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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report May 30, 2010

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2010

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen
2010 Veränderung 2009
Erfolgsrechnung 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Zinsüberschuss 690 - 10,1% 767
Kreditrisikovorsorgen - 295 - 33,8% - 445
Provisionsüberschuss 282 - 3,9% 294
Handelsergebnis 58 26,4% 46
Verwaltungsaufwendungen - 585 1,9% - 574
Periodenüberschuss vor Steuern 166 98,8% 84
Periodenüberschuss nach Steuern 124 94,7% 64
Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) 100 77,8% 56
Bilanz 31.3. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 9.723 - 5,7% 10.310
Forderungen an Kunden 51.230 1,4% 50.515
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.132 0,1% 20.110
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 42.553 - 0,1% 42.578
Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) 7.367 5,2% 7.000
Bilanzsumme 77.190 1,2% 76.275
Kennzahlen 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Return on Equity vor Steuern 9,6% 4,3 PP 5,3%
Return on Equity nach Steuern 7,1% 3,0 PP 4,1%
Konzern-Return on Equity nach Minderheiten 6,7% 2,5 PP 4,2%
Cost/Income Ratio 57,7% 6,0 PP 51,7%
Return on Assets vor Steuern 0,87% 0,47 PP 0,40%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 2,24% - 0,77 PP 3,01%
Bankspezifische Kennzahlen1 31.3. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 50.584 1,0% 50.090
Gesamte Eigenmittel 8.533 2,5% 8.328
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.150 - 0,6% 5.117
Überdeckungsquote 65,7% 2,9 PP 62,8%
Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt 9,4% 0,2 PP 9,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 14,3% 0,2 PP 14,1%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2% 0,2 PP 11,0%
Eigenmittelquote 13,3% 0,3 PP 13,0%
Aktienkennzahlen 31.3. 31.3.
Gewinn je Aktie in € 2 0,55 0,28 0,27
Kurs in € 35,20 66,0% 21,21
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 42,75 71,0% 25,00
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 30,52 134,8% 13,00
Anzahl der Aktien in Millionen 154,67 154,67
Marktkapitalisierung in € Millionen 5.444 66,0% 3.280
Ressourcen 31.3. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 56.072 - 0,8% 56.530
Geschäftsstellen 2.977 - 1,4% 3.018

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International ist Teil des RZB-Konzerns und unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.

2 Bereinigt um das kalkulatorische Entgelt für das Genussrechtskapital läge der Gewinn je Aktie bei € 0,65.

Inhaltsverzeichnis

Raiffeisen International im Überblick 3
Aktie der Raiffeisen International 4
Raiffeisen International und RZB planen Fusion 7
Geschäftsentwicklung 10
Gesamtwirtschaftliches Umfeld 10
Finanz- und Ergebnisentwicklung 11
Positionen der Erfolgsrechnung im Detail 13
Bilanzentwicklung 19
Ausblick 25
Segmentberichte 26
Regionale Segmente 26
Geschäftsbereiche 40
Konzernabschluss 45
Gesamtergebnisrechnung 45
Erfolgsentwicklung 47
Bilanz 48
Eigenkapitalentwicklung 49
Anhang 53
Finanzkalender/Impressum/Disclaimer 73

Raiffeisen International im Überblick

Die Raiffeisen International ist eine der führenden Bankengruppen in Zentral- und Osteuropa. Zum Ende der Berichtsperiode umfasste sie 15 Banken und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen in 17 Märkten. In 5 davon rangieren die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den Top-3-Banken des Landes. In ihren fast 3.000 Geschäftsstellen betreuten zum 31. März 2010 über 56.000 Mitarbeiter mehr als 15 Millionen Kunden.

Daten per
31. März 2010
Bilanzsumme
in € Millionen
Veränderung1 Geschäfts
stellen
Mitarbeiter
Albanien 1.891 2,7% 104 1.340
Belarus 1.242 1,4% 96 2.158
Bosnien und Herzegowina 2.326 0,0% 101 1.655
Bulgarien 4.026 0,7% 197 3.269
Kasachstan 75 1,7% 1 10
Kosovo 672 0,0% 52 680
Kroatien 5.870 - 0,5% 84 2.204
Polen 6.408 2,7% 126 3.028
Rumänien (inkl. Moldau) 5.864 - 4,9% 542 6.039
Russland 12.343 5,7% 210 8.386
Serbien 2.733 - 1,1% 98 1.963
Slowakei 9.131 - 2,1% 156 3.621
Slowenien 1.603 1,3% 17 368
Tschechische Republik 7.694 - 0,6% 111 2.623
Ukraine 5.333 7,0% 938 15.176
Ungarn 8.995 2,5% 144 3.164
Zwischensumme 76.206 1,2% 2.977 55.684
Sonstige/Konsolidierung 984 388
Summe Raiffeisen International 77.190 1,2% 2.977 56.072

Märkte der Raiffeisen International

1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2009. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.

Die Raiffeisen International-Aktie notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse und ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem DJ Euro Stoxx, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 72,8 Prozent der Raiffeisen International-Aktien. Mit einer Bilanzsumme von € 148 Milliarden zum 31. Dezember 2009 ist die RZB Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Aktie der Raiffeisen International

Kurserholung nach Konsolidierung setzt sich fort

Nach einem positiven Jahresausklang an den internationalen Aktienmärkten begann das neue Börsejahr zunächst vergleichsweise verhalten. Auch wenn einigen europäischen Aktienindizes in den ersten Handelstagen noch kleinere Zugewinne gelangen, drehte die Stimmung bald. Unter den Erwartungen gebliebene Konjunkturindikatoren sowohl aus den USA als auch aus Europa sorgten für eine Konsolidierung. Hinzu kamen Sorgen der Marktteilnehmer um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands und weiterer südeuropäischer Länder sowie daraus eventuell resultierende negative Auswirkungen auf die europäische Gemeinschaftswährung.

Seit Anfang März rückten jedoch wieder gute Unternehmensdaten, weltweite deutliche Nachfragezuwächse und die anhaltend niedrigen Zinsen in den Vordergrund, und die Aktienmärkte nahmen ihren Aufwärtstrend erneut auf. Zahlreiche internationale Aktienindizes erreichten daraufhin neue Höchstwerte in der nun seit rund einem Jahr anhaltenden Aufwärtsbewegung.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Raiffeisen International: Hohe Kursvolatilität durch Fusionspläne

Der Aktienkurs der Raiffeisen International wies im Verlauf des ersten Quartals hohe Volatilität auf. Bis Mitte Februar entwickelte er sich weitgehend parallel zum österreichischen Aktienindex ATX und erreichte mit € 42,75 am 18. Jänner seinen höchsten Wert im ersten Quartal. Infolge der Bekanntgabe der Überlegungen zu einer möglichen Fusion zwischen Raiffeisen International und RZB verlor er gegenüber dem Index in den folgenden Tagen jedoch deutlich an Boden und markierte am 4. März mit € 30,52 den tiefsten Stand im ersten Quartal.

Nach und nach sorgten jedoch die über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten liegenden Geschäftszahlen der Raiffeisen International für das Jahr 2009 und ein freundliches Börseumfeld wieder für positive Impulse, sodass sich der Kurs der Raiffeisen International-Aktie von seinem zwischenzeitlichen Tief mit einem Plus von 15 Prozent auf € 35,20

zum 31. März 2010 deutlich erholte. Bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 30. Mai 2010 setzte sich der volatile Kursverlauf der Aktie aufgrund der Unsicherheiten rund um die weitere Entwicklung des Euro fort. Insbesondere die Publikation weiterer Details zur Fusion am 19. April führte zu prozentuell zweistelligen Kursgewinnen, wodurch die zwischenzeitlichen Verluste wieder wettgemacht wurden. Der für europäische Banken wichtige Vergleichsindex DJ Euro Stoxx Banks wies im ersten Quartal eine Wertentwicklung von minus 6 Prozent auf, die Raiffeisen International-Aktie gab im gleichen Zeitraum rund 11 Prozent nach.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Dez.08 Jän.09 Feb.09 Mär.09 Apr.09 Mai.09 Jun.09 Jul.09 Aug.09 Sep.09 Okt.09 Nov.09 Dez.09 Jän.10 Feb.10 Mär.10 Apr.10 Raiffeisen International ATX (relativ zu RI) DJ Euro Stoxx Banks (relativ zu RI)

Reges Kapitalmarktinteresse

Die Raiffeisen International ist bemüht, ihre Aktivitäten in der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ständig weiter zu entwickeln. Deshalb werden seit Anfang 2010 Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen auch im Internet als Webcasts bereitgestellt. Sie können jederzeit unter www.ri.co.at Investor Relations Berichte & Finanzdaten Präsentationen abgerufen werden.

Die Kommunikation mit Analysten und Investoren war im ersten Quartal deutlich von den Fusionsüberlegungen zwischen Raiffeisen International und RZB geprägt. Am 22. Februar 2010 wurde der Markt – anlässlich der Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen für 2009 – erstmals über diese strategischen Pläne informiert. In einer kurz darauf folgenden Telefonkonferenz mit über 260 Teilnehmern wurden weitere Hintergrundinformationen zum aktuellen Stand der Überlegungen gegeben. Mit der Publikation der endgültigen Geschäftszahlen 2009 der Raiffeisen International am 23. März 2010 wurden neben weiteren Details zur geplanten Transaktion auch erstmals vorläufige Pro-forma-Zahlen zur kombinierten Bank präsentiert. Sowohl die Analystenkonferenz in Wien als auch die anschließende Telefonkonferenz stieß bei internationalen Analysten und Investoren auf großes Interesse.

Direkt im Anschluss an die Publikation der Geschäftszahlen 2009 präsentierte sich das Unternehmen auf einer der weltweit bedeutendsten Banken-Konferenzen in London vor rund 250 Teilnehmern. Am Vorabend hatte die Raiffeisen International zu einem Analystentreffen eingeladen, an dem ein Großteil der sie beobachtenden Analysten teilnahm. Auf der folgenden Roadshow in London präsentierte der Vorstand das Unternehmen in zahlreichen Einzel- und Gruppengesprächen.

Auch im Anschluss an die Publikation weiterer Details zur geplanten Fusion am 19. April 2010 gab es eine Telefonkonferenz. Zudem war eine Roadshow vorgesehen, die aufgrund der Beeinträchtigungen des gesamten europäischen Flugverkehrs während dieser Zeit jedoch kurzfristig abgesagt werden musste. Stattdessen wurden zahlreiche Telefon- und Videokonferenzen abgehalten.

Aktienkennzahlen

Kurs zum 31. März 2010 € 35,20
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im ersten Quartal 2010 € 42,75 / € 30,52
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis 31. März 2010 € 0,55
Bereinigt um das kalk. Entgelt für das Genussrechtskapital € 0,65
Marktkapitalisierung zum 31. März 2010 € 5,44 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2010 525.603 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2010 € 1.169 Millionen
Streubesitz zum 31. März 2010 27,2 %

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RIBH (Wiener Börse)
RIBH AV (Bloomberg)
RIBH.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) € 32,50
Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) € 104,00
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2010 154.667.500

Investor Relations-Kontakt

E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen International Bank-Holding AG, Investor Relations Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich

Raiffeisen International und RZB planen Fusion

Meilenstein in der Unternehmensgeschichte

Das erste Quartal 2010 dürfte als ein Meilenstein in die Unternehmensgeschichte der Raiffeisen International eingehen. Am 22. Februar wurde die Öffentlichkeit erstmals über die strategischen Überlegungen eines möglichen Zusammenschlusses zwischen Raiffeisen International und RZB informiert.

Bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts wurden große Fortschritte hinsichtlich der Überlegungen erzielt. So beschlossen die Vorstände beider Unternehmen am 19. April 2010, die Fusionspläne weiter voranzutreiben. Die endgültigen Unternehmensbewertungen sowie die Einladung zur Hauptversammlung nebst der für die Abstimmung erforderlichen Unterlagen werden unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Auch wenn die erforderlichen Beschlüsse der Hauptversammlungen der beteiligten Unternehmen sowie der Aufsichtsbehörden noch ausstehen, nimmt der Zusammenschluss damit immer konkretere Formen an.

Die Raiffeisen Bank International AG entsteht

Derzeit ist die RZB an der Raiffeisen International über zwei zwischengeschaltete hundertprozentige Holding-Töchter, die Raiffeisen International Beteiligungs GmbH (RI Beteiligung) und die Cembra Beteiligungs AG (Cembra), mit 72,8 Prozent beteiligt. In einem ersten Schritt wird angestrebt, rückwirkend zum 31. Dezember 2009 das Kommerzkundengeschäft sowie Beteiligungen, die mit dem operativen Kommerzkundengeschäft verbunden sind, von der RZB abzuspalten und in die Cembra einzubringen. Nicht abgespaltet werden die Funktionen der RZB als Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich sowie die damit verbundenen Geschäftsbereiche und Beteiligungen der RZB. Im unmittelbar folgenden zweiten Schritt soll die Cembra nebst ihrem Gesellschaftsvermögen auf die Raiffeisen International als aufnehmendes Institut im Weg der Verschmelzung übertragen und die aufnehmende Raiffeisen International in Raiffeisen Bank International AG (RBI) umbenannt werden. Im Gegenzug erhält der Anteilseigner der Cembra Aktien der Raiffeisen International. Diese neuen Aktien zur Durchführung der Verschmelzung stammen aus einer Erhöhung des Grundkapitals der Raiffeisen International. Die RBI soll durch die Verschmelzung eine österreichische Banklizenz erhalten und wie die Raiffeisen International bisher börsenotiert sein.

Die Bewertungsrelationen der zu verschmelzenden Einheiten wurden zwischenzeitlich festgelegt, die zugrunde liegenden Bewertungsergebnisse werden durch Gutachten von zwei renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bestätigt, die von den beteiligten Gesellschaften als jeweils neutrale Gutachter beigezogen wurden. Daraus resultiert ein Anteil des Raiffeisen International-Streubesitzes von 21,5 Prozent (bisher 27,2 Prozent, jeweils inklusive Aktien im Eigenbestand) nach Durchführung der Transaktion. Dafür würde sich der auf die bisherigen Raiffeisen International-Aktionäre entfallende Gewinn pro Aktie für das erste Quartal 2010 auf Basis einer Pro-forma-Berechnung von tatsächlich € 0,55 durch die Verschmelzung auf € 1,45 pro Aktie erhöhen.

Die involvierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wurden von den Vorständen der Raiffeisen International und der RZB/Cembra beauftragt, Unternehmensbewertungen nach dem Ertragswert (berechnet nach dem Dividendendiskontierungsmodell) durchzuführen. Das Bewertungsverfahren gemäß den Vorgaben des Fachsenats für Betriebswirtschaftslehre und Organisation zur Unternehmensbewertung KFS BW1 folgt damit weithin anerkannten Regeln, um in einem transparenten und fairen Prozess die Interessen aller Aktionäre zu berücksichtigen. Die Angemessenheit des Austauschverhältnisses wird aufgrund des österreichischen Verschmelzungsrechts zudem von einem gerichtlich bestellten unabhängigen Verschmelzungsprüfer – gleichfalls eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – bestätigt werden.

Der Vorstand der Raiffeisen Bank International AG soll sich wie folgt zusammensetzen: Herbert Stepic (CEO), Karl Sevelda (stellvertretender CEO, Corporate Banking), Martin Grüll (CFO), Johann Strobl (CRO), Aris Bogdaneris (Retail Banking), Patrick Butler (Global Markets), Peter Lennkh (Network Management) und Heinz Wiedner (COO). Damit wäre eine hohe personelle Kontinuität gegeben und es würden vielfältige Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen in das neue Management eingebracht.

