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Oberbank AG

Annual Report Apr 27, 2010

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Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT 2009

Weitere Verschärfung der Finanz- und Wirtschaftskrise

Nach einer vermeintlichen Erholung der Finanzmärkte verschärfte sich die Krise im 4. Quartal 2008 deutlich. Die daraus resultierende Unsicherheit führte dazu, dass alle Prognosen für das Wirtschaftswachstum für 2009 noch einmal massiv nach unten revidiert wurden. Die Notenbanken senkten die Leitzinsen auf Rekordtiefststände, die Inflationsraten gingen weltweit signifikant zurück.

Eine kurze Chronologie der Ereignisse

Jänner 2009

Die internationale Wirtschaftskrise trifft neben der Finanzwirtschaft vor allem die Industrie. In Österreich schickt der Stahlkonzern voestalpine rund 4.500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, das General Motors-Werk in Aspern 1.540 Mitarbeiter. In den USA sind rund 600.000 Jobs der Rezession zum Opfer gefallen – der größte Einbruch seit 1974.

Februar 2009

Mit USD 787 Mrd. ist das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der USA beschlossen. Rund ein Drittel fließt in Steuersenkungen, der Rest in Infrastrukturprojekte. Zusätzlich will US-Finanzminister Timothy Geithner zur Belebung der Kreditmärkte mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) an staatlicher und privatwirtschaftlicher Unterstützung mobilisieren. Die sieben führenden Industrieländer (G7) erklären bei einem Treffen in Rom, im Kampf gegen die Krise alle Register zu ziehen. Protektionistische Maßnahmen wollen sie jedoch vermeiden.

März 2009

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins für den Euroraum um 0,5 %-Punkte auf 1,5 %. Damit liegt der Leitzins so niedrig wie noch nie seit Gründung der europäischen Währungsunion im Jahr 1999. Die US-Notenbank Fed pumpt durch den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen nochmals mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) in die Finanzmärkte, um die lahmende Wirtschaft in Gang zu bringen.

April 2009

Im Zuge der Finanzkrise haben die Banken weltweit seit dem 3. Quartal 2007 bisher USD 1.268,4 Mrd. verloren. Dem stehen USD 1.034,5 Mrd. an Staatshilfen oder auf anderen Wegen aufgebrachtes neues Kapital gegenüber. Den höchsten Abschreibungsbedarf haben US-Banken mit USD 847 Mrd., auf die europäischen Banken entfallen USD 385 Mrd. Die asiatischen Finanzinstitute kamen mit USD 36 Mrd. fast ungeschoren davon. Die Hypo Group Alpe Adria weist für 2008 einen Verlust von A 520 Mio. aus. Der Mehrheitseigentümer Bayerische Landesbank leistet einen Zuschuss von A 700 Mio., die Republik Österreich stellt Partizipationskapital in der Höhe von A 900 Mio. zur Verfügung.

Mai 2009

Die EZB senkt den Leitzins auf 1,0 % und damit auf den niedrigsten Wert seit ihrer Gründung. Auch die Inflationsrate hat in der Eurozone mit 0,0 % einen historischen Tiefststand erreicht.

Juni 2009

Die EZB sieht die Wirtschaftsentwicklung in Europa immer düsterer: In ihrer neuen vierteljährlichen Prognose geht sie von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone von bis zu 5,1 % für 2009 aus. Noch in der März-Prognose hatte die EZB einen Rückgang von bis zu 3,2 % erwartet. Auch die OeNB nimmt ihre Schätzung zurück und rechnet für 2009 mit einem Schrumpfen des heimischen BIP um 4,2 %. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS prognostizieren einen BIP-Rückgang um 3,4 bzw. 4,3 %, für 2010 sehen die beiden Institute ein kleines Plus von 0,5 bzw. 0,3 %. Nach einer mehr als 100-jährigen Geschichte muss der US-Autobauer General Motors Insolvenz anmelden, der deutsche Konzern Arcandor (Karstadt, Quelle) stellt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag.

Juli 2009

Die Inflation in Österreich hat laut Statistik Austria mit 0,0 % den niedrigsten Wert seit August 1966 erreicht. Eineinhalb Jahre nach Beginn der schweren Rezession in den USA spricht die US-Notenbank erstmals wieder von Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft, in Deutschland mehren sich die Hinweise, dass die Wirtschaft den Tiefpunkt der Rezession hinter sich gelassen hat.

August 2009

Nach dem monatelangen Konjunktureinbruch verstärken sich die Signale für ein Ende der wirtschaftlichen Talfahrt in Deutschland, für das 2. Quartal wird gegenüber dem 1. Quartal ein minimales Wachstum gemeldet. Die krisengebeutelte Hypo Real Estate (HRE) schreibt weiterhin tiefrote Zahlen und braucht zusätzliche Hilfe vom Bund, hohe Abschreibungen auf Immobilienkredite haben der HRE im 1. Halbjahr einen Verlust von A 1,13 Mrd. eingebracht. Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) weist für das 1. Halbjahr einen Verlust vor Steuern von A 139 Mio. aus und streicht 900 Stellen, für die BAWAG PSK wird staatliche Finanzhilfe fixiert.

September 2009

Der Internationale Währungsfonds (IWF) kündigt den Verkauf von 403 Tonnen Gold an, um höhere Kredite für ärmere Länder bereitstellen zu können. Die Europäische Union will als Konsequenz aus der Finanzkrise die Aufsicht über Banken, Versicherungen und Börsen reformieren, die EU-Kommission legt dazu in Brüssel ein Gesetzespaket vor. Beim G20-Gipfel beraten die Staats- und Regierungschefs über Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und über die Reform des Finanzsektors. Der Kauf der AUA durch die Lufthansa wird besiegelt: Die Lufthansa hält nun 90 % an der österreichischen Fluglinie.

Oktober 2009

Nach der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte kehrt die Weltwirtschaft überraschend schnell wieder auf Wachstumskurs zurück. Der IWF korrigiert seine Prognosen für 2010 auf 3,1 % nach oben, angetrieben von Schwellenländern wie China und Indien. In Deutschland wird die Immobilienbank Hypo Real Estate vollständig verstaatlicht, für den traditionsreichen Versandhändler Quelle kommt das endgültige Aus.

November 2009

Österreich und die gesamte Eurozone haben im 3. Quartal die Rezession hinter sich gelassen und sind wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Erstmals seit dem Frühjahr 2008 ist die Wirtschaftsleistung wieder höher als im Vorquartal, in Österreich betrug das BIP-Plus 0,9 % – im Jahresabstand ist das aber immer noch ein Minus von 2,4 %. Das Emirat Dubai gibt bekannt, dass es die staatlichen Schulden nicht pünktlich bezahlen kann und löst damit Schockwellen an den internationalen Börsen aus.

Dezember 2009

In den USA tritt das lang diskutierte Konjunkturpaket in Kraft, in Deutschland wird für Risikopapiere der angeschlagenen WestLB die erste Bad Bank gegründet. Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria wird von der Republik Österreich notverstaatlicht, der Mehrheitseigentümer Bayern LB sowie die Miteigentümer Land Kärnten und Grazer Wechselseitige Versicherung erhalten jeweils einen symbolischen Euro vom Bund. Für die Rettung der systemrelevanten Bank sind insgesamt A 1,5 Mrd. an Kapital nötig. Das Golfemirat Abu Dhabi greift seinem von hohen Schulden geplagten Nachbarn Dubai mit USD 10 Mrd. (A 6,78 Mrd.) unter die Arme.

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Weltwirtschaft rutscht in die Rezession

Auf dem Höhepunkt der internationalen Wirtschaftskrise schrumpfte die Weltwirtschaft 2009 um 1,0 %, nach einem Wachstum von 5,1 % bzw. 3,1 % in den Jahren 2007 und 2008. Besonders stark war der Rückgang in den drei großen Wirtschaftsblöcken USA (- 2,5 %), Japan (- 5,2 %) und der EU (- 4,0 %). Lediglich China blieb mit einem BIP-Anstieg von 8,6 % auf einem stabilen Wachstumskurs. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten sich 2009 auch die neuen mittelund osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten dem Abwärtstrend nicht entziehen, ihre Wirtschaftsleistung schrumpfte um 3,8 %. Deutschland, sonst ein wichtiger Konjunkturmotor der Union, hatte sogar einen BIP-Rückgang um 5,0 % zu verzeichnen, obwohl Konjunkturprogramme, allen voran die "Abwrackprämie" für Pkw, Wirkung zeigten.

Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2009 einen Rückgang, der mit 3,4 % etwas geringer als der Durchschnittswert des Euroraumes (- 3,9 %) war. Vor allem die traditionellen Wachstumsmotoren hatten unter der weltweiten Krise zu leiden: Die österreichischen Exporte waren 2009 um knapp 17 % rückläufig, die Investitionen der Unternehmen gingen um rund 8 % zurück. Unerwartet robust zeigte sich der private Konsum, der mit 0,4 % einen leichten Zuwachs verbuchte.

Weltweit leichte Erholung der Konjunktur in 2010

In Österreich rechnen die Prognoseinstitute für 2010 mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % (IHS) bzw. 1,5 % (WIFO), damit sollte sich die Entwicklung wieder etwas fester zeigen als jene des Euroraumes. Getragen wird das Wachstum in erster Linie von den Exporten, die als Folge der internationalen Konjunkturerholung wieder um 4,0 % zunehmen sollen. Bei den Investitionen wird hingegen ein weiterer Rückgang um 1,0 % erwartet. Auf dem Arbeitsmarkt machen sich die Folgen der Konjunkturkrise zeitverzögert bemerkbar. Nach einer Arbeitslosenquote von 3,8 % im Jahr 2008 und 5,0 % in 2009 wird die Arbeitslosigkeit 2010, wenn die Wirtschaft bereits wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt ist, noch einmal deutlich auf 5,4 % ansteigen, auch für das Folgejahr ist ein weiterer Zuwachs zu erwarten.

Die Inflationsrate, die 2009 mit 0,5 % auf dem niedrigsten Wert seit der Euro-Einführung lag, wird im Zuge der Konjunkturerholung zulegen, mit 1,3 % in 2010 aber weiter problemlos niedrig sein. Auch in den drei großen Wirtschaftsräumen wird für 2010 mit einer wieder wachsenden Wirtschaftsleistung gerechnet: In den USA um 1,7 %, im Euroraum um 1,1 % und in Japan um 1,0 %. In den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern sollte die Rezession 2010 ebenfalls enden, sie dürften laut Prognosen zumindest ein Nullwachstum erreichen.

Historisch niedriges Zinsniveau in Europa und den USA

Die US-amerikanische Notenbank FED ließ die Leitzinsen 2009 unverändert in der Spanne von 0,00 % bis 0,25 %, auf die sie am 16. Dezember 2008 gesenkt worden sind. Die EZB nahm 2009 vier Leitzinssenkungen um insgesamt 1,5 %-Punkte vor: am 15. Jänner von 2,50 % auf 2,00 %, am 5. März auf 1,50 %, am 2. April auf 1,25 % und zuletzt am 7. Mai 2009 auf 1,00 %, den niedrigsten Wert seit Einführung des Euro.

Entwicklung der Leitzinsen USD EUR
1.1. – 31.12. 0,00 % – 0,25 % 1.1. – 14.1. 2,50 %
15.1. – 4.3. 2,00 %
5.3. – 1.4. 1,50 %
2.4. – 6.5. 1,25 %
7.5. – 31.12. 1,00 %

Das niedrige Niveau der Leitzinsen zeigte deutliche Auswirkungen auf die Zinssätze auf dem Geldmarkt, die monatlichen Durchschnittswerte der 3-Monats-Sätze gingen von Jänner bis Dezember 2009 kontinuierlich zurück (der Euribor von 2,46 % auf 0,71 %, der USD-Libor von 1,21 % auf 0,25 %).

Die 10-Jahres-Swap-Sätze entwickelten sich in der EU und den USA gegenläufig: Der EUR-SWAP ging 2009 von 3,67 % auf 3,48 % leicht zurück, während der USD-SWAP von 2,63 % auf 3,70 % anstieg.

Der Zinsabstand zwischen dem Euroraum und den USA verringerte sich 2009 deutlich. Beim 3-Monats-Geld betrug die Differenz zu Jahresbeginn 1,25 %-Punkte (Euribor 2,46 %, US-Libor 1,21 %), beim 10-Jahres-SWAP 1,04 %-Punkte (EUR 3,67 %, USD 2,63 %). Bis Jahresende ging der Abstand auf 0,46 bzw. 0,23 %-Punkte merklich zurück. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, wurde 2009 aufgrund der deutlich gesunkenen kurzfristigen Sätze wesentlich steiler.

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Währungsentwicklungen 2009

Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2009 vom wieder erstarkten Vertrauen in die Wirtschaft der EU geprägt. Ende 2008/Anfang 2009, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise, war der US-Dollar als vergleichsweise sicherer Hafen gefragt, in Folge ging der EUR/USD-Kurs bis Februar 2009 auf 1,28 zurück. Mit den wieder besseren Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum kehrte auch das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung zurück, der Euro stieg im November auf knapp unter 1,50 und war im Jahresdurchschnitt 1,39 US-Dollar wert. Parallel dazu verlief die Entwicklung des Euro zum japanischen Yen: Nach einem Tiefststand im Februar von 119 erholte sich der EUR/JPY-Kurs bis Jahresende, der Durchschnittskurs betrug 130,33 im Jahr 2009.

Trotz der engen Verflechtung der Schweizer Wirtschaft mit jener der EU zeigte sich 2009, dass der Franken seine Bedeutung als Fluchtwährung nicht ganz verloren hat. Der EUR/CHF-Kurs bewegte sich in einer relativ schmalen Bandbreite zwischen 1,49 und 1,52, der Durchschnittskurs betrug 1,51 und lag damit deutlich niedriger als im Jahr 2008. Die tschechische Krone und der ungarische Forint schwächten sich gegenüber dem Euro 2009 infolge der unerwartet großen wirtschaftlichen Probleme in Mittel- und Osteuropa deutlich ab. Bis Jahresende kam es jedoch wieder zu einer Erholung. Im Jahresdurchschnitt betrug der EUR/CZK-Kurs 26,50 (nach 24,95 im Jahr 2008), der EUR/HUF-Kurs 281,44 (nach 251,51).

Für 2010 erwartet das Management der Oberbank AG einen gegenüber dem US-Dollar etwas schwächeren Euro. Für Ende 2010 wird mit einem EUR/USD-Kurs von 1,27 gerechnet, möglicherweise sogar leicht darunter. Der Kurs zum Franken (rund 1,50) und zum Yen (bei 130) wird auf etwa gleichbleibendem Niveau gesehen. Die tschechische Krone und der ungarische Forint sollten 2010 gegenüber dem Euro weitgehend stabil bleiben.

Klare Erholung an den Börsen

Die Entwicklung an den internationalen Börsen war nach den drastischen Abstürzen im 4. Quartal 2008 und im 1. Quartal 2009 von einer deutlichen Erholung der Kurse gekennzeichnet. Die Vorjahreswerte wurden im Jahresdurchschnitt jedoch nicht wieder erreicht.

Index Jan. 09 Höchst 09 Tiefst 09 Dez. 09 Ø 09 Ø 09/Ø 08
Dow Jones (USA) 8.396 10.433 7.235 10.433 8.877 - 24 %
S&P 500 (USA) 866 1.110 757 1.110 947 - 22 %
Euro Stoxx 50 (Europa) 2.340 2.908 1.994 2.908 2.520 - 24 %
TOPIX (Japan) 820 961 756 893 868 - 28 %
DAX (Deutschland) 4.534 5.837 3.969 5.837 5.017 - 22 %
ATX (Österreich) 1.717 2.640 1.552 2.495 2.131 - 40 %

Konzernlagebericht Österreichs Bankensektor in den ersten drei Quartalen 2009

Rückläufiges Zwischenbankgeschäft führt zu Rückgang der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der österreichischen Kreditinstitute erreichte A 1.047,1 Mrd. zum Ende des 3. Quartals 2009 und wies damit im Vergleich zum Jahresultimo 2008 einen leichten Rückgang um 2,1 % auf. Für diese Entwicklung war in erster Linie das Zwischenbankgeschäft im In- und Ausland verantwortlich.

Die Gesamteinlagen bei Österreichs Banken blieben gegenüber Ende 2008 mit einem Zuwachs um 0,4 % auf A 276,9 Mrd. praktisch unverändert, in den einzelnen Einlagekategorien war jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung zu beobachten. Die Sichteinlagen wuchsen um 9,6 % auf A 82,8 Mrd., bei den Termineinlagen war hingegen ein Rückgang um 19,1 % auf A 36,3 Mrd. zu verzeichnen. Das moderate Wachstum der Spareinlagen (mit 57 % aller Einlagen weiterhin die bedeutendste Sparform in Österreich) um 1,6 % auf A 157,9 Mrd. führte schließlich zu dem insgesamt leichten Anstieg der Einlagen. Das Einlagenwachstum war mehrheitlich auf die privaten Haushalte (A + 4,4 Mrd.) zurückzuführen, wodurch ihr Anteil an allen Einlagen auf rund 72 % anstieg. Bei den Unternehmen (rund 16 % Anteil) änderte sich das Einlagenvolumen nicht wesentlich (A + 0,2 Mrd.). Nichtbanken-Finanzintermediäre und der Staat verringerten ihre Einlagenstände um A 2,9 Mrd. bzw. A 1,2 Mrd.

Die Direktkredite an inländische Nichtbanken beliefen sich zum 30. September 2009 auf A 303,2 Mrd., damit war dieser Wert in den ersten drei Quartalen um 1 % rückläufig. Die Eurokredite blieben mit A 250,5 Mrd. (- 0,1 %) annähernd unverändert, während die Fremdwährungskredite einen Rückgang um 4,9 % auf A 52,7 Mrd. verzeichneten. Der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten fiel damit auf 17,4 %.

