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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 28, 2010

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2009/10 Zumtobel AG

  1. Mai 2009 bis 30. April 2010

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2009/10 2008/091 2007/081 2006/071 2005/061-2
Umsatzerlöse 1.117,3 1.174,0 1.282,3 1.234,0 1.168,0
Bereinigtes EBITDA 96,4 121,6 162,2 154,1 137,7
in % vom Umsatz 10,4 10,4 12,7 12,5 11,8
Bereinigtes EBIT 51,5 78,9 123,0 112,3 99,1
in % vom Umsatz 4,6 6,7 9,6 9,1 8,5
Jahresergebnis -67,0 13,3 93,5 103,6 49,5
in % vom Umsatz -6,0 1,1 7,3 8,4 4,2
Bilanzsumme 983,5 1.018,8 1.082,4 1.132,5 1.072,2 *
Eigenkapital 351,6 420,9 490,7 428,7 174,2 *
Eigenkapitalquote in % 35,8 41,3 45,3 37,9 16,2 *
Nettoverbindlichkeiten 121,9 163,5 129,0 185,7 356,1
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 77,6 107,3 166,0 173,8 128,8
Investitionen 49,4 64,7 66,0 54,3 49,6
in % vom Umsatz 4,4 5,5 5,1 4,4 4,2
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.329 7.165 7.908 7.911 7.384

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen und Fachbegriffe12

1 Die mit * gekennzeichneten Vergleichszahlen der Vorperioden wurden aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") bei der Bewertung von Firmenwerten angepasst (siehe dazu auch Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 Firmenwerte).

2 Die Kennzahlen wurden um die Anwendung von IFRS 5 und IAS 19 angepasst.

Inhalt

Fünfjahresübersicht 2
Brief des Vorstandsvorsitzenden 4
1. Konzernlagebericht 7
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______15
1.3 Die Zumtobel Aktie__________17
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2008 _______19
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________20
1.6 Geschäftsverlauf_____________20
1.7 Mitarbeiter___________29
1.8 Einkauf ______________31
1.9 Betrieblicher Umweltschutz __________32
1.10 Forschung und Entwicklung __________33
1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag _______36
1.12 Risikomanagement ___________36
1.13 Internes Kontrollsystem _____________43
1.14 Angaben zu § 243a UGB ____________45
1.15 Ausblick und Ziele ___________48
2. Konzernabschluss 51
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________54
2.2 Gesamtergebnisrechnung____________55
2.3 Bilanz _______________56
2.4 Kapitalflussrechnung __________57
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung___________58
2.6 Anhang _____________59
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____112
2.8 Konsolidierungskreis_________113
Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)_________116
3. Corporate Governance 119
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________121
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________121
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____123
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________123
4. Einzelabschluss ZAG 137
4.1 Bilanz ______________139
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______141
4.3 Anhang ____________142
4.4 Lagebericht _________156
4.6 Anlagenspiegel _____________157
Bestätigungsvermerk (Bericht des Abschlussprüfers) ________158
5. Service 161

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Dr. Harald Sommerer

Nach vier Jahren im Aufsichtsrat habe ich am 1. Mai 2010 den Vorstandsvorsitz der Zumtobel AG übernommen. Ich freue mich, Ihnen erstmals über die wesentlichsten Ereignisse des abgelaufenen Geschäftsjahres berichten zu dürfen.

Das Geschäftsjahr 2009/10 (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) war geprägt von den Auswirkungen der tiefsten globalen Rezession seit mehr als 60 Jahren und wird sicherlich als eines der turbulentesten in die Wirtschafts- und Börsenhistorie eingehen. Die Zumtobel Gruppe hat sich vor dem Hintergrund der sehr schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen durchaus respektabel behauptet. Dies zeigt sich in einem operativen Gewinn vor Sondereffekten in Höhe von 51,5 Mio EUR und einem deutlich positiven Free Cashflow von 39,2 Mio EUR. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war, dass das Unternehmen bereits frühzeitig ab dem Herbst 2008 mit dem umfangreichen Kostensenkungsprogramm "Excellerate" auf die Krise reagiert hat. Die Herausforderung ist nun die Zukunftspotenziale des Konzerns nicht aus den Augen zu verlieren und trotz einer kontinuierlichen Kostenoptimierung nicht am falschen Ende zu sparen. Entsprechend investiert die Zumtobel Gruppe trotz der anhaltenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise gezielt in den Ausbau ihrer hervorragenden Technologieposition. Die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und LED erhöhten sich im Berichtsjahr um 9,5% auf 52,1 Mio EUR. Das Geschäft mit der Zukunftstechnologie LED entwickelte sich im Berichtszeitraum wiederum erfreulich. So stieg der Umsatz mit LED-basierten Produkten um 37,0% auf 65,9 Mio EUR.

Neben der Kosteneffizienz stand im Berichtsjahr vor allem die Sicherung der Liquidität und damit die Solidität der Bilanz im Vordergrund. Trotz massiver Einmaleffekte vor allem in Form von Firmenwertabschreibungen konnte die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf einem nach wie vor zufriedenstellenden Wert von 35,8% gehalten werden. Die Nettofinanzschulden wurden im Zwölfmonatsvergleich um ein Viertel auf 121,9 Mio EUR abgebaut, das Gearing, also das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital, ist mit 34,7% auf einem weiterhin niedrigen Niveau. Trotz des schwierigen Umfelds ist es aufgrund eines effizienten Working Capital Managements und einer Limitierung der Investitionen auch im Berichtsjahr 2009/10 gelungen, einen deutlich positiven Free Cashflow in Höhe von 39,2 Mio EUR zu generieren. Damit hat sich die Zumtobel Gruppe eine gute Ausgangslage geschaffen, um von einer konjunkturellen Aufwärtsentwicklung zu profitieren.

Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen und Segmenten

Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt sich auf Konzernebene zwar ein Rückgang der Umsatzerlöse um 4,8% auf 1.117,3 Mio EUR, die verbesserte Umsatzentwicklung zum Jahresende stimmt jedoch zuversichtlich. Regional ist die Entwicklung sehr unterschiedlich. In der für das Zumtobel Geschäft besonders wichtigen deutschsprachigen D/A/CH-Region hat sich der Abwärtstrend im Jahresverlauf zwar verflacht, trotzdem sank der Umsatz um 5,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Regionen Nord- und Südeuropa verzeichneten im Geschäftsjahr 2009/10 Umsatzeinbußen in Höhe von 6,5% beziehungsweise 9,8%, allerdings lagen die Umsätze im Abschlussquartal bereits über den Niveaus des Vorjahres, was auch auf den Basiseffekt aus dem bereits schwachen vierten Quartal 2008/09 zurückzuführen ist. In der für die Zumtobel Gruppe umsatzstärksten Region Westeuropa haben die schwache Marktentwicklung und die Abwertung beim Britischen Pfund (GBP) zu einem Umsatzrückgang in Höhe von 7,9% geführt. Erfreuliche Signale gab es vor allem aus dem Übersee-Geschäft: So konnten sowohl das Asiengeschäft als auch die Umsätze in Australien / Neuseeland zulegen. In der Betrachtung nach Segmenten zeigt sich eine Entwicklung der zwei Geschwindigkeiten. Während das Komponentengeschäft von einem höherwertigen Produktmix, Marktanteilsgewinnen und Lageraufbaueffekten profitierte, was sich ab dem zweiten Halbjahr in einem signifikanten Umsatzwachstum niederschlug, war das Leuchtengeschäft der Zumtobel Gruppe noch stark von der Krise betroffen. Die Umsätze und die Ertragskraft im Lighting Segment wurden dabei vor allem durch Volumen- und Preisrückgänge sowie erhebliche Währungseffekte belastet. Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einem Rückgang des Gruppen-EBIT vor Sondereffekten von 78,9 Mio EUR auf 51,5 Mio EUR, beziehungsweise bezogen auf die Umsatzrendite von 6,7% auf 4,6%. Infolge der zum Jahresende durchgeführten Wertminderungsprüfung weist die Zumtobel Gruppe im Jahresabschluss 2009/10 erfolgs-, aber nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibungen in Höhe von 68,3 Mio EUR aus. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf den Firmenwert der im Geschäftsjahr 2000/01 erworbenen Thorn Lighting Group (66,6 Mio EUR). Die belastenden Einmaleffekte führten zu einem deutlich negativen Jahresergebnis in Höhe von 67,0 Mio EUR. Darüber hinaus wurde das Eigenkapital von einer erfolgsneutralen, währungsbedingten Anpassung des Thorn Lighting Group Firmenwerts - sowohl für dieses Geschäftsjahr als auch für Vorperioden - um insgesamt 23,7 Mio EUR belastet.

Vorsichtige Zuversicht für 2010/11, positiver Langfristtrend

Der gewerbliche Hochbau befindet sich nach wie vor auf einem schwachen Niveau und die Wachstumsprognosen für 2010 und 2011 sind weiterhin verhalten. Aufgrund der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts ist es nach den deutlichen Einbrüchen in den vergangenen zwei Geschäftsjahren für eine endgültige Entwarnung sicherlich zu früh. Darüber hinaus wird der langsame Konjunkturaufschwung in Europa durch die zunehmende Verschuldung einiger europäischer Länder und die Entwicklung des Euro in Relation zu anderen wesentlichen Währungen neuerlich belastet. Vor diesem Hintergrund ist nach wie vor schwer abschätzbar, wieweit die Krise wirklich überwunden beziehungsweise ob eine nachhaltige Erholung der Weltkonjunktur in absehbarer Zeit realistisch ist.

Für die nächsten Monate mehren sich allerdings die positiven Signale, insbesondere für unser Komponentengeschäft. Bei genauerer Betrachtung des letzten Geschäftsjahres ist ersichtlich, dass sich die Umsatzentwicklung der Gruppe im Jahresverlauf schrittweise verbessert hat. Daher ist der Vorstand der Zumtobel Gruppe für das neue Geschäftsjahr 2010/11 trotz einer weiterhin eingeschränkten Visibilität verhalten zuversichtlich und rechnet für den Gesamtkonzern mit einer verbesserten Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 23. Juli 2010 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 EUR je Aktie vor. Die langfristigen Perspektiven für die Zumtobel Gruppe sind unverändert positiv. Getragen wird dieser Optimismus von dem zu erwartenden weiterhin dynamischen Wachstum des Umsatzes mit LEDbasierten Produkten und der anhaltenden Nachfrage nach energieeffizienten Beleuchtungssystemen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich auf die Herausforderungen in meiner neuen Tätigkeit. Unser Unternehmen verfügt angesichts der hervorragenden Markt- und Technologieposition über eine solide strategische Ausrichtung und gute Wachstumspotenziale, die wir gemeinsam durch weitere Performancesteigerungen sowie Kostenreduktionen und Portfoliooptimierungen realisieren werden. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zumtobel Gruppe bedanken. Ohne ihren im Berichtsjahr gezeigten Einsatz wäre es nicht gelungen, das Unternehmen durch die Krise hindurch auf Kurs zu halten. Unser Dank gilt auch unseren Kunden, Lieferanten und Aktionären für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Harald Sommerer Chief Executive Officer

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

  1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.1.1
Unsere Vision _________10
1.1.2
Konzernstruktur und Markenstrategie_________10
1.1.3
Unternehmensstrategie und Wachstumspotentiale_____12
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______15
1.3 Die Zumtobel Aktie__________17
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2009 _______19
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________20
1.6 Geschäftsverlauf_____________20
1.6.1
Auf einen Blick ________20
1.6.2
Umsatzentwicklung___________21
1.6.3
Ertragsentwicklung ___________23
1.6.4
Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende _______26
1.6.5
Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage______26
1.7 Mitarbeiter___________29
1.8 Einkauf ______________31
1.9 Betrieblicher Umweltschutz __________32
1.10 Forschung und Entwicklung __________33
1.10.1 LED-Technologie ____________33
1.10.2 Lighting Segment ____________34
1.10.3 Components Segment ________35
1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______36
1.12 Risikomanagement ___________36
1.12.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie___37
1.12.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion _________38
1.12.3 Vermögensrisiken ____________39
1.12.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________40
1.12.5 Produkthaftungsrisiken ________40
1.12.6 Rechtliche Risiken ____________40
1.12.7 Risiken im Finanzbereich _______40
1.12.8 Kreditrisiko ___________41
1.12.9 Bilanzielle Risiken ____________42
1.12.10 Andere Risiken _____________42
1.13 Internes Kontrollsystem _____________43
1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems______43
1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung________44
1.14 Angaben zu § 243a UGB ____________45
1.15 Ausblick und Ziele ___________48

1. Konzernlagebericht

Wie im Geschäftsjahr 2008/09 wird auch in diesem Jahr von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB (Unternehmensgesetzbuch) in Verbindung mit dem § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen.

1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick

1.1.1 Unsere Vision

"Wir haben eine gemeinsame Vision: Wir wollen weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie sein."

Die Zumtobel Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie zu sein. Als Gruppe führender Leuchtenmarken und -hersteller bieten wir professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Geleitet von Innovation und Qualität in allen unseren Geschäftsprozessen ist es unser erklärtes Ziel, weltweit die erste Wahl bei unseren Kunden zu sein. Wir übertreffen die Erwartungen unserer Kunden durch höchsten Anspruch an Qualität und Service im vollen Bewusstsein unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.

1.1.2 Konzernstruktur und Markenstrategie

Die Zumtobel AG Zumtobel AGAG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (umfasst unter anderem die zentrale Finanzierung und das Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations.

Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Dr. Andreas J. Ludwig bekleidete bis zum 30. April 2010 die Funktion des Chief Executive Officers (CEO) der Zumtobel AG. Mit Wirkung zum 25. März 2010 wurde Dr. Harald Sommerer zum Mitglied des Vorstands und ab 1. Mai 2010 zum CEO bestellt. Den Posten des Chief Financial Officer (CFO) bekleidet Thomas Spitzenpfeil. Im Sommer 2009 wurde der Vorstand mit dem Eintritt von Martin Brandt um den Posten des Chief Operating Officers (COO) erweitert. Dem CEO untersteht das Komponentensegment, das als eigenständige Tochtergesellschaft mit eigenständiger Geschäftsführung unter der Marke Tridonic (vormals TridonicAtco) geführt wird. Das Leuchtensegment hat keine separate Geschäftsleitungsebene und wird seit Sommer 2009 direkt durch den Vorstand der Gruppe geführt.

Der Konzern verfolgt eine Mehrmarkenstrategie Mehrmarkenstrategie Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten Marken unterschiedliche Geschäftsfelder und Kundenzielgruppen im Lichtmarkt anspricht. Der gemeinsame Kern aller Marken ist die konsequente Orientierung an Innovation sowie an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Zumtobel Gruppe positioniert sich mit ihren unterschiedlichen Marken in einem globalen Netzwerk von Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern wie z. B. Architekten, Investoren, Großhandel, Kommunen, sowie weiteren am Ausschreibungsprozess beteiligten Spezialisten, Lichtplanern und Ingenieuren für Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Dadurch erzielt das Unternehmen Wettbewerbsvorteile in internationalen Beleuchtungsprojekten.

Die Segmentberichterstattung erfolgt in den beiden Segmenten "Leuchten" und "Komponenten". Die ausgewiesenen Umsätze mit LED-basierten Produkten, d.h. Umsätze mit LED-Leuchten und LED-Komponenten, betreffen beide Segmente und werden je nach Produktart im jeweiligen Segment erfasst. Das Segment "Leuchten" (Lighting Segment) deckt das Ges "Leuchten" chäft mit professionellen Leuchten, Lichtmanagement

und Lichtlösungen für den Innen- und Außenbereich ab und umfasst die Marken ZumtobelundThorn sowie die deutlich kleinere OEM-Marke (Original Equipment Manufacturer) Reiss. Die Marken Zumtobel und Thorn differenzieren sich über Produktportfolio, Kundenzielgruppe und Vertriebskanal und stellen damit eine breite Abdeckung des internationalen Leuchtenmarktes sicher. Das Segment "Kompone "Komponenten" (Components Segment) entwickelt und vertreibt unter der Marke Tridonic Tridonic Lichtkomponenten und -managementsysteme, ridonic LED-Module sowie Verbindungstechnologie. Tridonic beliefert weltweit als ein führender OEM-Hersteller zum überwiegenden Teil externe Leuchtenhersteller, aber auch zu rund 19% des Umsatzes die internen Marken Zumtobel und Thorn. Im Januar 2010 gab die Zumtobel Gruppe den Einstieg ins LED-Lampengeschäft bekannt und öffnete sich damit erstmals dem Endverbrauchergeschäft. Unter der Marke Ledon wird ein umfassendes Sortiment innovativer LED-Lampen mit höchster Lichtqualität vertrieben. Diese Umsätze werden im Components Segment ausgewiesen

Die Zumtobel Gruppe ist im Bereich professioneller Beleuchtungssysteme europäischer Marktführer und im Bereich Lichtkomponenten und -steuerungssysteme unter den weltweit führenden Unternehmen. Damit ist der Konzern einer der wenigen Global Player der internationalen Lichtindustrie. Rund 80% des Konzernumsatzes werden in Europa generiert. Die europäische Leuchtenindustrie ist mit über 800 Anbietern weiterhin stark fragmentiert. Die zehn größten Leuchtenhersteller decken nur rund 40% des Gesamtmarktes ab. Demgegenüber weist die Komponentenindustrie weltweit einen hohen Konsolidierungsgrad auf. Im LED-Lampengeschäft sieht sich die Zumtobel Gruppe neben wenigen anderen Anbietern als Pionier für hochwertige Lichtqualität.

Im Leuchtengeschäft deckt das Unternehmen mit Zumtobel und Thorn die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Bildung und Wissen, Industrie und Technik, Präsentation und Verkauf, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Verkehrsbauten und Parkhäuser, Orientierung und Sicherheit, sowie Außenbeleuchtung für Straßen, Tunnel und öffentliche Räume ab. Im Komponentengeschäft positioniert sich die Gruppe als innovativer Zulieferer mit einem breitgefächerten Produktangebot. Die Produktpalette der Tridonic umfasst im Wesentlichen magnetische, elektronische, sowie digital dimmbare Lampenbetriebsgeräte, Zündgeräte, Lichtmanagementsysteme, LED-Module, LED-Konverter und Verbindungstechnik.

Die fünfstufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Marken der Zumtobel Gruppe vollumfänglich abgedeckt. Bei Lichtquellen ist der Konzern seit 2001 im Bereich der LED-Technologie aktiv. Konventionelle Lichtquellen werden zugekauft.

Aufgrund von Größe und Finanzierungskraft ist die Zumtobel Gruppe in der Lage, eine führende Rolle bei Fertigung, Forschung und Entwicklung einzunehmen. Insbesondere im Wettbewerb mit vielen kleinen und mittelgroßen lokalen Leuchtenherstellern können Vorteile im Bereich Technologie und Innovation sowie Effizienzsteigerungen aus Skaleneffekten realisiert werden. Der technologische Transformationsprozess von der konventionellen Beleuchtung hin zu LED erfordert zudem von den einzelnen Leuchtenunternehmen höhere Forschungs- und Entwicklungsausgaben, führt zu einer steigenden Produkt- und Systemkomplexität und kürzeren Produktentwicklungszyklen. Neue Anbieter, allen voran die asiatischen Unterhaltungselektronik-Konzerne drängen auf den Markt, ebenso die japanischen Lampenhersteller. Diese Entwicklung stellt die gesamte Lichtbranche vor neue Herausforderungen, denen die großen und finanzstarken Unternehmen besser gewachsen sein sollten als der mittelständische Wettbewerb.

Der Konzern verfügt derzeit über 22 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsgesellschaften und -partner in über 70 Ländern.

1.1.3 Unternehmensstrategie und Wachstumspotentiale

Konsequente Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie

Es ist das übergeordnete Ziel des Konzerns, als erfolgreiches, unabhängiges und auf das Thema Licht fokussiertes Unternehmen seinen Interessengruppen – Kunden, Mitarbeitern und Aktionären – eine langfristig attraktive Zukunftsperspektive zu verschaffen.

Im Geschäftsjahr 2008/09 ist zur strategiekonformen Steuerung der Zumtobel Gruppe die Balanced Scorecard eingeführt worden. Die Balanced Scorecard dient als Führungsinstrument zur Ausrichtung der gesamten Gruppe an den langfristigen strategischen Zielen und ist damit ein Bestandteil des Performance Managements. Die strategischen Ziele werden den unterschiedlichen Perspektiven (Potentiale, Prozesse, Kunden und Finanzen) zugeordnet, was eine ausgewogene Sichtweise auf die unterschiedlichen Ziele erlaubt. Im Geschäftsjahr 2009/10 hat das Management der Zumtobel Gruppe seine strategischen Ziele sowohl für die Konzernebene als auch die Segmente weiter verfeinert und in Strategy Maps zusammengefasst. In Ergänzung zu den klassischen Kennzahlen (bereinigtes Betriebsergebnis, Working Capital, Umsatzwachstum und Gesamtkapitalverzinsung) lenkt die Steuerung nach der Balance Scorecard den Blick auch auf nichtfinanzielle Faktoren, über deren Entwicklung regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet wird. Als Weiterentwicklung zum Vorjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit als wesentliches strategisches Element in der Balanced Scorecard verankert. Im Rahmen der Balance Scorecard werden Ziele und Zielerreichung laufend gegenübergestellt und, falls notwendig, korrigierende Maßnahmen eingeleitet. Zusätzlich wird durch einen integrierten Planungsablauf sichergestellt, dass strategische Planung und jährliche Budgetierung eng inhaltlich und zeitlich verzahnt sind. Weiterentwicklung der Balanced Scorecard

Akquisitionsstrategie

Die Zumtobel Gruppe verfügt aufgrund des geringen Verschuldungsgrades über eine solide Bilanzstruktur. Für strategische Schritte besteht so grundsätzlich die notwendige finanzielle Flexibilität. Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu generieren, ist aber erst dann eine strategische Option, wenn Akquisitionsziel und Kaufpreis in den strategischen und finanziellen Rahmen passen. Dabei geht die Zumtobel Gruppe diszipliniert vor, Akquisitionsziele müssen mindestens eines der drei folgenden Auswahlkriterien erfüllen: Regionale Expansion, zusätzliche Anwendungslösungen oder neue Technologien. Ziel ist, die Wertschaffung innerhalb des bestehenden internationalen Vertriebs- und Produktionsnetzwerkes durch Nutzung von Synergien, Marktpotentialen und Anwendungs-Know-how. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des unsicheren Umfelds sind Akquisitionsüberlegungen derzeit jedoch deutlich in den Hintergrund gerückt.

Nachhaltigkeitsstrategie

Seit Gründung des Unternehmens zeichnet sich die Zumtobel Gruppe durch nachhaltiges Wirtschaften aus. Um das Thema Nachhaltigkeit in der Gruppe besser steuern und transparent kommunizieren zu können, hat die Zumtobel Gruppe Anfang 2009 begonnen, die zahlreichen Aktivitäten zu systematisieren. Die Ergebnisse mündeten in die Ende 2009 verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie "Through Light we care" und den entsprechenden Aufbau von Organisations- und Berichtsstrukturen. Im November 2009 wurde die Zumtobel Gruppe in der jährlichen Erhebung vom Center for Corporate Citizenship Austria erstmals in die Top Ten der nachhaltigen Unternehmen in Österreich aufgenommen.

Der erste Nachhaltigkeitsbericht wird im Sommer 2010 veröffentlicht. Er wird auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative (GRI) basieren und ist als Auftakt eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. In ihrem ersten Nachhaltigkeitsbericht wird die Zumtobel Gruppe über den aktuellen Stand und zukünftige Maßnahmen in den Bereichen Betrieblicher Umweltschutz, nachhaltige Produkte und Lichtlösungen, Qualität und Sicherheit, Nachhaltigkeitskampagnen der Marken, Sponsoring, Lieferantenmanagement sowie Mitarbeiter und Gesellschaft berichten.

Fokus auf Produktqualität

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und erwartet auch von ihren Lieferanten höchste Qualität. Eingesetzte Materialien werden nach strengen Kriterien ausgewählt und einer sorgfältigen Warenprüfung unterzogen. Im Produktionsprozess durchlaufen die Produkte eine ständige Kontrolle zur Sicherstellung der optimalen Qualität. Um ihren Kunden die Sicherheit zu geben, die sie beim Kauf neuer Technologien erwarten, verlängert die Marke Zumtobel freiwillig ab dem 1. April 2010 die in der EU-Gesetzgebung vorgegebene zweijährige Gewährleistung für das gesamte Leuchtensystem, inklusive Vorschalt- oder Betriebsgeräte um weitere drei auf fünf Jahre. Lediglich Verschleißteile wie konventionelle Leuchtmittel oder Notlicht-Akkumulatoren sind ausgenommen. Bei LED-Leuchten sind auch die LEDs Teil der Garantie.

Wachstumspotentiale

Wesentliche Treiber für organisches Wachstum sind für die Zumtobel Gruppe die Potentiale der LED-Technologie, das Thema energieeffiziente Beleuchtung und der verstärkte Fokus auf ausgewählte globale Märkte mit hohem Wachstumspotential.

Die Potentiale der LED (Licht Emittierender Dioden)-Technologie sind derzeit eines der bestimmenden Themen in der Lichtindustrie. Wie bei der weltweit größten Lichtmesse Light + Building in Frankfurt im April 2010 ersichtlich war, gewinnt die LED-Technologie durch den enormen Anstieg der Lichtleistung bei

Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt

Publikation des ersten Nachhaltigkeitsberichts im Sommer 2010

Freiwillige Fünf-Jahres-Garantie der Marke Zumtobel

LED als Zukunftstechnologie

gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips in der professionellen Allgemeinbeleuchtung eine immer größere Bedeutung. Entsprechend haben die Marken der Zumtobel Gruppe auf der Light + Building eine Vielzahl von neuen LED-Produkten für verschiedenste Anwendungsbereiche präsentiert. Wesentliche aktuelle Einsatzgebiete von LEDs bei der Marke Zumtobel sind die Anwendungen Kunst und Kultur, Präsentation und Verkauf, Büro, Fassaden sowie die Notbeleuchtung. Thorn deckt darüber hinaus die Außenbeleuchtung für Straßen und öffentliche Räume ab. Tridonic bietet seit mehreren Jahren LED-Module für Lichtwerbung und Kühlgeräte an, in jüngster Zeit auch hochleistungsfähige LED-Module für den Einsatz in professionellen Strahlern und Downlights. In vielen Anwendungsbereichen rechtfertigen neben den geringeren Energiekosten die deutlich reduzierten Wartungs- und Instandhaltungskosten die höheren Investitionsausgaben, die über diese Einsparungen in kurzer Zeit amortisiert werden. Zudem entstehen aufgrund der geringen Baugröße und sonstigen Vorteilen wie Robustheit, lange Lebensdauer und keine UV-Strahlung völlig neue Möglichkeiten bei Produktdesign und Funktionalität. Diese will die Zumtobel Gruppe über ihren direkten Vertriebszugang in professionelle Beleuchtungsprojekte und als Spezialist für Anwendungslösungen im engen Verbund mit Architekten, Designern und Lichtplanern konsequent nutzen. Technologisch positioniert sich die Gruppe mit einem klaren Fokus auf Weißlichtkonvertierung und hocheffiziente LED-Lichtquellen für die professionelle Beleuchtung.

Energieeffizienz als Wachstumstreiber

Das Thema Beleuchtung erfährt im Zusammenhang mit Energieeinsparung und Reduzierung von CO2 - Emissionen sehr große Aufmerksamkeit und hat sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber für die Branche entwickelt. Auf Beleuchtung entfallen 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Das größte Potential für Energieeinsparungen ist mit einem Anteil von rund 69% im Bereich gewerblicher Bauten wie Büros, Fabriken und Außenbeleuchtung zu finden, also genau in den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Gruppe bilden. Obwohl das Glühlampenverbot die öffentliche Wahrnehmung für dieses Thema gestärkt hat (die Lichtlösungen der Zumtobel Gruppe enthalten nahezu ausschließlich energieeffizientere Lampentypen, wie z. B. Leuchtstoffröhren oder Metalldampflampen) bestehen im Bereich der ganzheitlichen, intelligent gesteuerten Lichtlösungen deutlich größere Einsparpotentiale von bis zu 80% des Stromverbrauchs. Diese erschließen sich durch die Kombination von unterschiedlichen Optimierungsmaßnahmen, beginnend beim Design von Leuchten zur Verbesserung von Licht- und Wärmeeigenschaften (Wirkungsgrad, Wärmehaushalt, Lichtverteilung, etc.), über den Einsatz von dimmbaren elektronischen anstelle von deutlich weniger effizienten magnetischen Vorschaltgeräten, bis hin zu intelligenten Steuerungssystemen, die tageslicht- und zeitabhängig über Bewegungsmelder geregelt, den Beleuchtungspegel situationsgerecht kontrollieren. Mit Unterstützung von umfassenden Kommunikationskampagnen wie "Humanergy Balance" bei Zumtobel, "Performance, Efficiency & Comfort" bei Thorn oder "Ecolution" bei Tridonic wird das innovative Produktportfolio vermarktet. Wichtiger Bestandteil der Kampagnen ist eine ausgewogene Balance zwischen positiven Effekten auf die Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und Gesundheit schaffen.

Für die Simulation der von Lichtlösungen wird bei der Marke Zumtobel die interaktive Software "Vivaldi" genutzt. Sie visualisiert die Komposition der Lichtlösung für bestimmte Nutzungszeiten und unterschiedliche -anlässe. Zusätzlich lassen sich die Lichtqualität in ELI (Ergonomic Lighting Indicator) und der Energieverbrauch in LENI (Lighting Energy Numeric Indicator) sowie die daraus resultierenden CO2 - Emissionen berechnen. Seit der Messe Light + Building im April 2010 steht als weiterer Baustein die kostenlose Software "ecoCalc" zur Verfügung. Die Software wird für die vergleichende Berechnung von Energie- und Investitionskosten über den Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen eingesetzt ("Total Cost of Ownership"). "ecoCalc" wurde in Kooperation mit Thorn entwickelt, um den positiven – auch monetär messbaren – Effekt von Energieeffizienz transparent zu machen.

Die Zumtobel Gruppe engagiert sich in Industrieverbänden, Normungsgremien und Lichttechnischen Gesellschaften, um für die Lichtindustrie sowie für deren Kunden und Anwender die besten Rahmenbedingungen für optimale Energieeffizienz und beste Lichtqualität zu erreichen. Auch aus politischer Sicht werden die enormen Potentiale zur CO2 -Reduzierung durch energieeffiziente professionelle Beleuchtung zunehmend erkannt: Die Europäische Union setzt mit Direktiven zur Energieeffizienz von Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen einen Rahmen, dessen schrittweise Umsetzung in nationales Recht einen zusätzlichen Nachfrageimpuls erwarten lässt. Durch den Europäischen Dachverband der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör (CELMA) und die Mitarbeit in weiteren nationalen Fachverbänden begleitet und gestaltet die Zumtobel Gruppe diesen Gesetzgebungsprozess aktiv mit.

Die Zumtobel Gruppe setzt weiterhin auf den konsequenten Auf- und Ausbau ihres internationalen Vertriebsnetzwerkes, bestehend aus eigenen Vertriebsorganisationen in großen oder potentialstarken Märkten, Spezialistenteams, die internationale Projekte und das Key Account Business betreuen, sowie Vertriebspartner in Ländern ohne eigene Vertriebstöchter. Da davon auszugehen ist, dass die Märkte in den Schwellenländern – trotz der auch dort zu verzeichnenden Negativeinflüsse der Finanzkrise – schneller wieder deutliche Wachstumsperspektiven haben beziehungsweise haben werden, hat die Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2009/10 weitere Maßnahmen zur Stärkung ihrer Präsenz in Osteuropa, China, im Nahen Osten, Indien sowie Südostasien umgesetzt. In diesen Märkten soll durch eine stärkere lokale Vertriebspräsenz, klare Positionierung und Kommunikation der Marken und Entwicklung eines regional angepassten Produktportfolios in Zukunft eine höhere Marktdurchdringung und somit ein nachhaltiges, prozentuell zweistelliges Wachstum erreicht werden.

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

3 Quelle – Prognose des IWF, April 2010

Weltwirtschaft erholt sich 2010 langsam von globaler Krise

Das Berichtsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) war von den Auswirkungen der größten Rezession der vergangenen 60 Jahre geprägt. So sank die globale Wirtschaftsleistung nach Angaben des Internationalen Währungsfonds IWF3 im Kalenderjahr 2009 um 0,6%. Besonders betroffen von der Krise waren die industrialisierten Nationen, die ein Minus von 3,2% verkraften mussten. Vor allem exportabhängige Nationen wiesen noch herbere Einbußen von über 5% aus. Die für die Zumtobel Gruppe wichtige D/A/CH-Region litt ebenfalls unter der Krise. Deutschland wurde mit einem Minus von 5,0% am härtesten getroffen, Österreich (-3,6%) und die Schweiz (-1,5%) kamen etwas besser davon. Auch die Schwellen- und Entwicklungsländer konnten nicht an die sehr dynamische Entwicklung der Vorjahre anknüpfen und mussten sich 2009 mit einem moderaten Wachstum von 2,4% begnügen. Die massivsten Belastungen für die Volkswirtschaften traten in der ersten Jahreshälfte auf. Zum Ende des Kalenderjahres kam es, bedingt durch sehr niedrige Leitzinsen, positive Effekte aus Konjunkturprogrammen sowie aufgrund von Lagereffekten in einigen Regionen wieder zu einem Anziehen der Konjunktur. So verzeichneten die USA im Jahresschlussquartal ein Wachstum des Sozialprodukts um 5%, wenngleich ausgehend von einer sehr niedrigen Vorjahresbasis.

Gezieltes Engagement in der Verbandsarbeit

Stärkerer Fokus auf ausgewählte globale Märkte

Wirtschaftsentwicklung in 2009 und 2010

Dieser Aufwärtstrend setzte sich in den ersten Monaten des Kalenderjahres 2010 fort. Dies spiegelt sich auch in der Gesamtjahresprognose des IWF wider, die der Weltwirtschaft 2010 ein Wachstum von 4,2% zutraut. Insbesondere die Schwellenländer können ein zunehmend dynamischeres Wachstum von 6,3% erwarten, China mit +10,0% und Indien mit +8,8% ragen hierbei heraus. Auch die Volkswirtschaften der übrigen – für die Weltwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnenden – BRIC-Staaten Brasilien (+5,5%) und Russland (+4,0%) expandieren 2010 deutlich. Für die westlichen Industrienationen wird für 2010 ein moderates Plus von 2,3% prognostiziert. Die US-Wirtschaft soll laut IWF um 3,1% zulegen, die Euro-Staaten kumuliert nur um 1,0%. Die D/A/CH-Staaten dürften leicht besser abschneiden. Deutschlands Wirtschaftsleistung soll um +1,2% zulegen, die Österreichs um 1,3% und die der Schweiz um 1,5%. Japans Konjunktur (+1,9%) profitiert von den anziehenden Exporten in den asiatischen Raum.

Zu Belastungen insbesondere auf der Industrieseite dürfte der mit der Belebung einhergehende Anstieg der Rohstoffpreise führen. So ist der Ölpreis seit Jahresbeginn 2010 bis Mitte April bereits um rund 10% gestiegen. Die IWF-Experten erwarten für das Gesamtjahr einen Anstieg von mehr als einem Fünftel. Auch bei den meisten Metallen werden deutliche Preisaufschläge prognostiziert. Dennoch sehen die Experten nur ein sehr begrenztes Inflationsrisiko. Die aktuelle Krise des Euros infolge der schwierigen Finanzlage in Griechenland sowie einiger anderer Euro-Staaten wird voraussichtlich die Konjunkturentwicklung in Europa belasten und zu größeren Währungsbewegungen führen. Die möglichen Negativeffekte auf die wirtschaftlichen Aussichten in Europa sind derzeit jedoch noch schwer einschätzbar.

1.3 Die Zumtobel Aktie

Turbulentes Börsenjahr 2009

Nach den massiven Kurseinbrüchen im Kalenderjahr 2008 war auch 2009 ein sehr turbulentes Börsenjahr. Getrieben durch den Einbruch der Weltwirtschaft gaben die Börsenkurse weltweit bis Anfang März 2009 nochmals deutlich nach. Ab Mitte März jedoch drehte sich die Stimmung an den Börsen: Getrieben von historisch niedrigen Leitzinsen und positiven Signalen aufgrund von konjunkturellen Stützungsprogrammen keimte zunehmend Hoffnung auf eine sich zügig stabilisierende Weltwirtschaft auf. So rasch die Kurse nach unten gefallen waren, so schnell erholten sie sich nun wieder. So konnte der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index) – in dem auch die Zumtobel Aktien enthalten sind – im Berichtsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) von 1.863 Punkten auf 2.650 Punkte zulegen. Dies entspricht einer Kurssteigerung von mehr als 30%. Deutlich im Plus waren in diesem Zeitrahmen auch andere Leitbörsen wie der Dow Jones in den USA, der DAX in Deutschland und der Nikkei in Japan. Dennoch sind sämtliche genannten Leitbörsen damit noch weit von den Höchstständen vor der Krise im Jahr 2007 entfernt.

