Quarterly Report • Nov 24, 2011
Quarterly Report
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| (Beträge in Mio. €, ausgenommen Mitarbeiter) | Veränderung |
|---|---|
| ---------------------------------------------- | ------------- |
| 1–9/2011 | in % | 1–9/2010 | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 435,3 | +9,4 | 397,8 |
| EBITDA vor Sondereffekten | 163,8 | +13,4 | 144,5 |
| EBITDA | 158,2 | +9,5 | 144,5 |
| EBIT vor Sondereffekten | 115,3 | +21,1 | 95,2 |
| EBIT | 63,0 | -33,8 | 95,2 |
| EBITDA-Margin in %1) | 36,3 | n.a. | 36,3 |
| EBIT-Margin in %2) | 14,5 | n.a. | 23,9 |
| Periodenergebnis nach Minderheiten vor Sondereffekten | 82,3 | +14,0 | 72,2 |
| Periodenergebnis nach Minderheiten | 20,2 | -72,0 | 72,2 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 142,3 | -5,8 | 151,0 |
| Eigenkapital | 799,6 | -3,2 | 825,8 |
| Investitionen3) | 179,3 | +107,6 | 86,4 |
| Mitarbeiter4) | 4.516 | +8,8 | 4.152 |
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1–9/2011 | in % | 1–9/2010 | ||
| MTOW in Tonnen5) | 6.256.741 | +5,2 | 5.947.507 | |
| Gesamtpassagiere | 15.992.075 | +7,5 | 14.870.628 | |
| davon Transferpassagiere | 4.926.942 | +8,1 | 4.555.962 | |
| Flugbewegungen | 186.242 | +0,4 | 185.523 | |
| Fracht (Luftfracht und Trucking) in Tonnen | 207.460 | -4,5 | 217.259 | |
| Sitzladefaktor in %6) | 69,9 | n.a. | 69,4 |
Erläuterungen:
1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz
2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz
3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen
4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und
Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer
5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge
6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität
| Verkehrsergebnis 2011 | 19. Jänner 2012 |
|---|---|
| Jahresergebnis 2011 | 21.März 2012 |
| 24. Hauptversammlung | 24. April 2012 |
| 1. Quartal 2012 | 23. Mai 2012 |
| Halbjahresergebnis 2012 | 22. August 2012 |
| 1.–3. Quartal 2012 | 22. November 2012 |
| Kurs per 31.12.2010 in € | 51,23 |
|---|---|
| Kurs per 30.9.2011 in € | 31,99 |
| Höchstwert 1.–3. Quartal am 7.1.2011 in € 51,98 | |
| Tiefstwert 1.–3. Quartal am 23.9.2011 in € 29,24 | |
| Market Cap per 30.9.2011 in Mio. € | 671,8 |
| Reuters | VIEV.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLUG AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 091180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
| Wien, Frankfurt (Xetra), | ||
|---|---|---|
| -- | -------------------------- | -- |
| London (SEAQ International), New York (ADR) | ||
|---|---|---|
| --------------------------------------------- | -- | -- |
Im dritten Quartal gab es im Vorstand einige personelle Änderungen: Mit Ende der außerordentlichen Hauptversammlung am 31. August 2011 legte der seit Anfang 2011 interimistische Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Herbst aufgrund seiner Bestellung in den Verfassungsgerichtshof alle Funktionen am Flughafen Wien zurück und schied aus dem Vorstand aus. Für seine intensive Arbeit für die Flughafen Wien AG möchten wir hiermit unseren herzlichen Dank aussprechen. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung wurden Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner als neue Vorstandsmitglieder bestellt und haben ihre Tätigkeit mit 5. September 2011 aufgenommen. Bis 31. Dezember gehören auch noch Komm. Rat Ernest Gabmann und Ing. Gerhard Schmid dem Vorstand an.
Unsere erklärte gemeinsame Zielsetzung ist es, das Drehkreuz Flughafen Wien nachhaltig abzusichern und weiterzuentwickeln. Um unsere Position im immer härter werdenden Wettbewerb auch in Zukunft zu sichern und auszubauen, haben wir daher bereits seit unserem Antritt zahlreiche Maßnahmen gesetzt: Die Organisationstruktur wurde gestrafft, zentrale Steuerungsfunktionen wie Einkauf und Controlling wurden gestärkt, und wir haben eine umfassende Analyse in allen Bereichen, bei allen Projekten und allen Beteiligungen hinsichtlich möglicher Einsparungs- und Ertragspotenziale vorgenommen. Ein wesentlicher Schritt ist die beschlossene Neuordnung und Konzentration der Bauagenden der FWAG, mit dem Ziel, Projektentwicklung und Projektmanagement zu verbessern und über die notwendigen Kompetenzen im eigenen Haus zu verfügen.
Im Zuge der Erstellung des dritten Quartalsberichts bzw. im Zuge der gutachtlichen Stellungnahme haben sich neue Erkenntnisse ergeben, die zu Einmaleffekten und Abschreibungsbedarf im dritten Quartal 2011 führen. Diese Wertberichtigungen und Einmaleffekte, die im dritten Quartal gebucht worden sind, belaufen sich auf insgesamt rund € 74 Mio. und betreffen das Projekt Terminalerweiterung VIE-Skylink, die Beteiligung am Flughafen Košice, ein Bestandsobjekt am Standort Flughafen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit. Diese Einmaleffekte beeinflussen die Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2011 negativ. Dessen ungeachtet entwickelte sich die Gesellschaft operativ deutlich positiv.
In den ersten neun Monaten 2011 wurden am Flughafen Wien 15.992.075 Passagiere gezählt. Das sind um 7,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit dem Anstieg der Transferpassagiere um 8,1 Prozent in den ersten neun Monaten 2011 konnte der im ersten Quartal 2011 – hauptsächlich aufgrund der Ereignisse in Japan sowie der angespannten Situation in Nordafrika – verzeichnete Rückgang kompensiert werden. Der Verkehr nach Osteuropa stieg von Jänner bis September 2011 um 13,7 Prozent – das entspricht insgesamt einem Anteil von 18,7 Prozent an den gesamten abfliegenden Passagieren. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 2,5 Prozent, jener in den Fernen Osten stieg um 9,2 Prozent. Im Gegensatz dazu war die Zahl der in die Region Afrika abfliegenden Passagiere um 30,6 Prozent rückläufig.
Mit 6.256.741 Tonnen war das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 5,2 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge zurückzuführen. Demgegenüber steht ein Rückgang des Frachtvolumens (Luftfracht und Trucking) um 4,5 Prozent auf 207.460 Tonnen. Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien in den ersten drei Quartalen 2011 um 0,4 Prozent mehr Flugbewegungen als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Sitzladefaktor betrug 69,9 Prozent (Vergleichsperiode: 69,4 Prozent).
Stark getragen durch die positive Verkehrsentwicklung konnten die Umsatzerlöse des Flughafen Wien in den ersten drei Quartalen 2011 um 9,4 Prozent auf € 435,3 Mio. gesteigert werden (Vergleichsperiode: € 397,8 Mio.). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Abzug der Sondereffekte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 Prozent auf € 163,8 Mio., das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Abzug der Sondereffekte lag in den ersten drei Quartalen 2011 bei € 115,3 Mio. nach € 95,2 Mio. in der Vergleichsperiode. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende operative Periodenergebnis vor Abzug der Einmaleffekte und Wertberichtigungen für die ersten neun Monate 2011 auf € 82,3 Mio. nach € 72,2 Mio. im Jahr 2010.
