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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report May 31, 2011

756_rns_2011-05-31_779dc6c7-1aeb-4bb9-bd9f-524cf3813319.pdf

Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2011

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern 2011 Veränderung Pro-forma
Monetäre Werte in € Millionen 2010
Erfolgsrechnung 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Zinsüberschuss 884 3,0% 859
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -208 -35,9% -325
Provisionsüberschuss 357 6,0% 337
Handelsergebnis 123 -2,2% 126
Verwaltungsaufwendungen -753 7,6% -700
Periodenüberschuss vor Steuern 405 3,3% 392
Periodenüberschuss nach Steuern 305 -14,9% 359
Konzern-Periodenüberschuss 270 -19,1% 334
Bilanz 31.3. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 29.069 35,0% 21.532
Forderungen an Kunden 77.061 1,9% 75.657
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.047 10,1% 33.659
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 60.863 5,6% 57.633
Eigenkapital 10.672 2,6% 10.404
Bilanzsumme 139.463 6,3% 131.173
Kennzahlen 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Return on Equity vor Steuern 15,6% -0,9 PP 16,5%
Return on Equity nach Steuern 11,8% -3,4 PP 15,1%
Konzern-Return on Equity 11,6% -4,2 PP 15,8%
Cost/Income Ratio 56,2% 3,0 PP 53,1%
Return on Assets vor Steuern 1,20% 0,12 PP 1,08%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,16% -0,68 PP 1,84%
Bankspezifische Kennzahlen1 31.3. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 74.987 -0,8% 75.601
Gesamte Eigenmittel 12.574 -0,3% 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.560 -0,3% 7.585
Überdeckungsquote 66,3% 0,1 PP 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 8,9% 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,3% 0,1 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 9,7% 9,7%
Eigenmittelquote 13,3% 13,3%
Aktienkennzahlen 31.3. 31.3.
Gewinn je Aktie in € 1,13 -0,33 1,46
Kurs in € 39,16 11,3% 35,20
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 45,10 5,5% 42,75
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 38,16 25,0% 30,52
Anzahl der Aktien in Millionen 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen 7.656 11,3% 6.882
Ressourcen 31.3. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 59.945 0,3% 59.782
Geschäftsstellen 2.932 -1,0% 2.961

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.

Inhaltsverzeichnis

RBI im Überblick 3
RBI auf dem Kapitalmarkt 5
Geschäftsentwicklung 9
Entwicklung der Märkte 9
Finanz- und Ergebnisentwicklung 11
Ergebnis im Vorjahresvergleich 13
Ergebnis im Quartalsvergleich 18
Bilanzentwicklung 21
Ausblick unverändert 27
Segmentberichte 28
Segmente 28
Geschäftsbereiche 54
Konzernzwischenabschluss 60
Gesamtergebnisrechnung 60
Erfolgsentwicklung 62
Bilanz 63
Eigenkapitalveränderungsrechnung 64
Anhang 71

Impressum/Disclaimer 104

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit werden für das Jahr 2010 die Pro-forma-Zahlen der RBI dargestellt.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderung in den Tabellen basiert auf nicht gerundeten Werten.

RBI im Überblick

Die Raiffeisen Bank International (RBI) ist in 17 Märkten Zentral- und Osteuropas (CEE) über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen als Universalbank tätig. Rund 57.000 Mitarbeiter betreuen in dieser Region in rund 3.000 Geschäftsstellen rund 14 Millionen Kunden. In Österreich ist die RBI eine der ersten Adressen unter den Kommerz- und Investmentbanken. Darüber hinaus ist sie als einzige österreichische Bank nicht nur in den Welt-Finanzzentren, sondern mit Filialen und Repräsentanzen auch in den Wachstumsmärkten Asiens präsent. Insgesamt beschäftigt die RBI rund 60.000 Mitarbeiter.

Märkte der RBI in € Millionen Bilanzsumme Veränderung1 Geschäftsstellen Mitarbeiter Polen 6.832 -1,4% 116 3.153 Slowakei 8.940 -0,4% 157 3.769 Slowenien 1.685 4,6% 17 353 Tschechische Republik 8.358 5,7% 114 2.988 Ungarn 8.603 0,8% 144 3.262 Überleitung -25 -0,8% – – Segment Zentraleuropa 34.393 1,4% 548 13.525 Albanien 2.008 -0,1% 103 1.355 Bosnien und Herzegowina 2.143 4,4% 98 1.606 Bulgarien 3.668 -3,2% 190 3.223 Kroatien 5.577 -4,8% 84 2.174 Kosovo 703 4,4% 52 702 Rumänien 6.120 -1,7% 545 6.154 Serbien 2.060 -3,2% 84 1.792 Überleitung -31 -26,0% – – Segment Südosteuropa 22.247 -2,0% 1.156 17.006 Segment Russland 12.464 0,2% 196 8.638 Belarus 1.566 3,5% 98 2.217 Kasachstan 73 -2,2% 1 11 Ukraine 5.226 -5,7% 920 15.478 Überleitung 0 – – – Segment GUS Sonstige 6.864 -3,7% 1.019 17.706 Segment Group Corporates 20.602 -12,2% 8 Segment Group Markets 29.195 7,3% 4 Segment Corporate Center 41.809 53,8% 1 3.0702 Überleitung -28.112 22,8% – Gesamt 139.463 6,3% 2.932 59.945

1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2010. Die Veränderung in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.

2 Eine Zuordnung der Mitarbeiter zu den Segmenten Group Corporates, Group Markets und Corporate Center ist nicht möglich.

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 – bis zum 12. Oktober 2010 als Aktie der Raiffeisen International – an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Erdbeben und Ölpreisentwicklung beeinflussen Märkte

In der ersten Hälfte des ersten Quartals 2011 führten insbesondere gute Unternehmensdaten und das positive globale Wirtschaftsumfeld auf den meisten Aktienmärkten zu weiteren Kursanstiegen. Das schwerste Erdbeben in Japan seit 140 Jahren und die darauf folgende atomare Krise führten Mitte März 2011 jedoch zum stärksten Kursrückgang seit acht Monaten. Nachdem deutlich wurde, dass die Folgen dieser Ereignisse für die Weltwirtschaft überschaubar bleiben dürften, erholten sich die Märkte bis zum Ende des Quartals aber wieder deutlich.

Mit der Inanspruchnahme des europäischen Rettungsschirms durch Portugal setzte sich die Staatsschuldenkrise in Europa fort. Auf den Finanzmärkten führte dies jedoch nicht mehr zu größeren Irritationen. Für Verunsicherung sorgte hingegen der kontinuierliche Anstieg des Ölpreises aufgrund der Proteste im Nahen Osten, vor allem auf der arabischen Halbinsel, und der politischen Unruhen in Libyen.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Entwicklung der RBI-Aktie

Die Aktie der RBI entwickelte sich im ersten Quartal 2011 trotz der zahlreichen negativen Einflüsse relativ stabil. Am 9. Februar erreichte sie mit € 45,10 ihren höchsten Stand in diesem Quartal. Der niedrigste Stand wurde mit € 38,16 am 16. März verzeichnet. Dieser Rückgang resultierte vor allem aus der gestiegenen Volatilität der Märkte nach dem Erdbeben in Japan und der anschließenden nuklearen Katastrophe.

Mit Schlusskursen von € 41,00 am 31. Dezember 2010 und € 39,16 am 31. März 2011 verzeichnete die Aktie der RBI im ersten Quartal 2011 insgesamt einen Rückgang von 4,5 Prozent. Der ATX ging im selben Zeitraum um 0,8 Prozent zurück, während sich der EURO STOXX Banks mit plus 7,0 Prozent positiv entwickelte. Nach dem 31. März fiel die Aktie der RBI weiter und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 23. Mai bei € 36,31. Damit ging sie zwischen dem Beginn des ersten Quartals und dem Redaktionsschluss um insgesamt 11,5 Prozent zurück.

Raiffeisen Bank International ATX (relativ zu RBI) EURO STOXX Banks (relativ zu RBI)

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Im Lauf des ersten Quartals 2011 nahm das Investor Relations Team an Roadshows in New York, Singapur, London, Zürich sowie Kitzbühel teil, um den Informationsbedarf der zahlreichen an RBI interessierten Investoren und Analysten abzudecken. Group Investor Relations ist dabei seit der Fusion neben der Betreuung von Aktienanlegern und -analysten nun auch für die Kontaktpflege zu Anleiheninvestoren und -analysten verantwortlich. Aus diesem Grund wendeten sich die erwähnten Roadshows vor dem Hintergrund der zwei im ersten Quartal erfolgreich platzierten Benchmark-Emissionen über jeweils € 1 Milliarde auch an diese Zielgruppe.

Die erste große Veranstaltung im ersten Quartal war – abgesehen von direkten Gesprächen mit Analysten und Investoren – eine Telefonkonferenz zur Erläuterung von Details zur Akquisition der Polbank mit rund 130 Teilnehmern am 4. Februar 2011.

Ein weiterer Meilenstein war im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010 die RBI Investor Presentation in London am 11. April 2011. Mitglieder des Vorstands sowie das Investor Relations Team stellten sich den zahlreichen Fragen von mehr als 110 Eigenkapital-, Fremdkapital- und Rating-Analysten sowie Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern. Im Anschluss an diese Veranstaltung wurden weitere Roadshows in Paris, Stockholm und Helsinki abgehalten.

Die RBI ist bemüht, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie seit Anfang 2010 auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtige Veranstaltungen als so genannte Webcasts online bereit. Sie können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen abgerufen werden.

Aktienkennzahlen

Kurs zum 31. März 2011 € 39,16
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im ersten Quartal 2011 € 45,10 / € 38,16
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 31. März 2011 € 1,13
Marktkapitalisierung zum 31. März 2011 € 7,656 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2011 245.842 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2011 € 648 Millionen
Streubesitz zum 31. März 2011 21,5%

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2011 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Individual-Rating
Moody's Investors Service A1 P-1 stable D+
Standard & Poor's A A-1 negative n/a
Fitch Ratings A F1 stable C

Finanzkalender 2011

8. Juni Hauptversammlung
16. Juni Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
11. August Beginn der Quiet Period
25. August Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
10. November Beginn der Quiet Period
24. November Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Group Investor Relations

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71707 2089 Telefax: +43-1-71707 2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien Österreich

Geschäftsentwicklung

Entwicklung der Märkte

Rückkehr auf den Konvergenzpfad

Die wirtschaftliche Erholung nach der Finanzkrise setzte sich im ersten Quartal 2011 fort. Bereits 2010 hatten weite Teile Europas nach einer Phase der Rezession wieder positive Wachstumsraten ausgewiesen. Dabei bestanden jedoch sowohl innerhalb der Eurozone wie auch in Zentral- und Osteuropa (CEE) deutliche Unterschiede in der Entwicklung. Für 2011 sowie 2012 wird von einer anhaltenden Verbesserung des Wachstums in CEE ausgegangen und eine Wachstumsdifferenz zwischen CEE und der Eurozone von etwa 2 Prozentpunkten pro Jahr prognostiziert.

Die am weitesten entwickelten Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa (Polen, Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik sowie Ungarn) verbuchten 2010 bereits ein Wachstum von annualisiert 3,0 Prozent. Während Polen, eines der wenigen Länder, die auch während der Wirtschaftskrise Wachstum aufgewiesen hatten, mit 4,0 Prozent pro Jahr ein Wachstumsmotor in Zentraleuropa blieb, wuchs die Wirtschaft in Ungarn, Slowenien und zum Teil auch in der Tschechischen Republik deutlich schwächer. Hervorgerufen wurde dies durch Sparmaßnahmen und eine weiterhin schwache Inlandsnachfrage. Für 2011 und 2012 ist in Zentraleuropa aber von einer anhaltenden Verbesserung der Wirtschaftslage auszugehen. Dabei sollte sich das Wachstum gleichmäßiger über alle Länder verteilen.

Südosteuropa musste als Gesamtregion auch 2010 noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent pro Jahr hinnehmen. Dabei verringerte sich die Wirtschaftsleistung Kroatiens und Rumäniens weiterhin, während Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina ein geringes Wachstum generierten. Lediglich Albanien, das ohne Rezession durch die Finanzkrise gekommen war, erreichte ein stattliches Wachstum von 3,9 Prozent pro Jahr. 2011 dürfte sich Südosteuropa laut Prognosen endgültig aus der Rezession verabschieden, auch wenn das Wachstum mit 1,8 Prozent deutlich unter dem Potenzialwachstum bleiben dürfte. Für 2012 wird eine weitere Erholung auf jährlich 3,4 Prozent und damit eine Rückkehr zum Konvergenzprozess erwartet.

Dank steigender Öl- und Rohstoffpreise zeigte Russland 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 4 Prozent pro Jahr eine kräftige Erholung. Auch die anderen Länder der GUS – Belarus sowie die Ukraine – erwirtschafteten Wachstumsraten von 7,6 Prozent bzw. 4,2 Prozent. Das Wachstum in der Ukraine beinhaltet allerdings einen hohen Basiseffekt, nachdem die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 14,8 Prozent geschrumpft war. Auch das Wachstum in Belarus ist zu relativieren, da die Zahlungsfähigkeit des Landes aufgrund der gesunkenen Devisenreserven vor Herausforderungen steht. Dennoch ist in den Jahren 2011 und 2012 für die GUS weiterhin ein robustes Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent pro Jahr zu erwarten.

Auswirkungen auf den Bankensektor

Der Bankensektor in CEE ist angesichts weiterhin hoher Kreditausfallraten nach wie vor in einer schwierigen Phase. Während die Bankenaktiva während des Booms vor der Krise noch kräftig gewachsen waren, kam es 2010 zu einer Stagnation bzw. zu einem leichten Rückgang. Dies traf vor allem auf die Kredite zu, bei deren Vergabe sich die Banken deutlich zurückhielten. Dennoch sollte auch der Bankensektor in den kommenden Jahren zum langfristigen Wachstumspfad zurückkehren. Die Wachstumsraten dürften dabei allerdings hinter jenen der Boomphase zurückbleiben. Dies ist im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung mittel- bis langfristig jedoch positiv zu sehen, da eine Überhitzung damit unwahrscheinlicher wird.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Die RBI startete gut in ihr erstes volles Geschäftsjahr in der neuen Struktur nach der Fusion. Aus Vergleichs- und Transparenzgründen werden im vorliegenden Bericht für das erste Quartal 2010 die Proforma-Vergleichswerte herangezogen. Vor dem Hintergrund leicht verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den Kernmärkten war das Ergebnis erneut von einer deutlichen Reduktion der Kreditrisikovorsorgen bei leicht höheren operativen Erträgen gekennzeichnet. Die Ergebnisse aus Wertpapierinvestments gingen im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres signifikant zurück. Ergebnisbelastend wirkten sich auch die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sowie die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn aus. Die für das erste Quartal ausgewiesenen Steuern waren wegen latenter Steueraufwendungen überproportional hoch.

Betriebserträge gestiegen, Betriebsergebnis rückläufig

Trotz um 2 Prozent höherer Betriebserträge reduzierte sich das Betriebsergebnis in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 5 Prozent oder € 29 Millionen auf € 588 Millionen. Wesentliche Gründe dafür waren ein – insbesondere durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten hervorgerufener – Anstieg bei den Verwaltungsaufwendungen sowie Bankenabgaben in Österreich und Ungarn von insgesamt € 34 Millionen, die im Vergleichszeitraum noch nicht angefallen waren.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 36 Prozent gefallen

Im ersten Quartal 2011 wurde ein weiterer Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 36 Prozent auf € 208 Millionen verzeichnet. In absoluten Beträgen fiel dieser in Russland, Zentraleuropa und GUS Sonstige am deutlichsten aus. Die verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen kamen speziell dem Geschäftsbereich Corporate Customers zugute, in dem sich die Nettodotierungen auf € 75 Millionen mehr als halbierten.

Stand an Non-Performing Loans gesunken

Die Wachstumsdynamik der notleidenden Kredite schwächte sich im Verlauf der letzten Quartale ab und der Trend zeigt in die richtige Richtung. Im ersten Quartal 2011 gingen die Non-Performing Loans im Vergleich zum Jahresende um € 161 Millionen auf € 6.629 Millionen in fast allen Segmenten zurück. Eine Ausnahme bildet Kroatien, wo es durch einige Einzelfälle bei Großkunden zu einem Anstieg kam.

Die Non-Performing Loan Ratio (das ist der Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) ging im Vergleich zum Jahresende 2010 um 0,4 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent zurück. Die Coverage Ratio (Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den Non-Performing Loans) verbesserte sich um 2 Prozentpunkte auf 68,3 Prozent.

Periodenüberschuss vor Steuern um 3 Prozent gewachsen

In Summe stieg das Ergebnis vor Steuern im Vorjahresvergleich um € 13 Millionen auf € 405 Millionen. Da die niedrigeren Ergebnisse aus Finanzinvestitionen durch die geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen kompensiert wurden, beruhte das leichte Plus auf dem höheren Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten.

Konzernergebnis durch latente Steuern belastet

Aufgrund der höheren Steuerbelastung ging der Periodenüberschuss nach Steuern gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von € 359 Millionen auf € 305 Millionen zurück. Der starke Anstieg der Steuerbelastung auf € 100 Millionen lässt sich großteils durch latente Steueraufwendungen auf Bewertungsergebnisse erklären. Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf € 270 Millionen und lag damit um 19 Prozent oder € 64 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie betrug im ersten Quartal 2011 € 1,13 nach € 1,46 in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Return on Equity vor Steuern bei 15,6 Prozent

Trotz eines leichten Anstiegs im Periodenergebnis vor Steuern war ein geringfügiger Rückgang der Rentabilitätskennzahlen zu verzeichnen: Der Return on Equity vor Steuern betrug zum Ende des ersten Quartals 15,6 Prozent und lag damit um 0,9 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2010 (16,5 Prozent). Dies lag an der durch Gewinnthesaurierungen gegenüber dem Vergleichszeitraum gestiegenen Eigenkapitalbasis. Das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital stieg um 10 Prozent auf € 10,4 Milliarden.

Zuwachs der Bilanzsumme um 6 Prozent

Seit Jahresbeginn wuchs die Bilanzsumme der RBI um 6 Prozent oder € 8,3 Milliarden auf € 139,5 Milliarden. Währungseffekte reduzierten die Bilanzsumme dabei um rund 1 Prozent. Aktivseitig ergaben sich die Zuwächse durch eine Erhöhung der kurzfristigen Bankforderungen durch Repo-Transaktionen, durch die der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute um € 7,5 Milliarden stieg. Die Forderungen an Kunden wuchsen abzüglich der Kreditrisikovorsorgen um € 1,4 Milliarden, was überwiegend auf Kreditvergaben an Großkunden zurückging. Passivseitig verteilte sich der Zuwachs auf drei Bilanzposten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wuchsen durch kurzfristige Einlagen um € 3,4 Milliarden, und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um € 3,2 Milliarden. Der Anstieg war überwiegend auf kurzfristige Einlagen von Firmenkunden zurückzuführen. Darüber hinaus stiegen die verbrieften Verbindlichkeiten um € 2,4 Milliarden, hervorgerufen durch zwei Benchmark-Transaktionen, die im Rahmen des RBI-Emissionsprogramms emittiert wurden. Die Loan/Deposit Ratio, also die Deckung der Kundenkredite mit entsprechenden Einlagen, ging gegenüber dem Jahresende 2010 um 4 Prozentpunkte auf 127 Prozent zurück.

Eigenkapital steigt durch Periodenergebnis um 3 Prozent

Das Eigenkapital inklusive Fremdanteile stieg gegenüber Jahresbeginn um 3 Prozent oder € 268 Millionen auf € 10.672 Millionen. Darin ist der Periodengewinn nach Steuern von € 305 Millionen bereits enthalten. Vermindert wurde das Eigenkapital durch die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Bewertungsergebnisse des Cash-Flow Hedge.

Ergebnis im Vorjahresvergleich

Im Berichtszeitraum wurden vier Tochterunternehmen (Q1/2010: 40) aufgrund von Unwesentlichkeit endkonsolidiert. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, weil die Veränderungen auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung keinen wesentlichen Einfluss hatten. Die Währungsschwankungen in den CEE-Ländern beeinflussten die Erfolgsposten weniger stark als in vorangegangenen Perioden. Die der Erfolgsrechnung zugrunde liegenden Durchschnittskurse zeigten dabei folgende Entwicklung: Die tschechische Krone wertete um 6 Prozent, der russische Rubel um 2 Prozent und die ukrainische Hryvna um 1 Prozent auf. Umgekehrt werteten der serbische Dinar um 6 Prozent, der belarussische Rubel um 3 Prozent und der rumänische Leu sowie die kroatische Kuna um je 2 Prozent ab.

