Annual Report • May 4, 2010
Annual Report
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| Konzernlagebericht und Konzernabschluss des Oberbank-Konzerns | Seite 1 |
|---|---|
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter | Seite 84 |
| Lagebericht und Jahresabschluss der Oberbank AG | Seite 87 |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter | Seite 130 |
Nach einer vermeintlichen Erholung der Finanzmärkte verschärfte sich die Krise im 4. Quartal 2008 deutlich. Die daraus resultierende Unsicherheit führte dazu, dass alle Prognosen für das Wirtschaftswachstum für 2009 noch einmal massiv nach unten revidiert wurden. Die Notenbanken senkten die Leitzinsen auf Rekordtiefststände, die Inflationsraten gingen weltweit signifikant zurück.
Die internationale Wirtschaftskrise trifft neben der Finanzwirtschaft vor allem die Industrie. In Österreich schickt der Stahlkonzern voestalpine rund 4.500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, das General Motors-Werk in Aspern 1.540 Mitarbeiter. In den USA sind rund 600.000 Jobs der Rezession zum Opfer gefallen – der größte Einbruch seit 1974.
Mit USD 787 Mrd. ist das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der USA beschlossen. Rund ein Drittel fließt in Steuersenkungen, der Rest in Infrastrukturprojekte. Zusätzlich will US-Finanzminister Timothy Geithner zur Belebung der Kreditmärkte mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) an staatlicher und privatwirtschaftlicher Unterstützung mobilisieren. Die sieben führenden Industrieländer (G7) erklären bei einem Treffen in Rom, im Kampf gegen die Krise alle Register zu ziehen. Protektionistische Maßnahmen wollen sie jedoch vermeiden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins für den Euroraum um 0,5 %-Punkte auf 1,5 %. Damit liegt der Leitzins so niedrig wie noch nie seit Gründung der europäischen Währungsunion im Jahr 1999. Die US-Notenbank Fed pumpt durch den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen nochmals mehr als USD 1 Bio. (A 670 Mrd.) in die Finanzmärkte, um die lahmende Wirtschaft in Gang zu bringen.
Im Zuge der Finanzkrise haben die Banken weltweit seit dem 3. Quartal 2007 bisher USD 1.268,4 Mrd. verloren. Dem stehen USD 1.034,5 Mrd. an Staatshilfen oder auf anderen Wegen aufgebrachtes neues Kapital gegenüber. Den höchsten Abschreibungsbedarf haben US-Banken mit USD 847 Mrd., auf die europäischen Banken entfallen USD 385 Mrd. Die asiatischen Finanzinstitute kamen mit USD 36 Mrd. fast ungeschoren davon. Die Hypo Group Alpe Adria weist für 2008 einen Verlust von A 520 Mio. aus. Der Mehrheitseigentümer Bayerische Landesbank leistet einen Zuschuss von A 700 Mio., die Republik Österreich stellt Partizipationskapital in der Höhe von A 900 Mio. zur Verfügung.
Die EZB senkt den Leitzins auf 1,0 % und damit auf den niedrigsten Wert seit ihrer Gründung. Auch die Inflationsrate hat in der Eurozone mit 0,0 % einen historischen Tiefststand erreicht.
Die EZB sieht die Wirtschaftsentwicklung in Europa immer düsterer: In ihrer neuen vierteljährlichen Prognose geht sie von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone von bis zu 5,1 % für 2009 aus. Noch in der März-Prognose hatte die EZB einen Rückgang von bis zu 3,2 % erwartet. Auch die OeNB nimmt ihre Schätzung zurück und rechnet für 2009 mit einem Schrumpfen des heimischen BIP um 4,2 %. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS prognostizieren einen BIP-Rückgang um 3,4 bzw. 4,3 %, für 2010 sehen die beiden Institute ein kleines Plus von 0,5 bzw. 0,3 %. Nach einer mehr als 100-jährigen Geschichte muss der US-Autobauer General Motors Insolvenz anmelden, der deutsche Konzern Arcandor (Karstadt, Quelle) stellt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag.
Die Inflation in Österreich hat laut Statistik Austria mit 0,0 % den niedrigsten Wert seit August 1966 erreicht. Eineinhalb Jahre nach Beginn der schweren Rezession in den USA spricht die US-Notenbank erstmals wieder von Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft, in Deutschland mehren sich die Hinweise, dass die Wirtschaft den Tiefpunkt der Rezession hinter sich gelassen hat.
Nach dem monatelangen Konjunktureinbruch verstärken sich die Signale für ein Ende der wirtschaftlichen Talfahrt in Deutschland, für das 2. Quartal wird gegenüber dem 1. Quartal ein minimales Wachstum gemeldet. Die krisengebeutelte Hypo Real Estate (HRE) schreibt weiterhin tiefrote Zahlen und braucht zusätzliche Hilfe vom Bund, hohe Abschreibungen auf Immobilienkredite haben der HRE im 1. Halbjahr einen Verlust von A 1,13 Mrd. eingebracht. Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) weist für das 1. Halbjahr einen Verlust vor Steuern von A 139 Mio. aus und streicht 900 Stellen, für die BAWAG PSK wird staatliche Finanzhilfe fixiert.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) kündigt den Verkauf von 403 Tonnen Gold an, um höhere Kredite für ärmere Länder bereitstellen zu können. Die Europäische Union will als Konsequenz aus der Finanzkrise die Aufsicht über Banken, Versicherungen und Börsen reformieren, die EU-Kommission legt dazu in Brüssel ein Gesetzespaket vor. Beim G20-Gipfel beraten die Staats- und Regierungschefs über Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und über die Reform des Finanzsektors. Der Kauf der AUA durch die Lufthansa wird besiegelt: Die Lufthansa hält nun 90 % an der österreichischen Fluglinie.
Nach der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte kehrt die Weltwirtschaft überraschend schnell wieder auf Wachstumskurs zurück. Der IWF korrigiert seine Prognosen für 2010 auf 3,1 % nach oben, angetrieben von Schwellenländern wie China und Indien. In Deutschland wird die Immobilienbank Hypo Real Estate vollständig verstaatlicht, für den traditionsreichen Versandhändler Quelle kommt das endgültige Aus.
Österreich und die gesamte Eurozone haben im 3. Quartal die Rezession hinter sich gelassen und sind wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Erstmals seit dem Frühjahr 2008 ist die Wirtschaftsleistung wieder höher als im Vorquartal, in Österreich betrug das BIP-Plus 0,9 % – im Jahresabstand ist das aber immer noch ein Minus von 2,4 %. Das Emirat Dubai gibt bekannt, dass es die staatlichen Schulden nicht pünktlich bezahlen kann und löst damit Schockwellen an den internationalen Börsen aus.
In den USA tritt das lang diskutierte Konjunkturpaket in Kraft, in Deutschland wird für Risikopapiere der angeschlagenen WestLB die erste Bad Bank gegründet. Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria wird von der Republik Österreich notverstaatlicht, der Mehrheitseigentümer Bayern LB sowie die Miteigentümer Land Kärnten und Grazer Wechselseitige Versicherung erhalten jeweils einen symbolischen Euro vom Bund. Für die Rettung der systemrelevanten Bank sind insgesamt A 1,5 Mrd. an Kapital nötig. Das Golfemirat Abu Dhabi greift seinem von hohen Schulden geplagten Nachbarn Dubai mit USD 10 Mrd. (A 6,78 Mrd.) unter die Arme.
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Auf dem Höhepunkt der internationalen Wirtschaftskrise schrumpfte die Weltwirtschaft 2009 um 1,0 %, nach einem Wachstum von 5,1 % bzw. 3,1 % in den Jahren 2007 und 2008. Besonders stark war der Rückgang in den drei großen Wirtschaftsblöcken USA (- 2,5 %), Japan (- 5,2 %) und der EU (- 4,0 %). Lediglich China blieb mit einem BIP-Anstieg von 8,6 % auf einem stabilen Wachstumskurs. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten sich 2009 auch die neuen mittelund osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten dem Abwärtstrend nicht entziehen, ihre Wirtschaftsleistung schrumpfte um 3,8 %. Deutschland, sonst ein wichtiger Konjunkturmotor der Union, hatte sogar einen BIP-Rückgang um 5,0 % zu verzeichnen, obwohl Konjunkturprogramme, allen voran die "Abwrackprämie" für Pkw, Wirkung zeigten.
Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2009 einen Rückgang, der mit 3,4 % etwas geringer als der Durchschnittswert des Euroraumes (- 3,9 %) war. Vor allem die traditionellen Wachstumsmotoren hatten unter der weltweiten Krise zu leiden: Die österreichischen Exporte waren 2009 um knapp 17 % rückläufig, die Investitionen der Unternehmen gingen um rund 8 % zurück. Unerwartet robust zeigte sich der private Konsum, der mit 0,4 % einen leichten Zuwachs verbuchte.
In Österreich rechnen die Prognoseinstitute für 2010 mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % (IHS) bzw. 1,5 % (WIFO), damit sollte sich die Entwicklung wieder etwas fester zeigen als jene des Euroraumes. Getragen wird das Wachstum in erster Linie von den Exporten, die als Folge der internationalen Konjunkturerholung wieder um 4,0 % zunehmen sollen. Bei den Investitionen wird hingegen ein weiterer Rückgang um 1,0 % erwartet. Auf dem Arbeitsmarkt machen sich die Folgen der Konjunkturkrise zeitverzögert bemerkbar. Nach einer Arbeitslosenquote von 3,8 % im Jahr 2008 und 5,0 % in 2009 wird die Arbeitslosigkeit 2010, wenn die Wirtschaft bereits wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt ist, noch einmal deutlich auf 5,4 % ansteigen, auch für das Folgejahr ist ein weiterer Zuwachs zu erwarten.
Die Inflationsrate, die 2009 mit 0,5 % auf dem niedrigsten Wert seit der Euro-Einführung lag, wird im Zuge der Konjunkturerholung zulegen, mit 1,3 % in 2010 aber weiter problemlos niedrig sein. Auch in den drei großen Wirtschaftsräumen wird für 2010 mit einer wieder wachsenden Wirtschaftsleistung gerechnet: In den USA um 1,7 %, im Euroraum um 1,1 % und in Japan um 1,0 %. In den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern sollte die Rezession 2010 ebenfalls enden, sie dürften laut Prognosen zumindest ein Nullwachstum erreichen.
Die US-amerikanische Notenbank FED ließ die Leitzinsen 2009 unverändert in der Spanne von 0,00 % bis 0,25 %, auf die sie am 16. Dezember 2008 gesenkt worden sind. Die EZB nahm 2009 vier Leitzinssenkungen um insgesamt 1,5 %-Punkte vor: am 15. Jänner von 2,50 % auf 2,00 %, am 5. März auf 1,50 %, am 2. April auf 1,25 % und zuletzt am 7. Mai 2009 auf 1,00 %, den niedrigsten Wert seit Einführung des Euro.
| Entwicklung der Leitzinsen | USD | EUR | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.1. – 31.12. | 0,00 % – 0,25 % | 1.1. – 14.1. | 2,50 % | |
| 15.1. – 4.3. | 2,00 % | |||
| 5.3. – 1.4. | 1,50 % | |||
| 2.4. – 6.5. | 1,25 % | |||
| 7.5. – 31.12. | 1,00 % |
Das niedrige Niveau der Leitzinsen zeigte deutliche Auswirkungen auf die Zinssätze auf dem Geldmarkt, die monatlichen Durchschnittswerte der 3-Monats-Sätze gingen von Jänner bis Dezember 2009 kontinuierlich zurück (der Euribor von 2,46 % auf 0,71 %, der USD-Libor von 1,21 % auf 0,25 %).
Die 10-Jahres-Swap-Sätze entwickelten sich in der EU und den USA gegenläufig: Der EUR-SWAP ging 2009 von 3,67 % auf 3,48 % leicht zurück, während der USD-SWAP von 2,63 % auf 3,70 % anstieg.
Der Zinsabstand zwischen dem Euroraum und den USA verringerte sich 2009 deutlich. Beim 3-Monats-Geld betrug die Differenz zu Jahresbeginn 1,25 %-Punkte (Euribor 2,46 %, US-Libor 1,21 %), beim 10-Jahres-SWAP 1,04 %-Punkte (EUR 3,67 %, USD 2,63 %). Bis Jahresende ging der Abstand auf 0,46 bzw. 0,23 %-Punkte merklich zurück. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, wurde 2009 aufgrund der deutlich gesunkenen kurzfristigen Sätze wesentlich steiler.
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Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2009 vom wieder erstarkten Vertrauen in die Wirtschaft der EU geprägt. Ende 2008/Anfang 2009, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise, war der US-Dollar als vergleichsweise sicherer Hafen gefragt, in Folge ging der EUR/USD-Kurs bis Februar 2009 auf 1,28 zurück. Mit den wieder besseren Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum kehrte auch das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung zurück, der Euro stieg im November auf knapp unter 1,50 und war im Jahresdurchschnitt 1,39 US-Dollar wert. Parallel dazu verlief die Entwicklung des Euro zum japanischen Yen: Nach einem Tiefststand im Februar von 119 erholte sich der EUR/JPY-Kurs bis Jahresende, der Durchschnittskurs betrug 130,33 im Jahr 2009.
Trotz der engen Verflechtung der Schweizer Wirtschaft mit jener der EU zeigte sich 2009, dass der Franken seine Bedeutung als Fluchtwährung nicht ganz verloren hat. Der EUR/CHF-Kurs bewegte sich in einer relativ schmalen Bandbreite zwischen 1,49 und 1,52, der Durchschnittskurs betrug 1,51 und lag damit deutlich niedriger als im Jahr 2008. Die tschechische Krone und der ungarische Forint schwächten sich gegenüber dem Euro 2009 infolge der unerwartet großen wirtschaftlichen Probleme in Mittel- und Osteuropa deutlich ab. Bis Jahresende kam es jedoch wieder zu einer Erholung. Im Jahresdurchschnitt betrug der EUR/CZK-Kurs 26,50 (nach 24,95 im Jahr 2008), der EUR/HUF-Kurs 281,44 (nach 251,51).
Für 2010 erwartet das Management der Oberbank AG einen gegenüber dem US-Dollar etwas schwächeren Euro. Für Ende 2010 wird mit einem EUR/USD-Kurs von 1,27 gerechnet, möglicherweise sogar leicht darunter. Der Kurs zum Franken (rund 1,50) und zum Yen (bei 130) wird auf etwa gleichbleibendem Niveau gesehen. Die tschechische Krone und der ungarische Forint sollten 2010 gegenüber dem Euro weitgehend stabil bleiben.
Die Entwicklung an den internationalen Börsen war nach den drastischen Abstürzen im 4. Quartal 2008 und im 1. Quartal 2009 von einer deutlichen Erholung der Kurse gekennzeichnet. Die Vorjahreswerte wurden im Jahresdurchschnitt jedoch nicht wieder erreicht.
| Index | Jan. 09 | Höchst 09 | Tiefst 09 | Dez. 09 | Ø 09 | Ø 09/Ø 08 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dow Jones (USA) | 8.396 | 10.433 | 7.235 | 10.433 | 8.877 | - 24 % |
| S&P 500 (USA) | 866 | 1.110 | 757 | 1.110 | 947 | - 22 % |
| Euro Stoxx 50 (Europa) | 2.340 | 2.908 | 1.994 | 2.908 | 2.520 | - 24 % |
| TOPIX (Japan) | 820 | 961 | 756 | 893 | 868 | - 28 % |
| DAX (Deutschland) | 4.534 | 5.837 | 3.969 | 5.837 | 5.017 | - 22 % |
| ATX (Österreich) | 1.717 | 2.640 | 1.552 | 2.495 | 2.131 | - 40 % |
Die Bilanzsumme der österreichischen Kreditinstitute erreichte A 1.047,1 Mrd. zum Ende des 3. Quartals 2009 und wies damit im Vergleich zum Jahresultimo 2008 einen leichten Rückgang um 2,1 % auf. Für diese Entwicklung war in erster Linie das Zwischenbankgeschäft im In- und Ausland verantwortlich.
Die Gesamteinlagen bei Österreichs Banken blieben gegenüber Ende 2008 mit einem Zuwachs um 0,4 % auf A 276,9 Mrd. praktisch unverändert, in den einzelnen Einlagekategorien war jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung zu beobachten. Die Sichteinlagen wuchsen um 9,6 % auf A 82,8 Mrd., bei den Termineinlagen war hingegen ein Rückgang um 19,1 % auf A 36,3 Mrd. zu verzeichnen. Das moderate Wachstum der Spareinlagen (mit 57 % aller Einlagen weiterhin die bedeutendste Sparform in Österreich) um 1,6 % auf A 157,9 Mrd. führte schließlich zu dem insgesamt leichten Anstieg der Einlagen. Das Einlagenwachstum war mehrheitlich auf die privaten Haushalte (A + 4,4 Mrd.) zurückzuführen, wodurch ihr Anteil an allen Einlagen auf rund 72 % anstieg. Bei den Unternehmen (rund 16 % Anteil) änderte sich das Einlagenvolumen nicht wesentlich (A + 0,2 Mrd.). Nichtbanken-Finanzintermediäre und der Staat verringerten ihre Einlagenstände um A 2,9 Mrd. bzw. A 1,2 Mrd.
Die Direktkredite an inländische Nichtbanken beliefen sich zum 30. September 2009 auf A 303,2 Mrd., damit war dieser Wert in den ersten drei Quartalen um 1 % rückläufig. Die Eurokredite blieben mit A 250,5 Mrd. (- 0,1 %) annähernd unverändert, während die Fremdwährungskredite einen Rückgang um 4,9 % auf A 52,7 Mrd. verzeichneten. Der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten fiel damit auf 17,4 %.
Die anrechenbaren Eigenmittel aller österreichischen Banken betrugen A 93,0 Mrd. per Ende September 2009, was einer Erhöhung in den ersten drei Quartalen von A 4,7 Mrd. bzw. 5,3 % entspricht. Von den gesamten Eigenmitteln entfielen A 70,9 Mrd. auf das Kernkapital. Damit betrug die Eigenmittelquote 18,57 % (+ 1,4 %-Punkte gegenüber Ende 2008), die Kernkapitalquote stieg gegenüber Dezember 2008 um 1,1 %-Punkte auf 13,67 %.
Das gemeinsame Betriebsergebnis der österreichischen Banken stieg vom 3. Quartal 2008 zum 3. Quartal 2009 um 14,1 % auf A 4,9 Mrd. an. Hierzu trug in erster Linie der um 9,2 % auf A 6,6 Mrd. gestiegene Nettozinsertrag bei, die Provisionserträge gingen hingegen um 16,1 % auf A 2,7 Mrd. zurück. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften drehte von einem negativen Saldo von A - 0,3 Mrd. in ein positives Ergebnis von A 0,4 Mrd., die Betriebsaufwendungen verringerten sich um 2,9 % auf A 7,0 Mrd. Für das Gesamtjahr erwarteten die österreichischen Banken per Ende September 2009 einen deutlichen Ergebnisrückgang. Das erwartete Betriebsergebnis von A 6,3 Mrd. und der Jahresüberschuss nach Steuern von A 1,3 Mrd. entsprechen jeweils einem Rückgang um rund 30 %.
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Das auf den Grundsätzen der Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit aufbauende Geschäftsmodell, die tiefe Verankerung in allen Märkten, die besondere Kundennähe und das ungebrochene Vertrauen der Kunden haben dazu geführt, dass sich die Oberbank auch im besonders herausfordernden Jahr 2009 sehr gut entwickelt hat.
Die Primäreinlagen, die die Kunden der Oberbank anvertrauen, sind im Vergleich zu 2008 um knapp 10 % auf rund A 11 Mrd. angestiegen. Damit konnte die Oberbank ihrem Finanzierungsauftrag weiterhin nachkommen und ihre Kunden mit Finanzierungen von annähernd A 10 Mrd. versorgen, das bedeutet einen Anstieg um 4,0 % gegenüber 2008. Die von den Unternehmen oft beklagte "Kreditklemme" gibt es bei der Oberbank nicht.
Aufgrund des besonderen Vertrauens der Kunden und der Investoren konnte die Oberbank 2009 auch ihre Eigenmittel- und Kernkapitalausstattung deutlich stärken. Mit einer Eigenmittelquote von 15,39 % (nach 12,90 % in 2008) und einer Kernkapitalquote von 9,58 % (nach 8,27 % in 2008) verfügt die Oberbank über eine besonders hohe Risikotragungsfähigkeit und über die Mittel, ihr Wachstum aus eigener Kraft ungebrochen fortzusetzen.
Die Oberbank-Aktien konnten sich dem allgemeinen Abwärtstrend an den internationalen Börsen weitgehend entziehen. Stamm- und Vorzugsaktie erwiesen sich mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Kurs sowohl gegenüber dem ATX als auch gegenüber dem europäischen Index für Bankaktien, dem DJ Euro Stoxx Banks, als überdurchschnittlich stabil.
Ein Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 und die Folgejahre veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) und die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %).
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 59 dieses Geschäftsberichtes.
Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2009 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine sehr erfreuliche Ertragslage ausweisen. Das Betriebsergebnis blieb mit A 182,8 Mio. auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahres stabil, während im Gesamtmarkt bei Banken ein Rückgang um 30 % erwartet wird. Der Jahresüberschuss vor Steuern ging aufgrund der besonders vorsichtigen Vorsorgepolitik um 19,3 % auf A 92,0 Mio. zurück, der Jahresüberschuss nach Steuern wegen der stark gestiegenen Steuerleistung um 26,7 % auf A 77,3 Mio.
Das Zinsergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr 2009 um 12,7 % auf A 262,4 Mio. Diese Entwicklung ist auf das um 10,7 % auf A 249,2 Mio. gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft und den um 82,5 % auf A 13,2 Mio. gesunkenen Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen zurückzuführen.
Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken besteht auch eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet. Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 90,7 Mio. nach A 67,8 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Anstieg der Wertberichtigungsquote von 0,72 % auf 0,92 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung nach IFRS in Mio. D |
2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 262,4 | - 12,7 % | 300,7 | 276,2 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 90,7 | 33,9 % | - 67,8 | - 68,4 |
| Provisionsergebnis | 88,6 | - 9,5 % | 97,8 | 101,8 |
| Handelsergebnis | 11,3 | 46,4 % | 7,7 | 7,5 |
| Verwaltungsaufwand | - 208,2 | 4,2 % | - 199,8 | - 203,2 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 28,8 | > 100,0 % | - 24,6 | - 0,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92,0 | - 19,3 % | 114,0 | 112,9 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 14,7 | 72,6 % | - 8,5 | - 10,4 |
| Fremdanteil am Jahresüberschuss | 0,0 | - 90,1 % | - 0,5 | 0,0 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77,3 | - 26,7 % | 105,5 | 102,5 |
| davon den Anteilseignern des | ||||
| Mutterunternehmens zuzurechnen | 77,3 | - 26,4 % | 105,0 | 102,5 |
| davon den Minderheitsgesellschaftern | ||||
| zuzurechnen | 0,0 | - 90,1 % | 0,5 | 0,0 |
10
Das Provisionsergebnis ging im Geschäftsjahr 2009 um 9,5 % auf A 88,6 Mio. zurück. Die guten Ergebnisse im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft konnten die aufgrund der internationalen Finanz- und Börsenkrise rückläufigen Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft nicht zur Gänze ausgleichen.
Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jenes aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2009 konnte das Handelsergebnis in Summe um 46,4 % auf A 11,3 Mio. verbessert werden. Einem deutlichen Anstieg der Bewertungs- und Veräußerungsgewinne im Wertpapierbereich steht ein Rückgang der Gewinne im Devisen- und Derivatebereich gegenüber.
Trotz der fortgeführten Expansion in den Wachstumsmärkten und des Markteintrittes in der Slowakei stiegen die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr nur um 4,2 % auf A 208,2 Mio. an. Die Personalaufwendungen stiegen um 4,2 % auf A 119,8 Mio. an. Die Erhöhung ist auf die im Vorjahr aufgelöste Pensionsrückstellung aus der Anpassung der Sterbetafel zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Sachaufwendungen blieben trotz des Markteintrittes in der Slowakei mit A 66,0 Mio. auf dem Vorjahresniveau stabil. Vorwiegend bedingt durch höhere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern (Erhöhung der Sachanlagen im Operate Leasing) nahmen die Abschreibungsaufwendungen um 19,3 % auf A 22,4 Mio. zu. Die Kosten-Ertrags-Relation blieb 2009 mit 53,26 % auf einem besonders guten Niveau stabil.
Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis, Handelsergebnis und dem sonstigen Erfolg abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2009 mit A 182,8 Mio. auf dem herausragenden Niveau des Vorjahres stabil gehalten werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 19,3 % geringerer Jahresüberschuss vor Steuern von A 92,0 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 14,7 Mio. um 72,6 % höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 77,3 Mio., womit der Vorjahreswert um 26,7 % unterschritten wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von TA 45, damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern A 77,3 Mio. (- 26,4 %).
Nach der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG 28.783.125 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr A 2,83 nach A 3,91 im Jahr davor.
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 64,9 Mio. Nach Rücklagendotation von A 50,8 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,3 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 14,4 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auf das Grundkapital von A 86,3 Mio. vorgeschlagen. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von A 14.391.562,50. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 22,8 auf neue Rechnung vorzutragen.
Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben
| Unternehmenskennzahlen nach IFRS | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Betriebsergebnisquote | 1,16 % | 1,22 % | 1,31 % |
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 9,86 % | 12,83 % | 13,21 % |
| Return on Equity nach Steuern | 8,28 % | 11,82 % | 11,99 % |
| Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) | 53,26 % | 52,36 % | 52,84 % |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 34,58 % | 22,54 % | 24,76 % |
| Eigenmittelquote | 15,39 % | 12,90 % | 12,83 % |
| Kernkapitalquote | 9,58 % | 8,27 % | 7,15 % |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie in A | 2,83 | 3,91 | 3,82 |
Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – ging im Jahr 2009 von 1,22 % um 0,06 %-Punkte auf 1,16 % zurück, womit angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.
Ab dem Geschäftsjahr 2009 wird bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses und der Betriebsergebnisquote auch der GuV-Posten Sonstiger betrieblicher Erfolg einbezogen. Die Vergleichsziffern der Vorjahre wurden entsprechend angepasst.
Aufgrund des im Vergleich zum Jahresüberschuss überproportional stark gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber dem Jahr 2008 von 12,83 % auf 9,86 %, der RoE nach Steuern von 11,82 % auf 8,28 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie ging aufgrund der Emission von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Oktober 2009 und des gesunkenen Konzernjahresüberschusses von A 3,91 im Jahr 2008 auf A 2,83 zurück.
Die Cost-Income-Ratio lag im Jahr 2009 mit 53,26 % weiterhin ausgezeichnet und klar besser als der österreichische Bankendurchschnitt. Die Risk-Earning-Ratio stieg von 22,54 % auf 34,58 %. Die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Eigenmittelquote stieg von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.
Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2009 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 4,7 % auf A 16.031,4 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen 2009 um 8,8 % auf A 2.093,3 Mio. zurück, womit ihr Anteil an den Bilanz aktiva von 15,0 % auf 13,1 % sank. Die Forderungen an Kunden konnten um 4,0 % auf A 9.836,5 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden auf A 6.246,7 Mio. nur um 1,2 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 9,3 % auf A 3.589,8 Mio. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist einen Rückgang bei den Privatkrediten um A 114,5 Mio. und eine Steigerung um A 490,4 Mio. bei den Firmenkrediten aus.
Der Anstieg der Risikovorsorgen um 15,0 % auf A 249,0 Mio. ergibt sich als Saldo der Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.
Die Finanzanlagen stiegen 2009 um 19,2 % auf A 3.581,1 Mio. deutlich an. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value A 291,5 Mio., Vermögenswerte Available for Sale A 807,0 Mio., Vermögenswerte Held to Maturity A 2.071,8 Mio. sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen A 410,8 Mio.
In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva stiegen vor allem aufgrund des höheren Volumens an positiven Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten um 50,2 % auf A 50,4 Mio. deutlich an. Das immaterielle Anlagevermögen stieg um 13,1 % auf A 9,3 Mio., vorwiegend bedingt durch Investitionen in Bankensoftware.
Aufgrund der Erhöhung der Betriebs- und Geschäftsausstattung (vor allem aus dem Operate Leasing) weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 2,7 % auf A 221,9 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die sich um 15,3 % auf A 323,2 Mio. verringerte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2009 um 6,5 % auf A 3.466,5 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten im Berichtsjahr geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 9,0 % auf A 10.916,4 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 9,3 % auf A 8.876,2 Mio. zu. Aufgrund des hohen Sicherheitsbedürfnisses der Kunden waren die traditionellen Sparformen 2009 weiterhin besonders gefragt. Der Spareinlagenstand nahm um 2,9 % auf A 3.399,2 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,7 % auf A 5.477,0 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 7,4 % auf A 1.308,1 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 7,8 % auf A 732,1 Mio. zu. Die deutliche Steigerung des Eigenkapitals um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. erklärt sich auch durch die Ausgabe von rund 1,7 Mio. Stück neuer Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.
| Struktur des Primärmittelaufkommens in % | ||
|---|---|---|
| Nachrangkapital1 Verbriefte Verbindlichkeiten2 |
6,71 % 11,98 % |
2 1 3 |
| Spareinlagen3 | 31,14 % | |
| Sicht- und Termineinlagen4 | 50,17 % | |
| 4 |
In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 8,7 % auf A 363,0 Mio. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (A 208,1 Mio.) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (A 119,9 Mio.) zusammen.
Die sonstigen Passiva gingen um 30,8 % auf A 249,9 Mio. zurück. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
| Refinanzierungsstruktur in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.399,2 | 2,9 % | 3.301,9 | 2.899,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.477,0 | 13,7 % | 4.817,4 | 4.245,6 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308,1 | 7,4 % | 1.218,3 | 1.134,7 |
| Nachrangkapital | 732,1 | 7,8 % | 679,1 | 560,1 |
| Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital | 10.916,4 | 9,0 % | 10.016,7 | 8.839,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466,5 | - 6,5 % | 3.707,9 | 4.030,3 |
| Summe | 14.382,9 | 4,8 % | 13.724,6 | 12.869,9 |
Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2009 um 15,8 % auf A 1.035,6 Mio. deutlich an. Das Grundkapital erhöhte sich um 6,3 % auf A 86,2 Mio., in erster Linie durch die Ausgabe von 1,7 Mio. Stück Stammaktien im Zuge der Kapitalerhöhung im Oktober 2009.
Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen A 1.534,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 gegenüber A 1.286,1 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 854,8 Mio. betrug demnach A 679,5 Mio. und liegt damit um 7,39 %-Punkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2009 stieg damit einhergehend von 12,90 % auf 15,39 %, die Kernkapitalquote von 8,27 % auf 9,58 %.
| Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B | 2009 | Veränderung | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | 86,2 | 6,3 % | 81,1 | 75,6 |
| Kapitalrücklagen | 194,5 | 38,2 % | 140,8 | 142,7 |
| Gewinnrücklagen | 726,6 | 13,0 % | 642,7 | 641,0 |
| Unversteuerte Rücklagen | 25,1 | - 4,5 % | 26,3 | 27,5 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1,9 | – | 1,9 | 1,9 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1,3 | – | 1,3 | 0,8 |
| Bilanzielles Eigenkapital | 1.035,6 | 15,8 % | 894,1 | 889,5 |
| Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG | 1.534,3 | 19,3 % | 1.286,1 | 1.293,6 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 955,4 | 15,8 % | 824,7 | 720,5 |
| Eigenmittelerfordernis | 854,8 | 0,6 % | 849,6 | 808,4 |
| Überdeckungsquote in %-Punkten | 7,39 | 2,49 %-P. | 4,90 | 4,83 |
| Bemessungsgrundlage der Eigenmittel | 9.970,5 | 0,0 % | 9.970,2 | 10.079,1 |
| Eigenmittelquote in % | 15,39 | 2,49 %-P. | 12,90 | 12,83 |
| hievon Kernkapitalquote in % | 9,58 | 1,31 %-P. | 8,27 | 7,15 |
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2010 wird sich die Weltwirtschaft voraussichtlich früher als erwartet wieder positiv entwickeln. Alle Prognoseinstitute sehen für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein leichtes BIP-Wachstum, die zentral- und osteuropäischen EU-Länder werden eine Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des Vorjahres erzielen. Für Österreich wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % (WIFO) bzw. 1,3 % (IHS) prognostiziert. Der Euro wird 2010 gegenüber dem Dollar etwas schwächer als im vergangenen Jahr gesehen, an den Börsen werden weiterhin hohe Volatilitäten erwartet. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich über den Vorjahreswerten liegen.
Insgesamt geht die Oberbank davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen etwas besser als im abgelaufenen Jahr sein wird. Der stabile private Konsum, die klare Erholung der Exportwirtschaft und die mittelfristig weiterhin niedrige Inflation sind Faktoren, die die Konjunktur stützen können.
Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank ihre Hausbankfunktion für Industrie und Mittelstand wahrnehmen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Das Management erwartet aufgrund der Belebung der Exportwirtschaft eine verstärkte Nachfrage nach Exportfinanzierungen sowie mehr Dynamik im Bereich des Dokumenten- und Garantiegeschäftes. Das geänderte Investitionsverhalten der Unternehmen (seit dem 4. Quartal 2009 werden zuvor aufgeschobene größere Investitionen nachgeholt) wird zu einem stärkeren Bedarf an Investitionsfinanzierungen führen. In beiden Bereichen werden Förderungen und Haftungsübernahmen der öffentlichen Hand eine wichtige Rolle spielen.
Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Kundeneinlagen weiterhin die Basis einer starken Liquiditätsund Refinanzierungssituation sein. Die Reduzierung der vorher unbegrenzten staatlichen Einlagensicherung auf A 100.000 für Einlagen privater Anleger mit Jahresbeginn 2010 eröffnet die Möglichkeit, die solide Adresse Oberbank in der Kundenansprache gezielt einzusetzen. Im Bereich der Privatfinanzierungen rechnet das Management aufgrund der verbesserten konjunkturellen Aussichten und des nach wie vor günstigen Zinsniveaus mit einer höheren Nachfrage. Besonders im Kernkompetenzbereich Wohnbaufinanzierung sieht die Oberbank ein hohes Potenzial, da Wohnraumschaffung und Sanierung derzeit besonders aktuelle Themen sind.
Im Segment Financial Markets erwartet der Vorstand wieder höhere Erträge aus den Equity-Beteiligungen. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft wird der konservative Weg der Oberbank fortgesetzt.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass aufgrund der verbesserten Konjunkturentwicklung die Forderungen an Kunden im Geschäftsjahr 2010 zumindest im gleichen Ausmaß wie im abgelaufenen Jahr steigen werden. Bei den Kundeneinlagen wird ein etwas schwächeres Wachstum erwartet, weil die Anleger wieder verstärkt Mittel vom Sparbuch in Wertpapierinvestments umschichten werden. Mit der Gründung von zehn Filialen setzt die Oberbank ihre Expansion weiter fort und wird Ende 2010 auf 143 Filialen kommen. In Wien und Bayern werden jeweils drei Filialen eröffnet, in Ungarn und der Slowakei jeweils zwei weitere. In Tschechien (derzeit 17 Filialen) ist die Expansion vorerst abgeschlossen.
Die Oberbank wird auch 2010 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf ihre zentralen Werte Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität setzen.
Das Zinsgeschäft wird auch 2010 eine stabile Säule der Ertragsentwicklung sein. Beim Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft erwartet die Oberbank im Geschäftsjahr 2010 eine weitere leichte Verbesserung gegenüber 2009, bei den Ergebnisbeiträgen aus den Equity-Beteiligungen wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen. Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der wieder deutlich verbesserten Situation im Wertpapierbereich, mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben. Beim Personal- und Sachaufwand erwartet die Oberbank trotz der starken Expansion eine nur leichte Steigerung, die Abschreibungen werden sich etwas stärker erhöhen.
Bei den Unternehmen werden sich die Folgen der Wirtschaftskrise in den Bilanzen für das Jahr 2009 deutlich auswirken. Die Oberbank wird daher weiterhin eine besonders vorsichtige Risikopolitik verfolgen und den Vorsorgen für das Kreditrisiko entsprechende Beträge zuführen. Der Anstieg der Risikovorsorgen wird allerdings deutlich weniger stark ausfallen als im Berichtsjahr.
Die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2010 abzugeben. Der Vorstand geht aber davon aus, dass im operativen Geschäft wieder ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2009 erzielt werden kann. Auch der Jahresüberschuss vor und nach Steuern wird voraussichtlich auf dem Ergebnisniveau des Vorjahres liegen. Es werden steigende Equity-Beteiligungserträge erwartet, aber auch ein Mehraufwand für die Risikovorsorgen und höhere Steueraufwendungen.
Die erwartete Ertragslage wird auch 2010 eine hohe Rücklagendotation ermöglichen, um die Eigenmittel zu stärken, und erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.
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Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt im Oberbank-Konzern dem Gesamtvorstand.
Die Oberbank zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling, interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt, es wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.
Im Rahmen der Risikobeurteilung wird der Fokus auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind. Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze, unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Beteiligungen oder den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten zu. Teilweise werden externe Experten zugezogen oder es wird auf öffentlich zugängliche Quellen abgestellt, um das Risiko von Fehleinschätzungen zu minimieren.
Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewandt um sicherzustellen, dass potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt wird bzw. dass sie entdeckt und korrigiert werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.
Die Vollständigkeit der Daten des Rechnungswesens wird regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätskontrollen sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung und den internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und nachvollziehbar dokumentiert und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet, es bestehen klare Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen. Diese Prinzipien sind auch in den EDV-Systemen durch unterschiedliche Benutzerrechte abgebildet.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden regelmäßig aktualisiert und an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Darüber hinaus werden regelmäßig Diskussionen betreffend der Finanzberichterstattung und der in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien geführt. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschrif-
ten, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungswesen sicherzustellen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche verfügen über sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die entsprechend den fachlichen Anforderungen ausgebildet sind. Die Mitarbeiter werden laufend im Hinblick auf Neuerungen in der Rechnungslegung geschult, um Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung frühzeitig erkennen zu können.
Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Management. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene risikoabhängige Kontroll- und Überprüfungsmechanismen (insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen, nachvollziehbare Dokumentationen und Plausibilitätskontrollen) stellen eine umfassende Überwachung sicher. Zusätzlich überprüft die interne Revision unabhängig und regelmäßig auch im Bereich des Rechnungswesens die Einhaltung der internen und externen Vorschriften und berichtet direkt an den Vorstand.
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement im Oberbank-Konzern liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung sowie durch ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Aufbauorganisatorisch sind Vertrieb und Risikomanagement bis hinauf zum Vorstand getrennt. Das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee koordiniert die operative Umsetzung der Eigenkapital- und Risikostrategie, verteilt die zur Bedeckung der Risiken vorhandenen Eigenmittel als Limits auf die Risiken und überwacht die Einhaltung dieser Grenzwerte.
Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt in der Oberbank die wesentlichste Risikokomponente dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Prozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist. Die von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft wurden entsprechend umgesetzt und werden strikt eingehalten.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung des Systems verwendet. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt mittels externer Ratings.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Marktveränderungen durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse sowie Aktien- und Warenpreise verstanden. Die Oberbank genehmigt, misst, überwacht und steuert Marktrisiken durch den Einsatz von unterschiedlichen Limits. Für die Steuerung und Limiteinhaltung sind unterschiedliche Verantwortungsträger definiert. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Bank. Als Messgröße wird ein standardisierter Value at Risk (VaR)-Ansatz verwendet, dem die Laufzeitbandmethode der Kapitaladäquanz zugrunde liegt.
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Die Verantwortung für das Fremdwährungsrisiko der Gesamtbank sowie für alle Marktrisiken im Handels- und Geldhandelsbuch trägt die Abteilung Global Financial Markets (GFM). Die Limiteinhaltung wird durch Errechnung eines VaR mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen sichergestellt. Dieser wird vom Risikocontrolling täglich errechnet und den Verantwortlichen der Abteilung sowie dem dafür zuständigen Vorstandsmitglied berichtet.
Unter dem Begriff operationelle Risiken sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen. Diese sind im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Kernstück und Motor der Behandlung operationeller Risiken in der Oberbank ist ein regelmäßig tätiges Gremium, welches die laufende Verbesserung der Arbeitsabläufe und -prozesse zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Schäden aus operationellen Risiken zum Ziel hat. Dieses Gremium besteht aus den jeweiligen Leitern und den verantwortlichen Mitarbeitern der Abteilungen Organisationsentwicklung, Strategie- und Prozessmanagement, Rechnungswesen und Controlling, Sekretariat sowie Interne Revision mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten.
Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinn (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Außerdem birgt das Refinanzierungsrisiko die Gefahr, zusätzliche Geldmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Für das Management der kurzfristigen Liquidität ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse liegt ein Notfallplan vor.
Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt zum 31. Dezember 2009 A 86.349.375 und ist unterteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie.
Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden.
Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.
Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, zum Stichtag 31. Dezember 2009, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 3,73 %. Die restlichen 26,57 % des Grundkapitals stehen im Streubesitz.
Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
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Konzernabschluss 2009 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben
| Konzernrechnung | 26 | |
|---|---|---|
| Gesamtergebnisrechnung 2009 | 26 | |
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung | 26 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 27 | |
| Bilanz zum 31. Dezember 2009 | 28 | |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 30 | |
| Geldflussrechnung | 32 | |
| Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss | 34 | |
| Einleitung | 34 | |
| 1) | Konsolidierungskreis der Oberbank | 34 |
| 2) | Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze | 34 |
| Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung | 41 | |
| 3) | Zinsergebnis | 41 |
| 4) | Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 41 |
| 5) | Provisionsergebnis | 41 |
| 6) | Handelsergebnis | 41 |
| 7) | Verwaltungsaufwand | 42 |
| 8) | Sonstiger betrieblicher Erfolg | 42 |
| 9) | Ertragsteuern | 42 |
| 10) | Ergebnis je Aktie | 42 |
| Details zur Bilanz | 43 | |
| 11) | Barreserve | 43 |
| 12) | Forderungen an Kreditinstitute | 43 |
| 13) | Forderungen an Kunden | 43 |
| 14) | Risikovorsorgen | 44 |
| 15) | Handelsaktiva | 44 |
| 16) | Finanzanlagen | 44 |
| 17) | Immaterielle Anlagevermögenswerte | 45 |
| 18) | Sachanlagen | 45 |
| 19) | Sonstige Aktiva | 46 |
| 20) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 46 |
| 21) | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 47 |
| 22) | Verbriefte Verbindlichkeiten | 47 |
| 23) | Rückstellungen | 47 |
| 24) | Sonstige Passiva | 48 |
| 25) | Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | 49 |
| 26) | Nachrangkapital | 49 |
| 27) | Eigenkapital | 49 |
| 28) | Anlagenspiegel | 50 |
| 29) | Fair Value von Finanzinstrumenten | 51 |
|---|---|---|
| 30) | Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen | 54 |
| 31) | Segmentberichterstattung | 55 |
| 32) | Non performing loans | 57 |
| 33) | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 57 |
| 34) | Nachrangige Vermögensgegenstände | 57 |
| 35) | Fremdwährungsvolumina | 57 |
| 36) | Treuhandvermögen | 57 |
| 37) | Echte Pensionsgeschäfte | 57 |
| 38) | Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | 57 |
| 39) | Unternehmen des Konsolidierungskreises | 58 |
| Risikobericht | 61 | |
| 40) | Gesamtrisikomanagement | 61 |
| 41) | Kreditrisiko | 64 |
| 42) | Beteiligungsrisiko | 70 |
| 43) | Marktrisiko | 71 |
| 44) | Operationelles Risiko | 74 |
| 45) | Liquiditätsrisiko | 74 |
| 46) | Sonstige Risiken | 75 |
| 47) | Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick | 76 |
| 48) | Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte | 77 |
| 49) | Patronatserklärungen für Beteiligungen | 78 |
| Informationen aufgrund österreichischen Rechts | 78 | |
| 50) | Konzerneigenkapital | 78 |
| 51) | Personal | 79 |
| 52) | Wertpapieraufgliederung nach BWG | 79 |
| 53) | Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis | 79 |
| 54) | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB | 80 |
| 55) | Beteiligungsliste gemäß UGB | 81 |
Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2009
| in A 1.000 | 2009 | 2008 | Veränd. in A 1.000 |
Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | (3) | 524.007 | 717.061 | - 193.054 | - 26,9 |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3) | - 274.832 | - 491.991 | 217.159 | - 44,1 |
| 3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | (3) | 13.216 | 75.593 | - 62.377 | - 82,5 |
| Zinsergebnis | (3) | 262.391 | 300.663 | - 38.272 | - 12,7 |
| 4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | (4) | - 90.731 | - 67.778 | - 22.953 | 33,9 |
| 5. Provisionserträge | (5) | 97.936 | 107.713 | - 9.777 | - 9,1 |
| 6. Provisionsaufwendungen | (5) | - 9.361 | - 9.890 | 529 | - 5,3 |
| Provisionsergebnis | (5) | 88.575 | 97.823 | - 9.248 | - 9,5 |
| 7. Handelsergebnis | (6) | 11.265 | 7.694 | 3.571 | 46,4 |
| 8. Verwaltungsaufwand | (7) | - 208.223 | - 199.762 | - 8.461 | 4,2 |
| 9. Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | 28.758 | - 24.634 | 53.392 | >- 100,0 |
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | (8) | 23.776 | - 24.773 | 48.549 | >- 100,0 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | (8) | 4.052 | - 434 | 4.486 | >- 100,0 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | (8) | 0 | 3.372 | - 3.372 | - 100,0 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | 930 | - 2.799 | 3.729 | >- 100,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92.035 | 114.006 | - 21.971 | - 19,3 | |
| 10. Steuern vom Einkommen und Ertrag | (9) | - 14.697 | - 8.516 | - 6.181 | 72,6 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77.338 | 105.490 | - 28.152 | - 26,7 | |
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 77.293 | 105.034 | - 27.741 | - 26,4 | |
| davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 45 | 456 | - 411 | - 90,1 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77.338 | 105.490 |
| +/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | 28.212 | - 72.817 |
| +/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | - 7.053 | 18.204 |
| +/- Veränderung Währungsausgleichsposten | - 849 | - 364 |
| +/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen | - 2.030 | - 11.012 |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen | 18.280 | - 65.989 |
| Gesamtergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen Erträgen/Aufwendungen | 95.618 | 39.501 |
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 95.577 | 39.045 |
| davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 41 | 456 |
| Kennzahlen | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 53,26 | 52,36 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 9,86 | 12,83 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % | 8,28 | 11,82 |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % | 34,58 | 22,54 |
| Ergebnis pro Aktie in A | 2,83 | 3,91 |
| Bilanz zum 31.12.2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränd. in A 1.000 |
Veränd. in % |
|
| Aktiva | |||||
| 1. Barreserve | (11) | 164.730 | 130.380 | 34.350 | 26,3 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | (12) | 2.093.333 | 2.295.958 | - 202.625 | - 8,8 |
| 3. Forderungen an Kunden | (13) | 9.836.488 | 9.460.623 | 375.865 | 4,0 |
| 4. Risikovorsorgen | (14) | - 248.981 | - 216.518 | - 32.463 | 15,0 |
| 5. Handelsaktiva | (15) | 50.351 | 33.530 | 16.821 | 50,2 |
| 6. Finanzanlagen | (16) | 3.581.069 | 3.003.888 | 577.181 | 19,2 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | (16) | 291.535 | 346.358 | - 54.823 | - 15,8 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | (16) | 807.007 | 941.419 | - 134.412 | - 14,3 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | (16) | 2.071.754 | 1.315.068 | 756.686 | 57,5 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | (16) | 410.773 | 401.043 | 9.730 | 2,4 |
| 7. Immaterielles Anlagevermögen | (17) | 9.309 | 8.233 | 1.076 | 13,1 |
| 8. Sachanlagen | (18) | 221.925 | 216.133 | 5.792 | 2,7 |
| a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18) | 81.368 | 82.076 | - 708 | - 0,9 |
| b) Sonstige Sachanlagen | (18) | 140.557 | 134.057 | 6.500 | 4,8 |
| 9. Sonstige Aktiva | (19) | 323.217 | 381.761 | - 58.544 | - 15,3 |
| a) Latente Steueransprüche | (19) | 25.695 | 38.344 | - 12.649 | - 33,0 |
| b) Sonstige | (19) | 297.522 | 343.417 | - 45.895 | - 13,4 |
| Summe Aktiva | 16.031.441 | 15.313.988 | 717.453 | 4,7 |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränd. | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | in A 1.000 | in % | |||
| Passiva | |||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20) | 3.466.523 | 3.707.857 | - 241.334 | - 6,5 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21) | 8.876.162 | 8.119.236 | 756.926 | 9,3 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | (22) | 1.308.134 | 1.218.332 | 89.802 | 7,4 |
| 4. Rückstellungen | (23) | 362.990 | 333.987 | 29.003 | 8,7 |
| 5. Sonstige Passiva | (24) | 249.947 | 361.366 | - 111.419 | - 30,8 |
| a) Handelspassiva | (25) | 28.691 | 10.325 | 18.366 | > 100,0 |
| b) Steuerschulden | (24) | 5.066 | 6.118 | - 1.052 | - 17,2 |
| c) Sonstige | (24) | 216.190 | 344.923 | - 128.733 | - 37,3 |
| 6. Nachrangkapital | (26) | 732.110 | 679.091 | 53.019 | 7,8 |
| 7. Eigenkapital | (27) | 1.035.575 | 894.119 | 141.456 | 15,8 |
| a) Eigenanteil | (27) | 1.034.227 | 892.812 | 141.415 | 15,8 |
| b) Minderheitenanteil | (27) | 1.348 | 1.307 | 41 | 3,1 |
| Summe Passiva | 16.031.441 | 15.313.988 | 717.453 | 4,7 |
| in D 1.000 | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn rücklagen |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2008 | 75.565 | 142.713 | 400.889 | |
| Gesamtergebnis | 58.285 | |||
| Dividendenausschüttung | - 13.405 | |||
| Kapitalerhöhung | 5.549 | - 1.990 | ||
| Erwerb eigener Aktien | - 6 | 29 | ||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | 138 | |||
| Stand am 31.12.2008 | 81.108 | 140.752 | 445.907 | |
| Stand am 1.1.2009 | 81.108 | 140.752 | 445.907 | |
| Gesamtergebnis | 79.739 | |||
| Dividendenausschüttung | - 13.257 | |||
| Kapitalerhöhung | 5.079 | 53.706 | ||
| Erwerb eigener Aktien | 42 | 23 | ||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | ||||
| Stand am 31.12.2009 | 86.229 | 194.481 | 512.389 |
| Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gewinne | 20.676 | 4.121 |
| Verluste | - 4.653 | - 56.529 |
| Aus dem Eigenkapital entfernt | 5.136 | - 2.205 |
| Gesamt | 21.159 | - 54.613 |
| Eigenkapital | Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital ohne Fremdanteile |
Assoziierte Unternehmen |
Bewertungs- rücklagen gem. IAS 39 |
Währungs- ausgleichsposten |
|---|---|---|---|---|---|
| 889.461 | 806 | 888.655 | 221.282 | 47.613 | 593 |
| 39.501 | 456 | 39.045 | 35.737 | - 54.613 | - 364 |
| - 13.405 | - 13.405 | ||||
| 3.559 | 3.559 | ||||
| 23 | 23 | ||||
| - 25.020 | 45 | - 25.065 | - 25.203 | ||
| 894.119 | 1.307 | 892.812 | 231.816 | - 7.000 | 229 |
| 894.119 | 1.307 | 892.812 | 231.816 | - 7.000 | 229 |
| 95.618 | 41 | 95.577 | - 4.472 | 21.159 | - 849 |
| - 13.257 | - 13.257 | ||||
| 58.785 | 58.785 | ||||
| 65 | |||||
| 245 | 245 | 245 | |||
| 1.035.575 | 1.348 | 1.034.227 | 227.589 | 14.159 | - 620 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 77.293 | 105.034 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung | ||
| auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen | 63.246 | 43.064 |
| Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen | 29.003 | 21.058 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | - 53.590 | - 14.340 |
| Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögensgegenständen | - 117 | - 333 |
| Zwischensumme | 115.835 | 154.483 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 239.406 | - 193.684 |
| Forderungen an Kunden | - 373.732 | - 764.391 |
| Handelsaktiva | - 13.964 | 41.919 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | 192.861 | 219.993 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | 184.228 | - 61.467 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 261.385 | - 367.577 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 749.177 | 942.617 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 44.395 | 67.279 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | - 205.628 | - 1.891 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 671.193 | 37.281 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von | ||
| Finanzanlagen | 241.792 | 393.212 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | 7.638 | 1.817 |
| Mittelabfluss für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | - 953.458 | - 552.925 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | - 36.795 | - 54.817 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 740.823 | - 212.713 |
| Kapitalerhöhung | 58.785 | 3.559 |
| Dividendenzahlungen | - 13.257 | - 13.405 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit | 39.925 | 102.765 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 85.453 | 92.919 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 130.380 | 303.946 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 671.193 | 37.281 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 740.823 | - 212.713 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 85.453 | 92.919 |
| Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen | 19.372 | - 90.689 |
| Effekte aus der Änderung von Wechselkursen | - 845 | - 364 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 164.730 | 130.380 |
| Erhaltene Zinsen | 515.349 | 714.898 |
| Erhaltene Dividenden | 23.746 | 35.727 |
| Gezahlte Zinsen | - 314.096 | - 492.748 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 18.192 | - 16.820 |
Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.
| in A 1.000 | Operative Geschäfts- tätigkeit |
Investitions- tätigkeit |
Finanzierungs tätigkeit |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 2009 | 447.881 | 67.468 | 0 | 515.349 |
| 2008 | 663.824 | 51.074 | 0 | 714.898 | |
| Erhaltene Dividenden | 2009 | 666 | 23.080 | 0 | 23.746 |
| 2008 | 2.142 | 33.585 | 0 | 35.727 | |
| Gezahlte Zinsen | 2009 | - 295.454 | 0 | - 18.642 | - 314.096 |
| 2008 | - 461.140 | 0 | - 31.608 | - 492.748 | |
| Gezahlte Dividenden | 2009 | 0 | 0 | - 13.257 | - 13.257 |
| 2008 | 0 | 0 | - 13.405 | - 13.405 | |
| Ertragsteuerzahlungen | 2009 | - 5.985 | - 16.867 | 4.661 | - 18.192 |
| 2008 | - 11.954 | - 12.769 | 7.902 | - 16.820 |
Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.