Zumtobel Aktie legt im Geschäftsjahr 2009/10 um 140% zu

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Die Zumtobel Aktie konnte im Berichtsjahr 2009/10 einen Großteil der im vergangenen Geschäftsjahr zu verkraftenden Einbußen wieder wettmachen. Von Anfang Mai 2009 bis Ende April 2010 konnten sich die Anleger über eine sehr gute Kursperformance von rund 140% freuen. Dabei legte der Kurs kontinuierlich von Quartal zu Quartal zu. Beginnend bei 6,80 EUR, was gleichzeitig dem Jahrestiefstkurs entsprach, konnte Ende August wieder die 10 Euro-Schwelle überschritten werden. Positive Analystenkommentare angesichts einer sich allmählich stabilisierenden Auftragslage und ein generell erfreuliches Börsenumfeld ließen den Wert der Anteilsscheine weiter steigen. Zum Jahresende 2009 lag der Kurs bei 13,70 EUR. Auch 2010 setzte sich der Aufwärtstrend fort. Im Nachgang zum Capital Markets Day, den das Unternehmen anlässlich der Branchenmesse Light + Building im April 2010 in Frankfurt durchführte und bei dem unter anderem das Wachstumsthema LED im Vordergrund stand, konnte am 26. April mit 17,40 EUR auch das Jahreshoch realisiert werden. Nach leichten Gewinnmitnahmen beendete die Zumtobel Aktie das Berichtsjahr am 30. April 2010 mit einem Kurs von 16,34 EUR. Der durchschnittliche Aktienkurs im Geschäftsjahr 2009/10 betrug 12,05 EUR.

Wichtige Leitbörsen können 2009 wieder Boden gut machen

Kursentwicklung liegt Durchschnitt

Marktkapitalisierung steigt auf 711 Mio EUR.

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entwickelte sich analog zum Aktienkurs ebenfalls deutlich nach oben. Auf Grundlage einer gegenüber dem Vorjahr von 44,7 Millionen auf 43,5 Millionen gesunkenen Anzahl an Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2010 mit 710,8 Mio EUR bewertet, das sind rund 407 Mio EUR mehr als zwölf Monate zuvor. Ursache für den Rückgang der Aktienzahl war die Tatsache, dass das Unternehmen rund 1,2 Millionen im Eigenbesitz gehaltene Aktien im Rahmen der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Juli 2009 eingezogen hatte und damit das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 111.760.860 auf EUR 108.750.000 per 20. August 2009 herabgesetzt wurde. Die Aktie nimmt im ATX der 20 liquidesten Aktien Österreichs bezogen auf das Handelsvolumen den 16. Platz (Vorjahr 18. Platz) ein und bezogen auf die Marktkapitalisierung lag die Aktie auf Position 18 (Vorjahr Position 20). Der durchschnittliche Tagesumsatz im Berichtszeitraum lag bei 113.491 Stück, nach 129.757 im Jahr zuvor. In dieser Entwicklung spiegeln sich die im Berichtszeitraum generell rückläufigen Börsenumsätze wider.

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2009/10

Schlusskurs 30.04.09 € 6,80 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.10 € 16,34 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2009/10 140,3% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Performance seit IPO (11.05.2006) -20,3% Marktsegment Prime Market
Marktkapitalisierung am 30.04.10 711 Mio € Reuters Symbol ZUMV.VI
Höchstkurs am 26.04.10 € 17,40 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 113.491 Datastream O:ZAG
Streubesitz 54,3% Anzahl der Aktien 43.500.000

Eigentumsverhältnisse

Leicht veränderte Aktionärsstruktur Die Aktionärsstruktur der Zumtobel AG hat sich im Vorjahresvergleich aufgrund einer neu gemeldeten Beteiligung von über 5% und der von 44,7 Millionen auf 43,5 Millionen gesunkenen Anzahl an Inhaberstammaktien verändert. Die Zumtobel Gruppe hat mit der Familie Zumtobel, die 35,3% der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär. Darüber hinaus halten zum Bilanzstichtag sowohl das britische Versicherungsunternehmen Aviva plc. über ihre Tochtergesellschaft Delta Lloyd Asset Management als auch die FMR LLC (Fidelity) jeweils mehr als 5% der Stimmrechte an der Zumtobel AG. Die verbleibenden 54,3% befinden sich im Streubesitz. Das Gros dieser Aktien liegt bei institutionellen Investoren, primär im deutschsprachigen und angelsächsischen Raum. Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand eigener Anteile 774.957 Stück (Vorjahr 1.991.111 Stück). Der Anteil der Privatanleger hat sich nach unternehmensinternen Schätzungen bei unter 10% eingependelt

Wiederaufnahme der Dividendenzahlung

Nachdem im Vorjahr angesichts der Auswirkungen der internationalen Wirtschaftkrise für das Geschäftsjahr 2008/09 keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wurde, plant die Zumtobel AG für das Geschäftsjahr 2009/10 vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden konjunkturellen Umfelds die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. So wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juli 2010 die Ausschüttung einer Dividende von 15 Cent je Aktie vorschlagen.

Gute Investor-Relations-Arbeit ist in der Krise besonders wichtig

Kontinuität in Investor Relations trotz Krise

Gerade in turbulenten Börsenzeiten ist eine transparente und zeitgleiche Information aller Kapitalmarktteilnehmer von hoher Bedeutung. Entsprechend hat die Zumtobel Gruppe die Investor-Relations-Arbeit im Berichtsjahr nochmals deutlich intensiviert. Dies spiegelt sich in mehr als 250 (plus 20% gegenüber dem Vorjahr) persönlichen Einzelgesprächen mit Investoren und Analysten, zahlreichen Conference Calls, Durchführung von insgesamt 20 Roadshows und Teilnahme an 12 Investoren-Konferenzen an den wichtigsten internationalen Finanzplätzen wie London, New York, Zürich, Frankfurt, Paris und Wien wider. Am 13. und 14. April fand anlässlich der Branchenmesse Light + Building im April 2010 in Frankfurt am Main zum nunmehr dritten Mal ein Capital Markets Day statt, bei dem der Vorstand und Mitglieder des Managements institutionelle Investoren und Analysten über die Strategie des Unternehmens informierten. Im Geschäftsjahr 2009/10 berichteten zehn renommierte heimische und internationale Investmentbanken regelmäßig über die Zumtobel Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensbewertung ab. Auch die Privatanleger wurden im Berichtsjahr gezielt über die Entwicklung und den Ausblick des Unternehmens mittels spezieller für diese Zielgruppe zugeschnittener Investor-Relations-Veranstaltungen informiert.

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2009

Im Mai 2009 haben die Zumtobel Gruppe und der niederländische Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag ("cross-licensing") über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde eine gegenseitige Ausgleichszahlung formuliert, die die starke Technologieposition beider Parteien im Bereich Beleuchtung reflektiert. Als ein Ergebnis der Vereinbarung erhält die Zumtobel Gruppe mit allen ihren Marken den Status eines offiziellen Lieferanten ("qualified supplier") nach dem Philips-LED-Leuchtenprogramm. Hierdurch werden auch die Kunden der OEM-Marken der Zumtobel Gruppe, Tridonic und Ledon, in jedem Fall von Lizenzzahlungen an Philips befreit. Der einmalig positive finanzielle Effekt dieser Vereinbarung wurde im Ergebnis des ersten Quartals 2009/10 erfolgswirksam erfasst. Seitens der Zumtobel Gruppe besteht in Zukunft eine Verpflichtung zu laufenden umsatzabhängigen Lizenzzahlungen an den Philips Konzern.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung von 1.204.344 eigenen Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung eigener Aktien von EUR 111.760.860 auf EUR 108.750.000 aufgeteilt in 43.500.000 (bisher 44.704.344) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, herabgesetzt.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat mit Wirkung 1. September 2009 Herrn Dipl.-Wirtsch.Ing. Martin Brandt zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Als Chief Operating Officer (COO) ist er für das operative Geschäft der Marke Thorn und Querschnittsfunktionen im Lighting Segment zuständig. Der Vorstand der Zumtobel AG besteht zukünftig aus drei Mitgliedern.

Im November 2009 gründete die Zumtobel Gruppe gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft und einigen Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosystems (IPMS) das Unternehmen "LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG" mit dem Fokus auf Entwicklung und Herstellung von zukunftsträchtigen OLED (organische Leuchtdioden) - Lichtmodulen.

Im Januar 2010 gab die Zumtobel Gruppe den Einstieg ins LED-Lampengeschäft bekannt. Zu diesem Zweck hat der Konzern die Tochtergesellschaft "LEDON Lamp GmbH" gegründet. Deren Aufgabe ist es, ein umfassendes Sortiment innovativer LED-Lampen zu vertreiben.

Mit Wirkung zum 25. März 2010 wurde Dr. Harald Sommerer zum Mitglied des Vorstands bestellt und hat ab 1. Mai 2010 den Vorstandsvorsitz der Zumtobel AG von Dr. Andreas J. Ludwig übernommen, der aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Herr Dr. Sommerer war bis Jänner 2010 Vorstandsvorsitzender der an

Umfassender Patentaustauschvertrag mit Philips unterzeichnet

Kapitalherabsetzung durchgeführt

Vorstand der Zumtobel AG erweitert

Zumtobel Gruppe investiert in OLED-Technologie

Zumtobel Gruppe steigt ins LED-Lampengeschäft ein

Harald Sommerer wird neuer Vorstandsvorsitzender

der Börse notierenden AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG und von April 2006 bis März 2010 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zumtobel AG.

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2010 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Auf einen Blick

Das Geschäftsjahr 2009/10 war geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise. Auch die Zumtobel Gruppe verzeichnete im Berichtsjahr ein Umsatzminus von 4,8% auf 1.117,3 Mio EUR. Bei genauerer Betrachtungsweise ist aber ersichtlich, dass sich die Umsatzentwicklung im Jahresverlauf schrittweise verbessert hat und im 4. Quartal erstmals wieder mit plus 6,0% (währungsbereinigt plus 2,6%) positiv war. Während das Komponentengeschäft eine spürbar anziehende Nachfrage verzeichnete, was sich ab dem 2. Halbjahr in einem signifikanten Umsatzwachstum niederschlug, leidet das spätzyklische Leuchtengeschäft der Zumtobel Gruppe nach wie vor unter der rückläufigen kommerziellen Bautätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2009/10 verringert sich das um Sondereffekte bereinigte EBIT um 27,4 Mio EUR beziehungsweise 34,7% auf 51,5 Mio EUR (Vorjahr 78,9 Mio EUR). Die hohen negativen Sondereffekte standen vor allem im Zusammenhang mit den bedingt durch die schwache Konjunktur erforderlichen erfolgs-, aber nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibungen in Höhe von 68,3 Mio EUR sowie außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen. Die Firmenwertabschreibung bezieht sich im Wesentlichen auf den Firmenwert der im Geschäftsjahr 2000/01 erworbenen Thorn Lighting Group. Diese negativen Einmaleffekte führen zum Ausweis eines deutlichen Jahresverlusts.

1.6.2 Umsatzentwicklung

  • Jahresumsatz sinkt um 4,8%

  • Währungstranslationseffekt über den Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 ausgeglichen

  • Krise belastet weiterhin spätzyklisches Lighting Segment

  • Erfreuliche Aufwärtsentwicklung im Components Segment

  • Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst um 37,0%

  • Asien setzt positive Umsatzentwicklung fort

Im Geschäftsjahr 2009/10 (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) sank der Umsatz um 4,8% auf 1.117,3 Mio EUR (Vorjahr 1.174,0 Mio EUR). Während im ersten Halbjahr 2009/10 (Mai bis Oktober) der Umsatz um 10,8% sank, war das zweite Halbjahr 2009/10 (November bis April) von einer Stabilisierung des konjunkturellen Umfelds geprägt. Entsprechend lag der Umsatz mit plus 2,3% leicht über dem Niveau des zweiten Halbjahres 2008/09. Dieses moderate Wachstum ist dabei auch auf den Basiseffekt aus dem bereits schwachen zweiten Halbjahr 2008/09 zurückzuführen.

Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen war in sehr unterschiedlichem Ausmaß von Währungstranslationseffekten beeinflusst. Über alle Währungen hinweg ergibt sich im Geschäftsjahr 2009/10 ein negativer Translationseffekt von 0,9 Mio EUR. (Vorjahr minus 43,0 Mio EUR), wobei dieser im ersten Halbjahr mit 11,6 Mio EUR deutlich negativ und im zweiten Halbjahr mit 10,6 Mio EUR erstmals positiv war. Währungsbereinigt sank der Umsatz um 4,7%. Die Währungsbelastungen sind auf die starke Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) und der Schwedischen Krone (SEK), zurückzuführen Aus der Euroaufwertung ergibt sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum bezogen auf die monatlichen Durchschnittskurse für das Britische Pfund ein Umrechnungsnachteil von 5,0% und für die Schwedische Krone von 1,6%. Weitere negative Effekte resultieren aus der Abwertung einiger osteuropäischer Währungen. Dies konnte zum Großteil durch positive Effekte beim Australischen Dollar (AUD), Neuseeländischen Dollar (NZD) und Schweizer Franken (CHF) kompensiert werden. Vor allem die Aufwertung des Australischen Dollars gegenüber dem Euro führte zu einem Umrechnungsvorteil von 10,8%.

Währungsbereinigte Umsatzentwicklung in % vs Vorjahresquartal

Jahresumsatz sinkt um 4,8%

Währungstranslationseffekt über den Verlauf des Geschäftsjahres 2009/10 ausgeglichen

Krise belastet weiterhin spätzyklisches Lighting Segment

Erfreuliche Aufwärtsentwicklung im Components Segment

Im Lighting Segment war die Situation im gesamten Geschäftsjahr 2009/10 nach wie vor sehr angespannt und durch rückläufige Preise zusätzlich negativ beeinflusst. Der Segmentumsatz sank im Berichtszeitraum um 6,0% auf 819,4 Mio EUR (Vorjahr 871,4 Mio EUR) – wobei das erste Halbjahr ein Minus von 10,0% und das zweite Halbjahr ein Minus von 1,2% verzeichnete.

Im Components Segment lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2009/10 mit 366,6 Mio EUR auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr 365,8 Mio EUR). Nach einem Umsatzrückgang von 13,5% im ersten Halbjahr konnte im zweiten Halbjahr ein Plus von 13,9% erwirtschaftet werden. Diese erfreuliche Aufwärtsentwicklung ist zum Teil auf Marktanteilsgewinne und Lageraufbaueffekte bei Kunden zurückzuführen. Darüber hinaus ist im Komponentengeschäft weiterhin ein ungebrochener technologischer Substitutionseffekt zu höherwertigen elektronischen Vorschaltgeräten zu erkennen.

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2009/10 2008/09 Veränderung
in %
Lighting Segment 819,4 871,4 -6,0
Components Segment 366,6 365,8 0,2
Überleitung -68,6 -63,1 8,7
Zumtobel Gruppe 1.117,3 1.174,0 -4,8

Umsatz mit LEDbasierten Produkten wächst um 37,0%

In der Zukunftstechnologie Licht Emittierender Dioden (LED) konnte die Zumtobel Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wachstum weiter fortsetzen. Der Umsatz mit LED-basierten Produkten und Lösungen stieg um 37,0% auf 65,9 Mio EUR.

Regionale Geschäftsentwicklung

Umsatzerlöse Veränderung
2009/10 in %
D/A/CH 282,2 -5,5
Osteuropa 58,3 -12,7
Nordeuropa 91,2 -6,5
Westeuropa 353,1 -7,9
Südeuropa 95,4 -9,8
Europa 880,2 -7,5
Asien 95,9 8,1
Australien &
Neuseeland 100,6 11,9
Amerika 30,2 -5,1
Rest 10,3 -10,4
Gesamt 1.117,3 -4,8

Regionale Umsatzverteilung

Trotz sinkender Gruppenumsätze erste Anzeichen für Marktstabilisierung

Im Berichtszeitraum sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa um 7,5% auf 880,2 Mio EUR (Vorjahr: 952,0 Mio EUR). Das sind 78,8% vom Konzernumsatz (Vorjahr 81,1%). In der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) registrierte vor allem das Lighting Segment deutliche Umsatzrückgänge. Entsprechend sank der Gesamtumsatz in dieser Region um 5,5% (währungsbereinigt minus 6,5%). Die Region Osteuropa verzeichnete nach einer negativen Umsatzentwicklung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 im Abschlussquartal wieder ein zweistelliges Umsatzplus. Der Umsatz im Berichtsjahr verringerte sich jedoch um 12,7% (währungsbereinigt minus 10,9%). In der für die Zumtobel Gruppe umsatzstärksten Region Westeuropa (Großbritannien, Frankreich, Benelux) haben die schwache Marktentwicklung und die bereits beschriebene Abwertung beim Britischen Pfund (GBP) zu einem Umsatzrückgang in Höhe von 7,9% geführt (währungsbereinigt minus 5,2%). Die Regionen Nord- und Südeuropa verzeichneten im Geschäftsjahr 2009/10 Umsatzeinbußen in Höhe von 6,5% (währungsbereinigt minus 5,2%) beziehungsweise minus 9,8% (währungsbereinigt minus 9,1%). Allerdings konnte in diesen Regionen ab dem zweiten Halbjahr erstmals eine Marktberuhigung beobachtet werden und die Umsätze im Abschlussquartal lagen über dem Niveau des Vorjahres.

In Asien stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 8,1% auf 95,9 Mio EUR (Vorjahr 88,7 Mio EUR). Dieser Umsatzanstieg wurde durch das dynamische Wirtschaftswachstum in China begünstigt. Währungsbereinigt lag der Umsatz in dieser Region um 8,6% über Vorjahresniveau. Der amerikanische Raum leidet weiterhin unter einer sehr schwachen Baukonjunktur. Der dortige Umsatz sank im Geschäftsjahr 2009/10 um 5,1% (währungsbereinigt minus 4,4%) auf 30,2 Mio EUR (Vorjahr 31,9 Mio EUR). Der Markt in Australien/Neuseeland war sehr robust und profitierte zusätzlich von der Aufwertung der lokalen Währungen. Die Umsätze stiegen im Berichtszeitraum um 11,9% (währungsbereinigt plus 0,8%).

Asien setzt positive Umsatzentwicklung aus Vorjahr fort

1.6.3 Ertragsentwicklung

  • Bereinigte EBIT Marge von 4,6% (Vorjahr 6,7%)

  • Volumen-, Preis- und Währungseffekte belasten Bruttoergebnis

  • Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten um 4,4%

  • Signifikante Sondereffekte im Betriebsergebnis

  • Firmenwertabschreibungen in Höhe von 68,3 Mio EUR

  • Finanzergebnis um 11,9 Mio EUR verbessert

  • Vorsteuerergebnis sinkt auf minus 61,0 Mio EUR

  • Jahresergebnis verringert sich auf minus 67,0 Mio EUR

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2009/10 2008/09 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.117,3 1.174,0 -4,8
Kosten der umgesetzten Leistungen -732,1 -739,9 1,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 385,2 434,1 -11,3
in % vom Umsatz 34,5 37,0
SG&A Aufwendungen und sonstiges betriebliches Ergebnis ohne Sondereffekte -333,7 -355,2 6,0
Bereinigtes EBIT 51,5 78,9 -34,7
in % vom Umsatz 4,6 6,7
Sondereffekte -96,7 -21,9 <-100
EBIT -45,2 57,0 <-100
in % vom Umsatz -4,0 4,9
Finanzergebnis -15,8 -27,7 43,1
Ergebnis vor Ertragsteuern -61,0 29,3 <-100
Ertragsteuern -6,0 -6,3 5,6
Jahresergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,1 -9,6 98,8
Jahresergebnis -67,0 13,3 <-100
Abschreibungen und Amortisierungen 122,7 53,0 >100
Ergebnis je Aktie (in EUR) -1,57 0,31 <-100

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2009/10 betrug 77,5 Mio EUR (Vorjahr 110,0 Mio EUR).

Im Geschäftsjahr 2009/10 verringerte sich das um Sondereffekte bereinigte EBIT um 27,4 Mio EUR beziehungsweise 34,7% auf 51,5 Mio EUR (Vorjahr 78,9 Mio EUR.). Dies entspricht einer gegenüber dem Vorjahr um 210 Basispunkte verringerten Umsatzrendite von 4,6%. Die hohen negativen Sondereffekte Bereinigte EBIT Marge von 4,6%

standen vor allem im Zusammenhang mit den bedingt durch die schwache Konjunktur erforderlichen erfolgs-, aber nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibungen im Lighting Segment in Höhe von 68,3 Mio EUR sowie außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen.

Entwicklung bereinigtes EBIT (in Mio EUR)

Volumen-, Preis und Währungseffekte belasten das Bruttoergebnis

Die Bruttoergebnismarge ging im Berichtsjahr auf 34,5% (Vorjahr 37,0% vom Umsatz) zurück. Das Bruttoergebnis wurde vor allem durch Volumen- und Preisrückgänge (ca. 2,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) sowie von erheblichen Währungstransaktionseffekten belastet. Infolge der im Berichtszeitraum veränderten nachteiligen Kursrelation von GBP/EUR entstand allein aus den Exporten nach Großbritannien ein negativer Währungstransaktionseffekt in Höhe von rund 18,2 Mio EUR. Darüber hinaus wurde der Einkauf im Components Segment nicht mehr durch den im Geschäftsjahr 2008/09 ausgelaufenen vorteilhaften USD-Hedge unterstützt. Der um den Preis- und negativen GBP-Währungstranslationseffekt bereinigte Materialkostenanteil reduzierte sich aufgrund verbesserter Einkaufskonditionen für Rohmaterialien gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 42,3% auf 40,5%. Durch Kapazitätsanpassungen und Produktivitätssteigerungen im Rahmen von "Excellerate" konnte der Anteil der in den Herstellkosten enthaltenen Personalkosten in Prozent vom Umsatz trotz deutlicher Umsatzrückgänge, verstärkter Insourcing-Aktivitäten und Tariflohnsteigerungen mit 15,9% nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (15,7%) gehalten werden. Demgegenüber stiegen die in den Herstellkosten enthaltenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung planmäßig um 2,0 Mio EUR auf 34,8 Mio EUR (Vorjahr 32,8 Mio EUR) sowie Abschreibungen um 3,3 Mio EUR auf 37,8 Mio EUR.

Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten um 4,4%

Trotz Aufwendungen im Zusammenhang mit der im Zwei-Jahresrhythmus stattfindenden Messe Light + Building im 4. Quartal 2009/10 konnten die Vertriebs- und Verwaltungskosten im Geschäftsjahr 2009/10 gegenüber dem Vorjahr durch die eingeleiteten Einsparmaßnahmen um 4,4% auf 345,3 Mio EUR (Vorjahr 361,3 Mio EUR) gesenkt werden. Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet auch die einmalig positiven Effekte aus dem mit dem Philips Konzern abgeschlossenen Patentaustauschvertrag aus dem 1. Quartal 2009/10.

Das Geschäftsjahr 2009/10 war von signifikanten Sondereffekten in Höhe von minus 96,7 Mio EUR (Vorjahr minus 21,9 Mio EUR) geprägt. Diese stehen vor allem im Zusammenhang mit nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibungen in Höhe von 68,3 Mio EUR, die außerplanmäßige Abschreibung der Marke "SpaceCannon" in Höhe von 3,4 Mio EUR, die Wertberichtigung von einem Firmengebäude in Italien um 4,7 Mio EUR sowie Restrukturierungskosten und Rationalisierungsmaßnahmen zur personellen und strukturellen Anpassung an das schwierige Marktumfeld. Diese Sondereffekte führen zum Ausweis eines deutlich negativen Betriebsergebnisses in Höhe von minus 45,2 Mio EUR (Vorjahr plus 57,0 Mio EUR). Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen.

Konzernlagebericht Konzernlagebericht

Firmenwertabschreibungen belastet Betriebsergebnis

Zumtobel AG

Zur Darstellung des operativen Erfolgs wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2009/10 2008/09 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT -45,2 57,0 <-100
davon Sondereffekte -96,7 -21,9 <-100
Bereinigtes EBIT 51,5 78,9 -34,7
in % vom Umsatz 4,6 6,7

Verbessertes Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Mio EUR auf minus 15,8 Mio EUR (Vorjahr minus 27,7 Mio EUR). Die Reduktion im Zinsaufwand im laufenden Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf das niedrigere Zinsniveau und die besseren Finanzierungskonditionen zurückzuführen. Darüber hinaus sind im Zinsaufwand des Vorjahres Einmalkosten aus der Refinanzierung des Konsortialkreditvertrages aus dem Jahr 2001 in Höhe von 4,4 Mio EUR ausgewiesen. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betragen minus 6,7 Mio EUR (Vorjahr minus 8,8 Mio EUR) und beinhalten vor allem das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften zu den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.5 wird verwiesen.

2009/10 2008/09 Veränderung
Finanzergebnis in Mio EUR in %
Zinsaufwand -10,2 -22,6 55,0
Zinsertrag 2,1 2,1 -0,2
Zinssaldo -8,1 -20,5 60,6
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -6,7 -8,8 23,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -1,0 1,6 <-100
Finanzergebnis -15,8 -27,7 43,1

Das Ergebnis vor Steuern sank im Geschäftsjahr 2009/10 auf minus 61,0 Mio EUR. Aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Ergebnisse in den einzelnen Ländern kommt es dennoch zu einer Ertragsteuerbelastung. Die laufenden Ertragssteuern beliefen sich auf 3,3 Mio EUR. Aus der Veränderung der latenten Steuerpositionen ergaben sich erfolgswirksame Effekte in Höhe von minus 2,7 Mio EUR (Vorjahr minus 1,8 Mio EUR).

Das Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) nach Steuern verringerte sich im Berichtsjahr entsprechend deutlich auf minus 67,0 Mio EUR (Vorjahr: 13,3 Mio EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 42,7 Mio Aktien) von minus 1,57 EUR (Vorjahr plus 0,31 EUR bei 43,6 Mio Aktien).

Vorsteuerergebnis sinkt auf minus 61,0 Mio EUR

Jahresverlust in Höhe von 67,0 Mio EUR

1.6.4 Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft der Zumtobel Gruppe und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (umfasst unter anderem die zentrale Finanzierung und das Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Zweigniederlassungen. Funktion der Zumtobel AG

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 34,5 Mio EUR (Vorjahr 34,7 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 19,6 Mio EUR (Vorjahr 18,8 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 7,6 Mio EUR (Vorjahr 7,6 Mio EUR), sowie sonstige Umlagen in Höhe von 7,3 Mio EUR (Vorjahr 8,3 Mio EUR). Der Einzelabschluss der Zumtobel AG

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio EUR auf minus 8,9 Mio EUR. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen beliefen sich wie im Vorjahr auf 35,0 Mio EUR. Aus der TridonicAtco GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden 20,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 15,0 Mio EUR). Die Ausschüttungen der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments beliefen sich auf 15,0 Mio EUR (Vorjahr 20,0 Mio EUR). Auf die Beteiligung an der Zumtobel Lighting GmbH wurde eine Abschreibung in Höhe von 67,1 Mio EUR durchgeführt.

Das Jahresergebnis verschlechterte sich von minus 7,1 Mio EUR auf minus 43,0 Mio EUR, was zum wesentlichen Teil auf die Abschreibung im Lighting Segment zurückzuführen ist. Aus dem per 30. April 2010 aushaftenden langfristigen Darlehen in Höhe von 186,0 Mio EUR entfällt auf die Zumtobel AG ein Kreditbetrag von 62,0 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote der Zumtobel AG beläuft sich zum 30. April 2010 auf 78,0% (Vorjahr: 78,0 %).

Die Zumtobel AG zeigt für das Geschäftsjahr 2009/10 einen Bilanzgewinn von 7,0 Mio EUR (Vorjahr 29,2 Mio EUR). Dieses Ergebnis wurde durch die Auflösung von Gewinnrücklagen in Höhe 20,8 Mio EUR sowie den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 29,2 Mio EUR positiv beeinflusst. Nachdem im Vorjahr angesichts der Auswirkungen der internationalen Wirtschaftkrise für das Geschäftsjahr 2008/09 keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wurde, plant die Zumtobel AG für das Geschäftsjahr 2009/10 vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden konjunkturellen Umfelds die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. So wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juli 2010 die Ausschüttung einer Dividende von 15 Cent je Aktie vorschlagen. Dividendenvorschlag von 15 Cent je Aktie

Zum 30. April 2010 beträgt der Bestand eigener Anteile 774.957 Stück (Vorjahr 1.991.111 Stück).

1.6.5 Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage

Ausgeprägte Saisonalität des Geschäftsverlaufs Unabhängig von der Wirtschaftskrise unterliegt der Geschäftsverlauf der Zumtobel Gruppe einer ausgeprägten Saisonalität: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertig gestellt wird und damit der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger. Im vierten Quartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat.

Die Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflow aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Die Entwicklung des Working Capital folgte wiederum dem saisonalen Muster des Geschäftsverlaufs: Im umsatzstärkeren ersten Halbjahr erhöhte sich das Working Capital, im Verlauf des zweiten Halbjahres konnte eine schrittweise Reduzierung erreicht werden. Zum 30. April 2010 betrug das Working Capital 176,2 Mio EUR (Vorjahr 196,4 Mio EUR). In Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz reduzierte sich das Working Capital erneut und erreichte 15,8% (Vorjahr 16,7%) vom Umsatz. Aus dem Abbau von Working Capital entstand ein Mittelzufluss in Höhe von 35,0 Mio EUR (Vorjahr plus 26,8 Mio EUR). Das Factoring reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 45,5 Mio EUR (Vorjahr 49,0 Mio EUR). Die Veränderungen in den sonstigen kurz- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus der Forderung aus dem Patentaustauschvertrag mit Philips, der Veränderung der Forderung und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und aus dem Abbau von Urlaubsverbindlichkeiten.

Positive Entwicklung im Working Capital fortgesetzt

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft betrug im Berichtsjahr 82,0 Mio EUR (Vorjahr 114,1 Mio EUR). Der Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode resultiert hauptsächlich aus dem deutlich niedrigeren Betriebsergebnis.

Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr mit 49,4 Mio EUR deutlich weniger als im Vorjahr (64,7 Mio EUR) ausgegeben. Neben Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen für Gebäude und Produktionsanlagen umfassen Anlageninvestitionen auch die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte sowie aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 15,3 Mio EUR (Vorjahr 13,1 Mio EUR.). Die höheren Auszahlungen für Anlagezugänge im Vorjahr sind vor allem auf die Investitionen für die Ausstattung der neuen Fabrik in Spennymoor zurückzuführen. Die laufenden Abschreibungen ohne Sondereffekte in der Zumtobel Gruppe beliefen sich für das Geschäftsjahr 2009/10 auf 44,8 Mio EUR (Vorjahr 42,7 Mio EUR). Der Zufluss aus Anlagenabgängen in Höhe von 5,8 Mio EUR (Vorjahr 4,1 Mio EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Eingang der vereinbarten Ratenzahlung aus dem Verkauf des alten Werksstandorts in Spennymoor im Geschäftsjahr 2008/09. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr keine getätigt.

Operativer Cashflow sinkt um 28,2%

Geringerer Mittelabfluss aus Investitionen

Rückgang des Free Cashflow auf 39,2 Mio EUR

Aufgrund des geringeren operativen Cashflows blieb der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2009/10 mit 39,2 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 57,8 Mio EUR), das allerdings durch den Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von 11,7 Mio EUR positiv beeinflusst war. Die deutliche Verbesserung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit resultiert vor allem aus niedrigeren Zinszahlungen, dem Entfall der Dividende für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie dem Rückkauf eigener Aktien im Vorjahr.

Gesicherte Liquiditätsposition

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung zur Sicherung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit stellt der am 12. Juni 2008 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Juni 2013 dar. Der Konsortialkreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR. Hiervon sind unverändert zum Vorjahr 186 Mio EUR in Anspruch genommen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants, Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%, geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,57 (Vorjahr 1,49) und einer Eigenkapitalquote von 35,8% (Vorjahr 41,3%) vollumfänglich eingehalten. Die Nettoverbindlichkeiten reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 121,9 Mio EUR (Vorjahr 163,5 Mio EUR) und lagen damit 41,6 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. 5

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2010 30. April 2009
(restated)5
Bilanzsumme 983,5 1.018,8 *
Nettoverbindlichkeiten 121,9 163,5
Eigenkapital 351,6 420,9 *
Eigenkapitalquote in % 35,8 41,3 *
Verschuldungsgrad in % 34,7 38,8 *
Durchschnittliches Capital Employed 587,5 661,2 *
ROCE in % 8,8 12,6 *
Investitionen 49,4 64,7
Working Capital 176,2 196,4
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 15,8 16,7

Solide Bilanzstruktur

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag liegt trotz Firmenwertabschreibungen gemäß IAS 36 in Höhe von 68,3 Mio EUR und einer Anwendung von IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) sowohl für das Geschäftsjahr 2009/10 (11,3 Mio EUR) als auch retrospektiv auf Vorperioden - in Höhe von insgesamt minus 23,7 Mio EUR auf einem nach wie vor soliden Wert von 35,8% (Vorjahr 41,3%). Neben der Firmenwertabschreibung belastete die Erhöhung der Rückstellung für Pensionen in Großbritannien das Eigenkapital, da der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung infolge der Verwendung von niedrigeren Zinssätzen und einer Anpassung der Sterbetafeln angestiegen ist. Der Verschuldungsgrad (Gearing) - als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital - sank aufgrund der niedrigeren Nettoverbindlichkeiten von 38,8% auf 34,7%.

5 Die mit "*" gekennzeichnet en Vergleichszahlen der Vorperioden wurden aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") bei der Bewertung von Firmenwerten angepasst (siehe dazu auch Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 Firmenwerte).

1.7 Mitarbeiter

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind engagierte und motivierte Mitarbeiter und Manager der Schlüsselfaktor zum Unternehmenserfolg. Eine konzernweite Unternehmenskultur, in deren Mittelpunkt Leistung, Verantwortung, Offenheit und Unternehmergeist stehen, ist die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.

Wirtschaftskrise war die zentrale Herausforderung an das Personalwesen im Berichtsjahr

Ab dem Herbst 2008 hat das Unternehmen sehr frühzeitig auf die abrupt schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert und angefangen die Personalkapazitäten und -kosten den Marktgegebenheiten anzupassen. Zum Bilanzstichtag (30. April 2010) zählte die Zumtobel Gruppe 7.329 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008/09 einem Mitarbeiteraufbau von 164 Vollzeitkräften (inklusive Leiharbeiter) aber gegenüber dem Geschäftsjahr 2007/08 einem Mitarbeiterabbau von 579 Mitarbeitern (inklusive Leiharbeiter).

Selektiver Personalaufbau gegenüber Vorjahr

Der Personalaufbau gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres betraf vor allem Mitarbeiter in den Produktionsbereichen (plus 4,0%) sowie Leiharbeiter (plus 132,3% auf 288 Beschäftigte) und ist durch Insourcing Aktivitäten und das zum Jahresende gestiegene Produktionsvolumen begründet. Im Vertriebs- und Verwaltungsbereich wurde der im Geschäftsjahr 2008/09 begonnene Personalabbau fortgesetzt. Regional betrachtet erhöhte sich in Asien die Mitarbeiterzahl um 282 auf 1.237 Mitarbeiter (plus 29,5%). Damit wird auf die verbesserte Nachfragesituation reagiert und das Ziel verfolgt, die Präsenz in der Wachstumsregion Asien gezielt auszubauen. Demgegenüber steht ein Abbau von 135 Beschäftigen (minus 2,4%) in Europa. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Graphik:

Australien &

Amerika

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Die Mitarbeiterproduktivität entwickelte sich aufgrund des deutlich schwächeren operativen Ergebnisses von 20,4% im Vorjahr auf 14,0% im Berichtszeitraum. Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) verbesserte sich leicht von 152.000 EUR je Mitarbeiter auf 153.000 EUR.