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 Pro-forma
1.1.-31.3.2010
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 884 859 26 3,0%
Provisionsüberschuss 357 337 20 6,0%
Handelsergebnis 123 126 -3 -2,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -24 -5 -19 420,5%
Betriebserträge 1.341 1.317 24 1,8%
Personalaufwand -380 -346 -34 9,8%
Sachaufwand -287 -279 -8 2,9%
Abschreibungen -86 -75 -11 14,8%
Verwaltungsaufwendungen -753 -700 -53 7,6%
Betriebsergebnis 588 617 -29 -4,7%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3 Prozent oder € 26 Millionen auf € 884 Millionen. Er lieferte mit 66 Prozent den wichtigsten Beitrag zu den Betriebserträgen.

Die Nettozinsspanne (Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme) stieg um 25 Basispunkte auf 2,61 Prozent. Die Zinsmargen stiegen – mit Ausnahme von GUS Sonstige – in allen Segmenten. Das Zinsergebnis in der Ukraine verzeichnete aufgrund einer Methodenänderung bei der Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen einen Rückgang. Der größte Margenanstieg fand aufgrund besserer Refinanzierung in Russland statt. Die Forderungen an Kunden stiegen im Jahresabstand konzernweit um 1 Prozent oder € 988 Millionen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6 Prozent oder € 20 Millionen auf € 357 Millionen. Den größten Beitrag dazu lieferte aufgrund höherer

Transaktionsvolumina in der Tschechischen Republik und der Ukraine das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das um 6 Prozent oder € 8 Millionen auf € 141 Millionen stieg. Positiv entwickelte sich auch das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft mit einem Anstieg von 11 Prozent oder € 7 Millionen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft verzeichnete aufgrund verstärkter Geschäftsaktivitäten einen Anstieg von 7 Prozent oder € 5 Millionen. Auch das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds steigerte sich um 9 Prozent. Das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten stieg – großteils in Ungarn – um 13 Prozent oder € 1 Million. Demgegenüber ging das Ergebnis aus dem Kreditderivatgeschäft wegen geringerer Bestandsprovisionen im Rahmen von Wertpapiergeschäften um € 1 Million zurück. Das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen stieg aufgrund gestiegener Erträge aus Tresor- und Beratungsleistungen um 29 Prozent auf € 20 Millionen.

Struktur der Betriebserträge

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis ging gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 3 Millionen auf € 123 Millionen leicht zurück.

Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verringerte sich um € 99 Millionen, hervorgerufen durch ein aufgrund des Anstiegs der Zinskurve geringeres Bewertungsergebnis aus Währungs- und Zinsswaps. Insbesondere in Russland lag das Ergebnis hier unter dem Vergleichswert des Vorjahres, der durch Wertaufholungen bei Zinsprodukten überdurchschnittlich hoch gewesen war. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft entwickelte sich gegenläufig und stieg um € 23 Millionen oder 136 Prozent. In den einzelnen Ländern zeichnete sich dabei eine unterschiedliche Entwicklung ab. Am stärksten stieg das Ergebnis in Ungarn und Russland, in Ungarn durch Bewertungsgewinne aus Fremdwährungsfinanzinstrumenten verursacht, in Russland durch Bewertungsgewinne aus

Devisentransaktionen. Das Ergebnis aus dem Kreditderivatgeschäft verringerte sich aufgrund von Bewertungsverlusten für Credit Default Swaps um € 6 Millionen. Das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft stieg – großteils aufgrund von Bewertungsgewinnen bei Kapitalgarantien infolge eines höheren Zinsniveaus – um € 46 Millionen auf € 25 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis verschlechterte sich von minus € 5 Millionen im ersten Quartal 2010 auf minus € 24 Millionen in der Berichtsperiode. Der Hauptgrund dafür lag in den Bankensonderabgaben von € 34 Millionen in Österreich (€ 23 Millionen) und Ungarn (€ 11 Millionen). Die Nettoerlöse bankfremder Tätigkeiten leisteten mit einer Steigerung von € 5 Millionen auf € 10 Millionen hingegen einen positiven Beitrag.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Prozent oder € 53 Millionen auf € 753 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich dadurch gegenüber der Vorjahresperiode um 3 Prozentpunkte auf 56,2 Prozent.

Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich der Personalaufwand – er ist mit einem Anteil von 51 Prozent der größte Posten unter den Verwaltungsaufwendungen – um 10 Prozent oder € 34 Millionen.

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

In der Tschechischen Republik stieg die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter durch den Ausbau des Filialnetzes, was zwangsläufig zu einem höheren Personalaufwand führte. Aufgrund gesetzlicher Änderungen bei den Sozialabgaben stieg der Personalaufwand auch in der Slowakei und in Russland. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich auf 59.842 und lag damit um 856 Personen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Der Sachaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Prozent oder € 8 Millionen. Die größten Steigerungen ergaben sich hier beim IT-Aufwand (plus 22 Prozent), beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (plus 33 Prozent) und beim Raumaufwand (plus 4 Prozent). Der Kreis der Geschäftsstellen wurde im Vergleich zum 31. März 2010 um 33 auf 2.932 reduziert. Die größten Rückgänge

verzeichneten die Ukraine (minus 18), Serbien (minus 15), Russland (minus 13) und Bulgarien (minus 7). Demgegenüber stieg die Anzahl der Geschäftsstellen in Rumänien (plus 3), der Tschechischen Republik (plus 3), Belarus (plus 2) und der Slowakei (plus 1).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 15 Prozent oder € 11 Millionen auf € 86 Millionen. Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von € 6 Millionen auf € 34 Millionen war größtenteils auf die durch die Implementierung neuer Software verursachte Verkürzung der Nutzungsdauer der zu ersetzenden Systeme zurückzuführen.

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 Pro-forma
1.1.-31.3.2010
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Betriebsergebnis 588 617 -29 -4,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -208 -325 117 -35,9%
Übrige Ergebnisse 25 100 -75 -74,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 405 392 13 3,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -100 -33 -67 200,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 305 359 -53 -14,9%
-35 -25 -10 40,1%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In den ersten drei Monaten 2011 wurden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 208 Millionen vorgenommen. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 36 Prozent oder

€ 117 Millionen im Vergleich zur Vorjahresperiode (€ 325 Millionen). In diesem Posten waren auch Erlöse aus dem Verkauf von Krediten in Höhe von € 2 Millionen enthalten.

Die Gründe für den Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen lagen vor allem in günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in der Verbesserung der Bonität der Kreditnehmer und den dadurch niedrigeren Ausfallquoten. Darüber hinaus hatte die RBI bereits während der Finanzund Wirtschaftskrise aktive Maßnahmen zur Stabilisierung und Qualitätsverbesserung des Kreditportfolios eingeleitet, so etwa gezielte Restrukturierungen von Krediten.

Von den Nettodotierungen entfielen € 217 Millionen auf Einzelwertberichtigungen, die somit um € 42 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres blieben. Vor allem für Kommerzkunden mussten geringere Vorsorgen getroffen werden als in der Vergleichsperiode. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen wurden im ersten Quartal 2011 € 6 Millionen aufgelöst, wovon vor allem der Privatkundenbereich betroffen war. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren hingegen Portfolio-Wertberichtigungen von netto € 66 Millionen neu dotiert worden.

Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch in der Neubildungsquote – sie setzt die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – wider, die gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 0,68 Prozentpunkte auf 1,16 Prozent zurückging. Zum Jahresende 2010 hatte sie 1,66 Prozent betragen.

Der Stand der notleidenden Kredite belief sich zum 31. März 2011 auf € 6.629 Millionen und war damit erstmals seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise und selbst unter Berücksichtigung der Währungseffekte rückläufig. Die NPL Ratio – das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den Forderungen an Kunden – verbesserte sich seit dem Jahresultimo um 0,4 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 4.530 Millionen gegenüber. Dies ergibt eine Deckungsquote von 68,3 Prozent, die damit um 2 Prozentpunkte besser ausfällt als zum Jahresende 2010.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, bestehend aus dem Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen, war in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres mit minus 75 Prozent stark rückläufig. Der Grund dafür lag vor allem im Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das von einer volatilen Komponente – den marktbewerteten Wertpapieren – dominiert wird. Im ersten Quartal 2010 hatte die Erholung der Märkte nach den Krisenjahren zu einem – vor allem durch das gute Bewertungsergebnis von marktbewerteten Wertpapieren (€ 132 Millionen) bestimmten – Finanzergebnis von € 141 Millionen geführt. Demgegenüber war das erste Quartal 2011 durch leicht steigende Spreads und daraus resultierende geringere Bewertungsgewinne geprägt. Das Ergebnis belief sich auf € 25 Millionen. Davon entfielen € 8 Millionen auf das durch den Anstieg der langfristigen Zinsen beeinflusste Bewertungsergebnis von marktbewerteten Wertpapieren.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten drehte durch Bewertungsgewinne bei Bankbuch-Derivaten von minus € 45 Millionen im Vorjahr auf € 3 Millionen.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen – vier Tochterunternehmen schieden aufgrund von Unwesentlichkeit aus dem Konsolidierungskreis aus – betrug im ersten Quartal 2011 € 3 Millionen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres hatte die Endkonsolidierung von 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen ein Ergebnis von € 5 Millionen erbracht.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In der Berichtsperiode fiel ein Steueraufwand von € 100 Millionen an, während die Steuern vom Einkommen und Ertrag in der Vergleichsperiode des Vorjahres mit € 33 Millionen ausgewiesen worden waren. Diese deutliche Erhöhung lag vor allem an den latenten Steuern. So waren im ersten Quartal 2010 positive latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen von Derivaten und eigenen Emissionen zwischen IFRS- und Steuerbilanz aktiviert worden, im ersten Quartal 2011 hingegen wurde ein latenter Steueraufwand auf Bewertungsgewinne – vor allem solche aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten (Fair Value Option) – gebucht.

Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q1/2011 Pro-forma
Q4/2010
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 884 871 13 1,6%
Provisionsüberschuss 357 403 -46 -11,3%
Handelsergebnis 123 70 53 76,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -24 11 -35
Betriebserträge 1.341 1.355 -14 -1,0%
Personalaufwand -380 -395 15 -3,8%
Sachaufwand -287 -334 47 -14,1%
Abschreibungen -86 -98 12 -12,2%
Verwaltungsaufwendungen -753 -827 74 -8,9%
Betriebsergebnis 588 528 60 11,4%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss stieg im Quartalsvergleich um 2 Prozent oder € 13 Millionen. Er wuchs vor allem in der Ukraine aufgrund des geringeren Zinsüberschusses im vierten Quartal, verursacht durch die Methodenänderung bei der Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen. Weiters stieg der Zinsüberschuss in Russland, hier wegen höherer Volumina und besserer Refinanzierung. Die Zinsmarge stieg konzernweit um 7 Basispunkte auf 2,61 Prozent.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss sank im Quartalsvergleich um 11 Prozent oder € 46 Millionen. Hier entwickelte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr in allen Segmenten saisonal rückläufig. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft sank in den Segmenten Group Markets und Russland. Auch das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten und Edelmetallgeschäft verzeichnete saisonal bedingt einen Rückgang.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis wuchs aufgrund der positiven Bewertungseffekte im zinsbezogenen Geschäft im Quartalsvergleich um € 53 Millionen. Das Zinsniveau erhöhte sich im ersten Quartal 2011 nur leicht während im Vorquartal der starke Anstieg des Zinsniveaus zu Bewertungsverlusten insbesondere bei Zinsderivaten führte.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis ging gegenüber dem Vorquartal um € 35 Millionen auf minus € 24 Millionen zurück. Dieser Rückgang wurde überwiegend durch die in Österreich eingeführte Bankenstabilitätsabgabe verursacht, welche die RBI AG mit € 23 Millionen belastete.

Verwaltungsaufwendungen

Im Quartalsvergleich ist vor allem die Saisonalität der verschiedenen Aufwandskategorien zu berücksichtigen. So sind die Aufwendungen im vierten Quartal aufgrund von abweichenden unterjährigen Abgrenzungen bzw. höheren Endabrechnungen zum Jahresende generell höher als in den ersten drei Quartalen des Jahres.

Der Personalaufwand lag mit € 380 Millionen um € 15 Millionen oder 4 Prozent unter jenem des vierten Quartals 2010, was auf die saisonal bedingten Spitzen im vierten Quartal und auf entsprechend höhere Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen zurückzuführen war. Die Sozialabgaben stiegen hingegen im ersten Quartal 2011 hauptsächlich aufgrund gesetzlicher Änderungen in der russischen Konzerneinheit.

Der Sachaufwand ging um € 47 Millionen oder 14 Prozent auf € 287 Millionen zurück, wovon fast alle Aufwandsposten betroffen waren. Besonders hohe Rückgänge wurden im Rechts- und Beratungsaufwand (minus € 10 Millionen) und im Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus € 15 Millionen) verzeichnet. Im vierten Quartal 2010 waren im Rechts- und Beratungsaufwand Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung enthalten gewesen. Eine leichte Erhöhung zeigte sich in den Aufwendungen für die Einlagensicherung, der Raumaufwand blieb mit € 84 Millionen auf dem Niveau des vierten Quartals 2010.

in € Millionen Q1/2011 Pro-forma
Q4/2010
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Betriebsergebnis 588 528 60 11,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -208 -281 73 25,8%
Übrige Ergebnisse 25 44 -18 -42,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 405 290 115 39,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -100 34 -134 -–
Periodenüberschuss nach Steuern 305 324 -19 -5,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -35 -20 -15 77,2%
Konzern-Periodenüberschuss 270 304 -34 -11,3%

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Seit Jahresbeginn zeigte sich ein Rückgang bei den notleidenden Krediten. Hauptverantwortlich dafür war eine verbesserte Rückzahlungsquote, hervorgerufen durch die günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Daraus folgte ein geringerer Bedarf an Kreditrisikovorsorgen.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen von € 281 Millionen im vierten Quartal 2010 auf € 208 Millionen im ersten Quartal 2011 deutlich zurück. Bei den einzelwertberichtigten Forderungen wurden um € 46 Millionen weniger dotiert als im Vorquartal. Von den Portfolio-Wertberichtigungen wurden im Quartalsvergleich € 26 Millionen aufgelöst. Aus dem Verkauf von Krediten resultierte ein um € 1 Million höherer Erlös.

Unter Berücksichtigung des Einmaleffekts infolge einer Methodenänderung bei der Berechnung der Zinsen auf wertberichtigte Forderungen in der ukrainischen Konzerneinheit (ergebnisneutraler Effekt durch gegengleiche Buchung bei den Kreditrisikovorsorgen), der zur Gänze im vierten Quartal 2010 angefallen war, wäre der Rückgang bei den Nettodotierungen im Quartalsvergleich noch deutlich höher ausgefallen.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse gingen im Quartalsvergleich von € 44 Millionen auf € 25 Millionen zurück. Insbesondere das darin enthaltene Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten fiel um € 40 Millionen auf € 3 Millionen. Verantwortlich dafür waren Bewertungsverluste von Kreditderivaten sowie ein geringeres Bewertungsergebnis aus Bankbuch-Derivaten.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen entwickelte sich nach dem vierten Quartal 2010, das durch ein schwieriges Marktumfeld und daraus resultierende Bewertungsverluste bei marktbewerteten Wertpapieren geprägt gewesen war, im ersten Quartal 2011 wieder positiv. Im vierten Quartal 2010 war das Ergebnis bei € 1 Million gelegen, wobei Bewertungsverluste aus marktbewerteten Wertpapieren von € 30 Millionen durch Veräußerungsgewinne großteils kompensiert worden waren. Im ersten Quartal 2011 wurde ein Ergebnis aus Finanzinvestitionen von € 25 Millionen generiert, in dem Bewertungsgewinne von € 8 Millionen enthalten waren. € 16 Millionen resultierten aus Veräußerungsgewinnen von marktbewerteten Wertpapieren sowie in einem geringeren Ausmaß von Unternehmensanteilen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren im Quartalsvergleich von den latenten Steuern geprägt. Im vierten Quartal 2010 hatte sich ein positiver Steuereffekt von € 34 Millionen ergeben. Er beruhte vor allem auf dem Ansatz aktiver latenter Steuern auf bisher noch unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge in der Konzernzentrale, die sich aus einer aktualisierten Mittelfristplanung ergaben, die von künftig aufrechenbaren steuerlichen Gewinnen ausgeht. Im ersten Quartal 2011 wurde hingegen ein latenter Steueraufwand auf Bewertungsgewinne gebucht, die vor allem aus der Fair Value Option stammen. Die Steuerquote lag im ersten Quartal 2011 somit bei 25 Prozent.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI betrug zum 31. März 2011 € 139,5 Milliarden. Damit lag sie um 6 Prozent oder € 8,3 Milliarden über dem Vergleichswert zum Jahresende 2010. Der Anstieg war aktivseitig von Zuwächsen bei Krediten an Banken und Kunden verursacht. Passivseitig stammte der Anstieg aus Einlagen von Banken und Kunden sowie aus verbrieften Verbindlichkeiten.

Die der Bilanz zugrunde liegenden Stichtagskurse entwickelten sich seit Jahresbeginn uneinheitlich: Der US-Dollar und die ukrainische Hyrvna werteten um jeweils 6 Prozent ab, und der belarussische Rubel gab um 8 Prozent nach, während der ungarische Forint um 4 Prozent, der rumänische Leu um 3 Prozent sowie die tschechische Krone und der serbische Dinar um je 2 Prozent aufwerteten. Insgesamt verminderten Währungseffekte die Bilanzsumme um rund 1 Prozent.

Aktiva

Die Aktivseite der Bilanz wird von den Forderungen an Kunden dominiert. Diese stiegen gegenüber dem Jahresultimo um € 1,4 Milliarden oder 2 Prozent auf € 77,1 Milliarden. Der Zuwachs an Krediten entfiel dabei auf Kommerzkunden, das Kreditvolumen belief sich hier auf € 54,4 Milliarden. Das Kreditvolumen an Retail-Kunden blieb hingegen mit € 20,9 Milliarden nahezu konstant. Das Verhältnis der Kundenkredite zu den Kundeneinlagen verbesserte sich gegenüber dem Jahresultimo um 4 Prozentpunkte auf 127 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen nur marginal auf € 4,8 Milliarden und betrafen überwiegend Kredite an Kunden.

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um € 7,5 Milliarden oder 35 Prozent auf € 29,1 Milliarden. Dieser Anstieg war vor allem auf die Vergabe kurzfristiger Kredite an Geschäftsbanken – und hier wiederum überwiegend auf Repo-Transaktionen – zurückzuführen.

Die Veranlagungen in Wertpapiere und Beteiligungen gingen seit dem Jahresende 2010 um € 0,7 Milliarden oder 3 Prozent auf € 27,0 Milliarden zurück. Dabei war in allen Wertpapierkategorien (Held-for-Trading, Held-to-Maturity und Available-for-Sale) eine Reduktion zu verzeichnen.

Die übrigen Aktiva, bestehend aus den Posten Barreserve, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Derivate sowie dem Restposten Sonstige Aktiva, blieben mit € 11,1 Milliarden nahezu unverändert.

Verbindlichkeiten

Struktur der Bilanzpassiva

Die Einlagen von Kunden stiegen um 6 Prozent oder € 3,2 Milliarden und somit stärker als die Kundenforderungen. Von den gesamten Kundeneinlagen in Höhe von € 60,9 Milliarden entfielen € 32,3 Milliarden auf Kommerzkunden, auf die der Einlagenzuwachs auch überwiegend zurückging. Der Anstieg war dabei überwiegend auf kurzfristige Einlagen von Firmenkunden zurückzuführen.

Das Refinanzierungsvolumen über Kreditinstitute betrug € 37,0 Milliarden, dies bedeutet einen Anstieg von € 3,4 Milliarden oder 10 Prozent gegenüber dem Jahresultimo 2010. Die Refinanzierung erfolgte großteils über kurzfristige Einlagen von Geschäftsbanken.

Die übrigen Passiva – sie umfassen verbriefte Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Handelspassiva, Derivate sowie den

Posten sonstige Passiva – betrugen € 26,9 Milliarden. Die verbrieften Verbindlichkeiten stiegen dabei um € 2,4 Milliarden auf € 18,9 Milliarden. In der Berichtsperiode wurden zwei Benchmark-Emissionen durch die Konzernzentrale im Volumen von insgesamt € 2 Milliarden begeben.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus Konzern-Eigenkapital, Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 3 Prozent oder € 268 Millionen auf € 10.672 Millionen.

