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Wienerberger AG

Quarterly Report May 9, 2012

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Quarterly Report

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Qualität gibt die Richtung vor.

Bericht zum 1. Quartal 2012

Ertragskennzahlen 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in % Ultimo 2011
Umsatz in Mio. € 395,1 382,4 -3 2.023,7
EBITDA operativ 1) in Mio. € 11,8 2,1 -82 258,6
EBIT in Mio. € -36,3 -47,8 -32 79,1
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -48,2 -54,2 -12 49,5
Ergebnis nach Steuern 2) in Mio. € -45,1 -50,1 -11 40,8
Ergebnis je Aktie in € -0,45 -0,50 -11 0,08
Free Cashflow 3) in Mio. € -103,0 -141,2 -37 141,7
Normalinvestitionen in Mio. € 20,9 23,0 +10 102,5
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 1,2 0,3 -75 56,3
Bilanzkennzahlen 31.12.2011 31.3.2012 Vdg. in %
Eigenkapital 4) in Mio. € 2.459,9 2.393,5 -3
Nettoverschuldung in Mio. € 442,5 630,3 +42
Capital Employed in Mio. € 2.798,5 2.916,8 +4
Bilanzsumme in Mio. € 4.122,3 4.264,0 +3
Verschuldungsgrad in % 18,0 26,3 +46
Ø Mitarbeiter 12.818 12.744 -1
Börsekennzahlen 1-12/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 16,56 9,49 -43
Tiefstkurs der Aktie in € 6,66 6,90 +4
Ultimokurs der Aktie in € 6,97 8,79 +26
Gewichtete Aktienzahl 5) in Tsd. 116.758 115.054 -1
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 819,2 1.033,2 +26
Geschäftssegmente 1-3/2012
in Mio. € und %
Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 6)
Umsatz 82,4 (-7 %) 73,9
(-6 %)
175,8 (-8 %) 32,3 (+25 %) 18,0 (+50 %)
EBITDA operativ 1) -5,2 (<-100 %) -4,4
(-57 %)
19,6 (-11 %) -2,1 (+60 %) -5,8 (<-100 %)
EBIT -23,5
(-51 %)
-11,0
(-9 %)
3,0 (-44 %) -7,6 (+30 %) -8,7 (-71 %)
Gesamtinvestitionen 8,1
(+16 %)
7,5
(+32 %)
5,7 (-21 %) 1,2 (-20 %) 0,8 (+14 %)
Capital Employed 817,7 (+3 %) 397,6
(+7 %)
1.148,8 (+2 %) 484,9 (+3 %) 67,8 (-1 %)
Ø Mitarbeiter 4.817
(+15 %)
2.074
(+4 %)
4.063 (-1 %) 982 (-13 %) 808 (+18 %)

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen

4) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

6) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Die Geschäftsentwicklung lag im ersten Quartal im Rahmen unserer Erwartungen, wobei die Witterung wie immer in dieser Berichtsperiode einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Baustoffen in den Regionen hatte. Die lange Kälteperiode in Europa ließ kaum Bautätigkeit von Februar bis Anfang März zu, wodurch die Volumina im ersten Quartal 2012 in den meisten Ländern Europas gegenüber der witterungsbegünstigten Vergleichsperiode des Jahrs 2011 rückläufig waren. In den USA hingegen brachte der milde Winter in den ersten drei Monaten Absatzzuwächse in allen Produktgruppen. Insgesamt verzeichnete Wienerberger einen leichten Umsatzrückgang von 3 % auf 382,4 Mio. € im ersten Quartal 2012 gegenüber den ersten drei Monaten 2011. Das operative EBITDA ging belastet durch Kosten aus längeren Werksstillständen sowie durch höhere Energiekosten aufgrund der außergewöhnlichen Kälte von 11,8 Mio. € auf 2,1 Mio. € im ersten Quartal 2012 zurück. Erfreulich ist für mich, dass die Ende 2011 angekündigten Preiserhöhungen zur Abdeckung der Kosteninflation erfolgreich in allen Regionen umgesetzt werden konnten. Darüber hinaus haben sich Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen, innovativen Produkt- und Systemlösungen positiv auf die Durchschnittspreise in den ersten drei Monaten ausgewirkt. Für das Gesamtjahr erwarte ich mir um 2 bis 3 % höhere Durchschnittspreise im Vergleich zum Jahr zuvor, welche ausreichen sollten, die erwartete Kosteninflation abzudecken.

