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Zumtobel Group AG

Quarterly Report Dec 6, 2011

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Quarterly Report

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Q2 (Mai – Oktober 2011)

Halbjahresfinanzbericht 2011/12 der Zumtobel AG

Überblick zum zweiten Quartal 2011/12

  • Umsatzwachstum von 7,5% gegenüber Vorjahr

  • Lighting Segment mit gutem Umsatzwachstum von plus 10,5% vor allem durch starke Entwicklung in D/A/CH-Region

  • Components Segment rückläufig mit minus 0,3% durch schwächere Nachfrage insbesondere in Großbritannien und Südeuropa

  • Weiterhin dynamisches Umsatzwachstum mit LED-Produkten (plus 101,3%)

  • EBIT belastet durch kontinuierliche Wachstumsinvestitionen und Schwäche im Components Segment

  • Finanzielle Flexibilität dank frühzeitiger Refinanzierung des Konsortialkreditvertrages bis 2016 langfristig gesichert

Kennzahlenübersicht in Mio EUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 Veränderung
in %
1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 340,5 316,8 7,5 666,8 615,4 8,4
Bereinigtes EBITDA 38,5 44,2 -12,9 69,4 72,1 -3,7
in % vom Umsatz 11,3 13,9 10,4 11,7
Bereinigtes EBIT 25,4 30,2 -16,0 43,6 48,5 -10,1
in % vom Umsatz 7,5 9,5 6,5 7,9
EBIT 25,4 31,7 -19,9 43,6 51,7 -15,6
in % vom Umsatz 7,5 10,0 6,5 8,4
Periodenergebnis 20,6 26,0 -20,6 34,3 39,6 -13,5
in % vom Umsatz 6,1 8,2 5,1 6,4
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 38,5 41,6 -7,4 69,5 68,8 0,9
Investitionen 11,0 11,9 -7,6 25,9 22,3 16,5
31. Oktober
2011
30. April
2011
Veränderung
in %
Bilanzsumme 1.065,6 1.020,5 4,4
Bilanzsumme 1.065,6 1.020,5 4,4
Eigenkapital 396,7 378,7 4,8
Eigenkapitalquote in % 37,2 37,1
Nettoverbindlichkeiten 188,6 141,3 33,4
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.849 7.814 0,4

Geschäftsentwicklung nach Quartalen

Bereinigtes EBIT

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die zunehmende Unsicherheit, in welchem Umfang sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die massive Staatsverschuldung vieler Industriestaaten auf die Realwirtschaft auswirken werden, lässt erwarten, dass unser Geschäft in nächster Zeit nicht durch konjunkturellen Rückenwind unterstützt werden wird. Dennoch hat für die Zumtobel Gruppe die konsequente Umsetzung der im April 2011 präsentierten globalen Wachstumsstrategie oberste Priorität. Die Nachfrage nach energieeffizienten Lichtlösungen sowie das große Potenzial der LED-Technologie sind und bleiben wesentliche Wachstumstreiber. Darüber hinaus setzt der Konzern auf eine stärkere Durchdringung der etablierten Märkte in Europa sowie auf einen deutlichen Ausbau der Präsenz in Asien und den USA. Daher wollen wir weiter signifikant in die Entwicklung neuer, innovativer Produkte investieren und unseren erfolgreichen Vertriebsansatz ausbauen, um von den langfristigen Wachstumstreibern der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Die dafür notwendige finanzielle Flexibilität haben wir durch den im November refinanzierten Konsortialkreditvertrag bis 2016 langfristig abgesichert.

Harald Sommerer

Mit Blick auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2011/12 zeigten sich im Lighting Segment in Europa bereits erste Erfolge der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Der Segmentumsatz konnte in den ersten sechs Monaten um 11,0% auf 488,8 Mio EUR gesteigert werden, ein solides Wachstum, mit welchem sich das Lighting Segment abermals deutlich von der generell schwachen Entwicklung im gewerblichen Hochbau abheben konnte. Regional waren die Fortschritte im Lighting Segment sehr unterschiedlich. Die Entwicklung in der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) war besonders erfreulich, während das Wachstum in Asien und den USA verhaltener war.

Das Components Segment entwickelte sich nach einem überdurchschnittlich starken Geschäftsjahr 2010/11 deutlich schwächer. Zum ersten Halbjahr 2011/12 konnte nur ein Umsatzwachstum von 1,8% auf 218,5 Mio EUR erreicht werden. Dabei wurde nach leichtem Wachstum im ersten Quartal ein leichter Umsatzrückgang im zweiten Quartal verzeichnet. Vor allem die schwache Marktentwicklung in Großbritannien und Südeuropa wirkte sich negativ auf die Segmententwicklung aus.

Für die Zumtobel Gruppe insgesamt ergibt sich somit eine Umsatzsteigerung von 8,4% auf 666,8 Mio EUR, die vor allem aufgrund der Wachstumsschwäche im Components Segment klar unter unseren Erwartungen lag. Sehr erfreulich entwickelte sich der Umsatz mit LED-Produkten, der mit 82,2 Mio EUR annähernd verdoppelt werden konnte (plus 96,6%). Der LED-Anteil in Prozent vom Konzernumsatz stieg dabei im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres von 6,8% auf 12,3%.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag zum ersten Halbjahr 2011/12 mit 43,6 Mio EUR um 10,1% unter dem Vorjahresniveau, die bereinigte EBIT-Marge ging von 7,9% auf 6,5% zurück. Dieser Rückgang ist vor allem auf die geplanten hohen Wachstumsinvestitionen in Vertrieb und Forschung & Entwicklung zurückzuführen. Die parallel laufenden Aktivitäten in den Bereichen LED und konventioneller Lichttechnik führen zu deutlich höheren F&E-Aufwendungen und Investitionen. Darüber hinaus wurde die Ertragskraft im Komponentengeschäft durch die Unterauslastung der neu ausgebauten Produktionskapazitäten, das rückläufige Geschäft mit margenstarken elektronischen Vorschaltgeräten und den steigenden Preisdruck zusätzlich belastet. Die gegenüber dem Vorjahr verbesserte Profitabilität im margenschwächeren Lighting Segment konnte den deutlichen Ertragsrückgang im Components Segment nicht kompensieren. Die Profitabilität von LED-Produkten ist in den Segmenten noch sehr unterschiedlich. Im Lighting Segment erreichen die LED-Produkte annähernd die Ertragskraft konventioneller Leuchten, im Components Segment sind LED-Produkte aufgrund der fehlenden Absatzvolumina in Summe derzeit noch nicht profitabel.

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag erhöhte sich der Working Capital-Bestand auf 279,8 Mio EUR (Vorjahr 231,4 Mio EUR). Die Ursachen dafür liegen im gestiegenen Geschäftsvolumen im Lighting Segment sowie höheren Vorratsbeständen im Components Segment, die angesichts der schwachen Nachfrageentwicklung nicht im erforderlichen Maß abgebaut werden konnten. Gegenüber dem ersten Quartal wurde zwar eine leichte Verbesserung erzielt, mit 21,9% vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz lag das Working Capital aber immer noch deutlich über dem definierten Zielkorridor von 18% bis 20%.

Fortgesetzte Zukunftsinvestitionen trotz verschlechterter Geschäftsaussichten

Im Verlauf des vergangenen Quartals haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtert. Zwar sehen wir im Lighting Segment weiterhin eine gute Geschäftsaktivität, im Components Segment hingegen gehen wir aus heutiger Sicht nicht mehr davon aus, dass die notwendige Wachstumsdynamik in den kommenden sechs Monaten wieder aufgenommen wird. Vor diesem Hintergrund können wir unsere bisherige Guidance für das Geschäftsjahr 2011/12, welche ein Konzernumsatzwachstum von plus ca. 10% und eine bereinigte EBIT-Marge von leicht über 6,4% vorsah, nicht mehr bestätigen. Wir erwarten, vor allem belastet durch das Components Segment, ein Umsatzwachstum von deutlich unter 10% und einen Rückgang der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der makroökonomischen Entwicklungen und der damit verbundenen Unsicherheiten in der Absatz- und Auslastungssituation können wir derzeit aber keine genaue Aussage zur erwarteten EBIT-Marge für das Gesamtgeschäftsjahr machen. Trotz der verschlechterten Geschäftsaussichten werden wir weiterhin in die Umsetzung unserer globalen Wachstumsstrategie investieren.

