verschlechterte Risikosituation wurde eine wesentlich höhere Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen von € 831 Millionen notwendig, die den Ergebnisrückgang primär verursachte. Eine massive Erhöhung der Kreditrisikovorsorgen wurde in der Ukraine mit € 253 Millionen vorgenommen, in der das Privatkundengeschäft einen großen Anteil am Gesamtgeschäft hat. Mit € 371 Millionen machte der Anteil der Kreditrisikovorsorgen in der Ukraine, Russland und Ungarn an den im gesamten Retail-Bereich gebildeten Dotierungen 45 Prozent aus.
Die Betriebserträge aus diesem Geschäftsbereich waren mit € 1.877 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode um 10 Prozent rückläufig. Der Zinsüberschuss sank um 6 Prozent auf € 1.273 Millionen, überwiegend infolge von Rückgängen in russischen und ukrainischen Konzerneinheiten. Der
Provisionsüberschuss sank um 18 Prozent auf € 590 Millionen, was hauptsächlich durch den Rückgang in den ukrainischen Konzerneinheiten bedingt war.
In der Berichtsperiode sanken die Verwaltungsaufwendungen durch Kostensenkungsmaßnahmen und währungsbedingt um 14 Prozent auf € 1.188 Millionen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,9 Prozentpunkte weiter auf 63,3 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 46 Prozent auf € 13 Millionen. Den größten Beitrag von € 9 Millionen leistete das Geschäftsfeld Operating Leasing.
Die Kreditrisikoaktiva sanken im Jahresabstand um 15 Prozent und betrugen zum Ende der Berichtsperiode € 16,9 Milliarden.
Der Return on Equity vor Steuern war aufgrund des Verlusts negativ.
Der Geschäftsbereich Treasury erzielte einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 155 Millionen und verzeichnete damit gegenüber der Vergleichsperiode einen Rückgang von 22 Prozent. Das Ergebnis wurde trotz des starken Rückgangs des Zinsüberschusses durch ein um 21 Prozent verbessertes Handelsergebnis erreicht.
Der Zinsüberschuss reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode von € 160 Millionen auf € 11 Millionen, überwiegend bedingt durch höhere Refinanzierungskosten, gestiegene Kosten für die Mindestreserve und geringere Erträge aus den veranlagten Liquiditätsüberschüssen.
Das Handelsergebnis von € 153 Millionen wurde in hohem Ausmaß durch die Aufwertung des Wertpapierbestands in Kroatien und Rumänien, der überwiegend im letzten Quartal 2008 abgewertet worden war, beeinflusst.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, das überwiegend auf Bewertungsgewinnen aus Zinsswaps in Russland und Ungarn beruhte, betrug € 0,7 Millionen.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen war mit € 46 Millionen im Gegensatz zur Vergleichsperiode positiv. Es resultierte großteils aus Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Wertpapieren in den ukrainischen und rumänischen Konzerneinheiten.
Die Verwaltungsaufwendungen wurden im Periodenvergleich um 16 Prozent reduziert. Da die Betriebserträge einen vergleichsweise starken Rückgang um 40 Prozent auf € 172 Millionen auswiesen, erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 10,5 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent.
Die Kreditrisikoaktiva sanken um 5 Prozent auf € 5,8 Milliarden.
Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs stieg um 4,1 Prozentpunke auf 29,7 Prozent.
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other betrug € 57 Millionen. Der Zinsüberschuss vervielfachte sich gegenüber der Vergleichsperiode auf € 193 Millionen. Das Ergebnis war hauptsächlich deshalb positiv, weil es die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals enthält, die durch das hohe Zinsniveau in CEE im Berichtszeitraum stark anstiegen.
Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten enthält dieser Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die im Periodenvergleich stabil blieben. Diese verbleiben in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.
| Anhang in € Millionen |
1.1.–30.9. 2009 |
Veränderung | 1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | 4.315,4 | -2,5% | 4.424,4 |
| Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen | 0,5 | -64,3% | 1,4 |
| Zinsaufwendungen | -2.091,5 | 0,4% | -2.084,1 |
| Zinsüberschuss (2) |
2.224,4 | -5,0% | 2.341,7 |
| Kreditrisikovorsorgen (3) |
-1.365,0 | 273,4% | -365,5 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 859,4 | -56,5% | 1.976,1 |
| Provisionserträge | 1.068,7 | -17,1% | 1.289,7 |
| Provisionsaufwendungen | -162,3 | -15,4% | -191,9 |
| Provisionsüberschuss (4) |
906,4 | -17,4% | 1.097,8 |
| Handelsergebnis (5) |
146,7 | 15,2% | 127,4 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (6) |
5,5 | 397,6% | 1,1 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen (7) |
43,6 | 330,4% | 10,1 |
| Verwaltungsaufwendungen (8) |
-1.678,0 | -13,5% | -1.939,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis (9) |
3,0 | – | -17,6 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0,1 | -98,2% | 5,6 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 286,7 | -77,3% | 1.261,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -71,0 | -76,0% | -295,6 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 215,7 | -77,7% | 965,4 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | -60,1 | -42,1% | -103,9 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 155,6 | -81,9% | 861,5 |
| in € | 1.1.–30.9. 2009 |
Veränderung | 1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|---|
| Gewinn je Aktie | 0,72 | -4,89 | 5,61 |
| Gewinn je Aktie vor Abzug des kalkulatorischen | |||
| Entgelts für das Genussrechtskapital | 1,01 | -4,60 | 5,61 |
Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des kalkulatorischen Entgelts für das Genussrechtskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2009 waren dies 153,7 Millionen, zum 30. September 2008 waren es 153,6 Millionen gewesen.
Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.
| in € Millionen | Q4/2008 | Q1/2009 | Q2/2009 | Q3/2009 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 890,3 | 767,1 | 728,7 | 728,6 |
| Kreditrisikovorsorgen | -414,8 | -445,2 | -523,3 | -396,5 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 475,6 | 321,9 | 205,4 | 332,1 |
| Provisionsüberschuss | 398,6 | 293,7 | 291,1 | 321,6 |
| Handelsergebnis | 40,3 | 45,6 | 73,3 | 27,8 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | -21,0 | -4,9 | 23,9 | -13,5 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | -35,8 | -2,9 | 34,2 | 12,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | -693,5 | -573,6 | -569,5 | -534,9 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,8 | 3,7 | 11,8 | -12,5 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 2,2 | 0,1 | – | – |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 168,1 | 83,6 | 70,2 | 132,9 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -55,3 | -19,9 | -14,8 | -36,3 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 112,8 | 63,7 | 55,4 | 96,6 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | 7,7 | -7,5 | -33,5 | -19,1 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 120,5 | 56,2 | 21,9 | 77,5 |
| in € Millionen | Q4/2007 | Q1/2008 | Q2/2008 | Q3/2008 |
| Zinsüberschuss | 715,1 | 711,1 | 786,5 | 844,1 |
| Kreditrisikovorsorgen | -114,9 | -93,0 | -108,3 | -164,2 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 600,2 | 618,1 | 678,1 | 679,9 |
| Provisionsüberschuss | 354,8 | 330,9 | 372,0 | 394,9 |
| Handelsergebnis | 7,1 | 37,6 | 54,6 | 35,2 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | -8,0 | -36,7 | 44,1 | -6,3 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 0,8 | -1,5 | 0,9 | 10,8 |
| Verwaltungsaufwendungen | -646,3 | -584,4 | -665,5 | -689,7 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -23,5 | 5,8 | -17,0 | -6,4 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | -0,9 | – | 5,8 | -0,2 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 284,2 | 369,6 | 473,1 | 418,3 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -47,4 | -90,2 | -106,0 | -99,3 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 236,8 | 279,4 | 367,1 | 319,0 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | -21,3 | -24,9 | -55,8 | -23,2 |
| Aktiva in € Millionen |
Anhang | 30.9. 2009 |
Veränderung | 31.12. 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 3.244 | -54,5% | 7.130 | |
| Forderungen an Kreditinstitute | (11,30) | 11.213 | 24,1% | 9.038 |
| Forderungen an Kunden | (12,30) | 51.830 | -10,5% | 57.902 |
| Kreditrisikovorsorgen | (13) | -2.759 | 68,1% | -1.641 |
| Handelsaktiva | (14,30) | 3.569 | -5,2% | 3.763 |
| Derivative Finanzinstrumente | (15,30) | 380 | -56,1% | 865 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | (16,30) | 6.842 | 33,2% | 5.137 |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen | (30) | 3 | 18,7% | 3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (17) | 931 | -2,2% | 952 |
| Sachanlagen | (18) | 1.259 | -0,4% | 1.264 |
| Sonstige Aktiva | (19,30) | 1.010 | 2,5% | 985 |
| Aktiva gesamt | 77.522 | -9,2% | 85.397 |
| Passiva in € Millionen |
Anhang | 30.9. 2009 |
Veränderung | 31.12. 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20,30) | 21.017 | -19,8% | 26.213 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21,30) | 42.607 | -3,6% | 44.206 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (22,30) | 2.615 | -22,9% | 3.393 |
| Rückstellungen | (23,30) | 347 | -20,6% | 437 |
| Handelspassiva | (24,30) | 574 | -60,7% | 1.460 |
| Derivative Finanzinstrumente | (25,30) | 312 | -62,5% | 832 |
| Sonstige Passiva | (26,30) | 848 | 29,8% | 653 |
| Nachrangkapital | (27,30) | 2.340 | 38,9% | 1.684 |
| Eigenkapital | (28) | 6.862 | 5,3% | 6.518 |
| Konzern-Eigenkapital | 5.711 | 23,8% | 4.613 | |
| Konzern-Periodenüberschuss | 156 | -84,1% | 982 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 995 | 7,8% | 923 | |
| Passiva gesamt | 77.522 | -9,2% | 85.397 |
| in € Millionen | Gezeichnetes Kapital |
Genussrechts kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Konzern Perioden überschuss |
Anteile anderer Gesellschafter |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 1.1.2008 | 469 | – | 2.588 | 1.929 | 841 | 795 | 6.622 |
| Kapitaleinzahlungen | – | – | – | – | – | 41 | 41 |
| Gewinnthesaurierung | – | – | – | 698 | -698 | – | – |
| Dividendenzahlungen | – | – | – | – | -143 | -37 | -179 |
| Umfassendes Ergebnis | – | – | – | 120 | 861 | 153 | 1.134 |
| Eigene Aktien/Share Incentive Program |
-1 | – | -16 | – | – | 1 | -16 |
| Sonstige Veränderungen | – | – | – | -21 | – | 6 | -15 |
| Eigenkapital 30.9.2008 | 469 | – | 2.572 | 2.726 | 861 | 959 | 7.587 |
| in € Millionen | Gezeichnetes Kapital |
Genussrechts kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Konzern Perioden überschuss |
