Governance Information • Apr 26, 2011
Governance Information
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| Corporate Governance | 1 |
|---|---|
| Wienerberger Konzern | |
| z Konzernlagebericht | 6 |
| z Konzernabschluss | 63 |
| z Erklärung des Vorstands | 124 |
| Wienerberger AG | |
| z Lagebericht Wienerberger AG | 126 |
| z Jahresabschluss Wienerberger AG | 157 |
z Erklärung des Vorstands 177

Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie der Maximierung von Cash-flows zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle bilden die Basis für diese Zielsetzung.
Gleiche und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel ist im Unternehmen ein Compliance Code in Kraft, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde umsetzt. Zur Überwachung der Einhaltung ist ein Compliance Officer bestellt.
Im Oktober 2002 wurde der Österreichische Corporate Governance Kodex in Kraft gesetzt und mit Wirkung ab 1.1.2010 an das Aktienrechts-Änderungsgesetz 2009 sowie die Empfehlung der Europäischen Kommission vom 30.4.2009 zur Regelung der Vergütung von Mitgliedern der Unternehmensleitung börsennotierter Gesellschaften angepasst. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats und der Vergütung von Direktoren sowie die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, offene Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten von Organen sowie eine effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und den Finanzplatz Österreich stärken. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.
Wienerberger hat als eines der ersten Unternehmen ein Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (siehe www.corporate-governance.at) abgegeben und sich zur Beachtung seiner Regeln verpflichtet. Wienerberger erfüllte im Jahr 2010 alle Regeln (auch Empfehlungen) des Kodex in der Fassung Jänner 2010. Der Corporate Governance Bericht ist in den vorliegenden Geschäftsbericht integriert (Seite 18 bis 37).
Die Umsetzung und Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen wird von der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH unter Anwendung der Regelungen der "International Federation of Accountants" für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht alle zwei Jahre evaluiert und darüber ein Bericht erstattet, der auf unserer Website eingesehen werden kann. Die letzte Evaluierung durch den Abschlussprüfer zur Einhaltung der Regeln des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung für das Jahr 2010 hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind. Die Einhaltung der Bestimmungen des Kodex hinsichtlich des Abschlussprüfers wird ebenfalls im gleichen zweijährigen Rhythmus untersucht. Die Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte GmbH hat diesbezüglich für 2010 einen Bericht erstattet, der keine Beanstandungen ergeben hat und ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht ist.
Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz
Compliance Code zur Vermeidung von Insiderhandel
Freiwillige Selbstverpflichtung zum Österreichischen Corporate Governance Kodex
Wienerberger ist Vorreiter bei Verwirklichung höchster Transparenz
Corporate Governance Bericht Corporate Governance bei Wienerberger
Die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH wurde von der 141. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für die Gruppe tätig. Im Jahr 2010 lagen die Beratungshonorare von KPMG für die Wienerberger Gruppe ohne Abschlussprüfung unter 0,2 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und damit in Zusammenhang stehende Leistungen wurden 1,3 Mio. € verrechnet.
Zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements hat Wienerberger als Stabsstelle des Gesamtvorstands eine interne Revision eingerichtet. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Darüber hinaus wurden zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, Maßnahmen gesetzt und deren Umsetzung überprüft (siehe die Seiten 35 und 36). Über den Revisionsplan für das jeweilige Folgejahr und die Revisionsergebnisse berichtet die interne Revision laufend dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt und im Aufsichtsrat ausführlich behandelt.
Die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Wienerberger AG beträgt nach der Kapitalerhöhung im September 2009 insgesamt 117,5 Mio. Stück. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebots (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär. Die Aktionärsstruktur ist auf der Seite 67 dargestellt.
Sämtliche Inhalte zu den meldepflichtigen Angaben nach § 243a UGB sind in folgenden Kapiteln zu finden: Im Konzernanhang unter Anmerkung 25 ("Konzerneigenkapital") ab Seite 134 sind Informationen zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals, zu Aktiengattungen, zu Beschränkungen und Rechten sowie zu Befugnissen der Mitglieder des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf enthalten. Im Kapitel "Wienerberger Aktie und Aktionäre" ab Seite 65 finden sich Angaben zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Wienerberger Kapital. Im Kapitel "Vergütungsbericht" (Seite 30 bis 33) sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, detaillierte Informationen zum neuen "Long Term Incentive (LTI)"-Programm, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt; die Bestimmungen des alten Aktienoptionsplans werden im Konzernanhang unter Anmerkung 35 ("Anteilsbasierte Vergütung") ab Seite 153 dargelegt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealings" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet. "Change of Control"-Klauseln sind in
Interne Revision zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements im Konzern
Volle Umsetzung des Prinzips "One share – one vote"
Inhalte zu meldepflichtigen Angaben nach § 243a UGB sowie "Change of Control"-Klauseln
den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2005 und 2010, zur Hybridanleihe 2007 sowie den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2005, 2006 und 2008 enthalten.
Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Zusätzlich übt der Aufsichtsrat seine Beratungsund Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch die folgenden vier Ausschüsse aus: Präsidium / Vergütungsausschuss, Strategieausschuss, Prüfungsausschuss sowie Personal- und Nominierungsausschuss. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf unserer Website veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Es wurden folgende Ausschüsse eingerichtet: Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten und fungiert als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge. Aufgabe des Strategieausschusses ist es, die Strategie und Unternehmensentwicklung zu diskutieren, die Beschlussfassung in strategischen Belangen durch den Aufsichtsrat vorzubereiten und alle nicht dem gesamten Aufsichtsrat vorbehaltenen Angelegenheiten – insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe zwischen 7,5 und 30 Mio. € – zu beschließen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit der Jahresabschlussprüfung des Konzerns und der Überwachung der Rechnungslegung. Zusätzlich überwacht er die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystems des Unternehmens und überprüft die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualifikation des Abschlussprüfers. Harald Nograsek ist als Finanzexperte Mitglied des Prüfungsausschusses. Der Personal- und Nominierungsausschuss ist für die Vorbereitung sämtlicher Vorstands- bzw. Aufsichtsratsbestellungen zuständig. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Personal- und Nominierungsausschuss ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Entscheidung des Aufsichtsrats vorzubereiten. Weiters beschließt er die Bedingungen von Vergütungsschemata für Führungskräfte des Konzerns. Zwischen 2002 und 2008 wurden im Rahmen eines Aktienoptionsplans jährlich Optionen ausgegeben (siehe dazu im Konzernanhang ab Seite 153 sowie im Detail auf der Wienerberger Website). Im Jahr 2009 wurde der bestehende Aktienoptionsplan aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes und taugliches Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet und daher eingestellt. Um die Ausrichtung des Vorstands und Managements mit der Sichtweise unserer Aktionäre zu synchronisieren, wurde 2010 im Sinne der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ein "Long Term Incentive (LTI)"-Programm, ein zum Aktienoptionsplan alternatives Modell zur mittel- und langfristigen Incentivierung, umgesetzt. Zukünftig orientiert sich die langfristige Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Managements am CFROI, einer Kennzahl, die die Wertsteigerung des Unternehmens widerspiegelt. Wienerberger nimmt mit diesem Programm eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung.
Geschäftsordnung des Aufsichtsrats entspricht den Bestimmungen des Kodex
Corporate Governance Bericht Corporate Governance bei Wienerberger
Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und in dessen Ausschüssen ist durch Einrichtung eines Betriebsrats ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Arbeitsverfassungsgesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat und die Ausschüsse einer Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.
Der Corporate Governance Kodex sieht vor, dass die Mehrheit der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat unabhängig sein soll. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Dieser Leitlinie folgend hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG in Anlehnung an Anhang 1 des Corporate Governance Kodex in der Fassung Jänner 2010 sechs Kriterien festgelegt, bei deren Erfüllung ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen ist. Ein Aufsichtsratsmitglied ist unabhängig, wenn es in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Wienerberger AG oder eines Konzernunternehmens der Wienerberger AG war, zur Wienerberger AG oder einem Konzernunternehmen der Wienerberger AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhält (dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an welchen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat), in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Wienerberger AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft war, nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft ist, in der ein Vorstandsmitglied der Wienerberger AG Aufsichtsratsmitglied ist, dem Aufsichtsrat bisher nicht länger als 15 Jahre angehört sowie kein enger Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds der Wienerberger AG oder von Personen ist, die sich in einer zuvor genannten Position befinden. Alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung vom 21. Februar 2011 erneut ihre Unabhängigkeit gemäß diesen Kriterien erklärt. Die Unabhängigkeitskriterien sind im Detail auf unserer Website veröffentlicht.
Es wurden keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder oder Vorstände vergeben. Über Verträge mit nahe stehenden Unternehmen berichten wir im Konzernanhang auf Seite 152.
Im Jahr 2010 wurde die Initiative gestartet, sich intensiv um die Aufnahme eines weiblichen Mitglieds in den Aufsichtsrat zu bemühen. Die Besetzung des Vorstands mit einer Frau ist derzeit nicht absehbar, da keine Erweiterung des Vorstands geplant ist. Bei der Neubesetzung von Senior Management Positionen ist es konsequente Unternehmenspolitik, bei gleicher Qualifikation Bewerberinnen zu bevorzugen. Durch verschiedene Programme und Maßnahmen (Ambassador Programm, Einsatz von Potenzial-Evaluierungs-Tools, flexible Arbeitszeitmodelle u.a.) wurde die Frauenquote gerade im mittleren Management weiter erhöht. Vor allem hier finden sich die Potenzialträger für zukünftige Senior und Top Management Positionen. Daher gehen wir davon aus, mittelfristig die Frauenquote insbesondere im Senior und Top Management deutlich erhöhen zu können.
Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ist Teil der österreichischen Rechtsordnung
Alle Wienerberger Aufsichtsratsmitglieder sind unabhängig
Verträge mit nahe stehenden Unternehmen
Maßnahmen zur Förderung von Frauen in leitenden Positionen

| Friedrich Kadrnoska | unabhängig, geb. 1951, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 08.05.2002 |
|---|---|
| Vorsitzender | Vorstandsmitglied der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichisches Verkehrsbüro AG, der Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr Aktiengesellschaft, der CEESEG AG und der Wiener Börse AG, Aufsichtsratsmitglied der card complete Service Bank AG, Director der UniCredit S.p.A., Verwaltungsrat der conwert Immobilien Invest SE und der Wiener Privatbank SE, Geschäftsführer und Gesellschafter der A & I Beteiligung und Management GmbH |
| Christian Dumolin | unabhängig, geb. 1945, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 17.07.1996 |
| Stellvertreter des Vorsitzenden | Aufsichtsratsvorsitzender der Koramic Investment Group NV, Mitglied des Regentenrats der Belgischen Nationalbank, Aufsichtsratsmitglied der Belgischen Banken-, Finanz- und Versicherungskommission (CBFA), Mitglied im Verwaltungsrat von USG People, De Steeg Investments, E & L Real Estate und Vitalo Industries |
| Karl Fink | unabhängig, geb. 1945, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 27.04.2006 |
| Mitglied der erweiterten Konzernleitung der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe, Vorstandsmitglied der Wiener Städtische Wechselseitiger Versicherungsverein – Vermögensverwaltung – Vienna Insurance Group, Aufsichtsratsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG |
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| Peter Johnson | unabhängig, geb. 1947, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 12.05.2005 |
| Aufsichtsratsvorsitzender der DS Smith Plc, Aufsichtsratsvorsitzender der Electrocomponents PLC | |
| Harald Nograsek | unabhängig, geb. 1958, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 08.05.2002 |
| Vorstandsvorsitzender der Österreichisches Verkehrsbüro AG, Aufsichtsratsvorsitzender der DDSG – Blue Danube Schifffahrt GmbH, Geschäftsführer der Fontana Sporthotel Gesellschaft m.b.H., der Ruefa Reisen Direktbuchung GmbH und der Verkehrsbüro Finanzmanagement GmbH, Verwaltungsrat der conwert Immobilien Invest SE |
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| Claus J. Raidl | unabhängig, geb. 1942, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 11.05.2004 |
| Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, Aufsichtsratsmitglied der Wiener Börse AG, Vorsitzender des Kuratoriums des I.S.T. Austria, Mitglied des Kuratoriums des Technischen Museums Wien |
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| Wilhelm Rasinger | unabhängig, geb. 1948, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 27.04.2006 |
| Geschäftsführender Gesellschafter der Inter-Management Unternehmensberatung Gesellschaft m.b.H. und der "Am Klimtpark" LiegenschaftsverwaltungsgesmbH, Vorsitzender des IVA – Interessenverband für Anleger, Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrichshof Wohnungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H., Aufsichtsratsmitglied der Erste Group Bank AG und der CEE Immobilien Development AG |
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| Franz Rauch | unabhängig, geb. 1940, bestellt bis zur 143. o. HV (2012), erstmalig gewählt: 11.05.2004 |
| Geschäftsführender Gesellschafter der Franz Rauch GmbH, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Treibacher Industrie AG, Aufsichtsratsmitglied der UniCredit Bank Austria AG, der Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, der Vorarlberger Kraftwerke AG, der Vorarlberger Illwerke AG, der Hirschmann Automotive GmbH, der Collini Holding AG und der Austria Email AG |
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| 4 Arbeitnehmervertreter | |
| Rupert Bellina | erstmalig delegiert: 25.01.2005; Arbeitsvorbereiter bei der Semmelrock Ebenseer Baustoffindustrie |
| Claudia Schiroky | erstmalig delegiert: 02.07.2002; Betriebsratsvorsitzende der Wienerberger AG |
| Karl Sauer | erstmalig delegiert: 09.10.1996; Obmann des Zentralbetriebsrats, Sprecher des Europa-Betriebsrats |
| Gerhard Seban | erstmalig delegiert: 03.02.2006; Vertriebsmitarbeiter im Werk Hennersdorf, Österreich | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 4 Ausschüsse | |||||
| Präsidium und | |||||
| Vergütungsausschuss | Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin | ||||
| Strategieausschuss | Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin, Peter Johnson, Claus J. Raidl, Karl Sauer | ||||
| Prüfungsausschuss | Harald Nograsek (Vorsitzender), Wilhelm Rasinger, Karl Sauer | ||||
| Personal- und | |||||
| Nominierungsausschuss | Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin, Karl Fink, Franz Rauch, Karl Sauer |
Corporate Governance Bericht Mitglieder des Aufsichtsrats Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in sechs Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation sowie Akquisitions- und Investitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren.
In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Im Kapitel "Corporate Governance bei Wienerberger" werden auf Seite 20 die Verantwortungsbereiche der Ausschüsse ausführlich dargestellt, ihre Mitglieder sind auf Seite 22 angeführt. Der Personal- und Nominierungsausschuss tagte dreimal, der Prüfungsausschuss viermal und der Strategieausschuss zweimal. Das Präsidium, das auch als Vergütungsausschuss fungiert, trat einmal zusammen. Es hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen und das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Insbesondere wurden vom Präsidium die Gesamtbezüge der Vorstände geprüft und festgelegt. Die Kriterien der variablen Vergütung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht (Seiten 30 bis 33) ausführlich dargestellt. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Drei Ausschussmitglieder haben an jeweils einer Sitzung nicht teilgenommen. Der Prüfungsausschuss ist in allen vier Sitzungen vollzählig zusammengetreten.
In der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 15. Jänner 2010 wurden IFRS-Neuerungen und ihre Auswirkungen auf den Wienerberger Konzernabschluss, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsfragen, ein Update zur Umsetzung des URÄG sowie ein Bericht über die laufenden bzw. geplanten Aktivitäten und wesentlichen Erkenntnisse der internen Revision thematisiert. Um zu gewährleisten, dass der Prüfungsausschuss seine Überwachungsaufgaben nach § 92 Absatz 4a Aktiengesetz optimal wahrnehmen kann, wurde für alle zukünftigen Sitzungen eine einheitliche Struktur beschlossen: Nach Information über den Rechnungslegungsprozess wird die Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems dargelegt, gefolgt von einer Behandlung wesentlicher finanzieller Einzel- bzw. Geschäftsrisiken. Abschließend berichtet die interne Revision über die Durchführung des laufenden internen Audit und ihre dabei gemachten Feststellungen. Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2009 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 17. März 2010 den Abschlussprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss der Wienerberger AG, den Lagebericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht, den Corporate Governance Bericht und den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands zu prüfen. Weiters wurde eine Erklärung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 über dessen Rechtsbeziehungen mit der Wienerberger Gruppe sowie deren Organmitgliedern geprüft und eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben. Als weiteren Tagesordnungspunkt hat der Prüfungsausschuss einen Bericht des Abschlussprüfers über den Status der Umsetzung des Risikomanagements im Unternehmen behandelt. Darin wird festgehalten, dass bei Wienerberger ein Risikomanagement aktiv umgesetzt wird, das die wirksame Identifizierung, Beurteilung und Überwachung von Risikofaktoren sowie die rasche Reaktion auf Risiken zulässt.
Intensive laufende Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand
Vertiefende Behandlung einzelner Sachgebiete in den Ausschüssen und Anwesenheitsbericht
Prüfungsausschuss behandelt Jahresabschluss, Risikomanagement und interne Revision

Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wienerberger AG
"Long Term Incentive (LTI)"-Programm zur Incentivierung von Vorstand und Management beschlossen
Alle Aufsichtsratsmitglieder sind unabhängig
Bestätigung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und seines Stellvertreters
Im Jahr 2009 wurde der bestehende Aktienoptionsplan aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes und taugliches Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet und daher eingestellt. Um die Ausrichtung des Vorstands und Managements mit der Sichtweise der Wienerberger Aktionäre zu synchronisieren, hat der Personal- und Nominierungsausschuss im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung ein "Long Term Incentive (LTI)"-Programm, ein zum Aktienoptionsplan alternatives Modell zur mittel- und langfristigen Incentivierung des Top Managements entwickelt, welches ausführlich im Rahmen der 141. ordentlichen Hauptversammlung vorgestellt wurde. Zukünftig orientiert sich die langfristige variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Managements am CFROI, einer Kennzahl, die die Wertsteigerung des Unternehmens widerspiegelt. Wienerberger nimmt mit diesem LTI-Programm eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung. In der Sitzung des Personal- und Nominierungsausschusses vom 10. Februar 2010 wurde über die Vorbereitung des LTI-Programms berichtet und in der Sitzung vom 20. Mai dessen Umsetzung beschlossen.
In der Aufsichtsratssitzung vom 10. Februar 2010 haben die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ihre Unabhängigkeitserklärungen gemäß dem Österreichischen Corporate Governance Kodex erneuert, und am 23. März 2010 legte der Vorstand einen Compliance Bericht über das Geschäftsjahr 2009 vor. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Unabhängigkeitskriterien sind auf Seite 21 dargelegt und können im Detail auch auf der Wienerberger Website eingesehen werden.
Die Sitzungen des Strategieausschusses vom 27. April und 15. Oktober 2010 standen im Zeichen der Wienerberger Strategie. Um die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung vom Wohnungsneubau mittelfristig zu reduzieren, wurde die Verbreiterung des Kerngeschäfts in der Strategie von Wienerberger verankert. Darüber hinaus wurden als strategische Schwerpunkte die Forcierung von Systemlösungen, Produktinnovationen, Marketing und Vertrieb sowie die optimierte Auslastung unserer Kapazitäten definiert.
Im Anschluss an die 141. ordentliche Hauptversammlung wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 20. Mai 2010 Friedrich Kadrnoska als Aufsichtsratsvorsitzender und Christian Dumolin als sein Stellvertreter bestätigt. Weiters hat der Aufsichtsrat gemäß § 270 Absatz 1 Unternehmensgesetzbuch der von der Hauptversammlung gewählten KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2010 erteilt.
In der Aufsichtsratssitzung vom 16. August 2010 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat detailliert über die Halbjahresergebnisse. Während am 2. November die Ergebnisse des dritten Quartals, die Energiestrategie sowie die Selbstevaluierung des Aufsichtsrats im Hinblick auf dessen Arbeitseffizienz im Mittelpunkt standen, waren am 15. Dezember 2010 die aktuelle Geschäftslage, eine Vorschau auf das Jahresergebnis 2010 sowie der Beschluss des Budgets 2011 zentrale Themen.
Gegenstand der Sitzung des Personal- und Nominierungsausschusses vom 15. Dezember 2010 waren die Festlegung der Kriterien für die kurzfristige variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 sowie eine Diskussion im Hinblick auf eine mögliche Neubesetzung des Aufsichsrats unter verstärkter Berücksichtigung von Aspekten der Diversität.
Der Jahresabschluss und Lagebericht der Wienerberger AG sowie der Konzernabschluss 2010 nach IFRS wurden von der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH geprüft und mit dem Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 Aktiengesetz geprüft und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat weiters den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Absatz 4 Aktiengesetz festgestellt ist, und schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren herausragenden Einsatz in einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld. Wienerberger ist aufgrund der innovativen Produkte und Systemlösungen, der starken industriellen und operativen Basis sowie der gesunden Kapitalstruktur für einen zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung sehr gut aufgestellt.
Wien, am 30. März 2011 Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender
Festlegung der Kriterien für die kurzfristige variable Vorstandsvergütung 2011
Bestätigungsvermerk und Feststellung des Jahresabschlusses 2010
Dank an Mitarbeiter und Management

Vorsitzender des Vorstands, bestellt bis Mai 2014, geb. 1966, verheiratet
Nach der juristischen Ausbildung an den Universitäten Wien und Paris sowie einem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Ecole Supérieure de Commerce de Paris begann seine Karriere bei der in Mailand und London ansässigen Rechtsanwaltskanzlei Shook, Hardy & Bacon im Bereich Corporate Finance. 1996 kam er als Assistent des Vorstands zur Wienerberger AG, wechselte 1997 in das Senior Management zu Terca Bricks in Belgien und wurde 1999 ihr CEO. Seit Mai 2001 war Heimo Scheuch Mitglied im Vorstand, und im August 2009 bestellte ihn der Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG.
Zusätzliche Funktionen: Aufsichtsrat der Sto AG, Aufsichtsrat der Soravia Group AG (bis 12. Jänner 2011), Präsident von TBE (Europäischer Ziegel- und Tondachziegelverband)

Mitglied des Vorstands, bestellt bis Mai 2014, geb. 1957, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn
Nach der Erlangung des Masters in Business Economics an der Universität in Gent begann er seine berufliche Laufbahn als Wirtschaftsprüfer und anschließend als Senior Manager bei Price Waterhouse Coopers in Belgien. Ab 1993 war er im Baustoffsektor zunächst als Finanzvorstand von Terca Brick Industries und später von Koramic Building Products (auch als Wienerberger Aufsichtsrat) tätig. 2004 übernahm er die Leitung von Wienerberger Limited in Großbritannien. Seit 1. April 2007 ist Willy Van Riet Finanzvorstand der Wienerberger AG.
Nach seinem Doktoratsstudium der Betriebswissenschaften an der Technischen Universität Wien und einer Tätigkeit als Unternehmensberater bei Agiplan in Wien kam er 1980 als Assistent des Vorstands zu Wienerberger, wo er 1983 die Leitung des Controllings und Rechnungswesens und 1987 den Geschäftsbereich Hochbau übernahm. Danach war er Vorstand der Wienerberger Ziegelindustrie, deren Vorsitz er ab 1999 innehatte. Im Mai 2001 wurde er in den Vorstand der Wienerberger AG berufen.
Die Tätigkeit des Vorstands basiert auf drei Grundelementen: dem eigenen Verantwortungsbereich, der Arbeit als Gesamtvorstand und dem Berichtswesen.
Im eigenen Verantwortungsbereich ist jedes Vorstandsmitglied umfassend in die jeweils relevanten strategischen und operativen Tätigkeiten involviert und dabei in ständigem Kontakt mit dem an ihn berichtenden Management. Über wesentliche Ereignisse werden die anderen Vorstandsmitglieder laufend informiert und einzelne Maßnahmen gemeinsam abgestimmt.
Grundlage für die Arbeit als Gesamtvorstand ist der regelmäßige Informationsaustausch. Dieser erfolgt formell in Vorstandssitzungen, die grundsätzlich einmal pro Woche stattfinden, sowie durch laufende Kommunikation auf informeller Ebene. Diese ist durch die räumliche Nähe – alle Vorstandsbüros sind nebeneinander angeordnet und durch ein gemeinsames Sekretariat miteinander verbunden – gewährleistet. In den Vorstandssitzungen wird das laufende Geschäft besprochen, insbesondere die aktuellen Entwicklungen von Nachfrage, Preisen und Kosten sowie

Arbeit als Gesamtvorstand

Willy Van Riet, Heimo Scheuch und Johann Windisch
die Kapazitätsauslastung der Werke. Notwendige Maßnahmen werden gemeinsam festgelegt, während die Umsetzung durch jedes Vorstandsmitglied gesondert in seinem Verantwortungsbereich erfolgt. Darüber hinaus werden im Rahmen der Vorstandssitzungen (falls erforderlich auch unter Beiziehung des zuständigen Managements) strategische Themen erörtert, wobei der Schwerpunkt auf der (Weiter-)Entwicklung von Märkten, Produkten und Technologien liegt. Weiters werden die durch den Aufsichtsrat genehmigungspflichtigen Geschäfte besprochen und die Anträge nach Beschlussfassung an diesen weitergeleitet. Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt nach Möglichkeit einstimmig, für Vertragsunterzeichnungen durch den Vorstand gilt das Vier-Augen-Prinzip.
Die Steuerung des Unternehmens baut auf einem umfangreichen Berichtswesen auf. Zentrale Bedeutung hat dabei der Monatsbericht, der alle wesentlichen Detailinformationen zu den operativen Einheiten, insbesondere Gewinn- und Verlustrechnung je Land, Segment und Produktgruppe sowie Angaben zu Mengen-, Preis- und Kostenentwicklung, Working Capital und Investitionen enthält. Weiters erhält der Vorstand monatlich standardisierte Berichte über die Energie- und Finanzsituation sowie den Status der einzelnen Produkt- und Technologieprojekte. Quartalsweise erfolgt eine Konjunkturdatenerhebung in den einzelnen Ländern.
Mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes durch Heimo Scheuch im September 2009 wurde der Vorstand von vier auf drei Mitglieder verkleinert. Damit verbunden war auch eine Vergrößerung der Verantwortungsbereiche jedes Einzelnen bei einer geringeren Gesamtvergütung des Vorstands, um zu untermauern, dass Kostenbewusstsein auch für den Vorstand höchste Priorität hat. Die operative und strategische Unternehmensführung ist auf die drei Vorstände aufgeteilt. Heimo Scheuch zeichnet für die Region Nordamerika sowie für Semmelrock, Steinzeug und den Bereich Immobilien verantwortlich. Johann Windisch steht als COO den Segmenten Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa und Nord-Westeuropa sowie Indien vor. Willy Van Riet ist neben seiner Funktion als Finanzvorstand auch für die Beteiligungen von Wienerberger zuständig.
Unternehmenssteuerung baut auf umfassendem Berichtswesen auf
Vorstand der Wienerberger AG besteht aus drei Personen
Operative Geschäftsführung auf Regionsebene liegt bei Bereichsdirektoren
Für die Regionen (Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, Nordamerika, Emerging Markets) zeichnet jeweils ein Bereichsdirektor (Executive Managing Director) für die operative Geschäftsführung auf Regions- und Produktebene verantwortlich. Deren Verantwortung erstreckt sich auf das operative Management der Region, die regionale Entwicklung der Produktgruppen sowie die Koordination des Zusammenspiels zwischen den operativen Ländereinheiten und den Produktgruppen. Ziel ist es, die Entscheidungswege zu verkürzen und durch die länderübergreifende Zusammenarbeit zusätzliche regions- sowie produktspezifische Synergien zu heben.
Als Beratungsorgan des Vorstands dient das Executive Committee. Es besteht aus dem Vorstand der Wienerberger AG und den vier Bereichsdirektoren. Die Bereichsdirektoren üben dabei eine beratende und unterstützende Funktion für den Vorstand in sämtlichen operativen und strategischen Belangen von Wienerberger aus.
Das Top Management Holding unterstützt den Vorstand bei der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Wienerberger Gruppe. Es stellt die erste Berichtsebene dar und besteht aus den Bereichsdirektoren (Executive Managing Directors) sowie den Leitern der Produktgruppen und der Corporate Services. Durch diese Organisationsstruktur wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regionen und Produktgruppen gewährleistet, um länderübergreifende bzw. produktgruppenspezifische Synergien zu nutzen.
| Bereichsdirektoren | Christian Schügerl | Zentral-Osteuropa exkl. Österreich | ||
|---|---|---|---|---|
| Christof Domenig | Zentral-Westeuropa inkl. Frankreich, Österreich | |||
| Bert Jan Koekoek | Nord-Westeuropa exkl. Frankreich | |||
| Karl Thaller | Emerging Markets | |||
| Leiter Produktgruppen | Martin Kasa | Produktgruppe Wand | ||
| Franz Kolnerberger | Produktgruppe Dach | |||
| Zdenka Debartoli | Produktgruppe Fassade (ab 01.04.2011) | |||
| Leiter Corporate Services |
Barbara Braunöck | Investor Relations | ||
| Bernd Braunstein | Corporate Legal Services | |||
| Gerald Ettmann | Internal Audit | |||
| Gerhard Hanke | Corporate Controlling | |||
| Stefan Huber | Corporate Treasury | |||
| Martin Kasa | Corporate Marketing /Public Relations | |||
| Gerhard Koch | European Affairs | |||
| Anton Moser | Supply Chain Management (ab 01.02.2011) | |||
| Christian Reingruber | Corporate Development/Neue Produkte | |||
| Jörg Schwander | Corporate Engineering | |||
| Bernhard Waiker | Corporate Procurement | |||
| Wolfgang Weiss | Corporate Human Resources |
Corporate Governance Bericht Vorstand und Management Organisation
| Heimo Scheuch Johann Windisch CEO COO |
Willy Van Riet CFO |
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|---|---|---|---|---|---|
| Corporate Services | Corporate Development/ | ||||
| Neue Produkte | Corporate Engineering | Corporate Controlling | |||
| European Affairs | Supply Chain Management | Corporate IT | |||
| Corporate Legal Services | Corporate Treasury Internal Audit |
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| Corporate Human Resources | |||||
| Corporate Marketing /Public Relations | Investor Relations | ||||
| Corporate Risk Management | |||||
| Corporate Procurement | |||||
| Bereichsdirektoren | Zentral-Osteuropa | ||||
| Zentral-Westeuropa | |||||
| Nord-Westeuropa | |||||
| Emerging Markets | |||||
| Produktgruppen | Produktgruppe Beton | Produktgruppe Wand | |||
| Produktgruppe Dach | |||||
| Produktgruppe Fassade | |||||
| Geschäftssegmente | Nordamerika | Zentral-Osteuropa | Nord-Westeuropa | ||
| USA | Österreich | Belgien | |||
| Kanada | Slowakei | Frankreich | |||
| Tschechien | Niederlande | ||||
| Beton | Ungarn | ||||
| Semmelrock | Rumänien | ||||
| Dänemark Bulgarien Schweden |
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| Polen Norwegen |
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| Slowenien | |||||
| Kroatien | |||||
| Estland | |||||
| Finnland | |||||
| Emerging Markets | |||||
| Russland | |||||
| Indien | |||||
| Beteiligungen und Sonstiges | Zentral-Westeuropa | Beteiligungen und Sonstiges | |||
| Steinzeug | Deutschland | Tondach Gleinstätten | |||
| Immobilien | Italien | Pipelife | |||
| Schweiz | Bramac | ||||
Vergütungsbericht erläutert Höhe und Struktur der Vorstandsund Aufsichtsratsbezüge
Vergütungssystem zielt auf angemessene Remuneration des Vorstands ab
Fixer Gehaltsbestandteil orientiert sich am Verantwortungsbereich
Kurzfristige variable Vergütung des Vorstands war in 2010 an operatives EBITDA-Ziel geknüpft
Der Vorstand erhält für 2010 keine variable Vergütung, da Zielgröße nicht erreicht wurde
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG angewendet werden, erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge und enthält Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Festlegung der Vergütung des Wienerberger Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Präsidium übertragen, das auch als Vergütungsausschuss fungiert.
Nach österreichischem Recht wird der Vorstand für eine bestimmte Dauer – maximal auf fünf Jahre je Periode – bestellt. Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen Wienerberger Vorstandsmitglieder durch den Vergütungsausschuss unter Beiziehung eines externen Beraters erarbeitet. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (Baustoffsektor) gemäß ihrem Tätigkeits- und Verantwortungsbereich angemessen zu vergüten. Wichtiges Element dabei ist die Strukturierung des Barbezugs in fixe und variable Bestandteile.
Der fixe Bestandteil orientiert sich am Verantwortungsbereich jedes Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung.
Die variable Vergütung zielt auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ab und setzt sich aus einer kurzfristigen und einer langfristigen Komponente zusammen. Die kurzfristige variable Vergütungskomponente ist an das Erreichen von kurzfristigen Unternehmenszielen geknüpft und wird jeweils für das kommende Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat festgelegt. Für 2010 wurde auf Basis des Budgets ein operatives EBITDA-Ziel vereinbart, wobei jeweils nach unten und nach oben ein Korridor festgelegt ist, innerhalb dessen eine aliquote Ausschüttung erfolgt. Unterschreitet das operative EBITDA die definierte Untergrenze, entfällt der kurzfristige variable Anteil; wird die Obergrenze erreicht oder überschritten, beträgt er maximal 200% des Fixgehalts. Da im Geschäftsjahr 2010 der operative EBITDA-Mindestwert nicht erreicht wurde, erhalten die Vorstandsmitglieder keine kurzfristige variable Vergütung.
Im August 2009 folgte Heimo Scheuch, vormals COO, Wolfgang Reithofer als Vorstandsvorsitzender von Wienerberger nach. Durch die damit einhergehende Verkleinerung des Vorstands von vier auf drei Mitglieder sowie durch den Entfall der kurzfristigen variablen Vergütung 2010 verringerten sich die Gesamtbezüge des Vorstands im Vergleich zu 2009 um 42%:
| Barbezüge Vorstand | 2009 | 2010 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | Fix | Variabel | Gesamt | Fix | Variabel | Gesamt |
| Heimo Scheuch | 509.550 | 254.775 | 764.325 | 628.969 | 0 | 628.969 |
| Johann Windisch | 430.254 | 215.127 | 645.381 | 501.715 | 0 | 501.715 |
| Willy Van Riet | 344.203 | 172.101 | 516.304 | 461.577 | 0 | 461.577 |
| Wolfgang Reithofer 1) | 407.201 | 390.262 | 797.463 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.691.208 | 1.032.265 | 2.723.473 | 1.592.261 | 0 | 1.592.261 |
1) Mit 31.7.2009 ausgeschieden
Corporate Governance Bericht Vergütungsbericht
Die langfristige variable Vergütungskomponente basierte bis Ende 2008 auf einem Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns (Details dazu finden sich auf der Wienerberger Website). Im Jahr 2009 wurde dieser Aktienoptionsplan eingestellt, da er aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet wurde. In der Folge hat der Aufsichtsrat für den Vorstand und ausgewählte Führungskräfte des Konzerns (ca. 30 Personen) ein alternatives Modell zur Abdeckung der mittel- bis langfristigen Vergütungskomponente beschlossen, ein so genanntes "Long Term Incentive (LTI)"-Programm. Es zielt auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ab, wobei der Aktienkurs als zusätzlicher Hebel wirkt. Führungskräfte sollen dadurch ihr Verhalten verstärkt an der wertorientierten Sicht der Aktionäre ausrichten und ihre Planungs- und Zielverbundenheit erhöhen.
Jedes Jahr – beginnend ab 2010 – werden virtuelle Anteile, so genannte Performance Share Units (PSUs), begeben, deren Anzahl von der Position im Unternehmen abhängig ist (CEO: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000, Bereichsdirektor: 2.500, Top Management Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000). Besondere Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Vorstand: Er muss Wienerberger Aktien mindestens im Ausmaß der jährlich zugewiesenen PSUs besitzen, wobei diese Aktien bis zum Laufzeitende des betreffenden Programms nicht veräußert werden dürfen. Jeweils nach Ablauf von drei Jahren wird erstmals der monetäre Wert der PSUs bestimmt, indem sie mit der Zielerreichung und dem durchschnittlichen Kurs der Wienerberger Aktie während der letzten 20 ATX-Handelstage im dritten Jahr multipliziert werden. Die Zielerreichung hängt vom CFROI im dritten Jahr nach Begebung der PSUs ab. Sollte der CFROI unter einem definierten Zielkorridor liegen, kommt es zu keiner Auszahlung. Im Falle einer Auszahlung erfolgt diese nicht einmalig, sondern in drei gleich hohen Teilbeträgen innerhalb von zwei Jahren. Sollte innerhalb dieses Zeitraums der jährliche CFROI den Mindestwert unterschreiten, entfällt die jeweils folgende Teilzahlung ersatzlos.
Wienerberger nimmt mit diesem LTI-Programm eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung.
Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrats. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führen. Soweit es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Mandate bei börsenotierten Gesellschaften handelt, sind diese auf Seite 26 sowie auf der Wienerberger Website veröffentlicht. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine gesonderte Vergütung. Einführung einer langfristigen variablen Vergütungskomponente zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts
"Long Term Incentive (LTI)"-Programm zur Synchronisierung der Ziele des Managements mit den Interessen der Aktionäre
Wienerberger ist Vorreiter bei nachhaltiger Vergütung des Managements
Nebentätigkeiten erfordern Zustimmung des Aufsichtsrats
Überwiegend beitragsorientierte Pensionsregelungen für Vorstandsmitglieder
Abschluss einer D&O-Versicherung mit 75 Mio. € Haftungssumme
Vergütungssystem für den Aufsichtsrat seit 2006 unverändert
Alle Vorstandsmitglieder verfügen über Pensionskassenregelungen, für die das Unternehmen jährlich Beiträge leistet. Darüber hinausgehende Verpflichtungen für das Unternehmen bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2010 644.085 € (Vorjahr: 649.897 €) in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und zur Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) aufgewendet. Im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich, abhängig von der Höhe der Gesamtbezüge sowie der Unternehmenszugehörigkeit. Die Aufwendungen zur Dotierung einer Rückstellung für Abfertigungsansprüche betrugen im Geschäftsjahr 2010 275.238 € (Vorjahr: 803.919 €). An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 776.400 € (Vorjahr: 3.321.126 €) geleistet.
Wienerberger hat für die Vorstandsmitglieder, geschäftsführenden Organe, Kontrollorgane und leitenden Angestellten eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("Directors-and-Officers"-Versicherung) mit einer Haftungssumme von 75 Mio. € abgeschlossen. Davon umfasst sind auch Schäden, die dem Unternehmen durch Sorgfaltspflichtverletzungen des genannten Personenkreises (ohne Vorsatz bzw. wissentliche Pflichtverletzung) entstehen.
Die Hauptversammlung hat am 27. April 2006 das folgende Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung von 10.000 € p.a. Für die Mitwirkung im Strategie-, Prüfungs- sowie Personal- und Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied zusätzlich 5.000 € p.a. je Ausschuss. Diese Festvergütung ist nach dem von der Statistik Austria verlautbarten Verbraucherpreisindex 2005 oder einem allfälligen Nachfolgeindex wertgesichert. Weiters erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 0,07 ‰ des für ein Geschäftsjahr ermittelten Ergebnisses nach Steuern und vor Minderheitenanteilen sowie nach Abzug eines etwaigen Aufwands für Hybridkapital oder vergleichbare Finanzierungsinstrumente der Wienerberger AG gemäß dem vorgelegten und geprüften Konzernabschluss. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die ermittelte Vergütung das Zweifache, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden das Eineinhalbfache. Ist ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht das volle Geschäftsjahr tätig, so sind die Vergütungen zu aliquotieren. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrats in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden.
| Aufsichtsratsvergütung in € | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender | 42.431 | 43.412 |
| Christian Dumolin, Stellvertreter des Vorsitzenden | 31.823 | 32.559 |
| Karl Fink | 15.912 | 16.279 |
| Peter Johnson | 15.912 | 16.279 |
| Harald Nograsek | 15.912 | 16.279 |
| Claus J. Raidl | 15.912 | 16.279 |
| Wilhelm Rasinger | 15.912 | 16.279 |
| Franz Rauch | 15.912 | 16.279 |
| Gesamt | 169.726 | 173.645 |
Für das Jahr 2010 (Auszahlung im Jahr 2011) betrug die Aufsichtsratsvergütung insgesamt 173.645 € und verteilt sich wie folgt:
Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden keine Vergütungen gewährt. Ausgenommen davon sind die Gehälter der Arbeitnehmervertreter aus ihren jeweiligen Dienstverträgen. Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG haben keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich freiwillig verpflichtet, ihren Bestand an Wienerberger Aktien offenzulegen. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsichtsbehörde gemeldet und auf der Wienerberger Website unter "Directors' Dealings" veröffentlicht. Ende 2010 waren insgesamt 262.679 Wienerberger Aktien im Besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.
| Aktienbesitz in Stück | 1.1.2010 | Kauf | Verkauf | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | Heimo Scheuch | 41.252 | 10.000 | 0 | 51.252 |
| Johann Windisch | 0 | 6.000 | 0 | 6.000 | |
| Willy Van Riet | 22.142 | 0 | 0 | 22.142 | |
| Aufsichtsrat | Friedrich Kadrnoska | 9.461 | 0 | 0 | 9.461 |
| Christian Dumolin | 133.0001) | 0 | 0 | 133.000 1) | |
| Karl Fink | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Peter Johnson | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Harald Nograsek | 1.400 | 0 | 0 | 1.400 | |
| Claus J. Raidl | 4.200 | 0 | 0 | 4.200 | |
| Wilhelm Rasinger | 35.224 | 0 | 0 | 35.224 | |
| Franz Rauch | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamt | 246.679 | 16.000 | 0 | 262.679 |
1) im Namen der Koramic Finance Company NV (Korfima) gehalten
Keine Pensionszusagen bzw. zusätzlichen Vergütungen für den Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen freiwillig ihren Bestand an Wienerberger Aktien
Identifikation und Analyse der 15 größten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses
Geschäftsentwicklung hängt sehr stark vom Wohnungsneubau ab
Erhalt einer gesunden Kapitalbasis durch finanzielle Disziplin
Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird Risiko bei Wienerberger als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit eine Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn) als auch der Nichtrealisierung eines zusätzlichen Gewinns. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2010 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert. Eine detaillierte Darstellung sämtlicher Risiken findet sich im Risikobericht im Anhang ab Seite 146.
Wienerberger ist als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche tätig und vor allem vom Wohnungsneubau abhängig, welcher stark mit der Entwicklung der Volkswirtschaften in den jeweiligen Ländern korreliert. Weitere wesentliche Faktoren, die einen entscheidenden Einfluss auf den Wohnungsneubau haben, sind das Konsumentenvertrauen, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Hypothekarkrediten bzw. Finanzierungen für Wohnprojekte. Um den Einfluss einzelner Märkte auf die Ertragssituation der Gruppe gering zu halten, verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen verstärkt sich das Risiko von Überkapazitäten. Diese können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen und folglich Preisanpassungen erforderlich machen. Um die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Stilllegungen sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an. Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Dach- und Wandbaustoffen, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, Preis- und Substitutionsrisiken zu minimieren.
Wienerberger verfügt nach Abschluss der Restrukturierung, bei der die Sicherung der Liquidität mittels Kostensenkungen, aktiven Kapazitäts- und Working Capital Managements und Minimierung der Investitionen im Mittelpunkt stand, und der Kapitalerhöhung im September 2009 mit einem Gearing von nur 15% über eine starke Kapitalbasis und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur, welche auch in Zukunft erhalten bleiben sollen. Neben dem Liquiditätsrisiko bestehen Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Wienerberger konnte
Corporate Governance Bericht Risikomanagement
aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich reduzieren. Eine Darstellung der Finanzierungssituation findet sich in der Ergebnisund Bilanzanalyse ab Seite 72, die Währungsrisiken sind im Anhang ab Seite 148 beschrieben.
Die Rohstoffversorgung ist zu zwei Drittel durch in unserem Eigentum stehende Tongruben und zu einem Drittel durch langfristige Abbauverträge gesichert. Dem Risiko einer Verknappung von Energie und daraus resultierenden volatilen Energiepreisen begegnet Wienerberger durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2011 wurde bereits ein wesentlicher Teil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Eine detaillierte Beschreibung des Energieeinkaufs findet sich auf Seite 53. Hauptmaßnahme bleibt jedoch die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion.
Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit strengen Sanktionen geahndet.
Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).
Durch die Einführung der internen Revision als Stabstelle des Gesamtvorstands ist neben der Umsetzung der Grundsätze der Corporate Governance insbesondere für die Stärkung des Internen Kontrollsystems (IKS) Sorge getragen. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und EffizienzHedging und langfristige Lieferverträge gegen Verknappung von Energie
Konzernweite Compliance-Richtlinie gegen kartellrechtswidrige Absprachen
Keine Risiken erkennbar, die das Gesamtunternehmen gefährden
Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen
Internes Kontrollsystem wird durch interne Revision überprüft
verbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Ein weiteres Betätigungsfeld der internen Revision sind Ad-hoc-Prüfungen, die auf Veranlassung des Managements erfolgen und auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen.
Das in der Wienerberger Gruppe implementierte IKS wird zur Unterstützung der Früherkennung und Überwachung von Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen von der internen Revision gemeinsam mit den entsprechenden Fachabteilungen laufend überarbeitet und erweitert. Dieses System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und bietet dem Management neben konzernweiten Richtlinien sowie einem einheitlichen Berichtswesen ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern.
Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt auch die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind angehalten, anhand des einheitlich zur Verfügung gestellten IKS die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstüberprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die interne Revision überwacht in der Folge die Einhaltung dieser Prüfungsschritte durch die lokale Geschäftsführung. Die Ergebnisse werden an die jeweilige Geschäftsführung sowie an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet.
Die interne Revision und das Corporate Controlling berichten dem Prüfungsausschuss vierteljährlich über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess sowie über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen aus im IKS identifizierten Schwachstellen informiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität unseres Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Für 2010 wurden von der internen Revision gemeinsam mit dem Abschlussprüfer 25 für den Geschäftsablauf wesentliche Kontrollen aus sämtlichen Geschäftsbereichen zur detaillierten Prüfung durch KPMG definiert. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden Vorstand und Prüfungsausschuss präsentiert, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden durch die interne Revision aufgearbeitet. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Anhang ab Seite 146.
Internes Kontrollsystem basiert auf anerkannten Best Practices und Standards und wird laufend überarbeitet
Umsetzung des IKS erfolgt dezentral, die Überwachung der Einhaltung des IKS zentral durch die interne Revision
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie Wirksamkeit der internen Kontrollen durch Prüfungsausschuss gemäß URÄG 2008
Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und durch KPMG bestätigt
F&E zählt zu den Schwerpunkten unserer strategischen Planung
Erfolgreiches Pilotprojekt zur Optimierung im Trocknungsprozess senkt Energieeinsatz
Wienerberger gelingt es in einem weiteren Pilotprojekt, als erstes Unternehmen der Ziegelindustrie den Produktlebenszyklus nach dem "Cradle to Cradle"-Prinzip zu schließen
Kontinuierliche Verbesserung der wärmedämmenden Eigenschaften von Ziegel
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Aufgabenschwerpunkte für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der laufenden Verbesserung der technischen Eigenschaften der Ziegel hinsichtlich Wärmedämmung, Stabilität und Schallschutz, der Entwicklung von Systemlösungen für Dach und Wand sowie der Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion. F&E wird zentral gesteuert, aber – durch eine enge Zusammenarbeit des Corporate Engineering mit Werksleitern und lokalen Technikern – großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der Gruppe ausgerollt werden.
Wienerberger arbeitet laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. Die Forschungsschwerpunkte betreffen vor allem die Reduktion des Energieeinsatzes sowie den ressourcenschonenden Umgang in der Produktion. Ein wesentlicher Teil der im Produktionsprozess eingesetzten Energie wird für das Trocknen der Ziegel aufgewendet, daher ist die Optimierung des Trocknungsprozesses von besonders großer Bedeutung. Bereits in der Vergangenheit konnte der Energieverbrauch durch den Einsatz eines eigens entwickelten Luftführungsverfahrens im Brennprozess von Ziegel deutlich gesenkt werden. Im letzten Jahr wurde ein weiterer wesentlicher Schritt in diese Richtung gemacht. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde eine neue Form von Niedrigtemperaturtrocknung erfolgreich getestet. Hierbei wird durch eine eigens von Wienerberger Mitarbeitern entwickelte Technik die Umgebungsluft für den Trocknungsprozess der Ziegel herangezogen und damit der Energieeinsatz in der Produktion nochmals reduziert. In einem nächsten Schritt soll nun 2011 diese neue Form der Niedrigtemperaturtrocknung in weiteren Werken getestet werden.
Ein weiterer Meilenstein für nachhaltige Ziegelproduktion wurde in einem Werk in Belgien erreicht. Wienerberger schaffte es im Rahmen eines Pilot-Projekts, den Produktlebenszyklus nach dem Prinzip "Cradle to Cradle" zu schließen. Grundidee dieses Prinzips ist ein vollständiger, geschlossener Wiederverwendungsprozess von Produkten. Bei Wienerberger wird dies durch den Einsatz von alten Ziegel im Produktionsprozess für neue Ziegel umgesetzt. Abfälle werden damit zu Rohstoffen in der Produktion und führen so zu einer deutlichen Verringerung des Einsatzes von frischen Rohstoffen und zu einer vollständigen Wiederverwertung von alten Ziegel. Dieses erfolgreiche Projekt soll in den nächsten Jahren in weiteren Werken der Wienerberger Gruppe getestet werden.
Der Ziegel ist mit seiner 5.000 Jahre alten Geschichte nicht nur historisch der erfolgreichste Baustoff, sondern auch im 21. Jahrhundert eines der am häufigsten verwendeten Baumaterialien weltweit. Als reines Naturprodukt, aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, verfügt der Ziegel über eine sehr lange Lebensdauer und bringt ideale Voraussetzungen für nachhaltiges Bauen mit. Mit der Verankerung von Nachhaltigkeit als strategischen Schwerpunkt wird sich die zukünftige Forschungs- und Entwicklungsarbeit noch intensiver diesem Thema widmen. Die kontinuierliche Verbesserung der wärmedämmenden Eigenschaften von Ziegel liegt bereits seit Jahren im Fokus der Forschung von Wienerberger.
Wienerberger Verfüllziegel, die bereits als Dämmstoff eingestuft sind, überzeugen mit ihren Wärmeleitfähigkeiten von 0,09 bis 0,07 W/(m2K). Poroton-P, der 50 cm dicke Ziegel, dessen Ziegelhohlräume mit Perlit, einem mineralischen Granulat aus geblähtem Vulkanstein gefüllt sind, ist bereits zum Standard gereift. Poroton-MW, anstelle von Perlit mit Mineralwolle verfüllt, wurde 2010 auf dem deutschen Markt eingeführt. Das Füllmaterial der Ziegel ersetzt die Außendämmung, wodurch mit diesen Ziegeltypen Niedrigenergiehäuser ohne zusätzliche Wärmedämmung gebaut werden können.
Bei der Errichtung von Gebäuden sind neben den bautechnischen Eigenschaften vor allem die Konstruktionsgeschwindigkeit und die Kosten für die Verarbeitung wesentlich. Porotherm Dryfix®, ein spezieller Ziegelkleber aus der Dose, ermöglicht eine einfache, äußerst schnelle und trockene Verarbeitung bei Witterungsverhältnissen bis minus fünf Grad Celsius. Das hochwertige, technologisch ausgereifte Produkt gewährleistet somit einen rascheren Baufortschritt, damit einhergehend geringere Kosten und somit wesentliche Vorteile gegenüber der konventionellen Verlegung mit Mörtel.
Die jüngste Innovation stellt der speziell designte Leichtziegel dar, dessen Name für eine seiner herausragenden Eigenschaften steht. Sein geringes Gewicht resultiert aus kugelförmigen Lufträumen in der massiven Masse des Ziegels (Porenanteil) und der speziellen Lochgeometrie, die zudem eine hervorragende Wärmedämmung mit sich bringt. Größe (geeignet für eine Wandtiefe von 20 bis 30 cm) und Form bedingen die ergonomische Handlichkeit. Zudem wird die Oberfläche ganz glatt geschliffen, was ein Verkleben der Ziegel erlaubt, Mörtel sowie Kleber sparsam zum Einsatz kommen lässt und damit eine effiziente und rasche Verarbeitung ermöglicht. Doch der Vorzüge nicht genug: Im Herstellungsprozess punktet dieses Baumaterial durch geringen Energieverbrauch und damit günstigen CO2-Footprint. Somit übernimmt der Leichtziegel, der für sämtliche nicht tragende Wände (Außen- sowie Innenwände) zum Einsatz kommt, eine nachhaltig tragende Rolle für Bauherr und Umwelt. Erhältlich ist das Leichtgewicht unter den Ziegel derzeit in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
Immer mehr Menschen wollen auch beim Bau ihres Eigenheims einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und suchen bewusst nach nachhaltigen, ökologischen und energieeffizienten Bauvarianten. Gemeinsam mit der TU Wien hat Wienerberger den von Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich geförderten e4 Energieberater entwickelt. Dieses Online Tool (frei zugänglich unter www.energieberater.at) ist eine ideale Planungshilfe, um die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit eines Wohnbauprojekts zu überprüfen und zu optimieren. Ohne großen Zeitaufwand kann jeder Bauherr online die wichtigsten Parameter beim Hausbau wie Haustyp, Baustandard, Gebäudehülle, Dämmung, Heiz-, Lüftungs- und Haustechnik auswählen und verschiedene Energieträger vergleichen. Gesamtenergiebedarf, Errichtungs- und Erhaltungskosten sowie Umweltverträglichkeit eines Hauses können somit einfach und schnell ermittelt werden.
Neuer Verfüllziegel enthält Dämmstoff aus hochwertiger Mineralwolle
Porotherm Dryfix® ermöglicht rascheren Baufortschritt bei geringeren Kosten
Der designte Leichtziegel – leicht, effizient, sparsam, ökologisch
Der Energieberater, das frei zugängliche Online Tool – effiziente Planungshilfe für ein Wohnbauprojekt
Generierung starker Cash-flows auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten
Restrukturierung bringt insgesamt 200 Mio. € an Fixkosteneinsparungen
Wienerberger verfügt nach Wirtschaftskrise über starke industrielle Basis
Das Ziegel- und Dachziegelgeschäft ist kapitalintensiv. Es erfordert hohe Erstinvestitionen und generiert auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten starke Cash-flows. Die Instandhaltungsinvestitionen (inklusive kleiner Erneuerungsinvestitionen) im Kerngeschäft liegen in normalisierten Wirtschaftsjahren bei durchschnittlich rund 60% der Abschreibungen. Daraus resultieren Free Cash-flows, die zur Reduktion der Verschuldung, für Dividendenzahlungen und für Wachstumsprojekte zur Verfügung stehen.
Wienerberger ist seit 2008 mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert. Das Übergreifen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft führte zu einer weltweiten Rezession, die sich vor allem auf die Bauwirtschaft negativ auswirkte. Als Reaktion auf die signifikanten Nachfragerückgänge setzte Wienerberger ein rigides Restrukturierungsprogramm um, welches aktives Kapazitäts- und Working Capital Management, die Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie die Limitierung der Investitionen zum Inhalt hatte. Zentrale Aufgabe war es, die Fixkosten möglichst rasch den verschlechterten Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen. Seit Sommer 2008 wurden 58 vorwiegend kleinere, ältere Werke geschlossen bzw. eingemottet. Darüber hinaus standen 2009 im Sinne eines aktiven Working Capital Managements zum Abbau von Vorräten in nahezu allen Ländern die Werke für einen längeren Zeitraum still. Insgesamt konnten durch die in den Jahren 2008 und 2009 gesetzten Maßnahmen 200 Mio. € an Fixkosteneinsparungen erzielt werden, davon 35 Mio. € im Jahr 2010. Diese Einsparungen bildeten auch die Grundlage für den ab dem zweiten Quartal 2010 in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld realisierten Turnaround. Nach einem witterungsbedingt sehr schwachen ersten Quartal lagen wir beim operativen EBITDA um rund 40 Mio. € gegenüber dem Jahr 2009 zurück. Ab dem zweiten Quartal gelang es trotz niedrigerer Durchschnittspreise in Osteuropa, sukzessive bis Jahresende Boden gut zu machen. Vergleicht man die Ergebnisse vom zweiten bis zum vierten Quartal 2010, so zeigt sich, dass wir das operative EBITDA in diesem Zeitraum gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um rund 20% steigern konnten. Dies bestätigt den Erfolg des umgesetzten Aktionsplans und die damit verbundenen Kosteneinsparungen.
Nach Abschluss der Restrukturierung verfügt Wienerberger über eine starke industrielle Basis mit schlanken Kostenstrukturen und ein effizientes Werksnetz. Die Nettoverschuldung konnte im Jahr 2010 auf 374,5 Mio. € reduziert werden. Die Begebung einer neuen Anleihe über 250 Mio. € im April 2010 zielte darauf ab, den mittelfristigen Refinanzierungsbedarf weiter zu senken und die Fälligkeitsstruktur zu optimieren. Wienerberger verfügt heute mit einem Verschuldungsgrad von nur 15% über eine starke Kapitalbasis.
Im Ziegelgeschäft sind wir der größte multinationale Anbieter mit starken Marktpositionen und aktuell 216 Werksstandorten in 27 Ländern sowie weiteren fünf Exportmärkten; zur Produktion von Rohrsystemen verfügen wir über 29 Werke (vgl. dazu die Übersicht auf den Seiten 86 und 87). Unsere Strategie im Kerngeschäft zielt darauf ab, in allen Märkten, in denen wir präsent sind, Führungspositionen auf- bzw. auszubauen.
Hauptprodukt der Produktgruppe Wand sind Hintermauerziegel, welche weltweit das am häufigsten eingesetzte Material im Wohnungsneubau darstellen. Wienerberger ist mit Führungspositionen in allen relevanten Märkten West- und Osteuropas (mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel) größter Anbieter dieses Produkts. Unsere Expansion in den osteuropäischen Raum erfolgte aufgrund der veralteten Anlagentechnologie in diesen Ländern überwiegend durch Werksneubauten. Daher verfügen wir in diesen Märkten über Werke mit neuester Technologie und kosteneffizienten Anlagen. Mit einem Anteil von 36% am Gruppenumsatz erwirtschafteten Hintermauerziegel im Jahr 2010 einen operativen EBITDA-Anteil von 37%.
Tondachziegel werden vorwiegend zur Eindeckung von Steildächern in Europa eingesetzt. Wesentliche Merkmale der Tondachziegelindustrie sind steigende Marktanteile und stabile Cashflows. Mehr als die Hälfte der Tondachziegelproduktion findet in der Renovierung von Häusern Verwendung, woraus sich eine geringere Abhängigkeit vom zyklischeren Neubau als bei Mauerziegel ergibt. Daraus resultiert auch die Tatsache, dass Tondachziegel im Jahr 2010 bei einem Umsatzanteil von 25% und einem operativen EBITDA-Anteil von 44% die mit Abstand höchste Profitabilität aller Produktgruppen aufwiesen. Unsere Tondachziegelaktivitäten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz werden durch die Beteiligung Tondach Gleinstätten, die Dachsysteme aus Ton in Zentral-Osteuropa produziert, ergänzt. Tondachziegel gewinnen im Bereich Renovierung aufgrund ihrer überlegenen Eigenschaften seit Jahren in Westeuropa Marktanteile, und wir erwarten uns eine ähnliche Entwicklung auch in Osteuropa. Aus diesem Grund überließen wir im Jänner 2011 unserem ehemaligen Joint Venture Partner Monier im Rahmen eines Anteilstausches 50% an dem Betondachsteinhersteller Bramac und erhielten im Gegenzug weitere 25% an Tondach Gleinstätten sowie eine Ausgleichszahlung. Nach Freigabe der Transaktion durch die Wettbewerbsbehörden, welche für das zweite Quartal 2011 erwartet wird, würden wir demnach 50% an dem Dachziegelproduzenten halten. Tondach Gleinstätten expandiert bereits seit 1992 Richtung Osteuropa und ist heute mit 20 Werken in 11 Ländern in Mittel- und Osteuropa hervorragend aufgestellt. Tondach verfügt mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten, einer modernen industriellen Basis und einem starken lokalen Management über ähnliche Strukturen wie Wienerberger. Das Ziel ist eine stärkere Zusammenarbeit in zentralen operativen Bereichen, um gemeinsam vom Wachstum in Osteuropa zu profitieren.
Vormauerziegel werden insbesondere in den USA, Großbritannien, Benelux und einigen anderen Regionen Nord-Westeuropas sowohl im Wohnungsneubau als auch im Nicht-Wohnbau als Fassadenprodukt eingesetzt und stellen mit einem Anteil von 28% unseren zweitgrößten Umsatzträger dar. Die im Vergleich zu den anderen Produkten deutlich geringere Profitabilität erklärt sich vor allem durch die schwache Nachfrage in den USA (und die daraus resultierenden Kosten einer geringen Auslastung unserer Werke) sowie den hohen Handelswarenanteil in dieser Produktgruppe. Dieser resultiert größtenteils aus dem Direktvertriebssystem in den USA. Anders als in Europa, wo der Verkauf unserer Produkte in erster Linie über Baustoffhändler erfolgt, erzielen wir in Amerika mehr als 60% der Umsätze über eigene Vertriebsstellen und spezialisierte Ziegelfachhändler. Über diese generieren wir durch den Verkauf verwandter Produkte auch von anderen Produzenten ein (wenn auch deutlich margenschwächeres) Zusatzgeschäft, welches aktuell rund 40% zum Umsatz der Produktgruppe Fassade beiträgt.


