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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report May 24, 2012

756_rns_2012-05-24_cecd48e1-9969-4eb7-abfd-95f6dc87be82.pdf

Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2012

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern 2012 Veränderung 2011
Monetäre Werte in € Millionen
Erfolgsrechnung 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Zinsüberschuss 875 -1,0% 884
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -153 -26,5% -208
Provisionsüberschuss 346 -3,1% 357
Handelsergebnis 82 -33,6% 123
Verwaltungsaufwendungen -753 0,0% -753
Periodenüberschuss vor Steuern 685 69,1% 405
Periodenüberschuss nach Steuern 574 87,9% 305
Konzern-Periodenüberschuss 541 100,4% 270
Bilanz 31.3. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 24.626 -4,4% 25.748
Forderungen an Kunden 82.478 1,1% 81.576
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.318 3,5% 37.992
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.749 1,5% 66.747
Eigenkapital 11.474 4,9% 10.936
Bilanzsumme 148.798 1,2% 146.985
Kennzahlen 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
Return on Equity vor Steuern 25,1% 9,5 PP 15,6%
Return on Equity nach Steuern 21,0% 9,3 PP 11,8%
Konzern-Return on Equity 22,0% 10,4 PP 11,6%
Cost/Income Ratio 58,2% 2,0 PP 56,2%
Return on Assets vor Steuern 1,85% 0,65 PP 1,20%
Nettozinsspanne 2,37% -0,25 PP 2,61%
NPL Ratio 8,9% 0,2 PP 8,6%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,81% -0,34 PP 1,16%
Bankspezifische Kennzahlen1 31.3. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 71.051 -7,9% 77.150
Gesamte Eigenmittel 12.657 -1,6% 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.898 -9,5% 7.624
Überdeckungsquote 83,5% 14,8 PP 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,2% 1,2 PP 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,0% 0,8 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% 0,8 PP 9,9%
Eigenmittelquote 14,7% 1,2 PP 13,5%
Aktienkennzahlen 31.3. 31.3.
Gewinn je Aktie in € 2,52 123,0% 1,13
Kurs in € 26,50 -32,3% 39,16
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 29,05 -35,6% 45,10
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 18,64 -51,2% 38,16
Anzahl der Aktien in Millionen 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen 5.181 -32,3% 7.656
Ressourcen 31.3. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 58.366 -1,5% 59.261
Geschäftsstellen 2.831 -3,3% 2.928

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

RBI auf dem Kapitalmarkt 3
Lagebericht des Konzerns 6
Entwicklung der Märkte 6
Ergebnisentwicklung 8
Bilanzentwicklung 15
Risikomanagement 18
Ausblick 20
Ereignisse nach der Berichtsperiode 21
Segmentbericht 22
Konzernzwischenabschluss 54
Gesamtergebnisrechnung 54
Erfolgsrechnung 54
Bilanz 57
Eigenkapitalveränderungsrechnung 58
Kapitalflussrechnung 58
Segmentberichterstattung 59
Anhang 64
Impressum/Disclaimer 95

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderungswerte in den Tabellen basieren auf nicht gerundeten Ausgangswerten.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Steigende Renditeniveaus

Weltweit über den Erwartungen liegende Konjunkturdaten, die expansive Geldpolitik der Zentralbanken, die umfangreiche Liquidität bereitstellten, und die Entspannung der europäischen Staatsschuldenkrise sendeten im ersten Quartal 2012 deutlich positive Impulse an die Märkte. Im Einklang damit wiesen die globalen Aktienmärkte seit Jahresbeginn deutliche Kursgewinne aus. Gleichzeitig lösten sich die Renditen von Anleihen erstklassiger Emittenten von ihren Tiefstständen und stiegen markant.

Entwicklung der RBI-Aktie

Auch die Aktie der RBI entwickelte sich in diesem Umfeld positiv: Den höchsten Schlusskurs erreichte sie im abgelaufenen Quartal mit € 29,05 am 6. Februar, den niedrigsten mit € 18,64 am 9. Jänner.

Mit Schlusskursen von € 20,07 am 29. Dezember 2011 und € 26,50 am 30. März 2012 verzeichnete die Aktie im ersten Quartal 2012 insgesamt ein Plus von 32,1 Prozent. Der EURO STOXX Banks und der ATX stiegen im selben Zeitraum um 14,1 Prozent bzw. 8,6 Prozent. Nach dem 30. März gab die Aktie der RBI jedoch wieder nach und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 18. Mai bei € 22,31.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2011 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

In den ersten Monaten 2012 nahm das Investor Relations Team an Roadshows in Helsinki, Hongkong, Kopenhagen, London, New York, Singapur, Stockholm, Tallinn und Zürs (Österreich) teil, um zahlreiche interessierte Investoren und Analysten persönlich über die RBI und die aktuellen Entwicklungen zu unterrichten. In Wien fanden ein Investorenlunch sowie eine Analystenkonferenz statt.

Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011 präsentierte sich die RBI in London vor mehr als 100 Analysten und institutionellen Anlegern aus den wichtigsten Finanzzentren der Welt. Diese gleich am Tag nach der Publikation des Jahresergebnisses in Wien abgehaltene Veranstaltung bot auch der internationalen Financial Community die Gelegenheit zu einem direkten Informations- und Meinungsaustausch mit dem Vorstand der RBI. Zum Teilnehmerkreis dieser Investor Presentation zählten Analysten, die die RBI sowohl eigen- als auch fremdkapitalseitig covern, ebenso wie Eigen- und Fremdkapitalinvestoren sowie Vertreter von Rating-Agenturen.

Mit einer erfolgreichen Senior-Benchmark-Emission im Volumen von € 500 Millionen mit dreijähriger Laufzeit, die innerhalb kurzer Zeit vierfach gezeichnet war, unterstrich die RBI im ersten Quartal 2012 ihre Stellung als attraktiver Emittent auf dem Anleihemarkt.

Im März begab die RBI ihre erste Anleihe in chinesischer Währung im Volumen von 750 Millionen Renminbi (CNH). Dieser Bond mit zweijähriger Laufzeit wurde zweifach gezeichnet.

Die RBI ist bestrebt, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtigen Veranstaltungen als so genannte Webcasts online bereit. Diese können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen & Webcast abgerufen werden.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Kurs zum 31. März 2012 € 26,50
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im ersten Quartal 2012 € 29,05 / € 18,64
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 31. März 2012 € 2,52
Marktkapitalisierung zum 31. März 2012 € 5,181 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2012 285.523 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2012 € 458 Millionen
Streubesitz zum 31. März 2012 21,5%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2012 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Rating under review for
Moody's Investors Service A1 P-1 downgrade
Standard & Poor's A A-1 negative
Fitch Ratings A F1 stable

Finanzkalender 2012

24. Mai 2012 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
20. Juni 2012 Hauptversammlung
27. Juni 2012 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
15. August 2012 Beginn der Quiet Period
29. August 2012 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
14. November 2012 Beginn der Quiet Period
28. November 2012 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Group Investor Relations

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71707 2089 Telefax: +43-1-71707 2138 Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Lagebericht des Konzerns

Entwicklung der Märkte

Wachstum in CEE 2012 weiter deutlich über Eurozone

Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) lag 2011 etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Zentraleuropa (CE) wies ein robustes Wachstum in Höhe von 3,1 Prozent auf, und auch die Region Südosteuropa (SEE) konnte sich mit einem Wachstum von 1,9 Prozent aus der Rezession befreien. Weiterhin am höchsten fiel das Wachstum in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) aus, in der dank hoher Öl- und Rohstoffpreise 2011 ein Plus von 4,4 Prozent erzielt werden konnte. In Anbetracht der schwächeren Vorgaben vor allem aus der Eurozone wird allerdings erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2012 etwas eintrübt. Dies betrifft vor allem CE und SEE, während für die GUS nur eine geringere Dämpfung des Aufwärtstrends erwartet wird. Im zweiten Halbjahr dürfte bereits wieder eine Erholung der Konjunktur einsetzen.

Das Wirtschaftswachstum in der Region CE (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) entwickelte sich 2011 gegenüber 2010 nahezu unverändert, allerdings mit teils deutlichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum in der Tschechischen Republik aufgrund strikter Sparmaßnahmen auf 1,7 Prozent reduzierte, rutschte Slowenien mit minus 0,2 Prozent bereits wieder in eine Rezession. Positiv wirkte sich in der Region hingegen das stärkere Wachstum in Polen mit 4,3 Prozent sowie in Ungarn mit 1,7 Prozent aus. Aufgrund der erwarteten Rezession in der Eurozone (minus 0,3 Prozent für 2012) dürfte sich der Exportsektor als wichtiger Wachstumstreiber in CE abkühlen. Während erwartet wird, dass die meisten Volkswirtschaften der Region 2012 stagnieren oder sogar leicht schrumpfen, sollte Polen dank einer robusteren Inlandsnachfrage ein Wachstum von 2,8 Prozent vorweisen. Slowenien dürfte mit minus 1 Prozent der schwächste Markt sein. Für 2013 wird in der Region CE jedoch wieder ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent prognostiziert.

Die Region SEE (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien) konnte sich 2011 aus der Rezession befreien. Mit Ausnahme von Kroatien, wo die Wirtschaftsleistung mit 0,0 Prozent stagnierte, konnten die anderen Länder in SEE ein reales Wirtschaftswachstum zwischen 1,7 Prozent und 4,0 Prozent generieren. Für 2012 wird aufgrund des schwächeren Wachstums in der Eurozone sowie rückläufiger Exporte vor allem in die südlichen Länder der Eurozone ein Rückgang des Wirtschaftswachstums erwartet. Lediglich Albanien und Bulgarien dürften sich etwas besser entwickeln. Für Kroatien wird sogar ein deutlicherer Rückgang der Wirtschaftsleistung von minus 1,0 Prozent erwartet. 2013 sollte das Wachstum in der Region zumindest wieder das Niveau von 2011 – etwa 2 Prozent – erreichen.

Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (Belarus, Russland und Ukraine) zeigte 2011 ein robustes Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent. Die Region ist weniger abhängig von der Entwicklung in der Eurozone und konnte vom verbesserten globalen Umfeld profitieren, das für höhere Öl- und Rohstoffpreise sorgte. Für 2012 wird ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums erwartet, bereits 2013 wird aber aufgrund des verbesserten Ausblicks in der Eurozone wieder ein BIP-Anstieg um 4,0 Prozent prognostiziert.

Region/Land 2010 2011 2012e 2013f
Polen 3,9 4,3 2,8 3,7
Slowakei 4,0 3,3 2,4 2,0
Slowenien 1,4 -0,2 -1,0 1,5
Tschechische Republik 2,7 1,7 -0,2 1,0
Ungarn 1,3 1,7 -0,5 1,0
CE 3,2 3,1 1,5 2,5
Albanien 3,9 3,1 2,5 3,5
Bosnien und Herzegowina 0,7 1,9 0,0 2,0
Bulgarien 0,4 1,7 1,0 2,5
Kroatien -1,2 0,0 -1,0 1,0
Kosovo 3,9 4,0 3,0 4,0
Rumänien -1,6 2,5 0,5 2,5
Serbien 1,0 2,0 0,0 1,0
SEE -0,7 1,9 0,3 2,1
Belarus 7,6 5,3 3,0 3,0
Russland 4,3 4,3 3,7 4,0
Ukraine 4,2 5,2 3,5 4,0
GUS 4,4 4,4 3,7 4,0
CEE 3,5 3,7 2,7 3,3
Österreich 2,3 3,0 0,7 1,3
Deutschland 3,6 3,1 0,5 1,1
Eurozone 1,8 1,5 -0,3 0,8

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Auswirkungen auf den Bankensektor

Der Anstieg der notleidenden Kredite in den CEE-Märkten schwächte sich 2011 deutlich ab. In Polen, Russland, der Slowakei und der Tschechischen Republik waren sogar absolute Rückgänge zu verzeichnen. Angesichts gestiegener Anforderungen an die lokale Refinanzierung und neuer regulatorischer Vorgaben befindet sich der Bankensektor in CEE aber in einer Umbruchsphase. Während die Kreditvolumina und Bankenaktiva in den Jahren 2005 bis 2008 kräftig zulegten, kam es 2009 eher zu einer Stagnation bzw. zu einem leichten Rückgang. Bereits 2010 hatte sich aber eine Erholung abgezeichnet, die sich 2011 fortsetzte. Dies vor allem auf den Bankenmärkten in CEE, wo fundamental gesehen noch erhebliches Wachstumspotenzial besteht (etwa in Polen, Russland, Serbien, der Slowakei oder der Tschechischen Republik). Das Kreditwachstum in CEE lag 2011 etwa auf dem Niveau von 2010 (2011: 12,2 Prozent, 2010: 13,7 Prozent) und verdeutlicht damit, dass keine "Kreditklemme" besteht. Auch langfristig wird erwartet, dass der Bankensektor etwa in diesem Umfang wächst.

Ergebnisentwicklung

Das Gesamtergebnis der RBI hat sich trotz leicht rückläufiger Betriebserträge im ersten Quartal 2012 positiv entwickelt. Dafür sorgten zum einen deutlich niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie positive Marktbewegungen. Zum anderen führten zwei Sondereffekte im Zusammenhang mit den Vorgaben der European Banking Authority (EBA) zur Erreichung einer harten Kernkapitalquote (Core Tier 1 Ratio, gesamt) von 9 Prozent zu positiven Ergebnisbeiträgen: So ergab sich aus weiteren Verkäufen von Wertpapieren aus dem Bestand der Konzernzentrale ein Vorsteuergewinn von € 159 Millionen. Weiters wurde durch den vorzeitigen Rückkauf von € 358 Millionen an Hybridanleihen (Hybrid Tier-1-Capital) ein Ergebnis vor Steuern von netto € 113 Millionen erzielt.

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Veränderung Veränderung
in € Millionen 2012 2011 absolut in %
Zinsüberschuss 875 884 -9 -1,0%
Provisionsüberschuss 346 357 -11 -3,1%
Handelsergebnis 82 123 -41 -33,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -8 -24 16 -66,7%
Betriebserträge 1.295 1.341 -46 -3,4%
Personalaufwand -381 -380 -2 0,4%
Sachaufwand -284 -287 3 -1,2%
Abschreibungen -88 -86 -2 2,4%
Verwaltungsaufwendungen -753 -753 0 0,0%
Betriebsergebnis 542 588 -46 -7,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -153 -208 55 -26,5%
Übrige Ergebnisse 296 25 270 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 685 405 280 69,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -111 -100 -11 11,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 574 305 269 87,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 -35 3 -7,1%
Konzern-Periodenüberschuss 541 270 271 100,4%

Das Ergebnis im Vorjahresvergleich

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss ging zwar in den ersten drei Monaten 2012 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 1 Prozent oder € 9 Millionen auf € 875 Millionen zurück, lieferte mit einem Anteil von 68 Prozent (plus 2 Prozentpunkte) aber weiterhin den wichtigsten Beitrag zu den Betriebserträgen. Der in der Konzernzentrale erzielte Zinsüberschuss reduzierte sich aufgrund von Wertpapierverkäufen sowie der Veranlagung von Überliquidität. In Ungarn sank er im Zusammenhang mit dem "Home

Protection Plan" im Wesentlichen aufgrund der vorzeitigen Tilgung von Fremdwährungskrediten an Privatkunden.

Wesentlicher Treiber der Entwicklung war die Nettozinsspanne (das Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme), die im Jahresabstand um 25 Basispunkte auf 2,37 Prozent fiel. Hauptgrund dafür war die Entwicklung in Zentraleuropa, wo die Zinsmarge von 3,36 Prozent auf 2,82 Prozent sank. Der größte Rückgang war hier aufgrund des Wegfalls eines Großteils der Fremdwährungskredite in Ungarn zu verzeichnen (minus 89 Basispunkte auf 3,03 Prozent). Auch in Polen (minus 69 Basispunkte auf 2,28 Prozent) und der Tschechischen Republik (minus 61 Basispunkte auf 2,96 Prozent) kam es – überwiegend wegen höherer Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen – zu einem Rückgang. Dagegen zeigte die Zinsmarge im Segment GUS Sonstige (plus 70 Basispunkte auf 6,46 Prozent) dank des soliden Neugeschäfts bei Firmenkunden einen Anstieg. In Russland nahm sie mit einem Plus von 60 Basispunkten auf 5,01 Prozent ebenfalls deutlich zu, wofür in erster Linie bessere Margen im Neugeschäft und höhere Zinserträge aus Derivaten verantwortlich waren.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss sank gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 3 Prozent oder € 11 Millionen auf € 346 Millionen. Insbesondere das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft gab hier um 19 Prozent oder € 14 Millionen auf € 60 Millionen nach, zum Großteil hervorgerufen durch gesunkene Kreditgebühren in Rumänien. Weiterhin größter Bestandteil des Provisionsüberschusses war mit 43 Prozent oder € 150 Millionen das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das vorwiegend aufgrund gestiegener Volumina in Russland um € 9 Millionen über dem Vorjahreswert lag.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis ging im Jahresabstand um 34 Prozent oder € 41 Millionen auf € 82 Millionen zurück. Ausschlaggebend dafür war, dass das Bewertungsergebnis aus Kapitalgarantien bedingt durch den Rückgang des langfristigen Zinsniveaus einen negativen Beitrag von € 6 Millionen leistete, während es in der Vorjahresperiode € 25 Millionen beigesteuert hatte. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank um € 8 Millionen auf € 34 Millionen: In Belarus fiel es aufgrund der Anwendung des IAS 29, Rechnungslegung für Hochinflationsländer, um € 10 Millionen auf minus € 5 Millionen, in Österreich zeigte es aufgrund geringerer Bewertungsergebnisse aus dem Derivativgeschäft ebenfalls einen Rückgang. In Russland hingegen stieg das Ergebnis aus der Bewertung von Fremdwährungsswaps um € 11 Millionen. Hauptsächlich aufgrund von Bewertungsgewinnen aus Zinsswaps und Kursgewinnen bei Anleihen in Österreich erhöhte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft von € 8 Millionen auf € 56 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich von minus € 24 Millionen in der Vorjahresperiode auf minus € 8 Millionen im Berichtszeitraum. Der bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erzielte Anstieg von € 9 Millionen resultierte aus der Aktivierung von selbsterstellten Anlagen (Softwaresysteme) in Österreich. Im Gegensatz zum Vorjahr kam es im ersten Quartal 2012 insbesondere in Kroatien, Rumänien und der Ukraine bei den sonstigen Rückstellungen netto zu Auflösungen, wodurch sich das Ergebnis um € 5 Millionen verbesserte.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit € 753 Millionen exakt auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode. Wegen geringerer Erträge stieg die Cost/Income Ratio jedoch um 2,0 Prozentpunkte auf 58,2 Prozent.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 51 Prozent der Personalaufwand, der insgesamt geringfügig um € 2 Millionen auf € 381 Millionen anstieg. Während er sich dabei in Russland, der Ukraine und Österreich erhöhte, sank er in Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ging im Jahresabstand um 815 auf 59.027 zurück. Die größten Rückgänge verzeichneten dabei durch Personalabbau die Ukraine (minus 326), Ungarn (minus 283), Rumänien (minus 232), Russland (minus 227) und Kroatien (minus 113). Dem standen Zuwächse in Polen (plus 120) und der Slowakei (plus 108) gegenüber.

