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Oberbank AG

Quarterly Report Aug 20, 2010

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2010

1 HALBJAHRESLAGEBERICHT 3
1.1 DIE OBERBANK AKTIE 5
1.2 SEGMENT FIRMENKUNDEN 6
1.3 SEGMENT PRIVATKUNDEN 11
1.4 SEGMENT FINANCIAL MARKETS 15
1.5 EIGENMITTEL 16
1.6 RISIKO 16
1.7 AUSBLICK 2010 17
2 VERKÜRZTER ABSCHLUSS 18
2.1 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS NACH IFRS 18
2.2 KONZERN-BILANZ ZUM 30.6.2010 20
2.3 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 21
2.4 ERLÄUTERUNGEN (NOTES) 22
2.5 DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG (in Mio. €) 23
2.6 DETAILS ZUR BILANZ (in Mio. €) 25
3 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEM. § 87 BÖRSEGESETZ 31
3.1 VERANTWORTUNGSBEREICHE DES VORSTANDES 32

OBERBANK IM ÜBERBLICK

Erfolgszahlen in Mio. € 1. Hj. 2010 +/- 1. Hj. 2009
Zinsergebnis 154,7 15,4% 134,0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -51,6 4,0% -49,6
Provisionsergebnis 50,4 15,9% 43,5
Verwaltungsaufwand -104,3 1,7% -102,6
Betriebsergebnis 109,5 17,3% 93,3
Periodenüberschuss vor Steuern 57,9 32,4% 43,7
Konzernperiodenüberschuss 47,7 24,7% 38,3
Bilanzzahlen in Mio. € 30.6.2010 +/- 31.12.2009
Bilanzsumme 16.547,9 3,2% 16.031,4
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 9.935,5 3,6% 9.594,0
Primärmittel 10.861,0 -0,5% 10.916,4
hievon Spareinlagen 3.352,8 -1,4% 3.399,2
hievon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 2.168,3 6,3% 2.040,2
Eigenkapital 1.085,7 4,8% 1.035,6
Betreute Kundengelder 18.907,4 1,2% 18.686,8
Eigenmittel nach BWG in Mio. € 30.6.2010 +/- 31.12.2009
Bemessungsgrundlage 10.244,6 2,8% 9.970,5
Eigenmittel 1.513,0 -1,4% 1.534,3
hievon Kernkapital (Tier I) 953,7 -0,2% 955,4
Eigenmittelüberschuss 635,6 -6,5% 679,5
Kernkapitalquote in % 9,31 -0,27%-P. 9,58
Eigenmittelquote in % 14,77 -0,62%-P. 15,39
Unternehmenskennzahlen in % 1.Hj. 2010 +/- 1.Hj. 2009
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 10,99 1,27%-P. 9,72
Return on Equity nach Steuern 9,06 0,56%-P. 8,50
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) 48,79 -3,57%-P. 52,36
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 33,36 -3,65%-P. 37,01
Ressourcen 1.Hj. 2010 +/- 1.Hj. 2009
Durchschnittlich gewichteter Mitarbeiterstand 1.977 0 1.977
Anzahl der Geschäftsstellen 134 1 133

1 HALBJAHRESLAGEBERICHT

Lage des Oberbank-Konzerns im 1. Halbjahr 2010:

Betriebsergebnis € 109,5 Mio. (+ 17,3% / € 16,2 Mio.)

  • Zinsergebnis deutlich gestiegen, Equity-Erträge fast verdoppelt
  • Provisionsergebnis profitiert vom Wertpapiergeschäft
  • Verwaltungsaufwand auf Vorjahresniveau

Die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft haben sich mit einem Zuwachs um 9,4% oder € 11,6 Mio. auf € 135,7 Mio. sehr erfreulich entwickelt. Die Equity-Erträge, zuletzt aufgrund der niedrigeren Überschüsse der Beteiligungsunternehmen rückläufig, sind im Jahresabstand um über 90% auf € 19,0 Mio. gestiegen.

Das gesamte Zinsergebnis stieg damit um 15,4% / € 20,7 Mio. auf € 154,7 Mio.

Im Provisionsergebnis von € 50,4 Mio. Euro (+ 15,9% / € 6,9 Mio.) zeigt sich das wieder deutlich verbesserte Wertpapiergeschäft. Auch bei den Provisionen im Zahlungsverkehr, im Devisen- und im Kreditgeschäft wurden Zuwächse erzielt.

Der Verwaltungsaufwand stieg, trotz der Investitionen in die Ausweitung unseres Filialnetzes, nur um 1,7% oder € 1,8 Mio. auf € 104,3 Mio. an. Daraus resultierte im ersten Halbjahr ein Anstieg des Betriebsergebnisses um 17,3% oder € 16,2 Mio. auf € 109,5 Mio.

Deutlicher Anstieg beim Überschuss vor und nach Steuern

  • Trotz Entspannung beim Kreditrisiko weiterhin vorsichtige Risikopolitik
  • Periodenüberschuss vor Steuern € 57,9 Mio. (+ 32,4% / € 14,2 Mio.)
  • Periodenüberschuss nach Steuern € 47,7 Mio. (+ 24,7% / € 9,5 Mio.)

Obwohl wir seit einigen Monaten eine Entspannung beim Kreditrisiko bemerken, haben wir unsere vorsichtige Vorsorgepolitik fortgesetzt. Mit der Zuführung von € 51,6 Mio. zu den Kreditrisikovorsorgen (+ 4% / € 2,0 Mio.) verfügen wir zum 30.6.2010 insgesamt über Risikovorsorgen von € 412 Mio., das sind 4% des gesamten Kreditvolumens.

Trotz der hohen Vorsorgedotation weisen wir für das erste Halbjahr 2010 einen Überschuss vor Steuern von € 57,9 Mio. (+ 32,4% / € 14,2 Mio.) und einen Überschuss nach Steuern von € 47,7 Mio. (+ 24,7% / € 9,5 Mio.) aus.

Das ist besonders bemerkenswert, weil wir – im Unterschied zu fast allen anderen Banken – 2009 keinen Ergebniseinbruch hatten und unser Ergebnisanstieg deshalb auf hohem Niveau aufbaut.

Weiterer Anstieg des Geschäftsvolumens

  • Deutliches Bilanzsummenwachstum + 4,3%
  • Kreditvolumen erstmals über € 10 Mrd.
  • Primäreinlagen € 10,9 Mrd., gesamte Kundenvermögen € 18,9 Mrd.

Unsere Bilanzsumme ist im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 4,3% oder € 681,7 Mio. auf € 16.547,9 Mio. gestiegen.

Beim Kreditvolumen haben wir unser Wachstum fortgesetzt: die Kundenforderungen stiegen um 4,4% oder € 432,6 Mio. auf € 10.211,9 Mio. und überstiegen damit erstmals die € 10 Mrd.-Grenze.

Noch etwas stärker wuchsen die Primäreinlagen, die sich inklusive Nachrangkapital um 5,5% bzw. € 562,8 Mio. auf € 10.861,0 Mio. erhöhten. Die gesamten uns zur Betreuung anvertrauten Kundenvermögen stiegen im Jahresabstand um 9,3% auf € 18,9 Mrd.

Hervorragende Kennzahlen

  • RoE klar verbessert, RoA steigt auf 0,70%
  • Cost-income-ratio (48,79%) und Betriebsergebnisquote (1,32%) ausgezeichnet
  • Eigenmittel- und Kernkapitalquote deutlich gesteigert

Die erfreuliche Ergebnisentwicklung führte zu einem Anstieg des RoE von 9,72% auf 10,99% (vor Steuern) bzw. von 8,50% auf 9,06% (nach Steuern).

Der annualisierte RoA, der Anteil des Periodenüberschusses an der Bilanzsumme, stieg trotz des höheren Geschäftsvolumens von 0,55% auf 0,70%. Die Cost-income-ratio von 48,79% und die Betriebsergebnisspanne von 1,32% sind im österreichischen Vergleich ganz ausgezeichnete Werte.

Unsere Eigenmittelquote war zum 30. Juni mit 14,8% um 2,4%-Punkte höher als ein Jahr zuvor, die Kernkapitalquote stieg um 1,3%-Punkte auf 9,3%.

Kapitalentwicklung auch im Marktvergleich hervorragend

Unsere Kernkapitalquote liegt im österreichischen Spitzenfeld: mit 9,58% lag sie 2009 klar besser als der österreichische Durchschnitt (rund 8,5%) und wir gehörten unter den systemrelevanten Banken in Österreich zu den Top 3. Damit liegen wir deutlich vor den Banken, die Staatshilfe zur Eigenkapitalstärkung in Anspruch nehmen mussten.

