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Flughafen Wien AG

Quarterly Report May 23, 2012

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Quarterly Report

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Quartalsbericht 1/2012

Flughafen Wien AG

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

n Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

Veränd.
1–3 2012 in % 1–3 2011
Gesamtumsatz 139,0 +5,7 131,5
EBITDA 49,8 +12,6 44,2
EBITDA-Margin (in %)1) 35,8 n.a. 33,6
EBIT 30,4 +8,5 28,0
EBIT-Margin (in %)2) 21,9 n.a. 21,3
Periodenergebnis nach Minderheiten 21,6 +9,1 19,8
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 31,6 -26,4 42,9
Eigenkapital
31.3.2012 vs. 31.12.2011 833,0 +2,7 811,4
Eigenkapitalquote (in %)
31.3.2012 vs. 31.12.2011 40,2 n.a. 37,7
Nettoverschuldung (Net Debt)
31.3.2012 vs. 31.12.2011 755,4 +0,5 751,7
Gearing (in %)
31.3.2012 vs. 31.12.2011 90,7 n.a. 92,6
Investitionen3) 10,9 -68,9 34,9
Mitarbeiter4) 4.525 +2,0 4.434

n Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

MTOW (in Mio. Tonnen)5) 1.861.752 -2,8 1.914.538
Gesamtpassagiere 4.485.787 +9,2 4.106.266
davon Transferpassagiere 1.438.296 +22,4 1.175.026
Flugbewegungen 56.238 -2,0 57.396
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 65.173 -9,1 71.668
Sitzladefaktor (in %)6) 65,3 n.a. 60,9

Erläuterungen: 1) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz; 2) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz; 3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen inklusive Rechnungskorrekturen aus Vorjahren; 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer; 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität

n Börsenotierung

n Finanzkalender 2012

Wien, Frankfurt (Xetra),
London (SEAQ International), New York (ADR)
Halbjahresergebnis 2012 22. August 2012
1.–3. Quartal 2012 22. November 2012

n Informationen zur Flughafen Wien Aktie

Kurs per 31.12.2011 in € 29,25
Kurs per 31.3.2012 in € 29,20
Höchstwert 1. Quartal am 30.3.2012 in € 30,60
Tiefstwert 1. Quartal am 6.3.2012 in € 25,61
Marktkapitalisierung per 31.3.2012 in € Mio. 613,20

n Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme

Reuters VIE.VI
Bloomberg FLU:AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Inhalt

Brief des Vorstands

  • Konzernzwischenlagebericht
  • Segmentberichterstattung

Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2012

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzernanhang
  • Erklärung des Vorstands

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre!

Die erfreulichen Verkehrs- und Unternehmensergebnisse im Q1/2012 bestätigen den eingeschlagenen Weg und unsere drei strategischen Schwerpunkte: Produktivität erhöhen, Wachstum fördern, Kosten senken. Die wichtigsten Finanzkennzahlen für Sie vorab kurz zusammengefasst: Der Umsatz Q1/2012 ist um 5,7 % gestiegen, und das EBITDA liegt mit € 49,8 Mio. sogar um 12,6 % über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern erreichte € 21,6 Mio. – ein Plus von 9,1 % gegenüber dem Q1/2011 –, woraus sich ein Anstieg des Gewinns je Aktie von € 0,94 auf € 1,03 ergibt. Die deutlichen Passagierzuwächse vor allem beim Transfer untermauern die Bedeutung Wiens als Drehkreuz mit Schwerpunkt Osteuropa.

Der Flughafen Wien wurde im Q1/2012 von 4.485.787 Passagieren frequentiert, um 9,2 % mehr als im Vorjahr. Bei den Transferpassagieren betrug das Plus 22,4 %. Diese signifikante Steigerung resultierte einerseits aus dem starken Passagierzuwachs der AUA von 13,8 % und andererseits aus dem Wegfall belastender Effekte wie der Erdbebenkatastrophe in Japan sowie den politischen Unruhen in Nordafrika. Mit einem Plus von 24,1 % trugen Destinationen in Osteuropa überdurchschnittlich zum Passagierwachstum bei. Die Zahl der Fluggäste nach Westeuropa stieg aber immerhin auch um 5,7 %. Destinationen im Fernen sowie im Nahen und Mittleren Osten entwickelten sich mit einem Zuwachs von 5,1 % bzw. 7,9 % ebenfalls positiv. Die Steigerungen bei Destinationen in Nordamerika und Afrika sind mit einem Plus von 37,3 % bzw. 14,2 % prozentuell signifikant, in absoluten Zahlen aber weniger bedeutend.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 1.861.752 Tonnen um 2,8 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf eine niedrigere Anzahl von Flugbewegungen – minus 2,0 % auf 56.238 – und den Rückgang der Anzahl der Frachtflieger zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 9,1 % auf 65.173 Tonnen. Des Weiteren konnte eine deutliche Verbesserung des Sitzladefaktors auf 65,3 % (Q1/2011: 60,9 %) erzielt werden – ein Rekordwert für die ersten drei Monate im Jahr.

Der Umsatz stieg um 5,7 % auf € 139,0 Mio. (Q1/2011: € 131,5 Mio.). Dass die Erlöse im Vergleich zum Passagierwachstum weniger stark gestiegen sind, liegt an der rückläufigen Zahl der Flugbewegungen sowie dem geringeren MTOW. Außerdem wirkte sich das überproportionale Wachstum bei den Transferpassagieren wegen der in diesem Bereich höheren Incentives für die Airlines nur abgeschwächt auf den Umsatz aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich dennoch um 12,6 % auf € 49,8 Mio. (Q1/2011: € 44,2 Mio.). Die EBITDA-Marge wurde um 2,2 %-Punkte auf 35,8 % verbessert.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt € 30,4 Mio. und liegt damit um 8,5 % über dem Vorjahr (Q1/2011: € 28,0 Mio.). Die EBIT-Marge erhöhte sich somit von 21,3 % auf nunmehr 21,9 %. Das gute operative Ergebnis ist sowohl auf Erlössteigerungen als auch auf Kostensenkungen zurückzuführen (Reduktion von Sachkosten, Einbremsen der Personalkosten). Diese Maßnahmen greifen trotz der zusätzlichen Aufwendungen für den Probebetrieb Skylink und der damit verbundenen höheren Betriebskosten – sind doch immerhin rund 150.000 m2 neue Terminalfläche zu betreiben.