Der Sachaufwand blieb mit einem geringfügigen Rückgang um 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 284 Millionen weitgehend stabil.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 2 Prozent oder € 2 Millionen auf € 88 Millionen. Dies lag größtenteils an der Implementierung neuer Software, insbesondere von Kernbank- und Analysesystemen, in der Ukraine.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 27 Prozent oder € 55 Millionen auf € 153 Millionen weiter zurück, da sich insbesondere in den Segmenten GUS Sonstige und Group Corporates die Situation verbesserte. In der Ukraine konnten die Vorsorgen aufgrund der besseren Portfolioqualität und höherer Erträge aus der Einbringung von Kreditsicherheiten besonders bei den Retail-Kunden deutlich gesenkt werden. Im Segment Group Corporates ergaben sich Auflösungen speziell im Firmenkundengeschäft der Konzernzentrale. Auch in den anderen Segmenten lagen die Dotierungen leicht unter bzw. auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Die Einzelwertberichtigungen gingen um 19 Prozent oder € 41 Millionen zurück, während sich die Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um € 15 Millionen auf € 21 Millionen erhöhten. Ersteres war – neben anderen Faktoren – durch verbesserte Ausfallraten, höhere Bonitäten und niedrigere Obligos bedingt. Die Neubildungsquote fiel um 34 Basispunkte auf 0,81 Prozent und lag damit deutlich unter der 1-Prozent-Marke.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse – bestehend aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen – stieg in den ersten drei Monaten 2012 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um € 270 Millionen auf € 296 Millionen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete dabei das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das um € 236 Millionen auf € 261 Millionen stieg. Der Grund hierfür lag großteils in dem im vierten Quartal 2011 begonnenen Verkauf von Staatsanleihen und sonstigen Wertpapieren in der Konzernzentrale im Nennwert von insgesamt € 1.680 Millionen, der einen Vorsteuergewinn von € 137 Millionen ergab. Darüber hinaus ergaben sich in der Konzernzentrale durch weitere Verkäufe von Wertpapieren aus dem Fair-Value-Bestand Erträge von € 22 Millionen. Ebenso stieg das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren vor allem in Österreich um € 80 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten stieg um € 32 Millionen auf € 35 Millionen. Hier schlugen einerseits der Rückkauf von Hybridanleihen mit € 113 Millionen und die um € 64 Millionen verbesserte Bewertung der fixen Zinsswaps der Konzernzentrale positiv zu Buche. Andererseits betrug das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten (Fair Value Option) minus € 76 Millionen. Diese Bewertung der eigenen Emissionen der RBI sank großteils wegen des sinkenden langfristigen Zinsniveaus, während die Auswirkung des Credit Spread der RBI nur bei € 11 Millionen lag. Im Vorjahresquartal hatte das Ergebnis noch € 80 Millionen betragen.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen betrug € 0 Millionen (Q1/2011: minus € 2 Millionen).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In der Berichtsperiode betrug der Steueraufwand € 111 Millionen, während er im ersten Quartal 2011 € 100 Millionen betragen hatte. Der Grund für diese Zunahme war der ergebnisbedingte Anstieg der laufenden Steuern von € 19 Millionen auf € 84 Millionen. Dem stand ein Rückgang der latenten Steuern um € 8 Millionen auf € 27 Millionen gegenüber, hauptsächlich verursacht durch die Veränderung von Bewertungsergebnissen aus Verbindlichkeiten. Die Steuerquote lag bei 16 Prozent (Q1/2011: 25 Prozent).

Gewinn je Aktie

Der Periodenüberschuss nach Steuern für das erste Quartal 2012 betrug € 574 Millionen. Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile ergab sich daraus ein Konzern-Periodenüberschuss von € 541 Millionen, der damit doppelt so hoch ausfiel wie in der Vergleichsperiode. Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl von 194,7 Millionen Aktien ergab sich daraus ein Gewinn je Aktie von € 2,52 (Q1/2011: € 1,13).

ROE vor Steuern

Der für die Bewertung der wirtschaftlichen Leistung wichtige Return on Equity vor Steuern stieg hauptsächlich wegen des höheren Periodenüberschusses um 9,5 Prozentpunkte auf 25,1 Prozent.

Q1/2012 Q4/2011 Veränderung Veränderung
in € Millionen absolut in %
Zinsüberschuss 875 943 -68 -7,2%
Provisionsüberschuss 346 365 -20 -5,3%
Handelsergebnis 82 70 12 16,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 -8 -3 -5 172,1%
Betriebserträge 1.295 1.376 -81 -5,9%
Personalaufwand -381 -399 17 -4,4%
Sachaufwand -284 -325 41 -12,7%
Abschreibungen -88 -110 22 -19,9%
Verwaltungsaufwendungen -753 -834 80 -9,6%
Betriebsergebnis 542 542 0 -0,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -153 -282 129 -45,8%
Übrige Ergebnisse2 296 81 215 264,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 685 342 343 100,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -111 -127 16 -12,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 574 214 360 167,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 8 -41
Konzern-Periodenüberschuss 541 222 319 143,5%

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

1 Exkl. Abschreibungen auf Firmenwerte

Inkl. Abschreibung auf Firmenwerte

Zinsüberschuss

Im Quartalsvergleich ging der Zinsüberschuss um 7 Prozent oder € 68 Millionen zurück. Auch die Zinsmarge sank im Vergleich zum vierten Quartal 2011 um 19 Basispunkte auf 2,37 Prozent. Dieser Rückgang, der großteils in der Konzernzentrale anfiel, lag an der Veranlagung von Überliquidität des Konzerns zu entsprechend niedrigeren Marktzinsen und an geringeren Zinserträgen nach dem Verkauf von Wertpapieren. Darüber hinaus waren die Zinserträge aus Ungarn wegen des niedrigeren Bestands weiter rückläufig, während sie in Russland wegen besserer Margen im Neugeschäft und höherer Zinserträge aus Derivaten deutlich gesteigert werden konnten. Dem niedrigeren Zinsergebnis lag eine – vor allem aufgrund des gestiegenen Kassenbestands – um 5 Prozent höhere durchschnittliche Bilanzsumme zugrunde.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss sank gegenüber jenem des Vorquartals um 5 Prozent oder € 20 Millionen auf € 346 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr ging um € 9 Millionen zurück; der Großteil des Rückgangs entfiel auf Rumänien, die Ukraine und Ungarn. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft reduzierte sich gegenüber dem saisonal stärkeren Volumen im vierten Quartal 2011 um € 7 Millionen auf € 80 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verbesserte sich um 17 Prozent oder € 12 Millionen auf € 82 Millionen. So stieg das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft großteils dank der Entwicklung in Belarus und Russland um € 89 Millionen auf € 34 Millionen, nachdem in Belarus die rückwirkende Anwendung der Rechnungslegung in Hochinflationsländern das Handelsergebnis im vierten Quartal 2011 noch negativ beeinflusst hatte. In der Konzernzentrale ergab sich im ersten Quartal 2012 ein Bewertungsgewinn auf Zinsswaps. Negativ entwickelte sich hingegen das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft, das um € 97 Millionen zurückging und ausschließlich aus gegebenen Kapitalgarantien bestand. Aufgrund einer Anpassung der Bewertungsmethodik an die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen im vierten Quartal 2011 kam es zu einem Einmaleffekt in Höhe von € 81 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Im ersten Quartal 2012 betrug das sonstige betriebliche Ergebnis minus € 8 Millionen und lag damit um € 5 Millionen unter dem Wert des Vorquartals.

Die Bankenabgabe betrug € 35 Millionen, während sie im vierten Quartal 2011 noch bei € 2 Millionen gelegen war. Die Gründe für diesen Anstieg sind die im vierten Quartal 2011 dank der Reduktion im Zusammenhang mit dem "Home Protection Plan" geringere Bankenabgabe in Ungarn und die Neueinführung einer Bankenabgabe in der Slowakei.

Positiv beeinflusst wurde das sonstige betriebliche Ergebnis im ersten Quartal 2012 hingegen durch das Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten von € 13 Millionen. Hauptfaktoren waren höhere Leistungsverrechnungen und niedrigere Aufwendungen sowie die Auflösung von Rückstellungen im Ausmaß von netto € 2 Millionen. Im Vorquartal hatten diese minus € 11 Millionen betragen.

Verwaltungsaufwendungen

Mit einem Wert von € 753 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im ersten Quartal 2012 um € 80 Millionen unter dem Niveau des Vorquartals von € 834 Millionen. Zurückzuführen ist dies auf die saisonal bedingte Spitze im vierten Quartal 2011.

So ging der Personalaufwand um € 17 Millionen auf € 381 Millionen zurück. Die größten Rückgänge ergaben sich dabei in Ungarn, der Tschechischen Republik und Polen.

Den stärksten saisonal bedingten Rückgang zeigte der Sachaufwand mit € 41 Millionen auf € 284 Millionen. Verursacht wurde er vorwiegend durch den Rechts- und Beratungsaufwand (minus € 24 Millionen), den Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus € 14 Millionen) und den IT-Aufwand (minus € 8 Millionen).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Quartalsvergleich um € 22 Millionen auf € 88 Millionen. Dies lag hauptsächlich an höheren Abschreibungen im vierten Quartal 2011, vor allem für ein Gebäude in Russland.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 46 Prozent oder € 129 Millionen deutlich zurück. Dies resultierte zum einen aus einigen größeren Einzelfällen im Bereich der Firmenkunden im vierten Quartal 2011, während im ersten Quartal 2012 nur sehr wenige solche Fälle auftraten bzw. in der Konzernzentrale (Segment Group Corporates) sogar Auflösungen möglich waren. Zum anderen gingen die Nettodotierungen in Ungarn deutlich zurück. In Summe waren die Rückgänge in den Segmenten Zentraleuropa mit 54 Prozent oder € 87 Millionen sowie Group Corporates mit 99 Prozent oder € 79 Millionen am höchsten. In Russland war im vierten Quartal 2011 aufgrund der Anwendung der verbesserten historischen Ausfallraten eine hohe Nettoauflösung bei den Portfolio-Wertberichtigungen erfolgt.

Die notleidenden Kredite an Nichtbanken zeigten im ersten Quartal 2012 einen Anstieg um € 283 Millionen auf € 7.338 Millionen, von dem € 71 Millionen durch Währungseffekte bedingt waren. Nach Ländern betrachtet, verteilt sich der Zuwachs im Wesentlichen auf Ungarn, Südosteuropa und Österreich. Damit stieg auch die NPL Ratio um 25 Basispunkte auf 8,90 Prozent. Die Coverage Ratio fiel wegen hoch besicherter notleidender Kredite in Südosteuropa und Österreich um 1,6 Prozentpunkte auf 66,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse stiegen im Quartalsvergleich um € 215 Millionen auf € 296 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten sank um € 229 Millionen auf € 35 Millionen. Verschiedene Komponenten waren dafür verantwortlich: Während der Rückkauf der Hybridanleihen ein Ergebnis von € 113 Millionen einbrachte, entwickelten sich die zum Marktwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten gegenläufig und gaben vor allem aufgrund der gesunkenen langfristigen Zinsen um € 209 Millionen auf minus € 76 Millionen nach. Das Ergebnis aus sonstigen Derivaten, das großteils aus fixen Zinsswaps der Konzernzentrale stammte, sank um € 71 Millionen auf € 88 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbesserte sich um € 257 Millionen. Hauptgründe dafür waren das freundlichere Marktumfeld und die damit verbundenen Bewertungserträge (plus € 118 Millionen) sowie weitere Verkäufe von Wertpapieren der Konzernzentrale (plus € 88 Millionen). Dieser schon im vierten Quartal 2011 begonnene Verkauf von Staatsanleihen und sonstigen Wertpapieren ergab für das Berichtsquartal einen Vorsteuergewinn von € 137 Millionen. Darüber hinaus wurden in der Konzernzentrale durch weitere Verkäufe von Wertpapieren aus dem Fair-Value-Bestand € 22 Millionen realisiert. Ebenso legte das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren vor allem in Österreich um € 118 Millionen auf € 89 Millionen zu.

Das übrige Ergebnis wurde im vierten Quartal 2011 durch Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 183 Millionen in der Ukraine negativ beeinflusst.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand betrug im ersten Quartal 2012 € 111 Millionen gegenüber € 127 Millionen im vierten Quartal 2011. Der Aufwand für laufende Steuern sank dabei um € 12 Millionen. Die Steuerquote lag bei 16 Prozent, während sie im vierten Quartal 2011 aufgrund einiger Sondereffekte bei 37 Prozent gelegen war.

Konzern-Periodenüberschuss

Der Konzern-Periodenüberschuss stieg im Quartalsvergleich um 144 Prozent oder € 319 Millionen auf € 541 Millionen. Dies ist sowohl auf Verkäufe des Wertpapierbestands als auch den Rückkauf von Hybridanleihen zurückzuführen. Ebenso verbesserte sich das Ergebnis aus dem sonstigen betrieblichen Ergebnis, nachdem es im vierten Quartal 2011 durch die erwähnten Firmenwertabschreibungen belastet gewesen war.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI betrug zum 31. März 2012 € 148,8 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg um 1 Prozent oder € 1,8 Milliarden gegenüber dem Jahresende 2011, von dem nur ein sehr geringer Teil währungsinduziert war. Aktivseitig resultierte die Zunahme aus höheren Forderungen an Kunden und der gestiegenen Barreserve, passivseitig lagen höhere Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden vor.

Aktiva

Aktiva in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 24.398 16,4% 25.493 17,3%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 77.629 52,2% 76.778 52,2%
Wertpapiere 25.490 17,1% 27.157 18,5%
Sonstige Aktiva 21.280 14,3% 17.557 11,9%
Aktiva gesamt 148.798 100,0% 146.985 100,0%

Aktivseitig hat sich die Bilanzstruktur nur geringfügig verändert. Im Wesentlichen verringerte sich der Bestand an Wertpapieren durch Verkäufe im Ausmaß von netto € 2,1 Milliarden, während die kurzfristigen Forderungen inklusive Barreserve um rund € 2 Milliarden zunahmen. Der größte Anteil der Aktiva entfiel auf Forderungen an Kunden, die 52 Prozent der Bilanzsumme ausmachten und speziell wegen höherer Forderungen der Konzernzentrale an den öffentlichen Sektor und durch Zuwächse im Kreditgeschäft in Russland um 1 Prozent auf € 82,5 Milliarden anstiegen. Weitere Verkäufe von Wertpapieren verringerten den Bilanzposten Wertpapiere und Beteiligungen um 13 Prozent auf € 14,4 Milliarden. Weiterhin hoch ist der Bestand an liquiden Mitteln: Die Barreserve, die im Wesentlichen aus täglich fälligen Guthaben bei Zentralbanken besteht, stieg um 28 Prozent auf € 14,6 Milliarden weiter an.

Verbindlichkeiten

Passiva in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.318 26,4% 37.992 25,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.749 45,5% 66.747 45,4%
Eigenmittel 15.273 10,3% 15.087 10,3%
Übrige Passiva 26.459 17,8% 27.159 18,5%
Passiva gesamt 148.798 100,0% 146.985 100,0%

Die Passivseite der Bilanz war durch höhere Einlagen von Banken (Zuwachs um 4 Prozent oder € 1,3 Milliarden) und von Kunden (Zuwachs um 2 Prozent oder € 1,0 Milliarden) geprägt. Dagegen reduzierte sich der Bilanzposten der verbrieften Verbindlichkeiten um 6 Prozent oder € 0,9 Milliarden, insbesondere aufgrund der Rückzahlung der zweiten von drei im Jahr 2009 emittierten staatsgarantierten Anleihen in Höhe von € 1,25 Milliarden im Februar 2012.

Die Kundeneinlagen der Retail-Kunden nahmen um € 0,9 Milliarden auf € 30,1 Milliarden zu, der größte Zuwachs stammte dabei aus Zentraleuropa und Russland. Die Einlagen der Kommerzkunden hingegen sanken um € 0,3 Milliarden auf € 35,3 Milliarden; hier fiel der größte Rückgang in der Konzernzentrale in Wien an. Durch die relativ gleichmäßige Erhöhung der Einlagen sowie der Forderungen blieb die Loan/Deposit Ratio mit 122 Prozent nahezu unverändert. Das Nachrangkapital ging hauptsächlich wegen des Rückkaufs des Hybridkapitals um € 0,4 Milliarden auf € 3,8 Milliarden zurück.

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Kundeneinlagen 67.749 54,5% 66.747 54,2%
Mittel- und langfristiges Funding 22.435 18,0% 23.903 19,4%
Kurzfristiges Funding 30.369 24,4% 28.456 23,1%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.799 3,1% 4.151 3,4%
Gesamt 124.352 100,0% 123.257 100,0%

Funding-Struktur

Im ersten Quartal 2012 stammte mehr als die Hälfte des budgetierten und gezogenen Wholesale Fundings der Netzwerkbanken aus Quellen außerhalb des Konzerns. Damit setzte die RBI den Trend fort und entsprach dem strategischen Ziel einer Diversifizierung der Finanzierungsquellen.

Die RBI AG platzierte Ende Februar 2012 eine Benchmark-Emission im Volumen von € 500 Millionen erfolgreich auf dem internationalen Kapitalmarkt. Die Anleihe, die innerhalb kurzer Zeit vierfach gezeichnet war, weist eine Laufzeit von drei Jahren und einen Kupon von 2,875 Prozent auf.

Ebenfalls im Februar wurde eine neue Verbriefungstransaktion für die polnische Leasinggesellschaft im Ausmaß von PLN 500 Millionen erfolgreich bei privaten Investoren platziert.

Ungeachtet dieser Transaktionen spielen supranationale Institutionen weiterhin eine wichtige Rolle für die RBI und stellen einen wesentlichen Teil der externen Finanzierungsquellen für deren Netzwerkeinheiten dar. Dies gewährleistet ein stabiles Funding der Netzwerkbanken.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der RBI, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, stieg gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 5 Prozent oder € 538 Millionen auf € 11.474 Millionen. Der wesentliche Teil dieses Zuwachses stammt aus dem umfassenden Ergebnis in Höhe von € 687 Millionen, das neben dem Periodenergebnis nach Steuern von € 574 Millionen Währungsdifferenzen von € 198 Millionen sowie Ergebnisse des AfS (available for sale)-Bestands von minus € 93 Millionen nach Steuern umfasste, die im Wesentlichen durch Umgliederung realisierter Gewinne in die Erfolgsrechnung entstanden. Darüber hinaus sank das bilanzielle Eigenkapital durch den Kauf eines Minderheitenanteils von 13 Prozent an der Tatra banka, a.s. um € 142 Millionen.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG betrugen per 31. März 2012 € 12.657 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 2 Prozent oder € 201 Millionen. Er resultiert vor allem daraus, dass das Kernkapital durch den Kauf eines Anteils von 13 Prozent an der Tatra banka durch die RBI um € 142 Millionen auf € 9.240 Millionen verringert wurde (minus 2 Prozent oder € 194 Millionen). Der Rückkauf von hybridem Tier-1-Kapital von externen Investoren erhöhte das harte Kernkapital um € 113 Millionen, reduzierte das gesamte Kernkapital jedoch um € 245 Millionen. Darüber hinaus wirkten sich die Aufwertungen des russischen Rubels, des ungarischen Forint und des polnischen Zloty positiv auf die Höhe der Eigenmittel aus. Die ergänzenden Eigenmittel lagen mit einem Rückgang von € 36 Millionen auf € 3.332 Millionen leicht unter dem Wert zum Jahresende. Das kurzfristige nachrangige Kapital erhöhte sich um € 8 Millionen auf € 117 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein um € 726 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von € 6.898 Millionen gegenüber. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko, das um € 488 Millionen auf € 5.684 Millionen zurückging. Neben rückläufigen Volumina in einigen Märkten sind dafür vor allem die im Zusammenhang mit den EBA-Vorgaben eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Kapitalerfordernisses durch "Capital-Clean-up"-Projekte verantwortlich. Auch das Erfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren verringerte sich um € 218 Millionen auf € 302 Millionen. Hervorgerufen wurde dies einerseits durch die vor dem Hintergrund der EBA-Vorgaben eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion des Nicht-Kerngeschäfts mit Fokus auf Marktrisikopositionen und andererseits durch eine Aktualisierung des internen Modells. Dadurch reduzierte sich auch das Erfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen, das um € 51 Millionen auf € 89 Millionen zurückging. Das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko betrug € 823 Millionen nach € 792 Millionen zum Jahresende.

