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Wienerberger AG

Quarterly Report Nov 3, 2010

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Quarterly Report

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Bericht zum 3. Quartal 2010

Ertragskennzahlen 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in % Ultimo 2009
Umsatz in Mio. € 1.416,7 1.343,3 -5 1.816,9
EBITDA operativ 1) in Mio. € 177,5 160,5 -10 208,6
EBIT operativ 1) in Mio. € 36,7 17,6 -52 19,0
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -225,3 -15,6 +93 -295,6
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € -198,2 -13,5 +93 -258,7
Ergebnis je Aktie in € -2,68 -0,32 +88 -3,17
Ergebnis je Aktie bereinigt 3) in € -0,01 -0,32 <-100 -0,34
Free Cash-flow 4) in Mio. € 109,9 83,3 -24 250,8
Normalinvestitionen in Mio. € 36,6 32,8 -10 62,7
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 67,7 30,2 -55 71,4
Bilanzkennzahlen 31.12.2009 30.9.2010 Vdg. in %
Eigenkapital 5) in Mio. € 2.547,0 2.545,6 0
Nettoverschuldung in Mio. € 408,0 389,9 -4
Capital Employed in Mio. € 2.816,8 2.795,5 -1
Bilanzsumme in Mio. € 4.087,4 4.104,6 0
Verschuldungsgrad in % 16,0 15,3 -
Mitarbeiter 6) 12.676 11.897 -6
Börsekennzahlen 1-12/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 17,24 16,18 -6
Tiefstkurs der Aktie in € 4,70 9,55 >100
Ultimokurs der Aktie in € 12,78 12,07 -6
Gewichtete Aktienzahl 7) in Tsd. 91.298 116.413 +28
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.502,0 1.418,0 -6
Geschäftssegmente 1-9/2010
in Mio. € und %
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 8)
Umsatz 407,5 (-12 %) 295,4
(-2 %)
550,8
(-2 %)
113,2
(-4 %)
-23,6 (+12 %)
EBITDA operativ 1) 67,4 (-23 %) 26,6
(-8 %)
86,5
(+1 %)
-0,3 (+97 %) -19,7 (-31 %)
EBIT operativ 1) 19,5 (-51 %) 1,9 (-37 %) 38,0
(+5 %)
-18,1 (+30 %) -23,7 (-43 %)
Gesamtinvestitionen 20,2 (-58 %) 14,3 (+64 %) 22,8
(-32 %)
5,1 (-43 %) 0,6 (-88 %)
Capital Employed 772,4 (-6 %) 356,6 (-18 %) 1.125,9
(-5 %)
489,7
(-4 %)
50,9 (+13 %)
Mitarbeiter 6) 4.481 (-15 %) 2.026
(-7 %)
4.012
(-2 %)
1.130
(+2 %)
248
(+2 %)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor nicht-beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

3) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; nach anteiligem Hybridkupon

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

5) Eigenkapital inklusive nicht-beherrschende Anteile und Hybridkapital

6) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode

7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Wohnungsneubau war in der Berichtsperiode vor allem durch das ungewisse Wirtschaftsklima und das damit einhergehend niedrige Verbrauchervertrauen geprägt. Während in Zentral-Osteuropa die Märkte weiterhin schwierig blieben und im Großteil der Länder keine sichtbare Bodenbildung in der Nachfrage nach Baustoffen zu sehen war, haben sich die Anzeichen einer leichten Stabilisierung in Westeuropa auf niedrigem Niveau bestätigt. In diesem Zusammenhang möchte ich hervorheben, dass wir auch im dritten Quartal ohne Rückenwind der Märkte das operative EBITDA gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 7 % auf 82,2 Mio. € aus eigener Kraft steigern konnten.

Insgesamt verzeichnete Wienerberger für die ersten neun Monate einen Umsatzrückgang um 5 % auf 1.343,3 Mio. € und ein um 10 % schwächeres operatives EBITDA in der Höhe von 160,5 Mio. €. Aufgrund unserer starken finanziellen Basis haben wir die Preise in Zentral-Osteuropa weiter proaktiv angepasst, wodurch auf Gruppenebene der negative Preiseffekt für das Gesamtjahr auf dem derzeitigen Niveau bleiben wird. Mit diesem Schritt konnten wir unsere Marktposition in allen Ländern dieser Region erfolgreich behaupten bzw. ausbauen und sehen dies als eine wichtige Investition in die Zukunft.

Polen, wo sich der Rückgang in der Nachfrage etwas abgeflacht, entwickelte sich leicht besser als die übrigen Länder Zentral-Osteuropas. Tschechien, Slowakei, Ungarn sowie Rumänien und Bulgarien blieben auf niedrigem, sich teilweise weiter abschwächenden Niveau. In Westeuropa hingegen hat sich im dritten Quartal die Stabilisierungstendenz bestätigt. In Großbritannien und Deutschland setzte sich der positive Trend in kleinen Schritten fort. Die Nachfrage nach Baustoffen in Frankreich und in Belgien hat sich stabilisiert, nur die Niederlande und Italien waren weiterhin rückläufig. In Nordamerika ist die erwartete Bodenbildung eingetreten. Zusammenfassend gehe ich davon aus, dass sich diese Trends bis zum Jahresende fortsetzen werden.

