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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Nov 29, 2010

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2010

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen
2010 Veränderung 2009
Erfolgsrechnung 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Zinsüberschuss 2.161 - 2,8% 2.224
Kreditrisikovorsorgen - 837 - 38,7% - 1.365
Provisionsüberschuss 921 1,6% 906
Handelsergebnis 133 - 9,5% 147
Verwaltungsaufwendungen - 1.822 8,6% - 1.678
Periodenüberschuss vor Steuern 524 82,6% 287
Periodenüberschuss nach Steuern 385 78,5% 216
Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) 318 104,5% 156
Bilanz 30.9. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 7.537 - 26,9% 10.310
Forderungen an Kunden 51.837 2,6% 50.515
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.991 - 10,5% 20.110
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 43.291 1,7% 42.578
Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) 7.353 5,0% 7.000
Bilanzsumme 75.759 - 0,7% 76.275
Kennzahlen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Return on Equity vor Steuern 9,8% 3,7 PP 6,1%
Return on Equity nach Steuern 7,2% 2,6 PP 4,6%
Konzern-Return on Equity nach Minderheiten 6,9% 3,1 PP 3,8%
Cost/Income Ratio 57,4% 6,3 PP 51,1%
Return on Assets vor Steuern 0,91% 0,43 PP 0,48%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 2,15% - 1,10 PP 3,25%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.9. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 51.475 2,8% 50.090
Gesamte Eigenmittel 8.394 0,8% 8.328
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.232 2,3% 5.117
Überdeckungsquote 60,4% - 2,4 PP 62,8%
Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt 8,9% - 0,3 PP 9,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,6% - 0,5 PP 14,1%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% - 0,3 PP 11,0%
Eigenmittelquote 12,8% - 0,2 PP 13,0%
Aktienkennzahlen 30.9. 30.9.
Gewinn je Aktie in € 2 1,78 1,06 0,72
Kurs in € 34,20 - 23,2% 44,56
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 36,50 - 18,1% 44,56
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 29,01 123,2% 13,00
Anzahl der Aktien in Millionen 154,67 154,67
Marktkapitalisierung in € Millionen 5.290 - 23,2% 6.892
Ressourcen 30.9. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 56.650 0,2% 56.530
Geschäftsstellen 2.952 - 2,2% 3.018

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International als Teil des RZB-Konzerns unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.

2 Bereinigt um das kalkulatorische Entgelt für das Genussrechtskapital läge der Gewinn je Aktie bei € 2,07 (30.9.2009: € 1,01).

Inhaltsverzeichnis

Überblick 3
Aktie 5
Geschäftsentwicklung 10
Gesamtwirtschaftliches Umfeld 10
Finanz- und Ergebnisentwicklung 12
Positionen der Erfolgsrechnung im Detail 15
Bilanzentwicklung 22
Ausblick unverändert 28
Segmentberichte 29
Regionale Segmente 29
Geschäftsbereiche 44
Konzernzwischenabschluss 49
Gesamtergebnisrechnung 49
Erfolgsentwicklung 51
Bilanz 52
Eigenkapitalveränderungsrechnung 53
Anhang 58

Finanzkalender/Impressum/Disclaimer 78

Mit "RBI" wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff "RBI AG" verwendet. Dies gilt analog für die Raiffeisen International und die Raiffeisen International Bank-Holding AG. Soweit nicht gesondert angegeben, beziehen sich die Daten in diesem Zwischenbericht auf die Raiffeisen International, da sich der Berichtszeitraum von 1. Jänner bis 30. September 2010 erstreckt und damit zur Gänze vor dem Wirksamwerden der Fusion am 10. Oktober 2010 liegt.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Überblick

Das Netzwerk der Raiffeisen International umfasste zum Ende der Berichtsperiode 15 Banken und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen in 17 Märkten. In 5 davon rangieren die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den Top-3-Banken des Landes. In ihren fast 3.000 Geschäftsstellen betreuten zum 30. September 2010 über 56.000 Mitarbeiter mehr als 14,7 Millionen Kunden.

Daten per
30. September 2010
Bilanzsumme
in € Millionen
Veränderung1 Geschäfts
stellen
Mitarbeiter
Albanien 1.988 7,9% 104 1.319
Belarus 1.327 8,4% 96 2.175
Bosnien und Herzegowina 2.083 - 10,4% 100 1.646
Bulgarien 3.717 - 7,0% 191 3.234
Kasachstan 74 0,4% 1 11
Kosovo 638 - 5,1% 52 686
Kroatien 5.881 - 0,3% 84 2.208
Polen 6.516 4,4% 123 3.074
Rumänien (inkl. Moldau) 5.674 - 8,0% 542 6.096
Russland 12.012 2,8% 199 8.487
Serbien 2.470 - 10,6% 97 1.914
Slowakei 8.743 - 6,2% 157 3.695
Slowenien 1.615 2,0% 17 351
Tschechische Republik 7.988 3,2% 109 2.765
Ukraine 5.446 9,3% 934 15.363
Ungarn 8.623 - 1,8% 144 3.242
Zwischensumme 74.795 - 0,7% 2.950 56.266
Sonstige/Konsolidierung 964 2 384
Summe Raiffeisen International 75.759 - 0,7% 2.952 56.650

Märkte der Raiffeisen International

1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2009. Die Veränderung in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.

Am 10. Oktober 2010 fusionierte die Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), konkret dem Kommerzkundengeschäft und den damit in Zusammenhang stehenden Beteiligungen. Seither firmiert sie unter dem Namen Raiffeisen Bank International AG (RBI) und betrachtet Zentral- und Osteuropa (CEE) inklusive Österreich als ihren Heimmarkt. In CEE ist sie mit ihren Tochterbanken, Leasinggesellschaften und anderen Finanzdienstleistungsunternehmen eine der führenden Bankengruppen. In Österreich ist sie eine der ersten Adressen unter den Kommerz- und Investmentbanken.

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 – bis zum 12. Oktober 2010 als Aktie der Raiffeisen International – an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem DJ Euro Stoxx, enthalten. Die RZB, die weiterhin als Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich (RBG) fungiert, hielt bis zur Wirksamkeit der Fusion mittelbar rund 72,8 Prozent der Raiffeisen International-Aktien. Als Gegenleistung für die abgespaltenen und mit der Raiffeisen International fusionierten Geschäftsfelder wurden ihr neue Aktien übertragen, sodass sich ihr mittelbarer Anteil an der neuen Bank auf rund 78,5 Prozent erhöhte. Die verbleibenden rund 21,5 Prozent der RBI-Aktien befinden sich im Streubesitz.

Aktie

Leichte Erholung trotz Bankensteuer

Nach einem schwachen Start ins dritte Quartal 2010 erholten sich die globalen Aktienmärkte bis Ende September wieder leicht, blieben dabei jedoch verhältnismäßig volatil. Diese Entspannung beruhte – vor allem bei Bankaktien – zum Teil darauf, dass die in der zweiten Quartalshälfte publizierten Vorschläge des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Eigenkapitalregulierung im Rahmen von Basel III weniger strikt ausfielen und längere Übergangsphasen vorsahen, als zunächst angenommen. Ein zusätzliches positives Signal war aus österreichischer Sicht das zufriedenstellende Abschneiden der heimischen Großbanken bei den Stresstests des Ausschusses der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden.

Negativ aufgenommen wurde hingegen – insbesondere für Banken mit Bezug zu Zentral- und Osteuropa – die Ende Juli eingeführte, auch von IWF und EZB als hemmend für die Kreditvergabe und damit für die Wirtschaftsentwicklung kritisierte ungarische Bankensonderabgabe in Höhe von 0,45 Prozent der Bilanzsumme. Zusätzlich trübten Spekulationen über eine mögliche Bankensonderabgabe in Österreich die Stimmung. Eine spürbare Belastung für die Märkte ging weiters von negativen makroökonomischen Daten der USA und Chinas aus.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Positive Einflüsse auf Aktienkurs überwiegen

Auch die Aktie der Raiffeisen International startete – unter anderem belastet von Negativmeldungen aus der US-Wirtschaft – schwach ins dritte Quartal 2010. Am 2. Juli erreichte sie mit € 29,01, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der neu eingeführten ungarischen Bankensonderabgabe ihren niedrigsten Stand im dritten Quartal. Befürchtungen, Basel III könnte zu hohe Anforderungen an das Eigenkapital von Banken stellen, beeinträchtigten den Kurs der Raiffeisen International-Aktie zusätzlich, wohingegen das souveräne Abschneiden des Mehrheitsaktionärs RZB bei den Stresstests im Juli eine kleine Kurserholung bewirkte. Weiters stützten die Beschlüsse der Hauptversammlungen von RZB und Raiffeisen International am 7. bzw. 8. Juli den Kurs, da die mehrheitliche Befürwortung der Fusion der Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB für Klarheit über die künftige Unternehmensstruktur sorgte. Ihren Höchststand im dritten Quartal verzeichnete die Aktie der Raiffeisen International am 3. August mit € 36,50, als sich die Entschärfung bei den Basel-III-Regeln abzeichnete.

Mit Schlusskursen von € 31,49 am 30. Juni und € 34,20 am 30. September verzeichnete die Aktie der Raiffeisen International im dritten Quartal 2010 insgesamt einen Zuwachs von 9 Prozent. Der ATX und der Euro Stoxx Banks entwickelten sich im selben Zeitraum mit plus 12 Prozent bzw. plus 9 Prozent ebenfalls positiv. Auch nach dem 30. September stieg die Aktie der Raiffeisen International bzw. nunmehr der RBI weiter und notierte zu Redaktionsschluss dieses Berichts am 25. November bei € 39,20. Damit legte sie zwischen Quartalsbeginn und Redaktionsschluss um insgesamt 24 Prozent zu.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Fusion der Raiffeisen International mit Hauptgeschäftsfeldern der RZB

Am 10. Oktober 2010 wurde die Verschmelzung der Raiffeisen International mit dem Kommerzkundengeschäft der RZB ins Firmenbuch eingetragen. Als Gegenleistung für die Einbringung des Kommerzkundengeschäfts erhielt die RZB neue Aktien – zusätzlich zu den bisher von der RZB-Subholding Cembra an der Raiffeisen International gehaltenen Anteilen. Dafür wurde das Grundkapital der Raiffeisen International durch die Ausgabe von 40.837.624 neuen Stammaktien von € 471,7 Millionen um € 124,6 Millionen auf € 596,3 Millionen erhöht.

Mit Wirksamkeit der Eintragung der Verschmelzung ins Firmenbuch wurde die Raiffeisen International Bank-Holding AG in Raiffeisen Bank International AG (RBI) umbenannt und erhielt eine Banklizenz. Die RBI ist weiterhin an der Wiener Börse gelistet. Während sich der mittelbare Anteil der RZB im Zug der Verschmelzung durch die Gewährung der neuen Aktien von rund 72,8 Prozent an der Raiffeisen International auf rund 78,5 Prozent an der RBI erhöhte, sank der Streubesitz entsprechend von rund 27,2 Prozent auf rund 21,5 Prozent.

Aktionärsstruktur vor und nach der Fusion

Seit der Fusion wird die RBI von Moody's Investors Service, Standard & Poor's sowie Fitch Ratings geratet. Deren RZB-Ratings wurden für die RBI mit einer – erfreulichen – Ausnahme übernommen: Moody's Investors Service verbesserte den Ausblick für das Bank Financial Strength Rating von negativ auf positiv. Grund dafür war die trotz der globalen Krise gute Performance der RBI. Außerdem geht Moody's Investors Service davon aus, dass die RBI eventuelle Kreditabschreibungen problemlos verkraften könnte.

Die Verbesserung des Ausblicks für das Bank Financial Strength Rating der RBI bewirkte auch bei einigen Tochterbanken eine Höherstufung des Long-term Deposit Ratings. Der Ausblick der rumänischen Raiffeisen Bank S.A. verbesserte sich von stabil auf positiv, der der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD von negativ auf stabil und der der russischen ZAO Raiffeisenbank sogar von negativ auf positiv. Bei den Aussichten der Raiffeisen Bank Aval JSC in der Ukraine und der Tatra banka, a.s. in der Slowakei gab es keinen Spielraum für ein Upgrade, da sie bereits das Maximum in ihrem Rating-Umfeld erreicht hatten.

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Auch im dritten Quartal 2010 sowie im Zeitraum bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts war die Zusammenführung von Raiffeisen International mit Teilen der RZB ein bestimmendes Thema in der Kapitalmarktkommunikation. Um künftig die Informationsbedürfnisse nicht nur der Aktienmarkt-, sondern auch der Rentenmarktteilnehmer optimal befriedigen zu können, übernahm die Abteilung Group Investor Relations im Rahmen der Fusion zusätzlich zur bisherigen Aktionärsbetreuung die Servicierung von Anleiheninhabern bzw. -interessenten. In diesem Zusammenhang wurde auch die Versorgung der Rating-Agenturen mit Informationen in Group Investor Relations integriert. Darüber hinaus verantwortet die Abteilung seit der Verschmelzung als Information Distribution Office jegliche Kapitalmarktkommunikation.

Die erste größere Veranstaltung im dritten Quartal neben zahlreichen Gesprächen mit Analysten, Investoren und – aufgrund des neuen fusionsbedingten Fokus auf die Fremdkapitalmärkte – neuerdings auch Rating-Agenturen war die Telefonkonferenz am 31. August mit rund 110 Teilnehmern zur Publikation des Halbjahresergebnisses. Ebenfalls mit Blick auf eine detaillierte Erläuterung der Verschmelzung nahmen Mitglieder des Vorstands sowie des Group-Investor-Relations-Teams an Bankenkonferenzen in Großbritannien, Italien und Österreich teil.

Die RBI ist bemüht, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Zug der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie seit Anfang 2010 auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen als sogenannte Webcasts online bereit. Sie können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen abgerufen werden.

Aktienkennzahlen

Kurs zum 30. September 2010 € 34,20
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2010 € 36,50 / € 29,01
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. September 2010 € 1,78
Bereinigt um das kalk. Entgelt für das Genussrechtskapital € 2,07
Marktkapitalisierung zum 30. September 2010 € 5,290 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2010 244.108 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2010 € 536 Millionen
Streubesitz zum 30. September 2010 27,2 %

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole bis/ab 12. Oktober 2010 RIBH/RBI (Wiener Börse)
bis/ab 12. Oktober 2010 RIBH AV/RBI AV
(Bloomberg)
bis/ab 12. Oktober 2010 RIBH.VI/ RBIV.VI
(Reuters)
Marktsegment Prime Market
Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) € 32,50
Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) € 104,00
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2010 154.667.500
Anzahl der ausgegebenen Aktien ab 10. Oktober 2010 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Individual-Rating
Moody's Investors Service A1 P-1 stable D+
Standard & Poor's A A-1 negative n/a
Fitch Ratings A F1 stable C/D

Group Investor Relations – Kontakt

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138 Raiffeisen Bank International AG, Group Investor Relations Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich

Geschäftsentwicklung

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Wirtschaftliche Erholung hält an

Ab der zweiten Jahreshälfte 2009 setzte in der europäischen Wirtschaft eine kräftige Erholung ein. So konnten die Staaten der Eurozone allein im zweiten Quartal 2010 ein BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal von rund 1,0 Prozent vorweisen, nachdem sie 2009 insgesamt einen Rückgang von real 4,0 Prozent erlitten hatten.

Auch die CEE-Länder profitierten von der konjunkturellen Erholung in der Eurozone. Vor allem die Exporte sorgten hier für ein Ende der Rezession und zuletzt wieder für robustes Wachstum. In einigen Ländern Zentraleuropas (CE) zeigen sich auch wieder erste Anzeichen für eine Verbesserung der Inlandsnachfrage, die das Wachstum neben den Exporten künftig zusätzlich stützen sollte. Das stärkste Wachstum der CE-Region sollten 2010 Polen sowie die Slowakei aufweisen, während vor allem Ungarn, aber auch Slowenien etwas hinterherhinken dürften. Insgesamt ist 2010 in den CE-Ländern mit einem BIP-Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen.

Eine deutlich positive Wirtschaftsentwicklung zeigt die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit Russland, der Ukraine und Belarus. Neben einem starken Basiseffekt nach dem drastischen Wirtschaftseinbruch 2009 sorgte die Stabilisierung der Rohstoffpreise für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Entsprechend wird 2010 mit einem Wachstum von 4 Prozent im Jahresvergleich für Russland und 5 Prozent in der Ukraine gerechnet, nachdem die Region 2009 noch einen Rückgang des BIP um 8,2 Prozent ausgewiesen hatte.

Die Region Südosteuropas (SEE) konnte die Rezessionsphase noch nicht hinter sich lassen, sodass hier auch für 2010 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird. Verantwortlich dafür sind vor allem die Schwergewichte Rumänien und Kroatien. Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung, Steuererhöhungen, Lohnkürzungen und die wirtschaftliche Verflechtung mit südeuropäischen Staaten wie Griechenland wirken hier weiterhin negativ auf das Wachstum. Dennoch ist auch in SEE eine deutliche Verlangsamung des Rückgangs der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Krisenjahr 2009 zu beobachten. Ein Wirtschaftswachstum wird für die Region allerdings erst für 2011 prognostiziert.