Das Konzern-Eigenkapital, bestehend aus gezeichnetem Kapital, Partizipationskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, stieg um € 1.046 Millionen auf € 9.297 Millionen. Der Zuwachs in den Gewinnrücklagen war im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung in Höhe von € 1.087 Millionen bestimmt. Demgegenüber bewirkte das sonstige Ergebnis eine Reduktion um € 43 Millionen, deren wesentliche Komponente mit minus € 36 Millionen der Cash-Flow Hedge nach Abzug der Steuern war. Die Währungsdifferenzen (einschließlich Capital Hedge) fielen in der Berichtsperiode mit minus € 5 Millionen nur gering aus.

Der Konzern-Periodenüberschuss betrug € 270 Millionen. Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile stieg auf € 1,1 Milliarden, wofür ebenfalls das Periodenergebnis ausschlaggebend war.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG fielen seit Jahresultimo 2010 um € 34 Millionen auf € 12.574 Millionen per 31. März 2011. Nicht darin enthalten ist der Gewinn des laufenden Berichtszeitraums, da er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) stieg im ersten Quartal um € 30 Millionen auf € 9.236 Millionen. Verantwortlich für diesen Anstieg waren die nicht beherrschenden Anteile.

Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) fielen um € 56 Millionen auf € 3.310 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren auslaufende Tier-2-Emissionen der RBI AG und in der Tschechischen Republik.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) erhöhte sich um € 16 Millionen auf € 85 Millionen.

Den vorhandenen Eigenmitteln stand ein nahezu unverändertes Eigenmittelerfordernis gegenüber, das um € 25 Millionen auf € 7.560 Millionen zurückging. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko nahm davon mit 79 Prozent den größten Teil ein.

Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko sank um € 49 Millionen auf € 5.999 Millionen. Auf das im Standardansatz berechnete Erfordernis entfielen von dieser Reduktion € 30 Millionen, das auf internen Ratings basierende ging um € 19 Millionen zurück. Das Erfordernis für das Marktrisiko stieg um € 5 Millionen auf € 332 Millionen, jenes für die offenen Devisenpositionen um € 19 Millionen auf € 405 Millionen. Das Erfordernis für das operationelle Risiko ging um € 1 Million auf € 823 Millionen zurück.

Daraus ergab sich eine Eigenmittelüberdeckung von € 5.014 Millionen oder 66,3 Prozent; im Vergleich zum Jahresende 2010 bedeutete dies einen Rückgang von € 9 Millionen.

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – belief sich auf 12,3 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkt). Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – blieb konstant bei 9,7 Prozent. Die Eigenmittelquote blieb mit 13,3 Prozent ebenso unverändert. Die Core Tier 1 Ratio blieb mit 8,9 Prozent gleichfalls konstant.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement. Dieses ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Aktuelle Risikomanagement-Initiativen

Das Management notleidender Kredite war auch im ersten Quartal 2011 einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Maßnahmen und Ziele waren dabei die Verbesserung der Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Reporting der Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie ein rascher und effizienter Abbau des Bestands an notleidenden Krediten. Trotz der im langjährigen Vergleich weiterhin erhöhten Ausfallraten reduzierte sich das Volumen der notleidenden Kredite in der Berichtsperiode erstmals nach mehreren Jahren wieder leicht.

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios waren bereits 2009 eigene Kreditportfolio-Komitees eingerichtet worden. Diese dienen der Ausrichtung der jeweiligen Kreditrisikopolitik und Kreditportfolio-Strategien für unterschiedliche Kundengruppen. Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios bilden Analysen interner Research-Abteilungen und des Portfolio-Managements. Die Überwachung und laufende Feinanpassung der entsprechenden Limits wurde im Berichtszeitraum weiter intensiv verfolgt.

Der Erfolg dieser Steuerung zeigt sich darin, dass die RBI nahezu keine direkten Forderungen gegenüber Griechenland, Portugal und Irland aufweist. Aber auch die Nachhaltigkeit des Kundengeschäfts in diesen Ländern, das aus der Finanzierung internationaler Firmenkunden und aus dem Kapitalmarktgeschäft besteht, wird laufend auf potenzielle Auswirkungen der Staatsverschuldung der jeweiligen Staaten hin überprüft. Dies gilt auch für das politische und wirtschaftliche Risiko in den Ländern Nordafrikas und des Mittleren Ostens. Hier ist die RBI nur in geringem Umfang (z. B. durch Exportfinanzierungen) engagiert. Die wirtschaftspolitische Einschätzung für die zentral- und osteuropäischen Konvergenzstaaten fällt hingegen überwiegend positiv aus. Derzeit wird Belarus, das aufgrund seines Handelsbilanzdefizits einen hohen Abfluss von Devisenreserven zu verkraften hat, von Experten besonders beobachtet.

Detaillierte Kreditportfolio-Simulationen anhand unterschiedlicher volkswirtschaftlicher Szenarien sind der Schwerpunkt des aktuellen europaweiten Stresstests für Banken, den die European Banking Authority (EBA) koordiniert. Die RBI verwendet dazu sowohl im Retail- als auch im Non-Retail-Bereich interne Modelle zur Abschätzung der direkten und indirekten Effekte vorgegebener Krisenszenarien (z. B. BIP-Wachstumsraten, Währungskurse, Credit Spreads) auf potenzielle Kreditausfälle. Die Veröffentlichung der Ergebnisse durch die EBA ist auf Einzelbanken-Ebene für Juni 2011 geplant. Die Liquiditätsposition der RBI wird bei diesem Stresstest nicht separat bewertet, wurde aber bereits durch das im Berichtszeitraum durchgeführte und ebenfalls durch die EBA organisierte Liquidity Risk Assessment überprüft.

Auch abseits der Stresstests wurden im Risikomanagement verstärkt statistische Methoden zur Beurteilung von Kreditrisiken eingesetzt. Dies trifft sowohl auf die Weiterentwicklung des Corporate-Rating-Modells als auch auf die Berechnung des ökonomischen Kapitals für Kreditrisiken bei Retail-Kunden zu. Durch Einbeziehung der Erfahrungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden dabei wesentliche Verbesserungen in der Validierung und Modellierung erzielt.

Die Vergabe von Fremdwährungskrediten an Retail-Kunden wurde bereits in den vergangenen Jahren in mehreren Ländern stark reduziert oder gänzlich eingestellt. Eine aktuelle Initiative im Retail-Risikomanagement besteht darin, darüber hinaus Maßnahmen zu entwickeln, um insbesondere den Bestand an Fremdwährungskrediten in Schweizer Franken zu verringern.

Neben diesen Entwicklungen im Kreditrisikomanagement stehen weiterhin Maßnahmen zur Verringerung von Liquiditäts- und Transferrisiken im Fokus. So wurde im Berichtszeitraum ein neues Funds-Transfer-Pricing-Konzept (FTP) in der RBI ausgerollt. Das FTP dient zur Vereinbarung interner Verrechnungszinssätze zwischen Kundengruppen und dem Treasury, um die Profitabilität des Kredit- und Einlagengeschäfts bzw. des Eigengeschäfts korrekt zu berechnen. Es hat aber auch Einfluss auf das Pricing für Kundenkredite, wobei durch das neue Konzept sichergestellt wird, dass die Liquiditätskosten der Bank verursachergerecht weitergegeben werden.

Kapitaladäquanz (Basel II)

Der Anwendung und weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke. Darüber hinaus investiert die RBI weiterhin in die Verbesserung der Risikomanagement-Systeme. Dies betrifft etwa den Ausbau des im Risikomanagement verwendeten gemeinsamen Data-Warehouse, die Migration der Reporting-Plattform für die tägliche Liquiditätsübersicht und die Ablöse der technischen Lösung zur Sammlung von Verlustdaten aus operationellen Risiken. Die neuen Systeme wurden jeweils so ausgewählt, dass damit auch die erwarteten Anforderungen durch Basel III erfüllt werden können.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB) angewendet. Die Aufsichtsbehörden genehmigten der RBI AG und mehreren Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren, das Kreditrisiko von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie des öffentlichen Sektors nach dem IRB-Ansatz zu berechnen. Im Retail-Bereich kommt diese Methode neben der Slowakei auch in Ungarn zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden. Für die RBI ergibt sich daraus der Vorteil, dass Kreditportfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können.

Kreditrisiko Operationelles Risiko
Einheit Non-Retail Retail Marktrisiko
Raiffeisen Bank International AG, Wien IRB 1 n.a. Internes Modell 2 STA
(Österreich)
RBI Finance (USA) LLC, New York (USA) IRB STA 3 STA STA
Raiffeisenbank a.s., Prag (Tschechische IRB STA STA STA
Republik)
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (Ungarn) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (Malta) IRB STA STA STA
Tatra banka a.s., Bratislava (Slowakei) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (Rumänien) IRB STA STA STA
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (Kroa IRB 4 STA STA STA
tien)
Alle anderen Einheiten STA STA STA STA

1) IRB = auf internen Ratings basierender Ansatz

2) Nur für Risiko der offenen Devisenposition und allgemeines Zinsrisiko des Handelsbuchs

3) STA = Standard-Ansatz

4) Nur auf konsolidierter Ebene

.

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko für das Handelsbuch und die Fremdwährungsrisiken der RBI AG werden mittels internen Value-at-Risk-Modells (VaR) ermittelt. Für alle anderen Einheiten und die konsolidierte Fremdwährungsposition kommt der Standardansatz zur Anwendung. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Für die Zinsbindung notwendige Schlüsselannahmen werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und basierend auf internen Statistiken und Erfahrungswerten getroffen.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring-Prozess und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II wird derzeit der Standardansatz verwendet. Dies gilt für alle wesentlichen Konzerneinheiten.

Ausblick unverändert

Nach Abflauen der Krise und im Zug der sich nunmehr abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Erholung peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von 15 bis 20 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2011 planen wir ein merklich höheres Wachstum des Kundenkreditvolumens als im Vorjahr (2010: 4,3 Prozent). Dabei streben wir regional betrachtet den höchsten absoluten Zuwachs des Kundenkreditvolumens in CEE an.

Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Kundenkreditvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher. Durch den erfolgreichen Abschluss der Akquisition der Polbank wird das Segment Zentraleuropa gemessen am Kundenkreditvolumen weiter an Bedeutung gewinnen.

Betreffend das Kreditrisiko rechnen wir mittelfristig mit einem weiteren Rückgang der Neubildungsquote (Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva). Auf Basis der derzeitigen Markteinschätzung wird davon ausgegangen, dass die Non-performing Loan Ratio (Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) auf Konzernebene im zweiten Halbjahr 2011 ihren höchsten Stand erreichen wird.

Die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn werden im Jahr 2011 voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 130 Millionen (davon rund € 90 Millionen für Österreich und rund € 40 Millionen für Ungarn) führen.

Wir planen 2011 ein kapitalmarktbezogenes langfristiges Wholesale-Funding-Volumen von rund € 6,5 Milliarden, wovon bis Mitte Mai bereits € 3,6 Milliarden erfolgreich platziert wurden.

Die Anzahl der Geschäftsstellen soll für den Konzern im Jahr 2011 etwa stabil bleiben, wobei es aber in einzelnen Ländern weiterhin zu Optimierungen des Geschäftsstellennetzwerks kommen kann.

Segmentberichte

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert.

In Zentral- und Osteuropa (CEE) werden Segmente dabei anhand geografischer Regionen gebildet, denen die Konzerneinheiten nach ihrem Sitz zugeordnet werden. Länder, für die eine vergleichbare langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwartet wird und die einen vergleichbaren wirtschaftlichen Charakter aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Durch die Verschmelzung neu hinzugekommene Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt. Somit bilden die unterschiedlichen Segmente die Organisationsstruktur des Konzerns ab, die sich in der internen Berichterstattung an das Management widerspiegelt und dem im IFRS 8 verlangten Management-Ansatz entspricht.

Im Sinn einer größtmöglichen Transparenz sowie unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden sieben Segmente definiert, die eine übersichtliche Berichterstattung erlauben. Die Schwellenwerte liegen nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Ergebnis nach Steuern und Segmentvermögen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE. Gleichzeitig sind es jene Märkte, in denen die RBI bereits am längsten präsent ist. In Polen betreut die Raiffeisen Bank Polska S.A. neben Firmenkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben auch vermehrt vermögende Privatkunden. Die Tatra Banka, a.s. in der Slowakei, die im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Corporate und Retail Customers tätig ist, hat auch einen starken Fokus auf der Betreuung vermögender Privatkunden. In Slowenien ist der Konzern mit der Raiffeisen Banka d.d. vertreten, die sich insbesondere auf das Geschäft mit lokalen Kommerzkunden konzentriert. Die tschechische Raiffeisenbank a.s. agiert auf dem lokalen Markt mit klassischem Bankgeschäft und vermittelt darüber hinaus Bauspar- und Versicherungsprodukte. In Ungarn betreut die Raiffeisen Bank Zrt. mit einem dichten Vertriebsnetz neben Privatkunden und Klein- und Mittelbetrieben auch eine Vielzahl an Firmenkunden. Überdies ist die RBI durch die Direktbank ZUNO BANK AG in der Slowakei vertreten. In jedem Land werden zudem eigene Leasinggesellschaften betrieben.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, der Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien. Die albanische Raiffeisen Bank Sh.a. bietet Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen an, die Raiffeisen Leasing Sh.a. rundet das Produktangebot ab. Im Kosovo ist die RBI mit der Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C. und der Raiffeisen Leasing Kosovo LLC mit einem umfassenden Produktangebot tätig. In Bosnien und Herzegowina konzentrieren sich die Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina und die Raiffeisen Leasing d.o.o., Sarajewo, auf Klein- und Mittelbetriebe, verfügen aber zusätzlich über ein breites Produktangebot für Retail-Kunden. In Bulgarien ist der Konzern mit der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD und der Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD vertreten. Die kroatische Raiffeisenbank Austria d.d. ist auf große und mittlere Firmenkunden spezialisiert und betreibt zudem ein bedeutendes Retail-Geschäft. Darüber hinaus ist die RBI in Kroatien mit der Raiffeisen Leasing d.o.o. sowie Kapitalanlagegesellschaften und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft vertreten. In Rumänien bietet die Raiffeisen Bank S.A. über ein landesweit ausgebautes Filialnetz hochwertige Finanzdienstleistungen an. Von Rumänien aus wird auch der Markt in Moldau mit einem maßgeschneiderten Angebot für Kommerzkunden betreut. Den serbischen Markt deckt die RBI mit der Raiffeisen banka a.d., der Raiffeisen Leasing d.o.o., zwei Pensionsfonds und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft ab.

Russland

Die russische ZAO Raiffeisenbank ist eine der führenden ausländischen Banken des Landes und auf Firmen- sowie Retailkunden fokussiert. Über ihr landesweites Filialnetz bietet sie auch gezielt Produkte für vermögende Privatkunden an. Die OOO Raiffeisen Leasing rundet die Produktpalette in Russland ab.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine. In Belarus ist der Konzern mit der Priorbank JSC und der JLLC Raiffeisen-Leasing aktiv. In Kasachstan ist die RBI mit der Raiffeisen Leasing Kazakhstan LLP präsent, und in der Ukraine bietet die Raiffeisen Bank Aval JSC gemeinsam mit der LLC Raiffeisen Leasing Aval die gesamte Produktpalette von Finanzdienstleistungen über ein dichtes Vertriebsnetz an. Darüber hinaus wickelt das Ukrainian Processing Center PJSC als spezialisierter Dienstleister einen großen Teil des Kartengeschäfts im Segment ab.

Group Corporates

Im Segment Group Corporates werden die Geschäfte mit in Wien betreuten österreichischen und internationalen – vornehmlich westeuropäischen – Firmenkunden der RBI AG abgebildet, die im Profitcenter Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu den Kunden gehören die Top-1.000- Unternehmen Österreichs, die zum Großteil über beste Bonität verfügen. Weiters umfasst dieses Segment die im Profitcenter Network Corporate Customers & Support zusammengefassten Ergebnisse aus dem Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen, aber nicht österreichischen multinationalen Kunden. In den Profitcenters Corporate Customers und Network Corporate Customers & Support sind auch Ergebnisse aus dem Geschäft mit strukturierten Handelsfinanzierungen für Rohstoffhändler sowie aus Dokumentengeschäften, Projektfinanzierungen und diversen Kofinanzierungen enthalten. Das Firmenkundengeschäft der Filialen in Singapur und China ist ebenfalls diesem Segment zugeordnet. Weiters zählen das Geschäft mit den internationalen Kunden der Tochterbank in Malta sowie die RB International Finance (USA) LLC und die RB International Finance (Hong Kong) Ltd., die mit ausgewählten Produkten auf Nischenkunden ausgerichtet sind, zu diesem Segment.

Group Markets

Das Segment Group Markets umfasst das kapitalmarktbezogene Kunden- und Eigengeschäft. Die Ergebnisse aus dem Handel mit Devisen-, Zins- und Wertpapierprodukten sowie mit strukturierten Produkten für die Kundengruppe der Financial Institutions, aber auch das Eigengeschäft werden diesem Segment zugeordnet. Die Eigenhandels- und Market-Maker-Aktivitäten sind in den folgenden Profitcenters zusammengefasst: Capital Markets, Credit Investments (Eigengeschäft mit Wertpapieren außerhalb des strategischen Kerngeschäfts), weiters die entsprechenden Profitcenters der Filialen in Singapur und China sowie die Filiale London. Die Ergebnisse aus dem Kundengeschäft finden sich in den Profitcenters Financial Institutions & Sovereigns und Raiffeisen Financial Institutions Clients (Geschäft mit den Raiffeisen-Landesbanken sowie anderen Finanzdienstleistungsgesellschaften der Raiffeisen Bankengruppe Österreich). Die Profitcenters bilden die Ergebnisse aus dem Vertrieb sämtlicher Bankprodukte und aus den Geschäftsbeziehungen zu Banken, institutionellen Kunden, Staaten und Kommunen ab. Auch die Raiffeisen Centrobank mit ihren Kerngeschäften Wertpapierhandel und Kapitalmarktfinanzierungen findet sich in diesem Segment. Durch ihr Tochterunternehmen Raiffeisen Investment AG ist auch der Bereich Mergers & Acquisitions enthalten, der über Standorte in mehreren Ländern betrieben wird. Das Commodity Trading erfolgt in den Konzerneinheiten Centrotrade AG mit weltweiten Niederlassungen und F.J. Elsner & Co. in Österreich. Ebenfalls in diesem Segment enthalten ist das Private Banking in Österreich mit den Ergebnissen der Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank, die Unterstützung bei der Veranlagung von Privat- und Stiftungsvermögen sowie Beratung bei Vermögensweitergaben anbietet.

Corporate Center

Das Segment Corporate Center umfasst die durch die Konzernzentrale erbrachten Dienstleistungen in diversen Bereichen, die der Umsetzung der gruppenweiten Strategie dienen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit diesem Segment zugeordnet sind. Des Weiteren werden die Liquiditätssteuerung und das Bilanzstruktur-Management im Rahmen des Eigenhandels diesem Segment zugerechnet und im Profitcenter Treasury ausgewiesen.

Ebenso werden die Ergebnisse aus dem Beteiligungsportfolio hier abgebildet. Im Segment Corporate Center werden zudem die Ergebnisse aus dem Bankgeschäft der Konzernzentrale und der Tochterbank in Malta zur Refinanzierung der Konzerneinheiten dargestellt. Des Weiteren werden in diesem Segment die Ergebnisse des Profitcenters Special Customers erfasst – also das Geschäft mit Kunden, die in der direkten Verantwortung des Vorstands liegen. Das österreichische Transaction-Services-Geschäft, das in der Konzerneinheit Raiffeisen Daten Service Center GmbH mit ihren zahlreichen Abwicklungsund Serviceangeboten für Finanzdienstleister betrieben wird, wird ebenfalls diesem Segment zugerechnet.

Außerdem werden hier die Ergebnisse von Gesellschaften, die zur Eigenkapital-Steuerung betrieben werden, sowie die Ergebnisse der Holding und sonstiger Gesellschaften, die nicht unmittelbar einem Segment zugeordnet sind, aufgeführt.

Segmentüberblick

Die nachfolgende Beschreibung basiert hinsichtlich des Periodenvergleichs auf Pro-forma-Zahlen für das erste Quartal 2010, da die Fusion mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB rückwirkend für das gesamte Geschäftsjahr erfolgte.

