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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Aug 25, 2011

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht per 30. Juni 2011

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen
2011 Veränderung 2010
Erfolgsrechnung 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
Zinsüberschuss 1.781 0,1% 1.780
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -405 -33,3% -608
Provisionsüberschuss 737 3,1% 715
Handelsergebnis 256 33,2% 192
Verwaltungsaufwendungen -1.514 6,3% -1.425
Periodenüberschuss vor Steuern 879 51,6% 579
Periodenüberschuss nach Steuern 677 31,4% 516
Konzern-Periodenüberschuss 615 30,3% 472
Bilanz 30.6. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 24.972 16,0% 21.532
Forderungen an Kunden 79.431 5,0% 75.657
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.829 3,5% 33.659
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 63.625 10,4% 57.633
Eigenkapital 10.483 0,8% 10.404
Bilanzsumme 137.556 4,9% 131.173
Kennzahlen 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
Return on Equity vor Steuern 17,1% 4,9 PP 12,2%
Return on Equity nach Steuern 13,2% 2,3 PP 10,8%
Konzern-Return on Equity 13,3% 2,3 PP 11,1%
Cost/Income Ratio 55,1% 2,1 PP 53,0%
Return on Assets vor Steuern 1,29% 0,50 PP 0,79%
Nettozinsspanne 2,62% 0,19 PP 2,43%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,09% -0,61 PP 1,70%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.6. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 76.502 1,2% 75.601
Gesamte Eigenmittel 12.496 -0,9% 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.702 1,5% 7.585
Überdeckungsquote 62,2% -4,0 PP 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 8,5% -0,3 PP 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 11,8% -0,4 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 9,4% -0,3 PP 9,7%
Eigenmittelquote 13,0% -0,3 PP 13,3%
Aktienkennzahlen 30.6. 30.6.
Gewinn je Aktie in € 2,65 38,4% 1,91
Kurs in € 35,54 12,9% 31,49
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 40,00 -6,4% 42,75
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 32,53 7,8% 30,19
Anzahl der Aktien in Millionen 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen 6.947 12,8% 6.156
Ressourcen 30.6. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 59.895 0,2% 59.782
Geschäftsstellen 2.935 -0,9% 2.961

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

Inhalt

RBI im Überblick 3
RBI auf dem Kapitalmarkt 5
Halbjahreslagebericht des Konzerns 9
Entwicklung der Märkte 9
Finanz- und Ergebnisentwicklung 11
Ergebnis im Vorjahresvergleich 13
Ergebnis im Quartalsvergleich 18
Bilanzentwicklung 21
Risikomanagement 25
Ausblick 29
Segmentberichte 30
Segmente 30
Geschäftsbereiche 71
Konzernzwischenabschluss 78
Gesamtergebnisrechnung 78
Erfolgsentwicklung 80
Bilanz 81
Eigenkapitalveränderungsrechnung 82
Anhang 89

Impressum/Disclaimer 129

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit stellen die für das erste Halbjahr 2010 herangezogenen Vergleichszahlen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderungswerte in den Tabellen basieren auf nicht gerundeten Ausgangswerten.

RBI im Überblick

Die Raiffeisen Bank International (RBI) ist in 17 Märkten Zentral- und Osteuropas (CEE) über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen als Universalbank tätig. Rund 57.000 Mitarbeiter betreuen in dieser Region in rund 3.000 Geschäftsstellen rund 13,5 Millionen Kunden. In Österreich ist die RBI eine der ersten Adressen unter den Kommerz- und Investmentbanken. Darüber hinaus ist sie als einzige österreichische Bank nicht nur in den Welt-Finanzzentren, sondern mit Filialen und Repräsentanzen auch in den Wachstumsmärkten Asiens präsent. Insgesamt beschäftigt die RBI rund 60.000 Mitarbeiter.

Märkte der RBI
in € Millionen Bilanzsumme Veränderung1 Geschäftsstellen Mitarbeiter
Polen 7.173 3,5% 117 3.134
Slowakei 9.149 2,0% 157 3.768
Slowenien 1.679 4,3% 17 357
Tschechische Republik 8.714 10,2% 121 3.092
Ungarn 8.857 3,8% 144 3.230
Überleitung -30 21,2%
Segment Zentraleuropa 35.542 4,8% 556 13.581
Albanien 2.094 4,2% 103 1.364
Bosnien und Herzegowina 2.147 4,6% 98 1.621
Bulgarien 3.752 -1,0% 189 3.249
Kroatien 5.640 -3,7% 84 2.112
Kosovo 667 -0,8% 52 713
Rumänien 6.172 -0,9% 544 6.054
Serbien 2.050 -3,7% 84 1.776
Überleitung -52 22,5%
Segment Südosteuropa 22.471 -1,0% 1.154 16.889
Segment Russland 13.196 6,1% 190 8.628
Belarus 1.282 -15,2% 99 2.220
Kasachstan 72 -3,3% 1 11
Ukraine 5.168 -6,8% 922 15.467
Überleitung -1
Segment GUS Sonstige 6.523 -8,5% 1.022 17.698
Segment Group Corporates 20.689 -11,9% 8
Segment Group Markets 24.577 -9,7% 4 3.0992
Segment Corporate Center 45.956 69,1% 1
Überleitung -31.398 37,1%
Gesamt 137.556 4,9% 2.935 59.895

1 Veränderung der Bilanzsumme in lokaler Währung gegenüber 31. Dezember 2010.

2 Eine Zuordnung der Mitarbeiter zu den Segmenten Group Corporates, Group Markets und Corporate Center ist nicht möglich.

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 – bis zum 12. Oktober 2010 als Aktie der Raiffeisen International – an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Ungewissheit belastet Kapitalmärkte

Während zahlreiche europäische Unternehmen mit überwiegend guten Geschäftszahlen für das erste Quartal aufwarteten, nahm die Diskussion um die Verschuldung von Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und zuletzt auch Italien im Berichtszeitraum weiter an Dramatik zu und lastete auf den europäischen Aktienmärkten. Hinzu kamen enttäuschende Konjunktur- und Arbeitslosendaten aus den USA sowie eine Herabstufung des Ratings für die USA durch Standard & Poor's im August. Die sichtbare Spaltung in der EU hinsichtlich eines weiteren Rettungspakets für Griechenland und die mögliche Beteiligung privater Gläubiger wirkte sich negativ auf die europäischen Aktienmärkte aus, wovon besonders Finanzwerte betroffen waren.

Die Rendite-Spreads sowohl für Staatsanleihen von Schuldnern mit höchster Bonität als auch für Titel der europäischen Peripherieländer nahmen vor diesem Hintergrund weiter zu. Auch der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem Schweizer Franken und anderen Währungen wurde maßgeblich durch die Sorge um die Staatsfinanzen einiger Mitglieder der Eurozone beeinflusst.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Entwicklung der RBI-Aktie

Trotz der von Analysten und Investoren positiv aufgenommenen Geschäftszahlen des ersten Quartals entwickelte sich die Aktie der RBI nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen im zweiten Quartal 2011 aufgrund der vielen negativen Markteinflüsse und der Erwartungshaltung einer Kapitalerhöhung im Einklang mit dem Markt negativ. Am 1. April erreichte sie mit € 40,00 ihren höchsten Stand in diesem Quartal. Der niedrigste Stand wurde mit € 32,53 am 27. Juni verzeichnet. Dieser Rückgang stand auch im Einklang mit der Entwicklung anderer europäischer Banktitel.

Mit Schlusskursen von € 39,16 am 31. März und € 35,54 am 30. Juni verzeichnete die Aktie im zweiten Quartal 2011 insgesamt einen Rückgang von 9,2 Prozent. Der ATX und der EURO STOXX Banks büßten im gleichen Zeitraum 4,0 Prozent bzw. 6,8 Prozent ein. Nach dem 30. Juni fiel die Aktie der RBI weiter und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 22. August bei € 25,39. Damit ging der Kurs zwischen Beginn des zweiten Quartals und Redaktionsschluss, aufgrund der allgemein sehr schwachen Entwicklung der Aktienmärkte, um insgesamt 28,6 Prozent zurück.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Der Schwerpunkt der Kapitalmarktkommunikation lag im zweiten Quartal 2011 bei der Betreuung von Anleiheinvestoren, geprägt durch die Platzierung einer Lower-Tier-2-Emission in Höhe von € 500 Millionen. Die RBI nahm hierzu an Roadshows in Paris, London, Stockholm, Helsinki, Amsterdam, Mailand und Bologna teil. Eigenkapitalseitig präsentierte sich die RBI bei der UBS-Konferenz in New York mit einer Unternehmenspräsentation vor mehr als 100 Teilnehmern und absolvierte anschließend zahlreiche Einzelgespräche.

Ein weiterer Meilenstein war im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010 die in London veranstaltete RBI Investor Presentation am 11. April 2011. Mitglieder des Vorstands sowie das Investor Relations Team stellten sich den zahlreichen Fragen von mehr als 110 Eigenkapital-, Fremdkapital- und Rating-Analysten sowie Eigen- und Fremdkapitalinvestoren.

Eine weitere wichtige Veranstaltung im zweiten Quartal war – neben direkten Gesprächen mit Analysten und Investoren – die Telefonkonferenz zur Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2011 mit mehr als 130 Teilnehmern.

Die RBI ist bemüht, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie seit Anfang 2010 auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtiger Veranstaltungen als so genannte Webcasts online bereit. Diese können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen abgerufen werden.

Hauptversammlung als Event für Privatinvestoren

Während Investorenkonferenzen in der Regel institutionelle Anleger ansprechen, bietet die Hauptversammlung auch für Privatinvestoren eine Möglichkeit, sich vom Vorstand unmittelbar informieren zu lassen. Am 8. Juni 2011 kamen rund 700 Teilnehmer – vorwiegend Privatinvestoren – zum diesjährigen Aktionärstreffen im Austria Center Vienna, das damit zu den Bestbesuchten der jüngeren österreichischen Kapitalmarktgeschichte zählt.

Für das Geschäftsjahr 2010 wurde die Ausschüttung einer Dividende von € 1,05 je Aktie beschlossen, die am 16. Juni 2011 an die Aktionäre ausgeschüttet wurde. Daraus ergab sich unter Berücksichtigung der eigenen Aktien, aus denen keine Dividendenansprüche resultieren, eine Ausschüttungssumme von insgesamt € 204,3 Millionen.

Die Hauptversammlung beschloss, die im Jahr 2007 beschlossene Ermächtigung des Vorstands betreffend den noch nicht ausgenützten Teil des genehmigten Kapitals (§169 AktG) zu widerrufen. In diesem Zusammenhang wurde die Ermächtigung für ein neues genehmigtes Kapital gegen Bar- und/oder Sacheinlage unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts erteilt. Weiters wurde der Vorstand zur Rückzahlung des Partizipationskapitals in Teilen oder zur Gänze ermächtigt.

Die Berichte und Präsentationen zur Hauptversammlung 2011 sowie eine Videoaufzeichnung der Vorstandspräsentationen sind unter www.rbinternational.com Investor Relations Veranstaltungen Hauptversammlung verfügbar.

Aktienkennzahlen

Kurs zum 30. Juni 2011 € 35,54
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im zweiten Quartal 2011 € 40,00 / € 32,53
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2011 € 2,65
Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2011 € 6,947 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2011 210.293 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2011 € 463 Millionen
Streubesitz zum 30. Juni 2011 21,5%

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2011 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Individual-Rating
Moody's Investors Service A1 P-1 stable D+
Standard & Poor's A A-1 negative n/a
Fitch Ratings A F1 stable bbb

Finanzkalender 2011 und 2012

10. November 2011 Beginn der Quiet Period
24. November 2011 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call
1. März 2012 Beginn der Quiet Period
29. März 2012 Geschäftsbericht 2011, Analystenkonferenz, Conference Call
30. März 2012 RBI Investor Presentation, London
10. Mai 2012 Beginn der Quiet Period
24. Mai 2012 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
20. Juni 2012 Hauptversammlung
27. Juni 2012 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
15. August 2012 Beginn der Quiet Period
29. August 2012 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
14. November 2012 Beginn der Quiet Period
28. November 2012 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Group Investor Relations

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71707 2089 Telefax: +43-1-71707 2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien Österreich

Halbjahreslagebericht des Konzerns

Entwicklung der Märkte

Rückkehr auf den Konvergenzpfad

Die wirtschaftliche Erholung nach der Finanzkrise setzte sich im ersten Quartal 2011 fort. Bereits 2010 hatten weite Teile Europas nach einer Phase der Rezession wieder positive Wachstumsraten ausgewiesen. Dabei bestanden jedoch sowohl innerhalb der Eurozone wie auch in Zentral- und Osteuropa (CEE) deutliche Unterschiede in der Entwicklung. Für 2011 sowie für 2012 wird von einer anhaltenden Verbesserung des Wachstums in CEE ausgegangen und eine Wachstumsdifferenz zwischen CEE und der Eurozone von etwa 2 Prozentpunkten pro Jahr prognostiziert.

Die am weitesten entwickelten Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa (Polen, Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik sowie Ungarn) verbuchten 2010 bereits ein Wachstum von annualisiert 3,0 Prozent. Während Polen, eines der wenigen Länder, die auch während der Wirtschaftskrise Wachstum aufgewiesen hatten, mit 3,8 Prozent pro Jahr ein Wachstumsmotor in Zentraleuropa blieb, wuchs die Wirtschaft in Ungarn, Slowenien und zum Teil auch in der Tschechischen Republik deutlich schwächer. Hervorgerufen wurde dies durch Sparmaßnahmen und eine weiterhin schwache Inlandsnachfrage. Während für 2011 ein etwas höheres Wachstum in CE von 3,2 Prozent erwartet wird, dürfte 2012 eine Wachstumsverlangsamung in der Eurozone die Entwicklung für CE mit 2,7 Prozent wieder etwas abkühlen.

Südosteuropa musste als Gesamtregion auch 2010 noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent pro Jahr hinnehmen. Dabei verringerte sich die Wirtschaftsleistung Kroatiens und Rumäniens weiterhin, während Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina ein geringes Wachstum generierten. Lediglich Albanien, das ohne Rezession durch die Finanzkrise gekommen war, erreichte ein stattliches Wachstum von 3,9 Prozent pro Jahr. 2011 dürfte sich Südosteuropa laut Prognosen endgültig aus der Rezession verabschieden, auch wenn das Wachstum mit 1,8 Prozent deutlich unter dem Potenzialwachstum bleiben dürfte. Für 2012 wird, aufgrund des sich abschwächenden Wachstums in der Eurozone, nur ein moderater Anstieg auf 2,5 Prozent erwartet.

Dank steigender Öl- und Rohstoffpreise zeigte Russland 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent pro Jahr eine kräftige Erholung. Auch die anderen Länder der GUS – Belarus sowie die Ukraine – erwirtschafteten Wachstumsraten von 7,6 Prozent bzw. 4,2 Prozent. Das Wachstum in der Ukraine beinhaltet allerdings einen hohen Basiseffekt, nachdem die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 14,8 Prozent geschrumpft war. Auch das Wachstum in Belarus ist zu relativieren, da die Zahlungsfähigkeit des Landes aufgrund der gesunkenen Devisenreserven vor Herausforderungen steht. Dennoch ist in den Jahren 2011 und 2012 für die GUS weiterhin ein vergleichbar robustes Wachstum von 3,5 bis 4,5 Prozent pro Jahr zu erwarten.

2009 2010 2011e 2012e
Polen 1,7 3,8 4,0 3,4
Slowakei -4,8 4,0 4,0 3,0
Slowenien -8,1 1,2 2,0 2,0
Tschechische Republik -4,0 2,2 1,9 1,9
Ungarn -6,7 1,2 2,0 1,5
CE -1,8 3,0 3,2 2,7
Albanien 3,3 3,9 3,8 4,0
Bosnien und Herzegowina -2,9 0,7 1,9 1,5
Bulgarien -5,5 0,2 2,5 2,5
Kroatien -6,0 -1,2 1,0 2,0
Kosovo 2,9 4,0 4,0 3,5
Rumänien -7,1 -1,3 1,5 2,7
Serbien -3,5 1,0 2,5 2,0
SEE -5,7 -0,5 1,8 2,5
Belarus 0,2 7,6 6,0 4,0
Russland -7,9 4,0 3,5 4,5
Ukraine -14,8 4,2 4,0 4,2
GUS -8,2 4,1 3,6 4,5
-5,9 3,2 3,3 3,7
Österreich -3,9 2,1 3,2 1,2
Deutschland -5,1 3,6 2,9 1,5
Eurozone -4,1 1,7 1,6 1,1

Entwicklung des realen BIP in Prozent zum Vorjahr

Auswirkungen auf den Bankensektor

Der Bankensektor in CEE ist angesichts weiterhin hoher Kreditausfallraten nach wie vor in einer Umbruchsphase. Während die Bankenaktiva in der Boomphase vor der Krise noch kräftig gestiegen waren, kam es 2010 zu einer Stagnation bzw. zu einem leichten Rückgang. Dies traf vor allem auf die Kredite zu, bei deren Vergabe sich die Banken deutlich zurückhielten. Dennoch sollte auch der Bankensektor in den kommenden Jahren zum langfristigen Wachstumspfad zurückkehren. Die Wachstumsraten dürften dabei allerdings hinter jenen der Boomphase zurückbleiben. Dies ist im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung mittel- bis langfristig jedoch positiv zu sehen, da eine Überhitzung damit unwahrscheinlicher wird.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Die RBI hat die wesentlichen Ergebniskomponenten und Kennzahlen im ersten Halbjahr 2011 gegenüber den Vorperioden weiter verbessert. Vor dem Hintergrund sich weiter erholender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen im Kernmarkt Zentral- und Osteuropa war das Ergebnis erneut von einer Reduktion der Kreditrisikovorsorgen bei höheren operativen Erträgen gekennzeichnet. Aufgrund des Marktumfelds ergaben sich Bewertungsgewinne bei derivativen Finanzinstrumenten, die für Absicherungen eingesetzt werden. Ergebnisbelastend wirkten sich die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sowie die Einführung der Bankenabgaben in Österreich in 2011 und in Ungarn Mitte 2010 aus. Die für das erste Halbjahr ausgewiesenen Steuern waren auch bedingt durch latente Steueraufwendungen überproportional hoch.

Die in diesem Bericht für das erste Halbjahr 2010 herangezogenen Vergleichszahlen stellen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

Betriebsergebnis wegen Bankenabgaben leicht gesunken

Trotz eines stabilen Zinsüberschusses, eines starken Handelsergebnisses sowie einem leichten Plus bei den Provisionserträgen sank das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2011 um 2 Prozent oder € 28 Millionen auf € 1.233 Millionen. Gründe für den Rückgang waren die um 6 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen – insbesondere durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten – sowie die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn von insgesamt € 68 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: € 18 Millionen).

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um ein Drittel niedriger

Der weitere Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 33 Prozent auf € 405 Millionen war vor allem durch die deutlich verbesserten Werte in den Segmenten Russland und GUS Sonstige, aber auch Group Corporates gekennzeichnet. Der Rückgang war vor allem eine Folge des verbesserten Umfelds für Geschäftskunden: Im Geschäftsbereich Corporate Customers halbierten sich die Nettodotierungen auf € 129 Millionen, bei Retailkunden gingen sie um 23 Prozent auf € 262 Millionen zurück.

NPL Ratio um 0,5 Prozentpunkte verbessert

Die Wachstumsdynamik der notleidenden Kredite schwächte sich im Verlauf der letzten Quartale zwar ab, der Stand an Non-Performing Loans blieb jedoch mit einem Rückgang von € 32 Millionen auf € 6.758 Millionen im Vergleich zum Jahresende auch aufgrund von Währungseffekten praktisch unverändert. Während in einigen Segmenten bereits Rückgänge zu erkennen waren, kam es in Südosteuropa noch zu einem spürbaren Anstieg der Non-Performing Loans um 14 Prozent, von dem alle Länder der Region betroffen waren. Die höchsten Zuwächse ergaben sich in Serbien und Kroatien durch einige Einzelfälle bei Großkunden.

Die Non-Performing Loan Ratio (Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) ging im Vergleich zum Jahresende 2010 um 0,5 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent zurück. Die Coverage Ratio (Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den Non-Performing Loans) verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 68,5 Prozent.

Periodenüberschuss vor Steuern steigt um mehr als die Hälfte

In Summe stieg das Ergebnis vor Steuern im Vorjahresvergleich um € 299 Millionen auf € 879 Millionen. Die Bewertungsgewinne bei derivativen Finanzinstrumenten (plus € 172 Millionen) sowie geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (minus € 203 Millionen) waren die wesentlichen Komponenten für diesen Zuwachs. Leicht abgeschwächt wurde das Plus durch niedrigere Ergebnisse aus Finanzinvestitionen (minus € 41 Millionen).

Konzernergebnis durch latente Steuern belastet

Neben den höheren Gewinnen sorgten einige Sondereffekte für einen deutlichen Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag um € 137 Millionen auf € 201 Millionen. Für diese Zunahme waren überwiegend latente Steueraufwendungen auf Bewertungsgewinne verantwortlich, denen 2010 latente Steuererträge gegenüberstanden. Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf € 615 Millionen und lag damit um 30 Prozent oder € 143 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie betrug im ersten Halbjahr 2011 € 2,65 nach € 1,91 in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Return on Equity vor Steuern über 17 Prozent

Der deutliche Anstieg im Periodenergebnis vor Steuern führte auch bei den Rentabilitätskennzahlen zu einem Zuwachs: Der Return on Equity vor Steuern betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2011 17,1 Prozent und lag damit um 4,9 Prozentpunkte über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2010 (12,2 Prozent). Das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital stieg durch Gewinnthesaurierungen um 8 Prozent auf € 10,3 Milliarden.

Anstieg der Bilanzsumme um 5 Prozent

Seit Jahresbeginn wuchs die Bilanzsumme um 5 Prozent oder € 6,4 Milliarden auf € 137,6 Milliarden. Währungseffekte reduzierten die Bilanzsumme dabei um rund 1 Prozent. Aktivseitig ergaben sich Zuwächse durch eine Erhöhung der kurzfristigen Bankforderungen, insbesondere durch Repo-Transaktionen, durch die der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute um € 3,4 Milliarden anstieg. Die Forderungen an Kunden wuchsen abzüglich der Kreditrisikovorsorgen um € 3,7 Milliarden, was überwiegend auf Kreditvergaben an Großkunden sowie auf Repo-Transaktionen mit Nichtbanken zurückging. Passivseitig verteilte sich der Zuwachs im Wesentlichen auf zwei Bilanzposten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um € 6,0 Milliarden, die zur Hälfte auf Repo-Transaktionen und zu € 1,0 Milliarden auf Privatkunden entfielen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wuchsen durch kurzfristige Einlagen um € 1,2 Milliarden. Dagegen fielen die verbrieften Verbindlichkeiten durch Rückzahlungen einiger Emissionen – insbesondere einer 2009 ausgegebenen staatsgarantierten Anleihe in Höhe von € 1,5 Milliarden – um € 1,2 Milliarden. Die Loan/Deposit Ratio, also die Deckung der Kundenkredite durch Einlagen, verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 6 Prozentpunkte auf 125 Prozent.

Eigenkapital mit 1 Prozent leicht im Plus

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals der nicht beherrschenden Anteile stieg gegenüber Jahresbeginn um 1 Prozent oder € 79 Millionen auf € 10.483 Millionen. Einem Zuwachs durch den Periodenüberschuss nach Steuern von € 677 Millionen standen Verminderungen durch Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2010 von insgesamt € 459 Millionen und durch das sonstige Ergebnis von minus € 142 Millionen gegenüber. Das sonstige Ergebnis war bestimmt durch eine negative Währungsdifferenz von € 104 Millionen sowie Bewertungsergebnisse des Cash-Flow Hedge von minus € 36 Millionen (nach Berücksichtigung latenter Steuern).

Ergebnis im Vorjahresvergleich

Im Berichtszeitraum wurden fünf Tochterunternehmen aufgrund von Unwesentlichkeit endkonsolidiert. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, da die Veränderungen auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung keinen wesentlichen Einfluss hatten. Die der Erfolgsrechnung zugrunde liegenden Durchschnittskurse zeigten dabei folgende Entwicklung: Die tschechische Krone wertete um 5 Prozent auf, der ungarische Forint und der polnische Zloty legten um jeweils 1 Prozent zu. Umgekehrt werteten der belarussische Rubel um 29 Prozent, die ukrainische Hryvna um 6 Prozent und der serbische Dinar um 2 Prozent ab. Auch der US-Dollar fiel im Jahresabstand um 6 Prozent.

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 1.781 1.780 1 0,1%
Provisionsüberschuss 737 715 22 3,1%
Handelsergebnis 256 192 64 33,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -27 -2 -25 >500,0%
Betriebserträge 2.748 2.686 62 2,3%
Personalaufwand -756 -699 -57 8,1%
Sachaufwand -587 -569 -18 3,1%
Abschreibungen -172 -156 -15 9,6%
Verwaltungsaufwendungen -1.514 -1.425 -89 6,3%
Betriebsergebnis 1.233 1.261 -28 -2,2%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss blieb in den ersten sechs Monaten 2011 mit € 1.781 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres nahezu unverändert und lieferte mit 65 Prozent den wichtigsten Beitrag zu den Betriebserträgen.

Die Nettozinsspanne (Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme) stieg um 19 Basispunkte auf 2,62 Prozent. Die Zinsmargen stiegen – mit Ausnahme von GUS Sonstige (minus 134 Basispunkte) – in allen Segmenten. Das Zinsergebnis in der Ukraine verzeichnete schon aufgrund einer Methodenänderung bei der Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen einen Rückgang, zusätzlich sank das Volumen der Kundenkredite, und die Abwertung der Währung führte zu weiteren Einbußen. Südosteuropa verzeichnete aufgrund verbesserter Refinanzierungsbedingungen mit 23 Basispunkten den größten Margenanstieg. Die Zinsmarge in Russland verbesserte sich um 27 Basispunkte, wofür teils ebenfalls die günstigere Refinanzierung verantwortlich war. Zum Anstieg des Zinsergebnisses in Russland trugen aber auch höhere Kundenvolumina bei. Die Forderungen an Kunden stiegen im Jahresabstand konzernweit um 4 Prozent oder € 2.933 Millionen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3 Prozent oder € 22 Millionen auf € 737 Millionen. Den größten Beitrag und den höchsten Anstieg lieferte hier das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr mit € 294 Millionen, das damit um € 11 Millionen über dem Vorjahreswert lag. Maßgeblich dafür verantwortlich waren höhere Transaktionsvolumina und eine veränderte Preispolitik in der Tschechischen Republik. Positiv entwickelte sich auch das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft mit einem Anstieg von 5 Prozent oder € 7 Millionen. Den größten Ergebniszuwachs verzeichnete hier Russland aufgrund einer Methodenänderung zu Jahresbeginn 2011 bei der Provisionsberechnung, der stärkste Rückgang wurde volumenbedingt in Rumänien verzeichnet. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft fiel gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 2 Millionen auf € 155 Millionen. Hauptgründe dafür waren eine Margenreduktion für Devisengeschäfte in Ungarn und die Währungsabwertung des belarussischen Rubels. Ebenso sank das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um 5 Prozent oder € 3 Millionen auf € 62 Millionen. Das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds stieg hingegen um 8 Prozent. Auch das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten erhöhte sich – großteils dank der Entwicklung in Ungarn – um 3 Prozent oder € 1 Million. Demgegenüber ging das Ergebnis aus dem Kreditderivatgeschäft wegen geringerer Bestandsprovisionen im Rahmen von Wertpapiergeschäften um € 2 Millionen zurück. Schließlich stieg das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen um € 10 Millionen auf € 43 Millionen, was im Wesentlichen auf gestiegenen Erträgen in Russland sowie in der Konzernzentrale in Wien beruhte.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 33 Prozent oder € 64 Millionen auf € 256 Millionen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verdoppelte sich auf € 134 Millionen. Am stärksten stieg das Ergebnis in Russland (plus € 34 Millionen) durch Bewertungsgewinne aus Devisentransaktionen. Auch in Belarus erhöhte sich das Ergebnis um € 32 Millionen. Verantwortlich dafür waren dank der starken Abwertung des belarussischen Rubels erzielte Bewertungsgewinne aus einer strategischen Währungsposition, die zur teilweisen Absicherung des Eigenkapitals besteht. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verringerte sich um € 58 Millionen, da das Bewertungsergebnis aus Zinsswaps aufgrund des Anstiegs des kurzfristigen Zinsniveaus geringer ausfiel. Insbesondere in den Segmenten Group Markets und Group Corporates sank das Ergebnis wegen der Margenverengung durch den Anstieg der kurzfristigen Zinsen. In Russland lag das Ergebnis um € 15 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres, der durch

Wertaufholungen bei Zinsprodukten überdurchschnittlich hoch gewesen war. Das Ergebnis aus dem Kreditderivatgeschäft verringerte sich aufgrund von Bewertungsverlusten für Credit Default Swaps um € 12 Millionen. Das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft drehte – großteils aufgrund von Bewertungsgewinnen bei Kapitalgarantien infolge des höheren Zinsniveaus – um € 59 Millionen auf € 15 Millionen ins Plus.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Der Grund für den Rückgang des sonstigen betrieblichen Ergebnisses von minus € 2 Millionen im ersten Halbjahr 2010 auf minus € 27 Millionen in der Berichtsperiode war in erster Linie die Bankensonderabgabe von insgesamt € 68 Millionen in Österreich (€ 46 Millionen) und Ungarn (€ 22 Millionen). Die Nettoerlöse bankfremder Tätigkeiten leisteten mit einer Steigerung von € 7 Millionen auf € 23 Millionen hingegen einen positiven Beitrag. Die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen waren im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 5 Millionen geringer.

