Quarterly Report • Aug 21, 2012
Quarterly Report
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Bericht zum 1. Halbjahr 2012
| Ertragskennzahlen | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | Ultimo 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 985,7 | 1.036,1 | +5 | 2.023,7 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 123,4 | 104,1 | -16 | 258,6 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | 27,1 | 4,1 | -85 | 48,4 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 45,8 | 28,9 | -37 | 49,5 |
| Ergebnis nach Steuern 2) | in Mio. € | 37,5 | 24,1 | -36 | 40,8 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,18 | 0,08 | -56 | 0,08 |
| Free Cashflow 3) | in Mio. € | 18,2 | -29,3 | <-100 | 141,7 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 41,0 | 46,4 | +13 | 102,5 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 26,2 | 157,3 | >100 | 56,3 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2011 | 30.6.2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 4) | in Mio. € | 2.459,9 | 2.487,0 | +1 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 442,5 | 880,0 | +99 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.798,5 | 3.358,5 | +20 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.122,3 | 4.562,0 | +11 |
| Verschuldungsgrad | in % | 18,0 | 35,4 | +97 |
| Ø Mitarbeiter | 12.818 | 13.086 | +2 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 16,56 | 7,42 | -55 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 6,66 | 6,90 | +4 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 6,97 | 7,42 | +6 |
| Gewichtete Aktienzahl 5) | in Tsd. | 116.758 | 115.054 | -1 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 819,2 | 872,2 | +6 |
| 1-6/2012 in Mio. € und % |
Zentral-Osteuropa | Zentral-Westeuropa | Nord-Westeuropa | Nordamerika | Pipelife 6) | Beteiligungen und Sonstiges 7) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 256,4 | (-6 %) | 198,7 | (-4 %) | 384,9 | (-7 %) | 76,3 | (+24 %) | 80,4 (>100 %) | 39,4 | (+41 %) |
| EBITDA operativ 1) | 26,4 | (-41 %) | 15,8 | (-10 %) | 60,4 | (-15 %) | 0,3 (>100 %) | 8,0 (>100 %) | -6,8 | (-74 %) | |
| EBIT operativ 1) | -8,1 | (<-100 %) | 2,6 | (+24 %) | 27,3 | (-28 %) | -11,0 | (+33 %) | 5,2 (>100 %) | -12,0 | (-31 %) |
| Gesamtinvestitionen | 15,3 | (-33 %) | 13,3 | (-8 %) | 12,5 | (-51 %) | 9,9 (>100 %) | 148,7 (>100 %) | 4,0 (>100 %) | ||
| Capital Employed | 786,1 | (-9 %) | 386,4 | (+4 %) | 1.152,2 | (+3 %) | 513,9 | (+11 %) | 440,9 (>100 %) | 79,0 | (-6 %) |
| Ø Mitarbeiter | 4.869 | (+15 %) | 2.100 | (+4 %) | 4.062 | (-3 %) | 1.026 | (-10 %) | 221 (>100 %) | 808 | (+16 %) |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
6) Pipelife wird vorläufig als eigenständiges Segment dargestellt. Enthalten in der Darstellung sind die Ergebnisse von Pipelife bzw. der jeweilige Durchschnittswert für die Periode ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Gesamtinvestitionen enthalten neben dem Netto-Kaufpreis für 50 % der Anteile auch die laufenden Investitionen ab dem Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung. Der Mitarbeiterstand per 30.6.2012 betrug 2.656 und wurde aliquot für einen Monat dargestellt.
7) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftssegmente sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | |
|---|---|
| Zwischenlagebericht | 3 |
| Ergebnis- und Bilanzanalyse | 3 |
| Geschäftssegmente | 6 |
| Zwischenbericht nach IFRS | 11 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 11 |
| Gesamtergebnisrechnung | 11 |
| Bilanz | 12 |
| Entwicklung des Eigenkapitals | 12 |
| Cashflow Statement | 13 |
| Geschäftssegmente | 14 |
| Anhang zum Zwischenbericht | 15 |
| Erklärung des Vorstands | 19 |
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
das erste Halbjahr 2012 war geprägt von starken Turbulenzen in der Eurozone. Die Vertrauenskrise rund um den Euro aufgrund der zum Teil sehr hohen Staatsverschuldung einiger europäischer Länder, Diskussionen über mögliche Sparprogramme sowie die sehr restriktive Vergabepolitik von Krediten durch Banken hat sich in den letzten Monaten verschärft. Dies hat dazu geführt, dass es in unseren europäischen Märkten im Wohnungsneubau, aber auch in der Sanierung, teilweise zu erheblichen Rückgängen gekommen ist.