Gute Gründe sprechen für einen Zusammenschluss

Das Geschäft der RZB, das in die Raiffeisen International eingebracht werden soll, ist klar auf Wachstumsmärkte ausgerichtet und wird das Geschäfts- und Ertragsprofil der Raiffeisen International hervorragend ergänzen. Durch die Fusion sollen nach dem Abflauen der Wirtschaftskrise die Wettbewerbsposition und die wirtschaftliche Situation von Raiffeisen in Zentral- und Osteuropa einschließlich Österreich weiter verbessert und damit die langfristigen Zukunftsperspektiven der Gesellschaft gesichert werden. Aufbauend auf einer starken Marke und einer führenden Marktposition bestehen damit die besten Voraussetzungen, die sich nach wie vor bietenden Wachstumschancen zu nutzen.

Zusammenfassend sprechen damit nach Ansicht des Managements der Raiffeisen International zahlreiche gute Gründe für einen Zusammenschluss:

  • Umfassender Zugang zum Kapitalmarkt für alle Kapitalmarktprodukte
  • Vollintegrierte Corporate- und Retail-Bankengruppe in ganz Zentral- und Osteuropa (inklusive Top-1.000-Unternehmen in Österreich)
  • Zusammenführung des Produktangebots und des guten Zugangs zu Retail- und Corporate-Kunden in der Kernregion
  • Selektive Reallokation der Ressourcen zu den attraktivsten Marktchancen
  • Volle Integration von Risikomanagement und Servicebereichen mit langfristiger Effizienzsteigerung
  • Attraktive Finanzdaten der fusionierten Bank

Voraussichtlicher weiterer Ablauf

Die ersten Schritte und vorbereitenden Maßnahmen für die Fusion kamen im ersten Quartal bereits gut voran. Wichtige strategische, organisatorische, gesellschaftsrechtliche und juristische Fragen wurden geklärt. Die Bewertungen der zu verschmelzenden Geschäftseinheiten wurden vorgenommen, und deren Ergebnisse werden am 30. Mai 2010 publiziert. In den kommenden Wochen soll der Zusammenschluss weiter operativ vorbereitet und vorangetrieben werden. Die ordentliche Hauptversammlung der Raiffeisen International, in der unter anderem über die Verschmelzung abgestimmt werden soll, ist für den 8. Juli 2010 geplant. Nach Vorliegen der erforderlichen Hauptversammlungsbeschlüsse und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen erfolgt die rechtliche Durchführung der Verschmelzung mit der Eintragung im Firmenbuch; mit der Durchführung dieses letzten Schrittes ist voraussichtlich nicht vor Beginn des vierten Quartals zu rechnen.

Geschäftsentwicklung

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Verhaltene Erholung

Das zweite Halbjahr 2009 war von der einsetzenden Erholung der europäischen Wirtschaft geprägt. Nach Rückgängen des realen BIP von 2,4 Prozent im ersten Quartal und 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2009 (jeweils im Vergleich zum Vorquartal) erzielte die europäische Wirtschaft (Durchschnitt der EU-27) im dritten und vierten Quartal 2009 geringe Zuwächse von 0,3 bzw. 0,1 Prozent. Insgesamt schrumpfte das reale BIP der EU-27 2009 damit im Jahresvergleich um 4,2 Prozent.

Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas (CEE) behaupteten sich in diesem sehr schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld unterschiedlich gut. So verzeichnete z.B. Polen 2009 in keinem Quartal einen Rückgang und war damit das einzige Land der EU, dessen Volkswirtschaft 2009 ein positives reales BIP-Wachstum erzielte. Die Slowakei und Slowenien erreichten bereits im zweiten, die Tschechische Republik im dritten Quartal 2009 wieder ein positives Quartalswachstum. Dagegen wiesen Ungarn und Rumänien noch im vierten Quartal 2009 Rückgänge des realen BIP im Quartalsvergleich aus.

Regional gesehen fiel der Rückgang des realen BIP in CEE in den neuen EU-Mitgliedstaaten Zentraleuropas (CE) 2009 mit 1,7 Prozent im Jahresvergleich am geringsten aus. Hingegen mussten die südosteuropäischen Länder (SEE) inklusive der EU-Mitgliedstaaten Rumänien und Bulgarien einen Rückgang des realen BIP von 5,6 Prozent hinnehmen. Die europäischen Länder der GUS (CIS) erlitten einen Einbruch von 8,3 Prozent im Jahresvergleich. Insgesamt verringerte sich das reale BIP der CEE-Staaten 2009 damit um durchschnittlich 5,9 Prozent.

Die Stabilisierung und Erholung der CEE-Volkswirtschaften dürfte sich auch im ersten Quartal 2010 fortgesetzt haben. Während sich der private Konsum aufgrund gestiegener Arbeitslosenraten und geringer Kreditnachfrage weiterhin schwach entwickelte, wurde die Erholung der Industrieproduktion von der verbesserten Exportnachfrage gestützt. Zudem wirkte sich der Basiseffekt der im ersten Quartal 2009 extrem niedrigen Produktionsniveaus im Jahresvergleich positiv aus.

Auswirkungen auf den Finanzsektor

Die schwierige Lage der Realwirtschaft führte im Finanzsektor 2009 zu einer starken Zunahme der notleidenden Kredite und zu einem Anstieg der Kreditrisikovorsorgen. Die raschen und weitreichenden Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Verbindung mit den EU-Unterstützungen sowie den von Weltbank, Europäischer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und Europäischer Investitionsbank (EIB) zur Verfügung gestellten Mitteln resultierten ab Beginn des zweiten Quartals 2009 in einer Stabilisierung und im zweiten Halbjahr 2009 in einer Erholung der Währungen sowie in einer deutlichen Reduktion der Risikoaufschläge. Letztere erreichten gegen Jahresende wieder Niveaus wie vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers. Auch auf den Finanzmärkten setzte sich der positive Trend im ersten Quartal 2010 fort. Die Währungen der Region legten durchwegs zu, Risikoprämien verringerten sich weiter, und der internationale Kapitalmarkt zeigte wieder Interesse an Emissionen aus Zentral- und Osteuropa.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Nach einem herausfordernden Jahr 2009, das für die Raiffeisen International eine Reduktion des Geschäftsvolumens sowie stark erhöhte Kreditrisikovorsorgen mit sich brachte, zeichnete sich für das laufende Geschäftsjahr 2010 bisher eine leichte Erholung ab. In der Berichtsperiode wurden fast alle CEE-Währungen teilweise deutlich aufgewertet.

Vor diesem Hintergrund verbesserte sich das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 78 Prozent oder € 44 Millionen auf € 100 Millionen. Trotz eines durch das verminderte Geschäftsvolumen rückläufigen Betriebsergebnisses wirkten sich vor allem die um 34 Prozent reduzierte Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen sowie Bewertungsgewinne bei Wertpapieren des Umlaufvermögens positiv aus.

Operatives Ergebnis gesunken

Das Betriebsergebnis reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 um 20 Prozent oder € 108 Millionen auf € 428 Millionen. Wesentlicher Grund dafür war das aufgrund der Wirtschaftskrise und der selektiven Kreditvergabe im Jahresabstand um rund 8 Prozent geringere Geschäftsvolumen.

Der Zinsüberschuss ging auf Euro-Basis volumenbedingt sowie wegen höherer Kosten für langfristige institutionelle Refinanzierungen um 10 Prozent auf € 690 Millionen zurück. Eine leichte Abschwächung des Abwärtstrends war beim Provisionsergebnis spürbar. Während es im gesamten Vorjahr – auf dem Höhepunkt der Krise – noch um 18 Prozent gefallen war, betrug der Rückgang im Berichtszeitraum 4 Prozent. Zwar war auch im ersten Quartal 2010 das geringere Volumen bei Devisentransaktionen, Fremdwährungskrediten sowie In- und Auslandsüberweisungen für den moderaten Rückgang verantwortlich, beim Wertpapiergeschäft sowie bei Vermittlungen zeichnete sich jedoch eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation ab. Weiterhin erfreulich entwickelte sich das Handelsergebnis, dessen Zuwachs von 26 Prozent primär aus zinsbezogenen Transaktionen resultierte. Die aufgewerteten CEE-Währungen wirkten sich dagegen im ersten Quartal negativ auf das Devisenergebnis aus. Das sonstige betriebliche Ergebnis fiel um € 20 Millionen auf minus € 17 Millionen, im Wesentlichen aufgrund geringerer Erlöse aus bankfremden Tätigkeiten.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent auf € 585 Millionen. Dieser Zuwachs von € 11 Millionen resultierte sowohl aus aufgewerteten CEE-Währungen als auch aus höheren Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Der leichte Zuwachs der Verwaltungsaufwendungen bei einer gleichzeitigen Reduktion der Betriebserträge um 9 Prozent führte zu einer um 6,0 Prozentpunkte auf 57,7 Prozent gestiegenen Cost/Income Ratio.

Der Personalstand (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank gegenüber dem Jahresende 2009 um 1 Prozent oder 458 Personen auf 56.072. Diese Reduktion fand im Wesentlichen in Russland (222) und Rumänien (196) statt.

Kreditrisikovorsorgen um ein Drittel niedriger

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen nahmen im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal 2010 um ein Drittel oder € 150 Millionen auf € 295 Millionen ab. Diese deutliche Reduktion stammte überwiegend aus Russland (€ 57 Millionen aufgrund der Verbesserung der wirtschaftlichen Situation

einiger Kreditnehmer, aber auch aus einem geringeren Zuwachs der im Verzug stehenden Kredite an Retail-Kunden) und der Ukraine (€ 51 Millionen aufgrund der verbesserten Situation bei notleidenden Krediten). Die Verringerung teilt sich in € 88 Millionen aus Portfolio-Wertberichtigungen und in € 63 Millionen aus Einzelwertberichtigungen auf. Die Kreditrisikovorsorgen im ersten Quartal waren zu 55 Prozent den Retail-Kunden zuzuordnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 66 Prozent gewesen.

Die Non-Performing Loan Ratio (das ist der Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) stieg im Vergleich zum Jahresende 2009 um 1,0 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Die Erhöhung von € 596 Millionen ging zu € 185 Millionen auf Währungsaufwertungen zurück. Das restliche Volumen neuer notleidender Kredite stammte überwiegend aus Zentraleuropa (€ 145 Millionen) und GUS Sonstige (€ 135 Millionen). Setzt man die Non-Performing Loans ins Verhältnis zum Gesamtkreditrisikovolumen (Forderungen, Wertpapiere sowie außerbilanzmäßige Posten), ergibt sich ein Wert von 5,7 Prozent (nach 5,1 Prozent zum Jahresende 2009).

Return on Equity vor Steuern knapp 10 Prozent

Während das um 20 Prozent gesunkene Betriebsergebnis den Periodenüberschuss der Raiffeisen International und damit auch die Rentabilitätskennzahlen belastete, brachte die deutlich verbesserte Situation bei den Kreditrisikovorsorgen sowie das positive Ergebnis aus Finanzinvestitionen eine Verbesserung des Return on Equity vor Steuern. Dieser erreichte nach drei Monaten 9,6 Prozent und lag damit um 4,3 Prozentpunkte höher als im Vergleichzeitraum 2009 (5,3 Prozent). Das der Berechnung zugrundeliegende durchschnittliche Eigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Genussrechtskapitals sowie positiver Währungsdifferenzen um 11 Prozent auf € 7,0 Milliarden.

Auch der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) stieg von 4,2 Prozent auf 6,7 Prozent. Der Gewinn je Aktie für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2010 erhöhte sich um € 0,28 auf € 0,55.

Moderater Zuwachs der Bilanzsumme

Seit Jahresbeginn wuchs die Bilanzsumme der Raiffeisen International um 1 Prozent oder € 0,9 Milliarden auf € 77,2 Milliarden. Dem organischen Rückgang der Bilanzsumme von rund 1 Prozent standen rund 2 Prozent bilanzsummenerhöhende Währungseffekte gegenüber.

Aktivseitig kam es zu leichten Umschichtungen zugunsten der Bilanzposition Wertpapiere und Beteiligungen, die um € 1,7 Milliarden auf € 9,0 Milliarden stieg. Dagegen wurden die Barreserve sowie Forderungen an Kreditinstitute reduziert. Bei den Forderungen an Kunden ergaben sich währungsbereinigt kaum Änderungen. Abzüglich der Kreditrisikovorsorgen stiegen diese Forderungen um € 0,4 Milliarden auf € 47,8 Milliarden.

Passivseitig ergaben sich im Vergleich zum Ende des Vorjahres kaum Änderungen. Den größten Zuwachs verzeichnete das Eigenkapital, das währungs- und ergebnisbedingt um € 0,4 Milliarden auf € 7,4 Milliarden stieg. Die für die Refinanzierung wesentliche Position, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, blieb mit € 42,6 Milliarden unverändert. Die Loan/Deposit Ratio, die Deckung der Kundenkredite mit entsprechenden Einlagen, erhöhte sich gegenüber Jahresende nur unwesentlich um 1 Prozentpunkt auf 120 Prozent.

Anstieg des Eigenkapitals

Das Eigenkapital der Raiffeisen International inklusive Anteile anderer Gesellschafter stieg gegenüber Jahresbeginn um 5 Prozent oder € 367 Millionen auf € 7.367 Millionen. Darin ist der Periodengewinn nach Steuern von € 124 Millionen bereits enthalten.

Die wesentlichen Veränderungen im Eigenkapital ergaben sich weiters durch Aufwertungen der lokalen Währungen im CEE-Raum, die inklusive entsprechender Absicherungsmaßnahmen Bewertungsgewinne im Eigenkapital von € 303 Millionen verursachten. Das Kapital wurde durch die erwartete Dividendenzahlung für das Genussrechtskapital in Höhe von € 60 Millionen verringert.

Positionen der Erfolgsrechnung im Detail

Im Berichtszeitraum wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund von geänderten Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, weil die Veränderungen auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung keinen wesentlichen Einfluss nahmen. Die Währungsschwankungen in den CEE-Ländern beeinflussten hingegen die Erfolgsposten deutlich. Bei den Durchschnittskursen, die der Erfolgsrechnung zugrunde liegen, zeigte sich folgende Entwicklung: Der polnische Zloty wertete um 11 Prozent, der ungarische Forint um 8 Prozent, der russische Rubel um 7 Prozent und die tschechische Krone um 6 Prozent auf. Andererseits wertete der belarussische Rubel um 15 Prozent und die ukrainische Hryvna um 8 Prozent ab.

in € Millionen 1.1.-31.3.2010 Veränderung 1.1.-31.3.2009 1.1.-31.3.2008
Zinsüberschuss 690 - 10,1% 767 711
Provisionsüberschuss 282 - 3,8% 294 331
Handelsergebnis 58 26,3% 46 38
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 17 3 6
Betriebserträge 1.013 - 8,8% 1.110 1.086
Personalaufwand - 279 1,6% - 275 - 294
Sachaufwand - 241 0,9% - 238 - 234
Abschreibungen - 65 7,2% - 61 - 57
Verwaltungsaufwendungen - 585 1,9% - 574 - 585
Betriebsergebnis 428 - 20,2% 536 501

Operatives Ergebnis im Periodenvergleich

Betriebserträge

Die Betriebserträge fielen volumenbedingt um 9 Prozent oder € 97 Millionen auf € 1.013 Millionen. Regional betrachtet erzielte das Segment Zentraleuropa die höchsten Betriebserträge. Diese lagen mit € 367 Millionen (plus € 3 Millionen) leicht über jenen der Vorjahresperiode. Das Segment Südosteuropa verzeichnete mit operativen Erträgen in Höhe von € 337 Millionen einen Rückgang um € 11 Millionen. Abnehmende Betriebserträge wiesen die Segmente Russland (minus € 35 Millionen) und GUS Sonstige (minus € 31 Millionen) auf.

