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Zumtobel Group AG

Quarterly Report Dec 9, 2009

770_ir_2009-12-09_cf642aab-68b2-4bf5-95cf-690677e0aa4c.pdf

Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht der Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 31. Oktober 2009

zumtobel group

Überblick zum ersten Halbjahr 2009/10

Währungsbereinigter Halbjahresumsatz sinkt um 9,0% (2. Quartal minus 7,8%)

Währungstranslationseffekt belastet Umsatz mit 11,6 Mio EUR

Bereinigte EBIT-Marge angesichts anhaltend schwieriger Marktbedingungen solide bei 8,2%

Wirksamkeit der Kosteneinsparungsmaßnahmen zeigen sich im Ergebnis

Positive Entwicklung beim Working Capital fortgesetzt

Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst im ersten Halbjahr um 57,6%

Kennzahlenübersicht in Mio EUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
GJ
2008/09
Umsatzerlöse 293,4 324,5 -9,6 572,0 641,1 -10,8 1.174,0
Bereinigtes EBITDA 35,4 43,0 -17,6 69,0 81,2 -15,1 121,6
in % vom Umsatz 12,1 13,2 12,1 12,7 10,4%
Bereinigtes EBIT 24,2 32,0 -24,4 47,0 60,1 -21,7 78,9
in % vom Umsatz 8,3 9,9 8,2 9,4 6,7%
EBIT 20,8 30,4 -31,7 40,0 57,4 -30,4 57,0
in % vom Umsatz 7,1 9,4 7,0 9,0 4,9%
Periodenergebnis 14,7 27,9 -47,2 24,9 42,1 -41,0 13,3
in % vom Umsatz 5,0 8,6 4,3 6,6 1,1%
Bilanzsumme 1.095,7 1.133,6 1,0 1.053,9
Eigenkapital 480,5 497,9 1,0 456,0
Eigenkapitalquote in % 43,9 43,9 43,3
Nettoverbindlichkeiten 144,6 178,4 -18,9 163,5
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 62,1 79,2 -21,6 107,3
ROCE in % 10,4 16,2 11,9
Investitionen 9,3 15,8 -41,0 17,1 30,3 -43,6 64,7
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.365 7.921 -7,0 7.165

Saisonaler Geschäftsverlauf

Bereinigtes EBIT

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch bei der Zumtobel Gruppe zeigen sich trotz der eher spätzyklischen Natur des Leuchtengeschäfts erste Anzeichen für eine gewisse Marktberuhigung. So wurde zwar im saisonal starken 2. Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 ein Rückgang des Konzernumsatzes um 9,6% (währungsbereinigt minus 7,8%) auf 293,4 Mio EUR realisiert, dies entspricht jedoch einer Verbesserung des Trends gegenüber dem 1. Quartal, in dem der Rückgang der Erlöse gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres noch 12% (währungsbereinigt minus 10,2%) betrug. Gegenüber dem 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte im 2. Quartal sogar ein Umsatzwachstum von 5,3% (Vorjahr 2,5%) erreicht werden. Die vergangenen zwölf Monate waren geprägt von der Umsetzung des im Herbst 2008 initiierten Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate", dessen positive Effekte sich zunehmend im Ergebnis zeigen. So wurden in den letzten vier Quartalen durch umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen Kosten in Höhe von über 45 Mio EUR abgebaut. Damit sind wir auf einem guten Weg, das bis Ende des Geschäftsjahres 2010/11 avisierte Bruttoeinsparvolumen von bis zu 100 Mio EUR zu erreichen. Das im 2. Quartal erwirtschaftete EBIT belief sich auf 20,8 Mio EUR, bereinigt um Einmaleffekte wurde sogar ein operativer Gewinn von 24,2 Mio EUR erwirtschaftet. Trotz der anhaltend schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen wurde somit im ersten Halbjahr eine bereinigte EBIT-Marge von 8,2% (Vorjahreszeitraum: 9,4%) erzielt. Bei der Analyse unserer Segmente zeigt sich, dass wir in unserem Komponentengeschäft aufgrund der Vielzahl innovativer Produkte in den letzten Monaten in Europa Marktanteile gewinnen konnten. Zusätzlich machte sich gegen Ende des 2. Quartals auch eine teilweise Belebung der Nachfrage bemerkbar, da die Kunden der TridonicAtco ihre Lagerbestände wieder leicht aufbauen. Wenig überraschend ist es, dass unser zyklisch trägeres Projektgeschäft im Lighting Segment in allen europäischen Kernmärkten mit unverändert schwierigen Bedingungen bei gleichzeitig stark umkämpften Preisen konfrontiert ist. Unser LED Geschäft entwickelt sich weiter sehr dynamisch: Mit einer Verbesserung des Umsatzes mit LED-basierten Produkten um 57,6% im ersten Halbjahr liegen wir voll auf Kurs, unsere Wachstumsziele zu erreichen.

Hinsichtlich Bilanz und Liquidität ist die Zumtobel Gruppe weiter sehr solide aufgestellt. Die Einhaltung der an die bestehende Finanzierung geknüpften Financial Covenants ist mit einer Eigenkapitalquote von 43,9% und einem Schuldendeckungsgrad von 1,55 sichergestellt. Auch beim Working Capital Management können wir weitere Erfolge vorweisen. So ist der Anteil des Working Capital am Umsatz mit 18,0% auf einem für ein 2. Quartal historisch niedrigen Niveau angelangt. Der Free Cashflow blieb mit 23,0 Mio EUR per Ende Oktober deutlich positiv.

Entwicklung der Marktnachfrage weiterhin unsicher

Auf der Nachfrageseite können wir trotz vereinzelt positiver Signale aufgrund der immer noch angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der eingeschränkten Visibilität keine Entwarnung geben. Wir erwarten nach wie vor, dass aufgrund der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts der konjunkturelle Tiefpunkt erst in 2010 erreicht werden dürfte. Daher sehen wir auch für das Gesamtjahr 2009/10, das zum 30. April 2010 endet, weiterhin Umsatzrückgänge, welche in der zweiten Jahreshälfte durch die bereits niedrigeren Vergleichswerte aus dem Vorjahr moderater ausfallen sollten. Die Maßnahmen aus "Excellerate" sollen dazu führen, dass auch in dem saisonal schwächeren zweiten Halbjahr ein positives operatives Ergebnis erzielt wird. Wir sind überzeugt, dass das Unternehmen nach Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen deutlich schlanker und flexibler aufgestellt sein wird, ohne seine Schlagkraft als Markt- und Technologieführer einzubüßen.

Dr. Andreas Ludwig Chief Executive Officer

Dr. Andreas Ludwig

Die Zumtobel Aktie

Positives Börsenumfeld lässt auch Zumtobel Aktienkurs steigen

Die Entwicklung der Zumtobel Aktie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 (Beginn 1. Mai 2009) profitierte zum einen von einem generell positiven Börsenumfeld, zum anderen von den Erwartungen des Kapitalmarkts einer Erholung des operativen Geschäfts ab 2010. So legten die Zumtobel Anteilsscheine bis Ende Oktober innerhalb von sechs Monaten um 73% auf 11,78 EUR zu. Zwischenzeitlich wurde Mitte September sogar Intraday die Schwelle von 14 EUR überschritten. Ausschlaggebend hierfür waren Heraufstufungen der Aktie durch Finanzanalysten, die ihre Kursziele auf bis zu 16 EUR anhoben. Der österreichische Leitindex ATX, in dem auch die Zumtobel Papiere enthalten sind, verbesserte sich im Berichtszeitraum um 33%. Der Unternehmenswert der Zumtobel Group lag gemessen an der Marktkapitalisierung zum 30. Oktober bei über 512 Mio EUR. Die Struktur der Anteilseigner blieb fast unverändert. So hält die Familie Zumtobel weiterhin rund 35% am Unternehmen. Mit dem britischen Versicherungsunternehmen Aviva plc ist Zumtobel aktuell ein weiterer Investor bekannt, der über mehr als 5% der Stimmrechte verfügt. Der Rest der Anteile von zirka 60% befindet sich in Streubesitz. Bis Redaktionsschluss dieses Berichts Ende November kletterte der Aktienkurs auf 12,67 EUR.