Insgesamt brachte dies eine Verbesserung der Überdeckungsquote um 14,8 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent oder € 5.759 Millionen. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,2 Prozent und eine Kernkapitalquote von 10,7 Prozent. Die Eigenmittelquote erhöhte sich auf 14,7 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und controlling. Dieses bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategien an Marktumfeld angepasst

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen bei der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, die die Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente festlegen. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen sowie des Portfolio Managements. Im Zuge der vierteljährlichen Komitee-Sitzungen wurden die Kreditportfoliostrategien im Berichtszeitraum an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Vor dem Hintergrund der wieder einsetzenden Unsicherheit hinsichtlich der europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien) standen in den vergangenen Quartalen vor allem Forderungen gegenüber Staaten und Gemeinden im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert und Limits reduziert, vor allem im ersten Quartal 2012. Neben regulatorischen Erfordernissen in den Kernmärkten der RBI dienen Staatspapiere hauptsächlich der Verstärkung des konservativen Liquiditätspuffers der RBI.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei auf die verbesserte Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Reporting über Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Weiterhin starke Liquiditätsreserven

Die RBI war dank ihrer guten Liquiditätsposition bereits im Geschäftsjahr 2011 kaum von den Spannungen auf den internationalen Finanzmärkten betroffen. Diese hohe Stabilität wurde im ersten Quartal nicht nur beibehalten, sondern durch den weiteren Ausbau der Liquidität sogar noch verstärkt. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und -abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittel- und längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limits, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI begrenzen.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten.

Kapitaladäquanz

Die EBA prüfte im Geschäftsjahr 2011 die Angemessenheit der Kapitalisierung der europäischen Kreditinstitute. Angesichts des volatilen Marktumfeldes legte sie den Kapitalbedarf der Banken zur Erreichung einer Kapitalquote von 9 Prozent fest. Um die Finanzmarktstabilität zu sichern und die europäischen Finanzinstitute gegen potenzielle negative wirtschaftliche Entwicklungen resistenter zu machen, müssen die Banken diese Quote nun bis Ende Juni 2012 erreichen. Die RBI war selbst nicht Gegenstand der EBA-Analyse, da die RZB als übergeordnetes Kreditinstitut fungiert. Dennoch erarbeitete die RBI als Teil der RZB etliche Initiativen, um die vorgeschriebene Quote zu erreichen.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen stellte im ersten Quartal 2012 einen besonderen Schwerpunkt im Risikomanagement der RBI Gruppe dar. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Erreichung der vorgeschriebenen Kapitalquote bei gleichzeitigem Schutz des Kerngeschäfts der RBI.

Regulatorisches Umfeld – Basel II und III

Die RBI beschäftigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr weiter intensiv mit den bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Ein Großteil der erwarteten Änderungen ergibt sich aus der EU-Richtlinie CRD III und der von der EU-Kommission vorgeschlagenen, noch weitergehenden Verordnung CRD IV/CRR. Der potenzielle Einfluss der neuen bzw. geänderten gesetzlichen Regelungen auf die RBI wurde bereits 2011 eingehend analysiert, und es wurden auch bereits entsprechende interne Richtlinien erlassen. Neben den bereits aufgenommenen Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen stand im ersten Quartal 2012 erneut die weitgehend flächendeckende Implementierung des fortgeschrittenen Basel-II-Ansatzes im Fokus des Risikomanagements. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert sie weiterhin in die Verbesserung ihrer Risikomanagement-Systeme.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2012 gehen wir aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und der restriktiven regulatorischen Bestimmungen von einem stabilen Geschäftsvolumen aus. Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden regulatorischen Anforderungen sowie einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur überprüfen wir laufend Höhe und Struktur unserer Eigenmittel, um zeitnah und flexibel agieren zu können. Dabei stellt weiterhin, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar. Trotz des prognostizierten verhaltenen Wirtschaftswachstums erwarten wir eine Stabilisierung der Neubildungsquote bei nur geringfügig ansteigendem Volumen der notleidenden Kredite. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds ist derzeit keine genaue Einschätzung in Bezug auf das Erreichen des Wendepunkts bei den notleidenden Krediten möglich.

Für das Jahr 2012 gehen wir von höheren Bankenabgaben als im Vorjahr aus. Diese werden in Österreich und CEE voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 160 Millionen (davon rund € 100 Millionen für Österreich, rund € 40 Millionen für Ungarn sowie rund € 20 Millionen für die Slowakei) führen.

Wir planen 2012 für die RBI-Gruppe ein langfristiges Wholesale-Funding-Volumen (Laufzeit über 1 Jahr) von rund € 4,6 Milliarden. Beim kapitalmarktbezogenen Wholesale-Funding kalkulieren wir mit einem Volumen von € 2,1 Milliarden, wovon bis Mitte Mai bereits rund € 1,9 Milliarden platziert wurden.

Auch 2012 widmen wir der Kostenentwicklung erhöhte Aufmerksamkeit. Dazu wurden in der gesamten Gruppe Kostensenkungsprogramme mit dem Ziel einer flachen Kostenentwicklung aufgesetzt. Die Anzahl der Geschäftsstellen soll für den Konzern im Jahr 2012 etwa stabil bleiben (ohne Polbank), wobei es aber in einzelnen Ländern weiterhin zu Optimierungen des Geschäftsstellennetzwerks kommen kann.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Akquisition der Polbank

Nach Erfüllung aller behördlichen Auflagen gab die RBI am 30. April 2012 das formelle Closing der Akquisition eines 70-Prozent-Anteils an der polnischen Polbank EFG S.A. (Polbank) bekannt. Die RBI zahlte beim Closing für den 70-Prozent-Anteil einen vorläufigen Barkaufpreis von € 460 Millionen. Das implizite Preis/Buchwertverhältnis für 100 Prozent beträgt 1,5. Diese Berechnung inkludiert bereits einen vereinbarten weiteren indirekten Preisnachlass und kann sich auf Basis des Eigenkapitals der Polbank gemäß Zwischenabschluss zum Zeitpunkt des Closings noch verringern. Der vorläufige Kaufpreis basiert auf einem garantierten Eigenkapital von mindestens € 400 Millionen für die Polbank und € 750 Millionen für die Raiffeisen Bank Polska S.A. (RBPL). Beträge über dem garantierten Eigenkapital werden 1:1, also ohne Aufschlag bezahlt.

Zudem hatten beide Parteien eine Put-Option für die Eurobank EFG vereinbart, die es dieser erlaubte, ihren Anteil an der fusionierten RBPL (einschließlich der Polbank) jederzeit zu einer von der Geschäftsentwicklung abhängigen Bewertung, aber für mindestens € 175 Millionen (zuzüglich Zinsen) an die RBI zu veräußern. Die RBI erhielt eine entsprechende Call-Option. Die Eurobank EFG hat ihre Option unmittelbar nach dem Closing ausgeübt, womit die RBI zur Alleinaktionärin der kombinierten Bank wird. Dieser Teil der Transaktion wird noch einem neuerlichen Genehmigungsprozess der EU-Wettbewerbsbehörden unterzogen. Die Fusion von RBPL und Polbank wird die Transaktion abschließen.

Die Akquisition wird die klare Ausrichtung der Polbank auf das Privatkundengeschäft mit der starken Position der RBPL im Unternehmens- und KMU-Segment vereinen. Neben der ausgezeichneten geschäftlichen Aufstellung werden nach der operativen Fusion starke Zuwächse im Einlagengeschäft aufgrund des ausgedehnten Filialnetzes der Polbank sowie beträchtliche Kostensynergien erwartet.

Die Polbank wird per 1. Mai 2012 in den RBI-Konzern konsolidiert. Erste konsolidierte Zahlen werden bei der Veröffentlichung der RBI-Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2012 am 29. August verfügbar sein.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Segmentüberblick

Der Periodenüberschuss vor Steuern der RBI stieg im Vergleich mit dem ersten Quartal des Vorjahres um 69 Prozent auf € 685 Millionen. Dabei steigerten alle regionalen und funktionalen Segmente mit Ausnahme von Zentraleuropa ihre Ergebnisse.

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern vor allem aufgrund eines Rückgangs der Betriebserträge in mehreren Ländern um 8 Prozent auf € 87 Millionen. Die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 36,0 Milliarden zu.

Die Region Südosteuropa verzeichnete im ersten Quartal 2012 mit € 114 Millionen einen um 23 Prozent höheren Periodenüberschuss vor Steuern als in der Vergleichsperiode. Dieses Ergebnis war im Wesentlichen durch einen Anstieg der übrigen Ergebnisse bestimmt. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 4 Prozent auf € 23,1 Milliarden zu.

Russland leistete mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 158 Millionen den größten regionalen Ergebnisbeitrag. Der hier erzielte Anstieg um 67 Prozent resultierte aus einer Zunahme der Betriebserträge. Die Bilanzaktiva des Segments erhöhten sich im Periodenvergleich um 22 Prozent auf € 15,2 Milliarden.

Im Segment GUS Sonstige stieg der Periodenüberschuss vor Steuern um 32 Prozent auf € 25 Millionen, wofür überwiegend ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen verantwortlich war. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 6,4 Milliarden.

Das Segment Group Corporates verzeichnete im ersten Quartal 2012 im Periodenvergleich einen Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern von 24 Prozent auf € 125 Millionen, basierend auf einer Zunahme der Betriebserträge und einem Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 22,0 Milliarden.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Vorjahresvergleich um 31 Prozent auf € 185 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren eine Zunahme der übrigen Ergebnisse und eine Abnahme der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 29,7 Milliarden.

Im Segment Corporate Center stieg der Periodenüberschuss vor Steuern bedingt durch die Verbesserung der übrigen Ergebnisse von minus € 85 Millionen auf € 128 Millionen. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Periodenvergleich um 25 Prozent auf € 52,2 Milliarden.

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 366 413 -11,3% 366 450 -18,7%
Verwaltungsaufwendungen -222 -236 -6,1% -222 -230 -3,5%
Betriebsergebnis 144 176 -18,4% 144 220 -34,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -75 -79 -4,4% -75 -162 -53,5%
Übrige Ergebnisse 19 -3 19 -38
Periodenüberschuss vor Steuern 87 95 -7,9% 87 20 337,0%
Aktiva 36.024 34.393 4,7% 36.024 34.852 3,4%
Nettozinsspanne 2,82% 3,36% -0,55 PP 2,82% 2,89% -0,07 PP
Return on Equity vor Steuern 12,1% 13,1% -1,0 PP 12,1% 2,9% 9,2 PP

Zentraleuropa

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern im ersten Quartal 2012 mit € 87 Millionen um 8 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Rückgang der Betriebserträge um 11 Prozent wurde durch einen Anstieg der übrigen Ergebnisse sowie eine Reduktion der Verwaltungsaufwendungen teilweise kompensiert. Der Return on Equity vor Steuern sank um 1,0 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments sank im Periodenvergleich vor allem aufgrund der vorzeitigen Tilgung von Fremdwährungskrediten in Ungarn um 13 Prozent auf € 249 Millionen. In den restlichen Ländern des Segments ging der Zinsüberschuss ebenfalls zurück – mit Ausnahme der Slowakei, wo der Zinsüberschuss vor allem durch den Ausbau des Kundenportfolios, der zu höheren Erträgen aus Krediten an Firmen- und Privatkunden führte, um 5 Prozent gesteigert werden konnte. Die Nettozinsspanne der Region sank um 55 Basispunkte auf 2,82 Prozent, die Bilanzaktiva stiegen hingegen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 36,0 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva gingen um 6 Prozent von € 23,2 Milliarden auf € 20,4 Milliarden zurück, vor allem bedingt durch verbesserte Ratings für Firmenkunden in der Slowakei sowie eine Reduktion des Obligos in den Bereichen Corporate Customers und Financial Institutions in Ungarn. In der Tschechischen Republik führten der Anstieg der regulatorisch anerkannten Sicherheiten und verbesserte Ratings zu einem Rückgang der Kreditrisikoaktiva.

Der Provisionsüberschuss des Segments reduzierte sich im Jahresabstand um insgesamt 6 Prozent oder € 7 Millionen auf € 112 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr blieb dabei mit € 47 Millionen unverändert, während das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft aufgrund rückläufiger Geschäftsvolumina im Bereich der Projektfinanzierung überwiegend in Ungarn um 20 Prozent auf € 15 Millionen sank. Der Rückgang des Ergebnisses aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft von insgesamt 6 Prozent auf € 33 Millionen ist vorwiegend auf rückläufige Kundenmargen aus dem Fremdwährungsgeschäft in Polen zurückzuführen.

Das Handelsergebnis blieb in Zentraleuropa mit € 12 Millionen im Periodenvergleich unverändert. Es bestand beinahe zur Gänze aus dem Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft in Höhe von

€ 12 Millionen, für das primär Bewertungsergebnisse aus diversen Fremdwährungsfinanzinstrumenten in Polen verantwortlich zeichneten.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region sank im ersten Quartal 2012 von minus € 5 Millionen auf minus € 7 Millionen. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch höhere Aufwendungen für die in der Slowakei neu eingeführte Bankenabgabe in Höhe von € 4 Millionen verursacht.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent auf € 222 Millionen, im Wesentlichen zurückzuführen auf die Entwicklung der Personal- und Sachaufwendungen. Der im Personalbereich erzielte Rückgang wurde vor allem durch einen Abbau des Mitarbeiterstands in Ungarn und durch die Reduktion der Verkaufsprovisionen in der Tschechischen Republik erreicht. Die Reduktion der Sachaufwendungen um 3 Prozent auf € 94 Millionen wiederum ist überwiegend auf rückläufige Rechts-, Beratungs-, Werbe- und Repräsentationsaufwendungen zurückzuführen. Die Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Direktbank ZUNO in der Tschechischen Republik und der Slowakei blieben mit € 8 Millionen im Periodenvergleich unverändert. Ebenso stabil blieben die Abschreibungen mit € 24 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments stieg im Jahresabstand um vier Filialen auf 552. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich aufgrund rückläufiger Betriebserträge um 3,4 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken um 4 Prozent auf € 75 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen im Periodenvergleich um 6 Prozent auf € 75 Millionen, wofür überwiegend eine größere Dotierung im Zusammenhang mit einem einzelnen Kunden in der Slowakei verantwortlich war. In Ungarn hingegen lagen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen unter dem relativ hohen Niveau der Vergleichsperiode. Die Portfolio-Wertberichtigungen der Region betrugen im Berichtszeitraum weniger als € 1 Million und verbesserten sich damit gegenüber der Vergleichsperiode um insgesamt € 8 Millionen. Die höchsten Nettoauflösungen zu Portfolio-Wertberichtigungen fielen in der Tschechischen Republik vor allem im Zusammenhang mit Retail- und Firmenkunden an. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug zum Ende der Berichtsperiode 10,0 Prozent (plus 1,5 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa stiegen von minus € 3 Millionen auf € 19 Millionen. Dabei nahm das Ergebnis aus Finanzinvestitionen aufgrund von Bewertungsgewinnen von minus € 4 Millionen auf € 15 Millionen zu. In Ungarn lieferte das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen mit € 8 Millionen einen positiven Beitrag, in der Slowakei trugen vor allem die Bewertungsgewinne aus Staatsanleihen zum Ergebnis bei. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten nahm im Periodenvergleich ebenfalls um € 3 Millionen auf € 4 Millionen zu, überwiegend zurückzuführen auf Bewertungsergebnisse diverser Absicherungsgeschäfte in der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungs- und Zinsstruktur abgeschlossen worden waren.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments erhöhten sich um 29 Prozent auf € 25 Millionen, und auch die Steuerquote stieg wegen nicht aktivierbarer steuerlicher Verlustvorträge in Ungarn sowie höherer nicht abzugsfähiger Aufwendungen in der Slowakei um 8 Prozentpunkte auf 28 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 43 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

1.1.-31.3.
1.1.-31.3.
Verände
Q1/2012
Q4/2011
Verände
in € Millionen
2012
2011
rung
rung
Zinsüberschuss
66
73
-9,5%
66
65
1,8%
Provisionsüberschuss
30
30
-1,4%
30
31
-4,4%
Handelsergebnis
2
2
16,5%
2
3
-20,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis
2
1
84,8%
2
8
-77,5%
Betriebserträge
100
106
-5,8%
100
107
-6,5%
Verwaltungsaufwendungen
-55
-59
-6,5%
-55
-55
-0,4%
Betriebsergebnis
45
47
-5,0%
45
51
-13,2%
Nettodotierungen zu
-6
-15
-57,9%
-6
-22
-70,4%
Kreditrisikovorsorgen
Übrige Ergebnisse
6
1
>500,0%
6
-2

Periodenüberschuss vor Steuern
44
33
35,4%
44
28
60,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-10
-7
37,0%
-10
-6
65,7%
Periodenüberschuss nach Steuern
34
26
34,9%
34
22
58,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden
-19
-14
32,9%
-19
-8
119,1%
Anteile
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile
16
12
37,4%
16
13
19,6%
Aktiva
8.988
8.358
7,5%
8.988
8.789
2,3%
Forderungen an Kunden
6.771
6.831
-0,9%
6.771
6.538
3,6%
davon Corporate %
43,2%
43,4%
-0,2 PP
43,2%
42,3%
1,0 PP
davon Retail %
56,7%
56,4%
0,3 PP
56,7%
57,6%
-1,0 PP
davon in Fremdwährung %
6,7%
7,0%
-0,3 PP
6,7%
6,9%
-0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden
6.151
5.141
19,6%
6.151
6.039
1,9%
Loan/Deposit Ratio
110,1%
132,9%
-22,8 PP
110,1%
108,2%
1,8 PP
Return on Equity vor Steuern
29,0%
22,6%
6,3 PP
29,0%
19,6%
9,4 PP
Return on Equity nach Steuern
22,5%
17,7%
4,9 PP
22,5%
15,4%
7,2 PP
Cost/Income Ratio
55,3%
55,7%
-0,4 PP
55,3%
51,8%
3,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag
3.018
2.988
1,0%
3.018
3.012
0,2%
Geschäftsstellen
130
114
14,0%
130
129
0,8%
Anzahl Kunden
478.474
432.215
10,7%
478.474
470.666
1,7%

Ungarn

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 57 84 -32,6% 57 61 -7,8%
Provisionsüberschuss 19 22 -16,3% 19 22 -14,9%
Handelsergebnis -3 4 -3 28
Sonstiges betriebliches Ergebnis -10 -16 -34,4% -10 -2 323,8%
Betriebserträge 62 95 -34,3% 62 109 -43,0%
Verwaltungsaufwendungen -48 -57 -16,8% -48 -52 -8,2%
Betriebsergebnis 14 37 -61,3% 14 57 -74,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -46 -47 -2,2% -46 -104 -55,5%
Übrige Ergebnisse 8 -3 8 -28
Periodenfehlbetrag vor Steuern -24 -14 75,8% -24 -75 -68,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 3 -94,4% 0 7 -97,9%
Periodenfehlbetrag nach Steuern -24 -11 115,6% -24 -69 -65,5%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 4 1 194,8% 4 -71
Periodenfehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile -20 -10 104,7% -20 -140 -85,8%
Aktiva 7.639 8.603 -11,2% 7.639 7.320 4,4%
Forderungen an Kunden 5.530 6.041 -8,5% 5.530 5.564 -0,6%
davon Corporate % 54,6% 51,7% 1,6 PP 54,6% 53,2% 1,4 PP
davon Retail % 40,3% 45,2% -2,6 PP 40,3% 42,5% -2,2 PP
davon in Fremdwährung % 76,3% 67,7% 3,3 PP 76,3% 75,9% 0,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 5.020 4.994 0,5% 5.020 4.578 9,6%
Loan/Deposit Ratio 110,2% 121,0% -10,8 PP 110,2% 121,5% -11,4 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 76,8% 60,6% 16,2 PP 76,8% 47,6% 29,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.932 3.262 -10,1% 2.932 2.977 -1,5%
Geschäftsstellen 134 144 -6,9% 134 134 0,0%
Anzahl Kunden 640.019 642.768 -0,4% 640.019 643.257 -0,5%
Polen
------- --
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 43 49 -11,8% 43 44 -2,1%
Provisionsüberschuss 31 34 -10,2% 31 36 -14,5%
Handelsergebnis 10 6 82,0% 10 15 -33,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 9 -67,2% 3 5 -43,1%
Betriebserträge 87 97 -10,8% 87 100 -13,4%
Verwaltungsaufwendungen -50 -49 1,9% -50 -58 -12,8%
Betriebsergebnis 37 48 -23,8% 37 43 -14,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -8 -13 -42,3% -8 -22 -65,2%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 132,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 29 35 -15,8% 29 21 40,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6 -6 -4,7% -6 -5 28,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 23 29 -18,2% 23 16 44,1%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -1 -2 -26,2% -1 -1 88,6%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 22 27 -17,6% 22 16 41,9%
Aktiva 7.750 6.832 13,4% 7.750 7.368 5,2%
Forderungen an Kunden 5.569 5.189 7,3% 5.569 5.340 4,3%
davon Corporate % 62,1% 57,9% 4,6 PP 62,1% 61,8% 0,3 PP
davon Retail % 37,7% 41,2% -4,3 PP 37,7% 37,6% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 38,2% 35,5% 3,6 PP 38,2% 39,8% -1,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.574 3.668 24,7% 4.574 4.356 5,0%
Loan/Deposit Ratio 121,8% 141,5% -19,7 PP 121,8% 122,6% -0,9 PP
Return on Equity vor Steuern 16,3% 18,9% -2,5 PP 16,3% 13,0% 3,4 PP
Return on Equity nach Steuern 13,1% 15,5% -2,5 PP 13,1% 10,1% 2,9 PP
Cost/Income Ratio 57,7% 50,5% 7,2 PP 57,7% 57,3% 0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.183 3.153 1,0% 3.183 3.169 0,4%
Geschäftsstellen 116 116 0,0% 116 116 0,0%
Anzahl Kunden 241.015 248.826 -3,1% 241.015 246.586 -2,3%