All das erlaubt einen positiven Ausblick: Aufgrund der guten Verkehrsentwicklung der ersten vier Monate haben wir die Verkehrsprognose für das Geschäftsjahr 2012 nach oben angepasst. Die Flughafen Wien AG erwartet nunmehr ein Plus bei den Passagieren von 4 % bis 5 %, einen leichten Rückgang bei den Bewegungen von maximal 1 % und einen Rückgang von 2 % bis 3 % beim Höchstabfluggewicht (MTOW).

Dennoch müssen wir darauf verweisen, dass 2012 wesentliche Ergebnisbelastungen durch die Inbetriebnahme der Terminalerweiterung zu verkraften sind. Den erwarteten Mehreinnahmen von zirka € 20 Mio. steht ein Mehraufwand bei den Betriebskosten von € 35–40 Mio. gegenüber, die Abschreibungen machen etwa € 40 Mio. aus, und der Zinsaufwand steigt um rund € 20 Mio. an.

In Summe aber ist die für das Gesamtjahr gegebene Guidance zu Umsatz und Ergebnissen durch die verbesserten Verkehrszahlen und die IST-Zahlen Q1/2012 sehr gut abgesichert. So werden unseren aktuellen Annahmen zufolge der Umsatz 2012 über € 600 Mio. und das EBITDA über € 200 Mio. liegen. Beim Nettogewinn nach Steuern für 2012 gehen wir nunmehr von mindestens € 55 Mio. aus, zuletzt haben wir mehr als € 50 Mio. erwartet. Die Nettoverschuldung soll 2012 den Höchstwert erreichen, jedoch unter dem 4-fachen des EBITDA liegen.

Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Terminalerweiterung Skylink hat für uns höchste Priorität. Der Probebetrieb mit Testpassagieren konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Mehrere Tausend Probanden haben Ankünfte und Abflüge geprobt, dabei wurden auch Tausende Gepäckstücke testweise abgefertigt. Die dabei identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten wurden bereits fast zur Gänze umgesetzt. Die Gesamtkosten für das Projekt konnten weiter reduziert werden, sodass diese nach heutiger Einschätzung deutlich unter unserem bisherigen Zielwert von € 770 Mio. liegen werden. Verhandlungen über Schadenersatzleistungen von Konsulenten und Auftragnehmern laufen erfolgreich und mit großem Nachdruck.

Positive Entwicklungen gibt es auch, was die Gesetzgebung und die Verträge mit unseren Partnern betrifft. Die Umsetzung der EU-Richtlinie über Flughafenentgelte in österreichisches Recht konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Ende April wurde im Parlament das neue Flughafenentgeltgesetz beschlossen. Das bisherige System der Tarifgenehmigungen wurde – unter Berücksichtigung der Anforderungen der EU-Richtlinie – dabei in das Gesetz integriert, was eine erhöhte Stabilität der Tarife garantiert. In Entsprechung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung wurde der Sicherheitstarif mit € 7,7 pro Passagier ermittelt, um eine effektive Kostendeckung zu gewährleisten. Die Verhandlungen der Handling-Verträge mit Austrian Airlines mit der Option auf Verlängerung um bis zu sieben Jahre laufen erfolgreich und sollten bis Ende Mai abgeschlossen werden. Dadurch soll die Wirtschaftlichkeit des Bereichs Abfertigung (Handling) langfristig gesichert werden.

Um das weitere Wachstum des Hubs Wien zu stimulieren, wurden auch neue Incentive-Schemata für alle Airlines festgelegt. Gemeinsam mit dem günstigen Sicherheitstarif bietet der Vienna Airport den Fluglinien sehr attraktive Konditionen und im Vergleich mit unseren wichtigsten Konkurrenzflughäfen niedrigere Gesamtkosten. Die AUA, als wichtigster Kunde, ist dabei, ein großes Sparpaket zu realisieren und hat angekündigt, nach erfolgreicher Umsetzung die Langstrecke in 2013 und 2014 weiter auszubauen.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung der 3. Piste fand im August bzw. September 2011 die mündliche Verhandlung statt. Mit dem Bescheid erster Instanz wird frühestens Mitte 2012 gerechnet.

Wir danken unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die erfolgreiche Umsetzung der umfassenden Maßnahmen und Projekte bedeutet eine große Herausforderung für alle. Wir wissen, dass wir unseren Erfolg den Menschen verdanken, die täglich mit höchster Motivation und Engagement am Flughafen Wien arbeiten.

Schwechat, 2. Mai 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Konzernzwischenlagebericht

Verkehrsentwicklung

Insgesamt wurden im Q1/2012 am Flughafen Wien 4.485.787 Passagiere gezählt – um 9,2 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Die Anzahl der nach Osteuropa abfliegenden Passagiere stieg um erfreuliche 24,1 % – nach Westeuropa wurde ein Anstieg um 5,7 % verzeichnet. Die Abflüge zu Destinationen im Fernen sowie im Nahen und Mittleren Osten haben sich mit einem Zuwachs von 5,1 % bzw. 7,9 % ebenfalls positiv entwickelt. Noch deutlicher war das prozentuelle Plus bei Zielen in Nordamerika und Afrika mit 37,3 % bzw. 14,2 %.