Harald Sommerer Chief Executive Officer

Die Zumtobel Aktie

Die Zumtobel Aktie konnte sich den Turbulenzen an den Weltbörsen in den letzten Monaten nicht entziehen. Die Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft sorgte für ein Quartalsminus von rund 10%, im ersten Halbjahr sank der Kurs sogar um 38,5%. Neben sich verschlechternden Konjunkturdaten haben negative Kommentare zur Entwicklung der Bauwirtschaft beziehungsweise des Beleuchtungsgeschäfts den Kurs zusätzlich belastet. Im Zwölfmonatsrückblick weist Zumtobel noch ein Kursplus von 2,5% aus, während der ATX um fast 26% einbrach. Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Gruppe lag Ende Oktober 2011 auf Grundlage einer unveränderten Aktienanzahl von 43,5 Mio Stück bei 656 Mio EUR. Die Aktionärsstruktur ist gegenüber dem Vorquartal unverändert. Die Familie Zumtobel verfügt über 35,4% der Stimmrechte. Darüber hinaus halten die institutionellen Investoren Delta Lloyd Asset Management NV und die FMR LLC (Fidelity) über 5% der ausgegebenen Aktien. Die übrigen Anteile befinden sich im Streubesitz. Der durchschnittliche Tagesumsatz stieg gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres von 122.424 auf 169.832 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Zum 31. Oktober 2011 beträgt der Bestand an eigenen Aktien 395.582 Stück.

31.10.2010 31.01.2011 60% Zumtobel AG ATX 180% 120% 30.04.2011 31.07.2011 31.10.2011 160% 80% 100% 140%

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im 1. Halbjahr 2011/12

Schlusskurs 29.04.11 EUR 24,50 Währung EUR
Schlusskurs 31.10.11 EUR 15,07 ISIN AT0000837307
Performance 1. Halbjahr 2011/12 -38,5% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
12-Monats-Performance 2,5% Marktsegment Prime Market
Marktkapitalisierung am 31.10.11 656 Mio EUR Reuters Symbol ZUMV.VI
Höchstkurs am 13.05.11 EUR 24,50 Bloomberg Symbol ZAG AV
Tiefstkurs am 12.09.11 EUR 11,35 Datastream O:ZAG
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 169.832 Anzahl der Aktien 43.500.000

Unsicherheit belastet Kapitalmärkte

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft verliert zunehmend an Fahrt. Laut aktueller Prognosen wird die Weltkonjunktur die Dynamik der vergangenen zwei Jahre nicht fortsetzen können. Das Wachstum soll zwar nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den Jahren 2011 und 2012 noch immer ein Niveau von 4,0% erreichen, dieses wird jedoch in zunehmendem Maße von den Schwellenländern getragen, während die Industrienationen deutlich an Zugkraft verlieren. So soll das Bruttosozialprodukt der Schwellenländer nach Angaben der Experten 2011 um voraussichtlich 6,4% und in 2012 um 6,1% steigen, während der IWF für die industrialisierte Welt nur noch ein Wachstum von 1,6% und 1,9% prognostiziert. Insbesondere Europa kämpft im Zuge der Euro-Krise mit ungelösten Problemen einiger hoch verschuldeter Mitgliedsstaaten. Global belasten außerdem die ebenfalls sehr hohe Staatsverschuldung der USA und die Möglichkeit einer konjunkturellen Abkühlung in China. Im Rahmen dieser Entwicklungen wurden auch die jüngsten Euroconstruct-Schätzungen vom November 2011 für den gewerblichen Hochbau für das kommende Kalenderjahr nach unten revidiert. Für 2012 wird für die zehn für die Zumtobel Gruppe relevantesten Länder in Europa nun ein Rückgang von 0,8% (zuvor plus 0,3%) erwartet. Erst für 2013 sehen die Experten wieder erste Erholungstendenzen mit einem erwarteten Wachstum von 2,2%. Die Zumtobel Gruppe beobachtet diese Entwicklungen und die konjunkturellen Frühindikatoren weiterhin mit größter Aufmerksamkeit.

Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2011

Auf der am 22. Juli 2011 stattgefundenen 35. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2010/2011 eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR je anspruchsberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 29. Juli 2011. Hauptversammlung beschließt Dividende für GJ 2010/11

Am 11. Oktober 2011 verkündete die Zumtobel Gruppe als Teil ihrer im April 2011 veröffentlichten Mittelfriststrategie den geplanten Ausbau des Leuchtenwerks in Dornbirn, Österreich. Die Investitionssumme beläuft sich auf insgesamt rund 20 Mio EUR und beinhaltet die Erweiterung der Produktion, die Integration des Roh- und Halbzeuglagers in den Produktionsprozess sowie die Auslagerung der Distributionslogistik. Der Neubau soll im Laufe des Jahres 2013 in Betrieb genommen werden. Werksausbau für Leuchtenwerk Dornbirn

Um die langfristige Liquidität sicherzustellen, hat die Zumtobel Gruppe im November 2011 ihren bestehenden Kreditvertrag, der 2013 fällig geworden wäre, freiwillig frühzeitig refinanziert. Der neue Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem maximal ausnutzbaren Rahmen von 500 Mio EUR wurde mit einem Syndikat bestehend aus sieben Banken abgeschlossen. Die Mittel stehen für allgemeine Geschäftszwecke zur Verfügung. Zum 31. Oktober 2011 hat die Zumtobel Gruppe 231 Mio EUR des bestehenden Kreditrahmens beansprucht und weist damit eine Nettoverschuldung von 188,6 Mio EUR aus. Neuer Kreditvertrag bis 2016 abgeschlossen

Angesichts des rapiden Wandels hin zu energieeffizienten Lichtkomponenten und einem Anstieg bei den Rohmaterialpreisen für Kupfer und Stahl hat sich der Nachfragerückgang nach magnetischen Vorschaltgeräten in letzter Zeit deutlich verstärkt. Um die Produktionskapazitäten an die Nachfrage anzupassen, wurde im November 2011 entschieden, einen Produktionsstandort für magnetische Vorschaltgeräte in Ulu Tiram, Malaysia, per Ende des Kalenderjahres 2011 zu schließen. Von dieser Maßnahme sind 44 Mitarbeiter betroffen. Schließung des Magnetikwerks Malaysia

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 30. April 2011 sind nicht eingetreten.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2011 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2011/12

  • Gruppenumsatz steigt um 8,4% gegenüber Vorjahr

  • Weiterhin solides Umsatzwachstum im Lighting Segment mit plus 11,0%

  • Verhaltene Nachfrage im Components Segment mit einer Umsatzentwicklung von plus 1,8%

  • Umsatz mit LED-Produkten zeigt dynamisches Wachstum (plus 96,6%)

Im ersten Halbjahr (1. Mai bis 31. Oktober 2011) des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,4% deutlich auf 666,8 Mio EUR (Vorjahr 615,4 Mio EUR). Im zweiten Quartal lag das Umsatzwachstum der Zumtobel Gruppe mit 7,5% auf 340,5 Mio EUR unter dem Wachstum des ersten Quartals (plus 9,3%). Das Thema Energieeffizienz ist weiterhin der zentrale Wachstumstreiber der Zumtobel Gruppe. Speziell der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen sowie die LED-Technologie bringen wichtige Wachstumsimpulse.

Im Lighting Segment mit den Marken Zumtobel und Thorn hat sich die gute Wachstumsdynamik auch im ersten Halbjahr 2011/12 weiter fortgesetzt. Vor allem getragen durch eine positive Entwicklung des Renovierungsgeschäfts sowie durch erste Effekte aus dem Ausbau des Vertriebs im Rahmen der im April 2011 kommunizierten Wachstumsstrategie stieg der Segmentumsatz im Berichtszeitraum um 11,0% auf 488,8 Mio EUR (Vorjahr 440,3 Mio EUR). Für das zweite Quartal wurde somit ein Umsatz von 252,7 Mio EUR erreicht, was einem Umsatzanstieg von 10,5% entspricht. Damit hebt sich das Lighting Segment weiterhin deutlich von der generellen Entwicklung im gewerblichen Hochbau ab, die nach wie vor sehr zurückhaltend ist.