Im Zuge der Erstellung des Ergebnisses für das dritte Quartal haben wir jedoch neue Erkenntnisse erlangt, die einige außerordentliche Maßnahmen bzw. Wertberichtigungen notwendig gemacht haben.
Beim Projekt Terminalerweiterung VIE-Skylink haben technische Gutachter aufgrund von Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. von ungerechtfertigten Kostenerhöhungen in den untersuchten Fällen Schäden in Höhe von rund € 57 Mio. festgestellt. Dabei wurde ein Wertberichtigungsbedarf von rund € 29 Mio. identifiziert, der nun das EBIT belasten wird. Die Flughafen Wien AG wird Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Firmen mit Nachdruck verfolgen. Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. an die Flughafen Wien AG zurücküberwiesen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.
Des weiteren haben aktuelle eingehende Untersuchungen ergeben, dass bei einem Gebäude am Standort Flughafen Wien die erwartete Auslastung mittelfristig nicht mehr erreicht werden kann und das Bestandsobjekt daher per Ende September 2011 mit rund € 18 Mio. wertzuberichtigen ist. Für die Inanspruchnahme von Altersteilzeit ist eine Rückstellung von rund € 6 Mio. zu bilden. Beide Beträge spiegeln sich im niedrigeren EBIT wider.
Zudem wurde eine Wertberichtigung für den Flughafen Košice vorgenommen. An diesem wurden im vierten Quartal 2006 vom Flughafen Wien über ein Konsortium Anteile erworben. Die FWAG hält heute indirekt 66 Prozent an der nach der At-equity-Methode bilanzierten Beteiligung. Der aktuelle Buchwert der Beteiligung vor Wertberichtigung beträgt € 47 Mio. Die Gesellschaft konnte bisher zwar gewinnbringend wirtschaften, die nun vorliegende Mittelfristplanung geht aber von einem gegenüber den bisherigen Erwartungen deutlich reduzierten
Verkehrswachstum aus. Aus diesem Grund muss die Beteiligung um € 21 Mio. wertberichtigt werden. Diese Reduktion belastet das Finanzergebnis.
Somit liegt nun nach Abzug der Sondereffekte das EBITDA bei € 158,2 Mio., das EBIT bei € 63,0 Mio. und das Periodenergebnis bei € 20,2 Mio.
Unsere Aufmerksamkeit richtete sich in den vergangenen Monaten allerdings nicht nur auf die aktuellen Entwicklungen. Unser Ziel ist vor allem eine nachhaltige Steigerung der Ertragskraft zur nachhaltigen Zukunftssicherung des Unternehmens. Dazu haben wir bereits Schritte gesetzt und den aktuellen Investitionsplan für den Zeitraum 2011–2015 um rund € 70 Mio. auf nunmehr € 590 Mio. gekürzt. Neben Streichung bzw. Kostenreduktion bei einzelnen Vorhaben reduzieren sich die maximalen Kosten für die Terminalerweiterung VIE-Skylink auf € 770 Mio., bei dem neben Kostenreduktionen zusätzlich Risikovorsorgen aufgelöst werden können. Aus diesen Effekten ergibt sich mittelfristig ein geringerer Finanzierungsbedarf, was sich positiv auf den Verschuldungsgrad des Unternehmens auswirken wird.
Die erfolgreiche Realisierung von VIE-Skylink hat auch im vierten Quartal 2011 höchste Priorität für die Flughafen Wien AG. Per Ende Oktober 2011 konnten 96 Prozent des Projekts baulich fertiggestellt werden, parallel dazu sind die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme bereits im Laufen. Die Inbetriebnahme ist plangemäß für das Ende des ersten Halbjahres 2012 vorgesehen.
Nach der bereits im Jahr 2010 eingesetzten Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise rechnen wir für das Jahr 2011 mit einem weiteren Verkehrswachstum. Aufgrund der positiven Passagierentwicklung gehen wir davon aus, dass der ursprünglich prognostizierte Passagierzuwachs für 2011 von 5 Prozent übertroffen werden kann.
Beim Projekt 3. Piste hat von 29. August bis 7. September 2011 die öffentliche Verhandlung im Rahmen des UVP-Verfahrens stattgefunden. Ein erstinstanzlicher Bescheid wird frühestens Anfang 2012 erwartet.
Wir danken unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die erfolgreiche Umsetzung der umfassenden Maßnahmen und Projekte bedeutet eine große Herausforderung für alle. Wir wissen, dass wir unseren Erfolg den Menschen verdanken, die täglich mit höchster Motivation und Engagement am Flughafen Wien arbeiten.
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Julian Jäger Dr. Günther Ofner Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien in den ersten neun Monaten 2011 ein Passagierwachstum von 7,5 Prozent auf 15.992.075. Im ersten Quartal 2011 war die Zahl der Transferpassagiere rückläufig – hauptsächlich aufgrund der Ereignisse in Japan sowie der angespannten Situation in Nordafrika. Dieser Rückgang wurde im zweiten und dritten Quartal kompensiert, und es konnte insgesamt ein Anstieg der Transferpassagiere um 8,1 Prozent verzeichnet werden. Der Verkehr nach Osteuropa stieg von Jänner bis September 2011 um 13,7 Prozent – das entspricht einem Anteil von 18,7 Prozent an den gesamten abfliegenden Passagieren. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 2,5 Prozent, jener in den Fernen Osten um 9,2 Prozent. Dem steht ein Rückgang von 30,6 Prozent der in die Region Afrika abfliegenden Passagiere gegenüber.
Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete am Flughafen Wien in den ersten drei Quartalen einen Passagierzuwachs von 4,1 Prozent. Der Anteil der Passagiere der Austrian Airlines Gruppe am Gesamtpassagieraufkommen verringerte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 51,6 Prozent auf 50,0 Prozent. Die sogenannten Low-Cost-Carrier konnten die Anzahl ihrer Passagiere in Summe um 9,4 Prozent steigern und parallel dazu auch ihren Anteil am Gesamtaufkommen auf 22,1 Prozent erhöhen (Vergleichsperiode: 21,8 Prozent).
Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 6.256.741 Tonnen um 5,2 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf den vermehrten Einsatz größerer Luftfahrzeuge zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 4,5 Prozent auf 207.460 Tonnen. Dem steht eine Steigerung der Flugbewegungen um 0,4 Prozent gegenüber. Der Sitzladefaktor betrug 69,9 Prozent nach 69,4 Prozent in der Vergleichsperiode.
In den ersten drei Quartalen 2011 stiegen die Umsatzerlöse des Flughafen Wien um 9,4 Prozent auf € 435,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 397,8 Mio.). Diese Erhöhung ist einerseits auf die positive Verkehrsentwicklung und andererseits auf die Verrechnung des neuen Sicherheitsentgelts zurückzuführen. Rückwirkend mit 1. Jänner 2011 traten die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts in Kraft, wodurch die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie der Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtssicherheitsgesetz abgelöst wurden. Die daraus resultierenden Auswirkungen wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Mit der Austrian Airlines Gruppe und Fly Niki wurden Vereinbarungen abgeschlossen, wodurch sich die Ermäßigungen im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportional erhöhten.
