Annual Report • Apr 1, 2010
Annual Report
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Inhaltsverzeichnis
Geschäftsbericht 2009
3 Highlights 2009
| 6 | Vorwort des Vorsitzenden des Vorstandes |
|---|---|
| 12 | Corporate Governance |
| 12 | Mitglieder des Vorstandes |
| 13 | Verantwortungsbereiche des Vorstandes |
| 14 | Mitglieder des Aufsichtsrates |
| 17 | Corporate Governance Bericht |
| 19 | Aktie, Investor Relations und Compliance |
| 24 | Oberbank im Überblick |
| 24 | Historische Meilensteine |
| 25 | Werte und Strategie als Erfolgsfaktoren |
| 30 | Mitarbeiter |
| 33 | Nachhaltige gesellschaftliche Verantwortung |
| 36 | Konzernlagebericht |
| 36 | Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen |
| 41 | Österreichs Bankensektor in den ersten drei Quartalen 2009 |
| 44 | Allgemeine Angaben zur Berichterstattung |
| 45 | Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage |
| 52 | Ausblick für 2010 |
| 54 | Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick |
| auf den Rechnungslegungsprozess | |
| 57 | Offenlegung gemäß § 243a UGB |
| 59 | Segmentbericht |
| 59 | Gliederung der Segmente im Überblick |
| 60 | Segment Firmenkunden |
| 64 | Segment Privatkunden |
| 69 | Segment Financial Markets |
| 70 | Segment Sonstiges |
41 Österreichs Bankensektor in den ersten drei Quartalen 2009 54 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick
| 73 | Konzernabschluss 2009 der Oberbank |
|---|---|
| 134 | Schlussbemerkung des Vorstandes der Oberbank AG |
| 134 | Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG |
| 135 | Bestätigungsvermerk |
| 137 | Gewinnverteilungsvorschlag |
| 139 | Bericht des Aufsichtsrates |
| 141 | Organe der Bank |
| 142 | Aufbauorganisation der Oberbank |
| 150 | 3 Banken Gruppe im Überblick |
| 152 | Impressum |
| Erfolgszahlen in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 262,4 | -12,7 % | 300,7 | 276,2 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 90,7 | 33,9 % | - 67,8 | - 68,4 |
| Provisionsergebnis | 88,6 | - 9,5 % | 97,8 | 101,8 |
| Verwaltungsaufwand | - 208,2 | 4,2 % | - 199,8 | - 203,2 |
| Betriebsergebnis | 182,8 | 0,5 % | 181,8 | 181,3 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92,0 | - 19,3 % | 114,0 | 112,9 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77,3 | - 26,7 % | 105,0 | 102,5 |
| 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| 16.031,4 | 4,7 % | 15.314,0 | 14.330,8 |
| 9.594,0 | 3,8 % | 9.248,6 | 8.499,2 |
| 10.916,4 | 9,0 % | 10.016,7 | 8.839,6 |
| 3.399,2 | 2,9 % | 3.301,9 | 2.899,2 |
| 2.040,2 | 7,5 % | 1.897,4 | 1.694,8 |
| 1.035,6 | 15,8 % | 894,1 | 889,5 |
| 18.686,8 | 9,7 % | 17.039,1 | 16.887,3 |
| Eigenmittel nach BWG in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Bemessungsgrundlage | 9.970,5 | 0,0 % | 9.970,2 | 10.079,1 |
| Eigenmittel | 1.534,3 | 19,3 % | 1.286,1 | 1.293,6 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 955,4 | 15,8 % | 824,7 | 720,5 |
| Eigenmittelüberschuss | 679,5 | 55,8 % | 436,5 | 485,2 |
| Kernkapitalquote in % | 9,58 | 1,31 %-P. | 8,27 | 7,15 |
| Eigenmittelquote in % | 15,39 | 2,49 %-P. | 12,90 | 12,83 |
| Unternehmenskennzahlen in Prozent | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 9,86 | - 2,97 %-P. | 12,83 | 13,21 |
| Return on Equity nach Steuern | 8,28 | - 3,54 %-P. | 11,82 | 11,99 |
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) | 53,3 | 0,90 %-P. | 52,4 | 52,8 |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 34,6 | 12,10 %-P. | 22,5 | 24,8 |
| Ressourcen | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittlich gewichteter Mitarbeiterstand | 1.990 | 7 | 1.983 | 1.879 |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 133 | - 1 | 134 | 126 |
| Oberbank-Aktien | 2009 | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 25.783.125 | 24.090.000 | 24.000.000 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 3.000.000 | 3.000.000 | 3.000.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 43,88/39,40 | 49,67/43,90 | 50,00/44,33 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 42,20/37,90 | 42,60/38,00 | 35,10/30,17 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 42,70/38,30 | 44,20/39,40 | 49,63/44,00 |
| Marktkapitalisierung in Mio. A | 1.215,8 | 1.183,0 | 1.323,2 |
| IFRS-Ergebnis je Aktie in A | 2,83 | 3,91 | 3,82 |
| Dividende je Aktie in A | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie | 15,1 | 11,3 | 13,0 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie | 13,5 | 10,1 | 11,5 |
| * Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Anzahl der Aktien, die Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse, das IFRS-Ergebnis je Aktie und die Dividende je Aktie für das Jahr 2007 analog zum Aktiensplit vom Juli |
2008 im Verhältnis 1:3 umgerechnet.
Betriebsergebnis in Mio. B Verwaltungsaufwand in Mio. B Cost-Income-Ratio in %
Geschäftsbericht 2009
Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität sind seit jeher das Fundament des Geschäftsmodells der Oberbank. Sie waren der beste Schutz gegen die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise der vergangenen beiden Jahre und haben dazu geführt, dass die Kunden der Oberbank in einer außerordentlich schwierigen Zeit in höchstem Maße vertraut haben.
Dieses Kundenvertrauen sowie die Konzentration auf das Geschäftsmodell als Regionalbank und auf das Kerngeschäft mit den Kunden haben dazu geführt, dass sich die Oberbank im besonders herausfordernden Jahr 2009 wieder besser als der Gesamtmarkt entwickelt hat, Marktanteile gewinnen konnte und im Gegensatz zu einigen österreichischen Großbanken nicht auf Hilfe aus dem staatlichen Bankenpaket angewiesen war.
Die Oberbank blieb auch im Umfeld der Finanzkrise stabil und sicher:
| Ertrag | Betriebsergebnis mit A 182,8 Mio. auf Vorjahresniveau |
|---|---|
| Vorsichtige Risikopolitik, hohe Dotation der Risikovorsorgen | |
| Jahresüberschuss vor Steuern - 19,3 % auf A 92,0 Mio. | |
| Bessere Ergebnisentwicklung als Gesamtmarkt | |
| Wachstum | Kundenkredite + 4,0 % auf A 9,8 Mrd. |
| Primäreinlagen + 9,0 % auf A 10,9 Mrd. | |
| Betreute Kundengelder + 10 % auf A 18,7 Mrd. | |
| Expansion | Markteintritt als Vollbank in der Slowakei |
| 133 Filialen in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei | |
| 27.000 neue Kunden, in Summe 328.000 Firmen- und Privatkunden |
Als universelle und dynamische Regionalbank im Herzen Europas erbringt die Oberbank Finanzdienstleistungen höchster Qualität. Ihre Unabhängigkeit, die durch eine solide Aktionärsstruktur gewährleistet wird, und ihr kundenorientiertes Dienstleistungsverständnis machen sie zu einer Alternative in einem von Großbanken dominierten Markt.
Neben ihrer Kernregion in Österreich ist die Oberbank auch in Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei aktiv und betreut mittelständische und große Unternehmen ebenso wie Privatkunden. Die Oberbank verfügt neben dem klassischen Produkt- und Dienstleistungsportfolio einer Bank über spezielles Know-how im Bereich komplexer Unternehmensfinanzierungen sowie im Private Banking und Asset Management. Die kontinuierliche Ausweitung des Einzugsgebietes und das Betreten neuer Geschäftsfelder bedeuten kein Abgehen von der bewährten Strategie. Die Oberbank ist vielmehr darum bemüht, in allen Regionen und Kerngeschäftsbereichen tätig zu sein, in denen sie ihre Kunden begleiten und unterstützen kann.
4
geben uns die Freiheit, ausgewogen die Interessen
Mitarbeiter zu berücksichtigen. "
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Oberbank AG
Wenn wir auf das abgelaufene Jahr zurückblicken, können wir stolz darauf sein, dass es für die Oberbank sehr erfreulich verlaufen ist:
2009 ist die Weltwirtschaft erstmals seit 40 Jahren nicht gewachsen, das stellte eine völlig neue Herausforderung für Notenbanken und Wirtschaft dar. Viele Unternehmen, vor allem in der Industrie, mussten dramatische Auftragseinbrüche hinnehmen, die Banken vertrauten einander nur noch eingeschränkt und nur massive Eingriffe der Staaten verhinderten Pleiten von systemrelevanten Banken und die Gefährdung des Finanzsystems. Insgesamt hat die Reputation vieler Banken und Bankmanager 2009 enorm gelitten.
Seit Jahren verinnerlichte und gelebte Werte wie Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität sind seit jeher das Fundament unseres Geschäftsmodells und waren in der Krise unser bester Schutz. Sie ermöglichen uns, ein besonderes Maß an Glaubwürdigkeit zu vermitteln. Dadurch verfügen wir über eine ausgezeichnete Ausstattung mit Kundeneinlagen, wir können unseren Finanzierungsauftrag ungebrochen erfüllen und wir können aus eigener Kraft Eigenmittel und Kernkapital stärken, expandieren und unsere Ertragslage absichern.
Wir haben uns auch immer auf unser Geschäftsmodell als Regionalbank und auf unser Kerngeschäft mit den Kunden konzentriert. Wir sind mit unseren Filialen tief im Markt verankert, setzen auf organisches Wachstum durch Filialgründungen und müssen deshalb keine überteuert erworbenen Firmenwerte in unserer Bilanz abschreiben.
Die Kundeneinlagen der Oberbank sind nicht nur zum vierten Mal in Folge gestiegen, sondern sie haben sich besonders in den Krisenjahren 2008 und 2009 deutlich erhöht. Im Geschäftsjahr 2008, also am Beginn der Vertrauenskrise, sind unsere Kundeneinlagen um mehr als A 1 Mrd. angestiegen. Und 2009, im zweiten Jahr der Krise, wurde uns noch einmal fast A 1 Mrd. oder knapp 10 % mehr an Einlagen anvertraut – damit betragen sie insgesamt schon rund A 11 Mrd., so viel wie nie zuvor. Dadurch haben wir weitere Marktanteile gewonnen.
Nicht nur bei den Kundeneinlagen war der Zuwachs enorm, auch die gesamten Kundenvermögen, einschließlich der Wertpapiere auf Depots, wuchsen um rund 10 % oder A 1,8 Mrd. auf A 18,7 Mrd. besonders stark. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Oberbank im turbulenten Jahr 2009 als sicherer Hafen besonders gesucht war. Mit diesem Liquiditätspolster sind wir auch 2009 unserer Rolle als Hausbank gerecht geworden und haben Industrie und Mittelstand mit Finanzierungen versorgt. Insgesamt haben wir Mittel in Höhe von fast A 10 Mrd. zur Verfügung gestellt, das sind um über A 400 Mio. oder 4,0 % mehr als im Jahr davor. Für Oberbank-Kunden gibt es die oft zitierte Kreditklemme also nicht!
Auf Basis des Rekordergebnisses 2008, als die österreichischen Banken insgesamt schon einen deutlichen Ertragseinbruch hinzunehmen hatten, kann die Oberbank für das Geschäftsjahr 2009 wieder eine sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung präsentieren.
Das Zinsergebnis lag 2009 mit A 262,4 Mio. um 12,7 % unter dem Vorjahreswert, in erster Linie aufgrund der deutlich gesunkenen Ergebnisbeiträge aus unseren Equity-Beteiligungen. Das Provisionsergebnis von A 88,6 Mio. lag wegen des schwierigen Umfeldes im Wertpapiergeschäft um 9,5 % unter dem Ergebnis von 2008. Aufgrund deutlicher Anstiege beim Handelsergebnis und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie des nur leicht gestiegenen Verwaltungsaufwandes konnten wir unser Betriebsergebnis mit A 182,8 Mio. auf dem ausgezeichneten Vorjahresniveau stabil halten, während für den Gesamtmarkt ein Betriebsergebnisrückgang von 30 % erwartet wird.
Dem im abgelaufenen Jahr hohen Risiko in allen Märkten haben wir durch eine besonders vorsichtige Vorsorgepolitik Rechnung getragen: Unsere gute Entwicklung im operativen Geschäft hat es uns erlaubt, den Risikovorsorgen hohe Beträge zuzuführen. Diese Faktoren sowie die im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegene Steuerleistung führten zu einem Rückgang beim Jahresüberschuss vor bzw. nach Steuern um 19,3 % auf A 92,0 Mio. bzw. um 26,7 % auf A 77,3 Mio. Dieses im Vergleich zum Gesamtmarkt überaus gute Ergebnis haben wir ohne Aufwertungen oder Neubewertungen und ohne Zuhilfenahme von bilanztechnischen Maßnahmen erzielt. Damit bleiben wir ein stabiler und berechenbarer Partner und bieten den Kunden, vor allem den Anlegern, ein Höchstmaß an Sicherheit.
Unsere Eigenmittel betrugen Ende 2009 mehr als A 1,5 Mrd. Euro, das ist um rund A 250 Mio. oder 19 % mehr als im Jahr zuvor. Der Überschuss über die gesetzlich geforderten Eigenmittel von A 680 Mio. ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 55 % gestiegen, die Eigenmittelquote von 15,4 % ist fast doppelt so hoch wie gesetzlich vorgeschrieben.
Auch unser Kernkapital konnten wir 2009 zum vierten Mal in Folge kräftig erhöhen, von A 825 Mio. auf A 955 Mio. Damit ist unsere Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 % gestiegen. Dies war möglich, weil unsere gute Ertragslage eine hohe Thesaurierung von Gewinnen erlaubt und weil das große Vertrauen, das uns unsere Kunden und Investoren entgegenbringen, die im Oktober 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung zu einem großen Erfolg gemacht hat.
Ein Kernkapital von A 955 Mio. bedeutet, dass wir die oft kolportierte Quote von 9 % deutlich überschritten haben und ist bezogen auf unser Geschäftsmodell ein ganz ausgezeichneter Wert.
Mit hohen Kundeneinlagen, einer ausgezeichneten Ausstattung mit Eigenkapital, einem konservativen Risikoprofil und einer auf hohem Niveau stabilen Ertragslage halten wir unser Versprechen, keine Staatshilfe in Anspruch zu nehmen. Ganz im Gegenteil, wir zahlen 2009 aufgrund unserer guten Ertragslage sogar mehr Steuern als 2008, und 2010 wird unsere Steuerleistung noch einmal ansteigen. Das kann außer der Oberbank bzw. ihren Schwesterbanken BKS und BTV kaum ein anderer Sektor in Österreich von sich behaupten.
Im April 2009 haben wir mit der Gründung einer Filiale in Bratislava den Markteintritt als Vollbank in der Slowakei vollzogen. Damit begleiten und betreuen wir unsere Kunden jetzt als einzige österreichische Bank mit vollwertigen Bankfilialen in Österreich und den wirtschaftlich wichtigen Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei.
Unser später Schritt nach Mittel- bzw. Osteuropa ist uns in der Vergangenheit oft vorgehalten worden, im aktuellen Umfeld erweist er sich aber als goldrichtig. Wir vergeben 90 % unserer Kredite in Österreich und Bayern, die Kredite, die wir in Tschechien, Ungarn und der Slowakei gewähren, haben überwiegend einen Bezug nach Österreich oder Bayern. Daher belasten uns in Tschechien, Ungarn und der Slowakei keine Hypotheken und Altlasten und unsere Risikoentwicklung ist mit der in Österreich und Bayern vergleichbar.
Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss
Serviceangaben
Für die auch weiterhin kontinuierliche Expansion haben wir mehrere Gründe: Unser erstes Ziel ist die Begleitung bestehender Kunden. Mit unserer fünf Länder umfassenden "Oberbank Payment Area" bieten wir unseren Kunden Service und Betreuung aus einer Hand, Doppelgleisigkeiten bei Verhandlungen oder im Rating-Prozess werden vermieden und Sprachbarrieren entfallen – Ansprechpartner des Kunden ist für die gesamte Oberbank-Region der vertraute Kundenbetreuer in der Heimatfiliale. Darüber hinaus werden Zahlungsverkehr, Liquiditätsmanagement und viele andere grenzüberschreitende Leistungen besonders schnell und kostengünstig abgewickelt.
Zweitens finden wir im Moment äußerst günstige Rahmenbedingungen vor. Viele Banken sind mehr mit sich selbst als mit ihren Kunden beschäftigt, die Konditionen im Ausland sind für uns als Bank attraktiv und auf dem Arbeitsmarkt finden wir derzeit viele motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter.
Wir werden daher unser organisches Wachstum 2010 fortsetzten und zehn neue Filialen gründen. In Bayern, wo wir heuer seit genau 20 Jahren aktiv sind, eröffnen wir drei Filialen und kommen im Jubiläumsjahr auf insgesamt 20 Filialen. In Ungarn und der Slowakei, wo wir seit 2007 bzw. 2009 als Vollbank tätig sind, etablieren wir jeweils zwei zusätzliche Filialen und kommen damit dort auf sechs bzw. drei Stellen. In Wien, unserem wichtigsten Wachstumsmarkt in Österreich, gründen wir drei weitere und sind dann mit insgesamt zwölf Filialen vertreten. In Tschechien ist die Expansion mit den bestehenden 17 Filialen vorerst abgeschlossen. In Summe werden wir Ende 2010 auf 143 Filialen kommen. Davon wurden 44 seit 2005 gegründet, gut jede dritte Filiale ist also nicht älter als fünf Jahre. 46 Filialen liegen außerhalb Österreichs.
Der Kapitalmarkt würdigte den anhaltenden Erfolg der Oberbank mit einer überdurchschnittlich stabilen Kursentwicklung. Während der Durchschnittskurs des ATX im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 40 % zurückging, behauptete sich die Oberbank-Aktie sehr gut. Zum Jahresende 2009 betrug der Kurs der Oberbank-Stammaktie A 42,70, der Kurs der Vorzugsaktie A 38,30. Das ist im Vergleich zum Ultimo des Vorjahres eine nur marginale Abschwächung um 2,7 % bzw. 2,8 %.
Mit einem Gewinn von A 2,83 je Aktie werden wir der Hauptversammlung am 10. Mai 2010 die Ausschüttung einer Dividende von A 0,50 je Aktie vorschlagen. Durch diese konstante Dividendenpolitik wollen wir sicherstellen, dass wir auch unsere zukünftigen Expansionsvorhaben aus eigener Kraft finanzieren und eine kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes gewährleisten können.
Im Oktober 2009 haben wir als erste österreichische Bank seit Ausbruch der Finanzmarktkrise – gleichzeitig mit der BKS Bank AG – wieder den Schritt auf den Kapitalmarkt gewagt. Durch die Ausgabe von rund 1,7 Mio. Stück Stammaktien haben wir einen Emissionserlös von A 58 Mio. erzielt, unsere Kernkapitalquote um 0,6 %-Punkte und unsere Marktkapitalisierung auf A 1,22 Mrd. erhöht. Der Erfolg der Kapitalerhöhung beweist das Vertrauen, das die Oberbank genießt: Die bestehenden Aktionäre haben ihre Bezugsrechte praktisch zur Gänze ausgenützt, die nicht von den Altaktionären in Anspruch genommenen Bezugsrechte waren stark nachgefragt, sodass auch neue Investoren gewonnen werden konnten.
Ein besonderes Ereignis im Jahr 2009 war die Fertigstellung unseres Erweiterungsbaues an der Donaulände in Linz. Aus dem "Technischen Zentrum", das vor rund 30 Jahren errichtet wurde, ist nach mehreren Ausbauschritten das "Donau Forum" geworden – nicht nur ein vergrößertes Bürogebäude, sondern auch ein qualitativ hochwertiges Veranstaltungszentrum, das in Linz einen städtebaulichen Akzent gesetzt hat und als Symbol dafür steht, dass die Oberbank gewachsen ist und wir an unsere Zukunft glauben.
Seit Anfang 2010 ist der Neubau an der Donaulände auch der Sitz des Vorstandes. Das war kein selbstverständlicher Schritt, denn die Oberbank ist eine Bank, die eng mit ihren Traditionen verbunden ist. Seit über 140 Jahren war der Linzer Hauptplatz Sitz des Vorstandes und auch die Vorgängerbank, aus der die Oberbank hervorging, war am Hauptplatz angesiedelt.
Der eigentliche Grund für den Neubau aber war, dass Funktionalität, Ambiente und Kapazität unserer alten Veranstaltungsräumlichkeiten nicht mehr zeitgemäß waren. Als moderner Dienstleister positionieren wir uns vor allem durch unser Produkt- und Dienstleistungsangebot, aber auch durch das Informationsangebot bei diversen Veranstaltungen. Darüber hinaus ist die Imagewirkung hochwertiger gesellschaftlicher Events nicht zu unterschätzen. Damit ist das neue "Donau Forum" auch ein Marketinginstrument ersten Ranges und ein wichtiger Faktor unserer gesamten Öffentlichkeitsarbeit.
Mit dem neuen Gebäude kommen wir auch unserer Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt nach. Bei der gesamten Planung wurde der Energiespar- bzw. Klimaschutzgedanke so weit wie möglich berücksichtigt und es ist uns gelungen, dass für den Betrieb des neuen Objektes kein zusätzlicher Energieeinsatz notwendig ist. Das wurde erreicht durch eine besonders energieeffiziente Bauweise mit einer entsprechenden Wärmeisolierung, durch neueste Technologien wie eine Niedertemperaturheizung und durch die Nutzung umweltschonender Energieträger wie der EDV-Abwärme zur Raumheizung und des Grundwassers zur Kühlung.
Für das Geschäftsjahr 2010 gehen wir von einem leichten Anziehen der Konjunktur aus, auch die Kapitalmärkte werden sich voraussichtlich besser als zuletzt entwickeln. Wir erwarten aber aufgrund der noch bestehenden Unsicherheit ein verhaltenes Investitionsaufkommen der Unternehmen, die Anleger werden nach wie vor besonders auf Sicherheit bedacht sein. Diese Entwicklungen werden sich sowohl auf das Zins- als auch auf das Dienstleistungsgeschäft der Banken auswirken. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum des Kreditvolumens etwas stärker als im abgelaufenen Jahr sein wird, das Wachstum der Primäreinlagen sollte sich fortsetzen. Die Profitabilität der Banken wird auch 2010 vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt sein.
Die Oberbank wird 2010 dennoch für eine überraschungsfreie und stabile Entwicklung stehen. Wir setzen weiterhin auf das Kundengeschäft im Finanzierungs- und Einlagenbereich und streben Zuwächse im Zins- und im Dienstleistungsgeschäft an. Die Erholung an den Börsen dürfte zu einer Verbesserung des Provisionsergebnisses führen, die Vorsorgen für das Kreditrisiko werden sich wohl weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Den Anstieg der Betriebsaufwendungen wollen wir trotz der geplanten weiteren Expansion durch ein straffes Kostenmanagement begrenzen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir sowohl im operativen Geschäft als auch beim Ergebnis nach Risiko wieder in etwa das Ergebnis des Jahres 2009 erreichen werden.
Unsere Expansion werden wir konsequent weiter vorantreiben, bis Ende 2010 ist die Gründung von zehn neuen Filialen geplant (je drei in Wien und Bayern, je zwei in Ungarn und der Slowakei). Die stabile Ertragslage und unsere gute Eigenmittelausstattung erlauben uns, dieses Wachstum aus eigener Kraft zu bewältigen.
Mein Dank gilt unseren Mitarbeitern und Führungskräften für ihr Engagement und die erbrachten Leistungen. Ich möchte mich aber besonders auch bei Ihnen, unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern, für Ihre Treue bedanken. Wir versichern Ihnen, dass die Oberbank auch in Zukunft keine Anstrengungen unterlassen wird, um Ihren Interessen und Erwartungen bestmöglich zu entsprechen. Dank gebührt auch den Mitgliedern des Aufsichtsrates für die gute Zusammenarbeit bei strategischen und operativen Fragestellungen. Das enge und konstruktive Zusammenwirken aller Beteiligten hat es uns erst ermöglicht, so erfolgreich zu werden. Bitte bleiben Sie der Oberbank auch in Zukunft derart vertrauensvoll verbunden.
Linz, im Februar 2010
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes
steht für die Oberbank an erster Stelle, denn in fi nanziellen Angelegenheiten wünscht man sich
keine Überraschungen."
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer, Oberbank AG
Mitglieder des Vorstandes
Vorsitzender des Vorstandes, bestellt bis Mai 2012, geb. 1959
Nach dem abgeschlossenen Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Paris-Lodron-Universität Salzburg begann seine Karriere 1983 in der Oberbank. Parallel zu seiner leitenden Tätigkeit für den Geschäftsbereich Salzburg absolvierte er die internationale Managementakademie und schloss diese mit dem International Executive MBA ab. Im April 1998 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG, mit 1. Mai 2002 wurde er zum Sprecher des Vorstandes und mit 1. Mai 2005 zum Vorsitzenden des Vorstandes mit dem Titel Generaldirektor ernannt. Im November 2007 wurde Dr. Gasselsberger vom deutschen Bundespräsidenten zum Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Oberösterreich ernannt.
Weitere Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft; Aufsichtsrat der BKS Bank AG, der voestalpine AG, der Energie AG und der Wiener Börse AG; Mitglied des Vorstandes der Vereinigung der Österreichischen Industrie und des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers.
Mitglied des Vorstandes, bestellt bis September 2011, geb. 1944
Seine Karriere in der Oberbank begann 1969 nach dem Abschluss des Doktoratsstudiums der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ab November 1990 war er als Leiter der Abteilung Sekretariat für Rechtsangelegenheiten und Beteiligungen verantwortlich und übte für zahlreiche Konzerngesellschaften die Tätigkeit des Geschäftsführers aus. Im April 2002 wurde er vom Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG bestellt und 2009 zum Generaldirektor-Stellvertreter ernannt.
Weitere Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft; Aufsichtsrat der PayLife Bank GmbH, der Unternehmens Invest Aktiengesellschaft, der Mezzanin Finanzierungs AG und der Danube Equity Invest AG.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaften an der Universität Linz begann seine Karriere 1983 in der Oberbank. Zeitgleich zu seiner leitenden Tätigkeit für den Geschäftsbereich Salzburg absolvierte er 2002 das LIMAK-General-Management-Programm und schloss 2005 das LIMAK-MBA-Programm ab. Im Mai 2005 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG.
Weitere Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gasteiner Bergbahnen AG; Aufsichtsrat der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft und der BAUSPARERHEIM Gemeinnützige Siedlungsgemeinschaft reg. Gen.m.b.H.
Stellvertretendes Mitglied des Vorstandes, bestellt bis November 2014, geb. 1963
Mag. Hagenauer studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und schloss das Studium 1986 mit dem Magistertitel ab. Nach seinem Eintritt in die Oberbank 1987 war er in der Auslandsabteilung und deren Nachfolgeabteilung "Bankbeziehungen und Zahlungsverkehrssysteme" tätig, seit 1994 als Prokurist für das Gesamtinstitut, bevor er 1999 zum stellvertretenden Leiter der Abteilung Organisation bestellt wurde. 1999 absolvierte er das LIMAK-General-Management-Programm und schloss 2005 das LIMAK-MBA-Programm ab. 2005 wurde Mag. Hagenauer zum Geschäftsführer der Drei-Banken-EDV Gesellschaft bestellt. 2008 kehrte er in die Oberbank zurück und wurde zum Leiter der Abteilung Organisation ernannt. 2009 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG.
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer
Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA
| Grundsätzliche Geschäftspolitik | ||||
|---|---|---|---|---|
| Interne Revision | ||||
| Unternehmens kommunikation |
Gesamtrisikomanagement (Kredit-, Markt-, Liquiditätsrisiko, |
Geschäftsfeld Privatkunden |
Prozess- und Kostenmanagement |
|
| Personal, Ausbildung | operationelles Risiko) Aktiv-/Passivmanagement |
Privatkunden | Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion |
|
| Geschäftsfeld Firmenkunden |
Kreditmanagement | Private Banking & Asset Management |
Organisation | |
| Unternehmens finanzierung |
Sekretariat & Kommunikation |
Investmentfondsgeschäft | EDV-Entwicklung im Rahmen der |
|
| und Corporate Banking |
Versicherungsservice | Drei-Banken-EDV Gesellschaft |
||
| Global Financial Markets | Private Equity | |||
| Rechnungswesen und Controlling |
||||
| Leasinggeschäft | ||||
| Regionale Geschäftsbereiche | Regionale Geschäftsbereiche | Regionale Geschäftsbereiche | ||
| Linz-Hauptplatz | Innviertel | Linz-Landstraße | ||
| Bayern | Salzkammergut | Salzburg | ||
| Wien | Wels | Niederösterreich | ||
| Tschechien | ||||
| Ungarn | ||||
| Slowakei |
Ehrenpräsident des Aufsichtsrates der Oberbank AG
Dkfm. Dr. Hermann Bell, Vorsitzender, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2010, erstmalig gewählt: 22. April 2002; Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, der Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH und der Lenzing Aktiengesellschaft
Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 20. Mai 1997; Vorstandsvorsitzender der BKS Bank AG, Aufsichtsrat der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (Vorsitzender-Stv.), der Oesterreichischen Kontrollbank AG und der Generali Holding Vienna AG
Konsul Direktor Peter Gaugg, 2. Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2013, erstmalig gewählt: 27. April 2000; Sprecher des Vorstandes der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der BKS Bank AG
Generaldirektor Dr. Luciano Cirinà, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2014, erstmalig gewählt: 27. Mai 2009; Vorstand der Generali Holding Vienna AG, Vorstand der Generali Versicherung AG, Aufsichtsrat der BAWAG Holding GmbH, der BAWAG P.S.K. Versicherung AG, der Europäische Reiseversicherung Aktiengesellschaft, der Generali Bank AG und der Generali Immobilien AG
Franz Peter Doppler, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2013, erstmalig gewählt: 22. April 1994; Geschäftsführender Gesellschafter der Doppler Mineralöle Gesellschaft m.b.H.
Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 9. Mai 2006; Vorsitzender des Vorstandes der voestalpine AG und Geschäftsführer der voestalpine Stahl GmbH, Aufsichtsrat der Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrates der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft
Dr. Birgitte Engleder, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 9. Mai 2006; Geschäftsführende Gesellschafterin der EBS Beteiligungs GmbH und Geschäftsführerin der ENGEL Gesellschaft m.b.H.
Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2010, erstmalig gewählt: 23. April 2001; Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
Dipl.-Ing. Dr. h.c. Peter Mitterbauer, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2012, erstmalig gewählt: 15. April 1991; Vorsitzender des Vorstandes der Miba Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der Andritz AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Österreichischen Industrieholding Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung und der Rheinmetall AG
KR Karl Samstag, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2012, erstmalig gewählt: 22. April 2002; Aufsichtsrat der UniCredit Bank Austria AG, der Allgemeine Baugesellschaft–A. Porr Aktiengesellschaft, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG, der Flughafen Wien AG (Vorsitzender-Stv.) und der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG
Dr. Alexander Schoeller, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2014, erstmalig gewählt: 27. Mai 2009; Rechtsanwalt, Aufsichtsrat der ECO Business-Immobilien AG und der ECO Eastern Europe Real Estate AG
KR Dr. Herbert Walterskirchen, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 20. Mai 1997; Vorsitzender des Vorstandes der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft und der BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der Wüstenrot Versicherungs-Aktiengesellschaft
Mag. Norbert Zimmermann, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2014, erstmalig gewählt: 29. April 2004; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berndorf Aktiengesellschaft, der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG, Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft, der Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BENE AG und der Siemens Aktiengesellschaft Österreich
Wolfgang Pischinger, erstmalig entsandt: 28. Jänner 1993; Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici, erstmalig entsandt: 28. Jänner 1993; Abteilung Rechnungswesen und Controlling der Oberbank AG Roland Schmidhuber, erstmalig entsandt: 25. Jänner 2005; Oberbank Zentrum Salzburg Elfriede Höchtel, erstmalig entsandt: 22. Mai 2007; Oberbank Wels Alois Johann Oberschmidleitner, erstmalig entsandt: 28. Jänner 1993; Oberbank Ried Josef Pesendorfer, erstmalig entsandt: 29. Jänner 2001; Oberbank Gmunden Mag. Armin Burger, erstmalig entsandt: 25. Oktober 2005; Abteilung Kredit-Management der Oberbank AG
Im 1. und 3. Quartal des Jahres wird der Prüfungsausschuss einberufen. Er nimmt die Aufgabe gemäß § 63a Abs. 4 BWG wahr und setzt sich aus folgenden Aufsichtsratsmitgliedern zusammen: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker, Dr. Birgitte Engleder, Peter Gaugg, Dr. Alexander Schoeller, Wolfgang Pischinger, Mag. Armin Burger, Roland Schmidhuber.
Dem Arbeitsausschuss obliegt es, eine geeignete Grundlage zur Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes zu schaffen. Er nimmt nicht nur eine vorbereitende Funktion für den Gesamtaufsichtsrat ein, sondern verfügt auch über Entscheidungsbefugnisse. Folgende Aufsichtsratsmitglieder gehören dem Arbeitsausschuss an: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker, Peter Gaugg, Dr. Birgitte Engleder, Wolfgang Pischinger, Mag. Armin Burger.
Der Kreditausschuss verantwortet die Entscheidung für Kreditgewährungen. Folgende Aufsichtsratsmitglieder bilden diesen Ausschuss: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker, Peter Gaugg, Wolfgang Pischinger, Mag. Armin Burger.
Der Personalausschuss ist zuständig für personelle Angelegenheiten und Nominierungen. Nachstehende Aufsichtsratsmitglieder gehören ihm an: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker.
Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002
140 Jahren in unserem Geschäftsmodell verankert.
"
Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA, Oberbank AG
Die Geschäftspolitik der Oberbank und ihr kontinuierlicher Erfolgskurs basieren auf Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz. Die Unternehmensziele sind nachhaltig und langfristig ausgelegt und werden der Öffentlichkeit klar kommuniziert. Als börsenotierte Regionalbank hat die Bewahrung der Unabhängigkeit oberste Priorität. Abgesichert wird diese durch eine hohe Ertragskraft, eine vernünftige Risikopolitik, den Verbund mit den eigenständigen Regionalbanken BKS und BTV sowie Aktionäre, die ein Interesse an der Unabhängigkeit der Oberbank haben.
Für keinen Aktionär der Oberbank AG ist eine direkte oder indirekte Beherrschung im Alleingang möglich. Zwischen der BKS, der BTV und der Wüstenrot Genossenschaft besteht eine Syndikatsvereinbarung, die die Sicherstellung der Eigenständigkeit der Oberbank zum Ziel hat. Ein weiteres stabilisierendes Element der Aktionärsstruktur bildet die Beteiligung der Mitarbeiter, die ihre Stimmrechte syndiziert und an die Oberbank Mitarbeitergenossenschaft übertragen haben. Das Bekenntnis des Managements und der Mitarbeiter zur Oberbank festigt die Unabhängigkeit ebenso wie langjährige Kooperationen mit zuverlässigen Partnern wie Wüstenrot oder Generali.
Als börsenotiertes Unternehmen verpflichtet sich die Oberbank freiwillig zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und interpretiert ihn als wertvolle Orientierungshilfe bei der Ausgestaltung der diesbezüglichen internen Mechanismen und Bestimmungen. Der Aufsichtsrat der Oberbank hat sich in seiner Sitzung am 26. November 2007 zur Anwendung der Kodexfassung vom Juni 2007 bekannt. Am 18. November 2008 wurde jene Fassung des Kodex veröffentlicht, die ab 1. Jänner 2009 wirksam wurde und somit für das Berichtsjahr gültig ist. Anfang 2010 wurde eine neuerliche Revision des Richtlinienkatalogs vorgenommen.
In der Aufsichtsratssitzung vom 28. März 2007 wurden die Geschäftsordnungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates den Kodexbestimmungen angepasst. Bereits im Geschäftsjahr 2006 hat der Aufsichtsrat im Sinne des Kodex Leitlinien zur Feststellung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder definiert, die unter www.oberbank.at einzusehen sind. Alle Aufsichtsratsmitglieder der Oberbank haben sich seither in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert. Der Österreichische Corporate Governance Kodex gibt vor, dass das Nichteinhalten seiner so genannten C-Regeln (comply or explain) zu begründen ist. Die Oberbank erfüllt auch im Geschäftsjahr 2009 alle C-Regeln durch die Erläuterung folgender Abweichungen:
Regel 2 C (one share – one vote): Die Oberbank hat neben Stamm- auch Vorzugsaktien ausgegeben und bietet mit der Gewinnbevorzugung der Vorzugsaktionäre eine attraktive Veranlagungsvariante.
Regel 30 C, 31 C: Den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend erfolgt die Offenlegung der Vorstandsvergütung auf Seite 104 dieses Geschäftsberichtes als Gesamtposition. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbleibt ein Ausweis der Bezüge je Vorstandsmitglied.
Regel 45 C: Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur entsenden UniCredit Bank Austria, BTV und BKS als drei Mitbewerber mit bedeutenden Aktienpositionen Aufsichtsratsmitglieder.
Regel 52 C: Der Aufsichtsrat der Oberbank zählt mehr als zehn Kapitalvertreter. Die Oberbank schätzt die Expertise ihres aus Spitzenkräften der heimischen Wirtschaft bestehenden Kontrollorgans.
Im Jahr 2009 betrug zum Stichtag die Anzahl der gewählten Aufsichtsratsmitglieder 13 Personen. Die durch das Ausscheiden von Dr. Josef Kneidinger sowie von Dr. Dietrich Karner frei gewordenen Aufsichtsratsmandate wurden von Dr. Alexander Schoeller bzw. Dr. Luciano Cirinà wahrgenommen. Das Mandat von Mag. Norbert Zimmermann wurde anlässlich der Hauptversammlung im Mai 2009 verlängert. Sensible Aufgabenbereiche des Aufsichtsrates werden zudem in vier Ausschüssen wahrgenommen.
Der Vorstand der Oberbank ist in seiner Geschäftsführung an die vielschichtigen Interessen der Eigentümer, Kunden und Mitarbeiter gebunden. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Umsetzung der einzelnen Vorhaben und deren Erfolg. Eine regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat stellt einen umfassenden Informationsfluss sicher.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat konstituierte sich im Mai 2009 aus sieben vom Betriebsrat entsandten Arbeitnehmer- und 13 gewählten Kapitalvertretern – Spitzenkräfte heimischer Industrieunternehmen und Wirtschaftsinstitutionen. Von der Expertise dieser Aufsichtsratsmitglieder profitiert die Oberbank in besonderer Weise, ist doch ihre Geschäftstätigkeit stark auf diese Zielgruppe ausgerichtet.
Der Aufsichtsrat der Oberbank hat zur effizienten Erledigung der operativen Agenden einen Arbeits-, Kredit-, Prüfungs- und Personalausschuss eingerichtet, deren Mitglieder vom Gesamtaufsichtsrat gewählt werden. Der Arbeitsund Prüfungsausschuss bestehen aus vier bzw. fünf Kapitalvertretern, der Kreditausschuss aus drei und der Personalausschuss aus zwei Experten. Die Ausschüsse werden derart konstituiert, dass ihre Mitglieder in ihren Entscheidungen frei sind von der Einflussnahme anderer Personen, die besondere Beziehungen zur Oberbank unterhalten.
Der Aufsichtsrat hat alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung dem Personalausschuss übertragen, der damit auch als Vergütungsausschuss agiert. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass die Vorstandsmitglieder eine ihren Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen angemessene Entlohnung erhalten. Ihr fixes Basisgehalt orientiert sich an den jeweiligen Aufgabengebieten. Die variable Gehaltskomponente berücksichtigt gemeinsame und persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder ebenso wie die generelle Unternehmensentwicklung. Gemessen wird dieser Unternehmenserfolg am Erreichen mittel- bis langfristiger strategischer Zielsetzungen und ausgewählter Kennzahlen. Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern bedürfen laut Geschäftsordnung des Vorstandes der Zustimmung durch den Aufsichtsrat.
Die Höhe der den Vorstandsmitgliedern vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich nach der Dauer ihres Dienstverhältnisses, folgt einer Staffelung bis zu 40 Jahren und basiert auf dem zuletzt bezogenen Fixgehalt. Für Vorstandsmitglieder, die ab dem Jahr 2005 bestellt werden, wird eine betriebliche Altersvorsorge bei einer Pensionskasse auf vertraglicher Basis durch Leistung eines monatlichen Beitrages aufgebaut. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Banken-Kollektivvertrages. Die Vorstandsvergütung wird auf Seite 104 dieses Geschäftsberichtes getrennt nach fixen und variablen Gehaltskomponenten angeführt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten neben dem Ersatz der durch ihre Funktion entstandenen Barauslagen auch Sitzungsgelder von je A 100 und eine jährliche Vergütung. Die Höhe dieser Vergütung wird jährlich von der Hauptversammlung festgelegt und betrug 2009 für den Vorsitzenden A 15.000, seine Stellvertreter je A 11.000 und die weiteren Mitglieder je A 9.000. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates wird auf Seite 104 dieses Geschäftsberichtes angeführt.
Die Oberbank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen (einschließlich der Aufsichtsratsmitglieder), die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Oberbank haben der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) alle Transaktionen mit Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren der Oberbank AG zu melden und diese Information zu veröffentlichen. Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten zehn derartige Meldungen, die auf der Website der FMA unter www.fma.gv.at veröffentlicht wurden.
Anleger können zwischen der Oberbank-Stammaktie und der Oberbank-Vorzugsaktie wählen. Im Unterschied zur Stammaktie verbrieft die Vorzugsaktie keine Stimmrechte für den Aktionär, gewährt im Gegenzug aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6 %. Für beide Aktiengattungen wurde die Dividende zuletzt gleich hoch angesetzt. Aufgrund des Stimmrechtverzichtes notiert die Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie jedoch mit einem Kursabschlag, wodurch sich eine höhere Dividendenrendite errechnet.
Die Oberbank-Aktien erwiesen sich im turbulenten Börsenjahr 2009 als besonders stabil. Die Stammaktie erreichte ihr Kurshoch am 2. Jänner 2009 bei A 43,88, die Vorzugsaktie am 8. Jänner 2009 bei A 39,40. Mit A 42,70 per 31. Dezember 2009 verzeichnete die Oberbank-Stammaktie im Jahresabstand einen vergleichsweise geringen Kursrückgang (- 2,7 %), ebenso die Vorzugsaktie mit A 38,30 (- 2,8 %).
Die Börsenkapitalisierung der Oberbank AG belief sich zum Jahresende 2009 unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 auf A 1.215,8 Mio. (+ 2,8 %). Die Entwicklung der Oberbank-Aktien im Jahresschnitt war deutlich besser als die durchschnittliche Performance des ATX im Berichtsjahr.
Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1. Juli 1986 an der Wiener Börse. Seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus stetig: Aktionäre, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen mitzogen, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine Rendite vor Abzug der Kapitalertragsteuer von durchschnittlich 9,25 % pro Jahr.
| Kennzahlen der Oberbank-Aktien | 2009 | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 25.783.125 | 24.090.000 | 24.000.000 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 3.000.000 | 3.000.000 | 3.000.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 43,88/39,40 | 49,67/43,90 | 50,00/44,33 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 42,20/37,90 | 42,60/38,00 | 35,10/30,17 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 42,70/38,30 | 44,20/39,40 | 49,63/44,00 |
| Marktkapitalisierung in Mio. A | 1.215,8 | 1.183,0 | 1.323,2 |
| IFRS-Ergebnis je Aktie in A | 2,83 | 3,91 | 3,82 |
| Dividende je Aktie in A | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie | 15,1 | 11,3 | 13,0 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie | 13,5 | 10,1 | 11,5 |
* Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Anzahl der Aktien, die Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse, das IFRS-Ergebnis je Aktie und die Dividende je Aktie für das Jahr 2007 analog zum Aktiensplit vom Juli 2008 im Verhältnis 1:3 umgerechnet.
Das Ergebnis je Oberbank-Aktie ging nach der Kapitalerhöhung 2009 gegenüber dem Vorjahr von A 3,91 auf A 2,83 zurück. Auf Basis der Schlusskurse 2009 errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15,1, für die Vorzugsaktie von 13,5. Der 130. ordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai 2010 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende von A 0,50 je bezugsberechtigter Aktie vorgeschlagen.
| Aktionärsstruktur der Oberbank per 31.12.2009 | Stammaktien | Insgesamt | |
|---|---|---|---|
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck1 | 18,51 % | 17,00 % | |
| BKS Bank AG, Klagenfurt2 | 18,51 % | 16,95 % | 2 1 |
| Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., | 3 | ||
| Salzburg3 | 5,13 % | 4,62 % | 4 5 |
| Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 | 2,21 % | 1,98 % | |
| Mitarbeiterbeteiligung5 | 4,02 % | 3,73 % | 7 |
| CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien6 | 32,54 % | 29,15 % | 6 |
| Streubesitz7 | 19,08 % | 26,57 % |
Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht. Größter Einzelaktionär der Oberbank ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Der Streubesitz im Ausmaß von rund 19 % der Oberbank-Stammaktien (26,6 % inklusive Vorzugsaktien) wird von Unternehmen, institutionellen Investoren und privaten Aktionären gehalten.
Die Oberbank informiert ihre Aktionäre ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die Aktionäre aufgerufen, direkt mit Vorstand und Aufsichtsrat in Kontakt zu treten.
Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank via Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten drei solcher Meldungen: 30.9.2009: Ankündigung der Kapitalerhöhung der Oberbank AG 22.10.2009: Abschluss der Kapitalerhöhung der Oberbank AG 24.11.2009: Berufung von Mag. Florian Hagenauer in den Vorstand der Oberbank AG
Mag. Frank Helmkamp Telefon: ++43/(0)732/78 02 DW 7247 [email protected] www.oberbank.at
| Veröffentlichung des Jahresabschlusses in der Wiener Zeitung | 1. April 2010 |
|---|---|
| Nachweisstichtag für Oberbank-Aktien | 30. April 2010 |
| Hauptversammlung | 10. Mai 2010 |
| Ex-Dividendentag | 17. Mai 2010 |
| Dividendenzahltag | 20. Mai 2010 |
| 1. Quartal | 21. Mai 2010 |
|---|---|
| 1. Halbjahr | 20. August 2010 |
| 1. – 3. Quartal | 19. November 2010 |
Bei der Hauptversammlung der Aktionäre der Oberbank AG am 27. Mai 2009 waren 242 Stammaktionäre anwesend, die im eigenen oder per Vollmacht in fremdem Namen berechtigt waren, 21.613.721 Stamm-Stückaktien zu vertreten und das damit verbundene Stimmrecht auszuüben.
Beschlussfassung über die
Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb eigener Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals auf die Dauer von 30 Monaten ab 27. Mai 2009 gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG (zweckneutraler Erwerb) nach Maßgabe der Bestimmungen des Aktiengesetzes und des Börsegesetzes.
Entsprechend den internationalen Entwicklungen, wie es das "Basel Committee on Banking Supervision" oder das Wertpapieraufsichtsgesetz 2007 vorsehen, kommt dem Thema Compliance in der Kreditwirtschaft eine immer größer werdende Bedeutung zu.
Der Begriff Compliance beinhaltet nicht nur die bloße Implementierung einer Organisation zur Hintanhaltung von Insidergeschäften und Interessenkonflikten, sondern ist weiter und umfassender zu verstehen. Demnach sollen sämtliche Rechtsrisiken, die bei Nichteinhaltung von Gesetzen, regulatorischen Bestimmungen, Soft Law-Regelungen und internen Richtlinien entstehen, durch eine Compliance-Organisation verhindert bzw. minimiert werden.
Im Mittelpunkt der einschlägigen Compliance-Aktivitäten standen und stehen die laufende Aktualisierung der Beobachtungslisten, die regelmäßige Überprüfung der Mitarbeitertransaktionen sowie die Bearbeitung von Anfragen seitens der Finanzmarktaufsicht. Die Mitarbeiter wurden in laufenden Seminaren und Informationsveranstaltungen über das Compliance-Regelwerk der Oberbank informiert. Zusätzlich fanden im Berichtszeitraum etliche Schulungen zum Thema Compliance und Interessenkonflikte in sämtlichen Geschäftsbereichen statt.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde den Bestimmungen des "Standard Compliance Code der österreichischen Kreditwirtschaft" und der "Emittenten-Compliance-Verordnung" vollinhaltlich entsprochen.
Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche waren auch im Geschäftsjahr 2009 ein besonderes Anliegen der Oberbank. Mit Hilfe von automationsunterstützten Verfahren wurden etwaig verdächtige Transaktionen überprüft und im Bedarfsfall Kontakt mit der Geldwäschemeldestelle aufgenommen. Darüber hinaus erfolgten in sämtlichen Geschäftsbereichen der Oberbank zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen zum Thema Geldwäsche. In monatlichen Berichten wurde die Geschäftsleitung über die Aktivitäten zur Verhinderung von Geldwäsche informiert. Sowohl dem in der Oberbank seit jeher geltenden "know your customer"-Prinzip als auch den gesetzlichen Vorgaben durch die Umsetzung der 3. Geldwäsche-Richtlinie in das österreichische Bankwesengesetz wurde im Berichtszeitraum entsprochen.
"Wir achten besonders auf die
Kunden auch in schwierigen Situationen mit uns rechnen können. "
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Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA, Oberbank AG
Bei einem am 13. April 1869 in Linz einberufenen Treffen wurde die Gründung einer "Actien Gesellschaft in Gemeinschaft mit ihren Konsorten" beschlossen. Die zu gründende Gesellschaft sollte "Bank für Ober-Oesterreich und Salzburg" heißen und ihren Sitz in Linz haben, als Gründungsdatum wurde der 1. Juli 1869 festgelegt. Schon 1870 wurde der Geschäftsbetrieb der Filiale Salzburg aufgenommen. 1872 wurde eine Agentur in Steyr eröffnet, 1873 folgte Wels. Beim Börsenkrach 1873 konnte die Oberbank im Gegensatz zu vielen anderen Banken einen Konkurs abwenden. In den folgenden Jahren wurde die Verwurzelung der Oberbank in der (ober)österreichischen Wirtschaft immer fester.
Nach zwei erfolgreichen Kapitalerhöhungen wurden 1920 das Land Oberösterreich und 1921 die Bayerische Vereinsbank Aktionäre der Oberbank. 1926 wurde die 40-jährige Zusammenarbeit der Oberbank mit der Wiener Unionbank beendet, neuer Partner wurde die Allgemeine Österreichische Bodencreditanstalt, nach deren Zusammenbruch 1929 die Creditanstalt für Handel und Gewerbe (CA). Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde die CA nach einer Kapitalerhöhung Mehrheitseigentümerin der Oberbank.
1945 bestanden neben der Linzer Zentrale noch zwölf Bankstellen, einschließlich der Zweigniederlassung Salzburg. Bereits 1946 wurde der Oberbank von der Oesterreichischen Nationalbank die Erlaubnis zum Devisenhandel erteilt, 1949 wurde sie zur Marshallplan-Bank (ERP-Bank) bestellt. Ab 1955 nahm die Entwicklung der Oberbank mit der Hinwendung zum Geschäftsmodell der Universalbank einen starken Aufschwung. Die Gewinnung von Privatkunden, die Entgegennahme privater Spareinlagen und die Vergabe von Kleinkrediten waren die Basis dafür, dass die Oberbank heute eine der zehn größten Banken Österreichs ist und mit dem Firmen- und Privatkundengeschäft zwei gleich starke Standbeine hat.
Nach dem zweiten Weltkrieg drittelte die CA ihre Mehrheitsanteile an den drei Regionalbanken Oberbank, Bank für Kärnten AG (heute BKS Bank AG) und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV). Je ein Drittel der Anteile behielt die CA selbst, die restlichen Beteiligungen wurden an die jeweils beiden anderen Banken abgegeben. Aus der ursprünglich nur kapitalmäßigen Verflechtung von Oberbank, BKS und BTV hat sich bis heute eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit entwickelt, die im gemeinsamen Auftritt als "3 Banken Gruppe" ihren Ausdruck findet. Wo Synergien erzielt werden können, arbeiten die drei Banken eng zusammen, gemeinsame Tochterunternehmen wie die Drei-Banken-EDV Gesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft und die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft sind besonders erfolgreich. Der eigenständige Marktauftritt der drei Banken wird durch diese Zusammenarbeit jedoch nicht beeinträchtigt.
Beim Börsengang der Oberbank und ihrer Schwesterbanken am 1. Juli 1986 wurde eine große Zahl neuer Aktionäre gewonnen. Dies war die Voraussetzung dafür, dass sich die drei Banken dauerhaft aus dem Einfluss der CA lösen und eine eigenständige Strategie verfolgen konnten. Heute sind an der Oberbank neben den beiden Schwesterbanken die UniCredit Bank Austria, Wüstenrot, Generali und die eigenen Mitarbeiter beteiligt, rund 19 % der Stammaktien sind im Streubesitz.
Die in den 1970er-Jahren gewährte Niederlassungsfreiheit für Banken erlaubte es der Oberbank, ihr Einzugsgebiet auch außerhalb ihrer ursprünglichen Region Oberösterreich/Salzburg auszudehnen. Seit 1985 ist die Oberbank mit eigenen Filialen in Niederösterreich tätig, seit 1988 in Wien, seit 1990 in Bayern, seit 2004 in Tschechien, seit 2007 in Ungarn und seit 2009 in der Slowakei.
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Die Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen zwei Jahre ist wesentlich durch das kurzfristige Erfolgsdenken vieler Akteure in Unternehmen und Banken verursacht worden. Dieses Denken – zumeist ausgelöst durch falsche Vergütungsanreize – führte zum sorglosen Umgang mit intransparenten und scheinbar risikolosen Produkten und zu einem zu leichtfertigen Eingehen von Risiken. In der Folge wurde der Ruf nach Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität immer lauter und danach, dass diese Werte wieder das Fundament des Bankgeschäftes bilden sollen.
Die Oberbank hat sich von diesen Werten niemals abgewendet, weil sich auch das Bankgeschäft nicht grundlegend verändert hat: Noch immer ist es Kernaufgabe einer Bank, Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln, um die Einlagen der Kunden zu werben und diese als Kredite an ausgewählte Kunden auszureichen.
Auf Basis dieser Werte hat die Oberbank acht strategische Ziele formuliert, die den Rahmen für die seit Jahren überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftspolitik bilden:
Durch die Erreichung dieses Zieles soll gewährleistet werden, dass sich das gesamte Handeln der Oberbank auch in Zukunft ausgewogen an den Interessen der Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre orientiert. Danach richten sich alle anderen strategischen Ziele der Oberbank aus.
Die Oberbank kann nur nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie innovativ ist und ihr starkes Kerngeschäft auf dem bereits hohen Niveau kontinuierlich weiterentwickelt. Das Institut definiert Kunden aus der Wirtschaft – in erster Linie Industrie und Mittelstand – sowie Privatkunden als gleichwertige Säulen. Im Firmenkundengeschäft profiliert sich die Oberbank mit hoher Auslandskompetenz, mit besonderem Know-how in Fragen der Investitionsfinanzierung und als Anbieter alternativer Finanzierungsformen zur Ergänzung von traditionellen Kredit- und Leasingprodukten. Im Privatkundengeschäft zeichnet sich die Oberbank durch Qualität und Kompetenz bei beratungsintensiven Dienstleistungen aus. Bei anspruchsvollen Anlageformen, im Wertpapiergeschäft und in der Wohnbaufinanzierung überzeugt sie mit besonderer Expertise und flexiblem Eingehen auf individuelle Kundenwünsche.
Expansion in den Regionen Wien, Niederösterreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und Slowakei
Die Oberbank wächst organisch, aus eigener Kraft, durch die Gründung eigener Filialen. Unternehmensakquisitionen oder Fusionen stehen nicht im Mittelpunkt ihres Interesses. Per Jahresende 2009 zählt die Oberbank 133 Filialen. Im Kerneinzugsgebiet werden 58 Standorte in Oberösterreich und 17 in Salzburg geführt. In den Wachstumsregionen Niederösterreich und Wien werden 19, in Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei 39 Filialen betrieben.
Der strategische Fokus liegt auf dem Ausbau der Präsenz in den Zukunftsmärkten außerhalb der Kernregion, um die Ertragskraft der Oberbank nachhaltig abzusichern. Oberstes Ziel der Expansionsstrategie ist es, bestehende Kunden zu begleiten und durch die Gewinnung von Neukunden vor Ort am hohen Wachstumspotenzial attraktiver Regionen teilzuhaben. Die Oberbank sieht ihre Chancen vor allem im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie der Privatkunden, die von internationalen Großbanken oft vernachlässigt werden.
Eine aktive Industriebeteiligungspolitik entspricht nicht der Philosophie der Oberbank. Beteiligungen werden nur dann eingegangen, wenn sie der Absicherung von Entscheidungszentralen und Standorten heimischer Unternehmen dienen, zur Absicherung der Hausbankfunktion beitragen oder wenn die Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens eine "Verlängerung" des Banken-Kerngeschäftes darstellt (Immobiliengesellschaften, Investmentfondsgesellschaft). Private Equity-Beteiligungen geht die Oberbank nicht dauerhaft ein, sie will vielmehr Kunden in Situationen unterstützen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden. Mit Ausnahme des Private Equity-Bereiches stuft die Oberbank ihre Beteiligungen in der Regel als dauerhaftes Engagement ein und hat nicht vor, sie zu reduzieren oder aufzugeben. Eine vollständige Auflistung aller Beteiligungen der Oberbank ist auf den Seiten 131 bis 133 dieses Berichtes ersichtlich.
Seit 2006 geht die Oberbank mit dem "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein. Damit bietet sie eine Alternative für Fälle an, in denen der Kunde über herkömmliche Kredit- und Leasingfinanzierungen hinausgehen möchte. Beteiligungen an anderen Mezzanin- und Equity-Anbietern werden eingegangen, um deren Expertise zu nutzen und Zugang zu ihren Märkten zu gewinnen.
Im Immobilienbereich ist die Oberbank an Gesellschaften beteiligt, die zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.
Zur Absicherung von Standorten, Entscheidungszentralen und Arbeitsplätzen heimischer Leitbetriebe steht die Oberbank als strategischer Partner zur Verfügung. Sie hält u. a. Beteiligungen am größten österreichischen Industrieunternehmen, dem Stahlhersteller voestalpine AG (7,48 %, www.voestalpine.com), an der oberösterreichischen Energie AG (4,13 %, www.energieag.at), am Zellstoff-, Papier- und Textilproduzenten Lenzing AG (2,89 %, www.lenzing.com) sowie an der Gasteiner Bergbahnen AG (32,62 %, www.skigastein.com).
Die jeweils unter 20 % liegenden Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank und gleichzeitig die Basis für gemeinsam betriebene Tochterunternehmen. In der ALGAR (ALPEN-LÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT) sichern die drei Banken ihre Großkreditrisiken ab, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft fungiert als gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft bietet, auch in Zusammenarbeit mit Generali, Sach- und Personenversicherungen an. Die genauen Beteiligungsverhältnisse der drei Banken sowie ihre wichtigsten Geschäftszahlen sind auf den Seiten 150 bis 151 dieses Berichtes angeführt. Mit der Bausparkasse Wüstenrot, der Oesterreichischen Kontrollbank AG, der Wiener Börse AG oder der PayLife Bank GmbH ist die Oberbank darüber hinaus an weiteren Unternehmen beteiligt, mit denen sie im operativen Geschäft eng kooperiert.
Im Leasing-Teilkonzern der Oberbank sind Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei gebündelt. Zusätzlich finden sich hier Gesellschaften, die zur Finanzierung von einzelnen Kunden- oder Oberbank-Projekten gegründet werden.
Hier sind vor allem Beteiligungen an jenen Gesellschaften subsumiert, die außerhalb des Kerngeschäftes der Oberbank tätig sind und entweder banknahe Leistungen erbringen (Drei-Banken-EDV Gesellschaft, Einlagensicherung der Banken und Bankiers) oder im Oberbank-Einzugsgebiet besondere regionale Bedeutung haben (diverse Technologie- oder Gründerzentren).
Die Oberbank konzentriert sich auf Geschäftsfelder, deren Mechanismen und Regeln sie versteht und geht nur Risiken ein, die sie aus eigener Kraft bewältigen kann. Als wichtiges strategisches Ziel will die Oberbank das Unternehmensrisiko auf niedrigem Niveau stabilisieren: Die Risk-Earning-Ratio soll langfristig unter 25 % liegen, die Wertberichtigungsquote unter 0,7 %. Eine erstklassige Eigenmittelausstattung dient zudem der Absicherung des Wachstumskurses.
Die Sicherung der Liquidität rückte mit der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten umfassenden Vertrauenskrise ins Zentrum des Interesses. Die Oberbank legt schon seit jeher besonderes Augenmerk auf ein ausgewogenes Wachstum der Kredite und der Kundeneinlagen, um mit den Primäreinlagen der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank das gesamte Kreditvolumen refinanzieren zu können. Darüber hinaus hält die Oberbank umfangreiche Liquiditätsreserven in Form refinanzierungsfähiger Wertpapiere bzw. Kreditforderungen. Zusätzlich stehen Finanzierungslinien bei einem breiten Netzwerk an Banken und institutionellen Anlegern offen.
Die Oberbank betreibt keinen nennenswerten vom Kundengeschäft losgelösten Eigenhandel. Die Risiken des Handelsbuchs sind gering und überschaubar. Die Schwerpunkte der Serviceleistungen der Abteilung Global Financial Markets sind einerseits Dienstleistungen im Zins- und Währungsrisikomanagement für die Kunden sowie andererseits Leistungen für das Aktiv/Passiv- und Liquiditätsmanagement der Bank.