Nach einer sehr erfreulichen Umsatzentwicklung des Components Segments im Geschäftsjahr 2010/11 (plus 19,3%) verlangsamte sich das Wachstum im ersten Halbjahr 2011/12 deutlich. Der Umsatz stieg um lediglich 1,8% auf 218,5 Mio EUR (Vorjahr 214,7 Mio EUR). Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit 108,2 Mio EUR sogar leicht unter Vorjahresniveau (Vorjahr 108,5 Mio EUR). Die verhaltene Nachfrage führte zu sinkenden Umsätzen mit elektronischen und magnetischen Vorschaltgeräten, während die Erweiterung des Produktportfolios um LED-Produkte und Lichtmanagementsysteme (Controls & Systems) einen Beitrag zur Stabilisierung der Umsatzentwicklung leisten konnte. Der Nachfragerückgang in Bezug auf magnetische Vorschaltgeräte wurde zudem durch die hohen Kupferpreise und die damit verbundenen Preiserhöhungen verstärkt. In diesem Zusammenhang wurde zur Anpassung der Kapazitäten beschlossen, einen Produktionsstandort für magnetische Vorschaltgeräte in Ulu Tiram, Malaysia, mit insgesamt 44 Mitarbeitern per Kalenderjahresende 2011 zu schließen.

Entwicklung Segmente in Mio EUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 Veränderung
in %
1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11 Veränderung
in %
Lighting Segment 252,7 228,7 10,5 488,8 440,3 11,0
Components Segment 108,2 108,5 -0,3 218,5 214,7 1,8
Überleitung -20,4 -20,5 - -40,5 -39,6 2,3
Zumtobel Gruppe 340,5 316,8 7,5 666,8 615,4 8,4

Gruppenumsatz plus 8,4%

Umsatzwachstum im Lighting Segment weiterhin solide

Verhaltene Nachfrage im Components Segment

Umsatz mit LED-Produkten zeigt dynamisches Wachstum

Im Bereich der LED-Technologie konnte die Zumtobel Gruppe auch im ersten Halbjahr 2011/12 das dynamische Wachstum weiter fortsetzen. Der Konzernumsatz mit LED-Produkten stieg im Berichtszeitraum um 96,6% auf 82,2 Mio EUR (Vorjahr 41,8 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit auf nunmehr 12,3% gegenüber 6,8% im ersten Halbjahr des Vorjahres. Im zweiten Quartal belief sich der LED-Umsatz auf 45,6 Mio EUR bei einem Wachstum von 101,3% im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem das Lighting Segment konnte mit einem innovativen LED-Produktportfolio von der stark steigenden Nachfrage nach LED-Beleuchtung profitieren, der LED-Segmentumsatz stieg um 139,2% auf 59,3 Mio EUR. Der LED-Umsatz im Components Segment stieg im ersten Halbjahr um 41,5% auf 26,9 Mio EUR.

Regionale Umsatzverteilung Q2 2011/12 1. HJ 2011/12
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
in % vom
Konzern
D/A/CH 96,8 16,6 184,0 17,8 27,6
Osteuropa 23,7 25,2 41,4 15,0 6,2
Nordeuropa 28,3 6,5 50,6 3,6 7,6
Westeuropa 93,9 5,3 190,6 6,4 28,6
Südeuropa 21,3 -12,5 48,0 -4,6 7,2
Europa 264,0 9,1 514,5 9,4 77,2
Asien 27,9 -3,5 59,6 7,7 8,9
Australien & Neuseeland 36,2 5,8 69,3 5,4 10,4
Amerika 9,8 15,0 18,5 4,5 2,8
Rest 2,6 -18,7 5,0 -21,5 0,8
Gesamt 340,5 7,5 666,8 8,4 100,0

D/A/CH-Region wächst in Europa am stärksten

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen im ersten Halbjahr 2011/12 verlief gemischt, der Aufwärtstrend der letzten Quartale hat sich insgesamt aber fortgesetzt. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa um 9,4% auf 514,5 Mio EUR (Vorjahr 470,4 Mio EUR). Regionaler Wachstumsmotor war auch im ersten Halbjahr 2011/12 die D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), die ein Umsatzplus von 17,8% verzeichnete, großteils unterstützt durch eine positive Performance der Marke Zumtobel. Damit wurde die D/A/CH-Region im zweiten Quartal erstmals zur umsatzstärksten Region der Zumtobel Gruppe. Osteuropa konnte nach einem eher verhaltenen ersten Quartal im zweiten Quartal stark zulegen (plus 25,2%) und somit ein Wachstum über das erste Halbjahr von 15,0% ausweisen. Die Nachfrage in Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island) entwickelt sich mit einem Umsatzplus von 3,6% nach wie vor moderat. Die Region Westeuropa (Großbritannien, Frankreich, Benelux) wuchs um 6,4%, deutlich unterstützt durch die Entwicklung im Lighting Segment, während das Komponentengeschäft durch eine sinkende Nachfrage vor allem in Großbritannien belastet war. In der Region Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland, Türkei) führte ein stark rückläufiges Komponentengeschäft zu einem Umsatzrückgang von 4,6%. Der relative Umsatzanteil Europas am Konzernumsatz ist im Berichtszeitraum mit 77,2% im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (Vorjahr 76,4%).

Moderates Wachstum in Asien und Amerika

In der Region Asien (umfasst im wesentlichen China, Hongkong, Singapur, Indien und den Mittleren Osten) stieg der Umsatz um 7,7% auf 59,6 Mio EUR (Vorjahr 55,3 Mio EUR). Die Region Amerika erreichte im ersten Halbjahr trotz einem nach wie vor schwachen Branchenumfeld ein Umsatzwachstum von 4,5%. Die Region Australien & Neuseeland verzeichnete im ersten Halbjahr 2011/12 ein Wachstum von 5,4%, unterstützt durch positive Währungseffekte.

Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr 2011/12

  • Bereinigtes EBIT sinkt von 48,5 Mio EUR auf 43,6 Mio EUR

  • Bruttoergebnismarge liegt bei 33,2% (Vorjahr 34,4%), vor allem belastet durch Components Segment

  • Starker Anstieg der Vertriebskosten und F&E-Ausgaben

  • Verbessertes Finanzergebnis

  • Periodenergebnis mit 34,3 Mio EUR um 13,5% unter Vorjahr

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 Veränderung
in %
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 340,5 316,8 7,5 666,8 615,4 8,4
Kosten der umgesetzten Leistungen -227,0 -205,0 10,7 -445,7 -403,9 10,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 113,5 111,8 1,5 221,1 211,5 4,6
in % vom Umsatz 33,3 35,3 33,2 34,4
SG&A Aufwendungen ohne
Sondereffekte
-88,2 -81,6 8,0 -177,5 -163,0 8,9
Bereinigtes EBIT 25,4 30,2 -16,0 43,6 48,5 -10,1
in % vom Umsatz 7,5 9,5 6,5 7,9
Sondereffekte 0,0 1,5 -100,0 0,0 3,2 -100,0
EBIT 25,4 31,7 -19,9 43,6 51,7 -15,6
in % vom Umsatz 7,5 10,0 6,5 8,4
Finanzergebnis -2,5 -2,4 3,4 -5,0 -5,9 -15,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 22,9 29,3 -21,8 38,6 45,8 -15,6
Ertragsteuern -2,0 -2,4 -14,3 -4,1 -3,9 3,2
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,3 -1,0 -70,0 -0,3 -2,3 -86,8
Periodenergebnis 20,6 26,0 -20,6 34,3 39,6 -13,5
Abschreibungen und Amortisierungen 13,1 11,9 9,8 25,8 21,5 19,6
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,48 0,60 -20,5 0,79 0,92 -13,9

Nachrichtlich: Das EBITDA (EBIT zzgl. Abschreibungen) im ersten Halbjahr 2011/12 betrug 69,4 Mio EUR.