Sicherheit am Arbeitsplatz

9.000

+2,2%

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter haben in der gesamten Gruppe einen hohen Stellenwert. Bereits im Geschäftsjahr 2008/09 wurde ein Programm zur Reduktion von Arbeitsunfällen gestartet und im vergangenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Einhergehend mit einer

Produktivität und Umsatz je Mitarbeiter

Zahl der Arbeitsunfälle im Konzern weiter reduziert

kontinuierlichen Mitarbeiterkommunikation und -aufklärung zur Vermeidung von Fehlverhalten haben die Standorte spezifische Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen entwickelt und implementiert. Betriebliche Arbeitsunfälle konnten in der Folge im Geschäftsjahr 2009/10 auf Konzernebene leicht reduziert werden. Die TRI-Rate (Total Recorded Injuries = Anzahl Arbeitsunfälle bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) zeigte folgende Entwicklung:

TRI Rate 2009/10 2008/09 2007/08
Lighting Segment 22,0 17,4 23,9
Components Segment 8,3 12,2 10,7
Zumtobel Gruppe 17,4 17,5 18,5

Personalentwicklung in der Zumtobel Gruppe

Durch den steigenden Fachkräftemangel, der zunehmenden Internationalisierung des Geschäfts und dem technologischen Wandel hin zur Elektronik (LEDs, Controls) sieht sich die Zumtobel Gruppe vor neue Herausforderungen gestellt. Eine gezielte Personalentwicklung ist in diesem Zusammenhang mehr denn je von großer Bedeutung. Die Konzern-Personalabteilung (Corporate HR) unterstützt das lokale Management vor Ort in dieser Aufgabe. Die Maßnahmen in der Personalentwicklung sind daran ausgerichtet, das Leistungspotential der Mitarbeiter zu fördern und zu steigern sowie die richtigen Talente für Schlüsselfunktionen zu gewinnen.

  • Alle Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt, in erster Linie Vertriebsmitarbeiter, sind "Botschafter des Lichts" für die Marken der Zumtobel Gruppe. Daher werden diese mit einem speziellen Ausbildungsangebot gefördert. Fachexperten aus allen relevanten Bereichen schulten Vertriebsmitarbeiter in den internen Akademien ("Thorn Academy of Light", "Zumtobel Academy of Light", "Tridonic Academy") markenspezifisch in Bezug auf Produkte, Anwendungen und Geschäftsprozesse. Fachakademien der Marken
  • In den Werken werden seit der Einführung von Lean Six Sigma vor allem Produktionsmitarbeiter regelmäßig fortgebildet. Die praxisorientierten Schulungen ermöglichen die direkte Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen in der Produktion, der Lieferkette und im Vertrieb. Die Lean Six Sigma-Ausbildungsinitiative in allen europäischen Leuchtenwerken wurde 2008/09 gestartet und im Berichtsjahr fortgesetzt. Der Fokus in den Komponentenwerken liegt darauf, die bisher 369 Experten (Geschäftsjahr 2009/10) für Lean Six Sigma noch intensiver in der Methodik zu schulen. Lean Six Sigma für Produktionsmitarbeiter

Im Rahmen des "Leadership Development Programms" der Zumtobel Gruppe werden jährlich Nachwuchsführungskräfte mit herausragenden fachlichen und persönlichen Fähigkeiten für eine gezielte Förderung ausgewählt. So konnten im Kalenderjahr 2009/10 die Mehrheit aller gehobenen Managementfunktionen im Unternehmen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden. Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung

Ein wichtiges Standbein der Personalentwicklung ist auch die betriebliche Berufsausbildung, vor allem in Österreich und Deutschland. Sie dauert insgesamt vier Jahre und konzentriert sich auf sieben Berufsbilder: Anlagenelektrik, Elektronik, Maschinenmechanik, Werkzeugmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik und Zerspannungstechnik. Zum Bilanzstichtag 30. April 2010 waren insgesamt 147 Auszubildende (Vorjahr 133) bei der Zumtobel Gruppe angestellt. Fundierte Lehrlingsausbildung in sechs Berufsfeldern

Unternehmenswerte und soziale Verantwortung

Die Unternehmenswerte rücken das Engagement der Zumtobel Gruppe für ihre Kunden, ihre Mitarbeiter, optimale Geschäftsprozesse und Werteorientierung in den Mittelpunkt. Der Zumtobel-Verhaltenskodex basiert auf den Unternehmenswerten und setzt zudem die Richtlinie der Initiative "Partnering Against Identifikation der Mitarbeiter mit gemeinsamen Werten

Corruption" (PACI) des Weltwirtschaftsforums in Davos um, welche von der Zumtobel Gruppe als erstem Unternehmen in Österreich im September 2004 unterzeichnet wurde. Der Verhaltenskodex regelt detailliert, welches Verhalten von allen Mitarbeitern in kritischen Bereichen des Geschäftslebens erwartet wird, so z. B. die Bekämpfung von Korruption und keine Toleranz gegenüber jeglicher Art von Diskriminierung.

Die Vielfalt der Belegschaft wird bei der Zumtobel Gruppe insbesondere mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Internationalität gefördert. Neben bedarfsspezifischen Sprachkursen der Marken Zumtobel und Tridonic, die mit externen Partnern angeboten werden, kann im Rahmen des Corporate Trainings zum Beispiel ein Trainingsmodul zum Thema "Umgang mit interkultureller Vielfalt" belegt werden. Internationale Entsendungen und Arbeitsplatzwechsel unterstützen die Internationalisierung des Unternehmens und ermöglichen dem Mitarbeiter, sich über die Ländergrenzen hinweg weiterzuentwickeln.

Die Integration von Mitarbeiterinnen, die nach Mutterschutz und Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehren, findet im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen statt und geht teilweise darüber hinaus. So erlauben flexible Arbeitszeitmodelle und die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Tridonic bietet am größten Standort in Dornbirn geförderte Kindergartenplätze an.

Als Ausdruck sozialen Engagements engagiert sich das Lighting Segment an seinem Stammsitz in Dornbirn bereits seit 1989 für die Integration von behinderten Jugendlichen. Zurzeit sind 39 Menschen mit Behinderung im Dornbirner Leuchtenwerk beschäftigt. Im Rahmen des zweijährigen Berufsförderprogramms der Marke Zumtobel am Standort Dornbirn werden junge Menschen mit Behinderung stufenweise an die Arbeitswelt eines Produktionsbetriebs herangeführt und durch gezielte Ausbildung für ein selbstständiges Arbeitsleben trainiert. Jedes Jahr werden vier bis fünf Jugendliche in das Programm aufgenommen. Seit 1989 wurden mehr als 70 Jugendliche ausgebildet. 20 von ihnen haben im Unternehmen anschließend eine feste Anstellung gefunden.

Leistungsorientierte Unternehmenskultur

Zur Motivation und Identifikation mit den Unternehmenszielen erhalten leitende Angestellte und die Vertriebsmitarbeiter ein Einkommen, das sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt. Der variable Anteil des Jahreseinkommens ist von der Erreichung der individuellen und der Segmentbeziehungsweise Konzernziele abhängig, welche zu Jahresbeginn mit den Vorgesetzten vereinbart werden.

Das jährliche Mitarbeiterfördergespräch ist bereits seit Jahren weltweiter Standard für die individuelle Karriere- und Kompetenzentwicklung eines jeden Mitarbeiters und bildet die Basis für einen konsistenten Performance-Management-Prozess. Im Rahmen des Mitarbeiterfördergesprächs wird die Leistung im Hinblick auf Fachkompetenz und Verhalten des Mitarbeiters in der Vergangenheit beurteilt, die Ziele für das Folgejahr festgelegt und ein individueller Entwicklungsplan ausgearbeitet.

1.8 Einkauf

Die Beschaffungsstrategie wird in der Zumtobel Gruppe als wertschöpfender Prozess verstanden und ist fokussiert auf Produktqualität, Preis, Liefertreue, Service und Innovation. Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Gruppe und den wichtigsten Lieferanten ist auf Langfristigkeit angelegt. Durch gegenseitige Fairness soll so einerseits Know-how aufgebaut und andererseits die Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Aufgrund segmentspezifischer Anforderungen an den Einkauf verfolgt das Lighting Segment sowie das Components Segment spezifische Einkaufsstrategien, die aber ähnlichen Organisationsprinzipien folgen.

Interkulturelle und internationale Vielfalt

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Engagement für die berufliche Integration behinderter Jugendlicher

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Standardisierung des Performance Managements

Beide Segmente organisieren ihren Einkauf gemäß dem "Lead Buyer"-Konzept. Die Bündelung der Beschaffung für einzelne Warengruppen durch spezialisierte, aber dezentrale Einkäufer verbessert die Verhandlungsposition gegenüber oft ebenfalls global agierenden Lieferanten. Zudem wird so ein koordiniertes strategisches Vorgehen in den Warengruppen sichergestellt. Die Vorgaben der Lead Buyer werden von den Einkäufern in den Werken umgesetzt, indem diese aus den von den Lead Buyern verhandelten Verträgen abrufen. "Lead Buyer" Konzept

Langfristige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Lieferanten

Sowohl das Components Segment als auch Lighting Segment legen Wert auf ein langfristiges, vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Lieferanten. Mit der Mehrzahl der Lieferanten bestehen die Geschäftsbeziehungen seit mehreren Jahren. Diese Bemühungen beruhen auf dem sehr hohen Anspruch der Zumtobel Gruppe gegenüber ihren Lieferanten: Diese sollen ihr Wissen und ihre Innovationskraft in die Geschäftspartnerschaft einbringen.

Prozess zur Lieferantenauditierung Im Components Segment gibt es bereits einen global etablierten und systematischen Prozess zur Überprüfung und Auditierung von Lieferanten. Im Lighting Segment ist dieser im Aufbau. Die eingesetzten Bewertungssysteme erlauben gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung. Basierend auf den Unternehmenswerten und dem Code of Conduct sind Lieferanten verpflichtet die Sozial-, Qualitätsund Umweltstandards einzuhalten. Ein entsprechender Lieferantenkodex bildet einen festen Bestandteil im Rahmen der Lieferantenauditierung.

1.9 Betrieblicher Umweltschutz

Fester Bestandteil
der Nachhaltigkeits
strategie
Umweltschutz ist für die Zumtobel Gruppe nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung innovativer,
energieeffizienter Produkte von großer Bedeutung, sondern auch im Bezug auf eine umweltfreundliche und
ressourceneffiziente
Produktion.
Der
betriebliche
Umweltschutz
ist
ein
fester
Bestandteil
der
Nachhaltigkeitsstrategie und des Verhaltenskodex für Mitarbeiter der Zumtobel Gruppe. Auch in der
Umweltschutz-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsrichtlinie und der Qualitäts-Policy des Lighting Segments
sowie in der Unternehmenspolitik des Components Segments wird die Bedeutung des Umweltschutzes
deutlich.
Ein zentraler Hebel im betrieblichen Umweltschutz ist die Optimierung von Prozessen in der gesamten
Wertschöpfungskette. In allen Werken der Zumtobel Gruppe sind die Produktionsabläufe auf Ressourcen
effizienz ausgerichtet und werden kontinuierlich nach der Lean Six Sigma Methodik optimiert. Schwerpunkte
liegen auf dem effizienten Einsatz von Materialien und Energie, der Vermeidung und Verminderung von
Emissionen und Abfällen sowie auf umweltverträglichen Verpackungskonzepten.
Umweltmanagement:
Globale Richtlinien
lokal umgesetzt
Das Umweltmanagement in der Zumtobel Gruppe stützt sich auf zwei wesentliche Pfeiler: Zertifizierte
Umweltmanagementsysteme nach der Norm ISO 14001 und die Anwendung der Methode Lean Six Sigma.
Die Zertifizierung eines Umweltmanagements nach ISO 14001 setzt unter anderem eine systematische und
kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen des Unternehmens voraus. Die Managementphilosophie
Lean Six Sigma unterstützt Maßnahmen in allen Prozessen, die somit auch dem betrieblichen Umweltschutz
zu Gute kommen. Die Managementsysteme ermöglichen den Verantwortlichen an den Standorten konkret
auf lokale Bestimmungen und Vorschriften einzugehen und so die lokalen Beschaffungs-, Produktions- und
Vertriebsprozesse zu optimieren – dadurch können Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
Zertifiziertes
Umweltmanagement
Als eines der wesentlichen Nachhaltigkeitsziele strebt die Zumtobel Gruppe weltweit eine schrittweise
Zertifizierung der Umweltmanagementsysteme aller Leuchten- und Elektronikwerke nach der Norm
ISO 14001 an. Bis 2010/11 sollen alle Elektronikwerke und die europäischen Leuchtenwerke zertifiziert sein.
Bis 2015 soll die Zertifizierung der Leuchtenwerke auch außerhalb Europas erfolgen.

Die erste Zertifizierung eines Leuchtenwerks nach ISO 14001 wurde bereits 1997 in Landskrona (Schweden) durchgeführt. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2009/10 folgten vier weitere Werke im Lighting Segment. Für das Geschäftsjahr 2010/11 ist die Zertifizierung des Werks in Les Andelys geplant.

Das Components Segment ließ das Stammwerk in Dornbirn 2004 nach ISO 14001 zertifizieren. Als Vorreiter im Konzern erhielt dieses Werk im Berichtszeitraum 2008/09 erstmalig in der Gruppe auch ein Zertifikat nach dem Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem OHSAS 18001. Anfang 2010 ließ sich auch das Werk in Innsbruck entsprechend prüfen. Darüber hinaus wurden die Werke in Innsbruck, Jennersdorf und Shenzhen nach ISO 14001 zertifiziert. Für das Geschäftsjahr 2010/11 ist die Zertifizierung des Standorts Ennenda (Schweiz), des Standorts Tridonic Controls & Systems in Dornbirn sowie des Standorts Spennymoor geplant.

Die Zumtobel Gruppe wird im Sommer 2010 den ersten Nachhaltigkeitsbericht publizieren, in dem sowohl der aktuelle Stand als auch zukünftige Maßnahmen in dem Bereich betrieblicher Umweltschutz umfassend dargestellt werden.

1.10 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) umfassen neben den aufwandswirksamen Ausgaben auch aktivierte Entwicklungskosten. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Gruppe auch in Krisenzeiten gezielt auszubauen, wurden die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr um 9,5% auf 52,1 Mio EUR erhöht. Die Themen Energieeffizienz und LED sind weiterhin die wesentlichen Schwerpunkte für die FuE-Aktivitäten in der Zumtobel Gruppe. Der hohe Stellenwert des Bereichs FuE und der damit verbundenen Innovationskultur zeigt sich auch deutlich im von 4,1% auf 4,7% gestiegenen Anteil der FuE-Ausgaben am Gesamtumsatz.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2009/10 2008/09 Veränderung
in %
FuE Aufwendungen in GuV 36,8 34,5 6,6
Aktivierte FuE-Kosten 15,3 13,1 17,2
FuE Ausgaben gesamt 52,1 47,6 9,5
in % vom Umsatz 4,7 4,1
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) Forschung und Entwicklung 431 449 -4,0

1.10.1 LED-Technologie

Aufgrund der anhaltenden Effizienzsteigerung der LEDs (Licht Emittierende Dioden) – die LED hat im Geschäftsjahr 2009/2010 die Kompaktleuchtstofflampe an energetischer Effizienz überholt – haben alle Marken der Zumtobel Gruppe den Schwerpunkt der Produktentwicklung auf LED-Lösungen verlagert. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten liegt nach wie vor die Erzeugung von weißem Licht mit hoher Qualität für die professionelle Allgemeinbeleuchtung, nunmehr ergänzt um leistungsfähige LED Light Engines für so genannte LED-Retrofit-Lampen (dies sind effiziente LED-Leuchtmittel mit klassischer Sockelung zum Ersatz von herkömmlichen- und Halogenglühlampen).

Die Leistungssteigerung der LED hat es auch ermöglicht, deutlich größere "Licht"-Pakete (gemessen in Lumen) mit LED zu realisieren: Im Strahlerbereich sind nun LED Light Engines von 1.000, 2.000 und 3.000 Lumen verfügbar; dasselbe trifft auch auf den Downlight-Bereich zu. Für den Bereich Straßenbeleuchtung wurde ein modularer Lichtbaustein entwickelt, der - in Mehrfach-Anordnung eingesetzt, sogar die Ablöse

Hohe Kompetenz bei weißem LED-Licht

von Hochdrucklampen bis 150 Watt ermöglicht. Damit ist es erstmals möglich, Straßenleuchten mit LED-Technologie auch für breitere Straßen und höhere Mastlängen zu realisieren.

Im Bereich LED-Retrofit-Lampen wurde das bestehende 6 Watt Lichtmodul (zum Ersatz einer 40 Watt Glühbirne) einerseits durch ein größeres Modul für den Ersatz der gebräuchlichen 60 Watt Glühbirnen ergänzt, andererseits ein sehr viel kleineres Modul zur Realisierung einer 25 Watt-Ersatzlampe in Kerzenform geschaffen. Besonders wichtig bei diesen Leuchtmitteln für den privaten Gebrauch sind eine warme Farbtemperatur und eine gute Farbwiedergabe; dies wird durch mehrere LEDs unterschiedlicher Farbe und eine eigene Phosphorrezeptur erreicht. Modul für Ersatz der gebräuchlichen 60-W Glühbirne

Besonderes Augenmerk wurde auf Lösungen mit einstellbarer Farbtemperatur gelegt: Je nach Anwendung können derartige LED-Module in ihrer Farbtemperatur von 2700 Kalvin bis 6500 Kalvin eingestellt werden, ohne dabei ihre hohe Effizienz und gute Farbwiedergabe zu verlieren. Fokus auf einstellbare Farbtemperaturen

1.10.2 Lighting Segment

Fokus auf LED-Technologie

Das Hauptaugenmerk der FuE-Aktivitäten im Lighting Segment wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 auf die weitere Durchdringung der LED-Technologie im Bereich der Allgemeinbeleuchtung gelegt. Zusätzlich wurden erste Technologie-Prototypen für OLED-Leuchten geschaffen. Insgesamt wurden 73 neue Patente angemeldet.

Marke Zumtobel

Im Bereich Downlights wurde mit der neuen Leuchtenfamilie PANOS Infinity ein LED-Downlight entwickelt, das alle Vorteile der LED-Technologie wie hohe Effizienz, lange Lebensdauer, gute Farbwiedergabe vereint und effizienter als die herkömmlichen Lösungen mit Kompaktleuchtstofflampen ist. Im Bereich Strahler wurden mit dem DISCUS erstmals eine Form und eine Größe gewählt, die mit herkömmlicher Technologie (Halogenlampen bzw. Hochdruck-Entladungslampen) nicht möglich wäre. Somit konnte gezeigt werden, dass Leuchten mit LED-Lichtquellen tatsächlich neue Formen und kleinere Abmessungen ermöglichen. Zusätzlich wurden bewährte Strahlerfamilien wie ARCOS und VIVO um zeitgemäße LED-Varianten ergänzt. Dasselbe gilt für dekorative Leuchtenfamilien wie z.B. die Serie Sconfine. Ausbau des LED Leuchtenportfolios

Auch die neue Einbauleuchtenfamilie Mildes Licht Generation 5 nutzt die Vorteile der LED-Technologie; darüber hinaus sind aber auch Varianten mit Leuchtstofflampen erhältlich. Der erstmalige Einsatz von großen Zwei-Komponenten-Kunststoffteilen ermöglicht einerseits eine deutliche Reduktion der Bauteile, andererseits eine kostengünstige Abdichtung der Leuchte gegenüber Staub und Insekten. Das Licht wird über mikrostrukturierte Seitenbereiche der Leuchtenabdeckung und ein miniaturisiertes Raster im Mittelbereich gelenkt. Abgerundet werden die LED-Neuheiten mit LED-Balken für das bewährte Lichtband-System TECTON, die nun auch den Einsatz von LEDs in der Fläche der Anwendung Shop und Retail ermöglichen. Mit den Produkten VALUEA und ELEEA wurden neue T5-Leuchten geschaffen, deren Hauptaugenmerk auf hoher Effizienz und Ergonomie liegt.

Marke Thorn

Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit

Wenn es ein "typisches" Thorn-Produkt gibt, dann ist dies die Lichtleiste PopPack: Sie wurde zum Synonym für praktische, effiziente Beleuchtung in einer Vielzahl von Anwendungen. Doch auch Klassiker müssen sich von Zeit zu Zeit neu erfinden: Und so kombiniert die neue PopPack die Vorteile ihres Vorgängers mit einer neuen, unerreicht schnellen, unkomplizierten Montagetechnik.

Auch im Flächenleuchtenbereich wurde mit MENLO³ ein Klassiker abgelöst; die neue Generation der Milden Licht Leuchte von Thorn ist effizienter, moderner, vielseitiger geworden; und wird auch als LED-

Variante neben den herkömmlichen Kompaktleuchtstofflampen angeboten. Die bewährten Produktreihen QUATTRO, PLANOR und CRUZ wurden um moderne LED-Typen ergänzt und verfügen nun über ein komplettes Spektrum an effizienten Leuchtmitteln. Mit der EQULINE wurde eine Systemleuchte geschaffen, die sowohl direkt an die Decke angebaut als auch abgependelt in architektonisch anspruchsvollen Gebäuden zum Einsatz kommt.

Im Bereich Außenleuchten wurde mit der STYLED die erste LED-Straßenleuchte geschaffen, die alle Normanforderungen erfüllt und aufgrund der ausgefeilten Lichttechnik auch für breitere Straßen geeignet ist. Das Produkt ATLA hingegen ist für effizientes, weißes Licht hoher Qualität in kleineren Straßen und Nebenstraßen gedacht, auf Wunsch ebenfalls mit LED-Lichteinsatz lieferbar. Die bewährte Range ORACLE wurde um eine kleinere Bauform für moderne Hochdrucklampen ergänzt, das Produkt DYANA um eine Variante mit leistungsfähigem LED-Modul.

1.10.3 Components Segment

Die FuE-Aktivitäten der Tridonic wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 weiterhin sehr stark durch das Thema energieeffiziente, umweltschonende Lichttechnik geprägt. Je höher die Effizienz und je länger die Lebensdauer von Betriebsgeräten, desto weniger Energie-, Wartungs- und Entsorgungskosten entstehen. Insgesamt wurden im letzten Geschäftsjahr 83 neue Patente angemeldet.

Die eigenentwickelte Prozessortechnologie "xitec" kommt ausschließlich bei den von der Tridonic entwickelten Produktlinien zum Einsatz und ermöglicht die Entwicklung von zukunftsweisenden intelligenten Betriebsgeräten mit hoher Funktionalität und Energieefffizienz. "xitec" steht für höchste Zuverlässigkeit durch maximale Bauteilintegration. Im letzten Geschäftsjahr wurde die Umstellung des Portfolios von elektronischen Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen, Hochdruckentladungslampen und Notlichtversorgungseinheiten auf xitec-Technologie weiter vorangetrieben. Der Digitalisierungsgrad der Lampensteuerungen mit der xitec-Chip-Familie wurde nochmals gesteigert. Die neuen Betriebsgeräte weisen ein bislang unerreichtes Toleranzverhalten auf, wodurch eine außerordentlich gute Lichtqualität garantiert ist. Der Vorteil von Eigenentwicklungen besteht darin, dass Tridonic auf die Erfahrungen und das Entwicklungs-Know-how aus fast zwei Jahrzehnten mit dimmbaren und nicht-dimmbaren Vorschaltgeräten zurückgreifen kann.

Im Bereich der nicht-dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräte wurde die Erneuerung der gesamten Palette an preisgünstigen Standardgeräten (PC-PRO Familie) abgeschlossen und bietet nun Lösungen für praktisch jede Leuchtstofflampe. Besonderes Augenmerk wurde bei den neuen Geräten auf Energieeffizienz, gehobene Sicherheitsmaßstäbe, einfache Installation und Flexibilität im Einsatz gelegt.

Die im Herbst 2008 neu eingeführte dimmbare Vorschaltgerätefamilie EXCEL für Multi-Lampenbetrieb bei Leuchtstofflampen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die EcoFamilie komplettiert. Diese Vorschaltgeräte kombinieren höchste Zuverlässigkeit und exzellente Wirtschaftlichkeit mit der Möglichkeit des Dimmens.

Die Modelle der innovativen Notlicht-Vorschaltgeräte wurden mit EM PRO EZ-3 erweitert. Dieses Produkt ist ausgestattet mit einer Reihe von neuen Sonderfunktionen, wie z.B. mit der neuesten Technologie für eine erhöhte Startleistung und ermöglicht die Verwendung einer breiten Palette von Leuchtstofflampen in Notlichtsystemen auf DALI-Basis.

TALEXX LED-Produkte von Tridonic gewährleisten beste Qualität hinsichtlich Leuchtkraft, Homogenität und beständige Farbwiedergabe. Das breite und tiefe Sortiment der LED-Betriebsgeräte TALEXXconverter im Innen- und Außenraum wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine komplett neue Familie erweitert.

Energieeffizienz als zentrales Entwicklungsgebiet

Einführung xitec-Technologie weiter vorangetrieben

Innovative Notlicht-Vorschaltgeräte auf DALI Basis

Breites Produktportfolio an LED-Betriebsgeräten

Für jede erdenkliche Aufgabenstellung bietet Tridonic nun das passende Betriebsgerät, damit das LED-Licht sich voll entfalten kann. Egal, ob für einfache Aufgabenstellungen mit monochromen LED-Licht oder mit spezifischen Farbverläufen, in der Lichtwerbung, für Akzente oder in der Allgemeinbeleuchtung: es stehen passende LED-Konverter für den Einsatz im Innen- oder im Außenraum zur Verfügung.

Neue Produktfamilie für Hochdruckentladungslampen

Im Lampenhochdruckbereich stellte Tridonic die mittlerweile dritte Generation für Indoor und die erste für Outdoor vor. Das Resultat ist eine breit einsetzbare Produktfamilie mit Leistungen bis zu 250W, die bei Zuverlässigkeit, Energieeffizienz, Lampenmanagement, Lebensdauer und zeitsparender Montage neue Bestmarken erreicht. Dank optimierter Elektronik und neuem Kühlkonzept lassen sich die neuen Hochdruckvorschaltgeräte auch in temperaturkritischen Leuchten einsetzen.

Neues Zündgerät für Halogen-Metalldampflampen

für frühzeitiges Erkennen von

Ebenfalls neu entwickelt wurde im Geschäftsjahr ein preislich sehr attraktives Impulszündgerät für Halogen-Metalldampflampen im Leistungsbereich 250 bis 1.000 Watt. Aufgrund der äußerst kompakten Gehäuseabmessungen und des verbesserten Temperaturverhaltens bietet das neue Zündgerät ideale Voraussetzungen für kompaktes Leuchtendesign.

1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2010 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

1.12 Risikomanagement

Die Zumtobel Gruppe ist sich bewusst, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagementdie aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen die Erkennung von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Gruppe ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess und Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind standardisierte Planungs- und Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe 1.13). Systematischer Ansatz Chancen und Risiken

Mit Inkrafttreten des österreichischen Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 haben die Themen Risikomanagement und Internes Kontrollsystem zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Abteilung "Corporate Financial Analysis & Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und des Risk-Monitorings zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Gruppe ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Gruppe implementierte Risikomanagementsystem (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) basiert auf den methodischen Grundlagen des COSO6 Modells "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle. Im Geschäftsjahr 2009/10 lagen die Schwerpunkte im Ausbau der Risikomanagementsysteme, sowie in der Verbesserung des Risikobewusstseins und der Risikosteuerung in den Geschäftseinheiten der Gruppe. Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Ergebnisse der Zumtobel Gruppe wurden ebenfalls entsprechend analysiert.

Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird periodisch, zumindest einmal jährlich, dezentral von den "Risiko-Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Tools und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich Auswirkung auf die Ergebnisse der Gruppe sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad-hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an das Corporate Risk Management gemeldet und der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risk Management stehen konzernweit zur Verfügung.

Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Konzernvorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der Aufsichtsrat wird über die wesentlichen Risiken der Gruppe regelmäßig in Kenntnis gesetzt. Weiters besteht neben dem monatlichen Finanzbericht, ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der Segmente und des Konzerns abbilden.

Die Risikoermittlungs- und Bewertungstools der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt regelmäßig entsprechend Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex die Funktionsfähigkeit des Zumtobel Risikomanagements und berichtet darüber an den Aufsichtsrat und Vorstand.

Die Chancen der Zumtobel Gruppe sind in Kapitel 1.1.3 ausführlich beschreiben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.12.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Die regionalen Absatzmärkte sind stark von der jeweiligen Entwicklung der Konjunktur im gewerblichen Hochbau abhängig, welche stets ausgeprägten, zyklischen Schwankungen unterworfen ist. Unvorteilhafte Entwicklungen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten der Zumtobel Gruppe, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten in der Industrie, die erhöhten Preisdruck, negative Produktmixverschiebungen, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Die weltweite Konjunkturkrise stellt auch für das Geschäftsjahr 2010/11 das bedeutendste Risiko dar, da die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung immer noch mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Zumtobel Gruppe in fast allen Märkten mit zum Teil signifikanten Nachfragerückgängen zu kämpfen. Weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenposition und des Cashflows konnten jedoch die Erzielung eines positiven operativen Ergebnisses (bereinigtes EBIT) und die Sicherstellung der Liquidität gewährleisten.

Der Leuchtenbereich ist außerdem stark im Projektgeschäft verankert. In konjunkturell schwierigen Zeiten erhöht sich das Risiko von Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie die mögliche

Konjunkturkrise und ausgeprägte Zyklizität Einstellung laufender Projekte. Auch neue Bauprojekte werden zum Teil auf unbestimmte Zeit verschoben oder storniert. Positive Wachstumsimpulse im Bereich der energieeffizienten Beleuchtung und LED-Technologie können den Nachfragerückgang teilweise ausgleichen. Durch die Erschließung bzw. Stärkung der Präsenz in ausgewählten Schwellenländern strebt die Zumtobel Gruppe eine höhere Unabhängigkeit von regionalen zyklischen Schwankungen an.

Die europäische professionelle Leuchtenindustrie ist stark fragmentiert: Die zehn größten Leuchtenhersteller decken nur rund 40% des Gesamtmarktes ab. Der restliche Markt wird von über 800 Anbietern bedient. Die LED-Technologie stellt die gesamte Branche vor neue Herausforderungen, denen die großen und finanzstarken Unternehmen, so auch die Zumtobel Gruppe, besser gewachsen sein sollten, als der mittelständische Wettbewerb. Sollten sich im Zuge dieses Prozesses Akquisitionsmöglichkeiten ergeben, so hat die Zumtobel Gruppe die notwendige Bilanzstärke, diese zu realisieren. Die Konsolidierung im Bereich der konventionellen Komponenten ist weitgehend abgeschlossen, die großen Spieler (Matsushita, Osram, Philips und Zumtobel Gruppe) beherrschen rund 55% des Weltmarktes. Im Bereich LED-Komponenten ist das Wettbewerbsumfeld aufgrund der neuen Technologie unübersichtlich, in jedem Fall ist mit neuen Anbietern, vor allem aus Japan und Korea, zu rechnen. Konsolidierung der Industrie

Der technologische Transformationsprozess von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED kann sowohl neue Wettbewerber hervorrufen als auch die Konsolidierung des Leuchtenmarktes beschleunigen. Dieser Transformationsprozess erfordert von den einzelnen Leuchtenunternehmen höheren Forschungsund Entwicklungsausgaben und führt zu einer steigenden Produkt- und Systemkomplexität und kürzeren Produktentwicklungszyklen. Größere Leuchtenunternehmen mit direktem Kundenkontakt und Elektronik Know-how – wie die Zumtobel Gruppe – haben dabei einen Startvorteil. Technologiewechsel durch LED

Das Fehlen von Fachkräften, insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden. Dieses Risiko hat sich aufgrund der momentanen Wirtschaftskrise etwas relativiert, wird sich aber im Rahmen des in einigen Branchen bereits eingesetzten Aufschwungs sicherlich wieder verstärken. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern große Bedeutung auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen. Dies sowohl durch Ausbildung in eigenen Akademien, als auch durch externe Schulungsprogramme. Den Fach- und Führungskräften in allen Unternehmensteilen bietet die Gruppe qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Personalentwicklung ist ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie. Das Unternehmen legt des Weiteren darauf Wert, seine Mitarbeiter ziel- und leistungsorientiert zu entlohnen. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter durch Konkurrenzunternehmen abgeworben werden. Risiken im Personalmanagement

1.12.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion

Abhängigkeit von Geschäftspartnern und Meinungsbildnern innerhalb des Fachpublikums

IT-Risiken

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist im Projektgeschäft von großer Bedeutung. Die Zumtobel Gruppe setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem ein weitreichendes, technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es Zumtobel, am Stand der Technik zu bleiben und seine Position als technologischer und designorientierter Trendsetter zu halten.

Zur Minimierung der IT-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der IT-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben, welches im so genannten "Hot Stand-by" arbeitet und ständig auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird. Damit die Informationstechnologie der Gruppe

Beschaffungsrisiken

stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden zumindest jährlich überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert.

Die Zumtobel Gruppe ist ein global agierender Konzern, wobei sich die strategischen Hauptmärkte auf Zentraleuropa, Australien, USA sowie auf die aus heutiger Sicht sicheren Märkte in Asien und dem Nahen Osten verteilen. Dort konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, um für die Gruppe Risiken wie Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverboten, Krieg und sonstige Risiken weitestgehend zu minimieren. In den übrigen Ländern agiert die Gruppe vorwiegend mit Agentenverträgen oder ist nicht tätig, gleichzeitig werden Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Politische Risiken

Durch stark steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen, ausgelöst durch den in einigen Branchen eintretenden Wirtschaftsaufschwung, verknappen sich die weltweiten Bestände, zur Zeit insbesondere an elektronischen Bauteilen. Die Verfügbarkeit sinkt und die Preise steigen entsprechend, die kontinuierliche Lieferfähigkeit kann derzeit nur bei langfristiger Disposition sichergestellt werden. Aufgrund eines vergleichsweise moderaten Vorratsabbaus während der Krise, guter Materialdisposition und langfristigen Lieferantenbeziehung konnte die Zumtobel Gruppe jedoch ihre Lieferfähigkeit bislang halten und folglich im Components Segment Marktanteile gewinnen. Die Preise der für die Zumtobel Gruppe wichtigsten Materialien wie Kupfer, Kunststoffe, Aluminium und Stahl steigen wieder deutlich. Energie wie Strom, Gas und Öl usw. ist für die Zumtobel Gruppe von geringerer Bedeutung. Die Gruppe ist somit einem geringen Ergebnisrisiko aufgrund Energiepreissteigerungen ausgesetzt. Kupferpreise werden rollierend auf Termin abgesichert. Die derzeit unvermeidbaren Materialpreisveränderungen werden soweit wie möglich wenn auch zeitverzögert an die Kunden weitergegeben.

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft von ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Gruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken.

1.12.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Die Lieferantenauswahl wird dabei entsprechend den zuvor beschriebenen Kriterien, aber auch in Richtung Nachhaltigkeit getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfallsrisiko und das Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Gruppe über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleicht. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal mit Versicherungsschutz abzudecken. An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise (z. B. durch Installation von Sprinkleranlagen) ein Highly Protected Risk (HPR)-Status angestrebt. Derzeit sind drei Standorte als HPR qualifiziert.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter, Wertansatz der Lagerbestände vermindert die Bilanzrisiken.

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Bestandsrisiken im Fertigwarenlager

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1.12.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2008/09 wurde der größte Pensionsplan (Thorn Lighting Ltd., Großbritannien) für Neuansprüche geschlossen. Dadurch können hier die genannten Risiken nunmehr auf den Altbestand beschränkt werden. Weitere Details sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.11 zu finden.

1.12.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler bei der Produktentwicklung oder -herstellung verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen der Produktqualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung. Die bei der Marke Zumtobel neu eingeführte 5-Jahresgarantie kann zu höheren Garantiekosten führen. Eine entsprechende Bilanzvorsorge wird schrittweise aufgebaut.

1.12.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Gruppe betreibt ein konsequentes Monitoring der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängiger Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Gruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch geachtet. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die ein substantielles Gefährdungspotential aufweisen, liegen nicht vor.

1.12.7 Risiken im Finanzbereich

Es bestehen Risiken hinsichtlich der Marktänderung bei Zinsen, Fremdwährungswechselkursen und Commodity-Preisen sowie Liquiditätsrisiken. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11

Da die Zumtobel Gruppe eine global agierende Gruppe ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Durch regelmäßige Überwachung der Entwicklung der verschiedenen risikobehafteten Bereiche und den gezielten Einsatz derivativer Instrumente wird dieses Risiko, soweit möglich, eingegrenzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Der Umgang mit den vorhandenen Risiken erfolgt gemäß klaren Konzernrichtlinien. Diese Richtlinien werden regelmäßig vom Vorstand überprüft, notwendige Anpassungen vorgenommen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Marktrisiko

Die Ermittlung und die Beurteilung der Risiken erfolgt zentral durch die Treasury und die Risk-Management Abteilung. Das Setzen von geeigneten Maßnahmen, wie der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, erfolgt unter Einbindung des Vorstandes gemäß den vom Aufsichtsrat genehmigten Richtlinien.