Die Oberbank entwickelt konsequent die fachlichen Fähigkeiten und die soziale Kompetenz ihrer Mitarbeiter. Die Ausbildungssysteme umfassen die planmäßige Ausbildung für junge Mitarbeiter, sichern Ausbildungsstandards für alle Mitarbeiter durch Zertifizierungen und sorgen für eine systematische und bedarfsorientierte Weiterbildung. Das Managementsystem MbO (Führen durch Zielvereinbarungen) und festgeschriebene Leistungsstandards geben Führungskräften und Mitarbeitern klare Orientierung und sorgen für ein regelmäßiges zielgerichtetes Feedback. Leistung und Engagement sind dabei führende Werte des "Oberbank-Geistes" und die Basis für selbstbewusstes und verantwortungsvolles Handeln.
Der kontinuierliche Wachstumskurs wird von einem straffen Kostenmanagement begleitet, Prozesse werden effizient und Unternehmensstrukturen möglichst schlank gestaltet. Rationalisierungsprojekte und eine Verlagerung der Ressourcen aus der Verwaltung hin zum Kunden ermöglichen eine laufende Verbesserung der Ertragskraft und tragen zu konstant guten Rentabilitätskennziffern bei. Ein permanentes, konsequentes Kostenmanagement in der IT und bei allen Prozessen stellt eine günstige Entwicklung der Sach- und Personalkosten sowie die notwendige operative Fitness auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sicher.
Kunde bei der Oberbank ist, weiß,
warum Stabilität selbst in bewegten Zeiten
ein Schlüssel zum Erfolg ist. "
Mag. Severin Rumplmayr, Donausäge Rumplmayr GmbH
Mitarbeiter und Führungskräfte investieren ihr persönliches Engagement, ihre Qualifikation und Kompetenz sowie ihre Energie und Zeit in die Oberbank. Dieser Einsatz liefert einen maßgeblichen Beitrag zum nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Die Personalentwicklung in der Oberbank orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die die Unabhängigkeit, die ständig steigenden Ansprüche der Kunden und das nachhaltige und organische Wachstum der Oberbank im Fokus hat. Der technologische Wandel, neue rechtliche Anforderungen an die Banken (Verbraucherschutz, Aufsichtsrecht) und demografische Entwicklungen sind zentrale Herausforderungen für die Personalarbeit und verlangen von den Mitarbeitern Veränderungsbereitschaft und lebenslanges Lernen. Andererseits erwarten Mitarbeiter und Bewerber von der Oberbank attraktive Aufgaben sowie Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Die Oberbank hat daher fünf strategische Handlungsfelder für die nachhaltige Personalentwicklung definiert. Sie sind der rote Faden und die Grundlage für alle operativen Maßnahmen im Personalbereich.
Das Geschäftsmodell, die Werte und die Stabilität sowie das Arbeitsumfeld und die Stellung im Markt machen die Oberbank zu einem attraktiven Arbeitgeber: Sie fordern und fördern Eigeninitiative, gewähren Handlungsspielräume und übertragen Verantwortung auf allen Ebenen. Um interessante Bewerbungen vom Markt zu erhalten und Schlüsselkräfte nachhaltig zu binden, arbeitet die Oberbank beständig an Modellen und Konzepten, um diese Attraktivität weiter zu erhöhen. Die Oberbank hat im Rahmen eines spezifischen Projektes die Voraussetzungen für einen konzernweit einheitlichen Recruiting-Prozess geschaffen, der ab 2010 umgesetzt wird.
Lernen ist Teil der permanenten Leistungsverpflichtung jedes Mitarbeiters der Oberbank. Entgegen dem allgemeinen Trend wurde im vergangenen Jahr mehr denn je in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Das umfangreiche praxisorientierte Ausbildungsprogramm wird ständig weiterentwickelt und umfangreich genutzt. Damit werden die Kunden in fachlicher und persönlicher Hinsicht auf Top-Qualitätsniveau beraten und betreut.
Die Oberbank wird die im Rahmen der Oberbank-Firmenkundenakademie erfolgreich begonnene Zusammenarbeit mit der Frankfurt Business School in den Bereichen KMU und Corporate Banking weiter vertiefen und zusätzlich um eine E-Learning-Plattform erweitern. Damit ist auch die Aktualisierung der Fachkompetenz von langjährigen Mitarbeitern garantiert. Parallel dazu wird als strategischer Schwerpunkt die Oberbank-Privatkundenakademie entwickelt, im Rahmen derer gemeinsam mit dem Institut für betriebliche Finanzwirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz der Lehrgang "Culture of Excellence" für Mitarbeiter im Private Banking erfolgreich implementiert und mit ersten Zertifizierungen abgeschlossen wurde.
Eine weitere wesentliche strategische Maßnahme ist das Aufsetzen einer Oberbank-Managementakademie, angepasst an die Bedürfnisse von bestehenden und angehenden Führungskräften. Bereits jetzt werden Key-Player und High Potentials durch Teilnahmen an Global Executive Programmen sowie im Rahmen eines Inhouse-Lehrganges "Projektkompetenz" gezielt auf zukünftige Verantwortungen und Aufgaben vorbereitet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter gelegt mit zusätzlichen Angeboten im Bereich Rhetorik und Präsentation. Hier wird die schon bisher produktive Partnerschaft mit der Linzer Management Akademie LIMAK vertieft und erweitert.
Lernen beginnt bereits am Anfang jeder beruflichen Karriere. Das vor allem an Jungakademiker gerichtete Oberbank-Traineeprogramm wurde daher im Rahmen eines Projektes völlig überarbeitet und neu gestaltet. Gezielte Praxisorientierung und duale Ausbildung sowie die Förderung hoher Flexibilität stehen dabei im Vordergrund, Poten zialfindung und Persönlichkeitsentwicklung bilden weitere Schwerpunkte.
Der Führungs- und Unternehmenskultur kommt bei der erfolgreichen Bewältigung bestehender und neuer Herausforderungen zentrale Bedeutung zu. Das Managementsystem MbO gibt Führungskräften und Mitarbeitern eine klare Orientierung und bietet Raum für offenes Feedback. Damit ist MbO schon seit langem zur tragenden Säule von Kultur, Philosophie und Steuerung in der Oberbank geworden. Dieses System wird daher in Struktur, Inhalt und Training permanent weiterentwickelt und wurde zuletzt im Rahmen eines bankweiten, strategischen Projektes unter Einbindung des Top-Managements um Leistungsstandards für Führungskräfte erweitert. Darin werden u. a. Leistung und Engagement als zentrale Werte der Oberbank-Kultur explizit zum Ausdruck gebracht, um zusätzliche klare Orientierung zu geben und motivierende Sinnvermittlung zu gewährleisten. Dies wiederum ist Basis und Ausgangspunkt für selbstbewusstes und verantwortungsvolles Handeln aller Mitarbeiter und Führungskräfte.
Die Leistungsstandards sind auch Grundlage der Leistungsbeurteilung und Potenzialeinschätzung, stützen konsequente Entwicklungsmaßnahmen und ermöglichen eine professionelle Karriereplanung. "Karriere im eigenen Haus" ist damit in der Oberbank mehr als ein Schlagwort: Maßgebliche Führungspositionen können fast immer aus den eigenen Reihen besetzt werden.
In den Expansionsmärkten liegt ein Hauptaugenmerk der personalen Arbeit in der sorgfältigen Auswahl der "richtigen" Mitarbeiter, die mit Marktkenntnis, Pioniergeist und entsprechenden sozialen Kompetenzen das organische Wachstum der Oberbank unterstützen. Gleichzeitig wird die Oberbank-Kultur in die Expansionsmärkte getragen, indem Schlüsselfunktionen mit erfahrenen "Oberbankern" besetzt werden. Parallel dazu werden gezielt Trainingsschwerpunkte und Ausbildungsinitiativen in den Bereichen Bankprodukte und -prozesse sowie Kommunikation, Verkauf und Persönlichkeitsbildung gesetzt, die diesen Kulturtransfer unterstützen und – begleitet von Praxisaufenthalten und Job-Rotation-Programmen – beschleunigen. Weiters hat es sich bewährt, in den Expansionsgebieten Mitarbeiter mit regionalen HR- und Ausbildungskompetenzen zu installieren.
Seit 1994 bietet die Oberbank ihren Mitarbeitern die attraktive Investmentmöglichkeit der direkten Beteiligung am eigenen Unternehmen an. Mit mehr als 4 % der Stimmrechte sind die Mitarbeiter der Oberbank wichtiger, viertgrößter Einzelaktionär. Besonders erfreulich und ein starkes Zeichen für die Verbundenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit der Oberbank ist, dass im Rahmen der Kapitalerhöhung 2009 eine hohe Beteiligung (Bezugsquote mehr als 87 %) der Mitarbeiter erfolgte, obwohl kein eigens begünstigter Bezugspreis angeboten wurde.
Die permanente Verbesserung der Bankprozesse hat im vergangenen Geschäftsjahr zu einem geplanten Personalabbau geführt, der ausschließlich im Wege der natürlichen Fluktuation erreicht wurde. Gleichzeitig wurden jedoch die Ressourcen im Vertrieb – insbesondere in den Wachstumsmärkten – verstärkt.
Ebenso trugen die gezielte Rücknahme von Mehrarbeitsleistungen und die verstärkte Konsumation von Erholungsurlaub zur Reduzierung des Personalaufwandes bei. Zum Jahresultimo 2009 ging der Personalstand der Oberbank im Jahresabstand um 48 auf 1.976 Mitarbeiter zurück. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter blieb mit 1.990 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Rund 60 % aller Mitarbeiter der Oberbank sind Frauen. Die Chancengleichheit von weiblichen und männlichen Mitarbeitern ist in der Oberbank gelebte Selbstverständlichkeit. Der Unternehmensführung sind keine diskriminierenden Vorgänge oder Prozesse bekannt, andernfalls würde das Management sofort entsprechende Maßnahmen setzen.
Die Finanzmarktkrise hat zuletzt klar aufgezeigt, dass nachhaltiges Wirtschaften eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Verantwortliches Wirtschaften bedeutet darüber hinaus die Verbindung des ökonomischen Denkens mit einer ebenso wichtigen gesellschaftlichen und ökologischen Orientierung. Die aktuelle Situation zeigt auch, wie wichtig das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitern und anderen gesellschaftlichen Gruppen ("Stakeholder") ist. Gerade im Bankensektor haben sich Prinzipien wie Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität als Werte erwiesen, mit denen besonders sorgsam umgegangen werden muss. Dazu gehört es auch, die ökologischen und sozialen Aspekte des wirtschaftlichen Handelns bei allen strategischen und operativen Überlegungen systematisch zu berücksichtigen.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Gefahren der überwiegenden Orientierung an kurzfristigen wirtschaftlichen Zielen deutlich gemacht. Nur ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht es, für die Gesellschaft nutzbringend zu handeln und einen beständigen Mehrwert zu schaffen. Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich zu einem nachhaltigen Wirtschaften und richtet ihr gesamtes Tun und Handeln an dieser Prämisse aus. Die Strategie, Geschäftspolitik, Zielplanung und das Entlohnungssystem der Oberbank berücksichtigen besonders den langfristigen Unternehmenserfolg und machen die nachhaltig erfolgreiche Entwicklung zur Leitlinie des unternehmerischen Handelns.
Umweltaspekte werden als Teil des unternehmerischen Handelns immer wichtiger,
Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, deshalb strebt die Oberbank bei ihren betrieblichen Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Im Gebäude- und Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig kostenreduzierende Akzente gesetzt, um eine nachhaltige Verhaltensänderung in der Bank herbeizuführen.
Alle Aspekte des Energiesparens sowie des Umwelt- und Klimaschutzes wurden bei der Planung und Errichtung des "Donau Forums" in Linz (Büro-, Sitzungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten am Standort Donaulände) ausdrücklich einbezogen. Von Anfang an war es das erklärte Ziel, ein energieneutrales Gebäude zu errichten: Das heißt, dass für den Betrieb des Objektes kein zusätzlicher Energieeinsatz notwendig ist. Ermöglicht wurde das durch eine besonders energieeffiziente Bauweise mit einer entsprechenden Wärmeisolierung, durch neueste Technologien wie eine Niedertemperaturheizung oder bedarfsgeregelte Belüftungen und durch die Nutzung umweltschonender Energieträger – zum Beispiel der EDV-Abwärme zur Raumheizung und des Grundwassers zur Kühlung. In Summe ergibt sich durch die umgesetzten Maßnahmen – im Vergleich zu herkömmlichen Technologien – eine Reduzierung der CO2 -Emissionen um 250 Tonnen pro Jahr. Das entspricht der Menge an CO2 , die ein Diesel-Pkw auf einer Strecke von 1,2 Millionen Kilometern ausstößt.
Als Musterprojekt wurde schon die Sanierung der Geschäftsstelle Landstraße im Herbst 2008 unter ressourcenschonenden Gesichtspunkten geplant, die erhebliche Einsparungen bei Strom- und Heizkosten bringen. Eine Energieeinsparung von 50 % in einem bestehenden Objekt ist ein großer Erfolg und der Beweis dafür, dass ökologisches Denken und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen.
Auch auf der Produktseite versucht die Oberbank, ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Kunden der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft haben die Möglichkeit, ihre Finanzmittel in einen Öko- und Ethikfonds zu veranlagen. Der 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds investiert in Unternehmen, die sich zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen. Als Kriterien dafür wurden saubere und erneuerbare Energie, Energieeffi zienz, Gesundheit, Wasser, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität sowie Umwelt- und Bildungsdienstleistungen defi niert.
Für ein Unternehmen, das verantwortlich wirtschaften will, ist die Beschäftigung mit sozialen Themen ein weiteres wichtiges Kriterium, sowohl im Umgang mit den eigenen Beschäftigten als auch im Verhalten gegenüber dem gesellschaftlichen Umfeld. Die Oberbank engagiert sich daher im Bereich der Kulturförderung ebenso wie in der Unterstützung von Institutionen, die sich mit benachteiligten Personen beschäftigen. Diese Aktivitäten sieht die Oberbank als besonders wertvollen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
Die schon traditionelle Unterstützung des Brucknerbundes, des Brucknerorchesters und der Anton Bruckner Privatuniversität zählt ebenso zu wichtigen Aktivitäten im Kulturbereich wie die langjährige Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Linz. Durch die fi nanzielle und organisatorische Hilfe für Kinderdörfer, Schulen für benachteiligte Kinder oder Hilfs- und Förderprojekte im In- und Ausland kommt der wirtschaftliche Erfolg der Oberbank auch Personen und Gruppen zugute, deren eigenes wirtschaftliches Umfeld nicht so privilegiert ist.
Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich dazu, in ihrer Strategie und Geschäftspolitik die Anliegen aller Anspruchsgruppen ausgewogen zu beachten. Dieses Gleichgewicht der unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse trägt wesentlich zum Erfolg, zur Stabilität und zur Sicherheit der Oberbank bei und ist auch mit entscheidend für den Erhalt der Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Die Oberbank kann nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, und sie kann auf Dauer nur dann verantwortlich und zum Nutzen der Gesellschaft handeln, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist.
Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) gleichzeitig zu verfolgen, ist eine besondere unternehmerische Herausforderung. Der Vorstand hat daher mit Sorgfalt entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells abzusichern, um die gesellschaftliche Verantwortung umfassend wahrzunehmen und um sicherzustellen, dass die Oberbank-Werte nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Wirklichkeit bleiben.
mit der Oberbank beruht auf vielen Faktoren,
insbesondere aber auf gegenseitigemVertrauen." gegenseitigem
Dr. Dieter Stadlbauer, Stadlbauer Marketing + Vertrieb GmbH
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Nach einer vermeintlichen Erholung der Finanzmärkte verschärfte sich die Krise im 4. Quartal 2008 deutlich. Die daraus resultierende Unsicherheit führte dazu, dass alle Prognosen für das Wirtschaftswachstum für 2009 noch einmal massiv nach unten revidiert wurden. Die Notenbanken senkten die Leitzinsen auf Rekordtiefststände, die Inflationsraten gingen weltweit signifikant zurück.
Die internationale Wirtschaftskrise trifft neben der Finanzwirtschaft vor allem die Industrie. In Österreich schickt der Stahlkonzern voestalpine rund 4.500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, das General Motors-Werk in Aspern 1.540 Mitarbeiter. In den USA sind rund 600.000 Jobs der Rezession zum Opfer gefallen – der größte Einbruch seit 1974.
Mit USD 787 Mrd. ist das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der USA beschlossen. Rund ein Drittel fließt in Steuersenkungen, der Rest in Infrastrukturprojekte. Zusätzlich will US-Finanzminister Timothy Geithner zur Belebung der Kreditmärkte mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) an staatlicher und privatwirtschaftlicher Unterstützung mobilisieren. Die sieben führenden Industrieländer (G7) erklären bei einem Treffen in Rom, im Kampf gegen die Krise alle Register zu ziehen. Protektionistische Maßnahmen wollen sie jedoch vermeiden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins für den Euroraum um 0,5 %-Punkte auf 1,5 %. Damit liegt der Leitzins so niedrig wie noch nie seit Gründung der europäischen Währungsunion im Jahr 1999. Die US-Notenbank Fed pumpt durch den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen nochmals mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) in die Finanzmärkte, um die lahmende Wirtschaft in Gang zu bringen.
Im Zuge der Finanzkrise haben die Banken weltweit seit dem 3. Quartal 2007 bisher USD 1.268,4 Mrd. verloren. Dem stehen USD 1.034,5 Mrd. an Staatshilfen oder auf anderen Wegen aufgebrachtes neues Kapital gegenüber. Den höchsten Abschreibungsbedarf haben US-Banken mit USD 847 Mrd., auf die europäischen Banken entfallen USD 385 Mrd. Die asiatischen Finanzinstitute kamen mit USD 36 Mrd. fast ungeschoren davon. Die Hypo Group Alpe Adria weist für 2008 einen Verlust von A 520 Mio. aus. Der Mehrheitseigentümer Bayerische Landesbank leistet einen Zuschuss von A 700 Mio., die Republik Österreich stellt Partizipationskapital in der Höhe von A 900 Mio. zur Verfügung.
Die EZB senkt den Leitzins auf 1,0 % und damit auf den niedrigsten Wert seit ihrer Gründung. Auch die Inflationsrate hat in der Eurozone mit 0,0 % einen historischen Tiefststand erreicht.
Die EZB sieht die Wirtschaftsentwicklung in Europa immer düsterer: In ihrer neuen vierteljährlichen Prognose geht sie von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone von bis zu 5,1 % für 2009 aus. Noch in der März-Prognose hatte die EZB einen Rückgang von bis zu 3,2 % erwartet. Auch die OeNB nimmt ihre Schätzung zurück und rechnet für 2009 mit einem Schrumpfen des heimischen BIP um 4,2 %. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS prognostizieren einen BIP-Rückgang um 3,4 bzw. 4,3 %, für 2010 sehen die beiden Institute ein kleines Plus von 0,5 bzw. 0,3 %. Nach einer mehr als 100-jährigen Geschichte muss der US-Autobauer General Motors Insolvenz anmelden, der deutsche Konzern Arcandor (Karstadt, Quelle) stellt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag.
Die Inflation in Österreich hat laut Statistik Austria mit 0,0 % den niedrigsten Wert seit August 1966 erreicht. Eineinhalb Jahre nach Beginn der schweren Rezession in den USA spricht die US-Notenbank erstmals wieder von Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft, in Deutschland mehren sich die Hinweise, dass die Wirtschaft den Tiefpunkt der Rezession hinter sich gelassen hat.
Nach dem monatelangen Konjunktureinbruch verstärken sich die Signale für ein Ende der wirtschaftlichen Talfahrt in Deutschland, für das 2. Quartal wird gegenüber dem 1. Quartal ein minimales Wachstum gemeldet. Die krisengebeutelte Hypo Real Estate (HRE) schreibt weiterhin tiefrote Zahlen und braucht zusätzliche Hilfe vom Bund, hohe Abschreibungen auf Immobilienkredite haben der HRE im 1. Halbjahr einen Verlust von A 1,13 Mrd. eingebracht. Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) weist für das 1. Halbjahr einen Verlust vor Steuern von A 139 Mio. aus und streicht 900 Stellen, für die BAWAG PSK wird staatliche Finanzhilfe fixiert.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) kündigt den Verkauf von 403 Tonnen Gold an, um höhere Kredite für ärmere Länder bereitstellen zu können. Die Europäische Union will als Konsequenz aus der Finanzkrise die Aufsicht über Banken, Versicherungen und Börsen reformieren, die EU-Kommission legt dazu in Brüssel ein Gesetzespaket vor. Beim G20-Gipfel beraten die Staats- und Regierungschefs über Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und über die Reform des Finanzsektors. Der Kauf der AUA durch die Lufthansa wird besiegelt: Die Lufthansa hält nun 90 % an der österreichischen Fluglinie.
Nach der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte kehrt die Weltwirtschaft überraschend schnell wieder auf Wachstumskurs zurück. Der IWF korrigiert seine Prognosen für 2010 auf 3,1 % nach oben, angetrieben von Schwellenländern wie China und Indien. In Deutschland wird die Immobilienbank Hypo Real Estate vollständig verstaatlicht, für den traditionsreichen Versandhändler Quelle kommt das endgültige Aus.
Österreich und die gesamte Eurozone haben im 3. Quartal die Rezession hinter sich gelassen und sind wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Erstmals seit dem Frühjahr 2008 ist die Wirtschaftsleistung wieder höher als im Vorquartal, in Österreich betrug das BIP-Plus 0,9 % – im Jahresabstand ist das aber immer noch ein Minus von 2,4 %. Das Emirat Dubai gibt bekannt, dass es die staatlichen Schulden nicht pünktlich bezahlen kann und löst damit Schockwellen an den internationalen Börsen aus.
In den USA tritt das lang diskutierte Konjunkturpaket in Kraft, in Deutschland wird für Risikopapiere der angeschlagenen WestLB die erste Bad Bank gegründet. Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria wird von der Republik Österreich notverstaatlicht, der Mehrheitseigentümer Bayern LB sowie die Miteigentümer Land Kärnten und Grazer Wechselseitige Versicherung erhalten jeweils einen symbolischen Euro vom Bund. Für die Rettung der systemrelevanten Bank sind insgesamt A 1,5 Mrd. an Kapital nötig. Das Golfemirat Abu Dhabi greift seinem von hohen Schulden geplagten Nachbarn Dubai mit USD 10 Mrd. (A 6,78 Mrd.) unter die Arme.
Auf dem Höhepunkt der internationalen Wirtschaftskrise schrumpfte die Weltwirtschaft 2009 um 1,0 %, nach einem Wachstum von 5,1 % bzw. 3,1 % in den Jahren 2007 und 2008. Besonders stark war der Rückgang in den drei großen Wirtschaftsblöcken USA (- 2,5 %), Japan (- 5,2 %) und der EU (- 4,0 %). Lediglich China blieb mit einem BIP-Anstieg von 8,6 % auf einem stabilen Wachstumskurs. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten sich 2009 auch die neuen mittelund osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten dem Abwärtstrend nicht entziehen, ihre Wirtschaftsleistung schrumpfte um 3,8 %. Deutschland, sonst ein wichtiger Konjunkturmotor der Union, hatte sogar einen BIP-Rückgang um 5,0 % zu verzeichnen, obwohl Konjunkturprogramme, allen voran die "Abwrackprämie" für Pkw, Wirkung zeigten.
Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2009 einen Rückgang, der mit 3,4 % etwas geringer als der Durchschnittswert des Euroraumes (- 3,9 %) war. Vor allem die traditionellen Wachstumsmotoren hatten unter der weltweiten Krise zu leiden: Die österreichischen Exporte waren 2009 um knapp 17 % rückläufig, die Investitionen der Unternehmen gingen um rund 8 % zurück. Unerwartet robust zeigte sich der private Konsum, der mit 0,4 % einen leichten Zuwachs verbuchte.
In Österreich rechnen die Prognoseinstitute für 2010 mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % (IHS) bzw. 1,5 % (WIFO), damit sollte sich die Entwicklung wieder etwas fester zeigen als jene des Euroraumes. Getragen wird das Wachstum in erster Linie von den Exporten, die als Folge der internationalen Konjunkturerholung wieder um 4,0 % zunehmen sollen. Bei den Investitionen wird hingegen ein weiterer Rückgang um 1,0 % erwartet. Auf dem Arbeitsmarkt machen sich die Folgen der Konjunkturkrise zeitverzögert bemerkbar. Nach einer Arbeitslosenquote von 3,8 % im Jahr 2008 und 5,0 % in 2009 wird die Arbeitslosigkeit 2010, wenn die Wirtschaft bereits wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt ist, noch einmal deutlich auf 5,4 % ansteigen, auch für das Folgejahr ist ein weiterer Zuwachs zu erwarten.
Die Inflationsrate, die 2009 mit 0,5 % auf dem niedrigsten Wert seit der Euro-Einführung lag, wird im Zuge der Konjunkturerholung zulegen, mit 1,3 % in 2010 aber weiter problemlos niedrig sein. Auch in den drei großen Wirtschaftsräumen wird für 2010 mit einer wieder wachsenden Wirtschaftsleistung gerechnet: In den USA um 1,7 %, im Euroraum um 1,1 % und in Japan um 1,0 %. In den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern sollte die Rezession 2010 ebenfalls enden, sie dürften laut Prognosen zumindest ein Nullwachstum erreichen.
Die US-amerikanische Notenbank FED ließ die Leitzinsen 2009 unverändert in der Spanne von 0,00 % bis 0,25 %, auf die sie am 16. Dezember 2008 gesenkt worden sind. Die EZB nahm 2009 vier Leitzinssenkungen um insgesamt 1,5 %-Punkte vor: am 15. Jänner von 2,50 % auf 2,00 %, am 5. März auf 1,50 %, am 2. April auf 1,25 % und zuletzt am 7. Mai 2009 auf 1,00 %, den niedrigsten Wert seit Einführung des Euro.
| Entwicklung der Leitzinsen | USD | EUR | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.1. – 31.12. | 0,00 % – 0,25 % | 1.1. – 14.1. | 2,50 % | |
| 15.1. – 4.3. | 2,00 % | |||
| 5.3. – 1.4. | 1,50 % | |||
| 2.4. – 6.5. | 1,25 % | |||
| 7.5. – 31.12. | 1,00 % |
Das niedrige Niveau der Leitzinsen zeigte deutliche Auswirkungen auf die Zinssätze auf dem Geldmarkt, die monatlichen Durchschnittswerte der 3-Monats-Sätze gingen von Jänner bis Dezember 2009 kontinuierlich zurück (der Euribor von 2,46 % auf 0,71 %, der USD-Libor von 1,21 % auf 0,25 %).
Die 10-Jahres-Swap-Sätze entwickelten sich in der EU und den USA gegenläufig: Der EUR-SWAP ging 2009 von 3,67 % auf 3,48 % leicht zurück, während der USD-SWAP von 2,63 % auf 3,70 % anstieg.
Der Zinsabstand zwischen dem Euroraum und den USA verringerte sich 2009 deutlich. Beim 3-Monats-Geld betrug die Differenz zu Jahresbeginn 1,25 %-Punkte (Euribor 2,46 %, US-Libor 1,21 %), beim 10-Jahres-SWAP 1,04 %-Punkte (EUR 3,67 %, USD 2,63 %). Bis Jahresende ging der Abstand auf 0,46 bzw. 0,23 %-Punkte merklich zurück. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, wurde 2009 aufgrund der deutlich gesunkenen kurzfristigen Sätze wesentlich steiler.
Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2009 vom wieder erstarkten Vertrauen in die Wirtschaft der EU geprägt. Ende 2008/Anfang 2009, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise, war der US-Dollar als vergleichsweise sicherer Hafen gefragt, in Folge ging der EUR/USD-Kurs bis Februar 2009 auf 1,28 zurück. Mit den wieder besseren Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum kehrte auch das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung zurück, der Euro stieg im November auf knapp unter 1,50 und war im Jahresdurchschnitt 1,39 US-Dollar wert. Parallel dazu verlief die Entwicklung des Euro zum japanischen Yen: Nach einem Tiefststand im Februar von 119 erholte sich der EUR/JPY-Kurs bis Jahresende, der Durchschnittskurs betrug 130,33 im Jahr 2009.
Trotz der engen Verflechtung der Schweizer Wirtschaft mit jener der EU zeigte sich 2009, dass der Franken seine Bedeutung als Fluchtwährung nicht ganz verloren hat. Der EUR/CHF-Kurs bewegte sich in einer relativ schmalen Bandbreite zwischen 1,49 und 1,52, der Durchschnittskurs betrug 1,51 und lag damit deutlich niedriger als im Jahr 2008. Die tschechische Krone und der ungarische Forint schwächten sich gegenüber dem Euro 2009 infolge der unerwartet großen wirtschaftlichen Probleme in Mittel- und Osteuropa deutlich ab. Bis Jahresende kam es jedoch wieder zu einer Erholung. Im Jahresdurchschnitt betrug der EUR/CZK-Kurs 26,50 (nach 24,95 im Jahr 2008), der EUR/HUF-Kurs 281,44 (nach 251,51).
Für 2010 erwartet das Management der Oberbank AG einen gegenüber dem US-Dollar etwas schwächeren Euro. Für Ende 2010 wird mit einem EUR/USD-Kurs von 1,27 gerechnet, möglicherweise sogar leicht darunter. Der Kurs zum Franken (rund 1,50) und zum Yen (bei 130) wird auf etwa gleichbleibendem Niveau gesehen. Die tschechische Krone und der ungarische Forint sollten 2010 gegenüber dem Euro weitgehend stabil bleiben.
Die Entwicklung an den internationalen Börsen war nach den drastischen Abstürzen im 4. Quartal 2008 und im 1. Quartal 2009 von einer deutlichen Erholung der Kurse gekennzeichnet. Die Vorjahreswerte wurden im Jahresdurchschnitt jedoch nicht wieder erreicht.
| Index | Jan. 09 | Höchst 09 | Tiefst 09 | Dez. 09 | Ø 09 | Ø 09/Ø 08 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dow Jones (USA) | 8.396 | 10.433 | 7.235 | 10.433 | 8.877 | - 24 % |
| S&P 500 (USA) | 866 | 1.110 | 757 | 1.110 | 947 | - 22 % |
| Euro Stoxx 50 (Europa) | 2.340 | 2.908 | 1.994 | 2.908 | 2.520 | - 24 % |
| TOPIX (Japan) | 820 | 961 | 756 | 893 | 868 | - 28 % |
| DAX (Deutschland) | 4.534 | 5.837 | 3.969 | 5.837 | 5.017 | - 22 % |
| ATX (Österreich) | 1.717 | 2.640 | 1.552 | 2.495 | 2.131 | - 40 % |
Die Bilanzsumme der österreichischen Kreditinstitute erreichte A 1.047,1 Mrd. zum Ende des 3. Quartals 2009 und wies damit im Vergleich zum Jahresultimo 2008 einen leichten Rückgang um 2,1 % auf. Für diese Entwicklung war in erster Linie das Zwischenbankgeschäft im In- und Ausland verantwortlich.