Anteile anderer Gesellschafter |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 1.1.2009 | 469 | – | 2.568 | 1.577 | 982 | 923 | 6.518 |
| Kapitaleinzahlungen | – | 600 | – | – | 19 | 619 | |
| Gewinnthesaurierung | – | – | – | 839 | -839 | – | |
| Dividendenzahlungen | – | – | – | – | -143 | -52 | -195 |
| Umfassendes Ergebnis | – | – | – | -300 | 156 | 74 | -70 |
| Eigene Aktien/Share | |||||||
| Incentive Program | – | – | – | – | – | – | – |
| Sonstige Veränderungen | – | – | – | -41 | – | 31 | -10 |
| Eigenkapital 30.9.2009 | 469 | 600 | 2.568 | 2.074 | 156 | 995 | 6.862 |
| Konzern-Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|
| Konzern-Periodenüberschuss | 156 | 861 | 60 | 104 | |
| Währungsdifferenzen | -289 | 211 | 14 | 49 | |
| Capital Hedge | -24 | -101 | – | – | |
| Cash-Flow Hedge | 9 | -7 | – | – | |
| Bewertungsänderungen zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte |
4 | 22 | – | 1 | |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse |
-1 | -6 | – | – | |
| Umfassendes Ergebnis | -145 | 981 | 74 | 153 |
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 7.130 | 3.664 |
| Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | -3.792 | 378 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -1.058 | -486 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | 1.080 | -62 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -116 | 116 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 3.244 | 3.612 |
Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:
Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn
Südosteuropa
Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Moldau, Rumänien und Serbien
Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung, aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.
| 1.1.–30.9.2009 | Zentral | Südost | Russland | GUS | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | europa | europa | Sonstige | |||
| Zinsüberschuss | 719,9 | 658,7 | 523,4 | 373,1 | -50,7 | 2.224,4 |
| Kreditrisikovorsorgen | -345,2 | -341,0 | -287,2 | -391,7 | – | -1.365,0 |
| Zinsüberschuss nach | ||||||
| Kreditrisikovorsorgen | 374,8 | 317,7 | 236,2 | -18,5 | -50,7 | 859,4 |
| Provisionsüberschuss | 316,1 | 307,2 | 149,8 | 131,5 | 1,9 | 906,4 |
| Handelsergebnis | 68,1 | 72,9 | -14,3 | 16,6 | 3,3 | 146,7 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten |
2,9 | -2,7 | 7,2 | 1,0 | -2,8 | 5,5 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 32,8 | 8,0 | 2,8 | 11,5 | -11,5 | 43,6 |
| Verwaltungsaufwendungen | -598,8 | -547,0 | -273,3 | -215,9 | -42,9 | -1.677,9 |
| davon Personalaufwand | -281,6 | -237,5 | -123,3 | -107,7 | -30,2 | -780,3 |
| davon Sachaufwand | -261,3 | -235,9 | -126,4 | -81,4 | -10,7 | -715,6 |
| davon Abschreibungen | -56,0 | -73,6 | -23,6 | -26,9 | -2,0 | -182,0 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -7,5 | 21,9 | -9,7 | -1,0 | -0,7 | 3,0 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0,1 | – | – | – | – | 0,1 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 188,4 | 178,0 | 98,7 | -75,0 | -103,4 | 286,7 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -43,2 | -29,3 | -26,9 | 3,5 | 24,9 | -71,0 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 145,2 | 148,7 | 71,7 | -71,4 | -78,5 | 215,7 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg |
-49,0 | -13,0 | -0,2 | 0,9 | 1,2 | -60,1 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 96,2 | 135,7 | 71,5 | -70,5 | -77,3 | 155,6 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 48,3% | 45,6% | 25,3% | -19,2% | – | 100,0% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 49,4% | 50,5% | 24,4% | -24,3% | – | 100,0% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 22.195 | 16.910 | 7.668 | 5.702 | -135 | 52.340 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.015 | 1.535 | 749 | 520 | 388 | 5.206 |
| Summe Aktiva1 | 33.636 | 23.770 | 12.335 | 6.660 | 1.121 | 77.522 |
| Verbindlichkeiten1 | 31.050 | 20.999 | 10.811 | 5.837 | 1.965 | 70.661 |
| Risk/Earnings Ratio | 47,9% | 51,8% | 54,9% | 105,0% | 61,4% | |
| Cost/Income Ratio | 54,6% | 51,6% | 42,1% | 41,5% | – | 51,1% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 2.519 | 1.999 | 1.058 | 753 | -17 | 6.312 |
| Return on Equity vor Steuern | 10,0% | 11,9% | 12,4% | – | – | 6,1% |
| Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) |
7,0% | 10,2% | 9,0% | – | – | 3,8% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 13.694 | 18.444 | 9.546 | 18.880 | 362 | 60.926 |
| Geschäftsstellen1 | 583 | 1.204 | 223 | 1.135 | – | 3.145 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
| 1.1.–30.9.2008 | Zentral | Südost | Russland | GUS | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | europa | europa | Sonstige | |||
| Zinsüberschuss | 768,7 | 698,6 | 498,7 | 392,4 | -16,6 | 2.341,7 |
| Kreditrisikovorsorgen | -135,2 | -90,5 | -84,1 | -55,7 | – | -365,5 |
