AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Flughafen Wien AG

Quarterly Report May 26, 2011

744_rns_2011-05-26_91f94fe6-f493-4853-8bc2-9ca58eb0f591.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

(Beträge in Mio. €, ausgenommen Mitarbeiter) Veränderung
1–3/2011 in % 1–3/2010
Gesamtumsatz 131,5 +6,9 123,0
EBITDA 44,2 +1,2 43,7
EBIT 28,0 +2,5 27,4
EBITDA-Margin in %1) 33,6 n.a. 35,5
EBIT-Margin in %2) 21,3 n.a. 22,2
Periodenergebnis nach Minderheiten 19,8 +4,8 18,9
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 42,9 -21,9 54,9
Eigenkapital 842,7 +3,4 814,8
Investitionen3) 34,9 +182,6 12,4
Mitarbeiter4) 4.434 +11,8 3.967

Branchenspezifische Kennzahlen

Veränderung
1–3/2011 in % 1–3/2010
MTOW in Tonnen5) 1.914.538 +12,5 1.701.418
Gesamtpassagiere 4.106.266 +5,5 3.892.051
davon Transferpassagiere 1.175.026 -0,1 1.176.660
Flugbewegungen 57.396 +1,0 56.822
Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen 71.668 +1,8 70.391
Sitzladefaktor in %6) 60,9 n.a. 63,8

Erläuterungen:

1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest,Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz

2) EBIT-Margin (Earnings before Interest andTaxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz

3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen, inklusive Rechnungskorrekturen

4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und

Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer

5) MTOW: MaximumTake off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge

6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

Finanzkalender

Halbjahresergebnis 2011 25. August 2011
1.–3. Quartal 2011 24. November 2011

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

Kurs per 31.12.2010 in € 51,23
Kurs per 31.3.2011 in € 44,75
Höchstwert 1. Quartal am 7.1.2011 in € 51,98
Tiefstwert 1. Quartal am 17.3.2011 in € 41,05
Market Cap per 31.3.2011 in Mio. € 939,7

Abkürzungen (RIC's) der Informationssysteme

Reuters VIEV.VI
Bloomberg FLUG AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Börsennotierungen

Wien, Frankfurt (Xetra),

London (SEAQ International), New York (ADR)

Inhalt

  • Kommentar des Vorstands
  • Konzernzwischenlagebericht
  • Segmentberichterstattung
  • Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2011
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • Erklärung des Vorstands

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Im ersten Quartal setzte sich die positive Verkehrsentwicklung – trotz der Beeinträchtigung durch die politischen Unruhen in Nordafrika und die Ereignisse in Japan – weiter fort. In den ersten drei Monaten 2011 konnte der Flughafen Wien mit 4.106.266 Passagieren ein Wachstum von 5,5 Prozent erzielen, wobei die Zahl der Transferpassagiere im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,1 Prozent gesunken ist. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere in die Region Afrika verzeichnete einen Rückgang um 39,9 Prozent, jene in die Region Ferner Osten einen Rückgang von 1,8 Prozent. Dem stehen eine Zunahme um 6,0 Prozent der abfliegenden Passagiere in die Region Osteuropa sowie ein verstärktes Wachstum nach Spanien und die Türkei als alternative Urlaubsdestinationen gegenüber. Mit einem Anstieg von 6,2 Prozent entwickelte sich auch der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten überdurchschnittlich stark. Die Anzahl der Flugbewegungen lag mit 57.396 Bewegungen um 1,0 Prozent über dem Niveau der Vorjahresperiode. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 1.914.538 Tonnen um 12,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei diese Entwicklung auf den Einsatz von größeren Luftfahrzeugen zurückzuführen ist. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) ist um 1,8 Prozent auf 71.668 Tonnen angestiegen. Der Sitzladefaktor beträgt 60,9 Prozent nach 63,8 Prozent in der Vergleichsperiode.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel angehoben. Der Lande-, Park- und Infrastrukturtarif Airside wurde um 1,29 Prozent erhöht, der Fluggast- und Infrastrukturtarif Landside um 1,68 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 1,80 Prozent. Der Flughafen Wien bietet weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur an. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, welche die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat. Die Mitte 2009 eingeführten Lärmgebühren werden seit 1. Juli 2010 zu 50 Prozent verrechnet. Diese Gebühren sind aufkommensneutral gestaltet; für den Flughafen Wien resultierten daraus keine Einnahmen.

In den ersten drei Monaten 2011 konnte die Flughafen-Wien-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 131,5 Mio. erzielen. Die Steigerung von 6,9 Prozent ist auf die positive Verkehrsentwicklung sowie die Berücksichtigung des neuen Sicherheitsentgelts zurückzuführen. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts sollen rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft treten und die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz ablösen. Für die ersten drei Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden geprüft und abgegrenzt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um € 0,6 Mio. auf € 3,7 Mio. bzw. um € 0,7 Mio. auf € 12,2 Mio. gesunken. Vor allem aufgrund der höheren durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten (+11,8 Prozent) ist der Personalaufwand um 10,5 Prozent auf € 58,2 Mio. gestiegen. Die Personalaufnahmen waren aufgrund der höheren Passagierzahl in der Spitzenstunde erforderlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit € 20,7 Mio. um 13,7 Prozent

höher als in der Vergleichsperiode. In der Berichtsperiode wurde ein EBITDA von € 44,2 Mio. (+1,2 Prozent) und ein EBIT von € 28,0 Mio. (+2,5 Prozent) erzielt. Aufgrund der im Vergleich zum Umsatz schlechteren Entwicklung des Ergebnisses sind die EBITDA-Margin auf 33,6 Prozent (Vergleichsperiode: 35,5 Prozent) und die EBIT-Margin auf 21,3 Prozent (Vergleichsperiode: 22,2 Prozent) zurückgegangen. Bedingt durch ein höheres Finanzierungsvolumen hat sich das Finanzergebnis von minus € 2,3 Mio. auf minus € 2,4 Mio. verschlechtert. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 5,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 6,2 Mio.) konnte ein Periodenergebnis in Höhe von € 19,8 Mio. (Vergleichsperiode: € 18,9 Mio.) erzielt werden.

