Annual Report • Mar 25, 2010
Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2009
gemäSS § 82 Abs. 4 Börsegesetz
| Gesamtwirtschaftliches Umfeld | 3 |
|---|---|
| Verkehrsentwicklung | 5 |
| Umsatzentwicklung | 8 |
| Ertragslage | 10 |
| Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur | 16 |
| Risiken der zukünftigen Entwicklung | 22 |
| Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und | |
| Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess | 26 |
| Forschung und Entwicklung | 29 |
| Umwelt- und Arbeitnehmerbelange | 29 |
| Offenlegung gemäß § 243a UGB | 30 |
| Prognosebericht | 32 |
| Nachtragsbericht | 33 |
| Konzernabschluss 2009 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 34 |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 35 |
| Konzern-Bilanz | 36 |
| Konzern-Geldflussrechnung | 37 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 38 |
| Konzern-Anhang | 40 |
Bestätigungsvermerk 117
| Angaben zum Unternehmen | 119 |
|---|---|
| Gesamtwirtschaftliches Umfeld | 119 |
| Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien | 121 |
| Umsatz | 124 |
| Ertragslage | 125 |
| Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur | 128 |
| Investitionen | 131 |
| Risiken der zukünftigen Entwicklung | 133 |
| Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und | |
| Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess | 137 |
| Forschung und Entwicklung | 139 |
| Umwelt- und Arbeitnehmerbelange | 140 |
| Offenlegung gemäß § 243a UGB | 140 |
| Prognosebericht | 142 |
| Nachtragsbericht | 143 |
| Jahresabschluss 2009 | |
| Bilanz | 144 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 146 |
| Anhang | 148 |
| Bestätigungsvermerk | 162 |
| Anlagen zum Anhang | 164 |
Impressum 173
Der Geschäftserfolg eines Flughafens wird stark von externen Faktoren beeinflusst. Insbesondere die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf das Verkehrsaufkommen und damit auch auf den Geschäftsverlauf aus. Zudem hängt der Erfolg von der privaten Kaufkraft, die wiederum die Reisetätigkeit beeinflusst, ab.
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise löste die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Die Weltwirtschaft ist 2009 laut vorläufigen Daten des WIFO um etwa 1 Prozent geschrumpft (2008: +3,1%). Im Euroraum verminderte sich das Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent auf -3,9 Prozent. Besonders stark von der Krise betroffen waren Länder mit starken Turbulenzen der Immobilienbranche wie etwa Spanien und Irland oder deren Wirtschaft überdurchschnittlich vom Export abhängt (etwa Deutschland und die Niederlande). Auch die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Ost- und Südosteuropa konnten sich der Abwärtsentwicklung nicht entziehen und verzeichneten einen durchschnittlichen Rückgang von 3,8 Prozent (2008: +3,7%). Die österreichische Wirtschaft schrumpfte 2009 real um 3,4 Prozent (2008: +2,0%). Begünstigt durch die niedrige Inflation und wirtschaftspolitische Maßnahmen wie die Steuerreform und hohe Lohnabschlüsse stieg das verfügbare reale Haushaltseinkommen, was in einer Zunahme des privaten Konsums um 0,5 Prozent resultierte.
Ein Mehrjahresvergleich des österreichischen BIP-Wachstums mit der Entwicklung des Passagier- und Frachtaufkommens des Flughafen Wien verdeutlicht die Abnahme der Korrelation während der letzten Jahre.
Ab 2010 rechnen Wirtschaftsforscher mit einer langsamen Erholung. Für den Euroraum wird ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, wobei die neuen EU-Länder langfristig stärker expandieren werden als die EU-15. Die österreichische Wirtschaft wird laut Prognosen des WIFO von 2010 bis 2014 um 1,8 Prozent pro Jahr wachsen.
Von dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld blieb auch der österreichische Tourismus nicht verschont. Die Zahl der Übernachtungen verminderte sich im Berichtsjahr laut Statistik Austria um 1,9 Prozent auf 124,3 Millionen (2008: 126,6 Mio.). Bei den Gästenächtigungen wichtiger Herkunftsländer waren Rückgänge zu verzeichnen, so bei Gästen aus Deutschland (-2,6%), den Niederlanden (-1,2%), aus Russland (-12,4%) oder aus Großbritannien (-16,8%). Andererseits konnten die Nächtigungen von Gästen aus der Schweiz (+2,2%), Italien (+1,3%), Tschechien (+9,9%) und Frankreich (+0,3%) zulegen. Obwohl sich die Übernachtungen osteuropäischer Gäste aufgrund der konjunkturellen Lage im Berichtsjahr mehrheitlich negativ entwickelten, haben sie sich seit dem Jahr 2000 teilweise mehr als verdoppelt, und bei einer Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage besteht aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus weiteres Aufholpotenzial.
Nach Rekordwerten in den letzten Jahren musste in Wien 2009 ein Rückgang bei den Nächtigungen um 3,8 Prozent auf 9,8 Millionen (2008: 10,2 Mio.) verbucht werden. Während die Nächtigungen aus den Kernmärkten tendenziell zurückgingen, ist vor allem die positive Entwicklung der Nächtigungen asiatischer Gäste hervorzuheben. Die Zahl der Nächtigungen von Gästen aus Japan wuchs um 8 Prozent, jene aus China um 16 Prozent, aus Indien um 2 Prozent und jene aus Taiwan um beachtliche 36 Prozent.
2009 war für die Luftfahrt ein schwieriges Jahr, auch die europäischen Flughäfen mussten teils stark rückläufige Verkehrszahlen verzeichnen. Der im Vergleich zu Benchmark-Flughäfen überdurchschnittliche Rückgang der Passagierzahlen am Flughafen Wien resultiert aus Flugplananpassungen, die einerseits aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und andererseits im Rahmen der Übernahme des wichtigsten Kunden Austrian Airlines durch Lufthansa erfolgten. Zudem wirkte sich der überproportionale Rückgang der Passagiere Richtung Osteuropa (-14,6%) auf die Gesamtverkehrsentwicklung aus. Auch der Konkurs von SkyEurope, die im ersten Halbjahr 2008 noch ein hohes Passagierwachstum am Flughafen Wien verzeichnen konnte, führte zu rückläufigen Passagierzahlen, die durch andere Fluggesellschaften, insbesondere Low-Cost-Carrier wie NIKI und Air Berlin, teilweise kompensiert werden konnten.
| Passagiere Veränderung |
Flugbe- | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend | zu 2008 in % | wegungen | zu 2008 in % | |
| London1) | 118.395,8 | -4,2 | 861.547 | -5,0 |
| Frankfurt | 50.932,8 | -4,7 | 452.361 | -4,5 |
| Paris2) | 82.985,0 | -4,7 | 738.624 | -5,5 |
| Amsterdam | 43.569,6 | -8,1 | 391.262 | -8,7 |
| Madrid | 48.275,0 | -5,1 | 445.551 | -7,7 |
| Rom | 38.481,0 | -3,5 | 353.185 | -5,9 |
| München | 32.681,1 | -5,4 | 376.770 | -7,7 |
| Mailand | 25.846,7 | -9,3 | 276.946 | -10,6 |
| Zürich | 21.879,1 | -0,8 | 223.425 | -3,6 |
| Wien | 18.114,1 | -8,3 | 243.430 | -8,6 |
| Prag | 11.643,4 | -7,8 | 160.460 | -8,2 |
| Budapest | 8.084,4 | -4,1 | 104.171 | -6,1 |
1) London Heathrow, Gatwick und Stansted, 2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2009
Der Flughafen Wien hat im Berichtsjahr 18.114.103 Passagiere befördert. Das entspricht einem Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der allerdings weniger stark ausgefallen ist als vom Flughafen Wien mit 9,0 Prozent prognostiziert. Die Anzahl der Flugbewegungen ging um 8,6 Prozent auf 243.430 zurück; ursprünglich erwartet wurde ein Rückgang um 8 Prozent. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) ging um 7,1 Prozent auf 7.255.079 Tonnen zurück; prognostiziert wurde ein Minus von 8 Prozent. Diese Entwicklung resultiert aus dem Einsatz größerer Flugzeuge bei gleichzeitiger Reduktion der Flugbewegungen.
Im Geschäftsjahr 2009 konnten 254.006 Tonnen Fracht umgeschlagen werden, um 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der im Vergleich zur Passagierentwicklung geringere Rückgang resultiert aus Marktanteilsgewinnen gegenüber anderen Flughäfen. Die reine Luftfracht verzeichnete mit 185.724 Tonnen ein Minus von 0,8 Prozent. Das Trucking sank um 15,4 Prozent auf 68.283 Tonnen.
Unverändert zum Vorjahr wurden im Berichtsjahr insgesamt 187 Destinationen bedient, davon 43 Destinationen in Osteuropa (Vorjahr: 48). Damit konnte der Flughafen Wien im Vergleich mit anderen Flughäfen seine Spitzenposition als Ost-West-Drehscheibe halten. So wurden zum Beispiel von Frankfurt aus 38 (Vorjahr: 40), von Prag 29 (Vorjahr: 31) und von München 31 (Vorjahr: 33) Osteuropadestinationen angeflogen.
Aufgrund der Tatsache, dass der Verkehr in den osteuropäischen Raum mit 14,6 Prozent überdurchschnittlich stark gesunken ist, haben sich auch die Anteile der einzelnen Regionen am Linien-Passagieraufkommen verschoben. Insbesondere der Anteil der Passagiere nach Westeuropa konnte leicht gesteigert werden.
Im Berichtsjahr konnten insgesamt acht neue Fluglinien akquiriert werden, acht Fluglinien haben den Flugbetrieb von bzw. nach Wien eingestellt. Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil am Passagieraufkommen von 49,5 Prozent (Vorjahr: 49,6%) nach wie vor der bestimmende Homecarrier. Der Low-Cost-Carrier NIKI verzeichnete ein Passagierwachstum von 20,6 Prozent und konnte so seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien weiter ausbauen. Auch Air Berlin (2,9%), Swiss Intl. (9,0%) und British Airways (4,7%) konnten ein Passagierwachstum erzielen. SkyEurope hat den Flugbetrieb im Berichtsjahr eingestellt. Die Fluglinie Germanwings musste einen Passagierrückgang von 21,5 Prozent verbuchen. 2009 wurde der Flughafen Wien von elf Low-Cost-Carriern regelmäßig angeflogen. In Summe haben diese Gesellschaften 4.188.868 Passagiere (-9,0%) gezählt und nehmen damit einen Marktanteil von 23,1 Prozent ein.
Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Charter und Linie) stieg von 68,2 Prozent im Jahr 2008 auf 68,7 Prozent.
Die am Flughafen Wien per 1. Jänner 2009 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden gemäß der seit mehreren Jahren geltenden Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.
Per 1.1.2009 erfolgten nachstehende Änderungen:
| Landetarif für Passagierflüge | +0,72% |
|---|---|
| Landetarif für Frachtflüge | +0,72% |
| Infrastrukturtarif Airside und Parking | +0,72% |
| Fluggasttarif | +0,38% |
| Infrastrukturtarif Landside | +0,38% |
| Infrastrukturtarif Betankung | +2,70% |
Zur Stärkung der Transferfunktion wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 um € 2,00 auf € 10,21 pro abfliegenden Transferpassagier anzuheben. Die weiteren Incentive-Programme, der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive, wurden 2009 unverändert fortgesetzt.
Die Flughafen-Wien-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2009 Umsätze in Höhe von € 501,7 Mio. erzielen. Der daraus resultierende Umsatzrückgang von 8,5 Prozent verläuft konform zur Abnahme des Passagieraufkommens um 8,3 Prozent.
Das Segment Airport konnte im Berichtsjahr externe Umsatzerlöse in Höhe von € 226,5 Mio. (Vorjahr: € 250,8 Mio.) erzielen. Der überproportionale Rückgang von 9,7 Prozent ist vor allem auf die niedrigeren Umsatzerlöse aus der Sicherheitskontrolle in Höhe von € 9,6 Mio. (Vorjahr: € 17,4 Mio.) zurückzuführen. Die Entwicklung des vom MTOW abhängigen Landetarifs (-7,0%) sowie des Fluggasttarifs (-8,9%) entspricht in etwa der Verkehrsentwicklung. Mit einem Anteil von 45,1 Prozent (Vorjahr: 45,8%) leistet das Segment Airport unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz.
Das Segment Handling konnte im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von € 169,8 Mio. verzeichnen. Der Rückgang von 8,9 Prozent ist neben der Verkehrsentwicklung auch darauf zurückzuführen, dass der PRM-Tarif seit Juli 2008 vom Segment Airport eingehoben wird und im Segment Handling interne Umsatzerlöse darstellt. Die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung sind aufgrund der Steigerung der Erlöse aus Einzelleistungen nur um 3,6 Prozent auf € 97,4 Mio. gesunken. Einhergehend mit der Entwicklung des Frachtvolumens gingen die Erlöse aus der Frachtabfertigung auf € 27,7 Mio. zurück (Vorjahr: € 29,4 Mio.). Die Erlöse aus Sicherheitsdienstleistungen sind aufgrund der geänderten Verrechnung des PRM-Tarifs um 20,4 Prozent auf € 27,1 Mio. gesunken. Aufgrund der negativen Entwicklung der General Aviation gingen die Umsätze im Berichtsjahr um € 2,9 Mio. auf € 7,4 Mio. zurück. Im Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz 33,8 Prozent (Vorjahr: 34,0%).
Die Umsätze des Segments Retail & Properties belaufen sich im Berichtsjahr auf € 88,8 Mio. (Vorjahr: € 94,6 Mio.). Aus der Parkierung konnten Umsätze in Höhe von € 30,7 Mio. (-4,6%) generiert werden. Obwohl der Kurzparkplatz 2 gesperrt war, konnte durch die Eröffnung des größeren Kurzparkplatzes 3 die Anzahl der Stellplätze im Vergleich zum 31. Dezember 2008 geringfügig um 0,6 Prozent auf 23.515 angehoben werden. Die Erlöse aus der Vermietung – darunter fallen die Vermietung von Werbeflächen (minus € 0,6 Mio.) sowie das Immobilienmanagement (minus € 1,5 Mio.) – gingen in Summe um 6,9 Prozent auf € 33,6 Mio. zurück. Neu zur Vermietung kam per Anfang 2009 das Frachtgebäude ALC Nord 2. Die Umsätze aus der Vermietung von Shopping- und Gastronomieflächen sind aufgrund des Passagierrückgangs um 6,7 Prozent auf € 24,5 Mio. gesunken. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 144,8 Mio. nach € 159,5 Mio. im Vorjahr.
Das neu geschaffene Berichtssegment "Sonstige Segmente" konnte im Geschäftsjahr die externen Umsatzerlöse leicht von € 15,8 Mio. auf € 16,2 Mio. steigern. Darunter fallen im Wesentlichen Umsätze aus der Ver- und Entsorgung in Höhe von € 7,5 Mio. (Vorjahr: € 6,8 Mio.), Umsätze aus Telekommunikation und EDV-Dienstleistungen von € 3,7 Mio. (Vorjahr: € 3,6 Mio.) sowie Materiallieferungen von € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.). Die Leistungen des Facility Managements, die von den Werkstätten erbrachten Dienstleistungen sowie die externen Erlöse der vollkonsolidierten Auslandsbeteiligungen erreichten in etwa das Niveau des Vorjahres. 0 100 200 300 400 500 600
Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Auch im Geschäftsjahr 2009 war das dritte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 25,9 Prozent das stärkste Quartal. Aufgrund des im Jahresverlauf immer flacher werdenden Passagierrückgangs sowie wegen des im zweiten Quartal berücksichtigten Rückgangs der Sicherheitsbeiträge um € 5,3 Mio. (davon € 3,0 Mio. aus Einmaleffekten) ist das vierte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 25,4 Prozent diesmal das zweitstärkste Quartal, gefolgt vom zweiten Quartal mit 24,6 Prozent und dem ersten Quartal mit 24,2 Prozent.
Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe für das Geschäftsjahr 2009 lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2009 im Wesentlichen aufgrund der Aktivierung von selbst erstellter Software sowie der Auflösung von Rückstellungen um € 2,1 Mio. auf € 15,4 Mio. gestiegen. In Summe konnte eine Betriebsleistung von € 517,1 Mio. (Vorjahr: € 561,3 Mio.) erzielt werden. 100 200 300 0 100 200 300 400 500
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten um € 2,5 Mio. oder 6,3 Prozent auf € 37,5 Mio. gesenkt werden. Dies ist auf eine Senkung der Kosten für Material um € 2,0 Mio. sowie auf die geringeren bezogenen Leistungen der Verkehrsabfertigung in Höhe von € 1,5 Mio. zurückzuführen. Dem stehen jedoch Steigerungen bei den Energieaufwendungen in Höhe von € 0,5 Mio. sowie eine Erhöhung der Fremdaufwendungen für Kundenaufträge in Höhe von € 0,5 Mio. gegenüber.
Aufgrund des Ende 2008 eingeleiteten Kostenreduktionsprogramms wurden natürliche Abgänge nicht nachbesetzt, es konnte in der Berichtsperiode die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 2,8 Prozent auf insgesamt 4.148 Mitarbeiter gesenkt werden. Während im Segment Handling ein Rückgang um 5,6 Prozent erzielt wurde, stieg im Segment Airport die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 6,0 Prozent. Zum 31. Dezember 2009 waren 3.925 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 5,2 Prozent oder 216 Mitarbeitern. Der Personalaufwand konnte in Summe um € 4,8 Mio. oder 2,2 Prozent auf € 215,4 Mio. gesenkt werden. Neben der Reduktion des durchschnittlichen Personalstands konnte dieser Rückgang durch Überstunden- und Urlaubsabbau sowie der Ausschöpfung von Synergien erreicht werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) konnten um € 1,5 Mio. auf € 97,7 Mio. gesenkt werden, wobei die größten Einsparungen bei den Instandhaltungen (€ 1,4 Mio.), dem Marketing und der Marktkommunikation (€ 8,5 Mio.), den Mietaufwendungen (€ 1,5 Mio.) sowie den Reise- und Ausbildungskosten (€ 0,4 Mio.) realisiert wurden. Diesen Einsparungen stehen Erhöhungen der bezogenen Fremdleistungen (€ 1,4 Mio.), der Rechts- und Beratungskosten (€ 1,8 Mio.) und der Zuweisungen zu Wertberichtigungen von Forderungen (€ 0,7 Mio.) gegenüber. Im Berichtsjahr wurden in unmittelbarem Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink stehende Kosten in Höhe von € 8,4 Mio. als Aufwand erfasst.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen-Wien-Gruppe ging im Berichtsjahr um 17,6 Prozent auf € 166,5 Mio. (Vorjahr € 201,9 Mio.) zurück. Den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA lieferte das Segment Airport mit € 113,3 Mio. oder einem Anteil von 68,1 Prozent, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 57,0 Mio. bzw. 34,2 Prozent. Das Segment Handling konnte mit einem EBITDA in Höhe von € 20,8 Mio. einen Anteil von 12,5 Prozent am Konzern-EBITDA erreichen, während die sonstigen Segmente mit einem EBITDA in Höhe von € 4,1 Mio. 2,4 Prozent des Konzern-EBITDA erwirtschafteten. Das nicht zuordenbare negative EBITDA ist vor allem auf den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der Verwaltung wie der Dotation von Wertberichtigungen von Forderungen zurückzuführen. 0 50 100 150 200 250
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Airport | 68,1 | 66,6 | 69,3 |
| Handling | 12,5 | 12,4 | 11,8 |
| Retail & Properties | 34,2 | 29,1 | 26,0 |
| Sonstige Segmente | 2,4 | 5,2 | 4,8 |
| Nicht zuordenbar | -17,3 | -13,4 | -12,1 |
Trotz des hohen Investitionsvolumens sind die Abschreibungen um € 1,7 Mio. auf € 66,9 Mio. zurückgegangen, da die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau erst mit der Inbetriebnahme der Vermögensgegenstände abgeschrieben werden.
Aufgrund des geringeren EBITDA ist das EBIT im Berichtsjahr um 25,3 Prozent auf € 99,6 Mio. (Vorjahr: € 133,3 Mio.) gesunken. Der größte Anteil am EBIT entfällt mit € 78,7 Mio. auf das Segment Airport, gefolgt vom Segment Retail & Properties mit € 42,8 Mio., das mit einem Minus von 8,1 Prozent den geringsten Rückgang hinnehmen musste. Das Segment Handling erwirtschaftete ein EBIT in Höhe von € 13,7 Mio. In den sonstigen Segmenten wurde ein EBIT von minus € 6,5 Mio. (Vorjahr: minus € 0,2 Mio.) verzeichnet.
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Airport | 78,7 | 97,3 | 94,1 |
| Handling | 13,7 | 16,9 | 14,8 |
| Retail & Properties | 42,8 | 46,5 | 38,3 |
| Sonstige Segmente | -6,5 | -0,2 | -3,6 |
| Nicht zuordenbar | -29,1 | -27,2 | -23,3 |
| 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| 79,1 | 73,0 | 78,2 |
| 13,7 | 12,7 | 12,3 |
| 43,0 | 34,9 | 31,9 |
| -6,5 | -0,2 | -3,0 |
| -29,3 | -20,4 | -19,3 |
Das Finanzergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr um € 10,7 Mio. oder 75,1 Prozent auf minus € 3,6 Mio. verbessert werden. Aufgrund der geringeren Ausschüttungen der Wertpapiere im kurzfristigen Vermögen sind die Zinserträge aus Wertpapieren sowie sonstige Zinserträge im Berichtsjahr auf € 3,6 Mio. (Vorjahr € 8,1 Mio.) zurückgegangen. Trotz höherer Finanzverbindlichkeiten sind die Zinsaufwendungen um € 3,3 Mio. auf € 10,5 Mio. gesunken. Dies ist auf die verpflichtende Aktivierung von Bauzeitzinsen für Investitionsprojekte in Höhe von € 15,9 Mio. (Vorjahr: € 10,6 Mio.) zurückzuführen, die den Zinsaufwand vermindern. Ohne Aktivierung der Bauzeitzinsen wäre der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr von € 24,4 Mio. auf € 26,4 Mio. angestiegen.
Das sonstige Finanzergebnis (exklusive Beteiligungsergebnis at Equity) konnte von minus € 12,9 Mio. auf minus € 0,3 Mio. nahezu ausgeglichen werden. Grund dafür ist, dass im Geschäftsjahr 2008 Abschreibungen von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 5,7 Mio. sowie Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 7,0 Mio. erfasst wurden. Weiters standen 2008 Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von € 0,1 Mio. Abschreibungen von Ausleihungen in Höhe von € 0,3 Mio. gegenüber.
Das Ergebnis aus den at Equity bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures beläuft sich auf € 3,4 Mio. (Vorjahr: € 3,9 Mio.). Die Beteiligung am Flughafen Malta lieferte einen Ergebnisbeitrag von € 2,7 Mio., jene am Flughafen Košice von € 1,3 Mio. Aus der Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen resultiert ein Minus von € 0,7 Mio. Weiters entfallen T€ 40 auf die Beteiligung an der City Air Terminalbetriebsgesellschaft m.b.H. sowie T€ 57 auf die Beteiligung an der Schedule Coordination Austria GmbH. In Summe konnte ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von € 96,0 Mio. (Vorjahr: € 119,0 Mio.) erzielt werden.
Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften sind nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich unterworfen. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 23,6 Prozent nach 23,4 Prozent im Vorjahr. Das Periodenergebnis in Höhe von € 73,3 Mio. (Vorjahr: € 91,1 Mio.) ist zur Gänze den Gesellschaftern der Muttergesellschaft Flughafen Wien AG zuzuordnen. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 3,49 nach € 4,34 im Vorjahr.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.
Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren ansteigen werden, haben erheblichen Einfluss auf die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2009 wird eine EBITDA-Margin von 33,2 Prozent nach 36,8 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das langfristig erklärte Ziel der Unternehmensführung.
Gerade in Zeiten einer Finanzmarktkrise nimmt die Sicherstellung einer soliden Finanzstruktur oberste Priorität ein. Als Messgröße dient hierfür die Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Bedingt durch die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten von € 73,9 Mio. zur Finanzierung des Investitionsprogramms der Flughafen-Wien-Gruppe sowie der Tilgung bzw. dem Verkauf von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 32,2 Mio. und der Verringerung der liquiden Mittel um € 1,2 Mio. ergibt sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 ein Anstieg der Nettoverschuldung um € 106,6 Mio. Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 794,8 Mio. resultiert daraus ein Gearing von 77,2 Prozent nach 65,3 Prozent im Vorjahr.
Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).
| 2009 | 2008 | 20071) | |
|---|---|---|---|
| EBITDA-Margin | 33,2 | 36,8 | 36,6 |
| EBIT-Margin | 19,9 | 24,3 | 23,1 |
| ROE | 9,3 | 12,1 | 12,0 |
| ROCE | 5,4 | 8,4 | 9,1 |
1) angepasst (2007: EBITDA bzw. EBIT / Betriebsleistung)
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung in € Mio. | 613,9 | 507,3 | 297,0 |
| Eigenkapitalquote in % | 42,7 | 44,7 | 47,1 |
| Gearing in % | 77,2 | 65,3 | 40,4 |
| Buchmäßiges Eigenkapital in € Mio. | 794,8 | 776,4 | 734,9 |
| Working Capital in € Mio. | -158,2 | -142,1 | -162,3 |
| Anlagenintensität in % | 92,6 | 90,1 | 85,4 |
| Anlagendeckungsgrad 2 in % | 89,5 | 89,7 | 100,8 |
| Herkunft | 2009 | Veränderung in % | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebsleistung | 517,1 | -7,9 | 561,3 | 535,7 |
| minus Vorleistung | -194,8 | -6,3 | -207,9 | -193,5 |
| Wertschöpfung | 322,3 | -8,8 | 353,4 | 342,3 |
| Verwendung | ||||
| Mitarbeiter | 210,8 | -2,1 | 215,4 | 208,6 |
| Aktionäre | 44,1 | -19,2 | 54,6 | 52,5 |
| Unternehmen | 29,3 | -19,9 | 36,5 | 35,2 |
| Fremdkapitalgeber (Zinsen) | 10,5 | -24,2 | 13,8 | 14,6 |
| Öffentliche Hand (Steuern) | 27,7 | -16,4 | 33,1 | 31,6 |
| Minderheitenanteile | 0,0 | - | 0,0 | -0,2 |
| Wertschöpfung | 322,3 | -8,8 | 353,4 | 342,3 |
| 2009 | Veränderung in % | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 501,7 | -8,5 | 548,1 | 521,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15,4 | 16,2 | 13,2 | 14,3 |
| Betriebsleistung | 517,1 | 7,9 | 561,3 | -535,7 |
| Betriebsaufwand ohne Abschreibungen | 350,6 | -2,4 | 359,4 | 344,7 |
| EBITDA | 166,5 | -17,6 | 201,9 | 191,0 |
| Abschreibungen | 66,9 | -2,5 | 68,7 | 70,6 |
| EBIT | 99,6 | -25,3 | 133,3 | 120,3 |
| Finanzergebnis | -3,6 | -75,1 | -14,3 | -6,4 |
| EBT | 96,0 | -19,3 | 119,0 | 114,0 |
| Steuern | 22,7 | -18,6 | 27,8 | 26,5 |
| Periodenergebnis | 73,3 | -19,5 | 91,1 | 87,5 |
| davon Ergebnis Minderheiten | 0,0 | - | 0,0 | -0,2 |
| davon Ergebnis Muttergesellschaft | 73,4 | -19,5 | 91,1 | 87,7 |
| Gewinn je Aktie in € | 3,49 | -19,6 | 4,34 | 4,18 |
| Retail & | Sonstige | Nicht | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Airport | Handling | Properties | Segmente | zuordenbar | Konzern | |
| Betriebsleistung | 260, 1 | 199,8 | 106,1 | 92,0 | 8,1 | 517,1 |
| Betriebsaufwand | 181,4 | 186,1 | 63,3 | 98,5 | 37,2 | 417,5 |
| EBIT | 78,7 | 13,7 | 42,8 | -6,5 | -29,1 | 99,6 |
Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 10,1 Prozent höher und beläuft sich auf € 1.722,5 Mio. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände ist um 2,1 Prozent auf € 13,0 Mio. gestiegen. Unverändert zum Vorjahr werden in diesem Bilanzposten Firmenwerte in Höhe von € 4,4 Mio. ausgewiesen. Den wesentlichen Zugängen im Berichtsjahr – hauptsächlich Software – stehen Abschreibungen in Höhe von € 1,9 Mio. gegenüber. Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.471,3 Mio. wie im Vorjahr den größten Posten des langfristigen Vermögens dar. Den Zugängen in Höhe von € 220,3 Mio. stehen Abschreibungen von € 61,2 Mio. gegenüber. Der überwiegende Teil der Zugänge entfällt mit € 185,2 Mio. auf die geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau und betrifft die Terminalerweiterung VIE-Skylink, die Gepäcksortieranlage, die dritte Piste sowie den Vorplatz des Terminalgebäudes. Der Posten Grundstücke und Gebäude verzeichnete einen Anstieg von € 24,0 Mio., diesem stehen Abschreibungen in Höhe von € 21,9 Mio. gegenüber. Die Zugänge zum Posten als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betreffen im Wesentlichen die Inbetriebnahme eines Frachtgebäudes im Jänner 2009. Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden, erhöhte sich überwiegend durch die Zuschreibung der anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2009 um € 2,6 Mio.