Die Gesamteinlagen bei Österreichs Banken blieben gegenüber Ende 2008 mit einem Zuwachs um 0,4 % auf A 276,9 Mrd. praktisch unverändert, in den einzelnen Einlagekategorien war jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung zu beobachten. Die Sichteinlagen wuchsen um 9,6 % auf A 82,8 Mrd., bei den Termineinlagen war hingegen ein Rückgang um 19,1 % auf A 36,3 Mrd. zu verzeichnen. Das moderate Wachstum der Spareinlagen (mit 57 % aller Einlagen weiterhin die bedeutendste Sparform in Österreich) um 1,6 % auf A 157,9 Mrd. führte schließlich zu dem insgesamt leichten Anstieg der Einlagen. Das Einlagenwachstum war mehrheitlich auf die privaten Haushalte (A + 4,4 Mrd.) zurückzuführen, wodurch ihr Anteil an allen Einlagen auf rund 72 % anstieg. Bei den Unternehmen (rund 16 % Anteil) änderte sich das Einlagenvolumen nicht wesentlich (A + 0,2 Mrd.). Nichtbanken-Finanzintermediäre und der Staat verringerten ihre Einlagenstände um A 2,9 Mrd. bzw. A 1,2 Mrd.
Die Direktkredite an inländische Nichtbanken beliefen sich zum 30. September 2009 auf A 303,2 Mrd., damit war dieser Wert in den ersten drei Quartalen um 1 % rückläufig. Die Eurokredite blieben mit A 250,5 Mrd. (- 0,1 %) annähernd unverändert, während die Fremdwährungskredite einen Rückgang um 4,9 % auf A 52,7 Mrd. verzeichneten. Der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten fiel damit auf 17,4 %.
Die anrechenbaren Eigenmittel aller österreichischen Banken betrugen A 93,0 Mrd. per Ende September 2009, was einer Erhöhung in den ersten drei Quartalen von A 4,7 Mrd. bzw. 5,3 % entspricht. Von den gesamten Eigenmitteln entfielen A 70,9 Mrd. auf das Kernkapital. Damit betrug die Eigenmittelquote 18,57 % (+ 1,4 %-Punkte gegenüber Ende 2008), die Kernkapitalquote stieg gegenüber Dezember 2008 um 1,1 %-Punkte auf 13,67 %.
Das gemeinsame Betriebsergebnis der österreichischen Banken stieg vom 3. Quartal 2008 zum 3. Quartal 2009 um 14,1 % auf A 4,9 Mrd. an. Hierzu trug in erster Linie der um 9,2 % auf A 6,6 Mrd. gestiegene Nettozinsertrag bei, die Provisionserträge gingen hingegen um 16,1 % auf A 2,7 Mrd. zurück. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften drehte von einem negativen Saldo von A - 0,3 Mrd. in ein positives Ergebnis von A 0,4 Mrd., die Betriebsaufwendungen verringerten sich um 2,9 % auf A 7,0 Mrd. Für das Gesamtjahr erwarteten die österreichischen Banken per Ende September 2009 einen deutlichen Ergebnisrückgang. Das erwartete Betriebsergebnis von A 6,3 Mrd. und der Jahresüberschuss nach Steuern von A 1,3 Mrd. entsprechen jeweils einem Rückgang um rund 30 %.
Das auf den Grundsätzen der Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit aufbauende Geschäftsmodell, die tiefe Verankerung in allen Märkten, die besondere Kundennähe und das ungebrochene Vertrauen der Kunden haben dazu geführt, dass sich die Oberbank auch im besonders herausfordernden Jahr 2009 sehr gut entwickelt hat.
Die Primäreinlagen, die die Kunden der Oberbank anvertrauen, sind im Vergleich zu 2008 um knapp 10 % auf rund A 11 Mrd. angestiegen. Damit konnte die Oberbank ihrem Finanzierungsauftrag weiterhin nachkommen und ihre Kunden mit Finanzierungen von annähernd A 10 Mrd. versorgen, das bedeutet einen Anstieg um 4,0 % gegenüber 2008. Die von den Unternehmen oft beklagte "Kreditklemme" gibt es bei der Oberbank nicht.
Aufgrund des besonderen Vertrauens der Kunden und der Investoren konnte die Oberbank 2009 auch ihre Eigenmittel- und Kernkapitalausstattung deutlich stärken. Mit einer Eigenmittelquote von 15,39 % (nach 12,90 % in 2008) und einer Kernkapitalquote von 9,58 % (nach 8,27 % in 2008) verfügt die Oberbank über eine besonders hohe Risikotragungsfähigkeit und über die Mittel, ihr Wachstum aus eigener Kraft ungebrochen fortzusetzen.
Die Oberbank-Aktien konnten sich dem allgemeinen Abwärtstrend an den internationalen Börsen weitgehend entziehen. Stamm- und Vorzugsaktie erwiesen sich mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Kurs sowohl gegenüber dem ATX als auch gegenüber dem europäischen Index für Bankaktien, dem DJ Euro Stoxx Banks, als überdurchschnittlich stabil.
Michaela Klampfer, MBA und Ing. Mag. Günther Hinterberger, MBA, G. Klampfer Elektroanlagen GmbH
Ein Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 und die Folgejahre veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) und die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %).
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 59 dieses Geschäftsberichtes.
Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2009 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine sehr erfreuliche Ertragslage ausweisen. Das Betriebsergebnis blieb mit A 182,8 Mio. auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahres stabil, während im Gesamtmarkt bei Banken ein Rückgang um 30 % erwartet wird. Der Jahresüberschuss vor Steuern ging aufgrund der besonders vorsichtigen Vorsorgepolitik um 19,3 % auf A 92,0 Mio. zurück, der Jahresüberschuss nach Steuern wegen der stark gestiegenen Steuerleistung um 26,7 % auf A 77,3 Mio.
Das Zinsergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr 2009 um 12,7 % auf A 262,4 Mio. Diese Entwicklung ist auf das um 10,7 % auf A 249,2 Mio. gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft und den um 82,5 % auf A 13,2 Mio. gesunkenen Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen zurückzuführen.
Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken besteht auch eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet. Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 90,7 Mio. nach A 67,8 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Anstieg der Wertberichtigungsquote von 0,72 % auf 0,92 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung nach IFRS in Mio. D |
2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 262,4 | - 12,7 % | 300,7 | 276,2 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 90,7 | 33,9 % | - 67,8 | - 68,4 |
| Provisionsergebnis | 88,6 | - 9,5 % | 97,8 | 101,8 |
| Handelsergebnis | 11,3 | 46,4 % | 7,7 | 7,5 |
| Verwaltungsaufwand | - 208,2 | 4,2 % | - 199,8 | - 203,2 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 28,8 | > 100,0 % | - 24,6 | - 0,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92,0 | - 19,3 % | 114,0 | 112,9 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 14,7 | 72,6 % | - 8,5 | - 10,4 |
| Fremdanteil am Jahresüberschuss | 0,0 | - 90,1 % | - 0,5 | 0,0 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77,3 | - 26,7 % | 105,5 | 102,5 |
| davon den Anteilseignern des | ||||
| Mutterunternehmens zuzurechnen | 77,3 | - 26,4 % | 105,0 | 102,5 |
| davon den Minderheitsgesellschaftern | ||||
| zuzurechnen | 0,0 | - 90,1 % | 0,5 | 0,0 |
45
Das Provisionsergebnis ging im Geschäftsjahr 2009 um 9,5 % auf A 88,6 Mio. zurück. Die guten Ergebnisse im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft konnten die aufgrund der internationalen Finanz- und Börsenkrise rückläufigen Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft nicht zur Gänze ausgleichen.
Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jenes aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2009 konnte das Handelsergebnis in Summe um 46,4 % auf A 11,3 Mio. verbessert werden. Einem deutlichen Anstieg der Bewertungs- und Veräußerungsgewinne im Wertpapierbereich steht ein Rückgang der Gewinne im Devisen- und Derivatebereich gegenüber.
Trotz der fortgeführten Expansion in den Wachstumsmärkten und des Markteintrittes in der Slowakei stiegen die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr nur um 4,2 % auf A 208,2 Mio. an. Die Personalaufwendungen stiegen um 4,2 % auf A 119,8 Mio. an. Die Erhöhung ist auf die im Vorjahr aufgelöste Pensionsrückstellung aus der Anpassung der Sterbetafel zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Sachaufwendungen blieben trotz des Markteintrittes in der Slowakei mit A 66,0 Mio. auf dem Vorjahresniveau stabil. Vorwiegend bedingt durch höhere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern (Erhöhung der Sachanlagen im Operate Leasing) nahmen die Abschreibungsaufwendungen um 19,3 % auf A 22,4 Mio. zu. Die Kosten-Ertrags-Relation blieb 2009 mit 53,26 % auf einem besonders guten Niveau stabil.
Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis, Handelsergebnis und dem sonstigen Erfolg abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2009 mit A 182,8 Mio. auf dem herausragenden Niveau des Vorjahres stabil gehalten werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 19,3 % geringerer Jahresüberschuss vor Steuern von A 92,0 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 14,7 Mio. um 72,6 % höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 77,3 Mio., womit der Vorjahreswert um 26,7 % unterschritten wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von TA 45, damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern A 77,3 Mio. (- 26,4 %).
Nach der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG 28.783.125 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr A 2,83 nach A 3,91 im Jahr davor.
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 64,9 Mio. Nach Rücklagendotation von A 50,8 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,3 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 14,4 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auf das Grundkapital von A 86,3 Mio. vorgeschlagen. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von A 14.391.562,50. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 22,8 auf neue Rechnung vorzutragen.
| Unternehmenskennzahlen nach IFRS | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Betriebsergebnisquote | 1,16 % | 1,22 % | 1,31 % |
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 9,86 % | 12,83 % | 13,21 % |
| Return on Equity nach Steuern | 8,28 % | 11,82 % | 11,99 % |
| Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) | 53,26 % | 52,36 % | 52,84 % |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 34,58 % | 22,54 % | 24,76 % |
| Eigenmittelquote | 15,39 % | 12,90 % | 12,83 % |
| Kernkapitalquote | 9,58 % | 8,27 % | 7,15 % |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie in A | 2,83 | 3,91 | 3,82 |
Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – ging im Jahr 2009 von 1,22 % um 0,06 %-Punkte auf 1,16 % zurück, womit angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.
Ab dem Geschäftsjahr 2009 wird bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses und der Betriebsergebnisquote auch der GuV-Posten Sonstiger betrieblicher Erfolg einbezogen. Die Vergleichsziffern der Vorjahre wurden entsprechend angepasst.
Aufgrund des im Vergleich zum Jahresüberschuss überproportional stark gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber dem Jahr 2008 von 12,83 % auf 9,86 %, der RoE nach Steuern von 11,82 % auf 8,28 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie ging aufgrund der Emission von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Oktober 2009 und des gesunkenen Konzernjahresüberschusses von A 3,91 im Jahr 2008 auf A 2,83 zurück.
Die Cost-Income-Ratio lag im Jahr 2009 mit 53,26 % weiterhin ausgezeichnet und klar besser als der österreichische Bankendurchschnitt. Die Risk-Earning-Ratio stieg von 22,54 % auf 34,58 %. Die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Eigenmittelquote stieg von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.
Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2009 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 4,7 % auf A 16.031,4 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen 2009 um 8,8 % auf A 2.093,3 Mio. zurück, womit ihr Anteil an den Bilanz aktiva von 15,0 % auf 13,1 % sank. Die Forderungen an Kunden konnten um 4,0 % auf A 9.836,5 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden auf A 6.246,7 Mio. nur um 1,2 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 9,3 % auf A 3.589,8 Mio. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist einen Rückgang bei den Privatkrediten um A 114,5 Mio. und eine Steigerung um A 490,4 Mio. bei den Firmenkrediten aus.
Der Anstieg der Risikovorsorgen um 15,0 % auf A 249,0 Mio. ergibt sich als Saldo der Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.
Die Finanzanlagen stiegen 2009 um 19,2 % auf A 3.581,1 Mio. deutlich an. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value A 291,5 Mio., Vermögenswerte Available for Sale A 807,0 Mio., Vermögenswerte Held to Maturity A 2.071,8 Mio. sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen A 410,8 Mio.
In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva stiegen vor allem aufgrund des höheren Volumens an positiven Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten um 50,2 % auf A 50,4 Mio. deutlich an. Das immaterielle Anlagevermögen stieg um 13,1 % auf A 9,3 Mio., vorwiegend bedingt durch Investitionen in Bankensoftware.
Aufgrund der Erhöhung der Betriebs- und Geschäftsausstattung (vor allem aus dem Operate Leasing) weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 2,7 % auf A 221,9 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die sich um 15,3 % auf A 323,2 Mio. verringerte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2009 um 6,5 % auf A 3.466,5 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten im Berichtsjahr geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 9,0 % auf A 10.916,4 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 9,3 % auf A 8.876,2 Mio. zu. Aufgrund des hohen Sicherheitsbedürfnisses der Kunden waren die traditionellen Sparformen 2009 weiterhin besonders gefragt. Der Spareinlagenstand nahm um 2,9 % auf A 3.399,2 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,7 % auf A 5.477,0 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 7,4 % auf A 1.308,1 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 7,8 % auf A 732,1 Mio. zu. Die deutliche Steigerung des Eigenkapitals um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. erklärt sich auch durch die Ausgabe von rund 1,7 Mio. Stück neuer Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.
| Struktur des Primärmittelaufkommens in % | ||
|---|---|---|
| Nachrangkapital1 | 6,71 % | 2 1 3 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten2 | 11,98 % | |
| Spareinlagen3 | 31,14 % | |
| Sicht- und Termineinlagen4 | 50,17 % | |
| 4 |
In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 8,7 % auf A 363,0 Mio. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (A 208,1 Mio.) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (A 119,9 Mio.) zusammen.
Die sonstigen Passiva gingen um 30,8 % auf A 249,9 Mio. zurück. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
| Refinanzierungsstruktur in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.399,2 | 2,9 % | 3.301,9 | 2.899,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.477,0 | 13,7 % | 4.817,4 | 4.245,6 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308,1 | 7,4 % | 1.218,3 | 1.134,7 |
| Nachrangkapital | 732,1 | 7,8 % | 679,1 | 560,1 |
| Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital | 10.916,4 | 9,0 % | 10.016,7 | 8.839,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466,5 | - 6,5 % | 3.707,9 | 4.030,3 |
| Summe | 14.382,9 | 4,8 % | 13.724,6 | 12.869,9 |
50
Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2009 um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. deutlich an. Das Grundkapital erhöhte sich um 6,3 % auf A 86,2 Mio., in erster Linie durch die Ausgabe von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.
Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen A 1.534,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 gegenüber A 1.286,1 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 854,8 Mio. betrug demnach A 679,5 Mio. und liegt damit um 7,39 %-Punkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2009 stieg damit einhergehend von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.
| Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | 86,2 | 6,3 % | 81,1 | 75,6 |
| Kapitalrücklagen | 194,5 | 38,2 % | 140,8 | 142,7 |
| Gewinnrücklagen | 726,6 | 13,0 % | 642,7 | 641,0 |
| Unversteuerte Rücklagen | 25,1 | - 4,5 % | 26,3 | 27,5 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1,9 | – | 1,9 | 1,9 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1,3 | – | 1,3 | 0,8 |
| Bilanzielles Eigenkapital | 1.035,6 | 15,8 % | 894,1 | 889,5 |
| Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG | 1.534,3 | 19,3 % | 1.286,1 | 1.293,6 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 955,4 | 15,8 % | 824,7 | 720,5 |
| Eigenmittelerfordernis | 854,8 | 0,6 % | 849,6 | 808,4 |
| Überdeckungsquote in %-Punkten | 7,39 | 2,49 %-P. | 4,90 | 4,83 |
| Bemessungsgrundlage der Eigenmittel | 9.970,5 | 0,0 % | 9.970,2 | 10.079,1 |
| Eigenmittelquote in % | 15,39 | 2,49 %-P. | 12,90 | 12,83 |
| hievon Kernkapitalquote in % | 9,58 | 1,31 %-P. | 8,27 | 7,15 |
2010 wird sich die Weltwirtschaft voraussichtlich früher als erwartet wieder positiv entwickeln. Alle Prognoseinstitute sehen für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein leichtes BIP-Wachstum, die zentral- und osteuropäischen EU-Länder werden eine Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des Vorjahres erzielen. Für Österreich wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % (WIFO) bzw. 1,3 % (IHS) prognostiziert. Der Euro wird 2010 gegenüber dem Dollar etwas schwächer als im vergangenen Jahr gesehen, an den Börsen werden weiterhin hohe Volatilitäten erwartet. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich über den Vorjahreswerten liegen.
Insgesamt geht die Oberbank davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen etwas besser als im abgelaufenen Jahr sein wird. Der stabile private Konsum, die klare Erholung der Exportwirtschaft und die mittelfristig weiterhin niedrige Inflation sind Faktoren, die die Konjunktur stützen können.
Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank ihre Hausbankfunktion für Industrie und Mittelstand wahrnehmen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Das Management erwartet aufgrund der Belebung der Exportwirtschaft eine verstärkte Nachfrage nach Exportfinanzierungen sowie mehr Dynamik im Bereich des Dokumenten- und Garantiegeschäftes. Das geänderte Investitionsverhalten der Unternehmen (seit dem 4. Quartal 2009 werden zuvor aufgeschobene größere Investitionen nachgeholt) wird zu einem stärkeren Bedarf an Investitionsfinanzierungen führen. In beiden Bereichen werden Förderungen und Haftungsübernahmen der öffentlichen Hand eine wichtige Rolle spielen.
Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Kundeneinlagen weiterhin die Basis einer starken Liquiditätsund Refinanzierungssituation sein. Die Reduzierung der vorher unbegrenzten staatlichen Einlagensicherung auf A 100.000 für Einlagen privater Anleger mit Jahresbeginn 2010 eröffnet die Möglichkeit, die solide Adresse Oberbank in der Kundenansprache gezielt einzusetzen. Im Bereich der Privatfinanzierungen rechnet das Management aufgrund der verbesserten konjunkturellen Aussichten und des nach wie vor günstigen Zinsniveaus mit einer höheren Nachfrage. Besonders im Kernkompetenzbereich Wohnbaufinanzierung sieht die Oberbank ein hohes Potenzial, da Wohnraumschaffung und Sanierung derzeit besonders aktuelle Themen sind.
Im Segment Financial Markets erwartet der Vorstand wieder höhere Erträge aus den Equity-Beteiligungen. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft wird der konservative Weg der Oberbank fortgesetzt.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass aufgrund der verbesserten Konjunkturentwicklung die Forderungen an Kunden im Geschäftsjahr 2010 zumindest im gleichen Ausmaß wie im abgelaufenen Jahr steigen werden. Bei den Kundeneinlagen wird ein etwas schwächeres Wachstum erwartet, weil die Anleger wieder verstärkt Mittel vom Sparbuch in Wertpapierinvestments umschichten werden. Mit der Gründung von zehn Filialen setzt die Oberbank ihre Expansion weiter fort und wird Ende 2010 auf 143 Filialen kommen. In Wien und Bayern werden jeweils drei Filialen eröffnet, in Ungarn und der Slowakei jeweils zwei weitere. In Tschechien (derzeit 17 Filialen) ist die Expansion vorerst abgeschlossen.
Die Oberbank wird auch 2010 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf ihre zentralen Werte Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität setzen.
Das Zinsgeschäft wird auch 2010 eine stabile Säule der Ertragsentwicklung sein. Beim Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft erwartet die Oberbank im Geschäftsjahr 2010 eine weitere leichte Verbesserung gegenüber 2009, bei den Ergebnisbeiträgen aus den Equity-Beteiligungen wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen. Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der wieder deutlich verbesserten Situation im Wertpapierbereich, mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben. Beim Personal- und Sachaufwand erwartet die Oberbank trotz der starken Expansion eine nur leichte Steigerung, die Abschreibungen werden sich etwas stärker erhöhen.
Bei den Unternehmen werden sich die Folgen der Wirtschaftskrise in den Bilanzen für das Jahr 2009 deutlich auswirken. Die Oberbank wird daher weiterhin eine besonders vorsichtige Risikopolitik verfolgen und den Vorsorgen für das Kreditrisiko entsprechende Beträge zuführen. Der Anstieg der Risikovorsorgen wird allerdings deutlich weniger stark ausfallen als im Berichtsjahr.
Die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2010 abzugeben. Der Vorstand geht aber davon aus, dass im operativen Geschäft wieder ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2009 erzielt werden kann. Auch der Jahresüberschuss vor und nach Steuern wird voraussichtlich auf dem Ergebnisniveau des Vorjahres liegen. Es werden steigende Equity-Beteiligungserträge erwartet, aber auch ein Mehraufwand für die Risikovorsorgen und höhere Steueraufwendungen.
Die erwartete Ertragslage wird auch 2010 eine hohe Rücklagendotation ermöglichen, um die Eigenmittel zu stärken, und erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.
Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt im Oberbank-Konzern dem Gesamtvorstand.
Die Oberbank zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling, interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt, es wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.
Im Rahmen der Risikobeurteilung wird der Fokus auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze, unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Beteiligungen oder den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten zu. Teilweise werden externe Experten zugezogen oder es wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt, um das Risiko von Fehleinschätzungen zu minimieren.
Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewandt um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird bzw. dass sie entdeckt und korrigiert werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.
Die Vollständigkeit der Daten des Rechnungswesens wird regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätskontrollen sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und den internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und nachvollziehbar dokumentiert und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet, es bestehen klare Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen. Diese Prinzipien sind auch in den EDV-Systemen durch unterschiedliche Benutzerrechte abgebildet.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden regelmäßig aktualisiert und an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden regelmäßig Diskussionen betreffend der Finanzberichterstattung und der in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien geführt. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschrif-
ten, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungswesen sicherzustellen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche verfügen über sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die entsprechend den fachlichen Anforderungen ausgebildet sind. Die Mitarbeiter werden laufend im Hinblick auf Neuerungen in der Rechnungslegung geschult, um Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung frühzeitig erkennen zu können.
Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Management. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene risikoabhängige Kontroll- und Überprüfungsmechanismen (insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen, nachvollziehbare Dokumentationen und Plausibilitätskontrollen) stellen eine umfassende Überwachung sicher. Zusätzlich überprüft die interne Revision unabhängig und regelmäßig auch im Bereich des Rechnungswesens die Einhaltung der internen und externen Vorschriften und berichtet direkt an den Vorstand.
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement im Oberbank-Konzern liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung sowie durch ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Aufbauorganisatorisch sind Vertrieb und Risikomanagement bis hinauf zum Vorstand getrennt. Das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee koordiniert die operative Umsetzung der Eigenkapital- und Risikostrategie, verteilt die zur Bedeckung der Risiken vorhandenen Eigenmittel als Limits auf die Risiken und überwacht die Einhaltung dieser Grenzwerte.
Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt in der Oberbank die wesentlichste Risikokomponente dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Prozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist. Die von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft wurden entsprechend umgesetzt und werden strikt eingehalten.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung des Systems verwendet. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt mittels externer Ratings.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Marktveränderungen durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse sowie Aktien- und Warenpreise verstanden. Die Oberbank genehmigt, misst, überwacht und steuert Marktrisiken durch den Einsatz von unterschiedlichen Limits. Für die Steuerung und Limiteinhaltung sind unterschiedliche Verantwortungsträger definiert. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Bank. Als Messgröße wird ein standardisierter Value at Risk (VaR)-Ansatz verwendet, dem die Laufzeitbandmethode der Kapitaladäquanz zugrunde liegt.
Die Verantwortung für das Fremdwährungsrisiko der Gesamtbank sowie für alle Marktrisiken im Handels- und Geldhandelsbuch trägt die Abteilung Global Financial Markets (GFM). Die Limiteinhaltung wird durch Errechnung eines VaR mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen sichergestellt. Dieser wird vom Risikocontrolling täglich errechnet und den Verantwortlichen der Abteilung sowie dem dafür zuständigen Vorstandsmitglied berichtet.
Unter dem Begriff operationelle Risiken sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen. Diese sind im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Kernstück und Motor der Behandlung operationeller Risiken in der Oberbank ist ein regelmäßig tätiges Gremium, welches die laufende Verbesserung der Arbeitsabläufe und -prozesse zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Schäden aus operationellen Risiken zum Ziel hat. Dieses Gremium besteht aus den jeweiligen Leitern und den verantwortlichen Mitarbeitern der Abteilungen Organisationsentwicklung, Strategie- und Prozessmanagement, Rechnungswesen und Controlling, Sekretariat sowie Interne Revision mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten.
Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinn (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Außerdem birgt das Refinanzierungsrisiko die Gefahr, zusätzliche Geldmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Für das Management der kurzfristigen Liquidität ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse liegt ein Notfallplan vor.
Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt zum 31. Dezember 2009 A 86.349.375 und ist unterteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie.
Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden.
Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.
Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, zum Stichtag 31. Dezember 2009, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 3,73 %. Die restlichen 26,57 % des Grundkapitals stehen im Streubesitz.
Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Horst Felbermayr, Felbermayr GmbH
Die Segmentberichterstattung der Oberbank orientiert sich an der internen Verantwortungsstruktur der Kundenbetreuung und unterscheidet die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges (Primärsegmente).
Das Segment Firmenkunden umfasst Unternehmen und selbständig Erwerbstätige. Gegenüber diesem Kundenkreis positioniert sich die Oberbank als Bank für Industrie und gehobenen Mittelstand mit hoher Auslandskompetenz. Auch der Teilkonzern Leasing wird in diesem Segment abgebildet.
Das Segment Privatkunden beinhaltet das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbständig Erwerbstätigen und Privatpersonen. Im Segment Financial Markets werden das Ergebnis der Beteiligungen und der Handelstätigkeit sowie das Zinsergebnis aus der Fristentransformation und der Bilanzstruktur dargestellt.
Erträge und Aufwendungen, vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand sowie Abschreibungsaufwendungen, deren Zuordnung oder Verteilung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint, werden im Segment Sonstiges ausgewiesen.
Eine Aufstellung nach sekundären Segmenten entfällt, da die in den IFRS defi nierte Schwelle von 10 % sowohl hinsichtlich Ergebnisbeitrag als auch der Zuordnung der Vermögenswerte unterschritten wird.
| Segmentüberblick 2009 in Mio. B | Firmen- kunden |
Privat- kunden |
Financial Markets |
Sonstiges | Konzern GuV 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 162,4 | 57,1 | 42,9 | 262,4 | |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 51,2 | - 10,1 | - 29,4 | - 90,7 | |
| Provisionsergebnis | 47,7 | 40,9 | 88,6 | ||
| Handelsergebnis | 0,4 | 10,8 | 11,3 | ||
| Verwaltungsaufwand | - 95,5 | - 83,9 | - 4,9 | - 24,0 | - 208,2 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 6,1 | 0,3 | 22,6 | - 0,2 | 28,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 69,9 | 4,3 | 42,0 | - 24,2 | 92,0 |
| Return on Equity vor Steuern (RoE) | 12,6 % | 5,2 % | 14,1 % | – | 9,9 % |
| Cost-Income-Ratio | 44,1 % | 85,4 % | 6,4 % | – | 53,3 % |
Im schwierigen Jahr 2009 hat sich das Geschäftsmodell der Oberbank, das durch besondere Nähe zum Kunden geprägt ist, bewährt. Die Oberbank hat ihre Hausbankfunktion wahrgenommen und weiterhin Finanzierungen für Betriebsmittel und Investitionen zur Verfügung gestellt, dadurch waren Oberbank-Kunden auch in der Zeit der schwierigen Rahmenbedingungen nicht von der oft kolportierten "Kreditklemme" betroffen.
| Segment Firmenkunden in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 162,4 | 18,3 % | 137,3 | 124,2 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 51,2 | 47,0 % | - 34,8 | - 41,6 |
| Provisionsergebnis | 47,7 | - 3,8 % | 49,9 | 54,1 |
| Handelsergebnis | 0,4 | - 69,4 % | 1,4 | 1,0 |
| Verwaltungsaufwand | - 95,5 | 2,1 % | - 93,4 | - 90,5 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 6,1 | > 100 % | 1,8 | 3,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 69,9 | 13,1 % | 61,8 | 50,4 |
| Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern | 76,1 % | 21,9 %-P. | 54,2 % | 44,6 % |
| Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) | 7.653,3 | 4,1 % | 7.351,2 | 7.130,3 |
| Segmentvermögen | 7.744,4 | 5,7 % | 7.329,0 | 6.715,6 |
| Segmentschulden | 5.269,7 | 18,2 % | 4.457,1 | 4.173,5 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 553,5 | - 0,7 % | 557,5 | 545,3 |
| Return on Equity vor Steuern (RoE) | 12,6 % | 1,5 %-P. | 11,1 % | 9,2 % |
| Cost-Income-Ratio | 44,1 % | - 5,1 %-P. | 49,2 % | 49,6 % |
Im Segment Firmenkunden werden die Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen und selbständig Erwerbstätigen sowie das Leasinggeschäft abgebildet. Per Jahresende 2009 wurden in diesem Segment rund 36.000 Kunden betreut, etwa 4.500 konnten im Laufe des Jahres neu gewonnen werden.
Die Ergebnisverbesserung im Segment Firmenkunden ist hauptsächlich auf den Anstieg des Zinsergebnisses um 18,3 % auf A 162,4 Mio. zurückzuführen. Diese Verbesserung ist das Ergebnis der Ausweitung des Geschäftsvolumens und der Zinsmarge bei den Firmenkrediten. Die Risikovorsorgen erhöhten sich aufgrund der konjunkturellen Situation um 47,0 % auf A 51,2 Mio. Im Provisionsergebnis kam es wegen der Rückgänge im Wertpapier- und Devisengeschäft zu einem Ergebnisrückgang um 3,8 % auf A 47,7 Mio. Die Verwaltungsaufwendungen verzeichneten einen moderaten Anstieg um 2,1 % auf A 95,5 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem wegen neuer Operate Leasing-Verträge um A 4,3 Mio. auf A 6,1 Mio.
Der RoE stieg im Segment Firmenkunden um 1,5 %-Punkte auf 12,6 %, die Cost-Income-Ratio verbesserte sich um 5,1 %-Punkte auf 44,1 %.
Das gesamte Finanzierungsvolumen von Kommerzkunden ist seit Anfang 2009 um 5,9 % auf A 7,9 Mrd. gestiegen. Aufgrund des soliden Geschäftsmodells der Oberbank konnte den Kunden ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt werden und es mussten keine Kreditlinien aufgrund der Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten gekürzt werden.
Einen erfreulichen Anstieg verzeichneten alle Investitionsfinanzierungen der Oberbank, das Gesamtvolumen konnte um 6,4 % auf A 5,4 Mrd. gesteigert werden. Besonders gut entwickelten sich die geförderten Investitionsfinanzierungen. Die Anzahl der eingereichten Förderprojekte stieg um 22 % auf über 430 Ansuchen (mehr als ein Drittel der Kreditanträge konnte mit Haftungen der Förderstellen kombiniert werden), das aushaftende Obligo stieg um 11,3 % auf über A 400 Mio.
Im Rahmen des österreichischen Konjunkturpaketes hat sich der ERP-Kleinkredit als neues Förderprogramm für Kleinunternehmen etabliert. Aufgrund der guten Kooperation mit den Förderstellen sowie des Know-how der Oberbank-Berater konnte hier ein Marktanteil von 18 % erzielt werden. Damit ist die Oberbank bundesweit zweitstärkster Antragsteller.