Bei den strategisch wichtigen Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien eine Steigerung von 22,4 % im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres. Als wichtigster Kunde erreichte die Austrian-Airlines-Gruppe im Q1/2012 am Flughafen Wien einen Passagierzuwachs von 13,8 %. Dadurch stieg ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien im Vergleich zur Vorjahresperiode von 47,4 % auf 49,4 %. Die sogenannten Low-Cost-Carrier verzeichneten einen Rückgang der beförderten Passagiere in Höhe von 3,2 % – ihr Anteil am Gesamtaufkommen beträgt nun 20,7 % nach 23,4 % in der Vorjahresperiode.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 1.861.752 Tonnen aufgrund einer geringeren Anzahl an Bewegungen und eines Rückgangs der Frachtflüge um 2,8 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 9,1 % auf 65.173 Tonnen, die Flugbewegungen nahmen um 2,0 % auf 56.238 Bewegungen ab. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 65,3 % nach 60,9 % im 1. Quartal des Vorjahres.

Umsatzentwicklung des 1. Quartals 2012

In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 erhöhte die Flughafen-Wien-Gruppe ihren Gesamtumsatz um 5,7 % auf € 139,0 Mio. (Q1/2011: € 131,5 Mio.). Geringere Einnahmen aus den Landetarifen aufgrund der rückläufigen Anzahl der Flugbewegungen sowie des verringerten MTOW führten zu einer im Vergleich zum Verkehrswachstum geringeren Erhöhung des Umsatzes. Zudem entfiel ein wesentlicher Teil des Passagierwachstums auf Transferpassagiere, für die den Airlines ein höheres Incentive gewährt wird.

Positive Entwicklung der Segmente

Im Segment Airport stiegen die externen Umsätze im Vergleich zum Q1/2011 um € 3,7 Mio. bzw. 5,9 % auf € 66,2 Mio. Dazu trug vor allem das Plus von 21,9 % bei den Erlösen aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM) auf € 29,5 Mio. sowie aus dem Sicherheitstarif um 9,4 % auf € 13,8 Mio. bei. Die Erlöse aus dem Landetarif sanken dagegen um 11,6 % auf € 13,5 Mio. Details zur Entwicklung der Tarife finden sich in der Segmentberichterstattung.

Der Umsatz des Berichtsegments Handling erreichte € 40,3 Mio. – ein Anstieg von 1,4 % gegenüber Q1/2011. Während die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung um 2,9 % auf € 26,0 Mio. zurückgingen, stiegen die Erlöse aus der Frachtabfertigung aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um €1,5 Mio. Die externen Erlöse aus Sicherheitsdienstleistungen verbesserten sich um 8,0 % auf € 0,9 Mio.

Mit 12,6 % erreichte das Segment Retail & Properties den höchsten Zuwachs bei den Erlösen. Der Umsatz stieg auf € 28,8 Mio. Die Parkerträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,2 Mio. bzw. 13,0 % auf € 10,0 Mio. Die Erlöse aus der Vermietung konnten um € 0,9 Mio. auf € 9,4 Mio. verbessert werden. Zudem trug die positive Entwicklung der Umsätze aus den Bereichen Shopping und Gastronomie (+13,8 %) zum Erfolg des Segments Retail & Properties bei.

Die externen Umsätze der Sonstigen Segmente sind mit € 3,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.

ertragslage des 1. Quartals 2012

Neben der positiven Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe (+5,7 %) stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um € 0,8 Mio. auf € 4,5 Mio. – darin inkludierte aktivierte Eigenleistungen waren um € 0,1 Mio. höher als in der Vorjahresperiode.

Aufwendungen

Vorwiegend aufgrund des geringeren Verbrauchs von Enteisungsmitteln im Q1/2012 reduzierten sich die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um € 0,3 Mio. auf € 11,8 Mio.

In den ersten drei Monaten 2012 beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.525 Mitarbeiter (Q1/2011: 4.434 Mitarbeiter). Die erhöhte Mitarbeiterzahl (+2,0 %) ist vorwiegend auf den höheren durchschnittlichen Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security GesmbH – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für Skylink – zurückzuführen. Daraus resultiert ein Anstieg des Personalaufwands um 3,4 % auf € 60,1 Mio. (Q1/2011: € 58,2 Mio.). Reduziert werden konnte hingegen die Anzahl der Überstunden. Per Stichtag 31. März lag der Personalstand allerdings nur mehr bei 4.403, damit um 98 Personen niedriger als zum Jahresende 2011. Bis Ultimo 2012 wird er weiter zurückgehen.

Mit € 21,8 Mio. lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,4 % über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist dies auf die höheren Aufwendungen für Instandhaltungen (+ € 0,9 Mio.) sowie für Fremdleistungen (+ € 2,5 Mio.). Gesenkt wurden im Gegenzug dazu Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (- € 1,4 Mio.) sowie für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (- € 0,4 Mio.).

EBITDA stieg um 12,6 % auf € 49,8 Mio.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 12,6 % auf € 49,8 Mio. Die EBITDA-Margin wurde um 2,2 %-Punkte auf 35,8 % verbessert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen – vorwiegend aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung von aktivierten Kosten in Höhe von € 2,5 Mio. – um 19,6 % auf € 19,3 Mio. an.

EBIT in Höhe von € 30,4 Mio.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug € 30,4 Mio. nach € 28,0 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBIT-Margin erhöhte sich damit einhergehend von 21,3 % auf 21,9 % im Q1/2012.

Das Zinsergebnis ist von minus € 2,4 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 2,7 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge sanken in den ersten drei Monaten 2012 um 15,4 % auf € 0,7 Mio. – die Zinsaufwendungen stiegen um 5,5 % auf € 3,4 Mio. Es wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 5,8 Mio. (Q1/ 2011: € 5,0 Mio.) aktiviert.

Das Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen beträgt € 0,2 Mio. (Q1/2011: - € 0,1 Mio.). In Summe wird wie in Q1/2011 ein Finanzergebnis von minus € 2,4 Mio. ausgewiesen.