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im 1. Halbjahr

Schlusskurs 30.04.09 € 6,80 Währung EUR
Schlusskurs 31.10.09 € 11,78 ISIN AT0000837307
Performance 1. Halbjahr 2009/10 73,2% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Performance Q2 2009/10 56,0% Marktsegment Prime Market
Marktkapitalisierung am 31.10.09 512 Mio € Reuters Symbol ZUMV.VI
Höchstkurs am 17.09.09 € 14,25 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 143.281 Datastream O:ZAG
Streubesitz 59,4% Anzahl der Aktien 43.500.000

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltkonjunktur nimmt langsam wieder Fahrt auf

Die größte globale Rezession seit mehr als 60 Jahren neigt sich nach Meinung vieler Experten angesichts positiver Signale vieler Volkswirtschaften seit der Jahresmitte 2009 dem Ende entgegen. Die für das kommende Jahr erwartete konjunkturelle Erholung dürfte jedoch insbesondere nach dem Auslaufen der umfassenden Konjunkturprogramme, die maßgeblich zur Erholung der Volkswirtschaften beigetragen haben, nur sehr moderat ausfallen, zumal auch die für die Ankurbelung der Investitionstätigkeit notwendige Kreditvergabe durch die Finanzbranche weiterhin sehr restriktiv erfolgt. Entsprechend zurückhaltend fallen die Prognosen der Wirtschaftsforscher aus: Der Internationale Währungsfonds IWF erwartet für 2009 einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 1,1% und für 2010 ein Wachstum von 3,1%. Nur sehr träge kommt ab dem kommenden Jahr vor allem die Wirtschaft der traditionellen Industrieregionen in Gang. Die USA können, nach einem Minus von 2,7% in diesem Jahr, wieder auf ein Plus von 1,5% in 2010 hoffen. Keine nennenswerten Wachstumsimpulse für das kommende Jahr sind nach einem herben Einbruch der Wirtschaftsleistung um 4,2% in 2009 in der Eurozone (+0,3%) zu erwarten. In der für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD dabei in 2009 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zwischen 2,7% und 6,1%, wobei Deutschland aufgrund der starken Exportabhängigkeit am meisten leidet. Im kommenden Jahr ist für alle drei Länder ein moderates Wachstum unterhalb der Ein-Prozent-Schwelle zu erwarten. Dynamisch ist dagegen weiterhin die Entwicklung in vielen Schwellenländern der Welt. China kann laut IWF in 2009 ein Wachstum von 8,5% und für 2010 sogar von 9,0% erwarten. Positiv sind die Experten insbesondere für 2010 auch für die so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Indien und Russland).

Euroconstruct nimmt im November-Gutachten 2009 die Wachstumsprognose in den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) von Minus 6,3% auf Minus 8,8% für das Kalenderjahr 2009 und von Minus 2,6% auf Minus 2,7% für das Kalenderjahr 2010 zurück. Für das Kalenderjahr 2011 wird noch ein leichter Rückgang von 0,3% vorhergesagt.

Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2009

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe und der niederländische Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag ("cross-licensing") über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde eine ausgewogene, gegenseitige Ausgleichszahlung formuliert, die die starke Technologieposition beider Parteien, im Bereich Beleuchtung reflektiert. Als ein Ergebnis der Vereinbarung erhält die Zumtobel Gruppe mit allen ihren Marken den Status eines offiziellen Lieferanten ("qualified supplier") nach dem Philips-LED-Leuchtenprogramm. Hierdurch werden auch die Kunden der OEM-Marken der Zumtobel Gruppe, TridonicAtco und Ledon, in jedem Fall von Lizenzzahlungen an Philips befreit. Der positive finanzielle Effekt dieser Vereinbarung ist im Ergebnis des ersten Quartals erfolgswirksam erfasst.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung von 1.204.344 eigenen Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung eigener Aktien von EUR 111.760.860 auf EUR 108.750.000, aufgeteilt in 43.500.000 (bisher 44.703.344) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, herabgesetzt.

Umfassender Patentaustauschvertrag mit Philips unterzeichnet

Kapitalherabsetzung durchgeführt

Vorstand der Zumtobel AG erweitert

Zumtobel Gruppe investiert in OLED-Technologien

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat mit Wirkung 1. September 2009 Herrn Dipl.-Wirtsch.Ing. Martin Brandt zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Als Chief Operating Officer (COO) ist er für das operative Geschäft der Leuchtenmarken zuständig.

Im November 2009 gründete die Zumtobel Gruppe gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft und einigen Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosystems (IPMS) das Joint Venture-Unternehmen "LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG" mit dem Fokus auf Entwicklung und Herstellung von zukunftsträchtigen OLED (organische Leuchtdioden) - Lichtmodulen.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 30. April 2009 sind nicht eingetreten.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2009 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr

  • Währungsbereinigt Umsatz sinkt um 9,0%

  • Wirtschaftskrise belastet weiterhin beide Segmente und das Gros der Absatzmärkte

  • Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst um 57,6%

Währungsbereinigter Umsatz sinkt um 9,0%

Im ersten Halbjahr (1. Mai bis 31. Oktober 2009) des Geschäftsjahres 2009/10 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8% auf 572,0 Mio EUR (Vorjahr 641,1 Mio EUR). Die Umsatzentwicklung war durch negative Währungstranslationseffekte im Ausmaß von 11,6 Mio EUR beziehungsweise 1,8% belastet. Bereinigt um diese Währungseffekte lag der Umsatz 9,0% unter dem Vorjahreswert. Das äußerst schwierige wirtschaftliche Umfeld prägte beide Segmente im ersten Halbjahr. Beim prozentuellen Umsatzrückgang gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen deutet sich allerdings auf Konzernebene erste Anzeichen einer gewissen Marktberuhigung an (3. Quartal 2008/09: minus 13,6%; 4. Quartal 2008/09: minus 13,5%; 1. Quartal 2009/10: minus 12%; 2. Quartal 2009/10: minus 9,6%).

Die Währungsbelastungen sind auf die starke Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) und der Schwedischen Krone (SEK), zurückzuführen: Aus der Euroaufwertung ergibt sich im Vergleich mit dem Vorjahrszeitraum unter Berücksichtung der monatlichen Durchschnittskurse für das Britische Pfund ein Umrechnungsnachteil von 9,7% und für die Schwedische Krone von 9,6%. Weitere negative Effekte resultieren aus der Abwertung von Umsätzen im Neuseeländischen Dollar (NZD), Türkischen Lira (TRY) und einigen osteuropäischen Währungen. Dies konnte nur in geringem Umfang durch positive Effekte beim Schweizer Franken (CHF), Amerikanischen Dollar (USD) und einigen asiatischen Währungen kompensiert werden. Über alle Währungen hinweg ergibt sich ein negativer Translationseffekt von 11,6 Mio EUR.

Das Lighting Segment war von den genannten Währungseffekten überproportional stark betroffen (8,9 Mio EUR). Der Segmentumsatz sank im Berichtszeitraum um 10,0% auf 426,7 Mio EUR (Vorjahr 473,9 Mio EUR). Währungsbereinigt ergibt sich ein Minus von 8,1%. Im 2. Quartal sank der Umsatz währungsbereinigt um 6,5%.