Für das vierte Quartal 2010 wird von einer Wachstumsverlangsamung in der Eurozone ausgegangen, in deren Folge sich auch die Wachstumsraten in CEE etwas abschwächen dürften. Dieses Intermezzo sollte jedoch nur kurz ausfallen, bereits das zweite Halbjahr 2011 wird voraussichtlich wieder ansteigende Wachstumsraten aufweisen. Das derzeit fast ausschließlich durch Exporte getriebene Wachstum dürfte dabei im kommenden Jahr auch durch zunehmende Inlandsnachfrage sowie höhere Investitionen unterstützt werden. Sie sollten die Exportseite als Haupttreiber des Wachstums ergänzen.

Auswirkungen auf den Finanzsektor

Die nach wie vor angespannte Wirtschaftslage schlägt sich weiterhin in erhöhten Kreditausfallraten nieder. Allerdings deutet die sichtbare Erholung der Wirtschaft darauf hin, dass die Ausfallraten in absehbarer Zeit wieder zurückgehen werden. Die Vertrauenskrise in Bezug auf die CEE-Region milderte sich weiter deutlich ab, auch wenn die Ereignisse um Griechenland zeigen, wie fragil die Gesamtsituation vorerst bleibt. Insgesamt keimt das Interesse der Investoren an der CEE-Region jedoch wieder spürbar auf. Der Aufholprozess dieser Region bleibt nach Ansicht des Managements weiterhin intakt.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Die Raiffeisen International setzte auch im letzten Quartal vor der Eintragung der Fusion ins Firmenbuch ihre positive Geschäftsentwicklung fort und erwirtschaftete bis Ende September 2010 einen Konzern-Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten von € 318 Millionen. Mit einem Zuwachs in Höhe von 105 Prozent lag dieser mehr als doppelt so hoch verglichen mit dem Vorjahr. Einen wesentlichen Beitrag leistete das Ergebnis zum dritten Quartal, das mit € 148 Millionen den höchsten Wert seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichte. Die deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses im Periodenvergleich war auf die um 39 Prozent niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen. Dagegen ging das Betriebsergebnis als Folge der in der Wirtschaftskrise gesetzten Maßnahmen um 16 Prozent zurück.

Im vergangenen Jahr verschlechterte sich durch das angespannte wirtschaftliche Umfeld und die negativen Entwicklungen der Wechselkurse die Bonität der Kreditnehmer, wodurch der Konzern 2009 deutlich höhere Kreditrisikovorsorgen bilden musste. Diese Entwicklung zog eine selektive Kreditvergabepolitik nach sich, die zu einem Rückgang des Geschäftsvolumens führte. Im Geschäftsjahr 2010 war eine leichte Erholung spürbar, wodurch die Mehrzahl der Konzerneinheiten das Kreditvolumen bereits wieder erhöhte. Im dritten Quartal kam es für die am US-Dollar orientierten CEE-Währungen zu starken Abwertungen gegenüber dem Euro, die deren Aufwertungen des ersten Halbjahres großteils kompensierten.

Betriebsergebnis mit leichtem Plus im dritten Quartal

Das Betriebsergebnis ging bis September gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 16 Prozent oder € 249 Millionen auf € 1.354 Millionen zurück. Die Hauptgründe lagen im niedrigeren Zinsüberschuss, in den gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sowie im negativen sonstigen betrieblichen Ergebnis. Im Vergleich zum Vorquartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete das Betriebsergebnis im dritten Quartal ein leichtes Plus von 1 Prozent auf € 465 Millionen.

Der Zinsüberschuss ging insgesamt um 3 Prozent oder € 63 Millionen auf € 2.161 Millionen zurück. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren die Refinanzierungskosten und die Kreditvolumina, die sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich entwickelten. Die Nettozinsmarge auf Konzernebene verbesserte sich gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 3 Basispunkte und blieb damit seit acht Quartalen auf annähernd gleichem Niveau. Ein Plus von 2 Prozent wurde beim Provisionsüberschuss erzielt: Im Zahlungsverkehr gab es einen deutlichen Zuwachs von € 27 Millionen, im Wesentlichen aufgrund wieder gestiegener Transaktionsvolumina. Im Wertpapiergeschäft zeichnete sich eine leichte Erholung ab, wodurch die Erträge daraus um € 6 Millionen stiegen. Das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten erhöhte sich durch verstärkte Vertriebsaktivitäten um € 7 Millionen. Negativ entwickelte sich hingegen das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, das durch eine geringe Kundennachfrage nach Devisentransaktionen um € 27 Millionen fiel. Das Handelsergebnis erreichte € 133 Millionen und blieb damit um 10 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres, wobei sich die Erträge sowohl aus dem zins- als auch dem währungsbezogenen Geschäft verringerten. Das sonstige betriebliche Ergebnis drehte vornehmlich wegen der neu geschaffenen Bankensonderabgabe in Ungarn von € 3 Millionen auf minus € 39 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 9 Prozent auf € 1.822 Millionen. Ein bedeutender Teil des Anstiegs resultierte aus den Aufwertungen einiger CEE-Währungen, insbesondere in Russland, Polen und der Tschechischen Republik. Trotz einer Reduktion des durchschnittlichen Personalstands von 8 Prozent auf 56.362 stieg der Personalaufwand (plus € 75 Millionen), teils durch marktbedingte Änderungen der Gehaltsstrukturen (Ungarn, Ukraine, Belarus), teils durch Bonusrückstellungen (Polen, Tschechische Republik), die im Vorjahr ergebnisbedingt ausgesetzt waren. Die Erhöhung beim Sachaufwand (plus € 44 Millionen) war durch Systemmodernisierungen und leichte Erhöhungen beim Aufwand für Einlagensicherungen, in einigen Ländern aber auch durch Inflationsanpassungen geprägt. In der Konzernzentrale sorgten Bonusrückstellungen, der Rechts- und Beratungsaufwand im Zusammenhang mit der Fusion sowie der IT-Aufwand durch zentrale Projekte (z.B. Steuerungssysteme, Direktbank) für Steigerungen.

Die um 3 Prozent niedrigeren Betriebserträge und die um 9 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen führten zu einer Verschlechterung der Cost/Income Ratio auf 57,4 Prozent, die damit um 6,3 Prozentpunkte über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres lag.

Die Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) blieb gegenüber dem Vorjahr gleich, als auf die Wirtschaftskrise mit deutlichen Personaleinsparungen reagiert wurde. Der Mitarbeiterstand per 30. September 2010 stieg mit 120 Personen gegenüber dem Jahresultimo nur geringfügig auf 56.650 an. Während es in Südosteuropa (minus 270) und Russland (minus 121) noch zu Reduktionen kam, waren die übrigen Segmente – insbesondere Zentraleuropa (plus 332) – bereits wieder im Plus.

Kreditrisikovorsorgen deutlich unter den Vorjahreswerten

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurden in den ersten neun Monaten 2010 aufgrund verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und aktiv gesteuerter Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreditportfolios deutlich reduziert. Mit € 837 Millionen lagen sie um 39 Prozent oder € 528 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode (€ 1.365 Millionen). In absoluten Zahlen erfolgte der stärkste Rückgang in Russland (minus € 205 Millionen). Dieser resultierte aus der Verbesserung der Bonität einiger Kreditnehmer sowie aus Restrukturierungsmaßnahmen, die im Zuge der Wirtschaftskrise eingeleitet worden waren. Aufgrund dieser Maßnahmen kam es auch im Segment GUS Sonstige mit minus € 169 Millionen zu einer signifikanten Abnahme der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Am geringsten fiel der Rückgang in Zentraleuropa (minus € 40 Millionen) aus. Hier stiegen in der Tschechischen Republik im Retail-Portfolio die Kreditrisikovorsorgen an.

Die notleidenden Kredite erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2009 um € 1.194 Millionen auf € 5.636 Millionen. Ein Teil des Anstiegs (€ 102 Millionen) war währungsbedingt. Die verbleibenden € 1.092 Millionen resultierten großteils aus Zentraleuropa (€ 494 Millionen) und GUS Sonstige (€ 338 Millionen). Die Non-Performing Loan Ratio (das ist der Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) stieg gegenüber dem Jahresende 2009 um 2,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent. Die Coverage Ratio (Wertberichtigungen zu Non-Performing Loans) fiel um 3,5 Prozentpunkte auf 65,8 Prozent.

Return on Equity vor Steuern auf 10 Prozent verbessert

In der Berichtsperiode entwickelte sich das operative Geschäft zwar rückläufig, doch führten die stark verringerten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu einer signifikanten Erholung der Ergebnisse und somit zu einer Verbesserung der Rentabilitätszahlen. Das der Berechnung zugrundeliegende durchschnittliche Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Genussrechtskapitals sowie positiver Währungseffekte um 11 Prozent auf € 7,1 Milliarden gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Anstieg des Ergebnisses vor Steuern lag mit 83 Prozent bei weitem über dem des durchschnittlichen Eigenkapitals. Daher stieg der Return on Equity gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3,7 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Der Konzern-Return on Equity (nach Steuern und Minderheiten) verbesserte sich aufgrund einer etwas höheren Steuerquote nur um 3,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Der Gewinn je Aktie stieg auf € 1,78, das bedeutete einen Zuwachs von € 1,06.

Bilanzsumme kaum verändert

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International fiel gegenüber dem Jahresultimo um weniger als 1 Prozent oder € 0,5 Milliarden auf € 75,8 Milliarden. Während die Währungseffekte zu einem Anstieg der Bilanzsumme von knapp 2 Prozent oder € 1,3 Milliarden führten, ging sie organisch gesehen um mehr als 2 Prozent zurück.

Auf der Aktivseite stiegen die Kreditvergaben an Kunden um 3 Prozent oder € 1,3 Milliarden, die Forderungen an Kreditinstitute hingegen sanken deutlich um 27 Prozent oder € 2,8 Milliarden. Überschüssige Liquidität wurde primär in Wertpapiere und Beteiligungen veranlagt, woraus sich ein Anstieg von € 2,2 Milliarden ergab.

Passivseitig gab es nur marginale Veränderungen. Der größte Anstieg wurde mit 2 Prozent oder € 0,7 Milliarden bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verzeichnet. Die Loan/Deposit Ratio, also die Deckung der Kundenkredite mit entsprechenden Einlagen, stieg gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 1 Prozentpunkt auf 120 Prozent.

Eigenkapital um 5 Prozent gestiegen

Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International (inklusive Konzern-Periodenüberschuss und Anteile anderer Gesellschafter) stieg seit Jahresbeginn um 5 Prozent oder € 353 Millionen auf € 7.353 Millionen. Dieser Anstieg resultierte aus dem in der Berichtsperiode erzielten Periodenüberschuss nach Steuern von € 385 Millionen und dem sonstigen Ergebnis von € 91 Millionen, das vor allem durch die Währungsdifferenzen (inkl. Capital Hedge) in Höhe von € 110 Millionen bestimmt wurde. Dem stand eine Verringerung durch Dividendenzahlungen in Höhe von € 140 Millionen gegenüber, darunter die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Dividende von € 0,20 pro Aktie (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von € 31 Millionen).

Positionen der Erfolgsrechnung im Detail

Im Berichtszeitraum wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund von geänderten Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert, ein Tochterunternehmen schied aufgrund von Stilllegung aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, weil die Veränderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung hatten. Dagegen wirkten sich die Währungsschwankungen in den CEE-Ländern deutlich auf die Erfolgsposten aus: Bei den der Erfolgsrechnung zugrunde liegenden Durchschnittskursen lagen folgende CEE-Währungen deutlich im Plus: der russische Rubel wertete um 9 Prozent, der polnische Zloty um 8 Prozent, die tschechische Krone um 4 Prozent und der ungarische Forint um 3 Prozent auf. Dagegen verlor der serbische Dinar 9 Prozent, der albanische Lek 6 Prozent und der weißrussische Rubel 4 Prozent.

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 Veränderung 1.1.-30.9.2009 1.1.-30.9.2008
Zinsüberschuss 2.161 - 2,8% 2.224 2.342
Provisionsüberschuss 921 1,6% 906 1.098
Handelsergebnis 133 - 9,5% 147 127
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 39 3 - 18
Betriebserträge 3.176 - 3,2% 3.281 3.549
Personalaufwand - 855 9,5% - 780 - 947
Sachaufwand - 759 6,1% - 716 - 811
Abschreibungen - 208 14,2% - 182 - 181
Verwaltungsaufwendungen - 1.822 8,6% - 1.678 - 1.940
Betriebsergebnis 1.354 - 15,5% 1.603 1.610

Betriebsergebnis im Periodenvergleich

Betriebserträge

Die Betriebserträge lagen in den ersten neun Monaten 2010 bei € 3.176 Millionen. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres entsprach dies einem Rückgang von 3 Prozent oder € 105 Millionen, der vor allem auf den um 3 Prozent oder € 63 Millionen geringeren Zinsüberschuss und auf das um € 43 Millionen gesunkene sonstige betriebliche Ergebnis zurückzuführen war.

Einzig das Segment Zentraleuropa wuchs um 3 Prozent oder € 33 Millionen auf € 1.130 Millionen und lieferte damit den höchsten Beitrag zu den Betriebserträgen. Der Zinsüberschuss verzeichnete hier mit 13 Prozent oder € 95 Millionen den größten Zuwachs, gegenläufig dazu entwickelte sich das Handelsergebnis mit einem Rückgang von 78 Prozent oder € 53 Millionen.

Die Betriebserträge im Segment Südosteuropa gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 25 Millionen auf € 1.036 Millionen zurück. Während der Zinsüberschuss um 2 Prozent oder € 14 Millionen stieg, verringerten sich der Provisionsüberschuss um 7 Prozent oder € 20 Millionen und das Handelsergebnis um 39 Prozent oder € 28 Millionen.

Struktur der Betriebserträge

Im Segment Russland verringerten sich die Betriebserträge um 11 Prozent oder € 68 Millionen auf € 581 Millionen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang war der um 27 Prozent oder € 142 Millionen gesunkene Zinsüberschuss, wobei dieser teilweise durch ein gutes Handelsergebnis ausgeglichen wurde. Das Segment GUS Sonstige blieb mit € 516 Millionen nahezu auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Prozent oder € 63 Millionen auf € 2.161 Millionen. Der Rückgang lag damit unter dem der durchschnittlichen Bilanzsumme von 4 Prozent.

Die Zinserträge fielen insgesamt um 17 Prozent oder € 725 Millionen auf € 3.590 Millionen. Die Zinserträge aus Forderungen an Kunden sanken um 16 Prozent oder € 552 Millionen. Der Grund

dafür waren niedrigere Marktzinssätze, verlangsamtes Neugeschäft und geringere Volumina. Die Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten verringerten sich um 57 Prozent oder € 79 Millionen, auch hier aufgrund gesunkener Margen und Volumina. Die Zinsaufwendungen sanken um 32 Prozent oder € 663 Millionen auf € 1.428 Millionen. Hauptverantwortlich waren die Zinsaufwendungen gegenüber Kunden (minus 32 Prozent oder € 406 Millionen) und Kreditinstituten (minus 41 Prozent oder € 276 Millionen) aufgrund niedrigerer Zinsniveaus.

In Zentraleuropa lag der Zinsüberschuss mit € 814 Millionen um 13 Prozent oder € 95 Millionen über dem Niveau der Vergleichsperiode. Am stärksten stieg das Zinsergebnis in Polen mit 50 Prozent oder € 43 Millionen aufgrund höherer Kundenmargen und gesunkener Refinanzierungskosten. In der Tschechischen Republik verbesserte es sich um 17 Prozent oder € 30 Millionen. Hauptverantwortlich waren gesunkene Refinanzierungskosten, ein gestiegenes Kreditvolumen im Privatkunden- und Hypothekarkreditbereich und höhere Zinserträge aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren. In der Slowakei erhöhte sich der Zinsüberschuss um 12 Prozent oder € 22 Millionen aufgrund einer verbesserten aktivseitigen Margensituation.

In Südosteuropa verbesserte sich der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 14 Millionen auf € 673 Millionen. In Kroatien und Rumänien stieg das Ergebnis im Wesentlichen aufgrund gesunkener Kosten für Kunden- und Bankeinlagen. Einzig in Serbien fiel der Zinsüberschuss um 19 Prozent oder € 18 Millionen auf € 76 Millionen. Dieser Rückgang lag im schwachen Neugeschäft, den geringerer Margen für bonitätsstarke Kunden, gesunkenen Erträgen aus Veranlagungen bei Zentralbanken und der starken Währungsabwertung begründet.

Der Zinsüberschuss im Segment Russland verringerte sich um 27 Prozent oder € 142 Millionen auf € 381 Millionen. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Zinserträge aus Forderungen an Kunden, da im Vorjahr im Privat- und Firmenkundenbereich größere Volumina zurückgezahlt worden waren und das inzwischen anlaufende Neugeschäft aufgrund des starken Wettbewerbs zu niedrigeren Marktzinssätzen erfolgte.