Die Visibilität auf die Märkte bleibt aufgrund der anhaltend hohen Unsicherheit im Euroraum eingeschränkt. Für Deutschland bleibe ich optimistisch und rechne mit moderatem Wachstum am Baustoffmarkt, in England gehe ich von einer stabilen Entwicklung aus, während für Frankreich aufgrund der Wahlen eine Prognose nur schwer möglich ist. In den Niederlanden scheinen sich unsere Erwartungen leider zu erfüllen. Die vorherrschende Unsicherheit wird durch die aktuelle Regierungskrise weiter verschärft, und es ist für 2012 von einer deutlichen Abschwächung in der Bautätigkeit auszugehen. In Osteuropa sollte sich die dynamische Entwicklung in Russland weiter fortsetzen. Polen sehe ich als relativ stabilen Markt an, während für die restlichen Länder der Region Rückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau nicht auszuschließen sind. In den USA haben die ersten Monate des Jahres, begünstigt durch den milden Winter, Absatzzuwächse gebracht. Auch wenn nicht klar ist, wie hoch der Witterungseinfluss hier war, gehe ich davon aus, dass der Boden im amerikanischen Wohnungsneubau erreicht worden ist und wir 2012 eine stabile bis leicht positive Entwicklung sehen werden.

Mit der geplanten Übernahme der restlichen 50 % von Pipelife, einem der führenden Hersteller von Kunststoffrohrsystemen in Europa, freue ich mich Ihnen über die Realisierung eines Meilensteins in unserer Unternehmensstrategie berichten zu können. Wir erweitern damit nicht nur unser Kerngeschäft um ein attraktives Geschäftsfeld, sondern verringern durch die stärkere Ausrichtung auf Renovierungstätigkeit und Anwendungen im Infrastrukturbereich die Abhängigkeit vom zyklischeren Wohnungsneubau. Finanzielle Disziplin bleibt weiterhin oberste Priorität. Nach Berücksichtigung des Kaufpreises für Pipelife und dem planmäßigen Capex sollte die Entschuldungsdauer Ende 2012 unverändert unter den angestrebten 2,5 Jahren bleiben. Auch wenn die Unsicherheit in einzelnen Regionen hoch bleibt, werden wir ungeachtet des wirtschaftlichen Umfelds konsequent unseren Weg fortsetzen und unsere starke operative Basis gemeinsam mit neuen Produkt- und Systemlösungen dafür nutzen, uns auch in diesem Jahr wieder besser als der Markt zu behaupten.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Mangelnde Visibilität erschwert Prognose für das Geschäftsjahr 2012

Ungeachtet des wirtschaftlichen Umfelds wollen wir uns auch 2012 mit hochwertigen Produktund Systemlösungen besser als der Markt behaupten

Zwischenlagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Umsatz und operatives EBITDA in % von 100