Auch der Return on Equity (ROE) ist besonders hoch. In den letzten vier Jahren (2006-2009) betrug er im Schnitt 10,78% und war mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt in Österreich (rund 5%) und im Euroraum (rund 4%).

1.1 DIE OBERBANK AKTIE

Die Oberbank Aktie hat sich im ersten Halbjahr 2010 weiterhin überdurchschnittlich stabil entwickelt.

Kennzahlen der Oberbank Aktien 1.Hj. 2010 1.Hj. 2009
Anzahl Stamm-Stückaktien 25.783.125 24.090.000
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 3.000.000 3.000.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in € 43,30/38,50 44,40/39,40
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in € 42,50/37,20 42,70/37,90
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in € 43,25/37,20 43,30/38,50
Marktkapitalisierung in Mio. € 1.226,7 1.158,6
IFRS-Ergebnis pro Aktie in € annualisiert 3,32 2,86
Kurs-/Gewinn-Verhältnis Stammaktie 13,03 15,14
Kurs-/Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie 11,20 13,46

Oberbank Stamm- und Vorzugsaktien im Vergleich zum ATX

1.2 SEGMENT FIRMENKUNDEN

Beträge in Mio. € 1.Hj. 2010 1.Hj. 2009 +/- absolut +/- %
Zinsergebnis 84,3 83,2 1,1 1,3
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -25,7 -28,5 2,8 -9,8
Provisionsergebnis 25,8 23,2 2,6 11,4
Handelsergebnis -0,3 -0,3 0,0 -0,3
Verwaltungsaufwand -47,9 -48,4 0,5 -1,1
Sonstiger betrieblicher Erfolg 3,9 4,9 -1,0 -20,2
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss vor Steuern 40,1 34,1 6,0 17,7
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) 7.667,0 7.624,1 42,9 0,6
Ø zugeordnetes Eigenkapital 614,6 539,1 75,5 14,0
Return on Equity (RoE) 13,1% 12,7% 0,4%-P.
Cost-Income-Ratio 42,1% 43,6% -1,5%-P.

Anstieg beim Überschuss um 17,7%

Das Zinsergebnis stieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um € 1,1 Mio. oder 1,3% auf € 84,3 Mio. an. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft reduzierten sich um € 2,8 Mio. oder 9,8% auf € 25,7 Mio. Beim Provisionsergebnis war ein Anstieg um 11,4% oder € 2,6 Mio. auf € 25,8 Mio. festzustellen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen um € 0,5 Mio. bzw. 1,1% auf € 47,9 Mio. leicht zurück, der sonstige betriebliche Erfolg um € 1,0 Mio. auf € 3,9 Mio.

Der Periodenüberschuss vor Steuern erhöhte sich damit um € 6,0 Mio. oder 17,7% auf € 40,1 Mio.

Der Return on Equity stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 13,1%, die Cost-Income-Ratio verringerte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 42,1%.

Mehr als 36.000 Firmenkunden

Im ersten Halbjahr setzte sich der positive Trend bei der Neukundengewinnung fort, seit Jahresbeginn konnten wir 2.444 neue Firmenkunden gewinnen. Derzeit betreut die Oberbank 36.189 Firmenkunden.

Kommerzfinanzierungen

Das Kommerzfinanzierungsvolumen ist im Jahresabstand um 4,2% oder € 324,3 Mio. auf € 8.072,1 Mio. gestiegen.

Kommerzfinanzierungen Kommerzfinanzierungen Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
€ 8.072,1 Mio. € 7.747,8 Mio. € 324,3 Mio. 4,2%

Investitionsfinanzierung

Das Obligo der Investitionsfinanzierungen stieg im Jahresabstand um 5,6% auf € 6.382,3 Mio. Die Gründe dafür: die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nimmt seit dem vierten Quartal 2009 wieder zu, aufgeschobene Investitionen werden nachgeholt, Erweiterungs- und Modernisierungsprojekte werden wieder realisiert.

Investitionsfinanzierung Investitionsfinanzierung Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
€ 6.382,3 Mio. € 6.043,9 Mio. € 338,4 Mio. 5,6%

Betriebsmittelhaftungen und geförderte Ausfallsbürgschaften des Bundes und der Länder für Investitionskredite werden verstärkt genutzt, um den Betrieb auch bei Forderungs- und Auftragsausfällen fortführen zu können.

Neben den klassischen AWS- und ERP-Förderprodukten werden vor allem die im Vorjahr zur Krisenbewältigung neu eingeführten Förderprogramme wie der ERP-Kleinkredit sehr intensiv in Anspruch genommen.

Die Anzahl der in den ersten sechs Monaten 2010 eingereichten Förderanträge für Investitions- und Innovationsprojekte hat gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um fast 20% zugenommen. Gegenüber dem sehr investitionsintensiven Jahr 2007 bedeutet dies eine Steigerung um 57%.

Eingereichte Eingereichte Zuwachs Zuwachs
Förderprojekte Förderprojekte im Jahresabstand im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
339 283 56 19,8%

Auch die Projektsummen der eingereichten Förderprojekte entwickeln sich mit einem Plus von 44,5% sehr positiv.

Projektsummen Projektsummen Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
€ 226,3 Mio. € 156,6 Mio. € 69,7 44,5%

Oberbank österreichweit führend bei der Vergabe von ERP-Industrieförderkrediten

Die Bemühungen der Oberbank, verschiedene Förderinstrumente (zinsbegünstigte Kredite, nicht rückzahlbare Zuschüsse, Haftungen für Investitions- und Betriebsmittelkredite, geförderte Eigenkapital-Surrogate) zur Unterstützung der Unternehmen während der Wirtschaftskrise verstärkt einzusetzen, waren von Erfolg gekrönt.

Im ersten Halbjahr 2010 entfielen 20% aller ERP-Industriekreditbewilligungen der AWS Austria Wirtschaftsservice GmbH auf Anträge, die von der Oberbank für ihre Kunden eingebracht wurden. Die Oberbank ist somit österreichweit die erfolgreichste Treuhandbank bzw. Antragstellerin bei ERP-Krediten (Fixverzinsung ab 0,5% p.a., Mindestkreditsumme € 100.000, mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen und Förderhaftungen kombinierbar) für die österreichischen Industrie- und Gewerbebetriebe.

Leasing

Die Leasing-Kundenforderungen gingen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,0% auf € 1.315,2 Mio. zurück. Das Neugeschäftsvolumen ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 38,4% oder € 110,9 Mio. niedriger. Über 67% des Neugeschäftes wurden im ersten Halbjahr 2010 in Österreich und Deutschland gemacht. Der österreichweite Marktanteil liegt beim Neugeschäft bei 4%, beim Bestandvolumen um die 3%.

Leasing Leasing Zuwachs Zuwachs
Kundenforderungen Kundenforderungen im Jahresabstand im Jahresabstand
1. Halbjahr 2010 1. Halbjahr 2009 absolut in %
€ 1.315,2 Mio. € 1.370,1 Mio. - € 54,9 Mio. -4,0%

Strukturierte Finanzierungen

Eine "Kreditklemme" war im ersten Halbjahr 2010 bei der Oberbank auch bei den strukturierten Finanzierungen nicht zu spüre: die Anzahl der bearbeiteten Fälle stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 7%. Dieses erfreuliche Resultat spiegelt auch die Ergebnisse von Umfragen wider, wonach viele Unternehmen einen wirtschaftlichen Aufschwung spüren und sich die positive Stimmung im Investitionsverhalten niederschlägt. Deutliche Steigerungen gab es vor allem im Forderungsmanagement (+ 88%) und der Refinanzierung (+ 18%), was verdeutlicht, dass bei vielen Unternehmen weiterhin die Liquiditätssicherung an vorderster Stelle steht.

Mehr als 80 Anfragen beim Oberbank Opportunity Fonds

Die über dem Niveau der Vorjahre liegende Nachfrage zeigt eine optimistischere Sicht der Unternehmen bezüglich der konjunkturellen Entwicklung und die Wiederaufnahme aufgeschobener Investitionen und Expansionsvorhaben. Seit Anfang 2010 wurden drei Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Insgesamt wurden seit Bestehen des Opportunity Fonds 24 Transaktionen mit Eigen- und/oder Mezzaninkapital begleitet. Das kommittierte Fondsvolumen beläuft sich auf € 61,4 Mio.