2 Dach 25% 3 Fassade 28% 4 Fläche 11%

Der vierte Kernproduktbereich sind Flächenbefestigungen. Betonsteine finden breiten Einsatz im privaten und öffentlichen Bau in Zentral-Osteuropa, während Pflasterklinker aus Ton als hochwertiges Nischenprodukt in Nord-Westeuropa Verwendung finden. Dieser Produktbereich trägt jeweils 11% zum Umsatz und zum operativen EBITDA der Gruppe bei. Die operative EBITDA-Marge von Betonsteinen liegt unter jener der Tonprodukte, allerdings sind auch die erforderlichen Erstinvestitionen wesentlich geringer als bei Ziegelwerken.
Wienerberger hat sich bisher auf Produkte für Wand, Dach, Fassade und Flächenbefestigungen mit Fokus auf die keramischen Produkte Ziegel und Dachziegel konzentriert. Besonders der Absatz der Produkte für Wand und Fassade wird stark durch den konjunktursensiblen Wohnungsneubau getrieben. Um die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung vom Wohnungsneubau mittelfristig zu reduzieren, wurde die Verbreiterung des Kerngeschäfts in der Strategie von Wienerberger verankert und eine stärkere Ausrichtung auf die Bereiche Renovierung und Infrastruktur angestrebt. In diesem Zusammenhang ist unser Engagement im Bereich Rohrsysteme zu sehen.
Pipelife, unser 50% Joint Venture mit Solvay, produziert Kunststoffrohre, während die im Oktober 2010 erworbene Steinzeug-Keramo Rohre aus Ton erzeugt. Das primäre Einsatzgebiet beider Produktarten, die Infrastruktur (insb. (Ab-)Wasserversorgung), ist durch eine geringere Abhängigkeit von konjunkturbedingten Schwankungen im Wohnbau gekennzeichnet. Wir sehen im Bereich Rohrsysteme mittelfristig gutes Wachstumspotenzial aufgrund des großen Sanierungsbedarfs der bestehenden Abwassersysteme in Westeuropa und des geplanten Ausbaus eines flächendeckenden Kanalnetzes in Osteuropa. Pipelife wird at-equity konsolidiert und Steinzeug-Keramo zum 31.12.2010 erstkonsolidiert.
Wir wollen unsere starken Marktpositionen in allen Produktgruppen dazu nutzen, vor allem durch interne, aber auch selektiv durch externe Maßnahmen nachhaltig wertschaffendes Wachstum (CFROI > 11,5%) im Sinne unserer Aktionäre zu generieren.
In Zentral-Osteuropa haben wir im Jahr 2010 unsere Stärke erfolgreich genützt, um in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld unsere Marktpositionen mittels proaktiver Preispolitik weiter auszubauen. Gleichzeitig liegt der Fokus auf der laufenden Markteinführung hochwertiger, innovativer Produkte sowie der Marktdurchdringung mit dem bestehenden Produktsortiment. Dies betrifft insbesondere unseren Planziegel, der in Osteuropa flächendeckend eingeführt werden soll, sowie eine stärkere Marktdurchdringung mit unserem Verfüllziegel – ein hochwärmedämmender Ziegel, der mit Perlit, einem vulkanischen Material, und neuerdings auch mit Mineralwolle verfüllt wird – in westeuropäischen Märkten. Weiters soll unser Dryfix® System, ein Klebeschaum, der anstelle von Mörtel zum "Zusammenkleben" von Ziegel eingesetzt wird und damit eine raschere Verarbeitung erlaubt, nach der erfolgreichen Einführung in einigen Märkten Zentral-Osteuropas auch in Westeuropa (Deutschland, Italien, Schweiz) im Jahr 2011 weiter ausgerollt werden. Auch im Dachbereich tragen wir dem Wunsch unserer Kunden nach Systemlösungen mit KoraTech® Rechnung. Neben Dachziegel bieten wir das gesamte für die
Mittelfristig gutes Wachstumspotenzial für Rohrsysteme
Stärkere strategische Ausrichtung auf die Bereiche Renovierung und Infrastruktur durch den Bereich Rohrsysteme
Fokus auf organisches, wertschaffendes Wachstum
Marktdurchdringung mit und Markteinführung von hochwertigen Produkten zur Stärkung von Marktpositionen
Dachkonstruktion benötigte keramische und nichtkeramische Zubehör aus einer Hand an ("onestop shop"). Darüber hinaus steht die weitere Intensivierung unserer Vertriebstätigkeit als wichtiger Punkt auf unserer Agenda, da wir die Beziehung zu unseren Kunden nicht nur durch besseres Service, sondern auch durch unsere hochqualitativen Produkte weiter verbessern wollen.
Nachhaltigkeit wurde aufgrund der zunehmenden Bedeutung für die Zukunft von Wienerberger als strategische Säule im Unternehmen verankert. Wir verstehen dabei Nachhaltigkeit als integrierten Bestandteil des Geschäfts und damit als wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg von Wienerberger. Vor dem Hintergrund der Klimadiskussion liegt das Hauptziel für nachhaltiges Bauen in der Senkung des Gesamtenergiebedarfs von Gebäuden sowie der darin verwendeten Materialien. Aufgrund der natürlichen Rohstoffe, aus denen ein Ziegel hergestellt wird, und seiner langen Lebensdauer verfügt er über die besten Eigenschaften für nachhaltiges Bauen. Diesen Vorteil werden wir nutzen und weiter ausbauen, um damit weiteres Wachstum zu realisieren.
Wienerberger hat in den letzten Jahren ihr Werksnetz kontinuierlich an die Markterfordernisse angepasst, was die Schließung von älteren, kleineren Werken im Rahmen der Restrukturierung 2008 und 2009, gleichzeitig aber auch die Erweiterung von Kapazitäten in jenen Produktsegmenten und Regionen bedeutete, die zukünftig nachhaltiges Ergebniswachstum versprechen. Daher haben wir seit 2007 unsere Kapazitäten bei Hintermauerziegel in Zentral-Osteuropa, Frankreich, Deutschland und Indien (Markteintritt 2010) sowie im Dachbereich (Erwerb von Sandtoft in Großbritannien Anfang 2008) um jeweils 10% verstärkt, bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa sogar um 50%. Gleichzeitig wurden die Kapazitäten bei Vormauerziegel trotz des Erwerbs von Baggeridge in Großbritannien in 2007 im Zuge von Optimierungsmaßnahmen sukzessive um 10% zurückgefahren. Zusätzlich verfügt Wienerberger durch derzeit nicht genutzte Kapazitäten, die bei Bedarf ohne größere Investitionen reaktiviert werden können, über großes organisches Wachstumspotenzial. Dadurch sind wir in der Lage, im Falle einer Markterholung aufgrund der zu einem großen Teil nachhaltigen Fixkosteneinsparungen deutliches Ergebniswachstum zu realisieren.
Wir möchten das herausfordernde Marktumfeld zur selektiven Expansion in unserem Kerngeschäft in Form von kleineren, wertschaffenden Übernahmen nutzen. Darunter sind Projekte zu verstehen, die einen CFROI (Cash-flow Return on Investment) von mehr als 16% im dritten Jahr, nachdem die Investition getätigt wurde, erwirtschaften können und damit dazu beitragen, unseren Ziel-CFROI auf Gruppenebene von über 11,5% zu erreichen. Diese Projekte wollen wir in sämtlichen Märkten zur Stärkung unserer Marktpositionen umsetzen. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, sich stärker im Renovierungsmarkt zu positionieren, da sich dieser im Gegensatz zum Wohnungsneubau eher antizyklisch verhält.
Forschungsschwerpunkt auf Weiterentwicklung von nachhaltigen Produkten
Derzeit ungenutzte Kapazitäten als zukünftige Wachstumstreiber
Nutzung von Chancen für kleinere, wertschaffende Übernahmen
Mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte schaffen

Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wir nehmen unsere Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst. Verantwortung bedeutet für uns, offen und transparent zu kommunizieren, wirtschaftliche Rahmenbedingungen mitzugestalten, für unser Handeln persönlich einzustehen und als zuverlässiges und wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu agieren.
Mit der Unterzeichnung einer Sozialcharta verpflichtete sich Wienerberger bereits im Jahr 2001 zur Einhaltung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und zu sozialem Fortschritt. Als logische Konsequenz folgte 2003 das Bekenntnis zum UN Global Compact – einer 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Initiative zur Förderung von ethischem Unternehmensverhalten (Good Corporate Citizenship). Mittlerweile umfasst der UN Global Compact zehn Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die dieser Initiative beitreten, verpflichten sich freiwillig zur Beachtung der Grundsätze, die auf der Website des UN Global Compact unter www.unglobalcompact.org einzusehen sind.
Das Bekenntnis zur Einhaltung aller anwendbaren nationalen und internationalen Rechtsnormen ist für uns selbstverständlich ebenfalls ein wichtiger Teil gelebter gesellschaftlicher Verantwortung. Regelkonformes Verhalten auf allen Ebenen ist die Basis ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Prävention von korruptem oder wettbewerbswidrigem Verhalten.
Als Mitglied unterschiedlichster europäischer und nationaler Interessenverbände, Plattformen sowie technischer Ausschüsse beteiligt sich Wienerberger aktiv an europäischen Forschungsprojekten, Umfragen der Europäischen Kommission und an der Arbeit in Produktnormierungsgruppen und nimmt somit auch an der politischen Willensbildung teil. Als etablierter, verlässlicher Partner und Experte im Baustoffbereich versteht Wienerberger die offene und transparente Kommunikation mit Politik und Verwaltung als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir setzen uns für nachhaltige wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein, die ökonomische, ökologische und soziale Interessen in Einklang bringen.
Der Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen.
Das Unternehmen Corporate Responsibility
"Building Value. Im Einklang mit Mensch und Natur." heißt eine unserer Leitlinien. Dass es sich dabei nicht um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist eine Vielzahl von Aktivitäten. Wienerberger "nutzt" als Ziegelproduzent die Natur in einer Art von Symbiose: Wir entnehmen umweltschonend Ton und produzieren möglichst umweltgerecht keramische Produkte – natürliche Erzeugnisse mit langer Lebensdauer, die problemlos recycelt werden können. Quer durch alle Ländergesellschaften von Wienerberger wird kontinuierlich an einer Verbesserung der Umweltschutzmaßnahmen und einer Optimierung des Energieeinsatzes gearbeitet.
Wienerberger bekennt sich zur Einhaltung von Umweltgesetzen, zum Klimaschutz, zu Energieeinsparungen, zur Rekultivierung von Tonabbaustätten, zur Abfallwiederverwertung, zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, zu humanitärer Hilfe, zu lokalem Engagement in Gemeinden, zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zu Transparenz. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessenvertretern und Anrainern bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen, wobei der offene Dialog mit NGOs für uns besonders wertvoll ist. Eine besondere Kooperation verbindet uns seit vielen Jahren mit dem World Wide Fund for Nature (WWF): Damals wurde eine grundsätzliche Vereinbarung über mögliche gemeinsame Projekte unterzeichnet. In diesem Rahmen unterstützt Wienerberger Aktivitäten des WWF von internationaler Bedeutung in Österreich. Im Gegenzug berät der WWF Wienerberger bei der Realisierung von Umweltschutzprojekten in Zusammenhang mit der Rekultivierung von ehemaligen Tonabbaustätten.
"Wienerberger erzeugt Ziegel, aber die Häuser werden für Menschen gebaut." Zentraler Grundsatz gelebter gesellschaftlicher Verantwortung ist für uns die Unterstützung sozialer Einrichtungen auf lokaler Basis. Uns geht es dabei nicht darum, unsere soziale Verantwortung durch Spenden an verschiedenste internationale Organisationen zu demonstrieren, sondern zielgerichtet, effizient und unbürokratisch dort zu helfen, wo es am meisten benötigt wird, und Projekte zu realisieren, die einen sinnvollen, nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung liefern. Es ist unser Ziel, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen und Menschen, die aufgrund von Lebensumständen und Schicksalsschlägen benachteiligt sind, mit unseren Produkten und finanzieller Zuwendung zu helfen. In nahezu allen Ländern, in denen Wienerberger tätig ist, werden laufend soziale Projekte und Einrichtungen unterstützt.
Weiterführende Informationen zu allen sozialen Projekten von Wienerberger finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht. Auf der folgenden Seite haben wir einige unserer Nachhaltigkeitsprojekte ausgewählt, die im letzten Jahr umgesetzt wurden.
Alle Ländergesellschaften arbeiten an der Verbesserung des Umweltschutzes
Mit konkreten Aktivitäten setzen wir Zeichen und kooperieren mit NGOs
Unterstützung sozialer Einrichtungen auf lokaler Basis
Auswahl einiger Nachhaltigkeitsprojekte auf der folgenden Seite
Österreich | Mali Für den Architekten Emilio Caravatti bedeutet Architektur von jeher mehr als nur oberflächliches Design. Sein besonderes Interesse gilt einer integrierten Bauweise, die Tradition, lokale Bedürfnisse und den Einsatz vorhandener Ressourcen miteinander vereint. Dies führte ihn 2005 in die Republik Mali, eine der ärmsten Nationen der Welt, wo er gefördert durch "Africabougou Onlus Italy" mit der Errichtung von zwei Schulen, einer medizinischen Fürsorgestelle sowie mehreren Wohnhäusern für Lehrer begann. Alle Gebäude wurden in der dort schon beinahe in Vergessenheit geratenen Lehmbauweise errichtet. Caravatti setzte diese Projekte mit der dort ansässigen Bevölkerung um, die er eigens dafür ausbildete und schulte. Mit diesen Erfahrungen gerüstet, sind die Menschen nun in der Lage, ihre erlernten Fähigkeiten außerhalb ihrer Region anzuwenden und die erlernten Techniken an zukünftige Generationen weiterzugeben. Dieses Engagement zeichnete Wienerberger im Rahmen des Brick Award 2010 mit einem Sonderpreis aus, da diese Art von Architektur und deren Umsetzung richtungsweisend für gelebte Nachhaltigkeit sind.
Großbritannien Unsere Werke nutzen frisches, sauberes Wasser zum Reinigen der Ziegelformen, da jedes kleine Sandkorn im Waschwasser die kleinen Löcher in den Sprühbalken der Waschanlage blockieren würde. Eine innovative Lösung für die Kreislaufführung von Waschwasser wurde letztes Jahr in einem Vormauerziegelwerk in Großbritannien entwickelt. Wienerberger kann damit 25.000 Kubikmeter Frischwasser pro Jahr in einem Werk dieser Art sparen. In einem weiteren Schritt soll auch die Benützung von wieder aufbereitetem Regenwasser getestet werden.
Belgien In einem belgischen Werk wurde ein Pilotprojekt für nachhaltige Ziegelproduktion gestartet. Wienerberger versuchte den Produktlebenszyklus nach dem Prinzip "Cradle to Cradle" zu schließen. Grundidee dieses Prinzips ist ein vollständiger, geschlossener Wiederverwendungsprozess von Produkten. Bei Wienerberger wurde dies durch die Verwendung von alten Ziegel im Produktionsprozess für neue Ziegel umgesetzt. Abfälle werden zu Rohstoffen und führen damit zu einer deutlichen Verringerung des Einsatzes von frischen Rohstoffen im Produktionsprozess und zu einer vollständigen Wiederverwertung von alten Ziegel. Dieses erfolgreiche Projekt soll in den nächsten Jahren in weiteren Werken der Gruppe getestet werden.
Niederlande In den letzten zehn Jahren haben hohe Wasserstände am Rhein sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden in einigen Regionen mehrmals zu Evakuierungen der Bevölkerung geführt und die Konstruktion von Notdämmen und Deichen erforderlich gemacht. Die Produktionsstätte von Wienerberger in Bemmel befindet sich inmitten eines jener betroffenen hochwassergefährdeten Naturgebiete. Wienerberger konnte durch Tonentnahme an den richtigen Plätzen das Flussbett im Naturgebiet erweitern und die Hochwassergefahr in dieser Region erheblich senken. Darüber hinaus ermöglicht das dadurch neu geschaffene Ökosystem eine nachhaltige und multifunktionelle Nutzung für Rückhalteräume, Landwirtschaft, Naturentwicklung und als Naherholungsgebiet.
Indien In Indien stellen das soziale Gefüge und der Zusammenhalt der Gemeinschaft zentrale gesellschaftliche Werte dar, auf welchen auch die indische Kultur basiert. Wienerberger ist es in den Märkten, wo sie tätig ist, ein großes Anliegen, integraler Bestandteil der Kultur zu werden und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Interessensgruppen Rücksicht zu nehmen. In Gesprächen mit den Menschen rund um Kunigal zeigte sich, dass das größte Defizit in der Region in mangelnder medizinischer Versorgung besteht. Mit der Einrichtung eines Gesundheitszentrums, offiziell bekannt als "Center for Community Health", sowie einem Zentrum für Augenheilkunde konnte Wienerberger in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Karuna Trust hier schnell und unbürokratisch den Menschen in der Region helfen. Wienerberger wird auch zukünftig die Kosten für medizinisches Personal übernehmen, um die dauerhafte medizinische Versorgung in der Region sicherzustellen. Darüber hinaus stellte Wienerberger lokalen NGOs Ziegel zur Schaffung neuen Wohnraums zur Verfügung. Durch diese Initiativen konnte eine sehr starke Vertrauensbasis mit den Bewohnern der an das Werk angrenzenden Dörfer und Siedlungen geschaffen werden, die wir als Grundlage einer konstruktiven und positiven gemeinsamen Zukunft sehen.
Schuldenkrise in Europa und mögliches "Double Dip"-Szenario in den USA schwächten Wirtschaftsaufschwung
Die Auswirkungen der Finanzkrise waren auch in 2010 noch deutlich zu spüren. Nachdem die Weltbank einen verhaltenen Ausblick für das Jahr veröffentlicht hatte, mehrten sich die Anzeichen dafür, dass das wirtschaftliche Umfeld weiterhin schwierig bleiben wird. Die erhofften Stützungseffekte der noch im Jahr zuvor in Milliardenhöhe geschnürten staatlichen Konjunkturpakete traten in dem erwarteten Umfang nicht ein. Die USA sahen sich mit einem möglichen "Double Dip"-Szenario konfrontiert, und die Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite löste eine Schulden- und in weiterer Folge eine Währungskrise in Europa aus. Für das Gesamtjahr wiesen die USA ein verhaltenes BIP-Wachstum von 2,7% aus, und die Konjunktur der EU-27 erholte sich mit 1,8% nur leicht. Die exportgetriebene japanische Wirtschaft kam durch die Aufwertung ihrer Währung und den schwachen Privatkonsum stark unter Druck und wies ein BIP-Wachstum von 3,5% auf. Nur der asiatische Raum, allen voran China, zeigte sich von den Entwicklungen in den USA und in Europa unberührt und steigerte die Wirtschaftsleistung um 10,5%.
Im Laufe des zweiten Quartals 2010 wurde vermehrt spürbar, dass die konjunkturellen Hilfspakete nicht den erwarteten Wirtschaftsaufschwung auslösten und einzig zu den bestehenden Haushaltsdefiziten eine enorme Neuverschuldung der EU-Staaten dazukam. Die von der Europäischen Kommission zur Budgetsanierung ermahnten Volkswirtschaften verkündeten infolgedessen massive Sparmaßnahmen bei öffentlichen Ausgaben. Negativ wirkte sich das auch auf die bereits prekäre Situation am Arbeitsmarkt und auf das angeschlagene Konsumentenvertrauen aus, was wiederum den Konjunkturaufschwung dämpfte. Mit der Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite und der Zuspitzung der Probleme in Portugal, Spanien und Irland schlitterte die europäische Währungsunion in eine Schuldenkrise. Dies übte starken Druck auf die Gemeinschaftswährung aus, und um den Euro und die Europäische Union aus der Misere zu holen, wurde ein Notfallspaket für angeschlagene EU-Länder in Höhe von 750 Milliarden € geschnürt. Dies spiegelte sich auch im positiven BIP-Wachstum in Westeuropa wider. Die Wirtschaft in Großbritannien erholte sich von -5,0% auf 1,8%, in Frankreich von -2,6% auf 1,6%, in Italien von -5,0% auf 1,1%, in den Niederlanden von -3,9% auf 1,7% und in Belgien von -2,8% auf 2,0%. Allen voran entwickelte sich die Wirtschaft Deutschlands von -4,7% auf beachtliche 3,7%.
Während sich in Westeuropa die Wirtschaft wieder erholte, litt Osteuropa, welches als letzte Region in Europa die Finanzkrise zu spüren bekam, auch 2010 an deren Auswirkungen. In 2010 zeichnete sich weder eine Entspannung am Arbeitsmarkt noch eine Erleichterung in der Kreditvergabe ab. Die Visibilität auf die weitere Marktentwicklung blieb stark eingeschränkt. Dennoch zeigten sich in Osteuropa unterschiedliche wirtschaftliche Tendenzen: In der Slowakei sorgten die leicht bessere wirtschaftliche Lage der Partnerländer und Investitionen in Infrastrukturprojekte für einen Konjunkturaufschwung von -4,8% auf 4,1%. Auch in Polen erholte sich die Wirtschaft getrieben durch die starke Binnennachfrage von 1,7 % auf 3,5%. Die Wirtschaftsleistung Tschechiens ist aufgrund einer gesunden Industriebasis von -4,1% auf 2,4% gestiegen. Eine deutliche Verbesserung zeigte Slowenien mit einem BIP-Wachstum von -8,1% auf 1,1% und Ungarn von -6,7% auf 1,1%. In einer Rezession befanden sich unverändert Bulgarien mit -0,1%, Kroatien mit -1,8% sowie Rumänien mit -1,9%.
Quelle: EU-Kommission, EUROSTAT, OECD (BIP-Prognose, Dezember 2010)
mit Vergleich zum Vorjahr in % Quelle: Euroconstruct Dezember 2010

Der schneereichste Winter seit mehr als 20 Jahren hat in den ersten Monaten nur eine sehr eingeschränkte Bautätigkeit zugelassen. Die aufgrund der Griechenlandkrise in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückten hohen Staatsverschuldungen in Europa führten zu umfangreichen Sparpaketen. Daraus resultierte eine zunehmende Verunsicherung sowie sinkendes Konsumentenvertrauen und eine nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit. Euroconstruct revidierte daher Ende Juni die Prognosen für den europäischen Wohnungsneubau von zuvor -2,2% auf -4,0% für 2010 nach unten. Im dritten Quartal hat sich in Westeuropa die Stabilisierungstendenz bestätigt. In Großbritannien und in Deutschland hat sich der Wohnungsneubau leicht erholt. Die Nachfrage nach Baustoffen hat sich in Frankreich und in Belgien stabilisiert, nur die Niederlande und Italien waren weiterhin rückläufig. Insgesamt blieben die Baubeginne je tausend Einwohner in Westeuropa mit 3,04 auf dem Vorjahrsniveau.
In Zentral-Osteuropa blieben die Märkte weiterhin schwierig, und im Großteil der Länder war keine sichtbare Bodenbildung in der Nachfrage nach Baustoffen erkennbar. Während sich in Polen der Rückgang in der Nachfrage nach Baustoffen nach den Sommermonaten abflachte, blieben Tschechien, Slowakei und Ungarn auf niedrigem Niveau. Auch in Bulgarien und in Rumänien hat sich die Abschwächung weiter fortgesetzt. Insgesamt waren in diesen Ländern 2010 weitere Rückgänge in der Bautätigkeit zu verzeichnen.
Nach der Krise 2009 war 2010 für den Wohnungsneubau ein Übergangsjahr. Diese Entwicklung spiegelte sich auch im Construction Confidence Index (CCI), einem Gradmesser für die erwartete Entwicklung der Bauindustrie, wider. Westeuropa stabilisierte sich auf sehr niedrigem Niveau, wobei es in den für Wienerberger wichtigsten Märkten wie Belgien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu einer leichten Erholung kam. In Osteuropa war noch keine
Bodenbildung erkennbar, und das angeschlagene Konsumentenvertrauen litt unter der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds. Mittelfristig sehen wir dennoch starkes Wachstumspotenzial aufgrund des großen Nachholbedarfs in dieser Region.

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Auch in den USA ist die erhoffte Erholung und der Konjunkturaufschwung nicht eingetreten. Vielmehr stieg die Angst vor einem "Double Dip"-Szenario, und die hohe Staatsverschuldung rückte in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit. Um dem möglichen Abschwung entgegenzuwirken, beließ die US-Notenbank FED auch 2010 den Leitzins zwar auf der historisch niedrigen Spanne von 0 bis 0,25%, aber trotz Gewinnmeldungen der großen US-Banken blieb die Kreditvergabe an kleine Unternehmen und Immobilien-Erstkäufer sehr restriktiv. Die von der NAHB (National Association of Home Builders) zu Jahresbeginn prognostizierten Baubeginne für 2010 von 700.000 Einheiten wurden im Juni auf 600.000 Einheiten nach unten revidiert, nachdem die Baubeginne durch den im April ausgelaufenen Steuervorteil für Erstkäufer im Mai signifikant zurückgegangen waren. Die mäßige Arbeitsmarkterholung und die angespannte finanzielle Lage vieler Verbraucher nahmen sowohl der Neubautätigkeit als auch dem Abbau des Bestands unverkaufter Häuser am Immobilienmarkt jegliche Belebung. Auch im vierten Quartal kam es zu keiner nennenswerten Veränderung, da die Konsumenten wegen der im November stattgefundenen US-Kongresswahlen zurückhaltend agierten. Insgesamt verzeichneten die US-Baubeginne einen leichten Anstieg von 6% auf 586.000 Einheiten (oder 1,88 je 1.000 Einwohner). Der Gesamtbestand an unverkauften Häusern blieb mit 3,5 Mio. Einheiten auf Vorjahresniveau. Dies entspricht einer Bedarfsdeckung von 8,1 Monaten.


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EU Deutschland Frankreich Großbritannien
Das Jahr 2010 und Ausblick Wirtschaftliches Umfeld Wienerberger Aktie und Aktionäre
Nach der Erholung an den Börsen in der zweiten Jahreshälfte 2009 schwächten sich die Kurse an den internationalen Finanzmärkten zu Beginn 2010 wieder etwas ab. Dieser Korrektur ging vor allem die Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite und die in den USA angestrebte Reform zur Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken voran. Bis ins Frühjahr vermehrten sich die Anzeichen einer nochmaligen Rezession in den USA, und auch in Europa beherrschte die Schuldenproblematik vieler EU-Staaten das Tagesgeschehen an den Börsen. Nach einer leicht negativen Seitwärtsbewegung wurde die Stimmung an den europäischen Börsen im Sommer nach der Veröffentlichung des positiv ausgefallenen EU-Bankenstresstests zunehmend freundlicher. Einzig in den USA kam es trotz guter Wirtschaftsdaten zu keiner deutlichen Belebung an der Börse, da Börsenskeptiker von einer sehr langsamen Wirtschaftserholung überzeugt waren. Im dritten Quartal hatten die Börsen die negativen Wirtschaftsnachrichten aus den USA, die Schuldenproblematik und Eurokrise in Europa bereits eingepreist. Dank eines erfreulichen vierten Quartals schlossen die internationalen Finanzmärkte mit einem positiven Börsenjahr.
Nach einem Aufwärtstrend zu Beginn des Jahres korrigierten die US-Leitbörsen im Frühsommer deutlich nach unten. Im dritten Quartal entwickelten sich die Kurse aufgrund der unsicheren Erholung der amerikanischen Wirtschaft in einer leichten Auf- und Abbewegung. Der Ausgang der Halbzeitwahlen im November und die Beibehaltung der nahezu Nullzins-Politik beflügelten die US-Börsen in den letzten Handelswochen bis zum Jahresende. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Plus von 11% bei 11.577,51 Punkten. Leicht besser schloss der amerikanische S&P 500 Index mit einer Jahresperformance von +13% bei 1.257,64 Punkten. Der negative Ausblick für den Baustoffsektor drückte auf die Jahresperformance des DJ EURO STOXX® TMI Construction & Materials Index, der in 2010 einen Rückgang von 6% hinnehmen musste.
Der Londoner Leitindex FTSE 100 beendete das Jahr trotz mehrerer Börsengänge mit einer Jahresperformance von +9% bei 5.899,94 Punkten, da der verhaltene Konjunkturausblick und die Schuldenkrise in der EU auf die Stimmung drückten. An der Deutschen Börse sorgten vor allem die positiven Wirtschaftsdaten für Deutschland und die überdurchschnittliche Kursentwicklung einzelner Automobilwerte für einen Aufschwung, und der DAX beendete das Jahr mit einem Plus von 16% bei 6.914,19 Punkten. Die Wiener Börse startete mit 2.537 Punkten fest ins neue Jahr und erreichte Ende September nach deutlichen Gewinnmitnahmen wieder ein Niveau über der 2.500er Marke. Der ATX schloss in einem freundlichen Börsenumfeld im vierten Quartal mit einer Jahresperformance von +16% mit 2.904,47 Punkten und verfehlte knapp die 3.000er Marke.
Die positive Stimmung auf den Finanzplätzen und gestiegene Zuversicht für den Baustoffsektor verhalfen der Wienerberger Aktie nach Gewinnmitnahmen Mitte Jänner zu ihrem Jahreshoch von 16,18 € im April 2010. Der verhaltene baukonjunkturelle Ausblick von Euroconstruct und die Herabstufung von Moodys auf 'Ausblick negativ' übten jedoch im Verlauf des zweiten Quartals erheblichen Druck auf die Aktie aus, die bis Mitte August auf ihr Jahrestief von 9,55 € korrigierte und in nur vier Monaten 41% verlor. Erst in der zweiten Jahreshälfte bewegte sich der Kurs, getrieben durch einen zwar vorsichtigen aber optimistischen Ausblick für 2011 und durch die Übergewichtung von zyklischen Werten bei Anlegern, wieder deutlich nach
ATX schließt mit 2.904,47 Punkten nur knapp unter der 3.000er Marke
Solide Jahresperformance der Wienerberger Aktie mit +12% auf 14,29 € oben. Durch einen starken Aufwärtstrend im vierten Quartal konnte die Aktie die Verluste der Vorperiode mehr als kompensieren und beendete insgesamt das Jahr 2010 mit einem kräftigen Plus von 12% bei 14,29 €.


Wienerberger AG
ATX – Austrian Traded Price Index
DJ EURO STOXX® TMI Construction & Materials in €
Umsatz der Wienerberger Aktie je Kalenderwoche (in Mio. € Doppelzählung)


Ø Börseumsatz der Wienerberger Aktie je Tag
| Kennzahlen je Aktie | 2008 | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | in € | 0,81 | -3,17 | -0,57 | +82 |
| Dividende | in € | 0,00 | 0,00 | 0,10 | >100 |
| Free Cash-flow1) | in € | 2,36 | 2,75 | 1,52 | -45 |
| Eigenkapital 2) | in € | 24,18 | 22,50 | 17,44 | -22 |
| Höchstkurs | in € | 39,02 | 17,24 | 16,18 | -6 |
| Tiefstkurs | in € | 8,24 | 4,70 | 9,55 | >100 |
| Ultimokurs | in € | 11,90 | 12,78 | 14,29 | +12 |
| Höchst KGV3) | 23,1 | -50,7 | -28,4 | - | |
| Tiefst KGV3) | 4,9 | -13,8 | -16,8 | - | |
| Ultimo KGV3) | 7,0 | -37,6 | -25,1 | - | |
| Gewichtete Aktienanzahl 4) | in Tsd. | 82.895 | 91.298 | 116.528 | +28 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 999,0 | 1.502,0 | 1.679,5 | +12 |
| Ø Börseumsatz/Tag | in Mio. € | 25,1 | 15,9 | 12,0 | -25 |
1) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
2) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile, exklusive Hybridkapital
3) bezogen auf bereinigtes Ergebnis je Aktie
4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
Der wertmäßige Handelsumsatz der Wienerberger Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des niedrigeren Stückvolumens zwar um 24% auf 2.998,5 Mio. € zurückgegangen, dennoch wurden 238,0 Mio. Stück (in Doppelzählung) gehandelt und somit das ausstehende Aktienkapital an der Wiener Börse einmal umgeschlagen. Die Wienerberger Aktie blieb auf dem neunten Platz unter den umsatzstärksten Werten im ATX. Der außerbörsliche Umsatz betrug in 2010 240,5 Mio. € gegenüber 512,0 Mio. € im Jahr davor. An der Österreichischen Terminund Optionenbörse (ÖTOB) wurden 57.022 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 73,6 Mio. € gehandelt.
Nach dem Aussetzen der Dividende für zwei Geschäftsjahre in Folge zur Sicherung der Liquidität in einem sehr schwierigen Marktumfeld wird der Vorstand in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorschlagen, eine Dividende von 10 Eurocent an die Aktionäre auszuschütten. Die Höhe zukünftiger Dividenden ist von der Marktentwicklung und dem Vorhandensein wertschaffender Wachstumsprojekte abhängig.
Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 1,7 Mrd. € und einer Gewichtung im ATX von 4% zum Jahresende 2010 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.
Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA ist seit 31. Juli 2008 mit über 10% der ausstehenden Wienerberger Aktien der größte Aktionär. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 5% liegen nicht vor.
Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Februar 2011 kommt die Mehrheit der Anleger aus dem angelsächsischen Raum, Nordamerika (42%) sowie Großbritannien und Irland (15%). Der Anteil an Privataktionären beträgt knapp 20%, jedoch dominieren institutionelle Investoren mit einem Anteil von 80%. Hiervon spielen die wertorientierten Investoren mit 47% eine wichtige Rolle, gefolgt von Wachstums- bzw. GARP-Investoren (siehe Grafik rechts).