Bezogen auf die Geschäftsbereiche zeigte sich ein Rückgang von € 56 Millionen auf € 329 Millionen im Bereich Corporate Customers. Hauptverantwortlich dafür war der Zinsüberschuss mit minus 19 Prozent oder € 53 Millionen. Die Betriebserträge aus dem Geschäftsbereich Retail Customers gingen um € 29 Millionen zurück, wobei sowohl Zinsüberschuss als auch Provisionsüberschuss nachgaben. Positiv entwickelten sich im Geschäftsbereich Treasury Zinsüberschuss und Handelsergebnis, was zu einem Anstieg in den Betriebserträgen um 39 Prozent oder € 22 Millionen auf € 79 Millionen führte.

Zinsüberschuss durch Segment Russland belastet

Die wichtigste Ertragskomponente war mit 68 Prozent der Zinsüberschuss, der gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 77 Millionen oder 10 Prozent auf € 690 Millionen fiel. Der Rückgang des Zinsüberschusses lag damit über jenem der durchschnittlichen Bilanzsumme, die sich um 8 Prozent verringerte. Insgesamt sanken die Zinserträge um 23 Prozent oder € 353 Millionen auf € 1.193 Millionen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Zinserträge aus Forderungen an Kunden, die wegen geringerer Volumina und gesunkener Marktzinssätze um € 282 Millionen auf € 963 Millionen zurückgingen. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich um 35 Prozent oder € 276 Millionen auf € 502 Millionen. Die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten gingen um € 140 Millionen bzw. € 135 Millionen am stärksten zurück.

In Zentraleuropa stieg der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 13 Prozent oder € 30 Millionen auf € 261 Millionen. Der Anstieg fand in Polen (plus € 14 Millionen) aufgrund niedrigerer Refinanzierungskosten und der Währungsaufwertung, in der Tschechischen Republik (plus € 10 Millionen) wegen besserer Konditionen im Privatkundenbereich und in der Slowakei (plus € 9 Millionen) infolge gestiegener Kundenmargen statt. In Ungarn hingegen kam es zu einem Rückgang von € 8 Millionen aufgrund des gesunkenen Kreditvolumens und niedrigerer Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten.

In Südosteuropa verbesserte sich das Zinsergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 5 Millionen auf € 222 Millionen. Dieser Anstieg resultierte zum überwiegenden Teil aus gesunkenen Refinanzierungskosten bei Banken und aus geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen. Vor allem Rumänien trug zu dieser Entwicklung bei.

Der Zinsüberschuss sank in Russland um 43 Prozent oder € 90 Millionen auf € 119 Millionen und trug somit entscheidend zum Rückgang des Zinsüberschusses insgesamt bei. Diese Entwicklung lag in einer rückläufigen Zinsspanne sowie in den durch geringes Neugeschäft gesunkenen Privatkunden- und Firmenkundenvolumina begründet.

Im Segment GUS Sonstige ging der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 9 Prozent oder € 11 Millionen auf € 115 Millionen zurück. Dafür waren die Abwertung der ukrainischen Hryvna, der Rückgang des Kundenportfolios und geringere Margen bei restrukturierten Krediten verantwortlich.

Die Nettozinsspanne, d.h. das Verhältnis von Zinsüberschuss zu durchschnittlicher Bilanzsumme, belief sich auf 3,6 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das ein Rückgang von 9 Basispunkten. Im gesamten Geschäftsjahr 2009 betrug die Nettozinsspanne 3,7 Prozent.

Provisionsüberschuss sinkt um 4 Prozent

Der Provisionsüberschuss sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 4 Prozent oder € 11 Millionen auf € 282 Millionen. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr trugen € 129 Millionen oder 46 Prozent bei und wuchsen um € 3 Millionen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft erfuhr im ersten Quartal 2010 einen Rückgang in Höhe von € 26 Millionen auf € 66 Millionen. Aufgrund gesunkener Transaktionsvolumina sank das Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft in Russland mit € 10 Millionen am stärksten. Weiters verzeichneten die Segmente GUS Sonstige und Südosteuropa jeweils einen Rückgang in Höhe von € 7 Millionen.

Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft verdoppelten sich auf € 12 Millionen, wobei das Segment Zentraleuropa mit € 3 Millionen am stärksten wuchs. Diese Entwicklung resultierte aus den in Ungarn erzielten höheren Provisionserträgen auf Kommunalanlei-

hen. Der Ertrag aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten erhöhte sich um € 3 Millionen auf € 9 Millionen aufgrund gestiegener Versicherungsaktivitäten in Südosteuropa.

Handelsergebnis um 26 Prozent verbessert

Das Handelsergebnis lag mit € 58 Millionen um 26 Prozent oder € 12 Millionen über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend dafür war das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft, das um € 19 Millionen auf € 55 Millionen anstieg. Den größten Zuwachs verzeichnete Russland mit € 16 Millionen, wobei der Anstieg in erster Linie aus Wertpapieren stammte. Auch in der Ukraine ergab sich ein Plus aus der Marktbewertung der ukrainischen Staatsanleihen aufgrund eines verbesserten Landesratings.

Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft entwickelte sich gegenläufig und fiel um € 10 Millionen. Auf Segmentebene zeichnete sich eine unterschiedliche Entwicklung ab. Während das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft in Zentraleuropa, Südosteuropa und GUS Sonstige sank, wuchs es in Russland stark. Der Zuwachs ging auf Bewertungsgewinne aus Devisentransaktionen für Absicherungsmaßnahmen in der russischen Netzwerkbank zurück.

Sonstiges betriebliches Ergebnis negativ

Das sonstige betriebliche Ergebnis drehte von € 3 Millionen im ersten Quartal 2009 auf minus € 17 Millionen im ersten Quartal 2010. Die Nettoerlöse bankfremder Tätigkeiten sanken in den ersten drei Monaten 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 5 Millionen. Aus der Dotierung von sonstigen Rückstellungen resultierte ein Aufwand von € 6 Millionen, der unter anderem durch die Bildung von Rückstellungen für laufende Rechtsfälle in Russland und Ungarn verursacht wurde.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 11 Millionen auf € 585 Millionen. Dieser Anstieg war in erster Linie auf die Währungsaufwertungen in den CEE-Ländern zurückzuführen.

Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge von 9 Prozent und der gestiegenen Verwaltungsaufwendungen verschlechterte sich die Cost/Income Ratio. Diese stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,0 Prozentpunkte auf 57,7 Prozent.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 4 Millionen auf € 279 Millionen. Mit einem Anteil von 48 Prozent ist dies der größte Posten in den Verwaltungsaufwendungen. Maßnahmen wie Personalabbau und Nichtnachbesetzung der natürlichen Fluktuation führten zu Kostensenkungen, wurden jedoch durch die Aufwertungen der meisten CEE-Währungen teilweise kompensiert.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich auf 56.294 und lag damit um 6.586 unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Sie sank in GUS Sonstige mit minus 10 Prozent oder 1.929 Mitarbeitern, Südosteuropa mit minus 10 Prozent oder 1.915 Mitarbeitern, Russland mit minus 16 Prozent oder 1.631 Mitarbeitern und Zentraleuropa mit minus 8 Prozent oder 1.185 Mitarbeitern. In Österreich kam es zu einem Anstieg um 24 Prozent oder 74 Mitarbeitern.

Die Zahl der Mitarbeiter zum 31. März 2010 betrug 56.072, dies bedeutet einen Rückgang von 1 Prozent oder 458 Mitarbeitern gegenüber dem Jahresende 2009. Nach Segmenten betrachtet ging die Zahl in Russland um 3 Prozent oder 222 Mitarbeiter und in Südosteuropa um 1 Prozent oder 223 Mitarbeiter zurück. Nahezu konstant blieb die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag in GUS Sonstige (minus 39 Mitarbeiter) und in Zentraleuropa (plus 9 Mitarbeiter). Österreich verzeichnete einen Zuwachs von 5 Prozent oder 17 Mitarbeitern.

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

Der Sachaufwand blieb mit € 241 Millionen nahezu konstant auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Der Raumaufwand, der den größten Aufwandsposten im Sachaufwand darstellt, betrug € 74 Millionen. Dies entsprach trotz Währungsaufwertungen in einigen Ländern einer Reduktion um 8 Prozent und war auf die Schließung von Geschäftsstellen in Russland und der Ukraine zurückzuführen. Weitere Einsparungen wurden beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus 7 Prozent) sowie beim Reise- und Ausbildungsaufwand (minus 41 bzw. 33 Prozent) erzielt. Aufwandserhöhungen ergaben sich im Rechts- und Beratungsbereich (plus 5 Prozent).

Die Geschäftsstellen wurden im Vergleich zum 31. März 2009 um 231 auf 2.977 reduziert. Durch Standortoptimierungen ging die Zahl im Segment GUS Sonstige gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 153 (davon 149 in der Ukraine) und in Russland um 27 Geschäftsstellen zurück. Die Zahl der Geschäftsstellen sank in Zentraleuropa um 30 und in Südosteuropa um 21.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7 Prozent oder € 4 Millionen auf € 65 Millionen. Davon entfielen € 38 Millionen auf Sachanlagen, € 19 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 8 Millionen auf vermietete Leasinganlagen. Im Berichtszeitraum wurden konzernweit € 63 Millionen investiert. In eigene Sachanlagen flossen davon 46 Prozent (€ 29 Millionen). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen 34 Prozent (€ 22 Millionen), die zum überwiegenden Teil Software-Systeme betrafen. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.

Konzern-Periodenüberschuss

Entwicklung des Konzernüberschusses im Periodenvergleich

in € Millionen 1.1.-31.3.2010 Veränderung 1.1.-31.3.2009 1.1.-31.3.2008
Betriebsergebnis 428 - 20,2% 536 501
Kreditrisikovorsorgen - 295 - 33,8% - 445 - 93
Übrige Ergebnisse 33 - 8 - 38
Periodenüberschuss vor Steuern 166 98,8% 84 370
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 42 112,1% - 20 - 90
Periodenüberschuss nach Steuern 124 94,7% 64 279
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 24 220,0% - 8 - 25
Konzern-Periodenüberschuss 100 77,8% 56 254

Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen deutlich gesunken

Die Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen belief sich auf € 295 Millionen und lag damit deutlich unter dem Wert der Vergleichsperiode. Im ersten Quartal 2009 waren noch € 445 Millionen vorgesorgt worden. Der Rückgang der Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen lag damit bei 34 Prozent oder € 150 Millionen. Von den Nettodotierungen entfielen € 239 Millionen auf Einzelwertberichtigungen und € 58 Millionen auf Portfolio-Wertberichtigungen. Quartalsmäßig betrachtet bedeutete dies die niedrigste Nettodotierung seit dem dritten Quartal 2008.

Die höchsten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurden im Segment Zentraleuropa mit € 111 Millionen – dies ist ein Anstieg von € 6 Millionen oder 5 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres – vorgenommen. In Ungarn wurden Nettodotierungen von € 40 Millionen vorgenommen, um € 19 Millionen weniger als im Vorjahr. Die Kreditrisikovorsorgen in der Slowakei wurden um € 8 Millionen auf € 22 Millionen erhöht und zum überwiegenden Teil für Kredite und Projektfinanzierungen im Großkundenbereich gebildet. In der Tschechischen Republik wurden € 25 Millionen vorgesorgt (erstes Quartal 2009: € 17 Millionen), was zum Großteil auf erhöhte Dotierungen für Privatkunden zurückging.

Im Segment GUS Sonstige wurden netto im ersten Quartal 2010 € 78 Millionen dotiert. Die gegenüber der Vergleichsperiode € 40 Millionen geringere Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen ist auf die wesentlich bessere Situation beim Volumen notleidender Kredite zurückzuführen. Vom Gesamtdotierungsvolumen des Segments entfielen auf die Ukraine € 73 Millionen, das ist ein Rückgang von € 45 Millionen.

Im Segment Südosteuropa sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 44 Millionen oder 39 Prozent auf € 69 Millionen. Die stärksten Rückgänge wurden in Rumänien und Kroatien verzeichnet. Die höchsten Nettodotierungen erfolgten mit € 18 Millionen in Bulgarien und betrafen mehrheitlich Kredite für Firmenkunden.

Im Segment Russland wurden die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen deutlich zurückgefahren. Hatten sich diese im ersten Quartal 2009 noch auf € 110 Millionen belaufen, so wurden 2010 nur € 37 Millionen neu gebildet. Durch Kreditrückzahlungen und einen geringeren Zuwachs der im Verzug stehenden Kredite an Retail-Kunden kam es per Saldo zu Auflösungen bei Portfolio-Wertberichtigungen in Höhe von € 22 Millionen. Im ersten Quartal 2009 waren dagegen € 59 Millionen an Portfolio-Wertberichtigungen neu dotiert worden.

Die Neubildungsquote – die Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – fiel gegenüber der Vergleichsperiode um 0,77 Prozentpunkte auf 2,24 Prozent.

Übrige Ergebnisse durch positive Marktbewertungen deutlich im Plus

Die übrigen Ergebnisse drehten gegenüber der Vergleichsperiode von minus € 8 Millionen auf € 33 Millionen. Das darin enthaltene Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg auf € 55 Millionen (plus € 58 Millionen). Es resultierte aus Wertaufholungen von Wertpapieren in Rumänien, der Ukraine und Ungarn, verursacht durch das niedrigere Zinsniveau in diesen Märkten. Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten mit € 19 Millionen und Verluste aus Endkonsolidierungen mit € 3 Millionen belasteten das sonstige Ergebnis.

Steuerquote von 25 Prozent

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf € 42 Millionen nach € 20 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Sie stiegen somit stärker als der Periodenüberschuss vor Steuern, was zu einer Erhöhung der Steuerquote von 23,8 Prozent auf 25,4 Prozent führte.

Gewinn je Aktie verdoppelt

Der Periodenüberschuss nach Steuern stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von € 64 Millionen auf € 124 Millionen. Das bedeutet einen Anstieg um 95 Prozent oder € 60 Millionen. Aufgrund der besseren Ertragslage einiger Konzerneinheiten mit Minderheitsanteilen nahmen die Anteile anderer Gesellschafter um € 17 Millionen auf € 24 Millionen zu.

Der den Aktionären der Raiffeisen International zurechenbare Konzern-Periodenüberschuss stieg auf € 100 Millionen nach € 56 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie belief sich daher auf € 0,55 (Vorjahr: € 0,27). Für das Genussrechtskapital wurde eine anteilige Dividende in Höhe von € 15 Millionen angesetzt. Dies wurde ebenso in der Kennzahlenberechnung der Vergleichsperiode berücksichtigt. Ohne Berücksichtigung des Entgelts für das Genussrechtskapitals läge der Gewinn je Aktie bei € 0,65 und in der Vergleichsperiode des Vorjahres bei € 0,37.

Bilanzentwicklung

Die konsolidierte Bilanzsumme erreichte zum 31. März 2010 € 77,2 Milliarden und lag damit um € 0,9 Milliarden oder 1 Prozent über dem Jahresendwert 2009. Zuwächsen bei den Wertpapierveranlagungen von € 1,7 Milliarden und den Kreditvergaben an Kunden von € 0,7 Milliarden standen Rückgänge bei den Forderungen an Kreditinstitute von € 0,6 Milliarden und der Barreserve von € 0,8 Milliarden gegenüber. Per 1. Jänner 2010 wurden 40 Tochterunternehmen endkonsolidiert, die Veränderung hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.

Nach den Abwertungen in den vergangenen zwei Jahren gewann die Mehrzahl der Währungen in den CEE-Ländern wieder spürbar an Stärke. Der russische Rubel stieg um 8 Prozent, die ukrainische Hryvna um 7 Prozent, der polnische Zloty um 6 Prozent und die tschechische Krone um 4 Prozent. Diese Währungseffekte bewirkten einen Anstieg der Bilanzsumme um 2 Prozent, während die organische Entwicklung diesem entgegenwirkte und die Bilanzsumme um rund 1 Prozent reduzierte.