Die anrechenbaren Eigenmittel aller österreichischen Banken betrugen A 93,0 Mrd. per Ende September 2009, was einer Erhöhung in den ersten drei Quartalen von A 4,7 Mrd. bzw. 5,3 % entspricht. Von den gesamten Eigenmitteln entfielen A 70,9 Mrd. auf das Kernkapital. Damit betrug die Eigenmittelquote 18,57 % (+ 1,4 %-Punkte gegenüber Ende 2008), die Kernkapitalquote stieg gegenüber Dezember 2008 um 1,1 %-Punkte auf 13,67 %.

Das gemeinsame Betriebsergebnis der österreichischen Banken stieg vom 3. Quartal 2008 zum 3. Quartal 2009 um 14,1 % auf A 4,9 Mrd. an. Hierzu trug in erster Linie der um 9,2 % auf A 6,6 Mrd. gestiegene Nettozinsertrag bei, die Provisionserträge gingen hingegen um 16,1 % auf A 2,7 Mrd. zurück. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften drehte von einem negativen Saldo von A - 0,3 Mrd. in ein positives Ergebnis von A 0,4 Mrd., die Betriebsaufwendungen verringerten sich um 2,9 % auf A 7,0 Mrd. Für das Gesamtjahr erwarteten die österreichischen Banken per Ende September 2009 einen deutlichen Ergebnisrückgang. Das erwartete Betriebsergebnis von A 6,3 Mrd. und der Jahresüberschuss nach Steuern von A 1,3 Mrd. entsprechen jeweils einem Rückgang um rund 30 %.

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Konzernlagebericht Österreichs Bankensektor in den ersten drei Quartalen 2009

Oberbank: Bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt

Das auf den Grundsätzen der Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit aufbauende Geschäftsmodell, die tiefe Verankerung in allen Märkten, die besondere Kundennähe und das ungebrochene Vertrauen der Kunden haben dazu geführt, dass sich die Oberbank auch im besonders herausfordernden Jahr 2009 sehr gut entwickelt hat.

Die Primäreinlagen, die die Kunden der Oberbank anvertrauen, sind im Vergleich zu 2008 um knapp 10 % auf rund A 11 Mrd. angestiegen. Damit konnte die Oberbank ihrem Finanzierungsauftrag weiterhin nachkommen und ihre Kunden mit Finanzierungen von annähernd A 10 Mrd. versorgen, das bedeutet einen Anstieg um 4,0 % gegenüber 2008. Die von den Unternehmen oft beklagte "Kreditklemme" gibt es bei der Oberbank nicht.

Aufgrund des besonderen Vertrauens der Kunden und der Investoren konnte die Oberbank 2009 auch ihre Eigenmittel- und Kernkapitalausstattung deutlich stärken. Mit einer Eigenmittelquote von 15,39 % (nach 12,90 % in 2008) und einer Kernkapitalquote von 9,58 % (nach 8,27 % in 2008) verfügt die Oberbank über eine besonders hohe Risikotragungsfähigkeit und über die Mittel, ihr Wachstum aus eigener Kraft ungebrochen fortzusetzen.

Die Oberbank-Aktien konnten sich dem allgemeinen Abwärtstrend an den internationalen Börsen weitgehend entziehen. Stamm- und Vorzugsaktie erwiesen sich mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Kurs sowohl gegenüber dem ATX als auch gegenüber dem europäischen Index für Bankaktien, dem DJ Euro Stoxx Banks, als überdurchschnittlich stabil.

Konzernlagebericht Allgemeine Angaben zur Berichterstattung

Ein Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 und die Folgejahre veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt.

Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) und die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.

Gliederung der Segmente

Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 59 dieses Geschäftsberichtes.

Ergebnisentwicklung

Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2009 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine sehr erfreuliche Ertragslage ausweisen. Das Betriebsergebnis blieb mit A 182,8 Mio. auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahres stabil, während im Gesamtmarkt bei Banken ein Rückgang um 30 % erwartet wird. Der Jahresüberschuss vor Steuern ging aufgrund der besonders vorsichtigen Vorsorgepolitik um 19,3 % auf A 92,0 Mio. zurück, der Jahresüberschuss nach Steuern wegen der stark gestiegenen Steuerleistung um 26,7 % auf A 77,3 Mio.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr 2009 um 12,7 % auf A 262,4 Mio. Diese Entwicklung ist auf das um 10,7 % auf A 249,2 Mio. gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft und den um 82,5 % auf A 13,2 Mio. gesunkenen Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen zurückzuführen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken besteht auch eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet. Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 90,7 Mio. nach A 67,8 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Anstieg der Wertberichtigungsquote von 0,72 % auf 0,92 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
nach IFRS in Mio. D
2009 Veränderung 2008 2007
Zinsergebnis 262,4 - 12,7 % 300,7 276,2
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 90,7 33,9 % - 67,8 - 68,4
Provisionsergebnis 88,6 - 9,5 % 97,8 101,8
Handelsergebnis 11,3 46,4 % 7,7 7,5
Verwaltungsaufwand - 208,2 4,2 % - 199,8 - 203,2
Sonstiger betrieblicher Erfolg 28,8 > 100,0 % - 24,6 - 0,9
Jahresüberschuss vor Steuern 92,0 - 19,3 % 114,0 112,9
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 14,7 72,6 % - 8,5 - 10,4
Fremdanteil am Jahresüberschuss 0,0 - 90,1 % - 0,5 0,0
Jahresüberschuss nach Steuern 77,3 - 26,7 % 105,5 102,5
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuzurechnen 77,3 - 26,4 % 105,0 102,5
davon den Minderheitsgesellschaftern
zuzurechnen 0,0 - 90,1 % 0,5 0,0

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Provisionsergebnis

Rückgänge im Wertpapiergeschäft prägen Provisionsgeschäft

Das Provisionsergebnis ging im Geschäftsjahr 2009 um 9,5 % auf A 88,6 Mio. zurück. Die guten Ergebnisse im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft konnten die aufgrund der internationalen Finanz- und Börsenkrise rückläufigen Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft nicht zur Gänze ausgleichen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jenes aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2009 konnte das Handelsergebnis in Summe um 46,4 % auf A 11,3 Mio. verbessert werden. Einem deutlichen Anstieg der Bewertungs- und Veräußerungsgewinne im Wertpapierbereich steht ein Rückgang der Gewinne im Devisen- und Derivatebereich gegenüber.

Verwaltungsaufwendungen

Nur leichter Anstieg trotz Markteintritt in der Slowakei

Trotz der fortgeführten Expansion in den Wachstumsmärkten und des Markteintrittes in der Slowakei stiegen die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr nur um 4,2 % auf A 208,2 Mio. an. Die Personalaufwendungen stiegen um 4,2 % auf A 119,8 Mio. an. Die Erhöhung ist auf die im Vorjahr aufgelöste Pensionsrückstellung aus der Anpassung der Sterbetafel zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Sachaufwendungen blieben trotz des Markteintrittes in der Slowakei mit A 66,0 Mio. auf dem Vorjahresniveau stabil. Vorwiegend bedingt durch höhere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern (Erhöhung der Sachanlagen im Operate Leasing) nahmen die Abschreibungsaufwendungen um 19,3 % auf A 22,4 Mio. zu. Die Kosten-Ertrags-Relation blieb 2009 mit 53,26 % auf einem besonders guten Niveau stabil.

Vorsichtige Risikopolitik prägt Ertragslage

Betriebsergebnis stabil auf Vorjahresniveau

Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis, Handelsergebnis und dem sonstigen Erfolg abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2009 mit A 182,8 Mio. auf dem herausragenden Niveau des Vorjahres stabil gehalten werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 19,3 % geringerer Jahresüberschuss vor Steuern von A 92,0 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 14,7 Mio. um 72,6 % höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 77,3 Mio., womit der Vorjahreswert um 26,7 % unterschritten wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von TA 45, damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern A 77,3 Mio. (- 26,4 %).

Nach der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG 28.783.125 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr A 2,83 nach A 3,91 im Jahr davor.

Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 64,9 Mio. Nach Rücklagendotation von A 50,8 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,3 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 14,4 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auf das Grundkapital von A 86,3 Mio. vorgeschlagen. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von A 14.391.562,50. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 22,8 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Analyse wichtiger Steuerungskennzahlen

Unternehmenskennzahlen nach IFRS 2009 2008 2007
Betriebsergebnisquote 1,16 % 1,22 % 1,31 %
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 9,86 % 12,83 % 13,21 %
Return on Equity nach Steuern 8,28 % 11,82 % 11,99 %
Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) 53,26 % 52,36 % 52,84 %
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 34,58 % 22,54 % 24,76 %
Eigenmittelquote 15,39 % 12,90 % 12,83 %
Kernkapitalquote 9,58 % 8,27 % 7,15 %
IFRS-Ergebnis pro Aktie in A 2,83 3,91 3,82

Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – ging im Jahr 2009 von 1,22 % um 0,06 %-Punkte auf 1,16 % zurück, womit angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.

Ab dem Geschäftsjahr 2009 wird bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses und der Betriebsergebnisquote auch der GuV-Posten Sonstiger betrieblicher Erfolg einbezogen. Die Vergleichsziffern der Vorjahre wurden entsprechend angepasst.

Aufgrund des im Vergleich zum Jahresüberschuss überproportional stark gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber dem Jahr 2008 von 12,83 % auf 9,86 %, der RoE nach Steuern von 11,82 % auf 8,28 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie ging aufgrund der Emission von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Oktober 2009 und des gesunkenen Konzernjahresüberschusses von A 3,91 im Jahr 2008 auf A 2,83 zurück.

Die Cost-Income-Ratio lag im Jahr 2009 mit 53,26 % weiterhin ausgezeichnet und klar besser als der österreichische Bankendurchschnitt. Die Risk-Earning-Ratio stieg von 22,54 % auf 34,58 %. Die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Eigenmittelquote stieg von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2009 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 4,7 % auf A 16.031,4 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.

Bilanzaktiva

Weiterer Anstieg der Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute gingen 2009 um 8,8 % auf A 2.093,3 Mio. zurück, womit ihr Anteil an den Bilanz aktiva von 15,0 % auf 13,1 % sank. Die Forderungen an Kunden konnten um 4,0 % auf A 9.836,5 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden auf A 6.246,7 Mio. nur um 1,2 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 9,3 % auf A 3.589,8 Mio. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist einen Rückgang bei den Privatkrediten um A 114,5 Mio. und eine Steigerung um A 490,4 Mio. bei den Firmenkrediten aus.

Der Anstieg der Risikovorsorgen um 15,0 % auf A 249,0 Mio. ergibt sich als Saldo der Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.

Die Finanzanlagen stiegen 2009 um 19,2 % auf A 3.581,1 Mio. deutlich an. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value A 291,5 Mio., Vermögenswerte Available for Sale A 807,0 Mio., Vermögenswerte Held to Maturity A 2.071,8 Mio. sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen A 410,8 Mio.

In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva stiegen vor allem aufgrund des höheren Volumens an positiven Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten um 50,2 % auf A 50,4 Mio. deutlich an. Das immaterielle Anlagevermögen stieg um 13,1 % auf A 9,3 Mio., vorwiegend bedingt durch Investitionen in Bankensoftware.

Aufgrund der Erhöhung der Betriebs- und Geschäftsausstattung (vor allem aus dem Operate Leasing) weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 2,7 % auf A 221,9 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die sich um 15,3 % auf A 323,2 Mio. verringerte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

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Bilanzpassiva

Starkes Primäreinlagenwachstum sichert Liquidität

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2009 um 6,5 % auf A 3.466,5 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten im Berichtsjahr geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 9,0 % auf A 10.916,4 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 9,3 % auf A 8.876,2 Mio. zu. Aufgrund des hohen Sicherheitsbedürfnisses der Kunden waren die traditionellen Sparformen 2009 weiterhin besonders gefragt. Der Spareinlagenstand nahm um 2,9 % auf A 3.399,2 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,7 % auf A 5.477,0 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 7,4 % auf A 1.308,1 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 7,8 % auf A 732,1 Mio. zu. Die deutliche Steigerung des Eigenkapitals um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. erklärt sich auch durch die Ausgabe von rund 1,7 Mio. Stück neuer Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.

Struktur des Primärmittelaufkommens in %
Nachrangkapital1 6,71 % 2
1
Verbriefte Verbindlichkeiten2 11,98 % 3
Spareinlagen3 31,14 %
Sicht- und Termineinlagen4 50,17 %
4

In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 8,7 % auf A 363,0 Mio. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (A 208,1 Mio.) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (A 119,9 Mio.) zusammen.

Die sonstigen Passiva gingen um 30,8 % auf A 249,9 Mio. zurück. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Refinanzierungsstruktur in Mio. B 2009 Veränderung 2008 2007
Spareinlagen 3.399,2 2,9 % 3.301,9 2.899,2
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.477,0 13,7 % 4.817,4 4.245,6
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.308,1 7,4 % 1.218,3 1.134,7
Nachrangkapital 732,1 7,8 % 679,1 560,1
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital 10.916,4 9,0 % 10.016,7 8.839,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.466,5 - 6,5 % 3.707,9 4.030,3
Summe 14.382,9 4,8 % 13.724,6 12.869,9

15

Eigenkapitalentwicklung

Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2009 um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. deutlich an. Das Grundkapital erhöhte sich um 6,3 % auf A 86,2 Mio., in erster Linie durch die Ausgabe von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.

Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen A 1.534,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 gegenüber A 1.286,1 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 854,8 Mio. betrug demnach A 679,5 Mio. und liegt damit um 7,39 %-Punkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2009 stieg damit einhergehend von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.

Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B 2009 Veränderung 2008 2007
Grundkapital 86,2 6,3 % 81,1 75,6
Kapitalrücklagen 194,5 38,2 % 140,8 142,7
Gewinnrücklagen 726,6 13,0 % 642,7 641,0
Unversteuerte Rücklagen 25,1 - 4,5 % 26,3 27,5
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 1,9 1,9
Anteile im Fremdbesitz 1,3 1,3 0,8
Bilanzielles Eigenkapital 1.035,6 15,8 % 894,1 889,5
Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG 1.534,3 19,3 % 1.286,1 1.293,6
hievon Kernkapital (Tier I) 955,4 15,8 % 824,7 720,5
Eigenmittelerfordernis 854,8 0,6 % 849,6 808,4
Überdeckungsquote in %-Punkten 7,39 2,49 %-P. 4,90 4,83
Bemessungsgrundlage der Eigenmittel 9.970,5 0,0 % 9.970,2 10.079,1
Eigenmittelquote in % 15,39 2,49 %-P. 12,90 12,83
hievon Kernkapitalquote in % 9,58 1,31 %-P. 8,27 7,15

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Konzernlagebericht Ausblick für 2010

Leicht verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2010 wird sich die Weltwirtschaft voraussichtlich früher als erwartet wieder positiv entwickeln. Alle Prognoseinstitute sehen für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein leichtes BIP-Wachstum, die zentral- und osteuropäischen EU-Länder werden eine Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des Vorjahres erzielen. Für Österreich wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % (WIFO) bzw. 1,3 % (IHS) prognostiziert. Der Euro wird 2010 gegenüber dem Dollar etwas schwächer als im vergangenen Jahr gesehen, an den Börsen werden weiterhin hohe Volatilitäten erwartet. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich über den Vorjahreswerten liegen.

Insgesamt geht die Oberbank davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen etwas besser als im abgelaufenen Jahr sein wird. Der stabile private Konsum, die klare Erholung der Exportwirtschaft und die mittelfristig weiterhin niedrige Inflation sind Faktoren, die die Konjunktur stützen können.

Geschäftliche Schwerpunkte der Oberbank

Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank ihre Hausbankfunktion für Industrie und Mittelstand wahrnehmen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Das Management erwartet aufgrund der Belebung der Exportwirtschaft eine verstärkte Nachfrage nach Exportfinanzierungen sowie mehr Dynamik im Bereich des Dokumenten- und Garantiegeschäftes. Das geänderte Investitionsverhalten der Unternehmen (seit dem 4. Quartal 2009 werden zuvor aufgeschobene größere Investitionen nachgeholt) wird zu einem stärkeren Bedarf an Investitionsfinanzierungen führen. In beiden Bereichen werden Förderungen und Haftungsübernahmen der öffentlichen Hand eine wichtige Rolle spielen.

Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Kundeneinlagen weiterhin die Basis einer starken Liquiditätsund Refinanzierungssituation sein. Die Reduzierung der vorher unbegrenzten staatlichen Einlagensicherung auf A 100.000 für Einlagen privater Anleger mit Jahresbeginn 2010 eröffnet die Möglichkeit, die solide Adresse Oberbank in der Kundenansprache gezielt einzusetzen. Im Bereich der Privatfinanzierungen rechnet das Management aufgrund der verbesserten konjunkturellen Aussichten und des nach wie vor günstigen Zinsniveaus mit einer höheren Nachfrage. Besonders im Kernkompetenzbereich Wohnbaufinanzierung sieht die Oberbank ein hohes Potenzial, da Wohnraumschaffung und Sanierung derzeit besonders aktuelle Themen sind.

Im Segment Financial Markets erwartet der Vorstand wieder höhere Erträge aus den Equity-Beteiligungen. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft wird der konservative Weg der Oberbank fortgesetzt.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass aufgrund der verbesserten Konjunkturentwicklung die Forderungen an Kunden im Geschäftsjahr 2010 zumindest im gleichen Ausmaß wie im abgelaufenen Jahr steigen werden. Bei den Kundeneinlagen wird ein etwas schwächeres Wachstum erwartet, weil die Anleger wieder verstärkt Mittel vom Sparbuch in Wertpapierinvestments umschichten werden. Mit der Gründung von zehn Filialen setzt die Oberbank ihre Expansion weiter fort und wird Ende 2010 auf 143 Filialen kommen. In Wien und Bayern werden jeweils drei Filialen eröffnet, in Ungarn und der Slowakei jeweils zwei weitere. In Tschechien (derzeit 17 Filialen) ist die Expansion vorerst abgeschlossen.

Die Oberbank wird auch 2010 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf ihre zentralen Werte Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität setzen.

Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2010

Das Zinsgeschäft wird auch 2010 eine stabile Säule der Ertragsentwicklung sein. Beim Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft erwartet die Oberbank im Geschäftsjahr 2010 eine weitere leichte Verbesserung gegenüber 2009, bei den Ergebnisbeiträgen aus den Equity-Beteiligungen wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen. Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der wieder deutlich verbesserten Situation im Wertpapierbereich, mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben. Beim Personal- und Sachaufwand erwartet die Oberbank trotz der starken Expansion eine nur leichte Steigerung, die Abschreibungen werden sich etwas stärker erhöhen.

Bei den Unternehmen werden sich die Folgen der Wirtschaftskrise in den Bilanzen für das Jahr 2009 deutlich auswirken. Die Oberbank wird daher weiterhin eine besonders vorsichtige Risikopolitik verfolgen und den Vorsorgen für das Kreditrisiko entsprechende Beträge zuführen. Der Anstieg der Risikovorsorgen wird allerdings deutlich weniger stark ausfallen als im Berichtsjahr.

Die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2010 abzugeben. Der Vorstand geht aber davon aus, dass im operativen Geschäft wieder ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2009 erzielt werden kann. Auch der Jahresüberschuss vor und nach Steuern wird voraussichtlich auf dem Ergebnisniveau des Vorjahres liegen. Es werden steigende Equity-Beteiligungserträge erwartet, aber auch ein Mehraufwand für die Risikovorsorgen und höhere Steueraufwendungen.

Die erwartete Ertragslage wird auch 2010 eine hohe Rücklagendotation ermöglichen, um die Eigenmittel zu stärken, und erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.

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Konzernlagebericht Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt im Oberbank-Konzern dem Gesamtvorstand.

Kontrollumfeld

Die Oberbank zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling, interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt, es wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.

Risikobeurteilung

Im Rahmen der Risikobeurteilung wird der Fokus auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze, unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Beteiligungen oder den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten zu. Teilweise werden externe Experten zugezogen oder es wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt, um das Risiko von Fehleinschätzungen zu minimieren.

Kontrollmaßnahmen

Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewandt um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird bzw. dass sie entdeckt und korrigiert werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Vollständigkeit der Daten des Rechnungswesens wird regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätskontrollen sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und den internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und nachvollziehbar dokumentiert und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet, es bestehen klare Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen. Diese Prinzipien sind auch in den EDV-Systemen durch unterschiedliche Benutzerrechte abgebildet.

Information und Kommunikation

Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden regelmäßig aktualisiert und an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden regelmäßig Diskussionen betreffend der Finanzberichterstattung und der in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien geführt. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschrif-

Konzernlagebericht Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

ten, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungswesen sicherzustellen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche verfügen über sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die entsprechend den fachlichen Anforderungen ausgebildet sind. Die Mitarbeiter werden laufend im Hinblick auf Neuerungen in der Rechnungslegung geschult, um Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung frühzeitig erkennen zu können.

Überwachung

Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Management. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene risikoabhängige Kontroll- und Überprüfungsmechanismen (insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen, nachvollziehbare Dokumentationen und Plausibilitätskontrollen) stellen eine umfassende Überwachung sicher. Zusätzlich überprüft die interne Revision unabhängig und regelmäßig auch im Bereich des Rechnungswesens die Einhaltung der internen und externen Vorschriften und berichtet direkt an den Vorstand.

Gesamtrisikomanagement

Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement im Oberbank-Konzern liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung sowie durch ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Aufbauorganisatorisch sind Vertrieb und Risikomanagement bis hinauf zum Vorstand getrennt. Das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee koordiniert die operative Umsetzung der Eigenkapital- und Risikostrategie, verteilt die zur Bedeckung der Risiken vorhandenen Eigenmittel als Limits auf die Risiken und überwacht die Einhaltung dieser Grenzwerte.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt in der Oberbank die wesentlichste Risikokomponente dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Prozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist. Die von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft wurden entsprechend umgesetzt und werden strikt eingehalten.

Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung des Systems verwendet. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt mittels externer Ratings.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Marktveränderungen durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse sowie Aktien- und Warenpreise verstanden. Die Oberbank genehmigt, misst, überwacht und steuert Marktrisiken durch den Einsatz von unterschiedlichen Limits. Für die Steuerung und Limiteinhaltung sind unterschiedliche Verantwortungsträger definiert. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Bank. Als Messgröße wird ein standardisierter Value at Risk (VaR)-Ansatz verwendet, dem die Laufzeitbandmethode der Kapitaladäquanz zugrunde liegt.

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Konzernlagebericht Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Verantwortung für das Fremdwährungsrisiko der Gesamtbank sowie für alle Marktrisiken im Handels- und Geldhandelsbuch trägt die Abteilung Global Financial Markets (GFM). Die Limiteinhaltung wird durch Errechnung eines VaR mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen sichergestellt. Dieser wird vom Risikocontrolling täglich errechnet und den Verantwortlichen der Abteilung sowie dem dafür zuständigen Vorstandsmitglied berichtet.

Operationelles Risiko

Unter dem Begriff operationelle Risiken sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen. Diese sind im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Kernstück und Motor der Behandlung operationeller Risiken in der Oberbank ist ein regelmäßig tätiges Gremium, welches die laufende Verbesserung der Arbeitsabläufe und -prozesse zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Schäden aus operationellen Risiken zum Ziel hat. Dieses Gremium besteht aus den jeweiligen Leitern und den verantwortlichen Mitarbeitern der Abteilungen Organisationsentwicklung, Strategie- und Prozessmanagement, Rechnungswesen und Controlling, Sekretariat sowie Interne Revision mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten.

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinn (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Außerdem birgt das Refinanzierungsrisiko die Gefahr, zusätzliche Geldmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.

Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Für das Management der kurzfristigen Liquidität ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse liegt ein Notfallplan vor.

Konzernlagebericht Offenlegung gemäß § 243a UGB

Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital

Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt zum 31. Dezember 2009 A 86.349.375 und ist unterteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie.

Aktienrückkauf

Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden.

Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.

Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung

Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, zum Stichtag 31. Dezember 2009, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 3,73 %. Die restlichen 26,57 % des Grundkapitals stehen im Streubesitz.

Organbestellung und Kontrollwechsel

Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand

Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender

Direktor Direktor-Stellvertreter

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Konzernabschluss

Konzernabschluss 2009 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernabschluss

Konzernrechnung 26
Gesamtergebnisrechnung 2009 26
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung 26
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 27
Bilanz zum 31. Dezember 2009 28
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 30
Geldflussrechnung 32
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss 34
Einleitung 34
1) Konsolidierungskreis der Oberbank 34
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze 34
Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung 41
3) Zinsergebnis 41
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 41
5) Provisionsergebnis 41
6) Handelsergebnis 41
7) Verwaltungsaufwand 42
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg 42
9) Ertragsteuern 42
10) Ergebnis je Aktie 42
Details zur Bilanz 43
11) Barreserve 43
12) Forderungen an Kreditinstitute 43
13) Forderungen an Kunden 43
14) Risikovorsorgen 44
15) Handelsaktiva 44
16) Finanzanlagen 44
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte 45
18) Sachanlagen 45
19) Sonstige Aktiva 46
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 47
22) Verbriefte Verbindlichkeiten 47
23) Rückstellungen 47
24) Sonstige Passiva 48
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 49
26) Nachrangkapital 49
27) Eigenkapital 49
28) Anlagenspiegel 50
29) Fair Value von Finanzinstrumenten 51
30) Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen 54
31) Segmentberichterstattung 55
32) Non performing loans 57
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 57
34) Nachrangige Vermögensgegenstände 57
35) Fremdwährungsvolumina 57
36) Treuhandvermögen 57
37) Echte Pensionsgeschäfte 57
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 57
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises 58
Risikobericht 61
40) Gesamtrisikomanagement 61
41) Kreditrisiko 64
42) Beteiligungsrisiko 70
43) Marktrisiko 71
44) Operationelles Risiko 74
45) Liquiditätsrisiko 74
46) Sonstige Risiken 75
47) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick 76
48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte 77
49) Patronatserklärungen für Beteiligungen 78
Informationen aufgrund österreichischen Rechts 78
50) Konzerneigenkapital 78
51) Personal 79
52) Wertpapieraufgliederung nach BWG 79
53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis 79
54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB 80
55) Beteiligungsliste gemäß UGB 81

Konzernabschluss Oberbank-Konzern

Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2009

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2009

in A 1.000 2009 2008 Veränd.
in A 1.000
Veränd.
in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (3) 524.007 717.061 - 193.054 - 26,9
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3) - 274.832 - 491.991 217.159 - 44,1
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (3) 13.216 75.593 - 62.377 - 82,5
Zinsergebnis (3) 262.391 300.663 - 38.272 - 12,7
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (4) - 90.731 - 67.778 - 22.953 33,9
5. Provisionserträge (5) 97.936 107.713 - 9.777 - 9,1
6. Provisionsaufwendungen (5) - 9.361 - 9.890 529 - 5,3
Provisionsergebnis (5) 88.575 97.823 - 9.248 - 9,5
7. Handelsergebnis (6) 11.265 7.694 3.571 46,4
8. Verwaltungsaufwand (7) - 208.223 - 199.762 - 8.461 4,2
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 28.758 - 24.634 53.392 >- 100,0
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL (8) 23.776 - 24.773 48.549 >- 100,0
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS (8) 4.052 - 434 4.486 >- 100,0
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM (8) 0 3.372 - 3.372 - 100,0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 930 - 2.799 3.729 >- 100,0
Jahresüberschuss vor Steuern 92.035 114.006 - 21.971 - 19,3
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (9) - 14.697 - 8.516 - 6.181 72,6
Jahresüberschuss nach Steuern 77.338 105.490 - 28.152 - 26,7
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 77.293 105.034 - 27.741 - 26,4
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 45 456 - 411 - 90,1

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

in A 1.000 2009 2008
Jahresüberschuss nach Steuern 77.338 105.490
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 28.212 - 72.817
+/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 - 7.053 18.204
+/- Veränderung Währungsausgleichsposten - 849 - 364
+/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen - 2.030 - 11.012
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen 18.280 - 65.989
Gesamtergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen Erträgen/Aufwendungen 95.618 39.501
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 95.577 39.045
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 41 456
Kennzahlen 2009 2008
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 53,26 52,36
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 9,86 12,83
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 8,28 11,82
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % 34,58 22,54
Ergebnis pro Aktie in A 2,83 3,91

Bilanz zum 31.12.2009

in A 1.000 31.12.2009 31.12.2008 Veränd.
in A 1.000
Veränd.
in %
Aktiva
1. Barreserve (11) 164.730 130.380 34.350 26,3
2. Forderungen an Kreditinstitute (12) 2.093.333 2.295.958 - 202.625 - 8,8
3. Forderungen an Kunden (13) 9.836.488 9.460.623 375.865 4,0
4. Risikovorsorgen (14) - 248.981 - 216.518 - 32.463 15,0
5. Handelsaktiva (15) 50.351 33.530 16.821 50,2
6. Finanzanlagen (16) 3.581.069 3.003.888 577.181 19,2
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL (16) 291.535 346.358 - 54.823 - 15,8
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS (16) 807.007 941.419 - 134.412 - 14,3
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM (16) 2.071.754 1.315.068 756.686 57,5
d) Anteile an at-Equity-Unternehmen (16) 410.773 401.043 9.730 2,4
7. Immaterielles Anlagevermögen (17) 9.309 8.233 1.076 13,1
8. Sachanlagen (18) 221.925 216.133 5.792 2,7
a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) 81.368 82.076 - 708 - 0,9
b) Sonstige Sachanlagen (18) 140.557 134.057 6.500 4,8
9. Sonstige Aktiva (19) 323.217 381.761 - 58.544 - 15,3
a) Latente Steueransprüche (19) 25.695 38.344 - 12.649 - 33,0
b) Sonstige (19) 297.522 343.417 - 45.895 - 13,4
Summe Aktiva 16.031.441 15.313.988 717.453 4,7

Bilanz zum 31.12.2009

in A 1.000 31.12.2009 31.12.2008 Veränd.
in A 1.000
Veränd.
in %
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 3.466.523 3.707.857 - 241.334 - 6,5
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 8.876.162 8.119.236 756.926 9,3
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 1.308.134 1.218.332 89.802 7,4
4. Rückstellungen (23) 362.990 333.987 29.003 8,7
5. Sonstige Passiva (24) 249.947 361.366 - 111.419 - 30,8
a) Handelspassiva (25) 28.691 10.325 18.366 > 100,0
b) Steuerschulden (24) 5.066 6.118 - 1.052 - 17,2
c) Sonstige (24) 216.190 344.923 - 128.733 - 37,3
6. Nachrangkapital (26) 732.110 679.091 53.019 7,8
7. Eigenkapital (27) 1.035.575 894.119 141.456 15,8
a) Eigenanteil (27) 1.034.227 892.812 141.415 15,8
b) Minderheitenanteil (27) 1.348 1.307 41 3,1
Summe Passiva 16.031.441 15.313.988 717.453 4,7

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2009

in D 1.000 Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand am 1.1.2008 75.565 142.713 400.889
Gesamtergebnis 58.285
Dividendenausschüttung - 13.405
Kapitalerhöhung 5.549 - 1.990
Erwerb eigener Aktien - 6 29
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen 138
Stand am 31.12.2008 81.108 140.752 445.907
Stand am 1.1.2009 81.108 140.752 445.907
Gesamtergebnis 79.739
Dividendenausschüttung - 13.257
Kapitalerhöhung 5.079 53.706
Erwerb eigener Aktien 42 23
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen
Stand am 31.12.2009 86.229 194.481 512.389
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2009 2008
Gewinne 20.676 4.121
Verluste - 4.653 - 56.529
Aus dem Eigenkapital entfernt 5.136 - 2.205
Gesamt 21.159 - 54.613
Eigenkapital Anteile
im
Fremdbesitz
Eigenkapital
ohne
Fremdanteile
Assoziierte
Unternehmen
Bewertungs-
rücklagen
gem. IAS 39
Währungs-
ausgleichsposten
889.461 806 888.655 221.282 47.613 593
39.501 456 39.045 35.737 - 54.613 - 364
- 13.405 - 13.405
3.559 3.559
23 23
- 25.020 45 - 25.065 - 25.203
894.119 1.307 892.812 231.816 - 7.000 229
894.119 1.307 892.812 231.816 - 7.000 229
95.618 41 95.577 - 4.472 21.159 - 849
- 13.257 - 13.257
58.785 58.785
65
245 245 245
1.035.575 1.348 1.034.227 227.589 14.159 - 620

Geldflussrechnung

in A 1.000 2009 2008
Konzernjahresüberschuss 77.293 105.034
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung
auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen 63.246 43.064
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen 29.003 21.058
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten - 53.590 - 14.340
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen - 117 - 333
Zwischensumme 115.835 154.483
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute 239.406 - 193.684
Forderungen an Kunden - 373.732 - 764.391
Handelsaktiva - 13.964 41.919
Sonstiges Umlaufvermögen 192.861 219.993
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit 184.228 - 61.467
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 261.385 - 367.577
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 749.177 942.617
Verbriefte Verbindlichkeiten 44.395 67.279
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit - 205.628 - 1.891
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 671.193 37.281
Mittelzufluss aus der Veräußerung von
Finanzanlagen 241.792 393.212
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 7.638 1.817
Mittelabfluss für den Erwerb von
Finanzanlagen - 953.458 - 552.925
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen - 36.795 - 54.817
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 740.823 - 212.713
Kapitalerhöhung 58.785 3.559
Dividendenzahlungen - 13.257 - 13.405
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit 39.925 102.765
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 85.453 92.919
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 130.380 303.946
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 671.193 37.281
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 740.823 - 212.713
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 85.453 92.919
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen 19.372 - 90.689
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen - 845 - 364
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 164.730 130.380
Erhaltene Zinsen 515.349 714.898
Erhaltene Dividenden 23.746 35.727
Gezahlte Zinsen - 314.096 - 492.748
Ertragsteuerzahlungen - 18.192 - 16.820

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.

Aufgliederung Zinsen, Dividenden und Ertragsteuerzahlungen

in A 1.000 Operative
Geschäfts-
tätigkeit
Investitions-
tätigkeit
Finanzierungs
tätigkeit
Summe
Erhaltene Zinsen 2009 447.881 67.468 0 515.349
2008 663.824 51.074 0 714.898
Erhaltene Dividenden 2009 666 23.080 0 23.746
2008 2.142 33.585 0 35.727
Gezahlte Zinsen 2009 - 295.454 0 - 18.642 - 314.096
2008 - 461.140 0 - 31.608 - 492.748
Gezahlte Dividenden 2009 0 0 - 13.257 - 13.257
2008 0 0 - 13.405 - 13.405
Ertragsteuerzahlungen 2009 - 5.985 - 16.867 4.661 - 18.192
2008 - 11.954 - 12.769 7.902 - 16.820

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss

Einleitung

Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.

Die Genehmigung des Abschlusses 2009 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 24. März 2010 vorgesehen.

1) Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Berichtsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %). Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.

2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze

Angewandte IAS bzw. IFRS

Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.

Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Die Änderungen zu IAS 1, 23, 27, 32, 39, die Änderungen zu IFRS 1, 2, 7 sowie die neuen Standards und Interpretationen IFRS 8, IFRIC 13, 14, 15 sind in der Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung gekommen. Aus der erstmaligen Anwendung ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Oberbank-Konzern. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 17, IFRIC 18, Neufassungen der IFRS 1 und IFRS 3, Änderungen an IAS 27, 32, 39, an IFRS 4, 7 sowie an IFRIC 9), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Standards schon untersucht wurden, werden keine Änderungen in materieller Hinsicht erwartet. IAS 24, IFRIC 19, IFRS 9, Änderungen an IFRS 1, 2 sowie an IFRIC 14, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9, Financial Instruments, herausgegeben. Der neue Standard repräsentiert die erste von drei Phasen zur vollständigen Ablöse von IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. Der jetzt vorgelegte Standard ändert grundlegend die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei IFRS 9 sich zunächst ausschließlich auf finanzielle Vermögenswerte beschränkt.

Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Oberbank-Konzern werden nach Veröffentlichung der beiden restlichen Phasen (Wertberichtigung und Sicherungsbeziehung) abschließend untersucht. Eine verlässliche Aussage zum Einfluss auf die zukünftigen Jahresabschlüsse ist aus heutiger Sicht nicht möglich.

Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARAN-TIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.

Unternehmenserwerbe

Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.

Währungsumrechnung und Konzernwährung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Handelsaktiva

Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.

Derivate

Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.

Leasing

Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Risikovorsorgen

Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft hat die Oberbank Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gemäß IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen die Kategorien FV/PL (Fair Value/Profit or Loss), HtM (Held to Maturity), AfS (Available for Sale) sowie die Anteile an at-Equity-Unternehmen. Vermögenswerte, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden. Die Anteile an at-Equity-Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens angesetzt.

Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Im Ergebnis 2009 sind bei den finanziellen Vermögenswerten AfS Impairment-Abschreibungen in der Höhe von TA 7.530 enthalten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen von der Kategorie AfS in der Höhe von TA 17.669 in die Kategorie HtM statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist. Die Differenz zum Börsekurswert betrug TA 837.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.

In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer: Bankbetrieblich genützte Gebäude 10 bis 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre Standard-Software 4 Jahre

Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Steuerabgrenzung

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.

Handelspassiva

In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.

Rückstellungen

a) Personalrückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:

  • • Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 4,0 % (Vorjahr 4,0 %)
  • • Gehaltserhöhungen von 4,0 % (Vorjahr 4,0 %) und Pensionserhöhungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %)
  • • Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 60 Jahren

Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.

b) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.

Sonstige Passiva

Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf A 75.973.557,69. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf A 81.270.000,00 erhöhte. Mit Beschluss des Vorstandes vom 30. September 2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das Grundkapital auf A 86.349.375,00 erhöhte.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 der Oberbank AG eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 14.391.562,50), wobei A 308.251,90 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 50.805.776,38 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 22.838,85 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 10.479.845 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgebucht. Die Rücklagen aus assoziierten Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten der assoziierten Unternehmen dar.

Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft. Ebenso werden Ergebnisse aus Impairments von Finanzanlagen ab dem Geschäftsjahr 2009 in diesem Posten ausgewiesen.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.

6) Handelsergebnis

Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung

in A 1.000 2009 2008
3) Zinsergebnis
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 416.622 609.640
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.213 3.576
Sonstigen Beteiligungen 1.402 2.108
Verbundenen Unternehmen 4.476 1.198
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 99.294 100.539
Zinsen und ähnliche Erträge 524.007 717.061
Zinsaufwendungen für Einlagen - 204.467 - 414.441
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten - 42.160 - 45.966
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten - 28.205 - 31.584
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 274.832 - 491.991
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen 13.216 75.593
Zinsergebnis 262.391 300.663
Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 514.203 (Vorjahr TA 696.126). Der entsprechende
Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf TA 215.489 (Vorjahr TA 440.121).
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 103.916 90.397
Direktabschreibungen 13.708 3.463
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 24.893 - 23.481
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen - 2.000 - 2.601
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 90.731 67.778
In dieser Position sind im Geschäftsjahr 2009 Impairments in Höhe von A 7,5 Mio. enthalten. Im Vorjahr waren Impairments von A 10,5 Mio. im sonstigen betrieblichen Erfolg ausgewiesen.
5) Provisionsergebnis
Zahlungsverkehr 31.494 31.722
Wertpapiergeschäft 28.647 34.417

Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 8.704 14.533 Kreditgeschäft 17.624 14.714 Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 2.106 2.437 Provisionsergebnis 88.575 97.823

Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften 7.752 - 2.865 Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 4.504 6.186 Gewinne/Verluste aus Derivaten - 991 4.373 Handelsergebnis 11.265 7.694

Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung

in A 1.000 2009 2008
7) Verwaltungsaufwand
Personalaufwand 119.815 114.943
hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kasse 309 274
Andere Verwaltungsaufwendungen 65.988 66.026
Abschreibungen und Wertberichtigungen 22.420 18.793
Verwaltungsaufwand 208.223 199.762
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL 23.776 - 24.773
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS 4.052 - 434
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM 0 3.372
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg 930 - 2.799
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 28.758 - 24.634

Im sonstigen betrieblichen Erfolg waren im Vorjahr Impairments in Höhe von A 10,5 Mio. enthalten. Diese werden ab dem Geschäftsjahr 2009 in der Position Risikovorsorgen im Kreditgeschäft ausgewiesen.

9) Ertragsteuern
Laufender Ertragsteueraufwand 9.101 5.608
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 5.596 2.908
Ertragsteuern 14.697 8.516
Jahresüberschuss vor Steuern 92.035 114.006
Errechneter Steueraufwand 25 % 23.009 28.502
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen - 6.910 - 8.678
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen 610 - 11.688
Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre 213 704
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen - 2.301 - 3.538
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 5.604 3.102
Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge - 4.886 0
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen - 642 112
Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 14.697 8.516
Effektiver Steuersatz 15,97 % 7,47 %
10) Ergebnis je Aktie in D
Aktienanzahl per 31.12. 28.783.125 27.090.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 27.291.709 26.889.294
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens
zuzurechnender Jahresüberschuss nach Steuern 77.293 105.034
Ergebnis je Aktie in D 2,83 3,91

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.

in A 1.000 2009 2008
11) Barreserve
Kassenbestand 64.507 64.490
Guthaben bei Zentralnotenbanken 100.223 65.890
Barreserve 164.730 130.380
12) Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an inländische Kreditinstitute 1.118.940 1.248.119
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 974.393 1.047.839
Forderungen an Kreditinstitute 2.093.333 2.295.958
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Täglich fällig 143.275 95.735
Bis 3 Monate 1.458.143 1.702.409
Über 3 Monate bis 1 Jahr 385.250 324.806
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 86.590 153.008
Über 5 Jahre 20.075 20.000
Forderungen an Kreditinstitute 2.093.333 2.295.958
13) Forderungen an Kunden
Forderungen an inländische Kunden 6.246.692 6.175.396
Forderungen an ausländische Kunden 3.589.796 3.285.227
Forderungen an Kunden 9.836.488 9.460.623
Forderungen an Kunden nach Fristen
Täglich fällig 1.216.577 511.267
Bis 3 Monate 1.264.845 1.406.453
Über 3 Monate bis 1 Jahr 1.089.698 1.231.991
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.426.867 2.413.053
Über 5 Jahre 2.838.501 3.897.859
Forderungen an Kunden 9.836.488 9.460.623
Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing)
Bruttoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 63.148 65.697
3 Monate bis 1 Jahr 181.481 206.341
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 481.649 627.015
Über 5 Jahre 296.951 276.995
Summe 1.023.229 1.176.048
Nicht realisierte Finanzerträge
Bis 3 Monate 8.730 12.099
3 Monate bis 1 Jahr 18.185 32.208
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 48.211 93.564
Über 5 Jahre 25.754 75.850
Summe 100.881 213.721
in A 1.000 2009 2008
Nettoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 54.418 53.598
3 Monate bis 1 Jahr 163.296 174.133
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 433.438 533.451
Über 5 Jahre 271.197 201.145
Summe 922.349 962.327
Kumulierte Wertberichtigungen 6.008 2.775

14) Risikovorsorgen

Siehe Seite 69.

15) Handelsaktiva
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 18.419 18.932
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 2.541 3.977
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 0 407
Zinsbezogene Geschäfte 29.391 10.214
Sonstige Geschäfte 0 0
Handelsaktiva 50.351 33.530
16) Finanzanlagen
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 2.655.411 2.128.390
Nicht börsenotiert 39.390 38.894
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 49.780 39.225
Nicht börsenotiert 149.943 136.769
218.441
183.029
204.715
152.983
248.059
10.809 27.055
46.522 27.798
3.581.069 3.003.888
346.358
941.419
1.315.068
410.773 401.043
3.581.069 3.003.888
2.160
3.044
229
2.800
9.309 8.233
81.368 82.076
71.705 74.804
53.454 44.690
15.398 14.563
221.925 216.133
227.744
291.535
807.007
2.071.754
1.833
6.485
151
840

Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 81.368 (Vorjahr TA 82.076); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 83.663 (Vorjahr TA 83.442). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr TA 3.427, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen TA 1.617.

Leasinggeschäft (Operate Leasing) Künftige Mindestleasingzahlungen

Bis 3 Monate 2.618 1.495
3 Monate bis 1 Jahr 8.127 4.358
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 29.842 15.022
Über 5 Jahre 71.304 14.715
Summe 111.891 35.590
in A 1.000 2009 2008
19) Sonstige Aktiva
Latente Steueransprüche 25.695 38.344
Sonstige Vermögensgegenstände 295.864 341.981
Rechnungsabgrenzungsposten 1.658 1.436
Sonstige Aktiva 323.217 381.761
Aktive Steuerabgrenzungen 25.695 38.344
Latente Steueransprüche 25.695 38.344
Aktive Steuerabgrenzungen
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 16.922 17.006
Festverzinsliche Wertpapiere - 4.258 - 830
hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten - 4.277 - 857
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 9.793 - 2.916
Beteiligungen 1.221 638
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände - 318 - 287
Sonstige Aktiva - 13.203 - 26.146
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 3.156 3.539
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.606 - 5.380
Sonstige Passiva 14.304 30.471
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 24.065 24.601
Sonstige Rückstellungen - 11.436 - 6.576
Nachrangkapital 414 202
Steuerliche Verlustvorträge 3.015 4.022
Aktive Steuerabgrenzungen 25.695 38.344
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber
Inländischen Kreditinstituten 1.261.892 1.897.031
Ausländischen Kreditinstituten 2.204.631 1.810.826
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.466.523 3.707.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
Täglich fällig 521.103 544.267
Bis 3 Monate 1.846.300 2.441.807
Über 3 Monate bis 1 Jahr 771.917 399.757
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 190.180 209.075
Über 5 Jahre 137.023 112.951

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.466.523 3.707.857

.

in A 1.000 2009 2008
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Spareinlagen 3.399.174 3.301.878
Sonstige 5.476.988 4.817.358
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.876.162 8.119.236
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Täglich fällig 3.558.524 2.472.249
Bis 3 Monate 2.319.072 2.472.086
Über 3 Monate bis 1 Jahr 1.720.403 2.822.060
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.048.589 213.719
Über 5 Jahre 229.574 139.122
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.876.162 8.119.236
22) Verbriefte Verbindlichkeiten
Begebene Schuldverschreibungen 1.066.395 907.752
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 241.739 310.580
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.308.134 1.218.332
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Bis 3 Monate 84.831 89.658
Über 3 Monate bis 1 Jahr 142.987 65.263
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 948.652 740.453
Über 5 Jahre 131.664 322.958
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.308.134 1.218.332
23) Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 208.143 208.540
Sonstige Rückstellungen 154.847 125.447
Rückstellungen 362.990 333.987
Jubiläumsgeldrückstellung 8.086 8.981
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 119.894 95.093
Sonstige Rückstellungen 26.867 21.373
Sonstige Rückstellungen 154.847 125.447
in A 1.000 2009 2008
Entwicklung der Rückstellung
für Abfertigungen und Pensionen
Rückstellung zum 1.1. 208.540 213.387
Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung - 196 1.208
Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung - 201 - 6.055
Rückstellung zum 31.12. 208.143 208.540

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellung zum 1.1. 217.521 222.057
+ Dienstzeitaufwand 3.922 3.885
+ Zinsaufwand 8.109 8.017
- Zahlungen im Berichtsjahr - 10.557 - 9.950
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust - 2.766 591
+/- Übrige Veränderungen 0 - 7.079
Rückstellung zum 31.12. 216.229 217.521

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Die übrigen Veränderungen des Vorjahres in Höhe von TA - 7.079 betrafen die Auflösung der Rückstellung aus der Erhöhung der Sterbetafeln. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2010 der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund A 1 Mio. gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2005 TA 192.196, für 2006 TA 210.820 bzw. für das Geschäftsjahr 2007 TA 222.057.

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen

Jubiläumsgeld-
rückstellung
Rückst. für das
Kreditgeschäft
Sonstige
Rückstellungen
Stand zum 1.1. 8.981 95.093 21.373
Zuweisung 247 28.652 11.879
Verbrauch/Währungsdifferenz 9 781 4.384
Auflösung 1.133 3.070 2.001
Stand zum 31.12. 8.086 119.894 26.867
24) Sonstige Passiva 2009 2008
Handelspassiva 28.691 10.325
Steuerschulden 5.066 6.118
Sonstige Verbindlichkeiten 166.997 290.665
Rechnungsabgrenzungsposten 49.193 54.258
Sonstige Passiva 249.947 361.366
in A 1.000 2009 2008
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva)
Währungsbezogene Geschäfte 6 51
Zinsbezogene Geschäfte 28.683 10.257
Sonstige Geschäfte 2 17
Handelspassiva 28.691 10.325
26) Nachrangkapital
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 6.598 10.799
Ergänzungskapital 646.139 608.826
Hybridkapital 79.373 59.466
Nachrangkapital 732.110 679.091
Nachrangkapital nach Fristen
Bis 3 Monate 57.198 12.848
Über 3 Monate bis 1 Jahr 0 33.653
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 216.042 234.435
Über 5 Jahre 458.870 398.155
Nachrangkapital 732.110 679.091
27) Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 86.229 81.107
Kapitalrücklagen 194.481 140.752
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 726.519 642.760
Unversteuerte Rücklagen 25.126 26.321
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Minderheitenanteil 1.348 1.307
Eigenkapital 1.035.575 894.119
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück)
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 27.079.587 26.989.788
Ausgabe neuer Aktien 1.693.125 90.000
Kauf eigener Aktien - 1.834.761 - 1.087.464
Verkauf eigener Aktien 1.836.124 1.087.263
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 28.774.075 27.079.587
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 9.050 10.413
Ausgegebene Aktien per 31.12. 28.783.125 27.090.000

Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,4 Mio. (Vorjahr A 0,5 Mio.).

in A 1.000

28) Anlagenspiegel

Entwicklung Immaterielle Anlagevermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle
Anlagever-
mögenswerte
Sachanlagen Hievon als Finanz
investitionen ge
haltene Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 28.329 382.769 83.523
Währungsdifferenzen 163 - 3 0
Zugänge 4.982 31.813 6.714
Abgänge 11.634 12.584 5.570
Kumulierte Abschreibungen 12.531 180.070 3.299
Buchwerte 31.12.2009 9.309 221.925 81.368
Buchwerte 31.12.2008 8.233 216.133 82.076
Abschreibungen im Geschäftsjahr 3.899 18.521 1.884

Entwicklung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Beteiligungen
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 210.540 462.041
Zugänge 15.991 2.816
Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 9.731
Abgänge 159 963
Kumulierte Abschreibungen 7.931 5.521
Buchwerte 31.12.2009 218.441 468.104
Buchwerte 31.12.2008 204.715 455.895
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2.183 260

Durch den Abgang von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 159. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 159 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 0.

29) Fair Value von Finanzinstrumenten per 31.12.2009

in A 1.000 HtM FV/PL HB AfS L&R/
Liabilities
Sonstige Summe
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Barreserve 164.730 164.730
164.730 164.730
Forderungen an Kreditinstitute 2.093.333 2.093.333
2.094.199 2.094.199
Forderungen an Kunden 40.033 74.340 45.800 9.676.315 9.836.488
40.033 74.340 45.800 9.726.623 9.886.796
Risikovorsorgen - 248.981 - 248.981
- 248.981 - 248.981
Handelsaktiva 50.351 50.351
50.351 50.351
Finanzanlagen 2.071.754 291.535 807.007 410.773 3.581.069
2.102.460 291.535 807.007 504.302 3.705.304
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.309 9.309
9.309 9.309
Sachanlagen 221.925 221.925
247.665 247.665
Sonstige Aktiva 323.217 323.217
323.217 323.217
Summe Bilanzaktiva 2.111.787 365.875 50.351 852.807 11.520.667 1.129.954 16.031.441
2.142.493 365.875 50.351 852.807 11.571.841 1.249.223 16.232.590
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125.468 3.341.055 3.466.523
125.468 3.338.317 3.463.785
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.101.816 7.774.346 8.876.162
1.101.816 7.785.318 8.887.134
Verbriefte Verbindlichkeiten 930.402 377.732 1.308.134
930.402 377.161 1.307.563
Rückstellungen 362.990 362.990
362.990 362.990
Sonstige Passiva 28.691 221.256 249.947
28.691 221.256 249.947
Nachrangkapital 307.750 424.360 732.110
307.750 424.262 732.012
Kapital 1.035.575 1.035.575
1.035.575 1.035.575
Summe Bilanzpassiva 0 2.465.436 28.691 0 11.917.493 1.619.821 16.031.441
0 2.465.436 28.691 0 11.925.058 1.619.821 16.039.006

*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.

29) Fair Value von Finanzinstrumenten per 31.12.2008

in A 1.000 HtM FV/PL HB AfS L&R/
Liabilities
Sonstige Summe
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Barreserve 130.380 130.380
130.380 130.380
Forderungen an Kreditinstitute 2.295.958 2.295.958
2.300.245 2.300.245
Forderungen an Kunden 72.851 25.227 9.362.545 9.460.623
72.851 25.227 9.413.739 9.511.817
Risikovorsorgen - 216.518 - 216.518
- 216.518 - 216.518
Handelsaktiva 33.530 33.530
33.530 33.530
Finanzanlagen 1.315.068 346.358 941.419 401.043 3.003.888
1.261.582 346.358 941.419 360.246 2.909.605
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.233 8.233
8.233 8.233
Sachanlagen 216.133 216.133
237.327 237.327
Sonstige Aktiva 381.761 381.761
381.761 381.761
Summe Bilanzaktiva 1.315.068 419.209 33.530 966.646 11.441.985 1.137.550 15.313.988
1.261.582 419.209 33.530 966.646 11.497.466 1.117.947 15.296.380
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.678 3.581.179 3.707.857
126.678 3.583.268 3.709.946
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 144.752 7.974.484 8.119.236
144.752 8.011.492 8.156.244
Verbriefte Verbindlichkeiten 775.320 443.012 1.218.332
775.320 429.108 1.204.428
Rückstellungen 333.987 333.987
333.987 333.987
Sonstige Passiva 10.325 351.041 361.366
10.325 351.041 361.366
Nachrangkapital 177.458 501.633 679.091
177.458 498.407 675.865
Kapital 894.119 894.119
894.119 894.119
Summe Bilanzpassiva 0 1.224.208 10.325 0 12.500.308 1.579.147 15.313.988
0 1.224.208 10.325 0 12.522.275 1.579.147 15.335.955

*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.