Die Arbeiten zur Fertigstellung der Terminalerweiterung VIE-Skylink schreiten voran, die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen und kann aus heutiger Sicht eingehalten werden. Parallel zu den Bauarbeiten sind die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme bereits im Gange, der Probebetrieb soll im vierten Quartal 2011 aufgenommen werden. Die maximalen Kosten für den VIE-Skylink liegen bei € 830,0 Mio. und werden aus heutiger Sicht eingehalten werden. Bei einem "Tag der offenen Baustelle" am 10. April 2011 hatten Interessierte die Möglichkeit, umfassende Eindrücke vom Bauprojekt zu erhalten und sich über die Funktionsweise des neuen Terminals zu informieren.

Aus heutiger Sicht werden die Leistungen eines Totalübernehmers mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zur Gänze in Anspruch genommen werden. Für den Totalübernehmer wurden Reserven in Höhe von € 30 Mio. gebildet, welche daher aller Voraussicht nach nicht ausgeschöpft werden.

Seit Ende Oktober 2009 wurde das Projekt VIE-Skylink durch den Rechnungshof geprüft. Den Endbericht haben wir am 31. Jänner 2011 erhalten und genau analysiert. Viele der Anregungen haben wir bereits vor bzw. während des Prüfungszeitraums umgesetzt. Von den Empfehlungen betreffend die Organe der Flughafen Wien AG sind 34 bereits erledigt, 19 werden zurzeit umgesetzt. Darüber hinaus finden Erhebungen der Staatsanwaltschaft statt, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind. Gegen die Bescheide des Unabhängigen Verwaltungssenats Wien werden Rechtsmittel erhoben werden.

Nach der im Jahr 2010 einsetzenden Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise wird auch für das Jahr 2011 mit einem weiteren Verkehrswachstum gerechnet. Die Flughafen Wien AG prognostiziert für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, plus 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Flugbewegungen von 2,0 Prozent.

Wir erachten die zügige und kontrollierte Realisierung des Projekts VIE-Skylink als zentrale Aufgabe, damit der Testbetrieb im vierten Quartal 2011 beginnen kann. Ein Hauptaugenmerk wird weiterhin auf die Reduktion des Betriebsaufwands gerichtet sein. Zudem wird die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EC über Flughafenentgelte weiterverfolgt werden. In Bezug auf die 3. Piste wird mit dem erstinstanzlichen Bescheid aus der Umweltverträglichkeitsprüfung mit Ende 2011 bis Anfang 2012 gerechnet.

Wir sind fest davon überzeugt, alle gesetzlichen Verpflichtungen zum Wohle der Gesellschaft erfüllt und den Verpflichtungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex entsprochen zu haben.

Abschließend danken wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – wir sind zuversichtlich, dass wir durch die gute Zusammenarbeit und das große Engagement von allen auch diese herausfordernden Zeiten gemeinsam meistern werden können.

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Am Flughafen Wien wurden in den ersten drei Monaten 2011 4.106.266 Passagiere gezählt, um 5,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien einen Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010, was zu einem großen Teil auf die Ereignisse in Japan sowie auf die angespannte Situation in Nordafrika zurückzuführen ist. Die Anzahl der nach Afrika abfliegenden Passagiere verzeichnete einen Rückgang um 39,9 Prozent, jene in die Region Ferner Osten um 1,8 Prozent. Dem steht eine Steigerung von 6,0 Prozent der abfliegenden Passagiere in die Region Osteuropa und ein wachsendes Aufkommen in die Urlaubsdestinationen Spanien und Türkei gegenüber. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten weist ein Wachstum von 6,2 Prozent auf.

Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete im ersten Quartal 2011 am Flughafen Wien einen Passagierzuwachs von 0,5 Prozent, wodurch sich ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen im Vergleich zur Vorjahresperiode von 49,8 Prozent auf 47,4 Prozent verringerte. Die sogenannten Low-Cost-Carrier konnten die Anzahl ihrer Passagiere in Summe um 10,4 Prozent steigern, ihr Anteil am Gesamtaufkommen des Flughafen Wien beträgt 23,4 Prozent nach 22,3 Prozent in der Vorjahresperiode.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 1.914.538 Tonnen um 12,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf den Einsatz größerer Luftfahrzeuge zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) stieg um 1,8 Prozent auf 71.668 Tonnen, die Flugbewegungen um 1,0 Prozent auf 57.396 Bewegungen. Der Sitzladefaktor beträgt 60,9 Prozent nach 63,8 Prozent in der Vergleichsperiode.

Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2011

In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 konnte die Flughafen-Wien-Gruppe die Umsatzerlöse um 6,9 Prozent auf € 131,5 Mio. (1. Quartal 2010: € 123,0 Mio.) erhöhen. Die im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportionale Erhöhung der Ermäßigung ist auf die mit der Austrian Airlines Gruppe geschlossenen Vereinbarungen zurückzuführen. Die Steigerung der Umsatzerlöse ist auf die Verkehrsentwicklung sowie die Berücksichtigung des neuen Sicherheitsentgelts zurückzuführen. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts sollen rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft treten und die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz ablösen. Für die ersten drei Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden geprüft und abgegrenzt. Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie konnten auch durch die Neuverhandlung von Verträgen gesteigert werden.

Die externen Umsätze des Segments Airport erhöhten sich im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um € 5,1 Mio. bzw. 8,9 Prozent auf € 62,5 Mio. In Summe konnten € 12,6 Mio. aus dem Titel Sicherheit erzielt werden. Im Vergleich zu den in der Vergleichsperiode ausgewiesenen Erlösen aus Sicherheitskontrollen von € 3,4 Mio. sowie Passagier- und Gepäckkontrollen von € 5,9 Mio. errechnet sich ein Mehrerlös in Höhe von € 3,3 Mio.

Die externen Umsätze des Berichtssegments Handling in Höhe von € 39,8 Mio. verlaufen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang von 0,3 Prozent ist auf geringere Erlöse aus Einzelleistungen aufgrund des milderen Winters 2011 zurückzuführen. Der durchschnittliche Marktanteil des Segments Handling beträgt 89,3 Prozent nach 90,1 Prozent in der Vergleichsperiode.

Das Segment Retail & Properties konnte die Umsatzerlöse um 14,8 Prozent auf € 25,6 Mio. steigern.

Die externen Umsätze der sonstigen Segmente stiegen um € 0,4 Mio. auf € 3,6 Mio.

Ertragslage des ersten Quartals 2011

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um € 0,6 Mio. gesunken, die darin inkludierten aktivierten Eigenleistungen waren um € 0,1 Mio. höher als in der Vorjahresperiode.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen vorwiegend aufgrund des geringeren Verbrauchs von Enteisungsmitteln um € 0,7 Mio. auf € 12,2 Mio. zurück.

In den ersten drei Monaten 2011 beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.434 Mitarbeiter (1. Quartal 2010: 3.967 Mitarbeiter). Die daraus resultierende Erhöhung der Mitarbeiteranzahl um 11,8 Prozent war hauptverantwortlich für den Anstieg des Personalaufwands um 10,5 Prozent auf € 58,2 Mio. (1. Quartal 2010: € 52,6 Mio.). Parallel dazu konnte die Anzahl der Überstunden reduziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 20,7 Mio. um 13,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Auflösung einer Vorsorge in Höhe von € 2,1 Mio. im Vorjahr. Andererseits stehen höhere Aufwendungen für Marktkommunikation (€ +0,8 Mio.) sowie Miete und Pacht (€ +0,6 Mio.), Einsparungen im Bereich der Rechts-, Prüfund Beratungskosten (€ -0,7 Mio.), Instandhaltungen (€ -0,5 Mio.) und Transporte (€ -0,3 Mio.) gegenüber.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf € 44,2 Mio. gesteigert werden, wodurch die EBITDA-Margin aufgrund des stärkeren Umsatzwachstums um 1,9 Prozentpunkte auf 33,6 Prozent fiel. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 1,0 Prozent auf € 16,2 Mio. zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt € 28,0 Mio. nach € 27,4 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBIT-Margin verringerte sich damit einhergehend von 22,2 Prozent auf 21,3 Prozent in der Berichtsperiode.

Das Zinsergebnis ist von minus € 2,1 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 2,4 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge stiegen in den ersten drei Monaten 2011 um 68,6 Prozent auf € 0,9 Mio., die Zinsaufwendungen um 25,4 Prozent auf € 3,2 Mio. aufgrund höherer Finanzverbindlichkeiten. Es wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 5,0 Mio. (1. Quartal 2010: € 4,1 Mio.) aktiviert.

Das Beteiligungsergebnis der at equity Unternehmen beträgt € -0,1 Mio. (1. Quartal 2010: € -0,2 Mio.). In Summe wird ein Finanzergebnis von minus € 2,4 Mio. nach minus € 2,3 Mio. in der Vergleichsperiode ausgewiesen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 25,6 Mio. nach € 25,1 Mio. in den ersten drei Monaten des Vorjahres und resultiert in einer Steuerbelastung von € 5,9 Mio. (1. Quartal 2010: € 6,2 Mio.). Vom Periodenergebnis in Höhe von € 19,8 Mio. (1. Quartal 2010: € 18,9 Mio.) entfällt ein Anteil von minus € 582,34 auf nicht beherrschende Anteile. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für die ersten drei Monate 2011 auf € 19,8 Mio. nach € 18,9 Mio. in der Vergleichsperiode. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie € 0,94 nach € 0,90 in der Vergleichsperiode.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 um € 18,7 Mio. auf € 1.822,8 Mio. gestiegen. Den Zugängen in Höhe von € 34,9 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 16,2 Mio. gegenüber. Das kurzfristige Vermögen ist um € 93,8 Mio. gestiegen. Die Verringerung der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens um € 0,3 Mio. ist auf die erfolgsneutrale, im sonstigen Ergebnis erfasste Marktbewertung zurückzuführen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sanken um 19,2 Prozent auf € 50,0 Mio., vorrangig aufgrund geringerer Außenstände von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Stichtag 31. März 2011 werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von € 169,7 Mio. ausgewiesen, um € 106,1 Mio. mehr als zum 31. Dezember 2010. (Details siehe Geldflussrechnung.)

