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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Nov 24, 2011

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2011

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern 2011 Veränderung 2010
Monetäre Werte in € Millionen
Erfolgsrechnung 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Zinsüberschuss 2.724 0,6% 2.707
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -782 -14,4% -913
Provisionsüberschuss 1.125 3,3% 1.088
Handelsergebnis 293 13,5% 258
Verwaltungsaufwendungen -2.287 6,2% -2.153
Periodenüberschuss vor Steuern 1.032 3,5% 997
Periodenüberschuss nach Steuern 760 -10,9% 853
Konzern-Periodenüberschuss 745 -4,8% 783
Bilanz 30.9. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 28.376 31,8% 21.532
Forderungen an Kunden 81.321 7,5% 75.657
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.607 11,7% 33.659
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 68.936 19,6% 57.633
Eigenkapital 10.348 -0,5% 10.404
Bilanzsumme 148.368 13,1% 131.173
Kennzahlen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Return on Equity vor Steuern 13,6% -0,5 PP 14,1%
Return on Equity nach Steuern 10,0% -2,0 PP 12,0%
Konzern-Return on Equity 11,0% -1,4 PP 12,4%
Cost/Income Ratio 55,8% 2,6 PP 53,2%
Return on Assets vor Steuern 0,99% 0,08 PP 0,91%
Nettozinsspanne 2,61% 0,13 PP 2,48%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,36% -0,31 PP 1,67%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.9. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 80.433 6,4% 75.601
Gesamte Eigenmittel 12.196 -3,3% 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 8.068 6,4% 7.585
Überdeckungsquote 51,2% -15,1 PP 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 7,9% -1,0 PP 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 10,9% -1,2 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 8,7% -1,0 PP 9,7%
Eigenmittelquote 12,1% -1,2 PP 13,3%
Aktienkennzahlen 30.9. 30.9.
Gewinn je Aktie in € 3,06 -6,0% 3,25
Kurs in € 22,16 -35,2% 34,20
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 45,10 5,5% 42,75
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 19,19 -33,9% 29,01
Anzahl der Aktien in Millionen 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen 4.331 -35,2% 6.686
Ressourcen 30.9. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 60.247 0,8% 59.782
Geschäftsstellen 2.933 -0,9% 2.961

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

Inhalt

RBI im Überblick 3
RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Lagebericht des Konzerns 8
Entwicklung der Märkte 8
Finanz- und Ergebnisentwicklung 11
Ergebnis im Vorjahresvergleich 14
Ergebnis im Quartalsvergleich 19
Bilanzentwicklung 22
Risikomanagement 27
Ausblick 31
Segmentberichte 33
Segmente 33
Geschäftsbereiche 76
Konzernzwischenabschluss 83
Gesamtergebnisrechnung 83
Erfolgsentwicklung 85
Bilanz 86
Eigenkapitalveränderungsrechnung 87
Anhang 94
Impressum/Disclaimer 134

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit stellen die für die ersten drei Quartale 2010 herangezogenen Vergleichszahlen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderungswerte in den Tabellen basieren auf nicht gerundeten Ausgangswerten.

RBI im Überblick

Die Raiffeisen Bank International (RBI) ist in 17 Märkten Zentral- und Osteuropas (CEE) über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen als Universalbank tätig. Rund 57.000 Mitarbeiter betreuen in dieser Region in rund 3.000 Geschäftsstellen rund 13,7 Millionen Kunden. In Österreich ist die RBI eine der ersten Adressen unter den Kommerz- und Investmentbanken. Darüber hinaus ist sie als einzige österreichische Bank nicht nur in den Welt-Finanzzentren, sondern mit Filialen und Repräsentanzen auch in den Wachstumsmärkten Asiens präsent. Insgesamt beschäftigt die RBI rund 60.000 Mitarbeiter.

Märkte der RBI
in € Millionen Bilanzsumme Veränderung1 Geschäftsstellen Mitarbeiter
Polen 7.234 4,4% 116 3.149
Slowakei 9.453 5,4% 156 3.807
Slowenien 1.668 3,6% 17 342
Tschechische Republik 8.988 13,7% 128 3.171
Ungarn 8.290 -2,9% 144 3.188
Überleitung -25 2,0%
Segment Zentraleuropa 35.608 5,0% 561 13.657
Albanien 2.156 7,3% 104 1.378
Bosnien und Herzegowina 2.144 4,5% 98 1.583
Bulgarien 3.705 -2,2% 189 3.346
Kroatien 5.490 -6,3% 81 2.102
Kosovo 702 4,3% 52 717
Rumänien 6.292 1,0% 544 6.065
Serbien 2.214 4,0% 85 1.772
Überleitung -72 70,6%
Segment Südosteuropa 22.630 -0,3% 1.153 16.963
Segment Russland 13.975 12,3% 192 8.697
Belarus 1.347 -10,9% 96 2.234
Kasachstan 72 -3,1% 1 11
Ukraine 5.341 -3,7% 917 15.528
Überleitung -2
Segment GUS Sonstige 6.758 -5,2% 1.014 17.773
Segment Group Corporates 21.596 -8,0% 8
Segment Group Markets 28.565 5,0% 4 3.1572
Segment Corporate Center 52.695 93,9% 1
Überleitung -33.460 46,1%
Gesamt 148.368 13,1% 2.933 60.247

Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2010. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender

Wechselkurse zum Euro ab.

2 Eine Zuordnung der Mitarbeiter zu den Segmenten Group Corporates, Group Markets und Corporate Center ist nicht möglich.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Europäische Schuldenkrise belastet Kapitalmärkte

Die internationalen Kapitalmärkte waren im Berichtszeitraum vor allem von der europäischen Schuldenkrise geprägt. Defensive Anlageklassen wie Gold waren die Gewinner, während die Aktienmärkte angesichts der Gefahr einer erneuten Rezession in Teilen Europas und den USA unter hoher Volatilität und starken Kursverlusten litten. In der Eurozone suchte die Politik nach einer Lösung für die Staatsschuldenprobleme in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien. Mit Anleihekäufen durch die Europäische Zentralbank sollte verhindert werden, dass die Risikoprämien für spanische und italienische Staatsanleihen weiter steigen. Dennoch stuften die Rating-Agenturen ihre Bewertungen für Italien und Spanien weiter herab.

Dieses Umfeld führte auch zu Unsicherheiten im Bankensektor und spiegelt sich etwa in der Herabstufung der Kreditwürdigkeit italienischer, spanischer und britischer Banken wider. Hinzu kamen Wertberichtigungen, die einige europäische Banken vornehmen mussten.

Zu einer weiteren Belastung für in Ungarn aktive Finanzdienstleister führte das im September im Budapester Parlament verabschiedete Fremdwährungsgesetz. Es sieht für ungarische Privatpersonen die Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung ihrer Fremdwährungskredite zu einem deutlich unter dem Marktkurs liegenden Wechselkurs vor. Die Differenz zum jeweils aktuellen Marktkurs müssen die Banken tragen. Nachdem Österreich und Ungarn bereits 2010 Bankensonderabgaben eingeführt haben, hat nun auch das slowakische Parlament eine solche die Substanz belastende Abgabe beschlossen.

Entwicklung der RBI-Aktie

Auch die Aktie der RBI konnte sich dem insgesamt schwierigen Umfeld nicht entziehen. Den höchsten Schlusskurs erreichte sie im abgelaufenen Quartal mit € 37,00 am 1. Juli, den tiefsten mit € 19,19 am 23. September. Dieser Rückgang stand im Einklang mit der Entwicklung anderer europäischer Bankaktien.

Mit Schlusskursen von € 35,54 am 30. Juni und € 22,16 am 30. September verzeichnete die Aktie im dritten Quartal 2011 insgesamt ein Minus von 37,7 Prozent. Der EURO STOXX Banks und der ATX

büßten im selben Zeitraum 34,3 Prozent bzw. 29,6 Prozent ein. Nach dem 30. September fiel die Aktie der RBI und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 21. November bei € 15,34. Damit ging der Kurs zwischen dem Beginn des vierten Quartals und Redaktionsschluss aufgrund der allgemein sehr schwachen Entwicklung der Bankaktien um insgesamt 30,8 Prozent zurück.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

In einer Telefonkonferenz präsentierte der Vorstand am 25. August das Halbjahresergebnis 2011 und stellte sich den Fragen der mehr als 180 Teilnehmer. Gegen Ende des dritten Quartals absolvierte das Management der RBI eine zweiwöchige Roadshow. Zum Auftakt lud die RBI am 15. September zu einem Analysten-Lunch mit mehr als 50 Teilnehmern in Wien. Anschließend nahm der Vorstand an einer Reihe von Präsentationen in London, Warschau, Washington und New York teil, um zahlreiche interessierte Investoren und Analysten persönlich über die RBI und die aktuellen Entwicklungen zu unterrichten. Weitere Roadshows wurden in London, Mailand und Paris abgehalten.

Die RBI ist bemüht, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie seit Anfang 2010 auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtigen Veranstaltungen als so genannte Webcasts online bereit. Diese können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen abgerufen werden.

Aktienkennzahlen

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 – bis zum 12. Oktober 2010 als Aktie der Raiffeisen International – an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Kurs zum 30. September 2011 € 22,16
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2011 € 37,00 / € 19,19
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. September 2011 € 3,06
Marktkapitalisierung zum 30. September 2011 € 4,331 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2011 306.828 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2011 € 553 Millionen
Streubesitz zum 30. September 2011 21,5%

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2011 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Individual-Rating
Moody's Investors Service A1 P-1 stable D+
Standard & Poor's A A-1 negative n/a
Fitch Ratings A F1 stable bbb

Finanzkalender 2012

1. März 2012 Beginn der Quiet Period
29. März 2012 Geschäftsbericht 2011, Analystenkonferenz, Conference Call
30. März 2012 RBI Investor Presentation, London
10. Mai 2012 Beginn der Quiet Period
24. Mai 2012 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
20. Juni 2012 Hauptversammlung
27. Juni 2012 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
15. August 2012 Beginn der Quiet Period
29. August 2012 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
14. November 2012 Beginn der Quiet Period
28. November 2012 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Group Investor Relations

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71707 2089 Telefax: +43-1-71707 2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien Österreich

Lagebericht des Konzerns

Entwicklung der Märkte

CEE-Wachstum über Eurozone

Während sich die einzelnen Regionen Zentral- und Osteuropas (CEE) 2010 stark unterschiedlich entwickelten und vor allem Südosteuropa (SEE) in der Rezession blieb, werden 2011 voraussichtlich wieder alle Regionen Wirtschaftswachstum aufweisen. Dieses wird den Erwartungen zufolge in CEE im Jahr 2011 insgesamt um etwa 1,9 Prozentpunkte über dem der Eurozone liegen, in den kommenden Jahren wird der Abstand voraussichtlich etwa 2 Prozentpunkte betragen.

Die Region Zentraleuropa (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) erholte sich 2010 von der Krise und wies insgesamt ein Wachstum von 3,0 Prozent aus. Während die Slowakei und Polen mit Wachstumsraten von 4,0 bzw. 3,8 Prozent positiv hervorstachen, verlief die Entwicklung in Ungarn und Slowenien mit plus 1,3 bzw. 1,2 Prozent deutlich langsamer. Haupttreiber des Wachstums blieben dabei vor allem die in die Eurozone gehenden Exporte, die Inlandsnachfrage hingegen leistete bislang nur einen geringen Beitrag. Für 2011 wird für die Region ein weitgehend robustes Wachstum von 3,0 Prozent erwartet. Ausgehend von der Eurozone setzte allerdings bereits eine Konjunktureintrübung ein, sodass für 2012 in Zentraleuropa von einer Verflachung des Wachstums auszugehen ist.

In den Märkten Südosteuropas (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien) verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich: Während Rumänien und Serbien im zweiten Quartal 2011 erneut eine leichte Abschwächung verzeichneten, erholten sich Bulgarien und Kroatien in dieser Periode etwas. Die kroatische Wirtschaft war allerdings im ersten Quartal noch geschrumpft. Nachdem die Wirtschaftsleistung in Südosteuropa 2010 um 0,8 Prozent zurückging, wird für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,0 Prozent erwartet. Allerdings bremsen die zögerliche Kreditvergabe, die hohe Arbeitslosigkeit sowie das geringe Lohnwachstum die Haushaltsnachfrage, und die weiterhin ungelöste Staatsschuldenkrise trübt das Investitionsklima ein. Da die Region Südosteuropa intensive Handelsbeziehungen zu den Ländern der Eurozone unterhält, wird sie durch die erwartete Rezession in den europäischen Peripheriestaaten in Mitleidenschaft gezogen werden. Aus diesem Grund wird für 2012 neuerlich nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,4 Prozent erwartet.

Die hohen Öl- und Rohstoffpreise unterstützten auch 2011 das Wachstum in der Region GUS (Belarus, Russland und Ukraine). Die im Vergleich zur Gesamtregion CEE deutlich höheren Wachstumsraten von 4,1 Prozent 2010 und voraussichtlich 3,9 Prozent 2011 können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die GUS bislang nicht wieder an die Boomphase 2000 bis 2007 anknüpfen konnte und auch in den kommenden Jahren dürften durchschnittliche annualisierte Wachstumsraten von 7,2 Prozent nicht wiederholt werden können.

Nach Ländern betrachtet ist insbesondere Russland stark vom Erdölpreis abhängig. Für 2012 wird hier trotz einer Stützung der privaten Haushaltsnachfrage vor den Präsidentschaftswahlen nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent gerechnet. In der Ukraine ist die Wiederaufnahme des seit dem Frühjahr 2011 ausgesetzten IWF-Hilfsprogramms von hoher Bedeutung. Eine Einigung mit dem IWF würde Investoren beruhigen und damit die Finanzierung des Haushaltsdefizits erleichtern. Bei einer Verschlechterung des Import-/Exportverhältnisses oder einer Verschärfung der Kapitalmarktturbulenzen würde die Beibehaltung des Fixkurses der ukrainischen Hryvna zum US-Dollar auf die Probe gestellt. Belarus wird auch 2012 mit den Folgen der Währungs- und Liquiditätskrise zu kämpfen

haben. Nach einer Abwertung des belarussischen Rubels um zwei Drittel und einer Verdoppelung der Preise im Jahr 2011 muss die Regierung nun die Abwertungs- und Inflationsängste in den Griff bekommen. Gleichzeitig ist für 2012 mit einem starken Wachstumsrückgang, wenn nicht sogar mit einer Rezession zu rechnen. Die Gewährung eines IWF-Kredits scheint unwahrscheinlich, während Russland zumindest geringfügige Finanzhilfen zur Verfügung stellen dürfte.

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Land 2010 2011e 2012f 2013f
CE Polen 3,8 3,9 2,2 3,3
Slowakei 4,0 3,3 -0,5 2,5
Slowenien 1,2 1,2 -1,5 1,5
Tschechische Republik 2,2 1,9 -1,2 1,2
Ungarn 1,3 1,5 -2,0 1,5
CE 3,0 3,0 0,5 2,4
SEE Albanien 3,9 3,0 2,5 3,5
Bosnien und Herzegowina 0,7 1,9 0,0 2,0
Bulgarien 0,2 2,0 1,2 2,5
Kroatien -1,2 0,5 -1,0 1,5
Kosovo 4,0 4,0 3,0 4,0
Rumänien -1,9 2,5 0,5 2,5
Serbien 1,0 2,0 1,0 2,0
SEE -0,8 2,0 0,4 2,3
GUS Belarus 7,6 6,0 0,0 3,0
Russland 4,0 3,8 3,2 4,0
Ukraine 4,2 4,7 3,5 4,0
GUS 4,1 3,9 3,1 4,0
CEE 3,2 3,4 2,0 3,3
Österreich 2,3 3,2 -0,5 1,5
Deutschland 3,6 2,9 -0,8 1,4
Eurozone 1,7 1,5 -1,0 1,1

Auswirkungen auf den Bankensektor

In den meisten CEE-Märkten hat sich der Anstieg der notleidenden Kredite 2011 deutlich abgeschwächt. Der Bankensektor in CEE ist aber angesichts weiterhin hoher Kreditausfallraten, des gestiegenen Erfordernisses lokaler Refinanzierung und steigender regulatorischer Anforderungen in einer Umbruchphase: Während die Bankenaktiva in der Vorkrisenzeit (2005 bis 2008) Jahr für Jahr kräftig zulegten, kam es 2009, 2010 und 2011 in den meisten CEE-Bankenmärkten eher zu einer Stagnation bzw. zu einem leichten Rückgang. Vor allem bei der Vergabe von Krediten, insbesondere Konsumentenkrediten, hielten sich die Banken deutlich zurück. Langfristig wird aber wieder ein Wachstum des Bankensektors erwartet, da vor allem die großen Bankenmärkte in CEE (etwa Polen, Russland, die Slowakei und die Tschechische Republik) in Bezug auf Kredite und Bankensektordienstleistungen noch erhebliches Potenzial aufweisen. Die Wachstumsraten dürften allerdings vorerst nicht mehr das Niveau wie zu Boomzeiten erreichen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist das mittel- bis langfristig jedoch positiv zu beurteilen, da eine erneute Überhitzung im Bankensektor damit unwahrscheinlicher wird.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Die in diesem Bericht herangezogenen Vergleichszahlen für die ersten drei Quartale 2010 und den Stichtag 30. September 2010 stellen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung der Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB zum 1. Jänner 2010 dar.

Die Entwicklung der RBI war im dritten Quartal 2011 von zwei wesentlichen Aspekten geprägt: Das Ergebnis wurde zum einen durch die Sorgen um die Finanzwirtschaft im Zusammenhang mit den Staatsschuldenproblemen in einigen Ländern der Eurozone belastet, die in einer Ausweitung der Credit Spreads mündeten. Zum anderen verschlechterten sich die Aussichten in Ungarn – hervorgerufen teils durch Maßnahmen auf politischer Ebene (per Gesetz begünstigte vorzeitige Tilgung von Fremdwährungskrediten), teils durch einen weiteren Rückgang der Qualität des Kreditportfolios in den ungarischen Konzerneinheiten. Dieser wurde sowohl durch den hohen Verschuldungsgrad der ungarischen Gemeinden als auch durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Ungarn verursacht.

Die Staatsschuldenkrise verstärkte die Volatilität auf den Finanzmärkten und spiegelte sich bei der RBI in Bewertungsverlusten bei Wertpapieren und Beteiligungen (minus € 146 Millionen) und ebensolchen Gewinnen bei zu Absicherungszwecken eingegangenen derivativen Finanzinstrumenten (€ 149 Millionen) wider. Durch die veränderte Situation in Ungarn war im dritten Quartal eine deutliche Erhöhung der Kreditrisikovorsorgen für das Land um € 258 Millionen notwendig. Ergebnisbelastend wirkten sich zudem die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sowie die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn aus. Die für den Berichtszeitraum ausgewiesenen Steuern waren, auch bedingt durch latente Steueraufwendungen in Ungarn, überproportional hoch.

Betriebsergebnis durch Bankenabgaben beeinflusst

Trotz eines stabilen Zinsüberschusses und einer positiven Entwicklung bei Handelsergebnis und Provisionserträgen lag das Betriebsergebnis für die ersten neun Monate 2011 mit € 1.813 Millionen um 4 Prozent oder € 84 Millionen unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe für diesen Rückgang waren die um 6 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen – insbesondere durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten – sowie die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn von insgesamt € 95 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: € 31 Millionen).

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen insgesamt rückläufig, aber durch Ungarn belastet Während in den meisten Märkten aufgrund des verbesserten Umfelds ein deutlicher Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu verzeichnen war, verdoppelte sich der Bedarf in Ungarn im Jahresvergleich auf € 373 Millionen. Dennoch fielen die Vorsorgen auf Konzernebene um 14 Prozent auf € 782 Millionen. Deutliche Verbesserungen ergaben sich in den Segmenten Russland (minus 75 Prozent), GUS Sonstige (minus 56 Prozent) und Group Corporates (minus 49 Prozent). Der Rückgang war vor allem eine Folge des verbesserten Umfelds für Geschäftskunden: Im Geschäftsbereich Corporate Customers sanken die Nettodotierungen um 24 Prozent auf € 309 Millionen, bei Retailkunden gingen sie infolge der erwähnten Probleme in Ungarn nur um 2 Prozent auf € 489 Millionen zurück.

NPL Ratio um 0,6 Prozentpunkte verbessert

Die Wachstumsdynamik der notleidenden Kredite schwächte sich im Verlauf der letzten Quartale zwar ab, der Stand an Non-Performing Loans blieb jedoch mit einem Zuwachs von € 31 Millionen auf

€ 6.821 Millionen im Vergleich zum Jahresende auch aufgrund von Währungseffekten weitgehend unverändert. Während vor allem in den Segmenten Russland (minus 19 Prozent) und Group Corporates (minus 16 Prozent) Rückgänge zu verzeichnen waren, kam es in Südosteuropa und Zentraleuropa zu einem Anstieg der Non-Performing Loans um 18 bzw. 3 Prozent. Während die Zuwächse in Serbien und Kroatien durch einige Einzelfälle bei Großkunden verursacht waren, zeichneten in der Tschechischen Republik vor allem Retailkunden für den Anstieg verantwortlich.

Die Non-Performing Loan Ratio (Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) ging im Vergleich zum Jahresende 2010 um 0,6 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent zurück. Die Coverage Ratio (Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den Non-Performing Loans) verbesserte sich weiter um 4,2 Prozentpunkte auf 70,5 Prozent.

Periodenüberschuss vor Steuern mit 4 Prozent über Vorjahr

Trotz des schwächeren dritten Quartals erhöhte sich das Vorsteuerergebnis im Jahresvergleich um 4 Prozent oder € 35 Millionen, womit es nach neun Monaten € 1.032 Millionen erreichte. Ursächlich für den nur noch schwachen Zuwachs im dritten Quartal waren höhere Kreditrisikovorsorgen in Ungarn sowie marktbedingte Bewertungsverluste bei Wertpapieren.

Konzernergebnis durch höhere Steuern belastet

Ein Anstieg um € 128 Millionen auf € 272 Millionen ergab sich bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag. Dafür waren in erster Linie höhere Gewinne in den Konzerneinheiten verantwortlich, zudem erhöhten sich die latenten Steueraufwendungen auf Bewertungsgewinne. Für die Verluste in Ungarn konnten nur zu einem geringen Teil entsprechende aktivseitige latente Steuern angesetzt werden.

Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile fiel aufgrund der Verluste in Ungarn um 80 Prozent auf € 14 Millionen. Die ungarischen Konzerneinheiten haben einen Fremdanteil von rund 30 Prozent, wodurch sich ein Verlustanteil auf diese Fremdanteile von € 98 Millionen ergibt. Dadurch belief sich der Konzern-Periodenüberschuss für die ersten neun Monate 2011 auf € 745 Millionen und lag damit um 5 Prozent oder € 38 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie betrug € 3,06 nach € 3,25 in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Return on Equity vor Steuern auf Vorjahresniveau

Der Return on Equity vor Steuern für die ersten neun Monate 2011 blieb gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 13,6 Prozent nahezu unverändert (minus 0,5 Prozentpunkte). Das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital stieg durch Gewinnthesaurierungen um 7 Prozent auf € 10,1 Milliarden.

Liquiditätsbedingter Anstieg der Bilanzsumme um 13 Prozent

Seit Jahresbeginn erhöhte sich die Bilanzsumme um 13 Prozent oder € 17,2 Milliarden auf € 148,4 Milliarden, wobei Währungseffekte die Bilanzsumme um rund 1 Prozent reduzierten. Aktivseitig ergaben sich Zuwächse durch höhere kurzfristige Bankforderungen, teilweise durch Repo-Transaktionen, durch die die Forderungen an Kreditinstitute um € 6,8 Milliarden anstiegen. Die Forderungen an Kunden abzüglich der Kreditrisikovorsorgen wuchsen um € 5,4 Milliarden, überwiegend bedingt durch Kreditvergaben an Großkunden und Repo-Transaktionen mit Nichtbanken. Passivseitig ist der Zuwachs im Wesentlichen auf zwei Bilanzposten zurückzuführen: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um € 11,3 Milliarden, die hauptsächlich auf institutionelle Kunden und Firmenkunden (€ 9,4 Milliarden) sowie zu einem geringen Teil auf Privatkunden (€ 1,9 Milliarden) entfielen. Die Loan/Deposit Ratio (Deckung der Kundenkredite durch Kundeneinlagen) verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 13 Prozentpunkte auf 118 Prozent. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen durch kurzfristige Kundeneinlagen um € 3,9 Milliarden, während die verbrieften Verbindlichkeiten durch Rückzahlungen einiger Emissionen – insbesondere einer 2009 ausgegebenen staatsgarantierten Anleihe im Volumen von € 1,5 Milliarden – um € 1,4 Milliarden zurückgingen.

Eigenkapital nahezu unverändert

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals der nicht beherrschenden Anteile reduzierte sich gegenüber dem Jahresbeginn um 1 Prozent oder € 56 Millionen auf € 10.348 Millionen. Einem Zuwachs durch den Periodenüberschuss nach Steuern von € 760 Millionen standen Rückgänge durch Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2010 von insgesamt € 463 Millionen und durch das sonstige Ergebnis von minus € 379 Millionen gegenüber. Das sonstige Ergebnis war durch eine negative Währungsdifferenz von € 335 Millionen aufgrund der Abwertungen in Russland, Belarus und Polen bestimmt. Ein weiteres Minus von € 36 Millionen (nach Berücksichtigung latenter Steuern) ergab sich durch die ergebniswirksame Ausbuchung des Bewertungsergebnisses aus dem Cash-Flow Hedging, die infolge der Beendigung dieser Absicherungsaktivitäten notwendig wurde.

Das Ergebnis im Vorjahresvergleich

Im Berichtszeitraum wurden fünf Tochterunternehmen aufgrund von Unwesentlichkeit endkonsolidiert. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, da die Veränderungen auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung keinen wesentlichen Einfluss hatten. Die der Erfolgsrechnung zugrunde liegenden Durchschnittskurse entwickelten sich wie folgt: Die tschechische Krone wertete um 4 Prozent auf, und der ungarische Forint legte um 1 Prozent zu. Umgekehrt werteten der belarussische Rubel um 32 Prozent, die ukrainische Hryvna um 6 Prozent sowie der albanische Lek, der russische Rubel und die kroatische Kuna um jeweils 2 Prozent ab. Der US-Dollar fiel im Jahresabstand um 6 Prozent.

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 2.724 2.707 16 0,6%
Provisionsüberschuss 1.125 1.088 36 3,3%
Handelsergebnis 293 258 35 13,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -42 -5 -37 >500,0%
Betriebserträge 4.099 4.049 50 1,2%
Personalaufwand -1.141 -1.057 -84 7,9%
Sachaufwand -884 -853 -31 3,7%
Abschreibungen -262 -243 -19 7,9%
Verwaltungsaufwendungen -2.287 -2.153 -134 6,2%
Betriebsergebnis 1.813 1.897 -84 -4,4%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss stieg in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 1 Prozent oder € 16 Millionen auf € 2.724 Millionen und lieferte mit 67 Prozent erneut den wichtigsten Beitrag zu den Betriebserträgen.

Wesentlicher Treiber der Entwicklung war die Nettozinsspanne (Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme), die um 13 Basispunkte auf 2,61 Prozent stieg. Die Zinsmargen stiegen dabei in allen Segmenten mit Ausnahme von GUS Sonstige. In der Ukraine reduzierten ein Volumenrückgang bei den Kundenkrediten sowie die Abwertung der Währung das Zinsergebnis. In Russland verbesserte sich die Zinsmarge um 30 Basispunkte, wofür das Neugeschäft und eine günstigere Refinanzierung verantwortlich waren. Auch volumenbedingt ergab sich in Russland ein Plus im Zinsergebnis. Die Forderungen an Kunden stiegen im Jahresabstand konzernweit um 9 Prozent oder € 5.664 Millionen auf € 81.321 Millionen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3 Prozent oder € 36 Millionen auf € 1.125 Millionen. Den größten Beitrag lieferte dazu mit € 453 Millionen das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das damit um € 14 Millionen über dem Vorjahreswert lag. Maßgeblich dafür verantwortlich waren Preisanpassungen bei Kartengebühren in der Tschechischen Republik. Positiv entwickelte sich auch das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft mit einem Anstieg von 7 Prozent oder € 15 Millionen auf € 221 Millionen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft blieb gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres stabil bei € 242 Millionen. Die größten Beiträge lieferten hier Polen, Ungarn und Russland. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft sank um 2 Prozent oder € 2 Millionen auf € 93 Millionen, während das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds um 5 Prozent stieg. Das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten blieb auf Vorjahresniveau. Demgegenüber ging das Ergebnis aus dem Kreditderivatgeschäft um € 3 Millionen zurück, da die Bestandsprovisionen aufgrund sinkender Volumina abnahmen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 14 Prozent oder € 35 Millionen auf € 293 Millionen. Dabei verdoppelte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft auf € 163 Millionen nahezu. Am stärksten stieg hier das Ergebnis im Segment GUS Sonstige, dessen Zuwachs von € 31 Millionen hauptsächlich aus Belarus stammte. Verantwortlich dafür waren Bewertungsgewinne von € 30 Millionen aus einer strategischen Währungsposition, die zur teilweisen Absicherung des Eigenkapitals besteht, und die durch die starke Abwertung des belarussischen Rubels verursacht wurden. Ebenso stieg das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft aufgrund von Bewertungsgewinnen aus Währungsswaps in Russland um

€ 34 Millionen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verringerte sich hingegen um € 80 Millionen. Insbesondere lag hier das Ergebnis in Russland um € 54 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres, der durch Wertaufholungen bei Zinsprodukten allerdings überdurchschnittlich hoch gewesen war. Ebenso lag das Bewertungsergebnis aus Zinsswaps aufgrund der Verflachung der Zinskurve in den Segmenten Group Markets und Group Corporates unter dem Vorjahresniveau.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis reduzierte sich von minus € 5 Millionen per 30. September 2010 auf minus € 42 Millionen in der Berichtsperiode. Hauptgrund dafür war die 2011 erstmals eingehobene Bankenabgabe in Österreich (€ 62 Millionen). Darüber hinaus erfolgte eine Abschreibung des Goodwill für die ungarische Raiffeisen Bank Zrt. im Ausmaß von € 3 Millionen. Das Ergebnis aus Investment Property inklusive Operating Leasing (Immobilien) stieg hingegen im Vorjahresvergleich um € 9 Millionen, vorwiegend aufgrund neuer Leasingverträge in Kroatien und einer neuen Konzerneinheit in Russland. Mit einem Plus von € 9 Millionen auf € 31 Millionen leisteten auch die Nettoerlöse aus bankfremden Tätigkeiten einen positiven Beitrag. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gingen die

Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Rechtsfälle um € 6 Millionen auf € 1 Million zurück.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 Prozent oder € 134 Millionen auf € 2.287 Millionen. Die Cost/Income Ratio stieg dadurch um 2,6 Prozentpunkte auf 55,8 Prozent.