Darstellung der Fair-Value-Hierachie bei zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumenten per 31.12.2009

in A 1.000 HtM
Fair Value
FV/PL
Fair Value
HB
Fair Value
AfS
Fair Value
L&R/
Liabilities
Fair Value
Sonstige
Fair Value
Summe
Fair Value
Aktiva
Level 1 0 261.468 4.452 536.944 0 0 802.864
Level 2 0 104.407 45.899 60.412 0 79.726 290.444
Level 3 0 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente Aktiva 0 365.875 50.351 597.356 0 79.726 1.093.308
Passiva
Level 1 0 1.223.414 0 0 0 0 1.223.414
Level 2 0 1.242.022 28.691 0 0 47.275 1.317.988
Level 3 0 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente Passiva 0 2.465.436 28.691 0 0 47.275 2.541.402

Unter Fair Value versteht man den Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht bzw. Verbindlichkeiten erfüllt werden. Der beste Indikator für den Fair Value ist der Marktpreis in einem aktiven Markt. Sofern Marktpreise in einem aktiven Markt verfügbar sind, werden diese zur Bewertung herangezogen (Level1). Sind keine Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair-Value-Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise durchgeführt wird (Level 2). Lässt sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).

Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 82.496 (Vorjahr TA 50.726) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 68.788 (Vorjahr TA 47.263) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 13.708 (Vorjahr TA 3.463) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 4.919 (Vorjahr TA 6.195). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 62 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt TA 1.273, während bei den Forderungen keine nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung eintrat.

30) Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TA 1.745,2 (Vorjahr TA 2.317,0). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TA 1.338,1 (Vorjahr TA 1.480,7). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TA 469,2 (Vorjahr TA 592,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden TA 1.295,3 (Vorjahr TA 1.306,5) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TA 1.161,3 (Vorjahr TA 1.108,6). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.

Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TA 135,0 (Vorjahr TA 147,0). Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahe stehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Geschäftsvorfälle Assoziierte Unternehmen Tochterunternehmen
Finanzierungen 196.418 11.122
Bürgschaften/Sicherheiten 696 0
Ausstehende Salden
Forderungen 77.752 89.039
Forderungen Vorjahr 225.099 91.518
Verbindlichkeiten 84.125 64.262
Verbindlichkeiten Vorjahr 57.494 67.221
Bürgschaften/Garantien 24.265 1.219
Bürgschaften/Garantien Vorjahr 22.079 2.013
Ertragsposten
Zinsen 1.800 2.891
Provisionen 400 14
Aufwendungen
Zinsen 2.174 155
Provisionen 4 0

Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die Mitarbeiter abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 50.000 Stück.

31) Segmentberichterstattung

Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.

Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem so genannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformation auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.

In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:

  • • Verantwortung für den Unternehmensbereich Privatkunden;
  • • Der Unternehmensbereich Firmenkunden umfasst im Wesentlichen das Firmenkundengeschäft sowie das Ergebnis aus 35 Leasing-Gesellschaften;
  • • Der Unternehmensbereich Financial Markets umfasst die Handelstätigkeit, die Eigenpositionen der Bank, Positionen, die als Market Maker eingegangen werden, das Strukturergebnis der Bank, Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie das Ergebnis der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.;
  • • Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten sowie jene Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden können, erfasst.

Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2009 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.

Segmentberichterstattung Kerngeschäftsbereiche

Financial
Privat Firmen Markets Sonstige Summe
Zinsergebnis 57.031 162.430 42.930 262.391
hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen 13.216 13.216
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 10.072 - 51.239 - 29.420 - 90.731
Provisionsergebnis 40.890 47.685 88.575
Handelsergebnis 440 10.825 11.265
Verwaltungsaufwand - 83.861 - 95.453 - 4.910 - 23.999 - 208.223
Sonstiger betrieblicher Erfolg 269 6.078 22.630 - 219 28.758
Jahresüberschuss vor Steuern 4.257 69.941 42.055 - 24.218 92.035
Ø risikogewichtete Aktiva 1.130.799 7.653.330 4.125.596 12.909.726
Ø zugeordnetes Eigenkapital 81.782 553.503 298.371 933.656
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 5,2 % 12,6 % 14,1 % 9,9 %
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 85,4 % 44,1 % 6,4 % 53,3 %
Barreserve 164.730 164.730
Forderungen an Kreditinstitute 2.093.333 2.093.333
Forderungen an Kunden 1.903.413 7.933.075 9.836.488
Risikovorsorgen - 53.778 - 188.703 - 6.500 - 248.981
Handelsaktiva 50.351 50.351
Sonstige Vermögenswerte 3.581.069 554.451 4.135.520
Segmentvermögen 1.849.635 7.744.372 5.882.983 554.451 16.031.441
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.466.523 3.466.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.654.384 4.221.778 8.876.162
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.308.134 1.308.134
Handelspassiva 28.691 28.691
Eigen- und Nachrangkapital 154.836 1.047.945 564.904 1.767.685
Sonstige Schulden 584.246 584.246
Segmentschulden 4.809.220 5.269.723 5.368.252 584.246 16.031.441
Abschreibungen 5.970 11.977 387 4.086 22.420

Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

Konzernabschluss Oberbank-Konzern

32) Non performing loans 2009 2008
Forderungen an Kreditinstitute 12.129 8.298
Forderungen an Kunden 228.461 255.312
Festverzinsliche Wertpapiere 4.022 3.006
Siehe auch Seite 120.
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 19.942 20.804
Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen 130.135 129.865
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte 25.229 22.465
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 76.153 84.302
Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB 250.000 579.338
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 501.459 836.774

Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.

34) Nachrangige Vermögensgegenstände
Forderungen an Kreditinstitute 22.000 0
Forderungen an Kunden 39.751 13.097
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 43.979 0
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 27.321 23.125
Nachrangige Vermögensgegenstände 133.051 36.222
35) Fremdwährungsvolumina
Aktiva 1.919.650 1.880.785
Passiva 2.166.473 1.873.614
36) Treuhandvermögen
Treuhandkredite 267.012 269.836
Treuhandbeteiligungen 96 96
Treuhandvermögen 267.108 269.932
37) Echte Pensionsgeschäfte
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen 1.514 714
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.347.897 1.487.028
Eventualverbindlichkeiten 1.347.897 1.487.028
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 40.493 74.882
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 1.462.965 616.162
Kreditrisiken 1.503.458 691.044
39. Unternehmen des Konsolidierungskreises
Konzernmuttergesellschaft
OBERBANK AG, Linz
Vollkonsolidierte Unternehmen Anteil in %
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Immo Truck gAG, Budapest 100,00
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 75,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 100,00
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag 95,00
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 99,80
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00

Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00 Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00 OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00 OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00 OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00 POWER TOWER GmbH, Linz 99,00 Tuella Finanzierung GmbH, Wien 100,00

Quotenkonsolidierte Unternehmen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
At Equity bewertete assoziierte Unternehmen
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,22
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,52
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz 40,00
voestalpine AG, Linz 7,48
Nicht konsolidierte Unternehmen
A. VERBUNDENE UNTERNEHMEN Anteil in %
"AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg 58,72
"Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 74,00
"LA" Gebäudevermietung und Bau – Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz 100,00
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m. b. H., Linz 100,00
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 100,00
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 100,00
OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 100,00
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 100,00
ˇ
Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis
ˇ
100,00
"SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
"SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
"ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00
"VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Wohnwert GmbH, Salzburg 100,00
Nicht konsolidierte Unternehmen
B. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 20,57
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
"ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 50,00
B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 33,33
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 24,85
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 25,00
COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 20,25
Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 26,28
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 25,00
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S. A. SICAR, Luxemburg 33,30
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung,
gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 37,33
Kontext Druckerei GmbH, Linz 25,20
Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 24,90
LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz
(vormals Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura) 50,00
MY Fünf Handels GmbH, Wien 50,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 20,00
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 48,00
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 26,76

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 504.302. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:

2009 2008
Vermögensgegenstände 26.307.025 28.952.595
Schulden 21.199.680 23.741.392
Erlöse 9.643.717 12.633.008
Periodengewinne/-verluste 159.084 943.209

Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.

Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.

Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:

2009 2008
Vermögensgegenstände 377.102 282.869
Schulden 211.448 137.251
Erlöse 246.336 69.742
Periodengewinne/-verluste - 4.130 3.667

Risikobericht

40) Gesamtrisikomanagement

Risikostrategie

Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.

Der Vorstand und alle Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.

Offenlegung gemäß § 26 BWG und Offenlegungsverordnung

Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 26 Bankwesengesetz und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der Oberbank (www.oberbank.at) dargestellt und begründet.

Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG.

Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird vom Controlling gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.

Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.

Risikocontrolling

Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiter.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen. Das IKS umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt.

Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme.

Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements, weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.

Risikobericht an den Aufsichtsrat

Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.

Zuständigkeit für das Management in den einzelnen Risikokategorien

Kreditrisiko

Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.

Beteiligungsrisiko

Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat (SEK) ist für das operative Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubsituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.

Marktrisiko

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Risikolimits selbständig gestionieren. Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee ist für die Marktrisiken im Bankbuch zuständig.

Liquiditätsrisiko

Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.

Operationelles Risiko

Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionaler Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.

Zuständigkeit für das Risikomanagement im Konzern

Die Risikomanagement-Zuständigkeit für alle Tochtergesellschaften als auch für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen. Auch die Marktrisiken werden in der Oberbank AG für die in- und ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.

Gesamtbank-Risikosteuerung und Risikotragfähigkeitsrechnung

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, werden in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung abgedeckt. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko, Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken.

Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind. So werden für das Liquiditätsrisiko keine Eigenmittel gehalten, da diese nur mittelbar geeignet sind, Liquiditätsrisiko zu begrenzen. Die Risikobegrenzung erfolgt durch die intern festgelegten Prozesse zur Steuerung des Liquiditätsrisikos einschließlich Notfallpläne. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits wie zum Beispiel das Limit für das Fremdwährungskreditportfolio.

Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputationsrisiken sowie strategische und sonstige Risiken) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.

Anteil der zugeordneten Risikolimits an den gesamten Risikodeckungsmassen
Risikopuffer1 10,0 % 1
Kreditrisiko2 62,0 % 2
Beteiligungsrisiko3 12,0 % 6
5
Marktrisiko Bankbuch4 10,6 %
Marktrisiko Handelsbuch5 1,4 % 4
Operationelles Risiko6 4,0 % 3

Die Limitausnutzung per 31.12.2009 beträgt 65,3 %. Das Kreditrisiko wird zu 68,1 %, das Beteiligungsrisiko zu 53,8 %, das Marktrisiko im Bankbuch zu 66,7 %, das Marktrisiko im Handelsbuch zu 12,5 % und das operationelle Risiko zu 69,6 % der jeweils vergebenen Limits ausgenutzt.

Eigenmittelerfordernis gemäß BWG § 22

Die jeweiligen Mindesteigenmittelerfordernisse gemäß § 22 BWG wurden im gesamten Berichtsjahr deutlich überschritten.

Anteil der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel an den gesamten Eigenmitteln
Operationelles Risiko1 3,6 %
Freie Eigenmittel2 44,3 % 2
1
Kreditrisiko3 51,9 % 4
Handelsbuch4 0,2 % 3

Insgesamt verfügt die Oberbank über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Es werden nur 55,7 % der Eigenmittel verbraucht.

41) Kreditrisiko

Das Adressenausfallsrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfalls-, Länder- sowie Counterpartyrisiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist.

Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen zusammen.

in Mio. A Forderungswert
per 31.12.2009
Forderungswert
per 31.12.2008
Kredite und Forderungen 11.764 11.735
Festverzinsliche Wertpapiere 2.736 2.235
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten 3.117 2.942
Gesamtbetrag der Forderungen 17.617 16.912

Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip (d.h. Sitz der Kreditkunden in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen) unter Bedachtnahme auf das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmassen zugeordnete Limit. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben.

Die operativen Risikoziele werden im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit einem Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens beschränkt. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.

Kreditentscheidungsprozess

Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe, vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der Prozess der Kreditgewährung umfasst alle bis zur Bereitstellung des Kredits, zur Vertragserfüllung oder Einrichtung einer Linie erforderlichen Arbeitsabläufe. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt. Für die einzelnen Kreditverträge werden rechtlich geprüfte Standardtexte von der Abteilung Kredit-Management erstellt, die laufend aktualisiert werden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit Kredit-Management unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die zentrale Abteilung Kredit-Management steht zur Unterstützung für rechtliche Fragen in Einzelfällen zur Verfügung.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Prozess des internen Ratings

Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben.

Die Freigabe der Ratings wird im Rahmen der gültigen Kompetenzrichtlinie ausgeübt. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet. Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren, die über automatisierte Prozesse unterstützt wird, und der Konditionengestaltung besteht ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik). Dieser Zusammenhang wird in den internen Richtlinien dargestellt.

Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich (Scoringverfahren). Alle Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallswahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt.

Die Slottingverfahren bei Spezialfinanzierungen haben hier eine Sonderstellung, da sie eine Einordnung in die aufsichtsrechtlich vorgesehenen Bonitätsfächer vornehmen. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt auf Basis externer Ratings und/oder Bilanzanalysen kombiniert mit qualitativen Kriterien.

Verteilung Kundenobligo inklusive Haftungen (ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten)

Bedingt durch die Einführung von mit statistischen Methoden weiterentwickelten Ratingverfahren per 1. Jänner 2009 entstanden zwei neue Ratingklassen, um sowohl das Risiko als auch das Risk-Pricing feiner steuern zu können. Die Auswirkung dieser feineren Differenzierung wird im Jahresvergleich speziell im Übergang von guter zu sehr guter Bonität sichtbar.

In der Bonitätsstufe "sehr gut" befinden sich die Ratingklassen AA, 1a und 1b, in der Stufe "gut" die Ratingklassen 2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe "mangelhaft" die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe "non performing" befinden sich jene Forderungen, für die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft. Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene Forderungen, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Forderungen in den Ratingklassen 5b und 5c werden bereits betrieben. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 156,8 Mio. (Vorjahr A 148,6 Mio.) an nicht wertgeminderten Forderungen.

Risikosteuerung und Controlling

Die quantitative operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes geplant und es wird monatlich je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich erhoben und in der Ergebnisvorschau aktualisiert. Als qualitative Kriterien werden im Zuge der Planung Kennzahlen vereinbart, mit deren Hilfe die Qualität und Aktualität der Entscheidungsparameter verbessert werden soll, so zum Beispiel die Aktualität der Ratings oder Managementgespräche mit wichtigen Kunden.

Als Folge der Geschäftsstrategie der Oberbank als Regionalbank war es daher im vergangenen Jahr im Zuge der Auswirkungen der Finanzkrise möglich, die aktuelle Geschäftssituation der Kunden sehr schnell in die Bonitätsbeurteilung einfließen zu lassen.

Angaben zur Risikokonzentration

Management von Risikokonzentration

Die Oberbank ist eine regional tätige Universalbank mit den Geschäftsfeldern Privatkunden und Firmenkunden. Aufgrund dieses Geschäftsmodells sind übermäßige Risikokonzentrationen nicht vorhanden. Die Identifikation erfolgt über das tourliche Monitoring . Großkreditrisiken sind in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2009 über einen Deckungsfonds von A 196,1 Mio. für die 3 Banken Gruppe verfügt (gegenüber A 163 Mio. im Vorjahr).

Auswertungen

Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten, Forderungen und festverzinslichen Wertpapieren beträgt 13,8 %. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an den Bund (3,7 %), an europäische Banken (8,1 %) sowie an Industrie- und Handelsunternehmen (2 %). Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.

Darstellung des Portfolios nach Regionen per 31.12.2009

in Mio. A
Geographische Verteilung
Kredite und
Forderungen
Wertpapiere Kreditrisiken aus
Derivaten und
Festverzinsliche Eventualverbind
lichkeiten
Gesamtsumme
Österreich 7.528 932 2.301 10.760
Westeuropa 2.943 1.583 515 5.041
Osteuropa 1.197 44 262 1.503
Nordamerika 28 78 3 110
Andere Länder 68 99 37 203
Gesamt 11.764 2.736 3.117 17.617

Darstellung des Portfolios nach Branchen per 31.12.2009

in Mio. A Kreditrisiken aus
Derivaten und
Kredite und Festverzinsliche Eventualverbind
Hauptbranchen/Kontrahenten Forderungen Wertpapiere lichkeiten Gesamtsumme
Kreditinstitute 2.048 1.946 102 4.096
Zentralstaaten-Banken 375 394 81 850
Öffentlicher Sektor 254 63 18 334
Retail 2.986 0 502 3.488
Unternehmen 6.086 266 2.410 8.762
Industrie 2.034 18 951 3.003
Handel und Fremdenverkehr 1.038 5 301 1.343
Gewerbe 969 0 466 1.436
Versicherung und Leasing 108 86 34 228
Verkehr 258 0 40 298
Öffentliche 70 60 0 130
Selbständige 42 0 11 53
Sonstige 1.566 97 607 2.270
Sonstige 15 67 5 87
Gesamt 11.764 2.736 3.117 17.617

Angaben zu Sicherheiten

Strategien und Prozesse bezüglich Bewertung und Management von Sicherheiten

Die Sicherheitenverwaltung ist im gesamten Oberbank-Bereich grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten erfolgt in der für die zentrale Kreditabwicklung zuständigen Abteilung (Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion). In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management/Servicegruppe liegt die Verantwortung für die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und -dokumenten, die generell Anwendung finden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten. Der für eine Kreditsicherheit ermittelte Verkehrswert wird einem laufenden Monitoring unterzogen; das Intervall ist für die einzelnen Sicherheitenkategorien unterschiedlich und in den jeweiligen Arbeitsanweisungen festgehalten. Zusätzlich löst jeder durch äußere Umstände verursachte erhebliche Wertverlust unmittelbar eine Neubewertung der Kreditsicherheit aus. Die Definition des erheblichen Wertverlustes ist für jede einzelne Sicherheitenkategorie in den betreffenden Arbeitsanweisungen definiert. Bei negativer Veränderung des Ratings von bestehenden Kreditengagements, spätestens ab Rating 4b werden die Kreditsicherheiten sowohl formell als auch materiell überprüft, wobei die formelle Prüfung bei Krediten in Zentralkompetenz durch die Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe, in allen anderen Fällen durch den dezentralen Kreditrisikomanager erfolgt. Wird ein Kreditengagement in die Problemkreditbearbeitung übernommen, so erfolgt im Rahmen der Prüfung des Gesamtengagements ebenfalls eine eingehende Überprüfung der Kreditsicherheiten in formeller und materiell rechtlicher Hinsicht.