Bilanzpassiva

Aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Quartals 2011 in Höhe von € 19,8 Mio. sowie der erfolgsneutralen, im sonstigen Ergebnis erfassten Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten in Höhe von T€ 85,5 verzeichnete das Eigenkapital seit dem Bilanzstichtag zum 31.12.2010 einen Anstieg von 2,4 Prozent auf € 842,7 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. März 2011 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,9 Prozent nach 41,2 Prozent zum 31. Dezember 2010. Dieser Rückgang erklärt sich in der investitionsbedingten Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um 10,6 Prozent auf € 1.057,0 Mio. resultiert vorwiegend aus der Aufnahme eines Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Höhe von € 100,0 Mio. sowie der Erhöhung der langfristigen Rückstellungen um € 1,1 Mio., die hauptsächlich für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit dotiert wurden. Die langfristigen latenten Steuern erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um € 1,3 Mio. Aufgrund der Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds verringerten sich die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten auf € 38,7 Mio. Die kurzfristigen Schulden sind um 3,8 Prozent auf € 211,4 Mio. gesunken. Während die übrigen Rückstellungen um 14,9 Prozent auf € 93,1 Mio. reduziert wurden, erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 17,6 Prozent auf € 77,9 Mio.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf € 25,6 Mio. Der Senkung der Forderungen bzw. der Rückstellungen um € 12,7 Mio. bzw. € 13,1 Mio. steht ein Anstieg der Verbindlichkeiten in Höhe von € 6,1 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung der Abschreibung sowie höherer Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 42,9 Mio. nach € 54,9 Mio. in der Vergleichsperiode.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 37,0 Mio. nach minus € 52,7 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In der Berichtsperiode wurden Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 37,0 Mio. (1. Quartal 2010: € 52,7 Mio.) getätigt sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 40,1 lukriert.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit der Berichtsperiode in Höhe von € 100,2 Mio. ist auf die Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 100,3 Mio. sowie auf die Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 0,1 Mio. zurückzuführen. Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestandes € 106,1 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand am Ende der Periode in Höhe von € 169,7 Mio.

Investitionen

Die größten Investitionen im ersten Quartal 2011 entfielen mit € 25,2 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink, mit € 0,4 Mio. auf Sicherheitskontrollstraßen, mit € 0,5 Mio. auf Sicherheitssysteme, mit € 1,1 Mio. auf die Revitalisierung der Busgates sowie mit € 0,4 Mio. auf die Gepäcksortieranlage. Weiters wurden € 0,3 Mio. in den technischen Lärmschutz sowie € 0,9 Mio. in das Leitsystem und € 0,4 Mio. in die Möblierung des VIE-Skylinks investiert.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den ersten drei Monaten hatten die Ereignisse in Japan negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns. Die Anzahl der Transferpassagiere weist einen Rückgang um 0,1 Prozent im Vergleich zur Vergleichsperiode des Vorjahres aus.

In den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks reduzieren zwar das Verkehrsaufkommen, können von einem einzelnen Unternehmen jedoch nicht aktiv beeinflusst werden.

Weitere Risiken bestehen im Ausbau der Flughafenkapazitäten, insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink für das erste Halbjahr 2012 geplant. Im Falle einer späteren Inbetriebnahme besteht das Risiko, dass die Kapazitäten der bestehenden Terminalgebäude nicht ausreichen und das Wachstum am Standort Wien stagniert. Weiters würde eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink zu Verzögerungen bei anderen Investitionsprojekten führen.

Im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehen Auseinandersetzungen aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen. Aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass einzelne Auftragnehmer die Flughafen Wien AG gerichtlich in Anspruch nehmen werden. Eine Quantifizierung eventueller Beendigungsansprüche ist derzeit nicht möglich.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht.

Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird nach der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein negativer UVP-Bescheid hätte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 6 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick

Laut vorläufigen Verkehrszahlen für April entwickeln sich die Verkehrssegmente positiv; im Vergleich zum April 2010 erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 23,6 Prozent. Die Flugbewegungen stiegen um 10,3 Prozent, die Summe des Höchstabfluggewichts (MTOW) um 15,2 Prozent. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im April 2011 ein Plus von 36,0 Prozent jene in den Nahen und Mittleren Osten ein Plus von 20,0 Prozent. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) stieg um 0,3 Prozent auf 25.561 Tonnen. Diese positiven Entwicklungen sind auch auf die Beeinträchtigung des Flugverkehrs durch die Vulkanaschewolke im April 2010 zurückzuführen.

Für das Jahr 2011 prognostiziert die Flughafen Wien AG einen Anstieg bei den Passagieren von 5,0 Prozent, von 3,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und eine Steigerung der Flugbewegungen von 2,0 Prozent.

Das Management des Flughafen Wien erachtet das zügige und kontrollierte Vorantreiben des Projekts VIE-Skylink als zentrale Aufgabe, damit der Testbetrieb im vierten Quartal 2011 beginnen kann. Ein weiteres Hauptaugenmerk wird weiterhin auf die Reduktion des Betriebsaufwands gerichtet sein. Zudem sollen die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EC über Flughafenentgelte weiterverfolgt werden.

Für die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste rechnet die Flughafen Wien AG damit, dass im dritten Quartal 2011 die mündliche Verhandlung stattfinden wird. Mit dem Bescheid erster Instanz wird gegen Ende des Jahre 2011 bzw. zu Beginn des Jahres 2012 gerechnet.