8 Schweiz 2%
9 Sonstige 12%

Quiet Period vor Ergebnisveröffentlichungen bleibt aufrecht
IR-Team wird im Rahmen des Extel Pan-European Survey 2010 für "Beste IR im europäischen Baustoffsektor" ausgezeichnet
Seit Jahren haben professionelle Investor Relations hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Finanzvorstand, bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden, unterstellt. Zentrales Anliegen der Investor Relations ist eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit Investoren und Anteilseignern von Wienerberger zur Gewährleistung einer bestmöglichen Transparenz. In Anlehnung an internationale Usancen halten wir vor Ergebnisveröffentlichung und parallel zur Handelssperre für Wienerberger Mitarbeiter an einer Quiet Period fest. Da uns bewusst ist, dass dies eine Einschränkung der Kommunikation mit Investoren darstellt, behalten wir uns vor, die Quiet Period wieder aufzuheben.
Wienerberger hat auch in 2010 zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investorenkonferenzen in Europa und den USA teilgenommen, wie z.B. der Davy Building Conference, Citigroup Building Conference, Credit Suisse European Building Materials Conference, Corporate Conference der Deutschen Bank, Erste Bank Konferenz in Stegersbach und UniCredit Austrian Investor Conference in Kitzbühel sowie der Cheuvreux Corporate Conference in Frankfurt und der RCB Konferenz in Zürs. Der Vorstand und das Investor Relations Team trafen im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich oder informierten bei Conference Calls und Videokonferenzen über die wesentlichsten Kennzahlen sowie die operative und strategische Entwicklung des Unternehmens. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Conference Calls (sowie deren Aufzeichnungen) und einen weboptimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com).
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, auch 2010 von der "Financial Community" anerkannt und mit einer Vielzahl an Preisen international und national ausgezeichnet. Bei den ARC (Annual Report Competition) Awards in New York wurde Wienerberger aus über 2.000 eingereichten Berichten aus 26 Ländern mit zwei Golden Awards in den Kategorien "Overall Annual Report", "Cover Design" und mit einem Bronze Award in der Kategorie "Financial Data" geehrt. Bei der alljährlichen Verleihung des Annual Report on Annual Reports durch eine unabhängige Jury schaffte es der Wienerberger Geschäftsbericht aus über 40.000 Geschäftsberichten weltweit ausgewählt und mit dem sensationellen dritten Platz ('A+ first rate') ausgezeichnet zu werden. Für die beste Corporate Communication aus dem deutschsprachigen Raum wurde Wienerberger beim renommierten Econ Award in Berlin nach Platin im Vorjahr wieder Gold verliehen. In Österreich wurde im Rahmen des AAAtrend Award in den Kategorien Mediumsqualität Platz eins, Businessreporting Platz zwei und somit über alle Kategorien für börsenotierte Unternehmen der erste Platz gesamt an Wienerberger verliehen. Beim von Thomson Reuters durchgeführten Extel Pan-European Survey 2010, an dem 640 börsenotierte Unternehmen teilnahmen und 1.798 institutionelle Investoren sowie 225 Brokerage-Firmen ihre Stimme abgaben, wurde das Wienerberger Investor Relations Team mit den Prädikaten "Beste IR im Baustoffsektor in Europa" sowie "Beste IR in Österreich (branchenübergreifend)" ausgezeichnet. Im jährlichen Webranking der schwedischen Agentur Hallvarsson & Halvarsson schaffte die Wienerberger Webseite aus über 30 der größten österreichischen Unternehmen den Hattrick und wurde erneut mit dem ersten Platz prämiert.
Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahres hat die Berenberg Bank (London) die Coverage wieder aufgenommen, Collins Stewart (London), MF Global (London) und Sal. Oppenheim (Wien) eingestellt sowie Morgan Stanley (London) ausgesetzt. Per März 2011 wird Wienerberger von 17 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): Bank of America Merrill Lynch (London), Bayerische Landesbank (München), Berenberg Bank (London), Cheuvreux (Zürich), Citigroup (London), Credit Suisse (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (Wien), Erste Bank (Wien), Exane BNP Paribas (London), Goldman Sachs (London), HSBC Trinkaus (Frankfurt), ING Bank N.V. (London), RCB (Wien), Royal Bank of Scotland (London), UniCredit (Wien) und UBS (London).
| Head of Investor Relations | Barbara Braunöck |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92-471 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Online-Geschäftsbericht | geschaeftsbericht.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Financial | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |


stark durch die Witterung beeinflusst. Nach einem langen und strengen Winter in Europa und den USA litt die Nachfrage nach Baustoffen in weiten Teilen Osteuropas unter Regen und Überflutungen im April und Mai sowie in allen Regionen unter dem frühen Wintereinbruch gegen Ende des Jahres. Insgesamt gelang es Wienerberger trotz dieser widrigen Bedingungen bei einem leichten Umsatzrückgang mittels Kosteneinsparungen und besserer Kapazitätsauslastung das operative EBITDA etwas zu verbessern.
Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 1.744,8 Mio. €, wobei 1% aus Mengenrückgängen, 5% aus Preisrückgängen und 2% aus positiven Fremdwährungseffekten resultierten. Die positiven Fremdwährungseffekte stammen im Wesentlichen aus stärkeren osteuropäischen Währungen sowie aus dem US-Dollar und dem Schweizer Franken. Die geringeren Durchschnittspreise erklären sich vor allem aus unserer proaktiven Preispolitik in Osteuropa, wo wir gezielt Preise angepasst haben, um unsere Marktposition insbesondere auch gegenüber anderen Baumaterialien zu stärken und weiter auszubauen. Betrachtet man die Umsatzentwicklung nach Segmenten, so zeigt sich, dass Zentral-Osteuropa die stärksten Einbußen zu verzeichnen hatte. Der witterungsbedingte Nachfragerückgang in den ersten sechs Monaten konnte trotz Aufholeffekten in der zweiten Jahreshälfte aufgrund des anhaltend schwachen Marktumfelds nicht kompensiert werden. In Zentral-Westeuropa gingen die Mengen bei Hintermauerziegel leicht zurück, da trotz einer guten Entwicklung in Deutschland und der Schweiz die Nachfrage nach Baustoffen in Italien weiter deutlich rückläufig war. Nord-Westeuropa war einerseits geprägt durch Umsatzsteigerungen in Großbritannien und Frankreich sowie andererseits durch stark rückläufige Absätze in den Niederlanden. Der Umsatz in Nordamerika blieb etwas unter dem Niveau 2009, da sich der Wohnungsneubau nach einer leichten Erholung ab dem Frühjahr im vierten Quartal 2010 wieder abschwächte.
Das operative EBITDA der Gruppe lag mit 210,8 Mio. € um 1% leicht über dem Vergleichswert von 2009. Wienerberger ist witterungsbedingt im ersten Quartal mit einem operativen EBITDA von -22,6 Mio.€ gestartet, während in den ersten drei Monaten des Vorjahrs noch ein operatives EBITDA von 16,2 Mio.€ erwirtschaftet wurde. Im zweiten Quartal gelang der Turnaround, und ab diesem Zeitpunkt wurden auf Quartalsbasis deutliche Ergebnisverbesserungen erzielt. Wir konnten das operative EBITDA vom zweiten bis zum vierten Quartal um mehr als 20% im Vergleich zum Vorjahr steigern und damit die erfolgreiche Umsetzung des Aktionsplans 2008 und 2009 bestätigen. Die daraus resultierenden Fixkosteneinsparungen sowie bessere Kapazitätsauslastung haben in einem immer noch schwierigen Marktumfeld deutliche Ergebnisverbesserungen ermöglicht. Im Berichtsjahr wurden Fixkosteneinsparungen von rund 35 Mio. € sowie aufgrund von vorteilhaften Absicherungsgeschäften preisbedingte Einsparungen bei Energie von rund 15 Mio.€ realisiert. Insgesamt stiegen 2010 die Energiekosten aufgrund höherer Produktionsmengen um 3,6% auf 268,5 Mio.€ an und erreichten einen Anteil von 15,4% am Umsatz nach 14,3% im Jahr zuvor. Die operative EBITDA-Marge konnte nur leicht von 11,5% im Jahr 2009 auf 12,1% im Berichtsjahr gesteigert werden, da den erwähnten Einsparungen niedrigere Durchschnittspreise in Osteuropa, Großbritannien und Deutschland gegenüberstanden.
Das Jahr 2010 und Ausblick Ergebnis- und Bilanzanalyse
In Zentral-Osteuropa fiel das operative EBITDA mit 86,1 Mio. € um 21% geringer aus als im Jahr zuvor. Ursachen dafür waren neben Absatzrückgängen in allen wesentlichen Ländern vor allem niedrigere Durchschnittspreise im Vergleich zum Vorjahr. Während in Polen der Rückgang in der Nachfrage nach Baustoffen nach den ersten sechs Monaten abflachte, blieben Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien sowie auch Südosteuropa weiterhin schwierige Märkte. Bei der Semmelrock Gruppe konnten im Berichtsjahr die Absatzmengen aufgrund von zugebauten Kapazitäten in Polen, Bulgarien und Rumänien sowie der Akquisition Ebenseer im April 2009 um 5% gesteigert werden. Die Bramac Gruppe, welche Betondachsteine in dieser Region vertreibt, hatte unter der schwachen Nachfrage nach Baustoffen zu leiden und musste bei niedrigeren Absätzen starke Ergebniseinbußen hinnehmen.
In Zentral-Westeuropa konnte das operative EBITDA trotz niedrigerer Durchschnittspreise in Deutschland und rückläufiger Nachfrage bei anhaltendem Preisdruck in Italien um 10% auf 35,6 Mio.€ verbessert werden. In Deutschland wurden bei einer leichten Erholung im Wohnungsneubau und einem stabilen Renovierungsmarkt die Absätze bei Dachziegel moderat gesteigert. Die Schweiz erwirtschaftete bei stabilen Mengen und Preisen aufgrund von Kosteneinsparungen bessere Ergebnisse.
In Nord-Westeuropa wurden die rückläufigen Ergebnisse in den Niederlanden durch die gute Entwicklung in Belgien, Frankreich und Großbritannien mehr als kompensiert und das operative EBITDA im Segment um 10% auf 113,1 Mio.€ gesteigert. Belgien verbesserte bei höheren Absatzmengen und stabilen Preisen durch Kosteneinsparungen und höhere Auslastung die Margen. In Frankreich konnten die Absätze bei Hintermauerziegel unterstützt durch die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten gesteigert werden. Großbritannien setzte deutlich höhere Mengen bei Vormauer- und Dachziegel ab, wobei aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu einfacheren Ziegelformaten im Bereich Vormauer niedrigere Durchschnittspreise zu verzeichnen waren.
Im Segment Nordamerika kam es bei etwas niedrigeren Absätzen und einem moderaten Umsatzrückgang von 3% auf 144,5 Mio.€ zum erwarteten Turnaround. Dank besserer Kapazitätsauslastung und Kosteneinsparungen verbesserte sich das operative EBITDA in einem weiterhin sehr schwierigen Marktumfeld auf 4,5 Mio.€ gegenüber -13,3 Mio.€ im Jahr 2009.
Im Segment Beteiligungen und Sonstiges sind neben den Holdingkosten auch die Aktivitäten in Indien sowie die Beteiligungen im Bereich Rohrsysteme ausgewiesen, wobei die Einbeziehung des Ergebnisses der Pipelife Gruppe at-equity erfolgt. Mit 31.12.2010 wurde die Steinzeug Gruppe im Bereich Beteiligungen und Sonstiges erstkonsolidiert.
Operatives EBITDA in Zentral-Osteuropa um 21% unter dem Vorjahr
Verbesserung um 10% auf 35,6 Mio. € im operativen EBITDA von Zentral-Westeuropa
Steigerung des operativen EBITDA um 10% auf 113,1 Mio. € in Nord-Westeuropa
Turnaround in Nordamerika dank besserer Auslastung
| Ertragsentwicklung | 2009 | Verkäufe | Käufe1) | F/X2) | Organisch | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatz | 1.816,9 | 0,2 | 7,8 | 41,3 | -121,0 | 1.744,8 |
| EBITDA operativ3) | 208,6 | 0,2 | -2,3 | 6,1 | -1,4 | 210,8 |
| EBIT | -258,1 | 0,2 | -3,2 | 0,7 | 271,5 | 10,7 |
| Nicht-wiederkehrend | -277,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 277,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis4) | -37,5 | 0,0 | -0,1 | -0,1 | -13,8 | -51,5 |
| Ergebnis vor Steuern | -295,6 | 0,1 | 0,9 | 0,9 | 253,1 | -40,8 |
| Ergebnis nach Steuern | -258,7 | 0,1 | 2,1 | 1,3 | 220,5 | -34,9 |
1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen
2) Währungseffekte
3) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
4) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis
| EBITDA operativ 1) | 2009 | 2010 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Zentral-Osteuropa | 108,8 | 86,1 | -21 |
| Zentral-Westeuropa | 32,3 | 35,6 | +10 |
| Nord-Westeuropa | 102,5 | 113,1 | +10 |
| Nordamerika | -13,3 | 4,5 | >100 |
| Beteiligungen und Sonstiges2) | -21,7 | -28,5 | -31 |
| Wienerberger Gruppe | 208,6 | 210,8 | +1 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) inklusive Holdingkosten
Positive Wechselkurseffekte, die vorwiegend aus osteuropäischen Währungen sowie dem Schweizer Franken und dem US-Dollar resultieren, erhöhten das EBITDA um 6,1 Mio.€. Konsolidierungskreisänderungen hatten einen negativen Effekt von -2,5 Mio.€. In den Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind Wertminderungen von 10,4 Mio.€ enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Abwertungen von Liegenschaften in der Schweiz sowie Wertminderungen aufgrund eines Schadensfalles in den Vereinigten Staaten. Die operative Abschreibungstangente erhöhte sich wegen des leicht rückläufigen Konzernumsatzes geringfügig von 10,4% im Jahr 2009 auf 10,9% im Berichtsjahr. Dieser im internationalen Vergleich relativ hohe Wert resultiert vorwiegend aus der starken Investitionstätigkeit der Vergangenheit und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe. Im Jahr 2010 kam es zu keinen wesentlichen Anlagenverkäufen aus nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften.
Relativ hohe operative Abschreibungstangente von 10,9% als Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial von Wienerberger
Werthaltigkeitstests zu Jahresende ergaben keinen Abwertungsbedarf
Restrukturierung wurde Ende 2009 abgeschlossen
Anstieg der operativen EBITDA-Marge von 11,5% auf 12,1%
Wienerberger führt regelmäßig im Anschluss an die Unternehmensplanung Werthaltigkeitstests durch. Die im Dezember des Berichtsjahres auf Basis der Mittelfristplanungen für den Zeitraum 2011– 2014 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben keinen Abwertungsbedarf. Für diese Werthaltigkeitstests wurde für die Wienerberger Gruppe ein Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 6,69% ermittelt, wobei wiederum in den Vereinigten Staaten (6,13%), Großbritannien (5,46%), Russland (11,12%) und Indien (11,01%) abweichende regionale Kapitalkostensätze verwendet wurden.
Wienerberger hat den im Jahr 2008 begonnenen Aktionsplan mit Ende 2009 abgeschlossen. Die in den Jahren 2008 und 2009 angefallenen Aufwendungen aus Restrukturierungen sowie die Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwerten sind zur Erhöhung der Transparenz in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. Im Berichtsjahr waren keine weiteren Restrukturierungsmaßnahmen mehr erforderlich.
| Rentabilitätskennzahlen | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Bruttoergebnis zu Umsatz | 28,1 | 29,0 |
| Verwaltungskosten zu Umsatz | 6,8 | 6,9 |
| Vertriebskosten zu Umsatz | 21,3 | 22,6 |
| Operative EBITDA-Marge1) | 11,5 | 12,1 |
| EBIT-Marge | -14,2 | 0,6 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2009 | 2010 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.816,9 | 1.744,8 | -4 |
| Herstellungskosten | -1.305,9 | -1.238,8 | -5 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten1) | -510,3 | -514,5 | +1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -41,2 | -50,5 | +23 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 59,5 | 69,7 | +17 |
| Operatives Betriebsergebnis 2) | 19,0 | 10,7 | -44 |
| Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen -153,7 | 0,0 | >100 | |
| Firmenwertabschreibungen | -123,3 | 0,0 | >100 |
| Betriebsergebnis (EBIT) 3) | -258,1 | 10,7 | >100 |
| Finanzergebnis4) | -37,5 | -51,5 | -37 |
| Ergebnis vor Steuern | -295,6 | -40,8 | +86 |
| Ertragsteuern | 36,9 | 5,9 | -84 |
| Ergebnis nach Steuern | -258,7 | -34,9 | +87 |
1) inklusive Transportaufwendungen
2) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
3) gerechnet auf Basis ungerundeter Werte
4) inklusive at-equity Ergebnis

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte aufgrund des Wegfalls von Restrukturierungskosten von -258,1 Mio.€ im Vorjahr auf 10,7 Mio.€ im Jahr 2010 signifikant gesteigert werden. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses resultiert vorwiegend aus schwächeren Ergebnisbeiträgen von den assoziierten Unternehmen Pipelife und Tondach Gleinstätten sowie aus höheren Zinsaufwendungen. Das Berichtsjahr 2010 stand bei der Pipelife Gruppe im Zeichen der Restrukturierung mit dem Ziel, Kapazitäten den Marktgegebenheiten anzupassen, Fixkosten zu reduzieren und Working Capital weiter abzubauen. Auch Tondach Gleinstätten hatte unter dem schwierigen Marktumfeld in Osteuropa zu leiden. Das Zinsergebnis verschlechterte sich aufgrund von einmaligen Aufwendungen, die aus der vorzeitigen Tilgung von Krediten entstanden, im Vergleich zum Vorjahr von -37,8 Mio. € auf -43,4 Mio. €. Die niedrige Steuerquote von 14,4% (Vorjahr: 12,5%) ergibt sich einerseits aus den mit geringeren Sätzen besteuerten osteuropäischen Ergebnisanteilen und anderseits aus dem geringeren latenten Steuerertrag aufgrund der in einigen Ländern nicht gegebenen Verwertbarkeit von Verlustvorträgen.
Das Ergebnis je Aktie wird nach Abzug des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Ergebnisses sowie der für die Zahlung des Hybridkupons erforderlichen Beträge in Höhe von 32,5 Mio. € errechnet. Unter Berücksichtigung einer höheren gewichteten Aktienanzahl von 116,5 Mio. Stück (aufgrund der im September 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung) ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von -0,57€ (Vorjahr: -3,17€).
Im Jahr 2010 sank die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr vorwiegend aufgrund der laufenden Abschreibungen von Anlagen sowie einer weiteren Verringerung des Working Capitals um 1% auf 4.059,3 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen blieb mit 67% auf dem Vorjahresniveau, wobei auf Sachanlagen 67% (Vorjahr: 68%) des Capital Employed entfallen. Die Vorräte stiegen akquisitions- und währungsbedingt von 552,4 Mio. € Ende 2009 um 17,2 Mio.€ und sind zum Stichtag mit 569,6 Mio. € ausgewiesen. Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen verringerte sich von 34 auf 24 Tage, die durchschnittliche Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten ist von 42 Tagen auf 51 Tage gestiegen. Das Working Capital (Vorräte + Nettokundenforderungen – Lieferverbindlichkeiten) wurde im Berichtsjahr vor allem durch eine Verminderung der Kundenforderungen durch Effekte aus Factoring sowie auch durch einen akquisitionsbedingten Anstieg der Lieferverbindlichkeiten reduziert und belief sich auf 444,9 Mio. € was einem Anteil am Umsatz von 25,5% (Vorjahr: 27,9%) bzw. einem Anteil am Capital Employed von 16 % (Vorjahr: 18%) entspricht. Die Umschlagshäufigkeit des Working Capitals im Jahresdurchschnitt hat sich auf 99 Tage (Vorjahr: 125 Tagen) reduziert. Wienerberger verfügte auch Ende 2010 mit 539,7 Mio. € über starke Liquiditätsreserven, bestehend aus Kassa, Bankguthaben und Wertpapieren.

Das Konzerneigenkapital verringerte sich geringfügig um 1% auf 2.525,7 Mio.€ (Vorjahr: 2.547,0 Mio.€). Hauptgründe dafür sind einerseits ein Konzernverlust von 34,9 Mio.€ und die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €. Dem gegenüber stehen Differenzen aus der Währungsumrechnung und Effekte aus der Absicherung durch Hedging-Instrumente, die das Eigenkapital gemeinsam um 58,1 Mio. € erhöhten. Der Ankauf der restlichen 25% der Semmelrock Gruppe wurde neben einer Barabfindung mit einer Million eigener Aktien bezahlt. Die Nettoeffekte aus dieser Transaktion senkten das Konzerneigenkapital um 12,0 Mio.€. Insgesamt blieb die Eigenkapitalquote (inklusive nicht beherrschender Anteile) mit 62% (Vorjahr: 62%) stabil. Das Eigenkapital deckte das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag zu 93%.
Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich geringfügig um 2%. Einerseits stiegen die Personalrückstellungen, bedingt durch einen niedrigeren Rechnungszinssatz sowie aufgrund der Konsolidierung der Steinzeug Gruppe, um 18% auf 73,0 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen lagen vor allem wegen Währungsdifferenzen sowie der erwähnten Konsolidierungskreisänderung mit 6,3 Mio. € über dem Vorjahr und sind bei Wienerberger als langfristige Finanzierungskomponente von untergeordneter Bedeutung. Andererseits kam es bei den Rückstellungen für latente Steuern zu einem Rückgang um 11% auf 79,8 Mio.€. Die kurzfristigen Rückstellungen von 63,2 Mio. € lagen akquisitionsbedingt um 6% über dem Vorjahreswert. Die gesamten Rückstellungen machen unverändert 7% der Bilanzsumme aus. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) konnten um 36,2 auf 914,2 Mio. € reduziert werden und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und sonstigen Dritten von 888,7 Mio. €, Derivate mit negativen Marktwerten von 18,7 Mio. €, Leasingverbindlichkeiten von 4,3 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 2,5 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen Zahlungsmittel, Kassa, Bankguthaben und Wertpapiere von 539,7 Mio. € gegenüber. Von den verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und sonstigen Dritten in Höhe von 888,7 Mio. € haben 86% (Vorjahr: 93%) langfristigen und 14% (Vorjahr: 7%) kurzfristigen Charakter.
86% der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten haben langfristigen Charakter
| Berechnung der Nettoverschuldung1) | 2009 | 2010 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 876,0 | 772,3 | -12 |
| Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 67,2 | 135,1 | >100 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 5,9 | 4,3 | -27 |
| - Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung | -20,5 | -19,4 | -5 |
| - Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -71,0 | -64,4 | -9 |
| - Kassa | -449,6 | -453,4 | +1 |
| Nettoverbindlichkeiten | 408,0 | 374,5 | -8 |
1) exklusive Hybridanleihe
Die Nettoverschuldung belief sich zum Stichtag 31.12.2010 auf 374,5 Mio. € und lag damit um 8% unter dem Vorjahreswert von 408,0 Mio. €. Investitionen erhöhten die Nettoverschuldung um 149,8 Mio. € und die Auszahlung des Hybridkupons um weitere 32,5 Mio. €. Vermindert wurde die Nettoverschuldung durch den Cash-flow aus dem Ergebnis um 151,3 Mio. €, durch eine weitere Reduktion des Working Capital um 30,6 Mio. €, durch Devestitionen um 18,7 Mio. € sowie durch Währungsänderungen und Sonstiges um 15,2 Mio. €. In der Folge ergab sich daraus ein Verschuldungsgrad am Jahresende von 14,8% (Vorjahr: 16,0%). Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 130% (Vorjahr: 135%). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem EBITDA lag bei 1,8 (Vorjahr: 2,0).
in Mio. €

Nettoverschuldung von 408,0 Mio. € auf 374,5 Mio. € weiter reduziert
| Bilanzentwicklung | 2009 | Verkäufe | Käufe1) | F/X2) | Organisch | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Sachanlagevermögen | 1.905,4 | 0,0 | 30,3 | 53,1 | -116,6 | 1.872,2 |
| Immaterielles Anlagevermögen | 641,1 | 0,0 | 24,0 | 19,3 | -8,1 | 676,3 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 217,1 | 0,0 | -11,7 | 4,9 | 0,8 | 211,1 |
| Vorräte | 552,4 | 0,0 | 22,7 | 10,3 | -15,7 | 569,7 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 771,4 | 0,0 | -4,6 | -2,8 | -34,0 | 730,0 |
| Bilanzsumme | 4.087,4 | 0,0 | 60,7 | 84,8 | -173,6 | 4.059,3 |
| Eigenkapital 3) | 2.547,0 | 0,0 | 17,0 | 83,6 | -121,9 | 2.525,7 |
| Rückstellungen | 277,1 | 0,0 | 27,4 | 10,0 | -30,0 | 284,5 |
| Verbindlichkeiten | 1.263,3 | 0,0 | 16,3 | -8,8 | -21,7 | 1.249,1 |
1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen von in 2010 übernommenen Unternehmen bzw. Anteilen
2) Währungseffekte
3) inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
Das akquisitionsbedingte Wachstum stammt vorwiegend aus der Übernahme der Steinzeug Gruppe. Die organische Bilanzsummenverkürzung von -173,6 Mio. € ergab sich vor allem aus laufenden Abschreibungen von Vermögenswerten sowie aus einer Verminderung der Vorräte.
Organische Bilanzsummenverkürzung von -173,6 Mio. €
| Bilanzkennzahlen | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| Capital Employed | in Mio. € | 2.816,8 | 2.779,5 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 408,0 | 374,5 |
| Eigenkapitalquote | in % | 62,3 | 62,2 |
| Verschuldungsgrad | in % | 16,0 | 14,8 |
| Anlagendeckung | in % | 93,4 | 92,6 |
| Working Capital zu Umsatz | in % | 27,9 | 25,5 |

Fristigkeiten der
2 1 – 5 Jahre 83%
3 >5 Jahre 2%

Entschuldungsdauer von 1,8 Jahren
Der Höhepunkt der Finanzkrise scheint überwunden, dennoch bleibt die Sicherung der Liquidität und des finanziellen Handlungsspielraums der Gruppe im Fokus. In 2010 lag der Schwerpunkt der Bestrebungen auf der Verbesserung des Fälligkeitsprofils und insbesondere in der Reduzierung des Refinanzierungsbedarfs im Jahr 2012, in welchem die Rückzahlung der im Jahr 2005 begebenen Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio.€ ansteht. Wienerberger hat daher im April 2010 eine neue Anleihe (250 Mio.€ Volumen, Laufzeit von 4¼ Jahren) emittiert in Verbindung mit einem Rückkaufsangebot (zum Preis von 100%) für die in 2012 auslaufende Anleihe. Auf diesem Wege konnten 140,8 Mio.€ der alten Anleihe zurückgekauft werden, so dass der Refinanzierungsbedarf aus dieser Anleihe nur mehr 259,2 Mio.€ beträgt. Durch diese Maßnahme war es nicht nur möglich, auf die im Jahr 2009 von Banken für bestehende Kredite eingeräumten Verlängerungen von Laufzeiten zu verzichten, sondern auch mit den verbleibenden Mitteln aus der Neuemission einen Teil der Bankkredite frühzeitig zu tilgen und somit das Fälligkeitsprofil deutlich zu verbessern. In der Folge befand sich Wienerberger Ende 2010 in der komfortablen Position, den Refinanzierungsbedarf für 2012 bereits zu einem Großteil durch liquide Mittel gedeckt zu haben. Die liquiden Mittel wurden breit gestreut veranlagt, wobei besonderes Augenmerk auf die Eigenkapitalausstattung und das jeweils gültige Rating des Veranlagungspartners gelegt wurde, um ein etwaiges Ausfallsrisiko zu minimieren.
Im Jänner 2011 wurden auch die für unsere Kreditvereinbarungen mit Banken gültigen Kennzahlen (Covenants) neu verhandelt. Nach den im Jahr 2009 vereinbarten (und nur temporär gültigen) Covenants hat Wienerberger nun mit ihren Banken einstimmig eine permanente Änderung dieser Kennzahlen erreicht. Zukünftig darf die Nettoverschuldung zu operativem EBITDA (12 Monate roulierend) den Wert von 3,5 nicht überschreiten, und die EBITDA-Zinsdeckung (operatives EBITDA / Zinsergebnis) darf den Wert von 3,75 nicht unterschreiten. Es gelten nur mehr diese beiden Kennzahlen, welche auch besser die saisonalen und zyklischen Schwankungen der Baustoffindustrie reflektieren und nur zweimal pro Jahr (Juni, Dezember) getestet werden.
78% unserer Verbindlichkeiten sind fix verzinst, da die im letzten Jahr erfolgten frühzeitigen Tilgungen vor allem variabel verzinste Bankverbindlichkeiten betrafen. Den verbleibenden variabel verzinsten Verbindlichkeiten steht ein deutlich größerer, ebenfalls variabel verzinster Anteil an liquiden Mitteln gegenüber, wodurch das Zinsrisiko der variabel verzinsten Verbindlichkeiten eliminiert wird. Aufgrund der geringeren Verzinsung liquider Mittel im Vergleich zu Anleihen und Krediten war jedoch ein "Negative Carry" zu tragen, so dass das Zinsergebnis nicht in dem Maß verbessert werden konnte wie die Nettoverschuldung zurückgeführt wurde.
| Treasury Kennzahlen | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ1) | 2,0 | 1,8 |
| EBITDA operativ1) / Zinsergebnis | 5,5 | 4,9 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
Der Cash-flow aus dem Ergebnis ist von 52,5 Mio.€ im Jahr 2009 um rund 100 Mio.€ auf 151,3 Mio. € im Berichtsjahr angestiegen, während sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 290,9 Mio. € auf 230,4 Mio. € verringerte. Dieser Rückgang erklärt sich aus der starken Reduktion des Working Capitals, welche sich im Jahr 2009 entsprechend positiv auf den Cash-flow auswirkte, insbesondere aus dem sehr starken, einmaligen Abbau von Vorräten. Die restriktive Investitionspolitik von 2009 wurde auch 2010 weiter fortgesetzt und zeigt sich deutlich im Cash-flow aus Investitionstätigkeit. Die Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) blieben mit 61,7 Mio.€ auf dem Niveau des Vorjahrs. Für die Fertigstellung bereits begonnener Projekte sowie kleine Wachstumsprojekte wurden 88,1 Mio.€ (Vorjahr: 71,4 Mio.€) ausgegeben. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst den Emissionserlös der im April 2010 platzierten Anleihe in Höhe von 250 Mio.€. Mit diesen Mitteln wurden rund 141 Mio.€ der im April 2012 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2005 vorzeitig zurückgekauft sowie langfristige Kredite getilgt. Diese Maßnahmen werden saldiert in der Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten im Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt. Weiters erfolgte wie bereits in den Vorjahren die Zahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €. An Dividenden von assoziierten Unternehmen flossen im Berichtsjahr 3,1 Mio. € zu. Ingesamt schaffte es Wienerberger, einen beachtlichen Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) von 176,8 Mio. € zu erwirtschaften, der einerseits für wertschaffende Akquisitionen und andererseits zur vorzeitigen Tilgung von Krediten und zur Bedienung des Hybridkupons verwendet wurde.
| Cash-Flow Statement | 2009 | 2010 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 52,5 | 151,3 | >100 |
| Veränderung Working Capital und Sonstiges | 238,4 | 79,1 | -67 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 290,9 | 230,4 | -21 |
| Normalinvestitionen (Erhaltung, Rationalisierung, Umwelt) | -62,7 | -61,7 | -2 |
| Wachstumsinvestitionen | -71,4 | -88,1 | +23 |
| Devestitionen und Sonstiges | 22,6 | 8,1 | -64 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -111,5 | -141,7 | -27 |
| Wachstumsinvestitionen | 71,4 | 88,1 | +23 |
| Free Cash-flow | 250,8 | 176,8 | -30 |


Für Investitionen wurden im Jahr 2010 149,8 Mio. € aufgewendet (Vorjahr: 134,1 Mio. €). Davon entfielen 61,7 Mio.€ (Vorjahr: 62,7 Mio.€) oder 33% der laufenden Abschreibungen (Vorjahr: 33%) auf Instandhaltungs-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen), also auf jenen Teil der Investitionen, der erforderlich ist, um die bestehenden Produktionskapazitäten aufrechtzuerhalten bzw. laufend dem Stand der Technik anzupassen. 88,1 Mio. € (Vorjahr: 71,4 Mio. €) wurden für die im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen und für die Fertigstellung von bereits laufenden Wachstumsprojekten (Bolt-on Projekte sowie externe Projekte) ausgegeben. Von den Investitionen für Wachstumsprojekte entfielen im Berichtsjahr 25% auf die Region Zentral-Osteuropa, 20% auf Nord-Westeuropa, 13% auf Zentral-Westeuropa und 42% auf Beteiligungen und Sonstiges.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verteilen sich wie folgt auf die Anlagengruppen: Grundstücke und Gebäude mit 16,3 Mio. €, technische Anlagen und Maschinen mit 39,4 Mio. €, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 7,0 Mio. € sowie Anlagen in Bau mit 34,2 Mio. €.
| Entwicklung Anlagevermögen | Immaterielles | Sachanlagen | Finanzanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 31.12.2009 | 641,1 | 1.946,7 | 138,2 | 2.726,0 |
| Investitionen1) | 1,7 | 96,9 | 0,3 | 98,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 24,0 | 30,3 | -13,8 | 40,5 |
| Abschreibungen | -8,6 | -191,5 | -0,1 | -200,2 |
| Veräußerungen | -0,3 | -7,4 | 0,0 | -7,7 |
| Währungsumrechung und Sonstiges | 18,4 | 55,4 | -3,9 | 69,9 |
| 31.12.2010 | 676,3 | 1.930,4 | 120,7 | 2.727,4 |
1) Zugänge lt. Anlagenspiegel
| Gesamtinvestitionen1) | 2009 | 2010 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Zentral-Osteuropa | 55,6 | 49,1 | -12 |
| Zentral-Westeuropa | 13,2 | 19,8 | +50 |
| Nord-Westeuropa | 50,1 | 35,2 | -30 |
| Nordamerika | 8,8 | 7,8 | -11 |
| Beteiligungen und Sonstiges | 6,4 | 37,9 | >100 |
| Wienerberger Gruppe | 134,1 | 149,8 | +12 |
1) Zugänge zu Sachanlagevermögen, immateriellem Vermögen und Finanzanlagevermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen
Für die interne strategische Unternehmenssteuerung werden cash-orientierte Vorsteuerrentabilitäten auf allen Unternehmensebenen ermittelt, die die Wertschaffung der Gruppe und von Unternehmenseinheiten abbilden. Wichtige Kennzahlen sind der Cash-flow Return on Investment (CFROI = EBITDA / durchschnittliches historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, Unternehmensbereiche unabhängig von der Altersstruktur der Werke zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 11,5% (= Hurdle Rate) festgelegt. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI dieser Hurdle Rate gegenübergestellt und mit dem durchschnittlichen historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.
| Berechnung des Konzern-CFROI | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 208,6 | 210,8 |
| Durchschnittliches Capital Employed | in Mio. € | 3.034,5 | 2.798,2 |
| Durchschnittliche kumulierte Abschreibungen | in Mio. € | 1.856,0 | 2.115,3 |
| Durchschnittliches historisches Capital Employed | in Mio. € | 4.890,5 | 4.913,5 |
| CFROI | in % | 4,3 | 4,3 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
| EBITDA1) | Durchschnittl. | |||
|---|---|---|---|---|
| CFROI 2010 nach Segmenten | operativ | hist. CE | CFROI 2) | CVA2) |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | |
| Zentral-Osteuropa | 86,1 | 1.465,8 | 5,9 | -82,5 |
| Zentral-Westeuropa | 35,6 | 782,4 | 4,5 | -54,4 |
| Nord-Westeuropa | 113,1 | 1.867,1 | 6,1 | -101,6 |
| Nordamerika | 4,5 | 704,6 | 0,6 | -76,5 |
| Beteiligungen und Sonstiges3) | -28,5 | 93,6 | -30,4 | -39,2 |
| Wienerberger Gruppe | 210,8 | 4.913,5 | 4,3 | -354,2 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed und ungerundeter Werte
3) inklusive Holdingkosten
Als Folge der anhaltend schwachen Ertragsentwicklung konnte in keinem Geschäftssegment ein CFROI erzielt werden, der über der Hurdle Rate lag. Der Konzern-CFROI lag mit 4,3% im Berichtsjahr 2010 unter der Hurdle Rate.
CFROI vs. hist. CE

Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern durchschnittlich eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern wurde im Berichtsjahr mit rund 6,69% ermittelt.
Der auf Basis des operativen EBIT ermittelte Net Operating Profit After Tax (NOPAT) verringerte sich im Berichtsjahr auf 4,8 Mio. €. Das Capital Employed am Stichtag sank geringfügig um 1% auf 2.779,5 Mio. €. Der ROCE lag unverändert bei 0,2% (Vorjahr: 0,2%), woraus sich im Berichtsjahr ein EVA® von -182,4 Mio. € (Vorjahr: -207,3 Mio. €) errechnet.
| Berechnung des Konzern-ROCE | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| EBIT operativ1) | in Mio. € | 19,0 | 10,7 |
| Ertragsteuern | in Mio. € | 36,9 | 5,9 |
| Bereinigte Steuern | in Mio. € | -49,3 | -11,8 |
| NOPAT | in Mio. € | 6,6 | 4,8 |
| Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile | in Mio. € | 2.547,0 | 2.525,7 |
| Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing | in Mio. € | 949,2 | 911,7 |
| Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung | in Mio. € | -20,5 | -19,4 |
| Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen | in Mio. € | -658,9 | -638,5 |
| Capital Employed am Stichtag | in Mio. € | 2.816,8 | 2.779,5 |
| Durchschnittliches Capital Employed | in Mio. € | 3.034,5 | 2.798,2 |
| ROCE2) | in % | 0,2 | 0,2 |
ROCE mit 0,2 % unter WACC von rund 7 % Negativer EVA® von 182,4 Mio. €
| Value Kennzahlen | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| ROCE2) | in % | 0,2 | 0,2 |
| EVA® 3) 4) | in Mio. € | -207,3 | -182,4 |
| CFROI4) | in % | 4,3 | 4,3 |
| CVA4) | in Mio. € | -353,8 | -354,2 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed
(Mittelwert des Capital Employed am 1.1.2010 und des Capital Employed am 31.12.2010)
3) EVA® ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.
4) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed und ungerundeter Werte
Das Jahr 2010 und Ausblick Ergebnis- und Bilianzanalyse Ausblick und Ziele
Die Prognose für 2011 ist durch die nach wie vor geringe Visibilität auf die Märkte Osteuropas und auf die USA nur eingeschränkt möglich. In Westeuropa rechnen wir mit einer stabilen bis leicht positiven Nachfrage nach Baustoffen im Jahr 2011.
Die Entwicklung der Märkte Zentral-Osteuropas ist aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Polen ist das einzige Land, für das wir aufgrund der makroökonomischen Stabilität und der starken Binnennachfrage zuversichtlicher sind und von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung des Wohnungsneubaus ausgehen. Für die anderen Länder Osteuropas ist die Visibilität so gering, dass keine Prognosen möglich und weitere leichte Nachfragerückgänge nicht auszuschließen sind.
In den USA prognostiziert die NAHB (National Association of Home Builders) für 2011 einen Anstieg der Baubeginne von 17% auf 688.000. Aufgrund der herrschenden Unsicherheit bei Konsumenten und immer noch hoher Arbeitslosigkeit gehen wir in den ersten sechs Monaten von einer stabilen Nachfrage nach Baustoffen auf niedrigem Niveau aus und halten eine Erholung erst in der zweiten Jahreshälfte und in einem geringeren als von der NAHB prognostiziertem Ausmaß für möglich. Aufgrund der umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre, die unsere Kosten nachhaltig gesenkt haben, erwarten wir im Gesamtjahr bei etwas höherer Kapazitätsauslastung Ergebnissteigerungen.
In Westeuropa gehen wir von einer leichten Verbesserung bei der Nachfrage nach Baustoffen aus. Während wir für die Niederlande, Großbritannien, die Schweiz und Italien mit einer Bautätigkeit auf dem Niveau von 2010 rechnen, scheint in Deutschland, Belgien und Frankreich leichtes Wachstum möglich. Die Preise wollen wir in dieser Region im Rahmen der Kosteninflation anpassen.
Die Instandhaltungsinvestitionen, welche neben Erhaltungs- auch Optimierungsmaßnahmen bestehender Anlagen enthalten, sind mit 110 Mio. € budgetiert. Wachstumsprojekte (Bolt-on-Projekte, kleinere Akquisitionen), sofern verfügbar und wertschaffend, sollen abhängig vom verfügbaren Cash-flow zum Ausbau unseres Kerngeschäfts durchgeführt werden. Unter der Annahme von gleichen Produktionsmengen wie 2010 rechnen wir auf Basis der derzeit abgesicherten Kontingente von mehr als 50% für 2011 mit preisbedingten Energiekostensteigerungen.
Wir haben gegenüber dem Jahr 2008 unsere Fixkosten um rund 200 Mio. € reduziert und halten zu Jahresende 2010 bei einem Verschuldungsgrad von 15%. Wienerberger verfügt damit über schlanke Kostenstrukturen, eine starke Bilanz, innovative Produkte und ist nicht zuletzt auch dank dem effizienten Werksnetz heute stärker aufgestellt denn je. Im operativen Geschäft werden wir uns 2011 weiters auf die Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten und die Forcierung höherwertiger Produkte in bestehenden sowie deren Einführung in neue Märkte konzentrieren. Daher gehen wir trotz der eingeschränkten Visibilität auf unsere Märkte in Osteuropa und Amerika von deutlichen Ergebnissteigerungen in 2011 unterstützt auch durch ergebniswirksame Einmaleffekte (aus dem Anteilstausch im Dachbereich) in Höhe von ca. 30 Mio. € aus.
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.
Prognose 2011 durch geringe Visibilität in Osteuropa und USA nur eingeschränkt möglich
Zentral-Osteuropa: Polen stabil bis leicht positiv, sonst Visibilität auf die Märkte gering
Nordamerika: geringe Visibilität, leichte Erholung in zweiter Jahreshälfte möglich
Westeuropa: leichte Erholung in Deutschland, Belgien und Frankreich möglich
Instandhaltungsinvestitionen von rund 110 Mio. € geplant, preisbedingt höhere Energiekosten
2011: deutliche Ergebnissteigerungen erwartet
In diesem Segment sind unsere Ziegelaktivitäten sowie der Bereich Flächenbefestigung (Semmelrock) in Österreich und den zentral- und osteuropäischen Ländern erfasst. Weiters werden hier noch mit Bramac (Betondachsteine, 50%-Beteiligung, quotal konsolidiert) und Tondach Gleinstätten (Tondachziegel, 25%-Beteiligung, at-equity konsolidiert) unsere zwei Unternehmensbeteilungen im Bereich Dach, die vor allem in Osteuropa tätig sind, ausgewiesen.
Zentral-Osteuropa startete sehr schwach in das Jahr 2010. Der lange strenge Winter zu Jahresbeginn und Überschwemmungen in Teilen der Region im April und Mai schränkten die Bautätigkeit beträchtlich ein. Durch die darauf folgenden Aufholeffekte sowie unsere proaktive Preispolitik, wodurch wir unsere Marktposition in nahezu allen Ländern ausbauen konnten, gelang es uns in einem anhaltend schwachen Marktumfeld in der zweiten Jahreshälfte die abgesetzte Menge deutlich zu steigern. Insgesamt ergab sich aus diesen Entwicklungen für das Gesamtjahr bei Hintermauerziegel, dem wichtigsten Produktsegment von Wienerberger in der Region, ein leichter Absatzrückgang von 3%. Im Bereich Flächenbefestigungen konnten bei rückläufiger Nachfrage aufgrund neuer Kapazitäten um 5% mehr Betonsteine abgesetzt werden als im Jahr zuvor. Bei einem Umsatzrückgang von 9% auf 531,7 Mio. € führten höhere Anlaufkosten in der kalten und feuchten Witterungsperiode zu Jahresbeginn sowie niedrigere Durchschnittspreise zu einem Rückgang im operativen EBITDA von 21% auf 86,1 Mio. €. Trotz dieser negativen Einflussfaktoren und der schwierigen Marktbedingungen ist es in diesem Segment gelungen, eine über dem Gruppenschnitt liegende operative EBITDA-Marge von 16,2% zu erzielen. Mit einem Anteil von 30% am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 41% vom operativen EBITDA der Gruppe. Für 2011 bleiben wir für Zentral-Osteuropa aufgrund der noch immer sehr eingeschränkten Visibilität vorsichtig. Trotz positiver Signale aus der Region herrscht noch immer Unsicherheit in den Ländern, das Konsumentenvertrauen ist auf niedrigem Niveau und Finanzierungen sind nur eingeschränkt verfügbar.
| Zentral-Osteuropa | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 582,7 | 531,7 | -9 |
| EBITDA operativ1) | in Mio. € | 108,8 | 86,1 | -21 |
| EBIT | in Mio. € | -29,8 | 20,6 | >100 |
| CFROI2) | in % | 7,5 | 5,9 | - |
| CVA2)3) | in Mio. € | -57,6 | -82,5 | -43 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 55,6 | 49,1 | -12 |
| Capital Employed | in Mio. € | 787,7 | 737,0 | -6 |
| Mitarbeiter4) | 5.174 | 4.425 | -14 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.921 | 2.841 | -3 |
| Absatz Betonsteine | in Mio. m² | 11,06 | 11,57 | +5 |
| Absatz Betondachsteine5) | in Mio. m² | 14,08 | 11,91 | -15 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
3) Hurdle Rate = 11,5%
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres
5) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100% dargestellt