Slowakei

in € Millionen 1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 77 73 5,3% 77 76 1,5%
Provisionsüberschuss 31 31 1,1% 31 32 -3,8%
Handelsergebnis 2 1 65,7% 2 -1
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 1 -2 18
Betriebserträge 109 106 2,7% 109 125 -12,9%
Verwaltungsaufwendungen -63 -64 -1,7% -63 -61 4,1%
Betriebsergebnis 46 42 9,6% 46 64 -28,9%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -13 -1 >500,0% -13 -12 5,5%
Übrige Ergebnisse 4 -1 4 -5
Periodenüberschuss vor Steuern 37 40 -5,7% 37 48 -21,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -9 -8 13,9% -9 -8 19,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 28 32 -10,7% 28 40 -29,1%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -11 -13 -13,2% -11 -9 22,6%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 17 19 -9,0% 17 31 -44,0%
Aktiva 10.008 8.940 12,0% 10.008 9.682 3,4%
Forderungen an Kunden 6.687 6.073 10,1% 6.687 6.636 0,8%
davon Corporate % 51,1% 53,3% -1,3 PP 51,1% 52,0% -0,9 PP
davon Retail % 48,7% 46,4% 1,4 PP 48,7% 47,8% 0,9 PP
davon in Fremdwährung % 0,9% 1,4% -0,6 PP 0,9% 0,9% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.589 6.691 13,4% 7.589 7.207 5,3%
Loan/Deposit Ratio 88,1% 90,8% -2,6 PP 88,1% 92,1% -3,9 PP
Return on Equity vor Steuern 15,2% 18,7% -3,5 PP 15,2% 21,0% -5,8 PP
Return on Equity nach Steuern 11,5% 14,9% -3,5 PP 11,5% 17,6% -6,1 PP
Cost/Income Ratio 57,9% 60,6% -2,6 PP 57,9% 48,5% 9,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.815 3.769 1,2% 3.815 3.805 0,3%
Geschäftsstellen 155 157 -1,3% 155 156 -0,6%
Anzahl Kunden 800.581 747.832 7,1% 800.581 788.215 1,6%

Slowenien

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 6 8 -20,1% 6 7 -16,6%
Provisionsüberschuss 2 2 1,1% 2 2 1,8%
Handelsergebnis 0 0 0 0 112,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -41,1% 0 0
Betriebserträge 8 10 -15,1% 8 9 -6,5%
Verwaltungsaufwendungen -6 -7 -11,1% -6 -5 13,9%
Betriebsergebnis 2 3 -24,2% 2 4 -36,5%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-2 -2 4,0% -2 -2 12,5%
Übrige Ergebnisse 0 0 -63,2% 0 -2
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 0 1 -92,5% 0 -1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 0 0 -88,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 0 1 -83,3% 0 0
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
0 0 -52,0% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 0 1 -87,0% 0 0
Aktiva 1.660 1.685 -1,5% 1.660 1.732 -4,1%
Forderungen an Kunden 1.295 1.331 -2,7% 1.295 1.303 -0,6%
davon Corporate % 62,1% 68,8% -7,4 PP 62,1% 61,7% 0,4 PP
davon Retail % 31,7% 30,4% 2,1 PP 31,7% 32,1% -0,4 PP
davon in Fremdwährung % 6,9% 7,8% -2,7 PP 6,9% 6,9% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 465 528 -11,8% 465 464 0,4%
Loan/Deposit Ratio 278,3% 252,3% 25,9 PP 278,3% 281,0% -2,7 PP
Return on Equity vor Steuern 0,4% 5,4% -5,0 PP 0,4%
Return on Equity nach Steuern 0,7% 4,0% -3,3 PP 0,7%
Cost/Income Ratio 72,6% 69,3% 3,3 PP 72,6% 59,6% 13,0 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 319 353 -9,6% 319 323 -1,2%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Anzahl Kunden 67.720 67.040 1,0% 67.720 67.526 0,3%
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 330 330 0,1% 330 350 -5,7%
Verwaltungsaufwendungen -177 -182 -2,9% -177 -192 -7,9%
Betriebsergebnis 153 148 3,7% 153 158 -3,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -60 -60 0,1% -60 -64 -5,7%
Übrige Ergebnisse 21 5 304,0% 21 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 114 93 23,2% 114 91 25,5%
Aktiva 23.097 22.247 3,8% 23.097 22.827 1,2%
Nettozinsspanne 3,98% 3,94% 0,04 PP 3,98% 4,04% -0,06 PP
Return on Equity vor Steuern 21,2% 17,5% 3,8 PP 21,2% 18,1% 3,1 PP

Südosteuropa

In Südosteuropa stieg der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 23 Prozent auf € 114 Millionen. Dafür verantwortlich war der Anstieg des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen, während die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und die Betriebserträge nahezu unverändert blieben. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 3,8 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg um 3 Prozent auf € 228 Millionen, großteils zurückzuführen auf die Entwicklung in Rumänien, wo trotz des hohen Margendrucks deutlich gestiegene Kreditvolumina bei großen Firmenkunden und Privatkunden zu verzeichnen waren. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand von € 22,2 Milliarden auf € 23,1 Milliarden, während die Kreditrisikoaktiva um 14 Prozent auf € 14,0 Milliarden zurückgingen. Verantwortlich dafür war überwiegend Kroatien, wo aufgrund des bevorstehenden EU-Beitritts das Obligo gegenüber dem öffentlichen Sektor geringer gewichtet werden konnte.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 75 Millionen um 15 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr leistete hier mit € 41 Millionen weiterhin den größten Beitrag und blieb im Periodenvergleich beinahe unverändert, während der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um 68 Prozent auf € 6 Millionen zurückging. Auslöser dafür war die Entwicklung in Rumänien, wo aufgrund niedrigerer Preise insbesondere im Retail-Geschäft ein Rückgang zu verzeichnen war. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, die überwiegend aus Kroatien und Rumänien stammten, blieben im Periodenvergleich mit € 15 Millionen unverändert.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa stieg im Periodenvergleich um 21 Prozent auf € 17 Millionen. Dabei ging der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft um 16 Prozent auf € 5 Millionen zurück, überwiegend bedingt durch den Rückgang des Bewertungsergebnisses von Forward- und Swap-Transaktionen in Rumänien. Im zinsbezogenen Geschäft wurde mit € 12 Millionen ein um 52 Prozent höheres Ergebnis verzeichnet. In Kroatien lagen hier die Bewertungserträge aus Staatsanleihen über jenen der Vergleichsperiode, und auch in Rumänien stiegen die Bewertungserträge aus den Zinsinstrumenten des Handelbestands.

Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich im Periodenvergleich um 42 Prozent auf € 10 Millionen. Hier wirkten sich die Auflösungen bei sonstigen Rückstellungen in mehreren Ländern der Region positiv aus.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments verringerten sich im Periodenvergleich um insgesamt 3 Prozent auf € 177 Millionen. Dabei sanken die Personalaufwendungen speziell in Rumänien durch den Rückgang des Personalstands. Die Sachaufwendungen blieben mit € 78 Millionen nahezu unverändert, Raum- und IT-Aufwand stellten hier mit insgesamt € 35 Millionen die größten Posten. Die Abschreibungen des Segments sanken um 9 Prozent auf € 24 Millionen, wofür überwiegend vermietete Leasinganlagen in Rumänien und Kroatien verantwortlich waren. Angesichts des Rückgangs der Verwaltungsaufwendungen bei gleichzeitig unveränderten Betriebserträgen sank die Cost/Income Ratio um 1,6 Prozentpunkte auf 53,6 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments blieben mit € 60 Millionen im Periodenvergleich unverändert. Dabei gingen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 14 Prozent oder € 12 Millionen auf € 68 Millionen zurück. Auslöser dafür war überwiegend Kroatien, wo sich das Privatkunden-Kreditportfolio verbesserte. Ebenso ergab sich in Bulgarien und Serbien ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen sanken die Nettoauflösungen im Periodenvergleich auf € 8 Millionen, da die Nettodotierungen zu Risikovorsorgen insbesondere in Rumänien deutlich höher ausfielen als in der Vergleichsperiode. In Bulgarien hingegen kam es in der Vergleichsperiode aufgrund der Anpassung an neu ermittelte Ausfallraten zu einer deutlich höheren Auflösung der Portfolio-Wertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments stieg im Jahresabstand um 2,9 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent, in erster Linie zurückzuführen auf gut besicherte größere Einzelfälle im Corporate-Bereich in Bulgarien sowie in Bosnien und Herzegowina.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Südosteuropa stiegen im Periodenvergleich um € 16 Millionen auf € 21 Millionen. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus Finanzinvestitionen vor allem durch Bewertungsgewinne aus Staatsanleihen in Rumänien, wo ein Rückgang der Renditen verzeichnet wurde, von minus € 2 Millionen auf € 23 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten sank aufgrund von Bewertungsverlusten in Kroatien im Periodenvergleich um € 8 Millionen auf minus € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region erhöhten sich im Periodenvergleich um 21 Prozent auf € 15 Millionen, die Steuerquote blieb mit 13 Prozent nahezu unverändert. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 25 Prozent auf € 91 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

Albanien

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 21 22 -3,2% 21 22 -0,5%
Provisionsüberschuss 2 2 -10,5% 2 2 4,3%
Handelsergebnis 4 3 30,2% 4 4 10,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 -1 -95,6%
Betriebserträge 28 28 0,0% 28 26 4,7%
Verwaltungsaufwendungen -9 -9 -1,5% -9 -11 -24,7%
Betriebsergebnis 19 19 0,8% 19 15 27,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -4 -3 44,3% -4 3
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 15 16 -6,9% 15 18 -17,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2 -2 -27,4% -2 -2 -5,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 13 14 -3,8% 13 16 -18,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 92,3% 0 0 -53,3%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 13 14 -3,9% 13 16 -18,2%
Aktiva 2.287 2.008 13,9% 2.287 2.330 -1,8%
Forderungen an Kunden 978 784 24,7% 978 972 0,7%
davon Corporate % 66,6% 61,8% 4,7 PP 66,6% 65,6% 1,0 PP
davon Retail % 33,4% 38,2% -4,7 PP 33,4% 34,4% -1,0 PP
davon in Fremdwährung % 57,2% 64,0% -6,8 PP 57,2% 57,6% -0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.013 1.706 18,0% 2.013 2.005 0,4%
Loan/Deposit Ratio 48,6% 46,0% 2,6 PP 48,6% 48,5% 0,1 PP
Return on Equity vor Steuern 32,3% 31,2% 1,1 PP 32,3% 43,5% -11,3 PP
Return on Equity nach Steuern 28,9% 27,0% 1,9 PP 28,9% 39,6% -10,6 PP
Cost/Income Ratio 31,3% 43,4% -12,2 PP
31,3% 31,7% -0,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.420 1.355 4,8% 1.420 1.427 -0,5%
Geschäftsstellen 105 103 1,9% 105 105 0,0%
Anzahl Kunden 669.632 654.340 2,3% 669.632 692.142 -3,3%

Bosnien und Herzegowina

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 18 19 -5,9% 18 19 -5,5%
Provisionsüberschuss 7 7 -4,5% 7 8 -18,3%
Handelsergebnis 0 0 15,9% 0 0 -45,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 0 65,5% 1 0 35,0%
Betriebserträge 26 27 -4,5% 26 28 -9,1%
Verwaltungsaufwendungen -15 -15 -4,2% -15 -19 -23,5%
Betriebsergebnis 11 12 -4,9% 11 9 20,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-6 -3 112,5% -6 -7 -18,2%
Übrige Ergebnisse 2 -1 2 -1
Periodenüberschuss vor Steuern 7 8 -10,9% 7 1 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 12,3% -1 -2 -70,8%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern 7 7 -12,8% 7 -1
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
0 0 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 6 8 -15,8% 6 -1
Aktiva 2.069 2.143 -3,5% 2.069 2.170 -4,7%
Forderungen an Kunden 1.330 1.366 -2,6% 1.330 1.358 -2,1%
davon Corporate % 42,7% 43,4% -0,7 PP 42,7% 42,8% -0,1 PP
davon Retail % 56,8% 55,2% 1,5 PP 56,8% 56,2% 0,5 PP
davon in Fremdwährung % 75,8% 66,0% 9,8 PP 75,8% 74,2% 1,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.564 1.605 -2,6% 1.564 1.660 -5,8%
Loan/Deposit Ratio 85,1% 85,1% 0,0 PP 85,1% 81,8% 3,2 PP
Return on Equity vor Steuern 11,5% 13,4% -1,9 PP 11,5% 1,7% 9,8 PP
Return on Equity nach Steuern 10,4% 12,3% -2,0 PP 10,4%
Cost/Income Ratio 56,6% 56,4% 0,2 PP 56,6% 67,2% -10,6 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.550 1.606 -3,5% 1.550 1.569 -1,2%
Geschäftsstellen 98 98 0,0% 98 98 0,0%
Anzahl Kunden 593.325 644.800 -8,0% 593.325 591.507 0,3%

Bulgarien

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 37 43 -13,9% 37 41 -10,5%
Provisionsüberschuss 9 9 1,4% 9 10 -10,2%
Handelsergebnis 1 2 -34,6% 1 1 -16,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 1
Betriebserträge 46 53 -13,1% 46 53 -12,4%
Verwaltungsaufwendungen -23 -24 -2,8% -23 -25 -6,1%
Betriebsergebnis 23 29 -21,4% 23 28 -18,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -15 -13 12,0% -15 -29 -49,2%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 8,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 9 16 -48,3% 9 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -2 -47,2% -1 0
Periodenüberschuss nach Steuern 8 15 -48,4% 8 0
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -1 -1 25,0% -1 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 7 14 -52,1% 7 0
Aktiva 3.610 3.668 -1,6% 3.610 3.681 -1,9%
Forderungen an Kunden 2.924 2.809 4,1% 2.924 2.974 -1,7%
davon Corporate % 44,5% 42,7% 1,9 PP 44,5% 44,2% 0,3 PP
davon Retail % 54,9% 56,9% -1,9 PP 54,9% 55,3% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 79,6% 80,2% -0,6 PP 79,6% 78,3% 1,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.124 2.024 4,9% 2.124 2.171 -2,2%
Loan/Deposit Ratio 137,7% 138,8% -1,1 PP 137,7% 137,0% 0,7 PP
Return on Equity vor Steuern 6,9% 13,5% -6,6 PP 6,9%
Return on Equity nach Steuern 6,2% 12,2% -6,0 PP 6,2%
Cost/Income Ratio 50,2% 44,9% 5,3 PP 50,2% 46,8% 3,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.202 3.223 -0,7% 3.202 3.271 -2,1%
Geschäftsstellen 184 190 -3,2% 184 187 -1,6%
Anzahl Kunden 780.136 743.896 4,9% 780.136 775.580 0,6%

Kroatien

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 39 42 -8,7% 39 41 -6,5%
Provisionsüberschuss 14 15 -11,6% 14 16 -13,1%
Handelsergebnis 6 3 82,8% 6 4 53,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 8 17,2% 9 7 36,8%
Betriebserträge 67 69 -2,3% 67 67 -0,5%
Verwaltungsaufwendungen -38 -38 -1,9% -38 -36 5,5%
Betriebsergebnis 30 30 -2,7% 30 32 -7,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -5 -16 -70,8% -5 -8 -43,6%
Übrige Ergebnisse 3 6 -59,1% 3 -7
Periodenüberschuss vor Steuern 27 21 32,7% 27 16 68,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -5 -4 30,1% -5 -3 87,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 22 16 33,4% 22 13 64,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -6 -4 44,8% -6 -4 57,5%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 16 12 29,3% 16 9 68,0%
Aktiva 6.333 5.577 13,6% 6.333 5.465 15,9%
Forderungen an Kunden 3.854 3.929 -1,9% 3.854 3.830 0,6%
davon Corporate % 40,7% 39,1% 1,6 PP 40,7% 39,9% 0,8 PP
davon Retail % 47,5% 47,4% 0,1 PP 47,5% 48,6% -1,1 PP
davon in Fremdwährung % 67,0% 68,8% -1,8 PP 67,0% 67,4% -0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.057 2.973 2,8% 3.057 3.121 -2,1%
Loan/Deposit Ratio 126,1% 132,2% -6,1 PP 126,1% 122,7% 3,4 PP
Return on Equity vor Steuern 14,2% 10,1% 4,0 PP 14,2% 8,6% 5,6 PP
Return on Equity nach Steuern 11,4% 8,1% 3,3 PP 11,4% 7,1% 4,3 PP
Cost/Income Ratio 56,0% 55,8% 0,2 PP 56,0% 52,8% 3,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.080 2.174 -4,3% 2.080 2.083 -0,1%
Geschäftsstellen 81 84 -3,6% 81 81 0,0%
Anzahl Kunden 513.973 542.413 -5,2% 513.973 538.817 -4,6%
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 10 9 15,4% 10 10 -1,7%
Provisionsüberschuss 2 2 7,2% 2 2 -14,1%
Handelsergebnis 0 0 0 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -98,8% 0 0
Betriebserträge 12 10 14,6% 12 12 -4,6%
Verwaltungsaufwendungen -7 -6 12,4% -7 -7 -9,8%
Betriebsergebnis 5 4 17,5% 5 5 3,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -1 -1 127,2% -1 -3 -50,4%
Übrige Ergebnisse 1 0 40,8% 1 0
Periodenüberschuss vor Steuern 4 4 2,9% 4 2 138,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 38,9% 0 0 81,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 4 4 0,1% 4 2 146,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 59,9% 0 0 354,8%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 4 4 -0,1% 4 2 148,8%
Aktiva 650 703 -7,6% 650 680 -4,5%
Forderungen an Kunden 423 389 8,7% 423 428 -1,3%
davon Corporate % 34,2% 30,4% 3,8 PP 34,2% 33,8% 0,3 PP
davon Retail % 65,8% 69,6% -3,8 PP 65,8% 66,2% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 524 568 -7,8% 524 557 -6,1%
Loan/Deposit Ratio 80,8% 68,5% 12,3 PP 80,8% 76,9% 3,9 PP
Return on Equity vor Steuern 18,4% 18,1% 0,3 PP 18,4% 8,3% 10,1 PP
Return on Equity nach Steuern 16,6% 16,8% -0,2 PP 16,6% 7,2% 9,4 PP
Cost/Income Ratio 56,8% 57,9% -1,1 PP 56,8% 60,1% -3,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 714 702 1,7% 714 720 -0,8%
Geschäftsstellen
Anzahl Kunden
54
257.216
52
231.193
3,8%
11,3%
54
257.216
54
252.343
0,0%
1,9%