Aktiva

Aktivseitig dominieren die Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen mit einem Anteil von 62 Prozent an der Konzernbilanzsumme. Sie stiegen gegenüber dem Jahresultimo um € 0,7 Milliarden oder 1 Prozent. Die Zuwächse wurden zu zwei Dritteln bei den Firmenkunden und zu einem Drittel bei den Retail-Kunden verzeichnet. Regional betrachtet zeigte das Segment Zentraleuropa einen Anstieg bei den Forderungen an Kunden von € 1,0 Milliarden oder 4 Prozent. In allen anderen Segmenten waren die Kreditvergaben konstant bzw. marginal rückläufig. Das Verhältnis Kundenkredite zu Kundeneinlagen betrug 120 Prozent (plus 1 Prozentpunkt gegenüber dem Jahresultimo). Die Kreditrisikovorsorgen wurden um € 0,3 Milliarden oder 11 Prozent auf € 3,4 Milliarden angehoben. Sie betrafen fast ausschließlich Kredite an Kunden.

Struktur der Bilanzaktiva

Die Forderungen an Kreditinstitute fielen um 6 Prozent oder € 0,6 Milliarden auf € 9,7 Milliarden. Ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich um 2 Prozentpunkte auf 12 Prozent. Der Rückgang betraf hauptsächlich Kredite an Zentralbanken (minus € 0,5 Milliarden).

Seit Beginn des Jahres 2009 wurden Liquiditätsüberschüsse vermehrt in Wertpapieren veranlagt, wobei sich dieser Trend im ersten Quartal 2010 fortsetzte. Das gesamte Volumen an Wertpapieren und Beteiligungen belief sich zum 31. März 2010 auf € 12,9 Milliarden. Das bedeutete eine zusätzliche Veranlagung gegenüber dem Jahresultimo von € 1,9 Milliarden oder 17 Prozent. Der Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich somit um 3 Prozentpunkte auf 17 Prozent. Die Wertpapierveranlagungen erfolgten überwiegend in refinanzierungsfähigen Schuldtiteln öffentlicher Stellen.

Die übrigen Aktiva verringerten sich um 10 Prozent oder € 0,8 Milliarden auf € 6,8 Milliarden. Ihr Anteil fiel um 1 Prozentpunkt auf 9 Prozent. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Reduktion der Barreserve und hier insbesondere auf die Guthaben bei Zentralbanken (minus € 0,8 Milliarden) zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte blieben gegenüber dem Jahresende 2009 mit € 1,0 Milliarden konstant. Darin enthalten sind Firmenwerte in Höhe von € 619 Millionen (davon € 270 Millionen in Russland und € 219 Millionen in der Ukraine).

Passiva

Die Passivstruktur blieb gegenüber dem Jahresende 2009 nahezu unverändert: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen um 1 Prozentpunkt ab, bestimmten aber weiterhin mit einem Anteil von

Struktur der Bilanzpassiva

55 Prozent die Passivseite der Bilanz. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit einem Anteil von 26 Prozent um 1 Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Das Eigen- und Nachrangkapital legte um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent zu, die übrigen Passiva stiegen um 1 Prozentpunkt auf 6 Prozent.

Die Einlagen von Kunden betrugen € 42,6 Milliarden und lagen somit auf Jahresendniveau 2009. Aus Segmentsicht gab es nur geringfügige Veränderungen. Russland und GUS Sonstige zeigten leichte Zuwächse, die sich jedoch auf die Aufwertung der Währungen stützten. In Zentraleuropa wurden leichte Rückgänge (minus € 0,3 Milliarden) verzeichnet, während in Südosteuropa die Einlagen konstant blieben. Die Einlagen von Firmenkunden legten geringfügig auf € 16,5 Milliarden zu, die Einlagen von Retail-Kunden gingen leicht auf € 24,3 Milliarden zurück. Hier kam es zu einer Verschiebung von Termineinlagen (minus € 0,7 Milliarden) zu Sichteinlagen.

Auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit € 20,1 Milliarden gegenüber dem Jahresende 2009 konstant. Die leichten Rückgänge im Geldmarktgeschäft sowie im Giro- und Clearinggeschäft (minus € 0,3 Milliarden) wurden durch Zuwächse bei den langfristigen Refinanzierungen kompensiert (plus € 0,3 Milliarden). Regional betrachtet zeigte sich eine Verschiebung von Südosteuropa (minus € 0,7 Milliarden) und Russland (minus € 0,4 Milliarden) zu Österreich (plus € 0,9 Milliarden). Die Abnahme der Einlagen von Zentralbanken wurde durch einen leichten Anstieg bei den Geschäftsbanken ausgeglichen.

Die verbrieften Verbindlichkeiten, d.h. Refinanzierungen über den Kapitalmarkt im Rahmen von Fremdkapitalemissionen, beliefen sich zum 31. März 2010 auf € 2,6 Milliarden und blieben somit gegenüber dem Jahresultimo 2009 unverändert.

Der Anteil der Eigenmittel erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent. Das Eigenkapital erhöhte sich um € 0,4 Milliarden und lag somit um 5 Prozent über dem Jahresendwert. Das Nachrangkapital stieg um 2 Prozent auf € 2,5 Milliarden.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International, das sich aus Konzern-Eigenkapital, Konzern-Periodenüberschuss und Fremdanteilen zusammensetzt, erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 5 Prozent oder € 367 Millionen. Zum 31. März 2010 belief es sich auf € 7.367 Millionen.

Das Konzern-Eigenkapital bestehend aus gezeichnetem Kapital, Genussrechtskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen stieg um € 442 Millionen auf € 6.232 Millionen. Der Zuwachs lag in den Gewinnrücklagen, die im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung und das sonstige Ergebnis bestimmt wurden. Die betragsmäßig größte Komponente im sonstigen Ergebnis stellten die Währungsdifferenzen dar. Ein Großteil der CEE-Währungen wertete 2010 wieder auf, was zu einem positiven Währungseffekt (inklusive Capital Hedge) von € 286 Millionen führte. Das Entgelt für das Genussrechtskapital reduzierte das Eigenkapital um € 60 Millionen.

Der Konzern-Periodenüberschuss belief sich auf € 100 Millionen. Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitenanteile am Kapital) stiegen um € 37 Millionen auf € 1.035 Millionen, wobei auch hier das Periodenergebnis und die Währungsdifferenzen ausschlaggebend waren.

Eigenmittel gemäß BWG

Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken. Kreditrisiko und Marktrisiko werden grundsätzlich nach dem Standardansatz gemäß § 22 BWG berechnet, wobei das Kreditrisiko für Forderungen an Banken, Corporates und Sovereigns in den Netzwerkbanken in Kroatien, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik

und Ungarn nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (Basis-IRB-Ansatz) berechnet wird. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG stiegen im Berichtszeitraum um € 205 Millionen auf € 8.533 Millionen. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, da er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) stieg im ersten Quartal um € 175 Millionen und erreichte € 7.247 Millionen. Für den Anstieg waren großteils die Währungsaufwertungen seit Jahresbeginn, insbesondere des russischen Rubels (plus 8 Prozent), der ukrainischen Hryvna (plus 7 Prozent) und des polnischen Zloty (plus 6 Prozent) in Höhe von € 162 Millionen verantwortlich.

Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) stiegen um € 4 Millionen auf € 1.106 Millionen. Einerseits führten auslaufende Tier-2-Emissionen zu einer Reduktion der ergänzenden Eigenmittel, die andererseits durch die steigenden Währungen kompensiert wurden.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) stieg aufgrund auslaufenden Tier-2-Kapitals um € 30 Millionen auf € 212 Millionen.

Den vorhandenen Eigenmitteln stand ein um € 33 Millionen gestiegenes Eigenmittelerfordernis in Höhe von € 5.150 Millionen gegenüber. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko nahm mit 79 Prozent den größten Teil ein.

Die Positionen innerhalb des Eigenmittelerfordernisses entwickelten sich unterschiedlich. So stieg das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko um € 40 Millionen auf € 4.047 Millionen, das Erfordernis für das Marktrisiko stieg um € 7 Millionen auf € 144 Millionen, jenes für das operationelle Risiko erhöhte sich um € 25 Millionen auf € 599 Millionen, und das Eigenmittelerfordernis für die offenen Devisenpositionen sank um € 39 Millionen auf € 360 Millionen.

Daraus ergab sich eine Eigenmittelüberdeckung von € 3.383 Millionen oder 65,7 Prozent. Im Vergleich zum Jahresende 2009 war das eine Verbesserung von € 172 Millionen oder 5 Prozent.

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – betrug 14,3 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte). Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – verbesserte sich ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte und belief sich auf 11,2 Prozent. Die Eigenmittelquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 9,4 Prozent.

Risikomanagement

Die aktive Steuerung von Risiken ist für die Raiffeisen International als Bank-Holding eine Kernkompetenz. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, baute sie bereits in der Vergangenheit ein umfassendes Risikomanagement auf, das permanent weiterentwickelt wird. Die Risikosteuerung der Raiffeisen International ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Aktuelle Risikomanagement-Initiativen

Naturgemäß waren im Berichtszeitraum die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise prägend für die Weiterentwicklung des Risikomanagements der Raiffeisen International. So intensivierte das Retail-Risikomanagement das Problemkreditmanagement, unterstützte die Durchführung von Restrukturierungen von Krediten und führte verstärkt Stresstests sowie Szenarioanalysen auf Portfolioebene durch. Das Kreditrisikomanagement für die meisten Geschäftsbereiche konzentrierte sich auf den Ausbau des Risiko-Frühwarnsystems und des Sanierungsmanagements sowie auf die Bewertung einzelner Branchen und Länder im Rahmen von risikoartenübergreifenden Stresstests.

Das Sanierungsmanagement baut auf einer eindeutigen Definition des Risikostatus jedes einzelnen Kunden auf. Die Zuordnung zu einem bestimmten Risikostatus erfolgt durch ein Frühwarnsystem, das aus einer teilautomatisierten, IT-gestützten Ursache-Wirkungs-Analyse besteht. Die meisten Inputfaktoren, die in diese Analyse einfließen, sind konzernweit standardisiert, können jedoch um weitere Faktoren an lokale Besonderheiten angepasst und ergänzt werden. Die Früherkennung potenzieller Problemfälle im Kreditgeschäft folgt damit einem strukturierten Prozess. Dadurch ist es der Raiffeisen International möglich, ihre Kunden möglichst frühzeitig zu unterstützen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen

zu ergreifen. Im Rahmen der Erweiterung des Sanierungsmanagements wurden die personellen Kapazitäten in diesem Bereich deutlich erhöht.

Bereits 2009 wurde ein umfassendes Restrukturierungskonzept für Retail-Kunden erstellt, das nun schrittweise in den einzelnen Ländern umgesetzt wird. Vereinbarungen, die typischerweise bei Restrukturierungen mit Kunden getroffen werden, betreffen die Verlängerung von Darlehenslaufzeiten, die Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten und die vorübergehende Reduktion von Raten – unter Beibehaltung des Darlehensbarwerts. Erfolgreiche Restrukturierungen bieten dabei für die Raiffeisen International sowohl Vor- als auch Nachteile: Während einerseits die Einbringlichkeit von Krediten verbessert und dadurch zukünftige Risikokosten reduziert werden können, wirken sich zeitliche Verschiebungen der Zinserträge sowie der Aufwand für die Durchführung der Restrukturierungen klarerweise negativ aus. Nicht zuletzt fließen jedoch die Erkenntnisse aus diesen Aktivitäten in die Instrumente der Kreditbeurteilung ein, wodurch sich ein strukturell nachhaltig positiver Effekt auf die Neugeschäftsgenerierung ergibt.

Neben diesen Weiterentwicklungen im Kreditrisikomanagement stand die Akquisition von Kundeneinlagen im speziellen Fokus. Die damit verbundenen Maßnahmen zielen vor allem auf eine Verringerung der Liquiditäts- und Transferrisiken ab.

Kapitaladäquanz (Basel II)

Der Anwendung und der weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die Raiffeisen International Bank-Holding unterliegt zwar selbst nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute und im Rahmen der RZB-Kreditinstitutsgruppe verpflichtend. In der Raiffeisen International werden die Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke verwendet.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien und Kroatien erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren die Genehmigung, das Kreditrisiko von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie jenes des öffentlichen Sektors nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden. Für die Raiffeisen International ergibt sich daraus der Vorteil, dass Portfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können.

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko wird mittels Standardansatz berechnet. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Die notwendigen Schlüsselannahmen für die Zinsbindung werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.

Die Liquiditätsposition der Raiffeisen International unterliegt einem regelmäßigen Monitoringprozess und ist im Rahmen der Meldung für den RZB-Konzern im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die Raiffeisen International derzeit den Standardansatz. Nach einer mehrjährigen Implementierungsphase wendet seit 1. Jänner 2010 auch die Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine dieses Modell an, sodass sich nun alle wesentlichen Konzerneinheiten am Standardansatz orientieren.

Das Ende 2009 durch das Basel Committee on Banking Supervision herausgegebene Diskussionspapier für Maßnahmen zur Stärkung des Bankensektors (bekannt unter dem Stichwort "Basel III") wird seitens Raiffeisen International geprüft und im Hinblick auf seine Auswirkungen bewertet. Das Management der Raiffeisen International geht jedoch davon aus, dass bis zur Inkraftsetzung entsprechender Maßnahmen die jeweiligen Regelungen noch substanziell von den aktuell vorliegenden Vorschlägen abweichen können.

Ausblick

Das vergangene Geschäftsjahr war erneut stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. In den ersten Monaten dominierte noch die Rezession, die teils starke Wechselkursschwankungen in unseren Zielmärkten mit sich brachte und durch steigende Kreditrisikovorsorgen sowie Kostensenkungsprogramme unseren Geschäftsverlauf und unser Handeln im gesamten Jahr bestimmte.

Erfreulicherweise hellte sich die wirtschaftliche Entwicklung im Jahresverlauf jedoch merklich auf. Unser auf Universalbankdienstleistungen ausgerichtetes Geschäftsmodell mit einem transparenten und strikt am Bedarf der Kunden orientierten Leistungsangebot bewährte sich durchwegs. Mit dem Abflauen der Finanzkrise wurden auch die Schwierigkeiten bei der Liquiditätsversorgung im Bankensektor überwunden. Dennoch werden die Folgen der Wirtschaftskrise noch einige Zeit zu spüren sein.

Die breite Diversifikation unseres Bankennetzwerks in 15 Ländern war in der Krise einmal mehr von großem Vorteil, da die einzelnen Länder von der Krise ganz unterschiedlich betroffen waren. Daran werden wir festhalten und unsere Präsenz sowie das Geschäft dort ausbauen, wo wir entsprechendes Wachstumspotenzial sehen. Impulse versprechen wir uns dabei von der erwarteten wirtschaftlichen Erholung in CEE.

Unser Risikomanagement wurde im vergangenen Jahr weiterentwickelt und erheblich ausgebaut, umfangreiche Vorsorgen für mögliche Risiken wurden getroffen. Im Geschäftsjahr 2010 rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der notleidenden Kredite, die Dynamik dieses Anstiegs scheint mit der wirtschaftlichen Erholung jedoch gebrochen. Das in der Berichtsperiode eingeführte strikte Kostenmanagement wird auch 2010 fortgesetzt. So soll der Ausbau des Geschäftsstellennetzes nur selektiv vorangetrieben werden. Dabei können auch bestehende Standorte geschlossen oder verlegt werden, sodass die Gesamtzahl im Jahr 2010 etwa gleich bleiben dürfte.

Das Geschäft mit Corporate-Kunden erwies sich 2009 als Rückgrat der Gruppe. Im Jahr 2010 peilen wir hier eine selektive Intensivierung des Kreditgeschäfts an. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das Geschäft mit Kunden aus dem Mid-Market-Bereich und auf ausgewählte Branchen gelegt werden. Zudem soll das Provisionsgeschäft, etwa durch gezieltes Cross Selling, weiter gestärkt werden.