In der Folge schwächte sich die Nachfrage nach Baustoffen in bisher stabileren Märkten wie Belgien, Frankreich, Großbritannien und Polen ab und war in vielen Ländern Osteuropas von niedrigem Niveau weiter rückläufig. Trotz schwächerer Nachfrage ist es uns aber gelungen, die zur Deckung der Kosteninflation erforderlichen Preiserhöhungen in nahezu allen Märkten in Europa umzusetzen und um 4 % höhere Durchschnittspreise im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2011 zu erzielen.
Erfreulich entwickelt haben sich unsere Aktivitäten in Nordamerika, Russland und Indien. In den USA ist seit Jahresbeginn die Anzahl der Baubeginne von niedrigem Niveau moderat gestiegen, wobei der mehrgeschossige Wohnungsneubau derzeit stärker wächst als der Bereich des Einfamilienhauses. Die daraus resultierende höhere Nachfrage nach Baustoffen führte zu Absatzzuwächsen unserer amerikanischen Tochtergesellschaft sowie auch zu einer etwas besseren Auslastung unserer Werke in den USA. Auch wenn die Auswirkungen der amerikanischen Präsidentenwahlen auf die weitere Marktentwicklung unklar sind, bleiben wir zuversichtlich, dass wir heuer in Nordamerika ein leicht positives operatives EBITDA erreichen werden. In Russland und Indien konnten wir in einem dynamischen Marktumfeld die Absätze steigern und durch unsere neuen Produkte erheblich an Marktanteil gewinnen. Beide Länder haben im ersten Halbjahr 2012 positiv zu Umsatz und Ergebnis beigetragen.
Unser Bestreben, die Abhängigkeit der Wienerberger Gruppe vom Wohnungsneubau zu reduzieren, ist uns durch die vollständige Übernahme der Pipelife Gruppe, einem der größten europäischen Anbieter im Bereich Kunststoffrohrsysteme, gelungen. Der Geschäftsverlauf bei Pipelife war, verglichen mit den keramischen Baustoffaktivitäten in Europa, im ersten Halbjahr durchaus positiv. Pipelife, seit 31. Mai 2012 im Konsolidierungskreis der Wienerberger Gruppe enthalten, konnte im ersten Halbjahr 2012 Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwirtschaften. Ebenfalls positiv entwickelt hat sich unser keramisches Abwasserrohrgeschäft Steinzeug-Keramo, wo in den ersten sechs Monaten Umsatz- und Ergebniszuwächse zu verzeichnen waren.
Insgesamt lag der Umsatz der Wienerberger Gruppe im ersten Halbjahr 2012, bedingt durch die Erstkonsolidierung von Pipelife, um 5 % über dem Vergleichswert des Vorjahrs, während das operative EBITDA im gleichen Zeitraum um 16 % zurückging. Hauptursachen waren rückläufige Mengen im europäischen Wand- und Dachziegelgeschäft sowie die aus der geringeren Kapazitätsauslastung resultierenden höheren Produktionskosten, die auch durch die um 4 % höheren Durchschnittspreise im Vergleich zum Vorjahr nicht wettgemacht werden konnten.
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Mengenrückgänge bei keramischen Baustoffen in allen Ländern Europas aufgrund des schwierigen Marktumfelds; Verbesserung des amerikanischen Geschäfts seit Jahresbeginn
Übernahme von Pipelife verringert Abhängigkeit vom Wohnungsneubau
Bei Umsatzanstieg des Konzerns von 5 % Rückgang im operativen EBITDA von 16 % zu verzeichnen
Maßnahmenpaket im Bereich keramische Baustoffe in Europa zur nachhaltigen Kostensenkung
Der Ausblick für 2012 lässt ein anhaltend schwieriges makroökonomisches Umfeld in Europa und in der Folge eine weitere Abschwächung der Nachfrage nach Baustoffen erwarten. Dies bestätigen auch Wirtschaftsforscher sowie Experten der Bauindustrie, die zuletzt ihre Prognosen nach unten revidiert haben. Um uns bestmöglich auf diese neuen Herausforderungen vorzubereiten, haben wir in den letzten Wochen ein Maßnahmenpaket zur weiteren Optimierung der Strukturen im Bereich keramische Baustoffe in Europa erarbeitet, welches auf Kostensenkungsmaßnahmen zur Generierung von nachhaltigen Cashflows fokussiert. Ziel ist es, durch weitere Anpassungen von Kapazitäten und Unternehmensstrukturen die Kosten nachhaltig bis Ende 2013 um 40 Mio. € zu senken, die Normalinvestitionen inklusive jener von Pipelife von den derzeit geplanten 140 Mio. € auf 110 Mio. € bis Jahresende zu reduzieren und das Working Capital durch den Abbau von Vorräten (exkl. Pipelife) bis Ende des Jahres auf den Vergleichswert des Vorjahrs zu senken. Aus diesen Maßnahmen erwarten wir zahlungswirksame Einmalkosten von 15 Mio. € bis Ende 2013.