Die externen Umsätze des Segments Airports stiegen in den ersten drei Quartalen 2011 um € 22,3 Mio. bzw. 11,2 Prozent auf € 221,6 Mio. In Summe konnten € 52,3 Mio. aus dem Titel Sicherheit ("Sicherheitsentgelt") erzielt werden. Das entspricht im Vergleich zu den in den ersten neun Monaten 2010 ausgewiesenen Erlösen aus Sicherheitskontrollen (€ 10,0 Mio.) sowie aus Passagier- und Gepäckkontrollen (€ 22,4 Mio.) einem Mehrerlös von € 19,9 Mio. Aufgrund der Erhöhung der eingeräumten Ermäßigungen sank der Fluggasttarif um € 1,0 Mio. Die anderen Tarifposten entwickelten sich gemäß dem Verkehrswachstum.
Das Segment Handling verzeichnete einen Anstieg der Umsatzerlöse um € 2,1 Mio. auf € 119,4 Mio. – im Wesentlichen aufgrund von höheren Umsätzen aus der Vorfeldabfertigung, die um 3,9 Prozent auf € 79,6 Mio. stiegen. Dadurch konnte auch die negative Verkehrsentwicklung im Bereich Cargo (Fracht und Trucking) kompensiert werden. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich von € 25,3 Mio. auf € 23,2 Mio. Der durchschnittliche Marktanteil des Segments Handling beträgt 89,2 Prozent nach 89,3 Prozent in der Vergleichsperiode.
Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung sowie auch durch die Neuverhandlung von Mietverträgen wurden die Umsätze des Segment Retail & Properties um € 12,4 Mio. auf € 82,4 Mio. gesteigert. Die Parkerträge erhöhten sich um 8,6 Prozent auf € 28,4 Mio., während die Erträge aus der Vermietung um 13,3 Prozent auf € 27,2 Mio. angestiegen sind. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie konnten – auch durch neuverhandelte Verträge – um € 7,0 Mio. auf € 26,8 Mio. gesteigert werden.
Die externen Umsätze der sonstigen Segmente sind hauptsächlich aufgrund höherer Umsätze im Bereich der Elektrotechnik um € 1,0 Mio. auf € 11,9 Mio. gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in den ersten drei Quartalen 2011 um € 1,7 Mio. auf € 13,0 Mio. Die darin enthaltenen aktivierten Eigenleistungen waren um € 3,0 Mio. höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Hingegen konnten die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen vorwiegend aufgrund eines geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln, eines niedrigeren Fremdaufwands für Kundenaufträge sowie aufgrund einer Gutschrift für Treibstoffe um € 0,9 Mio. gesenkt werden.
In den ersten neun Monaten 2011 beschäftigte die Flughafen Wien Gruppe durchschnittlich 4.516 Mitarbeiter (Vergleichsperiode: 4.152). Aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl (+ 8,8 Prozent) sowie der Vorsorge für 74 zusätzliche Altersteilzeitverträge erhöhten sich die Personalaufwendungen um 12,5 Prozent auf € 189,6 Mio. Während die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen sowie für die Dotierung der Urlaubsrückstellung stiegen, konnte die Anzahl der geleisteten Überstunden parallel dazu reduziert werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 5,4 Mio. bzw. 7,9 Prozent auf € 73,0 Mio. Zurückzuführen ist dies zum Teil auf einen Sondereffekt in der Vergleichsperiode des Vorjahres durch die Auflösung einer Vorsorge in Höhe von € 2,1 Mio. Zudem stehen höhere Aufwendungen für Fremdleistungen (+ € 1,7 Mio.), für Miete und Pacht (+ € 2,3 Mio.), für Sicherheit (+ € 2,4 Mio.), für Instandhaltungen (+ € 0,8 Mio.) und die Zuweisung zur Wertberichtigung von Forderungen (+ € 0,9 Mio.), Einsparungen im Bereich der Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (€ 1,1 Mio.), Marketing (€ 3,8 Mio.), Versicherungen (€ 0,3 Mio.) und Transporte (€ 0,3 Mio.) gegenüber.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf € 158,2 Mio., wodurch die EBITDA-Margin mit 36,3 Prozent dem Vorjahr entsprach.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 1,5 Prozent auf € 48,5 Mio. zurück. Technische Gutachter haben im Zuge der Vergangenheitsbewältigung VIE-Skylink aufgrund von Mängeln in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigten Kostenerhöhungen in den untersuchten Fällen Schäden in Höhe von € 57 Mio. festgestellt, die eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 29,1 Mio. zur Folge hatten. Aufgrund der Tatsache, dass bei einem Gebäude am Standort Flughafen Wien die erwartete Auslastung mittelfristig nicht mehr erreicht werden kann, war das Bestandsobjekt per Ende September 2011 mit € 17,5 Mio. ebenfalls außerplanmäßig abzuschreiben. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen daher in Summe um € 45,9 Mio. auf € 95,1 Mio.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt in den ersten drei Quartalen 2011 € 63,0 Mio. nach € 95,2 Mio. in der Vergleichsperiode. Damit einhergehend verschlechterte sich auch die EBIT-Margin auf 14,5 Prozent (Vergleichsperiode: 23,9 Prozent).
Das Beteiligungsergebnis ohne at equity erhöhte sich im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um € 0,1 Mio. auf € 0,4 Mio.
Das Zinsergebnis ist von minus € 5,1 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 7,2 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2011 um 19,2 Prozent auf € 2,9 Mio., während die Zinsaufwendungen aufgrund höherer Finanzverbindlichkeiten um 33,9 Prozent auf € 10,0 Mio. gestiegen sind. Es wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 16,4 Mio. (Vergleichsperiode: € 12,6 Mio.) aktiviert.
Die 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde im zweiten Quartal 2007 unter der Prämisse zweistelliger Wachstumsraten, eines hohen Wirtschaftswachstums und der Entwicklung der Tourismusregion um einen Kaufpreis (inklusive Nebenkosten) von € 7,7 Mio. erworben. Aufgrund der negativen Entwicklung wurde der Buchwert der Beteiligung in den vergangenen Perioden im Zuge der At-equity-Bewertungen immer wieder verringert, sodass der Restbuchwert zum 31.3.2011 € 5,7 Mio. betrug. Die neue Mittelfristplanung der Flughafen Friedrichshafen GmbH, die die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, zeigt, dass die wirtschaftlichen Ziele mittelfristig nicht erreicht werden können. Daraus resultierte die Entscheidung, diese Beteiligung mit Ende des zweiten Quartals zur Gänze wertzuberichtigen.
Im vierten Quartal 2006 wurden vom Flughafen Wien über ein Konsortium Anteile am Flughafen Košice erworben, die FWAG hält damit heute indirekt 66 Prozent an der Beteiligung. Der aktuelle Buchwert der Beteiligung vor Wertberichtigung beträgt € 47,3 Mio., die Beteiligung wird nach der At-equity-Methode bilanziert. Die Gesellschaft konnte bisher zwar gewinnbringend wirtschaften, die nun vorliegende Mittelfristplanung geht aber von einem gegenüber den bisherigen Erwartungen deutlich reduzierten Verkehrswachstum aus. Aus diesem Grund musste die Beteiligung um € 21,4 Mio. wertberichtigt werden.
Daher betrug das Beteiligungsergebnis der at equity bilanzierten Unternehmen minus € 23,2 Mio. (Vergleichsperiode: € 3,5 Mio.). In Summe wird ein Finanzergebnis von minus € 28,4 Mio. nach minus € 1,2 Mio. in der Vergleichsperiode ausgewiesen. Insgesamt erzielte der Flughafen Wien ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von € 34,7 Mio. nach € 94,0 Mio. in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Daraus resultiert eine Steuerbelastung von € 14,4 Mio. (Vergleichsperiode: € 21,8 Mio.). Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für die ersten neun Monate 2011 auf € 20,2 Mio. nach € 72,2 Mio. im Vorjahr. Bei einer unveränderten Anzahl an ausstehenden Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie € 0,96 nach € 3,44 in der Vergleichsperiode.