In Segment GUS Sonstige verringerte sich das Zinsergebnis um 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 370 Millionen. Einerseits verbesserte sich der Zinsüberschuss in Belarus um 14 Prozent oder € 7 Millionen wegen geringeren Zinsaufwendungen gegenüber Banken und andererseits sank er in der Ukraine um 4 Prozent oder € 11 Millionen infolge von reduzierten Kreditbeständen, schwächerem Neugeschäft und restrukturierten Krediten.

Die Nettozinsspanne, das ist das Verhältnis von Zinsüberschuss zu durchschnittlicher Bilanzsumme, blieb annähernd auf dem Niveau der letzten Quartale, sie stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Basispunkte auf 3,75 Prozent.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 15 Millionen auf € 921 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr stieg um 7 Prozent oder € 27 Millionen auf € 424 Millionen und trug somit maßgeblich zum Provisionsüberschuss bei. Am stärksten erhöhte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr aufgrund gestiegener Transaktionsvolumina in Zentraleuropa und Russland um € 11 Millionen bzw. € 10 Millionen. Das Ergebnis aus Kreditbearbeitung und Avalgeschäft blieb gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres mit € 150 Millionen nahezu unverändert. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft zog vor allem aufgrund höherer Erträge aus dem Emissionsgeschäft in Kroatien um 21 Prozent oder € 6 Millionen an. Das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten erhöhte sich insbesondere durch verstärkte Versicherungsaktivitäten in Südosteuropa um 30 Prozent oder € 7 Millionen.

Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft verzeichnete einen Rückgang von 11 Prozent oder € 27 Millionen infolge einer geringeren Nachfrage nach Devisentransaktionen vor allem in Russland, der Ukraine, Ungarn und Kroatien.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis sank um 10 Prozent oder € 14 Millionen auf € 133 Millionen. Den größten Beitrag lieferten mit € 75 Millionen das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft und das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft mit € 54 Millionen.

Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verringerte sich um 14 Prozent oder € 12 Millionen. Aus Segmentsicht sank das Ergebnis in Zentraleuropa um € 41 Millionen am stärksten, verantwortlich dafür waren überwiegend Bewertungsverluste aus Zinsswaps in der Slowakei.

Im Gegensatz dazu stieg das Ergebnis in Russland um 55 Prozent oder € 21 Millionen aufgrund höherer Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren. In der Ukraine war ein Bewertungsgewinn infolge des besseren Länderratings ukrainischer Staatsanleihen für den Anstieg von € 4 Millionen verantwortlich. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft in Südosteuropa stieg um € 4 Millionen durch gestiegene Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren nach einer Erhöhung des Portfolio-Volumens in Albanien.

Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verzeichnete einen Rückgang von 11 Prozent oder € 6 Millionen auf € 54 Millionen. In Russland stieg es um € 53 Millionen aufgrund von Bewertungsgewinnen aus Devisentransaktionen für Absicherungsmaßnahmen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank im Segment Südosteuropa um € 32 Millionen und in Zentraleuropa um € 17 Millionen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang infolge von Bewertungsverlusten aus Devisenterminkontrakten waren Rumänien mit minus € 23 Millionen, Kroatien mit minus € 6 Millionen und Ungarn mit minus € 12 Millionen. In Österreich (dargestellt in der Spalte Überleitung der Segmentberichterstattung) sank das Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund eines Bewertungsverlusts einer Fremdwährungsposition um € 10 Millionen. Im Segment GUS Sonstige blieb das Ergebnis

aus dem währungsbezogenen Geschäft mit € 12 Millionen beinahe auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug in den ersten neun Monaten 2010 minus € 39 Millionen nach plus € 3 Millionen in der Vorjahresperiode. Die größte Abweichung ergab sich in den sonstigen Steuern. Aufgrund der Entscheidung des ungarischen Parlaments, eine Abgabe von Banken und Finanzdienstleistern einzufordern, wurde für die Berichtsperiode ein abgegrenzter Betrag von € 31 Millionen rückgestellt.

Aus der Dotierung von sonstigen Rückstellungen resultierte ein Aufwand von € 7 Millionen, der überwiegend durch die Bildung von Rückstellungen für laufende Rechtsfälle in Russland, der Slowakei, Ungarn und der Ukraine verursacht wurde.

Verwaltungsaufwendungen

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die Verwaltungsaufwendungen um 9 Prozent oder € 144 Millionen auf € 1.822 Millionen. Die Ursache lag teilweise in den Währungsaufwertungen in den CEE-Ländern – insbesondere von russischem Rubel, polnischem Zloty, tschechischer Krone und ungarischem Forint. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 3 Prozent und der um 9 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen stieg die Cost/Income Ratio gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6,3 Prozentpunkte auf 57,4 Prozent.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 10 Prozent oder € 75 Millionen auf € 855 Millionen und stellte mit einem Anteil von 47 Prozent den größten Posten in den Verwaltungsaufwendungen dar. Trotz teilweise sinkender Mitarbeiterzahlen stieg der Aufwand einerseits infolge der Aufwertungen einiger CEE-Währungen, andererseits aufgrund der wieder geleisteten Bonuszahlungen und marktbedingten Gehaltserhöhungen.

Im Berichtszeitraum betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 56.362 und lag damit um 4.564 unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Sie verringerte sich in Russland um 12 Prozent oder 1.125 Mitarbeiter, in GUS Sonstige um 8 Prozent oder 1.475 Mitarbeiter, in Südosteuropa um 7 Prozent oder 1.302 Mitarbeiter und in Zentraleuropa um 5 Prozent oder 693 Mitarbeiter. In Österreich kam es zu einem Anstieg um 9 Prozent oder 31 Mitarbeitern.

Die Zahl der Mitarbeiter zum 30. September 2010 betrug 56.650, das entspricht einem Anstieg um 120 Mitarbeiter gegenüber dem Jahresende 2009. Nach Segmenten betrachtet ging die Zahl in Russland um 1 Prozent oder 121 Mitarbeiter und in Südosteuropa um 2 Prozent oder 270 Mitarbeiter zurück. In Zentraleuropa erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 3 Prozent oder 332 und in GUS Sonstige um 1 Prozent oder 166. Österreich verzeichnete einen Zuwachs von 4 Prozent oder 13 Mitarbeitern.

Der Sachaufwand erhöhte sich zum 30. September 2010 um 6 Prozent oder € 44 Millionen auf € 759 Millionen. Dabei stellte der Raumaufwand mit € 226 Millionen den bei weitem größten Aufwandsposten dar. Er verzeichnete einen leichten Rückgang von 1 Prozent oder € 2 Millionen aufgrund von niedrigeren Mietaufwendungen infolge von Schließungen von Geschäftsstellen in der Ukraine und Rumänien. Durch höhere Servicekosten von Software-Systemen (z.B. Basel-II-Systeme, Group Data Warehouse) stieg der IT-Aufwand um 23 Prozent oder € 26 Millionen. Aufwandserhöhungen ergaben sich weiters im Rechts- und Beratungsbereich (plus 13 Prozent oder € 8 Millionen) im Zusammenhang mit der Fusion.

Die Anzahl der Geschäftsstellen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 193 auf 2.952. Durch Standortoptimierungen ging die Zahl im Segment GUS Sonstige um 104 (davon 97 in der Ukraine) und in Russland um 25 Geschäftsstellen zurück. Die Zahl der Geschäftsstellen sank in Südosteuropa um 33 und in Zentraleuropa um 32.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14 Prozent oder € 26 Millionen auf € 208 Millionen. Davon entfielen € 122 Millionen auf Sachanlagen, € 62 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 24 Millionen auf vermietete Leasinganlagen. Im Berichtszeitraum wurden konzernweit Investitionen in Höhe von € 300 Millionen getätigt. Davon flossen 40 Prozent (€ 121 Millionen) in eigene Sachanlagen, in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts wurden € 101 Millionen investiert. Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen 26 Prozent (€ 78 Millionen), die zum überwiegenden Teil Software-Systeme betrafen.

Konzern-Periodenüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 Veränderung 1.1.-30.9.2009 1.1.-30.9.2008
Betriebsergebnis 1.354 - 15,5% 1.603 1.610
Kreditrisikovorsorgen - 837 - 38,7% - 1.365 - 366
Übrige Ergebnisse 7 - 85,2% 49 17
Periodenüberschuss vor Steuern 524 82,6% 287 1.261
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 138 94,9% - 71 - 296
Periodenüberschuss nach Steuern 385 78,5% 216 965
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
- 67 11,1% - 60 - 104
Konzern-Periodenüberschuss 318 104,5% 156 861

Entwicklung des Konzernüberschusses im Periodenvergleich

Starker Rückgang der Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen

Die schon während der Finanz- und Wirtschaftskrise eingeleiteten und inzwischen greifenden Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreditportfolios sowie ein verbessertes wirtschaftliches Umfeld führten im Vergleich zur Vorjahresperiode zu deutlich geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (das ist der Saldo aus Zuführungen und Auflösungen von Vorsorgen für das Kreditgeschäft sowie Direktabschreibungen und Erträgen von Eingängen auf abgeschriebene Forderungen). In der Berichtsperiode

wurden Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 837 Millionen netto dotiert. Dies entspricht einem Rückgang von 39 Prozent oder € 528 Millionen im Vergleich zur Vorjahresperiode (€ 1.365 Millionen).

Das Segment Russland wies im Vergleich zum Vorjahr die stärksten Rückgänge auf. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen um 71 Prozent oder € 204 Millionen auf € 83 Millionen. In der Berichtsperiode wurden netto € 114 Millionen an Einzelwertberichtigungen dotiert, dagegen wurden Portfolio-Wertberichtigungen in Höhe von € 31 Millionen aufgelöst. Die Gründe für den Rückgang der Nettodotierungen bzw. die Auflösungen lagen in der Verbesserung der Bonität der Kreditnehmer infolge eines freundlicheren ökonomischen Umfelds, Restrukturierungsmaßnahmen, Kreditrückzahlungen und einem geringeren Zuwachs von im Zahlungsverzug befindlichen Krediten.

Auch das Segment GUS Sonstige verzeichnete kräftige Rückgänge in den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Diese gingen um 43 Prozent oder € 169 Millionen auf € 223 Millionen zurück. Von den Nettodotierungen entfielen € 216 Millionen auf die Ukraine. Restrukturierungen und Neuverhandlungen von Kreditkonditionen sowie eine verbesserte Rückzahlungsquote wirkten sich in der Ukraine positiv aus.

Deutlich geringere Nettodotierungen zu Kreditvorsorgen im Vergleich zur Vorjahresperiode wurden auch im Segment Südosteuropa verzeichnet. Hier sanken sie um 34 Prozent oder € 114 Millionen auf € 227 Millionen. In Rumänien wurde für Kredite an Firmen- und Privatkunden erheblich weniger als im Vorjahr dotiert. Die Gründe für diesen Rückgang waren die Verbesserung der Portfolio-Qualität, Restrukturierungen, aber auch Verkäufe von notleidenden Krediten. In Bulgarien stiegen hingegen die Nettodotierungen, die ebenso Kredite für Firmen- wie auch Retail-Kunden betrafen, gegenüber der Vergleichsperiode leicht an.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen auch im Segment Zentraleuropa, lagen jedoch mit € 305 Millionen über den anderen Segmenten. Der Rückgang betrug 12 Prozent oder € 40 Millionen gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. In Ungarn wurden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 127 Millionen vorgenommen, die infolge geringerer Ausfallraten sowie Restrukturierungsmaßnahmen um € 65 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode lagen. In der Tschechischen Republik wurden € 78 Millionen an Kreditrisikovorsorgen gebildet, das entspricht einem Zuwachs von € 27 Millionen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Gründe lagen vor allem im Anstieg von notleidenden Krediten im Privatkundenbereich, speziell bei Hypothekarkrediten. In Polen blieben die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit € 52 Millionen konstant auf dem Niveau des Vorjahres, während sie in der Slowakei aufgrund des freundlicheren wirtschaftlichen Umfelds und des verbesserten Zahlungsverhaltens im Retail-Bereich leicht rückläufig waren.

Die Risikokennzahlen zeigten eine deutliche Verbesserung. So sank die Risk/Earnings Ratio von 61,4 Prozent auf 38,7 Prozent. Ebenso ging die Neubildungsquote – die Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 1,10 Prozentpunkte auf 2,15 Prozent zurück.

Übrige Ergebnisse rückläufig

Die übrigen Ergebnisse gingen gegenüber der Vergleichsperiode von € 49 Millionen auf € 7 Millionen deutlich zurück. Hauptverantwortlich zeichnete das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten. Aus den Derivatgeschäften – vor allem Zinsswaps – resultierte ein Bewertungsverlust in Höhe von € 37 Millionen nach einem Plus von € 6 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das im Wesentlichen die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren enthält, stieg gegenüber der Vergleichsperiode leicht um € 3 Millionen auf € 47 Millionen an. Aus deren Bewertung resultierte ein Ergebnis von € 15 Millionen nach € 41 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieses setzte sich einerseits aus Wertpapierabwertungen in Ungarn und Russland und andererseits aus Wertaufholungen in der Ukraine, der Slowakei und der Tschechischen Republik zusammen, die überwiegend festverzinsliche Wertpapiere des öffentlichen Sektors betrafen. Im Zuge der Veräußerung von Wertpapieren wurden vor allem in den rumänischen, russischen und ukrainischen Netzwerkeinheiten positive Ergebnisse von € 28 Millionen nach € 4 Millionen in der Vorjahresvergleichsperiode realisiert.

In der Berichtsperiode wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen sowie ein Tochterunternehmen infolge von Liquidation endkonsolidiert. Daraus ergab sich in Summe ein negatives Endkonsolidierungsergebnis von € 3 Millionen.

Steuerquote bei 26 Prozent

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen um 95 Prozent oder € 67 Millionen auf € 138 Millionen. Die Steuerquote betrug 26,4 Prozent gegenüber 24,8 Prozent in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Gewinn je Aktie € 1,78

Der Periodenüberschuss nach Steuern erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 79 Prozent oder € 169 Millionen auf € 385 Millionen. Davon sind € 67 Millionen anderen Gesellschaftern zuzurechnen.

Mit einem Konzern-Periodenüberschuss (das auf die Aktionäre der Raiffeisen International entfallende Ergebnis) von € 318 Millionen, nahm das Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres auf mehr als das Doppelte zu. Nach Abzug einer anteiligen Dividende für das Genussrechtskapital (€ 45 Millionen) verblieb ein Gewinn je Aktie von € 1,78 (Vorjahresvergleichsperiode: € 0,72). Ohne diese hätte der Gewinn je Aktie € 2,07 gegenüber € 1,01 in der Vergleichsperiode des Vorjahres betragen.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International lag zum 30. September 2010 bei € 75,8 Milliarden und somit nur knapp 1 Prozent oder € 0,5 Milliarden unter dem Jahresendniveau 2009. In der Berichtsperiode zeigten sich folgende Verschiebungen auf der Aktivseite: Während der Anteil der Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen auf 64 Prozent zulegte (plus 2 Prozentpunkte), ging der Anteil der Forderungen an Kreditinstitute auf 10 Prozent (minus 4 Prozentpunkte) zurück. Der Anteil der Wertpapierveranlagungen stieg auf 17 Prozent (plus 3 Prozentpunkte) und die übrigen Aktiva fielen um 1 Prozentpunkt. Per 1. Jänner 2010 wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen und ein Tochterunternehmen infolge von Liquidation endkonsolidiert, die Veränderung hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.

Die Mehrzahl der Währungen der CEE-Länder wertete 2010 auf, jedoch einige Währungen mit abnehmender Dynamik im Jahresverlauf (Stichtagskurse): tschechische Krone plus 7 Prozent, ukrainische Hryvna plus 6 Prozent, russischer Rubel plus 3 Prozent. Dagegen fielen der serbische Dinar um 11 Prozent und der ungarische Forint um 2 Prozent. Diese Währungseffekte führten zu einem Anstieg der Bilanzsumme von knapp 2 Prozent, während die Bilanzsumme organisch um mehr als 2 Prozent zurückging.

Aktiva

Struktur der Bilanzaktiva

Das Kreditvolumen an Kunden stieg seit Jahresbeginn um 3 Prozent oder € 1,3 Milliarden auf € 51,8 Milliarden. Der Anstieg resultierte aus Kreditvergaben an Firmen- und Retail-Kunden mit € 0,9 Milliarden bzw. € 0,5 Milliarden. Ein leichter Rückgang ergab sich bei Krediten an den öffentlichen Sektor. Der Bestand an Kreditrisikovorsorgen, der überwiegend auf Kredite an Kunden entfällt, erhöhte sich um 20 Prozent oder € 0,6 Milliarden auf € 3,7 Milliarden. Die Loan/Deposit Ratio belief sich auf 120 Prozent (plus 1 Prozentpunkt gegenüber dem Jahresultimo).

Zu einem deutlichen Rückgang von € 2,8 Milliarden kam es bei den Forderungen an Kreditinstitute. Hier sanken vor allem die Kreditvergaben an Geschäftsbanken um € 2,4 Milliarden auf € 6,0 Milliarden. Insgesamt beliefen sich die Forderungen an Kreditinstitute auf € 7,5 Milliarden.