Das kurzfristige Vermögen ging 2009 um 19,1 Prozent auf € 138,4 Mio. zurück, vorwiegend aufgrund des Abgangs von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2008 in Höhe von € 32,2 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit € 66,8 Mio. nahezu unverändert zum Vorjahr. Der überwiegende Teil entfällt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 44,0 Mio. (Vorjahr: € 48,9 Mio.). Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt sind um € 4,1 Mio. auf € 14,0 Mio. gestiegen und betreffen im Wesentlichen unstrittige Vorsteuern aus Investitionen sowie Forderungen aus Ertragsteuern. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ging im Berichtsjahr um 18,3 Prozent auf € 5,4 Mio. zurück. Der Großteil der Wertpapiere ist zur Verbesserung der Konditionen für die Refinanzierung an inländische Kreditinstitute verpfändet.
Aufgrund der Erhöhung des Sachanlagevermögens und der Verringerung der kurzfristigen Forderungen und Wertpapiere ist der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen im Vergleich zum Vorjahr von 90,1 Prozent auf 92,6 Prozent gestiegen. Die Bilanzsumme verzeichnet eine Steigerung um 7,2 Prozent auf € 1.860,9 Mio.
Das Eigenkapital der Flughafen-Wien-Gruppe ist im Berichtsjahr um 2,4 Prozent auf € 794,8 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis in Höhe von € 73,3 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von € 54,6 Mio. gegenüber. Versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit dem Sozialkapital resultieren in einer Verringerung des Eigenkapitals um € 1,5 Mio. Die Marktbewertung von Wertpapieren wirkte sich mit € 0,5 Mio. positiv auf das Eigenkapital aus. Die direkt im Eigenkapital erfasste Veränderung der langfristigen Rückstellung für die Mitarbeiterstiftung erhöhte das Eigenkapital um € 1,0 Mio. Bedingt durch den investitionsbedingten Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ging die Eigenkapitalquote per Ende 2009 von 44,7 Prozent des Vorjahres auf 42,7 Prozent zurück.
Der Anstieg der langfristigen Schulden um € 120,5 Mio. auf € 747,2 Mio. resultiert vorwiegend aus der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von € 103,5 Mio. zur Finanzierung des Investitionsprogramms. Die Erhöhung der langfristen Rückstellungen ergibt sich hauptsächlich aus der Steigerung der Abfertigungsrückstellungen um € 2,9 Mio. Die anderen langfristigen Rückstellungen für das Sozialkapital (Pension, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit) wurden um € 2,1 Mio. erhöht, während die Rückstellungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung um € 1,4 Mio. gesunken sind. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind um € 6,4 Mio. auf € 50,1 Mio. gestiegen und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds, der als Resultat des Mediationsverfahrens eingerichtet wurde, sowie Abgrenzungsposten und Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln. Für die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds wurde für das Berichtsjahr ein Betrag in Höhe von € 3,2 Mio. dotiert. Aufgrund der Verschiebung des prognostizierten Auszahlungstermins wird der im Vorjahr unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Betrag im Berichtsjahr unter den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
Die kurzfristigen Schulden konnten um € 13,3 Mio. auf € 318,9 Mio. gesenkt werden. Aufgrund der vermehrten Inanspruchnahme langfristiger Kredite wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um € 29,5 Mio. auf € 90,7 Mio. reduziert. Zudem wurden die übrigen kurzfristigen Rückstellungen um 15,8 Prozent auf € 90,9 Mio. vermindert. Diese Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube, die im Zuge des Kostenreduktionsprogramms um 27,5 Prozent gesenkt wurden, sowie Rückstellungen für noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen (€ -11,7 Mio.) und sonstige Rückstellungen (€ -2,6 Mio.). Die Abrechnung der einzelnen Gewerke, entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad beim Bau der Terminalerweiterung VIE-Skylink, infolge des Rücktritts von sämtlichen Verträgen über die Durchführung von Bauleistungen im Rahmen des Projekts Ende Juni 2009, resultiert in einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 42,2 Mio. auf € 103,8 Mio. Der Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 22,6 Prozent auf € 32,8 Mio. ergibt sich dadurch, dass die im Vorjahr als kurzfristig ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds nun unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst werden.
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| Aktiva | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 1.722,5 | 1.564,3 | 1.333,8 |
| Kurzfristiges Vermögen | 138,4 | 171,0 | 227,0 |
| davon liquide Mittel | 5,4 | 6,6 | 29.3 |
| Bilanzsumme | 1.860,9 | 1.735,3 | 1.560,9 |
| Passiva | 2009 | 2008 | 2007 |
| Eigenkapital | 794,8 | 776,4 | 734,9 |
| Langfristige Schulden | 747,2 | 626,7 | 607,8 |
| Kurzfristige Schulden | 318,9 | 332,2 | 218,1 |
| Bilanzsumme | 1.860,9 | 1.735,3 | 1.560,9 |
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um € 7,1 Mio. auf € 155,5 Mio. gestiegen. Dem niedrigeren Ergebnis vor Ertragsteuer (€ -23,0 Mio.) und den gesunkenen Abschreibungen (€ -9,6 Mio.) stehen eine Erhöhung der Verbindlichkeiten um € 24,9 Mio. sowie eine Reduktion der Rückstellungen um € 14,0 Mio. gegenüber. Positiv wirkte sich auch die Senkung der Forderungen um € 0,6 Mio. aus. Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren und aus dem Abgang von Anlagen in Höhe von € 0,8 Mio. wurden bei der Ermittlung des Netto-Geldflusses aus laufender Geschäftstätigkeit hinzugerechnet.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 2009 minus € 176,0 Mio. nach minus € 234,7 Mio. im Vorjahr. Den Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von € 208,2 Mio. sowie für Finanzanlagen in Höhe von € 1,1 Mio. stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigen Wertpapieren in Höhe von € 32,2 Mio. (Vorjahr: € 97,0 Mio.) gegenüber.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Dividende in Höhe von € 54,6 Mio. (Vorjahr: € 52,5 Mio.) an die Gesellschafter ausbezahlt. Zudem wurden kurz- und langfristige Darlehen in Höhe von € 73,9 Mio. (Vorjahr: € 140,0 Mio.) aufgenommen. Insgesamt resultiert daraus ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2008 um € 1,2 Mio. auf € 5,4 Mio.
| 2009 | Veränderung in % | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel per 1.1. | 6,6 | -77,3 | 29,3 | 91,9 |
| Netto-Geldfluss aus laufender | ||||
| Geschäftstätigkeit | 155,5 | 4,8 | 148,4 | 164,4 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | -176,0 | -25,0 | -234,7 | -277,1 |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 19,3 | -69,6 | 63,5 | 50,1 |
| Währungsumrechnung | 0,0 | -100,0 | 0,1 | 0,0 |
| Endbestand der flüssigen Mittel | 5,4 | -18,3 | 6,6 | 29,3 |
Im Berichtsjahr sind die Investition in immaterielle Vermögenswerte sowie Sach- und Finanzanlagen um 24,9 Prozent auf € 224,7 Mio. zurückgegangen. Auf das Sachanlagevermögen entfallen Investitionen in Höhe von € 221,4 Mio., auf immaterielle Vermögenswerte € 2,2 Mio. sowie auf das Finanzanlagevermögen € 1,1 Mio.
Der Großteil der Investitionen entfiel mit € 115,4 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Durch die Terminalerweiterung wird die "Design Capacity" der gesamten Terminalgebäude auf 26 Millionen Passagiere angehoben, die reale Gesamtkapazität wird jedoch deutlich größer sein. Mit dem VIE-Skylink wird ein Pier mit 17 gebäudenahen Flugzeugpositionen errichtet. Im Terminal werden neben weiteren Check-in-Schaltern und einer Gepäckförder- und -sortieranlage auch zusätzliche 33 Geschäfts- und 19 Gastronomiebetriebe Platz finden. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen wird – nach der Umgestaltung und Optimierung der Flächen – in Summe ein jährlicher Mieterlös von über € 40,0 Mio. erwartet.
Mehrere Faktoren wie die vermehrten Behördenauflagen, eine Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, die notwendig gewordene Neuausrichtung des Projekts sowie Preissteigerungen führten zu einer Erhöhung der ursprünglich veranschlagten Projektkosten sowie zu einer Verschiebung des vorgesehenen Projektzeitplans. Zudem kam es aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung zu Problemen bei der Umsetzung des Bauvorhabens. Im Jahr 2008 wurde vom Unternehmen ein Budget von € 657 Mio. bekannt gegeben und durch den Aufsichtsrat genehmigt. Als sich diese Gesamtkosten im Frühjahr 2009 als nicht haltbar herausgestellt hatten, wurde das Projekt neu aufgestellt.
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Eine umfassende Evaluierung ergab, dass die Terminpläne nicht realisierbar und das Bauvorhaben sowohl in preislicher als auch in zeitlicher Hinsicht markant von den seinerzeitigen Grundlagen des Projekts abgewichen waren. Eine prinzipielle Neuausrichtung des Projekts hinsichtlich der zur Fertigstellung des Bauvorhabens erforderlichen Werkleistungen wurde notwendig. Darüber hinaus bedurfte es weiterer öffentlich-rechtlicher Genehmigungen. Ende Juni 2009 erfolgte der Rücktritt von sämtlichen Verträgen über die Durchführung von Bauleistungen im Rahmen des Projekts VIE-Skylink.
Im zweiten Halbjahr 2009 konnten bei den Vertragsverhandlungen der Flughafen Wien AG mit Auftragnehmern und bei Ausschreibungen zur Weiterführung der Bautätigkeiten Erfolge erzielt werden. Die wichtigsten Verträge wurden abgeschlossen, ein Teil-Generalunternehmer für den Innenausbau wurde ausgeschrieben. Die Ausschreibungen für die Projektsteuerung und die örtliche Bauaufsicht wurden durchgeführt und der Zuschlag erteilt. Auch die Ausschreibung für einen allfälligen Totalübernehmer kann noch im Laufe des dritten bzw. vierten Quartals 2010 abgeschlossen werden. Einem allfälligen Totalübernehmer würden alle bis zur Übergabe getätigten Planungs- und Bauleistungen überbunden, und er würde auf eigene Verantwortung die weiteren Bautätigkeiten bis zum Projektabschluss und der Inbetriebnahme leiten. Die Entscheidung über eine tatsächliche Vergabe hängt vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG ab.
Die Bautätigkeiten wurden Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen. Die bauliche Fertigstellung des Projekts soll im zweiten Halbjahr 2011 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink ist, unabhängig von der Entscheidung über die allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers, für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.
Im Dezember 2009 gab das Unternehmen einen Kostenrahmen von € 830 Mio. für die Terminalerweiterung VIE-Skylink bekannt, der auch durch den Aufsichtsrat genehmigt wurde. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers berücksichtigt. Ziel ist, dass diese Summe unterschritten wird und der neue Zeitplan eingehalten werden kann.
Zudem wurden in die Rampe Vorplatz € 13,0 Mio., in Sicherheitssysteme € 9,1 Mio., in die Feuerwache und Checkpoints € 8,7 Mio., in die Gepäcksortieranlage € 4,0 Mio., in das Leitsystem € 4,4 Mio., in den technischen Lärmschutz € 9,1 Mio. und in ein Speditionsgebäude € 2,1 Mio. investiert.
| Investitionen und Finanzierung in € Mio. | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 2009 | Veränderung in % | 2008 | 2007 | ||||
| Immaterielles Anlagevermögen | 2,2 | -58,0 | 5,2 | 0,9 | ||||
| Sachanlagevermögen | 221,4 | -24,4 | 292,9 | 192,9 | ||||
| Finanzanlagevermögen | 1,1 | 19,6 | 0,9 | 7,7 | ||||
| Investitionen gesamt | 224,7 | -24,9 | 299,0 | 201,5 | ||||
| Finanzierung | ||||||||
| Netto-Geldfluss aus laufender | ||||||||
| Geschäftstätigkeit | 155,5 | 4,8 | 148,4 | 164,4 | ||||
| Abschreibungen auf immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen | 67,8 | -3,5 | 70,3 | 70,8 |
Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang erörtert.
Im Geschäftsjahr 2009 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Das Risikomanagement der Flughafen-Wien-Gruppe ist in alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden und in der unternehmensweiten Prozesslandschaft abgebildet. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Beteiligungsmanagement, das Beteiligungscontrolling und das Risikomanagement im Generalsekretariat der Flughafen Wien AG stehen beratend, überwachend und koordinierend zur Seite.
Gemäß der geltenden Risikomanagement-Richtlinie der Flughafen Wien AG werden die Risiken der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen bearbeitet. Der Prozess des Risikomanagements beinhaltet die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Steuerung und Überwachung. Dabei werden auch nichtfinanzielle Risiken der Gesellschaft erfasst und bewertet. Zu allen dokumentierten Risiken wurden Maßnahmen gesetzt, die das identifizierte Risiko entweder übertragen, vermindern oder im Idealfall zur Gänze vermeiden.
Die bestehende Risikomanagement-Datenbank wurde 2009 erweitert, und zusätzliche Anwendungs- und Abfragemöglichkeiten wurden implementiert, um eine effektive, aber auch effiziente Pflege und Dokumentation der umfassenden Risikoinventarliste zu ermöglichen. Der Vorstand berichtet in regelmäßigen Abständen zum Risikomanagement an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Damit etabliert der Vorstand die notwendigen Instrumente und Strukturen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. In laufenden Projekten sollen die bestehenden Systeme weiterentwickelt und evaluiert werden.
Die Positionierung als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Flughafen-Wien-Gruppe. Diese Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien wird in erster Linie vom Haupt-Airlinekunden, der Austrian Airlines Gruppe, getragen. Dieser verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 in Summe einen Passagierrückgang von 10,2 Prozent; das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa war um 10,3 Prozent geringer als im Vorjahr. Für die Zukunft der Flughafen-Wien-Gruppe ist, neben der allgemeinen Erholung der Luftfahrt, die künftige Integration der Austrian Airlines Gruppe in den Lufthansa-Konzernverbund von großer Bedeutung. Flugplananpassungen im Zuge der Integration wurden bereits im Berichtsjahr vorgenommen und sollten damit weitgehend abgeschlossen sein. Aufgrund der Tatsache, dass es zwischen Lufthansa, Swiss und der Austrian Airlines Gruppe nur geringfügige Überschneidungen bei den Osteuropadestinationen gibt, geht der Flughafen Wien davon aus, dass die Austrian Airlines Gruppe ihre Strategie mit dem Focus East fortsetzen wird. Auch in Zukunft wird sich der Flughafen Wien noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum positionieren.
Chancen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts werden laufend geprüft. Zudem evaluiert das Segment Retail & Properties Expansionsmöglichkeiten im Bereich der Vermietung und Parkierung. Derartige Vorhaben werden jedoch nur realisiert, wenn sie den Unternehmenswert steigern und eine attraktive Dividendenpolitik unterstützen.
Die Ausbauprojekte des Flughafen Wien erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Durch die von Experten erwartete langfristige Steigerung der Passagierzahlen begründet sich auch der Bau der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Das langfristige Wachstumspotenzial reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investition, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleistet.
Das Investitionsprogramm der Flughafen-Wien-Gruppe wird großteils mit langfristigen Fremdmitteln finanziert, die überwiegend fix verzinst werden. Zur Absicherung der Liquidität wurden zusätzliche Kreditlinien in Höhe von € 350 Mio. zugesichert. Davon wurde für Kredite in Höhe von € 300 Mio. bei der Österreichischen Kontrollbank ein Antrag auf Garantieübernahme im
Rahmen des Unternehmensliquiditätssicherungsgesetzes (ULSG) gestellt. Um die Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr durch einen Multi-Tranchen-Schuldschein € 103,5 Mio. lukrieren. Die solide Aufstellung der Flughafen-Wien-Gruppe gewährleistet die Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen zu günstigen Konditionen. Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen (33) bis (35) im Konzern-Anhang.
Der Geschäftsverlauf des Flughafen Wien ist wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs und damit letztlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks (z.B. SARS-Krankheit) resultieren in einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, können von einem einzelnen Unternehmen allerdings nicht verhindert werden. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Qualitätsansprüchen im Bereich der Sicherheit und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Operativ würde auf einen Rückgang des Verkehrsaufkommens je nach Intensität und Dauer sowohl mit einer flexiblen Kosten- und Preisgestaltung als auch mit einer entsprechenden Anpassung des Investitionsprogramms reagiert werden.
Trotz eines kontinuierlich rückläufigen Anteils an der Gesamtpassagierzahl während der letzten Jahre ist die Austrian Airlines Gruppe nach wie vor der größte Kunde des Flughafen Wien. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe ein Partner ist, nimmt maßgeblich Einfluss auf den Geschäftserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert. Im ersten Halbjahr 2009 konnten die Handlingverträge mit der Austrian Airlines Gruppe bis 2012 verlängert werden. Die Auswirkungen der Übernahme der Austrian Airlines Gruppe durch die Lufthansa sind insbesondere aufgrund der Konjunkturkrise schwer abschätzbar.
Ein weiter anhaltender Rückgang des Verkehrsaufkommens sowie hohe Kerosinpreise könnten insbesondere bei den Low-Cost-Carriern zu Flugstreichungen und Streckenstilllegungen führen und ihre Liquidität negativ beeinflussen. Über SkyEurope wurde am 1. September 2009 das Konkursverfahren eröffnet und der Flugbetrieb eingestellt. Der Anteil von SkyEurope am Passagieraufkommen betrug 2009 rund 2,6 Prozent (Vorjahr: 6,0%). Für die Wertminderung der Forderungen wurde ausreichend Vorsorge getroffen.
Mit Marketingmaßnahmen sowie attraktiven Tarif- und Incentivemodellen, die allen Fluglinien gleichermaßen zukommen, wird dem Absatzmarktrisiko entgegengewirkt und das Ziel verfolgt, das Auslastungsrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Rechnet man die Incentives mit ein, liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren unter dem europäischen Durchschnitt.
Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern (z.B. im Bereich Handling oder Sicherheitsdienstleistungen) wird durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards abgesichert.
Die Ausbauprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe werden im Rahmen eines Masterplans definiert, der laufend adaptiert wird. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts; die laufende Risikokontrolle erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings.
Aufgrund seiner Komplexität stellt die Fertigstellung der Terminalerweiterung VIE-Skylink für die Zukunft eine der wesentlichen Herausforderungen dar. Eine Beschreibung des Projekts sowie der aktuellen Entwicklungen betreffend Baufortschritt und Zeitplan findet sich auf Seite 83 dieses Lageberichts.
Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach einer eingehenden Bedarfsprüfung die Entscheidung über den Baubeginn gefällt.
Der Ex-post-Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) für den Flughafen Wien wurde am 3. April 2009 der verfahrensführenden Behörde BMVIT übergeben. Die aufgrund von Verbesserungsforderungen der Behörde erforderliche Revision 1 des Ex-post-UVB wurde termingerecht eingereicht und war bis 3. Dezember 2009 öffentlich aufgelegt. Die Behörde und deren Gutachter werden die eingelangten Stellungnahmen begutachten und einen Abschlussbericht erstellen. Es wird erwartet, dass dieser Bericht im zweiten Quartal 2010 vorliegen wird.
Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.
Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.
Im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehen Rechtsstreitigkeiten aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen, die teilweise gerichtsanhängig sind. Beim Bundesvergabeamt wurden Nachprüfungsverfahren betreffend die Ausschreibung des Generalunternehmers für den Ausbau bzw. die Fertigstellung des VIE-Skylink sowie die Ausschreibung der örtlichen Bauaufsicht durchgeführt. Im Rahmen des Nachprüfungsverfahrens betreffend die Ausschreibung der örtlichen Bauaufsicht wurde die Zuschlagsentscheidung aufgehoben. Entsprechend dem Bescheid des Bundesvergabeamts wurde die Ausschreibung abgeschlossen und der Zuschlag erteilt. Aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass einzelne Auftragnehmer die Flughafen Wien AG gerichtlich in Anspruch nehmen werden. Eine Quantifizierung eventueller Beendigungsansprüche ist derzeit nicht möglich.
Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung anwaltlich geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.
Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie interne Kontrollen in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess in der Flughafen Wien AG organisiert sind.
Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Das COSO-Rahmenwerk besteht aus fünf zusammenhängenden Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dahingehend zu unterstützen, dass es in der Lage ist, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.
Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens. Die interne Revision berichtet direkt an den Gesamtvorstand.
Der grundlegende Aspekt des Kontrollumfelds ist die Unternehmenskultur, in deren Rahmen das Management und die Mitarbeiter operieren. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung der unternehmenseigenen Grundwerte, um die Durchsetzung von Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen.
Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.
Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind.
Die fortlaufende Evaluierung der von den jeweiligen zuständigen Stellen durchgeführten internen Kontrollmaßnahmen basiert auf einem risikoorientierten Modell. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld können ebenso das Risiko eines wesentlichen Fehlers in der Finanzberichterstattung begründen. Die fortlaufende Evaluierung der Risiken sowie die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt anhand der zu diesem Zweck eingerichteten Risikomanagement-Datenbank.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt.
Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichsund Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch, um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung
vorgebeugt wird und diese entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen.
Es liegt in der Verantwortung des Vorstands, dass die Hierarchieebenen derart ausgestaltet sind, dass eine Aktivität nicht von derselben Person durchgeführt und kontrolliert wird, d.h. das Vier-Augen-Prinzip sichergestellt wird.
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.
In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden die Finanzberichterstattung und die in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien wie Bereichs-, Sektoren- und Managementsitzungen regelmäßig diskutiert. In diesen Gremien sind neben dem Management auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen vertreten. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen.
Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.
Die Verantwortung für die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichsund Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.
Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das Topmanagement erhält regelmäßig Finanzberichte wie z.B. monatliche Berichte über die Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der jeweiligen Segmente, der Nettoverschuldung sowie der Forderungen. Parallel dazu wird der Aufsichtsrat regelmäßig über die Finanzierungen der Flughafen-Wien-Gruppe informiert. Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern des Rechnungswesens und dem Gesamtvorstand vor Weiterleitung an die zuständigen internen Gremien vom Bilanzausschuss des Aufsichtsrates einer abschließenden Würdigung unterzogen.
Der Flughafen Wien betreibt als Dienstleistungsunternehmen keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinne. Im Berichtsjahr wurden jedoch € 2,5 Mio. (2008: € 2,0 Mio.) in die Verbesserung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware investiert.
Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und setzt eine Vielzahl von Maßnahmen um. So wurden im Jahr 2009 T€ 799,3 (2008: T€ 889,4) in den Umweltschutz investiert. Im Fokus stand dabei vor allem die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten. Im Berichtsjahr wurde die Flotte von umweltfreundlichen Erdgasautos, die am Vorfeld zum Einsatz kommen, von bisher 37 auf insgesamt 74 Fahrzeuge aufgestockt. Damit betreibt der Flughafen Wien eine der größten Erdgasfahrzeugflotten Österreichs. Die Umsetzung des im Mediationsvertrag vereinbarten Lärmschutzprogramm Flughafen Wien wurde auch 2009 fortgesetzt. Rund 11.000 Haushalte sind anspruchsberechtigt, die Erstellung von Gutachten und die Umbauarbeiten schreiten stetig voran. Die Ziele des Lärmschutzprogramms sind eine Erhöhung der Lebensqualität der Anrainer sowohl im 2-Pisten-System als auch in einem möglichen 3-Pisten-System. Weiters wurde im Berichtsjahr im Dialogforum das Lärmgebührenmodell Flughafen Wien beschlossen, das in mehreren Stufen bis Mitte 2011 vollständig umgesetzt werden soll. Zukünftig werden Gebühren abhängig von der tatsächlichen Lautstärke für jedes Flugzeug individuell berechnet und eingehoben.
Im Berichtsjahr beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.148 Mitarbeiter (2008: 4.266). Einhergehend mit der Verkehrsentwicklung war vor allem eine Reduktion des Mitarbeiterstands im Segment Handling zu verzeichnen. Zur laufenden Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wird ein umfangreiches Schulungsprogramm angeboten, wobei ein Schwerpunkt neben Seminaren zur Verbesserung der Sozialkompetenzen auf EDV-Schulungen lag. Im Berichtsjahr wurde der erste Jahrgang des Airport Management Training Programmes (AMTP), ein flughafenspezifischer Lehrgang mit internationalem Fokus, abgeschlossen. Außerdem wurde die neue Bereichsleiterausbildung gestartet, deren Schwerpunkte neben dem
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Thema Leadership vor allem auf Sprachen und Kommunikation liegen. Zur Erhöhung der Motivation werden umfangreiche Sozialleistungen wie ein betriebseigener Kindergarten, kostenloser Werkverkehr bis hin zu Unterstützungszahlungen für Zusatzunfall- und Zusatzkrankenversicherungen sowie Beiträgen in eine betriebliche Pensionskasse angeboten. Über eine Mitarbeiterstiftung, die 10 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG hält, partizipieren alle Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter konnte dank einer Sicherheitsinitiative um 16,5 Prozent auf 37,5 reduziert werden.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").
40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) kann eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 400 Mio. vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Keinen Kontrollwechsel stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte
durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ab 2010 rechnen Wirtschaftsforscher mit einer stetigen Erholung der Wirtschaft. Für den Euroraum wird ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, wobei die neuen EU-Mitgliedsländer rascher expandieren werden als die EU-15. Für Österreich prognostiziert das WIFO für den Zeitraum 2010 bis 2014 ein jährliches Wachstum von rund 1,8 Prozent pro Jahr. In der Luftverkehrsbranche zeichnete sich bereits im zweiten Halbjahr 2009 eine Verlangsamung des Rückgangs ab. Auch der Flughafen Wien konnte vor diesem Hintergrund bereits im Dezember 2009 einen Anstieg bei den Passagierzahlen im Vergleich zur Vorperiode verbuchen.
Die Flughafen Wien AG prognostiziert für das Jahr 2010 einen Anstieg bei den Passagieren von 2,0 Prozent, ein Plus von 5,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine gleichbleibende Anzahl der Bewegungen (+/-0%). Langfristig – für den Zeitraum bis 2020 – wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,2 Prozent erwartet.
Für das Jahr 2010 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 330,6 Mio. geplant. Die Bautätigkeiten am VIE-Skylink wurden Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen. Die bauliche Fertigstellung des Projekts soll im 2. Halbjahr 2011 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink ist, unabhängig von der Entscheidung über die allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers, für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.
Die Verkehrszahlen für Jänner 2010 lassen eine langsame Erholung erkennen. Die Zahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2009 um 4,1 Prozent auf insgesamt 1.202.594 Fluggäste. Die Flugbewegungen gingen um 2,7 Prozent zurück, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 1,0 Prozent und die Fracht um 30,8 Prozent zulegten. Die Zahl der Lokalpassagiere erhöhte sich im Jänner 2010 um 4,7 Prozent auf 825.660 Passagiere. Bei den Transferpassagieren wurde eine Steigerung von 3,3 Prozent verzeichnet.
Per 1. Jänner 2010 wurden alle Tarife gemäß Tarifordnung um den Verbraucherpreisindex von 0,50 Prozent angehoben. Gleichzeitig wurde erlösneutral der Landetarif um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht. Damit bietet der Flughafen Wien weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur.