Operatives EBITDA Q1

in Mio. €

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal war wie immer stark durch die Witterung beeinflusst. Einem sehr milden Winter im Frühjahr 2011 stand in 2012 ein sehr kalter und schneereicher Februar in Europa gegenüber, der in manchen Ländern durch teils gefrorene Böden bis in den März wirkte. In der Folge verzeichnete Wienerberger in Europa rückläufige Absätze im ersten Quartal 2012. In den USA hingegen brachte ein milder Winter Mengenzuwächse in den ersten drei Monaten 2012. Insgesamt fiel der Konzernumsatz im ersten Quartal 2012 um 3 % auf 382,4 Mio. €, wovon -8 % auf geringere Absätze zurückzuführen sind. Durch die erfolgreiche Umsetzung von Preiserhöhungen zu Jahresbeginn lagen die Durchschnittspreise in den ersten drei Monaten 2012 um 5 % über den Vergleichswerten des ersten Quartals 2011, wobei darauf hinzuweisen ist, dass der errechnete Preiseffekt zu Jahresbeginn immer am höchsten ist und sich im Jahresverlauf sukzessive abschwächt. Für das Gesamtjahr sind Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation zu erwarten. Die positiven Währungseffekte aus dem US-Dollar, dem britischen Pfund sowie dem Schweizer Franken wurden beinahe gänzlich durch negative Effekte aus dem polnischen Zloty und dem ungarischen Forint aufgehoben. Längere Werksstillstände sowie höhere Energiekosten aufgrund des außergewöhnlichen Frosts führten im ersten Quartal 2012 zu einem Rückgang des operativen EBITDAs auf 2,1 Mio. € gegenüber 11,8 Mio. € im Jahr zuvor. Das operative EBIT verringerte sich im gleichen Zeitraum auf -47,8 Mio. € (Vorjahr: -36,3 Mio. €).

Das gegenüber dem Vorjahr bessere Finanzergebnis von -6,5 Mio. € (Vorjahr: -11,9 Mio. €) ist größtenteils auf den positiven Ergebnisbeitrag von assoziierten Unternehmen (insbesondere Pipelife) zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich in den ersten drei Monaten 2012 auf -54,2 Mio. € (Vorjahr: -48,2 Mio. €). Die Steuerquote lag in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs bei 7,5 % nach 6,4 % im Jahr zuvor. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete Wienerberger einen Verlust von 50,1 Mio. € (Vorjahr: -45,1 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,50 € nach -0,45 € im ersten Quartal des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon abgezogen.

Cashflow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war aufgrund niedrigerer Umsätze sowie des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals mit -122,0 Mio. € negativ. Für Normalinvestitionen (Instandhaltung und technologische Weiterentwicklung von Produktionsprozessen) wurden 23,0 Mio. € aufgewendet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst den Emissionserlös der im Jänner platzierten Anleihe mit einer Nominale von 200 Mio. € sowie die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2012 sowie durch das negative Ergebnis nach Steuern von -50,1 Mio. € auf 2.393,5 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 187,8 Mio. € auf 630,3 Mio. €. Da im ersten Quartal 2012 eine neue Anleihe mit der Nominale von 200 Mio. € begeben wurde, kam es zu einem Aufbau der langfristigen Finanzverbindlichkeiten.

GESCHÄFTSSEGMENTE

Zentral-Osteuropa

Die Entwicklung in Zentral-Osteuropa war neben einem außergewöhnlich kalten Februar von einem in vielen Märkten weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im ersten Quartal geprägt. In der Folge mussten in den Produktgruppen Wand, Fassade und Flächenbefestigungen Mengenrückgänge hingenommen werden. Im Dachgeschäft führte der Beitrag der Tondach Gleinstätten Gruppe, welche seit 30.6.2011 zu 50 % in diesem Segment konsolidiert wird (bei zeitgleicher Dekonsolidierung des Betondachsteinherstellers Bramac) zu einer positiven Mengenentwicklung. Die zu Beginn des Jahres erfolgreich umgesetzten Preiserhöhungen sowie Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten führten im ersten Quartal 2012 zu höheren Durchschnittspreisen im Vergleich zum ersten Quartal 2011.

Höhere Energiekosten in der Produktion aufgrund der langen Frostperiode sowie längere Werksstillstände wirkten sich belastend auf das Ergebnis aus. Der Nettokonsolidierungseffekt Tondach/Bramac war saisonal bedingt aufgrund der im Tonziegelgeschäft höheren Fixkosten im ersten Quartal negativ. Der Segmentumsatz sank im ersten Quartal um 7 % auf 82,4 Mio. € und das operative EBITDA von 0,5 Mio. € im Vorjahr auf -5,2 Mio. €.

In Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 bleibt die Visibilität sehr gering. Während sich in Russland eine Fortsetzung der Wachstumsdynamik des Vorjahrs abzeichnet, gehen wir für Polen von einer flachen Marktentwicklung aus. Zu den restlichen Ländern der Region lassen sich zu diesem Zeitpunkt noch keine zuverlässigen Voraussagen treffen, wobei weitere Rückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau möglich scheinen.

Zentral-Osteuropa 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 88,2 82,4 -7
EBITDA operativ 1) in Mio. € 0,5 -5,2 <-100
EBIT in Mio. € -15,6 -23,5 -51
Gesamtinvestitionen in Mio. € 7,0 8,1 +16
Capital Employed in Mio. € 793,8 817,7 +3
Ø Mitarbeiter 4.194 4.817 +15

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Zentral-Westeuropa

In Zentral-Westeuropa ging der Umsatz im ersten Quartal 2012 um 6 % auf 73,9 Mio. € zurück, und das operative EBITDA sank von -2,8 Mio. € in den ersten drei Monaten 2011 auf -4,4 Mio. € in der Berichtsperiode. In allen Ländern waren witterungsbedingt in etwa gleichem Ausmaß Mengenrückgänge zu verzeichnen. Bei höheren Durchschnittspreisen, die sich aus Preiserhöhungen und Verschiebungen im Produktmix erklären, führte auch in diesem Segment der kalte Winter neben Mengenrückgängen zu Mehrkosten in der Produktion.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir vor allem aus Deutschland positive Impulse für unsere Geschäftsentwicklung. Aus den in 2011 genehmigten und noch nicht errichteten Wohneinheiten besteht ein Auftragsüberhang, welcher in der ersten Jahreshälfte 2012 die Nachfrage nach Baustoffen beleben sollte. Zusammen mit dem für unsere Dachziegel wichtigen und anhaltend robusten Renovierungsmarkt erwarten wir moderates Wachstum für das Gesamtjahr 2012 in Deutschland.

Kalter Februar und anhaltend schwieriges Marktumfeld führen in Zentral-Osteuropa zu Mengenrückgängen in Q1/12

Ergebnis durch höhere Produktionskosten belastet

Visibilität bleibt sehr gering

Witterungsbedingt schwieriger Jahresbeginn auch in Zentral-Westeuropa

Moderates Wachstum in Deutschland für das Gesamtjahr erwartet

Zentral-Westeuropa 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 78,6 73,9 -6
EBITDA operativ 1) in Mio. € -2,8 -4,4 -57
EBIT in Mio. € -10,1 -11,0 -9
Gesamtinvestitionen in Mio. € 5,7 7,5 +32
Capital Employed in Mio. € 370,8 397,6 +7
Ø Mitarbeiter 1.994 2.074 +4

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Nord-Westeuropa

In den ersten drei Monaten ging der Umsatz in Nord-Westeuropa um 8 % auf 175,8 Mio. € (Vorjahr: 190,5 Mio. €) zurück, und das operative EBITDA sank um 11 % auf 19,6 Mio. €. Auch in diesem Segment belastete der kalte Februar die Volumensentwicklung in allen Produktgruppen sowie die Produktionskosten durch niedrigere Auslastung und höheren Energieeinsatz. Die Maßnahmen zur Steigerung der Durchschnittspreise in Nord-Westeuropa waren erfolgreich und ein wichtiger Schritt zur Kompensation der Kosteninflation auf Jahressicht.

Soweit der Geschäftsverlauf des ersten Quartals Rückschlüsse auf 2012 zulässt, erwarten wir für Großbritannien eine stabile und für die Länder Skandinaviens eine stabile bis leicht positive Entwicklung im Gesamtjahr. Ebenso zeichnete sich im ersten Quartal bereits ab, dass die Bauaktivität in den Niederlanden 2012 wie erwartet einen weiteren Rückgang verzeichnen wird, da sich die hohe Unsicherheit durch die Regierungskrise noch verschärft hat und sich sinkende Hauspreise, die eingeschränkte Finanzierungstätigkeit von Banken und regulatorische Unsicherheiten negativ auf die Nachfrage auswirken. In Frankreich ist eine Prognose aufgrund des Wahljahrs erschwert.