Deutlicher Rückgang in beiden Segmenten

Das Components Segment wurde im Berichtszeitraum von Währungseffekten in Höhe von 2,7 Mio EUR belastet. Der Halbjahresumsatz sank um 13,5% (währungsbereinigt minus 12,2%) auf 180,6 Mio EUR (Vorjahr 208,8 Mio EUR). Im 2. Quartal reduzierte sich der Umsatz währungsbereinigt um 11,4%. Im Komponentengeschäft ist weiterhin ein ungebrochener technologischer Substitutionseffekt zu höherwertigen elektronischen Vorschaltgeräten zu erkennen.

Entwicklung Segmente in Mio EUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
Währungs
bereinigt
in %
Lighting Segment 219,3 239,3 -8,4 426,7 473,9 -10,0% -8,1%
Components Segment 92,8 106,2 -12,7 180,6 208,8 -13,5% -12,2%
Überleitung -18,6 -21,0 11,4 -35,4 -41,6 -
Zumtobel Gruppe 293,4 324,5 -9,6 572,0 641,1 -10,8% -9,0%

In der Zukunftstechnologie Licht Emittierender Dioden (LED) konnte die Zumtobel Gruppe im abgelaufenen Berichtszeitraum das Wachstum weiter fortsetzen. Der Umsatz mit LED-basierten Produkten und Lösungen stieg im ersten Halbjahr auch aufgrund eines Großauftrages mit LED-Komponenten deutlich um 57,6% auf 34,4 Mio EUR (2. Quartal plus 74,5%).

Umsatz mit LEDbasierten Produkten wächst um 57,6%

Regionale Umsatzverteilung Q2 2009/10 1. HJ 2009/10
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
in % vom
Konzern
D/A/CH 77,0 -9,2 149,8 -8,0 26,2
Osteuropa 15,9 -27,2 31,8 -21,5 5,6
Nordeuropa 26,1 -7,9 46,0 -12,5 8,0
Westeuropa 91,3 -11,1 178,3 -13,3 31,2
Südeuropa 20,6 -20,8 45,9 -23,3 8,0
Europa 231,0 -12,5 451,8 -13,4 79,0
Asien 24,9 5,5 48,3 7,0 8,4
Australien & Neuseeland 27,0 0,8 50,6 -4,5 8,8
Amerika 7,6 -6,9 15,7 -4,6 2,7
Rest 2,9 42,5 5,6 11,2 1,0
Gesamt 293,4 -9,6 572,0 -10,8 100,0

Wirtschaftskrise belastet weiterhin sämtliche Kernmärkte

Im Berichtszeitraum sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa um 13,4% (währungsbereinigt minus 10,8%) auf 451,8 Mio EUR (Vorjahr 521,5 Mio EUR), das sind 79% vom Konzernumsatz. Außer in der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verzeichnet die Gruppe in allen europäischen Regionen deutlich zweistellige Umsatzrückgänge im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Bereinigt um negative Währungstranslationseffekte aus den bereits beschriebenen Abwertungen bei der Schwedischen Krone und beim Britischen Pfund sank der Umsatz im Berichtszeitraum in Nordeuropa um 6,3% (nominal minus 12,5%) und Westeuropa um 8,6% (nominal minus 13,3%). Die Region Osteuropa verzeichnet ein Minus von 21,5% (währungsbereinigt minus 17,8%).

Asien zeigt positive Umsatzentwicklung

In Asien stieg der Umsatz um 7,0% auf 48,3 Mio EUR (Vorjahr 45,2 Mio EUR), wobei vor allem das Lighting Segment positive Wachstumsraten verzeichnete. Währungsbereinigt entwickelte sich der Umsatz in Asien 4,4% über Vorjahresniveau. Der amerikanische Raum leidet weiterhin an einer sehr schwachen Baukonjunktur. Der dortige Umsatz sank um 4,6% auf 15,7 Mio EUR (Vorjahr 16,4 Mio EUR) währungsbereinigt verringerte sich der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres um 8,0%. Auch in Australien/Neuseeland gingen die Umsätze im Berichtszeitraum um 4,5% zurück, allerdings konnten im 2. Quartal die Umsätze auf Vorjahresniveau gehalten werden. Hier zeigt sich zwischen den Segmenten ein sehr unterschiedliches Bild. Das Components Segment litt weiterhin unter der nachlassenden Nachfrage, wogegen das Lighting Segment positive Wachstumsraten verzeichnete.

Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr

  • EBIT-Marge mit 7,0% auf solidem Niveau

  • Bruttoergebnismarge bei 36,0%

  • Effizienzprogramm "Excellerate" wirkt

  • Vertriebs- und Verwaltungskosten um rund 20 Mio EUR reduziert

  • niedrigere Finanzierungskosten

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
Umsatzerlöse 293,4 324,5 -9,6 572,0 641,1 -10,8
Kosten der umgesetzten Leistungen -186,5 -199,5 6,5 -365,9 -394,9 7,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 106,9 124,9 -14,4 206,1 246,2 -16,3
in % vom Umsatz 36,4 38,5 36,0 38,4
SG&A Aufwendungen ohne
Sondereffekte
-82,7 -92,9 11,0 -159,0 -186,1 14,6
Bereinigtes EBIT 24,2 32,0 -24,4 47,0 60,1 -21,7
in % vom Umsatz 8,3 9,9 8,2 9,4
Sondereffekte -3,4 -1,6 <-100 -7,1 -2,7 <-100
EBIT 20,8 30,4 -31,7 40,0 57,4 -30,4
in % vom Umsatz 7,1 9,4 7,0 9,0
Finanzergebnis -4,4 3,0 <-100 -12,2 -7,0 -74,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 16,4 33,4 -50,9 27,8 50,4 -45,0
Ertragsteuern -1,9 -4,3 55,8 -2,4 -7,3 67,2
Periodenergebnis aus aufgegebenen
Bereichen
0,2 -1,3 >100 -0,5 -1,0 51,1
Periodenergebnis 14,7 27,9 -47,2 24,9 42,1 -41,0
Abschreibungen und Amortisierungen 11,3 10,9 3,2 22,0 21,2 4,1
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 0,63 -44,4 0,57 0,95 -40,2

Nachrichtlich: Das EBITDA (EBIT zzgl. Abschreibungen) im 1. Halbjahr 2009/10 betrug 62,0 Mio EUR.

Im Berichtszeitraum sank das EBIT um 17,4 Mio EUR auf 40,0 Mio EUR (Vorjahr 57,4 Mio EUR). Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer um 200 Basispunkte niedrigeren Umsatzrendite von 7,0%. Das EBIT war von negativen Sondereffekten in Höhe von 7,1 Mio EUR vor allem im Zusammenhang mit "Excellerate" und einmalig positiven Lizenzeinnahmen aus dem Patentaustauschvertrag mit dem Philips Konzern wesentlich beeinflusst.

EBIT-Marge mit 7% auf solidem Niveau

Entwicklung bereinigtes EBIT (in Mio EUR)

* Fixkosten = Vertrieb- und Verwaltungskosten sowie sonstiges betriebliches Ergebnis

Bruttoergebnismarge sinkt auf 36,0%

Die Bruttoergebnismarge verschlechterte sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 240 Basispunkte auf 36,0% vom Umsatz. Das Bruttoergebnis wurde vor allem durch Volumen- und Preisrückgänge sowie erhebliche Währungstransaktionseffekte belastet. Infolge der im Berichtszeitraum veränderten nachteiligen Kursrelation von GBP/EUR entstand alleine aus den Exporten nach Großbritannien ein negativer Währungstransaktionseffekt in Höhe von rund 9,2 Mio EUR. Der Materialkostenanteil erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 42,2% auf 44,1%. vor allem durch die bereits beschriebene Belastung aus dem schwachen Britischen Pfund und dem Ende des letzten Geschäftsjahres entfallenden vorteilhaften beschaffungsbezogenen USD-Währungsabsicherungen im Components Segment von 42,2% auf 44,1%. Durch Kapazitätsanpassungen und Produktivitätssteigerungen in der Produktion im Rahmen von "Excellerate" konnte der Personalkostenanteil an den Herstellkosten in Prozent vom Umsatz mit 14,5% trotz deutlicher Umsatzrückgänge, verstärkter Insourcing-Aktivitäten und Tariflohnanstieg auf dem Niveau des Vorjahres (14,5%) gehalten werden.