Im ersten Quartal 2011 setzte die RBI dank der durch die Fusion optimierten Konzernstruktur ihre positive Entwicklung fort. Der Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 3 Prozent auf € 405 Millionen. Diese Steigerung war einem Rückgang der Risikokosten sowie einer Erhöhung der Betriebserträge zu verdanken. Deutlich niedrigere Wertaufholungen bei den Finanzinvestitionen durch die stabilisierten Finanzmärkte hatten allerdings im Periodenvergleich einen ertragsschmälernden Effekt. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen – überwiegend im Zusammenhang mit der Erhöhung des Personalstands im Heimmarkt CEE – um 8 Prozent und bewirkten damit auch einen Anstieg der Cost/Income Ratio. Beinahe alle Segmente steigerten dabei ihre Ergebnisse, obwohl die konjunkturelle und wirtschaftliche Erholung in den regionalen und anderen Segmenten unterschiedlich verlief.

In Zentraleuropa erhöhte sich der Periodenüberschuss vor Steuern um 57 Prozent auf € 95 Millionen. Gestiegene Betriebserträge sowie niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen trugen maßgeblich zu diesem Zuwachs bei. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 2 Prozent.

Die Region Südosteuropa verzeichnete in der Berichtsperiode einen um 5 Prozent niedrigeren Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von € 93 Millionen. Gesunkene übrige Ergebnisse waren für diesen Rückgang hauptverantwortlich. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 5 Prozent ab.

In Russland erhöhte sich der Periodenüberschuss vor Steuern um 63 Prozent auf € 94 Millionen. Der Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode resultierte aus erhöhten Betriebserträgen und deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 1 Prozent.

Das Segment GUS Sonstige erwirtschaftete mit € 19 Millionen einen um 7 Prozent höheren Periodenüberschuss vor Steuern. Geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren ausschlaggebend für das leicht gestiegene Vorsteuerergebnis. Die Bilanzaktiva des Segments wuchsen im Periodenvergleich um 3 Prozent.

Das Segment Group Corporates meldete in der Berichtsperiode einen starken Ergebniszuwachs von 41 Prozent, der Periodenüberschuss vor Steuern belief sich auf € 101 Millionen. Der starke Zuwachs basierte auf im Periodenvergleich gestiegenen Betriebserträgen sowie niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 4 Prozent.

Das Segment Group Markets erzielte mit € 142 Millionen den größten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente. Gestiegene Betriebserträge und eine Zunahme der übrigen Ergebnisse waren für das gute Ergebnis verantwortlich. Die Bilanzaktiva gingen im Jahresabstand um 41 Prozent zurück.

Im Segment Corporate Center drehte der Periodenüberschuss vor Steuern von € 79 Millionen auf minus € 85 Millionen. Deutlich niedrigere Betriebserträge und übrige Ergebnisse beeinflussten hier das Ergebnis negativ. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 17 Prozent.

Die Struktur der Konzernaktiva, betrachtet nach Segmenten, veränderte sich in der Berichtsperiode: Der Anteil Zentraleuropas stieg um 2 Prozentpunkte auf 21 Prozent, jener von Südosteuropa blieb mit 13 Prozent unverändert. Der Anteil Russlands erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 7 Prozent, jener des Segments GUS Sonstige stieg um 1 Prozentpunkt auf 4 Prozent. Der Anteil von Group Corporates nahm um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent zu, während jener von Group Markets im Jahresabstand um 10 Prozentpunkte auf 17 Prozent sank – zum Teil zugunsten des Anteils von Corporate Center, der zum Ende der Berichtsperiode 25 Prozent (plus 5 Prozentpunkte) betrug.

Zentraleuropa

1.1.-31.3.2011 Pro-forma Veränderung
in € Millionen 1.1.-31.3.2010
Zinsüberschuss 287 261 10,2%
Provisionsüberschuss 119 107 10,6%
Handelsergebnis 12 4 224,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -5 -3 102,2%
Betriebserträge 413 369 11,8%
Verwaltungsaufwendungen -236 -216 9,6%
Betriebsergebnis 176 154 14,9%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -79 -111 -29,1%
Übrige Ergebnisse -3 18
Periodenüberschuss vor Steuern 95 60 57,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19 -14 37,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 76 46 63,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -28 -17 67,5%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 48 30 60,8%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,7% 13,0% 7,7 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 23.151 21.668 6,8%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.130 1.985 7,3%
Aktiva1 34.393 33.845 1,6%
Verbindlichkeiten1 31.485 31.069 1,3%
Nettozinsspanne 3,36% 3,09% 0,28 PP
NPL Ratio 8,5% 7,6% 0,9 PP
Coverage Ratio 57,6% 57,8% -0,2 PP
Cost/Income Ratio 57,3% 58,4% -1,2 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,86% 2,08% -0,22 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.900 2.564 13,1%
Return on Equity vor Steuern 13,1% 9,4% 3,7 PP
Geschäftsstellen1 548 554 -1,1%

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 95 Millionen um 57 Prozent oder € 35 Millionen signifikant über dem Wert der Vergleichsperiode. Ein Anstieg der Betriebserträge bei einem gleichzeitigen Rückgang der Risikokosten war überwiegend für dieses gute Ergebnis verantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern stieg um 3,7 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Zentraleuropa erhöhte sich um 10 Prozent auf € 287 Millionen. Polen und die Tschechische Republik verzeichneten dabei den höchsten Zuwachs. Dieser basierte in Polen auf gesteigerten Zinserträgen aus Wertpapieren und in der Tschechischen Republik vorwiegend auf volumen- und margenbedingten Erträgen aus Krediten an Retail-Kunden. Der positive Trend bei der Nettozinsspanne setzte sich fort: Sie stieg in der Region um insgesamt 28 Basispunkte auf 3,36 Prozent.

Die Aktiva des Segments erhöhten sich im Jahresabstand leicht um 2 Prozent auf € 34,4 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva stiegen dabei um 7 Prozent von € 21,7 Milliarden auf € 23,2 Milliarden. Für diesen etwas stärkeren Anstieg waren überwiegend die Kreditrisikoaktiva in der Slowakei und der Tschechischen Republik verantwortlich. Eine Reduktion der Basel-II-Besicherung im Corporate--Bereich sowie eine Rating-Migration waren dabei die dominierenden Faktoren. Die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für einen Großteil der Forderungen an Privatkunden in Ungarn und der Slowakei erhöhte die Kreditrisikoaktiva ebenfalls signifikant.

Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region mit Ausnahme von Ungarn um insgesamt 11 Prozent oder € 12 Millionen auf € 119 Millionen. Der Zahlungsverkehr, der dazu € 47 Millionen beisteuerte, stieg im Periodenvergleich um 10 Prozent oder € 4 Millionen, dies fast ausschließlich infolge der gestiegenen Anzahl an Transaktionen in der Tschechischen Republik. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft stieg im Periodenvergleich um 24 Prozent auf € 19 Millionen. Dieser Zuwachs wurde überwiegend in Polen erzielt und beruhte auf einer deutlich gestiegenen Geschäftsaktivität. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft erhöhte sich um 7 Prozent auf € 35 Millionen, wofür ebenfalls gestiegene Kundenmargen aus dem Fremdwährungsgeschäft in der Tschechischen Republik verantwortlich waren.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa erhöhte sich im Periodenvergleich von € 4 Millionen auf € 12 Millionen. Diese Erhöhung betraf überwiegend Ungarn und die Tschechische Republik. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft drehte von minus € 2 Millionen auf € 11 Millionen, wofür primär Bewertungsgewinne aus diversen Fremdwährungsfinanzinstrumenten in Ungarn verantwortlich waren. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft sank insgesamt um 41 Prozent auf € 2 Millionen. Einerseits fielen hier in der Slowakei Bewertungsgewinne aus Zinsswap-Transaktionen an, und in der Tschechischen Republik erhöhten sich insgesamt die Bewertungsgewinne aus dem Trading-Portfolio. Andererseits kam es in Ungarn zu einem Rückgang des Bewertungsergebnisses von derivativen Finanzinstrumenten. Das Ergebnis aus dem aktien- und indexbezogenen Geschäft fiel fast zur Gänze in Ungarn an und drehte im Periodenvergleich von € 3 Million auf minus € 1 Million.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region sank in der Berichtsperiode um € 2 Millionen auf minus € 5 Millionen. Die Erhöhung der sonstigen Steuern durch die Sonderabgabe für Banken und Finanzdienstleister in Ungarn (€ 11 Millionen) wurde durch den höheren Ertrag aus bankfremden Aktivitäten großteils egalisiert.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber jenen der Vergleichsperiode um 10 Prozent oder € 20 Millionen auf € 236 Millionen. Dies war im Wesentlichen auf einen Anstieg der Personalaufwendungen in der Tschechischen Republik zurückzuführen, wo ein Ausbau der Vertriebskanäle – er bestand in der Eröffnung einiger neuer Filialen und der Einrichtung neuer Kundenbereiche (Affluent Corners) in bestehenden Filialen – höheren Personalbedarf hervorrief. Auch der Sachaufwand und die Abschreibungen stiegen im Periodenvergleich, wofür ebenfalls die Netzwerkbank in der Tschechischen Republik verantwortlich war, überwiegend durch höhere Aufwendungen im Filialnetz sowie die Anpassung der Restbuchwerte diverser IT-Systeme aufgrund der Implementierung des neuen Kernbanksystems. Die Anzahl der Geschäftsstellen nahm im Jahresabstand um 1 Prozent oder 6 Geschäftsstellen auf 548 ab. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 57,3 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Region Zentraleuropa sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in der Berichtsperiode um insgesamt 29 Prozent oder € 32 Millionen auf € 79 Millionen. In Ungarn hingegen stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 18 Prozent auf € 47 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich im Segment Zentraleuropa im Periodenvergleich um 18 Prozent auf € 71 Millionen. Dies war fast ausschließlich auf Nettodotierungen für Kredite an Privatkunden und Hypothekarkredite zurückzuführen, bei denen eine Neubewertung der Sicherheiten durchgeführt wurde. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen betrugen € 8 Millionen gegenüber € 51 Millionen in der Vergleichsperiode. In Ungarn kam es bei Privatkunden aufgrund einer deutlichen Reduktion des Neugeschäfts sowie überfälliger Forderungen bis 180 Tage zu einer Auflösung von Portfolio-Wertberichtigungen, während die Einzelwertberichtigungen noch weiter anstiegen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio im Segment Zentraleuropa betrug am Ende der Berichtsperiode 8,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa sanken insgesamt um € 21 Millionen auf minus € 3 Millionen. Dabei drehte das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Periodenvergleich von minus € 4 Millionen auf € 1 Million. Dieser Anstieg stammte nahezu ausschließlich aus Bewertungsergebnissen von diversen Absicherungsgeschäften in der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen hingegen sank im Periodenvergleich aufgrund des allgemein steigenden Zinsniveaus in der Region von € 21 Millionen auf minus € 4 Millionen. Einerseits fielen hier in Ungarn Verluste aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen an, andererseits waren in der Slowakei und der Tschechischen Republik die Bewertungen staatlicher Wertpapiere zwar positiv, jedoch deutlich niedriger als in der Vergleichsperiode.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um 38 Prozent auf € 19 Millionen. Die Steuerquote in der Region ging im Periodenvergleich um 3 Prozentpunkte auf 20 Prozent zurück. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile belief sich auf € 48 Millionen.

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 Pro-forma
1.1.-31.3.2010
Veränderung
Zinsüberschuss 221 222 -0,5%
Provisionsüberschuss 87 90 -3,1%
Handelsergebnis 14 14 0,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 5 34,5%
Betriebserträge 330 332 -0,6%
Verwaltungsaufwendungen -182 -178 2,2%
Betriebsergebnis 148 153 -3,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -60 -69 -12,1%
Übrige Ergebnisse 5 12 -57,3%
Periodenüberschuss vor Steuern 93 97 -4,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -13 -13 -4,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 80 84 -4,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -7 -5 38,1%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden
Anteile 73 79 -7,6%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,2% 21,0% -0,8 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 1 16.269 16.339 -0,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.530 1.522 0,5%
Aktiva1 22.247 23.300 -4,5%
Verbindlichkeiten1 19.310 20.496 -5,8%
Nettozinsspanne 3,94% 3,79% 0,15 PP
NPL Ratio 9,1% 7,0% 2,1 PP
Coverage Ratio 63,0% 67,8% -10,1 PP
Cost/Income Ratio 55,2% 53,7% 1,5 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 2,07% 1,68% 0,39 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.121 1.979 7,2%
Return on Equity vor Steuern 17,5% 19,7% -2,2 PP
Geschäftsstellen1 1.156 1.179 -2,0%

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Südosteuropa sank in der Berichtsperiode um 5 Prozent oder € 4 Millionen auf € 93 Millionen. Deutlich niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten den Periodenüberschuss vor Steuern positiv, die Betriebserträge blieben allerdings unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Return on Equity vor Steuern sank im Periodenvergleich um 2,2 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments sank um 1 Prozent auf € 221 Millionen. Dieser Rückgang betraf Bulgarien, Rumänien und Kroatien, in den restlichen Ländern der Region wurde ein Anstieg verzeichnet. Verursacht wurde der trotz gesunkener Refinanzierungskosten eingetretene Rückgang vor allem durch die rückläufigen Zinserträge. In Bosnien und Herzegowina bewirkte eine Reduktion der Kosten für Kundeneinlagen hingegen eine Erhöhung des Zinsüberschusses.

Die Bilanzaktiva der Region gingen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 22,2 Milliarden zurück, die Nettozinsspanne erhöhte sich um 15 Basispunkte auf 3,94 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva blieben mit € 16,3 Milliarden auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Für diese im Vergleich zu den Aktiva abweichende Entwicklung war überwiegend Rumänien verantwortlich, wo das Obligo im Corporate-Bereich eine Migration zu schlechteren Ratings verzeichnete und die Basel-II-relevante Besicherung zurückging.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 87 Millionen um 3 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr leistete dazu mit € 40 Millionen den größten Beitrag, blieb jedoch auf dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Als provisionsstärkstes Land steuerte Rumänien etwa die Hälfte dazu bei. Aus dem Kredit- und Garantiegeschäft resultierte ein im Periodenvergleich um 21 Prozent niedrigerer Ertrag von € 18 Millionen. Hier wirkten sich die seit Juni 2010 gültigen neuen Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes in Rumänien ertragsmindernd aus. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft stiegen um 9 Prozent auf € 15 Millionen. Alle Länder der Region verzeichneten dabei Zuwächse.

Das Handelsergebnis blieb in Südosteuropa mit € 14 Millionen im Periodenvergleich unverändert. Auf das währungsbezogene Geschäft entfielen davon € 6 Millionen. Sie fielen in Rumänien an und beruhten auf Bewertungsergebnissen von Forward- und Währungsswap-Transaktionen. Im zinsbezogenen Geschäft wurde ein Ergebnis von € 8 Millionen verzeichnet; es stammte überwiegend aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren in Albanien und aus der Bewertung diverser Positionen des Handelsportfolios in Kroatien.

Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf € 7 Millionen. In diesem Betrag waren vor allem gestiegene Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Höhe von € 10 Millionen enthalten, die überwiegend in Kroatien erwirtschaftet wurden.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Periodenvergleich geringfügig um insgesamt 2 Prozent auf € 182 Millionen. Ausschlaggebend dafür war die Aufwandsentwicklung in Rumänien. Einerseits stiegen hier die Personalaufwendungen aufgrund Ende 2010 durchgeführter Gehaltserhöhungen, andererseits erhöhten sich die Abschreibungen auf Investitionen in IT-Hardware und neue IT-Applikationen. Die Sachaufwendungen blieben in der Region hingegen weitgehend stabil. Angesichts unveränderter Betriebserträge bei gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio geringfügig um 1,5 Prozentpunkte auf 55,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken in der Region um 12 Prozent oder € 9 Millionen auf € 60 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen im Periodenvergleich um 10 Prozent oder € 7 Millionen auf € 80 Millionen. In Rumänien und Kroatien stiegen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen überwiegend für Kredite an Privatkunden, in Kroatien auch die für Forderungen an Firmenkunden. Gleichzeitig wurden insgesamt Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen in Höhe von € 19 Millionen aufgelöst, die höchste Auflösung erfolgte dabei in Bulgarien. Rumänien verzeichnete deutlich niedrigere Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen als im Vorjahr. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio betrug zu Quartalsende 9,1 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um € 7 Millionen auf € 5 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten drehte von minus € 6 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 7 Millionen. Es stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Kroatien, die großteils bereits im Geschäftsjahr 2009 zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank von € 22 Millionen in der Vergleichsperiode auf minus € 2 Millionen; dieser Rückgang beruhte wesentlich auf einem Wegfall der Veräußerungs- und Bewertungsgewinne von Staatsanleihen in Rumänien. Überdies verzeichnete Kroatien aufgrund der nachhinkenden Volkswirtschaft einen Rückgang des Bewertungsergebnisses aus Unternehmensanleihen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft in Moldau ergab sich ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 0,3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in der Region blieben mit € 13 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode unverändert, ebenso wie die Steuerquote mit 14 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 73 Millionen.

Russland

1.1.-31.3.2011 Pro-forma Veränderung
in € Millionen 1.1.-31.3.2010
Zinsüberschuss 136 119 14,1%
Provisionsüberschuss 52 47 10,4%
Handelsergebnis 32 34 -6,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -3 -50,4%
Betriebserträge 218 197 10,8%
Verwaltungsaufwendungen -113 -96 17,6%
Betriebsergebnis 105 101 4,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -2 -37 -95,2%
Übrige Ergebnisse -9 -6 45,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 94 58 63,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -24 -14 69,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 70 44 61,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 0 >500,0%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 69 44 58,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,6% 12,5% 8,1 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 8.834 7.611 16,1%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 908 805 12,8%
Aktiva1 12.464 12.343 1,0%
Verbindlichkeiten1 10.464 10.535 -0,7%
Nettozinsspanne 4,41% 3,97% 0,44 PP
NPL Ratio 8,4% 11,8% -3,4 PP
Coverage Ratio 98,7% 85,6% 13,1 PP
Cost/Income Ratio 51,7% 48,7% 3,0 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,96% 2,06% -1,11 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.234 988 24,9%
Return on Equity vor Steuern 30,6% 23,4% 7,2 PP
Geschäftsstellen1 196 210 -6,7%

Trotz erhöhter administrativer Aufwendungen wuchs der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland in der Berichtsperiode um 63 Prozent auf € 94 Millionen deutlich. Niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und gestiegene Betriebserträge waren die Hauptgründe dafür. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 7,2 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 14 Prozent oder € 17 Millionen auf € 136 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vor allem auf der Vergrößerung des Kreditportfolios und dem Abbau der weniger profitablen Veranlagung des Liquiditätsüberschusses. Überdies wirkte sich der rückläufige Zinsaufwand für Kundeneinlagen positiv aus. Das Geschäft zeigte sich somit im Periodenvergleich mit einer um 44 Basispunkte auf 4,41 Prozent gestiegenen Nettozinsspanne wieder profitabler.

Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand leicht um 1 Prozent auf € 12,5 Milliarden, wobei der Anstieg des Kreditportfolios von 22 Prozent durch eine Reduktion des Interbankengeschäfts sowie der Wertpapierinvestments mit dem öffentlichen Sektor aufgehoben wurde. Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich wegen Strukturänderungen der Aktiva jedoch signifikant, und zwar um 16 Prozent auf € 8,8 Milliarden. Hauptverantwortlich dafür waren der Anstieg der Kreditvolumina an Corporate-Kunden bei einer gleichzeitigen Reduktion der Basel-II-Besicherung sowie der Abbau der Forderungen an Banken und des Wertpapiergeschäfts.

Der Provisionsüberschuss wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 10 Prozent oder € 5 Millionen auf € 52 Millionen. Der Zahlungsverkehr war zwar rückläufig, lieferte jedoch mit € 16 Millionen aufgrund der Auflösung der Ertragsabgrenzungen weiterhin den größten Beitrag. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft betrugen € 2 Millionen. Im Periodenvergleich unverändert blieben mit € 11 Millionen die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft. Der Ertrag aus sonstigen Bankdienstleistungen stieg insbesondere aufgrund gestiegener Erträge aus Tresor- und Beratungsleistungen um 22 Prozent auf € 8 Millionen.