Geschäftssegmente Zentral-Osteuropa
Die Bautätigkeit in Polen hatte 2010 am stärksten unter den widrigen Witterungsbedingungen zu leiden. Nach einem langen und schneereichen Winter waren weite Teil des Landes im April und Mai von heftigen Regenfällen und Überflutungen betroffen. Daraus resultierte im ersten Halbjahr ein Nachfrageeinbruch nach Baustoffen. Aufholeffekte ab Juni sowie Marktanteilsgewinne durch unsere erfolgreiche proaktive Preispolitik führten im zweiten Halbjahr zu deutlichen Absatzsteigerungen bei Ziegel, wodurch es gelang, die Rückgänge der ersten sechs Monate beinahe gänzlich zu kompensieren und die Menge im Berichtsjahr in etwa auf Vorjahresniveau zu halten. Höhere Anlaufkosten und niedrigere Durchschnittspreise belasteten die Ergebnisse und führten zu rückläufigen Margen. Polen verfügt durch eine starke Inlandsnachfrage über eine gesunde Volkswirtschaft und verzeichnet sinkende Arbeitslosenraten. Diese Faktoren sollten sich positiv auf den Ein- und Zweifamilienhausbau auswirken. Abhängig von der Verfügbarkeit von Finanzierungen gehen wir für 2011 von einer stabilen bis leicht steigenden Nachfrage nach Baustoffen aus. Von verstärkten Investitionen in die Infrastruktur im Vorfeld der UEFA EURO 2012TM werden wir vor allem im Bereich Flächenbefestigungen profitieren können, Impulse für den Wohnungsneubau sind hier kaum zu erwarten.
In Tschechien gingen die Baubeginne 2010 um 25% zurück. Wienerberger gelang es in diesem schwierigen Marktumfeld den Anteil von höherwertigen Produkten zu steigern und durch eine proaktive Preispolitik bei einfacheren Formaten sich besser als der Markt zu behaupten. Insgesamt waren etwas schwächere Absätze als 2009 zu verzeichnen, die bei niedrigeren Durchschnittspreisen zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen im Berichtsjahr führten. Für 2011 ist die Visibilität eingeschränkt, da die Auswirkungen des Sparprogramms der Regierung auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes noch unklar sind. Wir werden unsere höherwertigen Produkte weiter forcieren und wollen bei stabilen Preisen unsere Marktposition stärken.
In Ungarn sind die Baugenehmigungen seit 2008 um beinahe 60% zurückgegangen, im Jahr 2010 hat sich die Anzahl der Baubeginne um 22% reduziert. Aufgrund der in den Jahren 2008 und 2009 durchgeführten umfassenden Kapazitätsanpassungen und Fixkostenreduktionen ist es uns bei weiterhin deutlich rückläufigen Absätzen gelungen, 2010 ein positives EBITDA zu erwirtschaften. Für 2011 scheint in Ungarn eine leichte Erholung im Wohnungsneubau von sehr niedrigem Niveau möglich, welche aber durch die Auswirkung des Sparprogramms der Regierung gedämpft werden könnte. Wir gehen für 2011 aufgrund etwas höherer Auslastung und Kosteneinsparungen von Ergebnissteigerungen in unserer ungarischen Geschäftseinheit aus.
Rumänien hatte auch 2010 mit hoher Auslandsverschuldung und einem hohen Außenhandelsdefizit zu kämpfen. Unsicherheit der Konsumenten und limitierte Verfügbarkeit von Finanzierungen führten zu einem weiteren Rückgang im privaten Wohnbau um geschätzte 20%. Wienerberger konnte sich besser als der Markt behaupten, musste aber bei deutlich niedrigeren Durchschnittspreisen im Vergleich zum Vorjahr Ergebnisrückgänge hinnehmen. Die weitere Entwicklung in Rumänien ist derzeit nur schwer einschätzbar, und wir rechnen mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in 2011. Mittelfristig sehen wir insbesondere aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau großes Potenzial in diesem Land.
Absatz von Hintermauerziegel in Polen in etwa auf Vorjahresniveau
Umsatz- und Ergebnisrückgänge in Tschechien
Sehr schwacher Wohnungsneubau in Ungarn
Ergebnisrückgang in Rumänien
Deutliche Ergebnissteigerung in Österreich
Stärkung der Marktposition in der Slowakei
Margenverbesserung in Finnland und Ergebnisrückgänge in den baltischen Staaten
Fokus auf höherwertige Ziegel in Südosteuropa
Die Baubeginne waren in Österreich mit 3% leicht rückläufig. Wir haben uns besser als der Markt behauptet und infolge unseres Kostensenkungsprogramms die Ergebnisse deutlich gesteigert. Der von uns angestrebte Ausbau von höherwertigen Produkten konnte erfolgreich umgesetzt und der Umsatzanteil des hochwertigen Dryfix® Planziegelsystems weiter erhöht werden. Für 2011 rechnen wir mit einem stabilen Marktumfeld, in welchem wir weiter auf den Vertrieb von höherwertigen Ziegel und die Einführung neuer Produkte setzen werden.
Die Baubeginne sind laut Euroconstruct um 26% zurückgegangen, und durch im Jahr 2009 neu auf den Markt gekommene Kapazitäten von Mitbewerbern blieb der Wettbewerbs- und Preisdruck anhaltend hoch. Wienerberger konnte in der Slowakei dank einer proaktiven Preispolitik wie geplant Marktanteile zurückgewinnen. Insgesamt führten im Berichtsjahr leichte Absatzrückgänge bei deutlich niedrigeren Durchschnittspreisen zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen in der Slowakei. Für 2011 scheint eine leichte Erholung von niedrigem Niveau möglich, wobei wir von anhaltend hohem Wettbewerbsdruck aufgrund von Überkapazitäten in der Baustoffindustrie ausgehen.
In Finnland waren 2010 leichte Absatzsteigerungen bei Vormauerziegel zu verzeichnen, wobei aufgrund der höheren Nachfrage nach Baustoffen insbesondere die Inlandsmenge gesteigert werden konnte, während die Exporte etwas zurückgingen. Optimierungsmaßnahmen der letzten Jahre brachten deutliche Margenverbesserungen bei unserer finnischen Geschäfteinheit. Im Baltikum zeigte sich der Wohnungsneubau, der seit 2007 um mehr als 60% zurückgegangen ist, weiterhin schwach. Stillstandskosten zu Jahresbeginn sowie eine niedrige Auslastung unserer Kapazitäten führten zu Ergebnisrückgängen in der Region. Für 2011 wird sowohl in Finnland als auch im Baltikum eine leichte Erholung im Wohnungsneubau prognostiziert. Bei steigenden Mengen rechnen wir aufgrund von besserer Kapazitätsauslastung mit Ergebnissteigerungen in diesen Märkten.
In dieser Region werden die Ziegelaktivitäten in Kroatien, Slowenien, Serbien und Bosnien zusammengefasst. Südosteuropa hatte ebenfalls sehr stark unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden und seit 2008 einen Rückgang von mehr als 40% im Wohnungsneubau zu verzeichnen. Zusätzlich hat sich durch den Wegfall eines großen Anteils an Exporten nach Rumänien der Wettbewerbsdruck in den lokalen Märkten erhöht. Wienerberger verzeichnete in der Region bei niedrigeren Mengen Umsatz- und Ergebnisrückgänge. 2011 werden wir an einer erlös- und qualitätsorientierten Strategie in dieser Region festhalten und im Vertrieb verstärkt auf höherwertige Ziegel setzen, um unsere Ergebnisse zu verbessern.
Geschäftssegmente Zentral-Osteuropa
Der Wohnungsneubau hat in den beiden Ballungsräumen Moskau und Kazan, in denen Wienerberger vertreten ist, nach einem schwachen Start zu Jahresbeginn an Dynamik gewonnen. Aufgrund der höheren Nachfrage sowie größerer Produktionsmengen in unseren Werken konnte Wienerberger in 2010 Absatz und Umsatz deutlich steigern. 2011 wird in Russland ein leichter Aufschwung im Wohnungsneubau erwartet. Wir wollen in Moskau und Kazan unsere Marktposition weiter ausbauen sowie an beiden Standorten die Leistungsfähigkeit der Werke durch Optimierungsmaßnahmen weiter verbessern.
Der Wohnungsneubau ist nach dem Einbruch von 60% in 2009 im Jahr 2010 nochmals um 30% zurückgegangen. Wienerberger konnte in diesem sehr schwierigen Marktumfeld mit einem starken Vertrieb und einer proaktiven Preispolitik die Absätze beinahe auf Vorjahresniveau halten und ihre Marktposition insbesondere gegen Importe weiter ausbauen. Niedrigere Durchschnittspreise führten zu Umsatzrückgängen, aber dank effizientem Kostenmanagement und besserer Kapazitätsauslastung wurde das Ergebnis 2009 wieder erreicht. Die weitere Entwicklung ist schwer einschätzbar, und es ist möglich, dass sich der Wohnungsneubau in 2011 insbesondere aufgrund stark limitierter Hypothekarfinanzierungen noch weiter abschwächen wird, auch wenn wir mittelfristig in diesem Land großes Wachstumspotenzial sehen.
Unser Marktspezialist für hochwertige Flächenbefestigungen aus Beton verzeichnete in 2010 trotz schwacher Märkte in Zentral-Osteuropa moderate Absatzsteigerungen. Beigetragen haben dazu vor allem neu errichtete Kapazitäten in Polen, Bulgarien und Rumänien, die 2009 in Betrieb genommen und 2010 optimiert wurden sowie neue Produkte und innovative Systemlösungen mit denen es gelungen ist, Marktpositionen weiter zu stärken. Insgesamt konnten 2010 bei niedrigeren Durchschnittspreisen Umsatz und EBITDA in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Für 2011 bleiben wir vorsichtig, da die Visibilität auf die osteuropäischen Märkte (und damit die Märkte von Semmelrock) sehr eingeschränkt ist.
Bramac (50%-Beteiligung, quotal konsolidiert), welche vor allem Betondachsteine in Osteuropa produziert, hatte unter der schwachen Nachfrage in der Region zu leiden. Im Geschäftsjahr 2010 waren deutliche Mengeneinbußen und in der Folge starke Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Im Jänner 2011 erreichte man mit Monier eine Einigung die Anteilsstruktur im Dachbereich zu bereinigen. Die Anteile von Bramac werden abgegeben und nach Genehmigung der Transaktion durch die Kartellbehörde dekonsolidiert.
Tondach Gleinstätten, die als 25%-Beteiligung im Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe at-equity konsolidiert wird verzeichnete in einem schwierigem Marktumfeld rückläufige Umsätze und Ergebnisse. Die Beteiligung an Tondach wurde im Rahmen des Anteilstauschs um weitere 25% ausgebaut und wird nach Freigabe der Transaktion durch die Wettbewerbsbehörde quotal konsolidiert und somit in den operativen Ergebnissen des Segments enthalten sein.
Absatz- und Umsatzsteigerung in Russland
Bulgarien kann trotz sehr schwachen Markts in etwa Ergebnisniveau des Vorjahres halten
Trotz Nachfragerückgängen bei Betonsteinen kann Semmelrock Absatz steigern
Umsatz- und Ergebnisrückgang bei Bramac
Umsatz und Ergebnisrückgang bei Tondach Gleinstätten
Im Segment Zentral-Westeuropa, welches unsere Aktivitäten in Deutschland, Italien und der Schweiz zusammenfasst, lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 mit 384,4 Mio. € mit -2% leicht unter jenem des Vorjahrs. Deutschland zeigte nach einem witterungsbedingt sehr schwachen Start im weiteren Jahresverlauf erste Erholungstendenzen im Wohnungsneubau vom niedrigen Niveau der Vorjahre sowie einen robusten Renovierungsmarkt. Italien hatte weiterhin eine rückläufige Nachfrage nach Baustoffen zu verzeichnen, während diese in der Schweiz stabil blieb. Insgesamt führte dies zu 4% geringeren Absätzen bei Hintermauerziegel, während leichte Mengenzuwächse bei Dachziegel von 2% erzielt wurden. Durch Kosteneinsparungen und die etwas bessere Kapazitätsauslastung konnte das operative EBITDA trotz Preisdrucks in Deutschland und Italien um 10% auf 35,6 Mio. € verbessert werden. Auf Zentral-Westeuropa entfallen 22% des Umsatzes und 17% des operativen EBITDA der Gruppe.
| Zentral-Westeuropa | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 391,1 | 384,4 | -2 |
| EBITDA operativ1) | in Mio. € | 32,3 | 35,6 | +10 |
| EBIT | in Mio. € | -62,3 | 1,5 | >100 |
| CFROI 2) | in % | 4,0 | 4,5 | - |
| CVA2)3) | in Mio. € | -60,1 | -54,4 | +9 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 13,2 | 19,8 | +50 |
| Capital Employed | in Mio. € | 373,0 | 352,6 | -5 |
| Mitarbeiter4) | 2.143 | 2.035 | -5 | |
| Absatz Hintermauerziegel5) | in Mio. NF | 1.450 | 1.392 | -4 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 147 | 124 | -16 |
| Absatz Tondachziegel6) | in Mio. m² | 8,23 | 8,38 | +2 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
3) Hurdle Rate = 11,5%
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres
5) Vorjahreswert ergänzt um Einhängeziegel
6) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
Der deutsche Wohnungsneubau konnte im Jahr 2010 trotz eines witterungsbedingt schwachen Starts und eines frühen Wintereinbruchs gegen Ende des Jahres erstmals wieder leichte Wachstumsraten verzeichnen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch exportgetriebenes volkswirtschaftliches Wachstum sowie die sukzessive Rückkehr des Konsumentenvertrauens. Die anhaltend schwache Nachfrage nach Baustoffen in den osteuropäischen Nachbarländern reduzierten die Exporte aus Deutschland nach Osteuropa gegen Null, wodurch sich der Wettbewerbsdruck im deutschen Markt verstärkte und zu Preisdruck bei Ziegel führte. In diesem Marktumfeld verzeichnete Wienerberger bei etwas niedrigeren Preisen bei Hintermauerziegel stabile Absatzmengen. Besonders erfreulich hat sich mit zweistelligen Wachstumsraten der Absatz von Verfüllziegel entwickelt, die eine Erfüllung der Niedrigenergie- bzw. Passivhausstandards ohne zusätzliche Außendämmung ermöglichen. Mit dem Erwerb des insolventen Hintermauerziegel-Herstellers Rimmele zu Jahresbeginn konnten wir unsere Marktposition in Süddeutschland optimal verstärken.

439,0
391,1
2008 2009 2010
8,3 9,7 9,3
Umsatz in Mio. € EBITDA-Marge (operativ) in %
0 %
5 %
10 %
15 %
20 %
384,4
Steigerung der Ergebnisse bei leicht positivem Wohnbau in der Schweiz
Weitere Mengenrückgänge und Preisdruck in Italien
Bei Dachziegel steigerte Wienerberger bei stabilen Preisen die Absatzmengen leicht, da sich auch der für Dachziegel wichtige Renovierungsmarkt (rund 70% der deutschen Dachziegel gehen in dieses Segment) aufgrund von staatlichen Förderprogrammen im Bereich der thermischen Sanierung positiv entwickelte.
Insgesamt wurde in Deutschland trotz niedrigerer Durchschnittspreise dank einer besseren Kapazitätsauslastung sowie der Mengensteigerung bei Verfüllziegel wieder das Ergebnisniveau des Vorjahrs erreicht.
Für 2011 gehen wir in Deutschland von einer Fortsetzung der leichten Erholung im Wohnungsneubau sowie am Renovierungsmarkt aus und erwarten steigende Absätze sowie ein besseres Preisniveau. Wir werden unsere Aktivitäten im Bereich Marketing und Vertrieb konsequent verstärken, um die Bindung zu unseren Kunden weiter zu intensivieren und unsere Positionierung als Systemanbieter bei Wand und Dach zu festigen. Darüber hinaus wollen wir unsere Verfüllziegel, insbesondere unser neuestes, mit Mineralwolle verfülltes Produkt, flächendeckend in Deutschland anbieten. In der zweiten Jahreshälfte ist die Einführung unseres Dryfix® Systems, welches wir im Rahmen der deutschen Baumesse im Jänner vorstellen konnten, geplant. Aufgrund der Erfolge, die wir mit dieser innovativen Systemlösung bereits in anderen Ländern verzeichnet haben, gehen wir davon aus, den Anteil an höherwertigen Produkten weiter auszubauen.
Der Wohnungsneubau hat sich in der Schweiz, getrieben von einer Sonderkonjunktur in den Ballungsräumen Genf und Zürich, in der Berichtsperiode leicht positiv entwickelt. Die Absatzmengen konnten sowohl bei Hintermauer- als auch Dachziegel konstant gehalten werden. Die erfolgreiche Umsetzung effizienzsteigernder Maßnahmen in der Produktion führte im Berichtsjahr zu einer Steigerung der Ergebnisse. Für 2011 rechnen wir mit einem stabilen Ein- und Zweifamilienhausbau, wobei wir uns durch die Einführung neuer Produkte positive Impulse für unser Geschäft erwarten.
Italien verzeichnete im Jahr 2010 einen weiteren Rückgang der Baubeginne. Leider haben sich die erwarteten positiven Impulse aus dem 2009 von der Regierung beschlossenen Maßnahmenpaket "Piano Casa", in welchem kleinere Projekte ohne behördliche Genehmigung durchgeführt werden dürfen, zur Stimulierung des Wohnbaus nicht materialisiert. Insgesamt ist der Markt seit 2007 um mehr als 40% zurückgegangen, was in der italienischen Ziegelindustrie, die durch eine Vielzahl an Klein- und Mittelbetrieben geprägt ist, zu strukturellen Überkapazitäten führte. Erschwerend kam hinzu, dass noch in den letzten Jahren zusätzliche Kapazitäten in Betrieb genommen wurden, deren Bau bereits gegen Ende der Boom-Jahre 2007 begonnen worden war. Diese Entwicklungen schlagen sich in anhaltend hohem Preisdruck nieder und führten bei Wienerberger zu einem deutlichen Rückgang der Margen. Für 2011 erwarten wir keine Erholung der Marktsituation, wobei sich Norditalien – insbesondere in den Ballungsgebieten – besser behaupten sollte als der strukturschwache Süden. Unser Ziel ist es, durch die Forcierung höherwertiger Produkte (Erdbebenziegel, Verfüllziegel) und den Ausbau unserer Aktivitäten im Vertrieb die Ergebnisse in Italien zu steigern.
Geschäftssegmente Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa
Im Geschäftssegment Nord-Westeuropa werden unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Skandinavien zusammengefasst. In Frankreich und Großbritannien konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden, während in den Niederlanden und Skandinavien, wo der Wohnungsneubau nach wie vor rückläufig war, Einbußen zu verzeichnen waren. Insgesamt wurde in der Region bei einem im Vergleich zum Vorjahr mit -2% etwas niedrigeren Umsatz von 716,4 Mio. € das operative EBITDA um 10% auf 113,1 Mio. € verbessert. Auf das Segment entfallen 41% des Umsatzes und 54% des operativen EBITDA der Gruppe.
| Nord-Westeuropa | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 729,2 | 716,4 | -2 |
| EBITDA operativ1) | in Mio. € | 102,5 | 113,1 | +10 |
| EBIT | in Mio. € | -41,1 | 44,6 | >100 |
| CFROI2) | in % | 5,5 | 6,1 | - |
| CVA2)3) | in Mio. € | -111,2 | -101,6 | +9 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 50,1 | 35,2 | -30 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.131,4 | 1.106,8 | -2 |
| Mitarbeiter4) | 4.076 | 4.032 | -1 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 937 | 972 | +4 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 1.146 | 1.135 | -1 |
| Absatz Dachziegel5) | in Mio. m² | 14,11 | 15,11 | +7 |

2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
3) Hurdle Rate = 11,5%
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres
5) Absatz Dachziegel inkl. Zubehörprodukte
In Belgien hat sich der Wohnungsneubau mit einer nahezu stabilen Anzahl an Baubeginnen besser entwickelt als erwartet; ebenso konnte sich der für Dachziegel wichtige Renovierungsmarkt gut behaupten. Die Mehrwertsteuersenkung auf Baustoffe ist zwar Ende März 2010 ausgelaufen, wirkte sich aber im ersten Halbjahr noch positiv auf die Nachfrage aus. Eine Abschwächung war erst in der zweiten Jahreshälfte erkennbar. Wienerberger verzeichnete in Belgien konstante Absatzzahlen bei Vormauer- und Dachziegel und hielt bei stabilen Preisen die Umsätze in etwa auf Vorjahresniveau. Durch die abgeschlossene Optimierung des Werksnetzes und eine etwas höhere Kapazitätsauslastung konnten die Margen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Für 2011 sind wir ausgehend von einem relativ hohen Konsumentenvertrauen der Belgier optimistischer als Euroconstruct und erwarten eine stabile bis leicht positive Entwicklung im Ein- und Zweifamilienhausbau.
Im Jahr 2010 sank die Zahl der fertig gestellten Häuser gemäß der lokalen Statistik um weitere 11% auf 56.000 Einheiten. Wienerberger musste in diesem schwierigen Marktumfeld deutliche Absatzrückgänge bei Vormauerziegel hinnehmen. Kosteneinsparungen im öffentlichen Sektor führten zu geringeren Absatzmengen bei Pflasterklinker, da diese zu einem überwiegenden Teil im Bereich Infrastruktur eingesetzt werden. Obwohl sich der Renovierungsmarkt, wenn auch

in geringerem Ausmaß als der Wohnungsneubau, weiter abschwächte, konnte Wienerberger im Dachbereich ihre Stärken ausspielen und hatte nur leicht rückläufige Absatzmengen zu verzeichnen. Insgesamt führten geringere Durchschnittspreise, die sich vor allem aus Lagerabverkäufen von zuvor geschlossenen Standorten erklären, zu geringeren Margen. Für 2011 gehen wir für die Niederlande von einer stabilen Entwicklung sowohl im Wohnungsneubau als auch am Renovierungsmarkt aus.
In Frankreich hat sich nach einem witterungsbedingt verhaltenen Jahresbeginn der Ein- und Zweifamilienhausbau gut entwickelt und insgesamt zu einem Anstieg der Baubeginne um 3% geführt. Die Mengen von Hintermauerziegel behaupteten sich besser als der Markt, da Ziegel im Bereich Wandbaustoffe weiter Marktanteile gewinnen konnten. Zusätzlich positiv auf unsere Absätze wirkte sich die Inbetriebnahme eines neuen Hintermauerwerks in Durtal aus, womit wir im Zuge unserer regionalen Expansionsstrategie unsere Marktposition in Westfrankreich ausbauen konnten. Während wir bei Dachziegel von einer guten Entwicklung im Renovierungsmarkt profitierten und die abgesetzten Mengen leicht steigern konnten, waren bei Vormauerziegel weitere Mengenrückgange zu verzeichnen. Insgesamt führte eine höhere Kapazitätsauslastung zu einer leichten Verbesserung der Margen im Vergleich zu 2010. Für 2011 gehen wir von einem moderaten Wachstum aus, wobei wir bei Hintermauerziegel unsere Marktposition durch größere regionale Abdeckung weiter ausbauen wollen.
In Großbritannien hat sich im Jahr 2010 der Wohnungsneubau nach einer dynamischen Entwicklung in den ersten drei Quartalen gegen Jahresende vor allem aufgrund des frühen, ungewöhnlich starken Wintereinbruchs wieder merklich abgeschwächt. Nach eigenen Schätzungen zeigte der Ziegelmarkt im Jahr 2010 ein Wachstum von 9%. Wienerberger konnte ihre Marktposition stärken und deutlich mehr Vormauer- und Dachziegel absetzen als noch im Jahr zuvor. Trotz niedrigerer Durchschnittspreise, die auf eine Verschiebung im Produktmix zu günstigeren Ziegel zurückzuführen sind, gelang es, die Ergebnisse infolge einer besseren Kapazitätsauslastung der Werke zu steigern. Für 2011 bleiben wir vorsichtig, da wir davon ausgehen, dass sich die von der Regierung im Herbst 2010 beschlossenen Maßnahmen nun sukzessive zu materialisieren beginnen. Wir rechnen aufgrund der erwarteten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums mit einer stabilen Entwicklung im Wohnungsneubau und sind zuversichtlich, Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation umsetzen zu können.
In den Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen waren aufgrund der schwachen Wohnbautätigkeit weitere Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Die umgesetzten Optimierungsmaßnahmen haben gegriffen und sich in einer Verbesserung der Ergebnisse niedergeschlagen. Für das Jahr 2011 erwarten wir für Skandinavien eine leichte Markterholung.
Wienerberger gewinnt weiter Marktanteile mit Hintermauerziegel in Frankreich
Deutliche Mengensteigerungen in Großbritannien
Optimierungsmaßnahmen in Skandinavien greifen
Geschäftssegmente Nord-Westeuropa Nordamerika
Die für 2010 erhoffte Erholung im US-amerikanischen Wohnbau ist nicht eingetreten. Von den zu Jahresbeginn von der NAHB (National Association of Home Builders) prognostizierten 700.000 Baubeginnen blieben am Jahresende nur 586.000 übrig, was einem leichten Anstieg von 6% gegenüber dem Rekordtiefststand 2009 entspricht. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte im Segment der Umsatz mit 144,5 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs gehalten werden. Nordamerika trägt 8% zum Umsatz und 2% zum operativen EBITDA der Gruppe bei.
Die Baubeginne sind in den USA seit 2006 um rund 70% zurückgegangen. Dies hat in den Jahren 2008 und 2009 umfassende Kapazitätsanpassungen und Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Ein wesentlicher Schwerpunkt im Jahr 2009 war der Abbau von Lagerbeständen, welcher zu einer sehr eingeschränkten Produktionsleistung und einer historisch niedrigen Auslastung unserer Werke von 20% führte. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Working Capital Projekts erfolgte 2010 die Rückkehr zu normalisierten Produktionsniveaus, wodurch die Kapazitätsauslastung bei gleich bleibendem Lagerbestand auf rund 50% angehoben werden konnte. Aufgrund dieser deutlich besseren Kapazitätsauslastung sowie der Kosteneinsparungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen wurde in den USA auf EBITDA-Ebene 2010 wieder die Gewinnzone erreicht und die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert.
Für 2011 bleiben wir mit unserer Einschätzung vorsichtig, da die Visibilität auf die weitere Markt- und Wirtschaftsentwicklung eingeschränkt ist. Der von der NAHB prognostizierte Anstieg der Baubeginne von 17% auf 688.000 Einheiten erscheint uns zu optimistisch. Wir gehen für die ersten sechs Monate von einer stabilen Entwicklung im Wohnungsneubau aus und erwarten erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 eine leichte Erholung.
Unser Ziel in 2011 ist es, unsere Stellung als Komplettanbieter von höherwertigen Fassadenprodukten zu stärken und weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang soll auch der Anteil an Handelsprodukten im Bereich des Direktvertriebs, welcher derzeit einen Umsatzanteil von rund 40% hat, sukzessive gesteigert werden, um eine bessere Fixkostendeckung bei den Vertriebskosten zu erreichen. Bei stabilen Preisen gehen wir aufgrund der gesetzten Maßnahmen für 2011 von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. Wir verfügen in Nordamerika über signifikante Kapazitätsreserven, von welchen wir im Falle einer Markterholung überproportional profitieren können.
| Nordamerika | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 149,0 | 144,5 | -3 |
| EBITDA operativ1) | in Mio. € | -13,3 | 4,5 | >100 |
| EBIT | in Mio. € | -97,8 | -22,2 | +77 |
| CFROI2) | in % | -1,9 | 0,6 | - |
| CVA2)3) | in Mio. € | -95,6 | -76,5 | +20 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 8,8 | 7,8 | -11 |
| Capital Employed | in Mio. € | 488,4 | 500,8 | +3 |
| Mitarbeiter4) | 1.043 | 1.104 | +6 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 307 | 291 | -5 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
3) Hurdle Rate = 11,5%
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres
Erhoffte Erholung im Wohnungsneubau ist 2010 nicht eingetreten
Deutlich bessere Kapazitätsauslastung bringt USA auf EBITDA-Ebene wieder in die Gewinnzone
Visibilität für 2011 eingeschränkt, leichte Erholung im Wohnbau möglich
Für 2011 wieder deutlich positives operatives Ergebnis erwartet