Die Genehmigung des Abschlusses 2009 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 24. März 2010 vorgesehen.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2009 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Berichtsjahr um die Oberbank Hybrid 3 GmbH (100 %), die Oberbank Hybrid 4 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 5 GmbH (100 %). Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 24 Tochterunternehmen und 21 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Die Änderungen zu IAS 1, 23, 27, 32, 39, die Änderungen zu IFRS 1, 2, 7 sowie die neuen Standards und Interpretationen IFRS 8, IFRIC 13, 14, 15 sind in der Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung gekommen. Aus der erstmaligen Anwendung ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Oberbank-Konzern. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 17, IFRIC 18, Neufassungen der IFRS 1 und IFRS 3, Änderungen an IAS 27, 32, 39, an IFRS 4, 7 sowie an IFRIC 9), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Standards schon untersucht wurden, werden keine Änderungen in materieller Hinsicht erwartet. IAS 24, IFRIC 19, IFRS 9, Änderungen an IFRS 1, 2 sowie an IFRIC 14, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9, Financial Instruments, herausgegeben. Der neue Standard repräsentiert die erste von drei Phasen zur vollständigen Ablöse von IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. Der jetzt vorgelegte Standard ändert grundlegend die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei IFRS 9 sich zunächst ausschließlich auf finanzielle Vermögenswerte beschränkt.
Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Oberbank-Konzern werden nach Veröffentlichung der beiden restlichen Phasen (Wertberichtigung und Sicherungsbeziehung) abschließend untersucht. Eine verlässliche Aussage zum Einfluss auf die zukünftigen Jahresabschlüsse ist aus heutiger Sicht nicht möglich.
Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.
Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARAN-TIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.
Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.
Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.
Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.
Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft hat die Oberbank Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gemäß IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.
Die Finanzanlagen umfassen die Kategorien FV/PL (Fair Value/Profit or Loss), HtM (Held to Maturity), AfS (Available for Sale) sowie die Anteile an at-Equity-Unternehmen. Vermögenswerte, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden. Die Anteile an at-Equity-Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens angesetzt.
Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Im Ergebnis 2009 sind bei den finanziellen Vermögenswerten AfS Impairment-Abschreibungen in der Höhe von TA 7.530 enthalten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen von der Kategorie AfS in der Höhe von TA 17.669 in die Kategorie HtM statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist. Die Differenz zum Börsekurswert betrug TA 837.
Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
| Bankbetrieblich genützte Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 Jahre |
| Standard-Software | 4 Jahre |
Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.
In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.
Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.
Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf A 75.973.557,69. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf A 81.270.000,00 erhöhte. Mit Beschluss des Vorstandes vom 30. September 2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das Grundkapital auf A 86.349.375,00 erhöhte.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 der Oberbank AG eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 14.391.562,50), wobei A 308.251,90 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 50.805.776,38 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 22.838,85 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 10.479.845 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgebucht. Die Rücklagen aus assoziierten Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten der assoziierten Unternehmen dar.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.
Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft. Ebenso werden Ergebnisse aus Impairments von Finanzanlagen ab dem Geschäftsjahr 2009 in diesem Posten ausgewiesen.
Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.
Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 3) Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus | ||
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 416.622 | 609.640 |
| Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 2.213 | 3.576 |
| Sonstigen Beteiligungen | 1.402 | 2.108 |
| Verbundenen Unternehmen | 4.476 | 1.198 |
| Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen | 99.294 | 100.539 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 524.007 | 717.061 |
| Zinsaufwendungen für Einlagen | - 204.467 | - 414.441 |
| Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten | - 42.160 | - 45.966 |
| Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten | - 28.205 | - 31.584 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 274.832 | - 491.991 |
| Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | 13.216 | 75.593 |
| Zinsergebnis | 262.391 | 300.663 |
Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 514.203 (Vorjahr TA 696.126). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf TA 215.489 (Vorjahr TA 440.121).
| 4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | ||
|---|---|---|
| Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 103.916 | 90.397 |
| Direktabschreibungen | 13.708 | 3.463 |
| Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 24.893 | - 23.481 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 2.000 | - 2.601 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 90.731 | 67.778 |
In dieser Position sind im Geschäftsjahr 2009 Impairments in Höhe von A 7,5 Mio. enthalten. Im Vorjahr waren Impairments von A 10,5 Mio. im sonstigen betrieblichen Erfolg ausgewiesen.
| 5) Provisionsergebnis | ||
|---|---|---|
| Zahlungsverkehr | 31.494 | 31.722 |
| Wertpapiergeschäft | 28.647 | 34.417 |
| Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft | 8.704 | 14.533 |
| Kreditgeschäft | 17.624 | 14.714 |
| Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft | 2.106 | 2.437 |
| Provisionsergebnis | 88.575 | 97.823 |
| 6) Handelsergebnis |
| Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften | 7.752 | - 2.865 |
|---|---|---|
| Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft | 4.504 | 6.186 |
| Gewinne/Verluste aus Derivaten | - 991 | 4.373 |
| Handelsergebnis | 11.265 | 7.694 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 7) Verwaltungsaufwand | ||
| Personalaufwand | 119.815 | 114.943 |
| hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kasse | 309 | 274 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | 65.988 | 66.026 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 22.420 | 18.793 |
| Verwaltungsaufwand | 208.223 | 199.762 |
| 8) Sonstiger betrieblicher Erfolg | ||
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | 23.776 | - 24.773 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | 4.052 | - 434 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | 0 | 3.372 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | 930 | - 2.799 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 28.758 | - 24.634 |
Im sonstigen betrieblichen Erfolg waren im Vorjahr Impairments in Höhe von A 10,5 Mio. enthalten. Diese werden ab dem Geschäftsjahr 2009 in der Position Risikovorsorgen im Kreditgeschäft ausgewiesen.
| 9) Ertragsteuern | ||
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | 9.101 | 5.608 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) | 5.596 | 2.908 |
| Ertragsteuern | 14.697 | 8.516 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 92.035 | 114.006 |
| Errechneter Steueraufwand 25 % | 23.009 | 28.502 |
| Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen | - 6.910 | - 8.678 |
| Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen | 610 | - 11.688 |
| Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre | 213 | 704 |
| Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen | - 2.301 | - 3.538 |
| Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand | 5.604 | 3.102 |
| Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge | - 4.886 | 0 |
| Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen | - 642 | 112 |
| Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 14.697 | 8.516 |
| Effektiver Steuersatz | 15,97 % | 7,47 % |
| 10) Ergebnis je Aktie in D | ||
| Aktienanzahl per 31.12. | 28.783.125 | 27.090.000 |
| Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien | 27.291.709 | 26.889.294 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens | ||
| zuzurechnender Jahresüberschuss nach Steuern | 77.293 | 105.034 |
| Ergebnis je Aktie in D | 2,83 | 3,91 |
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 11) Barreserve | ||
| Kassenbestand | 64.507 | 64.490 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 100.223 | 65.890 |
| Barreserve | 164.730 | 130.380 |
| 12) Forderungen an Kreditinstitute | ||
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 1.118.940 | 1.248.119 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 974.393 | 1.047.839 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.295.958 |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 143.275 | 95.735 |
| Bis 3 Monate | 1.458.143 | 1.702.409 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 385.250 | 324.806 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 86.590 | 153.008 |
| Über 5 Jahre | 20.075 | 20.000 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.295.958 |
| 13) Forderungen an Kunden | ||
| Forderungen an inländische Kunden | 6.246.692 | 6.175.396 |
| Forderungen an ausländische Kunden | 3.589.796 | 3.285.227 |
| Forderungen an Kunden | 9.836.488 | 9.460.623 |
| Forderungen an Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 1.216.577 | 511.267 |
| Bis 3 Monate | 1.264.845 | 1.406.453 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.089.698 | 1.231.991 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 3.426.867 | 2.413.053 |
| Über 5 Jahre | 2.838.501 | 3.897.859 |
| Forderungen an Kunden | 9.836.488 | 9.460.623 |
| Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte |
||
| Bis 3 Monate | 63.148 | 65.697 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 181.481 | 206.341 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 481.649 | 627.015 |
| Über 5 Jahre | 296.951 | 276.995 |
| Summe | 1.023.229 | 1.176.048 |
| Nicht realisierte Finanzerträge | ||
| Bis 3 Monate | 8.730 | 12.099 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 18.185 | 32.208 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 48.211 | 93.564 |
| Über 5 Jahre Summe |
25.754 100.881 |
75.850 213.721 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Nettoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 54.418 | 53.598 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 163.296 | 174.133 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 433.438 | 533.451 |
| Über 5 Jahre | 271.197 | 201.145 |
| Summe | 922.349 | 962.327 |
| Kumulierte Wertberichtigungen | 6.008 | 2.775 |
Siehe Seite 69.
| 15) Handelsaktiva | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
||
| Börsenotiert | 18.419 | 18.932 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 2.541 | 3.977 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 0 | 407 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 29.391 | 10.214 |
| Sonstige Geschäfte | 0 | 0 |
| Handelsaktiva | 50.351 | 33.530 |
| 16) Finanzanlagen | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
||
| Börsenotiert | 2.655.411 | 2.128.390 |
| Nicht börsenotiert | 39.390 | 38.894 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 49.780 | 39.225 |
| Nicht börsenotiert | 149.943 | 136.769 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Beteiligungen/Anteile | ||
| An verbundenen Unternehmen | 218.441 | 204.715 |
| An at Equity bewerteten Unternehmen | ||
| – Kreditinstituten | 183.029 | 152.983 |
| – Nicht-Kreditinstituten | 227.744 | 248.059 |
| An sonstigen Beteiligungen | ||
| – Kreditinstituten | 10.809 | 27.055 |
| – Nicht-Kreditinstituten | 46.522 | 27.798 |
| Finanzanlagen | 3.581.069 | 3.003.888 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | 291.535 | 346.358 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | 807.007 | 941.419 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | 2.071.754 | 1.315.068 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | 410.773 | 401.043 |
| Finanzanlagen | 3.581.069 | 3.003.888 |
| 17) Immaterielle Anlagevermögenswerte | ||
| Nutzungs- und Mietrechte | 1.833 | 2.160 |
| Individual-Software | 6.485 | 3.044 |
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 151 | 229 |
| Kundenstock | 840 | 2.800 |
| Immaterielle Anlagevermögenswerte | 9.309 | 8.233 |
| 18) Sachanlagen | ||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 81.368 | 82.076 |
| Grundstücke und Gebäude | 71.705 | 74.804 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 53.454 | 44.690 |
| Sonstige Sachanlagen | 15.398 | 14.563 |
| Sachanlagen | 221.925 | 216.133 |
| Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 81.368 (Vorjahr TA 82.076); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 83.663 (Vorjahr |
TA 83.442). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr TA 3.427, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen TA 1.617.
| Bis 3 Monate | 2.618 | 1.495 |
|---|---|---|
| 3 Monate bis 1 Jahr | 8.127 | 4.358 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 29.842 | 15.022 |
| Über 5 Jahre | 71.304 | 14.715 |
| Summe | 111.891 | 35.590 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 19) Sonstige Aktiva | ||
| Latente Steueransprüche | 25.695 | 38.344 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 295.864 | 341.981 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.658 | 1.436 |
| Sonstige Aktiva | 323.217 | 381.761 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 25.695 | 38.344 |
| Latente Steueransprüche | 25.695 | 38.344 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | ||
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 16.922 | 17.006 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | - 4.258 | - 830 |
| hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten | - 4.277 | - 857 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - 9.793 | - 2.916 |
| Beteiligungen | 1.221 | 638 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | - 318 | - 287 |
| Sonstige Aktiva | - 13.203 | - 26.146 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 3.156 | 3.539 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.606 | - 5.380 |
| Sonstige Passiva | 14.304 | 30.471 |
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen | 24.065 | 24.601 |
| Sonstige Rückstellungen | - 11.436 | - 6.576 |
| Nachrangkapital | 414 | 202 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 3.015 | 4.022 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 25.695 | 38.344 |
| 20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Inländischen Kreditinstituten Ausländischen Kreditinstituten |
1.261.892 2.204.631 |
1.897.031 1.810.826 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.707.857 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 521.103 | 544.267 |
| Bis 3 Monate | 1.846.300 | 2.441.807 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 771.917 | 399.757 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 190.180 | 209.075 |
| Über 5 Jahre | 137.023 | 112.951 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.707.857 |
.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| 21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||
| Spareinlagen | 3.399.174 | 3.301.878 |
| Sonstige | 5.476.988 | 4.817.358 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 8.876.162 | 8.119.236 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 3.558.524 | 2.472.249 |
| Bis 3 Monate | 2.319.072 | 2.472.086 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.720.403 | 2.822.060 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.048.589 | 213.719 |
| Über 5 Jahre | 229.574 | 139.122 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 8.876.162 | 8.119.236 |
| 22) Verbriefte Verbindlichkeiten | ||
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.066.395 | 907.752 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 241.739 | 310.580 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.218.332 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen | ||
| Bis 3 Monate | 84.831 | 89.658 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 142.987 | 65.263 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 948.652 | 740.453 |
| Über 5 Jahre | 131.664 | 322.958 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.218.332 |
| 23) Rückstellungen | ||
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellung | 208.143 | 208.540 |
| Sonstige Rückstellungen | 154.847 | 125.447 |
| Rückstellungen | 362.990 | 333.987 |
| Jubiläumsgeldrückstellung | 8.086 | 8.981 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 119.894 | 95.093 |
| Sonstige Rückstellungen | 26.867 | 21.373 |
| Sonstige Rückstellungen | 154.847 | 125.447 |
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen |
||
| Rückstellung zum 1.1. | 208.540 | 213.387 |
| Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung | - 196 | 1.208 |
| Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung | - 201 | - 6.055 |
| Rückstellung zum 31.12. | 208.143 | 208.540 |
| Rückstellung zum 1.1. | 217.521 | 222.057 |
|---|---|---|
| + Dienstzeitaufwand | 3.922 | 3.885 |
| + Zinsaufwand | 8.109 | 8.017 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr | - 10.557 | - 9.950 |
| -/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | - 2.766 | 591 |
| +/- Übrige Veränderungen | 0 | - 7.079 |
| Rückstellung zum 31.12. | 216.229 | 217.521 |
Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Die übrigen Veränderungen des Vorjahres in Höhe von TA - 7.079 betrafen die Auflösung der Rückstellung aus der Erhöhung der Sterbetafeln. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2010 der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund A 1 Mio. gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2005 TA 192.196, für 2006 TA 210.820 bzw. für das Geschäftsjahr 2007 TA 222.057.
| Jubiläumsgeld- rückstellung |
Rückst. für das Kreditgeschäft |
Sonstige Rückstellungen |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 8.981 | 95.093 | 21.373 |
| Zuweisung | 247 | 28.652 | 11.879 |
| Verbrauch/Währungsdifferenz | 9 | 781 | 4.384 |
| Auflösung | 1.133 | 3.070 | 2.001 |
| Stand zum 31.12. | 8.086 | 119.894 | 26.867 |
| 24) Sonstige Passiva | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 28.691 | 10.325 |
| Steuerschulden | 5.066 | 6.118 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 166.997 | 290.665 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 49.193 | 54.258 |
| Sonstige Passiva | 249.947 | 361.366 |
| in A 1.000 2009 2008 25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) Währungsbezogene Geschäfte 6 51 Zinsbezogene Geschäfte 28.683 10.257 Sonstige Geschäfte 2 17 Handelspassiva 28.691 10.325 26) Nachrangkapital Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 6.598 10.799 Ergänzungskapital 646.139 608.826 Hybridkapital 79.373 59.466 |
|---|
| Nachrangkapital 732.110 679.091 |
| Nachrangkapital nach Fristen |
| Bis 3 Monate 57.198 12.848 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr 0 33.653 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre 216.042 234.435 |
| Über 5 Jahre 458.870 398.155 |
| Nachrangkapital 732.110 679.091 |
| 27) Eigenkapital |
| Gezeichnetes Kapital 86.229 81.107 |
| Kapitalrücklagen 194.481 140.752 |
| Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 726.519 642.760 |
| Unversteuerte Rücklagen 25.126 26.321 |
| Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872 |
| Minderheitenanteil 1.348 1.307 |
| Eigenkapital 1.035.575 894.119 |
| Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) |
| In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 27.079.587 26.989.788 |
| Ausgabe neuer Aktien 1.693.125 90.000 |
| Kauf eigener Aktien - 1.834.761 - 1.087.464 |
| Verkauf eigener Aktien 1.836.124 1.087.263 |
| In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 28.774.075 27.079.587 |
| Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 9.050 10.413 |
| Ausgegebene Aktien per 31.12. 28.783.125 27.090.000 |
Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,4 Mio. (Vorjahr A 0,5 Mio.).
in A 1.000
| Immaterielle Anlagever- mögenswerte |
Sachanlagen | Hievon als Finanz investitionen ge haltene Immobilien |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 | 28.329 | 382.769 | 83.523 |
| Währungsdifferenzen | 163 | - 3 | 0 |
| Zugänge | 4.982 | 31.813 | 6.714 |
| Abgänge | 11.634 | 12.584 | 5.570 |
| Kumulierte Abschreibungen | 12.531 | 180.070 | 3.299 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 9.309 | 221.925 | 81.368 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 8.233 | 216.133 | 82.076 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 3.899 | 18.521 | 1.884 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Beteiligungen | |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2009 | 210.540 | 462.041 |
| Zugänge | 15.991 | 2.816 |
| Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 9.731 |
| Abgänge | 159 | 963 |
| Kumulierte Abschreibungen | 7.931 | 5.521 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 218.441 | 468.104 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 204.715 | 455.895 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 2.183 | 260 |
Durch den Abgang von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 159. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 159 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 0.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 164.730 | 164.730 | |||||
| 164.730 | 164.730 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.093.333 | |||||
| 2.094.199 | 2.094.199 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 40.033 | 74.340 | 45.800 | 9.676.315 | 9.836.488 | ||
| 40.033 | 74.340 | 45.800 | 9.726.623 | 9.886.796 | |||
| Risikovorsorgen | - 248.981 | - 248.981 | |||||
| - 248.981 | - 248.981 | ||||||
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||||
| 50.351 | 50.351 | ||||||
| Finanzanlagen | 2.071.754 | 291.535 | 807.007 | 410.773 | 3.581.069 | ||
| 2.102.460 | 291.535 | 807.007 | 504.302 | 3.705.304 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9.309 | 9.309 | |||||
| 9.309 | 9.309 | ||||||
| Sachanlagen | 221.925 | 221.925 | |||||
| 247.665 | 247.665 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 323.217 | 323.217 | |||||
| 323.217 | 323.217 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 2.111.787 | 365.875 | 50.351 | 852.807 | 11.520.667 | 1.129.954 | 16.031.441 |
| 2.142.493 | 365.875 | 50.351 | 852.807 | 11.571.841 | 1.249.223 | 16.232.590 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 125.468 | 3.341.055 | 3.466.523 | ||||
| 125.468 | 3.338.317 | 3.463.785 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.101.816 | 7.774.346 | 8.876.162 | ||||
| 1.101.816 | 7.785.318 | 8.887.134 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 930.402 | 377.732 | 1.308.134 | ||||
| 930.402 | 377.161 | 1.307.563 | |||||
| Rückstellungen | 362.990 | 362.990 | |||||
| 362.990 | 362.990 | ||||||
| Sonstige Passiva | 28.691 | 221.256 | 249.947 | ||||
| 28.691 | 221.256 | 249.947 | |||||
| Nachrangkapital | 307.750 | 424.360 | 732.110 | ||||
| 307.750 | 424.262 | 732.012 | |||||
| Kapital | 1.035.575 | 1.035.575 | |||||
| 1.035.575 | 1.035.575 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 11.917.493 | 1.619.821 | 16.031.441 |
| 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 11.925.058 | 1.619.821 | 16.039.006 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 130.380 | 130.380 | |||||
| 130.380 | 130.380 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.295.958 | |||||
| 2.300.245 | 2.300.245 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 72.851 | 25.227 | 9.362.545 | 9.460.623 | |||
| 72.851 | 25.227 | 9.413.739 | 9.511.817 | ||||
| Risikovorsorgen | - 216.518 | - 216.518 | |||||
| - 216.518 | - 216.518 | ||||||
| Handelsaktiva | 33.530 | 33.530 | |||||
| 33.530 | 33.530 | ||||||
| Finanzanlagen | 1.315.068 | 346.358 | 941.419 | 401.043 | 3.003.888 | ||
| 1.261.582 | 346.358 | 941.419 | 360.246 | 2.909.605 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.233 | 8.233 | |||||
| 8.233 | 8.233 | ||||||
| Sachanlagen | 216.133 | 216.133 | |||||
| 237.327 | 237.327 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 381.761 | 381.761 | |||||
| 381.761 | 381.761 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 1.315.068 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.441.985 | 1.137.550 | 15.313.988 |
| 1.261.582 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.497.466 | 1.117.947 | 15.296.380 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.678 | 3.581.179 | 3.707.857 | ||||
| 126.678 | 3.583.268 | 3.709.946 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 144.752 | 7.974.484 | 8.119.236 | ||||
| 144.752 | 8.011.492 | 8.156.244 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 775.320 | 443.012 | 1.218.332 | ||||
| 775.320 | 429.108 | 1.204.428 | |||||
| Rückstellungen | 333.987 | 333.987 | |||||
| 333.987 | 333.987 | ||||||
| Sonstige Passiva | 10.325 | 351.041 | 361.366 | ||||
| 10.325 | 351.041 | 361.366 | |||||
| Nachrangkapital | 177.458 | 501.633 | 679.091 | ||||
| 177.458 | 498.407 | 675.865 | |||||
| Kapital | 894.119 | 894.119 | |||||
| 894.119 | 894.119 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.500.308 | 1.579.147 | 15.313.988 |
| 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.522.275 | 1.579.147 | 15.335.955 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liabilities | |||||||
| Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | |
| Aktiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 261.468 | 4.452 | 536.944 | 0 | 0 | 802.864 |
| Level 2 | 0 | 104.407 | 45.899 | 60.412 | 0 | 79.726 | 290.444 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Aktiva | 0 | 365.875 | 50.351 | 597.356 | 0 | 79.726 | 1.093.308 |
| Passiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 1.223.414 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.223.414 |
| Level 2 | 0 | 1.242.022 | 28.691 | 0 | 0 | 47.275 | 1.317.988 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Passiva | 0 | 2.465.436 | 28.691 | 0 | 0 | 47.275 | 2.541.402 |
Unter Fair Value versteht man den Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht bzw. Verbindlichkeiten erfüllt werden. Der beste Indikator für den Fair Value ist der Marktpreis in einem aktiven Markt. Sofern Marktpreise in einem aktiven Markt verfügbar sind, werden diese zur Bewertung herangezogen (Level1). Sind keine Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair-Value-Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise durchgeführt wird (Level 2). Lässt sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).
Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 82.496 (Vorjahr TA 50.726) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 68.788 (Vorjahr TA 47.263) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 13.708 (Vorjahr TA 3.463) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 4.919 (Vorjahr TA 6.195). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 62 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt TA 1.273, während bei den Forderungen keine nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung eintrat.
Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TA 1.745,2 (Vorjahr TA 2.317,0). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TA 1.338,1 (Vorjahr TA 1.480,7). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TA 469,2 (Vorjahr TA 592,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden TA 1.295,3 (Vorjahr TA 1.306,5) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TA 1.161,3 (Vorjahr TA 1.108,6). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TA 135,0 (Vorjahr TA 147,0). Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahe stehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.
| Geschäftsvorfälle | Assoziierte Unternehmen | Tochterunternehmen |
|---|---|---|
| Finanzierungen | 196.418 | 11.122 |
| Bürgschaften/Sicherheiten | 696 | 0 |
| Ausstehende Salden | ||
| Forderungen | 77.752 | 89.039 |
| Forderungen Vorjahr | 225.099 | 91.518 |
| Verbindlichkeiten | 84.125 | 64.262 |
| Verbindlichkeiten Vorjahr | 57.494 | 67.221 |
| Bürgschaften/Garantien | 24.265 | 1.219 |
| Bürgschaften/Garantien Vorjahr | 22.079 | 2.013 |
| Ertragsposten | ||
| Zinsen | 1.800 | 2.891 |
| Provisionen | 400 | 14 |
| Aufwendungen | ||
| Zinsen | 2.174 | 155 |
| Provisionen | 4 | 0 |
Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die Mitarbeiter abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 50.000 Stück.
Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.
Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem so genannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformation auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.