Zum 30. September 2010 betrug das gesamte Volumen an Wertpapieren und Beteiligungen € 13,2 Milliarden. Damit wurde seit Jahresbeginn ein Zuwachs von 20 Prozent oder € 2,2 Milliarden erreicht. Überliquidität wurde überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere, insbesondere refinanzierungsfähige Schuldtitel öffentlicher Stellen, veranlagt.

Die übrigen Aktiva gingen um € 0,6 Milliarden auf € 6,9 Milliarden zurück, wofür der Posten Barreserve verantwortlich war. Die bei Zentralbanken veranlagte Überliquidität wurde 2009 mit zunehmender Stabilisierung des Kreditmarktes sukzessive abgebaut. Dieser Trend setzte sich auch in der Berichtsperiode fort. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen nur geringfügig auf € 1,0 Milliarden. Die Veränderung der darin enthaltenen Firmenwerte war gänzlich währungsbedingt. Sie beliefen sich zum Stichtag auf € 604 Millionen (davon € 258 Millionen in der russischen und € 217 Millionen in der ukrainischen Konzerneinheit).

Passiva

Die Passivstruktur gestaltete sich zum 30. September wie folgt: Der mit Abstand größte Anteil enfiel mit 57 Prozent auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (plus 1 Prozentpunkt). Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging um 3 Prozentpunkte auf 24 Prozent zurück, die übrigen Passiva nahmen um 1 Prozentpunkt auf 6 Prozent zu. Der Anteil des Eigen- und Nachrangkapitals erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent.

Die Kundeneinlagen stiegen um 2 Prozent oder € 0,7 Milliarden auf € 43,3 Milliarden. Die Einlagen von Kommerzkunden legten um € 0,5 Milliarden zu, die von Retail-Kunden um € 0,1 Milliarden. Während die Termineinlagen um 6 Prozent oder € 1,5 Milliarden nachgaben, kam es bei den kurzfristigen Einlagen zu einem Anstieg von 13 Prozent oder € 2,2 Milliarden auf € 19,3 Milliarden, der überwiegend in Russland und der Ukraine verzeichnet wurde.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigten einen deutlichen Rückgang von € 2,1 Milliarden auf € 18,0 Milliarden. Dabei kam es fast ausschließlich bei den langfristigen Refinanzierungen zu einer Reduktion, die überwiegend Geschäftsbanken in allen Regionen betraf.

Die übrigen Passivposten stiegen um € 0,5 Milliarden auf € 4,6 Milliarden an, was zum Großteil auf Zahlungsverkehrskonten

aufgrund zeitlicher Verschiebungen zurückzuführen war.

Eigenkapital

Das aus Konzern-Eigenkapital, Konzern-Periodenüberschuss und Fremdanteilen bestehende bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International belief sich zum 30. September 2010 auf € 7.353 Millionen und verzeichnete damit einen Zuwachs von 5 Prozent oder € 353 Millionen gegenüber dem Jahresultimo.

Das Konzern-Eigenkapital, das sich aus gezeichnetem Kapital, Genussrechtskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen zusammensetzt, stieg um € 213 Millionen auf € 6.003 Millionen. Der Anstieg erfolgte in den Gewinnrücklagen, die im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung und das sonstige Ergebnis bestimmt wurden. Die größte Komponente im sonstigen Ergebnis stellen die Währungsdifferenzen dar, die sich inklusive der damit in Zusammenhang stehenden Kapitalabsicherungsmaßnahmen (Capital Hedge, minus € 14 Millionen) auf € 95 Millionen beliefen. Die Dividende für das Genussrechtskapital minderte das Konzern-Eigenkapital um € 60 Millionen, die in der Hauptversammlung im Juli beschlossene Dividende auf das Grundkapital von € 0,20 je Aktie verringerte es um € 31 Millionen. Der Konzern-Periodenüberschuss für die ersten neun Monate 2010 betrug € 318 Millionen.

Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitenanteile am Kapital) erhöhten sich leicht auf € 1.032 Millionen. Der auf die Minderheiten entfallende Periodengewinn belief sich auf € 67 Millionen, die Währungseffekte auf € 15 Millionen. Die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von € 49 Millionen verminderten hingegen die Fremdanteile.

Eigenmittel gemäß BWG

Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken. Kreditrisiko und Marktrisiko werden grundsätzlich nach dem Standardansatz gemäß § 22 BWG berechnet, wobei das Kreditrisiko für Forderungen an Banken, Corporates und Sovereigns in den Netzwerkbanken in Kroatien, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) berechnet wird. Ab April 2010 wurde erstmals auch ein Großteil der Forderungen an Privatkunden in der Slowakei nach diesem Ansatz berechnet. Ab Juli 2010 wurde der IRB-Ansatz für die Forderungen an Privatkunden in Ungarn eingeführt. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Im Berichtszeitraum verbesserten sich die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG um 1 Prozent oder € 66 Millionen auf € 8.394 Millionen. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, weil er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) verringerte sich um 1 Prozent oder € 60 Millionen gegenüber dem Jahresende und belief sich auf € 7.012 Millionen. Negative Auswirkungen hatten die Abwertungen des serbischen Dinar in Höhe von 11 Prozent, des ungarischen Forint von 2 Prozent und des rumänischen Leu von 1 Prozent. Positiv wurde das Tier-1-Kapital von der Aufwertung der tschechischen Krone von 7 Prozent, der ukrainischen Hryvna von 6 Prozent, sowie des russischen Rubel und des polnischen Zloty von jeweils 3 Prozent beeinflusst. Darüber hinaus stiegen die immateriellen Vermögenswerte, die vom Kernkapital abgezogen wurden, um 8 Prozent oder € 24 Millionen. Weiters verringerten Dividendenausschüttungen an Dritte das Kernkapital.

Die ergänzenden Eigenmittel erhöhten sich um 5 Prozent oder € 56 Millionen auf € 1.158 Millionen. Sie wurden von mehreren Faktoren beeinflusst. Einerseits verbesserten sie sich aufgrund des gestiegenen berücksichtigungsfähigen Risikovorsorgeüberschusses für IRB-Positionen um € 61 Millionen, vornehmlich durch höhere Vorsorgen in Ungarn. Die je zur Hälfte in Rumänien und Polen begebenen Tier-2-Emissionen in Höhe von € 50 Millionen wirkten sich positiv auf das langfristige nachrangige Kapital aus. Andererseits verringerten auslaufende Tier-2-Emissionen die ergänzenden Eigenmittel vor allem in Russland und Rumänien.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) verbesserte sich um 39 Prozent oder € 71 Millionen auf € 252 Millionen. Positiv wurde das kurzfristige Nachrangkapital durch auslaufendes Tier-2-Kapital beeinflusst, negativ durch abgereiftes Tier-3-Kapital in Russland und der Slowakei.

Das Eigenmittelerfordernis stieg um 2 Prozent oder € 115 Millionen auf € 5.232 Millionen. Das Kreditrisiko – basierend auf dem Standardansatz – verringerte sich um € 91 Millionen auf € 2.771 Millionen, wobei es durch den Einsatz des IRB-Ansatzes in der Slowakei und Ungarn zu einer Reduktion von € 58 Millionen kam. Das Kreditrisiko nach IRB-Ansatz erhöhte sich gegenüber dem Jahresende um € 201 Millionen auf € 1.347 Millionen.

Das Erfordernis für das Marktrisiko wuchs großteils wegen Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

höherer Anleihenvolumina in Russland um € 37 Millionen auf € 173 Millionen. Das operationelle Risiko erhöhte sich um € 9 Millionen auf € 583 Millionen. Das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen verringerte sich um € 41 Millionen auf € 358 Millionen wegen einer niedrigeren Long-Position in der tschechischen Krone.

Der Eigenmittelüberschuss betrug zum 30. September 2010 € 3.162 Millionen. Gegenüber dem Jahresende 2009 entsprach dies einem Rückgang von € 50 Millionen. Die Überdeckungsquote sank damit um 2,4 Prozentpunkte auf 60,4 Prozent. Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – fiel um 0,5 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent. Die

Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – reduzierte sich um 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Jahresende 2009 auf 10,7 Prozent. Die Eigenmittelquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 8,9 Prozent.

Risikomanagement

Die aktive Steuerung von Risiken war für die Raiffeisen International und ist auch für die Raiffeisen Bank International eine Kernkompetenz. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, verfügt die Gruppe über ein umfassendes Risikomanagement, das permanent weiterentwickelt wurde. Die Risikosteuerung der Raiffeisen International bzw. der RBI war und ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Aktuelle Risikomanagement-Initiativen

Im Berichtszeitraum wurden vor allem die Vorbereitungen für die Zusammenführung des Risikomanagements der Raiffeisen International mit dem der RZB im Zuge der Fusion fortgeführt und größtenteils abgeschlossen. Dies betraf vor allem die Zusammenführung des Kreditvergabeprozesses sowie die Einreichung notwendiger Anträge und Unterlagen bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für Kreditrisiken nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB).

Großes internationales Medienecho riefen die vom Ausschuss der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden (Committee of European Banking Supervisors – CEBS) organisierten Stresstests für 91 europäische Finanzinstitute hervor, deren Ergebnisse Ende Juli veröffentlicht wurden. Das Portfolio der Raiffeisen International wurde dabei als Teil des RZB-Konzerns einer detaillierten Analyse unterzogen, um die Auswirkungen verschiedener volkswirtschaftlicher Entwicklungen abzuschätzen. Simuliert wurden insbesondere die direkten und indirekten Effekte vorgegebener Krisenszenarien (z.B. BIP-Wachstumsraten, Währungskurse, Credit Spreads) auf künftige Kapitalerfordernisse, notwendige Kreditrisikovorsorgen sowie Ertrags- und Kapitalkomponenten.

Die intern bereits 2008 und 2009 als Reaktion auf die Krise eingeleiteten Maßnahmen – darunter insbesondere die selektive Portfolioreduktion, die Optimierung der Zusammensetzung des Kreditportfolios sowie Verbesserungen in den Kreditprozessen des Konzerns – erwiesen sich als wesentlich für die hohe Stabilität des Kreditportfolios auch unter Stressszenarien. Das Risikomanagement steuert z.B. die Portfoliodiversifikation aktiv durch Obergrenzen für das Gesamtexposure in einzelnen Wirtschaftszweigen oder Ländern und durch eine laufende Anpassung der entsprechenden Kreditvergabestandards.

Der Erfolg der getroffenen Maßnahmen spiegelt sich – ebenso wie die partielle wirtschaftliche Erholung – in der aktuellen Entwicklung der Neubildung von Kreditrisikovorsorgen wider. Dennoch nimmt der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio weiter zu. Verantwortlich dafür sind die durchschnittliche Dauer des Workout-Prozesses (vom Zeitpunkt des Ausfalls oder Zahlungsverzugs bis zur Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit oder zur Ausbuchung einer Forderung), ein geringes Kreditwachstum sowie nach wie vor über dem langfristigen Durchschnitt liegende Ausfallraten. Entsprechend wurden die Kapazitäten in diesem Bereich weiter konzentriert und ein noch strikteres Monitoring sowie Reporting eingeführt.

Das Retail-Risikomanagement implementierte in diesem Zusammenhang das Restrukturierungskonzept für Retail-Kunden in weiteren Ländern. Dieses umfassende Konzept ist bereits 2009 erstellt worden und wird schrittweise in den einzelnen Ländern umgesetzt. Vereinbarungen, die typischerweise bei Restrukturierungen mit Kunden getroffen werden, betreffen die Verlängerung von Darlehenslaufzeiten, die Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten und die vorübergehende Reduktion von Raten – unter Beibehaltung des Darlehensbarwerts.

Das Sanierungsmanagement für Firmenkunden baut auf einer eindeutigen Definition des Risikostatus jedes einzelnen Kunden im Rahmen eines Frühwarnsystems auf, wobei die Zuordnung zu einem bestimmten Risikostatus durch eine teilautomatisierte, IT-gestützte Ursache-Wirkungs-Analyse erfolgt. Dadurch ist es möglich, Kunden möglichst frühzeitig zu unterstützen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Eine entsprechende unabhängige Stelle für die Risiko-Früherkennung wurde auch im Geschäftsbereich der Finanzinstitutionen konzernweit als Standard etabliert.

Neben diesen Weiterentwicklungen im Kreditrisikomanagement stand weiterhin speziell die Akquisition von Kundeneinlagen im Fokus. Die damit verbundenen Maßnahmen zielen vor allem auf eine Verringerung der Liquiditäts- und Transferrisiken ab.

Kapitaladäquanz (Basel II)

Der Anwendung und weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die Raiffeisen International Bank-Holding unterlag zwar selbst nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute und im Rahmen der RZB-Kreditinstitutsgruppe verpflichtend. In der Raiffeisen International wurden die Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke verwendet.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien und Kroatien erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren die Genehmigung, das Kreditrisiko von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie das des öffentlichen Sektors nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Im Retail-Bereich – für Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen – kommt dieser Ansatz neben der Slowakei seit 1. Juli 2010 nun auch in Ungarn zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden. Für die RBI ergibt sich daraus der Vorteil, dass Kreditportfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können.

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko wird mittels Standardansatz berechnet. Im Zug der Fusion wird es für die RBI AG künftig anhand eines internen Value-at-Risk-Modells ermittelt werden. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Die notwendigen Schlüsselannahmen für die Zinsbindung werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und auf Grundlage von internen Statistiken und Erfahrungswerten getroffen.

Die Liquiditätsposition der Raiffeisen International unterliegt einem regelmäßigen Monitoringprozess und ist im Rahmen der Meldung für den RZB-Konzern im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II wird derzeit der Standardansatz verwendet. Nach einer mehrjährigen Implementierungsphase wendet seit 1. Jänner 2010 auch die Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine dieses Modell an, sodass sich alle wesentlichen Konzerneinheiten am Standardansatz orientieren.

Ausblick unverändert

Im Jahr 2010 peilen wir beim Geschäft mit Corporate-Kunden eine selektive Intensivierung des Kreditgeschäfts an. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das Geschäft mit Kunden aus dem Mid-Market-Bereich und auf ausgewählte Branchen gelegt werden. Zudem soll das Provisionsgeschäft, etwa durch gezieltes Cross Selling, weiter gestärkt werden.

Im Geschäftsbereich Retail Customers streben wir für 2010 ein Wachstum der Kreditvergabe an. Der Fokus soll zunächst auf dem Cross Selling mit ausgewählten Kreditangeboten, etwa Konsumentenkrediten und Kreditkarten, liegen. Auch die Kundeneinlagen sollen weiter gesteigert werden, wofür wir uns von der Direktbank, die 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufnehmen soll, positive Impulse erwarten. Ein weiteres Ziel besteht darin, das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, insbesondere mit Provisionsprodukten, auszubauen.

Auch wenn die Kreditnachfrage 2010 insgesamt verhalten bleiben dürfte, rechnen wir aus heutiger Sicht für die Raiffeisen International mit einem leichten Anstieg der Ausleihungen an Kunden im Jahresverlauf.

Das im Berichtsjahr 2009 eingeführte strikte Kostenmanagement wird auch 2010 fortgesetzt. So soll der Ausbau des Geschäftsstellennetzes nur selektiv vorangetrieben werden. Dabei können auch bestehende Standorte geschlossen oder verlegt werden, sodass die Gesamtzahl im Jahr 2010 etwa gleich bleiben dürfte.

Segmentberichte

Regionale Segmente

Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten der Raiffeisen International dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten lassen sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Gewinn nach Steuern sowie Segmentvermögen.

Zum 30. September 2010 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.

Südosteuropa

Zu Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung mit Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern in diesem Land erfasst.

Russland

Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.

Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den auch für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen – einerseits innerhalb der IFRS und andererseits zwischen den IFRS und den in den einzelnen Ländern jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards – sowie abweichende Konsolidierungskreise zugrunde liegen können.

Segmentüberblick

Alle regionalen Segmente der Raiffeisen International verbesserten ihre Ergebnisse in den ersten drei Quartalen 2010, obwohl die Wirtschaftserholung Osteuropas unterschiedlich schnell verlief. Im Periodenvergleich lag der Anstieg des Vorsteuerergebnisses vor allem in deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen begründet.

Trotz positiver Ergebnisentwicklung führten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise der vergangenen Perioden zu einem – wenn auch verlangsamt – steigenden Anteil der notleidenden Kredite. Die ausgewogene Steigerung der Kundenforderungen setzte sich in den ersten drei Quartalen fort und spiegelte ein moderates Wachstum wider. Die Betriebserträge verringerten sich im Periodenvergleich um 3 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode. Ausgehend von einem durch erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen niedrigen Niveau in der Vergleichsperiode 2009 stiegen die Verwaltungsaufwendungen im Einklang mit der konjunkturellen Erholung und aufgrund der zu 2009 unterschiedlichen Währungsentwicklung um 9 Prozent.