Im Geschäftsbereich Retail Customers streben wir für 2010 ein Wachstum der Kreditvergabe an. Der Fokus soll zunächst auf dem Cross Selling mit ausgewählten Kreditangeboten, etwa Konsumentenkrediten und Kreditkarten, liegen. Auch die Kundeneinlagen sollen weiter gesteigert werden, wofür wir uns von der Direktbank, die 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufnehmen soll, positive Impulse erwarten. Ein weiteres Ziel besteht darin, das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, insbesondere mit Provisionsprodukten, auszubauen.

Auch wenn die Kreditnachfrage 2010 insgesamt verhalten bleiben dürfte, rechnen wir aus heutiger Sicht für die Raiffeisen International mit einem leichten Anstieg der Ausleihungen an Kunden im Jahresverlauf.

Segmentberichte

Regionale Segmente

Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten der Raiffeisen International dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten lassen sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Gewinn nach Steuern sowie Segmentvermögen.

Zum 31. März 2010 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung zu Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern auch in diesem Land erfasst.

Russland

Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.

Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen – einerseits innerhalb der IFRS und andererseits zwischen den IFRS und den in den einzelnen Ländern jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards – sowie abweichende Konsolidierungskreise zugrunde liegen können.

Segmentüberblick

Alle regionalen Segmente der Raiffeisen International wiesen im ersten Quartal 2010 einen Ergebniszuwachs auf, der die moderate Fortsetzung der konjunkturellen Erholung widerspiegelte. Im Periodenvergleich trugen sowohl die deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen als auch positive Wertanpassungen bei Wertpapieren und Anleihen zur Verbesserung des Vorsteuerergebnisses bei.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise der vergangenen Perioden führten nach wie vor zu einem steigenden Anteil der notleidenden Kredite und zu Einbußen des Zinsergebnisses aufgrund von Portfolioreduktionen. Durch Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung wurden die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Erholung des Konzernergebnisses geschaffen. Aufgrund der Entwicklung lokaler Währungen sowie der Optimierung der Filialnetze war in allen Segmenten eine Senkung der Verwaltungsaufwendungen deutlich erkennbar.

Die Region Südosteuropa hatte im ersten Quartal mit € 98 Millionen den größten Anteil aller Segmente am Periodenüberschuss vor Steuern. Er basierte ebenfalls auf deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und einem soliden Zuwachs im Ergebnis aus Finanzinvestitionen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 5 Prozent.

Zentraleuropa erzielte mit € 63 Millionen den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Der gestiegene Zinsüberschuss und das Ergebnis aus Finanzinvestitionen wirkten sich positiv auf das Vorsteuerergebnis aus. Die Bilanzaktiva wuchsen im Jahresabstand um 3 Prozent.

In Russland belief sich das Vorsteuerergebnis auf € 58 Millionen. Der starke Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode war eine Folge der deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie des positiven Handelsergebnisses. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresvergleich um 13 Prozent.

In der Region GUS Sonstige betrug der Periodenüberschuss vor Steuern € 17 Millionen. Vor allem niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten das Vorsteuerergebnis im Periodenvergleich positiv. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresvergleich um 14 Prozent zurück.

Die regionale Struktur der Konzernaktiva veränderte sich im Jahresabstand leicht. Zentraleuropa erhöhte seinen Anteil um 3 Prozentpunkte auf 44 Prozent. Der zweitgrößte Anteil an den Konzernaktiva entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 31 Prozent, gefolgt von Russland mit 16 Prozent und GUS Sonstige mit 9 Prozent.

Zentraleuropa

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung
in € Millionen 2010 2009
Zinsüberschuss 261 231 12,7%
Kreditrisikovorsorgen - 111 - 105 5,4%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 150 126 18,8%
Provisionsüberschuss 107 100 7,8%
Handelsergebnis 4 32 - 88,5%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 4 1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 21 - 10
Verwaltungsaufwendungen - 214 - 203 5,3%
davon Personalaufwand - 103 - 97 5,3%
davon Sachaufwand - 92 - 86 6,3%
davon Abschreibungen - 19 - 19 1,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 5 1
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 4 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 63 46 35,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 14 - 11 27,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 49 35 37,3%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 17 - 13 34,4%
Periodenüberschuss nach Minderheiten 32 23 38,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 26,5% 37,6% - 11,1 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 25,7% 37,2% - 11,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.565 22.322 - 3,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.985 2.025 - 2,0%
Aktiva1 33.819 32.805 3,1%
Verbindlichkeiten1 31.066 30.523 1,8%
Cost/Income Ratio 58,3% 55,7% 2,6 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.968 2.434 21,9%
Return on Equity vor Steuern 8,4% 7,6% 0,8 PP
Return on Equity nach Minderheiten 5,7% 5,2% 0,5 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 12.894 14.079 - 8,4%
Geschäftsstellen1 554 584 - 5,1%

1 Stichtagswerte zum 31. März

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern im ersten Quartal 2010 mit € 63 Millionen um 35 Prozent oder € 17 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Während sich die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen leicht erhöhten, waren überwiegend der gestiegene Zinsüberschuss und das positive Ergebnis aus Finanzinvestitionen für das gute Vorsteuerergebnis verantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent.

Der Zinsüberschuss der Region erhöhte sich im ersten Quartal um 13 Prozent auf € 261 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei Polen. Dieser Zuwachs beruhte einerseits auf der aktivseitigen Margenverbesserung bei Krediten und anderseits auf dem niedrigeren Zinsaufwand für Kundeneinlagen, der mit der sich graduell entspannenden Wettbewerbssituation auf dem Geldmarkt in Zusammenhang stand. Die Tschechische Republik verzeichnete auch einen erheblichen Zuwachs im Zinsüberschuss, der überwiegend mit Krediten für Retail-Kunden und durch sinkenden Zinsaufwand für Kundeneinlagen erzielt wurde. Die Slowakei profitierte von erhöhten aktivseitigen Margen. In Ungarn wirkte sich hingegen die im Lauf des vergangenen Wirtschaftsjahres abgeschwächte Kreditvergabe an Großkunden ertragsmindernd aus. Das Geschäft im Segment Zentraleuropa präsentierte sich im Periodenvergleich profitabler, da sich die Nettozinsspanne gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 41 Basispunkte auf 3,09 Prozent erhöhte. Die Aktiva des Konzerns wuchsen um 3 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken im Jahresabstand von € 22,3 Milliarden um 3 Prozent auf € 21,6 Milliarden. Hervorgerufen wurde dies primär durch eine Volumenreduktion der außerbilanziellen Posten in fast allen Ländern dieser Region. Überdies beeinflussten die stärkeren Besicherungen – insbesondere beim Neugeschäft – die Kreditrisikoaktiva positiv.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region stiegen im ersten Quartal 2010 um 5 Prozent oder € 6 Millionen auf € 111 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen sanken im Periodenvergleich um 26 Prozent auf € 60 Millionen. Die höchsten Nettodotierungen hierzu wurden in Polen und der Slowakei bei Firmenkunden verzeichnet. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen verdoppelten sich gegenüber der Vergleichsperiode auf € 51 Millionen, überwiegend in Ungarn und der Tschechischen Republik. Diese Kreditrisikovorsorgen standen hauptsächlich im Zusammenhang mit Krediten an Privatkunden. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 3,7 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent.

Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region und erhöhte sich insgesamt um 8 Prozent oder € 7 Millionen auf € 107 Millionen. Der größte Zuwachs wurde in der Tschechischen Republik dank der bereits im Vorjahr eingeleiteten Preispolitik erzielt. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valutenund Edelmetallgeschäft sank um 7 Prozent auf € 33 Millionen. Der Hauptgrund dafür war das rückläufige Neugeschäft mit Fremdwährungskrediten insbesondere in Ungarn. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr und aus Kontodienstleistungen entwickelte sich in allen Ländern der Region positiv und erhöhte sich im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 42 Millionen. Das Wertpapiergeschäft wuchs aufgrund der wieder zunehmenden Kundenaktivitäten – insbesondere in Ungarn – gegenüber der Vergleichsperiode um fast 59 Prozent auf € 8 Millionen.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa betrug € 4 Millionen und lag damit um 89 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Rückgang betraf fast alle Länder der Region. Das währungsbezogene Geschäft drehte auf minus € 2 Millionen (nach € 20 Millionen in der Vergleichsperiode), verursacht vor allem durch ein niedrigeres Ergebnis in Ungarn. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft der Region sank überwiegend durch das Wegfallen der Bewertungsgewinne aus Zinsswap-Transaktionen und festverzinslichen Anleihen in der Slowakei von € 13 Millionen auf

€ 3 Millionen. Das aktien- und indexbezogene Geschäft erbrachte einen Gewinn von € 3 Millionen, der fast zur Gänze in Ungarn anfiel.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 4 Millionen stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Ungarn und der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Der Verlust in der Tschechischen Republik wurde durch Bewertungsgewinne in Ungarn nicht vollständig kompensiert.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 21 Millionen. Darin enthalten sind die Bewertungsgewinne aus Wertpapieren in allen Konzerneinheiten der Region, von denen die höchsten in Ungarn und in der Tschechischen Republik erzielt wurden.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 5 Prozent oder € 11 Millionen auf € 214 Millionen. Der durchschnittliche Personalstand sank im Jahresabstand insgesamt um 8 Prozent auf 12.894 Mitarbeiter. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 5 Prozent oder € 6 Millionen auf € 103 Millionen. Der Sachaufwand stieg im Periodenvergleich um 6 Prozent auf € 92 Millionen. Die Abschreibungen blieben mit € 19 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode unverändert. Die Anzahl der Geschäftsstellen wurde im Jahresabstand um 5 Prozent oder 30 Filialen auf 554 reduziert. Die Cost/Income Ratio der Region stieg um 2,6 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region betrug minus € 5 Millionen und bestand fast gänzlich aus dem nicht ertragsabhängigen Steueraufwand, der überwiegend in den ungarischen und slowakischen Konzerneinheiten anfiel. Das operative Leasinggeschäft leistete einen positiven Beitrag von € 2 Millionen.

Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung von überwiegend in der Tschechischen Republik und Ungarn beheimateten Projektgesellschaften verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen in Höhe von € 4 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 28 Prozent auf € 14 Millionen. Die Steuerquote in der Region sank um 1 Prozentpunkt auf 22 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten belief sich auf € 32 Millionen.

Südosteuropa

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung
in € Millionen 2010 2009
Zinsüberschuss 222 217 2,1%
Kreditrisikovorsorgen - 69 - 112 - 38,9%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 153 105 46,0%
Provisionsüberschuss 90 100 - 9,6%
Handelsergebnis 14 24 - 38,7%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 6 - 3 111,5%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 22 2 >500,0%
Verwaltungsaufwendungen - 178 - 180 - 0,8%
davon Personalaufwand - 77 - 79 - 2,8%
davon Sachaufwand - 76 - 76 - 0,3%
davon Abschreibungen - 25 - 24 3,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 8 36,8%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 10 0
Periodenüberschuss vor Steuern 98 56 75,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13 - 10 27,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 84 45 85,9%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 5 2
Periodenüberschuss nach Minderheiten 79 47 66,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 41,4% 45,3% - 3,9 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 44,7% 47,8% - 3,1 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 16.276 18.410 - 11,6%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.514 1.653 - 8,4%
Aktiva1 23.300 24.421 - 4,6%
Verbindlichkeiten1 20.497 21.726 - 5,7%
Cost/Income Ratio 52,9% 51,6% 1,3 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.270 1.982 14,5%
Return on Equity vor Steuern 17,2% 11,3% 5,9 PP
Return on Equity nach Minderheiten 15,5% 10,8% 4,7 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 17.208 19.123 - 10,0%
Geschäftsstellen1 1.179 1.200 - 1,8%

1 Stichtagswerte zum 31. März

In Südosteuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern im ersten Quartal 2010 mit € 98 Millionen um 75 Prozent oder € 42 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Die deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und ein gutes Ergebnis aus Finanzinvestitionen beeinflussten das Vorsteuerergebnis im Periodenvergleich positiv. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 5,9 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent.

Der Zinsüberschuss der Region stieg um 2 Prozent oder € 5 Millionen auf € 222 Millionen. Der größte Zuwachs kam aus Rumänien. Verantwortlich dafür waren zum überwiegenden Teil sinkende Refinanzierungskosten bei Kundeneinlagen, aber auch eine Exposure-Reduktion bei Krediten von Banken. In Serbien hingegen führte ein starker Rückgang der Kundenforderungen aufgrund des gesunkenen Neugeschäfts zu einem verringerten Zinsüberschuss. Die Bilanzaktiva der Region gingen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 23,3 Milliarden zurück. Die Nettozinsspanne erhöhte sich um 29 Basispunkte auf 3,79 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken von € 18,4 Milliarden um 12,0 Prozent auf € 16,3 Milliarden. Der stärkere Rückgang der Kreditrisikoaktiva als der der Bilanzsumme beruhte auf einer Reduktion der außerbilanziellen Posten, überwiegend in Serbien. In Rumänien wurde seit Juli 2009 und in Kroatien seit Oktober 2009 für bestimmte Asset-Klassen erstmals der Basel-II-IRB-Ansatz angewendet, woraus sich keine nennenswerten Auswirkungen auf die Risikoaktiva ergaben.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um € 43 Millionen oder 39 Prozent auf € 69 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen betrugen € 73 Millionen. Die höchsten wurden in Bulgarien überwiegend für Kredite an Firmenkunden und in Kroatien, wo sie Privatkunden betrafen, verzeichnet. Die Portfolio-Wertberichtigungen ergaben einen positiven Betrag von € 4 Millionen, wobei in fast allen Konzerneinheiten der Region der Stand der Portfolio-Wertberichtigungen reduziert wurde. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 2,9 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent zu und blieb damit weiterhin der niedrigste aller Regionen.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 90 Millionen um 10 Prozent unter jenem der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr steuerte dazu einen Beitrag von € 40 Millionen bei und lag damit um 11 Prozent über dem Vergleichsniveau. Der größte Beitrag stammte mit € 20 Millionen aus der weiterhin provisionsstärksten Konzerneinheit in Rumänien. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sanken um 32 Prozent auf € 14 Millionen. Weiters generierte das Kredit- und Garantiegeschäft € 17 Millionen, die fast zur Gänze in Rumänien erzielt wurden.

Das Handelsergebnis in Südosteuropa sank von € 24 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 14 Millionen. Das währungsbezogene Geschäft brachte € 4 Millionen, die überwiegend in Rumänien anfielen. Im zinsbezogenen Geschäft wurde ein Gewinn von € 14 Millionen verzeichnet, der sich gleichmäßig auf die Länder der Region verteilte.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg auf € 22 Millionen, nachdem es in der Vergleichsperiode nur € 2 Millionen betragen hatte. Diese Veränderung beruhte insbesondere auf Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Schuldverschreibungen in Rumänien und Kroatien aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus in diesen Märkten.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit insgesamt € 178 Millionen um 1 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei sanken die Personalaufwendungen um € 2 Millionen auf € 77 Millionen, während die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter sich um 10 Prozent oder 1.915 auf 17.208 reduzierte. Die Sachaufwendungen blieben mit € 76 Millionen unverändert. Die Abschreibungen, meist für Filialinvestitionen, erhöhten sich um 4 Prozent auf € 25 Millionen. Ausgehend von 1.200 Geschäftsstellen zum Ende der Vergleichsperiode sank deren Anzahl um 2 Prozent auf 1.179. Die Cost/Income Ratio stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 52,9 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit € 10 Millionen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres fast unverändert. Neben kleineren Aufwandsposten waren darin vor allem Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Höhe von € 9 Millionen enthalten, die überwiegend in Kroatien erwirtschaftet wurden.