Mit Schreiben vom 19. Februar 2010 wurde vom Minderheitsgesellschafter der KSC Holding (KSCH) die Put-Option über die Andienung von 19,05 Prozent der Anteile an der Gesellschaft gegenüber der Flughafen Wien AG ausgeübt. Nach der Übernahme der Anteile ist die Flughafen-Wien-Gruppe zu 100 Prozent an der KSCH und zu 66 Prozent an der KSC (Letisko Košice – Airport Letisko a.s.) beteiligt.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied
Sprecher des Vorstands
vom 1.1. bis 31.12.2009
| in T€ | Anhang | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 501.687,5 | 548.059,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 15.386,8 | 13.239,9 |
| Betriebsleistung | 517.074,3 | 561.299,1 | |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | (3) | -37.474,3 | -39.991,6 |
| Personalaufwand | (4) | -215.394,2 | -220.197,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -97.731,6 | -99.196,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | |||
| Abschreibungen (EBITDA) | 166.474,1 | 201.913,4 | |
| Abschreibungen | (6) | -66.908,9 | -68.654,7 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 99.565,2 | 133.258,7 | |
| Beteiligungsergebnis ohne at equity Unternehmen | (8) | 225,0 | 394,3 |
| Zinsergebnis | (9) | -6.900,6 | -5.704,7 |
| Sonstiges Finanzergebnis | (10) | -302,8 | -12.914,4 |
| Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen | -6.978,3 | -18.224,8 | |
| Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen | (7) | 3.417,4 | 3.932,4 |
| Finanzergebnis | -3.560,9 | -14.292,4 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 96.004,3 | 118.966,3 | |
| Ertragsteuern | (11) | -22.657,3 | -27.829,1 |
| Periodenergebnis | 73.346,9 | 91.137,2 | |
| Davon entfallend auf: | |||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 73.360,9 | 91.148,8 | |
| Minderheitsgesellschafter | -13,9 | -11,6 | |
| Im Umlauf befindliche Aktien | |||
| (gewichteter Durchschnitt in Stück) | (21) | 21.000.000 | 21.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) | 3,49 | 4,34 | |
| Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) | 2,10 | 2,60 | |
| Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) | 44.100,0 | 54.600,0 |
vom 1.1. bis 31.12.2009
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 73.346,9 | 91.137,2 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto) | ||
| Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 663,9 | -257,7 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | 0,0 | 6.412,8 |
| Marktwertbewertung Minderheitenanteile Put-Option | -224,9 | -1.067,5 |
| Erwerb Minderheitenanteile aus Put-Option | 0,0 | -4.131,0 |
| Cash-Flow Hedge | -164,2 | -410,9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -1.939,6 | 2.996,4 |
| Mitarbeiterstiftung | 1.288,0 | 380,0 |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten | 38,0 | -676,9 |
| Erfasste Gewinne und Verluste | -338,9 | 3.245,1 |
| Periodenergebnis | 73.346,9 | 91.137,2 |
| Gesamtergebnis | 73.008,0 | 94.382,4 |
| davon entfallend auf: | ||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 73.022,0 | 94.383,8 |
| Minderheitsgesellschafter | -13,9 | -1,5 |
zum 31.12.2009
| in T€ | Anhang | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 12.977,6 | 12.715,7 |
| Sachanlagen | (13) | 1.471.339,5 | 1.320.988,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (14) | 126.896,0 | 122.690,1 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | (15) | 107.368,9 | 104.790,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (16) | 3.923,3 | 3.075,6 |
| 1.722.505,4 | 1.564.259,5 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | (17) | 3.310,8 | 3.535,9 |
| Wertpapiere | (18) | 62.884,7 | 94.418,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (19) | 66.802,0 | 66.427,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (20) | 5.428,6 | 6.642,8 |
| 138.426,2 | 171.024,6 | ||
| Summe Aktiva | 1.860.931,6 | 1.735.284,1 |
| Eigenkapital Grundkapital Kapitalrücklagen |
(21) (22) (23) |
152.670,0 117.657,3 |
152.670,0 117.657,3 |
|---|---|---|---|
| Sonstige Rücklagen | 4.646,9 | 5.726,8 | |
| Einbehaltene Ergebnisse | (24) | 519.554,7 | 500.052,7 |
| Minderheitenanteile | (25) | 263,6 | 277,5 |
| 794.792,4 | 776.384,3 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (26) | 92.943,0 | 89.327,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | (27) | 591.551,6 | 488.198,2 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (28) | 50.137,6 | 43.693,9 |
| Latente Steuerabgrenzung | (11) | 12.567,8 | 5.467,2 |
| 747.199,9 | 626.686,6 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | (29) | 835,0 | 300,0 |
| Übrige Rückstellungen | (29) | 90.863,2 | 107.854,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | (27) | 90.671,6 | 120.132,3 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | (30) | 103.804,1 | 61.579,9 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (31) | 32.765,3 | 42.346,8 |
| 318.939,3 | 332.213,1 | ||
| Summe Passiva | 1.860.931,6 | 1.735.284,1 |
vom 1.1. bis 31.12.2009
| in T€ | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 96.004,3 | 118.966,3 | |
| + | Abschreibungen / - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | 64.599,2 | 74.233,9 |
| + | Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen | 734,6 | 2.546,7 |
| + | Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren | 33,8 | 6.868,3 |
| - | Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln | -1.354,8 | -1.365,8 |
| - | Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -164,2 | -410,9 |
| - | Erhöhung / + Senkung Vorräte | 225,1 | -157,7 |
| - | Erhöhung / + Senkung Forderungen | 555,7 | -11.531,9 |
| + | Erhöhung / - Senkung Rückstellungen | -14.027,0 | 7.514,9 |
| + | Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten | 24.793,6 | -22.379,2 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | 0,0 | -1.120,4 | |
| Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 171.400,4 | 173.164,2 | |
| - | Zahlungen für Ertragsteuern | -15.926,7 | -24.768,5 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 155.473,7 | 148.395,7 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang | 1.140,9 | 129,1 |
| - | Auszahlungen für Anlagenzugang | -209.274,2 | -269.712,7 |
| + | Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 0,0 | 57,0 |
| + | Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren | 32.152,6 | 97.044,1 |
| - | Auszahlungen für Wertpapiere | 0,0 | -62.186,4 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -175.980,7 | -234.669,1 | |
| - | Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals | -54.600,0 | -52.500,0 |
| Veränderung Minderheitsgesellschafter | 0,0 | -23.951,9 | |
| Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | 73.892,8 | 139.993,8 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 19.292,8 | 63.541,8 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -1.214,3 | -22.731,5 | |
| Veränderung aus Währungsumrechnung | 0,0 | 81,4 | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 6.642,8 | 29.293,0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 5.428,6 | 6.642,8 | |
Für zusätzliche Angaben siehe Anhang (32)
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| Grund- | Kapital- | AfS- | Sicherungs- | |
|---|---|---|---|---|
| in T€ | kapital | rücklagen | Rücklage | rücklage |
| Stand zum 1.1.2008 | 152.670,0 | 117.657,3 | -0,7 | 26,1 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -193,3 | -308,2 |
| Kapitalrückzahlung Minderheitenanteile | ||||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Stand zum 31.12.2008 | 152.670,0 | 117.657,3 | -194,0 | -282,1 |
| Stand zum 1.1.2009 | 152.670,0 | 117.657,3 | -194,0 | -282,1 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 498,0 | -123,2 |
| Dividendenausschüttung | ||||
| Stand zum 31.12.2009 | 152.670,0 | 117.657,3 | 304,1 | -405,2 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | Währungs- | Versicherungs- | |||
| Minderheits | Einbehaltene | sonstiger | umrechnungs- | mathematische | |
| gesellschafter Gesamt |
Gesamt | Ergebnisse | Rücklagen | rücklage | Gewinne/Verluste |
| 711,8 734.934,8 |
734.223,0 | 466.317,4 | -2.421,7 | 1.230,2 | -3.677,4 |
| -1,5 94.382,4 |
94.383,8 | 86.235,3 | 8.148,5 | 6.402,6 | 2.247,3 |
| -432,8 -432,8 |
0,0 | ||||
| -52.500,0 | -52.500,0 | -52.500,0 | |||
| 277,5 776.384,3 |
776.106,8 | 500.052,7 | 5.726,8 | 7.632,9 | -1.430,0 |
| 277,5 776.384,3 |
776.106,8 | 500.052,7 | 5.726,8 | 7.632,9 | -1.430,0 |
| -13,9 73.008,1 |
73.022,0 | 74.101,9 | -1.079,9 | 0,0 | -1.454,7 |
| -54.600,0 | -54.600,0 | -54.600,0 | |||
| 263,6 794.792,4 |
794.528,9 | 519.554,7 | 4.646,9 | 7.632,9 | -2.884,8 |
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Flugplatz Vöslau Kottingbrunn wird von der Konzerngesellschaft Flugplatz Vöslau Betriebs GmbH betrieben. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2009 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie mit § 245a UGB.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.
Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:
| Konzern-Anhang Anhang |
|
|---|---|
| Überarbeitung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| Änderung des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" betreffend kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen infolge Liquidation |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| Änderung des IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" betreffend Ausübungs bedingungen und Annullierungen |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| IFRS 8 "Operative Segmente" | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" betreffend Anschaffungs kosten einer Tochtergesellschaft, eines Gemeinschaftsunternehmens oder eines assoziierten Unternehmens |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessions vereinbarungen" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen |
| IFRIC 13 "Kundentreueprogramme" | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen |
| IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
| IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen |
| Klarstellung zum Inkrafttreten der Ände rungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu "Reklassifizierung von Finanzinstrumenten" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen |
| Verbesserungen der IFRS (improvement project) vom Mai 2008 |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen |
Die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten", die die zwingende Aktivierung von Fremdkapitalkosten bei Anschaffung oder Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vorsieht, wird im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG bereits seit dem Geschäftsjahr 2006 durch Inanspruchnahme des Wahlrechts des damals anzuwendenden IAS 23 berücksichtigt. Die Erstanwendung von IFRS 8 – ein Standard, der umfangreiche Angaben vorsieht – hat zu einer Redesignation der berichtspflichtigen Segmente der Flughafen-Wien-Gruppe geführt (siehe Anmerkung (1)). Die Anwendung des geänderten IAS 1 hat zu einer geänderten Darstellung der Gesamtergebnisrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung geführt. Beide Anwendungen haben jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Aus der Anwendung der anderen neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows des Flughafen-Wien-Konzerns.
Die folgenden Standards und Interpretationen sind bereits veröffentlicht, waren jedoch noch nicht im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden:
| Änderung des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen |
|---|---|
| Überarbeitung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen |
| IFRS 9 "Finanzinstrumente" | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen |
| Änderungen zu IFRS 2 betreffend anteilsbasierte Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| Änderungen zu IFRS 1 betreffend zusätzlicher Ausnahmen für erstmalige Anwender |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| Änderungen zu IAS 32 betreffend die Klassifizierung von ausgegebenen Rechten |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen |
|---|---|
| Änderungen zu IAS 24 "Angaben zu nahestehenden Personen" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2011 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| Änderungen des IFRIC 14 betreffend frei willig vorausgezahlte Beträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2011 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen |
| IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden" |
Anzuwenden auf Geschäftsfälle, die am oder nach dem 1. Juli 2009 eintreten |
| IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| Änderung des IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen |
| Verbesserungen einzelner IFRS (improvement project) vom April 2009 |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
Konzern-Anhang
Die Auswirkungen aus der künftigen Anwendung der vorstehenden Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG sind nicht im Vorhinein abschätzbar.
In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen (mit Ausnahme von sieben Tochterunternehmen und einem assoziierten Unternehmen). Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von uns beherrscht werden.
Die sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0 Prozent (Vorjahr: unter 1,0 Prozent) des Konzernumsatzes.
Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.
Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
In den Konzernabschluss 2009 sind neben der Flughafen Wien AG zwölf inländische (Vorjahr: zwölf) und fünf ausländische (Vorjahr: drei) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Die Minderheitenanteile an der KSC Holding a.s. werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, da die Minderheitsgesellschafter über einen Anspruch auf Verkauf ihrer Anteile an die Flughafen Wien AG verfügen (Put-Option). Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt.
Im Geschäftsjahr 2008 hatte die Flughafen Wien AG zusätzliche 33,24 Prozent an den ausländischen Tochtergesellschaften BTS Holding, a.s. und KSC Holding, a.s. erworben. Daher beträgt der Kapitalanteil der Flughafen-Wien-Gruppe seither 80,95 Prozent. Die Kaufpreise in Höhe von T€ 661,0 für die Anteile an der BTS Holding, a.s. sowie in Höhe von T€ 22.372,8 für die KSC Holding, a.s. wurden als Transaktionen innerhalb der Gesellschaftersphäre behandelt und direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
| Erwerbs- | Art der | Anteil | |
|---|---|---|---|
| zeitpunkt | Konsolidierung | am Kapital | Bemerkung |
| 1.6.2009 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Gründung |
| 1.6.2009 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Gründung |
Die Flughafen Wien AG und die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH haben die Gesellschaft VIE Malta Finance Holding Ltd. mit einem Stammkapital von T€ 2 gegründet. Die VIE Malta Finance Holding Ltd. und die Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH haben die VIE Malta Finance Ltd. mit einem Stammkapital von T€ 2 gegründet. Der Sitz der Gesellschaften liegt in Luqa, Malta. Der Gegenstand der Gesellschaften liegt in einer Finanzierungstätigkeit für die Flughafen-Wien-Gruppe.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden keine Entkonsolidierungen statt.
Im Geschäftsjahr 2008 wurde die folgende Gesellschaft erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
| Erwerbs- | Art der | Anteil | ||
|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | zeitpunkt | Konsolidierung | am Kapital | Bemerkung |
| Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH | 2.10.2008 | Vollkonsolidierung | 100,0% | Gründung |
Die Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. hat am 2. Oktober 2008 die Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 35,0 gegründet. Der Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb und die Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie die Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
Mit 1. Jänner 2009 wird auf der Grundlage eines Sacheinlage- und Einbringungsvertrages das dem Teilbetrieb "Flugplatz Vöslau" zugeordnete Vermögen der Flughafen Wien AG in die Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH eingebracht.
Im Geschäftsjahr 2008 fanden keine Entkonsolidierungen statt.
Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden unabhängig von der Beteiligungshöhe in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst.
Minderheitenanteile am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen, es sei denn, die Minderheitsgesellschafter verfügen über einen Anspruch auf Rückzahlung ihres Kapitalanteils oder auf Verkauf ihrer Anteile an die Muttergesellschaft. Minderheitenanteile bestehen aus dem Betrag solcher Anteile zum Tag des Unternehmenszusammenschlusses und dem Minderheitenanteil an den Änderungen des Eigenkapitals ab dem Zeitpunkt des Zusammenschlusses.
Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen und bleiben bis zu dem Zeitpunkt einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden – soweit wesentlich – eliminiert.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte. Die direkt an MIA gehaltenen Anteile von 10,1 Prozent werden als assoziierte Unternehmen eingestuft, da anhand der über die MMLC gehaltenen Anteile insgesamt ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.
Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.
Berichtswährung und funktionale Währung der österreichischen Konzerngesellschaften ist der Euro. Funktionale Währung der ausländischen Tochtergesellschaften und der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen ist die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Abschlüsse der sich außerhalb der Euro-Zone befindlichen Gesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Im Rahmen dieser Methode werden die Posten des Eigenkapitals teilweise mit dem historischen Kurs, die übrigen Bilanzposten mit dem Bilanzstichtagskurs und die Aufwendungen und Erträge mit dem durchschnittlichen Jahreskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Währungsumrechnungsrücklage erfasst.
Die für die Umrechnung ausländischer Abschlüsse angewandten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro folgendermaßen entwickelt:
| Jahres- | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stichtagskurs 1 EUR = |
durchschnittskurs 1 EUR = |
|||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 2009 | 2008 | |
| Slowakische Kronen (SKK)1) | N/A1) | 30,13 | N/A1) | 31,13 |
1) Nachdem die Slowakei per 1. Jänner 2009 den Euro eingeführt hat, entfällt die Umrechnung für dieses Jahr.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.
Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und sind im Flughafen-Wien-Konzern unwesentlich. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht werden, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.
Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Mehrjahres-Finanzplänen. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den Detailplanungszeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren
Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.
Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Jahre | |
|---|---|
| Betriebsgebäude | 33,3 |
| Sonstige Gebäude | 10–50 |
| Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder | 20 |
| Sonstige Grundstückseinrichtungen | 7–20 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5–20 |
| Fahrzeuge | 5–10 |
| Andere Anlagen, Betrieb- und Geschäftsausstattung | 4–15 |
Der Flughafen-Wien-Konzern verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mithilfe eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz (vor Steuern) berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasingverhältnis trägt. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in dessen Bilanz angesetzt und nach den für den jeweiligen Vermögenswert einschlägigen Bilanzierungsvorschriften bewertet. In einem Operating Lease erfassen sowohl Leasinggeber als auch Leasingnehmer die Leasingraten erfolgswirksam.
Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen anzusetzen und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abzuschreiben. Zugleich wird in Höhe des Buchwerts des Leasinggegenstands eine Leasingverbindlichkeit angesetzt. Der Leasinggeber setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasingaufwendungen bzw. -erträge werden in Tilgungen der Leasingverbindlichkeit bzw. -forderung und in Finanzaufwendungen bzw. -erträge aufgeteilt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohnund Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.
Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.
Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 5,30% | 5,50% |
| Lohn- und Gehaltstrend | 3,70% | 3,50% |
| Pensionstrend (nur für Pensionen) | 2,12% | 1,50% |
| Erwarteter Veranlagungsertrag der Versicherung (nur für Pensionen)1) | 3,26% | 4,13% |
| Fluktuationsabschlag (gestaffelt) | 0%–12% | 0%–12% |
1) Der erwartete Ertrag ergibt sich aus den Renditen des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.
Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung, Pension und Jubiläumsgeld werden im Finanzergebnis erfasst.
Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse behandelt.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden in der Regel mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.
Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.
Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.
Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital (Marktwertbewertungsrücklage = AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaftem und signifikantem Absinken des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.
Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die noch im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.
Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Flughafen-Wien-Konzern setzt einzelne derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung der aus Investitionen und Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein. Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen sind, werden bei Vertragsabschluss mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht in der Regel den Anschaffungskosten) angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen maßgebend und entsprechen bei gehandelten Derivaten dem Marktwert. Bei nicht börsegehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet. Die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt grundsätzlich ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer das derivative Finanzinstrument ist in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden.
Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erfasst, negative in den übrigen Verbindlichkeiten.
Der Konzern wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 ("Hedge Accounting") zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.
Die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllt der Flughafen-Wien-Konzern wie folgt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten) zukünftigen Transaktionen als auch die Messung der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht, die zwischen 80 Prozent und 125 Prozent liegen muss. Wird eine Sicherungsbeziehung ineffektiv, wird sie aufgelöst.
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet. Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.
Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus At-Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden im Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.
Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt verbunden. Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen weisen einen Buchwert in Höhe von T€ 107.368,9 (Vorjahr: T€ 104.790,1) auf. Dies gilt insbesondere für solche Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich. Immobilien werden durch Sachverständigengutachten bewertet. Ansatzfähige immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Da eine marktpreisorientierte Bewertung ("Market Approach") von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren ("Income Approach") herangezogen. Für die Bewertung von Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method") angewandt. Hierbei wird der Barwert der Einkommensströme aus dem vorhandenen Kundenstamm ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Einkommensströme erwirtschaftet, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse neben den operativen Kosten auch kalkulatorische Nutzungsentgelte für diese "unterstützenden" Vermögenswerte ("Contributory Asset Charges") berücksichtigt. Bei dieser Bewertung wird die Verringerung der geplanten Einkommensströme im Zeitablauf nach Maßgabe einer angemessenen Schrumpfungsrate ("Churn Rate") der Kunden beachtet.
Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 8.583,3, Vorjahr: T€ 8.321,3) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 4.394,4, Vorjahr: T€ 4.394,4), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.471.339,5, Vorjahr: T€ 1.320.988,0), als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 126.896,0, Vorjahr: T€ 122.690,1) sowie Vermögenswerten des Finanzanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 111.292,3, Vorjahr: T€ 107.865,7) werden
Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.
Der Flughafen-Wien-Konzern bildet Wertberichtigungen in Höhe von T€ 10.409,3 (Vorjahr: T€ 6.360,8) auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 81.770,1 (Vorjahr: T€ 77.675,8) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichtsoder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 2.906,4 (Vorjahr: T€ 2.881,3) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen den mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.
Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu
beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 11.086,3 (Vorjahr: T€ 12.095,2) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.
Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.
Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig ab dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 verfolgt noch strikter als IAS 14 den Management-Ansatz und sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.
Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.
Gemäß der Vorgängerbestimmung IAS 14 musste das Unternehmen zwei Arten von Segmenten (Geschäftssegmente und geografische Segmente) anhand des "Risks and rewards"-Ansatzes identifizieren. Das System der internen Berichterstattung an das Management diente bei der Identifikation der Segmente nur als Ausgangspunkt.
Als Resultat der Einführung von IFRS 8 wurde der Management-Ansatz strikt verfolgt. Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst:
Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebes, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.
Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.
Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.
In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.
Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen Wien beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Betriebsergebnisses, des EBIT. Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.
Aufgrund der internen Berichterstattung werden die externen und internen Erlöse sowie die planmäßigen Abschreibungen erläutert. Andere Postionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese Informationen vom Hauptentscheidungsträger nicht regelmäßig überwacht werden.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden nicht regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Verwaltung, den Finanzanlagen, den langfristigen Forderungen, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten, den Zahlungsmitteln und -äquivalenten.
Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie der Beträge der langfristigen Vermögenswerte, bei denen es sich nicht um Finanzinstrumente, latente Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen handelt. Dabei wird nach der Lage im Herkunftsland des Unternehmens und in allen Drittländern insgesamt unterschieden. Sofern diese in einem Drittland eine wesentliche Höhe erreichen, werden diese gesondert angegeben.
Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.
Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Wesentlichen in den "Sonstigen Segmenten" oder in den nicht zuordenbaren Vermögenswerten enthalten, sofern die Muttergesellschaft selbst nicht einem einzelnen operativen Segment zugeordnet ist.
| Segmentangaben 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & | Sonstige | ||||
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Airport | Handling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 226.468,5 | 169.787,7 | 88.826,6 | 16.225,4 | 501.308,2 |
| Interne Segmentumsätze | 28.741,8 | 28.377,7 | 15.501,7 | 70.593,9 | |
| Segmentumsätze | 255.210,3 | 198.165,4 | 104.328,3 | 86.819,3 | |
| Sonstige externe Umsätze | 379,3 | ||||
| Konzernumsatz | 501.687,5 | ||||
| Segmentergebnis | 78.723,0 | 13.673,4 | 42.785,6 | -6.471,3 | 128.710,8 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -29.145,6 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 99.565,2 | ||||
| Segmentabschreibungen | 34.591,8 | 7.149,5 | 14.216,7 | 10.538,9 | 66.496,9 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 412,1 | ||||
| Konzernabschreibungen | 66.908,9 | ||||
| Segmentinvestitionen | 201.026,6 | 3.526,9 | 11.020,6 | 7.769,7 | 223.343,8 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 241,6 | ||||
| Konzerninvestitionen | 223.585,3 | ||||
| Segmentvermögen | 1.182.614,6 | 40.832,8 | 356.738,1 | 184.953,6 | 1.765.139,0 |
| davon Buchwerte der nach der Equity | |||||
| Methode bilanzierten Beteiligungen | |||||
| und Joint Ventures | 107.368,9 | ||||
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | 95.792,6 | ||||
| Konzernvermögen | 1.860.931,6 | ||||
| Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) | 423 | 2.955 | 77 | 539 | 3.995 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 153 | ||||
| Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) | 4.148 |
| Segmentangaben 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & | Sonstige | ||||
| in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) | Airport | Handling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 250.801,5 | 186.288,3 | 94.585,5 | 15.848,0 | 547.523,3 |
| Interne Segmentumsätze | 28.044,9 | 27.536,1 | 12.534,9 | 69.967,5 | |
| Segmentumsätze | 278.846,4 | 213.824,3 | 107.120,4 | 85.815,5 | |
| Sonstige externe Umsätze | 535,8 | ||||
| Konzernumsatz | 548.059,1 | ||||
| Segmentergebnis | 97.251,4 | 16.948,1 | 46.546,4 | -244,8 | 160.501,1 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -27.242,4 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 133.258,7 | ||||
| Segmentabschreibungen | 37.154,4 | 8.039,5 | 12.306,7 | 10.709,5 | 68.210,0 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 444,7 | ||||
| Konzernabschreibungen | 68.654,7 | ||||
| Segmentinvestitionen | 245.310,7 | 7.299,9 | 34.231,4 | 10.702,4 | 297.544,4 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 549,3 | ||||
| Konzerninvestitionen | 298.093,7 | ||||
| Segmentvermögen | 1.023.905,4 | 50.331,1 | 358.897,8 | 179.302,8 | 1.612.437,1 |
| davon nach der Equity-Methode | |||||
| bilanzierte Beteiligungen und Joint Ventures | 104.790,1 | ||||
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | 122.847,0 | ||||
| Konzernvermögen | 1.735.284,1 | ||||
| Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) | 399 | 3.132 | 78 | 502 | 4.112 |
| Sonstige (nicht zuordenbar) | 154 | ||||
| Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) | 4.266 |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) | 128.710,8 | 160.501,1 |
| Verwaltungsbereich | ||
| Umsatz | 6.220,7 | 6.389,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.881,5 | 1.645,2 |
| Materialaufwand | -575,8 | -768,0 |
| Personalaufwand | -13.179,0 | -13.775,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.080,9 | -20.289,4 |
| Abschreibungen | -412,1 | -444,7 |
| Summe nicht zuordenbar | -29.145,6 | -27.242,4 |
| Konzern-EBIT | 99.565,2 | 133.258,7 |
Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen | ||
|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.182.614,6 | 1.023.905,4 |
| Handling | 40.832,8 | 50.331,1 |
| Retail & Properties | 356.738,1 | 358.897,8 |
| Sonstige Segmente | 184.953,6 | 179.302,8 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.765.139,0 | 1.612.437,1 |
| Nicht zuordenbares Vermögen | ||
| Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung | 1.084,5 | 1.529,1 |
| Sonstige Finanzanlagen | 3.310,4 | 2.482,8 |
| Langfristige Forderungen | 111,3 | 98,8 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 62.884,7 | 94.418,6 |
| Vorräte | 113,3 | 138,6 |
| Forderungen aus LuL | 33,3 | 0,1 |
| Ford. gg. verbundenen Unternehmen | 456,1 | 266,2 |
| Ford. gg. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 140,3 | 0,1 |
| Forderungen an Finanzamt | 14.040,0 | 9.945,7 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.315,6 | 4.973,4 |
| Abgrenzungsposten | 2.874,6 | 2.350,8 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 5.428,6 | 6.642,8 |
| Summe nicht zuordenbar | 95.792,6 | 122.847,0 |
| Konzernvermögen | 1.860.931,6 | 1.735.284,1 |
| in T€ | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 501.040,4 | 647,1 | 0,0 | 501.687,5 |
| Langfristiges Vermögen | 1.629.031,9 | 46.326,9 | 47.146,6 | 1.722.505,4 |
Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis in Höhe von € 2,7 Mio. (Vorjahr: € 2,4 Mio.) und auf die Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.). Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.
| in T€ | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 547.296,7 | 762,4 | 0,0 | 548.059,1 |
| Langfristiges Vermögen | 1.473.924,0 | 44.445,7 | 45.889,7 | 1.564.259,5 |
Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihrem Hauptkunden Erträge in Höhe von € 184,5 Mio. erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesem Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen | 8.470,0 | 7.466,3 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 65,3 | 59,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 3.899,1 | 3.069,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln | 1.354,8 | 1.365,8 |
| Erträge aus der Gewährung von Rechten | 818,0 | 722,3 |
| Erträge aus Versicherungsleistungen | 122,8 | 95,9 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 0,0 | 30,5 |
| Übrige | 656,8 | 429,8 |
| 15.386,8 | 13.239,9 |
Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen sind im Geschäftsjahr 2009 vor allem durch die Aktivierung von selbst erstellter Software in Höhe von € 1,1 Mio. angestiegen.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Material | 17.615,2 | 19.589,7 |
| Energie | 16.548,4 | 16.044,8 |
| Bezogene Leistungen | 3.310,8 | 4.357,1 |
| 37.474,3 | 39.991,6 |
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten um € 2,5 Mio. oder 6,3 Prozent auf € 37,5 Mio. gesenkt werden. Dies ist auf eine Senkung der Kosten für Material um € 2,0 Mio. sowie auf die geringeren bezogenen Leistungen der Verkehrsabfertigung in Höhe von € 1,5 Mio. zurückzuführen. Dem stehen jedoch Steigerungen bei den Energieaufwendungen in Höhe von € 0,5 Mio. sowie eine Erhöhung der Fremdaufwendungen für Kundenaufträge in Höhe von € 0,5 Mio. gegenüber.
| 2009 | 2008 |
|---|---|
| 95.133,9 | 100.605,6 |
| 62.468,3 | 60.060,8 |
| 7.434,8 | 7.800,2 |
| 1.073,6 | 1.137,8 |
| 3.542,9 | 3.289,8 |
| 1.540,0 | 1.889,6 |
| 44.543,8 | 45.758,1 |
| 2.270,4 | 2.683,3 |
| 215.394,2 | 220.197,9 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 4.148 Mitarbeiter gesunken. Die größte Reduktion konnte im Segment Handling erzielt werden (minus 5,6 Prozent). Im Segment Airport ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 6,0 Prozent angestiegen, wobei in diesem Segment deutlich weniger Mitarbeiter als im Segment Handling beschäftigt wurden. Zum 31. Dezember 2009 waren 3.925 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 5,2 Prozent oder 216 Mitarbeitern. Der Personalaufwand konnte in Summe um € 4,8 Mio. oder 2,2 Prozent auf € 215,4 Mio. gesenkt werden. Neben einer Reduktion des durchschnittlichen Personalstandes konnte die Senkung durch Überstundenabbau, Reduktion von Resturlauben sowie Ausschöpfung von Synergien erreicht werden.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) | 410,0 | 412,6 |
| Instandhaltungen | 16.622,4 | 18.010,6 |
| Fremdleistungen | 14.852,1 | 14.173,6 |
| Beratungsaufwand | 8.971,5 | 7.197,5 |
| Marketing und Marktkommunikation | 19.280,9 | 27.732,3 |
| Post- und Telekommunikation | 1.633,1 | 1.754,9 |
| Miet- und Pachtaufwendungen | 8.307,6 | 9.828,2 |
| Versicherungsaufwendungen | 3.571,5 | 3.832,2 |
| Reisen und Ausbildung | 1.774,8 | 2.127,4 |
| Schadensfälle | 78,6 | 515,9 |
| Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle | 4.156,1 | 3.623,2 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 800,1 | 2.606,3 |
| Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs | 426,3 | 609,0 |
| Andere betriebliche Aufwendungen | 16.846,7 | 6.772,4 |
| 97.731,6 | 99.196,2 |
Die Instandhaltungen beinhalten neben den laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie für Wartung der EDV-Anlagen auch Sanierungen von Pisten, Vorfeldern und Rollwegen.
Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus der Manipulation der Kofferkulis, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.
Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von den Abschlussprüfern folgende Leistungen erbracht:
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 251,2 | 248,4 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 3,5 | 0,0 |
| Sonstige Leistungen | 0,0 | 1,4 |
| 254,7 | 249,8 |
Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.