Auslandsgeschäft

Exportfinanzierung und –förderung

Nicht nur wegen der deutlichen Erholung der Exportmärkte wird die Exportkompetenz der Oberbank nach wie vor stark nachgefragt. Besonders hervorzuheben ist, dass der Anfragezuwachs von 67% nicht nur aus den Kernregionen Oberösterreich und Salzburg, sondern verstärkt auch aus den Wachstumsmärkten Niederösterreich und Wien kommt. Dies schlägt sich auch in gewonnenen Exportfonds-Marktanteilen nieder.

Exportfonds Marktanteil 30.6.2010 Marktanteil 31.12.2009
Österreich 10,75% 10,26%
Niederösterreich 12,10% 8,00%
Wien 8,30% 4,50%

Bei der Beratung über Zuschüsse aus dem Go-International-Programm des Wirtschaftsministeriums und der WKO zeigte die Oberbank überdurchschnittliche Beratungsqualität und konnte für ihre Kunden frühzeitig Gelder lukrieren, bevor die Mittel teilweise ausgeschöpft waren.

Dokumenten- und Garantiegeschäft

Die Exporteure legen weiterhin großen Wert auf die Absicherung ihrer Forderungen. Das und die beginnende Erholung in der Exportwirtschaft führten zu einer Steigerung der Transaktionsziffern im Dokumentengeschäft. Die Stückzahlen sind im ersten Halbjahr um 13%, beim Export-Akkreditiv sogar um 18% gestiegen.

Unser Angebot, Mitarbeiterschulungen vor Ort im Unternehmen durchzuführen, wird häufig nachgefragt. Dabei analysieren wir gemeinsam mit dem Kunden dessen Risikosituation in den Auslandsmärkten und versuchen Lösungsansätze aus dem Bereich der Versicherungen sowie des Dokumentengeschäftes zu finden.

Die verstärkten Internationalisierungsbemühungen der österreichischen Wirtschaft, vor allem interessante Projekten von österreichischen Top-Adressen, lässt ein weiteres Obligowachstum erwarten.

Zahlungsverkehr

Der aufgrund der schlechten Wirtschaftssituation 2009 spürbar Rückgang im Zahlungsverkehr konnte im ersten Halbjahr teilweise kompensiert werden.

Die Implementierung der rechtlichen Rahmenbedingungen aus dem Zahlungsdienstegesetz drückte auf die Ertragssitation im Zahlungsverkehr. Speziell im Firmenkundengeschäft wurden massive Anstrengungen unternommen, den Zahlungsverkehr ertrags- und mengenmäßig nachhaltig zu sichern.

Oberbank Payment Area

Aufgrund der benutzerfreundlichen und auf die Kundenanforderungen abgestimmten Programme und Anwendungen haben sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 weitere 5.500 Kunden (+ 7,5%) für die Nutzung unseres Electronic Banking entschieden. Vor allem in den Wachstums- und Expansionsmärkten waren die Zuwächse beim eBanking markant (Deutschland 8%, Tschechien 16%, Ungarn 89%, Slowakei 180%).

Speziell für ELBA Kunden wurde ein neues innovatives Angebot entwickelt. ELBA-Updates und Vollversionen werden im Zuge der Datenfernübertragung über einen dafür entwickelten Datenserver abgeholt und mit wenigen Mausklicks eingespielt, der Download über Internet bzw. das aufwändige Handling mit CDs ist nicht mehr nötig.

Mit der generellen Bereitstellung untertägiger Kontoinformationen in Tschechien wurde die Informationsqualität im Electronic Banking wesentlich verbessert. Mit dieser Maßnahme werden in Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei bereits stündlich aktualisierte Auszugsinformationen elektronisch über eBanking und MultiCash automatisch und unentgeltlich angeboten.

Risikomanagement, Veranlagung

Zins- und Währungsrisikomanagement

Obwohl viele Unternehmen mit Zinsabsicherungsentscheidungen noch warten, haben sie das Thema steigender Zinsen im Fokus. Das zeigte sich im ersten Halbjahr an deutlich mehr als € 80 Mio. an Neuabschlüssen im Zinsabsicherungsbereich, speziell der Zinscap erfreute sich großer Beliebtheit.

Im Währungsrisikomanagement führten starke Bewegungen an den Devisenmärkten zu einem massiven Anstieg der Absicherungsgeschäfte. Darüber hinaus wurden nach massiven Bewegungen des EUR/CHF Kurses viele Fremdwährungsfinanzierungen von CHF in EUR gewechselt, wodurch Anzahl und Volumen der Devisengeschäfte im zweistelligen Prozentbereich wuchsen.

Mäßig entwickelte sich die Verwendung von Optionen im Absicherungsbereich, weil die allgemeine Risikoaversion gegenüber derivativen Finanzprodukten anhält.

Weil wir von weiteren massiven Devisenkursschwankungen ausgehen, werden wir unsere sehr erfolgreiche, Informationsveranstaltungsreihe "Dollar zum Frühstück" auch im zweiten Halbjahr 2010 fortsetzen.

Veranlagungen

Veranlagungsfragen sind bei den Firmenkunden ein wichtiges Thema, Wertpapiere mit überschaubaren Laufzeiten und Ausstiegsszenarien auf der Kundenseite erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Cash Garant VI – das jüngste Produkt dieser Reihe – kommt gut an, da er wieder attraktive Zinserträge bei größtmöglicher Flexibilität bietet.

Primäreinlagen

"Seitwärts auf hohem Niveau" beschreibt das erste Halbjahr bei den Primäreinlagen. Rückgänge bei den Sichteinlagen wurden durch Steigerungen bei den Termingeldern und die stark wachsenden Schuldschein-Darlehen mehr als kompensiert. Die Spareinlagen gingen leicht zurück, bei den Sichteinlagen konnten wir die Durchschnittsverzinsung an die vorherrschenden Marktverhältnisse anzupassen.

Auslandsschwerpunkte

Im Fokus unserer Auslandsstrategie standen im ersten Halbjahr besonders die Regionen Südostasien, Indien, Türkei und die Nachbarstaaten Österreichs. Neben der Begleitung der Kunden bei ihren Geschäftsaktivitäten geht es vor allem auch darum, Trends und Möglichkeiten der Akquisition von Neukundengeschäft frühzeitig zu erkennen, sich vorzubereiten und umzusetzen.

Im zweiten Halbjahr werden wir uns auch auf die aufstrebende Region Lateinamerika konzentrieren. Hand-in-Hand mit den bereits steigenden Tendenzen, ersichtlich aus der österreichischen Außenhandels-Statistik, steht die Oberbank bereits in vielen Gesprächen mit ihren Firmenkunden, um sie bei geplanten Aktivitäten zu begleiten.

Besonderes Augenmerk galt im ersten Halbjahr 2010 auch der Sicherung der Liquiditätsquellen und der Handelslinien der Oberbank sowie dem Risikomonitoring der einzelnen Regionen und der Banken.

Der "Oberbank Day 2010" in Linz war ein besonderes Highlight. Mehr als 300 Top-Banker aus unserem internationalen Netzwerk folgten unserer Einladung und informierten sich über die Situation der Oberbank und der österreichischen Bankenlandschaft (Vortrag Nationalbank-Gouverneur Prof. Dr. Ewald Nowotny) ebenso wie über topaktuelle Entwicklungen in der EU (Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Wiegard, Vorsitzender des Unabhängigen Sachverständigenrates Deutschlands).

Eigenhandel

Das schwer kalkulierbare Finanzmarktumfeld und die damit verbundenen Unsicherheiten waren die Gründe für den vorsichtigen Umgang mit unserem eigenen Risikokapital. Die Eigenhandelsaktivitäten wurden im ersten Halbjahr auf einem sehr moderaten Niveau gehalten, was dazu führte, dass zum Halbjahr 2010 die Eigenhandelserträge deutlich unter den hervorragenden Halbjahres-Erträgen 2009 liegen. Dennoch erscheint es richtig, diese Eigenhandelspolitik beizubehalten, solange keine deutlichen Veränderungen bzw. Stabilisierungstendenzen erkennbar sind.

1.3 SEGMENT PRIVATKUNDEN

Beträge in Mio. € 1.Hj. 2010 1.Hj. 2009 +/- absolut +/- %
Zinsergebnis 25,5 29,4 -4,0 -13,5
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -5,2 -4,3 -0,8 19,0
Provisionsergebnis 24,6 20,4 4,3 20,9
Handelsergebnis 0,0 0,0 0,0
Verwaltungsaufwand -42,0 -41,5 -0,5 1,1
Sonstiger betrieblicher Erfolg 0,2 0,6 -0,3 -61,7
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss vor Steuern 3,1 4,5 -1,4 -30,3
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) 1.208,0 1.128,2 79,8 7,1
Ø zugeordnetes Eigenkapital 96,8 79,8 17,1 21,4
Return on Equity (RoE) 6,4% 11,2% -4,8%-P.
Cost-Income-Ratio 83,5% 82,5% 1,0%-P.