Aufgrund der Endkonsolidierung aus Wesentlichkeitsgründen von Projektgesellschaften, die überwiegend in Rumänien anfielen, verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 10 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag wuchsen gegenüber der Vergleichsperiode um 27 Prozent auf € 13 Millionen. Die Steuerquote in der Region lag bei 13 Prozent und damit 5 Prozentpunkte unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten betrug € 79 Millionen.

Russland

in € Millionen
2010
2009
Zinsüberschuss
119
209
- 43,1%
Kreditrisikovorsorgen
- 37
- 110
- 66,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen
82
100
- 17,4%
Provisionsüberschuss
47
51
- 6,9%
Handelsergebnis
34
- 28

Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
- 9
- 4
141,7%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen
0
2
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung
Verwaltungsaufwendungen - 96 - 100 - 4,2%
davon Personalaufwand
- 49
- 44
13,1%
davon Sachaufwand
- 35
- 48
- 26,9%
davon Abschreibungen
- 11
- 8
39,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis
- 3
- 1
385,7%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen
3
0
Periodenüberschuss vor Steuern
58
20
192,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag
- 14
- 6
123,8%
Periodenüberschuss nach Steuern
44
13
225,4%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg
0
0
Periodenüberschuss nach Minderheiten
44
14
222,2%
Anteil am Ergebnis vor Steuern
24,6%
16,2%
8,4 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern
23,2%
14,2%
9,0 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1
7.535
10.003
- 24,7%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1
798
906
- 11,9%
Aktiva1
12.343
14.126
- 12,6%
Verbindlichkeiten1
10.535
12.676
- 16,9%
Cost/Income Ratio
48,6%
43,1%
5,5 PP
Durchschnittliches Eigenkapital
1.008
1.038
- 2,9%
Return on Equity vor Steuern
23,0%
7,7%
15,3 PP
Return on Equity nach Minderheiten
17,4%
5,3%
12,1 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
8.460
10.091
- 16,2%
Geschäftsstellen1
209
236
- 11,4%

1 Stichtagswerte zum 31. März

Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg im ersten Quartal um 193 Prozent oder € 38 Millionen auf € 58 Millionen. Hauptgrund für diesen Zuwachs waren die vergleichsweise niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Zusätzlich war das Handelsergebnis im Gegensatz zum negativen Wert der Vergleichsperiode deutlich positiv. Der Return on Equity vor Steuern wuchs dadurch um 15,3 Prozentpunkte auf 23,0 Prozent.

Der starke Rückgang des Zinsüberschusses um 43 Prozent oder € 90 Millionen auf € 119 Millionen beruhte zum Großteil auf einer Reduktion des Kreditportfolios bei Firmen- und Retail-Kunden. Die selektive Neukreditvergabe und die verglichen mit dem Kerngeschäft weniger profitable Veranlagung des Liquiditätsüberschusses wirkten sich ertragsmindernd aus. Die Nettozinsspanne der Region verringerte sich um 1,79 Prozentpunkte auf 3,97 Prozent. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 13 Prozent oder € 1,8 Milliarden auf € 12,3 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich um 25 Prozent auf € 7,5 Milliarden, überwiegend aufgrund der Exposure-Reduktion bei Firmenkunden.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken deutlich von € 110 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 37 Millionen. Maßgeblich verantwortlich dafür waren portfoliobasierte Wertberichtigungen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen betrugen € 59 Millionen, um 16 Prozent mehr als im ersten Quartal 2009. Die Verbesserung der Rating-Struktur und zusätzlich eingeholte Sicherheiten führten zu höheren Auflösungen in der Berichtsperiode. Per Saldo ergaben sich aufgrund der Reduktion des Kreditportfolios Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen in Höhe von € 22 Millionen. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio erhöhte sich im Jahresabstand um 8,5 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent.

Der Provisionsüberschuss sank um 7 Prozent oder € 4 Millionen auf € 47 Millionen. Dieser Rückgang beruhte im Wesentlichen auf den Erträgen aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, die gegenüber der Vergleichsperiode um 47 Prozent auf € 11 Millionen sanken. Im Zahlungsverkehr verbesserte sich das Ergebnis um 9 Prozent auf € 20 Millionen und steuerte den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss bei. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft blieb mit € 8 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft legten im Berichtsjahr auf € 2 Millionen zu.

Das Handelsergebnis drehte in der Berichtsperiode von minus € 28 Millionen auf € 34 Millionen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verdoppelte sich fast auf € 35 Millionen, die Bewertungsgewinne resultierten großteils aus der weiterhin rückläufigen Zinsentwicklung festverzinslicher Anleihen und Schuldverschreibungen. Ein Verlust aus dem währungsbezogenen Geschäft in Höhe von € 2 Millionen kam vor allem aus der Bewertung von Devisentermingeschäften infolge geänderter Terminkurse.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug im Berichtsjahr minus € 9 Millionen. Es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken insgesamt um 4 Prozent auf € 96 Millionen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich hingegen durch Lohnanpassungen um 13 Prozent oder € 5 Millionen auf € 49 Millionen. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern sank gegenüber der Vergleichsperiode um 16 Prozent auf 8.460, wobei vor allem der Personalstand in den Filialen reduziert wurde. Der Sachaufwand verringerte sich um 27 Prozent oder € 13 Millionen auf € 35 Millionen, während die Abschreibungen um € 3 Millionen auf € 11 Millionen stiegen. Die Anzahl der Geschäftsstellen reduzierte sich im Jahresabstand um 11 Prozent oder 27 Standorte auf 209. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich um 5,5 Prozentpunkte auf 48,6 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 3 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren die Aufwendungen für nicht ertragsabhängige Steuern in Höhe von € 2 Millionen.

Aufgrund der Endkonsolidierung einer Asset-Management-Gesellschaft aus Wesentlichkeitsgründen verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 8 Millionen auf € 14 Millionen. Die Steuerquote sank um 8 Prozentpunkte auf 24 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten wuchs auf € 44 Millionen.

GUS Sonstige

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung
in € Millionen 2010 2009
Zinsüberschuss 115 126 - 8,6%
Kreditrisikovorsorgen - 78 - 118 - 33,6%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 37 8 363,3%
Provisionsüberschuss 37 43 - 14,1%
Handelsergebnis 12 23 - 48,9%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 12 4 227,0%
Verwaltungsaufwendungen - 78 - 78 0,4%
davon Personalaufwand - 40 - 43 - 7,4%
davon Sachaufwand - 29 - 26 12,7%
davon Abschreibungen - 9 - 9 2,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 2 1
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 17 1 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 5 0 >500,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 12 1 >500,0%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 2 - 4 - 60,0%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Minderheiten 10 - 3
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,4% 0,9% 6,5 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 6,4% 0,8% 5,6 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 5.374 7.500 - 28,3%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 515 668 - 22,9%
Aktiva1 6.650 7.715 - 13,8%
Verbindlichkeiten1 5.711 6.724 - 15,1%
Cost/Income Ratio 48,3% 40,4% 7,9 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 700 850 - 17,6%
Return on Equity vor Steuern 10,0% 0,5% 9,5 PP
Return on Equity nach Minderheiten 5,9% 7,5 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 17.350 19.279 - 10,0%
Geschäftsstellen1 1.035 1.188 - 12,9%

1 Stichtagswerte zum 31. März

Das Jahresergebnis vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich in der Berichtsperiode um € 16 Millionen auf € 17 Millionen. Das positive Vorsteuerergebnis wurde aufgrund der vergleichsweise deutlich niedrigerer Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und eines guten Ergebnisses aus Finanzinvestitionen erreicht. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich dadurch um 9,5 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent.

Der Zinsüberschuss des Segments sank insgesamt um 9 Prozent oder € 11 Millionen auf € 115 Millionen. In der Ukraine wirkten sich die Portfolioreduktion, das eingeschränkte Neugeschäft sowie umgesetzte Kredit-Restrukturierungsmaßnahmen ertragsmindernd aus. In Belarus hingegen wurde durch niedrigere Refinanzierungskosten ein Anstieg des Zinsüberschusses erreicht. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 14 Prozent oder € 1,1 Milliarden auf € 6,7 Milliarden. Die Nettozinsspanne stieg dementsprechend um 72 Basispunkte auf 7,1 Prozent. Durch die Reduktion des Geschäftsvolumens sanken auch die Kreditrisikoaktiva um 28 Prozent auf € 5,4 Milliarden.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken insgesamt um 34 Prozent von € 118 Millionen auf € 78 Millionen. In den ukrainischen Konzerneinheiten waren diese im Periodenvergleich deutlich geringer, blieben aber weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. In Belarus hingegen stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im ersten Quartal 2010 von € 1 Million auf 4 Millionen. In der Region entfielen auf die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen € 46 Millionen, die überwiegend Kredite an Privatkunden in der Ukraine betrafen. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erreichten € 32 Millionen, wobei vor allem Kredite an Großfirmenkunden in der Ukraine betroffen waren. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg insgesamt um 12,5 Prozentpunkte auf 23,0 Prozent und lag in Belarus bei 4,0 Prozent und in der Ukraine bei 27,2 Prozent. Der Zuwachs der Non-Performing Loans verlor jedoch im Jahresabstand an Dynamik.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich einen Rückgang von 14 Prozent oder € 6 Millionen auf € 37 Millionen. Der Zahlungsverkehr blieb ergebnismäßig unverändert bei € 27 Millionen und lieferte den wichtigsten Beitrag zum Provisionsergebnis. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft halbierte sich gegenüber der Vergleichsperiode auf € 9 Millionen.

Das Handelsergebnis sank von € 23 Millionen auf € 12 Millionen, was überwiegend im Zusammenhang mit der Reduktion des währungsbezogenen Geschäfts stand. Aufgrund der Kursentwicklung des belarussischen Rubels verringerte sich der Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals in Belarus besteht, von € 20 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 1 Million. Das zinsbezogene Geschäft brachte einen Ertrag von € 6 Millionen, der zur Gänze in der Ukraine erzielt wurde. Die Wertzuschreibungen bei fixverzinslichen Wertpapieren und Anleihen resultierten zum Teil aus der Verbesserung des Landesratings der Ukraine.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 12 Millionen. Positiv wirkten sich hier Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand in der Ukraine aus.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit € 78 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode unverändert. Hingegen nahmen die Personalaufwendungen um 7 Prozent oder € 3 Millionen auf € 40 Millionen ab. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in der Region ging um 10 Prozent oder 1.929 Personen auf 17.350 zurück. Im Rahmen der laufenden Anpassung der lokalen Präsenz wurde die Anzahl der Geschäftsstellen um 13 Prozent oder 153 Filialen auf 1.035 reduziert. Der Sachaufwand erhöhte sich um 13 Prozent oder € 3 Millionen auf € 29 Millionen. Die Abschreibungen lagen

mit € 9 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge stieg die Cost/Income Ratio in der Region um 7,9 Prozentpunkte auf 48,3 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 2 Millionen. Es bestand aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen € 5 Millionen. Nach einem Fehlbetrag in der Vergleichsperiode betrug der Periodenüberschuss nach Minderheiten € 10 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Treasury
  • Participations and Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.

1.1.-31.3.2010
in € Millionen
Corporate
Customers
Retail
Customers
Treasury Participations
and Other
Gesamt
Zinsüberschuss 222 404 23 42 690
Kreditrisikovorsorgen - 134 - 161 1 - 1 - 295
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 88 243 24 41 395
Provisionsüberschuss 97 185 0 0 282
Handelsergebnis 1 0 56 1 58
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0 - 19 0 - 19
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 0 0 55 0 55
Verwaltungsaufwendungen - 120 - 408 - 23 - 33 - 585
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 5 0 - 32 - 17
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 - 3 - 3
Periodenüberschuss vor Steuern 75 25 93 - 26 166
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 24.615 17.040 5.697 3.232 50.584
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.163 1.715 1.006 265 5.150
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.211 43.959 1.397 1.727 56.294
Cost/Income Ratio 36,7% 68,7% 28,8% 57,7%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.618 2.202 760 371 6.951
Return on Equity vor Steuern 8,2% 4,7% 48,8% 9,6%
1.1.-31.3.2009
in € Millionen
Corporate
Customers
Retail
Customers
Treasury Participations
and Other
Gesamt
Zinsüberschuss 275 428 10 54 767
Kreditrisikovorsorgen - 151 - 295 0 1 - 445
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 124 133 10 55 322
Provisionsüberschuss 99 192 0 3 294

Geschäftsbereichsüberblick

1.1.-31.3.2009 Corporate Retail Treasury Participations Gesamt
in € Millionen Customers Customers and Other
Zinsüberschuss 275 428 10 54 767
Kreditrisikovorsorgen - 151 - 295 0 1 - 445
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 124 133 10 55 322
Provisionsüberschuss 99 192 0 3 294
Handelsergebnis 0 0 47 - 1 46
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0 - 5 0 - 5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 1 0 - 2 0 - 3
Verwaltungsaufwendungen - 113 - 409 - 23 - 29 - 574
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 3 0 - 10 4
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 120 - 81 27 18 84
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 30.098 17.828 6.240 3.902 58.068
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.573 1.692 986 331 5.582
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.881 49.223 1.586 2.190 62.880
Cost/Income Ratio 29,2% 65,6% 39,8% 66,7% 51,7%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.249 1.958 696 384 6.287
Return on Equity vor Steuern 14,9% 15,8% 16,0% 5,3%

1 Stichtagswerte zum 31. März

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen Ergebnisrückgang. Der Periodenüberschuss vor Steuern fiel um 38 Prozent auf € 75 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war die Verringerung des Zinsüberschusses um knapp ein Fünftel auf € 222 Millionen, während die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Periodenvergleich um 11 Prozent auf € 134 Millionen sanken.

Die Betriebserträge sanken von € 385 Millionen auf € 329 Millionen und blieben somit 15 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Rückgang des Zinsüberschusses resultierte überwiegend aus dem Geschäft mit Großfirmenkunden in Russland. Der Provisionsüberschuss sank nur geringfügig um 2 Prozent auf € 97 Millionen. Der Rückgang des Provisionsertrags im Zusammenhang mit Großkunden wurde großteils durch die Ertragssteigerungen im Bereich der mittleren Unternehmen in der Tschechischen Republik und Russland kompensiert.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 6 Prozent auf € 120 Millionen, die Cost/Income Ratio stieg daher um 7,5 Prozentpunkte auf 36,7 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank um 18 Prozent auf € 9 Millionen. Den größten Beitrag dazu leistete weiterhin das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien mit € 5 Millionen.

Die Risikoaktiva für das Kreditrisiko betrugen € 24,6 Milliarden. Dies bedeutete gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode einen überwiegend volumenbedingten Rückgang von 18 Prozent.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers sank aufgrund des Rückgangs im Ergebnis um 6,7 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent.

Retail Customers

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers betrug in der Berichtsperiode € 25 Millionen. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Geschäftsbereich noch einen Vorsteuerverlust von € 81 Millionen ausgewiesen. Diese Entwicklung resultierte aus der verbesserten Situation im Bereich des Kreditrisikos.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs lagen mit € 594 Millionen um 5 Prozent unter der Vergleichsperiode. Der Zinsüberschuss sank um 6 Prozent auf € 404 Millionen. Besonders davon betroffen waren die Konzerneinheiten in der Ukraine, Rumänien und Ungarn, wo sich die Zinserträge dieses Kundenbereichs stark reduzierten. Der Provisionsüberschuss sank ebenfalls – hauptsächlich bedingt durch den Geschäftsrückgang in den ukrainischen Konzerneinheiten im Privatkundengeschäft – um 4 Prozent auf € 185 Millionen.