Mit 1. Jänner 2011 wurde die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands der Flughafen Wien AG wie folgt geändert: Vorstandsdirektor Ing. Gerhard Schmid ist für die Bereiche Aviation und Handling sowie die technischen Bereiche verantwortlich. Vorstandsdirektor Ernest Gabmann ist für das Segment Retail & Properties (Retail- und Immobilienentwicklung) und allgemeine Bauaufgaben zuständig. In der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Herbst liegen die kaufmännischen Bereiche sowie die Bereiche Strategie, Skylink, Personal, Kommunikation und die Funktion des Vorstandssprechers. In der nächsten Phase wurden nun die Organisationsstrukturen in den darunterliegenden Bereichen adaptiert. Als ersten Schritt und größtes Teilprojekt wurden die Bereiche Aviation (A) und Flughafendienste (S) zusammengeführt. Aus diesen beiden Bereichen wurde der neue Bereich "Operations" gebildet. Die neue Struktur ist mit 1. April 2011 in Kraft getreten.

In der Berichtsperiode wurde mit den Vorbereitungen für das Auswahlverfahren für das neue Vorstandsteam begonnen. Die Ausschreibung umfasst zwei Vorstandspositionen und wurde am 30. April 2011 international veröffentlicht. Begleitet wird dieser Prozess vom international renommierten Personalberatungsunternehmen Egon Zehnder.

Im Rahmen der 22. ordentlichen Hauptversammlung, die am 29. April 2011 stattfand, wurden zur Nachbesetzung von vier ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern folgende Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt: Ing. Ewald Kirschner, Generaldirektor GESIBA Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft, Mag. Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Generaldirektor a. D. OMV AG, Dr. Gabriele Domschitz, Vorstandsdirektorin Wiener Stadtwerke Holding AG, und Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Casinos Austria AG.

Für das Jahr 2011 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 299 Mio. geplant. In dieser Summe sind Ersatzinvestitionen, nicht jedoch Investitionen für die dritte Piste, für Landkauf sowie Bauzeitzinsen enthalten.

Schwechat, 10. Mai 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Segmentberichterstattung

Segmentergebnisse in T€

Veränderung
1–3/2011 1–3/2010 in %
Airport
Externe Segmentumsätze 62.544,7 57.433,6 8,9
Segment-EBIT 17.530,5 15.372,9 14,0
Handling
Externe Segmentumsätze 39.790,6 39.902,5 -0,3
Segment-EBIT 2.196,1 5.983,1 -63,3
Retail & Properties
Externe Segmentumsätze 25.553,5 22.259,2 14,8
Segment-EBIT 13.729,0 11.164,1 23,0
Sonstige Segmente
Externe Segmentumsätze 3.595,6 3.242,2 10,9
Segment-EBIT 359,2 843,1 -57,4

Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Für das Terminalerweiterungsprojekt VIE-Skylink fungiert das Segment Airport als Auftraggeber. Weiters liegen die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Center und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst im Verantwortungsbereich des Segments.

In den ersten drei Monaten 2011 konnte das Segment externe Umsatzerlöse in Höhe von € 62,5 Mio. (1. Quartal 2010: € 57,4 Mio.) erzielen. Für diesen Anstieg sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +5,5 Prozent, Höchstabfluggewicht: +12,5 Prozent) die Erlöse aus dem neuen Sicherheitsentgelt verantwortlich. Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts sollen rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft treten und die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz ablösen. Für die ersten drei Monate 2011 wurden die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie die Erlöse aus dem Einbehaltungsbetrag wie bisher eingehoben. Die Auswirkungen aus dem neuen Tarif "Sicherheitsentgelt" wurden geprüft und abgegrenzt. In Summe konnten im ersten Quartal 2011, € 12,6 Mio. aus diesem Titel erzielt werden. Im Vergleich zu dem in der Vergleichsperiode dargestellten Erlösen aus Sicherheitskontrollen von € 3,4 Mio. sowie Passagier- und Gepäckkontrollen von € 5,9 Mio., konnten Mehrerlöse in Höhe von € 3,3 Mio. erzielt werden. Die im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportionale Erhöhung der Ermäßigungen ist auf die mit der Austrian Airlines Gruppe geschlossenen Vereinbarungen zurückzuführen.

Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel angehoben. Der Lande-, Park- und Infrastrukturtarif Airside wurde um 1,29 Prozent erhöht, Fluggast- und Infrastrukturtarif Landside um 1,68 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 1,80 Prozent. Der Flughafen Wien bietet weiterhin eine sehr wettbewerbsfähige Tarifstruktur an. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, welche die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat. Die Mitte 2009 eingeführten Lärmgebühren werden seit 1. Juli 2010 zu 50 Prozent verrechnet. Diese Gebühren führen zu keinen Einnahmen für den Flughafen Wien.

Die Austrian Airlines Gruppe konnte ihre Passagierzahl am Flughafen Wien im Berichtszeitraum um 0,5 Prozent steigern. Der Anteil an den Gesamtpassagieren beträgt 47,4 Prozent nach 49,8 Prozent in der Vergleichsperiode. Die sogenannten Low-Cost-Carrier konnten die Zahl der ab Wien fliegenden Passagiere um 10,4 Prozent und damit ihren Anteil am Gesamtaufkommen um 1,1 Prozentpunkte auf 23,4 Prozent erhöhen.