| Zinsüberschuss nach | ||||||
| Kreditrisikovorsorgen | 633,5 | 608,0 | 414,6 | 336,6 | -16,6 | 1.976,1 |
| Provisionsüberschuss | 423,9 | 346,5 | 147,8 | 175,0 | 4,6 | 1.097,8 |
| Handelsergebnis | 28,4 | 41,4 | 17,4 | 17,6 | 22,5 | 127,4 |
| Ergebnis aus derivativen | ||||||
| Finanzinstrumenten | 1,2 | – | -0,7 | – | 0,6 | 1,1 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 8,1 | -5,3 | 10,3 | -2,9 | 0,0 | 10,1 |
| Verwaltungsaufwendungen | -708,5 | -572,2 | -326,2 | -288,8 | -43,8 | -1.939,5 |
| davon Personalaufwand | -353,5 | -251,2 | -152,3 | -155,4 | -34,8 | -947,3 |
| davon Sachaufwand | -291,6 | -254,5 | -153,4 | -104,4 | -7,2 | -811,1 |
| davon Abschreibungen | -63,4 | -66,5 | -20,5 | -29,0 | -1,8 | -181,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -17,1 | 18,9 | -4,9 | -9,8 | -4,7 | -17,6 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 5,6 | – | – | – | – | 5,6 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 375,2 | 437,3 | 258,2 | 227,7 | -37,4 | 1.261,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -78,3 | -69,0 | -73,9 | -66,6 | -7,9 | -295,6 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 296,9 | 368,3 | 184,3 | 161,2 | -45,3 | 965,4 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg |
-80,6 | -19,9 | -0,6 | -10,4 | 7,5 | -103,9 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 216,3 | 348,4 | 183,7 | 150,8 | -37,7 | 861,5 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 28,9% | 33,7% | 19,9% | 17,5% | – | 100,0% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 29,4% | 36,4% | 18,2% | 15,9% | – | 100,0% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 26.164 | 19.575 | 10.890 | 8.197 | -158 | 64.668 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.390 | 1.718 | 1.016 | 726 | 230 | 6.080 |
| Summe Aktiva1 | 35.207 | 25.738 | 15.329 | 9.580 | 1.397 | 87.251 |
| Verbindlichkeiten1 | 32.780 | 22.919 | 13.596 | 8.214 | 2.155 | 79.664 |
| Risk/Earnings Ratio | 17,6% | 13,0% | 16,9% | 14,2% | – | 15,6% |
| Cost/Income Ratio | 58,9% | 51,8% | 49,5% | 50,2% | – | 54,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 2.730 | 2.037 | 1.139 | 809 | -97 | 6.617 |
| Return on Equity vor Steuern | 18,3% | 28,6% | 30,2% | 37,5% | – | 25,4% |
| Konzern-Return on Equity (nach | ||||||
| Minderheiten) | 13,7% | 25,7% | 21,6% | 27,1% | – | 19,9% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 13.369 | 17.947 | 9.524 | 20.062 | 238 | 61.140 |
| Geschäftsstellen1 | 551 | 1.132 | 247 | 1.238 | – | 3.168 |
1 Stichtagswerte zum 30. September
Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.
Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2009 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2008.
Der Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2009 der Raiffeisen International Bank-Holding AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
| Vollkonsolidierung | Equity-Methode | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl Einheiten | 30.9.2009 | 31.12.2008 | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
| Stand Beginn der Periode | 131 | 121 | 1 | 3 |
| In der Berichtsperiode erstmals einbezogen | 6 | 19 | – | – |
| In der Berichtsperiode ausgeschieden | – | -7 | – | -2 |
| In der Berichtsperiode verschmolzen | -1 | -2 | – | – |
| Stand Ende der Periode | 136 | 131 | 1 | 1 |
Die folgenden Unternehmen wurden erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Anteil | Stichtag | Grund |
|---|---|---|---|
| ACB Ponava, s.r.o., Prag (CZ) | 34,5 % | 1.3. | Wesentlichkeit |
| REC Alpha LLC, Kiew (UA) | 99,9% | 1.7. | Gründung |
| REH Limited, Limassol (CY) | 100,0% | 1.7. | Gründung |
| Regional Card Processing Center s.r.o., Bratislava (SK) | 63,0% | 1.1. | Gründung |
| Raiffeisen Leasing Kosovo LLC, Prishtina (RS) | 92,5% | 1.1. | Gründung |
| SCTAI Angol Iskola Kft, Budapest (HU) | 56,9% | 22.9. | Wesentlichkeit |
In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und | ||
| Verbindlichkeiten des Handelsbestands | 315,9 | -28,7 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||
| bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 219,3 | 59,4 |
| Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 2,7 | 24,3 |
| Ergebnis aus Krediten und Forderungen | 2.486,9 | 3.762,6 |
| Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen | ||
| Vermögenswerten | 135,8 | 119,8 |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten | ||
| Anschaffungskosten | -2.079,4 | -2.081,1 |
| Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen | 1,4 | 1,2 |
| Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) | -27,5 | 255,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | -768,4 | -852,3 |
| Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 286,7 | 1.261,0 |
| 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 |
| Zinserträge | 4.307,4 | 4.414,1 |
| aus Forderungen an Kreditinstitute | 181,4 | 378,3 |