Leichte Rückgänge im Zinsergebnis, Steigerung des Provisionsgeschäftes

Der Rückgang des Periodenüberschusses vor Steuern im Segment Privatkunden um € 1,4 Mio. auf € 3,1 Mio. ist hauptsächlich auf den Rückgang des Zinsergebnisses um € 4,0 Mio. oder 13,5% auf € 25,5 Mio. zurückzuführen. Das Provisionsergebnis weist dagegen einen Zuwachs um € 4,3 Mio. oder 20,9% auf € 24,6 Mio. auf.

Die Risikovorsorgen verzeichnen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Anstieg von € 0,8 Mio. auf € 5,2 Mio. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich moderat um € 0,5 Mio. bzw. 1,1% auf € 42 Mio. Der sonstige betriebliche Erfolg verminderte sich um € 0,3 Mio. auf € 0,2 Mio.

Der Return on Equity ging um 4,8 Prozentpunkte auf 6,4% zurück, die Cost-Income-Ratio stieg um 1,0 Prozentpunkt auf 83,5%.

1.500 Privatkunden mehr als ein Jahr zuvor

Im Privatkundengeschäft spiegelt sich die Wachstumsstrategie der Oberbank wider: per 30.6.2010 betreuten wir in allen in- und ausländischen Geschäftsbereichen 292.537 Privatkunden.

Privatkundenanzahl Privatkundenanzahl Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
292.537 291.025 1.512 0,5

Mehr als 2.000 neue Privatkonten

Der Bestand an Privatkonten hat im Zeitraum 1.1. bis 30.6.2010 um absolut 676 Stück zugenommen und liegt per 30.6.2010 bei 163.351 Stück. Im Vorjahrjahresvergleich entspricht dies einer Steigerung um 1,3% oder 2.112 Stück. Die Wachstums- und Expansionsmärkte Bayern, Wien und Ungarn haben überproportional zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Privatkontoanzahl Privatkontoanzahl Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
163.351 161.239 2.112 1,3%

Privatfinanzierungen

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 erhöhte sich der Gesamtbestand an Privatfinanzierungen um € 62,1 oder 3,2% auf € 1.992,2 Mio. Dies entspricht einem Zuwachs seit Jahresanfang 2010 um € 74,7 Mio. oder 3,9%.

Eine besonders erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch im Bereich der hypothekarisch besicherten Wohnbau-Finanzierungen. Durch eine im ersten Halbjahr 2010 durchgeführten Beratungs-Offensive hat sich dieser Bereich besonders dynamisch entwickelt.

Privatfinanzierungen Privatfinanzierungen Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
€ 1.992,2 Mio. € 1.930,1 Mio. € 62,1 Mio. 3,2%

Spareinlagen

Das Volumen der Spareinlagen verzeichnete im 12-Monats-Abstand einen leichten Rückgang um 1,2% auf € 3.321 Mio. Das Oberbank Vorteilskonto spar ("Sparkarte") verzeichnete hingegen im Vergleichszeitraum einen Zuwachs um € 6,3 Mio. oder 10,7% auf € 65,3 Mio.

Spareinlagen Spareinlagen Zuwachs im Jahresabstand Zuwachs im Jahresabstand
Stand 30.6.2010 Stand 30.6.2009 absolut in %
€ 3.321 Mio. € 3.361 Mio. - € 40 Mio. -1,2%

Wertpapiergeschäft

Die Entwicklung im Wertpapiergeschäft verlief sehr erfreulich. Im ersten Halbjahr verzeichneten wir eine Steigerung der Wertpapierprovisionen gegenüber dem Vorjahresvergleichshalbjahr in der Höhe von 24,2%, von € 13,7 Mio. auf € 17,0 Mio. Das zweite Quartal 2010 brachte Wertpapier-Provisionserlöse in der Höhe von € 8,6 Mio. Das Ertragsniveau lag somit etwas höher als im ersten Quartal 2010 (€ 8,3 Mio.) und um 26,6% über dem zweiten Quartal des Vorjahres.

Diese Ertragssteigerung ist einerseits auf Neugeldzuflüsse zurückzuführen, andererseits auf die Wiederveranlagung fälliger Anleihen und die Nachfrage nach Unternehmensanleihen. Ebenso trug der gute Absatz des neuen Dividenden Strategie Laufzeitfonds zum Ergebnis bei. Bemerkenswert ist, dass sowohl das Transaktionsgeschäft als auch das Depotgeschäft und die Erträge aus den gemanagten Produkten anzogen.

Eigene Emissionen

Unverändert stark nachgefragt waren Emissionen der Oberbank AG. Im zweiten Quartal sind Oberbank Anleihen in der Höhe von € 37,2 Mio. planmäßig getilgt worden. Dies machte sich wiederum im Absatz von Neuemissionen als Anschlussinvestments bemerkbar. Das gesamte Neuemissionsvolumen 2010 konnte mit € 304,3 Mio. auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. In der Bilanz bedeutet dies nach Abzug der Tilgungen einen Anstieg von € 128,1 Mio. auf nunmehr € 2.168,3 Mio. Damit leistete das Emissionsgeschäft wieder einen signifikanten Beitrag zur Langfristrefinanzierung der Oberbank.

Die Nachfrage nach Unternehmensanleihen ging im zweiten Quartal etwas zurück. Der Markt dürfte zum Ende des ersten Halbjahres einen gewissen Sättigungsgrad erreicht haben und die Renditeaufschläge für Privatinvestoren waren nicht mehr ganz so attraktiv wie zu Jahresbeginn.

Fondsgeschäft: 3 Banken Investment GmbH wuchs stärker als der Markt

Aufgrund der attraktiven Dividendenzahlungen großer Unternehmen mit soliden Bilanzen haben wir uns entschlossen erstmals einen Laufzeitenfonds aufzulegen, der Aktien mit hoher Dividendenrendite bündelt. Das Konzept wurde von den Anlegern gut aufgenommen: das Startvolumen des Fonds betrug € 39,3 Mio. Die durchschnittliche Dividendenrendite der enthaltenen Aktien bewegte sich zum Investitionszeitpunkt um die 5%- Marke.

Starken Zulauf findet auch das 2009 neu aufgelegte Sachwerte-Konzept. Der 3 Banken Generali Sachwerte Fonds hält mittlerweile bei einem Volumen von € 52,42 Mio. Die Durchschnittsrendite aller 3 Banken Generali Publikumsfonds war trotz der schwierigen Marktverhältnisse auf breiter Front im positiven Bereich. Das Volumen der in der 3 Banken Generali gemanagten Fonds verzeichnete einen Zuwachs von 5,7% gegenüber dem Jahresultimo. Damit wurde das Marktwachstum von 3,5% deutlich übertroffen und die siebte Position unter allen inländischen Investmentfondsgesellschaften gehalten.

Die hohe Qualität der Produkte der Fondsgesellschaft wurde auch im ersten Halbjahr 2010 durch zahlreiche externe Auszeichnungen bestätigt.

Stiftungen und Assets under Management

Unsere Akquisitionsbemühungen bezüglich Stiftungsvermögen zeigen weitere Erfolge. Obwohl der Markt mangels Neugründungen kaum wächst, können wirh immer wieder bestehende Stiftungen für die Oberbank gewinnen. Sehr gut entwickelte sich auch der Zulauf in unsere Vermögensverwaltung und in das Brokerage. Die für 2010 geplanten Wachstumsraten dieser Dienstleistungen scheinen bereits zum Halbjahr 2010 gut abgesichert zu sein.

Zuwachs beim Bausparen

Im ersten Halbjahr 2010 ist die Anzahl der von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge im Vergleich zum Vorjahr um 5,3% gestiegen. 5.492 Bausparabschlüsse entsprechen dem bisher besten Halbjahres-Ergebnis seit Beginn der Kooperation mit Wüstenrot.

Versicherungen

Die Abschlüsse bei den Lebensversicherungen haben sich im ersten Halbjahr 2010 sehr positiv entwickelt. Bei den Kapitalversicherungen in Österreich und Deutschland wurden seit Jahresbeginn 2.063 Stück mit einer Prämiensumme von € 28,3 Mio. abgeschlossen, das bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 54,6%. Besonders hervorzuheben ist die Steigerung bei der betrieblichen Altersvorsorge. Per 30.6.2010 wurde an unseren Partner Generali Versicherung AG eine Prämiensumme von € 3,8 Mio. vermittelt.