Wirksamkeit der Kosteneinsparungsmaßnahmen immer stärker erkennbar

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 gegenüber der Vorjahresperiode durch die eingeleiteten Einsparmaßnahmen um 10,3% (19,2 Mio EUR) auf 168,6 Mio EUR (Vorjahr 187,8 Mio EUR) gesenkt werden. Die sonstigen Erträge fielen mit 9,8 Mio EUR (Vorjahr 1,8 Mio EUR) außergewöhnlich gut aus, da die positiven Effekte des mit dem Philips Konzern abgeschlossenen Patentaustauschvertrages im ersten Quartal in Summe erfasst wurden, wohingegen die laufenden umsatzabhängigen Lizenzaufwendungen an Philips anteilig in den Folgeperioden erfasst werden.

Sondereffekte im Betriebsergebnis

Im ersten Halbjahr 2009/10 wurden als Aufwand Sondereffekte in Höhe von 7,1 Mio EUR (Vorjahr 2,7 Mio EUR) verbucht. Diese stehen vor allem im Zusammenhang mit dem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate".

Zur Darstellung des operativen Ergebnisses wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
Berichtetes EBIT 20,8 30,4 -31,7 40,0 57,4 -30,4
davon Sondereffekte -3,4 -1,6 <-100 -7,1 -2,7 <-100
Bereinigtes EBIT 24,2 32,0 -24,4 47,0 60,1 -21,7
in % vom Umsatz 8,3 9,9 8,2 9,4

Verbessertes Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verschlechterte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Mio EUR auf minus 12,2 Mio EUR. Die Reduktion im Zinsaufwand im laufenden Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf das niedrigere Zinsniveau und die besseren Finanzierungskonditionen zurückzuführen. Darüber hinaus sind im Zinsaufwand des Vorjahres Einmalkosten aus der Refinanzierung des abgelösten Akquisitionsvertrages aus dem Jahr 2001 in Höhe von rund 4,4 Mio EUR ausgewiesen. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betragen minus 6,4 Mio EUR (Vorjahr plus 4,8 Mio EUR) und beinhalten vor allem das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Finanzergebnis in Mio EUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
Zinsaufwand -2,9 -5,4 47,1 -5,5 -14,3 61,8
Zinsertrag 0,4 0,4 -9,7 0,5 1,5 -64,0
Zinssaldo -2,5 -5,0 50,1 -4,9 -12,8 61,5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -1,2 7,4 <-100 -6,4 4,8 <-100
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen -0,7 0,6 <-100 -0,9 1,0 <-100
Finanzergebnis -4,4 3,0 <-100 -12,2 -7,0 -74,7

Das Vorsteuerergebnis sank im ersten Halbjahr um 45,0% auf 27,8 Mio EUR (Vorjahr 50,4 Mio EUR). Darauf fielen Ertragsteuern in Höhe von 2,4 Mio EUR an. Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen beinhaltet nachträgliche Effekte aus dem zum Ende des Geschäftsjahres 2008/09 aufgegebenen Aktivität im Bereich Wohnraumleuchten und beträgt minus 0,5 Mio EUR. Das Periodenergebnis verringert sich im Berichtszeitraum auf 24,9 Mio EUR (Vorjahr 42,1 Mio EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt sich so ein Ergebnis je Aktie (verwässert bei 43,2 Mio Aktien) von 0,57 EUR (Vorjahr: 0,95 EUR).

Cashflow und Vermögenslage

Zum 31. Oktober 2009 betrug das Working Capital 199,1 Mio EUR (Vorjahr 244,1 Mio EUR). In Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz reduzierte sich das Working Capital zum neunten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal und erreichte 18,0% (Vorjahr 19,4%). Aus dem Abbau von Working Capital entsteht ein Mittelzufluss in Höhe von 3,5 Mio EUR (Vorjahr minus 10,9 Mio EUR). Die Veränderung in den sonstigen operativen Positionen von minus 22,3 Mio EUR (Vorjahr minus 14,3 Mio EUR) resultiert vor allem aus der Einbuchung der Forderung aus dem Patentaustauschvertrag, aus dem Abbau von Urlaubsverbindlichkeiten und der Auszahlung von vertraglichen Sonderzahlungen an die Mitarbeiter.

sank um 45,0%

Vorsteuerergebnis

Positive Entwicklung im Working Capital fortgesetzt

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Für Anlageinvestitionen wurden im ersten Halbjahr 2009/10 mit 17,1 Mio EUR deutlich weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres ausgegeben (Vorjahr 30,3 Mio EUR) und beinhaltet im Wesentlichen die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Investitionen im Zusammenhang mit Produktionsanlagen in den Werken Dornbirn, Lemgo und Spennymoor. Die höheren Auszahlungen für Anlagezugänge im ersten Halbjahr 2008/09 sind auf die Investitionen für die Ausstattung der neuen Fabrik in Spennymoor zurückzuführen. Der Free Cashflow blieb mit 23,0 Mio EUR auf dem guten Niveau des Positiver Free Cashflow auf Vorjahresniveau Vorjahres (23,1 Mio EUR), das durch die Auflösung von Finanzanlagen in Höhe von 13,3 Mio EUR positiv beeinflusst war. Die Verbesserung des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus niedrigeren Zinszahlungen, dem Entfall der Dividende für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie dem Ende des Rückkauf eigener Aktien im Vorjahr.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 31. Oktober 2009 31. Oktober 2008 30. April 2009
Bilanzsumme 1.095,7 1.133,6 1.053,9
Nettoverbindlichkeiten 144,6 178,4 163,5
Eigenkapital 480,5 497,9 456,0
Eigenkapitalquote in % 43,9 43,9 43,3
Verschuldungsgrad in % 30,1 35,8 35,9
Durchschnittliches Capital Employed 630,4 661,1 664,0
ROCE in % 10,4 16,2 11,9
Investitionen 17,1 30,3 64,7
Working Capital 199,1 244,1 196,4
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 18,0 19,4 16,7

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur hat sich im ersten Halbjahr weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem 30. April 2009 auf 43,9%. Die Nettoverbindlichkeiten reduzierten sich um 18,9 Mio EUR, so dass der Verschuldungsgrad (Gearing) von 35,9% auf 30,1% fiel.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10

  • Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Absatzmärkte von der Entwicklung der Konjunktur im gewerblichen Hochbau. Die weltweite Konjunkturkrise könnte zu weiteren Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zu Verzögerungen oder Einstellung laufender Projekte führen. Auch neue Bauprojekte könnten im großen Umfang wegen der geringen kommerziellen Nachfrage oder der fehlenden Finanzierung durch Banken auf unbestimmte Zeit verschoben oder storniert werden. Auch ist davon auszugehen, dass die reduzierte Planungs- und Bauaktivitäten der letzten Monate erst mit Zeitverzögerung die Nachfrage nach Zumtobel Produkte beeinflussen werden. Das Management der Gruppe hat in den vergangenen Monaten umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen eingeleitet, um die Gesamtkostenstruktur möglichst schnell auf die herausfordernden Absatzgegebenheiten anzupassen. Konjunkturkrise und ausgeprägte Zyklizität
  • Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit verfügt die Zumtobel Gruppe durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über 480 Mio EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren über einen ausreichenden finanziellen Rahmen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants, Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%, geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants vollumfänglich eingehalten. Der Schuldendeckungsgrad lag bei 1,55 und die Eigenkapitalquote bei 43,9%. Liquiditätsrisiko
  • Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um die Volatilität im Zinsaufwand zu reduzieren, wurden im November 2008 für 62,0 Mio EUR und im August 2009 für 20,0 Mio EUR der bestehenden Bankverbindlichkeiten Zins-Swaps mit einer Fixverzinsung von 3,35% bzw. 3,18% mit einer Laufzeit bis Juni 2013 bzw. Juni 2014 umgewandelt. Zinsänderungsrisiko