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

Der Personalaufwand – mit einem Anteil von 50 Prozent die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen – erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Prozent oder € 84 Millionen. Dieser Anstieg wurde insbesondere durch marktbedingte Gehaltsanpassungen und Bonuszahlungen in einigen Märkten sowie durch gesetzliche Änderungen bei den Sozialabgaben in Russland und der Slowakei verursacht. In der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine führte die steigende Zahl der Mitarbeiter zu einer Zunahme des Personalaufwands, in der Tschechischen Republik vor allem durch den Ausbau des Filialnetzes und Investitionen in höherwertige Bankberatung bedingt. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 60.006 und lag damit um 963 Personen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Der Sachaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent oder € 31 Millionen. Die größten Zuwächse ergaben sich hier beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (plus 18 Prozent), bei den Einlagensicherungen (plus 16 Prozent) und beim IT-Aufwand (plus 13 Prozent). Dagegen sank der Rechts- und Beratungsaufwand um 10 Prozent (€ 8 Millionen), nachdem im Vorjahr im Zusammenhang mit der Fusion der Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB deutlich höhere Aufwendungen angefallen waren. Zum 30. September 2011 betrug die Anzahl der Geschäftsstellen 2.933 und damit um 31 weniger als noch ein Jahr davor. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 16), Serbien (minus 13), Russland (minus 10) und Polen (minus 9). Demgegenüber kam es in der Tschechischen Republik (plus 18) und Rumänien (plus 2) zu einem Anstieg.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Prozent oder € 19 Millionen auf € 262 Millionen. Den größten Anstieg verzeichneten dabei die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit einem Plus von € 15 Millionen auf € 104 Millionen. Dies war einerseits auf eine – durch die Implementierung neuer Software bedingte – Verkürzung der Nutzungsdauer der zu ersetzenden Systeme zurückzuführen. Andererseits verursachten neue Software-Projekte in der Ukraine, Rumänien und Österreich zusätzliche Abschreibungen.

1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010 Veränderung Veränderung
in € Millionen absolut in %
Betriebsergebnis 1.813 1.897 -84 -4,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -782 -913 132 -14,4%
Übrige Ergebnisse 1 14 -13 -94,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 1.032 997 35 3,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -272 -144 -128 88,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 760 853 -93 -10,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -14 -70 55 -79,5%
Konzern-Periodenüberschuss 745 783 -38 -4,8%

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen betrugen nach neun Monaten € 782 Millionen. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode (€ 913 Millionen) einem Rückgang von 14 Prozent oder € 132 Millionen. Er begründet sich vor allem durch die wirtschaftliche Erholung in den meisten Märkten, die zu einer Verbesserung der Bonität der Kreditnehmer und dadurch zu einer geringeren Zunahme der notleidenden Kredite führte. Zudem hatte die RBI bereits während der Finanz- und Wirtschaftskrise aktive Maßnahmen zur Stabilisierung und Qualitätsverbesserung ihres Kreditportfolios eingeleitet, etwa durch die gezielte Restrukturierung von Krediten. Eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem ersten Halbjahr brachte allerdings die geänderte rechtliche Situation in Ungarn mit sich: Hier mussten erneut hohe Kreditrisikovorsorgen gebildet werden, sodass der Gesamtbestand gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um insgesamt € 247 Millionen zunahm. Darin sind € 52 Millionen an Vorsorgen enthalten, die aufgrund des vom ungarischen Parlaments beschlossenen Gesetzes über die Möglichkeit der vorzeitigen Rückführung von Fremdwährungskrediten zu begünstigten Wechselkursen (zulasten der Banken) gebildet wurden. Dieser Wert entspricht einer angenommenen Rückzahlungsquote von rund 15 Prozent.

Von den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen entfielen € 687 Millionen auf Einzelwertberichtigungen, um € 248 Millionen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor allem für Kommerzkunden mussten geringere Vorsorgen gebildet werden, während die Portfolio-Wertberichtigungen in Ungarn um € 119 Millionen anstiegen. Davon betroffen war vor allem der Privatkundenbereich. Aus dem Verkauf oder der Beendigung von Krediten wurden € 6 Millionen erlöst.

Die Verbesserung beim Wertberichtigungsbedarf spiegelte sich auch in der Neubildungsquote – sie setzt die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – wider, die gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 31 Basispunkte auf 1,36 Prozent zurückging. Zum Jahresende 2010 hatte sie noch 1,66 Prozent betragen.

Der Stand der notleidenden Kredite belief sich zum 30. September auf € 6.821 Millionen und lag damit unter Berücksichtigung der Währungseffekte um € 31 Millionen über dem Wert zum Jahresende 2010. Die NPL Ratio – das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den gesamten Forderungen an Kunden – verbesserte sich volumenbedingt um 0,6 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Den notleidenden

Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 4.811 Millionen gegenüber. Dies ergibt eine Deckungsquote von 70,5 Prozent, die sich damit gegenüber dem Jahresende 2010 um 4,2 Prozentpunkte verbessert hat.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse – sie besteht aus dem Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen – sank in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 13 Millionen auf € 1 Million. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten stieg dabei um € 276 Millionen auf € 149 Millionen, vor allem aufgrund von Bewertungsgewinnen aus zu Absicherungszwecken gehaltenen Derivaten der Konzernzentrale.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte von € 136 Millionen in der Vorjahresperiode auf minus € 146 Millionen zum 30. September 2011. Hauptgrund dafür war ein negatives Bewertungs- und Veräußerungsergebnis aus zum Marktwert bewerteten Wertpapieren, das aus den Turbulenzen auf den Anleihemärkten vor allem im dritten Quartal resultierte. Ein weiterer Faktor war eine Abschreibung auf eine Beteiligung im Ausmaß von € 59 Millionen, die sich aus einem in eine Beteiligung umgewandelten Kreditengagement ergab. Ihr stand jedoch eine Auflösung von Kreditrisikovorsorgen in gleicher Höhe gegenüber.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen – fünf Tochterunternehmen schieden aufgrund von Unwesentlichkeit aus dem Konsolidierungskreis aus – betrug im dritten Quartal 2011 minus € 3 Millionen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war durch die Endkonsolidierung von 47 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen ein Ergebnis von € 5 Millionen erzielt worden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand belief sich in der Berichtsperiode auf € 272 Millionen, denen € 144 Millionen für die Vergleichsperiode des Vorjahres gegenüberstehen. Die Steuerquote lag bei 26 Prozent (Vergleichsperiode des Vorjahres: 15 Prozent). Diese Erhöhung liegt vor allem im latenten Steueraufwand begründet, der zum Ende des dritten Quartals € 27 Millionen erreichte, während im Vorjahr noch ein latenter Steuerertrag von € 76 Millionen verbucht worden war. Latente Steuern sind zum Ausgleich von Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz zu bilden: So waren in den ersten drei Quartalen 2010 positive latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen von Derivaten und eigenen Emissionen aktiviert worden, in den ersten drei Quartalen 2011 hingegen war ein latenter Steueraufwand auf Bewertungsgewinne, vor allem auf solche aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten, anzusetzen. Darüber hinaus hatten die in Ungarn erlittenen Verluste einen negativen Effekt auf die Steuerquote, da sie nur zum Teil mit aktiven latenten Steuern aufgerechnet werden konnten. Der Anstieg des laufenden Steueraufwands wurde einerseits durch höhere Ergebnisse in Polen und Russland, andererseits durch Steuernachzahlungen für Vorperioden in Österreich verursacht.

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q3/2011 Q2/2011 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 943 897 46 5,1%
Provisionsüberschuss 388 380 8 2,1%
Handelsergebnis 37 133 -96 -72,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -15 -3 -13 493,3%
Betriebserträge 1.352 1.407 -55 -3,9%
Personalaufwand -385 -376 -9 2,3%
Sachaufwand -298 -300 2 -0,7%
Abschreibungen -90 -86 -5 5,4%
Verwaltungsaufwendungen -772 -761 -11 1,5%
Betriebsergebnis 579 646 -66 -10,3%

Operatives Ergebnis

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss stieg im Quartalsvergleich im Wesentlichen volumenbedingt um 5 Prozent oder € 46 Millionen. Auch die Zinsmarge erhöhte sich konzernweit um 5 Basispunkte auf 2,64 Prozent. Den größten Zuwachs verbuchten die Segmente Russland, GUS Sonstige und Group Corporates. In Russland und GUS Sonstige resultierte der höhere Zinsüberschuss aus einer deutlichen Zunahme der Firmenkundenportfolios. Im Segment Group Corporates wiederum beruhte der Anstieg auf einer Ausweitung der Geschäftsaktivitäten sowie einer Verbesserung der Margen durch den Verkauf von Kreditfinanzierungen an die RZB im Vorjahr. Dem verbesserten Zinsergebnis liegt eine – vorwiegend durch einen Anstieg im Kundengeschäft sowie durch Repo-Geschäfte bedingt – höhere durchschnittliche Bilanzsumme zugrunde.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss wuchs gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozent oder € 8 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr verbesserte sich dabei um € 6 Millionen infolge einer Zunahme der Transaktionsanzahl, sowie aufgrund von höheren Volumina und einer adaptierten Preispolitik in der Tschechischen Republik. Weiters stieg das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft um € 10 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis sank um 72 Prozent oder € 96 Millionen auf € 37 Millionen. Hauptgrund dafür war ein Rückgang im Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 63 Millionen. In Belarus sank das Handelsergebnis um € 30 Millionen aufgrund des überdurchschnittlichen Ergebnisses im zweiten Quartal, verursacht durch Bewertungsgewinne aus einer strategischen Währungsposition, die zur teilweisen Absicherung des Eigenkapitals besteht. Ebenso reduzierte sich das Ergebnis in Russland und Ungarn. Das Ergebnis aus dem aktien- und indexbasierten Geschäft im Segment Group Markets reduzierte sich großteils aufgrund von Bewertungsverlusten um € 20 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug im dritten Quartal minus € 15 Millionen nach minus € 3 Millionen im Vorquartal. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren das niedrigere Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten, ein Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Russland sowie die Wertminderung des Goodwill der Raiffeisen Bank Zrt. in Ungarn um € 3 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im dritten Quartal mit € 772 Millionen um € 11 Millionen über dem Wert des Vorquartals. Am stärksten stieg hier der Personalaufwand (plus € 8 Millionen auf € 385 Millionen) durch höhere Bonusabgrenzungen in Zentraleuropa. Der Sachaufwand blieb mit € 298 Millionen nahezu unverändert auf dem Niveau des zweiten Quartals von € 300 Millionen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um € 5 Millionen auf € 90 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch eine Wertminderung für ein Software-Projekt in Russland.

in € Millionen Q3/2011 Q2/2011 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Betriebsergebnis 579 646 -66 -10,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -377 -197 -180 91,4%
Übrige Ergebnisse -49 25 -74
Periodenüberschuss vor Steuern 153 474 -320 -67,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -71 -101 31 -30,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 82 372 -290 -77,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 48 -27 75
Konzern-Periodenüberschuss 130 345 -215 -62,3%

Konzern-Periodenüberschuss

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Seit Jahresbeginn blieben die notleidenden Kredite praktisch unverändert, ein leichter organischer Anstieg wurde durch Währungseffekte überkompensiert. Dabei entwickelten sich die einzelnen Märkte der RBI jedoch uneinheitlich. Im dritten Quartal war in Summe ein währungsbereinigter Anstieg der Non-Performing Loans um € 122 Millionen zu verbuchen. Zuwächse ergaben sich dabei vor allem in Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen und Kroatien, während sich in Österreich und Russland der rückläufige Trend fortsetzte. Verbesserte Rückzahlungsquoten, hervorgerufen durch die günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Märkten, trugen 2011 insgesamt zu einem geringeren Vorsorgebedarf bei. Der Sonderfall Ungarn führte im dritten Quartal zu deutlichen Zuwächsen bei den Kreditrisikovorsorgen. In Summe stiegen die Nettodotierungen um € 180 Millionen auf € 377 Millionen, in denen allein für Ungarn € 258 Millionen enthalten sind. Insgesamt trugen verbesserte Rückzahlungsquoten, hervorgerufen durch die günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Märkten, zu einem geringeren Vorsorgebedarf bei. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen stiegen im Quartalsvergleich um 19 Prozent oder € 40 Millionen an, während – wiederum wegen der Lage in Ungarn – der Anstieg bei den Portfolio-Wertberichtigungen im dritten Quartal € 140 Millionen betrug. Im Vorquartal waren hier netto noch Auflösungen von € 16 Millionen zu verzeichnen gewesen.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse sanken im Quartalsvergleich um € 74 Millionen auf minus € 49 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und designierten Verbindlichkeiten erhöhte sich verursacht durch Bewertungsgewinne aus Bankbuch-Derivaten in der Konzernzentrale um € 71 Millionen auf € 108 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank aufgrund eines geringeren Bewertungs- und Veräußerungsergebnisses aus marktbewerteten Wertpapieren und der negativen Entwicklung des Bewertungsergebnisses aus Unternehmensanteilen gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um € 145 Millionen auf minus € 158 Millionen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die RBI verzeichnete im dritten Quartal einen Steueraufwand von € 71 Millionen (zweites Quartal 2011: € 101 Millionen). Dieser Rückgang ist durch rückläufige Quartalsgewinne, insbesondere in Ungarn, sowie die im zweiten Quartal 2011 gebildete Steuerrückstellung in Österreich begründet. Die Steuerquote lag im dritten Quartal bei 46 Prozent (zweites Quartal 2011: 21 Prozent).

Konzern-Periodenüberschuss

Der Konzern-Periodenüberschuss fiel im Quartalsvergleich um 62 Prozent auf € 130 Millionen. Dies wurde im Wesentlichen durch die Verluste in Ungarn verursacht, durch die auch das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile von minus € 27 Millionen auf plus € 48 Millionen drehte. Auf die rund 30 Prozent Fremdanteile in Ungarn entfiel ein Verlust von € 93 Millionen.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI betrug zum 30. September 2011 € 148,4 Milliarden und erhöhte sich damit im Vergleich zum Jahresende 2010 um 13 Prozent oder € 17,2 Milliarden. Aktivseitig war der Anstieg von Zuwächsen bei den Forderungen an Banken und Kunden verursacht. Auch der Bestand der Handelsaktiva und -passiva nahm aufgrund der gestiegenen Bewertungen der derivativen Geschäfte zu. Passivseitig resultiert die Erhöhung hauptsächlich aus Kundeneinlagen und aus Einlagen von Banken.

Die der Bilanz zugrunde liegenden Stichtagskurse entwickelten sich seit Jahresbeginn uneinheitlich: Zu Abwertungen kam es beim belarussischen Rubel (minus 48 Prozent), polnischen Zloty (minus 10 Prozent), russischen Rubel (minus 6 Prozent), ungarischen Forint (minus 5 Prozent) und der ukrainischen Hryvna (minus 3 Prozent). Hingegen werteten der serbische Dinar um 4 Prozent und die tschechische Krone um 1 Prozent auf. Insgesamt reduzierten Währungseffekte die Bilanzsumme um rund 1 Prozent.

Aktiva

Der größte Teil der Aktivseite entfällt auf Forderungen an Kunden, die 52 Prozent der Bilanzsumme ausmachen. Sie stiegen vor Abzug der Wertberichtigungen im Vergleich zum Jahresultimo 2010 um 8 Prozent oder € 5,7 Milliarden, was vor allem auf Kredite an Kommerzkunden zurückzuführen ist, die um € 5,5 Milliarden auf € 58,6 Milliarden zunahmen. Dazu trug vor allem das Neugeschäft in Österreich und Russland bei. Das Volumen der Kredite an Retail-Kunden wuchs in Summe um € 0,3 Milliarden auf € 21,4 Milliarden. Dabei entwickelte es sich in den einzelnen Märkten unterschiedlich: Zuwächsen in Russland und der Slowakei standen Rückgänge in Belarus (währungsbedingt), der Ukraine und Ungarn gegenüber.

Die Loan/Deposit Ratio verbesserte sich wegen des starken Einlagenzuwachses gegenüber dem Jah-

resultimo um 13 Prozentpunkte auf 118 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen marginal auf € 5,0 Milliarden und betrafen überwiegend Forderungen an Kunden.

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um € 6,8 Milliarden oder 32 Prozent auf € 28,4 Milliarden. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Veranlagung kurzfristiger Liquidität bei Geschäftsbanken – und hier wiederum zum Teil auf Repo-Transaktionen – zurückzuführen. Höhere Forderungsbestände wiesen insbesondere die Konzernzentrale in Österreich (plus € 3,8 Milliarden, davon € 2,8 Milliarden Repo-Geschäfte) sowie Russland, die Tschechische Republik und Singapur aus.

Die Veranlagungen in Wertpapieren und Beteiligungen gingen gegenüber dem Jahresende 2010 um 4 Prozent oder € 0,8 Milliarden auf € 18,8 Milliarden zurück. Abreifungen von Wertpapieren der Kategorie Held-to-Maturity waren vor allem in Österreich und der Slowakei zu verzeichnen. Zu Marktwerten bilanzierte kurzfristig gehaltene Wertpapiere wurden in Russland, Kroatien und Polen reduziert. Die Handelsaktiva stiegen aufgrund der Bewertungen des Derivatbestands um € 3,0 Milliarden.

Die übrigen Aktiva, bestehend aus den Posten Barreserve, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Derivate sowie sonstige Aktiva, stiegen von € 11,0 Milliarden auf € 13,8 Milliarden. Den Großteil trug dazu die Barreserve bei, die aus Liquiditätsgründen um € 2,8 Milliarden erhöht wurde.

Verbindlichkeiten

Die Einlagen von Kunden stiegen seit Jahresende 2010 um 20 Prozent oder € 11,3 Milliarden und nahmen damit stärker zu als die Kundenforderungen. Von den gesamten Kundeneinlagen in Höhe von € 68,9 Milliarden entfielen € 39,0 Milliarden auf Kommerzkunden, die für einen Einlagenzuwachs von € 9,6 Milliarden verantwortlich waren. Davon stammten rund € 3,5 Milliarden aus Repo-Transaktionen. Bei den Retailkunden erhöhte sich der Bestand um € 1,9 Milliarden auf € 27,7 Milliarden, wozu die neue Direktbank ZUNO durch ihre Aktivitäten in der Tschechischen Republik und der Slowakei knapp € 0,6 Milliarden beitrug. Deutliche Zuwächse waren auch in Russ-

Das Refinanzierungsvolumen über Kreditinstitute

land und Polen zu verzeichnen.

betrug € 37,6 Milliarden und damit um 12 Prozent oder € 3,9 Milliarden mehr als zum Jahresultimo 2010. Dieser Zuwachs resultiert großteils aus Einlagen von Geschäftsbanken.

Die übrigen Passiva – sie umfassen verbriefte Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Handelspassiva, Derivate sowie die sonstigen Passiva – beliefen sich zum Quartalsstichtag auf € 27,4 Milliarden. Die verbrieften Verbindlichkeiten sanken dabei um € 1,4 Milliarden auf € 15,2 Milliarden. Hier wurde im Mai 2011 die erste der insgesamt drei im

Jahr 2009 emittierten staatsgarantierten Anleihen im Volumen von

€ 1,5 Milliarden zurückgezahlt.

Trotz des schwierigen Marktumfelds standen der RBI die internationalen Kapitalmärkte für die Refinanzierung zur Verfügung: Im Jänner und März begab die RBI je eine unbesicherte Anleihe im Benchmarkformat von € 1,0 Milliarden. Dar-

über hinaus konnte sie als einziges österreichisches Institut in diesem Jahr im Mai eine nachrangige Anleihe über € 0,5 Milliarden mit zehn Jahren Laufzeit platzieren. Die Anleihe diente als Ersatz für eine gekündigte Anleihe im Volumen von € 366 Millionen. Der Fundingbedarf für 2011 ist gedeckt.

Zur Diversifizierung ihrer Funding-Struktur arbeitet die RBI aktiv an der Erschließung strukturierter Refinanzierungen, durch die auf Basis eigener Vermögenswerte längerfristige Mittel generiert werden können. Die Mobilisierung von Aktiva soll zukünftig an Bedeutung gewinnen.

Laufzeitprofil der verbrieften Verbindlichkeiten

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der RBI, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, sank gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 1 Prozent oder € 56 Millionen auf € 10.348 Millionen.

Das Konzern-Eigenkapital, bestehend aus gezeichnetem Kapital, Partizipationskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, stieg dabei um € 300 Millionen auf € 8.550 Millionen. Der Zuwachs in den Gewinnrücklagen war im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung aus dem Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 683 Millionen bestimmt. Demgegenüber bewirkte das sonstige Ergebnis eine Verminderung um € 356 Millionen, deren wesentliche Komponente mit minus € 312 Millionen die Währungsdifferenzen (einschließlich Capital Hedge) waren. Durch eine Änderung der Hedging-Strategie wurde das Cash-Flow Hedging im zweiten Quartal 2011 beendet und durch Portfolio-Hedges ersetzt. Die Bewertungsverluste aus der Beendigung der Cash-Flow Hedges betrugen € 36 Millionen (nach Berücksichtigung der latenten Steuern).

Im Juni 2011 beschloss die Hauptversammlung der RBI AG die Ausschüttung einer Dividende von € 1,05 pro Aktie, woraus sich insgesamt eine Auszahlung von € 204 Millionen ergab. Weiters wurde die Dividende auf das Partizipationskapital in Höhe von € 200 Millionen ausgezahlt. Der Konzern-Periodenüberschuss betrug € 745 Millionen.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile stieg auf € 1.052 Millionen, wofür das Periodenergebnis und Kapitaleinzahlungen ausschlaggebend waren. Darüber hinaus wurden Dividendenzahlungen für nicht beherrschende Anteile in Höhe von € 58 Millionen geleistet.

Eigenmittel gemäß BWG

Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG gingen seit dem Jahresultimo 2010 um € 412 Millionen auf € 12.196 Millionen per 30. September 2011

zurück. Darin nicht enthalten ist der Gewinn des laufenden Berichtszeitraums, da er aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in den unterjährigen Berechnungen noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) verzeichnete bis Ende September 2011 einen Rückgang um € 400 Millionen auf € 8.806 Millionen. Im Wesentlichen waren dafür Währungsabwertungen, insbesondere jene des

belarussischen und russischen Rubels, des polnischen Zloty und der ukrainischen Hryvna, sowie Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile verantwortlich.

Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) sanken aufgrund auslaufender Tier-2-Emissionen in der Konzernzentrale, in Ungarn, Serbien und der Tschechischen Republik um € 106 Millionen auf € 3.260 Millionen. Im Mai 2011 wurde in der RBI AG eine neue Nachranganleihe mit einem Volumen von € 500 Millionen und einer Laufzeit bis 2021 als Ersatz für eine abgereifte Emission begeben.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) erhöhte sich wegen abreifender Tier-2- Emissionen um € 111 Millionen auf € 180 Millionen.

Das Eigenmittelerfordernis stieg um € 483 Millionen auf € 8.068 Millionen. Davon betrug das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko – es erhöhte sich um € 387 Millionen auf € 6.435 Millionen – 80 Prozent. Das im Standardansatz berechnete Erfordernis stieg dabei insbesondere durch Volumensteigerungen in Russland um € 247 Millionen, das auf internen Ratings basierende Kreditrisikoerfordernis erhöhte sich überwiegend in der Konzernzentrale um € 140 Millionen. Das Erfordernis für das Marktrisiko stieg um € 50 Millionen auf € 377 Millionen, jenes für die offenen Devisenpositionen um € 83 Millionen auf € 469 Millionen. Das Erfordernis für das operationelle Risiko sank um € 37 Millionen auf € 788 Millionen.

Dementsprechend ging die Eigenmittelüberdeckung um € 895 Millionen auf € 4.128 Millionen zurück. Dies entspricht einer Überdeckungsquote von 51,2 Prozent.

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – ging um 1,0 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent zurück, die Core Tier 1 Ratio um 1,0 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Auch die Eigenmittelquote sank um 1,2 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategien an Marktumfeld angepasst

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios wurden bereits 2009 eigene Kreditportfoliokomitees eingerichtet. Diese dienen der Ausrichtung der jeweiligen Kreditrisikopolitik und Kreditportfoliostrategien auf unterschiedliche Kundengruppen. Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios bilden Analysen interner Research-Abteilungen und des Portfolio Managements. Im Zuge der vierteljährlichen Komiteesitzungen wurden die Kreditportfoliostrategien im Berichtszeitraum an die geänderten Marktaussichten angepasst. Das spiegelt sich in reduzierten Limits für das Kreditportfolio in einzelnen Ländern und Industriesektoren sowie in angepassten Kreditvergabekonditionen wider.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei auf die Verbesserung der Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Reporting über Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Konservative Liquiditätsrisikosteuerung sorgt für Stabilität

Die Unsicherheiten hinsichtlich notwendiger Umschuldungsmaßnahmen für hochverschuldete europäische Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien) führten im dritten Quartal zu Spannungen auf dem Interbankenmarkt, über den Finanzinstitute ihren Liquiditätsausgleich durchführen. Die RBI war davon dank ihrer guten Liquiditätsposition kaum betroffen. Sie verwendet zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittel- und längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limits, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI begrenzen.

Neben dieser Limitsteuerung stehen weitere Maßnahmen zur Verringerung von Liquiditäts- und Transferrisiken im Fokus des Risikomanagements. So wurde im ersten Quartal 2011 ein neues Funds-Transfer-Pricing-Konzept (FTP) in der RBI eingeführt und seitdem kontinuierlich verbessert. Das FTP dient zur Vereinbarung interner Verrechnungszinssätze zwischen Kundengruppen und Treasury, um die Profitabilität sowohl des Kredit- und Einlagengeschäfts als auch des Eigengeschäfts korrekt zu berechnen. Es hat aber auch Einfluss auf die Preisgestaltung von Kundenkrediten, indem es sicherstellt, dass die Liquiditätskosten der Bank verursachergerecht weitergegeben werden.

Geringes Engagement in den europäischen Peripheriestaaten

Die Risiken der RBI gegenüber den europäischen Peripheriestaaten halten sich aufgrund des geringen direkten Kreditobligos in engen Grenzen. Dennoch wird die makroökonomische Entwicklung dieser – und auch aller von möglichen negativen Auswirkungen betroffenen – Staaten laufend überwacht. Bereits im Lauf des ersten Quartals 2011 wurden diverse Initiativen gestartet, um potenzielle Auswirkungen eines oder mehrerer Stressszenarien auf die RBI zu minimieren. Unter anderem wurden die gegenüber diesen Staaten direkt und indirekt aushaftenden Kredite stark reduziert. Auch die internen Limits für Geschäfte mit Finanzinstituten in diesen Ländern wurden abgesenkt, und zwar sowohl für mittelfristige Kreditgeschäfte als auch für kurzfristige besicherte Refinanzierungen (Repo-Geschäfte). Zusätzlich werden im Rahmen regelmäßiger Risikoanalysen und Stresstests über sämtliche Risikoarten hinweg die unmittelbaren Auswirkungen potenzieller negativer Szenarien auf das Portfolio und die Profitabilität der RBI ebenso analysiert wie allfällige indirekte Effekte.

Gesamtobligo
Kommerzkunden
Gesamtobligo
Kreditinstitute
Gesamtobligo
Öffentlicher Sektor
Gesamt Verände
-rung
in € Millionen BB HB BB HB BB HB 30.9.2011 31.12.2010 YTD
Griechenland 30 51 81 115 -29%
Irland 2 10 10 38 59 127 -53%
Italien 275 26 860 49 315 119 1.644 1.939 -15%
Portugal 134 2 136 184 -26%
Spanien 63 46 707 48 3 867 1.050 -18%
Summe 371 81 1.761 135 321 119 2.788 3.415 -18%

BB = Bankbuch, HB = Handelsbuch

Wirtschaftliches und rechtliches Umfeld in Ungarn

Sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch das politische Umfeld in Ungarn stellten das Risikomanagement vor besondere Herausforderungen. Im Vergleich zu anderen zentral- und osteuropäischen Staaten weist die ungarische Wirtschaft geringere Wachstumsraten auf. Für 2012 erwartet Raiffeisen Research sogar einen realen BIP-Rückgang von rund 2 Prozent. Dementsprechend wird für den ungarischen Markt ein weiterer Anstieg der NPL Ratio erwartet. Die RBI wies per 30. September 2011 eine Ratio von 19,7 Prozent aus. Das Kreditrisikomanagement setzt zur Minimierung potenzieller Verluste ein Frühwarnsystem zur Erkennung möglicher Bonitätsverschlechterungen ein und verfolgt aktiv die Rückführung des Kreditobligos sowie die Erhöhung der Sicherheiten bei Kunden mit geringer Bonität.

Für die ersten drei Quartale 2011 wurden für Ungarn Risikovorsorgen in Höhe von € 373 Millionen gebildet, davon € 289 Millionen in Form von Einzelwertberichtigungen und € 84 Millionen in Form von Pauschalwertberichtigungen. Die Coverage Ratio erhöhte sich damit auf rund 67 Prozent.

Zusätzlich zu bestehenden gesetzlichen Einschränkungen für Banken, z. B. in der Immobilienverwertung, ermöglicht ein vom ungarischen Parlament am 20. September 2011 verabschiedetes Gesetz Privatkunden mit Hypothekarkrediten die vorzeitige Rückzahlung von Fremdwährungskrediten in Schweizer Franken, Euro und Japanischer Yen zu festgelegten Wechselkursen. Diese betragen 180 HUF je CHF, 250 HUF je € und 200 HUF je 100 JPY. Zum Vergleich lagen die tatsächlichen Wechselkurse am 30. September 2011 bei 240,4 HUF je CHF, 292,6 HUF je € und 281,9 HUF je 100 JPY. Die festgelegten Wechselkurse lagen somit am 30. September beim Schweizer Franken rund

25 Prozent, beim Euro rund 15 Prozent und beim japanischen Yen rund 29 Prozent unter den tatsächlichen Kursen. Die Regelung gilt für Bankkunden, die ihre Fremdwährungskredite aufgenommen haben, als die Fremdwährungskurse nicht über diesen Niveaus lagen. Bis 30. Dezember 2011 können diese Kunden ihre Absicht der vollständigen Rückzahlung ankündigen, die danach innerhalb von 60 Tagen erfolgen muss.