Das in der Zumtobel Gruppe seit dem Geschäftsjahr 2006/07 im Einsatz befindliche Treasury-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2009/10 um zusätzliche Funktionalitäten erweitert.

Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung zur Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit stellt der am 12. Juni 2008 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Juni 2013 dar. Der Konsortialkreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR. Hiervon sind unverändert zum Vorjahr 186 Mio EUR in Anspruch genommen. Die verbleibende freie Kreditlinie von 294 Mio EUR wird für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen bereitgestellt, ist derzeit aber nicht valutiert. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants, Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%, geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants vollumfänglich eingehalten. Der Schuldendeckungsgrad lag bei 1,57 und die Eigenkapitalquote bei 35,8%. Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird ein Cash Pool System angewendet. Eine Verschlechterung der Finanzkennzahlen und somit Verschlechterung der Bonitätsbeurteilung durch die Kreditgeber kann eine schrittweise Erhöhung der Kreditmargen bei Bankverbindlichkeiten nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch durch eine laufende Analyse der Umschlagsdauer des Working Capital. Im Berichtsjahr betrug das Zahlungsziel der Kunden im Durchschnitt 52,5 Tage (Vorjahr: 49,0), die Vorratsumschlagshäufigkeit lag bei 47,7 Tagen (Vorjahr: 46,3) und die Umschlagshäufigkeit der Lieferantenverbindlichkeiten bei 42,7 Tagen (Vorjahr: 34,2). Somit ergibt sich eine durchschnittliche Umschlagsdauer des Working Capitals von 57,6 Tagen (Vorjahr: 61,1).

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein Volumen im Gesamtwert von rund EUR 102 Mio abgeschlossen, also rund 55% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2015) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen bzw. nach oben begrenzte Zinszahlungen (Cap) von maximal 3,34%. Siehe auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang.

Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in aus ihrer Sicht Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der im Januar 2009 überarbeiteten und vom Aufsichtsrat genehmigten Hedging Policy. Grundsätzlich werden geplante Cash Flows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskurs- oder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungs-Exposure wird dadurch geglättet. Translationsrisiken werden nicht abgesichert. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, CHF und AUD. Die größten Risiken bestehen derzeit vor allem hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs in Europa und den Auswirkungen der aktuell großen Kursschwankungen bezüglich der Wechselkurseffekte auf Umsatz und Ergebnis. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen.

1.12.8 Kreditrisiko

Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch die Überwachungsprozesse im 'Kreditrisikomanagement' in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11.1 Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde keine signifikante Verschlechterung im Zahlungsverhalten der Kunden festgestellt. In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Gruppe

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko

Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Für das Geschäftsjahr 2010/11 kann ein erhöhtes Ausfallsrisiko nicht ausgeschlossen werden, in jedem Fall ist derzeit eine vorsichtigere Limitvergabe durch Warenkreditversicherer erkennbar.

1.12.9 Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken bestehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nichtfinanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Gruppe betreffen den Goodwill, welcher im Rahmen der Akquisition von Thorn im Geschäftsjahr 2000/01 entstand, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten sowie die Bewertung des Maschinenparks. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Impairment Test durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt. In Fremdwährung nominierte Wertgegenstände führen zu Eigenkapital relevanten erfolgsneutralen Bewertungseffekten.

Abschreibung des Thorn Goodwill

Infolge der zum Jahresende durchgeführten Wertminderungsprüfung weist die Zumtobel Gruppe auf den Goodwill der Thorn Lighting Group im Jahresabschluss 2009/10 eine erfolgs-, aber nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibung in Höhe von 66,6 Mio EUR aus. Darüber hinaus wurde das Eigenkapital von einer erfolgsneutralen, währungsbedingten Anpassung des Thorn Lighting Group Firmenwerts - sowohl für dieses Geschäftsjahr als auch für Vorperioden - um insgesamt 23,7 Mio EUR belastet. Siehe auch Punkt 2.6.6.1 im Konzernanhang.

1.12.10 Andere Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Zumtobel Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Gruppe

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind durch die Absicherungsmaßnahmen kontrollierbar. Alle wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden.

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten. Auch die Risiken im Zusammenhang mit der Konjunkturkrise gefährden aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen derzeit nicht den Unternehmensbestand.

1.13 Internes Kontrollsystem

Bei der Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems (ebenso wie des Risikomanagements) orientiert sich die Zumtobel Gruppe eng an den COSO Modellen und definiert das Interne Kontrollsystem als die Gesamtheit der vom Management gestalteten und in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe sichert die Vermögenswerte des Unternehmens, die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von (Finanz) Informationen und Systemen (Assurance), die Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen, und die Einhaltung von gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen (Compliance).

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt bei dem für den jeweiligen Geschäftsprozess verantwortlichen Management und wird auf unterschiedlichen Management-Ebenen wahrgenommen (zentral oder dezentral). Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control Systems schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen in den einzelnen Geschäftsprozessen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als Stabsstelle des Gesamtvorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe stützt sich auf etablierte und anerkannte Kontrollmechanismen. Diese werden teils manuell und teils automatisiert (z. B. als IT Kontrollen) durchgeführt. Wesentliche Schlüsselkontrollen sind unter anderem:

  • Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren

  • Angemessene Dokumentation der Prozesse

  • Vier-Augenprinzip und Funktionstrennung

  • Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen

  • Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen

  • Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management

  • Mussfelder, Prüfziffern, Logikabfragen und ähnliche IT Prozesskontrollen

  • Angemessene allgemeine IT Kontrollen (z. B. Infrastruktursicherheit, Benutzerverwaltung / Zugriffskontrollen, Change Management Verfahren).

Bei der Ausgestaltung der einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen orientiert sich die Zumtobel Gruppe an folgenden Grundsätzen:

  • Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.

  • Die Kontrollmaßnahmen sind immer in die Betriebsabläufe integriert, das heißt sie erfolgen arbeitsbegleitend oder sind dem Ablauf unmittelbar vor- oder nachgelagert. Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.

  • Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen (z. B. IT gesteuerte Kontrollen) zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische Kontrollen (z. B. Anweisungen) verwendet.

COSO Modelle und anerkannte Best Practices bilden Grundlage

Verantwortung für das Interne Kontrollsystem ist deckungsgleich mit der Business-Verantwortung

Etablierte und anerkannte Schlüsselkontrollen

Grundsatz der Angemessenheit von Risiko und Kontrolle

Angemessene schriftliche Dokumentation

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen machen kann.

1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control Systems enthält eine umfassende Darstellung, welche Prozesse und Systeme der Zumtobel Gruppe zur Finanzberichterstattung gehören.

  • Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie der Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.

  • Alle IT Systeme, die für die Finanzberichterstattung wesentlich sind, darunter nicht nur die buchführenden Systeme, sondern auch jene, die zur Veröffentlichung der Finanzberichte wichtig sind.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel Gruppe ein eigenes Themenportal "Internes Kontrollsystem" eingerichtet. Das Themenportal enthält unter anderem die sogenannte COSO Matrix, in welcher entlang der fünf Komponenten des COSO Modells (Internal Environment, Risikomanagement, Control Activities, Information & Kommunikation, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems in der Zumtobel Gruppe dargestellt sind.

  • In der Zumtobel Gruppe sind die Unternehmensvision und die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex (Code of Conduct), die Strategy Map, sowie die Organigramme und die Role Manuals (Managementfunktionen und Gremien) bzw. Stellen- oder Funktionsbeschreibungen (Mitarbeiter) gut dokumentiert und größtenteils im Intranet verfügbar. Das Gleiche gilt für die Satzung, die Geschäftsordnungen, die Geschäftsverteilungspläne und weitere gruppenweit gültige Regelungen. Internal Environment
  • Risikomanagement wird in der Zumtobel Gruppe in zweierlei Hinsicht betrieben: Einerseits gibt es einen gesonderten, von der Konzernzentrale gesteuerten Risikomanagement-Prozess, der sich um die konzernweiten Risiken und das zentrale Risikoreporting kümmert. Andererseits erfolgt das prozessspezifische Risikomanagement integriert in den einzelnen Geschäftsprozessen durch die jeweiligen Process Owner. Eine umfassende Erläuterung des Risikomanagements befindet sich im Konzernlagebericht im Kapitel 1.12 (Risikomanagement). Risikomanagement

Control Activities

In der Zumtobel Gruppe basieren die Kontrollmaßnahmen unter anderem auf den Corporate Policies und dem Corporate Authorisation Framework. Von besonderer Bedeutung für das Interne Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung sind das Group Accounting Manual und die gruppenweit einheitliche Group Closing Checklist (Abschluss-Checkliste). Im Accounting Manual sind alle für die Zumtobel Gruppe wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze enthalten. Die Closing Checklist enthält alle jene Aufgaben und Kontrollschritte, die im Rahmen der Bilanzierung zwingend ausgeführt werden müssen.

In der Zumtobel Gruppe stützt sich die Informationserfassung und -verarbeitung wesentlich auf die zentralen SAP Systeme. Die Datenaufbereitung und -ausgabe erfolgt entweder direkt mit diesen Systemen oder über das SAP Business Warehouse. Daraus werden standardisierte Monats-, Quartals- und Jahresberichte erstellt, welche den Vorstand und das Management bei der Wahrnehmung ihrer Überwachungs- und Kontrollfunktion unterstützen. Information & Kommunikation

Zum Thema Monitoring sieht COSO einerseits die laufenden Überwachungsaktivitäten im Rahmen der normalen Managementaktivitäten vor und andererseits gesonderte Beurteilungen durch separate Überwachungsfunktionen. In der Zumtobel Gruppe wird eine Kombination aus beidem angewendet. Das Management überwacht die Leistung von Segmenten und Gesellschaften anhand monatlicher Reviews. Für die gesonderte Überwachung des Internen Kontrollsystems sind Corporate Internal Auditing und Corporate Controlling zuständig. Der externe Review der Halbjahres- und Prüfung der Jahresabschlüsse wird durch den Wirtschaftsprüfer vorgenommen, der durch sein internationales Netzwerk die Anwendung einheitlicher Prüfungsstandards in allen Konzerngesellschaften garantiert. Eine weitere Überwachung des Internen Kontrollsystems findet durch den Prüfungsausschuss der Zumtobel AG statt. Der Prüfungsausschuss lässt sich in jeder Sitzung umfassend über den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung bzw. den Halbjahresreview, den aktuellen Stand des Risikomanagements und die Prüfungsaktivitäten von Corporate Internal Audit berichten.

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst. Ein Schwerpunkt dieser Weiterentwicklung für das kommende Geschäftsjahr wird die Evaluation von Web 2.0 Technologien zur Unterstützung des Internen Kontrollsystems sein.

1.14 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,5 EUR pro Aktie unterteilt. 28.230.640 Aktien sind in einer Globalurkunde verbrieft und bei der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt. 15.269.360 Aktien sind mittels Zwischenscheinen verbrieft und bei der Gesellschaft hinterlegt. Zum 30.04.10 besaß die Gesellschaft eigene Aktien im Ausmaß von 774.957 Stück.

  2. AUGMENTOR Privatstiftung (4.205.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.121.752 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), DI Fritz Zumtobel (176.088 Aktien) und DI Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages. Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass die Parteien sich vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu einigen haben und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, so wie im Syndikat beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt.

Weiters sieht der Syndikatsvertrag vor, dass das Syndikat bis zum 31. Dezember 2012 zumindest 25% der Anteile zuzüglich einer Aktie an der Gesellschaft halten wird. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  1. Eine Beteiligungen über 5% wird von der Aviva plc. als auch FMR LLC über diverse Fonds gehalten. Weitere Beteiligungen über 5% sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Die Zumtobel Gruppe verfügt über zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ("SOP" und "MSP"), an denen leitende Angestellte von Konzerngesellschaften teilnehmen. Die beiden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle sehen keine Stimmrechtskontrolle vor. Hierzu sei verwiesen auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4.

  4. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratmitglieder unter

Monitoring

Weiterentwicklung

drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Das maximal zulässige Alter eines Aufsichtsratsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 75 Jahre. Weitere sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  1. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 31.425.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu Stück 12.570.000 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu 123.448.360,- EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen, neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung der Grundsatzbeschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 25. April 2006 fasste der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 10. Mai 2006 den Beschluss, das Grundkapital um 19.737.500,- EUR auf 111.760.860 EUR durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende, nennbetragslose stimmrechtsberechtigte Stückaktien zu erhöhen. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf 11.687.500,- EUR und somit auf 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu 3.312.840 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben und bis zum 30. April 2009 im Ausmaß von 764.254 Aktien an Mitarbeiter weitergegeben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben. Von diesen Aktien wurden 1.204.344 Stück im Geschäftsjahr eingezogen.

  1. Konzerngesellschaften haben am 12. Juni 2008 mit sieben Banken einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen, der ein Gesamtvolumen 480 Mio EUR und eine 5-jährige Laufzeit bis zum 12. Juni 2013 aufweist. Hiervon sind zum Bilanzstichtag 186 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Das "MSP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass das MSP beendet und durch den Aufsichtsrat der ZUMTOBEL AG nach Vorschlag des Vorstandes in angemessener Weise abgerechnet werden kann.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von 12 Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  2. Die wichtigsten Merkmale des Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.12 bzw. 1.13 umfassend beschrieben.

1.15 Ausblick und Ziele

Aufwärtstrend der Weltkonjunktur soll sich auch 2011 fortsetzen

Die Aufwärtsentwicklung der Weltkonjunktur scheint sich nach Angaben des Internationalen Währungsfonds IWF 7 zu stabilisieren. Für das Kalenderjahr 2010 erwarten die Experten des IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4,2% und für 2011 von 4,3%. Dabei soll sich die Wachstumsdynamik in der industrialisierten Welt mit plus 2,4% leicht beschleunigen, wobei die Eurozone auf ein weiterhin nur moderates Plus von 1,5% hoffen kann. Für die für die Zumtobel Gruppe besonders wichtige D/A/CH-Region sehen die Prognosen ähnlich aus: Die Volkswirtschaften in Deutschland und Österreich dürften im kommenden Jahr um 1,7%, die der Schweiz um 1,8% wachsen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern wird dagegen mit einer erneut starken Expansion um 6,5% gerechnet. Ein wachsendes Risiko – insbesondere in der industrialisierten westlichen Welt – sehen die Experten in den schweren finanziellen Problemen einiger Euro-Staaten und den hieraus möglichen Negativeffekten auf die Konjunkturentwicklung. Auch die steigenden Rohstoffpreise sowie die hohe Volatilität wichtiger Leitwährungen könnten die Prognosen zusätzlich beeinflussen.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2010 und 2011

Vorsichtige Zuversicht für 2010/11, positiver Langfristtrend

Der gewerbliche Hochbau befindet sich nach wie vor auf einem schwachen Niveau und die Wachstumsprognosen für 2010 und 2011 sind weiterhin verhalten. Aufgrund der spätzyklischen Natur unseres Geschäftes ist es nach den deutlichen Einbrüchen in den vergangenen zwei Geschäftsjahren für eine endgültige Entwarnung sicherlich zu früh. Darüber hinaus wird der langsame Konjunkturaufschwung in Europa durch die zunehmende Verschuldung einiger europäischer Länder und die Entwicklung des Euro in Relation zu anderen wesentlichen Währungen neuerlich belastet. Vor diesem Hintergrund ist nach wie vor

7 Quelle – Prognose IWF, April 2010

schwer abschätzbar, wieweit die Krise wirklich überwunden beziehungsweise ob eine nachhaltige Erholung der Weltkonjunktur in absehbarer Zeit realistisch ist.

Für die nächsten Monate mehren sich allerdings die positiven Signale, insbesondere für unser Komponentengeschäft. Bei genauerer Betrachtung des letzten Geschäftsjahres ist ersichtlich, dass sich die Umsatzentwicklung der Gruppe im Jahresverlauf schrittweise verbessert hat. Daher ist der Vorstand der Zumtobel Gruppe für das neue Geschäftsjahr 2010/11 trotz einer weiterhin eingeschränkten Visibilität verhalten zuversichtlich und rechnet für den Gesamtkonzern mit einer verbesserten Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Getragen wird dieser Optimismus von dem zu erwartenden weiterhin dynamischen Wachstum des Umsatzes mit LED-basierten Produkten und der anhaltenden Nachfrage nach energieeffizienten Beleuchtungssystemen.

Dornbirn, am 18. Juni 2010

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Brandt Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 Konzernabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

2. Konzernabschluss

Inhalt

Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung ________ 54
Gesamtergebnisrechnung ___________ 55
Bilanz_______________ 56
Kapitalflussrechnung _________ 57
Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 58
Anhang _____________ 59
2.6.1 Allgemeine Angaben _________ 59
2.6.2 Konsolidierungskreis und –methoden ________ 59
2.6.2.1
Konsolidierungskreis _________ 59
2.6.2.2
Konsolidierungsmethoden __________ 60
2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 61
2.6.3.1
Auswirkungen neuer und geänderter Standards______ 61
2.6.3.2
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden_______ 62
2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 69
2.6.4.1
Umsatzerlöse ________ 69
2.6.4.2
Aufwandsarten_______ 69
2.6.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 70
2.6.4.4
Zinsergebnis_________ 71
2.6.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge _______ 71
2.6.4.6
Ertragsteuern ________ 72
2.6.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen _______ 72
2.6.4.8
Ergebnis je Aktie____________ 73
2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung _________ 73
2.6.5.1
Währungsdifferenzen ________ 73
2.6.5.2
Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 73
2.6.5.3
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn ______ 73
2.6.5.4
Steuern ____________ 74
2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 74
2.6.6.1
Firmenwerte ________ 74
2.6.6.2
Übrige Immaterielle Vermögenswerte ____ 75
2.6.6.3
Sachanlagen
____________ 77
2.6.6.4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen ________ 79
2.6.6.5
Finanzanlagen ________ 81
2.6.6.6
Übrige Vermögenswerte______ 81
Latente Steuern ____________ 82
2.6.6.7
2.6.6.8
Vorräte_____________ 83
2.6.6.9
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 83
2.6.6.10 Liquide Mittel ________ 83
2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) _______ 84
2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen __________ 88
2.6.6.13 Übrige Rückstellungen _______ 88
2.6.6.14 Finanzschulden _______ 89
2.6.6.15 Finanzierungsleasing _________ 90
2.6.6.16 Operating Leasing __________ 90
2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten ______ 91
2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _______ 92
2.6.7.1
Überleitung Finanzmittelfonds _______ 93
2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ________ 93
2.6.8.1
Grundkapital_________ 93
2.6.8.2
Kapitalrücklage _______ 94
2.6.8.3
Gewinnrücklagen ___________ 94
2.6.8.4
Aktienoptionsprogramme___________ 94
2.6.8.5
Dividendenausschüttung ______96
2.6.9 Kapitalmanagement___________97
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten_______97
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ____97
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39 ______100
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement ___________100
2.6.11.1 Kreditrisiko _________100
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko ____________102
2.6.11.3 Marktrisiko _________103
2.6.12 Geschäftssegmente__________106
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche ________106
2.6.12.2 Segment Regionen _________108
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________109
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________109
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______109
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________111
2.6.16.1 Personalstruktur ___________111
2.6.16.2 Organe des Konzerns _______111
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____112
2.8 Konsolidierungskreis_________113
Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)_________116

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2009/10 2008/09 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.6.4.1 1.117.301 1.174.006 -4,8
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.6.4.2 -732.057 -739.892 1,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 385.244 434.114 -11,3
in % vom Umsatz 34,5 37,0
Vertriebskosten 2.6.4.2 -275.285 -285.616 3,6
Verwaltungskosten 2.6.4.2 -70.002 -75.682 7,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.6.4.3 -85.133 -15.791 <-100
davon Sondereffekte -96.692 -21.883 <-100
Betriebsergebnis -45.176 57.025 <-100
in % vom Umsatz -4,0 4,9
Zinsaufwand 2.6.4.4 -10.187 -22.638 55,0
Zinsertrag 2.6.4.4 2.111 2.116 -0,2
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.6.4.5 -6.749 -8.810 23,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2.6.6.4 -959 1.584 <-100
Finanzergebnis -15.784 -27.748 43,1
in % vom Umsatz -1,4 -2,4
Ergebnis vor Ertragsteuern -60.960 29.277 <-100
Ertragsteuern 2.6.4.6 -5.965 -6.321 5,6
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen -66.925 22.956 <-100
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.6.4.7 -112 -9.649 98,8
Jahresergebnis -67.037 13.307 <-100
in % vom Umsatz -6,0 1,1
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 188 -119 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -67.225 13.426 <-100
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 42.715 43.618
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 74 33
Anzahl ausstehender Aktien verwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 42.789 43.651
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert -1,57 0,31
Ergebnis je Aktie verwässert -1,57 0,31
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert -1,57 0,53
Ergebnis je Aktie verwässert -1,56 0,53
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 -0,22
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 -0,22

2.2 Gesamtergebnisrechnung

in TEUR Anhang 2009/10 2008/09
(restated*)
Veränderung
in %
Jahresergebnis -67.037 13.307 <-100
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 22.898 -18.098 * >100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 4.474 -10.295 >100
Hedge Accounting -1.427 -2.176 34,4
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 2.6.5.3 -18.090 -17.785 -1,7
Steuern 2.6.5.4 -11.294 6.532 <-100
davon IAS 19 -11.651 5.964 <-100
davon Hedge Accounting 357 568 -37,2
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -3.439 -41.822 91,8
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 141 110 28,2
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -3.580 -41.932 91,5
Gesamtergebnis -70.476 -28.515 <-100
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 329 -8 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -70.805 -28.507 <-100

* Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") bei der Bewertung von Firmenwerten angepasst und sind im folgenden Dokument mit "*" gekennzeichnet (siehe auch Kapitel 2.6.6.1).

2.3 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2010 in % 30. April 2009
(restated)*
in %
Firmenwerte 2.6.6.1 183.451 18,7 240.396 * 23,6
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 48.913 5,0 49.669 4,9
Sachanlagen 2.6.6.3 231.385 23,5 233.427 22,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 4.112 0,4 7.861 0,8
Finanzanlagen 2.6.6.5 11.236 1,1 11.967 * 1,2
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 4.163 0,4 4.093 * 0,4
Latente Steuern 2.6.6.7 33.894 3,4 46.228 4,5
Langfristiges Vermögen 517.154 52,5 593.641 * 58,3
Vorräte 2.6.6.8 146.077 14,9 148.819 14,6
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.9 173.649 17,7 169.378 16,6
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 32.603 3,3 22.883 * 2,2
Finanzanlagen 2.6.6.5 16.706 1,7 15.084 * 1,5
Liquide Mittel 2.6.6.10 97.308 9,9 69.008 6,8
Kurzfristiges Vermögen 466.343 47,5 425.172 41,7
VERMÖGEN 983.497 100,0 1.018.813 * 100,0
Grundkapital 108.750 11,1 111.761 11,0
Kapitalrücklagen 334.597 34,0 331.497 32,5
Gewinnrücklagen -28.326 -2,9 -37.725 * -3,7
Jahresergebnis -67.225 -6,8 13.426 1,3
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 347.796 35,4 418.959 41,1
Kapital der Minderheitengesellschafter 3.825 0,4 1.962 0,2
Eigenkapital 2.6.8 351.621 35,8 420.921 * 41,3
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.11 57.268 5,8 47.370 4,6
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.11 32.639 3,3 30.758 3,0
Sonstige Personalrückstellungen gemäß IAS 19 2.6.6.11 11.513 1,2 9.814 1,0
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 813 0,1 904 0,1
Finanzschulden 2.6.6.14 214.448 21,8 215.600 21,2
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 46 0,0 84 0,0
Latente Steuern 2.6.6.7 11.552 1,2 9.133 0,9
Langfristige Schulden 328.279 33,4 313.663 30,8
Rückstellungen für Ertragsteuern 20.988 2,1 25.332 2,5
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 33.056 3,4 34.534 3,4
Finanzschulden 2.6.6.14 4.807 0,5 16.886 1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 130.560 13,2 109.895 10,7
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 114.186 11,6 97.582 9,6
Kurzfristige Schulden 303.597 30,8 284.229 27,9
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 983.497 100,0 1.018.813 * 100,0

* Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") bei der Bewertung von Firmenwerten angepasst und sind im folgenden Dokument mit "*" gekennzeichnet (siehe auch Kapitel 2.6.6.1). Ebenso wurden, um die Aussagekraft des Berichtes weiter zu verbessern, sämtliche Finanzinstrumente in den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst (siehe auch Kapitel 2.6.6.5).

2.4 Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2009/10 2008/09
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 2.1 -45.288 47.377
Abschreibungen und Amortisierungen 2.6.4.2 122.703 53.023
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 665 -2.436
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -472 9.305
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 77.608 107.269
Vorräte 10.105 10.048
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 6.696 49.792
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 17.682 -33.856
Erhaltene Anzahlungen 552 777
Veränderung des Working Capital 35.035 26.761
Langfristige Rückstellungen -5.715 -8.530
Kurzfristige Rückstellungen -1.291 12.536
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -16.539 -11.755
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -23.545 -7.749
Bezahlte Steuern -7.135 -12.138
Cashflow aus dem operativen Geschäft 81.963 114.143
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 5.830 4.140
Einzahlungen aus Abgängen in Finanzanlagen 2.243 0
Auszahlungen für Anlagenzugänge -49.391 -64.730
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen -1.486 11.695
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 0 -7.452
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -42.804 -56.347
FREIER CASHFLOW 39.159 57.796
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -584 -21.009
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 416 294
Dividenden -485 -31.255
Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 89 -16.845
Bezahlte/Vereinnahmte Zinsen -6.562 -17.377
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.542 -86.486
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 6.594 -1.520
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES 38.211 -30.210
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.6.7.1 55.953 86.163
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.6.7.1 94.164 55.953
Veränderung 38.211 -30.210

2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr 2009 2009/10

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
(restated)*
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
IAS 19
Rücklage
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2009 111.761 331.497 47.007 -75.807 * -1.524 17.717 -25.118 13.426 418.959 1.962 420.921
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 13.426 0 0 0 0 -13.426 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 0 27.230 -1.070 0 -29.740 -67.225 -70.805 329 -70.476
+/- Kapitalherabsetzung durch
Einziehung eigener Aktien
-3.011 3.011 0 0 0 0 0 0 0 0 0
+/- Aktienoptionen -
Ausübungen
0 89 0 0 0 0 0 0 89 0 89
+/- Aktienoptionen -
Dotierung/Auflösung
0 0 0 0 0 -447 0 0 -447 0 -447
+/- Dividenden 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -484 -484
+/- Wechsel Einbeziehungsart 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2.018 2.018
30. April 2010 108.750 334.597 60.433 -48.577 -2.594 17.270 -54.858 -67.225 347.796 3.825 351.621

Geschäftsjahr 2008 2008/09

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
(restated)*
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
IAS 19
Rücklage
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2008 111.761 348.342 -14.724 -47.302 * 84 17.543 -13.298 92.986 495.392 1.970 497.362
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 92.986 0 0 0 0 -92.986 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 0 -28.505 * -1.608 0 -11.820 13.426 -28.507 -8 -28.515 -28.515
+/- Aktienrückkauf 0 -17.331 0 0 0 0 0 0 -17.331 0 -17.331 -17.331
+/- Aktienoptionen -
Ausübungen
0 486 0 0 0 0 0 0 486 0 486
+/- Aktienoptionen -
Dotierung/Auflösung
0 0 0 0 0 174 0 0 174 0 174
+/- Dividenden 0 0 -31.255 0 0 0 0 0 -31.255 0 -31.255 -31.255
30. April 2009 111.761 331.497 47.007 -75.807 * -1.524 17.717 -25.118 13.426 418.959 1.962 420.921

In der Bilanz sind unter der Position Gewinnrücklagen neben den sonstigen Gewinnrücklagen die Währungsrücklage, die Rücklage für Hedge Accounting, die Rücklage für Aktienoptionen und die Rücklage für IAS 19 enthalten.

Eine detaillierte Erläuterung zu den Veränderungen ist unter Kapitel 2.6.8 zu finden.

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2009/10 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel AG hat den Konzernabschluss am 18. Juni 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratsitzung findet am 25. Juni 2010 in Dornbirn statt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309 g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2009 bis 30. April 2010. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das "Components Segment" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)

  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und –methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2009/10 sind 96 (VJ 96) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden 6 (VJ 5) Unternehmen konsolidiert; nach der quotalen Konsolidierungsmethode wird kein Unternehmen berücksichtigt. Nicht konsolidiert werden 16 (VJ 16) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll at equity TOTAL
30. April 2009 96 5 101
Wechsel Einbeziehungsart 1 -1 0
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 1 2 3
Im Berichtszeitraum liquidiert -2 0 -2
30. April 2010 96 6 102

Folgende Gesellschaften wurden in 2009/10 liquidiert:

  • Multilux (Pty) Ltd., Australien

  • Staff/Conlux Administration Coy. Pty. Ltd., Australien

Die bislang nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft Thorn Gulf LLC, Dubai wird seit 01. Mai 2009 vollkonsolidiert. Im ersten Halbjahr 2009/10 wurde die Gesellschaft LEDON Lamp GmbH, mit Sitz in Österreich gegründet.

Im November 2009 wurden gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut die Gesellschaften LEDON OLED Lighting GmbH & Co KG, Dresden und LEDON OLED Verwaltungs GmbH, Dresden gegründet. Diese Zusammenarbeit soll dem Ausbau der Zukunftstechnologie OLED (Organische Leuchtdioden) dienen. Zumtobel hält einen Anteil von 51% an der OLED Lighting GmbH & Co KG und 49% an der LEDON OLED Verwaltungs GmbH. Die beiden Gesellschaften stellen aufgrund des maßgeblichen Einflusses assoziierte Unternehmen dar und werden "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4).

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3. Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zu dem Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 – 50% - maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at-equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellung, Anlagenübertragungen im Konzern sowie auf Konzernvorräte werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Gruppe ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2010 30. April 2009 30. April 2010 30. April 2009
AUD 1,6328 1,8312 1,4292 1,8146
CHF 1,4950 1,5550 1,4341 1,5066
USD 1,4158 1,4006 1,3315 1,3275
SEK 10,2756 10,1157 9,6217 10,6915
GBP 0,8837 0,8413 0,8703 0,8934

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Folgende neue beziehungweise geänderte Standards und Interpretationen sind für die Zumtobel Gruppe anwendbar und wurden im Geschäftsjahr 2009/10 erstmals berücksichtigt.

Basierend auf den Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wird in der Gesamtergebnisrechnung die Gewinn- und Verlustrechnung um die im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ergänzt. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung werden nur Transaktionen mit Gesellschaftern dargestellt. Das Gesamtergebnis wird in Summe in einer Zeile in der Eigenkapitalveränderungsrechnung berücksichtigt.

IFRS 8 "Operative Segmente" enthält neue Vorschriften für die Darstellung der Segmentberichterstattung und ersetzt IAS 14. Im Gegensatz zu IAS 14, der eine Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen und Regionen fordert, folgt IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach". Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente jene Informationen zugrunde, die vom Management für Zwecke der Ressourcenallokation und Leistungsbeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. Da die externe Segmentberichterstattung bereits an die interne Berichterstattung der Zumtobel Gruppe angelehnt war, ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

Durch die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" entfällt das Wahlrecht, Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes im Aufwand zu erfassen. Diese Fremdkapitalkosten sind im Rahmen der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte nunmehr zwingend zu aktivieren. Die Auswirkung dieser Änderung auf den Konzernabschluss zum 30. April 2010 ist vernachlässigbar.

Durch die Änderungen des IFRS 7 sind zusätzliche Angaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten (Einführung einer 3-stufigen Bewertungshierarchie) und zum Liquiditätsrisiko zu machen. Diese erweiterten Angaben werden erstmals im Geschäftsjahr 2009/10 berücksichtigt.

Die überarbeiteten Standards IFRS 3 und IAS 27 haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2009/10.

Im Wesentlichen werden folgende neue bzw. geänderte IAS / IFRS nicht vorzeitig angewandt und finden daher im Geschäftsjahr 2009/10 für die Zumtobel Gruppe keine Berücksichtigung:

Überarbeitete Standards Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten 01. Februar 2010
IFRS 2 Konzernweite anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 01. Januar 2010

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss 2010/11 erwartet.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrige immaterielle Vermögens Übrige immaterielle Vermögens immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 – 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • Identifizierbarkeit des selbsterstellten Vermögenswertes

  • Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens

  • Kosten des Vermögenswertes können verlässlich bestimmt werden

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (4 - 8 Jahre). Darf ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen Sachanlagen

Erworbene und selbsterstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsaufwendungen werden – soweit wesentlich - aktiviert und nicht in der zuzurechnenden Periode als Aufwand erfasst.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Lineare Abschreibung Abschreibungs
prozentsatz p.a.
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 - 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Die Gesellschaft tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf.

Mietzahlungen bei Operating-Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene und konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer orientieren.

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive / Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive / Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel

>> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte (z.B. Beteiligungen an Unternehmen) werden bei Zugang zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

>> Darlehen, Ausleihungen und Finanzierungsleasing

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich für Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, werden für den effektiven Teil direkt im Eigenkapital gebucht. Der ineffektive Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt.

>> Marktwerte aus Nettoinvestition in ausländischen Geschäftsbetrieb

Des weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 ("hedge of a net investment in a foreign operation") abgeschlossen wurden, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und damit verbundene Wertänderungen der Zeitwerte sowie zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen direkt im Eigenkapital verbucht.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegeln.

  • Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente
  • Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind
  • Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Gruppe werden im Wesentlichen Marktwerte zur Berechnung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Buchwert, abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert.

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung im Wesentlichen auf externen Datenquellen (Börsenpreise bzw. Bankbestätigungen) beruht. Es handelt sich somit nur um Level 1 und 2-Bewertungen.

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den Finanzanlagen und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 7.715 (VJ TEUR 6.827), negative Marktwerte TEUR -10.647 (VJ TEUR -4.609; siehe auch Kapitel 2.6.10.1).

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und langfristige Vermögenswerte und Schulden und Schulden Schulden

Vermögenswerte bzw. Schulden, deren Realisierung bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet bzw. fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen

Bei den Aktienoptionsprogrammen der Zumtobel AG handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage (grant date) auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung bzw. Auflösung der Rücklage innerhalb der Berichtsperiode erfolgt erfolgswirksam. Eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgt nicht. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Gewinnrücklagen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch ist die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Als deren Basis gelten die angefallenen Aufwendungen für Garantieleistungen im Verhältnis zum Umsatz der letzten 3 Jahre.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag, wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind, erfasst.

Leistungen an Arbeitnehmer Leistungen an

  • Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

  • Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

  • Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand, das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat, und Dienstzeitaufwand, das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche, getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die wertmäßigen Auswirkungen aus der Veränderung der Schätzannahmen werden als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Periode ihres Entstehens ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehende Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wiedereinzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne sowie Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 als Teil einer Nettoinvestition im ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Diese stellt dann in der Regel das gesamte Produktionswerk dar.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z.B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes, werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Es wird ein WACC von 7,2% (VJ 8,0%) bei Forschungs- und Entwicklungskosten sowie ein WACC von 7,8% (VJ 8,0%) bei Firmenwerten verwendet. Aufgrund der langfristigen Natur der Firmenwerte wurden für die Ermittlung des WACC nicht die kurzfristigen Kapitalmarktzinsen berücksichtigt (diese führen zu einem WACC von 7,2%), sondern es wurde die derzeit steile Zinskurve für langfristige Finanzierung berücksichtigt, womit sich ein WACC von 7,8% errechnet. Auf länderspezifische WACC wurde aufgrund der geringfügigen Auswirkungen verzichtet.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2010/11 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen. Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird ein konstantes Wachstum von 2 % unterstellt. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei einer Variation der Parameter WACC und Wachstumsrate bei der Ermittlung des Nutzungswertes würde sich beim Firmenwert der Thorn Lighting Gruppe jeweils folgender Wertminderungsbedarf ergeben:

in TEUR WACC
7,6% 7,8% 8,0%
1,5% -87.764 -103.411 -118.088
2,0% -48.269 -66.630* -83.758
Wachstumsrate 2,5% -1.030 -22.909 -43.187

* im Geschäftsjahr 2009/10 als Impairment gebuchter Betrag

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

>> Aktienoptionsprogramme

Bei der Ermittlung der Optionswerte nach der Black-Scholes-Methode werden Annahmen betreffend Zinssatz, erwarteter Volatilität und Dividendenpolitik getroffen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung eines Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie Restrukturierungen, wesentliche Prozesskosten, Veräußerungen nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften, sowie wesentliche Auflösungen von Rückstellungen und Wertminderungen von Vermögenswerten. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt. Zuwendungen für Vermögenswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes erfolgswirksam erfasst.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 43.791(VJ TEUR 49.302) abgezogen. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.161.092 (VJ TEUR 1.223.308).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten als auch dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr 2009 2009/10

Kosten der
umgesetzten
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Summe
in TEUR Leistungen Ergebnis
Materialaufwand -481.253 -4.863 -238 0 -486.354
Personalaufwand -181.391 -136.731 -43.478 -7.356 -368.956
Abschreibungen -37.773 -5.406 -1.666 -77.858 -122.703
Sonstiger Aufwand -64.919 -121.611 -30.174 -12.391 -229.095
Aktivierte Eigenleistungen 15.433 0 35 0 15.468
Interne Verrechnung 5.938 -10.463 4.646 -121 0
Summe Aufwände -743.965 -279.074 -70.875 -97.726 -1.191.640
Sonstige Erträge 11.908 3.789 873 12.593 29.163
Summe -732.057 -275.285 -70.002 -85.133 -1.162.477

Geschäftsjahr 2008 2008/09

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -496.420 -4.617 -304 0 -501.341
Personalaufwand -184.339 -143.407 -42.855 -20.790 -391.391
Abschreibungen -34.510 -5.916 -2.220 -10.377 -53.023
Sonstiger Aufwand -54.161 -125.970 -37.022 9.097 -208.056
Aktivierte Eigenleistungen 14.327 86 837 0 15.250
Interne Verrechnung 6.538 -10.845 4.331 -24 0
Summe Aufwände -748.565 -290.669 -77.233 -22.094 -1.138.561
Sonstige Erträge 8.673 5.053 1.551 6.303 21.580
Summe -739.892 -285.616 -75.682 -15.791 -1.116.981

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 18.523 (VJ TEUR 20.113) enthalten.