Das Handelsergebnis sank geringfügig von € 34 Millionen auf € 32 Millionen. Nach einem Verlust von € 1 Million in der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft dank Bewertungserträgen aus Währungsswaps, die den Bewertungsverlust aus der offenen Devisenposition übertrafen, € 16 Millionen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft sank hingegen um € 20 Millionen auf € 15 Millionen. Hauptgrund dafür waren die hohen Bewertungsgewinne aus festverzinslichen Anleihen und Schuldverschreibungen, die in der Vergleichsperiode aufgrund der Wertzuschreibungen nach der Finanzkrise 2009 erzielt worden waren.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verbesserte sich vor allem durch deutlich niedrigere Dotierungen zu sonstigen Rückstellungen um € 1 Million auf minus € 2 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um insgesamt 18 Prozent auf € 113 Millionen, wofür überwiegend die Steigerung des Personalaufwands durch 2010 vereinbarte Gehaltserhöhungen sowie Erhöhungen der Gehaltsnebenkosten (insbesondere der Sozialabgaben) verantwortlich waren. Der Sachaufwand stieg in erster Linie durch eine Erhöhung des Rechts- und Beratungsaufwands sowie des IT-Aufwands. Auch die Abschreibungen nahmen aufgrund höherer Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2010 zu. Die Anzahl der Geschäftsstellen reduzierte sich im Jahresabstand um 14 Standorte auf

  1. Aufgrund der stark gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 3,0 Prozentpunkte auf 51,7 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken deutlich von € 37 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 2 Millionen. Maßgeblich dafür waren signifikant niedrigere Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen. Ein von 11,8 Prozent auf 8,4 Prozent gesunkener Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio sowie eine Verbesserung der Ratingstruktur der Kunden trugen wesentlich zu diesem Rückgang bei. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen nahmen um € 29 Millionen auf € 7 Millionen zu. Diese Erhöhung resultierte überwiegend aus der Zunahme des Kreditportfolios, auf dem die Portfolio-Wertberichtigungen beruhen.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse betrugen insgesamt minus € 9 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten lag bei minus € 8 Millionen. Es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 10 Millionen auf € 24 Millionen, die Steuerquote blieb mit 25 Prozent unverändert. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile wuchs auf € 69 Millionen.

GUS Sonstige

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 Pro-forma
1.1.-31.3.2010
Veränderung
Zinsüberschuss 101 115 -12,2%
Provisionsüberschuss 43 37 14,9%
Handelsergebnis 7 12 -40,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -2 -11,7%
Betriebserträge 149 162 -8,0%
Verwaltungsaufwendungen -85 -78 8,9%
Betriebsergebnis 64 84 -23,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -51 -78 -35,1%
Übrige Ergebnisse 5 12 -53,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 19 17 6,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -5 38,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 11 12 -7,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -2 -2 49,9%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 9 10 -16,4%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 4,1% 3,8% 0,3 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 5.532 5.374 2,9%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 540 515 4,8%
Aktiva1 6.864 6.650 3,2%
Verbindlichkeiten1 5.900 5.711 3,3%
Nettozinsspanne 5,76% 7,10% -1,33 PP
NPL Ratio 26,3% 23,0% 3,3 PP
Coverage Ratio 72,4% 72,9% -0,5 PP
Cost/Income Ratio 57,2% 48,3% 8,9 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 4,00% 6,00% -2,00 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 753 650 16,0%
Return on Equity vor Steuern 9,9% 10,8% -0,9 PP
Geschäftsstellen1 1.019 1.034 -1,5%

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich in der Berichtsperiode auf € 19 Millionen. Dieser Anstieg wurde ausschließlich aufgrund der rückläufigen Risikokosten erzielt. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging insgesamt um 12 Prozent oder € 14 Millionen auf € 101 Millionen zurück. Dieser Rückgang war auf eine im vierten Quartal 2010 in der Ukraine durchgeführte Methodenänderung bei der Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen zurückzuführen, die im Periodenvergleich zu einem Einmaleffekt von rund € 18 Millionen führte. Diese Änderung war aber ergebnisneutral, da im selben Ausmaß Kreditrisikovorsorgen reduziert wurden. Weitere Reduktionen des Privatkundenportfolios in der Ukraine sowie der aktivseitigen Margen im gesamten Kreditportfolio sorgten im Berichtszeitraum trotz rückläufiger Finanzierungskosten für eine Stagnation des Zinsüberschusses. In Belarus hingegen erhöhte sich der Zinsüberschuss im Periodenvergleich. Verantwortlich dafür war vor allem ein Anstieg des Firmenkundenportfolios.

Die Bilanzaktiva erhöhten sich aufgrund einer Steigerung des Kreditvolumens in Belarus im Jahresabstand um 3 Prozent auf € 6,9 Milliarden. Die Nettozinsspanne sank dabei um insgesamt 1,33 Prozentpunkte auf 5,76 Prozent. Aufgrund der oben erwähnten Methodenänderung ging die Zinsspanne um 1,08 Prozentpunkte zurück – ein Effekt, der durch die rückläufige Margenentwicklung noch verstärkt wurde. Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich um 3 Prozent auf € 5,5 Milliarden. In der Ukraine war dies durch eine Erhöhung des Anlagevermögens und der sonstigen Aktiva bedingt, in Belarus durch einen Obligo-Ausbau in fast allen Asset-Klassen.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich insgesamt einen Zuwachs von 15 Prozent oder € 6 Millionen auf € 43 Millionen, der überwiegend auf Steigerungen im Zahlungsverkehr zurückzuführen war. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr legte dabei um 19 Prozent oder € 5 Millionen auf € 31 Millionen zu und lieferte damit den wichtigsten Beitrag zum Provisionsüberschuss. In der Ukraine steuerten Ende 2010 neu eingeführte Produktpakete für Firmenkunden dazu einen beträchtlichen Anteil bei. In Belarus führten deutlich erhöhte Kundenaktivitäten zum Anstieg des Provisionsüberschusses. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft lag mit € 9 Millionen nur unwesentlich über dem niedrigen Niveau der Vergleichsperiode, da in der Ukraine weiterhin keine Fremdwährungskredite an Privatkunden vergeben werden. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft blieb gleichfalls unverändert und steuerte € 2 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis sank wegen des geringeren Ertrags aus dem zinsbezogenen Geschäft in der Ukraine im Periodenvergleich um 41 Prozent oder € 5 Millionen auf € 7 Millionen. Aufgrund der sinkenden Zinskurve der ukrainischen Hryvna waren die Bewertungen der festverzinslichen Wertpapiere und Anleihen weniger ertragreich. Der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft blieb mit € 5 Millionen leicht unter dem Niveau der Vorperiode. Zwar stieg hier in Belarus der Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals besteht, aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr starken Abwertung der lokalen Währung gegenüber dem Euro und dem US-Dollar von € 1 Million auf € 3 Millionen. Dieser Anstieg wurde jedoch durch Bewertungsverluste in Kasachstan egalisiert.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments bestand aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten und verbesserte sich im Periodenvergleich geringfügig auf minus € 1 Million.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 9 Prozent oder € 7 Millionen auf € 85 Millionen. Die Personalaufwendungen waren dabei vom Anstieg der Mitarbeiteranzahl in der Ukraine – bedingt durch die Intensivierung der Forderungsinkasso-Aktivitäten und diverse IT-Optimierungen – und in Belarus beeinflusst. Der Sachaufwand blieb im Periodenvergleich beinahe unverändert auf € 30 Millionen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen hingegen hauptsächlich wegen der IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem in der Ukraine. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge und der höheren Verwaltungsaufwendungen stieg die Cost/Income Ratio um 8,9 Prozentpunkte auf 57,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region sanken um 35 Prozent von € 78 Millionen auf € 51 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen insgesamt um 23 Prozent auf € 57 Millionen. Dieser Anstieg, der auf die Ukraine und Belarus zurückzuführen ist, enthält einen Rückgang der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen von € 18 Millionen aufgrund der bereits beschriebenen Methodenänderung im Zusammenhang mit Zinsen für wertberichtigte Kredite in der Ukraine.

Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Berichtsperiode ein positiver Wert von € 6 Millionen gegenüber dem Vergleichswert von minus € 32 Millionen. Diese Verbesserung beruhte überwiegend auf den deutlich niedrigeren Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen in der Ukraine. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio betrug 26,3 Prozent und blieb damit weiterhin der höchste aller Segmente (Belarus: 2,6 Prozent, Ukraine: 33,7 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um 54 Prozent auf € 5 Millionen. Für diesen Rückgang war das von € 12 Millionen auf € 5 Millionen gesunkene Ergebnis aus Finanzinvestitionen hauptverantwortlich. Durch die weniger dynamisch als in der Vergleichsperiode sinkende Zinskurve des ukrainischen Hryvnas fielen die Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand an ukrainischen Staatsanleihen weniger profitabel aus.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen um 38 Prozent auf € 7 Millionen. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug in der Berichtsperiode € 9 Millionen.

Group Corporates

1.1.-31.3.2011 Pro-forma Veränderung
in € Millionen 1.1.-31.3.2010
Zinsüberschuss 97 82 17,7%
Provisionsüberschuss 41 39 6,8%
Handelsergebnis 5 2 169,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 1 -80,7%
Betriebserträge 143 123 15,8%
Verwaltungsaufwendungen -33 -40 -17,3%
Betriebsergebnis 110 83 31,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -11 -21 -47,5%
Übrige Ergebnisse 2 9 -79,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 101 71 40,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -23 -15 51,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 78 56 37,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 78 56 37,7%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 21,9% 15,4% 6,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 15.664 14.312 9,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.275 1.192 6,9%
Aktiva1 20.602 21.490 -4,1%
Verbindlichkeiten1 13.104 9.700 35,1%
Nettozinsspanne 1,75% 1,50% 0,25 PP
NPL Ratio 4,6% 3,1% 1,5 PP
Coverage Ratio 67,2% 63,9% 3,3 PP
Cost/Income Ratio 23,1% 32,3% -9,2 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,86% 0,59% 0,27 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.766 1.536 15,0%
Return on Equity vor Steuern 22,8% 18,6% 4,1 PP
Geschäftsstellen1 8 8 0,0%

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments stieg im ersten Quartal 2011 um 41 Prozent auf € 101 Millionen. Höhere Betriebserträge und niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren für diesen Zuwachs hauptverantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 4,1 Prozentpunkte auf 22,8 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss wuchs um 18 Prozent oder € 15 Millionen auf € 97 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vor allem auf einem Anstieg der aktivseitigen Margen im Geschäft mit österreichischen Kunden der RBI AG, durch den die steigenden Liquiditätskosten mehr als kompensiert wurden. Die Margen im Geschäft mit den internationalen Kunden blieben im Periodenvergleich stabil. Die Geschäftsvolumina waren rückläufig, insbesondere bei den Export- und Investitionsfinanzierungen der RBI AG. Demgegenüber erhöhte sich die Anzahl der syndizierten Kredite im Periodenvergleich. Die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates stieg um 25 Basispunkte auf 1,75 Prozent.

Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 4 Prozent oder € 0,9 Milliarden auf € 20,6 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva stiegen hingegen mit € 15,7 Milliarden um 9 Prozent über das Niveau der Vergleichsperiode. Trotz einer Reduktion des Gesamt-Exposure kam es hier in der RBI AG durch den Ausbau des Garantieobligos und die Migration des Obligos internationaler Großkunden zu schlechteren Rating-Grades zu einer Erhöhung der Kreditrisikoaktiva.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich insgesamt um 7 Prozent oder € 2 Millionen auf € 41 Millionen. In der Konzernzentrale kam es dabei aufgrund der geringeren Zahl an Transaktionen bei der Exportund Investmentfinanzierung zu einem Rückgang. Die gestiegene Geschäftsaktivität in einer Filiale der Konzernzentrale in Malaysia brachte hingegen einen beträchtlichen Zuwachs im Provisionsüberschuss. Auch die Konzerneinheit in den USA erwirtschaftete aus dem Kredit- und Garantiegeschäft einen erhöhten Provisionsüberschuss in Höhe von € 5 Millionen.

Das Handelsergebnis stieg im Periodenvergleich um € 3 Millionen auf € 5 Millionen. Es fiel überwiegend in den Profitcenters der Konzernzentrale an und beruhte auf Bewertungsgewinnen aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft vor allem mit österreichischen Kunden im Zusammenhang mit diversen Finanzinstrumenten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um insgesamt 17 Prozent auf € 33 Millionen. Der Hauptgrund dafür lag in einer 2010 vorgenommenen Methodenänderung für die Allokation der Kosten der Konzernzentrale. Das Segment betrieb am Ende der Berichtsperiode acht Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich deutlich um 9,2 Prozentpunkte auf 23,1 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen halbierten sich beinahe von € 21 Millionen auf € 11 Millionen. Maßgeblich dafür verantwortlich waren niedrigere Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen für Forderungen an Firmenkunden in der Konzernzentrale. Die Filiale in Singapur sowie die Konzerneinheit in den USA meldeten ebenfalls einen Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio betrug am Ende der Berichtsperiode 4,6 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich um € 7 Millionen auf € 2 Millionen. Sie beinhalteten im Wesentlichen die positiven Marktbewertungen von diversen im Bestand gehalten Unternehmensanleihen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 8 Millionen auf € 23 Millionen. Die Steuerquote stieg ebenfalls leicht um 2 Prozentpunkte auf 23 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile verdoppelte sich auf € 78 Millionen.

Group Markets

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 Pro-forma
1.1.-31.3.2010
Veränderung
Zinsüberschuss 50 64 -21,6%
Provisionsüberschuss 32 26 21,7%
Handelsergebnis 70 31 127,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 4 53,5%
Betriebserträge 159 125 26,8%
Verwaltungsaufwendungen -62 -63 -2,1%
Betriebsergebnis 97 62 56,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -6 -7 -18,3%
Übrige Ergebnisse 50 25 98,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 142 81 76,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -35 -19 83,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 106 61 73,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0,8%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 106 61 73,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 30,9% 17,4% 13,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 4.814 7.817 -38,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.037 1.314 -21,1%
Aktiva1 29.196 49.390 -40,9%
Verbindlichkeiten1 29.701 51.333 -42,1%
Nettozinsspanne 0,71% 0,53% 0,18 PP
NPL Ratio2 1,5% 2,4% -0,9 PP
Coverage Ratio 88,7% 88,9% -0,2 PP
Cost/Income Ratio 39,0% 50,5% -11,5 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,43% 0,32% 0,11 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.456 1.796 -18,9%
Return on Equity vor Steuern 38,9% 17,9% 21,0 PP
Geschäftsstellen1 4 3 33,3%

1 Stichtagswerte zum 31. März

2 Aufgrund der Struktur des Geschäfts erfolgt die Berechnung der NPL Ratio im Segment Group Markets auf Basis des Gesamtkreditobligos.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg in der Berichtsperiode um 76 Prozent oder € 61 Millionen auf € 142 Millionen. Eine Zunahme der Betriebserträge sowie höhere übrige Ergebnisse waren für dieses gute Ergebnis ausschlaggebend. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich signifikant um 21,0 Prozentpunkte auf 38,9 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich um 22 Prozent auf € 50 Millionen, wofür überwiegend eine Reduktion des Bestands an von europäischen Banken emittierten Wertpapieren im Headoffice-Profitcenter Capital Markets verantwortlich war. Das so genannte High-Quality-Wertpapierportfolio, das ausschließlich aus Papieren mit besten Ratings besteht, erbrachte einen im Periodenvergleich stabilen Ertrag von beachtlichen € 26 Millionen. Das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns verzeichnete trotz eines deutlichen Rückgangs im Geschäftsvolumen nur eine leichte Abnahme des Zinsüberschusses. Zurückzuführen war dies einerseits auf eine Methodenänderung bei der Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen in der RBI AG, andererseits wirkten sich die besseren aktivseitigen Kundenmargen positiv aus.

Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 41 Prozent auf € 29,2 Milliarden zurück. Hauptgrund dafür war ein Abbau des Interbankengeschäfts. Die Forderungen an Banken fielen demzufolge in der RBI AG um 19 Prozent auf € 33 Milliarden. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Bilanzaktiva war die Umgliederung eines Teils der Aktiva zum Segment Corporate Center. Sie war im Zug einer internen organisatorischen Neuausrichtung im Jahr 2010 erfolgt, welche die Trennung der Aktivitäten des Treasury von jenen des Bereichs Capital Markets zur Folge hatte. Die Nettozinsspanne erhöhte sich um 18 Basispunkte auf 0,71 Prozent, die Kreditrisikoaktiva des Segments sanken um 38 Prozent von € 7,8 Milliarden auf € 4,8 Milliarden. Diese Entwicklung beruhte ebenfalls auf der Verschiebung eines Teils der Volumina in das Segment Corporate Center. Darüber hinaus war ein Rückgang der Kreditrisikoaktiva im Headoffice-Profitcenter Capital Markets zu verzeichnen, der durch die Reduktion von Geldmarkt- und Wertpapierobligos bei den Financial Institutions, überwiegend in Spanien, Italien und Griechenland, verursacht wurde. Das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns war während der Berichtsperiode allgemein von einem Rückgang des Geschäftsvolumens betroffen.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode um 22 Prozent auf € 32 Millionen. Für den im Headoffice-Profitcenter Capital Markets erzielten Zuwachs waren dabei im Periodenvergleich niedrigere Kosten für Credit Default Swaps verantwortlich. Die Profitcenter der Konzernzentrale, die im Interbankengeschäft tätig sind, meldeten einen Anstieg des Provisionsüberschusses im Periodenvergleich. Der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung (Kathrein) lieferte mit € 2 Millionen ebenfalls einen gegenüber der Vergleichsperiode höheren positiven Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft. Auch der Bereich Mergers & Acquisitions konnte seinen Beitrag zum Provisionsüberschuss mit € 2 Millionen gegenüber dem Vorjahr steigern.

Das Handelsergebnis im Segment Group Markets erhöhte sich in der Berichtsperiode um 39 Millionen auf € 70 Millionen. Dabei stieg das Handelsergebnis der Raiffeisen Centrobank auf € 15 Millionen leicht an. Dieser wesentliche Beitrag bestand überwiegend aus dem positiven Bewertungsergebnis der im Rahmen des aktien- und indexbezogenen Geschäfts ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen. Aus dem Headoffice-Profitcenter Capital Markets stammten € 23 Millionen an Bewertungsgewinnen aus dem Eigenhandel mit festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten. Weitere € 6 Millionen steuerte das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns bei.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg im Periodenvergleich um € 3 Millionen auf € 7 Millionen. In diesem Betrag waren gestiegene Erträge von € 4 Millionen aus dem Geschäft der Raiffeisen Centrobank enthalten, die überwiegend durch den Warenhandel der Konzerneinheiten in den USA und der Schweiz erwirtschaftet wurden. Weitere € 2 Millionen trug der Warenhandel der F.J. Elsner Trading bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 62 Millionen. Das Segment umfasste zum Ende der Berichtsperiode vier Bankgeschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich aufgrund des Anstiegs der Betriebserträge deutlich um 11,5 Prozentpunkte auf 39,0 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die – zur Gänze in der Konzernzentrale angefallenen – Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um € 1 Million auf € 6 Millionen und stabilisierten sich damit auf niedrigem Niveau. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verdoppelten sich in der Berichtsperiode auf € 50 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg dabei aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands des Headoffice-Profitcenters Credit Investments. Ebenso drehte das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Headoffice-Profitcenter Capital Markets in den positiven Bereich.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag wuchsen gegenüber der Vergleichsperiode um 84 Prozent auf € 35 Millionen. Die Steuerquote des Segments lag bei 25 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 106 Millionen.

Corporate Center

1.1.-31.3.2011 Pro-forma Veränderung
in € Millionen 1.1.-31.3.2010
Zinsüberschuss 60 46 30,6%
Provisionsüberschuss -12 -7 68,0%
Handelsergebnis -26 56
Sonstiges betriebliches Ergebnis -12 22
Betriebserträge 10 117 -91,4%
Verwaltungsaufwendungen -69 -48 44,6%
Betriebsergebnis -59 69
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 -2 -101,2%
Übrige Ergebnisse -26 12
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern -85 79
Steuern vom Einkommen und Ertrag 22 48 -54,5%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern -63 127
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 -1 20,5%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile -63 126
Anteil am Ergebnis vor Steuern -18,4% 17,0% -35,4 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 17.724 19.875 -10,8%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.452 1.615 -10,1%
Aktiva1 41.809 35.833 16,7%
Verbindlichkeiten1 47.768 39.218 21,8%
Nettozinsspanne 0,64% 0,55% 0,09 PP
NPL Ratio
Coverage Ratio
Cost/Income Ratio >100% 40,8%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,00% 0,04% -0,04 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.932 2.197 -12,0%
Return on Equity vor Steuern 14,4%
Geschäftsstellen1 1 1 0,0%

Im Segment Corporate Center betrug der Periodenfehlbetrag vor Steuern € 85 Millionen. Der Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode war vor allem auf die starke Abnahme der Betriebserträge zurückzuführen. Der Return on Equity vor Steuern war dementsprechend negativ.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 31 Prozent auf € 60 Millionen. Hauptgründe dafür waren eine positive Zinsentwicklung sowie etwas höhere konzerninterne Dividendenerträge. Andererseits belasteten das negative Ergebnis aus der Fristentransformation sowie die Kosten von € 7 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG den Zinsüberschuss. Die Erträge aus internen Finanzierungen der Konzernzentrale gingen im Periodenvergleich leicht zurück.