Steinzeug Gruppe, Europas größter Hersteller von keramischen Rohrsystemen, ist in den Ergebnissen 2010 noch nicht enthalten
Negative Ergebnisse durch Ausweis der Holdingkosten in diesem Segment
Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges umfasst die Konzernzentrale und die ihr anrechenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien, Immobilien sowie unsere Beteiligungen im Bereich Rohrsysteme. Schon seit längerem in unserem Portfolio befindet sich die Pipelife Gruppe (50/50 Joint Venture mit Solvay), der drittgrößte Erzeuger von Kunststoffrohrsystemen in Europa, welche at-equity konsolidiert wird und in den operativen Ergebnissen des Segments nicht enthalten ist. Mit der Akquisition der Steinzeug Gruppe, dem größten Hersteller von keramischen Rohrsystemen in Europa, haben wir dieses Geschäftsfeld im Oktober 2010 erweitert. Für das Jahr 2010 sind noch keine Beiträge von Steinzeug enthalten, ab 2011 erfolgt die Vollkonsolidierung in den operativen Ergebnissen dieses Segments.
2010 stand bei der Pipelife Gruppe im Zeichen der Restrukturierung mit dem Ziel, Kapazitäten den Marktgegebenheiten anzupassen und Fixkosten zu reduzieren. Dies führte zu Produktionsschließungen in Kroatien und Rumänien – bei Erhalt der Vertriebsaktivitäten und Belieferung des Marktes aus den umliegenden Ländern – sowie dem Rückzug aus Spanien und Portugal. Die Pipelife Gruppe erwirtschaftete im Berichtsjahr einen etwas höheren Umsatz von 716 Mio. €, während sich das operative EBITDA auf 55 Mio. € im Vergleich zu 2009 leicht verringerte. Die Kosten aus der Restrukturierung führten zu einem geringen positiven Ergebnis nach Steuern, woraus sich in 2010 ein unwesentlicher Nettobeitrag im Rahmen der at-equity Einbeziehung ergibt. Für 2011 erwartet Pipelife bei leicht steigenden Umsätzen aufgrund der umgesetzten Maßnahmen eine Verbesserung der Margen. Wir sehen die Pipelife Gruppe nach Abschluss der Restrukturierung als sehr gut aufgestellt und werden diese aktiv weiterentwickeln. Die Steinzeug Gruppe hat sich auf die Erzeugung von keramischen Abwasserrohren spezialisiert, die aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit besonders bei Kanalisationsprojekten sowie Industrieanlagen, wo aggressivere Abwässer entstehen können, zum Einsatz kommen. Wir sehen für die Gruppe mittelfristig gutes Wachstumspotenzial aufgrund des großen Sanierungsbedarfs der Abwassersysteme in Westeuropa und des geplanten Ausbaus eines flächendeckenden Kanalnetzes in Osteuropa, für welchen von der Europäischen Union umfangreiche Mittel zur Verfügung gestellt wurden.
In den operativen Zahlen des Segments sind die Kosten der Konzernzentrale sowie die von ihr weiterverrechneten Leistungen und unsere Ziegelproduktion in Indien erfasst. In Indien wurde das neue Werk fertig gestellt und erfolgreich in Betrieb genommen. Da die üblichen Test- und Optimierungsmaßnahmen im Werk noch laufen, sind die Beiträge aus diesem Projekt noch negativ. Daher stieg der Segmentumsatz um 8% auf 12,6 Mio. €, während das operative EBITDA um 31% auf -28,5 Mio. € im Berichtsjahr zurückging. Ebenfalls in diesem Segment befinden sich jene Immobilien, die dem nicht betriebsnotwendigen Vermögen zugerechnet werden. Der Buchwert erhöhte sich durch Immobilien, die nach erfolgter Restrukturierung in das nicht betriebsnotwendige Vermögen umgegliedert wurden, von 41 Mio. auf 58 Mio. €.
| Beteiligungen und Sonstiges | 2009 | 2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 11,7 | 12,6 | +8 |
| EBITDA operativ1) | in Mio. € | -21,7 | -28,5 | -31 |
| EBIT | in Mio. € | -27,1 | -33,8 | -25 |
| Capital Employed | in Mio. € | 36,3 | 82,3 | >100 |
| Mitarbeiter 2) | 240 | 252 | +5 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen 2) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Anmerkung | in TEUR | in TEUR | |
| (9) | Umsatzerlöse | 1.744.752 | 1.816.884 |
| (10-12, 16) | Herstellkosten | -1.238.821 | -1.305.879 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 505.931 | 511.005 | |
| (10-12, 14, 16) | Vertriebskosten | -394.014 | -387.140 |
| (10-12, 14, 16) | Verwaltungskosten | -120.495 | -123.229 |
| (14) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -50.507 | -41.178 |
| (15) | Sonstige betriebliche Erträge | 69.752 | 59.518 |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von | |||
| Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen | 10.667 | 18.976 | |
| Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen | 0 | -153.694 | |
| (11) | Firmenwertabschreibungen | 0 | -123.341 |
| Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von | |||
| Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen | 10.667 | -258.059 | |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | -4.269 | 6.065 | |
| (17) | Zinsertrag | 14.065 | 20.893 |
| (17) | Zinsaufwand | -57.490 | -58.684 |
| (17) | Sonstiges Finanzergebnis | -3.793 | -5.794 |
| Finanzergebnis | -51.487 | -37.520 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -40.820 | -295.579 | |
| (18) | Ertragsteuern | 5.881 | 36.902 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -34.939 | -258.677 | |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -466 | -1.880 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 32.500 | 32.500 | |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | -66.973 | -289.297 | |
| (19) | Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | -3,17 |
| (19) | Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | -3,17 |
Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtergebnisrechnung
| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Anmerkung | in TEUR | in TEUR | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -34.939 | -258.677 | |
| (7, 25) | Währungsumrechnung | 80.366 | 8.542 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen | 3.251 | 714 | |
| (23, 25) | Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | -28 | -143 |
| (25) | Veränderung Hedging Reserve | -25.507 | 8.333 |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile | 58.082 | 17.446 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 23.143 | -241.231 | |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -455 | -2.036 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 32.500 | 32.500 | |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -8.902 | -271.695 |
| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Anmerkung | in TEUR | in TEUR | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -40.820 | -295.579 | |
| (11) | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 200.150 | 189.597 |
| (11) | Firmenwertabschreibungen | 0 | 123.341 |
| Wertminderungen von Anlagen | 85 | 102.632 | |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -252 | -130 | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | -11.073 | -44.363 | |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | 4.269 | -6.065 | |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -11.005 | -15.552 | |
| (17) | Zinsergebnis | 43.425 | 37.791 |
| Gezahlte Zinsen | -43.776 | -53.839 | |
| Erhaltene Zinsen | 11.193 | 19.814 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -856 | -5.161 | |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 151.340 | 52.486 | |
| Veränderungen Vorräte | 5.452 | 174.906 | |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 35.250 | 85.991 | |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.674 | -30.671 | |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 16.824 | 5.866 | |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 4.898 | 2.279 | |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 230.438 | 290.857 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 18.717 | 24.591 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -98.562 | -129.684 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -320 | -1.355 | |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -10.696 | -3.199 | |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -50.868 | -3.109 | |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 1.251 | |
| (20) | Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -141.729 | -111.505 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -107.065 | -118.910 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 49.822 | -108.773 | |
| (25) | Gezahlte Dividende Wienerberger AG | 0 | 0 |
| (25) | Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | 0 | -225 | |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 3.050 | 3.656 | |
| (25) | Kapitalerhöhung Wienerberger AG | 0 | 320.067 |
| (35) | Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen | 0 | 0 |
| (25) | Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | -86.693 | 63.315 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 2.016 | 242.667 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | 1.775 | 110 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 449.612 | 206.835 | |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 453.403 | 449.612 |
Konzernabschluss Cash-flow Statement Bilanz
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|
| Anmerkung | in TEUR | in TEUR | |
| Aktiva | |||
| (21) | Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 676.304 | 641.109 |
| (21) | Sachanlagen | 1.872.214 | 1.905.437 |
| (21) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 58.231 | 41.272 |
| (21) | Anteile an assoziierten Unternehmen | 114.909 | 118.977 |
| (21) | Übrige Finanzanlagen | 5.715 | 19.250 |
| (28) | Latente Steuern | 32.246 | 37.636 |
| Langfristiges Vermögen | 2.759.619 | 2.763.681 | |
| (22) | Vorräte | 569.646 | 552.352 |
| (23) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 87.366 | 110.312 |
| (24) | Sonstige kurzfristige Forderungen | 102.928 | 118.694 |
| (23, 32) | Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 86.304 | 92.766 |
| Zahlungsmittel | 453.403 | 449.612 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.299.647 | 1.323.736 | |
| Summe Aktiva | 4.059.266 | 4.087.417 | |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 | |
| Kapitalrücklagen | 1.085.605 | 1.115.896 | |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 | |
| Gewinnrücklagen | 943.869 | 1.010.842 | |
| Übrige Rücklagen | -115.777 | -173.848 | |
| Eigene Anteile | -3.568 | -40.697 | |
| Beherrschende Anteile | 2.520.552 | 2.522.616 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 5.123 | 24.416 | |
| (25) | Eigenkapital | 2.525.675 | 2.547.032 |
| (26, 27) | Personalrückstellungen | 73.001 | 61.795 |
| (26, 28) | Latente Steuern | 79.778 | 89.164 |
| (26) | Sonstige langfristige Rückstellungen | 68.507 | 66.307 |
| (29, 31, 32) | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 775.308 | 880.507 |
| (29) | Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 22.278 | 28.044 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.018.872 | 1.125.817 | |
| (26) | Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 63.245 | 59.876 |
| (29, 31, 32) | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 138.892 | 69.851 |
| (29) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 180.974 | 156.000 |
| (29) | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 131.608 | 128.841 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 514.719 | 414.568 | |
| Summe Passiva | 4.059.266 | 4.087.417 |
| Anmerkung | in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2008 | 83.948 | 829.408 | 492.896 | 1.299.671 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -256.797 | ||||
| (7, 25) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen | |||||
| Veränderung Hedging Reserve | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| (25) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -32.500 | |||
| Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen | 33.579 | 286.488 | |||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | 0 | ||||
| Veränderung eigener Anteile | 0 | ||||
| Aufwand Aktienoptionspläne | 468 | ||||
| Stand 31.12.2009 | 117.527 | 1.115.896 | 492.896 | 1.010.842 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -34.473 | ||||
| (7, 25) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen | |||||
| Veränderung Hedging Reserve | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| (25) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -32.500 | |||
| Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen | 0 | ||||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -5.232 | ||||
| Veränderung eigener Anteile | -25.059 | ||||
| Aufwand Aktienoptionspläne | 0 | ||||
| Stand 31.12.2010 | 117.527 | 1.085.605 | 492.896 | 943.869 |
1) AfS (available for sale) bezeichnet zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AfS Rücklage 1) |
Hedging Rücklage |
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung |
Eigene Anteile |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| -755 | 70.004 | -260.699 | -40.697 | 2.473.776 | 23.415 | 2.497.191 |
| -256.797 | -1.880 | -258.677 | ||||
| 8.698 | 8.698 | -156 | 8.542 | |||
| 714 | 714 | 0 | 714 | |||
| 8.333 | 8.333 | 0 | 8.333 | |||
| -143 | -143 | 0 | -143 | |||
| -32.500 | -225 | -32.725 | ||||
| 320.067 | 0 | 320.067 | ||||
| 0 | 3.262 | 3.262 | ||||
| 0 | 0 | 0 | ||||
| 468 | 0 | 468 | ||||
| -898 | 78.337 | -251.287 | -40.697 | 2.522.616 | 24.416 | 2.547.032 |
| -34.473 | -466 | -34.939 | ||||
| 80.355 | 80.355 | 11 | 80.366 | |||
| 3.251 | 3.251 | 0 | 3.251 | |||
| -25.507 | -25.507 | 0 | -25.507 | |||
| -28 | -28 | 0 | -28 | |||
| -32.500 | 0 | -32.500 | ||||
| 0 | 0 | 0 | ||||
| -5.232 | -18.838 | -24.070 | ||||
| 37.129 | 12.070 | 0 | 12.070 | |||
| 0 | 0 | 0 | ||||
| -926 | 52.830 | -167.681 | -3.568 | 2.520.552 | 5.123 | 2.525.675 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2010 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2010 |
|||
| Firmenwert | 716.466 | 15.152 | 21.001 | 0 | 0 | 0 | 752.619 | |||
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 110.485 | 8.843 | 4.248 | 1.695 | 1.607 | -1.419 | 122.245 | |||
| Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte | 826.951 | 23.995 | 25.249 | 1.695 | 1.607 | -1.419 | 874.864 | |||
| Grundstücke und Bauten | 1.221.021 | 20.326 | 29.601 | 16.275 | 15.233 | -38.884 | 1.233.106 | |||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.321.279 | 8.219 | 49.413 | 39.416 | 72.434 | 35.956 | 2.381.849 | |||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 108.161 | 1.385 | 1.806 | 6.955 | 9.096 | 7.081 | 116.292 | |||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 87.559 | 17 | 2.743 | 34.163 | 54 | -79.364 | 45.064 | |||
| Sachanlagen | 3.738.020 | 29.947 | 83.563 | 96.809 | 96.817 | -75.211 | 3.776.311 | |||
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 66.551 | 331 | 1.933 | 58 | 3.055 | 76.630 | 142.448 | |||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 57.425 | 0 | 3.197 | 0 | 0 | 0 | 60.622 | |||
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 872 | -52 | 1 | 7 | 0 | 0 | 828 | |||
| Sonstige Beteiligungen | 18.947 | -13.705 | 31 | 313 | 515 | 0 | 5.071 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 19.819 | -13.757 | 32 | 320 | 515 | 0 | 5.899 | |||
| 4.708.766 | 40.516 | 113.974 | 98.882 | 101.994 | 0 | 4.860.144 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2009 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2009 |
|||
| Firmenwert | 718.546 | -5.509 | 3.435 | 0 | 6 | 0 | 716.466 | |||
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 105.673 | 19 | 3.265 | 3.030 | 2.128 | 626 | 110.485 | |||
| Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte | 824.219 | -5.490 | 6.700 | 3.030 | 2.134 | 626 | 826.951 | |||
| Grundstücke und Bauten | 1.155.114 | 9.328 | 5.678 | 23.682 | 17.044 | 44.263 | 1.221.021 | |||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.146.105 | -5.139 | 249 | 72.872 | 18.329 | 125.521 | 2.321.279 | |||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 112.462 | 640 | -348 | 3.998 | 8.903 | 312 | 108.161 | |||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 260.321 | 29 | -4.826 | 26.032 | 733 | -193.264 | 87.559 | |||
| Sachanlagen | 3.674.002 | 4.858 | 753 | 126.584 | 45.009 | -23.168 | 3.738.020 | |||
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 45.919 | 0 | 522 | 70 | 2.502 | 22.542 | 66.551 | |||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 55.785 | 151 | 1.489 | 0 | 0 | 0 | 57.425 | |||
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 831 | 0 | 0 | 1.349 | 1.308 | 0 | 872 | |||
| Sonstige Beteiligungen | 18.969 | 0 | -10 | 6 | 18 | 0 | 18.947 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 19.800 | 0 | -10 | 1.355 | 1.326 | 0 | 19.819 | |||
| 4.619.725 | -481 | 9.454 | 131.039 | 50.971 | 0 | 4.708.766 |
Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
| Stand 1.1.2010 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
laufende Abschrei bungen |
Wertmin derungen |
Zuschrei bungen |
Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2010 |
Bilanzwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 140.679 | 0 | 5.091 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 145.770 | 606.849 |
| 45.163 | 0 | 857 | 8.635 | 0 | 70 | 1.326 | -469 | 52.790 | 69.455 |
| 185.842 | 0 | 5.948 | 8.635 | 0 | 70 | 1.326 | -469 | 198.560 | 676.304 |
| 435.480 | 0 | 4.763 | 34.220 | 3.117 | 3 | 11.810 | -35.281 | 430.486 | 802.620 |
| 1.319.337 | 0 | 24.473 | 134.704 | 7.325 | 179 | 70.643 | -27.175 | 1.387.842 | 994.007 |
| 77.694 | 0 | 1.225 | 9.732 | 0 | 0 | 8.495 | 5.499 | 85.655 | 30.637 |
| 72 | 0 | -7 | 99 | 0 | 0 | 0 | -50 | 114 | 44.950 |
| 1.832.583 | 0 | 30.454 | 178.755 | 10.442 | 182 | 90.948 | -57.007 | 1.904.097 | 1.872.214 |
| 25.279 | 0 | 655 | 2.318 | 0 | 0 | 1.511 | 57.476 | 84.217 | 58.231 |
| -61.552 | 0 | -54 | 0 | 0 | -4.269 | -3.050 | 0 | -54.287 | 114.909 |
| 91 | 0 | 0 | 0 | 85 | 0 | 0 | 0 | 176 | 652 |
| 478 | 0 | 27 | 0 | 0 | 0 | 497 | 0 | 8 | 5.063 |
| 569 | 0 | 27 | 0 | 85 | 0 | 497 | 0 | 184 | 5.715 |
| 1.982.721 | 0 | 37.030 | 189.708 | 10.527 | -4.017 | 91.232 | 0 | 2.132.771 | 2.727.373 |
| Veränderung | laufende | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Konsolidie | Währungs | Abschrei | Wertmin | Zuschrei | Umbu | Stand | Bilanzwert | |
| 1.1.2009 | rungskreis | änderungen | bungen | derungen | bungen | Abgänge | chungen | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| 17.553 | 0 | -215 | 0 | 123.341 | 0 | 0 | 0 | 140.679 | 575.787 |
| 37.215 | 0 | 320 | 9.214 | 0 | 0 | 1.391 | -195 | 45.163 | 65.322 |
| 54.768 | 0 | 105 | 9.214 | 123.341 | 0 | 1.391 | -195 | 185.842 | 641.109 |
| 355.397 | -241 | 853 | 54.422 | 31.917 | 3 | 13.266 | 6.401 | 435.480 | 785.541 |
| 1.169.520 | -78 | 227 | 112.802 | 69.203 | 126 | 15.205 | -17.006 | 1.319.337 | 1.001.942 |
| 73.207 | -4 | -51 | 12.493 | 0 | 1 | 7.874 | -76 | 77.694 | 30.467 |
| 0 | 0 | 0 | 130 | 0 | 0 | 56 | -2 | 72 | 87.487 |
| 1.598.124 | -323 | 1.029 | 179.847 | 101.120 | 130 | 36.401 | -10.683 | 1.832.583 | 1.905.437 |
| 15.376 | 0 | 221 | 536 | 0 | 0 | 1.732 | 10.878 | 25.279 | 41.272 |
| -59.894 | -24 | 775 | 0 | 0 | 6.065 | -3.656 | 0 | -61.552 | 118.977 |
| 14 | 0 | 0 | 0 | 1.347 | 0 | 1.270 | 0 | 91 | 781 |
| 322 | 0 | -9 | 0 | 165 | 0 | 0 | 0 | 478 | 18.469 |
| 336 | 0 | -9 | 0 | 1.512 | 0 | 1.270 | 0 | 569 | 19.250 |
| 1.608.710 | -347 | 2.121 | 189.597 | 225.973 | 6.195 | 37.138 | 0 | 1.982.721 | 2.726.045 |
| Strategische Geschäftsfelder | Zentral-Osteuropa | Zentral-Westeuropa | Nord-Westeuropa | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Außenumsatz | 529.244 | 579.445 | 365.199 | 373.221 | 702.720 | 713.352 |
| Innenumsatz | 2.417 | 3.227 | 19.168 | 17.866 | 13.677 | 15.818 |
| Umsatz gesamt | 531.661 | 582.672 | 384.367 | 391.087 | 716.397 | 729.170 |
| EBITDA operativ 1) | 86.098 | 108.757 | 35.565 | 32.338 | 113.093 | 102.527 |
| Abschreibungen | 65.488 | 63.947 | 34.057 | 34.720 | 68.542 | 65.443 |
| Restrukturierungskosten und Wertminderungen | ||||||
| von Sachanlagen | 0 | 62.533 | 0 | 30.503 | 0 | 44.535 |
| Firmenwertabschreibungen | 0 | 12.054 | 0 | 29.433 | 0 | 33.663 |
| EBIT | 20.610 | -29.777 | 1.508 | -62.318 | 44.552 | -41.114 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | -3.761 | -2.645 | 0 | 59 | -678 | -320 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 23.697 | 27.723 | 1.882 | 1.882 | 1.165 | 1.438 |
| Zinsergebnis | 5.108 | -4.254 | -7.187 | -10.078 | -24.130 | -31.493 |
| Ertragsteuern | -11.490 | -3.006 | 2.902 | -198 | 4.720 | 19.535 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 1.147 | -43.891 | -8.341 | -77.300 | 33.633 | -31.624 |
| Fremdkapital | 555.762 | 632.836 | 359.120 | 337.595 | 978.584 | 992.088 |
| Capital Employed | 737.032 | 787.689 | 352.618 | 372.975 | 1.106.775 | 1.131.401 |
| Vermögen | 1.665.040 | 1.714.276 | 536.631 | 558.191 | 1.851.075 | 1.979.830 |
| Normalinvestitionen | 27.052 | 35.104 | 8.364 | 11.775 | 17.633 | 11.776 |
| Wachstumsinvestitionen 2) | 22.042 | 20.523 | 11.390 | 1.457 | 17.615 | 38.301 |
| Mitarbeiter | 4.425 | 5.174 | 2.035 | 2.143 | 4.032 | 4.076 |
| Produkte | Umsatz | EBITDA operativ 1) | Capital Employed | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Wand 3) | 624.652 | 617.155 | 78.235 | 98.113 | 1.001.476 | 1.018.021 |
| Fassade | 487.478 | 546.512 | 43.316 | 30.877 | 920.214 | 970.441 |
| Dach | 440.551 | 455.221 | 92.764 | 77.978 | 558.525 | 571.800 |
| Flächenbefestigungen | 191.530 | 197.542 | 22.806 | 23.713 | 254.217 | 248.742 |
| Sonstiges | 541 | 454 | -26.304 | -22.108 | 45.111 | 7.780 |
| Wienerberger Gruppe | 1.744.752 | 1.816.884 | 210.817 | 208.573 | 2.779.543 | 2.816.784 |
| Umsatz | Zentral-Osteuropa | Zentral-Westeuropa | Nord-Westeuropa | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Österreich | 90.666 | 96.638 | ||||
| Tschechien | 66.810 | 78.952 | ||||
| Ungarn | 43.116 | 55.664 | ||||
| Polen | 163.882 | 163.546 | ||||
| Sonstiges Osteuropa | 164.785 | 184.675 | ||||
| Deutschland | 254.423 | 261.388 | ||||
| Schweiz | 72.761 | 64.788 | ||||
| Italien | 38.700 | 47.734 | ||||
| Belgien | 215.987 | 215.696 | ||||
| Niederlande | 171.776 | 206.313 | ||||
| Frankreich | 140.793 | 138.036 | ||||
| Großbritannien | 144.129 | 119.922 | ||||
| Skandinavien | 30.201 | 33.576 | ||||
| Nordamerika | ||||||
| Wienerberger Gruppe | 529.259 | 579.475 | 365.884 | 373.910 | 702.886 | 713.543 |
1) vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) inklusive Investitionen in Finanzanlagen
| Konzernabschluss | |
|---|---|
| Geschäftssegmente |
| Nordamerika | Beteiligungen und Sonstiges 3) | Überleitung 4) | Wienerberger Gruppe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| 144.493 | 149.023 | 2.151 | 858 | 0 | 0 | 1.743.807 | 1.815.899 |
| 0 | 0 | 10.455 | 10.856 | -44.772 | -46.782 | 945 | 985 |
| 144.493 | 149.023 | 12.606 | 11.714 | -44.772 | -46.782 | 1.744.752 | 1.816.884 |
| 4.531 | -13.340 | -28.470 | -21.709 | 0 | 0 | 210.817 | 208.573 |
| 26.724 | 22.043 | 5.339 | 3.444 | 0 | 0 | 200.150 | 189.597 |
| 0 | 14.233 | 0 | 1.890 | 0 | 0 | 0 | 153.694 |
| 0 | 48.191 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 123.341 |
| -22.193 | -97.807 | -33.810 | -27.043 | 0 | 0 | 10.667 | -258.059 |
| 0 | 0 | 170 | 8.971 | 0 | 0 | -4.269 | 6.065 |
| 0 | 0 | 88.165 | 87.934 | 0 | 0 | 114.909 | 118.977 |
| -29.607 | -26.664 | 12.391 | 34.698 | 0 | 0 | -43.425 | -37.791 |
| 9.195 | 19.116 | 554 | 1.455 | 0 | 0 | 5.881 | 36.902 |
| -43.340 | -106.986 | 92.616 | 33.619 | -110.654 | -32.495 | -34.939 | -258.677 |
| 573.265 | 535.039 | 1.040.561 | 1.042.283 | -1.973.700 | -1.999.456 | 1.533.591 | 1.540.385 |
| 500.814 | 488.426 | 82.305 | 36.293 | 0 | 0 | 2.779.544 | 2.816.784 |
| 536.735 | 538.877 | 4.123.406 | 4.052.973 | -4.653.622 | -4.756.730 | 4.059.266 | 4.087.417 |
| 7.813 | 3.269 | 827 | 755 | 0 | 0 | 61.689 | 62.679 |
| 0 | 5.541 | 37.014 | 5.647 | 0 | 0 | 88.061 | 71.469 |
| 1.104 | 1.043 | 252 | 240 | 0 | 0 | 11.848 | 12.676 |
| Gesamtinvestitionen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | ||||
| 54.431 | 74.999 | ||||
| 20.876 | 23.281 | ||||
| 10.385 | 8.829 | ||||
| 26.930 | 26.282 | ||||
| 37.128 | 757 | ||||
| 149.750 | 134.148 |
| Nordamerika | Beteiligungen und Sonstiges | Wienerberger Gruppe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | ||
| 2.230 | 933 | 92.896 | 97.571 | ||||
| 66.810 | 78.952 | ||||||
| 43.116 | 55.664 | ||||||
| 163.882 | 163.546 | ||||||
| 164.785 | 184.675 | ||||||
| 254.423 | 261.388 | ||||||
| 72.761 | 64.788 | ||||||
| 38.700 | 47.734 | ||||||
| 215.987 | 215.696 | ||||||
| 171.776 | 206.313 | ||||||
| 140.793 | 138.036 | ||||||
| 144.129 | 119.922 | ||||||
| 30.201 | 33.576 | ||||||
| 144.493 | 149.023 | 144.493 | 149.023 | ||||
| 144.493 | 149.023 | 2.230 | 933 | 1.744.752 | 1.816.884 |
3) Indien wird unter dem geographischen Segment Beteiligungen und Sonstiges, jedoch unter dem Produktsegment Wand ausgewiesen.
4) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften.
Die Wienerberger AG mit Sitz in Wien ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Vorstand in fünf Segmente eingeteilt sind: Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, Nordamerika sowie Beteiligungen und Sonstiges. Die Adresse der Wienerberger AG lautet Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich.
Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2010 vom IASB verlautbarten International Financial Reporting Standards, für die eine Anwendung verpflichtend ist, wurden von Wienerberger angewendet.
Die einbezogenen Abschlüsse aller wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards geprüft. Die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden prinzipiell auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Ausnahme davon bildet die Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten nach IAS 39, welche zu beizulegenden Zeitwerten erfolgt. Im Konzernabschluss und Konzernanhang erfolgen Rundungen auf ganze tausend Euro, im Risikobericht teilweise auf ganze hunderttausend Euro. Zur klareren Darstellung sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang.
Die im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 3 (2008) Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (2008) (beide 1.7.2009) wurden von Wienerberger angewendet. Wesentliche Änderungen des IFRS 3 betreffen das Wahlrecht des Ansatzes nicht beherrschender Anteile zum beizulegenden Zeitwert (Full Goodwill Methode), ein Aktivierungsverbot von Transaktionskosten als Anschaffungsnebenkosten bei Akquisitionen, die Bewertung bestehender Anteile beim stufenweisen Erwerb sowie das Verbot der nachträglichen Anpassung des Firmenwerts bei nachträglicher Anpassung des Kaufpreises. Im Berichtsjahr ergaben sich aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 3 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der überarbeitete IAS 27 legt fest, dass Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern nur mehr im Eigenkapital erfasst werden dürfen. Diese Änderung beeinflusste im Berichtsjahr die Darstellung des Kaufs der nicht beherrschenden Anteile der Semmelrock Gruppe.
Die neuen Interpretationen IFRIC 12 Service-Konzessionsverträge (30.3.2009), IFRIC 15 Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien (1.1.2010), IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer und IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden (beide 1.11.2009) haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Änderungen des IFRS 2 hinsichtlich in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen im Konzern (1.1.2010), IAS 39 und IFRS 7 Datum des Inkrafttretens der Umklassifizierungen (13.9.2009), IAS 39 Geeignete Grundgeschäfte (1.7.2009) sowie die Verbesserungen zu den IFRS 2009 (1.1.2010) haben ebenso keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die neuen Interpretationen IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten (1.7.2010), der überarbeitete Standard IAS 24 (2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (1.1.2011) sowie die Änderungen des IAS 32 Einstufung von Bezugsrechten (1.2.2010) und IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (1.1.2011) waren zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die darin enthaltenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Eine Übersicht über die voll- und quotenkonsolidierten sowie nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs. Der Konsolidierungskreis der in den Wienerberger Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Konsolidierungskreis | Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Konsolidierung |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 112 | 15 | 6 |
| Wechsel Einbeziehungsart | 2 | 0 | 0 |
| im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 6 | 0 | 0 |
| im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert | -8 | 0 | 0 |
| im Berichtsjahr ausgeschieden | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 112 | 15 | 6 |
| davon ausländische Unternehmen | 93 | 12 | 4 |
| davon inländische Unternehmen | 19 | 3 | 2 |
In den Konzernabschluss 2010 sind inklusive der Wienerberger AG 19 (Vorjahr: 20) Tochterunternehmen im Inland und 93 (Vorjahr: 92) im Ausland einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik über die Mehrheit der Stimmrechte zu kontrollieren. Diese Beteiligungen an Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt der Beherrschung voll konsolidiert und, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben ist, endkonsolidiert. Im Berichtsjahr werden 20 (Vorjahr: 22) Tochterunternehmen nicht konsolidiert, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich sind.
Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), an denen eine gemeinschaftliche Leitung gegeben ist, werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Dies trifft auf 15 (Vorjahr: 15) Gesellschaften der Schlagmann und Bramac Gruppe zu.
Die nachstehenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, mit denen sämtliche quotal konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 81.366 | 90.734 |
| EBITDA operativ | 12.046 | 16.186 |
| EBIT | 5.690 | 9.767 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -744 | 3.468 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Langfristiges Vermögen | 69.692 | 73.939 | Eigenkapital | 48.164 | 51.210 |
| Kurzfristiges Vermögen | 36.643 | 35.182 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 17.115 | 16.993 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 41.056 | 40.918 | |||
| 106.335 | 109.121 | 106.335 | 109.121 |
In den Konzernabschluss der Wienerberger AG werden zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs 6 (Vorjahr: 6) Beteiligungen, auf Wienerberger einen maßgeblichen Einfluss hat, nach der Equity-Methode bilanziert. Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der assoziierten Unternehmen (vor allem Pipelife Gruppe und Tondach Gleinstätten Gruppe) ergeben:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 407.695 | 414.233 |
| EBITDA operativ | 36.768 | 45.508 |
| EBIT | 7.615 | 24.586 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -4.269 | 6.065 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Langfristiges Vermögen | 172.368 | 173.316 | Eigenkapital | 110.017 | 113.517 |
| Kurzfristiges Vermögen | 134.089 | 139.969 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 66.653 | 62.370 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 129.787 | 137.398 | |||
| 306.457 | 313.285 | 306.457 | 313.285 |
Pipelife ist eine unabhängige Unternehmensgruppe mit eigenständigem Management, wobei die Möglichkeiten der Einflussnahme auf Managemententscheidungen durch Wienerberger begrenzt sind und ungeachtet der Beteiligung von 50% nicht einer gemeinschaftlichen Leitung, sondern lediglich einem maßgeblichen Einfluss entsprechen. Die Pipelife Gruppe wird daher unter Beachtung von IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert.
Folgende Unternehmen wurden im Jahr 2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Briqueterie de Rouffach SAS | Rouffach | 336.120 | EUR | 100,00% |
| Steinzeug Gruppe | ||||
| Steinzeug Abwassersysteme GmbH | Frechen | 18.408.000 | EUR | 100,00% |
| Keramo Steinzeug NV | Hasselt | 9.400.000 | EUR | 100,00% |
| Keramo-Wienerberger Immo NV | Hasselt | 14.068.558 | EUR | 100,00% |
| Limburgs Transportbedrijf BVBA | Hasselt | 18.900 | EUR | 100,00% |
| SOCIETA DEL GRES s.p.a | Sorisole | 2.000.000 | EUR | 100,00% |
Mit Wirkung vom 1.1.2010 wurde die Ende Dezember 2009 erworbene Briqueterie de Rouffach SAS in Frankreich in den Konzernabschluss einbezogen. Am 11.10.2010 hat Wienerberger die Vereinbarung über den Kauf der Steinzeug Abwassersysteme GmbH von der ANC Vermögensverwaltung GmbH, einer Tochter der ANC Stiftung, unterzeichnet. Nach Genehmigung der Kartellbehörde Ende des Jahres 2010 wurde die Steinzeug Gruppe am 31.12.2010 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Steinzeug Gruppe ist ein international operierender Produzent von Steinzeugrohren, Formteilen, Zubehör und Schachtsystemen mit zwei Produktionsstandorten in Deutschland und einem Werk in Belgien.
Im Bereich der Flächenbefestigung aus Beton hat Wienerberger Ende November 2010 den restlichen 25%-Anteil der Semmelrock Gruppe erworben.
Die Nettoauszahlungen für Unternehmensakquisitionen ergeben sich aus den Eröffnungsbilanzen der erworbenen Unternehmen sowie aus den Kaufpreisen für den Erwerb nicht beherrschender Anteile wie folgt:
| in TEUR | Buchwerte | Anpassung | Konzernwerte |
|---|---|---|---|
| Firmenwerte | 2.925 | 12.227 | 15.152 |
| Langfristiges Vermögen | 6.126 | 21.313 | 27.439 |
| Kurzfristiges Vermögen | 49.856 | -31.753 | 18.103 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 10.925 | 6.034 | 16.959 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 57.249 | -30.514 | 26.735 |
| Erworbenes Reinvermögen | -9.267 | 26.267 | 17.000 |
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | 12.000 | ||
| Nettoverschuldung | 21.868 | ||
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 50.868 |
Im Zeitraum 1.1.2010 bis 31.12.2010 erhöhten die Akquisitionen anteilig den Umsatz der Gruppe mit 1.176 TEUR (Vorjahr: 14.503 TEUR) und das operative EBITDA mit 994 TEUR (Vorjahr: 2.190 TEUR).
Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 30.9.2009 verkaufte VVT Vermögensverwaltung GmbH. Im Vergleichszeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2009 waren die mit 1.5.2009 durch einen Zusammenschluss der Flächenbefestigungsaktivitäten in Österreich entstandene Semmelrock Ebenseer GmbH & Co KG sowie die Gesellschaften Lusit KG und Lusit GmbH nicht enthalten. Die Auswirkungen aller beschriebenen Konsolidierungskreisänderungen auf die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellen sich für 2010 (bzw. ab dem/im Erst- und Endkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 7.645 |
| EBITDA operativ | -2.450 |
| EBIT | -3.402 |
| Aktiva | Passiva | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2010 | in TEUR | 31.12.2010 |
| Langfristiges Vermögen | 42.591 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 16.959 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.103 | Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 26.735 |
| 43.694 | 43.694 |
Die Kapitalkonsolidierung bei voll- bzw. quotenkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird im Erwerbszeitpunkt der Anschaffungswert dem neu bewerteten Reinvermögen (Eigenkapital) des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt. Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualschulden werden nach IFRS 3, soweit identifizierbar, bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird als Firmenwert im jeweiligen Segment in Landeswährung aktiviert. Die Firmenwerte werden gemeinsam mit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Geschäftsbereichen), denen sie zugeordnet sind, zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen und im Falle einer Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Werden Ereignisse beobachtet, die auf eine dauerhafte Wertminderung schließen lassen, so werden die betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten außerplanmäßigen Werthaltigkeitstests unterzogen (siehe 8. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).
Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung, wobei im Falle unwesentlicher Abweichungen die lokalen Bewertungsmethoden beibehalten werden.
Alle Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Verrechnung zwischen den voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Abzinsungen und sonstige einseitig ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht und die darauf entfallenden latenten Steuern in Ansatz gebracht. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlageund Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Wurde im Rahmen eines Unternehmenserwerbs den Verkäufern eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können, so wird
Konzernabschluss Konzernanhang
diese als Verbindlichkeit passiviert und mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Demzufolge werden die nicht beherrschenden Anteile an der im Jahr 2008 erworbenen Sandtoft Ltd. unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Wienerberger Gruppe steuert die Geschäftstätigkeit nach geographischen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur als strategische Geschäftssegmente die Regionen Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, Nordamerika sowie das Segment Beteiligungen und Sonstiges, das neben der Unternehmenszentrale und Beteiligungen auch die Region Indien sowie die Rohraktivitäten umfasst. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt nach dem Management Approach gemäß IFRS 8 und folgt den internen Berichten an den Vorstand der Wienerberger AG als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.
Die Berichte an die verantwortliche Unternehmensinstanz beinhalten neben der zentralen Erfolgsgröße EBITDA operativ, anhand der die Steuerung der Geschäftssegmente erfolgt, auch die Ergebnisgrößen Umsatz, EBIT, Finanzergebnis und Ergebnis nach Steuern, weshalb diese ebenso in der Darstellung der Geschäftssegmente enthalten sind. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA operativ, EBIT, Finanzergebnis, Ertragsteuern, Ergebnis nach Steuern, Vermögen, Verbindlichkeiten, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzernergebnis sind lediglich Eliminierungen von Umsätzen, Aufwendungen und Erträgen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten enthalten. Wienerberger erzielt mit keinem externen Kunden mehr als 10% des Umsatzes.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2010 umgerechnet. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.
Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt. Ebenso werden Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung direkt im Eigenkapital verrechnet.
Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, Schweizer, englischen und einzelnen osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe des abzusichernden Teils der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen.
Im Berichtsjahr wurden Stichtagsumrechnungsdifferenzen (einschließlich jener auf nicht beherrschende Anteile entfallenden) von 83.617 TEUR (Vorjahr: 9.256 TEUR) als andere Gesamtergebnisbestandteile erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Aus Sicherungsgeschäften (Hedging Transaktionen) wurden insgesamt -25.507 TEUR über die Veränderung von anderen Ergebnisbestandteilen im Eigenkapital erfasst.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| 100 Britische Pfund | 116,17775 | 112,59993 | 116,55545 | 112,21089 |
| 100 Bulgarische Lev | 51,12997 | 51,12997 | 51,12996 | 51,12997 |
| 100 Dänische Kronen | 13,41652 | 13,43761 | 13,42773 | 13,42956 |
| 100 Kanadische Dollar | 75,06380 | 66,10259 | 73,22379 | 63,07543 |
| 100 Kroatische Kuna | 13,54463 | 13,69863 | 13,71912 | 13,62381 |
| 100 Norwegische Kronen | 12,82051 | 12,04819 | 12,49151 | 11,45238 |
| 100 Polnische Zloty | 25,15723 | 24,36350 | 25,03070 | 23,11103 |
| 100 Rumänische Lei | 23,46316 | 23,60550 | 23,74026 | 23,59003 |
| 100 Russische Rubel | 2,44978 | 2,31728 | 2,48298 | 2,26621 |
| 100 Schwedische Kronen | 11,15387 | 9,75419 | 10,48215 | 9,41617 |
| 100 Schweizer Franken | 79,97441 | 67,40361 | 72,42478 | 66,22861 |
| 100 Tschechische Kronen | 3,99026 | 3,77743 | 3,95435 | 3,78263 |
| 100 Ungarische Forint | 0,35978 | 0,36980 | 0,36303 | 0,35679 |
| 100 US-Dollar | 74,83910 | 69,41552 | 75,40567 | 71,69639 |
Der Konzernabschluss wurde auf Basis der folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt:
Umsatzrealisierung: Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind.
Immaterielles Anlagevermögen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, mit deren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt.
Sachanlagevermögen: Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Bei selbst erstellten Anlagen werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs, aktiviert. Während der Bauphase von qualifizierten Gegenständen des Anlagevermögens werden gemäß IAS 23 die anfallenden Fremdkapitalkosten unter den Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen, die in Komponenten aufgeteilt werden (Komponenten-Ansatz). Dafür werden folgende Nutzungsdauern angesetzt:
| Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) | 25 Jahre | Öfen und Trockner (Vormauerziegel) | 10 – 20 Jahre |
|---|---|---|---|
| Verwaltungsgebäude | 40 – 50 Jahre | Sonstige Maschinen | 5 – 15 Jahre |
| Wohngebäude | 40 – 50 Jahre | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 10 Jahre |
| Öfen und Trockner (Hintermauerziegel und Dach) | 8 – 15 Jahre | Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 3 – 10 Jahre |
Reparaturkosten, die die geplante Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand verbucht. Die laufende Abschreibung wird ausgesetzt, wenn eine Anlage gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung vorgesehen qualifiziert wird.
Werden Anlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, sofern es sich um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.
Gemietete Sachanlagen, die aus einer wirtschaftlichen Betrachtung als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leasingverhältnisse) zu jenen Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags.
Firmenwerte: Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, werden gemäß IFRS 3 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal im Jahr auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht.
Wertminderungen von Firmen- und Vermögenswerten: In der Wienerberger Gruppe werden Werkseinheiten länderweise zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Diese werden gemäß IAS 36 ebenso wie Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, regelmäßig auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht. Dazu werden mindestens einmal im Jahr in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Buchwerte der zugerechneten Firmen- und Vermögenswerte mit den summierten Barwerten (Abzinsung zu durchschnittlichen gewichteten Gesamtkapitalkosten nach Steuern) der zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse (Nutzwert) verglichen und wenn nötig auf den errechneten Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. Für die Wienerberger Gruppe wurden zuletzt Gesamtkapitalkosten nach Steuern von 6,69% (Vorjahr: 7,05%) ermittelt (planmäßiger Werthaltigkeitstest), wobei risikoadäquate Zinssätze nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet wurden.
Die zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse basieren auf der jeweils aktuellsten internen Planung, welche zuletzt für den Planungshorizont (2011-2014) erstellt wurde. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft und im folgenden Planungsprozess berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung der Detailplanungsperioden (2011-2014), wobei unter der Prämisse der Unternehmensfortführung der Einzahlungsüberschuss der darauffolgenden Planungsperiode als nachhaltig erzielbar angesehen wird und als Basis für die Errechnung des Barwerts einer unendlichen Rente dient. Die Werthaltigkeitstests werden bei Wienerberger mindestens einmal jährlich im Anschluss an die Unternehmensplanung erstellt. Geben Hochrechnungen und Analysen während eines Berichtsjahrs Anlass zur Vermutung, dass negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan zu erwarten sind, so wird darin ein
auslösendes Ereignis für die erneute Beurteilung der Werthaltigkeit der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gesehen. In diesem Fall werden die Werthaltigkeitstests auf Basis aktualisierter Planungsdaten neu gerechnet und um Stresstests erweitert.
Der wesentliche Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Die Nutzwertermittlung basiert daher auf Prognosen von statistischen Ämtern (z.B. Euroconstruct) und Erfahrungswerten der Vergangenheit, die mit Wirtschaftsforschern in den regionalen Märkten abgestimmt wurden. Die Einschätzung der Kostenstrukturen innerhalb der gesamten Wienerberger Gruppe erfolgt dabei durch eine Extrapolation von Erfahrungswerten. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn Gründe für eine Wertminderung von Sachanlagen wegfallen bzw. eine Wiederverwertbarkeit von abgewerteten Sachanlagen gegeben ist. Einmal abgeschriebene Firmenwerte werden unter Beachtung von IAS 36 und IFRIC 10 nicht wieder zugeschrieben.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden, sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt, nach der Equity-Methode bewertet. Sonstige Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt und lediglich im Falle von nachhaltigen Wertminderungen abgeschrieben. Der Ausweis von Abschreibungen und Zuschreibungen erfolgt im Finanzergebnis.
Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellkosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100% der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellkosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.
Emissionszertifikate: Gemäß IAS 20 und IAS 38 bewertet Wienerberger jene Emissionszertifikate, die aufgrund der EU-Emissionshandelsrichtlinie RL 2003/87/EG gratis zugeteilt wurden, mit Anschaffungskosten von null. Übersteigen die Emissionen die gratis zugeteilten Zertifikate, so erfolgt die Bewertung der fehlenden Zertifikate mit deren Marktwert am Bilanzstichtag. Entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu deren Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.
Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. IAS 39 unterscheidet die Kategorien Kredite und Forderungen (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (held to maturity), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit or loss), die sich wiederum aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (financial assets/liabilities held for trading) und aus Finanzinstrumenten, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (designated as at fair value through profit or loss upon initial recognition), zusammensetzen.
Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Erhalt von Cash-flows daraus erloschen sind.
Kredite und Forderungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, wobei erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Langfristige zinsenlose oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Wienerberger verfügt über keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente.
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet, wobei aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste erfolgswirksam zu erfassen sind. Wienerberger hält keine originären Finanzinstrumente zu Handelszwecken.
Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen. Die von Wienerberger gehaltenen originären Finanzinstrumente, die weder den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten noch den Krediten und Forderungen zuzurechnen sind, werden somit als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfasst. Diese werden zum beizulegenden Wert bewertet, wobei aus der Änderung der beizulegenden Werte resultierende Gewinne und Verluste bis zu deren Abgang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Davon ausgenommen sind Abschreibungen im Falle von wesentlichen und dauerhaften Wertminderungen. Der beizulegende Wert ermittelt sich für börsenotierte Wertpapiere aus den Börsekursen, wohingegen nicht börsenotierte finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von etwaigen Marktwertänderungen bewertet werden. In der Periode des Abgangs werden die bislang im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, erhaltene Schecks und Sichtguthaben bei Finanzinstitutionen.
Rückstellungen: Die Rückstellungen für Abfertigungen – vorwiegend für österreichische Dienstnehmer – werden auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 4,8% (Vorjahr: 5,3%) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet.
In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution Plan) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen (Defined Benefit Plan) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Gehaltssteigerungen und Steigerungen leistungsorientierter Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß zwischen 4,0% und 6,0% (Vorjahr: 4,0% – 7,0%), eine erwartete Einkommensentwicklung von 2,0% – 5,0% (Vorjahr: 2,0% – 5,0%), erwartete Rententrends von 2,0% – 8,0% (Vorjahr: 2,0% – 3,0%), durchschnittliche Fluktuationen von 2,0% – 4,0% (Vorjahr: 2,0% – 4,0%) und erwartete Erträge auf das Planvermögen von 4,0% – 8,0% (Vorjahr: 6,0% – 8,0%) zugrunde. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wird von Versicherungsmathematikern durchgeführt.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter im Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Planvermögen saldiert, welches für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Die die Pensionsverpflichtungen übersteigenden Marktwerte des Planvermögens sind innerhalb der sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.
Wesentliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht im Jahr des Entstehens ergebniswirksam erfasst, sondern nach der Korridormethode über die verbleibende Restdienstzeit der aktiven Belegschaft amortisiert.
Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 passiviert. Die der Rekultivierungsverpflichtung zugrunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 passiviert.
Latente Steuern: In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Für die Abgrenzung werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.
Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags (abzüglich Transaktionskosten) erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Eine Bewertung erfolgt daher zum Restbuchwert (at amortized cost). Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Verbindlichkeiten nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen.
Zuschüsse der öffentlichen Hand: Wienerberger passiviert Zuschüsse der öffentlichen Hand zu ihren beizulegenden Zeitwerten und weist deren periodenkonforme Auflösung unter den sonstigen Erträgen aus.
Sicherungsgeschäfte: Wienerberger wendet die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften gemäß IAS 39 zur Absicherung von Bilanzposten (Translationsrisiko) sowie zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Transaktionsrisiko) an. Als Cash-flow Hedge wird die Absicherung gegen Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bezeichnet. Die Marktbewertung der effektiven Sicherungsinstrumente erfolgt erfolgsneutral (Hedging Reserve). Nicht effektive Anteile werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Ebenso erfolgt die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, wobei alle Wertänderungen des effektiven Anteils des eingesetzten Sicherungsinstruments unter der Hedging Reserve, wie auch das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition als direkt im Eigenkapital erfasste andere Gesamtergebnisbestandteile ausgewiesen werden. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts (Fair Value Hedge) hingegen erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der Zeitwerte des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats unter der ebenso erfolgswirksamen Anpassung des Grundgeschäfts um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn und Verlust (Basis Adjustment).
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsen. Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für börsenotierte Wertpapiere werden dazu die aktuellen Kurse herangezogen; für nicht börsenotierte Zinsinstrumente werden die beizulegenden Zeitwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Gemäß IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente, die sich nicht in einer Hedge-Beziehung befinden, der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (held for trading) zugerechnet. Bei Derivaten in Hedge-Beziehungen werden nur jene, die nicht Teil effektiver Sicherungsstrategien sind, erfolgswirksam bewertet (ineffektive Anteile); der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis.
Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen und dem vorgesehenen Anteil für Hybridkapitalbesitzer durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird. Aufgrund des ausgelaufenen Aktienoptionsplans bestehen Optionsrechte für Wienerberger Manager, die grundsätzlich einen verwässernden Effekt auf das Ergebnis je Aktie haben.
Schätzungen: Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden müssen, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Im Einzelnen wurden bei der von Aktuaren vorgenommenen versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen und Abfertigungsansprüchen Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Fluktuationsraten sowie den Trend der Kosten für medizinische Versorgung getroffen. Ebenso basiert die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen auf Schätzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer Anlagen beruhen. Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung erfolgt durch die bestmögliche Schätzung des zukünftig erwarteten Rekultivierungsaufwands von Tongruben und eines langfristigen Diskontierungszinssatzes. Des Weiteren erfolgt die Beurteilung der Realisierbarkeit von latenten Steuern durch die Einschätzung des Managements, ob eine Verwertbarkeit aller aktiven latenten Steuern gegeben ist.
Insbesondere bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Anlagen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze der Wienerberger Gruppe sowie einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten getroffen. Die vorgenommenen Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung getroffen, bauen auf Erfahrungswerten auf und berücksichtigen die verbleibende Unsicherheit in einer angemessenen Weise.
Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern bestehen nur teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung konzerninterner Verrechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.
Der konsolidierte Umsatz verringerte sich im Berichtsjahr um 4% auf 1.744.752 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreis- und Wechselkursänderungen betrug die organische Umsatzveränderung -7% (Vorjahr: -23%). Im Geschäftssegment Zentral-Osteuropa, wo die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch im Jahr 2010 zu spüren waren, entwickelte sich der Großteil der Märkte aufgrund des langen Winters und von Überschwemmungen im April und Mai rückläufig. Nord-Westeuropa war einerseits geprägt durch Umsatzsteigerungen in Großbritannien und Frankreich sowie andererseits durch stark rückläufige Umsätze in den Niederlanden. In Zentral-Westeuropa entwickelten sich die Umsätze uneinheitlich: Während Italien anhaltende Rückgänge verzeichnete, entwickelte sich der Umsatz in Deutschland stabil und in der Schweiz positiv. Im Segment Nordamerika flachte der Umsatzrückgang deutlich ab, und der Umsatz lag leicht unter Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz wurde durch Währungseffekte im Ausmaß von 41.294 TEUR erhöht, was insbesondere auf die Aufwertung des Polnischen Zloty, des Schweizer Franken und des US-Dollars zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse sind nach Regionen detailliert in der Darstellung der Geschäftssegmente auf den Seiten 108 und 109 aufgegliedert.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 251.684 | 220.721 |
| Instandhaltungskosten | 89.442 | 88.216 |
| Handelswareneinsatz | 135.635 | 124.527 |
| Energieaufwand | 268.477 | 259.269 |
| Gesamt | 745.238 | 692.733 |
Die ausgewiesenen Aufwendungen wurden durch Aktivierungen von Eigenleistungen und anteiligen Bauzeitzinsen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 7.371 TEUR (Vorjahr: 8.599 TEUR) sowie durch die Veränderung des Bestands an Halb- und Fertigfabrikaten in Höhe von -17.940 TEUR (Vorjahr: -146.372 TEUR) um insgesamt 10.569 TEUR (Vorjahr: 137.773 TEUR) erhöht.
Die Materialaufwendungen setzten sich aus Aufwendungen für Ton, Sand, Sägespäne und weitere Zuschlagsstoffe, Palettenverbrauch und sonstigen Verpackungsmaterialien zusammen. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von Instandhaltungsmaterialien und sonstigen geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten.
Im Berichtsjahr sind in den Herstell-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen laufende Abschreibungen von 189.708 TEUR (Vorjahr: 189.597 TEUR) enthalten. Die Wertminderungen im Berichtsjahr betrugen 10.442 TEUR (Vorjahr: 32.290 TEUR).
Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 ergaben im Berichtsjahr keinen Abwertungsbedarf von Firmenwerten (Vorjahr: 123.341 TEUR).
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | 189.708 | 189.597 |
| Firmenwertabschreibungen | 0 | 123.341 |
| Wertminderungen von Sachanlagen | 10.442 | 32.290 |
| Wertminderungen aus Restrukturierungen | 0 | 68.830 |
| Wertminderungen gesamt | 10.442 | 224.461 |
| Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen, | ||
| sonstigem immateriellen Anlagevermögen und Firmenwerten | 200.150 | 414.058 |
Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich zusammen mit den Vermögensgegenständen gemäß IAS 36 auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht (Impairment Test). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten (cash generating units) werden bei Wienerberger Werkseinheiten gesehen, die nach Ländern zusammengefasst und in großen Ländern nach regionalen Gesichtspunkten weiter differenziert werden. Im Berichtsjahr wurden in der Wienerberger Gruppe auf diese Weise rund 50 zahlungsmittelgenerierende Einheiten unterschieden.
Die im Dezember durchgeführten planmäßigen Werthaltigkeitstests auf Basis der aktuellsten Mittelfristplanung für die Perioden 2011-2014 ergaben keinen Abwertungsbedarf. Für diese Werthaltigkeitstests wurde für die Wienerberger Gruppe ein Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 6,69% (Vorjahr: 7,05%) ermittelt, wobei wiederum in den USA mit 6,13% (Vorjahr: 6,43%), in Großbritannien mit 5,46% (Vorjahr: 6,66%), in Russland mit 11,12% (Vorjahr: 10,80%) und erstmals in Indien mit 11,01% abweichende regionale Kapitalkostensätze Verwendung fanden. Die Annahmen zu den Wachstumsraten von grundsätzlich 1% wurden beibehalten. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien wurde unverändert mit höheren Raten von bis zu 5% gerechnet.
Bei einer Veränderung einzelner makroökonomischer Parameter im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurde ein Wertminderungsbedarf von rund 16 MEUR ermittelt, wobei der dem Kapitalkostensatz zugrunde liegende risikolose Zinssatz um 100 Basispunkte angehoben wurde und die Wachstumsraten in allen Wienerberger Märkten halbiert wurden.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne | 186.365 | 186.483 |
| Gehälter | 175.287 | 174.930 |
| Leihpersonal (permanent) | 12.080 | 7.940 |
| Aufwendungen aus Aktienoptionsplänen | 0 | 468 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 6.889 | 3.239 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 7.317 | 10.992 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
89.670 | 92.947 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 11.729 | 10.969 |
| Personalaufwand | 489.337 | 487.968 |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 1.592 TEUR (Vorjahr: 2.723 TEUR), davon entfallen 1.592 TEUR auf fixe und 0 TEUR auf variable Gehaltsbestandteile. Für aktuell tätige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 644 TEUR (Vorjahr: 650 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) verbucht. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 776 TEUR (Vorjahr: 3.321 TEUR) getätigt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 Bezüge von insgesamt 170 TEUR (Vorjahr: 215 TEUR) im Berichtsjahr ausbezahlt. Die Berechnung der Gesamtvergütung an den Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht auf Seite 32 dargestellt.
Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.
Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf den Seiten 26 und 22 dargestellt. Auf Seite 33 ist der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder angeführt. Über die Entlohnung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht auf den Seiten 30 bis 33 im Detail informiert.
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon in Gemeinschafts unternehmen |
Gesamt | davon in Gemeinschafts unternehmen |
|
| Mitarbeiter in Werken | 7.906 | 325 | 8.430 | 409 |
| Mitarbeiter in Verwaltung | 1.004 | 59 | 1.222 | 66 |
| Mitarbeiter im Vertrieb | 2.938 | 201 | 3.024 | 170 |
| Gesamte Mitarbeiter im Konzern | 11.848 | 585 | 12.676 | 645 |
| davon Lehrlinge | 44 | 1 | 70 | 1 |
Änderungen im Konsolidierungskreis hatten keinen Effekt auf die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern. Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung eingerechnet.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen | 23.620 | 24.311 |
| Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 1.872 | 2.095 |
| Transportaufwendungen für Zustellungen an Kunden | 107.577 | 101.471 |
| Aufwand für interne Transporte | 46.748 | 45.949 |
| Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen | 6.854 | 5.554 |
| Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen | 2.418 | 3.762 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen | 90.493 | 83.566 |
| Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing | 37.837 | 38.255 |
| Übrige | 55.061 | 54.455 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 372.480 | 359.418 |
Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 126 dargestellt.
Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Recht und Beratung, Werbung, Versicherungen sowie Telekommunikation. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerks des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr 1.253 TEUR (Vorjahr: 1.504 TEUR) sowie 125 TEUR (Vorjahr: 976 TEUR) für sonstige Leistungen.
Der übrige sonstige Aufwand setzt sich in erster Linie aus Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen, Reklamationen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beinhalten bei Wienerberger auch Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel in der jeweiligen Kategorie des Anlagevermögens aktiviert. Im Jahr 2010 betrug der Forschungsaufwand 1.821 TEUR (Vorjahr: 2.085 TEUR).
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von und Zuschreibung auf das Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 13.059 | 17.777 |
| Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 3.727 | 4.321 |
| Erträge aus Zuschüssen | 3.572 | 3.049 |
| Erträge aus Versicherungsansprüchen | 8.285 | 734 |
| Übrige | 55.046 | 43.700 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 83.689 | 69.581 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.
In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen korrigiert, sodass der entsprechende Aufwand der verkauften Menge ausgewiesen wird. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, die beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:
| in TEUR | Fracht aufwand |
Material aufwand |
Handels wareneinsatz |
Abschrei bungen |
Energie aufwand |
Personal aufwand |
Sonstige Erträge |
Sonstige Aufwände |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellkosten | 0 | 335.775 | 135.027 | 157.140 | 259.818 | 278.353 | -11.132 | 83.840 | 1.238.821 |
| Vertriebskosten | 107.930 | 15.920 | 608 | 7.394 | 4.656 | 138.840 | -2.219 | 120.885 | 394.014 |
| Verwaltungskosten | 0 | 0 | 0 | 10.226 | 855 | 72.144 | -586 | 37.856 | 120.495 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 25.390 | 3.148 | 0 | 0 | 21.969 | 50.507 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -69.752 | 0 | -69.752 |
| 107.930 | 351.695 | 135.635 | 200.150 | 268.477 | 489.337 | -83.689 | 264.550 | 1.734.085 |
Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IAS 39 wie folgt zusammen:
| 2010 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 14.065 | 8.653 | 0 | 1.415 | 3.997 |
| Zinsaufwand | -57.490 | 0 | -55.049 | 0 | -2.441 |
| Zinsergebnis | -43.425 | 8.653 | -55.049 | 1.415 | 1.556 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | 0 | ||||
| Beteiligungserträge | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Ergebnis aus Abgang zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente (AfS) Marktbewertung Fair Value Hedges Wertminderungen von Finanzinstrumenten Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten Kursdifferenzen |
152 -612 -104 444 -533 |
0 0 0 0 |
0 0 0 0 |
152 0 -104 0 |
0 -612 0 444 |
| Nettoergebnis Bankspesen Sonstiges |
-653 -3.119 -152 |
0 | 0 | 48 | -168 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -3.793 | 0 | 0 | 179 | -168 |
| Gesamt | -47.218 | 8.653 | -55.049 | 1.594 | 1.388 |
1) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities at amortized cost)
2) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (available for sale)
| 2009 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 20.893 | 12.014 | 0 | 74 | 8.805 |
| Zinsaufwand | -58.684 | 0 | -54.826 | 0 | -3.858 |
| Zinsergebnis | -37.791 | 12.014 | -54.826 | 74 | 4.947 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 73 | 0 | 0 | 73 | 0 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | 33 | ||||
| Beteiligungserträge | 106 | 0 | 0 | 73 | 0 |
| Ergebnis aus Abgang zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente (AfS) |
234 | 0 | 0 | 234 | 0 |
| Marktbewertung Fair Value Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertminderungen von Finanzinstrumenten | -1.361 | 0 | 0 | -1.361 | 0 |
| Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten |
-1.192 | 0 | 0 | 0 | -1.192 |
| Kursdifferenzen | -148 | ||||
| Nettoergebnis | -2.467 | 0 | 0 | -1.127 | -1.192 |
| Bankspesen | -3.807 | ||||
| Sonstiges | 374 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -5.794 | 0 | 0 | -1.054 | -1.192 |
| Gesamt | -43.585 | 12.014 | -54.826 | -980 | 3.755 |
1) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities at amortized cost)
2) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (available for sale)
Während der Berichtsperiode wurden Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr: 143 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst, wobei ein gesonderter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung erfolgt. Die Veräußerung von Wertpapieren lieferte ein Ergebnis von 152 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR). In der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente werden zudem Verluste von 104 TEUR (Vorjahr: 1.361 TEUR) erfolgswirksam erfasst, da bei den betroffenen finanziellen Vermögenswerten von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Die Marktbewertung der Fair Value Hedges lieferte einen Beitrag zum Periodenergebnis in Höhe von -612 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten resultiert aus der Bewertung einer derivativen Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem Kauf des restlichen 25%-Anteils der Semmelrock Gruppe.