| aus Forderungen an Kunden | 3.470,3 | 3.497,0 |
| aus Wertpapieren | 311,1 | 189,5 |
| aus Leasingforderungen | 207,2 | 249,4 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto | 137,4 | 99,9 |
| Laufende Erträge aus Anteilsbesitz | 2,8 | 3,9 |
| Zinsähnliche Erträge | 5,2 | 6,4 |
| Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt | 4.315,4 | 4.424,4 |
| Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen | 0,5 | 1,4 |
| Zinsaufwendungen | -2.087,4 | -2.078,6 |
| für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -680,6 | -766,7 |
| für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | -1.249,7 | -1.132,0 |
| für verbriefte Verbindlichkeiten | -98,9 | -111,3 |
| für Nachrangkapital | -58,2 | -68,6 |
| Zinsähnliche Aufwendungen | -4,1 | -5,5 |
| Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt | -2.091,5 | -2.084,1 |
| Zinsüberschuss | 2.224,4 | 2.341,7 |
| in € Millionen | 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. |
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| Einzelwertberichtigungen | -1.171,8 | -249,7 |
| Zuführung zu Risikovorsorgen | -1.381,8 | -392,5 |
| Auflösung von Risikovorsorgen | 248,6 | 186,4 |
| Direktabschreibungen | -56,9 | -55,4 |
| Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | 18,3 | 11,8 |
| Portfolio-Wertberichtigungen | -197,7 | -115,8 |
| Zuführung zu Risikovorsorgen | -427,2 | -215,2 |
| Auflösung von Risikovorsorgen | 229,5 | 99,4 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Krediten | 4,5 | – |
| Gesamt | -1.365,0 | -365,5 |
| 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 |
| Zahlungsverkehr | 396,7 | 475,3 |
| Kreditbearbeitung und Avalgeschäft | 148,3 | 151,9 |
| Wertpapiergeschäft | 29,5 | 34,0 |
| Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft | 251,5 | 348,4 |
| Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds | 18,0 | 29,7 |
| Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten | 24,4 | 12,0 |
| Kreditderivatgeschäft | -1,0 | -1,0 |
| Sonstige Bankdienstleistungen | 39,0 | 47,5 |
| Gesamt | 906,4 | 1.097,8 |
| 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 |
| Zinsbezogenes Geschäft | 87,5 | -22,0 |
| Währungsbezogenes Geschäft | 59,9 | 156,1 |
| Aktien-/indexbezogenes Geschäft | -0,7 | -7,1 |
| Sonstiges Geschäft | – | 0,4 |
| Gesamt | 146,7 | 127,4 |
| 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. | |
|---|---|---|
| in € Millionen | 2009 | 2008 |
| Ergebnis aus dem Hedge Accounting | 2,1 | 1,2 |
| Ergebnis aus Kreditderivaten | -2,9 | 0,1 |
| Ergebnis aus sonstigen Derivaten | 6,3 | -0,2 |
| Gesamt | 5,5 | 1,1 |
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity | -1,9 | – |
| Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity | -1,9 | – |
| Ergebnis aus Unternehmensanteilen | -0,2 | 22,0 |
| Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen | -3,0 | -0,2 |
| Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen | 2,8 | 22,2 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten | ||
| Wertpapieren | 45,7 | -11,9 |
| Bewertungsergebnis aus Wertpapieren | 41,5 | -11,4 |
| Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren | 4,2 | -0,5 |
| Gesamt | 43,6 | 10,1 |
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | -780,3 | -947,3 |
| Sachaufwand | -715,7 | -811,0 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -182,0 | -181,2 |
| Gesamt | -1.678,0 | -1.939,5 |
| in € Millionen | 1.1.–30.9. 2009 |
1.1.–30.9. 2008 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten | 99,0 | 163,1 |
| Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten | -97,0 | -149,5 |
| Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen | 1,6 | 2,3 |
| Ergebnis aus Investment Property | 3,9 | 1,9 |
| Ergebnis aus Operating Leasing | 30,8 | 27,6 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -0,1 | -2,0 |
| Sonstige Steuern | -40,6 | -43,0 |
| Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge | – | 5,3 |
| Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen | 0,4 | -19,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 29,6 | 11,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -24,6 | -16,1 |
| Gesamt | 3,0 | -17,6 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:
| Aktiva nach Bewertungskategorien in € Millionen |
30.9. 2009 |
31.12. 2008 |
|---|---|---|
| Handelsaktiva | 3.929 | 4.611 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
2.981 | 2.042 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 55 | 56 |
| Kredite und Forderungen | 64.507 | 73.373 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte | 3.765 | 3.018 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen | 20 | 17 |
| Sonstige Aktiva | 2.265 | 2.280 |
| Aktiva gesamt | 77.522 | 85.397 |
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst ausschließlich die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Anteile an at-equity bewerteten und sonstigen verbundenen Unternehmen enthalten.