Ergebnis je Aktie: € 1,03

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 28,1 Mio. (+9,4 %) nach € 25,6 Mio. im Q1/2011, woraus sich eine Steuerbelastung von € 6,5 Mio. (Q1/2011: € 5,9 Mio.) und ein Periodenergebnis für Q1/2012 von € 21,6 Mio. (+9,1 %) nach € 19,8 Mio. in der Vergleichsperiode ergibt. Das Ergebnis je Aktie betrug € 1,03 nach € 0,94 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb unverändert.

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist zum 31. März 2012 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 um 0,5 % bzw. € 9,5 Mio. auf € 1.915,8 Mio. gesunken. Den Zugängen in Höhe von € 10,9 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien standen Abschreibungen in Höhe von € 19,3 Mio. sowie Buchwertabgänge von € 1,1 Mio. gegenüber. Der Ansatz für Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen blieb mit € 91,2 Mio. fast unverändert. Gleiches gilt für die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte mit € 6,5 Mio.

Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 68,1 Mio. auf € 156,8 Mio. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den um 60,8 % gesunkenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Der Abfluss an liquiden Mitteln wurde zur Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten verwendet. Zum Stichtag 31. März 2012 wurden demnach Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von € 43,7 Mio. ausgewiesen (Details siehe Geldflussrechnung). Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte konnten trotz Umsatzwachstum um 0,4 % auf € 79,4 Mio. gesenkt werden. Die Vorräte wurden um 3,3 % auf € 4,2 Mio. reduziert. Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens sind im Vergleich zum Bilanzstichtag unverändert.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital verzeichnete ausgehend vom Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2011 einen Anstieg von 2,7 % auf € 833,0 Mio. Dies ist auf das Periodenergebnis des Q1/2012 in Höhe von € 21,6 Mio. zurückzuführen. Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. März 2012 betrafen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die Eigenkapitalquote am 31. März 2012 betrug 40,2 % nach 37,7 % zum 31. Dezember 2011. Diese Steigerung ist auch auf die Reduzierung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Die Senkung der langfristigen Schulden um 6,2 % oder € 62,9 Mio. auf € 948,8 Mio. resultiert vorrangig aus der vorzeitigen Tilgung von € 64,0 Mio. für ein dem Geschäftsjahr 2009 zugezähltes Schuldscheindarlehen. Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens wurde bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Zinsmarge vereinbart. Diesem Rückgang steht eine Erhöhung der langfristigen Rückstellungen um € 0,8 Mio. auf € 116,0 Mio. gegenüber – hauptsächlich für die Dotierung von Jubiläumsgeldern, Altersteilzeit sowie eine Rückstellung für drohende Verluste für Restwertrisiken aus Bestandsverträgen. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um € 1,6 Mio. Aufgrund der Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds, der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen sowie auch aus geringeren Abgrenzungen verringerten sich die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten um € 1,3 Mio.

Die kurzfristigen Schulden wurden um 11,1 % auf € 290,7 Mio. reduziert. Während die übrigen Rückstellungen um 22,1 % auf € 85,9 Mio. gesunken sind, erhöhte sich die Steuerrückstellung, vorrangig aufgrund des besseren Ergebnisses vor Ertragsteuern sowie aufgrund von niedrigeren Vorauszahlungen, um 36,7 % auf € 9,8 Mio. Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten sanken um 14,7 % auf € 78,9 Mio. bzw. um 2,2 % auf € 44,7 Mio. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im Q1/2012 nicht verändert.

Geldflussrechnung

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich gegenüber dem Q1/2011 um 9,4 % auf € 28,1 Mio. Die Senkung der Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten um € 7,6 Mio. bzw. € 7,3 Mio. sowie der Forderungen um € 0,4 Mio. reduzieren in Summe den operativen Cash-Flow. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen, Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie der Zahlung für Ertragsteuern ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 31,6 Mio. nach € 42,9 Mio. im Vorjahr.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 35,3 Mio. nach minus € 37,0 Mio. im Q1/2011. In der Berichtsperiode wurden Einzahlungen aus dem Anlagenabgang in Höhe von T€ 16,5 (Q1/2011: T€ 40,0) sowie Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang in Höhe von € 0,1 Mio. getätigt. Dem stehen Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 35,5 Mio. gegenüber (Q1/2011: € 37,0 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit im Q1/2012 in Höhe von minus € 64,0 Mio. ist auf die Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Im Jänner 2012 wurden € 64,0 Mio. aus dem im Geschäftsjahr 2009 zugezählten Schuldscheindarlehen vorzeitig getilgt. Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestandes minus € 67,7 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand am Ende des Q1/2012 in Höhe von € 43,7 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.).

Investitionen

Die größten Investitionen im Q1/2012 entfielen mit € 8,5 Mio. auf die Terminalerweiterung VIE-Skylink1), mit € 0,4 Mio. auf die Gepäcksortieranlage2), mit € 2,5 Mio. auf das VIE-Skylink Leitsystem, mit € 0,9 Mio. auf die Medieninstallationen VIE-Skylink sowie mit € 2,7 Mio. auf das Sicherheitssystem VIE-Skylink. Weiters wurden € 0,5 Mio. in Quick Boarding Gates, € 1,2 Mio. in

Betriebs- und Geschäftsausstattungen, € 0,6 Mio. in den VIE-Skylink Retailausbau, € 0,5 Mio. in Car-Rental-Flächen im Parkhaus 4 sowie € 2,1 Mio. in ein Speditionsgebäude investiert. In Summe wurden im Q1/2012 € 10,9 Mio.3) investiert.

1) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen in Höhe von € 12,2 Mio. durchgeführt (Abstriche). 2) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,7 Mio. durchgeführt (Abstriche). 3) Nach durchgeführten Rechnungskorrekturen

Risiken der zukünftigen Entwicklung

In den ersten drei Monaten 2012 wirkten sich – im Gegensatz zum Vorjahr (Naturkatastrophe in Japan, politische Unruhen in Nordafrika) – keine äußeren Krisenfälle negativ auf die Ertragslage der Flughafen-Wien-Gruppe aus.