Im Rahmen der angekündigten Neuausrichtung unser Kerngeschäft zu verbreitern und das bestehende Produktportfolio sinnvoll zu ergänzen, möchte ich Sie über die ersten erfolgreichen strategischen Schritte informieren: Wir haben den restlichen 25 %- Anteil von Semmelrock – führender Anbieter hochwertiger Flächenbefestigungsprodukte in Österreich und Osteuropa – Ende Oktober übernommen. Im Bereich Infrastruktur sowie Gartengestaltung sehen wir hohen Nachholbedarf in Osteuropa. Weiters freue ich mich, Ihnen die Vereinbarung über den Kauf der Steinzeug Abwassersysteme – weltweiter Marktführer und Europas größter Hersteller von Steinzeugrohrsystemen – bekanntgeben zu können. Es herrscht im Geschäftsbereich Rohrsysteme Aufholbedarf in Osteuropa und Sanierungsbedarf in Westeuropa, wodurch sich ein entsprechendes Potenzial ergibt.

Abschließend gehe ich davon aus, dass auch das nächste Jahr für den Baustoffsektor eine gewisse Herausforderung darstellen wird. Aufgrund der noch eingeschränkten Visibilität in Osteuropa, der Unklarheit hinsichtlich der Auswirkungen von teilweise angekündigten Sparpaketen einzelner Regierungen auf das Konsumentenvertrauen und der hohen Arbeitslosigkeit bleibe ich mit meiner Einschätzung für 2011 vorsichtig. Trotzdem blicke ich hinsichtlich Wienerberger durchaus zuversichtlich in die Zukunft. Wir haben nicht nur unsere Kostenstruktur sondern auch unsere Produkte auf das niedrige Marktniveau entsprechend angepasst bzw. positioniert und sind zugleich für einen Aufschwung gut gerüstet. Klaren Fokus werden wir daher weiterhin auf Produktinnovationen sowie neue Produkte legen, um unsere strategische Positionierung in Richtung Komplettanbieter weiter auszubauen.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Keine allgemeine Erholung in Zentral-Osteuropa; Stabilisierung in Westeuropa

Strategische Schritte zur Verbreiterung des Kerngeschäfts

Strategische Positionierung in Richtung Komplettanbieter

Zwischenlagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Wienerberger erwirtschaftete in den ersten neun Monaten mit 1.343,3 Mio. € einen um 5 % geringeren Konzernumsatz als im Jahr zuvor. Der Umsatzrückgang ist zu 2 % auf Mengenrückgänge, zu 5 % auf Preisrückgänge und zu 2 % auf positive Währungseffekte aus starken osteuropäischen Währungen sowie dem US-Dollar und dem schweizer Franken zurückzuführen. Der Umsatzrückgang war im Wesentlichen durch die schwache Absatzentwicklung in Zentral-Osteuropa geprägt, während in Westeuropa und Nordamerika eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erkennbar war. Der Preisrückgang erklärt sich vor allem aus der proaktiven Preispolitik in Osteuropa. Nach dem schneereichen Winter sowie der langen Regenperiode in dieser Region war in den ersten neun Monaten nur eine sehr eingeschränkte Bautätigkeit beobachtbar, die auch aufgrund der marktbedingten Überkapazitäten von einem starken Wettbewerb begleitet war.

Das operative EBITDA verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 160,5 Mio. €. Wienerberger ist witterungsbedingt im ersten Quartal mit einem operativen EBITDA von -22,6 Mio. € gestartet, während in den ersten drei Monaten des Vorjahrs noch ein operatives EBITDA von 16,2 Mio. € erwirtschaftet wurde. Sowohl im zweiten als auch im dritten Quartal konnten deutliche Ergebnisverbesserungen realisiert werden. Weitere Fixkosteneinsparungen und eine bessere Kapazitätsauslastung führten auch im dritten Quartal zu einer Verbesserung des operativen EBITDA von 7 %.

Das gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Finanzergebnis von -33,2 Mio. € (Vorjahr: -28,0 Mio. €) erklärt sich vor allem durch einmalige Aufwendungen, die aus der vorzeitigen Tilgung von Krediten sowie aus den Begebungskosten der im April platzierten neuen Anleihe entstanden sind, und durch die geringere Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen (Tondach Gleinstätten und Pipelife Gruppe).

Das Ergebnis vor Steuern war durch die geringeren operativen Ergebnisse mit -15,6 Mio. € negativ, aber aufgrund des Wegfalls der einmaligen Restrukturierungskosten deutlich besser als im Vorjahr. Die Steuerquote lag in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs bei 13,5 % nach 12,0 % im Vorjahr. Das um Effekte aus Restrukturierungen und den Hybridkupon bereinigte Ergebnis je Aktie betrug unter Berücksichtigung der durch die Kapitalerhöhung im September 2009 höheren, gewichteten Aktienzahl -0,32 € nach -0,01 € in den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde ein zeitaliquot abgegrenzter Kupon für das Hybridkapital abgezogen.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis lag mit 141,1 Mio. € um 67,1 Mio. € deutlich über den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Dies resultierte einerseits aus dem Wegfall der Restrukturierungskosten und andererseits aus den Fixkosteneinsparungen aus den Vorjahren. Hingegen ist der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit um 13,8 Mio. € geringer als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs, was auf das Working Capital Programm, und insbesondere auf den starken Vorratsabbau 2009 zurückzuführen ist.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen wurde gegenüber den ersten neun Monaten 2009 stark reduziert und betrug insgesamt 63,0 Mio. €, wobei 30,2 Mio. € für Investitionen zur Fertigstellung von laufenden Projekten (Wachstumsinvestitionen) sowie 32,8 Mio. € für Normalinvestitionen (Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen) aufgewendet wurden.