Die Bankspesen enthalten außer den laufenden Aufwendungen auch Aufwendungen aus der Verteilung von Transaktionsspesen über die Laufzeit der Finanzierung bei der Aufnahme von Krediten (vor allem Bankgebühren). Die Auflösung von Disagios wird im Zinsergebnis ausgewiesen.
Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| laufender Steueraufwand | 3.763 | 3.626 |
| latenter Steueraufwand | -9.644 | -40.528 |
| Ertragsteuern | -5.881 | -36.902 |
Der effektive Steuersatz betrug im Berichtsjahr 14,4% (Vorjahr: 12,5%). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem im Jahr 2010 gültigen österreichischen Körperschaftssteuersatz von 25% (Vorjahr: 25%) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -40.820 | -295.579 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz von 25% | 10.205 | 73.895 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | 7.111 | 20.696 |
| Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden | 6.407 | -826 |
| Steuerfreie Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | -1.073 | 1.505 |
| Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern und Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie Verluste, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden |
-35.054 | -21.364 |
| Nicht-temporäre Differenzen | 21.039 | -38.740 |
| Steuersatzänderungen | -2.754 | 1.736 |
| Effektivsteuerbelastung | 5.881 | 36.902 |
| Effektivsteuersatz in % | 14,4 | 12,5 |
Die Veränderung der nicht-temporären Differenzen ist zum größten Teil auf die im Vorjahr vorgenommenen Firmenwertabschreibungen zurückzuführen. Auf andere Ergebnisbestandteile in der Gesamtergebnisrechnung wie die Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente und Änderungen aus Sicherungsgeschäften, die nach Steuern ausgewiesen werden, wurden keine Steuereffekte erfasst, da diese Geschäfte ausschließlich die Wienerberger AG und die Wienerberger Finanzservice GmbH mit Sitz in Wien betreffen, welche derzeit aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine Effektivsteuerbelastung von 0% aufweisen.
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Stichtag 117.526.764 Stück. Per 31.12.2010 wurden 113.603 (Vorjahr: 1.113.603) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 116.528.229 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für 2010.
| in Stück | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| ausgegebene Aktien | 117.526.764 | 117.526.764 |
| eigene Aktien | 113.603 | 1.113.603 |
| gewichtete Aktien | 116.528.229 | 91.297.853 |
Im Berichtsjahr 2010 kommt es nach IAS 33 zu keinem Verwässerungseffekt aus den Optionsprogrammen 2006, 2007 und 2008.
Das Ergebnis je Aktie von -0,57 EUR wird aus dem durch die gewichtete Aktienanzahl geteilten Ergebnis der Muttergesellschaft errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie von -0,57 EUR entspricht dem Ergebnis je Aktie für 2010.
Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2010 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 13.016.072 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 13.016.072 EUR auf das Grundkapital von 117.526.764 EUR eine Dividende in Höhe von 0,10 EUR je Aktie, das sind 11.752.676,40 EUR abzüglich eines anteiligen Betrags für eigene Anteile von 11.360,30 EUR somit 11.741.316,10 EUR, auszuschütten und den Restgewinn von 1.274.755,90 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
In der Gesamtergebnisrechnung wird, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, auf das Gesamtergebnis gemäß IAS 1 übergeleitet, das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisbestandteile beinhaltet. Diese umfassen insbesondere den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die Veränderung der im Eigenkapitel erfassten Hedging Reserve sowie das Bewertungsergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Gesamtergebnisbestandteile werden nach Steuern ausgewiesen (siehe 18. Ertragsteuern).
Im Berichtsjahr resultierten positive Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 83.617 TEUR (Vorjahr: 9.256 TEUR) vorwiegend aus dem US-Dollar, dem Kanadischen Dollar, dem Schweizer Franken und einigen osteuropäischen Währungen. Die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten aus Absicherungen von Investitionen in ausländische Teilbetriebe und Cash-flow Hedges verminderten die Hedging Reserven nach Steuern um insgesamt 25.507 TEUR, was einerseits auf die Beendigung des US-Dollar Hedges und andererseits auf den starken Schweizer Franken zurückzuführen ist.
Im Berichtszeitraum wurde für fällige Gastermingeschäfte (Cash-flow Hedges), deren Marktwertänderungen bislang direkt im Eigenkapital erfasst wurden, ein Aufwand von 861 TEUR in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Infolge des Jahresergebnisses nach Steuern von -34.939 TEUR (Vorjahr: -258.677 TEUR) resultiert aus dem Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum somit ein Anstieg des Eigenkapitals von insgesamt 23.143 TEUR (Vorjahr: -241.231 TEUR).
Das Cash-flow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen durch Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.
Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte resultieren Ausgaben in Höhe von 98.562 TEUR (Vorjahr: 129.684 TEUR). Davon entfallen 61.689 TEUR auf Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen) sowie 36.873 TEUR auf Werksneubauten, -erweiterungen und Revitalisierungen. Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 320 TEUR (Vorjahr: 1.355 TEUR) getätigt.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 18.717 TEUR (Vorjahr: 24.591 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Gewinne in Höhe von 11.005 TEUR (Vorjahr: 15.552 TEUR).
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 38.868 | 1.456 |
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | 12.000 | 1.653 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 50.868 | 3.109 |
In der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 50.868 TEUR (Vorjahr: 3.109 TEUR) wird der Kaufpreis für das anteilige Eigenkapital inklusive übernommener Schulden (debt-free company) dargestellt. Im Berichtsjahr wurde kein Unternehmen veräußert (Netto-Einzahlungen Vorjahr: 1.251 TEUR).
Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe ergibt sich wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | 98.562 | 129.684 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 50.868 | 3.109 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 320 | 1.355 |
| Gesamtinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 149.750 | 134.148 |
| Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen | 61.689 | 62.679 |
| Normalinvestitionen | 61.689 | 62.679 |
| Auszahlungen für Werksneubauten und Revitalisierungen | 36.873 | 67.005 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 50.868 | 3.109 |
| Wachstumsinvestitionen | 87.741 | 70.114 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 320 | 1.355 |
| Wachstumsinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 88.061 | 71.469 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 106 und 107 dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist in einer gesonderten Spalte ausgewiesen. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die Geschäftssegmente:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa | 63.891 | 63.447 |
| Zentral-Westeuropa | 55.764 | 55.841 |
| Nord-Westeuropa | 304.384 | 298.043 |
| Nordamerika | 170.110 | 157.227 |
| Beteiligungen und Sonstiges | 12.700 | 1.229 |
| Firmenwerte | 606.849 | 575.787 |
Die Firmenwerte in Nord-Westeuropa resultieren vor allem aus den Akquisitionen der Ziegelaktivitäten in Großbritannien (55.608 TEUR), des Dachziegelherstellers Sandtoft (26.363 TEUR) sowie des Dachziegelgeschäfts in Belgien, den Niederlanden und Frankreich (insgesamt 200.363 TEUR). In Nordamerika verteilen sich die Firmenwerte auf General Shale in den USA (158.257 TEUR) sowie auf Arriscraft in Kanada (11.853 TEUR). Der Firmenwertzuwachs im Segment Beteiligungen und Sonstiges resultiert größtenteils aus der Akquisition der Steinzeug Gruppe.
Das sonstige immaterielle Anlagevermögen enthält im Wesentlichen erworbene Markenrechte, Patente und Konzessionen.
Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 363.009 TEUR (Vorjahr: 333.547 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten sind im Geschäftsjahr 2010 weder Bauzeitzinsen noch Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung angefallen (Vorjahr: 2.349 TEUR).
Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Das Sachanlagevermögen enthält aus Finanzierungsleasingverträgen folgende Vermögenswerte:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 15.095 | 37.791 |
| Abschreibungen (kumuliert) | 3.931 | 5.409 |
| Buchwert | 11.164 | 32.382 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| im folgenden Jahr | 16.220 | 14.652 |
| in den folgenden zwei bis fünf Jahren | 44.076 | 51.079 |
| über fünf Jahre | 17.010 | 19.144 |
Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 37.837 TEUR (Vorjahr: 38.255 TEUR).
In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 58.231 TEUR (Vorjahr: 41.272 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Veräußerungsvorgängen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögensgegenstände werden mit 84.033 TEUR (Vorjahr: 59.357 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 444 TEUR (Vorjahr: 513 TEUR). Im Jahr 2010 wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von 1.544 TEUR veräußert. Vom gesamten Anlagevermögen sind Anlagen mit Buchwerten in Höhe von 7.723 TEUR und Marktwerten in Höhe von 10.245 TEUR zur Veräußerung vorgesehen, wobei es sich vorwiegend um Grundstücke und Gebäude permanent stillgelegter Werke handelt. Das Management geht in Anbetracht der derzeitigen Situation auf den Märkten für Industrieimmobilien nicht von einer Veräußerung innerhalb der nächsten 12 Monate aus, weshalb eine Klassifizierung im Sinne des IFRS 5 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche nicht vorgenommen wird.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 86.219 | 80.760 |
| Unfertige Erzeugnisse | 76.668 | 79.654 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 404.764 | 389.656 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.995 | 2.282 |
| Vorräte | 569.646 | 552.352 |
Paletten werden in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Zugekaufter Ton wird gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 10.285 TEUR (Vorjahr: 12.434 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ist. Zum 31.12.2010 belaufen sich die Buchwerte auf den Nettoveräußerungswert abgewerteter Vorräte auf 33.746 TEUR (Vorjahr: 47.894 TEUR).
| 2010 | 2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
86.580 786 |
83.866 786 |
2.714 0 |
109.693 619 |
108.577 619 |
1.116 0 |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 87.366 | 84.652 | 2.714 | 110.312 | 109.196 | 1.116 | |
| Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
21.967 | 21.967 | 0 | 21.645 | 21.645 | 0 | |
| Forderungen aus Darlehen | 4.931 | 4.608 | 323 | 12.188 | 7.143 | 5.045 | |
| Gewährte Darlehen | 26.898 | 26.575 | 323 | 33.833 | 28.788 | 5.045 | |
| Kredite und Forderungen | 114.264 | 111.227 | 3.037 | 144.145 | 137.984 | 6.161 |
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2010 wurden Wertberichtigungen von 2.418 TEUR (Vorjahr: 3.762 TEUR) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr betrugen die Einzelwertberichtigungen 2,1% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gewährten Darlehen sowie weniger als 2% des gesamten Forderungsbestands und werden daher nicht gesondert angeführt. Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit der entsprechenden Regelung des IAS 39 ausgebucht. Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren überwiegend aus Darlehensbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 4.645 TEUR (Vorjahr: 9.542 TEUR) wechselmäßig verbrieft.
| 2010 | 2009 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
|
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Anteile Fonds | 5.448 | 5.448 | -356 | 0,63 | 3.813 | 3.813 | -122 | 1,10 |
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 20.988 | 20.988 | 328 | 6,78 | 2.062 | 2.062 | -21 | 5,65 |
| Aktien | 6.452 | 6.452 | 0 | - | 6.452 | 6.452 | 0 | - |
| Sonstige | 1.780 | 1.780 | 0 | - | 475 | 475 | 0 | - |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 34.668 | 34.668 | -28 | 12.802 | 12.802 | -143 |
Neben den in der Position Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sind die unter dem langfristigen Vermögen ausgewiesenen übrigen Finanzanlagen in Höhe von 5.715 TEUR (Vorjahr: 19.250 TEUR) ebenfalls dieser Kategorie zuzurechnen, womit deren Gesamtwert 40.383 TEUR (Vorjahr: 32.052 TEUR) beträgt.
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| Derivate aus Cash-flow Hedges | 24.183 | 24.183 | 44.500 | 44.500 |
| Derivate aus Fair Value Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Derivate | 555 | 555 | 1.631 | 1.631 |
| Derivate mit positivem Marktwert | 24.738 | 24.738 | 46.131 | 46.131 |
Die in der Bilanz angeführten Buchwerte von Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten von insgesamt 86.304 TEUR (Vorjahr: 92.766 TEUR) verteilen sich somit auf gewährte Darlehen in Höhe von 26.898 TEUR (Vorjahr: 33.833 TEUR), zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente von 34.668 TEUR (Vorjahr: 12.802 TEUR) sowie Derivate mit positiven Marktwerten von 24.738 TEUR (Vorjahr: 46.131 TEUR).
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
| Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des Fondsvermögens |
5.906 | 5.906 | 0 | 5.300 | 5.300 | 0 |
| Sonstige geleistete Vorauszahlungen | 12.250 | 12.250 | 0 | 12.461 | 12.461 | 0 |
| Übrige sonstige Forderungen | 84.772 | 81.566 | 3.206 | 100.933 | 83.446 | 17.487 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen |
102.928 | 99.722 | 3.206 | 118.694 | 101.207 | 17.487 |
Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2010 und 2009 ist auf den Seiten 104 und 105 dargestellt.
Effizientes Kapitalstrukturmanagement ist ein wesentliches Ziel von Wienerberger. Die Kapitalstruktur ist dabei im Zusammenhang mit der Anlagenintensität des Mauer- und Dachziegelgeschäfts zu sehen. Besonderes Augenmerk wird auf die Erhaltung und den Ausbau einer starken Eigenkapitalbasis gelegt. Unsere finanzpolitischen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus den in unseren Finanzierungsverträgen mit Banken enthaltenen Covenants. Die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/EBITDA operativ) muss weniger als 3,5 Jahre betragen, wobei diese am 31.12.2010 bei 1,8 Jahren lag. Ab dem Geschäftsjahr 2011 muss weiters der EBITDA-Zinsdeckungsgrad (EBITDA operativ/Nettozinsergebnis) größer als 3,75 sein.
In der Hauptversammlung vom 14.5.2009 wurde ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50% des Grundkapitals (von damals 83.947.689 EUR) beschlossen. Hierbei handelte es sich um die Ermächtigung für die Durchführung einer regulären Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage innerhalb von fünf Jahren mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR oder 50% des Grundkapitals durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen auf Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens, für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).
Weiters wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50% des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des
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Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen.
Die Summe all dieser Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Aktien (50% des Grundkapitals 2009) beschränkt. Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.075 Aktien verbleibt nur mehr ein genehmigtes Kapital von 8.394.769 EUR (7% des derzeitigen Grundkapitals), das durch die Ausgabe von bis zu 8.394.769 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden kann.
Zusätzlich wurde der Vorstand von der 140. ordentlichen Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014.
Der Vorstand wurde in der 141. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 20.5.2010 ermächtigt, bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses vom 20.5.2010 zurückzukaufen.
Wienerberger weist per 31.12.2010 ein Konzerneigenkapital von 2.525.675 TEUR gegenüber 2.547.032 TEUR im Vorjahr aus. Veränderungen ergaben sich einerseits insbesondere durch die Verminderung der Gewinnrücklagen aus dem Einstellen des Jahresverlustes und die Zahlung des Hybridkupons sowie andererseits durch eine Reduktion der Kapitalrücklage aus der Verrechnung des Unterschiedsbetrags in Zusammenhang mit dem Kauf des restlichen 25%-Anteils der Semmelrock Gruppe. Bestandteil des Kaufpreises war die Übertragung von einer Million Wienerberger Aktien aus dem Bestand eigener Aktien der Wienerberger AG, wobei die Differenz zwischen Ankaufskurs und Ausgabekurs mit der Kapitalrücklage verrechnet wurde.
Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2010 beträgt 117.526.764 EUR und verteilt sich auf 117.526.764 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukommen. Alle Aktien sind voll einbezahlt.
Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2010 den jährlichen Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für die am 9.2.2007 begebene und unter dem Hybridkapital ausgewiesene Hybridanleihe ausbezahlt. Die Hybridanleihe ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,5%, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Hybridanleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (EURIBOR +325 bps). Nach IAS 32 handelt es sich somit um ein Eigenkapitalinstrument, weshalb die hierfür zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt werden. Die Darstellung hat gemäß IAS 32 nach Steuern zu erfolgen. Nachdem die Wienerberger AG aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine effektive Steuerquote von 0% aufweist, beträgt die Ausschüttung nach Steuern 32.500 TEUR. Im Berichtsjahr verminderte sich das Ergebnis je Aktie durch Kuponzinsen um 0,28 EUR.
Die Gewinnrücklagen von insgesamt 943.869 TEUR (Vorjahr: 1.010.842 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2010 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.
In der Rücklage aus Währungsumrechnung werden alle direkt im Eigenkapital erfassten Differenzen aus der Währungsumrechnung erfasst, wobei die Differenzen von assoziierten Unternehmen gesondert ausgewiesen werden. In der Hedging Rücklage werden die unter den sonstigen Ergebnisbestandteilen erfassten Wertänderungen von Sicherungsgeschäften erfasst. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich einerseits um Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftseinheiten (Net Investment Hedges) und andererseits um Sicherungsgeschäfte für Transaktionen in Fremdwährungen (Cash-flow Hedges).
"Change of Control"-Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2005 und 2010, zur Hybridanleihe 2007 sowie den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2005, 2006 und 2008 enthalten.
Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren (siehe dazu Seite 67), wobei Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA im Jahr 2010 mehr als 10% der Anteile an Wienerberger hält. Die Wienerberger Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.
| Währungs | Veränderung Konsolidie |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1.1.2010 | änderungen | rungskreis | Auflösung | Verbrauch | Zuführung | 31.12.2010 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 12.819 | 36 | 3.518 | 386 | 4.048 | 5.665 | 17.604 |
| Rückstellungen für Pensionen | 44.970 | 1.383 | 7.467 | 1.886 | 8.698 | 8.072 | 51.308 |
| Jubiläumsgeldrückstellungen | 4.006 | 29 | 0 | 161 | 756 | 971 | 4.089 |
| Personalrückstellungen | 61.795 | 1.448 | 10.985 | 2.433 | 13.502 | 14.708 | 73.001 |
| Latente Steuern | 89.164 | 4.470 | 3.395 | 23.850 | 4.952 | 11.551 | 79.778 |
| Garantierückstellungen | 24.981 | 591 | 453 | 693 | 2.280 | 2.732 | 25.784 |
| Rekultivierungsrückstellungen | 38.559 | 2.085 | 0 | 696 | 4.029 | 4.244 | 40.163 |
| Umweltrückstellungen | 2.767 | 41 | 0 | 386 | 462 | 600 | 2.560 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 66.307 | 2.717 | 453 | 1.775 | 6.771 | 7.576 | 68.507 |
| Langfristige Rückstellungen | 217.266 | 8.635 | 14.833 | 28.058 | 25.225 | 33.835 | 221.286 |
| Laufende Steuerrückstellungen | 8.111 | 824 | 3.564 | 3.502 | 327 | 1.926 | 10.596 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 51.765 | 502 | 8.997 | 5.557 | 17.958 | 14.900 | 52.649 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 59.876 | 1.326 | 12.561 | 9.059 | 18.285 | 16.826 | 63.245 |
| Rückstellungen | 277.142 | 9.961 | 27.394 | 37.117 | 43.510 | 50.661 | 284.531 |
Bei Wienerberger haben alle Arbeiter und Angestellten in den Niederlanden, Großbritannien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen, vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale Inc. (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-)Krankenversicherung. Der die gegenwärtige Pensionsverpflichtung übersteigende Marktwert des Planvermögens ist unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes beitragsorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Ebenso wurde durch den Erwerb von Baggeridge im Jahre 2007 ein leistungsorientierter Pensionsplan übernommen. Die Akquisition der Steinzeug Gruppe führte im Berichtsjahr aufgrund zweier leistungsorientierter Pensionsmodelle zu einem Anstieg der Netto-Pensionsverpflichtung in Höhe von 7.467 TEUR. Im Berichtsjahr 2010 betragen die Rückstellungen für Pensionen 51.308 TEUR und die gesamten Rückstellungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 68.912 TEUR.
Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 119 und 120 erläutert.
Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2010 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne und setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Beitragsorientierte Pläne | |||
| Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 5.290 | 4.721 | 6.036 |
| Leistungsorientierte Pläne | |||
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) | 1.581 | 2.287 | 3.597 |
| Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) | 9.409 | 9.345 | 9.711 |
| Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen | -7.125 | -5.957 | -8.426 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) | 823 | 4.564 | -2.697 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -40 | -20 | 34 |
| Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen | -2.621 | -3.948 | 0 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 2.027 | 6.271 | 2.219 |
| Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung | 7.317 | 10.992 | 8.255 |
Die Brutto-Pensionsverpflichtungen sind die von Versicherungsmathematikern berechneten Barwerte der Pensionsverpflichtungen. Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von 192.947 TEUR (Vorjahr: 168.238 TEUR) sind 177.566 TEUR (Vorjahr: 152.007 TEUR) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt. Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes und der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unter Abzug des Marktwerts des Planvermögens.
Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 12.675 TEUR aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung. Eine Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgungsleistungen führt zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf Zinsaufwand und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen.
Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:
| Brutto-Pensionsverpflichtungen | Marktwert Planvermögen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2010 | 2009 | 2008 |
| Wert per 1.1. | 168.238 | 158.858 | 179.318 | 107.226 | 92.827 | 129.680 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 12.093 | 471 | 660 | 4.626 | 632 | 377 |
| Währungsänderungen | 7.957 | 442 | -17.563 | 7.728 | 1.868 | -13.658 |
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) für |
||||||
| leistungsorientierte Pensionspläne | 1.581 | 2.287 | 3.597 | |||
| Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) |
9.409 | 9.345 | 9.711 | |||
| Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen | 7.125 | 5.957 | 8.426 | |||
| Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen | -2.621 | -3.960 | -277 | 0 | 0 | -19 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 3.643 | 10.066 | -6.585 | 2.800 | 10.260 | -29.664 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | -3.755 | |||
| Auszahlungen an Rentner | -8.230 | -9.424 | -6.383 | -8.230 | -9.424 | -6.383 |
| Einzahlungen von Mitarbeitern | 877 | 153 | 135 | 877 | 153 | 135 |
| Einzahlungen vom Arbeitgeber | 0 | 0 | 0 | 5.668 | 4.953 | 3.933 |
| Wert per 31.12. | 192.947 | 168.238 | 158.858 | 127.820 | 107.226 | 92.827 |
| Marktwert Planvermögen (funded) | -127.820 | -107.226 | -92.827 | |||
| Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.12. (unfunded) |
65.127 | 61.012 | 66.031 | |||
| Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand |
250 | 239 | 269 | |||
| Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (off-balance sheet risk) |
-19.975 | -21.581 | -28.708 | |||
| Netto-Pensionsverpflichtungen bilanziert | 45.402 | 39.670 | 37.592 | |||
| davon: Pensionsrückstellungen (S. 136) | 51.308 | 44.970 | 46.793 | |||
| davon: die Pensionsverpflichtungen übersteigender Marktwert des Fondsvermögens (S. 134) |
5.906 | 5.300 | 9.201 |
Das Planvermögen resultiert aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA sowie aus dem ehemaligen leistungsorientierten Pensionsmodell in Großbritannien. Der im Jahr 2010 erwartete Ertrag aus dem Planvermögen betrug 7.125 TEUR, der realisierte Ertrag belief sich auf 9.898 TEUR. Das Planvermögen wird in Form von Aktien (49%), Anleihen (43%) und sonstigen Vermögensgegenständen (8%) gehalten. In den USA und in Norwegen erfolgte im Berichtsjahr eine Änderung der Pläne, was eine Reduktion der Pensionsverpflichtung in Höhe von -2.621 TEUR zur Folge hatte.
Die wesentlichen Parameter der Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Brutto-Pensionsverpflichtungen | 192.947 | 168.238 | 158.858 | 179.318 | 191.396 |
| Marktwert Planvermögen (funded) | 127.820 | 107.226 | 92.827 | 129.680 | 140.378 |
| Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.12. (unfunded) |
65.127 | 61.012 | 66.031 | 49.638 | 51.018 |
Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es in Frankreich und Italien.
Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen per 31.12.2010 und 31.12.2009 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Immaterielles Anlagevermögen | 5.826 | -23.412 | 10.630 | -20.826 |
| Sachanlagen | 8.484 | -116.235 | 12.224 | -107.835 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vorräte | 1.794 | -11.526 | 3.140 | -5.696 |
| Forderungen | 8.343 | -12.863 | 3.768 | -7.831 |
| Kassa, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Geleistete Vorauszahlungen | 26.642 | -65 | 1.510 | -54 |
| 51.089 | -164.101 | 31.272 | -142.242 | |
| Unversteuerte Rücklagen | 0 | -17.251 | 0 | -15.901 |
| Rückstellungen | 20.294 | -2.173 | 17.376 | -1.483 |
| Verbindlichkeiten | 9.322 | -3.699 | 5.714 | -3.798 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 2.048 | -1.367 | 3.665 | -2.457 |
| 31.664 | -24.490 | 26.755 | -23.639 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 169.266 | 132.232 | ||
| Aktive/Passive Steuerabgrenzung | 252.019 | -188.591 | 190.259 | -165.881 |
| Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern | -110.960 | -75.906 | ||
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen gegenüber derselben Steuerbehörde |
-108.813 | 108.813 | -76.717 | 76.717 |
| Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung | 32.246 | -79.778 | 37.636 | -89.164 |
Im Konzern wurden für aktive Buchwertdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 110.960 TEUR (Vorjahr: 75.906 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist.
Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile an Tochtergesellschaften überschreiten mit 362.774 TEUR (Vorjahr: 214.903 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt prinzipiell zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortized cost). Eine Ausnahme bilden Derivate mit negativen Marktwerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| 2010 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit >5 Jahre |
davon ding lich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 907.404 | 135.075 | 758.085 | 14.244 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 4.306 | 1.327 | 2.665 | 314 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
2.490 | 2.490 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 914.200 | 138.892 | 760.750 | 14.558 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
180.303 | 176.066 | 4.128 | 109 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
671 | 671 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 180.974 | 176.737 | 4.128 | 109 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.673 | 1.766 | 907 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und | |||||
| Sozialversicherungsträgern | 44.597 | 42.679 | 1.691 | 227 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 16.381 | 6.270 | 9.672 | 439 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 90.235 | 80.893 | 8.771 | 571 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 153.886 | 131.608 | 21.041 | 1.237 | 0 |
| Verbindlichkeiten laut Bilanz | 1.249.060 | 447.237 | 785.919 | 15.904 | 0 |
| 2009 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit >5 Jahre |
davon ding lich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 943.220 | 67.199 | 777.295 | 98.726 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 5.935 | 1.449 | 4.191 | 295 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
1.203 | 1.203 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 950.358 | 69.851 | 781.486 | 99.021 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
155.448 | 154.267 | 1.181 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
552 | 552 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156.000 | 154.819 | 1.181 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.994 | 2.671 | 323 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern |
45.597 | 45.333 | 64 | 200 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 19.693 | 7.706 | 9.635 | 2.352 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 88.601 | 73.131 | 11.301 | 4.169 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 156.885 | 128.841 | 21.323 | 6.721 | 0 |
| Verbindlichkeiten laut Bilanz | 1.263.243 | 353.511 | 803.990 | 105.742 | 0 |
In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verkaufsoptionen enthalten, durch deren Ausübung nicht beherrschende Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können (siehe 5. Konsolidierungsmethoden).
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 36.807 TEUR (Vorjahr: 34.884 TEUR) gegenüber Mitarbeitern und mit 28.384 TEUR (Vorjahr: 27.651 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden. Die erhaltenen Vorauszahlungen beinhalten 6.265 TEUR (Vorjahr: 7.765 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern sind Steuerschulden in Höhe von 22.793 TEUR (Vorjahr: 26.872 TEUR) ausgewiesen.
Unter den Finanzverbindlichkeiten sind Derivate mit negativen Marktwerten enthalten.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Derivate aus Cash-flow Hedges | 14.149 | 5.772 |
| Derivate aus Fair Value Hedges | 0 | 0 |
| Sonstige Derivate | 4.584 | 492 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 18.733 | 6.264 |
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen somit 1.230.327 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (financial liabilities at amortized cost), 14.149 TEUR auf Derivate in Hedge-Beziehungen, 4.557 TEUR auf eine derivative Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem Kauf des restlichen 25%-Anteils der Semmelrock Gruppe und 27 TEUR auf sonstige Derivate.
Wienerberger hat im Berichtsjahr außer den Derivaten mit negativen Marktwerten keine finanziellen Verbindlichkeiten gehalten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die aus den Verbindlichkeiten resultierenden erwarteten Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
| Gesamt | <6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| -577.397 | -23.397 | -12.188 | -267.437 | -274.375 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -377.248 | -19.880 | -85.983 | -152.625 | -116.400 | -2.360 |
| -31.258 | -114 | -6.933 | -267 | -16.613 | -7.331 |
| -985.903 | -43.391 | -105.104 | -420.329 | -407.388 | -9.691 |
| -18 | -18 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -1.994 | |||||
| -18.751 | -470 | -5.640 | -4.557 | -6.090 | -1.994 |
| -1.004.654 | -43.861 | -110.744 | -424.886 | -413.478 | -11.685 |
| -18.733 | -452 | -5.640 | -4.557 | -6.090 |
| 2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | <6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | >5 Jahre |
| Anleihen | -449.429 | -15.520 | -214 | -15.735 | -416.786 | -1.174 |
| Commercial Papers | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -555.442 | -39.162 | -10.420 | -107.867 | -394.905 | -3.088 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | -14.291 | -107 | -316 | -419 | -6.994 | -6.455 |
| Originäre Finanzinstrumente | -1.019.162 | -54.789 | -10.950 | -124.021 | -818.685 | -10.717 |
| Zinsderivate | 958 | 1.350 | -347 | -27 | -18 | 0 |
| Devisentermingeschäfte und Swaps | 10.213 | -2.825 | 29.728 | 26.631 | -43.321 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 11.171 | -1.475 | 29.381 | 26.604 | -43.339 | 0 |
| Vertragliche Cash-flows | -1.007.991 | -56.264 | 18.431 | -97.417 | -862.024 | -10.717 |
Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 190 | 0 |
| Garantien | 3.455 | 4.798 |
| Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen | 2.329 | 2.503 |
| Haftungsverhältnisse | 5.974 | 7.301 |
Bei allen unter den Eventualschulden ausgewiesenen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist.
Über diese angeführten Haftungsverhältnisse hinausgehende sonstige finanzielle Verpflichtungen (off balance sheet risks) bestehen nur noch in Form von nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsverpflichtungen (siehe Seite 138).
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2010 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Darlehen | EUR | 198.793 | 198.012 | 178.625 | 4,87 |
| GBP | 37 | 47 | 43 | 7,95 | |
| 198.059 | 178.668 | ||||
| Vorlagen | EUR | 10.000 | 10.113 | 10.000 | 3,78 |
| GBP | 71 | 85 | 83 | 7,87 | |
| 10.198 | 10.083 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung | 188.751 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2010 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Darlehen | EUR | 84.606 | 68.945 | 72.807 | 3,40 |
| 68.945 | 72.807 | ||||
| Vorlagen | EUR | 83.996 | 86.375 | 84.991 | 4,67 |
| CAD | 510 | 383 | 383 | 0,00 | |
| GBP | 954 | 1.102 | 1.108 | 0,00 | |
| USD | 675 | 505 | 505 | 0,00 | |
| Diverse | - | 14 | 14 | - | |
| 88.379 | 87.001 | ||||
| Derivate | EUR | - | 14.176 | 14.176 | - |
| 14.176 | 14.176 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung 171.500 |
173.984 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2010 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Anleihe – fix verzinst | EUR | 509.228 | 540.863 | 505.227 | 4,36 |
| EUR | 12.755 | 12.755 | 12.755 | - | |
| Darlehen – fix verzinst | EUR | 6.911 | 5.724 | 3.662 | 7,17 |
| USD | 222 | 317 | 388 | 0,00 | |
| Kontokorrent – fix verzinst | EUR | 1.757 | 931 | 878 | 7,50 |
| Vorlagen – fix verzinst | EUR | 5.625 | 5.761 | 5.625 | 4,75 |
| Darlehen – variabel verzinst | GBP | 9.965 | 11.577 | 11.577 | - |
| Derivate | EUR | 5.000 | 4.557 | 4.557 | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 582.485 | 544.669 |
Die Wienerberger AG platzierte im April 2010 eine neue Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR und einer Laufzeit von 4¼ Jahren. Mit Teilen dieser Mittel wurde ein Rückkaufprogramm für die im Jahr 2005 begebene Anleihe im Ausmaß von 140.772 TEUR durchgeführt. Beide Anleihen werden unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die mit den Anleihen direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 13.246 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Die Unterschiedsbeträge werden über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand ausgewiesen. In den Buchwerten der Anleihen sind Stückzinsen in der Höhe von 12.755 TEUR enthalten.
Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Art der Verzinsung Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 150 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.
Konzernabschluss Konzernanhang
IFRS 7 verlangt die Klassifizierung der Finanzinstrumente in drei Ebenen, welche die Bewertungssicherheit widerspiegeln. Wienerberger verwendet folgende Hierarchiestufen, um Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, einer Bewertungsmethode zuzuordnen:
Level 1: Bewertung anhand von Marktpreisen für ein spezifisches Finanzinstrument
Level 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die ausschließlich auf solchen Bewertungsparametern basieren, die am Markt beobachtbar sind
Level 3: Bewertung anhand von Modellen mit signifikanten Bewertungsparametern, die nicht am Markt beobachtbar sind.
Sämtliche Finanzinstrumente, die in der Wienerberger Gruppe zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden, sind entweder Level 1 (Anteile Fonds, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, siehe Anmerkung 23) oder Level 2 (Derivate, siehe Anmerkung 32) zuzurechnen. Wienerberger hat in der Berichtsperiode keine Umgliederung zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen vorgenommen.
Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus deren Börsepreis am Bilanzstichtag. Bei individuellen OTC-Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte herangezogen. Der Marktwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde, oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter sind am Markt beobachtbar und allen relevanten Marktteilnehmern zugänglich.
| 2010 | 2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Nominalbetrag | Marktwert | Währung | Nominalbetrag | Marktwert | ||
| 31.12.2010 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2009 in TEUR |
||||
| Devisen- und Gastermingeschäfte | EUR | 38.202 | 341 | EUR | 31.998 | -930 | |
| CAD | 0 | 0 | CAD | 1.000 | 3 | ||
| CZK | 145.000 | -19 | CZK | 60.000 | 34 | ||
| GBP | 19.458 | 580 | GBP | 17.404 | -167 | ||
| HUF | 420.000 | -5 | HUF | 300.000 | -32 | ||
| PLN | 40.000 | 53 | PLN | 0 | 0 | ||
| USD | 152.500 | -415 | USD | 3.000 | -21 | ||
| Zinsswaps | EUR | 0 | 0 | EUR | 183.000 | 957 | |
| Cross Currency Swaps | CAD/EUR | 0 | 0 | CAD/EUR | 20.000 | 1.020 | |
| GBP/EUR | 90.000 | 23.751 | GBP/EUR | 90.000 | 26.444 | ||
| CZK/EUR | 0 | 0 | CZK/EUR | 560.000 | -2.013 | ||
| CHF/EUR | 100.000 | -13.724 | CHF/EUR | 47.500 | -2.230 | ||
| USD/EUR | 0 | 0 | USD/EUR | 249.868 | 16.802 | ||
| Derivative Verbindlichkeit | EUR | 5.000 | -4.557 | EUR | 0 | 0 | |
| 6.005 | 39.867 |
Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.
Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und ist von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist. Dazu zählen insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, der Hochbau im Allgemeinen sowie der Wohnungsneubau und die Renovierungsaktivität im Besonderen. Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderung sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität.
Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element in der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst. Im Berichtsjahr waren keine Werksschließungen erforderlich.
Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und eines höheren Preisdrucks in diesen Wachstumsmärkten ergeben.
Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Dach- und Wandbaustoffen wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl, Aluminium sowie anderen Baustoffen, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Forschung und Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen Eigenschaften (Wärmedämmung, Schallschutz, Erdbeben und Standsicherheit) sowie der Wirtschaftlichkeit.
Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frost- und Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.
Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geographischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.
Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung also auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.
Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, viele ältere Werke wurden im Rahmen des Aktionsplans 2008 und 2009 permanent stillgelegt, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge dauerhaft gesichert.
Die Energiekosten, die beim Ziegel-Brennen anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2010 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 268.477 TEUR (Vorjahr: 259.269 TEUR), oder 15,4% (Vorjahr: 14,3%) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 65% auf Erdgas, zu 25% auf Strom, zu 4% auf Erdöl und zu 6% auf Kohle und Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.
Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt 80% der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern entweder Fixpreisverträge oder Verträge, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl) gebundene Formeln erfolgt, abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20% der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.
Ebenso bestehen für Wienerberger ab 2013 Risiken aus steigenden Preisen für CO2-Zertifikate in Kombination mit unzureichenden Zuteilungen.
Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.
Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden (siehe dazu das Kapitel Strategie und Geschäftsmodell ab Seite 44). Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cash-flow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken gehalten.
Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Die finanzpolitischen Vorgaben sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/ EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf und die Kennzahl EBITDA operativ/Nettozinsergebnis über 3,75 liegen muss. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie geringere Cash-flows nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.
Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe werden von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 45% der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (22%) und dem US-Dollar (7%). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.
Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt. Die Expositionen von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Währungsrisiken sind in Anmerkung 31 dargestellt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern. Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt.
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Euro | 971,3 | 55 | 1.032,9 | 57 |
| Osteuropäische Währungen | 379,1 | 22 | 399,9 | 22 |
| US-Dollar | 116,1 | 7 | 127,7 | 7 |
| Sonstige | 278,3 | 16 | 256,4 | 14 |
| Konzernumsatz | 1.744,8 | 100 | 1.816,9 | 100 |
| 2010 | 2009 | |||
| Capital Employed | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Euro | 1.610,9 | 58 | 1.658,0 | 59 |
| Osteuropäische Währungen | 633,7 | 23 | 663,4 | 24 |
| US-Dollar | 334,4 | 12 | 263,6 | 9 |
| Sonstige | 200,5 | 7 | 231,8 | 8 |
| Capital Employed nach Hedging-Effekt | 2.779,5 | 100 | 2.816,8 | 100 |
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 87,4 MEUR (Vorjahr: 95,7 MEUR) und ein um 1,2 MEUR (Vorjahr: 0,4 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.
Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von 1,0 MEUR (Vorjahr: -0,2 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Erhöhung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Senkung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.
Die Risikopositionen der Wienerberger AG gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind unten aufgegliedert.
Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 143 bis 145) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix verzinst |
Variabel verzinst |
Fix verzinst |
Variabel verzinst |
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 717.286 | 190.118 | 764.882 | 178.338 |
| Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten | -10.083 | 10.083 | -3.263 | 3.263 |
| Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) | 943 | -943 | -161.941 | 161.941 |
| Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt | 708.146 | 199.258 | 599.678 | 343.542 |
Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen zeigen zum Bilanzstichtag gegliedert nach Regionen folgende maximale Exposition gegenüber Kreditrisiken:
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kreditrisiko | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Westeuropa | 99,3 | 58 | 133,9 | 58 |
| Zentral-Osteuropa | 33,4 | 19 | 43,1 | 19 |
| Nordamerika | 16,3 | 9 | 30,6 | 13 |
| Sonstige Welt | 23,6 | 14 | 24,2 | 10 |
| Kreditrisiko des Konzerns | 172,6 | 100 | 231,8 | 100 |
Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 68 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden, da Produkte kaum an Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 2% des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.
Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe und den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cash-flows durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend schlecht oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet.
Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 24 Tage (Vorjahr: 34), die Vorratsumschlagshäufigkeit 126 Tage (Vorjahr: 133) sowie die Umschlagshäufigkeit der Lieferantenverbindlichkeiten 51 Tage (Vorjahr: 42). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 99 Tagen im Jahr 2010 gegenüber 125 Tagen im Vorjahr.
Bezüglich Liquiditätsrisiken aus Verbindlichkeiten wird auf die Analyse der vertraglichen Cash-flows auf S. 142 verwiesen.
Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.
Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. In Deutschland ist ein Kartellverfahren anhängig, wobei im Falle einer Verurteilung Bußgelder zu entrichten sind. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2011 zu rechnen ist. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
In Indien besteht für Wienerberger das Risiko aus der Rückforderung einer Zollersparnis, sollte die Einhaltung von dazugehörigen Bedingungen nicht möglich sein.
Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger-Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.
Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.
Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.
Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.
Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die "Vertriebsakademie", den "Werksleiterlehrgang" und das "Ambassador Programm" geschaffen. Dadurch sowie durch personalisierte Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger ihre Mitarbeiter optimal auszubilden sowie auch zu einem gewissen Ausmaß an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).
Die Wienerberger AG gab am 1.2.2011 die Übernahme von weiteren 25% der Anteile an Tondach Gleinstätten im Rahmen eines Anteilstausches mit dem Joint Venture Partner Monier bekannt. Die beiden Unternehmen hielten bisher über zwei Joint Ventures gemeinsame Beteiligungen im Dachbereich mit Schwerpunkt in der Region Osteuropa. Jedes der beiden Unternehmen hielt zuletzt jeweils 50% der Anteile an Bramac (Betondachsteine) und jeweils 25% der Anteile an der Tondach Gleinstätten AG (Tondachziegel). Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden wurde die Einigung erzielt, dass Monier von Wienerberger die Anteile am Betondachsteingeschäft übernimmt, während Wienerberger die Tondachziegelaktivitäten sowie eine Ausgleichszahlung von 40 MEUR erhält. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden wird Wienerberger 50% der Anteile an der Tondach Gleinstätten AG (die restlichen 50% befinden sich in Familienbesitz) und Monier 100% an Bramac halten. Demnach wird Wienerberger Tondach Gleinstätten, welche bisher als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen war, quotal (zu 50%) konsolidieren.
Folgende Unternehmen und Personen werden als der Unternehmung nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsbeziehungen zu der Unternehmung nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, sind in Anmerkung 12 angeführt, soweit Zahlungen aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind. Die von Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienoptionen sind in Anmerkung 35 ersichtlich. Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und einem Mitglied des Aufsichtrats der Wienerberger AG betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 114 TEUR (Vorjahr: 102 TEUR), Mietleistungen von 1.596 TEUR (Vorjahr: 1.617 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.454 TEUR (Vorjahr: 2.371 TEUR).
Die Wienerberger AG hat bereits im Jahr 2001 nicht betriebsnotwendige Liegenschaften sowie Geschäftszweige, die nicht als Kerngeschäft betrachtet wurden, schrittweise an die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen übertragen. Die ANC Privatstiftung wird durch einen Stiftungsvorstand mit drei Mitgliedern geleitet und verfügt über keinen Beirat. Begünstigte der Stiftung sind die Aktionäre der Wienerberger AG mit ihrem proportionalen Anteilsbesitz. Kein Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG hat einen Sitz im Stiftungsvorstand oder in der Geschäftsführung von deren Tochterunternehmen. Wienerberger hat keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Stiftung und keine Verpflichtung, weitere Einlagen in das Vermögen der Stiftung oder deren Tochterunternehmen zu leisten. Nach Beurteilung der Gesamtheit der Leistungsbeziehungen zwischen Wienerberger und der ANC Privatstiftung sowie unter Beachtung von SIC 12 liegt kein konsolidierungspflichtiges Unternehmen im Sinne von IAS 27 vor. Durch den Ankauf der Steinzeug Gruppe von der ANC Vermögensverwaltungs GmbH im Berichtsjahr 2010 wurden alle finanziellen Verflechtungen zwischen der Wienerberger AG und der ANC Privatstiftung aufgelöst.
Konzernabschluss Konzernanhang
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 31.12.2010 auf 9.063 TEUR (Vorjahr: 7.556 TEUR), jene gegenüber nichtkonsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.733 TEUR (Vorjahr: 9.554 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 5.152 TEUR (Vorjahr: 4.597 TEUR).
Am 11.5.2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristige variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken, weshalb das Modell einerseits an der Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt ist. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Der monetäre Wert der PSUs wird nach Ablauf einer Performance Periode von drei Jahren ermittelt, an deren Ende der CFROI über einer im jeweiligen Programm festgesetzten Untergrenze zu liegen kommen muss. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Es folgt eine Auszahlungsperiode von zwei Jahren mit Zahlungen in drei Tranchen, wobei der Barausgleich gemäß einer linearen Verteilung innerhalb des Zielkorridors erfolgt. Wenn der CFROI unter den Zielkorridor fällt, entfällt die Zahlung. Bei den Mitgliedern des Vorstands wird für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen ein Eigeninvestment an Aktien des Unternehmens in Höhe der gewährten Anteile vorausgesetzt. Für diese erworbenen Aktien besteht eine Haltefrist bis Laufzeitende des jeweiligen Programms.
Im Berichtsjahr wurden 48.000 Stück virtuelle Anteile an Vorstand (Vorstandsvorsitzender: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000) und Mitglieder des Managements (Bereichsdirektor: 2.500, Top Management Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000) gewährt.
Die Bewertung der Anteile erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes, wobei die Anteile immer einen Strike-Preis von 0 aufweisen. Aufgrund des CFROI von 4,2% zum Bilanzstichtag entfiel die Bildung einer Rückstellung.
Der bislang bestehende Aktienoptionsplan wurde im Jahr 2009 eingestellt, weshalb im Berichtsjahr keine Ausgabe von Optionen erfolgte. Die Optionen aus dem Programm 2008 verfielen noch im selben Jahr.
Die Entwicklung der ausgegebenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:
| 2010 | 2009 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Aktienoptionen | Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnittlicher Ausübungspreis je Stück |
Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnittlicher Ausübungspreis je Stück |
|
| Bestand am Jahresanfang | 760.873 | 40,89 | 790.471 | 40,30 | |
| Gewährte Optionen | 0 | 0,00 | 0 | 0,00 | |
| Ausgeübte Optionen | 0 | 0,00 | 0 | 0,00 | |
| Verfallene Optionen | -184.373 | 37,50 | -29.598 | 25,00 | |
| Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen | 0 | 0,00 | 0 | 0,00 | |
| Bestand am Jahresende | 576.500 | 41,98 | 760.873 | 40,89 | |
| Ausübbar am Jahresende | 576.500 | 41,98 | 760.873 | 40,89 |
| Ausgegebene Optionen in Stück | aus 2007 | aus 2006 | aus 2005 |
|---|---|---|---|
| Vorstandsmitglieder gesamt | 60.500 | 63.000 | 43.239 |
| Andere Führungskräfte | 226.000 | 230.000 | 144.134 |
| Insgesamt eingeräumte Optionen | 286.500 | 293.000 | 187.373 |
| Abzüglich verfallene Optionen | 0 | -3.000 | -187.373 |
| Ausgeübte Optionen | 0 | 0 | 0 |
| Bestehende Optionen | 286.500 | 290.000 | 0 |
| Ausübbar am Jahresende | 286.500 | 290.000 | 0 |
| Bewertung der Optionen | aus 2007 | aus 2006 | aus 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Berechnungsparameter | ||||
| Marktpreis bei Gewährung | in EUR | 45,57 | 42,20 | 33,86 |
| Ausübungspreis der Option | in EUR | 45,50 | 38,50 | 37,50 |
| Laufzeit | in Jahren | 5 | 5 | 5 |
| Risikofreier Anlagezinssatz | in % | 4,01 | 3,32 | 3,15 |
| Erwartete Volatilität | in % | 28 | 28 | 28 |
| Zeitwert je Optionsrecht | in EUR | 10,54 | 10,77 | 5,91 |
| Marktwert Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Einräumung | in TEUR | 3.019 | 2.965 | 962 |
Die Bewertung der Optionen erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Die erwartete Volatilität wurde anhand der historischen Kursentwicklung der Wienerberger Aktie extrapoliert. Entsprechend können die hier angeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.
Der Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf Seite 33 dargestellt.
Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 21.2.2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 21. Februar 2011
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch CEO
Willy Van Riet
CFO
Johann Windisch
COO
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 50.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 5.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Oberndorf | 438.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Teglaipari zRt. | Budapest | 2.140.000.000 | HUF | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. | Budapest | 3.000.000 | HUF | 100,00% | OK | 1) |
| Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s. | Ceske Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Cihelna Kinsky, spol. s r.o. | Kostelec nad Orlici | 2.000.000 | CZK | 73,20% | VK | |
| Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 200.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger cihelna Brozany, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 75.000.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 100.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger euroform, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 44.550.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger service, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 200.000 | CZK | 100,00% | OK | 1) |
| Silike keramika, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 100.000 | CZK | 50,00% | EQ | |
| Wienerberger Slovenske tehelne spol. s r.o. | Zlate Moravce | 3.319.392 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 374.324.808 | PLN | 100,00% | VK | |
| Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 50.000 | PLN | 40,00% | OK | 1) |
| Zaklad Ceramiki Budowlanej Stanislawów Sp. z o.o. | Czestochowa | 50.000 | PLN | 40,00% | OK | 1) |
| Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o. | Warszawa | 29.490.000 | PLN | 93,90% | VK | |
| Wienerberger Ilovac d.d. | Karlovac | 8.988.040 | HRK | 99,92% | VK | |
| Wienerberger Cetera IGM d.d. | Karlovac | 359.240 | HRK | 99,71% | VK | |
| IGM Ciglana d.o.o. Petrinja | Sisak | 12.756.900 | HRK | 100,00% | VK | |
| WIENERBERGER Industrija opeke d.j.l. | Sarajevo | 2.000 | KM | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Opekarna Ormoz d.d. | Ormoz | 951.986 | EUR | 88,40% | VK | |
| Opekarna Pragersko d.d. | Pragersko | 1.022.743 | EUR | 88,40% | VK | |
| Wienerberger Backa d.o.o. | Beograd | 651.652 | RSD | 100,00% | VK | |
| WIENERBERGER Sisteme de Caramizi S.R.L. | Bucuresti | 39.147.100 | RON | 100,00% | VK | |
| WZI FINANZ-S.à.r.l. | Luxembourg | 73.963.917 | USD | 100,00% | VK | |
| Wienerberger TOV | Kyiv | 3.000.000 | UAH | 100,00% | VK | |
| Semmelrock International GmbH | Wien | 3.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Baustoffindustrie GmbH | Klagenfurt | 1.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Ebenseer Baustoffindustrie GmbH | Klagenfurt | 35.000 | EUR | 62,50% | VK | |
| Lusit Betonelemente GmbH & Co.KG | Klagenfurt | 3.052.259 | EUR | 62,50% | VK | |
| Lusit Betonelemente GmbH | Klagenfurt | 36.336 | EUR | 62,50% | VK | |
| Semmelrock Ebenseer Baustoffindustrie GmbH & Co KG | Klagenfurt | 100.000 | EUR | 62,50% | VK | |
| Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Kft. | Ócsa | 983.000.000 | HUF | 100,00% | VK | |
| SEMMELROCK STEIN + DESIGN Dlazby s.r.o. | Sered | 3.027.286 | EUR | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein & Design d.o.o. | Ogulin | 15.520.000 | HRK | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. | Kolbiel | 42.070.000 | PLN | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein + Design S.R.L. | Bolintin-Vale | 46.113.300 | RON | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Tlakovci d.o.o. | Ormoz | 8.763 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| Semmelrock Stein+Design Dlazby a.s. | Praha | 2.000.000 | CZK | 100,00% | VK | |
| Semmelrock Stein + Design EOOD | Sofia | 7.785.500 | BGN | 100,00% | VK |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BRAMAC Dachsysteme International GmbH | Pöchlarn | 2.906.913 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac stresni systemy spol. s r. o. | Praha | 160.000.000 | CZK | 50,00% | QU | |
| Bramac Kft. | Veszprem | 1.831.880.000 | HUF | 50,00% | QU | |
| Bramac stresni sistemi d.o.o. | Skocjan | 1.043.232 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac Krovni Sistemi d.o.o. | Beograd | 1.155.425 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac Stresne Systemy spol. s r.o. | Ivanka pri Nitre | 2.000.000 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac Pokrovni Sistemi d.o.o. | Novi Zagreb | 7.778.000 | HRK | 50,00% | QU | |
| Bramac Sisteme de Invelitori S.R.L. | Sibiu | 8.658.000 | RON | 50,00% | QU | |
| Bramac pokrivni sistemi EOOD | Elin Pelin | 4.757.860 | BGN | 50,00% | QU | |
| Bramac Krovni Sistemi d.o.o. | Sarajevo | 2.000 | BAM | 50,00% | QU | |
| Bramac Dachsysteme Holding GmbH | Pöchlarn | 35.000 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac Sisteme për çati Sh.p.k | Tirana | 156.000 | EUR | 50,00% | QU | |
| Bramac Pokrivni Sistemi DOOEL | Skopje | 61.521 | MKD | 50,00% | QU | |
| Wienerberger GmbH | Hannover | 9.500.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| ArGeTon GmbH | Hannover | 1.600.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Schlagmann Beteiligungs GmbH | Zeilarn | 26.000 | EUR | 50,00% | OK | 1) |
| Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co KG | Zeilarn | 10.300.000 | EUR | 50,00% | QU | |
| Ziegelwerk B GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Tongruben Verwaltungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| KORAMIC Verwaltungs-GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| Bockhorner Rohstoffgesellschaft mbH & Co. KG | Bockhorn | 100.000 | EUR | 60,00% | OK | 1) |
| Bockhorner Rohstoff Verwaltungs GmbH | Bockhorn | 25.000 | EUR | 60,00% | OK | 1) |
| Tongrube Lobenfeld GmbH | Oldenburg | 25.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| RM 2964 Vermögensverwaltungs GmbH | München | 25.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| MR Erwerbs GmbH & Co KG | München | 100 | EUR | 100,00% | VKE | |
| ZZ Wancor AG | Regensdorf | 1.000.000 | CHF | 100,00% | VK | |
| Wienerberger S.p.A. | Bubano | 10.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Fornaci Giuliane S.p.A. | Cormons | 1.900.000 | EUR | 30,00% | EQ | |
| Wienerberger NV | Kortrijk | 13.091.395 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Asset Management NV | Zonnebeke | 8.599.827 | EUR | 100,00% | VK | |
| Deva-Kort NV | Kortemark | 247.894 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Building Solutions | Kortrijk | 34.466.350 | EUR | 100,00% | VK | |
| Soltech NV | Tienen | 2.772.634 | EUR | 41,19% | EQ | |
| EUCOSO Sp. z o.o. | Zlotorya | 60.000 | PLN | 49,00% | EQ |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger B.V. | Zaltbommel | 36.778.680 | EUR | 100,00% | VK | |
| Van Hesteren & Janssens B.V. | Zaltbommel | 363.024 | EUR | 100,00% | VK | |
| Desimpel AK1 B.V. | Zaltbommel | 70.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| BrickTrading Holland B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| German Brick Trading B.V. | Deest | 249.700 | EUR | 100,00% | VK | |
| Oostergrachstwal Holding B.V. | Zaltbommel | 45.378 | EUR | 100,00% | VK | |
| Feikema B.V. | Zaltbommel | 45.378 | EUR | 100,00% | VK | |
| Gelsing Oosterhout B.V. | Zaltbommel | 18.200 | EUR | 100,00% | VK | |
| Gelsing en Verbaan B.V. | Zaltbommel | 18.151 | EUR | 100,00% | VK | |
| Bos & Vermeer B.V. | Zaltbommel | 22.689 | EUR | 100,00% | VK | |
| Aberson B.V. | Zwolle | 60.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Steencentrale Neerbosch B.V. | Deest | 45.400 | EUR | 100,00% | VK | |
| Leeuwis B.V. | Deest | 91.210 | EUR | 100,00% | VK | |
| Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH | Rellingen | 52.500 | EUR | 100,00% | VK | |
| Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH | Emmerich | 25.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Straatsbaksteen Nederland B.V. | Oosterhout | 18.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Limited | Cheadle | 63.002.552 | GBP | 100,00% | VK | |
| Galileo Brick Limited | Cheadle | 2.000.000 | GBP | 100,00% | VK | |
| Chelwood Group Unlimited | Cheadle | 5.975.506 | GBP | 100,00% | VK | |
| The Brick Business Limited | Cheadle | 900.002 | GBP | 100,00% | VK | |
| Building Trade Products Limited | Cheadle | 1 | GBP | 100,00% | VK | |
| Galileo Trustee Limited | Cheadle | 1 | GBP | 100,00% | VK | |
| Sandtoft Roof Tiles Limited | Sandtoft | 11.029 | GBP | 73,64% | VK | |
| Sandtoft Trading Limited | Sandtoft | 1.000 | GBP | 73,64% | VK | |
| WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS | Achenheim | 36.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| WIENERBERGER SAS | Achenheim | 75.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| PACEMA SAS | Achenheim | 3.800.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC | Achenheim | 300.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| Desimpel Briques SAS | Cauchy à la Tour | 3.821.410 | EUR | 100,00% | VK | |
| Briqueterie de Rouffach SAS | Rouffach | 336.120 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Wienerberger A/S | Helsinge | 107.954.000 | DKK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger AS | Lunde | 43.546.575 | NOK | 100,00% | VK | |
| Wienerberger AB | Bjärred | 17.550.000 | SEK | 100,00% | VK | |
| GSI General Shale, Inc | Johnson City | 5.491 | USD | 100,00% | VK | |
| General Shale Brick, Inc. | Johnson City | 1.000 | USD | 100,00% | VK | |
| General Shale Finance S.à.r.l. | Luxemburg | 12.500 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| General Shale Building Materials, Inc. | Johnson City | 1.000 | USD | 100,00% | VK | |
| General Shale Canada Acquisitions Inc. | Halifax | 28.500.000 | CAD | 100,00% | VK | |
| Arriscraft International LP | Cambridge | 1 | CAD | 100,00% | VK | |
| General Shale Canada GP Inc. | Halifax | 1 | CAD | 100,00% | OK | 1) |
| 1741785 Ontario Inc. | Toronto | 100 | CAD | 100,00% | OK | 1) |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger EOOD | Sofia | 4.000.000 | BGN | 100,00% | VK | |
| Uspeh AD | Sofia | 1.471.040 | BGN | 99,51% | VK | |
| Agro Property Bulgaria EOOD | Sofia | 5.000 | BGN | 100,00% | OK | 1) |
| OOO "Wienerberger Kirpitsch" | Kiprewo | 1.262.730.657 | RUR | 81,94% | VK | |
| OOO "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 650.036.080 | RUR | 81,94% | VKE | |
| OOO "Wienerberger Investitions- und Projektmanagement" | Kiprewo | 356.000 | RUR | 99,82% | VK | |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 1.000.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger AS | Aseri | 24.074.000 | EEK | 100,00% | VK | |
| UAB Wienerberger Statybine Keramika Sp. Z o.o. | Vilnius | 3.135.000 | LTL | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Brick Industry Private Limited | Bangalore | 990.000.000 | INR | 100,00% | VK | |
| PIPELIFE International GmbH | Wr. Neudorf | 29.000.000 | EUR | 50,00% | EQ | 2) |
| Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 100,00% | VK | |
| WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 50,00% | QU | |
| Tondach Gleinstätten AG | Gleinstätten | 500.000 | EUR | 25,00% | EQ | 3) |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 1.000.000 | ATS | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Tondach Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger Finanz Service GmbH | Wien | 25.435.492 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger West European Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Wienerberger ZZ Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| WK Services NV | Kortrijk | 32.226.158 | EUR | 100,00% | VK | |
| V.L. Baustoff GmbH | Ehingen | 52.000 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| Dryfix GmbH | Hennersdorf | 35.000 | EUR | 100,00% | OK | 1) |
| Wienerberger Gamma Asset Management | Wien | 35.000 | EUR | 100,00% | VK | |
| Steinzeug Abwassersysteme GmbH | Frechen | 18.408.000 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Keramo Steinzeug NV | Hasselt | 9.400.000 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Keramo Wienerberger Immo NV | Hasselt | 14.068.558 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Limburgs Transportbedrijf BVBA | Hasselt | 18.900 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Societa del Gres s.p.a. | Sorisole | 2.000.000 | EUR | 100,00% | VKE | |
| Keramo Steinzeug s r.o. | Ceske Budejovice | 40.000.000 | CZK | 100,00% | OKE | 1) |
VKE..... erstmalige Vollkonsolidierung
QU....... Quotenkonsolidierung
QUE.... erstmalige Quotenkonsolidierung
EQ....... Equity-Konsolidierung
EQE..... erstmalige Equitybewertung OK....... keine Konsolidierung
OKE.... keine Konsolidierung (erstmals)
1) untergeordnete Bedeutung
2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe
3) Holdinggesellschaft der Gleinstätten Gruppe
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2010, sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 21. Februar 2011


Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 21. Februar 2011
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch CEO
Willy Van Riet CFO
Johann Windisch
COO
125

Die Wienerberger AG fungiert als Holding-Gesellschaft und übernimmt als Konzernmutter die Steuerung und Führung der operativen Geschäftsbereiche. Als Leitgesellschaft des Konzerns zeichnet sich der Vorstand und das Top Management Team der Wienerberger AG für die strategische Ausrichtung der gesamten Unternehmensgruppe aus und unterstützt das Management der lokalen Gesellschaften in allen relevanten Fragestellungen. Der Wienerberger AG kommt überdies die Verwaltung und aktive Bewirtschaftung des Liegenschaftsportfolios zu.
Die Tätigkeit des Vorstands basiert auf drei Grundelementen: dem eigenen Verantwortungsbereich, der Arbeit als Gesamtvorstand und dem Berichtswesen.
Im eigenen Verantwortungsbereich ist jedes Vorstandsmitglied umfassend in die jeweils relevanten strategischen und operativen Tätigkeiten involviert und dabei in ständigem Kontakt mit dem an ihn berichtenden Management. Über wesentliche Ereignisse werden die anderen Vorstandsmitglieder laufend informiert und einzelne Maßnahmen gemeinsam abgestimmt.
Grundlage für die Arbeit als Gesamtvorstand ist der regelmäßige Informationsaustausch. Dieser erfolgt formell in Vorstandssitzungen, die grundsätzlich einmal pro Woche stattfinden, sowie durch laufende Kommunikation auf informeller Ebene, Diese ist durch die räumliche Nähe - alle Vorstandsbüros sind nebeneinander angeordnet und durch ein gemeinsames Sekretariat miteinander verbunden - gewährleistet. In den Vorstandssitzungen wird das laufende Geschäft besprochen, insbesondere die aktuellen Entwicklungen von Nachfrage, Preisen und Kosten sowie die Kapazitätsauslastung der Werke. Notwendige Maßnahmen werden gemeinsam festgelegt, während die Umsetzung durch jedes Vorstandsmitglied gesondert in seinem Verantwortungsbereich erfolgt. Darüber hinaus werden im Rahmen der Vorstandssitzungen (falls erforderlich auch unter Beiziehung des zuständigen Managements) strategische Themen erörtert, wobei der Schwerpunkt auf der (Weiter-)Entwicklung von Märkten, Produkten und Technologien liegt. Weiters werden die durch den Aufsichtsrat genehmigungspflichtigen Geschäfte besprochen und die Anträge nach Beschlussfassung an diesen weitergeleitet. Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt nach Möglichkeit einstimmig, für Vertragsunterzeichnungen durch den Vorstand gilt das Vier-Augen-Prinzip.
Mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes durch Heimo Scheuch im September 2009 wurde der Vorstand von vier auf drei Mitglieder verkleinert. Damit verbunden war auch eine Vergrößerung der Verantwortungsbereiche jedes Einzelnen bei einer geringeren Gesamtvergütung des Vorstands, um zu untermauern, dass Kostenbewusstsein auch für den Vorstand höchste Priorität hat. Die operative und strategische Unternehmensführung ist auf die drei Vorstände aufgeteilt. Heimo Scheuch zeichnet für die Region Nordamerika sowie für Semmelrock. Steinzeug und den Bereich Immobilien verantwortlich. Johann Windisch steht als COO den Segmenten Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa und Nord-Westeuropa sowie Indien vor. Willy Van Riet ist neben seiner Funktion als Finanzvorstand auch für die Beteiligungen von Wienerberger zuständig.
Für die Regionen (Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, Nordamerika, Emerging Markets) zeichnet jeweils ein Bereichsdirektor (Executive Managing Director) für die operative Geschäftsführung auf Regions- und Produktebene verantwortlich. Deren Verantwortung erstreckt sich auf das operative Management der Region, die regionale Entwicklung der Produktgruppen sowie die Koordination des Zusammenspiels zwischen den operativen Ländereinheiten und den Produktgruppen. Ziel ist es, die Entscheidungswege zu verkürzen und durch die länderübergreifende Zusammenarbeit zusätzliche regions- sowie produktspezifische Synergien zu heben.
Als Beratungsorgan des Vorstands dient das Executive Committee. Es besteht aus dem Vorstand der Wienerberger AG und den vier Bereichsdirektoren. Die Bereichsdirektoren üben dabei eine beratende und unterstützende Funktion für den Vorstand in sämtlichen operativen und strategischen Belangen von Wienerberger aus.
Das Top Management Holding unterstützt den Vorstand bei der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Wienerberger Gruppe. Es stellt die erste Berichtsebene dar und besteht aus den Bereichsdirektoren (Executive Managing Directors) sowie den Leitern der Produktgruppen und der Corporate Services. Durch diese Organisationsstruktur wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regionen und Produktgruppen gewährleistet, um länderübergreifende bzw. produktgruppenspezifische Synergien zu nutzen.
Die Steuerung des Unternehmens baut auf einem umfangreichen Berichtswesen auf. Zentrale Bedeutung hat dabei der Monatsbericht, der alle wesentlichen Detailinformationen zu den operativen Einheiten, insbesondere Gewinn- und Verlustrechnung je Land, Segment und Produktgruppe sowie Angaben zu Mengen-, Preis- und Kostenentwicklung, Working Capital und Investitionen enthält. Weiters erhält der Vorstand monatlich standardisierte Berichte über die Energie- und Finanzsituation sowie den Status der einzelnen Produkt- und Technologieprojekte. Quartalsweise erfolgt eine Konjunkturdatenerhebung in den einzelnen Ländern.
Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie der Maximierung von Cash-flows zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle bilden die Basis für diese Zielsetzung.
Gleiche und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel ist im Unternehmen ein Compliance Code in Kraft, der die Bestimmungen Finanzmarktaufsichtsbehörde umsetzt. Zur Überwachung der Einhaltung ist ein Compliance Officer bestellt.
Im Oktober 2002 wurde der Österreichische Corporate Governance Kodex in Kraft gesetzt und mit Wirkung ab 1.1.2010 an das Aktienrechts-Anderungsgesetz 2009 sowie die Empfehlung der Europäischen Kommission vom 30.4.2009 zur Regelung der Vergütung von Mitgliedern der Unternehmensleitung börsennotierter Gesellschaften angepasst. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats und der Vergütung von Direktoren sowie die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die
Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, offene Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten von Organen sowie eine effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und den Finanzplatz Österreich stärken. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.
Wienerberger hat als eines der ersten Unternehmen ein Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (siehe www.corporate-governance.at) abgegeben und sich zur Beachtung seiner Regeln verpflichtet. Wienerberger erfüllte im Jahr 2010 alle Regeln (auch Empfehlungen) des Kodex in der Fassung Jänner 2010.
Die Umsetzung und Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen wird von der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steueratungs GmbH unter Anwendung der Regelungen der "International Federation of Accountants" für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht alle zwei Jahre evaluiert und darüber ein Bericht erstattet, der auf unserer Website eingesehen werden kann. Die letzte Evaluierung durch den Abschlussprüfer zur Einhaltung der Regeln des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung für das Jahr 2010 hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind. Die Einhaltung der Bestimmungen des Kodex hinsichtlich des Abschlussprüfers wird ebenfalls im gleichen zweijährigen Rhythmus untersucht. Die Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte GmbH hat diesbezüglich für 2010 einen Bericht erstattet, der keine Beanstandungen ergeben hat und ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht icht.
Die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH wurde von der 141. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für die Gruppe tätig.
Zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements hat Wienerberger als Stabsstelle des Gesamtvorstands eine interne Revision eingerichtet. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Darüber hinaus wurden zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, Maßnahmen gesetzt und deren Umsetzung überprüft. Über den Revisionsplan für das jeweilige Folgejahr und die Revisionsergebnisse berichtet die interne Revision laufend dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt und im Aufsichtsrat ausführlich behandelt.
Die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Wienerberger AG beträgt nach der Kapitalerhöhung im September 2009 insgesamt 117,5 Mio. Stück. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share - one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebots (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär.
Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Zusätzlich übt der Aufsichtsrat seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch die folgenden vier Ausschüsse aus: Präsidium / Vergütungsausschuss, Strategieausschuss, Prüfungsausschuss sowie Personal- und Nominierungsausschuss. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf unserer Website veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Es wurden folgende Ausschüsse eingerichtet: Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten und fungiert als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge. Aufgabe des Strategieausschusses ist es, die Strategie und Unternehmensentwicklung zu diskutieren, die Beschlussfassung in strategischen Belangen durch den Aufsichtsrat vorzubereiten und alle nicht dem gesamten Aufsichtsrat vorbehaltenen Angelegenheiten - insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe zwischen 7,5 und 30 Mio. € - zu beschließen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit der Jahresabschlussprüfung des Konzerns und der Uberwachung der Rechnungslegung. Zusätzlich überwacht er die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystems des Unternehmens und überprüft die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualifikation des Abschlussprüfers. Harald Nograsek ist als Finanzexperte Mitglied des Prüfungsausschusses. Der Personal- und Nominierungsausschuss ist für die Vorbereitung sämtlicher Vorstandsbzw. Aufsichtsratsbestellungen zuständig. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Personal- und Nominierungsausschuss ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Entscheidung des Aufsichtsrats vorzubereiten. Weiters beschließt er die Bedingungen von Vergütungsschemata für Führungskräfte des Konzerns. Zwischen 2002 und 2008 wurden im Rahmen eines Aktienoptionsplans jährlich Optionen ausgegeben. Im Jahr 2009 wurde der bestehende Aktienoptionsplan aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes und taugliches Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet und daher eingestellt. Um die Ausrichtung des Vorstands und Managements mit der Sichtweise unserer Aktionäre zu synchronisieren, wurde 2010 im Sinne der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ein "Long Term Incentive (LTI)"-Programm, ein zum Aktienoptionsplan alternatives Modell zur mittelund langfristigen Incentivierung, umgesetzt. Zukünftig orientiert sich die langfristige Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Managements am CFROI, einer Kennzahl, die die Wertsteigerung des Unternehmens widerspiegelt. Wienerberger nimmt mit diesem Programm eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung.
Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und in dessen Ausschüssen ist durch Einrichtung eines Betriebsrats ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Arbeitsverfassungsgesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat und die Ausschüsse einer
Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.
Der Corporate Governance Kodex sieht vor, dass die Mehrheit der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat unabhängig sein soll. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Dieser Leitlinie folgend hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG in Anlehnung an Anhang 1 des Corporate Governance Kodex in der Fassung Jänner 2010 sechs Kriterien festgelegt, bei deren Erfüllung ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen ist. Ein Aufsichtsratsmitglied ist unabhängig, wenn es in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Wienerberger AG oder eines Konzernunternehmens der Wienerberger AG war, zur Wienerberger AG oder einem Konzernunternehmen der Wienerberger AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhält (dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an welchen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat), in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Wienerberger AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft war, nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft ist, in der ein Vorstandsmitglied der Wienerberger AG Aufsichtsratsmitglied ist, dem Aufsichtsrat bisher nicht länger als 15 Jahre angehört sowie kein enger Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds der Wienerberger AG oder von Personen ist, die sich in einer zuvor genannten Position befinden. Alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung vom 21. Februar 2011 erneut ihre Unabhängigkeit gemäß diesen Kriterien erklärt. Die Unabhängigkeitskriterien sind im Detail auf unserer Website veröffentlicht.
Es wurden keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder oder Vorstände vergeben.
Die Auswirkungen der Finanzkrise waren auch in 2010 noch deutlich zu spüren. Nachdem die Weltbank einen verhaltenen Ausblick für das Jahr veröffentlicht hatte, mehrten sich die Anzeichen dafür, dass das wirtschaftliche Umfeld weiterhin schwierig bleiben wird. Die erhofften Stützungseffekte der noch im Jahr zuvor in Milliardenhöhe geschnürten staatlichen Konjunkturpakete traten in dem erwarteten Umfang nicht ein. Die USA sahen sich mit einem möglichen "Double Dip"-Szenario konfrontiert, und die Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite löste eine Schulden- und in weiterer Folge eine Währungskrise in Europa aus. Für das Gesamtjahr wiesen die USA ein verhaltenes BIP-Wachstum von 2,7 % aus, und die Konjunktur der EU-27 erholte sich mit 1,8 % nur leicht. Die exportgetriebene japanische Wirtschaft kam durch die Aufwertung ihrer Währung und den schwachen Privatkonsum stark unter Druck und wies ein BIP-Wachstum von 3,5 % auf. Nur der asiatische Raum, allen voran China, zeigte sich von den Entwicklungen in den USA und in Europa unberührt und steigerte die Wirtschaftsleistung um 10.5 %.
Im Laufe des zweiten Quartals 2010 wurde vermehrt spürbar, dass die konjunkturellen Hilfspakete nicht den erwarteten Wirtschaftsaufschwung auslösten und einzig zu den bestehenden Haushaltsdefiziten eine enorme Neuverschuldung der EU-Staaten dazukam. Die von der Europäischen Kommission zur Budgetsanierung ermahnten Volkswirtschaften verkündeten infolgedessen massive Sparmaßnahmen bei öffentlichen Ausgaben. Negativ wirkte sich das auch auf die bereits prekäre Situation am Arbeitsmarkt und auf das angeschlagene Konsumentenvertrauen aus, was wiederum den Konjunkturaufschwung
dämpfte. Mit der Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite und der Zuspitzung der Probleme in Portugal, Spanien und Irland schlitterte die europäische Währungsunion in eine Schuldenkrise. Dies übte starken Druck auf die Gemeinschaftswährung aus, und um den Euro und die Europäische Union aus der Misere zu holen, wurde ein Notfallspaket für angeschlagene EU-Länder in Höhe von 750 Milliarden € geschnürt. Dies spiegelte sich auch im positiven BIP-Wachstum in Westeuropa wider. Die Wirtschaft in Großbritannien erholte sich von -5,0 % auf 1,8 %, in Frankreich von -2,6 % auf 1,6 %, in Italien von -5,0 % auf 1,1 %, in den Niederlanden von -3,9 % auf 1,7 % und in Belgien von -2,8 % auf 2,0 %. Allen voran entwickelte sich die Wirtschaft Deutschlands von -4.7 % auf beachtliche 3.7 %.
Während sich in Westeuropa die Wirtschaft wieder erholte, litt Osteuropa, welches als letzte Region in Europa die Finanzkrise zu spüren bekam, auch 2010 an deren Auswirkungen. In 2010 zeichnete sich weder eine Entspannung am Arbeitsmarkt noch eine Erleichterung in der Kreditvergabe ab. Die Visibilität auf die weitere Marktentwicklung blieb stark eingeschränkt. Dennoch zeigten sich in Osteuropa unterschiedliche wirtschaftliche Tendenzen: In der Slowakei sorgten die leicht bessere wirtschaftliche Lage der Partnerländer und Investitionen in Infrastrukturprojekte für einen Konjunkturaufschwung von -4,8 % auf 4,1 %. Auch in Polen erholte sich die Wirtschaft getrieben durch die starke Binnennachfrage von 1,7 % auf 3,5 %. Die Wirtschaftsleistung Tschechiens ist aufgrund einer gesunden Industriebasis von -4,1 % auf 2,4 % gestiegen. Eine deutliche Verbesserung zeigte Slowenien mit einem BIP-Wachstum von -8,1 % auf 1,1 % und Ungarn von -6,7 % auf 1,1 %. In einer Rezession befanden sich unverändert Bulgarien mit -0.1 %. Kroatien mit -1.8 % sowie Rumänien mit -1.9 %.
Quelle: EU-Kommission, EUROSTAT, OECD (BIP-Prognose, Dezember 2010)

Der schneereichste Winter seit mehr als 20 Jahren hat in den ersten Monaten nur eine sehr eingeschränkte Bautätigkeit zugelassen. Die aufgrund der Griechenlandkrise in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückten hohen Staatsverschuldungen in Europa führten zu umfangreichen Sparpaketen. Daraus resultierte eine zunehmende Verunsicherung sowie sinkendes Konsumentenvertrauen und eine nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit. Euroconstruct revidierte daher Ende Juni die Prognosen für den europäischen Wohnungsneubau von zuvor -2,2 % auf -4,0 % für 2010 nach unten. Im dritten Quartal hat sich in Westeuropa die Stabilisierungstendenz bestätigt. In Großbritannien und in Deutschland hat sich der Wohnungsneubau leicht erholt. Die Nachfrage nach Baustoffen hat sich in Frankreich und in
Belgien stabilisiert, nur die Niederlande und Italien waren weiterhin rückläufig. Insgesamt blieben die Baubeginne je tausend Einwohner in Westeuropa mit 3,04 auf dem Vorjahrsniveau.
In Zentral-Osteuropa blieben die Märkte weiterhin schwierig, und im Großteil der Länder war keine sichtbare Bodenbildung in der Nachfrage nach Baustoffen erkennbar. Während sich in Polen der Rückgang in der Nachfrage nach Baustoffen nach den Sommermonaten abflachte, blieben Tschechien, Slowakei und Ungarn auf niedrigem Niveau. Auch in Bulgarien und in Rumänien hat sich die Abschwächung weiter fortgesetzt. Insgesamt waren in diesen Ländern 2010 weitere Rückgänge in der Bautätigkeit zu verzeichnen.
Nach der Krise 2009 war 2010 für den Wohnungsneubau ein Übergangsjahr. Diese Entwicklung spiegelte sich auch im Construction Confidence Index (CCI), einem Gradmesser für die erwartete Entwicklung der Bauindustrie, wider. Westeuropa stabilisierte sich auf sehr niedrigem Niveau, wobei es in den für Wienerberger wichtigsten Märkten wie Belgien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu einer leichten Erholung kam. In Osteuropa war noch keine Bodenbildung erkennbar, und das angeschlagene Konsumentenvertrauen litt unter der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds. Mittelfristig sehen wir dennoch starkes Wachstumspotenzial aufgrund des großen Nachholbedarfs in dieser Region.

1990 1991 1992 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2007 2008 2007 2008 2010
Auch in den USA ist die erhoffte Erholung und der Konjunkturaufschwung nicht eingetreten. Vielmehr stieg die Angst vor einem "Double Dip"-Szenario, und die hohe Staatsverschuldung rückte in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit. Um dem möglichen Abschwung entgegenzuwirken, beließ die US-Notenbank FED auch 2010 den Leitzins zwar auf der historisch niedrigen Spanne von 0 bis 0,25 %, aber trotz Gewinnmeldungen der großen US-Banken blieb die Kreditvergabe an kleine Unternehmen und Immobilien-Erstkäufer sehr restriktiv. Die von der NAHB (National Association of Home Builders) zu Jahresbeginn prognostizierten Baubeginne für 2010 von 700.000 Einheiten wurden im Juni auf 600.000 Einheiten nach unten revidiert, nachdem die Baubeginne durch den im April ausgelaufenen Steuervorteil für Erstkäufer im Mai signifikant zurückgegangen waren. Die mäßige Arbeitsmarkterholung und die angespannte finanzielle Lage vieler Verbraucher nahmen sowohl der Neubautätigkeit als auch dem Abbau des Bestands unverkaufter Häuser am Immobilienmarkt jegliche Belebung. Auch im vierten Quartal kam es zu keiner nennenswerten Veränderung, da die Konsumenten wegen der im November stattgefundenen US-Kongresswahlen zurückhaltend agierten. Insgesamt verzeichneten die US-Baubeginne einen leichten Anstieg von 6 % auf 586.000 Einheiten (oder 1,88 je 1.000
Einwohner). Der Gesamtbestand an unverkauften Häusern blieb mit 3,5 Mio. Einheiten auf Vorjahresniveau. Dies entspricht einer Bedarfsdeckung von 8,1 Monaten.

Die Wienerberger AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 eine deutliche Ergebnisverbesserung verzeichnen. Trotz eines leichten Rückgangs der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr führte die Steigerung der sonstigen Erträge sowie der Wegfall der Einmaleffekte im Zusammenhang mit der 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung zu einer erheblichen Verbesserung des Betriebsergebnisses auf 11.1 Mio. € (2009: -34.3 Mio. €). Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 113,2 Mio. €, dessen Steigerung vorwiegend aus deutlich höheren Beteiligungserträgen resultiert, ergibt sich für das Geschäftsjahr 2010 ein Jahresüberschuss in Höhe von 127,2 Mio. € (Jahresfehlbetrag 2009: 92,2 Mio. €).
| Gewinn- und Verlustrechung (in TEUR) | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 33.942 | 35.493 | |
| sonstige betriebliche Erträge | 52.967 | 33.810 | |
| Materialaufwand und Aufwand für bez. | |||
| Leistungen | -1.102 | -1.027 | |
| Personalaufwand | -16.962 | -19.842 | |
| Abschreibungen | -3.436 | -4 719 | |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -54.288 | -77.973 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 11.121 | -34-258 | |
| Finanzergebnis | 113.197 | -62.334 | |
| Ergebnis vor Steuern | 124.318 | -96.592 | |
| Steuern | 2.926 | 4.437 | |
| Ergebnis nach Steuern | 127.244 | -92.155 |
Die Umsatzerlöse der Wienerberger AG verringerten sich im Jahr 2010 geringfügig um 4,4 % auf 33,9 Mio. € (2009: 35,5 Mio. €). Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich der Umsatz nach der deutlichen Reduktion in 2009 konsolidiert.
| Umsatzerlöse (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| i Lizenzerlöse | 23.319 | 24.457 |
| IT Erlöse | 7.056 | 7.206 |
| Engineering Erlöse | 2.309 | 2.447 |
| sonstige Erlöse | 1.258 | 1.383 |
Bei den Lizenzerlösen, die auf Basis der lokalen Umsatzerlöse bemessen werden, wurde gegenüber dem Vorjahr ein moderater Rückgang von 4,7 % auf 23,3 Mio. € verzeichnet (2009: 24,5 Mio. €). Die IT-Umsatzerlöse blieben im Jahr 2010 mangels wesentlicher Akquisitionen und anderer anorganischer Wachstumsprojekte während der vorangegangenen Wirtschaftsjahre auf niedrigem Niveau und reduzierten sich geringfügig um 2,1 % von 7,2 Mio. € auf 7,1 Mio. €.
Der Fokus der Engineering-Abteilung der Wienerberger AG lag in den vergangenen beiden Jahren vorrangig auf der Optimierung von Kostenstrukturen und der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Werke. Verglichen mit Engineering-Umsätzen in Höhe von 2,4 Mio. € im Vorjahr wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr etwas geringere Umsatzerlöse von 2,3 Mio. € verbucht. Dies entspricht einem Rückgang von 5,6 %.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2010 auf 53 Mio. € (2009: 33,8 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen Erträge um 56,7 % ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Erträge aus Wechselkursdifferenzen und den Verkauf von CO2-Zertifikaten zurückzuführen. Aufgrund der Realisierung von Währungsgewinnen im Zuge des Auslaufens von Derivaten in US-Dollar und Kredittilgungen im kanadischen Dollar ergab sich für das vergangene Geschäftsjahr ein Ertrag aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 14,8 Mio. € nach 0.5 Mio. € im Jahr 2009.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von 78 Mio. € in 2009 auf 54,3 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die wesentlich höheren Aufwendungen im Vorjahr resultierten in erster Linie aus Einmaleffekten im Zusammenhang mit der durchgeführten Kapitalerhöhung, die im Vorjahr zu einer deutlichen Erhöhung des Rechtsund Beratungsaufwandes, der Bankspesen und des sonstigen Steueraufwands aufgrund der zu entrichtenden Gesellschaftssteuer führte. Dem Wegfall dieses Sondereffekts aus dem Vorjahr stehen in 2010 höhere Kursaufwendungen, die mit 1,6 Mio. € (2009: 0,1 Mio. €) zu Buche schlagen, sowie gestiegene Werbeaufwendungen gegenüber.
Die Wienerberger AG verbuchte im Jahr 2010 Beteiligungserträge in Höhe von 152 Mio. € nach einem Ertrag von 3 Mio. € im Vorjahr. Der überwiegende Teil der in 2010 ausgewiesenen Beteiligungserträge stammt aus der Ausschüttung einbehaltener Gewinne von österreichischen Tochterunternehmen der Wienerberger AG.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Beteiligungszuschreibungen vorgenommen (2009: 43,9 Mio. €). In den Erträgen aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Bewertungserlöse aus Derivaten in Höhe von 1,7 Mio. € (2009: 6,3 Mio. €) berücksichtigt.
Die Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen beliefen sich im vergangenen Berichtsjahr auf 1,4 Mio. €. Im Vorjahr wurden Beteiligungsabschreibungen in Höhe von 91,9 Mio. € vorgenommen. Nähere Details sind dem Anhang zu entnehmen.
Der Zinsertrag aus Bankguthaben lag mit 0,4 Mio. € in 2010 unter dem Vorjahreswert von 5,4 Mio. €. Der rückläufige Ertrag ist auf die Reduktion des Guthabenstandes durch die Ausgaben im Zusammenhang mit den im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommen Akquisitionen zurückzuführen. Insgesamt ergab sich für das Jahr 2010 ein Zinsertrag von 33,6 Mio. € nach 42,6 Mio. € im Vorjahr. Demgegenüber standen Zinsaufwendungen auf Vorjahresniveau in Höhe von 70,1 Mio. € (2009: 70,6 Mio. €). Die im März des vergangenen Geschäftsjahres getroffenen Finanzierungsmaßnahmen spiegelten sich in der Reduktion des kurzfristigen Zinsaufwandes gegenüber Banken von 17,6 Mio. € im Vorjahr auf 10,7 Mio. € und der gleichzeitigen Erhöhung des Zinsaufwandes für Anleihen von 19,2 Mio. € auf 24,8 Mio. € wider. Der Zinsaufwand in Verbindung mit der Hybridanleihe belief sich analog zu 2009 auf 32.5 Mio. €.
| Bilanzentwicklung (Werte in TEUR) | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| Immaterielles Anlagevermögen | 10.079 | 12-253 | |
| Sachanlagen | 21.022 | 21.862 | |
| Finanzanlagen | 2.662.221 | 2.532.624 | |
| Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen | 776.283 | 772.789 | |
| Wertpapiere und eigene Anteile | 1.623 | 14.232 | |
| Kassa und Bankguthaben | 10.056 | 40.128 | |
| Bilanzsumme | 3.481.284 | 3.393.888 | |
| Eigenkapital | 2.294.735 | 2.167.192 | |
| Unversteuerte Rücklagen | 7.735 | 8.034 | |
| Rückstellungen | 26.899 | 24.373 | |
| Verbindlichkeiten | 1.151.915 | 1.194.289 |
1.4 Vermögenslage
Im Jahr 2010 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 3.481,3 Mio. € (2009: 3.393,9 Mio. €). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert in erster Linie aus dem Jahresüberschuss 2010 und einem gegenläufigen Effekt durch die Reduktion der
Finanzverbindlichkeiten im vergangenen Geschäftsjahr. Die Bilanzstruktur der Wienerberger AG ist charakteristisch für eine Konzernmutter durch einen hohen Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen und langfristige Finanzierungskomponenten sowohl aus Eigen- als auch Fremdmitteln geprägt.
Der Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen erhöhte sich leicht von 74,6 % im Vorjahr auf 76,5 %, während sich die Anteile des Sachanlagevermögens sowie der immateriellen Vermögensgegenstände geringfügig verringerten. Sowohl Sachanlagen als auch immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf unter 1 % des Gesamtvermögens. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens ist einerseits auf die Akquisition der Steinzeug Gruppe und den Ausbau der Beteiligung an der Semmelrock Gruppe, andererseits auf Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften der Wienerberger AG zurückzuführen. Das Working Capital, das sich durch die Formel Vorräte zuzüglich Kundenforderungen abzüglich Lieferverbindlichkeiten errechnet, drehte im vergangenen Geschäftsjahr von 6,2 Mio. € im Vorjahr auf -1,1 Mio. € und reduzierte sich somit um mehr als 100 %. Der wesentliche Effekt stammt dabei aus dem Rückgang der Forderungen und Leistungen von 7,1 Mio. € auf 0,2 Mio. €. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, verringerten sich in Folge der Ausgaben für die in 2010 getätigten Akquisitionen von 40,1 Mio. € auf 10,1 Mio. €. Der Bestand eigener Aktien, ausgewiesen in der Position Wertpapiere und eigene Anteile im Umlaufvermögen, reduzierte sich nach dem Übertrag von 1 Mio. Wienerberger Aktien im Zusammenhang mit der Aufstockung des Anteils an der Semmelrock Gruppe auf 100 % von 14,2 Mio. € im Vorjahr auf einen Wert von 1,6 Mio. € per Ende 2010.
Das Eigenkapital erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund des Jahresüberschusses von einem Wert von 2.167,2 Mio. € in 2009 auf 2.294,7 Mio. €. Der Stand des Eigenkapitals per 31.12.2010 entspricht einer Eigenkapitalquote von 66 % (2009: 64 %). Die Rückstellungen stiegen im Jahr 2010 um 10.4 % von 24.4 Mio. € auf 26,9 Mio. €. Der Grund für den höheren Rückstellungsstand per Ende 2010 lag vor allem in der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen nach Dotierung einer Rückstellung in Höhe von 5 Mio. € für eine mögliche Kompensationszahlung aus der eigenen Aktien an die Verkäufer der Anteile an der Semmelrock Gruppe sowie in der im Vergleich zu 2009 um 21 % höher dotierten Abfertigungsrückstellung. Die sonstigen Verbindlichkeiten veränderten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich und beliefen sich per 31.12.2010 auf 54,7 Mio. € (2009: 54,7 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergab sich im Jahr 2010 eine Erhöhung von 0,9 Mio. € auf 1,3 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Veränderung von Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sank der Verbindlichkeitenstand in Summe um 3,5 % von 1.194,3 Mio. € auf 1.151,9 Mio € per Ende 2010.
Die gestiegene Bedeutung von Finanzierungsmaßnahmen über den Kapitalmarkt neben und anstelle von klassischer Bankenfinanzierung manifestierte sich bei der Wienerberger AG in der Emission der neuen Unternehmensanleihe im März des vergangenen Geschäftsjahres. Durch die erfolgreiche Platzierung der Anleihe mit einer Laufzeit von 44 Jahren und einem Volumen von 250 Mio. € konnte der mittelfristige Refinanzierungsbedarf reduziert und das Fälligkeitsprofil der Verschuldung verbessert werden.
Die Mittel aus der Neuemission wurden einerseits zum Rückkauf eines Teils der in 2005 begebenen Anleihe und andererseits zur Rückzahlung anderer Finanzverbindlichkeiten verwendet. Diese Maßnahmen spiegeln sich in der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Anleihenzeichnern und einer deutlichen Reduktion der lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 233,1 Mio. € in 2009 auf 82 Mio. € wider. In Summe verringerten sich die Finanzverbindlichkeiten der Wienerberger AG im Jahr 2010 um 3,7 % von 1.133,1 Mio. € auf 1.091,2 Mio. €.
Die Position Anleihen setzt sich aus dem in 2005 begebenen Senior Bond mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einem Stand nach der Teiltilgung von 259,2 Mio. €, der Hybridanleihe in Höhe von 500 Mio. € und der im vergangenen Geschäftsjahr neu begebenen Anleihe in Höhe von 250 Mio. € zusammen. Die Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten sowie der sonstigen Verbindlichkeiten sind den Anhangsangaben unter Punkt 8 Verbindlichkeiten zu entnehmen.
| Bilanzkennzahlen | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | 66 % | 64 % |
| Nettoverschuldung (in TEUR) | 33.762 | 333.971 |
| Gearing | 15 % | 15 % |
| Working Capital (in TEUR) | -1.134 | 6.1941 |
| Berechnung Nettoverschuldung (Werte in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 1.091.218 | 1.133.139 |
| Wertpapiere und sonst. fin. Vermögenswerte | 1.623 | 14.232 |
| Fin. Ford./Verb. verbundene Unternehmen | 745.777 | 744.808 |
| Kassa und Bankguthaben | 10.056 | 40.128 |
| Nettoverschuldung | 333.762 | 333.971 |
Wienerberger beschäftigte im Jahr 2010 durchschnittlich 11.848 Mitarbeiter gegenüber 12.676 im Jahr zuvor. Der Rückgang von rund 7 % erklärt sich vor allem durch Werksschließungen in der zweiten Jahreshälfte 2009, die aufgrund der Wirtschaftskrise notwendig wurden. Der damit verbundene erforderliche Personalabbau wird erst in den Mitarbeiterzahlen 2010 zur Gänze reflektiert. Die Leistungskennzahlen des Unternehmens zeigen eine Steigerung der Produktivität und verdeutlichen damit den seit dem zweiten Quartal realisierten Turnaround: Der Umsatz je Mitarbeiter konnte im Gesamtjahr 2010 um 3 % auf rund 147.300 € gesteigert werden, und das operative EBITDA je Mitarbeiter erhöhte sich um 8 % auf etwa 17.800 €.
Matarlattar nach Bereichen

2 Zemind-Westenropa 17% 3 Nord-Wistminstel 34% 4 Nurdamerika 9 % 5 Beteiligungen mad Soustiges 2 9
Professionelle Personalentwicklung und gezielte Förderung des Humankapitals sind Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolgs. Entsprechend unserer Struktur erfolgt die strategische Steuerung der überregional relevanten Personalthemen zentral durch Corporate Human Resources, während die lokalen personalpolitischen Themen sowie deren Umsetzung
Aufgabe der Ländergesellschaften ist. Dabei konzentrieren wir uns verstärkt auf gruppenweite Vernetzung sowie internationalen Wissenstransfer, die Unterstützung zukünftiger Verantwortungsträger und die Vorbereitung von Talenten auf Managementaufgaben.
Wienerberger ist sich der Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern bewusst und nimmt diese sehr ernst. Insbesondere die Sicherheit im Arbeitsalltag ist Wienerberger ein großes Anliegen. Aus diesem Grund wurde 2010 im Rahmen des "Health & Safety"-Programms ein Sicherheitsstandard in allen Werken weltweit eingeführt. Einheitliche Sicherheitsstandards wurden für alle Länder entwickelt, und von einem verstärkten "Best Practice"-Austausch erwarten wir uns eine weitere Verbesserung der Arbeitssicherheit.
Wienerberger ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit, der multikulturellen Vielfalt und dem unternehmerischen Denken verpflichtet. An diesen Richtlinien orientiert sich auch unsere Personalpolitik. Bei der Erfüllung unserer Aufgaben legen wir größten Wert auf intensive Kommunikation und Transparenz auf allen Ebenen im Unternehmen. Die Ausbildung und Identifikation der Mitarbeiter mit den gemeinsamen Werten ist uns ein zentrales Anliegen und wurde im Jahr 2010 mit diversen Maßnahmen zur Förderung und Vernetzung weiterverfolgt.
Das im Jahr 2004 eingeführte "Ambassador Programm" dient der Weiterbildung unserer zukünftigen Führungskräfte. Im Rahmen dieser modular aufgebauten Fortbildung in den Bereichen Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz werden Manager geschult, um anschließend als Botschafter in den Tochtergesellschaften zu fungieren und das erlangte Know-how sowie den "Wienerberger Spirit" im Konzern zu verbreiten. Nach dem großen Erfolg in den vergangenen Jahren ist für 2011 ein neuer Zyklus geplant, bei dem strategische Aspekte noch stärker einfließen werden.
Mit der "Wienerberger Technikakademie" wurde eine dauerhafte Einrichtung zur Weiterbildung in verschiedenen technischen Fachgebieten geschaffen, um durch interne Ausbildung den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten. Der Fokus dieser Ausbildungsreihe liegt vor allem auf keramischer Produkt- und Herstellungstechnologie. Länderübergreifend wird internes Know-how in den Bereichen Rohstoffe, Aufbereitung, Trocken- und Brenntechnik sowie Qualitätsanalyse von unseren Experten an technische Mitarbeiter weitergegeben. Im Rahmen der Module der neuen "Wienerberger Technikakademie Advanced" wurden mit Themen wie Energie- und Kosteneffizienz neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Ziel ist der Ausbau sowie die langfristige Sicherung unseres Wettbewerbsvorteils im Engineering. Als Ergänzung zu diesen Ausbildungsreihen wurde der "Wienerberger Werksleiterlehrgang" auch im Jahr 2010 weitergeführt. Zurzeit gibt es 33 Teilnehmer aus 16 Ländern, die diesen Lehrgang, der von speziell geschulten Wienerberger Trainern geführt wird, absolvieren. In drei Modulen an jeweils wechselnden Standorten werden die Bereiche Technik, Wirtschaft sowie Führung abgedeckt und somit eine weitere Plattform für globalen Wissensaustausch und Vernetzung geboten.
Eines der zentralen Unternehmensziele ist es, die Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu forcieren und die Bindung zu unseren Kunden weiter zu stärken. Um unsere Mitarbeiter dabei bestmöglich zu unterstützen, wurde in 2010 eine Vertriebsausbildungsoffensive, die sogenannte "Vertriebsakademie", für Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter und Produktmanager gestartet. Ziel dieser Offensive ist es, die Vertriebstätigkeiten in den verschiedenen Ländern zu stärken und weiter zu verbessern. Dies wird insbesondere durch die Vernetzung von Wissen und einen regen Ideenaustausch umgesetzt.
Aktuell werden Strukturen und Prozesse für "Talent Management" in der Wienerberger Gruppe definiert. Ziel ist es, Talente für Positionen im Senior Management zu identifizieren und an Schlüsselpositionen heranzuführen. Dadurch erhalten engagierte Mitarbeiter mit entsprechendem Potenzial die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, während für Wienerberger eine interne Nachbesetzung von Führungspositionen möglich und nachhaltige Qualitätssicherung im Management gewährleistet wird.
Zur Motivation und Identifikation mit den Unternehmenszielen erhält das Wienerberger Management einen Bezug, der sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt. Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung und zur Synchronisierung der Ausrichtung des Managements mit der Sichtweise unserer Aktionäre wurde 2010 ein "Long Term Incentive (LTI)"-Programm, ein zum Aktienoptionsplan alternatives Modell zur mittelund langfristigen Incentivierung des Managements, umgesetzt. Zukünftig werden Vorstände und Mitglieder des Managements am CFROI, einer Kennzahl, die sowohl die Performance als auch die Wertsteigerung des Unternehmens angibt, gemessen. Dieses Instrument entspricht internationalen Corporate Governance Standards für die Vergütung des Top Managements, und Wienerberger nimmt in Österreich mit der Einführung dieses nachhaltigen, langfristig orientierten Vergütungsprogramms eine Vorreiterrolle ein.
Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wir nehmen unsere Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst. Verantwortung bedeutet für uns, offen und transparent zu kommunizieren, wirtschaftliche Rahmenbedingungen mitzugestalten, für unser Handeln persönlich einzustehen und als zuverlässiges und wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu agieren.
Mit der Unterzeichnung einer Sozialcharta verpflichtete sich Wienerberger bereits im Jahr 2001 zur Einhaltung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und zu sozialem Fortschritt. Als logische Konsequenz folgte 2003 das Bekenntnis zum UN Global Compact - einer 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Initiative zur Förderung von ethischem Unternehmensverhalten (Good Corporate Citizenship). Mittlerweile umfasst der UN Global Compact zehn Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die dieser Initiative beitreten, verpflichten sich freiwillig zur Beachtung der Grundsätze, die auf der Website des UN Global Compact unter www.unglobalcompact.org einzusehen sind.
Das Bekenntnis zur Einhaltung aller anwendbaren nationalen und internationalen Rechtsnormen ist für uns selbstverständlich ebenfalls ein wichtiger Teil gelebter gesellschaftlicher Verantwortung. Regelkonformes Verhalten auf allen Ebenen ist die Basis ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Prävention von korruptem oder wettbewerbswidrigem Verhalten.
Als Mitglied unterschiedlichster europäischer und nationaler Interessenverbände, Plattformen sowie technischer Ausschüsse beteiligt sich Wienerberger aktiv an europäischen Forschungsprojekten, Umfragen der Europäischen Kommission und an der Arbeit in Produktnormierungsgruppen und nimmt somit auch an der politischen Willensbildung teil. Als etablierter, verlässlicher Partner und Experte im Baustoffbereich versteht Wienerberger die offene und transparente Kommunikation mit Politik und Verwaltung als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir setzen uns für nachhaltige wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein, die ökonomische, ökologische und soziale Interessen in Einklang bringen.
Der Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen.
"Building Value. Im Einklang mit Mensch und Natur." heißt eine unserer Leitlinien. Dass es sich dabei nicht um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist eine Vielzahl von Aktivitäten. Wienerberger "nutzt" als Ziegelproduzent die Natur in einer Art von Symbiose: Wir entnehmen umweltschonend Ton und produzieren möglichst umweltgerecht keramische Produkte - natürliche Erzeugnisse mit langer Lebensdauer, die problemlos recycelt werden können. Quer durch alle Ländergesellschaften von Wienerberger wird kontinuierlich an einer Verbesserung der Umweltschutzmaßnahmen und einer Optimierung des Energieeinsatzes gearbeitet.
Wienerberger bekennt sich zur Einhaltung von Umweltgesetzen, zum Klimaschutz, zu Energieeinsparungen, zur Rekultivierung von Tonabbaustätten, zur Abfallwiederverwertung, zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, zu humanitärer Hilfe, zu lokalem Engagement in Gemeinden, zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zu Transparenz. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessenvertretern und Anrainern bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen, wobei der offene Dialog mit NGOs für uns besonders wertvoll ist. Eine besondere Kooperation verbindet uns seit vielen Jahren mit dem World Wide Fund for Nature (WWF): Damals wurde eine grundsätzliche Vereinbarung über mögliche gemeinsame Projekte unterzeichnet. In diesem Rahmen unterstützt Wienerberger Aktivitäten des WWF von internationaler Bedeutung in Österreich. Im Gegenzug berät der WWF Wienerberger bei der Realisierung von Umweltschutzprojekten in Zusammenhang mit der Rekultivierung von ehemaligen Tonabbaustätten.
"Wienerberger erzeugt Ziegel, aber die Häuser werden für Menschen gebaut." Zentraler Grundsatz gelebter gesellschaftlicher Verantwortung ist für uns die Unterstützung sozialer Einrichtungen auf lokaler Basis. Uns geht es dabei nicht darum, unsere soziale Verantwortung durch Spenden an verschiedenste internationale Organisationen zu demonstrieren, sondern zielgerichtet, effizient und unbürokratisch dort zu helfen, wo es am meisten benötigt wird, und Projekte zu realisieren, die einen sinnvollen, nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung liefern. Es ist unser Ziel. Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen und Menschen, die aufgrund von Lebensumständen und Schicksalsschlägen benachteiliet sind, mit unseren Produkten und finanzieller Zuwendung zu helfen. In nahezu allen Ländern, in denen Wienerberger tätig ist, werden laufend soziale Projekte und Einrichtungen unterstützt.
Weiterführende Informationen zu allen sozialen Projekten von Wienerberger finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.
Zwischen dem Datum des Abschlussstichtages und der Erstellung dieses Lageberichts lagen keine wesentlichen Ereignisse vor.
Die Wienerberger verfügt zu Jahresende 2010 über schlanke Kostenstrukturen und eine starke Bilanz, innovative Produkte und ist nicht zuletzt auch dank dem effizienten Werksnetz heute stärker aufgestellt denn je. Für 2011 konzentrieren wir uns weiters auf die Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten und die Forcierung höherwertiger Produkte in bestehenden sowie deren Einführung in neue Märkte. Daher gehen wir trotz der eingeschränkten Visibilität auf unsere Märkte in Osteuropa und Amerika von deutlichen Ergebnissteigerungen in 2011 aus.
Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird Risiko bei Wienerberger als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit eine Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn) als auch der Nichtrealisierung eines zusätzlichen Gewinns. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2010 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert.
Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.
Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und ist von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist. Dazu zählen insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, der Hochbau im Allgemeinen sowie der Wohnungsneubau und die Renovierungsaktivität im Besonderen.
Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderung sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität.
Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element in der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst. Im Berichtsjahr waren keine Werksschließungen erforderlich.
Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und eines höheren Preisdrucks in diesen Wachstumsmärkten ergeben.
Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Dach- und Wandbaustoffen wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl, Aluminium sowie anderen Baustoffen, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Forschung und Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen Eigenschaften (Wärmedämmung, Schallschutz, Erdbeben und Standsicherheit) sowie der Wirtschaftlichkeit.
Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frostund Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.
Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geographischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.
Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung also auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.
Wienerberger ist als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche tätig und vor allem vom Wohnungsneubau abhängig, welcher stark mit der Entwicklung der Volkswirtschaften in den jeweiligen Ländern korreliert. Weitere wesentliche Faktoren, die einen entscheidenden Einfluss auf den Wohnungsneubau haben, sind das Konsumentenvertrauen, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Hypothekarkrediten bzw. Finanzierungen für Wohnprojekte. Um den Einfluss einzelner Märkte auf die Ertragssituation der Gruppe gering zu halten, verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen verstärkt sich das Risiko von Überkapazitäten. Diese können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen und folglich Preisanpassungen erforderlich machen. Um die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Stilllegungen sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an. Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Dach- und Wandbaustoffen, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, Preis- und Substitutionsrisiken zu minimieren.
Wienerberger verfügt nach Abschluss der Restrukturierung, bei der die Sicherung der Liquidität mittels Kostensenkungen, aktiven Kapazitäts- und Working Capital Managements und Minimierung der Investitionen im Mittelpunkt stand, und der Kapitalerhöhung im September 2009 mit einem Gearing von nur 15 % über eine starke Kapitalbasis und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur, welche auch in Zukunft erhalten bleiben sollen. Neben dem Liquiditätsrisiko bestehen Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Wienerberger konnte aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich reduzieren.
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cash-flow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken gehalten.
Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Die finanzpolitischen Vorgaben sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/ EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf und die Kennzahl EBITDA operativ/Nettozinsergebnis über 3,75 liegen muss. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie geringere Cash-flows nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.
Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe werden von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 45 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (22 %) und dem US-Dollar (7 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.
Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern.
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 87,4 MEUR (Vorjahr: 95,7 MEUR) und ein um 1,2 MEUR (Vorjahr: 0,4 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.
Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von 1,0 MEUR (Vorjahr: -0,2 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Erhöhung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Senkung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.
Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.
Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.
Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 68 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden, da Produkte kaum an Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 2 % des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.
Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe und den Verzicht der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2009 gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cash-flows durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend schlecht oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet.
Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 24 Tage (Vorjahr: 34), die Vorratsumschlagshäufigkeit 126 Tage (Vorjahr: 133) sowie die Umschlagshäufigkeit der Lieferantenverbindlichkeiten 51 Tage (Vorjahr: 42). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 99 Tagen im Jahr 2010 gegenüber 125 Tagen im Vorjahr.
Die Rohstoffversorgung ist zu zwei Drittel durch in unserem Eigentum stehende Tongruben und zu einem Drittel durch langfristige gesichert. Dem Risiko einer Verknappung von Energie und daraus resultierenden volatilen Energiepreisen begegnet Wienerberger durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2011 wurde bereits ein wesentlicher Teil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Hauptmaßnahme bleibt jedoch die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion.
Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, viele ältere Werke wurden im Rahmen des Aktionsplans 2008 und 2009 permanent stillgelegt, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge dauerhaft gesichert.
Die Energiekosten, die beim Ziegel-Brennen anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2010 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 268.477 TEUR (Vorjahr: 259.269 TEUR), oder 15,4 % (Vorjahr: 14,3 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 65 % auf Erdgas, zu 25 % auf Strom, zu 4 % auf Erdöl und zu 6 % auf Kohle und Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.
Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt 80 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern entweder Fixpreisverträge oder Verträge, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl) gebundene Formeln erfolgt, abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.
Ebenso bestehen für Wienerberger ab 2013 Risiken aus steigenden Preisen für CO2-Zertifikate in Kombination mit unzureichenden Zuteilungen.
Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.
Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.
Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit strengen Sanktionen geahndet.
Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der
Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).
Abhängig von der Marktstellung in einzelnen sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen gen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.
Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. In Deutschland ist ein Kartellverfahren anhängig, wobei im Falle einer Verurteilung Bußgelder zu entrichten sind. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor 2011 zu rechnen ist. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
In Indien besteht für Wienerberger das Risiko aus der Rückforderung einer Zollersparnis, sollte die Einhaltung von dazugehörigen Bedingungen nicht möglich sein.
Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger-Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.
Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.
Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.
Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.
Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die "Vertriebsakademie", den "Werksleiterlehrgang" und das "Ambassador Programm" geschaffen. Dadurch sowie durch personalisierte Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger ihre Mitarbeiter optimal auszubilden sowie auch zu einem gewissen Ausmaß an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Aufgabenschwerpunkte für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der laufenden Verbesserung der technischen Eigenschaften der Ziegel hinsichtlich Wärmedämmung, Stabilität und Schallschutz, der Entwicklung von Systemlösungen für Dach und Wand sowie der Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion. F&E wird zentral gesteuert, aber - durch eine enge Zusammenarbeit des Corporate Engineering mit Werksleitern und lokalen Technikern großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der Gruppe ausgerollt werden.
Wienerberger arbeitet laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. Die Forschungsschwerpunkte betreffen vor allem die Reduktion des Energieeinsatzes sowie den ressourcenschonenden Umgang in der Produktion. Ein wesentlicher Teil der im Produktionsprozess eingesetzten Energie wird für das Trocknen der Ziegel aufgewendet, daher ist die Optimierung des Trocknungsprozesses von besonders großer Bedeutung. Bereits in der Vergangenheit konnte der Energieverbrauch durch den Einsatz eines eigens entwickelten Luftführungsverfahrens im Brennprozess von Ziegel deutlich gesenkt werden. Im letzten Jahr wurde ein weiterer wesentlicher Schritt in diese Richtung gemacht. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde eine neue Form von Niedrigtemperaturtrocknung erfolgreich getestet. Hierbei wird durch eine eigens von Wienerberger Mitarbeitern entwickelte Technik die Umgebungsluft für den Trocknungsprozess der Ziegel herangezogen und damit der Energieeinsatz in der Produktion nochmals reduziert. In einem nächsten Schritt soll nun 2011 diese neue Form der Niedrigtemperaturtrocknung in weiteren Werken getestet werden.
Ein weiterer Meilenstein für nachhaltige Ziegelproduktion wurde in einem Werk in Belgien erreicht. Wienerberger schaffte es im Rahmen eines Pilot-Projekts, den Produktlebenszyklus nach dem Prinzip "Cradle" zu schließen. Grundidee dieses Prinzips ist ein vollständiger, geschlossener Wiederverwendungsprozess von Produkten. Bei Wienerberger wird dies durch den Einsatz von alten Ziegel im Produktionsprozess für neue Ziegel umgesetzt. Abfälle werden damit zu Rohstoffen in der Produktion und führen so zu einer deutlichen Verringerung des Einsatzes von frischen Rohstoffen und zu einer vollständigen Wiederverwertung von alten Ziegel. Dieses erfolgreiche Projekt soll in den nächsten Jahren in weiteren Werken der Wienerberger Gruppe getestet werden.
Der Ziegel ist mit seiner 5.000 Jahre alten Geschichte nicht nur historisch der erfolgreichste Baustoff, sondern auch im 21. Jahrhundert eines der am häufigsten verwendeten Baumaterialien weltweit. Als reines Naturprodukt, aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, verfügt der Ziegel über eine sehr lange Lebensdauer und bringt ideale Voraussetzungen für nachhaltiges Bauen mit. Mit der Verankerung von Nachhaltigkeit als strategischen Schwerpunkt wird sich die zukünftige Forschungs- und Entwicklungsarbeit noch intensiver diesem Thema widmen. Die kontinuierliche Verbesserung der wärmedämmenden Eigenschaften von Ziegel liegt bereits seit Jahren im Fokus der Forschung von Wienerberger.
Wienerberger Verfüllziegel, die bereits als Dämmstoff eingestuft sind, überzeugen mit ihren Wärmeleitfähigkeiten von 0,09 bis 0,07 W/(m2K). Poroton-P, der 50 cm dicke Ziegel, dessen Ziegelhohlräume mit Perlit, einem mineralischen Granulat aus geblähtem Vulkanstein gefüllt sind, ist bereits zum Standard gereift. Poroton-MW, anstelle von Perlit mit Mineralwolle verfüllt, wurde 2010 auf dem deutschen Markt eingeführt. Das Füllmaterial der Ziegel ersetzt die Außendämmung, wodurch mit diesen Ziegeltypen Niedrigenergiehäuser ohne zusätzliche Wärmedämmung gebaut werden können.
Bei der Errichtung von Gebäuden sind neben den bautechnischen Eigenschaften vor allem die Konstruktionsgeschwindigkeit und die Kosten für die Verarbeitung wesentlich. Porotherm Dryfix®, ein spezieller Ziegelkleber aus der Dose, ermöglicht eine einfache, äußerst schnelle und trockene Verarbeitung bei Witterungsverhältnissen bis minus fünf Grad Celsius. Das hochwertige, technologisch ausgereifte Produkt gewährleistet somit einen rascheren Baufortschritt, damit einhergehend geringere Kosten und somit wesentliche Vorteile gegenüber der konventionellen Verlegung mit Mörtel.
Die jüngste Innovation stellt der speziell designte Leichtziegel dar, dessen Name für eine seiner herausragenden Eigenschaften steht. Sein geringes Gewicht resultiert aus kugelförmigen Lufträumen in der massiven Masse des Ziegels (Porenanteil) und der speziellen Lochgeometrie, die zudem eine hervorragende Wärmedämmung mit sich bringt. Größe (geeignet für eine Wandtiefe von 20 bis 30 cm) und Form bedingen die ergonomische Handlichkeit. Zudem wird die Oberfläche ganz glatt geschliffen, was ein Verkleben der Ziegel erlaubt, Mörtel sowie Kleber sparsam zum Einsatz kommen lässt und damit eine effiziente und rasche Verarbeitung ermöglicht. Doch der Vorzüge nicht genug: Im Herstellungsprozess punktet dieses Baumaterial durch geringen Energieverbrauch und damit günstigen CO,-Footprint. Somit übernimmt der Leichtziegel, der für sämtliche nicht tragende Wände (Außen- sowie Innenwände) zum Einsatz kommt, eine nachhaltig tragende Rolle für Bauherr und Umwelt. Erhältlich ist das Leichtgewicht unter den Ziegel derzeit in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
Immer mehr Menschen wollen auch beim Bau ihres Eigenheims einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und suchen bewusst nach nachhaltigen. ökologischen und energieeffizienten Bauvarianten. Gemeinsam mit der TU Wien hat Wienerberger den von Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich geförderten e4 Energieberater entwickelt. Dieses Online Tool (frei zugänglich unter www.energieberater.at) ist eine ideale Planungshilfe, um die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit eines Wohnbauprojekts zu überprüfen und zu optimieren. Ohne großen Zeitaufwand kann jeder Bauherr online die wichtigsten Parameter beim Hausbau wie Haustyp, Baustandard, Gebäudehülle, Dämmung, Heiz-, Lüftungs- und Haustechnik auswählen und verschiedene Energieträger vergleichen. Gesamtenergiebedarf, Errichtungs- und Erhaltungskosten sowie Umweltverträglichkeit eines Hauses können somit einfach und schnell ermittelt werden.
Durch die Einführung der internen Revision als Stabstelle des Gesamtvorstands ist neben der Umsetzung der Grundsätze der Corporate Governance insbesondere für die Stärkung des Internen Kontrollsystems (IKS) Sorge getragen. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienz- verbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Ein weiteres Betätigungsfeld der internen Revision sind Ad-hoc-Prüfungen, die auf Veranlassung des Managements erfolgen und auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen.
Das in der Wienerberger Gruppe implementierte IKS wird zur Unterstützung der Früherkennung und Überwachung von Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen von der internen Revision gemeinsam mit den entsprechenden Fachabteilungen laufend überarbeitet und erweitert. Dieses System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO -Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und bietet dem Management neben konzernweiten Richtlinien sowie einem einheitlichen Berichtswesen ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern.
Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt auch die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind angehalten, anhand des einheitlich zur Verfügung gestellten IKS die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstüberprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die interne Revision überwacht in der Folge die Einhaltung dieser Prüfungsschritte durch die lokale Geschäftsführung. Die Ergebnisse werden an die jeweilige Geschäftsführung sowie an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet.
Die interne Revision und das Corporate Controlling berichten dem Prüfungsausschuss vierteljährlich über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den den Konzernabschluss, wesentliche Anderungen im Rechnungslegungsprozess sowie über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen aus im IKS identifizierten Schwachstellen informiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität unseres Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls
den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Für 2010 wurden von der internen Revision gemeinsam mit dem Abschlussprüfer 25 für den Geschäftsablauf wesentliche Kontrollen aus sämtlichen Geschäftsbereichen zur detaillierten Prüfung durch KPMG definiert. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden Vorstand und Prüfungsausschuss präsentiert, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden durch die interne Revision aufgearbeitet.
Nach der Erholung an den Börsen in der zweiten Jahreshälfte 2009 schwächten sich die Kurse an den internationalen Finanzmärkten zu Beginn 2010 wieder etwas ab. Dieser Korrektur ging vor allem die Rettung Griechenlands vor einer Staatspleite und die in den USA angestrebte Reform zur Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken voran. Bis ins Frühjahr vermehrten sich die Anzeichen einer nochmaligen Rezession in den USA, und auch in Europa beherrschte die Schuldenproblematik vieler EU-Staaten das Tagesgeschehen an den Börsen. Nach einer leicht negativen Seitwärtsbewegung wurde die Stimmung an den europäischen Börsen im Sommer nach der Veröffentlichung des positiv ausgefallenen EU-Bankenstresstests zunehmend freundlicher. Einzig in den USA kam es trotz guter Wirtschaftsdaten zu keiner deutlichen Belebung an der Börsenskeptiker von einer sehr langsamen Wirtschaftserholung überzeugt waren. Im dritten Quartal hatten die Börsen die negativen Wirtschaftsnachrichten aus den USA, die Schuldenproblematik und Eurokrise in Europa bereits eingepreist. Dank eines erfreulichen vierten Ouartals schlossen die internationalen Finanzmärkte mit einem positiven Börseniahr.
Nach einem Aufwärtstrend zu Beginn des Jahres korrigierten die US-Leitbörsen im Frühsommer deutlich nach unten. Im dritten Quartal entwickelten sich die Kurse aufgrund der unsicheren Erholung der amerikanischen Wirtschaft in einer leichten Auf- und Abbewegung. Der Ausgang der Halbzeitwahlen im November und die Beibehaltung der nahezu Nullzins-Politik beflügelten die US-Börsen in den letzten Handelswochen bis zum Jahresende. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Plus von 11 % bei 11.577.51 Punkten. Leicht besser schloss der amerikanische S&P 500 Index mit einer Jahresperformance von +13 % bei 1.257,64 Punkten. Der negative Ausblick für den Baustoffsektor drückte auf die Jahresperformance des DJ EURO STOXX® TMI Construction & Materials Index. der in 2010 einen Rückgang von 6 % hinnehmen musste.
Der Londoner Leitindex FTSE 100 beendete das Jahr trotz mehrerer Börsengänge mit einer Jahresperformance von +9 % bei 5.899.94 Punkten, da der verhaltene Konjunkturausblick und die Schuldenkrise in der EU auf die Stimmung drückten. An der Deutschen Börse sorgten vor allem die positiven Wirtschaftsdaten für Deutschland und die überdurchschnittliche Kursentwicklung einzelner Automobilwerte für einen Aufschwung, und der DAX beendete das Jahr mit einem Plus von 16 % bei 6.914,19 Punkten. Die Wiener Börse startete mit 2.537 Punkten fest ins neue Jahr und erreichte Ende September nach deutlichen Gewinnmitnahmen wieder ein Niveau über der 2.500er Marke. Der ATX schloss in einem freundlichen Börsenumfeld im vierten Quartal mit einer Jahresperformance von +16 % mit 2.904,47 Punkten und verfehlte knapp die 3.000er Marke.
Die positive Stimmung auf den Finanzplätzen und gestiegene Zuversicht für den Baustoffsektor verhalfen der Wienerberger Aktie nach Gewinnmitnahmen Mitte Jänner zu ihrem Jahreshoch von 16,18 € im April 2010. Der verhaltene baukonjunkturelle Ausblick von Euroconstruct und die Herabstufung von Moodys auf ,Ausblick negativ' übten jedoch im
Verlauf des zweiten Quartals erheblichen Druck auf die Aktie aus, die bis Mitte August auf ihr Jahrestief von 9,55 € korrigierte und in nur vier Monaten 41 % verlor. Erst in der zweiten Jahreshälfte bewegte sich der Kurs, getrieben durch einen zwar vorsichtigen aber optimistischen Ausblick für 2011 und durch die Übergewichtung von zyklischen Werten bei Anlegern, wieder deutlich nach oben. Durch einen starken Aufwärtstrend im vierten Quartal konnte die Aktie die Verluste der Vorperiode mehr als kompensieren und beendete insgesamt das Jahr 2010 mit einem kräftigen Plus von 12 % bei 14,29 €.
Der wertmäßige Handelsumsatz der Wienerberger Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des niedrigeren Stückvolumens zwar um 24 % auf 2.998,5 Mio. € zurückgegangen, dennoch wurden 238,0 Mio. Stück (in Doppelzählung) gehandelt und somit das ausstehende Aktienkapital an der Wiener Börse einmal umgeschlagen. Die Wienerberger Aktie blieb auf dem neunten Platz unter den umsatzstärksten Werten im ATX. Der außerbörsliche Umsatz betrug in 2010 240,5 Mio. € gegenüber 512,0 Mio. € im Jahr davor. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 57.022 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 73,6 Mio. € gehandelt.
Nach dem Aussetzen der Dividende für zwei Geschäftsjahre in Folge zur Sicherung der Liquidität in einem sehr schwierigen Marktumfeld wird der Vorstand in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorschlagen, eine Dividende von 10 Eurocent an die Aktionäre auszuschütten. Die Höhe zukünftiger Dividenden ist von der Marktentwicklung und dem Vorhandensein wertschaffender Wachstumsprojekte abhängig.
Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Prime Market der Wiener Brse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 1,7 Mrd. € und einer Gewichtung im ATX von 4 % zum Jahresende 2010 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.
Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA ist seit 31. Juli 2008 mit über 10 % der ausstehenden Wienerberger Aktien der größte Aktionär. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 5 % liegen nicht vor.
Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Februar 2011 kommt die Mehrheit der Anleger aus dem angelsächsischen Raum, Nordamerika (42 %) sowie Großbritannien und Irland (15 %). Der Anteil an Privataktionären beträgt knapp 20 %, jedoch dominieren institutionelle Investoren mit einem Anteil von 80 %. Hiervon spielen die wertorientierten Investoren mit 47 % eine wichtige Rolle, gefolgt von Wachstums- bzw. GARP-Investoren.
Sämtliche Inhalte zu den meldepflichtigen Angaben nach § 243a UGB sind in folgenden Kapiteln des Konzernanhangs zu finden: Im Konzernanhang unter Anmerkung 25 ("Konzerneigenkapital") auf Seite 134 sind Informationen zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals, zu Aktiengattungen, zu Beschränkungen und Rechten sowie zu Befugnissen der Mitglieder des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf enthalten. Im Kapitel "Wienerberger Aktie und Aktionäre" ab Seite 65 finden sich Inhalte zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Wienerberger Kapital, die Bestimmungen der anteilsbasierten Vergütung werden im Anhang unter Punkt 4 Eigenkapital dargelegt. Im Kapitel "Vergütungsbericht" (Seite 30 bis 33) sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealings" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitzlieder berichtet. "Change of Control" - Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zur Unternehmensanleihe 2005, zur Hybridanleihe 2007, den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2005, 2006 und 2008 enthalten.
Bezüglich der Berichterstattung gemäß § 243a (1) Z7 wird auf den Anhang (Punkt 4 Eigenkapital) verwiesen.
Seit Jahren haben professionelle Investor Relations hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Finanzvorstand, bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden, unterstellt. Zentrales Anliegen der Investor Relations ist eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit Investoren und Anteilseignern von Wienerberger zur Gewährleistung einer bestmöglichen Transparenz. In Anlehnung an internationale Usancen halten wir vor Ergebnisveröffentlichung und parallel zur Handelssperre für Wienerberger Mitarbeiter an einer Quiet Period fest. Da uns bewusst ist, dass dies eine Einschränkung der Kommunikation mit Investoren darstellt, behalten wir uns vor, die Quiet Period wieder aufzuheben.
Wienerberger hat auch in 2010 zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investorenkonferenzen in Europa und den USA teilgenommen, wie z.B. der Davy Building Conference, Citigroup Building Conference, Credit Suisse European Building Materials Conference, Corporate Conference der Deutschen Bank, Erste Bank Konferenz in Stegersbach und UniCredit Austrian Investor Conference in Kitzbühel sowie der Cheuvreux Corporate Conference in Frankfurt und der RCB Konferenz in Zürs. Der Vorstand und das Investor Relations Team trafen im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich oder informierten bei Conference Calls und Videokonferenzen über die wesentlichsten Kennzahlen sowie die operative und strategische Entwicklung des Unternehmens. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Conference Calls (sowie deren Aufzeichnungen) und einen weboptimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com).
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, auch 2010 von der "Financial Community" anerkannt und mit einer Vielzahl an Preisen international und national ausgezeichnet. Bei den ARC (Annual Report Competition) Awards in New York wurde Wienerberger aus über 2.000 eingereichten Berichten aus 26 Ländern mit zwei Golden Awards in den Kategorien "Overall Annual Report", "Cover Design" und mit einem Bronze Award in der Kategorie "Financial Data" geehrt. Bei der alljährlichen Verleihung des Annual Report on Annual Reports durch eine unabhängige Jury schaffte es der Wienerberger Geschäftsbericht aus über 40.000 Geschäftsberichten weltweit ausgewählt und mit dem sensationellen dritten Platz (,A+ first rate') ausgezeichnet zu werden. Für die beste Communication aus dem deutschsprachigen Raum wurde Wienerberger beim renommierten Econ Award in Berlin nach Platin im Vorjahr wieder Gold verliehen. In Österreich wurde im Rahmen des AAAtrend Award in den Kategorien Mediumsqualität Platz eins, Businessreporting Platz zwei und somit über alle Kategorien für börsenotierte Unternehmen der erste Platz gesamt an Wienerberger verliehen. Beim von Thomson Reuters durchgeführten Extel Pan-European Survey 2010, an dem 640 börsenotierte Unternehmen teilnahmen und 1.798 institutionelle Investoren sowie 225 Brokerage-Firmen ihre Stimme abgaben, wurde das Wienerberger Investor Relations Team mit den Prädikaten "Beste IR im Baustoffsektor in Europa" sowie "Beste IR in Österreich (branchenübergreifend)" ausgezeichnet. Im jährlichen Webranking der schwedischen Agentur Hallvarsson & Halvarsson schaffte die Wienerberger Webseite aus über 30 der größten österreichischen Unternehmen den Hattrick und wurde erneut mit dem ersten Platz prämiert.
Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahres hat die Berenberg Bank (London) die Coverage wieder aufgenommen, Collins Stewart (London), MF Global (London) und Sal. Oppenheim (Wien) eingestellt sowie Morgan Stanley (London) ausgesetzt. Per März 2011 wird Wienerberger von 17 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): Bank of America Merrill Lynch (London), Bayerische Landesbank (München), Berenberg Bank (London), Cheuvreux (Zürich), Citigroup (London), Credit Suisse (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (Wien), Erste Bank (Wien), Exane BNP Paribas (London), Goldman Sachs (London), HSBC Trinkaus (Frankfurt), ING Bank N.V. (London), RCB (Wien), Royal Bank of Scotland (London), UniCredit (Wien) und UBS (London).
Wien, am 21. Februar 2011
Der Vorstand:
Dr. Heimo Scheuch Vorsitzender
Willy van Riet
Dipl.Ing. Dr. Johann Windisch