Für die restlichen neun Monate des Geschäftsjahres 2012 bestehen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten aus der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie. Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien können sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der Flughafen Wien AG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst und entsprechende Risikominderungspläne überwacht.

Risiken bestehen aktuell im Zusammenhang mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink. Nachdem die Bauaktivitäten am VIE-Skylink Mitte Februar 2010 wieder aufgenommen wurden, ist für den 5. Juni 2012 die Inbetriebnahme geplant. Eine verspätete Inbetriebnahme des VIE-Skylink würde zu Mehrkosten und zu Verzögerungen führen.

Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Technische Gutachter haben im Zuge der Vergangenheitsbewältigung der Terminalerweiterung VIE-Skylink Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigte Kostenerhöhungen festgestellt. In den untersuchten Fällen wurden Schäden in Höhe von € 52,1 Mio. eruiert. Diese hatten im Geschäftsjahr 2011 eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 31,6 Mio. zur Folge. Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. an die Flughafen Wien AG zurücküberwiesen. Es sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.

Eine weitere Herausforderung stellt die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste dar. Die Flughafen Wien AG hat bei der zuständigen Behörde, der Niederösterreichischen Landesregierung, den Antrag auf Genehmigung nach dem UVP-G für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird abhängig von der dann vorliegenden langfristigen Bedarfseinschätzung die Entscheidung über den Zeitpunkt des Baubeginns gefällt. Ein rechtskräftiger negativer UVP-Bescheid könnte zur Folge haben, dass die bereits angelaufenen und aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm teilweise außerplanmäßig abgeschrieben werden müssten.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 7 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick

Im Vergleich zum April des Vorjahres erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 9,5 %. Die Flugbewegungen stiegen um 1,5 %, und das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit einem Plus von 0,1 % nahezu unverändert im Vergleich zum April 2011. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im April 2012 ein Plus von 18,2 %, jenes in den Nahen und Mittleren Osten von 9,0 %. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 11,3 % auf 22.665 Tonnen.

Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung der ersten vier Monate in 2012 wurde die Verkehrsprognose für das Geschäftsjahr 2012 angepasst. Die Flughafen Wien AG rechnet nunmehr mit einem Passagierplus von 4 % bis 5 %. Kein Zuwachs wird hingegen bei Flugbewegungen (0 % bis -1 %) und Höchstabfluggewicht (MTOW) (-2 % bis -3 %) erwartet.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste fand im August und September 2011 die mündliche Verhandlung statt. Frühestens Mitte 2012 wird der Bescheid erster Instanz erwartet.

Für das Jahr 2012 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von maximal € 160,0 Mio. geplant.

Schwechat, am 2. Mai 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Segmentberichterstattung

n Segmentergebnisse

Veränderung
in T€ 1–3 2012 1–3 2011 in %
Airport
Externe Segmentumsätze 66.245,2 62.544,7 5,9
Segment-EBIT 15.005,0 17.530,5 -14,4
Handling
Externe Segmentumsätze 40.348,2 39.790,6 1,4
Segment-EBIT 5.318,6 2.196,1 142,2
etail & Properties
Externe Segmentumsätze 28.775,6 25.553,5 12,6
Segment-EBIT 16.045,9 13.729,0 16,9
Sonstige Segmente
Externe Segmentumsätze 3.633,9 3.595,6 1,1
Segment-EBIT -840,6 359,2 -334,0

Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Centers und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Tarife

Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:

  • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: + 0,81 %
  • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: + 0,39 %
  • Infrastrukturtarif Betankung: + 0,68 %

Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif bleibt mit € 4,49/abfliegender Transferpassagier sowie € 6,89/lokal abfliegender Passagier ebenfalls unverändert. In Entsprechung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung wurde der Sicherheitstarif mit € 7,7/abfliegender Passagier ermittelt und ab 16.4.2012 gemäß den Bestimmungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes festgelegt.

Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung, werden der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 sowie der variable Landetarif auf

€ 5,59 pro MTOW gesenkt. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.

Umsatzplus im Segment Airport von 5,9 %

Insgesamt erzielte das Segment Airport Umsätze in der Höhe von € 66,2 Mio. – ein Plus von € 3,7 Mio. bzw. 5,9 % im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres. Zu dieser positiven Entwicklung trugen vor allem die gestiegenen Erlöse aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM – Passengers with Reduced Mobility) sowie aus dem Sicherheitstarif um 21,9 % bzw. 9,4 % auf € 29,5 Mio. bzw. € 13,8 Mio. bei. Aus dem Infrastrukturtarif wurden die Erlöse um 3,5 % auf € 6,2 Mio. verbessert. Gesunken sind hingegen die Umsatzerlöse aus dem Landetarif um 11,6 % auf € 13,5 Mio. Die Umsätze aus der Betankung sowie aus den Sondergastdiensten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,4 Mio. bzw. € 0,3 Mio.

Der Materialaufwand im Segment Airport ist aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln für den Winterdienst sowie sonstigen Materialien um 24,7 % auf € 1,0 Mio. gesunken. Dieser Reduktion steht eine leichte Erhöhung des Personalaufwands um € 0,3 Mio. bzw. 3,4 % auf € 7,8 Mio. gegenüber. Zurückzuführen ist dies auf den im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 2,5 % höheren durchschnittlichen Personalstand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden um € 0,2 Mio. auf € 11,0 Mio. gesenkt. Die Abschreibungen erhöhten sich – aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. – um € 3,4 Mio. auf € 11,7 Mio.

Segment-EBITDA von € 26,7 Mio.

Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 30,2 Mio. (Q1/2011: € 26,3 Mio.) ergibt sich im Q1/2012 ein Segment-EBITDA von € 26,7 Mio. (Q1/2011: € 25,9 Mio.). Das EBIT des Segments Airport betrug € 15,0 Mio. (Q1/2011: € 17,5 Mio.). Daraus resultierte eine EBITDA-Margin von 35,9 % (Q1/2011: 36,6 %) und eine EBIT-Margin von 20,1 % (Q1/2011: 24,8 %).