Die individuellen Bedürfnisse der Kunden erfordern eine entsprechend flexibel auf den Bedarf abgestimmte Finanzierungsstrategie. Dies galt mehr denn je im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des abgelaufenen Jahres. Geeignete Strukturierungen haben hier geholfen, wichtige Liquidität für strategische Projekte der Unternehmen zu schaffen, zumal die Unternehmen die vorhandenen Mittel oftmals zur Liquiditätssicherung verwenden mussten. Dabei kamen der Oberbank ihr profundes und umfassendes Know-how in der Strukturierung sowie das breite Angebot an Finanzierungsinstrumenten zugute. Die Palette der eingesetzten Instrumente reichte von individuell abgestimmten Fremdkapitalprodukten über Mezzaninkapital bis hin zu echtem Eigenkapital. In Summe konnten im Berichtsjahr 23 Sonderprojekte (M&A, Gesellschafterwechsel) mit einem Finanzierungsvolumen von über A 200 Mio. abgeschlossen werden.
2009 war für die Private Equity-Branche ein spannendes und arbeitsintensives Jahr, der gestiegene Informationsbedarf der Investoren und die erhöhte Nachfrage nach Eigen- und Mezzaninkapital prägten das Geschehen. Der Oberbank Opportunity Fonds verzeichnete 2009 insgesamt 139 Anfragen, davon wurden acht Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Derzeit sind rund 20 Anfragen in intensiver Prüfung, bei einem Viertel davon ist ein Abschluss in den nächsten Monaten wahrscheinlich. Im Unterschied zu einigen anderen Fonds stellten die Portfoliounternehmen des Opportunity Fonds auch im schwierigen Jahr 2009 ihre Wertbeständigkeit unter Beweis, aus heutiger Sicht gibt es bei keinem Portfoliounternehmen einen Wertberichtigungsbedarf.
Die Oberbank betreibt das Leasinggeschäft in seiner ganzen Bandbreite (Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing) in fünf Ländern. In Österreich ist die Bank in fünf Bundesländern (Marktanteil rund 3 %), international in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn tätig. Den Schwerpunkt des Leasingvolumens bildet unverändert das Finanzierungsleasing.
Über die ausländischen Leasing-Tochtergesellschaften werden nicht nur österreichische Kunden vor Ort betreut, sondern auch originäres Geschäft generiert. In Tschechien und der Slowakei beträgt der Marktanteil am Neugeschäft bereits rund 3 %, in Ungarn sogar 4 %. In den nächsten Jahren soll diese Marktstellung in allen vertretenen Regionen kontinuierlich ausgebaut werden, der Filialausbau ist weitgehend abgeschlossen.
Zum Bilanzstichtag 30. September 2009 wies der Leasing-Teilkonzern einen Barwert der Kundenforderungen in Höhe von A 1.338,6 Mio. auf, um rund 4 % mehr als im Vorjahr. Das Neugeschäft ging im Berichtsjahr um 24,7 % auf A 466,3 Mio. deutlich zurück, davon entfallen rund zwei Drittel auf Österreich und Deutschland. Der Grund für diese Entwicklung ist die Wirtschaftskrise, die sich auf die Leasingbranche extrem stark auswirkte. Die Investitionen kamen nahezu zum Erliegen, lediglich die dringendsten Ersatzinvestitionen wurden getätigt. Dazu kommt, dass traditionell leasingstarke Branchen wie Autozulieferer oder Frächter besonders unter der Wirtschaftskrise litten. Trotz des klaren Rückganges im Neugeschäft war die Ertragsentwicklung im Leasing-Teilkonzern äußerst erfreulich: Der Überschuss vor Steuern stieg auf A 12,5 Mio. (+ 52,4 %), der Überschuss nach Steuern auf A 11,8 Mio. (+ 84,4 %).
Der starke Rückgang der österreichischen Exporte im Jahr 2009 stellte Exportkunden vor besondere Herausforderungen. Neben organisatorischen Umstellungen und Produktionsanpassungen kam dem Working-Capital-Management ein besonderer Stellenwert zu. Ein geändertes Zahlungsverhalten von Kunden und der permanente Druck auf die Zahlungskonditionen müssen von den Unternehmen finanziert werden. Die Oberbank hat sich schon vor der Krise als Full Service-Anbieter im Exportgeschäft verstanden und ihre Kunden auf die Notwendigkeit von Absicherungen hingewiesen. Deshalb ist es trotz zurückgehender Umsätze und insbesondere rückläufiger Exportforderungsstände gelungen, die herausragende Stellung der Oberbank im Bereich der geförderten Exportfinanzierung erneut unter Beweis zu stellen. Der Marktanteil im für KMU relevanten Exportfondsverfahren wurde auf 10,4 % gesteigert, womit die Oberbank österreichweit den 2. und außerhalb von Wien den 1. Platz belegt. Beim KRR-Verfahren für Großunternehmen wurde der Marktanteil von 10 % und damit Platz 3 im Bundesvergleich verteidigt.
Trotz des schwierigen Investitionsumfeldes sanken die Finanzierungen von Auslandsinvestitionen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 2,4 %. Insbesondere im Bereich der OeKB-refinanzierten Finanzierungen konnten aufgrund einiger großvolumiger Transaktionen Zuwächse verzeichnet werden. Die Folgen der geänderten internationalen Investitionsbedingungen für Unternehmen sind aber an der stark gesunkenen Anzahl an Anfragen bezüglich Finanzierung, Absicherung und Förderung von Auslandsinvestitionen ersichtlich. Diese gingen im Vergleich zu 2008 um 44 % zurück.
Der aufgrund der Wirtschaftskrise erwartete Rückgang fiel in allen Sparten des Dokumentengeschäftes geringer aus als befürchtet. Die Stückzahlen beim Import-Akkreditiv stiegen sogar um 4 % an, insgesamt konnte beim Import das Vorjahresniveau gehalten werden. Auswirkungen zeigten sich vor allem beim Export, und hier wiederum vor allem bei den Auslandsgarantien. Sie spiegelten die schlechte Auftragssituation mancher Kunden im Jahr 2009 wider.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Entwicklung der Erträge und Transaktionszahlen im Zahlungsverkehr durchaus zufriedenstellend. Spezielles Augenmerk wurde auf organisatorische und technische Optimierungen gerichtet, um die Kosten gering zu halten. Das Geschäftsjahr 2009 stand ganz im Zeichen der organisatorischen und rechtlichen Umsetzung und der technischen Implementierung des neuen Zahlungsdienstegesetzes per 1. November 2009. Es galt dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Abwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs aus der Payment Services Directive (PSD) gesetzeskonform einzuführen. Ziel der PSD ist es, innerhalb der EU-27 und der EWR-Länder Liechtenstein, Island und Norwegen gleiche Voraussetzungen für die Durchführung nationaler und grenzüberschreitender Transaktionen zu schaffen. Die PSD musste auch in den Oberbank-Auslandsmärkten auf Basis der jeweils dort geltenden nationalen Gesetze implementiert werden. Die zeitgerechte Information der Kunden und die Ausbildung der Oberbank-Mitarbeiter in Österreich und den Auslandsmärkten wurden termingerecht und flächendeckend durchgeführt. Der neu gegründete Geschäftsbereich Slowakei mit der ersten Geschäftsstelle in Bratislava wurde in die Zahlungsverkehrsabwicklung der Oberbank eingebunden. Die Oberbank ist somit in der Lage, im Zahlungsverkehr fünf Länder aus einer Hand zu servicieren.
Mit dem Markteintritt in der Slowakei wurde sowohl das Oberbank Internet Portal als auch das Electronic Banking-System MultiCash um die Anforderungen des slowakischen Marktes erweitert. Damit steht den Kunden eine gemeinsame Plattform für Deutschland, Tschechien, Ungarn und für die Slowakei zur Verfügung. Mehr Information und Aktualität bei Kontodaten standen speziell im Fokus der Entwicklungen für den Geschäftsbereich Deutschland. Elektronische Kontoinformationen werden seit März stündlich aktualisiert und den Kunden über Electronic Banking (eBanking, MultiCash, HBCI) zur Verfügung gestellt. Dieser kostenlose Service bietet topaktuelle Informationen über noch nicht gebuchte Zahlungsein- bzw. Zahlungsausgänge.
Aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Börsen kehrten viele Anleger zu den traditionellen Anlageformen zurück. Im Segment Firmenkunden drückt sich dieses veränderte Anlageverhalten durch einen Anstieg der Sichtund Termineinlagen um 21,6 % auf A 4,2 Mrd. aus.
Im Segment Privatkunden ist das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbständig erwerbstätigen Kunden und Privatpersonen abgebildet. In diesem Segment betreute die Oberbank im Geschäftsjahr 2009 rund 292.000 Kunden, 22.000 Privatkunden konnten neu gewonnen werden. Rund 600 Kundenberater stehen den Privatkunden in den 133 Oberbank-Filialen zur Verfügung.
| Anzahl Privatkunden |
Steigerung absolut |
Steigerung in % |
|
|---|---|---|---|
| im Jahr 2006 | 248.468 | 8.168 | 3,4 |
| im Jahr 2007 | 269.257 | 20.789 | 8,4 |
| im Jahr 2008 | 287.767 | 18.510 | 6,9 |
| im Jahr 2009 | 292.071 | 4.304 | 1,5 |
| Segment Privatkunden in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 57,0 | - 16,3 % | 68,2 | 61,4 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 10,1 | - 1,9 % | - 10,3 | - 9,9 |
| Provisionsergebnis | 40,9 | - 15,3 % | 48,3 | 47,7 |
| Handelsergebnis | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 |
| Verwaltungsaufwand | - 83,9 | - 0,4 % | - 84,2 | - 79,7 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 0,3 | > 100 % | - 1,4 | 3,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4,2 | - 79,3 % | 20,6 | 22,4 |
| Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern | 4,6 % | - 13,5 %-P. | 18,1 % | 19,8 % |
| Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) | 1.130,8 | - 0,2 % | 1.133,3 | 1.196,3 |
| Segmentvermögen | 1.849,6 | - 3,6 % | 1.919,6 | 1.783,6 |
| Segmentschulden | 4.809,2 | 0,2 % | 4.801,3 | 4.050,8 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 81,8 | - 4,9 % | 86,0 | 91,5 |
| Return on Equity vor Steuern (RoE) | 5,2 % | - 18,7 %-P. | 23,9 % | 24,4 % |
| Cost-Income-Ratio | 85,4 % | 12,2 %-P. | 73,2 % | 71,2 % |
Der Geschäftsverlauf im Segment Privatkunden war 2009 von zwei Entwicklungen geprägt. Die dringende Empfehlung der Finanzmarktaufsicht an die österreichischen Banken, keine Fremdwährungskredite an Private mehr zu vergeben, führte faktisch zur Einstellung dieser Finanzierungsform. Darüber hinaus war aufgrund des unsicheren konjunkturellen Umfeldes im gesamten Markt ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Privatkrediten, vor allem im Bereich der Wohnbaufinanzierungen, zu verzeichnen. Diese Entwicklungen und die gesunkenen Margen im Einlagenbereich führten zu einem Rückgang des Zinsergebnisses um 16,3 % auf A 57,0 Mio. Im Provisionsgeschäft wurden im Zahlungsverkehr und im Kreditgeschäft Ergebnisverbesserungen erzielt. Die aufgrund der Krise an den internationalen Börsen rückläufigen Provisionen aus dem Wertpapiergeschäft führten jedoch dazu, dass der gesamte Provisionsüberschuss um 15,3 % auf A 40,9 Mio. zurückging.
Der Verwaltungsaufwand konnte im Segment Privatkunden mit A 83,9 Mio. (- 0,4 %) auf dem Niveau des Vorjahres stabil gehalten werden. Beim sonstigen betrieblichen Ertrag wurde eine Ergebnisverbesserung um A 1,7 Mio. auf A 0,3 Mio. erzielt, weil im Gegensatz zum Vorjahr keine Vorsorgen für die Rückkonvertierung von Fremdwährungskrediten mehr zu bilden waren. Der RoE reduzierte sich im Segment Privatkunden um 18,7 %-Punkte auf 5,2 %; die Cost-Income-Ratio stieg um 12,2 %-Punkte auf 85,4 %.
In einem Jahr mit anhaltender Unsicherheit an den Finanzmärkten konnte die Oberbank als solide Adresse für Anleger neuerlich punkten. Traditionellen Sparformen – allen voran das klassische Sparbuch – haben die Einlagenentwicklung positiv beeinflusst und zu einem deutlichen Wachstum geführt. Inklusive Kapitalisierung ist der Euro-Spareinlagenbestand um rund 3 % oder A 97 Mio. auf A 3.391 Mio. angestiegen. Besonders erfreulich war das Wachstum der variabel verzinsten Spareinlagen mit einem Zuwachs um A 197 Mio. Das "Oberbank Vorteilskonto spar" ("Sparkarte") verzeichnete mit einem Zuwachs um 44,4 % auf A 62,4 Mio. ebenfalls ein deutliches Plus. Sehr dynamisch haben sich zudem die privaten Einlagen in den Oberbank-Auslandsmärkten entwickelt, allen voran Bayern und Tschechien.
Attraktive Konditionen gepaart mit kompetenter Beratung der Oberbank-Privatkundenberater haben im abgelaufenen Jahr dazu geführt, dass der österreichweite Marktanteil bei den Privatkrediten stabil gehalten wurde. Mehr denn je haben sich Nähe, Vertrauen und eine gute Beziehung zu den Oberbank-Privatkunden als Erfolgsfaktoren bewiesen. Trotz der angeführten schwierigen Rahmenbedingungen ging das Volumen der Privatfinanzierungen inklusive Konto und Privatleasing bei der Oberbank 2009 um 3,3 % oder A 66 Mio. nur leicht zurück. Per Jahresende wurde ein Gesamtbestand von A 1,9 Mrd. ausgewiesen. In den ausländischen Expansionsmärkten wurden sogar klare Zuwächse erzielt.
Trotz des harten Wettbewerbs im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte die Anzahl der Privatkonten im Berichtsjahr um 2.362 auf 162.675 Konten erhöht werden. Die Wachstums- und Expansionsmärkte Niederösterreich und Wien sowie Bayern, Tschechien, Ungarn und die Slowakei haben maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.
Das Jahr 2009 wird in die Kapitalmarktgeschichte als das Jahr der Wechselbäder eingehen. Einer tiefen Depression der Anleger zu Jahresbeginn stand eine durchaus positive Stimmung zum Jahresende gegenüber. Im Wertpapiergeschäft stand das 1. Quartal daher im Zeichen eines ausgeprägten Rückganges der internationalen Aktienmärkte, auch der ATX markierte ein Mehrjahrestief. Im 1. Quartal beschränkte sich das Geschäft somit weitgehend auf klassische Fixzinsanleihen bester Bonitäten, renditeorientierte Anleger griffen jedoch auch interessante Angebote im Bereich der Unternehmensanleihen auf. Hier ist die Emission der voestalpine hervorzuheben, bei der die Oberbank mehr als A 50 Mio. im Publikum platzieren konnte. Nach einer massiven Gegenbewegung der Märkte im 2. Quartal kehrte das Anlegervertrauen zaghaft zurück. Mit der guten Performance mehrerer Anlageklassen (Unternehmensanleihen,
Aktien, Rohstoffe, Gold) kam es insbesondere ab dem 3. Quartal wieder zu einer stärkeren Nachfrage der Privatinvestoren. Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft der Oberbank ging in diesem Umfeld um 16,9 % auf A 28,6 Mio. zurück. Die Kurswerte auf den Kundendepots stiegen 2009 um 11,4 % auf A 7,8 Mrd. an. Dieser Anstieg ist nicht nur Performance getrieben, sondern auch auf erhebliche Geldzuflüsse zurückzuführen.
Die Emissionstätigkeit der Oberbank erreichte 2009 erneut einen Höchststand. In Summe wurden 26 Emissionen von Anleihen aller Art mit einem Volumen von A 590 Mio. begeben. Der größte Anteil der Emissionen entfiel auf klassische Fixzinsanleihen, gefolgt von Produkten aus der Jubiläums- und Cash-Garant-Familie sowie Ergänzungskapitalanleihen mit Inflationsschutz. Überdies wurden zwei Hybridkapitalemissionen mit einem Gesamtvolumen von A 20 Mio. begeben. Erfreulich ist dabei die starke Nachfrage aus Bayern. Die Emissionsprospekte werden mittlerweile so gestaltet, dass die überwiegende Anzahl der Emissionen auch in Deutschland angeboten werden kann.
2009 war hinsichtlich der Durchschnittsperformance aller Fonds das beste Jahr seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1988. Das Volumen der verwalteten Fonds stieg um 13,1 % auf A 4,6 Mrd., das ist klar höher als das Wachstum des Gesamtmarktes, welches in Österreich 8,4 % betrug. Im Ranking der österreichischen Investmentfondsgesellschaften liegt die 3 Banken-Generali Investment GmbH auf dem 7. Rang.
Trotz des für das Fondsgeschäft extrem schwierigen Umfeldes gelang es wieder, interessante Innovationen zu platzieren. Dazu gehören insbesondere die Unternehmensanleihen-Laufzeitfonds, die sich von klassischen Investmentfonds ohne Laufzeit durch einen fixen Termin unterscheiden, zu dem der Fonds rückgelöst wird. Attraktive Renditeaufschläge der im Fonds enthaltenen Anleihen, eine breit gestreute Risikostruktur und überschaubare Laufzeiten führten dazu, dass in Summe A 105 Mio. Volumen platziert werden konnten.
Eine weitere Neueinführung, die auf breites Interesse stieß, ist der Sachwertefonds. In diesem Konzept wird in Anlagesegmente investiert, die in einem inflationären Umfeld gute Erträge bringen sollen, wie Inflationsschutzanleihen, Gold, Rohstoffe oder ausgewählte Aktien mit Sachwertecharakter. Der Fonds wurde von der angesehenen deutschen Ratingagentur FERI unter die Top 5 der Fondsinnovationen 2009 im deutschsprachigen Raum gewählt. Besonders erfreulich entwickelte sich 2009 der 3 Banken Österreich-Fonds. Die Gesamtperformance betrug 69,4 %, damit lag der Fonds um 17,1 % über dem ATX-Prime. Für das Management des Österreich-Fonds wurde Alois Wögerbauer von einer Expertenjury zum Fondsmanager des Jahres gewählt.
Die große Herausforderung im iPM war 2009, in einem von Extremen geprägten Markt potenzielle Risiken zu vermeiden und gleichzeitig auch Chancen wahrzunehmen. Die strategische Ausrichtung des iPM wurde im März 2009 durch den verstärkten Aufbau von Aktien-, Gold- und Rohstoffpositionen geändert. Diese waren auch die Renditetreiber im zweiten Halbjahr und führten zu sehr guten Ergebnissen.
Im Brokerage, der Dienstleistung für tradingorientierte Investoren, konnte die Oberbank ein neues Rekordjahr verzeichnen. Sowohl das betreute Volumen als auch die Orderanzahl und die Provisionserträge legten zu. Die Anzahl der Transaktionen blieb selbst im extrem schwierigen 1. Quartal hoch, weil Anleger mit hoher Risikobereitschaft frühzeitig Chancen im Aktienmarkt wahrnahmen.
Obwohl die Gründerwelle bei Stiftungen vorbei ist, gibt es in diesem Marktsegment noch hohes Potenzial für die Oberbank. Dementsprechend wurde ein Schwerpunkt gesetzt, um mit speziellen Veranstaltungen ("Stiftungslunches") mit externen Partnern aus dem Rechts- und Steuerbereich einen Mehrwert für Stifter und Stiftungsvorstände zu bieten.
Wie im Jahr zuvor konnte auch 2009 im Private Banking ein erhebliches Neugeldvolumen akquiriert werden. Das betreute Gesamtvermögen erhöhte sich damit auf A 3 Mrd. an Sicht- und Termineinlagen sowie Depotkurswerten. Neben der Neugeldgewinnung standen die weitere Verbreiterung unserer Dienstleistungen iPM (Vermögensverwaltung) und Brokerage sowie die Akquisition von Stiftungen im Zentrum der Bemühungen. Diese Anstrengungen werden 2010 nochmals forciert weitergeführt.
Im Berichtsjahr war der Anlagebereich von hohen Volatilitäten und großer Unsicherheit geprägt. In diesem Umfeld konnte die Oberbank an ihren neun Private Banking-Standorten besonders mit Kontinuität in der Beratung punkten. Eine aktive Informationspolitik, eine klare Meinung und die traditionell risikoaverse Investmentpolitik machten sich 2009 in hohem Maße bezahlt. Im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung und -sicherung wurde gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität Linz das Entwicklungsprogramm "Culture of Excellence" entwickelt und umgesetzt. Dieses wird 2010 fortgeführt und weiter ausgebaut. Besonders erfreulich war 2009 die erhöhte Aufmerksamkeit, die dem Oberbank Private Banking in den Fachmedien gewidmet wurde.
Die Anzahl der von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge ist im Jahr 2009 um 7,6 % auf 12.532 überdurchschnittlich stark angestiegen. Die Wüstenrot-Organisation selbst wies einen Zuwachs um 4,2 % auf. Ein Grund für die deutliche Erhöhung ist, dass Anfang 2009 die maximale prämienbegünstigte Einzahlung auf A 1.200 angehoben wurde.
In der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft war das Geschäftsaufkommen im Berichtsjahr weitgehend stabil. Der Eigenvertrieb von Risikoversicherungen ist traditionell stark an das Kreditgeschäft der Oberbank gekoppelt. Daher kam es trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes nur zu einem leichten Absatzrückgang. Bei der Vermittlung von Kapitalversicherungen des Kooperationspartners Generali blieb die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge das Leitprodukt in der laufenden Prämie. Zudem konnten klassische Kapital- und Rentenversicherungen erfolgreich vertrieben werden, weil die Verunsicherung der Kunden infolge der Wirtschaftskrise dem Vorsorgegedanken keinen Abbruch tat. Eine anhaltend positive Entwicklung verzeichnete der Vertrieb von Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag, vor allem Produkte mit Kapitalgarantie und ansprechender Verzinsung ließen den Absatz gegenüber dem Vorjahr neuerlich steigen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 47.959 Vertragsabschlüsse (50.332 in 2008) verzeichnet, von denen 40.377 (44.050 in 2008) auf eigene Risikoversicherungen und 5.859 (4.694 in 2008) auf Kapitalversicherungen der Generali entfielen. Das gemeinsame Prämienvolumen (Versicherung und Makler) stieg im Berichtsjahr um 4,6 % auf A 68,7 Mio. (A 65,7 Mio. in 2008), wovon 47,3 % oder A 32,5 Mio. auf die Oberbank entfielen.
Das aktuell niedrige Zinsniveau und die Ungewissheit über den Zeitpunkt der wirtschaftlichen Erholung werden 2010 für den Bereich der Lebensversicherungen schwierige Rahmenbedingungen darstellen. Die private Altersvorsorge wird hingegen von der anhaltend starken Nachfrage nach sicheren Ansparformen profitieren, in erster Linie in Gestalt der klassischen Kapital- und Rentenversicherungen mit einer Garantieverzinsung und der Aussicht auf eine ansprechende Gewinnbeteiligung. Für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sieht die Oberbank ein steigendes Interesse, weil mit Jahresbeginn das "Lebenszyklusmodell" eingeführt wurde (ein dem Lebensalter des Vorsorgewilligen angepasstes Aktien-Quotensystem reduziert die Schwankungsanfälligkeit des Produktes gegen Ende der Laufzeit).
Der Trend zum Electronic Banking ist weiterhin ungebrochen. In der Oberbank nutzen bereits mehr als 75.000 Kunden elektronische Produkte zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Im Internet Banking stieg die Anzahl der Überweisungen gegenüber 2008 um 10 %.
Die Sicherheit im Transaktionsgeschäft wurde mit der Entscheidung für den Einsatz einer Handy-SMS basierenden Autorisierungslösung (Oberbank xTAN) auch in den Wachstums- und Expansionsmärkten verbessert. Damit erfolgte die Weichenstellung für die sukzessive Ablöse der bisher weit verbreiteten Papier-TAN in Richtung einer besonders sicheren und benutzerfreundlichen Autorisierung. Schon mehr als 15.000 Kunden nutzen die Vorteile der Oberbank xTAN.
Im Segment Financial Markets werden das Ergebnis der Beteiligungen und der Handelstätigkeit sowie das Zinsergebnis aus der Fristentransformation und der Bilanzstruktur dargestellt. Strategische Ziele des Segmentes Financial Markets sind die Optimierung dieser Erträge unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die effiziente Steuerung und Begrenzung aller wesentlichen Bankrisiken, im Speziellen der Liquiditäts- und Fristentransformationsrisiken. Der Eigenhandel im Zins- und Währungsgeschäft wird durch die dynamische Entwicklung des Auslandsgeschäftes begünstigt.
| Segment Financial Markets in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 42,9 | - 54,9 % | 95,2 | 90,5 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 29,4 | 29,8 % | - 22,7 | - 16,8 |
| Provisionsergebnis | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 |
| Handelsergebnis | 10,8 | 73,0 % | 6,3 | 6,5 |
| Verwaltungsaufwand | - 4,9 | 0,5 % | - 4,9 | - 4,1 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 22,6 | > 100 % | - 27,4 | - 7,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 42,0 | - 9,6 % | 46,5 | 68,9 |
| Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern | 45,7 % | 4,9 %-P. | 40,8 % | 61,0 % |
| Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) | 4.125,6 | 27,6 % | 3.232,5 | 2.854,4 |
| Segmentvermögen | 5.883,0 | 7,8 % | 5.459,2 | 5.425,7 |
| Segmentschulden | 5.368,3 | 0,0 % | 5.370,5 | 5.543,7 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 298,4 | 21,7 % | 245,2 | 218,3 |
| Return on Equity vor Steuern (RoE) | 14,1 % | - 4,9 %-P. | 19,0 % | 31,5 % |
| Cost-Income-Ratio | 6,4 % | - 0,2 %-P. | 6,6 % | 4,6 % |
Der Ergebnisrückgang um 9,6 % auf A 42,0 Mio. ergab sich hauptsächlich aus der Verminderung des Zinsenüberschusses um 54,9 % auf A 42,9 Mio. So konnten die Rückgänge der Erträge aus Equity-Beteiligungen sowie höhere Liquiditätsaufschläge bei der Emission eigener Anleihen nicht durch Mehrerträge beim Strukturbeitrag kompensiert werden. Die Risikovorsorgen stiegen wegen des Impairments einer ÖVAG-Ergänzungskapitalanleihe um 29,8 % auf A 29,4 Mio. Das Handelsergebnis erhöhte sich um 73,0 % auf A 10,8 Mio. Die Ergebnisverbesserung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen um A 50,0 Mio. auf A 22,6 Mio. resultiert hauptsächlich aus der Verbesserung des Ergebnisses der zum "Fair Value" bewerteten Vermögenswerte (wegen des 2008 notwendigen spreadbedingten Abwertungserfordernisses). Der RoE im Segment Financial Markets ging aufgrund der beschriebenen Entwicklung auf 14,1 % zurück, die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 6,4 %.
Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Oberbank versucht auf Basis der Zinserwartung das Verhältnis von Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko zu optimieren. Der Strukturbeitrag versteht sich als Ertrag, der durch Fristentransformation – kurzfristige Refinanzierung einer langfristigen Veranlagung – erwirtschaftet wird. Die aufgrund der Finanzkrise turbulente und schwer einschätzbare Entwicklung der Geld- und Kapitalmärkte machte das Jahr 2009 für das Aktiv-Passiv-Management besonders herausfordernd.
Das internationale Netzwerk der Oberbank zählt weltweit rund 2.500 Bankpartner. Mit etwa 700 Banken wird auf breiter Basis und mit hoher Intensität im Kunden- und Eigengeschäft der Bank zusammengearbeitet. Das eröffnet die Möglichkeit, weltweit für Kunden sämtliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit Absicherung, Zahlungen und Finanzierungen anzubieten. Im Bereich Global Financial Markets/Financial Institutions wurde die Anpassung der Auslandsstrategie mit Fokus auf die Expansionsmärkte Bayern, Tschechien, Ungarn und Slowakei sowie auf Regionen, die für Kunden der Bank von Bedeutung sind, weiterentwickelt.