Um die Aussagekraft des Berichtes weiter zu verbessern und um eine Vereinheitlichung mit der internen Berichterstattung zu erreichen, wurden die Kosten der Leiharbeiter vom Material- zum Personalaufwand umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. In der Segmentberichterstattung werden die Mitarbeiterzahlen inklusive Leiharbeiter dargestellt.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.276 (VJ TEUR 3.971) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 905 (VJ 2.465) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 34.755 (VJ TEUR 32.830) enthalten. Aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf TEUR 14.130 (VJ TEUR 13.066), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 8.417 (VJ TEUR 6.420), außerplanmäßig wurden TEUR 1.586 abgeschrieben.

In den Verwaltungskosten sind die Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.320 (VJ TEUR 1.720) für Prüfungsleistungen des KPMG Netzwerks in der Zumtobel Gruppe enthalten.

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 2.047 (VJ TEUR 1.679) enthalten.

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2009/10 2008/09
Löhne -70.421 -73.382
Gehälter -208.562 -214.376
Aufwendungen für Abfertigungen -737 -2.575
Aufwendungen für Altersvorsorge -3.485 -2.945
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeträge
-57.262 -59.393
Sonstige Sozialaufwendungen -10.741 -12.599
Leiharbeiter -10.287 -5.383
Aufwendungen aus Restrukturierungen -7.461 -20.738
Personalaufwand -368.956 -391.391

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2009/10 2008/09
Förderungen der öffentlichen Hand 905 2.465
Lizenzeinnahmen 11.387 3.085
Sondereffekte -96.692 -21.883
Wertminderungen von (-) / Zuschreibungen zu (+) Anlagevermögen -77.858 -10.358
Restrukturierungen -14.818 -28.734
Veräußerungsgewinne / -verluste -26 17.660
Rechtsstreitigkeiten -3.990 -451
Sonstiges -733 542
Summe -85.133 -15.791

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe mit dem Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag (crosslicensing) über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED abgeschlossen. Die Lizenzeinnahmen werden einmalig positiv durch diesen Patentaustauschvertrag beeinflusst. Seitens der Zumtobel Gruppe besteht eine Verpflichtung zu laufenden umsatzabhängigen Lizenzzahlungen an den Philips Konzern, die in den "Kosten der umgesetzten Leistungen" ausgewiesen werden. Weiters sind in dieser Position Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft enthalten.

Unter den Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

In den "Wertminderungen von Anlagevermögen" sind im Wesentlichen die Firmenwertabschreibung der "Thorn Lighting Gruppe" in Höhe von TEUR 66.630, von "SpaceCannon" in Höhe von TEUR 1.221 und von "Thorn India" in Höhe von TEUR 470 enthalten (siehe auch Kapitel 2.6.6.1). Ebenso wird die außerplanmäßige Abschreibung der Marke "SpaceCannon" in Höhe von TEUR 3.415 in dieser Position berücksichtigt. Auf Grund von Impairmenttests wurde weiters ein Gebäude in Italien um TEUR 4.720 wertberichtigt.

In den "Wertminderungen von Anlagevermögen" des Vorjahres sind die Firmenwertabschreibungen der "Atco-Gruppe" (TEUR 4.733) sowie von Space Cannon (TEUR 1.800) ausgewiesen. Weiters ist die außerplanmäßige Abschreibung aufgrund der Stilllegung des Leuchtenwerks in Rumänien in Höhe von TEUR 2.854 ebenfalls in den "Wertminderungen von Anlagevermögen" enthalten. Weitere TEUR 970 stammten aus einer außerplanmäßigen Abschreibung aufgrund von Wertminderungen von Land & Gebäude in der Gesellschaft TridonicAtco Manufacturing Pty, Australien.

Bereits in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 wurde als Reaktion auf die Wirtschaftskrise unter dem Programm "Excellerate" ein umfassendes Kostenreduzierungsprogramm gestartet. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind in der Zeile "Restrukturierungen" ausgewiesen.

Die "Veräußerungsgewinne/-verluste" des Vorjahres resultieren im Wesentlichen aus dem positiven Ergebnis aus der Veräußerung des alten Werksstandortes in Spennymoor, Großbritannien in Höhe von TEUR 17.367.

In der Zeile Rechtsstreitigkeiten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit einem seit dem Geschäftsjahr 2000/01 anhängigen Rechtsstreit enthalten, in dem sich die Position der beklagten Zumtobel Gruppe aufgrund einer geänderten höchstrichterlichen Rechtsauslegung ungünstig entwickelt hat.

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Die Reduktion ist einerseits auf das niedrigere Zinsniveau zurückzuführen. Andererseits sind im Zinsaufwand des Vorjahres eine Bonusmarge, Transaktionskosten sowie Kreditbereitstellungsgebühren in Höhe von TEUR 4.370 ausgewiesen, welche im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Konsortialkreditvertrages aus dem Jahr 2001 stehen. Im Zinsergebnis sind Zinsen aus dem Leasingvertrag für die neue Fabrik in England in Höhe von TEUR 1.801 (VJ TEUR 1.731) enthalten.

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR 2009/10 2008/09
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -4.165 -2.830
Fremdwährungsergebnis 642 -5.125
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -3.225 -729
Veräußerungsgewinne / -verluste -1 -126
Summe -6.749 -8.810

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag.

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2009/10 2008/09
Laufende Steuern -3.265 -4.572
davon laufendes Jahr -3.640 -4.483
davon vergangene Jahre 375 -89
Latente Steuern -2.700 -1.749
Ertragsteuern -5.965 -6.321

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar. Das Ergebnis vor Steuern ist negativ, aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Ergebnisse in den einzelnen Jurisdiktionen werden dennoch Steuern bezahlt. Im Vorjahr beitrug der tatsächliche Steuersatz 22%.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer / ausgewiesener Steuerertrag

in TEUR 2009/10 2008/09
Ergebnis vor Ertragsteuern -60.960 29.277
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt 15.240 -7.319
Differenz rechnerischer / ausgewiesener Steueraufwand 21.205 -998
Steuermehrungen -39.405 -23.835
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -21.084 -5.623
Ausländische Steuersätze -2.551 -3.564
Bewertungsabschläge für latente Steuern -12.579 -10.860
Nachzahlungen -178 -439
Sonstige Posten -3.013 -3.349
Steuerminderungen 18.200 24.833
Investitionsbegünstigungen und Forschungsförderung 318 388
Ausländische Steuersätze 3.642 3.613
Steuergutschriften 0 163
Bewertungsabschläge für latente Steuern 7.484 11.045
Steuerfreie Erträge 1.576 5.634
Sonstige Posten 5.180 3.990
Gesamter Steueraufwand -5.965 -6.321

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen beinhaltet nachträgliche Effekte aus dem zum Ende des Geschäftsjahres 2008/09 aufgegebenen Bereich der Wohnraumleuchten (TEUR 112; VJ TEUR 7.126). Im Vorjahr war weiters die Kaufpreisanpassung aus einer in der Vergangenheit getätigten Desinvestition enthalten. Auf das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen sind keine Ertragsteuern angefallen.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischen Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel AG ausgewiesen ist (TEUR 7.000; VJ TEUR 29.153; siehe auch Kapitel 2.6.8.5).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien: (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr 2009/10: 2009/10:

in 1000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2009 42.713 42.713
Aktienoptionen - Ausübungen 12 2
30. April 2010 42.725 42.715

Geschäftsjahr 2008/09: jahr 2008/09:

in 1000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2008 44.592 44.592
Aktienrückkauf -1.944 -1.025
Aktienoptionen - Ausübungen 65 51
30. April 2009 42.713 43.618

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen) auf die Firmenwerte, ergibt sich eine kumulierte währungsbedingte Anpassung des Goodwills um TEUR -23.682. Der davon auf das abgelaufene Geschäftsjahr entfallene Betrag beläuft sich auf TEUR 11.376 (VJ TEUR -11.487; siehe auch Kapitel 2.6.6.1).

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen von TEUR 4.474 (VJ TEUR -10.295) betreffen langfristige Konzerndarlehen in SEK und GBP, welche gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn

Der versicherungsmathematische Verlust betrifft im Wesentlichen die Rückstellung für Pensionen in Großbritannien und ergibt sich hauptsächlich aus einem Anstieg des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) infolge der Verwendung von niedrigeren Zinssätzen und einer Anpassung der Sterbetafeln. Der versicherungsmathematische Verlust des Vorjahres ist vor allem auf das gesunkene Planvermögen im Zusammenhang mit der Rückstellung für Pensionen in Großbritannien zurückzuführen.

2.6.5.4 Steuern

Die Veränderung resultiert aus latenten Steuern im Zusammenhang mit IAS 19 in Höhe von TEUR -11.651 (VJ TEUR 5.964) und hier im Wesentlichen (TEUR -15.674) aus der Abwertung von aktiven latenten Steuern, die in den Vorjahren aufgrund versicherungsmathematischer Verluste im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung in Großbritannien gebildet worden waren und welchen mittelfristig keine ausreichenden steuerlichen Gewinne zur Kompensation gegenüberstehen. Weiters sind latente Steuern im Zusammenhang mit Hedge Accounting in Höhe von TEUR 357 (VJ TEUR 568) enthalten.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Thorn
Lighting
Atco
Gruppe
Staff-Gruppe Atco
Singapore &
Ledon
Lighting
Thorn India Space
Cannon
Summe
in TEUR Gruppe Malaysia Jennersdorf
Firmenwerte vor Impairment 547.639 4.733 427 569 1.722 499 0 555.589
Abgang Firmenwert aus 0
Vorperioden -4.405 0 0 0 0 0 -4.405
Währungseffekte -23.513 0 0 0 0 -59 0 -23.572
Impairment aus Vorperioden -271.648 0 0 -569 0 0 0 -272.217
Firmenwerte nach
Impairment April 2008
248.073 4.733 427 0 1.722 440 0 255.395
Zugang Firmenwert aus
Erstkonsolidierung 0 0 0 0 0 0 3.021 3.021
Währungseffekte -11.466 0 0 0 0 -21 0 -11.487
Impairment Firmenwert 2009 0 -4.733 0 0 0 0 -1.800 -6.533
Firmenwerte per April 2009 236.607 0 427 0 1.722 419 1.221 240.396
Zugang Firmenwert aus
Erstkonsolidierung 0 0 0 0 0 0 0 0
Währungseffekte 11.325 0 0 0 0 51 0 11.376
Impairment Firmenwert 2010 -66.630 0 0 0 0 -470 -1.221 -68.321
Firmenwerte per April 2010 181.302 0 427 0 1.722 0 0 183.451

Die Firmenwerte sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:

ZGE
Lighting Segment
Konsolidierter Teilbereich "Atco" des Component Segments
TridonicAtco Sdn. Bhd. (Malaysia) sowie TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd. (Singapur)
Ledon Lighting Jennersdorf GmbH (Österreich)
Thorn Lighting India Ltd
Space Cannon VH SRL (Italien)

Die letzten zwei Geschäftsjahre waren geprägt von den massiven Auswirkungen der größten globalen Rezession seit mehr als 60 Jahren. Hiervon ist das spätzyklische Leuchtengeschäft der Zumtobel Gruppe besonders betroffen. Die Umsätze und Ertragskraft im Lighting Segment wurden vor allem durch Volumen- und Preisrückgänge sowie erhebliche Währungstransaktionseffekte belastet. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der aktuellen Kapitalmarktturbulenzen ist derzeit davon auszugehen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis im Lighting Segment wieder ein Ergebnis wie vor der Krise erreicht wird. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Firmenwertabschreibung in Höhe von TEUR 66.630.

Der Firmenwert der "Thorn India" in Höhe von TEUR 470 und der restliche Firmenwert der "SpaceCannon" in Höhe von TEUR 1.221 wurden basierend auf dem durch die Wirtschaftskrise niedrigeren erwarteten zukünftigen Mittelzufluss zur Gänze abgeschrieben.

Durch die retrospektive Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") ergibt sich im Geschäftsjahr 2009/10 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR 11.376 (VJ TEUR -11.487). Die Vorjahre wurden entsprechend angepasst. In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Geschäftsbereich Lighting Segment zugeordnet.

Im Vorjahr wurde aufgrund der rückläufigen Marktchancen von magnetischen Vorschaltgeräten der Firmenwert der Atco Gruppe in Höhe von TEUR 4.733 sowie der Firmenwert der SpaceCannon in Höhe von TEUR 1.800 abgeschrieben.

2.6.6.2 Übrige Immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

Geschäftsjahr 2009 2009/10

Patente, Lizenzen Entwicklungskosten Summe
in TEUR und ähnliche und ähnliche
Anschaffungskosten
30. April 2009 38.772 54.886 93.658
Währungsumrechnung 148 634 782
Zugänge 1.582 14.130 15.712
Abgänge -861 -1.906 -2.767
30. April 2010 39.641 67.744 107.385
Kumulierte Abschreibung
30. April 2009 -27.797 -16.192 -43.989
Währungsumrechnung -79 -258 -337
Planmäßige Abschreibung -2.737 -8.417 -11.154
Außerplanmäßige Abschreibung -3.415 -1.351 -4.766
Abschreibung in aufgegebene Geschäftsbereichen 0 -235 -235
Abgänge 1.282 727 2.009
30. April 2010 -32.746 -25.726 -58.472
Nettobuchwert 30. April 2009 10.975 38.694 49.669
Nettobuchwert 30. April 2010 6.895 42.018 48.913

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte gemäß IAS 38 enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten sind nahezu zur Gänze den aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 14.130, VJ TEUR 13.066) zuzurechnen. Bei den Entwicklungsprojekten handelt es sich um Produktentwicklungen im Leuchten- und Vorschaltgerätebereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 12.540 (VJ TEUR 12.935) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Die außerplanmäßige Abschreibung betrifft die Abschreibung der Marke "SpaceCannon" (TEUR 3.415) als auch die Abschreibung von Entwicklungskosten (TEUR 1.351) aufgrund der durchgeführten Impairmenttests.

Geschäftsjahr 2008 2008/09

Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
in TEUR
Anschaffungskosten
30. April 2008 32.078 42.073 74.151
Währungsumrechnung -149 -476 -625
Konsolidierungskreisänderung 3.442 255 3.697
Zugänge 3.139 13.066 16.205
Abgänge -115 0 -115
Umbuchungen 377 -32 345
30. April 2009 38.772 54.886 93.658
Kumulierte Abschreibung
30. April 2009 -23.641 -9.875 -33.516
Währungsumrechnung 45 231 276
Konsolidierungskreisänderung -34 -138 -172
Planmäßige Abschreibung -3.573 -6.420 -9.993
Abschreibung in aufgegebene Geschäftsbereichen -709 -272 -980
Abgänge 115 282 397
30. April 2008 -27.797 -16.192 -43.989
Nettobuchwert 30. April 2008 8.437 32.198 40.635
Nettobuchwert 30. April 2009 10.975 38.694 49.669

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr 20 schäftsjahr 2009/10

in TEUR Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2009 197.438 351.665 104.272 11.958 665.333
Währungsumrechnung 4.150 6.909 2.304 225 13.588
Konsolidierungskreisänderung 0 0 250 0 250
Zugänge 3.317 7.920 5.350 17.092 33.679
Abgänge -1.849 -10.022 -5.525 0 -17.396
Umbuchungen 409 13.704 1.104 -15.217 0
30. April 2010 203.465 370.176 107.755 14.058 695.454
Kumulierte Abschreibung
30. April 2009 -73.412 -273.930 -84.564 0 -431.906
Währungsumrechnung -1.463 -5.380 -1.639 0 -8.482
Konsolidierungskreisänderung 0 0 -136 0 -136
Planmäßige Abschreibung -6.702 -19.797 -7.191 0 -33.690
Außerplanmäßige Abschreibung -1.758 -18 -33 -2.962 -4.771
Abgänge 1.409 8.372 5.135 0 14.916
30. April 2010 -81.926 -290.753 -88.428 -2.962 -464.069
Nettobuchwert 30. April 2009 124.026 77.735 19.708 11.958 233.427
Nettobuchwert 30. April 2010 121.539 79.423 19.327 11.096 231.385

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlagenklassen.

Die Veränderung bei den Konsolidierungskreisänderungen der Sachanlagen steht im Zusammenhang mit dem Methodenwechsel der Gesellschaft Thorn Gulf, welche bisher als assoziiertes Unternehmen bilanziert wurde.

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurden keine Sachanlagen mehr als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.234 (VJ TEUR 2.041). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 19 (VJ TEUR 129), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 2.875 (VJ TEUR 1.363) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 340 (VJ TEUR 549).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich wie folgt auf: Land und Gebäude TEUR 2.569 (VJ TEUR 3.433), Fabrikanlagen und Maschinen TEUR 8.173 (VJ TEUR 8.287) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 354 (VJ TEUR 237).

Aufgrund von Impairmenttests wurde ein Gebäude in Italien um TEUR 4.720 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Abwertung betrifft mit TEUR 1.758 die Position "Land und Gebäude" und mit TEUR 2.962 "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen".

Geschäftsjahr 2008 2008/09

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2008 165.128 346.890 103.105 19.850 634.973
Währungsumrechnung -3.511 -6.224 -1.201 -2.589 -13.525
Konsolidierungskreisänderung 930 1.489 840 3.279 6.538
Zugänge 5.055 10.235 5.205 43.115 63.610
Abgänge -4.640 -16.079 -5.166 -33 -25.918
Umbuchungen 34.476 15.354 1.489 -51.664 -345
30. April 2009 197.438 351.665 104.272 11.958 665.333
Kumulierte Abschreibung
30. April 2008 -68.280 -273.141 -82.330 0 -423.751
Währungsumrechnung 805 4.829 1.151 0 6.785
Konsolidierungskreisänderung -239 -905 -459 0 -1.603
Planmäßige Abschreibung -5.464 -19.579 -7.630 0 -32.673
Außerplanmäßige Abschreibung -3.824 0 0 0 -3.824
Abschreibung in aufgegebene
Geschäftsbereichen
0 -743 -123 0 -866
Abgänge 3.590 15.609 4.827 0 24.026
30. April 2009 -73.412 -273.930 -84.564 0 -431.906
Nettobuchwert 30. April 2008 96.848 73.749 20.775 19.850 211.222
Nettobuchwert 30. April 2009 124.026 77.735 19.708 11.958 233.427

In den Zugängen des Vorjahres ist das im Rahmen des Finanzierungsleasings erworbene Gebäude in Spennymoor, Großbritannien (TEUR 15.085) enthalten.

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei sechs Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen "at-equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Staff Iberica Tridonic South
Africa
OLED GmbH
& Co KG
OLED
Verwaltungs
GmbH
Thorn Gulf z-werkzeugbau
gmbh
Lexedis
Lighting
GmbH
Summe
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 60,00% 30,00% 50,00%
30. April 2008 2.606 1.135 0 0 1.705 1.040 0 6.486
Jahresergebnis -47 20 0 0 1.304 -163 0 1.114
Dividenden 0 0 0 0 -162 0 0 -162
Zwischengewinn
eliminierung
0 0 0 0 0 36 0 36
Währungsum
rechnung
0 52 0 0 335 0 0 387
30. April 2009 2.559 1.207 0 0 3.182 913 0 7.861
Zugänge 0 0 935 6 0 0 0 941
Methodenwechsel 0 0 0 0 -3.182 0 0 -3.182
Jahresergebnis -145 82 -416 -1 0 -13 0 -493
Außerplanmäßige
Abschreibung
0 0 0 0 0 -900 0 -900
Dividenden 0 -276 0 0 0 0 0 -276
Währungsum
rechnung
0 161 0 0 0 0 0 161
30. April 2010 2.414 1.174 519 5 0 0 0 4.112

Die Reduzierung der Anteile an assoziierten Unternehmen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft ThornGulf LLC, Dubai bis zum 30. April 2009 nach der Equity-Methode im Konzernabschluss berücksichtigt wurde. Thorn Gulf LLC, Dubai wird beginnend mit 1. Mai 2009 aufgrund der Veränderung in der Stimmrechtsstruktur und der nunmehr vorliegenden Beherrschung vollkonsolidiert. Weiters erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Gesellschaft z-werkzeugbau gmbh eine Abschreibung aufgrund verschlechterter Ertragsaussichten.

Der Anteil am Eigenkapital an der OLED GmbH & CO KG beträgt 51% während der Anteil am Ergebnis 85% beträgt. Ein beherrschender Einfluss besteht nicht, da die Geschäftsführung dieser Gesellschaft der OLED Verwaltungs GmbH obliegt, an deren Eigenkapital die Zumtobel Gruppe mit nur 49% beteiligt ist und daher weder einen beherrschenden Einfluss auf die OLED Verwaltungs GmbH noch auf die OLED GmbH & CO KG ausüben kann.

Im Zuge der Veräußerung des Teilbereichs "Werkzeugbau" im Jahr 2005 ist ein Zwischengewinn in Höhe von TEUR 2.600 entstanden, welcher in eine passive Rechnungsabgrenzungsposition eingestellt und unter Berücksichtigung einer ursprünglichen Amortisationszeit von 6 Jahren im Finanzergebnis (Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen) erfolgswirksam aufgelöst wurde (Buchwert TEUR 434). Daneben werden auch wesentliche Zwischengewinne aus Anlagenlieferungen an die Gruppe über die Nutzungsdauer der Anlage verteilt. Die Mehrheitseigentümer der z-werkzeugbau gmbh haben im 3. Quartal 2009/10 die Option auf die restlichen 30% der Gesellschaft ausgeübt. Die Rechtskraft der Option tritt frühestens nach einer Frist von 6 Monaten ein.

Die "at-equity" Bewertung der Lexedis Lighting GmbH wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Der im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 erwirtschaftete Gewinn wird den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste, wird die Bewertung wieder aufgenommen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2009/10 2008/09
Jahresergebnis -493 1.114
Außerplanmäßige Abschreibung -900 0
Zwischengewinneliminierung Anlagenverkäufe 0 36
Zwischengewinn Veräußerung Werkzeugbau 434 434
Summe -959 1.584

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.963 (VJ TEUR 4.160), es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at-equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Nachfolgend die wichtigsten anteiligen Kennzahlen der assoziierten Unternehmen mit den jeweils zugrunde liegenden Bilanzstichtagen:

Staff Iberica Tridonic South
Africa
OLED GmbH
& Co KG
OLED
Verwaltungs
GmbH
z
werkzeugbau
gmbh
Lexedis
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 30,00% 50,00%
30. April 2010
Vermögen 3.066 1.487 384 6 3.362 1.964
Schulden 652 313 84 -6 2.670 3.514
Eigenkapital 2.414 1.174 300 12 692 -1.550
Umsatzerlöse 2.168 2.144 32 0 1.870 7.482
Jahresergebnis -145 82 -416 -1 -13 20
Staff Iberica Tridonic South
Africa
Thorn Gulf z
werkzeugbau
gmbh
Lexedis
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 60,00% 30,00% 50,00%
30. April 2009
Vermögen 3.125 1.542 4.478 3.442 1.404
Schulden 566 359 2.274 2.498 2.974
Eigenkapital 2.559 1.183 2.204 944 -1.570
Umsatzerlöse 2.707 2.178 7.994 6.231 3.803
Jahresergebnis -47 20 1.304 -163 7

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist eine latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 400 (VJ TEUR 557) angefallen, welche gemäß IAS 12.39 nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Finanzanlagen

Die langfristigen Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der alten Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008 TEUR 7.948 (VJ TEUR 11.289). Der Verkaufserlös in Höhe von GBP 20,4 Mio wird in 5 Jahresraten bezahlt. Die zweite Rate in Höhe von GBP 3,2 Mio wurde im März 2010 überwiesen. Die Forderung ist mit einer Hypothek auf die veräußerte Liegenschaft besichert. Weiters ist in dieser Position die langfristige Komponente aus dem Cross-Licence-Vertrag mit dem Philips Konzern enthalten. In den langfristigen Finanzanlagen sind außerdem Wertpapiere enthalten.

Die kurzfristigen Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen den kurzfristigen Teil des Veräußerungserlöses aus dem Verkauf der Fabrik in Spennymoor (TEUR 4.336) sowie die kurzfristige Komponente des Cross-Licence-Vertrages mit dem Philips Konzern.

Um die Aussagekraft des Berichtes weiter zu verbessern, werden im Unterschied zum Vorjahr sämtliche Finanzinstrumente in den Finanzanlagen ausgewiesen. Das führt zu einer Umgliederung von bisher in den übrigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 19.644 (VJ TEUR 26.408). Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Aufgrund der geänderten Darstellung sind die positiven Marktwerte aus Derivaten in den Finanzanlagen ausgewiesen (siehe auch Kapitel 2.6.10).

2.6.6.6 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.350 3.423
Sonstige 813 670
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.163 4.093
Aktive Rechnungsabgrenzungen 5.677 4.870
Steuerforderungen 17.463 12.244
Geleistete Anzahlungen 1.231 759
Sonstige 8.232 5.010
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 32.603 22.883

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel-Gesellschaften in Deutschland. Dargestellt sind Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen, die sich aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 qualifizieren.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern. In der Position "Sonstige" sind Instandhaltungsmaterialien und Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmer in Deutschland ausgewiesen.

2.6.6.7 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2010 30. April 2009
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4 8.225 8 7.638
Sachanlagen 4.780 16.644 2.459 8.937
Finanzanlagen 322 74 289 77
Vorräte 3.865 177 3.957 206
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 1.249 799 819 778
Übrige Forderungen 271 1.313 620 2.035
Langfristige Rückstellungen 5.786 3.127 21.603 616
Übrige Rückstellungen 4.517 1.618 4.014 3.018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 6 6.000 53 6.082
Verlustvorträge 109.753 102.123 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 130.553 37.977 135.945 29.387
Bewertungsabschläge für latente Steuern -70.234 -69.463 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -26.425 -26.425 -20.254 -20.254
Latente Steuern 33.894 11.552 46.228 9.133

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 310.047 (VJ TEUR 277.852) keine latenten Steuern aktiviert, da ihr Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 16.705 (VJ TEUR 17.725) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von 10 Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr im Eigenkapital erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -11.294 (VJ TEUR 6.532) betreffen mit TEUR -11.651 die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Verluste gemäß IAS 19 sowie mit TEUR 357 die Hedge Reserve.

2.6.6.8 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Rohmaterial 42.862 46.796
Bruttowert 52.073 55.485
Wertberichtigungen -9.211 -8.689
Ware in Arbeit 3.686 3.012
Halbfabrikate 11.807 12.702
Bruttowert 13.465 13.998
Wertberichtigungen -1.658 -1.296
Handelswaren 20.445 15.893
Bruttowert 23.099 18.481
Wertberichtigungen -2.654 -2.588
Fertigfabrikate 67.277 70.416
Bruttowert 77.979 79.630
Wertberichtigungen -10.702 -9.214
Vorräte 146.077 148.819

Die ergebnisvermindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich in Summe auf TEUR 2.439 (VJ TEUR 1.693). In den australischen Tridonic-Gesellschaften wurden Vorräte im Wert von TEUR 7.784 (VJ TEUR 7.703) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

Mit einem Lieferanten besteht eine außerbilanzielle Abnahmeverpflichtung für den Kauf von LED-Modulen in Höhe von TUSD 11.142, welche bis zum 31. Dezember 2010 eingelöst werden muss.

2.6.6.9 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Lieferforderungen brutto 202.054 197.687
Wertberichtigungen zu Forderungen -9.758 -8.555
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -18.647 -19.754
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 173.649 169.378

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 45.465 (VJ TEUR 49.021).

2.6.6.10 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 2 (VJ TEUR 412) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19)

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 enthalten. Die Überleitung von den Anfangsbeständen zu den Endbeständen gestaltet sich wie folgt:

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen Sonstige
in TEUR 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Anfangsbestand Nettoschuld 47.370 35.762 30.758 29.931 9.814 9.492
Währungsumrechnung & Umgliederungen 994 -1.453 0 0 540 -216
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 0 285 1 0
Erfolgswirksame Veränderungen 3.279 1.492 2.913 2.981 2.455 2.230
davon Dienstzeitaufwand 1.228 2.459 1.523 1.441 1.178 1.245
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 699 548
davon Plankürzungen und Planabgeltungen -182 -1.908 -170 0 -40 0
davon Zinsaufwand 8.279 8.097 1.560 1.540 373 349
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -6.046 -7.156 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Verlust 0 0 0 0 245 88
Zahlungen -7.490 -8.349 -3.221 -2.900 -1.297 -1.692
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn
13.115 19.918 2.189 461 0 0
Endbestand Nettoschuld 57.268 47.370 32.639 30.758 11.513 9.814

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis.

Die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19 Rücklage" detailliert erläutert.

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Deutschland 5,3% 5,3% - - 2,0% 3,0% 1,8% 1,8% 60-65 1)
Großbritannien 5,7% 6,6% 7,5% 7,5% 3) 3,5% 3,5% 3,3% 0 65/65
Schweiz 3,4% 3,5% 3,0% 3,0% 1,5% 1,5% 0,1% 0,3% 64/65 64/65
Norwegen 4,1% 4,1% 5,8% 5,8% 3,8% 3,8% 1,4% 1,5% 67/67 67/67
Schweden 3,5% 4,0% - - - - 2,0% 2,0% 65/65 65/65
Österreich 4,8% 5,3% - - 3,3% 3,3% - - 60/65 2)
Frankreich 4,8% 5,3% - - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Italien 4,8% 5,3% - - - - 3,0% 3,0% 60/65 60/65
Australien 5,1% 6,0% 6,6% - 3,5% 4,0% 0,0% - - -

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/62 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrundegelegt.

Anmerkung 3): Aufgrund der Schließung des Pensionsplans der Thorn Lighting Ltd., Großbritannien ist kein Gehaltstrend mehr anwendbar.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellungen ausgewiesen.

Der Pensionsplan der Thorn Lighting Ltd., Großbritannien, wurde zum 30. April 2009 für Neuansprüche geschlossen. Der positive Effekt (TEUR 1.908) wurde im Vorjahr in der Zeile "davon Plankürzungen" ausgewiesen.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 444 (VJ TEUR 396). Per März 2010 besteht eine nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung von 143% (VJ 122%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

Nettoverpflichtung bzw. Nettovermögen

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 25.864 25.820
über Fonds finanzierte Verpflichtung 140.863 110.904
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 166.727 136.724
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -109.459 -89.354
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 57.268 47.370

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

Nettoschuld

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Deutschland 22.678 22.955
Schweden 3.186 2.865
Großbritannien 31.044 20.729
Sonstige 360 821
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 57.268 47.370

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

2009/10 2008/09
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2009 136.724 89.354 143.710 107.948
Währungsumrechnung 4.091 3.096 -12.800 -11.348
Dienstzeitaufwand 1.228 0 2.459 0
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 8.278 6.046 8.097 7.156
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Verlust /
Gewinn 25.171 12.056 2.950 -16.967
Plankürzungen und -abgeltungen -182 0 -1.908 0
Zahlungen -8.583 -1.093 -5.784 2.565
30. April 2010 166.727 109.459 136.724 89.354

Das Planvermögen zum 30. April 2010 setzt sich zu 36% aus internationalen Aktien, zu 38% aus festverzinslichen Wertpapieren, zu 14% aus Alternative Investments und zu 12% aus liquiden Mitteln / Immobilien zusammen. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 18.102 (VJ Verlust TEUR 9.811).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006
Barwert 166.727 136.724 143.710 175.381 190.840
Planvermögen -109.459 -89.354 -107.948 -120.064 -120.920
Unterdeckung 57.268 47.370 35.762 55.317 69.920

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte. Der Barwert der Pensionsverpflichtung verminderte sich aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen wie folgt:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006
Verminderung Barwert Pensionsverpflichtung -180 440 223 597 n.v.

Abfertigungsverpflichtungen Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die Verpflichtung gliedert sich auf folgende Länder:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Österreich 29.231 27.582
Frankreich 2.161 2.114
Italien 1.247 1.062
Abfertigungsverpflichtungen 32.639 30.758

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

in TEUR 2009/10 2008/09
30. April 2009 30.758 29.931
Konsolidierungskreisänderung 0 285
Dienstzeitaufwand 1.523 1.441
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 1.560 1.540
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 2.189 461
Plankürzungen und -abgeltungen -170 0
Zahlungen -3.221 -2.900
30. April 2010 32.639 30.758

Die Entwicklung der Barwerte der Abfertigungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006
Barwert 32.639 30.758 29.931 28.962 28.361

Der Barwert der Abfertigungsverpflichtung erhöhte sich aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen wie folgt:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006
Erhöhung Barwert Abfertigungsverpflichtung 208 490 469 381 n.v.

IAS 19 Rücklage Rücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Verluste/Gewinne inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2008 13.299 -1 13.298
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 19.918 461 20.379
Währungsumrechnung -2.595 0 -2.595
Latente Steuern -5.849 -115 -5.964
30. April 2009 24.773 345 25.118
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 13.115 2.189 15.304
Währungsumrechnung 2.786 0 2.786
Latente Steuern 12.127 -477 11.650
30. April 2010 52.801 2.057 54.858

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -11.651 (VJ TEUR 5.964) direkt im Eigenkapital erfasst. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern der Vorjahre aufgrund versicherungsmathematischer Verluste im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung in Großbritannien, da mittelfristig keine ausreichenden steuerlichen Gewinne zur Kompensation gegenüberstehen.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.513 (VJ TEUR 9.814) umfassen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland, Sonderurlaub in Australien sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell als auch Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Erhöhung der Verpflichtung von TEUR 64 (VJ TEUR 26).

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand betrifft ausschließlich die Veränderungen der Altersteilzeitverpflichtungen der deutschen Gesellschaften.

2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 5.093 (VJ TEUR 4.128) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung-NEU"-Regelung.

2.6.6.13 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr 2009/10

in TEUR Garantien Restruk
turierungen
Rechts
streitigkeiten
Belastende
Verträge
Sonstige Summe
30. April 2009 7.798 17.163 2.302 1.316 6.859 35.438
Dotierung 11.012 3.775 4.162 219 4.758 23.926
Verbrauch -3.620 -13.173 -1.083 -986 -4.745 -23.607
Auflösung -190 -1.329 0 -101 -888 -2.508
Währungsumrechnung 211 170 124 2 113 620
30. April 2010 15.211 6.606 5.505 450 6.097 33.869
davon kurzfristig 15.211 6.606 5.505 450 5.284 33.056
davon langfristig 0 0 0 0 813 813

Rückstellung für Garantien Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 12.637 (VJ TEUR 5.680) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 2.574 (VJ TEUR 2.118), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden.

Restrukturierungsrückstellungen

Die Veränderung dieser Position resultiert überwiegend aus Rückstellungsverbrauch und -dotierungen in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate".

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für Rechtsstreitigkeiten

Unter den Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist im Wesentlichen die gerichtsanhängige Rückforderung eines Sozialversicherungsträgers in Höhe von TEUR 4.155 enthalten.

Belastende Verträge Verträge

Die Dotierung der Rückstellung für belastende Verträge betrifft ein Bürogebäude in den USA sowie ein Vertriebsbüro in Norwegen. Die in der Zeile Verbrauch ausgewiesenen Werte betreffen die im Vorjahr für ein Vertriebsbüro in Irland sowie für ein Bürogebäude in Österreich gebildete Rückstellung.