Die Aktiva des Segments stiegen im Jahresabstand um 17 Prozent auf € 41,8 Milliarden. Allerdings wurde die Entwicklung durch Sondereffekte aufgrund der bereits bei Group Markets beschriebenen organisatorischen Umstellung verzerrt, die 2010 eine Verschiebung des Treasury von Group Markets zum Corporate Center zur Folge hatte. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 11 Prozent von € 19,9 Milliarden auf € 17,7 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss sank im Periodenvergleich um € 5 Millionen auf minus € 12 Millionen. Zurückzuführen war dies im Wesentlichen auf Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen im Zusammenhang mit Finanzierungen im Ausland.

Das Handelsergebnis des Segments Corporate Center drehte von € 56 Millionen auf minus € 26 Millionen. Dieser Rückgang stammte überwiegend aus dem Bereich Treasury der Konzernzentrale und resultierte aus der Liquiditätssteuerung und den Eigenhandelsaktivitäten im Bilanzstrukturmanagement. Für den Rückgang war primär die Bewertung diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die zu Absicherungszwecken gehalten werden, verantwortlich.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 12 Millionen gegenüber € 22 Millionen in der Vergleichsperiode 2010. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren sonstige Steuern, überwiegend beeinflusst durch die neu eingeführte Sonderabgabe für Banken in Österreich, die in der Berichtsperiode einen Aufwand von € 23 Millionen verursachte. Überdies fielen die Erträge aus der verursachergerechten konzerninternen Kostenverrechnung an die anderen Segmente geringer aus. Die Umsatzerlöse aus dem Raiffeisen Service Center in Wien, das Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr- und Wertpapierabwicklung anbietet, leisteten wie in der Vergleichsperiode einen positiven Beitrag zum Ergebnis.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 45 Prozent oder € 21 Millionen auf € 69 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war eine Änderung der Kostenallokation in der Konzernzentrale während des Jahres 2010, wodurch bestimmte Kosten im Corporate Center verbleiben und nicht mehr auf die anderen Segmente aufgeteilt werden. Die im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle zählt zur Konzernzentrale RBI AG in Wien.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielten aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments Corporate Center eine untergeordnete Rolle.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von € 12 Millionen auf minus € 26 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen reduzierte sich dabei aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands von € 15 Millionen auf minus € 13 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten blieb mit minus € 12 Millionen beinahe unverändert, wofür die Bewertungsergebnisse aus den Absicherungsgeschäften für die eigenen Emissionen verantwortlich waren. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Holdinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergaben wie in der Vergleichsperiode einen positiven Betrag; in der Berichtsperiode lag dieser bei € 22 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf die ausgewiesenen Verluste des Segments. Der Periodenfehlbetrag nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile belief sich auf € 63 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die RBI ist in folgende Geschäftsbereiche gegliedert:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Financial Institutions & Public Sector
  • Capital Markets & Treasury
  • Participations & Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Im Geschäftsbereich Financial Institutions & Public Sector ist das Geschäft mit Kunden erfasst, die aus der Finanzbranche und dem Kreis der öffentlichen Körperschaften stammen. Retail Customers beinhaltet das Geschäft mit Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben mit einem Jahresumsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Capital Markets & Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations & Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft RBI AG.

1.1.-31.3.2011 Corporate Retail Financial Capital Participations Gesamt
in € Millionen Customers Customers Institutions &
Public Sector
Markets &
Treasury
& Other
Zinsüberschuss 307 410 74 44 49 884
Provisionsüberschuss 127 198 40 5 -13 357
Handelsergebnis 5 2 15 97 5 123
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -3 -3 -11 -7 -24
Betriebserträge 439 607 125 136 35 1.341
Verwaltungsaufwendungen -150 -440 -49 -54 -61 -753
Betriebsergebnis 289 167 76 81 -26 588
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-75 -127 -7 0 1 -208
Übrige Ergebnisse 4 1 18 1 2 25
Periodenüberschuss/
-fehlbetrag vor Steuern 217 41 88 82 -24 405
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 1 36.786 16.103 9.687 9.593 2.819 74.987
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis1
3.212 1.660 852 1.589 247 7.560
Cost/Income Ratio 34,2% 72,5% 38,9% 39,9% 56,2%
Durchschnittliches Eigenkapital 5.134 2.480 1.244 1.198 329 10.385
Return on Equity vor Steuern 16,9% 6,7% 28,2% 27,4% 15,6%

Geschäftsbereichsüberblick

Pro-forma Corporate Retail Financial Capital Participations Gesamt
1.1.-31.3.2010 Customers Customers Institutions &
Public Sector
Markets &
Treasury
& Other
in € Millionen
Zinsüberschuss 297 413 76 37 37 859
Provisionsüberschuss 121 188 41 0 -13 337
Handelsergebnis 2 0 45 77 2 126
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 3 4 2 -25 -5
Betriebserträge 430 604 166 116 1 1.317
Verwaltungsaufwendungen -143 -407 -56 -43 -51 -700
Betriebsergebnis 287 197 110 72 -50 617
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -153 -161 -9 1 -3 -325
Übrige Ergebnisse 11 10 16 69 -5 100
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 145 46 117 142 -58 392
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 1 34.055 17.357 7.116 9.933 2.506 70.967
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis1 2.963 1.723 662 1.620 215 7.432
Cost/Income Ratio 33,2% 67,4% 33,8% 37,3% 53,1%
Durchschnittliches Eigenkapital 4.584 2.177 1.004 1.193 523 9.481
Return on Equity vor Steuern 12,7% 8,5% 46,5% 47,6% 16,5%

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen starken Ergebnisanstieg. Der Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 50 Prozent auf € 217 Millionen, wofür ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie leicht gestiegene Betriebserträge verantwortlich waren. Eine starke Performance-Verbesserung wurde in Russland verzeichnet, wo das Ergebnis verdoppelt wurde. Die RBI AG fokussierte trotz noch verhaltener Kreditnachfrage weiterhin auf den Ausbau ihres Geschäftsvolumens und verbuchte durch verbesserte Margen einen beträchtlichen Ergebniszuwachs.

Die Betriebserträge wuchsen vor allem aufgrund des gestiegenen Zinsüberschusses von € 430 Millionen auf € 439 Millionen und lagen damit um 2 Prozent über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Zuwachs des Zinsüberschusses von insgesamt 4 Prozent ging auf die gestiegenen Geschäftsvolumina, überwiegend mit Großkunden in Russland, zurück. Überdies erhöhte sich in der RBI AG der Zinsüberschuss bei Großkunden wegen gestiegener aktivseitiger Kundenmargen deutlich. Der Provisionsüberschuss stieg um 5 Prozent auf € 127 Millionen. Russland verzeichnete dabei den größten Zuwachs. In der RBI AG, die den größten Beitrag lieferte, ging der Provisionsüberschuss aufgrund

des etwas rückläufigen Dienstleistungsgeschäfts im Periodenvergleich hingegen zurück. Das sonstige betriebliche Ergebnis sank signifikant: Während das Geschäftsfeld operatives Leasing in Kroatien und Serbien € 7 Millionen beisteuerte, schmälerte die Bankenabgabe in Ungarn und in Österreich das Ergebnis.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen durch eine Erhöhung der Personal- und der IT-Aufwendungen um 5 Prozent auf € 150 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich geringfügig um 1,0 Prozentpunkt auf 34,2 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse sanken um 66 Prozent auf € 4 Millionen. Dabei fiel vor allem das Ergebnis aus Finanzinvestitionen in der RBI AG deutlich niedriger aus als in der Vergleichsperiode.

Die Kreditrisikoaktiva stiegen im Jahresabstand um 8 Prozent auf € 36,8 Milliarden. Hauptgründe dafür waren die Anwendung höherer Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie das teilweise niedrigere Besicherungsniveau.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers stieg aufgrund des Zuwachses im Periodenüberschuss vor Steuern um 4,3 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent.

Retail Customers

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers sank um 10 Prozent auf € 41 Millionen. Diese Entwicklung war auf die um 21 Prozent geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen. Der Geschäftsbereich war im Berichtszeitraum generell noch von der Erholung nach der Finanzkrise geprägt. Der in der Berichtsperiode bereits abgeschlossene Ausbau der Premium-Banking-Sparte war zwar in den Vorperioden mit höheren Investitionen verbunden, beeinflusste das Ergebnis aber durch höhere Betriebserträge schon leicht positiv.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs erhöhten sich im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf € 607 Millionen. Der Zinsüberschuss blieb dabei – belastet durch die Methodenänderung bei der Berechnung der Zinsen für wertberichtigte Kredite in der Ukraine – mit € 410 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Provisionsüberschuss stieg um 5 Prozent und steuerte € 198 Millionen zu den Betriebserträgen bei. Russland und Rumänien lieferten dazu mit € 33 Millionen bzw. € 32 Millionen die größten Beiträge. Das sonstige betriebliche Ergebnis sank unter das Niveau des Vorjahres auf minus € 3 Millionen. Während hier das Geschäftsfeld operatives Leasing mit € 3 Millionen einen positiven Beitrag leistete, schmälerte die Bankenabgabe in Ungarn das Ergebnis.

Die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs stiegen in der Berichtsperiode durch den Ausbau von Filialen und Infrastruktur sowie durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten um 8 Prozent auf € 440 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm in der Folge um 5,1 Prozentpunkte auf 72,5 Prozent zu.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um 21 Prozent auf € 127 Millionen. Dabei wurden in der Berichtsperiode in Ungarn, der Ukraine und Bulgarien die größten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (Einzelwertberichtigungen) verzeichnet.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs sanken volumenbedingt im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 16,1 Milliarden. Die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für einen Großteil der Forderungen an Privatkunden in Ungarn und der Slowakei hatte jedoch einen erhöhenden Effekt auf die Kreditrisikoaktiva.

Financial Institutions & Public Sector

Die Fortsetzung der Erholung auf den Finanzmärkten resultierte in steigenden Aktivitäten im Emissionsgeschäft der RBI AG und einer stärkeren Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten. Im Kreditgeschäft wurden weiterhin Transaktionen auf selektiver Basis durchgeführt. Der Periodenüberschuss vor Steuern im Geschäftsbereich Financial Institutions & Public Sector sank dennoch um 25 Prozent auf € 88 Millionen. Dieser Rückgang wurde fast ausschließlich durch die rückläufigen Betriebserträge verursacht.

Die Betriebserträge sanken überwiegend aufgrund des geringeren Handelsergebnisses von € 166 Millionen auf € 125 Millionen und blieben damit um 25 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Das Handelsergebnis – es fiel überwiegend in der RBI AG und der Raiffeisen Centrobank an – reduzierte sich um € 30 Millionen auf € 15 Millionen, während der Zinsüberschuss und der Provisionsüberschuss im Periodenvergleich fast unverändert blieben. Das sonstige betriebliche Ergebnis ging im Periodenvergleich von € 4 Millionen auf minus € 3 Millionen zurück und war durch die Bankenabgabe in Österreich belastet.

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen wegen veränderter Kostenallokationen um 13 Prozent auf € 49 Millionen ab. Durch den Rückgang der Betriebserträge erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 5,2 Prozentpunkte auf 38,9 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse stiegen um € 2 Millionen auf € 18 Millionen. Dieser Anstieg war einerseits durch höhere Ergebnisse aus der Marktbewertung von Wertpapieren der RBI AG bedingt, andererseits belasteten negative Bewertungen von Kommunalschuldverschreibungen in Ungarn das Ergebnis.

Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich im Periodenvergleich trotz eines sinkenden Obligos vorwiegend durch Rating-Migrationen und höhere Ausfallwahrscheinlichkeiten um 36 Prozent auf € 9,7 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Financial Institutions & Public Sector sank aufgrund der Abnahme des Periodenüberschusses vor Steuern um 18,3 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent.

Capital Markets & Treasury

Der Geschäftsbereich Capital Markets & Treasury erzielte ein Vorsteuerergebnis von € 82 Millionen und verzeichnete damit gegenüber der Vergleichsperiode einen Rückgang von 42 Prozent. Dafür waren fast ausschließlich die übrigen Ergebnisse verantwortlich. Die Betriebserträge waren hingegen durch positive Entwicklungen der RBI AG im Eigenhandel und die Aufstockung der Investmentportfolios mit neuen Emissionen positiv beeinflusst. Das Kundengeschäft der RBI AG im Bondhandel verzeichnete ebenfalls eine positive Entwicklung, hingegen wurden im Zins- und Fremdwährungs-Geschäft geringere Geschäftsaktivitäten verzeichnet.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs stiegen insgesamt im Periodenvergleich um 17 Prozent auf € 136 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei auf Basis von Zuwächsen in mehreren Ländern von € 37 Millionen auf € 44 Millionen. Auch der Provisionsüberschuss stieg aufgrund eines erhöhten Beitrags der RBI AG auf € 5 Millionen. Das Handelsergebnis betrug € 97 Millionen. Den größten Beitrag dazu leistete Russland, gefolgt von der RBI AG. Das sonstige betriebliche Ergebnis war stark durch die Bankenabgaben in Ungarn und Österreich belastet und ging daher im Periodenvergleich von € 2 Millionen auf minus € 11 Millionen zurück.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Periodenvergleich wegen höherer IT-Aufwendungen und Gehaltsanpassungen um 25 Prozent auf € 54 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich dadurch um 2,6 Prozentpunkte auf 39,9 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich von € 69 Millionen auf € 1 Million. Nach den hohen Wertzuschreibungen zu Finanzinstrumenten in der Vergleichsperiode, speziell in Rumänien, der Ukraine und der RBI AG, war das Ergebnis aus Finanzinvestitionen im ersten Quartal 2011 deutlich niedriger. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der RBI AG und einiger Banken des Konzerns verbesserte sich deutlich.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis sank leicht um 2 Prozent auf € 1.589 Millionen.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs sank aufgrund des Rückgangs im Vorsteuerergebnis um 20,2 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent.

Participations & Other

Der Periodenfehlbetrag vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations & Other betrug € 24 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei gegenüber der Vergleichsperiode insgesamt um 35 Prozent auf € 49 Millionen. Er beinhaltet die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals, die vor allem durch das im Berichtszeitraum gesunkene Zinsniveau in Russland, Rumänien und Ungarn abnahmen.

Der Provisionsüberschuss blieb mit minus € 13 Millionen beinahe unverändert; er beruhte im Wesentlichen auf den im Periodenvergleich etwas niedrigeren Provisionszahlungen der RBI AG für Länderrisikoversicherungen. Das sonstige betriebliche Ergebnis wurde durch Ergebnisse aus den Nicht-Bankaktivitäten der Raiffeisen Centrobank und der Raiffeisen Service Center GmbH (RSC) positiv beeinflusst.

Participations & Other umfasst auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die sich durch die Änderung der Kostenallokation der RBI AG gegenüber der Vergleichsperiode erhöhten. Diese Kosten verbleiben nach den internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht zur Gänze auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernabschluss

(Zwischenbericht zum 31. März 2011)

Die Vergleichszahlen in der Erfolgsrechnung stellen die Pro-forma Werte in der Struktur der RBI dar.

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010 Veränderung
Zinserträge 1.568 1.613 -2,8%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 0
Zinsaufwendungen -684 -754 -9,3%
Zinsüberschuss (2) 884 859 3,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (3) -208 -325 -35,9%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 676 534 26,7%
Provisionserträge 428 396 8,1%
Provisionsaufwendungen -71 -59 20,1%
Provisionsüberschuss (4) 357 337 6,0%
Handelsergebnis (5) 123 126 -2,2%
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
und designierten Verbindlichkeiten (6] 3 -45
Ergebnis aus Finanzinvestitionen (7) 25 141 -82,2%
Verwaltungsaufwendungen (8) -753 -700 7,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis (9) -24 -5 420,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -3 5
Periodenüberschuss vor Steuern 405 392 3,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag (10) -100 -33 200,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 305 359 -14,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -35 -25 40,1%
Konzern-Periodenüberschuss 270 334 -19,1%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Konzern-Periodenüberschuss 270 334 35 25
Währungsdifferenzen -8 301 11 17
Absicherung Nettoinvestition
(Capital Hedge)
3 -8 0 0
Cash-Flow Hedge -48 53 0 0
Bewertungsänderungen zur
Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte (AfS)
-2 3 0 0
Latente Steuern auf direkt im
Eigenkapital erfasste Ergebnisse
12 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -43 349 11 17
Gesamtergebnis 227 683 46 42

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010 Veränderung
Gewinn je Aktie 1,13 1,46 -0,33

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Partizipationskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 31. März 2011 waren dies unverändert 194,5 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

Die Werte 2010 stellen die Pro-forma-Werte in der Struktur der RBI dar, während für 2009 jene der Raiffeisen International angegeben werden.

in € Millionen Q2/2010 Q3/2010 Q4/2010 Q1/2011
Zinsüberschuss 921 927 871 884
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -283 -306 -281 -208
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 639 621 590 676
Provisionsüberschuss 378 373 403 357
Handelsergebnis 66 66 70 123
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und
designierten Verbindlichkeiten -86 5 43 3
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -88 84 1 25
Verwaltungsaufwendungen -725 -728 -827 -753
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 -3 11 -24
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 -3
Periodenüberschuss vor Steuern 187 418 290 405
Steuern vom Einkommen und Ertrag -31 -80 34 -100
Periodenüberschuss nach Steuern 157 337 324 305
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -18 -26 -20 -35
Konzern-Periodenüberschuss 138 311 304 270
in € Millionen Q2/2009 Q3/2009 Q4/2009 Q1/2010
Zinsüberschuss 729 729 712 859
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -523 -397 -373 -325
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 205 332 339 534
Provisionsüberschuss 291 322 317 337
Handelsergebnis 73 28 40 126
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und
designierten Verbindlichkeiten
24 -14 3 -45
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 34 12 -2 141
Verwaltungsaufwendungen -570 -535 -592 -700
Sonstiges betriebliches Ergebnis 12 -13 -23 -5
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 5
Periodenüberschuss vor Steuern 70 133 81 392
Steuern vom Einkommen und Ertrag -15 -36 -10 -33
Periodenüberschuss nach Steuern 55 97 71 359
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -34 -19 -15 -25
Konzern-Periodenüberschuss 22 78 57 334

Bilanz

Aktiva
in € Millionen
Anhang 31.3.2011 31.12.2010 Veränderung
Barreserve 4.936 4.807 2,7%
Forderungen an Kreditinstitute (12, 32) 29.069 21.532 35,0%
Forderungen an Kunden (13, 32) 77.061 75.657 1,9%
Kreditrisikovorsorgen (14) -4.782 -4.756 0,5%
Handelsaktiva (15, 32) 7.750 8.068 -3,9%
Derivative Finanzinstrumente (16, 32) 1.282 1.488 -13,9%
Wertpapiere und Beteiligungen (17, 32) 19.264 19.631 -1,9%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen (32) 5 5 3,3%
Immaterielle Vermögenswerte (18) 1.197 1.220 -1,9%
Sachanlagen (19) 1.430 1.454 -1,6%
Sonstige Aktiva (20, 32) 2.251 2.067 8,9%
Aktiva gesamt 139.463 131.173 6,3%
Passiva
in € Millionen
Anhang 31.3.2011 31.12.2010 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21, 32) 37.047 33.659 10,1%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (22, 32) 60.863 57.633 5,6%
Verbriefte Verbindlichkeiten (23, 32) 18.946 16.555 14,4%
Rückstellungen (24, 32) 691 672 2,8%
Handelspassiva (25, 32) 4.852 5.742 -15,5%
Derivative Finanzinstrumente (26, 32) 955 1.264 -24,5%
Sonstige Passiva (27, 32) 1.430 1.243 15,0%
Nachrangkapital (28) 4.007 4.001 0,1%
Eigenkapital (29) 10.672 10.404 2,6%
Konzern-Eigenkapital 9.297 8.251 12,7%
Konzern-Periodenüberschuss 270 1.087 -75,2%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.105 1.066 3,7%
Passiva gesamt 139.463 131.173 6,3%
Gezeich
netes
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
Kapital der
nicht be
Gesamt
in € Millionen Kapital überschuss herrschenden
Anteile
Eigenkapital 1.1.2010 593 2.500 2.567 2.452 212 1.000 9.325
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 3 3
Gewinnthesaurierung 0 0 0 450 -450 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 -105 0 0 -105
Gesamtergebnis 0 0 0 349 334 42 725
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 40 0 -4 36
Eigenkapital
31.3.2010
593 2.500 2.567 3.187 96 1.041 9.984