In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:
Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2009 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.
| Financial | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Privat | Firmen | Markets | Sonstige | Summe | |
| Zinsergebnis | 57.031 | 162.430 | 42.930 | 262.391 | |
| hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen | 13.216 | 13.216 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 10.072 | - 51.239 | - 29.420 | - 90.731 | |
| Provisionsergebnis | 40.890 | 47.685 | 88.575 | ||
| Handelsergebnis | 440 | 10.825 | 11.265 | ||
| Verwaltungsaufwand | - 83.861 | - 95.453 | - 4.910 | - 23.999 | - 208.223 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 269 | 6.078 | 22.630 | - 219 | 28.758 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4.257 | 69.941 | 42.055 | - 24.218 | 92.035 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.130.799 | 7.653.330 | 4.125.596 | 12.909.726 | |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 81.782 | 553.503 | 298.371 | 933.656 | |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 5,2 % | 12,6 % | 14,1 % | 9,9 % | |
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 85,4 % | 44,1 % | 6,4 % | 53,3 % | |
| Barreserve | 164.730 | 164.730 | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.093.333 | 2.093.333 | |||
| Forderungen an Kunden | 1.903.413 | 7.933.075 | 9.836.488 | ||
| Risikovorsorgen | - 53.778 | - 188.703 | - 6.500 | - 248.981 | |
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 3.581.069 | 554.451 | 4.135.520 | ||
| Segmentvermögen | 1.849.635 | 7.744.372 | 5.882.983 | 554.451 | 16.031.441 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.466.523 | 3.466.523 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.654.384 | 4.221.778 | 8.876.162 | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.308.134 | 1.308.134 | |||
| Handelspassiva | 28.691 | 28.691 | |||
| Eigen- und Nachrangkapital | 154.836 | 1.047.945 | 564.904 | 1.767.685 | |
| Sonstige Schulden | 584.246 | 584.246 | |||
| Segmentschulden | 4.809.220 | 5.269.723 | 5.368.252 | 584.246 | 16.031.441 |
| Abschreibungen | 5.970 | 11.977 | 387 | 4.086 | 22.420 |
Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.
| 32) Non performing loans | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 12.129 | 8.298 |
| Forderungen an Kunden | 228.461 | 255.312 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 4.022 | 3.006 |
| Siehe auch Seite 120. |
| 33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | ||||
|---|---|---|---|---|
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 19.942 | 20.804 | ||
| Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen | 130.135 | 129.865 | ||
| Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte | 25.229 | 22.465 | ||
| Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie | 76.153 | 84.302 | ||
| Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB | 250.000 | 579.338 | ||
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 501.459 | 836.774 |
Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.
| 34) Nachrangige Vermögensgegenstände | ||
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 22.000 | 0 |
| Forderungen an Kunden | 39.751 | 13.097 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 43.979 | 0 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 27.321 | 23.125 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 133.051 | 36.222 |
| 35) Fremdwährungsvolumina | ||
| Aktiva | 1.919.650 | 1.880.785 |
| Passiva | 2.166.473 | 1.873.614 |
| 36) Treuhandvermögen | ||
| Treuhandkredite | 267.012 | 269.836 |
| Treuhandbeteiligungen | 96 | 96 |
| Treuhandvermögen | 267.108 | 269.932 |
| 37) Echte Pensionsgeschäfte | ||
| Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen | 1.514 | 714 |
| 38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | ||
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) | 1.347.897 | 1.487.028 |
| Eventualverbindlichkeiten | 1.347.897 | 1.487.028 |
| Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften | 40.493 | 74.882 |
| Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 1.462.965 | 616.162 |
| Kreditrisiken | 1.503.458 | 691.044 |
| 39. Unternehmen des Konsolidierungskreises | |||
|---|---|---|---|
OBERBANK AG, Linz
| Vollkonsolidierte Unternehmen | Anteil in % |
|---|---|
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis | 100,00 |
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz | 95,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 75,00 |
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag | 95,00 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 99,80 |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 94,00 |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| POWER TOWER GmbH, Linz | 99,00 |
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien | 100,00 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | 50,00 |
| At Equity bewertete assoziierte Unternehmen | |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | 13,22 |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | 18,52 |
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | 40,00 |
| voestalpine AG, Linz | 7,48 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
| A. VERBUNDENE UNTERNEHMEN | Anteil in % |
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg | 58,72 |
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien | 74,00 |
| "LA" Gebäudevermietung und Bau – Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz | 100,00 |
| OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m. b. H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz | 100,00 |
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz | 100,00 |
| ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis ˇ |
100,00 |
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz | 100,00 |
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Wohnwert GmbH, Salzburg | 100,00 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| B. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN | Anteil in % |
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz | 20,57 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz | 50,00 |
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien | 33,33 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien | 24,85 |
| CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien | 25,00 |
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien | 20,25 |
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien | 26,28 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien | 25,00 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S. A. SICAR, Luxemburg | 33,30 |
| Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein | 32,62 |
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung, | |
| gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz | 37,33 |
| Kontext Druckerei GmbH, Linz | 25,20 |
| Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien | 24,90 |
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz | |
| (vormals Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura) | 50,00 |
| MY Fünf Handels GmbH, Wien | 50,00 |
| Pipe and Pile International S.A., Luxemburg | 20,00 |
| SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun | 48,00 |
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau | 26,76 |
Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 504.302. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 26.307.025 | 28.952.595 |
| Schulden | 21.199.680 | 23.741.392 |
| Erlöse | 9.643.717 | 12.633.008 |
| Periodengewinne/-verluste | 159.084 | 943.209 |
Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.
Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.
Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 377.102 | 282.869 |
| Schulden | 211.448 | 137.251 |
| Erlöse | 246.336 | 69.742 |
| Periodengewinne/-verluste | - 4.130 | 3.667 |
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.
Der Vorstand und alle Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.
Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 26 Bankwesengesetz und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der Oberbank (www.oberbank.at) dargestellt und begründet.
Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG.
Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird vom Controlling gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.
Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.
Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiter.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen. Das IKS umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt.
Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme.
Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements, weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.
Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.
Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat (SEK) ist für das operative Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubsituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Risikolimits selbständig gestionieren. Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee ist für die Marktrisiken im Bankbuch zuständig.
Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.
Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionaler Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Die Risikomanagement-Zuständigkeit für alle Tochtergesellschaften als auch für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen. Auch die Marktrisiken werden in der Oberbank AG für die in- und ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.
Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, werden in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung abgedeckt. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko, Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken.
Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind. So werden für das Liquiditätsrisiko keine Eigenmittel gehalten, da diese nur mittelbar geeignet sind, Liquiditätsrisiko zu begrenzen. Die Risikobegrenzung erfolgt durch die intern festgelegten Prozesse zur Steuerung des Liquiditätsrisikos einschließlich Notfallpläne. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits wie zum Beispiel das Limit für das Fremdwährungskreditportfolio.
1 2 4 5 6 Anteil der zugeordneten Risikolimits an den gesamten Risikodeckungsmassen Risikopuffer1 10,0 % Kreditrisiko2 62,0 % Beteiligungsrisiko3 12,0 % Marktrisiko Bankbuch4 10,6 % Marktrisiko Handelsbuch5 1,4 % Operationelles Risiko6 4,0 %
Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputationsrisiken sowie strategische und sonstige Risiken) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.
Die Limitausnutzung per 31.12.2009 beträgt 65,3 %. Das Kreditrisiko wird zu 68,1 %, das Beteiligungsrisiko zu 53,8 %, das Marktrisiko im Bankbuch zu 66,7 %, das Marktrisiko im Handelsbuch zu 12,5 % und das operationelle Risiko zu 69,6 % der jeweils vergebenen Limits ausgenutzt.
3
Die jeweiligen Mindesteigenmittelerfordernisse gemäß § 22 BWG wurden im gesamten Berichtsjahr deutlich überschritten.
| Anteil der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel an den gesamten Eigenmitteln | ||
|---|---|---|
| Operationelles Risiko1 | 3,6 % | |
| Freie Eigenmittel2 | 44,3 % | 2 1 |
| Kreditrisiko3 | 51,9 % | 4 |
| Handelsbuch4 | 0,2 % | 3 |
Insgesamt verfügt die Oberbank über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Es werden nur 55,7 % der Eigenmittel verbraucht.
Das Adressenausfallsrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfalls-, Länder- sowie Counterpartyrisiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist.
Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen zusammen.
| in Mio. A | Forderungswert per 31.12.2009 |
Forderungswert per 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 11.764 | 11.735 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.736 | 2.235 |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 3.117 | 2.942 |
| Gesamtbetrag der Forderungen | 17.617 | 16.912 |
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip (d.h. Sitz der Kreditkunden in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen) unter Bedachtnahme auf das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmassen zugeordnete Limit. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben.
Die operativen Risikoziele werden im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit einem Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens beschränkt. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.
Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe, vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der Prozess der Kreditgewährung umfasst alle bis zur Bereitstellung des Kredits, zur Vertragserfüllung oder Einrichtung einer Linie erforderlichen Arbeitsabläufe. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt. Für die einzelnen Kreditverträge werden rechtlich geprüfte Standardtexte von der Abteilung Kredit-Management erstellt, die laufend aktualisiert werden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit Kredit-Management unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die zentrale Abteilung Kredit-Management steht zur Unterstützung für rechtliche Fragen in Einzelfällen zur Verfügung.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben.
Die Freigabe der Ratings wird im Rahmen der gültigen Kompetenzrichtlinie ausgeübt. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet. Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren, die über automatisierte Prozesse unterstützt wird, und der Konditionengestaltung besteht ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik). Dieser Zusammenhang wird in den internen Richtlinien dargestellt.
Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich (Scoringverfahren). Alle Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallswahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt.
Die Slottingverfahren bei Spezialfinanzierungen haben hier eine Sonderstellung, da sie eine Einordnung in die aufsichtsrechtlich vorgesehenen Bonitätsfächer vornehmen. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt auf Basis externer Ratings und/oder Bilanzanalysen kombiniert mit qualitativen Kriterien.
Bedingt durch die Einführung von mit statistischen Methoden weiterentwickelten Ratingverfahren per 1. Jänner 2009 entstanden zwei neue Ratingklassen, um sowohl das Risiko als auch das Risk-Pricing feiner steuern zu können. Die Auswirkung dieser feineren Differenzierung wird im Jahresvergleich speziell im Übergang von guter zu sehr guter Bonität sichtbar.
In der Bonitätsstufe "sehr gut" befinden sich die Ratingklassen AA, 1a und 1b, in der Stufe "gut" die Ratingklassen 2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe "mangelhaft" die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe "non performing" befinden sich jene Forderungen, für die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft. Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene Forderungen, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Forderungen in den Ratingklassen 5b und 5c werden bereits betrieben. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 156,8 Mio. (Vorjahr A 148,6 Mio.) an nicht wertgeminderten Forderungen.
Die quantitative operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes geplant und es wird monatlich je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich erhoben und in der Ergebnisvorschau aktualisiert. Als qualitative Kriterien werden im Zuge der Planung Kennzahlen vereinbart, mit deren Hilfe die Qualität und Aktualität der Entscheidungsparameter verbessert werden soll, so zum Beispiel die Aktualität der Ratings oder Managementgespräche mit wichtigen Kunden.
Als Folge der Geschäftsstrategie der Oberbank als Regionalbank war es daher im vergangenen Jahr im Zuge der Auswirkungen der Finanzkrise möglich, die aktuelle Geschäftssituation der Kunden sehr schnell in die Bonitätsbeurteilung einfließen zu lassen.
Die Oberbank ist eine regional tätige Universalbank mit den Geschäftsfeldern Privatkunden und Firmenkunden. Aufgrund dieses Geschäftsmodells sind übermäßige Risikokonzentrationen nicht vorhanden. Die Identifikation erfolgt über das tourliche Monitoring . Großkreditrisiken sind in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2009 über einen Deckungsfonds von A 196,1 Mio. für die 3 Banken Gruppe verfügt (gegenüber A 163 Mio. im Vorjahr).
Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten, Forderungen und festverzinslichen Wertpapieren beträgt 13,8 %. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an den Bund (3,7 %), an europäische Banken (8,1 %) sowie an Industrie- und Handelsunternehmen (2 %). Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.
| in Mio. A Geographische Verteilung |
Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Kreditrisiken aus Derivaten und Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 7.528 | 932 | 2.301 | 10.760 |
| Westeuropa | 2.943 | 1.583 | 515 | 5.041 |
| Osteuropa | 1.197 | 44 | 262 | 1.503 |
| Nordamerika | 28 | 78 | 3 | 110 |
| Andere Länder | 68 | 99 | 37 | 203 |
| Gesamt | 11.764 | 2.736 | 3.117 | 17.617 |
| in Mio. A | Kreditrisiken aus Derivaten und |
|||
|---|---|---|---|---|
| Hauptbranchen/Kontrahenten | Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
| Kreditinstitute | 2.048 | 1.946 | 102 | 4.096 |
| Zentralstaaten-Banken | 375 | 394 | 81 | 850 |
| Öffentlicher Sektor | 254 | 63 | 18 | 334 |
| Retail | 2.986 | 0 | 502 | 3.488 |
| Unternehmen | 6.086 | 266 | 2.410 | 8.762 |
| Industrie | 2.034 | 18 | 951 | 3.003 |
| Handel und Fremdenverkehr | 1.038 | 5 | 301 | 1.343 |
| Gewerbe | 969 | 0 | 466 | 1.436 |
| Versicherung und Leasing | 108 | 86 | 34 | 228 |
| Verkehr | 258 | 0 | 40 | 298 |
| Öffentliche | 70 | 60 | 0 | 130 |
| Selbständige | 42 | 0 | 11 | 53 |
| Sonstige | 1.566 | 97 | 607 | 2.270 |
| Sonstige | 15 | 67 | 5 | 87 |
| Gesamt | 11.764 | 2.736 | 3.117 | 17.617 |
Die Sicherheitenverwaltung ist im gesamten Oberbank-Bereich grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten erfolgt in der für die zentrale Kreditabwicklung zuständigen Abteilung (Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion). In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management/Servicegruppe liegt die Verantwortung für die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und -dokumenten, die generell Anwendung finden. Abweichungen von diesen Standardtexten müssen vom jeweiligen Kompetenzträger in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe unter dem Gesichtspunkt der Rechtswirksamkeit bewilligt werden. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten. Der für eine Kreditsicherheit ermittelte Verkehrswert wird einem laufenden Monitoring unterzogen; das Intervall ist für die einzelnen Sicherheitenkategorien unterschiedlich und in den jeweiligen Arbeitsanweisungen festgehalten. Zusätzlich löst jeder durch äußere Umstände verursachte erhebliche Wertverlust unmittelbar eine Neubewertung der Kreditsicherheit aus. Die Definition des erheblichen Wertverlustes ist für jede einzelne Sicherheitenkategorie in den betreffenden Arbeitsanweisungen definiert. Bei negativer Veränderung des Ratings von bestehenden Kreditengagements, spätestens ab Rating 4b werden die Kreditsicherheiten sowohl formell als auch materiell überprüft, wobei die formelle Prüfung bei Krediten in Zentralkompetenz durch die Abteilung Kredit-Management/Servicegruppe, in allen anderen Fällen durch den dezentralen Kreditrisikomanager erfolgt. Wird ein Kreditengagement in die Problemkreditbearbeitung übernommen, so erfolgt im Rahmen der Prüfung des Gesamtengagements ebenfalls eine eingehende Überprüfung der Kreditsicherheiten in formeller und materiell rechtlicher Hinsicht.
Die wesentlichen Sicherheiten sind finanzielle Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien), Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien sowie Garantien.
Die Bewertung der Sicherheiten berücksichtigt die Anforderungen von Basel II (wie zum Beispiel rechtliche Durchsetzbarkeit, regelmäßige Neubewertung der Sicherheit, keine wesentliche Korrelation zwischen Sicherheitengeber und Kreditnehmer) an die Kreditrisikominderung.
| Summe | 1.003.308 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Sicherheiten | ||
| hievon Bareinlagen | 183.250 | 18 % |
| hievon festverzinsliche Wertpapiere | 40.927 | 4 % |
| hievon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 104.718 | 10 % |
| Immobiliensicherheiten | ||
| hievon Wohnimmobilien | 460.830 | 46 % |
| hievon Gewerbeimmobilen (nicht betrieblich genutzt) | 213.583 | 21 % |
Der größte Garantiegeber ist die Republik Österreich mit einem Anteil von 60,4 % der gesamten als Kreditrisikominderung angerechneten Garantien.
| Internes | Rating Standard |
|||
|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | Rating | & Poors | Betrag | in % |
| Gesamtsumme angerechneter Garantien | 1.562.267 | |||
| hievon Österreich | AA | 943.467 | 60,4 % | |
| hievon Niederlande | AA | 76.341 | 4,9 % | |
| hievon Deutschland | AA | 76.157 | 4,9 % | |
| hievon Land Niederösterreich | 1a | 70.000 | 4,5 % | |
| hievon Irland | AA | 48.945 | 3,1 % | |
| ˇ ˇ hievon Ceská Sporitelna A.S. |
A1 | 30.750 | 2,0 % |
Die Oberbank ist als Universalbank geführt und durch den Differenzierungseffekt über alle Geschäftsfelder hinweg ist die Markt- bzw. Kreditrisikokonzentration bei den angerechneten Sicherheiten gering.
Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die Konjunktur führten auch in der Oberbank zu einer stärkeren Ausweitung der Risikovorsorge. Das Risikoergebnis aus dem Kreditgeschäft verzeichnete gegenüber dem Jahr 2008 einen Anstieg um A 22,9 Mio. auf A 90,7 Mio. Die bereits in den vergangenen Jahren vorsichtige Risikopolitik führte zu Auflösungen von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in Höhe von ca. A 24,9 Mio.
| in A 1.000 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 101.303 | 87.333 |
| Auflösung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 24.893 | - 23.481 |
| Direktabschreibungen von Forderungen | 13.708 | 3.463 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 2.000 | - 2.601 |
| Überleitung aus der Quotenkonsolidierung | 2.613 | 3.064 |
| Gesamt | 90.731 | 67.778 |
| Stand Wechselkurs- | Stand | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | 1.1.2009 | änderung Zuführungen | Verbrauch Auflösungen | 31.12.2009 | ||
| Bonitätsrisiken | 144.608 | 21 | 68.788 | - 18.386 | - 21.275 | 173.756 |
| Länderrisiken | 4.590 | 2.000 | - 36 | 6.554 | ||
| Pauschale Einzelvorsorgen | 5.127 | 1.863 | 6.990 | |||
| Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 | 62.189 | - 512 | 61.677 | |||
| Zinswertberichtigungen | 4 | 4 | ||||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 1) | 216.518 | 21 | 72.651 | - 18.386 | - 21.823 | 248.981 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 95.093 | 28.652 | - 781 | - 3.070 | 119.894 | |
| Gesamtsumme Risikovorsorgen | 311.611 | 21 | 101.303 | - 19.167 | - 24.893 | 368.875 |
1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.
In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 6.152 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist.
Das maximale Ausfallsrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten und beläuft sich auf A 17.617 Mio. (Vorjahr A 16.912 Mio.).
Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden in das maximale Ausfallsrisiko auch die Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einbezogen. Die Vergleichsziffern des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in Höhe von A 5.212,8 Mio. (Vorjahr A 4.971 Mio.), davon für wertberichtigte und überfällige Forderungen A 267,8 Mio. (Vorjahr A 230,6 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 17.049 (Vorjahr TA 18.875) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Sämtliche erfolgswirksame Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.
Als notleidend (non performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich. Dies ist in der Oberbank durch folgende Kriterien festgelegt:
Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend (non performing) erfasst und dargestellt.
| in A 1.000 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 12.129 | 8.298 |
| Forderungen an Kunden | 228.461 | 255.312 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 4.022 | 3.006 |
| Summe | 244.612 | 266.616 |
1) Non performing loans netto im Verhältnis zu den Forderungen und Schuldtiteln der Finanzanlagen.
2) Gesamte Risikovorsorgen (Risikovorsorgen und Rückstellungen für das Kreditrisiko) im Verhältnis zu den ausfallgefährdeten Forderungen.
| in A 1.000 | Zentral- staaten |
Kredit- institute |
Retail | Unter nehmen |
Sonstige*) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausfallsgefährdete Forderungen | 18.629 | 107.062 | 343.042 | 1.008 | 469.741 | |
| Einzelwertberichtigungen | 41.231 | 132.391 | 138 | 173.760 | ||
| Pauschalwertberichtigungen | 6.500 | 15.462 | 53.259 | 75.221 | ||
| Rückstellungen | 10.083 | 109.811 | 119.894 | |||
| Sicherheiten für ausfallsge | ||||||
| fährdete Forderungen | 45.482 | 187.952 | 508 | 233.942 |
*) Private Organisationen ohne Erwerbscharakter sowie Finanzintermediäre.
Als Beteiligungsrisiko werden die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen, Veräußerungsverlusten sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften als traditionelle Anteilswerte; weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit das Eingehen von Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen erfolgt, werden bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich der Ertragskraft, des strategischen Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst.
Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Die Abteilung Global Financial Markets (GFM) ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Das Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines analytischen Value-at-Risk-Modells (Varianz-Kovarianz-Modell). Die Volatilitäten und Korrelationen werden von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Risikoreporting an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Neben der Kennzahl Value at Risk werden zusätzlich risikobegrenzende Limits wie Stop-Loss-Limits und Volumenlimits eingesetzt.
Die Backtesting-Ergebnisse weisen im abgelaufenen Kalenderjahr nur eine Überschreitung des Value at Risk auf.
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen EUR-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen und Controlling, Private Banking & Asset Management, Kredit-Management, Corporate & International Finance, Sekretariat und Interne Revision.
Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsenbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Erträge aus der Fristentransformation zu lukrieren. Zu diesem Zweck kommt es quartalsweise zur Investition in langlaufende festverzinsliche Wertpapiere bester Bonität.
Die Berechnung des Zinsänderungsrisikos für die langfristigen Positionen erfolgt auf Basis Capital at Risk, ein vom Gesetzgeber (auf der Grundlage der Laufzeitbandmethode des Handelsbuches) standardisierter Value-at-Risk-Ansatz hochgerechnet auf 30 Tage. Für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von A 110,9 Mio. (Vorjahr A 67,0 Mio.). Der Risikoanstieg ist vorwiegend auf die Investitionen in staatsgarantierte festverzinsliche Wertpapiere zurückzuführen.
Für die nicht festverzinslichen Wertpapiere wird als Risikomaß der Value at Risk (99 % Konfidenzintervall, 30 Tage Haltedauer) herangezogen. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich aus den strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch ein Risiko in Höhe von A 18,0 Mio. (Vorjahr A 15,4 Mio.).
Die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses nach Säule 1 erfolgt für das Marktrisiko im Handelsbuch sowie des Devisenkursrisikos im Gesamtbestand auf Basis der Standardmethode (Laufzeitbandmethode). Das Eigenmittelerfordernis per 31. Dezember 2009 beträgt A 2,6 Mio., das entspricht 0,2 % der gesamten Eigenmittel.
In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde (gemäß Basel II, Säule 2 und Säule 3) vorgesehen. Die Aufsichtsbehörde fordert quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis einer Zinserhöhung von 200 Basispunkten von den Banken ein.
Das auf der Basis der Zinsbindungsbilanz ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt 2009 zum Bilanzstichtag 12,09 % (Vorjahr 8 %) der vorhandenen Eigenmittel und liegt damit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.
| in Mio. A | März 2009 | Juni 2009 | Sept. 2009 | Dez. 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenmittel ohne Tier III | 1.208 | 1.263 | 1.371 | 1.448 |
| Risiko gem. OeNB-Zinsrisikostatistik | 145 | 160 | 163 | 175 |
| Risiko in % der Eigenmittel | 12,00 % | 12,65 % | 11,85 % | 12,09 % |
Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus deri vativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgende Barwertänderung:
| Währung in Mio. A | Gesamt | bis 3 Monate |
3 Mon. bis 1 Jahr |
1 bis 3 Jahre |
3 bis 5 Jahre |
5 bis 7 Jahre |
7 bis 10 Jahre |
über 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 172,7 | 0,0 | - 12,6 | 26,3 | 67,2 | 9,6 | 26,3 | 55,9 |
| USD | 2,1 | - 0,1 | 0,2 | 0,3 | 0,0 | 0,7 | 1,1 | 0,0 |
| Sonstige | 0,0 | 0,7 | - 0,6 | - 0,6 | 0,2 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallsrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen und regionalen Geschäftseinheiten der Bank. In der Oberbank ist ein Gremium für das Management der operationellen Risiken installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Zur Absicherung der im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten, existenzgefährdenen Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z. B. Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum). Es gibt weiters einen elektronischen Einmeldeprozess für die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken mit einer entsprechenden, im internen Informationssystem jedem Mitarbeiter zugänglichen, Arbeitsanweisung. Die eingemeldeten Fälle werden analysiert und Strategien bzw. Prozessverbesserungen für die zukünftige Vermeidung dieser Schadensfälle erarbeitet. Eine auf die aktive Gestaltung der Risikoallokation gerichtete Strategie des Vorstandes ist mangels Gestaltungsmöglichkeiten im Basel-II-Standard-Ansatz nicht notwendig.
Das Liquiditätsrisiko rückte mit der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten umfassenden Vertrauenskrise in das Zentrum des Interesses. Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann.
Weiters besteht das Risiko, zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank einen großzügigen Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Struktur der Refinanzierungsquellen hat sich während der Krise weiter verbessert. Die Oberbank konnte bei eigenen Emissionen, Spareinlagen und sonstigen Verbindlichkeiten weitere Mittelzuflüsse generieren. Durch den Zukauf weiterer qualitativ hochwertiger Wertpapiere steht außerdem ein größeres Volumen für Repotransaktionen zur Verfügung. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Als wesentliche Messverfahren gelten die tägliche Ermittlung der Primärmittel und die regelmäßige Erstellung der Kapitalbindungsbilanz, von der die längerfristige Liquiditätssituation abgelesen werden kann. Zur Erweiterung und Verbesserung der Liquiditätssteuerung wurde 2009 ein Projekt gestartet und eine neue Software wird derzeit implementiert. Diese ermöglicht auch die Abbildung von Stressszenarien, um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darstellen zu können.
Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotenzial bei den Zentralbanken vor. Für extreme Marktverhältnisse ist ein Notfallplan definiert.
Die Oberbank hat die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditäts-Kennzahlen im Berichtsjahr 2009 jederzeit eingehalten bzw. deutlich übertroffen.
| täglich | bis 3 | 3 Monate | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. A | fällig | Monate | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Forderungen an Kreditinstitute | 143 | 1.458 | 385 | 87 | 20 |
| Forderungen an Nichtbanken | 1.216 | 1.265 | 1.090 | 3.427 | 2.838 |
| Finanzanlagen mit definierten | |||||
| Kapitallaufzeiten | 0 | 91 | 199 | 1.566 | 839 |
| Derivate | 0 | 952 | 364 | 40 | 0 |
| Summe Aktiva | 1.359 | 3.766 | 2.038 | 5.120 | 3.697 |
| Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Kreditinstituten | 521 | 1.846 | 772 | 190 | 137 |
| Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Nichtbanken | 3.558 | 2.319 | 1.720 | 1.049 | 230 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 0 | 85 | 143 | 948 | 132 |
| Nachrangkapital | 0 | 57 | 0 | 216 | 459 |
| Derivate | 0 | 940 | 361 | 40 | 0 |
| Summe Passvia | 4.079 | 5.247 | 2.996 | 2.443 | 958 |
In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank-Konzerns als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird. Sollten sie schlagend werden, sind sie durch den pauschalen Risikopuffer abgedeckt.