Im dritten Quartal 2011 erzielte der Flughafen Wien Umsatzerlöse in Höhe von € 155,0 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 7,2 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2010 mit Umsatzerlösen von € 144,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichneten vor allem aufgrund der höheren aktivierten Eigenleistungen einen Zuwachs von € 0,8 Mio. auf € 4,7 Mio.
Die Aufwendungen für Material und für bezogene Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum dritten Quartal 2010 um 2,8 Prozent auf € 8,0 Mio. Aufgrund der höheren Mitarbeiteranzahl sowie der Vorsorge für zusätzliche Altersteilzeitverträge erhöhte sich der Personalaufwand um 17,8 Prozent auf € 66,1 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 0,6 Mio. auf € 25,9 Mio. gestiegen. Während sich die Aufwendungen für Miete und Pacht, Fremdleistungen, Instandhaltungen und Zuweisung zu Wertberichtigungen zu Forderungen sowie die Buchwerte ausgeschiedener Anlagen ebenfalls erhöhten, konnten die Aufwendungen für Marketing und Versicherungen gesenkt werden.
Daraus resultiert im dritten Quartal 2011 ein EBITDA von € 59,7 Mio. (Vergleichsperiode: € 58,8 Mio.). Die Abschreibungen sind aufgrund der außerordentlichen Abschreibungen von VIE-Skylink (€ 29,1 Mio.) sowie von einem Bestandsgebäude (€ 17,5 Mio.) um € 46,5 Mio. auf € 62,7 Mio. gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank daher um € 45,6 Mio. auf minus € 3,0 Mio. Vor allem aufgrund der Teilwertabschreibung der Beteiligung am Košice Airport in Höhe von € 21,4 Mio. sowie einer höheren Zinsbelastung im dritten Quartal verringerte sich das Finanzergebnis im dritten Quartal 2011 von € 1,6 Mio. auf minus € 20,5 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug minus € 23,5 Mio. im Vergleich zu € 44,2 Mio. im dritten Quartal 2010. Unter Berücksichtigung des Steuerertrags in Höhe von € 0,4 Mio. (Vergleichsperiode: Steueraufwand in Höhe von € 10,1 Mio.) resultiert daraus ein Periodenergebnis von minus € 23,1 Mio. (Vergleichsperiode: € 34,1 Mio.). Der auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenverlust betrug € 23,1 Mio. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das dritte Quartal 2011 beträgt minus € 1,10 (Vergleichsperiode: € 1,63) und entspricht dem verwässerten Ergebnis.
Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 um € 59,2 Mio. auf € 1.863,3 Mio. gestiegen. Den Zugängen in Höhe von € 179,3 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 95,1 Mio. gegenüber.
Die Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen haben sich um 23,5 Prozent auf € 82,9 Mio. verringert, vorrangig aufgrund der Abschreibung der 25,15-Prozent-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von € 5,7 Mio. sowie der 66,0-Prozent-Beteiligung am Košice Airport in Höhe von € 21,4 Mio. Das kurzfristige Vermögen stieg um € 60,4 Mio. bzw. 31,1 Prozent. Der Rückgang bei den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens in Höhe von € 34,8 Mio. ist im Wesentlichen auf den Verkauf eines Investmentfonds zurückzuführen. Dem steht eine Erhöhung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenständen um 13,7 Prozent bzw. € 8,5 Mio. gegenüber, die aus höheren Forderungen gegenüber dem Finanzamt aufgrund der Investitionstätigkeit resultiert. Zum Stichtag 30. September 2011 werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von € 150,5 Mio. ausgewiesen, um € 86,9 Mio. mehr als zum 31. Dezember 2010 (Details siehe Geldflussrechnung).
Der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 im 2. Quartal 2011 in Höhe von € 42,0 Mio. steht eine Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Periodenergebnisses der ersten neun Monate 2011 in Höhe von € 20,2 Mio. gegenüber. Nach der erfolgsneutralen Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten im sonstigen Ergebnis wurde das Eigenkapital um € 23,4 Mio. auf € 799,6 Mio. reduziert. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. September 2011 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote beträgt 37,7 Prozent nach 41,2 Prozent zum 31. Dezember 2010. Dieser Rückgang begründet sich durch die investitionsbedingte Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten und das niedrigere Periodenergebnis.
Der Anstieg der langfristigen Schulden um 11,0 Prozent auf € 1.061,4 Mio. resultiert vorwiegend aus der Zuzählung eines Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Höhe von € 100,0 Mio. Zudem wurden die langfristigen Rückstellungen um € 7,5 Mio. erhöht – hauptsächlich für die Dotierung von Abfertigungen, Jubiläumsgeldern und Altersteilzeit. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um € 3,8 Mio. Durch die Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds verminderten sich die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten auf € 36,1 Mio. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 17,1 Prozent auf € 257,2 Mio. Während die übrigen Rückstellungen um 13,6 Prozent auf € 124,3 Mio. gestiegen sind und sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 36,7 Prozent auf € 90,6 Mio. erhöhten, reduzierten sich die übrigen Verbindlichkeiten um 8,6 Prozent auf € 39,1 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist auf die Umgliederung des kurzfristigen Anteils einer Finanzverbindlichkeit zurückzuführen. Die Steuerrückstellung erhöhte sich aufgrund der niedrigeren Vorauszahlungen auf € 1,4 Mio.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 63,1 Prozent auf € 34,7 Mio. Der Erhöhung der Rückstellungen bzw. der Forderungen um € 13,5 Mio. bzw. € 4,8 Mio. steht eine Verminderung der Verbindlichkeiten um € 6,9 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung von Abschreibungen, Gewinnen aus dem Abgang von Finanzanlagen, Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie höheren Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 142,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 151,0 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 113,5 Mio. nach minus € 130,0 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In der Berichtsperiode wurden Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 146,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 130,0 Mio.) getätigt. Ebenso wurden Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 84,9 erzielt. Durch den Verkauf eines Investmentfonds wurden Einzahlungen für Wertpapiere in Höhe von € 34,0 Mio. lukriert.
Im zweiten Quartal 2011 wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 42,0 Mio. ausgeschüttet. Der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 100,3 Mio. im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) stehen Tilgungen von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 0,2 Mio. gegenüber. Daraus resultiert ein Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 58,1 Mio. (Vergleichsperiode: € - 16,7 Mio.).
Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands € 86,9 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand am Ende der Periode in Höhe von € 150,5 Mio.
Die größten Investitionen wurden in den ersten neun Monaten 2011 für die Terminalerweiterung VIE-Skylink (€ 133,5 Mio.), die Sicherheitssysteme im VIE-Skylink (€ 3,3 Mio.), die Sicherheitskontrollstraßen (€ 1,8 Mio.), die Revitalisierung der Busgates (€ 4,3 Mio.) sowie für die Gepäcksortieranlage (€ 1,1 Mio.) getätigt. Weiters wurden € 4,5 Mio. in den technischen Lärmschutz und Umweltfonds, € 3,5 Mio. in EDV und Software sowie € 1,3 Mio. in das Leitsystem investiert. € 2,2 Mio. flossen in die Möblierung des VIE-Skylink.
In den ersten drei Monaten 2011 wirkten sich die Ereignisse in Japan negativ auf die Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns aus; diese konnten jedoch im zweiten und dritten Quartal kompensiert werden.