Arten von Sicherheiten

Die wesentlichen Sicherheiten sind finanzielle Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien), Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien sowie Garantien.

Kreditrisikokonzentration bei Sicherheiten

Die Bewertung der Sicherheiten berücksichtigt die Anforderungen von Basel II (wie zum Beispiel rechtliche Durchsetzbarkeit, regelmäßige Neubewertung der Sicherheit, keine wesentliche Korrelation zwischen Sicherheitengeber und Kreditnehmer) an die Kreditrisikominderung.

Effekt der Kreditrisikominderung aus Sicherheiten in F 1.000

Summe 1.003.308
Finanzielle Sicherheiten
hievon Bareinlagen 183.250 18 %
hievon festverzinsliche Wertpapiere 40.927 4 %
hievon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 104.718 10 %
Immobiliensicherheiten
hievon Wohnimmobilien 460.830 46 %
hievon Gewerbeimmobilen (nicht betrieblich genutzt) 213.583 21 %

Wichtigste Garantiegeber und deren Kreditwürdigkeit

Der größte Garantiegeber ist die Republik Österreich mit einem Anteil von 60,4 % der gesamten als Kreditrisikominderung angerechneten Garantien.

Rating
in A 1.000 Internes
Rating
Standard
& Poors
Betrag in %
Gesamtsumme angerechneter Garantien 1.562.267
hievon Österreich AA 943.467 60,4 %
hievon Niederlande AA 76.341 4,9 %
hievon Deutschland AA 76.157 4,9 %
hievon Land Niederösterreich 1a 70.000 4,5 %
hievon Irland AA 48.945 3,1 %
ˇ
hievon Ceská Sporitelna A.S.
ˇ
A1 30.750 2,0 %

Die Oberbank ist als Universalbank geführt und durch den Differenzierungseffekt über alle Geschäftsfelder hinweg ist die Markt- bzw. Kreditrisikokonzentration bei den angerechneten Sicherheiten gering.

Entwicklung der Risikovorsorgen

Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die Konjunktur führten auch in der Oberbank zu einer stärkeren Ausweitung der Risikovorsorge. Das Risikoergebnis aus dem Kreditgeschäft verzeichnete gegenüber dem Jahr 2008 einen Anstieg um A 22,9 Mio. auf A 90,7 Mio. Die bereits in den vergangenen Jahren vorsichtige Risikopolitik führte zu Auflösungen von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in Höhe von ca. A 24,9 Mio.

Entwicklung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2009 (GuV-Darstellung)

in A 1.000 2009 2008
Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 101.303 87.333
Auflösung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 24.893 - 23.481
Direktabschreibungen von Forderungen 13.708 3.463
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen - 2.000 - 2.601
Überleitung aus der Quotenkonsolidierung 2.613 3.064
Gesamt 90.731 67.778

Entwicklung der Risikovorsorgen im Jahr 2009 (Bilanzdarstellung)

Stand Wechselkurs- Stand
in A 1.000 1.1.2009 änderung Zuführungen Verbrauch Auflösungen 31.12.2009
Bonitätsrisiken 144.608 21 68.788 - 18.386 - 21.275 173.756
Länderrisiken 4.590 2.000 - 36 6.554
Pauschale Einzelvorsorgen 5.127 1.863 6.990
Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 62.189 - 512 61.677
Zinswertberichtigungen 4 4
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 1) 216.518 21 72.651 - 18.386 - 21.823 248.981
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 95.093 28.652 - 781 - 3.070 119.894
Gesamtsumme Risikovorsorgen 311.611 21 101.303 - 19.167 - 24.893 368.875

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.

In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 6.152 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist.

Das maximale Ausfallsrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten und beläuft sich auf A 17.617 Mio. (Vorjahr A 16.912 Mio.).

Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden in das maximale Ausfallsrisiko auch die Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einbezogen. Die Vergleichsziffern des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in Höhe von A 5.212,8 Mio. (Vorjahr A 4.971 Mio.), davon für wertberichtigte und überfällige Forderungen A 267,8 Mio. (Vorjahr A 230,6 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 17.049 (Vorjahr TA 18.875) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Sämtliche erfolgswirksame Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.

Non performing loans

Als notleidend (non performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich. Dies ist in der Oberbank durch folgende Kriterien festgelegt:

  • • Einzelwertberichtigung-Neubildung aufgrund einer deutlichen Verschlechterung der Kreditqualität
  • • Restrukturierung des Kreditengagements
  • • Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit/-unwilligkeit, Betrug oder aus sonstigen Gründen
  • • Abdeckung mit Verlust für die Oberbank
  • • Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust
  • • Insolvenz

Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend (non performing) erfasst und dargestellt.

Non performing loans

in A 1.000 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen an Kreditinstitute 12.129 8.298
Forderungen an Kunden 228.461 255.312
Festverzinsliche Wertpapiere 4.022 3.006
Summe 244.612 266.616

In den hier angeführten Werten sind gebildete Risikovorsorgen bereits berücksichtigt (Non performig loans Netto)

31.12.2009 31.12.2008
Non-performing-loans-Ratio 1) 1,70 % 1,80 %
Non-performing-loans-Coverage-Ratio 2) 112,36 % 101,50 %

1) Non performing loans netto im Verhältnis zu den Forderungen und Schuldtiteln der Finanzanlagen.

2) Gesamte Risikovorsorgen (Risikovorsorgen und Rückstellungen für das Kreditrisiko) im Verhältnis zu den ausfallgefährdeten Forderungen.

Ausfallsgefährdete Forderungen nach Wirtschaftszweigen

in A 1.000 Zentral-
staaten
Kredit-
institute
Retail Unter
nehmen
Sonstige*) Gesamt
Ausfallsgefährdete Forderungen 18.629 107.062 343.042 1.008 469.741
Einzelwertberichtigungen 41.231 132.391 138 173.760
Pauschalwertberichtigungen 6.500 15.462 53.259 75.221
Rückstellungen 10.083 109.811 119.894
Sicherheiten für ausfallsge
fährdete Forderungen 45.482 187.952 508 233.942

*) Private Organisationen ohne Erwerbscharakter sowie Finanzintermediäre.

42) Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko werden die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen, Veräußerungsverlusten sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.

Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften als traditionelle Anteilswerte; weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit das Eingehen von Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen erfolgt, werden bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich der Ertragskraft, des strategischen Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

43) Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst.

Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

Risikosteuerung

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.

Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung der Abteilung Global Financial Markets

Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Das Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines analytischen Value-at-Risk-Modells (Varianz-Kovarianz-Modell). Die Volatilitäten und Korrelationen werden von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Risikoreporting an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Neben der Kennzahl Value at Risk werden zusätzlich risikobegrenzende Limits wie Stop-Loss-Limits und Volumenlimits eingesetzt.

Die Backtesting-Ergebnisse weisen im abgelaufenen Kalenderjahr nur eine Überschreitung des Value at Risk auf.

Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung des Aktiv-Passiv-Management-Komitees (APM)

Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen EUR-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen und Controlling, Private Banking & Asset Management, Kredit-Management, Corporate & International Finance, Sekretariat und Interne Revision.

Zinsänderungsrisiko

Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsenbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Erträge aus der Fristentransformation zu lukrieren. Zu diesem Zweck kommt es quartalsweise zur Investition in langlaufende festverzinsliche Wertpapiere bester Bonität.

Die Berechnung des Zinsänderungsrisikos für die langfristigen Positionen erfolgt auf Basis Capital at Risk, ein vom Gesetzgeber (auf der Grundlage der Laufzeitbandmethode des Handelsbuches) standardisierter Value-at-Risk-Ansatz hochgerechnet auf 30 Tage. Für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von A 110,9 Mio. (Vorjahr A 67,0 Mio.). Der Risikoanstieg ist vorwiegend auf die Investitionen in staatsgarantierte festverzinsliche Wertpapiere zurückzuführen.

Aktienkursrisiko

Für die nicht festverzinslichen Wertpapiere wird als Risikomaß der Value at Risk (99 % Konfidenzintervall, 30 Tage Haltedauer) herangezogen. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich aus den strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch ein Risiko in Höhe von A 18,0 Mio. (Vorjahr A 15,4 Mio.).

Aufsichtsrechtliche Darstellung der Marktrisiken

Eigenmittelerfordernis für das Handelsbuch

Die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses nach Säule 1 erfolgt für das Marktrisiko im Handelsbuch sowie des Devisenkursrisikos im Gesamtbestand auf Basis der Standardmethode (Laufzeitbandmethode). Das Eigenmittelerfordernis per 31. Dezember 2009 beträgt A 2,6 Mio., das entspricht 0,2 % der gesamten Eigenmittel.

Eigenmittelerfordernis für das Handelsbuch

Darstellung des Zinsänderungsrisikos des Bankbuches

In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde (gemäß Basel II, Säule 2 und Säule 3) vorgesehen. Die Aufsichtsbehörde fordert quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis einer Zinserhöhung von 200 Basispunkten von den Banken ein.

Das auf der Basis der Zinsbindungsbilanz ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt 2009 zum Bilanzstichtag 12,09 % (Vorjahr 8 %) der vorhandenen Eigenmittel und liegt damit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.

Zinsrisiko Bankbuch im Verhältnis der Eigenmittel 2009 (gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik)

in Mio. A März 2009 Juni 2009 Sept. 2009 Dez. 2009
Eigenmittel ohne Tier III 1.208 1.263 1.371 1.448
Risiko gem. OeNB-Zinsrisikostatistik 145 160 163 175
Risiko in % der Eigenmittel 12,00 % 12,65 % 11,85 % 12,09 %

Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus deri vativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgende Barwertänderung:

Hypothetische Barwertänderungen per 31.12.2009 (gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik)

Währung in Mio. A Gesamt bis 3
Monate
3 Mon. bis
1 Jahr
1 bis 3
Jahre
3 bis 5
Jahre
5 bis 7
Jahre
7 bis 10
Jahre
über
10 Jahre
EUR 172,7 0,0 - 12,6 26,3 67,2 9,6 26,3 55,9
USD 2,1 - 0,1 0,2 0,3 0,0 0,7 1,1 0,0
Sonstige 0,0 0,7 - 0,6 - 0,6 0,2 0,0 0,1 0,1

44) Operationelles Risiko

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionalen Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management der operationellen Risiken installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.

Zur Absicherung der im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten, existenzgefährdenen Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z. B. Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum). Es gibt weiters einen elektronischen Einmeldeprozess für die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken mit einer entsprechenden, im internen Informationssystem jedem Mitarbeiter zugänglichen, Arbeitsanweisung. Die eingemeldeten Fälle werden analysiert und Strategien bzw. Prozessverbesserungen für die zukünftige Vermeidung dieser Schadensfälle erarbeitet. Eine auf die aktive Gestaltung der Risikoallokation gerichtete Strategie des Vorstandes ist mangels Gestaltungsmöglichkeiten im Basel-II-Standard-Ansatz nicht notwendig.

45) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko rückte mit der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten umfassenden Vertrauenskrise in das Zentrum des Interesses. Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann.

Weiters besteht das Risiko, zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.

Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.

Die Struktur der Refinanzierungsquellen hat sich während der Krise weiter verbessert. Die Oberbank konnte bei eigenen Emissionen, Spareinlagen und sonstigen Verbindlichkeiten weitere Mittelzuflüsse generieren. Durch den Zukauf weiterer qualitativ hochwertiger Wertpapiere steht außerdem ein größeres Volumen für Repotransaktionen zur Verfügung. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Als wesentliche Messverfahren gelten die tägliche Ermittlung der Primärmittel und die regelmäßige Erstellung der Kapitalbindungsbilanz, von der die längerfristige Liquiditätssituation abgelesen werden kann. Zur Erweiterung und Verbesserung der Liquiditätssteuerung wurde 2009 ein Projekt gestartet und eine neue Software wird derzeit implementiert. Diese ermöglicht auch die Abbildung von Stressszenarien, um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darstellen zu können.

Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse ist ein Notfallplan definiert.

Die Oberbank hat die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditäts-Kennzahlen im Berichtsjahr 2009 jederzeit eingehalten bzw. deutlich übertroffen.

täglich bis 3 3 Monate
in Mio. A fällig Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 143 1.458 385 87 20
Forderungen an Nichtbanken 1.216 1.265 1.090 3.427 2.838
Finanzanlagen mit definierten
Kapitallaufzeiten 0 91 199 1.566 839
Derivate 0 952 364 40 0
Summe Aktiva 1.359 3.766 2.038 5.120 3.697
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 521 1.846 772 190 137
Verbindlichkeiten
gegenüber Nichtbanken 3.558 2.319 1.720 1.049 230
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 85 143 948 132
Nachrangkapital 0 57 0 216 459
Derivate 0 940 361 40 0
Summe Passvia 4.079 5.247 2.996 2.443 958

Kapitalbindungsrestlaufzeiten für finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Derivate per 31.12.2009

46) Sonstige Risiken

In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank-Konzerns als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird. Sollten sie schlagend werden, sind sie durch den pauschalen Risikopuffer abgedeckt.

In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:

  • • Als Geschäftsrisiken werden die Risiken bezeichnet, die aus unerwarteten Ergebnisschwankungen wegen geänderter Rahmenbedingungen resultieren (z. B. geringere Erträge, die keine Aufwandskürzung im gleichen Ausmaß ermöglichen, veränderte Wettbewerbsverhältnisse, geändertes Kundenverhalten und Folgen des technischen Fortschritts).
  • • Reputationsrisiken entstehen aus Ergebniseinbrüchen bzw. aus Verlusten, die aus einer Rufschädigung der Bank in der Öffentlichkeit resultieren können. Reputationsrisiken resultieren zum Beispiel aus EDV-Fehlern oder -Ausfällen sowie aus sonstigen von Mitarbeitern oder von technischen Fehlern verursachten Schäden und sind damit oftmals die Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken. Die genaue Beachtung der vorgegebenen Prozesse und Arbeitsanweisungen zur Vermeidung von menschlichen Fehlern soll derartige Risiken verhindern helfen.
  • • Rechtsrisiken umfassen das Risiko von Verlusten, die sich aus der nachteiligen Veränderung bestehender gesetzlicher Regelungen oder deren Auslegung ergeben können. Diese Rechtsrisiken können durch die Verwendung international anerkannter Standardverträge sowie durch rechtliche Gutachten verhindert bzw. eingeschränkt werden.

• Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen oder wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.

47) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.

48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivater Finanzprodukte (per 31.12.2009 und Vorjahreswerte)

Nominalbeträge 2009 2008
Restlaufzeit Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in A 1.000 bis 1 J. 1 - 5 J. > 5 Jahre Gesamt Positiv Negativ Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzverträge
Zinssatzoptionen
Kauf 70.847 112.273 40.721 223.841 21.799 246.873 5.086
Verkauf 67.476 135.582 79.012 282.070 - 20.428 242.391 - 5.154
Forward Rate Agreement
Kauf
Verkauf
Swaptions
Kauf 4.000 4.000 58
Verkauf 4.000 4.000 - 58
Zinsswaps
Kauf 548.316 1.751.923 537.939 2.838.178 47.857 - 12.171 1.358.140 36.733 - 39.375
Verkauf 73.800 390.786 158.159 622.745 1.612 - 21.618 503.141 7.171 - 13.886
Anleiheoptionen
Kauf
Verkauf 20.000 20.000 - 3 60.000 - 17
Futureoptionen
Kauf
Verkauf
Anleihefutures
Kauf
Verkauf
Wechselkursverträge
Währungsoptionen
Kauf 191.441 16.206 4.803 212.450 9.340 228.980 49.372
Verkauf 181.019 16.206 4.803 202.028 - 9.329 230.712 - 49.858
Währungsswaps
Kauf
Verkauf
Devisentermingeschäfte 399.202 - 4.143 395.059 24.796 - 10.280 25.848 31.710 - 38.356
Wertpapierbezogene Geschäfte
Aktienoptionen
Kauf
Verkauf 1.710 - 1.710 1.780 - 1.780
Warenverträge
Warenoptionen
Kauf
Verkauf

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBOR bzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von Reuters oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.

49) Patronatserklärungen für Beteiligungen

Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:

Sonstige Finanzierungsgesellschaften

Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz

Immobiliengesellschaften

»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Linz TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

50) Konzerneigenkapital

Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 854,8 Mio. (Vorjahr A 744,4 Mio.), hievon Grundkapital A 86,3 Mio. (Vorjahr A 81,3 Mio.). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2009 wäre maximal ein Betrag in Höhe von A 345,8 Mio. ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt A 14,4 Mio.