In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:
• Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen oder wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.
| Nominalbeträge | 2009 | 2008 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Nominale | Marktwerte | Nominale | Marktwerte | |||||
| in A 1.000 | bis 1 J. | 1 - 5 J. | > 5 Jahre | Gesamt | Positiv | Negativ | Gesamt | Positiv | Negativ |
| Zinssatzverträge Zinssatzoptionen |
|||||||||
| Kauf | 70.847 | 112.273 | 40.721 | 223.841 | 21.799 | 246.873 | 5.086 | ||
| Verkauf | 67.476 | 135.582 | 79.012 | 282.070 | - 20.428 | 242.391 | - 5.154 | ||
| Forward Rate Agreement | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Swaptions | |||||||||
| Kauf | 4.000 | 4.000 | 58 | ||||||
| Verkauf | 4.000 | 4.000 | - 58 | ||||||
| Zinsswaps | |||||||||
| Kauf | 548.316 1.751.923 | 537.939 | 2.838.178 | 47.857 | - 12.171 | 1.358.140 | 36.733 | - 39.375 | |
| Verkauf | 73.800 | 390.786 | 158.159 | 622.745 | 1.612 | - 21.618 | 503.141 | 7.171 | - 13.886 |
| Anleiheoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 20.000 | 20.000 | - 3 | 60.000 | - 17 | ||||
| Futureoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Anleihefutures | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Wechselkursverträge | |||||||||
| Währungsoptionen | |||||||||
| Kauf | 191.441 | 16.206 | 4.803 | 212.450 | 9.340 | 228.980 | 49.372 | ||
| Verkauf | 181.019 | 16.206 | 4.803 | 202.028 | - 9.329 | 230.712 | - 49.858 | ||
| Währungsswaps | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Devisentermingeschäfte | 399.202 | - 4.143 | 395.059 | 24.796 | - 10.280 | 25.848 | 31.710 | - 38.356 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||||
| Aktienoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 1.710 | - 1.710 | 1.780 | - 1.780 | |||||
| Warenverträge | |||||||||
| Warenoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf |
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBOR bzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von Reuters oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.
Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Linz TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz
Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 854,8 Mio. (Vorjahr A 744,4 Mio.), hievon Grundkapital A 86,3 Mio. (Vorjahr A 81,3 Mio.). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2009 wäre maximal ein Betrag in Höhe von A 345,8 Mio. ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt A 14,4 Mio.
Im Oberbank-Konzern waren 2009 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 1.990 | 1.983 |
| Arbeiter | 21 | 21 |
| Gesamtkapazität | 2.011 | 2.004 |
| Nicht börsenotiert |
Börse- notiert |
Wie AV bewertet |
Andere Bewertung |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 150.889 | 2.711.167 | 2.122.331 | 739.725 | 2.862.056 |
| Aktien und andere nicht | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 132.810 | 40.413 | 16.305 | 156.918 | 173.223 |
| Beteiligungen | 62.690 | 179.695 | 242.385 | 0 | 242.385 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 452.617 | 0 | 452.617 | 0 | 452.617 |
| 799.006 | 2.931.275 | 2.833.638 | 896.643 | 3.730.281 |
| Zusammensetzung | 2009 | 2008 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kernkapital | ||||
| Grundkapital | 86.349 | 81.270 | 5.079 | 6,2 |
| Eigene Aktien im Bestand | - 384 | - 449 | 65 | - 14,5 |
| Offene Rücklagen | 754.022 | 649.510 | 104.512 | 16,1 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.402 | 1.357 | 45 | 3,3 |
| Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung | - 650 | 1.273 | - 1.923 | >- 100,0 |
| Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung | 44.093 | 40.072 | 4.021 | 10,0 |
| Hybridkapital | 79.000 | 59.000 | 20.000 | 33,9 |
| Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter | - 8.469 | - 7.346 | - 1.123 | 15,3 |
| Summe Kernkapital (Tier I) | 955.363 | 824.687 | 130.676 | 15,8 |
| Kernkapitalquote | 9,58 % | 8,27 % | 1,31 %-P. | 15,8 |
| 2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | ||||
| Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen | 485.167 | 471.851 | 13.316 | 2,8 |
| Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) | 130.254 | 0 | 130.254 | |
| Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) | 41.006 | 37.346 | 3.660 | 9,8 |
| Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | 656.427 | 509.197 | 147.230 | 28,9 |
| Zusammensetzung | 2009 | 2008 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 3. Tier-III-Kapital | ||||
| Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als | ||||
| Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Summe Tier-III-Kapital | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| 4. Abzugsposten | ||||
| Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung | - 80.042 | - 49.546 | - 30.496 | 61,6 |
| Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung | 0 | 0 | – | – |
| Eigenmittel insgesamt | 1.534.337 | 1.286.080 | 248.257 | 19,3 |
| hievon Eigenmittel gemäß § 23 (14) Z7 BWG | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Eigenmittelquote | 15,39 % | 12,90 % | 2,49 %-P. | 19,3 |
| Eigenmittelerfordernisse | ||||
| Kreditrisiko gemäß § 22 (2) BWG | 797.258 | 797.235 | 23 | 0,0 |
| Handelsbuch gemäß § 22o Abs. 2 BWG | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 |
| Operationelles Risiko gemäß § 22k BWG | 54.951 | 50.634 | 4.317 | 8,5 |
| Qualifizierte Beteiligungen gemäß § 29 (4) BWG | 0 | 0 | – | – |
| Eigenmittelerfordernis insgesamt | 854.798 | 849.611 | 5.187 | 0,6 |
| Freie Eigenmittel | 679.539 | 436.469 | 243.070 | 55,7 |
| Basis für Ermittlung der Haftrücklage | ||||
| und Quotenberechnung | ||||
| Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 (2) BWG | 9.965.722 | 9.965.439 | 283 | 0,0 |
| Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches | ||||
| gemäß § 22o Z1,3,6 BWG | 4.813 | 4.762 | 51 | 1,1 |
| Bemessungsgrundlage insgesamt | 9.970.535 | 9.970.201 | 334 | 0,0 |
Im Geschäftsjahr 2010 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 148,2 Mio. fällig. Zum 31. Dezember 2009 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 723.213,5 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,011 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2010 bis 2019 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 28.306 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. Dezember 2009 insgesamt A 1.687,6 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 21,4 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 1.666,2 Mio. Das Leasingvolumen betrug A 922,3 Mio. per 31. Dezember 2009.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr TA 428,8 (inkl. USt und inkl. Tochterunternehmen). Davon entfielen TA 416,4 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und TA 12,4 auf andere Bestätigungsleistungen.
Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2009 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil 5) Gesamt in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| a) Direkte Beteiligungen | ||||||
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und | ||||||
| Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 1) 6) | N | 74,00 | 74,00 | |||
| "LA" Gebäudevermietung und Bau | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und | ||||||
| -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 20,57 | 20,57 | |||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE | ||||||
| GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | Q | 50,00 | 50,00 | 3.838 | 0 | 2009 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| Betriebsobjekte Verwertung | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| BKS Bank AG, Klagenfurt | E | 18,52 | 20,05 | 278.090 | 20.937 | 2008 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 6) | N | 24,85 | 24,85 | |||
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 6) | N | 20,25 | 20,25 | |||
| Drei-Banken Versicherungs | ||||||
| Aktiengesellschaft, Linz | E | 40,00 | 40,00 | 19.817 | 1.000 | 2009 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| GAIN CAPITAL Participations | ||||||
| SA, SICAR, Luxemburg 1) 6) | N | 58,72 | 58,72 | |||
| GAIN CAPITAL Participations II |
||||||
| S. A. SICAR, Luxemburg 6) | N | 33,30 | 33,30 | |||
| Gasteiner Bergbahnen | ||||||
| Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 6) | N | 32,62 | 32,62 | |||
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 69 | - 1.790 | 8/2009 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 102 | - 1.365 | 8/2009 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter | ||||||
| Haftung, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | - 1.049 | - 1.237 | 8/2009 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 1) | V | 1,00 | 100,00 | 16.078 | 852 | 8/2009 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 76 | 39 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 98 | 31 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 41 | 6 | 2009 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 35 | 3 | 2009 |
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil 5) Gesamt in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 35 | - 2 | 2009 |
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 6,00 | 100,00 | 2.081 | 64 | 8/2009 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 1) 2) | V | 100,00 | 100,00 | 216.164 | 8.943 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | 1.638 | 44 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | - 242 | 275 | 3-9/2009 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 1) | V | 0,10 | 100,00 | - 359 | - 1.834 | 8/2009 |
| Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 1) | V | 1,00 | 100,00 | 19.139 | 487 | 8/2009 |
| Oberbank Nutzobjekte |
||||||
| Vermietungs -gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 1) 6) | N | 15,00 | 100,00 | |||
| ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis 1) 6) ˇ |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| b) Indirekte Beteiligungen | ||||||
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 50,00 | ||||
| "ST" BAU Errichtungs- und | ||||||
| Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | ||||
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 6) | N | 33,33 | ||||
| CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 6) | N | 25,00 | ||||
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 6) | N | 26,28 | ||||
| GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 6) | N | 25,00 | ||||
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung | ||||||
| und Assanierung, gemeinnützige registrierte | ||||||
| Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 6) | N | 37,33 | ||||
| Kontext Druckerei GmbH, Linz 6) | N | 25,20 | ||||
| Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 6) | N | 24,90 | ||||
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz | ||||||
| (vormals Lambacher HITIAG Leinen | ||||||
| Aktiengesellschaft, Stadl Paura) 6) | N | 50,00 | ||||
| MY Fünf Handels GmbH, Wien 6) | N | 50,00 | ||||
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 45 | 8/2009 | |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 24 | 8/2009 | ||
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 8/2009 | ||
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 16 | 8/2009 | ||
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 1) | V | 95,00 | 1.280 | 75 | 8/2009 | |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 |
| Ergebnis des letzten |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsoli- | Kapitalanteil 5) | Eigen- | Geschäfts- | |||
| dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Gesamt in % |
kapital 3) in TA |
jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H. Linz 1) | V | 100,00 | 741 | 1.147 | 8/2009 | |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH | ||||||
| Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting 1) | V | 6,00 | 18 | 3 | 8/2009 | |
| Oberbank Industrie und Handels | ||||||
| beteiligungsholding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 44 | 8/2009 | |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 75,00 | 188 | 120 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG | ||||||
| Neuenrade, Neuötting 1) | V | 6,00 | 608 | 29 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 100,00 | 5.520 | 2.422 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 1) | V | 100,00 | 824 | - 383 | 8/2009 | |
| Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag 1) | V | 95,00 | 3.307 | - 89 | 8/2009 | |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 5.181 | 209 | 8/2009 | |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 99,80 | 35 | 100 | 8/2009 | |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 408 | 8/2009 | |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 124 | 8/2009 | |
| Oberbank Opportunity Invest Management | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | - 33 | 8/2009 | |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 53 | 8/2009 | |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 100,00 | 168 | 188 | 8/2009 | |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 94,00 | 1.000 | 78 | 8/2009 | |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 27 | 308 | 8/2009 | |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 28 | - 1 | 8/2009 | |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 6) | N | 20,00 | ||||
| POWER TOWER GmbH, Linz 1) | V | 99,00 | 70 | 249 | 8/2009 | |
| SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 6) | N | 48,00 | ||||
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 6) | N | 26,76 | ||||
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien 1) | V | 100,00 | 168.963 | 4.679 | 8/2009 | |
| Wohnwert GmbH, Salzburg 1) 6) | N | 100,00 |
K*) Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss
V = Vollkonsolidierung
Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at Equity"
N = Gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen
1) Verbundenes Unternehmen
2) Ergebnisabführungsvertrag 3) Einschließlich unversteuerter Rücklagen
4) Jahresüberschuss gemäß § 231 Abs. 2 Z 22 UGB
5) Mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet
6) Von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht
Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres.
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Vorwort Corporate Governance Oberbank im Überblick Konzernlagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben nach § 243a UGB sind zutreffend.
Linz, am 24. Februar 2010
Mag. Martha Kloibmüller Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Oberbank AG war im Jahr 2009 stark von den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Das Betriebsergebnis wuchs in diesem besonders herausfordernden Umfeld leicht um 0,9 % auf ! 151,6 Mio. Das EGT stieg hingegen aufgrund des wesentlich verringerten Abwertungsbedarfs bei Wertpapieren um 44,4 % auf ! 76,4 Mio. deutlich an. Der Jahresüberschuss stieg um 29,9 % auf ! 64,9 Mio.
Die Bilanzsumme wuchs um 5,7 % und betrug zum Jahresende ! 15.725,4 Mio. Zu dieser Steigerung trug aktivseitig in erster Linie die Ausweitung der Forderungen an Kunden um 4,9 % auf ! 9.640,7 Mio. bei. Auf der Passivseite resultierte das Bilanzsummenwachstum vor allem aus dem hohen Wachstum der Primäreinlagen inkl. Ergänzungskapital um 9,5 % auf ! 11.060,4 Mio.
Der Nettozinsertrag der Oberbank AG erhöhte sich 2009 um 3,9 % auf ! 211,6 Mio. Inklusive der um 11,1 % auf ! 36,0 Mio. gesunkenen Beteiligungserträge ergab sich ein Anstieg des gesamten Zinsensaldos um 1,4 % auf ! 247,6 Mio.
Das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft war mit ! 88,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 % geringer. Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft verringerte sich um 16,8 % bzw. um 5,8 Mio auf ! 28,6 Mio. Die Erträge im Devisen- und Valutengeschäft gingen um 39,4 % bzw. 5,8 Mio auf ! 8,9 Mio. zurück, jene aus dem Zahlungsverkehr um 0,6 % auf ! 31,7 Mio. Die Provisions- und Bearbeitungserträge im Kredit- und Veranlagungsgeschäft erhöhten sich hingegen um 16,1 % auf ! 16,6 Mio.
| Nettoprovisionserträge nach Sparten: | ||||
|---|---|---|---|---|
| (Beträge in 1.000 !) | 2009 | +/- % | 2008 | 2007 |
| Kredit- und Garantieprovisionen | 16.638 | 16,1 % | 14.328 | 13.611 |
| Wertpapiergeschäft | 28.647 | -16,8 % | 34.416 | 44.191 |
| Zahlungsverkehr | 31.670 | -0,6 % | 31.866 | 30.043 |
| Devisen- und Valutengeschäft | 8.860 | -39,4 % | 14.624 | 11.400 |
| Sonstige Provisionserträge | 2.839 | 14,9 % | 2.472 | 2.469 |
| Summe | 88.654 | -9,3 % | 97.706 | 101.714 |
Die Erträge aus Finanzgeschäften stiegen im Jahr 2009 um mehr als 100 % auf ! 10,2 Mio. deutlich an, die sonstigen betrieblichen Erträge waren um 7,0 % auf ! 5,4 Mio. rückläufig.
Die gesamten Betriebserträge blieben 2009 mit ! 351,9 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (-0,2 %).
Spannenentwicklung
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Nettozinsspanne | 1,38 % | 1,42 % | 1,29 % |
| Nettoprovisionsspanne | 0,58 % | 0,68 % | 0,76 % |
| Ertragsspanne | 2,30 % | 2,45 % | 2,40 % |
| Aufwandsspanne | 1,31 % | 1,41 % | 1,41 % |
| Betriebsergebnisspanne | 0,99 % | 1,04 % | 0,99 % |
| RoA-Spanne vor Steuern | 0,50 % | 0,37 % | 0,55 % |
Der Rückgang der Ertragsspanne von 2,45 % 2008 auf 2,30 % 2009 ist auf den im Vergleich zum Bilanzsummenwachstum geringeren Anstieg der Betriebserträge zurückzuführen. Mit 0,99 % nach 1,04 % war 2009 auch die Betriebsergebnisspanne leicht rückläufig. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich hingegen von 57,4 % auf 56,9 %.
Durch ein straffes Kostenmanagement bei den Personal- und Sachkosten konnte auch 2009 wieder ein wesentlicher Beitrag zur guten Ergebnisentwicklung der Oberbank AG geleistet werden. Trotz des starken Wachstums der Bank und des Markteintritts in der Slowakei gingen die Aufwendungen 2009 um 1,0 % auf ! 200,3 Mio. im Jahresabstand leicht zurück.
Der Personalaufwand sank gegenüber 2008 um 0,4 % auf ! 115,8 Mio. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die deutliche Reduktion von Mehrarbeitsleistungen und auf den verstärkten Verbrauch von Resturlaub zurückzuführen.
Beim Sachaufwand ergab sich trotz des Markteintritts in der Slowakei nur ein leichter Anstieg um 1,3% auf ! 62,6 Mio.
Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen stiegen 2009 um 3,5 % auf ! 15,6 Mio. an, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit ! 6,4 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung führte zu einem Betriebsergebnis von ! 151,6 Mio. Das sind +0,9 % gegenüber dem Jahr 2008.
Im Rahmen unserer Kreditrisikogebarung wurden für alle erkennbaren Risiken, soweit Zweifel an der Einbringlichkeit von Forderungen oder Teilen von Forderungen bestehen, ausreichend vorgesorgt. Daneben wurden Beiträge an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m. b. H. geleistet, die als gemeinsame Deckungsvorsorge für Großkreditrisiken der 3 Banken Gruppe dienen. Unter Berücksichtigung der Forderungsverluste und der Provisionszahlung an die ALGAR ergibt sich bei der Oberbank AG 2009 eine Kreditrisikogebarung von ! 76,5 Mio. gegenüber ! 56,1 Mio. im Jahr 2008. Aus dem in Relation zum Kreditobligo höheren Anstieg der Kreditrisikogebarung ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Anstieg dieser Quote von 0,61 % in 2008 auf 0,79 % im Jahr 2009.
Aufgrund der Erholung an den internationalen Börsen ging das Abwertungserfordernis sowohl bei festverzinslichen als auch bei nicht festverzinslichen Wertpapieren im Umlaufvermögen deutlich zurück. Aufgrund des im Vergleich zu 2008 um ! 22,0 Mio geringeren Aufwandsaldos aus der Bewertung von Wertpapieren und Beteiligungen ergab sich beim EGT mit 44,4 % auf ! 76,4 Mio. ein besonders starker Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Die Steuerleistung war mit ! 11,5 Mio. nahezu vier Mal so hoch wie im Vorjahr, sodass der Jahresüberschuss mit ! 64,9 Mio. um 29,9 % höher lag als im Jahr 2008. Der Grund für den stark erhöhten Steueraufwand liegt einerseits im um ! 23,5 Mio. höheren Vorsteuerergebnis und andererseits in den geringeren bereits versteuerten Dividendenerträgen sowie im Wegfall von steuerlichen Kürzungsposten des Vorjahres aus eigenen Investmentfonds.
Nach der Zuführung von insgesamt ! 50,8 Mio. zu den Rücklagen und dem Gewinnvortrag von ! 0,3 Mio. ergab sich für das Jahr 2009 bei der Oberbank AG ein Bilanzgewinn von ! 14,4 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von ! 0,50 auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 25.783.125 Stück Stammaktien und 3.000.000 Stück Vorzugsaktien ein Ausschüttungsbetrag von ! 14,4 Mio.
| 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Return on Equity vor Steuern | 9,7 % | 7,4 % | 11,1 % |
| Return on Equity nach Steuern | 8,3 % | 7,0 % | 8,5 % |
| Cost-Income-Ratio | 56,9 % | 57,4 % | 58,7 % |
| Eigenmittelquote | 15,8 % | 13,6 % | 12,4 % |
| Kernkapitalquote | 8,8 % | 7,7 % | 6,7 % |
Aufgrund des gestiegenen Vorsteuer- und Nachsteuerergebnisses erhöhte sich der RoE 2009 vor und nach Steuern auf 9,7 % bzw. 8,3 %.
Auch die Cost-Income-Ratio konnte auf 56,9 % weiter verbessert werden.
Die Eigenmittelquote stieg auf 15,8 % und die Kernkapitalquote auf 8,8 % 2009 um 2,2 bzw. um 1,1 %-Punkte zum Vorjahreswert an.
Das Eigenmittelerfordernis wird in der Oberbank AG ab 1.1.2008 auf der Grundlage der Basel II Standardmethode ermittelt und an die Aufsichtsbehörde gemeldet. Die Basis für die Berechnung der Kern- als auch der Eigenmittelquote bildet die gem. § 22 Abs.2 BWG ermittelte Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko incl. Adressenrisiko im Handelsbuch. Diese Bemessungsrundlage verringerte sich durch die Anwendung von Basel II ab 2008. Im Gegenzug sind durch Basel II neben den Kredit- und Marktrisiken für das Handelsbuch auch für operationelle Risiken Eigenmittel zu halten. Daneben werden Forderungen innerhalb der Kreditinstitutsgruppe, die die Voraussetzungen des § 22a Abs. 8 BWG erfüllen, mit einem Risikogewicht von 0% angesetzt.
| Komponenten der Eigenmittel der Oberbank AG gemäß § 23 BWG | |||
|---|---|---|---|
| (Beträge in Mio. !) | 2009 | 2008 | 2007 |
| Grundkapital | 86,3 | 81,3 | 75,7 |
| Rücklagen | 754,0 | 649,5 | 615,0 |
| Abzugsposten | -8,8 | -7,8 | -8,2 |
| Kernkapital | 831,5 | 723,0 | 682,5 |
| Ergänzende Eigenmittel | 747,6 | 594,3 | 619,0 |
| Tier III-Kapital | 2,6 | 1,7 | 3,6 |
| Abzugsposten | -80,0 | -49,5 | -48,8 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 1.501,7 | 1.269,5 | 1.256,3 |
| Erforderliche Eigenmittel | 812,7 | 797,4 | 812,1 |
| Überdeckung | 689,0 | 472,1 | 444,2 |
Die Ausstattung der Oberbank AG mit Eigenmitteln ist ausgezeichnet. Die Eigenmittel gemäß § 23 BWG betrugen zum 31.12.2009 ! 1.501,7 Mio. gegenüber ! 1.269,5 Mio. zum 31.12.2008. Die über die erforderliche Eigenmittelausstattung gemäß § 22 Abs. 1 BWG von ! 812,7 Mio. hinausgehende Überdeckung betrug demnach ! 689,0 Mio. und die daraus errechnete Kernkapitalquote als auch die Eigenmittelquote liegen deutlich über dem gesetzlichen Erfordernis von 4% bzw. 8%.
Im schwierigen Jahr 2009 hat sich das Geschäftsmodell der Oberbank, das durch besondere Nähe zum Kunden geprägt ist, bewährt. Die Oberbank hat ihre Hausbankfunktion wahrgenommen und weiterhin Finanzierungen für Betriebsmittel und Investitionen zur Verfügung gestellt, dadurch waren Oberbank-Kunden auch in der Zeit der schwierigen Rahmenbedingungen nicht von der oft kolportierten "Kreditklemme" betroffen.
Im Segment Firmenkunden werden die Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen und selbständig Erwerbstätigen sowie das Leasinggeschäft abgebildet. Per Jahresende 2009 wurden in diesem Segment rund 36.000 Kunden betreut, etwa 4.500 konnten im Laufe des Jahres neu gewonnen werden.
Das gesamte Finanzierungsvolumen von Kommerzkunden ist seit Anfang 2009 um 6,7 % auf ! 8,0 Mrd. gestiegen. Aufgrund des soliden Geschäftsmodells der Oberbank konnte den Kunden
ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt werden und es mussten keine Kreditlinien aufgrund der Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten gekürzt werden.
Einen erfreulichen Anstieg verzeichneten alle Investitionsfinanzierungen der Oberbank, das Gesamtvolumen konnte um 7,5 % auf mehr als ! 6 Mrd. gesteigert werden. Besonders gut entwickelten sich die geförderten Investitionsfinanzierungen. Die Anzahl der eingereichten Förderprojekte stieg um 22 % auf über 430 Ansuchen (mehr als ein Drittel der Kreditanträge konnte mit Haftungen der Förderstellen kombiniert werden), das aushaftende Obligo stieg um 11,3 % auf über ! 400 Mio.
Im Rahmen des österreichischen Konjunkturpaketes hat sich der ERP-Kleinkredit als neues Förderprogramm für Kleinunternehmen etabliert. Aufgrund der guten Kooperation mit den Förderstellen sowie dem Know-how der Oberbank-Berater konnte hier ein Marktanteil von 18 % erzielt werden. Damit ist die Oberbank bundesweit zweitstärkster Antragsteller.
Die individuellen Bedürfnisse der Kunden erfordern eine entsprechend flexibel auf den Bedarf abgestimmte Finanzierungsstrategie. Dies galt mehr denn je im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des abgelaufenen Jahres. Geeignete Strukturierungen haben hier geholfen, wichtige Liquidität für strategische Projekte der Unternehmen zu schaffen, zumal die Unternehmen die vorhandenen Mittel oftmals zur Liquiditätssicherung verwenden mussten. Dabei kamen der Oberbank ihr profundes und umfassendes Know-how in der Strukturierung sowie das breite Angebot an Finanzierungsinstrumenten zugute. Die Palette der eingesetzten Instrumente reichte von individuell abgestimmten Fremdkapitalprodukten über Mezzaninkapital bis hin zu echtem Eigenkapital. In Summe konnten im Berichtsjahr 23 Sonderprojekte (M&A, Gesellschafterwechsel) mit einem Finanzierungvolumen von über ! 200 Mio. abgeschlossen werden.
2009 war für die Private Equity-Branche ein spannendes und arbeitsintensives Jahr, der gestiegene Informationsbedarf der Investoren und die erhöhte Nachfrage nach Eigen- und Mezzaninkapital prägten das Geschehen. Der Oberbank Opportunity Fonds verzeichnete 2009 insgesamt 139 Anfragen, davon wurden acht Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Derzeit sind rund 20 Anfragen in intensiver Prüfung, bei einem Viertel davon ist ein Abschluss in den nächsten Monaten wahrscheinlich. Im Unterschied zu einigen anderen Fonds stellten die Portfoliounternehmen des Opportunity Fonds auch im schwierigen Jahr 2009 ihre Wertbeständigkeit unter Beweis, aus heutiger Sicht gibt es bei keinem Portfoliounternehmen einen Wertberichtigungsbedarf.
Die Oberbank betreibt das Leasinggeschäft in seiner ganzen Bandbreite (Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing) in fünf Ländern. In Österreich ist die Bank in fünf Bundesländern (Marktanteil rund 3 %), international in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn tätig. Den Schwerpunkt des Leasingvolumens bildet unverändert das Finanzierungsleasing.
Über die ausländischen Leasing-Tochtergesellschaften werden nicht nur österreichische Kunden vor Ort betreut, sondern auch originäres Geschäft generiert. In Tschechien und der Slowakei beträgt der Marktanteil am Neugeschäft bereits rund 3 %, in Ungarn sogar 4 %. In den nächsten Jahren soll diese Marktstellung in allen vertretenen Regionen kontinuierlich ausgebaut werden, der Filialausbau ist weitgehend abgeschlossen.