Rumänien

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 80 59 35,0% 80 72 10,5%
Provisionsüberschuss 33 45 -25,6% 33 45 -26,5%
Handelsergebnis 5 4 17,4% 5 4 17,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -1 0 5 -91,3%
Betriebserträge 119 107 10,9% 119 127 -6,3%
Verwaltungsaufwendungen -67 -71 -5,8% -67 -73 -8,3%
Betriebsergebnis 52 37 43,2% 52 54 -3,7%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -27 -16 67,0% -27 -17 64,8%
Übrige Ergebnisse 11 -2 11 4 166,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 36 18 96,3% 36 42 -13,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -5 -3 83,0% -5 -8 -35,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 31 16 98,7% 31 34 -9,0%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile 0 0 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 31 15 106,3% 31 34 -7,3%
Aktiva 6.263 6.120 2,3% 6.263 6.359 -1,5%
Forderungen an Kunden 4.339 4.205 3,2% 4.339 4.428 -2,0%
davon Corporate % 36,5% 33,2% 3,3 PP 36,5% 37,1% -0,6 PP
davon Retail % 61,5% 61,2% 0,3 PP 61,5% 60,8% 0,7 PP
davon in Fremdwährung % 52,1% 52,1% 0,0 PP 52,1% 52,1% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.872 3.420 13,2% 3.872 3.904 -0,8%
Loan/Deposit Ratio 112,1% 122,9% -10,9 PP 112,1% 113,4% -1,4 PP
Return on Equity vor Steuern 27,8% 14,8% 12,9 PP 27,8% 35,8% -8,0 PP
Return on Equity nach Steuern 23,9% 12,6% 11,3 PP 23,9% 29,1% -5,3 PP
Cost/Income Ratio 56,0% 65,9% -9,9 PP 56,0% 57,2% -1,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.880 6.154 -4,5% 5.880 6.030 -2,5%
Geschäftsstellen 540 545 -0,9% 540 551 -2,0%
Anzahl Kunden 1.932.098 1.905.035 1,4% 1.932.098 1.913.601 1,0%
Serbien
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 23 27 -13,1% 23 24 -2,8%
Provisionsüberschuss 8 8 9,8% 8 9 -11,5%
Handelsergebnis 0 1 -65,8% 0 1 -65,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 0 78,1% 1 1 -16,5%
Betriebserträge 33 36 -9,2% 33 35 -7,8%
Verwaltungsaufwendungen -20 -19 3,1% -20 -21 -7,3%
Betriebsergebnis 13 17 -23,2% 13 14 -8,7%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -2 -9 -75,2% -2 -4 -40,1%
Übrige Ergebnisse 5 1 >500,0% 5 2 151,7%
Periodenüberschuss vor Steuern 16 9 77,3% 16 12 26,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 19,8% -1 -1 82,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 15 8 84,0% 15 12 23,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 -75,4% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 15 8 92,6% 15 12 20,4%
Aktiva 1.969 2.060 -4,4% 1.969 2.207 -10,8%
Forderungen an Kunden 1.309 1.341 -2,4% 1.309 1.331 -1,7%
davon Corporate % 56,9% 54,5% 2,4 PP 56,9% 53,8% 3,1 PP
davon Retail % 39,9% 42,3% -2,5 PP 39,9% 43,1% -3,2 PP
davon in Fremdwährung % 67,3% 67,7% -0,4 PP 67,3% 66,2% 1,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.042 1.009 3,2% 1.042 1.176 -11,4%
Loan/Deposit Ratio 125,6% 132,9% -7,3 PP 125,6% 113,1% 12,5 PP
Return on Equity vor Steuern 13,3% 7,2% 6,0 PP 13,3% 10,0% 3,3 PP
Return on Equity nach Steuern 12,3% 6,5% 5,8 PP 12,3% 9,5% 2,8 PP
Cost/Income Ratio 60,8% 53,6% 7,2 PP 60,8% 60,4% 0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.763 1.792 -1,6% 1.763 1.765 -0,1%
Geschäftsstellen 85 84 1,2% 85 85 0,0%
Anzahl Kunden 510.594 494.809 3,2% 510.594 508.503 0,4%
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 289 218 32,5% 289 213 35,6%
Verwaltungsaufwendungen -122 -113 8,2% -122 -153 -20,3%
Betriebsergebnis 167 105 58,4% 167 61 173,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 1 -2 1 63 -99,1%
Übrige Ergebnisse -10 -9 7,6% -10 23
Periodenüberschuss vor Steuern 158 94 67,0% 158 147 7,2%
Aktiva 15.195 12.464 21,9% 15.195 14.218 6,9%
Nettozinsspanne 5,01% 4,41% 0,60 PP 5,01% 4,50% 0,51 PP
Return on Equity vor Steuern 40,3% 30,6% 9,7 PP 40,3% 46,4% -6,1 PP

Russland

In Russland stieg der Periodenüberschuss vor Steuern um 67 Prozent auf € 158 Millionen. Das Segment gewann durch sein über dem Konzerndurchschnitt liegendes Kreditwachstum an Ertragskraft und steigerte die Betriebserträge im Periodenvergleich um beinahe 33 Prozent. Auch die Verwaltungsaufwendungen zeigten einen wachstumsbedingten Anstieg, der jedoch unterproportional ausfiel, sodass sich auch die Cost/Income Ratio im Periodenvergleich um 9,5 Prozentpunkte verbesserte. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 9,7 Prozentpunkte auf 40,3 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 36 Prozent oder € 48 Millionen auf € 184 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vorwiegend auf einer Ausweitung des Kreditportfolios bei Retail- und Firmen-Kunden, das dank der starken Kreditnachfrage – und unter dem Einfluss der Stärkung des russischen Rubels – um insgesamt 23 Prozent anwuchs. Auch der signifikant gestiegene Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten, der vorwiegend aus einer höheren Transaktionsanzahl und höheren Transaktionsvolumina resultierte, lieferte einen positiven Beitrag zum Zinsüberschuss in Höhe von € 31 Millionen. Das Segment wies im Periodenvergleich eine um 60 Basispunkte auf 5,01 Prozent gestiegene Nettozinsspanne aus – bereinigt um den Effekt aus derivativen Finanzinstrumenten blieb die Zinsspanne aber weitgehend unverändert. Die Bilanzaktiva erhöhten sich um 22 Prozent auf € 15,2 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva nahmen aufgrund eines deutlichen Anstiegs im Projektfinanzierungsgeschäft und zugesagter Kreditlinien um 20 Prozent auf € 10,6 Milliarden zu.

Der Provisionsüberschuss des Segments wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 22 Prozent oder € 11 Millionen auf € 63 Millionen. Dabei lag der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr – überwiegend aufgrund der Auflösung von Ertragsabgrenzungen in der Vergleichsperiode – um 46 Prozent über dem Vorjahreswert und lieferte mit € 24 Millionen weiterhin den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie das Ergebnis aus dem Kreditund Garantiegeschäft trugen jeweils weitere € 15 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.

Das Handelsergebnis stieg im Jahresvergleich von € 32 Millionen auf € 41 Millionen. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 11 Millionen auf € 27 Millionen, wofür überwiegend höhere Bewertungserträge aus Währungsswaps des Eigenhandels sowie aus Fremdwährungspositionen verantwortlich waren. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft blieb mit € 14 Millionen gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode unverändert.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verbesserte sich vor allem aufgrund der deutlich niedrigeren sonstigen Steuern um € 1 Million auf minus € 0,2 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich um insgesamt 8 Prozent auf € 122 Millionen. Verantwortlich dafür war ein Anstieg des Personalaufwands aufgrund von Gehaltserhöhungen zum Ende des Vorjahres. Der Sachaufwand und die Abschreibungen blieben hingegen weitgehend unverändert auf insgesamt € 57 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen ging um vier auf 192 Standorte zurück. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich im Periodenvergleich dank des deutlichen Anstiegs der Betriebserträge um 9,5 Prozentpunkte auf 42,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf € 1 Million und verbesserten sich damit gegenüber der Vergleichsperiode um insgesamt € 2 Millionen. Zwar stiegen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für das Kreditportfolio bei Privat- und großen Firmenkunden und normalisierten sich auf relativ niedrigem Niveau, nachdem hier im Vorjahr aufgrund höherer Rückzahlungsquoten überfälliger Kredite sowie des Verkaufs von Kreditforderungen ein positiver Wert erzielt worden war. Umgekehrt war bei den Portfolio-Wertberichtigungen eine Nettoauflösung zu verzeichnen, die im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Erhöhung um € 20 Millionen auf plus € 13 Millionen brachte. Der Grund dafür war eine Verbesserung der für die Berechnung der portfoliobasierten Wertberichtigungen herangezogenen historischen Ausfallraten. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio reduzierte sich im Jahresabstand um 2,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland blieben im Periodenvergleich mit insgesamt minus € 10 Millionen beinahe unverändert. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 9 Millionen und beruhte primär auf Bewertungsergebnissen von zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos durchgeführten Zinsswap-Transaktionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode auf € 38 Millionen, die Steuerquote sank um 1 Prozentpunkt auf 24 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 69 Prozent auf € 117 Millionen.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Ertragskennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das der Berechnung zugrunde liegende Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch basiert.

in € Millionen 1.1.-31.3.
2012
1.1.-31.3.
2011
Verände
rung
Q1/2012 Q4/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 184 136 35,6% 184 159 16,2%
Provisionsüberschuss 63 52 21,8% 63 64 -0,8%
Handelsergebnis 41 32 30,6% 41 1 >500,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -3 -92,8% 0 -10 -98,1%
Betriebserträge 289 217 33,1% 289 213 35,3%
Verwaltungsaufwendungen -122 -113 8,2% -122 -153 -20,1%
Betriebsergebnis 167 104 59,9% 167 61 174,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 1 -2 1 63 -99,1%
Übrige Ergebnisse -10 -8 20,7% -10 23
Periodenüberschuss vor Steuern 158 94 67,0% 158 147 7,1%
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
-38 -24 57,3% -38 -36 5,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 120 70 70,3% 120 111 7,6%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile -3 0 >500,0% -3 -2 51,0%
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 117 70 66,4% 117 109 6,7%
Aktiva 15.195 12.464 21,9% 15.195 14.476 5,0%
Forderungen an Kunden 9.485 7.734 22,6% 9.485 9.073 4,6%
davon Corporate % 69,6% 71,9% -2,3 PP 69,6% 70,2% -0,6 PP
davon Retail % 30,4% 27,5% 2,8 PP 30,4% 29,7% 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 46,4% 42,4% 4,0 PP 46,4% 48,5% -2,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 10.064 7.362 36,7% 10.064 9.320 8,0%
Loan/Deposit Ratio 94,3% 105,0% -10,8 PP 94,3% 97,3% -3,1 PP
Return on Equity vor Steuern 31,7% 19,8% 12,0 PP 31,7% 55,4% -23,7 PP
Return on Equity nach Steuern 24,2% 14,8% 9,4 PP 24,2% 42,0% -17,8 PP
Cost/Income Ratio 42,2% 51,9% -9,7 PP 42,2% 71,5% -29,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.257 8.638 -4,4% 8.257 8.475 -2,6%
Geschäftsstellen 192 196 -2,0% 192 191 0,5%
Anzahl Kunden 2.379.581 1.839.731 29,3% 2.379.581 2.135.551 11,4%
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 145 149 -3,0% 145 86 68,3%
Verwaltungsaufwendungen -90 -85 6,0% -90 -88 2,7%
Betriebsergebnis 54 64 -15,0% 54 -1
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -24 -51 -53,5% -24 -29 -18,8%
Übrige Ergebnisse -6 5 -6 -7 -11,1%
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 25 19 31,7% 25 -37
Aktiva 6.415 6.864 -6,5% 6.415 6.761 -5,1%
Nettozinsspanne 6,46% 5,76% 0,70 PP 6,46% 5,91% 0,55 PP
Return on Equity vor Steuern 12,6% 9,9% 2,7 PP 12,6%

GUS Sonstige

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich im ersten Quartal 2012 im Jahresvergleich um 32 Prozent auf € 25 Millionen. Zurückzuführen ist dies auf die positive Entwicklung des Kundengeschäfts in der Ukraine. In Belarus musste hingegen trotz rückläufiger Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen durch die instabile Währungssituation und die daraus resultierende Einführung der Rechnungslegung in Hochinflationsländern im vierten Quartal 2011 eine Anpassung der Berichterstattung vorgenommen werden. Diese führte im ersten Quartal 2012 zu einer Ergebnisbelastung von € 5 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern des Segments stieg dennoch um 2,7 Prozentpunkte auf 12,6 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 6 Prozent oder € 6 Millionen auf € 106 Millionen. Dabei erhöhte sich der Zinsüberschuss in der Ukraine um 14 Prozent, hervorgerufen einerseits durch eine Reduktion des Zinsaufwands für Einlagen von Banken und andererseits durch höhere Erträge aus Kundenkrediten. In Belarus hingegen reduzierte sich der Zinsüberschuss im Periodenvergleich infolge der Währungsentwicklung gepaart mit dem gestiegenen Anteil des Zinsüberschusses in lokaler Währung und der Eindämmung der Kreditvergabe. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 6,4 Milliarden. Einerseits wirkte sich hier die Währungsabwertung in Belarus trotz einer Kreditausweitung in lokaler Währung negativ aus. Andererseits kam es in der Ukraine aufgrund der Belebung der Kreditvergabe an große Firmenkunden zu einem Anstieg. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich um insgesamt 70 Basispunkte auf 6,46 Prozent, die Kreditrisikoaktiva sanken aufgrund eines Rückgangs bei Retail-Kunden in der Ukraine im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 5,2 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments nahm im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 45 Millionen zu. Dazu leisteten die stark gestiegenen Erträge aus dem Zahlungsverkehr mit € 32 Millionen weiterhin den wichtigsten Beitrag. Die hier in der Ukraine erzielte Ertragssteigerung war auf die höhere Kontenund Transaktionsanzahl bei Privat- und Firmenkunden zurückzuführen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft lag aufgrund der Ausweitung des Geschäfts mit Firmenkunden in der

Ukraine mit € 9 Millionen um 2 Prozent über dem Niveau der Vergleichsperiode. Einen mit € 2 Millionen im Periodenvergleich unveränderten Beitrag steuerte das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft bei.

Das Handelsergebnis der Region ging im Jahresabstand von € 7 Millionen auf minus € 6 Millionen zurück. Für € 5 Millionen davon war die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus verantwortlich. Ebenso reduzierte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft von € 5 Millionen auf minus € 6 Millionen. Das Bewertungsergebnis aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals besteht, betrug minus € 2 Millionen (Q1/2011: € 3 Millionen). Auch der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft sank im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf minus € 0,3 Millionen. Hier fiel in der Ukraine ein Verlust aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren und Anleihen an.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments, bestehend aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten, verbesserte sich im Periodenvergleich um € 1 Million auf minus € 0,1 Millionen. Hauptgrund dafür war die Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent auf € 90 Millionen. Dabei nahmen die Personalaufwendungen aufgrund von Gehaltserhöhungen in der Ukraine zu, obwohl die Mitarbeiteranzahl im Segment insgesamt abnahm. Eine Zunahme verzeichneten auch die Abschreibungen, hauptsächlich verursacht durch IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem und die Abschreibung der gleichzeitig aus der Nutzung genommenen Systeme in der Ukraine. In Belarus führte die Währungsabwertung zu einem Rückgang der Verwaltungsaufwendungen. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge bei insgesamt gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 5,3 Prozentpunkte auf 62,5 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region halbierten sich im Periodenvergleich auf € 24 Millionen. Diese Verbesserung beruhte auf einem Rückgang der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen von € 33 Millionen. Er beruht vorwiegend auf der Entwicklung in der Ukraine, wo sich die allgemeine Verbesserung der Portfolioqualität bei Privatkunden bemerkbar machte. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich wie in der Vergleichsperiode eine Nettoauflösung, die jedoch mit € 0,4 Millionen im Jahresvergleich um € 6 Millionen geringer ausfiel, weil in Belarus aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation höhere Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erforderlich waren. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio betrug 30,2 Prozent (plus 3,9 Prozentpunkte im Jahresabstand) und blieb somit weiterhin der höchste aller Segmente – wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden (Belarus: 1,9 Prozent, Ukraine: 35,8 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um € 11 Millionen auf minus € 6 Millionen, wofür vor allem der Rückgang des Ergebnisses aus der Bewertung der Finanzinvestitionen von € 5 Millionen auf minus € 7 Millionen verantwortlich war. Hier sanken die Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten Bestand an festverzinslichen ukrainischen Staatsanleihen durch anhaltende Unsicherheiten aufgrund der makroökonomischen Situation. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 8 Millionen. Die Steuerquote sank – überwiegend durch den in der Ukraine gesenkten Körperschaftsteuersatz – um 7 Prozentpunkte auf 33 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 67 Prozent auf € 15 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments. Kasachstan wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung in Bezug auf die Gesamtvolumina jedoch nicht gesondert aufgeführt:

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 15 21 -28,7% 15 6 136,3%
Provisionsüberschuss 12 14 -10,1% 12 8 47,9%
Handelsergebnis -5 5 -5 -52 -90,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 67,3% 0 -1 -79,9%
Betriebserträge 22 40 -44,2% 22 -39
Verwaltungsaufwendungen -14 -17 -15,3% -14 -11 26,2%
Betriebsergebnis 8 23 -65,2% 8 -50
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -1 -12 -92,0% -1 2
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 -96,6%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 7 11 -35,2% 7 -47
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -2 28,3% -3 -8 -60,8%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag
nach Steuern 4 8 -53,8% 4 -55
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
-1 -3 -66,4% -1 7
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 3 6 -48,1% 3 -49
Aktiva 1.214 1.566 -22,4% 1.214 1.223 -0,7%
Forderungen an Kunden 767 1.156 -33,7% 767 772 -0,6%
davon Corporate % 73,8% 55,2% 18,6 PP 73,8% 72,2% 1,6 PP
davon Retail %
26,2% 44,8% -18,6 PP 26,2% 27,8% -1,6 PP
davon in Fremdwährung % 66,5% 49,3% 17,3 PP 66,5% 66,1% 0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 718 910 -21,0% 718 668 7,6%
Loan/Deposit Ratio 106,8% 127,1% -20,3 PP 106,8% 115,6% -8,8 PP
Return on Equity vor Steuern 16,5% 20,8% -4,2 PP 16,5%
Return on Equity nach Steuern 9,1% 16,1% -6,9 PP 9,1%
Cost/Income Ratio 63,8% 42,0% 21,8 PP 63,8%
Mitarbeiter zum Stichtag 2.198 2.217 -0,9% 2.198 2.210 -0,5%
Geschäftsstellen
Anzahl Kunden
98
683.134
98
825.064
0,0%
-17,2%
98
683.134
101
790.811
-3,0%
-13,6%