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 Prozent oder € 89 Millionen auf € 1.514 Millionen. Die Cost/Income Ratio stieg dadurch um 2,1 Prozentpunkte auf 55,1 Prozent.

Der Personalaufwand – mit einem Anteil von 50 Prozent die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen – nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Prozent oder € 57 Millionen zu. Dieser Anstieg war insbesondere durch marktbedingte Gehaltsanpassungen (u. a. in Russland, Rumänien) bedingt. In der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine war der Anstieg der Mitarbeiteranzahl die Ursache dafür (in der Tschechischen Republik verursacht durch den Ausbau des Filialnetzes). Aufgrund gesetzlicher Änderungen bei den Sozialabgaben stieg der Personalaufwand auch in der Slowakei und in Russland. Die durch-

schnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 59.980 und lag damit um 1.003 Personen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Der Sachaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Prozent oder € 18 Millionen. Die größten Steigerungen ergaben sich beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (plus 30 Prozent), bei den Einlagensicherungen (plus 17 Prozent) und beim IT-Aufwand (plus 10 Prozent). Dagegen sank der Rechts- und Beratungsaufwand um € 15 Millionen, nachdem im Vorjahr im Zusammenhang mit der Fusion der Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB deutlich höhere Aufwendungen angefallen waren. Die Anzahl der Geschäftsstellen betrug 2.935 zum 30. Juni 2011. Dies bedeutet im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Rückgang von 35. Die größten Rückgänge erfolgten in Serbien (minus 14), Russland (minus 12), der Ukraine (minus 11) und Polen (minus 8). Demgegenüber kam es zu einem Anstieg in der Tschechischen Republik (plus 11), Belarus (plus 3) und Rumänien (plus 2).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10 Prozent oder € 15 Millionen auf € 172 Millionen. Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von € 9 Millionen auf € 67 Millionen war größtenteils auf eine – durch die Implementierung neuer Software verursachte – Verkürzung der Nutzungsdauer der zu ersetzenden Systeme zurückzuführen

in € Millionen 1.1.-30.6.
2011
1.1.-30.6.
2010
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Betriebsergebnis 1.233 1.261 -28 -2,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -405 -608 203 -33,3%
Übrige Ergebnisse 50 -74 124
Periodenüberschuss vor Steuern 879 579 299 51,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -201 -64 -137 215,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 677 516 162 31,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -62 -43 -19 43,5%
Konzern-Periodenüberschuss 615 472 143 30,3%

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Im ersten Halbjahr 2011 wurden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 405 Millionen vorgenommen. Dies entspricht einem Rückgang von exakt einem Drittel oder € 203 Millionen im Vergleich zur Vorjahresperiode (€ 608 Millionen). Wie in den Quartalen zuvor lagen die Gründe für den Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen vor allem in der weiteren Erholung des wirtschaftlichen Umfelds in den meisten Märkten, die zu einer Verbesserung der Bonität der Kreditnehmer und dadurch zu einem geringeren Zuwachs bei den notleidenden Krediten führte. Darüber hinaus hatte die RBI bereits während der Finanz- und Wirtschaftskrise aktive Maßnahmen zur Stabilisierung und Qualitätsverbesserung ihres Kreditportfolios eingeleitet, etwa durch die gezielte Restrukturierung von Krediten.

Von den Nettodotierungen entfielen € 432 Millionen auf Einzelwertberichtigungen, die somit um € 87 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres blieben. Vor allem für Kommerzkunden mussten geringere Vorsorgen getroffen werden als in der Vergleichsperiode. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen wurden € 23 Millionen aufgelöst, wovon vor allem der Privatkundenbereich betroffen war. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren hingegen Portfolio-Wertberichtigungen von netto € 90 Millionen neu dotiert worden. € 4 Millionen wurden aus dem Verkauf von Krediten erlöst.

Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch in der Neubildungsquote – sie setzt die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – wider, die gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 0,61 Prozentpunkte auf 1,09 Prozent zurückging. Zum Jahresende 2010 hatte sie noch 1,70 Prozent betragen.

Der Stand der notleidenden Kredite belief sich zum Halbjahresstichtag auf € 6.758 Millionen und lag damit unter Berücksichtigung der Währungseffekte um € 32 Millionen unter dem Wert zum Jahresende 2010. Die NPL Ratio – das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den Forderungen an Kunden – verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 4.630 Millionen gegenüber. Dies ergibt eine Deckungsquote von 68,5 Prozent, die damit um 2,2 Prozentpunkte besser ausfällt als zum Jahresende 2010.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse drehte in den ersten sechs Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von minus € 74 Millionen auf € 50 Millionen. Diese Position besteht aus dem Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten stieg am stärksten von minus € 132 Millionen auf € 41 Millionen aufgrund von Bewertungsgewinnen aus zur Absicherung eingegangener Derivate der Konzernzentrale. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verschlechterte sich hingegen um 77 Prozent oder € 41 Millionen, hauptsächlich hervorgerufen durch ein geringeres Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus zum Marktwert bewerteten Wertpapieren. Im ersten Halbjahr 2010 hatte die Erholung der Märkte nach den Krisenjahren hier zu einem höheren Bewertungsergebnis geführt.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen – fünf Tochterunternehmen schieden aufgrund von Unwesentlichkeit aus dem Konsolidierungskreis aus – betrug im Halbjahr 2011 minus € 3 Millionen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres hatte die Endkonsolidierung von 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen ein Ergebnis von € 5 Millionen erbracht.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In der Berichtsperiode fiel ein Steueraufwand von € 201 Millionen an, gegenüber € 64 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Steuerquote lag zum Halbjahr bei 23 Prozent (Vergleichsperiode des Vorjahres: 11 Prozent). Diese deutliche Erhöhung liegt vor allem am latenten Steueraufwand, der zum Halbjahr € 32 Millionen erreichte. Diese sind zum Ausgleich von Differenzen zwischen IFRSund Steuerbilanz zu bilden: So waren im ersten Halbjahr 2010 positive latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen von Derivaten und eigenen Emissionen aktiviert worden, im ersten Halbjahr 2011 hingegen wurde ein latenter Steueraufwand auf Bewertungsgewinne – vor allem solche aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten – gebucht. Der Anstieg des laufenden Steueraufwands wurde durch Steuernachzahlungen in Österreich resultierend aus Vorperioden verursacht.

Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q2/2011 Q1/2011 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 897 884 13 1,4%
Provisionsüberschuss 380 357 23 6,4%
Handelsergebnis 133 123 9 7,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 -24 21 -89,1%
Betriebserträge 1.407 1.341 66 4,9%
Personalaufwand -376 -380 4 -1,0%
Sachaufwand -300 -287 -13 4,4%
Abschreibungen -86 -86 0 -0,6%
Verwaltungsaufwendungen -761 -753 -8 1,1%
Betriebsergebnis 646 588 58 9,8%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss stieg im Quartalsvergleich um 1 Prozent oder € 13 Millionen. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei das Segment Südosteuropa, hervorgerufen durch bessere Refinanzierungsbedingungen und einen leichten Volumenanstieg in Rumänien. Die Zinsmarge sank konzernweit um 2 Basispunkte auf 2,59 Prozent. Diesem Rückgang liegt eine höhere durchschnittliche Bilanzsumme vorwiegend aufgrund eines Anstiegs bei Repo-Geschäften zugrunde.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss wuchs um 6 Prozent oder € 23 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr verbesserte sich vor allem in Russland infolge einer Zunahme der Transaktionsanzahl und in der Tschechischen Republik wegen höherer Volumina und adaptierter Preispolitik. Weiters stieg das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft im Segment Group Markets.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verbesserte sich um 8 Prozent oder € 9 Millionen. Einerseits stieg dank der starken Abwertung des belarussischen Rubels das Ergebnis in Belarus, verursacht durch Bewertungsgewinne aus einer strategischen Währungsposition, die zur teilweisen Absicherung des Eigenkapitals besteht. Andererseits verschlechterte sich das Ergebnis aus dem aktien- und indexbasierten Geschäft aufgrund von Bewertungsverlusten im Zug der negativen Entwicklung des EURO STOXX Banks und des ATX im Segment Group Markets um € 14 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorquartal von minus € 24 Millionen auf minus € 3 Millionen. Beeinflusst wurde es durch einen positiven Beitrag des Nettoergebnisses aus bankfremden Aktivitäten und durch geringere Dotierungen zu Rückstellungen im zweiten Quartal. Durch die Aktivierung von selbst erstellten Eigenleistungen (Software) kam es weiters zu einem positiven Beitrag der Konzernzentrale.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im zweiten Quartal nur geringfügig um € 8 Millionen auf € 761 Millionen.

Während der Personalaufwand mit € 376 Millionen um € 4 Millionen zurückging, kam es beim Sachaufwand zu einem Anstieg von € 13 Millionen oder 4 Prozent auf € 300 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren der Werbe- und Repräsentationsaufwand (plus € 8 Millionen) und der Sicherheitsaufwand (plus € 6 Millionen). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte blieben mit einem Wert von € 86 Millionen auf dem Niveau des Vorquartals.

in € Millionen Q2/2011 Q1/2011 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Betriebsergebnis 646 588 58 9,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -197 -208 11 -5,5%
Übrige Ergebnisse 25 25 -1 -2,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 474 405 69 16,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -101 -100 -2 1,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 372 305 67 21,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -27 -35 8 -23,8%
Konzern-Periodenüberschuss 345 270 75 27,8%

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Seit Jahresbeginn blieben die notleidenden Kredite praktisch unverändert, ein leichter organischer Anstieg wurde durch Währungseffekte überkompensiert. Insgesamt ist die Entwicklung dabei in den einzelnen Märkten der RBI noch uneinheitlich. Während etwa im zweiten Quartal vor allem durch Zuwächse in Ungarn, Serbien und Kroatien ein währungsbereinigter Anstieg von € 152 Millionen eintrat, setzte sich in Russland der deutlich rückläufige Trend bei den Non-Performing Loans fort. Verbesserte Rückzahlungsquoten, hervorgerufen durch die günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, schlagen sich aber insgesamt in einem geringeren Bedarf an Kreditrisikovorsorgen nieder.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im zweiten Quartal 2011 um € 11 Millionen auf € 197 Millionen leicht zurück. Die Dotierungen zu Einzelwertberichtigungen blieben nahezu unverändert (minus € 1 Million). Von den Portfolio-Wertberichtigungen wurden im zweiten Quartal € 16 Millionen aufgelöst, gegenüber € 6 Millionen im Vorquartal.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse blieben im Quartalsvergleich mit € 25 Millionen unverändert, die Positionen entwickelten sich jedoch unterschiedlich. So stieg das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten um € 35 Millionen auf € 38 Millionen, verursacht durch Bewertungsgewinne aus Bankbuch-Derivaten in der Konzernzentrale.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen hingegen gab aufgrund eines geringeren Bewertungs- und Veräußerungsergebnisses aus marktbewerteten Wertpapieren gegenüber dem ersten Quartal 2011 um € 38 Millionen auf minus € 13 Millionen nach.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Quartalsvergleich ergaben sich bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag kaum Veränderungen. Im zweiten Quartal 2011 verzeichnete die RBI einen Steueraufwand von € 101 Millionen (erstes Quartal 2011: € 100 Millionen). Während es, verursacht durch Steuerrückstellungen in Österreich, bei den laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag zu einem Anstieg von € 19 Millionen kam, ergab sich bei den latenten Steuern im zweiten Quartal wegen der geringeren Bewertungsdifferenz im Bereich derivativer Instrumente eine Reduktion. Die Steuerquote lag im zweiten Quartal 2011 bei 23 Prozent (erstes Quartal 2011: 25 Prozent).

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI betrug zum 30. Juni 2011 € 137,6 Milliarden und lag damit um 5 Prozent oder € 6,4 Milliarden über dem Vergleichswert zum Jahresende 2010. Der Anstieg war aktivseitig von Zuwächsen bei Krediten an Banken und Kunden verursacht. Passivseitig stammte er aus Einlagen von Banken und Kunden.

Die der Bilanz zugrunde liegenden Stichtagskurse entwickelten sich seit Jahresbeginn uneinheitlich: Zu Abwertungen kam es beim belarussischen Rubel (80 Prozent), bei der ukrainischen Hryvna (9 Prozent) und beim US-Dollar (8 Prozent). Hingegen werteten der ungarische Forint um 4 Prozent und die tschechische Krone sowie der serbische Dinar um je 3 Prozent auf. Insgesamt reduzierten Währungseffekte die Bilanzsumme um rund 1 Prozent.

Aktiva

Struktur der Bilanzaktiva

Die Aktivseite der Bilanz wird von den Forderungen an Kunden dominiert. Diese stiegen gegenüber dem Jahresultimo 2010 um € 3,8 Milliarden oder 5 Prozent auf € 79,4 Milliarden. Der Zuwachs an Krediten (vor allem aufgrund von Repo-Transaktionen) entfiel dabei mit einem Kreditvolumen von € 56,2 Milliarden auf Kommerzkunden. Das Kreditvolumen an Retail-Kunden blieb hingegen mit € 21,4 Milliarden nahezu konstant. Das Verhältnis der Kundenkredite zu den Kundeneinlagen verbesserte sich gegenüber dem Jahresultimo um 6 Prozentpunkte auf 125 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen nur marginal auf € 4,9 Milliarden und betrafen überwiegend Kredite an Kunden.

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um € 3,4 Milliarden oder 16 Prozent auf € 25,0 Milliarden. Dieser Anstieg war vor allem auf die Vergabe kurzfristiger Kredite an Geschäftsbanken – und hier wiederum überwiegend auf Repo-Transaktionen – zurückzuführen.

Die Veranlagungen in Wertpapiere und Beteiligungen gingen seit dem Jahresende 2010 um € 0,2 Milliarden oder 1 Prozent auf € 19,4 Milliarden zurück. Dieser Rückgang ergab sich vor allem bei Wertpapieren der Kategorie Held-for-Trading in der RBI AG sowie in der Slowakei und Ungarn.

Die übrigen Aktiva, bestehend aus den Posten Barreserve, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Derivate sowie den sonstigen Aktiva gingen von € 11,0 Milliarden auf € 10,3 Milliarden zurück.

Verbindlichkeiten

Struktur der Bilanzpassiva

Die übrigen Passiva – sie umfassen verbriefte Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Handelspassiva, Derivate sowie den Posten sonstige Passiva – betrugen € 24,5 Milliarden. Die verbrieften Verbindlichkeiten sanken dabei um € 1,2 Milliarden auf € 15,4 Milliarden. Hier wurde im Mai 2011 die erste der insgesamt drei im Jahr

Die Einlagen von Kunden stiegen seit Jahresende 2010 um 10 Prozent oder € 6,0 Milliarden und somit stärker als die Kundenforderungen. Von den gesamten Kundeneinlagen in Höhe von € 63,6 Milliarden entfielen € 34,7 Milliarden auf Kommerzkunden, auf die der Einlagenzuwachs auch überwiegend zurückging. Die Hälfte des Anstiegs war dabei auf Repo-Transaktionen zurückzuführen.

Das Refinanzierungsvolumen über Kreditinstitute betrug € 34,8 Milliarden, dies bedeutet einen Anstieg von € 1,2 Milliarden oder 3 Prozent gegenüber dem Jahresultimo 2010. Die Refinanzierung erfolgte großteils über kurzfristige Einlagen von Geschäftsbanken.

2009 emittierten staatsgarantierten Anleihen im Volumen von € 1,5 Milliarden zurückgezahlt.

Laufzeitprofil der verbrieften Verbindlichkeiten

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 1 Prozent oder € 79 Millionen auf € 10.483 Millionen.

Das Konzern-Eigenkapital, bestehend aus gezeichnetem Kapital, Partizipationskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, stieg um € 522 Millionen auf € 8.773 Millionen. Der Zuwachs in den Gewinnrücklagen war im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung in Höhe von € 683 Millionen bestimmt. Demgegenüber bewirkte das sonstige Ergebnis eine Reduktion um € 143 Millionen, deren wesentliche Komponente mit minus € 104 Millionen die Währungsdifferenzen (einschließlich Capital Hedge) waren. Weiters betrugen die Bewertungsverluste der Cash-Flow Hedges € 36 Millionen (nach Berücksichtigung der latenten Steuern). Im Juni 2011 beschloss die Hauptversammung der RBI AG die Auszahlung einer Dividende von € 1,05 pro Aktie, woraus sich insgesamt eine Auszahlung von € 204 Millionen ergab. Auch die Dividende auf das Partizipationskapital in Höhe von € 200 Millionen gelangte zur Auszahlung. Der Konzern-Periodenüberschuss betrug € 615 Millionen.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile stieg auf € 1.095 Millionen, wofür das Periodenergebnis und Kapitaleinzahlungen ausschlaggebend waren. Darüber hinaus wurden Dividendenzahlungen für nicht beherrschende Anteile von € 55 Millionen geleistet.

Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG gingen seit Jahresultimo 2010 um € 111 Millionen auf € 12.496

Millionen per 30. Juni 2011 zurück. Darin nicht enthalten ist der Gewinn des laufenden Berichtszeitraums, da er aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in den unterjährigen Berechnungen noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) sank im ersten Halbjahr um € 189 Millionen auf € 9.017 Millionen. Im Wesentlichen waren für diesen Rückgang Währungsabwertungen, insbesondere des belarussischen Rubels und der ukrainischen Hryvna, sowie Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile verantwortlich.

Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) sanken aufgrund auslaufender Tier-2-Emissionen in der Konzernzentrale und in der Tschechischen Republik um € 22 Millionen auf € 3.344 Millionen. Im Mai 2011

wurde in der RBI AG eine neue Nachranganleihe mit einem Volumen von € 500 Millionen und einer Laufzeit bis 2021 begeben.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) erhöhte sich wegen abreifender Tier-2- Emissionen um € 118 Millionen auf € 187 Millionen.

Den vorhandenen Eigenmitteln stand ein um € 117 Millionen auf € 7.702 Millionen leicht gestiegenes Eigenmittelerfordernis gegenüber. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko – es stieg um € 72 Millionen auf € 6.120 Millionen – nahm davon mit 80 Prozent den größten Teil ein. Das im Standardansatz berechnete Erfordernis stieg ebenso wie das auf internen Ratings basierende um € 36 Millionen. Das Erfordernis für das Marktrisiko stieg um € 18 Millionen auf € 345 Millionen, jenes für die offenen Devisenpositionen um € 45 Millionen auf € 430 Millionen. Das Erfordernis für das operationelle Risiko sank um € 18 Millionen auf € 806 Millionen.

Die Eigenmittelüberdeckung sank dementsprechend um € 229 Millionen auf € 4.794 Millionen, die daraus resultierende Überdeckungsquote betrug 62,2 Prozent.

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – ging um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent zurück, die Core Tier 1 Ratio um 0,4 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Schließlich sank auch die Eigenmittelquote um 0,3 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Aktuelle Risikomanagement-Initiativen

Das Management notleidender Kredite war auch im ersten Halbjahr 2011 einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Maßnahmen und Ziele waren dabei die Verbesserung der Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Reporting der Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie ein rascher und effizienter Abbau des Bestands an notleidenden Krediten. Trotz der im langjährigen Vergleich weiterhin erhöhten Ausfallraten reduzierte sich das Volumen der notleidenden Kredite im Berichtszeitraum nach mehreren Jahren wieder leicht.

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios waren bereits 2009 eigene Kreditportfolio-Komitees eingerichtet worden. Diese dienen der Ausrichtung der jeweiligen Kreditrisikopolitik und Kreditportfolio-Strategien auf unterschiedliche Kundengruppen. Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios bilden Analysen interner Research-Abteilungen und des Portfolio-Managements. Die Überwachung und laufende Feinanpassung der entsprechenden Limits wurde im Berichtszeitraum weiter intensiv verfolgt.

Der Erfolg dieser Steuerung zeigt sich darin, dass die RBI nahezu keine direkten Forderungen gegenüber Counterparts in Griechenland, Portugal und Irland aufweist. Aber auch die Nachhaltigkeit dieses Kundengeschäfts in diesen Ländern, das aus der Finanzierung internationaler Firmenkunden und dem Kapitalmarktgeschäft besteht, wird laufend auf potenzielle Auswirkungen der jeweiligen Staatsverschuldung hin überprüft. Dies gilt auch für das politische und wirtschaftliche Risiko in den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens. In den einzelnen Ländern ist die RBI nur in geringem Umfang (z. B. durch Exportfinanzierungen) engagiert. Die wirtschaftspolitische Einschätzung für die zentral- und osteuropäischen Konvergenzstaaten fällt hingegen überwiegend positiv aus. Nach der starken Abwertung des belarussischen Rubels im Mai bleibt die Risikoentwicklung in Belarus weiterhin unter besonderer Beobachtung.

Detaillierte Kreditportfolio-Simulationen anhand unterschiedlicher volkswirtschaftlicher Szenarien waren der Schwerpunkt des jüngsten europaweiten Stresstests für Banken, den die European Banking Authority (EBA) erstmals koordinierte. Der Stresstest, an dem 91 europäische Banken teilnahmen, gilt als bestanden, wenn die Core Tier 1 Ratio (gemäß EBA-Definition) nach einem wirtschaftlichen Abschwung zumindest 5 Prozent beträgt. Als Basis für die Stress-Szenarien wurde ein simulierter wirtschaftlicher Abschwung über einen zweijährigen Zeitraum, also für die Jahre 2011 und 2012, herangezogen. Die RBI verwendete dazu sowohl im Retail- als auch im Non-Retail-Bereich interne Modelle zur Abschätzung der direkten und indirekten Effekte vorgegebener Krisenszenarien (z. B. BIP-Wachstumsraten, Währungskurse, Credit Spreads) auf den Kreditbestand. Die RBI hat diesen Stresstest problemlos bestanden, wie in der Veröffentlichung der Ergebnisse durch die EBA am 15. Juli 2011 bestätigt wurde.

Auch abseits der Stresstests wurden im Risikomanagement verstärkt statistische Methoden zur Beurteilung von Kreditrisiken eingesetzt. Dies trifft sowohl auf die Weiterentwicklung des Corporate-Rating-Modells als auch auf die Berechnung des ökonomischen Kapitals für Kreditrisiken bei Retail-Kunden zu. Durch Einbeziehung der Erfahrungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden dabei wesentliche Verbesserungen in der Validierung und Modellierung erzielt.

Neben diesen Entwicklungen im Kreditrisikomanagement stehen weiterhin Maßnahmen zur Verringerung von Liquiditäts- und Transferrisiken im Fokus. So wurde im ersten Quartal 2011 ein neues Funds-Transfer-Pricing-Konzept (FTP) in der RBI ausgerollt. Das FTP dient zur Vereinbarung interner Verrechnungszinssätze zwischen Kundengruppen und Treasury, um die Profitabilität sowohl des Kredit- und Einlagengeschäfts als auch des Eigengeschäfts korrekt zu berechnen. Es hat aber auch Einfluss auf das Pricing für Kundenkredite, indem es sicherstellt, dass die Liquiditätskosten der Bank verursachergerecht weitergegeben werden.

Geringes Engagement in den peripheren EU-Staaten

Die Risiken der RBI gegenüber den europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal sowie Spanien) halten sich aufgrund des marginalen direkten Risikoportfolios in engen Grenzen. Die makroökonomische Entwicklung dieser Staaten sowie in wirtschaftlicher Abhängigkeit zu ihnen stehender weiterer Länder wird laufend überwacht. Im Lauf des ersten Quartals 2011 wurden diverse Initiativen gestartet, um potenzielle Auswirkungen eines oder mehrerer Negativszenarien abzuschwächen. Unter anderem wurden die gegenüber diesen Staaten direkt und indirekt aushaftenden Kredite stark reduziert. Auch die internen Limits für Geschäfte mit Finanzinstituten in diesen Ländern wurden abgesenkt, und zwar sowohl für mittelfristige Kreditgeschäfte als auch für kurzfristige besicherte Refinanzierungen (Repo-Geschäfte). Zusätzlich werden in regelmäßigen Szenarioanalysen und Stresstests über sämtliche Risikoarten die unmittelbaren Einwirkungen auf das Portfolio und die Profitabilität der RBI ebenso analysiert wie allfällige Zweitrundeneffekte.

Gesamtobligo
Kommerzkunden
Gesamtobligo
Kreditinstitute
Gesamtobligo
Öffentlicher Sektor
Summe
BB HB Zwischen
summe
BB HB Zwischen
summe
BB HB Zwischen
summe
Griechenland 30 30 88 88 118
Irland 2 10 12 10 37 47 59
Italien 292 31 322 1.148 317 1.465 357 117 474 2.262
Portugal 0 0 139 139 2 2 141
Spanien 62 41 103 882 52 934 5 5 1.043
Summe 386 82 468 2.266 406 2.673 365 117 482 3.622

BB = Bankbuch; HB = Handelsbuch

Kapitaladäquanz (Basel II)

Der Anwendung und weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert die RBI weiterhin in die Verbesserung der Risikomanagement-Systeme. Dies betrifft etwa den Ausbau des im Risikomanagement verwendeten gemeinsamen Data-Warehouse, die Migration der Reporting-Plattform für die tägliche Liquiditätsübersicht und die Ablöse der technischen Lösung zur Sammlung von Verlustdaten aus operationellen Risiken. Die neuen Systeme wurden jeweils so ausgewählt, dass damit auch die erwarteten Anforderungen durch Basel III erfüllt werden können.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB) angewendet. Die Aufsichtsbehörden genehmigten der RBI AG und mehreren Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren eine Berechnung des Kreditrisikos von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie des öffentlichen Sektors nach dem IRB-Ansatz. Im Retail-Bereich kommt diese Methode neben der Slowakei auch in Ungarn zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden.

Kreditrisiko Marktrisiko Operationelles
Einheit Non-Retail Retail Risiko
Raiffeisen Bank International AG, Wien (Österreich) IRB1 n.a. Internes Modell2 STA
RBI Finance (USA) LLC, New York (USA) IRB STA3 STA STA
Raiffeisenbank a.s., Prag (Tschechische Republik) IRB STA STA STA
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (Ungarn) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (Malta) IRB STA STA STA
Tatra banka a.s., Bratislava (Slowakei) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (Rumänien) IRB STA STA STA
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (Kroatien) IRB4 STA STA STA
Alle anderen Einheiten STA STA STA STA

1 IRB = auf internen Ratings basierender Ansatz

2 Nur für Risiko der offenen Devisenposition und allgemeines Zinsrisiko des Handelsbuchs

3 STA = Standard-Ansatz

4 Nur auf konsolidierter Ebene

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko im Handelsbuch und die Fremdwährungsrisiken der RBI AG werden mittels internen Value-at-Risk-Modells (VaR) ermittelt. Für alle anderen Einheiten und die konsolidierte Fremdwährungsposition kommt der Standardansatz zur Anwendung. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und basierend auf internen Statistiken und Erfahrungswerten werden notwendige Schlüsselannahmen für die Zinsbindung getroffen.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring-Prozess und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Zu- und Abflüsse liquider Mittel sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II wird derzeit der Standardansatz angewendet. Dies gilt für alle wesentlichen Konzerneinheiten.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von 15 bis 20 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2011 planen wir ein merklich höheres Wachstum des Kundenkreditvolumens als im Vorjahr (2010: 4,3 Prozent). Dabei streben wir regional betrachtet den höchsten absoluten Zuwachs des Kundenkreditvolumens in CEE an.

Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Kundenkreditvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher. Durch den erfolgreichen Abschluss der Akquisition der Polbank wird das Segment Zentraleuropa gemessen am Kundenkreditvolumen weiter an Bedeutung gewinnen.

Vor dem Hintergrund des geplanten Wachstums, einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur sowie in Vorbereitung auf die veränderten regulatorischen Anforderungen überprüfen wir im Rahmen unserer Kapitalplanung die Zweckmäßigkeit einer Stärkung des Eigenkapitals. Dabei stellt, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung innerhalb der nächsten 12 Monate eine mögliche Option dar.

Betreffend das Kreditrisiko rechnen wir mittelfristig mit einem weiteren Rückgang der Neubildungsquote (Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva). Auf Basis der derzeitigen Markteinschätzung wird davon ausgegangen, dass die Non-performing Loan Ratio (Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) auf Konzernebene im zweiten Halbjahr 2011 ihren höchsten Stand erreichen wird.

Die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn werden im Jahr 2011 voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 130 Millionen (davon rund € 90 Millionen für Österreich und rund € 40 Millionen für Ungarn) führen.

Wir planen 2011 ein kapitalmarktbezogenes langfristiges Wholesale-Funding-Volumen von rund € 6,5 Milliarden, wovon bis Mitte August bereits € 5,0 Milliarden erfolgreich platziert wurden.

Die Anzahl der Geschäftsstellen soll für den Konzern im Jahr 2011 etwa stabil bleiben, wobei es aber in einzelnen Ländern weiterhin zu Optimierungen des Geschäftsstellennetzwerks kommen kann.

Segmentberichte

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert.

In Zentral- und Osteuropa (CEE) werden Segmente dabei anhand geografischer Regionen gebildet, denen die Konzerneinheiten nach ihrem Sitz zugeordnet werden. Länder, für die eine vergleichbare langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwartet wird und die einen vergleichbaren wirtschaftlichen Charakter aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Durch die Verschmelzung mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB neu hinzugekommene Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt. Somit bilden die unterschiedlichen Segmente die Organisationsstruktur des Konzerns ab, die sich in der internen Berichterstattung an das Management widerspiegelt und dem im IFRS 8 verlangten Management-Ansatz entspricht.

Im Sinn einer größtmöglichen Transparenz sowie unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden sieben Segmente definiert, die eine übersichtliche Berichterstattung erlauben. Die Schwellenwerte liegen nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Ergebnis nach Steuern und Segmentvermögen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE. Gleichzeitig sind es die Märkte, in denen die RBI bereits am längsten präsent ist. In Polen betreut die Raiffeisen Bank Polska S.A. neben Firmenkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben auch vermehrt vermögende Privatkunden. Die Tatra banka, a.s. in der Slowakei, die im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Corporate und Retail Customers tätig ist, hat auch einen starken Fokus auf der Betreuung vermögender Privatkunden. In Slowenien ist der Konzern mit der Raiffeisen Banka d.d. vertreten, die sich insbesondere auf das Geschäft mit lokalen Kommerzkunden konzentriert. Die tschechische Raiffeisenbank a.s. agiert auf dem lokalen Markt mit klassischem Bankgeschäft und vermittelt darüber hinaus Bauspar- und Versicherungsprodukte. In Ungarn betreut die Raiffeisen Bank Zrt. mit einem dichten Vertriebsnetz neben Privatkunden und Klein- und Mittelbetrieben auch eine Vielzahl an Firmenkunden. Weiters ist die RBI in der Slowakei und der Tschechischen Republik durch die Direktbank ZUNO BANK AG vertreten. In jedem Land werden zudem eigene Leasinggesellschaften betrieben.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, der Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien. Die albanische Raiffeisen Bank Sh.a. bietet Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen an, die Raiffeisen Leasing Sh.a. rundet das Produktangebot ab. Im Kosovo ist die RBI mit der Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C. und der Raiffeisen Leasing Kosovo LLC mit einem umfassenden Produktangebot tätig. In Bosnien und Herzegowina konzentrieren sich die Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina und die Raiffeisen Leasing d.o.o. Sarajevo auf Klein- und Mittelbetriebe, verfügen aber zusätzlich über ein breites Produktangebot für Retail-Kunden. In Bulgarien ist der Konzern mit der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD und der Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD vertreten. Die kroatische Raiffeisenbank Austria d.d. ist auf große und mittlere Firmenkunden spezialisiert und betreibt zudem ein bedeutendes Retail-Geschäft. Darüber hinaus ist die RBI in Kroatien mit der Raiffeisen Leasing d.o.o. sowie Kapitalanlagegesellschaften und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft vertreten.

In Rumänien bietet die Raiffeisen Bank S.A. über ein landesweit ausgebautes Filialnetz hochwertige Finanzdienstleistungen an. Das Finanzierungsleasinggeschäft wird über die Raiffeisen Leasing IFN S.A. betrieben. Von Rumänien aus wird auch der Markt in Moldau mit einem maßgeschneiderten Angebot für Kommerzkunden betreut. Den serbischen Markt deckt die RBI mit der Raiffeisen banka a.d., der Raiffeisen Leasing d.o.o., zwei Pensionsfonds und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft ab.

Russland

Die russische ZAO Raiffeisenbank ist eine der führenden ausländischen Banken des Landes und auf Firmen- sowie Retail-Kunden fokussiert. Über ihr landesweites Filialnetz bietet sie auch gezielt Produkte für vermögende Privatkunden an. Die OOO Raiffeisen-Leasing rundet die Produktpalette in Russland ab.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine. In Belarus ist der Konzern mit der Priorbank JSC und der JLLC Raiffeisen-Leasing aktiv. In Kasachstan ist die RBI mit der Raiffeisen Leasing Kazakhstan LLP präsent, und in der Ukraine bietet die Raiffeisen Bank Aval JSC gemeinsam mit der LLC Raiffeisen Leasing Aval die gesamte Produktpalette von Finanzdienstleistungen über ein dichtes Vertriebsnetz an. Darüber hinaus wickelt das Ukrainian Processing Center PJSC als spezialisierter Dienstleister einen großen Teil des Kartengeschäfts im Segment ab.

Group Corporates

Im Segment Group Corporates werden die Geschäfte mit in Wien betreuten österreichischen und internationalen – vornehmlich westeuropäischen – Firmenkunden der RBI AG abgebildet, die im Profitcenter Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu den Kunden gehören die größten Unternehmen Österreichs, die zum Großteil über sehr gute Bonität verfügen. Weiters umfasst dieses Segment die im Profitcenter Network Corporate Customers & Support zusammengefassten Ergebnisse aus dem Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen Kunden, aber nicht österreichischen multinationalen Kunden. In den Profitcenters Corporate Customers und Network Corporate Customers & Support sind auch Ergebnisse aus dem Geschäft mit strukturierten Handelsfinanzierungen für Rohstoffhändler sowie aus Dokumentengeschäften, Projektfinanzierungen und diversen Kofinanzierungen enthalten. Das Firmenkundengeschäft der Filialen in Singapur, China und Malaysia ist ebenfalls diesem Segment zugeordnet. Weiters zählen das Geschäft mit den internationalen Kunden der Tochterbank in Malta sowie die RB International Finance (USA) und die RB International Finance (Hong Kong), die mit ausgewählten Produkten auf Nischenkunden ausgerichtet sind, zu diesem Segment.

Group Markets

Das Segment Group Markets umfasst das kapitalmarktbezogene Kunden- und Eigengeschäft. Die Ergebnisse aus dem Handel mit Devisen-, Zins- und Wertpapierprodukten sowie mit strukturierten Produkten für die Kundengruppe der Financial Institutions, aber auch das Eigengeschäft werden diesem Segment zugeordnet. Die Eigenhandels- und Market-Maker-Aktivitäten sind in den folgenden Profitcenters

zusammengefasst: Capital Markets, Credit Investments (Eigengeschäft mit Wertpapieren außerhalb des strategischen Kerngeschäfts), weiters die entsprechenden Profitcenters der Filialen in Singapur und China sowie die Filiale London. Die Ergebnisse aus dem Kundengeschäft finden sich in den Profitcenters Financial Institutions & Sovereigns und Raiffeisen Financial Institutions Clients (Geschäft mit den Raiffeisen-Landesbanken sowie anderen Finanzdienstleistungsgesellschaften der Raiffeisen Bankengruppe Österreich). Die Profitcenters bilden die Ergebnisse aus dem Vertrieb sämtlicher Bankprodukte und aus den Geschäftsbeziehungen zu Banken, institutionellen Kunden, Staaten und Kommunen ab. Auch die Raiffeisen Centrobank mit ihren Kerngeschäften Wertpapierhandel und Kapitalmarktfinanzierungen findet sich in diesem Segment. Durch ihr Tochterunternehmen Raiffeisen Investment AG ist auch der Bereich Mergers & Acquisitions enthalten, der über Standorte in mehreren Ländern betrieben wird. Das Commodity Trading erfolgt in den Konzerneinheiten Centrotrade AG mit weltweiten Niederlassungen und F.J. Elsner & Co. in Österreich. Ebenfalls in diesem Segment enthalten ist das Private Banking in Österreich mit den Ergebnissen der Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank, die Unterstützung bei der Veranlagung von Privat- und Stiftungsvermögen sowie Beratung bei Vermögensweitergaben anbietet.

Corporate Center

Das Segment Corporate Center umfasst die durch die Konzernzentrale erbrachten Dienstleistungen in diversen Bereichen, die der Umsetzung der gruppenweiten Strategie dienen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit diesem Segment zugeordnet sind. Des Weiteren werden die Liquiditätssteuerung und das Bilanzstruktur-Management im Rahmen des Eigenhandels diesem Segment zugerechnet und im Profitcenter Treasury ausgewiesen.

Ebenso werden die Ergebnisse aus den Beteiligungungen, insbesondere den Tochterbanken in CEE hier abgebildet und die Ergebnisse aus dem Bankgeschäft der Konzernzentrale und der Tochterbank in Malta zur Refinanzierung der Konzerneinheiten dargestellt. Weiters werden in diesem Segment die Ergebnisse des Profitcenters Special Customers erfasst – also das Geschäft mit Kunden, die in der direkten Verantwortung des Vorstands liegen. Das österreichische Transaction-Services-Geschäft, das in der Konzerneinheit Raiffeisen Daten Service Center GmbH mit ihren zahlreichen Abwicklungs- und Serviceangeboten für Finanzdienstleister betrieben wird, wird ebenfalls diesem Segment zugerechnet.

Außerdem werden hier die Ergebnisse von Gesellschaften, die zur Eigenkapital-Steuerung betrieben werden, sowie die Ergebnisse der Holding und sonstiger Gesellschaften, die nicht unmittelbar einem Segment zugeordnet sind, aufgeführt.

Segmentüberblick

Die Vergleichszahlen in diesem Segmentbericht stellen die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

Im ersten Halbjahr 2011 setzte die RBI dank der durch die Fusion optimierten Konzernstruktur ihre positive Entwicklung fort. Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg um 52 Prozent auf € 879 Millionen. Diese Steigerung war in erster Linie einer leichten Erhöhung der Betriebserträge sowie einem Rückgang der Kreditrisikovorsorgen zu verdanken. Überdies beeinflussten die Erträge aus der Bewertung der sonstigen derivativen Finanzinstrumente den Periodenüberschuss positiv. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 6 Prozent war weitgehend auf die gezielte Unterstützung des Geschäftswachstums zurückzuführen und wurde durch die gestiegenen Betriebserträge nur teilweise wettgemacht. Daraus resultierte eine Erhöhung der Cost/Income Ratio. Alle Segmente steigerten ihre Ergebnisse, obwohl der konjunkturelle Aufschwung und die wirtschaftliche Erholung in den regionalen und anderen Segmenten unterschiedlich verliefen.

In Zentraleuropa erhöhte sich der Periodenüberschuss vor Steuern um 28 Prozent auf € 163 Millionen. Gestiegene Betriebserträge sowie niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen trugen maßgeblich zu diesem Zuwachs bei. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 6 Prozent.

Die Region Südosteuropa verzeichnete in der Berichtsperiode mit € 189 Millionen einen um 12 Prozent höheren Periodenüberschuss vor Steuern. Gesunkene Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie verbesserte übrige Ergebnisse waren für diesen Anstieg hauptverantwortlich. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 2 Prozent zurück.

Russland erzielte mit € 206 Millionen den größten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente und verzeichnete dabei einen Anstieg von 82 Prozent. Dieser Zuwachs resultierte aus deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und gestiegen Betriebserträgen. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 1 Prozent.

Das Segment GUS Sonstige verdreifachte seinen Periodenüberschuss vor Steuern dank geringerer Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und einem höheren Handelsergebnis auf € 97 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Periodenvergleich überwiegend aufgrund von Fremdwährungseffekten um 11 Prozent.

Das Segment Group Corporates verzeichnete in der Berichtsperiode einen Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern von 33 Prozent auf € 201 Millionen. Er basierte auf im Periodenvergleich gestiegenen Betriebserträgen sowie niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand auch bedingt durch die Übertragung von Finanzierungen für die österreichische Raiffeisen-Leasinggruppe an die RZB um 11 Prozent.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Periodenvergleich um € 125 Millionen oder 190 Prozent auf € 191 Millionen. Eine Zunahme der übrigen Ergebnisse, vorwiegend aus Bewertungsgewinnen des zu Absicherungszwecken dienenden Derivatebestands resultierend, war für dieses gute Ergebnis verantwortlich. Die Bilanzaktiva gingen im Jahresabstand bedingt durch eine Umgliederung eines Teils der Aktiva zum Segment Corporate Center und den Abbau des Kreditgeschäfts mit Financial Institutions um 40 Prozent zurück.

Im Segment Corporate Center nahm der Periodenüberschuss vor Steuern um 27 Prozent auf € 201 Millionen zu, überwiegend getrieben von gestiegenen Betriebserträgen. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 5 Prozent.

Die Struktur der Konzernaktiva, betrachtet nach Segmenten, veränderte sich in der Berichtsperiode: Der Anteil Zentraleuropas stieg um 3 Prozentpunkte auf 21 Prozent, jener von Südosteuropa um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent. Der Anteil Russlands erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 9 Prozent, der des Segments GUS Sonstige blieb mit 4 Prozent unverändert. Der Anteil von Group Corporates sank um 1 Prozentpunkt auf 12 Prozent, und jener von Group Markets ging im Jahresabstand um 8 Prozentpunkte auf 14 Prozent zurück – dies zum Teil zugunsten des Anteils von Corporate Center, der zum Ende der Berichtsperiode 27 Prozent (plus 4 Prozentpunkte) betrug.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 569 539 5,5% 282 287 -1,8%
Provisionsüberschuss 243 226 7,4% 124 119 4,6%
Handelsergebnis 26 29 -10,1% 14 12 11,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -17 -27 -37,9% -11 -5 110,8%
Betriebserträge 821 767 7,0% 408 413 -1,1%
Verwaltungsaufwendungen -470 -425 10,7% -234 -236 -1,1%
Betriebsergebnis 351 342 2,5% 175 176 -1,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -177 -198 -10,4% -98 -79 24,9%
Übrige Ergebnisse -11 -17 -37,2% -8 -3 185,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 163 128 27,8% 68 95 -28,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -36 -31 16,4% -17 -19 -11,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 127 97 31,5% 51 76 -32,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -44 -33 32,4% -15 -28 -45,2%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 83 64 31,0% 36 48 -24,7%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13,1% 15,6% -2,5 PP 6,6% 20,7% -14,1 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.736 21.636 9,7% 23.736 23.151 2,5%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.177 1.969 10,6% 2.177 2.130 2,2%
Aktiva 35.542 33.598 5,8% 35.541 34.393 3,3%
Verbindlichkeiten 32.652 30.989 5,4% 32.652 31.485 3,7%
Nettozinsspanne 3,29% 3,20% 0,09 PP 3,23% 3,36% -0,13 PP
NPL Ratio 8,7% 8,0% 0,7 PP 8,7% 8,5% 0,2 PP
Coverage Ratio 58,7% 56,5% 2,2 PP 58,7% 57,6% 1,1 PP
Cost/Income Ratio 57,3% 55,4% 1,9 PP 57,3% 57,3% 0,0 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
1,52% 1,84% -0,32 PP 1,68% 1,37% 0,31 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.882 2.564 12,4% 2.881 2.900 -0,7%
Return on Equity vor Steuern 11,3% 10,0% 1,4 PP 9,4% 13,1 -3,7 PP

Zentraleuropa

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 163 Millionen um 28 Prozent oder € 35 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Ein signifikanter Anstieg der Betriebserträge, der jedoch von einer Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen begleitet wurde, war überwiegend für dieses gute Ergebnis verantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments erhöhte sich um 6 Prozent auf € 569 Millionen. Polen und die Slowakei verzeichneten dabei die höchsten Zuwächse. Die Steigerung basierte in Polen überwiegend auf gesunkenen Kosten für Kundentermineinlagen und in der Slowakei vorwiegend auf volumenbedingten Erträgen aus Krediten in allen Kundengruppen. In der Tschechischen Republik nahm der Zinsüberschuss bei Retail-Kunden margen- und volumenbedingt ebenfalls beträchtlich zu. Die Nettozinsspanne stieg in der Region um 9 Basispunkte auf 3,29 Prozent, die Aktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 35,5 Milliarden zu, und die Kreditrisikoaktiva stiegen um 10 Prozent von € 21,6 Milliarden auf € 23,7 Milliarden. Für diesen etwas stärkeren Anstieg der Kreditrisikoaktiva waren eine Reduktion der Basel-II-Besicherungswerte im Corporate-Bereich der Tschechischen Republik sowie eine Portfolio-Migration in Richtung Projektfinanzierung in der Slowakei verantwortlich. Die im zweiten Halbjahr 2010 begonnene Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für die Bewertung eines Großteils der Forderungen an Privatkunden in Ungarn erhöhte die Kreditrisikoaktiva ebenfalls signifikant.

Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region mit Ausnahme von Ungarn um insgesamt 7 Prozent oder € 17 Millionen auf € 243 Millionen. Der Ergebnisbeitrag des Zahlungsverkehrs stieg im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 8 Millionen auf € 97 Millionen. Dies wurde im Wesentlichen durch eine Zunahme an Transaktionen und in der Tschechischen Republik auch durch erfolgreich durchgesetzte Preisanpassungen erreicht. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft stieg im Periodenvergleich um 16 Prozent auf € 37 Millionen. Dieser Zuwachs wurde überwiegend in Polen erzielt und beruhte neben deutlich gestiegener Geschäftsaktivität insbesondere auf den Ergebnissen aus der Projektfinanzierung. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sank um 2 Prozent auf € 71 Millionen, wofür gesunkene Kundenmargen aus dem Fremdwährungsgeschäft bei einer reduzierten Transaktionsanzahl in Ungarn verantwortlich waren.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa sank im Periodenvergleich um 10 Prozent auf € 26 Millionen. Dieser Rückgang betraf überwiegend Ungarn. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank um € 1 Million auf € 27 Millionen, wofür primär Bewertungsergebnisse aus diversen Fremdwährungsfinanzinstrumenten verantwortlich zeichneten. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft blieb mit minus € 2 Millionen im Periodenvergleich beinahe unverändert. Einerseits fielen hier in der Slowakei Bewertungsgewinne aus Zinsswap-Transaktionen an, andererseits kam es in Ungarn aufgrund des gestiegen Zinsniveaus zu einem Rückgang des Zinsergebnisses aus derivativen Finanzinstrumenten. Das Ergebnis aus dem aktien- und indexbezogenen Geschäft von € 0,4 Millionen entstand fast zur Gänze in Ungarn und lag aufgrund negativer Kursentwicklungen unter dem Wert der Vergleichsperiode von € 3 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region verbesserte sich in der Berichtsperiode – großteils durch einen höheren Ertrag aus bankfremden Aktivitäten – von minus € 27 Millionen auf minus € 17 Millionen. In diesem Betrag sind € 22 Millionen an Bankenabgaben in Ungarn enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber jenen der Vergleichsperiode um 11 Prozent oder € 45 Millionen auf € 470 Millionen, zurückzuführen im Wesentlichen auf einen Anstieg der Personal- und der Sachaufwendungen. Die Zunahme in den Personalaufwendungen wurde durch einen Ausbau der Vertriebskanäle und den damit verbunden höheren Personalbedarf in der Tschechischen Republik hervorgerufen. Überdies erhöhten sich die Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der bereits angelaufenen Geschäftsaktivität der Direktbank ZUNO in der Slowakei um

€ 4 Millionen. Die Ursache für den erhöhten Sachaufwand lag in der Eröffnung neuer Filialen und der Einrichtung neuer Kundenbereiche (Affluent Corners) in bestehenden Filialen in der Tschechischen Republik. Die Abschreibungen stiegen im Periodenvergleich in mehreren Ländern der Region, wofür die Abschreibung diverser IT-Systeme aufgrund der Implementierung eines neuen Kernbanksystems sowie höhere Aufwendungen im Filialnetz verantwortlich waren. Die Anzahl der Geschäftsstellen nahm im Jahresabstand um 2 auf 556 zu. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 57,3 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In Zentraleuropa sanken in beinahe allen Ländern die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen, was insgesamt zu einer Reduktion um 10 Prozent oder € 21 Millionen auf € 177 Millionen führte. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich allerdings im Periodenvergleich um 33 Prozent auf € 203 Millionen. Dies war fast ausschließlich auf Nettodotierungen für Kredite an Privatkunden und Hypothekarkredite in Ungarn zurückzuführen, bei denen eine Neubewertung der Sicherheiten durchgeführt wurde, die sich durch die marktbedingt schwache Inlandsnachfrage negativ auswirkte. In Slowenien war aufgrund eines einzelnen Problemkredits ebenfalls eine höhere Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen notwendig. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Region netto eine Auflösung von € 24 Millionen gegenüber einer Nettodotierung von € 65 Millionen in der Vergleichsperiode. So kam es etwa in Ungarn bei Privatkunden aufgrund einer deutlichen Reduktion des Neugeschäfts sowie überfälliger Forderungen zu einer Auflösung von Portfolio-Wertberichtigungen, während die Einzelwertberichtigungen noch weiter anstiegen. Des Weiteren kam es in der Slowakei und der Tschechischen Republik zu deutlich kleineren Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen, was mit der Verbesserung der Qualität des Kreditportfolios in Zusammenhang stand. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio im Segment Zentraleuropa betrug am Ende der Berichtsperiode 8,7 Prozent. Die Maßnahmen der ungarischen Regierung zur Entlastung der Kunden sowie zur Verbesserung der Kreditrückzahlungen bei in Fremdwährung denominierten Hypothekarkrediten hatten noch keinen Einfluss auf die Finanzzahlen des ersten Halbjahrs 2011.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa verbesserten sich um € 6 Millionen auf minus € 11 Millionen. Dabei nahm das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Periodenvergleich von minus € 8 Millionen auf minus € 2 Millionen zu. Dieser Anstieg stammte überwiegend aus Bewertungsergebnissen von diversen Absicherungsgeschäften in der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Da das Zinsniveau in der Berichtsperiode nur geringfügig sank, fielen keine weiteren Bewertungsverluste an, wie sie in der Vergleichsperiode aufgrund einer starken Senkung der Zinskurve verzeichnet worden waren. In Slowenien erhöhte sich das Bewertungsergebnis aus Zinsswap-Transaktionen im Periodenvergleich um € 2 Millionen. Auch das Ergebnis aus Finanzinvestitionen nahm im Periodenvergleich zu, und zwar von minus € 28 Millionen auf minus € 6 Millionen. Einerseits verbesserte sich in Ungarn das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen, andererseits drehten in der Slowakei aufgrund des steigenden Zinsniveaus die Bewertungsergebnisse aus fest verzinslichen Wertpapieren von € 3 Millionen auf minus € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um 16 Prozent auf € 36 Millionen. Die Steuerquote in der Region ging im Periodenvergleich um 2 Prozentpunkte auf 22 Prozent zurück. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 83 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

in € Millionen 1.1.-30.6. 2011 1.1.-30.6. 2010 Veränderung Q2/2011 Q1/2011 Veränderung Zinsüberschuss 144 136 5,6% 71 73 -2,3% Provisionsüberschuss 63 51 23,1% 33 30 7,9% Handelsergebnis 4 -6 – 2 2 6,9% Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 1 289,7% 2 1 71,3% Betriebserträge 213 182 17,4% 107 106 1,5% Verwaltungsaufwendungen -118 -95 24,7% -59 -59 0,8% Betriebsergebnis 95 87 9,4% 48 47 2,3% Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -32 -42 -24,0% -17 -15 11,7% Übrige Ergebnisse 2 -7 – 1 1 1,7% Periodenüberschuss vor Steuern 65 38 71,4% 32 33 -2,0% Steuern vom Einkommen und Ertrag -14 -8 82,0% -7 -7 0,0% Periodenüberschuss nach Steuern 50 30 68,6% 25 26 -2,6% Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -27 -17 55,2% -13 -14 -7,6% Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 23 12 87,4% 12 12 3,4% Aktiva 8.714 7.909 10,2% 8.714 8.358 4,3% Forderungen an Kunden 6.919 6.116 13,1% 6.919 6.831 1,3% davon Corporate % 43,4% 41,1% 2,3 PP 43,4% 43,4% 0,0 PP davon Retail % 56,5% 58,9% -2,4 PP 56,5% 56,4% 0,1 PP davon in Fremdwährung % 7,0% 8,2% -1,2 PP 7,0% 7,0% 0,0 PP Verbindlichkeiten an Kunden 5.576 4.840 15,2% 5.576 5.141 8,4% Loan/Deposit Ratio 124,1% 126,4% -2,3 PP 124,1% 132,9% -8,8 PP Return on Equity vor Steuern 22,3% 15,0% 7,3 PP 21,8% 22,6% -0,8 PP Return on Equity nach Steuern 17,4% 11,9% 5,5 PP 16,9% 17,7% -0,7 PP Cost/Income Ratio 55,5% 52,2% 3,2 PP 55,3% 55,7% -0,4 PP Mitarbeiter zum Stichtag 3.092 2.646 16,9% 3.092 2.988 3,5% Geschäftsstellen 121 110 10,0% 121 114 6,1% Anzahl Kunden 433.505 426.901 1,5% 433.505 432.215 0,3%

Tschechische Republik

Ungarn

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 160 167 -4,0% 76 84 -9,3%
Provisionsüberschuss 45 51 -12,5% 22 22 0,5%
Handelsergebnis 13 26 -51,7% 9 4 110,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -32 -24 36,4% -16 -16 3,7%
Betriebserträge 185 220 -15,9% 91 95 -4,0%
Verwaltungsaufwendungen -108 -119 -9,3% -51 -57 -10,9%
Betriebsergebnis 77 101 -23,8% 40 37 6,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -115 -80 44,1% -68 -47 43,6%
Übrige Ergebnisse -12 -15 -18,4% -9 -3 159,4%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern -51 6 -37 -14 174,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 9 -4 7 3 156,2%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern -42 2 -31 -11 178,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 5 4 44,1% 4 1 179,7%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile -37 5 -27 -10 178,6%
Aktiva 8.857 8.628 2,7% 8.857 8.603 3,0%
Forderungen an Kunden 6.185 6.387 -3,2% 6.185 6.041 2,4%
davon Corporate % 51,1% 55,9% -4,8 PP 51,1% 51,7% -0,5 PP
davon Retail % 45,5% 41,8% 3,7 PP 45,5% 45,2% 0,3 PP
davon in Fremdwährung % 68,3% 79,2% -10,9 PP 68,3% 67,7% 0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 5.176 4.651 11,3% 5.176 4.994 3,6%
Loan/Deposit Ratio 119,5% 137,3% -17,8 PP 119,5% 121,0% -1,5 PP
Return on Equity vor Steuern 2,2%
Return on Equity nach Steuern 0,7%
Cost/Income Ratio 58,5% 54,2% 4,3 PP 56,2% 60,6% -4,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.230 3.158 2,3% 3.230 3.262 -1,0%
Geschäftsstellen 144 144 0,0% 144 144 0,0%
Anzahl Kunden 645.761 647.944 -0,3% 645.761 642.768 0,5%