Zum Bilanzstichtag 30. September 2009 wies der Leasing-Teilkonzern einen Barwert der Kundenforderungen in Höhe von ! 1.338,6 Mio. auf, um rund 4 % mehr als im Vorjahr. Das Neugeschäft ging im Berichtsjahr um 24,7 % auf ! 466,3 Mio. deutlich zurück, davon entfallen rund zwei Drittel auf Österreich und Deutschland. Der Grund für diese Entwicklung ist die Wirtschaftskrise, die sich auf die Leasingbranche extrem stark auswirkte. Die Investitionen kamen nahezu zum Erliegen, lediglich die dringendsten Ersatzinvestitionen wurden getätigt. Dazu kommt, dass traditionell leasingstarke Branchen wie Autozulieferer oder Frächter besonders unter der Wirtschaftskrise litten. Trotz des klaren Rückganges im Neugeschäft war die Ertragsentwicklung im Leasing-Teilkonzern äußerst erfreulich: Der Überschuss vor Steuern stieg auf ! 12,5 Mio. (+ 52,4 %), der Überschuss nach Steuern auf ! 11,8 Mio. (+ 84,4 %).
Der starke Rückgang der österreichischen Exporte im Jahr 2009 stellte unsere Exportkunden vor besondere Herausforderungen. Neben organisatorischen Umstellungen und Produktionsanpassungen kam dem Working-Capital-Management ein besonderer Stellenwert zu. Ein geändertes Zahlungsverhalten von Kunden und der permanente Druck auf die Zahlungskonditionen müssen von den Unternehmen finanziert werden. Die Oberbank hat sich schon vor der Krise als Full-Service-Anbieter im Exportgeschäft verstanden und ihre Kunden auf die Notwendigkeit von Absicherungen hingewiesen. Deshalb ist es trotz zurückgehender Umsätze und insbesondere rückläufiger Exportforderungsstände gelungen, die herausragende Stellung der Oberbank im Bereich der geförderten Exportfinanzierung erneut unter Beweis zu stellen. Der Marktanteil im für KMU relevanten Exportfondsverfahren wurde auf 10,4 % gesteigert, womit die Oberbank österreichweit den 2. und außerhalb von Wien den 1. Platz belegt. Beim KRR-Verfahren für Großunternehmen wurde der Marktanteil von 10 % und damit Platz 3 im Bundesvergleich verteidigt.
Trotz des schwierigen Investitionsumfeldes sanken die Finanzierungen von Auslandsinvestitionen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 2,4 %. Insbesondere im Bereich der OeKBrefinanzierten Finanzierungen konnten aufgrund einiger großvolumiger Transaktionen Zuwächse verzeichnet werden. Die Folgen der geänderten internationalen Investitionsbedingungen für Unternehmen sind aber an der stark gesunkenen Anzahl an Anfragen bezüglich Finanzierung, Absicherung und Förderung von Auslandsinvestitionen ersichtlich. Diese gingen im Vergleich zu 2008 um 44 % zurück.
Der aufgrund der Wirtschaftskrise erwartete Rückgang fiel in allen Sparten des Dokumentengeschäftes geringer aus als befürchtet. Die Stückzahlen beim Import-Akkreditiv stiegen sogar um 4 % an, insgesamt konnte beim Import das Vorjahresniveau gehalten werden. Auswirkungen zeigten sich vor allem beim Export, und hier wiederum vor allem bei den Auslandsgarantien. Sie spiegelten die schlechte Auftragssituation mancher Kunden im Jahr 2009 wider.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Entwicklung der Erträge und Transaktionszahlen im Zahlungsverkehr durchaus zufriedenstellend. Spezielles Augenmerk wurde auf organisatorische und technische Optimierungen gerichtet, um die Kosten gering zu halten. Das Geschäftsjahr 2009 stand ganz im Zeichen der organisatorischen und rechtlichen Umsetzung und der technischen Implementierung des neuen Zahlungsdienstegesetzes per 1. November 2009. Es galt dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Abwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs aus der Payment Services Directive (PSD) gesetzeskonform einzuführen. Ziel der PSD ist es, innerhalb der EU-27 und der EWR-Länder Liechtenstein, Island und Norwegen gleiche Voraussetzungen für die Durchführung nationaler und grenzüberschreitender Transaktionen zu schaffen. Die PSD musste auch in den Oberbank-Auslandsmärkten auf Basis der jeweils dort geltenden nationalen Gesetze implementiert werden. Die zeitgerechte Information der Kunden und die Ausbildung der Oberbank-Mitarbeiter in Österreich und den Auslandsmärkten wurden termingerecht und flächendeckend durchgeführt. Der neu gegründete Geschäftsbereich Slowakei mit der ersten Geschäftsstelle in Bratislava wurde in die Zahlungsverkehrsabwicklung der Oberbank eingebunden. Die Oberbank ist somit in der Lage, im Zahlungsverkehr fünf Länder aus einer Hand zu servicieren.
Mit dem Markteintritt in die Slowakei wurde sowohl das Oberbank Internet Portal als auch das Electronic Banking-System MultiCash um die Anforderungen des slowakischen Marktes erweitert. Damit steht den Kunden eine gemeinsame Plattform für Deutschland, Tschechien, Ungarn und für die Slowakei zur Verfügung. Mehr Information und Aktualität bei Kontodaten standen speziell im Fokus der Entwicklungen für den Geschäftsbereich Deutschland. Elektronische Kontoinformationen werden
seit März stündlich aktualisiert und den Kunden über Electronic Banking (eBanking, MultiCash, HBCI) zur Verfügung gestellt. Dieser kostenlose Service bietet topaktuelle Informationen über noch nicht gebuchte Zahlungsein- bzw. Zahlungsausgänge.
Aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Börsen kehrten viele Anleger zu den traditionellen Anlageformen zurück. Im Segment Firmenkunden drückt sich dieses veränderte Anlageverhalten durch einen Anstieg der Sicht- und Termineinlagen um 21,6 % auf ! 4,2 Mrd. aus.
Im Segment Privatkunden ist das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbständig erwerbstätigen Kunden und Privatpersonen abgebildet. In diesem Segment betreute die Oberbank im Geschäftsjahr 2009 rund 292.000 Kunden, 21.000 Privatkunden konnten neu gewonnen werden. Rund 600 Kundenberater stehen den Privatkunden in den 133 Oberbank-Filialen zur Verfügung.
Das Volumen der Privatfinanzierungen inklusive Konto und Privatleasing ging 2009 um 3,3 % oder ! 66 Mio. zurück, per Jahresende wurde ein Gesamtbestand von ! 1,9 Mrd. ausgewiesen. Der Bestand an Konsumkrediten reduzierte sich um 8 % auf ! 275,5 Mio., bei den langfristigen hypothekarisch besicherten Krediten und Darlehen in Euro war ein Rückgang um 7,5 % auf ! 1.007,1 Mio. zu verzeichnen. Durch die Rückkonvertierung von bestehenden Fremdwährungskrediten stieg deren Gesamtvolumen um 11,1 % auf ! 543,2 Mio.
Die Anzahl der Privatkonten wurde im Berichtsjahr um 2.362 auf 162.675 Konten erhöht. Die Wachstums- und Expansionsmärkte Niederösterreich und Wien sowie Bayern, Tschechien, Ungarn und die Slowakei haben maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.
Die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten hat die Entwicklung der Spareinlagen 2009 positiv beeinflusst und zu einem deutlichen Wachstum geführt. Inklusive Kapitalisierung ist der Euro-Spareinlagenbestand um rund 3 % oder ! 97 Mio. auf ! 3.396 Mio. angestiegen. Besonders erfreulich war das Wachstum der variabel verzinsten Spareinlagen mit einem Zuwachs um ! 197 Mio. Das "Oberbank Vorteilskonto spar" ("Sparkarte") verzeichnete mit einem Zuwachs um 44,4 % auf ! 62,4 Mio. ebenfalls ein deutliches Plus.
2009 wird in die Kapitalmarktgeschichte als das Jahr der Wechselbäder eingehen. Einer tiefen Depression der Anleger zu Jahresbeginn stand eine durchaus positive Stimmung zum Jahresende gegenüber. Im Wertpapiergeschäft stand das 1. Quartal daher im Zeichen eines ausgeprägten Rückganges der internationalen Aktienmärkte, auch der ATX markierte ein Mehrjahrestief. Im 1. Quartal beschränkte sich das Geschäft somit weitgehend auf klassische Fixzinsanleihen bester Bonitäten, renditeorientierte Anleger griffen jedoch auch interessante Angebote im Bereich der Unternehmensanleihen auf. Hier ist die Emission der voestalpine hervorzuheben, bei der die Oberbank mehr als ! 50 Mio. im Publikum platzieren konnte.
Nach einer massiven Gegenbewegung der Märkte im 2. Quartal kehrte das Anlegervertrauen zaghaft zurück. Mit der guten Performance mehrerer Anlageklassen (Unternehmensanleihen, Aktien, Rohstoffe, Gold) kam es insbesondere ab dem 3. Quartal wieder zu einer stärkeren Nachfrage der Privatinvestoren.
Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft der Oberbank ging in diesem Umfeld um 16,8 % auf ! 28,6 Mio. zurück. Die Kurswerte auf den Kundendepots stiegen 2009 um 11,4 % auf ! 7,8 Mrd. an. Dieser Anstieg ist nicht nur Performance getrieben, sondern auch auf erhebliche Geldzuflüsse zurückzuführen.
Die Emissionstätigkeit der Oberbank erreichte 2009 erneut einen Höchststand. In Summe wurden 26 Emissionen von Anleihen aller Art mit einem Volumen von ! 606 Mio. begeben. Der größte Anteil der Emissionen entfiel auf klassische Fixzinsanleihen, gefolgt von Produkten aus der Jubiläums- und Cash-Garant-Familie sowie Ergänzungskapitalanleihen mit Inflationsschutz. Überdies wurden zwei Hybridkapitalemissionen mit einem Gesamtvolumen von ! 20 Mio. begeben. Erfreulich ist dabei die starke Nachfrage aus Bayern. Die Emissionsprospekte werden mittlerweile so gestaltet, dass die überwiegende Anzahl der Emissionen auch in Deutschland angeboten werden kann.
2009 war hinsichtlich der Durchschnittsperformance aller Fonds das beste Jahr seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1988. Das Volumen der verwalteten Fonds stieg um 13,1 % auf ! 4,6 Mrd., das ist klar höher als das Wachstum des Gesamtmarktes, welches in Österreich 8,4 % betrug. Im Ranking der österreichischen Investmentfondsgesellschaften liegt die 3 Banken-Generali Investment GmbH auf dem 7. Rang.
Trotz des für das Fondsgeschäft extrem schwierigen Umfeldes gelang es wieder, interessante Innovationen zu platzieren. Dazu gehören insbesondere die Unternehmensanleihen-Laufzeitfonds, die sich von klassischen Investmentfonds ohne Laufzeit durch einen fixen Termin unterscheiden, zu dem der Fonds rückgelöst wird. Attraktive Renditeaufschläge der im Fonds enthaltenen Anleihen, eine breit gestreute Risikostruktur und überschaubare Laufzeiten führten dazu, dass in Summe ! 105 Mio. Volumen platziert werden konnten.
Eine weitere Neueinführung, die auf breites Interesse stieß, ist der Sachwertefonds. In diesem Konzept wird in Anlagesegmente investiert, die in einem inflationären Umfeld gute Erträge bringen sollen, wie Inflationsschutzanleihen, Gold, Rohstoffe oder ausgewählte Aktien mit Sachwertecharakter. Der Fonds wurde von der angesehenen deutschen Ratingagentur FERI unter die Top 5 der Fondsinnovationen 2009 im deutschsprachigen Raum gewählt. Besonders erfreulich entwickelte sich 2009 der 3 Banken Österreich-Fonds. Die Gesamtperformance betrug 69,4 %, damit lag der Fonds um 17,1 % über dem ATX-Prime. Für das Management des Österreich-Fonds wurde Alois Wögerbauer von einer Expertenjury zum Fondsmanager des Jahres gewählt.
Die große Herausforderung im iPM war 2009, in einem von Extremen geprägten Markt potenzielle Risiken zu vermeiden und gleichzeitig auch Chancen wahrzunehmen. Die strategische Ausrichtung des iPM wurde im März 2009 durch den verstärkten Aufbau von Aktien-, Gold- und Rohstoffpositionen geändert. Diese waren auch die Renditetreiber im zweiten Halbjahr und führten zu sehr guten Ergebnissen.
Im Brokerage, der Dienstleistung für tradingorientierte Investoren, konnte die Oberbank ein neues Rekordjahr verzeichnen. Sowohl das betreute Volumen als auch die Orderanzahl und die Provisionserträge legten zu. Die Anzahl der Transaktionen blieb selbst im extrem schwierigen 1. Quartal hoch, weil Anleger mit hoher Risikobereitschaft frühzeitig Chancen im Markt für Unternehmensanleihen wahrnahmen.
Obwohl die Gründerwelle bei Stiftungen vorbei ist, gibt es in diesem Marktsegment noch hohes Potenzial für die Oberbank. Dementsprechend wurde ein Schwerpunkt gesetzt, um mit speziellen Veranstaltungen ("Stiftungslunches") mit externen Partnern aus dem Rechts- und Steuerbereich einen Mehrwert für Stifter und Stiftungsvorstände zu bieten.
Wie im Jahr zuvor konnte auch 2009 im Private Banking ein erhebliches Neugeldvolumen akquiriert werden. Das betreute Gesamtvermögen erhöhte sich damit auf ! 3 Mrd. an Sicht- und Termineinlagen sowie Depotkurswerten. Neben der Neugeldgewinnung standen die weitere Verbreiterung unserer Dienstleistungen iPM (Vermögensverwaltung) und Brokerage sowie die Akquisition von Stiftungen im Zentrum der Bemühungen. Diese Anstrengungen werden 2010 nochmals forciert weitergeführt.
Im Berichtsjahr war der Anlagebereich von hohen Volatilitäten und großer Unsicherheit geprägt. In diesem Umfeld konnte die Oberbank an ihren neun Private Banking-Standorten besonders mit
Kontinuität in der Beratung punkten. Eine aktive Informationspolitik, eine klare Meinung und die traditionell risikoaverse Investmentpolitik machten sich 2009 in hohem Maße bezahlt. Im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung und -sicherung wurde gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität Linz das Entwicklungsprogramm "Culture of Excellence" entwickelt und umgesetzt. Dieses wird 2010 fortgeführt und weiter ausgebaut. Besonders erfreulich war 2009 die erhöhte Aufmerksamkeit, die dem Oberbank Private Banking in den Fachmedien gewidmet wurde.
Die Anzahl der von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge ist im Jahr 2009 um 7,6 % auf 12.532 überdurchschnittlich stark angestiegen. Die Wüstenrot-Organisation selbst wies einen Zuwachs um 4,2 % auf. Ein Grund für die deutliche Erhöhung ist, dass Anfang 2009 die maximale prämienbegünstigte Einzahlung auf ! 1.200 angehoben wurde.
In der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft war das Geschäftsaufkommen im Berichtsjahr weitgehend stabil. Der Eigenvertrieb von Risikoversicherungen ist traditionell stark an das Kreditgeschäft der Oberbank gekoppelt. Daher kam es trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes nur zu einem leichten Absatzrückgang. Bei der Vermittlung von Kapitalversicherungen des Kooperationspartners Generali blieb die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge das Leitprodukt in der laufenden Prämie. Zudem konnten klassische Kapital- und Rentenversicherungen erfolgreich vertrieben werden, weil die Verunsicherung der Kunden infolge der Wirtschaftskrise dem Vorsorgegedanken keinen Abbruch tat. Eine anhaltend positive Entwicklung verzeichnete der Vertrieb von Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag, vor allem Produkte mit Kapitalgarantie und ansprechender Verzinsung ließen den Absatz gegenüber dem Vorjahr neuerlich steigen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 47.959 Vertragsabschlüsse (50.332 in 2008) verzeichnet, von denen 40.377 (44.050 in 2008) auf eigene Risikoversicherungen und 5.859 (4.694 in 2008) auf Kapitalversicherungen der Generali entfielen. Das gemeinsame Prämienvolumen (Versicherung und Makler) stieg im Berichtsjahr um 4,6 % auf ! 68,7 Mio. (! 65,7 Mio. in 2008), wovon 47,3 % oder ! 32,5 Mio. auf die Oberbank entfielen.
Das aktuell niedrige Zinsniveau und die Ungewissheit über den Zeitpunkt der wirtschaftlichen Erholung werden 2010 für den Bereich der Lebensversicherungen schwierige Rahmenbedingungen darstellen. Die private Altersvorsorge wird hingegen von der anhaltend starken Nachfrage nach sicheren Ansparformen profitieren, in erster Linie in Gestalt der klassischen Kapital- und Rentenversicherungen mit einer Garantieverzinsung und der Aussicht auf eine ansprechende Gewinnbeteiligung. Für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sieht die Oberbank ein steigendes Interesse, weil mit Jahresbeginn das "Lebenszyklusmodell" eingeführt wurde (ein dem Lebensalter des Vorsorgewilligen angepasstes Aktien-Quotensystem reduziert die Schwankungsanfälligkeit des Produktes gegen Ende der Laufzeit).
Der Trend zum Electronic Banking ist weiterhin ungebrochen. In der Oberbank nutzen bereits mehr als 75.000 Kunden elektronische Produkte zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Im Internet Banking stieg die Anzahl der Überweisungen gegenüber 2008 um 10 %.
Die Sicherheit im Transaktionsgeschäft wurde mit der Entscheidung für den Einsatz einer Handy-SMS basierenden Autorisierungslösung (Oberbank xTAN) auch in den Wachstums- und Expansionsmärkten verbessert. Damit erfolgte die Weichenstellung für die sukzessive Ablöse der bisher weit verbreiteten Papier-TAN in Richtung einer besonders sicheren und benutzerfreundlichen Autorisierung. Schon mehr als 15.000 Kunden nutzen die Vorteile der Oberbank xTAN.
| Beträge in Mio. ! | 2009 | +/- % | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.395,8 | 2,9 | 3.298,9 | 2.899,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| gegenüber Kunden | 5.572,2 | 15,2 | 4.837,5 | 4.265,2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.369,2 | 5,2 | 1.301,1 | 1.189,7 |
| Nachrangkapital | 723,2 | 8,4 | 667,3 | 557,4 |
| Primäreinlagen | ||||
| inkl. Nachrangkapital | 11.060,4 | 9,5 | 10.104,8 | 8.912,1 |
| Verbindlichkeiten | ||||
| gegenüber Kreditinstituten | 3.509,9 | -6,1 | 3.736,6 | 4.0250 |
| Summe | 14.570,3 | 5,3 | 13.841,4 | 12.937,1 |
Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Oberbank versucht auf Basis der Zinserwartung das Verhältnis von Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko zu optimieren. Der Strukturbeitrag versteht sich als Ertrag, der durch Fristentransformation – kurzfristige Refinanzierung einer langfristigen Veranlagung – erwirtschaftet wird.
Die aufgrund der Finanzkrise turbulente und schwer einschätzbare Entwicklung der Geld- und Kapitalmärkte machte das Jahr 2009 für das Aktiv-Passiv-Management besonders herausfordernd.
Das internationale Netzwerk der Oberbank zählt weltweit rund 2.500 Bankpartner. Mit etwa 700 Banken wird auf breiter Basis und mit hoher Intensität im Kunden- und Eigengeschäft der Bank zusammengearbeitet. Das ermöglicht es uns, weltweit für unsere Kunden sämtliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit Absicherung, Zahlungen und Finanzierungen anzubieten.
Im Bereich Global Financial Markets/Financial Institutions wurde die Anpassung der Auslandsstrategie mit Fokus auf unsere Expansionsmärkte Bayern, Tschechien, Ungarn und Slowakei sowie auf Regionen, die für unsere Kunden von Bedeutung sind, weiterentwickelt.
Eine aktive Industriebeteiligungspolitik entspricht nicht der Philosophie der Oberbank. Beteiligungen werden nur dann eingegangen, wenn sie der Absicherung von Entscheidungszentralen und Standorten heimischer Unternehmen dienen, zur Absicherung der Hausbankfunktion beitragen oder wenn die Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens eine "Verlängerung" des Banken-Kerngeschäftes darstellt (Immobiliengesellschaften, Investmentfondsgesellschaft). Private Equity-Beteiligungen geht die Oberbank nicht dauerhaft ein, sie will vielmehr Kunden in Situationen unterstützen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden.
Mit Ausnahme des Private Equity-Bereiches stuft die Oberbank ihre Beteiligungen in der Regel als dauerhaftes Engagement ein und hat nicht vor, sie zu reduzieren oder aufzugeben. Eine vollständige Auflistung aller Beteiligungen der Oberbank ist in Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.
Seit 2006 geht die Oberbank mit dem "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein. Damit bietet sie eine Alternative für Fälle an, in denen der Kunde mit herkömmlichen Kredit- und Leasingfinanzierungen nicht das Auslangen findet. Beteiligungen an anderen Mezzanin- und Equity-Anbietern werden eingegangen, um deren Expertise zu nutzen und Zugang zu ihren Märkten zu gewinnen.
Im Immobilienbereich ist die Oberbank an Gesellschaften beteiligt, die zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.
Zur Absicherung von Standorten, Entscheidungszentralen und Arbeitsplätzen heimischer Leitbetriebe steht die Oberbank als strategischer Partner zur Verfügung. Sie hält u. a. Beteiligungen am größten österreichischen Industrieunternehmen, dem Stahlhersteller voestalpine AG (7,48 %, www.voestalpine.com), an der oberösterreichischen Energie AG (4,13 %, www.energieag.at), am Zellstoff-, Papier- und Textilproduzenten Lenzing AG (2,89 %, www.lenzing.com) sowie an der Gasteiner Bergbahnen AG (32,62 %, www.skigastein.com).
Die jeweils unter 20 % liegenden Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank und gleichzeitig die Basis für gemeinsam betriebene Tochterunternehmen. In der ALGAR (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT) sichern die drei Banken ihre Großkreditrisiken ab, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft fungiert als
gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft bietet, auch in Zusammenarbeit mit Generali, Sach- und Personenversicherungen an. Mit der Bausparkasse Wüstenrot, der Oesterreichischen Kontrollbank AG, der Wiener Börse AG oder der PayLife Bank GmbH ist die Oberbank darüber hinaus an weiteren Unternehmen beteiligt, mit denen sie im operativen Geschäft eng kooperiert.
Im Leasing-Teilkonzern der Oberbank sind Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei gebündelt. Zusätzlich finden sich hier Gesellschaften, die zur Finanzierung von einzelnen Kunden- oder Oberbank-Projekten gegründet werden.
Hier finden sich vor allem Beteiligungen an Gesellschaften, die außerhalb des Kerngeschäftes der Oberbank tätig sind und entweder banknahe Leistungen erbringen (DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft, Einlagensicherung der Banken und Bankiers) oder im Oberbank-Einzugsgebiet besondere regionale Bedeutung haben (diverse Technologie- oder Gründerzentren).
Die Mitarbeiter und Führungskräfte investieren ihr persönliches Engagement, ihre Qualifikation und Kompetenz sowie ihre Energie und Zeit in die Oberbank. Dieser Einsatz liefert einen maßgeblichen Beitrag zum nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Die Personalentwicklung in der Oberbank orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die die Unabhängigkeit, die ständig steigenden Ansprüche der Kunden und das nachhaltige und organische Wachstum der Oberbank im Fokus hat.
Der technologische Wandel, neue rechtliche Anforderungen an die Banken (Verbraucherschutz, Aufsichtsrecht) und demografische Entwicklungen sind zentrale Herausforderungen für die Personalarbeit, die von den Mitarbeitern Veränderungsbereitschaft und lebenslanges Lernen fordern. Andererseits wollen Mitarbeiter und Bewerber von der Oberbank attraktive Aufgaben und Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten erhalten.
Die Oberbank hat daher fünf strategische Handlungsfelder für die nachhaltige Personalentwicklung definiert. Sie sind der rote Faden und die Grundlage für alle operativen Maßnahmen im Personalbereich.
Das Geschäftsmodell, die Werte und die Stabilität sowie das Arbeitsumfeld und die Position am Markt machen die Oberbank zu einem attraktiven Arbeitgeber: sie fordern und fördern Eigeninitiative, gewähren Handlungsspielräume und übertragen Verantwortung auf allen Ebenen. Um interessante Bewerbungen vom Markt zu erhalten und Schlüsselkräfte nachhaltig zu binden arbeitet die Oberbank ständig an Modellen und Konzepten, um diese Attraktivität weiter zu erhöhen.
Die Oberbank hat im Rahmen eines Projektes die Voraussetzungen für einen einheitlichen Recruiting-Prozess in allen Regionen der Oberbank geschaffen, der ab 2010 umgesetzt wird.
Lernen ist Teil der permanenten Leistungsverpflichtung jedes Mitarbeiters der Oberbank. Entgegen dem allgemeinen Trend wurde im letzten Jahr mehr denn je in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Das umfangreiche praxisorientierte Ausbildungsprogramm wird ständig weiterentwickelt und umfangreich genutzt: Damit werden die Kunden in fachlicher und persönlicher Hinsicht auf Top-Qualitätsniveau beraten und betreut.
Die Oberbank wird die im Rahmen der Oberbank-Firmenkundenakademie erfolgreich begonnene Zusammenarbeit mit der Frankfurt Business School in den Bereichen KMU- und Corporate Banking weiter vertiefen und zusätzlich um eine e-learning-Plattform erweitern. Damit ist auch die Aktualisierung der Fachkompetenz der langjährigen Mitarbeiter garantiert.
Parallel dazu wird als strategischer Schwerpunkt die Oberbank-Privatkundenakademie entwickelt, im Rahmen derer gemeinsam mit dem Institut für betriebliche Finanzwirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz der Lehrgang "Culture of Excellence" für Mitarbeiter im Private Banking erfolgreich implementiert und mit ersten Zertifizierungen abgeschlossen wurde.
Eine weitere wesentliche strategische Maßnahme ist das Aufsetzen einer Oberbank-Managementakademie, angepasst an die Bedürfnisse von bestehenden und angehenden Führungskräften. Bereits jetzt werden Key-Player und High Potentials durch Teilnahmen an Global Executive Programmen sowie im Rahmen eines inhouse-Lehrganges "Projektkompetenz" gezielt auf zukünftige Verantwortungen und Aufgaben vorbereitet. Besonderes Augenmerk wird hier den persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter mit zusätzlichen Angeboten im Bereich Rhetorik und Präsentation. Hier wird die schon bisher produktive Partnerschaft mit der Linzer Management Akademie LIMAK vertieft und erweitert.
Lernen beginnt bereits am Anfang jeder beruflichen Karriere. Das v.a. an Junkakademiker gerichtete Oberbank-Traineeprogramm wurde daher im Rahmen eines Projekts völlig überarbeitet und neu gestaltet. Höchste Praxisorientierung und duale Ausbildung sowie die Förderung hoher Flexibilität stehen dabei im Vordergrund, Potentialbildung und Persönlichkeitsentwicklung bilden den laufenden Rahmen.