Der Emissionserlös der im April 2010 platzierten Anleihe sowie der Rückkauf der in 2005 begebenen Anleihe ist saldiert in der Veränderung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Im Februar wurde ein Kupon von 32,5 Mio. € auf das Hybridkapital gezahlt. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2009 wurde zur Stärkung der Liquidität ausgesetzt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich bedingt durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2010 sowie durch das negative Ergebnis nach Ertragssteuern in den ersten neun Monaten. Diese Effekte konnten durch die neutral erfassten positiven Währungsdifferenzen von 64,3 Mio. €, die im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem polnischen Zloty sowie dem schweizer Franken resultierten, nicht vollständig kompensiert werden. Das Konzerneigenkapital verringerte sich zum 30. September 2010 geringfügig auf 2.545,6 Mio. €. Die Nettoverschuldung wurde gegenüber dem 30. Juni 2010 von 484,8 Mio. € weiter auf 389,9 Mio. € reduziert, woraus sich ein Verschuldungsgrad von nur 15 % errechnet.

Finanzierung und Treasury

Ende April wurde eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von 4¼ Jahren und einem Volumen von 250 Mio. € platziert. Damit konnten der mittelfristige Refinanzierungsbedarf reduziert und das Fälligkeitsprofil unserer Verschuldung weiter verbessert werden. Aus den Mitteln der neuen Anleihe wurden rund 140 Mio. € der im April 2012 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2005 vorzeitig zurückgekauft. Ein Teil der verbleibenden Mittel wurde zur Rückzahlung anderer Finanzverbindlichkeiten verwendet.

Treasury Kennzahlen 30.9.2009 30.9.2010 Schwellenwert
Nettoverschuldung / operatives EBITDA 1) 2,1 2,0 <3,75 4,0 2)
(Eigenkapital minus Firmenwert) /
(Bilanzsumme minus Firmenwert)
52 % 56 % >35 %

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen; berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA

2) zweimal bis zu 4,0 zulässig

Verschuldungsgrad auf nur 15 % reduziert

Weitere Verbesserung des Fälligkeitsprofils

3. Quartal 2010

Im dritten Quartal lag der Konzernumsatz mit 517,7 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau, Operatives EBITDA bei leicht schwächerem Umsatz um 7 % auf 82,2 Mio. € gesteigert

während das operative EBITDA um 7 % auf 82,2 Mio. € gesteigert werden konnte. Diese Ergebnissteigerung ist vor allem auf deutlich bessere Kostenstrukturen zurückzuführen und zeigt das Greifen der in 2009 gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Niedrigere Produktionskosten ergaben sich insbesondere aus den realisierten Einsparungen, einer besseren Kapazitätsauslastung sowie geringeren Energiekosten. Zentral-Osteuropa berichtete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Märkte in Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn waren krisenbedingt durch geringe Bautätigkeit geprägt, während in Polen der Rückgang in der Nachfrage nach Baustoffen abflachte. Das operative EBITDA in der Region blieb aufgrund der geringeren Absätze sowie deutlich niedrigerer Durchschnittspreise im dritten Quartal um 5 % hinter dem Vorjahr. In Zentral-Westeuropa stieg der Umsatz dank einer leichten Erholung im deutschen Wohnungsneubau sowie stabilen Absätzen in der Schweiz um 2 % auf 119,6 Mio. €. Das Ergebnis war unter anderem aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks in Italien um 3 % rückläufig. In Nord-Westeuropa konnte in allen Ländern mit Ausnahme der Niederlande eine Umsatz- und Ergebnissteigerung realisiert werden. In diesem Land blieb der Markt aufgrund fehlender Finanzierungen für Wohnbauprojekte sowie Kosteneinsparungen im öffentlichen Bereich deutlich rückläufig. Das operative EBITDA in Nord-Westeuropa erhöhte sich um 53 % auf 36,8 Mio. €. In Nordamerika blieb der Umsatz auf dem Niveau des Quartals der Vergleichsperiode. Die Nachfrage nach Ziegel lag in den USA leicht unter dem Vorjahr, wobei eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erkennbar war. Aufgrund der Kosteneinsparungen sowie einer besseren Kapazitätsauslastung konnte in Nordamerika ein positives operatives EBITDA von 0,2 Mio. € erwirtschaftet werden.

Umsatz in Mio. € 7-9/2009 7-9/2010 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 187,1 174,2 -7
Zentral-Westeuropa 117,7 119,6 +2
Nord-Westeuropa 182,3 191,2 +5
Nordamerika 42,0 41,7 -1
Beteiligungen und Sonstiges 1) -10,6 -9,0 +15
Wienerberger Gruppe 518,5 517,7 0
EBITDA operativ 2) in Mio. € 7-9/2009 7-9/2010 Vdg. in %
Zentral-Osteuropa 38,7 36,8 -5
Zentral-Westeuropa 17,5 16,9 -3
Nord-Westeuropa 24,0 36,8 +53
Nordamerika -1,1 0,2 >100
Beteiligungen und Sonstiges 1) -2,2 -8,5 <-100
Wienerberger Gruppe 76,9 82,2 +7

1) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

GESCHÄFTSSEGMENTE

Zentral-Osteuropa

Die Absatzentwicklung in Zentral-Osteuropa war in den ersten neun Monaten durch die schlechten Witterungsverhältnisse und die infolge der Krise geringe Bautätigkeit geprägt. Der lange strenge Winter in den ersten Monaten und Überschwemmungen in weiten Teilen der Region im April und Mai reduzierten die Nachfrage nach Baustoffen beträchtlich. Daher waren die Absätze bei Hintermauerziegel in der Berichtsperiode schwächer als im Vorjahr. Im Umsatz verzeichnete Zentral-Osteuropa einen Rückgang um 12 % auf 407,5 Mio. € (Vorjahr: 462,6 Mio. €) sowie durch deutlich niedrigere Durchschnittspreise ein mit 67,4 Mio. € (Vorjahr: 87,2 Mio. €) um 23 % geringeres operatives EBITDA. Mit einem Anteil von 30 % am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 42 % vom operativen EBITDA der Gruppe.