Zur Währungsabsicherung für das nicht in Euro getätigte operative Geschäft werden hauptsächlich Devisenterminkontrakte eingesetzt. Hierzu werden auf rollierender vierteljährlicher Basis die planmäßigen Nettowährungspositionen für einen Zeitraum von zwei bis drei Quartalen in der Zukunft liegend abgesichert. Durch diese Methode verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungs-Exposure wird dadurch geglättet. Translationsrisiken werden nicht abgesichert. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, AUD, SEK und CHF. Im zweiten Halbjahr 2009/10 ist aus der Aufwertung des Euro ein weiterer negativer Transaktionseffekt zu erwarten, vor allem da die für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 auf günstigem Niveau abgesicherten GBP-Kurse und USD-Kurse nicht wieder erreicht werden können.

Bezüglich weiterer möglicher Risiken verweisen wir auf die Ausführungen des Geschäftsberichts 2008/09.

Ausblick: Entwicklung der Marktnachfrage weiterhin unsicher

Auf der Nachfrageseite können wir trotz vereinzelt positiver Signale aufgrund der immer noch angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der eingeschränkten Visibilität keine Entwarnung geben. Wir erwarten nach wie vor, dass aufgrund der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts der konjunkturelle Tiefpunkt erst in 2010 erreicht werden dürfte. Daher sehen wir auch für das Gesamtjahr 2009/10, das zum 30. April 2010 endet, weiterhin Umsatzrückgänge, welche in der zweiten Jahreshälfte durch die bereits niedrigeren Vergleichswerte aus dem Vorjahr moderater ausfallen sollten. Die Maßnahmen aus "Excellerate" sollen dazu führen, dass auch in dem saisonal schwächeren zweiten Halbjahr ein positives operatives Ergebnis erzielt wird. Wir sind überzeugt, dass das Unternehmen nach Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen deutlich schlanker und flexibler aufgestellt sein wird, ohne seine Schlagkraft als Markt- und Technologieführer einzubüßen.

Dornbirn, 9. Dezember 2009

Der Vorstand

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Brandt e.h. Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Währungsänderungsrisiko

Kein konkreter Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10 möglich

Highlights 1.Halbjahr 2009

01 HONGKONG INTERNATIONAL LIGHTING FAIR: Zum dritten Mal stellte TridonicAtco auf der Hongkong International Lighting Fair aus, der größten Veranstaltung in Asien und der weltweit zweitgrößten Messe der Lichtbranche. Auf 18 m2 wurden die wichtigsten Schlüsselprodukte für den OEM-Markt, darunter elektronische Vorschaltgeräte sowie die neuesten TALEXX LED-Produkte, rund 250 Fachleuten präsentiert. 02 THE WOLFSBURG PROJECT: Das Wolfsburger "Ganzfeld Piece" ist mit 700 m 2 Fläche und 12 m Höhe das bisher größte Werk, das der amerikanische Künstler James Turrell je in einem Museum realisierte. Zumtobel lieferte für dieses Projekt alle notwendigen Leuchten und Steuerungen und unterstützt diese hochkarätige Ausstellung zusätzlich mit dem Projekt "Tall glass", das in Zusammenarbeit zwischen James Turrell und Zumtobel entstand. 03 LED LICHTSEMINAR: Im Oktober 2009 fand bei Thorn Hongkong ein Lichttechnikseminar zum Thema "Energieeffiziente-Lichtlösungen mit Thorn LED-Leuchten" statt. Mehr als 50 Teilnehmer aus der öffentlichen Verwaltung ebenso wie Lichtplaner aus der Industrie bildeten sich zum Thema LED Lichtplanung fort. Im Rahmen einer

Ausstellung wurden anhand ausgewählter Thorn LED-Produkte die LED-Farbwiedergabe und -steuerung demonstriert. 04 HELLO HIGH FREQUENCY: Mit einer Roadshow besucht Thorn UK derzeit Elektro-Großhändler in Großbritannien. Der erste von zwei Trucks ist unterwegs, um die Kunden vor Ort zu informieren. Die "Goodbye Switch Start, Hello Frequency" Kampagne soll aufzeigen, wie viel Energie und CO2-Emissionen durch ein breites Spektrum innovativer Produkte, von Lichtleisten bis hin zu Wand- und Deckenleuchten, eingespart werden kann. Die Trucks machen bis Februar 2010 an insgesamt 120 Orten Station. 05 DORNIER MUSEUM: Das neue Museum für Luft- und Raumfahrt in Friedrichshafen erscheint wie ein überdimensionaler Hangar und transportiert damit seine Mission nach außen: die Faszination des Fliegens. Die historischen Flugzeuge werden Dank einer ganzheitlichen Zumtobel Lichtlösung ins optimale Licht gerückt. Ein besonderes Highlight ist das Fassadenkunstwerk von James Turrell, das mit Scheinwerfern von Space Cannon, einer Submarke von Zumtobel für Lichtinszenierungen im Außenraum, realisiert wurde.

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Veränder
ung in %
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Veränder
ung in %
Umsatzerlöse 293.391 324.460 -9,6 571.971 641.130 -10,8
Kosten der umgesetzten Leistungen -186.488 -199.549 6,5 -365.903 -394.949 7,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 106.903 124.911 -14,4 206.068 246.181 -16,3
in % vom Umsatz 36,4 38,5 36,0 38,4
Vertriebskosten -66.522 -73.377 9,3 -133.943 -148.897 10,0
Verwaltungskosten -17.678 -19.980 11,5 -34.609 -38.935 11,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1.927 -1.125 -71,3 2.449 -932 >100
davon Sondereffekte -3.435 -1.616 <-100 -7.078 -2.652 <-100
Betriebsergebnis 20.776 30.429 -31,7 39.965 57.417 -30,4
in % vom Umsatz 7,1 9,4 7,0 9,0
Zinsaufwand -2.873 -5.429 47,1 -5.459 -14.292 61,8
Zinsertrag 372 412 -9,7 533 1.482 -64,0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -1.174 7.414 <-100 -6.402 4.789 <-100
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen -700 572 <-100 -878 1.036 <-100
Finanzergebnis -4.375 2.969 <-100 -12.206 -6.985 -74,7
in % vom Umsatz -1,5 0,9 -2,1 -1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 16.401 33.398 -50,9 27.759 50.432 -45,0
Ertragsteuern -1.881 -4.254 55,8 -2.396 -7.305 67,2
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 14.520 29.144 -50,2 25.363 43.127 -41,2
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 179 -1.288 >100 -486 -994 51,1
Periodenergebnis 14.699 27.856 -47,2 24.877 42.133 -41,0
in % vom Umsatz 5,0 8,6 4,3 6,6
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 26 -110 >100 338 -109 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 14.673 27.965 -47,5 24.539 42.241 -41,9
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 41.750 44.235 43.137 44.421
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 75 104 75 104
Anzahl ausstehender Aktien verwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 41.825 44.339 43.211 44.525
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,35 0,63 0,57 0,95
Ergebnis je Aktie verwässert 0,35 0,63 0,57 0,95
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,35 0,66 0,59 0,97
Ergebnis je Aktie verwässert 0,35 0,66 0,59 0,97