Die externen Betriebsaufwendungen sind im Vergleich zur Vergleichsperiode um € 2,9 Mio. auf € 28,4 Mio. gestiegen. Der Materialaufwand ist aufgrund eines geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln um € 0,7 Mio. bzw. 35,8 Prozent auf € 1,3 Mio. gesunken. Dem steht die Erhöhung des Personalaufwands um 8,7 Prozent gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 3,0 Mio. gestiegen, wobei höheren Aufwendungen für Marketing, Miete und Pacht und der Auflösung einer Vorsorge in der Vergleichsperiode (€ +2,1 Mio.) niedrigere Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsaufwendungen, Instandhaltungen und Transportaufwendungen gegenüberstehen. Die Abschreibungen sind um 0,2 Prozent auf € 8,3 Mio. gesunken. Die internen Aufwendungen in Höhe von € 26,3 Mio. sind aufgrund höherer vom Segment Handling bezogener Leistungen im Zusammenhang mit der Erbringung der Passagier- und Gepäckkontrolle um € 1,5 Mio. gestiegen. Das Segment EBITDA beläuft sich für die Berichtsperiode auf € 25,9 Mio. (1. Quartal 2010: € 23,7 Mio.) und das Segment EBIT auf € 17,5 Mio. (1. Quartal 2010: € 15,4 Mio.).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Das Segment konnte in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 39,8 Mio. (1. Quartal 2010: € 39,9 Mio.) erzielen, was einem Rückgang von € 0,1 Mio. oder 0,3 Prozent entspricht.

Die externen Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung waren mit € 26,8 Mio. um 0,7 Prozent niedriger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf geringere Erträge aus Einzelleistungen aufgrund des milderen Winters 2011 zurückzuführen. Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung konnten um € 0,1 Mio. oder 3,5 Prozent auf € 2,4 Mio. gesteigert werden, während die Umsätze aus der Frachtabfertigung um 2,1 Prozent auf € 7,9 Mio. gesunken sind. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Abfertigung hat sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,8 Prozentpunkte auf 89,3 Prozent verringert. Die Aufwendungen für Material verliefen mit € 3,0 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des um 8,3 Prozent höheren durchschnittlichen Personalstands hat sich der Personalaufwand um € 2,3 Mio. erhöht. Die Aufwendungen für Überstunden konnten dadurch jedoch im Vergleich zur Vergleichsperiode reduziert werden.

Die Erlöse im Bereich General Aviation (VAH) konnten aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung um € 0,2 Mio. auf € 1,8 Mio. gesteigert werden. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen erhöhte sich um 10,2 Prozent auf € 0,3 Mio. Der Personalaufwand befindet sich mit € 0,4 Mio. auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Die Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H konnte externe Umsätze in Höhe von € 0,8 Mio. erzielen (1. Quartal 2010: € 0,8 Mio.). Die Umsätze aus der Passagier- und Gepäckkontrolle stellen im Segment Handling interne Umsätze in Höhe von € 8,2 Mio. (1. Quartal 2010: € 6,5 Mio.) dar. Der Personalaufwand ist mit € 8,1 Mio. um € 1,5 Mio. oder 22,7 Prozent höher als in der Vergleichsperiode. Die Erhöhung ist auf den durchschnittlich um 244 Mitarbeiter höheren Personalstand zurückzuführen.

In Summe ist der Personalaufwand im Segment Handling um 3,8 Mio. angestiegen, die Abschreibungen sind um 7,3 Prozent gesunken, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zur Vergleichsperiode nahezu unverändert. Das Segment-EBITDA für die Berichtsperiode beläuft sich auf € 3,8 Mio. (1. Quartal 2010: € 7,7 Mio.), das Segment-EBIT verringerte sich um € 3,8 Mio. auf € 2,2 Mio.

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst neben den Bereichen Shopping, Gastronomie und Parkierung auch die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und verzeichnete in der Berichtsperiode externe Umsatzerlöse in Höhe von € 25,6 Mio. Das Plus von 14,8 Prozent resultiert aus den um 10,8 Prozent auf € 8,9 Mio. gestiegenen Parkerträgen sowie aus einer Steigerung der Vermietungserlöse um 0,5 Prozent. Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie wurden dank der positiven Verkehrsentwicklung und der Neuverhandlung von Mietverträgen um € 2,4 Mio. auf € 8,2 Mio. erhöht.

Der Materialaufwand ist vor allem aufgrund geringerer Aufwendungen zur Weiterverrechnung um € 0,2 Mio. gesunken, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,7 Mio. auf € 3,9 Mio. gestiegen sind. Der Personalaufwand reduzierte sich um 6,0 Prozent auf € 1,1 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen sind aufgrund der Weiterverrechnung von Kosten um € 1,1 Mio. auf € 7,2 Mio. gestiegen. In Summe konnte ein Segment-EBITDA in Höhe von € 17,3 Mio. (1. Quartal 2010: € 14,8 Mio.) und ein Segment-EBIT in Höhe von € 13,7 Mio. (1. Quartal 2010: € 11,2 Mio.) erwirtschaftet werden.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagementund Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