Aufgrund der in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen verfügen wir heute über eine starke Bilanz, eine gesunde Kapitalstruktur und ausreichende Liquidität, die uns komfortablen Handlungsspielraum sichert. Zwar steigt die Nettoverschuldung saisonal bedingt wie immer in der Berichtsperiode auf den Jahreshöchststand. Dennoch liegen wir bei den Bankenkennzahlen auch zum Halbjahr klar im Rahmen der Vorgaben. Für das Jahresende werden wir unter Berücksichtigung des Kaufpreises für Pipelife und des geplanten Capex unverändert unter der von uns angestrebten, konservativen Entschuldungsdauer von 2,5 Jahren bleiben. Die Stärke unseres Geschäftsmodells liegt in der Erwirtschaftung von Cashflows auch in schwierigen Zeiten, und diese wollen wir bestmöglich nutzen.
Die mangelnde Visibilität auf die weitere Marktentwicklung macht es äußerst schwierig, Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, einen Ausblick auf die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2012 zu geben, aber nichtsdestotrotz werden wir alle Anstrengungen daran legen, in 2012 wiederum einen Gewinn für die Gruppe zu erwirtschaften.
Nach einem wetterbedingt schwachen ersten Quartal haben sich im zweiten Quartal 2012 die makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa wieder zunehmend verschlechtert und damit zu einer Abschwächung der Bautätigkeit in vielen Ländern West- und Osteuropas geführt. Erfreulich hingegen hat sich das Geschäft in den USA, Russland, Indien sowie bei unserem keramischen Rohrspezialisten Steinzeug-Keramo entwickelt, wo im ersten Halbjahr 2012 Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwirtschaftet wurden. Ende Mai wurden die restlichen 50 % der Anteile der Pipelife Gruppe erworben und diese somit ab 31. Mai 2012 vollkonsolidiert in einem eigenen Segment dargestellt (davor war Pipelife in dem Segment "Beteiligungen und Sonstiges" zu 50 % at-equity ausgewiesen). Pipelife ist einer der führenden Hersteller von Kunststoffrohrsystemen in Europa, wobei mehr als die Hälfte des Umsatzes in Nord-Westeuropa erwirtschaftet wird. Pipelife hat sich im ersten Halbjahr gut entwickelt und konnte Umsatz und Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs steigern, wobei im Wienerberger Konzern nur Umsatz und Ergebnis für ein Monat berücksichtigt sind.
Insgesamt stieg der Umsatz der Wienerberger Gruppe im ersten Halbjahr um 5 % auf 1.036,1 Mio. €, wobei die Akquisition von Pipelife 8 %, die Konsolidierung von Tondach Gleinstätten 2 % und höhere Durchschnittspreise 4 % zur Erhöhung des Umsatzes beitrugen. Dementsprechend waren die Absatzmengen im keramischen Bereich mit 9 % rückläufig. Fremdwährungseffekte hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung, da die positiven Währungseffekte aus dem US-Dollar, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken die negativen Effekte aus dem polnischen Zloty und dem ungarischen Forint in etwa kompensierten. Die schwächere Nachfrage im keramischen Bereich in Europa führte zu einer geringeren Auslastung der Produktionskapazitäten und in der Folge zu höheren Stückkosten, wodurch in den ersten sechs Monaten 2012 ein Rückgang im operativen EBITDA um 16 % auf 104,1 Mio. € und im operativen EBIT auf 4,1 Mio. € zu verzeichnen war. Die Kosteninflation lag im ersten Halbjahr 2012 bei rund 3,5 %, wobei steigende Energiepreise wesentlichster Treiber dieser Entwicklung waren. Die für das Gesamtjahr erwartete Kosteninflation sollte ebenfalls 3,5 % nicht überschreiten und durch entsprechend höhere Durchschnittspreise im Vergleich zum Vorjahr abgedeckt werden.