Polen

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 98 83 18,6% 49 49 0,0%
Provisionsüberschuss 69 63 9,5% 34 34 0,9%
Handelsergebnis 10 14 -25,3% 5 6 -14,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 3 224,6% 1 9 -83,4%
Betriebserträge 187 162 15,3% 90 97 -8,0%
Verwaltungsaufwendungen -100 -90 10,9% -51 -49 3,4%
Betriebsergebnis 87 72 20,9% 39 48 -19,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -23 -34 -34,2% -9 -13 -31,1%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 65 38 71,6% 30 35 -14,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -13 -8 65,6% -7 -6 15,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 51 30 73,3% 23 29 -21,1%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -4 -2 48,3% -2 -2 -11,5%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 48 27 75,6% 21 27 -21,8%
Aktiva 7.173 6.375 12,5% 7.173 6.832 5,0%
Forderungen an Kunden 5.581 4.956 12,6% 5.581 5.189 7,6%
davon Corporate % 60,0% 66,7% -6,7 PP 60,0% 57,9% 2,0 PP
davon Retail % 39,2% 33,3% 5,9 PP 39,2% 41,2% -2,0 PP
davon in Fremdwährung % 36,3% 39,1% -2,8 PP 36,3% 35,5% 0,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.982 3.340 19,2% 3.982 3.668 8,6%
Loan/Deposit Ratio 140,2% 148,4% -8,2 PP 140,2% 141,5% -1,3 PP
Return on Equity vor Steuern 17,5% 11,1% 6,4 PP 16,7% 19,6% -2,9 PP
Return on Equity nach Steuern 13,9% 8,7% 5,2 PP 12,7% 15,5% -2,8 PP
Cost/Income Ratio 53,5% 55,6% -2,1 PP 56,7% 50,5% 6,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.134 3.016 3,9% 3.134 3.153 -0,6%
Geschäftsstellen 117 125 -6,4% 117 116 0,9%
247.543 244.333 1,3% 247.543 248.826 -0,5%

Slowakei

in € Millionen 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 151 137 9,9% 78 73 5,5%
Provisionsüberschuss 63 59 7,6% 33 31 6,7%
Handelsergebnis 0 -6 -92,5% -2 1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 -5 2 1 238,6%
Betriebserträge 217 185 16,9% 110 106 4,1%
Verwaltungsaufwendungen -130 -107 21,4% -66 -64 2,2%
Betriebsergebnis 87 78 10,8% 45 42 7,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 3 -38 3 -1
Übrige Ergebnisse -1 3 0 -1
Periodenüberschuss vor Steuern 88 44 101,7% 48 40 20,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -17 -10 68,3% -9 -8 17,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 70 33 112,2% 39 32 21,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -28 -13 118,5% -15 -13 20,1%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 43 20 108,3% 24 19 23,2%
Aktiva 9.149 9.132 0,2% 9.149 8.940 2,3%
Forderungen an Kunden 6.367 5.787 10,0% 6.367 6.073 4,8%
davon Corporate % 51,8% 52,8% -1,0 PP 51,8% 53,3% -1,6 PP
davon Retail % 48,0% 47,2% 0,8 PP 48,0% 46,4% 1,6 PP
davon in Fremdwährung % 1,1% 2,6% -1,5 PP 1,1% 1,4% -0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 6.899 6.812 1,3% 6.899 6.691 3,1%
Loan/Deposit Ratio 92,3% 85,0% 7,3 PP 92,3% 90,8% 1,5 PP
Return on Equity vor Steuern 21,6% 11,2% 10,5 PP 23,7% 18,7% 5,0 PP
Return on Equity nach Steuern 17,3% 8,5% 8,8 PP 19,1% 14,9% 4,1 PP
Cost/Income Ratio 60,0% 57,8% 2,2 PP 59,4% 60,6% -1,1 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.768 3.564 5,7% 3.768 3.769 0,0%
Geschäftsstellen 157 158 -0,6% 157 157 0,0%
Anzahl Kunden 757.893 728.775 4,0% 757.893 747.832 1,3%

Slowenien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 16 16 -0,4% 8 8 6,8%
Provisionsüberschuss 4 3 29,4% 2 2 9,1%
Handelsergebnis 0 1 0 0 >500,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 20 19 2,8% 10 10 2,9%
Verwaltungsaufwendungen -14 -13 2,6% -7 -7 1,5%
Betriebsergebnis 6 6 3,2% 3 3 6,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -10 -3 185,9% -7 -2 232,6%
Übrige Ergebnisse 0 0 -34,3% 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern -3 3 -5 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 -1 -91,1% 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern -3 2 -4 1
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 1 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile -3 2 -4 1
Aktiva 1.679 1.594 5,4% 1.679 1.685 -0,3%
Forderungen an Kunden 1.344 1.232 9,1% 1.344 1.331 1,0%
davon Corporate % 63,1% 65,8% -2,7 PP 63,1% 68,8% -5,7 PP
davon Retail % 30,8% 34,2% -3,4 PP 30,8% 30,4% 0,4 PP
davon in Fremdwährung % 7,2% 13,5% -6,3 PP 7,2% 7,8% -0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 480 469 2,2% 480 528 -9,1%
Loan/Deposit Ratio 280,3% 262,6% 17,6 PP 280,3% 252,3% 27,9 PP
Return on Equity vor Steuern 7,2% 5,3%
Return on Equity nach Steuern 5,4% 4,0%
Cost/Income Ratio 68,8% 68,9% -0,1 PP 68,3% 69,3% -1,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 357 357 0,0% 357 353 1,1%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Anzahl Kunden 67.102 66.508 0,9% 67.102 67.040 0,1%
in € Millionen 1.1.-30.6.
2011
1.1.-30.6.
2010
Veränd
erung
Q2/2011 Q1/2011 Veränd
erung
Zinsüberschuss 455 445 2,3% 234 221 5,5%
Provisionsüberschuss 179 186 -3,7% 92 87 5,1%
Handelsergebnis
Sonstiges betriebliches Ergebnis
27
17
25
17
7,3%
4,3%
12
10
14
7
-12,7%
45,9%
Betriebserträge 678 672 0,9% 348 330 5,5%
Verwaltungsaufwendungen -372 -357 4,1% -189 -182 4,1%
Betriebsergebnis 306 315 -2,8% 158 148 7,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -124 -139 -11,0% -64 -60 5,5%
Übrige Ergebnisse 6 -7 1 5 -79,7%
Periodenüberschuss vor Steuern 189 169 11,9% 96 93 3,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -24 -24 0,6% -11 -13 -9,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 165 145 13,7% 85 80 5,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -12 -10 26,0% -5 -7 -32,7%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 152 135 12,9% 80 73 9,4%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,1% 20,6% -5,5 PP 12,4% 20,2% -7,8 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 16.485 15.925 3,5% 16.485 16.269 1,3%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.551 1.486 4,3% 1.551 1.530 1,4%
Aktiva 22.471 22.989 -2,3% 22.471 22.247 1,0%
Verbindlichkeiten 19.572 20.242 -3,3% 19.572 19.310 1,4%
Nettozinsspanne 4,05% 3,82% 0,23 PP 4,18% 3,94% 0,24 PP
NPL Ratio 10,0% 7,5% 2,5 PP 10,0% 9,1% 0,9 PP
Coverage Ratio 62,5% 66,9% -4,4 PP 62,5% 63,0% -0,5 PP
Cost/Income Ratio 54,8% 53,1% 1,7 PP 54,5% 55,2% -0,7 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
1,50% 1,72% -0,22 PP 1,55% 1,46% 0,09 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.089 1.964 6,3% 2.088 2.121 -1,5%
Return on Equity vor Steuern 18,1% 17,2% 0,9 PP 18,2% 17,5% 0,7 PP
Geschäftsstellen 1.154 1.173 -1,6% 1.154 1.156 -0,2%

Südosteuropa

Dank der in Südosteuropa allmählich – jedoch in unterschiedlichem Ausmaß – einsetzenden Konjunkturerholung stieg der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments in der Berichtsperiode um 12 Prozent oder € 20 Millionen auf € 189 Millionen. Die niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beeinflussten den Periodenüberschuss vor Steuern positiv. Die Betriebserträge blieben allerdings gegenüber dem Niveau der Vergleichsperiode unverändert. Der Return on Equity vor Steuern stieg im Periodenvergleich um 0,9 Prozentpunkte auf 18,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg um 2 Prozent auf € 455 Millionen, zurückzuführen überwiegend auf Bosnien und Herzegowina, Rumänien und Serbien. Der Zuwachs wurde primär durch gesunkene Refinanzierungskosten für Kundeneinlagen aufgrund der anhaltenden Überliquidität auf diesen Märkten verursacht. Die Bilanzaktiva der Region gingen im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 22,5 Milliarden zurück, die Nettozinsspanne erhöhte sich um 23 Basispunkte auf 4,05 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva stiegen gegenüber der Vergleichsperiode um 4 Prozent auf € 16,5 Milliarden. Für diese den Bilanzaktiva gegenläufige Entwicklung war überwiegend Rumänien verantwortlich, wo sich im Corporate-Bereich eine Verlagerung von außerbilanziellen Posten zu Krediten ergab und die Basel-IIrelevante Besicherung daher zurückging.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 179 Millionen um 4 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr leistete dazu mit € 85 Millionen weiterhin den größten Beitrag, der jedoch nur leicht über dem Niveau der Vergleichsperiode lag. Als provisionsstärkstes Land steuerte Rumänien etwa die Hälfte dazu bei. Der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft halbierte sich im Periodenvergleich beinahe auf € 26 Millionen. Verantwortlich dafür waren die Entwicklungen in Rumänien und Bulgarien: In Rumänien sorgten geringere Transaktionsvolumina sowie marktbedingt niedrigere Preise für einen Rückgang, und auch die seit Juni 2010 gültigen neuen Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes wirkten sich ertragsmindernd aus. In Bulgarien wiederum reduzierte das allgemein stagnierende Kreditumfeld die Erträge aus dem Kredit- und Garantiegeschäft. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft blieben im Periodenvergleich mit € 31 Millionen beinahe unverändert. Etwa die Hälfte dieses Betrags stammte aus Rumänien.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa stieg im Periodenvergleich um 7 Prozent auf € 27 Millionen. Auf das währungsbezogene Geschäft entfielen davon € 14 Millionen, die überwiegend in Rumänien erzielt wurden und auf Bewertungsergebnissen von Forward- und Swap-Transaktionen beruhten. Im zinsbezogenen Geschäft wurde ein um 31 Prozent höheres Ergebnis von € 12 Millionen verzeichnet. Dieser Anstieg stammte aus der Bewertung von Swap-Transaktionen, die im ersten Halbjahr vornehmlich in Rumänien abgeschlossen wurden. Auch Kroatien trug dank der Bewertung diverser Positionen des Handelsportfolios zu dieser Steigerung bei. Aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren in Albanien resultierte ein im Periodenvergleich etwas geringerer Betrag von € 6 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Periodenvergleich geringfügig um 4 Prozent auf € 17 Millionen. Die um insgesamt € 3 Millionen gestiegenen Erträge aus dem Operating-Leasing-Geschäft in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina trugen dazu am meisten bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Periodenvergleich um insgesamt 4 Prozent auf € 372 Millionen. Ausschlaggebend dafür war u. a. die Entwicklung in Rumänien, wo die Personalaufwendungen aufgrund der Ende 2010 zur Anpassung an das Marktniveau durchgeführten Gehaltserhöhungen vor allem im Filialnetz spürbar zunahmen. Die Sachaufwendungen stiegen um insgesamt 5 Prozent. Auch für diesen Anstieg war Rumänien verantwortlich, dessen Aufwendungen für Werbung und Repräsentation sowie für Einlagensicherung zunahmen. Überdies erhöhten sich die Sachaufwendungen für neue IT-Applikationen. Die Abschreibungen, insbesondere jene auf immaterielle Vermögenswerte einschließlich IT-Applikationen, erhöhten sich um 7 Prozent auf € 54 Millionen. Angesichts beinahe unveränderter Betriebserträge bei gleichzeitig gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio geringfügig um 1,7 Prozentpunkte auf 54,8 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um insgesamt 11 Prozent oder € 15 Millionen auf € 124 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen gingen um 3 Prozent oder € 4 Millionen auf € 139 Millionen zurück, wofür überwiegend das höhere Besicherungsniveau der notleidenden Kredite in Bulgarien verantwortlich war. Überdies kam es in Bosnien und Herzegowina zu deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich netto eine Auflösung von € 14 Millionen. Serbien und Rumänien verzeichneten die höchsten Auflösungen bestehender Portfolio-Wertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2011 10,0 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Südosteuropa erhöhten sich im Periodenvergleich um € 13 Millionen auf € 6 Millionen. Dabei drehte das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 9 Millionen auf € 4 Millionen. Es stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Kroatien, die großteils bereits im Geschäftsjahr 2009 zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank von € 7 Millionen auf € 2 Millionen. Dieser Rückgang beruhte wesentlich auf einem Entfall von Veräußerungs- und Bewertungsgewinnen aus Staatsanleihen in Rumänien infolge des stabilen Zinsniveaus in der Berichtsperiode. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft in Moldau ergab sich ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 0,3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag blieben in der Region im Periodenvergleich unverändert. Die Steuerquote sank hingegen um 2 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 152 Millionen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile fiel dabei durch die im Periodenvergleich unterschiedliche geografische Verteilung des Ergebnisses höher aus.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 44 43 1,5% 22 22 -1,8%
Provisionsüberschuss 4 4 1,9% 2 2 -4,0%
Handelsergebnis 6 7 -5,3% 3 3 -4,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 54 55 -0,4% 27 28 -2,9%
Verwaltungsaufwendungen -18 -16 9,7% -9 -9 6,4%
Betriebsergebnis 36 38 -4,8% 17 19 -7,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -13 -9 46,3% -10 -3 262,5%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 23 29 -20,5% 7 16 -54,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -3 -3,9% -1 -2 -66,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 20 26 -22,3% 6 14 -53,1%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 22,7% 0 0 -10,9%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 20 26 -22,4% 6 14 -53,2%
Aktiva 2.094 1.955 7,1% 2.094 2.008 4,3%
Forderungen an Kunden 799 737 8,4% 799 784 1,8%
davon Corporate % 60,6% 58,6% 2,0 PP 60,6% 61,8% -1,2 PP
davon Retail % 39,4% 38,5% 0,9 PP 39,4% 38,2% 1,2 PP
davon in Fremdwährung % 63,9% 58,1% 5,8 PP 63,9% 64,0% -0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.768 1.598 10,6% 1.768 1.706 3,6%
Loan/Deposit Ratio 45,2% 46,1% -0,9 PP 45,2% 46,0% -0,8 PP
Return on Equity vor Steuern 24,6% 32,8% -8,2 PP 16,9% 31,4% -14,5 PP
Return on Equity nach Steuern 21,6% 29,5% -7,9 PP 13,8% 27,0% -13,2 PP
Cost/Income Ratio 33,2% 30,2% 3,1 PP 34,8% 31,7% 3,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.364 1.313 3,9% 1.364 1.355 0,7%
Geschäftsstellen 103 104 -1,0% 103 103 0,0%
Anzahl Kunden 670.701 606.884 10,5% 670.701 654.340 2,5%

Albanien

Bosnien und Herzegowina
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 39 35 13,0% 20 19 2,6%
Provisionsüberschuss 15 14 3,4% 8 7 11,6%
Handelsergebnis 0 0 136,0% 0 0 94,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 0 1 0 237,1%
Betriebserträge 56 49 14,6% 29 27 8,7%
Verwaltungsaufwendungen -31 -31 -0,6% -16 -15 4,6%
Betriebsergebnis 25 18 41,1% 13 12 14,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -6 -14 -54,8% -4 -3 29,7%
Übrige Ergebnisse -1 0 106,2% 0 -1 -81,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 18 3 494,3% 10 8 18,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 0 238,8% -1 -1 2,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 16 3 >500,0% 9 7 19,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 -25,2% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 16 3 >500,0% 9 8 12,7%
Aktiva 2.147 2.198 -2,3% 2.147 2.143 0,2%
Forderungen an Kunden 1.372
davon Corporate % 1.357 1,1% 1.372 1.366 0,5%
43,6% 39,1% 4,5 PP 43,6% 43,4% 0,2 PP
davon Retail % 55,1% 60,9% -5,8 PP 55,1% 55,2% -0,2 PP
davon in Fremdwährung % 66,2% 72,9% -6,7 PP 66,2% 66,0% 0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.617 1.639 -1,4% 1.617 1.605 0,7%
Loan/Deposit Ratio 84,9% 82,8% 2,1 PP 84,9% 85,1% -0,2 PP
Return on Equity vor Steuern 14,7% 2,5% 12,1 PP 15,9% 13,4% 2,6 PP
Return on Equity nach Steuern 13,6% 2,2% 11,4 PP 14,8% 12,3% 2,5 PP
Cost/Income Ratio 55,3% 63,7% -8,4 PP 54,3% 56,4% -2,1 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.621 1.659 -2,3% 1.621 1.606 0,9%
Geschäftsstellen 98 101 -3,0% 98 98 0,0%

Bulgarien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 85 93 -8,2% 42 43 -1,4%
Provisionsüberschuss 18 17 6,7% 9 9
Handelsergebnis 4 3 12,4% 2 2 4,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -1 0 0 -21,9%
Betriebserträge 107 112 -4,5% 54 53 0,4%
Verwaltungsaufwendungen -48 -47 3,0% -25 -24 2,5%
Betriebsergebnis 58 65 -9,9% 29 29 -1,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -27 -42 -37,0% -14 -13 5,4%
Übrige Ergebnisse 0 0 217,4% 0 0 28,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 32 23 41,6% 15 16 -6,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -2 52,1% -1 -2 -9,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 29 21 40,6% 14 15 -6,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 -1 -54,6% 0 -1
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 28 19 47,9% 14 14 -1,1%
Aktiva 3.752 3.880 -3,3% 3.752 3.668 2,3%
Forderungen an Kunden 2.886 2.869 0,6% 2.886 2.809 2,8%
davon Corporate % 43,7% 32,6% 11,1 PP 43,7% 42,7% 1,0 PP
davon Retail % 55,9% 67,4% -11,5 PP 55,9% 56,9% -1,0 PP
davon in Fremdwährung % 76,6% 68,1% 8,5 PP 76,6% 80,2% -3,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.084 2.100 -0,8% 2.084 2.024 3,0%
Loan/Deposit Ratio 138,5% 136,6% 1,9 PP 138,5% 138,8% -0,3 PP
Return on Equity vor Steuern 13,1% 9,4% 3,6 PP 12,9% 13,5% -0,6 PP
Return on Equity nach Steuern 11,9% 8,6% 3,2 PP 11,7% 12,2% -0,6 PP
Cost/Income Ratio 45,4% 42,0% 3,3 PP 45,8% 44,9% 0,9 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.249 3.201 1,5% 3.249 3.223 0,8%
Geschäftsstellen 189 191 -1,0% 189 190 -0,5%
Anzahl Kunden 753.646 722.326 4,3% 753.646 743.896 1,3%

Kroatien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 90 86 3,9% 47 42 11,5%
Provisionsüberschuss 32 33 -4,2% 16 15 6,0%
Handelsergebnis 5 9 -47,4% 1 3 -56,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 15 14 5,7% 7 8 -7,5%
Betriebserträge 141 142 -0,9% 72 69 5,0%
Verwaltungsaufwendungen -78 -77 1,7% -40 -38 4,0%
Betriebsergebnis 63 65 -4,0% 32 30 6,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -31 -24 29,7% -15 -16 -4,7%
Übrige Ergebnisse 4 -8 -2 6
Periodenüberschuss vor Steuern 35 33 7,2% 15 21 -29,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -7 -9,1% -2 -4 -43,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 29 26 11,8% 12 16 -25,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -8 -8 -4,6% -3 -4 -22,4%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 21 18 19,5% 9 12 -26,8%
Aktiva 5.640 6.016 -6,2% 5.640 5.577 1,1%
Forderungen an Kunden 3.885 3.971 -2,2% 3.885 3.929
davon Corporate % -1,1%
38,9% 47,0% -8,1 PP 38,9% 39,1% -0,2 PP
davon Retail % 48,5% 52,3% -3,8 PP 48,5% 47,4% 1,1 PP
davon in Fremdwährung % 68,2% 70,6% -2,4 PP 68,2% 68,8% -0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.986 3.052 -2,2% 2.986 2.973 0,5%
Loan/Deposit Ratio 130,1% 130,1% 0,0 PP 130,1% 132,2% -2,1 PP
Return on Equity vor Steuern 8,8% 8,2% 0,6 PP 7,5% 10,2% -2,7 PP
Return on Equity nach Steuern 7,2% 6,4% 0,7 PP 6,1% 8,1% -2,0 PP
Cost/Income Ratio 55,5% 54,1% 1,4 PP 55,3% 55,8% -0,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.112 2.238 -5,6% 2.112 2.174 -2,9%
Geschäftsstellen 84 84 0,0% 84 84 0,0%

Kosovo

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 18 17 9,0% 10 9 11,2%
Provisionsüberschuss 3 3 11,9% 2 2 3,5%
Handelsergebnis 0 0 -18,2% 0 0 >500,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -76,3% 0 0 81,8%
Betriebserträge 22 20 10,6% 11 10 9,3%
Verwaltungsaufwendungen -12 -11 12,0% -6 -6 6,2%
Betriebsergebnis 9 9 8,7% 5 4 13,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -2 -2 -3,1% -1 -1 74,1%
Übrige Ergebnisse 0 -1 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 8 6 25,5% 4 4 -13,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 -6,7% 0 0 20,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 7 5 29,7% 3 4 -15,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0 0 -25,7%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 7 5 29,0% 3 4 -15,7%
Aktiva 667 652 2,3% 667 703 -5,0%
Forderungen an Kunden 418 374 11,7% 418 389 7,5%
davon Corporate % 31,8% 26,4% 5,4 PP 31,8% 30,4% 1,4 PP
davon Retail % 68,2% 73,0% -4,8 PP 68,2% 69,6% -1,4 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,1% -0,1 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 547 526 3,8% 547 568 -3,7%
Loan/Deposit Ratio 76,5% 71,1% 5,4 PP 76,5% 68,5% 8,0 PP
Return on Equity vor Steuern 17,4% 15,2% 2,2 PP 16,2% 18,1% -1,9 PP
Return on Equity nach Steuern 15,9% 13,4% 2,5 PP 14,5% 16,8% -2,3 PP
Cost/Income Ratio 57,0% 56,3% 0,7 PP 56,3% 57,9% -1,6 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 713 691 3,2% 713 702 1,6%
Geschäftsstellen 52 52 0,0% 52 52 0,0%
Anzahl Kunden 238.581 262.577 -9,1% 238.581 231.193 3,2%

Rumänien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 124 120 3,5% 65 59 9,4%
Provisionsüberschuss 90 98 -7,6% 46 45 1,8%
Handelsergebnis 10 6 63,6% 5 4 25,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -3 1 -1
Betriebserträge 224 221 1,3% 117 107 8,8%
Verwaltungsaufwendungen -144 -134 7,6% -73 -71 3,4%
Betriebsergebnis 80 88 -8,4% 44 37 19,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -34 -33 2,9% -18 -16 6,4%
Übrige Ergebnisse 1 7 -90,7% 2 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 47 62 -23,7% 29 18 54,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -10 -24,9% -4 -3 60,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 40 52 -23,5% 24 16 54,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 0 0 0 -45,2%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 39 52 -25,0% 24 15 56,6%
Aktiva 6.172 5.818 6,1% 6.172 6.120 0,9%
Forderungen an Kunden 4.397 4.053 8,5% 4.397 4.205 4,6%
davon Corporate % 34,1% 34,2% -0,1 PP 34,1% 33,2% 0,9 PP
davon Retail % 60,7% 61,7% -1,0 PP 60,7% 61,2% -0,5 PP
davon in Fremdwährung % 52,1% 62,2% -10,1 PP 52,1% 52,1% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.499 3.396 3,0% 3.499 3.420 2,3%
Loan/Deposit Ratio 125,7% 119,3% 6,3 PP 125,7% 122,9% 2,8 PP
Return on Equity vor Steuern 19,2% 28,9% -9,7 PP 22,6% 14,3% 8,4 PP
Return on Equity nach Steuern 16,3% 24,4% -8,1 PP 19,1% 12,1% 7,0 PP
Cost/Income Ratio 64,2% 60,4% 3,8 PP 62,6% 65,9% -3,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.054 6.005 0,8% 6.054 6.154 -1,6%
Geschäftsstellen 544 542 0,4% 544 545 -0,2%
Anzahl Kunden 1.939.762 1.902.620 2,0% 1.939.762 1.905.035 1,8%

Serbien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 54 51 7,5% 28 27 5,0%
Provisionsüberschuss 16 17 -1,8% 9 8 14,6%
Handelsergebnis 2 0 0 1 -86,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 2 15,0% 1 0 234,0%
Betriebserträge 74 69 7,9% 38 36 6,3%
Verwaltungsaufwendungen -40 -41 -2,5% -21 -19 6,5%
Betriebsergebnis 34 28 23,1% 18 17 6,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -11 -15 -26,5% -2 -9 -74,8%
Übrige Ergebnisse 2 0 1 1 75,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 26 13 94,5% 17 9 90,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2 -1 166,5% -1 -1 45,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 24 12 89,5% 16 8 95,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1 1 -48,0% 1 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 24 13 78,7% 17 8 119,1%
Aktiva 2.050 2.552 -19,7% 2.050 2.060 -0,5%
Forderungen an Kunden 1.368 1.352 1,2% 1.368 1.341 2,0%
davon Corporate % 54,9%
davon Retail % 56,3% -1,4 PP 54,9% 54,5% 0,4 PP
42,2% 43,7% -1,5 PP 42,2% 42,3% -0,2 PP
davon in Fremdwährung % 65,2% 78,5% -13,3 PP 65,2% 67,7% -2,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.015 1.098 -7,6% 1.015 1.009 0,5%
Loan/Deposit Ratio 134,8% 123,1% 11,7 PP 134,8% 132,9% 1,9 PP
Return on Equity vor Steuern 10,5% 5,5% 5,0 PP 13,5% 7,2% 6,3 PP
Return on Equity nach Steuern 9,5% 5,1% 4,4 PP 12,6% 6,5% 6,1 PP
Cost/Income Ratio 53,6% 59,3% -5,7 PP 53,7% 53,6% 0,1 PP
0
Mitarbeiter zum Stichtag 1.776 1.938 -8,4% 1.776 1.792 -0,9%
Geschäftsstellen 84 98 -14,3% 84 84 0,0%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 279 256 8,8% 143 136 5,3%
Provisionsüberschuss 109 103 6,7% 57 52 10,2%
Handelsergebnis 60 41 45,5% 28 32 -11,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -10 -91,9% 1 -2
Betriebserträge 447 391 14,6% 229 218 5,2%
Verwaltungsaufwendungen -222 -199 11,6% -109 -113 -3,1%
Betriebsergebnis 226 192 17,6% 120 105 14,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -4 -67 -93,6% -2 -2 39,2%
Übrige Ergebnisse -15 -12 30,1% -6 -9 -33,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 206 113 81,6% 112 94 18,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -50 -29 70,0% -26 -24 7,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 156 84 85,6% 86 70 21,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -2 0 -1 -1 -33,3%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 154 84 83,5% 85 69 22,6%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 16,5% 13,8% 2,7 PP 14,4% 20,6% -6,2 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 9.310 8.625 7,9% 9.310 8.834 5,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 968 898 7,7% 968 908 6,6%
Aktiva 13.196 13.016 1,4% 13.196 12.464 5,9%
Verbindlichkeiten 11.220 11.133 0,8% 11.220 10.464 7,2%
Nettozinsspanne 4,42% 4,15% 0,27 PP 4,46% 4,41% 0,05 PP
NPL Ratio 7,2% 11,2% -4,0 PP 7,2% 8,4% -1,2 PP
Coverage Ratio 103,5% 86,6% 16,9 PP 103,5% 98,7% 4,8 PP
Cost/Income Ratio 49,6% 50,9% -1,3 PP 47,6% 51,7% -4,1 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
0,10% 1,74% -1,64 PP 0,11% 0,08% 0,03 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.245 1.048 18,7% 1.244 1.234 0,9%
Return on Equity vor Steuern 33,1% 21,6% 11,5 PP 36,0% 30,6% 5,4 PP

Trotz höherer administrativer Aufwendungen verdoppelte sich der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland nahezu auf € 206 Millionen. Niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und gestiegene Betriebserträge waren die Hauptgründe dafür. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 11,5 Prozentpunkte auf 33,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 23 Millionen auf € 279 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte überwiegend auf einer deutlichen Zunahme des Kundenkreditportfolios um 20 Prozent im Jahresabstand sowie auf einem marktbedingt rückläufigen Zinsaufwand für Kundeneinlagen. Das abreifende Wertpapier-Investmentportfolio wirkte hingegen ertragsmindernd auf den Zinsüberschuss. Das Geschäft zeigte im Periodenvergleich eine um 27 Basispunkte auf 4,42 Prozent gestiegene Nettozinsspanne. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 1 Prozent auf € 13,2 Milliarden, wobei ein kräftiger Anstieg des Kreditportfolios durch eine Reduktion des Interbankengeschäfts sowie des Bestands an Wertpapieren des öffentlichen Sektors aufgehoben wurde. Die Kreditrisikoaktiva nahmen aufgrund dieser Strukturveränderung der Aktiva mit einem Plus von 8 Prozent auf € 9,3 Milliarden etwas stärker zu. Hauptverantwortlich dafür waren ein Anstieg der Kredite an Corporate-Kunden bei einer gleichzeitigen Reduktion der Basel-II-Besicherung sowie des Wertpapiergeschäfts und der Forderungen an Banken.