Gesamtergebnisrechnung

in TEUR Q2 2009/10 Q2 2008/09 Veränderung
in %
1. HJ 2009/10 1. HJ 2008/09 Veränderung
in %
Periodenergebnis 14.699 27.856 -47,2 24.877 42.133 -41,0
Währungsdifferenzen 63 3.740 -98,3 -3.165 3.364 <-100
Währungsdifferenzen aus Darlehen -2.144 -1.471 -45,8 865 -1.799 >100
Hedge Accounting -403 1.016 <-100 -587 871 <-100
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 0 -25.671 100,0 0 -25.671 100,0
Steuern 101 6.904 -98,5 147 6.967 -97,9
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -2.383 -15.482 84,6 -2.740 -16.268 83,2
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar
225 553 -59,3 -190 140 <-100
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar
-2.608 -16.035 83,7 -2.550 -16.408 84,5
Gesamtperiodenergebnis 12.316 12.374 -0,5 22.137 25.865 -14,4
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar
-111 27 <-100 148 32 >100
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar
12.427 12.347 0,7 21.989 25.833 -14,9

Bilanz

in TEUR 31. Oktober 2009 in % 30. April 2009 in %
Firmenwerte 275.455 25,1 275.455 26,1
Immaterielle Vermögenswerte 49.581 4,5 49.669 4,7
Sachanlagen 226.369 20,7 233.427 22,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 3.286 0,3 7.861 0,7
Finanzanlagen 633 0,1 624 0,1
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 20.070 1,8 15.436 1,5
Latente Steuern 45.171 4,1 46.228 4,4
Langfristiges Vermögen 620.565 56,6 628.700 59,7
Vorräte 142.191 13,0 148.819 14,1
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 186.780 17,0 169.378 16,1
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 45.493 4,2 37.946 3,6
Finanzanlagen 24 0,0 21 0,0
Liquide Mittel 100.646 9,2 69.008 6,5
Kurzfristiges Vermögen 475.134 43,4 425.172 40,3
VERMÖGEN 1.095.699 100,0 1.053.872 100,0
Grundkapital 108.750 9,9 111.761 10,6
Kapitalrücklagen 342.059 31,2 339.048 32,2
Gewinnrücklagen 1.371 0,1 -10.217 -1,0
Periodenergebnis 24.539 2,3 13.426 1,3
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 476.719 43,5 454.018 43,1
Kapital der Minderheitengesellschafter 3.799 0,3 1.962 0,2
Eigenkapital 480.518 43,8 455.980 43,3
Rückstellungen für Pensionen 45.399 4,1 47.370 4,5
Rückstellungen für Abfertigungen 30.438 2,8 30.758 2,9
Übrige Rückstellungen 11.375 1,1 10.718 1,0
Finanzschulden 214.899 19,6 215.600 20,5
Übrige Verbindlichkeiten 79 0,0 84 0,0
Latente Steuern 10.823 1,0 9.133 0,9
Langfristige Schulden 313.013 28,6 313.663 29,8
Rückstellungen für Ertragsteuern 27.038 2,5 25.332 2,4
Übrige Rückstellungen 31.555 2,9 34.534 3,3
Finanzschulden 30.366 2,8 16.886 1,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 116.456 10,6 109.895 10,4
Übrige Verbindlichkeiten 96.753 8,8 97.582 9,3
Kurzfristige Schulden 302.168 27,6 284.229 27,0
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.095.699 100,0 1.053.872 100,0

Kapitalflussrechnung

in TEUR 1. HJ 2009/10 1. HJ 2008/09
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 39.478 56.422
Abschreibungen und Amortisierungen 22.015 21.153
Sonstige unbare Bewegungen 0 1.604
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 498 0
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 113 0
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 62.104 79.179
Vorräte 8.121 -9.231
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -8.245 15.405
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 1.983 -17.472
Erhaltene Anzahlungen 1.632 409
Veränderung des Working Capital 3.491 -10.889
Langfristige Rückstellungen -3.097 -2.905
Kurzfristige Rückstellungen -2.749 -3.068
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen & Verbindlichkeiten -16.474 -8.293
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -22.320 -14.266
Bezahlte Steuern -2.858 -6.178
Cashflow aus dem operativen Geschäft 40.417 47.846
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 1.754 -130
Auszahlungen für Anlagenzugänge -17.107 -30.330
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen -2.087 13.317
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 0 -7.554
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17.440 -24.697
FREIER CASHFLOW 22.977 23.149
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden 22.485 11.375
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände -154 162
Dividenden -329 -31.255
Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 -11.901
Bezahlte Zinsen -4.028 -10.438
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 18.128 -42.219
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 528 1.624
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES 41.633 -17.446
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 55.953 86.163
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 97.586 68.717
Veränderung 41.633 -17.446

Eigenkapitalveränderungsrechnung

1. Halbjahr 2009/10 2009/10 Halbjahr 2009/10

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2009 111.761 339.048 -10.217 13.426 454.018 1.962 455.980
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 13.426 -13.426 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 -2.550 24.539 21.989 148 22.137
+/- Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener
Aktien
-3.011 3.011 0 0 0 0 0
+/- Dividenden 0 0 0 0 0 -329 -329
+/- Wechsel Einbeziehungsart 0 0 0 0 0 2.018 2.018
+/- Aktienoptionen - Dotierung 0 0 712 0 712 0 712
31. Oktober 2009 108.750 342.059 1.371 24.539 476.719 3.799 480.518

1. Halbjahr 2008/09 Halbjahr 2008/09 .

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2008 111.761 355.893 -48.409 92.986 512.231 1.969 514.200
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 92.986 -92.986 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 -16.408 42.241 25.833 32 25.865
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 -11.901 0 0 -11.901 0 -11.901
+/- Dividenden 0 0 -31.255 0 -31.255 0 -31.255
+/- Aktienoptionen - Dotierung 0 0 832 0 832 0 832
+/- Erstkonsolidierung 0 0 0 0 0 190 190
31. Oktober 2008 111.761 343.992 -2.254 42.241 495.740 2.191 497.931

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2009 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, welches die Möglichkeit eines verkürzten Anhangs bietet.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS/IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Oktober 2009 sind grundsätzlich unverändert geblieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf den Konzernabschluss zum 30. April 2009 verwiesen. Folgende neue bzw. geänderte IAS/IFRS wurden im Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2009 angewandt:

Basierend auf den Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wird in der Gesamtergebnisrechnung die Gewinn- und Verlustrechnung um die im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ergänzt. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung werden nur Transaktionen mit Gesellschaftern dargestellt. Das Gesamtergebnis wird in Summe in einer Zeile in der Eigenkapitalveränderungsrechnung berücksichtigt.

Gemäß den Bestimmungen des neuen IFRS 8 "Geschäftssegmente" hat die Abgrenzung der Geschäftssegmente sowie die Auswahl der zu veröffentlichenden Ergebnis- und Vermögensgrößen auf Basis der internen Berichterstattung zu erfolgen ("Management Approach"). Da die externe Segmentberichterstattung bereits an die interne Berichterstattung der Zumtobel Gruppe angelehnt war, ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

Durch die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sind Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zu aktivieren. Die Auswirkung dieser Änderung auf den Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2009 ist vernachlässigbar.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Währungsumrechnung

Die wichtigsten Währungen für die Umrechnung der Tochtergesellschaften in EUR stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 31. Oktober
2009
31. Oktober
2008
31. Oktober
2009
30. April 2009
AUD 1,7175 1,7191 1,6274 1,8146
CHF 1,5167 1,5971 1,5123 1,5066
USD 1,4245 1,4894 1,4800 1,3275
SEK 10,5055 9,5008 10,3845 10,6915
GBP 0,8781 0,7925 0,8938 0,8934

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss fließen alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen ein, die von der Zumtobel AG kontrolliert werden.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises stellt sich für die Zwischenperiode wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll at equity TOTAL
30. April 2009 96 5 101
Wechsel Einbeziehungsart 1 -1 0
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 1 0 1
Im Berichtszeitraum fusioniert / liquidiert -2 0 -2
31. Oktober 2009 96 4 100

Folgende Gesellschaften wurden im ersten Quartal 2009/10 liquidiert:

  • Multilux (Pty) Ltd., Australien

  • Staff/Conlux Administration Coy. Pty. Ltd., Australien

Die bislang nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft Thorn Gulf LLC, Dubai wird ab 01. Mai 2009 vollkonsolidiert. Im ersten Halbjahr 2009/10 wurde die Gesellschaft LEDON Lamp GmbH, mit Sitz in Österreich gegründet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zur Vorperiode.

Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt durch Division des Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zum Zwischenabschlussstichtag.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie basiert auf der Annahme der Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm (SOP/MSP). Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mitberücksichtigt.

Saisonalität

Saisonal bedingt sind die beiden ersten Quartale des Geschäftsjahres umsatzstärker als das zweite Halbjahr; dabei liegt insbesondere das 3. Quartal wesentlich unter dem Durchschnitt. Diese Verteilung resultiert aus der Abhängigkeit des Konzerns von der Entwicklung der Bautätigkeit und deren saisonaler Verteilung im Jahresverlauf.

Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten als auch dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

1. Halbjahr 200 2009 Halbjahr 2009/10

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -252.173 -2.037 -154 -8 -254.372
Personalaufwand -82.760 -67.850 -22.132 -2.055 -174.797
Abschreibungen -18.421 -2.741 -750 -103 -22.015
Sonstiger Aufwand -27.950 -57.713 -14.612 -5.039 -105.314
Aktivierte Eigenleistungen 5.593 0 0 0 5.593
Interne Verrechnung 2.679 -5.052 2.471 -98 0
Summe Aufwände -373.032 -135.393 -35.177 -7.303 -550.905
Sonstige Erträge 7.129 1.450 568 9.752 18.899
Summe -365.903 -133.943 -34.609 2.449 -532.006

1. Halbjahr 2008 Halbjahr 2008/09

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -270.575 -2.897 -312 0 -273.784
Personalaufwand -92.737 -73.842 -22.323 -24 -188.926
Abschreibungen -17.176 -3.022 -955 0 -21.153
Sonstiger Aufwand -27.805 -65.883 -18.266 -2.720 -114.674
Aktivierte Eigenleistungen 7.044 18 513 0 7.575
Interne Verrechnung 3.041 -5.263 2.221 0 0
Summe Aufwände -398.207 -150.888 -39.123 -2.744 -590.961
Sonstige Erträge 3.258 1.991 187 1.812 7.248
Summe -394.949 -148.897 -38.935 -932 -583.713

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 17.105 (VJ TEUR 16.701) enthalten. In der Periode wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.080 (VJ TEUR 6.840) aktiviert, die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 3.915 (VJ TEUR 2.873).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Förderungen der öffentlichen Hand 0 0 573 584
Lizenzeinnahmen 561 617 8.711 978
Sondereffekte -3.435 -1.616 -7.078 -2.652
Wertminderungen von (-) / Zuschreibungen zu (+) Anlagevermögen -99 0 -99 0
Restrukturierungen -1.479 -1.600 -5.121 -2.636
Veräußerungsgewinne / -verluste 0 -16 0 -16
Rechtsstreitigkeiten -1.857 0 -1.857 0
Sonstiges 947 -126 243 158
Summe -1.927 -1.125 2.449 -932

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe mit dem Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag (crosslicensing) über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED abgeschlossen. Die Lizenzeinnahmen werden einmalig positiv durch diesen Patentaustauschvertrag beeinflusst. Seitens der Zumtobel Gruppe besteht eine Verpflichtung zu laufenden umsatzabhängigen Lizenzzahlungen.

In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 wurde mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet, das ein Einsparvolumen von bis zu 100 Mio EUR bis 2010/11 vorsieht. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind in der Zeile Restrukturierungen ausgewiesen. Im Vorjahr sind im Wesentlichen Aufwendungen für Abfertigungen in Großbritannien und sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fabriksneubau in Spennymoor (TEUR 1.969) sowie Abfertigungen in Australien (TEUR 452) enthalten.

In der Zeile Rechtsstreitigkeiten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Klage eines Lieferanten enthalten.

Die Zeile Sonstiges betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Die Reduktion ist einerseits auf das niedrigere Zinsniveau zurückzuführen. Andererseits sind im Zinsaufwand des Vorjahres eine Bonusmarge, Transaktionskosten sowie Kreditbereitstellungsgebühren in Höhe von TEUR 4.370, welche im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Akquisitionskreditvertrages aus dem Jahr 2001 stehen, ausgewiesen.

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -902 -708 -1.807 -1.365
Fremdwährungsergebnis -926 -472 -166 -560
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 654 8.594 -4.429 6.840
Veräußerungsgewinne / -verluste 0 0 0 -126
Summe -1.174 7.414 -6.402 4.789

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Im 2. Quartal wirkten sich vor allem die Veränderung der Wechselkurse GBP und CHF negativ auf das Fremdwährungsergebnis aus.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
Laufende Steuern -1.448 -2.874 -2.565 -6.080
Latente Steuern -433 -1.380 169 -1.225
Ertragsteuern -1.881 -4.254 -2.396 -7.305

Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen beinhaltet nachträgliche Effekte aus dem zum Ende des Geschäftsjahres 2008/09 aufgegebenen Bereich der Wohnraumleuchten. Im Vorjahr war eine Kaufpreisanpassung aus einer in der Vergangenheit getätigten Desinvestition enthalten.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Währungsdifferenzen

Bei den Währungsdifferenzen handelt es sich um Effekte aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften.

Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen resultieren aus langfristigen Darlehen in SEK und GBP, die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Die Währungsdifferenz im 2. Quartal 2009/10 ist vor allem auf die Veränderung des GBP-Wechselkurses zurückzuführen.

Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn

Der versicherungsmathematische Verlust des Vorjahres ist vor allem auf das gesunkene Planvermögen im Zusammenhang mit der Rückstellung für Pensionen in Großbritannien zurückzuführen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zum Bilanzstichtag April 2009.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Reduzierung der Anteile an assoziierten Unternehmen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft Thorn Gulf LLC, Dubai bis zum 30. April 2009 nach der Equity-Methode im Konzernabschluss berücksichtigt wurde. Thorn Gulf LLC, Dubai wird beginnend mit 1. Mai 2009 aufgrund der vorliegenden Beherrschung vollkonsolidiert. Weiters erfolgte zum 31. Oktober 2009 bei der Gesellschaft z-werkzeugbau gmbh eine Abschreibung aufgrund verschlechterter Ertragsaussichten.

Sachanlagen

Der Rückgang bei den Sachanlagen resultiert vor allem aus der laufenden Abschreibung, welcher niedrigere Investitionen gegenüberstehen.

Übrige langfristige Forderungen & Vermögenswerte

In dieser Position ist der langfristige Teil der Forderung aus dem Verkauf der alten Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008 sowie die langfristige Komponente aus dem Cross-Licence-Vertrag mit dem Philips Konzern enthalten.

Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

Der Anstieg der Position ist zu einem wesentlichen Teil auf den Zugang an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der Vollkonsolidierung der Thorn Gulf LLC, Dubai (TEUR 5.880) zurückzuführen.

Übrige kurzfristige Forderungen & Vermögenswerte

In dieser Position ist der kurzfristige Teil der Forderung aus dem Cross-Licence-Vertrag mit dem Philips Konzern enthalten.

Übrige kurzfristige Rückstellungen

Die in dieser Position enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 12.181) verringerten sich im Vergleich zum 30. April 2009 um TEUR 5.401, wobei TEUR 466 auf die Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen entfallen.