51) Personal

Im Oberbank-Konzern waren 2009 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:

2009 2008
Angestellte 1.990 1.983
Arbeiter 21 21
Gesamtkapazität 2.011 2.004

52) Wertpapieraufgliederung nach BWG in D 1.000

Nicht
börsenotiert
Börse-
notiert
Wie AV
bewertet
Andere
Bewertung
Gesamt
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 150.889 2.711.167 2.122.331 739.725 2.862.056
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 132.810 40.413 16.305 156.918 173.223
Beteiligungen 62.690 179.695 242.385 0 242.385
Anteile an verbundenen Unternehmen 452.617 0 452.617 0 452.617
799.006 2.931.275 2.833.638 896.643 3.730.281

53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis

Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in A 1.000

Zusammensetzung 2009 2008 Veränd. +/- %
1. Kernkapital
Grundkapital 86.349 81.270 5.079 6,2
Eigene Aktien im Bestand - 384 - 449 65 - 14,5
Offene Rücklagen 754.022 649.510 104.512 16,1
Anteile anderer Gesellschafter 1.402 1.357 45 3,3
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung - 650 1.273 - 1.923 >- 100,0
Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung 44.093 40.072 4.021 10,0
Hybridkapital 79.000 59.000 20.000 33,9
Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter - 8.469 - 7.346 - 1.123 15,3
Summe Kernkapital (Tier I) 955.363 824.687 130.676 15,8
Kernkapitalquote 9,58 % 8,27 % 1,31 %-P. 15,8
2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II)
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 485.167 471.851 13.316 2,8
Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) 130.254 0 130.254
Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) 41.006 37.346 3.660 9,8
Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) 656.427 509.197 147.230 28,9
Zusammensetzung 2009 2008 Veränd. +/- %
3. Tier-III-Kapital
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als
Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen 2.589 1.742 847 48,6
Summe Tier-III-Kapital 2.589 1.742 847 48,6
4. Abzugsposten
Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung - 80.042 - 49.546 - 30.496 61,6
Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung 0 0
Eigenmittel insgesamt 1.534.337 1.286.080 248.257 19,3
hievon Eigenmittel gemäß § 23 (14) Z7 BWG 2.589 1.742 847 48,6
Eigenmittelquote 15,39 % 12,90 % 2,49 %-P. 19,3
Eigenmittelerfordernisse
Kreditrisiko gemäß § 22 (2) BWG 797.258 797.235 23 0,0
Handelsbuch gemäß § 22o Abs. 2 BWG 2.589 1.742 847 48,6
Operationelles Risiko gemäß § 22k BWG 54.951 50.634 4.317 8,5
Qualifizierte Beteiligungen gemäß § 29 (4) BWG 0 0
Eigenmittelerfordernis insgesamt 854.798 849.611 5.187 0,6
Freie Eigenmittel 679.539 436.469 243.070 55,7
Basis für Ermittlung der Haftrücklage
und Quotenberechnung
Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 (2) BWG 9.965.722 9.965.439 283 0,0
Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches
gemäß § 22o Z1,3,6 BWG 4.813 4.762 51 1,1
Bemessungsgrundlage insgesamt 9.970.535 9.970.201 334 0,0

54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB

Im Geschäftsjahr 2010 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 148,2 Mio. fällig. Zum 31. Dezember 2009 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 723.213,5 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,011 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2010 bis 2019 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 28.306 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. Dezember 2009 insgesamt A 1.687,6 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 21,4 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 1.666,2 Mio. Das Leasingvolumen betrug A 922,3 Mio. per 31. Dezember 2009.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr TA 428,8 (inkl. USt und inkl. Tochterunternehmen). Davon entfielen TA 416,4 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und TA 12,4 auf andere Bestätigungsleistungen.

55) Beteiligungsliste gemäß UGB

Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2009 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:

Konsoli-
dierungs-
methode K *)
Unmittel-
bar in %
Kapitalanteil 5)
Gesamt
in %
Eigen-
kapital 3)
in TA
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
jahres 4)
in TA
Jahres-
abschluss
a) Direkte Beteiligungen
"AM" Bau- und Gebäudevermietung
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"Gesfö" Gemeinnützige Bau- und
Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 1) 6) N 74,00 74,00
"LA" Gebäudevermietung und Bau
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"VB" Gebäudeerrichtungs- und
-vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 20,57 20,57
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE
GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 3.838 0 2009
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00 40,00
Betriebsobjekte Verwertung
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) N 100,00 100,00
BKS Bank AG, Klagenfurt E 18,52 20,05 278.090 20.937 2008
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 6) N 24,85 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 6) N 20,25 20,25
Drei-Banken Versicherungs
Aktiengesellschaft, Linz E 40,00 40,00 19.817 1.000 2009
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00 40,00
GAIN CAPITAL Participations
SA, SICAR, Luxemburg 1) 6) N 58,72 58,72
GAIN CAPITAL Participations
II
S. A. SICAR, Luxemburg 6) N 33,30 33,30
Gasteiner Bergbahnen
Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 6) N 32,62 32,62
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 1) V 1,00 100,00 69 - 1.790 8/2009
Ober Immo Truck gAG, Budapest 1) V 1,00 100,00 102 - 1.365 8/2009
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter
Haftung, Budapest 1) V 1,00 100,00 - 1.049 - 1.237 8/2009
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 1) V 1,00 100,00 16.078 852 8/2009
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 76 39 2009
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 98 31 2009
Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 41 6 2009
Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 35 3 2009
Konsoli-
dierungs-
methode K *)
Unmittel-
bar in %
Kapitalanteil 5)
Gesamt
in %
Eigen-
kapital 3)
in TA
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
jahres 4)
in TA
Jahres-
abschluss
Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 35 - 2 2009
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) V 6,00 100,00 2.081 64 8/2009
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 1) 2) V 100,00 100,00 216.164 8.943 8/2009
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 1) V 10,00 100,00 1.638 44 8/2009
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 1) V 10,00 100,00 - 242 275 3-9/2009
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 1) V 0,10 100,00 - 359 - 1.834 8/2009
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 1) V 1,00 100,00 19.139 487 8/2009
Oberbank
Nutzobjekte
Vermietungs
-gesellschaft
m.b.H., Linz 1) 2) 6)
N 100,00 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 1) 6) N 15,00 100,00
ˇ
Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis 1) 6)
ˇ
N 100,00 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
b) Indirekte Beteiligungen
"ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 6) N 50,00
"ST" BAU Errichtungs- und
Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00
B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 6) N 33,33
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 6) N 25,00
Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 6) N 26,28
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 6) N 25,00
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung
und Assanierung, gemeinnützige registrierte
Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 6) N 37,33
Kontext Druckerei GmbH, Linz 6) N 25,20
Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 6) N 24,90
LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz
(vormals Lambacher HITIAG Leinen
Aktiengesellschaft, Stadl Paura) 6) N 50,00
MY Fünf Handels GmbH, Wien 6) N 50,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 45 8/2009
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 1) V 100,00 24 8/2009
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 8/2009
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 16 8/2009
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 1) V 95,00 1.280 75 8/2009
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Ergebnis
des letzten
Konsoli- Kapitalanteil 5) Eigen- Geschäfts-
dierungs-
methode K *)
Unmittel-
bar in %
Gesamt
in %
kapital 3)
in TA
jahres 4)
in TA
Jahres-
abschluss
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H. Linz 1) V 100,00 741 1.147 8/2009
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH
Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting 1) V 6,00 18 3 8/2009
Oberbank Industrie und Handels
beteiligungsholding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 44 8/2009
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 75,00 188 120 8/2009
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG
Neuenrade, Neuötting 1) V 6,00 608 29 8/2009
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) V 100,00 5.520 2.422 8/2009
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 1) V 100,00 824 - 383 8/2009
Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag 1) V 95,00 3.307 - 89 8/2009
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 5.181 209 8/2009
Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 99,80 35 100 8/2009
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 408 8/2009
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 124 8/2009
Oberbank Opportunity Invest Management
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) N 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 - 33 8/2009
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 53 8/2009
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 100,00 168 188 8/2009
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 94,00 1.000 78 8/2009
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 27 308 8/2009
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 28 - 1 8/2009
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 1) 6) N 100,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 6) N 20,00
POWER TOWER GmbH, Linz 1) V 99,00 70 249 8/2009
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 6) N 48,00
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 6) N 26,76
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 1) V 100,00 168.963 4.679 8/2009
Wohnwert GmbH, Salzburg 1) 6) N 100,00

K*) Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss

V = Vollkonsolidierung

Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at Equity"

N = Gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen

1) Verbundenes Unternehmen

2) Ergebnisabführungsvertrag 3) Einschließlich unversteuerter Rücklagen

4) Jahresüberschuss gemäß § 231 Abs. 2 Z 22 UGB

5) Mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet

6) Von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht

Schlussbemerkung des Vorstandes der Oberbank AG

Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres.

Erklärung gem. § 82 Absatz 4 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand

Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender

Direktor Direktor-Stellvertreter

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben nach § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, am 24. Februar 2010

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Martha Kloibmüller Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

Werte in 1.000 EUR 2009 2008 Veränderung
absolut
in %
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und
Postgiroämtern
164.722 130.368 34.354 26,4
2. Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind:
497.060 391.305 105.756 27,0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a)
täglich fällig
b)
sonstige Forderungen
2.095.104
84.231
2.010.873
2.318.704
59.584
2.259.121
-223.600
24.648
-248.248
-9,6
41,4
-11,0
4. Forderungen an Kunden 9.640.715 9.191.045 449.670 4,9
5. Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere 2.214.107 1.802.266 411.840 22,9
a)
von öffentlichen Emittenten
b)
von anderen Emittenten
darunter:
0
2.214.106
0
1.802.266
0
411.840
0,0
22,9
eigene Schuldverschreibungen 70.951 56.488 14.463 25,6
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 172.839 175.989 -3.150 -1,8
7. Beteiligungen 242.385 225.021 17.363 7,7
darunter:
an Kreditinstituten
54.811 56.509 -1.698 -3,0
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 452.617 422.703 29.914 7,1
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 8.469 7.346 1.122 15,3
10. Sachanlagen 103.769 107.692 -3.923 -3,6
darunter:
Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen
seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden
62.964 66.169 -3.206 -4,8
11. Eigene Aktien
darunter:
Stück
384
9
0
10
-65
-1
-14,5
-13,1
12. Sonstige Vermögensgegenstände 124.964 98.549 26.415 26,8
13. Rechnungsabgrenzungsposten 8.291 6.130 2.161 35,2
Summe der Aktiva 15.725.426 14.877.569 847.857 5,7
Posten unter der Bilanz:
1. Auslandsaktiva 6.054.444 5.911.687 142.757 2,4

PASSIVA

Werte in 1.000 EUR 2009 2008 Veränderung
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.509.871 3.736.551 absolut
-226.680
in %
-6,1
a)
täglich fällig
567.811 585.870 -18.059 -3,1
b)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
2.942.061 3.150.681 -208.621 -6,6
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.967.994 8.136.410 831.584 10,2
a)
Spareinlagen
3.395.762 3.298.881 96.881 2,9
darunter:
aa) täglich fällig
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
491.320 327.901 163.419 49,8
b)
sonstige Verbindlichkeiten
2.904.442
5.572.231
2.970.980
4.837.529
-66.538
734.703
-2,2
15,2
darunter:
aa) täglich fällig 3.143.741 2.161.735 982.005 45,4
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.428.491 2.675.793 -247.302 -9,2
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 1.369.158 1.301.054 68.104 5,2
a)
begebene Schuldverschreibungen
1.126.248 979.906 146.342 14,9
b)
andere verbriefte Verbindlichkeiten
242.910 321.148 -78.238 -24,4
4. Sonstige Verbindlichkeiten 53.630 73.307 -19.677 -26,8
5. Rechnungsabgrenzungsposten 10.433 10.621 -187 -1,8
6. Rückstellungen 236.342 207.927 28.415 13,7
a)
Rückstellungen für Abfertigungen
26.313 27.336 -1.023 -3,7
b)
Rückstellungen für Pensionen
122.038 120.513 1.525 1,3
c)
Steuerrückstellungen
d)
sonstige
848
87.142
0
60.078
848
27.064
0,0
45,0
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 6.000 10.000 -4.000 -40,0
8. Ergänzungskapital 717.213 657.333 59.880 9,1
9. Gezeichnetes Kapital 86.349 81.270 5.079 6,3
10. Kapitalrücklagen (gebundene) 194.746 141.040 53.706 38,1
11. Gewinnrücklagen 336.900 284.900 52.000 18,3
a)
gesetzliche Rücklage
5.523 5.523 0 0,0
b)
andere Rücklagen
331.377 279.377 52.000 18,6
darunter:
Rücklagen für eigene Anteile 1.091 449 641 142,6
12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG 196.700 196.700 0 0,0
13. Bilanzgewinn 14.414 13.588 826 6,1
14. unversteuerte Rücklagen 25.675 26.870 -1.194 -4,4
a)
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
b)
sonstige unversteuerte Rücklagen
25.675
0
26.870
0
-1.194
0
-4,4
0,0
Summe der Passiva 15.725.426 14.877.569 847.857 5,7
Posten unter der Bilanz:
1. Eventualverbindlichkeiten 1.349.068 1.490.068 -141.000 -9,5
darunter:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der
2. Bestellungen v. Sicherheiten
Kreditrisiken
1.349.068
1.522.031
1.490.068
1.317.616
-141.000
204.414
-9,5
15,5
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften 40.493 74.882 -34.389 -45,9
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 267.108 269.932 -2.825 -1,0
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG 1.501.693 1.269.459 232.234 18,3
darunter:
5. Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG
Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG
2.589
812.669
1.742
797.361
847
15.307
48,6
1,9
darunter:
erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG 810.080 795.619 14.460 1,8
6. Auslandspassiva 4.469.988 3.623.152 846.836 23,4

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2009 - mit Vorjahresvergleich

(Gliederung gemäß Anlage 2 zu § 43, BWG)

Werte in EUR 1.000 2009 2008 Veränderung
1. Zinsen und ähnliche Erträge 487.517 692.285 absolut
-204.768
in %
-29,6
darunter:
aus festverzinslichen Wertpapieren 99.057 100.712 -1.655 -1,6
2. - Zinsen und ähnliche Aufwendungen -275.955 -488.601 212.646 -43,5
I. NETTOZINSERTRAG 211.563 203.684 7.878 3,9
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a)
Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
35.988 40.461 -4.473 -11,1
und nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.306 3.637 -1.331 -36,6
b)
Erträge aus Beteiligungen
17.058 30.952 -13.895 -44,9
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen
Unternehmen 16.624 5.872 10.752 >100
4. Provisionserträge 97.336 107.247 -9.911 -9,2
5. - Provisionsaufwendungen -8.683 -9.541 859 -9,0
Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen 88.654 97.705 -9.052 -9,3
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 10.248 4.786 5.461 >100
7. Sonstige betriebliche Erträge 5.447 5.859 -412 -7,0
II. BETRIEBSERTRÄGE 351.899 352.497 -597 -0,2
8. - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -178.319 -177.975 -344 0,2
a)
Personalaufwand
-115.754 -116.202 448 -0,4
darunter:
aa) Löhne und Gehälter
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige
-81.856 -82.994 1.138 -1,4
Abgaben und Pflichtbeiträge -20.972 -21.093 121 -0,6
cc) sonstiger Sozialaufwand -3.718 -2.623 -1.095 41,7
dd) Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung -9.447 -9.040 -406 4,5
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 2.609 3.011 -402 -13,3
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-2.371 -3.463 1.092 -31,5
b)
sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-62.565 -61.773 -792 1,3
9. - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen)
-15.575 -15.042 -533 3,5
10. - Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.370 -9.248 2.878 -31,1
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -200.264 -202.266 2.001 -1,0
IV. BETRIEBSERGEBNIS 151.635 150.231 1.404 0,9

Oberbank AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009

Werte in EUR 1.000 2009 2008 Veränderung
absolut
in %
IV. BETRIEBSERGEBNIS 151.635 150.231 1.404 0,9
11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Forderungen und Wertpapieren
-75.301 -95.486 20.185 -21,1
13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen
bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen
19 -1.853 1.872 >100
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
76.353 52.893 23.461 44,4
15. - Steuern vom Einkommen und Ertrag -10.766 -2.765 -8.001 >100
16. - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen -698 -164 -534 >100
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 64.889 49.963 14.926 29,9
17. - Rücklagenbewegung -50.806 -36.490 -14.316 39,2
darunter:
Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG
0 0 0 0,0
VII. JAHRESGEWINN 14.083 13.473 610 4,5
18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 331 115 216 >100
VIII. BILANZGEWINN 14.414 13.588 826 6,1

I. ANWENDUNG DER UNTERNEHMENSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Bewertung der Aktiva und Passiva in Fremdwährung

Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.

b) Bewertung der Wertpapiere

Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.

Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.

c) Beteiligungen

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.

d) Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.

e) Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.

Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20% jährlich abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.

f) Agio/Disagio sowie Begebungsprovisionen

Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.

g) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

h) Rückstellungen

Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 57,3% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.

Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 65 Jahren. Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).

Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht. Es besteht keine Unterdeckung.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben)

a) Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten):

bis 3 Monate € 2.669,9
Mio
(3.030,4 Mio)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr € 1.262,3 Mio (2.172,2 Mio)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre € 3.011,3 Mio (1.934,3 Mio)
mehr als 5 Jahre € 2.607,1 Mio (3.814,2 Mio)

b) Dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmete Wertpapiere

in Höhe von € 2.096,1 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.

Im Geschäftsjahr 2010 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 245,0 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten im Nominale von T€ 9.055,5 enthalten.

c) Beteiligungen

Die Angaben über Beteiligungsunternehmungen gemäß § 238 Z 2 UGB sind in der Beilage 3 des Anhangs angeführt. Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der BKS Bank AG, Klagenfurt, und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck.

d) Anlagevermögen

Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2009 € 13,2 Mio (€ 13,4 Mio). In der Bilanz sind immaterielle Vermögensgegenstände (Mietrechte), die von verbundenen Unternehmen erworben wurden, im Ausmaß von € 1,8 Mio (€ 2,0 Mio) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt.

e) Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten):

bis 3 Monate
4.266,4 Mio
(5.009,6 Mio)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr € 2.634,3
Mio
(3.270,6 Mio)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre € 2.221,3
Mio
(1.221,3 Mio)
mehr als 5 Jahre
521,3 Mio
(596,9 Mio)

f) Unversteuerte Rücklagen

Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen in T€: (Die Bildung erfolgte auf Grund der §§ 8 und 122 EStG 1972 sowie §§ 12 und 13 EStG 1988.)