| Wienerberger AG. Wien | |
|---|---|
| 31.12.2010 |
|---|
| zum |
| BILANZ |
| AKTIVA | 31.12.2010 Stand am EUR |
31.12.2009 Stand am EUR |
SIVA A S p |
31.12.2010 Stand am EUR |
31.12.2009 Stand am EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| l. Immaterielle Vermögensgegenstände A. Anlagevermögen |
I. Grundkapital A. Eigenkapital |
117.526.764.00 | 117.526.764,00 | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
10.079.003.39 | 12.252.547,39 | Kapitalrücklagen 1. Gebundene |
1.675.118.239.37 1.675.118.239.37 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund Sachaniagen 11. |
689.261,30 | 744.998.95 | 1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) Gewinnrücklagen |
487.450.797.66 | 449.842.338.19 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2. Unbebaute Grundstücke |
21.022.132,15 1.635.291,17 18.697.579,68 |
18.999.077,49 2.118.416,17 21.862.492,61 |
Rücklage für eigene Anteile 2. |
489.074.184.53 .87 1.623.386 |
14.231.846,34 464.074.184,53 |
| Finanzanlagen | davon Verlust-/Gewinnvortrag: EUR 89.526.669,13; IV. Bilanzgewinn/-verlust |
13.016.072.70 | -89.526.669.13 | ||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. |
2.626.876.400,11 24.000.000.00 |
2.462.339.220,03 42.515.450.72 |
Vorjahr: EUR 880.907,16 | 2.294.735.260.60 13.016.072.70 |
-89.526.669,13 2.167.192.518,77 |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens Beteiligungen 3. |
2.662.220.793,65 2.693.321.929,19 6.439.622,54 4.904.771.00 |
21.330.059,10 2.532.624.352,39 6.439.622,54 2.566.739.392,39 |
1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibunger B. Unversteuerte Rücklagen |
7.734.933,51 | 8.033.751.07 |
| B. Umlaufvermögen | Rückstellungen für Abfertigungen Rückstellungen C. |
3.300.823,00 | 2.731.207,00 | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1. |
166.382.37 | 7.082.397.73 | Rückstellungen für Pensionen Sonstige Rückstellungen 2. 3. |
13.123.011,00 10.475.400,50 |
8.331.584,14 13.309.896,00 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegestände |
16.773.513,13 754.634.277,90 |
7.278.211,36 3.692.430.41 74 |
26.899.234.50 | 24.372.687.14 | |
| 771.574.173,40 | 768.053.039,50 | D. Verbindlichkeiten | |||
| II. Wertpapiere und Anteile 1. Eigene Anteile |
1.623.386.87 | 14.231.846.34 | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1. Anleihen 2. |
1.009.228.000.00 81.990.413,12 |
900.000.000.00 233.139.300,12 |
| 1.623.386.87 | 14.231.846,34 | aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten 3. |
1.300.329,62 | 888.752,25 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 10.055.998.93 | 40.128.387,57 | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten 4. 5. |
4.652.728.92 54.743.415.24 |
54.747.700.86 5.513.770,55 |
| 783.253.559.20 | 822.413.273,41 | 26.608.98 EUR aus Steuern: EUR 34.516,94; Vorjahr: davon |
|||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.708.827,12 | 4.735.814.96 | 223.893.29 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 240.239,05; Vorjahr: EUR EUR |
||
| 1.151.914.886,90 1.194.289.523,78 | |||||
| 3.481.284.315,51 3.393.888.480,76 | 3.481.284.315.51 | 3.393.888.480.76 | |||
| Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen | 273.694.354.00 | 306.032.736,00 |
Beilage I/1
158
| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | ||||
| 33.942.248,27 | 35.492.554,22 | |||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | ||||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 59.083,54 | 1.149.998,56 | ||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 183.698,51 | 112.867,04 | ||
| c) Ubrige | 52.724.617,06 | 52.967.399,11 32.546.950,03 | 33.809.815,63 | |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | ||||
| a) Materialaufwand | 0,00 | -46.543,66 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4. Personalaufwand |
-1.101.564,02 | -1.101.564,02 | -980.255,22 | -1.026.798,88 |
| a) Gehälter | -11.730.648,75 | -13.940.742,55 | ||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | ||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -1.015.138,96 | -1.275.330,20 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -1.379.077,80 | -1.745.003,03 | ||
| d) Autwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | ||||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | ||||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -2.636.629,47 | -2.688.450,08 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | -200.011,91 | -16.961.506,89 | -192.556,67 -19.842.082,53 | |
| 5. Abschreibungen | ||||
| a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens | ||||
| und Sachanlagen | -3.436.426,08 | -4.718.926.79 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| a) Steuern | -69.073,79 | -3.456.005,55 | ||
| b) Ubrige 7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. |
-54.219.951,91 | -54.289.025,70 | -74.516.641,58 | -77.972.647,13 |
| 11.121.124,69 | -34.258.085,48 | |||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | ||||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 151.999.993,51 | 152.131.243,51 | 2.999.958,00 | ||
| Vorjahr: EUR 2.999.958,00 | ||||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | ||||
| Finanzanlagevermögens | 869.324,12 | 3.099.301,29 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 682.293,84 | ||||
| Vorjahr: EUR 2.766.707,29 | ||||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 30.524.695,12 |
35.018.652,91 | 47.772.848,81 | ||
| Vorjahr: EUR 32.090.938,80 11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu |
||||
| 312.261,78 | 46.620.115,48 | |||
| Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus |
||||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | -5.006.673,37 | -92.181.582,20 | ||
| davon a) Abschreibungen EUR 1.612.028,00 | ||||
| Vorjahr EUR 91.931.179,00 | ||||
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: | ||||
| EUR 1.441.000,00; Vorjahr: EUR 92.181.394,20 | ||||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -70.128.134.03 | -70.645.055,36 | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: | ||||
| EUR 171.545,68; Vorjahr: EUR 32.535,38 | ||||
| 14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. | 113.196.674,92 | -62.334.413,98 | ||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 124.317.799,61 | -96.592.499,46 | ||
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.926.124,66 | 4.437.153,26 | ||
| 17. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | ||||
| 127.243.924,27 | -92.155.346,20 | |||
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 298.817,56 | 1.747.769,91 0,00 |
||
| 19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | -25.000.000,00 | -90.407.576,29 | ||
| 20. Jahresgewinn/-verlust 21. Verlust-/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
102.542.741,83 | |||
| 22. Bilanzgewinn/-verlust | -89.526.669,13 | 880.907,16 | ||
| 13.016.072,70 | -89.526.669,13 |
| WIENERBERGER AG |
|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungkosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| am 1.1.2010 Stand |
Zugänge | Abgänge | 31.12.2010 Stand am |
Abschreib. kumuliert |
Buchwert am 31.12.2010 |
Buchwert am 31.12.2009 |
Abschreibung 2010 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| A. ANLAGEVERMOGEN | ||||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen mmaterielle Vermögensgegenstände |
33.557.236. | 571.574.13 | 69.250.00 | 34.059.560.24 | 85 23.980.556. |
10.079.003.39 | 12.252.547.39 | 13 2.675.868. |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund Sachanlagen |
87 21.798.383 |
0.00 | 598.061.27 | 21.200.322.60 | 1.813.481.62 | 19.386.840.98 | 19.744.076.44 | 55.719.00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2. |
34 8.751.003 |
238.780.95 | 151.375.42 | 8.838.408.87 | 7.203.117.70 | 1.635.291.17 | 2.118.416.17 | 704.838.95 |
| 21 30.549.387 |
238.780.95 | 749.436.69 | 30.038.731.47 | 599,32 016. ರಿ |
.022.132,15 21 |
9 862.492. 21. |
760.557.95 | |
| Finanzanlagen | ||||||||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. |
68 42.515.450,72 2.580.002.758 |
1.570.756,19 257.478.182.69 |
91 91.500.002.61 20.086.206. |
2.745.980.938.76 24.000.000.00 |
119.104.538.65 00 0 |
2.626.876.400.11 24.000.000.00 |
2.462.339.220.03 42.515.450.72 |
1.441.000.00 00 0 |
| 3. Beteiligungen | 54 6.439.622 |
0.00 | 0.00 | 6.439.622.54 | 0.00 | રવ 6.439.622. |
54 6.439.622. |
0.00 |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens | 19 21.919.767. |
00 930.726. న |
6 20.774.694.1 |
0 0 075.799 9 |
00 8 02 L |
00 4.904.771 |
0 .330.059.1 21. |
00 171.028. |
| 13 2.650.877.599. |
262.979.664.88 | 132.360.903,71 | 2.781.496.360,30 | 119.275.566.65 | 2.662.220.793,65 | 532.624.352.39 2. |
1.612.028.00 | |
| 45 2.714.984.222 |
263.790.019.96 | 133.179.590.40 | 2.845.594.652,01 | 152.272.722,82 | 2.693.321.929,19 | 2.566.739.392.39 | 5.048.454.08 | |
| u II./1. Beb. Grundst.u.Bauten a.fr.Grund | ||||||||
| Grundwert | 60 72.317. |
0.00 | .65 8 |
9 6 72.298. |
0.00 | 72.298.95 | 72.317.60 | 00 0 |
| Gebäudewen | 86 2.409.431 |
00 0 |
0.00 | 86 409.431. ਟ |
51 1.792.469. |
616.962.35 | .35 672.681 |
55.719.00 |
| ,46 2.481.749 |
0.00 | 18,65 | 2.481.730.8 | 5 792.469. |
689.261.30 | 744.998.95 | 55.719.00 | |
| Unbebaute Grundstücke | 41 19.316.634. |
00 0 |
598.042,62 | 8.718.591.79 | 21.012.1 | 697.579.68 8. |
999.077.49 8 |
0.00 |
| 87 21.798.383. |
0,00 | 598.061.27 | 21.200.322.60 | 1.813.481.62 | 19.386.840.98 | 19.744.076.44 | 55.719.00 |
Anlage 1
160
Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, gemäß den Bestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuches aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Wienerberger AG als börsenotierte Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den sämtliche wesentliche Tochtergesellschaften der Wienerberger AG einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuchgericht Wien hinterlegt.
Entgeltlich erworbene immaterielle- und Sachanlagevermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw Herstellungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen.
Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge im ersten bzw. zweiten Halbjahr sind mit vollen bzw. halben Jahresraten angesetzt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Wienerberger AG stehen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen dauernder niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet, erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. dem niedrigeren Devisen-Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesicherten Kursen umgerechnet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert zum Bilanzstichtag erfasst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen oder Rücknahmewerten bewertet. Vom Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Höhe von EUR 2.259.500,00 (Vorjahr: TEUR 2.348) anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Die aktive latente Steuer wurde unter Zugrundelegung des gesetzlichen Steuersatzes von 25% gerechnet.
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden 2010 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 4.8% (Vorjahr: 5.3%) berechnet.
Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen aufgrund von rechtsverbindlichen, individuellen Zusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,8% (Vorjahr: 5,3%) gebildet. Von der Übergangsbestimmung des § 116 Abs 4 EStG wird in der Wienerberger AG kein Gebrauch gemacht.
Im Bilanzansatz nicht enthaltene versicherungsmathematische Verluste gemäß IAS 19 betragen EUR 998.835,00 (Vorjahr: TEUR 280) für Pensionsrückstellungen, EUR 184.439 Verluste (Vorjahr TEUR 2 Gewinne) für Abfertigungsrückstellungen und EUR 17.804,00 Verluste (Vorjahr TEUR 1 Gewinne) für Jubiläumsgeldrückstellungen.
Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der kaufmänmischen Vorsicht, in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.
Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, dem Nennwert bzw. dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Devisen-Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in getrennten Aufstellungen (Anlage 1 und Anlage 2) dargestellt.
In der Bilanzposition "bebaute Grundstücke" sind Grundwerte von EUR 72.298,95 (Vorjahr: TEUR 72) enthalten.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens umfassten im Wesentlichen Genussrechte in Höhe von EUR 16.392.000,00 und der Rest sind festverzinsliche Wertpapiere. Die Genussrechte sind im Zuge des Erwerbs mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 11. Oktober 2010 der Steinzeug Abwassersysteme GmbH als Kaufpreisbestandteil zur Gänze abgegangen, der Rest sind festverzinsliche Wertpapiere. Das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsrückstellungen beträgt EUR 147.051,00 (Vorjahr: TEUR 150). Es bestehen keine Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Beteiligungsansätze an der Wienerberger International N.V, Zaltbommel, Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH, Wienerberger AS, Aseri, erhöhten sich aufgrund gewährter nicht rückzahlbarer Gesellschafterzuschüsse im Jahr 2010.
Die Beteiligung an der General Shale Canada Acquisitions Inc., Halifax wurde durch teilweise Umwandlung des Darlehens mit Beschluss vom 1. Jänner 2010 erhöht.
Die Anteile an der Wienerberger Spa, Bubano wurden aufgrund des Kaufs von 0.6% Anteile mit Kaufvertrag vom 22. Jänner 2010 erhöht.
Mit Beschluss vom 1. März 2010 wurde eine Kapitalerhöhung bei der Wienerberger Brick Industry Pvt. Ltd, Karnataka durch Umwandlung des Darlehens durchgeführt, weitere Kapitalerhöhungen erfolgten mittels nicht rückzahlbarer Gesellschafterzuschüsse im Jahr 2010.
Mit Vertrag vom 30. August 2010 wurde die Beteiligung an der Tongrube Lobenfeld GmbH, Oldenburg durch Kauf eines Geschäftsanteils erhöht.
Die Beteiligung an der Semmelrock International GmbH, Wien wurde aufgrund des Kaufund Abtretungsvertrages vom 22. Oktober 2010 über die restlichen 25% auf 100% erhöht.
Der Teilbetrieb des Werksstandortes in Kurkachi wurde von der OOO Wienerberger Kirpitsch, Moskau mit 1. November 2010 auf die neu gegründete Gesellschaft OOO Wienerberger Kurkachi, Kurkachi abgespaltet.
Das Kapital der Wienerberger NV, Kortrijk wurde mit Beschluss vom 28. Dezember 2010 herabgesetzt.
Mit Vertrag vom 31. Dezember 2010 wurde 1 Aktie an der Wienerberger Building Solutions NV, Kortrijk verkauft.
Die Beteiligung an der Wienerberger (UK) Limited, Manchester wurde um EUR 1.441.000 abgeschrieben.
Beteiligungsgesellschaften der Wienerberger AG (ab 20%); Werte gemäß IFRS.
| Gesellschaft | Sitz | Anteil | Währung | Grund- /Stammkapital (in lokaler Währung) |
Währung | (in lokaler Währung) |
Eigenkapital inkl. Jahrsüberschuss/- unverst. Rückl. fehlbetrag (in lokaler Wahrung) |
BuKr | Code |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 100,00 | EUR | 50.000 | EUR | 242.301.047 | 476.825 | 1151 | WZNL |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 100.00 | EUR | 18.000 | EUR | 8.769.010 | 271.126 | 1152 | WZCE |
| Wienerberger NV | Kortnijk | 89,99 | EUR | 13.091.395 | EUR | 128.897.805 | 19.841.470 | 1201 | TBNV |
| WK Services NV | Kortnijk | 100,00 | EUR | 32.226.158 | EUR | 14.142.677 | 445.497 | 1262 | WBNV |
| Wienerberger Building Solutions | Kortrijk | 100,00 | EUR | 34.466.350 | EUR | 39.865.687 | 14.942.108 | 1265 | HBSDE |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hannover | 100,00 | EUR | 9.500.000 | EUR | 69.027.028 | -16.951.874 | 1312 | WZIG |
| Steinzeug Abwassersysteme GmbH | Frechen | 100,00 | EUR | 18.408.000 | EUR | 29.000.000 | 0 | 1350 | STEIN |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 99,04 | EUR | 26.000 | EUR | 15.044 | -933 | 1355 | MLBB |
| Tongrube Lobenfeld GmbH | Oldenburg | 100,00 | EUR | 25.000 | EUR | 10.769 | -57.845 | 1361 | RMWW |
| VL Baustoff GmbH | Ehingen | 100,00 | EUR | 52.000 | EUR | -220 | -52.220 | 1367 | VLBG |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 99,99 | EUR | 5.000.000 | EUR | 30.815.212 | 2.706.383 | 1501 | WZIO |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Nussdorf | 53,00 | EUR | 438.000 | EUR | 7.128.639 | 478.481 | 1504 | SZW |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 100,00 | ATS | 1.000.000 | EUR | 53.804.191 | 1.874.373 | 1554 | WBDH |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wien | 100,00 | EUR | 35.000 | EUR | 1.433.268.678 | 12.365.034 | 1569 | WAV |
| Semmelrock International GmbH | Klagenfurt | 100,00 | EUR | 3.000.000 | EUR | 82.457.931 | 874.635 | 1580 | SBINT |
| Wienerberger Brunon SRL | Bubano | 100,00 | EUR | 10.000.000 | EUR | 54.542.865 | -5.324.248 | 1802 | BRUN |
| Wienerberger A/S | Brondy | 100,00 | DKK | 107.954.000 | DKK | 191.386.961 | -25.524.716 | 2201 | WBDK |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 100,00 | EUR | 1.000.000 | EUR | 29.181.777 | 342.769 | 2301 | WBF! |
| Wienerberger AS | Asen | 100,00 | EEK | 24.074.000 | EEK | 6.607.949 | -48.082.394 | 2501 | WBEE |
| 000 "Wienerberger Kirpitsch" | Moskau | 81,94 | RUR | 1.262.730.657 | RUR | 158.904.449 | -479.073.038 | 2601 | KIRPI |
| 000 "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 81,94 | RUR | 650.036.080 | RUR | 462.713.304 | -18.406.027 | 2602 | KURK |
| Wienerberger Investitions- and Projektmanagement OOO Kiprevo | 99,00 | RUR | 356.000 | RUR | -5.542.856 | -304.851 | 2651 | KIRPINV | |
| UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o. | Vilnius | 100,00 | LTL | 3.135.000 | LTL | 1.673.988 | -224.743 | 2901 | WSKL |
| Wienerberger service, spol. s r.o. | Ceske Bud. | 100,00 | CZK | 200.000 | CZK | 446.054 | -3.094 | 3254 | SERVCZ |
| Wienerberger EOOD | Sofia | 100,00 | BGN | 4.000.000 | BGN | 7.640.161 | 795.244 | 4101 | WBBG |
| General Shale Brick, Inc. | Johnson City | 100,00 | USD | 1.000 | USD | -76.125.731 | -56.707.060 | 6001 | GSBINC |
| General Shale Building Materials Inc. | Johnson City | 100,00 | USD | 1.000 | USD | -727.973 | -103.009 | 6003 | GSBI |
| General Shale Canada Acquisitions Inc. | Halifax | 100,00 | CAD | 28.500.000 | CAD | 21.779.036 | -1.740.133 | 6102 | CANHO |
| Wienerberger Brick Industry Private Limited | Kamataka | 99,99 | INR | 990.000.000 | INR | 1.878.153.045 | -247.040.494 | 6801 | WINDIA |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen auf Grund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| 2010 in EUR |
2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| im folgenden Jahr | 1.608.591 | 1.618 |
| in den folgenden 5 Jahren | 8.042.954 | 8.043 |
Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Ratenvereinbarungen 2011 - 2015 in der Höhe von EUR 13.337.432,00; Vorjahr: TEUR 15.792 (davon Zinskomponente EUR 1.052.812,00; Vorjahr: TEUR 1.525). Diese Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit unter Restlaufzeit über 1 Jahr |
davon 1 Jahr |
Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
||
| in EUR | in EUR | in EUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | ||
| 1. Forderungen aus Liefer- ungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verb- |
166.382.37 | 166.382.37 | 0.00 | 7.082 | 7.082 | O | |
| undene Unternehmen | 754.634.277.90 | 221.970.816.66 | 532.663.461.24 | 747.278 | 130.025 | 617.253 | |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
16.773.513.13 | 16.763.394.13 | 10.119.00 | 13.692 | 13.682 | 10 | |
| Forderungen laut Bilanz | 771.574.173,40 | 238.900.593,16 532.673.580,24 | 768.053 | 150.790 | 617.263 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 747.483.887,76 (Vorjahr: TEUR 743.267) überwiegend aus Verrechnungs- und Finanzierungsbeziehungen. In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind Erträge in Höhe von EUR 66.613,63 (Vorjahr: TEUR 1.000) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens handelt es sich um eigene Anteile EUR 1.623.386,87 (Vorjahr: TEUR 14.232). Die im Geschäftsjahr nach § 208 (3) UGB unterlassenen Zuschreibungen betragen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0).
Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt EUR 117.526.764 und ist in 117.526.764 nennwertlose Stückaktien zerlegt.
Der Vorstand wurde in der 141. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 20. Mai 2010 ermächtigt, bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten in Form von eigenen Stückaktien zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsekurses vom 20.05.2010.
Darüber hinaus wurde in der 140. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 14. Mai 2009 ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50% des Grundkapitals beschlossen. Hierbei handelt es sich um die Ermächtigung für die Durchführung einer regulären Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage. Der Vorstand wird damit wie bereits in der Vergangenheit ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren, d.h. bis zum 13. Mai 2014, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Das Grundkapital kann um maximal EUR 41.973.844 durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens, für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).
Weiters hat die 140. Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugsoder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50% des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wurde ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal EUR 41.973.844 durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen. Die Summe der Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Aktien (50% des Grundkapitals) beschränkt.
Ebenso wurde der Vorstand von der 140. ordentlichen Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 200.000.000 durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2014.
Die Summe all dieser Kapitalmahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Aktien (50% des Grundkapitals 2009) beschränkt. Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.0975 Aktien verbleibt nur mehr ein genehmigtes Kapital von EUR 8.394.769 (7% des derzeitigen Grundkapitals), das durch die Ausgabe von bis zu 8.394.769 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden kann.
Die Entwicklung der ausgegebenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:
| 2010 | 2009 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der Aktienoptionen | Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnittlicher Ausübungspreis je Stück |
Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnittlicher Ausübungspreis je Stück |
|
| Bestand am Jahresanfang | 760.873 | 40.89 | 790.471 | 40,30 | |
| Gewährte Optionen | O | 0.00 | 0.00 | ||
| Ausgeübte Optionen | 0 | 0.00 | 0.00 | ||
| Verfallene Optionen | -184.373 | 37.50 | -29.598 | 25.00 | |
| Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen | 0 | 0.00 | 0.00 | ||
| Bestand am Jahresende | 576.500 | 41.98 | 760.873 | 40.89 | |
| Auctinhar am Jahrocondo | Carle Con | 000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 | ירח חמצר | 10 00 |
| Ausgegebene Optionen in Stück | aus 2007 | aus 2006 | aus 2005 |
|---|---|---|---|
| Vorstandsmitglieder gesamt | 60.500 | 63.000 | 43.239 |
| Andere Führungskräfte | 226.000 | 230.000 | 144.134 |
| Insgesamt eingeräumte Optionen | 286.500 | 293.000 | 187.373 |
| Abzüglich verfallene Optionen | O | -3.000 | -187.373 |
| Ausgeübte Optionen | O | 0 | 0 |
| Bestehende Optionen | 286.500 | 290.000 | 0 |
| Ausübbar am Jahresende | 286.500 | 290.000 | 0 |
| Bewertung der Optionen | aus 2007 | aus 2006 | aus 2005 | |
|---|---|---|---|---|
| Berechnungsparameter | ||||
| Marktpreis bei Gewährung | in EUR | 45.57 | 42,20 | 33.86 |
| Ausübungspreis der Option | in EUR | 45,50 | 38.50 | 37.50 |
| Laufzeit | in Jahren | 5 | 5 | ട് |
| Risikofreier Anlagezinssatz | in % | 4.01 | 3,32 | 3.15 |
| Erwartete Volatilität | in % | 28 | 28 | 28 |
| Zeitwert je Optionsrecht | in EUR | 10.54 | 10,77 | 5,91 |
| Marktwert Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Einräun | in TEUR | 3.019 | 2.965 | 962 |
Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen wurde der bestehende Aktienoptionsplan als nicht mehr zeitgemäßes und taugliches Mittel zur Incentivierung des Managements und Vorstands erachtet. Aus diesem Grund wurden ab dem Jahr 2009 keinerlei Optionen mehr zugeteilt und der Aktienoptionsplan eingestellt.
Am 11. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristig variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken, weshalb das Modell einerseits an der Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt ist. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sog. Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Der monetäre Wert der PSUs wird nach Ablauf von einer Performance Periode von drei Jahren ermittelt, an deren Ende der CFROI über einer im jeweiligen Programm festgesetzten Untergrenze zu liegen kommen muss. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Es folgt eine Auszahlungsperiode von zwei Jahren mit Zahlungen in drei Tranchen, wobei der Barausgleich gemäß einer linearen Verteilung innerhalb des Zielkorridors erfolgt. Wenn der CFROI unter den Zielkorridor fällt, entfällt die Zahlung. Bei den Mitgliedern des Vorstands ist für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen ein Eigeninvestment (mit Haltefrist) in Höhe der gewährten Anteile erforderlich.
Im Berichtsjahr wurden 48.000 Stück virtuelle Aktien an Vorstandsvorsitzender: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000) und Mitglieder des Managements (Bereichsdirektor: 2.500, Top Management Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000) gewährt.
Die Bewertung der Anteile erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes.
Die Entwicklung der unversteuerten Rücklagen (§ 12 Abs. 1 EStG) der Wienerberger AG ist aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:
| Stand am 1.1.2010 |
Zuführung | Auflösung | Stand am 31.12.2010 |
|
|---|---|---|---|---|
| EUR | ||||
| Bewertungsreserven UGB | ||||
| I. Sachanlagen | ||||
| Bauten auf fremdem Grund | 467.735.37 | |||
| Unbebaute Grundstücke | 6.573.825,14 | |||
| 3. Andere Anlagen, BGA | 1,00 | 1.00 | ||
| 7.340.379.07 | 0.00 | 298.817,56 | 7.041.561.51 | |
| Beteiligungen | 693.372,00 | 693.372.00 | ||
| 8.033.751,07 | 0,00 | 298.817,56 | 7.734.933,51 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der II. Finanzanlagen |
EUR 495.392,37 6.844.985,70 |
EUR | EUR 27.657.00 271.160,56 |
Die Auflösung von unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuerbemessung von EUR 298.817,56 (Vorjahr: Erhöhung TEUR 1.748).
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in einer getrennten Aufstellung (Anlage 3) dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen von EUR 10.475.400,50 (Vorjahr: TEUR 8.332) enthalten mit EUR 1.502.320,00 (Vorjahr: TEUR 1.724) Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub und mit EUR 1.062.779,74 (Vorjahr: TEUR 2.646) Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile, die in der Folgeperiode bezahlt werden.
Die übrigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus einer Rückstellung in Höhe von EUR 5.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) für eine mögliche Kompensationszahlung abhängig von der Entwicklung des Börsenkurses der Wienerberger Aktien bis 31.12.2012 aus der Übertragung der eigenen Aktien an die Verkäufer der Anteile an Semmelrock International GmbH, weiters aus einer Rückstellung EUR 300.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) für Covenant Bankgebühren und EUR 1.175.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) für vertragliche Gewährleistungszahlungen.
Die Rückstellung für derivative Finanzinstrumente beträgt im Geschäftsjahr EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.799), da zum 31.12.2010 keine derivativen Finanzinstrumente vorhanden sind. Im Vorjahr die Rückstellung zur Absicherung von negativen Marktwerten bei Gassicherungsgeschäften und Teilen der Cross-Currency Swaps (CCS). Siehe Anlage 3.
Die Wienerberger AG hat bis einschließlich der Berichtsperiode zur Risikoabdeckung Derivate eingesetzt. Das waren einerseits Zinsswaps (IRS) zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken und andererseits Cross-Currency Swaps (CCS) zur Absicherung des Translationsrisikos. Weiters existierten Termingeschäfte zur Absicherung des Preisrisikos von Gas sowie von CO2 Zertifikaten. Die beschriebenen Derivate sind in 2010 zur Gänze abgegangen. Ab 2010 erfolgt eine Absicherung der beschriebenen Risiken in der Wienerberger Finanz Service GmbH.
Weiters gab es im Vorjahr (TEUR 183.000) Zinsswaps bei verschiedenen Banken für Zinssicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Finanzierungstransaktionen, die in 2010 nicht mehr bestehen:
| 2010 in EUR |
2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Positive Marktwerte Negative Marktwerte |
0.00 0.00 |
1.227 -270 |
| 0.00 | 957 |
Cross-Currency Swaps wurden in USD mit einem Volumen von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 174.416) abgeschlossen, die aktuellen Marktwerte betragen hier:
| 2010 in EUR |
2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Positive Marktwerte | 0.00 | 16.949 |
| Negative Marktwerte | 0.00 | -147 |
| 0.00 | 16.802 |
Das Nominale der Termingeschäfte beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 7.069), wobei sich der aktuelle Marktwert auf EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR -1.295) beläuft
Die verwendeten Bewertungen werden von den kontrahierenden Banken zur Verfügung gestellt und sind unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Mark-to-Market) erstellt.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt dargestellt werden:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit unter Restlaufzeit über 1 Jahr |
davon 1 Jahr |
Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
||
| in EUR | in EUR | in EUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | ||
| 2. | Anleihen Verbindlichkeiten gegen- |
1.009.228.000.00 | 0.00 1.009.228.000.00 | 900.000 | O | 900.000 | |
| റ്റ് | über Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus |
81.990.413.12 | 14.780.359.70 | 67.210.053.42 | 233.139 | 1.332 | 231.807 |
| ধন | Lieferung und Leistung Verbindlichkeiten gegen- |
1.300.329,62 | 1.300.329.62 | 0,001 | 889 | 889 | O |
| über verbundenen Unter- | |||||||
| nehmen | 4.652.728,92 | 401.453.66 | 4.251.275.26 | 5.514 | 846 | 4.568 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 54.743.415,24 | 48.573.548.24 | 6.169.867.00 | 54.748 | 42.328 | 12.420 | |
| Verbindlichkeiten laut Bilanz | 1.151.914.886,90 | 65.055.691,22 1.086.859.195,68 | 1.194.290 | 45.495 | 1.148.795 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 4.632.529,48 (Vorjahr: TEUR 4.949) überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren betragen EUR 7.364.536,84 (Vorjahr: TEUR 0). Dingliche Sicherheiten bestehen in der Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 42.078.964,08 (Vorjahr: TEUR 39.812) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge in der Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 4.102) mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren enthalten.
Weiters sind in den Anleihen Beträge in der Höhe von EUR 500.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 500.000) mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren enthalten.
Die Wienerberger AG hat mit 29. März 2010 eine nicht konvertible, endfällige, 4 1/4-jährige Anleihe mit 4,875% Verzinsung in der Höhe von EUR 250.000.000,00 begeben.
Von der im Jahr 2005 begebenen nicht konvertiblen, endfälligen, 7-jährigen Anleihe in der Höhe von EUR 400.000.000,00 mit 3,875% Verzinsung wurde ein Teilbetrag von EUR 140.772.000,00 mit 14. April 2010 getilgt.
Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Garantien | 185.362.384.00 | 180.411 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 185.362.384.00 | 180.411 |
| Patronatserklärungen | 88.331.970.00 | 125.621 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 88.331.970.00 | 125.621 |
| 273.694.354.00 | 306.032 |
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus Leistungsbeziehungen mit Tochtergesellschaften der Wienerberger-Gruppe in Höhe von EUR 33.820.484,75 (Vorjahr: TEUR 35.342) bzw. auch mit Gesellschaften außerhalb der Wienerberger-Gruppe in Höhe von EUR 121.763,52 (Vorjahr: TEUR 151) ausgewiesen.
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen in folgendem Ausmaß enthalten:
| 2010 in EUR |
2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Vorstände und leitende Angestellte Andere Arbeitnehmer |
1.564.813.51 829.403.25 |
2.385 ર્દિકે |
| 2.394.216.76 | 3.020 |
In Mitarbeitervorsorgekassen für Abfertigungen wurden EUR 91.774,66 (Vorjahr: TEUR 92) einbezahlt.
Im Durchschnitt des Jahres 2010 wurden 162 (Vorjahr: 170) Angestellte beschäftigt.
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr EUR 1.592.261,00 (Vorjahr: TEUR 2.723). An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von EUR 776.400,00 (Vorjahr: TEUR 3.321) geleistet. An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 Vergütungen von insgesamt EUR 169.726,00 (Vorjahr: TEUR 215) bezahlt.
Haftungsverpflichtungen gegenüber Vorständen und Aufsichtsräten bestehen nicht und es wurden auch keine Kredite an diese vergeben.
Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen werden mit Datum des Gewinnausschüttungsbeschlusses als vereinnahmt dargestellt. Die Beteiligungserträge betreffen mit EUR 151.999.993,51 (Vorjahr: TEUR 3.000) Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen.
Die Wienerberger AG hat im Geschäftsjahr 2005 die Möglichkeit der Bildung einer "Unternehmensgruppe" gemäß § 9 KStG genutzt. Die Wienerberger AG ist Gruppenträger einer Gruppe von 17 Gruppenmitgliedern. In die Gruppe wurden ausschließlich inländische unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften einbezogen.
In ihrer Eigenschaft als Gruppenträger ist die Wienerberger AG Empfänger von Steuerumlagen von gewinnerzielenden inländischen Tochtergesellschaften. Aufgrund von steuerlichen Verlusten und Verlustvorträgen des Gruppenträgers ergibt sich daraus ein laufender Steuerertrag von EUR 3.471.602,76 im Berichtsjahr (Vorjahr: laufender Steuerertrag TEUR 4.932).
Gemäß § 237 Z 14 UGB wird auf die Aufschlüsselung der Aufwendungen für die Abschlussprüfung, für andere Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Wienerberger AG.
Mag. Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) Christian Dumolin (Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Harald Nograsek Dkfm. Dr. Claus Raidl KR Franz Rauch Dkfm. Karl Fink Dr. Wilhelm Rasinger Peter Johnson Karl Sauer *) Claudia Schiroky (vormals Krenn) *) Gerhard Seban * ) Rupert Bellina * )
*) vom Betriebsrat delegiert
Dr. Heimo Scheuch, Vorsitzender Willy Van Riet Dipl.Ing. Dr. Johann Windisch
Wien, am 21. Februar 2011
Der Vorstand:
Dr. Heimo Scheuch Vorsitzender
Dipl.Ing. Dr. Johann Windisch
Willy Van Riet

Wienerberger AG, Wien Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 21. Februar 2011
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung. Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 21. Februar 2011
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch CEO
Willy Van Riet CFO
Johann Windisch
COO
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