Das um Sondereffekte bereinigte EBIT sank im ersten Halbjahr um 4,9 Mio EUR von 48,5 Mio EUR auf 43,6 Mio EUR. Damit fiel die bereinigte EBIT-Marge von 7,9% auf 6,5%. Dies ist zum Teil auf die geringere Bruttoergebnismarge, welche im Vergleich zum Vorjahr von 34,4% auf 33,2% sank, zurückzuführen. Trotz der Unterstützung aus einem höheren Umsatzvolumen im Lighting Segment wurde das Bruttoergebnis vor allem aus dem Components Segment durch die Unterauslastung der neu ausgebauten Produktionskapazitäten, das rückläufige Geschäft mit margenstarken elektronischen Vorschaltgeräten und den steigenden Preisdruck zusätzlich belastet. Die Profitabilität mit LED-Produkten ist in den Segmenten noch sehr unterschiedlich. Im Lighting Segment erreichen die LED-Produkte annähernd die Ertragskraft konventioneller Leuchten, während im Components Segment LED-Produkte aufgrund der fehlenden Absatzvolumina in Summe derzeit noch nicht profitabel sind. Darüber hinaus haben sich die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten um 18,6% von 21,3 Mio EUR auf 25,2 Mio EUR erhöht. Diese Entwicklung reflektiert den technologischen Wandel sowie den konsequenten Fokus der Zumtobel Gruppe auf das Thema Innovation und Neuproduktentwicklung.

Aufgrund der mittelfristigen Wachstumsperspektiven investiert die Zumtobel Gruppe deutlich in den Ausbau der Vertriebsstrukturen. Entsprechend erhöhten sich die Vertriebskosten im ersten Halbjahr von 146,6 Mio EUR im Vorjahr auf 161,3 Mio EUR, vor allem im Zusammenhang mit dem Ausbau der Vertriebsmannschaft. So wurden gegenüber dem 31. Oktober 2010 112 zusätzliche Vertriebsmitarbeiter

Entwicklungsaufwand deutlich gestiegen

Fokus auf Ausbau der Vertriebsaktivitäten

eingestellt. Die Verwaltungskosten lagen trotz einer Tariflohnerhöhung mit 18,5 Mio EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr 18,5 Mio EUR). Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte in Höhe von 2,3 Mio EUR (Vorjahr 2,1 Mio EUR) beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 wurden keine Sondereffekte verbucht. Die Sondereffekte im ersten Halbjahr des Vorjahres beliefen sich auf 3,2 Mio EUR (auf detaillierte Ausführungen im Konzernzwischenabschluss wird verwiesen).

Zur Darstellung des operativen Ergebnisses wurde das EBIT um Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 Veränderung
in %
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 25,4 31,7 -19,9 43,6 51,7 -15,6
davon Sondereffekte 0,0 1,5 -100,0 0,0 3,2 -100,0
Bereinigtes EBIT 25,4 30,2 -16,0 43,6 48,5 -10,1
in % vom Umsatz 7,5 9,5 6,5 7,9

Verbessertes Finanzergebnis Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio EUR auf minus 5,0 Mio EUR. Der Zinsaufwand beinhaltet im wesentlichen Zinsen für den Konsortialkreditvertrag und ist aufgrund einer höheren Nettoverschuldung von 4,6 Mio EUR auf 5,4 Mio EUR gestiegen. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betrugen plus 0,1 Mio EUR (Vorjahr minus 1,8 Mio EUR) und beinhalteten vor allem das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften zu den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Finanzergebnis in Mio EUR Q2
2011/12
Q2
2010/11
Veränderung
in %
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Veränderung
in %
Zinsaufwand -2,6 -2,4 8,1 -5,4 -4,6 16,2
Zinsertrag 0,2 0,3 -31,3 0,5 0,6 -6,2
Zinssaldo -2,5 -2,2 12,8 -4,9 -4,1 19,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und
Erträge
0,1 -0,1 >100 0,1 -1,8 >100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
-0,1 -0,1 -44,8 -0,2 0,0 <-100
Finanzergebnis -2,5 -2,4 3,4 -5,0 -5,9 -15,5

Periodenergebnis 13,5% unter Vorjahr

Das Vorsteuerergebnis belief sich im ersten Halbjahr auf 38,6 Mio EUR nach 45,8 Mio EUR im Vorjahr. Darauf fielen Ertragsteuern in Höhe von 4,1 Mio EUR an (Vorjahr 3,9 Mio EUR). Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen bezieht sich auf den im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 aufgegebenen Bereich der Eventbeleuchtung (Space Cannon VH SRL). Einmalig fielen im zweiten Quartal 2011/12 im Rahmen des Reorganisationsverfahrens für Space Cannon Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio EUR an. Das Periodenergebnis sank von 39,6 Mio EUR im Vorjahr auf 34,3 Mio EUR. Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt sich somit ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio Aktien) von 0,79 EUR (Vorjahr 0,92 EUR).

Cashflow und Vermögenslage

  • Working Capital-Bedarf liegt deutlich über Vorjahr

  • Anlageinvestitionen erhöhen sich auf 25,9 Mio EUR (Vorjahr 22,3 Mio EUR)

  • Free Cashflow auf Vorjahresniveau

  • Weiterhin solide Bilanzstruktur

Zum 31. Oktober 2011 betrug der Working Capital-Bestand 279,8 Mio EUR (Vorjahr 231,4 Mio EUR). Das Working Capital im ersten Halbjahr 2011/12 lag durch das gestiegene Geschäftsvolumen im Lighting Segment und höhere Vorratsbestände, die vor allem im Components Segment überproportional zum Umsatz gestiegen sind, deutlich über dem Vorjahreswert. Die schwächer als erwartete Entwicklung im Components Segment im ersten Halbjahr hatte zur Folge, dass Vorräte nicht im erforderlichen Maße abgebaut werden konnten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres erhöhte sich der Working Capital-Bedarf von 19,9% auf 21,9% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes. Im Verhältnis zum annualisierten Quartalsumsatz beträgt der Working Capital-Bedarf 20,5%. Damit konnte gegenüber dem ersten Quartal zwar eine leichte Verbesserung erzielt werden, das Working Capital befindet sich aber immer noch über dem vom Konzern definierten Zielkorridor von 18% bis 20%. Aus dem Aufbau von Working Capital entstand ein Mittelabfluss in Höhe von minus 48,3 Mio EUR (Vorjahr minus 56,2 Mio EUR). Das Factoring reduzierte sich zum Abschlussstichtag von 47,1 Mio EUR auf 41,0 Mio EUR. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft lag mit 2,5 Mio EUR geringfügig unter dem Vorjahreswert von 4,0 Mio EUR. Dies ist unter anderem auf die vereinnahmten/bezahlten Steuern zurückzuführen, die im vergangenen Jahr aufgrund einer Rückerstattung von Steuervorauszahlungen in Deutschland einen Mittelzufluss darstellten.

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Im ersten Halbjahr 2011/12 wurden 25,9 Mio EUR in Anlagevermögen investiert (Vorjahr 22,3 Mio EUR). Anlageinvestitionen umfassen Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Entwicklungskosten (5,7 Mio EUR). Die Erweiterungsinvestitionen betreffen im Wesentlichen neue Produktionsanlagen in den Leuchtenwerken Dornbirn (Österreich), Lemgo (Deutschland) und Les Andelys (Frankreich) und Anlagen für LED-Module in Jennersdorf (Österreich). Dies führte zu einem negativen Free Cashflow, der mit minus 21,6 Mio EUR leicht unter dem Vorjahreswert von minus 19,6 Mio EUR lag.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 16,2 Mio EUR (Vorjahr minus 1,6 Mio EUR) beinhaltet hauptsächlich die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel AG in Höhe von 21,6 Mio EUR (Vorjahr 6,4 Mio EUR) sowie die Erhöhung der Inanspruchnahme des Konsortialkreditvertrages. Zum 31. Oktober 2011 waren vom maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR insgesamt 231 Mio EUR beansprucht.