Der Führungs- und Unternehmenskultur kommt bei der erfolgreichen Bewältigung bestehender und neuer Herausforderungen zentrale Bedeutung zu.
Das Managementsystem MbO gibt den Führungskräften und den Mitarbeitern klare Orientierung und bietet Raum für offenes Feedback und ist seit langem zur tragenden Säule von Kultur, Philosophie und Steuerung in der Oberbank geworden. Dieses System wird daher in Struktur, Inhalt und Training permanent weiterentwickelt und wurde zuletzt im Rahmen eines bankweiten, strategischen Projekts unter Einbindung des Topmanagements um Leistungsstandards für Führungskräfte erweitert. Darin werden u. a Leistung und Engagement als zentrale Werte der Oberbank-Kultur explizit zum Ausdruck gebracht, um zusätzliche klare Orientierung zu geben und motivierende Sinnvermittlung zu
gewährleisten. Dies wiederum ist Basis und Ausgangspunkt für selbstbewusstes und verantwortungsvolles Handeln aller Mitarbeiter und Führungskräfte.
Die Leistungsstandards sind auch Grundlage der Leistungsbeurteilung und Potentialeinschätzung, stützen konsequente Entwicklungsmaßnahmen und ermöglichen eine professionelle Karriereplanung. "Karriere im eigenen Haus" ist damit in der Oberbank mehr als ein Schlagwort: Maßgebliche Führungspositionen können fast immer aus den eigenen Reihen besetzt werden.
In den Expansionsmärkten liegt ein Hauptaugenmerk der personalen Arbeit in der sorgfältigen Auswahl der "richtigen" Mitarbeiter, die mit Marktkenntnis, Pioniergeist und entsprechenden sozialen Kompetenzen das organische Wachstum der Oberbank unterstützen. Gleichzeitig wird die Oberbank-Kultur in die Expansionsmärkte getragen, indem Schlüsselfunktionen mit erfahrenen Oberbankern besetzt werden. Parallel dazu werden gezielt Trainingsschwerpunkte und Ausbildungsinitiativen in den Bereichen Bankprodukte und –prozesse sowie Kommunikation, Verkauf und Persönlichkeitsbildung gesetzt, die diesen Kulturtransfer unterstützten und – begleitet von Praxisaufenthalten und jobrotation-Programmen – beschleunigen.
Weiters hat es sich bewährt, in den Expansionsgebieten Mitarbeiter mit regionalen HR- und Ausbildungskompetenzen zu installieren.
Seit 1994 bietet die Oberbank ihren Mitarbeitern die attraktive Investmentmöglichkeit der direkten Beteiligung am eigenen Unternehmen an. Mit mehr als 4 % der Stimmrechte sind die Mitarbeiter der Oberbank wichtiger, viertgrößter Einzelaktionär.
Besonders erfreulich und ein starkes Zeichen für die Verbundenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit der Oberbank ist, dass im Rahmen der Kapitalerhöhung 2009 eine hohe Beteiligung (Bezugsquote mehr als 87 %) der Mitarbeiter erfolgte, obwohl kein eigens begünstigter Bezugspreis geboten wurde.
Die permanente Verbesserung der Bankprozesse hat im letzten Geschäftsjahr zu einem geplanten Personalabbau geführt, der ausschließlich im Wege der natürlichen Fluktuation erreicht wurde. Gleichzeitig wurden jedoch die Ressourcen im Vertrieb – insbesondere in den Wachstumsmärkten – verstärkt. Ebenso trugen die gezielte Rücknahme von Mehrarbeitsleistungen und die verstärkte Konsumation von Erholungsurlaub zur Reduzierung des Personalaufwandes bei. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg auf 1.869 im Vergleich zum Vorjahr (1.852) um 17 Personen an.
Rund 60 % aller Mitarbeiter der Oberbank sind Frauen. Die Chancengleichheit von weiblichen und männlichen Mitarbeitern ist in der Oberbank gelebte Selbstverständlichkeit. Der Unternehmensführung sind keine diskriminierenden Vorgänge oder Prozesse bekannt, andernfalls würde das Management sofort entsprechende Maßnahmen setzen.
Die Finanzmarktkrise hat zuletzt klar aufgezeigt, dass nachhaltiges Wirtschaften eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Verantwortliches Wirtschaften bedeutet darüber hinaus die Verbindung des wirtschaftlichen Denkens mit einer ebenso wichtigen gesellschaftlichen und ökologischen Orientierung.
Die aktuelle Situation zeigt auch, wie wichtig das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitern und anderen gesellschaftlichen Gruppen ("Stakeholder") ist. Gerade im Bankensektor haben sich Prinzipien wie Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität als Werte erwiesen, mit denen besonders sorgsam umgegangen werden muss. Dazu gehört es auch, die ökologischen und sozialen Aspekte des wirtschaftlichen Handelns bei allen strategischen und operativen Überlegungen systematisch zu berücksichtigen.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Gefahren der überwiegenden Orientierung an kurzfristigen wirtschaftlichen Zielen deutlich gezeigt. Nur ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht es, für die Gesellschaft nutzbringend zu handeln und einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich zu einem nachhaltigen Wirtschaften und richtet ihr gesamtes Tun und Handeln an dieser Prämisse aus. Strategie, Geschäftspolitik, Zieleplanung und Entlohnungssystem der Oberbank berücksichtigen besonders den langfristigen Unternehmenserfolg und machen die nachhaltig erfolgreiche Entwicklung zur Leitlinie des unternehmerischen Handelns.
Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, deshalb strebt die Oberbank bei ihren betrieblichen Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Im Gebäude- und Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig kostenreduzierende Akzente gesetzt, um eine nachhaltige Verhaltensänderung in der Bank herbeizuführen.
Alle Aspekte des Energiesparens sowie des Umwelt- und Klimaschutzes wurden bei der Planung und Errichtung des Donau Forums in Linz (Büro-, Sitzungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten am Standort Donaulände) ausdrücklich einbezogen. Von Anfang an war es das erklärte Ziel, ein energieneutrales Gebäude zu errichten: das heißt, dass für den Betrieb des Objektes kein zusätzlicher Energieeinsatz notwendig ist. Ermöglicht wurde das durch eine besonders energieeffiziente Bauweise mit einer entsprechenden Wärmeisolierung, durch neueste Technologien wie eine Niedertemperaturheizung oder bedarfsgeregelte Belüftungen und durch die Nutzung umweltschonender Energieträger – zum Beispiel der EDV-Abwärme zur Raumheizung und des Grundwassers zur Kühlung.
In Summe ergibt sich durch die umgesetzten Maßnahmen – im Vergleich zu herkömmlichen Technologien – eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 250 Tonnen im Jahr. Das entspricht der Menge an CO2, die ein Diesel-Pkw auf 1,2 Millionen Kilometern ausstößt.
Als Musterprojekt wurde schon die Sanierung der Geschäftsstelle Landstraße im Herbst 2008 unter Ressourcen schonenden Gesichtspunkten geplant, die erhebliche Einsparungen bei Strom- und Heizkosten bringen. Eine Energieeinsparung von 50 % in einem bestehenden Objekt ist ein großer Erfolg und der Beweis dafür, dass ökologisches Denken und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen.
Auch auf der Produktseite versucht die Oberbank, ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Kunden der 3 Banken-Generali Kapitalanlagegesellschaft haben die Möglichkeit, ihre Finanzmittel in einen Öko- und Ethikfonds zu veranlagen. Der 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds investiert in Unternehmen, die sich zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen. Als Kriterien dafür wurden saubere und erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Gesundheit, Wasser, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität sowie Umwelt- und Bildungsdienstleistungen definiert.
Für ein Unternehmen, das verantwortlich wirtschaften will, ist die Beschäftigung mit sozialen Themen ein weiteres wichtiges Kriterium, sowohl im Umgang mit den eigenen Beschäftigten als auch im Verhalten gegenüber dem gesellschaftlichen Umfeld. Die Oberbank engagiert sich daher im Bereich der Kulturförderung ebenso wie in der Unterstützung von Institutionen, die sich mit benachteiligten Personen beschäftigen. Diese Aktivitäten wertet die Oberbank als besonders wichtigen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
Die schon traditionelle Unterstützung des Brucknerbundes, des Brucknerorchesters und der Anton Bruckner Privatuniversität zählt ebenso zu wichtigen Aktivitäten im Kulturbereich wie die langjährige Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Linz. Durch die finanzielle und organisatorische Hilfe für Kinderdörfer, Schulen für benachteiligte Kinder oder Hilfs- und Förderprojekte im In- und Ausland kommt der wirtschaftliche Erfolg der Oberbank auch Personen und Gruppen zu Gute, deren eigenes wirtschaftliches Umfeld nicht so privilegiert ist.
Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich dazu, in ihrer Strategie und Geschäftspolitik die Anliegen aller Anspruchsgruppen ausgewogen zu beachten. Dieses Gleichgewicht der unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse trägt wesentlich zum Erfolg, zur Stabilität und zur Sicherheit der Oberbank bei und ist auch mit entscheidend für den Erhalt der Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Wir können nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, und wir können auf Dauer nur dann verantwortlich und zum Nutzen der Gesellschaft handeln, wenn wir wirtschaftlich erfolgreich sind.
Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) gleichzeitig zu verfolgen ist eine besondere unternehmerische Herausforderung. Der Vorstand hat daher mit Sorgfalt entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells abzusichern, um die gesellschaftliche Verantwortung umfassend wahrzunehmen und um sicherzustellen, dass die Oberbank-Werte nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Wirklichkeit bleiben.
2010 wird sich die Weltwirtschaft früher als erwartet wieder positiv entwickeln. Alle Prognoseinstitute sehen für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein leichtes BIP-Wachstum, die zentral- und osteuropäischen EU-Länder werden eine Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des Vorjahres erzielen. Für Österreich wird ein BIP-Wachstum von 1,5 % (WIFO) bzw. 1,3 % (IHS) prognostiziert.
Der Euro wird 2010 gegenüber dem Dollar etwas schwächer als im letzten Jahr gesehen, an den Börsen werden weiterhin hohe Volatilitäten erwartet. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich über den Vorjahreswerten liegen.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen etwas besser als im abgelaufenen Jahr sein wird. Der stabile private Konsum, die klare Erholung der Exportwirtschaft und die mittelfristig weiterhin niedrige Inflation sind Faktoren, die die Konjunktur stützen können.
Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank ihre Hausbankfunktion für Industrie und Mittelstand wahrnehmen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Wir erwarten aufgrund der Belebung der Exportwirtschaft eine verstärkte Nachfrage nach Exportfinanzierungen sowie im Bereich des Dokumenten- und Garantiegeschäftes. Das geänderte Investitionsverhalten der Unternehmen (seit dem 4. Quartal 2009 werden vorher aufgeschobene größere Investitionen nachgeholt) wird zu einem stärkeren Bedarf an Investitionsfinanzierungen führen. In beiden Bereichen werden Förderungen und Haftungsübernahmen der öffentlichen Hand eine wichtige Rolle spielen. Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Kundeneinlagen weiterhin die Basis unserer starken Liquiditäts- und Refinanzierungssituation sein. Die Reduzierung der vorher unbegrenzten staatlichen Einlagensicherung auf ! 100.000 für Einlagen privater Anleger mit Jahresbeginn 2010 bietet uns die Möglichkeit, die solide Adresse Oberbank in der Kundenansprache gezielt einzusetzen. Im Bereich der Privatfinanzierungen rechnen wir aufgrund der verbesserten konjunkturellen Aussichten und des nach wie vor günstigen Zinsniveaus mit einer höheren Nachfrage. Besonders in unserem Kernkompetenzbereich Wohnbaufinanzierung sehen wir hohes Potenzial, da Wohnraumschaffung und Sanierung derzeit besonders aktuelle Themen sind.
Bei den Beteiligungserträgen erwarten wir aufgrund des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes einen Rückgang. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft werden wir unseren konservativen Weg fortsetzen.
Mit der Gründung von zehn Filialen setzen wir unsere Expansion weiter fort, damit werden wir Ende 2010 auf 143 Filialen kommen. In den Geschäftsbereichen Wien und Bayern werden wir jeweils drei Filialen eröffnen, in den Bereichen Ungarn und Slowakei jeweils zwei Filialen. Im Geschäftsbereich Tschechien (17 Filialen) ist die Expansion vorerst abgeschlossen.
Insgesamt werden wir auch 2010 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf unsere zentralen Werte Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit setzen.
Das Zinsgeschäft wird auch 2010 eine stabile Säule unserer Ertragsentwicklung sein. Dagegen rechnen wir bei den Erträgen aus Beteiligungen mit einem Rückgang im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir eine spürbare Ergebnisverbesserung, in erster Linie aufgrund der wieder deutlich verbesserten Situation im Wertpapierbereich.
Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa gleich stark steigen wie die Erträge. Beim Personal- und beim Sachaufwand erwarten wir trotz unserer starken Expansion eine nur leichte Steigerung, die Abschreibungen werden deutlich rückläufig sein.
Bei unseren Kunden werden sich die Folgen der Wirtschaftskrise in den Bilanzen für das Jahr 2009 deutlich zeigen. Daher und aufgrund der nur leichten Erholung der Konjunktur rechnen wir beim Kreditrisiko mit einem weiteren Anstieg, der jedoch geringer als im abgelaufenen Jahr ausfallen wird.
Die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2010 abzugeben. Wir gehen aber davon aus, dass wir im operativen Geschäft wieder ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2009 erzielen werden. Der Jahresüberschuss wird aufgrund der höheren Risikovorsorgen und der stark steigenden Steuerleistung voraussichtlich unter dem Ergebnis des Jahres 2009 liegen. Die erwartete Ertragslage wird auch 2010 eine hohe Rücklagendotation ermöglichen, um unsere Eigenmittel zu stärken, und erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.
Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt in der Oberbank AG dem Gesamtvorstand.
Die Oberbank zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling, interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. Die eingesetzten
Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt, es wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.
Im Rahmen der Risikobeurteilung wird der Fokus auf jene Risiken gelegt, die typischerweise als wesentlich zu betrachten sind.
Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. So können beispielsweise komplexe Bilanzierungsgrundsätze, unterschiedliche Grundsätze für die Bewertung von Vermögensgegenständen sowie ein komplexes oder sich veränderndes Geschäftsumfeld zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen.
Für die Erstellung des Abschlusses müssen regelmäßig Schätzungen vorgenommen werden, bei denen das immanente Risiko besteht, dass die zukünftige Entwicklung von diesen Schätzungen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Beteiligungen oder den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten zu. Teilweise werden externe Experten zugezogen oder es wird auf öffentlich zugängliche Quellen
abgestellt um das Risiko von Fehleinschätzungen zu minimieren.
Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewandt, um sicherzustellen, dass potentielle Fehler oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. entdeckt und korrigiert werden.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die Vollständigkeit von Daten des Rechnungswesens werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätskontrollen sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft.
Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und nachvollziehbar dokumentiert und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet, es bestehen klare Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen. Diese Prinzipien sind auch in den EDV-Systemen durch unterschiedliche Benutzerrechte abgebildet.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden regelmäßig aktualisiert und an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert.
Darüber hinaus werden regelmäßig Diskussionen betreffend der Finanzberichterstattung und der in diesem Zusammenhang bestehenden Richtlinien und Vorschriften in verschiedenen Gremien geführt. Die Arbeit in den Gremien hat unter anderem zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotentialen im Rechnungswesensprozess sicherzustellen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche verfügen über sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die entsprechend der fachlichen Anforderungen ausgebildet sind. Die Mitarbeiter werden laufend im Hinblick auf Neuerungen in der Rechnungslegung geschult, um Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung frühzeitig erkennen zu können.
Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Management. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene, risikoabhängige Kontroll- und Überprüfungsmechanismen (insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, Kompetenzregelungen und Funktionstrennungen, nachvollziehbare Dokumentationen und Plausibilitätskontrollen) stellen eine umfassende Überwachung sicher.
Zusätzlich überprüft die interne Revision unabhängig und regelmäßig auch im Bereich des Rechnungswesens die Einhaltung der internen und externen Vorschriften und berichtet direkt an den Vorstand.
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement im Oberbank-Konzern liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung sowie durch ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Aufbauorganisatorisch sind Vertrieb und Risikomanagement bis hinauf zum Vorstand getrennt. Das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee koordiniert die operative Umsetzung der Eigenkapital- und Risikostrategie, verteilt die zur Bedeckung der Risiken vorhandenen Eigenmittel als Limite auf die Risiken und überwacht die Einhaltung dieser Grenzwerte.
Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt in der Oberbank die wesentlichste Risikokomponente dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Prozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig gewährleistet ist. Die von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft wurden entsprechend umgesetzt und werden strikt eingehalten.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden weiterentwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und den Anforderungen des Basel II IRB Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben.
Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet. Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgt mittels externer Ratings.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Marktveränderungen durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse sowie Aktien- und Warenpreise verstanden. Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Marktrisiken durch den Einsatz von unterschiedlichen Limiten.
Für die Steuerung und Limiteinhaltung sind unterschiedliche Verantwortungsträger definiert. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Bank. Als Messgröße für das Zinsänderungsrisiko wird ein standardisierter VaR Ansatz verwendet, dem die Laufzeitbandmethode der Kapitaladäquanz zugrunde liegt. Die Verantwortung für das FX Risiko der Gesamtbank sowie für alle Marktrisiken im Handels- und Geldhandelsbuch trägt die Abteilung GFM. Die Limiteinhaltung wird durch Errechnung eines VaR mit Konfidenzniveau 99% und Haltedauer 10 Tagen sichergestellt, der vom Risikocontrolling täglich errechnet und den Verantwortlichen in GFM sowie dem Risikovorstand berichtet wird.
Unter dem Begriff operationelle Risiken sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen. Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Kernstück und Motor der Behandlung operationeller Risiken in der Oberbank AG ist ein regelmäßig tätiges Gremium, welches die laufende Verbesserung der Arbeitsabläufe und -prozesse zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Schäden aus operationellen Risiken zum Ziel hat. Dieses Gremium besteht aus Leitung und verantwortlichen Mitarbeitern der Abteilungen Organisationsentwicklung, Strategie- und Prozessmanagement, Rechnungswesen und Controlling,
Sekretariat sowie Interne Revision mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten.
Als Liquiditätsrisiko im engeren Sinn (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Außerdem besteht das Refinanzierungsrisiko als die Gefahr, zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln unserer Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig.
Darüber hinaus halten wir ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotential in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Für das Management der kurzfristigen Liquidität ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig. Als Frühwarnindikatoren sind stärkere oder ständige Abflüsse von Primärmitteln oder ein merklich verschlechterter Zugang zum Interbankenmarkt definiert. Für diese Fälle hält die Oberbank ein täglich verfügbares freies Refinanzierungspotential bei den Zentralbanken vor.
Für extreme Marktverhältnisse ist ein Notfallsplan definiert.
Anleger können zwischen der Oberbank-Stammaktie und der Oberbank-Vorzugsaktie wählen. Im Unterschied zur Stammaktie verbrieft die Vorzugsaktie keine Stimmrechte für den Aktionär, gewährt im Gegenzug aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6 %. Für beide Aktiengattungen wurde die Dividende zuletzt gleich hoch angesetzt. Aufgrund des Stimmrechtverzichtes notiert die Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie jedoch mit einem Kursabschlag, wodurch sich eine höhere Dividendenrendite errechnet.
Die Oberbank-Aktien erwiesen sich im turbulenten Börsenjahr 2009 als besonders stabil. Die Stammaktie erreichte ihr Kurshoch am 2. Jänner 2009 bei ! 43,88, die Vorzugsaktie am 8. Jänner 2009 bei ! 39,40. Mit ! 42,70 per 31. Dezember 2009 verzeichnete die Oberbank-Stammaktie im Jahresabstand einen vergleichsweise geringen Kursrückgang (- 2,7 %), ebenso die Vorzugsaktie mit ! 38,30 (- 2,8 %). Die Börsenkapitalisierung der Oberbank AG belief sich zum Jahresende 2009 unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung im Oktober 2009 auf ! 1.215,8 Mio. (+ 2,8 %). Diese Entwicklung der Oberbank-Aktien im Jahresschnitt war deutlich besser als die durchschnittliche Performance des ATX im Berichtsjahr.
Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1. Juli 1986 an der Wiener Börse. Seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus stetig: Aktionäre, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen mitzogen, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine Rendite vor Abzug der Kapitalertragsteuer von durchschnittlich 9,25 % pro Jahr.
| Kennzahlen der Oberbank-Aktien | 2009 | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 25.783.125 | 24.090.000 | 24.000.000 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 3.000.000 | 3.000.000 | 3.000.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in ! | 43,88/39,40 | 49,67/43,90 | 50,00/44,33 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in ! | 42,20/37,90 | 42,60/38,00 | 35,10/30,17 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in ! | 42,70/38,30 | 44,20/39,40 | 49,63/44,00 |
| Marktkapitalisierung in Mio. ! | 1.215,8 | 1.183,0 | 1.323,2 |
| IFRS-Ergebnis je Aktie in ! | 2,83 | 3,91 | 3,82 |
| Dividende je Aktie in ! | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie | 15,1 | 11,3 | 13,0 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie | 13,5 | 10,1 | 11,5 |
* Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Anzahl der Aktien, die Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse, das IFRS-Ergebnis je Aktie und die Dividende je Aktie für das Jahr 2007 analog zum Aktiensplit vom Juli 2008 im Verhältnis 1:3 umgerechnet.
Das Ergebnis je Oberbank-Aktie ging nach der Kapitalerhöhung 2009 gegenüber dem Vorjahr von ! 3,91 auf ! 2,83 zurück. Auf Basis der Schlusskurse 2009 errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15,1, für die Vorzugsaktie von 13,5. Der 130. ordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai 2010 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende von ! 0,50 je bezugsberechtigter Aktie vorgeschlagen.
| Aktionärsstruktur der Oberbank per 31.12.2009 | Stammaktien | Insgesamt |
|---|---|---|
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck | 18,51 % | 17,00 % |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | 18,51 % | 16,95 % |
| Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg | 5,13 % | 4,62 % |
| Generali 3 Banken Holding AG, Wien | 2,21 % | 1,98 % |
| Mitarbeiterbeteiligung | 4,02 % | 3,73 % |
| CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien | 32,54 % | 29,15 % |
| Streubesitz | 19,08 % | 26,57 % |
Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht. Größter Einzelaktionär der Oberbank ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit-Bank Austria. Der Streubesitz im Ausmaß von rund 19 % der OberbankStammaktien (26,5 % inklusive Vorzugsaktien) wird von Unternehmen, institutionellen Investoren und privaten Aktionären gehalten.