Die Region Südosteuropa meldete in der Berichtsperiode trotz anhaltender konjunktureller Abkühlung mit € 263 Millionen den größten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente. Er basierte auf deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen bei im Periodenvergleich stabilem Betriebsergebnis. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 6 Prozent.

Zentraleuropa erzielte mit € 194 Millionen den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Der gestiegene Zins- und der Provisionsüberschuss trugen maßgeblich zum Zuwachs des Vorsteuerergebnisses bei. Die niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten das Vorsteuerergebnis ebenso positiv. Die Bilanzaktiva blieben im Jahresabstand fast unverändert.

In Russland erhöhte sich das Vorsteuerergebnis auf € 184 Millionen. Der starke Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode resultierte aus den deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen, die den Rückgang der Betriebserträge überkompensierten. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresvergleich um 3 Prozent zurück.

Das Segment GUS Sonstige erwirtschaftete nach einem Verlust von € 75 Millionen in der Vergleichsperiode einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 64 Millionen. Die geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren ausschlaggebend für das nunmehr positive Vorsteuerergebnis. Die Bilanzaktiva des Segments erhöhten sich im Jahresvergleich um 3 Prozent.

Die regionale Struktur der Konzernaktiva veränderte sich im Jahresabstand unwesentlich. Zentraleuropa erhöhte seinen Anteil um 1 Prozentpunkt auf 45 Prozent. Der zweitgrößte Anteil an den Konzernaktiva entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 30 Prozent (minus 1 Prozentpunkt), gefolgt von Russland mit 16 Prozent und GUS Sonstige mit 9 Prozent.

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Zinsüberschuss 814 720 13,1%
Kreditrisikovorsorgen - 305 - 345 - 11,5%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 509 375 35,8%
Provisionsüberschuss 345 316 9,1%
Handelsergebnis 15 68 - 78,0%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 11 3
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 16 33 - 0,5%
Verwaltungsaufwendungen - 637 - 599 6,3%
davon Personalaufwand - 314 - 282 11,5%
davon Sachaufwand - 260 - 261 - 0,7%
davon Abschreibungen - 63 - 56 12,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 44 - 7 4,9%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 1 0
Periodenüberschuss vor Steuern 194 188 3,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 44 - 43 2,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 150 145 3,4%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 43 - 49 - 11,9%
Periodenüberschuss nach Minderheiten 107 96 11,1%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 27,5% 48,3% - 20,8 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 26,8% 49,4% - 22,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.365 22.195 0,8%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.041 2.015 1,3%
Aktiva1 33.471 33.636 - 0,5%
Verbindlichkeiten1 30.736 31.050 - 1,0%
Cost/Income Ratio 56,4% 54,6% 1,7 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 3.026 2.519 20,1%
Return on Equity vor Steuern 8,6% 10,0% - 1,4 PP
Return on Equity nach Minderheiten 6,2% 7,0% - 0,8 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.001 13.694 - 5,1%
Geschäftsstellen1 551 583 - 5,5%

Stichtagswerte zum 30. September

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 194 Millionen um 3 Prozent oder € 6 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Der gestiegene Zins- und Provisionsüberschuss war überwiegend für das gute Vorsteuerergebnis verantwortlich. Das Handelsergebnis schrumpfte hingegen im Periodenvergleich und wirkte deutlich ertragsmindernd. Der Return on Equity vor Steuern ging um 1,4 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent zurück.

Der Zinsüberschuss erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2010 um 13 Prozent auf € 814 Millionen. Besonders stark war die Steigerung in Polen aufgrund von Konditionenanpassungen bei Krediten an Kunden, eines deutlich niedrigeren Zinsaufwands für Kundeneinlagen sowie gestiegener Erträge aus Leasingforderungen. Die Tschechische Republik verzeichnete ebenfalls einen erheblichen Zuwachs im Zinsüberschuss, der vorwiegend durch sinkende Refinanzierungskosten sowie volumen- und margenbedingte höhere Erträge aus Krediten für Retail-Kunden erreicht wurde. Die Slowakei profitierte von beibehaltenen erhöhten aktivseitigen Margen im Zusammenhang mit den gesunkenen Refinanzierungskosten. In Ungarn sank der Zinsüberschuss im Periodenvergleich aufgrund der im Laufe des vergangenen Wirtschaftsjahrs abgeschwächten Kreditvergabe insbesondere bei Fremdwährungsgeschäften, sowie geringerer Erträge aus derivativen Instrumenten des Bankbuchs, die im Zusammenhang mit einem reduzierten Volumen an Kundeneinlagen standen.

Die Nettozinsspanne erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um 41 Basispunkte auf 3,23 Prozent. Das Segment Zentraleuropa zeigte somit eine kontinuierliche Margenverbesserung in den ersten drei Quartalen 2010. Die Aktiva des Segments blieben im Jahresabstand beinahe unverändert und betrugen € 33,5 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva stiegen geringfügig von € 22,2 Milliarden um 1 Prozent auf € 22,4 Milliarden. Einerseits bewirkte eine Reduktion des Corporate-Kreditobligos überwiegend in der Slowakei eine Senkung der Kreditrisikoaktiva, anderseits führte die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für einen Großteil der Forderungen an Privatkunden in der Slowakei und Ungarn zu einer Erhöhung von € 0,6 Milliarden.

In der Region sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in der Berichtsperiode um insgesamt 12 Prozent oder € 40 Millionen auf € 305 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich im Periodenvergleich um 29 Prozent auf € 328 Millionen. Diese Erhöhung war fast ausschließlich auf die Nettodotierungen in Ungarn zurückzuführen, die überwiegend Kredite an Privatkunden betrafen. Überdies stiegen in der Tschechischen Republik die Dotierungen für Großfirmenkunden. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen ergaben hingegen in der Berichtsperiode aufgrund von Auflösungen des Bestands in Ungarn und der Verschiebung zu Einzelwertberichtigungen einen Ertrag von € 22 Millionen. In der Tschechischen Republik wurden Nettodotierungen im Zusammenhang mit Hypothekarkrediten für Privatkunden und in der Slowakei vor allem für Großkunden vorgenommen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio stieg im Jahresabstand um 2,59 Prozentpunkte auf 8,81 Prozent.

Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region mit Ausnahme von Ungarn und erhöhte sich insgesamt um 9 Prozent oder € 29 Millionen auf € 345 Millionen. Der Zahlungsverkehr trug € 136 Millionen bei und erhöhte sich im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 11 Millionen. Die größten Beiträge leisteten die Slowakei und die Tschechische Republik aufgrund der gestiegenen Anzahl an Transaktionen. Das Ergebnis aus der Kreditbearbeitung und dem Avalgeschäft erhöhte sich im Periodenvergleich um 28 Prozent auf € 48 Millionen. Der Zuwachs wurde überwiegend in Polen und in der Tschechischen Republik, hier insbesondere durch gestiegene Garantievolumina, erzielt. Des Weiteren legte dieses Ergebnis in der Slowakei dank Preisanpassungen in der Retail-Produktpalette Ende 2009 um € 3 Millionen zu. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft

stieg um 5 Prozent auf € 110 Millionen, obwohl Ungarn aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts mit Fremdwährungskrediten einen Rückgang von € 5 Millionen verzeichnete. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft sank gegenüber der Vergleichsperiode aufgrund des Ertragrückgangs in der Slowakei um 4 Prozent auf € 20 Millionen.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa betrug € 15 Millionen und lag damit um 78 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Rückgang betraf alle Länder der Region, wobei die Slowakei am stärksten betroffen war. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank um 42 Prozent von € 40 Millionen auf € 23 Millionen. Für den Rückgang war primär die Bewertung der diversen Fremdwährungsfinanzinstrumente in Ungarn verantwortlich. Überdies verzeichnete Polen vor allem wegen der niedrigeren Währungsvolatilität in der Berichtsperiode ein geringeres Ergebnis. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft betrug minus € 12 Millionen im Vergleich zu einem positiven Betrag in Höhe von € 29 Millionen in der Vergleichsperiode. Diesen Rückgang verursachten Bewertungsverluste aus Zinsswap-Transaktionen und festverzinslichen Anleihen in der Slowakei sowie Zinsswap-Transaktionen in der Tschechischen Republik. Das Ergebnis aus dem aktien- und indexbezogenen Geschäft drehte sich im Periodenvergleich von minus € 1 Million auf € 2 Millionen und fiel fast zur Gänze in Ungarn an.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 11 Millionen und stammte fast ausschließlich aus Bewertungsverlusten der Absicherungsgeschäfte in der Tschechischen Republik und in Slowenien, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank im Periodenvergleich von € 33 Millionen auf € 16 Millionen. Einerseits entfiel der Einmalerlös in Höhe von € 12 Millionen aus dem konzerinternen Verkauf einer Gesellschaft in der Slowakei in der Vergleichsperiode, anderseits verzeichnete Ungarn Bewertungsverluste überwiegend aus Kommunalschuldverschreibungen, was das Ergebnis um € 14 Millionen schmälerte.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent oder € 38 Millionen auf € 637 Millionen. Der durchschnittliche Personalstand sank im Jahresabstand um 5 Prozent auf 13.001 Mitarbeiter. Die Personalaufwendungen erhöhten sich hingegen insgesamt um 12 Prozent oder € 32 Millionen auf € 314 Millionen, wobei in der Vergleichsperiode überwiegend in Polen und Ungarn Bonuszahlungen entfallen waren. Der Sachaufwand blieb im Periodenvergleich fast unverändert auf € 260 Millionen. Die Abschreibungen stiegen hingegen gegenüber der Vergleichsperiode um 13 Prozent auf € 63 Millionen. In der Tschechischen Republik war der Anstieg auf die Anpassung der Restbuchwerte diverser IT-Systeme aufgrund der Implementierung ihres neuen Kernbanksystems zurückzuführen. In der Slowakei und in Polen erhöhten sich die Abschreibungen aufgrund der Modernisierung von Geschäftsstellen. Die Anzahl der Geschäftsstellen wurde im Jahresabstand um 6 Prozent oder 32 Filialen auf 551 reduziert. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 56,4 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region betrug minus € 44 Millionen und lag damit deutlich unter dem Wert der Vergleichsperiode. Ausschlaggebend für diesen Rückgang war eine vom ungarischen Parlament eingeführte Sonderabgabe von Banken und Finanzdienstleistern. Die Abgabenbelastung für die ersten drei Quartale 2010 betrug € 31 Millionen. Überdies wirkten Dotierungen zu Aufwandsrückstellungen in der Slowakei vor allem für zwei Rechtsfälle mit Firmenkunden ertragsmindernd. Das operative Leasinggeschäft leistete mit € 6 Millionen, die überwiegend in der Tschechischen Republik und Polen anfielen, einen etwas niedrigeren Beitrag als in der Vergleichsperiode.

Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung von überwiegend in der Tschechischen Republik und Ungarn beheimateten Projektgesellschaften verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen in Höhe von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 2 Prozent auf € 44 Millionen. Die Steuerquote in der Region blieb im Periodenvergleich mit 23 Prozent unverändert. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten belief sich auf € 107 Millionen.

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Zinsüberschuss 673 659 2,2%
davon laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen - 1 0
Kreditrisikovorsorgen - 227 - 341 - 33,6%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 447 318 40,6%
Provisionsüberschuss 287 307 - 6,5%
Handelsergebnis 44 73 - 39,0%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 9 - 3 213,1%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 12 8 47,9%
Verwaltungsaufwendungen - 542 - 547 - 0,9%
davon Personalaufwand - 235 - 237 - 1,0%
davon Sachaufwand - 231 - 236 - 1,9%
davon Abschreibungen - 76 - 74 2,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 31 22 42,4%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 7 0
Periodenüberschuss vor Steuern 263 178 48,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 35 - 29 18,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 229 149 53,8%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 16 - 13 26,0%
Periodenüberschuss nach Minderheiten 212 136 56,5%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 37,3% 45,6% - 8,3 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 40,9% 50,5% - 9,7 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 15.781 16.910 - 6,7%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.467 1.535 - 4,4%
Aktiva1 22.435 23.770 - 5,6%
Verbindlichkeiten1 19.618 20.999 - 6,6%
Cost/Income Ratio 52,3% 51,6% 0,8 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.239 1.999 12,0%
Return on Equity vor Steuern 15,7% 11,9% 3,8 PP
Return on Equity nach Minderheiten 14,1% 10,2% 4,0 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 17.142 18.444 - 7,1%
Geschäftsstellen1 1.171 1.204 - 2,7%

1 Stichtagswerte zum 30. September Der Periodenüberschuss vor Steuern in Südosteuropa stieg in der Berichtsperiode um 48 Prozent oder € 85 Millionen auf € 263 Millionen. Die deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten das Vorsteuerergebnis positiv, ein Rückgang im Handelsergebnis schmälerte es hingegen. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich im Periodenvergleich um 3,8 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent.

Der Zinsüberschuss stieg um 2 Prozent oder € 14 Millionen auf € 673 Millionen. Kroatien verzeichnete den größten Zuwachs in der Region. Die deutlich niedrigeren Kosten für Kunden- und Bankeinlagen waren für diese Entwicklung ausschlaggebend und kompensierten den Zinsertragsrückgang im Periodenvergleich. Albanien trug dank reduzierter Kosten für Privatkundeneinlagen zur Steigerung des Zinsüberschusses bei. In Rumänien bewirkten niedrigere Refinanzierungskosten gleichfalls einen Anstieg des Zinsüberschusses. In Serbien hingegen führten verringerte Margen bei Kundenkrediten und aufgrund der Währungsentwicklung geringere Erträge aus Pensionsgeschäften zu einem Rückgang des Zinsüberschusses. Die Bilanzaktiva der Region gingen im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 22,4 Milliarden zurück.

Die Nettozinsspanne erhöhte sich um 28 Basispunkte auf 3,89 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken in allen Ländern der Region mit Ausnahme von Kroatien von insgesamt € 16,9 Milliarden um 7 Prozent auf € 15,8 Milliarden. Der Rückgang beruhte auf der Volumenreduktion im Corporate-Bereich insbesondere in Serbien sowie Bosnien und Herzegowina und bei letztgenanntem zusätzlich auf einem höheren Besicherungsniveau. In Kroatien wurde seit Oktober 2009 für bestimmte Asset-Klassen erstmals der Basel-II-IRB-Ansatz angewendet, wodurch sich jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Höhe der Risikoaktiva ergaben.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken in der Region um 34 Prozent oder € 114 Millionen auf € 227 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen betrugen € 225 Millionen und verringerten sich im Periodenvergleich um 22 Prozent oder € 63 Millionen. Für diese Verbesserung war die Entwicklung in Rumänien verantwortlich, wo sich die Nettodotierungen für Firmen- und Retail-Kundenforderungen, letztgenannte auch aufgrund des Verkaufs von Retail-Kundenforderungen, verringerten. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen sanken im Periodenvergleich von 53 Millionen auf € 3 Millionen. Deutlich niedrigere Dotierungen sowie Auflösungen von bestehenden Vorsorgen wurden in allen Ländern der Region vorgenommen, wobei der stärkste Rückgang der Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen für das bulgarische Portfolio verzeichnet wurde. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 2,24 Prozentpunkte auf 8,09 Prozent zu und blieb damit weiterhin der niedrigste aller Regionen.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 287 Millionen um 7 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr leistete mit € 130 Millionen den größten Beitrag und blieb damit beinahe auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Rumänien lieferte mit € 64 Millionen erneut den größten Anteil. Aus Kreditbearbeitung und Avalgeschäft resultierte ein Ertrag von € 69 Millionen, der im Periodenvergleich um 13 Prozent niedriger lag und überwiegend in Rumänien verursacht wurde. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sanken um 19 Prozent oder € 11 Millionen auf € 48 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung in Kroatien und Serbien. In Kroatien verursachte die stabile lokale Währung in der Berichtsperiode niedrigere Fremdwährungsmargen. In Serbien führte die geringe Realwirtschaftsaktivität zu einer Abnahme der Fremdwährungstransaktionen und der damit verbundenen Erträge. Das Wertpapiergeschäft stieg deutlich aufgrund der wieder zunehmenden Kundenaktivitäten in Kroatien und Rumänien und steuerte € 7 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis in Südosteuropa sank von € 73 Millionen in der Vergleichsperiode um 39 Prozent auf € 44 Millionen. Das währungsbezogene Geschäft fiel von € 56 Millionen auf € 25 Millionen. Dies resultierte überwiegend aus den niedrigeren Erträgen aus den in der Berichtsperiode durchgeführten Forward-Transaktionen in Rumänien und der allgemein niedrigen Fremdwährungshandelsaktivität in Kroatien. Im zinsbezogenen Geschäft wurde ein Ergebnis von € 20 Millionen verzeichnet, das überwiegend in Albanien anfiel und aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren resultierte.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 9 Millionen stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Kroatien, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg von € 8 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 12 Millionen. Das Ergebnis beruhte überwiegend auf Veräußerungsgewinnen von Staatsanleihen und Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Schuldverschreibungen in Rumänien, die mit dem weiter gesunkenen Zinsniveau in diesem Markt im Zusammenhang standen.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit insgesamt € 542 Millionen um 1 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei sanken die Personalaufwendungen um € 2 Millionen auf € 235 Millionen, während sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter um 7 Prozent oder 1.302 auf 17.142 reduzierte. Die Sachaufwendungen fielen um 2 Prozent auf € 231 Millionen. Einerseits sank der Raumaufwand in Rumänien aufgrund einiger Schließungen von Geschäftsstellen und erfolgreichen Mietzinsanpassungen, anderseits erhöhten sich die IT-Aufwendungen in Bulgarien und Rumänien. Die Abschreibungen stiegen um 3 Prozent auf € 76 Millionen. Ausgehend von 1.204 Geschäftsstellen zum Ende der Vergleichsperiode sank deren Anzahl um 3 Prozent auf 1.171. Die Cost/Income Ratio stieg geringfügig um 0,8 Prozentpunkte auf 52,3 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Periodenvergleich um 42 Prozent auf € 31 Millionen. Darin waren vor allem Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Höhe von € 28 Millionen enthalten, die überwiegend in Kroatien erwirtschaftet wurden. Die um € 2 Millionen niedrigeren Dotierungen der sonstigen Rückstellungen trugen zur Erhöhung des Ergebnisses bei.