Belarus

Ukraine

in € Millionen 1.1.-31.3.
2012
1.1.-31.3.
2011
Verände
rung
Q1/2012 Q4/2011 Verände
rung
Zinsüberschuss 89 78 13,8% 89 92 -3,6%
Provisionsüberschuss 32 29 12,0% 32 36 -10,0%
Handelsergebnis 1 4 -76,8% 1 -1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 -1 0 -4
Betriebserträge 123 109 12,0% 123 124 -0,8%
Verwaltungsaufwendungen -76 -69 11,2% -76 -76 0,1%
Betriebsergebnis 46 41 13,2% 46 47 -2,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-22 -38 -41,9% -22 -30 -26,2%
Übrige Ergebnisse -6 5 -6 -7 -7,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 18 8 134,7% 18 10 72,7%
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
-5 -5 3,8% -5 -6 -13,8%
Periodenüberschuss nach
Steuern 13 3 359,2% 13 4 182,6%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile 0 0 262,1% 0 9
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 13 3 361,1% 13 14 -9,4%
Aktiva 5.131 5.226 -1,8% 5.131 5.467 -6,1%
Forderungen an Kunden 4.032 3.883 3,8% 4.032 4.248 -5,1%
davon Corporate % 52,6% 46,7% 5,9 PP 52,6% 51,3% 1,3 PP
davon Retail % 47,4% 53,3% -5,9 PP 47,4% 48,7% -1,3 PP
davon in Fremdwährung % 59,9% 64,1% -4,2 PP 59,9% 56,8% 3,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.569 2.395 7,2% 2.569 2.631 -2,4%
Loan/Deposit Ratio 157,0% 162,1% -5,1 PP 157,0% 161,5% -4,5 PP
Return on Equity vor Steuern 8,6% 3,9% 4,7 PP 8,6% 5,1% 3,4 PP
Return on Equity nach Steuern 6,2% 1,4% 4,8 PP 6,2% 2,3% 3,9 PP
Cost/Income Ratio 62,2% 62,6% -0,4 PP 62,2% 61,6% 0,6 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 15.478 -3,3% 14.971 15.267 -1,9%
14.971
Geschäftsstellen 828 920 -10,0% 828 909 -8,9%
Anzahl Kunden 3.361.826 3.907.875 -14,0% 3.361.826 3.380.743 -0,6%
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 159 143 11,5% 159 182 -12,5%
Verwaltungsaufwendungen -35 -33 7,6% -35 -39 -9,2%
Betriebsergebnis 124 110 12,7% 124 143 -13,5%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -1 -11 -94,5% -1 -79 -99,2%
Übrige Ergebnisse 2 2 -4,6% 2 2 -12,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 125 101 24,2% 125 66 89,2%
Aktiva 21.980 20.602 6,7% 21.980 22.843 -3,8%
Nettozinsspanne 1,93% 1,75% 0,17 PP 1,93% 2,16% -0,23 PP
Return on Equity vor Steuern 26,2% 22,8% 3,4 PP 26,2% 15,8% 10,4 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments stieg im ersten Quartal 2012 gegenüber der Vergleichsperiode um 24 Prozent auf € 125 Millionen. Verantwortlich dafür waren höhere Betriebserträge aufgrund des gestiegenen Zinsüberschusses sowie ein Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 3,4 Prozentpunkte auf 26,2 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg um 12 Prozent oder € 11 Millionen auf € 108 Millionen. Dieser stabile Zuwachs beruhte auf einer Verbesserung der aktivseitigen Margen sowie auf dem Anstieg der Geschäftsvolumina. Die Geschäftsstellen in Asien steigerten durch eine Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten ihren Beitrag zum Zinsüberschuss ebenfalls um € 12 Millionen auf € 37 Millionen. Auch bei der Tochterbank in Malta kam es dank einer Zunahme der Geschäftsvolumina sowie besserer Margen zu einer Erhöhung des Zinsüberschusses um 38 Prozent auf € 8 Millionen. Insgesamt erhöhte sich die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates um 17 Basispunkte auf 1,93 Prozent, die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand um 7 Prozent oder € 1,4 Milliarden auf € 22,0 Milliarden zu. Die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich trotz einer Ausweitung des Geschäftsvolumens aufgrund des höheren Besicherungsgrades und verbesserter Ratings von Kunden der Konzernzentrale um 7 Prozent auf € 14,6 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss sank um 7 Prozent oder € 3 Millionen auf € 38 Millionen. Die hier in der Konzernzentrale erzielten Erträge beruhten auf einer weiteren Intensivierung des Vertriebs von eigenkapital- und liquiditätsschonenden Produkten. Während die Provisionserträge sowohl bei Standardkrediten als auch bei Projekt- und strukturierten Finanzierungen in der Konzernzentrale im Periodenvergleich rückläufig waren, stiegen die Erträge aus Lead-Arranger-Aktivitäten bei Anleiheemissionen österreichischer und internationaler Kunden. Bei der Tochterbank in Malta kam es hingegen zu einem Rückgang des Provisionsüberschusses um 28 Prozent auf € 2 Millionen, und auch in der Konzerneinheit in den USA nahm der Provisionsüberschuss um 27 Prozent auf € 3 Millionen ab.

Das Handelsergebnis verdoppelte sich nahezu auf € 11 Millionen. Im Profitcenter der Konzernzentrale sanken dabei jedoch die Bewertungsgewinne aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft mit diversen Finanzinstrumenten geringfügig.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen vor allem aufgrund einer Erhöhung bei mehreren kleineren Aufwandsposten in der Konzernzentrale im Periodenvergleich um € 3 Millionen auf € 35 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode acht Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent und blieb damit deutlich unter der Cost/Income Ratio der RBI insgesamt.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen verbesserten sich um € 10 Millionen auf € 1 Million. Maßgeblich verantwortlich dafür waren die dank des verbesserten wirtschaftlichen Umfelds reduzierten Nettodotierungen für Forderungen an Firmenkunden der Konzernzentrale. Auch die Geschäftsstellen in Asien verzeichneten trotz eines deutlichen Anstiegs der Geschäftsvolumina einen Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio sank um 1 Prozentpunkt und blieb am Ende der Berichtsperiode mit 3,3 Prozent im Segmentvergleich relativ niedrig.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments blieben im Periodenvergleich mit € 2 Millionen unverändert. Darin waren im Wesentlichen positive Bewertungsergebnisse aus Marktbewertungen von Unternehmensanleihen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag nahmen gegenüber der Vergleichsperiode um 39 Prozent auf € 32 Millionen zu, die Steuerquote stieg um 3 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 20 Prozent auf € 93 Millionen.

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 100 159 -36,8% 100 174 -42,3%
Verwaltungsaufwendungen -57 -62 -7,4% -57 -66 -13,2%
Betriebsergebnis 43 97 -55,6% 43 108 -60,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 5 -6 5 -6
Übrige Ergebnisse 138 50 172,8% 138 62 122,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 185 142 30,8% 185 164 13,0%
Aktiva 29.681 29.196 1,7% 29.681 25.732 15,3%
Nettozinsspanne 0,67% 0,71% -0,04 PP 0,67% 0,86% -0,19 PP
Return on Equity vor Steuern 44,7% 38,9% 5,7 PP 44,7% 46,3% -1,6 PP

Group Markets

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Jahresabstand um 31 Prozent auf € 185 Millionen. Dieser Zuwachs resultierte aus einer Verbesserung des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen sowie einem Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich um 5,7 Prozentpunkte auf 44,7 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um 8 Prozent auf € 46 Millionen zurück. Eine wesentliche Ursache dafür war das Abreifen und der Verkauf von Teilen des sogenannten High-Quality-Wertpapierportfolios, dessen Ertrag damit gegenüber der Vergleichsperiode um € 15 Millionen auf € 7 Millionen abnahm. Weitere Faktoren für den Rückgang des Zinsüberschusses waren ein Rückgang des Geschäftsvolumens mit hochliquiden Anleihen von Finanzinstitutionen, der fortgesetzte Abbau diverser Risikopositionen, eine selektive Transaktionsauswahl, eine Einschränkung der Limits für den Handel mit Marktrisiken und die Verflachung der Zinskurve. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 29,7 Milliarden, während die Nettozinsspanne durch einen Anstieg des Geschäftsvolumens der Konzernzentrale mit Repo-Transaktionen sowie den Abbau des High-Quality-Wertpapierportfolios um 4 Basispunkte auf 0,67 Prozent zurückging. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 2 Prozent auf € 4,7 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments sank im Jahresabstand um 20 Prozent auf € 25 Millionen. Zwar verzeichnete hier das Profitcenter Financial Institutions einen Zuwachs, überwiegend hervorgerufen durch gestiegene Ergebnisse aus Dienstleistungsverträgen im Cash Management sowie die Umgliederung der Kundensparte "Versicherungen" zu diesem Segment. Umgekehrt sanken aber die Provisionserträge des Profitcenters Capital Markets infolge einer Reduktion des Geschäftsvolumens. Der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochtergesellschaft Kathrein Privatbank AG in Wien lieferte mit € 3 Millionen einen stabilen Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft, der Bereich Mergers & Acquisitions trug € 1 Million zum Provisionsüberschuss bei. Der Provisionsüberschuss der Raiffeisen Centrobank Gruppe ging hingegen aufgrund gesunkener Erträge aus der Beratung von Firmenkunden bei Primärmarkttransaktionen auf € 2 Millionen zurück.

Das Handelsergebnis des Segments sank im ersten Quartal 2012 um 64 Prozent auf € 26 Millionen. Mit € 13 Millionen lieferte hier die Raiffeisen Centrobank einen wesentlichen Beitrag, der überwiegend aus dem positiven Bewertungsergebnis der im Rahmen des aktien- und indexbezogenen Geschäfts ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen bestand. Die Konzernzentrale steuerte aufgrund der Reduktion der Risikopositionen aus dem Eigenhandel überwiegend mit festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten deutlich weniger bei als in der Vergleichsperiode. Aus der Bewertung von begebenen Kapitalgarantien resultierte nach € 21 Millionen in der Vergleichsperiode ein negatives Ergebnis von € 5 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis halbierte sich im Periodenvergleich auf € 3 Millionen. Es beinhaltet die angesichts der Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten auf € 2 Millionen gesunkenen Erträge der Raiffeisen Centrobank Gruppe, die überwiegend durch den Warenhandel der Spezialgesellschaften in den USA und Deutschland erwirtschaftet wurden.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets sanken im Periodenvergleich um 7 Prozent auf € 57 Millionen. Dieser Rückgang resultierte überwiegend aus niedrigeren Stückkosten der Overheads, die dem Ausmaß der Geschäftsaktivitäten entsprachen. Das Segment umfasste zum Ende der Berichtsperiode vier Bankgeschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 18,1 Prozentpunkte auf 57,1 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die fast zur Gänze im Profitcenter Financial Institutions & Sovereigns der Konzernzentrale angefallenen Nettoauflösungen von Kreditrisikovorsorgen betrugen € 5 Millionen und betrafen die Portfolio-Wertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 0,9 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments stiegen im Jahresabstand von € 50 Millionen auf € 138 Millionen. Dabei erhöhte sich vor allem das Ergebnis aus Finanzinvestitionen aufgrund des Verkaufs von Teilen des sogenannten High-Quality-Wertpapierportfolios der Konzernzentrale signifikant. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der Konzernzentrale fiel hingegen durch Close-out-Zahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Teilen des Wertpapierportfolios geringer aus als in der Vergleichsperiode. Die konzernintern zwischen den Profitcenters Capital Markets und Treasury der Konzernzentrale eingegangenen Hedge-Verhältnisse, die der Absicherung der Zinsstruktur und dem Management des Zinsrisikos des Wertpapierportfolios dienten, verursachten in diesem Segment Aufwendungen von € 57 Millionen. Die korrespondierende Verbuchung als Ertrag erfolgte im Segment Corporate Center.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 50 Millionen an, die Steuerquote lag bei 27 Prozent und damit um 2 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 27 Prozent auf € 135 Millionen.

1.1.-31.3. 1.1.-31.3. Verände Q1/2012 Q4/2011 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 100 10 >500,0% 100 -20
Verwaltungsaufwendungen -80 -69 16,8% -80 -113 -28,9%
Betriebsergebnis 19 -59 19 -133
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 2 0 >500,0% 2 -5
Übrige Ergebnisse 107 -26 107 -251
Periodenüberschuss/-
fehlbetrag vor Steuern 128 -85 128 -389
Aktiva 52.161 41.809 24,8% 52.161 53.835 -3,1%
Nettozinsspanne 0,71% 0,64% 0,07 PP 0,71% 0,10% 0,61 PP
Return on Equity vor Steuern 22,0% 22,0%

Corporate Center

Im Segment Corporate Center erhöhte sich der Periodenüberschuss vor Steuern dank einer Zunahme der übrigen Ergebnisse gegenüber der Vergleichsperiode um € 212 Millionen auf € 128 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern betrug 22,0 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 57 Prozent auf € 94 Millionen. Dabei nahmen die konzerninternen Dividendenerträge um 13 Prozent zu, und auch die Erträge aus internen Finanzierungen im Rahmen des Netzwerks der RBI trugen zum Anstieg des Zinsüberschusses bei. Diesen Erträgen standen Aufwendungen für eigene Emissionen aus dem Profitcenter Treasury der Konzernzentrale gegenüber, zudem führte die deutliche Ausweitung der Liquiditätsreserven der RBI zu einer Verminderung des Zinsüberschusses. Ebenso sind die Zinsaufwendungen von € 9 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG in diesem Segment ausgewiesen. Die Aktiva des Segments nahmen insbesondere aufgrund des Aufbaus von Liquiditätsüberschüssen im Jahresabstand um 25 Prozent auf € 52,2 Milliarden zu. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 3 Prozent auf € 17,2 Milliarden, was überwiegend auf die geringere Risikogewichtung beim Ausbau des Geschäftsvolumens zurückzuführen war.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 12 Millionen auf minus € 7 Millionen. Zurückzuführen war dies insbesondere auf geringere Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen bei Finanzierungen im Ausland.

Das Handelsergebnis des Segments erhöhte sich um € 19 Millionen auf minus € 7 Millionen. Diese Verbesserung stammte überwiegend aus dem Bereich Treasury der Konzernzentrale und resultierte aus der Liquiditätssteuerung und den Eigenhandelsaktivitäten im Bilanzstruktur-Management. Ein weiterer Faktor waren Bewertungsgewinne diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die zu Steuerungsgründen gehalten werden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug € 20 Millionen gegenüber minus € 12 Millionen in der Vergleichsperiode. Ausschlaggebend für diese Erhöhung waren die höheren internen Verrechnungen der Konzernzentrale an die diversen Konzerneinheiten. Weitere € 3 Millionen trug der Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH bei. Die Sonderabgabe für Banken in Österreich belastete das Ergebnis hingegen mit € 21 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 17 Prozent oder € 12 Millionen auf € 80 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch eine Reduktion der an die anderen funktionalen Segmente verrechneten Aufwendungen. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Es kam jedoch im Zusammenhang mit einigen Kunden des Profitcenters Special Customers in der Konzernzentrale zu einer Nettoauflösung der in den Vorperioden vorgenommenen Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 2 Millionen.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse stiegen im Periodenvergleich von minus € 26 Millionen auf € 107 Millionen. Das hier enthaltene Ergebnis aus Finanzinvestitionen erhöhte sich überwiegend aufgrund der Bewertung von Wertpapieren von minus € 13 Millionen auf € 12 Millionen. Einen deutlichen Anstieg von minus € 12 Millionen auf € 94 Millionen zeigte auch das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten. Wesentliche positive Faktoren waren hier die mit dem Profitcenter Capital Markets (Segment Group Markets) abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte im Volumen von € 57 Millionen sowie der Veräußerungsgewinn von € 113 Millionen aus dem vorzeitigen Rückkauf eines Teils des Hybridkapitals.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf € 61 Millionen nach € 22 Millionen in der Vergleichsperiode. Zurückzuführen war dieser Anstieg vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen höheren Dividendenerträge, die nicht in die Steuerbemessungsgrundlage einfließen. Darüber hinaus beruhte die Zunahme auf einem Rückgang des latenten Steueraufwands auf Bewertungsergebnisse, die vor allem auf die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten anfielen. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um € 252 Millionen auf € 188 Millionen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 31. März 2012)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011 Veränderung
Zinserträge 1.660 1.568 5,8%
Zinsaufwendungen -785 -684 14,7%
Zinsüberschuss [2] 875 884 -1,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -153 -208 -26,5%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 722 676 6,8%
Provisionserträge 470 428 10,0%
Provisionsaufwendungen -125 -71 76,4%
Provisionsüberschuss [4] 346 357 -3,1%
Handelsergebnis [5] 82 123 -33,6%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] 35 3 >500,0%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 261 25 >500,0%
Verwaltungsaufwendungen [8] -753 -753 0,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -8 -24 -66,7%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 -3 -97,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 685 405 69,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [10] -111 -100 11,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 574 305 87,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 -35 -7,1%
Konzern-Periodenüberschuss 541 270 100,4%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-31.3. 1.1.-31.3. 1.1.-31.3. 1.1.-31.3. 1.1.-31.3. 1.1.-31.3.
in € Millionen 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Konzern-Periodenüberschuss 574 305 541 270 33 35
Währungsdifferenzen 198 2 174 -8 23 11
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
198 2 174 -8 23 11
Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) 0 3 0 3 0 0
Hyperinflation 9 0 8 0 1 0
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
0 -48 0 -48 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
0 -48 0 -48 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
-124 -2 -124 -2 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
18 -2 18 -2 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
-142 0 -142 0 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
31 12 31 12 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-5 12 -5 12 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
35 0 35 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 113 -32 89 -43 24 11
Gesamtergebnis 687 273 630 227 57 46

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011 Veränderung
Gewinn je Aktie 2,52 1,13 1,39

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Partizipationskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 31. März 2012 waren dies 194,7 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q2/2011 Q3/2011 Q4/2011 Q1/2012
Zinsüberschuss 897 943 943 875
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -197 -377 -282 -153
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 700 566 661 722
Provisionsüberschuss 380 388 365 346
Handelsergebnis 133 37 70 82
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 38 108 264 35
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -13 -158 5 261
Verwaltungsaufwendungen -761 -772 -834 -753
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 -15 -190 -8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 473 153 342 685
Steuern vom Einkommen und Ertrag -101 -71 -127 -111
Periodenüberschuss nach Steuern 372 82 214 574
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -27 48 8 -33
Konzern-Periodenüberschuss 345 130 222 541
in € Millionen Q2/2010 Q3/2010 Q4/2010 Q1/2011
Zinsüberschuss 921 927 871 884
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -283 -306 -281 -208
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 639 621 590 676
Provisionsüberschuss 378 373 403 357
Handelsergebnis 66 66 70 123
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten -86 5 43 3
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -88 84 1 25
Verwaltungsaufwendungen -725 -728 -827 -753
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 -3 11 -24
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 187 418 290 405
Steuern vom Einkommen und Ertrag -31 -80 34 -100
Periodenüberschuss nach Steuern 157 337 324 305
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -18 -26 -20 -35
Konzern-Periodenüberschuss 138 311 304 270

Bilanz

Aktiva
in € Millionen
Anhang 31.3.2012 31.12.2011 Veränderung
Barreserve 14.631 11.402 28,3%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 33] 24.626 25.748 -4,4%
Forderungen an Kunden [13, 33] 82.478 81.576 1,1%
Kreditrisikovorsorgen [14] -5.077 -5.053 0,5%
Handelsaktiva [15, 33] 11.075 10.617 4,3%
Derivative Finanzinstrumente [16, 33] 1.195 1.405 -15,0%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 33] 14.410 16.535 -12,8%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [33] 5 5 -0,6%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.083 1.066 1,6%
Sachanlagen [19] 1.502 1.511 -0,6%
Sonstige Aktiva [20, 33] 2.869 2.174 32,0%
Aktiva gesamt 148.798 146.985 1,2%
Passiva
in € Millionen
Anhang 31.3.2012 31.12.2011 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 33] 39.318 37.992 3,5%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 33] 67.749 66.747 1,5%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23, 33] 13.486 14.367 -6,1%
Rückstellungen [24, 33] 757 771 -1,9%
Handelspassiva [25, 33] 9.678 9.715 -0,4%
Derivative Finanzinstrumente [26, 33] 519 792 -34,4%
Sonstige Passiva [27, 33] 2.019 1.515 33,3%
Nachrangkapital [28] 3.799 4.151 -8,5%
Eigenkapital [29] 11.474 10.936 4,9%
Konzern-Eigenkapital 9.869 8.825 11,8%
Konzern-Periodenüberschuss 541 968 -44,1%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.063 1.143 -7,0%
Passiva gesamt 148.798 146.985 1,2%
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 0 0
Gewinnthesaurierung 0 0 0 968 -968 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 -2 -2
Gesamtergebnis 0 0 0 89 541 57 687
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
2 0 6 0 0 0 8
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -21 0 -135 -156
Eigenkapital 31.3.2012 596 2.500 2.577 4.197 541 1.063 11.474

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 -2 -2
Gewinnthesaurierung 0 0 0 1.087 -1.087 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 -3 -3
Gesamtergebnis 0 0 0 -43 270 46 273
Eigene Aktien/Share
Incentive Program 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 1 0 -1 0
Eigenkapital 31.3.2011 593 2.500 2.568 3.635 270 1.105 10.672

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 11.402 4.807
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 3.116 -131
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 294 239
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -237 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 57 21
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 14.631 4.936