In den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres 2011 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Externe Faktoren wie Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks reduzieren zwar das Verkehrsaufkommen, können von einem einzelnen Unternehmen jedoch nicht aktiv beeinflusst werden.
Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Die Genehmigungsbehörde hat die Tarife in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.
Weitere Risiken bestehen im Ausbau der Flughafenkapazitäten, insbesondere im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Aktivitäten bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung VIE-Skylink für das erste Halbjahr 2012 geplant. Im Falle einer späteren Inbetriebnahme besteht das Risiko, dass die Kapazitäten der bestehenden Terminalgebäude nicht ausreichen und das Wachstum am Standort Wien stagniert. Weiters würde eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink zu Verzögerungen bei anderen Investitionsprojekten führen.
Die im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink bestehenden Auseinander setzungen aufgrund von nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen zum Projekt VIE-Skylink konnten mit Ausnahme eines Falles abgeschlossen werden.
Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und die Konsequenzen daraus untersucht. In diesem Zusammenhang haben nun technische Gutachter aufgrund von Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigten Kostenerhöhungen in den untersuchten Fällen Schäden in Höhe von rund € 57 Mio. festgestellt. Ein Wertberichtigungsbedarf von rund € 29 Mio. wurde festgestellt. Die Flughafen Wien AG wird Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Firmen mit Nachdruck verfolgen. Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. an die Flughafen Wien AG zurücküberwiesen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.
Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird abhängig von der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein rechtskräftiger negativer UVP-Bescheid könnte weitreichende Folgen für die Flughafen Wien AG haben, da die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm teilweise außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten. Bis zum Stichtag wurden ca. € 72,8 Mio. für die der 3. Piste zugeordneten Projekte aktiviert.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 7 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Nach den Verkehrszahlen für Oktober entwickeln sich die Verkehrssegmente positiv. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 4,7 Prozent. Die Flugbewegungen sanken um 0,7 Prozent, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) mit 724.443 Tonnen leicht steigend war. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Oktober 2011 ein Plus von 17,0 Prozent, jenes in den Nahen und Mittleren Osten ein Minus von 1,7 Prozent. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 8,6 Prozent auf 24.404 Tonnen.
Aufgrund der erfreulichen Entwicklung gehen wir davon aus, dass der für 2011 prognostizierte Passagierzuwachs von 5 Prozent übertroffen wird.
Das Management des Flughafen Wien erachtet das zügige und kontrollierte Vorantreiben des Projekts VIE-Skylink als zentrale Aufgabe, um den Probebetrieb im vierten Quartal 2011 aufnehmen zu können. Ein weiteres Hauptaugenmerk wird weiterhin auf die Reduktion des Betriebsaufwands gerichtet sein. Zudem soll die Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/12/EC über Flughafenentgelte weiterverfolgt werden.
Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste fand im August bzw. September 2011 die mündliche Verhandlung statt. Mit dem Bescheid erster Instanz wird frühestens Anfang des Jahres 2012 gerechnet.
Für das Jahr 2011 sind nun Gesamtinvestitionen nach der Reduktion des gesamten Investitionsplans 2011 – 2015 in Höhe von nunmehr € 234 Mio. (zuvor € 299 Mio.) geplant. In dieser Summe sind Ersatzinvestitionen, nicht jedoch Investitionen für die 3.Piste, für Landkauf sowie Bauzeitzinsen enthalten.
Schwechat, 18. November 2011
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Julian Jäger Dr. Günther Ofner Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| 1–9/2011 | 1–9/2010 | in % | |
| Airport | |||
| Externe Segmentumsätze | 221.588,1 | 199.309,5 | 11,2 |
| Segment-EBIT | 44.826,7 | 66.267,1 | -32,4 |
| Handling | |||
| Externe Segmentumsätze | 119.374,6 | 117.300,0 | 1,8 |
| Segment-EBIT | 5.205,1 | 13.202,5 | -60,6 |
| Retail & Properties | |||
| Externe Segmentumsätze | 82.410,9 | 70.015,8 | 17,7 |
| Segment-EBIT | 29.239,8 | 32.670,5 | -10,5 |
| Sonstige Segmente | |||
| Externe Segmentumsätze | 11.856,4 | 10.846,3 | 9,3 |
| Segment-EBIT | 2.259,0 | 564,0 | 300,5 |
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Zudem fungiert das Segment Airport als Auftraggeber für das Terminalerweiterungsprojekt VIE-Skylink. Die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Center und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst liegen ebenfalls im Verantwortungsbereich dieses Segments.
In den ersten neun Monaten 2011 konnte das Segment Airport externe Umsatzerlöse in Höhe von € 221,6 Mio. (Vergleichsperiode: € 199,3 Mio.) erzielen. Verantwortlich für diesen Anstieg sind die positive Verkehrsentwicklung (Passagiere: + 7,5 Prozent, Höchstabfluggewicht: +5,2 Prozent, Flugbewegungen: +0,4 Prozent) und die Erlöse aus dem neuen "Sicherheitsentgelt". Die Bestimmungen zur Verrechnung des Sicherheitsentgelts traten rückwirkend zum 1. Jänner 2011 in Kraft und ersetzten die Erlöse aus der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie den Einbehaltungsbetrag nach dem Luftfahrtsicherheitsgesetz. In Summe erzielte der Flughafen Wien € 52,3 Mio. aus dem Titel Sicherheit (Sicherheitsentgelt). Im Vergleich zu den in den ersten neun Monaten 2010 ausgewiesenen Einnahmen aus Sicherheitskontrollen von € 10,0 Mio. sowie den Erträgen aus Passagier- und Gepäckkontrollen von € 22,4 Mio. entspricht das einem Mehrerlös von € 19,9 Mio.
Die im Vergleich zum Verkehrswachstum überproportionale Erhöhung der Ermäßigungen ist auf die mit der Austrian Airlines Gruppe sowie Fly Niki geschlossenen Vereinbarungen zurückzuführen. Aufgrund höherer eingeräumter Ermäßigungen sind die Erträge aus dem Fluggasttarif im Vergleich zum Vorjahr um € 1,0 Mio. auf € 87,5 Mio. gesunken. Die Erlöse aus dem Landetarif stiegen einhergehend mit dem Verkehrswachstum um 8,0 Prozent auf € 49,4 Mio.
Per 1. Jänner 2011 wurden die Tarife gemäß Tarifformel angehoben. Der Lande-, Park- und Infrastrukturtarif Airside wurde um 1,29 Prozent erhöht, der Fluggast- und Infrastrukturtarif Landside stieg um 1,68 Prozent sowie der Infrastrukturtarif Betankung um 1,80 Prozent. Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde, welche die Formel für die Tarifanpassung in Anwendung des Indexmodells bis Ende 2011 genehmigt hat. Die Mitte 2009 eingeführten Lärmgebühren werden seit 1. Juli 2010 zu 50 Prozent verrechnet. Durch diese Gebühren werden – in Abhängigkeit von den eingesetzten Flugzeugen – einzelne Airlines be- bzw. entlastet; für den Flughafen Wien resultieren daraus keine zusätzlichen Erträge, da er nur als Verrechnungsstelle fungiert.