Free Cashflow bei minus 21,6 Mio EUR

Dividendenzahlung von 0,50 EUR je Aktie

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 31. Oktober 2011 30. April 2011
Bilanzsumme 1.065,6 1.020,5
Nettoverbindlichkeiten 188,6 141,3
Schuldendeckungsgrad 1,53 1,11
Eigenkapital 396,7 378,7
Eigenkapitalquote in % 37,2 37,1
Verschuldungsgrad in % 47,5 37,3
Investitionen 25,9 22,3
Working Capital 279,8 228,8
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 21,9 18,6

Solide Bilanzstruktur

Die Eigenkapitalquote zum 31. Oktober 2011 lag mit 37,2% leicht über dem Wert des Bilanzstichtages (37,1% per 30. April 2011). Die Nettoverbindlichkeiten stiegen um 47,3 Mio EUR auf 188,6 Mio EUR, so dass sich der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – gegenüber dem Bilanzstichtag am 30. April 2011 von 37,3% auf 47,5% erhöhte.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12

Risikomanagement
zum frühzeitigen
Erkennen von
Chancen und Risiken
In der Zumtobel Gruppe wird ein angemessenes Risikomanagementsystem als ein wesentlicher Beitrag zum
Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition gesehen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen
systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete
Maßnahmen auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.
Risiken aus
Konjunktur
entwicklung
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe im zweiten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2011/12 beziehen sich auf die unsichere konjunkturelle Entwicklung der wichtigsten
Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine Konjunkturkrise könnte dazu führen, dass sich der
Auftragseingang der Zumtobel Gruppe deutlich abschwächt und bestehende Aufträge verzögert oder
storniert werden. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet
durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Die
höheren Strukturkosten aus dem Ausbau der Vertriebs- und der F&E-Aktivitäten im Rahmen der
langfristigen Wachstumsstrategie würden bei rückläufigen Umsätzen die Profitabilität zusätzlich belasten. Der
derzeitig hohe Working Capital-Bestand birgt das Risiko von Wertberichtigungen.
Liquiditätsrisiko
gering
Die Zumtobel Gruppe hat zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit im November 2011 einen
neuen Konsortialkreditvertrag mit einem maximal ausnutzbaren Rahmen von 500 Mio EUR und einer
fünfjährigen Laufzeit abgeschlossen. Dieser Vertrag löst den zuvor gültigen Vertrag aus dem Jahr 2008 über
480 Mio EUR vorzeitig ab und dient der Absicherung des mittelfristigen Kapitalbedarfs des Unternehmens.
Die Finanzierung ist unverändert an die Einhaltung folgender Financial Covenants gebunden: Der Schulden
deckungsgrad muss unter 3,5 liegen und die Eigenkapitalquote muss größer als 25% sein. Zum 31. Oktober
2011 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,53 und einer
Eigenkapitalquote von 37,2% vollumfänglich eingehalten.
Zinsänderungsrisiko Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das hieraus resultierende
Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für
ein Absicherungsvolumen von insgesamt 102 Mio EUR abgeschlossen, also rund 45% des derzeit
aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten
gestaffelt (längstens bis Juni 2017) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in

Fixzinszahlungen bzw. nach oben begrenzte Zinszahlungen (Cap) von maximal 3,34% (Swap-Satz exklusive Finanzierungsmarge).

Die für die Zumtobel Gruppe ergebnisrelevanten Währungsrisiken bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Zur Währungsabsicherung des Transaktionsrisikos werden hauptsächlich Devisenterminkontrakte eingesetzt. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Absicherungsbestand, das Fremdwährungs-Exposure wird dadurch geglättet. Translationsrisiken werden nicht abgesichert. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, CHF und AUD. Im Vergleich zum Vorjahr ist im zweiten Halbjahr 2011/12 aus heutiger Sicht kein negativer Transaktionseffekt zu erwarten.

Bezüglich weiterer möglicher Risiken sowie dem Aufbau des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe wird auf die Ausführungen des Geschäftsberichts 2011/12 verwiesen. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

Fortgesetzte Zukunftsinvestitionen trotz verschlechterter Geschäftsaussichten

Im Verlauf des vergangenen Quartals haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtert. Zwar sehen wir im Lighting Segment weiterhin eine gute Geschäftsaktivität, im Components Segment hingegen gehen wir aus heutiger Sicht nicht mehr davon aus, dass die notwendige Wachstumsdynamik in den kommenden sechs Monaten wieder aufgenommen wird. Vor diesem Hintergrund können wir unsere bisherige Guidance für das Geschäftsjahr 2011/12, welche ein Konzernumsatzwachstum von plus ca. 10% und eine bereinigte EBIT-Marge von leicht über 6,4% vorsah, nicht mehr bestätigen. Wir erwarten, vor allem belastet durch das Components Segment, ein Umsatzwachstum von deutlich unter 10% und einen Rückgang der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der makroökonomischen Entwicklungen und der damit verbundenen Unsicherheiten in der Absatz- und Auslastungssituation können wir derzeit aber keine genaue Aussage zur erwarteten EBIT-Marge für das Gesamtgeschäftsjahr machen. Trotz der verschlechterten Geschäftsaussichten werden wir weiterhin in die Umsetzung unserer globalen Wachstumsstrategie investieren.

Dornbirn, 6. Dezember 2011

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Währungsänderungsrisiko

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Q2
2011/12
Q2*
2010/11
Verände
rung in %
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Verände
rung in %
Umsatzerlöse 340.499 316.791 7,5 666.829 615.437 8,4
Kosten der umgesetzten Leistungen -226.952 -204.976 10,7 -445.692 -403.939 10,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 113.547 111.815 1,5 221.137 211.498 4,6
in % vom Umsatz 33,3 35,3 33,2 34,4
Vertriebskosten -80.575 -73.394 9,8 -161.297 -146.576 10,0
Verwaltungskosten -8.908 -9.048 -1,6 -18.472 -18.543 -0,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.330 2.334 -43,0 2.252 5.321 -57,7
davon Sondereffekte 0 1.485 -100,0 0 3.201 -100,0
Betriebsergebnis 25.394 31.707 -19,9 43.620 51.700 -15,6
in % vom Umsatz 7,5 10,0 6,5 8,4
Zinsaufwand -2.632 -2.435 8,1 -5.397 -4.644 16,2
Zinsertrag 177 258 -31,3 525 560 -6,2
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 73 -69 >100 127 -1.797 >100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -69 -124 -44,8 -239 -16 >100
Finanzergebnis -2.451 -2.370 3,4 -4.984 -5.897 -15,5
in % vom Umsatz -0,7 -0,7 -0,7 -1,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 22.943 29.337 -21,8 38.636 45.803 -15,6
Ertragsteuern -2.024 -2.362 -14,3 -4.060 -3.933 3,2
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 20.919 26.975 -22,5 34.576 41.870 -17,4
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -298 -992 -70,0 -298 -2.258 -86,8
Periodenergebnis 20.621 25.983 -20,6 34.278 39.612 -13,5
in % vom Umsatz 6,1 8,2 5,1 6,4
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar -74 133 <-100 53 179 0,0
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 20.695 25.850 -19,9 34.225 39.433 0,0
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.104 42.788 43.095 42.766
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1000 Stk.) 39 78 39 78
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.143 42.866 43.134 42.844
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,48 0,60 0,79 0,92
Ergebnis je Aktie verwässert 0,48 0,60 0,79 0,92
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,49 0,63 0,80 0,98
Ergebnis je Aktie verwässert 0,48 0,63 0,80 0,98
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,01 -0,02 -0,01 -0,05
Ergebnis je Aktie verwässert -0,01 -0,02 -0,01 -0,05

* Im zweiten Quartal des Vorjahres erfolgte die Klassifizierung des Bereichs der Eventbeleuchtung als aufgegebener Bereich gemäß IFRS 5. Die entsprechende Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte kumuliert zur Gänze im zweiten Quartal des Vorjahres. Im laufenden Geschäftsjahr wurde der Umgliederungseffekt auf das erste und zweite Vorjahresquartal aufgeteilt, wodurch sich die Vergleichszahlen des zweiten Quartals des Vorjahres unwesentlich geändert haben. Die kumulierten Halbjahreszahlen der Vergleichsperiode sind jedoch unverändert.