Im Berichtsjahr blieben die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs fast unverändert bei € 408 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 3,1 Prozentpunkte auf 68,7 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um € 2 Millionen über das Niveau der Vorperiode und erreichte € 5 Millionen. Den größten Beitrag hierzu leistete mit € 3 Millionen das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs Retail Customers sanken im Jahresabstand um 4 Prozent auf € 17,0 Milliarden. Der Return on Equity vor Steuern war in der Berichtsperiode im Gegensatz zur Vergleichsperiode mit 4,7 Prozent positiv.

Treasury

Der Geschäftsbereich Treasury erzielte in der Berichtsperiode ein Vorsteuerergebnis von € 93 Millionen und verzeichnete damit eine starke Steigerung gegenüber der Vergleichsperiode. Erreicht wurde dieser Zuwachs durch ein verbessertes Ergebnis aus Finanzinvestitionen und ein gestiegenes Handelsergebnis.

Der Zinsüberschuss stieg von € 10 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 23 Millionen. Hauptfaktor dafür waren sinkende Refinanzierungskosten in fast allen Konzerneinheiten.

Das Handelsergebnis von € 56 Millionen wurde überwiegend durch die Aufwertung des Wertpapierbestands in Russland positiv beeinflusst.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 19 Millionen beruhte vor allem auf Bewertungsverlusten aus Zinsswaps in Russland und Kroatien.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen war mit € 55 Millionen im Gegensatz zur Vergleichsperiode deutlich positiv. Es resultierte großteils aus Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Wertpapieren in Rumänien und der Ukraine.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben im Periodenvergleich unverändert bei € 23 Millionen. Die Betriebserträge stiegen insgesamt um 39 Prozent auf € 79 Millionen. Diese Entwicklung führte zu einer Verbesserung der Cost/Income Ratio von 11,0 Prozentpunkten auf 28,8 Prozent.

Die Kreditrisikoaktiva sanken wegen Umschichtungen in den Portfolios um 9 Prozent auf € 5,7 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs stieg um 33,0 Prozentpunkte auf 48,8 Prozent.

Participations and Other

Der Periodenfehlbetrag vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other betrug € 26 Millionen. Der Zinsüberschuss sank gegenüber der Vergleichsperiode um 22 Prozent auf € 42 Millionen. Der Hauptgrund für das negative Ergebnis lag im starken Rückgang der kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals, die überwiegend im gesunkenen Zinsniveau der Ukraine begründet lagen.

Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten enthält dieser Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die im Periodenvergleich stabil blieben. Diese verbleiben nach internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernabschluss (Bericht zum 31. März 2010)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

Anhang 1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung
in € Millionen 2010 2009
Zinserträge 1.193,2 1.546,0 - 22,8%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0,0 0,3 - 84,5%
Zinsaufwendungen - 503,3 - 779,2 - 35,4%
Zinsüberschuss (2) 689,9 767,1 - 10,1%
Kreditrisikovorsorgen (3) - 294,8 - 445,2 - 33,8%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 395,1 321,9 22,7%
Provisionserträge 333,3 348,4 - 4,3%
Provisionsaufwendungen - 50,9 - 54,7 - 6,9%
Provisionsüberschuss (4) 282,4 293,7 - 3,9%
Handelsergebnis (5) 57,6 45,6 26,4%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (6) - 18,6 - 4,9 278,4%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen (7) 54,6 - 2,9
Verwaltungsaufwendungen (8) - 584,6 - 573,6 1,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis (9) - 17,3 3,7
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 3,1 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 166,2 83,6 98,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 42,2 - 19,9 112,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 124,0 63,7 94,7%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 24,1 - 7,5 220,0%
Konzern-Periodenüberschuss 99,9 56,2 77,8%
Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2009 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2009
Konzern-Periodenüberschuss 100 56 24 8
Währungsdifferenzen 294 - 337 17 - 32
Absicherung Nettoinvestition
(Capital Hedge)
- 8 - 1 0 0
Cash-Flow Hedge 3 - 2 0 0
Bewertungsänderungen zur
Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte (Afs)
3 2 0 0
Sonstiges Ergebnis 292 - 338 17 - 32
Gesamtergebnis 392 - 282 41 - 24

Überleitung zum Gesamtergebnis

in € 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2009 Veränderung
Gewinn je Aktie 0,55 0,27 0,28
Gewinn je Aktie vor Abzug des Entgelts für das
Genussrechtskapital
0,65 0,37 0,28

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Genussrechtskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 31. März 2010 waren dies 153,7 Millionen, zum 31. März 2009 waren es 153,6 Millionen gewesen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q2/2009 Q3/2009 Q4/2009 Q1/2010
Zinsüberschuss 728,6 728,7 712,1 689,9
Kreditrisikovorsorgen - 523,4 - 396,5 - 372,9 - 294,8
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 205,2 332,2 339,2 395,1
Provisionsüberschuss 291 321,6 316,7 282,4
Handelsergebnis 73,3 27,8 39,7 57,6
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 23,9 - 13,5 2,7 - 18,6
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 34,2 12,2 - 2,2 54,6
Verwaltungsaufwendungen - 569,5 - 534,9 - 591,7 - 584,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11,9 - 12,6 - 23,3 - 17,3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 - 3,1
Periodenüberschuss vor Steuern 70,0 132,8 81,1 166,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 14,8 - 36,3 - 9,5 - 42,2
Periodenüberschuss nach Steuern 55,3 96,6 71,4 124,0
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 33,5 - 19,0 - 14,9 - 24,1
Konzern-Periodenüberschuss 21,8 77,6 56,6 99,9
in € Millionen Q2/2008 Q3/2008 Q4/2008 Q1/2009
Zinsüberschuss 786,5 844,1 890,3 767,1
Kreditrisikovorsorgen - 108,3 - 164,2 - 414,8 - 445,2
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 678,2 679,9 475,5 321,9
Provisionsüberschuss 372,0 394,9 398,6 293,7
Handelsergebnis 54,6 35,2 40,3 45,6
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 44,1 - 6,3 - 21,0 - 4,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 0,9 10,8 - 35,8 - 2,9
Verwaltungsaufwendungen - 665,5 - 689,6 - 693,4 - 573,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 17,0 - 6,4 1,8 3,7
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 5,8 - 0,2 2,2 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 473,1 418,3 168,2 83,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 106,0 - 99,3 - 55,3 - 19,9
Periodenüberschuss nach Steuern 367,1 319,0 112,9 63,7
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 55,8 - 23,2 7,7 - 7,5
Konzern-Periodenüberschuss 311,3 295,8 120,6 56,2

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 31.3.2010 31.12.2009 Veränderung
Barreserve 3.336 4.180 - 20,2%
Forderungen an Kreditinstitute (11,30) 9.723 10.310 - 5,7%
Forderungen an Kunden (12,30) 51.230 50.515 1,4%
Kreditrisikovorsorgen (13) - 3.432 - 3.084 11,3%
Handelsaktiva (14,30) 3.854 3.709 3,9%
Derivative Finanzinstrumente (15,30) 289 333 - 13,3%
Wertpapiere und Beteiligungen (16,30) 9.019 7.271 24,0%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen (30) 6 5 4,3%
Immaterielle Vermögenswerte (17) 1.030 972 5,9%
Sachanlagen (18) 1.267 1.244 1,8%
Sonstige Aktiva (19,30) 868 820 5,9%
Aktiva gesamt 77.190 76.275 1,2%
Passiva
in € Millionen Anhang 31.3.2010 31.12.2009 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20,30) 20.132 20.110 0,1%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21,30) 42.553 42.578 - 0,1%
Verbriefte Verbindlichkeiten (22,30) 2.562 2.527 1,4%
Rückstellungen (23,30) 355 312 14,0%
Handelspassiva (24,30) 538 514 4,6%
Derivative Finanzinstrumente (25,30) 348 259 34,0%
Sonstige Passiva (26,30) 820 505 62,8%
Nachrangkapital (27,30) 2.515 2.470 1,8%
Eigenkapital (28) 7.367 7.000 5,2%
Konzern-Eigenkapital 6.232 5.790 7,6%
Konzern-Periodenüberschuss 100 212 - 52,9%
Anteile anderer Gesellschafter 1.035 998 3,7%
Passiva gesamt 77.190 76.275 1,2%
in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Genussrechts
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2009 469 0 2.568 1.577 982 923 6.518
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 0 0
Gewinnthesaurierung 0 0 0 982 - 982 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 - 2 - 2
Gesamtergebnis 0 0 0 - 338 56 - 24 - 306
Eigene Aktien/Share
Incentive Program 0 0 - 1 0 0 0 - 1
Sonstige Veränderungen 0 0 0 7 0 0 534
Eigenkapital 31.3.2009 469 0 2.567 2.227 56 897 6.216

Eigenkapitalentwicklung

in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Genussrechts
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2010 469 600 2.569 2.152 212 998 7.000
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 3 3
Gewinnthesaurierung 0 60 0 152 - 212 0 0
Dividendenzahlungen 0 - 60 0 0 0 - 3 - 63
Gesamtergebnis 0 0 0 292 100 41 433
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 - 2 0 0 0 - 2
Sonstige Veränderungen 0 0 0 1 0 - 4 - 4
Eigenkapital 31.3.2010 469 600 2.567 2.596 100 1.035 7.367

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2009
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4.180 7.130
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit - 606 - 521
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 313 282
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 16 33
Effekte aus Wechselkursänderungen 91 - 417
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 3.336 6.507

Segmentberichterstattung

Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn

Südosteuropa

Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Moldau, Rumänien und Serbien

  • Russland
  • GUS Sonstige Belarus, Kasachstan und Ukraine

Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen, aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.

1.1.-31.3.2010 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 260,8 222,0 119,2 114,7 - 26,8 689,9
Kreditrisikovorsorgen - 111,1 - 68,6 - 37,0 - 78,1 - 294,8
Zinsüberschuss/-fehlbetrag nach
Kreditrisikovorsorgen 149,7 153,4 82,2 36,6 - 26,8 395,1
Provisionsüberschuss 107,4 90,0 47,0 37,2 0,9 282,4
Handelsergebnis 3,7 14,4 33,8 11,9 - 6,2 57,6
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten - 3,7 - 5,5 - 8,7 - 0,4 - 0,3 - 18,6
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 20,5 22,4 - 0,4 12,1 0,0 54,6
Verwaltungsaufwendungen - 213,5 - 178,1 - 95,5 - 78,3 - 19,2 - 584,6
davon Personalaufwand - 102,6 - 76,9 - 49,2 - 39,8 - 10,5 - 279,0
davon Sachaufwand - 91,6 - 76,1 - 35,4 - 29,3 - 8,1 - 240,5
davon Abschreibungen - 19,3 - 25,1 - 10,9 - 9,2 - 0,5 - 65,0
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 5,3 10,4 - 3,4 - 1,7 - 17,3 - 17,3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 3,7 - 9,5 2,7 0,0 - 3,1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 62,5 97,5 57,7 17,4 - 68,9 166,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13,9 - 13,1 - 14,1 - 5,4 4,4 - 42,1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag
nach Steuern 48,6 84,4 43,6 12,0 - 64,5 124,0
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
- 16,8 - 5,3 - 0,1 - 1,6 - 0,3 - 24,1
Konzern-Periodenüberschuss/-
fehlbetrag 31,8 79,1 43,5 10,4 - 64,8 99,9
Anteil am Ergebnis vor Steuern 26,5% 41,4% 24,6% 7,4% 100,0%
Anteil am Ergebnis nach Steuern 25,7% 44,7% 23,2% 6,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.565 16.276 7.535 5.374 - 166 50.584
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.985 1.514 798 515 338 5.150
Aktiva1 33.819 23.300 12.343 6.650 1.078 77.190
Verbindlichkeiten1 31.066 20.497 10.535 5.711 2.014 69.823
Cost/Income Ratio 58,3% 52,9% 48,6% 48,3% 57,7%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.987 2.285 1.014 704 - 39 6.951
Return on Equity vor Steuern 8,4% 17,1% 22,8% 9,9% 9,6%
Konzern-Return on Equity nach
Minderheiten 5,6% 15,4% 17,3% 5,9% 6,7%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 12.894 17.208 8.460 17.350 382 56.294
Geschäftsstellen1 554 1.179 209 1.035 2.977

1 Stichtagswerte zum 31. März

1.1.-31.3.2009 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 231,4 217,4 209,4 125,5 - 16,7 767,1
Kreditrisikovorsorgen - 105,4 - 112,3 - 109,9 - 117,7 - 445,2
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 126,1 105,2 99,5 7,8 - 16,7 321,9
Provisionsüberschuss 99,6 99,6 50,5 43,3 0,7 293,7
Handelsergebnis 32,1 23,5 - 27,9 23,3 - 5,5 45,6
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten
0,6 - 2,6 - 3,6 0,1 0,6 - 4,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 10,3 2,1 1,6 3,7 0,0 - 2,9
Verwaltungsaufwendungen - 202,7 - 179,6 - 99,7 - 77,9 - 13,8 - 573,6
davon Personalaufwand - 97,4 - 79,1 - 43,5 - 43,0 - 11,7 - 274,6
davon Sachaufwand - 86,2 - 76,3 - 48,4 - 26,0 - 1,4 - 238,3
davon Abschreibungen - 19,1 - 24,2 - 7,8 - 9,0 - 0,7 - 60,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,9 7,6 - 0,7 0,8 - 4,8 3,7
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 46,3 55,8 19,9 1,1 - 39,5 83,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 10,9 - 10,3 - 6,3 - 0,3 7,9 - 19,9
Periodenüberschuss/-fehlbetrag
nach Steuern 35,4 45,5 13,6 0,7 - 31,5 63,7
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
- 12,5 2,0 0,1 - 4,0 6,8 - 7,5
Konzern-Periodenüberschuss/-
fehlbetrag 23,0 47,5 13,7 - 3,3 - 24,7 56,2
Anteil am Ergebnis vor Steuern 37,6% 45,3% 16,2% 0,9% 100,0%
Anteil am Ergebnis nach Steuern 37,2% 47,8% 14,2% 0,8% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.322 18.410 10.003 7.500 - 166 58.068
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.025 1.653 906 668 330 5.582
Aktiva1 32.805 24.421 14.126 7.715 817 79.883
Verbindlichkeiten1 30.523 21.726 12.676 6.724 2.018 73.667
Cost/Income Ratio 55,7% 51,6% 43,1% 40,4% 0,0% 51,7%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.434 1.982 1.038 850 - 17 6.287
Return on Equity vor Steuern 7,6% 11,3% 7,7% 0,5% 5,3%
Konzern-Return on Equity nach
Minderheiten
5,2% 10,8% 5,3% 4,2%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 14.079 19.123 10.091 19.279 308 62.880
Geschäftsstellen1 584 1.200 236 1.188 3.208

1 Stichtagswerte zum 31:März

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.

Der vorliegende Zwischenbericht zum 31. März 2010 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2009. Standards und Interpretationen, die seit 1. Jänner 2010 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

Im März 2010 übernahm die EU IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb). IFRIC 16 ist spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Die Raiffeisen International wendete IFRIC 16 für das Geschäftsjahr 2010 erstmals an. Die Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb des Konzerns das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Für den vorliegenden Zwischenbericht der Raiffeisen International ergeben sich hieraus erfolgsneutrale Bewertungsergebnisse in Höhe von € 1 Million.

Der Bericht zum ersten Quartal 2010 der Raiffeisen International Bank-Holding AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market, Seite 9).