In der Berichtsperiode konnten externe Umsatzerlöse in Höhe von € 3,6 Mio. (1. Quartal 2010: € 3,2 Mio.) sowie interne Umsatzerlöse in Höhe von € 19,1 Mio. (1. Quartal 2010: € 18,8 Mio.) erzielt werden. Die anderen internen und externen Erträge reduzierten sich in Summe um € 1,0 Mio. auf € 1,7 Mio.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist im Vergleich zur Vergleichsperiode um € 0,1 Mio. auf € 7,0 Mio. angestiegen, was vorwiegend auf höhere Aufwendungen für Wärme (€ +0,5 Mio.) und geringere Aufwendungen für Strom (€ -0,3 Mio.) zurückzuführen ist. Der Personalaufwand verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um € 1,2 Mio. auf € 9,5 Mio., dies ist vorwiegend aufgrund der in der Vergleichsperiode noch nicht operativ tätigen Konzerntochter VIE-ÖBA GmbH zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber der Vergleichsperiode um € 1,0 Mio. auf € 3,1 Mio. gesunken. Diese positive Entwicklung ist auf gesunkene Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten, Instandhaltungen sowie Fremdleistungen zurückzuführen. Die internen Aufwendungen der sonstigen Segmente konnten um 9,6 Prozent auf € 1,9 Mio. gesenkt werden. In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 2,9 Mio. (1. Quartal 2010: € 3,4 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 0,4 Mio. (1. Quartal 2010: € 0,8 Mio.) ausgewiesen.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Veränderung
in T€ 1–3/2011 1–3/2010 in %
Umsatzerlöse 131.517,9 123.038,9 6,9
Sonstige betriebliche Erträge 3.744,1 4.324,4 -13,4
Betriebsleistung 135.261,9 127.363,3 6,2
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -12.157,1 -12.819,7 -5,2
Personalaufwand -58.187,8 -52.635,5 10,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.692,6 -18.203,6 13,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) 44.224,5 43.704,6 1,2
Abschreibungen -16.176,2 -16.341,9 -1,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 28.048,4 27.362,7 2,5
Zinsertrag 853,9 506,5 68,6
Zinsaufwand -3.216,7 -2.564,3 25,4
Sonstiges Finanzergebnis 10,4 10,8 -3,8
Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen -2.352,4 -2.047,0 14,9
Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen -53,9 -220,8 -75,6
Finanzergebnis -2.406,4 -2.267,7 6,1
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 25.642,0 25.094,9 2,2
Ertragsteuern -5.862,6 -6.219,7 -5,7
Periodenergebnis 19.779,4 18.875,2 4,8
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 19.779,9 18.876,2 4,8
Nicht beherrschende Anteile -0,6 -1,1 -44,6
Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert 0,94 0,90 4,4
Veränderung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung in T€ 1–3/2011 1–3/2010 in %
Periodenergebnis 19.779,4 18.875,2 4,8
Direkt im Eigenkapital erfasste
Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren -279,9 1.648,2 -117,0
Cash-Flow Hedge 165,9 -106,6 -255,7
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
verrechnete Posten 28,5 -385,4 -107,4
Sonstiges Ergebnis -85,5 1.156,2 -107,4
Gesamtergebnis 19.693,9 20.031,4 -1,7
davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 19.694,4 20.032,5 -1,7
Nicht beherrschende Anteile -0,6 -1,1 -44,6
Veränderung
Konzern-Bilanz in T€ 31.3.2011 31.12.2010 in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12.332,6 12.523,2 -1,5
Sachanlagen 1.558.555,7 1.538.593,1 1,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 138.318,6 139.366,2 -0,8
Beteiligungen an at equity bilanzierten
Unternehmen 108.419,9 108.485,8 -0,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.162,2 5.151,8 0,2
1.822.789,1 1.804.120,2 1,0
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.354,1 4.504,4 -3,3
Wertpapiere 64.071,2 64.351,0 -0,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 50.007,4 61.887,5 -19,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 169.745,0 63.632,7 166,8
288.177,6 194.375,6 48,3
Summe AKTIVA 2.110.966,7 1.998.495,7 5,6
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -981,0 -895,5 9,5
Einbehaltene Ergebnisse 573.074,2 553.294,3 3,6
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft
zurechenbar 842.420,6 822.726,1 2,4
Nicht beherrschende Anteile 232,2 232,8 -0,3
842.652,8 822.958,9 2,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen 105.475,5 104.342,5 1,1
Finanzverbindlichkeiten 894.421,0 794.112,9 12,6
Übrige Verbindlichkeiten 38.713,8 40.441,1 -4,3
Latente Steuerabgrenzung 18.347,8 17.037,4 7,7
Kurzfristige Schulden 1.056.958,1 955.934,0 10,6
Steuerrückstellungen 1.442,5 951,6 51,6
Übrige Rückstellungen 93.066,9 109.375,4 -14,9
Finanzverbindlichkeiten 104,9 204,0 -48,6
Lieferantenverbindlichkeiten 77.940,4 66.267,4 17,6
Übrige Verbindlichkeiten 38.801,2 42.804,5 -9,4
211.355,9 219.602,9 -3,8
Summe PASSIVA 2.110.966,7 1.998.495,7 5,6
Veränderung
Konzern-Geldflussrechnung in T€ 1–3/2011 1–3/2010 in %
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 42.901,5 54.922,5 -21,9
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang
(ohne Finanzanlagen) 40,1 6,5 516,5
- Auszahlungen für Anlagenzugang
(ohne Finanzanlagen) -37.038,2 -52.662,4 -29,7
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang 0,0 -68,4 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -36.998,1 -52.724,3 -29,8
+ Veränderung nicht beherrschende Anteile 0,0 -5,0 n.a.
+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 100.209,0 -718,1 n.a.
Netto-Geldfluss aus der
Finanzierungstätigkeit 100.209,0 -723,1 n.a.
Veränderung des Finanzmittelbestandes 106.112,3 1.475,1 n.a.
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 63.632,7 5.428,6 n.a.
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 169.745,0 6.903,7 n.a.