Gesamtergebnisrechnung

Q2 2011/12 Q2 2010/11 Veränderung 1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11 Veränderung
in TEUR in % in %
Periodenergebnis 20.621 25.983 -20,6 34.278 39.612 -13,5
Währungsdifferenzen -3.699 -3.220 14,9 7.640 -1.565 >100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.067 -718 >100 -567 -21 <-100
Hedge Accounting -1.064 -171 >100 -1.799 -159 <-100
Steuern 266 43 >100 450 40 >100
davon Hedge Accounting 266 43 >100 0 40 -100,0
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -2.430 -4.066 -40,2 5.724 -1.705 >100
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar 63 -195 >100 184 -116 >100
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar -2.493 -3.871 -35,6 5.540 -1.589 >100
Gesamtergebnis 18.191 21.917 -17,0 40.002 37.907 5,5
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar -12 -62 -80,4 237 63 >100
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar 18.203 21.979 -17,2 39.765 37.844 5,1

Bilanz

in TEUR 31. Oktober 2011 in % 30. April 2011 in %
Firmenwerte 186.570 17,5 183.869 18,0
Übrige immaterielle Vermögenswerte 51.242 4,8 50.818 5,0
Sachanlagen 235.649 22,1 233.843 22,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4.746 0,4 4.889 0,5
Finanzielle Vermögenswerte 6.276 0,6 5.749 0,6
Übrige Vermögenswerte 4.124 0,4 4.137 0,4
Latente Steuern 34.574 3,2 34.151 3,3
Langfristiges Vermögen 523.181 49,0 517.456 50,7
Vorräte 202.422 19,0 190.341 18,7
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 225.018 21,1 186.549 18,3
Finanzielle Vermögenswerte 13.258 1,2 15.051 1,5
Übrige Vermögenswerte 23.331 2,2 24.834 2,4
Liquide Mittel 78.406 7,4 86.255 8,5
Kurzfristiges Vermögen 542.435 50,9 503.030 49,3
VERMÖGEN 1.065.616 100,0 1.020.486 100,0
Grundkapital 108.750 10,2 108.750 10,7
Kapitalrücklagen 334.989 31,4 335.387 32,9
Gewinnrücklagen -84.263 -7,9 -119.818 -11,7
Periodenergebnis 34.225 3,2 51.025 5,0
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 393.701 36,9 375.344 36,8
Kapital der Minderheitengesellschafter 2.988 0,3 3.308 0,3
Eigenkapital 396.689 37,2 378.652 37,1
Rückstellungen für Pensionen 55.066 5,1 57.390 5,6
Rückstellungen für Abfertigungen 34.086 3,2 33.297 3,3
Sonstige Personalrückstellungen gemäß IAS 19 12.811 1,2 12.332 1,2
Übrige Rückstellungen 744 0,1 719 0,1
Finanzschulden 257.606 24,2 212.507 20,8
Übrige Verbindlichkeiten 5 0,0 4 0,0
Latente Steuern 11.851 1,1 11.627 1,1
Langfristige Schulden 372.169 34,9 327.876 32,1
Rückstellungen für Ertragsteuern 22.536 2,1 22.381 2,2
Übrige Rückstellungen 23.692 2,2 25.141 2,5
Finanzschulden 12.527 1,2 17.301 1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 128.448 12,1 140.742 13,8
Übrige Verbindlichkeiten 109.555 10,3 108.393 10,6
Kurzfristige Schulden 296.758 27,9 313.958 30,8
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.065.616 100,0 1.020.486 100,0

Kapitalflussrechnung

in TEUR 1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 43.322 49.442
Abschreibungen und Amortisierungen 25.771 21.542
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 130 -17
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 273 -2.122
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 69.496 68.845
Vorräte -9.344 -20.597
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -39.606 -33.035
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -11.198 -5.735
Erhaltene Anzahlungen 11.839 3.132
Veränderung des Working Capital -48.309 -56.235
Langfristige Rückstellungen -3.201 -3.132
Kurzfristige Rückstellungen -1.938 -2.684
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -9.518 -4.557
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -14.657 -10.373
Bezahlte/Vereinnahmte Steuern -3.982 1.759
Cashflow aus dem operativen Geschäft 2.548 3.996
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 92 492
Auszahlungen für Anlagenzugänge -25.938 -22.257
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 1.745 -1.764
Veränderung liquider Mittel durch Erwerb von Minderheitenanteilen 0 -100
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24.101 -23.629
FREIER CASHFLOW -21.553 -19.633
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden 42.615 7.606
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 80 -7
Dividenden -22.109 -6.574
Ausübung Optionen -398 474
Bezahlte Zinsen -4.507 -3.709
Vereinnahmte Zinsen 621 557
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.222 -1.646
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 1.778 -192
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -3.553 -21.471
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 70.757 84.698
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 67.204 63.227
Veränderung -3.553 -21.471

Eigenkapitalveränderungsrechnung

1. Halbjahr 2011/12

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Perio
dener
gebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2011 108.750 335.387 -25.749 -51.096 -1.441 18.418 -59.950 51.025 375.344 3.308 378.652
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen 0 0 51.025 0 0 0 0 -51.025 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 6.889 -1.349 0 0 34.225 39.765 237 40.002
+/- Aktienoptionen – Ausübungen 0 -398 0 0 0 0 0 0 -398 0 -398
+/- Aktienoptionen –
Dotierung/Auflösung 0 0 0 0 0 542 0 0 542 0 542
+/- Dividenden 0 0 -21.552 0 0 0 0 0 -21.552 -557 -22.109
31. Oktober 2011 108.750 334.989 3.724 -44.207 -2.790 18.960 -59.950 34.225 393.701 2.988 396.689

1. Halbjahr 2010/11

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2010* 108.750 334.597 52.105* -48.737* -2.594 17.270 -54.858 -69.945 336.588 3.825 340.413*
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen*
0 0 -69.945 0 0 0 0 69.945 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -1.470 -119 0 0 39.433 37.844 63 37.907
+/- Aktienoptionen – Ausübungen 0 474 0 0 0 0 0 0 474 0 474
+/- Aktienoptionen –
Dotierung/Auflösung
0 0 0 0 0 505 0 0 505 0 505
+/- Dividenden 0 0 -6.418 0 0 0 0 0 -6.418 -156 -6.574
+/- Minderheitenanteil
Kapitalerhöhung
0 0 0 0 0 0 0 0 0 142 142
+/- Erwerb von
Minderheitenanteilen
0 0 -155 0 0 0 0 0 -155 55 -100
31. Oktober 2010 108.750 335.071 -24.413 -50.207 -2.713 17.775 -54.858 39.433 368.838 3.929 372.767

In der Bilanz sind unter der Position Gewinnrücklagen neben den sonstigen Gewinnrücklagen die Währungsrücklage, die Rücklage für Hedge Accounting, die Rücklage für Aktienoptionen und die Rücklage für IAS 19 enthalten.

* Bezüglich der Anfangsbestände der Eigenkapitalüberleitung per 30. April 2010 sowie der Einstellungen in die Gewinnrücklagen im 1. Halbjahr 2010/11 verweisen wir auf die Ausführungen im Jahresfinanzbericht 2010/11.

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2011 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, welches die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS/IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Seit dem Konzernabschluss zum 30. April 2011 wurden keine neuen IFRS bzw. IFRIC veröffentlicht oder von der Europäischen Union übernommen, welche von wesentlicher Bedeutung für die Zumtobel Gruppe sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Oktober 2011 sind grundsätzlich unverändert geblieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf den Konzernabschluss zum 30. April 2011 verwiesen. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Währungsumrechnung

Die wichtigsten Währungen für die Umrechnung der Tochtergesellschaften in EUR stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn- und
Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 31. Oktober 2011 31. Oktober 2010 31. Oktober 2011 30. April 2011
AUD 1,3484 1,4293 1,3225 1,3560
CHF 1,1976 1,3545 1,2191 1,2867
USD 1,4141 1,2909 1,4001 1,4860
SEK 9,1030 9,4375 9,0090 8,9140
GBP 0,8781 0,8430 0,8731 0,8917

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss fließen alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen ein, die von der Zumtobel AG kontrolliert werden. Die Veränderung des Konsolidierungskreises stellt sich für die Zwischenperiode wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll at equity Summe
30. April 2011 94 6 100
Im Berichtszeitraum liquidiert -1 0 -1
31. Oktober 2011 93 6 99

Die Gesellschaft Zumtobel Residential Lighting srl wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 liquidiert.