| Passiva nach Bewertungskategorien in € Millionen |
30.9. 2009 |
31.12. 2008 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 836 | 2.241 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 69.427 | 76.150 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen | 50 | 51 |
| Rückstellungen | 347 | 437 |
| Eigenkapital | 6.862 | 6.518 |
| Passiva gesamt | 77.522 | 85.397 |
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Giro- und Clearinggeschäft | 1.841 | 1.643 |
| Geldmarktgeschäft | 8.350 | 4.348 |
| Kredite an Banken | 1.018 | 3.009 |
| Angekaufte Forderungen | 1 | 2 |
| Leasingforderungen | 2 | 4 |
| Forderungspapiere | 1 | 32 |
| Gesamt | 11.213 | 9.038 |
Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 779 | 2.454 |
| Südosteuropa | 1.267 | 1.043 |
| Russland | 423 | 535 |
| GUS Sonstige | 393 | 302 |
| Österreich | 6.645 | 3.125 |
| Sonstige | 1.706 | 1.580 |
| Gesamt | 11.213 | 9.038 |
Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentralbanken | 1.774 | 3.664 |
| Geschäftsbanken | 9.417 | 5.355 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 22 | 19 |
| Gesamt | 11.213 | 9.038 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kreditgeschäft | 23.719 | 27.885 |
| Geldmarktgeschäft | 7.344 | 8.033 |
| Hypothekarforderungen | 17.016 | 17.249 |
| Angekaufte Forderungen | 380 | 724 |
| Leasingforderungen | 3.369 | 4.009 |
| Forderungspapiere | 2 | 3 |
| Gesamt | 51.830 | 57.902 |
Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):
| Gesamt | 51.830 | 57.902 |
|---|---|---|
| Sonstige | 31 | 41 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 2.502 | 2.868 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 18.091 | 19.268 |
| Kommerzkunden – Small Business | 4.142 | 5.057 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 25.929 | 29.564 |
| Öffentlicher Sektor | 1.135 | 1.104 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 23.900 | 24.621 |
| Südosteuropa | 12.662 | 12.934 |
| Russland | 6.305 | 8.819 |
| GUS Sonstige | 5.520 | 6.602 |
| Österreich | 25 | 24 |
| Sonstige | 3.418 | 4.904 |
| Gesamt | 51.830 | 57.902 |
Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Öffentlicher Sektor | 9 | 2 |
| Kreditinstitute | 6 | 4 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 1.182 | 686 |
| Kommerzkunden – Small Business | 293 | 166 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 1.060 | 669 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 209 | 114 |
| Gesamt | 2.759 | 1.641 |
Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:
| in € Millionen | Stand 1.1.2009 |
Änderung Konsolidie rungskreis |
Zu führungen1 |
Auf lösungen |
Verbrauch2 | Umbuchung, Währungs differenzen |
Stand 30.9.2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | 1.112 | – | 1.420 | -249 | -193 | -39 | 2.051 |
| Zentraleuropa | 450 | – | 374 | -120 | -49 | 6 | 661 |
| Südosteuropa | 239 | – | 346 | -68 | -67 | -1 | 449 |
| Russland | 223 | – | 326 | -54 | -66 | -13 | 416 |
| GUS Sonstige | 200 | – | 374 | -7 | -11 | -31 | 525 |
| Portfolio | |||||||
| Wertberichtigungen | 599 | – | 428 | -230 | – | -17 | 780 |
| Zentraleuropa | 166 | – | 153 | -61 | – | 5 | 263 |
| Südosteuropa | 148 | – | 98 | -37 | – | -10 | 199 |
| Russland | 150 | – | 74 | -56 | – | -8 | 160 |
| GUS Sonstige | 135 | – | 103 | -76 | – | -4 | 158 |
| Gesamt | 1.711 | – | 1.848 | -479 | -193 | -56 | 2.831 |
1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.
2 Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.
| 30.9.2009 | Buchwert | Einzelwert berichti |
Portfolio Wertberich |
Netto Buchwert |
Einzelwert berichtigte |
Fair value |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | gungen | tigungen | Aktiva | |||
| Kreditinstitute | 11.213 | 6 | – | 11.207 | 25 | 11.201 |
| Öffentlicher Sektor | 1.135 | 9 | – | 1.126 | 43 | 1.103 |
| Kommerzkunden – | ||||||
| Großkunden | 25.929 | 967 | 215 | 24.747 | 2.674 | 25.254 |
| Kommerzkunden – Small | ||||||
| Business | 4.142 | 244 | 49 | 3.849 | 581 | 4.015 |
| Retail-Kunden – | ||||||
| Privatpersonen | 18.091 | 641 | 419 | 17.031 | 1.045 | 17.855 |
| Retail-Kunden – Klein | ||||||
| und Mittelbetriebe | 2.502 | 153 | 56 | 2.293 | 288 | 2.410 |
| Sonstige | 31 | – | – | 31 | – | 31 |
| Gesamt | 63.043 | 2.020 | 739 | 60.284 | 4.656 | 61.871 |
Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2008 in € Millionen |
Buchwert | Einzelwert berichti gungen |
Portfolio Wertberich tigungen |
Netto Buchwert |
Einzelwert berichtigte Aktiva |
Fair Value |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditinstitute | 9.038 | 4 | – | 9.034 | 16 | 10.308 |
| Öffentlicher Sektor | 1.104 | 2 | – | 1.102 | 6 | 1.087 |
| Kommerzkunden – Großkunden |
29.564 | 507 | 179 | 28.879 | 1.428 | 29.111 |
| Kommerzkunden – Small Business |
5.057 | 118 | 48 | 4.890 | 304 | 4.950 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen |
19.268 | 368 | 301 | 18.599 | 501 | 18.880 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe |
2.868 | 75 | 39 | 2.754 | 129 | 2.841 |
| Sonstige | 41 | – | – | 41 | – | 41 |
| Gesamt | 66.940 | 1.074 | 567 | 65.299 | 2.384 | 67.218 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.955 | 2.231 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 11 | 37 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften | 603 | 1.495 |