Die Oberbank informiert ihre Aktionäre ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die Aktionäre aufgerufen, direkt mit Vorstand und Aufsichtsrat in Kontakt zu treten. Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank via Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2009 erfolgten drei solcher Meldungen: 30.9.2009: Ankündigung der Kapitalerhöhung der Oberbank AG 22.10.2009: Abschluss der Kapitalerhöhung der Oberbank AG 24.11.2009: Berufung von Mag. Florian Hagenauer in den Vorstand der Oberbank AG
Linz, 24. Februar 2010 Der Vorstand Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA
| Werte in 1.000 EUR | 2009 | 2008 | Veränderung absolut |
in % |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern |
164.722 | 130.368 | 34.354 | 26,4 |
| 2. Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind: |
497.060 | 391.305 | 105.756 | 27,0 |
| 3. Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig b) sonstige Forderungen |
2.095.104 84.231 2.010.873 |
2.318.704 59.584 2.259.121 |
-223.600 24.648 -248.248 |
-9,6 41,4 -11,0 |
| 4. Forderungen an Kunden |
9.640.715 | 9.191.045 | 449.670 | 4,9 |
| 5. Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere a) von öffentlichen Emittenten |
2.214.107 0 |
1.802.266 0 |
411.840 0 |
22,9 0,0 |
| b) von anderen Emittenten darunter: |
2.214.106 | 1.802.266 | 411.840 | 22,9 |
| eigene Schuldverschreibungen | 70.951 | 56.488 | 14.463 | 25,6 |
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
172.839 | 175.989 | -3.150 | -1,8 |
| 7. Beteiligungen darunter: |
242.385 | 225.021 | 17.363 | 7,7 |
| an Kreditinstituten | 54.811 | 56.509 | -1.698 | -3,0 |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen |
452.617 | 422.703 | 29.914 | 7,1 |
| 9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens |
8.469 | 7.346 | 1.122 | 15,3 |
| 10. Sachanlagen darunter: |
103.769 | 107.692 | -3.923 | -3,6 |
| Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden |
62.964 | 66.169 | -3.206 | -4,8 |
| 11. Eigene Aktien | 384 | 0 | -65 | -14,5 |
| darunter: Stück |
9 | 10 | -1 | -13,1 |
| 12. Sonstige Vermögensgegenstände | 124.964 | 98.549 | 26.415 | 26,8 |
| 13. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.291 | 6.130 | 2.161 | 35,2 |
| Summe der Aktiva | 15.725.426 | 14.877.569 | 847.857 | 5,7 |
| Posten unter der Bilanz: 1. Auslandsaktiva |
6.054.444 | 5.911.687 | 142.757 | 2,4 |
| Werte in 1.000 EUR | 2009 | 2008 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.509.871 | 3.736.551 | absolut -226.680 |
in % -6,1 |
| a) täglich fällig |
567.811 | 585.870 | -18.059 | -3,1 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
2.942.061 | 3.150.681 | -208.621 | -6,6 | |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 8.967.994 | 8.136.410 | 831.584 | 10,2 |
| a) Spareinlagen |
3.395.762 | 3.298.881 | 96.881 | 2,9 | |
| darunter: | |||||
| aa) täglich fällig | 491.320 | 327.901 | 163.419 | 49,8 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist b) sonstige Verbindlichkeiten |
2.904.442 5.572.231 |
2.970.980 4.837.529 |
-66.538 734.703 |
-2,2 15,2 |
|
| darunter: | |||||
| aa) täglich fällig | 3.143.741 | 2.161.735 | 982.005 | 45,4 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.428.491 | 2.675.793 | -247.302 | -9,2 | |
| 3. | Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.369.158 | 1.301.054 | 68.104 | 5,2 |
| a) begebene Schuldverschreibungen |
1.126.248 | 979.906 | 146.342 | 14,9 | |
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten |
242.910 | 321.148 | -78.238 | -24,4 | |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 53.630 | 73.307 | -19.677 | -26,8 |
| 5. | Rechnungsabgrenzungsposten | 10.433 | 10.621 | -187 | -1,8 |
| 6. | Rückstellungen | 236.342 | 207.927 | 28.415 | 13,7 |
| a) Rückstellungen für Abfertigungen |
26.313 | 27.336 | -1.023 | -3,7 | |
| b) Rückstellungen für Pensionen |
122.038 | 120.513 | 1.525 | 1,3 | |
| c) Steuerrückstellungen d) sonstige |
848 87.142 |
0 60.078 |
848 27.064 |
0,0 45,0 |
|
| 7. | Nachrangige Verbindlichkeiten | 6.000 | 10.000 | -4.000 | -40,0 |
| 8. | Ergänzungskapital | 717.213 | 657.333 | 59.880 | 9,1 |
| 9. | Gezeichnetes Kapital | 86.349 | 81.270 | 5.079 | 6,3 |
| 10. Kapitalrücklagen (gebundene) | 194.746 | 141.040 | 53.706 | 38,1 | |
| 11. Gewinnrücklagen a) gesetzliche Rücklage |
336.900 5.523 |
284.900 5.523 |
52.000 0 |
18,3 0,0 |
|
| b) andere Rücklagen |
331.377 | 279.377 | 52.000 | 18,6 | |
| darunter: | |||||
| Rücklagen für eigene Anteile | 1.091 | 449 | 641 | 142,6 | |
| 12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG | 196.700 | 196.700 | 0 | 0,0 | |
| 13. Bilanzgewinn | 14.414 | 13.588 | 826 | 6,1 | |
| 14. unversteuerte Rücklagen | 25.675 | 26.870 | -1.194 | -4,4 | |
| a) Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
25.675 | 26.870 | -1.194 | -4,4 | |
| b) sonstige unversteuerte Rücklagen |
0 | 0 | 0 | 0,0 | |
| Summe der Passiva | 15.725.426 | 14.877.569 | 847.857 | 5,7 | |
| Posten unter der Bilanz: | |||||
| 1. | Eventualverbindlichkeiten | 1.349.068 | 1.490.068 | -141.000 | -9,5 |
| darunter: | |||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der | |||||
| Bestellungen v. Sicherheiten | 1.349.068 | 1.490.068 | -141.000 | -9,5 | |
| 2. | Kreditrisiken darunter: |
1.522.031 | 1.317.616 | 204.414 | 15,5 |
| Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften | 40.493 | 74.882 | -34.389 | -45,9 | |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 267.108 | 269.932 | -2.825 | -1,0 |
| 4. | Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG | 1.501.693 | 1.269.459 | 232.234 | 18,3 |
| darunter: | |||||
| Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG | 2.589 | 1.742 | 847 | 48,6 | |
| 5. | Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG darunter: |
812.669 | 797.361 | 15.307 | 1,9 |
| erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG | 810.080 | 795.619 | 14.460 | 1,8 | |
| 6. | Auslandspassiva | 4.469.988 | 3.623.152 | 846.836 | 23,4 |
(Gliederung gemäß Anlage 2 zu § 43, BWG)
| Werte in EUR 1.000 | 2009 | 2008 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zinsen und ähnliche Erträge | 487.517 | 692.285 | absolut -204.768 |
in % -29,6 |
| darunter: | |||||
| aus festverzinslichen Wertpapieren | 99.057 | 100.712 | -1.655 | -1,6 | |
| 2. | - Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -275.955 | -488.601 | 212.646 | -43,5 |
| I. | NETTOZINSERTRAG | 211.563 | 203.684 | 7.878 | 3,9 |
| 3. | Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten |
35.988 | 40.461 | -4.473 | -11,1 |
| und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 2.306 | 3.637 | -1.331 | -36,6 | |
| b) Erträge aus Beteiligungen |
17.058 | 30.952 | -13.895 | -44,9 | |
| c) Erträge aus Anteilen an verbundenen |
|||||
| Unternehmen | 16.624 | 5.872 | 10.752 >100 | ||
| 4. | Provisionserträge | 97.336 | 107.247 | -9.911 | -9,2 |
| 5. | - Provisionsaufwendungen | -8.683 | -9.541 | 859 | -9,0 |
| Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen | 88.654 | 97.705 | -9.052 | -9,3 | |
| 6. | Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 10.248 | 4.786 | 5.461 >100 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 5.447 | 5.859 | -412 | -7,0 |
| II. | BETRIEBSERTRÄGE | 351.899 | 352.497 | -597 | -0,2 |
| 8. | - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -178.319 | -177.975 | -344 | 0,2 |
| a) Personalaufwand |
-115.754 | -116.202 | 448 | -0,4 | |
| darunter: | |||||
| aa) Löhne und Gehälter bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige |
-81.856 | -82.994 | 1.138 | -1,4 | |
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -20.972 | -21.093 | 121 | -0,6 | |
| cc) sonstiger Sozialaufwand | -3.718 | -2.623 | -1.095 | 41,7 | |
| dd) Aufwendungen für Altersversorgung | |||||
| und Unterstützung | -9.447 | -9.040 | -406 | 4,5 | |
| ee) Dotierung der Pensionsrückstellung | 2.609 | 3.011 | -402 | -13,3 | |
| ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
-2.371 | -3.463 | 1.092 | -31,5 | |
| b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) |
-62.565 | -61.773 | -792 | 1,3 | |
| 9. | - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 | ||||
| enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen) | -15.575 | -15.042 | -533 | 3,5 | |
| 10. | - Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.370 | -9.248 | 2.878 | -31,1 |
| III. | BETRIEBSAUFWENDUNGEN | -200.264 | -202.266 | 2.001 | -1,0 |
| IV. | BETRIEBSERGEBNIS | 151.635 | 150.231 | 1.404 | 0,9 |
| Werte in EUR 1.000 | 2009 | 2008 | Veränderung absolut |
in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| IV. | BETRIEBSERGEBNIS | 151.635 | 150.231 | 1.404 | 0,9 |
| 11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und Wertpapieren |
-75.301 | -95.486 | 20.185 | -21,1 | |
| 13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen |
19 | -1.853 | 1.872 >100 | ||
| V. | ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
76.353 | 52.893 | 23.461 | 44,4 |
| 15. | - Steuern vom Einkommen und Ertrag | -10.766 | -2.765 | -8.001 >100 | |
| 16. | - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | -698 | -164 | -534 >100 | |
| VI. | JAHRESÜBERSCHUSS | 64.889 | 49.963 | 14.926 | 29,9 |
| 17. | - Rücklagenbewegung | -50.806 | -36.490 | -14.316 | 39,2 |
| darunter: Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG |
0 | 0 | 0 | 0,0 | |
| VII. | JAHRESGEWINN | 14.083 | 13.473 | 610 | 4,5 |
| 18. | Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 331 | 115 | 216 >100 | |
| VIII. | BILANZGEWINN | 14.414 | 13.588 | 826 | 6,1 |
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.
Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.
Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.
Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.
Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.
Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.
sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.
Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20% jährlich abgeschrieben.
Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.
Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.
Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 57,3% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.
Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 65 Jahren. Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).
Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht.
Es besteht keine Unterdeckung.
(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben)
a) Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten):
| bis 3 Monate | ! 2.669,9 Mio |
(3.030,4 Mio) |
|---|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | ! 1.262,3 Mio | (2.172,2 Mio) |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | ! 3.011,3 Mio | (1.934,3 Mio) |
| mehr als 5 Jahre | ! 2.607,1 Mio | (3.814,2 Mio) |
in Höhe von ! 2.096,1 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.
Im Geschäftsjahr 2010 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von ! 245,0 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten im Nominale von T! 9.055,5 enthalten.
Die Angaben über Beteiligungsunternehmungen gemäß § 238 Z 2 UGB sind in der Beilage 3 des Anhangs angeführt. Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der BKS Bank AG, Klagenfurt, und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck.
Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2009 ! 13,2 Mio (! 13,4 Mio). In der Bilanz sind immaterielle Vermögensgegenstände (Mietrechte), die von verbundenen Unternehmen erworben wurden, im Ausmaß von ! 1,8 Mio (! 2,0 Mio) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt.
| bis 3 Monate | ! 4.266,4 Mio |
(5.009,6 Mio) |
|---|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | ! 2.634,3 Mio |
(3.270,6 Mio) |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | ! 2.221,3 Mio |
(1.221,3 Mio) |
| mehr als 5 Jahre | ! 521,3 Mio |
(596,9 Mio) |
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen in T!: (Die Bildung erfolgte auf Grund der §§ 8 und 122 EStG 1972 sowie §§ 12 und 13 EStG 1988.)
| Stand 1.1.2009 | Zuweisung | Auflösung | Stand 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 1.188 | 1.188 | ||
| Anteile an verbundenen | ||||
| Unternehmen | 15.595 | 15.595 | ||
| Immaterielle Vermögensgegen | ||||
| stände des Anlagevermögens | 2.028 | -226 | 1.802 | |
| Sachanlagen | 8.059 | 538 | -1.507 | 7.090 |
| 26.870 | 538 | -1.733 | 25.675 |
Das Grundkapital per 31.12.2009 setzt sich nach der am 30.9.2009 beschlossenen bedingten Kapitalerhöhung wie folgt zusammen:
| 25.783.125 | Stamm-Stückaktien | (24.090.000 Stamm-Stückaktien) |
|---|---|---|
| 3.000.000 | Vorzugs-Stückaktien | ( 3.000.000 Vorzugs-Stückaktien) |
In den Verbindlichkeiten des Kreditinstitutes ist per 31.12.2009 nachrangiges Kapital in Höhe von ! 723,2 Mio enthalten, welches in Höhe von ! 566,4 Mio Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 7 BWG und in Höhe von ! 156,8 Mio nachrangiges Kapital gemäß § 23 Abs. 8 BWG betrifft.
Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:
Zum 31.12.2009 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.
Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T! 723.213,5 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,011 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2010 bis 2019 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T! 28.306,0 geleistet.
Während des Jahres verfügten wir kurzfristig über Handelsstände eigener Aktien. Im Berichtsjahr haben wir 1.358.044 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von ! 43,39 sowie 476.717 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von ! 38,58 erworben, denen Verkäufe von 1.357.727 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von ! 42,73 und 478.397 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von ! 38,26 gegenüberstanden. Die aus dem Verkauf erzielten Erlöse wurden den Betriebsmitteln zugeführt. Zum Bilanzstichtag hatten wir 8.559 Stück eigene Stammaktien und 491 Stück eigene Vorzugsaktien im Bestand. Der höchste Stand im Laufe des Jahres 2009 erreichte 2,32 % vom Grundkapital.
Die Eigenmittelbestandteile gemäß § 23 Abs. 1 BWG wurden um Ergänzungskapital in Höhe von T! 2.208,8 gekürzt.
Im Geschäftsjahr 2010 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale ! 148,2 Mio fällig.
Von den unter Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten betreffen:
| Akkreditive | ! | 39,7 Mio | (53,5 Mio) |
|---|---|---|---|
| sonstige Haftungen | ! 1.309,4 Mio |
(1.436,5 Mio) | |
| hievon gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen | ! | 1,2 Mio | (3,0 Mio) |
Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind:
Verpflichtung aus der gemäß § 93 BWG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der "Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft mbH": Im Falle der Inanspruchnahme dieser Einlagensicherung beträgt die Beitragsleistung für das Einzelinstitut höchstens 1,5% der Bemessungsgrundlage gemäß § 22 Abs. 2 BWG zuzüglich des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für die Positionen des Handelsbuches gemäß § 22 a Abs. 2 Z 1,3 und 6, somit für unser Kreditinstitut ! 142,5 Mio.
Der Posten Kreditrisiken setzt sich wie folgt zusammen:
| unechtes Pensionsgeschäft | ! | 40,5 Mio | ( 74,9 Mio) |
|---|---|---|---|
| nicht ausgenützte Kreditrahmen | ! 1.453,5 Mio |
(1.229,8 Mio) | |
| Promessen | ! | 28,0 Mio | (12,9 Mio) |
Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:
| Aktiva | ! 1.607,4 Mio | (1.605,0 Mio) |
|---|---|---|
| Passiva | ! 2.160,7 Mio |
(1.841,1 Mio) |
Folgende Aktivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
| a) | verbundene Unternehmen | T! | Mio |
|---|---|---|---|
| 1. 2. 3. |
Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wert |
- 981.773,2 |
(-) (971,1) |
| papiere | - | (-) | |
| b) | Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
T! | Mio |
| 1. 2. 3. |
Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wert |
95.209,7 58.805,5 |
(188,6) (71,0) |
| papier | 23.583,7 | (-) |
Folgende Passivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
| a) 1. |
verbundene Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber |
T! | Mio |
|---|---|---|---|
| 2. | Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber |
- | (-) |
| Kunden | 153.899,1 | (96,4) | |
| b) | Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
T! | Mio |
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
735.280,3 | (754,1) |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
108.687,2 | (66,9) |
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Aktivposten enthalten:
| T! | Mio | ||
|---|---|---|---|
| 3. | Forderungen an Kreditinstitute | 22.000,0 | (-) |
| 4. 5. |
Forderungen an Kunden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wert |
39.750,7 | (13,1) |
| papiere | 43.979,1 | (-) | |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
27.320,9 | (23,1) |
In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind keine Vermögensgegenstände nachrangiger Art enthalten, in den Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Vermögensgegenstände nachrangiger Art in Höhe von T! 10.595,1 (! 6,2 Mio) enthalten.
Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:
| Wie Anlagevermögen bewertet: | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
1.543,9 | (1.071,0) |
| Aktien und andere nicht | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | 16,3 | (14,1) |
| Wie Umlaufvermögen bewertet: | ||
| Schuldverschreibungen und | ||
| andere festverzinsliche Wertpapiere | 628,7 | (697,2) |
| Aktien und andere nicht | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | 23,7 | (25,0) |
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG.
Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.12.2009 insgesamt ! 1.687,6 Mio.
Davon entfallen auf Wertpapiere gem. § 2 Z 34 lit. d) ! 21,4 Mio und auf sonstige Finanzinstrumente ! 1.666,2 Mio
Der Rückzahlungsbetrag ist bei den Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die zeitanteilig auf diesen zu- oder abgeschrieben werden um TEUR 18.444,4 höher als die Anschaffungskosten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert am Bilanzstichtag beträgt bei zum Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben:
| T! | |
|---|---|
| Wertpapiere, die mit ihren | |
| Anschaffungskosten bilanziert | |
| werden | 37.550,6 |
| Wertpapiere, die mit ihrem | |
| höheren Marktwert am Bilanzstichtag | |
| bilanziert werden | 86,1 |
Bei folgenden Aktivposten, die mit gewogenen Durchschnittswerten bewertet sind, ergeben sich Unterschiedsbeträge zum Börsekurs bzw. Marktwert:
| Mio ! | |
|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 17,3 |
| Forderungen an Kreditinstitute | -0,2 |
| Forderungen an Kunden | 0,1 |
| Schuldverschreibungen und | |
| andere festverzinsliche Wertpapiere | 31,0 |
| Aktien und andere nicht | |
| festverzinsliche Wertpapiere | 31,8 |
Der Buchwert von festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, beträgt per 31.12.2009 Mio ! 456,9 (! 911,7 Mio); der Zeitwert Mio ! 435,7 (! 844,2 Mio).
Die Abschreibung ist unterblieben, da es keine Anhaltspunkte gibt, die auf eine Verschlechterung der Bonität der Emittenten hinweisen würden. Es sind weder erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Emittenten erkennbar, noch Vertragsbrüche im Hinblick auf Ausfall oder Verzögerung von Zins- und Tilgungszahlungen eingetreten.
Die im Geschäftsjahr aus steuerrechtlichen Gründen unterlassenen Zuschreibungen betreffen in Höhe von T! 16.998,5 (T! 518,7) Wertpapiere des Umlaufvermögens und in Höhe von T! 111,2 (T! 109,6) Wertpapiere des Anlagevermögens.
Im Berichtsjahr wurden Schuldverschreibungen des Umlaufvermögens mit Buchwerten in Höhe von T! 17.615,3 ins Finanzanlagevermögen umgewidmet. Die Differenz zwischen Buchwerten und Börsekurswerten betrug T! 783,5. Weiters wurden Aktien des Umlaufvermögens zum Buchwert von T! 2.175,7 ins Finanzanlagevermögen umgewidmet. Hier betrug die Differenz zwischen Buchwert und Börsekurswert T! 629,8.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:
Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)
Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte:
| Kaufkontrakte | ! 1.278,2 Mio |
(! 1.291,3 Mio) |
|---|---|---|
| Verkaufkontrakte | ! 1.263,1 Mio |
(! 1.288,4 Mio) |
Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB
| 2009 | 2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominale | Marktwerte | Nominale | Marktwerte | ||||
| in TEUR | positiv | negativ | positiv | negativ | |||
| Zinssatzverträge | |||||||
| - Zinssatzoptionen | Kauf Verkauf |
223.841 282.070 |
21.799 - |
- -20.428 |
246.873 242.391 |
5.086 - |
- -5.154 |
| - Forward Rate Agreement | Kauf Verkauf |
- - |
- - |
- - |
- - |
- - |
- - |
| - Swaptions | Kauf Verkauf |
4.000 4.000 |
58 - |
- -58 |
- - |
- - |
- - |
| - Zinsswaps | Kauf Verkauf |
2.838.178 622.745 |
47.857 1.612 |
-12.171 -21.618 |
1.358.140 503.141 |
36.733 7.171 |
-39.375 -13.886 |
| - Anleiheoptionen | Kauf Verkauf |
- 20.000 |
- - |
- -3 |
- 60.000 |
- - |
- -17 |
| - Futureoptionen | Kauf | - | - | - | - | - | - |
| - Anleihefutures | Kauf Verkauf |
- - |
- - |
- - |
- - |
- - |
- - |
| Wechselkursverträge | |||||||
| -Währungsoptionen | Kauf | 212.450 | 9.340 | - | 228.980 | 49.372 | - |
| - Währungsswaps | Verkauf Kauf |
202.028 - |
- - |
-9.329 - |
230.712 - |
- - |
-49.858 - |
| - Devisentermingeschäfte | 395.059 | 24.796 | -10.280 | 25.848 | 37.710 | -38.356 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||
| - Aktienoptionen | Kauf | - | - | - | - | - | - |
| Verkauf | - | 1.710 | -1.710 | - | 1.780 | -1.780 | |
| Warenverträge | |||||||
| - Warenoptionen | Kauf | - | - | - | - | - | - - |
| Verkauf | - | - | - | - | - |
Die Bewertung der Derivate im Handelsbuch erfolgt mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag. Positive Marktwerte in Höhe von T! 22.738,7 werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, für negative Marktwerte im Ausmaß von T! 21.478,4 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für negative Marktwerte aus Derivaten im Bankbuch wurde mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von T! 1.473,0 vorgesorgt. Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird.
Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei für das Handels- und das Bankbuch der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBORbzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet.
Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von REUTERS oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.
Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:
| Wertpapiere in Höhe von | T! 19.941,6 | als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen |
|---|---|---|
| Wertpapiere in Höhe von | T! 130.134,6 | als Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen |
| Wertpapiere und Barsicher heiten Höhe von |
T! 25.228,7 | als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapier geschäfte |
| Wertpapiere in Höhe von | T! 76.153,3 | als Sicherstellung für die Euroclear-Kreditlinie |
| Wertpapiere in Höhe von | T! 250.000,0 | im Tier I Pfanddepot der OeNB |
Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt ! 1.513,9 Mio.
Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanzmäßigen Geschäfte gem. § 237 Z8a UGB betragen T! 10.808,2. Dies resultiert aus weichen Patronatserklärungen für Tochterunternehmen sowie aus Unterstützungserklärungen für die Hybridgesellschaften.
Zur Fundierung der im Umlauf befindlichen Anleihen wurde ein Deckungsstock gebildet.
Forderungen an die Republik Österreich und bundesverbürgte Forderungen, sowie mündelsichere Wertpapiere – bewertet zum 31.12.2009 – wurden in den Deckungsstock im Ausmaß von ! 170,5 Mio (! 180,5 Mio) eingebracht. Dagegen steht ein Deckungserfordernis in Höhe von ! 95,7 Mio (! 139,3 Mio), wodurch sich eine Überdeckung von ! 74,8 Mio (! 41,2 Mio) ergibt. Die Summe der ausgegebenen fundierten Anleihen hatte während des ganzen Jahres die Höhe der in den Deckungsfonds eingebrachten Deckungswerte nicht überstiegen.
Ab dem Geschäftsjahr 1999 wurde die in der Dotierung der Pensionsrückstellung enthaltene Zinskomponente im Nettozinsertrag berücksichtigt.
In der GuV-Position 8a) ff) sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen im Ausmaß von T! 308,7, Auflösungen der Abfertigungsrückstellung in der Höhe von T! 974,5 sowie Abfertigungszahlungen von T! 3.036,4 enthalten.
In dem Posten Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sind Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von T! 14.212,3 (T! 5.449,1) und aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T! 2.411,9 (T! 422,6) enthalten. Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen enthält mit T! - (! - Mio) einen Aufwandssaldo aus Gewinngemeinschaften und mit T! - (T! -) einen Aufwandssaldo aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen in Höhe von ! 0,3 Mio.
Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbaren latenten Steuern betrugen ! 1,3 Mio. Vom Aktivierungswahlrecht wurde nicht Gebrauch gemacht.
Bezüglich der Angaben gem. § 237 Z14 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung im Posten Sonstige Verwaltungsaufwendungen wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.
Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.
| Angestellte | 1.848 | (1.831) |
|---|---|---|
| Arbeiter | 21 | (21) |
betrugen zum 31.12.2009 T! 1.745,2 (T! 2.317,0), hievon T! 91,4 (T! 90,3) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T! 782,7 (T! 5.648,9).
| T! | |||
|---|---|---|---|
| - | der Vorstandsmitglieder (einschließ | ||
| lich ehemaliger Vorstandsmit | |||
| glieder und ihrer Hinterbliebenen) | 1.396,6 | (1.293,4) | |
| - | der anderen Arbeitnehmer: | 11.952,6 | (13.302,4) |
T! - der Mitglieder des Vorstandes: 1.338,1 (1.480,7) - der Mitglieder des Aufsichtsrates: 135,0 (147,0) - ehemaliger Mitglieder des Vorstandes (einschließlich ihrer Hinterbliebenen) 1.295,3 (1.306,5)
gemäß § 239 Abs. 2 UGB sind in der Beilage 3 zum Anhang angeführt.
Linz, 24. Februar 2010
Dr. Gasselsberger Dr. Andorfer Dr. Weißl Mag. Hagenauer
| und Herstellungs- Anschaffungs- kosten am |
Währungs- | kumulierte | Buchwert | Buchwert | Abschreibungen des |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
differenzen EUR |
Abgänge EUR |
Zuschreibungen EUR |
Abschreibungen EUR |
31.12.2009 EUR |
31.12.2008 EUR |
Geschäftsjahres EUR |
|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere |
257.327.381,23 | 250.978.327,22 | 0,00 | 0,00 | 28.287.418,30 | 755.660,24 | -102.478,78 | 480.876.429,17 | 258.417.225,65 | 88.700,00 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 24.715.641,63 | 65.047,40 | 0,00 | 0,00 | 70.641,62 | 40.350,00 | -155.199,99 | 24.905.597,40 | 24.870.841,62 | 0,00 |
| Forderungen an Kunden | 0,00 | 40.032.876,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 40.032.876,71 | 0,00 | 0,00 |
| andere festverzinsliche Wertpapiere Schuldverschreibungen und |
1.088.744.742,39 | 681.496.905,46 | 0,00 | 0,00 | 196.654.390,20 | 2.734.175,65 | -194.604,82 | 1.576.516.038,12 | 1.094.179.860,28 | 1.168.323,87 |
| festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht |
14.129.588,55 | 2.175.698,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 16.305.286,55 | 14.129.588,55 | 0,00 |
| Beteiligungen | 231.167.754,58 | 17.363.441,77 | 0,00 | 0,00 | 962.915,05 | 0,00 | 5.183.493,21 | 242.384.788,09 | 225.021.346,39 | 0,00 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
425.981.467,71 | 30.073.049,04 | 0,00 | 0,00 | 159.259,03 | 0,00 | 3.278.635,76 | 452.616.621,96 | 422.702.831,95 | 0,00 |
| Immaterielle Vermögens gegenstände |
21.678.381,95 | 4.486.067,06 | 0,00 | 165.913,74 | 11.633.853,24 | 0,00 | 6.227.726,40 | 8.468.783,11 | 7.346.307,85 | 3.359.880,42 |
| Sachanlagen | 266.491.124,02 | 8.749.331,92 | 0,00 | 104.163,30 | 4.823.238,93 | 0,00 | 166.752.011,53 | 103.769.368,78 | 107.692.047,77 | 12.215.139,36 |
| 2.330.236.082,06 | 1.035.420.744,58 | 0,00 | 270.077,04 | 242.591.716,37 | 3.530.185,89 | 180.989.583,31 | 2.945.875.789,89 | 2.154.360.050,06 | 16.832.043,65 | |
| ind lim bu Februar 2010 | ||
|---|---|---|
| shop un. ౮ |
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft |
|
| Mag. Martha Kloibmüller Wirtschaftsprüfer |
Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer |
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 24. Februar 2010 Der Vorstand
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Ludwig Andorfer Vorsitzender
Direktor Direktor-Stellvertreter
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer
Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA
| Grundsätzliche Geschäftspolitik | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Interne Revision | |||||
| Unternehmens kommunikation |
Gesamtrisikomanagement (Kredit-, Markt-, Liquiditätsrisiko, |
Geschäftsfeld Privatkunden |
Prozess- und Kostenmanagement |
||
| Personal, Ausbildung | operationelles Risiko) Aktiv-/Passivmanagement |
Privatkunden | Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion |
||
| Geschäftsfeld Firmenkunden |
Kreditmanagement | Private Banking & Asset Management |
Organisation | ||
| Unternehmens finanzierung |
Sekretariat & Kommunikation |
Investmentfondsgeschäft | EDV-Entwicklung im Rahmen der |
||
| und Corporate Banking |
Versicherungsservice | Drei-Banken-EDV Gesellschaft |
|||
| Global Financial Markets | Private Equity | ||||
| Rechnungswesen und Controlling |
|||||
| Leasinggeschäft | |||||
| Regionale Geschäftsbereiche | Regionale Geschäftsbereiche | Regionale Geschäftsbereiche | |||
| Linz-Hauptplatz | Innviertel | Linz-Landstraße | |||
| Bayern | Salzkammergut | Salzburg | |||
| Wien | Wels | Niederösterreich | |||
| Tschechien | |||||
| Ungarn | |||||
| Slowakei |
Ehrenpräsident Dr. Heinrich Treichl
Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell
Stellvertreter des Vorsitzenden Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker Konsul Direktor Peter Gaugg
Generaldirektor Dr. Luciano Cirinà Franz Peter Doppler Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder Dr. Birgitte Engleder Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl Dipl.-Ing. Dr. h.c. Peter Mitterbauer KR Karl Samstag Dr. Alexander Schoeller KR Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann
Arbeitnehmervertreter Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Alois Johann Oberschmidleitner Josef Pesendorfer Mag. Armin Burger
Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002
Konsul Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Direktor-Stellvertreter Mag. Florian Hagenauer, MBA
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