Die Mehrheitseigentümer der z-werkzeugbau gmbh haben im dritten Quartal 2009/10 die Option auf die restlichen 30% der Gesellschaft ausgeübt. Die Übertragung der Anteile ist noch nicht erfolgt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zur Vorperiode.

Saisonalität

Saisonal bedingt sind die beiden ersten Quartale des Geschäftsjahres umsatzstärker als das zweite Halbjahr; dabei liegt insbesondere das dritte Quartal wesentlich unter dem Durchschnitt. Diese Verteilung resultiert aus der Abhängigkeit des Konzerns von der Entwicklung der Bautätigkeit und deren saisonaler Verteilung über den Jahresverlauf. Durch die Markterholung im spätzyklischen Leuchtengeschäft im Geschäftsjahr 2010/11 waren die zyklischen Schwankungen im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger stark ausgeprägt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres 2011/12 stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4% auf TEUR 666.829. Vor allem das Lighting Segment konnte ein deutliches Umsatzwachstum von 11,0% verzeichnen.

Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

1. Halbjahr 2011/12

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -291.986 -2.003 -33 1 -294.021
Personalaufwand -111.283 -85.091 -13.790 -5 -210.169
Abschreibungen -22.328 -2.993 -450 0 -25.771
Sonstiger Aufwand -33.785 -68.493 -6.387 -179 -108.844
Aktivierte Eigenleistungen 6.159 20 0 0 6.179
Interne Verrechnung 3.833 -5.798 1.965 0 0
Summe Aufwände -449.390 -164.358 -18.695 -183 -632.626
Sonstige Erträge 3.698 3.061 223 2.435 9.417
Summe -445.692 -161.297 -18.472 2.252 -623.209

1. Halbjahr 2010/11

Kosten der Vertriebs Verwaltungs Sonstiges Summe
umgesetzten kosten kosten betriebliches
in TEUR Leistungen Ergebnis
Materialaufwand -258.738 -2.397 -23 20 -261.138
Personalaufwand -101.908 -76.863 -13.635 -1.875 -194.281
Abschreibungen -20.567 -2.620 -379 2.024 -21.542
Sonstiger Aufwand -35.794 -62.286 -7.470 3.009 -102.541
Aktivierte Eigenleistungen 7.263 307 17 0 7.587
Interne Verrechnung 2.852 -5.615 2.783 -20 0
Summe Aufwände -406.892 -149.474 -18.707 3.158 -571.915
Sonstige Erträge 2.953 2.898 164 2.163 8.178
Summe -403.939 -146.576 -18.543 5.321 -563.737

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 25.227 (VJ TEUR 21.265) enthalten. In der Periode wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.691 (VJ TEUR 6.837) aktiviert, die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 5.594 (VJ TEUR 4.276).

Die aktivierten Eigenleistungen in den Vertriebskosten des Vorjahres betreffen zur Gänze die Sanierung des Lichtforums in Deutschland, jene in den Verwaltungskosten die Erneuerung der Beleuchtung in einem Verwaltungsgebäude.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11
Förderungen der öffentlichen Hand 457 79 784 186
Lizenzeinnahmen 991 726 1.658 1.938
Sondereffekte 0 1.485 0 3.201
Zuschreibungen zu Anlagevermögen 0 52 0 2.024
Restrukturierungen 0 -1.659 0 -1.920
Rechtsstreitigkeiten 0 3.092 0 3.097
Sonstiges -118 44 -190 -4
Summe 1.330 2.334 2.252 5.321

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im ersten Halbjahr des Vorjahres, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 betreffen, wie im ersten Halbjahr des Vorjahres, Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Die im ersten Quartal des Vorjahres unter den Sondereffekten ausgewiesene Zuschreibung zu Anlagevermögen betraf eine Zuschreibung zu einem Gebäude in Höhe von TEUR 1.972, da der Grund für die im Geschäftsjahr 2008/09 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung weggefallen war. Ferner wurden im ersten Halbjahr des Vorjahres Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Umzug eines Vertriebsbüros ausgewiesen.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 ist es aufgrund einer außergerichtlichen Einigung zur Auflösung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 3.092 gekommmen.

Die Zeile "Sonstiges" beinhaltet den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten.

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR Q2
2011/12
Q2
2010/11
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -1.005 -869 -2.009 -1.736
Fremdwährungsergebnis -534 -2.505 -511 -1.290
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 1.612 3.305 2.647 1.229
Summe 73 -69 127 -1.797

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Im zweiten Quartal des Vorjahres wirkte sich vor allem die Veränderung der Wechselkurse der Hauptwährungen (GBP, USD, AUD und CHF) negativ auf das Fremdwährungsergebnis aus.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR Q2
2011/12
Q2
2010/11
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Laufende Steuern -1.167 -1.672 -3.666 -3.642
davon laufendes Jahr -1.414 -1.714 -3.829 -3.659
davon vergangene Jahre 247 42 163 17
Latente Steuern -857 -690 -394 -291
Ertragsteuern -2.024 -2.362 -4.060 -3.933

Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft nachträglich abzugrenzende Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Vorjahres aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Auch das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis dieser Position resultiert aus der Aufgabe dieses Bereichs.

Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt durch Division des Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zum Zwischenabschlussstichtag.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie basiert auf der Annahme der Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm (SOP/MSP). Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mitberücksichtigt.

1. Halbjahr 2011/12

in 1000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2011 42.821 42.821
Aktienoptionen – Ausübungen 283 274
31. Oktober 2011 43.104 43.095

Geschäftsjahr 2010/11

in 1000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2010 42.725 42.725
Aktienoptionen – Ausübungen 63 41
31. Oktober 2010 42.788 42.766
Aktienoptionen – Ausübungen 33 21
30. April 2011 42.821 42.787

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Währungsdifferenzen

Bei den Währungsdifferenzen handelt es sich um Effekte aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften sowie Effekte resultierend aus der währungsbedingten Anpassung der Firmenwerte durch die Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen").

Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen resultieren aus langfristigen Darlehen in SEK und GBP, die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb zu qualifizieren sind und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner werden unter dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen.

Steuern

In dieser Position sind ausschließlich latente Steuern im Zusammenhang mit Hedge Accounting ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zum Bilanzstichtag 30. April 2011.

Firmenwerte

Durch die Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") ergibt sich im Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR 2.701 (VJ TEUR -367). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Geschäftsbereiches "Lighting Segment" zugeordnet.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte resultierend aus Entwicklungsprojekten.

Sachanlagen

Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in verschiedenen Produktionsstandorten sowie der Währungsumrechnung der Sachanlagen zum Stichtagskurs.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

In dieser Position ist im Wesentlichen der langfristige Teil der Forderung aus dem Verkauf der alten Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008 enthalten.

Übrige langfristige Vermögenswerte

Diese Position betrifft im Wesentlichen aktivierte Rückdeckungsversicherungen zur Erfüllung von Pensionszusagen.

Vorräte

Mit einem Lieferanten besteht eine außerbilanzielle Abnahmeverpflichtung für den Kauf von LED-Modulen in Höhe von TUSD 10.259, welche bis zum 28. Februar 2012 eingelöst werden muss.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist vor allem eine Folge der Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres im Lighting Segment.

Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Forderungen gegenüber externen Betriebspensionskassenträgern in der Schweiz.

Rückstellungen für Pensionen

Die Reduktion der Rückstellungen für Pensionen basiert auf Pensionsauszahlungen, welche im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 durchgeführt wurden, sowie auf Einzahlungen in die Pensionspläne in Großbritannien.

Langfristige Finanzschulden

Der Anstieg der langfristigen Finanzschulden resultiert vor allem aus der Erhöhung der Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages von TEUR 186.000 auf TEUR 231.000 im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12.

Übrige kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der Position resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch von Rückstellungen für Restrukturierungen, welche in Vorperioden gebildet worden sind, sowie aus der Auflösung und dem Verbrauch von Rückstellungen für Garantien für individuelle Schadensfälle.

Kurzfristige Finanzschulden

Die Veränderung der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der verringerten Ausnutzung kurzfristiger Betriebsmittel-Kreditlinien.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzposition.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Betriebsergebnis um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt.