Die anderen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten in Höhe von € 8,4 Mio., die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink stehen.
| (6) Abschreibungen | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 1.930,6 | 1.839,1 |
| 1.930,6 | 1.839,1 | |
| Abschreibungen Sachanlagen | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 64.978,3 | 66.815,6 |
| 64.978,3 | 66.815,6 | |
| 66.908,9 | 68.654,7 |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge | 4.073,3 | 5.212,2 |
| Aufwendungen | -655,9 | -1.279,9 |
| 3.417,4 | 3.932,4 |
Im Geschäftsjahr wurde ein anteiliger Gewinn in Höhe von T€ 21,2 (Vorjahr: Verlust in Höhe von T€ 122,4) nicht erfasst. Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 141,9 (Vorjahr: T€ 163,1).
(8) Beteiligungsergebnis ohne die at equity bilanzierten Unternehmen
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 225,0 | 0,0 |
| Erträge aus Beteiligungen sonstige Unternehmen | 0,0 | 406,0 |
| Aufwendungen aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 0,0 | -11,7 |
| 225,0 | 394,3 |
| (9) Zinsergebnis | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.570,3 | 8.103,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -10.470,9 | -13.808,2 |
| -6.900,6 | -5.704,7 |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren | 4,3 | 133,0 |
| Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren | -38,0 | -7.001,3 |
| Wertminderungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | -269,1 | -6.046,0 |
| -302,8 | -12.914,4 |
Das sonstige Finanzergebnis wurde im Vorjahr durch Abschreibungen von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 5,7 Mio. sowie Verlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 7,0 Mio. in Summe mit € 12,7 Mio. belastet. Diese Wertpapiere betrafen Anteile an Investmentfonds.
Der Steueraufwand des Jahres 2009 von T€ 22.657,3 (Vorjahr: T€ 27.829,1) ist um T€ 1.343,7 (Vorjahr: T€ 1.912,5) geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 24.001,1 (Vorjahr: T€ 29.741,6), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 96.004,3 (Vorjahr: T€ 118.966,3) ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:
| Steuerüberleitungsrechnung | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 96.004,3 | 118.966,3 |
| Rechnerische Ertragsteuer | 24.001,1 | 29.741,6 |
| Steuerminderung aufgrund von | ||
| Anpassung an ausländische Steuersätze | -72,3 | -167,8 |
| Steuereffekte aus Kürzungen für lokale Steuer | -1.407,6 | -1.916,9 |
| -1.480,0 | -2.084,8 | |
| Steuermehrung aufgrund von | ||
| Anpassung an ausländische Steuersätze | 48,7 | 25,4 |
| Steuereffekte aus Hinzurechnungen für lokale Steuer | 68,4 | 160,1 |
| Permanente Differenzen | 21,0 | 15,7 |
| 138,1 | 201,2 | |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 22.659,2 | 27.858,0 |
| Aperiodischer Steueraufwand | -1,9 | -29,0 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 22.657,3 | 27.829,1 |
| Effektivsteuersatz | 23,6% | 23,4% |
Konzern-Anhang
Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus:
| Steuerabgrenzung | |||
|---|---|---|---|
| ------------------ | -- | -- | -- |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuerabgrenzung | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 153,7 | 214,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 358,9 | 537,9 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 4.017,9 | 2.535,6 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.610,6 | 1.283,0 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 798,9 | 689,8 |
| Aktienübertragung in Stiftung | 98,1 | 2.196,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.274,6 | 2.615,6 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.773,7 | 2.022,5 |
| 11.086,3 | 12.095,2 | |
| Passive latente Steuerabgrenzung | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 21.492,9 | 16.379,8 |
| Wertpapiere | 379,9 | 48,0 |
| Sonstige Vermögenswerte/Schulden | 886,7 | 116,7 |
| Steuerabgrenzung aus Konsolidierung | 894,6 | 1.017,9 |
| 23.654,1 | 17.562,4 | |
| Summe Steuerabgrenzung | -12.567,8 | -5.467,2 |
Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:
| Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Stand zum 1.1. | 12.095,2 | 16.176,8 |
| Erfolgswirksame Veränderungen | ||
| Erfolgswirksame Veränderungen HB II | -1.171,9 | -3.237,4 |
| Summe erfolgswirksame Veränderungen | -1.171,9 | -3.237,4 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen | ||
| Versicherungsmathematische Differenzen | 484,9 | -749,1 |
| Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen | -322,0 | -95,0 |
| Summe erfolgsneutrale Veränderungen | 162,9 | -844,1 |
| Stand zum 31.12. | 11.086,3 | 12.095,2 |
| Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung | ||
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Stand zum 1.1. | 17.562,4 | 14.983,1 |
| Erfolgswirksame Veränderungen | ||
| Erfolgswirksame Veränderungen HB II | 6.090,1 | 2.830,3 |
| Erfolgswirksame Veränderungen Konzernbuchungen | -123,4 | -83,8 |
| Summe erfolgswirksame Veränderungen | 5.966,7 | 2.746,5 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen | ||
| Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen | 124,9 | -167,2 |
| Stand zum 31.12. | 23.654,1 | 17.562,4 |
Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde der in Österreich geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 32,5% und für die Slowakei 19%) berechnet.
Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf die direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cash-Flow Hedges, die Mitarbeiterstiftung sowie auf die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.
Zum 31. Dezember 2009 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 699,2 (Vorjahr: T€ 699,2) nicht gebildet.
Als immaterielle Vermögenswerte werden Firmenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Software sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.
| Konzessionen | |||
|---|---|---|---|
| T€ | und Rechte | Firmenwerte | Gesamt |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2009 | |||
| Nettobuchwert zum 1.1.2009 | 8.321,3 | 4.394,4 | 12.715,7 |
| Zugänge | 2.192,6 | 0,0 | 2.192,6 |
| Abschreibungen | -1.930,6 | 0,0 | -1.930,6 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2009 | 8.583,3 | 4.394,4 | 12.977,6 |
| Stand zum 31.12.2009 | |||
| Anschaffungskosten | 30.328,6 | 4.394,4 | 34.723,0 |
| Kumulierte Abschreibungen | -21.745,3 | 0,0 | -21.745,3 |
| Nettobuchwert | 8.583,3 | 4.394,4 | 12.977,6 |
| Konzessionen | |||
|---|---|---|---|
| T€ | und Rechte | Firmenwerte | Gesamt |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2008 | |||
| Nettobuchwert zum 1.1.2008 | 4.883,7 | 4.434,4 | 9.318,1 |
| Zugänge | 5.215,8 | 0,0 | 5.215,8 |
| Umbuchungen | 63,9 | 0,0 | 63,9 |
| Abgänge | -3,0 | -40,0 | -43,0 |
| Abschreibungen | -1.839,1 | 0,0 | -1.839,1 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2008 | 8.321,3 | 4.394,4 | 12.715,7 |
| Stand zum 31.12.2008 | |||
| Anschaffungskosten | 28.784,2 | 4.394,4 | 33.178,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | -20.462,9 | 0,0 | -20.462,9 |
| Nettobuchwert | 8.321,3 | 4.394,4 | 12.715,7 |
Die wesentlichen Zugänge des Berichtjahres betreffen die Aktivierung von selbst erstellter Software (T€ 1.051,5) sowie zugekaufter Software. Im Geschäftsjahr 2009 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 1.491,8 (Vorjahr: T€ 1.961,8) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.
| Andere | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Technische | Anlagen, | Geleistete | |||
| Anlagen | Betriebs- und | Anzahlungen | |||
| Grundstücke | und | Geschäfts- | und Anlagen | ||
| T€ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Gesamt |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2009 | |||||
| Nettobuchwert zum 1.1.2009 | 488.352,2 | 254.868,4 | 49.444,8 | 528.322,6 | 1.320.988,0 |
| Zugänge | 14.672,8 | 12.163,4 | 8.215,2 | 185.246,0 | 220.297,3 |
| Umbuchungen | 32.267,3 | 14.744,0 | 1.455,0 | -55.383,1 | -6.916,8 |
| Abgänge | -1.055,5 | -9,0 | -96,4 | -696,1 | -1.857,0 |
| Abschreibungen | -21.890,1 | -25.586,4 | -13.695,5 | 0,0 | -61.172,0 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2009 | 512.346,7 | 256.180,4 | 45.323,2 | 657.489,3 | 1.471.339,5 |
| Anschaffungskosten | 794.465,2 | 655.681,8 | 178.528,1 | 658.004,2 | 2.286.679,3 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -282.118,4 | -399.501,4 | -133.205,0 | -514,9 | -815.339,7 |
| Nettobuchwert | 512.346,7 | 256.180,4 | 45.323,2 | 657.489,3 | 1.471.339,5 |
| Andere | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Technische Anlagen |
Anlagen, Betriebs- und |
Geleistete Anzahlungen |
|||
| Grundstücke | und | Geschäfts- | und Anlagen | ||
| T€ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Gesamt |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2008 | |||||
| Nettobuchwert zum 1.1.2008 | 482.120,5 | 270.697,5 | 49.652,4 | 296.025,7 | 1.098.496,0 |
| Zugänge | 18.545,6 | 9.921,9 | 15.079,4 | 249.331,0 | 292.877,9 |
| Umbuchungen | 8.433,7 | 653,9 | 7,7 | -14.683,9 | -5.588,6 |
| Abgänge | -109,7 | -74,4 | -83,4 | -2.350,2 | -2.617,7 |
| Abschreibungen | -20.637,8 | -26.330,6 | -15.211,3 | 0,0 | -62.179,7 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2008 | 488.352,2 | 254.868,4 | 49.444,8 | 528.322,6 | 1.320.988,0 |
| Stand zum 31.12.2008 | |||||
| Anschaffungskosten | 747.733,0 | 630.455,0 | 175.057,0 | 528.837,4 | 2.082.082,5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -259.380,8 | -375.586,6 | -125.612,2 | -514,9 | -761.094,6 |
| Nettobuchwert | 488.352,2 | 254.868,4 | 49.444,8 | 528.322,6 | 1.320.988,0 |
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 15.939,3 aktiviert (Vorjahr: T€ 10.578,3). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode 4,1 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent).
Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2009 und 2008 werden nachstehend, inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen, angeführt:
| Im Segment Airport in T€ | 2009 |
|---|---|
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 115.371,6 |
| Aktivierungen 3. Piste | 13.295,0 |
| Rampe Vorplatz | 13.011,2 |
| Sicherheitssysteme | 9.089,2 |
| Feuerwache und Checkpoints | 8.373,3 |
| ÖBB-Bahnhof | 6.722,3 |
| Grundstücke | 5.966,8 |
| Rollwege und Vorfelder | 4.868,8 |
| Leitsystem | 4.378,6 |
| Gepäcksortieranlage | 3.988,1 |
| Im Segment Handling in T€ | 2009 |
| Spezialfahrzeuge | 2.180,4 |
| Betriebsausstattung | 1.107,8 |
| Im Segment Retail & Properties in T€ | 2009 |
| Schrankenanlage Parkhäuser und -flächen | 2.208,4 |
| Speditionsgebäude | 2.087,3 |
| Office Park I | 1.257,9 |
| Im Segment Sonstige Segmente in T€ | 2009 |
| Software | 1.681,4 |
| Datenverarbeitungsmaschinen | 1.086,3 |
| Infrastrukturausbau Westerweiterung | 1.091,1 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 895,9 |
| Trafostation | 663,2 |
| Im Segment Airport in T€ | 2008 |
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 163.413,1 |
| Feuerwache | 15.178,8 |
| Aktivierungen 3. Piste | 14.435,7 |
| Gepäcksortieranlage | 12.729,6 |
| Checkpoints Ost/West/GAC und Betriebsgebäude | 6.051,5 |
| Vorfelderweiterung Nordost | 5.633,2 |
| Sicherheitssysteme | 1.364,5 |
| Im Segment Handling in T€ | 2008 |
| Spezialfahrzeuge | 4.568,2 |
| Betriebsausstattung | 2.416,4 |
| Im Segment Retail & Properties in T€ | 2008 |
| Parkhaus 4 Erweiterung | 13.392,1 |
| Vorplatz Skylink | 8.401,1 |
| Airport Logistic Center Nord | 7.746,6 |
| Konzern-Anhang | |
|---|---|
| -- | ---------------- |
| Im Segment Sonstige Segmente in T€ | 2008 |
|---|---|
| Sicherstellung Elektroversorgung | 4.758,9 |
| Datenverarbeitungsmaschinen | 1.357,8 |
| Zentralwerkstätte und Lager | 860,8 |
| T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12. | ||
| Nettobuchwert zum 1.1. | 122.690,1 | 122.595,1 |
| Zugänge | 1.095,4 | 0,0 |
| Umbuchungen | 6.916,8 | 5.524,7 |
| Abgänge | 0,0 | -793,8 |
| Abschreibungen | -3.806,3 | -4.635,9 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 126.896,0 | 122.690,1 |
| Anschaffungskosten | 158.573,8 | 152.095,8 |
|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -31.677,8 | -29.405,6 |
| Nettobuchwert | 126.896,0 | 122.690,1 |
| T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Mieteinnahmen | 14.161,3 | 14.179,5 |
| Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien | 4.651,3 | 4.715,7 |
| Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien | 677,3 | 946,4 |
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen im Wesentlichen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Die betrieblichen Aufwendungen für zurzeit nicht vermietete Immobilien ist durch notwendige Sanierungsarbeiten leer stehender Büroflächen im Office Park 3 bedingt.
Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen ein Speditionsgebäude, das per 31.12.2008 in den Anlagen in Bau ausgewiesen wurde und in 2009 in Betrieb gegangen ist.
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entspricht nach internen Wertermittlungen (auf Basis von Ertragswerten) zum Bilanzstichtag im Wesentlichen dem Buchwert.
| (15) Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | ||
|---|---|---|
| T€ | 2009 | 2008 |
| Entwicklung vom 1.1. bis 31.12. | ||
| Nettobuchwert zum 1.1. | 104.790,1 | 99.704,1 |
| Währungsumrechnung | 0,0 | 4.607,6 |
| Anteilige Periodengewinne | 4.043,3 | 4.235,8 |
| Anteilige Periodenverluste | -640,6 | -288,2 |
| Abschreibung identifizierter Vermögenswerte | -15,3 | -15,3 |
| Dividendenausschüttung | -808,6 | -3.453,9 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 107.368,9 | 104.790,1 |
| Stand zum 31.12. | ||
| Fortgeschriebene Anschaffungskosten | 107.373,6 | 104.794,8 |
| Kumulierte Wertanpassungen | -4,7 | -4,7 |
| Nettobuchwert | 107.368,9 | 104.790,1 |
| (16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen | 1.614,0 | 773,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available-for-Sale) | 2.309,3 | 2.301,7 |
| 3.923,3 | 3.075,6 | |
Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 59,0 (Vorjahr: T€ 33,4), ein Darlehen an die Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. in Höhe von T€ 500,0 und den Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 111,3 (Vorjahr: T€ 98,8) sowie eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 135,0 (Vorjahr: T€ 141,7).
Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds in Höhe von T€ 986,0 (Vorjahr: T€ 978,4) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.322,2 (Vorjahr: T€ 1.322,2), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden:
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.310,8 | 3.535,9 |
| 3.310,8 | 3.535,9 |
Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb.
| (18) Wertpapiere | ||
|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| Investmentfonds | 33.984,7 | 34.678,6 |
| Rentenpapiere | 28.900,0 | 59.740,0 |
| 62.884,7 | 94.418,6 |
Die Investmentfonds wurden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet, während die Rentenpapiere als "Kredite und Forderungen" und als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert sind.
In der Vorperiode wurden die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Investmentfonds um T€ 5.674,0 (2007: T€ 3.923,4) erfolgswirksam im Wert gemindert, da die Wertminderungen dauerhaft waren.
Zum Stichtag sind Wertpapiere in Höhe T€ 33.984,7 (Vorjahr T€ 62.492,1) zur Verbesserung der Konditionen zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto | 54.384,8 | 55.251,9 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -10.409,3 | -6.360,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto | 43.975,5 | 48.891,0 |
| Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 456,1 | 266,2 |
| Forderungen gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 140,3 | 0,1 |
| Forderungen an Finanzamt | 14.040,0 | 9.945,7 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.315,6 | 4.973,4 |
| Abgrenzungsposten | 2.874,6 | 2.350,8 |
| 66.802,0 | 66.427,3 |
Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben.
75
| (20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| Kassenbestand | 130,4 | 194,6 | |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 5.298,1 | 6.448,2 | |
| 5.428,6 | 6.642,8 |
Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2009 bei 0,35 Prozent (Vorjahr: 2,60 Prozent). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2009 vorgeschlagene Dividende beträgt € 2,10 (Vorjahr: € 2,60) je Aktie.
Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.
Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.
Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag
an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2009 ausgewiesen ist.
In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10% des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten.
Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung werden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. Abgesehen von der Übertragung der eigenen Aktien in den Jahren 2000 und 2001 resultieren die Auswirkungen aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungsverpflichtungen:
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 13.046,4 | 12.761,5 |
| Teilauflösung Rückstellung für Stiftungsaufwand | 1.288,0 | 380,0 |
| Latente Steuern | -322,0 | -95,0 |
| Stand zum 31.12. | 14.012,4 | 13.046,4 |
Die Minderheitenanteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die Minderheitenanteile zum Bilanzstichtag betreffen den Minderheitsgesellschafter RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s.
Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 52.806,6 | 49.910,1 |
| Pensionen | 17.646,1 | 17.128,6 |
| Jubiläumsgelder | 11.317,5 | 10.637,1 |
| Altersteilzeit | 11.172,8 | 10.287,5 |
| Stiftungsaufwendungen (langfristiger Anteil) | 0,0 | 1.364,0 |
| 92.943,0 | 89.327,3 |
Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezuges. Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Im Falle eines kollektivvertraglichen Abfertigungsüberhangs werden jedoch für diese Dienstnehmer Rückstellungen gebildet.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 49.910,1 | 50.734,1 |
| Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand | 6.361,3 | 6.662,4 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-) / Verluste (+) | 1.879,5 | -2.727,7 |
| Abfertigungszahlungen | -5.344,3 | -4.758,7 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 52.806,6 | 49.910,1 |
Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ 3.650,3 (Vorjahr: T€ 2.134,7).
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 3.673,9 | 3.529,4 |
| Zinsaufwand | 2.687,4 | 2.344,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,0 | 788,2 |
| Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand | 6.361,3 | 6.662,4 |
| Historische Information Abfertigungsrückstellung in T€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | -------------------------------------------------------- | -- |
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. | 52.806,6 | 49.910,1 | 50.734,1 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen (+) Gewinn / (-) Verlust | 630,0 | -2.365,1 | -1.216,4 |
| In % des Barwerts der Verpflichtung (DBO) zum Periodenende | 1,2 | -4,7 | -2,4 |
Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.
Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 3.140,9 (Vorjahr: T€ 2.543,1).
Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen wurden teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, welche gemäß IAS 19 Planvermögen darstellen. Der Rückstellungsbetrag wurde um diese Versicherungsansprüche verringert. Im Geschäftsjahr 2010 werden voraussichtlich keine Beträge in das Planvermögen eingezahlt werden.
Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 Prozent der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.
Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).
Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in der Höhe von 2,5 Prozent des Monatsgrundbezuges, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.
79
| Überleitung der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung | |
|---|---|
| ------------------------------------------------------------------ | -- |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. | 22.735,6 | 22.068,6 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. | -5.089,5 | -4.940,0 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. | 17.646,1 | 17.128,6 |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 1.1. | 22.068,6 | 22.230,6 |
| Dienstzeitaufwand | 966,5 | 364,4 |
| Zinsaufwand | 1.036,3 | 1.035,8 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-) / Verluste(+) | -81,1 | -268,8 |
| Pensionszahlungen | -1.254,7 | -1.293,4 |
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. | 22.735,6 | 22.068,6 |
Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne für Pensionsrückstellungen T€ 765,6 (Vorjahr T€ 704,7).
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 1.1 | 4.940,0 | 3.320,9 |
| Ertrag aus Planvermögen | 149,5 | 85,7 |
| Einzahlungen des Arbeitgebers | 0,0 | 1.533,4 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. | 5.089,5 | 4.940,0 |
Das Planvermögen umfasst qualifizierte Rückdeckungsversicherungen.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 966,5 | 364,4 |
| Zinsaufwand | 1.036,3 | 1.035,8 |
| Ertrag aus Planvermögen | -149,5 | -85,7 |
| Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand | 1.853,4 | 1.314,5 |
| in T€ | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. | 22.735,6 | 22.068,6 | 22.230,6 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert | -5.089,5 | -4.940,0 | -3.320,9 |
| Unterdeckung (+) / Überschuss (-) | 17.646,1 | 17.128,6 | 18.909,6 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen (+) Gewinn / (-) Verlust | -1.196,3 | -570,3 | -1.651,6 |
| In % des Barwerts der Verpflichtung (DBO) am Periodenende | -5,3 | -2,6 | -7,4 |
| In % des Planvermögens am Periodenende | -23,5 | -11,5 | -49,7 |
Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.411,8 (Vorjahr: T€ 1.528,0).
Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 10.637,1 | 10.380,6 |
| Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand | 1.140,2 | 615,9 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | -459,8 | -359,4 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen | 11.317,5 | 10.637,1 |
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 589,6 | 717,0 |
| Zinsaufwand | 573,1 | 479,8 |
| Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-) / Verluste (+) | -22,5 | -580,9 |
| Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand | 1.140,2 | 615,9 |
Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt.
| in T€ | 1.1.2009 | Verbrauch | Neubildung | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Altersteilzeit | 10.287,5 | -2.523,4 | 3.408,7 | 11.172,8 |
Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurz- und langfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.
| in T€ | 1.1.2009 | Verbrauch | Auflösung | Neubildung | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Stiftungsaufwendungen | 2.194,3 | -76,0 | -1.288,0 | 76,0 | 906,3 |
| davon kurzfristig | 830,3 | 906,3 | |||
| davon langfristig | 1.364,0 | 0,0 |
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 90.671,6 | 120.132,3 |
| Bankdarlehen langfristig | 591.551,6 | 488.198,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 682.223,2 | 608.330,5 |
Die Aufnahme der Bankdarlehen erfolgte zur Finanzierung der umfangreichen Ausbauvorhaben am Flughafen Wien. Im Geschäftsjahr 2009 wurde durch die Konzerngesellschaft VIE Malta Finance Ltd. ein Schuldscheindarlehen in Höhe von € 103,5 Mio. begeben. Dieses Schuldscheindarlehen weist eine Laufzeit von vier bis sechs Jahren sowie eine Verzinsung von 4,0 Prozent auf. Wie im Vorjahr beträgt das Kreditvolumen bei der Europäischen Investitionsbank € 400,0 Mio. mit einer fixen Verzinsung beider Tranchen von durchschnittlich 4,5 Prozent. Diese Darlehen haben eine Laufzeit bis Juni 2031, wovon die ersten neun Jahre tilgungsfrei sind. Aufgrund der Begebung des Schuldscheindarlehens konnten die kurzfristen Finanzverbindlichkeiten auf € 90,7 Mio. reduziert werden.
Die Bankdarlehen weisen folgende Restlaufzeiten auf:
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 90.671,6 | 120.132,3 |
| mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 59.561,6 | 9.730,0 |
| mehr als fünf Jahre | 531.990,0 | 478.468,2 |
| 682.223,2 | 608.330,5 |
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen.
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschafter | 1.585,7 | 1.585,7 |
| Umweltfonds (langfristiger Anteil) | 17.017,3 | 8.373,3 |
| Abgrenzungsposten | 29.083,6 | 30.214,0 |
| Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 2.451,0 | 3.520,9 |
| 50.137,6 | 43.693,9 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der später als angenommen eintretenden Auszahlungsvoraussetzungen wurde der im Vorjahr als kurzfristig ausgewiesene Teil in Höhe von T€ 9.199,2 in die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.
Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertig gestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.
In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Nicht konsumierte Urlaube | 10.295,7 | 14.194,7 |
| Andere Personalansprüche | 5.446,1 | 4.315,7 |
| Ertragsteuern | 835,0 | 300,0 |
| Stiftungsaufwendungen | 906,3 | 830,3 |
| Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen | 58.070,5 | 69.779,8 |
| Nicht abgerechnete Ermäßigungen | 7.531,1 | 9.751,2 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 8.613,4 | 8.982,6 |
| 91.698,3 | 108.154,2 |
| Buchwert zum | Buchwert zum | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 1.1.2009 | Verbrauch | Auflösung | Neubildung | 31.12.2009 |
| Nicht konsumierte Urlaube | 14.194,7 | -3.928,5 | 0,0 | 29,5 | 10.295,7 |
| Andere Personalansprüche | 4.315,7 | -4.008,1 | -213,5 | 5.352,1 | 5.446,1 |
| Ertragsteuern | 300,0 | -297,1 | -1,9 | 834,0 | 835,0 |
| Stiftungsaufwendungen | 830,3 | -867,1 | 0,0 | 943,1 | 906,3 |
| Nicht fakturierte Lieferungen | |||||
| und Leistungen | 69.779,8 | -33.231,0 | -1.363,7 | 22.885,4 | 58.070,5 |
| Nicht abgerechnete Ermäßigungen | 9.751,2 | -8.566,9 | -870,0 | 7.216,9 | 7.531,1 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 8.982,6 | -3.073,3 | -1.553,2 | 4.257,3 | 8.613,4 |
| Summe | 108.154,2 | -53.972,1 | -4.002,3 | 41.518,4 | 91.698,3 |
Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden sowie für Leistungsprämien.
Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadenersatzforderungen, einer Rückstellung für Sicherheitsbeiträge und der Haftpflichtversicherung für das Jahr 2009 zusammen.
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Gegenüber Dritten | 97.512,1 | 56.529,6 |
| Gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 6.232,0 | 5.050,1 |
| Gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 60,0 | 0,2 |
| 103.804,1 | 61.579,9 |
| in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Umweltfonds (kurzfristiger Anteil) | 0,0 | 9.199,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 1.412,0 | 1.502,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 4.522,4 | 5.395,4 |
| Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 1.024,0 | 1.308,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 5.775,1 | 5.140,6 |
| Kreditorische Debitoren | 1.225,8 | 1.399,8 |
| Abgrenzungsposten Löhne | 6.278,8 | 6.635,1 |
| Andere Abgrenzungsposten | 2.210,7 | 2.381,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern | 8.170,0 | 7.700,0 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 2.146,4 | 1.683,4 |
| 32.765,3 | 42.346,8 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern bestehen aufgrund einer Put-Option für die Minderheitsgesellschafter an der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. zum Verkauf ihrer Anteile.
Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.
Aufgrund der erwarteten Auszahlungstermine erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds von den kurzfristigen in die langfristigen Verbindlichkeiten.
Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.
Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 4.739,1 (Vorjahr: T€ 7.738,5) auf Zinseneinzahlungen und T€ 22.089,8 (Vorjahr: T€ 22.158,6) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen T€ 1.063,6 (Vorjahr: T€ 3.859,9). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Als nicht zahlungswirksame Transaktion wurden Anschaffungen von Sachanlagen aus der Geldflussrechnung eliminiert. Unter Berücksichtigung von Auszahlungen, die in den Vorjahren eliminiert wurden, ergab sich eine Eliminierung von T€ 15.422,6 (Vorjahr: T€ 29.310,6).
Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:
| Buchwert | davon nicht wertgemindert und in den folgenden | Zeitbändern überfällig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 in T€ | nach Wertberich- tigungen 31.12.2009 |
wertge- mindert noch überfällig |
bis 30 Tage |
von 31 bis 90 Tage |
von 91 bis 180 Tage |
von 181 bis 360 Tage |
mehr als 360 Tage |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 49.683,4 | 35.971,8 | 3.217,9 | 7.333,0 | 619,2 | 925,0 | 97,4 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 21.614,0 | 21.614,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 71.297,4 | 57.585,8 | 3.217,9 | 7.333,0 | 619,2 | 925,0 | 97,4 |
| davon davon nicht wertgemindert und in den folgenden Buchwert weder |
Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 in T€ | nach Wertberich- tigungen 31.12.2008 |
wertge- mindert noch überfällig |
bis 30 Tage |
von 31 bis 90 Tage |
von 91 bis 180 Tage |
von 181 bis 360 Tage |
mehr als 360 Tage |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 54.200,5 | 37.539,7 | 6.363,2 | 4.334,5 | 763,5 | 766,9 | 437,8 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 50.773,9 | 50.773,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 104.974,3 | 88.313,6 | 6.363,2 | 4.334,5 | 763,5 | 766,9 | 437,8 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:
| Wertberichtigung | |||
|---|---|---|---|
| 2009 in T€ | 1.1.2009 | Veränderung1) | 31.12.2009 |
| Einzelwertberichtigungen | 8.210,8 | 3.989,6 | 12.200,3 |
| Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen | 49,6 | 58,9 | 108,5 |
| 8.260,4 | 4.048,5 | 12.308,8 |
1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung
| Wertberichtigung | |||
|---|---|---|---|
| 2008 in T€ | 1.1.2008 | Veränderung1) | 31.12.2008 |
| Einzelwertberichtigungen | 4.890,8 | 3.319,8 | 8.210,6 |
| Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen | 25,5 | 24,1 | 49,6 |
| 4.916,2 | 3.344,0 | 8.260,2 |
1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2009 T€ 43,0 (Vorjahr: T€ 175,2).
Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:
| Buchwert vor | Pauschale | Buchwert nach | ||
|---|---|---|---|---|
| Wertberich- | Einzelwert- | (Einzel-)Wert- | Wertberich- | |
| tigungen | berichtigung | berichtigung | tigungen | |
| 2009 in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Überfällig < 1 Jahr | 5.706,3 | 5.357,4 | 108,4 | 240,6 |
| Überfällig > 1 Jahr | 7.276,0 | 6.808,0 | 0,1 | 467,9 |
| Summe | 12.982,4 | 12.165,4 | 108,5 | 708,5 |
| Buchwert vor Wertberich- tigungen |
Einzelwert- berichtigung |
Pauschale (Einzel-)Wert- berichtigung |
Buchwert nach Wertberich- tigungen |
|
|---|---|---|---|---|
| 2008 in T€ | 31.12.2008 | 31.12.2008 | 31.12.2008 | 31.12.2008 |
| Überfällig < 1 Jahr | 3.992,2 | 3.607,8 | 48,2 | 336,2 |
| Überfällig > 1 Jahr | 5.260,2 | 4.603,0 | 1,3 | 665,9 |
| Summe | 9.252,4 | 8.210,8 | 49,5 | 992,1 |
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen Wien ersichtlich:
| Brutto | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Cash-Flows | |||||
| Buchwert | gesamt zum | Cash-Flows | |||
| 2009 in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2009 | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre |
| Fix verzinste Bankdarlehen | 558.059,2 | 845.907,5 | 111.535,6 | 124.445,8 | 609.916,2 |
| Variabel verzinste Bankdarlehen | 124.164,0 | 119.963,5 | 19.963,5 | 44.800,0 | 55.200,0 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 103.804,1 | 103.804,1 | 103.804,1 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 29.435,5 | 29.435,5 | 27.853,3 | 0,0 | 1.582,2 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 540,3 | 572,3 | 158,6 | 413,7 | 0,0 |
| Summe | 263.315,0 | 169.669,5 | 666.698,4 |
| Brutto Cash-Flows |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | gesamt zum | Cash-Flows | |||
| 2008 in T€ | 31.12.2008 | 31.12.2008 | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre |
| Fix verzinste Bankdarlehen | 581.903,9 | 921.606,8 | 148.217,5 | 112.719,8 | 660.669,4 |
| Variabel verzinste Bankdarlehen | 26.426,6 | 24.060,1 | 24.060,1 | 0,0 | 0,0 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 61.579,9 | 61.579,9 | 61.579,9 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26.845,3 | 26.845,3 | 16.886,3 | 8.373,3 | 1.585,7 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 376,1 | 406,3 | 158,6 | 247,7 | 0,0 |
| Summe | 250.902,2 | 121.340,9 | 662.255,1 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2009 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2009 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, grundsätzlich den Zeitwerten entsprechen.
| Bewertungs- | Buchwert | Nominalwert = | ||
|---|---|---|---|---|
| 2009 in T€ | kategorie | 31.12.2009 | Zeitwert | |
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel | 5.428,6 | 5.428,6 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 44.431,6 | ||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 26.872,2 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert) | AfS | 1.323,3 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 43.870,8 | ||
| PASSIVA | ||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 103.804,1 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 682.223,2 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 27.793,2 | ||
| Derivative finanzielle Schulden | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung | Hedging | 540,3 | ||
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held-for-Trading), Hedging – Sicherungsmaßnahmen,
FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
| Bewertungs- | Buchwert | Nominalwert = | ||
|---|---|---|---|---|
| 2008 in T€ | kategorie | 31.12.2008 | Zeitwert | |
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel | 6.642,8 | 6.642,8 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 49.157,3 | ||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 55.817,8 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert) | AfS | 1.323,3 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 45.397,0 | ||
| PASSIVA | ||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 61.579,9 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 608.330,5 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 26.845,3 | ||
| Derivative finanzielle Schulden | ||||
| Derivate mit Hedgebeziehung | Hedging | 376,1 | ||
Wertansatz nach IAS 39
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
HfT – Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held-for-Trading), Hedging – Sicherungsmaßnahmen,
FLAC – Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
| Konzern-Anhang | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 | ||||
| Zeitwert | Zeitwert | Fortgeführte | ||
| Zeitwert | erfolgs- | erfolgs- | Anschaffungs- | Anschaffungs- |
| 31.12.2009 | wirksam | neutral | kosten | kosten |
| 5.428,6 | ||||
| 44.431,6 | 44.431,6 | |||
| 26.872,51) | 26.872,5 | |||
| 1.323,3 | 193,4 | 1.129,9 | ||
| 43.870,8 | 43.238,1 | 632,6 | ||
| 103.804,1 | 103.804,1 | |||
| 433.661,62) | 682.223,2 | |||
| 27.793,2 | 27.793,2 | |||
| 540,3 | 540,3 |
1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
2) Aufgrund des hohen Anteils an langfristigen festverzinslichen Krediten und der im Jahr 2009 unverändert hohen Risikoprämien bei
Finanzierungen (credit spreads), ergab sich eine deutliche Abweichung der beizulegenden Zeitwerte von den fortgeführten Anschaffungskosten.
| Wertansatz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert | Zeitwert | Fortgeführte | ||
| Zeitwert | erfolgs- | erfolgs- | Anschaffungs- | Anschaffungs- |
| 31.12.2008 | wirksam | neutral | kosten | kosten |
| 6.642,8 | ||||
| 49.157,3 | 49.157,3 | |||
| 55.817,81) | 55.817,8 | |||
| 1.323,3 | 193,4 | 1.129,9 | ||
| 45.397,0 | 34.678,6 | 10.085,8 | 632,6 |
| 61.579,9 | 61.579,9 |
|---|---|
| 358.283,62) | 608.330,5 |
| 26.845,3 | 26.845,3 |
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 376,1 376,1 376,1
1) Da aufgrund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
2) Aufgrund des hohen Anteils an langfristigen festverzinslichen Krediten und der im Jahr 2008 erheblich gestiegenen Risikoprämien bei
Finanzierungen (credit spreads) ergab sich eine deutliche Abweichung der beizulegenden Zeitwerte von den fortgeführten Anschaffungskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wird wie folgt bestimmt: Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Wechsel, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen). Die in der Stufe 2 eingeordneten Wertpapiere werden zwar nicht selbst an der Börse gehandelt, beinhalten jedoch ausschließlich Aktien und Anleihen, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird von den Marktwerten der an den öffentlichen Börsen notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet. Der beizulegende Zeitwert von anderen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden (außer Derivaten) werden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Der beizulegende Zeitwert von Derivaten wird anhand von Marktpreisen ermittelt. Bei nicht börsegehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet.
In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert. Dabei werden sie in die Stufen 1 bis 3 eingeordnet, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung tragen:
| 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| 9.253,4 | 33.984,7 | 0,0 | 43.238,1 |
| 9.253,4 | 33.984,7 | 0,0 | 43.238,1 |
| 0,0 | 540,3 | 0,0 | 540,3 |
| 0,0 | 540,3 | 0,0 | 540,3 |
| 31.12.2008 | |||
| Gesamt | |||
| Available-for-sale finanzielle Vermögenswerte | |||
| 10.085,8 | 34.678,6 | 0,0 | 44.764,3 |
| 10.085,8 | 34.678,6 | 0,0 | 44.764,3 |
| 0,0 | 376,1 | 0,0 | 376,1 |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere wird, sofern sie unter die Stufe 1 fallen, anhand von zum jeweiligen Stichtag gültigen Marktpreisen (Börsekursen) ermittelt. Die in der Stufe 2 eingeordneten Wertpapiere werden zwar nicht selbst an der Börse gehandelt, beinhalten jedoch ausschließlich Aktien und Anleihen, die an öffentlichen Börsen gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird von den Marktwerten der an den öffentlichen Börsen notierenden Aktien und Anleihen abgeleitet.
Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet.
| aus der Folgebewertung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 in T€ | Zinsen | zum Zeit- wirksam |
zum Zeit- aus wert erfolgs- wert erfolgs- |
Währungs- neutral umrechnung berichtigung |
Währungs- | aus Abgang |
Netto- ergebnis 2009 |
| Zahlungsmittel | 39,6 | -1,0 | 38,6 | ||||
| Kredite und Forderungen | |||||||
| (LaR) | 2.073,1 | -0,8 | -4.425,0 | -2.352,7 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare | |||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| (AfS) | 2.261,3 | 500,3 | -33,7 | 2.727,9 | |||
| Finanzielle Schulden zu fort | |||||||
| geführten Anschaffungs | |||||||
| kosten (FLAC) | -9.454,3 | -9.454,3 | |||||
| Hedging | -212,7 | -164,2 | -377,0 | ||||
| Summe | -5.293,0 | 336,0 | -1,8 | -4.425,0 | -33,7 | -9.417,5 |
| aus der Folgebewertung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 in T€ | Zinsen | zum Zeit- wirksam |
zum Zeit- aus wert erfolgs- wert erfolgs- |
Währungs- neutral umrechnung berichtigung |
Währungs- | aus Abgang |
Netto- ergebnis 2008 |
| Zahlungsmittel | 491,6 | 1,0 | 492,6 | ||||
| Kredite und Forderungen | |||||||
| (LaR) | 1.809,8 | -0,3 | -3.591,1 | -1.781,6 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare | |||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| (AfS) | 5.397,2 | -5.685,7 | -257,7 | -7.001,3 | -7.547,5 | ||
| Zu Handelszwecken | |||||||
| gehaltene Finanzinstrumente | 707,8 | 133,0 | 840,8 | ||||
| Finanzielle Schulden zu fort | |||||||
| geführten Anschaffungs | |||||||
| kosten (FLAC) | -12.821,9 | -12.821,9 | |||||
| Hedging | 90,8 | -376,1 | -285,3 | ||||
| Summe | -4.324,6 | -5.685,7 | -633,8 | 0,7 | -3.591,1-6.868,3 | -21.102,9 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.
In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet sind, gehen sowohl Zins- als auch Marktwertbewertungseffekte ein.
Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 9.454,3 (Vorjahr: T€ 12.821,9) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert. Enthalten sind hierunter auch Zinserträge aus einem Zinsderivat, welches der Flughafen Wien in der Berichtsperiode im Rahmen eines Cash-Flow Hedge als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat.
Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2009 Bewertungsgewinne von netto T€ 500,3 (Vorjahr: Bewertungsverluste von netto T€ 257,7) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2008 keine Ergebnisse in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert (Vorjahr: Verluste von insgesamt T€ 2.550,6).
In 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Receiver Zinsswap ("Empfange fix – zahle variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäftes, die sich aus den Veränderungen des variablen Zinssatzes ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen des Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, das variabel verzinsliche Bankdarlehen in eine festverzinsliche Finanzschuld zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.
| Strukturierte Zinsswaps | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Nominalwerte in T€ | 10.000,0 | 10.000,0 |
| Beizulegender Zeitwert | -540,3 | -376,1 |
| Durchschnittlich empfangener Zinssatz | 0,72% | 4,68% |
| Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz | 3,76% | 3,76% |
| Restlaufzeit in Jahren | 2,9 | 3,9 |
93
Die Bewertung erfolgt zu Marktdaten des Bewertungsstichtages. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) zugrunde. Die durchschnittlich variablen Zinssätze, die während der Laufzeit der Zinstauschvereinbarungen wesentlichen Änderungen unterliegen können, entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen Zinssätzen.
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Terms Match Method nach IAS 39.AG 108 ermittelt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der kumulativen Dollar-Offset-Methode überprüft. Dazu werden im Grund- und Sicherungsgeschäft die Zahlungsstromänderungen ermittelt und zueinander ins Verhältnis gesetzt. Liegt der Quotient zwischen 80 Prozent und 125 Prozent, ist der Hedge effektiv. Die Sicherungsbeziehung war zum Abschlussstichtag effektiv. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts resultiert im Geschäftsjahr 2009 ein in der Sicherungsrücklage erfasster Verlust von T€ 123,2 (Vorjahr: Gewinn von T€ 308,2).
Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken sowie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handelsoder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.
Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.
Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.
Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungs- und Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody`s) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, dem Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie der vermehrten Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.
Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.
Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längere Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.
Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher/ geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 657,0 geringer/höher (Vorjahr: T€ 150,2 höher/geringer) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 657,0 (Vorjahr: T€ 150,2) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher/geringer gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 492,7 niedriger/höher (Vorjahr: T€ 112,7 höher/niedriger) gewesen.
Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.
Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.
Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.
Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.
Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und somit mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 behaftet.
Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als gering anzusehen, und folglich wird auf eine quantitative Währungssensitivitätsanalyse verzichtet.
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2009 und 2008 hatte der Flughafen-Wien-Konzern keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.
97
Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.
Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Fremdkapitalquote nicht mehr als zwei Drittel betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:
| in T€ | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 682.223,2 | 608.330,5 | |
| - | Liquide Mittel | -5.428,6 | -6.642,8 |
| - | Kurzfristige Wertpapiere | -62.884,7 | -94.418,6 |
| = | Netto-Finanzschulden | 613.909,9 | 507.269,1 |
| ./. | Buchwert Eigenkapital | 794.792,4 | 776.384,3 |
| = | Gearing | 77,2% | 65,3% |
Das Gearing erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von € 73,9 Mio. (Vorjahr: € 140,0 Mio.) sowie der Bewertung bzw. dem Verkauf von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 31,5 Mio.
Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.
In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).
| in T€ | 2009 | 20081) |
|---|---|---|
| In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen | 109.092,9 | 122.899,9 |
| davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen | ||
| (Umsatzmieten) | 5.996,1 | 7.759,5 |
| Künftige Mindestleasingzahlungen | ||
| Bis zu einem Jahr | 53.724,5 | 54.291,3 |
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 90.386,9 | 88.178,1 |
| Länger als fünf Jahre | 230.429,7 | 240.155,3 |
| 1) angepasst |
Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Leasingzahlungen dargestellt:
| in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen | 8.101,9 | 9.907,6 |
| davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte Mietzahlungen (Zins) | 3.217,4 | 5.764,2 |
| Künftige Mindestleasingzahlungen | ||
| Bis zu einem Jahr | 6.861,7 | 10.245,1 |
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 22.965,4 | 37.871,0 |
| Länger als fünf Jahre | 57.206,5 | 102.303,6 |
Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 4.672,9 (Vorjahr: T€ 4.936,0).
Die MMLC hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2009 aushaftenden Obligo von € 17,4 Mio. in Anspruch genommen. Wir, die Flughafen Wien AG, haben zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Wir haben uns gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle unsere Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es unsere Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.
Seit 2009 ist eine steuerliche Außenprüfung der österreichischen Gesellschaften für die Jahre 2004 bis 2007 (Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2008 und 2009 im Gange, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Etwaige sich daraus ergebende Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nicht verlässlich abschätzbar.
Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (26).
Zur Verpfändung von Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens siehe Punkt (18).
Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 104,4 Mio. (Vorjahr: € 166,5 Mio.).
Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten jeweils 20 Prozent der Aktien an der Flughafen Wien AG. Beide haben aufgrund ihrer Beteiligungshöhe einen maßgeblichen Einfluss auf die Flughafen Wien AG und gelten daher als nahe stehende Unternehmen der Flughafen Wien AG. Sowohl mit dem Land Niederösterreich als auch mit der Stadt Wien wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen unterhalten.
Darüber hinaus sind alle verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements und die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG nahe stehende Unternehmen oder Personen. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 5.637,1 (Vorjahr: T€ 4.923,4).
Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.017,9 (Vorjahr: T€ 997,1) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 968,6 (Vorjahr: T€ 858,1).
Am 31. Dezember 2009 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen T€ 611,6 (Vorjahr: T€ 546,5). Die Wertberichtigungen für diesen Posten betragen T€ 372,0 (Vorjahr: T€ 372,0). Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen auf T€ 5.835,2 (Vorjahr: T€ 5.142,5).
Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.
Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:
| im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 2.993 | 3.119 |
| Angestellte | 1.156 | 1.146 |
| 4.148 | 4.266 |
Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 folgende Vergütungen:
| 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgsab- | |||||
| Fixe | hängige | Sach- | Gesamt- | Gesamt | |
| in T€ | Bezüge | Bezüge 2008 | bezüge | bezüge | bezüge |
| Mag. Christian Domany | 190,3 | 145,1 | 5,4 | 340,8 | 430,3 |
| Mag. Herbert Kaufmann | 253,8 | 145,1 | 7,5 | 406,4 | 430,5 |
| Ing. Gerhard Schmid | 253,8 | 145,1 | 7,5 | 406,4 | 430,5 |
| Komm.Rat Ernest Gabmann | 211,7 | 0,0 | 5,6 | 217,2 | 0,0 |
| 909,5 | 435,3 | 25,9 | 1.370,7 | 1.291,4 |
Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2008, die im Jahr 2009 ausbezahlt wurden. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management. Zur Abdeckung der Pensionsansprüche des Vorstands besteht eine Rückdeckungsversicherung.
Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 675,6 (Vorjahr: T€ 670,3).
Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:
| Geschäftsjahr 2009 | Leitende | ||
|---|---|---|---|
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | Angestellte |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 160,4 | 1.370,7 | 1.923,5 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 1.012,4 | 66,9 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 3,5 | 12,8 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des | |||
| Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 83,9 | 82,6 |
| Summe | 160,4 | 2.470,5 | 2.085,8 |
| Geschäftsjahr 2008 | Leitende | ||
|---|---|---|---|
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | Angestellte |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 167,8 | 1.291,4 | 1.650,9 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 501,5 | 61,8 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 2,6 | 14,3 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des | |||
| Arbeitsverhältnisses | 0,0 | 40,7 | 64,1 |
| Summe | 167,8 | 1.836,2 | 1.791,1 |
Die Verkehrszahlen für Jänner 2010 lassen eine langsame Erholung erkennen. Die Zahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2009 um 4,1 Prozent auf insgesamt 1.202.594 Fluggäste. Die Flugbewegungen gingen um 2,7 Prozent zurück, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 1,0 Prozent und die Fracht um 30,8 Prozent zulegten. Die Zahl der Lokalpassagiere erhöhte sich im Jänner 2010 um 4,7 Prozent auf 825.660 Passagiere. Bei den Transferpassagieren wurde eine Steigerung von 3,3 Prozent verzeichnet.
Mit Schreiben vom 19. Februar 2010 wurde vom Minderheitsgesellschafter der KSC Holding (KSCH) die Put-Option über die Andienung von 19,05 Prozent der Anteile an der Gesellschaft gegenüber der Flughafen Wien AG ausgeübt. Nach der Übernahme der Anteile ist die Flughafen-Wien-Gruppe zu 100 Prozent an der KSCH und zu 66 Prozent an der KSC (Letisko Košice – Airport Letisko a.s.) beteiligt.
Mit Abtretungsvertrag vom 22. Oktober 2009 wurde ein Geschäftsanteil an der SCA Schedule Coordination Austria GmbH entsprechend einer voll eingezahlten Stammeinlage im Nennbetrag von € 6.750,- zu einem Kaufpreis von € 68.400 erworben. Gemäß Punkt 6 des Abtretungsvertrags war der Übergang aller mit dem Geschäftsanteil verbundenen Rechte und Verbindlichkeiten auf den neuen Gesellschafter mit Ablauf des 31. Dezember 2009 wirksam.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2009 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied
Sprecher des Vorstands
102
| Kurzzeichen | gesellschaft | Konzern | Konsolidie rungsart |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Ober | Land | Anteil | ||
| Flughafen Wien AG | VIE | Österreich | VK | ||
| Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. | IVW | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH | LOAV | VAH | Österreich 100,0% | VK | |
| Mazur Parkplatz GmbH | MAZU | VIEL | Österreich 100,0% | VK | |
| VIE International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. | VINT | VIAB | Österreich 100,0% | VK | |
| VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. | VIEL | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. | VOPE | VIEL | Österreich 100,0% | VK | |
| Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. | VAH | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. | BPIB | VIEL | Österreich 100,0% | VK | |
| Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH | VAI | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH | VIAB | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. | VIAS | VIE | Österreich 100,0% | VK | |
| VIE Office Park 3 BetriebsGmbH | VWTC | VIEL | Österreich 100,0% | VK | |
| BTS Holding, a.s. | BTSH | VIE | Slowakei 80,95% | VK | |
| KSC Holding, a.s. | KSCH | VIE | Slowakei 80,95% | VK | |
| VIE (Malta) Limited | VIE Malta | VINT | Malta 100,0% | VK | |
| VIE Malta Finance Holding Ltd. | VIE MFH | VIE | Malta 100,0% | VK | |
| VIE Malta Finance Ltd. | VIE MF | VIE MFH | Malta 100,0% | VK | |
| Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. | APBF | VIE | Österreich | 25,0% | EQ |
| City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. | CAT | VIE | Österreich | 50,1% | EQ |
| SCA Schedule Coordination Austria GmbH | SCA | VIE | Österreich | 40,0% | EQ |
| Flughafen Friedrichshafen GmbH | FDH | VINT | Deutschland | 25,15% | EQ |
| Letisko Košice – Airport Košice, a.s. | KSC | KSCH | Slowakei | 66,0% | EQ |
| Malta International Airport p.l.c. | MIA | VIE Malta | Malta | 10,1% | EQ |
| Malta Mediterranean Link Consortium Limited (Teilkonzern mit Malta International Airport p.l.c.) |
MMLC | VIE Malta | Malta | 57,1% | EQ |
| GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | GETS | VIAS | Österreich 100,0% | NK | |
| "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH |
GET2 | VIAS | Österreich | 51,0% | NK |
| Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. | SFS | VIAS | Österreich 100,0% | NK | |
| VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. | SHOP | VIE | Österreich 100,0% | NK | |
| VIE Indien Projektentwicklung und Beteiligung GmbH | VIND | VINT | Österreich 100,0% | NK | |
| Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Entwick lungsbeteiligungsgesellschaft mbH, in Liquidation |
VIE BBI | VIE | Deutschland 100,0% | NK | |
| OAO "Petroport-konzessii" Offene Aktiengesellschaft | PETR | VINT | Russland | 25,0% | NK |
| VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company, in Liquidation |
VIAS Hellas | VIAS Griechenland 100,0% | NK |
Erläuterung Konsolidierungsart:
VK = Vollkonsolidierung, EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode, NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit
Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbeson | ||
| dere Immobilien sowie der Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der Flug | ||
| hafen Wien AG. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 110.940,3 | 112.156,7 |
| Schulden | 23.932,7 | 25.444,9 |
| Eigenkapital | 87.007,5 | 86.711,8 |
| Umsatzerlöse | 15.748,5 | 15.284,7 |
| Sitz: | 2540 Bad Vöslau – Flugplatz |
|---|---|
| Kapitalanteil: 100% | 100% VAH |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und die Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie die | |
| Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen. |
Periodenergebnis 7.495,8 7.200,0
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 20081) |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 5.965,5 | 62,8 |
| Schulden | 320,5 | 35,3 |
| Eigenkapital | 5.645,0 | 27,5 |
| Umsatzerlöse | 761,5 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -364,2 | -7,5 |
1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2008 gegründet
| Mazur Parkplatz GmbH (MAZU) | ||
|---|---|---|
| Sitz: | 2320 Schwechat | |
| Kapitalanteil: | 100% VIEL | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatz Mazur sowie Garagierung. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 5.358,2 | 4.752,4 |
| Schulden | 525,4 | 88,3 |
| Eigenkapital | 4.832,8 | 4.664,1 |
| Umsatzerlöse | 1.329,6 | 1.470,3 |
| Periodenergebnis | 468,7 | 318,6 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAB | |
| Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaften | ||
| für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 61.240,8 | 59.641,9 |
| Schulden | 2.430,6 | 822,0 |
| Eigenkapital | 58.810,3 | 58.819,9 |
| Umsatzerlöse | 2.172,3 | 3.579,5 |
| Periodenergebnis | 1.990,4 | 3.037,8 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaf | ||
| ten BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwick | ||
| lung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 57.179,9 | 56.608,3 |
| Schulden | 7.777,7 | 8.248,5 |
| Eigenkapital | 49.402,2 | 48.359,8 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 1.042,4 | -79,6 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIEL | |
| Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office | ||
| Park 2. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 45.986,6 | 47.095,6 |
| Schulden | 27.000,1 | 28.223,2 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 18.986,5 | 18.872,3 |
| Umsatzerlöse | 3.148,3 | 3.152,3 |
| Periodenergebnis | 952,2 | 779,6 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für | |
| alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die | |
| wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätig | |
| keit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der | |
| General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung). | |
| 2009 | 2008 |
|---|---|
| 7.441,8 | 1.904,2 |
| 1.357,0 | 1.814,2 |
| 6.084,7 | 90,0 |
| 11.260,0 | 15.467,5 |
| 1.434,8 | 1.807,7 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99% VIEL, 1% IVW | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 6.111,4 | 5.899,5 |
| Schulden | 321,6 | 1.105,1 |
| Eigenkapital | 5.789,8 | 4.794,5 |
| Umsatzerlöse | 7.225,9 | 7.166,6 |
| Periodenergebnis | 995,3 | -365,4 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagen |
sektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 5.100,7 | 2.765,1 |
| Schulden | 3.279,6 | 937,7 |
| Eigenkapital | 1.821,1 | 1.827,5 |
| Umsatzerlöse | 9.913,3 | 6.952,7 |
| Periodenergebnis | 493,7 | 590,3 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaf | |
| ten und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesell | |
| schaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT. |
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 57.468,0 | 55.461,3 |
| Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapital | 57.468,0 | 55.461,3 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 2.006,7 | 7,1 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen | ||
| (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zustän | ||
| dig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Roll | ||
| stuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt | ||
| über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen | ||
| für Flughäfen teil. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 16.567,4 | 16.128,6 |
| Schulden | 7.213,4 | 7.293,4 |
| Eigenkapital | 9.354,0 | 8.835,3 |
| Umsatzerlöse | 32.748,0 | 36.177,1 |
Periodenergebnis 1.518,6 1.951,8
| VIE Office Park 3 BetriebsGmbH (VWTC) | |||
|---|---|---|---|
| -- | -- | --------------------------------------- | -- |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 99% VIEL, 1% BPIB |
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbesondere des Office Park 3.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 23.758,7 | 24.378,9 |
| Schulden | 2.611,9 | 1.796,8 |
| Eigenkapital | 21.146,8 | 22.582,1 |
| Umsatzerlöse | 1.874,8 | 1.983,0 |
| Periodenergebnis | -1.435,4 | -381,7 |
| Sitz: | 811 03 Bratislava, Slowakei |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE, 33,25% VINT |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flug | |
| häfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten. | ||
|---|---|---|
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 1.403,8 | 1.476,2 |
| Schulden | 20,2 | 19,5 |
| Eigenkapital | 1.383,6 | 1.456,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -73,1 | -60,9 |
| Sitz: | 811 03 Bratislava, Slowakei |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE, 33,25% VINT |
| Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der Haltung | |
| der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Beratungsleistungen. |
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 47.190,1 | 45.917,3 |
| Schulden | 5.668,5 | 5.623,9 |
| Eigenkapital | 41.521,5 | 40.293,4 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 1.228,2 | 1.547,0 |
Sitz: Malta
Kapitalanteil: 99,8% VINT, 0,2% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die At-equity-Bewertung des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta International Airport plc.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 48.600,4 | 48.196,1 |
| Schulden | 18.737,9 | 18.872,1 |
| Eigenkapital | 29.862,5 | 29.324,0 |
| Umsatzerlöse | 647,1 | 762,4 |
| Periodenergebnis | 2.338,4 | 2.316,5 |
| Sitz: | Malta |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE, 0,05% VIAB |
| Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance | |
| Ltd. | |
| IFRS-Werte in T€ | 20091) |
| Vermögenswerte | 10,9 |
| Schulden | 32,5 |
| Eigenkapital | -21,6 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -23,6 |
1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet
| Sitz: | Malta |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE MFH, 0,05% VIAB |
| Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanz | |
| instrumenten. | |
| IFRS-Werte in T€ | 20091) |
| Vermögenswerte | 106.486,6 |
| Schulden | 105.914,6 |
| Eigenkapital | 572,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | 570,0 |
1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 25% + 1 Anteil VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenabferti | ||
| gung am Flughafen Wien tätig. | ||
| UGB-Werte in T€ | 20091) | 20082) |
| Vermögenswerte | 1.232,2 | 1.119,1 |
| Schulden | 1.791,3 | 1.762,3 |
| Eigenkapital | -559,1 | -643,1 |
| Umsatzerlöse | 4.440,1 | 4.925,0 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 84,0 | -482,0 |
1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 50,1% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrs | |
| unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check | |
| In-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flugpassagiere; | |
| Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen |
zwischen Städten und Flughäfen.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 18.821,5 | 19.052,0 |
| Schulden | 5.550,7 | 5.860,7 |
| Eigenkapital | 13.270,8 | 13.191,3 |
| Umsatzerlöse | 9.052,6 | 8.633,1 |
| Periodenergebnis | 79,5 | 222,0 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 40% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstim | |
| mung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den |
sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.