Der Provisionsüberschuss wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 7 Prozent oder € 6 Millionen auf € 109 Millionen. Der Zahlungsverkehr war zwar aufgrund der Auflösung der Ertragsabgrenzungen rückläufig, lieferte jedoch mit € 37 Millionen weiterhin den größten Beitrag. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft blieben mit € 5 Millionen im Periodenvergleich fast unverändert. Gleichfalls unverändert blieben mit € 23 Millionen die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft wuchs durch eine Methodenänderung bei der Provisionsberechnung um 75 Prozent auf € 29 Millionen. Vor allem aufgrund verbesserter Erträge aus Inkassotätigkeiten und aus Import-Export-Finanzierungstransaktionen erhöhte sich auch der Ertrag aus sonstigen Bankdienstleistungen um 11 Prozent auf € 16 Millionen.

Das Handelsergebnis stieg von € 41 Millionen auf € 60 Millionen. Dabei sank das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 15 Millionen auf € 28 Millionen. Hauptgrund dafür waren die hohen Bewertungsgewinne aus festverzinslichen Anleihen und Schuldverschreibungen, die in der Vergleichsperiode aufgrund der Wertzuschreibungen nach der Finanzkrise 2009 erzielt worden waren. Stabil blieben weiterhin die Zinserträge aus dem im Jahresabstand erhöhten Handelsportfolio. Nach einem Verlust von € 2 Millionen in der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft dank Bewertungserträgen aus Währungsswaps € 32 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verbesserte sich um € 9 Millionen auf minus € 1 Million, vor allem durch deutlich niedrigere Dotierungen zu sonstigen Rückstellungen, die in der Vergleichsperiode überwiegend für einen Rechtsfall im Zusammenhang mit der Schließung eines Standorts gebildet worden waren.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um insgesamt 12 Prozent auf € 222 Millionen, wofür überwiegend die Steigerung des Personalaufwands durch marktbedingte Gehaltserhöhungen sowie Steigerungen der Gehaltsnebenkosten (insbesondere der Sozialabgaben) verantwortlich waren. Der Sachaufwand stieg in erster Linie durch eine Erhöhung des Rechts- und Beratungsaufwands sowie des IT-Aufwands. Die Abschreibungen blieben hingegen unverändert. Die Anzahl der Geschäftsstellen

reduzierte sich im Jahresabstand um 12 auf 190 Standorte. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 49,6 Prozent und lag damit deutlich unter jener des Gesamtkonzerns.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken von € 67 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 4 Millionen. Maßgeblich dafür waren signifikant niedrigere Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für Firmenkunden, die einen positiven Wert von € 2 Millionen ergaben. Basis dafür waren der im Jahresabstand von 11,2 Prozent auf 7,2 Prozent gesunkene Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio sowie verbesserter Rückzahlungsquoten überfälliger Kredite. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erreichten zum Halbjahr € 7 Millionen, während sich in der Vergleichsperiode noch eine Auflösung von netto € 27 Millionen ergeben hatte. Dies resultierte überwiegend aus der Zunahme des zugrunde liegenden Kreditportfolios.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse betrugen insgesamt minus € 15 Millionen. Dabei lag das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten bei minus € 14 Millionen. Es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus den im zweiten Quartal 2011 zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos neu durchgeführten Zinsswap-Transaktionen. Der nach IAS 39 ineffektive Teil des Cash-Flow Hedge ergab einen negativen Betrag von € 5 Millionen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 20 Millionen auf € 50 Millionen, die Steuerquote sank hingegen um 2 Prozentpunkte auf 24 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile wuchs auf € 154 Millionen.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten ergeben sich durch die unterschiedliche Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Ertragskennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital; auf Segmentebene basiert das der Berechnung zugrunde liegende Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 279 256 8,8% 143 136 5,3%
Provisionsüberschuss 109 103 6,7% 57 52 10,2%
Handelsergebnis 60 41 45,5% 28 32 -11,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -7 -73,6% 1 -3
Betriebserträge 446 393 13,5% 229 217 5,7%
Verwaltungsaufwendungen -222 -199 11,6% -109 -113 -3,1%
Betriebsergebnis 225 195 15,4% 120 104 15,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -4 -67 -93,6% -2 -2 39,2%
Übrige Ergebnisse -14 -15 -1,7% -6 -8 -24,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 206 113 81,6% 112 94 18,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -50 -29 70,0% -26 -24 7,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 156 84 85,6% 86 70 21,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 0 -1 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 155 84 84,9% 85 70 21,0%
Aktiva 13.196 13.016 1,4% 13.196 12.464 5,9%
Forderungen an Kunden 8.337 7.135 16,9% 8.337 7.734 7,8%
davon Corporate % 71,1% 69,8% 1,3 PP 71,1% 71,9% -0,8 PP
davon Retail % 28,5% 30,0% -1,5 PP 28,5% 27,5% 0,9 PP
davon in Fremdwährung % 43,5% 43,8% -0,3 PP 43,5% 42,4% 1,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 8.283 6.495 27,5% 8.283 7.362 12,5%
Loan/Deposit Ratio 100,7% 109,8% -9,2 PP 100,7% 105,0% -4,4 PP
Return on Equity vor Steuern 22,2% 13,3% 8,9 PP 24,0% 19,8% 4,2 PP
Return on Equity nach Steuern 16,8% 9,8% 7,0 PP 18,4% 14,8% 3,6 PP
Cost/Income Ratio 49,7% 50,6% -0,8 PP 47,6% 51,9% -4,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.628 8.375 3,0% 8.628 8.638 -0,1%
Geschäftsstellen 190 202 -5,9% 190 196 -3,1%
Anzahl Kunden 1.950.246 1.879.455 3,8% 1.950.246 1.839.731 6,0%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 203 245 -17,3% 102 101 1,3%
Provisionsüberschuss 85 82 3,8% 42 43 -2,1%
Handelsergebnis 44 16 166,3% 37 7 415,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -4 -37,8% -1 -1 -44,5%
Betriebserträge 329 339 -3,1% 180 149 20,5%
Verwaltungsaufwendungen -165 -163 1,4% -80 -85 -6,2%
Betriebsergebnis 164 176 -7,3% 100 64 56,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -71 -156 -54,5% -21 -51 -59,4%
Übrige Ergebnisse 4 14 -68,1% -1 5
Periodenüberschuss vor Steuern 97 34 184,8% 78 19 319,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -26 -10 151,0% -18 -7 143,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 71 24 199,2% 60 11 436,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -8 -3 125,5% -5 -2 114,6%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 64 20 211,5% 55 9 >500,0%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,8% 4,1% 3,6 PP 10,1% 4,1% 6,0 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 5.330 5.438 -2,0% 5.330 5.532 -3,7%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 514 530 -3,0% 514 540 -4,8%
Aktiva 6.523 7.287 -10,5% 6.523 6.864 -5,0%
Verbindlichkeiten 5.629 6.241 -9,8% 5.629 5.900 -4,6%
Nettozinsspanne 5,93% 7,27% -1,34 PP 6,10% 5,76% 0,34 PP
NPL Ratio 27,5% 24,5% 3,0 PP 27,5% 26,3% 1,2 PP
Coverage Ratio 72,9% 73,8% -0,8 PP 72,9% 72,4% 0,5 PP
Cost/Income Ratio 50,3% 48,0% 2,3 PP 44,5% 57,2% -12,7 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
2,58% 5,92% -3,34 PP 1,52% 3,62% -2,10 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 726 663 9,4% 725 753 -3,8%
Return on Equity vor Steuern 26,7% 10,3% 16,4 PP 42,3% 9,9% 32,4 PP
Geschäftsstellen 1.022 1.029 -0,7% 1.022 1.019 0,3%

GUS Sonstige

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige verdreifachte sich in der Berichtsperiode auf € 97 Millionen. Diese signifikante Verbesserung gegenüber der Vergleichsperiode ist ausschließlich auf die rückläufigen Risikokosten zurückzuführen, während die Betriebserträge aufgrund des niedrigeren Zinsüberschusses unter dem Niveau der Vergleichsperiode blieben. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 16,4 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging insgesamt um 17 Prozent oder € 42 Millionen auf € 203 Millionen zurück. Verursacht wurde dies großteils durch eine im vierten Quartal 2010 in der Ukraine durchgeführte Methodenänderung für die Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen, die im Periodenvergleich zu einem Einmaleffekt von rund € 34 Millionen führte. Allerdings blieb diese Änderung ergebnisneutral, da im selben Ausmaß Kreditrisikovorsorgen reduziert wurden. Ebenfalls verantwortlich für den Rückgang des Zinsüberschusses waren weitere Reduktionen des Kreditportfolios sowie der aktivseitigen Margen durch die verschärfte Konkurrenz in der Ukraine. Umgekehrt brachten die unter dem Marktniveau gehaltene Zinsen für Kundeneinlagen in der Ukraine auch eine Reduktion der Finanzierungskosten. Positiv auf den Zinsüberschuss des Segments wirkten sich auch die gestiegenen Erträge aus dem vergrößerten Investmentportfolio an Staatsanleihen in der Ukraine aus. In Belarus stieg der Zinsüberschuss, in lokaler Währung betrachtet, im Periodenvergleich an, auf Eurobasis hingegen blieb er unverändert.

Die Bilanzaktiva des Segments sanken überwiegend aufgrund der Währungsabwertungen in Belarus und der Ukraine im Jahresabstand um 11 Prozent auf € 6,5 Milliarden. Die Nettozinsspanne sank ebenfalls um insgesamt 1,34 Prozentpunkte auf 5,93 Prozent. 1,07 Prozentpunkte davon gingen auf die oben erwähnte Methodenänderung zurück – ein Effekt, der durch die rückläufige Margenentwicklung noch verstärkt wurde. Die Kreditrisikoaktiva blieben im Jahresabstand mit € 5,3 Milliarden beinahe unverändert. In der Ukraine war dies durch eine Erhöhung des Anlagevermögens und der sonstigen Aktiva sowie durch eine Portfolio-Migration vom Corporate- zum Sovereign-Bereich bedingt.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich einen Zuwachs von 4 Prozent oder € 3 Millionen auf € 85 Millionen. Zurückzuführen war dies überwiegend auf Zuwächse im Zahlungsverkehr, dessen Ertrag um 9 Prozent oder € 5 Millionen auf € 62 Millionen zulegte und damit den wichtigsten Beitrag zum Provisionsüberschuss lieferte. Dieser Anstieg war zur Gänze auf die Entwicklung in der Ukraine zurückzuführen. Hier war nicht nur bei Privatkunden dank erhöhter Kundenaktivität und steigender Kontenzahlen ein Zuwachs zu verzeichnen, auch bei Firmenkunden wirkten sich Ende 2010 neu eingeführte Produktpakete sehr positiv aus. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft lag mit € 16 Millionen unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dies resultierte einerseits daraus, dass in der Ukraine weiterhin keine Fremdwährungskredite an Privatkunden vergeben werden, andererseits führte die starke Abwertung des belarussischen Rubels zu einem deutlichen Rückgang der Fremdwährungstransaktionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft steuerte unverändert € 3 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis der Region erhöhte sich überwiegend wegen einer Ertragssteigerung aus dem währungsbezogenen Geschäft in Belarus deutlich auf € 44 Millionen. Hier lag etwa der Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals besteht, aufgrund der in der Berichtsperiode wesentlich stärkeren Abwertung der lokalen Währung gegenüber dem Euro von knapp 80 Prozent mit € 16 Millionen klar über dem Vergleichswert von minus € 1 Million. Positiv trugen weiters beträchtliche Bewertungsgewinne von € 32 Millionen aus einer US-Dollar-Position zum Ergebnis bei. In Kasachstan hingegen beeinflussten Bewertungsverluste aus einer Fremdwährungsposition das Ergebnis negativ. Der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft sank in der Region im Periodenvergleich um € 4 Millionen auf € 3 Millionen. Aufgrund der im Vorjahr deutlich sinkenden Zinskurve der ukrainischen Hryvna waren die Bewertung der staatlichen festverzinslichen Wertpapiere und Anleihen im Periodenvergleich weniger ertragreich.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments, bestehend aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten, verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 4 Millionen auf minus € 2 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 1 Prozent oder € 2 Millionen auf € 165 Millionen. Die Personalaufwendungen waren dabei vom Anstieg der Mitarbeiteranzahl in der Ukraine – bedingt durch die Intensivierung der Forderungsinkasso-Aktivitäten und diverse IT-Optimierungen – beeinflusst. Der Sachaufwand verringerte sich um € 2 Millionen auf € 58 Millionen. Diese Verbesserung betraf diverse Aufwandposten in allen Ländern der Region. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen hingegen hauptsächlich wegen IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem in der Ukraine. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge und der höheren Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 2,3 Prozentpunkte auf 50,3 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region sanken um 55 Prozent von € 156 Millionen auf € 71 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen gingen um 39 Prozent auf € 75 Millionen zurück. Diese auf die Ukraine zurückzuführende Abnahme enthält einen Rückgang der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen von € 34 Millionen aufgrund der bereits beschriebenen Methodenänderung für die Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Kredite. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Berichtsperiode ein positiver Wert von € 4 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode noch € 33 Millionen neu dotiert werden mussten. Diese Verbesserung beruhte ausschließlich auf den deutlich niedrigeren Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen in der Ukraine, wo sich das zugrunde liegende Kreditportfolio verringerte. In Belarus hingegen führte die durch ein hohes Handelsbilanzdefizit angespannte wirtschaftliche Situation zu einer Verdoppelung der Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio betrug 27,5 Prozent und blieb damit weiterhin der höchste aller Segmente, wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden (Belarus: 2,4 Prozent, Ukraine: 33,9 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um 68 Prozent auf € 4 Millionen, wofür das von € 12 Millionen auf € 5 Millionen gesunkene Ergebnis aus Finanzinvestitionen hauptverantwortlich war. Hier blieben durch die weniger stark sinkende Zinskurve der ukrainischen Hryvna die Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand an ukrainischen Staatsanleihen unter dem Vorjahresniveau. In Kasachstan wuchs das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten aufgrund der Bewertung von Zinsswap-Transaktionen im Periodenvergleich um € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 26 Millionen, die Steuerquote reduzierte sich durch 2011 in Belarus eingeführte günstigere Steuerregelungen um 4 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 64 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments, wobei Kasachstan aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht aufgeführt wird:

Belarus

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 42 42 -0,1% 21 21 -3,6%
Provisionsüberschuss 25 26 -4,7% 11 14 -21,8%
Handelsergebnis 41 2 >500,0% 36 5 >500,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 107 70 53,0% 67 40 70,0%
Verwaltungsaufwendungen -29 -31 -5,4% -13 -17 -23,3%
Betriebsergebnis 78 39 99,7% 55 23 137,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -9 -7 22,9% 3 -12
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 69 32 117,4% 58 11 431,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -15 -10 51,0% -12 -2 394,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 54 22 146,7% 46 8 442,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -7 -3 131,5% -4 -3 69,4%
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 47 19 149,1% 41 6 >500,0%
Aktiva 1.282 1.321 -2,9% 1.282 1.566 -18,1%
Forderungen an Kunden 911 1.044 -12,8% 911 1.156 -21,2%
davon Corporate % 63,9% 49,2% 14,7 PP 63,9% 55,2% 8,7 PP
davon Retail % 36,1% 50,3% -14,2 PP 36,1% 44,8% -8,7 PP
davon in Fremdwährung % 59,0% 58,1% 0,9 PP 59,0% 49,3% 9,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 746 726 2,7% 746 910 -18,0%
Loan/Deposit Ratio 122,1% 143,8% -21,7 PP 122,1% 127,1% -5,1 PP
Return on Equity vor Steuern 83,7% 32,5% 51,2 PP 160,4% 20,8% 139,6 PP
Return on Equity nach Steuern 65,9% 22,6% 43,3 PP 126,7% 16,1% 110,7 PP
Cost/Income Ratio 27,5% 44,4% -17,0 PP 18,9% 42,0% -23,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.220 2.160 2,8% 2.220 2.217 0,1%
Geschäftsstellen 99 96 3,1% 99 98 1,0%

Ukraine

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 158 201 -21,1% 80 78 2,5%
Provisionsüberschuss 60 56 7,7% 31 29 7,3%
Handelsergebnis 5 11 -59,0% 1 4 -69,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -4 -44,1% -1 -1 -42,3%
Betriebserträge 221 264 -16,4% 112 109 2,0%
Verwaltungsaufwendungen -136 -132 3,0% -67 -69 -2,1%
Betriebsergebnis 85 133 -35,6% 44 41 8,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -62 -148 -58,2% -24 -38 -38,7%
Übrige Ergebnisse 4 15 -72,6% -1 5
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 27 -1 20 8 164,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10 0 -6 -5 20,1%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern 17 -1 14 3 412,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 2 1 137,1% 2 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 19 -1 17 3 >500,0%
Aktiva 5.168 5.888 -12,2% 5.168 5.226 -1,1%
Forderungen an Kunden 3.845 4.941 -22,2% 3.845 3.883 -1,0%
davon Corporate % 47,5% 43,6% 3,9 PP 47,5% 46,7% 0,9 PP
davon Retail % 52,5% 56,4% -3,9 PP 52,5% 53,3% -0,9 PP
davon in Fremdwährung % 62,5% 65,6% -3,1 PP 62,5% 64,1% -1,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.519 2.718 -7,3% 2.519 2.395 5,2%
Loan/Deposit Ratio 152,6% 181,8% -29,2 PP 152,6% 162,1% -9,5 PP
Return on Equity vor Steuern 7,2% -0,3% 7,5 PP 10,7% 3,9% 6,8 PP
Return on Equity nach Steuern 4,5% -0,4% 4,9 PP 7,5% 1,4% 6,1 PP
Cost/Income Ratio 61,3% 49,8% 11,5 PP 60,1% 62,6% -2,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 15.467 15.224 1,6% 15.467 15.478 -0,1%
Geschäftsstellen 922 933 -1,2% 922 920 0,2%
in € Millionen 1.1.-30.6.
2011
1.1.-30.6.
2010
Veränd
erung
Q2/2011 Q1/2011 Veränd
erung
Zinsüberschuss 199 175 13,5% 103 97 6,1%
Provisionsüberschuss 85 76 12,1% 44 41 7,6%
Handelsergebnis 5 9 -48,4% 0 5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 2 8,7% 2 0 >500,0%
Betriebserträge 292 263 10,9% 149 143 4,3%
Verwaltungsaufwendungen -71 -72 -1,7% -38 -33 15,8%
Betriebsergebnis 221 191 15,7% 111 110 0,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -19 -46 -58,2% -8 -11 -26,5%
Übrige Ergebnisse 0 6 -2 2
Periodenüberschuss vor Steuern 201 151 33,1% 100 101 -0,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -43 -34 27,6% -20 -23 -12,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 158 117 34,7% 80 78 3,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 158 117 34,7% 80 78 3,6%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 16,1% 18,4% -2,3 PP 16,1% 21,9% -5,8 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 15.383 15.361 0,1% 15.383 15.664 -1,8%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.267 1.270 -0,3% 1.267 1.275 -0,6%
Aktiva 20.689 23.282 -11,1% 20.689 20.602 0,4%
Verbindlichkeiten 13.863 14.193 -2,3% 13.863 13.104 5,8%
Nettozinsspanne 1,84% 1,57% 0,27 PP 1,99% 1,75% 0,24 PP
NPL Ratio 4,3% 4,2% 0,1 PP 4,3% 4,6% -0,3 PP
Coverage Ratio 69,0% 51,9% 17,1 PP 69,0% 67,2% 1,8 PP
Cost/Income Ratio 24,4% 27,5% -3,1 PP 25,6% 23,1% 2,5 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
0,25% 0,63% -0,38 PP 0,21% 0,28% -0,07 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.729 1.575 9,8% 1.728 1.766 -2,2%
Return on Equity vor Steuern 23,3% 19,2% 4,1 PP 23,0% 22,8% 0,2 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments stieg im ersten Halbjahr 2011 gegenüber der Vergleichsperiode um 33 Prozent auf € 201 Millionen. Höhere Betriebserträge und niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren dafür hauptverantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 4,1 Prozentpunkte auf 23,3 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss wuchs um 14 Prozent oder € 23 Millionen auf € 199 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vor allem auf einem Anstieg der aktivseitigen Margen im Geschäft mit österreichischen und westeuropäischen Firmenkunden der RBI AG, da hier Geschäft mit geringen Margen graduell durch profitableres Kreditgeschäft ersetzt werden konnte. Insgesamt waren die Geschäftsvolumina dabei infolge verhaltener Kreditnachfrage und starken Wettbewerbsdrucks im Kommerzkundengeschäft rückläufig. Die Filialen in China und Malaysia steigerten ihren Beitrag zum Zinsüberschuss durch eine Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten auf € 39 Millionen. In Malta kam es dank einer Zunahme der Geschäftsvolumina sowie besserer Margen ebenfalls zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses um € 4 Millionen. Die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates stieg um 27 Basispunkte auf 1,84 Prozent.

Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand bedingt durch die Übertragung von Finanzierungen für die österreichische Raiffeisen-Leasing-Gruppe an die RZB um 11 Prozent oder € 2,6 Milliarden auf € 20,7 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva blieben hingegen mit € 15,4 Milliarden auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Trotz einer Reduktion des Gesamt-Exposure kam es durch eine Erhöhung des außerbilanziellen Geschäfts und eines Rückganges der Basel-II-Besicherungswerte zu einer Erhöhung der Kreditrisikoaktiva in der RBI AG.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 12 Prozent oder € 9 Millionen auf € 85 Millionen. In der Konzernzentrale beruhte der Zuwachs auf der erfolgreichen Intensivierung des Vertriebs von so genannten eigenkapital- und liquiditätsschonenden Produkten sowie Investment-Banking-Produkten. Überdies wurde bei Exportfinanzierungen eine messbare Leistungsverbesserung verbucht. Resultierend daraus stieg der Anteil des Provisionsüberschusses an den Betriebserträgen des Segments im Periodenvergleich. Durch die Zunahme der Geschäftsaktivitäten in der Filiale in Malaysia wurde ein beträchtlicher Zuwachs des Provisionsüberschusses aus dem Dokumentengeschäft erzielt. Auch die Konzerneinheit in den USA erwirtschaftete aus dem Kredit- und Garantiegeschäft einen erhöhten Provisionsüberschuss von € 9 Millionen.

Das Handelsergebnis halbierte sich im Periodenvergleich auf € 5 Millionen. Es fiel überwiegend in den Profitcenters der Konzernzentrale an und beruhte auf Bewertungsgewinnen aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft mit diversen Finanzinstrumenten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen im Segment sanken um insgesamt 2 Prozent auf € 71 Millionen. Hier stiegen zwar die Stückkosten in der RBI AG, wurden aber durch eine 2010 vorgenommene Methodenänderung für die Allokation der Kosten der Konzernzentrale kompensiert. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode acht Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 3,1 Prozentpunkte auf 24,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken von € 46 Millionen auf € 19 Millionen. Maßgeblich dafür verantwortlich waren die dank des verbesserten Kreditumfelds niedrigeren Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Firmenkunden der Konzernzentrale. Die Filialen der RBI AG in China und Malaysia verbuchten jedoch erhöhte Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für einzelne notleidende Kredite. Ihr Anteil am Kreditportfolio betrug am Ende der Berichtsperiode 4,3 Prozent und blieb somit im Segmentvergleich relativ niedrig.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich um € 7 Millionen auf minus € 0,3 Millionen. Sie beruhten im Wesentlichen auf im Vorjahr positiv ausgefallenen Marktbewertungen diverser im Bestand gehaltener Unternehmensanleihen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 9 Millionen auf € 43 Millionen. Die Steuerquote sank leicht um 1 Prozentpunkt auf 21 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg auf € 158 Millionen.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
in € Millionen 2011 2010 erung erung
Zinsüberschuss 108 158 -31,2% 58 50 17,0%
Provisionsüberschuss 66 53 24,2% 34 32 6,3%
Handelsergebnis 90 56 61,4% 20 70 -70,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 10 63,6% 9 7 33,5%
Betriebserträge 281 276 1,6% 122 159 -23,2%
Verwaltungsaufwendungen -127 -115 9,8% -65 -62 4,5%
Betriebsergebnis 154 161 -4,3% 57 97 -41,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -9 1 -3 -6 -38,8%
Übrige Ergebnisse 46 -96 -4 50
Periodenüberschuss vor Steuern 191 66 189,7% 50 142 -64,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -48 -14 236,2% -12 -35 -65,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 144 52 177,0% 38 106 -64,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 143 52 178,5% 37 106 -64,8%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,3% 8,1% 7,3 PP 6,4% 30,9% -24,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 6.151 7.565 -18,7% 6.151 4.814 27,8%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 996 1.298 -23,3% 996 1.037 -4,0%
Aktiva 24.578 41.224 -40,4% 24.578 29.196 -15,8%
Verbindlichkeiten 22.802 39.454 -42,2% 22.802 29.701 -23,2%
Nettozinsspanne 0,80% 0,69% 0,11 PP 0,87% 0,71% 0,16 PP
NPL Ratio1 1,2% 4,0% -2,8 PP 1,2% 1,5% -0,3 PP
Coverage Ratio 87,7% >100,0% 87,7% 88,7% -1,1%
Cost/Income Ratio 45,1% 41,7% 3,4 PP 53,1% 39,0% 14,1 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko) 0,34% -0,03% 0,37 PP 0,25% 0,45% -0,19 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.403 1.632 -14,0% 1.403 1.456 -3,7%
Return on Equity vor Steuern 27,3% 8,1% 19,2 PP 13,9% 38,9% -25,0 PP
Geschäftsstellen 4 3 33,3% 4 4 0,0%

Group Markets

1 Aufgrund der Struktur des Geschäfts erfolgt die Berechnung der NPL Ratio im Segment Group Markets auf Basis des Gesamtkreditobligos. Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg in der Berichtsperiode um € 125 Millionen auf € 191 Millionen. Im Periodenvergleich unveränderte Betriebserträge sowie deutlich höhere übrige Ergebnisse waren für dieses gute Ergebnis ausschlaggebend. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich signifikant auf 27,3 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich um 31 Prozent auf € 108 Millionen, wofür überwiegend eine Reduktion des Bestands an Wertpapieren europäischer Banken im Headoffice-Profitcenter Capital Markets verantwortlich war. Ein weiterer Grund für den Rückgang war das Abreifen und die Tilgung von Teilen des High-Quality-Wertpapierportfolios, das ausschließlich aus Papieren mit besten Ratings besteht, durch die Reduktion im Berichtszeitraum aber einen im Periodenvergleich etwas geringeren Ertrag von € 46 Millionen erbrachte. Die Struktur des Investmentportfolios der RBI AG wurde, beeinflusst durch die europäische Schuldenkrise, nunmehr noch konservativer gestaltet. Das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns verzeichnete einen deutlichen Rückgang im Geschäftsvolumen durch Tilgungen und selektive Transaktionsauswahl, die wiederum einen rückläufigen Zinsüberschuss bewirkten.

Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 40 Prozent auf € 24,6 Milliarden zurück. Hauptgrund dafür war ein Abbau des Kreditgeschäfts mit Financial Institutions. Die Forderungen an Banken fielen demzufolge in der RBI AG um 20 Prozent auf € 32 Milliarden. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Bilanzaktiva war die graduelle Umgliederung eines Teils der Aktiva zum Segment Corporate Center im Jahr 2010. Diese Umgliederung erfolgte im Zug einer organisatorischen Neuausrichtung im Jahr 2010, mit der die Aktivitäten des Treasury von jenen des Bereichs Capital Markets getrennt wurden. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich um 11 Basispunkte auf 0,80 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 19 Prozent von € 7,6 Milliarden auf € 6,2 Milliarden. Diese Entwicklung beruhte ebenfalls auf der Verschiebung eines Teils der Volumina in das Segment Corporate Center. Darüber hinaus war ein Rückgang der Kreditrisikoaktiva im Headoffice-Profitcenter Capital Markets zu verzeichnen, der durch die Reduktion von Geldmarkt- und Wertpapierobligos bei Financial Institutions, überwiegend in Irland, Deutschland und den Niederlanden, verursacht wurde. Das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns war während der Berichtsperiode allgemein von einem Rückgang des Geschäftsvolumens betroffen.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode um 24 Prozent auf € 66 Millionen. Für den im Headoffice-Profitcenter Capital Markets erzielten Zuwachs waren die im Periodenvergleich gestiegenen Ergebnisse aus Credit-Default-Swap-Transaktionen verantwortlich. Trotz einer Intensivierung der Absicherungsaktivitäten für den Corporate-Wertpapierbestand aufgrund der Schuldenkrise in der Eurozone erhöhten sich auch hier die Erträge. So meldete das Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns aufgrund der soliden Erträge aus dem regen Emissionsgeschäft insbesondere auf dem italienischen Markt einen Anstieg des Provisionsüberschusses im Periodenvergleich. Der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochter Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank in Wien lieferte mit € 9 Millionen einen positiven und stabilen Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft. Auch der Bereich Mergers & Acquisitions steigerte seinen Beitrag zum Provisionsüberschuss auf € 5 Millionen. Der Provisionsüberschuss der Raiffeisen Centrobank-Gruppe stieg ebenso auf € 10 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch Erträge aus der Unterstützung von Corporate-Kunden bei Primärmarkttransaktionen.

Das Handelsergebnis des Segments erhöhte sich in der Berichtsperiode um 34 Millionen auf € 90 Millionen. Einen wesentlichen – um 5 Prozent auf € 28 Millionen gesteigerten – Beitrag lieferte dazu die Raiffeisen Centrobank. Er bestand überwiegend aus dem positiven Bewertungsergebnis der im Rahmen des aktien- und indexbezogenen Geschäfts ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen. Aus dem Headoffice-Profitcenter Capital Markets stammten € 24 Millionen an Bewertungsgewinnen aus dem Eigenhandel mit festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten. Die Market-Maker-Erträge aus dem Kunden- und Eigenhandel mit Fremdwährungsund Fixed-Income-Produkten leisteten ebenfalls einen soliden und stabilen Beitrag zum Ergebnis. Weitere € 16 Millionen steuerte das Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns bei. Schließlich verbesserte sich auch der Ertrag aus dem Banknoten- und Münzhandel auf € 10 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg im Periodenvergleich um € 6 Millionen auf € 16 Millionen. In diesem Betrag sind gestiegene Erträge von € 7 Millionen aus dem Geschäft der Raiffeisen Centrobank-Gruppe enthalten, die überwiegend durch den Warenhandel der Spezialgesellschaften in den USA und der Schweiz erwirtschaftet wurden. Weitere € 6 Millionen trug der Warenhandel der F.J. Elsner Trading bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets erhöhten sich im Periodenvergleich um 10 Prozent auf € 127 Millionen. Diese Steigerung resultierte überwiegend aus der vollständigen Inbetriebnahme eines IT-Systems für derivative Finanzinstrumente in der RBI AG. Überdies stiegen die Transportkosten aufgrund der Ausweitung des Valuten- und Münzhandelsgeschäfts der RBI AG. Der Zuwachs der Verwaltungsaufwendungen des Segments wurde durch die Änderung der Kostenallokation in der RBI AG infolge der Fusion 2010 etwas gemildert. Das Segment umfasste zum Ende der Berichtsperiode vier Bankgeschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund des Anstiegs der Verwaltungsaufwendungen um 3,4 Prozentpunkte auf 45,1 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die zur Gänze im Headoffice-Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns angefallenen Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen betrugen € 9 Millionen und betrafen jeweils ein Finanzinstitut in Dänemark und Bahrain. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse drehten in der Berichtsperiode von minus € 96 Millionen auf € 46 Millionen. Deutlich positiv war hier etwa das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Headoffice-Profitcenter Capital Markets. Es resultierte aus der Bewertung diverser Zinsabsicherungsgeschäfte, die vorwiegend zur Abfederung der Risiken aus einem Rückgang der langfristigen Zinsen abgeschlossen worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands des Headoffice-Profitcenters Credit Investments. Dieses Profitcenter erzielte aus dem Eigenhandel mit Wertpapieren und Derivaten einen Bewertungsgewinn in Höhe von € 17 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag wuchsen gegenüber der Vergleichsperiode auf € 48 Millionen. Die Steuerquote des Segments lag bei 25 Prozent und damit um 4 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 143 Millionen.

in € Millionen
2011
2010
erung
erung
Zinsüberschuss
318
193
64,4%
258
60
332,0%
Provisionsüberschuss
-21
-5
339,4%
-9
-12
-27,0%
Handelsergebnis
15
29
-47,5%
41
-26

Sonstiges betriebliches Ergebnis
15
81
-81,2%
27
-12

Betriebserträge
327
298
9,7%
317
10
>500,0%
Verwaltungsaufwendungen
-136
-152
-10,9%
-67
-69
-2,8%
Betriebsergebnis
192
146
31,1%
250
-59

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen
0
-3

0
0

Übrige Ergebnisse
10
15
-34,8%
36
-26

Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern
201
159
26,9%
286
-85

Steuern vom Einkommen und Ertrag
25
78
-67,7%
4
22
-83,7%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern
227
237
-4,4%
289
-63

Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile
-3
-1
262,8%
-3
-1
281,2%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
223
236
-5,4%
287
-63

Anteil am Ergebnis vor Steuern
16,1%
19,4%
-3,2 PP
37,0%
-18,4%

Risikoaktiva (Kreditrisiko)
15.876
19.866
-20,1%
15.876
17.724
-10,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis
1.355
1.644
-17,5%
1.355
1.452
-6,7%
Aktiva
45.956
43.605
5,4%
45.956
41.809
9,9%
Verbindlichkeiten
53.397
46.780
14,1%
53.397
47.768
11,8%
Nettozinsspanne
1,58%
1,06%
0,52 PP
2,35%
0,64%
1,71 PP
NPL Ratio






Coverage Ratio






Cost/Income Ratio
41,4%
51,0%

21,1%


Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
0,00%
0,03%
-0,03 PP
0,00%
0,00%
0,00 PP
Durchschnittliches Eigenkapital
1.878
1.922
-2,3%
1.877
1.932
-2,9%
Return on Equity vor Steuern
21,4%
16,5%
4,9 PP


1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränd Q2/2011 Q1/2011 Veränd
Geschäftsstellen
1
1
0,0%
1
1
0,0%

Corporate Center

Im Segment Corporate Center betrug der Periodenüberschuss vor Steuern € 201 Millionen. Der gegenüber der Vorperiode erzielte Anstieg von 27 Prozent war vor allem auf die Zunahme der Betriebserträge zurückzuführen. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 4,9 Prozentpunkte auf 21,4 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 64 Prozent auf € 318 Millionen. Hauptgrund dafür war eine Steigerung der Dividendenerträge aus Konzernunternehmen anderer Segmente. Umgekehrt wirkten ein negatives Ergebnis aus der Fristentransformation sowie Kosten von € 14 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG belastend. Auch die Kosten für eigene Emissionen stiegen aufgrund der Abreifung von Emissionen mit niedrigeren Aufschlägen aus den Jahren vor der Finanzkrise, die durch Neuemissionen ersetzt wurden, graduell an. Die Erträge aus internen Finanzierungen der Konzernzentrale gingen im Periodenvergleich hingegen leicht zurück.

Die Aktiva des Segments stiegen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 46,0 Milliarden. Allerdings wurde die Entwicklung hier durch Sondereffekte aufgrund der bereits bei Group Markets beschriebenen organisatorischen Umstellung verzerrt, die 2010 eine Verschiebung des Treasury von Group Markets zum Corporate Center zur Folge hatte. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 20 Prozent von € 19,9 Milliarden auf € 15,9 Milliarden.

Einen Rückgang von € 16 Millionen auf minus € 21 Millionen zeigte der Provisionsüberschuss, zurückzuführen im Wesentlichen auf Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen im Zusammenhang mit Finanzierungen im Ausland, insbesondere in Ungarn.

Das Handelsergebnis des Segments Corporate Center sank von € 29 Millionen auf € 15 Millionen. Dieser Rückgang stammte überwiegend aus dem Bereich Treasury der Konzernzentrale und resultierte aus der Liquiditätssteuerung und den Eigenhandelsaktivitäten im Bilanzstruktur-Management. Ein weiterer Grund war die Bewertung diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die zu Absicherungszwecken gehalten werden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug € 15 Millionen gegenüber € 81 Millionen in der Vergleichsperiode 2010. Ausschlaggebend für diese Verschlechterung waren sonstige Steuern, überwiegend beeinflusst durch die neu eingeführte Sonderabgabe für Banken in Österreich, die in der Berichtsperiode einen Aufwand von € 45 Millionen verursachte. Überdies fielen die Erträge aus der verursachergerechten konzerninternen Kostenverrechnung an die anderen Segmente geringer aus. Die Erträge aus dem Raiffeisen Daten Service Center in Wien, das Dienstleistungen überwiegend im Bereich Treasury anbietet, leisteten wie in der Vergleichsperiode einen positiven Ergebnisbeitrag von € 13 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 11 Prozent oder € 17 Millionen auf € 136 Millionen. Sie wurden durch die Änderung der Kostenallokation für die Konzernzentrale im Jahr 2010 sowie durch die verbesserte Zuordnung und Eliminierung der Geschäftsfälle innerhalb der einzelnen Segmente beeinflusst. Die im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielten aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments eine untergeordnete Rolle.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich von € 15 Millionen auf € 10 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verschlechterte sich dabei aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands von € 25 Millionen auf minus € 37 Millionen. Hingegen drehte das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus 17 Millionen auf € 48 Millionen. Basis dafür waren Bewertungsergebnisse aus Absicherungsgeschäften für eigene Emissionen, die aus der günstigen Positionierung der RBI AG im Hinblick auf steigende kurzfristige Zinsen resultierten.

Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Holdinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergaben einen positiven Betrag von € 25 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf in diesem Segment ausgewiesene hohe Dividendenerträge, die nicht in die Steuerbemessungsgrundlage einfließen. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 223 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die RBI ist in folgende Geschäftsbereiche gegliedert:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Financial Institutions & Public Sector
  • Capital Markets & Treasury
  • Participations & Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Im Geschäftsbereich Financial Institutions & Public Sector ist das Geschäft mit Kunden erfasst, die aus der Finanzbranche und dem Kreis der öffentlichen Körperschaften stammen. Retail Customers beinhaltet das Geschäft mit Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben mit einem Jahresumsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Capital Markets & Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations & Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft RBI AG.

1.1.-30.6.2011 Corporate
Customers
Retail
Customers
Financial
Institutions &
Capital
Markets &
Participations
& Other
Gesamt
in € Millionen Public Sector Treasury
Zinsüberschuss 626 818 157 62 119 1.781
Provisionsüberschuss 270 400 67 6 -6 737
Handelsergebnis 10 2 37 205 2 256
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 1 -4 -27 -6 -27
Betriebserträge 915 1.221 256 247 109 2.748
Verwaltungsaufwendungen -309 -883 -114 -93 -116 -1.514
Betriebsergebnis 607 338 142 154 -7 1.233
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -129 -262 -15 0 1 -405
Übrige Ergebnisse 2 -5 6 53 -7 50
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 479 71 134 207 -13 879
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 39.627 17.529 8.662 7.977 2.706 76.502
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis1 3.438 1.760 768 1.486 251 7.702
Cost/Income Ratio 33,7% 72,3% 44,6% 37,5% 106,5% 55,1%
Durchschnittliches Eigenkapital 5.121 2.480 1.199 1.139 335 10.275
Return on Equity vor Steuern 18,7% 5,8% 22,3% 36,4% -7,8% 17,1%

Geschäftsbereichsüberblick

1.1.-30.6.2010 Corporate Retail Financial Capital Participations Gesamt
Customers Customers Institutions & Markets & & Other
in € Millionen Public Sector Treasury
Zinsüberschuss 605 823 156 110 86 1.780
Provisionsüberschuss 248 407 74 1 -17 715
Handelsergebnis 13 1 20 162 -3 192
Sonstiges betriebliches Ergebnis 14 -7 -2 -1 -7 -2
Betriebserträge 881 1.224 249 273 59 2.686
Verwaltungsaufwendungen -286 -834 -103 -82 -120 -1.425
Betriebsergebnis 595 390 146 190 -61 1.261
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -263 -341 -3 1 -1 -608
Übrige Ergebnisse 10 4 -37 -53 3 -74
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 342 53 106 138 -59 579
Anteil am Ergebnis vor
Steuern
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 35.516 16.635 7.754 9.169 3.695 72.769
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis1 2.962 1.679 700 1.555 463 7.359
Cost/Income Ratio 32,4% 68,1% 41,2% 30,1% 202,6% 53,0%
Durchschnittliches
Eigenkapital 4.602 2.120 1.253 1.053 487 9.515
Return on Equity vor Steuern 14,8% 5,0% 16,9% 26,2% -24,2% 7,5%

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete insbesondere dank der positiven Entwicklung der Konzernzentrale sowie des Rückgangs der Kreditrisikovorsorgen einen Ergebnisanstieg. Die erfolgreiche Vermarktung von eigenkapital- und liquiditätsschonenden Produkten seit Ende 2010 war maßgeblich dafür verantwortlich. Bei Investment-Banking-Produkten und Exportfinanzierungen wurden bereits messbare Verbesserungen der gruppenweiten Performance erzielt. Weiters waren insbesondere die Bereiche der strukturierten M&A- und Projektfinanzierungen gruppenweit sehr erfolgreich.

Der Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 40 Prozent auf € 479 Millionen, wofür in erster Linie ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von € 263 auf € 129 Millionen sowie ein Anstieg der Betriebserträge verantwortlich waren. Eine starke Performance-Verbesserung wurde in Russland verzeichnet, wo sich das Ergebnis signifikant erhöhte. Bei dem in Wien gebuchten Kommerzgeschäft legte die RBI AG den Schwerpunkt, bei sich weiterhin nur langsam erholender Kreditnachfrage und starkem internationalen Wetterwerb, besonders bei guten und sehr guten Bonitäten, auf die Umsetzung der neuen Corporate-Banking-Strategie und performte im Investment Banking/Anleihemarkt ausgesprochen stark.

Die Betriebserträge wuchsen überwiegend aufgrund des gestiegenen Provisionsüberschusses von € 881 Millionen auf € 915 Millionen und lagen damit um 4 Prozent über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Zuwachs des Zinsüberschusses von insgesamt 3 Prozent ging auf einen Anstieg der Geschäftsvolumina, überwiegend jener mit Großkunden in Russland, sowie aufgrund des gestiegenen Zinsüberschusses im Firmenkundenbereich in der RBI AG zurück. Der Provisionsüberschuss stieg um 9 Prozent auf € 270 Millionen – zurückzuführen vor allem auf die Geschäftsentwicklung der RBI AG, die dank des verstärkten Verkaufs der bereits erwähnten eigenkapital- und liquiditässchonenden Produkte den größten Beitrag lieferte. Das sonstige betriebliche Ergebnis hingegen sank im Periodenvergleich. Während das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien und Serbien € 16 Millionen beisteuerte, schmälerte die Bankenabgabe in Ungarn und in Österreich das Ergebnis.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen aufgrund höherer Personal- und IT-Aufwendungen in der RBI AG und in Russland um 8 Prozent auf € 309 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich durch den im Verhältnis zu den Betriebserträgen stärkeren Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 1,3 Prozentpunkte auf 33,7 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse sanken aufgrund des niedrigeren Ertrags aus der Bewertung von Wertpapieren in der RBI AG auf € 2 Millionen.

Die Kreditrisikoaktiva stiegen im Jahresabstand um 12 Prozent auf € 39,6 Milliarden. Hauptgründe dafür waren die Anwendung höherer Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie das teilweise niedrigere Besicherungsniveau.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers stieg aufgrund des Zuwachses im Periodenüberschuss vor Steuern um 3,9 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent.

Retail Customers

Obwohl insgesamt noch von den Nachwirkungen der Finanzkrise geprägt, verzeichnete der Geschäftsbereich Retail Customers sowohl bei Privatkunden als auch bei Klein- und Mittelbetrieben im Berichtszeitraum eine positive Entwicklung. Das gute Ergebnis war hauptsächlich gestiegenen Kreditvolumina bei Privatkunden und langsam, aber stetig wachsenden Kundeneinlagen im gesamten Geschäftsbereich zu verdanken. Nicht zuletzt wurde der Ergebniszuwachs durch den Ausbau des Premium Banking gestützt.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers stieg um 35 Prozent auf € 71 Millionen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die um 23 Prozent geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs sanken im Periodenvergleich leicht auf € 1.221 Millionen. Der Zinsüberschuss blieb dabei – belastet durch die Methodenänderung bei der Berechnung der Zinsen für wertberichtigte Kredite in der Ukraine – mit € 818 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Provisionsüberschuss, zu dem Rumänien den größten Beitrag leistete, lag mit € 400 Millionen marginal unter dem Wert des Vorjahres. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug € 1 Million. Während hier das Geschäftsfeld Operating Leasing € 4 Millionen beisteuerte, schmälerte die Bankenabgabe in Ungarn das Ergebnis.

Die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs stiegen in der Berichtsperiode durch den Ausbau von Filialen und Infrastruktur sowie durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten um 6 Prozent auf € 883 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm daher um 4,2 Prozentpunkte auf 72,3 Prozent zu.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um 23 Prozent auf € 262 Millionen. Dabei wurden in Ungarn, Rumänien und der Tschechischen Republik die größten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen – primär Einzelwertberichtigungen – verzeichnet.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs stiegen volumenbedingt im Jahresvergleich um 5 Prozent auf € 17,5 Milliarden. Die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes im zweiten Halbjahr 2010 für einen Großteil der Forderungen an Privatkunden in Ungarn sorgte ebenfalls für eine Erhöhung der Kreditrisikoaktiva.

Der Return on Equity vor Steuern konnte auf 5,8 Prozent verbessert werden.

Financial Institutions & Public Sector

Die Fortsetzung der Erholung auf den Finanzmärkten resultierte in steigenden Aktivitäten im Emissionsgeschäft der RBI AG und einer stärkeren Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten. In der Berichtsperiode generierte die RBI AG durch verstärkte Lead-Manager-Aktivitäten für diverse Emittenten beträchtliche Erträge aus dem Emissionsgeschäft. Im Kreditgeschäft wurden weiterhin Transaktionen auf selektiver Basis durchgeführt.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Financial Institutions & Public Sector stieg um 26 Prozent auf € 134 Millionen. Hauptursache dafür waren die übrigen Ergebnisse, die von minus € 37 Millionen auf € 6 Millionen drehten, wofür im Wesentlichen höhere Bewertungsergebnisse der

derivativen Finanzinstrumente und der Wertpapiere der RBI AG verantwortlich zeichneten. Ebenso verbesserte sich das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen in Ungarn.

Die Betriebserträge stiegen um 3 Prozent auf € 256 Millionen, überwiegend aufgrund des höheren Handelsergebnisses der RBI AG und der Raiffeisen Centrobank. Der Zinsüberschuss blieb im Periodenvergleich nahezu unverändert, während der Provisionsüberschuss um 10 Prozent zurückging. Belastet durch die Bankenabgabe in Österreich sank das sonstige betriebliche Ergebnis im Periodenvergleich von minus € 2 Millionen auf minus € 4 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen – fast ausschließlich aufgrund der Kostensteigerungen in der Konzernzentrale – um 11 Prozent auf € 114 Millionen an. Dadurch erhöhte sich die Cost/Income Ratio von 41,2 Prozent auf 44,6 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich wie erwähnt von minus € 37 Millionen auf € 6 Millionen. Diese Verbesserung beruht auf der positiven Bewertung des Credit Investment Portfolios der RBI AG sowie dem Bewertungsergebnis von Kommunalschuldverschreibungen in Ungarn.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs erhöhten sich trotz eines sinkenden Obligos vorwiegend durch Rating-Migrationen und die Anwendung höherer Ausfallwahrscheinlichkeiten bei der Analyse des Kreditportfolios um 12 Prozent auf € 8,6 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs stieg durch den höheren Periodenüberschuss vor Steuern um 5,4 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent an.

Capital Markets & Treasury

Der Geschäftsbereich Capital Markets & Treasury erzielte im ersten Halbjahr 2011 ein Vorsteuerergebnis von € 207 Millionen und verzeichnete damit gegenüber der Vergleichsperiode eine Verbesserung von 50 Prozent. Dafür verantwortlich waren fast ausschließlich die übrigen Ergebnisse. Bei den – im Vorjahresvergleich geringeren – Betriebserträgen wirkten sich die Entwicklung der RBI AG im Eigenhandel und die Aufstockung der Investmentportfolios mit neuen Emissionen tendenziell positiv aus.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs lagen mit € 247 Millionen um 10 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode. Der Zinsüberschuss blieb mit € 62 Millionen weit unter dem Vorjahreswert, überwiegend hervorgerufen durch den niedrigeren Ertrag aus dem zum Teil abgereiften High-Quality-Portfolio in der Konzernzentrale. Der Provisionsüberschuss stieg hingegen auf € 6 Millionen, und auch das Handelsergebnis erhöhte sich um 27 Prozent auf € 205 Millionen. Den größten Beitrag dazu leistete Russland, gefolgt von der RBI AG. Das sonstige betriebliche Ergebnis war stark durch die Bankenabgaben in Ungarn und Österreich belastet und sank daher im Periodenvergleich von minus € 1 Million auf minus € 27 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Periodenvergleich wegen höherer IT-Aufwendungen und Gehaltsanpassungen um 13 Prozent auf € 93 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich dadurch um 7,4 Prozentpunkte auf 37,5 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von minus € 53 Millionen auf € 53 Millionen. Diese Verbesserung resultierte aus verstärkten Absicherungsaktivitäten in der Konzernzentrale, die zu einer Zunahme der Bewertungsgewinne aus diversen derivativen Finanzinstrumenten führten.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis sank um 5 Prozent auf € 1.486 Millionen.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs stieg auf 36,4 Prozent.

Participations & Other

Der Periodenfehlbetrag vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations & Other betrug € 13 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei gegenüber der Vergleichsperiode um 38 Prozent auf € 119 Millionen. Darin enthalten sind die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals.

Der Provisionsüberschuss stieg im Vorjahresvergleich im ersten Halbjahr 2011 um € 10 Millionen auf minus € 6 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis wurde durch Ergebnisse aus den Nicht-Bankaktivitäten der Raiffeisen Centrobank und der Raiffeisen Daten Service Center GmbH positiv beeinflusst.

Participations & Other umfasst auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die sich durch die Änderung der Kostenallokation der RBI AG gegenüber der Vergleichsperiode erhöhten. Diese Kosten verbleiben nach den internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht zur Gänze auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. Juni 2011)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010 Veränderung
Zinserträge 3.169 3.263 -2,9%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 -1
Zinsaufwendungen -1.388 -1.482 -6,3%
Zinsüberschuss [2] 1.781 1.780 0,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -405 -608 -33,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.376 1.173 17,4%
Provisionserträge 877 840 4,4%
Provisionsaufwendungen -140 -125 12,1%
Provisionsüberschuss [4] 737 715 3,1%
Handelsergebnis [5] 256 192 33,2%
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten [6] 41 -132
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 12 53 -77,2%
Verwaltungsaufwendungen [8] -1.514 -1.425 6,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -27 -2 >500,0%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -3 5
Periodenüberschuss vor Steuern 879 579 51,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [10] -201 -64 215,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 677 516 31,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -62 -43 43,5%
Konzern-Periodenüberschuss 615 472 30,3%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
in € Millionen 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Periodenüberschuss nach
Steuern 677 515 615 472 62 43
Währungsdifferenzen -112 438 -113 431 1 7
davon unrealisierte
Gewinne/Verluste der
Periode
-113 0 -113 0 0 0
Absicherung Nettoinvestition
(Capital Hedge) 8 -10 8 -10 0 0
Gewinne/Verluste aus
Derivaten, die Schwankungen
zukünftiger Cash-Flows
absichern -47 103 -47 103 0 0
davon unrealisierte
Gewinne/Verluste der
Periode -47 0 -47 0 0 0
Gewinne/Verluste aus zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
-2 18 -2 18 0 0
davon unrealisierte
Gewinne/Verluste der
Periode 3 0 3 0 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte
Gewinne/Verluste -5 0 -5 0 0 0
Sonstige direkt im Eigenkapital
erfasste Erträge und
Aufwendungen 11 -11 11 -11 0 0
Sonstiges Ergebnis -142 537 -143 531 1 7
Gesamtergebnis 536 1.052 472 1.003 63 50

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010 Veränderung
Gewinn je Aktie 2,65 1,91 0,74

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Partizipationskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2011 waren dies unverändert 194,5 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

Die Werte 2010 stellen die Werte in der Struktur der RBI dar, während für 2009 jene der Raiffeisen International angegeben werden.

in € Millionen Q3/2010 Q4/2010 Q1/2011 Q2/2011
Zinsüberschuss 927 871 884 897
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -306 -281 -208 -197
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 621 590 676 700
Provisionsüberschuss 373 403 357 380
Handelsergebnis 66 70 123 133
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten 5 43 3 38
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 84 1 25 -13
Verwaltungsaufwendungen -728 -827 -753 -761
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 11 -24 -3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 -3 0
Periodenüberschuss vor Steuern 418 290 405 474
Steuern vom Einkommen und Ertrag -80 34 -100 -101
Periodenüberschuss nach Steuern 337 324 305 372
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -26 -20 -35 -27
Konzern-Periodenüberschuss 311 304 270 345
in € Millionen Q3/2009 Q4/2009 Q1/2010 Q2/2010
Zinsüberschuss 729 712 859 921
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -396 -373 -325 -283
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 332 339 534 639
Provisionsüberschuss 322 317 337 378
Handelsergebnis 28 40 126 66
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten
-13 3 -45 -86
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 12 -2 141 -88
Verwaltungsaufwendungen -535 -592 -700 -725
Sonstiges betriebliches Ergebnis -13 -23 -5 3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 5 0
Periodenüberschuss vor Steuern 133 81 392 187
Steuern vom Einkommen und Ertrag -36 -10 -33 -31
Periodenüberschuss nach Steuern 97 71 359 157
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -19 -15 -25 -18
Konzern-Periodenüberschuss 78 57 334 138