Nord-Westeuropa 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 190,5 175,8 -8
EBITDA operativ 1) in Mio. € 21,9 19,6 -11
EBIT in Mio. € 5,4 3,0 -44
Gesamtinvestitionen in Mio. € 7,2 5,7 -21
Capital Employed in Mio. € 1.122,7 1.148,8 +2
Ø Mitarbeiter 4.117 4.063 -1

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Nordamerika

Nordamerika profitierte bei milderen Witterungsbedingungen von einem leicht verbesserten Marktumfeld im Vergleich zum Vorjahr. Dies schlug sich im ersten Quartal sowohl in Mengenzuwächsen als auch in höheren Durchschnittspreisen nieder. In den ersten drei Monaten 2012 stieg der Umsatz um 25 % auf 32,3 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich dank einer besseren Auslastung und der 2011 umgesetzten Maßnahmen zur Fixkostensenkung von -5,3 Mio. € im Jahr zuvor auf -2,1 Mio. €.

Da die Witterung in den ersten Monaten des Jahres einen zentralen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hat, bleiben wir trotz der erfreulichen Entwicklung im ersten Quartal vorsichtig, was den Ausblick für 2012 betrifft. Wir gehen davon aus, dass im amerikanischen Wohnungsneubau der Boden erreicht wurde und für das Gesamtjahr stabile bis leicht wachsende Baubeginne zu erwarten sind. Auf dieser Basis bekräftigen wir auch unser Ziel, für 2012 auf EBITDA-

Umsatz- und Ergebnisrückgang in Nord-Westeuropa in Q1/12

Ausblick 2012: Großbritannien und Skandinavien stabil bis leicht positiv, Niederlande rückläufig

Nordamerika mit Umsatzwachstum und besseren Ergebnissen in Q1/12

Markteinschätzung 2012 für USA bleibt vorsichtig optimistisch

Ebene in die Gewinnzone zurückzukehren. Gleichzeitig verfügen wir dank unseres modernen und flexiblen Netzwerks an Produktionsstandorten sowie den bestehenden Kapazitätsreserven über ausreichende Flexibilität, um mögliches zusätzliches Nachfragewachstum abzudecken.

Nordamerika 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 25,8 32,3 +25
EBITDA operativ 1) in Mio. € -5,3 -2,1 +60
EBIT in Mio. € -10,9 -7,6 +30
Gesamtinvestitionen in Mio. € 1,5 1,2 -20
Capital Employed in Mio. € 471,6 484,9 +3
Ø Mitarbeiter 1.134 982 -13

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Beteiligungen und Sonstiges

Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Konzernzentrale und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie unsere Beteiligungen im Bereich Rohrsysteme. Die Pipelife Gruppe wurde im ersten Quartal 2012 wie bisher at-equity ausgewiesen. Für die im Februar 2012 angekündigte vollständige Übernahme von Pipelife läuft derzeit noch das Genehmigungsverfahren bei den zuständigen Kartellbehörden. Wir rechnen damit, die Genehmigung noch im zweiten Quartal 2012 zu erhalten. Seit 30. Juni 2011 wird die auf 50 % erhöhte Beteiligung an Tondach Gleinstätten, unserem Spezialisten für Tondachziegel, quotal im Segment Zentral-Osteuropa ausgewiesen.