Nachstehende Tabelle zeigt das Hypothekarkreditvolumen in Fremdwährung an Retail-Kunden in Ungarn:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Euro 35 2,5% 38 2,6%
Schweizer Franken 1.386 97,5% 1.429 97,4%
Andere Fremdwährungen 0 <0,1% 0 <0,1%
Gesamt 1.421 100,0% 1.468 100,0%

Zum Stichtag 30. September 2011 wurde für die Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mit € 52 Millionen vorgesorgt, was einer Konvertierungsquote von rund 15 Prozent entspricht. Basierend auf der Annahme, dass rund 30 Prozent des Volumens der Fremdwährungskredite auf Basis dieser Gesetzeslage zurückgezahlt werden, geht die RBI davon aus, dass für 2011 ein Wertberichtigungsbedarf von insgesamt rund € 100 Millionen besteht.

Kapitaladäquanz (Basel II)

Der Anwendung und weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse für interne Managementinformationszwecke und Steuerungsmaßnahmen.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB) angewendet. Die Aufsichtsbehörden genehmigten der RBI AG und mehreren Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren eine Berechnung des Kreditrisikos von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie des öffentlichen Sektors nach dem IRB-Ansatz. Im Retail-Bereich kommt diese Methode in der Slowakei und Ungarn zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden.

Kreditrisiko Marktrisiko Operationelles
Einheit Non-Retail Retail Risiko
Internes
Raiffeisen Bank International AG, Wien (Österreich) IRB1 n.a. Modell2 STA3
RBI Finance (USA) LLC, New York (USA) IRB STA STA STA
Raiffeisenbank a.s., Prag (Tschechische Republik) IRB STA STA STA
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (Ungarn) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (Malta) IRB STA STA STA
Tatra banka a.s., Bratislava (Slowakei) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (Rumänien) IRB STA STA STA
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (Kroatien) IRB STA STA STA
Alle anderen Einheiten STA STA STA STA

1 IRB = auf internen Ratings basierender Ansatz

2Nur für Risiko der offenen Devisenposition und allgemeines Zinsrisiko des Handelsbuchs

3STA = Standard-Ansatz

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko im Handelsbuch und die Fremdwährungsrisiken der RBI AG werden mittels eines internen Value-at-Risk-Modells (VaR) ermittelt. Für alle anderen Einheiten und die konsolidierte Fremdwährungsposition kommt der Standardansatz zur Anwendung. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Notwendige Schlüsselannahmen werden im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und basierend auf internen Statistiken und Erfahrungswerten getroffen.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Zu- und Abflüsse liquider Mittel sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II wird derzeit der Standardansatz verwendet. Das gilt für alle wesentlichen Konzerneinheiten.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2011 gehen wir von einem höheren Wachstum des Kundenkreditvolumens als im Vorjahr (2010: 4,3 Prozent) aus. Dabei streben wir regional betrachtet den höchsten absoluten Zuwachs des Kundenkreditvolumens in CEE an.

Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher. Durch den erfolgreichen Abschluss der Akquisition der Polbank wird das Segment Zentraleuropa gemessen am Kundenkreditvolumen weiter an Bedeutung gewinnen.

Vor dem Hintergrund einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur sowie in Vorbereitung auf die veränderten regulatorischen Anforderungen überprüfen wir Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalquoten. Dabei stellt, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar.

Die aktuellen Entwicklungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds lassen derzeit keine genaue Einschätzung in Bezug auf das Erreichen des Wendepunkts bei den notleidenden Krediten zu. Aufgrund der prognostizierten weiteren Abschwächung der Wirtschaft erwarten wir jedoch tendenziell eine leichte Zunahme der Neubildungsquote, während wir nicht von einem deutlichen Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite ausgehen.

Die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn werden im Jahr 2011 voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 126 Millionen (davon rund € 82 Millionen für Österreich und rund € 44 Millionen für Ungarn) führen. Eine Belastung in ähnlicher Höhe wird in diesen beiden Ländern auch für 2012 erwartet. Darüber hinaus führt die Slowakei ab 2012 ebenfalls eine Bankenabgabe ein, die dann voraussichtlich zu einer weiteren Ergebnisbelastung von rund € 20 Millionen führen wird.

Der Fundingbedarf für 2011 ist gedeckt.

Im Zuge der jährlichen Mittelfristplanung wird es zu einer Überprüfung der Firmenwerte kommen. Eine Firmenwertabschreibung auf die Bankbeteiligung in der Ukraine (aktueller Firmenwert € 215 Millionen) ist aus heutiger Sicht – auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds – nicht auszuschließen. Das Ergebnis der Mittelfristplanung könnte sich auch auf die Bewertung der latenten Steuern (aktivierte steuerliche Verlustvorträge) auswirken. Auswirkungen auf die regulatorischen Kapitalquoten ergeben sich hieraus nicht.

In zahlreichen Ländern (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn und Österreich) werden Kostensenkungsprogramme implementiert, deren Umsetzung teilweise bereits angelaufen ist.

Die Anzahl der Geschäftsstellen soll für den Konzern im Jahr 2011 etwa stabil bleiben, wobei es aber in einzelnen Ländern weiterhin zu Optimierungen des Geschäftsstellennetzwerks kommen kann.

Maßnahmen zur Erreichung der EBA-Vorgaben

Zur Stärkung des Finanzsystems müssen europäische Banken eine harte Kernkapitalquote (Core Tier 1 nach Definition der European Banking Authority (EBA)) bis 30. Juni 2012 von 9 Prozent erreichen.

Für die RZB-Gruppe resultierte daraus zum Ende des zweiten Quartals 2011 ein zusätzlicher Kapitalbedarf von € 1,9 Milliarden, zum Ende des dritten Quartals wird ein Bedarf von ca. € 2,5 Milliarden erwartet. Die RBI war nicht Gegenstand der EBA-Analyse, da die RZB als übergeordnetes Kreditinstitut fungiert. Die RBI würde nach EBA-Anforderung einen geringeren Kapitalbetrag benötigen. Die RZB wird die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, die neuen Anforderungen zu erfüllen ohne dabei auf staatliche Hilfe zurückzugreifen.

Dazu setzte die RZB unter Einbindung der RBI rund 20 Arbeitsstränge – unterteilt in 3 Hauptbereiche – auf, die mit € 2,5 Milliarden bis € 3,6 Milliarden zur Erreichung der Zielquote beitragen werden. Im Einzelnen umfasst dies:

  • Kapital: € 1,2 Milliarden bis € 1,9 Milliarden
  • o EBA-konforme Adaption von Partizipationskapital (€ 500 Millionen bis € 1.000 Millionen)
  • o Kapitalbildende Maßnahmen in RZB AG (ca. € 400 Millionen)
  • o Verschiedene sonstige Maßnahmen (€ 300 Millionen bis € 500 Millionen)
  • Kreditrisikoaktiva: € 700 Millionen bis € 900 Millionen
  • o Selektive Geschäftsreduzierung (€ 500 Millionen bis € 600 Millionen) entsprechend etwa dem Zuwachs der Kreditrisikoaktiva in den letzten 12 Monaten
  • o Kapital- und Handelsbuch-Bereinigungen, Schließen offener Fremdwährungspositionen, etc.(€ 200 Millionen bis € 300 Millionen)
  • Thesaurierung von Gewinnen und weitere Maßnahmen: € 600 Millionen bis € 800 Millionen

Rund 80 Prozent der Maßnahmen zur Erreichung der Zielquote sind nicht mit dem Abbau von Geschäftsaktivitäten verbunden.

Segmentberichte

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert.

In Zentral- und Osteuropa (CEE) werden Segmente dabei anhand geografischer Regionen gebildet, denen die Konzerneinheiten nach ihrem Sitz zugeordnet werden. Länder, für die eine vergleichbare langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwartet wird und die einen vergleichbaren wirtschaftlichen Charakter aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Durch die Verschmelzung mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB neu hinzugekommene Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt. Somit bilden die unterschiedlichen Segmente die Organisationsstruktur des Konzerns ab, die sich in der internen Berichterstattung an das Management widerspiegelt und dem im IFRS 8 verlangten Management-Ansatz entspricht.

Im Sinne größtmöglicher Transparenz sowie unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden sieben Segmente definiert, die eine übersichtliche Berichterstattung erlauben. Die Schwellenwerte liegen nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Ergebnis nach Steuern und Segmentvermögen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE. Gleichzeitig sind es jene Märkte, in denen die RBI bereits am längsten präsent ist. In Polen betreut die Raiffeisen Bank Polska S.A. neben Firmenkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben auch vermehrt vermögende Privatkunden. Die Tatra banka, a.s. in der Slowakei, die im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Corporate und Retail Customers tätig ist, legt ihren Fokus auf die Betreuung vermögender Privatkunden. In Slowenien ist der Konzern mit der Raiffeisen Banka d.d. vertreten, die sich insbesondere auf das Geschäft mit lokalen Kommerzkunden konzentriert. Die tschechische Raiffeisenbank a.s. agiert auf dem lokalen Markt mit klassischem Bankgeschäft und vermittelt darüber hinaus Bauspar- und Versicherungsprodukte. In Ungarn betreut die Raiffeisen Bank Zrt. mit einem dichten Vertriebsnetz neben Privatkunden und Klein- und Mittelbetrieben auch eine Vielzahl an Firmenkunden. Darüber hinaus ist die RBI in der Slowakei und der Tschechischen Republik durch die Direktbank ZUNO BANK AG vertreten. In jedem Land werden zudem eigene Leasinggesellschaften betrieben.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, der Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien. Die albanische Raiffeisen Bank Sh.a. bietet Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen an, die Raiffeisen Leasing Sh.a. rundet das Produktangebot ab. Im Kosovo ist die RBI durch die Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C. und die Raiffeisen Leasing Kosovo LLC mit einem umfassenden Produktangebot präsent. In Bosnien und Herzegowina konzentrieren sich die Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina und die Raiffeisen Leasing d.o.o. Sarajevo auf Klein- und Mittelbetriebe, verfügen aber zusätzlich über ein breites Produktangebot für Retail-Kunden. In Bulgarien ist der Konzern mit der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD und der Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD vertreten. Die kroatische Raiffeisenbank Austria d.d. ist auf große und mittlere Firmenkunden spezialisiert und betreibt zudem umfangreiches Retail-Geschäft. Darüber hinaus ist die RBI in Kroatien mit der Raiffeisen Leasing d.o.o. sowie Kapitalanlagegesellschaften und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft vertreten.

In Rumänien bietet die Raiffeisen Bank S.A. über ein landesweit ausgebautes Filialnetz hochwertige Finanzdienstleistungen an. Das Finanzierungsleasing-Geschäft wird über die Raiffeisen Leasing IFN S.A. betrieben. Von Rumänien aus wird auch der Markt in Moldau mit einem maßgeschneiderten Angebot für Kommerzkunden betreut. Den serbischen Markt deckt die RBI mit der Raiffeisen banka a.d., der Raiffeisen Leasing d.o.o., zwei Pensionsfonds und einer Vermögensverwaltungsgesellschaft ab.

Russland

Die russische ZAO Raiffeisenbank ist eine der führenden ausländischen Banken des Landes und auf Firmen- sowie Retail-Kunden fokussiert. Über ihr landesweites Filialnetz bietet sie auch gezielt Produkte für vermögende Privatkunden an. Die OOO Raiffeisen-Leasing rundet die Produktpalette in Russland ab.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine. In Belarus ist der Konzern mit der Priorbank JSC und der JLLC Raiffeisen-Leasing aktiv. In Kasachstan ist die RBI durch die Raiffeisen Leasing Kazakhstan LLP präsent, und in der Ukraine bietet die Raiffeisen Bank Aval JSC gemeinsam mit der LLC Raiffeisen Leasing Aval die gesamte Produktpalette der Finanzdienstleistungen über ein dichtes Vertriebsnetz an. Darüber hinaus wickelt das Ukrainian Processing Center PJSC als spezialisierter Dienstleister einen großen Teil des Kartengeschäfts im Segment ab.

Group Corporates

Im Segment Group Corporates wird das Geschäft mit in Wien betreuten österreichischen und internationalen – vornehmlich westeuropäischen – Firmenkunden der RBI AG abgebildet, die im Profitcenter Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu den Kunden gehören die größten Unternehmen Österreichs, die zum Großteil über exzellente Bonität verfügen. Daneben umfasst dieses Segment die im Profitcenter Network Corporate Customers & Support zusammengefassten Ergebnisse aus dem Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen Kunden, ausgenommen österreichische multinationale Kunden. In den Profitcenters Corporate Customers und Network Corporate Customers & Support sind auch Ergebnisse aus dem Geschäft mit strukturierten Handelsfinanzierungen für Rohstoffhändler sowie aus Dokumentengeschäften, Projektfinanzierungen und diversen Kofinanzierungen enthalten. Das Firmenkundengeschäft der Filialen in Singapur, China und Malaysia ist ebenfalls diesem Segment zugeordnet. Darüber hinaus zählen das Geschäft mit den internationalen Kunden der Tochterbank in Malta sowie die RB International Finance (USA) und die RB International Finance (Hong Kong), die mit ausgewählten Produkten auf Nischenkunden ausgerichtet sind, zu diesem Segment.

Group Markets

Das Segment Group Markets umfasst das kapitalmarktbezogene Kunden- und Eigengeschäft. Die Ergebnisse aus dem Handel mit Devisen-, Zins- und Wertpapierprodukten sowie mit strukturierten Produkten für die Kundengruppe der Financial Institutions, aber auch das Eigengeschäft werden diesem Segment zugeordnet. Die Eigenhandels- und Market-Maker-Aktivitäten sind in den folgenden Profitcenters zusammengefasst: Capital Markets, Credit Investments (Eigengeschäft mit Wertpapieren außerhalb des strategischen Kerngeschäfts), ebenso die entsprechenden Profitcenters der Filialen in Singapur und China sowie die Filiale London. Die Ergebnisse aus dem Kundengeschäft finden sich in den Profitcenters Financial Institutions & Sovereigns und Raiffeisen Financial Institutions Clients (Geschäft mit den Raiffeisen-Landesbanken sowie anderen Finanzdienstleistungsgesellschaften der Raiffeisen Bankengruppe Österreich). Die Profitcenters bilden die Ergebnisse aus dem Vertrieb sämtlicher Bankprodukte und aus den Geschäftsbeziehungen zu Banken, institutionellen Kunden, Staaten und Kommunen ab. Auch die Raiffeisen Centrobank mit ihren Kernbereichen Wertpapierhandel und Kapitalmarktfinanzierungen findet sich in diesem Segment. Durch ihr Tochterunternehmen Raiffeisen Investment AG ist auch der Bereich Mergers & Acquisitions enthalten, der über Standorte in mehreren Ländern betrieben wird. Das Commodity Trading erfolgt in den Konzerneinheiten Centrotrade AG mit weltweiten Niederlassungen und F.J. Elsner & Co. in Österreich. Ebenfalls in diesem Segment enthalten ist das Private Banking in Österreich mit den Ergebnissen der Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank, die Unterstützung bei der Veranlagung von Privat- und Stiftungsvermögen sowie Beratung bei Vermögensweitergaben anbietet.

Corporate Center

Das Segment Corporate Center umfasst die durch die Konzernzentrale erbrachten Dienstleistungen in diversen Bereichen, die der Umsetzung der gruppenweiten Strategie dienen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit diesem Segment zugeordnet sind. Des Weiteren werden die Liquiditätssteuerung und das Bilanzstruktur-Management im Rahmen des Eigenhandels diesem Segment zugerechnet und im Profitcenter Treasury ausgewiesen.

Ebenso werden die Ergebnisse aus den Beteiligungen, insbesondere den Tochterbanken in CEE, hier abgebildet und die Ergebnisse aus dem Bankgeschäft der Konzernzentrale und der Tochterbank in Malta zur Refinanzierung der Konzerneinheiten dargestellt. Ebenso werden in diesem Segment die Ergebnisse des Profitcenters Special Customers erfasst – also das Geschäft mit Kunden, die in der direkten Verantwortung des Vorstands liegen. Das österreichische Transaction-Services-Geschäft, das in der Konzerneinheit Raiffeisen Daten Service Center GmbH mit ihren zahlreichen Abwicklungs- und Serviceangeboten für Finanzdienstleister betrieben wird, wird ebenfalls diesem Segment zugerechnet.

Außerdem werden hier die Ergebnisse von Gesellschaften, die zur Eigenkapital-Steuerung betrieben werden, sowie die Ergebnisse der Holding und sonstiger Gesellschaften, die nicht unmittelbar einem Segment zugeordnet sind, aufgeführt.

Segmentüberblick

Die Vergleichszahlen in diesem Segmentbericht stellen die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

In den ersten drei Quartalen 2011 setzte die RBI ihre positive Entwicklung fort, wenn auch nicht mit der gleichen Dynamik wie noch im ersten Halbjahr. Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 4 Prozent auf € 1.032 Millionen. Diese Steigerung war einerseits einer leichten Erhöhung der Betriebserträge zu verdanken, anderseits beeinflusste der Rückgang der Kreditrisikovorsorgen den Periodenüberschuss deutlich positiv. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 6 Prozent war weitgehend auf die gezielte Unterstützung des Geschäftswachstums mit Fokus auf Kosteneffizienzsteigerungen zurückzuführen und wurde durch die gestiegenen Betriebserträge nur teilweise kompensiert. Daraus resultierte ein Anstieg der Cost/Income Ratio auf 55,8 Prozent. Nicht alle regionalen und funktionalen Segmente konnten ihre Ergebnisse steigern. Einerseits machte sich in manchen Ländern eine wirtschaftliche Erholung bemerkbar, anderseits blieben einige der europäischen Emerging Markets vom aktuellen Konjunkturabschwung in den weiter entwickelten Ländern nicht verschont.

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern um € 181 Millionen auf € 13 Millionen. Gestiegene Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 6 Prozent.

Die Region Südosteuropa verzeichnete in der Berichtsperiode mit € 260 Millionen einen um 1 Prozent geringeren Periodenüberschuss vor Steuern. Dieses im Wesentlichen stabile Ergebnis war durch gesunkene Betriebserträge, aber auch geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflusst. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Jahresabstand um 1 Prozent.

Russland erzielte mit € 287 Millionen den dritthöchsten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente und gleichzeitig einen Anstieg von 56 Prozent. Dieser Zuwachs resultierte aus deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und gestiegenen Betriebserträgen. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Periodenvergleich um 16 Prozent zu.

Im Segment GUS Sonstige stieg der Periodenüberschuss vor Steuern dank geringerer Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und eines höheren Handelsergebnisses auf € 142 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Periodenvergleich überwiegend aufgrund der Reduktion des Kreditvolumens sowie von Fremdwährungseffekten um 1 Prozent.

Das Segment Group Corporates verzeichnete in der Berichtsperiode einen Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern um 29 Prozent auf € 308 Millionen. Er basierte auf höheren Betriebserträgen und im Periodenvergleich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 8 Prozent, zum Teil bedingt durch die Übertragung von Finanzierungen für die österreichische Raiffeisen Leasing-Gruppe an die RZB.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank im Periodenvergleich um 34 Prozent auf € 102 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein Rückgang der übrigen Ergebnisse, hervorgerufen vor allem durch eine niedrigere Bewertung des zu Absicherungszwecken gehaltenen Derivat-Bestands. Die Bilanzaktiva gingen im Jahresabstand durch eine Umgliederung eines Teils der

Aktiva zum Segment Corporate Center und die Reduktion des Kreditgeschäfts mit Financial Institutions um 23 Prozent zurück.

Im Segment Corporate Center nahm der Periodenüberschuss vor Steuern um 132 Prozent auf € 324 Millionen zu, überwiegend getrieben von einer höheren Bewertung der derivativen Finanzinstrumente. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 30 Prozent.

Die Struktur der Konzernaktiva, betrachtet nach Segmenten, veränderte sich in der Berichtsperiode wie folgt: Der Anteil Zentraleuropas stieg um 1 Prozentpunkt auf 19 Prozent, jener von Südosteuropa blieb mit 12 Prozent unverändert. Der Anteil Russlands erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 8 Prozent, jener des Segments GUS Sonstige blieb mit 4 Prozent unverändert. Der Anteil von Group Corporates sank um 1 Prozentpunkt auf 12 Prozent, und jener von Group Markets ging im Jahresabstand um 6 Prozentpunkte auf 16 Prozent zurück; dies zum Teil zugunsten des Anteils von Corporate Center, der zum Ende der Berichtsperiode 29 Prozent betrug (plus 5 Prozentpunkte).

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 848 814 4,1% 279 282 -1,0%
Provisionsüberschuss 368 345 6,7% 125 124 0,5%
Handelsergebnis 30 15 102,3% 5 14 -66,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -29 -44 -35,1% -12 -11 5,4%
Betriebserträge 1.218 1.130 7,8% 396 408 -2,9%
Verwaltungsaufwendungen -708 -637 11,2% -238 -234 1,8%
Betriebsergebnis 509 493 3,4% 158 175 -9,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -484 -305 58,6% -307 -98 212,1%
Übrige Ergebnisse -12 6 -2 -8 -80,4%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 13 194 -93,3% -150 68
Steuern vom Einkommen und Ertrag -55 -44 24,4% -19 -17 10,7%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern
-42 150 -169 51
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 6 -43 50 -15
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden
Anteile -36 106 -119 36
Anteil am Ergebnis vor Steuern 0,9% 15,7% -14,8 PP -21,9% 6,6% -28,5 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.862 22.482 6,1% 23.862 23.736 0,5%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.153 2.056 4,7% 2.153 2.177 -1,1%
Aktiva 35.608 33.471 6,4% 35.608 35.541 0,2%
Verbindlichkeiten 32.884 30.736 7,0% 32.884 32.652 0,7%
Nettozinsspanne 3,24% 3,23% 0,02 PP 3,14% 3,23% -0,09 PP
NPL Ratio 9,1% 8,0% 1,1 PP 9,1% 8,7% 0,4 PP
Coverage Ratio 63,3% 56,5% 6,9 PP 63,3% 58,7% 4,6 PP
Cost/Income Ratio 58,2% 56,4% 1,8 PP 60,0% 57,3% 2,7 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
2,76% 1,87% 0,88 PP 5,16% 1,68% 3,48 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.774 2.594 7,0% 2.774 2.881 -3,7%
Return on Equity vor Steuern 0,6% 10,0% -9,3 PP 9,4%
Geschäftsstellen 561 551 1,8% 561 556 0,9%

Zentraleuropa

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 13 Millionen um € 181 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode. Obwohl ein signifikanter Anstieg der Betriebserträge um 8 Prozent erzielt werden konnte, sorgten eine Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen sowie ein deutlich höherer Wertberichtigungsbedarf in Ungarn für diesen Rückgang. Der Return on Equity vor Steuern sank von 10,0 Prozent auf 0,6 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg um 4 Prozent auf € 848 Millionen. Polen und die Slowakei verzeichneten dabei die höchsten Zuwächse. In Polen basierte die Steigerung überwiegend auf dem Anstieg des Zinsüberschusses aus dem Leasinggeschäft sowie gestiegenen Zinserträgen aus Wertpapieren, da in der Vergleichsperiode die Überliquidität erfolgreich investiert worden war. In der Slowakei ist der Zuwachs vorwiegend auf volumenbedingt höhere Erträge aus Krediten in allen Asset-Klassen zurückzuführen. Das Wachstum wurde dabei insbesondere durch die deutliche Erhöhung des Hypothekarkredit-Portfolios bestimmt. In der Tschechischen Republik nahm der Zinsüberschuss vorwiegend bei Großfirmenkunden volumenbedingt ebenfalls beträchtlich zu, obwohl das Umfeld von einer Wachstumsabschwächung und einer infolge des 2010 und 2011 umgesetzten Sparpakets sinkenden Inlandsnachfrage geprägt war. In Ungarn kam es bedingt durch das weiterhin schwierige Kreditumfeld zu einem Rückgang der Kreditvolumina und damit auch des Zinsüberschusses. Die Nettozinsspanne in der Region blieb mit 3,24 Prozent beinahe unverändert, die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 35,6 Milliarden zu, und die Kreditrisikoaktiva stiegen – vor allem bedingt durch die Erhöhung des Kreditvolumens – um 6 Prozent von € 22,5 Milliarden auf € 23,9 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region mit Ausnahme Ungarns um insgesamt 7 Prozent oder € 23 Millionen auf € 368 Millionen. Der Ergebnisbeitrag des Zahlungsverkehrs stieg dabei im Periodenvergleich um 10 Prozent auf € 146 Millionen. Dies wurde im Wesentlichen durch eine Zunahme der Transaktionsanzahl und in der Tschechischen Republik auch durch Preisanpassungen erreicht. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft stieg im Periodenvergleich um 15 Prozent auf € 55 Millionen. Dieser Zuwachs wurde überwiegend in Polen erzielt und beruhte neben deutlich gestiegener Geschäftsaktivität insbesondere auf den Ergebnissen aus der Projektfinanzierung. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft blieb mit € 110 Millionen unverändert, obwohl in Ungarn sowohl die Kundenmargen als auch die Transaktionsanzahl im Fremdwährungsgeschäft abnahmen.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa verdoppelte sich im Periodenvergleich auf € 30 Millionen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft erhöhte sich dabei um € 2 Millionen auf € 25 Millionen, wofür primär die Bewertung offener Devisenpositionen sowie Bewertungsergebnisse aus diversen Fremdwährungsfinanzinstrumenten in der Tschechischen Republik verantwortlich waren. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft drehte im Periodenvergleich von minus € 12 Millionen auf € 5 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren Bewertungsgewinne aus Zinsswap-Transaktionen in der Slowakei und der Tschechischen Republik.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region verbesserte sich in der Berichtsperiode großteils durch einen höheren Ertrag aus bankfremden Aktivitäten sowie gestiegene Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in der Tschechischen Republik von minus € 44 Millionen auf minus € 29 Millionen. In dieser Position sind € 33 Millionen für die Bankenabgabe in Ungarn enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen gegenüber jenen der Vergleichsperiode um 11 Prozent oder € 71 Millionen auf € 708 Millionen. Zurückzuführen war dies im Wesentlichen auf einen Anstieg der Personal- und Sachaufwendungen. Die Zunahme der Personalaufwendungen wurde durch einen Ausbau der Vertriebskanäle und den damit verbunden höheren Personalbedarf in der Tschechischen Republik sowie durch höhere Gehaltskosten und Sozialabgaben in der Slowakei verursacht. Überdies verdoppelten sich die Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit den zusätzlichen Geschäftsaktivitäten der Direktbank ZUNO in der Tschechischen Republik und in der Slowakei auf € 24 Millionen. Die Eröffnung neuer Filialen und die Einrichtung neuer Kundenbereiche (so genannter Affluent Corners) in bestehenden Filialen der Tochterbank in der Tschechischen Republik waren wesentlich für eine Erhöhung des Sachaufwands verantwortlich. Die Abschreibungen stiegen im Periodenvergleich in mehreren Ländern der Region, wofür die Abschreibung diverser IT-Systeme aufgrund der Implementierung eines neuen Kernbanksystems, höhere Aufwendungen im Filialnetz und höhere Abschreibungen der Anlagen im Rahmen des operativen Leasinggeschäfts verantwortlich waren. Die Anzahl der Geschäftsstellen nahm im Jahresabstand um 10 auf 561 zu. Die Cost/Income Ratio der Region stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 58,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In Zentraleuropa kam es trotz eines Rückgangs der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in mehreren Ländern der Region insgesamt zu einem Anstieg von 59 Prozent oder € 179 Millionen auf € 484 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war Ungarn, wo die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten zusätzliche pauschalierte Einzelwertberichtigungen erforderten, insbesondere aufgrund der gesetzlich festgelegten Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung von Fremdwährungsprivat- und hypothekarkrediten zu einem deutlich unter dem Marktkurs liegenden Wechselkurs. Diese Wertberichtigungen dienten zur Abdeckung möglicher Verluste aus derartigen Rückführungen sowie der verschlechterten Kreditqualität. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich damit im Periodenvergleich um 18 Prozent auf € 385 Millionen. Überdies wurde eine Neubewertung der Sicherheiten durchgeführt, die sich durch die marktbedingt schwache Inlandsnachfrage negativ auf die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auswirkte. In Slowenien war aufgrund eines einzelnen Problemkredits ebenfalls eine höhere Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen notwendig.

Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Region eine Nettodotierung von € 101 Millionen. Sie lag um € 123 Millionen über dem Niveau der Vergleichsperiode und betraf überwiegend Privatkundenkredite in Ungarn. In der Slowakei und der Tschechischen Republik kam es hingegen infolge der Verbesserung der Qualität des Kreditportfolios im Periodenvergleich zu deutlich geringen Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug am Ende der Berichtsperiode 9,1 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa gingen um € 19 Millionen auf minus € 12 Millionen zurück. Dabei nahm das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Periodenvergleich von minus € 11 Millionen auf € 5 Millionen zu. Dieser Anstieg stammte überwiegend aus Bewertungsergebnissen diverser Absicherungsgeschäfte in der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren. Da das Zinsniveau in der Berichtsperiode nur geringfügig sank, fielen keine weiteren Bewertungsverluste an, wie sie in der Vergleichsperiode aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Zinskurve verzeichnet worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte aufgrund von Bewertungsverlusten in allen Ländern der Region im Periodenvergleich von € 16 Millionen auf minus € 17 Millionen. Besonders in Ungarn fiel das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen durch die allgemein erhöhte Risikoaversion und die in Folge gestiegenen Renditen negativ aus. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um

24 Prozent auf € 55 Millionen. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug minus € 36 Millionen. Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 214 209 2,4% 70 71 -1,5%
Provisionsüberschuss 95 79 21,0% 33 33 0,8%
Handelsergebnis 4 -4 0 2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 2 17,2% 0 2
Betriebserträge 316 285 10,6% 103 107 -4,5%
Verwaltungsaufwendungen -182 -146 24,2% -64 -59 7,0%
Betriebsergebnis 134 139 -3,6% 39 48 -18,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -57 -78 -26,8% -25 -17 47,8%
Übrige Ergebnisse 13 0 >500,0% 11 1 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 89 61 46,9% 25 32 -22,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -20 -12 65,1% -6 -7 -19,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 69 49 42,4% 19 25 -23,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -38 -27 39,4% -11 -13 -15,8%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 31 22 46,1% 8 12 -32,3%
Aktiva 8.988 7.988 12,5% 8.988 8.714 3,1%
Forderungen an Kunden 6.799 6.464 5,2% 6.799 6.919 -1,7%
davon Corporate % 43,3% 42,4% 0,9 PP 43,3% 43,4% -0,1 PP
davon Retail % 56,6% 57,3% -0,7 PP 56,6% 56,5% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 6,6% 7,6% -0,9 PP 6,6% 7,0% -0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 6.004 5.079 18,2% 6.004 5.576 7,7%
Loan/Deposit Ratio 113,2% 127,3% -14,0 PP 113,2% 124,1% -10,8 PP
Return on Equity vor Steuern 20,7% 15,7% 5,0 PP 16,9% 21,8% -4,9 PP
Return on Equity nach Steuern 16,1% 12,6% 3,5 PP 13,0% 16,9% -4,0 PP
Cost/Income Ratio 57,6% 51,3% 6,3 PP 61,9% 55,3% 6,6 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.171 2.765 14,7% 3.171 3.092 2,6%
Geschäftsstellen 128 109 17,4% 128 121 5,8%

Tschechische Republik

Ungarn

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 236 247 -4,2% 76 76 -0,1%
Provisionsüberschuss 68 75 -8,9% 23 22 4,6%
Handelsergebnis 10 16 -37,7% -2 9
Sonstiges betriebliches Ergebnis -50 -39 27,1% -18 -16 8,2%
Betriebserträge 264 298 -11,4% 79 91 -12,6%
Verwaltungsaufwendungen -165 -174 -5,0% -57 -51 11,1%
Betriebsergebnis 100 125 -20,3% 23 40 -43,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -373 -127 194,6% -258 -68 279,2%
Übrige Ergebnisse -25 -3 >500,0% -13 -9 47,2%
Periodenfehlbetrag vor Steuern -299 -5 >500,0% -248 -37 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 13 1 >500,0% 3 7 -47,6%
Periodenfehlbetrag nach Steuern -286 -4 >500,0% -245 -31 >500,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 98 5 >500,0% 93 4 >500,0%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden
Anteile
-189 1 -152 -27 466,6%
Aktiva 8.290 8.623 -3,9% 8.290 8.857 -6,4%
Forderungen an Kunden 5.919 6.355 -6,9% 5.919 6.185 -4,3%
davon Corporate % 51,9% 52,6% -0,7 PP 51,9% 51,1% 0,8 PP
davon Retail % 45,0% 44,3% 0,7 PP 45,0% 45,5% -0,5 PP
davon in Fremdwährung % 71,3% 72,8% -1,5 PP 71,3% 68,3% 3,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.883 4.986 -2,1% 4.883 5.176 -5,7%
Loan/Deposit Ratio 121,2% 127,5% -6,3 PP 121,2% 119,5% 1,7 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 62,4% 58,2% 4,2 PP 71,5% 56,2% 15,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.188 3.242 -1,7% 3.188 3.230 -1,3%
Geschäftsstellen 144 144 144 144

Polen

in € Millionen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 147 129 14,4% 49 49 0,4%
Provisionsüberschuss 102 95 7,4% 34 34 -2,0%
Handelsergebnis 17 14 22,1% 7 5 40,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 3 238,3% 1 1 -20,0%
Betriebserträge 278 241 15,2% 91 90 1,3%
Verwaltungsaufwendungen -151 -133 13,4% -51 -51 0,6%
Betriebsergebnis 127 108 17,4% 40 39 2,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -36 -52 -30,6% -13 -9 44,8%
Übrige Ergebnisse 0 3 -98,7% 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 91 60 52,2% 26 30 -12,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19 -14 39,2% -6 -7 -15,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 71 46 56,2% 20 23 -11,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -5 -4 31,4% -1 -2 -34,3%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 67 42 58,4% 19 21 -9,1%
Aktiva 7.234 6.516 11,0% 7.234 7.173 0,8%
Forderungen an Kunden 5.347 5.084 5,2% 5.347 5.581 -4,2%
davon Corporate % 60,6% 58,9% 1,7 PP 60,6% 60,0% 0,6 PP
davon Retail % 38,6% 40,1% -1,6 PP 38,6% 39,2% -0,7 PP
davon in Fremdwährung % 39,7% 36,3% 3,5 PP 39,7% 36,3% 3,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.098 3.477 17,9% 4.098 3.982 2,9%
Loan/Deposit Ratio 130,5% 146,2% -15,7 PP 130,5% 140,2% -9,7 PP
Return on Equity vor Steuern 17,2% 11,5% 5,8 PP 15,5% 16,7% -1,3 PP
Return on Equity nach Steuern 13,5% 8,8% 4,8 PP 11,9% 12,7% -0,8 PP
Cost/Income Ratio 54,4% 55,3% -0,9 PP 56,3% 56,7% -0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.149 3.074 2,4% 3.149 3.134 0,5%
Geschäftsstellen 116 123 -5,7% 116 117 -0,9%

Slowakei

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 227 207 9,7% 76 78 -1,6%
Provisionsüberschuss 97 91 5,6% 33 33 1,4%
Handelsergebnis 0 -10 -98,4% 0 -2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 -10 5 2 128,3%
Betriebserträge 331 278 18,9% 114 110 3,5%
Verwaltungsaufwendungen -190 -164 15,7% -60 -66 -8,5%
Betriebsergebnis 141 114 23,4% 54 45 21,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -5 -43 -88,9% -7 3
Übrige Ergebnisse 1 5 -79,6% 2 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 137 76 80,9% 49 48 2,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -28 -18 53,0% -10 -9 10,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 109 58 89,8% 39 39 0,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -42 -22 94,0% -14 -15 -5,1%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 67 36 87,3% 24 24 3,7%
Aktiva 9.453 8.743 8,1% 9.453 9.149 3,3%
Forderungen an Kunden 6.536 5.828 12,1% 6.536 6.367 2,7%
davon Corporate % 53,0% 53,1% 0,1 PP 53,0% 51,8% 1,2 PP
davon Retail %
46,7% 46,6% 0,1 PP 46,7% 48,0% -1,2 PP
davon in Fremdwährung % 1,0% 1,9% -0,9 PP 1,0% 1,1% -0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.037 6.596 6,7% 7.037 6.899 2,0%
Loan/Deposit Ratio 92,9% 88,3% 4,5 PP 92,9% 92,3% 0,6 PP
Return on Equity vor Steuern 20,8% 13,0% 7,9 PP 23,5% 23,7% -0,2 PP
Return on Equity nach Steuern 16,6% 9,8% 6,8 PP 18,5% 19,1% -0,6 PP
Cost/Income Ratio 57,4% 59,0% -1,6 PP 52,6% 59,4% -6,9 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.807 3.695 3,0% 3.807 3.768 1,0%
Geschäftsstellen 156 157 -0,6% 156 157 -0,6%

Slowenien

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 23 23 1,9% 7 8 -12,5%
Provisionsüberschuss 6 5 22,5% 2 2 -7,2%
Handelsergebnis 0 -1 0 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 1 -72,3% 0 0
Betriebserträge 30 28 5,3% 10 10 -3,3%
Verwaltungsaufwendungen -20 -20 2,4% -7 -7 -3,0%
Betriebsergebnis 9 8 12,4% 3 3 -3,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -13 -6 120,2% -3 -7 -54,3%
Übrige Ergebnisse -1 0 -2 0 >500,0%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern -5 3 -2 -5 -56,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 -1 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern -5 2 -2 -4 -54,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
1 0 0 1 -61,1%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden
Anteile -5 2 -2 -4 -53,3%
Aktiva
1.668 1.615 3,3% 1.668 1.679 -0,7%
Forderungen an Kunden 1.342 1.284 4,5% 1.342 1.344 -0,2%
davon Corporate % 62,4% 69,5% -7,1 PP 62,4% 63,1% -0,7 PP
davon Retail % 31,5% 29,5% 2,0 PP 31,5% 30,8% 0,7 PP
davon in Fremdwährung % 6,7% 9,9% -3,2 PP 6,7% 7,2% -0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 402 475 -15,3% 402 480 -16,2%
Loan/Deposit Ratio 333,6% 270,5% 63,2 PP 333,6% 280,3% 53,4 PP
Return on Equity vor Steuern 4,3%
Return on Equity nach Steuern 2,9%
Cost/Income Ratio 68,7% 70,7% -2,0 PP 68,5% 68,3% 0,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 342 351 -2,6% 342 357 -4,2%
Geschäftsstellen 17 17 17 17
in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 689 673 2,4% 234 234 0,4%
Provisionsüberschuss 272 287 -5,2% 93 92 1,9%
Handelsergebnis 26 44 -40,8% 0 12
Sonstiges betriebliches Ergebnis 28 29 -2,9% 11 10 2,6%
Betriebserträge 1.016 1.034 -1,7% 338 348 -2,8%
Verwaltungsaufwendungen -554 -543 2,1% -183 -189 -3,5%
Betriebsergebnis 462 491 -6,0% 155 158 -1,9%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -194 -227 -14,6% -70 -64 9,6%
Übrige Ergebnisse -8 -1 425,4% -14 1
Periodenüberschuss vor Steuern 260 263 -0,9% 72 96 -25,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -31 -35 -9,4% -8 -11 -33,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 229 228 0,4% 64 85 -24,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -12 -16 -24,2% 0 -5
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 217 212 2,3% 64 80 -19,6%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 18,1% 21,3% -3,1 PP 9,3% 12,4% -3,1 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 16.515 15.818 4,4% 16.515 16.485 0,2%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.550 1.473 5,2% 1.550 1.551 -0,1%
Aktiva 22.630 22.435 0,9% 22.630 22.471 0,7%
Verbindlichkeiten 19.695 19.618 0,4% 19.695 19.572 0,6%
Nettozinsspanne 4,08% 3,89% 0,19 PP 4,16% 4,18% -0,02 PP
NPL Ratio 10,3% 7,5% 2,9 PP 10,3% 10,0% 0,3 PP
Coverage Ratio 62,9% 66,9% -4,0 PP 62,9% 62,5% 0,4 PP
Cost/Income Ratio 54,6% 52,5% 2,1 PP 54,1% 54,5% -0,4 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko) 1,56% 1,88% -0,31 PP 1,69% 1,55% 0,14 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 2.018 1.954 3,3% 2.018 2.088 -3,4%
Return on Equity vor Steuern
Geschäftsstellen
17,2%
1.153
17,9%
1.171
-0,7 PP
-1,5%
14,0%
1.153
18,2%
1.154
-4,3 PP
-0,1%

Südosteuropa

In Südosteuropa blieb der Periodenüberschuss vor Steuern mit € 260 Millionen um 1 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Trotz der in der Region allmählich einsetzenden Konjunkturerholung belasteten die überwiegend in Kroatien gesunkenen Betriebserträge und die rückläufigen übrigen Ergebnisse in Rumänien das Ergebnis des Segments. Die niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten die Ertragsentwicklung hingegen positiv. Der Return on Equity vor Steuern sank im Periodenvergleich um 0,7 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg um 2 Prozent auf € 689 Millionen. Dieser Zuwachs fiel überwiegend in Rumänien und Serbien an. In Rumänien waren dafür trotz hohen Margendrucks deutlich gestiegene Kreditvolumina bei Groß- und Privatkunden verantwortlich, während der Anstieg des Zinsüberschusses in Serbien primär durch gesunkene Refinanzierungskosten bewirkt wurde. Hingegen ging durch die Volumenreduktion von Kundenkrediten der Zinsüberschuss in Bulgarien zurück. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich insgesamt um 19 Basispunkte auf 4,08 Prozent, die Bilanzaktiva blieben im Jahresabstand mit € 22,6 Milliarden beinahe unverändert. Die Kreditrisikoaktiva stiegen allerdings gegenüber der Vergleichsperiode um 4 Prozent auf € 16,5 Milliarden. Verantwortlich dafür war überwiegend Rumänien, wo sich im Corporate-Bereich eine Verschiebung von außerbilanziellen Posten zu Krediten ergab und gleichzeitig die Basel-II-relevante Besicherung zurückging.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 272 Millionen um 5 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr leistete dazu mit – im Periodenvergleich unveränderten – € 131 Millionen weiterhin den größten Beitrag. Der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft ging im Periodenvergleich um 29 Prozent auf € 50 Millionen zurück. Verantwortlich dafür war die Entwicklung in Rumänien, wo geringere Transaktionsvolumina, insbesondere bei den stagnierenden Garantiegeschäften, sowie marktbedingt niedrigere Preise für einen Rückgang sorgten. Zusätzlich wirkten sich hier die seit Juni 2010 gültigen neuen Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes ertragsmindernd aus. In Kroatien sanken die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft aufgrund des Ausbleibens größerer Staatsemissionen auf dem lokalen Finanzmarkt. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft stiegen im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf € 50 Millionen.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa sank im Periodenvergleich um 41 Prozent auf € 26 Millionen. Dabei ging der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft um 35 Prozent auf € 16 Millionen zurück. Während hier die Bewertungsergebnisse von Forward- und Swap-Transaktionen in Rumänien im Periodenvergleich stabil blieben, sanken die in Kroatien erzielten Erträge durch den Ablauf einiger Währungsswap-Transaktionen und die deutlich geringere Währungsvolatilität. Im zinsbezogenen Geschäft wurde mit € 11 Millionen ein um 21 Prozent niedrigeres Ergebnis verzeichnet. Hier erzielte Rumänien zwar einen Ergebniszuwachs aus Swap-Transaktionen. Umgekehrt fielen jedoch in Kroatien aufgrund der Spread-Ausweitung Bewertungsverluste aus diversen im Bestand gehaltenen Staatsanleihen an. Aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren in Albanien resultierte ein um € 2 Millionen geringerer Ertrag von € 9 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Periodenvergleich um 3 Prozent auf € 28 Millionen. Hier wirkten sich die um € 2 Millionen auf € 31 Millionen gestiegenen Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina zwar positiv aus. Im Gegensatz dazu belasteten die höheren Dotierungen der sonstigen Rückstellungen für laufende Rechtsfälle in Kroatien und Rumänien das Ergebnis.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Südosteuropa erhöhten sich im Periodenvergleich um insgesamt 2 Prozent auf € 554 Millionen. Ausschlaggebend dafür war vorwiegend die Entwicklung in Rumänien, wo die Personalaufwendungen aufgrund der Ende 2010 zur Anpassung an das Marktniveau durchgeführten Gehaltserhöhungen vor allem im Filialnetz deutlich zunahmen. Die Sachaufwendungen stiegen um insgesamt 1 Prozent. Auch für diesen Anstieg war Rumänien verantwortlich, wo höhere Aufwendungen für neue IT-Applikationen und Einlagensicherungen anfielen. Die geänderte Umsatzsteuerregelung wirkte sich ebenfalls aufwandserhöhend aus. Die Abschreibungen stiegen um 7 Prozent auf € 81 Millionen, in erster Linie hervorgerufen durch Investitionen in immaterielle Vermögenswerte einschließlich IT-Applikationen vor allem in Rumänien. Angesichts gesunkener Betriebserträge bei gleichzeitig gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 2,1 Prozentpunkte auf 54,6 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um insgesamt 15 Prozent oder € 33 Millionen auf € 194 Millionen. Dabei gingen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 222 Millionen zurück. Verantwortlich dafür war überwiegend Bulgarien, wo sich eine verbesserte Portfolioqualität und höhere Erträge aus bereits abgeschriebenen Krediten bei Retail-Kunden positiv auswirkten. Überdies kam es in Bosnien und Herzegowina zu deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich sogar ein positiver Wert von € 26 Millionen, die höchsten Auflösungen fielen dabei in Serbien und Rumänien an. In Albanien und Kroatien kam es zu erhöhten Nettodotierungen für das Großkunden-Portfolio. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio stieg zum Ende der Berichtsperiode auf 10,3 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Südosteuropa sanken im Periodenvergleich um € 6 Millionen auf minus € 8 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank dabei von € 12 Millionen auf € 4 Millionen. Dieser Rückgang beruhte im Wesentlichen auf niedrigeren Veräußerungserträgen und Bewertungsverlusten aus Staatsanleihen in Rumänien infolge der steigenden Renditen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft in Moldau ergab sich ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 0,3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region sanken im Periodenvergleich um 9 Prozent auf € 31 Millionen. Die Steuerquote ging ebenso um 1 Prozentpunkt auf 12 Prozent zurück.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 2 Prozent auf € 217 Millionen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile fiel dabei durch die im Periodenvergleich unterschiedliche geografische Verteilung des Ergebnisses höher aus.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

Albanien

in € Millionen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 66 65 1,2% 22 22 0,2%
Provisionsüberschuss 6 6 4,0% 2 2 12,3%
Handelsergebnis 10 11 -7,8% 4 3 17,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -52,4% 0 0
Betriebserträge 82 82 0,2% 28 27 4,2%
Verwaltungsaufwendungen -27 -25 9,1% -9 -9 0,4%
Betriebsergebnis 55 57 -3,8% 19 17 6,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-17 -20 -11,1% -4 -10 -58,1%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 37 37 0,0% 14 7 97,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4 -4 12,6% -1 -1 109,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 33 34 -1,5% 13 6 96,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
0 0 -7,6% 0 0 8,7%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 33 34 -1,5% 13 6 96,7%
Aktiva 2.156 1.988 8,4% 2.156 2.094 3,0%
Forderungen an Kunden 855 741 15,4% 855 799 7,0%
davon Corporate % 62,2% 60,8% 1,4 PP 62,2% 60,6% 1,6 PP
davon Retail % 37,8% 39,2% -1,4 PP 37,8% 39,4% -1,6 PP
davon in Fremdwährung % 65,5% 61,4% 4,1 PP 65,5% 63,9% 1,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.840 1.637 12,4% 1.840 1.768 4,1%
Loan/Deposit Ratio 46,5% 45,2% 1,2 PP 46,5% 45,2% 1,3 PP
Return on Equity vor Steuern 26,5% 28,3% -1,9 PP 33,4% 15,4% 18,0 PP
Return on Equity nach Steuern 23,4% 25,4% -2,0 PP 29,9% 13,9% 16,0 PP
Cost/Income Ratio 33,3% 30,6% 2,7 PP 33,5% 34,8% -1,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.378 1.319 4,5% 1.378 1.364 1,0%
Geschäftsstellen 104 104 104 103 1,0%
Anzahl Kunden 689.725 618.762 11,5% 689.725 670.701 2,8%

Bosnien und Herzegowina

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 59 53 10,3% 20 20 -0,6%
Provisionsüberschuss 23 22 5,7% 8 8 6,9%
Handelsergebnis 1 0 61,5% 0 0 -29,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 0 >500,0% 2 1 65,9%
Betriebserträge 87 76 13,7% 30 29 3,9%
Verwaltungsaufwendungen -47 -47 -0,2% -16 -16 1,8%
Betriebsergebnis 39 29 36,6% 14 13 6,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-12 -21 -42,4% -6 -4 58,0%
Übrige Ergebnisse -1 0 0 0 116,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 26 8 242,6% 8 10 -15,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2 -1 89,0% 0 -1 -59,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 24 7 261,1% 8 9 -11,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
0 0 48,9% 0 0 14,4%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 24 6 269,7% 8 9 -12,6%
Aktiva 2.144 2.083 2,9% 2.144 2.147 -0,2%
Forderungen an Kunden 1.373 1.330 3,2% 1.373 1.372 0,1%
davon Corporate % 43,5% 41,7% 1,7 PP 43,5% 43,6% -0,1 PP
davon Retail % 55,2% 57,4% -2,2 PP 55,2% 55,1% 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 73,4% 76,2% -2,8 PP 73,4% 66,2% 7,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.611 1.537 4,8% 1.611 1.617 -0,4%
Loan/Deposit Ratio 85,3% 86,6% -1,3 PP 85,3% 84,9% 0,4 PP
Return on Equity vor Steuern 14,3% 4,3% 10,0 PP 13,6% 15,9% -2,3 PP
Return on Equity nach Steuern 13,4% 3,8% 9,6 PP 13,1% 14,8% -1,7 PP
Cost/Income Ratio 54,5% 62,1% -7,6 PP 53,1% 54,3% -1,1 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.583 1.646 -3,8% 1.583 1.621 -2,3%
Geschäftsstellen 98 100 -2,0% 98 98

Bulgarien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 126 142 -10,7% 42 42 -1,0%
Provisionsüberschuss 28 26 8,0% 10 9 12,4%
Handelsergebnis 6 5 12,3% 2 2 1,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -1 0 0 41,3%
Betriebserträge 160 172 -6,6% 53 54 -0,6%
Verwaltungsaufwendungen -73 -72 1,9% -24 -25 -0,2%
Betriebsergebnis 87 100 -12,8% 29 29 -0,9%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -50 -70 -28,0% -24 -14 72,9%
Übrige Ergebnisse 0 0 >500,0% 0 0 115,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 37 30 23,7% 5 15 -65,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -2 36,3% 0 -1 -77,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 34 28 22,6% 5 14 -64,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -1 -2 -59,7% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 33 26 29,5% 5 14 -65,9%
Aktiva 3.705 3.717 -0,3% 3.705 3.752 -1,2%
Forderungen an Kunden 2.927 2.819 3,8% 2.927 2.886 1,4%
davon Corporate % 44,0% 41,3% 2,7 PP 44,0% 43,7% 0,3 PP
davon Retail % 55,5% 58,3% -2,8 PP 55,5% 55,9% -0,4 PP
davon in Fremdwährung % 79,5% 72,1% 7,4 PP 79,5% 76,6% 2,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.124 1.978 7,4% 2.124 2.084 1,9%
Loan/Deposit Ratio 137,8% 142,5% -4,7 PP 137,8% 138,5% -0,7 PP
Return on Equity vor Steuern 10,2% 8,4% 1,8 PP 4,4% 12,9% -8,4 PP
Return on Equity nach Steuern 9,3% 7,7% 1,5 PP 4,2% 11,7% -7,5 PP
Cost/Income Ratio 45,6% 41,7% 3,8 PP 46,0% 45,8% 0,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.346 3.234 3,5% 3.346 3.249 3,0%
Geschäftsstellen 189 191 -1,0% 189 189

Kroatien

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 134 131 2,4% 44 47 -7,1%
Provisionsüberschuss 50 53 -6,1% 18 16 10,3%
Handelsergebnis -3 18 -7 1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 19 21 -8,0% 5 7 -33,2%
Betriebserträge 200 223 -10,3% 59 72 -17,8%
Verwaltungsaufwendungen -115 -116 -0,6% -37 -40 -7,4%
Betriebsergebnis 85 107 -20,8% 22 32 -30,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-44 -39 14,2% -13 -15 -14,4%
Übrige Ergebnisse -6 -8 -31,6% -9 -2 284,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 35 61 -41,7% 0 15 -99,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -12 -43,3% 0 -2 -83,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 28 48 -41,3% 0 12
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
-7 -14 -48,6% 1 -3
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile
21 34 -38,4% 0 9 -96,7%
Aktiva 5.490 5.881 -6,7% 5.490 5.640 -2,7%
Forderungen an Kunden 3.809 3.761 1,3% 3.809 3.885 -2,0%
davon Corporate % 39,2% 37,5% 1,7 PP 39,2% 38,9% 0,2 PP
davon Retail % 49,1% 50,6% -1,5 PP 49,1% 48,5% 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 67,8% 70,2% -2,4 PP 67,8% 68,2% -0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.150 3.107 1,4% 3.150 2.986 5,5%
Loan/Deposit Ratio 120,9% 121,1% -0,1 PP 120,9% 130,1% -9,2 PP
Return on Equity vor Steuern 6,0% 10,2% -4,2 PP 7,4%
Return on Equity nach Steuern 4,8% 8,2% -3,4 PP 6,2%
Cost/Income Ratio 57,5% 51,9% 5,6 PP 62,2% 55,3% 7,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.102 2.208 -4,8% 2.102 2.112 -0,5%
Geschäftsstellen 81 84 -3,6% 81 84 -3,6%

Kosovo

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 29 25 12,5% 10 10 5,5%
Provisionsüberschuss 6 5 5,7% 2 2 28,3%
Handelsergebnis 0 0 0 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -47,0% 0 0 143,5%
Betriebserträge 34 30 12,3% 12 11 10,1%
Verwaltungsaufwendungen -19 -17 9,0% -6 -6 0,8%
Betriebsergebnis 15 13 16,7% 6 5 22,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -3 -3 -2,1% -1 -1 3,4%
Übrige Ergebnisse 0 -1 -60,7% 0 0 86,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 12 9 28,4% 4 4 23,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 3,5% 0 0 32,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 11 8 31,7% 4 3 22,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 11 8 31,1% 4 3 22,1%
Aktiva 702 638 10,0% 702 667 5,2%
Forderungen an Kunden 421 377 11,6% 421 418 0,8%
davon Corporate % 32,0% 28,6% 3,4 PP 32,0% 31,8% 0,2 PP
davon Retail % 68,0% 71,4% -3,4 PP 68,0% 68,2% -0,2 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 580 509 14,0% 580 547 6,2%
Loan/Deposit Ratio 72,6% 74,1% -1,5 PP 72,6% 76,5% -3,9 PP
Return on Equity vor Steuern 18,3% 15,6% 2,7 PP 20,5% 16,2% 4,4 PP
Return on Equity nach Steuern 16,5% 13,7% 2,8 PP 18,3% 14,5% 3,8 PP
Cost/Income Ratio 55,0% 56,7% -1,7 PP 51,5% 56,3% -4,7 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 717 686 4,5% 717 713 0,6%
Geschäftsstellen 52 52 52 52

Rumänien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 196 181 8,0% 71 65 9,8%
Provisionsüberschuss 134 150 -10,8% 43 46 -4,6%
Handelsergebnis 11 10 7,2% 1 5 -85,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 1 72,8% 2 1 189,1%
Betriebserträge 342 342 -0,1% 118 117 0,8%
Verwaltungsaufwendungen -214 -204 4,7% -70 -73 -4,1%
Betriebsergebnis 128 138 -7,2% 48 44 9,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -52 -52 -0,1% -18 -18 1,8%
Übrige Ergebnisse -5 12 -6 2
Periodenüberschuss vor Steuern 71 98 -27,4% 24 29 -16,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -11 -13 -16,2% -4 -4 -20,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 60 85 -29,1% 20 24 -15,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -1 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 59 85 -29,8% 20 24 -14,9%
Aktiva 6.292 5.674 10,9% 6.292 6.172 1,9%
Forderungen an Kunden 4.404 4.104 7,3% 4.404 4.397 0,2%
davon Corporate % 37,3% 33,4% 4,0 PP 37,3% 34,1% 3,2 PP
davon Retail % 60,2% 60,7% -0,5 PP 60,2% 60,7% -0,5 PP
davon in Fremdwährung % 52,1% 61,8% -9,7 PP 52,1% 52,1% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.758 3.422 9,8% 3.758 3.499 7,4%
Loan/Deposit Ratio 117,2% 119,9% -2,7 PP 117,2% 125,7% -8,5 PP
Return on Equity vor Steuern 19,6% 30,1% -10,5 PP 20,3% 22,6% -2,3 PP
Return on Equity nach Steuern 16,6% 26,2% -9,6 PP 17,3% 19,1% -1,8 PP
Cost/Income Ratio 62,6% 59,7% 2,9 PP 59,6% 62,6% -3,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.065 6.096 -0,5% 6.065 6.054 0,2%
Geschäftsstellen 544 542 0,4% 544 544

Serbien

in € Millionen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 81 76 5,8% 26 28 -5,8%
Provisionsüberschuss 25 25 2,1% 9 9 3,1%
Handelsergebnis 2 0 1 0 214,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 3 24,7% 2 1 16,3%
Betriebserträge 112 104 7,6% 37 38 -1,9%
Verwaltungsaufwendungen -59 -62 -3,7% -20 -21 -4,4%
Betriebsergebnis 52 42 24,2% 18 18 1,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-15 -22 -34,3% -4 -2 82,1%
Übrige Ergebnisse 4 0 >500,0% 2 1 21,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 41 20 107,9% 16 17 -7,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -1 145,4% -1 -1 -19,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 38 19 105,1% 15 16 -6,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
1 2 -55,7% 0 1 -83,7%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 39 20 92,4% 15 17 -11,1%
Aktiva 2.214 2.470 -10,4% 2.214 2.050 8,0%
Forderungen an Kunden 1.348 1.313 2,7% 1.348 1.368 -1,4%
davon Corporate % 54,1% 55,0% -1,0 PP 54,1% 54,9% -0,8 PP
davon Retail % 42,8% 44,8% -1,9 PP 42,8% 42,2% 0,7 PP
davon in Fremdwährung % 65,4% 65,6% -0,2 PP 65,4% 65,2% 0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.139 1.130 0,8% 1.139 1.015 12,3%
Loan/Deposit Ratio 118,4% 116,2% 2,2 PP 118,4% 134,8% -16,4 PP
Return on Equity vor Steuern 11,1% 5,5% 5,6 PP 12,4% 13,6% -1,2 PP
Return on Equity nach Steuern 10,2% 5,1% 5,1 PP 11,5% 12,5% -1,0 PP
Cost/Income Ratio 53,2% 59,5% -6,3 PP 52,3% 53,7% -1,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.772 1.914 -7,4% 1.772 1.776 -0,2%
Geschäftsstellen 85 97 -12,4% 85 84 1,2%
in € Millionen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
Zinsüberschuss 2011
432
2010
381
rung
13,2%
153 143 rung
6,6%
Provisionsüberschuss 174 155 11,8% 64 57 12,0%
Handelsergebnis 37 59 -36,1% -22 28
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 -14 -79,6% -2 1
Betriebserträge 640 581 10,1% 192 229 -16,1%
Verwaltungsaufwendungen -335 -302 10,9% -113 -109 3,7%
Betriebsergebnis 305 279 9,2% 79 120 -34,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -21 -83 -74,6% -17 -2 >500,0%
Übrige Ergebnisse 3 -13 18 -6
Periodenüberschuss vor Steuern 287 184 56,1% 81 112 -27,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -76 -46 66,8% -27 -26 3,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 210 138 52,6% 54 86 -36,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 2 -1
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 210 138 52,8% 56 85 -33,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,0% 14,9% 5,1 PP 10,4% 14,4% -4,0 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 11.331 8.442 34,2% 11.331 9.310 21,7%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.098 897 22,3% 1.098 968 13,4%
Aktiva 13.975 12.013 16,3% 13.975 13.196 5,9%
Verbindlichkeiten 12.078 10.229 18,1% 12.078 11.220 7,6%
Nettozinsspanne 4,44% 4,14% 0,30 PP 4,49% 4,46% 0,03 PP
NPL Ratio 5,9% 11,2% -5,3 PP 5,9% 7,2% -1,3 PP
Coverage Ratio 107,3% 86,6% 20,6 PP 107,3% 103,5% 3,7 PP
Cost/Income Ratio 52,4% 52,0% 0,4 PP 58,8% 47,6% 11,2 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko) 0,29% 1,40% -1,11 PP 0,65% 0,11% 0,54 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.259 1.079 16,7% 1.259 1.244 1,2%
Return on Equity vor Steuern 30,3% 22,7% 7,7 PP 25,8% 36,0% -10,2 PP

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland stieg im Periodenvergleich um 56 Prozent auf € 287 Millionen. Höheren Verwaltungsaufwendungen standen hier deutlich höhere Betriebserträge gegenüber, und die deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen verbesserten das

Vorsteuerergebnis zusätzlich. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 7,7 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 13 Prozent oder € 50 Millionen auf € 432 Millionen. Dieser trotz erhöhten Margendrucks erzielte Zuwachs beruhte vorwiegend auf einer Zunahme des Kundenkreditportfolios bei Großfirmenkunden, das dank der starken Kreditnachfrage um insgesamt 34 Prozent deutlich anwuchs. Auch der spürbar gestiegene Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten, der durch eine höhere Transaktionsanzahl verursacht wurde, lieferte einen positiven Beitrag zum Ergebnis. Das abreifende Wertpapier-Investmentportfolio wirkte demgegenüber ertragsmindernd auf den Zinsüberschuss. Das Segment wies im Periodenvergleich eine um 30 Basispunkte auf 4,44 Prozent gestiegene Nettozinsspanne aus. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 16 Prozent auf € 14,0 Milliarden. Dem kräftigen Anstieg des Kreditportfolios wirkte die Reduktion des Bestands an Wertpapieren des öffentlichen Sektors und die Verringerung des Handelsportfolios entgegen. Die Kreditrisikoaktiva nahmen aufgrund des deutlichen Anstiegs der zugesagten Kreditlinien um 34 Prozent auf € 11,3 Milliarden zu. Der Anstieg wurde jedoch durch die Reduktion des Sovereign-Portfolios gemildert.