Bilanz

Aktiva
in € Millionen
Anhang 30.6.2011 31.12.2010 Veränderung
Barreserve 4.244 4.807 -11,7%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 32] 24.972 21.532 16,0%
Forderungen an Kunden [13, 32] 79.431 75.657 5,0%
Kreditrisikovorsorgen [14] -4.873 -4.756 2,5%
Handelsaktiva [15, 32] 8.324 8.068 3,2%
Derivative Finanzinstrumente [16, 32] 1.067 1.488 -28,3%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 32] 19.384 19.631 -1,3%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [32] 5 5 0,7%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.191 1.220 -2,4%
Sachanlagen [19] 1.448 1.454 -0,4%
Sonstige Aktiva [20, 32] 2.362 2.067 14,3%
Aktiva gesamt 137.556 131.173 4,9%
Passiva
in € Millionen
Anhang 30.6.2011 31.12.2010 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 32] 34.829 33.659 3,5%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 32] 63.625 57.633 10,4%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23, 32] 15.398 16.555 -7,0%
Rückstellungen [24, 32] 654 672 -2,7%
Handelspassiva [25, 32] 5.653 5.742 -1,5%
Derivative Finanzinstrumente [26, 32] 721 1.264 -42,9%
Sonstige Passiva [27, 32] 2.094 1.243 68,4%
Nachrangkapital [28] 4.099 4.001 2,4%
Eigenkapital [29] 10.483 10.404 0,8%
Konzern-Eigenkapital 8.773 8.251 6,3%
Konzern-Periodenüberschuss 615 1.087 -43,4%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.095 1.066 2,8%
Passiva gesamt 137.556 131.173 4,9%
Eigenkapitalveränderungsrechnung
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der
nicht be
herrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 24 24
Gewinnthesaurierung 0 0 0 683 -683 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -404 -55 -459
Gesamtergebnis 0 0 0 -143 615 63 536
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 2 0 0 0 3
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 -21 0 -3 -24
Eigenkapital 30.6.2011 593 2.500 2.570 3.109 615 1.095 10.483
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der
nicht be
herrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2010 593 2.500 2.567 2.452 212 1.000 9.325
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 4 4
Gewinnthesaurierung 0 200 0 12 -212 0 0
Dividendenzahlungen 0 -200 0 -105 0 -47 -352
Gesamtergebnis 0 0 0 531 472 50 1.052
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 13 0 10 22
Eigenkapital 30.6.2010 593 2.500 2.567 2.903 472 1.017 10.053

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4.807 6.093
Effekte durch die Verschmelzung 0 1.914
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -375 -2.773
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 236 -759
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -338 -439
Effekte aus Wechselkursänderungen -86 66
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 4.244 4.102

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – i.e. Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
Zinsüberschuss
569
455
279
203
199
Provisionsüberschuss
243
179
109
85
85
Handelsergebnis
26
27
60
44
5
Sonstiges betriebliches Ergebnis
-17
17
-1
-2
2
Betriebserträge
821
678
447
329
292
Verwaltungsaufwendungen
-470
-372
-222
-165
-71
Betriebsergebnis
351
306
226
164
221
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen
-177
-124
-4
-71
-19
Übrige Ergebnisse
-11
6
-15
4
0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern
163
189
206
97
201
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-36
-24
-50
-26
-43
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern
127
165
156
71
158
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile
-44
-12
-2
-8
0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile
83
152
154
64
158
Anteil am Ergebnis vor Steuern
13,1%
15,1%
16,5%
7,8%
16,1%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1
23.736
16.485
9.310
5.330
15.383
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1
2.177
1.551
968
514
1.267
Aktiva1
35.542
22.471
13.196
6.523
20.689
Verbindlichkeiten1
32.652
19.572
11.220
5.629
13.863
Nettozinsspanne
3,29%
4,13%
4,42%
5,93%
1,84%
NPL Ratio
8,7%
10,0%
7,2%
27,5%
4,3%
Coverage Ratio
58,7%
62,5%
103,5%
72,9%
69,0%
Cost/Income Ratio
57,3%
54,8%
49,6%
50,3%
24,4%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
1,52%
1,50%
0,10%
2,58%
0,25%
Durchschnittliches Eigenkapital
2.882
2.089
1.245
726
1.729
Return on Equity vor Steuern
11,3%
18,1%
33,1%
26,7%
23,3%
1.1.-30.6.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Geschäftsstellen1 556 1.154 190 1.022 8
1.1.-30.6.2011
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 108 318 -350 1.781
Provisionsüberschuss 66 -21 -9 737
Handelsergebnis 90 15 -10 256
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 15 -57 -27
Betriebserträge 281 327 -427 2.748
Verwaltungsaufwendungen -127 -136 48 -1.514
Betriebsergebnis 154 192 -379 1.233
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -9 0 0 -405
Übrige Ergebnisse 46 10 9 50
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 191 201 -370 879
Steuern vom Einkommen und Ertrag -48 25 0 -201
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 144 227 -370 677
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -3 7 -62
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 143 223 -363 615
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,3% 16,1% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 6.151 15.876 -14.759 76.502
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 996 1.355 -1.125 7.702
Aktiva1 24.578 45.956 -31.399 137.556
Verbindlichkeiten1 22.802 53.397 -32.063 127.072
Nettozinsspanne 0,80% 1,58% 2,62%
NPL Ratio 1,2% 8,5%
Coverage Ratio 87,7% 68,5%
Cost/Income Ratio 45,1% 41,4% 55,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,34% 0,00% 1,09%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.403 1.878 -1.676 10.275
Return on Equity vor Steuern 27,3% 21,4% 17,1%
Geschäftsstellen1 4 1 2.935
1.1.-30.6.2010 Zentral Südost Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 539 445 256 245 175
Provisionsüberschuss 226 186 103 82 76
Handelsergebnis 29 25 41 16 9
Sonstiges betriebliches Ergebnis -27 17 -10 -4 2
Betriebserträge 767 672 391 339 263
Verwaltungsaufwendungen -425 -357 -199 -163 -72
Betriebsergebnis 342 315 192 176 191
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -198 -139 -67 -156 -46
Übrige Ergebnisse -17 -7 -12 14 6
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 128 169 113 34 151
Steuern vom Einkommen und Ertrag -31 -24 -29 -10 -34
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 97 145 84 24 117
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 -10 0 -3 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 64 135 84 20 117
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,6% 20,6% 13,8% 4,1% 18,4%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.636 15.925 8.625 5.438 15.361
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.969 1.486 898 530 1.270
Aktiva1 33.598 22.989 13.016 7.287 23.282
Verbindlichkeiten1 30.989 20.242 11.133 6.241 14.193
Nettozinsspanne 3,20% 3,82% 4,15% 7,27% 1,57%
NPL Ratio 8,0% 7,5% 11,2% 24,5% 4,2%
Coverage Ratio 56,5% 66,9% 86,6% 73,8% 51,9%
Cost/Income Ratio 55% 53% 51% 48% 23%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,84% 1,72% 1,74% 5,92% 0,63%
1.964 1.048 663 1.575
Durchschnittliches Eigenkapital 2.564
Return on Equity vor Steuern 10,0% 17,2% 21,6% 10,3% 19,2%
1.1.-30.6.2010
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 158 193 -232 1.780
Provisionsüberschuss 53 -5 -6 715
Handelsergebnis 56 29 -12 192
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 81 -71 -2
Betriebserträge 276 298 -321 2.686
Verwaltungsaufwendungen -115 -152 58 -1.425
Betriebsergebnis 161 146 -262 1.261
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1 -3 0 -608
Übrige Ergebnisse -96 15 22 -74
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 66 159 -240 579
Steuern vom Einkommen und Ertrag -14 78 0 -64
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 52 237 -240 516
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 4 -43
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 52 236 -236 472
Anteil am Ergebnis vor Steuern 8,1% 19,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 7.565 19.866 -21.647 72.769
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.298 1.644 -1.736 7.359
Aktiva1 41.224 43.605 -37.088 147.912
Verbindlichkeiten1 39.454 46.780 -31.173 137.859
Nettozinsspanne 0,69% 1,06% 2,43%
NPL Ratio 4,0% 8,5%
Coverage Ratio >100% 66,1%
Cost/Income Ratio 41,7% 51,0% 53,0%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) -0,03% 0,03% 1,70%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.632 1.922 -1.853 9.515
Return on Equity vor Steuern 8,1% 16,5% 12,2%

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der RBI werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.

Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2011 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2010 (vgl. Geschäftsbericht 2010, Seite 150 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2011 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

In der RBI wurde im Lauf des zweiten Quartals 2011 erstmals die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separate Aktiv- beziehungsweise Passivposten in den sonstigen Aktiva erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU-Carve-out werden damit nicht in Anspruch genommen).

Den Risiken des Kreditgeschäfts wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Portfolio-Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die angewendeten Bewertungsmodelle erfordern eine Schätzung der voraussichtlichen zukünftigen Cash-Flows. Diese erfolgt für die Ermittlung der Portolio-Wertberichtigungen anhand historischer Ausfallerfahrungen für die Forderungen im jeweiligen Kreditportfolio, wobei die diesen Einschätzungen zugrundeliegenden Parametern laufend auf Übereinstimmung mit den Konzernstandards überprüft werden und diesbezügliche Einschätzungen angepasst werden, wenn dadurch eine Verfeinerung im Rahmen der Konzernstandards erreicht wird. Die auf Grund dieser Verfeinerungen entstehenden unterjährigen Ergebniseffekte unterliegen teilweise gegenläufigen Effekten und sind auf Konzernebene unwesentlich.

Im Vorjahr wurde die Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB zur Raiffeisen Bank International verschmolzen. Die Vergleichszahlen in diesem Bericht stellen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

Der Bericht zum ersten Halbjahr 2011 der RBI wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Währungen

Kurse in Währung pro € 2011 2010
Stichtag 30.6. Durchschnitt 30.6. Stichtag 31.12. Durchschnitt 30.6.
Albanische Lek (ALL) 141,410 140,640 138,770 138,046
Belarus Rubel (BYR) 7.152,130 5.040,517 3.972,600 3.918,286
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Britische Pfund (GBP) 0,903 0,875 0,861 0,868
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachische Tenge (KZT) 210,290 205,347 195,230 196,343
Kroatische Kuna (HRK) 7,402 7,402 7,383 7,267
Moldauische Lei (MDL) 16,750 16,625 16,105 16,774
Polnische Zloty (PLN) 3,990 3,965 3,975 4,019
Rumänische Lei (RON) 4,244 4,185 4,262 4,177
Russische Rubel (RUB) 40,400 40,446 40,820 40,154
Schweizer Franken (CHF) 1,207 1,264 1,250 1,432
Serbische Dinar (RSD) 102,463 102,285 105,498 100,016
Singapur-Dollar (SGD) 1,776 1,770 1,714 1,862
Tschechische Kronen (CZK) 24,345 24,471 25,061 25,833
Ukrainische Hryvna (UAH) 11,500 11,178 10,573 10,583
Ungarische Forint (HUF) 266,110 269,386 277,950 272,224
US-Dollar (USD) 1,445 1,411 1,336 1,333

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung
Equity-Methode
30.6.2011 31.12.2010 30.6.2011 31.12.2010
Stand Beginn der Periode 132 135 1 1
Im Zuge der Verschmelzung einbezogen 0 38 0 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 3 6 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -5 -47 0 0
Stand Ende der Periode 130 132 1 1

In der Berichtsperiode wurden folgende Tochtergesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen: RIRE Holding GmbH, eine in Wien ansässige Immobilienholding, und OOO "R3", eine Immobilien-Managementgesellschaft in Novosibirsk wurden per 1. Jänner 2011 neu einbezogen. Die Immobilien-Leasinggesellschaft Viktor Property, s.r.o., Prag, wurde per 1. April 2011 erstkonsolidiert.

In der Berichtsperiode schieden fünf Tochtergesellschaften per 1. Jänner 2011 wegen Unwesentlichkeit aus.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
253 133
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
222 75
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 15 6
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2.208 2.091
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
232 228
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-1.382 -1.439
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen -3 -6
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 140 198
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -806 -708
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 879 579

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 3.169 3.263
Zinserträge 3.141 3.247
aus Guthaben bei Zentralbanken 29 51
aus Forderungen an Kreditinstitute 201 252
aus Forderungen an Kunden 2.269 2.318
aus Wertpapieren 390 360
aus Leasingforderungen 107 113
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 147 153
Laufende Erträge 14 8
Zinsähnliche Erträge 14 8
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 -1
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -1.388 -1.482
Zinsaufwendungen -1.366 -1.459
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken -6 0
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -299 -374
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -631 -668
für verbriefte Verbindlichkeiten -331 -318
für Nachrangkapital -100 -99
Zinsähnliche Aufwendungen -22 -24
Gesamt 1.781 1.780

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Einzelwertberichtigungen -432 -519
Zuführung zu Risikovorsorgen -697 -863
Auflösung von Risikovorsorgen 282 345
Direktabschreibungen -43 -29
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 27 29
Portfolio-Wertberichtigungen 23 -90
Zuführung zu Risikovorsorgen -206 -297
Auflösung von Risikovorsorgen 229 206
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 4 1
Gesamt -405 -608

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Zahlungsverkehr 294 283
Kredit- und Garantiegeschäft 148 140
Wertpapiergeschäft 62 65
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 155 157
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 14 13
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 21 21
Kreditderivatgeschäft 1 3
Sonstige Bankdienstleistungen 43 33
Gesamt 737 715

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Zinsbezogenes Geschäft 98 156
Währungsbezogenes Geschäft 134 65
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 15 10
Kreditderivatgeschäft -6 6
Sonstiges Geschäft 15 -45
Gesamt 256 192

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 48 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: € 41 Millionen.

(6) Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Ergebnis aus dem Hedge Accounting -1 -1
Ergebnis aus Kreditderivaten -17 -3
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 6 -15
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten
53 -112
Gesamt 41 -132

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 1 5
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 1 1
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0 4
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 3 -1
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -2 -2
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 5 1
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren 8 48
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren -3 23
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 11 25
Gesamt 12 53

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Personalaufwand -756 -699
Sachaufwand -587 -569
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -172 -156
Gesamt -1.514 -1.425

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 477 327
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -454 -311
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 44 45
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen -44 -43
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 19 19
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 11 5
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten -2 -4
Sonstige Steuern -83 -45
davon Bankensonderabgaben -68 -18
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen -2 -7
Sonstige betriebliche Erträge 27 25
Sonstige betriebliche Aufwendungen -18 -13
Gesamt -27 -2

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -169 -142
Inland -23 -4
Ausland -146 -138
Latente Steuern -32 78
Gesamt -201 -64

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien 30.6.2011 31.12.2010
in € Millionen
Handelsaktiva 9.103 8.631
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 8.218 8.070
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 424 394
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 106.099 99.268
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 10.780 11.207
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 288 925
Sonstige Aktiva 2.639 2.673
Aktiva gesamt 137.556 131.173

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien 30.6.2011 31.12.2010
in € Millionen
Handelspassiva 6.328 6.528
Finanzielle Verbindlichkeiten 117.523 110.535
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 2.522 2.557
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 46 477
Rückstellungen 654 672
Eigenkapital 10.483 10.404
Passiva gesamt 137.556 131.173

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 2.301 1.517
Geldmarktgeschäft 18.215 14.789
Kredite an Banken 3.131 3.766
Angekaufte Forderungen 63 34
Leasingforderungen 0 1
Forderungspapiere 1.261 1.425
Gesamt 24.972 21.532

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 3.568 Millionen (31.12.2010: € 1.457 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Inland 12.394 10.794
Ausland 12.579 10.738
Gesamt 24.972 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Zentralbanken 1.611 1.484
Geschäftsbanken 23.351 20.038
Multilaterale Entwicklungsbanken 10 10
Gesamt 24.972 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 3.291 2.370
Bis 3 Monate 16.081 14.035
3 Monate bis 1 Jahr 2.164 2.005
1 bis 5 Jahre 2.350 2.266
Mehr als 5 Jahre 1.086 856
Gesamt 24.972 21.532

(13) Forderungen an Kunden

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Kreditgeschäft 52.110 48.764
Geldmarktgeschäft 5.253 5.000
Hypothekarforderungen 17.168 16.888
Angekaufte Forderungen 1.173 1.139
Leasingforderungen 3.077 3.109
Forderungspapiere 650 757
Gesamt 79.431 75.657

In den Forderungen an Kunden sind € 1.918 Millionen (31.12.2010: € 111 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.705 1.493
Kommerzkunden – Großkunden 52.293 49.201
Kommerzkunden – Small Business 3.879 3.829
Retail-Kunden – Privatpersonen 19.031 18.549
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.410 2.441
Sonstige 113 144
Gesamt 79.431 75.657

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Inland 7.790 7.914
Ausland 71.641 67.743
Gesamt 79.431 75.657

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 8.173 6.844
Bis 3 Monate 13.957 12.583
3 Monate bis 1 Jahr 13.919 13.704
1 bis 5 Jahre 26.773 26.393
Mehr als 5 Jahre 16.609 16.133
Gesamt 79.431 75.657

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Kreditinstitute 243 255
Öffentlicher Sektor 6 1
Kommerzkunden – Großkunden 2.465 2.432
Kommerzkunden – Small Business 411 407
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.500 1.418
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 248 243
Gesamt 4.873 4.756
30.6.2011
in € Millionen
Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 24.737 24.972 256 229 14 24.729
Öffentlicher Sektor 1.602 1.705 14 5 0 1.699
Kommerzkunden –
Großkunden
49.312 52.406 3.694 2.058 408 49.942
Kommerzkunden –
Small Business
3.534 3.879 663 381 31 3.467
Retail-Kunden –
Privatpersonen
18.048 19.031 1.900 1.224 276 17.531
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe
2.306 2.410 336 202 46 2.162
Gesamt 99.539 104.403 6.863 4.099 775 99.530

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) stellen sich wie folgt dar:

31.12.2010 Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
buchwert
in € Millionen Aktiva gungen tigungen
Kreditinstitute 21.270 21.532 271 237 18 21.277
Öffentlicher Sektor 1.405 1.493 12 1 0 1.492
Kommerzkunden –
Großkunden 46.229 49.345 3.598 2.026 406 46.913
Kommerzkunden –
Small Business 3.469 3.829 670 376 32 3.421
Retail-Kunden –
Privatpersonen 17.918 18.549 1.789 1.115 302 17.131
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe 2.379 2.441 320 193 50 2.198
Gesamt 92.670 97.189 6.661 3.947 809 92.434

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.442 4.013
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 350 430
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.506 3.625
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 26 0
Gesamt 8.324 8.068

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
245 361
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
43 565
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 27 9
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 752 553
Gesamt 1.067 1.488

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 18.703 18.957
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 257 280
Unternehmensanteile 424 394
Gesamt 19.384 19.631

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Firmenwerte 595 614
Software 476 480
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 120 126
Gesamt 1.191 1.220

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 549 554
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 157 113
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 450 507
Vermietete Leasinganlagen 292 280
Gesamt 1.448 1.454

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Steuerforderungen 509 494
Laufende Steuerforderungen 62 31
Latente Steuerforderungen 447 463
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 129 140
Rechnungsabgrenzungsposten 259 263
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 893 356
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 80 83
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 5 5
Umlaufvermögen 112 147
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 1 0
Übrige Aktiva 374 579
Gesamt 2.362 2.067

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 2.798 2.326
Geldmarktgeschäft 23.140 21.168
Langfristige Refinanzierungen 8.891 10.165
Gesamt 34.829 33.659

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 2.484 Millionen (31.12.2010: € 4.977 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Inland 20.143 16.046
Ausland 14.686 17.613
Gesamt 34.829 33.659

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksparten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Zentralbanken 800 1.399
Geschäftsbanken 32.693 30.948
Multilaterale Entwicklungsbanken 1.337 1.311
Gesamt 34.829 33.659

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 2.757 2.161
Bis 3 Monate 17.835 14.809
3 Monate bis 1 Jahr 3.992 6.291
1 bis 5 Jahre 8.039 7.954
Mehr als 5 Jahre 2.206 2.444
Gesamt 34.829 33.659

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Sichteinlagen 26.321 23.781
Termineinlagen 35.893 32.382
Spareinlagen 1.412 1.470
Gesamt 63.625 57.633

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 4.326 Millionen (31.12.2010: € 1.343 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.472 1.723
Kommerzkunden – Großkunden 32.440 26.924
Kommerzkunden – Small Business 2.302 2.489
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.195 22.123
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.382 3.673
Sonstige 834 702
Gesamt 63.625 57.633

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Inland 5.771 5.719
Ausland 57.854 51.914
Gesamt 63.625 57.633

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 26.014 24.396
Bis 3 Monate 20.092 19.402
3 Monate bis 1 Jahr 11.582 8.648
1 bis 5 Jahre 3.803 3.116
Mehr als 5 Jahre 2.134 2.071
Gesamt 63.625 57.633

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Begebene Schuldverschreibungen 13.808 15.917
Begebene Geldmarktpapiere 924 0
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 666 638
Gesamt 15.398 16.555

Die verbrieften Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 0 0
Bis 3 Monate 1.709 1.638
3 Monate bis 1 Jahr 4.983 4.958
1 bis 5 Jahre 8.116 9.134
Mehr als 5 Jahre 590 825
Gesamt 15.398 16.555

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Abfertigungen 62 61
Pensionen 14 14
Steuern 129 107
Garantien und Bürgschaften 120 132
Offene Rechtsfälle 106 109
Unverbrauchter Urlaub 49 50
Bonuszahlungen 119 148
Restrukturierung 5 5
Sonstige 49 46
Gesamt 654 672

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4.543 4.531
Zinssatzgeschäft 2.990 3.019
Wechselkursgeschäft 855 923
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 649 526
Kreditderivatgeschäft 27 44
Sonstiges Geschäft 22 19
Leerverkauf von Handelsaktiva 333 426
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 3 0
Emittierte Zertifikate 774 785
Gesamt 5.653 5.742

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair-Value Hedge
41 24
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
5 453
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 10 18
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 665 769
Gesamt 721 1.264

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 114 114
Rechnungsabgrenzungsposten 163 190
Dividendenverbindlichkeiten 1 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 1.318 405
Übrige Passiva 498 533
Gesamt 2.094 1.243

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Hybrides Kapital 809 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.667 2.576
Ergänzungskapital 623 606
Gesamt 4.099 4.001

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Konzern-Eigenkapital 8.773 8.251
Gezeichnetes Kapital 593 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.570 2.568
Gewinnrücklagen 3.109 2.590
Konzern-Periodenüberschuss 615 1.087
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.095 1.066
Gesamt 10.483 10.404

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 943.771 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 593 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, baute der Konzern bereits in der Vergangenheit ein umfassendes Risikomanagement auf, das permanent weiterentwickelt wird. Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Es berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit allen und das professionelle Management für alle materiellen Risiken sicherzustellen.

Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2010 verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzern-Risikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zum ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC). Die Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital stellen sich wie folgt dar.

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital per 30.6.2011

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit

Im Vergleich zum 31. Dezember 2010 erhöhte sich der Anteil des ökonomischen Kapitals im Kreditrisiko Kommerzkunden, was unter anderem auf die Erhöhung des Kreditobligos in dieser Forderungsklasse zurückzuführen ist. Dem steht ein Rückgang des Kreditrisikos von Retail-Kunden gegenüber, worin sich sowohl die verbesserte Berücksichtigung von Diversifikationseffekten bei Retail-Forderungen in unterschiedlichen Ländern als auch ein Rückgang der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten und der Verlustquoten bei Ausfällen in diesen Portfolios widerspiegelt. Insgesamt sind Kreditrisiken für 73 Prozent des ökonomischen Kapitals verantwortlich. Seit Beginn 2011 wird kein zusätzliches ökonomisches Kapital für das Länderrisiko (Transferrisiko) berechnet, da dieses Risiko über interne Verrechnungszinssätze (Funds Transfer Pricing) verursachergerecht im Kredit- und Einlagengeschäft weitergegeben wird.

In der regionalen Allokation des ökonomischen Kapitals per 30. Juni 2011 entfällt mit 29 Prozent der größte Anteil auf Konzerneinheiten in Zentraleuropa. An zweiter Stelle folgen Konzerneinheiten in Österreich, wo vor allem die Konzernzentrale durch zentral gebündelte Funktionen (z. B. Kapital- und Liquiditätsmanagement-Aktivitäten) und das Kommerzkundengeschäft wesentlich zum Gesamtrisiko beiträgt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Daneben werden aber auch Migrationsrisiken (Risiken aus Verschlechterungen der Kundenbonität), Konzentrationsrisiken von Kreditnehmern, Risiken aus Kreditrisiko-Minderungstechniken sowie Länderrisiken berücksichtigt.

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die Basis für die Risikosteuerung bildet das Kreditobligo. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kredit-Exposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung, wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für die Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorische Definition der Kreditinstitutsgruppe versus handelsrechtliche Definition gemäß IFRS), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie unterschiedlichen Bewertungsvorschriften.

in € Millionen 30.6.2011 31.12.20101
Forderungen an Kreditinstitute 24.972 21.532
Forderungen an Kunden 79.431 75.657
Handelsaktiva 8.324 8.068
Derivative Finanzinstrumente 1.067 1.488
Wertpapiere und Beteiligungen 18.703 19.247
Sonstige Aktiva 239 227
Eventualverbindlichkeiten 11.698 11.856
Kreditrisiken 13.986 11.756
Widerrufliche Kreditzusagen 11.627 11.992
Überleitung 5.266 6.491
Gesamt 175.313 168.314

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung.

Eine detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Forderungsklassen – Kommerzkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sehen dafür jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Die Festlegung der Ausfallwahrscheinlichkeiten erfolgt in den unterschiedlichen Modellen jedoch modellspezifisch. Damit ist diese auch bei gleicher Bezeichnung (z. B. A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) unterschiedlich und somit zwischen den Forderungsklassen nicht direkt vergleichbar.

Kommerzkunden

Das interne Rating-Modell für Kommerzkunden berücksichtigt sowohl qualitative Faktoren als auch verschiedene Geschäfts- und Gewinnkennzahlen (z. B. Zinsendeckung, EBT-Marge, EBITDA-Marge, Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrentabilität, Schuldentilgungsdauer), die für unterschiedliche Branchen und Rechnungslegungsstandards aussagekräftig sind und eine gute Trennschärfe gewährleisten.

Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo je wirtschaftlicher Note des Rating-Modells für Kommerzkunden. Die dargestellten Werte beziehen sich auf das Kreditobligo, zur Gesamtbeurteilung sind zusätzlich die Sicherheiten zu berücksichtigen:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.021 1,2% 1.171 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 7.655 9,1% 7.643 9,4%
1,5 Sehr gute Bonität 8.122 9,7% 7.729 9,6%
2,0 Gute Bonität 11.159 13,3% 9.960 12,3%
2,5 Solide Bonität 12.932 15,4% 11.206 13,8%
3,0 Akzeptable Bonität 13.391 15,9% 12.314 15,2%
3,5 Erhöhtes Risiko 13.310 15,9% 13.183 16,3%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 7.180 8,6% 7.664 9,5%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.809 4,5% 4.282 5,3%
5,0 Ausfall 4.333 5,2% 4.287 5,3%
NR Nicht geratet 1.048 1,2% 1.472 1,8%
Gesamt 83.960 100,0% 80.911 100,0%

Es ist zu beachten, dass das in dieser Tabelle dargestellte wirtschaftliche Rating nur eine rein kreditnehmerspezifische Betrachtung darstellt und folglich keine transaktionsspezifischen Besicherungen berücksichtigt.

Das gesamte Kreditobligo der Kommerzkunden stieg im Vergleich zum Jahresende 2010 um € 3.050 Millionen. Das hohe Kreditwachstum in den Segmenten Group Corporates, Zentraleuropa und Russland kompensierte dabei Rückgänge im Segment GUS Sonstige, wo einerseits die restriktive Kreditvergabe in der Ukraine und andererseits die Abwertung des belarussischen Rubels zu einem Exposure-Rückgang geführt haben.

Anhand der Aufgliederung nach einzelnen Bonitätskategorien ist eine Verbesserung der durchschnittlichen Portfolioqualität zu beobachten. Der Anteil der mittleren Kategorien (Rating 2,0 bis 3,0) am Kreditvolumen stieg aufgrund des Neugeschäfts sowie teilweise auch wegen verbesserter Ratings um 3,2 Prozentpunkte auf 43,6 Prozent. Im Vergleich zum Jahresende 2010 ist das ein absoluter Anstieg von € 4.002 Millionen. Während in der Bonitätsstufe 2,0 vor allem die Segmente Zentraleuropa und Group Markets Steigerungen aufweisen, ist der Zuwachs in der Bonitätsstufe 2,5 knapp zur Hälfte auf das Neugeschäft im Segment Russland zurückzuführen. In der Bonitätsstufe 3,0 hingegen fand der Anstieg im Segment Group Corporates statt. Die schwächeren Bonitätskategorien blieben volumensmäßig auf dem Niveau des ersten Quartals 2011, verringerten aber ihren Anteil am Portfolio um 2,2 Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Der Anteil der ausgefallenen Kundenkredite (Rating 5,0) ging nur unwesentlich um 0,1 Prozentpunkte zurück. Der Stand an ausgefallenen Krediten war in den Segmenten GUS Sonstige, Zentraleuropa und Group Corporates am höchsten, die Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr verliefen jedoch unterschiedlich: Rückgängen in Russland standen Zuwächse in Südosteuropa gegenüber.

Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Kommerzkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Österreich 16.828 20,0% 16.346 20,2%
Zentraleuropa 19.345 23,0% 18.469 23,0%
GUS Sonstige 4.151 4,9% 4.325 5,3%
Westeuropa 11.429 13,6% 10.965 13,6%
Südosteuropa 11.708 13,9% 11.467 14,0%
Asien 6.292 7,5% 5.690 7,0%
Russland 10.805 12,9% 9.719 12,0%
Sonstige 3.404 4,1% 3.931 4,9%
Gesamt 83.960 100,0% 80.911 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Kommerzkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Groß- und Einzelhandel 21.741 24,0% 20.892 24,0%
Fertigung/Produktion 19.491 21,5% 19.553 22,4%
Immobilien 10.482 11,6% 12.387 14,2%
Finanzintermediation 9.371 10,3% 6.833 7,8%
Bauwesen 3.900 4,3% 4.907 5,6%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.761 4,2% 4.799 5,5%
Sonstige Industrie 21.795 24,1% 17.739 20,4%
Gesamt 90.543 100,0% 87.110 100,0%

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl kreditnehmerspezifische als auch transaktionsbezogene Eigenschaften berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich danach wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes
Risiko
2.707 41,1% 2.460 39,7%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.267 34,4% 2.035 32,8%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 786 11,9% 912 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 364 5,5% 370 6,0%
6,5 Ausfall 399 6,1% 365 5,9%
NR Nicht geratet 60 0,9% 57 0,9%
Gesamt 6.582 100,0% 6.199 100,0%

Das Volumen der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 6 Prozent. Der kontinuierliche Anstieg dieses Volumens erklärt sich hauptsächlich aus der laufenden Reklassifizierung von Kunden, deren Bonität ursprünglich mit dem Rating-Modell für Kommerzkunden bewertet wurde. Der überwiegende Teil der Veränderung fand in den Bonitätsstufen 6,1 und 6,2 statt, wobei in der Bonitätsstufe 6,1 im Vergleich zum Jahresende ein Zuwachs von € 247 Millionen und in der Bonitätsstufe 6,2 ein Plus von € 232 Millionen 2010 zu verzeichnen war. Während sich der Zuwachs in der Bonitätsstufe 6,1 hauptsächlich auf das Segment Group Corporates beschränkt, entfiel das Wachstum in der Bonitätsstufe 6,2 hauptsächlich auf das Segment Zentraleuropa. Durch die hohe Gesamtbesicherung dieser Spezialfinanzierungen sind die Ratings entsprechend gut.

Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe. Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo aus diesem Segment dar:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Retail – Privatpersonen 20.115 88,3% 20.301 88,3%
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 2.667 11,7% 2.687 11,7%
Gesamt 22.782 100,0% 22.989 100,0%
davon Notleidende Kredite 2.411 10,6% 2.399 10,4%
davon Einzelwertberichtigungen 1.423 6,2% 1.308 5,7%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 321 1,4% 353 1,5%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente der RBI:

30.6.2011 Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS
Sonstige
Group
Markets
in € Millionen
Retail – Privatpersonen 9.954 6.061 2.423 1.667 11
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.667 823 22 155 0
Gesamt 11.621 6.884 2.444 1.822 11
davon Notleidende Kredite 939 577 214 675 4
davon Einzelwertberichtigungen 437 361 183 441 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen
182 96 9 35 0
31.12.2010 Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Group
in € Millionen Sonstige Markets
Retail – Privatpersonen 9.794 6.293 2.093 2.062 10
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.673 802 20 191 0
Gesamt 11.467 7.095 2.113 2.253 10
davon Notleidende Kredite 919 544 212 718 0
davon Einzelwertberichtigungen 332 347 178 445 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen 199 101 9 45 0

Im ersten Halbjahr 2011 reduzierte sich das gesamte Retail-Kreditportfolio um 1 Prozent auf € 22.782 Millionen. Rückgänge erfolgten dabei vor allem in den Segmenten Südosteuropa und GUS Sonstige. Während der Rückgang in GUS Sonstige teilweise währungsbedingt war (der Wechselkurs des belarussischen Rubels gab gegenüber dem Euro im zweiten Quartal stark nach), war er in den südosteuropäischen Staaten vor allem auf die geringe Kreditnachfrage zurückzuführen.

Hypothekenkredite
Verbraucherkredite
11.353
4.912
50%
22%
11.309
5.218
49%
23%
Überziehungen 1.923 8% 1.923 8%
Autokredite 1.705 7% 2.056 9%
Kreditkarten 1.558 7% 1.635 7%
Finanzierung Klein- und Mittelbetriebe 1.331 6% 848 4%
Gesamt 22.782 100% 22.989 100%

Nachfolgende Tabelle zeigt die Retail-Forderungen gegliedert nach Produktarten:

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursveränderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die – in manchen Ländern – häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der betroffenen Kunden berücksichtigt.

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Euro 3.141 38,1% 3.011 35,3%
US-Dollar 1.499 18,2% 1.741 20,4%
Schweizer Franken 3.384 41,1% 3.539 41,4%
Andere Fremdwährungen 215 2,6% 251 2,9%
Kredite in Fremdwährungen 8.240 100,0% 8.542 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 36,2% 37,2%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung.

Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Für die Risikobeurteilung sind zusätzlich dingliche Sicherheiten (z. B. finanzielle Sicherheiten bei Wertpapiergeschäften) und Garantien (z. B. durch Zentralstaaten) zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 213 0,6% 246 0,8%
A2 Sehr hohe Bonität 2.331 6,5% 2.173 6,7%
A3 Hohe Bonität 22.414 62,1% 18.251 56,4%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 4.633 12,8% 4.498 13,9%
B2 Zufriedenstellende Zahlungsfähigkeit 3.295 9,1% 3.527 10,9%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 1.303 3,6% 1.603 5,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 638 1,8% 893 2,8%
B5 Höchst fragliche Zahlungsfähigkeit 409 1,1% 474 1,5%
C Ausfallgefährdet 199 0,6% 128 0,4%
D Ausfall 495 1,4% 383 1,2%
NR Nicht geratet 169 0,5% 185 0,6%
Gesamt 36.100 100,0% 32.360 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2010 erhöhte sich das Kredit-Exposure gegenüber Kreditinstituten um 12 Prozent auf € 36.100 Millionen. Der Geschäftsstrategie der RBI entsprechend wurden in diesem Zeitraum Kredite an Kreditinstitute, die nicht zum Raiffeisensektor zählen, sowie die Bestände an Wertpapieren von Finanzinstituten stetig reduziert. Das Wachstum resultiert damit vorwiegend aus der starken Ausweitung des (aus Risikosicht völlig besicherten) Repo-Geschäfts. Im Wesentlichen wurden diese Geschäfte mit Banken von hoher Bonität in der Rating-Klasse A3 abgeschlossen und haben zu einem Anstieg des Anteils dieser Rating-Stufe am Gesamtvolumen um 5,7 Prozentpunkte auf 62,1 Prozent geführt. Die Forderungen in den mittleren Rating-Klassen (B1 bis B3) blieben mit € 9.231 Millionen oder 25,5 Prozent stabil im Vergleich zum Jahresende 2010. Das Volumen der aushaftenden Kredite an Kreditinstitute im Default erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um € 112 Millionen. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei das Segment Group Markets im Mittleren Osten und Island.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produktarten:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Geldmarkt 12.729 35% 11.302 35%
Derivate 6.362 18% 6.308 19%
Anleihen 5.340 15% 6.166 19%
Forderungen 5.178 14% 5.011 15%
Repo 3.481 10% 590 2%
Sonstige 3.010 8% 2.984 9%
Gesamt 36.100 100,0% 32.360 100%

Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating dar:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 8.544 33,0% 8.386 32,4%
A2 Sehr hohe Bonität 787 3,0% 624 2,4%
A3 Hohe Bonität 4.223 16,3% 3.927 15,2%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 1.407 5,4% 1.640 6,3%
B2 Zufriedenstellende Zahlungsfähigkeit 620 2,4% 1.399 5,4%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 6.309 24,4% 5.951 23,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 2.150 8,3% 2.097 8,1%
B5 Höchst fragliche Zahlungsfähigkeit 1.632 6,3% 1.692 6,5%
C Ausfallgefährdet 139 0,5% 0 0,0%
D Ausfall 65 0,2% 60 0,2%
NR Nicht geratet 12 0,0% 79 0,3%
Gesamt 25.889 100,0% 25.855 100,0%

Das Volumen des Kreditobligos an Sovereigns lag zum 30. Juni 2011 bei € 25.889 Millionen und damit stabil zum Niveau des Jahresendes 2010. Der Anteil der besten Bonitätskategorie A1 erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte, was zum Großteil auf erhöhte Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen war. Das Exposure in der Rating-Klasse B2 verringerte sich, bedingt durch eine Reduktion des Volumens russischer Staatsanleihen, im Vergleich zum Jahresende 2010 um mehr als die Hälfte. Das Volumen in der Rating-Klasse B3 hingegen stieg, zum Großteil wegen einer Erhöhung des Bestands an ungarischen Staatsanleihen, um € 358 Millionen. Das Exposure in der Rating-Klasse C entstand durch das Re-Rating für Belarus und besteht im Wesentlichen aus Forderungen an die belarussische Zentralbank. Gegenüber Griechenland, Portugal und Irland weist die RBI kein bzw. nur ein vernachlässigbar geringes direktes Sovereign-Exposure auf.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produktarten:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Anleihen 16.030 61,9% 5.634 60,5%
Forderungen 7.952 30,7% 8.039 31,1%
Derivate 915 3,5% 980 3,8%
Sonstige 991 3,8% 1.203 4,7%
Gesamt 25.889 100,0% 25.855 100,0%

Non-Performing Loans

Nachstehende Tabellen stellen die Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den diesbezüglichen Anteil an Non-Performing Loans, dazu bereitgestellte Sicherheiten und Kreditrisikovorsorgen gegliedert nach dem Sitz der jeweiligen Konzerneinheit zum 30. Juni 2011 bzw. zum 31. Dezember 2010 dar:

30.6.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Group
Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.349 943 384 650 832 176
davon besichert 594 553 81 183 110 91
Kreditrisikovorsorgen 726 493 428 490 577 156
Forderungen 15.476 7.501 6.072 3.101 19.648 2.726
NPL Ratio 8,7% 12,6% 6,3% 21,0% 4,2% 6,5%
Coverage Ratio 53,8% 52,3% 111,3% 75,4% 69,3% 88,3%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 939 577 214 675 4 1
davon besichert 466 166 23 367 0 0
Kreditrisikovorsorgen 619 457 192 476 0 0
Forderungen 10.561 6.838 2.228 1.712 0 43
NPL Ratio 8,9% 8,4% 9,6% 39,4% 3,3%
Coverage Ratio 65,9% 79,2% 89,5% 70,5% 8,9%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 13 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 5 0 0 0 0 0
Forderungen 358 787 37 0 0 0
NPL Ratio 3,5%
Coverage Ratio 43,0%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 391
davon besichert 0 0 0 0 0 112
Kreditrisikovorsorgen 2 0 1 0 1 243
Forderungen 1.646 1.937 2.868 683 346 16.305
NPL Ratio 0,2% 0,0% 0,0% 0,0% 0,3% 2,4%
Coverage Ratio 82,9% 119,6% 83,5% 99,9% 120,1% 62,1%
31.12.2010
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Group
Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.357 785 450 710 873 206
davon besichert 496 443 128 233 239 0
Kreditrisikovorsorgen 687 459 443 503 563 183
Forderungen 14.762 7.305 5.620 3.248 20.157 3.584
NPL Ratio 9,2% 10,8% 8,0% 21,8% 4,3% 5,8%
Coverage Ratio 50,7% 58,4% 98,4% 70,9% 64,5% 88,8%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 917 544 218 718 0 0
davon besichert 423 166 62 406 0 0
Kreditrisikovorsorgen 530 448 187 490 6 0
Forderungen 10.159 6.714 1.943 2.058 2 42
NPL Ratio 9,0% 8,1% 11,2% 34,9%
Coverage Ratio 57,9% 82,3% 85,7% 68,3%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 12 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 1 0 0 0 0 0
Forderungen 296 762 38 0 0 0
NPL Ratio 4,0% 0,5%
Coverage Ratio 8,0% 20,9%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 263
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 2 0 0 0 1 251
Forderungen 1.387 2.587 1.821 861 2.597 14.125
NPL Ratio 0,2% 0,0% 0,1% 0,0% 0,0% 1,9%
Coverage Ratio 82,5% 35,8% 100,0% 73,9% 95,7%

Wie der Vergleich der Tabellen zeigt, wies der Bereich Kommerzkunden einen Rückgang der Non-Performing Loans um 1 Prozent oder € 46 Millionen auf € 4.335 Millionen aus. Besonders deutlich fiel die Reduktion dabei in Russland mit 15 Prozent und GUS Sonstige mit 8 Prozent aus. Südosteuropa hingegen verzeichnete einen Anstieg von 20 Prozent oder € 158 Millionen. Die Kreditrisikovorsorgen für Kommerzkunden stiegen um € 37 Millionen auf € 2.876 Millionen, dies bedeutet weiterhin eine Deckung von 66 Prozent.

Im Retail-Bereich erhöhten sich die Non-Performing Loans leicht um 1 Prozent auf € 2.411 Millionen, der Großteil des Anstieges entfiel hier auf Südosteuropa mit plus 6 Prozent und Zentraleuropa mit plus 2 Prozent, in GUS Sonstige kam es hingegen zu einem Rückgang um 6 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditobligo verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für Retail-Kunden stiegen auf € 1.748 Millionen, was zu einer Steigerung der Deckung um 3,2 Prozentpunkte auf 72,5 Prozent führte.

Der Bereich Kreditinstitute verzeichnete einen Anstieg der Non-Performing Loans um 48 Prozent oder € 128 Millionen auf € 396 Millionen, wobei der Zuwachs vollständig besichert war. Deshalb blieben die Kreditrisikovorsorgen für Banken mit € 243 Millionen weitgehend unverändert.

in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zu
führungen1
Auf
lösungen
Ver
brauch2
Währungs
differenzen
Stand
30.6.2011
Einzelwert
berichtigungen
4.000 -1 713 -282 -213 -76 4.141
Zentraleuropa 980 0 359 -157 -81 18 1.119
Südosteuropa 723 0 202 -63 -81 -3 778
Russland 536 0 50 -52 -19 5 520
GUS Sonstige 859 0 83 -8 -7 -73 854
Group Corporates 665 17 15 -3 -19 -193 482
Group Markets 238 -18 5 0 -6 170 389
Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0
Portfolio
Wertberichtigungen 888 0 206 -229 0 -13 853
Zentraleuropa 286 0 95 -119 0 6 268
Südosteuropa 206 0 32 -46 0 0 192
Russland 135 0 41 -34 0 1 143
GUS Sonstige 143 0 20 -25 0 -18 120
Group Corporates 100 0 9 -1 0 -2 106
Group Markets 18 0 9 -4 0 0 23
Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0
Gesamt 4.888 -1 919 -510 -213 -88 4.994

Der nachfolgend abgebildete Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Berichtszeitraum nach Segmenten:

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut und gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Letztrisiko der Kunden. Die Veränderungen im Berichtszeitraum sind vor allem durch die Ausweitung des Geschäfts mit in Deutschland beheimateten Finanzinstituten geprägt.

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Österreich 41.137 23,5% 39.319 23,4%
Zentraleuropa 43.345 24,7% 41.525 23,8%
Slowakei 11.388 6,5% 11.834 7,0%
Tschechische Republik 11.128 6,3% 10.032 6,0%
Ungarn 10.206 5,8% 9.938 5,9%
Polen 8.498 4,8% 8.232 4,9%
Sonstige 2.125 1,2% 1.489 0,0%
Südosteuropa 25.657 14,6% 25.436 15,1%
Rumänien 7.797 4,4% 8.047 4,8%
Kroatien 6.427 3,7% 6.190 3,7%
Bulgarien 4.161 2,4% 3.959 2,4%
Serbien 2.318 1,3% 2.557 1,5%
Sonstige 4.954 2,8% 4.684 2,8%
Russland 15.077 8,6% 14.453 8,6%
GUS Sonstige 7.445 4,2% 7.883 4,7%
Ukraine 5.718 3,3% 6.156 3,7%
Sonstige 1.727 1,0% 1.726 1,0%
Europäische Union 24.110 13,8% 20.393 12,1%
Deutschland 7.109 4,1% 5.708 3,4%
Großbritannien 5.070 2,9% 4.000 2,4%
Niederlande 2.714 1,5% 2.137 1,3%
Sonstige 9.216 5,3% 8.547 5,1%
Ferner Osten 8.165 4,7% 7.722 4,6%
China 4.625 2,6% 3.349 2,0%
Sonstige 3.539 2,0% 4.373 2,6%
USA 4.265 2,4% 4.369 2,6%
Restliche Welt 6.113 3,5% 7.215 5,1%
Gesamt 175.313 100,0% 168.314 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung. Im Rahmen der Risikopolitik und Bonitätsbeurteilung der RBI findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der höchste Branchenanteil entfällt hier auf das Kreditgewerbe und ist zu einem großen Teil dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen (Liquiditätsausgleichsfunktion). Den zweithöchsten Anteil hält der Sektor private Haushalte, der im Wesentlichen Forderungen an Retail-Kunden in Ländern Zentral- und Osteuropas umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo des Konzerns gegliedert nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Millionen 30.6.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 52.850 30,1% 48.146 28,6%
Private Haushalte 21.743 12,4% 22.554 13,4%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen
16.727 9,5% 16.182 9,6%
Handelsvermittlung und Großhandel
(ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)
15.200 8,7% 15.217 9,0%
Grundstücks- und Wohnungswesen 10.135 5,8% 12.347 7,3%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 9.609 5,5% 8.628 5,1%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 6.722 3,8% 6.780 4,0%
Baugewerbe 6.623 3,8% 4.950 2,9%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 5.079 2,9% 4.087 2,4%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 4.322 2,5% 2.484 1,5%
Energieversorgung 2.953 1,7% 3.516 2,1%
Metallerzeugung und -bearbeitung 2.908 1,7% 2.939 1,7%
Ernährungsgewerbe 2.299 1,3% 2.987 1,8%
Kokerei und Mineralölverarbeitung 1.748 1,0% 1.516 0,9%
Herstellung von chemischen Erzeugnissen 1.607 0,9% 1.757 1,0%
Kraftfahrzeughandel und -reparatur 1.586 0,9% 1.796 1,1%
Maschinenbau 1.532 0,9% 1.730 1,0%
Gewinnung von Erdöl und Erdgas 1.276 0,7% 1.277 0,8%
Sonstige Branchen 10.395 5,9% 9.420 5,6%
Gesamt 175.313 100,0% 168.314 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen wegen neuer Branchenkodierung (ÖNACE 2008).

Marktrisiko

Die RBI entwickelte im Jahr 2008 ein neues Marktisiko-Managementsystem auf Basis eines internen Modells. Das Modell errechnet den Value-at-Risk (VaR) mit einem hybriden Ansatz (Mischung aus historischer Simulation und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien). Es bestand den Begutachtungsprozess der Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Nachstehende Tabellen stellen die Risikokennzahlen für das Marktrisiko getrennt für Handels- und Bankbücher der RBI je Risikoart im ersten Halbjahr 2011 dar:

Handelsbuch VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.6.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Währungsrisiko 5 6 4 10 8
Zinsrisiko 7 8 6 13 7
Credit-Spread-Risiko 4 3 2 5 2
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 14 12 9 18 13
Bankbuch VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.6.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Zinsrisiko 78 44 29 87 70
Credit-Spread-Risiko 26 26 20 39 30
Gesamt 79 46 30 80 66

Nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch je Risikoart im ersten Halbjahr 2011 dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Bondbüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.6.2011
Durchschnitts
-VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR1
per
31.12.2010
Währungsrisiko1 47 51 37 83 53
Zinsrisiko 82 45 26 91 70
Credit-Spread-Risiko 27 27 22 41 31
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 93 71 51 104 87

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von den häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) in die Berechnung ein.

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Laufzeit 1 Woche 1 Monat Laufzeit 1 Woche 1 Monat Laufzeit
Liquiditätsüberhang 20.343 18.655 6.717 15.997 13.133 5.994
Liquiditäts-Ratio 173% 135% 105% 172% 126% 105%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos bestehen je Konzerneinheit Limits, die auf Basis konservativer Annahmen hinsichtlich der Liquiditätsschaffung aus Aktivpositionen und eventueller Abflüsse auf der Passivseite kurzfristig einen Liquiditätsüberhang erfordern. Auch für mittel- und längerfristige Zeitbänder bestehen entsprechende Limits, die die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Ergebnis der RBI begrenzen

Operationelle Risiken

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden operationellen alle Schäden strukturiert und konzernweit in einer zentralen Datenbank erfasst. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt künftig die Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten (ebenso wie die Dokumentation der letztlich nicht eingetretenen Verluste) als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation und zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Entwicklung von fortgeschrittenen Messmethoden.

Im Folgenden wird die Aufgliederung der Verlustfälle der Gruppe nach Ereignistyp dargestellt:

Sowohl die Anzahl als auch die Schadensumme der Verlustfälle ging im Berichtszeitraum zurück. Ein großer Teil davon entfällt weiterhin auf externe Betrugsfälle aus dem Kreditbereich, die in den Kreditrisikovorsorgen jedoch bereits Berücksichtigung finden.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Eventualverpflichtungen 11.698 11.856
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 11.627 11.992

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 13.986 Millionen (31.12.2010: € 11.756 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(32) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind.

30.6.2011
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 10.503 144 275 103
Forderungen an Kunden 0 1.180 409 342
Handelsaktiva 0 15 18 4
Wertpapiere und Beteiligungen 0 263 2 352
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 0 8 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.993 218 5.936 61
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 521 1 447
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 51 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 10 24 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 43 0 0
Gegebene Garantien 0 63 263 21
Erhaltene Garantien 0 422 153 2
31.12.2010
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 7.892 224 274 244
Forderungen an Kunden 0 1.113 437 354
Handelsaktiva 0 17 20 19
Wertpapiere und Beteiligungen 0 234 2 352
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 5 19 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.151 3 6.908 115
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 527 2 112
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 23 26 18
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 57 0 0
Gegebene Garantien 0 74 264 5
Erhaltene Garantien 0 389 143 1
30.6.2011 31.12.2010
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 4.096 4.912 95 3.599 5.031 0
Positive Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente1
68 4.122 95 69 4.118 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
266 84 0 320 110 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3.735 706 0 3.210 804 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 27 0 0 0 0 0
Forderungen des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
5.919 2.165 135 5.613 2.302 155
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
117 139 1 147 132 1
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
5.802 2.026 133 5.467 2.170 154
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 67 0 0 80 0 0
Sonstige Beteiligungen2 67 0 0 80 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 288 0 0 925 0
Positive Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 288 0 0 925 0

(33) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

1 Inklusive sonstige Derivate

Enthält nur börsenotierte Unternehmen.

30.6.2011 31.12.2010
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 1.581 4.747 0 1.576 4.953 0
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente 1
623 4.601 0 556 4.762 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 3 0 0 0 0 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 327 1 0 425 1 0
Emittierte Zertifikate 628 146 0 595 190 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
2.522 0 2.557 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.522 0 0 2.557 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 46 0 0 477 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 46 0 0 477 0

Inklusive sonstige Derivate

Level I: Notierte Marktpreise

Level II: Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III: Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Grundsätzlich war im ersten Halbjahr 2011 die Liquidität der im Portfolio gehaltenen Finanzinstrumente sehr gut. Bei einigen Zertifikaten wurde im Berichtszeitraum auf preisbasierte Bewertung umgestellt (€ 30 Millionen), andere wurden in einen liquid geregelten Markt aufgenommen (€ 45 Millionen).

Bewegungen nach und aus Level III

Im ersten Halbjahr 2011 gab es bei den positiven Marktwerten derivativer Finanzinstrumente eine Bewegung von € 95 Millionen von Level II in Level III. Diese resultiert aus den Beständen an strategischen sowie für Liquiditätszwecke gehaltenen Währungspositionen mit der belarussischen Nationalbank als dem einzig möglichen Vertragspartner für derartige Geschäfte. Im Juni 2011 hat die belarussische Nationalbank aufgehört, mit Banken neue derartige Währungsgeschäfte abzuschließen. Da für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate keine beobachtbaren Forward-Rates verfügbar sind, wird der Fair-Value anhand von angemessenen Bewertungsverfahren für das jeweilige Instrument ermittelt.

(34) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Eingezahltes Kapital 4.914 4.914
Erwirtschaftetes Kapital 2.716 2.958
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.049 1.003
Hybrides Kapital 800 800
Immaterielle Vermögenswerte -463 -469
Kernkapital (Tier-1-Kapital) 9.017 9.206
Abzugsposten vom Kernkapital -23 -15
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.993 9.191
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 600 600
Berücksichtungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 233 231
Stille Reserven 55 55
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.455 2.480
Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) 3.344 3.366
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -24 -15
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.320 3.351
Abzugsposten Versicherungen -5 -4
Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-
Kapital (Tier-3-Kapital)
187 69
Gesamte Eigenmittel 12.496 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.702 7.585
Eigenmittelüberschuss 4.794 5.023
Überdeckungsquote 62,2% 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 8,5% 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 11,8% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 9,4% 9,7%
Eigenmittelquote 13,0% 13,3%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 76.502 75.601
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG
6.120 6.048
Standardansatz 3.010 2.974
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.110 3.074
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren 345 327
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 430 386
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 806 824
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 7.702 7.585

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 37.629 37.175
Zentralstaaten und Zentralbanken 3.469 3.712
Regionale Gebietskörperschaften 109 95
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne
Erwerbscharakter
26 42
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0
Kreditinstitute 755 1.013
Unternehmen (Kommerzkunden) 19.717 18.800
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 10.322 10.089
Investmentfonds-Anteile 128 125
Verbriefungspositionen 11 18
Sonstige Posten 3.090 3.282
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings
basierendem Ansatz
38.873 38.426
Zentralstaaten und Zentralbanken 924 879
Kreditinstitute 4.735 5.048
Unternehmen (Kommerzkunden) 30.139 29.586
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 2.668 2.465
Beteiligungspositionen 267 314
Verbriefungspositionen 141 135
Gesamt 76.502 75.601

(34) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Angestellte 59.000 57.903
Arbeiter 980 1.074
Gesamt 59.980 58.977
Vollzeitäquivalente 1.1.-30.6.2011 1.1.-30.6.2010
Inland 2.677 2.743
Ausland 57.303 56.234
Gesamt 59.980 58.977

(36) Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand

Dr. Herbert Stepic Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Internal Audit, Legal & Compliance, Human Resources, Management Secretariat, Organisation & Internal Control System, Group Strategy sowie PR, Marketing and Event Mana-

gement

Aris Bogdaneris, M. A. Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Information Technology, Operations & Productivity Management, Credit Services, Transaction Services, Retail CRM, Premium & Private Banking, Lending & Cards, Sales, Distribution & Service sowie SME Banking

Mag. Martin Grüll Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Tax Management, Treasury, Planning and Finance sowie Investor Relations

Mag. Peter Lennkh Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche International Business Units sowie Participations

Dr. Karl Sevelda Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Customers, Group Products, Network Corporate Customers & Support sowie Corporate Sales Management & Development

Patrick Butler M. A. Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Credit Markets, Raiffeisen Research, Capital Markets sowie Institutional Clients

Dr. Johann Strobl Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risk Controlling, Financial Institutions and Country Risk & Group Portfolio Management, Credit Management Retail, Credit Management Corporates, Workout sowie Risk Excellence & Projects

Impressum/Disclaimer

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 22. August 2011 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Group Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Internet: www.rbinternational.com Presse Telefon: +43-1-71707 2089 Telefon: +43-1-71707 2828

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Dieser Bericht dient ausschließlich zur Information und stellt weder eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren dar.

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungsoder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Wir haften in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

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