In den ersten drei Monaten 2012 stieg der Segmentumsatz gegenüber der Vorjahrsperiode deutlich um 24 % auf 28,7 Mio. €. Steinzeug-Keramo startete auch akquisitionsbedingt mit deutlich höheren Absätzen und einem klaren Umsatzplus im Jahresvergleich in das Geschäftsjahr 2012. In Indien setzte sich der positive Trend des Vorjahrs fort und brachte im ersten Quartal 2012 Absatzsteigerungen bei Hintermauerziegeln im zweistelligen Bereich. Der Rückgang im operativen EBITDA des Segments von im Vorjahr -2,5 Mio. € auf -5,8 Mio. € erklärt sich vor allem aus höheren Holdingkosten. Für das Gesamtjahr erwartet Steinzeug über dem Vorjahr liegende Umsätze und Ergebnisse. Pipelife, unser derzeit noch at-equity konsolidierter Spezialist für Kunststoffrohrsysteme, startete erfreulich in das Geschäftsjahr 2012 und konnte Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal 2011 steigern.

Beteiligungen und Sonstiges 1) 1-3/2011 1-3/2012 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 23,2 28,7 +24
EBITDA operativ 2) in Mio. € -2,5 -5,8 <-100
EBIT in Mio. € -5,1 -8,7 -71
Gesamtinvestitionen in Mio. € 0,7 0,8 +14
Capital Employed in Mio. € 68,3 67,8 -1
Ø Mitarbeiter 683 808 +18

1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Das Segment umfasst die Konzernzentrale, die indischen Ziegelaktivitäten sowie die Beteiligungen bei Rohrsystemen

Umsatzwachstum bei Pipelife und Steinzeug-Keramo in Q1/12

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 1-3/2012 1-3/2011
Umsatzerlöse 382.436 395.086
Herstellkosten -287.718 -295.931
Bruttoergebnis vom Umsatz 94.718 99.155
Vertriebskosten -101.271 -99.306
Verwaltungskosten -33.283 -32.437
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.797 -13.047
Sonstige betriebliche Erträge 6.882 9.344
Betriebsergebnis -47.751 -36.291
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 1.645 -3.966
Zinsertrag 4.052 2.481
Zinsaufwand -14.767 -11.995
Sonstiges Finanzergebnis 2.605 1.606
Finanzergebnis -6.465 -11.874
Ergebnis vor Ertragsteuern -54.216 -48.165
Ertragsteuern 4.091 3.088
Ergebnis nach Ertragsteuern -50.125 -45.077
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -741 -497
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.081 8.014
davon Ergebnis der Muttergesellschaft -57.465 -52.594
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,50 -0,45
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,50 -0,45

Gesamtergebnisrechnung

1-3/2012 1-3/2011
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Ergebnis nach Ertragsteuern -49.384 -741 -50.125 -44.580 -497 -45.077
Währungsumrechnung 15.109 12 15.121 -36.296 4 -36.292
Währungsumrechnung von assoziierten
Unternehmen
1.462 0 1.462 -414 0 -414
Marktwertänderungen zur Veräußerung
verfügbarer Finanzinstrumente
1.501 0 1.501 412 0 412
Veränderung Hedging Reserve -1.930 0 -1.930 1.912 0 1.912
Andere Gesamtergebnisbestandteile 1) 16.142 12 16.154 -34.386 4 -34.382
Gesamtergebnis nach Steuern -33.242 -729 -33.971 -78.966 -493 -79.459
davon auf Hybridkapitalbesitzer
entfallender Anteil
8.081 8.014
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -41.323 -86.980

1) Der Ausweis der anderen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.

Bilanz

in TEUR 31.3.2012 31.12.2011
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 674.773 680.039
Sachanlagen 1.826.371 1.836.198
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 70.492 67.559
Anteile an assoziierten Unternehmen 101.583 98.476
Übrige Finanzanlagen 5.401 5.440
Latente Steuern 43.815 41.571
Langfristiges Vermögen 2.722.435 2.729.283
Vorräte 631.455 608.299
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.966 113.489
Sonstige kurzfristige Forderungen 92.416 87.669
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 77.501 79.209
Zahlungsmittel 566.241 504.383
Kurzfristiges Vermögen 1.541.579 1.393.049
Summe Aktiva 4.264.014 4.122.332
Passiva
Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.084.180 1.084.180
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 859.199 941.083
Übrige Rücklagen -138.732 -154.874
Eigene Anteile -24.434 -24.434
Beherrschende Anteile 2.390.636 2.456.378
Nicht beherrschende Anteile 2.817 3.546
Eigenkapital 2.393.453 2.459.924
Personalrückstellungen 68.579 69.329
Latente Steuern 88.472 88.544
Sonstige langfristige Rückstellungen 61.587 60.199
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 804.868 566.633
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 14.097 13.885
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.037.603 798.590
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 52.594 53.777
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 469.219 459.425
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 162.521 193.119
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 148.624 157.497
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 832.958 863.818
Summe Passiva 4.264.014 4.122.332