Stand 1.1.2009 Zuweisung Auflösung Stand 31.12.2009
Beteiligungen 1.188 1.188
Anteile an verbundenen
Unternehmen 15.595 15.595
Immaterielle Vermögensgegen
stände des Anlagevermögens 2.028 -226 1.802
Sachanlagen 8.059 538 -1.507 7.090
26.870 538 -1.733 25.675

g) Rückstellungen

  • - Der Bilanzansatz der Rückstellungen für Abfertigungen entspricht dem finanzmathematischen Erfordernis mit 4% Rechnungszinssatz und Teilwertverfahren.
  • - Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Pensionen entspricht der wirtschaftlich vertretbaren Pensionsrückstellung im Sinne des Fachgutachtens KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.
  • - Sonstige Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, für offene Urlaubsansprüche, für Risiken aus Haftung für OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT M.B.H. und für Drohverluste aus der Bewertung von Derivaten.

h) Eigenkapital

Das Grundkapital per 31.12.2009 setzt sich nach der am 30.9.2009 beschlossenen bedingten Kapitalerhöhung wie folgt zusammen:

25.783.125 Stamm-Stückaktien (24.090.000 Stamm-Stückaktien)
3.000.000 Vorzugs-Stückaktien ( 3.000.000 Vorzugs-Stückaktien)

In den Verbindlichkeiten des Kreditinstitutes ist per 31.12.2009 nachrangiges Kapital in Höhe von € 723,2 Mio enthalten, welches in Höhe von € 566,4 Mio Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 7 BWG und in Höhe von € 156,8 Mio nachrangiges Kapital gemäß § 23 Abs. 8 BWG betrifft.

Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:

Zum 31.12.2009 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 723.213,5 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,011 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2010 bis 2019 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 28.306,0 geleistet.

Eigene Aktien:

Während des Jahres verfügten wir kurzfristig über Handelsstände eigener Aktien. Im Berichtsjahr haben wir 1.358.044 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 43,39 sowie 476.717 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,58 erworben, denen Verkäufe von 1.357.727 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 42,73 und 478.397 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,26 gegenüberstanden. Die aus dem Verkauf erzielten Erlöse wurden den Betriebsmitteln zugeführt. Zum Bilanzstichtag hatten wir 8.559 Stück eigene Stammaktien und 491 Stück eigene Vorzugsaktien im Bestand. Der höchste Stand im Laufe des Jahres 2009 erreichte 2,32 % vom Grundkapital.

Die Eigenmittelbestandteile gemäß § 23 Abs. 1 BWG wurden um Ergänzungskapital in Höhe von T€ 2.208,8 gekürzt.

i) Begebene Schuldverschreibungen

Im Geschäftsjahr 2010 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 148,2 Mio fällig.

j) Eventualverbindlichkeiten

Von den unter Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten betreffen:

Akkreditive 39,7 Mio (53,5 Mio)
sonstige Haftungen € 1.309,4
Mio
(1.436,5 Mio)
hievon gegenüber
verbundenen Unternehmen 1,2 Mio (3,0 Mio)

Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind:

Verpflichtung aus der gemäß § 93 BWG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der "Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft mbH": Im Falle der Inanspruchnahme dieser Einlagensicherung beträgt die Beitragsleistung für das Einzelinstitut höchstens 1,5% der Bemessungsgrundlage gemäß § 22 Abs. 2 BWG zuzüglich des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für die Positionen des Handelsbuches gemäß § 22 a Abs. 2 Z 1,3 und 6, somit für unser Kreditinstitut € 142,5 Mio.

k) Kreditrisiken

Der Posten Kreditrisiken setzt sich wie folgt zusammen:

unechtes Pensionsgeschäft 40,5 Mio ( 74,9 Mio)
nicht ausgenützte Kreditrahmen € 1.453,5
Mio
(1.229,8 Mio)
Promessen 28,0 Mio (12,9 Mio)

l) Ergänzende Angaben

Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:

Aktiva € 1.607,4 Mio (1.605,0 Mio)
Passiva € 2.160,7
Mio
(1.841,1 Mio)

Folgende Aktivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

a) verbundene Unternehmen T€ Mio
1.
2.
3.
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert
-
981.773,2
(-)
(971,1)
papiere - (-)
b) Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
T€ Mio
1.
2.
3.
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert
95.209,7
58.805,5
(188,6)
(71,0)
papier 23.583,7 (-)

Folgende Passivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

a)
1.
verbundene Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber
T€ Mio
2. Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber
- (-)
Kunden 153.899,1 (96,4)
b) Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
T€ Mio
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
735.280,3 (754,1)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
108.687,2 (66,9)

Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Aktivposten enthalten:

T€ Mio
3. Forderungen an Kreditinstitute 22.000,0 (-)
4.
5.
Forderungen an Kunden
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert
39.750,7 (13,1)
papiere 43.979,1 (-)
6. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
27.320,9 (23,1)

In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind keine Vermögensgegenstände nachrangiger Art enthalten, in den Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Vermögensgegenstände nachrangiger Art in Höhe von T€ 10.595,1 (€ 6,2 Mio) enthalten.

Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.

Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:

Mio €

Wie Anlagevermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
1.543,9 (1.071,0)
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 16,3 (14,1)
Wie Umlaufvermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 628,7 (697,2)
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 23,7 (25,0)

Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG.

Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.12.2009 insgesamt € 1.687,6 Mio.

Davon entfallen auf Wertpapiere gem. § 2 Z 34 lit. d) € 21,4 Mio und auf sonstige Finanzinstrumente € 1.666,2 Mio

Der Rückzahlungsbetrag ist bei den Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die zeitanteilig auf diesen zu- oder abgeschrieben werden um TEUR 18.444,4 höher als die Anschaffungskosten.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert am Bilanzstichtag beträgt bei zum Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben:

T€
Wertpapiere, die mit ihren
Anschaffungskosten bilanziert
werden 37.550,6
Wertpapiere, die mit ihrem
höheren Marktwert am Bilanzstichtag
bilanziert werden 86,1

Bei folgenden Aktivposten, die mit gewogenen Durchschnittswerten bewertet sind, ergeben sich Unterschiedsbeträge zum Börsekurs bzw. Marktwert:

Mio €
Schuldtitel öffentlicher Stellen 17,3
Forderungen an Kreditinstitute -0,2
Forderungen an Kunden 0,1
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 31,0
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 31,8

Der Buchwert von festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, beträgt per 31.12.2009 Mio € 456,9 (€ 911,7 Mio); der Zeitwert Mio € 435,7 (€ 844,2 Mio).

Die Abschreibung ist unterblieben, da es keine Anhaltspunkte gibt, die auf eine Verschlechterung der Bonität der Emittenten hinweisen würden. Es sind weder erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Emittenten erkennbar, noch Vertragsbrüche im Hinblick auf Ausfall oder Verzögerung von Zins- und Tilgungszahlungen eingetreten.

Die im Geschäftsjahr aus steuerrechtlichen Gründen unterlassenen Zuschreibungen betreffen in Höhe von T€ 16.998,5 (T€ 518,7) Wertpapiere des Umlaufvermögens und in Höhe von T€ 111,2 (T€ 109,6) Wertpapiere des Anlagevermögens.

Im Berichtsjahr wurden Schuldverschreibungen des Umlaufvermögens mit Buchwerten in Höhe von T€ 17.615,3 ins Finanzanlagevermögen umgewidmet. Die Differenz zwischen Buchwerten und Börsekurswerten betrug T€ 783,5. Weiters wurden Aktien des Umlaufvermögens zum Buchwert von T€ 2.175,7 ins Finanzanlagevermögen umgewidmet. Hier betrug die Differenz zwischen Buchwert und Börsekurswert T€ 629,8.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

  • - im folgenden Geschäftsjahr € 9,0 Mio (€ 7,9 Mio)
  • - in den Jahren 2010 bis 2014 insgesamt € 46,8 Mio (€ 43,2 Mio)

Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)

Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte:

Kaufkontrakte
1.278,2 Mio
(€
1.291,3 Mio)
Verkaufkontrakte
1.263,1 Mio
(€
1.288,4 Mio)

Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB

2009 2008
Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in TEUR positiv negativ positiv negativ
Zinssatzverträge
- Zinssatzoptionen Kauf 223.841 21.799 - 246.873 5.086 -
Verkauf 282.070 - -20.428 242.391 - -5.154
- Forward Rate Agreement Kauf - - - - - -
Verkauf - - - - - -
- Swaptions Kauf 4.000 58 - - - -
Verkauf 4.000 - -58 - - -
- Zinsswaps Kauf 2.838.178 47.857 -12.171 1.358.140 36.733 -39.375
Verkauf 622.745 1.612 -21.618 503.141 7.171 -13.886
- Anleiheoptionen Kauf - - - - - -
Verkauf 20.000 - -3 60.000 - -17
- Futureoptionen
- Anleihefutures
Kauf
Kauf
Verkauf
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Wechselkursverträge
-Währungsoptionen Kauf 212.450 9.340 - 228.980 49.372 -
Verkauf 202.028 - -9.329 230.712 - -49.858
- Währungsswaps Kauf - - - - - -
- Devisentermingeschäfte 395.059 24.796 -10.280 25.848 37.710 -38.356
Wertpapierbezogene Geschäfte
- Aktienoptionen Kauf - - - - - -
Verkauf - 1.710 -1.710 - 1.780 -1.780
Warenverträge
- Warenoptionen Kauf - - - - - -
Verkauf - - - - - -

Die Bewertung der Derivate im Handelsbuch erfolgt mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag. Positive Marktwerte in Höhe von T€ 22.738,7 werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, für negative Marktwerte im Ausmaß von T€ 21.478,4 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für negative Marktwerte aus Derivaten im Bankbuch wurde mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 1.473,0 vorgesorgt. Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird.

Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei für das Handels- und das Bankbuch der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBORbzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet.

Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von REUTERS oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.

Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:

Wertpapiere in Höhe von T€ 19.941,6 als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen
Wertpapiere in Höhe von T€ 130.134,6 als Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen
Wertpapiere und Barsicher
heiten Höhe von
T€ 25.228,7 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapier
geschäfte
Wertpapiere in Höhe von T€ 76.153,3 als Sicherstellung für die Euroclear-Kreditlinie
Wertpapiere in Höhe von T€ 250.000,0 im Tier I Pfanddepot der OeNB

Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt € 1.513,9 Mio.

Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanzmäßigen Geschäfte gem. § 237 Z8a UGB betragen T€ 10.808,2. Dies resultiert aus weichen Patronatserklärungen für Tochterunternehmen sowie aus Unterstützungserklärungen für die Hybridgesellschaften.

m) Deckungsstock

Zur Fundierung der im Umlauf befindlichen Anleihen wurde ein Deckungsstock gebildet.

Forderungen an die Republik Österreich und bundesverbürgte Forderungen, sowie mündelsichere Wertpapiere – bewertet zum 31.12.2009 – wurden in den Deckungsstock im Ausmaß von € 170,5 Mio (€ 180,5 Mio) eingebracht. Dagegen steht ein Deckungserfordernis in Höhe von € 95,7 Mio (€ 139,3 Mio), wodurch sich eine Überdeckung von € 74,8 Mio (€ 41,2 Mio) ergibt. Die Summe der ausgegebenen fundierten Anleihen hatte während des ganzen Jahres die Höhe der in den Deckungsfonds eingebrachten Deckungswerte nicht überstiegen.

n) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ab dem Geschäftsjahr 1999 wurde die in der Dotierung der Pensionsrückstellung enthaltene Zinskomponente im Nettozinsertrag berücksichtigt.

In der GuV-Position 8a) ff) sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen im Ausmaß von T€ 308,7, Auflösungen der Abfertigungsrückstellung in der Höhe von T€ 974,5 sowie Abfertigungszahlungen von T€ 3.036,4 enthalten.

In dem Posten Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sind Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von T€ 14.212,3 (T€ 5.449,1) und aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.411,9 (T€ 422,6) enthalten. Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen enthält mit T€ - (€ - Mio) einen Aufwandssaldo aus Gewinngemeinschaften und mit T€ - (T€ -) einen Aufwandssaldo aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen in Höhe von € 0,3 Mio.

Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbaren latenten Steuern betrugen € 1,3 Mio. Vom Aktivierungswahlrecht wurde nicht Gebrauch gemacht.

Bezüglich der Angaben gem. § 237 Z14 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung im Posten Sonstige Verwaltungsaufwendungen wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

o) Steuerliche Verhältnisse

Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG.

Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.

Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.

IV. PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER (§ 239 UGB)

a) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Angestellte 1.848 (1.831)
Arbeiter 21 (21)

b) Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährten Kredite

betrugen zum 31.12.2009 T€ 1.745,2 (T€ 2.317,0), hievon T€ 91,4 (T€ 90,3) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 782,7 (T€ 5.648,9).

c) Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

T€
- der Vorstandsmitglieder (einschließ
lich ehemaliger Vorstandsmit
glieder und ihrer Hinterbliebenen) 1.396,6 (1.293,4)
- der anderen Arbeitnehmer: 11.952,6 (13.302,4)

d) Bezüge

T€ - der Mitglieder des Vorstandes: 1.338,1 (1.480,7) - der Mitglieder des Aufsichtsrates: 135,0 (147,0) - ehemaliger Mitglieder des Vorstandes (einschließlich ihrer Hinterbliebenen) 1.295,3 (1.306,5)

e) Die in diesem Geschäftsjahr tätigen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

gemäß § 239 Abs. 2 UGB sind in der Beilage 3 zum Anhang angeführt.

Linz, 24. Februar 2010

Der Vorstand

Dr. Gasselsberger Dr. Andorfer Dr. Weißl Mag. Hagenauer

und Herstellungs-
Anschaffungs-
kosten am
Währungs- kumulierte Buchwert Buchwert Abschreibungen
des
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
differenzen
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibungen
EUR
31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Geschäftsjahres
EUR
Schuldtitel öffentlicher Stellen und
ähnliche Wertpapiere
257.327.381,23 250.978.327,22 0,00 0,00 28.287.418,30 755.660,24 -102.478,78 480.876.429,17 258.417.225,65 88.700,00
Forderungen an Kreditinstitute 24.715.641,63 65.047,40 0,00 0,00 70.641,62 40.350,00 -155.199,99 24.905.597,40 24.870.841,62 0,00
Forderungen an Kunden 0,00 40.032.876,71 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 40.032.876,71 0,00 0,00
andere festverzinsliche Wertpapiere
Schuldverschreibungen und
1.088.744.742,39 681.496.905,46 0,00 0,00 196.654.390,20 2.734.175,65 -194.604,82 1.576.516.038,12 1.094.179.860,28 1.168.323,87
festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht
14.129.588,55 2.175.698,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 16.305.286,55 14.129.588,55 0,00
Beteiligungen 231.167.754,58 17.363.441,77 0,00 0,00 962.915,05 0,00 5.183.493,21 242.384.788,09 225.021.346,39 0,00
Anteile an verbundenen
Unternehmen
425.981.467,71 30.073.049,04 0,00 0,00 159.259,03 0,00 3.278.635,76 452.616.621,96 422.702.831,95 0,00
Immaterielle Vermögens
gegenstände
21.678.381,95 4.486.067,06 0,00 165.913,74 11.633.853,24 0,00 6.227.726,40 8.468.783,11 7.346.307,85 3.359.880,42
Sachanlagen 266.491.124,02 8.749.331,92 0,00 104.163,30 4.823.238,93 0,00 166.752.011,53 103.769.368,78 107.692.047,77 12.215.139,36
2.330.236.082,06 1.035.420.744,58 0,00 270.077,04 242.591.716,37 3.530.185,89 180.989.583,31 2.945.875.789,89 2.154.360.050,06 16.832.043,65

Oberbank AG Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2009

ind lim bu Februar 2010
SE 50-1
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Martha Kloibmüller
Wirtschaftsprüfer
Mag. Ernst Pichler
Wirtschaftsprüfer

Erklärung gem. § 82 Absatz 4 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand

Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender

Direktor Direktor-Stellvertreter

104

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer

Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA

Grundsätzliche Geschäftspolitik
Interne Revision
Unternehmens
kommunikation
Gesamtrisikomanagement
(Kredit-, Markt-,
Liquiditätsrisiko,
Geschäftsfeld
Privatkunden
Prozess- und
Kostenmanagement
Personal, Ausbildung operationelles Risiko)
Aktiv-/Passivmanagement
Privatkunden Zahlungsverkehrssysteme
und zentrale Produktion
Geschäftsfeld
Firmenkunden
Kreditmanagement Private Banking &
Asset Management
Organisation
Unternehmens
finanzierung
Sekretariat &
Kommunikation
Investmentfondsgeschäft EDV-Entwicklung
im Rahmen der
und
Corporate Banking
Versicherungsservice Drei-Banken-EDV
Gesellschaft
Global Financial Markets Private Equity
Rechnungswesen
und Controlling
Leasinggeschäft
Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche
Linz-Hauptplatz
Bayern
Wien
Innviertel
Salzkammergut
Wels
Linz-Landstraße
Salzburg
Niederösterreich
Tschechien
Ungarn
Slowakei

Organe der Bank

Aufsichtsrat

Ehrenpräsident Dr. Heinrich Treichl

Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell

Stellvertreter des Vorsitzenden Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker Konsul Direktor Peter Gaugg

Mitglieder

Generaldirektor Dr. Luciano Cirinà Franz Peter Doppler Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder Dr. Birgitte Engleder Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl Dipl.-Ing. Dr. h.c. Peter Mitterbauer KR Karl Samstag Dr. Alexander Schoeller KR Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann

Arbeitnehmervertreter Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Alois Johann Oberschmidleitner Josef Pesendorfer Mag. Armin Burger

Staatskommissär

Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002

Vorstand

Konsul Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA

106

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