Kurzfristige Finanzschulden

Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der Ausnutzung kurzfristiger Betriebsmittel-Kreditlinien zur Finanzierung des saisonalen Working Capital Aufbaus.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Aufgrund des niedrigeren Betriebsergebnisses ist der Cashflow aus dem operativen Ergebnis (TEUR 62.104) gegenüber dem 1. Halbjahr 2008/09 (TEUR 79.179) gesunken. Durch die anhaltende Verbesserung im Working Capital Management ist es gelungen, einen deutlich positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft (TEUR 40.417; VJ TEUR 47.846) zu erwirtschaften. Die Veränderung in den sonstigen kurz- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus der Forderung aus dem Patentaustauschvertrag, aus dem Abbau von Urlaubsverbindlichkeiten und der Auszahlung von vertraglichen Sonderzahlungen an die Mitarbeiter.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Investitionen im Zusammenhang mit Produktionsanlagen in den Werken Dornbirn, Lemgo und Spennymoor. Die höheren Auszahlungen für Anlagenzugänge im 1. Halbjahr 2008/09 sind auf die Investitionen in die neue Fabrik in Spennymoor zurückzuführen.

Der im Berichtszeitraum positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert vor allem aus dem Verzicht auf eine Dividende, dem Rückkauf eigener Aktien im Vorjahr sowie niedrigeren Zinszahlungen.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 31. Okt. 2009 30. April 2009
Liquide Mittel 100.646 69.008
nicht frei verfügbar -538 -412
Kontokorrent-Kredite -2.522 -12.643
Finanzmittelfonds 97.586 55.953

Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Aktien

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung eigener Aktien von EUR 111.760.860,00 auf EUR 108.750.000,00 herabgesetzt. Das Grundkapital ist zerlegt in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien (bisher 44.703.344 Aktien).

Aktienprogramm und Aktienrückkauf

in Stk. Summe
30. April 2009 286.767
Aktienrückkauf 0
Ausübungen 0
31. Oktober 2009 286.767

Im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 wurden bisher keine Aktienoptionen ausgeübt (VJ 64.625 Stück).

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2009 15.986 1.732 17.718
Erfolgswirksame Zuführung - 712 712
31. Oktober 2009 15.986 2.444 18.430

Das Stock Option Program (SOP) wurde 2008 durch das Matching Stock Program (MSP) abgelöst. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr.

Die erfolgswirksame Zuführung des MSP erfolgt über 2 Jahre. Im 1. Halbjahr 2009/10 wurden planmäßig TEUR 712 (VJ TEUR 832) zugeführt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2009 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern bestehen keine Eventualverbindlichkeiten für Garantien und Gewährleistungsfälle (30. April 2009 TEUR 29). Für diverse Haftungen bestehen Bankgarantien in Höhe von TEUR 9.560 (30. April 2009 TEUR 7.881).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut wurde im November 2009 ein neues Joint Venture Unternehmen, die LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG mit Sitz in Dresden gegründet. Diese Zusammenarbeit soll der verstärkten Investition in die Zukunftstechnologie OLED (Organische Leuchtdioden) dienen.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Segmentberichterstattung

Die Zumtobel Gruppe berichtet auf Basis der Geschäftsbereiche "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "Components Segement" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftsbereichen das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

In der Spalte "Überleitung" sind neben Konsolidierungsbuchungen segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern sowie nicht den Geschäftsbereichen zuordenbares Vermögen und Schulden und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

2. Quartal 2. Quartal

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR Q2
2009/10
Q2
2008/09
Q2
2007/08
Q2
2009/10
Q2
2008/09
Q2
2007/08
Q2
2009/10
Q2
2008/09
Q2
2007/08
Q2
2009/10
Q2
2008/09
Q2
2007/08
Nettoumsätze 219.257 239.277 256.750 92.763 106.215 103.960 -18.629 -21.032 -17.671 293.391 324.460 343.039
Außenerlöse 218.671 238.744 256.875 74.594 85.409 85.704 126 307 460 293.391 324.459 343.039
Innenerlöse 587 533 -125 18.169 20.806 18.256 -18.756 -21.339 -18.131 0 0 0
Betriebsergebnis 10.033 20.193 30.510 12.601 13.398 12.499 -1.858 -3.162 -1.004 20.776 30.429 42.005
Investitionen 7.190 9.638 7.322 1.954 5.905 4.945 184 258 50 9.328 15.801 12.317
Abschreibungen -6.608 -6.260 -6.106 -4.341 -3.877 -4.596 -319 -777 1.236 -11.268 -10.915 -9.466

1. Halbjahr1. Halbjahr Halbjahr Halbjahr

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
1. HJ
2007/08
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
1. HJ
2007/08
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
1. HJ
2007/08
1. HJ
2009/10
1. HJ
2008/09
1. HJ
2007/08
Nettoumsätze 426.739 473.941 492.680 180.611 208.838 209.003 -35.379 -41.648 -35.583 571.971 641.130 666.100
Außenerlöse 425.902 472.296 492.936 145.825 168.246 172.532 244 588 632 571.971 641.130 666.100
Innenerlöse 837 1.645 -255 34.786 40.592 36.471 -35.623 -42.237 -36.216 0 0 0
Betriebsergebnis 16.629 35.633 51.752 27.936 27.711 24.842 -4.600 -5.927 -1.906 39.965 57.417 74.688
Investitionen 12.735 19.557 13.855 4.151 9.785 8.528 221 988 119 17.107 30.330 22.502
Abschreibungen -13.039 -12.436 -12.153 -8.358 -7.645 -9.822 -618 -1.072 2.443 -22.015 -21.153 -19.531
in TEUR 31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
Vermögen 713.508 698.053 754.848 199.418 204.661 233.295 182.773 151.158 117.805 1.095.699 1.053.872 1.105.948
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
31. Okt.
2009
30. April
2009
30. April
2008
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
4.968 5.167 5.670 1.855 1.745 1.926 128 129 112 6.951 7.041 7.708

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards für Zwischenberichterstattung (IAS 34) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Dornbirn, am 9. Dezember 2009

Der Vorstand

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Brandt e.h.

Bericht über die prüferische Durchsicht

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,Dornbirn, Dornbirn,

zum 31. Oktober 2009 einer prüferischen Durchsicht ("Review") unterzogen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Oktober 2009, die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die zum 31. Oktober 2009 endende Periode, sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung (IAS 34), wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Ergebnis der prüferischen Durchsicht

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung (IAS 34), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 9. Dezember 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mag. Thomas Smrekar Mag. Michael Schlenk

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen – Rückstellungen für Ertragssteuern – Übrige Rückstellungen
– Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel
ROCE (Return On Capital Employed) = Gesamtkapitalverzinsung als bereinigtes EBIT in
Prozent vom durchschnittlichem Capital Employed
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Finanzterminplan

  1. Quartalsbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Januar 2010) 16. März 2010 Bilanzergebnis 2009/10 28. Juni 2010 Hauptversammlung 23. Juli 2010 Ex-Dividendentag 27. Juli 2010 Dividendenzahltag 30. Juli 2010 1. Quartalsbericht 2010/11 (1.Mai 2010 – 31. Juli 2011) 14. September 2010 Zwischenbericht 2010/11 (1. Mai 2010 – 31. Oktober 2010) 09. Dezember 2010

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Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Gestaltung: Lisa Pfurtscheller Koordination Finanzen: Christa Pfeiffer Übersetzung: Donna Schiller Titelmotiv: Dornier Museum (Foto: Florian Holzherr) Projektteil: The Wolfsburg Project (Foto: Kunstmuseum Wolfsburg) Copyright: Zumtobel AG 2009 Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Halbjahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

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