Entwicklung des Eigenkapitals

2012 2011
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.456.378 3.546 2.459.924 2.520.552 5.123 2.525.675
Gesamtergebnis nach Steuern -33.242 -729 -33.971 -78.966 -493 -79.459
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -32.500 0 -32.500 -32.500 0 -32.500
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen 0 0 0 0 0 0
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0 0 0
Veränderung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Stand 31.3. 2.390.636 2.817 2.393.453 2.409.086 4.630 2.413.716

Cashflow Statement

in TEUR 1-3/2012 1-3/2011
Ergebnis vor Ertragsteuern -54.216 -48.165
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 49.853 48.065
Wertminderungen von Anlagen 0 0
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -2
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 566 -430
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen -1.645 3.966
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -612 -751
Zinsergebnis 10.715 9.514
Gezahlte Zinsen -2.615 -3.633
Erhaltene Zinsen 2.658 2.299
Gezahlte Ertragsteuern -817 -2.727
Cashflow aus dem Ergebnis 3.887 8.136
Veränderungen Vorräte -23.156 359
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -60.477 -87.919
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -30.598 -26.529
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -11.927 13.672
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen 249 -6.338
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -122.022 -98.619
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 1.023 1.649
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -23.345 -21.845
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -255
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.809 14.809
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 0
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -19.513 -5.642
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 238.235 -18.164
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -2.494 -9.390
Gezahlte Dividende Wienerberger AG 0 0
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 203.241 -60.054
Veränderung der Zahlungsmittel 61.706 -164.315
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 152 -179
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 504.383 453.403
Zahlungsmittel am Ende der Periode 566.241 288.909

Geschäftssegmente

1-3/2012
in TEUR
Zentral
Osteuropa
Zentral
Westeuropa
Nord
Westeuropa
Nordamerika Beteiligungen
und Sonstiges 1) Überleitung 2)
Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 81.664 69.298 173.022 32.313 25.853 382.150
Innenumsatz 758 4.578 2.798 0 2.843 -10.691 286
Umsatz gesamt 82.422 73.876 175.820 32.313 28.696 -10.691 382.436
EBITDA operativ -5.215 -4.380 19.572 -2.115 -5.760 2.102
EBIT -23.455 -10.996 2.978 -7.619 -8.659 -47.751
Gesamtinvestitionen 8.158 7.465 5.727 1.191 804 23.345
Capital Employed 817.668 397.625 1.148.845 484.919 67.757 2.916.814
Ø Mitarbeiter 4.817 2.074 4.063 982 808 12.744
1-3/2011
Außenumsatz 87.411 73.780 188.557 25.814 19.135 394.697
Innenumsatz 756 4.777 1.915 0 4.091 -11.150 389
Umsatz gesamt 88.167 78.557 190.472 25.814 23.226 -11.150 395.086
EBITDA operativ 449 -2.837 21.917 -5.266 -2.489 11.774
EBIT -15.595 -10.154 5.442 -10.861 -5.123 -36.291
Gesamtinvestitionen 7.030 5.672 7.205 1.545 648 22.100
Capital Employed 793.789 370.806 1.122.706 471.611 68.276 2.827.188
Ø Mitarbeiter 4.194 1.994 4.117 1.134 683 12.122

1) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten, die Aktivitäten in Indien sowie den Bereich Rohrsysteme.