Der Materialaufwand ist aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln sowie sonstigem Material um 17,6 Prozent auf € 3,1 Mio. gesunken. Dieser Reduktion steht eine Erhöhung des Personalaufwands um 8,6 Prozent auf € 24,0 Mio. gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 7,3 Mio. auf € 40,5 Mio. gestiegen. Dafür verantwortlich sind im Besonderen höhere Aufwendungen in den Bereichen Instandhaltungen, Beratungsleistungen, Miete und Pacht sowie Erhöhungen beim sonstigen Betriebsaufwand und den Aufwendungen für Sicherheit. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung VIE-Skylink in Höhe von € 29,1 Mio. um 116,1 Prozent auf € 54,3 Mio. Die internen Aufwendungen in Höhe von € 83,1 Mio. stiegen auch aufgrund höherer vom Segment Handling bezogener Leistungen im Zusammenhang mit der Erbringung der Passagier- und Gepäckkontrolle um € 6,2 Mio. Das Segment-EBITDA beläuft sich für die Berichtsperiode auf € 99,1 Mio. (Vergleichsperiode: € 91,4 Mio.) und das Segment-EBIT auf € 44,8 Mio. (Vergleichsperiode: € 66,3 Mio.).
Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Das Segment erzielte in den ersten neun Monaten 2011 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 119,4 Mio. (Vergleichsperiode: € 117,3 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von € 2,1 Mio. oder 1,8 Prozent.
Die externen Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung waren mit € 79,6 Mio. um € 3,0 Mio. oder 3,9 Prozent höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die aufgrund des milden Winters 2011 geringeren Erträge aus Einzelleistungen konnten durch die positive Verkehrsentwicklung kompensiert werden. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung verringerten sich parallel zur negativen Entwicklung des Frachtaufkommens um € 2,1 Mio. oder 8,3 Prozent auf € 23,2 Mio. Demgegenüber steht jedoch eine Erhöhung der Erlöse aus der Verkehrsabfertigung um € 0,5 Mio. oder 7,0 Prozent auf € 8,0 Mio. Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Abfertigung beträgt 89,2 Prozent nach 89,3 Prozent in der Vergleichsperiode. Die Aufwendungen für Material stiegen um 6,1 Prozent auf € 6,2 Mio., was
im Wesentlichen auf einen höheren Verbrauch an Treibstoffen und sonstigem Material zurückzuführen ist. Bedingt durch den um 5,5 Prozent höheren durchschnittlichen Personalstand des VIE-Handling sowie der Vorsorge für die Altersteilzeit stieg der Personalaufwand um € 8,1 Mio. auf € 91,2 Mio. Die Aufwendungen für Überstunden konnten im Gegenzug im Vergleich zur Vorjahresperiode reduziert werden.
Die Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H erzielte externe Umsätze in Höhe von € 3,1 Mio. (Vergleichsperiode: € 2,5 Mio.). Die Umsätze aus der Passagierund Gepäckkontrolle stellen im Segment Handling interne Umsätze in Höhe von € 22,7 Mio. (Vergleichsperiode: € 18,7 Mio.) dar. Der Personalaufwand ist mit € 26,3 Mio. um € 4,5 Mio. höher als in der Vergleichsperiode. Zurückzuführen ist dies vorwiegend auf die Steigerung des durchschnittlichen Personalstands um 205 Mitarbeiter.
Die Erlöse im Bereich General Aviation (VAH) stiegen aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung um € 0,1 Mio. auf € 5,5 Mio. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank um 5,6 Prozent auf € 0,9 Mio., während sich der Personalaufwand unter anderem aufgrund von kollektivvertraglichen Erhöhungen um 2,0 Prozent auf € 1,3 Mio. erhöhte.
In Summe ist der Personalaufwand im Segment Handling um € 12,5 Mio. gestiegen. Die Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,7 Prozent auf € 4,6 Mio. Dem steht eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,1 Mio. auf€ 2,2 Mio. gegenüber. Das Segment-EBITDA für die ersten neun Monate 2011 reduzierte sich auf € 9,8 Mio. (Vergleichsperiode: € 18,3 Mio.), das Segment-EBIT verringerte sich um € 8,0 Mio. auf € 5,2 Mio.
Das Segment Retail & Properties umfasst neben den Bereichen Shopping, Gastronomie und Parkierung auch die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und erzielte in den ersten neun Monaten 2011 externe Umsatzerlöse in Höhe von € 82,4 Mio. Das Plus von 17,7 Prozent resultiert aus einer Steigerung der Parkerträge um 8,6 Prozent auf € 28,4 Mio. und der Vermietungserlöse um 13,3 Prozent auf € 27,2 Mio. Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie konnten aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung und der Neuverhandlung von Mietverträgen um € 7,0 Mio. auf € 26,8 Mio. gesteigert werden.
Der Materialaufwand ist vor allem aufgrund geringerer Aufwendungen zur Weiterverrechnung um € 0,2 Mio. gesunken, auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um € 0,4 Mio. auf € 12,4 Mio. gesenkt werden. Der Personalaufwand reduzierte sich um 2,1 Prozent auf € 3,8 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen sind aufgrund der Weiterverrechnung von Kosten um € 1,1 Mio. auf € 23,0 Mio. gestiegen.
In Summe konnte das Segment-EBITDA um € 14,0 Mio. auf € 57,5 Mio. verbessert werden. Aufgrund der außerplanmäßigen Teilwertabschreibung eines Bürogebäudes am Standort Flughafen Wien in Höhe von € 17,5 Mio. stieg die Abschreibung auf € 28,3 Mio. (Vorperiode: € 10,9 Mio.). Das Segment-EBIT reduzierte sich daher um € 3,4 Mio. auf € 29,2 Mio. Daher verminderte sich die EBIT-Margin um 9,5 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent.
Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.
Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
In den ersten neun Monaten 2011 wurden externe Umsatzerlöse in Höhe von € 11,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 10,8 Mio.) sowie interne Umsatzerlöse in Höhe von € 56,5 Mio. (Vergleichsperiode: € 54,0 Mio.) erzielt. Die anderen internen und externen Erträge erhöhten sich in Summe um € 1,2 Mio. auf € 6,9 Mio.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres um € 0,5 Mio. auf € 16,1 Mio. gesunken, was vorwiegend auf Rückvergütungen von Treibstoffen in Höhe von € 0,9 Mio., die Reduzierung des sonstigen Materials um € 0,4 Mio. sowie höhere Aufwendungen für Wärme und Strom in Höhe von € 0,8 Mio. zurückzuführen ist. Der Personalaufwand verzeichnete einen Anstieg um € 4,8 Mio. auf € 31,2 Mio. Zurückzuführen ist dies vorwiegend auf eine im Vorjahr gegründete Konzerntochter, die ihre operative Tätigkeit erst im zweiten Quartal 2010 aufgenommen hat, sowie auf kollektivvertragliche Erhöhungen und die Vorsorge für zusätzliche Altersteilzeitverträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich nahezu auf demselben Niveau wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Die internen Aufwendungen der sonstigen Segmente wurden um 15,0 Prozent auf € 5,5 Mio. gesenkt. In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 9,9 Mio. (Vergleichsperiode: € 8,5 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 2,3 Mio. (Vergleichsperiode: € 0,6 Mio.) ausgewiesen.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 1–9/2011 | 1–9/2010 | in % | 7–9/2011 | 7–9/2010 |
| Umsatzerlöse | 435.341,6 | 397.814,6 | 9,4 | 155.034,7 | 144.651,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.021,2 | 11.347,0 | 14,8 | 4.673,1 | 3.830,8 |
| Betriebsleistung | 448.362,9 | 409.161,6 | 9,6 | 159.707,8 | 148.482,3 |
| Aufwendungen für Material und | |||||
| bezogene Leistungen | -27.653,8 | -28.553,3 | -3,2 | -7.976,3 | -8.207,6 |
| Personalaufwand | -189.575,0 | -168.522,6 | 12,5 | -66.144,4 | -56.146,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -72.964,9 | -67.613,3 | 7,9 | -25.896,8 | -25.321,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern | |||||
| und Abschreibungen (EBITDA) | 158.169,2 | 144.472,3 | 9,5 | 59.690,4 | 58.806,7 |
| Abschreibungen | -95.137,0 | -49.268,5 | 93,1 | 62.700,1 | -16.217,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 63.032,1 | 95.203,9 | -33,8 | -3.009,6 | 42.589,6 |
| Beteiligungsergebnis ohne | |||||
| At-equity-Unternehmen | 364,9 | 311,5 | 17,1 | 213,9 | 0,0 |
| Zinsertrag | 2.871,1 | 2.409,4 | 19,2 | 1.017,2 | 1.396,3 |
| Zinsaufwand | -10.044,1 | -7.500,2 | 33,9 | -3.183,6 | -2.510,9 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.587,7 | 32,3 | n.a. | 10,4 | 10,8 |
| Finanzergebnis ohne At-equity-Unternehmen | -5.220,4 | -4.746,9 | 10,0 | -1.942,2 | -1.103,8 |
| Beteiligungsergebnis At-equity-Unternehmen | -23.152,8 | 3.549,7 | n.a. | -18.573,4 | 2.665,7 |
| Finanzergebnis | -28.373,2 | -1.197,2 | n.a. | -20.515,6 | 1.561,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 34.658,9 | 94.006,6 | -63,1 | -23.525,2 | 44.151,6 |
| Ertragsteuern | -14.446,5 | -21.818,4 | -33,8 | 427,9 | -10.063,7 |
| Periodenergebnis | 20.212,5 | 72.188,3 | -72,0 | -23.097,4 | 34.087,9 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 20.234,1 | 72.204,4 | -72,0 | -23.084,0 | 34.100,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | -21,6 | -16,2 | 33,9 | -13,3 | -12,9 |
| Ergebnis je Aktie in € unverwässert/verwässert | 0,96 | 3,44 | -72,1 | -1,10 | 1,63 |
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung in T€ | 1–9/2011 | 1–9/20101) | in % | 7–9/2011 | 7–9/20101) |
| Periodenergebnis | 20.212,5 | 72.188,3 | -72,0 | -23.097,4 | 34.087,9 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | |||||
| Gewinne und Verluste (brutto) | |||||
| Wertänderung von zur Veräußerung | |||||
| verfügbaren Wertpapieren | -2.308,9 | 1.104,0 | -309,1 | -338,0 | -639,4 |
| davon erfolgsneutrale Veränderung | -400,0 | 1.104,0 | -136,2 | -338,0 | -639,4 |
| davon realisierte Gewinne (-) / Verluste (+) | -1.908,9 | 0,0 | n.a. | 0,0 | 0,0 |
| Cash-Flow Hedge | 166,7 | 12,0 | n.a. | -25,1 | 85,5 |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital | |||||
| verrechnete Posten | 535,5 | -279,0 | -292,0 | 90,8 | 138,5 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.606,6 | 837,0 | -292,0 | -272,3 | -415,4 |
| Gesamtergebnis | 18.605,8 | 73.025,2 | -74,5 | -23.369,7 | 33.672,5 |
| davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 18.627,5 | 73.028,5 | -74,5 | -23.356,4 | 33.672,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | -21,6 | -3,3 | n.a. | -13,3 | 0,0 |
1) angepasst
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| Konzern-Bilanz in T€ | 30.9.2011 | 31.12.2010 | in % |
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 12.001,0 | 12.523,2 | -4,2 |
| Sachanlagen | 1.640.369,9 | 1.538.593,1 | 6,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 121.645,4 | 139.366,2 | -12,7 |
| Beteiligungen an At-equity bilanzierten | |||
| Unternehmen | 82.947,8 | 108.485,8 | -23,5 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.363,1 | 5.151,8 | 23,5 |
| 1.863.327,2 | 1.804.120,2 | 3,3 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 4.416,8 | 4.504,4 | -1,9 |
| Wertpapiere | 29.550,0 | 64.351,0 | -54,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 70.357,8 | 61.887,5 | 13,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 150.499,9 | 63.632,7 | 136,5 |
| 254.824,5 | 194.375,6 | 31,1 | |
| Summe AKTIVA | 2.118.151,7 | 1.998.495,7 | 6,0 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -2.502,1 | -895,5 | 179,4 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 531.528,4 | 553.294,3 | -3,9 |
| Den Gesellschaftern der | |||
| Muttergesellschaft zurechenbar | 799.353,6 | 822.726,1 | -2,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | 211,2 | 232,8 | -9,3 |
| 799.564,7 | 822.958,9 | -2,8 | |
| Langfristige Schulden Rückstellungen |
111.874,9 | 104.342,5 | 7,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 892.587,3 | 794.112,9 | 12,4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 36.122,6 | 40.441,1 | -10,7 |
| Latente Steuerabgrenzung | 20.842,4 | 17.037,4 | 22,3 |
| 1.061.427,2 | 955.934,0 | 11,0 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 1.355,0 | 951,6 | 42,4 |
| Übrige Rückstellungen | 124.268,2 | 109.375,4 | 13,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.852,5 | 204,0 | 808,2 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 90.576,7 | 66.267,4 | 36,7 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 39.107,3 257.159,8 |
42.804,5 219.602,9 |
-8,6 17,1 |
| Summe PASSIVA | 2.118.151,7 | 1.998.495,7 | 6,0 |
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Geldflussrechnung in T€ | 1–9/2011 | 1–9/2010 | in % | |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 142.261,3 | 150.957,5 | -5,8 | |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 84,9 | 37,8 | 124,4 | |
| + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang | 1.558,2 | 2,2 | n.a. | |
| - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -146.876,4 | -129.991,1 | 13,0 | |
| - Auszahlungen für Finanzanlagenzugang | -2.524,4 | -85,9 | n.a. | |
| + Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 192,0 | 0,0 | n.a. | |
| + Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen (Wertpapiere) | 34.048,7 | 0,0 | n.a. | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -113.517,0 | -130.037,1 | -12,7 | |
| - | Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals | -42.000,0 | -44.100,0 | -4,8 |
| + Veränderung nicht beherrschende Anteile | 0,0 | -6.047,9 | -100,0 | |
| + Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | 100.122,9 | 33.402,6 | 199,7 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 58.122,9 | -16.745,2 | -447,1 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 86.867,2 | 4.175,2 | n.a. | |
| + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 63.632,7 | 5.428,6 | n.a. | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 150.499,9 | 9.603,7 | n.a. |
| der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht | |||||||
| Entwicklung des | Summe | Einbe- | beherr | ||||
| Konzern-Eigenkapitals | Grund- | Kapital- | sonstige | haltene | schende | ||
| in T€ | kapital | rücklagen | Rücklagen | Ergebnisse | Gesamt | Anteile | Gesamt |
| Stand zum 1.1.2010 | 152.670,0 | 117.657,3 | 4.646,9 | 519.554,7 794.528,9 | 263,6 | 794.792,4 | |
| Marktwertbewertung von Wertpapieren | 828,0 | 828,0 | 828,0 | ||||
| Cash-Flow Hedge | 9,0 | 9,0 | 9,0 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 837,0 | 0,0 | 837,0 | 0,0 | 837,0 |
| Periodenergebnis | 72.204,4 | 72.204,4 | -16,2 | 72.188,3 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 837,0 | 72.204,4 | 73.041,4 | -16,2 | 73.025,2 |
| Erwerb nicht beherrschender Anteile Put-Option | 0,0 | 2.122,1 | 2.122,1 | 2.122,1 | |||
| Dividendenausschüttung | -44.100,0 | -44.100,0 | -44.100,0 | ||||
| Stand zum 30.9.2010 | 152.670,0 | 117.657,3 | 5.483,9 | 549.781,2 825.592,4 | 247,4 | 825.839,8 | |
| Stand zum 1.1.2011 | 152.670,0 | 117.657,3 | -895,5 | 553.294,3 | 822.726,1 | 232,8 822.958,9 | |
| Marktwertbewertung von Wertpapieren | -1.731,7 | -1.731,7 | -1.731,7 | ||||
| Cash-Flow Hedge | 125,0 | 125,0 | 125,0 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | -1.606,6 | 0,0 | -1.606,6 | 0,0 | -1.606,6 |
| Periodenergebnis | 20.234,1 | 20.234,1 | -21,6 | 20.212,5 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -1.606,6 | 20.234,1 | 18.627,5 | -21,6 | 18.605,8 |
| Dividendenausschüttung | -42.000,0 | -42.000,0 | -42.000,0 | ||||
| Stand zum 30.9.2011 | 152.670,0 | 117.657,3 | -2.502,1 | 531.528,4 | 799.353,6 | 211,2 | 799.564,7 |
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. September 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2010 gelesen werden.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt, wie im Konzernabschluss 2010. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den ab 1. Jänner 2011 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 8 erstmalig seit dem 1. Jänner 2009 an. IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisations- und Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.