Electronic Banking

Weiterhin positiv ist die Entwicklung im Oberbank eBanking. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 stiegen die Anzahl der Kunden um 7%, jene der Transaktionen um 10% sowie der Gesamtumsatz um 16%.

In der Produktentwicklung hat das Thema Sicherheit oberste Priorität. Ein wesentlicher Eckpfeiler der neuen sicherheitstechnischen Lösung ist die Einführung eines Betragslimits von € 1.000 für mit Papier-Tan autorisierte Überweisungsaufträge ab September 2010, verbunden mit einem kostenlosen Umstiegsangebot auf die neue Oberbank xTAN Autorisierung (Handy-SMS Verfahren wird bereits von mehr als 20.000 Kunden eingesetzt).

1.4 SEGMENT FINANCIAL MARKETS

Im Segment Financial Markets werden das Ergebnis der Beteiligungen, der Handelstätigkeit und das Zinsergebnis aus dem Überhang der unverzinslichen Passiva sowie der Fristentransformationen dargestellt.

Beträge in Mio. € 1.Hj. 2010 1.Hj. 2009 +/- absolut +/- %
Zinsergebnis 44,9 21,4 23,6 >100,0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -20,7 -16,8 -4,0 23,5
Provisionsergebnis 0,0 0,0 0,0
Handelsergebnis 3,7 5,3 -1,6 -30,8
Verwaltungsaufwand -2,6 -2,5 -0,2 6,1
Sonstiger betrieblicher Erfolg 0,6 7,1 -6,5 -91,3
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss vor Steuern 25,8 14,5 11,3 77,7
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) 4.267,8 3.974,3 293,5 7,4
Ø zugeordnetes Eigenkapital 342,1 281,0 61,1 21,7
Return on Equity (RoE) 15,1% 10,4% 4,8%-P.
Cost-Income-Ratio 5,3% 7,3% -2,0%-P.

Im Segment Financial Markets trug das um € 23,6 Mio. auf € 44,9 Mio. verbesserte Zinsergebnis wesentlich zur Ergebnisverbesserung bei.

Die Risikovorsorgen verzeichnen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Mehraufwand von € 4,0 Mio. auf € 20,7 Mio., das Handelsergebnis verringerte sich um € 1,6 Mio. auf € 3,7 Mio.

Aufgrund des Rückgangs der zum "Fair Value" bewerteten Vermögenswerte reduzierte sich der Sonstige betriebliche Erfolg um € 6,5 Mio. auf € 0,6 Mio.

Der Return on Equity stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 15,1% an, die Cost-Income-Ratio verminderte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 5,3%.

1.5 EIGENMITTEL

Das Kernkapital stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 16,0% oder € 131,2 Mio. auf € 953,7 Mio. Damit ist die Kernkapitalquote um 1,30 Prozentpunkte von 8,01% auf 9,31% gestiegen.

Die konsolidierten Konzern-Eigenmittel gemäß § 24 BWG beliefen sich zum 30.6.2010 auf € 1.513,0 Mio., das sind um 18,7% mehr als zum Vergleichsstichtag des Vorjahres.

Die erforderlichen Eigenmittel stiegen zum 30.6.2010 auf € 877,4 Mio. Daraus ergibt sich ein Eigenmittelüberschuss von € 635,6 Mio., er ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 59% gestiegen.

Die Eigenmittelquote von 14,77% ist fast doppelt so hoch wie gesetzlich vorgeschrieben.

1.6 RISIKO

Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation aller Geschäftsbereiche einschließlich der neuen Märkte. Das Risikomanagement stellt auf die Sicherheit der anvertrauten Kundengelder, das Halten der Eigenmittel und die Gewährleistung der Liquidität ab.

Die bedeutendste Risikokategorie bildet das Adressenausfallsrisiko. Diesem Risiko tragen wir durch die Dotation von entsprechenden Vorsorgen in der Bilanz Rechnung. Bei der Bonitätsbeurteilung und in der Sicherheitenpolitik können wir auf ein jahrzehntelanges Know-how zurückgreifen. Darüber hinaus sorgen unser regionales Geschäftsmodell, ein professionelles Kredit-Management sowie die ausgewogene Verteilung des Gesamtobligos auf die einzelnen Kundensegmente dafür, dass das Ausmaß dieser Risikoklasse auf den Gesamterfolg der Oberbank überschaubar bleibt.

Somit gehen wir auch für das Gesamtjahr 2010 davon aus, dass sich keine außergewöhnlichen Adressausfallsrisiken ergeben.

Die übrigen Risikokategorien bestehen aus potenziellen Wertverlusten bzw. Erträgnisausfällen in unserem Beteiligungsportfolio (Beteiligungsrisiko), aus möglichen Verlusten durch sich ändernde Zinssätze, Devisen- oder Aktienkurse (Marktrisiko), dem operationellen Risiko und dem Liquiditätsrisiko. Auch diese Risiken sind, dem Vorsichtsprinzip Rechnung tragend, durch entsprechende Kapitalien unterlegt. Beim Liquiditätsrisiko trägt zu unserer guten Position auch bei, dass wir mit den Primäreinlagen unserer Kunden (30.6.2010: € 10,9 Mrd.) das gesamte Kreditvolumen (30.6.2010: € 10,2 Mrd.) refinanzieren können. Darüber hinaus sind in der Oberbank ein permanentes Risikocontrolling, ein strenges Prozessmanagement sowie andere effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente installiert.

Somit rechnen wir für das Gesamtjahr 2010 damit, dass in diesen Risikokategorien keine ungewöhnlichen Risikofälle auftreten werden.

1.7 AUSBLICK 2010

  • Weitere Entspannung beim Kreditrisiko
  • Investitions- und Exportfinanzierungen legen zu
  • Beschleunigte Expansion

Die Entspannung beim Kreditrisiko, die wir seit einiger Zeit bemerken, sollte sich im Gesamtjahr fortsetzen.

Aufgrund der leichten Konjunkturerholung sind wir für den Finanzierungsbereich vorsichtig optimistisch. Mit der etwas stärkeren Investitionstätigkeit der Unternehmen steigt die Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen und -förderungen. In Anbetracht der gestiegenen Anzahl von Anfragen nach Exportfinanzierungen erwarten wir auch in diesem Bereich Zuwächse.

Im Privatkundengeschäft sehen wir eine Stabilisierung der Kreditnachfrage, die Entwicklung im Gesamtjahr bleibt aber abzuwarten. Im Anlagebereich besteht seit einiger Zeit wieder ein etwas höheres Vertrauen der Kunden in die Börsen, Spareinlagen werden wieder vermehrt in Wertpapierveranlagungen umgeschichtet. Dieser Trend dürfte sich im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen.

Die bereits angekündigte Zahl von zehn Filialgründungen 2010 werden wir möglicherweise übertreffen und damit unser Ziel von 150 Filialen bis 2012 vielleicht schon im kommenden Jahr erreichen.

Ergebnisentwicklung im Gesamtjahr

  • Verbesserung des Zins- und Dienstleistungsergebnisses
  • Nur leichter Aufwandsanstieg trotz beschleunigter Expansion
  • Jahresüberschuss wird Vorjahresergebnis voraussichtlich übertreffen

Trotz der sehr erfreulichen Entwicklung im ersten Halbjahr ist die Ergebnisentwicklung für das Gesamtjahr schwer einzuschätzen. Vor allem besteht erhebliche Unsicherheit hinsichtlich Umfang, Zeitpunkt und Höhe des Belastungspaketes für Banken, das das Ergebnis wesentlich beeinflussen könnte.

Sowohl bei den Zins- als auch bei den Dienstleistungserträgen streben wir im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung an. Trotz der Gründung von zumindest zehn Filialen im laufenden Jahr erwarten wir nur einen leichten Anstieg der Aufwendungen.

Insgesamt sollte es uns gelingen, den hohen Jahresüberschuss des Vorjahres zu übertreffen, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten und im Wege der Rücklagendotation zur Steigerung des Unternehmenswertes für unsere Aktionäre beizutragen.