Den Gesellschaftern

der Muttergesellschaft zurechenbar
Nicht
Entwicklung des Summe Einbe- beherr
Konzern-Eigenkapitals Grund- Kapital- sonstige haltene schende
in T€ kapital rücklagen Rücklagen Ergebnisse Gesamt Anteile Gesamt
Stand zum 1.1.2010 152.670,0 117.657,3 4.646,9 519.554,7 794.528,9 263,6 794.792,4
Marktwertbewertung
von Wertpapieren 1.236,1 1.236,1 1.236,1
Cash-Flow Hedge -79,9 -79,9 -79,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 1.156,2 0,0 1.156,2 0,0 1.156,2
Periodenergebnis 18.876,2 18.876,2 -1,1 18.875,2
Gesamtergebnis 0,0 0,0 1.156,2 18.876,2 20.032,5 -1,1 20.031,4
Stand zum 31.3.2010 152.670,0 117.657,3 5.803,1 538.430,9 814.561,3 262,5 814.823,9
Stand zum 1.1.2011 152.670,0 117.657,3 -895,5 553.294,3 822.726,1 232,8 822.958,9
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -209,9 -209,9 -209,9
Cash-Flow Hedge 124,4 124,4 124,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -85,5 0,0 -85,5 0,0 -85,5
Periodenergebnis 19.779,9 19.779,9 -0,6 19.779,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -85,5 19.779,9 19.694,4 -0,6 19.693,9
Stand zum 31.3.2011 152.670,0 117.657,3 -981,0 573.074,2 842.420,6 232,2 842.652,8

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. März 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2010 gelesen werden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt, wie im Konzernabschluss 2010. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den ab 1. Jänner 2011 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig seit dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, die selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst.

Airport

Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebes, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.

Handling

Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

Sonstige Segmente

In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2011 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–3/2011 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 62.544,7 39.790,6 25.553,5 3.595,6 131.484,3
Interne Segmentumsätze 8.197,1 12.895,4 3.960,6 19.144,9
Segmentumsätze 70.741,8 52.686,0 29.514,1 22.740,5
Sonstige externe Umsätze1) 33,5
Konzernumsatz 131.517,9
Segmentergebnis 17.530,5 2.196,1 13.729,0 359,2 33.814,9
Sonstiges (nicht zuordenbar) -5.766,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 28.048,4

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2010 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–3/2010 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 57.433,6 39.902,5 22.259,2 3.242,2 122.837,5
Interne Segmentumsätze 7.240,3 11.818,4 3.562,5 18.788,0
Segmentumsätze 64.673,9 51.720,9 25.821,7 22.030,3
Sonstige externe Umsätze1) 201,4
Konzernumsatz 123.038,9
Segmentergebnis 15.372,9 5.983,1 11.164,1 843,1 33.363,2
Sonstiges (nicht zuordenbar) -6.000,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 27.362,7

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 1–3/2011 1–3/2010
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 33.814,9 33.363,2
Verwaltungsbereich
Umsatz 1.561,8 1.614,0
Sonstige betriebliche Erträge 286,5 259,0
Materialaufwand -232,1 -84,2
Personalaufwand -3.467,8 -3.419,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.846,4 -4.293,4
Abschreibungen -68,4 -76,7
Summe nicht zuordenbar -5.766,5 -6.000,5
Konzern-EBIT 28.048,4 27.362,7

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Angaben zum Segmentvermögen

in T€ 31.3.2011 31.12.2010
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.292.461,6 1.279.343,4
Handling 31.065,9 37.878,5
Retail & Properties 340.683,4 346.884,9
Sonstige Segmente 182.478,5 184.122,5
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.846.689,3 1.848.229,3
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung 955,7 1.010,0
Sonstige Finanzanlagen 4.552,6 4.564,5
Langfristige Forderungen 106,8 106,8
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 64.071,2 64.351,0
Vorräte 173,7 175,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,5 44,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 350,5 348,8
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 41,3 128,9
Forderungen an Finanzamt 14.689,7 8.609,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.764,3 3.931,8
Abgrenzungsposten 4.820,2 3.362,8
Zahlungsmittel und -äquivalente 169.745,0 63.632,7
Summe nicht zuordenbar 264.277,4 150.266,4
Konzernvermögen 2.110.966,7 1.998.495,7

(4) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

(5) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2010: vierzehn) und sieben ausländische (31.12.2010: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden vier inländische Unternehmen (31.12.2010: vier) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2010: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(6) Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden in den ersten drei Monaten 2011 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(7) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. März 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 10. Mai 2011

Der Vorstand

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 10. Mai 2011

Komm.Rat Ernest Gabmann Dr. Christoph Herbst Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Wenn Ihnen dieser Quartalsbericht gefällt, sollten Sie auch unseren Geschäftsbericht lesen.

Jetzt bestellen!

Investor Relations Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-mail: [email protected]

Impressum

Herausgeber: Flughafen Wien AG, Kommunikation · Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen, Telefon: +43/1/7007-23333, Telefax: +43/1/7007-23806

Investor Relations: Mag. Judit Helenyi, Telefon: +43/1/7007-23126, e-mail: [email protected] Mario Santi, Telefon: +43/1/7007-22826, e-mail: [email protected]

http://www.viennaairport.com · DVR: 008613 · Firmenbuchnummer: FN 42984 m · Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg · Druck: AV + Astoria Druckzentrum

www.viennaairport.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.