Der Provisionsüberschuss wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent oder € 18 Millionen auf € 174 Millionen. Dabei war der Zahlungsverkehr aufgrund der Auflösung der Ertragsabgrenzungen zwar rückläufig, lieferte mit € 60 Millionen jedoch weiterhin den größten Beitrag. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft stiegen im Periodenvergleich um 23 Prozent oder € 2 Millionen auf € 10 Millionen. Gleichfalls um € 2 Millionen stiegen – proportional zur Zunahme der Transaktionsvolumina – die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft und betrugen insgesamt € 38 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft erhöhte sich durch eine Methodenänderung bei der Provisionsberechnung um 90 Prozent auf € 44 Millionen. Vor allem aufgrund verbesserter Erträge aus Inkassotätigkeiten und aus Import-Export-Finanzierungstransaktionen stieg auch der Ertrag aus sonstigen Bankdienstleistungen um 11 Prozent auf € 27 Millionen.

Das Handelsergebnis sank von € 59 Millionen auf € 37 Millionen. Dabei lag das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft mit € 3 Millionen um € 54 Millionen unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund dafür waren die hohen Bewertungsgewinne aus festverzinslichen Anleihen und Schuldverschreibungen, die in der Vergleichsperiode aufgrund der Wertzuschreibungen nach der Finanzkrise 2009 erzielt worden waren. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft stieg im Periodenvergleich um € 33 Millionen auf € 34 Millionen. Bewertungserträge aus Währungsswaps im Rahmen des Eigenhandels sowie aus Fremdwährungspositionen, die aufgrund der Aufwertung des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar im dritten Quartal aufgebaut wurden, bewirkten diesen Anstieg.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verbesserte sich um € 11 Millionen auf minus € 3 Millionen. Dies resultierte vor allem aus deutlich niedrigeren Dotierungen zu sonstigen Rückstellungen, die in der Vergleichsperiode überwiegend für einen Rechtsfall im Zusammenhang mit der Schließung eines Standorts gebildet worden waren, sowie aus dem Anstieg der Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft im Zusammenhang mit einer Immobilie.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um insgesamt 11 Prozent auf € 335 Millionen. Verantwortlich dafür waren in erster Linie eine Zunahme des Personalaufwands durch marktbedingte Gehaltserhöhungen sowie zu rund einem Drittel Steigerungen der Gehaltsnebenkosten (insbesondere der gesetzlichen und freiwilligen Sozialabgaben). Der Sachaufwand stieg in erster Linie durch eine Erhöhung des IT- sowie des Rechts- und Beratungsaufwands. Die Abschreibungen blieben im Periodenvergleich beinahe unverändert. Die Anzahl der Geschäftsstellen ging im Jahresabstand um 7 auf 192 Standorte zurück. Die Cost/Income Ratio betrug nahezu unverändert 52,4 Prozent und lag damit deutlich unter jener des Gesamtkonzerns.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken von € 83 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 21 Millionen. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen, die durch Auflösungen von € 1 Million im Großfirmenkunden-Portfolio bedingt waren. Der im Jahresabstand von 10,1 Prozent auf 5,9 Prozent gesunkene Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio, verbesserte Rückzahlungsquoten überfälliger Kredite sowie der Verkauf von Kreditforderungen trugen ebenfalls zum Rückgang bei. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen betrugen in der Berichtsperiode € 20 Millionen, während sich in der Vergleichsperiode noch eine Auflösung von netto € 31 Millionen ergeben hatte. Diese Zunahme resultierte ausschließlich aus dem Anstieg des zugrunde liegenden Kreditportfolios.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland betrugen insgesamt € 3 Millionen. Dabei lag das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten – es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos durchgeführten Zinsswap-Transaktionen – bei € 4 Millionen. Der ineffektive Teil des Cash-Flow Hedge verdreifachte sich auf € 3 Millionen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 31 Millionen auf € 76 Millionen. Beeinflusst durch den höheren Anteil der steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen stieg die Steuerquote um 2 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 53 Prozent auf € 210 Millionen.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Ertragskennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital; auf Segmentebene basiert das der Berechnung zugrunde liegende Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 432 381 13,2% 153 143 6,6%
Provisionsüberschuss 174 155 11,8% 64 57 12,0%
Handelsergebnis 37 59 -36,1% -22 28
Sonstiges betriebliches Ergebnis -4 -11 -65,8% -2 1
Betriebserträge 639 584 9,4% 192 229 -16,1%
Verwaltungsaufwendungen -335 -302 10,9% -113 -109 3,7%
Betriebsergebnis 304 282 7,7% 79 120 -34,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -21 -83 -74,6% -17 -2 >500,0%
Übrige Ergebnisse 4 -16 18 -6
Periodenüberschuss vor Steuern 286 184 56,1% 81 112 -27,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -76 -46 66,8% -27 -26 3,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 210 138 52,5% 54 86 -37,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
-3 -1 261,6% -1 -1 41,7%
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 207 137 51,3% 53 85 -37,9%
Aktiva 13.975 12.013 16,3% 13.975 13.196 5,9%
Forderungen an Kunden 9.219 7.000 31,7% 9.219 8.337 10,6%
davon Corporate % 72,5% 71,2% 1,3 PP 72,5% 71,1% 1,4 PP
davon Retail % 27,2% 28,4% -1,2 PP 27,2% 28,5% -1,3 PP
davon in Fremdwährung % 47,7% 44,2% 3,6 PP 47,7% 43,5% 4,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 9.270 6.237 48,6% 9.270 8.283 11,9%
Loan/Deposit Ratio 99,5% 112,2% -12,8 PP 99,5% 100,7% -1,2 PP
Return on Equity vor Steuern 21,4% 15,0% 6,4 PP 18,5% 24,0% -5,4 PP
Return on Equity nach Steuern 15,7% 11,3% 4,4 PP 12,4% 18,4% -6,0 PP
Cost/Income Ratio 52,5% 51,7% 0,7 PP 58,8% 47,6% 11,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.697 8.487 2,5% 8.697 8.628 0,8%
Geschäftsstellen 192 199 -3,5% 192 190 1,1%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 316 370 -14,6% 113 102 10,5%
Provisionsüberschuss 131 130 0,8% 47 42 11,3%
Handelsergebnis 52 21 144,8% 9 37 -76,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -6 -74,9% 1 -1
Betriebserträge 498 516 -3,5% 169 180 -6,1%
Verwaltungsaufwendungen -248 -247 0,5% -83 -80 4,0%
Betriebsergebnis 249 268 -7,2% 86 100 -14,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -99 -223 -55,6% -28 -21 34,2%
Übrige Ergebnisse -8 18 -13 -1 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 142 64 122,2% 45 78 -41,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -38 -22 77,6% -13 -18 -30,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 104 42 144,9% 33 60 -45,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
-10 -6 76,5% -2 -5 -60,6%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 94 37 155,1% 31 55 -43,9%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,9% 5,2% 4,7 PP 5,9% 10,1% -4,2 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 5.605 5.181 8,2% 5.605 5.330 5,2%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 541 500 8,1% 541 514 5,2%
Aktiva 6.758 6.846 -1,3% 6.758 6.523 3,6%
Verbindlichkeiten 5.793 5.890 -1,7% 5.793 5.629 2,9%
Nettozinsspanne 6,17% 7,29% -1,11 PP 6,79% 6,10% 0,69 PP
NPL Ratio 28,1% 24,5% 3,5 PP 28,1% 27,5% 0,5 PP
Coverage Ratio 71,6% 73,8% -2,2 PP 71,6% 72,9% -1,3 PP
Cost/Income Ratio 49,9% 47,9% 2,0 PP 49,3% 44,5% 4,8 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
2,38% 5,65% -3,27 PP 2,02% 1,52% 0,50 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 713 661 7,9% 713 725 -1,7%
Return on Equity vor Steuern 26,6% 12,9% 13,7 PP 25,3% 42,3% -17,0 PP

GUS Sonstige

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich in der Berichtsperiode um 122 Prozent auf € 142 Millionen. Diese Verbesserung gegenüber der Vergleichsperiode war ausschließlich auf die rückläufigen Nettodotierungen zu Risikovorsorgen zurückzuführen, während die Betriebserträge aufgrund des niedrigeren Zinsüberschusses um 4 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode blieben. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 13,7 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent. Insgesamt war das Ergebnis des Segments in der Berichtsperiode durch die instabile Währungssituation und die daraus resultierende starke Abwertung des belarussischen Rubels beeinflusst.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging insgesamt um 15 Prozent oder € 54 Millionen auf € 316 Millionen zurück. Verursacht wurde dies großteils durch eine im vierten Quartal 2010 in der Ukraine durchgeführte Methodenänderung für die Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Forderungen, die im Periodenvergleich zu einem Einmaleffekt von rund € 52 Millionen führte. Allerdings blieb diese Änderung ergebnisneutral, da im selben Ausmaß Kreditrisikovorsorgen reduziert wurden. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts stagnierte in der Ukraine der Zinsüberschuss. Verantwortlich dafür waren einerseits die Reduktion des Kreditportfolios sowie der aktivseitigen Margen in allen Asset-Klassen außer im Großkundengeschäft aufgrund des weiterhin schwierigen Kreditumfelds in der Ukraine. Anderseits wirkten sich erhöhte Erträge aus dem vergrößerten Bestand an ukrainischen Staatsanleihen positiv aus. Eine Zinsreduktion bei den Kundeneinlagen in der Ukraine brachte auch eine Reduktion der Finanzierungskosten. In Belarus sank der Zinsüberschuss im Periodenvergleich, bereinigt um die Kursdifferenzen blieb er hingegen unverändert.

Die Bilanzaktiva des Segments sanken überwiegend aufgrund der Wachstumsschwäche bei den Krediten in der Ukraine im Jahresabstand um 1 Prozent auf € 6,8 Milliarden. Ebenso wirkte sich die Währungsabwertung in Belarus trotz einer Kreditausweitung in lokaler Währung negativ auf die Bilanzaktiva aus. Die Nettozinsspanne sank um insgesamt 1,11 Prozentpunkte auf 6,17 Prozent. 1,07 Prozentpunkte davon gingen auf die bereits erwähnte Methodenänderung in der Ukraine zurück – ein Effekt, der durch die leicht rückläufige Margenentwicklung noch verstärkt wurde. Die Kreditrisikoaktiva stiegen im Jahresabstand um 8 Prozent auf € 5,6 Milliarden. Für diesen Zuwachs waren die Erhöhung des Anlagevermögens und der höhere Wertpapierbestand im Sovereign-Bereich verantwortlich, der zur Veranlagung von Überschussliquidität aufgebaut wurde.

Der Provisionsüberschuss blieb im Periodenvergleich beinahe unverändert bei € 131 Millionen. Der hier enthaltene Ergebniszuwachs im Zahlungsverkehr, dessen Ertrag um 3 Prozent oder € 3 Millionen auf € 97 Millionen zulegte und damit den wichtigsten Beitrag zum Provisionsüberschuss lieferte, war dabei zur Gänze auf die Entwicklung in der Ukraine zurückzuführen. Hier waren nicht nur bei Privatkunden, sondern auch bei Firmenkunden dank erhöhter Kundenaktivität sowie steigender Konten- und Transaktionsanzahl gepaart mit erhöhten Preisen Zuwächse zu verzeichnen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft lag mit € 25 Millionen hingegen unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dies resultierte einerseits daraus, dass in der Ukraine weiterhin keine Fremdwährungskredite an Privatkunden vergeben wurden, andererseits führte die starke Abwertung des belarussischen Rubels zu einer Abnahme der Fremdwährungstransaktionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft steuerte unverändert € 5 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis der Region erhöhte sich überwiegend wegen einer Ertragssteigerung im währungsbezogenen Geschäft in Belarus auf € 52 Millionen. Hier lag der Bewertungsgewinn aus strategischen Währungspositionen, die zur Absicherung des Eigenkapitals bestehen, mit € 52 Millionen klar

über dem Vergleichswert von € 2 Millionen. Grund dafür war die mit 92 Prozent in der Berichtsperiode wesentlich stärkere Abwertung der lokalen Währung gegenüber dem Euro. Davon gingen € 30 Millionen auf eine im Hedge Accounting des Konzerns nicht berücksichtigte US-Dollar-Position zurück. In Kasachstan beeinflussten hingegen Bewertungsverluste aus einer Währungsposition das Ergebnis negativ. Der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft sank in der Region im Periodenvergleich um € 5 Millionen auf € 4 Millionen. Hier waren die Ergebnisse aus den staatlichen festverzinslichen Wertpapieren und Anleihen im Periodenvergleich aufgrund der Mark-to-Market-Bewertung weniger ertragreich.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments, bestehend aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten, verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 6 Millionen auf minus € 1 Million. Hauptgrund dafür war die Auflösung von sonstigen Rückstellungen, die im Rahmen eines bereits abgeschlossenen Rechtsfalls im Zusammenhang mit einer Immobilie in der Ukraine gebildet worden waren.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit insgesamt € 248 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode unverändert. Die Personalaufwendungen waren dabei von einem Anstieg der Mitarbeiteranzahl in der Ukraine beeinflusst. Dieser ergab sich durch die stärkere Kredit- und Kundenaktivität und den Aufbau des Transaction Services Centers, das zahlreiche Abwicklungs- und Serviceleistungen für das lokale Netzwerk zur Verfügung stellt. Der Sachaufwand hingegen verringerte sich um € 6 Millionen auf € 87 Millionen. Diese Verbesserung betraf diverse Aufwandsposten in allen Ländern der Region. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wiederum nahmen zu, hauptsächlich verursacht durch IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem in der Ukraine. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge bei unverändert gebliebenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 2,0 Prozentpunkte auf 49,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region sanken von € 223 Millionen um 56 Prozent auf € 99 Millionen. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen gingen dabei um 51 Prozent auf € 104 Millionen zurück. Diese überwiegend auf die Ukraine zurückzuführende Abnahme enthielt einen Rückgang der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen von € 52 Millionen aufgrund der bereits beschriebenen Methodenänderung für die Berechnung von Zinsen auf wertberichtigte Kredite. Die Wertberichtigungen gingen in der Ukraine aber auch durch höhere Kreditrückzahlungen und die allgemeine Verbesserung der Portfolioqualität in allen Asset-Klassen zurück. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Berichtsperiode für das Segment ein positiver Wert von € 6 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode noch € 12 Millionen dotiert worden waren. Diese Verbesserung beruhte ausschließlich auf den niedrigeren Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen in der Ukraine, wo sich das zugrunde liegende Kreditportfolio verringerte und gleichzeitig in seiner Qualität verbesserte. In Belarus hingegen erforderte die angespannte wirtschaftliche Situation Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen für das Firmenkundenportfolio in Höhe von € 23 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio betrug 28,1 Prozent und blieb damit weiterhin der höchste aller Segmente, wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden (Belarus: 2,2 Prozent, Ukraine: 33,9 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um € 26 Millionen auf minus € 8 Millionen, wofür vor allem die Reduktion des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen von € 18 Millionen auf minus € 8 Millionen verantwortlich war. Hier sanken die Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand an ukrainischen Staatsanleihen durch die Spread-Ausweitung und die steigende Rendite unter das Vorjahresniveau.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 38 Millionen, die Steuerquote reduzierte sich durch die 2011 in Belarus eingeführten günstigeren Steuerregelungen um 7 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 155 Prozent auf € 94 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments. Kasachstan wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung in Bezug auf die Gesamtvolumina jedoch nicht gesondert aufgeführt:

in € Millionen 1.1.-30.9. 2011 1.1.-30.9. 2010 Veränderung Q3/2011 Q2/2011 Veränderung Zinsüberschuss 61 62 -1,9% 19 21 -6,5% Provisionsüberschuss 36 40 -9,6% 12 11 9,8% Handelsergebnis 47 6 >500,0% 6 36 -83,7% Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 – 0 0 – Betriebserträge 144 109 32,1% 37 67 -45,0% Verwaltungsaufwendungen -43 -47 -8,6% -14 -13 6,3% Betriebsergebnis 101 62 62,9% 23 55 -57,0% Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -21 -6 233,3% -12 3 – Übrige Ergebnisse 0 0 – 0 0 – Periodenüberschuss vor Steuern 80 56 44,0% 12 58 -79,6% Steuern vom Einkommen und Ertrag -20 -17 15,4% -5 -12 -59,3% Periodenüberschuss nach Steuern 61 39 56,5% 7 46 -85,0% Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -8 -5 44,7% -1 -4 -79,4% Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 53 33 58,4% 6 41 -85,6% Aktiva 1.347 1.327 1,5% 1.347 1.282 5,0% Forderungen an Kunden 874 1.004 -12,9% 874 911 -4,0% davon Corporate % 65,9% 54,7% 11,2 PP 65,9% 63,9% 2,0 PP davon Retail % 34,1% 45,3% -11,2 PP 34,1% 36,1% -2,0 PP davon in Fremdwährung % 58,4% 59,9% -1,5 PP 58,4% 59,0% -0,6 PP Verbindlichkeiten an Kunden 754 740 1,9% 754 746 1,0% Loan/Deposit Ratio 116,0% 135,7% -19,7 PP 116,0% 122,1% -6,1 PP Return on Equity vor Steuern 66,6% 40,7% 25,9 PP 49,3% 160,4% -111,1 PP Return on Equity nach Steuern 50,5% 28,4% 22,1 PP 28,6% 126,7% -98,1 PP Cost/Income Ratio 29,8% 43,1% -13,3 PP 36,6% 18,9% 17,7 PP Mitarbeiter zum Stichtag 2.234 2.175 2,7% 2.234 2.220 0,6% Geschäftsstellen 96 96 – 96 99 -3,0% Anzahl Kunden 797.017 843.542 -5,5% 797.017 808.277 -1,4%

Belarus

Ukraine

in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 251 304 -17,5% 92 80 15,2%
Provisionsüberschuss 95 90 5,6% 35 31 11,8%
Handelsergebnis 7 15 -51,4% 2 1 126,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -6 -76,9% 1 -1
Betriebserträge 351 402 -12,7% 130 112 16,8%
Verwaltungsaufwendungen -205 -200 2,7% -69 -67 3,6%
Betriebsergebnis 146 203 -27,9% 61 44 36,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-78 -216 -63,9% -16 -24 -33,3%
Übrige Ergebnisse -8 18 -12 -1 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 60 6 >500,0% 33 20 65,0%
Steuern vom Einkommen und
Ertrag -18 -4 310,0% -8 -6 32,8%
Periodenüberschuss nach
Steuern 42 1 >500,0% 25 14 77,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
3 0 >500,0% 1 2 -57,5%
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 46 2 >500,0% 26 17 58,4%
Aktiva 5.341 5.446 -1,9% 5.341 5.168 3,3%
Forderungen an Kunden 4.158 4.308 -3,5% 4.158 3.845 8,1%
davon Corporate % 49,9% 44,7% 5,2 PP 49,9% 47,5% 2,4 PP
davon Retail % 50,1% 55,3% -5,2 PP 50,1% 52,5% -2,4 PP
davon in Fremdwährung % 58,0% 66,5% -8,5 PP 58,0% 62,5% -4,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.543 2.573 -1,1% 2.543 2.519 1,0%
Loan/Deposit Ratio 163,5% 167,4% -4,0 PP 163,5% 152,6% 10,8 PP
Return on Equity vor Steuern 10,6% 1,1% 9,5 PP 17,5% 10,7% 6,9 PP
Return on Equity nach Steuern 7,4% 0,2% 7,2 PP 13,5% 7,6% 5,9 PP
Cost/Income Ratio 58,4% 49,6% 8,7 PP 53,3% 60,1% -6,8 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 15.528 15.363 1,1% 15.528 15.467 0,4%
Geschäftsstellen 917 934 -1,8% 917 922 -0,5%
Anzahl Kunden 3.402.385 4.705.943 -27,7% 3.402.385 3.389.355 0,4%
in € Millionen 1.1.-30.9.
2011
1.1.-30.9.
2010
Verände
rung
Q3/2011 Q2/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 309 274 12,9% 110 103 7,5%
Provisionsüberschuss 132 115 14,1% 46 44 4,4%
Handelsergebnis 8 13 -43,1% 3 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 1 348,2% 1 2 -31,9%
Betriebserträge 452 403 12,1% 161 149 7,9%
Verwaltungsaufwendungen -102 -102 -0,2% -31 -38 -18,0%
Betriebsergebnis 350 301 16,3% 129 111 16,9%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -36 -70 -48,5% -17 -8 105,1%
Übrige Ergebnisse -6 8 -6 -2 170,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 308 239 28,9% 107 100 6,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -63 -56 13,4% -20 -20 -0,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 245 183 33,6% 87 80 8,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 245 183 33,5% 87 80 8,2%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 21,4% 19,3% 2,1 PP 13,8% 16,1% -2,3 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 14.610 15.407 -5,2% 14.610 15.383 -5,0%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.229 1.277 -3,7% 1.229 1.267 -3,0%
Aktiva 21.596 23.457 -7,9% 21.596 20.689 4,4%
Verbindlichkeiten 15.056 14.150 6,4% 15.056 13.863 8,6%
Nettozinsspanne 1,91% 1,62% 0,29 PP 2,08% 1,99% 0,09 PP
NPL Ratio 3,6% 4,2% -0,5 PP 3,6% 4,3% -0,6 PP
Coverage Ratio 75,5% 51,9% 23,6 PP 75,5% 69,0% 6,5 PP
Cost/Income Ratio 22,6% 25,4% -2,8 PP 19,5% 25,6% -6,1 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
0,31% 0,57% -0,25 PP 0,45% 0,21% 0,24 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.654 1.598 3,5% 1.654 1.728 -4,3%
Return on Equity vor Steuern 24,8% 19,9% 4,9 PP 25,3% 23,0% 2,3 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments stieg in den ersten drei Quartalen 2011 gegenüber der Vergleichsperiode um 29 Prozent auf € 308 Millionen. Das widerstandsfähige Geschäftsmodell führte zu höheren Betriebserträgen und niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 4,9 Prozentpunkte auf 24,8 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss wuchs um 13 Prozent oder € 35 Millionen auf € 309 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vor allem auf einem Anstieg der aktivseitigen Margen im Geschäft mit österreichischen und westeuropäischen Firmenkunden der RBI AG, da hier Geschäft mit geringen Margen stetig durch profitableres Kreditgeschäft ersetzt wurde. Insgesamt waren die Geschäftsvolumina dabei infolge verhaltener Kreditnachfrage und starken Wettbewerbsdrucks im Kommerzkundengeschäft rückläufig. Auch die Filialen in China und Malaysia steigerten ihren Beitrag zum Zinsüberschuss durch eine Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten auf € 68 Millionen. Bei der Tochterbank in Malta kam es dank einer Zunahme der Geschäftsvolumina sowie besserer Margen ebenfalls zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses um € 7 Millionen. Die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates stieg um 29 Basispunkte auf 1,91 Prozent. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand, auch bedingt durch die Übertragung von Finanzierungen für die österreichische Raiffeisen Leasing-Gruppe an die RZB, um 8 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 21,6 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva nahmen um 5 Prozent auf € 14,6 Milliarden ab. Trotz einer Reduktion des Gesamt-Exposure kam es in der RBI AG zu einer Erhöhung des Volumens der zugesagten Kreditlinien.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 14 Prozent oder € 17 Millionen auf € 132 Millionen. In der Konzernzentrale beruhte der erzielte Zuwachs auf der Intensivierung des Vertriebs von eigenkapitalund liquiditätsschonenden Produkten sowie von Leistungen im Investment Banking. Darüber hinaus wurde der Ertrag aus Exportfinanzierungen gesteigert. Die Konzerneinheit in den USA erwirtschaftete überwiegend aus dem Kredit- und Garantiegeschäft einen verbesserten Provisionsüberschuss von € 13 Millionen.

Das Handelsergebnis halbierte sich beinahe auf € 8 Millionen. Es fiel überwiegend in den Profitcenters der Konzernzentrale an und beruhte auf Bewertungsgewinnen aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft mit diversen Finanzinstrumenten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments blieben im Periodenvergleich mit € 102 Millionen fast unverändert. Der Anstieg der Stückkosten in der RBI AG wurde durch eine 2010 vorgenommene Methodenänderung für die Allokation der Kosten der Konzernzentrale kompensiert. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode 8 Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken von € 70 Millionen auf € 36 Millionen. Maßgeblich dafür verantwortlich waren die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Firmenkunden der Konzernzentrale, die dank des verbesserten Kreditumfelds deutlich niedriger ausfielen, sowie eine Auflösung in einem größeren Einzelfall. Die Filiale der RBI AG in China und die Konzerneinheit in den USA verbuchten ebenfalls geringere Nettodotierungen zu Risikovorsorgen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio betrug am Ende der Berichtsperiode 3,6 Prozent und blieb damit im Segmentvergleich relativ niedrig.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich um € 14 Millionen auf minus € 6 Millionen. Sie beruhten im Wesentlichen auf den Marktbewertungen von diversen im Bestand gehaltenen Unternehmensanleihen. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Leasinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 7 Millionen auf € 63 Millionen. Die Steuerquote reduzierte sich um 2 Prozentpunkte auf 21 Prozent.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 34 Prozent auf € 245 Millionen.

Group Markets
-- ---------------
1.1.-30.9.
1.1.-30.9.
Verände
Q3/2011
Q2/2011
Verände
in € Millionen
2011
2010
rung
rung
Zinsüberschuss
171
212
-19,6%
62
58
6,3%
Provisionsüberschuss
91
75
21,9%
26
34
-24,2%
Handelsergebnis
89
61
44,7%
-2
20

Sonstiges betriebliches Ergebnis
23
18
29,6%
7
9
-23,6%
Betriebserträge
374
366
2,0%
93
122
-23,7%
Verwaltungsaufwendungen
-197
-172
14,7%
-71
-65
9,7%
Betriebsergebnis
176
194
-9,3%
22
57
-61,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen
-8
-1
>500,0%
1
-3

Übrige Ergebnisse
-66
-40
66,2%
-113
-4
>500,0%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern
102
153
-33,6%
-90
50

Steuern vom Einkommen und Ertrag
-30
-38
-21,6%
18
-12

Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern
72
116
-37,6%
-72
38

Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
-1
-1
-6,4%
0
0
-11,1%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden
Anteile
71
115
-37,8%
-72
37

Anteil am Ergebnis vor Steuern
7,1%
12,4%
-5,3 PP
-11,6%
6,4%
-18,0 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko)
5.835
5.967
-2,2%
5.835
6.151
-5,1%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis
1.277
1.142
11,9%
1.277
996
28,3%
Aktiva
28.565
37.180
-23,2%
28.565
24.578
16,2%
Verbindlichkeiten
27.742
36.426
-23,8%
27.742
22.802
21,7%
Nettozinsspanne
0,83%
0,65%
0,18 PP
0,94%
0,87%
0,07 PP
NPL Ratio1
10,2%
4,0%
6,3 PP
10,2%
1,2%
9,0 PP
Coverage Ratio
88,0%
>100%

88,0%
87,7%
0,3 PP
Cost/Income Ratio
52,9%
47,0%
5,8 PP
76,3%
53,1%
23,2 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
0,19%
0,01%
0,18 PP
-1,43%
0,25%
-1,68 PP
Durchschnittliches Eigenkapital
1.478
1.694
-12,7%
1.881
1.403
34,1%
Return on Equity vor Steuern
9,2%
12,1%
-2,9 PP

13,9%
12,2 PP
Geschäftsstellen
4
4

4
4

1 Aufgrund der Struktur des Geschäfts erfolgt die Berechnung der NPL Ratio im Segment Group Markets auf Basis des Gesamtkreditobligos. Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank in der Berichtsperiode um 34 Prozent auf € 102 Millionen. Zwar blieben die Betriebserträge im Periodenvergleich stabil, die übrigen Ergebnisse nahmen jedoch aufgrund der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente deutlich ab. Der Return on Equity vor Steuern reduzierte sich um 2,9 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich um 20 Prozent auf € 171 Millionen, wofür überwiegend eine Reduktion des Bestands an Wertpapieren europäischer Banken im Profitcenter Capital Markets der Konzernzentrale verantwortlich war. Ein weiterer Grund für den Rückgang lag im Abreifen und der Tilgung von Teilen des High-Quality-Wertpapierportfolios, das ausschließlich aus Papieren mit besten Ratings besteht. Dieses erbrachte in der Berichtsperiode einen Ertrag von € 67 Millionen, während hier in der Vergleichsperiode noch € 119 Millionen angefallen waren. Die Struktur des Investmentportfolios der RBI AG wurde, beeinflusst durch die europäische Schuldenkrise, nunmehr noch konservativer gestaltet. Das Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns verzeichnete einen deutlichen Rückgang des Geschäftsvolumens durch Tilgungen und selektive Transaktionsauswahl, die wiederum einen rückläufigen Zinsüberschuss bewirkten.

Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 23 Prozent auf € 28,6 Milliarden zurück. Hauptgrund dafür war ein Abbau des Kreditgeschäfts mit Financial Institutions, der in der RBI AG zu einer Reduktion der Forderungen an Banken um 9 Prozent auf € 33,5 Milliarden führte. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Bilanzaktiva war die graduelle Umgliederung eines Teils der Aktiva zum Segment Corporate Center im Jahr 2010. Diese Umgliederung war im Zug einer organisatorischen Neuausrichtung erfolgt, mit der die Aktivitäten des Treasury von jenen des Bereichs Capital Markets getrennt wurden. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich um 18 Basispunkte auf 0,83 Prozent, die Kreditrisikoaktiva sanken von € 6,0 Milliarden um 2 Prozent auf € 5,8 Milliarden. Diese Entwicklung beruhte ebenfalls auf der Verschiebung eines Teils der Volumina in das Segment Corporate Center. Die Umschichtung betraf unter anderem die gesetzlich vorgegebenen Reserven bei der Oesterreichischen Nationalbank, die sehr gering gewichtet sind. Darüber hinaus erfolgte ein Rückgang der Kreditrisikoaktiva im Profitcenter Capital Markets, der durch die Reduktion von Geldmarkt- und Wertpapierobligos bei Financial Institutions, überwiegend in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden, verursacht wurde. Das Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns war während der Berichtsperiode allgemein von einem Rückgang des Geschäftsvolumens betroffen.

Der Provisionsüberschuss des Segments erhöhte sich gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode um 22 Prozent auf € 91 Millionen. Für den im Profitcenter Capital Markets erzielten Zuwachs waren die im Periodenvergleich gestiegenen Ergebnisse aus Credit-Default-Swap-Transaktionen verantwortlich, die mit der Intensivierung der Absicherungs- und Trading-Aktivitäten verbunden waren. Das Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns meldete – trotz einer Stagnation des Marktes für institutionelle Emissionen – gestiegene Erträge aus dem Emissionsgeschäft in Italien sowie einen Anstieg des Provisionsüberschusses aus erfolgreichen Emissionen österreichischer Banken. Der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochter Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank in Wien lieferte mit € 13 Millionen einen weiterhin stabilen Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft. Auch der Bereich Mergers & Acquisitions steigerte seinen Beitrag zum Provisionsüberschuss auf € 9 Millionen. Der Provisionsüberschuss der Raiffeisen Centrobank Gruppe stieg gleichfalls auf € 16 Millionen. Erzielt wurde dies unter anderem durch Erträge aus der Unterstützung von Firmenkunden bei Primärmarkttransaktionen, obwohl angesichts der angespannten Finanzmarktlage einige Transaktionen nicht durchgeführt wurden.

Das Handelsergebnis des Segments erhöhte sich in der Berichtsperiode um 45 Prozent auf € 89 Millionen. Mit € 36 Millionen (plus 6 Prozent) lieferte die Raiffeisen Centrobank einen wesentlichen Beitrag dazu. Er bestand überwiegend aus dem positiven Bewertungsergebnis der im Rahmen des aktien- und indexbezogenen Geschäfts ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen. Aus dem Profitcenter Capital Markets stammten € 31 Millionen an Bewertungsgewinnen aus dem Eigenhandel mit festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten. Die Market-Maker-Erträge aus dem Kunden- und Eigenhandel mit Fremdwährungs- und Fixed-Income-Produkten leisteten ebenfalls einen soliden und stabilen Beitrag zum Ergebnis. Weitere € 22 Millionen steuerte das Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns bei. Schließlich verbesserte sich auch der Ertrag aus dem Banknoten- und Münzhandel auf € 15 Millionen. Die Bewertung der vergebenen Kapitalgarantien verbesserte sich und betrug minus € 14 Millionen gegenüber minus € 34 Millionen in der Vergleichsperiode.

Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Periodenvergleich um € 5 Millionen auf € 23 Millionen. In diesem Betrag sind gestiegene Erträge von € 11 Millionen aus dem Geschäft der Raiffeisen Centrobank Gruppe enthalten, die überwiegend durch den Warenhandel der Spezialgesellschaften in den USA und der Schweiz erwirtschaftet wurden. Weitere € 9 Millionen trug der Warenhandel der F.J. Elsner Trading bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets erhöhten sich im Periodenvergleich um 15 Prozent auf € 197 Millionen. Diese Steigerung resultierte überwiegend aus der vollständigen Inbetriebnahme eines IT-Systems für derivative Finanzinstrumente sowie der Einführung von IT-Applikationen im Custody-Bereich der RBI AG. Darüber hinaus stiegen die Transportkosten aufgrund der Ausweitung des Valuten- und Münzhandelsgeschäfts der RBI AG. Durch verstärkte Geschäftsaktivitäten nahmen im Periodenvergleich auch die weiterverrechneten Stückkosten der Abwicklungsgesellschaft Raiffeisen Service Center GmbH (RSC) zu. Der Zuwachs der Verwaltungsaufwendungen des Segments wurde durch die Änderung der Kostenallokation in der RBI AG infolge der Fusion 2010 etwas gemildert. Das Segment umfasste zum Ende der Berichtsperiode 4 Bankgeschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund des Anstiegs der Verwaltungsaufwendungen um 5,8 Prozentpunkte auf 52,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die zur Gänze im Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns angefallenen Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen betrugen € 8 Millionen und betrafen jeweils ein Finanzinstitut in Dänemark und Bahrain. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 0,7 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken in der Berichtsperiode um 66 Prozent auf minus € 66 Millionen. Wie in der Vergleichsperiode war hier das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Headoffice-Profitcenter Capital Markets negativ. Es resultierte aus der Bewertung diverser Zinsabsicherungsgeschäfte, die vorwiegend zur Abfederung der Risiken aus einem Rückgang der langfristigen Zinsen abgeschlossen worden waren. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands und der CDS-Transaktionen im Rahmen der übernommenen Risken des Profitcenters Credit Investments, wo es aufgrund der hohen Marktschwankungen speziell im dritten Quartal zu Abwertungen kam.

Zu einer Erhöhung auf € 30 Millionen kam es hingegen bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag. Die Steuerquote des Segments lag bei 29 Prozent und damit um 4 Prozentpunkte über dem Niveau von 2010.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 38 Prozent auf € 71 Millionen.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2011 Q2/2011 Verände
in € Millionen 2011 2010 rung rung
Zinsüberschuss 349 205 69,9% 31 258 -87,9%
Provisionsüberschuss -41 -12 229,8% -20 -9 123,8%
Handelsergebnis 49 38 29,5% 34 41 -16,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 18 102 -82,1% 3 27 -88,3%
Betriebserträge 376 333 12,7% 49 317 -84,7%
Verwaltungsaufwendungen -205 -233 -12,1% -69 -67 3,3%
Betriebsergebnis 171 101 70,2% -20 250
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 60 -5 60 0
Übrige Ergebnisse 93 44 109,8% 83 36 132,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 324 140 132,2% 123 286 -57,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 23 95 -76,0% -2 4
Periodenüberschuss nach Steuern 347 235 47,7% 120 289 -58,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -1 -1 43,5% 2 -3
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 346 234 47,7% 123 287 -57,2%
Anteil am Ergebnis vor Steuern 22,6% 11,3% 11,3 PP 15,9% 37,0% -21,1 PP
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 17.687 19.203 -7,9% 17.687 15.876 11,4%
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.510 1.574 -4,0% 1.510 1.355 11,4%
Aktiva 52.695 40.655 29,6% 52.695 45.956 14,7%
Verbindlichkeiten 52.527 46.102 13,9% 52.527 53.397 -1,6%
Nettozinsspanne 1,07% 0,73% 0,34 PP 0,25% 2,35% -2,10 PP
NPL Ratio
Coverage Ratio
Cost/Income Ratio 54,5% 69,8% -15,4 PP 142,1% 21,1% 121,0 PP
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko) -0,47% 0,05% -0,52 PP -1,43% 0,00% -1,43 PP
Durchschnittliches Eigenkapital 1.881 2.147 -12,4% 1.881 1.877 0,2%
Return on Equity vor Steuern 23,0% 8,7% 14,3 PP 26,1%

Corporate Center

Im Segment Corporate Center betrug der Periodenüberschuss vor Steuern € 324 Millionen. Der gegenüber der Vorjahresperiode erzielte Anstieg von € 185 Millionen war vor allem auf die Zunahme der Betriebserträge und der übrigen Ergebnisse zurückzuführen. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 14,3 Prozentpunkte auf 23,0 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 70 Prozent auf € 349 Millionen. Hauptgrund dafür war eine Steigerung der Dividendenerträge aus Konzernunternehmen anderer Segmente. Ein steuerungsbedingt negativer Zinsüberschuss aus dem Profitcenter Treasury der Konzernzentrale wirkte sich hingegen ertragsmindernd aus. Hier stiegen die Kosten für eigene Emissionen, da Emissionen mit niedrigeren Aufschlägen aus den Jahren vor der Finanzkrise abreiften und durch Neuemissionen ersetzt wurden. Zusätzlich führte der Aufbau einer langfristigeren Liquiditätsreserve zu höheren Zinsaufwendungen. Die Erträge aus internen Finanzierungen der Konzernzentrale gingen im Periodenvergleich hingegen leicht zurück. Die Kosten von € 23 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG sind in diesem Segment ausgewiesen.

Die Aktiva des Segments Corporate Center stiegen im Jahresabstand um 30 Prozent auf € 52,7 Milliarden. Allerdings wurde die Entwicklung hier durch Sondereffekte aufgrund der bereits im Segment Group Markets beschriebenen organisatorischen Umstellung verzerrt, in deren Rahmen 2010 das Treasury von Group Markets zum Corporate Center umgegliedert worden war. Die Kreditrisikoaktiva sanken – trotz des deutlichen Anstiegs der Segmentaktiva – um 8 Prozent auf € 17,7 Milliarden. Dies wurde überwiegend durch die geringe Gewichtung der umstrukturierten Bilanzaktiva verursacht.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich einen Rückgang von minus € 12 Millionen auf minus € 41 Millionen, zurückzuführen im Wesentlichen auf Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen im Zusammenhang mit Finanzierungen im Ausland.

Das Handelsergebnis des Segments Corporate Center nahm um 30 Prozent auf € 49 Millionen zu. Diese Steigerung stammte überwiegend aus dem Bereich Treasury der Konzernzentrale und resultierte aus der Liquiditätssteuerung und den Eigenhandelsaktivitäten im Bilanzstruktur-Management. Ein weiterer Grund war die Bewertung diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die zu Absicherungszwecken gehalten werden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug € 18 Millionen gegenüber € 102 Millionen in der Vergleichsperiode 2010. Ausschlaggebend für diese Verschlechterung waren sonstige Steuern – überwiegend beeinflusst durch die neu eingeführte Sonderabgabe für Banken in Österreich, die in der Berichtsperiode einen Aufwand von € 62 Millionen verursachte. Die Erträge aus dem Raiffeisen Daten Service Center in Wien, das Dienstleistungen überwiegend im Bereich Treasury anbietet, leisteten wie in der Vergleichsperiode einen positiven Ergebnisbeitrag von € 20 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 12 Prozent oder € 28 Millionen auf € 205 Millionen. Sie wurden durch die Änderung der Kostenallokation für die Konzernzentrale im Jahr 2010 sowie durch die verbesserte Zuordnung und Eliminierung der Geschäftsfälle innerhalb der einzelnen Segmente beeinflusst. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielten aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Es kam jedoch, überwiegend aufgrund der Umwandlung eines Kredits in eine Beteiligung, zu einer Auflösung der Wertberichtigungen zu Risikovorsorgen im Ausmaß von € 60 Millionen. Aufgrund der gleichzeitigen Abschreibung der betreffenden Beteiligung ergaben sich keine Auswirkungen auf das Ergebnis des Segments.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verdoppelten sich im Periodenvergleich auf € 93 Millionen. Das darin enthaltene Ergebnis aus Finanzinvestitionen verschlechterte sich dabei aufgrund der Bewertung des Wertpapierbestands von € 61 Millionen auf minus € 78 Millionen. Umgekehrt drehte das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus 24 Millionen auf € 172 Millionen. Basis dafür waren Bewertungsergebnisse aus Absicherungsgeschäften für eigene Emissionen, die aus der günstigen Positionierung der RBI AG im Hinblick auf steigende kurzfristige Zinsen resultierten. Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung einer Holdinggesellschaft verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergaben einen positiven Betrag von € 23 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen hohen Dividendenerträge, die nicht in die Steuerbemessungsgrundlage einfließen.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 48 Prozent auf € 346 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die RBI ist in folgende Geschäftsbereiche gegliedert:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Financial Institutions & Public Sector
  • Capital Markets & Treasury
  • Participations & Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet das Geschäft mit Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben mit einem Jahresumsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Im Geschäftsbereich Financial Institutions & Public Sector ist das Geschäft mit Kunden erfasst, die aus der Finanzbranche und dem Kreis der öffentlichen Körperschaften stammen. Capital Markets & Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations & Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft RBI AG.

1.1.-30.9.2011 Corporate
Customers
Retail
Customers
Financial
Institutions &
Capital
Markets &
Participations &
Other
Gesamt
in € Millionen Public Sector Treasury
Zinsüberschuss 964 1.228 241 107 184 2.724
Provisionsüberschuss 409 617 104 3 -9 1.125
Handelsergebnis 10 3 42 255 -17 293
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -11 -12 -30 13 -42
Betriebserträge 1.381 1.837 375 334 171 4.099
Verwaltungsaufwendungen -458 -1.327 -171 -142 -189 -2.287
Betriebsergebnis 923 510 204 193 -18 1.813
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -309 -489 -43 0 60 -782
Übrige Ergebnisse -4 2 -24 18 9 1
Periodenüberschuss vor
Steuern 610 23 137 211 51 1.032
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 41.562 17.574 9.786 8.784 2.727 80.433
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis 3.594 1.762 856 1.613 243 8.068
Cost/Income Ratio 33,1% 72,2% 45,6% 42,4% 110,3% 55,8%
Durchschnittliches Eigenkapital 5.048 2.420 1.184 1.108 331 10.091
Return on Equity vor Steuern 16,1% 1,3% 15,4% 25,4% 20,4% 13,6%

Geschäftsbereichsüberblick

1.1.-30.9.2010 Corporate
Customers
Retail
Customers
Financial
Institutions &
Capital
Markets &
Participations
& Other
Gesamt
in € Millionen Public Sector Treasury
Zinsüberschuss 940 1.255 236 124 152 2.707
Provisionsüberschuss 377 618 117 0 -25 1.088
Handelsergebnis 22 1 30 237 -32 258
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 -19 -3 -2 3 -5
Betriebserträge 1.356 1.856 380 359 99 4.049
Verwaltungsaufwendungen -425 -1.265 -149 -118 -196 -2.153
Betriebsergebnis 931 590 231 241 -97 1.897
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -407 -498 -8 0 -1 -913
Übrige Ergebnisse 10 7 9 6 -18 14
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 534 99 232 247 -116 997
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 35.684 16.279 7.138 8.629 2.780 70.510
Gesamtes
Eigenmittelerfordernis 3.099 1.636 639 1.470 260 7.104
Cost/Income Ratio 31,3% 68,2% 39,1% 32,8% 197,9% 53,2%
Durchschnittliches Eigenkapital 4.522 2.288 1.149 1.049 446 9.455
Return on Equity vor Steuern 15,8% 5,8% 27,0% 31,4% 14,1%

Corporate Customers

Der Geschäftbereich Corporate Customers verzeichnete im Berichtszeitraum insbesondere durch die Entwicklung in der RBI AG und in Russland einen starken Ergebnisanstieg. Der Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 14 Prozent auf € 610 Millionen, wofür in erster Linie ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von € 407 Millionen auf € 309 Millionen sowie ein Anstieg der Betriebserträge verantwortlich waren. Sämtliche Regionen des Segments leisteten einen positiven Beitrag zum Periodenüberschuss. Das stärkste Wachstum wurde in Russland verzeichnet, wo das Ergebnis trotz hohen Konkurrenzdrucks mehr als verdoppelt werden konnte. Die RBI AG wiederum verbuchte im Geschäft mit nationalen Key Accounts und mit gruppenweiten Serviceleistungen im internationalen Kommerzkundengeschäft einen deutlichen Ergebniszuwachs.

Wichtiger Wachstumstreiber für den Geschäftsbereich war im Berichtszeitraum die seit dem vierten Quartal 2010 laufende Umsetzung der neuen Corporate-Banking-Strategie zur Vermarktung von eigenkapital- und liquiditätsschonenden Produkten. Daneben waren besonders im Bereich der strukturierten M&A- und Projektfinanzierungen gruppenweit messbare Verbesserungen der Ertragssituation zu verzeichnen.

Die Betriebserträge wuchsen von € 1.356 Millionen auf € 1.381 Millionen und lagen damit um 2 Prozent über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Zuwachs des Zinsüberschusses von insgesamt 3 Prozent ging dabei auf einen Anstieg der Geschäftsvolumina, überwiegend jener mit Großkunden in Russland, zurück. In der RBI AG sorgten höhere aktivseitige Kundenmargen für eine Erhöhung des Zinsüberschusses bei Großkunden. Der Provisionsüberschuss stieg um 9 Prozent auf € 409 Millionen, zurückzuführen vor allem auf die Geschäftsentwicklung der RBI AG, die dank des verstärkten Verkaufs der erwähnten eigenkapital- und liquiditätsschonenden Produkte den größten Beitrag lieferte. Das sonstige betriebliche Ergebnis hingegen blieb im Periodenvergleich stabil.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen aufgrund höherer Personal- und IT-Aufwendungen in der RBI AG und in Russland um 8 Prozent auf € 458 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich durch den im Verhältnis zu den Betriebserträgen stärkeren Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 1,8 Prozentpunkte auf 33,1 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse drehten aufgrund des niedrigeren Ertrags aus der Bewertung von Wertpapieren in der RBI AG von € 10 Millionen auf minus € 4 Millionen.

Die Kreditrisikoaktiva stiegen im Jahresabstand um 16,5 Prozent auf € 41,6 Milliarden. Hauptgründe dafür waren die höheren Volumina in Russland sowie die Anwendung höherer Ausfallwahrscheinlichkeiten seit dem vierten Quartal 2010.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers stieg aufgrund des Zuwachses im Periodenüberschuss vor Steuern um 0,3 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent.

Retail Customers

Auch im dritten Quartal war der Geschäftsbereich Retail Customers noch von den Nachwirkungen der Finanzkrise beeinflusst. Trotzdem konnte sowohl bei Privatkunden als auch bei Klein- und Mittelbetrieben eine positive Entwicklung festgestellt werden, gestiegene Kreditvolumina bei Privatkunden und stetig wachsende Kundeneinlagen brachten Stabilität. Durch die 2010 gegründete Direktbank ZUNO konnten etwa in den ersten drei Quartalen knapp € 0,6 Milliarden an Einlagen von Privatkunden gesammelt werden. In Russland und der Tschechischen Republik entwickelte sich das Retail-Kundenportfolio positiv und führte zu einer Verbesserung der Loan/Deposit Ratio.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers sank um 77 Prozent auf € 23 Millionen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn zurückzuführen.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs sanken im Periodenvergleich auf € 1.837 Millionen. Der Zinsüberschuss blieb dabei, belastet durch die Methodenänderung bei der Berechnung der Zinsen für wertberichtigte Kredite in der Ukraine, mit € 1.228 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Provisionsüberschuss, zu dem Rumänien den größten Beitrag leistete, lag mit € 617 Millionen marginal unter dem Wert des Vorjahres. Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich auf minus € 11 Millionen, beeinflusst durch eine positive Entwicklung im operativen Leasing.

Die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs stiegen in der Berichtsperiode durch den Ausbau von Filialen und Infrastruktur sowie durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten und höhere Sozialabgaben in Russland und der Slowakei um 5 Prozent auf € 1.327 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm daher um 4 Prozentpunkte auf 72,2 Prozent zu.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken mit 2 Prozent nur unwesentlich auf € 489 Millionen. Dabei wurden in Ungarn, Rumänien und der Tschechischen Republik die größten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen – und zwar primär zu Einzelwertberichtigungen – verzeichnet, während in anderen Märkten deutlich geringere Vorsorgen zu bilden waren.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs stiegen volumenbedingt im Jahresvergleich um 8 Prozent auf € 17,6 Milliarden, wofür überwiegend Zuwächse in der Tschechischen Republik und Russland verantwortlich waren.

Der Return on Equity vor Steuern sank ergebnisbedingt auf 1,3 Prozent.

Financial Institutions & Public Sector

Dieser Geschäftsbereich war im dritten Quartal von der zunehmenden Unsicherheit auf den internationalen und insbesondere den europäischen Finanzmärkten geprägt. Verursacht wurde dies durch die Umschuldungsgerüchte betreffend Griechenland und den zunehmenden Druck auf andere südeuropäische Länder aufgrund ihrer angespannten finanziellen Situation.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Financial Institutions & Public Sector sank um 41 Prozent auf € 137 Millionen. Hauptverantwortlich waren dafür die höheren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und die übrigen Ergebnisse, insbesondere niedrigere Bewertungsergebnisse von Wertpapieren in der RBI AG und in Ungarn.

Die Betriebserträge blieben mit € 375 Millionen geringfügig unter dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss stieg dabei um 2 Prozent auf € 241 Millionen, während der Provisionsüberschuss um 11 Prozent zurückging. Belastet durch die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn sank das sonstige betriebliche Ergebnis im Periodenvergleich von minus € 3 Millionen auf minus € 12 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich – fast ausschließlich aufgrund der Kostensteigerungen in der Konzernzentrale – um 15 Prozent auf € 171 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm im Einklang damit um 6,5 Prozentpunkte auf 45,6 Prozent zu.

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von € 9 Millionen auf minus € 24 Millionen. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf einem negativen Bewertungsergebnis von Kommunalschuldverschreibungen in Ungarn.

Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs erhöhten sich trotz einer Reduktion des Obligos um 37 Prozent auf € 9,8 Milliarden, vorwiegend hervorgerufen durch Rating-Migrationen und die Anwendung höherer Ausfallwahrscheinlichkeiten bei der Analyse des Kreditportfolios.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs sank durch den niedrigeren Periodenüberschuss vor Steuern um 11,6 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent.

Capital Markets & Treasury

Der Geschäftsbereich Capital Markets & Treasury erzielte für die ersten drei Quartale 2011 ein Vorsteuerergebnis von € 211 Millionen und lag damit um 15 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dafür verantwortlich waren die niedrigeren Betriebserträge und die höheren Verwaltungsaufwendungen. Bei den im Vorjahresvergleich geringeren Betriebserträgen wirkten sich die Entwicklung der RBI AG im Eigenhandel und die Aufstockung der Investmentportfolios mit neuen Emissionen tendenziell positiv aus.

Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs lagen mit € 334 Millionen um 7 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode. Der Zinsüberschuss blieb hier mit € 107 Millionen ebenfalls unter dem Vorjahreswert, überwiegend hervorgerufen durch den niedrigeren Ertrag aus dem zum Teil abgereiften High-Quality-Portfolio der Konzernzentrale. Der Provisionsüberschuss stieg hingegen auf € 3 Millionen, und auch das Handelsergebnis erhöhte sich um 7 Prozent auf € 255 Millionen. Den größten Beitrag dazu

leistete Russland, gefolgt von der RBI AG. Das sonstige betriebliche Ergebnis war stark durch die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn belastet und sank daher im Periodenvergleich von minus € 2 Millionen auf minus € 30 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Periodenvergleich durch höhere IT-Aufwendungen und Gehaltsanpassungen um 20 Prozent auf € 142 Millionen zu. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich dadurch um 9,6 Prozentpunkte auf 42,4 Prozent.

Die übrigen Ergebnisse stiegen im Periodenvergleich von € 6 Millionen auf € 18 Millionen. Diese Verbesserung resultierte aus verstärkten Absicherungsaktivitäten in der Konzernzentrale, die zu einer Zunahme der Bewertungsgewinne aus diversen derivativen Finanzinstrumenten führten.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis stieg um 10 Prozent auf € 1.613 Millionen, vor allem bedingt durch höhere Liquiditätsveranlagungen und Zuwächse beim Eigenmittelerfordernis für das Marktrisiko und den offenen Devisenpositionen.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs sank auf 25,4 Prozent.

Participations & Other

Der Periodengewinn vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations & Other betrug € 51 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei gegenüber der Vergleichsperiode um 21 Prozent auf € 184 Millionen. Darin enthalten sind die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals.

Der Provisionsüberschuss stieg im Periodenvergleich um € 16 Millionen auf minus € 9 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis wurde durch Ergebnisse aus den Nicht-Bankaktivitäten der Raiffeisen Centrobank und der Raiffeisen Daten Service Center GmbH positiv beeinflusst und nahm von € 3 Millionen auf € 13 Millionen zu.