Segment Handling

Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.

€ 40,3 Mio. Umsatz im Segment Handling

Die externen Umsätze des Segments Handling stiegen im Q1/2012 um nur 1,4 % auf € 40,3 Mio. Während die Erlöse aus der Vorfeldabfertigung um 2,9 % auf € 26,0 Mio. sanken, wurden im Gegensatz dazu die Erlöse aus der Frachtabfertigung aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um €1,5Mio. gesteigert. Die Umsatzerlöse aus Sicherheitsdienstleistungen wurden auf € 0,9 Mio. (+8,0%) verbessert. Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung lagen mit € 2,4 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres, während die Umsätze im Bereich General Aviation um € 0,2 Mio. auf € 1,6 Mio. sanken.

Der Materialaufwand des Segments Handling reduzierte sich aufgrund des niedrigeren Verbrauchs an Flugzeugenteisungsmitteln, sonstigen Materialien sowie Dienstbekleidung um € 0,5 Mio. auf

€ 2,9 Mio. Der Personalaufwand des Segments Handling erhöhte sich um € 1,4 Mio. auf € 37,9 Mio. Zurückzuführen ist dies auf den höheren durchschnittlichen Personalstand (+ 21,6 %) der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H. infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für den Skylink. Hingegen reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand des VIE-Handlings bereits jetzt um 6,4 %. Stichtagbezogen lässt sich die Wirkung der in 2011 eingeleiteten Personalmaßnahmen feststellen: Die Anzahl der Mitarbeiter bei VIAS per Ende März erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2011 um nur zwei Personen. Bis Ende des Jahres 2012 soll die Anzahl jedoch unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Mit 31.3.2012 lag die Personalanzahl des Segments Handling bereits um 2,5 % oder 82 Mitarbeiter unter dem Niveau vom 31.12.2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Abschreibungen verringerten sich um 49,6 % bzw. 13,4 % auf € 0,3 Mio. bzw. € 1,4 Mio. Die internen Aufwendungen des Segments Handling beliefen sich auf € 8,3 Mio. (Q1/2011: € 8,4 Mio.).

EBITDA-Erhöhung um € 2,9 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling für die ersten drei Monate 2012 erhöhte sich um beachtliche € 2,9 Mio. auf € 6,7 Mio. (Q1/2011: € 3,8 Mio.), das EBIT des Segments beträgt € 5,3 Mio. nach € 2,2 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBITDA-Margin liegt damit bei 11,9 % um 4,8 %-Punkte und die EBIT-Margin bei 9,5 % um 5,3 %-Punkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Umsatzplus von 12,6 % im Segment Retail & Properties

Die steigende Bedeutung des Segments Retail & Properties spiegelt sich auch in einem deutlichen Umsatzplus von 12,6 % auf € 28,8 Mio. wider. Die Parkerträge sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,2 Mio. höher, und die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien und Werbeflächen wurden um € 0,9 Mio. auf € 9,4 Mio. verbessert. Auch die Entwicklung der Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie war mit einem Plus von 13,8 % sehr positiv.

Der Materialaufwand reduzierte sich aufgrund von geringeren Aufwendungen für sonstiges Material bzw. einem geringeren Aufwand zur Weiterverrechnung um 16,4 % auf € 0,2 Mio. Auch der Personalaufwand verminderte sich um 6,6 % auf € 1,1 Mio. Die Abschreibungen belaufen sich auf € 3,4 Mio. nach € 3,6 Mio. in der Vergleichsperiode. Demgegenüber stehen um € 1,0 Mio. höhere sonstige betriebliche Aufwendungen. Diese Steigerung resultiert aus höheren Aufwendungen für Instandhaltung und Marktkommunikation, der Zuweisungen für Wertberichtigungen zu Forderungen sowie der Dotierung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Restwertrisiken aus Bestandsverträgen. Die internen Betriebsaufwendungen befanden sich mit € 7,4 Mio. im Q1/2012 leicht über dem Niveau des Vorjahres.

EBITDA-Erhöhung um € 2,1 Mio.

In Summe stieg das EBITDA des Segments Retails & Properties um € 2,1 Mio. auf € 19,5 Mio. Das Segment-EBIT erhöhte sich um € 2,3 Mio. auf € 16,0 Mio. (Q1/2011: € 13,7 Mio.). Die EBITDA-Margin lag im Q1/2012 bei 59,5 % nach 58,7 % in der Vergleichsperiode, und die EBIT-Margin belief sich auf 49,1 % (Q1/2011: 46,5 %).

Segment Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente blieben mit € 3,6 Mio. im Q1/2012 im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten drei Monaten des Vorjahres, um € 0,6 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Verbrauch an Treibstoffen, Dienstbekleidung und Strom. Der Personalaufwand verzeichnete einen leichten Rückgang um 1,9 % auf € 9,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um € 1,6 Mio. auf € 4,7 Mio. aufgrund von höheren Fremdleistungen, Instandhaltungen sowie Rechts-, Prüf- und Beratungskosten. Die Abschreibungen erhöhten sich um 7,9 % auf € 2,8 Mio. Dem steht ein Rückgang bei den internen Aufwendungen von 6,8 % auf € 1,7 Mio. gegenüber.