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sonstigen kurzfristigen RückstellungenRückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten, in den sonstigen lang langfristigen fristigen fristigen Rückstellungen Rückstellungen ist überwiegend Vorsorge für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Geschäftsjahr 2008/09

in TEUR Garantien Restruk
turierungen
Rechts
streitigkeiten
Belastende
Verträge
Sonstige Summe
30. April 2008 8.451 632 2.112 4.936 5.890 22.021
Dotierung 4.719 19.475 463 1.316 4.568 30.541
Auflösung / Verbrauch -5.395 -3.035 -279 -4.921 -3.646 -17.276
Konsolidierungskreisänderung 0 0 0 0 79 79
Währungsumrechnung 23 91 6 -15 -32 74
30. April 2009 7.798 17.163 2.302 1.316 6.859 35.438
davon kurzfristig 7.798 17.163 2.302 1.316 5.955 34.534
davon langfristig 0 0 0 0 904 904

2.6.6.14 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Darlehen von Kreditinstituten 681 1.988
Finanzierungsleasing 183 183
Darlehen der öffentlichen Hand 745 1.693
Ausleihungen von sonstigen Dritten 57 468
Working Capital-Kredite 3.141 12.554
Kurzfristige Finanzschulden 4.807 16.886
Darlehen von Kreditinstituten 192.509 193.523
Finanzierungsleasing 19.497 19.462
Darlehen der öffentlichen Hand 2.308 2.447
Ausleihungen von sonstigen Dritten 134 168
Langfristige Finanzschulden 214.448 215.600
FINANZSCHULDEN 219.255 232.486

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 12. Juni 2008 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Juni 2013 dar. Der Konsortialkreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR. Hiervon sind unverändert zum Vorjahr 186 Mio EUR in Anspruch genommen. Die verbleibende freie Kreditlinie von 294 Mio EUR wird für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen bereitgestellt, ist derzeit aber nicht valutiert.

2.6.6.15 Finanzierungsleasing

Mindestleasingzahlungen
Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2009/10
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlichkeit Nettobuchwert
Anlagevermögen
Land & Gebäude 1.838 1.838 7.993 36.032 45.863 12.655
Fabriksanlagen & Maschinen 55 55 95 0 150 149
Sonstiges Anlagevermögen 0 122 0 0 122 192
Summe Mindestleasingzahlungen 1.893 2.015 8.088 36.032 46.135 12.996
Netto Mindestleasingzahlungen 1.893 2.015 8.088 36.032 46.135
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 1.833 1.832 7.294 17.330 26.456
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 60 183 794 18.702 19.679
Künftige Mindestzahlungen aus
Untermietverhältnissen aus unkündbaren
Untermietverhältnissen
256 256 1.111 5.089 6.456

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2010 auf TEUR 19.401(VJ TEUR 19.208).

2.6.6.16 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt auf Grund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird, sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2009/10
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
17.819 14.700 26.130 3.802 44.632
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
586 585 1.518 3.580 5.683
Netto Mindestleasingzahlungen 17.233

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von 12 Monaten bis 25 Jahren, je nach Objekt und Vertrag.

2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben / Sonderzahlungen Personal 41.318 39.298
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 13.231 10.032
Sonstige Steuern 17.131 13.403
Sozialversicherungen 5.573 5.399
Erhaltene Anzahlungen 12.949 11.903
Zinsabgrenzungen 18 396
Passive Erlösabgrenzungen 1.332 1.839
Derivate (Hedge Accounting) 5.219 2.307
Derivate des Handelsbestandes 5.428 2.302
Zoll 1.789 1.303
Sonstige Verbindlichkeiten 10.198 9.400
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 114.186 97.582

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflow aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzposition.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Betriebsergebnis um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z.B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt. In den Abschreibungen und Amortisierungen sind neben der planmäßigen Abschreibung (TEUR 44.845) die Wertminderungen von Firmenwerten (TEUR 68.321) und sonstige außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 9.536) enthalten. Die Wertminderungen von Firmenwerten werden im Kapitel 2.6.6.1 erläutert.

Die im Eigenkapital erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 32.180. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Betriebsergebnis. Durch die weitere Reduzierung des Working Capital ist es gelungen, einen deutlich positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft (TEUR 81.963; VJ TEUR 114.143) zu erwirtschaften. Die Veränderung in den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus der Forderung aus dem Patentaustauschvertrag, der Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und aus dem Aufbau von Urlaubsverbindlichkeiten.

Aufgrund des Methodenwechsels der Gesellschaft Thorn Gulf wurde deren Erstkonsolidierungsbilanz in der Berechnung des Cashflows berücksichtigt. Diese Darstellung führt im Bereich des Cashflow aus dem operativen Geschäft zu Verzerrungen im Vergleich zu den Veränderungen in der Bilanz.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt um TEUR 13.543 unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Veränderung resultiert vor allem aus den Akquisitionstätigkeiten während des Vorjahres sowie aus höheren Auszahlungen für Anlagenzugänge im Vorjahr aufgrund von Investitionen in die neue Fabrik in Spennymoor. Unter der Position Einzahlungen aus Anlagenabgängen ist unter anderem die vereinnahmte Rate aus dem Verkauf eines Fabriksgebäudes im Vorjahr ausgewiesen. Die Auszahlungen für Anlageninvestitionen beinhalten im Wesentlichen die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Investitionen im Zusammenhang mit Produktionsanlagen in den Werken Dornbirn, Lemgo und Spennymoor. Investitionen in Finanzanlagen wurden sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine getätigt.

Die Verbesserung des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum auf TEUR -7.542 (VJ TEUR -86.486) resultiert vor allem aus dem Verzicht auf eine Dividende, dem Rückkauf eigener Aktien im Vorjahr sowie niedrigeren Zinszahlungen.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrent-Kredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile Working Capital-Kredite) ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über 3 Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Liquide Mittel 97.308 69.008
nicht frei verfügbar -3 -412
Kontokorrent-Kredite -3.141 -12.643
Finanzmittelfonds 94.164 55.953

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Kapitalherabsetzung durch Einz herabsetzung Einziehung eigener Aktien g eigener Aktien Aktien

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung von 1.204.344 Stück eigener Aktien von EUR 111.760.860 auf EUR 108.750.000 herabgesetzt. Das Grundkapital ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien (bisher 44.703.344 Aktien) zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2010 befinden sich 42.725.043 Aktien (VJ 42.713.233) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes wurden 11.810 Optionen ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2010 über 774.957 eigene Aktien im Bestand.

Genehmigtes Kapital und bedingte Kapitalerhöhung nehmigtes Kapitalerhöhung

In der Hauptversammlung vom 7. April 2006 wurde der Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 Jahren um bis zu EUR 31.425.000 durch Ausgabe von bis zu 12.570.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu EUR 123.448.360 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Aufgrund bereits durchgeführter Kapitalerhöhungen verbleibt zum 30. April 2010 noch eine Ermächtigung von EUR 11.687.500 bzw. 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit, als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Sonstige Gewinnrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier die Währungsdifferenzen aus Darlehen von langfristigen Konzerndarlehen in SEK und GBP, welche gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind, ausgewiesen (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2).

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern (siehe auch Kapitel 2.2).

IAS 19 Rücklage

Betreffend IAS 19 versicherungsmathematische Verluste siehe auch Kapitel 2.6.6.11.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Betreffend Rücklage Aktienoptionen siehe auch Kapitel 2.6.8.4

2.6.8.4 Aktienoptionsprogramme

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existiert ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Program (MSP). Bis 2008 gab es zudem ein Stock Option Program (SOP).

SOP (Stock Option Program)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Options Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden.

MSP (Matching Stock Program)

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 01. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen, was den Invest darstellt. Das maximale Gesamtinvestitionsvolumen der Führungskräfte in das MSP ist mit 2,2 Mio EUR begrenzt und ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Die Laufzeit jedes Programms beträgt sieben Jahre ab dem Startzeitpunkt und die der einzelnen Tranchen beträgt zwei Jahre. Jede an die Führungskraft ausgegebene Tranche besteht aus dem 8-fachen Wert der im jeweiligen Programm investierten Aktienanzahl. Dieser multiplizierte Wert wird in sogenannten Phantom Stocks auf einem für den Teilnehmer bei einer Bank angelegten Konto gebucht und mit einem Basispreis (60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung + 10%) versehen. Die Zuteilung erfolgt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung wobei der Basispreis der Tranche mit dem 60-Tage-Kursmittelwert (StrikePrice) bei Ausübung verglichen wird. Die Differenz multipliziert mit der Anzahl der Phantom Stocks ergibt den MSP Gross Profit. Mit diesem Profit werden wiederum zum StrikePrice Aktien erworben, die der Führungskraft gutgeschrieben werden. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt die Zuteilung. Nach einer Sperrfrist von 2 Jahren kann die Führungskraft über die Aktien frei verfügen.

Die SOP und MSP Optionen sind nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht, beim MSP beträgt diese 2 Jahre.

Die Ermittlung der Optionswerte erfolgt nach der Black-Scholes-Methode.

Die wesentlichen Parameter für MSP sind:

  • Marktwert der Aktie pro Stück EUR 7,26 (VJ EUR 20,49)

  • Basispreis MSP EUR 6,69 (VJ EUR 22,54)

  • Erwartete Volatilität 52,03 % (VJ 37,5%) p.a.

  • Risikoloser Zinssatz: 1,728% p.a. (VJ 4,56% p.a.)

  • Dividendenrendite 0 % p.a.

  • Ausübungspreise SOP EUR 7,50 für Berechtigte GJ 03/04; EUR 11,55 bzw. 14,22 GJ 04/05; EUR 16,60 GJ 05/06 und GJ 06/07

  • Laufzeit SOP bis 30. April 2015

Die erwartete Volatilität wurde aus der historischen Volatilität der letzten 2 Jahre ermittelt.

In Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 wurden im Geschäftsjahr 2006/07 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 (insgesamt TEUR 14.192) erworben. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden aus dem gesamten Aktienrückkauf 239.211 eigene Aktien dem Aktienoptionsprogramm gewidmet.

Der Bestand eigener Aktien für Aktienoptionsprogramme hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30.April 2009 1.039.211
Ausübungen bis 30.April 2009 -752.444
30. April 2009 286.767
Ausübungen -11.810
30. April 2010 274.957

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 89 (durchschnittlich EUR 7,50 pro Aktie), in Summe wurde für die bisher eingelösten 764.254 Stück ein Ausübungspreis von TEUR 5.929 bezahlt (durchschnittlich EUR 7,80 pro Aktie), der in der Kapitalrücklage berücksichtigt wird.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die in den Gewinnrücklagen ausgewiesene Rücklage für Aktienoptionen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2009 15.985 1.732 17.717
Erfolgswirksame Zuführung - 1.213 1.213
Verzichtete Ansprüche - -1.660 -1.660
30. April 2010 15.985 1.285 17.270

Die erfolgswirksame Zuführung des MSP erfolgt über 2 Jahre. Für das Geschäftsjahr 2009/10 wurde eine erfolgswirksame Zuführung in Höhe von TEUR 1.213 vorgenommen. Seitens des Managements wurde im Geschäftsjahr 2009/10 auf die in 2008/09 gewährten Optionen MSP I (Tranche 3), MSP II (Tranche 2) und MSP III (Tranche 1) verzichtet. Der Verzicht im Geschäftsjahr 2009/10 wurde ertragswirksam (TEUR 1.660) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP MSP
2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Gewährte Optionen Anfangsbestand 276.073 355.609 568.584 764.192
Neuzuteilungen 0 0 675.488 634.280
Ausübungen -11.810 -64.625 0 0
Verfallen -24.713 -14.911 -280.840 -437.584
Verzichtet 0 0 -515.056 -392.304
Gewährte Optionen Endbestand 239.550 276.073 448.176 568.584
davon ausübbar 239.550 276.073 0 0

Die Ausübungspreise der gewährten, aber noch nicht ausgeübten Optionen aus dem SOP sind wie folgt:

2007/08 2006/07 2005/06 2004/05 2003/04 Summe
Ausübungspreis 7,5 73.910 52.026 43.272 23.105 19.649 211.962
Ausübungspreis 11,5 320 640 640 384 0 1.984
Ausübungspreis 14,2 5.080 10.160 6.320 1.644 0 23.204
Ausübungspreis 16,6 1.360 1.040 0 0 0 2.400
Summe gewährte Stück 80.670 63.866 50.232 25.133 19.649 239.550

2.6.8.5 Dividendenausschüttung

Der Vorstand der Zumtobel Gruppe ist für das neue Geschäftsjahr 2010/11 verhalten zuversichtlich und rechnet für den Gesamtkonzern mit einer verbesserten Umsatzentwicklung und einem Anstieg des operativen Ergebnisses. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 23. Juli 2010 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 EUR je Aktie vor.

In der Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2008/09 keine Dividende auszuschütten.

2.6.9 Kapitalmanagement

Die grundsätzlichen Ziele unseres Eigenkapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals und eine unter den Restriktionen des erstgenannten Ziels möglichst kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Payout-Ratio von 30 – 50% des Konzernergebnisses. Die Steuerung des Eigenkapitals erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzschulden abzüglich der liquiden Mittel und der Wertpapiere) zum Eigenkapital gemäß der Konzernbilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Nettoverschuldung nicht mehr als 100% betragen. Für das Geschäftsjahr 2009/10 beträgt das Gearing 33,8 % (VJ 35,9 %). Die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über EUR 480 Mio ist an die Einhaltung von Financial Covenants – Schuldendeckungsgrad kleiner 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer 25 % – geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants vollumfänglich eingehalten.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Gruppe eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 auf:

Erläuterung der Bewertungskategorien:

  • at FV/P&L zum Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet (at Fair Value in P&L)

  • HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)

  • HTM Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)

  • L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

  • Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte

  • Cash Liquide Mittel

  • at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungsoder Steuerzahlungen.

Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Da die Verzinsung sämtlicher Darlehen von Kreditinstituten per 30. Juni 2008 auf variable Verzinsung umgestellt wurde, entspricht der Buchwert der langfristigen Finanzschulden ebenso dem Marktwert.

Geschäftsjahr 2009 2009/10

Aktiva
Buchwert Marktwert HFT HTM at FV/PL L&R Hedge Cash
in TEUR Accounting
Langfristige Finanzanlagen 11.236 11.236 11 546 10.679
Wertpapiere und Wertrechte 557 11 546
Darlehen und Ausleihungen 10.679 10.679
Kurzfristige Finanzanlagen 16.706 16.706 6.209 8 2 8.981 1.506
Wertpapiere und Wertrechte 27 8 2 17
Darlehen und Ausleihungen 7.145 7.145
Positive Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes
6.209 6.209
Positive Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting)
1.506 1.506
Sonstige 1.819 1.819
Forderungen aus Lieferungen &
Leistungen
173.649 173.649 173.649
Liquide Mittel 97.308 97.308 97.308
Summe 298.899 298.899 6.209 19 548 193.309 1.506 97.308

Passiva

Buchwert Marktwert HFT at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 214.448 214.448 214.448
Darlehen und Ausleihungen 194.951 194.951
Finanzierungsleasing 19.497 19.497
Kurzfristige Finanzschulden 4.807 4.807 4.807
Darlehen und Ausleihungen 4.624 4.624
Finanzierungsleasing 183 183
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
& Leistungen
130.560 130.560 130.560
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
114.186 114.186 5.428 18 5.219 103.521
Negative Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes
5.428 5.428
Negative Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting)
5.219 5.219
Sonstige 103.539 18 103.521
Summe 464.001 464.001 5.428 349.832 5.219 103.521

Die Buchwerte der langfristigen Darlehen und Ausleihugen entsprechen den Marktwerten, da diese im wesentlichen Teil (TEUR 186.000) variabel verzinst sind und daher nicht vom aktuellen Marktzins abweichen. Bei den fest verzinsten langfristigen Darlehen und Ausleihungen handelt es sich mit TEUR 2.308 um geförderte Darlehen, deren Zinssatz nur unwesentlich vom aktuellen Marktzinsniveau abweicht. Die Abweichungen der Zinssätze der restlichen fest verzinsten Darlehen und Ausleihungen zum Marktzins, sind zu vernachlässigen.

Geschäftsjahr 2008/09

Aktiva

Buchwert Marktwert HFT HTM at FV/PL L&R Hedge Cash Non-FI
in TEUR Accounting
Übrige langfristige
Vermögenswerte 4.093 4.093 4.093
Langfristige Finanzanlagen 11.967 11.967 11 613 11.343
Wertpapiere und Wertrechte 624 11 613
Darlehen und Ausleihungen 11.343 11.343
Kurzfristige Finanzanlagen 15.084 15.084 6.711 9 49 8.028 287
Wertpapiere und Wertrechte 21 9 12
Positive Marktwerte aus Derivaten
des Handelsbestandes 6.540 6.540
Positive Marktwerte aus Derivaten
(Hedge Accounting) 287 287
Sonstige 8.236 171 49 8.016
Forderungen aus Lieferungen &
Leistungen 169.378 169.378 169.378
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte 22.883 22.883 22.883
Liquide Mittel 69.008 69.008 69.008
Summe 292.413 292.413 6.711 20 662 188.749 287 69.008 26.976

Passiva

Buchwert Marktwert HFT at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 215.600 215.600 215.600
Darlehen und Ausleihungen 196.138 196.138
Finanzierungsleasing 19.462 19.462
Kurzfristige Finanzschulden 16.886 16.886 16.886
Darlehen und Ausleihungen 16.703 16.703
Finanzierungsleasing 183 183
Verbindlichkeiten aus Lieferungen &
Leistungen
109.895 109.895 109.895
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 97.582 97.582 2.302 944 2.307 92.029
Negative Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes
2.302 2.302
Negative Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting)
2.307 2.307
Sonstige 92.973 944 92.029
Summe 439.963 439.963 2.302 343.325 2.307 92.029

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2009/10 2008/09
Nettogewinne oder -verluste -2.584 -5.980
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente 642 -5.125
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente -3.225 -729
Zum Zeitwert über die GuV bewertet -1 -126
Zinsaufwand -10.187 -22.638
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -8.483 -22.592
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -1.704 -46
Zinsertrag 2.111 2.116
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 1.982 1.925
Zinserträge aus Hedge Accounting 129 191
Wertminderungsaufwand aus Kredite und Forderungen 2.097 962

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -6.749; VJ TEUR -8.810) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR -2.584; VJ TEUR -5.980) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -4.165; VJ TEUR -2.830).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und –erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während die Minderungsverluste im operativen Ergebnis erfasst sind.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Gruppe insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • Kreditrisiko

  • Liquiditätsrisiko

  • Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich. Eine detaillierte Beschreibung von weiteren finanziellen und nicht-finanziellen Risken sowie des Risikomanagements findet man im Lagebericht unter Kapitel 1.12.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2009/10 betrugen die Forderungsverluste im Konzern, wie auch im Vorjahr, unter 0,1% vom Jahresumsatz. Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgte 20 % (VJ 16 %) des Konzernumsatzes mit den 10 größten Kunden.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potentiellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde, ab einem Saldo von TEUR 100, der Kreditversicherung angedient wird. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Anfangsbestand 8.555 8.569
Dotierung 3.354 4.344
Verbrauch -1.614 -527
Auflösung -537 -3.831
Endbestand 9.758 8.555

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberechtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht-zweifelhafte Forderungen. Nicht-zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20 und 50% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich um mindestens 60% wertberichtigt. Zudem wird eine 1%ige Wertberichtigung in Höhe von TEUR 962 (VJ TEUR 930) vorgenommen, um Forderungsverluste abzudecken, welche zwar eventuell bereits entstanden, aber noch nicht bekannt sind. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen ausgenommen.

Die Alterstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2010 30. April 2009
in TEUR Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Noch nicht fällig 166.037 537 165.844 1.049
Überfällig 1-60 Tagen 19.681 484 17.087 597
Überfällig 61-90 Tagen 2.260 459 4.015 436
Überfällig 91-180 Tagen 3.422 1.033 2.298 540
Überfällig > 180 Tagen 10.654 7.245 8.443 5.933
Summe 202.054 9.758 197.687 8.555

Forderungen in Höhe von TEUR 19.659 (VJ TEUR 16.918) sind überfällig (1-60 Tage) aber nicht wertgemindert. Alle anderen überfälligen Forderungen sind wertgemindert. In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von 6.742 TEUR (VJ TEUR 6.592) enthalten, davon sind TEUR 6.564 (VJ TEUR 6.083) seit mehr als 180 Tagen überfällig und mit TEUR 5.326 (VJ EUR 4.931) wertberichtigt.

Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige Finanzanlagen

Die Gruppe minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei systemrelevanten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und betrug per 30. April 2010 TEUR 298.899 (VJ TEUR 292.413). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquiden Mitteln zusammen.

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang aufgrund der Saisonalität im Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2010 stehen der Gruppe neben dem Konsortialkreditvertrag (siehe Kapitel 2.6.6.14) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 112.389 (VJ TEUR 147.056) zur Verfügung. Durch weitere Verbesserungen im Cash Management (Cashpooling und Netting) war es möglich, nicht benötigte Kreditlinien aufzugeben bzw. zu reduzieren. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die künftigen Zahlungen stellen die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme vorraussichtlich eintreten und in denen sie sich vorraussichtlich auf den Gewinn und Verlust auswirken werden. Die zum 30. April 2010 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen (Tilgungen und Zinsen) führen:

30. April 2010

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 219.255 247.581 9.161 202.388 36.032
Darlehen von Kreditinstituten 193.189 194.315 2.664 191.651 0
Darlehen der öffentlichen Hand 3.053 3.798 1.284 2.514 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 192 192 57 135 0
Finanzierungsleasing 19.680 46.135 2.015 8.088 36.032
Working Capital-Kredite 3.141 3.141 3.141 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 130.560 130.560 130.560 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 114.186 114.500 114.500 0 0
Derivate des Handelsbestandes 5.428 5.656 5.656 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 5.219 5.305 5.305 0 0
Sonstige Finanzinstrumente 18 18 18 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 103.521 103.521 103.521 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 464.001 492.642 254.221 202.388 36.032

30. April 2009

Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
232.486 270.659 22.650 210.486 37.523
195.511 205.916 5.663 200.253 0
4.140 4.352 1.997 2.355 0
636 636 468 168 0
19.645 47.201 1.968 7.710 37.523
12.554 12.554 12.554 0 0
109.895 109.895 109.895 0 0
97.582 97.788 97.788 0 0
2.302 2.484 2.484 0 0
2.307 2.331 2.331 0 0
944 944 944 0 0
92.029 92.029 92.029 0 0
439.963 478.342 230.333 210.486 37.523
Künftige Zahlungen

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2010 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzanlagen 7.715 7.746 5.599 2.147 0
Derivate (Hedge Accounting) 1.506 1.488 1.488 0 0
Derivate des Handelsbestandes 6.209 6.258 4.111 2.147 0
30. April 2009 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzanlagen 6.826 6.908 5.986 922 0
Derivate (Hedge Accounting) 287 287 287 0 0
Derivate des Handelsbestandes 6.539 6.621 5.699 922 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, soweit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit systemrelevanten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der im Januar 2009 überarbeiteten und vom Aufsichtsrat genehmigten Hedging Policy.

Grundsätzlich werden geplante Cash Flows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskurs- oder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, roulierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das FX-Exposure wird dadurch geglättet.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 186 Mio EUR hat aufgrund der Laufzeit bis 13. Juni 2013 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Die mittelfristigen Finanzplanung sieht jedoch eine Verlängerung der Fremdkapitalfinanzierung über den Juni 2013 hinaus vor, um ein ausgewogenes Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital in der Bilanz der Zumtobel Gruppe zu erhalten.

Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein Volumen im Gesamtwert von rund EUR 102 Mio (hiervon ca. EUR 20 Mio als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) abgeschlossen, also rund 55% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2015) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen bzw. nach oben begrenzte Zinszahlungen (Cap) von maximal 3,34%. Die Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen qualifizieren gemäß IAS 39 für "Hedge Accounting". Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivative-Methode nachgewiesen. Der Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21. Komponenten mit betraglich begrenzten Zinsobergrenzen werden als Derivate des Handelsbestandes ausgewiesen.

Nominalwährung Nominal in Tsd. Landeswährung Marktwert in TEUR 2009/10
EUR 62.000 -3.592
EUR 20.000 -1.134
CHF 28.728 -41
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -4.767
Negative Marktwerte aus Währungssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -452
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) -5.219
Nominalwährung Nominal in Tsd. Landeswährung Marktwert in TEUR 2008/09
EUR 62.000 -2.307

Die zum 30. April 2009 ausgewiesenen Zinssicherungsgeschäfte wurden im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgswirksam aufgelöst.

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
Finanzschulden -33.256 -46.486
Fest verzinste Finanzinstrumente -33.256 -46.486
Finanzanlagen 26.123 26.552
Liquide Mittel 97.308 69.008
Finanzschulden -186.000 -186.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente -62.569 -90.440
Summe -95.825 -136.926

Innerhalb des Konsortialkreditvertrags erfolgte am 31. Dezember.2009 eine Umstellung der Verzinsung vom variablen Verfahrenszinssatz der Oesterreichische Kontrollbank AG auf EURIBOR-basierende Geldmarktzinsen.

Zinserhöhungen – insbesondere in EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 892 (VJ TEUR 1.199) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, hat eine Veränderung des Zinsniveaus keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Eigenkapital.

Für den zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsswap würde eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Eigenkapitaleffekt von TEUR 1.068 (VJ TEUR 475) ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gruppe setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend, auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Der Großteil der europäischen Produktionsgesellschaften fakturiert in EUR und GBP.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht auf konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Lediglich für einen einzelnen fest vereinbarten langfristigen Einkaufskontrakt für Komponenten auf USD-Basis konnten Devisenterminkontrakte auf den zugrundeliegenden Zahlungsplan abgeschlossen und die Qualifizierung für Hedge Accounting (positive Marktwerte zum 30. April 2010 TEUR 1.507, negative Marktwerte zum 30. April 2010 TEUR -452) dargestellt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität eines Anstiegs des EUR gegenüber der Fremdwährung. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im EURO-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- bzw. Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2010 hätte das Ergebnis nach Steuern sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Aufwertung um +10% EUR Abwertung um - 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR-GBP 5.858 4.596 -5.858 -4.596
EUR-SEK 4.936 3.326 -4.936 -3.326

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Marktwert EUR
Aufwertung
um + 10%
EUR
Abwertung
um - 10%
EUR - GBP -497 -5.430 4.698
EUR - CHF -591 -1.493 1.357
EUR - AUD -1.889 -1.928 1.592
EUR - USD 2.306 5.357 -5.126
EUR - SEK -147 -1.230 1.119

Neben den Derivaten mit echtem Absicherungscharakter (definierter "Worst Case" vorhanden) wurden als Beimischung Kursoptimierungsinstrumente für EUR - AUD, EUR - CHF und EUR - GBP abgeschlossen. Diese hatten zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von TEUR 804 (VJ TEUR 80). Das Risikopotential aufgrund negativer Entwicklungen wird mit TEUR 6.708 (VJ TEUR 2.566) bis zum Ende der Laufzeit der Kontrakte im April 2011 beurteilt.

Rohstoffpreisrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Energie, Aluminium, Stahl und Kupfer. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit (Energie, Aluminium, Stahl) befristete Lieferverträge abgeschlossen. Kupferpreisschwankungen werden gegebenenfalls durch Derivate (Termingeschäfte oder Optionen) auf Kupferpreise roulierend abgesichert.

>> Sensitivitätsanalyse

Das Volumen an Kupfereinkäufen betrug im Geschäftsjahr 2009/10 2.558 MT (metrische Tonnen). Bei einer Preiserhöhung von 1.000 EUR/MT bedeutet dies ein jährliches Preisänderungsrisiko von rund 2.558 TEUR.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus den dem "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie dem "Components Segment" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuordenbares Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von TEUR -959 (VJ TEUR 1.584) betrifft mit TEUR 82 (VJ TEUR 20) den Geschäftsbereich "Components Segment" und mit TEUR -1.041 (VJ TEUR 1.564) den Geschäftsbereich "Lighting Segment". Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

In den Abschreibungen sind TEUR 77.858 an außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Dem Geschäftsbereich "Lighting Segment" sind TEUR 77.304 zugeordnet, davon betreffen TEUR 68.321 die Abschreibung der Firmenwerte "Thorn Lighting Gruppe", "SpaceCannon" und "Thorn India". Weiters enthalten ist hier die Abschreibung der Marke "SpaceCannon" (TEUR 3.415) als auch die außerplanmäßige Abschreibung eines Gebäudes in Italien (TEUR 4.720). Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsbereiches "Component Segment" belaufen sich auf TEUR 553 und betreffen vor allem die Abschreibungen von Entwicklungskosten aufgrund der durchgeführten Impairmenttests.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2009/10 2008/09 2007/08 2009/10 2008/09 2007/08 2009/10 2008/09 2007/08 2009/10 2008/09 2007/08
Nettoumsätze 819.360 871.380 948.872 366.590 365.763 400.400 -68.649 -63.137 -66.933 1.117.301 1.174.006 1.282.338
Außenerlöse 817.989 870.456 948.405 298.750 302.672 333.001 564 878 932 1.117.301 1.174.006 1.282.338
Innenerlöse 1.371 924 466 67.840 63.091 67.399 -69.213 -64.015 -67.865 0 0 0
Betriebsergebnis -78.352 31.899 82.164 45.353 37.945 46.836 -12.177 -12.819 -7.140 -45.176 57.025 121.859
Investitionen 34.048 41.344 41.058 12.771 23.108 22.332 2.572 278 2.623 49.391 64.730 66.013
Abschreibungen -103.385 -25.390 -24.257 -18.103 -15.654 -16.891 -1.215 -1.622 1.879 -122.703 -42.666 -39.270

Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte Überleitung ausgewiesen.

in TEUR 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April 30. April
2010 2009 2008 2010 2009 2008 2010 2009 2008 2010 2009 2008
Vermögen 602.099 662.994 731.276 210.648 204.661 233.295 170.751 151.158 117.805 983.497 1.018.813 1.082.376
30. April
2010
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2010
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2010
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2010
30. April
2009
30. April
2008
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte) 4.954 5.167 5.670 1.961 1.745 1.926 126 129 112 7.041 7.041 7.708

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

Überleitung
in TEUR 2009/10 2008/09
Konzernobergesellschaften -12.727 -10.062
Konzernbuchungen 550 -2.757
Betriebsergebnis -12.177 -12.819

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

Überleitung
in TEUR 30. April 2010 30. April 2009
gemeinschaftlich genutztes Vermögen 179.024 138.526
Konzernobergesellschaften 57.475 64.097
Konzernbuchungen -65.748 -51.465
Vermögen 170.751 151.158

Der Anstieg des gemeinschaftlich genutzten Vermögens liegt vor allem im Anstieg der liquiden Mittel begründet.

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden liegen jeweils unter 10 % der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Die Länderverteilung auf die Regionen ist wie folgt:

D/A/CH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Osteuropa: Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Baltikum, Slowenien
Nordeuropa: Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island
Westeuropa: Großbritannien, Benelux, Frankreich
Südeuropa: Italien, Spanien, Griechenland, Türkei
Amerika: Nord- und Südamerika
Asien: Länder des fernen und mittleren Ostens
Rest: Afrika; übrige nicht genannte Regionen

In der Region Europa sowie auf Gesamtkonzernebene wurden im Rahmen der Konsolidierung verschiedene Vermögenswerte wie beispielsweise Firmenwerte ausgewiesen, die sich den darunterliegenden Regionen nicht eindeutig zuordnen lassen.

Außenerlöse Vermögen
in TEUR 2009/10 2008/09 2007/08 2009/10 2008/09 2007/08
D/A/CH 282.224 298.494 308.897 381.968 367.062 389.430
Osteuropa 58.269 66.737 67.937 14.484 14.823 20.932
Nordeuropa 91.212 97.541 106.885 26.929 26.289 31.346
Westeuropa 353.129 383.502 427.373 145.307 151.799 178.089
Südeuropa 95.364 105.709 129.940 29.174 34.754 23.133
Europa 880.198 951.983 1.041.033 597.862 594.727 642.930
Asien 95.896 88.695 87.418 45.968 35.214 40.260
Australien & Neuseeland 100.645 89.922 107.461 50.960 43.336 60.909
Amerika 30.217 31.857 35.484 10.502 13.246 13.162
Rest 10.345 11.549 10.942 0 0 0
Überleitung 0 0 0 278.205 332.290 325.115
Summe 1.117.301 1.174.006 1.282.338 983.497 1.018.813 1.082.376

Überleitung der Regionen:

Vermögen
in TEUR 2009/10 2008/09
gemeinschaftlich genutztes Vermögen 279.690 318.407
Konzernbuchungen -1.485 13.883
Vermögen 278.205 332.290

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern wurden Bankgarantien in Höhe von TEUR 9.316 (VJ TEUR 7.881) für diverse Haftungen begeben.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 30. April 2010 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4).

Mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen gibt es keine wesentlichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Zum 30. April 2010 bestehen keine offenen Salden.