Die im Eigenkapital erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Die Position "Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen" beinhaltet Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Vorjahres aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag unter dieser Cashflow-Position betrifft ebenfalls Effekte aus der Aufgabe dieses Bereichs.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 1.448 auf TEUR 2.548. Gegen den verbesserten Cashflow aus der Veränderung der Working Capital-Positionen wirkten gegenläufige Cashflow-Effekte aus der Veränderung der übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Ferner führten auch erhöhte Ertragsteuerzahlungen zu einem unter dem Vorjahreszeitraum liegenden Cashflow aus dem operativen Geschäft. Der im Vorjahr ausgewiesene positive Betrag aus der Position "Bezahlte/Vereinnahmte Steuern" resultiert aus der Rückerstattung von Steuervorauszahlungen in Deutschland.

Die Veränderung der übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist nahezu unverändert zum Vorjahreszeitraum und liegt um TEUR 472 über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der wesentlichste Teil der Auszahlungen für Anlagenzugänge wurde für Investitionen in verschiedenen Produktionsstandorten der Gruppe getätigt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr von minus TEUR 1.645 auf TEUR 16.223, was hauptsächlich auf die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel AG und die erhöhte Inanspruchnahme des ausnützbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages zurückzuführen ist.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 31. Oktober 2011 30. April 2011 31. Oktober 2010
Liquide Mittel 78.406 86.255 78.857
nicht frei verfügbar -208 -269 -9
Kontokorrent-Kredite -10.994 -15.229 -15.621
Finanzmittelfonds 67.204 70.757 63.227

Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Dividende

In der Hauptversammlung am 22. Juli 2011 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Aktie beschlossen. Am 29. Juli 2011 wurden TEUR 21.552 an die Aktionäre der Zumtobel AG ausgeschüttet.

Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in EUR berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK und GBP, welche gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind, sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accountings ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Aktienprogramm und Aktienrückkauf

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30. April 2011 1.539.211
Ausübungen bis 30. April 2011 -860.658
30. April 2011 678.553
Ausübungen bzw. Ausgabe von eigenen Aktien -282.971
31. Oktober 2011 395.582

Im ersten Halbjahr 2011/12 wurden 22.047 Stk. Aktienoptionen aus dem "Stock Option Program" (SOP) ausgeübt (VJ 63.320 Stk.). Aus dem "Matching Stock Program" (MSP) wurden 260.924 Stk. Aktien an die teilnehmenden Mitarbeiter ohne Veräußerungspreis ausgegeben.

Rücklage Aktienoptionen

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2011 15.985 2.433 18.418
Erfolgswirksame Zuführung 0 542 542
31. Oktober 2011 15.985 2.975 18.960

Das "Stock Option Program" (SOP) wurde 2008 durch das Matching Stock Program (MSP) abgelöst. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr.

Die erfolgswirksame Zuführung des MSP erfolgt über zwei Jahre. Im ersten Halbjahr 2011/12 wurden planmäßig TEUR 542 (VJ TEUR 505) zugeführt.

Segmentberichterstattung

Für Zumtobel stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Zumtobel Gruppe berichtet auf Basis des aggregierten Geschäftsbereichs "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie des Geschäftsbereichs "Components Segment" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu markt-üblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den in IFRS 8 geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftsbereichen das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftsbereichen zuordenbares Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

2. Quartal

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2009/10
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2009/10
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2009/10
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2009/10
Nettoumsätze 252.723 228.743 217.933 108.215 108.514 92.763 -20.439 -20.466 -18.629 340.499 316.791 292.067
Außenerlöse 252.444 228.533 217.347 88.003 88.050 74.593 52 208 127 340.499 316.791 292.067
Innenerlöse 279 210 586 20.212 20.464 18.170 -20.491 -20.674 -18.756 0 0 0
Betriebsergebnis 19.267 18.089 10.327 8.740 15.491 12.602 -2.613 -1.877 -1.858 25.394 31.703 21.071
Investitionen 6.281 5.384 7.200 4.469 6.562 1.954 276 191 184 11.026 12.137 9.338
Abschreibungen -8.094 -6.989 -6.570 -4.564 -4.578 -4.341 -412 -340 -319 -13.070 -11.907 -11.230

1. Halbjahr

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2009/10
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2009/10
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2009/10
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2009/10
Nettoumsätze 488.801 440.297 424.864 218.504 214.719 180.611 -40.476 -39.579 -35.379 666.829 615.437 570.096
Außenerlöse 488.392 439.889 424.027 178.258 175.233 145.825 179 315 244 666.829 615.437 570.096
Innenerlöse 409 408 837 40.246 39.486 34.786 -40.655 -39.894 -35.623 0 0 0
Betriebsergebnis 30.018 28.733 17.366 19.421 28.675 27.936 -5.819 -5.708 -4.600 43.620 51.700 40.702
Investitionen 14.540 11.108 12.735 9.714 10.738 4.151 1.684 617 221 25.938 22.463 17.107
Abschreibungen -15.927 -11.711 -12.968 -9.048 -9.171 -8.358 -796 -660 -618 -25.771 -21.542 -21.944
in TEUR 31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April
2011 2011 2010* 2011 2011 2010 2011 2011 2010* 2011 2011 2010*
Vermögen 666.789 624.458 600.905 255.120 247.232 210.648 143.707 148.796 161.284 1.065.616 1.020.486 972.837

* Bezüglich der Vermögensbestände per 30. April 2010 verweisen wir auf die Ausführungen zur Anpassung der Vorjahreszahlen im Jahresfinanzbericht 2010/11.

31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April 31. Okt. 30. April 30. April
2011 2011 2010 2011 2011 2010 2011 2011 2010 2011 2011 2010
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
5.442 5.322 5.155 2.280 2.368 2.048 127 124 126 7.849 7.814 7.329

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Gruppe beschäftigten Leiharbeiter.

Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR Q2 2011/12 Q2 2010/11 1. HJ 2011/12 1. HJ 2010/11
Konzernobergesellschaften -3.117 -2.012 -6.670 -5.968
Konzernbuchungen 504 135 851 260
Betriebsergebnis -2.613 -1.877 -5.819 -5.708

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

Mit keinem externen Kunden werden Umsatzerlöse von mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse erzielt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2011 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Für diverse Haftungen bestehen Bankgarantien in Höhe von TEUR 7.599 (30. April 2011 TEUR 9.492).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Um die mittelfristige Liquidität sicherzustellen, hat die Zumtobel Gruppe im November 2011 ihren bestehenden Kreditvertrag, der 2013 fällig geworden wäre, freiwillig vorzeitig refinanziert. Der neue Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem maximal ausnutzbaren Rahmen von 500 Mio EUR wurde mit einem Syndikat bestehend aus sieben Banken abgeschlossen. Die Mittel stehen für allgemeine Geschäftszwecke zur Verfügung. Zum 31. Oktober 2011 hat die Zumtobel Gruppe TEUR 231.000 des bestehenden Kreditrahmens beansprucht.

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards für Zwischenberichterstattung (IAS 34) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Dornbirn, am 6. Dezember 2011

Der Vorstand

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

zum 31. Oktober 2011 einer prüferischen Durchsicht ("Review") unterzogen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Oktober 2011, die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die zum 31. Oktober 2011 endende Periode sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Ergebnis der prüferischen Durchsicht

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 6. Dezember 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mag. Michael Schlenk Mag. Rainer Hassler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen - Rückstellungen für Ertragsteuern - Übrige Rückstellungen
- Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden - Liquide Mittel -
kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen - Erhaltene Anzahlungen

Finanzterminplan

  1. Quartalsbericht 2011/12 (1. Mai 2011 – 31. Januar 2012) 06. März 2012 Capital Markets Day in Frankfurt 18. April 2012 Bilanzergebnis 2011/12 27. Juni 2012 36. ordentliche Hauptversammlung 27. Juli 2012

Kontaktinformation

Investor Relations Presse/Unternehmenskommunikation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte und Geschäftsberichte zum Download unter: http://www.zumtobelgroup.com. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510

Mehr Informationen

Informationen zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com www.ledon-lamp.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Stefan Tschol Übersetzung: Donna Schiller-Margolis Copyright: Zumtobel AG 2011

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Quartalsbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Quartalsbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

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