In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 1,9 Mio. (Q1/2011: € 2,9 Mio.) und ein Segment-EBIT von minus € 0,8 Mio. (Q1/2011: + € 0,4 Mio.) ausgewiesen.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2012

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Veränderung
in T€ 1–3/2012 1–3/2011 in %
Umsatzerlöse 139.039,0 131.517,9 5,7
Sonstige betriebliche Erträge 4.529,0 3.744,1 21,0
Betriebsleistung 143.567,9 135.261,9 6,1
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -11.821,5 -12.157,1 -2,8
Personalaufwand -60.145,5 -58.187,8 3,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.806,5 -20.692,6 5,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern undAbschreibungen (EBITDA) 49.794,5 44.224,5 12,6
Abschreibungen -19.348,8 -16.176,2 19,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 30.445,7 28.048,4 8,5
Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen 72,9 0,0 n.a.
Zinsertrag 722,2 853,9 -15,4
Zinsaufwand -3.395,0 -3.216,7 5,5
Sonstiges Finanzergebnis 10,0 10,4 -3,8
Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen -2.589,9 -2.352,4 10,1
Beteiligungsergebnis At-Equity-Unternehmen 203,6 -53,9 -477,4
Finanzergebnis -2.386,3 -2.406,4 -0,8
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 28.059,4 25.642,0 9,4
Ertragsteuern -6.480,9 -5.862,6 10,5
Periodenergebnis 21.578,5 19.779,4 9,1
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 21.579,7 19.779,9 9,1
Nicht beherrschende Anteile -1,2 -0,6 106,3
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 1,03 0,94 9,6

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Veränderung
in T€ 1–3/2012 1–3/2011 in %
Periodenergebnis 21.578,5 19.779,4 9,1
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste
Wertänderung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren -1,0 -279,9 -99,6
davon erfolgsneutrale Veränderung -1,0 -279,9 -99,6
Cash-Flow Hedge 44,6 165,9 -73,1
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
verrechnete Posten -10,9 28,5 -138,3
Sonstiges Ergebnis 32,7 -85,5 -138,3
Gesamtergebnis 21.611,2 19.693,9 9,7
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 21.612,4 19.694,4 9,7
Nicht beherrschende Anteile -1,2 -0,6 106,3

Konzern-Bilanz

AKTIVA

Veränderung
in T€ 31.3.2012 31.12.2011 in %
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 16.534,2 15.285,5 8,2
Sachanlagen 1.682.560,9 1.692.541,2 -0,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 119.074,0 119.935,4 -0,7
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 91.159,0 90.968,2 0,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.457,1 6.514,4 -0,9
1.915.785,2 1.925.244,6 -0,5
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 4.201,7 4.343,3 -3,3
Wertpapiere 29.534,0 29.535,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 79.373,4 79.705,4 -0,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43.658,6 111.330,0 -60,8
156.767,7 224.913,7 -30,3
Summe Aktiva 2.072.552,9 2.150.158,3 -3,6

PASSIVA

Veränderung
in T€ 31.3.2012 31.12.2011 in %
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -1.977,8 -2.010,5 -1,6
Einbehaltene Ergebnisse 564.476,4 542.896,7 4,0
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 832.825,9 811.213,5 2,7
Nicht beherrschende Anteile 209,2 210,4 -0,6
833.035,1 811.423,9 2,7
Langfristige Schulden
Rückstellungen 115.994,4 115.195,1 0,7
Finanzverbindlichkeiten 757.285,4 821.285,4 -7,8
Übrige Verbindlichkeiten 50.282,6 51.557,8 -2,5
Latente Steuerabgrenzung 25.216,8 23.606,9 6,8
948.779,1 1.011.645,2 -6,2
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 9.835,8 7.194,5 36,7
Übrige Rückstellungen 85.940,8 110.318,1 -22,1
Finanzverbindlichkeiten 71.346,0 71.301,9 0,1
Lieferantenverbindlichkeiten 78.900,8 92.531,6 -14,7
Übrige Verbindlichkeiten 44.715,4 45.743,0 -2,2
290.738,7 327.089,2 -11,1
Summe Passiva 2.072.552,9 2.150.158,3 -3,6

Konzern-Geldflussrechnung

Veränderung
in T€ 1–3/2012 1–3/2011 in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 31.594,0 42.901,5 -26,4
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 16,5 40,1 -58,7
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 140,1 0,0 n.a.
– Auszahlungen für Anlagenzugang
(ohne Finanzanlagen) -35.466,1 -37.038,2 -4,2
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -35.309,5 -36.998,1 -4,6
+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten -63.956,0 100.209,0 -163,8
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -63.956,0 100.209,0 -163,8
Veränderung des Finanzmittelbestandes -67.671,4 106.112,3 -163,8
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 111.330,0 63.632,7 75,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 43.658,6 169.745,0 -74,3

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Den G
esellschaftern
der Muttergesellschaft zuordenbar
G
2011 in T€
rund-
kapital
Kapital-
rücklagen
Summe
sonstige
ück-
lagen
Einbe-
haltene
Ergebnisse G
esamt A N
icht
beherr-
schende
nteile G
esamt
Stand zum 1.1.2011 152.670,0 117.657,3 -895,5 553.294,3 822.726,1 232,8 822.958,9
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -209,9 -209,9 -209,9
Cash-Flow Hedge 124,4 124,4 124,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -85,5 0,0 -85,5 0,0 -85,5
Periodenergebnis 19.779,9 19.779,9 -0,6 19.779,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -85,5 19.779,9 19.694,4 -0,6 19.693,9
Stand zum 31.3.2011 152.670,0 117.657,3 -981,0 573.074,2 842.420,6 232,2 842.652,8
Den G
esellschaftern
der Muttergesellschaft zuordenbar
G
2012 in T€
rund-
kapital
Kapital- R
rücklagen
Summe
sonstige
ück-
lagen
Einbe-
haltene
Ergebnisse G
esamt A N
icht
beherr-
schende
nteile G
esamt
Stand zum 1.1.2012 152.670,0 117.657,3 -2.010,5 542.896,7 811.213,5 210,4 811.423,9
Marktwertbewertung
von Wertpapieren -0,8 -0,8 -0,8
Cash-Flow Hedge 33,5 33,5 33,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 32,7 0,0 32,7 0,0 32,7
Periodenergebnis 21.579,7 21.579,7 -1,2 21.578,5
Gesamtergebnis 0,0 0,0 32,7 21.579,7 21.612,4 -1,2 21.611,2
Stand zum 31.3.2012 152.670,0 117.657,3 -1.977,8 564.476,4 832.825,9 209,2 833.035,1

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. März 2012 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2011 gelesen werden.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2011. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2012 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

IFRS 8 sieht eine Segmentberichterstattung vor, die ausschließlich an die interne Organisationsund Berichtsstruktur sowie die internen Steuerungsgrößen des Unternehmens anknüpft.