2 VERKÜRZTER ABSCHLUSS

2.1 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS NACH IFRS Gesamtergebnisrechnung vom 1.1.2010 bis 30.6.2010

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das 1.1.-30.6.2010 1.1.-30.6.2009 Veränderung Veränderung
1. Halbjahr 2010 in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (1) 228,9 279,7 -50,8 -18,2
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (1) -93,2 -155,6 62,4 -40,1
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (1) 19,0 9,9 9,1 91,8
ZINSERGEBNIS (1) 154,7 134,0 20,7 15,4
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (2) -51,6 -49,6 -2,0 4,0
5. Provisionserträge (3) 56,0 47,8 8,2 17,2
6. Provisionsaufwendungen (3) -5,6 -4,3 -1,3 31,4
PROVISIONSERGEBNIS (3) 50,4 43,5 6,9 15,9
7. Handelsergebnis (4) 3,4 5,0 -1,6 -32,6
8. Verwaltungsaufwand (5) -104,3 -102,6 -1,8 1,7
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (6) 5,4 13,4 -8,0 -59,9
a)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL
(6) 2,2 12,0 -9,8 -81,6
b)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS
(6) 1,0 -3,4 4,4 >-100,0
c)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM
(6) 0,6 0,0 0,6
d)
Sonstiger Betrieblicher Erfolg
(6) 1,6 4,9 -3,3 -67,8
PERIODENÜBERSCHUSS VOR STEUERN 57,9 43,7 14,2 32,4
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (7) -10,2 -5,5 -4,7 85,8
PERIODENÜBERSCHUSS NACH STEUERN 47,7 38,3 9,5 24,7
davon
den
Anteilseignern
des
Mutterunternehmens
47,7 38,2 9,5 24,7
zuzurechnen
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 0,0 0,0 0,0 26,7
DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (IN MIO. €) 1.1.-30.6. 2010 1.1.-30.6. 2009
Periodenüberschuss nach Steuern 47,7 38,3
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 9,7 6,1
+/- Latente Steuern auf Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 -2,4 -1,5
+/- Veränderung Währungsausgleichsposten -0,4 -4,8
+/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen 6,4 -7,7
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen 13,2 -8,0
Gesamtperiodenergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen 61,0 30,3
Erträgen/Aufwendungen
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 60,9 30,3
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 0,0 0,0

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS NACH IFRS Gesamtergebnisrechnung vom 1.4.2010 bis 30.6.2010

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das 1.4.-30.6.2010 1.4.-30.6.2009 Veränderung Veränderung
2. Quartal 2010 in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (1) 115,0 129,3 -14,3 -11,0
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (1) -46,2 -66,9 20,7 -30,9
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (1) 11,9 2,1 9,8 >100,0
ZINSERGEBNIS (1) 80,7 64,5 16,2 25,2
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (2) -26,4 -27,1 0,7 -2,7
5. Provisionserträge (3) 28,8 23,6 5,2 21,8
6. Provisionsaufwendungen (3) -3,0 -2,3 -0,8 33,8
PROVISIONSERGEBNIS (3) 25,8 21,4 4,4 20,6
7. Handelsergebnis (4) 1,8 4,9 -3,1 -63,2
8. Verwaltungsaufwand (5) -52,6 -51,6 -1,0 1,9
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (6) 1,5 10,7 -9,2 -86,2
a)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL
(6) 1,3 10,7 -9,4 -87,8
b)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS
(6) 0,0 -2,1 2,1 >-100,0
c)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM
(6) 0,6 0,0 0,6
d)
Sonstiger Betrieblicher Erfolg
(6) -0,5 2,0 -2,5 >-100,0
PERIODENÜBERSCHUSS VOR STEUERN 30,8 22,7 8,1 35,6
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (7) -4,6 -3,6 -1,0 29,1
PERIODENÜBERSCHUSS NACH STEUERN 26,2 19,2 7,1 36,8
davon
den
Anteilseignern
des
Mutterunternehmens
26,2 19,1 7,1 36,8
zuzurechnen
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 0,0 0,0 0,0 22,2
DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (IN MIO. €) 1.4.-30.6. 2010 1.4.-30.6. 2009
Periodenüberschuss nach Steuern 26,2 19,2
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 -2,2 13,7
+/- Latente Steuern auf Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 4,1 -3,4
+/- Veränderung Währungsausgleichsposten 1,8 -1,0
+/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen 3,2 -0,8
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen 6,9 8,4
Gesamtperiodenergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen 33,1 27,6
Erträgen/Aufwendungen
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 33,1 27,6
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 0,0 0,0
KENNZAHLEN 1. Hj. 2010 1.Hj. 2009
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 48,79% 52,36%
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 10,99% 9,72%
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 9,06% 8,50%
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) in % 33,36% 37,01%
Ergebnis pro Aktie in € 3,32 2,86

2.2 KONZERN-BILANZ ZUM 30.6.2010

30.6.2010 31.12.2009 Veränderung Veränderung
AKTIVA in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
1. Barreserve (9) 108,6 164,7 -56,2 -34,1
2. Forderungen an Kreditinstitute (10) 2.171,6 2.093,3 78,3 3,7
3. Forderungen an Kunden (11) 10.211,9 9.836,5 375,4 3,8
4. Risikovorsorgen (12) -281,9 -249,0 -32,9 13,2
5. Handelsaktiva (13) 74,3 50,4 23,9 47,5
6. Finanzanlagen (14) 3.656,1 3.581,1 75,1 2,1
a)
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL
(14) 337,4 291,5 45,9 15,7
b)
Finanzielle Vermögenswerte AfS
(14) 736,3 807,0 -70,7 -8,8
c)
Finanzielle Vermögenswerte HtM
(14) 2.145,5 2.071,8 73,8 3,6
d)
Anteile an at Equity Unternehmen
(14) 437,0 410,8 26,2 6,4
7. Immaterielles Anlagevermögen (15) 8,6 9,3 -0,7 -7,1
8. Sachanlagen (16) 226,8 221,9 4,8 2,2
a)
Als Finanzinvestition gehaltende
(16) 80,1 81,4 -1,2 -1,5
Immobilien
b)
Sonstige Sachanlagen
(16) 146,6 140,6 6,1 4,3
9. Sonstige Aktiva (17) 371,9 323,2 48,7 15,1
a)
Steueransprüche
(17) 25,0 25,7 -0,7 -2,7
b)
Sonstige
(17) 346,9 297,5 49,4 16,6
SUMME AKTIVA 16.547,9 16.031.4 516,4 3,2
30.6.2010 31.12.2009 Veränderung Veränderung
PASSIVA in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (18) 3.958,6 3.466,5 492,0 14,2
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (19) 8.692,7 8.876,2 -183,5 -2,1
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (20) 1.449,0 1.308,1 140,9 10,8
4. Rückstellungen (21) 381,4 363,0 18,4 5,1
5. Sonstige Passiva (22) 261,2 249,9 11,3 4,5
a)
Handelspassiva
(23) 14,4 28,7 -14,3 -49,8
b)
Steuerschulden
(22) 14,9 5,1 9,8 >100,0
c)
Sonstige
(22) 231,9 216,2 15,7 7,3
6. Nachrangkapital (24) 719,3 732,1 -12,8 -1,7
7. Eigenkapital (25) 1.085,7 1.035,6 50,1 4,8
a)
Eigenanteil
(25) 1.084,3 1.034,2 50,1 4,8
b)
Minderheitenanteil
(25) 1,4 1,3 0,0 1,3
SUMME PASSIVA 16.547,9 16.031,4 516,4 3,2

2.3 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Gezeichnetes
Kapital
rücklagen
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
ausgleichsposten
Währungs-
rücklagen gem.
Bewertungs-
IAS 39
Unternehmen
Assoziierte
Fremdanteile
Eigenkapital
ohne
Fremdbesitz
Anteile im
Eigenkapital
In Mio. €
Stand 1.1.2009 81,1 140,8 445,9 0,2 -7,0 231,8 892,8 1,3 894,1
Gesamtperiodenergebnis - - 37,8 -4,8 4,6 -7,3 30,3 0,0 30,3
Dividendenausschüttung - - -13,3 - - - -13,3 - -13,3
Kapitalerhöhung 0,0 0,0 - - - - 0,0 - 0,0
Erwerb eigener Aktien -0,3 -0,6 - - - - -0,9 - -0,9
Sonstige ergebnisneutrale - - 0,0 - - 11,3 11,3 0,0 11,3
Veränderungen
STAND 30.6.2009 80,8 140,2 470,4 -4,6 -2,4 235,9 920,3 1,3 921,6
Stand 1.1.2010 86,2 194,5 512,4 -0,6 14,2 227,6 1.034,2 1,3 1.035,6
Gesamtperiodenergebnis - - 32,0 -0,4 7,3 22,1 60,9 0,0 61,0
Dividendenausschüttung - - -14,3 - - - -14,3 - -14,3
Kapitalerhöhung 0,0 0,0 - - - - 0,0 - 0,0
Erwerb eigener Aktien -0,2 -0,5 - - - - -0,6 - -0,6
Sonstige ergebnisneutrale - - - - - 4,1 4,1 0,0 4,1
Veränderungen
Stand 30.6.2010 86,1 194,0 530,0 -1,0 21,4 253,8 1.084,3 1,4 1.085,7
GELDFLUSSRECHNUNG IN MIO. € 1.1.-30.6.2010 1.1.-30.6.2009
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 164,7 130,4
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 56,1 844,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -82,3 -692,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -47,3 -45,0
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen 17,7 8,2
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen -0,4 -4,8
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 108,6 240,7

2.4 ERLÄUTERUNGEN (NOTES) zum Zwischenabschluss zum 30.6.2010

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Der Zwischenbericht der Oberbank AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.