2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31.3.2012 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2011 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2011, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises des Vorjahrs erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2012 bis 31.3.2012 anteilig den Umsatz um 8.862 TEUR und verminderte das operative EBITDA um -1.161 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2012 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten drei Monate des Jahrs 2012 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 8.081 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,07 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz sank um 3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten drei Monaten 382.436 TEUR (Vorjahr: 395.086 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 2.102 TEUR um -9.672 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 11.774 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich somit auf -47.751 TEUR im Vergleich zu -36.291 TEUR im Vorjahr.

Zum Stichtag wurden 2.472.706 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2012 bis 31.3.2012 auf 115.054.058 Stück. Per 31.3.2012 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 16.583 TEUR (Vorjahr: -36.706 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty und dem russischen Rubel. Die Hedging Reserve verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -1.930 TEUR (Vorjahr: 1.912 TEUR) nach Steuern. Dieser Rückgang ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Positive Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 1.501 TEUR (Vorjahr: 412 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um -50.125 TEUR (Vorjahr: -45.077 TEUR). Das Gesamtergebnis nach Steuern verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um insgesamt -33.971 TEUR (Vorjahr: -79.459 TEUR).

Erläuterungen zum Cashflow Statement

Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 3.887 TEUR (Vorjahr: 8.136 TEUR) lag aufgrund des wetterbedingt niedrigeren Umsatzes leicht unter dem Vorjahreswert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 23.345 TEUR (Vorjahr: 22.100 TEUR) resultierte mit 22.977 TEUR (Vorjahr: 20.884 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten und mit 368 TEUR (Vorjahr: 1.216 TEUR) aus Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 23.345 TEUR (Vorjahr: 21.845 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2011 um 187.879 TEUR auf 630.345 TEUR. Am 1.2.2012 erfolgte die Zuzählung einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 200.000 TEUR mit einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren (fällig am 1.8.2015). Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 5 % verzinst.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten drei Monaten 2012 wurden als wesentliche Risiken höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat. In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits per 31.12.2008 eine Rückstellung von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht mehr im Jahr 2012 gerechnet wird. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen interner Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 31.3.2012 auf 8.526 TEUR (Vorjahr: 8.152 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.501 TEUR (Vorjahr: 5.886 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 7.709 TEUR (Vorjahr: 6.251 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines Mitglieds des Aufsichtsrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 7 TEUR (Vorjahr: 28 TEUR), Mietleistungen von 1.048 TEUR (Vorjahr: 588 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.846 TEUR (Vorjahr: 2.538 TEUR).

Sonstige Angaben

Am 15.2.2012 gab Wienerberger den geplanten Erwerb des 50 %-Anteils an Pipelife vom Joint-Venture Partner Solvay um 162 MEUR bekannt. Nach Freigabe der Transaktion durch die Kartellbehörde wird Wienerberger nach der Aufstockung auf 100 % das Unternehmen voll konsolidieren, somit erfolgt ein Wechsel der Einbeziehungsart des bisher at-equity bilanzierten Anteils von 50 %. Aufgrund dieser Transaktion erwartet Wienerberger eine Erhöhung des Umsatzes von circa 800 MEUR und des operativen EBITDA in Höhe von rund 70 MEUR pro Jahr.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 9. Mai 2012

Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die operativen Geschäftsbereiche

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach, sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 230 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Auf- und Ausbau von starken Marktpositionen in jenen Märkten, in denen wir bereits tätig sind.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Finanzterminplan

19. April 2012 Beginn der Quiet Period
09. Mai 2012 Ergebnisse zum 1. Quartal 2012
11. Mai 2012 143. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
15. Mai 2012 Ex-Tag für Dividende 2011
18. Mai 2012 1. Auszahlungstag für Dividende 2011
31. Juli 2012 Beginn der Quiet Period
21. August 2012 Halbjahresabschluss 2012: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
6./7. September 2012 Capital Markets Day 2012
23. Oktober 2012 Beginn der Quiet Period
13. November 2012 Ergebnisse zum 3. Quartal 2012

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Barbara Braunöck
Aktionärstelefon +43 1 601 92 471
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2011: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 1. Quartal 2012 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

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