Gemäß IFRS 8 sind für die Identifikation der Geschäftssegmente die Teilbereiche des Unternehmens zu identifizieren, deren geschäftliche Aktivitäten zu Erträgen und Aufwendungen führen können (einschließlich mit und von anderen Segmenten), deren operative Ergebnisse regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht werden, um Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen treffen und die Performance beurteilen zu können, und für die eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar sind.

Ausgangsbasis für die Segmentberichterstattung sind die Geschäftssegmente, welche die Größenkriterien gemäß IFRS 8.13 erfüllen und daher berichtspflichtig sind. Geschäftssegmente, die nach IFRS 8.12 vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und auch in den anderen Faktoren ähnlich sind, können mit berichtspflichtigen Segmenten zu einem Berichtssegment zusammengefasst werden.

Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften die einzelnen Geschäftssegmente dar, die in den nachfolgenden Darstellungen zu Berichtssegmenten zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt daher anhand von Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDA, EBIT, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

AIRPORT

Im Segment Airport werden die Geschäftsbereiche "Aviation" und "Flughafendienste" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment Aviation erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Centers und der VIP-Lounges. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Der Bereich Flughafendienste erbringt Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.

HANDLING

Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich "Abfertigungsdienste" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation und führt das General Aviation Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.

RETAIL & PROPERTIES

Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche "Immobilien- und Centermanagement" der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parkierung bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.

SONSTIGE SEGMENTE

Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtsegment "Sonstige Segmente" zusammengefasst.

Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften betreffend die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.

Diesem Segment werden weiters jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Segmenterl
öse
und
Segmentergebnisse
2012 nach
Gesch
äftsbereichen
-- -------------------------- -------------------------------- ------------------------
Retail & Sonstige
1–3/2012 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 66.245,2 40.348,2 28.775,6 3.633,9 139.002,8
Interne Segmentumsätze 8.279,2 15.724,6 3.918,4 19.652,9
Segmentumsätze 74.524,5 56.072,8 32.694,0 23.286,8
Sonstige externe Umsätze1) 36,1
Konzernumsatz 139.039,0
Segmentergebnis 15.005,0 5.318,6 16.045,9 -840,6 35.529,0
Sonstiges (nicht zuordenbar) -5.083,3
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 30.445,7

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2011 nach Geschäftsbereichen

Retail & Sonstige
1–3/2011 in T€ Airport Handling Properties Segmente Konzern
Externe Segmentumsätze 62.544,7 39.790,6 25.553,5 3.595,6 131.484,3
Interne Segmentumsätze 8.197,1 12.895,4 3.960,6 19.144,9
Segmentumsätze 70.741,8 52.686,0 29.514,1 22.740,5
Sonstige externe Umsätze1) 33,5
Konzernumsatz 131.517,9
Segmentergebnis 17.530,5 2.196,1 13.729,0 359,2 33.814,9
Sonstiges (nicht zuordenbar) -5.766,5
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 28.048,4

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT

in T€ 1–3/2012 1–3/2011
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 35.529,0 33.814,9

Verwaltungsbereich

Umsatz 1.725,1 1.561,8
Sonstige betriebliche Erträge 98,7 286,5
Materialaufwand -211,8 -232,1
Personalaufwand -4.004,3 -3.467,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.632,1 -3.846,4
Abschreibungen -58,9 -68,4
Summe nicht zuordenbar -5.083,3 -5.766,5
Konzern-EBIT 30.445,7 28.048,4

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

angaben zum Segmentvermögen

in T€ 31.3.2012 31.12.2011
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.426.099,3 1.432.861,9
Handling 33.718,8 32.153,1
Retail & Properties 321.143,7 321.941,4
Sonstige Segmente 171.544,3 169.003,0
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.952.506,2 1.955.959,5
Nicht zuordenbares Vermögen
Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen der Verwaltung 918,5 1.204,9
Sonstige Finanzanlagen 6.014,5 6.045,9
Langfristige Forderungen 86,5 86,5
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 29.534,0 29.535,0
Vorräte 170,2 242,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10,3 7,1
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 781,8 339,0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 38,0 77,8
Forderungen an Finanzamt 28.694,5 35.477,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.027,0 5.002,1
Abgrenzungsposten 5.112,9 4.850,7
Zahlungsmittel und -äquivalente 43.658,6 111.330,0
Summe nicht zuordenbar 120.046,7 194.198,9
Konzernvermögen 2.072.552,9 2.150.158,3

(4) Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Zu in der abgelaufenen Zwischenperiode eingetretenen wesentlichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen wird auf die Darstellungen im Konzernzwischenlagebericht verwiesen.

(5) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die erhöhten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.

(6) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2011: 14) und sieben ausländische (31.12.2011: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2011: 4) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2011: 4) nach der Equity-Methode bewertet.

Fünf (31.12.2011: 6) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(7) Sonstige Angaben

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht geändert.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(8) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. März 2012 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 2. Mai 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Erklärung des Vorstands

nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 2. Mai 2012

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO

Impressum

Herausgeber: Flughafen Wien AG, Kommunikation · Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen, Telefon: +43/1/7007-23333, Telefax: +43/1/7007-23806

Investor Relations:

Mag. Judit Helenyi, Telefon: +43/1/7007-23126, E-Mail: [email protected] Mario Santi, Telefon: +43/1/7007-22826, E-Mail: [email protected]

http://www.viennaairport.com · DVR: 008613 · Firmenbuchnummer: FN 42984 m · Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

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