Im Segment Sonstiges sind jene Erträge und Aufwendungen – vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand sowie Abschreibungsaufwendungen – angeführt, deren Aufteilung bzw. Zuordnung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint. Der Ergebnisrückgang im Segment Sonstiges auf A - 24,2 Mio. basiert hauptsächlich auf dem Minderaufwand für die Dotation der Personalrückstellungen im Jahr 2008.
weil wir nicht kurzfristige Resultate,
sondern langfristiges Wachstum anstreben. "
Dr. Peter Pichler, Berndorf AG
Konzernabschluss 2009 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben
| Konzernrechnung | 76 | |
|---|---|---|
| Gesamtergebnisrechnung 2009 | 76 | |
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung | 76 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 77 | |
| Bilanz zum 31. Dezember 2009 | 78 | |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 80 | |
| Geldflussrechnung | 82 | |
| Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss | 84 | |
| Einleitung | 84 | |
| 1) | Konsolidierungskreis der Oberbank | 84 |
| 2) | Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze | 84 |
| Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung | 91 | |
| 3) | Zinsergebnis | 91 |
| 4) | Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 91 |
| 5) | Provisionsergebnis | 91 |
| 6) | Handelsergebnis | 91 |
| 7) | Verwaltungsaufwand | 92 |
| 8) | Sonstiger betrieblicher Erfolg | 92 |
| 9) | Ertragsteuern | 92 |
| 10) | Ergebnis je Aktie | 92 |
| Details zur Bilanz | 93 | |
| 11) | Barreserve | 93 |
| 12) | Forderungen an Kreditinstitute | 93 |
| 13) | Forderungen an Kunden | 93 |
| 14) | Risikovorsorgen | 94 |
| 15) | Handelsaktiva | 94 |
| 16) | Finanzanlagen | 94 |
| 17) | Immaterielle Anlagevermögenswerte | 95 |
| 18) | Sachanlagen | 95 |
| 19) | Sonstige Aktiva | 96 |
| 20) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 96 |
| 21) | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 97 |
| 22) | Verbriefte Verbindlichkeiten | 97 |
| 23) | Rückstellungen | 97 |
| 24) | Sonstige Passiva | 98 |
| 25) | Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | 99 |
| 26) | Nachrangkapital | 99 |
| 27) | Eigenkapital | 99 |
| 28) | Anlagenspiegel | 100 |
| 29) | Fair Value von Finanzinstrumenten | 101 |
|---|---|---|
| 30) | Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen | 104 |
| 31) | Segmentberichterstattung | 105 |
| 32) | Non performing loans | 107 |
| 33) | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 107 |
| 34) | Nachrangige Vermögensgegenstände | 107 |
| 35) | Fremdwährungsvolumina | 107 |
| 36) | Treuhandvermögen | 107 |
| 37) | Echte Pensionsgeschäfte | 107 |
| 38) | Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | 107 |
| 39) | Unternehmen des Konsolidierungskreises | 108 |
| Risikobericht | 111 | |
| 40) | Gesamtrisikomanagement | 111 |
| 41) | Kreditrisiko | 114 |
| 42) | Beteiligungsrisiko | 120 |
| 43) | Marktrisiko | 121 |
| 44) | Operationelles Risiko | 124 |
| 45) | Liquiditätsrisiko | 124 |
| 46) | Sonstige Risiken | 125 |
| 47) | Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick | 126 |
| 48) | Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte | 127 |
| 49) | Patronatserklärungen für Beteiligungen | 128 |
| Informationen aufgrund österreichischen Rechts | 128 | |
| 50) | Konzerneigenkapital | 128 |
| 51) | Personal | 129 |
| 52) | Wertpapieraufgliederung nach BWG | 129 |
| 53) | Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis | 129 |
| 54) | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB | 130 |
| 55) | Beteiligungsliste gemäß UGB | 131 |
75
Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2009
| in A 1.000 | 2009 | 2008 | Veränd. in A 1.000 |
Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | (3) | 524.007 | 717.061 | - 193.054 | - 26,9 |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3) | - 274.832 | - 491.991 | 217.159 | - 44,1 |
| 3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | (3) | 13.216 | 75.593 | - 62.377 | - 82,5 |
| Zinsergebnis | (3) | 262.391 | 300.663 | - 38.272 | - 12,7 |
| 4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | (4) | - 90.731 | - 67.778 | - 22.953 | 33,9 |
| 5. Provisionserträge | (5) | 97.936 | 107.713 | - 9.777 | - 9,1 |
| 6. Provisionsaufwendungen | (5) | - 9.361 | - 9.890 | 529 | - 5,3 |
| Provisionsergebnis | (5) | 88.575 | 97.823 | - 9.248 | - 9,5 |
| 7. Handelsergebnis | (6) | 11.265 | 7.694 | 3.571 | 46,4 |
| 8. Verwaltungsaufwand | (7) | - 208.223 | - 199.762 | - 8.461 | 4,2 |
| 9. Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | 28.758 | - 24.634 | 53.392 | >- 100,0 |
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | (8) | 23.776 | - 24.773 | 48.549 | >- 100,0 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | (8) | 4.052 | - 434 | 4.486 | >- 100,0 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | (8) | 0 | 3.372 | - 3.372 | - 100,0 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | 930 | - 2.799 | 3.729 | >- 100,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92.035 | 114.006 | - 21.971 | - 19,3 | |
| 10. Steuern vom Einkommen und Ertrag | (9) | - 14.697 | - 8.516 | - 6.181 | 72,6 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77.338 | 105.490 | - 28.152 | - 26,7 | |
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 77.293 | 105.034 | - 27.741 | - 26,4 | |
| davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 45 | 456 | - 411 | - 90,1 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77.338 | 105.490 |
| +/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | 28.212 | - 72.817 |
| +/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | - 7.053 | 18.204 |
| +/- Veränderung Währungsausgleichsposten | - 849 | - 364 |
| +/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen | - 2.030 | - 11.012 |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen | 18.280 | - 65.989 |
| Gesamtergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen Erträgen/Aufwendungen | 95.618 | 39.501 |
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 95.577 | 39.045 |
| davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 41 | 456 |
| Kennzahlen | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 53,26 | 52,36 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 9,86 | 12,83 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % | 8,28 | 11,82 |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % | 34,58 | 22,54 |
| Ergebnis pro Aktie in A | 2,83 | 3,91 |
| Bilanz zum 31.12.2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränd. in A 1.000 |
Veränd. in % |
|
| Aktiva | |||||
| 1. Barreserve | (11) | 164.730 | 130.380 | 34.350 | 26,3 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | (12) | 2.093.333 | 2.295.958 | - 202.625 | - 8,8 |
| 3. Forderungen an Kunden | (13) | 9.836.488 | 9.460.623 | 375.865 | 4,0 |
| 4. Risikovorsorgen | (14) | - 248.981 | - 216.518 | - 32.463 | 15,0 |
| 5. Handelsaktiva | (15) | 50.351 | 33.530 | 16.821 | 50,2 |
| 6. Finanzanlagen | (16) | 3.581.069 | 3.003.888 | 577.181 | 19,2 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | (16) | 291.535 | 346.358 | - 54.823 | - 15,8 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | (16) | 807.007 | 941.419 | - 134.412 | - 14,3 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | (16) | 2.071.754 | 1.315.068 | 756.686 | 57,5 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | (16) | 410.773 | 401.043 | 9.730 | 2,4 |
| 7. Immaterielles Anlagevermögen | (17) | 9.309 | 8.233 | 1.076 | 13,1 |
| 8. Sachanlagen | (18) | 221.925 | 216.133 | 5.792 | 2,7 |
| a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18) | 81.368 | 82.076 | - 708 | - 0,9 |
| b) Sonstige Sachanlagen | (18) | 140.557 | 134.057 | 6.500 | 4,8 |
| 9. Sonstige Aktiva | (19) | 323.217 | 381.761 | - 58.544 | - 15,3 |
| a) Latente Steueransprüche | (19) | 25.695 | 38.344 | - 12.649 | - 33,0 |
| b) Sonstige | (19) | 297.522 | 343.417 | - 45.895 | - 13,4 |
| Summe Aktiva | 16.031.441 | 15.313.988 | 717.453 | 4,7 |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränd. | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | in A 1.000 | in % | |||
| Passiva | |||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20) | 3.466.523 | 3.707.857 | - 241.334 | - 6,5 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21) | 8.876.162 | 8.119.236 | 756.926 | 9,3 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | (22) | 1.308.134 | 1.218.332 | 89.802 | 7,4 |
| 4. Rückstellungen | (23) | 362.990 | 333.987 | 29.003 | 8,7 |
| 5. Sonstige Passiva | (24) | 249.947 | 361.366 | - 111.419 | - 30,8 |
| a) Handelspassiva | (25) | 28.691 | 10.325 | 18.366 | > 100,0 |
| b) Steuerschulden | (24) | 5.066 | 6.118 | - 1.052 | - 17,2 |
| c) Sonstige | (24) | 216.190 | 344.923 | - 128.733 | - 37,3 |
| 6. Nachrangkapital | (26) | 732.110 | 679.091 | 53.019 | 7,8 |
| 7. Eigenkapital | (27) | 1.035.575 | 894.119 | 141.456 | 15,8 |
| a) Eigenanteil | (27) | 1.034.227 | 892.812 | 141.415 | 15,8 |
| b) Minderheitenanteil | (27) | 1.348 | 1.307 | 41 | 3,1 |
| Summe Passiva | 16.031.441 | 15.313.988 | 717.453 | 4,7 |
| in D 1.000 | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn rücklagen |
|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2008 | 75.565 | 142.713 | 400.889 |
| Gesamtergebnis | 58.285 | ||
| Dividendenausschüttung | - 13.405 | ||
| Kapitalerhöhung | 5.549 | - 1.990 | |
| Erwerb eigener Aktien | - 6 | 29 | |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | 138 | ||
| Stand am 31.12.2008 | 81.108 | 140.752 | 445.907 |
| Stand am 1.1.2009 | 81.108 | 140.752 | 445.907 |
| Gesamtergebnis | 79.739 | ||
| Dividendenausschüttung | - 13.257 | ||
| Kapitalerhöhung | 5.079 | 53.706 | |
| Erwerb eigener Aktien | 42 | 23 | |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | |||
| Stand am 31.12.2009 | 86.229 | 194.481 | 512.389 |
| Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gewinne | 20.676 | 4.121 |
| Verluste | - 4.653 | - 56.529 |
| Aus dem Eigenkapital entfernt | 5.136 | - 2.205 |
| Gesamt | 21.159 | - 54.613 |
| Eigenkapital | Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital ohne Fremdanteile |
Assoziierte Unternehmen |
Bewertungs- rücklagen gem. IAS 39 |
Währungs- ausgleichsposten |
|---|---|---|---|---|---|
| 889.461 | 806 | 888.655 | 221.282 | 47.613 | 593 |
| 39.501 | 456 | 39.045 | 35.737 | - 54.613 | - 364 |
| - 13.405 | - 13.405 | ||||
| 3.559 | 3.559 | ||||
| 23 | 23 | ||||
| - 25.020 | 45 | - 25.065 | - 25.203 | ||
| 894.119 | 1.307 | 892.812 | 231.816 | - 7.000 | 229 |
| 894.119 | 1.307 | 892.812 | 231.816 | - 7.000 | 229 |
| 95.618 | 41 | 95.577 | - 4.472 | 21.159 | - 849 |
| - 13.257 | - 13.257 | ||||
| 58.785 | 58.785 | ||||
| 65 | |||||
| 245 | 245 | 245 | |||
| 1.035.575 | 1.348 | 1.034.227 | 227.589 | 14.159 | - 620 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 77.293 | 105.034 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung | ||
| auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen | 63.246 | 43.064 |
| Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen | 29.003 | 21.058 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | - 53.590 | - 14.340 |
| Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögensgegenständen | - 117 | - 333 |
| Zwischensumme | 115.835 | 154.483 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 239.406 | - 193.684 |
| Forderungen an Kunden | - 373.732 | - 764.391 |
| Handelsaktiva | - 13.964 | 41.919 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | 192.861 | 219.993 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | 184.228 | - 61.467 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 261.385 | - 367.577 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 749.177 | 942.617 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 44.395 | 67.279 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | - 205.628 | - 1.891 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 671.193 | 37.281 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von | ||
| Finanzanlagen | 241.792 | 393.212 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | 7.638 | 1.817 |
| Mittelabfluss für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | - 953.458 | - 552.925 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | - 36.795 | - 54.817 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 740.823 | - 212.713 |
| Kapitalerhöhung | 58.785 | 3.559 |
| Dividendenzahlungen | - 13.257 | - 13.405 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit | 39.925 | 102.765 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 85.453 | 92.919 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 130.380 | 303.946 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 671.193 | 37.281 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 740.823 | - 212.713 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 85.453 | 92.919 |
| Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen | 19.372 | - 90.689 |
| Effekte aus der Änderung von Wechselkursen | - 845 | - 364 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 164.730 | 130.380 |
| Erhaltene Zinsen | 515.349 | 714.898 |
| Erhaltene Dividenden | 23.746 | 35.727 |
| Gezahlte Zinsen | - 314.096 | - 492.748 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 18.192 | - 16.820 |
Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.
| in A 1.000 | Operative Geschäfts- tätigkeit |
Investitions- tätigkeit |
Finanzierungs tätigkeit |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 2009 | 447.881 | 67.468 | 0 | 515.349 |
| 2008 | 663.824 | 51.074 | 0 | 714.898 | |
| Erhaltene Dividenden | 2009 | 666 | 23.080 | 0 | 23.746 |
| 2008 | 2.142 | 33.585 | 0 | 35.727 | |
| Gezahlte Zinsen | 2009 | - 295.454 | 0 | - 18.642 | - 314.096 |
| 2008 | - 461.140 | 0 | - 31.608 | - 492.748 | |
| Gezahlte Dividenden | 2009 | 0 | 0 | - 13.257 | - 13.257 |
| 2008 | 0 | 0 | - 13.405 | - 13.405 | |
| Ertragsteuerzahlungen | 2009 | - 5.985 | - 16.867 | 4.661 | - 18.192 |
| 2008 | - 11.954 | - 12.769 | 7.902 | - 16.820 |
Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.
Die Genehmigung des Abschlusses 2009 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 24. März 2010 vorgesehen.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Berichtsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %). Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Die Änderungen zu IAS 1, 23, 27, 32, 39, die Änderungen zu IFRS 1, 2, 7 sowie die neuen Standards und Interpretationen IFRS 8, IFRIC 13, 14, 15 sind in der Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung gekommen. Aus der erstmaligen Anwendung ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Oberbank-Konzern. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 17, IFRIC 18, Neufassungen der IFRS 1 und IFRS 3, Änderungen an IAS 27, 32, 39, an IFRS 4, 7 sowie an IFRIC 9), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Standards schon untersucht wurden, werden keine Änderungen in materieller Hinsicht erwartet. IAS 24, IFRIC 19, IFRS 9, Änderungen an IFRS 1, 2 sowie an IFRIC 14, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9, Financial Instruments, herausgegeben. Der neue Standard repräsentiert die erste von drei Phasen zur vollständigen Ablöse von IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. Der jetzt vorgelegte Standard ändert grundlegend die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei IFRS 9 sich zunächst ausschließlich auf finanzielle Vermögenswerte beschränkt.
Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Oberbank-Konzern werden nach Veröffentlichung der beiden restlichen Phasen (Wertberichtigung und Sicherungsbeziehung) abschließend untersucht. Eine verlässliche Aussage zum Einfluss auf die zukünftigen Jahresabschlüsse ist aus heutiger Sicht nicht möglich.
Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.
Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARAN-TIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.
Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.
Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.
Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.
Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft hat die Oberbank Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gemäß IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.
Die Finanzanlagen umfassen die Kategorien FV/PL (Fair Value/Profit or Loss), HtM (Held to Maturity), AfS (Available for Sale) sowie die Anteile an at-Equity-Unternehmen. Vermögenswerte, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden. Die Anteile an at-Equity-Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens angesetzt.
Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Im Ergebnis 2009 sind bei den finanziellen Vermögenswerten AfS Impairment-Abschreibungen in der Höhe von TA 7.530 enthalten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen von der Kategorie AfS in der Höhe von TA 17.669 in die Kategorie HtM statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist. Die Differenz zum Börsekurswert betrug TA 837.
Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
| Bankbetrieblich genützte Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 Jahre |
| Standard-Software | 4 Jahre |
Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.
In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.
Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.
Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf A 75.973.557,69. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf A 81.270.000,00 erhöhte. Mit Beschluss des Vorstandes vom 30. September 2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das Grundkapital auf A 86.349.375,00 erhöhte.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 der Oberbank AG eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 14.391.562,50), wobei A 308.251,90 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 50.805.776,38 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 22.838,85 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 10.479.845 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgebucht. Die Rücklagen aus assoziierten Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten der assoziierten Unternehmen dar.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.
Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft. Ebenso werden Ergebnisse aus Impairments von Finanzanlagen ab dem Geschäftsjahr 2009 in diesem Posten ausgewiesen.
Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.
Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 3) Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus | ||
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 416.622 | 609.640 |
| Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 2.213 | 3.576 |
| Sonstigen Beteiligungen | 1.402 | 2.108 |
| Verbundenen Unternehmen | 4.476 | 1.198 |
| Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen | 99.294 | 100.539 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 524.007 | 717.061 |
| Zinsaufwendungen für Einlagen | - 204.467 | - 414.441 |
| Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten | - 42.160 | - 45.966 |
| Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten | - 28.205 | - 31.584 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 274.832 | - 491.991 |
| Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | 13.216 | 75.593 |
| Zinsergebnis | 262.391 | 300.663 |
Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 514.203 (Vorjahr TA 696.126). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf TA 215.489 (Vorjahr TA 440.121).
| 4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | ||
|---|---|---|
| Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 103.916 | 90.397 |
| Direktabschreibungen | 13.708 | 3.463 |
| Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 24.893 | - 23.481 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 2.000 | - 2.601 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 90.731 | 67.778 |
In dieser Position sind im Geschäftsjahr 2009 Impairments in Höhe von A 7,5 Mio. enthalten. Im Vorjahr waren Impairments von A 10,5 Mio. im sonstigen betrieblichen Erfolg ausgewiesen.
| 5) Provisionsergebnis | ||
|---|---|---|
| Zahlungsverkehr | 31.494 | 31.722 |
| Wertpapiergeschäft | 28.647 | 34.417 |
| Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft | 8.704 | 14.533 |
| Kreditgeschäft | 17.624 | 14.714 |
| Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft | 2.106 | 2.437 |
| Provisionsergebnis | 88.575 | 97.823 |
| 6) Handelsergebnis | ||
| Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften | 7.752 | - 2.865 |
|---|---|---|
| Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft | 4.504 | 6.186 |
| Gewinne/Verluste aus Derivaten | - 991 | 4.373 |
| Handelsergebnis | 11.265 | 7.694 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 7) Verwaltungsaufwand | ||
| Personalaufwand | 119.815 | 114.943 |
| hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kasse | 309 | 274 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | 65.988 | 66.026 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 22.420 | 18.793 |
| Verwaltungsaufwand | 208.223 | 199.762 |
| 8) Sonstiger betrieblicher Erfolg | ||
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | 23.776 | - 24.773 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | 4.052 | - 434 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | 0 | 3.372 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | 930 | - 2.799 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 28.758 | - 24.634 |
Im sonstigen betrieblichen Erfolg waren im Vorjahr Impairments in Höhe von A 10,5 Mio. enthalten. Diese werden ab dem Geschäftsjahr 2009 in der Position Risikovorsorgen im Kreditgeschäft ausgewiesen.
| 9) Ertragsteuern | ||
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | 9.101 | 5.608 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) | 5.596 | 2.908 |
| Ertragsteuern | 14.697 | 8.516 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92.035 | 114.006 |
| Errechneter Steueraufwand 25 % | 23.009 | 28.502 |
| Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen | - 6.910 | - 8.678 |
| Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen | 610 | - 11.688 |
| Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre | 213 | 704 |
| Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen | - 2.301 | - 3.538 |
| Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand | 5.604 | 3.102 |
| Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge | - 4.886 | 0 |
| Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen | - 642 | 112 |
| Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 14.697 | 8.516 |
| Effektiver Steuersatz | 15,97 % | 7,47 % |
| 10) Ergebnis je Aktie in D | ||
| Aktienanzahl per 31.12. | 28.783.125 | 27.090.000 |
| Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien | 27.291.709 | 26.889.294 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens | ||
| zuzurechnender Jahresüberschuss nach Steuern | 77.293 | 105.034 |
| Ergebnis je Aktie in D | 2,83 | 3,91 |
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 11) Barreserve | ||
| Kassenbestand | 64.507 | 64.490 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 100.223 | 65.890 |
| Barreserve | 164.730 | 130.380 |
| 12) Forderungen an Kreditinstitute | ||
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 1.118.940 | 1.248.119 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 974.393 | 1.047.839 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.295.958 |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 143.275 | 95.735 |
| Bis 3 Monate | 1.458.143 | 1.702.409 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 385.250 | 324.806 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 86.590 | 153.008 |
| Über 5 Jahre | 20.075 | 20.000 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.295.958 |
| 13) Forderungen an Kunden | ||
| Forderungen an inländische Kunden | 6.246.692 | 6.175.396 |
| Forderungen an ausländische Kunden | 3.589.796 | 3.285.227 |
| Forderungen an Kunden | 9.836.488 | 9.460.623 |
| Forderungen an Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 1.216.577 | 511.267 |
| Bis 3 Monate | 1.264.845 | 1.406.453 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.089.698 | 1.231.991 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 3.426.867 | 2.413.053 |
| Über 5 Jahre | 2.838.501 | 3.897.859 |
| Forderungen an Kunden | 9.836.488 | 9.460.623 |
| Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte |
||
| Bis 3 Monate | 63.148 | 65.697 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 181.481 | 206.341 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 481.649 | 627.015 |
| Über 5 Jahre | 296.951 | 276.995 |
| Summe | 1.023.229 | 1.176.048 |
| Nicht realisierte Finanzerträge | ||
| Bis 3 Monate | 8.730 | 12.099 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 18.185 | 32.208 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 48.211 | 93.564 |
| Über 5 Jahre | 25.754 | 75.850 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Nettoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 54.418 | 53.598 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 163.296 | 174.133 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 433.438 | 533.451 |
| Über 5 Jahre | 271.197 | 201.145 |
| Summe | 922.349 | 962.327 |
| Kumulierte Wertberichtigungen | 6.008 | 2.775 |
Siehe Seite 119.
| 15) Handelsaktiva | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
||
| Börsenotiert | 18.419 | 18.932 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 2.541 | 3.977 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 0 | 407 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 29.391 | 10.214 |
| Sonstige Geschäfte | 0 | 0 |
| Handelsaktiva | 50.351 | 33.530 |
| 2.655.411 | 2.128.390 |
|---|---|
| 39.390 | 38.894 |
| 49.780 | 39.225 |
| 149.943 | 136.769 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Beteiligungen/Anteile | ||
| An verbundenen Unternehmen | 218.441 | 204.715 |
| An at Equity bewerteten Unternehmen | ||
| – Kreditinstituten | 183.029 | 152.983 |
| – Nicht-Kreditinstituten | 227.744 | 248.059 |
| An sonstigen Beteiligungen | ||
| – Kreditinstituten | 10.809 | 27.055 |
| – Nicht-Kreditinstituten | 46.522 | 27.798 |
| Finanzanlagen | 3.581.069 | 3.003.888 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | 291.535 | 346.358 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | 807.007 | 941.419 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | 2.071.754 | 1.315.068 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | 410.773 | 401.043 |
| Finanzanlagen | 3.581.069 | 3.003.888 |
| 17) Immaterielle Anlagevermögenswerte | ||
| Nutzungs- und Mietrechte | 1.833 | 2.160 |
| Individual-Software | 6.485 | 3.044 |
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 151 | 229 |
| Kundenstock | 840 | 2.800 |
| Immaterielle Anlagevermögenswerte | 9.309 | 8.233 |
| 18) Sachanlagen | ||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 81.368 | 82.076 |
| Grundstücke und Gebäude | 71.705 | 74.804 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 53.454 | 44.690 |
| Sonstige Sachanlagen | 15.398 | 14.563 |
| Sachanlagen | 221.925 | 216.133 |
Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 81.368 (Vorjahr TA 82.076); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 83.663 (Vorjahr TA 83.442). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr TA 3.427, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen TA 1.617.
| Bis 3 Monate | 2.618 | 1.495 |
|---|---|---|
| 3 Monate bis 1 Jahr | 8.127 | 4.358 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 29.842 | 15.022 |
| Über 5 Jahre | 71.304 | 14.715 |
| Summe | 111.891 | 35.590 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 19) Sonstige Aktiva | ||
| Latente Steueransprüche | 25.695 | 38.344 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 295.864 | 341.981 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.658 | 1.436 |
| Sonstige Aktiva | 323.217 | 381.761 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 25.695 | 38.344 |
| Latente Steueransprüche | 25.695 | 38.344 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | ||
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 16.922 | 17.006 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | - 4.258 | - 830 |
| hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten | - 4.277 | - 857 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - 9.793 | - 2.916 |
| Beteiligungen | 1.221 | 638 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | - 318 | - 287 |
| Sonstige Aktiva | - 13.203 | - 26.146 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 3.156 | 3.539 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.606 | - 5.380 |
| Sonstige Passiva | 14.304 | 30.471 |
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen | 24.065 | 24.601 |
| Sonstige Rückstellungen | - 11.436 | - 6.576 |
| Nachrangkapital | 414 | 202 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 3.015 | 4.022 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 25.695 | 38.344 |
| 20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Inländischen Kreditinstituten | 1.261.892 | 1.897.031 |
| Ausländischen Kreditinstituten | 2.204.631 | 1.810.826 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.707.857 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 521.103 | 544.267 |
| Bis 3 Monate | 1.846.300 | 2.441.807 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 771.917 | 399.757 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 190.180 | 209.075 |
| Über 5 Jahre | 137.023 | 112.951 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.707.857 |
.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||
| Spareinlagen | 3.399.174 | 3.301.878 |
| Sonstige | 5.476.988 | 4.817.358 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 8.876.162 | 8.119.236 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 3.558.524 | 2.472.249 |
| Bis 3 Monate | 2.319.072 | 2.472.086 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.720.403 | 2.822.060 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.048.589 | 213.719 |
| Über 5 Jahre | 229.574 | 139.122 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 8.876.162 | 8.119.236 |
| 22) Verbriefte Verbindlichkeiten | ||
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.066.395 | 907.752 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 241.739 | 310.580 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.218.332 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen | ||
| Bis 3 Monate | 84.831 | 89.658 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 142.987 | 65.263 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 948.652 | 740.453 |
| Über 5 Jahre | 131.664 | 322.958 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.218.332 |
| 23) Rückstellungen | ||
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellung | 208.143 | 208.540 |
| Sonstige Rückstellungen | 154.847 | 125.447 |
| Rückstellungen | 362.990 | 333.987 |
| Jubiläumsgeldrückstellung | 8.086 | 8.981 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 119.894 | 95.093 |
| Sonstige Rückstellungen | 26.867 | 21.373 |
| Sonstige Rückstellungen | 154.847 | 125.447 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen |
||
| Rückstellung zum 1.1. | 208.540 | 213.387 |
| Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung | - 196 | 1.208 |
| Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung | - 201 | - 6.055 |
| Rückstellung zum 31.12. | 208.143 | 208.540 |
| Rückstellung zum 1.1. | 217.521 | 222.057 |
|---|---|---|
| + Dienstzeitaufwand | 3.922 | 3.885 |
| + Zinsaufwand | 8.109 | 8.017 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr | - 10.557 | - 9.950 |
| -/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | - 2.766 | 591 |
| +/- Übrige Veränderungen | 0 | - 7.079 |
| Rückstellung zum 31.12. | 216.229 | 217.521 |
Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Die übrigen Veränderungen des Vorjahres in Höhe von TA - 7.079 betrafen die Auflösung der Rückstellung aus der Erhöhung der Sterbetafeln. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2010 der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund A 1 Mio. gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2005 TA 192.196, für 2006 TA 210.820 bzw. für das Geschäftsjahr 2007 TA 222.057.
| Jubiläumsgeld- rückstellung |
Rückst. für das Kreditgeschäft |
Sonstige Rückstellungen |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 8.981 | 95.093 | 21.373 |
| Zuweisung | 247 | 28.652 | 11.879 |
| Verbrauch/Währungsdifferenz | 9 | 781 | 4.384 |
| Auflösung | 1.133 | 3.070 | 2.001 |
| Stand zum 31.12. | 8.086 | 119.894 | 26.867 |
| 24) Sonstige Passiva | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 28.691 | 10.325 |
| Steuerschulden | 5.066 | 6.118 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 166.997 | 290.665 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 49.193 | 54.258 |
| Sonstige Passiva | 249.947 | 361.366 |
| in A 1.000 2009 2008 25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) Währungsbezogene Geschäfte 6 51 Zinsbezogene Geschäfte 28.683 10.257 Sonstige Geschäfte 2 17 Handelspassiva 28.691 10.325 26) Nachrangkapital Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 6.598 10.799 Ergänzungskapital 646.139 608.826 Hybridkapital 79.373 59.466 Nachrangkapital 732.110 679.091 Nachrangkapital nach Fristen Bis 3 Monate 57.198 12.848 Über 3 Monate bis 1 Jahr 0 33.653 Über 1 Jahr bis 5 Jahre 216.042 234.435 Über 5 Jahre 458.870 398.155 Nachrangkapital 732.110 679.091 |
|---|
| 27) Eigenkapital |
| Gezeichnetes Kapital 86.229 81.107 |
| Kapitalrücklagen 194.481 140.752 |
| Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 726.519 642.760 |
| Unversteuerte Rücklagen 25.126 26.321 |
| Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872 |
| Minderheitenanteil 1.348 1.307 |
| Eigenkapital 1.035.575 894.119 |
| Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) |
| In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 27.079.587 26.989.788 |
| Ausgabe neuer Aktien 1.693.125 90.000 |
| Kauf eigener Aktien - 1.834.761 - 1.087.464 |
| Verkauf eigener Aktien 1.836.124 1.087.263 |
| In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 28.774.075 27.079.587 |
| Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 9.050 10.413 |
Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,4 Mio. (Vorjahr A 0,5 Mio.).
in A 1.000
| Immaterielle Anlagever- mögenswerte |
Sachanlagen | Hievon als Finanz investitionen ge haltene Immobilien |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 | 28.329 | 382.769 | 83.523 |
| Währungsdifferenzen | 163 | - 3 | 0 |
| Zugänge | 4.982 | 31.813 | 6.714 |
| Abgänge | 11.634 | 12.584 | 5.570 |
| Kumulierte Abschreibungen | 12.531 | 180.070 | 3.299 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 9.309 | 221.925 | 81.368 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 8.233 | 216.133 | 82.076 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 3.899 | 18.521 | 1.884 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Beteiligungen | |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 | 210.540 | 462.041 |
| Zugänge | 15.991 | 2.816 |
| Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 9.731 |
| Abgänge | 159 | 963 |
| Kumulierte Abschreibungen | 7.931 | 5.521 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 218.441 | 468.104 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 204.715 | 455.895 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 2.183 | 260 |
Durch den Abgang von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 159. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 159 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 0.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 164.730 | 164.730 | |||||
| 164.730 | 164.730 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.093.333 | |||||
| 2.094.199 | 2.094.199 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 40.033 | 74.340 | 45.800 | 9.676.315 | 9.836.488 | ||
| 40.033 | 74.340 | 45.800 | 9.726.623 | 9.886.796 | |||
| Risikovorsorgen | - 248.981 | - 248.981 | |||||
| - 248.981 | - 248.981 | ||||||
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||||
| 50.351 | 50.351 | ||||||
| Finanzanlagen | 2.071.754 | 291.535 | 807.007 | 410.773 | 3.581.069 | ||
| 2.102.460 | 291.535 | 807.007 | 504.302 | 3.705.304 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9.309 | 9.309 | |||||
| 9.309 | 9.309 | ||||||
| Sachanlagen | 221.925 | 221.925 | |||||
| 247.665 | 247.665 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 323.217 | 323.217 | |||||
| 323.217 | 323.217 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 2.111.787 | 365.875 | 50.351 | 852.807 | 11.520.667 | 1.129.954 | 16.031.441 |
| 2.142.493 | 365.875 | 50.351 | 852.807 | 11.571.841 | 1.249.223 | 16.232.590 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 125.468 | 3.341.055 | 3.466.523 | ||||
| 125.468 | 3.338.317 | 3.463.785 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.101.816 | 7.774.346 | 8.876.162 | ||||
| 1.101.816 | 7.785.318 | 8.887.134 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 930.402 | 377.732 | 1.308.134 | ||||
| 930.402 | 377.161 | 1.307.563 | |||||
| Rückstellungen | 362.990 | 362.990 | |||||
| 362.990 | 362.990 | ||||||
| Sonstige Passiva | 28.691 | 221.256 | 249.947 | ||||
| 28.691 | 221.256 | 249.947 | |||||
| Nachrangkapital | 307.750 | 424.360 | 732.110 | ||||
| 307.750 | 424.262 | 732.012 | |||||
| Kapital | 1.035.575 | 1.035.575 | |||||
| 1.035.575 | 1.035.575 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 11.917.493 | 1.619.821 | 16.031.441 |
| 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 11.925.058 | 1.619.821 | 16.039.006 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 130.380 | 130.380 | |||||
| 130.380 | 130.380 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.295.958 | |||||
| 2.300.245 | 2.300.245 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 72.851 | 25.227 | 9.362.545 | 9.460.623 | |||
| 72.851 | 25.227 | 9.413.739 | 9.511.817 | ||||
| Risikovorsorgen | - 216.518 | - 216.518 | |||||
| - 216.518 | - 216.518 | ||||||
| Handelsaktiva | 33.530 | 33.530 | |||||
| 33.530 | 33.530 | ||||||
| Finanzanlagen | 1.315.068 | 346.358 | 941.419 | 401.043 | 3.003.888 | ||
| 1.261.582 | 346.358 | 941.419 | 360.246 | 2.909.605 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.233 | 8.233 | |||||
| 8.233 | 8.233 | ||||||
| Sachanlagen | 216.133 | 216.133 | |||||
| 237.327 | 237.327 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 381.761 | 381.761 | |||||
| 381.761 | 381.761 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 1.315.068 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.441.985 | 1.137.550 | 15.313.988 |
| 1.261.582 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.497.466 | 1.117.947 | 15.296.380 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.678 | 3.581.179 | 3.707.857 | ||||
| 126.678 | 3.583.268 | 3.709.946 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 144.752 | 7.974.484 | 8.119.236 | ||||
| 144.752 | 8.011.492 | 8.156.244 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 775.320 | 443.012 | 1.218.332 | ||||
| 775.320 | 429.108 | 1.204.428 | |||||
| Rückstellungen | 333.987 | 333.987 | |||||
| 333.987 | 333.987 | ||||||
| Sonstige Passiva | 10.325 | 351.041 | 361.366 | ||||
| 10.325 | 351.041 | 361.366 | |||||
| Nachrangkapital | 177.458 | 501.633 | 679.091 | ||||
| 177.458 | 498.407 | 675.865 | |||||
| Kapital | 894.119 | 894.119 | |||||
| 894.119 | 894.119 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.500.308 | 1.579.147 | 15.313.988 |
| 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.522.275 | 1.579.147 | 15.335.955 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Liabilities Fair Value |
Fair Value | Fair Value | |
| Aktiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 261.468 | 4.452 | 536.944 | 0 | 0 | 802.864 |
| Level 2 | 0 | 104.407 | 45.899 | 60.412 | 0 | 79.726 | 290.444 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Aktiva | 0 | 365.875 | 50.351 | 597.356 | 0 | 79.726 | 1.093.308 |
| Passiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 1.223.414 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.223.414 |
| Level 2 | 0 | 1.242.022 | 28.691 | 0 | 0 | 47.275 | 1.317.988 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Passiva | 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 0 | 47.275 | 2.541.402 |
Unter Fair Value versteht man den Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht bzw. Verbindlichkeiten erfüllt werden. Der beste Indikator für den Fair Value ist der Marktpreis in einem aktiven Markt. Sofern Marktpreise in einem aktiven Markt verfügbar sind, werden diese zur Bewertung herangezogen (Level1). Sind keine Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair-Value-Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise durchgeführt wird (Level 2). Lässt sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).
Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 82.496 (Vorjahr TA 50.726) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 68.788 (Vorjahr TA 47.263) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 13.708 (Vorjahr TA 3.463) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 4.919 (Vorjahr TA 6.195). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 62 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt TA 1.273, während bei den Forderungen keine nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung eintrat.
Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TA 1.745,2 (Vorjahr TA 2.317,0). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TA 1.338,1 (Vorjahr TA 1.480,7). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TA 469,2 (Vorjahr TA 592,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden TA 1.295,3 (Vorjahr TA 1.306,5) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TA 1.161,3 (Vorjahr TA 1.108,6). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TA 135,0 (Vorjahr TA 147,0). Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahe stehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.
| Geschäftsvorfälle | Assoziierte Unternehmen | Tochterunternehmen |
|---|---|---|
| Finanzierungen | 196.418 | 11.122 |
| Bürgschaften/Sicherheiten | 696 | 0 |
| Ausstehende Salden | ||
| Forderungen | 77.752 | 89.039 |
| Forderungen Vorjahr | 225.099 | 91.518 |
| Verbindlichkeiten | 84.125 | 64.262 |
| Verbindlichkeiten Vorjahr | 57.494 | 67.221 |
| Bürgschaften/Garantien | 24.265 | 1.219 |
| Bürgschaften/Garantien Vorjahr | 22.079 | 2.013 |
| Ertragsposten | ||
| Zinsen | 1.800 | 2.891 |
| Provisionen | 400 | 14 |
| Aufwendungen | ||
| Zinsen | 2.174 | 155 |
| Provisionen | 4 | 0 |
Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die Mitarbeiter abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 50.000 Stück.
Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.
Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem so genannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformation auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.
In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:
Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2009 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.
| Financial | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Privat | Firmen | Markets | Sonstige | Summe | |
| Zinsergebnis | 57.031 | 162.430 | 42.930 | 262.391 | |
| hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen | 13.216 | 13.216 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 10.072 | - 51.239 | - 29.420 | - 90.731 | |
| Provisionsergebnis | 40.890 | 47.685 | 88.575 | ||
| Handelsergebnis | 440 | 10.825 | 11.265 | ||
| Verwaltungsaufwand | - 83.861 | - 95.453 | - 4.910 | - 23.999 | - 208.223 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 269 | 6.078 | 22.630 | - 219 | 28.758 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4.257 | 69.941 | 42.055 | - 24.218 | 92.035 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.130.799 | 7.653.330 | 4.125.596 | 12.909.726 | |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 81.782 | 553.503 | 298.371 | 933.656 | |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 5,2 % | 12,6 % | 14,1 % | 9,9 % | |
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 85,4 % | 44,1 % | 6,4 % | 53,3 % | |
| Barreserve | 164.730 | 164.730 | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.093.333 | |||
| Forderungen an Kunden | 1.903.413 | 7.933.075 | 9.836.488 | ||
| Risikovorsorgen | - 53.778 | - 188.703 | - 6.500 | - 248.981 | |
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 3.581.069 | 554.451 | 4.135.520 | ||
| Segmentvermögen | 1.849.635 | 7.744.372 | 5.882.983 | 554.451 | 16.031.441 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.466.523 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.654.384 | 4.221.778 | 8.876.162 | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.308.134 | |||
| Handelspassiva | 28.691 | 28.691 | |||
| Eigen- und Nachrangkapital | 154.836 | 1.047.945 | 564.904 | 1.767.685 | |
| Sonstige Schulden | 584.246 | 584.246 | |||
| Segmentschulden | 4.809.220 | 5.269.723 | 5.368.252 | 584.246 | 16.031.441 |
| Abschreibungen | 5.970 | 11.977 | 387 | 4.086 | 22.420 |
Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.
| 32) Non performing loans | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 12.129 | 8.298 |
| Forderungen an Kunden | 228.461 | 255.312 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 4.022 | 3.006 |
| Siehe auch Seite 120. |
| 33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 19.942 | 20.804 | ||||
| Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen | 130.135 | 129.865 | ||||
| Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte | 25.229 | 22.465 | ||||
| Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie | 76.153 | 84.302 | ||||
| Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB | 250.000 | 579.338 | ||||
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 501.459 | 836.774 |
Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.
| 34) Nachrangige Vermögensgegenstände | ||
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 22.000 | 0 |
| Forderungen an Kunden | 39.751 | 13.097 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 43.979 | 0 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 27.321 | 23.125 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 133.051 | 36.222 |
| 35) Fremdwährungsvolumina | ||
| Aktiva | 1.919.650 | 1.880.785 |
| Passiva | 2.166.473 | 1.873.614 |
| 36) Treuhandvermögen | ||
| Treuhandkredite | 267.012 | 269.836 |
| Treuhandbeteiligungen | 96 | 96 |
| Treuhandvermögen | 267.108 | 269.932 |
| 37) Echte Pensionsgeschäfte | ||
| Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen | 1.514 | 714 |
| 38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | ||
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) | 1.347.897 | 1.487.028 |
| Eventualverbindlichkeiten | 1.347.897 | 1.487.028 |
| Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften | 40.493 | 74.882 |
| Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 1.462.965 | 616.162 |
| Kreditrisiken | 1.503.458 | 691.044 |
| 39. Unternehmen des Konsolidierungskreises | |||
|---|---|---|---|
OBERBANK AG, Linz
| Vollkonsolidierte Unternehmen | Anteil in % |
|---|---|
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis | 100,00 |
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz | 95,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 75,00 |
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag | 95,00 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 99,80 |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 94,00 |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| POWER TOWER GmbH, Linz | 99,00 |
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien | 100,00 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | 50,00 |
| At Equity bewertete assoziierte Unternehmen | |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | 13,22 |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | 18,52 |
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | 40,00 |
| voestalpine AG, Linz | 7,48 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
| A. VERB UNDENE UNTERNE HMEN |
Anteil in % |
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg | 58,72 |
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien | 74,00 |
| "LA" Gebäudevermietung und Bau – Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz | 100,00 |
| OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m. b. H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz | 100,00 |
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz | 100,00 |
| ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis ˇ |
100,00 |
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz | 100,00 |
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Wohnwert GmbH, Salzburg | 100,00 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| B. ASSOZIIERTE UNTERNE HMEN |
Anteil in % |
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz | 20,57 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz | 50,00 |
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien | 33,33 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien | 24,85 |
| CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien | 25,00 |
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien | 20,25 |
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien | 26,28 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien | 25,00 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S. A. SICAR, Luxemburg | 33,30 |
| Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein | 32,62 |
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung, | |
| gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz | 37,33 |
| Kontext Druckerei GmbH, Linz | 25,20 |
| Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien | 24,90 |
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz | |
| (vormals Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura) | 50,00 |
| MY Fünf Handels GmbH, Wien | 50,00 |
| Pipe and Pile International S.A., Luxemburg | 20,00 |
| SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun | 48,00 |
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau | 26,76 |
Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 504.302. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 26.307.025 | 28.952.595 |
| Schulden | 21.199.680 | 23.741.392 |
| Erlöse | 9.643.717 | 12.633.008 |
| Periodengewinne/-verluste | 159.084 | 943.209 |
Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.
Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.
Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 377.102 | 282.869 |
| Schulden | 211.448 | 137.251 |
| Erlöse | 246.336 | 69.742 |
| Periodengewinne/-verluste | - 4.130 | 3.667 |
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.
Der Vorstand und alle Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.
Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 26 Bankwesengesetz und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der Oberbank (www.oberbank.at) dargestellt und begründet.
Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG.
Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird vom Controlling gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.
Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.
Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiter.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen. Das IKS umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt.
Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme.
Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements, weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.
Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.
Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat (SEK) ist für das operative Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubsituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Risikolimits selbständig gestionieren. Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee ist für die Marktrisiken im Bankbuch zuständig.
Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.
Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionaler Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Die Risikomanagement-Zuständigkeit für alle Tochtergesellschaften als auch für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen. Auch die Marktrisiken werden in der Oberbank AG für die in- und ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.
Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, werden in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung abgedeckt. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko, Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken.
Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind. So werden für das Liquiditätsrisiko keine Eigenmittel gehalten, da diese nur mittelbar geeignet sind, Liquiditätsrisiko zu begrenzen. Die Risikobegrenzung erfolgt durch die intern festgelegten Prozesse zur Steuerung des Liquiditätsrisikos einschließlich Notfallpläne. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits wie zum Beispiel das Limit für das Fremdwährungskreditportfolio.
Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputationsrisiken sowie strategische und sonstige Risiken) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.
| Anteil der zugeordneten Risikolimits an den gesamten Risikodeckungsmassen | ||
|---|---|---|
| Risikopuffer1 | 10,0 % | 1 |
| Kreditrisiko2 | 62,0 % | 2 |
| Beteiligungsrisiko3 | 12,0 % | 6 5 |
| Marktrisiko Bankbuch4 | 10,6 % | |
| Marktrisiko Handelsbuch5 | 1,4 % | 4 |
| Operationelles Risiko6 | 4,0 % | 3 |
Die Limitausnutzung per 31.12.2009 beträgt 65,3 %. Das Kreditrisiko wird zu 68,1 %, das Beteiligungsrisiko zu 53,8 %, das Marktrisiko im Bankbuch zu 66,7 %, das Marktrisiko im Handelsbuch zu 12,5 % und das operationelle Risiko zu 69,6 % der jeweils vergebenen Limits ausgenutzt.
Die jeweiligen Mindesteigenmittelerfordernisse gemäß § 22 BWG wurden im gesamten Berichtsjahr deutlich überschritten.
| Anteil der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel an den gesamten Eigenmitteln | ||
|---|---|---|
| Operationelles Risiko1 | 3,6 % | |
| Freie Eigenmittel2 | 44,3 % | 2 1 |
| Kreditrisiko3 | 51,9 % | 4 |
| Handelsbuch4 | 0,2 % | 3 |
Insgesamt verfügt die Oberbank über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Es werden nur 55,7 % der Eigenmittel verbraucht.
Das Adressenausfallsrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfalls-, Länder- sowie Counterpartyrisiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist.
Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen zusammen.
| in Mio. A | Forderungswert per 31.12.2009 |
Forderungswert per 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 11.764 | 11.735 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.736 | 2.235 |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 3.117 | 2.942 |
| Gesamtbetrag der Forderungen | 17.617 | 16.912 |
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip (d.h. Sitz der Kreditkunden in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen) unter Bedachtnahme auf das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmassen zugeordnete Limit. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben.
Die operativen Risikoziele werden im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit einem Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens beschränkt. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.
Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe, vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der Prozess der Kreditgewährung umfasst alle bis zur Bereitstellung des Kredits, zur Vertragserfüllung oder Einrichtung einer Linie erforderlichen Arbeitsabläufe. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt. Für die einzelnen Kreditverträge werden rechtlich geprüfte Standardtexte von der Abteilung Kredit-Management erstellt, die laufend aktualisiert werden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit Kredit-Management unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die zentrale Abteilung Kredit-Management steht zur Unterstützung für rechtliche Fragen in Einzelfällen zur Verfügung.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben.
Die Freigabe der Ratings wird im Rahmen der gültigen Kompetenzrichtlinie ausgeübt. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet. Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren, die über automatisierte Prozesse unterstützt wird, und der Konditionengestaltung besteht ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik). Dieser Zusammenhang wird in den internen Richtlinien dargestellt.
Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich (Scoringverfahren). Alle Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallswahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt.
Die Slottingverfahren bei Spezialfinanzierungen haben hier eine Sonderstellung, da sie eine Einordnung in die aufsichtsrechtlich vorgesehenen Bonitätsfächer vornehmen. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt auf Basis externer Ratings und/oder Bilanzanalysen kombiniert mit qualitativen Kriterien.
Bedingt durch die Einführung von mit statistischen Methoden weiterentwickelten Ratingverfahren per 1. Jänner 2009 entstanden zwei neue Ratingklassen, um sowohl das Risiko als auch das Risk-Pricing feiner steuern zu können. Die Auswirkung dieser feineren Differenzierung wird im Jahresvergleich speziell im Übergang von guter zu sehr guter Bonität sichtbar.
In der Bonitätsstufe "sehr gut" befinden sich die Ratingklassen AA, 1a und 1b, in der Stufe "gut" die Ratingklassen 2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe "mangelhaft" die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe "non performing" befinden sich jene Forderungen, für die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft. Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene Forderungen, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Forderungen in den Ratingklassen 5b und 5c werden bereits betrieben. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 156,8 Mio. (Vorjahr A 148,6 Mio.) an nicht wertgeminderten Forderungen.
Die quantitative operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes geplant und es wird monatlich je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich erhoben und in der Ergebnisvorschau aktualisiert. Als qualitative Kriterien werden im Zuge der Planung Kennzahlen vereinbart, mit deren Hilfe die Qualität und Aktualität der Entscheidungsparameter verbessert werden soll, so zum Beispiel die Aktualität der Ratings oder Managementgespräche mit wichtigen Kunden.
Als Folge der Geschäftsstrategie der Oberbank als Regionalbank war es daher im vergangenen Jahr im Zuge der Auswirkungen der Finanzkrise möglich, die aktuelle Geschäftssituation der Kunden sehr schnell in die Bonitätsbeurteilung einfließen zu lassen.
Die Oberbank ist eine regional tätige Universalbank mit den Geschäftsfeldern Privatkunden und Firmenkunden. Aufgrund dieses Geschäftsmodells sind übermäßige Risikokonzentrationen nicht vorhanden. Die Identifikation erfolgt über das tourliche Monitoring . Großkreditrisiken sind in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2009 über einen Deckungsfonds von A 196,1 Mio. für die 3 Banken Gruppe verfügt (gegenüber A 163 Mio. im Vorjahr).
Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten, Forderungen und festverzinslichen Wertpapieren beträgt 13,8 %. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an den Bund (3,7 %), an europäische Banken (8,1 %) sowie an Industrie- und Handelsunternehmen (2 %). Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.
| in Mio. A Geographische Verteilung |
Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Kreditrisiken aus Derivaten und Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 7.528 | 932 | 2.301 | 10.760 |
| Westeuropa | 2.943 | 1.583 | 515 | 5.041 |
| Osteuropa | 1.197 | 44 | 262 | 1.503 |
| Nordamerika | 28 | 78 | 3 | 110 |
| Andere Länder | 68 | 99 | 37 | 203 |
| Gesamt | 11.764 | 2.736 | 3.117 | 17.617 |
| in Mio. A | Kreditrisiken aus Derivaten und |
|||
|---|---|---|---|---|
| Hauptbranchen/Kontrahenten | Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
| Kreditinstitute | 2.048 | 1.946 | 102 | 4.096 |
| Zentralstaaten-Banken | 375 | 394 | 81 | 850 |
| Öffentlicher Sektor | 254 | 63 | 18 | 334 |
| Retail | 2.986 | 0 | 502 | 3.488 |
| Unternehmen | 6.086 | 266 | 2.410 | 8.762 |
| Industrie | 2.034 | 18 | 951 | 3.003 |
| Handel und Fremdenverkehr | 1.038 | 5 | 301 | 1.343 |
| Gewerbe | 969 | 0 | 466 | 1.436 |
| Versicherung und Leasing | 108 | 86 | 34 | 228 |
| Verkehr | 258 | 0 | 40 | 298 |
| Öffentliche | 70 | 60 | 0 | 130 |
| Selbständige | 42 | 0 | 11 | 53 |
| Sonstige | 1.566 | 97 | 607 | 2.270 |
| Sonstige | 15 | 67 | 5 | 87 |
| Gesamt | 11.764 | 2.736 | 3.117 | 17.617 |
Die Sicherheitenverwaltung ist im gesamten Oberbank-Bereich grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten erfolgt in der für die zentrale Kreditabwicklung zuständigen Abteilung (Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion). In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management/Servicegruppe liegt die Verantwortung für die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und -dokumenten, die generell Anwendung finden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten. Der für eine Kreditsicherheit ermittelte Verkehrswert wird einem laufenden Monitoring unterzogen; das Intervall ist für die einzelnen Sicherheitenkategorien unterschiedlich und in den jeweiligen Arbeitsanweisungen festgehalten. Zusätzlich löst jeder durch äußere Umstände verursachte erhebliche Wertverlust unmittelbar eine Neubewertung der Kreditsicherheit aus. Die Definition des erheblichen Wertverlustes ist für jede einzelne Sicherheitenkategorie in den betreffenden Arbeitsanweisungen definiert. Bei negativer Veränderung des Ratings von bestehenden Kreditengagements, spätestens ab Rating 4b werden die Kreditsicherheiten sowohl formell als auch materiell überprüft, wobei die formelle Prüfung bei Krediten in Zentralkompetenz durch die Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe, in allen anderen Fällen durch den dezentralen Kreditrisikomanager erfolgt. Wird ein Kreditengagement in die Problemkreditbearbeitung übernommen, so erfolgt im Rahmen der Prüfung des Gesamtengagements ebenfalls eine eingehende Überprüfung der Kreditsicherheiten in formeller und materiell rechtlicher Hinsicht.
Die wesentlichen Sicherheiten sind finanzielle Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien), Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien sowie Garantien.
Die Bewertung der Sicherheiten berücksichtigt die Anforderungen von Basel II (wie zum Beispiel rechtliche Durchsetzbarkeit, regelmäßige Neubewertung der Sicherheit, keine wesentliche Korrelation zwischen Sicherheitengeber und Kreditnehmer) an die Kreditrisikominderung.
| Summe | 1.003.308 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Sicherheiten | ||
| hievon Bareinlagen | 183.250 | 18 % |
| hievon festverzinsliche Wertpapiere | 40.927 | 4 % |
| hievon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 104.718 | 10 % |
| Immobiliensicherheiten | ||
| hievon Wohnimmobilien | 460.830 | 46 % |
| hievon Gewerbeimmobilen (nicht betrieblich genutzt) | 213.583 | 21 % |
Der größte Garantiegeber ist die Republik Österreich mit einem Anteil von 60,4 % der gesamten als Kreditrisikominderung angerechneten Garantien.
| Rating | ||||
|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | Internes Rating |
Standard & Poors |
Betrag | in % |
| Gesamtsumme angerechneter Garantien | 1.562.267 | |||
| hievon Österreich | AA | 943.467 | 60,4 % | |
| hievon Niederlande | AA | 76.341 | 4,9 % | |
| hievon Deutschland | AA | 76.157 | 4,9 % | |
| hievon Land Niederösterreich | 1a | 70.000 | 4,5 % | |
| hievon Irland | AA | 48.945 | 3,1 % | |
| ˇ hievon Ceská Sporitelna A.S. ˇ |
A1 | 30.750 | 2,0 % |
Die Oberbank ist als Universalbank geführt und durch den Differenzierungseffekt über alle Geschäftsfelder hinweg ist die Markt- bzw. Kreditrisikokonzentration bei den angerechneten Sicherheiten gering.
Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die Konjunktur führten auch in der Oberbank zu einer stärkeren Ausweitung der Risikovorsorge. Das Risikoergebnis aus dem Kreditgeschäft verzeichnete gegenüber dem Jahr 2008 einen Anstieg um A 22,9 Mio. auf A 90,7 Mio. Die bereits in den vergangenen Jahren vorsichtige Risikopolitik führte zu Auflösungen von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in Höhe von ca. A 24,9 Mio.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 101.303 | 87.333 |
| Auflösung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 24.893 | - 23.481 |
| Direktabschreibungen von Forderungen | 13.708 | 3.463 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 2.000 | - 2.601 |
| Überleitung aus der Quotenkonsolidierung | 2.613 | 3.064 |
| Gesamt | 90.731 | 67.778 |
| Stand Wechselkurs- | Stand | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | 1.1.2009 | änderung Zuführungen | Verbrauch Auflösungen | 31.12.2009 | ||
| Bonitätsrisiken | 144.608 | 21 | 68.788 | - 18.386 | - 21.275 | 173.756 |
| Länderrisiken | 4.590 | 2.000 | - 36 | 6.554 | ||
| Pauschale Einzelvorsorgen | 5.127 | 1.863 | 6.990 | |||
| Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 | 62.189 | - 512 | 61.677 | |||
| Zinswertberichtigungen | 4 | 4 | ||||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 1) | 216.518 | 21 | 72.651 | - 18.386 | - 21.823 | 248.981 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 95.093 | 28.652 | - 781 | - 3.070 | 119.894 | |
| Gesamtsumme Risikovorsorgen | 311.611 | 21 | 101.303 | - 19.167 | - 24.893 | 368.875 |
1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.
In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 6.152 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist.
Das maximale Ausfallsrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten und beläuft sich auf A 17.617 Mio. (Vorjahr A 16.912 Mio.).
Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden in das maximale Ausfallsrisiko auch die Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einbezogen. Die Vergleichsziffern des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in Höhe von A 5.212,8 Mio. (Vorjahr A 4.971 Mio.), davon für wertberichtigte und überfällige Forderungen A 267,8 Mio. (Vorjahr A 230,6 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 17.049 (Vorjahr TA 18.875) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Sämtliche erfolgswirksame Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.
Als notleidend (non performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich. Dies ist in der Oberbank durch folgende Kriterien festgelegt:
Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend (non performing) erfasst und dargestellt.
| in A 1.000 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 12.129 | 8.298 |
| Forderungen an Kunden | 228.461 | 255.312 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 4.022 | 3.006 |
| Summe | 244.612 | 266.616 |
1) Non performing loans netto im Verhältnis zu den Forderungen und Schuldtiteln der Finanzanlagen.
2) Gesamte Risikovorsorgen (Risikovorsorgen und Rückstellungen für das Kreditrisiko) im Verhältnis zu den ausfallgefährdeten Forderungen.
| in A 1.000 | Zentral- staaten |
Kredit- institute |
Retail | Unter nehmen |
Sonstige*) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausfallsgefährdete Forderungen | 18.629 | 107.062 | 343.042 | 1.008 | 469.741 | |
| Einzelwertberichtigungen | 41.231 | 132.391 | 138 | 173.760 | ||
| Pauschalwertberichtigungen | 6.500 | 15.462 | 53.259 | 75.221 | ||
| Rückstellungen | 10.083 | 109.811 | 119.894 | |||
| Sicherheiten für ausfallsge | ||||||
| fährdete Forderungen | 45.482 | 187.952 | 508 | 233.942 |
*) Private Organisationen ohne Erwerbscharakter sowie Finanzintermediäre.
Als Beteiligungsrisiko werden die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen, Veräußerungsverlusten sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften als traditionelle Anteilswerte; weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit das Eingehen von Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen erfolgt, werden bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich der Ertragskraft, des strategischen Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst.
Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Das Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines analytischen Value-at-Risk-Modells (Varianz-Kovarianz-Modell). Die Volatilitäten und Korrelationen werden von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Risikoreporting an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Neben der Kennzahl Value at Risk werden zusätzlich risikobegrenzende Limits wie Stop-Loss-Limits und Volumenlimits eingesetzt.
Die Backtesting-Ergebnisse weisen im abgelaufenen Kalenderjahr nur eine Überschreitung des Value at Risk auf.
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen EUR-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen und Controlling, Private Banking & Asset Management, Kredit-Management, Corporate & International Finance, Sekretariat und Interne Revision.
Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsenbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Erträge aus der Fristentransformation zu lukrieren. Zu diesem Zweck kommt es quartalsweise zur Investition in langlaufende festverzinsliche Wertpapiere bester Bonität.
Die Berechnung des Zinsänderungsrisikos für die langfristigen Positionen erfolgt auf Basis Capital at Risk, ein vom Gesetzgeber (auf der Grundlage der Laufzeitbandmethode des Handelsbuches) standardisierter Value-at-Risk-Ansatz hochgerechnet auf 30 Tage. Für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von A 110,9 Mio. (Vorjahr A 67,0 Mio.). Der Risikoanstieg ist vorwiegend auf die Investitionen in staatsgarantierte festverzinsliche Wertpapiere zurückzuführen.
Für die nicht festverzinslichen Wertpapiere wird als Risikomaß der Value at Risk (99 % Konfidenzintervall, 30 Tage Haltedauer) herangezogen. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich aus den strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch ein Risiko in Höhe von A 18,0 Mio. (Vorjahr A 15,4 Mio.).
Die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses nach Säule 1 erfolgt für das Marktrisiko im Handelsbuch sowie des Devisenkursrisikos im Gesamtbestand auf Basis der Standardmethode (Laufzeitbandmethode). Das Eigenmittelerfordernis per 31. Dezember 2009 beträgt A 2,6 Mio., das entspricht 0,2 % der gesamten Eigenmittel.
In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde (gemäß Basel II, Säule 2 und Säule 3) vorgesehen. Die Aufsichtsbehörde fordert quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis einer Zinserhöhung von 200 Basispunkten von den Banken ein.
Das auf der Basis der Zinsbindungsbilanz ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt 2009 zum Bilanzstichtag 12,09 % (Vorjahr 8 %) der vorhandenen Eigenmittel und liegt damit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.
| in Mio. A | März 2009 | Juni 2009 | Sept. 2009 | Dez. 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenmittel ohne Tier III | 1.208 | 1.263 | 1.371 | 1.448 |
| Risiko gem. OeNB-Zinsrisikostatistik | 145 | 160 | 163 | 175 |
| Risiko in % der Eigenmittel | 12,00 % | 12,65 % | 11,85 % | 12,09 % |
Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus deri vativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgende Barwertänderung:
| Währung in Mio. A | Gesamt | bis 3 Monate |
3 Mon. bis 1 Jahr |
1 bis 3 Jahre |
3 bis 5 Jahre |
5 bis 7 Jahre |
7 bis 10 Jahre |
über 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 172,7 | 0,0 | - 12,6 | 26,3 | 67,2 | 9,6 | 26,3 | 55,9 |
| USD | 2,1 | - 0,1 | 0,2 | 0,3 | 0,0 | 0,7 | 1,1 | 0,0 |
| Sonstige | 0,0 | 0,7 | - 0,6 | - 0,6 | 0,2 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionalen Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management der operationellen Risiken installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Zur Absicherung der im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten, existenzgefährdenen Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z. B. Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum). Es gibt weiters einen elektronischen Einmeldeprozess für die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken mit einer entsprechenden, im internen Informationssystem jedem Mitarbeiter zugänglichen, Arbeitsanweisung. Die eingemeldeten Fälle werden analysiert und Strategien bzw. Prozessverbesserungen für die zukünftige Vermeidung dieser Schadensfälle erarbeitet. Eine auf die aktive Gestaltung der Risikoallokation gerichtete Strategie des Vorstandes ist mangels Gestaltungsmöglichkeiten im Basel-II-Standard-Ansatz nicht notwendig.
Das Liquiditätsrisiko rückte mit der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten umfassenden Vertrauenskrise in das Zentrum des Interesses. Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann.
Weiters besteht das Risiko, zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Struktur der Refinanzierungsquellen hat sich während der Krise weiter verbessert. Die Oberbank konnte bei eigenen Emissionen, Spareinlagen und sonstigen Verbindlichkeiten weitere Mittelzuflüsse generieren. Durch den Zukauf weiterer qualitativ hochwertiger Wertpapiere steht außerdem ein größeres Volumen für Repotransaktionen zur Verfügung. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Als wesentliche Messverfahren gelten die tägliche Ermittlung der Primärmittel und die regelmäßige Erstellung der Kapitalbindungsbilanz, von der die längerfristige Liquiditätssituation abgelesen werden kann. Zur Erweiterung und Verbesserung der Liquiditätssteuerung wurde 2009 ein Projekt gestartet und eine neue Software wird derzeit implementiert. Diese ermöglicht auch die Abbildung von Stressszenarien, um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darstellen zu können.
Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse ist ein Notfallplan definiert.
Die Oberbank hat die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditäts-Kennzahlen im Berichtsjahr 2009 jederzeit eingehalten bzw. deutlich übertroffen.
| in Mio. A | täglich fällig |
bis 3 Monate |
3 Monate bis 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 143 | 1.458 | 385 | 87 | 20 |
| Forderungen an Nichtbanken | 1.216 | 1.265 | 1.090 | 3.427 | 2.838 |
| Finanzanlagen mit definierten | |||||
| Kapitallaufzeiten | 0 | 91 | 199 | 1.566 | 839 |
| Derivate | 0 | 952 | 364 | 40 | 0 |
| Summe Aktiva | 1.359 | 3.766 | 2.038 | 5.120 | 3.697 |
| Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Kreditinstituten | 521 | 1.846 | 772 | 190 | 137 |
| Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Nichtbanken | 3.558 | 2.319 | 1.720 | 1.049 | 230 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 0 | 85 | 143 | 948 | 132 |
| Nachrangkapital | 0 | 57 | 0 | 216 | 459 |
| Derivate | 0 | 940 | 361 | 40 | 0 |
| Summe Passvia | 4.079 | 5.247 | 2.996 | 2.443 | 958 |
In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank-Konzerns als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird. Sollten sie schlagend werden, sind sie durch den pauschalen Risikopuffer abgedeckt.