Organvergütungen

in TEUR 2009/10 2008/09
Gesamtbezüge des Vorstands 4.505 1.514
davon fixe Bezüge 1.311 830
davon variable Bezüge 1.158 684
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 2.036
in TEUR 2009/10 2008/09
Dr. Andreas Ludwig 3.536 1.006
davon fixe Bezüge 750 550
davon variable Bezüge 750 456
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 2.036
Dr. Harald Sommerer 33
davon fixe Bezüge 33
davon variable Bezüge
Dipl.Wirtsch.Ing Martin Brandt 382
davon fixe Bezüge 249
davon variable Bezüge 133
Dipl.Wirtsch.Ing.Thomas Spitzenpfeil 554 508
davon fixe Bezüge 279 280
davon variable Bezüge 275 228

Dipl. Wirtsch. Ing. T. Spitzenpfeil ist berechtigt, mit 7.655 (VJ 7.655) Aktien am MSP-Programm teilzunehmen. Die MSP-Aktien von Dipl. Wirtsch. Ing. M. Brandt belaufen sich auf 7.655 Stück. Weitere Vergütungen wie Pensionen wurden nicht gewährt. Die im Aufwand erfassten Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Dr. A. Ludwig belaufen sich auf TEUR 2.036. Weiters ist Dr. A. Ludwig berechtigt, bis zum nächsten Ausübungsfenster am Aktien-Optionsprogramm (SOP) teilzunehmen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG erhielt im Geschäftsjahr 2009/10 folgende Vergütungen:

in TEUR 2009/10 2008/09
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 350 350
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 162 150
davon Spesenersatz 8 20

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2009/10 2008/09
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion / Herstellung 3.764 3.842 4.121 3.714
Forschung und Entwicklung 429 431 448 449
Vertrieb 2.190 2.181 2.316 2.226
Verwaltung 606 587 668 652
Summe 6.989 7.041 7.553 7.041

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Aufsichtsrat

KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden bis 24. März 2010) Dipl. Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dr. Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

Vorstand

Dr. Andreas Ludwig (bis 30. April 2010 Vorstandsvorsitzender) Dr. Harald Sommerer, bestellt bis 30. April 2013 (ab 25. März 2010 Vorstandsmitglied; ab 1. Mai 2010 Vorstandsvorsitzender) Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30. April 2013 Dipl.Wirtsch.-Ing. Martin Brandt, bestellt bis 30. April 2013 (seit 1. September 2009)

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards aufgestellte Konzernabschluss zum 30. April 2010 vermittelt im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht stellt den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht. Der Konzernlagebericht beschreibt die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Einzelgesellschaft die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 18. Juni 2010

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil Dipl.Wirtsch.-Ing. Martin Brandt Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

2.8 Konsolidierungskreis

Nr. Gesellschaft Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Stichtag Währung
1 Atco Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Conlux Pty. Limited Australien 100 voll 30. April AUD
4 Thorn Lighting Pty Ltd Australien 100 voll 30. April AUD
5 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
6 Tridonic Manufacturing Pty Ltd Australien 100 voll 30. April AUD
7 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
8 Zumtobel Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
9 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
10 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
11 Ledon Lamp GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
12 Ledon Lighting Jennersdorf GmbH Österreich 95 voll 30. April EUR
13 LEDON OLED Verwaltungs GmbH Österreich 100 equity 30. April EUR
14 LEDON OLED Lighting GmbH & Co KG Österreich 100 equity 30. April EUR
15 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
16 Thorn Licht Gesellschaft mbH Österreich 99,89 voll 30. April EUR
17 TridonicAtco connection technology GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
18 TridonicAtco connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
19 TridonicAtco GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
20 TridonicAtco GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
21 TridonicAtco Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 Zumtobel AG Österreich 100 voll 30. April EUR
23 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
24 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
25 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
26 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
27 Zumtobel Licht GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
28 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
29 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
30 z-werkzeugbau gmbh Österreich 30 equity 30. April EUR
31 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll 30. April EUR
32 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
33 Thorn Lighting (Guangzhou) Operations Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
34 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll 30. April HKD
35 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 70 voll 31. Dezember CNY
36 TridonicAtco (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
37 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
38 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll 30. April HKD
39 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
40 Thorn Lighting CS Spol s.r.o. Tschechische Republik 99,89 voll 30. April CZK
41 Zumtobel Lighting s.r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
42 Lightmakers A/S Dänemark 51 voll 30. April DKK
43 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll 30. April DKK
44 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
45 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,89 voll 30. April EUR
46 TridonicAtco France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
47 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
48 Ledon Lighting Morbach GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
49 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
50 TridonicAtco Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
51 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
52 Zumtobel Licht GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
53 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
54 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
59 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
60 TridonicAtco UK Ltd Großbritannien 100 voll 30. April GBP
61 Wengen - Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
62 Wengen - Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
63 Wengen - One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
64 Wengen - Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
65 Wengen - Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
66 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
67 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll 30. April HUF
68 Thorn Lighting India Private Limited Indien 70 voll 30. April INR
69 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll 30. April EUR
70 Space Cannon VH SRL Italien 100 voll 30. April EUR
71 Thorn Europhane SPA Italien 99,89 voll 30. April EUR
72 TridonicAtco Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
73 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll 30. April EUR
74 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
75 Zumtobel Residental Lighting srl Italien 100 voll 30. April EUR
76 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
77 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
78 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
79 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
80 TridonicAtco NZ Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
81 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
82 Thorn Lighting Polska SP ZOO Polen 100 voll 30. April PLN
83 Raiffeisen Lux S.r.l. Rumänien 100 voll 31. Dezember EUR
84 Zumtobel Lighting Romania srl Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
85 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd Singapur 100 voll 30. April SGD
86 TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
87 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
88 Tridonic S.A . Süd Afrika 49,99 equity 28.Februar ZAR
89 Luxmate S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
90 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
91 Hans-Agne Jakobsson A/B Schweden 100 voll 30. April SEK
92 Thorn Lighting AB Schweden 100 voll 30. April SEK
93 Thorn Lighting Nordic A/B Schweden 100 voll 30. April SEK
94 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
95 TridonicAtco Schweiz AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
96 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
97 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll 30. April EUR
98 TridonicAtco Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
99 Thorn Gulf LCC UAE 100 voll 31. Dezember AED
100 TridonicAtco (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
101 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
102 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD

Entkonsolidierung

1 Multilux Pty. Limited Australien 100 voll 30. April AUD
2 Staff/Conlux Administration Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten

(unwesentlich):

1 Atlas International Limited Großbritannien
2 British Lighting Industries Limited Großbritannien
3 Kompetenzzentrum Licht GmbH Österreich
4 Metall Closures Group Limited Großbritannien
5 Oriole Emergency & Fire Protection UK Großbritannien
6 Smart & Brown Limited Großbritannien
7 Thorn Lighting Pension Trustees Limited Großbritannien
8 Thorn Lighting Overseas Großbritannien
9 TLG Limited Großbritannien
10 TLG Quest Trustees Limited Großbritannien
11 TLG Supplemental Pension Trustees Limited Großbritannien
12 Wassall Pension Trustees Limited Großbritannien
13 Zumtobel Lighting GmbH Hong Kong
14 Thorn Lighting Hungary Kft Ungarn
15 ATCO Controls Pty. Limited Australien
16 ATCO Controls (I) Pvt. Ltd. Indien

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss Bericht zum

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Geschäftsjahr vom 1.Geschäftsjahr 1.Mai 2009 bis zum 30. Mai 2009 bis zum 30. Mai 30.April 2010 April 2010 April 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung, die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung nzernabschluss und

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2009 bis zum 30. April 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18. Juni 2010

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar Mag. Michael Schlenk

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Konzernabschluss

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

3. Corporate Governance Bericht 2009/10

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe__________ 121
Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2009/10 _____ 121
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex________ 121
3.2.1
Comply or Explain __________ 122
3.2.2
Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers____ 122
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 123
Interne Revision____________ 123
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG _______ 124
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung _________124
3.4.2
Der Vorstand ________ 124
3.4.3
Der Vorstand Vergütungsregelungen und Bezüge ____ 126
3.4.4
Der Aufsichtsrat ____________ 129
3.4.5
Der Aufsichtsrat Tätigkeitsbericht __________ 130
3.4.6
Der Aufsichtsrat Ausschüsse________ 131
3.4.7
Der Aufsichtsrat Aktionärsvertreter ________ 132
3.4.8
Der Aufsichtsrat Delegierte des Betriebsrats _______ 134
3.4.9
Der Aufsichtsrat Vergütungsregelung _______ 134

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe

In der Zumtobel Gruppe wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Gruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung.

Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Gruppe dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind Unternehmensvision und Unternehmenswerte (Corporate Values) und tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei, ebenso wie der Verhaltenskodex (Code of Conduct) und die Konzernrichtlinien.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2009/10

Die Zumtobel Gruppe hat den Anspruch, das Corporate Governance System laufend an sich ändernde Anforderungen anzupassen. Daher wurden auch im Geschäftsjahr 2009/10 entsprechende Maßnahmen durchgeführt. Ein Arbeitsschwerpunkt war die finale Umsetzung der Anforderungen der 8. EU-Richtlinie und des österreichischen Unternehmensrechtsänderungsgesetzes 2008 (URÄG 2008). Obwohl diese Anforderungen für die Zumtobel Gruppe erst mit Geschäftsjahr 2009/10 in Kraft traten, konnte der überwiegende Teil der notwendigen Aktivitäten bereits im Geschäftsjahr 2008/09 erfolgreich abgeschlossen werden. Somit waren im Geschäftsjahr 2009/10 nur mehr Restaktivitäten erforderlich, beispielsweise das Ausrollen der entsprechenden Standards in die kleineren Konzernunternehmen. Bezüglich des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung wurden die in 2008/09 eingeführten Prozesse weiter verbessert. Zur regelmäßigen Weiterentwicklung des Corporate Governance Systems gehört auch die fortlaufende Anpassung der Konzernrichtlinien (Corporate Policies). Wesentliche neue bzw. vollständige überarbeitete Policies waren die Corporate Treasury Policy sowie die Corporate Policy on Licence Reporting.

Neue Aktivitäten wurden im Bereich des Compliance Managements gestartet. Compliance ist eine wesentliche Zielsetzung sowohl des Internen Kontrollsystems als auch des Risikomanagements, die in Zumtobel Gruppe beide auf den COSO1 Modellen basieren. Die bisher schon vorhandenen Strukturen und Prozesse des Compliance Managements werden künftig noch transparenter gestaltet. Das Grundkonzept für diese Weiterentwicklung wurde im letzten Quartal 2009/10 verabschiedet, die operative Umsetzung wird ab dem ersten Quartal 2010/11 in Angriff genommen.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben. Der Kodex kann jederzeit auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Im Januar 2010 wurde eine neue Fassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex herausgegeben. Diese Fassung ist jedoch erst für Geschäftsjahre gültig, die nach dem 31.12.2009 beginnen, für die Zumtobel AG daher erst ab dem Geschäftsjahr 2010/11. Für das Geschäftsjahr 2009/10 gilt für die Zumtobel Gruppe unverändert die Kodex Fassung Januar 2009.

Die Zumtobel AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung zum Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Januar 2009. Zumtobel sieht die aktive Umsetzung es Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe. In diesem Sinne wurden die neuen C-Regeln der Kodex-Fassung von Januar 2010 obwohl noch nicht verpflichtend - weitgehend bereits zum 30. April 2010 freiwillig umgesetzt.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch im Geschäftsjahr 2009/10 der Kodex von der Zumtobel AG nahezu lückenlos eingehalten. Es wurden nicht nur die Mindestanforderungen umgesetzt, sondern auch die R-Regeln weitestgehend angewendet. Lediglich bei vier C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend im Sinne des Grundsatzes Comply or Explain erläutert.

Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird die Einhaltung des Kodex fortgesetzt und auch weiterhin die bestmögliche Anwendung der Regeln angestrebt.

3.2.1 Comply or Explain

Der Vorstand der Zumtobel AG hat die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) beauftragt, einen Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2009/10 durchzuführen und darüber Bericht zu erstatten. Basierend auf diesem Compliance Review erklärt die Zumtobel AG, dass sie im Geschäftsjahr 2009/10 alle L-Regeln der Kodex-Fassung von Januar 2009 und Januar 2010 eingehalten hat. Folgende C-Regeln der Kodex-Fassung von Januar 2009 wurden bzw. werden derzeit nicht vollständig angewendet:

  • Regel 30 Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über D&O Versicherungen im Besonderen werden in der Zumtobel Gruppe als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Gruppe sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 51: Die Vergütungen für jedes Aufsichtsratsmi Regel 51: tglied werden nicht einzeln veröffentlicht. Die Zumtobel Gruppe vertritt die Auffassung, dass eine Detaillierung dem Leser des Jahresfinanzberichts kaum Informationsmehrwert bieten.
  • Regel 55: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.- Regel 55: Ing. Jürg Zumtobel, war bis zu seiner Bestellung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats im September 2003 der Vorsitzende des Vorstands der Zumtobel AG.
  • Regel 83 Regel 83: Die externe Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements durch den Wirtschaftsprüfer erfolgt im Zwei-Jahresrhythmus, die nächste solche Beurteilung wird im Geschäftsjahr 2010/11 durchgeführt.

3.2.2 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 24. Juli 2009 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros in geringem Umfang auch für Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Gruppe tätig.

Im Geschäftsjahr 2009/10 sind in der Zumtobel AG folgende Leistungen von der KPMG Austria angefallen bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2009/10 2008/09
Gesamthonorar
Gesamthonorar
212 231
davon Prüfung und prüfungsnahe Tätigkeiten 158 209
davon prüfungsnahe Beratung 54 13
davon sonstige Honorare 0 9

Das gesamte von Gesellschaften des KPMG Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Gruppe vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren externen Kosten auf 1.320 TEUR.

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Gruppe orientieren sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den COSO Modellen. Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei Zumtobel gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als separater, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichsten Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.12 (Risikomanagement) und 1.13 (Internes Kontrollsystem).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel AG (Corporate Internal Audit) berichtet an den Vorstand. Gemäß Regel 18 berichtet der Leiter des Corporate Internal Audit dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Audit Planung und wesentliche Ergebnisse.

Im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten risikoorientierten Audit-Planung überprüft die Konzernrevision das Interne Kontrollsystem der betrieblichen Prozesse im gesamten Konzern. Dazu gehört unter anderem auch das Monitoring des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung. Dabei kommen vermehrt Self Assessments und andere innovative Audit Methoden zur Anwendung.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel AG sind nach dem Prinzip "one share - one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der Website der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Aktie) erläutert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

erstmalig Dienstzeit
Name Funktion bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Andreas Ludwig CEO (bis 30.04.2010) 2003 2010 7 Jahre
Dr. Harald Sommerer Vorstandsmitglied (seit 25.03.2010)
CEO (seit 01.05.2010)
2010 2013 -
Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt COO (Chief Operation Officer) 2009 2012 1 Jahr
Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil CFO (Chief Financial Officer) 2004 2013 6 Jahre

Dr. Andreas Ludwig - Andreas Ludwig - CEO (bis 30. 30. April 2010) 2010)

Seit 1. Mai 2003 ist Dr. Andreas Ludwig Mitglied des Vorstands und seit 1. September 2003 CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG. Hr. Ludwig ist zum 30. April 2010 aus dem Vorstand ausgeschieden. Hr. Ludwig wurde 1959 in Wien geboren und machte seinen Doktor der Rechte an der Universität Wien. Er begann seine Karriere 1984 als Prüfungsassistent bei der Wr. Treuhand- und WirtschaftsberatungsgesmbH, Wien. 1986 trat er in die Swarovski America Ltd., Rhode Island, als Assistent des CFO ein. Zwischen 1987 und 2001 war Herr Ludwig in verschiedenen Managementpositionen innerhalb der Swarovski-Gruppe tätig, darunter als Vice President Finance der Daniel Swarovski Corporation AG, Feldmeilen / Schweiz (1987-1990), CFO und COO der Zale Corporation, Dallas/USA (1991-1993), und CEO der Tyrolit Gruppe, Schwaz / Österreich (1994-2001). 2001 wechselte Herr Ludwig als Managing Director zu UBS Warburg, London, und übte diese Funktion bis 2003 aus.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Vorstands der österreichischen Industriellenvereinigung, Vorstandsmitglied und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, Vorsitzender des ZVEI 2 , Fachbereich Elektroleuchten sowie Präsident der CELMA 3 (alle Funktionen wurden zum 30. April 2010 zurückgelegt).

Dr. Harald Sommerer Sommerer- CEO (ab 1. Mai 2010) (ab 1. 2010) 2010)

Seit 25. März 2010 ist Dr. Harald Sommerer Mitglied des Vorstands und seit 1. Mai 2010 CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2013. Hr. Sommerer wurde 1967 in Wien, Österreich, geboren, ist Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität für Wirtschaft und Unternehmensverwaltung in Wien und Master of Management der J. L. Kellogg Graduate School of Management, Northwestern University. Von 1997 bis 2010 war Herr Sommerer Vorstandsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, davon zwischen 1998 und 2005 als CFO und von 2005 bis Januar 2010 als CEO.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied im Fachverbandsausschuss des FEEI, Wien (Österreich) seit 01.05.2010, Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Vorarlberg und Bundesvorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Österreich seit 01.05.2010.

Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt Brandt- COO

Martin Brandt ist seit 1. September 2009 Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer der Zumtobel Gruppe. Er ist bestellt bis 30. April 2012. Hr. Brandt wurde 1960 in Ravensburg geboren und erlangte seinen Titel Diplom Wirtschaftsingenieur an der TH Karlsruhe. Martin Brandt begann seine Karriere bei der Mercer Management Consulting GmbH, danach wurde er Leiter des Münchner Büros der Unternehmensberatung Baumgartner und Partner. 1996 trat er als Divisionsleiter in die Effeff Fritz Fuss GmbH & Co KGAA in Albstatt ein und wurde 1998 Geschäftsführer. Seit 2004 war er in der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmBH in Berlin Market Regional Manager für die Regionen D-A-CH. Seit 2006 war Martin Brandt als Executive Vice President der ASSA ABLOY AG in Hong Kong und gleichzeitig CEO der ASSA ABLOY Asia Pacific tätig.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil Thomas tzenpfeil - CFO

Seit 1. Mai 2004 ist Thomas Spitzenpfeil CFO und Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2013. Hr. Spitzenpfeil wurde 1962 in Saulgau, Deutschland, geboren und erwarb 1989 sein Diplom als Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität in Darmstadt. Im Jahr 1990 begann er seine Karriere als Trainee bei der Robert Bosch GmbH und übernahm anschließend eine Funktion als Controller und Assistent eines Division CFO; diese Position übte er von 1991 bis 1993 aus. 1993 trat er als Leiter Controlling Aluminium in die VIAG AG ein. 1995 wurde er Leiter des Werkscontrollings bei der Kodak AG in Stuttgart. Von 1996 bis 2002 übte er verschiedene Managementpositionen in der VAW Aluminium AG aus, darunter Leiter Controlling Rolled Products Division (1996-1998), Finance Director Rolled Products Division (1998-2000) und Managing Director Service Center Accounting (2000-2002). Nach der Übernahme der VAW Aluminium AG durch die Norsk Hydro in 2002 wurde Herr Spitzenpfeil CFO der Division Rolled Products und Mitglied des Aufsichtsrats der Hydro Aluminium Deutschland GmbH.

2 ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main, Deutschland

3 CELMA - Europäischer Dachverband der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Austria Metall AG in Braunau-Ranshofen / Österreich (seit 23. November 2007).

Die Aufgabenverteilung des Vorstands des Vorstands ist in der vom Aufsichtsrat verabschiedeten und zuletzt im Jahr 2010 geänderten Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

Name Aufgabenbereich
Dr. Andreas Ludwig
(bis 30.04.2010)
Overseas Regionen Thorn/Zumtobel (USA, Australien/NZ), Tridonic, Forschung und
Vorentwicklung, interne und externe Kommunikation, Personalwesen, Strategie &
Unternehmensentwicklung, Strategische Projekte, Corporate Identity
Dipl. Wirtsch. Ing.
Martin Brandt
Vertrieb, Marketing, Produktmanagement Marke Zumtobel, Vertrieb, Marketing,
Produktmanagement Marke Thorn, Operations Licht Europa, Thorn/Zumtobel Emerging
Market
Dipl. Wirtsch. Ing.
Thomas Spitzenpfeil
Controlling, Rechnungswesen, Treasury, Recht und Steuern, Informationstechnologie,
Interne Revision, Investor Relations, Versicherungswesen, Gebäudeverwaltung

Die Aufgabenverteilung wurde zum 1. Mai 2010 wie folgt geändert:

Dr. Harald Sommerer
Dr. Harald Sommerer
Dipl. Wirtsch. Ing.
Wirtsch. Ing.
Martin Brandt
Martin Brandt
Dipl. Wirtsch. Ing.
Wirtsch. Ing.
Thomas Spitzenpfeil Spitzenpfeil
Operative Bereiche
Operative Bereiche
Lighting Segment Gesamtkoordination
Markenkoordination
Zumtobel (weltweit)
Tridonic (weltweit)
Markenkoordination Thorn
(weltweit)
Lighting Segment
Regionalverantwortung
Regionalverantwortung
Lighting Segment Europa
(Zumtobel) und USA
Lighting Segment Europa
(Thorn), Emerging Markets,
Australien/Neuseeland,
Lighting Segment
Querschnittsfunktionen
Querschnittsfunktionen
Qualitätsmanagement, Lean
Six Sigma, Business Process
Improvement, Pricing
Systems, Logistik
strategischer Einkauf
Konzernfunktionen
Konzernfunktionen
Technologie, Human
Resources, Group
Marketing, interne und
externe Kommunikation
Controlling, Rechnungswesen,
Treasury, Tax & Legal, IT,
Internal Audit, Insurance
Management, Investor
Relations, Facility Management

Jedes Vorstandsmitglied führt seine Geschäftsbereiche eigenständig. Darüber hinaus werden innerhalb des Lighting Segments definierte Aufgabenbereiche vom Vorstand operativ wahrgenommen. Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns sowie des Lighting Segments dient die Vorstandssitzung, die monatlich (seit März 2010: wöchentlich) stattfindet und über die Protokoll geführt wird. Das Komponentengeschäft wird durch eine an den Vorstand berichtende Geschäftsführung gesteuert.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Vorstand | Vergütungsregelungen und Bezüge

Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für den variablen Anteil gibt es kein gesondertes Erfolgsbeteiligungsmodell, sondern die Vorstandsmitglieder nehmen gemeinsam mit anderen Führungskräften am Leadership Incentive Program (LIP) teil. Dieses Incentive Program wurde im Jahr 2009 überarbeitet, sodass es in Kombination mit dem Matching Stock Program Programm (MSP) bereits heute den Anforderungen der C-Regel 27 der Kodex-Fassung von Januar 2010 entspricht (für Zumtobel Gruppe verpflichtend ab 2010/11). Wesentliche Merkmale des LIP sind im Voraus festgelegte Höchstgrenzen für die variablen Bestandteile (als Prozentsatz der fixen Vergütung) und messbare, auf nachhaltige und langfristige Anreizwirkung ausgerichtete Leistungskriterien. Diese beinhalten sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Leistungskriterien, wobei die finanziellen Leistungskriterien vom Aufsichtsrat festgelegt werden und die nicht-finanziellen Kriterien als persönliche Leistungsziele mit dem jeweiligen direkten Vorgesetzten vereinbart werden (im Falle des Vorstandsvorsitzenden ist dies ebenfalls der Aufsichtsrat).

Für das Geschäftsjahr 2009/10 wurden vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise bestandssichernde Themen als bonusrelevante Ziele für den Vorstand festgelegt. Diese waren die Sicherung eines positiven Free Cash Flow, die Erreichung signifikanter Netto-Kostenreduktionen, der Ausbau der Marktanteile sowie die Einhaltung der Financial Covenants. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wurde das Bonifizierungssystem grundlegend überarbeitet und an Wachstums- und Profitabilitätszielen ausgerichtet.

Vergütung des Vorstands4

Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

In TEUR 2009/10 2008/09
Gesamtbezüge des Vorstands Vorstands 4.505 1.514
davon fixe Bezüge 1.311 830
davon variable Bezüge 1.158 684
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarung 2.036
2009/10 2008/09
3.536
3.536
1.006
1.006
750 550
750 456
2.036
33
33
382
249
133
554
554
508
508
279 280
275 228

4 Hinweis: im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2009/10 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von 12 Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Die aktienorientierte Vorstandsvergütung basiert unverändert auf den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen für Führungskräfte, bestehend aus dem Stock Option Program (SOP) und dem Matching Stock Program (MSP). Beide Programme werden ausführlich im Konzernanhang im Kapitel 2.6.8.4 erläutert. Die Zuteilung aus dem SOP endete mit Ablauf des Geschäftsjahres 2007/08. Die Vorstandsmitglieder haben bisher folgende Optionen zugeteilt erhalten bzw. ausgeübt5 :

MSP SOP
2009/10 2008/09 01.05.2003
- 30.04.2008
2009/10 2008/09 01.05.2003
- 30.04.2008
Zuteilung (granted) 153.128 153.128 187.272 geschlossen geschlossen 255.000
Ausübung (executed) 0 0 0 0 0 230.000
Verfallen (expired) 0 78.048 0
Austritt (forfeiture) 153.128 0 0
Verzichtet (waived) 153.128 109.224 0
Verfügbar 0 153.128 187.272 187.272187.272 25.000 25.000 25.000
Ausübungspreis 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR

Dr. Andreas Ludwig Andreas Ludwig

Dr.Harald Sommerer Harald Sommerer

Hr. Sommerer nimmt erst ab dem Geschäftsjahr 2010/11 am MSP teil.

Dipl. Wirtsch. Ing. Wirtsch. Ing.Ing. Martin Brandt Martin Brandt

MSP
2009/10
Zuteilung (granted) 61.240
Ausübung (executed) 0
Verfallen (expired) 0
Verzichtet (waived) 0
Verfügbar 61.240

5 Hinweis: im Sinne von Transparenz und Klarheit erfolgt die Zuordnung von Ausübungen und Zuteilungen zu den jeweiligen Geschäftsjahren strikt nach dem Kalenderdatum der Ausübung und Zuteilung

Dipl. Wirtsch. Ing. Ing. Thomas Spitzenpfeil Thomas Spitzenpfeil

MSP SOP
2009/10 2008/09 01.05.2003
- 30.04.2008
2009/10 2008/09 01.05.2003
- 30.04.2008
Zuteilung (granted) 61.240 61.240 74.896 geschlossen geschlossen 70.000
Ausübung (executed) 0 0 0 0 0 36.400
Verfallen (expired) 0 31.216 0
Verzichtet (waived) 61.240 43.680 0
Verfügbar 61.240 61.240 74.896 33.600 33.600 33.600
Ausübungspreis 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR

Auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsegesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.4.4 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für seine Ausschüsse, ausgenommen den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2010 7 Jahre
Dr. Harald Sommerer 1. Stv. Vorsitzender (bis 24.03.2010) 2006 2010 4 Jahre
Hero Brahms 2. Stv. Vorsitzender 2008 2010 2 Jahre
Walter M. Dünser Mitglied (bis 24.03.2010)
1. Stv. Vorsitzender (seit 25.03.2010)
1994 2010 16 Jahre
Dr. Wolf Klinz Mitglied 2001 2010 9 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2010 14 Jahre
Ludwig Auer Delegierter des Betriebsrats 2004 6 Jahre
Herbert Kaufmann Delegierter des Betriebsrats 2004 6 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007 3 Jahre

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Gruppe oder zur Konzernleitung der Zumtobel Gruppe steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferantenbeziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Gruppe publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die drei Aufsichtsratsmitglieder Brahms, Klinz und Sommerer sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird.

Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Gruppe gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.5 Der Aufsichtsrat | Tätigkeitsbericht

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt sechs Mal, davon vier Mal im Rahmen ordentlicher Aufsichtsratssitzungen, einmal in Form einer Telefonkonferenz und einmal im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht anwesend.

In der Sitzung vom 26. Juni 2009 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Jahresabschluss 2008/09 der Zumtobel AG und des Konzerns. Unter anderem nahm er die vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschläge zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Verwendung des Bilanzergebnisses zustimmend zur Kenntnis. Ebenso wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Den vom Prüfungsausschuss zugeleiteten Berichten zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des Beauftragten für Insider-Compliance wurde zugestimmt. Im Rahmen der Berichterstattung zum laufenden Geschäft diskutierte der Aufsichtsrat den Statusbericht zum Projekt Excellerate und behandelte Fortschrittsberichte zu weiteren berichts- und zustimmungspflichtigen Geschäften. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienz seiner Tätigkeit gemäß Regel 31 bzw. 36 des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Standortbestimmung wurde offen über Verbesserungspotentiale hinsichtlich Organisation und Arbeitsweise des Aufsichtsrats diskutiert. Abschließend befasste sich der Aufsichtsrat in aller Ausführlichkeit mit der Verwendung eigener Aktien für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.

Bei der außerordentlichen Telefonkonferenz des Aufsichtsrats am 21. Juli 2009 waren aktuelle berichts- und zustimmungspflichtige Geschäfte zu behandeln, darunter die Bestellung des neuen Vorstandsmitglieds Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt und die damit zusammenhängenden Veränderungen in der Organisation.

Am 24. September 2009 befasste sich der Aufsichtsrat neben dem Lagebericht zum ersten Quartal 2009/10 vor allem mit Berichten zum laufenden Geschäft, insbesondere mit Statusberichte zu laufenden Projekten. Außerdem wurde die Frage künftiger erfolgsabhängiger Vergütungen für Mitarbeiter diskutiert. Besonders ausführlich widmete sich der Aufsichtsrat der Frage, welche Vergütungssysteme im Zeichen immer unwägbarerer Wirtschaftsentwicklung überhaupt noch langfristig geeignet sind. Da der Aufsichtsrat seiner Aufsichtspflicht beim Thema Erfolgsbeteilung verstärkt nachkommen möchte, wurde die Geschäftsordnung für den Vorstand im Punkt zustimmungspflichtige Geschäfte entsprechend ergänzt. Im Rahmen der berichtsund zustimmungspflichtigen Geschäfte wurde der Vertragsverlängerung mit Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil zugestimmt.

Die Arbeitsschwerpunkte der Sitzung vom 15. Januar 2010 waren der Lagebericht zum Halbjahr 2009/10 samt finanzieller Eckdaten und Risk Report, die Vorschau auf das Gesamtjahr 2009/10 und die Statusberichte zu laufenden Projekten. Den diesbezüglich vom Prüfungsausschuss übermittelten Beschlussvorschlägen wurde zugestimmt. Außerdem widmete sich der Aufsichtsrat intensiv Fragen der Strategie und der strategischen Planung des Konzerns und seiner Segmente. Offen diskutiert wurden unter anderem die kommenden Herausforderungen durch die vorhersehbaren Veränderungen in der Wettbewerbslandschaft. Im Rahmen der berichts- und zustimmungspflichtigen Geschäfte genehmigte der Aufsichtsrat den Bericht des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten zu Fragen der Bonussysteme.

Bei der außerordentlichen Sitzung vom 25. März 2010 behandelte der Aufsichtsrat die Rücktritte von Dr. Harald Sommerer als Aufsichtsrat und Dr. Andreas Ludwig als Vorsitzender des Vorstands und die damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen. Dr. Harald Sommerer wurde mit Wirkung zum 25. März 2010 zum Vorstand und mit Wirkung zum 1. Mai 2010 zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Außerdem wurde Hero Brahms als Nachfolger von Dr. Sommerer zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt und fungiert auch als dessen Finanzexperte. Ebenso wurde Walter Dünser zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt.

Die Aufsichtsratssitzung vom 15 April 2010 fand anlässlich der Messe Light & Building in Frankfurt statt. Dabei befasst sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Lagebericht zum 3. Quartal 2009/10 und der Vorschau für das Gesamtjahr 2009/10 samt Bericht über die finanziellen Eckdaten des Konzerns und der Segmente und dem Risk Report. Außerdem wurde der Statusbericht des Vorstands zur Executive Agenda 2009/10 zur Kenntnis genommen. Ein weiterer Schwerpunkt der Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats war das Budget 2010/11 inklusive der Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung und die Mittelfristplanung. Abschließend war im Rahmen der berichts- und zustimmungspflichtigen Geschäfte eine durch Änderungen im österreichischen Aktiengesetz notwendige Anpassung der Satzung zu beschließen sowie Besetzungsänderungen im Aufsichtsrat der Zumtobel Lighting GmbH und der TridonicAtco GmbH zur Kenntnis zu nehmen. Abschließend konnte sich der Aufsichtsrat bei einem geführten Messerundgang an den Messeständen von Thorn, Zumtobel, Tridonic und Ledon Lamp von der hohen Innovationskraft der vier Marken überzeugen.

3.4.6 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender und Finanzexperte bis 24. März 2010), Hero Brahms (Vorsitzender und Finanzexperte ab 25. März 2010), Walter M. Dünser, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverteilung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Wirtschaftsprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2009/10 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augengespräch mit dem Leiter Corporate Internal Audit.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2009/10 zweimal und bei beiden Sitzungen waren alle Mitglieder anwesend.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 25. Juni 2009 war der Jahresabschluss 2008/09. Angesichts der Bedeutung dieses Themenbereichs fand am 22. Juni 2009 eine vorbereitende Telefonkonferenz statt. In der Sitzung sowie in der Telefonkonferenz ließ sich das Prüfungsausschuss sowohl vom Abschlussprüfer als auch von internen Auskunftspersonen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschlusses der Zumtobel AG sowie über den Rechnungslegungsprozess an sich und die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Außerdem wurden die Berichte über das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und die Interne Revision diskutiert und zur Kenntnis genommen. Ebenso zustimmend zur Kenntnis genommen wurde der Corporate Governance Bericht sowie der Bericht des Beauftragten für Insider-Compliance. Ferner wurde der Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers zu Handen des Aufsichtsrats verabschiedet.

In der Sitzung vom 15. Januar 2010 befasste sich das Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2009 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Auskunftspersonen zur Kenntnis. Außerdem wurde der Management Letter per April 2009 besprochen. Im Hinblick auf den Jahresabschluss 2009/10 wurden Prüfungsansatz und Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers sowie neue und geänderte Anforderungen gemäß IFRS diskutiert. Ferner wurden die Statusberichte über das Interne Kontrollsystem das Risikomanagementsystem sowie der Statusreport von Corporate Internal Audit zur Kenntnis genommen, wobei auch über wesentliche Erkenntnisse aus einzelnen Prüfungen diskutiert wurde.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender), Hero Brahms, Walter M. Dünser.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

Der Ausschuss beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2009/10 intensiv mit seinen Aufgaben. Es fanden formelle Sitzungen am 27. November 2009 und am 16. Dezember 2009 statt sowie mehrere Beratungen im Rahmen von Telefonkonferenzen bzw. am Rande von Aufsichtsratssitzungen. Ebenfalls wurden zu spezifischen Einzelthemen mehrere Telefonkonferenzen und Sitzungen mit externen Experten abgehalten. In seiner Rolle als Vergütungsausschuss beschäftigte sich der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten mit der Weiterentwicklung der konzernweiten Bonussysteme und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt war die Nachbesetzung des Vorstandsvorsitzenden aufgrund des Ausscheidens von Dr. Ludwig.

3.4.7 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Ing. Jürg ZumtobelIng. Jürg Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Im Jahr 1936 in Frauenfeld, Schweiz, geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Gruppe ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Kulturhäuser Betriebsgesellschaft, Bregenz/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)

Dr. Harald Sommerer (bis 2 Sommerer (bis 24. März 2010)

Vom 7. April 2006 bis 24. März 2010 war Herr Sommerer Mitglied und 1. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Seit dem 25. März 2010 ist er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG und seit 1. Mai 2010 der CEO und Vorsitzender des Vorstands.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Funktionen innerhalb des AT & S Konzerns (bis Dezember 2009)

Hero Brahms Hero Brahms

Seit 29. Juli 2008 ist Herr Brahms Mitglied und 2. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Hr. Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen, Deutschland, geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund/Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin/Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln/Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden/Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Société Générale, Frankfurt/Deutschland (Senior Advisor bis 15.09.2010), Telefunken Holding AG, Frankfurt/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 01.05.2009)

Walter M. Dünser Dünser

Seit 1994 ist Herr Dünser Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG und seit dem 25. März 2010 der 1. Stellvertreter des Vorsitzenden. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Herr Dünser ist seit dem Jahr 1949 in der Zumtobel Gruppe tätig. Geboren im Jahr 1930 in Dornbirn, Österreich übernahm er 1950 im Gründungsjahr der Zumtobel Gruppe die Buchhaltung und kaufmännischen Agenden als Einzelprokurist der Zumtobel KG. Er wurde 1976 Vorstandsmitglied und CFO der Zumtobel AG und trat 1994 in den Aufsichtsrat über.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Anteilsverwaltungssparkasse Dornbirn, Dornbirn/Österreich (Mitglied des Sparkassenrats), Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Hilti & Jehle GmbH, Feldkirch/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), GWZ Privatstiftung, Wien/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats), Hektor Privatstiftung, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats)

Dr. Wolf Klinz

Herr Klinz ist seit 2002 Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Geboren im Jahr 1941 in Wien, beinhaltet Herr Klinz' Karriere Positionen als Managing-Partner von McKinsey & Company und als Mitglied des Vorstands mehrerer europäischer Technologieunternehmen wie Landis & Gyr, Lurgi und Hartmann & Braun. Von 1990 bis 1994 war er Mitglied des Vorstands der Treuhandanstalt, Berlin. Zudem war er als Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer tätig. Seit 2004 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: AVECO AG, Frankfurt am Main/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), IVG Immobilien AG, Bonn (Mitglied des Beirats)

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Ing. Fritz Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld/Schweiz, geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Gruppe ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: JHD Privatstiftung (Mitglied des Stiftungsvorstands), Aurelio Privatstiftung (Mitglied des Stiftungsvorstands)

3.4.8 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Ludwig Auer Auer

Seit September 2004 ist Herr Auer als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1955 in Treibach/Österreich geboren und trat 1980 als Mitarbeiter im Musterbau in die Zumtobel Gruppe ein. Im Jahr 2004 wurde Herr Auer Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Herbert Kaufmann

Seit August 2004 ist Herr Kaufmann als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1957 in Dornbirn/Österreich trat Herr Kaufmann 1985 als Mitarbeiter in der Elektronikmontage in die Zumtobel Gruppe ein. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Tridonic GmbH & Co KG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Mario Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrates der Zumtobel AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn/Österreich geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Gruppe ein. Er ist Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und seit Januar 2007 der Vorsitzende des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

3.4.9 Der Aufsichtsrat | Vergütungsregelung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 betragsmäßig neu festgelegt. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR, wobei das Sitzungsgeld auch bei zwei oder mehr Sitzungen am gleichen Tag nur einmal beansprucht werden kann.

Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten nur das Sitzungsgeld von 3.000 EUR. Die Sitzungsgelder und der Spesenersatz werden unmittelbar nach der betreffenden Sitzung zur Auszahlung gebracht, die Aufsichtsratsvergütungen werden spätestens am Ende jenes Monats ausbezahlt, in welchem die Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr stattfindet.