Gemäß IFRS 8 werden operative Segmente als Teilbereiche eines Unternehmens identifiziert, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.
Ausgangsbasis sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren des IFRS 8.12 ähnlich sind, werden mit diesen berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Jene Segmente, die selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst. Die Struktur der Geschäftssegmente der Flughafen-Wien-Gruppe blieb im Vergleich zum Konzernabschluss 2010 unverändert.
Im Segment Airport werden die Geschäftssegmente Aviation sowie Flughafendienste in einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Center und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebes, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit. Weiters wird der Standort Vöslau dem Segment Airport zugeordnet.
Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.
Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.
In diesem Segment sind die verschiedensten Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden, zusammengefasst. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.
Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen im Ausland halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
| Retail & | Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–9/2011 in T€ | Airport | Handling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 221.588,1 | 119.374,6 | 82.410,9 | 11.856,4 | 435.230,1 |
| Interne Segmentumsätze | 23.816,7 | 42.877,6 | 13.952,7 | 56.533,6 | |
| Segmentumsätze | 245.404,8 | 162.252,2 | 96.363,6 | 68.390,0 | |
| Sonstige externe Umsätze1) | 111,6 | ||||
| Konzernumsatz | 435.341,6 | ||||
| Segmentergebnis | 44.826,7 | 5.205,1 | 29.239,8 | 2.259,0 | 81.530,6 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -18.498,5 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 63.032,1 |
1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| Retail & | Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–9/2010 in T€ | Airport | Handling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 199.309,5 | 117.300,0 | 70.015,8 | 10.846,3 | 397.471,5 |
| Interne Segmentumsätze | 25.193,9 | 39.359,2 | 11.975,3 | 53.979,7 | |
| Segmentumsätze | 224.503,4 | 156.659,2 | 81.991,0 | 64.826,0 | |
| Sonstige externe Umsätze1) | 343,1 | ||||
| Konzernumsatz | 397.814,6 | ||||
| Segmentergebnis | 66.267,1 | 13.202,5 | 32.670,5 | 564,0 | 112.704,1 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -17.500,2 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis |
1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| in T€ | 1–9/2011 | 1–9/2010 |
|---|---|---|
| Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) | 81.530,6 | 112.704,1 |
| Verwaltungsbereich | ||
| Umsatz | 4.796,9 | 4.474,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 678,8 | 942,4 |
| Materialaufwand | -540,3 | -365,7 |
| Personalaufwand | -11.729,5 | -9.848,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -11.512,0 | -12.482,4 |
| Abschreibungen | -192,3 | -220,2 |
| Summe nicht zuordenbar | -18.498,5 | -17.500,2 |
| Konzern-EBIT | 63.032,1 | 95.203,9 |
Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| in T€ | 30.9.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.387.068,7 | 1.279.343,4 |
| Handling | 33.170,7 | 37.878,5 |
| Retail & Properties | 322.624,8 | 346.884,9 |
| Sonstige Segmente | 158.989,5 | 184.122,5 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.901.853,7 | 1.848.229,3 |
| Nicht zuordenbares Vermögen | ||
| Immaterielles AV und Sachanlagen der Verwaltung | 1.319,3 | 1.010,0 |
| Sonstige Finanzanlagen | 5.875,8 | 4.564,5 |
| Langfristige Forderungen | 106,8 | 106,8 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 29.550,0 | 64.351,0 |
| Vorräte | 183,2 | 175,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10,7 | 44,3 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 190,9 | 348,8 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 16,1 | 128,9 |
| Forderungen an Finanzamt | 21.320,4 | 8.609,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.067,9 | 3.931,8 |
| Abgrenzungsposten | 3.157,0 | 3.362,8 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 150.499,9 | 63.632,7 |
| Summe nicht zuordenbar | 216.298,0 | 150.266,4 |
| Konzernvermögen | 2.118.151,7 | 1.998.495,7 |
Zu in der abgelaufenen Zwischenperiode eingetretenen wesentlichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen wird auf die Darstellungen im Konzernzwischenlagebericht verwiesen.
Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2010: 14) und sieben ausländische (31.12.2010: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2010: 4) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2010: 4) nach der Equity-Methode bewertet.
Mit Verkaufsvertrag vom September 2011 wurde der 25-Prozent-Anteil der at equity konsolidierten Austroport an die AJSS (Airport Jet Set Service GmbH) zu historischen Anschaffungskosten verkauft. Die Gesellschaft wurde mit 30.9.2011 entkonsolidiert.
Fünf (31.12.2010: 7) Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Aufgrund des Liquidationsbeschlusses vom 22.7.2011 des Amtsgericht Potsdams wurde der Beteiligungsansatz der nicht konsolidierten Gesellschaft Flughafen Wien / Berlin Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH – kurz VIE BBI – in Höhe von € 1,1 Mio. erfolgswirksam als Buchwertabgang ausgebucht. Da zum Stichtag 30.9.2011 eine Verbindlichkeit der Flughafen Wien AG gegenüber VIE BBI aus Verrechnungen in Höhe von € 1,3 Mio. bestand und diese Verbindlichkeit erfolgswirksam als Erlös ausgebucht werden konnte, kommt es in Folge zu einem Liquidationsgewinn von € 0,2 Mio.
Mit Verkaufsvertrag vom 6.9.2011 wurden auch die Anteile der nicht konsolidierten OAO Petroport veräußert.
Der 1-Prozent-Anteil der nicht konsolidierten Airport Jet Set Service Christian Hirmann Gesellschaft.mb.H (AJSS) wurde vom Gesellschafter zu historischen Anschaffungskosten zurückerworben.
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Nennenswerte Großgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden in den ersten neun Monaten 2011 wie auch im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. September 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 18. November 2011
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Julian Jäger Dr. Günther Ofner Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, am 18. November 2011
Komm.Rat Ernest Gabmann Mag. Julian Jäger Dr. Günther Ofner Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
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