In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:
• Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen oder wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.
| Nominalbeträge | 2009 | 2008 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Nominale | Marktwerte | Nominale | Marktwerte | |||||
| in A 1.000 | bis 1 J. | 1 - 5 J. | > 5 Jahre | Gesamt | Positiv | Negativ | Gesamt | Positiv | Negativ |
| Zinssatzverträge Zinssatzoptionen |
|||||||||
| Kauf | 70.847 | 112.273 | 40.721 | 223.841 | 21.799 | 246.873 | 5.086 | ||
| Verkauf | 67.476 | 135.582 | 79.012 | 282.070 | - 20.428 | 242.391 | - 5.154 | ||
| Forward Rate Agreement | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Swaptions | |||||||||
| Kauf | 4.000 | 4.000 | 58 | ||||||
| Verkauf | 4.000 | 4.000 | - 58 | ||||||
| Zinsswaps | |||||||||
| Kauf | 548.316 1.751.923 | 537.939 | 2.838.178 | 47.857 | - 12.171 | 1.358.140 | 36.733 | - 39.375 | |
| Verkauf | 73.800 | 390.786 | 158.159 | 622.745 | 1.612 | - 21.618 | 503.141 | 7.171 | - 13.886 |
| Anleiheoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 20.000 | 20.000 | - 3 | 60.000 | - 17 | ||||
| Futureoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Anleihefutures | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Wechselkursverträge | |||||||||
| Währungsoptionen | |||||||||
| Kauf | 191.441 | 16.206 | 4.803 | 212.450 | 9.340 | 228.980 | 49.372 | ||
| Verkauf | 181.019 | 16.206 | 4.803 | 202.028 | - 9.329 | 230.712 | - 49.858 | ||
| Währungsswaps | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Devisentermingeschäfte | 399.202 | - 4.143 | 395.059 | 24.796 | - 10.280 | 25.848 | 31.710 | - 38.356 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||||
| Aktienoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 1.710 | - 1.710 | 1.780 | - 1.780 | |||||
| Warenverträge | |||||||||
| Warenoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf |
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBOR bzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von Reuters oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.
Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Linz TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz
Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 854,8 Mio. (Vorjahr A 744,4 Mio.), hievon Grundkapital A 86,3 Mio. (Vorjahr A 81,3 Mio.). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2009 wäre maximal ein Betrag in Höhe von A 345,8 Mio. ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt A 14,4 Mio.
Im Oberbank-Konzern waren 2009 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 1.990 | 1.983 |
| Arbeiter | 21 | 21 |
| Gesamtkapazität | 2.011 | 2.004 |
| Nicht börsenotiert |
Börse- notiert |
Wie AV bewertet |
Andere Bewertung |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 150.889 | 2.711.167 | 2.122.331 | 739.725 | 2.862.056 |
| Aktien und andere nicht | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 132.810 | 40.413 | 16.305 | 156.918 | 173.223 |
| Beteiligungen | 62.690 | 179.695 | 242.385 | 0 | 242.385 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 452.617 | 0 | 452.617 | 0 | 452.617 |
| 799.006 | 2.931.275 | 2.833.638 | 896.643 | 3.730.281 |
| Zusammensetzung | 2009 | 2008 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kernkapital | ||||
| Grundkapital | 86.349 | 81.270 | 5.079 | 6,2 |
| Eigene Aktien im Bestand | - 384 | - 449 | 65 | - 14,5 |
| Offene Rücklagen | 754.022 | 649.510 | 104.512 | 16,1 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.402 | 1.357 | 45 | 3,3 |
| Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung | - 650 | 1.273 | - 1.923 | >- 100,0 |
| Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung | 44.093 | 40.072 | 4.021 | 10,0 |
| Hybridkapital | 79.000 | 59.000 | 20.000 | 33,9 |
| Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter | - 8.469 | - 7.346 | - 1.123 | 15,3 |
| Summe Kernkapital (Tier I) | 955.363 | 824.687 | 130.676 | 15,8 |
| Kernkapitalquote | 9,58 % | 8,27 % | 1,31 %-P. | 15,8 |
| 2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | ||||
| Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen | 485.167 | 471.851 | 13.316 | 2,8 |
| Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) | 130.254 | 0 | 130.254 | |
| Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) | 41.006 | 37.346 | 3.660 | 9,8 |
| Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | 656.427 | 509.197 | 147.230 | 28,9 |
| Zusammensetzung | 2009 | 2008 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 3. Tier-III -Kapital |
||||
| Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als | ||||
| Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Summe Tier-III-Kapital | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| 4. Abzugsposten | ||||
| Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung | - 80.042 | - 49.546 | - 30.496 | 61,6 |
| Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung | 0 | 0 | – | – |
| Eigenmittel insgesamt | 1.534.337 | 1.286.080 | 248.257 | 19,3 |
| hievon Eigenmittel gemäß § 23 (14) Z7 BWG | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Eigenmittelquote | 15,39 % | 12,90 % | 2,49 %-P. | 19,3 |
| Eigenmittelerfordernisse | ||||
| Kreditrisiko gemäß § 22 (2) BWG | 797.258 | 797.235 | 23 | 0,0 |
| Handelsbuch gemäß § 22o Abs. 2 BWG | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Operationelles Risiko gemäß § 22k BWG | 54.951 | 50.634 | 4.317 | 8,5 |
| Qualifizierte Beteiligungen gemäß § 29 (4) BWG | 0 | 0 | – | – |
| Eigenmittelerfordernis insgesamt | 854.798 | 849.611 | 5.187 | 0,6 |
| Freie Eigenmittel | 679.539 | 436.469 | 243.070 | 55,7 |
| Basis für Ermittlung der Haftrücklage | ||||
| und Quotenberechnung | ||||
| Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 (2) BWG | 9.965.722 | 9.965.439 | 283 | 0,0 |
| Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches | ||||
| gemäß § 22o Z1,3,6 BWG | 4.813 | 4.762 | 51 | 1,1 |
| Bemessungsgrundlage insgesamt | 9.970.535 | 9.970.201 | 334 | 0,0 |
Im Geschäftsjahr 2010 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 148,2 Mio. fällig. Zum 31. Dezember 2009 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 723.213,5 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,011 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2010 bis 2019 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 28.306 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. Dezember 2009 insgesamt A 1.687,6 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 21,4 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 1.666,2 Mio. Das Leasingvolumen betrug A 922,3 Mio. per 31. Dezember 2009.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr TA 428,8 (inkl. USt und inkl. Tochterunternehmen). Davon entfielen TA 416,4 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und TA 12,4 auf andere Bestätigungsleistungen.
Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2009 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil 5) Gesamt in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| a) Direkte Beteiligungen | ||||||
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und | ||||||
| Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 1) 6) | N | 74,00 | 74,00 | |||
| "LA" Gebäudevermietung und Bau | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und | ||||||
| -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 20,57 | 20,57 | |||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE | ||||||
| GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | Q | 50,00 | 50,00 | 3.838 | 0 | 2009 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| Betriebsobjekte Verwertung | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| BKS Bank AG, Klagenfurt | E | 18,52 | 20,05 | 278.090 | 20.937 | 2008 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 6) | N | 24,85 | 24,85 | |||
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 6) | N | 20,25 | 20,25 | |||
| Drei-Banken Versicherungs | ||||||
| Aktiengesellschaft, Linz | E | 40,00 | 40,00 | 19.817 | 1.000 | 2009 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| GAIN CAPITAL Participations | ||||||
| SA, SICAR, Luxemburg 1) 6) | N | 58,72 | 58,72 | |||
| GAIN CAPITAL Participations II |
||||||
| S. A. SICAR, Luxemburg 6) | N | 33,30 | 33,30 | |||
| Gasteiner Bergbahnen | ||||||
| Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 6) | N | 32,62 | 32,62 | |||
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 69 | - 1.790 | 8/2009 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 102 | - 1.365 | 8/2009 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter | ||||||
| Haftung, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | - 1.049 | - 1.237 | 8/2009 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 1) | V | 1,00 | 100,00 | 16.078 | 852 | 8/2009 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 76 | 39 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 98 | 31 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 41 | 6 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 35 | 3 | 2009 |
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil 5) Gesamt in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 35 | - 2 | 2009 |
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 6,00 | 100,00 | 2.081 | 64 | 8/2009 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 1) 2) | V | 100,00 | 100,00 | 216.164 | 8.943 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | 1.638 | 44 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | - 242 | 275 | 3-9/2009 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 1) | V | 0,10 | 100,00 | - 359 | - 1.834 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 1) | V | 1,00 | 100,00 | 19.139 | 487 | 8/2009 |
| Oberbank Nutzobjekte |
||||||
| Vermietungs -gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 1) 6) | N | 15,00 | 100,00 | |||
| ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis 1) 6) ˇ |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| b) Indirekte Beteiligungen | ||||||
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 50,00 | ||||
| "ST" BAU Errichtungs- und | ||||||
| Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | ||||
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 6) | N | 33,33 | ||||
| CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 6) | N | 25,00 | ||||
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 6) | N | 26,28 | ||||
| GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 6) | N | 25,00 | ||||
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung | ||||||
| und Assanierung, gemeinnützige registrierte | ||||||
| Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 6) | N | 37,33 | ||||
| Kontext Druckerei GmbH, Linz 6) | N | 25,20 | ||||
| Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 6) | N | 24,90 | ||||
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz | ||||||
| (vormals Lambacher HITIAG Leinen | ||||||
| Aktiengesellschaft, Stadl Paura) 6) | N | 50,00 | ||||
| MY Fünf Handels GmbH, Wien 6) | N | 50,00 | ||||
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 45 | 8/2009 | |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 24 | 8/2009 | ||
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 8/2009 | ||
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 16 | 8/2009 | ||
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 1) | V | 95,00 | 1.280 | 75 | 8/2009 | |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 |
| Ergebnis des letzten |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsoli- | Kapitalanteil 5) | Eigen- | Geschäfts- | |||
| dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Gesamt in % |
kapital 3) in TA |
jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H. Linz 1) | V | 100,00 | 741 | 1.147 | 8/2009 | |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH | ||||||
| Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting 1) | V | 6,00 | 18 | 3 | 8/2009 | |
| Oberbank Industrie und Handels | ||||||
| beteiligungsholding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 44 | 8/2009 | |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 75,00 | 188 | 120 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG | ||||||
| Neuenrade, Neuötting 1) | V | 6,00 | 608 | 29 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 100,00 | 5.520 | 2.422 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 1) | V | 100,00 | 824 | - 383 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag 1) | V | 95,00 | 3.307 | - 89 | 8/2009 | |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 5.181 | 209 | 8/2009 | |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 99,80 | 35 | 100 | 8/2009 | |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 408 | 8/2009 | |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 124 | 8/2009 | |
| Oberbank Opportunity Invest Management | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | - 33 | 8/2009 | |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 53 | 8/2009 | |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 100,00 | 168 | 188 | 8/2009 | |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 94,00 | 1.000 | 78 | 8/2009 | |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 27 | 308 | 8/2009 | |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 28 | - 1 | 8/2009 | |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 6) | N | 20,00 | ||||
| POWER TOWER GmbH, Linz 1) | V | 99,00 | 70 | 249 | 8/2009 | |
| SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 6) | N | 48,00 | ||||
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 6) | N | 26,76 | ||||
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien 1) | V | 100,00 | 168.963 | 4.679 | 8/2009 | |
| Wohnwert GmbH, Salzburg 1) 6) | N | 100,00 |
K*) Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss
V = Vollkonsolidierung
Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at Equity"
N = Gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen
1) Verbundenes Unternehmen
2) Ergebnisabführungsvertrag 3) Einschließlich unversteuerter Rücklagen
4) Jahresüberschuss gemäß § 231 Abs. 2 Z 22 UGB
5) Mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet
6) Von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht
Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres.
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben nach § 243a UGB sind zutreffend.
Linz, am 24. Februar 2010
Mag. Martha Kloibmüller Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 64,9 Mio. Nach Rücklagendotation von A 50,8 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,3 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 14,4 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von A 86,3 Mio. eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von A 14.391.562,50. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 22,8 auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Dkfm. Dr. Hermann Bell, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberbank AG Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2009 in vier Sitzungen (je eine pro Quartal) die nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erforderlichen Prüfungen vorgenommen und sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäftslage sowie über wichtige Geschäftsvorfälle berichten lassen. Darüber hinaus haben der Arbeitsausschuss und der Kreditausschuss des Aufsichtsrates laufend jene Geschäftsfälle geprüft und entschieden, die ihrer Zustimmung bedurften. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal, der Personalausschuss einmal. Weiters hat der Prüfungsausschuss regelmäßig das interne Kontrollsystem überprüft und sich über die vorhandenen Risikomanagement-Systeme berichten lassen.
Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrates regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren. Die allgemeine Finanzkrise und ihre Auswirkungen wurden im Aufsichtsrat thematisiert und debattiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand sowohl mündlich als auch schriftlich über wesentliche Vorkommnisse und Auswirkungen auf die Oberbank informiert.
In all seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben unter Beachtung des Corporate Governance Kodex wahrgenommen. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates nicht persönlich teilgenommen.
Die Aufsichtsräte Josef Kneidinger und Dietrich Karner haben in der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2009 ihr Amt niedergelegt. Wir danken beiden Herren für die langjährige gute Zusammenarbeit. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden am 27. Mai 2009 Luciano Cirinà, Vorsitzender des Vorstandes der Generali Holding Vienna AG, Wien, und Alexander P. Schoeller, Rechtsanwalt, Wien.
Die Buchführung, der Jahresabschluss 2009 der Oberbank AG und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen, weshalb der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 24. März 2010 den Jahresabschluss der Oberbank AG geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen, erklärt sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag einverstanden und billigt den Jahresabschluss 2009, der damit gemäß § 125 Abs. (2) Aktiengesetz festgestellt ist.
Der Konzernabschluss 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften erstellte Konzernlagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Die Abschlussprüfer bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.
Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 24. März 2010 den Konzernabschluss geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen. Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2009 von A 14,4 Mio. eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinnrest auf neue Rechnung vorzutragen, schließt er sich an.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie bei den Führungskräften und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse im Berichtsjahr. Der Markteintritt als Vollbank in der Slowakei, der überaus große Erfolg der Kapitalerhöhung im Herbst 2009, die angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes sehr gute Ertragslage und eine Geschäftsentwicklung, die insgesamt klar besser als die des gesamten österreichischen Bankenmarktes war, würdigt der Aufsichtsrat als besondere Leistungen.
Linz, am 24. März 2010 Der Aufsichtsrat
Dkfm. Dr. Hermann Bell Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ehrenpräsident Dr. Heinrich Treichl
Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell
Stellvertreter des Vorsitzenden Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker Konsul Direktor Peter Gaugg
Generaldirektor Dr. Luciano Cirinà Franz Peter Doppler Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder Dr. Birgitte Engleder Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl Dipl.-Ing. Dr. h.c. Peter Mitterbauer KR Karl Samstag Dr. Alexander Schoeller KR Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann
Arbeitnehmervertreter Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Alois Johann Oberschmidleitner Josef Pesendorfer Mag. Armin Burger
Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002
Konsul Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA
Vorsitzender Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7204 [email protected]
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7250 [email protected]
Corporate & International Finance Mag. Peter Kottbauer Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7301 [email protected]
Kreditmanagement Mag. Gerhard Heindl, MBA DW 7602 [email protected]
Privatkunden Mag. Brigitte Haider DW 7271 [email protected]
Private Banking & Asset Management Erich Stadlberger, MBA DW 7550 [email protected]
Global Financial Markets Helmut Edlbauer, MBA DW 2630 [email protected]
Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion Dr. Johanna Wasserbauer DW 2100 [email protected] Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7220 [email protected]
Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA Tel. ++43/(0)732/78 02 DW 2210 [email protected]
Interne Revision Rolf Feichtinger DW 2282 [email protected]
Organisationsentwicklung, Strategie- und Prozessmanagement Ing. Hubert Umlauf DW 2302 [email protected]
Personal und Ausbildung Mag. Johann Peham-Zecha DW 7230 [email protected]
Rechnungswesen und Controlling Mag. Erwin Berger DW 2400 [email protected]
Sekretariat & Kommunikation Mag. Andreas Pachinger Compliance Officer DW 7460 [email protected]
Rudolf Pröll Tel. ++43/(0)732/655789 DW 11 [email protected]
Rudolf Pröll Tel. ++43/(0)732/655789 DW 11 [email protected]
Mag. Michael Gerner Tel. ++49/(0)8671/9986 DW 11 [email protected]
Ing. Ludek Knypl Tel. ++420/(0)2/241901 DW 62 [email protected] Ing. Robert Cernicky Tel. ++420/(0)387/7171 DW 68 [email protected] ˇ ˇ
Dipl. Ing. Andrea Klukonová Tel. ++421/(0)2/482143 DW 11 [email protected]
Mihály Nádas Tel. ++36/(0)1/29828 DW 51 [email protected]
Mag. Brigitte Haider Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7271 [email protected]
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Mag. Christian Haidinger Tel. ++43/(0)732/7802 DW 2493 [email protected]
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz MMag. Dr. Roland Leitinger Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7564 [email protected]
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz Mag. Dr. Alexander Rammerstorfer Tel. ++43/(0)732/654455 DW 62 [email protected]
Drei-Banken-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz Dipl.-Ing. Günter Buchmayr Tel. ++43/(0)732/7802 DW 2670 [email protected]
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz Alois Wögerbauer, CIIA Tel. ++43/(0)732/7802 DW 7424 [email protected]
Hauptplatz 10 – 11 und Untere Donaulände 28, Tel. ++43/(0)732/78 02 DW 0 Postfach 60, A-4010 Linz, Telefax: ++43/(0)732/78 02 DW 2140 SWIFT: OBKLAT2L, Internet: www.oberbank.at
Telefon- und Fax-Nummern sowie die E-Mail-Adressen der Geschäftsstellen finden Sie unter "www.oberbank.at".
Günther Ott
Zweigniederlassung Hauptplatz, Linz
A-4020 Linz – Donaulände, Untere Donaulände 28 A-4040 Linz – Dornach, Altenberger Straße 9 A-4020 Linz – Froschberg, J.-Seb.-Bach-Straße 26 A-4040 Linz – Harbach, Leonfeldner Straße 75 a A-4020 Linz – Stadthafen, Industriezeile 56 A-4040 Linz – Urfahr, Hinsenkampplatz 1 A-4070 Eferding, Stadtplatz 32 A-4240 Freistadt, Linzer Straße 4 A-4210 Gallneukirchen, Hauptstraße 12 A-4060 Leonding, Mayrhansenstraße 13 A-4100 Ottensheim, Hostauerstraße 87 A-4320 Perg, Herrenstraße 14 A-4150 Rohrbach, Stadtplatz 16
A-4020 Linz, Landstraße 37 Johann Fuchs Tel. ++43/(0)732/774211 DW 31300 [email protected]
Angeschlossene Zweigstellen: Johann Fuchs
A-4030 Linz – Auwiesen, Wüstenrotplatz 4 A-4020 Linz – Bindermichl, Hatschekstraße 1 A-4020 Linz – Chemie, Buchnerplatz 1 A-4020 Linz – Franckstraße, Franckstraße 42 A-4030 Linz – Kleinmünchen, Wiener Straße 392
A-4020 Linz – Muldenstraße, Muldenstraße 31 A-4020 Linz – Neue Heimat, Wegscheider Straße 1 – 3 A-4020 Linz – Weißenwolffstraße, Weißenwolffstraße 1 A-4020 Linz – Wiener Straße, Wiener Straße 32 A-4470 Enns, Hauptplatz 9 A-4053 Haid, Hauptplatz 27 A-4400 Steyr – Ennsleite, Arbeiterstraße 19 A-4400 Steyr – Münichholz, Punzerstraße 14 A-4400 Steyr – Stadtplatz, Stadtplatz 25 A-4400 Steyr – Tabor, Ennser Straße 2 A-4050 Traun, Linzerstraße 12 A-4050 Traun – St. Martin, Leondinger Straße 2
Manfred Seidl
A-5020 Salzburg, Alpenstraße 98 Manfred Seidl Tel. ++43/(0)662/6384 DW 140 [email protected]
A-5020 Salzburg – Alter Markt, Alter Markt 4 A-5020 Salzburg – Gnigler Straße, Gnigler Straße 18 A-5020 Salzburg – Lehen, Ignaz-Harrer-Straße 40 a A-5020 Salzburg – Liefering, Münchner Bundesstraße 106 A-5020 Salzburg – Maxglan, Neutorstraße 52 A-5020 Salzburg – Schallmoos, Sterneckstraße 55 A-5020 Salzburg – Südtirolerplatz, Südtirolerplatz 6 A-5020 Salzburg – Taxham, Etrichstraße 3 A-5640 Bad Gastein, Böcksteiner Bundesstraße 1 A-5630 Bad Hofgastein, Kurgartenstraße 27 A-5500 Bischofshofen, Bodenlehenstraße 2 – 4 A-4890 Frankenmarkt, Hauptstraße 102 A-5400 Hallein, Robertplatz 4 A-5310 Mondsee, Schlosshof 1b A-5760 Saalfelden, Leoganger Straße 16 A-5201 Seekirchen, Bahnhofstraße 1
Mag. Manfred Fischer
A-4910 Ried im Innkreis, Hauptplatz 36 Mag. Manfred Fischer Tel. ++43/(0)7752/680 DW 111 [email protected]
A-5280 Braunau, Stadtplatz 40 A-5280 Braunau – Süd, Salzburger Straße 53 a A-4950 Altheim, Stadtplatz 14 A-5230 Mattighofen, Stadtplatz 16 A-4780 Schärding, Silberzeile 12
Dr. Thomas Eidenberger
A-4600 Wels, Ringstraße 37 Dr. Thomas Eidenberger Tel. ++43/(0)7242/481 DW 200 [email protected]
A-4600 Wels – Neustadt, Eferdinger Straße 13 A-4600 Wels – Pernau, Linzer Straße 157 a A-4600 Wels – Vogelweide, Vogelweiderstraße 43 a A-4600 Wels – West, Dragonerstraße 54 A-4710 Grieskirchen, Pühringerplatz 3 A-4560 Kirchdorf, Bahnhofstraße 9 A-4550 Kremsmünster, Marktplatz 26 A-4614 Marchtrenk, Linzer Straße 30 A-4600 Thalheim, Traunufer-Arkade 1
Wolfgang Pillichshammer
A-4810 Gmunden, Esplanade 24 Wolfgang Pillichshammer Tel. ++43/(0)7612/62871 DW 22 [email protected]
Mag. Ferdinand Ebner
A-3100 St. Pölten, Domplatz 2 Mag. Ferdinand Ebner Tel. ++43/(0)2742/385 DW 11 [email protected]
A-3100 St. Pölten – Europaplatz, Europaplatz 6 A-3300 Amstetten, Hauptplatz 1 A-7000 Eisenstadt, Esterhazyplatz 6 a A-3500 Krems, Sparkassengasse 6 A-2000 Stockerau, Schießstattgasse 3 a A-3430 Tulln, Albrechtsgasse 12 A-3340 Waidhofen a. d. Ybbs, Unterer Stadtplatz 17 A-2700 Wiener Neustadt, Wiener Straße 25
Andreas Klingan
A-1030 Wien, Schwarzenbergplatz 5 Andreas Klingan Tel. ++43/(0)1/53421 DW 55010 [email protected]
Mag. Rainer Stelzer
D-80333 München, Oskar-von-Miller-Ring 38 Mag. Rainer Stelzer, MBA Tel. ++49/(0)89/55989 DW 200 [email protected]
D-63739 Aschaffenburg, Weißenburger Straße 16 D-86150 Augsburg, Maximilianstraße 55 D-96047 Bamberg, Franz-Ludwig-Straße 7 a D-95444 Bayreuth, Wölfelstraße 3 – 5 D-91504 Erlangen, Hauptstraße 83 D-82110 Germering, Therese-Giehse-Platz 2 D-85049 Ingolstadt, Donaustraße 3 D-84028 Landshut, Altstadt 391 D-90403 Nürnberg, Adlerstraße 38 D-85521 Ottobrunn, Rosenheimer Landstraße 39 D-94032 Passau, Brunngasse 10 D-93047 Regensburg, Zur Schönen Gelegenheit 7 D-83022 Rosenheim, Heilig-Geist-Straße 5 D-85716 Unterschleißheim, Alleestraße 13 D-92637 Weiden, Sedanstraße 6 D-97070 Würzburg, Paradeplatz 4
Dipl. Ing. Robert Pokorny ´
CZ-12000 Praha, I.P.Pavlova 5 Dipl. Ing. Robert Pokorny Tel. ++420/(02)/241901 DW 12 [email protected] ´
CZ-38101 Cesky Krumlov, Panská 22 CZ-29301 Mladá Boleslav, Jaselská 1391 CZ-39701 Písek, Budovcova 2530 CZ-30100 Plzen, Presovská 20 CZ-32600 Plzen – Slovany, nám. Generála Píky 27 CZ-70200 Ostrava, Stodolní 1 CZ-74601 Opava, Masarykova trída 274/27 CZ-39001 Tábor, Prazská tr. 211 CZ-40001 Ustí nad Labem, Hrncírská 4 ˇ ˇ ˇ ˇ ´ ˇ ˇ ´ ˇ ˇ ˇ
Friedrich Ofenauer
H-1062 Budapest, Váci ut 1 – 3 Friedrich Ofenauer Tel. ++36/(06)1/29829 DW 10 [email protected] ´
H-1027 Budapest, Henger utca 2 H-9024 Gyõr, Barass Gábor u. 43 H-9700 Szombathely, Berzsenyi Dániel tér 2
Helmut Enzenhofer
Zweigniederlassung Slowakei SK-82109 Bratislava, Prievozská 4/A Helmut Enzenhofer Tel. ++421/(02)/581068 DW 10 [email protected]
| Oberbank | ||
|---|---|---|
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck1 | 18,51 % | |
| BKS Bank AG, Klagenfurt2 | 18,51 % | |
| Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg3 | 5,13 % | |
| Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 | 2,21 % | |
| Mitarbeiterbeteiligung5 | 4,02 % | |
| CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien6 | 32,54 % | |
| Streubesitz7 | 19,08 % |
| BTV | |
|---|---|
| Oberbank AG, Linz1 | 2 14,69 % 1 |
| BKS Bank AG, Klagenfurt2 | 15,10 % |
| Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg3 | 2,53 % |
| Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 | 6 15,12 % |
| CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien5 | 41,70 % |
| Streubesitz6 | 10,86 % |
| 5 |
Die in Rottönen dargestellten Aktionäre haben jeweils Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.
| Erfolgszahlen in Mio. B | Oberbank-Konzern 2009 2008 |
BKS Bank-Konzern 2009 2008 |
BTV-Konzern 2009 2008 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 262,4 | 300,7 | 132,3 | 130,2 | 131,4 | 146,4 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 90,7 | - 67,8 | - 37,4 | - 20,0 | - 44,5 | - 29,3 |
| Provisionsergebnis | 88,6 | 97,8 | 39,7 | 40,8 | 40,3 | 42,4 |
| Verwaltungsaufwand | - 208,2 | - 199,8 | - 88,2 | - 87,9 | - 94,5 | - 93,3 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92,0 | 114,0 | 46,5 | 44,4 | 51,3 | 50,2 |
| Konzernjahresüberschuss | 77,3 | 105,0 | 40,4 | 41,9 | 47,8 | 50,3 |
| Bilanzzahlen in Mio. B | ||||||
| Bilanzsumme | 16.031,4 | 15.314,0 | 6.315,9 | 5.975,7 | 8.465,4 | 8.495,6 |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen | 9.594,0 | 9.248,6 | 4.350,2 | 4.186,1 | 5.384,9 | 5.750,4 |
| Primärmittel | 10.916,4 | 10.016,7 | 3.907,9 | 3.945,1 | 6.259,7 | 6.352,8 |
| hievon Spareinlagen | 3.399,2 | 3.301,9 | 1.804,6 | 1.677,5 | 1.412,1 | 1.245,9 |
| hievon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. | ||||||
| Nachrangkapital | 2.040,2 | 1.897,4 | 564,7 | 452,0 | 1.275,4 | 1.289,7 |
| Eigenkapital | 1.035,6 | 894,1 | 577,5 | 464,7 | 612,4 | 553,6 |
| Betreute Kundengelder | 18.686,8 | 17.039,1 | 9.343,5 | 8.739,3 | 10.309,1 | 10.258,4 |
| hievon Depotvolumen der Kunden | 7.770,4 | 7.022,4 | 5.435,6 | 4.794,2 | 4.049,4 | 3.905,6 |
| Eigenmittel nach BWG in Mio. B | ||||||
| Bemessungsgrundlage | 9.970,5 | 9.970,2 | 4.258,4 | 4.087,7 | 5.476,1 | 5.613,7 |
| Eigenmittel | 1.534,3 | 1.286,1 | 514,7 | 450,9 | 798,9 | 670,6 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 955,4 | 824,7 | 369,5 | 281,9 | 514,6 | 429,2 |
| Eigenmittelüberschuss | 679,5 | 436,5 | 150,8 | 102,7 | 339,5 | 201,0 |
| Kernkapitalquote in % | 9,58 | 8,27 | 8,68 | 6,90 | 9,40 | 7,61 |
| Eigenmittelquote in % | 15,39 | 12,90 | 12,09 | 11,03 | 14,61 | 11,93 |
| Unternehmenskennzahlen in % | ||||||
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 9,86 | 12,83 | 8,93 | 9,71 | 8,80 | 9,20 |
| Return on Equity nach Steuern | 8,28 | 11,82 | 7,76 | 9,16 | 8,20 | 9,22 |
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) | 53,26 | 52,36 | 49,92 | 50,11 | 53,65 | 48,94 |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 34,58 | 22,54 | 28,29 | 15,36 | 33,83 | 20,01 |
| Ressourcen | ||||||
| Durchschnittlich gewichteter Mitarbeiterstand | 1.990 | 1.983 | 872 | 860 | 862 | 879 |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 133 | 134 | 55 | 54 | 41 | 44 |
Oberbank AG Untere Donaulände 28, 4020 Linz Telefon: ++ 43/(0)732/7802 DW 0 Telefax: ++ 43/(0)732/785 810
SWIFT: OBKLAT2L Bankleitzahl: 15000 OeNB-Identnummer: 54801 DVR: 0019020 FN: 79063w UID: ATU22852606 ISIN Oberbank-Stammaktie: AT0000625108 ISIN Oberbank-Vorzugsaktie: AT0000625132
Internet: www.oberbank.at E-Mail: [email protected]
Investor Relations: Mag. Frank Helmkamp, Oberbank AG, Linz Redaktion: Abteilung Sekretariat Quellen Marktumfeld: WIFO, IHS und OeNB, Wien; DIW, Berlin; Ifo, München Redaktionsschluss: 8. März 2010
Projektleitung Geschäftsbericht: Christoph Oman, Oberbank AG, Linz Konzept und Beratung: Scholdan & Company Design: G2 Grafik OG Fotos: Elisabeth Grebe Druck: Agens Ketterl
Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen
152
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank beziehen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "schätzen", "erwarten", "planen", "rechnen", "zielen" etc. umschrieben. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum 31. Dezember 2009 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden.
Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin bzw. MitarbeiterIn) verzichtet. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer beide Geschlechter.
Auf ein eigenes Glossar im vorliegenden Geschäftsbericht wurde verzichtet, da entweder bekannte Begriffe verwendet wurden oder spezielle Termini direkt im Text erklärt werden.
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