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der
nicht be
herrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 -2 -2
Gewinnthesaurierung 0 0 0 1.087 -1.087 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 -3 -3
Gesamtergebnis 0 0 0 -43 270 46 273
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 1 0 -1 0
Eigenkapital
31.3.2011
593 2.500 2.568 3.635 270 1.105 10.672

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4.807 6.093
Effekte durch die Verschmelzung 0 1.914
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -131 -3.837
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 239 -531
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 -75
Effekte aus Wechselkursänderungen 21 91
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 4.936 3.655

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-31.3.2011 Zentral Südost Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 287 221 136 101 97
Provisionsüberschuss 119 87 52 43 41
Handelsergebnis 12 14 32 7 5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -5 7 -2 -1 0
Betriebserträge 413 330 218 149 143
Verwaltungsaufwendungen -236 -182 -113 -85 -33
Betriebsergebnis 176 148 105 64 110
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -79 -60 -2 -51 -11
Übrige Ergebnisse -3 5 -9 5 2
Periodenüberschuss vor Steuern 95 93 94 19 101
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19 -13 -24 -7 -23
Periodenüberschuss nach Steuern 76 80 70 11 78
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -28 -7 -1 -2 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 48 73 69 9 78
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,7% 20,2% 20,6% 4,1% 21,9%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 23.151
16.269 8.834 5.532 15.664
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.130 1.530 908 540 1.275
Aktiva1 34.393 22.247 12.464 6.864 20.602
Verbindlichkeiten1 31.485 19.310 10.464 5.900 13.104
Nettozinsspanne 3,36% 3,94% 4,41% 5,76% 1,75%
NPL Ratio 8,5% 9,1% 8,4% 26,3% 4,6%
Coverage Ratio 57,6% 63,0% 98,7% 72,4% 67,2%
Cost/Income Ratio 57,3% 55,2% 51,7% 57,2% 23,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,86% 2,07% 0,96% 4,00% 0,86%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.900 2.121 1.234 753 1.766
Return on Equity vor Steuern 13,1% 17,5% 30,6% 9,9% 22,8%
1.1.-31.3.2011
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 50 60 -67 884
Provisionsüberschuss 32 -12 -5 357
Handelsergebnis 70 -26 9 123
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 -12 -18 -24
Betriebserträge 159 10 -80 1.341
Verwaltungsaufwendungen -62 -69 27 -753
Betriebsergebnis 97 -59 -53 588
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -6 0 0 -208
Übrige Ergebnisse 50 -26 0 25
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 142 -85 -53 405
Steuern vom Einkommen und Ertrag -35 22 0 -100
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 106 -63 -53 305
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 5 -35
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 106 -63 -49 270
Anteil am Ergebnis vor Steuern 30,9% -18,4% 0,0% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 4.814 17.724 -17.001 74.987
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.037 1.452 -1.311 7.560
Aktiva1 29.196 41.809 -28.113 139.463
Verbindlichkeiten1 29.701 47.768 -28.941 128.791
Nettozinsspanne 0,71% 0,64% 2,61%
NPL Ratio 1,5% 8,6%
Coverage Ratio 88,7% 68,3%
Cost/Income Ratio 39,0% >100% 56,2%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,43% 0,00% 1,16%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.456 1.932 -1.777 10.385
Return on Equity vor Steuern 38,9% 15,6%
Geschäftsstellen1 4 1 0 2.932
1.1.-31.3.2010 Zentral Südost Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 261 222 119 115 82
Provisionsüberschuss 107 90 47 37 39
Handelsergebnis 4 14 34 12 2
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 5 -3 -2 1
Betriebserträge 369 332 197 162 123
Verwaltungsaufwendungen -216 -178 -96 -78 -40
Betriebsergebnis 154 153 101 84 83
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -111 -69 -37 -78 -21
Übrige Ergebnisse 18 12 -6 12 9
Periodenüberschuss vor Steuern 60 97 58 17 71
Steuern vom Einkommen und Ertrag -14 -13 -14 -5 -15
Periodenüberschuss nach Steuern 46 84 44 12 56
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -17 -5 0 -2 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 30 79 44 10 56
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13,0% 21,0% 12,5% 3,8% 15,4%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.668 16.339 7.611 5.374 14.312
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.985 1.522 805 515 1.192
Aktiva1
33.845 23.300 12.343 6.650 21.490
Verbindlichkeiten1 31.069 20.496 10.535 5.711 9.700
Nettozinsspanne 3,09% 3,79% 3,97% 7,10% 1,50%
NPL Ratio 7,6% 7,0% 11,8% 23,0% 3,1%
Coverage Ratio 57,8% 67,8% 85,6% 72,9% 63,9%
Cost/Income Ratio 58,4% 53,7% 48,7% 48,3% 32,3%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 2,08% 1,68% 2,06% 6,00% 0,59%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.564 1.979 988 650 1.536
Return on Equity vor Steuern 9,4% 19,7% 23,4% 10,8% 18,6%
1.1.-31.3.2010
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 64 46 -50 859
Provisionsüberschuss 26 -7 -2 337
Handelsergebnis 31 56 -26 126
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 22 -30 -5
Betriebserträge 125 117 -108 1.317
Verwaltungsaufwendungen -63 -48 19 -700
Betriebsergebnis 62 69 0 617
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -7 -2 0 -325
Übrige Ergebnisse 25 12 18 100
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 81 79 -71 392
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19 48 0 -33
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 61 127 -71 359
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 -1 -25
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 61 126 -72 334
Anteil am Ergebnis vor Steuern 17,4% 17,0% 0,0% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 7.817 19.875 -22.030 70.967
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.314 1.615 -1.516 7.432
Aktiva1 49.390 35.833 -37.279 145.574
Verbindlichkeiten1 51.333 39.218 -32.471 135.590
Nettozinsspanne 0,53% 0,55% 2,36%
NPL Ratio 2,4% 7,7%
Coverage Ratio 88,9% 68,9%
Cost/Income Ratio 50,5% 40,8% 53,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,32% 0,04% 1,84%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.796 2.197 -2.227 9.481
Return on Equity vor Steuern 17,9% 14,4% 16,5%
Geschäftsstellen1 3 1 0 2.989

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der RBI werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.

Der vorliegende Zwischenbericht zum 31. März 2011 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (vgl. Geschäftsbericht 2010, Seite 150 ff.) sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2010. Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2011 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2011 der RBI wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse). Die Vergleichszahlen in der Erfolgsrechnung stellen die Pro-forma Werte in der Struktur der RBI dar.

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
31.3.2011 31.12.2010 31.3.2011 31.12.2010
Stand Beginn der Periode 132 135 1 1
Im Zuge der Verschmelzung einbezogen 0 38 0 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 2 6 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 0 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -4 -47 0 0
Stand Ende der Periode 130 132 1 1

Veränderungen im Konsolidierungskreis

In der Berichtsperiode wurden folgende Tochtergesellschaften per 1. Jänner 2011 erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen: RIRE Holding GmbH, eine in Wien ansässige Immobilienholding, und OOO "R3", eine Immobilienmanagementgesellschaft in Novosibirsk.

In der Berichtsperiode schieden vier Tochtergesellschaften per 1. Jänner 2011 aufgrund des Tatbestands der Unwesentlichkeit aus.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
173 166
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
178 128
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -1 2
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 1.092 1.005
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
116 111
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-680 -733
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen -1 -3
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) -49 79
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -422 -363
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 405 392

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 1.568 1.613
Zinserträge 1.560 1.605
aus Guthaben bei Zentralbanken 13 27
aus Forderungen an Kreditinstitute 105 120
aus Forderungen an Kunden 1.126 1.143
aus Wertpapieren 186 175
aus Leasingforderungen 52 58
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 78 82
Laufende Erträge 1 5
Zinsähnliche Erträge 7 4
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -684 -754
Zinsaufwendungen -674 -744
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken -4 0
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -152 -186
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -305 -347
für verbriefte Verbindlichkeiten -166 -161
für Nachrangkapital -48 -50
Zinsähnliche Aufwendungen -10 -11
Gesamt 884 859

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Einzelwertberichtigungen -217 -259
Zuführung zu Risikovorsorgen -387 -447
Auflösung von Risikovorsorgen 187 198
Direktabschreibungen -26 -17
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 9 7
Portfolio-Wertberichtigungen 6 -66
Zuführung zu Risikovorsorgen -133 -190
Auflösung von Risikovorsorgen 139 124
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 2 0
Gesamt -208 -325

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Zahlungsverkehr 141 133
Kredit- und Garantiegeschäft 74 67
Wertpapiergeschäft 28 33
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 77 72
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 7 6
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 11 9
Kreditderivatgeschäft 1 2
Sonstige Bankdienstleistungen 20 15
Gesamt 357 337

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Zinsbezogenes Geschäft 49 148
Währungsbezogenes Geschäft 41 18
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 14 -19
Kreditderivatgeschäft -6 0
Sonstiges Geschäft 25 -21
Gesamt 123 126

(6) Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 0 -1
Ergebnis aus Kreditderivaten -15 1
Ergebnis aus sonstigen Derivaten -62 -52
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten 80 7
Gesamt 3 -45

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 1 2
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 1 1
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0 1
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 4 -2
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen 0 -2
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 4 0
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren 20 141
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 8 132
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 12 9
Gesamt 25 141

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Personalaufwand -380 -346
Sachaufwand -287 -279
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -86 -75
Gesamt -753 -700

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 240 158
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -230 -153
Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen 24 25
Aufwendungen aus Vermittlung von Dienstleistungen -23 -24
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 9 9
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing (Immobilien) 5 2
Ergebnis aus Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten -2 -1
Sonstige Steuern -42 -12
davon Bankensonderabgaben -34 0
Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen -3 -6
Sonstige betriebliche Erträge 10 5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12 -8
Gesamt -24 -5

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -65 -60
Inland -2 -2
Ausland -63 -58
Latente Steuern -35 27
Gesamt -100 -33

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.2011 31.12.2010
Handelsaktiva 8.410 8.631
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
7.991 8.070
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 386 394
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 108.500 99.268
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 10.921 11.207
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 622 925
Sonstige Aktiva 2.628 2.673
Aktiva gesamt 139.463 131.173

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien 31.3.2011 31.12.2010
in € Millionen
Handelspassiva 5.467 6.528
Finanzielle Verbindlichkeiten 119.627 110.535
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 2.666 2.557
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 340 477
Rückstellungen 691 672
Eigenkapital 10.672 10.404
Passiva gesamt 139.463 131.173

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 4.056 1.517
Geldmarktgeschäft 20.183 14.789
Kredite an Banken 3.490 3.766
Angekaufte Forderungen 38 34
Leasingforderungen 1 1
Forderungspapiere 1.301 1.425
Gesamt 29.069 21.532

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 5.492 Millionen (31.12.2010: € 1.457 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Inland 11.765 10.794
Ausland 17.304 10.738
Gesamt 29.069 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Zentralbanken 2.010 1.484
Geschäftsbanken 27.049 20.038
Multilaterale Entwicklungsbanken 10 10
Gesamt 29.069 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Laufzeiten:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 5.015 2.370
Bis 3 Monate 18.287 14.035
3 Monate bis 1 Jahr 1.975 2.005
1 bis 5 Jahre 2.717 2.266
Mehr als 5 Jahre 1.075 856
Gesamt 29.069 21.532

(13) Forderungen an Kunden

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Kreditgeschäft 50.278 48.764
Geldmarktgeschäft 5.231 5.000
Hypothekarforderungen 16.650 16.888
Angekaufte Forderungen 1.084 1.139
Leasingforderungen 3.014 3.109
Forderungspapiere 804 757
Gesamt 77.061 75.657

In den Forderungen an Kunden sind € 1.363 Millionen (31.12.2010: € 111 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.671 1.493
Kommerzkunden – Großkunden 50.555 49.201
Kommerzkunden – Small Business 3.848 3.829
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.464 18.549
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.401 2.441
Sonstige 122 144
Gesamt 77.061 75.657

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Inland 7.592 7.914
Ausland 69.469 67.743
Gesamt 77.061 75.657

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Laufzeiten:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 7.616 6.844
Bis 3 Monate 14.203 12.583
3 Monate bis 1 Jahr 13.317 13.704
1 bis 5 Jahre 25.789 26.393
Mehr als 5 Jahre 16.136 16.133
Gesamt 77.061 75.657

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Kreditinstitute 252 255
Öffentlicher Sektor 1 1
Kommerzkunden – Großkunden 2.452 2.432
Kommerzkunden – Small Business 398 407
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.430 1.418
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 249 243
Gesamt 4.782 4.756

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) stellen sich wie folgt dar:

31.3.2011
in € Millionen
Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 28.816 29.069 268 234 19 28.816
Öffentlicher Sektor 1.569 1.671 12 1 0 1.670
Kommerzkunden –
Großkunden
47.566 50.677 3.644 2.046 406 48.224
Kommerzkunden –
Small Business
3.508 3.848 656 369 29 3.451
Retail-Kunden –
Privatpersonen
17.642 18.464 1.752 1.136 294 17.034
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe
2.300 2.401 317 196 52 2.152
Gesamt 101.401 106.129 6.648 3.982 800 101.347
31.12.2010
in € Millionen
Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 21.270 21.532 271 237 18 21.277
Öffentlicher Sektor 1.405 1.493 12 1 0 1.492
Kommerzkunden –
Großkunden
46.229 49.345 3.598 2.026 406 46.913
Kommerzkunden –
Small Business
3.469 3.829 670 376 32 3.421
Retail-Kunden –
Privatpersonen
17.918 18.549 1.789 1.115 302 17.131
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe
2.379 2.441 320 193 50 2.198
Gesamt 92.670 97.189 6.661 3.947 809 92.434

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.278 4.013
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 409 430
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.048 3.625
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 15 0
Gesamt 7.750 8.068

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
235 361
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
387 565
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 28 9
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 632 553
Gesamt 1.282 1.488

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 18.606 18.957
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 272 280
Unternehmensanteile 386 394
Gesamt 19.264 19.631

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Firmenwerte 603 614
Software 474 480
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 120 126
Gesamt 1.197 1.220

(19) Sachanlagen

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 553 554
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 110 113
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 483 507
Vermietete Leasinganlagen 284 280
Gesamt 1.430 1.454

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Steuerforderungen 481 494
Laufende Steuerforderungen 52 31
Latente Steuerforderungen 429 463
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 133 140
Rechnungsabgrenzungsposten 277 263
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 664 356
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 75 83
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 9 5
Umlaufvermögen 173 147
Übrige Aktiva 439 579
Gesamt 2.251 2.067

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 2.977 2.326
Geldmarktgeschäft 24.597 21.168
Langfristige Refinanzierungen 9.473 10.165
Gesamt 37.047 33.659

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 4.001 Millionen (31.12.2010: € 4.977 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

Gesamt 37.047 33.659
Ausland 18.705 17.613
Inland 18.342 16.046
in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Zentralbanken 1.275 1.399
Geschäftsbanken 34.224 30.948
Multilaterale Entwicklungsbanken 1.548 1.311
Gesamt 37.047 33.659

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Laufzeiten:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 2.708 2.161
Bis 3 Monate 19.752 14.809
3 Monate bis 1 Jahr 4.076 6.291
1 bis 5 Jahre 8.238 7.954
Mehr als 5 Jahre 2.273 2.444
Gesamt 37.047 33.659

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Sichteinlagen 24.960 23.781
Termineinlagen 34.439 32.382
Spareinlagen 1.464 1.470
Gesamt 60.863 57.633

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 3.134 Millionen (31.12.2010: € 1.343 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.898 1.723
Kommerzkunden – Großkunden 30.045 26.924
Kommerzkunden – Small Business 2.279 2.489
Retail-Kunden – Privatpersonen 22.471 22.123
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.310 3.673
Sonstige 860 702
Gesamt 60.863 57.633

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Inland 6.203 5.719
Ausland 54.660 51.914
Gesamt 60.863 57.633

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Laufzeiten:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 25.225 24.396
Bis 3 Monate 19.078 19.402
3 Monate bis 1 Jahr 11.120 8.648
1 bis 5 Jahre 3.330 3.116
Mehr als 5 Jahre 2.110 2.071
Gesamt 60.863 57.633

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Begebene Schuldverschreibungen 16.644 15.917
Begebene Geldmarktpapiere 1.560 0
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 742 638
Gesamt 18.946 16.555

(24) Rückstellungen

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Abfertigungen 61 61
Pensionen 14 14
Steuern 124 107
Garantien und Bürgschaften 125 132
Offene Rechtsfälle 108 109
Unverbrauchter Urlaub 51 50
Bonuszahlungen 159 148
Restrukturierung 5 5
Sonstige 44 46
Gesamt 691 672

(25) Handelspassiva

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 3.729 4.531
Zinssatzgeschäft 2.430 3.019
Wechselkursgeschäft 590 923
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 653 526
Kreditderivatgeschäft 27 44
Sonstiges Geschäft 28 19
Leerverkauf von Handelsaktiva 379 426
Emittierte Zertifikate 744 785
Gesamt 4.852 5.742

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
20 24
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge 320 453
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 11 18
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 604 769
Gesamt 955 1.264

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 121 114
Rechnungsabgrenzungsposten 193 190
Dividendenverbindlichkeiten 2 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 662 405
Übrige Passiva 453 533
Gesamt 1.430 1.243

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Hybrides Kapital 829 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.570 2.576
Ergänzungskapital 608 606
Gesamt 4.007 4.001

(29) Eigenkapital

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Konzern-Eigenkapital 9.297 8.251
Gezeichnetes Kapital 593 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.568 2.568
Gewinnrücklagen 3.635 2.590
Konzern-Periodenüberschuss 270 1.087
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.105 1.066
Gesamt 10.672 10.404

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 972.909 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 593 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, baute der Konzern bereits in der Vergangenheit ein umfassendes Risikomanagement auf, das permanent weiterentwickelt wird. Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Es berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management für alle materiellen Risiken sicherzustellen.

Betreffend die Grundzüge und Organisation des Risikomanagement wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2010 verwiesen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde vertraglich vereinbarte Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen kann. Daneben werden aber auch Migrationsrisiken (Risiken aus Verschlechterungen der Kundenbonität), Konzentrationsrisiken von Kreditnehmern, Risiken aus Kreditrisiko-Minderungstechniken sowie Länderrisiken berücksichtigt.

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die Basis für die Risikosteuerung bildet das Kreditobligo. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kredit-Exposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung, wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für die Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorische Definition der Kreditinstitutsgruppe versus handelsrechtliche Definition gemäß IFRS), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie unterschiedlichen Bewertungsvorschriften.

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Forderungen an Kreditinstitute 29.069 21.532
Forderungen an Kunden 77.061 75.657
Handelsaktiva 7.750 8.068
Derivative Finanzinstrumente 1.282 1.488
Wertpapiere und Beteiligungen 18.606 19.247
Sonstige Aktiva 235 227
Eventualverbindlichkeiten 11.466 11.856
Kreditrisiken 12.687 11.756
Widerrufliche Kreditzusagen 11.318 11.992
Überleitung 8.674 6.491
Gesamt 178.147 168.314

Eine detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Forderungsklassen – Kommerzkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sehen dafür jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Die Festlegung der Ausfallwahrscheinlichkeiten erfolgt in den unterschiedlichen Modellen jedoch modellspezifisch. Damit ist diese auch bei gleicher Bezeichnung (z. B. A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) unterschiedlich und somit zwischen den Forderungsklassen nicht direkt vergleichbar.

Kommerzkunden

Das interne Rating-Modell für Kommerzkunden berücksichtigt sowohl qualitative Faktoren als auch verschiedene Geschäfts- und Gewinnkennzahlen (z. B. Zinsendeckung, EBT-Marge, EBITDA-Marge, Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrentabilität, Schuldentilgungsdauer), die für unterschiedliche Branchen und Rechnungslegungsstandards aussagekräftig sind und eine gute Trennschärfe gewährleisten.

Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo je wirtschaftlicher Note des Rating-Modells für Kommerzkunden. Die dargestellten Werte beziehen sich auf das Kreditobligo, zur Gesamtbeurteilung sind zusätzlich die Sicherheiten zu berücksichtigen:

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.146 1,4% 1.171 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 7.495 9,3% 7.643 9,4%
1,5 Sehr gute Bonität 7.790 9,6% 7.729 9,6%
2,0 Gute Bonität 10.105 12,5% 9.960 12,3%
2,5 Solide Bonität 11.717 14,5% 11.206 13,8%
3,0 Akzeptable Bonität 12.922 16,0% 12.314 15,2%
3,5 Erhöhtes Risiko 12.988 16,1% 13.183 16,3%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 7.423 9,2% 7.664 9,5%
Sehr schwache
4,5 Bonität/Ausfallgefährdet 3.748 4,6% 4.282 5,3%
5,0 Ausfall 4.180 5,2% 4.287 5,3%
NR Nicht geratet 1.386 1,7% 1.472 1,8%
Gesamt 80.900 100,0% 80.911 100,0%

Es ist zu beachten, dass das in dieser Tabelle dargestellte wirtschaftliche Rating nur eine rein kreditnehmerspezifische Betrachtung darstellt und folglich keine transaktionsspezifischen Besicherungen berücksichtigt.

Das gesamte Kreditobligo der Kommerzkunden blieb im Vergleich zum Jahresende 2010 nahezu unverändert. Anhand der Aufgliederung nach einzelnen Bonitätskategorien ist jedoch eine Verbesserung der durchschnittlichen Portfolioqualität zu beobachten. Der Anteil der mittleren Kategorien bis Rating 3,0 am Kreditvolumen stieg um 5 Prozent auf € 24.640 Millionen. In den schwächeren Bonitätskategorien hingegen verringerte sich der Anteil um 4 Prozent auf € 24.159 Millionen. Der Anteil der ausgefallenen Kundenkredite (Rating 5,0) ging um 3 Prozent zurück. Der Schwerpunkt der ausgefallenen Kredite lag in den Segmenten GUS Sonstige, Zentraleuropa und Group Corporates.

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl kreditnehmerspezifische als auch transaktionsbezogene Eigenschaften berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes
Risiko
2.497 38,6% 2.460 39,7%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.174 33,6% 2.035 32,8%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 876 13,5% 912 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 387 6,0% 370 6,0%
6,5 Ausfall 379 5,9% 365 5,9%
NR Nicht geratet 154 2,4% 57 0,9%
Gesamt 6.467 100,0% 6.199 100,0%

Das Volumen der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 4 Prozent. Der kontinuierliche Anstieg des Volumens an Projektfinanzierungen erklärt sich hauptsächlich aus der laufenden Reklassifizierung von Kunden, deren Bonität ursprünglich mit dem Rating-Modell für Kommerzkunden bewertet wurde. Der überwiegende Teil der Veränderung entfiel auf Zentraleuropa mit € 104 Millionen und auf Österreich mit € 48 Millionen. Durch die hohe Gesamtbesicherung dieser Spezialfinanzierungen sind die Ratings entsprechend gut.

Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatkunden sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo aus diesem Segment dar:

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Retail – Privatpersonen 19.577 87,9% 20.301 88,3%
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 2.692 12,1% 2.687 11,7%
Gesamt 22.269 100,0% 22.989 100,0%
davon notleidende Kredite 2.330 10,5% 2.399 10,4%
davon Einzelwertberichtigungen 1.332 6,0% 1.308 5,7%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 347 1,6% 353 1,5%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente der RBI:

31.3.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Markets
Retail – Privatpersonen 9.647 5.860 2.168 1.852 10
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.694 801 20 177 0
Gesamt 11.341 6.661 2.188 2.029 10
davon notleidende Kredite 885 540 218 680 0
davon Einzelwertberichtigungen 358 330 184 455 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen
205 96 10 37 0
31.12.2010
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Markets
Retail – Privatpersonen 9.794 6.293 2.093 2.062 10
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.673 802 20 191 0
Gesamt 11.467 7.095 2.113 2.253 10
davon notleidende Kredite 919 544 212 718 0
davon Einzelwertberichtigungen 332 347 178 445 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen
199 101 9 45 0

Im ersten Quartal 2011 reduzierte sich das gesamte Retail-Kreditportfolio um 3 Prozent auf € 22.269 Millionen. Stärkere Rückgänge erfolgten dabei vor allem in den Segmenten Südosteuropa und GUS Sonstige. Während der Rückgang in GUS Sonstige teilweise währungsbedingt war (die Wechselkurse der ukrainischen Hryvna und des belarussischen Rubels gaben im Einklang mit dem US-Dollar gegenüber dem Euro im ersten Quartal nach), war die Reduktion in den südosteuropäischen Staaten vor allem auf die vorsichtige Kreditvergabe zurückzuführen.

Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Ratingmodell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlands begrenzt.

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 222 0,5% 246 0,8%
A2 Sehr hohe Bonität 2.299 5,6% 2.173 6,7%
A3 Hohe Bonität 26.168 63,2% 18.251 56,4%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 4.776 11,5% 4.498 13,9%
Zufriedenstellende
B2 Zahlungsfähigkeit 4.753 11,5% 3.527 10,9%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 1.163 2,8% 1.603 5,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 644 1,6% 893 2,8%
Höchst fragliche
B5 Zahlungsfähigkeit 468 1,1% 474 1,5%
C Ausfallgefährdet 178 0,4% 128 0,4%
D Ausfall 507 1,2% 383 1,2%
NR Nicht geratet 218 0,5% 185 0,6%
Gesamt 41.395 100,0% 32.360 100,0%

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Für die Risikobeurteilung sind zusätzlich dingliche Sicherheiten (z. B. finanzielle Sicherheiten bei Wertpapiergeschäften) und Garantien (z. B. durch Zentralstaaten) zu berücksichtigen.

Im Vergleich zum Jahresende 2010 erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute wie auch der Wertpapierbestand von Kreditinstituten um 28 Prozent auf € 41.395 Millionen, vor allem durch die starke Ausweitung des (aus Risikosicht völlig besicherten) Repo-Geschäfts. Im Wesentlichen werden diese Geschäfte mit Banken von hoher Bonität in der Rating-Klasse A3 abgeschlossen, was zu einem Anstieg des Anteils dieser Rating-Stufe um 6,8 Prozentpunkte auf 63,2 Prozent am Gesamtvolumen führte. Auch die Forderungen in der Rating-Klasse B2 erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um 35 Prozent. Dies ging auf eine Erhöhung der Repo-Geschäfte mit Banken in Deutschland zurück. Das Volumen der Kreditinstitute im Default erhöhte sich im Vergleich mit den Werten zum Jahresende 2010 ebenfalls um € 124 Millionen oder 32 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichneten der Iran und Portugal.

Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating dar:

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 9.317 34,4% 8.386 32,4%
A2 Sehr hohe Bonität 628 2,3% 624 2,4%
A3 Hohe Bonität 3.926 14,5% 3.927 15,2%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 1.506 5,6% 1.640 6,3%
Zufriedenstellende
B2 Zahlungsfähigkeit 1.060 3,9% 1.399 5,4%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 6.510 24,0% 5.951 23,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 2.182 8,0% 2.097 8,1%
B5 Höchst fragliche Zahlungsfähigkeit 1.769 6,5% 1.692 6,5%
C Ausfallgefährdet 0 0,0% 0 0,0%
D Ausfall 58 0,2% 60 0,2%
NR Nicht geratet 159 0,6% 79 0,3%
Gesamt 27.116 100,0% 25.855 100,0%

Das Volumen des Kreditobligos an Sovereigns lag zum 31. März 2011 mit € 27.116 Millionen um 5 Prozent über dem Niveau zu Jahresende 2010. Der Anteil der besten Bonitätskategorie A1 erhöhte sich um 11 Prozent, was auf erhöhte Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen war. Das Exposure in der Rating-Klasse B2 verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um nahezu ein Viertel, bedingt in erster Linie durch eine Reduktion des Volumens russischer Staatsanleihen. Das Volumen in der Rating-Klasse B3 hingegen stieg aufgrund der Erhöhung des Bestands an ungarischen Staatsanleihen.

Non-Performing Loans

Nachstehende Tabelle stellt die Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den diesbezüglichen Anteil an Non-Performing Loans, dazu bereitgestellte Sicherheiten und Kreditrisikovorsorgen gegliedert nach dem Sitz der Konzerneinheit dar:

31.3.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Group
Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.335 837 440 660 809 207
davon besichert 598 454 136 197 171 0
Kreditrisikovorsorgen 721 466 439 492 543 183
Forderungen 15.022 7.310 5.677 3.188 17.588 2.396
NPL Ratio 8,9% 11,5% 7,8% 20,7% 4,6% 8,6%
Coverage Ratio 54,0% 55,7% 99,8% 74,6% 67,1% 88,7%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 885 540 218 680 6 0
davon besichert 436 158 55 371 1 0
Kreditrisikovorsorgen 562 426 194 491 4 0
Forderungen 10.168 6.674 2.012 1.910 0 45
NPL Ratio 8,7% 8,1% 10,8% 35,6% 0,3%
Coverage Ratio 63,5% 78,9% 89,3% 72,2% 76,1% 99,2%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 12 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 1 0 0 0 0 0
Forderungen 276 838 45 0 0 0
NPL Ratio 4,2%
Coverage Ratio 6,4%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 398
davon besichert 0 0 0 0 0 112
Kreditrisikovorsorgen 2 0 1 0 1 253
Forderungen 1.287 2.287 2.834 764 1.384 22.593
NPL Ratio 0,2% 0,1% 1,8%
Coverage Ratio 83,3% 128,6% 83,5% 100,0% 132,2% 63,4%

Der Bereich Kommerzkunden wies einen Rückgang der Non-Performing Loans um 2 Prozent oder € 94 Millionen auf € 4.288 Millionen auf. Besonders deutlich fiel die Reduktion dabei in Group Corporates und GUS Sonstige mit jeweils 7 Prozent aus. Südosteuropa hingegen verzeichnete einen Anstieg von 7 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen blieben mit € 2.845 Millionen nahezu unverändert, dies bedeutet eine Deckung von nunmehr 66 Prozent.

Im Retail-Bereich reduzierten sich die Non-Performing Loans um 3 Prozent auf € 2.329 Millionen, der Großteil des Rückgangs entfiel hier auf GUS Sonstige mit 5 Prozent und Zentraleuropa mit 3 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditobligo verringerte sich um 26 Basispunkte auf 11,2 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für RetailKunden wurden geringfügig auf € 1.679 Millionen angehoben, was zu einer Steigerung der Deckung um 2,8 Prozentpunkte auf 72,0 Prozent führte.

Der Bereich Kreditinstitute verzeichnete einen Anstieg der Non-Performing Loans um 51 Prozent oder € 135 Millionen auf € 403 Millionen, wofür € 257 Millionen an Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden.

Nachstehende Tabelle zeigt die entsprechenden Vergleichswerte zum Jahresende 2010:

31.12.2010
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Group
Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.357 785 450 710 873 206
davon besichert 496 443 128 233 239 0
Kreditrisikovorsorgen 687 459 443 503 563 183
Forderungen 14.762 7.305 5.620 3.248 20.157 3.584
NPL Ratio 9,2% 10,8% 8,0% 21,8% 4,3% 5,8%
Coverage Ratio 50,7% 58,4% 98,4% 70,9% 64,5% 88,8%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 917 544 218 718 0 0
davon besichert 423 166 62 406 0 0
Kreditrisikovorsorgen 530 448 187 490 6 0
Forderungen 10.159 6.714 1.943 2.058 2 42
NPL Ratio 9,0% 8,1% 11,2% 34,9%
Coverage Ratio 57,9% 82,3% 85,7% 68,3%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 12 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 1 0 0 0 0 0
Forderungen 296 762 38 0 0 0
NPL Ratio 4,0% 0,5%
Coverage Ratio 8,0% 20,9%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 263
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 2 0 0 0 1 251
Forderungen 1.387 2.587 1.821 861 2.597 14.125
NPL Ratio 0,2% 0,1% 1,9%
Coverage Ratio 82,5% 35,8% 100,0% 73,9% 95,7%

in € Millionen Stand 1.1.2011 Änderung Konsolidierungskreis Zuführungen1 Auflösungen2 Verbrauch2 Währungsdifferenzen Stand 31.3.2011 Einzelwertberichtigungen 4.000 -1 403 -187 -129 -59 4.028 Zentraleuropa 980 0 184 -113 -35 11 1.026 Südosteuropa 723 0 120 -40 -72 -6 725 Russland 536 0 25 -30 -2 7 535 GUS Sonstige 859 0 61 -4 -7 -49 860 Group Corporates 665 -1 9 0 -10 -17 646 Group Markets 238 0 5 0 -3 -5 235 Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0 Portfolio-Wertberichtigungen 888 0 133 -139 0 -2 880 Zentraleuropa 286 0 79 -71 0 4 298 Südosteuropa 206 0 14 -32 0 2 189 Russland 135 0 26 -19 0 2 144 GUS Sonstige 143 0 9 -16 0 -8 129 Group Corporates 100 0 5 -1 0 -1 102 Group Markets 18 0 0 0 0 0 18 Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0 Gesamt 4.888 -1 537 -326 -129 -60 4.908

Der nachfolgend abgebildete Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Berichtszeitraum nach Segmenten:

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut und gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden. Die Veränderungen im Berichtszeitraum sind vor allem durch die Ausweitung des Geschäfts mit Finanzinstituten, die in Deutschland beheimatet sind, geprägt.

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Österreich 41.239 26,3% 39.319 26,6%
Russland 14.473 8,1% 14.453 8,6%
Slowakei 11.296 6,3% 8.611 5,1%
Tschechische Republik 10.552 5,9% 10.032 6,0%
Ungarn 10.177 4,2% 9.938 5,9%
Deutschland 9.785 5,5% 5.708 3,4%
Ferner Osten 8.209 1,4% 7.722 1,3%
Polen 8.052 4,5% 8.232 4,9%
Rumänien 7.754 4,4% 8.047 4,8%
Kroatien 6.465 3,6% 6.190 3,7%
Ukraine 5.780 3,2% 6.156 3,7%
Großbritannien 5.232 2,9% 4.000 2,4%
USA 4.187 2,4% 4.369 2,6%
Bulgarien 3.911 2,2% 3.959 2,4%
Serbien 2.546 1,4% 2.557 1,5%
Sonstige 28.489 17,5% 29.023 17,3%
Gesamt 178.147 100,0% 168.314 100,0%

Im Rahmen der Risikopolitik und Bonitätsbeurteilung der RBI findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der größte Branchenanteil entfällt hier auf das Kreditgewerbe und ist zu einem großen Teil dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen (Liquiditätsausgleichsfunktion). Den zweitgrößten Anteil hält der Sektor private Haushalte, der im Wesentlichen Forderungen an Retail-Kunden in Ländern Zentral- und Osteuropas umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo des Konzerns nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Millionen 31.3.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 59.963 33,7% 48.146 28,6%
Private Haushalte 20.578 11,6% 22.554 13,4%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen
15.591 8,8% 16.182 9,6%
Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel
mit Kraftfahrzeugen)
14.567 8,2% 15.217 9,0%
Grundstücks- und Wohnungswesen 11.941 6,7% 12.347 7,3%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 7.362 4,1% 6.709 4,0%
Baugewerbe 5.060 2,8% 4.950 2,9%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 4.170 2,3% 4.087 2,4%
Energieversorgung 3.633 2,0% 3.516 2,1%
Ernährungsgewerbe 3.012 1,7% 2.987 1,8%
Metallerzeugung und -bearbeitung 2.673 1,5% 2.939 1,7%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 11.851 6,7% 11.900 7,1%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 2.326 1,3% 2.231 1,3%
Sonstiges Transportgewerbe 2.411 1,4% 2.606 1,5%
Maschinenbau 1.709 1,0% 1.730 1,0%
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 1.480 0,8% 1.277 0,8%
Kraftfahrzeughandel, Tankstellen 1.777 1,0% 1.796 1,1%
Sonstige Branchen 8.043 4,5% 7.138 4,2%
Gesamt 178.147 100,0% 168.314 100,0%

Marktrisiko

Die RBI entwickelte im Jahr 2008 ein neues Marktisiko-Managementsystem auf Basis eines internen Modells. Das Modell errechnet den Value-at-Risk (VaR) mit einem hybriden Ansatz (Mischung aus historischer Simulation und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien). Es bestand den Begutachtungsprozess der Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank erfolgreich und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Nachstehende Tabellen stellen die Risikokennzahlen für das Marktrisiko getrennt für Handels- und Bankbücher der RBI je Risikoart im ersten Quartal 2011 dar:

Handelsbuch VaR 99% 10d
in € Millionen
VaR per
31.3.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Währungsrisiko 5 6 4 9 8
Zinsrisiko 5 6 4 10 7
Credit-Spread-Risiko 2 2 2 5 2
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 11 12 9 18 13
Bankbuch VaR 99% 10d
in € Millionen
VaR per
31.3.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Zinsrisiko 32 50 31 87 70
Credit-Spread-Risiko 28 27 20 39 30
Gesamt 35 51 35 80 66

Nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch je Risikoart im ersten Quartal 2011 dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Bondbüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 10d
in € Millionen
VaR per
31.3.2010
Durchschnitts
-VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Währungsrisiko1 41 51 40 64 53
Zinsrisiko 56 51 31 91 70
Credit-Spread-Risiko 29 28 22 41 31
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 58 74 58 104 87

1 Gesamtes Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von den häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanzieller Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, dem so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen, und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) in die Berechnung ein.

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 21.639 19.786 6.190 15.997 13.133 5.994
Liquiditäts-Ratio 187% 139% 105% 172% 126% 105%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos bestehen je Konzerneinheit Limits, die auf Basis konservativer Annahmen hinsichtlich der Liquiditätsschaffung aus Aktivpositionen und eventueller Abflüsse auf der Passivseite kurzfristig einen Liquiditätsüberhang erfordern. Auch für mittel- und längerfristige Zeitbänder bestehen entsprechende Limits, die die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Ergebnis der RBI begrenzen.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Eventualverpflichtungen 11.466 11.856
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 11.318 11.992

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 12.687 Millionen (31.12.2010: € 11.756 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(32) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind.

31.3.2011
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 9.896 251 250 96
Forderungen an Kunden 0 1.156 414 343
Handelsaktiva 0 13 18 8
Wertpapiere und Beteiligungen 0 238 2 339
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 0 7 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.712 0 6.470 89
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 396 1 9
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 18 26 3
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 1 43 0 0
Gegebene Garantien 0 72 263 21
Erhaltene Garantien 0 403 148 2
31.12.2010
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 7.892 224 274 244
Forderungen an Kunden 0 1.113 437 354
Handelsaktiva 0 17 20 19
Wertpapiere und Beteiligungen 0 234 2 352
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 5 19 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.151 3 6.908 115
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 527 2 112
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 23 26 18
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 57 0 0
Gegebene Garantien 0 74 264 5
Erhaltene Garantien 0 389 143 1

(33) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 ermittelt) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Eingezahltes Kapital 4.914 4.914
Erwirtschaftetes Kapital 2.897 2.958
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.090 1.003
Hybrides Tier 1 Kapital 800 800
Immaterielle Vermögenswerte -465 -469
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 9.236 9.206
Abzugsposten vom Kernkapital -26 -15
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 9.210 9.191
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 600 600
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB
Positionen
229 231
Stille Reserven 55 55
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.426 2.480
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 3.310 3.366
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -27 -15
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.283 3.351
Abzugsposten Versicherungen -4 -4
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-
Kapital (Tier 3-Kapital)
85 69
Gesamte Eigenmittel 12.574 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.560 7.585
Eigenmittelüberschuss 5.014 5.023
Überdeckungsquote 66,3% 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 8,9% 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,3% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 9,7% 9,7%
Eigenmittelquote 13,3% 13,3%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 74.987 75.601
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG 5.999 6.048
Standardansatz 2.944 2.974
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.055 3.074
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren 332 327
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 405 386
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 823 824
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.560 7.585

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 36.803 37.175
Zentralstaaten und Zentralbanken 3.658 3.712
Regionale Gebietskörperschaften 112 95
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne
Erwerbscharakter
29 42
Kreditinstitute 957 1.013
Unternehmen (Kommerzkunden) 18.775 18.800
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 10.179 10.089
Investmentfonds-Anteile 130 125
Verbriefungspositionen 20 18
Sonstige Posten 2.945 3.282
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings
basierendem Ansatz
38.184 38.426
Zentralstaaten und Zentralbanken 958 879
Kreditinstitute 4.862 5.048
Unternehmen (Kommerzkunden) 29.548 29.586
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 2.393 2.465
Beteiligungspositionen 284 314
Verbriefungspositionen 139 135
Gesamt 74.987 75.601

(34) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Angestellte 58.856 57.900
Arbeiter 986 1.086
Gesamt 59.842 58.986
Vollzeitäquivalente 1.1.-31.3.2011 1.1.-31.3.2010
Inland 2.673 2.670
Ausland 57.169 56.316
Gesamt 59.842 58.986

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