Während in Polen der Rückgang in der Nachfrage nach Baustoffen in den ersten neun Monaten abflachte, blieben Tschechien, Slowakei, Ungarn aber auch Südosteuropa weiterhin schwierige Märkte. Die Abschwächung im rumänischen und bulgarischen Wohnungsneubau hat sich fortgesetzt. Trotzdem ist es uns gelungen, in beiden Ländern unsere Marktposition auszubauen.

Bis Jahresende gehen wir in Zentral-Osteuropa von keiner spürbaren Verbesserung im Baustoffsektor aus. Die Visibilität ist nach wie vor stark eingeschränkt, allerdings wollen wir durch eine weiterhin proaktive Preispolitik und die Forcierung von höherwertigen Produkten in diesem schwierigen Marktumfeld unsere Marktposition in allen Ländern weiter ausbauen. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit niedrigeren Absätzen sowie mit einem deutlichen Ergebnisrückgang aufgrund des schlechten ersten Quartals und eines deutlich niedrigeren Durchschnittspreisniveaus im Vergleich zum Vorjahr.

Zentral-Osteuropa 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 462,6 407,5 -12
EBITDA operativ 1) in Mio. € 87,2 67,4 -23
EBIT operativ 1) in Mio. € 39,7 19,5 -51
Gesamtinvestitionen in Mio. € 48,2 20,2 -58
Capital Employed in Mio. € 821,8 772,4 -6
Ø Mitarbeiter 5.300 4.481 -15
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.355 2.165 -8
Absatz Betonsteine in Mio. m² 8,44 8,89 +5
Absatz Betondachsteine 2) in Mio. m² 10,72 8,95 -17

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

Absatzentwicklung schwächer als im Vorjahr

Q1 - Q3 Umsatz nach Bereichen

Q1 - Q3 operatives EBITDA nach Bereichen

Zentral-Westeuropa

Der Umsatz im Segment Zentral-Westeuropa von 295,4 Mio. € (Vorjahr: 300,1 Mio. €) lag mit -2 % nur leicht unter jenem der Vorjahresperiode. Das operative EBITDA war vor allem durch den anhaltenden Preisdruck in Italien belastet und ging um 8 % auf 26,6 Mio. € (Vorjahr: 28,9 Mio. €) zurück. Das Segment erreichte einen Anteil von 22 % am Umsatz und 17 % am operativen EBITDA der Gruppe.

In Deutschland hielt bei zunehmendem Wettbewerbsdruck der positive Trend bei der Nachfrage nach Ziegel an, wodurch moderate Mengenzuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden konnten. Der Renovierungsmarkt entwickelte sich stabil, und die Dachziegelabsätze konnten leicht gesteigert werden. In der Schweiz blieben die Absätze im Bereich Hintermauer in den ersten neun Monaten in etwa auf Vorjahresniveau. Die Absätze bei Dachziegel konnten in einem stabilen Renovierungsmarkt leicht gesteigert werden. In Italien herrscht weiterhin eine rückläufige Nachfrage nach Ziegel bei anhaltendem Preisdruck aufgrund struktureller Überkapazitäten, wenn gleich sich der Abwärtstrend abflachte.

Für das Gesamtjahr erwarten wir, dass sich der positive Trend in Deutschland – wenn auch von einem sehr niedrigem Niveau – fortsetzen wird. Die Schweiz sollte sich bis Jahresende stabil entwickeln, und in Italien gehen wir von einem weiterhin rückläufigen Baustoffmarkt aus.

Zentral-Westeuropa 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 300,1 295,4 -2
EBITDA operativ 1) in Mio. € 28,9 26,6 -8
EBIT operativ 1) in Mio. € 3,0 1,9 -37
Gesamtinvestitionen in Mio. € 8,7 14,3 +64
Capital Employed in Mio. € 432,3 356,6 -18
Ø Mitarbeiter 2.176 2.026 -7
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 998 1.084 +9
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 116 98 -16
Absatz Tondachziegel 2) in Mio. m² 6,01 6,22 +3

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Nord-Westeuropa

Im Segment Nord-Westeuropa konnten auch im dritten Quartal Umsatz- und Ergebniszuwächse in allen Ländern mit Ausnahme der Niederlande erwirtschaftet und damit ein Großteil der Rückgänge im wetterbedingt schwachen ersten Quartal kompensiert werden. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten bei 550,8 Mio. € (Vorjahr: 562,5 Mio. €) und das operative EBITDA bei 86,5 Mio. € (Vorjahr: 85,4 Mio. €). Mit einem Anteil am Konzernumsatz von 41 % erwirtschaftete das Segment beachtliche 54 % vom operativen Gruppen-EBITDA.