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-31.3.2012
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 249 228 184 106 108
Provisionsüberschuss 112 75 63 45 38
Handelsergebnis 12 17 41 -6 11
Sonstiges betriebliches Ergebnis -7 10 0 0 2
Betriebserträge 366 330 289 145 159
Verwaltungsaufwendungen -222 -177 -122 -90 -35
Betriebsergebnis 144 153 167 54 124
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -75 -60 1 -24 -1
Übrige Ergebnisse 19 21 -10 -6 2
Periodenüberschuss vor Steuern 87 114 158 25 125
Steuern vom Einkommen und Ertrag -25 -15 -38 -8 -32
Periodenüberschuss nach Steuern 63 99 120 16 93
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -20 -8 -3 -1 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 43 91 117 15 93
Anteil am Ergebnis vor Steuern 10,6% 13,9% 19,2% 3,0% 15,2%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 20.353 14.012 10.607 5.236 14.561
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.882 1.336 1.047 508 1.204
Aktiva 36.024 23.097 15.195 6.415 21.980
Verbindlichkeiten 31.798 19.830 12.135 5.724 15.378
Nettozinsspanne 2,82% 3,98% 5,01% 6,46% 1,93%
NPL Ratio 10,0% 12,0% 6,0% 30,2% 3,3%
Coverage Ratio 60,8% 56,9% 97,6% 69,0% 52,5%
Cost/Income Ratio 60,7% 53,6% 42,2% 62,5% 22,2%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,44% 1,59% -0,02% 1,76% 0,02%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.892 2.150 1.563 782 1.908
Return on Equity vor Steuern 12,1% 21,2% 40,3% 12,6% 26,2%
Geschäftsstellen 552 1.147 192 927 8
1.1.-31.3.2012
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 46 94 -141 875
Provisionsüberschuss 25 -7 -5 346
Handelsergebnis 26 -7 -12 82
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 20 -36 -8
Betriebserträge 100 100 -194 1.295
Verwaltungsaufwendungen -57 -80 31 -753
Betriebsergebnis 43 19 -163 542
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 5 2 0 -153
Übrige Ergebnisse 138 107 26 296
Periodenüberschuss vor Steuern 185 128 -137 685
Steuern vom Einkommen und Ertrag -50 61 -4 -111
Periodenüberschuss nach Steuern 135 189 -141 574
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 0 -1 -33
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 135 188 -142 541
Anteil am Ergebnis vor Steuern 22,6% 15,6% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 4.712 17.215 -15.645 71.051
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.367 1.409 -1.856 6.898
Aktiva 29.681 52.161 -35.754 148.798
Verbindlichkeiten 29.358 43.819 -20.717 137.325
Nettozinsspanne 0,67% 0,71% 2,37%
NPL Ratio 3,6% 8,9%
Coverage Ratio 89,0% 66,8%
Cost/Income Ratio 57,1% 80,5% 58,2%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) -0,38% -0,04% 0,81%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.660 2.324 10.918
Return on Equity vor Steuern 44,7% 22,0% 25,1%
Geschäftsstellen 4 1 2.831
1.1.-31.3.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 287 221 136 101 97
Provisionsüberschuss 119 87 52 43 41
Handelsergebnis 12 14 32 7 5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -5 7 -2 -1 0
Betriebserträge 413 330 218 149 143
Verwaltungsaufwendungen -236 -182 -113 -85 -33
Betriebsergebnis 176 148 105 64 110
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -79 -60 -2 -51 -11
Übrige Ergebnisse -3 5 -9 5 2
Periodenüberschuss vor Steuern 95 93 94 19 101
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19 -13 -24 -7 -23
Periodenüberschuss nach Steuern 76 80 70 11 78
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -28 -7 -1 -2 0
Periodenüberschuss nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile 48 73 69 9 78
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,7% 20,2% 20,6% 4,1% 21,9%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.151 16.269 8.834 5.532 15.664
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.130 1.530 908 540 1.275
Aktiva 34.393 22.247 12.464 6.864 20.602
Verbindlichkeiten 31.485 19.310 10.464 5.900 13.104
Nettozinsspanne 3,36% 3,94% 4,41% 5,76% 1,75%
NPL Ratio 8,5% 9,1% 8,4% 26,3% 4,6%
Coverage Ratio 57,6% 63,0% 98,7% 72,4% 67,2%
Cost/Income Ratio 57,3% 55,2% 51,7% 57,2% 23,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,86% 2,07% 0,96% 4,00% 0,86%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.900 2.121 1.234 753 1.766
Return on Equity vor Steuern 13,1% 17,5% 30,6% 9,9% 22,8%
Geschäftsstellen 548 1.156 196 1.019 8
1.1.-31.3.2011
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 50 60 -67 884
Provisionsüberschuss 32 -12 -5 357
Handelsergebnis 70 -26 9 123
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 -12 -18 -24
Betriebserträge 159 10 -80 1.341
Verwaltungsaufwendungen -62 -69 27 -753
Betriebsergebnis 97 -59 -53 588
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -6 0 0 -208
Übrige Ergebnisse 50 -26 0 25
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 142 -85 -53 405
Steuern vom Einkommen und Ertrag -35 22 0 -100
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 106 -63 -53 305
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 5 -35
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 106 -63 -49 270
Anteil am Ergebnis vor Steuern 30,9% -18,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 4.814 17.724 -17.001 74.987
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.037 1.452 -1.311 7.560
Aktiva 29.196 41.809 -28.113 139.463
Verbindlichkeiten 29.701 47.768 -28.941 128.791
Nettozinsspanne 0,71% 0,64% 2,61%
NPL Ratio 1,5% 8,6%
Coverage Ratio 88,7% 68,3%
Cost/Income Ratio 39,0% >100% 56,2%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,43% 0,00% 1,16%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.456 1.932 -1.777 10.385
Return on Equity vor Steuern 38,9% 15,6%
Geschäftsstellen 4 1 2.932

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2012 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2011 (vgl. Geschäftsbericht 2011, Seite 150 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2012 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Im Vergleich mit dem Konzernabschluss 2011 gab es keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Im Zusammenhang mit dem Rückkauf von Hybridkapital wurde in den Erläuterungen zur Erfolgsrechnung die Anhangsangabe (6) "Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten" umbenannt in "Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten". Um den Ertrag aus dem Rückkauf von Hybridkapital gesondert darstellen zu können, wurde die Anhangsangabe um das Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten erweitert.

Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2012 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, so werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Währungen

Kurse in Währung pro € 2012 2011
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
31.3. 1.1.-31.3. 31.12. 1.1.-31.3.
Albanischer Lek (ALL) 140,830 139,580 138,930 139,643
Belarus Rubel (BYR) 10.750,000 10.847,500 10.800,000 4.137,405
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Britisches Pfund (GBP) 0,834 0,837 0,835 0,865
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 197,130 195,665 191,720 200,843
Kroatische Kuna (HRK) 7,513 7,550 7,537 7,401
Moldauischer Lei (MDL) 15,684 15,522 15,074 16,463
Litauischer Litas (LTL) 3,453 3,453 3,453 3,453
Polnischer Zloty (PLN) 4,152 4,239 4,458 3,969
Rumänischer Lei (RON) 4,382 4,349 4,323 4,212
Russischer Rubel (RUB) 39,295 39,971 41,765 40,450
Schwedische Krone (SEK) 8,846 8,866 8,912 8,877
Schweizer Franken (CHF) 1,205 1,208 1,216 1,281
Serbischer Dinar (RSD) 111,364 108,063 104,641 104,231
Singapur-Dollar (SGD) 1,678 1,670 1,682 1,754
Tschechische Krone (CZK) 24,730 25,137 25,787 24,545
Türkische Lira (TRY) 2,377 2,375 2,443 2,168
Ukrainische Hryvna (UAH) 10,600 10,529 10,298 10,897
Ungarischer Forint (HUF) 294,920 298,030 314,580 272,060
US-Dollar (USD) 1,336 1,323 1,294 1,377

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
31.3.2012 31.12.2011 31.3.2012 31.12.2011
Stand Beginn der Periode 135 132 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 5 8 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -6 -5 0 0
Stand Ende der Periode 134 135 1 1

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
29 173
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
124 178
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 150 -1
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 1.268 1.092
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 73 116
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -672 -680
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen -4 -1
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 132 -49
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -415 -422
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 685 405

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 1.660 1.568
Zinserträge 1.649 1.560
aus Guthaben bei Zentralbanken 16 13
aus Forderungen an Kreditinstitute 114 105
aus Forderungen an Kunden 1.228 1.126
aus Wertpapieren 157 186
aus Leasingforderungen 58 52
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 77 78
Laufende Erträge 5 1
Zinsähnliche Erträge 6 7
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -785 -684
Zinsaufwendungen -774 -674
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken 0 -4
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -196 -152
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -404 -305
für verbriefte Verbindlichkeiten -119 -166
für Nachrangkapital -55 -48
Zinsähnliche Aufwendungen -10 -10
Gesamt 875 884

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Einzelwertberichtigungen -175 -217
Zuführung zu Risikovorsorgen -381 -387
Auflösung von Risikovorsorgen 257 187
Direktabschreibungen -64 -26
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 13 9
Portfolio-Wertberichtigungen 21 6
Zuführung zu Risikovorsorgen -103 -133
Auflösung von Risikovorsorgen 124 139
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 1 2
Gesamt -153 -208

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Zahlungsverkehr 150 141
Kredit- und Garantiegeschäft 60 74
Wertpapiergeschäft 28 28
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 80 77
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 5 7
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 9 11
Kreditderivatgeschäft 0 0
Sonstige Bankdienstleistungen 15 20
Gesamt 346 357

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Zinsbezogenes Geschäft 56 49
Währungsbezogenes Geschäft 34 41
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 10 15
Kreditderivatgeschäft -12 -6
Sonstiges Geschäft -6 25
Gesamt 82 123

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 19 Millionen (Vergleichsperiode: € 21 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Ergebnis aus dem Hedge Accounting -3 0
Ergebnis aus Kreditderivaten -1 -15
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 2 -62
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten
-76 80
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 112 0
Gesamt 35 3

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 2 1
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 2 1
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity 0 0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 9 4
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -1 0
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 10 4
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren 251 20
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 89 8
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 162 12
Gesamt 261 25

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Personalaufwand -381 -380
Sachaufwand -284 -287
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -88 -86
Gesamt -753 -753

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 13 10
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 157 240
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -144 -230
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleitungen -1 1
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 17 24
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen -18 -23
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 8 9
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing
(Immobilien)
5 5
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
-1 -2
Sonstige Steuern -42 -42
davon Bankensonderabgaben -35 -34
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger
Rückstellungen
2 -3
Sonstige betriebliche Erträge 13 10
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5 -12
Gesamt -8 -24

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -84 -65
Inland -1 -2
Ausland -83 -63
Latente Steuern -27 -35
Gesamt -111 -100

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.2012 31.12.2011
Handelsaktiva 11.867 11.595
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
7.480 7.360
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.916 3.866
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 119.493 115.807
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 5.049 5.348
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 402 426
Sonstige Aktiva 2.585 2.577
Aktiva gesamt 148.798 146.985

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.2012 31.12.2011
Handelspassiva 10.128 10.464
Finanzielle Verbindlichkeiten 123.234 121.426
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 3.137 3.346
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 69 43
Rückstellungen 757 771
Eigenkapital 11.474 10.936
Passiva gesamt 148.798 146.985

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden als Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Inland 11.528 13.127
Ausland 13.098 12.621
Gesamt 24.626 25.748

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 2.559 1.356
Firmenkunden – Große Firmenkunden 54.975 55.222
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.525 3.674
Retail-Kunden – Privatpersonen 19.061 19.004
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.330 2.291
Sonstige 27 28
Gesamt 82.478 81.576

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Inland 8.269 7.855
Ausland 74.210 73.721
Gesamt 82.478 81.576

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Kreditinstitute 175 228
Öffentlicher Sektor 12 6
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.652 2.619
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 426 427
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.557 1.524
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 254 249
Gesamt 5.077 5.053

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.141 3.107
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 230 210
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 7.705 7.293
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 7
Gesamt 11.075 10.617

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
402 426
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 8 75
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 784 904
Gesamt 1.195 1.405

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.696 15.837
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 264 254
Unternehmensanteile 451 444
Gesamt 14.410 16.535

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Firmenwerte 424 408
Software 532 531
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 127 126
Gesamt 1.083 1.066

(19) Sachanlagen

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 614 610
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 117 121
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 437 449
Vermietete Leasinganlagen 334 332
Gesamt 1.502 1.511

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Steuerforderungen 455 418
Laufende Steuerforderungen 60 60
Latente Steuerforderungen 395 358
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 100 108
Rechnungsabgrenzungsposten 243 261
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 1.197 458
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 55 51
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 27 27
Umlaufvermögen 213 174
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 11 7
Übrige Aktiva 568 671
Gesamt 2.869 2.174

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Inland 20.744 20.649
Ausland 18.574 17.343
Gesamt 39.318 37.992

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 1.539 1.318
Firmenkunden – Große Firmenkunden 33.000 33.187
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.284 2.439
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.435 25.422
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.658 3.723
Sonstige 834 658
Gesamt 67.749 66.747

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Inland 6.196 6.102
Ausland 61.553 60.645
Gesamt 67.749 66.747

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Begebene Schuldverschreibungen 11.840 12.762
Begebene Geldmarktpapiere 863 829
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 783 776
Gesamt 13.486 14.367

(24) Rückstellungen

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Abfertigungen 61 60
Pensionen 23 23
Steuern 179 173
Laufende 137 156
Latente 42 17
Garantien und Bürgschaften 122 151
Offene Rechtsfälle 92 90
Unverbrauchter Urlaub 55 52
Bonuszahlungen 178 177
Restrukturierung 2 2
Sonstige 43 42
Gesamt 757 771

(25) Handelspassiva

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 8.348 8.406
Zinssatzgeschäft 6.699 6.391
Wechselkursgeschäft 888 1.367
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 692 566
Kreditderivatgeschäft 49 68
Sonstiges Geschäft 20 14
Leerverkauf von Handelsaktiva 590 566
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 739 743
Emittierte Zertifikate 0 0
Gesamt 9.678 9.715

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
63 37
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge 5 5
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 5 13
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 445 736
Gesamt 519 792

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 114 124
Rechnungsabgrenzungsposten 370 188
Dividendenverbindlichkeiten 1 0
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 1.310 417
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 32 22
Übrige Passiva 193 764
Gesamt 2.019 1.515

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Hybrides Kapital 469 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.718 2.729
Ergänzungskapital 612 603
Gesamt 3.799 4.151

(29) Eigenkapital

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Konzern-Eigenkapital 9.869 8.825
Gezeichnetes Kapital 596 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.577 2.571
Gewinnrücklagen 4.197 3.161
Konzern-Periodenüberschuss 541 968
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.063 1.143
Gesamt 11.474 10.936

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 595 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2011 verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC). Die Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital sowie die regionale Allokation stellen sich wie folgt dar.

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 2.576 30,7% 3.724 39,4%
Kreditrisiko Privatpersonen 1.748 20,8% 1.968 20,8%
Operationelles Risiko 833 9,9% 863 9,1%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 819 9,8% 738 7,8%
Marktrisiko 524 6,2% 701 7,4%
Liquiditätsrisiko 519 6,2%
Risikopuffer 400 4,8% 859 9,1%
sonstige Sachanlagen 379 4,5%
Kreditrisiko Kreditinstitute 319 3,8% 566 6,0%
Beteiligungsrisiko 273 3,3% 29 0,3%
Gesamt 8.390 100,0% 9.447 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Österreich 1.764 22,1% 2.301 26,8%
Zentraleuropa 2.381 29,8% 2.535 29,5%
Südosteuropa 1.818 22,8% 1.668 19,4%
Russland 1.022 12,8% 1.144 13,3%
GUS Sonstige 770 9,6% 593 6,9%
Restliche Welt 235 2,9% 347 4,0%
Gesamt 7.990 100,0% 8.588 100,0%

Mit Beginn 2012 wurden Weiterentwicklungen zur ökonomischen Kapitalberechnung eingeführt. Neu ist nun die explizite Quantifizierung des Liquiditätsrisikos sowie des Risikos aus sonstigen Sachanlagen. Ebenso wurde im Kreditrisiko ein neues Multifaktormodell eingeführt, das auch Konzentrationsrisiken besser berücksichtigt. Dabei wurde auch die Berechnung des Beteiligungsrisikos umgestellt, das ab sofort separat ausgewiesen wird. Durch die zusätzliche Berücksichtigung weiterer Risiken wurde der Puffer für sonstige Risiken reduziert.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie unterschiedlichen Bewertungsvorschriften.

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Barreserve 13.010 9.348
Forderungen an Kreditinstitute 24.626 25.748
Forderungen an Kunden 82.478 81.576
Handelsaktiva 11.075 10.617
Derivative Finanzinstrumente 1.195 1.405
Wertpapiere und Beteiligungen 13.696 15.837
Sonstige Aktiva 240 240
Eventualverbindlichkeiten 11.873 13.280
Kreditrisiken 11.635 12.625
Widerrufliche Kreditzusagen 14.862 14.848
Bewertungs- und Ausweisunterschiede -1.793 1.177
Gesamt 182.898 186.700

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingsstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfall-Datenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio - Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo je wirtschaftlicher Note des Rating-Modells für Firmenkunden (Großkunden und Small Business). Die dargestellten Werte beziehen sich auf das Kreditobligo, zur Gesamtbeurteilung sind zusätzlich die Sicherheiten zu berücksichtigen:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.323 1,5% 1.266 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 7.929 9,3% 7.900 8,9%
1,5 Sehr gute Bonität 9.319 10,9% 8.939 10,0%
2,0 Gute Bonität 12.002 14,0% 12.746 14,3%
2,5 Solide Bonität 14.651 17,1% 15.630 17,5%
3,0 Akzeptable Bonität 13.760 16,1% 14.552 16,3%
3,5 Erhöhtes Risiko 12.347 14,4% 12.506 14,0%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 5.764 6,7% 6.384 7,2%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.155 3,7% 3.803 4,3%
5,0 Ausfall 4.748 5,5% 4.610 5,2%
NR Nicht geratet 619 0,7% 831 0,9%
Gesamt 85.617 100,0% 89.166 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden verringerte sich im Vergleich zum Jahresende um € 3.548 Millionen auf € 85.617 Millionen. Das größte Segment zum Ende des ersten Quartals war Group Corporates mit € 34.719 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 18.788 Millionen und Südosteuropa mit € 10.932 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Russland mit € 10.350 Millionen, GUS Sonstige mit € 3.816 Millionen, Group Markets mit € 6.039 Millionen und Corporate Center mit € 974 Millionen.

Der Anteil von Forderungen mit erhöhtem Kreditrisiko oder noch schwächerer Bonität sank von 25,5 Prozent auf 24,8 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil der guten Bonitäten bis hin zu minimalem Risiko von 34,6 Prozent auf 35,7 Prozent. Diese Verbesserung resultierte einerseits aus der Bonitätssteigerung bestehender Kunden, die zu einer Anhebung des internen Ratings führten. Andererseits spiegelt sich darin die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider, auf deren Basis das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte wie z. B. Russland oder Asien ausgerichtet wird, und Neukredite durch hohe Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität vergeben werden.

Das Segment Group Corporates wies im Vergleich zum Jahresende 2011 mit einem Rückgang von € 2.565 Millionen den höchsten Exposure-Rückgang auf. Dieser fand in Österreich und Asien statt. Insgesamt erfolgte das Wachstum vor allem in aufgrund von Markteinschätzungen bevorzugten Branchen, das Wachstum in Branchen mit Kreditvergabebeschränkungen fiel schwächer aus.

Der Anteil der Klasse Ausfall gemäß Basel II (Rating 5,0) betrug 5,5 Prozent des Kreditobligos (€ 4.748 Millionen). Mit € 1.255 Millionen war das Segment Zentraleuropa davon am stärksten betroffen. Knapp die Hälfte des nicht gerateten Kreditobligos beruhte auf Kleinkrediten.