Vergütung des Aufsichtsrats6 (Offenlegung gemäß Regel 51):

In TEUR 2009/10 2008/09
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats
des Aufsichtsrats
349 350
davon Aufsichtsratsvergütungen 178 180
davon Sitzungsgelder 162 150
davon Spesenersatz 9 20

6 Hinweis: im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

Corporate CorporateGovernance Governance

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April. Einzelabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

4. Einzelabschluss Zumtobel AG

Inhalt

4. Einzelabschluss Zumtobel AG
---- -- -----------------------------
Anhang _________ 142
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
____ 142
4.3.1.1
Allgemeine Grundsätze
_____ 142
4.3.1.2
Anlagevermögen
______ 142
4.3.1.3
Forderungen _______ 142
4.3.1.4
Eigene Anteile ________ 142
4.3.1.5
Rückstellungen
_______ 143
4.3.1.6
Verbindlichkeiten
______
143
4.3.1.7
Währungsumrechnung______ 143
4.3.1.8
Änderungen von Bewertungsmethoden ____ 143
4.3.1.9
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag _____ 143
Erläuterung zur Bilanz
_______ 143
4.3.2.1
Anlagevermögen
______ 143
4.3.2.2
Forderungen _______ 145
4.3.2.3
Eigene Anteile ________ 145
4.3.2.4
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
___ 146
4.3.2.5
Aktive Rechnungsabgrenzungen________
146
4.3.2.6
Eigenkapital _______ 146
Unversteuerte Rücklagen______ 147
4.3.2.7
4.3.2.8
Rückstellungen
_______ 148
4.3.2.9
Verbindlichkeiten
______
149
4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen_____ 150
4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
____ 151
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ____ 152
4.3.3.1
Umsatzerlöse__________
152
4.3.3.2
Sonstige betriebliche Erträge _____ 152
4.3.3.3
3.3.3 Personalaufwand ______ 152
4.3.3.4
Sonstige betriebliche Aufwendungen ____ 153
4.3.3.5
Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens
_____ 153
4.3.3.6
Steuern vom Einkommen
_____
154
Sonstige Angaben________ 155
4.3.4.1
Zahl der Arbeitnehmer
_____ 155
4.3.4.2
Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse
_____ 155
4.3.4.3
Angabe zum Konzernabschluss _____ 156
Lagebericht _________ 156
Gewinn- und Verlustrechnung _______ 141
4.3.1
4.3.2
4.3.3
4.3.4
Anlagespiegel _____________ 157
Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfer

4. Einzelabschluss Zumtobel AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2010 30. April 2009
EUR TEUR
A.Anlagevermögen
I.Immaterielle Vermögensgegenstände
1.Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 3.108.622,00 3.092
II.Sachanlagen
1.Grundstücke und Bauten 42.274.251,55 43.067
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.079,14 248
42.523.330,69 43.315
III.Finanzanlagen
1.Anteile an verbundenen Unternehmen 585.632.407,02 644.119
2.Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 10.606
3.Beteiligungen 27.319,15 27
4.Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
585.909.851,17 655.002
631.541.803,86 701.409
B.Umlaufvermögen
I.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.Forderungen aus Leistungen 9.974,39 25
2.Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 14.902.451,63 7.192
3.Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.569,86 142
4.Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 185.939,89 120
15.116.935,77 7.479
II.Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 7.348.206,12 13.540
III.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 124.466,60 89
22.589.608,49 21.108
C.Rechnungsabgrenzungsposten 895.996,67 806
655.027.409,02 723.323
Passiva 30. April 2010 30. April 2009
EUR TEUR
A.Eigenkapital
I.Grundkapital 108.750.000,00 111.761
II.Rücklage für eigene Anteile 7.348.206,12 13.540
III.Kapitalrücklagen
1.Gebundene 311.573.240,00 308.562
2.Nicht gebundene 50.462.254,68 52.461
362.035.494,68 361.023
IV.Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 46.560
V.Bilanzgewinn 7.000.000,00 29.153
davon Gewinnvortrag: EUR 29.153.375,96; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 29.011
510.847.006,67 562.037
B.Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 516.654,70 549
C.Rückstellungen
1.Rückstellungen für Abfertigungen 2.270.722,00 2.315
2.Steuerrückstellungen 337.000,00 28
3.Sonstige Rückstellungen 11.115.094,95 8.327
13.722.816,95 10.670
D.Verbindlichkeiten
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.863,30 63.468
2.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.401.342,01 4.069
3.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 121.147.739,73 80.796
4.Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.403,36 0
5.Sonstige Verbindlichkeiten 5.329.582,30 1.734
davon aus Steuern EUR 459.766,45; Vorjahr: TEUR 289
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 176.493,33; Vorjahr: TEUR 192
129.940.930,70 150.067
655.027.409,02 723.323
Haftungsverhältnisse 197.270.010,22 194.601

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2009/10 2008/09
EUR TEUR
1.Umsatzerlöse 34.508.503,58 34.711
2.Sonstige betriebliche Erträge
a)Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 0,00 4
b)Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 18.566,00 0
c)Übrige 632.013,65 884
650.579,65 888
3.Personalaufwand
a)Löhne 12.772,64 37
b)Gehälter 12.144.590,35 10.096
c)Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 2.154.385,61 383
d)Aufwendungen für Altersversorgung 63.354,92 67
e)Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
2.396.542,55 2.158
f)Sonstige Sozialaufwendungen 870.580,96 851
17.642.227,03 13.593
4.Abschreibungen
a)auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.062.301,27 3.083
5.Sonstige betriebliche Aufwendungen
a)Steuern 85.827,46 85
b)Übrige 23.279.774,06 23.425
23.365.601,52 23.510
6.Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -8.911.046,59 -4.588
7.Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 35.000.000,00 35.097
8.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 264.362,71 698
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 264.362,71; Vorjahr: TEUR 678
9.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.163,91 462
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.965,27; Vorjahr: TEUR 374
10.Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 2.103.536,52 0
11.Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -67.349.836,18 -28.334
davon: Abschreibungen: EUR 67.067.000,00; Vorjahr: TEUR 28.237
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: EUR 67.349.836,18; Vorjahr: TEUR 28.237
12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.001.205,07 -10.480
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 1.381.426,49; Vorjahr: TEUR 3.102
13.Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) -33.950.978,11 -2.558
14.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -42.862.024,70 -7.145
15.Steuern vom Einkommen -170.299,84 7
16.Jahresfehlbetrag -43.032.324,54 -7.138
17.Auflösung unversteuerter Rücklagen 32.292,96 80
18.Auflösung von Gewinnrücklagen 20.846.655,62 7.200
19.Jahresverlust/-gewinn -22.153.375,96 142
20.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 29.153.375,96 29.011
21.Bilanzgewinn 7.000.000,00 29.153

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß UGB und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen.Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 5-7
Sonstige 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind zum strengen Niederstwertprinzip bewertet, Zuschreibungen gemäß § 208 UGB wurden vorgenommen.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 4,75% (VJ 5,25%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,25% (VJ 3,25%) und einer empirischen Fluktuation, gestaffelt nach Dienstjahren, zwischen 0% und 13%, sowie eines frühest möglichen Pensionsantrittsalter unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Aufwand von EUR 134.948,00 (VJ Ertrag EUR 1.731,00), bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Aufwand von EUR 14.650,00 (VJ EUR 5.123,00). Die Korridormethode wird nicht angewandt.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.1.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag fanden keine nennenswerten Ereignisse statt.

4.3.2 Erläuterung zur Bilanz

4.3.2.1 Anlagevermögen

4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30.4.2010
Anteil
in
%
Jahres
überschuss/
-fehlbetrag
Buchwert
30. April 2009
Abschreibung /
Zuschuss im
GJ 2009/10
Buchwert
30. April 2010
Zumtobel Lighting GmbH,
Dornbirn
EUR 275.013.989,34 100 15.286.750,23 578.838.742,88 -67.067.000,00 511.771.742,88
TridonicAtco GmbH & Co KG,
Dornbirn
EUR 65.644.431,10 100 20.668.904,17 62.694.447,96 0,00 62.694.447,96
TridonicAtco GmbH, Dornbirn EUR 1.751.715,47 100 720.480,05 335.000,00 0,00 335.000,00
Zumtobel Insurance Management
GmbH, Dornbirn
EUR 78.925,10 100 -282.836,18 18.168,21 0,00 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH,
Lustenau
EUR 10.508.643,33 100 -296.594,91 2.233.031,05 8.580.000,00 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hongkong HKD Zwerg
anteil
11,72 0,00 11,72
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes,
Großbritannien
GBP Zwerg
anteil
5,20 0,00 5,20
644.119.407,02 -58.487.000,00 585.632.407,02

Eine zum Bilanzstichtag intern durchgeführte Bewertung der Beteiligung an der Zumtobel Lighting GmbH machte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 67.067.000,00 notwendig.

Im Berichtsjahr wurde der Beteiligungsansatz an der Zumtobel LED Holding GmbH durch einen nicht rückzahlbaren Grossmutterzuschuss an die Zumtobel LED GmbH in Höhe von EUR 8.580.000,00 erhöht.

Der Jahresfehlbetrag 2009/10 der Zumtobel Insurance Management GmbH in Höhe von EUR 282.836,18 (VJ Jahresüberschuss EUR 97.310,04) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens enthalten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die im Vorjahr ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden im Berichtsjahr zur Gänze zurückgezahlt.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert kumulierte Buchwert
Name und Sitz Abschreibung
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien, (1,5% Beteiligung) EUR 7.267,28 14.951,72 0,00 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn, (0,66% Beteiligung) EUR 1.816,82 290,69 0,00 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. GenmbH, Dornbirn, (Zwerganteil) EUR 76,67 76,67 0,00 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn, (ca. 0,01% Beteiligung) EUR 2.180,19 0,07 0,00 0,07
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Altrans, (33.33% Beteiligung) EUR 36.000,00 12.000,00 0,00 12.000,00
27.319,15 0,00 27.319,15

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG (vormals Wiener Börse AG).

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30.4.2010
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 9.974,39 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 14.902.451,63 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
18.569,86 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 185.939,89 0,00 0,00 0,00
15.116.935,77 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30.4.2009
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 25.131,74 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.192.058,45 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
142.006,40 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 120.357,22 0,00 0,00 0,00
7.479.553,81 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 7.494.169,41 (VJ EUR 6.892.359,19) aus der laufenden Verrechnung. Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe betragen EUR 156.937,64 (VJ EUR 159.052,56). Ein Betrag in Höhe von EUR 7.251.344,58 (VJ EUR 43.336,66) stammt aus Finanzierungsforderungen gegenüber der Zumtobel Pool AG, Zürich.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen an Finanzämter in Höhe von EUR 118.972,61 (VJ EUR 111.989,94), Forderungen gegenüber der Belegschaft mit EUR 16.967,28 (VJ EUR 8.367,28) sowie eine Forderung gegenüber Lieferanten aus einer Bonusvereinbarung in Höhe von EUR 50.000,00 (VJ EUR 0,00). Die sonstigen Forderungen werden zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Eigene Anteile

Der Vorstand der Zumtobel AG hat am 29. Juni 2006 in Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 beschlossen, maximal 1 Mio Stückaktien im Zeitraum vom 6. Juli 2006 bis 31. Oktober 2006 zu erwerben. Der Zweck des Rückerwerbs lag in der Bedienung von Aktienoptionen. Tatsächlich wurden 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 erworben.

In der am 29. Juli 2008 stattgefundenen 32. Hauptversammlung wurde der Vorstand vom Aufsichtsrat ermächtigt, innerhalb von 18 Monaten gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und § 65 Abs 1a AktG eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals, unter Berücksichtigung der bereits im Besitz befindlichen eigenen Aktien, zu einem Preis von mindestens EUR 5,00 und höchstens EUR 50,00 je Stück zu erwerben. Dies unter Einschluss der Ermächtigung des Vorstandes, die eigenen Aktien einzuziehen, über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots wieder zu verkaufen, wobei der Handel der eigenen Aktien ausgeschlossen ist. Im Zeitraum August bis Dezember 2008 wurden insgesamt 1.943.555 Stück Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 8,91 erworben.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden insgesamt 11.810 Aktienoptionen (VJ 64.625 Stück) ausgeübt. Zum 30. April 2010 beträgt der Bestand eigener Anteile 774.957 Stück (VJ 1.991.111 Stück). Der Kurswert der Zumtobel Aktie belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 16,34 (Vorjahr EUR 6,80). Zum Bilanzstichtag wurde eine Zuschreibung in Höhe von EUR 2.103.536,52 (VJ Abschreibung EUR 4.636.996,58) durchgeführt. Der Bilanzwert der eigenen Anteile beläuft sich auf EUR 7.348.206,12 (VJ EUR 13.539.554,80).

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich wie folgt dar:

Stück EUR
Stand am 1. Mai 2006 Mai 2006 0 0,00
Aktienrückkauf 800.000 14.193.856,80
Ausübungen 2006/07 -468.586 -8.312.715,60
Stand am 30. April 2007 331.414 5.881.141,20
Ausübungen 2007/08 -219.233 -3.889.194,10
Stand am 30. April 2008 112.181 1.991.947,10
Aktienrückkauf 1.943.555 17.331.052,28
Ausübungen 2008/09 -64.625 -1.146.448,00
Abschreibung 0 -4.636.996,58
Stand am 30. April 2009 1.991.111 13.539.554,80
Einziehung von Aktien -1.204.344 -8.189.539,20
Ausübungen 2009/10 -11.810 -105.346,00
Zuschreibung 0 2.103.536,52
Stand am 30. April 2010 774.957 7.348.206,12

Die Rücklage für eigene Anteile wurde wie in den Vorperioden durch Umwidmung frei verfügbarer Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 1.998.190,52 entsprechend der Zuschreibung der eigenen Anteile auf den aktuellen Börsekurs abzüglich der ausgeübten Aktienoptionen aufgestockt. Weiters wurden die im Geschäftsjahr eingezogenen Aktien zum Buchkurs (EUR 6,80/Stück) in Höhe von EUR 8.189.539,20 in dieser Position erfasst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden um diesen Betrag reduziert.

4.3.2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 122.975,23 (VJ EUR 88.644,76) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 895.996,67 (VJ EUR 805.777,07) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.6 Eigenkapital

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juli 2009 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 192 Abs 3 Z 2 AktG in Verbindung mit § 192 Abs 5 AktG zu Lasten einer gebundenen Kapitalrücklage gemäß § 225 Abs 5 UGB im Wege des vereinfachten Verfahrens durch Einziehung von Aktien zum Nennbetrag von EUR 2,50 je Aktie (Stück 1.204.344; EUR 3.010.860,00) herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr EUR 108.750.000,00 (VJ EUR 111.760.860,00).

Das Grundkapital ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien (bisher 44.704.344 Aktien) zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2010 befinden sich 42.725.043 Aktien (VJ 42.713.233) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes wurden 11.810 Optionen ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2010 über 774.957 Stück eigene Aktien.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 31.425.000,00 durch Ausgabe von bis zu 12.570.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu EUR 123.448.360,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen, neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Im Mai 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 92.023.360,00 um EUR 19.737.500,00 auf EUR 111.760.860,00 durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende nennbetragslose stimmberechtigte Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Mai 2006 erhöht. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf EUR 11.687.500,00 und somit auf 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840,00 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500,00 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 24. Juli 2009 wurde für das Geschäftsjahr 2008/09 keine Dividendenausschüttung beschlossen.

4.3.2.7 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2009 30. April 2010
Bewertungsreserve
Sachanlagen 548.947,66 0,00 32.292,96 516.654,70
Summe Bewertungsreserve 548.947,66 0,00 32.292,96 516.654,70

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Auf Grund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.8 Rückstellungen

4.3.2.8.1 Abfertigungsrückstellungen

Stand am Saldo aus Verbrauch, Stand am
1. Mai 2009 Auflösung u. Dotierung 30. April 2010
Abfertigungsrückstellungen 2.314.637,00 43.915,00 2.270.722,00
Summe Abfertigungsrückstellungen 2.314.637,00 43.915,00 2.270.722,00

4.3.2.8.2 Steuerrückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2009 Auflösung (A) 30. April 2010
KÖSt 2010 0,00 0,00 17.750,00 17.750,00
KÖSt 2009 21.438,00 9.188,00 0,00 12.250,00
KÖSt 2008 7.000,00 0,00 300.000,00 307.000,00
Summe Steuerrückstellungen 28.438,00 9.188,00 317.750,00 337.000,00

4.3.2.8.3 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2009 Auflösung (A) 30. April 2010
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 524.829,21 524.829,21 551.299,55 551.299,55
Sonderzahlungen 566.979,65 566.979,65 576.774.70 576.774,70
Jubiläumsgelder 297.868,00 29.263,60 52.509,60 321.114,00
Mitarbeiterprämien 1.001.637,00 935.401,00 1.002.684,00 1.068.920,00
Gleitzeitguthaben 135.756,51 135.756,51 109.225,17 109.225,17
Summe Personalrückstellungen 2.527.070,37 2.192.229,97 2.292.493,02 2.627.333,42
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 131.850,00 113.284,00 160.655,00 160.655,00
18.566,00 (A)
Beratungsaufwand 202.400,00 202.400,00 221.279,00 221.279,00
Bilanzveröffentlichung 21.000,00 21.000,00 21.000,00 21.000,00
Aufsichtsratsvergütung 180.000,00 180.000,00 180.000,00 180.000,00
drohende Kursverluste 5.265.151,70 5.265.151,70 7.282.313,53 7.282.313,53
Lizenzgebühren 0,00 0,00 622.514,00 622.514,00
Summe übrige Rückstellungen 5.800.401,70 5.781.835,70 8.487.761,53 8.487.761,53
18.566,00 (A)
Summe sonstige Rückstellungen 8.327.472,07 7.974.065,67 10.780.254,55 11.115.094,95
18.566,00 (A)

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Ergänzende Erläuterungen zu den derivaten Finanzinstrumenten siehe unter Ziffer 4.3.2.11.4.

Durch den im Mai 2009 mit der Philips Electronics NV, Eindhoven, Niederlande, abgeschlossenen weltweiten Patentaustauschvertrag, welcher gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED umfasst, wird im Rahmen der vereinbarten gegenseitigen Ausgleichszahlungen basierend auf den umgesetzten Leistungen entsprechend vorgesorgt.

4.3.2.9 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.863,30 0,00 0,00 1.863,30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.401.342,01 0,00 0,00 3.401.342,01
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.147.739,73 62.000.000,00 0,00 121.147.739,73
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
60.403,36 0,00 0,00 60.403,36
sonstige Verbindlichkeiten 5.329.582,30 0,00 0,00 5.329.582,30
davon aus Steuern 459.766,45 0,00 0,00 459.766,45
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 176.493,33 0,00 0,00 176.493,33
Summe Verbindlichkeiten 67.940.930,70 62.000.000,00 0,00 129.940.930,70
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.467.828,89 0,00 0,00 63.467.828,89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.068.558,40 0,00 0,00 4.068.558,40
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.795.709,69 0,00 0,00 80.795.709,69
sonstige Verbindlichkeiten 1.614.538,91 120.000,00 0,00 1.734.538,91
davon aus Steuern 288.597,55 0,00 0,00 288.597,55
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 191.562,40 0,00 0,00 191.562,40
Summe Verbindlichkeiten 149.946.635,89 120.000,00 0,00 150.066.635,89
30. April 2010 30. April 2009
sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten an Gemeinde aus Kommunalsteuern 21.993,75 21.839,61
Verbindlichkeiten an Dienstnehmer 4.257.102,36 624.560,74
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 437.772,70 266.757,94
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 176.493,33 191.562,40
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 108.433,49 222.875,31
Verbindlichkeiten aus abgegrenzten Aufwendungen 77.111,77 78.950,63
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bis 1 Jahr 120.000,00 120.000,00
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1-5 Jahre 0,00 120.000,00
Übrige Verbindlichkeiten 130.674,90 87.992,28
Summe sonstige Verbindlichkeiten 5.329.582,30 1.734.538,91

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten an Dienstnehmer entstanden im Wesentlichen aufgrund des Ausscheidens ehemaliger Führungskräfte der Gesellschaft. Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten werden nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam. Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.Aus der laufenden Leistungsverrechnung bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten.

4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existiert ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Program (MSP).

Stock Options Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Options Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden 3.224 Optionen (VJ 9.836 Stk.) zu einem Ausübungspreis von EUR 7,50 ausgeübt. Zum 30. April 2010 betrug der Bestand an eingeräumten Optionen 59.120 Stück (VJ 63.424 Stk.).

Matching Stock Program (MSP)

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 1. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen, was den Invest darstellt. Das MSP ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Die Laufzeit jedes Programms beträgt sieben Jahre ab dem Startzeitpunkt und die der einzelnen Tranchen beträgt zwei Jahre. Jede an die Führungskraft ausgegebene Tranche besteht aus dem 8-fachen Wert der im jeweiligen Programm investierten Aktienanzahl. Dieser multiplizierte Wert wird in sogenannten Phantom Stocks auf dem UBS - Account des Teilnehmers gebucht und mit einem Base Price (60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung + 10%) versehen. Die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung, wobei der Base Price der Tranche mit dem 60-Tage-Kursmittelwert (StrikePrice) bei Ausübung verglichen wird. Die Differenz multipliziert mit der Anzahl der Phantom Stocks ergibt den MSP Gross Profit. Mit diesem Profit werden wiederum zum StrikePrice Aktien erworben, die der Führungskraft gutgeschrieben werden. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt die Zuteilung. Nach einer Sperrfrist von 2 Jahren kann die Führungskraft über die Aktien frei verfügen.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden 348.984 Optionen eingeräumt.

Seitens des Managements wurden im Geschäftsjahr 2009/10 auf die in 2008/09 gewährten 282.336 Stk. MSP Optionen verzichtet (VJ Verzicht auf 205.352 Stk. aus 2007/08). Durch Austritte sind 197.896 Stk. MSP Optionen verfallen.

Zum 30. April 2010 betrug der Bestand an MSP-Aktien 18.886 Stück (VJ 36.164 Stück). Die SOP und MSP Optionen sind nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht, beim MSP beträgt diese 2 Jahre.

Betreffend anteilsbasierte Vergütungen werden die Regelungen des IFRS 2 im Zusammenhang mit der AFRAC-Stellungnahme vom September 2007 zur Behandlung anteilsbasierter Vergütungen nicht angewandt. Der Wert der im Geschäftsjahr 2009/10 neu eingeräumten Optionen nach IFRS 2 beträgt für das MSP EUR -277.578,00 (VJ EUR 130.833,00). Die Bewertung der Marktpreise erfolgt in Form eines finanzmathematischen Gutachtens (Black Scholes Modell).

4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.11.1 Haftungsverhältnisse

Betrag davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 155.909.256,69 155.909.256,69
Unternehmensgarantien 24.541.092,73 24.541.092,73
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Verpflichtung aus Patronatserklärung 13.776.647,71 13.776.647,71
Bankgarantien 43.013,09 0,00
197.270.010,22 197.226.997,13

4.3.2.11.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 112.663,99 563.319,95
Verpflichtungen aus Mietverträgen 123.846,62 619.233,10
236.510,61 1.182.553,05

4.3.2.11.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen komplexer Restrukturierungsmaßnahmen wurden vereinzelt Schadloshaltungserklärungen von Seiten der Zumtobel AG an Führungskräfte des Konzerns abgegeben.

Weiters hat die Zumtobel AG der Thorn Europhane SA, Paris, Frankreich, eine harte Patronatserklärung (Verlustabdeckung, Liquiditätssicherung) für die Thorn Licht Gesellschaft m.b.H., Dornbirn, gewährt.

Der mit ATOS ORIGIN im April 2004 abgeschlossene Dienstleistungsvertrag hat eine Laufzeit von 7 Jahren, danach ist eine gegenseitige Kündigung möglich. Für den unkündbaren Zeitraum wurde von der Zumtobel AG ein Mindestumsatz in Höhe von EUR 38.000.000,00 garantiert.

4.3.2.11.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Gruppe, die aus Schwankungen von Währungskursen, Kupferpreisen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine konzerneigene Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier aufgeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel AG schließt einerseits intern mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskursrisikos Derivatgeschäfte ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit systemrelevanten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die negativen Marktwerte dieser Sicherungsgeschäfte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2.838.819,54 (VJ EUR 2.957.871,34). Der negative Marktwert ist vor allem durch AUD und USD-Positionen verursacht.

Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Gruppe zu verringern, schloss die Zumtobel AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein Volumen von rund EUR 102.000.000,00 (hiervon ca. EUR 20.000.000,00 als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) ab. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2015) und tauschen variable Zinssahlungen in Fixzinszahlungen bzw. nach oben begrenzten Zinszahlungen (Cap) von maximal 3,34%.

Aufgrund des weiteren Rückgangs des Zinsniveaus seit dem Abschluss dieser Zinsinstrumente, bildeten sich negative Marktwerte von insgesamt EUR 4.443.493,99 (VJ EUR 2.307.280,36).

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2009/10 2008/09
Inland 20.971.935,83 20.016.733,33
EU-Staaten 10.577.467,32 11.189.816,00
Drittland 2.959.100,43 3.504.678,82
34.508.503,58 34.711.228,15

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2009/10 2008/09
Mieterlöse 7.628.700,82 7.593.596,82
IT-Dienstleistungen 19.626.016,38 18.829.190,18
sonstige Umlagen 7.253.786,38 8.288.441,15
34.508.503,58 34.711.228,15

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 34.013.185,78, d.s. 98,56% (VJ EUR 34.238.976,11 bzw. 98,64%) mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2009/10 2008/09
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 0,00 3.961,20
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 18.566,00 0,00
Erträge aus weiterverrechneten Betriebskosten an Dritte 313.714,23 290.310,52
Erträge aus aonstigen weiterverrechneten Aufwendungen an Konzerngesellschaften 318.299,42 593.887,75
650.579,65 888.159,47

4.3.3.3 3.3.3 Personalaufwand

2009/10 2008/09
Löhne 12.772,64 37.308,39
Gehälter 12.144.590,35 10.095.765,78
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 2.154.385,61 383.048,92
Aufwendungen für Altersversorgung 63.354,92 67.493,44
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 2.396.542,55 2.158.448,03
sonstige Sozialaufwendungen 870.580,96 851.114,16
17.642.227,03 13.593.178,72

Die Aufwendungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

2009/10 2008/09
leitende Angestellte 1.971.819,17 142.253,80
sonstige Arbeitnehmer 182.566,44 240.795,12
2.154.385,61 383.048,92

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten mit EUR 87.305,49 (VJ EUR 82.787,28) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der Abfertigung neu bezahlt wurden.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2009/10 2008/09
Steuern 85.827,46 84.674,03
Übrige
Beratung 6.290.632,49 6.961.881,88
IT-Dienstleistungen 5.338.290,30 4.484.892,03
Versicherungen 2.780.382,00 3.419.375,38
Datenleitungen, Telefon, Porto 3.020.425,04 2.920.693,73
Instandhaltungen 2.473.684,29 2.392.498,07
Werbung 752.982,49 815.733,81
Sonstiger Aufwand 2.623.377,45 2.430.462,31
Summe übrige 23.279.774,06 23.425.537,21
23.365.601,52 23.510.211,24

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Erträge von verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 35.000.000,00 (VJ EUR 35.000.000,00).

Der Jahresfehlbetrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Zumtobel Insurance Management GmbH in Höhe von EUR 282.836,18 ist in der Position Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens enthalten.

Auf die Beteiligung an der Zumtobel Lighting GmbH wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 67.067.000,00 durchgeführt.

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel AG als Gruppenträger und den ausschließlich inländischen Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Licht GmbH Zumtobel Holding GmbH, vorm. Zumtobel Trust GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH, vorm. Zumtobel Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH TridonicAtco connection technology GmbH TridonicAtco GmbH (beteiligte Körperschaft) Ledon Lighting Jennersdorf GmbH, vorm. TridonicAtco Optoelectronics GmbH

am 18.4.2005 ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Im Wirtschaftsjahr 2005/06 sind weiters die

TridonicAtco Holding GmbH LEDON Lighting GmbH

sowie im Wirtschaftsjahr 2007/08 die

Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

als Gruppenmitglieder diesem Vertrag beigetreten.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein, nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außengruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechengrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 156.937,64 (VJ EUR 159.052,55) an Gruppenmitglieder weiterbelastet.

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2009/10 2008/09 30. April 2010 30. April 2009
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 130 133 129 134
131 134 130 135

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet. Die letzte Änderung der Satzung erfolgte im Geschäftsjahr 2009/10. Sie betraf die Änderung des Grundkapitals auf EUR 108.750.000,00, zerlegt in 43.500.000 stimmberechtigte auf Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag. Weiters wurde die Satzung dahin gehend geändert, dass es bei Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitgliedes während der Funktionsperiode einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung bedarf.

Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309 g eingetragen.

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig: KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden bis 24. März 2010) Dipl. Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dr.. Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat delegiert: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009/10 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 348.793,61 (VJ EUR 350.000,00).

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr. Andreas Ludwig, bis 30. April 2010 Vorstandsvorsitzender Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30. April 2013 Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt, seit 1. September 2009, bestellt bis 30. April 2013 Dr. Harald Sommerer, ab 25. März 2010 Vorstandsmitglied, ab 1. Mai 2010 Vorstandsvorsitzender Gesamtbezüge des Vorstands

2009/10 2008/09
Fixe Bezüge 1.311.154,75 829.931,92
Variable Bezüge 1.158.333,34 684.240,06
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarung 2.035.714,29 0,00
4.505.202,38 1.514.171,98

Dr. A. Ludwig ist berechtigt, bis zum nächsten Ausübungsfenster am Aktien-Optionsprogramm (SOP) teilzunehmen. Die MSP-Aktien von Finanzvorstand Dipl. Wirtsch. Ing. T. Spitzenpfeil belaufen sich auf 7.655 (VJ 7.655) Stück. Dipl. Wirtsch. Ing. M. Brandt ist berechtigt, mit 7.655 Aktien am MSP teilzunehmen.

4.3.4.3 Angabe zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Gruppe und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht.

Dornbirn, am 18. Juni 2010

Dr. Harald Sommerer Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt
Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

4.4 Lagebericht

Wie bereits zu Beginn des Lageberichtes des Zumtobel Konzerns hingewiesen, wurde von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB in Verbindung mit § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Zweigniederlassungen.

Dornbirn, am 18. Juni 2010

Dr. Harald Sommerer Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

4.5 Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
1. Mai 2009
Zugänge Abgänge Umbuch
ungen
Stand
30. April 2010
kumulierte
Abschreibung
Buchwert
30. April 2010
Buchwert
30. April 2009
Jahresab
schreibung
Werte in EUR
I) Immaterielle
I) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Vermögensgegenstände
rmögensgegenstände
Konzessionen, Rechte
und ähnliche Rechte
und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
13.083.351,68 808.035,33 0,00 0,00 13.891.387,01 10.782.765,01 3.108.622,00 3.091.532,00 790.945,33
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 8.719,84 8.719,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.719,84
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
13.083.351,68 816.755,17 8.719,84 0,00 13.891.387,01 10.782.765,01 3.108.622,00 3.091.532,00 799.665,17
II) Sachanlagen
II)
Grundstücke und
Bauten
bebaute Grundstücke 84.467.322,95 793.438,23 0,00 0,00 85.260.761,18 47.645.053,84 37.615.707,34 38.980.904,34 2.158.635,23
davon Grundwert 4.819.204,67 0,00 0,00 0,00 4.819.204,67 0,00 4.819.204,67 4.819.204,67 0,00
unbebaute
Grundstücke
4.086.412,97 0,00 0,00 0,00 4.086.412,97 0,00 4.086.412,97 4.086.412,97 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.338.799,68 92.203,14 0,00 0,00 2.431.002,82 2.181.923,68 249.079,14 247.790,14 90.914,14
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
0,00 572.131,24 0,00 0,00 572.131,24 0,00 572.131,24 0,00 0,00
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 13.086,73 13.086,73 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 13.086,73
Summe Sachanlagen 90.892.535,60 1.470.859,34 13.086,73 0,00 92.350.308,21 49.826.977,52 42.523.330,69 43.315.107,45 2.262.636,10
III) Finanzanlagen
III)
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
672.319.407,02 8.580.000,00 0,00 0,00 680.899.407,02 95.267.000,00 585.632.407,02 644.119.407,02 67.067.000,00
Ausleihungen an
verbundene
Unternehmen 10.605.687,01 0,00 10.605.687,01 0,00 0,00 0,00 0,00 10.605.687,01 0,00
Beteiligungen 27.319,15 0,00 0,00 0,00 27.319,15 0,00 27.319,15 27.319,15 0,00
Wertpapiere
(Wertrechte) des
Anlagevermögens 250.125,00 0,00 0,00 0,00 250.125,00 0,00 250.125,00 250.125,00 0,00
Summe Finanzanlagen
Summe
Anlagevermögen
Anlagevermögen
683.202.538,18
787.178.425,46
8.580.000,00 10.605.687,01
787.178.425,46 10.867.614,51 10.867.614,51 10.627.493,58 10.627.493,58
0,00 681.176.851,17
0,00 787.418.546,39
787.418.546,39 155.876.742,53 95.267.000,00 585.909.851,17 655.002.538,18 67.067.000,00
155.876.742,53 631.541.803,86 701.409.177,63 70.129.301,27

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss Bericht zum

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel AG, AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2009 bis zum 30. A 1. Mai 2009 zum 30. Apr April 201 pril 2010 il 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. 0 Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Ja für den Jahresabschluss Jahresabschluss hresabschluss und die Buchführung die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2009bis zum 30. April 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum zusammengefassten Lagebericht Aussagen zum zusammengefassten

Der zusammengefasste Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im zusammengefassten Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der zusammengefasste Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18. Juni 2010

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar Mag. Michael Schlenk

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

Service Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

  1. Service
Finanzkennzahlen __________ 163
Abkürzungen und Fachbegriffe ____________ 164
Finanzterminplan __________ 166
Kontaktinformation_________ 166
Finanzberichte ____________ 166
Mehr Informationen ______________ 166
Impressum _______________ 166
Disclaimer _______________ 167

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen – Rückstellungen für Ertragssteuern – Übrige Rückstellungen
– Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel
ROCE (Return On Capital Employed) = Gesamtkapitalverzinsung als bereinigtes EBIT in
Prozent vom durchschnittlichem Capital Employed
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Zündgeräte oder Transformatoren bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der LED Chip wird direkt auf der
Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Eine Kunststofflinse definiert die
Lichtverteilung. Je nach Ausprägung der Linse kann eine COB LED somit sehr eng oder sehr
breitstrahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED / Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen ist. LEDs sind Energie sparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Bausätze
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle) oder können in
lineare Bauformen eingesetzt werden (z. B. Regalbeleuchtung).
LED Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft, z.B. von
Toyoda Gosei oder CREE).
LED Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes
konvertiert.
LED Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung oder Konstantstrom bereit
(wird im Englischen auf als "driver" bezeichnet).
LED Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird dafür zur Zeit auch der Begriff "LED Modul" verwendet.
LED Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z.B. Glühlampenersatz).
LED Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder meherere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z.B. Kunststofflinse) und weiteren elektronischen Bauteilen
(Widerstände, Asics, Transistoren, etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich einen
Kühlkörper zur Wärmeleitung (z.B. Tridonic Talexx engine).
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel Lumen
(lm) pro Watt (W) eine Lampe erzeugt. Je höher das Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser
setzt eine Lampe die eingebrachte Energie in Licht um.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/ Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe montiert, betrieben und geschützt wird. Sie
steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die Bereitstellung der geeigneten
elektrischen Energie über Komponenten und stellen die optische Vorrichtung bereit, in der die
Lampe untergebracht ist. Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung,
Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte
schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die
Differenzierung von Leuchten kann nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für
Leuchtstofflampen, für Entladungslampen) erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-,
zweilampig usw.), nach dem Einsatzort (Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart
(Leuchten für trockene, feuchte und staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten,
geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten, Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten,
Scheinwerfer), nach der Montageart (Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach
dem Verwendungszweck (technische Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden
organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich
zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches
durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
OLED Modul Ein oder mehrere OLED Panels kombiniert mit einer optischen Auskoppeleinheit und einem
Kontaktierungssystem integriert in einer Gehäusung.
OLED Panel Organische Leuchtdiode, die luftdicht verschlossen auf einer Folie oder Glasplatte oder
Glasfolie aufgebracht ist.
OLED Stack Schichtsystem, das aus mehreren dünnen organischen Schichten aufgebaut ist und Licht mit
einem spezifischen Spektrum aussendet.
SMD Surface Mounted Device. Alternatives Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem
Verfahren wird die LED zunächste auf ein SMD-Bauteil montiert, danach auf die Leiterplatte
bestückt und anschließend im Lötbad kontaktiert.
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte sind elektrische Vorrichtungen für den Einsatz mit Leuchtstoff- oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung erhältlich.

Finanzterminplan

  1. o. Hauptversammlung 23. Juli 2010 Ex-Dividenden Tag 27. Juli 2010 Dividenden Zahltag 30. Juli 2010 1. Quartalsbericht 2010/11 (1. Mai 2010 – 31. Juli 2010) 06. September 2010 Zwischenbericht 2010/11 (1. Mai 2010 – 31. Oktober 2010) 02. Dezember 2010 3. Quartalsbericht 2010/11 (1. Mai 2010 – 31. Januar 2011) 07. März 2011 Bilanzergebnis 2010/11 27. Juni 2011

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Investor Relations Relations Presse/Unternehmens Presse/Unternehmens-Kommunikation Kommunikation Kommunikation

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter: http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2009/10 wird bei der 34. o. Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510.

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonicatco.com www.ledonlighting.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination: Lisa Pfurtscheller Koordination Finanzen: Christa Pfeiffer / Michael Köb Titelgestaltung: BOROS GmbH, Agentur für Kommunikation, Wuppertal / Deutschland Inhaltliche und textliche Unterstützung: GFD Finanzkommunikation, Peter Dietz Copyright: Zumtobel AG 2010

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Service Service

Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 30. April 2010

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