In Großbritannien setzte sich der positive Trend steigender Mengen auch im dritten Quartal von niedrigem Niveau weiter fort. Insgesamt wurden in der Berichtsperiode deutlich mehr Vormauer- und Dachziegel abgesetzt als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. In Großbritannien ist der niedrigere Durchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahr auf den Produktmix zurückzuführen, an dem günstigere Ziegelformate und Betondachsteine einen höheren Anteil halten.

Positiver Trend in Deutschland setzt sich fort

Großbritannien mit deutlichen Mengenzuwächsen

In Frankreich hat sich der Wohnungsneubau etwas besser entwickelt als zu Jahresbeginn erwartet. Das hat sich in Mengenzuwächsen bei Hintermauer- und Tondachziegel positiv niedergeschlagen. In Belgien entwickelten sich die Absätze auf stabilem Niveau. In den Niederlanden blieb der Markt aufgrund fehlender Verfügbarkeit von Finanzierungen für Wohnbauprojekte sowie Kosteneinsparungen im öffentlichen Bereich weiterhin deutlich rückläufig, wobei sich der Renovierungsmarkt stabilisiert hat.

Für das Gesamtjahr erwarten wir in Großbritannien und Frankreich eine leichte Erholung sowie in Belgien eine stabile Entwicklung. In den Niederlanden gehen wir weiterhin von einer rückläufigen Nachfrage nach Baustoffen aus. Insgesamt rechnen wir für das Segment mit einem leicht besseren Umsatzniveau als im Vorjahr und einem positiven Ergebniseffekt aus einer höheren Kapazitätsauslastung.

Nord-Westeuropa 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 562,5 550,8 -2
EBITDA operativ 1) in Mio. € 85,4 86,5 +1
EBIT operativ 1) in Mio. € 36,3 38,0 +5
Gesamtinvestitionen in Mio. € 33,5 22,8 -32
Capital Employed in Mio. € 1.181,8 1.125,9 -5
Ø Mitarbeiter 4.098 4.012 -2
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 716 747 +4
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 895 897 0
Absatz Tondachziegel 2) in Mio. m² 10,83 11,37 +5

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte

Nordamerika

Der Umsatz im Segment Nordamerika lag mit 113,2 Mio. € (Vorjahr: 118,3 Mio. €) nur 4 % unter dem Vorjahresniveau, während sich das operative EBITDA durch die im vergangenen Jahr gesetzten Maßnahmen und eine deutlich bessere Kapazitätsauslastung um 97 % auf -0,3 Mio. € verbesserte. Die Nachfrage nach Ziegel war in den ersten neun Monaten unter dem Vorjahresniveau, wobei sich im quartalsmäßigen Vergleich eine Stabilisierungstendenz zeigte. Das Segment hielt 8 % am Gruppenumsatz.

Die von der NAHB (National Association of Home Builders) zu Jahresbeginn prognostizierten Baubeginne für 2010 von 700.000 Einheiten wurden auf zuletzt 600.000 Einheiten nach unten revidiert, wodurch unsere zu Jahresbeginn getroffene Annahme bestätigt wurde.

Bis zum Jahresende gehen wir davon aus, dass keine nennenswerten Veränderungen zu erwarten sind, vor allem vor dem Hintergrund, dass die amerikanische Wirtschaft wegen der soeben stattgefundenen US-Kongresswahlen zurückhaltend agiert hat. Für das Gesamtjahr rechnen wir aufgrund einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Kapazitätsauslastung der Werke zwischen 40-50 % bei stabilen Absätzen auf niedrigem Niveau mit einem positiven operativen Ergebnis, auch wenn wir lokal begrenzt die Preise als Reaktion auf das preisaggressive Verhalten des Mitbewerbs angepasst haben. Weiters soll der Anteil an Handelsprodukten im Bereich des Direktvertriebes sukzessive gesteigert werden, um eine bessere Fixkostendeckung zu erreichen.

Positives Ergebnis für das Gesamtjahr erwartet

Nordamerika 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 118,3 113,2 -4
EBITDA operativ 1) in Mio. € -9,0 -0,3 +97
EBIT operativ 1) in Mio. € -25,7 -18,1 +30
Gesamtinvestitionen in Mio. € 9,0 5,1 -43
Capital Employed in Mio. € 510,0 489,7 -4
Ø Mitarbeiter 1.105 1.130 +2
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 245 226 -8

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Kernbereiche der Gruppe, darunter das 50/50 Joint Venture Pipelife und die 25 %-Beteiligung an Tondach Gleinstätten (at-equity Konsolidierung, daher nicht im operativen Ergebnis enthalten).

Die Geschäftsentwicklung der Tondach Gleinstätten war stark von den rückläufigen osteuropäischen Märkten geprägt. In der Berichtsperiode führte ähnlich wie im Ziegelbereich die rückläufige Bautätigkeit zu deutlichen Absatzrückgängen.