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Zentraleuropa 18.787 21,9% 18.649 20,9%
Westeuropa 10.879 12,7% 11.658 13,1%
Südosteuropa 10.932 12,8% 11.230 12,6%
Russland 10.350 12,1% 10.795 12,1%
Österreich 16.455 19,2% 17.215 19,3%
GUS Sonstige 3.816 4,5% 4.094 4,6%
Asien 7.861 9,2% 8.547 9,6%
Sonstige 6.538 7,6% 6.976 7,8%
Gesamt 85.617 100,0% 89.166 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Groß- und Einzelhandel 22.255 23,7% 23.672 24,2%
Fertigung/Produktion 20.260 21,6% 21.157 21,7%
Immobilien 10.215 10,9% 10.418 10,7%
Finanzintermediation 9.084 9,7% 9.300 9,5%
Bauwesen 7.093 7,6% 7.324 7,5%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.719 4,0% 3.681 3,8%
Sonstige Branchen 21.099 22,5% 22.079 22,6%
Gesamt 93.727 100,0% 97.632 100,0%

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl kreditnehmerspezifische als auch transaktionsbezogene Eigenschaften berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich danach wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes
Risiko
2.994 36,9% 2.847 33,6%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 3.068 37,8% 3.265 38,6%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.239 15,3% 1.241 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 419 5,2% 676 8,0%
6,5 Ausfall 385 4,7% 419 5,0%
NR Nicht geratet 5 0,1% 18 0,2%
Gesamt 8.109 100,0% 8.466 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen belief sich zum Ende des ersten Quartals 2012 auf € 8.109 Millionen. Mit über 74 Prozent machten hier die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" (Rating 6,1) und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" (Rating 6,2) den Hauptanteil aus. Das ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der

Anteil der nicht gerateten Finanzierungen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2011 weiter auf 0,1 Prozent (€ 5 Millionen).

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten, und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo aus diesem Segment dar:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.904 89,1% 20.778 89,0%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.548 10,9% 2.568 11,0%
Gesamt 23.452 100,0% 23.346 100,0%
davon notleidende Kredite 2.516 10,7% 2.452 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.516 6,5% 1.499 6,4%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 295 1,3% 275 1,2%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente:

31.3.2012 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.493 6.710 3.041 1.647 13
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.577 792 34 145 0
Gesamt 11.070 7.502 3.075 1.792 13
davon notleidende Kredite 977 594 227 712 1
davon Einzelwertberichtigungen 473 368 198 472 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 188 71 10 26 0
31.12.2011 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.659 6.615 2.781 1.711 12
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.528 846 48 146 0
Gesamt 11.187 7.461 2.829 1.857 12
davon notleidende Kredite 929 576 212 729 1
davon Einzelwertberichtigungen 457 372 185 480 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 174 65 7 28 0

Im Vergleich zum Jahresende 2011 wies das Retail-Kreditportfolio im ersten Quartal 2012 mit € 23.452 Millionen eine stabile Entwicklung auf. Das größte Volumen wurde mit € 11.070 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Gegenüber dem Jahresende zeigte sich hier allerdings ein leichter Rückgang. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.502 Millionen. Gemessen am Vorjahr bedeutete das einen leichten Anstieg. Der größte Anstieg war mit 9 Prozent im Segment Russland bei den Privatpersonen zu verzeichnen.

Die Tabelle zeigt die Retail-Forderungen gegliedert nach Produkt:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Hypothekenkredite 10.294 44% 10.679 46%
Verbraucherkredite 6.286 27% 5.708 24%
Autokredite 2.325 10% 2.149 9%
Kreditkarten 1.861 8% 2.036 9%
Überziehungen 1.650 7% 1.754 8%
SME Finanzierung 1.036 4% 1.020 4%
Gesamt 23.452 100% 23.346 100%

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursveränderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Euro 3.295 43,6% 3.322 42,3%
Schweizer Franken 2.722 36,0% 2.903 37,0%
US-Dollar 1.361 18,0% 1.445 18,4%
Andere Fremdwährungen 174 2,3% 187 2,4%
Kredite in Fremdwährungen 7.551 100,0% 7.857 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 32,2% 33,7%

Bei allen Fremdwährungskrediten kam es zu Volumenrückgängen im Vergleich zum Jahresende 2011.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Für die Risikobeurteilung sind zusätzlich dingliche Sicherheiten (z. B. finanzielle Sicherheiten bei Wertpapiergeschäften) und Garantien (z. B. durch Zentralbanken) zu berücksichtigen.

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 86 0,2% 85 0,2%
A2 Sehr gute Bonität 3.592 9,8% 3.409 8,8%
A3 Gute Bonität 22.677 61,6% 24.221 62,4%
B1 Solide Bonität 5.412 14,7% 5.233 13,5%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.524 6,9% 2.993 7,7%
B3 Adäquate Bonität 993 2,7% 1.277 3,3%
B4 Fragliche Bonität 611 1,7% 621 1,6%
B5 Höchst fragliche Bonität 314 0,9% 370 1,0%
C Ausfallgefährdet 185 0,5% 184 0,5%
D Ausfall 307 0,8% 352 0,9%
NR Nicht geratet 93 0,3% 83 0,2%
Gesamt 36.795 100,0% 38.830 100,0%

Das gesamte Kundenobligo betrug im ersten Quartal 2012 € 36.795 Millionen und wies damit einen Rückgang von € 2.035 Millionen auf. Der Schwerpunkt in dieser Kundengruppe lag mit € 22.677 Millionen oder 61,6 Prozent in der Rating-Klasse A3. Der Rückgang in dieser Klasse betraf hauptsächlich das Segment Group Markets. Über alle Rating-Klassen betrachtet, hatte Group Markets in Summe mit € 31.659 Millionen oder 86 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Group Corporates mit € 2.199 Millionen oder 5,98 Prozent.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Geldmarkt 10.596 29% 13.127 34%
Derivate 12.508 34% 12.464 32%
Forderungen 4.066 11% 4.984 13%
Anleihen 3.384 9% 4.450 11%
Repo 5.064 14% 2.681 7%
Sonstige 1.176 3% 1.123 3%
Gesamt 36.795 100% 38.830 100%

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken und regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 12.017 41,5% 9.567 35,6%
A2 Sehr gute Bonität 426 1,5% 465 1,7%
A3 Gute Bonität 4.463 15,4% 4.519 16,8%
B1 Solide Bonität 1.714 5,9% 1.786 6,6%
B2 Zufriedenstellende Bonität 765 2,6% 758 2,8%
B3 Adäquate Bonität 5.743 19,9% 5.513 20,5%
B4 Fragliche Bonität 2.122 7,3% 2.254 8,4%
B5 Höchst fragliche Bonität 1.343 4,6% 1.659 6,2%
C Ausfallgefährdet 191 0,7% 156 0,6%
D Ausfall 86 0,3% 139 0,5%
NR Nicht geratet 54 0,2% 77 0,3%
Gesamt 28.924 100,0% 26.893 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2011 stieg das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor um € 2.031 Millionen auf € 28.924 Millionen, das entsprach einem Anteil von 16,8 Prozent am gesamten Kreditobligo. Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) wies mit 41,5 Prozent den höchsten Anteil aus, was auf gestiegene Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen war.

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) folgt mit 43,9 Prozent. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte vor allem aus Einlagen der Netzwerkbanken in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienten zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Die Forderungen in der Rating-Klasse B4 beliefen sich auf € 2.122 Millionen oder 7,3 Prozent der Gesamtforderungen dieses Segments. Sie beinhalteten in erster Linie Veranlagungen bei staatsnahen Unternehmungen in den Segmenten Russland und Südosteuropa (hier vor allem in Albanien). Die Forderungen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) gingen zurück, was zum Großteil auf denm Rückgang von Kommunalfinanzierungen in Ungarn beruht.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Anleihen 12.131 42% 13.106 48,7%
Forderungen 13.313 46% 9.023 33,6%
Derivate 998 3% 1.028 3,8%
Sonstige 2.481 9% 3.736 13,9%
Gesamt 28.924 100% 26.893 100,0%

Die Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Rumänien 2.184 22,9% 2.000 20,4%
Ungarn 2.063 21,6% 1.912 19,5%
Kroatien 1.163 12,2% 1.304 13,3%
Albanien 1.159 12,1% 1.218 12,4%
Ukraine 833 8,7% 993 10,1%
Sonstige 2.137 22,4% 2.371 24,2%
Gesamt 9.539 100,0% 9.798 100,0%

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter) war im Vergleich zum Jahresende 2011 mit € 9.539 Millionen praktisch unverändert und resultierte vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa. Diese dienten zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen dar.

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011 31.3.2012 31.12.2011 31.3.2012 31.12.2011
Firmenkunden 4.764 4.591 8,1% 7,8% 64,6% 66,3%
Retail-Kunden 2.516 2.452 11,8% 11,5% 72,0% 72,3%
Öffentlicher Sektor 59 12 2,3% 0,9% 20,9% 48,2%
Summe Nichtbanken 7.338 7.056 8,9% 8,6% 66,8% 68,4%
Kreditinstitute 234 241 1,0% 0,9% 74,7% 94,3%
Gesamt 7.573 7.297 7,1% 6,8% 67,0% 69,3%

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) im Geschäftsjahr:

in € Millionen Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.3.2012
Firmenkunden 4.591 0 38 380 -245 4.764
Retail-Kunden 2.452 0 33 243 -212 2.516
Öffentlicher Sektor 12 0 1 47 -1 59
Summe Nichtbanken 7.056 0 71 670 -458 7.338
Kreditinstitute 241 0 -2 8 -14 234
Gesamt 7.297 0 70 678 -472 7.573
in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011
Firmenkunden 4.381 0 -88 1.667 -1.369 4.591
Retail-Kunden 2.396 0 -57 891 -779 2.452
Öffentlicher Sektor 12 0 0 4 -4 12
Summe Nichtbanken 6.790 0 -145 2.562 -2.151 7.056
Kreditinstitute 268 0 2 97 -126 241
Gesamt 7.058 0 -143 2.660 -2.277 7.297

Die folgende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar:

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011 31.3.2012 31.12.2011 31.3.2012 31.12.2011
Zentraleuropa 2.588 2.480 9,4% 9,0% 60,8% 60,8%
Südosteuropa 1.818 1.726 10,5% 9,8% 56,8% 58,5%
Russland 568 525 4,4% 4,4% 97,6% 100,1%
GUS Sonstige 1.466 1.506 26,2% 26,4% 69,0% 68,2%
Group Corporates 713 654 3,1% 2,8% 70,0% 79,1%
Group Markets 420 405 1,8% 1,8% 78,8% 95,7%
Gesamt 7.573 7.297 7,1% 6,8% 67,0% 69,3%

Der Bereich Firmenkunden verzeichnete im ersten Quartal 2012 einen Anstieg an notleidenden Krediten um insgesamt 4 Prozent oder € 172 Millionen auf € 4.764 Millionen. Besonders deutlich fielen die Zuwächse dabei in Südosteuropa mit 6 Prozent oder € 73 Millionen und in Group Corporates mit 9 Prozent oder € 59 Millionen aus. Das Segment GUS Sonstige hingegen verzeichnete einen Rückgang von 3 Prozent oder € 23 Millionen. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen um 1 Prozent oder € 32 Millionen auf € 3.078 Millionen; das bedeutete eine um 1,7 Prozentpunkte niedrigere Deckung von 64,6 Prozent.

Im Retail-Bereich stiegen die notleidenden Kredite um 3 Prozent oder € 64 Millionen auf € 2.516 Millionen. Der Großteil des Anstiegs entfiel dabei mit 5 Prozent oder € 48 Millionen auf Zentraleuropa, während GUS Sonstige einen Rückgang von 2 Prozent oder € 17 Millionen verzeichnete. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für Retail-Kunden wurden auf € 1.811 Millionen angehoben, was zu einem Rückgang der Deckung von 0,3 Prozentpunkten auf 72,0 Prozent führte.

Der Stand an notleidenden Krediten im Bereich Kreditinstitute lag zum ersten Quartal 2012 bei € 234 Millionen, wofür € 175 Millionen an Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden.

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im ersten Quartal:

in € Tausend Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.3.2012
Einzelwert
berichtigungen
4.441 0 432 -257 -203 33 4.447
Portfolio
Wertberichtigungen
763 0 103 -124 0 10 752
Gesamt 5.204 0 535 -381 -203 44 5.199

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch Branchen breit gestreut und gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach regionalen Segmenten dar.

in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Österreich 42.897 23,5% 43.687 23,4%
Zentraleuropa 42.971 23,5% 42.630 22,8%
Slowakei 12.039 6,6% 11.862 6,4%
Tschechische Republik 11.102 6,1% 10.937 5,9%
Ungarn 8.998 4,9% 8.883 4,8%
Polen 8.839 4,8% 8.808 4,7%
Sonstige 1.992 1,1% 2.140 1,1%
Südosteuropa 26.084 14,3% 26.717 14,3%
Rumänien 8.394 4,6% 8.558 4,6%
Kroatien 6.074 3,3% 6.163 3,3%
Bulgarien 4.250 2,3% 4.328 2,3%
Serbien 2.389 1,3% 2.549 1,4%
Sonstige 4.977 2,7% 5.119 2,7%
Russland 18.294 10,0% 18.485 9,9%
GUS Sonstige 7.427 4,1% 7.787 4,2%
Ukraine 4.230 2,3% 4.657 2,5%
Sonstige 3.198 1,7% 3.130 1,7%
Europäische Union 26.708 14,6% 26.501 14,2%
Deutschland 7.335 4,0% 7.492 4,0%
Großbritannien 8.181 4,5% 7.365 3,9%
Frankreich 4.609 2,5% 3.170 1,7%
Niederlande 2.305 1,3% 2.951 1,6%
Sonstige 4.277 2,3% 5.522 3,0%
in € Millionen 31.3.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Ferner Osten 11.077 6,1% 12.278 6,6%
China 5.874 3,2% 6.556 3,5%
Sonstige 5.203 2,8% 5.722 3,1%
USA 4.985 2,7% 5.231 2,8%
Restliche Welt 2.456 1,3% 3.385 1,8%
Gesamt 182.898 100,0% 186.700 100,0%

1 Adaptierung des Vorjahres aufgrund geänderter Zuordnung.

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Marktrisiko

Seit Jänner 2010 basiert das Marktrisikomanagement auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR)für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Bondbüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% id VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Währungsrisiko1 52 56 46 73 64
Zinsrisiko 19 29 18 45 46
Credit-Spread-Risiko 20 17 8 23 11
Aktienpreisrisiko 2 2 2 3 2
Gesamt 59 60 42 72 51

1 Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäften. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 25.812 22.426 10.394 20.692 17.937 7.094
Liquiditäts-Ratio 206% 141% 108% 175% 130% 105%

Die Liquiditätsposition des Konzerns verbesserte sich zum 31. März 2012 weiter. Die innerhalb einer Woche erwarteten und erzielbaren Mittelzuflüsse überstiegen die erwarteten Abflüsse um € 25.812 Millionen. Der Liquiditätsüberhang in diesem Laufzeitband erhöhte sich seit Jahresbeginn um € 5.120 Millionen oder 25 Prozent. Ein ähnlich starker Anstieg wurde für den Liquiditätsüberhang innerhalb eines Monats erzielt, und auch das Laufzeitband von einem Jahr zeigt einen Anstieg des Liquiditätsüberhangs. Damit ist sichergestellt, dass der Konzern auch in Krisensituationen über ausreichend liquide Mittel verfügt, um alle kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Eventualverbindlichkeiten 11.873 13.280
Weitergegebene Wechsel 49 44
Avalkredite 6.315 7.418
Sonstige Bürgschaften 2.318 2.699
Akkreditive 3.135 3.072
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 56 48
Kreditrisiken 26.497 12.625
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilitys 11.635 12.625
Bis 1 Jahr 4.605 4.843
Über 1 Jahr 7.030 7.782

(32) Derivative Finanzinstrumente

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 63.648 130.021 76.104 269.772 7.755 -7.155
Wechselkurs- und
Goldverträge
57.497 9.409 2.394 69.300 899 -922
Wertpapierbezogene
Geschäfte
1.574 1.111 383 3.068 164 -719
Warentermingeschäfte 162 75 25 263 20 -14
Kreditderivate 1.464 1.047 867 3.378 63 -54
Edelmetallgeschäfte 28 10 15 53 0 -6
Gesamt 124.373 141.673 79.789 345.835 8.902 -8.871

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 31. März 2012 wie folgt dar:

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 67.754 132.690 79.387 279.831 7.542 -7.087
Wechselkurs- und
Goldverträge 51.887 8.972 1.895 62.753 896 -1.425
Wertpapierbezogene
Geschäfte 1.453 1.145 382 2.981 82 -591
Warentermingeschäfte 155 84 25 264 13 -10
Kreditderivate 1.017 2.127 753 3.898 164 -80
Edelmetallgeschäfte 14 21 14 49 0 -5
Gesamt 122.282 145.038 82.455 349.775 8.698 -9.198

(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind.

31.3.2012
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 9.201 212 250 254
Forderungen an Kunden 0 1.172 384 309
Handelsaktiva 0 43 9 3
Wertpapiere und Beteiligungen 0 305 2 222
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 10 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.074 217 5.908 57
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 686 239 504
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 25 33 3
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 1 7 0 0
Nachrangkapital 53 0 0 0
Gegebene Garantien 0 67 21 20
Erhaltene Garantien 0 412 155 2
31.12.2011
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 11.017 223 235 214
Forderungen an Kunden 0 1.237 406 356
Handelsaktiva 0 29 17 3
Wertpapiere und Beteiligungen 0 292 2 301
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 9 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.006 3 6.002 156
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 442 243 563
Verbriefte Verbindlichkeiten 01 0 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 16 37 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 4 1 1 0
Nachrangkapital 521 0 0 0
Gegebene Garantien 0 61 71 23
Erhaltene Garantien 0 414 146 3

Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung

31.3.2012 31.12.2011
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.847 8.918 103 2.862 8.630 103
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 158 8.237 103 167 8.002 103
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
217 12 0 198 12 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
2.472 668 0 2.497 610 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 7 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
4.992 2.454 34 5.056 2.269 35
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
260 1 0 130 119 5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
4.733 2.453 34 4.926 2.150 30
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
1.528 0 0 3.487 0 0
Sonstige Beteiligungen2 66 0 0 65 0 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.462 0 0 3.422 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 4 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 402 0 0 426 0
Positive Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
1 Inklusive sonstige Derivate
0 402 0 0 426 0

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

31.3.2012 31.12.2011
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 781 9.236 112 671 9.681 112
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente 1
190 8.552 56 105 8.992 57
Leerverkauf von Handelsaktiva 590 0 0 565 0 0
Emittierte Zertifikate 0 683 56 0 688 55
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 3.137 0 0 3.346 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 3.137 0 0 3.346 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 69 0 0 43 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 69 0 0 43 0

1 Inklusive sonstige Derivate

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

(35) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Eingezahltes Kapital 4.936 4.933
Erwirtschaftetes Kapital 3.325 3.031
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 1.039 1.171
Hybrides Kapital 441 800
Immaterielle Vermögenswerte -501 -501
Kernkapital (Tier-1-Kapital) 9.240 9.434
Abzugsposten vom Kernkapital -12 -19
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 9.228 9.415
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 600 599
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 208 234
Stille Reserven 0 0
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.524 2.536
Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) 3.332 3.368
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -12 -19
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.319 3.349
Abzugsposten Versicherungen -7 -7
Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-
Kapital (Tier-3-Kapital)
117 100
Gesamte Eigenmittel 12.657 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.898 7.624
Eigenmittelüberschuss 5.759 5.234
Überdeckungsquote 83,5% 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,2% 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,0% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% 9,9%
Eigenmittelquote 14,7% 13,5%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2012 31.12.2011
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 71.051 77.150
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG
5.684 6.172
Standardansatz 2.912 3.056
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.772 3.116
Abwicklungsrisiko 2 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
300 520
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 89 140
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 823 792
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.898 7.624

(36) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-31.3.2012 1.1.-31.3.2011
Inland 2.718 2.673
Ausland 56.309 57.169
Gesamt 59.027 59.842

Impressum/Disclaimer

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Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 18. Mai 2012 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

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Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten wurden überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Raiffeisen Bank International AG haftet in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

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