Aufgrund der Endkonsolidierung von Projektgesellschaften aus Wesentlichkeitsgründen, die überwiegend in Rumänien anfielen, verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 7 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag wuchsen gegenüber der Vergleichsperiode um 18 Prozent auf € 35 Millionen. Die Steuerquote in der Region lag bei 13 Prozent und damit 3 Prozentpunkte unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten betrug € 212 Millionen.

Russland

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Zinsüberschuss 381 523 - 27,2%
Kreditrisikovorsorgen - 83 - 287 - 71,2%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 299 236 26,5%
Provisionsüberschuss 155 150 3,7%
Handelsergebnis 59 - 14
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 17 7
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 1 3 - 52,0%
Verwaltungsaufwendungen - 301 - 273 10,2%
davon Personalaufwand - 144 - 123 16,9%
davon Sachaufwand - 119 - 126 - 5,7%
davon Abschreibungen - 38 - 24 60,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 14 - 10 0,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 3 0
Periodenüberschuss vor Steuern 184 99 86,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 46 - 27 70,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 138 72 92,5%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg 0 0 - 4,5%
Periodenüberschuss nach Minderheiten 138 72 92,8%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 26,1% 25,3% 0,8 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 24,7% 24,4% 0,3 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 8.360 7.668 9,0%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 890 749 18,9%
Aktiva1 12.012 12.335 - 2,6%
Verbindlichkeiten1 10.229 10.811 - 5,4%
Cost/Income Ratio 51,9% 42,1% 9,7 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.104 1.058 4,4%
Return on Equity vor Steuern 22,2% 12,4% 9,8 PP
Return on Equity nach Minderheiten 16,7% 9,0% 7,8 PP
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 8.421 9.546 - 11,8%
Geschäftsstellen1 198 223 - 11,2%

Stichtagswerte zum 30. September

Der Periodenüberschuss vor Steuern erhöhte sich trotz rückläufiger Betriebserträge in den ersten drei Quartalen 2010 um € 85 Millionen auf € 184 Millionen. Die niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren Hauptgrund für diesen Zuwachs. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 9,8 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent.

Der Zinsüberschuss sank um 27 Prozent oder € 142 Millionen auf € 381 Millionen. Der Rückgang beruhte vor allem auf niedrigen Margen beim aktivseitigen Neugeschäft, obwohl der Zinsaufwand speziell für Bankeinlagen stark rückläufig war. Überdies halbierte sich der Zinsertrag aus Leasingforderungen im Periodenvergleich.

Die Nettozinsspanne in Russland verringerte sich um 103 Basispunkte auf 4,15 Prozent. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 3 Prozent oder € 0,3 Milliarden auf € 12,0 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich um 9 Prozent auf € 8,4 Milliarden. Die Reduktion des Kreditobligos im Financial-Institutions-Bereich und die Erhöhung der Kreditvolumina an Kunden mit guter Bonität im Corporate-Bereich führten insgesamt zu gesteigerten Kreditrisikoaktiva. Überdies führte der Ausbau des Wertpapier- und Geldmarktgeschäfts mit dem öffentlichen Sektor zu einer weiteren Erhöhung der Kreditrisikoaktiva.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken deutlich von € 287 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 83 Millionen. Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückgang waren die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen, die um 58 Prozent auf € 114 Millionen zurückgingen. Die Verbesserung der Rating-Struktur der Kunden, eine gute Performance des Forderungsinkassos und ein graduell sinkendes Volumen an notleidenden Krediten führten zu niedrigeren Nettodotierungen in der Berichtsperiode. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen ergaben aufgrund der Verbesserung des Kunden-Ratings des Portfolios sowie zusätzlich eingeholter Sicherheiten und daraus resultierender Auflösungen des Bestands an Portfolio-Kreditrisikovorsorgen einen Ertrag von € 31 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio erhöhte sich im Jahresabstand geringfügig um 0,86 Prozentpunkte auf 10,07 Prozent.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich insgesamt um 4 Prozent oder € 5 Millionen auf € 155 Millionen. Der Zahlungsverkehr steuerte dabei mit € 64 Millionen den größten Beitrag bei. Aufgrund der höheren Transaktionsanzahl und des gestiegenen Volumens an ausgegebenen Bankkarten verbesserte sich das Ergebnis um 18 Prozent. Das Ergebnis aus der Kreditbearbeitung und dem Avalgeschäft erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode durch das gestiegene Volumen an ausgestellten Garantien und Akkreditiven um 8 Prozent oder € 2 Millionen auf € 23 Millionen. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft sanken in der Berichtsperiode um € 2 Millionen und beliefen sich nunmehr auf € 8 Millionen. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sanken aufgrund des Rückgangs der Fremdwährungstransaktionen gegenüber der Vergleichsperiode um 20 Prozent auf € 36 Millionen.

Das Handelsergebnis drehte von minus € 14 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 59 Millionen in den ersten drei Quartalen 2010. Nach dem Verlust in Höhe von € 52 Millionen betrug das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft € 1 Million und resultierte vor allem aus dem Ertrag von Devisentermingeschäften sowie Währungsswaps. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft erhöhte sich um 55 Prozent auf € 58 Millionen dank der Bewertungsgewinne aus festverzinslichen Anleihen und Schuldverschreibungen sowie dem Anstieg des Handelsportfolios.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode minus € 17 Millionen. Es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank von € 3 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 1 Million.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um insgesamt 10 Prozent auf € 301 Millionen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 17 Prozent oder € 21 Millionen auf € 144 Millionen. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern sank gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent auf 8.421, wobei vor allem der Personalstand in den Filialen reduziert wurde. Dies hatte allerdings nur geringen Einfluss auf die Personalaufwendungen. Die Gehaltserhöhungen im Laufe der Berichtsperiode trugen zur Steigerung des Personalaufwands bei. Der Sachaufwand verringerte sich um 6 Prozent oder € 7 Millionen auf € 119 Millionen. Die Reduktion des Rechts- und Beratungsaufwands sowie des Büroaufwands waren maßgeblich für diese Verbesserung verantwortlich. Die Abschreibungen stiegen vor allem aufgrund höherer Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte um € 14 Millionen auf € 38 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen reduzierte sich im Jahresabstand um 11 Prozent oder 25 Standorte auf 198. Aufgrund der rückläufigen Betriebserträge erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 9,7 Prozentpunkte auf 51,9 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments erhöhte sich um € 4 Millionen auf minus € 14 Millionen. Hauptverantwortlich für die Verschlechterung waren die erhöhten Dotierungen zu sonstigen Rückstellungen, die überwiegend für einen Rechtsfall im Zusammenhang mit der Schließung einer Filiale gebildet wurden.

Aufgrund der Endkonsolidierung einer Asset-Management-Gesellschaft aus Wesentlichkeitsgründen verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 19 Millionen auf € 46 Millionen. Die Steuerquote sank um 2 Prozentpunkte auf 25 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten wuchs um € 66 Millionen auf € 138 Millionen.

GUS Sonstige

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Zinsüberschuss 370 373 - 0,9%
Kreditrisikovorsorgen - 223 - 392 - 43,1%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 147 - 19
Provisionsüberschuss 130 131 - 1,0%
Handelsergebnis 21 17 28,6%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 18 11 61,0%
Verwaltungsaufwendungen - 247 - 216 14,4%
davon Personalaufwand - 125 - 108 15,8%
davon Sachaufwand - 92 - 81 13,5%
davon Abschreibungen - 30 - 27 11,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 6 - 1 4,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 64 - 75
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 22 4
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 42 - 71
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 6 1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Minderheiten 37 - 71
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,1% - 19,2% 28,3 PP
Anteil am Ergebnis nach Steuern 7,6% - 24,3% 31,9 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 5.181 5.702 - 9,2%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 500 520 - 3,8%
Aktiva1 6.846 6.660 2,8%
Verbindlichkeiten1 5.890 5.837 0,9%
Cost/Income Ratio 47,9% 41,5% 6,4 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 733 753 - 2,7%
Return on Equity vor Steuern 11,6%
Return on Equity nach Minderheiten 7,2%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 17.405 18.880 - 7,8%
Geschäftsstellen1 1.031 1.135 - 9,2%

Stichtagswerte zum 30. September

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich in der Berichtsperiode um € 139 Millionen auf € 64 Millionen. Das positive Vorsteuerergebnis wurde ausschließlich aufgrund der deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erzielt. Der Return on Equity vor Steuern war dadurch positiv und betrug 11,6 Prozent.

Der Zinsüberschuss des Segments sank insgesamt leicht um 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 370 Millionen. In der Ukraine wirkten sich die Portfolio-Reduktion aufgrund der selektiven Neugeschäftvergabe sowie laufende Kredit-Restrukturierungsmaßnahmen ertragsmindernd aus und führten zum Rückgang des Zinsüberschusses um 4 Prozent. In Belarus hingegen führte die Reduktion des Zinsaufwands – überwiegend durch eine Verschiebung der Refinanzierung von Kreditinstituten zu günstigeren Kundeneinlagen – zu einem deutlichen Anstieg des Zinsüberschusses. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 3 Prozent oder € 0,2 Milliarden auf € 6,8 Milliarden.

Die Nettozinsspanne stieg um 51 Basispunkte auf 7,28 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 9 Prozent auf € 5,2 Milliarden. In der Ukraine führte die Reduktion des Kreditobligos im Corporate-Bereich bei gleichzeitigem Aufbau des Kreditvolumens im öffentlichen Sektor und der Verbesserung der Besicherungsquote zur Senkung der Kreditrisikoaktiva. Belarus verzeichnete hingegen in allen Asset-Klassen eine Zunahme der Kreditrisikoaktiva.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken insgesamt um 43 Prozent von € 392 Millionen auf € 223 Millionen. In der Region entfielen auf die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen € 212 Millionen, die überwiegend Kredite an Privatkunden in der Ukraine betrafen. Wegen niedrigerer Zuwächse notleidender Kredite sowie dank erfolgreicher Restrukturierungsmaßnahmen fielen diese im Periodenvergleich hier deutlich geringer aus. In Belarus blieben die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen mit € 10 Millionen auf dem Niveau der Vorperiode und betrafen überwiegend Dotierungen für zwei große Firmenkunden. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen halbierten sich im Periodenvergleich auf € 12 Millionen. Dieser Rückgang stand im Zusammenhang mit Krediten an Retail-Kunden in der Ukraine. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio stieg im Jahresabstand um 9,43 Prozentpunkte auf 27,08 Prozent und lag in Belarus bei 3,76 Prozent und in der Ukraine bei 32,86 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich insgesamt einen leichten Rückgang von 1 Prozent oder € 1 Million auf € 130 Millionen. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr legte um 7 Prozent oder € 6 Millionen auf € 92 Millionen zu und lieferte den wichtigsten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sank hingegen gegenüber der Vergleichsperiode aufgrund weiterhin geringer Kundenaktivität und eingedämmter Vergabe von Fremdwährungskrediten an Privatkunden in der Ukraine um insgesamt 30 Prozent auf € 30 Millionen. Das Ergebnis aus Kreditbearbeitung und Avalgeschäft verdreifachte sich nahezu und steuerte weitere € 5 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis erhöhte sich im Periodenvergleich um 29 Prozent oder € 4 Millionen auf € 21 Millionen. Der Anstieg, der zur Gänze in der Ukraine erzielt wurde, stand mit der Ertragserhöhung aus dem zinsbezogenen Geschäft im Zusammenhang. Die Wertzuschreibungen bei fixverzinslichen Wertpapieren und Anleihen resultierten zum Teil aus der Verbesserung des Länderratings der Ukraine. Der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft blieb mit € 12 Millionen im Periodenvergleich fast unverändert. In Belarus verringerte sich aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr nur mäßigen Abwertung der lokalen Währung gegenüber dem US-Dollar der Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals besteht, von € 23 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 2 Millionen. Dieser Rückgang wurde durch den Anstieg des Bewertungsgewinns in der Ukraine und in Kasachstan egalisiert.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 18 Millionen. Positiv wirkten sich hier Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand in der Ukraine aus.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 14 Prozent oder € 31 Millionen auf € 247 Millionen. Die Personalaufwendungen stiegen um 16 Prozent oder € 17 Millionen auf € 125 Millionen. Gehaltserhöhungen in der Ukraine sowie in Belarus zum Jahresende 2009 führten zu diesem Anstieg. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in der Region ging um 8 Prozent oder 1.475 Personen auf 17.405 zurück. Die Anzahl der Geschäftsstellen in der Ukraine und in Belarus wurde um insgesamt 9 Prozent oder 104 Filialen auf 1.031 reduziert. Der Sachaufwand erhöhte sich um 14 Prozent oder € 11 Millionen auf € 92 Millionen überwiegend durch den Anstieg der IT-Aufwendungen in der Ukraine. Die Abschreibungen erhöhten sich um 12 Prozent auf € 30 Millionen, was auf IT-Investitionen in das Kernbanksystem in der Ukraine zurückzuführen ist. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge stieg die Cost/Income Ratio in der Region um 6,4 Prozentpunkte auf 47,9 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 6 Millionen. Es bestand aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten und aus höheren Dotierungen der sonstigen Rückstellungen, hauptsächlich für laufende Rechtsfälle in der Ukraine.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen € 22 Millionen. Nach einem Fehlbetrag in der Vergleichsperiode betrug der Periodenüberschuss nach Minderheiten € 37 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Treasury
  • Participations and Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.

1.1.-30.9.2010 Corporate Retail Treasury Participations Gesamt
in € Millionen Customers Customers and Other
Zinsüberschuss 703 1.244 94 121 2.161
Kreditrisikovorsorgen - 338 - 498 0 - 1 - 837
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 365 746 94 120 1.324
Provisionsüberschuss 304 611 0 6 921
Handelsergebnis 9 0 124 0 133
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 - 1 - 36 0 - 37
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 6 0 51 2 47
Verwaltungsaufwendungen - 368 - 1.252 - 64 - 138 - 1.822
Sonstiges betriebliches Ergebnis 27 12 0 - 78 - 39
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 - 3 - 3
Periodenüberschuss vor Steuern 331 116 169 - 91 524
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 26.566 16.006 5.469 3.434 51.475
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.317 1.623 1.009 284 5.232
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.245 43.883 1.358 1.876 56.362
Cost/Income Ratio 35,3% 67,1% 29,5% 57,4%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.613 2.261 770 446 7.090
Return on Equity vor Steuern 12,2% 6,9% 29,2% 9,8%

Geschäftsbereichsüberblick

1.1.-30.9.2009
in € Millionen
Corporate
Customers
Retail
Customers
Treasury Participations
and Other
Gesamt
Zinsüberschuss 748 1.273 11 193 2.224
Kreditrisikovorsorgen - 534 - 831 0 0 - 1.365
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 214 443 11 193 859
Provisionsüberschuss 304 590 8 4 906
Handelsergebnis - 6 0 153 0 147
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 5 0 1 0 5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 1 0 46 - 1 44
Verwaltungsaufwendungen - 325 - 1.188 - 64 - 100 - 1.678
Sonstiges betriebliches Ergebnis 27 13 0 - 37 3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 217 - 143 155 57 287
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 26.411 16.890 5.760 3.279 52.340
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.268 1.625 1.026 287 5.206
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.769 47.639 1.468 2.050 60.926
Cost/Income Ratio 30,3% 63,3% 37,2% 63,0% 51,1%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.228 1.991 694 398 6.312
Return on Equity vor Steuern 9,0% 29,7% 19,2% 6,1%

1 Stichtagswerte zum 30. September

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen starken Ergebnisanstieg. Der Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 52 Prozent auf € 331 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren die Reduktion der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Ausmaß von 37 Prozent oder € 196 Millionen auf € 338 Millionen sowie ein positives Handelsergebnis.