Die Pipelife Gruppe – das Joint Venture mit unserem belgischen Partner Solvay – ist mit über 2.400 Mitarbeitern in 29 Ländern (Europa und USA) einer der größten internationalen Anbieter von Kunststoffrohrsystemen. Die Produkte werden sowohl im Wohnbau (Wasser- und Heizungsrohre) als auch im öffentlichen Bereich (Wasserversorgung, Kanal, Gas etc.) eingesetzt. Als Reaktion auf den Marktrückgang wurde ein starker Fokus auf die Fixkostenreduktion und den Abbau des Working Capital gelegt. Dies umfasste in weiterer Folge, wie im Oktober diesen Jahres angekündigt, permanente Produktionsschließungen in Kroatien, Rumänien – bei Erhalt der Vertriebsaktivitäten und Belieferung des Marktes aus den umliegenden Ländern – sowie auch in Spanien sowie die Schließung der Vertriebsorganisation in Portugal. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, die Pipelife Gruppe stärker für die Zukunft zu positionieren. Aus diesem Restrukturierungsprogramm wird der Netto-Ergebnisbeitrag aus der Pipelife Gruppe für das Gesamtjahr daher deutlich negativ ausfallen. Wienerberger hat sich intensiv bei der Restrukturierung eingebracht und sieht die Pipelife Gruppe nun stärker aufgestellt und wird diese aktiv weiterentwickeln, da sie für Wienerberger auch aufgrund der Nähe zu ihrer Industrie und ihren Märkten ein wichtiges Standbein darstellt.

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-9/2009 1-9/2010 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 8,6 9,0 +5
EBITDA operativ 2) in Mio. € -15,0 -19,7 -31
EBIT operativ 2) in Mio. € -16,6 -23,7 -43
Capital Employed in Mio. € 45,2 50,9 +13
Ø Mitarbeiter 243 248 +2

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten

2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

Pipelife, ein wichtiges Standbein für Wienerberger

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 7-9/2010 7-9/2009 1-9/2010 1-9/2009
Umsatzerlöse 517.758 518.535 1.343.325 1.416.660
Herstellkosten -346.155 -355.335 -945.163 -994.096
Bruttoergebnis vom Umsatz 171.603 163.200 398.162 422.564
Vertriebskosten -106.320 -100.077 -297.344 -295.259
Verwaltungskosten -29.981 -28.974 -90.619 -92.772
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.754 -11.225 -34.449 -32.161
Sonstige betriebliche Erträge 11.737 5.947 41.865 34.309
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
34.285 28.871 17.615 36.681
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen 0 -22.399 0 -109.573
Firmenwertabschreibungen 0 1.001 0 -124.389
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
34.285 7.473 17.615 -197.281
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 2.668 4.612 1.184 4.760
Zinsertrag 2.746 4.893 11.258 14.542
Zinsaufwand -13.280 -14.655 -45.384 -42.617
Sonstiges Finanzergebnis 3.259 -4.781 -226 -4.683
Finanzergebnis -4.607 -9.931 -33.168 -27.998
Ergebnis vor Ertragsteuern 29.678 -2.458 -15.553 -225.279
Ertragsteuern -3.775 8.273 2.096 27.064
Ergebnis nach Ertragsteuern 25.903 5.815 -13.457 -198.215
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 639 -84 -801 -899
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.192 8.192 24.308 24.308
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 17.072 -2.293 -36.964 -221.624
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 0,16 -0,32 -0,01
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 -0,03 -0,32 -2,68
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 -0,03 -0,32 -2,68

Gesamtergebnisrechnung

1-9/2010 1-9/2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -12.656 -801 -13.457 -197.316 -899 -198.215
Währungsumrechnung 60.993 225 61.218 -10.730 -255 -10.985
Währungsumrechnung aus assoziierten
Unternehmen
3.093 0 3.093 -950 0 -950
Veränderung Hedging Reserve -19.837 0 -19.837 10.185 0 10.185
Übrige 1) 30 0 30 139 0 139
Andere Gesamtergebnisbestandteile 2) 44.279 225 44.504 -1.356 -255 -1.611
Gesamtergebnis nach Steuern 31.623 -576 31.047 -198.672 -1.154 -199.826
davon auf Hybridkapitalbesitzer
entfallender Anteil 24.308 24.308
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft 7.315 -222.980

1) Die im Gesamtergebnis erfassten Marktwertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden unter "Übrige" ausgewiesen.

2) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 30.9.2010 31.12.2009
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 649.213 641.109
Sachanlagen 1.866.999 1.905.437
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 48.187 41.272
Anteile an assoziierten Unternehmen 120.204 118.977
Übrige Finanzanlagen 19.807 19.250
Latente Steuern 53.019 37.636
Langfristiges Vermögen 2.757.429 2.763.681
Vorräte 544.291 552.352
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 176.394 110.312
Sonstige kurzfristige Forderungen 108.895 118.694
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 98.739 92.766
Zahlungsmittel 418.823 449.612
Kurzfristiges Vermögen 1.347.142 1.323.736

Passiva

Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.115.896 1.115.896
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 965.686 1.010.842
Übrige Rücklagen -129.569 -173.848
Eigene Anteile -40.697 -40.697
Nicht beherrschende Anteile 23.840 24.416
Eigenkapital 2.545.579 2.547.032
Personalrückstellungen 61.818 61.795
Latente Steuern 102.784 89.164
Sonstige langfristige Rückstellungen 69.252 66.307
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 858.731 880.507
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 33.815 28.044
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.126.400 1.125.817
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 56.131 59.876
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 48.729 69.851
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164.290 156.000
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 163.442 128.841
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 432.592 414.568
Summe Passiva 4.104.571 4.087.417

Entwicklung des Eigenkapitals

2010 2009
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.522.616 24.416 2.547.032 2.473.776 23.415 2.497.191
Gesamtergebnis nach Steuern 31.623 -576 31.047 -198.672 -1.154 -199.826
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 0 -32.500 -32.500 -224 -32.724
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 320.067 0 320.067
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0 2.290 2.290
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Aufwand Aktienoptionspläne 0 0 0 352 0 352
Stand 30.9. 2.521.739 23.840 2.545.579 2.563.023 24.327 2.587.350