Er deckt das erste Halbjahr 2010 (1. Jänner 2010 bis 30. Juni 2010) ab und vergleicht es mit der entsprechenden Vorjahresperiode.

Der vorliegende Zwischenabschluss für das erste Halbjahr 2010 steht im Einklang mit IAS 34 ("Zwischenberichte").

Der Zwischenbericht wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE 2010

Im Zwischenbericht der Oberbank AG wurden prinzipiell die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwendet, die auch zum 31.12.2009 angewandt wurden.

KONSOLIDIERUNGSKREIS DER OBERBANK

Der Konsolidierungskreis umfasst per 30. Juni 2010 neben der Oberbank AG 22 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31.12.2009 nicht verändert.

Die Großgeschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen beliefen sich zum 30.6.2010 auf:

  • Assoziierte Unternehmen T € 35.021
  • Verbundene Unternehmen T € 8.357

2.5 DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG (in Mio. €)

1. ZINSERGEBNIS 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 175,1 225,2
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1,0 2,4
Sonstige Beteiligungen 0,6 0,7
Verbundene Unternehmen 6,4 1,6
Festverzinsliche Wertpapiere und Schuldverschreibungen 45,8 49,9
ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE 228,9 279,7
Zinsaufwendungen für Einlagen -60,2 -118,9
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten -21,2 -22,5
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten -11,8 -14,2
ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN -93,2 -155,6
ERTRÄGE AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN 19,0 9,9
ZINSERGEBNIS 154,7 134,0
2. RISIKOVORSORGEN IM KREDITGESCHÄFT 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -57,5 -52,4
Direktabschreibungen -0,6 -3,7
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 5,9 5,8
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 0,6 0,7
RISIKOVORSORGEN IM KREDITGESCHÄFT -51,6 -49,6
3. PROVISIONSERGEBNIS 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Zahlungsverkehr 16,5 15,7
Wertpapiergeschäft 17,0 13,7
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 5,7 4,6
Kreditgeschäft 9,9 8,2
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 1,3 1,3
PROVISIONSERGEBNIS 50,4 43,5
4. HANDELSERGEBNIS 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften 2,2 5,5
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 3,1 1,9
Gewinne/Verluste aus Derivaten -1,8 -2,3
HANDELSERGEBNIS 3,4 5,0
5. VERWALTUNGSAUFWAND 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Personalaufwand 60,5 59,7
-
hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kassa
0,2 0,2
Andere Verwaltungsaufwendungen 33,1 32,1
Abschreibungen und Wertberichtigungen 10,8 10,8
VERWALTUNGSAUFWAND 104,3 102,6
6. SONSTIGER BETRIEBLICHER ERFOLG 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
a)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL
2,2 12,0
b)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS
1,0 -3,4
c)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM
0,6 0,0
d)
Sonstiger betrieblicher Erfolg
1,6 4,9
SONSTIGER BETRIEBLICHER ERFOLG 5,4 13,4
7. ERTRAGSTEUERN 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Laufender Ertragsteueraufwand 11,9 4,7
Latenter Ertragsteueraufwand/-ertrag -1,7 0,8
ERTRAGSTEUERN 10,2 5,5
8. ERGEBNIS JE AKTIE 1.1.-30.6.2010 1.1.- 30.6.2009
Aktienanzahl per 30.6. 28.783.125 27.090.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 28.706.093 26.713.541
Konzernperiodenüberschuss 47,7 38,2
ERGEBNIS JE AKTIE IN € 1,66 1,43
ANNUALISIERTE WERTE IN € 3,32 2,86

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.

2.6 DETAILS ZUR BILANZ (in Mio. €)

9. BARRESERVE 30.6.2010 31.12.2009
Kassenbestand 52,8 64,5
Guthaben bei Zentralnotenbanken 55,8 100,2
BARRESERVE 108,6 164,7
10. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE 30.6.2010 31.12.2009
Forderungen an inländische Kreditinstitute 1.362,9 1.118,9
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 808,7 974,4
FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE 2.171,6 2.093,3
11. FORDERUNGEN AN KUNDEN 30.6.2010 31.12.2009
Forderungen an inländische Kunden 6.438,0 6.246,7
Forderungen an ausländische Kunden 3.773,9 3.589,8
FORDERUNGEN AN KUNDEN 10.211,9 9.836,5
12. RISIKOVORSORGEN
Stand Wechselkurs Zufüh Ver Auflö Stand
In Mio. € 1.1.2010 änderung rungen brauch sungen 30.6.2010
Bonitätsrisiken 173,8 0,3 31,1 -6,0 -5,4 193,7
Länderrisiken 6,6 0,0 0,3 -1,2 0,0 5,7
Pauschale Einzelvorsorgen 7,0 - 0,9 - - 7,9
Portfoliowertberichtigungen IAS 39 61,7 - 12,9 - - 74,6
Zinswertberichtigungen 0,0 0,0 - - - 0,0
Risikovorsorgen im 249,0 0,3 45,3 -7,1 -5,4 281,9
Kreditgeschäft 1)
Rückstellungen für das 119,9 0,0 10,8 0,0 -0,5 130,1
Kreditgeschäft
GESAMTSUMME 368,9 0,3 56,0 -7,2 -5,9 412,1
RISIKOVORSORGEN

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen

13. HANDELSAKTIVA 30.6.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 35,5 18,4
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 3,5 2,5
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 1,8 0,0
Zinsbezogene Geschäfte 33,5 29,4
Sonstige Geschäfte 0,0 0,0
HANDELSAKTIVA 74,3 50,4
14. FINANZANLAGEN 30.6.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche 2.725,1 2.694,8
Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 213,5 199,7
Beteiligungen/Anteile
An verbundenen Unternehmen 219,4 218,4
An at Equity bewerteten Unternehmen
-
Kreditinstituten
191,2 183,0
-
Nicht-Kreditinstituten
245,7 227,7
An sonstigen Beteiligungen
-
Kreditinstituten
10,8 10,8
-
Nicht-Kreditinstituten
50,4 46,5
FINANZANLAGEN 3.656,1 3.581,1
a)
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL
337,4 291,5
b)
Finanzielle Vermögenswerte AfS
736,3 807,0
c)
Finanzielle Vermögenswerte HtM
2.145,5 2.071,8
d)
Anteile an at Equity Unternehmen
437,0 410,8
FINANZANLAGEN 3.656,1 3.581,1
15. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 30.6.2010 31.12.2009
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 7,8 8,5
Kundenstock 0,8 0,8
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 8,6 9,3
16. SACHANLAGEN 30.6.2010 31.12.2009
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 80,1 81,4
Grundstücke und Gebäude 73,8 71,7
Betriebs- und Geschäftsausstattung 63,2 53,5
Sonstige Sachanlagen 9,6 15,4
SACHANLAGEN 226,8 221,9
17. SONSTIGE AKTIVA 30.6.2010 31.12.2009
Latente Steueransprüche 25,0 25,7
Sonstige Vermögensgegenstände 345,3 295,9
Rechnungsabgrenzungsposten 1,6 1,7
SONSTIGE AKTIVA 371,9 323,2
18. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 30.6.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber
-
Inländischen Kreditinstituten
1.523,2 1.261,9
-
Ausländischen Kreditinstituten
2.435,4 2.204,6
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 3.958,6 3.466,5
19. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN 30.6.2010 31.12.2009
Spareinlagen 3.352,8 3.399,2
Sonstige 5.339,9 5.477,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN 8.692,7 8.876,2
20. VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN 30.6.2010 31.12.2009
Begebene Schuldverschreibungen 1.179,4 1.066,4
Andere Verbriefte Verbindlichkeiten 269,6 241,7
VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN 1.449,0 1.308,1
21. RÜCKSTELLUNGEN 30.6.2010 31.12.2009
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 207,2 208,1
Jubiläumsgeldrückstellung 8,3 8,1
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 130,1 119,9
Sonstige Rückstellungen 35,8 26,9
RÜCKSTELLUNGEN 381,4 363,0
22. SONSTIGE PASSIVA 30.6.2010 31.12.2009
Handelspassiva 14,4 28,7
Steuerschulden 14,9 5,1
Sonstige Verbindlichkeiten 173,7 167,0
Rechnungsabgrenzungsposten 58,2 49,2
SONSTIGE PASSIVA 261,2 249,9
23. SONSTIGE PASSIVA (ANTEIL HANDELSPASSIVA) 30.6.2010 31.12.2009
Währungsbezogene Geschäfte 1,7 0,0
Zinsbezogene Geschäfte 12,7 28,7
Sonstige Geschäfte 0,0 0,0
HANDELSPASSIVA 14,4 28,7
24. NACHRANGKAPITAL 30.6.2010 31.12.2009
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 6,7 6,6
Ergänzungskapital 631,7 646,1
Hybridkapital 81,0 79,4
NACHRANGKAPITAL 719,3 732,1
25. EIGENKAPITAL 30.6.2010 31.12.2009
Gezeichnetes Kapital 86,1 86,2
Kapitalrücklagen 194,0 194,5
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 777,2 726,5
Unversteuerte Rücklagen 25,1 25,1
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 1,9
Anteile in Fremdbesitz 1,4 1,3
EIGENKAPITAL 1.085,7 1.035,6
26. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN 30.6.2010 31.12.2009
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.387,7 1.347,9
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN 1.387,7 1.347,9
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 0,0 40,5
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 1.605,4 1.463,0
KREDITRISIKEN 1.605,4 1.503,5

27. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG KERNGESCHÄFTSBEREICHE

Privat Firmen Financial Sonstige Konzern-GuV
Markets 1.Hj. 2010
Zinsergebnis 25,5 84,3 44,9 0,0 154,7
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -5,2 -25,7 -20,7 0,0 -51,6
Provisionsergebnis 24,6 25,8 0,0 0,0 50,4
Handelsergebnis 0,0 -0,3 3,7 0,0 3,4
Verwaltungsaufwand -42,0 -47,9 -2,6 -11,8 -104,3
Sonstiger betrieblicher Erfolg 0,2 3,9 0,6 0,6 5,4
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss vor Steuern 3,1 40,1 25,8 -11,2 57,9
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent 1.208,0 7.667,0 4.267,8 0,0 13.142,7
Ø zugeordnetes Eigenkapital 96,8 614,6 342,1 0,0 1.053,5
Return on Equity (RoE) 6,4% 13,1% 15,1% 11,0%
Cost-Income-Ratio 83,5% 42,1% 5,3% 48,8%

INFORMATIONEN AUFGRUND ÖSTERREICHISCHEN RECHTS

28. PERSONAL 1. Hj. 2010 GJ 2009
Angestellte 1.977 1.990
Arbeiter 22 21
GESAMTKAPAZITÄT 1.999 2.011
29. KONZERNEIGENMITTEL UND BANKAUFSICHTLICHES EIGENMITTELERFORDERNIS
Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in Mio. €
Zusammensetzung 30.6.2010 31.12.2009 30.6.2009
1. Kernkapital
Grundkapital 86,3 86,3 81,3
Eigene Aktien im Bestand -1,0 -0,4 -1,3
Offene Rücklagen 754,0 754,0 649,5
Anteile anderer Gesellschafter 1,4 1,4 1,4
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung -0,7 -0,7 1,3
Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung 44,1 44,1 40,1
Hybridkapital 79,0 79,0 59,0
Abzug Immaterieller Wirtschaftsgüter -9,5 -8,5 -8,6
SUMME KERNKAPITAL (TIER I) 953,7 955,4 822,5
KERNKAPITALQUOTE 9,31% 9,58% 8,01%
2. Ergänzende Eigenmittel (TIER II)
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 451,3 485,2 436,9
Neubewertungsreserven (bereits 45% d.st.Res.) 129,4 130,3 35,8
Nachrangige Anleihen (Erg.kap. unter 3 J RLZ) 55,3 41,0 31,0
SUMME ERGÄNZENDE EIGENMITTEL (TIER II) 636,0 656,4 503,7
3. TIER III
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als 3,5 2,6 3,1
TIER II anrechenbare nachrangige Anleihen
SUMME TIER III KAPITAL 3,5 2,6 3,1
4. Abzugsposten
Abzug Anteile an KI/FI über 10% Beteiligung -80,1 -80,0 -54,8
Abzug Anteile an KI/FI bis 10% Beteiligung 0,0 0,0 0,0
EIGENMITTEL INSGESAMT 1.513,0 1.534,3 1.274,5
Darunter: Eigenmittel gem. § 23 (14) Z 7 BWG 3,5 2,6 3,1
EIGENMITTELQUOTE 14,77% 15,39% 12,40%
Eigenmittelerfordernisse 30.6.2010 31.12.2009 30.6.2009
Kreditrisiko gem. § 22 (2) BWG 819,0 797,3 821,1
Handelsbuch gem. § 22 o Abs. 2 BWG 3,5 2,6 3,1
Operationelles Risiko gem. § 22 k BWG 55,0 55,0 50,6
Qualifizierte Beteiligungen gem. § 29 (4) BWG 0,0 0,0 0,0
EIGENMITTELERFORDERNIS INSGESAMT 877,4 854,8 874,8
FREIE EIGENMITTEL 635,6 679,5 399,7
Basis für die Ermittlung der Haftrücklage und Quotenberechnung
Bemessungsgrundlage Kreditrisiko - § 22 (2) BWG 10.237,7 9.965,7 10.263,9
Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches - 6,9 4,8 10,6
§ 22 o Z 1,3,6 BWG
BEMESSUNGSGRUNDLAGE INSGESAMT 10.244,6 9.970,5 10.274,4
Finanzkalender
21.05.2010 Ergebnis 1. Quartal 2010
20.08.2010 Ergebnis 1. - 2. Quartal 2010
19.11.2010 Ergebnis 1. - 3. Quartal 2010
Alle Informationen sind auf www.oberbank.at im Bereich Investor Relations elektronisch verfügbar.

3 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEM. § 87 BÖRSEGESETZ

Der Vorstand erklärt, dass

  • der vorliegende verkürzte Abschluss in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden ist und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Oberbank Konzerns vermittelt.
  • der Bericht über das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Oberbank Konzerns unter Anwendung der in den IFRS verankerten Grundsätze bezüglich Zwischenberichterstattung vermittelt.
  • Dieser Zwischenbericht wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder bestätigen als gesetzliche Vertreter der Oberbank,

  • a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Abschluss ihres Wissens nach ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt;
  • b) dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Linz, am 20. August 2010 Der Vorstand

3.1 VERANTWORTUNGSBEREICHE DES VORSTANDES

Generaldirektor
Dr. Franz Gasselsberger
MBA
Grundsätzliche Geschäftspolitik
Interne Revision
Unternehmens-
kommunikation
Gesamtrisikomanagement
(Kredit-, Markt-,
Liquiditätsrisiko,
Geschäftsfeld
Privatkunden
Prozess- und
Kostenmanagement
Personal, Ausbildung operationelles Risiko)
Aktiv-/Passivmanagement
Privatkunden Zahlungsverkehrssysteme
und zentrale Produktion
Geschäftsfeld
Firmenkunden
Kreditmanagement Private Banking &
Asset Management
Organisation
Unternehmens-
finanzierung
Sekretariat &
Kommunikation
Investmentfondsgeschäft EDV-Entwicklung
im Rahmen der
und
Corporate Banking
Versicherungsservice Drei-Banken-EDV
Gesellschaft
Global Financial Markets Private Equity
Rechnungswesen
und Controlling
Leasinggeschäft
Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche
Linz-Hauptplatz Innviertel Linz-Landstraße
Bayern Salzkammergut Salzburg
Wien Wels Niederösterreich
Tschechien
Ungarn
Slowakei

Hinweise

Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken in nicht kalkulierter Höhe eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Angaben über Marktanteile beruhen auf den zu Redaktionsschluss letztverfügbaren Daten.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und bei der Errechnung der Veränderungsraten können geringfügige Differenzen im Vergleich zur Ermittlung aus den nicht gerundeten Rechnungsgrundlagen auftreten.

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