Die Betriebserträge sanken aufgrund des rückläufigen Zinsüberschusses von € 1.072 Millionen auf € 1.043 Millionen und blieben somit 3 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Rückgang des Zinsüberschusses um 6 Prozent ging überwiegend auf das Geschäft mit Großfirmenkunden in Russland zurück, wo deutlich niedrigere aktivseitigen Margen beim Neugeschäft verzeichnet wurden. In Polen und in der Ukraine erreichte der Konzern hingegen einen starken Anstieg des Zinsüberschusses. Der Provisionsüberschuss blieb mit € 304 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Den größten Beitrag hierzu lieferte mit € 64 Millionen das provisionsstarke Geschäft in Russland. Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb im Periodenvergleich ebenso unverändert bei € 27 Millionen, wobei dazu das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien und Serbien sowie die Immobiliengeschäfte in der Tschechischen Republik € 26 Millionen beisteuerten.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag bei minus € 6 Millionen. Es resultierte vornehmlich aus zu Marktwerten bewerteten Wertpapieren in Ungarn, die einen kreditähnlichen Charakter aufweisen und von Kommunalkörperschaften vergeben worden waren.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 13 Prozent auf € 368 Millionen, wodurch die Cost/Income Ratio um 5,0 Prozentpunkte auf 35,3 Prozent stieg. Der Anstieg lag in Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen sowie Zuwächsen bei IT-Aufwendungen begründet.

Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich im Periodenvergleich leicht um 1 Prozent auf € 26,6 Milliarden. Die Steigerung der Kundenforderungen in den ersten drei Quartalen 2010 stand mit der wirtschaftlichen Erholung im Zusammenhang.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers stieg aufgrund des Zuwachses im Periodenüberschuss vor Steuern um 3,2 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent.

Retail Customers

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers betrug in der Berichtsperiode € 116 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode noch ein Verlust von € 143 Millionen ausgewiesen worden war. Die positive Entwicklung war ausschließlich auf die um 40 Prozent geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs gingen im Periodenvergleich leicht um 1 Prozent auf € 1.867 Millionen zurück. Der Zinsüberschuss sank um 2 Prozent auf € 1.244 Millionen, was überwiegend auf die Ergebnisse in der Ukraine und Rumänien zurückzuführen war, wo sich die Zinserträge stark reduzierten. In Ungarn hingegen wuchs der Zinsüberschuss überwiegend aufgrund gesunkener Refinanzierungskosten. Darüber hinaus verzeichnete die Tschechische Republik einen Zuwachs im Zinsüberschuss aus Hypothekarkrediten. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 4 Prozent auf € 611 Millionen. Er kompensierte somit den Rückgang des Zinsüberschusses. Das sonstige betriebliche Ergebnis sank um € 1 Million unter das Niveau der Vorperiode auf € 12 Millionen. Das Geschäftsfeld Operating Leasing leistete mit € 7 Millionen den größten Beitrag.

Die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs stiegen in der Berichtsperiode um 5 Prozent auf € 1.252 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund dieser Steigerung um 3,8 Prozentpunkte auf 67,1 Prozent. Der Anstieg lag an Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen sowie Zuwächsen bei IT-Aufwendungen.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs Retail Customers sanken aufgrund einer weiterhin restriktiven Kreditvergabe speziell bei Fremdwährungen in der Berichtsperiode um 5 Prozent auf € 16,0 Milliarden. Der Return on Equity vor Steuern war im Gegensatz zur Vergleichsperiode mit 6,9 Prozent positiv.

Treasury

Der Geschäftsbereich Treasury erzielte ein Vorsteuerergebnis von € 169 Millionen und verzeichnete damit eine Steigerung von 9 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs stiegen im Periodenvergleich um 27 Prozent und betrugen € 218 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich deutlich von € 11 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 94 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren die durch die verbesserte Liquiditätssituation sinkenden Refinanzierungskosten, die überwiegend in Rumänien und der Ukraine zu spüren waren.

Das Handelsergebnis sank um 19 Prozent und betrug € 124 Millionen. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch Bewertungsverluste aus Zinsswap-Transaktionen und bei festverzinslichen Anleihen in der Slowakei verursacht.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 36 Millionen beruhte vor allem auf Bewertungsverlusten aus Zinsswaptransaktionen in Russland, Kroatien sowie der Tschechischen Republik.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag bei € 51 Millionen und erhöhte sich um 11 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode. Es war großteils auf Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Wertpapieren in Rumänien und der Ukraine zurückzuführen.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben im Periodenvergleich mit € 64 Millionen unverändert. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich aufgrund stark gestiegener Betriebserträge um 7,7 Prozentpunkte auf 29,5 Prozent.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis sank im Jahresabstand um nur 2 Prozent und betrug € 1.009 Millionen. Der Anstieg des Erfordernisses im Wertpapierhandelsbuch wurde durch Reduktionen bei der offenen Devisenposition und beim Kreditrisiko kompensiert.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs blieb fast unverändert gegenüber der Vergleichsperiode und betrug 29,2 Prozent.

Participations and Other

Der Periodenfehlbetrag vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other betrug € 91 Millionen. Der Zinsüberschuss sank gegenüber der Vergleichsperiode deutlich. Das Ergebnis war im Periodenvergleich hauptsächlich deshalb negativ, weil darin die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals enthalten sind, die überwiegend durch das im Berichtszeitraum gesunkene Zinsniveau in Russland und Rumänien stark abnahmen.

Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten umfasst dieser Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die im Periodenvergleich stabil blieben. Diese verbleiben nach internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. September 2010)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Zinserträge 3.590,4 4.315,4 - 16,8%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen
- 0,9 0,5
Zinsaufwendungen - 1.428,0 - 2.091,5 - 31,7%
Zinsüberschuss (2) 2.161,4 2.224,4 - 2,8%
Kreditrisikovorsorgen (3) - 837,3 - 1.365,0 - 38,7%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.324,2 859,4 54,1%
Provisionserträge 1.090,1 1.068,7 2,0%
Provisionsaufwendungen - 169,0 - 162,3 4,1%
Provisionsüberschuss (4) 921,1 906,4 1,6%
Handelsergebnis (5) 132,7 146,7 - 9,5%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (6) - 36,9 5,5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen (7) 47,3 43,6 8,4%
Verwaltungsaufwendungen (8) - 1.822,2 - 1.678,0 8,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis (9) - 39,5 3,0
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 3,1 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 523,5 286,7 82,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 138,4 - 71,0 95,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 385,1 215,7 78,5%
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 66,8 - 60,1 11,2%
Konzern-Periodenüberschuss 318,2 155,6 104,5%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
in € Millionen 2010 2009 2010 2009
Konzern-Periodenüberschuss 318 156 67 60
Währungsdifferenzen 109 - 289 15 14
Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) - 14 - 24 0 0
Cash-Flow Hedge 8 9 0 0
Bewertungsänderungen zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller Vermögenswerte (Afs)
- 28 4 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
1 - 1 0 0
Sonstiges Ergebnis 76 - 301 15 14
Gesamtergebnis 394 - 145 82 74

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009 Veränderung
Gewinn je Aktie 1,78 0,72 1,06

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Genussrechtskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2010 waren das unverändert 153,7 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q4/2009 Q1/2010 Q2/2010 Q3/2010
Zinsüberschuss 712,1 689,9 740,2 731,3
Kreditrisikovorsorgen - 372,9 - 294,8 - 265,1 - 277,4
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 339,2 395,1 475,1 454,0
Provisionsüberschuss 316,7 282,5 316,0 322,6
Handelsergebnis 39,7 57,6 36,4 38,7
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 2,7 - 18,6 - 17,8 - 0,5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 2,2 54,6 - 39,9 32,6
Verwaltungsaufwendungen - 591,7 - 584,6 - 622,7 - 614,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 23,3 - 17,3 - 9,4 - 12,8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,0 - 3,1 0,1 - 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 81,1 166,2 137,8 219,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 9,5 - 42,1 - 49,8 - 46,5
Periodenüberschuss nach Steuern 71,4 124,0 88,1 173,0
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg - 14,9 - 24,1 - 17,4 - 25,3
Konzern-Periodenüberschuss 56,6 99,9 70,7 147,6
in € Millionen Q4/2008 Q1/2009 Q2/2009 Q3/2009
Zinsüberschuss 890,3 767,1 728,6 728,7
Kreditrisikovorsorgen - 414,8 - 445,2 - 523,4 - 396,5
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 475,5 321,9 205,2 332,2
Provisionsüberschuss 398,6 293,7 291,0 321,6
Handelsergebnis 40,3 45,6 73,3 27,8
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten - 21,0 - 4,9 23,9 - 13,5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 35,8 - 2,9 34,2 12,2
Verwaltungsaufwendungen - 693,4 - 573,6 - 569,5 - 534,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,8 3,7 11,9 - 12,6
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 2,2 0,1 0,0 0,0
Periodenüberschuss vor Steuern 168,2 83,6 70,0 132,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 55,3 - 19,9 - 14,8 - 36,3
Periodenüberschuss nach Steuern 112,9 63,7 55,3 96,6
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg 7,7 - 7,5 - 33,5 - 19,0
Konzern-Periodenüberschuss 120,6 56,2 21,8 77,6

Bilanz

Aktiva Anhang 30.9.2010 31.12.2009 Veränderung
in € Millionen
Barreserve 3.338 4.180 - 20,1%
Forderungen an Kreditinstitute (11,30) 7.537 10.310 - 26,9%
Forderungen an Kunden (12,30) 51.837 50.515 2,6%
Kreditrisikovorsorgen (13) - 3.713 - 3.084 20,4%
Handelsaktiva (14,30) 3.596 3.709 - 3,1%
Derivative Finanzinstrumente (15,30) 284 333 - 14,6%
Wertpapiere und Beteiligungen (16,30) 9.552 7.271 31,4%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen (30) 5 5 - 10,1%
Immaterielle Vermögenswerte (17) 1.023 972 5,2%
Sachanlagen (18) 1.304 1.244 4,8%
Sonstige Aktiva (19,30) 996 820 21,5%
Aktiva gesamt 75.759 76.275 - 0,7%
Passiva Anhang 30.9.2010 31.12.2009 Veränderung
in € Millionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20,30) 17.991 20.110 - 10,5%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21,30) 43.291 42.578 1,7%
Verbriefte Verbindlichkeiten (22,30) 2.412 2.527 - 4,5%
Rückstellungen (23,30) 399 312 27,9%
Handelspassiva (24,30) 438 514 - 14,9%
Derivative Finanzinstrumente (25,30) 392 259 51,0%
Sonstige Passiva (26,30) 978 505 93,9%
Nachrangkapital (27,30) 2.506 2.470 1,5%
Eigenkapital (28) 7.353 7.000 5,0%
Konzern-Eigenkapital 6.003 5.790 3,7%
Konzern-Periodenüberschuss 318 212 50,0%
Anteile anderer Gesellschafter 1.032 998 3,4%
Passiva gesamt 75.759 76.275 - 0,7%
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Genuss
rechts
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamt
Eigenkapital
1.1.2009
469 0 2.568 1.577 982 923 6.518
Kapitaleinzahlungen 0 600 0 0 0 19 619
Gewinnthesaurierung 0 0 0 839 - 839 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 143 - 52 - 195
Gesamtergebnis 0 0 0 - 300 156 74 - 70
Sonstige
Veränderungen 0 0 0 - 41 0 31 - 10
Eigenkapital
30.9.2009 469 600 2.568 2.074 156 995 6.862

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Genuss
rechts
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamt
Eigenkapital
1.1.2010 469 600 2.569 2.153 212 997 7.000
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 4 4
Gewinnthesaurierung 0 60 0 121 - 181 0 0
Dividendenzahlungen 0 - 60 0 0 - 31 - 49 - 140
Gesamtergebnis 0 0 0 76 318 82 476
Sonstige
Veränderungen 0 0 0 16 0 - 3 13
Eigenkapital
30.9.2010 469 600 2.569 2.366 318 1.032 7.353

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4.180 7.130
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 109 - 3.792
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 845 - 1.058
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 100 1.080
Effekte aus Wechselkursänderungen - 5 - 116
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 3.339 3.244

Segmentberichterstattung

Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn

Südosteuropa Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Moldau, Rumänien und Serbien

Russland

GUS Sonstige Belarus, Kasachstan und Ukraine

Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung, aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.

1.1.-30.9.2010 Zentral Südost Russland GUS Über Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige leitung
Zinsüberschuss 814,5 673,2 381,2 369,7 - 77,1 2.161,4
davon laufendes Ergebnis at
equity bewerteter Unternehmen
0,0 - 0,9 0,0 0,0 0,0 - 0,9
Kreditrisikovorsorgen - 305,4 - 226,6 - 82,6 - 222,7 0,0 - 837,3
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 509,0 446,7 298,6 146,9 - 77,1 1.324,2
Provisionsüberschuss 344,9 287,2 155,3 130,2 3,4 921,1
Handelsergebnis 15,0 44,5 58,7 21,3 - 6,8 132,7
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten
- 10,7 - 8,6 - 17,2 - 0,3 - 0,2 - 36,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 15,7 11,8 1,4 18,5 0,0 47,3
Verwaltungsaufwendungen - 636,7 - 542,2 - 301,2 - 247,1 - 94,9 - 1.822,2
davon Personalaufwand - 314,1 - 235,1 - 144,1 - 124,7 - 36,7 - 854,8
davon Sachaufwand - 259,5 - 231,4 - 119,3 - 92,4 - 56,9 - 759,4
davon Abschreibungen - 63,2 - 75,7 - 37,8 - 30,0 - 1,3 - 207,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 44,4 31,2 - 14,4 - 5,6 - 6,3 - 39,5
Ergebnis aus
Endkonsolidierungen 1,4 - 7,2 2,8 0,0 - 0,2 - 3,1
Periodenüberschuss vor Steuern 194,1 263,3 184,0 64,0 - 182,0 523,5
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
- 44,1 - 34,6 - 45,9 - 21,5 7,7 - 138,4
Periodenüberschuss nach Steuern 150,0 228,7 138,1 42,5 - 174,3 385,1
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
- 43,2 - 16,4 - 0,2 - 5,5 - 1,6 - 66,8
Konzern-Periodenüberschuss 106,9 212,3 137,9 37,0 - 175,8 318,2
Anteil am Ergebnis vor Steuern 27,5% 37,3% 26,1% 9,1% 100,0%
Anteil am Ergebnis nach Steuern 26,8% 40,9% 24,7% 7,6% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.365 15.781 8.360 5.181 - 211 51.475
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.041 1.467 890 500 334 5.232
Aktiva1 33.471 22.435 12.012 6.846 995 75.759
Verbindlichkeiten1 30.736 19.618 10.229 5.890 1.933 68.406
Risk/Earnings Ratio 37,5% 33,7% 21,7% 60,3% 38,7%
Cost/Income Ratio 56,4% 52,3% 51,9% 47,9% 57,4%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.026 2.239 1.104 733 - 12 7.090
Return on Equity vor Steuern 8,6% 15,7% 22,2% 11,6% 9,8%
Konzern-Return on Equity nach
Minderheiten 6,2% 14,1% 16,7% 7,2% 6,9%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.001 17.142 8.421 17.405 393 56.362
Geschäftsstellen1 1.171 198 1.031 1 2.952

1 Stichtagswerte zum 30. September

1.1.-30.9.2009 Zentral Südost Russland GUS Über Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige leitung
Zinsüberschuss 719,9 658,7 523,4 373,1 - 50,7 2.224,4
davon laufendes Ergebnis at
equity bewerteter Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kreditrisikovorsorgen - 345,2 - 341,0 - 287,2 - 391,7 0,0 - 1.365,0
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen
374,8 317,7 236,2 - 18,5 - 50,7 859,4
Provisionsüberschuss 316,1 307,2 149,8 131,5 1,9 906,4
Handelsergebnis 68,1 72,9 - 14,3 16,6 3,3 146,7
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten 2,9 - 2,7 7,2 1,0 - 2,8 5,5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 32,8 8,0 2,8 11,5 - 11,5 43,6
Verwaltungsaufwendungen - 598,8 - 547,0 - 273,3 - 215,9 - 42,9 - 1.677,9
davon Personalaufwand - 281,6 - 237,5 - 123,3 - 107,7 - 30,2 - 780,3
davon Sachaufwand - 261,3 - 235,9 - 126,4 - 81,4 - 10,7 - 715,6
davon Abschreibungen - 56,0 - 73,6 - 23,6 - 26,9 - 2,0 - 182,0
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 7,5 21,9 - 9,7 - 1,0 - 0,7 3,0
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 188,4 178,0 98,7 - 75,0 - 103,4 286,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 43,2 - 29,3 - 26,9 3,5 24,9 - 71,0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag
nach Steuern
145,2 148,7 71,7 - 71,4 - 78,5 215,7
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg - 49,0 - 13,0 - 0,2 0,9 1,2 - 60,1
Konzern-Periodenüberschuss/-
fehlbetrag 96,2 135,7 71,5 - 70,5 - 77,3 155,6
Anteil am Ergebnis vor Steuern 48,3% 45,6% 25,3% - 19,2% 100,0%
Anteil am Ergebnis nach Steuern 49,4% 50,5% 24,4% - 24,3% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.195 16.910 7.668 5.702 - 135 52.340
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.015 1.535 749 520 388 5.206
Aktiva1 33.636 23.770 12.335 6.660 1.121 77.522
Verbindlichkeiten1 31.050 20.999 10.811 5.837 1.965 70.661
Risk/Earnings Ratio 47,9% 51,8% 54,9% 105,0% 61,4%
Cost/Income Ratio 54,6% 51,6% 42,1% 41,5% 51,1%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.519 1.999 1.058 753 - 17 6.312
Return on Equity vor Steuern 10,0% 11,9% 12,4% 6,1%
Konzern-Return on Equity nach
Minderheiten 7,0% 10,2% 9,0% 3,8%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.694 18.444 9.546 18.880 362 60.926
Geschäftsstellen1 583 1.204 223 1.135 3.145

1 Stichtagswerte zum 30. September

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.

Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2010 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2009. Standards und Interpretationen, die seit 1. Jänner 2010 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

Im März 2010 übernahm die EU IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb). IFRIC 16 ist spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Die Raiffeisen International wendete IFRIC 16 für das Geschäftsjahr 2010 erstmals an. Die Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb des Konzerns das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Für den vorliegenden Zwischenbericht der Raiffeisen International ergeben sich hieraus erfolgsneutrale Bewertungsgewinne in Höhe von € 2 Millionen.

Der Bericht zum dritten Quartal 2010 der Raiffeisen International Bank-Holding AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market, Seite 9).

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.9.2010 31.12.2009 30.9.2010 31.12.2009
Stand Beginn der Periode 135 131 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 1 8 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 3 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 41 - 1 0 0
Stand Ende der Periode 95 135 1 1

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Das folgende Unternehmen wurde erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Anteil Stichtag Grund
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., Bukarest
(RO) 100,0% 1.1. Operativ tätig

In der Berichtsperiode wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert. GSI Group Software Investment AG schied infolge von Stilllegung aus dem Konsolidierungskreis aus.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
- 7,9 315,9
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
198,7 219,3
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 9,3 2,3
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2.370,7 2.486,9
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
162,6 135,8
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 1.427,6 - 2.079,4
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen - 11,7 1,4
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 174,1 - 27,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 944,7 - 768,0
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 523,5 286,7

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 3.590,4 4.315,4
Zinserträge 3.578,8 4.307,4
Aus Guthaben bei Zentralbanken 44,4 87,7
Aus Forderungen an Kreditinstitute 75,8 93,7
Aus Forderungen an Kunden 2.918,0 3.470,3
Aus Wertpapieren 316,4 311,1
Aus Leasingforderungen 165,4 207,2
Aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 58,8 137,4
Laufende Erträge 6,9 2,8
Zinsähnliche Erträge 4,7 5,2
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen - 0,9 0,5
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 1.428,0 - 2.091,5
Zinsaufwendungen - 1.425,3 - 2.087,4
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 0,4 - 12,1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 392,1 - 668,5
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 844,2 - 1.249,7
für verbriefte Verbindlichkeiten - 94,6 - 98,9
für Nachrangkapital - 94,1 - 58,2
Zinsähnliche Aufwendungen - 2,8 - 4,1
Gesamt 2.161,4 2.224,4

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Einzelwertberichtigungen - 877,8 - 1.171,8
Zuführung zu Risikovorsorgen - 1.235,2 - 1.381,8
Auflösung von Risikovorsorgen 390,3 248,6
Direktabschreibungen - 52,0 - 56,9
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 19,2 18,3
Portfolio-Wertberichtigungen 38,4 - 197,7
Zuführung zu Risikovorsorgen - 283,1 - 427,2
Auflösung von Risikovorsorgen 321,5 229,5
Erlöse aus dem Verkauf von Krediten 2,1 4,5
Gesamt - 837,3 - 1.365,0

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Zahlungsverkehr 424,2 396,7
Kreditbearbeitung und Avalgeschäft 149,7 148,3
Wertpapiergeschäft 35,7 29,5
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 224,0 251,5
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 17,6 18,0
Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten 31,6 24,4
Kreditderivatgeschäft - 0,2 - 1,0
Sonstige Bankdienstleistungen 38,4 39,0
Gesamt 921,1 906,4

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Zinsbezogenes Geschäft 75,2 87,5
Währungsbezogenes Geschäft 53,6 59,9
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 2,4 - 0,7
Sonstiges Geschäft 1,5 0,0
Gesamt 132,7 146,7

(6) Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 1,1 2,1
Ergebnis aus Kreditderivaten - 0,2 - 2,9
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 37,9 6,3
Gesamt - 36,9 5,5

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 2,3 - 1,9
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 1,7 - 1,9
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0,6 0,0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 2,4 - 0,2
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen 0,0 - 3,0
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 2,4 2,8
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren 42,6 45,7
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 14,9 41,5
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 27,7 4,2
Gesamt 47,3 43,6

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Personalaufwand - 854,8 - 780,3
Sachaufwand - 759,4 - 715,7
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 207,9 - 182,0
Gesamt - 1.822,2 - 1.678,0

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 30,7 99,0
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 23,7 - 97,0
Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen 2,1 1,6
Ergebnis aus Operating Leasing (KFZ und Mobilien) 28,2 30,8
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing (Immobilien) 6,4 3,9
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten - 2,6 - 0,1
Sonstige Steuern - 65,6 - 40,6
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 0,0 0,0
Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 7,3 0,4
Sonstige betriebliche Erträge 18,0 29,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 25,7 - 24,6
Gesamt - 39,5 3,0

Erläuterungen zur Bilanz

(10) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2010 31.12.2009
Handelsaktiva 3.869 4.021
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
4.886 3.234
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 143 119
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 59.961 62.709
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.558 3.950
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 11 22
Sonstige Aktiva 2.327 2.215
Aktiva gesamt 75.759 76.275

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2010 31.12.2009
Handelspassiva 789 723
Finanzielle Verbindlichkeiten 67.178 68.190
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 41 50
Rückstellungen 399 312
Eigenkapital 7.353 7.000
Passiva gesamt 75.759 76.275

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(11) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Giro- und Clearinggeschäft 1.800 2.125
Geldmarktgeschäft 5.500 7.904
Kredite an Banken 235 278
Leasingforderungen 1 2
Forderungspapiere 1 1
Gesamt 7.537 10.310

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 372 1.007
Südosteuropa 1.017 1.148
Russland 826 559
GUS Sonstige 471 466
Österreich 3.735 5.673
Sonstige 1.116 1.457
Gesamt 7.537 10.310

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentralbanken 1.585 1.951
Geschäftsbanken 5.951 8.336
Multilaterale Entwicklungsbanken 1 23
Gesamt 7.537 10.310

(12) Forderungen an Kunden

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Kreditgeschäft 29.256 26.724
Geldmarktgeschäft 2.424 2.148
Hypothekarforderungen 16.599 17.875
Angekaufte Forderungen 561 499
Leasingforderungen 2.995 3.267
Forderungspapiere 2 2
Gesamt 51.837 50.515

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Öffentlicher Sektor 1.038 1.158
Kommerzkunden – Großkunden 26.251 25.372
Kommerzkunden – Small Business 3.847 3.815
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.209 17.790
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.422 2.352
Sonstige 70 28
Gesamt 51.837 50.515

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 24.314 23.379
Südosteuropa 12.552 12.320
Russland 6.521 6.112
GUS Sonstige 5.361 5.403
Österreich 28 32
Sonstige 3.061 3.269
Gesamt 51.837 50.515

(13) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Öffentlicher Sektor 1 3
Kreditinstitute 2 3
Kommerzkunden – Großkunden 1.645 1.365
Kommerzkunden – Small Business 404 333
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.415 1.170
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 246 210
Gesamt 3.713 3.084

Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:

in € Millionen Stand
1.1.2010
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zu
führungen1
Auf
lösungen
Verbrauch2 Währungs
differenzen
Stand
30.9.2010
Einzelwertberichtigungen 2.383 - 1 1.268 - 390 - 268 61 3.053
Zentraleuropa 759 - 1 501 - 174 - 84 16 1.018
Südosteuropa 485 0 320 - 95 - 98 0 612
Russland 482 0 232 - 118 - 66 16 545
GUS Sonstige 657 0 215 - 3 - 20 30 878
Portfolio
Wertberichtigungen 771 0 283 - 321 0 22 754
Zentraleuropa 274 0 125 - 146 0 10 262
Südosteuropa 199 0 50 - 47 0 6 207
Russland 137 0 41 - 72 0 6 111
GUS Sonstige 161 0 67 - 56 0 0 172
Gesamt 3.154 - 1 1.551 - 712 - 268 83 3.807

1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2

Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

30.9.2010
in € Millionen
Buchwert Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Fair Value
Kreditinstitute 7.537 2 0 7.535 87 7.471
Öffentlicher Sektor 1.038 1 0 1.037 32 1.020
Kommerzkunden – Großkunden 26.251 1.364 282 24.605 3.213 25.195
Kommerzkunden – Small Business 3.847 361 43 3.443 687 3.777
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.209 1.089 326 16.794 1.703 18.021
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.422 198 47 2.177 336 2.162
Sonstige 70 0 0 70 0 70
Gesamt 59.374 3.015 698 55.661 6.058 57.716

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:

31.12.2009
in € Millionen
Buchwert Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Fair Value
Kreditinstitute 10.310 3 0 10.307 4 10.306
Öffentlicher Sektor 1.158 3 0 1.155 80 1.143
Kommerzkunden – Großkunden 25.372 1.137 228 24.007 2.776 24.478
Kommerzkunden – Small Business 3.815 280 53 3.482 582 3.665
Retail-Kunden – Privatpersonen 17.790 778 392 16.620 1.192 17.596
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.352 157 54 2.142 271 2.276
Sonstige 28 0 0 28 0 28
Gesamt 60.825 2.358 726 57.741 4.906 59.491

(14) Handelsaktiva

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.183 3.152
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 14 11
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 399 546
Gesamt 3.596 3.709

(15) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
11 22
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 273 311
Gesamt 284 333

(16) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 9.243 6.955
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 166 197
Unternehmensanteile 143 119
Gesamt 9.552 7.271

(17) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Firmenwerte 604 581
Software 295 275
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 124 116
Gesamt 1.023 972

(18) Sachanlagen

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 529 526
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 41 27
Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 460 479
Vermietete Leasinganlagen 274 212
Gesamt 1.304 1.244

(19) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Steuerforderungen 231 229
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 27 27
Rechnungsabgrenzungsposten 243 221
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 222 96
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 107 141
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 11 2
Umlaufvermögen 42 30
Übrige Aktiva 114 74
Gesamt 996 820

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Giro- und Clearinggeschäft 669 733
Geldmarktgeschäft 3.059 3.145
Langfristige Finanzierungen 14.263 16.232
Gesamt 17.991 20.110

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 1.468 1.671
Südosteuropa 723 1.456
Russland 8 406
GUS Sonstige 57 38
Österreich 12.397 12.736
Sonstige 3.338 3.803
Gesamt 17.991 20.110

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentralbanken 256 490
Geschäftsbanken 16.913 18.773
Multilaterale Entwicklungsbanken 822 847
Gesamt 17.991 20.110

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Sichteinlagen 19.302 17.140
Termineinlagen 22.549 24.045
Spareinlagen 1.440 1.393
Gesamt 43.291 42.578

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Öffentlicher Sektor 1.506 1.559
Kommerzkunden – Großkunden 14.569 14.181
Kommerzkunden – Small Business 2.438 2.331
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.029 21.104
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.345 3.129
Sonstige 404 274
Gesamt 43.291 42.578

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Zentraleuropa 19.752 19.448
Südosteuropa 12.521 12.249
Russland 5.991 5.496
GUS Sonstige 3.271 2.890
Österreich 243 405
Sonstige 1.513 2.090
Gesamt 43.291 42.578

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Begebene Schuldverschreibungen 1.826 1.925
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 585 602
Gesamt 2.412 2.527

(23) Rückstellungen

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Abfertigungen 10 9
Pensionen 5 5
Steuern 42 26
Garantien und Bürgschaften 94 70
Offene Rechtsfälle 45 40
Unverbrauchter Urlaub 31 29
Bonuszahlungen 99 92
Restrukturierung 7 3
Sonstige 65 38
Gesamt 399 312

(24) Handelspassiva

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 434 510
Leerverkauf von Handelsaktiva 3 4
Gesamt 438 514

(25) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
7 5
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
33 45
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 351 209
Gesamt 392 259

(26) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 45 62
Rechnungsabgrenzungsposten 154 111
Dividendenverbindlichkeiten 1 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 561 169
Übrige Passiva 218 162
Gesamt 978 505

(27) Nachrangkapital

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Hybrides Kapital 1.155 1.169
Nachrangige Verbindlichkeiten 1.260 1.210
Ergänzungskapital 91 91
Gesamt 2.506 2.470

(28) Eigenkapital

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Konzern-Eigenkapital 6.003 5.790
Gezeichnetes Kapital 469 469
Genussrechtskapital 600 600
Kapitalrücklagen 2.569 2.569
Gewinnrücklagen 2.366 2.152
Konzern-Periodenüberschuss 318 212
Anteile anderer Gesellschafter 1.032 998
Gesamt 7.353 7.000

Sonstige Erläuterungen

(29) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Eventualverpflichtungen 5.143 4.668
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 6.256 5.395

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 4.681 Millionen (31.12.2009: € 4,646 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(30) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:

30.9.2010 Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen nehmen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 3.119 17 0 27
Forderungen an Kunden 0 237 0 33
Handelsaktiva 63 2 0 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 84 0 60
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 202 5 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.304 1.015 0 31
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 73 0 11
Verbriefte Verbindlichkeiten 15 0 0 0
Rückstellungen 12 0 0 0
Handelspassiva 101 0 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 218 13 0 0
Nachrangkapital 1.550 590 0 0
Gegebene Garantien 266 0 0 0
Erhaltene Garantien 105 31 0 1
31.12.2009
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 4.873 32 0 1
Forderungen an Kunden 0 211 14 35
Handelsaktiva 90 2 0 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 60 11 59
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 192 3 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.699 1.254 0 95
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 66 2 11
Verbriefte Verbindlichkeiten 19 0 0 0
Rückstellungen 4 0 0 0
Handelspassiva 87 0 0 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 121 3 1 0
Nachrangkapital 1.529 588 0 0
Gegebene Garantien 372 11 0 0
Erhaltene Garantien 242 0 0 1

(31) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.

Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Eingezahltes Kapital 3.638 3.638
Erwirtschaftetes Kapitel 1.489 1.512
Anteile anderer Gesellschafter 1.048 1.062
Hybrides Kapital 1.150 1.150
Immaterielle Vermögenswerte - 313 - 289
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 7.012 7.072
Abzugsposten vom Kernkapital - 13 - 13
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 6.998 7.059
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 91 91
Berücksichtungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 69 8
Langfristiges nachrangiges Kapital 998 1.003
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 1.158 1.102
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen - 13 - 13
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 1.145 1.089
Abzugsposten Versicherungen - 1 - 1
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital
(Tier 3-Kapital) 252 182
Gesamte Eigenmittel 8.394 8.328
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.232 5.117
Eigenmittelüberschuss 3.162 3.212
Überdeckungsquote 60,4% 62,8%
Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt 8,9% 9,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,6% 14,1%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% 11,0%
Eigenmittelquote 12,8% 13,0%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 51.475 50.090
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG 4.118 4.007
Standardansatz 2.771 2.862
Auf internen Ratings basierender Ansatz 1.347 1.146
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten
und Waren 173 136
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 358 399
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 583 574
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.232 5.117

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2010 31.12.2009
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 34.636 35.771
Zentralstaaten und Zentralbanken 3.288 2.605
Regionale Gebietskörperschaften 91 127
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 46 38
Kreditinstitute 1.276 1.684
Unternehmen (Kommerzkunden) 17.997 17.546
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 9.945 11.451
Investmentfondsanteile 118 123
Verbriefungspositionen 0 3
Sonstige Posten 1.874 2.195
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings
basierendem Ansatz 16.839 14.319
Zentralstaaten und Zentralbanken 697 680
Kreditinstitute 1.588 1.670
Unternehmen (Kommerzkunden) 12.117 11.817
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 2.280 0
Beteiligungspositionen 157 152
Gesamt 51.475 50.090

(32) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-30.9.2010 1.1.-30.9.2009
Zentraleuropa 13.001 13.694
Südosteuropa 17.142 18.444
Russland 8.421 9.546
GUS Sonstige 17.405 18.880
Österreich 393 362
Gesamt 56.362 60.926

mer Finanzkalender 2011

9. März 2011 Beginn der Quiet Period
8. April 2011 Geschäftsbericht 2010, Analystenkonferenz, Conference Call
12. Mai 2011 Beginn der Quiet Period
26. Mai 2011 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
8. Juni 2011 Hauptversammlung
16. Juni 2011 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
11. August 2011 Beginn der Quiet Period
25. August 2011 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
10. November 2011 Beginn der Quiet Period
24. November 2011 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Impressum

Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 25. November 2010 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

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