| Gesamt | 3.569 | 3.763 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge | 20 | 17 |
| Positive Marktwerte aus Kreditderivaten | – | 5 |
| Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente | 360 | 843 |
| Gesamt | 380 | 865 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 6.523 | 4.952 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 191 | 67 |
| Unternehmensanteile | 128 | 118 |
| Gesamt | 6.842 | 5.137 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Firmenwerte | 576 | 610 |
| Software | 242 | 217 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 113 | 125 |
| Gesamt | 931 | 952 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude | 524 | 496 |
| Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) | 18 | 11 |
| Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 477 | 532 |
| Vermietete Leasinganlagen | 240 | 225 |
| Gesamt | 1.259 | 1.264 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | 216 | 156 |
| Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten | 43 | 40 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 224 | 253 |
| Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung | 191 | 163 |
| Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte | 143 | 141 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) | 5 | 4 |
| Umlaufvermögen | 34 | 78 |
| Übrige Aktiva | 154 | 150 |
| Gesamt | 1.010 | 985 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Giro- und Clearinggeschäft | 675 | 741 |
| Geldmarktgeschäft | 3.720 | 5.960 |
| Langfristige Finanzierungen | 16.622 | 19.512 |
| Gesamt | 21.017 | 26.213 |
Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 1.680 | 1.609 |
| Südosteuropa | 745 | 556 |
| Russland | 121 | 1.333 |
| GUS Sonstige | 58 | 180 |
| Österreich | 13.185 | 15.144 |
| Sonstige | 5.228 | 7.390 |
| Gesamt | 21.017 | 26.213 |
Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentralbanken | 229 | 1.330 |
| Geschäftsbanken | 19.918 | 24.328 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 870 | 555 |
| Gesamt | 21.017 | 26.213 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Sichteinlagen | 16.734 | 16.243 |
| Termineinlagen | 24.519 | 27.011 |
| Spareinlagen | 1.354 | 952 |
| Gesamt | 42.607 | 44.206 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich gemäß Basel-II-Definition wie folgt auf:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Öffentlicher Sektor | 2.030 | 2.238 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 14.159 | 15.343 |
| Kommerzkunden – Small Business | 2.344 | 3.084 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 20.903 | 20.327 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 2.805 | 2.908 |
| Sonstige | 366 | 304 |
| Gesamt | 42.607 | 44.206 |
Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 19.632 | 20.432 |
| Südosteuropa | 12.053 | 13.143 |
| Russland | 5.431 | 5.834 |
| GUS Sonstige | 2.734 | 2.985 |
| Österreich | 370 | 259 |
| Sonstige | 2.387 | 1.552 |
| Gesamt | 42.607 | 44.206 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.982 | 2.630 |
| Begebene Geldmarktpapiere | – | 8 |
| Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 633 | 755 |
| Gesamt | 2.615 | 3.393 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Steuern | 69 | 108 |
| Garantien und Bürgschaften | 72 | 69 |
| Offene Rechtsfälle | 34 | 41 |
| Unverbrauchter Urlaub | 25 | 32 |
| Bonuszahlungen | 96 | 138 |
| Sonstige | 51 | 49 |
| Gesamt | 347 | 437 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 573 | 1.449 |
| Leerverkauf von Handelsaktiva | 1 | – |
| Tag-/Festgelder des Handelsbestands | – | 11 |
| Gesamt | 574 | 1.460 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge |
6 | 1 |
| Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow Hedge |
44 | 50 |
| Negative Marktwerte aus Kreditderivaten | – | 2 |
| Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente | 262 | 779 |
| Gesamt | 312 | 832 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten | 105 | 67 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 102 | 175 |
| Dividendenverbindlichkeiten | – | 8 |
| Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung | 410 | 195 |
| Übrige Passiva | 231 | 207 |
| Gesamt | 848 | 653 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Hybrides Kapital | 1.156 | 503 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 892 | 1.089 |
| Ergänzungskapital | 292 | 92 |
| Gesamt | 2.340 | 1.684 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Konzern-Eigenkapital | 5.711 | 4.613 |
| Gezeichnetes Kapital | 469 | 469 |
| Genussrechtskapital | 600 | – |
| Kapitalrücklagen | 2.568 | 2.568 |
| Gewinnrücklagen | 2.074 | 1.577 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 156 | 982 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 995 | 923 |
| Gesamt | 6.862 | 6.518 |
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Eventualverpflichtungen | 4.810 | 5.052 |
| Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 4.839 | 6.343 |
Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 5.337 Millionen (2008: € 6.847 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.
Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:
| 30.9.2009 | Mutterunter nehmen |
Verbundene Unternehmen |
At-equity bewertete |
Sonstige Beteiligungen |
|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | Unternehmen | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 5.362 | 16 | – | 29 |
| Forderungen an Kunden | – | 135 | 14 | 20 |
| Handelsaktiva | 89 | 2 | – | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | 72 | – | 56 |
| Anteile an at-equity bewerteten | ||||
| Unternehmen | – | – | 3 | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. derivative | ||||
| Finanzinstrumente) | 250 | 4 | – | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 12.309 | 1.279 | – | 118 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 31 | 3 | 8 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 22 | – | – | 0 |
| Rückstellungen | 4 | – | – | 0 |
| Handelspassiva | 117 | – | – | 1 |
| Sonstige Passiva (inkl. derivative | ||||
| Finanzinstrumente) | 123 | 5 | – | 2 |
| Nachrangkapital | 1.503 | 591 | – | – |
| Gegebene Garantien | 388 | 3 | – | – |
| Erhaltene Garantien | 245 | – | – | 1 |
| 31.12.2008 | Mutterunter nehmen |
Verbundene Unternehmen |
At-equity bewertete |
Sonstige Beteiligungen |
|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | Unternehmen | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.690 | 1 | – | 50 |
| Forderungen an Kunden | – | 126 | 13 | 38 |
| Handelsaktiva | 204 | – | 9 | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | 5 | 62 | – | 51 |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen |
– | – | 3 | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. derivative Finanzinstrumente) |
298 | 1 | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
13.961 | 1.934 | 83 | 119 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6 | 38 | 2 | 9 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 25 | – | – | – |
| Rückstellungen | 6 | – | – | – |
| Handelspassiva | 282 | – | – | – |
| Sonstige Passiva (inkl. derivative Finanzinstrumente) |
277 | 1 | – | 3 |
| Nachrangkapital | 844 | 591 | – | – |
| Gegebene Garantien | 250 | 6 | – | – |
| Erhaltene Garantien | 327 | – | – | 1 |
Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.
Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 3.637 | 3.037 |
| Erwirtschaftetes Kapital1 | 1.276 | 1.546 |
| Anteile anderer Gesellschafter1 | 1.019 | 1.005 |
| Hybrides Kapital | 1.150 | 500 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -253 | -228 |
| Kernkapital (Tier 1-Kapital) | 6.829 | 5.860 |
| Abzugsposten vom Kernkapital | -12 | -14 |
| Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) | 6.817 | 5.846 |
| Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 1 Z 5 BWG | 91 | 91 |
| Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen | 4 | 58 |
| Langfristiges nachrangiges Kapital | 937 | 897 |
| Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) | 1.046 | |
| Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen | -12 | -13 |
| Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) | 1.020 | 1.034 |
| Abzugsposten Versicherungen | -1 | -1 |
| Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital | 144 | 112 |
| Gesamte Eigenmittel | 7.980 | 6.992 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.206 | 5.767 |
| Eigenmittelüberschuss | 2.774 | 1.225 |
| Überdeckungsquote | 53,3% | 21,2% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko | 13,0% | 9,7% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt | 10,5% | 8,1% |
| Eigenmittelquote | 12,3% | 9,7% |
1 Zum Jahresende 2008 war ein Betrag von € 46 Millionen fälschlicherweise den Anteilen anderer Gesellschafter statt dem erwirtschafteten Kapital zugeordnet worden. Mittlerweile wurde dies korrigiert. Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG | 52.340 | 60.388 |
| davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§ | ||
| 22a bis 22h BWG | 4.187 | 4.831 |
| Standardansatz | 3.241 | 4.053 |
| Auf internen Ratings basierender Ansatz | 946 | 778 |
| Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und | ||
| Waren | 119 | 152 |
| Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen | 420 | 343 |
| Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko | 480 | 440 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.206 | 5.767 |
Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.9.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz | 40.508 | 50.665 |
| Zentralstaaten und Zentralbanken | 3.336 | 3.927 |
| Regionale Gebietskörperschaften | 335 | 498 |
| Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter | 74 | 53 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 28 | 28 |
| Kreditinstitute | 2.002 | 1.824 |
| Unternehmen (Kommerzkunden) | 20.403 | 28.438 |
| Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) | 12.016 | 13.586 |
| Investmentfondsanteile | 121 | 69 |
| Verbriefungspositionen | 3 | – |
| Sonstige Posten | 2.190 | 2.241 |
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Basis-IRB-Ansatz | 11.832 | 9.723 |
| Kreditinstitute | 751 | 384 |
| Unternehmen (Kommerzkunden) | 10.943 | 9.334 |
| Beteiligungspositionen | 138 | 4 |
| Gesamt | 52.340 | 60.388 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:
| Vollzeitäquivalente | 1.1.–30.9. | 1.1.–30.9. |
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| Zentraleuropa | 13.694 | 13.369 |
| Südosteuropa | 18.444 | 17.947 |
| Russland | 9.546 | 9.524 |
| GUS Sonstige | 18.880 | 20.062 |
| Österreich | 362 | 238 |
| Gesamt | 60.926 | 61.140 |
| 23. Februar 2010 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 23. März 2010 | Geschäftsbericht 2009, Analystenkonferenz, Conference Call |
| 27. April 2010 | Beginn der Quiet Period |
| 11. Mai 2010 | Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call |
| 8. Juni 2010 | Hauptversammlung |
| 16. Juni 2010 | Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag |
| 29. Juli 2010 | Beginn der Quiet Period |
| 12. August 2010 | Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call |
| 28. Oktober 2010 | Beginn der Quiet Period |
| 11. November 2010 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call |
Medieninhaber: Raiffeisen International Bank-Holding AG, Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Investor Relations Redaktionsschluss: 6. November 2009 Herstellungsort: Wien Internet: www.ri.co.at Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.
Anfragen an Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Internet: www.ri.co.at Public Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828
Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen International zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.
Wir haben diesen Zwischenbericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs- oder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Zwischenbericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Der Zwischenbericht in englischer Sprache ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.
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