Das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Finanzergebnis von 24,8 Mio. € (Vorjahr: -14,5 Mio. €) erklärt sich vor allem aus einem Einmaleffekt in Höhe von 42,3 Mio. € im Zuge der Pipelife Transaktion durch die Neubewertung der schon bestehenden Beteiligung an Pipelife. Der Bewertungseffekt wurde unter Berücksichtigung einer Kontrollprämie als Differenz zwischen dem Kaufpreis des 50 % Anteils und dem in der Wienerberger Bilanz bisher geführten Beteiligungsbuchwert errechnet. In der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen sind noch für die ersten fünf Monate 2012 die Ergebnisse für 50 % der Anteile an der Pipelife Gruppe enthalten.
Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich in den ersten sechs Monaten 2012 auf 28,9 Mio. € (Vorjahr: 45,8 Mio. €). Die Steuerquote lag in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahrs bei 16,4 % nach 18,2 % im Jahr zuvor. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete Wienerberger einen Gewinn von 24,1 Mio. € (Vorjahr: 37,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,08 € nach 0,18 € im ersten Halbjahr des Vorjahrs. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei -0,29 € je Aktie nach -0,10 € je Aktie im Jahr zuvor. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.
Höhere Nettoverschuldung durch saisonal bedingten Anstieg des Working Capitals sowie die Akquisition von Pipelife
PPA ergibt vorläufigen Firmenwert von 43,0 Mio. € für Pipelife
Entschuldungsdauer von 2,9 Jahren zum 30.6.2012
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war, beeinflusst durch niedrigere Ergebnisbeiträge bei einem geringeren saisonalen Working Capital Aufbau, mit 2,6 Mio. € leicht positiv. Für Normalinvestitionen (Instandhaltung und technologische Weiterentwicklung von Produktionsprozessen) wurden 46,4 Mio. € und für Wachstumsinvestitionen 157,3 Mio. € aufgewendet. Im Vorjahr führte der Verkauf der Bramac Gruppe zu Netto-Einzahlungen von 43,4 Mio. € und hatte somit einen wesentlichen Einfluss auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst den Emissionserlös der am 1. Februar 2012 platzierten Anleihe mit einer Nominale von 200 Mio. €, die Rückzahlung der Anleihe aus dem Jahr 2005 von 241 Mio. € sowie die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €. Des Weiteren berücksichtigt der Finanzierungs-Cashflow die ausgeschüttete Dividende von 13,8 Mio. € sowie den Erhalt einer Dividende von Pipelife von 10 Mio. €.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich durch die Beiträge des Gesamtergebnisses nach Steuern um 74,5 Mio. €, wovon mehr als die Hälfte auf positive Währungsumrechnungsdifferenzen insbesondere aus dem US-Dollar und dem britischen Pfund zurückzuführen ist, und verminderte sich aufgrund der Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2012 sowie der Ausschüttung einer Dividende von 13,8 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals sowie der Akquisition und Erstkonsolidierung der Pipelife Gruppe gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 437,5 Mio. € auf 880,0 Mio. €.
Für die erstmalige Vollkonsolidierung der Pipelife Gruppe wurde ein vorläufig beizulegender Zeitwert des erworbenen Reinvermögens von 259,9 Mio. € ermittelt. Im Rahmen der durchgeführten Berechnungen zur Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte im Bereich der Dachmarke Pipelife und des Kundenstamms identifiziert und bewertet. Dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens steht ein Bruttokaufpreis von 162,0 Mio. € sowie ein Marktwert des bestehenden untergehenden Anteils von 140,9 Mio. € gegenüber. Ein vorläufiger Firmenwert in Höhe von 43,0 Mio. € wurde mit 31. Mai 2012 aktiviert. Die PPA wird bis Ende des Jahres abgeschlossen.