Cash-flow Statement

in TEUR 1-9/2010 1-9/2009
Ergebnis vor Ertragsteuern -15.553 -225.279
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 142.855 140.861
Firmenwertabschreibungen 0 124.389
Wertminderungen von Anlagen 0 80.324
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -893
Veränderung langfristiger Rückstellungen 14.402 -27.778
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -1.184 -4.760
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -4.704 -13.690
Zinsergebnis 34.126 28.075
Gezahlte Zinsen -38.868 -36.715
Erhaltene Zinsen 8.112 12.464
Gezahlte Ertragsteuern 1.878 -2.999
Cash-flow aus dem Ergebnis 141.064 73.999
Veränderungen Vorräte 9.239 109.957
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -65.576 -62.150
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.485 -42.787
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 30.677 60.952
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen 2.305 -935
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 125.194 139.036
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 6.965 15.808
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -60.059 -100.770
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -319 -245
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -16.114 -9.830
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -2.650 -3.340
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 0 1.451
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -72.177 -96.926
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -31.279 -2.778
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -24.492 17.801
Gezahlte Dividende Wienerberger AG 0 0
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 -224
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 3.050 3.632
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 0 33.579
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -85.221 19.510
Veränderung der Zahlungsmittel -32.204 61.620
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 1.415 112
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 449.612 206.835
Zahlungsmittel am Ende der Periode 418.823 268.567

Geschäftssegmente

1-9/2010
in TEUR
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nord
amerika
Beteiligungen
und Sonstiges 2)
Überleitung 3) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 405.936 281.433 540.632 113.171 1.452 0 1.342.624
Innenumsatz 1.572 13.934 10.196 0 7.566 -32.567 701
Umsatz gesamt 407.508 295.367 550.828 113.171 9.018 -32.567 1.343.325
EBITDA operativ 1) 67.417 26.554 86.513 -349 -19.665 0 160.470
EBIT operativ 1) 19.542 1.934 37.954 -18.117 -23.698 0 17.615
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von
Sachanlagen 0 0 0 0 0 0 0
Firmenwertabschreibungen 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtinvestitionen 20.204 14.254 22.754 5.105 711 0 63.028
Capital Employed 772.412 356.610 1.125.854 489.718 50.873 0 2.795.467
Ø Mitarbeiter 4.481 2.026 4.012 1.130 248 0 11.897
1-9/2009
Außenumsatz 459.807 286.893 550.375 118.278 568 0 1.415.921
Innenumsatz 2.787 13.185 12.170 0 8.018 -35.421 739
Umsatz gesamt 462.594 300.078 562.545 118.278 8.586 -35.421 1.416.660
EBITDA operativ 1) 87.224 28.890 85.366 -9.023 -14.915 0 177.542
EBIT operativ 1) 39.673 3.037 36.277 -25.691 -16.615 0 36.681
Restrukturierungskosten und
Wertminderungen von
Sachanlagen -48.634 -9.843 -42.376 -7.921 -857 0 -109.573
Firmenwertabschreibungen -12.044 -29.433 -33.727 -49.185 0 0 -124.389
Gesamtinvestitionen 48.220 8.723 33.531 8.991 4.890 0 104.355
Capital Employed 821.837 432.259 1.181.831 509.961 45.244 0 2.991.132
Ø Mitarbeiter 5.300 2.176 4.098 1.105 243 0 12.922

1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.

3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.9.2010 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2009 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2009, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Mit Wirkung vom 1.1.2010 wurde die Ende Dezember erworbene Briqueterie Rouffach SAS in Frankreich auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen; aus diesem Erwerb resultiert kein wesentlicher Firmenwert. Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 30.9.2009 verkaufte VVT Vermögensverwaltung GmbH.

Im Vergleichszeitraum 1.1.2009 bis 30.9.2009 war die mit 1.5.2009 durch einen Zusammenschluss der Flächenbefestigungsaktivitäten in Österreich entstandene Semmelrock Ebenseer GmbH & Co KG sowie die Gesellschaften Lusit KG und Lusit GmbH nicht enthalten.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2010 bis 30.9.2010 anteilig den Umsatz um 7.353 TEUR und verringerte das EBITDA um 2.598 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2010 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten neun Monate des Jahres 2010 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.308 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,21 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz fiel um 5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten neun Monaten 1.343.325 TEUR. Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen und vor Restrukturierungskosten (operatives EBITDA) lag mit 160.470 TEUR um -17.072 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 177.542 TEUR.

Das Betriebsergebnis nach Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen beläuft sich somit auf 17.615 TEUR im Vergleich zu -197.281 TEUR im Vorjahr. Per 30.9.2010 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.

Zum Stichtag wurden 1.113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2010 bis 30.9.2010 auf 116.413.161 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 64.311 TEUR resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US-Dollar, dem schweizer Franken und dem polnischen Zloty und wurden nur geringfügig durch negative Effekte aus dem ungarischen Forint vermindert. Die Hedging Reserve verringerte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -19.837 TEUR nach Steuern. Dieser Rückgang ist großteils auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 30 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde für fällige Gastermingeschäfte (Cash-flow-Hedges), deren Marktwertänderungen bislang im Eigenkapital erfasst wurden, ein Aufwand in Höhe von 865 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das negative Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 13.457 TEUR. Das Gesamtergebnis nach Steuern führte im Berichtszeitraum zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von insgesamt 31.047 TEUR.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Der Cash-flow aus dem Ergebnis in Höhe von 141.064 TEUR (Vorjahr: 73.999) war aufgrund des abgeschlossenen Restrukturierungsprogramms fast doppelt so hoch wie in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 63.028 TEUR resultierte mit 32.761 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 30.267 TEUR aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). In den Wachstumsinvestitionen ist auch der Erwerb von Vermögenswerten des insolventen Ziegelproduzenten Rimmele in Süddeutschland im Jänner 2010 enthalten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 60.059 TEUR. Die Nettoverschuldung fiel saisonal bedingt im Vergleich zum 31.12.2009 um 18.081 TEUR auf 389.899 TEUR.