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 31.3.2010 31.12.2009 31.3.2010 31.12.2009
Stand Beginn der Periode 135 131 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 1 8 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 3 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 40 - 1 0 0
Stand Ende der Periode 96 135 1 1

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die folgenden Unternehmen wurden erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Anteil Stichtag Grund
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L.,
Bukarest (RO) 100,0% 1.1. Operativ tätig

Mit 1. Jänner 2010 wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2009
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
- 11,0 256,4
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
107,3 52,8
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 3,3 0,3
Ergebnis aus Kredite und Forderungen 770,6 950,9
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
49,4 42,2
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 503,2 - 772,1
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen - 3,6 2,9
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 76,0 - 173,7
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 322,6 - 276,1
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 166,2 83,6

(2) Zinsüberschuss

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2010 2009
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 1.193,2 1.546,0
Zinserträge 1.188,0 1.543,1
aus Guthaben bei Zentralbanken 17,6 33,9
aus Forderungen an Kreditinstitute 25,0 42,8
aus Forderungen an Kunden 963,2 1.245,4
aus Wertpapieren 101,7 98,0
aus Leasingforderungen 58,3 78,2
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 22,3 44,9
Laufende Erträge 3,7 - 0,1
Zinsähnliche Erträge 1,5 3,0
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0,0 0,3
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 503,3 - 779,2
Zinsaufwendungen - 502,0 - 777,8
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 0,1 - 7,1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 137,0 - 272,1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 303,3 - 443,4
für verbriefte Verbindlichkeiten - 30,8 - 32,4
für Nachrangkapital - 30,8 - 22,8
Zinsähnliche Aufwendungen - 1,3 - 1,4
Zinsüberschuss 689,9 767,1

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-31.3.
2010
1.1.-31.3.
2009
Einzelwertberichtigungen - 237,5 - 300,1
Zuführung zu Risikovorsorgen - 425,7 - 396,5
Auflösung von Risikovorsorgen 198,0 102,9
Direktabschreibungen - 16,5 - 11,6
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 6,7 5,1
Portfolio-Wertberichtigungen - 57,5 - 145,1
Zuführung zu Risikovorsorgen - 180,2 - 199,6
Auflösung von Risikovorsorgen 122,7 54,5
Erlöse aus dem Verkauf von Krediten 0,2 0,0
Gesamt - 294,8 - 445,2

(4) Provisionsüberschuss

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2010 2009
Zahlungsverkehr 128,8 125,8
Kreditbearbeitung und Avalgeschäft 48,2 46,3
Wertpapiergeschäft 12,1 6,1
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 66,3 92,0
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 5,6 5,1
Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten 9,3 6,0
Kreditderivatgeschäft - 0,2 - 0,6
Sonstige Bankdienstleistungen 12,2 13,0
Gesamt 282,4 293,7

(5) Handelsergebnis

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2010 2009
Zinsbezogenes Geschäft 54,8 36,0
Währungsbezogenes Geschäft 0,2 10,5
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 2,5 - 1,0
Sonstiges Geschäft 0,2 0,1
Gesamt 57,6 45,6

(6) Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten

in € Millionen 1.1.-31.3.
2010
1.1.-31.3.
2009
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 0,4 3,1
Ergebnis aus Kreditderivaten - 0,2 0,3
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 18,8 - 8,3
Gesamt - 18,6 - 4,9

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-31.3.
2010
1.1.-31.3.
2009
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0,1 - 1,5
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0,1 -1,5
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren 54,5 - 1,4
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 46,8 - 1,8
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 7,7 0,4
Gesamt 54,6 - 2,9

(8) Verwaltungsaufwendungen

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2010 2009
Personalaufwand - 279,1 - 274,6
Sachaufwand - 240,5 - 238,3
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 65,0 - 60,7
Gesamt - 584,6 - 573,6

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2010 2009
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 12,6 39,1
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 18,2 - 39,2
Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen 0,4 1,0
Ergebnis aus Operating Leasing (KFZ und Mobilien) 0,3 0,7
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing (Immobilien) 10,7 10,6
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 0,8 - 0,4
Sonstige Steuern - 11,6 - 12,5
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 0,0 0,0
Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 6,0 1,3
Sonstige betriebliche Erträge 3,7 8,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 8,5 - 5,2
Gesamt - 17,3 3,7

Erläuterungen zur Bilanz

(10) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.
2010
31.12.
2009
Handelsaktiva 4.116 4.021
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 4.657 3.234
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 145 119
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 6 5
Kredite und Forderungen 61.700 62.709
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.244 3.950
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 26 22
Sonstige Aktiva 2.296 2.215
Aktiva gesamt 77.190 76.275

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.
2010
31.12.
2009
Handelspassiva 832 723
Finanzielle Verbindlichkeiten 68.583 68.190
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 53 50
Rückstellungen 355 312
Eigenkapital 7.367 7.000
Passiva gesamt 77.190 76.275

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(11) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Giro- und Clearinggeschäft 2.050 2.125
Geldmarktgeschäft 7.439 7.904
Kredite an Banken 232 278
Leasingforderungen 1 2
Forderungspapiere 1 1
Gesamt 9.723 10.310

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 314 1.007
Südosteuropa 1.029 1.148
Russland 738 559
GUS Sonstige 543 466
Österreich 5.604 5.673
Sonstige 1.495 1.457
Gesamt 9.723 10.310

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentralbanken 1.457 1.951
Geschäftsbanken 8.266 8.336
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 23
Gesamt 9.723 10.310

(12) Forderungen an Kunden

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Kreditgeschäft 28.146 26.724
Geldmarktgeschäft 2.596 2.148
Hypothekarforderungen 16.804 17.875
Angekaufte Forderungen 483 499
Leasingforderungen 3.199 3.267
Forderungspapiere 2 2
Gesamt 51.230 50.515

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

Gesamt 51.230 50.515
Sonstige 22 28
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.413 2.352
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.000 17.790
Kommerzkunden – Small Business 3.910 3.815
Kommerzkunden – Großkunden 25.791 25.372
Öffentlicher Sektor 1.094 1.158
in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 24.362 23.379
Südosteuropa 12.163 12.320
Russland 6.030 6.112
GUS Sonstige 5.425 5.403
Österreich 23 32
Sonstige 3.227 3.269
Gesamt 51.230 50.515

(13) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Öffentlicher Sektor 3 3
Kreditinstitute 3 3
Kommerzkunden – Großkunden 1.526 1.365
Kommerzkunden – Small Business 371 333
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.298 1.170
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 231 210
Gesamt 3.432 3.084

Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:

in € Millionen Stand
1.1.2010
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zu
führungen1
Auf
lösungen
Ver
brauch2
Währungs
differenzen
Stand
31.3.2010
Einzelwertberichtigungen 2.383 - 1 435 - 198 - 80 110 2.649
Zentraleuropa 759 - 1 163 - 103 - 22 21 817
Südosteuropa 485 0 120 - 47 - 33 4 529
Russland 482 0 105 - 47 - 19 43 564
GUS Sonstige 657 0 47 - 1 - 6 42 739
Portfolio
Wertberichtigungen 771 0 179 - 122 0 30 858
Zentraleuropa 274 0 87 - 36 0 8 333
Südosteuropa 199 0 24 - 28 0 1 196
Russland 137 0 18 - 40 0 11 126
GUS Sonstige 161 0 50 - 18 0 10 203
Gesamt 3.154 - 1 614 - 320 - 80 140 3.507

1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

31.3.2010 Buchwert Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
buchwert
Einzelwert
berichtigte
Fair Value
in € Millionen gungen tigungen Aktiva
Kreditinstitute 9.723 3 0 9.720 7 9.712
Öffentlicher Sektor 1.094 3 0 1.091 78 1.089
Kommerzkunden –
Großkunden 25.791 1.271 255 24.265 2.995 24.843
Kommerzkunden – Small
Business 3.910 317 54 3.539 631 3.728
Retail-Kunden –
Privatpersonen 18.000 854 444 16.702 1.246 17.823
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe 2.413 177 54 2.182 298 2.268
Sonstige 22 0 0 22 0 23
Gesamt 60.953 2.625 807 57.521 5.256 59.486

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:

31.12.2009 Buchwert Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
buchwert
Einzelwert
berichtigte
Fair Value
in € Millionen gungen tigungen Aktiva
Kreditinstitute 10.310 3 0 10.307 4 10.306
Öffentlicher Sektor 1.158 3 0 1.155 80 1.143
Kommerzkunden –
Großkunden 25.372 1.137 228 24.007 2.776 24.478
Kommerzkunden – Small
Business 3.815 280 53 3.482 582 3.665
Retail-Kunden –
Privatpersonen 17.790 778 392 16.620 1.192 17.596
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe 2.352 157 54 2.142 271 2.276
Sonstige 28 0 0 28 0 28
Gesamt 60.825 2.358 726 57.741 4.906 59.491

(14) Handelsaktiva

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.266 3.152
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 10 11
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 578 546
Gesamt 3.854 3.709

(15) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
25 22
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash Flow
Hedge
1 0
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 263 311
Gesamt 289 333

(16) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 8.673 6.955
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 201 197
Unternehmensanteile 145 119
Gesamt 9.019 7.271

(17) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Firmenwerte 619 581
Software 292 275
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 119 116
Gesamt 1.030 972

(18) Sachanlagen

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 548 526
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 28 27
Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480 479
Vermietete Leasinganlagen 211 212
Gesamt 1.267 1.244

(19) Sonstige Aktiva

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Steuerforderungen 255 229
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 21 27
Rechnungsabgrenzungsposten 242 221
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 91 96
Zu Leasingzwecke bestimmte Vermögenswerte 117 141
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 3 2
Umlaufvermögen 28 30
Übrige Aktiva 111 74
Gesamt 868 820

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Giro- und Clearinggeschäft 584 733
Geldmarktgeschäft 2.989 3.145
Langfristige Finanzierungen 16.559 16.232
Gesamt 20.132 20.110

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 1.660 1.671
Südosteuropa 790 1.456
Russland 8 406
GUS Sonstige 75 38
Österreich 13.640 12.736
Sonstige 3.959 3.803
Gesamt 20.132 20.110

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentralbanken 332 490
Geschäftsbanken 18.982 18.773
Multilaterale Entwicklungsbanken 818 847
Gesamt 20.132 20.110

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Sichteinlagen 17.739 17.140
Termineinlagen 23.369 24.045
Spareinlagen 1.444 1.393
Gesamt 42.553 42.578

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich gemäß Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Öffentlicher Sektor 1.328 1.559
Kommerzkunden – Großkunden 14.213 14.181
Kommerzkunden – Small Business 2.262 2.331
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.343 21.104
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.006 3.129
Sonstige 401 274
Gesamt 42.553 42.578

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 19.111 19.448
Südosteuropa 12.242 12.249
Russland 5.873 5.496
GUS Sonstige 3.030 2.890
Österreich 475 405
Sonstige 1.821 2.090
Gesamt 42.553 42.578

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Begebene Schuldverschreibungen 1.986 1.925
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 576 602
Gesamt 2.562 2.527

(23) Rückstellungen

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Abfertigungen 9 9
Pensionen 5 5
Steuern 40 26
Garantien und Bürgschaften 77 70
Offene Rechtsfälle 43 40
Unverbrauchter Urlaub 33 29
Bonuszahlungen 99 92
Restrukturierung 7 3
Sonstige 42 38
Gesamt 355 312

(24) Handelspassiva

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 532 510
Leerverkauf von Handelsaktiva 6 4
Gesamt 538 514

(25) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
7 5
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash Flow
Hedge 47 45
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 294 209
Gesamt 348 259

(26) Sonstige Passiva

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 63 62
Rechnungsabgrenzungsposten 135 111
Dividendenverbindlichkeiten 62 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 384 169
Übrige Passiva 176 162
Gesamt 820 505

(27) Nachrangkapital

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Hybrides Kapital 1.188 1.169
Nachrangige Verbindlichkeiten 1.236 1.210
Ergänzungskapital 91 91
Gesamt 2.515 2.470

(28) Eigenkapital

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Konzern-Eigenkapital 6.232 5.790
Gezeichnetes Kapital 469 469
Genussrechtskapital 600 600
Kapitalrücklagen 2.567 2.569
Gewinnrücklagen 2.596 2.152
Konzern-Periodenüberschuss 100 212
Anteile anderer Gesellschafter 1.035 998
Gesamt 7.367 7.000

Sonstige Erläuterungen

(29) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Eventualverpflichtungen 4.748 4.668
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 5.821 5.395

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 4.340 Millionen (31.12.2009: € 4.646 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(30) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:

31.3.2010 Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen nehmen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 4.813 17 0 26
Forderungen an Kunden 0 257 0 44
Handelsaktiva 68 2 0 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 83 0 62
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen 0 0 6 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 178 9 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 12.391 1.168 0 118
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 53 3 11
Verbriefte Verbindlichkeiten 15 0 0 0
Rückstellungen 4 0 0 0
Handelspassiva 100 0 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 223 12 0 0
Nachrangkapital 1.557 590 0 0
Gegebene Garantien 289 2 0 0
Erhaltene Garantien 125 0 0 1
31.12.2009 Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen nehmen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 4.873 32 0 1
Forderungen an Kunden 0 211 14 35
Handelsaktiva 90 2 0 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 60 11 59
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 192 3 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
11.699 1.254 0 95
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 66 2 11
Verbriefte Verbindlichkeiten 19 0 0 0
Rückstellungen 4 0 0 0
Handelspassiva 87 0 0 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 121 3 1 0
Nachrangkapital 1.529 588 0 0
Gegebene Garantien 372 11 0 0
Erhaltene Garantien 242 0 0 1

(31) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.

Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Eingezahltes Kapital 3.636 3.638
Erwirtschaftetes Kapitel 1.691 1.512
Anteile anderer Gesellschafter 1.072 1.062
Hybrides Kapital 1.150 1.150
Immaterielle Vermögenswerte - 302 - 289
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 7.247 7.072
Abzugsposten vom Kernkapital - 16 - 13
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 7.231 7.059
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 91 91
Berücksichtungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 0 8
Langfristiges nachrangiges Kapital 1.015 1.003
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 1.106 1.102
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen - 15 - 13
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 1.091 1.089
Abzugsposten Versicherungen - 1 - 1
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital (Tier 3-
Kapital)
212 182
Gesamte Eigenmittel 8.533 8.328
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.150 5.117
Eigenmittelüberschuss 3.383 3.212
Überdeckungsquote 65,7% 62,8%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 14,3% 14,1%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2% 11,0%
Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt 9,4% 9,2%
Eigenmittelquote 13,3% 13,0%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 50.584 50.090
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG 4.047 4.007
Standardansatz 2.887 2.862
Auf internen Ratings basierender Ansatz 1.160 1.146
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und
Waren 144 136
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 360 399
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 599 574
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.150 5.117

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2010 31.12.2009
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 36.089 35.771
Zentralstaaten und Zentralbanken 2.809 2.605
Regionale Gebietskörperschaften 127 127
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 36 38
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0
Kreditinstitute 1.806 1.684
Unternehmen (Kommerzkunden) 17.794 17.546
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 11.467 11.451
Investmentfondsanteile 123 123
Verbriefungspositionen 1 3
Sonstige Posten 1.926 2.195
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem
Ansatz 14.495 14.319
Zentralstaaten und Zentralbanken 769 680
Kreditinstitute 1.627 1.670
Unternehmen (Kommerzkunden) 11.942 11.817
Beteiligungspositionen 156 152
Gesamt 50.584 50.090

(32) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Vollzeitäquivalente 2010 2009
Zentraleuropa 12.894 14.079
Südosteuropa 17.208 19.123
Russland 8.460 10.091
GUS Sonstige 17.350 19.279
Österreich 382 308
Gesamt 56.294 62.880

mer Finanzkalender 2010

8. Juli 2010 Hauptversammlung
16. Juli 2010 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
17. August 2010 Beginn der Quiet Period
31. August 2010 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
15. November 2010 Beginn der Quiet Period
29. November 2010 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Impressum

Medieninhaber: Raiffeisen International Bank-Holding AG, Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Investor Relations Redaktionsschluss: 30. Mai 2010 Herstellungsort: Wien Internet: www.ri.co.at Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Internet: www.ri.co.at Public Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828

Disclaimer

Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen International zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungsoder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Der Bericht in englischer Sprache ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.

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