| UGB-Werte in T€ | 20091) | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 802,9 | 698,3 |
| Schulden | 137,7 | 174,8 |
| Eigenkapital | 665,2 | 523,5 |
| Umsatzerlöse | 966,5 | 971,5 |
| Jahresüberschuss | 164,7 | 169,7 |
1) vorläufige Werte
| Sitz: | Friedrichshafen, Deutschland | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 25,15% VINT | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Friedrichshafen. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 44.230,0 | 41.175,3 |
| Schulden | 25.924,6 | 21.443,7 |
| Eigenkapital | 18.305,4 | 19.731,6 |
| Umsatzerlöse | 9.330,2 | 10.149,2 |
| Periodenergebnis | -2.547,2 | -1.145,9 |
| Sitz: | Košice, Slowakei | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 66% KSCH | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Košice. | ||
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 70.192,0 | 68.763,9 |
| Schulden | 1.442,7 | 1.919,0 |
| Eigenkapital | 68.749,3 | 66.844,9 |
| Umsatzerlöse | 10.802,5 | 13.776,3 |
| Periodenergebnis | 1.986,4 | 2.568,2 |
| Malta International Airport plc. (MIA) | ||
|---|---|---|
| Sitz: | Malta | |
| Kapitalanteil: | 10,1% VIE Malta, 40% MMLC | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport. | ||
| IFRS-Werte in T€ | 20091) | 20082) |
| Vermögenswerte | 126.107,1 | 122.729,8 |
| Schulden | 72.883,4 | 70.348,3 |
| Eigenkapital | 53.223,7 | 52.381,5 |
| Umsatzerlöse | 46.128,3 | 44.938,3 |
| Periodenergebnis | 8.747,2 | 8.632,4 |
1) Vorläufige Werte, 2) An endgültige Werte angepasst
Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 2,45 (im Vorjahr umgerechnet: € 2,5) und der Kurswert der Anteile T€ 16.740,0 (Vorjahr: T€ 17.081,6).
| Malta | |
|---|---|
| 57,1% VIE Malta | |
| 20091) | 20082) |
| 153.112,4 | 150.437,5 |
| 90.347,9 | 90.112,9 |
| 62.764,6 | 60.324,6 |
| 46.128,3 | 45.116,3 |
| 3.206,5 | 2.783,0 |
| Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International |
1) Vorläufige Werte 2) An endgültige Werte angepasst
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAS | |
| Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Serviceleistun | ||
| gen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind. | ||
| UGB-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 1.111,0 | 1.003,7 |
| Schulden | 431,6 | 318,0 |
| Eigenkapital | 679,4 | 685,7 |
| Umsatzerlöse | 2.504,6 | 2.574,8 |
| Jahresüberschuss | 218,7 | 224,6 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 51% VIAS | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes, | ||
| Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc. | ||
| UGB-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 4.109,9 | 3.401,0 |
| Schulden | 1.220,1 | 1.225,2 |
| Eigenkapital | 2.889,9 | 2.175,7 |
| Umsatzerlöse | 5.001,4 | 4.717,1 |
| Jahresüberschuss | 716,3 | 599,9 |
|---|---|---|
| Sitz: | 5020 Salzburg |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAS |
| Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch | |
| derzeit operativ nicht tätig. |
| UGB-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 56,8 | 57,3 |
| Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapital | 56,8 | 57,3 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresfehlbetrag | -0,6 | -0,1 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäf | ||
| ten auf Flughäfen im In- und Ausland. | ||
| UGB-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 17,9 | 20,9 |
| Schulden | 0,1 | 0,0 |
| Eigenkapital | 17,8 | 20,9 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresfehlbetrag | -3,1 | -2,4 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 74% VINT, 26% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteili | ||
| gungen an Flughafen-Projekten insbesondere in Indien. | ||
| UGB-Werte in T€ | 2009 | 2008 |
| Vermögenswerte | 88,4 | 44,6 |
| Schulden | 19,9 | 7,4 |
| Eigenkapital | 68,5 | 37,1 |
| Umsatzerlöse | 68,2 | 23,9 |
| Jahresüberschuss | 31,4 | 3,9 |
| 12529 Schönefeld, Deutschland |
|---|
| 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die VIE BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP Berlin |
| Brandenburg International Partner GmbH & CoKG beteiligt, die für die Verfolgung des Projekts |
| "Flughafen Berlin" tätig war. Die Gesellschaft befindet sich seit September 2008 in Liquidation. |
| 2007 |
| 2.870,8 |
| 1.574,1 |
| 1.296,7 |
| 0,0 |
| -340,2 |
| Sitz: | Athen, Griechenland |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAS |
| Gegenstand des Unternehmens: Sicherheitsdienstleistungen für Flughäfen. Diese Gesellschaft | |
| wurde zur Teilnahme der VIAS an den Ausschreibungen für Sicherheitsdienstleistungen auf | |
| griechischen Flughäfen gegründet. | |
| in T€ | 2005 |
| Eigenkapital | 11,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
Periodenergebnis -2,6
| Sitz: | Russland |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 25% VINT |
| Gegenstand des Unternehmens: Flughafenconsulting (S.P.V. zur Verfolgung des Bids des | |
| Flughafen Pulkovo) | |
| in T€ | 20091) |
| Vermögenswerte | 508,9 |
| Schulden | 1.507,5 |
| Eigenkapital | -998,7 |
| Umsatzerlöse | 0 |
| Periodenergebnis | -994,0 |
1) Vorläufiges Ergebnis, Umrechnung mit Stichtagskurs 1€ = 43,154 RUB lt. OENB
Nach § 82 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009, sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 26. Februar 2010
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien sowie den Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Der Geschäftsverlauf eines Flughafens wird von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der internationalen Verflechtung seines Einzugsgebiets sowie von der privaten Kaufkraft und dem damit verbundenen Reiseverhalten wesentlich bestimmt.
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise löste die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Die Weltwirtschaft ist 2009 laut vorläufigen Daten des WIFO um etwa 1 Prozent geschrumpft (Vorjahr: +3,1%). Im Euroraum verminderte sich das Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent auf -3,9 Prozent. Besonders stark von der Krise betroffen waren Länder mit starken Turbulenzen der Immobilienbranche wie etwa Spanien und Irland oder deren Wirtschaft überdurchschnittlich vom Export abhängt (etwa Deutschland und die Niederlande). Auch die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Ost- und Südosteuropa konnten sich der Abwärtsentwicklung nicht entziehen und verzeichneten einen durchschnittlichen Rückgang von 3,8 Prozent (2008: 3,7%). Die österreichische Wirtschaft schrumpfte 2009 real um 3,4 Prozent (2008: +2,0 Prozent). Begünstigt durch die niedrige Inflation und wirtschaftspolitische Maßnahmen, wie die Steuerreform und hohe Lohnabschlüsse, stieg das verfügbare reale Haushaltseinkommen, was in einer Zunahme des privaten Konsums um 0,5 Prozent resultierte.
Ein Mehrjahresvergleich des österreichischen BIP-Wachstums mit der Entwicklung des Passagier- und Frachtaufkommens des Flughafen Wien verdeutlicht die Abnahme der Korrelation während der letzten Jahre.
Ab 2010 rechnen Wirtschaftsforscher mit einer langsamen Erholung. Für den Euroraum wird ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, wobei die neuen EU-Länder langfristig stärker expandieren werden als die EU-15. Die österreichische Wirtschaft wird laut Prognosen des WIFO von 2010 bis 2014 um 1,8 Prozent pro Jahr wachsen.
Von dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld blieb auch der österreichische Tourismus nicht verschont. Die Zahl der Übernachtungen verminderte sich im Berichtsjahr laut Statistik Austria um 1,9 Prozent auf 124,3 Millionen (2008: 126,6 Mio.). Bei den Gästenächtigungen wichtiger Herkunftsländer waren Rückgänge zu verzeichnen, so bei Gästen aus Deutschland (-2,6%), den Niederlanden (-1,2%), aus Russland (-12,4%) oder aus Großbritannien (-16,8%). Andererseits konnten die Nächtigungen von Gästen aus der Schweiz (+2,2%), Italien (+1,3%), Tschechien (+9,9%) und Frankreich (+0,3%) zulegen. Obwohl sich die Übernachtungen osteuropäischer Gäste aufgrund der konjunkturellen Lage im Berichtsjahr mehrheitlich negativ entwickelten, haben sie sich seit dem Jahr 2000 teilweise mehr als verdoppelt, und bei einer Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage besteht aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus weiteres Aufholpotenzial.
Nach Rekordwerten in den letzten Jahren musste in Wien 2009 ein Rückgang bei den Nächtigungen um 3,8 Prozent auf 9,8 Millionen (2008: 10,2 Mio.) verbucht werden. Während die Nächtigungen aus den Kernmärkten tendenziell zurückgingen, ist vor allem die positive Entwicklung der Nächtigungen asiatischer Gäste hervorzuheben. Die Zahl der Nächtigungen von Gästen aus Japan wuchs um 8 Prozent, jene aus China um 16 Prozent, aus Indien um 2 Prozent und jene aus Taiwan um beachtliche 36 Prozent.
2009 war für die Luftfahrt ein schwieriges Jahr, und auch die europäischen Flughäfen mussten teils stark rückläufige Verkehrszahlen verzeichnen. Der im Vergleich zu Benchmark-Flughäfen überdurchschnittliche Rückgang der Passagierzahlen am Flughafen Wien resultiert aus Flugplananpassungen, die einerseits aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und andererseits im Rahmen der Übernahme des wichtigsten Kunden Austrian Airlines durch Lufthansa erfolgten. Zudem wirkte sich der überproportionale Rückgang der Passagiere Richtung Osteuropa (-14,6%) auf die Gesamtverkehrsentwicklung aus. Auch der Konkurs von SkyEurope, die im ersten Halbjahr 2008 noch ein hohes Passagierwachstum am Flughafen Wien verzeichnen konnte, führte zu rückläufigen Passagierzahlen, die durch andere Fluggesellschaften, insbesondere Low-Cost-Carrier wie NIKI und Air Berlin, teilweise kompensiert werden konnten.
| Passagiere | Veränderung | Flugbe- | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| in Tausend | zu 2008 in % | wegungen | zu 2008 in % | |
| London1) | 118.395,8 | -4,2 | 861.547 | -5,0 |
| Frankfurt | 50.932,8 | -4,7 | 452.361 | -4,5 |
| Paris2) | 82.985,0 | -4,7 | 738.624 | -5,5 |
| Madrid | 48.275,0 | -5,1 | 445.551 | -7,7 |
| Amsterdam | 43.569,6 | -8,1 | 391.262 | -8,7 |
| Rom | 38.481,0 | -3,5 | 353.185 | -5,9 |
| München | 32.681,1 | -5,4 | 376.770 | -7,7 |
| Mailand | 25.846,7 | -9,3 | 276.946 | -10,6 |
| Zürich | 21.879,1 | -0,8 | 223.425 | -3,6 |
| Wien | 18.114,1 | -8,3 | 243.430 | -8,6 |
| Prag | 11.643,4 | -7,8 | 160.460 | -8,2 |
| Budapest | 8.084,4 | -4,1 | 104.171 | -6,1 |
1) London Heathrow, Gatwick und Stansted, 2) Paris Charles de Gaulle, Paris Orly Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2009
Der Flughafen Wien hat im Berichtsjahr 18.114.103 Passagiere abgefertigt. Das entspricht einem Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der allerdings weniger stark ausgefallen ist als vom Flughafen Wien mit 9,0 Prozent prognostiziert. Die Anzahl der Flugbewegungen ging um 8,6 Prozent auf 243.430 zurück; ursprünglich erwartet wurde ein Rückgang um 8 Prozent. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) ging um 7,1 Prozent auf 7.255.079 Tonnen zurück; prognostiziert wurde ein Minus von 8 Prozent. Diese Entwicklung resultiert aus dem Einsatz größerer Flugzeuge bei gleichzeitiger Reduktion der Flugbewegungen.
Im Geschäftsjahr 2009 konnten 254.006 Tonnen Fracht umgeschlagen werden, um 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der im Vergleich zur Passagierentwicklung geringere Rückgang resultiert aus Marktanteilsgewinnen gegenüber anderen Flughäfen. Die reine Luftfracht verzeichnete mit 185.724 Tonnen ein Minus von 0,8 Prozent. Das Trucking sank um 15,4 Prozent auf 68.283 Tonnen.
Unverändert zum Vorjahr wurden im Berichtsjahr insgesamt 187 Destinationen bedient, davon 43 Destinationen in Osteuropa (Vorjahr: 48). Damit konnte der Flughafen Wien im Vergleich mit anderen Flughäfen seine Spitzenpositition als Ost-West-Drehscheibe halten. So wurden zum Beispiel von Frankfurt aus 38 (Vorjahr: 40), von Prag 29 (Vorjahr: 31) und von München 31 (Vorjahr: 33) Osteuropadestinationen angeflogen.
Aufgrund der Tatsache, dass der Verkehr in den osteuropäischen Raum mit 14,6 Prozent überdurchschnittlich stark gesunken ist, haben sich auch die Anteile der einzelnen Regionen am Linien-Passagieraufkommen verschoben. Insbesondere der Anteil der Passagiere nach Westeuropa konnte leicht gesteigert werden.
Im Berichtsjahr konnten insgesamt acht neue Fluglinien akquiriert werden, und acht Fluglinien haben den Flugbetrieb von bzw. nach Wien eingestellt. Die Austrian Airlines Gruppe ist mit einem Anteil am Passagieraufkommen von 49,5 Prozent (Vorjahr: 49,6 Prozent) nach wie vor der bestimmende Homecarrier. Der Low-Cost-Carrier NIKI verzeichnete ein Passagierwachstum von 20,6 Prozent und konnte so seine Position als zweitgrößter Carrier in Wien weiter ausbauen. Auch Air Berlin (2,9 Prozent), Swiss Intl. (9,0 Prozent) und British Airways (4,7 Prozent) konnten ein Passagierwachstum erzielen. SkyEurope hat den Flugbetrieb im Berichtsjahr eingestellt. Die Fluglinie Germanwings musste einen Passagierrückgang von 21,5 Prozent verbuchen. 2009 wurde der Flughafen Wien von elf Low-Cost-Carriern regelmäßig angeflogen. In Summe haben diese Gesellschaften 4.188.868 Passagiere (-9,0%) gezählt und nehmen damit einen Marktanteil von 23,1 Prozent ein.
Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Charter und Linie) stieg von 68,2 Prozent im Jahr 2008 auf 68,7 Prozent.
Die am Flughafen Wien per 1. Jänner 2009 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden gemäß der seit mehreren Jahren geltenden Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.
Per 1.1.2009 erfolgten nachstehende Änderungen:
| Landetarif für Passagierflüge | +0,72% |
|---|---|
| Landetarif für Frachtflüge | +0,72% |
| Infrastrukturtarif Airside und Parking | +0,72% |
| Fluggasttarif | +0,38% |
| Infrastrukturtarif Landside | +0,38% |
| Infrastrukturtarif Betankung | +2,70% |
Zur Stärkung der Transferfunktion wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 um € 2,00 auf € 10,21 pro abfliegenden Transferpassagier anzuheben. Die weiteren Incentive-Programme, der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive, wurden 2009 unverändert fortgesetzt.
Die Flughafen Wien AG konnte im Geschäftsjahr 2009 Umsätze in Höhe von € 465,3 Mio. erzielen. Der daraus resultierende Umsatzrückgang von 6,9 Prozent entwickelte sich ähnlich wie die Abnahme des Passagieraufkommens um 8,3 Prozent.
Die Airporterträge verzeichnen einen Umsatzrückgang von 8,4 Prozent auf € 193,9 Mio. und sind mit 41,7 Prozent (2008: 42,4 Prozent) am Gesamtumsatz unverändert die stärkste Ertragsart. Die Ursache der Umsatzreduktion liegt vor allem in der negativen Verkehrsentwicklung.
Im Jahr 2009 wurden 18,1 Mio. Passagiere und damit um 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr abgefertigt. Dies bedeutet eine Verminderung um 1,6 Millionen Passagiere. Beim Höchstabfluggewicht verzeichnete der Flughafen Wien ein Minus von 7,1 Prozent. Die Bewegungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent. Beim Frachtumschlag (inkl. Trucking) wurde um 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr verzeichnet. Weiterhin einen wesentlichen Anteil am gesamten Passagieraufkommen hatten – wie im Vorjahr – die Low-Cost-Carrier. Der Anteil der Austrian Airlines Gruppe – gemessen am Passagieranteil – ist von 49,6 Prozent im Vorjahr auf 49,5 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr unwesentlich zurückgegangen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Charter und Linie) stieg von 68,2 Prozent im Jahr 2008 auf 68,7 Prozent.
Die Airporterträge konnten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 193,9 Mio. (Vorjahr: € 211,8 Mio.) erzielen. Die Entwicklung des vom MTOW abhängigen Landetarifs (-8,5%) sowie des Fluggasttarifs (-8,2%) entspricht in etwa der Verkehrsentwicklung. Mit einem Anteil von 58,8 Prozent (Vorjahr: 59,7%) leisten die Airporterträge unverändert den größten Beitrag zum Aviation-Umsatz.
Bei den Abfertigungserträgen konnten im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von € 136,1 Mio. verzeichnet werden. Der geringe Rückgang von 4,8 Prozent ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Ermäßigungen für Abfertigungserträge mit minus 0,1 Prozent ungefähr gleich hoch wie im Vorjahr blieben, obwohl bei den Einzelleistungen eine hohe Steigerung von 28,7 Prozent auf € 17,7 Mio. erzielt werden konnte. Das Ramp-Handling sank gegenüber 2008 um 7,3 Prozent auf € 89,1 Mio. Das Traffic-Handling reduzierte sich um 10,5 Prozent auf € 10,8 Mio. Einhergehend mit der Entwicklung des Frachtvolumens gingen die Erlöse aus der Frachtabfertigung auf € 28,0 Mio. zurück (Vorjahr: € 30,5 Mio.).
Im Jahr 2009 wurden 254.006 Tonnen Fracht umgeschlagen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Gesamtminus von 5,2 Prozent bedeutet. Die reine Luftfracht verzeichnete ein Minus von 0,8 Prozent. Das Gesamtaufkommen im Bereich Trucking erreichte das Vorjahresniveau, der Anteil des Flughafen Wien ging jedoch aufgrund des Markteintritts eines weiteren Anbieters von 69.456 Tonnen auf 52.164 Tonnen zurück.
Die Non-Aviation-Umsätze belaufen sich im Berichtsjahr auf € 135,3 Mio. (Vorjahr: € 145,3 Mio.). Aus der Parkierung konnten Umsätze in Höhe von € 24,8 Mio. (-6,0%) generiert werden. Obwohl der Kurzparkplatz 2 gesperrt war, konnte durch die Eröffnung des größeren Kurzparkplatzes 3 die Anzahl der Stellplätze im Vergleich zum 31. Dezember 2008 geringfügig um 0,6 Prozent auf 18.515 angehoben werden. Die originären Umsätze aus Retail und Gastronomie beliefen sich im Berichtsjahr auf € 144,8 Mio. nach € 159,5 Mio. im Vorjahr.
Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Auch im Geschäftsjahr 2009 war das dritte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 25,9 Prozent das stärkste Quartal, gefolgt vom vierten Quartal mit 25,5 Prozent, da in diesen Perioden neue Fluglinien den Verkehr aufgenommen haben sowie Frequenzerhöhungen und neue Destinationen – vorwiegend von Low-Cost-Carrier – durchgeführt bzw. angeflogen wurden.
Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2009 lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2009 im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von Rückstellungen um € 2,4 Mio. auf € 7,4 Mio. gestiegen. In Summe ging die Betriebsleistung von € 477,2 Mio. (Vorjahr: € 509,2 Mio.) zurück.
| Entwicklung Betriebsaufwendungen | |||
|---|---|---|---|
| in € Mio. | 2009 | 2008 | |
| Material und bezogene Leistungen | 34,7 | 33,4 | |
| Personal | 184,6 | 181,6 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 120,4 | 114,0 | |
| Abschreibungen | 62,2 | 64,9 | |
| Summe Betriebsaufwand | 401,9 | 393,9 |
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen erhöhten sich um € 1,3 Mio. oder 3,8 Prozent auf € 34,7 Mio. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Energiekosten um € 0,5 Mio. sowie auf die erhöhten Kosten für Materialaufwendungen um € 0,4 Mio. zurückzuführen.
In der Berichtsperiode veränderte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter mit einem Rückgang von 1,3 Prozent auf insgesamt 3.236 Mitarbeiter geringfügig. Der Personalaufwand stieg in Summe um € 3,0 Mio. oder 1,7 Prozent auf € 184,6 Mio. Dieser Zuwachs konnte durch Überstunden- und Urlaubsabbau sowie die Ausschöpfung von Synergien im Rahmen gehalten werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 6,4 Mio. auf € 120,4 Mio., wobei die hauptsächlichen Ursachen beim sonstigen Betriebsaufwand (€ 9,9 Mio.), den Fremdleistungen von verbundenen Unternehmen (€ 5,3 Mio.), den Anwaltsaufwendungen (€ 2,4 Mio.) und den Zuweisungen zu Wertberichtigungen zu Forderungen (€ 1,3 Mio.) zu finden waren. Einsparungen konnten bei der Marktkommunikation (€ 8,4 Mio.) und den Instandhaltungen (€ 2,0 Mio.) realisiert werden. Im Berichtsjahr wurden in unmittelbarem Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink stehende Kosten in Höhe von € 8,4 Mio. als Aufwand erfasst.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG ging im Berichtsjahr um 23,7 Prozent auf € 137,5 Mio. (Vorjahr: € 180,2 Mio.) zurück.
| Abschreibungen und Investitionen (ohne Finanzanlagen) | ||
|---|---|---|
| in € Mio. | 2009 | 2008 |
| Abschreibungen | 62,2 | 64,9 |
| Investitionen | 206,4 | 286,8 |
Aufgrund des geringeren EBITDA ist das EBIT im Berichtsjahr um 34,7 Prozent auf € 75,3 Mio. (Vorjahr: € 115,3 Mio.) gesunken.
Das Finanzergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr um € 5,4 Mio. oder 31,7 Prozent auf minus € 11,6 Mio. verbessert werden. Aufgrund der geringeren Ausschüttungen der Wertpapiere im kurzfristigen Vermögen sind die Zinserträge aus Wertpapieren sowie sonstige Zinserträge im Berichtsjahr auf € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 8,1 Mio.) zurückgegangen. Aufgrund der höheren Konzernaufwandszinsen sind die Zinsen und ähnliche Aufwendungen um € 2,2 Mio. auf € 27,5 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens reduzierten sich durch die geringeren Verluste und Abschreibungen
von Wertpapieren um € 9,9 Mio. auf € 1,5 Mio. Die Erträge aus Organschaftsabrechnungen und Beteiligungen an verbundenen Unternehmen verbesserten sich vor allem durch die um € 3,6 Mio. höhere Gewinnausschüttung der IVW um € 2,4 Mio. auf € 10,2 Mio.
Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 19,2 Prozent nach 18,7 Prozent im Vorjahr. Der Jahresüberschuss in Höhe von € 51,4 Mio. verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um € 28,5 Mio.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen Wien AG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.
Die Abschreibungsaufwendungen, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren ansteigen werden, haben erheblichen Einfluss auf die Ertragskennzahlen der Flughafen Wien AG. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2009 wird eine EBITDA-Margin von 28,8 Prozent nach 35,4 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das langfristig erklärte Ziel der Unternehmensführung.
Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).
| 2009 | Veränd. in % | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 465,3 | -6,9 | 499,9 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | |||||
| (inkl. aktiv. Eigenleistung) | 11,8 | 27,2 | 9,3 | ||
| Betriebsleistung | 477,1 | -6,3 | 509,2 | ||
| Betriebsaufwand ohne Abschreibungen - | 339,6 | 3,3 - | 329,0 | ||
| EBITDA | 137,5 - | 23,7 | 180,2 | ||
| Abschreibungen | -62,2 | -4,2 - | 64,9 | ||
| EBIT | 75,3 - | 34,7 | 115,3 | ||
| Finanzergebnis | -11,7 - | 31,7 - | 17,0 | ||
| EBT | 63,6 - | 35,3 | 98,3 | ||
| Steuern - | 12,2 - | 33,3 - | 18,4 | ||
| Jahresüberschuss | 51,4 - | 35,7 | 79,9 | ||
Das Gesamtvermögen vermehrte sich im Berichtsjahr um 6,5 Prozent auf € 1.742,2 Mio. (€ 1.635,0 Mio. im Vorjahr). Aufgrund des weiterhin intensiven Investitionsprogramms stieg das Anlagevermögen um 9,7 Prozent auf € 1.620,0 Mio. (€ 1.477,3 Mio.). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens verringerten sich um € 32,8 Mio. auf € 61,4 Mio., die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sanken um € 1,0 Mio. auf € 2,1 Mio. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kam es zu einen Rückgang um € 7,1 Mio. auf € 31,74 Mio. Damit waren diese Positionen für den Rückgang des Umlaufvermögens von € 155,4 Mio. auf € 120,4 Mio. hauptverantwortlich.
Das Eigenkapital sank durch das geringere Ergebnis des Geschäftsjahres um 0,7 Prozent auf € 678,8 Mio. Der freien Rücklage wurde ein Betrag von € 5,5 Mio. zugeführt, welche sich somit auf € 361,8 Mio. erhöhte. Die Rückstellungen verringerten sich um 7,9 Prozent von € 186,2 Mio. auf € 171,6 Mio. Hauptverursacher für diesen Effekt war der Rückgang bei den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um € 15,3 Mio. sowie die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um € 4,0 Mio. Um € 2,5 Mio. erhöhend wirkte die Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen. Rückstellungen für Steuern mussten wie im Vorjahr auf Grund der hohen geleisteten Vorauszahlungen im Abschlussjahr keine gebildet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich wegen der geringeren Barvorlagen um € 29,6 Mio. auf € 578,7 Mio. Bei den Verbindlichkeiten kam es zu einem Zuwachs von € 127,5 Mio. auf € 852,3 Mio. Dieser Umstand ist vor allem auf die am Bilanzierungsstichtag um € 41,7 Mio. vermehrten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Anstieg um € 114,0 Mio. auf € 139,8 Mio. bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.
| in T€ | Cash-Flow | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | |||
| +/– | Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | 51.394,0 | 79.931,0 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen | 62.212,4 | 64.919,7 |
| + | Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | ||
| des Umlaufvermögens | 1.109,1 | 6.787,2 | |
| – | Zuschreibungen zu Finanzanlagen | -786,4 - | 838,2 |
| + | Unversteuerte Rücklagen | -1.354,8 - | 1.308,9 |
| +/– | Veränderung des Sozialkapitals | 3.887,6 - | 1.384,1 |
| +/– | Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen | 885,3 | 591,5 |
| –/+ | Gewinne(-) / Verluste(+) bei Anlagenabgängen | 399,4 | 2.493,0 |
| + | Ergebnis aus Abgang Wertpapiere des Umlaufvermögens | -158,2 | 4.227,8 |
| Betrieblicher Cash-Flow | 117.588,5 | 155.419,1 | |
| –/+ | Zunahme / Abnahme der Vorräte | 411,3 - | 157,7 |
| –/+ | Zunahme / Abnahme der Forderungen an Abnehmer | 7.127,3 - | 6.981,6 |
| –/+ | Zunahme / Abnahme der Forderungen an Konzernunternehmen | ||
| (ohne Finanzierung) | -1.435,7 | 5.356,6 | |
| –/+ | Zunahme / Abnahme der sonstigen Forderungen und Vermögensgegen | ||
| stände (ohne Finanzierung) sowie Rechnungsabgrenzungsposten - | 4.370,9 - | 10.224,0 | |
| +/– | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Lieferanten | 27.671,1 - | 5.976,2 |
| +/– | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten gegen Konzern | ||
| unternehmen (ohne Finanzierung) | 11.155,2 - | 4.742,0 | |
| +/– | Zunahme / Abnahme der sonstigen Rückstellungen | -19.433,5 - | 10.850,5 |
| +/– | Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten | ||
| (ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten | -550,3 - | 782,7 | |
| 20.574,4 | -34.358,0 | ||
| Operativer Cash-Flow | 138.162,9 | 121.061,1 | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | |||
| – | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen und | ||
| Sachanlagen | -192.223,5 - | 258.204,8 | |
| + | Abgänge von immateriellen Anlagen und Sachanlagen | 5.845,9 | 50,0 |
| – | Investitionen in Finanzanlagen | -6.840,4 - | 62.790,6 |
| + | Abgänge von Finanzanlagen und Wertpapieren des | ||
| Umlaufvermögens | 34.760,1 | 100.071,9 | |
| -158.457,9 | -220.873,5 | ||
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| – | Dividendenausschüttungen / Einlagenrückzahlungen | -54.600,0 - | 52.500,0 |
| +/– | Veränderung der mittel- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 73.892,8 | 139.993,8 |
| 19.292,8 | 87.493,8 |
| Rentabilitätskennzahlen | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| EBIT in T€ | 75.279,0 | 115.329,0 |
| EBITDA in T€ | 137.491,4 | 180.248,7 |
| EBIT-Margin in % | 15,8 | 22,6 |
| EBITDA-Margin in % | 28,8 | 35,4 |
| ROE in % | 7,4 | 11,7 |
| Bilanzstruktur | 2009 | 2008 |
| Aktiva | ||
| Langfristiges Vermögen in % | 93,0 | 90,4 |
| Kurzfristiges Vermögen in % | 7,0 | 9,6 |
| Summe Aktiva in T€ | 1.742.154,4 | 1.635.025,4 |
| Passiva | ||
| Eigenmittel in % | 39,6 | 42,5 |
| Fremdkapital in % | 60,4 | 57,5 |
Summe Passiva in T€ 1.742.154,4 1.635.025,4
EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT / Betriebsleistung
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Formel: (EBIT + Abschreibungen) / Betriebsleistung
(Return on Equity after Tax) Formel: Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital (inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüsse) Durchschnittliches Eigenkapital: Eigenkapital Vorjahr plus lfd Jahr / 2
Im Berichtsjahr sind die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie Sach- und Finanzanlagen um 27,1 Prozent auf € 213,2 Mio. zurückgegangen. Auf das Sachanlagevermögen entfallen Investitionen in Höhe von € 205,3 Mio., auf immaterielle Vermögenswerte € 1,1 Mio. sowie auf das Finanzanlagevermögen € 6,8 Mio.