Participations & Other umfasst auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die sich durch die Änderung der Kostenallokation der RBI AG gegenüber der Vergleichsperiode erhöhten. Diese Kosten verbleiben nach den internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht zur Gänze auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. September 2011)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen
Anhang
1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010 Veränderung
Zinserträge 4.857 4.898 -0,8%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter
Unternehmen 0 -1
Zinsaufwendungen -2.133 -2.190 -2,6%
Zinsüberschuss
[2]
2.724 2.707 0,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen
[3]
-782 -913 -14,4%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.942 1.794 8,3%
Provisionserträge 1.352 1.281 5,5%
Provisionsaufwendungen -228 -193 17,9%
Provisionsüberschuss
[4]
1.125 1.088 3,3%
Handelsergebnis
[5]
293 258 13,5%
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten
[6]
149 -127
Ergebnis aus Finanzinvestitionen
[7]
-146 136
Verwaltungsaufwendungen
[8]
-2.287 -2.153 6,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis
[9]
-42 -5 >500,0%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -3 5
Periodenüberschuss vor Steuern 1.032 997 3,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag
[10]
-272 -144 88,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 760 853 -10,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -14 -70 -79,5%
Konzern-Periodenüberschuss 745 783 -4,8%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
in € Millionen 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Periodenüberschuss nach
Steuern 760 853 745 783 14 70
Währungsdifferenzen -350 126 -327 110 -23 15
davon unrealisierte
Gewinne/Verluste der
Periode -327 0 -327 0 0 0
Absicherung Nettoinvestition
(Capital Hedge)
15 -14 15 -14 0 0
Gewinne/Verluste aus
Derivaten, die Schwankungen
zukünftiger Cash-Flows
absichern -46 103 -46 103 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte
Gewinne/Verluste
-46 0 -46 0 0 0
Gewinne/Verluste aus zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
-8 11 -8 11 0 0
davon unrealisierte
Gewinne/Verluste der
Periode
-2 0 -2 0 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte
Gewinne/Verluste
-5 0 -5 0 0 0
Sonstige direkt im Eigenkapital
erfasste Erträge und
Aufwendungen 10 -12 10 -12 0 0
Sonstiges Ergebnis -379 214 -356 199 -23 15
Gesamtergebnis 380 1.067 389 982 -9 85

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010 Veränderung
Gewinn je Aktie 3,06 3,25 -0,19

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Partizipationskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2011 waren dies unverändert 194,5 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

Die Werte für das Jahr 2010 stellen die Werte in der Struktur der RBI dar, während für 2009 jene der Raiffeisen International angegeben werden.

in € Millionen Q4/2010 Q1/2011 Q2/2011 Q3/2011
Zinsüberschuss 871 884 897 943
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -281 -208 -197 -377
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 590 676 700 566
Provisionsüberschuss 403 357 380 388
Handelsergebnis 70 123 133 37
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten 43 3 38 108
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 1 25 -13 -158
Verwaltungsaufwendungen -827 -753 -761 -772
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 -24 -3 -15
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 -3 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 290 405 474 153
Steuern vom Einkommen und Ertrag 34 -100 -101 -71
Periodenüberschuss nach Steuern 324 305 372 82
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -20 -35 -27 48
Konzern-Periodenüberschuss 304 270 345 130
in € Millionen Q4/2009 Q1/2010 Q2/2010 Q3/2010
Zinsüberschuss 712 859 921 927
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -373 -325 -283 -306
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 339 534 639 621
Provisionsüberschuss 317 337 378 373
Handelsergebnis 40 126 66 66
Ergebnis aus Derivaten und designierten
Verbindlichkeiten
3 -45 -86 5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -2 141 -88 84
Verwaltungsaufwendungen -592 -700 -725 -728
Sonstiges betriebliches Ergebnis -23 -5 3 -3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 5 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 81 392 187 418
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10 -33 -31 -80
Periodenüberschuss nach Steuern 71 359 157 337
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -15 -25 -18 -26
Konzern-Periodenüberschuss 57 334 138 311

Bilanz

Aktiva Anhang 30.9.2011 31.12.2010 Veränderung
in € Millionen
Barreserve 7.534 4.807 56,7%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 33] 28.376 21.532 31,8%
Forderungen an Kunden [13, 33] 81.321 75.657 7,5%
Kreditrisikovorsorgen [14] -5.052 -4.756 6,2%
Handelsaktiva [15, 33] 11.109 8.068 37,7%
Derivative Finanzinstrumente [16, 33] 1.273 1.488 -14,4%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 33] 18.847 19.631 -4,0%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [33] 5 5 -0,8%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.192 1.220 -2,3%
Sachanlagen [19] 1.427 1.454 -1,8%
Sonstige Aktiva [20, 33] 2.336 2.067 13,0%
Aktiva gesamt 148.368 131.173 13,1%
Passiva Anhang 30.9.2011 31.12.2010 Veränderung
in € Millionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 33] 37.607 33.659 11,7%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 33] 68.936 57.633 19,6%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23, 33] 15.161 16.555 -8,4%
Rückstellungen [24, 33] 725 672 7,9%
Handelspassiva [25, 33] 9.265 5.742 61,4%
Derivative Finanzinstrumente [26, 33] 798 1.264 -36,8%
Sonstige Passiva [27, 33] 1.437 1.243 15,5%
Nachrangkapital [28] 4.091 4.001 2,3%
Eigenkapital [29] 10.348 10.404 -0,5%
Konzern-Eigenkapital 8.550 8.251 3,6%
Konzern-Periodenüberschuss 745 1.087 -31,4%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.052 1.066 -1,3%
Passiva gesamt 148.368 131.173 13,1%
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 54 54
Gewinnthesaurierung 0 0 0 683 -683 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -404 -58 -463
Gesamtergebnis 0 0 0 -356 745 -9 380
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 3 0 0 0 3
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 -30 0 -1 -31
Eigenkapital 30.9.2011 593 2.500 2.571 2.886 745 1.052 10.348

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2010 593 2.500 2.567 2.452 212 1.000 9.325
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 4 4
Gewinnthesaurierung 0 200 0 12 -212 0 0
Dividendenzahlungen 0 -200 0 -135 0 -47 -382
Gesamtergebnis 0 0 0 199 783 85 1.067
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 44 0 -5 39
Eigenkapital 30.9.2010 593 2.500 2.567 2.572 783 1.038 10.054

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 4.807 6.093
Effekte durch die Verschmelzung 0 1.914
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 3.131 -3.357
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 184 -470
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -318 -554
Effekte aus Wechselkursänderungen -270 4
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 7.534 3.630

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-30.9.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 848 689 432 316 309
Provisionsüberschuss 368 272 174 131 132
Handelsergebnis 30 26 37 52 8
Sonstiges betriebliches Ergebnis -29 28 -3 -1 4
Betriebserträge 1.218 1.016 640 498 452
Verwaltungsaufwendungen -708 -554 -335 -248 -102
Betriebsergebnis 509 462 305 249 350
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -484 -194 -21 -99 -36
Übrige Ergebnisse -12 -8 3 -8 -6
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 13 260 287 142 308
Steuern vom Einkommen und Ertrag -55 -31 -76 -38 -63
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern -42 229 210 104 245
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 6 -12 0 -10 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile
-36 217 210 94 245
Anteil am Ergebnis vor Steuern 0,9% 18,1% 20,0% 9,9% 21,4%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.862 16.515 11.331 5.605 14.610
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.153 1.550 1.098 541 1.229
Aktiva 35.608 22.630 13.975 6.758 21.596
Verbindlichkeiten 32.884 19.695 12.078 5.793 15.056
Nettozinsspanne 3,24% 4,08% 4,44% 6,17% 1,91%
NPL Ratio 9,1% 10,3% 5,9% 28,1% 3,6%
Coverage Ratio 63,3% 62,9% 107,3% 71,6% 75,5%
Cost/Income Ratio 58,2% 54,6% 52,4% 49,9% 22,6%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
2,76% 1,56% 0,29% 2,38% 0,31%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.774 2.018 1.259 713 1.654
Return on Equity vor Steuern 0,6% 17,2% 30,3% 26,6% 24,8%
Geschäftsstellen 561 1.153 192 1.014 8
1.1.-30.9.2011
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 171 349 -390 2.724
Provisionsüberschuss 91 -41 -3 1.125
Handelsergebnis 89 49 1 293
Sonstiges betriebliches Ergebnis 23 18 -82 -42
Betriebserträge 374 376 -473 4.099
Verwaltungsaufwendungen -197 -205 64 -2.287
Betriebsergebnis 176 171 -409 1.813
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -8 60 0 -782
Übrige Ergebnisse -66 93 5 1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 102 324 -404 1.032
Steuern vom Einkommen und Ertrag -30 23 -1 -272
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 72 347 -405 760
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 -1 4 -14
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 71 346 -402 745
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,1% 22,6% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 5.835 17.687 -15.011 80.433
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.277 1.510 -1.290 8.068
Aktiva 28.565 52.695 -33.460 148.368
Verbindlichkeiten 27.742 52.527 -27.756 138.020
Nettozinsspanne 0,83% 1,07% 2,61%
NPL Ratio 10,2% 8,4%
Coverage Ratio 88,0% 70,5%
Cost/Income Ratio 52,9% 54,5% 55,8%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,19% -0,47% 1,36%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.478 1.881 -1.687 10.091
Return on Equity vor Steuern 9,2% 23,0% 13,6%
Geschäftsstellen 4 1 2.933
1.1.-30.9.2010
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 814 673 381 370 274
Provisionsüberschuss 345 287 155 130 115
Handelsergebnis 15 44 59 21 13
Sonstiges betriebliches Ergebnis -44 29 -14 -6 1
Betriebserträge 1.130 1.034 581 516 403
Verwaltungsaufwendungen -637 -543 -302 -247 -102
Betriebsergebnis 493 491 279 268 301
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -305 -227 -83 -223 -70
Übrige Ergebnisse 6 -1 -13 18 8
Periodenüberschuss vor Steuern 194 263 184 64 239
Steuern vom Einkommen und Ertrag -44 -35 -46 -22 -56
Periodenüberschuss nach Steuern 150 228 138 42 183
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -43 -16 0 -6 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile
106 212 138 37 183
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,7% 21,3% 14,9% 5,2% 19,3%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 22.482 15.818 8.442 5.181 15.407
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.056 1.473 897 500 1.277
Aktiva 33.471 22.435 12.013 6.846 23.457
Verbindlichkeiten 30.736 19.618 10.229 5.890 14.150
Nettozinsspanne 3,23% 3,89% 4,14% 7,29% 1,62%
NPL Ratio 8,0% 7,5% 11,2% 24,5% 4,2%
Coverage Ratio 56,5% 66,9% 86,6% 73,8% 51,9%
Cost/Income Ratio 56,4% 52,5% 52,0% 47,9% 25,4%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva,
Kreditrisiko)
1,87% 1,88% 1,40% 5,65% 0,57%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.594 1.954 1.079 661 1.598
Return on Equity vor Steuern 10,0% 17,9% 22,7% 12,9% 19,9%
Geschäftsstellen 551 1.171 199 1.030 8
1.1.-30.9.2010
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 212 205 -223 2.707
Provisionsüberschuss 75 -12 -7 1.088
Handelsergebnis 61 38 6 258
Sonstiges betriebliches Ergebnis 18 102 -90 -5
Betriebserträge 366 333 -314 4.049
Verwaltungsaufwendungen -172 -233 84 -2.153
Betriebsergebnis 194 101 -230 1.897
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -1 -5 0 -913
Übrige Ergebnisse -40 44 -9 14
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 153 140 -239 997
Steuern vom Einkommen und Ertrag -38 95 0 -144
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 116 235 -239 853
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 -1 -3 -70
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 115 234 -242 783
Anteil am Ergebnis vor Steuern 12,4% 11,3% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 5.967 19.203 -21.988 70.510
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.142 1.574 -1.815 7.104
Aktiva 37.180 40.655 -32.979 143.079
Verbindlichkeiten 36.426 46.102 -30.128 133.024
Nettozinsspanne 0,65% 0,73% 2,48%
NPL Ratio 4,0% 8,8%
Coverage Ratio >100% 64,0%
Cost/Income Ratio 47,0% 69,8% 53,2%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,01% 0,05% 1,69%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.694 2.147 -2.271 9.455
Return on Equity vor Steuern 12,1% 8,7% 14,1%
Geschäftsstellen 4 1 2.964

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der RBI werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.

Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2011 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2010 (vgl. Geschäftsbericht 2010, Seite 150 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2011 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

In der RBI wurde im Lauf des zweiten Quartals 2011 erstmals die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separate Aktiv- beziehungsweise Passivposten in den sonstigen Aktiva erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU-Carve-out werden damit nicht in Anspruch genommen).

Den Risiken des Kreditgeschäfts wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Portfolio-Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die angewendeten Bewertungsmodelle erfordern eine Schätzung der voraussichtlichen zukünftigen Cash-Flows. Diese erfolgt für die Ermittlung der Portfolio-Wertberichtigungen anhand historischer Ausfallerfahrungen für die Forderungen im jeweiligen Kreditportfolio, wobei die diesen Einschätzungen zugrunde liegenden Parameter laufend auf Übereinstimmung mit den Konzernstandards überprüft und diesbezügliche Einschätzungen angepasst werden, wenn dadurch eine Verfeinerung im Rahmen der Konzernstandards erreicht wird. Die aufgrund dieser Verfeinerungen entstehenden unterjährigen Ergebniseffekte unterliegen teilweise gegenläufigen Effekten und sind auf Konzernebene unwesentlich.

Im Vorjahr wurde die Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der RZB zur Raiffeisen Bank International verschmolzen. Die Vergleichszahlen in diesem Bericht stellen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar.

Der Zwischenbericht zum dritten Quartal 2011 der RBI wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Währungen

Kurse in Währung pro € 2011 2010
Stichtag 30.9. Durchschnitt
1.1.-30.9.
Stichtag 31.12. Durchschnitt
1.1.-30.9.
Albanische Lek (ALL) 140,950 140,606 138,770 137,849
Belarus Rubel (BYR) 7.638,160 5.741,360 3.972,600 3.923,652
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Britische Pfund (GBP) 0,867 0,875 0,861 0,859
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachische Tenge (KZT) 201,720 206,009 195,230 195,443
Kroatische Kuna (HRK) 7,500 7,424 7,383 7,268
Moldauische Lei (MDL) 16,225 16,528 16,105 16,524
Litauische Litas (LTL) 3,453 3,453 3,453 3,453
Polnische Zloty (PLN) 4,405 4,032 3,975 4,014
Rumänische Lei (RON) 4,358 4,213 4,262 4,202
Russische Rubel (RUB) 43,350 40,778 40,820 40,129
Schwedische Krone (SEK) 9,258 8,998 8,966 9,667
Schweizer Franken (CHF) 1,217 1,237 1,250 1,400
Serbische Dinar (RSD) 101,173 102,088 105,498 101,762
Singapur-Dollar (SGD) 1,759 1,760 1,714 1,832
Tschechische Kronen (CZK) 24,754 24,435 25,061 25,506
Türkische Lira (TRY) 2,510 2,297 2,069 2,016
Ukrainische Hryvna (UAH) 10,855 11,195 10,573 10,518
Ungarische Forint (HUF) 292,550 272,022 277,950 275,462
US-Dollar (USD) 1,350 1,410 1,336 1,327

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
30.9.2011 31.12.2010 30.9.2011 31.12.2010
Stand Beginn der Periode 132 135 1 1
Im Zuge der Verschmelzung einbezogen 0 38 0 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 5 6 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -5 -47 0 0
Stand Ende der Periode 132 132 1 1

In der Berichtsperiode wurden folgende Tochtergesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen: RIRE Holding GmbH, eine in Wien ansässige Immobilienholding, und OOO "R3", eine Immobilien-Managementgesellschaft in Novosibirsk, wurden per 1. Jänner 2011 neu einbezogen. Die Immobilien-Leasinggesellschaft Viktor Property, s.r.o., Prag, wurde per 1. April 2011 erstkonsolidiert. Im Juli 2011 wurde die Raiffeisen Investment Financial Advisory Services Ltd. Co., ein Investmentunternehmen in Istanbul, einbezogen. Die Immobiliengesellschaft S.C. PLUSFINANCE ESTATE 1 S.R.L., Bukarest, wurde im September 2011 neu einbezogen. In der Berichtsperiode schieden fünf Tochtergesellschaften per 1. Jänner 2011 wegen Unwesentlichkeit aus.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands 484 308
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 210 215
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -44 11
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 3.255 3.111
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten 345 348
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten -2.125 -2.100
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 2 -9
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 111 179
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -1.207 -1.065
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1.032 997

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 4.857 4.898
Zinserträge 4.814 4.875
aus Guthaben bei Zentralbanken 44 70
aus Forderungen an Kreditinstitute 336 391
aus Forderungen an Kunden 3.473 3.475
aus Wertpapieren 591 539
aus Leasingforderungen 164 166
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 206 234
Laufende Erträge 16 11
Zinsähnliche Erträge 27 13
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 -1
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -2.133 -2.190
Zinsaufwendungen -2.103 -2.156
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken -8 -1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -479 -570
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -984 -975
für verbriefte Verbindlichkeiten -465 -462
für Nachrangkapital -166 -149
Zinsähnliche Aufwendungen -30 -34
Gesamt 2.724 2.707

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Einzelwertberichtigungen -687 -934
Zuführung zu Risikovorsorgen -1.121 -1.326
Auflösung von Risikovorsorgen 438 410
Direktabschreibungen -55 -53
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 51 34
Portfolio-Wertberichtigungen -101 19
Zuführung zu Risikovorsorgen -385 -303
Auflösung von Risikovorsorgen 285 322
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 6 2
Gesamt -782 -913

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Zahlungsverkehr 453 439
Kredit- und Garantiegeschäft 221 206
Wertpapiergeschäft 93 95
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 242 242
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 20 19
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 32 32
Kreditderivatgeschäft 2 5
Sonstige Bankdienstleistungen 62 50
Gesamt 1.125 1.088

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Zinsbezogenes Geschäft 141 221
Währungsbezogenes Geschäft 163 86
Aktien-/indexbezogenes Geschäft -4 -10
Kreditderivatgeschäft 4 1
Sonstiges Geschäft -11 -40
Gesamt 293 258

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 74 Millionen (Vergleichsperiode: € 62 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 5 -2
Ergebnis aus Kreditderivaten 16 0
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 77 -13
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten 51 -113
Gesamt 149 -127

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -2 6
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -2 2
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0 4
Ergebnis aus Unternehmensanteilen -58 3
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -66 -2
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 8 4
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren -86 128
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren -96 88
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 10 39
Gesamt -146 136

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Personalaufwand -1.141 -1.057
Sachaufwand -884 -853
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -262 -243
Gesamt -2.287 -2.153

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 683 575
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -652 -553
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 63 66
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen -65 -64
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 29 28
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing
(Immobilien)
16 7
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
-5 -5
Sonstige Steuern -119 -67
davon Bankensonderabgaben -95 -31
Firmenwertabschreibungen -3 0
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger
Rückstellungen
-1 -7
Sonstige betriebliche Erträge 43 38
Sonstige betriebliche Aufwendungen -31 -24
Gesamt -42 -5

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -245 -220
Inland -23 -19
Ausland -222 -201
Latente Steuern -27 76
Gesamt -272 -144

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2011 31.12.2010
Handelsaktiva 11.948 8.631
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
7.786 8.070
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 428 394
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 114.474 99.268
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 10.674 11.207
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 434 925
Sonstige Aktiva 2.619 2.673
Aktiva gesamt 148.368 131.173

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2011 31.12.2010
Handelspassiva 10.010 6.528
Finanzielle Verbindlichkeiten 124.824 110.535
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 2.408 2.557
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 53 477
Rückstellungen 725 672
Eigenkapital 10.348 10.404
Passiva gesamt 148.368 131.173

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 3.767 1.517
Geldmarktgeschäft 19.961 14.789
Kredite an Banken 3.386 3.766
Angekaufte Forderungen 121 34
Leasingforderungen 1 1
Forderungspapiere 1.141 1.425
Gesamt 28.376 21.532

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 4.224 Millionen (31.12.2010: € 1.457 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Inland 14.592 10.794
Ausland 13.784 10.738
Gesamt 28.376 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksparten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Zentralbanken 1.914 1.484
Geschäftsbanken 26.447 20.038
Multilaterale Entwicklungsbanken 15 10
Gesamt 28.376 21.532

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 4.519 2.370
Bis 3 Monate 18.183 14.035
3 Monate bis 1 Jahr 2.409 2.005
1 bis 5 Jahre 2.221 2.266
Mehr als 5 Jahre 1.044 856
Gesamt 28.376 21.532

(13) Forderungen an Kunden

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Kreditgeschäft 53.734 48.764
Geldmarktgeschäft 5.160 5.000
Hypothekarforderungen 17.514 16.888
Angekaufte Forderungen 1.323 1.139
Leasingforderungen 3.036 3.109
Forderungspapiere 554 757
Gesamt 81.321 75.657

In den Forderungen an Kunden sind € 1.994 Millionen (31.12.2010: € 111 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.344 1.493
Kommerzkunden – Großkunden 54.761 49.201
Kommerzkunden – Small Business 3.817 3.829
Retail-Kunden – Privatpersonen 19.008 18.549
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.329 2.441
Sonstige 63 144
Gesamt 81.321 75.657

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Inland 7.766 7.914
Ausland 73.554 67.743
Gesamt 81.321 75.657

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 7.866 6.844
Bis 3 Monate 15.367 12.583
3 Monate bis 1 Jahr 13.335 13.704
1 bis 5 Jahre 28.278 26.393
Mehr als 5 Jahre 16.475 16.133
Gesamt 81.321 75.657

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Kreditinstitute 241 255
Öffentlicher Sektor 36 1
Kommerzkunden – Großkunden 2.522 2.432
Kommerzkunden – Small Business 426 407
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.581 1.418
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 247 243
Gesamt 5.052 4.756

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) stellen sich wie folgt dar:

30.9.2011 Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
buchwert
in € Millionen Aktiva gungen tigungen
Kreditinstitute 28.317 28.376 265 222 19 28.135
Öffentlicher Sektor 1.258 1.344 43 36 0 1.309
Kommerzkunden –
Großkunden
50.602 54.824 3.817 2.054 468 52.302
Kommerzkunden –
Small Business
3.433 3.817 678 393 33 3.391
Retail-Kunden –
Privatpersonen
18.102 19.008 2.006 1.257 324 17.426
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe
2.194 2.329 343 214 33 2.082
Gesamt 103.907 109.697 7.153 4.176 877 104.644
31.12.2010
in € Millionen
Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 21.270 21.532 271 237 18 21.277
Öffentlicher Sektor 1.405 1.493 12 1 0 1.492
Kommerzkunden –
Großkunden
46.229 49.345 3.598 2.026 406 46.913
Kommerzkunden –
Small Business
3.469 3.829 670 376 32 3.421
Retail-Kunden –
Privatpersonen
17.918 18.549 1.789 1.115 302 17.131
Retail-Kunden – Klein
und Mittelbetriebe
2.379 2.441 320 193 50 2.198
Gesamt 92.670 97.189 6.661 3.947 809 92.434

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.742 4.013
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 262 430
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 7.086 3.625
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 19 0
Gesamt 11.109 8.068

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
391 361
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
43 565
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 69 9
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 770 553
Gesamt 1.273 1.488

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 18.170 18.957
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 249 280
Unternehmensanteile 428 394
Gesamt 18.847 19.631

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Firmenwerte 585 614
Software 483 480
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 124 126
Gesamt 1.192 1.220

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 535 554
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 164 113
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 433 507
Vermietete Leasinganlagen 295 280
Gesamt 1.427 1.454

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Steuerforderungen 496 494
Laufende Steuerforderungen 60 31
Latente Steuerforderungen 436 463
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 97 140
Rechnungsabgrenzungsposten 298 263
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 724 356
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 69 83
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 6 5
Umlaufvermögen 127 147
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 6 0
Übrige Aktiva 512 579
Gesamt 2.336 2.067

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Giro- und Clearinggeschäft 3.485 2.326
Geldmarktgeschäft 24.928 21.168
Langfristige Refinanzierungen 9.194 10.165
Gesamt 37.607 33.659

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 2.268 Millionen (31.12.2010: € 4.977 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Inland 19.955 16.046
Ausland 17.652 17.613
Gesamt 37.607 33.659

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksparten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Zentralbanken 709 1.399
Geschäftsbanken 35.352 30.948
Multilaterale Entwicklungsbanken 1.547 1.311
Gesamt 37.607 33.659

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 3.374 2.161
Bis 3 Monate 19.529 14.809
3 Monate bis 1 Jahr 3.840 6.291
1 bis 5 Jahre 8.560 7.954
Mehr als 5 Jahre 2.304 2.444
Gesamt 37.607 33.659

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Sichteinlagen 27.100 23.781
Termineinlagen 40.565 32.382
Spareinlagen 1.272 1.470
Gesamt 68.936 57.633

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 4.814 Millionen (31.12.2010: € 1.343 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Öffentlicher Sektor 1.515 1.723
Kommerzkunden – Großkunden 36.609 26.924
Kommerzkunden – Small Business 2.370 2.489
Retail-Kunden – Privatpersonen 24.169 22.123
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.512 3.673
Sonstige 761 702
Gesamt 68.936 57.633

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Inland 6.497 5.719
Ausland 62.439 51.914
Gesamt 68.936 57.633

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 26.421 24.396
Bis 3 Monate 23.017 19.402
3 Monate bis 1 Jahr 13.321 8.648
1 bis 5 Jahre 3.953 3.116
Mehr als 5 Jahre 2.224 2.071
Gesamt 68.936 57.633

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Begebene Schuldverschreibungen 13.229 15.917
Begebene Geldmarktpapiere 1.227 0
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 706 638
Gesamt 15.161 16.555

Die verbrieften Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Täglich fällig bzw. ohne Laufzeit 0 0
Bis 3 Monate 3.008 1.638
3 Monate bis 1 Jahr 4.334 4.958
1 bis 5 Jahre 7.637 9.134
Mehr als 5 Jahre 182 825
Gesamt 15.161 16.555

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Abfertigungen 63 61
Pensionen 14 14
Steuern 123 107
Garantien und Bürgschaften 189 132
Offene Rechtsfälle 94 108
Unverbrauchter Urlaub 47 50
Bonuszahlungen 141 148
Restrukturierung 3 5
Sonstige 50 47
Gesamt 725 672

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 7.974 4.531
Zinssatzgeschäft 5.824 3.019
Wechselkursgeschäft 1.357 923
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 709 526
Kreditderivatgeschäft 66 44
Sonstiges Geschäft 17 19
Leerverkauf von Handelsaktiva 509 426
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 5 0
Emittierte Zertifikate 777 785
Gesamt 9.265 5.742

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair-Value Hedge
44 24
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
9 453
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 17 18
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 728 769
Gesamt 798 1.264

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 115 114
Rechnungsabgrenzungsposten 204 190
Dividendenverbindlichkeiten 1 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 663 405
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges 21 0
Übrige Passiva 432 533
Gesamt 1.437 1.243

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Hybrides Kapital 813 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.647 2.576
Ergänzungskapital 632 606
Gesamt 4.091 4.001

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Konzern-Eigenkapital 8.550 8.251
Gezeichnetes Kapital 593 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.571 2.568
Gewinnrücklagen 2.886 2.590
Konzern-Periodenüberschuss 701 1.087
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.097 1.066
Gesamt 10.348 10.404

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 593 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 943.771 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 593 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, baute der Konzern bereits in der Vergangenheit ein umfassendes Risikomanagement auf, das permanent weiterentwickelt wird. Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Es berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit allen und das professionelle Management für alle materiellen Risiken sicherzustellen.

Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2010 verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzern-Risikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC). Die Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital stellen sich wie folgt dar.

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital per 30.9.2011

Im Vergleich zum 31. Dezember 2010 erhöhte sich der Anteil des Kreditrisikos von Kommerzkunden am ökonomischen Kapital, was zum Teil auf die Erhöhung des Kreditobligos in dieser Forderungsklasse zurückzuführen ist. Dem steht ein Rückgang des Kreditrisikoanteils von Retail-Kunden gegenüber, in dem sich sowohl die verbesserte Berücksichtigung von Diversifikationseffekten bei den Retail-Forderungen in unterschiedlichen Ländern als auch ein Rückgang der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten bei Ausfall für diese Portfolios widerspiegelt. Insgesamt sind Kreditrisiken für 74 Prozent des ökonomischen Kapitals verantwortlich. Seit Beginn des Jahres 2011 wird kein zusätzliches ökonomisches Kapital für das Länderrisiko (Transferrisiko) berechnet, da dieses Risiko über interne Verrechnungszinssätze (Funds Transfer Pricing) verursachergerecht im Kredit- und Einlagengeschäft weitergegeben wird.

In der regionalen Allokation des ökonomischen Kapitals per 30. September 2011 entfällt mit 30 Prozent der größte Anteil auf die Konzerneinheiten in Zentraleuropa. An zweiter Stelle folgen Konzerneinheiten in Österreich, wo vor allem die Konzernzentrale durch zentral gebündelte Funktionen (z. B. Kapital- und Liquiditätsmanagement-Aktivitäten) und das Kommerzkundengeschäft wesentlich zum Gesamtrisiko beiträgt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Daneben werden aber auch Migrationsrisiken (Risiken aus Verschlechterungen der Kundenbonität), Konzentrationsrisiken von Kreditnehmern, Risiken aus Kreditrisiko-Minderungstechniken sowie Länderrisiken berücksichtigt.

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die Basis für die Risikosteuerung bildet das Kreditobligo. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kredit-Exposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung, wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch, sofern nicht explizit anders angegeben, in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für die Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorische Definition der Kreditinstitutsgruppe versus handelsrechtliche Definition gemäß IFRS), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie unterschiedlichen Bewertungsvorschriften.

in € Millionen 30.9.2011 31.12.20101
Forderungen an Kreditinstitute 28.376 21.532
Forderungen an Kunden 81.321 75.657
Handelsaktiva 11.109 8.068
Derivative Finanzinstrumente 1.273 1.488
Wertpapiere und Beteiligungen 18.170 19.247
Sonstige Aktiva 204 227
Eventualverbindlichkeiten 12.131 11.856
Kreditrisiken 12.517 11.756
Widerrufliche Kreditzusagen 14.969 11.992
Überleitung 5.855 6.491
Gesamt 185.954 168.314

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung

Eine detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Forderungsklassen – Kommerzkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sehen dafür jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Die Festlegung der Ausfallwahrscheinlichkeiten erfolgt in den unterschiedlichen Modellen jedoch modellspezifisch. Damit ist diese auch bei gleicher Bezeichnung (z. B. A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) unterschiedlich und somit zwischen den Forderungsklassen nicht direkt vergleichbar.

Kommerzkunden

Das interne Rating-Modell für Kommerzkunden berücksichtigt sowohl qualitative Faktoren als auch verschiedene Geschäfts- und Gewinnkennzahlen (z. B. Zinsendeckung, EBT-Marge, EBITDA-Marge, Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrentabilität, Schuldentilgungsdauer), die für unterschiedliche Branchen und Rechnungslegungsstandards aussagekräftig sind und eine gute Trennschärfe gewährleisten.

Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo je wirtschaftlicher Note des Rating-Modells für Kommerzkunden. Die dargestellten Werte beziehen sich auf das Kreditobligo, zur Gesamtbeurteilung sind zusätzlich die Sicherheiten zu berücksichtigen:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.231 1,4% 1.171 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.111 9,0% 7.643 9,4%
1,5 Sehr gute Bonität 8.827 9,8% 7.729 9,6%
2,0 Gute Bonität 12.408 13,8% 9.960 12,3%
2,5 Solide Bonität 14.598 16,3% 11.206 13,8%
3,0 Akzeptable Bonität 14.125 15,7% 12.314 15,2%
3,5 Erhöhtes Risiko 13.663 15,2% 13.183 16,3%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 7.483 8,3% 7.664 9,5%
Sehr schwache
4,5 Bonität/Ausfallgefährdet 3.822 4,3% 4.282 5,3%
5,0 Ausfall 4.378 4,9% 4.287 5,3%
NR Nicht geratet 1.068 1,2% 1.472 1,8%
Gesamt 89.714 100% 80.911 100,0%

Es ist zu beachten, dass das in dieser Tabelle dargestellte wirtschaftliche Rating nur eine rein kreditnehmerspezifische Betrachtung darstellt und folglich keine transaktionsspezifischen Besicherungen berücksichtigt.

Das gesamte Kreditobligo der Kommerzkunden stieg im Vergleich zum Jahresende 2010 um € 8.803 Millionen. Das hohe Kreditwachstum in den Segmenten Group Corporates, Zentraleuropa und Russland kompensierte dabei Rückgänge im Segment GUS Sonstige, wo einerseits die restriktive Kreditvergabe in der Ukraine und andererseits die Kursentwicklung bei den Fremdwährungen, insbesondere die Abwertung des belarussischen und des russischen Rubels, zu einem Exposure-Rückgang geführt haben.

Anhand der Aufgliederung nach einzelnen Bonitätskategorien ist eine Verbesserung der durchschnittlichen Portfolioqualität zu beobachten. Der Anteil der mittleren Kategorien (Rating 2,0 bis 3,0) am Kreditvolumen stieg aufgrund von Neugeschäft sowie teilweise auch wegen verbesserter Ratings um 4,5 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent. Im Vergleich zum Jahresende 2010 bedeutet dies einen absoluten Anstieg von € 7.651 Millionen. Während in der Bonitätsstufe 2,0 vor allem die Segmente Zentraleuropa und Group Markets Steigerungen aufweisen, ist der Zuwachs in der Bonitätsstufe 2,5 knapp zur Hälfte auf das Neugeschäft im Segment Russland zurückzuführen. In der Bonitätsstufe 3,0 hingegen stammte der Anstieg aus dem Segment Group Corporates. Die schwächeren Bonitätskategorien blieben volumenmäßig auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2011, verringerten aber ihren Anteil am Portfolio um 3,9 Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Der Anteil der ausgefallenen Kundenkredite (Rating 5,0) ging um 0,4 Prozentpunkte zurück. Der Stand an ausgefallenen Krediten war in den Segmenten GUS Sonstige, Zentraleuropa und Group Corporates am höchsten, die Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr verliefen jedoch unterschiedlich: Rückgängen in Russland standen Zuwächse in Südosteuropa und GUS Sonstige gegenüber.

Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Kommerzkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Zentraleuropa 19.446 21,7% 18.469 23,0%
Westeuropa 12.130 13,5% 10.965 13,6%
Südosteuropa 11.915 13,3% 11.467 14,0%
Russland 12.806 14,3% 9.719 12,0%
Österreich 17.573 19,6% 16.346 20,2%
GUS Sonstige 4.497 5,0% 4.325 5,3%
Asien 7.775 8,7% 5.690 7,0%
Sonstige 3.598 4,0% 3.931 4,9%
Gesamt 89.714 100,0% 80.911 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Kommerzkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Groß- und Einzelhandel 22.880 23,7% 20.892 24,0%
Fertigung/Produktion 21.082 21,8% 19.553 22,4%
Immobilien 9.798 10,2% 12.387 14,2%
Finanzintermediation 8.821 9,1% 6.833 7,8%
Bauwesen 7.568 7,8% 4.907 5,6%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.796 3,9% 4.799 5,5%
Sonstige Branchen 22.540 23,4% 17.739 20,4%
Gesamt 96.485 100,0% 87.110 100,0%

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl kreditnehmerspezifische als auch transaktionsbezogene Eigenschaften berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich danach wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes
Risiko
2.756 40,7% 2.460 39,7%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.468 36,4% 2.035 32,8%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 795 11,7% 912 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 406 6,0% 370 6,0%
6,5 Ausfall 339 5,0% 365 5,9%
NR Nicht geratet 7 0,1% 57 0,9%
Gesamt 6.771 100,0% 6.199 100,0%

Das Volumen der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 9 Prozent. Der kontinuierliche Anstieg dieses Volumens erklärt sich hauptsächlich aus der laufenden Reklassifizierung von Kunden, deren Bonität ursprünglich mit dem Rating-Modell für Kommerzkunden bewertet wurde. Der überwiegende Teil der Veränderung fand in den Bonitätsstufen 6,1 und 6,2 statt, wobei in der Bonitätsstufe 6,1 im Vergleich zum Jahresende 2010 ein Zuwachs von € 296 Millionen und in der Bonitätsstufe 6,2 ein Plus von € 433 Millionen zu verzeichnen war. Während sich der Zuwachs in der Bonitätsstufe 6,1 hauptsächlich auf das Segment Group Corporates beschränkt, entfiel das Wachstum in der Bonitätsstufe 6,2 überwiegend auf das Segment Zentraleuropa. Durch die hohe Gesamtbesicherung dieser Spezialfinanzierungen sind die Ratings entsprechend gut.

Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe. Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo aus diesem Segment dar:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Retail – Privatpersonen 20.379 88,6% 20.301 88,3%
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 2.618 11,4% 2.687 11,7%
Gesamt 22.997 100,0% 22.989 100,0%
davon notleidende Kredite 2.481 10,8% 2.399 10,4%
davon Einzelwertberichtigungen 1.471 6,4% 1.308 5,7%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 357 1,6% 353 1,5%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente der RBI:

30.9.2011
in € Millionen
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS
Sonstige
Group
Markets
Retail – Privatpersonen 9.852 6.146 2.574 1.714 12
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.587 835 22 151 103
Gesamt 11.439 6.982 2.596 1.865 115
davon notleidende Kredite 973 584 208 710 4
davon Einzelwertberichtigungen 444 379 177 467 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen
237 79 9 32 0
31.12.2010
in € Millionen
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS
Sonstige
Group
Markets
Retail – Privatpersonen 9.794 6.293 2.093 2.062 10
Retail – Klein- und Mittelbetriebe 1.673 802 20 191 0
Gesamt 11.467 7.095 2.113 2.253 10
davon notleidende Kredite 919 544 212 718 0
davon Einzelwertberichtigungen 332 347 178 445 0
davon Portfolio
Wertberichtigungen
199 101 9 45 0

In den ersten neun Monaten des Jahres 2011 blieb das Retail-Kreditportfolio unverändert bei € 22.997 Millionen. Rückgänge erfolgten dabei vor allem in den Segmenten Südosteuropa und GUS Sonstige. Während der Rückgang in GUS Sonstige teilweise währungsbedingt war (der Wechselkurs des belarussischen Rubels gab gegenüber dem Euro im zweiten Quartal stark nach), war jener in den südosteuropäischen Staaten vor allem auf die geringe Kreditnachfrage zurückzuführen. Zuwächse gab es in den Segmenten Zentraleuropa, Russland und Group Markets.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Retail-Forderungen gegliedert nach Produktarten:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Hypothekenkredite 11.836 51% 11.309 49%
Verbraucherkredite 5.074 22% 5.218 23%
Autokredite 1.912 8% 2.056 9%
Kreditkarten 1.900 8% 1.635 7%
Überziehungen 1.789 8% 1.923 8%
Finanzierung Klein- und Mittelbetriebe 487 2% 848 4%
Gesamt 22.997 100% 22.989 100%

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursveränderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Euro 3.250 38,1% 3.011 35,3%
Schweizer Franken 3.213 41,1% 3.539 41,4%
US-Dollar 1.510 18,2% 1.741 20,4%
Andere Fremdwährungen 201 2,6% 251 2,9%
Kredite in Fremdwährungen 8.174 100,0% 8.542 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 36,2% 37,2%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung

Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Für die Risikobeurteilung sind zusätzlich dingliche Sicherheiten (z. B. finanzielle Sicherheiten bei Wertpapiergeschäften) und Garantien (z. B. durch Zentralbanken) zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 237 0,6% 246 0,8%
A2 Sehr hohe Bonität 3.633 8,9% 2.173 6,7%
A3 Hohe Bonität 24.145 59,0% 18.251 56,4%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 5.636 13,8% 4.498 13,9%
B2 Zufriedenstellende Zahlungsfähigkeit 3.876 9,5% 3.527 10,9%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 1.179 2,9% 1.603 5,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 864 2,1% 893 2,8%
B5 Höchst fragliche Zahlungsfähigkeit 427 1,0% 474 1,5%
C Ausfallgefährdet 256 0,6% 128 0,4%
D Ausfall 507 1,2% 383 1,2%
NR Nicht geratet 157 0,4% 185 0,6%
Gesamt 40.916 100,0% 32.360 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2010 erhöhte sich das Kredit-Exposure gegenüber Kreditinstituten um 26 Prozent auf € 40.916 Millionen. Der Geschäftsstrategie der RBI entsprechend wurden in diesem Zeitraum die Kredite an Kreditinstitute, die nicht zum Raiffeisensektor zählen, sowie die Bestände an Wertpapieren von Finanzinstituten stetig reduziert. Das Wachstum resultiert damit vorwiegend aus der starken Ausweitung kurzfristiger Positionen sowie des (aus Risikosicht völlig besicherten) Repo-Geschäfts. Im Wesentlichen wurden diese Geschäfte mit Banken von hoher Bonität in der Rating-Klasse A3 abgeschlossen und haben zu einem Anstieg des Anteils dieser Rating-Stufe am Gesamtvolumen um 2,6 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent geführt. Die Forderungen in den mittleren Rating-Klassen (B1 bis B3) blieben mit € 10.691 Millionen oder 26,2 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2010 stabil. Das Volumen der aushaftenden Kredite an Kreditinstitute im Ausfall erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um € 124 Millionen. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei das Segment Group Markets im Nahen Osten und Island.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produktarten:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Geldmarkt 13.351 33% 11.302 35%
Derivate 11.151 27% 6.308 19%
Forderungen 6.878 17% 5.011 15%
Anleihen 4.888 12% 6.166 19%
Repo 3.505 9% 590 2%
Sonstige 1.142 3% 2.984 9%
Gesamt 40.916 100% 32.360 100%

Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen Sovereings dar, das sind Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen. Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating dar:

in € Millionen Anteil 31.12.2010 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 8.392 32,8% 8.386 32,4%
A2 Sehr hohe Bonität 731 2,9% 624 2,4%
A3 Hohe Bonität 4.205 16,5% 3.927 15,2%
B1 Gute Zahlungsfähigkeit 1.462 5,7% 1.640 6,3%
B2 Zufriedenstellende Zahlungsfähigkeit 786 3,1% 1.399 5,4%
B3 Adäquate Zahlungsfähigkeit 5.682 22,2% 5.951 23,0%
B4 Fragliche Zahlungsfähigkeit 2.363 9,2% 2.097 8,1%
B5 Höchst fragliche Zahlungsfähigkeit 1.613 6,3% 1.692 6,5%
C Ausfallgefährdet 224 0,9% 0 0,0%
D Ausfall 88 0,3% 60 0,2%
NR Nicht geratet 9 0,0% 79 0,3%
Gesamt 25.556 100,0% 25.855 100,0%

Das Volumen des Kreditobligos an Sovereigns lag zum 30. September 2011 bei € 25.556 Millionen und damit geringfügig unter jenem zum Jahresende 2010. Der Anteil der besten Bonitätskategorie A1 erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte, was zum Großteil auf erhöhten Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank beruht. Der Zuwachs in der Bonitätsstufe A3 ist auf das Rating-Downgrade von Italien zurückzuführen. In der Rating-Klasse B2 resultiert das geringere Exposure aus einer Reduktion des Volumens russischer Staatsanleihen im Vergleich zum Jahresende 2010 um mehr als die Hälfte. Das Volumen in der Rating-Klasse B3 hingegen fiel zum Großteil wegen einer Reduktion des Bestands an ungarischen Staatsanleihen um € 269 Millionen. Das Exposure in der Rating-Klasse C entstand durch das Re-Rating für Belarus und besteht im Wesentlichen aus Forderungen an die belarussische Zentralbank. Gegenüber Griechenland, Irland und Portugal weist die RBI kein bzw. nur ein vernachlässigbar geringes direktes Sovereign-Exposure auf.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produktarten:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.2010 Anteil
Anleihen 15.341 60% 5.634 60,5%
Forderungen 8.387 33% 8.039 31,1%
Derivate 998 4% 980 3,8%
Sonstige 830 3% 1.203 4,7%
Gesamt 25.556 100% 25.855 100,0%

Non-Performing Loans

Nachstehende Tabellen stellen die Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den diesbezüglichen Anteil an Non-Performing Loans, dazu bereitgestellte Sicherheiten und Kreditrisikovorsorgen gegliedert nach dem Sitz der jeweiligen Konzerneinheit zum 30. September 2011 bzw. zum 31. Dezember 2010 dar.

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010 30.9.2011 31.12.2010 30.9.2011 31.12.2010
Kommerzkunden 4.326 4.381 7,4% 8,0% 68,1% 64,8%
Retail-Kunden 2.481 2.396 11,6% 11,5% 73,7% 69,3%
Öffentlicher
Sektor
14 12 1,0% 1,1% 254,9% 8,2%
Summe
Nichtbanken
6.821 6.790 8,4% 9,0% 70,5% 66,3%
Kreditinstitute 381 268 1,3% 1,1% 63,2% 95,2%
Gesamt 7.202 7.058 6,6% 7,1% 70,1% 67,4%

Der Bereich Kommerzkunden wies einen Rückgang der Non-Performing Loans um 1 Prozent oder € 55 Millionen auf € 4.326 Millionen auf. Besonders deutlich fiel die Reduktion dabei in Russland mit 25 Prozent und Group Corporates mit 16 Prozent aus. Südosteuropa hingegen verzeichnete einen Anstieg von 25 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen um 4 Prozent oder € 108 Millionen auf € 2.943 Millionen, dies bedeutet eine um 3,3 Prozentpunkte höhere Deckung von 68,1 Prozent.

Im Retail-Bereich erhöhten sich die Non-Performing Loans um 4 Prozent auf € 2.481 Millionen. Der Großteil des Anstiegs entfiel hier auf Südosteuropa mit 7 Prozent und Zentraleuropa mit 6 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditobligo vergrößerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für Retail-Kunden wurden auf € 1.828 Millionen angehoben, was zu einer Steigerung der Deckung um 4,4 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent führte.

Der Bereich Kreditinstitute verzeichnete einen Anstieg der Non-Performing Loans um 42 Prozent oder € 113 Millionen auf € 381 Millionen, denen Kreditrisikovorsorgen von € 246 Millionen gegenüberstanden.

in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.9.2011
Kommerzkunden 4.381 0 -93 900 -861 4.326
Retail-Kunden 2.396 0 -63 703 -555 2.481
Öffentlicher Sektor 12 0 0 4 -2 14
Summe Nichtbanken 6.790 0 -157 1.606 -1.418 6.821
Kreditinstitute 268 0 0 126 -12 381
Gesamt 7.058 0 -157 1.732 -1.429 7.202
in € Millionen Stand
1.1.2010
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2010
Kommerzkunden 2.576 939 125 1.699 -957 4.381
Retail-Kunden 1.850 5 63 981 -503 2.396
Öffentlicher Sektor 16 0 0 20 -24 12
Summe Nichtbanken 4.442 944 187 2.700 -1.484 6.790
Kreditinstitute 4 573 3 19 -331 268
Gesamt 4.447 1.517 191 2.719 -1.815 7.058
30.9.2011
in € Millionen
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Group
Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.375 979 336 718 730 186
davon besichert 553 453 67 200 110 52
Kreditrisikovorsorgen 780 526 398 524 550 165
Forderungen 15.316 7.664 6.837 3.347 20.146 1.793
NPL Ratio 9,0% 12,8% 4,9% 21,5% 3,6% 10,4%
Coverage Ratio 56,7% 53,7% 118,3% 72,9% 75,4% 88,6%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 973 584 208 710 4 1
davon besichert 430 159 25 390 0 0
Kreditrisikovorsorgen 681 458 186 499 4 0
Forderungen 10.289 6.848 2.354 1.743 0 44
NPL Ratio 9,5% 8,5% 8,8% 40,7% 3,2%
Coverage Ratio 69,9% 78,5% 89,4% 70,2% 98,7% 8,8%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 14 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 36 0 0 0 0 0
Forderungen 337 626 28 0 0 0
NPL Ratio 4,1% 35,9%
Coverage Ratio 255,5% 100,4%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 376
davon besichert 0 0 0 0 0 111
Kreditrisikovorsorgen 2 0 1 0 2 241
Forderungen 2.582 2.170 2.690 684 1.371 21.917
NPL Ratio 0,1% 0,0% 0,0% 0,0% 0,1% 1,7%
Coverage Ratio 83,8% 115,4% 84,3% 100,0% 154,4% 64,1%
31.12.2010 Zentral Südost Russland GUS Group Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates Markets
Kommerzkunden
Notleidende Kredite 1.357 785 450 710 873 206
davon besichert 496 443 128 233 239 0
Kreditrisikovorsorgen 687 459 443 503 563 183
Forderungen 14.762 7.305 5.620 3.248 20.157 3.584
NPL Ratio 9,2% 10,8% 8,0% 21,8% 4,3% 5,8%
Coverage Ratio 50,7% 58,4% 98,4% 70,9% 64,5% 88,8%
Retail-Kunden
Notleidende Kredite 917 544 218 718 0 0
davon besichert 423 166 62 406 0 0
Kreditrisikovorsorgen 530 448 187 490 6 0
Forderungen 10.159 6.714 1.943 2.058 2 42
NPL Ratio 9,0% 8,1% 11,2% 34,9%
Coverage Ratio 57,9% 82,3% 85,7% 68,3%
Öffentlicher Sektor
Notleidende Kredite 12 0 0 0 0 0
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 1 0 0 0 0 0
Forderungen 296 762 38 0 0 0
NPL Ratio 4,0% 0,5%
Coverage Ratio 8,0% 20,9%
Kreditinstitute
Notleidende Kredite 3 0 1 0 1 263
davon besichert 0 0 0 0 0 0
Kreditrisikovorsorgen 2 0 0 0 1 251
Forderungen 1.387 2.587 1.821 861 2.597 14.125
NPL Ratio 0,2% 0,0% 0,1% 0,0% 0,0% 1,9%
Coverage Ratio 82,5% 35,8% 100,0% 73,9% 95,7%
in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zu
führungen1
Auf
lösungen
Verbrauch2 Währungs
differenzen
Stand
30.9.2011
Einzelwert
berichtigungen
4.000 -1 1.124 -438 -297 -106 4.282
Zentraleuropa 980 0 560 -175 -121 939 1.204
Südosteuropa 723 0 335 -113 -107 711 827
Russland 536 0 90 -89 -23 506 485
GUS Sonstige 859 0 116 -11 -27 833 911
Group Corporates 665 17 38 -50 -18 662 650
Group Markets 238 -18 -14 0 -1 239 205
Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0
Portfolio
Wertberichtigungen 888 -15 385 -285 0 -29 960
Zentraleuropa 286 0 239 -138 0 283 385
Südosteuropa 206 -15 38 -64 0 204 179
Russland 135 0 56 -36 0 126 146
GUS Sonstige 143 0 37 -43 0 127 121
Group Corporates 100 0 17 -15 0 100 101
Group Markets 18 0 9 0 0 18 27
Corporate Center 0 0 0 0 0 0 0
Gesamt 4.888 -1 1.510 -722 -297 -135 5.242

Der nachfolgend abgebildete Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Berichtszeitraum nach Segmenten:

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch Branchen breit gestreut und gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Letztrisiko der Kunden. Die Veränderungen im Berichtszeitraum sind vor allem durch die Ausweitung des Geschäfts mit in Deutschland beheimateten Finanzinstituten geprägt.

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Österreich 43.178 27,3% 39.319 23,4%
Zentraleuropa 43.223 22,0% 41.525 23,8%
Slowakei 11.671 5,9% 11.834 7,0%
Tschechische Republik 11.131 5,7% 10.032 6,0%
Ungarn 9.922 5,0% 9.938 5,9%
Polen 8.361 4,3% 8.232 4,9%
Sonstige 2.137 1,1% 1.489 0,0%
Südosteuropa 26.085 13,3% 25.436 15,1%
Rumänien 7.866 4,0% 8.047 4,8%
Kroatien 6.278 3,2% 6.190 3,7%
Bulgarien 4.177 2,1% 3.959 2,4%
Serbien 2.370 1,2% 2.557 1,5%
Sonstige 5.394 2,7% 4.684 2,8%
Russland 17.771 9,0% 14.453 8,6%
GUS Sonstige 7.869 4,0% 7.883 4,7%
Ukraine 6.108 3,1% 6.156 3,7%
Sonstige 1.761 0,9% 1.726 1,0%
Europäische Union 27.582 14,0% 20.393 12,1%
Deutschland 7.421 3,8% 5.708 3,4%
Großbritannien 7.282 3,7% 4.000 2,4%
Niederlande 2.669 1,4% 2.137 1,3%
Sonstige 10.210 5,2% 8.547 5,1%
Ferner Osten 9.943 5,1% 7.722 4,6%
China 5.937 3,0% 3.349 2,0%
Sonstige 4.007 2,0% 4.373 2,6%
USA 4.076 2,1% 4.369 2,6%
Restliche Welt 6.227 3,2% 7.215 5,1%
Gesamt 185.954 100,0% 168.314 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen durch Änderung der Zuordnung Im Rahmen der Risikopolitik und Bonitätsbeurteilung der RBI findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der höchste Branchenanteil entfällt auf das Kreditgewerbe und ist zu einem großen Teil dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen (Liquiditätsausgleichsfunktion). Den zweithöchsten Anteil hält der Sektor private Haushalte, der im Wesentlichen Forderungen an Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo des Konzerns gegliedert nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Millionen 30.9.2011 Anteil 31.12.20101 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 58.664 31,5% 48.146 28,6%
Private Haushalte 20.840 11,2% 22.554 13,4%
Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel
mit Kraftfahrzeugen)
17.392 9,4% 15.217 9,0%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen
15.897 8,5% 16.182 9,6%
Grundstücks- und Wohnungswesen 10.117 5,4% 12.347 7,3%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 9.906 5,3% 8.628 5,1%
Baugewerbe 7.608 4,1% 4.950 2,9%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 7.243 3,9% 6.780 4,0%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 5.481 2,9% 4.087 2,4%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 4.137 2,2% 2.484 1,5%
Energieversorgung 3.474 1,9% 3.516 2,1%
Metallerzeugung und -bearbeitung 3.357 1,8% 2.939 1,7%
Ernährungsgewerbe 2.638 1,4% 2.987 1,8%
Gewinnung von Erdöl und Erdgas 1.720 0,9% 1.277 0,8%
Herstellung von chemischen Erzeugnissen 1.709 0,9% 1.757 1,0%
Kraftfahrzeughandel und -reparatur 1.633 0,9% 1.796 1,1%
Kokerei und Mineralölverarbeitung 1.589 0,9% 1.516 0,9%
Maschinenbau 1.543 0,8% 1.730 1,0%
Sonstige Branchen 11.007 5,9% 9.420 5,6%
Gesamt 185.954 100,0% 168.314 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen wegen neuer Branchenkodierung (ÖNACE 2008)

Marktrisiko

Die RBI entwickelte im Jahr 2008 ein neues Marktisiko-Managementsystem auf Basis eines internen Modells. Das Modell errechnet den Value-at-Risk (VaR) mit einem hybriden Ansatz (Mischung aus historischer Simulation und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien). Es bestand den Begutachtungsprozess der Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Nachstehende Tabellen stellen die Risikokennzahlen für das Marktrisiko getrennt für das Handels- und das Bankbuch der RBI je Risikoart per 30. September 2011dar:

Handelsbuch VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.9.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Währungsrisiko 5 6 4 10 8
Zinsrisiko 13 7 4 15 7
Credit-Spread-Risiko 4 3 2 9 2
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 21 13 9 21 13
Bankbuch VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.9.2011
Durchschnitts
VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR per
31.12.2010
Zinsrisiko 59 48 28 87 70
Credit-Spread-Risiko 40 29 20 43 30
Gesamt 57 50 30 80 66

Nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und im Bankbuch je Risikoart per 30. September 2011 dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Bondbüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d
in € Millionen
VaR per
30.9.2011
Durchschnitts
-VaR
Minimum
VaR
Maximum
VaR
VaR1 per
31.12.2010
Währungsrisiko1 68 53 37 83 53
Zinsrisiko 57 48 26 91 70
Credit-Spread-Risiko 43 31 22 48 31
Aktienpreisrisiko 2 2 1 2 1
Gesamt 95 76 51 104 87

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von den häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 21.472 19.216 7.062 15.997 13.133 5.994
Liquiditäts-Ratio 182% 137% 105% 172% 126% 105%

Die Liquiditätsposition der RBI in kurzfristigen Laufzeitbändern wurde bis zum 30. September 2011 weiter gestärkt. Die innerhalb einer Woche erwarteten und erzielbaren Mittelzuflüsse übersteigen die erwarteten Abflüsse um € 21.472 Millionen. Der Liquiditätsüberhang in diesem Laufzeitband erhöhte sich seit Jahresbeginn um € 5.475 Millionen (34 Prozent). Ein etwas höherer Anstieg wurde auch für Zuflüsse innerhalb eines Monats erzielt, und auch der Liquiditätsüberhang innerhalb eines Jahres wurde erhöht. Damit wird sichergestellt, dass die RBI auch in Krisensituationen über ausreichend liquide Mittel verfügt, um alle kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Operationelle Risiken

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden alle operationellen Schäden strukturiert und konzernweit in einer zentralen Datenbank erfasst. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt die künftige Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten (ebenso wie die Dokumentation der letztlich nicht eingetretenen Verluste) als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation und zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Entwicklung von fortgeschrittenen Messmethoden.

Im Folgenden wird die Aufgliederung der Verlustfälle der Gruppe nach Ereignistyp dargestellt:

Verteilung operationeller Verlustfälle nach Häufigkeit Verteilung operationeller Verlustfälle nach

Schadensumme (vor verlustmindernden Maßnahmen)

Sowohl die Anzahl als auch die Schadensumme der Verlustfälle ging im Berichtszeitraum zurück. Dieser Rückgang betraf vor allem Betrugsfälle.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Eventualverbindlichkeiten 12.131 11.856
Weitergegebene Wechsel 44 32
Avalkredite 6.667 6.662
Sonstige Bürgschaften 2.308 2.267
Akkreditive 3.062 2.876
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 50 19
Kreditrisiken 12.517 11.992
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 12.517 11.992
Bis 1 Jahr 4.767 4.547
Über 1 Jahr 7.750 7.446

Die folgende Tabelle enthält widerrufliche Kreditzusagen, die gemäß Basel II ungewichtet bleiben:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Widerrufliche Kreditzusagen 14.969 11.756
Bis 1 Jahr 12.250 9.687
Über 1 Jahr 2.718 2.069

(32) Derivative Finanzinstrumente

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 30. September 2011 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 70.653 134.545 79.133 284.331 6.580 -6.316
Wechselkurs- und
Goldverträge
48.810 7.926 2.045 58.782 1.379 -1.631
Wertpapierbezogene
Geschäfte
1.605 998 340 2.943 223 -724
Warentermingeschäfte 264 74 15 353 16 -12
Kreditderivate 777 1.823 1.016 3.616 161 -83
Edelmetallgeschäfte 15 20 14 48 0 -6

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 31. Dezember 2010 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 44.859 98.822 67.761 211.442 4.198 -3.975
Wechselkurs- und
Goldverträge
42.619 7.735 1.795 52.148 741 -1.169
Wertpapierbezogene
Geschäfte
1.551 699 240 2.490 97 -570
Warentermingeschäfte 405 101 15 521 17 -3
Kreditderivate 495 2.338 1.103 3.936 57 -62
Edelmetallgeschäfte 21 0 16 37 2 -16

(33) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind.

30.9.2011
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 11.988 181 373 210
Forderungen an Kunden 0 1.207 406 337
Handelsaktiva 0 25 18 8
Wertpapiere und Beteiligungen 0 276 2 320
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 0 10 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.494 248 6.071 137
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 596 2 334
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 51 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 16 38 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 4 0 0
Gegebene Garantien 0 55 18 21
Erhaltene Garantien 0 417 164 2
31.12.2010
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 7.892 224 274 244
Forderungen an Kunden 0 1.113 437 354
Handelsaktiva 0 17 20 19
Wertpapiere und Beteiligungen 0 234 2 352
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 5 19 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.151 3 6.908 115
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 527 2 112
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 23 26 18
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 57 0 0
Gegebene Garantien 0 74 264 5
Erhaltene Garantien 0 389 143 1

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.9.2011 31.12.2010
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 3.446 8.397 104 3.599 5.031 0
Positive Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente1 181 7.640 104 69 4.118 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere 196 67 0 320 110 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 3.070 672 0 3.210 804 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 19 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 5.523 2.140 122 5.613 2.302 155
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere 119 129 1 147 132 1
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 5.404 2.012 121 5.467 2.170 154
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 62 0 0 80 0 0
Sonstige Beteiligungen2 62 0 0 80 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 434 0 0 925 0
Positive Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente 0 434 0 0 925 0

1 Inklusive sonstige Derivate

Enthält nur börsenotierte Unternehmen

30.9.2011 31.12.2010
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 1.709 8.300 0 1.576 4.953 0
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente 1
593 8.126 0 556 4.762 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 5 0 0 0 0 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 509 0 0 425 1 0
Emittierte Zertifikate 603 174 0 595 190 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 2.408 0 0 2.557 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.408 0 0 2.557 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 53 0 0 477 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 53 0 0 477 0

1 Inklusive sonstige Derivate

Level I: Notierte Marktpreise

Level II: Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III: Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Grundsätzlich war in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 die Liquidität der im Portfolio gehaltenen Finanzinstrumente sehr gut. Bei einigen Zertifikaten wurde im Berichtszeitraum auf preisbasierte Bewertung umgestellt (€ 34 Millionen), andere wurden in einen liquid geregelten Markt aufgenommen (€ 50 Millionen).

Bewegungen nach und aus Level III

In den ersten neun Monaten des Jahres 2011 gab es bei den positiven Marktwerten derivativer Finanzinstrumente eine Bewegung von € 104 Millionen von Level II in Level III. Diese resultiert aus den Beständen an strategischen sowie für Liquiditätszwecke gehaltenen Währungspositionen mit der belarussischen Nationalbank als dem einzig möglichen Vertragspartner für derartige Geschäfte. Seit Juni 2011 schließt die belarussische Nationalbank derartige Währungsgeschäfte mit Banken nicht mehr neu ab. Da für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate nunmehr keine beobachtbaren Forward-Rates verfügbar sind, wird der Fair Value anhand von angemessenen Bewertungsverfahren für das jeweilige Instrument ermittelt.

(35) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Eingezahltes Kapital 4.926 4.914
Erwirtschaftetes Kapital 2.477 2.958
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.072 1.003
Hybrides Kapital 800 800
Immaterielle Vermögenswerte -468 -469
Kernkapital (Tier-1-Kapital) 8.806 9.206
Abzugsposten vom Kernkapital -21 -15
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.784 9.191
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 600 600
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB
Positionen 241 231
Stille Reserven 55 55
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.364 2.480
Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) 3.260 3.366
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -22 -15
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.238 3.351
Abzugsposten Versicherungen -6 -4
Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-
Kapital (Tier-3-Kapital) 180 69
Gesamte Eigenmittel 12.196 12.608
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 8.068 7.585
Eigenmittelüberschuss 4.128 5.023
Überdeckungsquote 51,2% 66,2%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 7,9% 8,9%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 10,9% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 8,7% 9,7%
Eigenmittelquote 12,1% 13,3%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 80.433 75.601
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG
6.435 6.048
Standardansatz 3.221 2.974
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.214 3.074
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
377 327
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 469 386
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 788 824
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 8.068 7.585

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2011 31.12.2010
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 40.258 37.175
Zentralstaaten und Zentralbanken 3.465 3.712
Regionale Gebietskörperschaften 114 95
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne
Erwerbscharakter
36 42
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0
Kreditinstitute 936 1.013
Unternehmen (Kommerzkunden) 21.854 18.800
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 10.329 10.089
Investmentfonds-Anteile 117 125
Verbriefungspositionen 3 18
Sonstige Posten 3.405 3.282
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings
basierendem Ansatz
40.175 38.426
Zentralstaaten und Zentralbanken 818 879
Kreditinstitute 4.653 5.048
Unternehmen (Kommerzkunden) 31.672 29.586
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 2.603 2.465
Beteiligungspositionen 243 314
Verbriefungspositionen 186 135
Gesamt 80.433 75.601

(36) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Angestellte 59.027 57.985
Arbeiter 979 1.058
Gesamt 60.006 59.043
Vollzeitäquivalente 1.1.-30.9.2011 1.1.-30.9.2010
Inland 2.687 2.767
Ausland 57.319 56.276
Gesamt 60.006 59.043

Impressum/Disclaimer

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