Die Wienerberger AG platzierte Ende März eine neue Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR. Die endgültige Zuzählung der Anleihe zu den Finanzverbindlichkeiten erfolgte am 7. April 2010. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von 4¼ Jahren (fällig am 7. Juli 2014), liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,875 % verzinst. Mit Teilen dieser Mittel wurde ein Rückkaufprogramm für die 2005 begebene Anleihe durchgeführt. Der Rückkaufpreis lag bei 100 % des Nominalwerts plus der bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Stückzinsen. Bis Ende der Zeichnungsfrist am 9. April 2010 wurden Anteile mit einem Volumen von 140.000 TEUR von der in 2005 begebenen Anleihe zurückgekauft.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten neun Monaten 2010 wurden als wesentliche Risiken die weitere Abschwächung der Baukonjunktur in beinahe allen Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Insbesondere zur Bewältigung von Risiken aus hohen Lagerbeständen wurde bereits im vergangenen Jahr mit der Umsetzung eines konzernweiten Programms zur Optimierung des Working Capital begonnen und bis heute erfolgreich umgesetzt, was zur Stärkung der Liquidität wesentlich beigetragen hat. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Im vierten Quartal erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einem Großteil der osteuropäischen Märkte, Deutschland und einigen Staaten der USA.

Gerade in dem durch die weltweite Wirtschaftskrise geprägten Umfeld stehen bei Wienerberger auch weiterhin der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis im Zentrum der Unternehmensstrategie. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe und den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 gestärkt. Wienerberger setzt unverändert auf eine Maximierung des Free Cash-flows und den Abbau der Nettoverschuldung über Kosteneinsparungen, auf die Verminderung des Working Capital und auf eine Limitierung von Investitionen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat. In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2011 zu rechnen ist. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Zum 30.9.2010 weisen die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen gegenüber der ANC Privatstiftung ein Genussrecht in Höhe von 13.707 TEUR (Vorjahr: 13.707 TEUR) sowie eine Forderung in Höhe von 16.645 TEUR (Vorjahr: 16.586 TEUR) auf.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30.9.2010 auf 7.939 TEUR (Vorjahr: 7.556 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 8.906 TEUR (Vorjahr: 9.554 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 5.192 TEUR (Vorjahr: 4.597 TEUR).

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Am 11. Oktober hat Wienerberger die Vereinbarung über den Kauf der Steinzeug Abwassersysteme GmbH von der ANC Vermögensverwaltung GmbH, einer Tochter der ANC Stiftung, unterzeichnet. Die Steinzeug Gruppe ist ein international operierender Produzent von Steinzeugrohren, Formteilen, Zubehör und Schachtsystemen mit zwei Produktionsstandorten in Deutschland und einem Werk in Belgien. Die Transaktion unterliegt der aufschiebenden Bedingung der Genehmigung durch die Kartellbehörde. Der Kaufpreis für die Akquisition wird sich in Abhängigkeit von der Nettoverschuldung voraussichtlich auf 34 Mio. € belaufen.

Im Bereich der Flächenbefestigung aus Beton hat Wienerberger am 22. Oktober den Vertrag über die Akquisition der restlichen 25 % der Semmelrock Gruppe unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 7 Mio. € in bar und die Übertragung von 1 Mio. Wienerberger Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, weshalb die Akquisition unter dem Vorbehalt der aktienrechtlichen Wartefrist von zwei Wochen sowie der daran anschließenden Genehmigung durch den Aufsichtsrat steht.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 3. November 2010

CEO CFO COO

Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch

Finanzterminplan

11. Oktober 2010 Beginn der Quiet Period
03. November 2010 Ergebnisse zum 3. Quartal 2010
02./03. Dezember Capital Markets Day 2010 in Birmingham, Großbritannien
01. Februar 2011 Beginn der Quiet Period
22. Februar 2011 Ergebnisse 2010: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
23. Februar 2011 Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2010 in London
31. März 2011 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2010 auf der Wienerberger Webseite
19. April 2011 Beginn der Quiet Period
10. Mai 2011 Ergebnisse zum 1. Quartal 2011
13. Mai 2011 142. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
27. Juli 2011 Beginn der Quiet Period
17. August 2011 Halbjahresabschluss 2011: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
18. August 2011 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2011 in London
19. Oktober 2011 Beginn der Quiet Period
09. November 2011 Ergebnisse zum 3. Quartal 2011

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Barbara Braunöck
+43 (1) 601 92-471
[email protected]
www.wienerberger.com
WIE
WBSV.VI; WIE-VI
WIE AV
O: WNBA
WBRBY
AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2009: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 3. Quartal 2010 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegel für Wand und Dach – unter Berücksichtigung des neu eröffneten Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 229 Werken in 27 Ländern und fünf Exportmärkten vertreten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Markpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

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