Der Großteil der Investitionen entfiel mit € 102,8 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Durch die Terminalerweiterung wird die "Design Capacity" der gesamten Terminalgebäude auf 26 Millionen Passagiere angehoben, die reale Gesamtkapazität wird jedoch deutlich größer sein. Mit dem VIE-Skylink wird ein Pier mit 17 gebäudenahen Flugzeugpositionen errichtet. Im Terminal werden neben weiteren Check-in-Schaltern und einer Gepäckförder- und -sortieranlage auch zusätzliche 33 Geschäfts- und 19 Gastronomiebetriebe Platz finden. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen wird – nach der Umgestaltung und Optimierung der Flächen – in Summe ein jährlicher Mieterlös von über € 40,0 Mio. erwartet.
Mehrere Faktoren wie die vermehrten Behördenauflagen, eine Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, die notwendig gewordene Neuausrichtung des Projekts sowie Preissteigerungen führten zu einer Erhöhung der ursprünglich veranschlagten Projektkosten sowie zu einer Verschiebung des vorgesehenen Projektzeitplans. Zudem kam es aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung zu Problemen bei der Umsetzung des Bauvorhabens. Im Jahr 2008 wurde vom Unternehmen ein Budget von € 657 Mio. bekannt gegeben und durch den Aufsichtsrat genehmigt. Als sich diese Gesamtkosten im Frühjahr 2009 als nicht haltbar herausgestellt hatten, wurde das Projekt neu aufgestellt.
Eine umfassende Evaluierung ergab, dass die Terminpläne nicht realisierbar und das Bauvorhaben sowohl in preislicher als auch in zeitlicher Hinsicht markant von den seinerzeitigen Grundlagen des Projekts abgewichen waren. Eine prinzipielle Neuausrichtung des Projekts hinsichtlich der zur Fertigstellung des Bauvorhabens erforderlichen Werkleistungen wurde notwendig. Darüber hinaus bedurfte es weiterer öffentlich-rechtlicher Genehmigungen. Ende Juni 2009 erfolgte der Rücktritt von sämtlichen Verträgen über die Durchführung von Bauleistungen im Rahmen des Projekts VIE-Skylink.
Im zweiten Halbjahr 2009 konnten bei den Vertragsverhandlungen der Flughafen Wien AG mit Auftragnehmern und bei Ausschreibungen zur Weiterführung der Bautätigkeiten Erfolge erzielt werden. Die wichtigsten Verträge wurden abgeschlossen, ein Teil-Generalunternehmer für den Innenausbau wurde ausgeschrieben. Die Ausschreibungen für die Projektsteuerung und die örtliche Bauaufsicht wurden abgeschlossen und der Zuschlag erteilt. Auch die Ausschreibung für einen allfälligen Totalübernehmer kann noch im Laufe des dritten bzw. vierten Quartals 2010 abgeschlossen werden. Einem allfälligen Totalübernehmer würden alle bis zur Übergabe getätigten Planungs- und Bauleistungen überbunden, und er würde auf eigene Verantwortung die weiteren Bautätigkeiten bis zum Projektabschluss und der Inbetriebnahme leiten. Die Entscheidung über eine tatsächliche Vergabe hängt vom wirtschaftlichen Vorteil für die Flughafen Wien AG ab.
Die Bautätigkeiten wurden Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen. Die bauliche Fertigstellung des Projekts soll im zweiten Halbjahr 2011 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink ist, unabhängig von der Entscheidung über die allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers, für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.
Im Dezember 2009 gab das Unternehmen einen Kostenrahmen von € 830 Mio. für die Terminalerweiterung VIE-Skylink bekannt, der auch durch den Aufsichtsrat genehmigt wurde. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers berücksichtigt. Ziel ist, dass diese Summe unterschritten wird und der neue Zeitplan eingehalten werden kann.
Zudem wurden in die Rampe Vorplatz € 12,6 Mio., in Sicherheitssysteme € 8,9 Mio., in die Feuerwache und Checkpoints € 8,3 Mio., in die Gepäcksortieranlage € 2,7 Mio., in das Leitsystem € 4,3 Mio., in den technischen Lärmschutz € 8,9 Mio. und in ein Speditionsgebäude € 2,0 Mio. investiert.
| Die größten Zugänge in € Mio. | 2009 |
|---|---|
| Sachanlagen | |
| Terminalerweiterung VIE-Skylink | 102,8 |
| Aktivierungen im Zusammenhang mit | |
| 3. Piste | 12,9 |
| Rampe Vorplatz | 12,6 |
| Sicherheitssysteme | 8,9 |
| Neuerrichtung Feuerwache und Checkpoints | 8,3 |
| ÖBB-Bahnhof | 6,7 |
| Grundstücke | 5,2 |
| Rollwege und Vorfelder | 4,7 |
| Leitsystem | 4,3 |
| Gepäcksortieranlage | 2,7 |
| Schrankenanlagen Parkhäuser und -flächen | 2,2 |
| Speditionsgebäude | 2,0 |
| Finanzanlagen | |
| Ausleihungen | 1,1 |
Im Geschäftsjahr 2009 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbind lichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Im Geschäftsjahr 2007 hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Receiver Zinsswap ("Empfange fix – zahle variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswaps designiert. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.
Das Risikomanagement der Flughafen Wien AG ist in alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden und in der unternehmensweiten Prozesslandschaft abgebildet. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Beteiligungsmanagement, das Beteiligungscontrolling und das Risikomanagement im Generalsekretariat der Flughafen Wien AG stehen beratend, überwachend und koordinierend zur Seite.
Gemäß der geltenden Risikomanagement-Richtlinie der Flughafen Wien AG werden die Risiken der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen bearbeitet. Der Prozess des Risikomanagements beinhaltet die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Steuerung und Überwachung. Dabei werden auch nichtfinanzielle Risiken der Gesellschaft erfasst und bewertet. Zu allen dokumentierten Risiken wurden Maßnahmen gesetzt, die das identifizierte Risiko entweder übertragen, vermindern oder im Idealfall zur Gänze vermeiden.
Die bestehende Risikomanagement-Datenbank wurde 2009 erweitert, und zusätzliche Anwendungs- und Abfragemöglichkeiten wurden implementiert, um eine effektive, aber auch effiziente Pflege und Dokumentation der umfassenden Risikoinventarliste zu ermöglichen. Der Vorstand berichtet in regelmäßigen Abständen zum Risikomanagement an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Damit etabliert der Vorstand die notwendigen Instrumente und Strukturen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. In laufenden Projekten sollen die bestehenden Systeme weiterentwickelt und evaluiert werden.
Die Positionierung als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Flughafen Wien AG. Diese Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien wird in erster Linie vom Haupt-Airlinekunden, der Austrian Airlines Gruppe, getragen. Dieser verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 in Summe einen Passagierrückgang von 10,2 Prozent; das Passagieraufkommen in Richtung Osteuropa war um 10,3 Prozent geringer als im Vorjahr. Für die Zukunft der Flughafen Wien AG ist, neben der allgemeinen Erholung der Luftfahrt, die künftige Integration der Austrian Airlines Gruppe in den Lufthansa-Konzernverbund von großer Bedeutung. Flugplananpassungen im Zuge der Integration wurden bereits im Berichtsjahr vorgenommen und sollten damit weitgehend abgeschlossen sein. Aufgrund der Tatsache, dass es zwischen Lufthansa, Swiss und der Austrian Airlines Gruppe nur geringfügige Überschneidungen bei den Osteuropadestinationen gibt, geht der Flughafen Wien davon aus, dass die Austrian Airlines Gruppe ihre Strategie mit dem Focus East fortsetzen wird. Auch in Zukunft wird sich der Flughafen Wien noch stärker als führender Ost-West-Hub im aufstrebenden mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum positionieren.
Chancen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts werden laufend geprüft. Zudem evaluiert das Segment Retail & Properties Expansionsmöglichkeiten im Bereich der Vermietung und Parkierung. Derartige Vorhaben werden jedoch nur realisiert, wenn sie den Unternehmenswert steigern und eine attraktive Dividendenpolitik unterstützen.
Die Ausbauprojekte des Flughafen Wien erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Durch die von Experten erwartete langfristige Steigerung der Passagierzahlen begründet sich auch der Bau der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Das langfristige Wachstumspotenzial reduziert das wirtschaftliche Risiko dieser Investition, die eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleistet.
Das Investitionsprogramm der Flughafen Wien AG wird großteils mit langfristigen Fremdmitteln finanziert, die überwiegend fix verzinst werden. Zur Absicherung der Liquidität wurden zusätzliche Kreditlinien in Höhe von € 350 Mio. zugesichert. Davon wurde für Kredite in Höhe von € 300 Mio. bei der Österreichischen Kontrollbank ein Antrag auf Garantieübernahme im Rahmen des Unternehmensliquiditätssicherungsgesetzes (ULSG) gestellt. Um die Spitzen des Investitionsprogramms abzudecken, konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr durch einen Multi-Tranchen-Schuldschein € 103,5 Mio. lukrieren. Die solide Aufstellung der Flughafen Wien AG gewährleistet die Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen zu günstigen Konditionen.
Der Geschäftsverlauf des Flughafen Wien ist wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs und damit letztlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks (z.B. SARS-Krankheit) resultieren in einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, können von einem einzelnen Unternehmen allerdings nicht verhindert werden. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Qualitätsansprüchen im Bereich der Sicherheit und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Operativ würde auf einen Rückgang des Verkehrsaufkommens je nach Intensität und Dauer sowohl mit einer flexiblen Kosten- und Preisgestaltung als auch mit einer entsprechenden Anpassung des Investitionsprogramms reagiert werden.
Trotz eines kontinuierlich rückläufigen Anteils an der Gesamtpassagierzahl während der letzten Jahre ist die Austrian Airlines Gruppe nach wie vor der größte Kunde des Flughafen Wien. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe ein Partner ist, nimmt maßgeblich Einfluss auf den Geschäftserfolg der Flughafen Wien AG. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert. Im ersten Halbjahr 2009 konnten die Handlingverträge mit der Austrian Airlines Gruppe bis 2012 verlängert werden. Die Auswirkungen der Übernahme der Austrian Airlines Gruppe durch die Lufthansa sind insbesondere aufgrund der Konjunkturkrise schwer abschätzbar.
Ein weiter anhaltender Rückgang des Verkehrsaufkommens sowie hohe Kerosinpreise könnten insbesondere bei den Low-Cost-Carriern zu Flugstreichungen und Streckenstilllegungen führen und ihre Liquidität negativ beeinflussen. Über SkyEurope wurde am 1. September 2009 das Konkursverfahren eröffnet und der Flugbetrieb eingestellt. Der Anteil von SkyEurope am Passagieraufkommen betrug 2009 rund 2,6 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Für die Wertminderung der Forderungen wurde ausreichend Vorsorge getroffen.
Mit Marketingmaßnahmen sowie attraktiven Tarif- und Incentivemodellen, die allen Fluglinien gleichermaßen zukommen, wird dem Absatzmarktrisiko entgegengewirkt und das Ziel verfolgt, das Auslastungsrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Rechnet man die Incentives mit ein, liegt der Flughafen Wien bei den Flughafengebühren unter dem europäischen Durchschnitt.
Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern (z.B. im Bereich Handling oder Sicherheitsdienstleistungen) wird durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards abgesichert.
Die Ausbauprojekte der Flughafen Wien AG werden im Rahmen eines Masterplans definiert, der laufend adaptiert wird. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt eine ausführliche Risikobe
wertung des jeweiligen Investitionsprojekts; die laufende Risikokontrolle erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings.
Aufgrund seiner Komplexität stellt die Fertigstellung der Terminalerweiterung VIE-Skylink für die Zukunft eine der wesentlichen Herausforderungen dar.
Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach einer eingehenden Bedarfsprüfung die Entscheidung über den Baubeginn gefällt.
Der Ex-post-Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) für den Flughafen Wien wurde am 3. April 2009 der verfahrensführenden Behörde BMVIT übergeben. Die aufgrund von Verbesserungsforderungen der Behörde erforderliche Revision 1 des Ex-post-UVB wurde termingerecht eingereicht und war bis 3. Dezember 2009 öffentlich aufgelegt. Die Behörde und deren Gutachter werden die eingelangten Stellungnahmen begutachten und einen Abschlussbericht erstellen. Es wird erwartet, dass dieser Bericht im zweiten Quartal 2010 vorliegen wird.
Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.
Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.
Im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehen Rechtsstreitigkeiten aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen, die teilweise gerichtsanhängig sind. Beim Bundesvergabeamt wurden Nachprüfungsverfahren betreffend die Ausschreibung des Generalunternehmers für den Ausbau bzw. die Fertigstellung des VIE-Skylink sowie die Ausschreibung der örtlichen Bauaufsicht durchgeführt. Im Rahmen des Nachprüfungsverfahrens betreffend die Ausschreibung der örtlichen Bauaufsicht wurde die Zuschlagsentscheidung aufgehoben. Entsprechend dem Bescheid des Bundesvergabeamts wurde die Ausschreibung abgeschlossen und der Zuschlag erteilt. Aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass einzelne Auftragnehmer die
Flughafen Wien AG gerichtlich in Anspruch nehmen werden. Eine Quantifizierung eventueller Beendigungsansprüche ist derzeit nicht möglich.
Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung anwaltlich geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.
Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie interne Kontrollen in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess in der Flughafen Wien AG organisiert sind.
Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) herangezogen. Das COSO-Rahmenwerk besteht aus fünf zusammenhängenden Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Das Ziel des internen Kontrollsystems ist es, das Management dahingehend zu unterstützen, dass es in der Lage ist, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten. Es ist einerseits auf die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften und andererseits auf die Schaffung von vorteilhaften Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen in den Schlüsselprozessen des Rechnungswesens ausgerichtet.
Die interne Revision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften im Bereich des Rechnungswesens. Die interne Revision berichtet direkt an den Gesamtvorstand.
Der grundlegende Aspekt des Kontrollumfelds ist die Unternehmenskultur, in deren Rahmen das Management und die Mitarbeiter operieren. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung der unternehmenseigenen Grundwerte, um die Durchsetzung von Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit Anderen sicherzustellen.
Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.
Risiken in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess werden durch das Management erhoben und durch den Aufsichtsrat überwacht. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind.
Die fortlaufende Evaluierung der von den jeweiligen zuständigen Stellen durchgeführten internen Kontrollmaßnahmen basiert auf einem risikoorientierten Modell. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld können ebenso das Risiko eines wesentlichen Fehlers in der Finanzberichterstattung begründen. Die fortlaufende Evaluierung der Risiken sowie die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt anhand der zu diesem Zweck eingerichteten Risikomanagement-Datenbank.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Jahresabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Forderungseinbringlichkeit sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden bei Bedarf externe Experten zugezogen bzw. wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt.
Zusätzlich zu Aufsichtsrat und Vorstand führt die mittlere Managementebene (z.B. Bereichsund Abteilungsleiter) Kontrollmaßnahmen im laufenden Geschäftsprozess durch, um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird und diese entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen.
Es liegt in der Verantwortung des Vorstands, dass die Hierarchieebenen derart ausgestaltet sind, dass eine Aktivität nicht von derselben Person durchgeführt und kontrolliert wird, d.h. das Vier-Augen-Prinzip sichergestellt wird.
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird unter anderem durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.
In Tochtergesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden die Finanzberichterstattung und die in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien wie Bereichs-, Sektoren- und Managementsitzungen regelmäßig diskutiert. In diesen Gremien sind neben dem Management auch Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter der Abteilung Rechnungswesen vertreten. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen.
Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung minimieren zu können.
Die Verantwortung für die laufende, unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichsund Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Auch das interne Kontrollsystem übt eine Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus.
Das Ergebnis der Überwachungstätigkeiten wird dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das Topmanagement erhält regelmäßig Finanzberichte wie z.B. monatliche Berichte über die Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der jeweiligen Segmente, der Nettoverschuldung sowie der Forderungen. Parallel dazu wird der Aufsichtsrat regelmäßig über die Finanzierungen der Flughafen Wien AG informiert. Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern des Rechnungswesens und dem Gesamtvorstand vor Weiterleitung an die zuständigen internen Gremien vom Bilanzausschuss des Aufsichtsrats einer abschließenden Würdigung unterzogen.
Der Flughafen Wien betreibt als Dienstleistungsunternehmen keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinne. Im Berichtsjahr wurden jedoch € 2,5 Mio. (2008: € 2,0 Mio.) in die Verbesserung einzelner Programmmodule der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware investiert.
Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt sowie zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und setzt eine Vielzahl von Maßnahmen um. So wurden im Jahr 2009 T€ 799,3 (2008: T€ 889,4) in den Umweltschutz investiert. Im Fokus stand dabei vor allem die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen auf das Umfeld – vor allem die Anrainer – möglichst gering zu halten. Im Berichtsjahr wurde die Flotte von umweltfreundlichen Erdgasautos, die am Vorfeld zum Einsatz kommen, von bisher 37 auf insgesamt 74 Fahrzeuge aufgestockt. Damit betreibt der Flughafen Wien eine der größten Erdgasfahrzeugflotten Österreichs. Die Umsetzung des im Mediationsvertrag vereinbarten Lärmschutzprogramm Flughafen Wien wurde auch 2009 fortgesetzt. Rund 11.000 Haushalte sind anspruchsberechtigt, die Erstellung von Gutachten und die Umbauarbeiten schreiten stetig voran. Die Ziele des Lärmschutzprogramms sind eine Erhöhung der Lebensqualität der Anrainer sowohl im 2-Pisten-System als auch in einem möglichen 3-Pisten-System. Weiters wurde im Berichtsjahr im Dialogforum das Lärmgebührenmodell Flughafen Wien beschlossen, das in mehreren Stufen bis Mitte 2011 vollständig umgesetzt werden soll. Zukünftig werden Gebühren abhängig von der tatsächlichen Lautstärke für jedes Flugzeug individuell berechnet und eingehoben.
Im Berichtsjahr beschäftigte die Flughafen Wien AG durchschnittlich 3.236 Mitarbeiter (2008: 3.278). Einhergehend mit der Verkehrsentwicklung war vor allem eine Reduktion des Mitarbeiterstands im Handling-Bereich zu verzeichnen. Zur laufenden Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wird ein umfangreiches Schulungsprogramm angeboten, wobei ein Schwerpunkt neben Seminaren zur Verbesserung der Sozialkompetenzen auf EDV-Schulungen lag. Im Berichtsjahr wurde der erste Jahrgang des Airport Management Training Programmes (AMTP), ein flughafenspezifischer Lehrgang mit internationalem Fokus, abgeschlossen. Außerdem wurde die neue Bereichsleiterausbildung gestartet, deren Schwerpunkte neben dem Thema Leadership vor allem auf Sprachen und Kommunikation liegen. Zur Erhöhung der Motivation werden umfangreiche Sozialleistungen wie ein betriebseigener Kindergarten, kostenloser Werkverkehr bis hin zu Unterstützungszahlungen für Zusatzunfall- und Zusatzkrankenversicherungen sowie Beiträgen in eine betriebliche Pensionskasse angeboten. Über eine Mitarbeiterstiftung, die 10 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG hält, partizipieren alle Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter konnte dank einer Sicherheitsinitiative um 16,5 Prozent auf 37,5 reduziert werden.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one Share – one Vote").
40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) kann eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 400 Mio. vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable, Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Keinen Kontrollwechsel stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ab 2010 rechnen Wirtschaftsforscher mit einer stetigen Erholung der Wirtschaft. Für den Euroraum wird ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, wobei die neuen EU-Mitgliedsländer rascher expandieren werden als die EU-15. Für Österreich prognostiziert das WIFO für den Zeitraum 2010 bis 2014 ein jährliches Wachstum von rund 1,8 Prozent pro Jahr. In der Luftverkehrsbranche zeichnete sich bereits im zweiten Halbjahr 2009 eine Verlangsamung des Rückgangs ab. Auch der Flughafen Wien konnte vor diesem Hintergrund bereits im Dezember 2009 einen Anstieg bei den Passagierzahlen im Vergleich zur Vorperiode verbuchen.
Die Flughafen Wien AG prognostiziert für das Jahr 2010 einen Anstieg bei den Passagieren von 2,0 Prozent, ein Plus von 5,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine gleichbleibende Anzahl der Bewegungen (+/-0%). Langfristig – für den Zeitraum bis 2020 – wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,2 Prozent erwartet.
Für das Jahr 2010 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 320 Mio. geplant. Die Bautätigkeiten am VIE-Skylink wurden Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen. Die bauliche Fertigstellung des Projekts soll im 2. Halbjahr 2011 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink ist, unabhängig von der Entscheidung über die allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers, für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.
Die Verkehrszahlen für Jänner 2010 lassen eine langsame Erholung erkennen. Die Zahl der abgefertigten Passagiere stieg im Vergleich zum Jänner 2009 um 4,1 Prozent auf insgesamt 1.202.594 Fluggäste. Die Flugbewegungen gingen um 2,7 Prozent zurück, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 1,0 Prozent und die Fracht um 30,8 Prozent zulegten. Die Zahl der Lokalpassagiere erhöhte sich im Jänner 2010 um 4,7 Prozent auf 825.660 Passagiere. Bei den Transferpassagieren wurde eine Steigerung von 3,3 Prozent verzeichnet.
Per 1. Jänner 2010 wurden alle Tarife gemäß Tarifordnung um den Verbraucherpreisindex von 0,50 Prozent angehoben. Gleichzeitig wurde erlösneutral der Landetarif um 13,0 Prozent gesenkt und der Fluggasttarif um 7,3 Prozent erhöht. Damit bietet der Flughafen Wien weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur.
Mit Schreiben vom 19. Februar 2010 wurde vom Minderheitsgesellschafter der KSC Holding (KSCH) die Put-Option über die Andienung von 19,05 Prozent der Anteile an der Gesellschaft gegenüber der Flughafen Wien AG ausgeübt. Nach der Übernahme der Anteile ist die Flughafen Wien AG zu 100 Prozent an der KSCH und zu 66 Prozent an der KSC (Letisko Košice – Airport Letisko a.s.) beteiligt.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied
Sprecher des Vorstands
zum 31. Dezember 2009
| Aktiva | 31.12.2009 in € | 31.12.2008 in T€ |
|---|---|---|
| A) Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| 1. Konzessionen und Rechte | 7.106.971,49 | 7.809,5 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 467.030.528,02 | 436.058,2 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 210.243.161,23 | 213.644,5 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 43.431.109,95 | 47.728,6 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 628.227.328,67 | 512.851,0 |
| Summe II | 1.348.932.127,87 | 1.210.282,3 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 191.825.660,40 | 186.296,2 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 55.886.895,96 | 57.643,2 |
| 3. Beteiligungen | 9.053.323,50 | 9.053,3 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 500.000,00 | 500,0 |
| 5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 5.722.139,47 | 5.572,6 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 1.002.688,96 | 175,1 |
| Summe III | 263.990.708,29 | 259.240,5 |
| Summe A) | 1.620.029.807,65 | 1.477.332,3 |
| B) Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte |
||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.124.642,39 | 3.535,9 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.729.333,66 | 38.856,7 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.652.007,40 | 2.355,6 |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen | ||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 139.389,95 | 0,1 |
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 18.226.904,11 | 13.303,5 |
| Summe II | 53.747.635,12 | 54.515,8 |
| III. Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 61.392.133,76 | 94.226,6 |
| Summe III | 61.392.133,76 | 94.226,6 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei | ||
| Kreditinstituten | 2.113.433,45 | 3.115,6 |
| Summe B) | 120.377.844,72 | 155.394,0 |
| C) Rechnungsabgrenzungsposten | 1.746.701,08 | 2.299,2 |
| Summe Aktiva | 1.742.154.353,45 | 1.635.025,4 |
Bilanz
| Passiva | 31.12.2009 in € | 31.12.2008 in T€ |
|---|---|---|
| A) Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital |
152.670.000,00 | 152.670,0 |
| II. Kapitalrücklagen (gebundene) | 117.657.318,52 | 117.657,3 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 2.579.158,88 | 2.579,2 |
| 2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 361.800.888,90 | 356.289,7 |
| Summe III | 364.380.047,78 | 358.868,9 |
| IV. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag: € 9.867,09; VJ: T€ 5,7 | 44.104.992,94 | 54.609,9 |
| Summe A) | 678.812.359,24 | 683.806,0 |
| B) Unversteuerte Rücklagen | ||
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von | ||
| Sonderabschreibungen | 8.027.015,08 | 6.238,1 |
| 2. Sonstige unversteuerte Rücklagen | 170.602,10 | 171,8 |
| Summe B) | 8.197.617,18 | 6.409,9 |
| C) Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 3.474.986,59 | 4.829,7 |
| D) Rückstellungen 1. Rückstellungen für Abfertigungen |
50.563.117,00 | 48.023,6 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 22.735.615,89 | 22.068,6 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 98.252.221,81 | 116.119,4 |
| Summe D) | 171.550.954,70 | 186.211,6 |
| E) Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 578.723.215,83 | 608.330,5 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 364.716,00 | 257,6 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96.529.996,24 | 54.784,4 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 139.834.748,77 | 25.874,2 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | ||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.835.160,79 | 5.140,6 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 0,0 | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | ||
| € 3.811.241,90; VJ: T€ 4.526,5 | 30.969.774,71 | 30.347,4 |
| Summe E) | 852.257.612,34 | 724.734,7 |
| F) Rechnungsabgrenzungsposten | 27.860.823,40 | 29.033,5 |
| Summe Passiva | 1.742.154.353,45 | 1.635.025,4 |
| Haftungsverhältnisse | 87.620.533,09 | 120.198,4 |
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2009
| 1.1.–31.12.2009 | 1.1.–31.12.2008 | |
|---|---|---|
| in € | in T€ | |
| 1. Umsatzerlöse |
465.312.354,58 | 499.907,8 |
| 2. Aktivierte Eigenleistungen |
4.471.558,10 | 4.367,6 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge |
||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | ||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 62.011,92 | 43,2 |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 3.736.828,19 | 2.348,0 |
| c) Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | ||
| aus öffentlichen Mitteln | 1.354.753,42 | 1.365,8 |
| d) Übrige | 2.214.919,07 | 1.185,6 |
| Summe 3. | 7.368.512,60 | 4.942,5 |
| Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z 1 bis 3) | 477.152.425,28 | 509.217,9 |
| 4. Aufwendungen für Material und |
||
| sonstige bezogene Herstellungsleistungen | ||
| a) Materialaufwand | 32.925.613,64 | 32.112,4 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.747.346,93 | 1.294,1 |
| Summe 4. | 34.672.960,57 | 33.406,6 |
| 5. Personalaufwand |
||
| a) Löhne | 74.207.831,52 | 77.493,6 |
| b) Gehälter | 58.987.493,27 | 56.404,6 |
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an | ||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 8.546.708,89 | 4.148,2 |
| d) Aufwendungen für Altersversorgung | 3.461.713,51 | 3.021,1 |
| e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | ||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | ||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | 37.384.362,86 | 37.948,5 |
| f) Sonstige Sozialaufwendungen | 2.049.332,84 | 2.588,4 |
| Summe 5. | 184.637.442,89 | 181.604,3 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des |
||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | 62.212.411,65 | 64.919,7 |
| davon außerplanmäßige Abschreibungen auf | ||
| das Anlagevermögen gemäß § 204 Abs 2 UGB: | ||
| € 0,0; Vorjahr: T€ 0,0 |
| 1.1.–31.12.2009 | 1.1.–31.12.2008 | |
|---|---|---|
| (Fortsetzung) | in € | in T€ |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen | 355.328,60 | 358,5 |
| b) Übrige | 119.995.278,14 | 113.599,9 |
| Summe 7. | 120.350.606,74 | 113.958,3 |
| Summe 4.–7. | 401.873.421,85 | 393.888,9 |
| 8. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 7) |
75.279.003,43 | 115.329,0 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen |
||
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 10.130.062,95 | ||
| VJ: T€ 7.361,7 | 10.169.262,95 | 7.776,5 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanlagevermögens | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.265.425,65 | ||
| VJ: T€ 2.528,1 | 2.302.272,90 | 2.534,7 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 384.232,86 | ||
| VJ: T€ 108,9 | 3.856.287,79 | 8.092,4 |
| 12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | ||
| Finanzanlagen | 982.561,95 | 1.176,2 |
| 13. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus | ||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | ||
| davon Abschreibungen: € 1.109.107,38; VJ: T€ 6.787,2 | 1.457.563,83 | 11.353,0 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: € 3.259.027,17 | ||
| VJ: T€ 1.490,4 | 27.495.316,95 | 25.274,6 |
| 15. Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z 9 bis 14) | - 11.642.495,19 |
-17.047,8 |
| 16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 63.636.508,24 | 98.281,2 |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 12.242.475,22 - |
18.350,2 |
| 18. Jahresüberschuss | 51.394.033,02 | 79.931,0 |
| 19. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 2.647,29 | 283,2 |
| 20. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen | 1.790.360,63 | 0,0 |
| 21. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 5.511.193,83 | 25.610,0 |
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 9.867,09 | 5,7 |
| 23. Bilanzgewinn | 44.104.992,94 | 54.609,9 |
Anhang
Der Abschluss basiert auf den derzeit geltenden unternehmensrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Er wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung erstellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.
Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31.12.2009 ein Ergebnisabführungsvertrag.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs 3 UGB.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 224 ff UGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.
Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel beim immateriellen Anlagevermögen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 bis 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 10 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.
Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.
Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Von der Wertaufholung gemäß § 208 (1) UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 (2) UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.
Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen.
Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet.
Zins- und Fremdwährungssicherungsgeschäfte werden bei der Bewertung der originären Finanzinstrumente berücksichtigt. Die Änderungen der Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen qualifizieren, werden bei auftretenden Verlusten erfolgswirksam erfasst.
Zur Absicherung künftiger Zinssteigerungen wurde im Jahr 2007 ein Festzinsswap mit einem Nominale von T€ 10.000,0 und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestand ein negativer Marktwert, daher wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.
Die Bewertung des Zinsswap wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der uns zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.
| Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2009 | 2008 | 2008 |
| EUR/CHF | -573,8 | -573,8 - | 372,8 - | 372,8 |
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.
Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 90.469,4 (2008: T€ 88.091,0).
Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 786,4 (2008: T€ 838,2) vorgenommen. Von den Ausleihungen sind T€ 2.610,9 (2008: T€ 1.512,8) innerhalb eines Jahres fällig.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Buchwert | Buchwert | |
|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2008 |
| Aktien | 494,9 | 494,9 |
| Sonstige | 5.227,2 | 5.077,7 |
| 5.722,1 | 5.572,6 |
Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus den Rückdeckungsversicherungen (Pension) enthalten (T€ 5.089,5). Diese sind wie im Vorjahr verpfändet.
Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung wegen mangelnder Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 10.248,7 (2008: T€ 6.299,4).
Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.
Anhang
Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 31.729,3 | 38.856,7 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.652,0 | 2.355,6 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 139,4 | 0,1 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 18.115,6 | 13.204,7 |
| Summe | 53.636,3 | 54.417,1 |
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 111,3 | 98,8 |
| Summe | 111,3 | 98,8 |
In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Kreditkartenabrechnungen in der Höhe von T€ 1.552,4 und Zinsabgrenzungen in der Höhe von T€ 916,4 enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellten sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern | 13.351,6 | 8.619,4 |
| Forderungen an Kreditkartenunternehmen | 1.552,4 | 1.038,1 |
| Zinsabgrenzungen | 916,4 | 2.119,7 |
| Forderungen für Bezugsvorschüsse | 454,6 | 385,4 |
| Übrige sonstige Forderungen | 1.951,8 | 1.140,8 |
| Summe | 18.226,9 | 13.303,5 |
Das Unternehmen hält zum 31.12.2009 keine eigenen Aktien.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Buchwert | Kurswert | Buchwert | Kurswert | |
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2009 | 2009 | 2008 | 2008 |
| GF 7 Fonds | 32.492,1 | 33.984,7 | 32.492,1 | 32.492,1 |
| R 63 Fonds | 0,0 | 0,0 | 2.186,5 | 2.186,5 |
| Raiffeisen Floater | 0,0 | 0,0 | 29.808,0 | 29.808,0 |
| RZB Anleihe (nachrangig) | 8.900,0 | 8.900,0 | 9.740,0 | 9.740,0 |
| RLB NÖ Ergänzungskapital | 20.000,0 | 21.050,0 | 20.000,0 | 20.932,0 |
| 61.392,1 | 63.934,7 | 94.226,6 | 95.158,6 |
Im Geschäftsjahr waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens Zuschreibungen in Höhe von T€ 1.492,6 möglich (VJ: unterlassene Zuschreibungen T€ 0,0).
Zur Erzielung günstigerer Konditionen bei der Aufnahme von Barvorlagen wurde der GF 7 Fonds mit T€ 33.984,7 (2008: T€ 32.492,1) an die Bank Austria verpfändet.
Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 (10) UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 6.858,5 (2008: T€ 7.333,0).
Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.
Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31.12.2009 auf € 152.670.000,00. Es ist zerlegt in 21,000.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien.
Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 356.289,7 um T€ 5.511,2 auf T€ 361.800,9.
Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 44.105,0 (2008: T€ 54.609,9).
Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:
| Bilanzgewinn zum 31.12.2008 | 54.609,9 | |
|---|---|---|
| - | Gewinnausschüttung | -54.600,0 |
| + | Jahresüberschuss | 51.394,0 |
| + | Auflösung unversteuerter Rücklagen | 2,6 |
| - | Zuweisung unversteuerte Rücklagen | -1.790,4 |
| - | Dotierung Gewinnrücklage | -5.511,2 |
| Bilanzgewinn zum 31.12.2009 | 44.105,0 |
Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.
Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung dargestellt.
Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 5,3 (2008: 5,5) Prozent nach der "projected unit credit method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, gemischter Bestand, zugrunde gelegt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 5,3 (2008: 5,5) Prozent nach der "projected unit credit method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationstafeln von F.W. Pagler – AVÖ 2008-P, "Angestellte", zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 10.702,2 (2008: T€ 10.021,1), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 11.172,8 (2008: T€ 10.287,5), nicht konsumierter Urlaub T€ 9.362,7 (2008: T€ 12.900,1), Prämien für das Berichtsjahr T€ 1.949,7 (2008: T€ 1.716,3), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 44.774,7 (2008: T€ 59.978,0) und Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 7.588,1 (2008: T€ 10.606,2).
Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 5,3 (2008: 5,5) Prozent, nach der "projected unit credit method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationstafeln AVÖ 2008-P, gemischter Bestand, von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen.
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 95.151,6 | 120.132,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | 364,7 | 257,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96.530,0 | 54.784,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 36.334,7 | 25.874,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 5.835,2 | 5.140,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.507,5 | 21.507,4 |
| Summe | 245.723,7 | 227.696,5 |
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.400,6 | 9.730,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 103.500,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19.462,3 | 8.840,0 |
| Summe | 128.362,9 | 18.570,0 |
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 478.171,0 | 478.468,2 |
| Summe | 478.171,0 | 478.468,2 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit T€ 103.500,0 aus Finanzierungstätigkeit sowie aus der Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Lohn- und Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 5.149,5 (2008: T€ 5.247,8) aus der Abrechnung Dezember 2009 bzw. 2008, Guthaben von Kunden in der Höhe von T€ 1.181,4 (2008: T€ 1.355,3), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.811,2 (2008: T€ 4.526,5) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 237,2 (2008: T€ 211,9), die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 27.045,1 (2008: T€ 28.000,0).
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet VIE für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 4.672,9.
Die Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H., die zu 100 Prozent im Besitz des Konzerns steht, hat im Dezember 2005 einen Leasingvertrag mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Werftanlagen am Flughafen Wien abgeschlossen. Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung der variablen Leasingraten in Höhe von derzeit monatlich rund T€ 398,0 und T€ 28,8 über eine Restlaufzeit von 16 Jahren bzw. 19 Jahren.
Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 104,4 Mio. (2008: € 166,5 Mio.) eingegangen.
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.
Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:
| Beträge in T€ | 2010 | 2010–2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften | 3.346,1 | 14.037,6 |
| Summe | 3.346,1 | 14.037,6 |
Die Flughafen Wien AG haftet gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit dem Schuldscheindarlehen des verbundenen Unternehmens VIE Malta Finance Ltd. in Höhe von T€ 103.500,0.
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Airporterträge | 193.947,3 | 211.752,8 |
| Abfertigungserträge | 136.063,5 | 142.903,3 |
| Aviation-Umsatz | 330.010,8 | 354.656,1 |
| Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge | 92.329,4 | 105.240,6 |
| Übrige Erträge | 42.972,1 | 40.011,2 |
| Non-Aviation-Umsatz | 135.301,6 | 145.251,7 |
| Umsatzerlöse gesamt | 465.312,4 | 499.907,8 |
| davon an verbundene Unternehmen | 13.098,9 | 10.764,0 |
Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.
Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.
Der Rückgang des Aviation-Umsatzes um 6,9 Prozent (T€ 24.645,3) gegenüber dem Vorjahr geht sowohl auf die reduzierten Airporterträge als auch auf das Absinken der Abfertigungserträge zurück.
Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG sank um 6,9 Prozent (T€ 9.950,2) gegenüber dem Vorjahr und resultiert vor allem aus der Verminderung der Miet- , Pacht- u. Nutzungserträge und der Parkerträge.
Die Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln resultieren aus den Abschreibungen bzw. dem Abgang der mit vollen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzten Vermögensgegenstände. Die Auflösung der in den Vorjahren gebildeten Investitionszuwachsprämie gem § 108e EStG ist in Höhe von T€ 766,1 (2008: T€ 766,1) enthalten.
Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 1,7 Prozent auf T€ 184.637,4 (2008: T€ 181.604,3). Der Anstieg ist hauptsächlich auf die aufgrund der Steigerung der Mitarbeiterzahl und der kollektivvertraglichen Gehaltserhöhungen gestiegenen Aufwendungen für Gehälter um T€ 2.582,9 auf T€ 58.987,5 sowie den Zuwachs bei den Aufwendungen für Abfertigungen um T€ 4.398,5 auf T€ 8.546,7 zurückzuführen, wogegen es bei den Lohnaufwendungen zu einem Rückgang in der Höhe von T€ 3.285,7 auf T€ 74.207,8 kam.
Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Dotierung Abfertigungsrückstellung | 2.539,6 - | 1.374,8 |
| Zahlungen für Abfertigungen | 5.236,5 | 4.706,4 |
| Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse | 770,7 | 816,6 |
| Summe Aufwendungen für Abfertigungen | 8.546,7 | 4.148,2 |
Die Abschreibungen verringerten sich um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Leistungen von verbundenen Unternehmen | 39.715,6 | 34.463,8 |
| Marketing und Marktkommunikation | 19.195,9 | 27.558,5 |
| Instandhaltungen | 15.473,2 | 17.498,8 |
| Fremdleistungen | 10.841,3 | 10.484,9 |
| Sonstiger Betriebsaufwand | 10.594,1 | 679,0 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 8.460,5 | 5.878,8 |
| Versicherungsaufwand | 2.931,3 | 2.938,3 |
| Miete und Pacht | 2.449,0 | 2.222,2 |
| Post- und Telekomaufwand | 1.576,3 | 1.693,1 |
| Zuweisung zu Wertberichtigung zu Forderungen | 4.679,6 | 3.405,6 |
| Verluste aus dem Abgang von immateriellen Anlagen und Sachanlagen | 461,4 | 535,5 |
| Übrige Aufwendungen | 3.972,2 | 6.599,8 |
| Summe | 120.350,6 | 113.958,3 |
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betragen in Summe T€ 215,3 (Vorjahr T€ 209,4), wovon T€ 88,3 auf die Prüfung des Jahresabschlusses (Vorjahr T€ 80,0) und T€ 127,0 (Vorjahr T€ 129,4) auf andere Bestätigungsleistungen entfallen.
Im Berichtsjahr wurden in unmittelbarem Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink stehende Kosten in Höhe von T€ 8.379,5 als Aufwand erfasst.
Bei der Abrechnung des Sicherheitsbeitrages 2008 fielen im Berichtsjahr aperiodische Aufwendungen in Höhe von T€ 2.741,3 an.
Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ -11.642,5 (2008: T€ -17.047,8) und setzt sich wie folgt zusammen:
Finanzerfolg Flughafen Wien AG
| Beträge in T€ | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 10.169,3 | 7.776,5 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 10.130,1 | 7.361,7 |
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 2.302,3 | 2.534,7 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.265,4 | 2.528,1 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.856,3 | 8.092,4 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 384,2 | 108,9 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 982,6 | 1.176,2 |
| davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 786,4 | 838,2 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren | ||
| des Umlaufvermögens | -1.457,6 - | 11.353,0 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 0,0 - | 704,9 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27.495,3 - | 25.274,6 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -3.259,0 - | 1.490,4 |
| Summe | -11.642,5 - | 17.047,8 |
In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.430,1 (2008: T€ 1.828,7) enthalten.
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens umfassen mit T€ 38,0 (2008: T€ 4.565,8) Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens und mit T€ 1.109,1 (2008: T€ 6.787,1) Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken um T€ 6.107,7 auf T€ 12.242,5.
Die rechnerische Ertragsteuerbelastung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 15.909,1. Die tatsächliche Steuerquote 2009 liegt mit 19,2 Prozent geringfügig über dem Niveau des Vorjahreswertes von 18,7 Prozent.
Der Steueraufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr auf Grund des Steuerausgleichs in der Unternehmensgruppe um T€ 2.252,0.
Es wurde wie im Vorjahr kein Abgrenzungsposten für aktivierbare Steuerabgrenzungen gemäß § 198 (10) UGB gebildet.
Johannes CORETH, Generaldirektor-Stellvertreter Niederösterreichische Versicherung Mag. Erwin HAMESEDER, Generaldirektor Raiffeisenholding NÖ-Wien, bis 18.5.2009 Dr. Christoph HERBST, Rechtsanwalt Dr. Franz LAUER, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung, i.R. Hans-Jörgen MANSTEIN, Manstein Zeitschriftenverlag GesmbH Komm.Rat Prof. Alfons METZGER, Metzger Realitäten Gruppe Dkfm. Alfred REITER, Vorstandsvorsitzender Investkredit Bank AG i.R. Komm.Rat Karl SAMSTAG, Generaldirektor a.D. Bank Austria Creditanstalt AG Komm.Rat Dr. Karl SKYBA, Generaldirektor a.D. Wiener Stadtwerke Holding AG Komm.Rat Dr. Burkhard HOFER, Generaldirektor EVN AG, ab 20.8.2009
Ing. Manfred BIEGLER, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Thomas SCHÄFFER, stellvertretender Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Eduard OETTL, Angestelltenbetriebsrat, bis 11.2.2009 Dieter ROZBORIL, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Karl HROMADKA, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Heinz WESSELY, Arbeiterbetriebsrat, ab 11.2.2009
Johannes CORETH, bis 19.8.2009 Dr. Christoph HERBST, ab 20.8.2009
Komm.Rat Karl SAMSTAG Dkfm. Alfred REITER
Ministerialrat Dr. Rolf A. NEIDHART
Mag. Herbert KAUFMANN, Vorstandsmitglied, Sprecher des Vorstands Ing. Gerhard SCHMID, Vorstandsmitglied Mag. Christian DOMANY, Vorstandsmitglied, bis 28.2.2009 Komm.Rat Ernest GABMANN, Vorstandsmitglied, ab 1.3.2009
Direktor Ernest EISNER Mag. Franz IMLINGER Dr. Johannes FREILER, MBA DI Werner HACKENBERG MMag. Michael HÖFERER Mag. Friedrich LEHR, MBA Direktor Karl SCHLEINZER Direktor Michael TMEJ Michael KOCHWALTER DI Norbert STEINER, ab 30.9.2009 Mag. Christoph LEHR, ab 30.9.2009
Der durchschnittliche Personalstand betrug:
| Flughafen Wien AG1) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 2.165 | 2.220 |
| Angestellte | 1.071 | 1.058 |
| Arbeitnehmer insgesamt | 3.236 | 3.278 |
1) ohne Vorstandsmitglieder
Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 folgende Vergütungen:
| 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgsab- | |||||
| Fixe | hängige | Sach- | Gesamt- | Gesamt | |
| in T€ | Bezüge | Bezüge 2008 | bezüge | bezüge | bezüge |
| Mag. Christian Domany | 190,3 | 145,1 | 5,4 | 340,8 | 430,3 |
| Mag. Herbert Kaufmann | 253,8 | 145,1 | 7,5 | 406,4 | 430,5 |
| Ing. Gerhard Schmid | 253,8 | 145,1 | 7,5 | 406,4 | 430,5 |
| Komm.Rat Ernest Gabmann | 211,7 | 0,0 | 5,5 | 217,2 | 0,0 |
| 909,6 | 435,3 | 25,9 | 1.370,7 | 1.291,4 |
Die erfolgsabhängigen Bezüge betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2008, die im Jahr 2009 ausbezahlt wurden.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 675,6 (2008: T€ 670,3).
Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 791,4 (2008: T€ 662,1), für andere Arbeitnehmer fielen T€ 10.541,5 (2008: T€ 5.836,9) an.
Die Aufwendungen für Sitzungsgelder und Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2009 T€ 160,4 (2008: T€ 167,8).
An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 26. Februar 2010
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Stand | Zugänge | |||
|---|---|---|---|---|
| Posten des Anlagevermögens in € | 1.1.2009 | direkt | Umbuchung | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||
| 1. Konzessionen und Rechte | 26.761.372,26 | 1.118.452,66 | 0,00 | |
| 2. Geschäfts(Firmen)wert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Summe | 26.761.372,26 | 1.118.452,66 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen |
||||
| 1. Grundstücke und Bauten, einschließlich | ||||
| der Bauten auf fremdem Grund | 611.296.923,90 | 14.474.120,50 | 38.978.760,10 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 629.451.682,22 | 12.017.120,23 | 14.696.348,74 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | ||||
| ausstattung | 170.391.198,59 | 7.935.220,62 | 1.432.745,11 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 512.851.011,67 | 170.860.089,11 - | 55.107.853,95 | |
| Summe | 1.923.990.816,38 | 205.286.550,46 | 0,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 188.966.241,11 | 5.529.419,29 | 0,00 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 63.405.310,76 | 50.000,00 | 0,00 | |
| 3. Beteiligungen | 9.052.943,50 | 0,00 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Beteiligungen | 380,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen | ||||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 500.000,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 6. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 5.572.639,02 | 149.500,45 | 0,00 | |
| 7. Sonstige Ausleihungen | 175.069,58 | 1.111.439,33 | 0,00 | |
| Summe | 267.672.583,97 | 6.840.359,07 | 0,00 | |
| Gesamt | 2.218.424.772,61 | 213.245.362,19 | 0,00 |
| Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zuschreibung | Kumulierte | |||||
| Geschäftsjahr | Abschreibung | Stand | Stand | Abschreibungen | Stand | |
| Geschäftsjahr | 1.1.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | Abgänge | |
| 1.820.931,52 | 7.809.450,94 | 7.106.971,49 | 19.525.033,64 | 26.632.005,13 | 1.247.819,79 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 1.820.931,52 | 7.809.450,94 | 7.106.971,49 | 19.525.033,64 | 26.632.005,13 | 1.247.819,79 | |
| 0,00 | 18.173.285,60 | 436.058.234,49 | 467.030.528,02 | 189.790.704,34 | 656.821.232,36 | 7.928.572,14 |
| 28.696.388,47 | 213.644.458,62 | 210.243.161,23 | 440.528.510,71 | 650.771.671,94 | 5.393.479,25 | |
| 13.521.806,06 | 47.728.608,25 | 43.431.109,95 | 130.004.757,13 | 173.435.867,08 | 6.323.297,24 | |
| 0,00 | 512.851.011,67 | 628.227.328,67 | 0,00 | 628.227.328,67 | 375.918,16 | |
| 60.391.480,13 | 1.210.282.313,03 | 1.348.932.127,87 | 760.323.972,18 | 2.109.256.100,05 | 20.021.266,79 | |
| 0,00 | 186.296.241,11 | 191.825.660,40 | 2.670.000,00 | 194.495.660,40 | 0,00 | |
| 786.421,77 | 0,00 - | 57.643.239,54 | 55.886.895,96 | 4.975.649,45 | 60.862.545,41 | 2.592.765,35 |
| 0,00 | 9.052.943,50 | 9.052.943,50 | 0,00 | 9.052.943,50 | 0,00 | |
| 0,00 | 380,00 | 380,00 | 0,00 | 380,00 | 0,00 | |
| 0,00 | 500.000,00 | 500.000,00 | 0,00 | 500.000,00 | 0,00 | |
| 0,00 | 5.572.639,02 | 5.722.139,47 | 0,00 | 5.722.139,47 | 0,00 | |
| 269.107,38 | 175.069,58 | 1.002.688,96 | 269.107,38 | 1.271.796,34 | 14.712,57 | |
| 786.421,77 | 269.107,38 - | 259.240.512,75 | 263.990.708,29 | 7.914.756,83 | 271.905.465,12 | 2.607.477,92 |
| 786.421,77 | 62.481.519,03 - | 1.477.332.276,72 | 1.620.029.807,65 | 787.763.762,65 | 2.407.793.570,30 | 23.876.564,50 |
| Stand | Verbrauch zur Deckung der direkten |
Auflösung zu abge- gangenen |
Stand | |
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 | Abschreibung | Anlagen | Dotierung | 31.12.2009 |
| 1.211.447,92 | 0,00 | 0,00 | 4.709,09 | 1.216.157,01 |
| 0,43 | 0,27 | 0,00 | 823.190,98 | 823.191,14 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 962.460,56 | 962.460,56 |
| 1.211.448,35 | 0,27 | 0,00 | 1.790.360,63 | 3.001.808,71 |
| 1.211.448,35 | 0,27 | 0,00 | 1.790.360,63 | 3.001.808,71 |
| Verbrauch zur | ||||
|---|---|---|---|---|
| Deckung der | ||||
| Stand | direkten | Stand | ||
| in € | 1.1.2009 | Abschreibung | Dotierung | 31.12.2009 |
| I. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 5.026.659,56 | 1.453,19 | 0,00 | 5.025.206,37 |
| Gesamt | 5.026.659,56 | 1.453,19 | 0,00 | 5.025.206,37 |
| Stand | Stand | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 1.1.2009 | Auflösung | Dotierung | 31.12.2009 |
| Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG | ||||
| 1994 | 5.412,31 | 0,00 | 0,00 | 5.412,31 |
| 1996 | 4.647,35 | 0,00 | 0,00 | 4.647,35 |
| 1997 | 452,57 | 0,00 | 0,00 | 452,57 |
| 1998 | 886,72 | 0,00 | 0,00 | 886,72 |
| 2000 | 160.396,98 | 1.193,83 | 0,00 | 159.203,15 |
| Gesamt | 171.795,93 | 1.193,83 | 0,00 | 170.602,10 |
| Stand | Stand | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € | 1.1.2009 | Abgang | Auflösung | Dotierung | 31.12.2009 |
| I. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke | |||||
| und Bauten | 2.455.056,73 | 0,00 | 341.655,33 | 0,00 | 2.113.401,40 |
| 2. Technische Anlagen | |||||
| und Maschinen | 727.127,82 | 1.962,16 | 245.067,23 | 0,00 | 480.098,43 |
| Gesamt | 3.182.184,55 | 1.962,16 | 586.722,56 | 0,00 | 2.593.499,83 |
| Stand | Stand | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 1.1.2009 | Abgang | Auflösung | 31.12.2009 |
| Investitionszuwachsprämie | ||||
| gemäß § 108e EStG | ||||
| 2002 | 216.873,58 | 0,00 | 216.873,58 | 0,00 |
| 2003 | 433.805,55 | 0,00 | 216.902,88 | 216.902,67 |
| 2004 | 996.876,33 | 0,00 | 332.292,24 | 664.584,09 |
| Gesamt | 1.647.555,46 | 0,00 | 766.068,70 | 881.486,76 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung von Wirt |
schaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am Gelände der Flughafen Wien AG.
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 84.808,8 | 84.513,1 | 295,8 | 0,3 |
| Umsatzerlöse | 15.748,5 | 15.284,7 | 463,8 | 3,0 |
| Jahresüberschuss | 7.495,8 | 7.200,0 | 295,8 | 4,1 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle | |
| Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentlichen |
Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungsgehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung).
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 5.583,4 | 56,0 | 5.527,4 | 9.869,3 |
| Umsatzerlöse | 11.260,0 | 15.467,5 - | 4.207,5 | -27,2 |
| Jahresüberschuss | 1.432,1 | 1.828,7 - | 396,7 | -21,7 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroanlagensektor. Wei | ||
| ters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen, überwiegend an | ||
| technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur. | ||
| 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| 1.798,6 | 1.804,8 | -6,1 | -0,3 |
| 9.913,3 | 6.952,7 | 2.960,6 | 42,6 |
| 495,4 | 572,4 | -77,0 | -13,5 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen | |
| und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus |
erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 8.963,2 | 8.547,1 | 416,1 | 4,9 |
| Umsatzerlöse | 32.748,0 | 36.177,1 - | 3.429,0 | -9,5 |
| Jahresüberschuss | 1.453,3 | 2.056,4 - | 603,1 | -29,3 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften BPIB, |
VOPE, MAZUR & VWTC welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 48.819,2 | 48.043,8 | 775,4 | 1,6 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresüberschuss | 775,4 - | 350,6 | 1.125,9 | 321,2 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesellschaften und | ||
| Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesellschaft dient als | ||
| Holding für die Tochtergesellschaft VINT. | ||
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 57.467,8 | 55.461,2 | 2.006,7 | 3,6 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresüberschuss | 2.006,7 | 7,1 | 1.999,6 | 28.197,7 |
| Sitz: | 12529 Schönefeld, Deutschland |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die VIE BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP Berlin-Branden | |
| burg International Partner GmbH & CoKG beteiligt, die für die Verfolgung des Projekts "Flughafen Berlin" |
| tätig war. Die Gesellschaft befindet sich seit September 2008 in Liquidation. | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2007 | 2006 | Veränd. | Veränd. in % |
| Eigenkapital | 1.296,7 | 1.126,4 | 170,3 | 15,1 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -340,2 - | 564,7 | 224,5 | 39,8 |
| Sitz: 1300 Flughafen Wien |
||||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |||
| Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäften auf | ||||
| Flughäfen im In- und Ausland. | ||||
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
| Eigenkapital | 17,8 | 20,9 | -3,1 | -14,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -3,1 | -2,4 | -0,7 | -29,4 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 50,1% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsunternehmen | |
| auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie der Betrieb von Check-In-Einrichtungen am |
Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit der Gepäckslogistik für Flugpassagiere; die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen.
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 11.617,4 | 11.529,1 | 88,3 | 0,8 |
| Umsatzerlöse | 9.052,6 | 8.633,1 | 419,5 | 4,9 |
| Jahresüberschuss | 89,1 | 282,4 - | 193,3 | -68,4 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 25% + 1 Anteil VIE | |||
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenabfertigung am | ||||
| Flughafen Wien tätig. | ||||
| in T€ | 20091) | 20082) | Veränd. | Veränd. in % |
| Eigenkapital | -559,1 - | 643,1 | 84,0 | 13,1 |
| Umsatzerlöse | 4.440,1 | 4.925,0 - | 484,8 | -9,8 |
| Jahresüberschuss | 84,0 - | 482,0 | 566,0 | 117,4 |
1) vorläufige Werte, 2) angepasst an endgültige Werte
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 40% VIE |
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien, sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit.
| in T€ | 20091) | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 665,2 | 523,5 | 141,7 | 27,1 |
| Umsatzerlöse | 966,5 | 971,5 | -5,0 | -0,5 |
| Jahresüberschuss | 165,2 | 169,7 | -4,6 | -2,7 |
| 1) vorläufige Werte |
| ۰. | ||
|---|---|---|
Sitz: 811 03 Bratislava, Slowakei
| Kapitalantei | |||
|---|---|---|---|
Kapitalanteil: 47,7% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.383,6 | 1.456,7 | -73,1 | -5,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresfehlbetrag | -73,1 | -60,9 | -12,3 | -20,2 |
| Sitz: | 811 03 Bratislava, Slowakei |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben der Haltung der Betei |
ligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungsleistungen.
| IFRS-Werte in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 41.521,5 | 40.293,4 | 1.228,2 | 3,0 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | n.a. |
| Jahresüberschuss | 1.228,2 | 1.547,0 - | 318,9 | -20,6 |
| Sitz: | 1300 Flughafen Wien | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 26% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und Beteiligungen an | ||
| Flughafen-Projekten insbesondere in Indien. | ||
| in T€ | 2009 | 2008 | Veränd. | Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 68,5 | 37,1 | 31,4 | 84,5 |
| Umsatzerlöse | 68,2 | 23,9 | 44,2 | 184,8 |
| Jahresüberschuss | 31,4 | 3,9 | 27,4 | 695,4 |
| VIE Malta Finance Holding Ltd. (VIE MFH) | |
|---|---|
| Sitz: | Malta |
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE, 0,05% VIAB |
| Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd. | |
| IFRS-Werte in T€ | 20091) |
| Vermögenswerte | 10,9 |
| Schulden | 32,5 |
| Eigenkapital | -21,6 |
| Umsatzerlöse | 0,0 |
| Periodenergebnis | -23,6 |
1) Rumpfgeschäftsjahr – 2009 gegründet
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Schwechat, am 26. Februar 2010
Der Vorstand
Komm.Rat. Ernest Gabmann Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied
Sprecher des Vorstands
Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria Telefon: +43/1/7007/0 Telefax: +43/1/7007/23001 www.viennaairport.com
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Robert Dusek Telefon: +43/1/7007/23126 E-Mail: [email protected]
Robert Dusek Telefon: +43/1/7007/22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at
Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at
Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Jahresfinanzbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin) verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer beide Geschlechter.
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