Der Verschuldungsgrad ist saisonal bedingt sowie insbesondere auch durch die Erstkonsolidierung von Pipelife zum 31. Mai 2012 deutlich auf 35 % zum Berichtsstichtag angestiegen. Der Anstieg erklärt sich vor allem aus der Tatsache, dass zum 30.6.2012 die operativen Ergebnisse von Pipelife nur für einen Monat enthalten sind, während die Verbindlichkeiten von Pipelife sowie der Kaufpreis von 162 Mio. € bereits zur Gänze in der Bilanz der Wienerberger Gruppe berücksichtigt wurden. Auf die mit den Banken vereinbarten Kennzahlen hat das nur einen limitierten Einfluss, da für die Berechnung der Kennzahlen roulierend die Ergebnisse der letzten 12 Monate sowohl von Wienerberger als auch von Pipelife berücksichtigt werden. Somit liegen die zum Halbjahr 2012 errechneten Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 2,9 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 7,0 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten. Zu Jahresende gehen wir davon aus, dass wir unsere Zielsetzung von einer Entschuldungsdauer von weniger als 2,5 Jahren wieder erreichen werden.
| Treasury Kennzahlen | 30.6.2011 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) | 2,1 | 1,7 | 2,9 | <3,50 |
| EBITDA operativ 1) / Zinsergebnis 2) | 6,8 | 6,8 | 7,0 | >3,75 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA
2) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses
Im zweiten Quartal führte die steigende Verunsicherung aufgrund der Euro- und Staatsschuldenkrise zu einer Abschwächung der Bautätigkeit in Europa, von der nahezu alle Märkte von Wienerberger betroffen waren. Erfreulich hingegen war die Geschäftsentwicklung in den USA, wo sich der seit Jahresbeginn positive Trend im Wohnungsneubau weiter fortsetzte. Umsatzzuwächse in Nordamerika, in Indien und der Steinzeug-Keramo Gruppe sowie insbesondere die Umsatzbeiträge der seit 31. Mai 2012 vollkonsolidierten Pipelife Gruppe ließen den Konzernumsatz im zweiten Quartal 2012 um insgesamt 11 % auf 653,7 Mio. € ansteigen. Auf EBITDA-Ebene konnten die Ergebnisbeiträge von Pipelife, Nordamerika, Indien und der Steinzeug-Keramo Gruppe die aufgrund niedrigerer Verkaufsmengen im keramischen Bereich in Europa gestiegenen Stückkosten nicht kompensieren. Mit 102,0 Mio. € lag das operative Konzern-EBITDA im zweiten Quartal 2012 um 9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Die Pipelife Gruppe trug 80,4 Mio. € zum Konzernumsatz und 8,0 Mio. € zum Konzern-EBITDA bei.
Die Abkühlung in Polen und der Tschechischen Republik, den beiden größten Märkten der Region, bestimmte die Entwicklung im Segment Zentral-Osteuropa. Zusammen mit einer weiteren Abschwächung von bereits sehr niedrigem Niveau in Ungarn und einigen Märkten Südosteuropas ging der Umsatz um 6 % und das operative EBITDA um 28 % auf 31,6 Mio. € im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 zurück. In Nord-Westeuropa schwächte sich die Bautätigkeit in Belgien, Frankreich und Großbritannien ab, während sich in den Niederlanden der seit Jahresbeginn deutlich rückläufige Trend weiter fortsetzte. Der Segmentumsatz sank um 7 % auf 209,1 Mio. € und das operative EBITDA um 16 % auf 40,8 Mio. €. In Zentral-Westeuropa lagen bei einer stabileren Marktentwicklung der Umsatz und das operative EBITDA in etwa auf Vorjahresniveau. In den USA setzte sich der positive Trend im Wohnungsneubau weiter fort und brachte im Segment Nordamerika im zweiten Quartal ein Umsatzwachstum von 23 % auf 44,0 Mio. € sowie mit einem operativen EBITDA von 2,4 Mio. € eine deutliche Ergebnissteigerung.
| Umsatz in Mio. € | 4-6/2011 | 4-6/2012 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa | 184,5 | 174,0 | -6 |
| Zentral-Westeuropa | 128,7 | 124,8 | -3 |
| Nord-Westeuropa | 225,5 | 209,1 | -7 |
| Nordamerika | 35,9 | 44,0 | +23 |
| Pipelife | 0,0 | 80,4 | >100 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | 16,0 | 21,4 | +34 |
| Wienerberger Gruppe | 590,6 | 653,7 | +11 |
| EBITDA operativ 2) in Mio. € | 4-6/2011 | 4-6/2012 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa | 43,9 | 31,6 | -28 |
| Zentral-Westeuropa | 20,3 | 20,2 | 0 |
| Nord-Westeuropa | 48,8 | 40,8 | -16 |
| Nordamerika | 0,0 | 2,4 | >100 |
| Pipelife | 0,0 | 8,0 | >100 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | -1,4 | -1,0 | +29 |
| Wienerberger Gruppe | 111,6 | 102,0 | -9 |
1) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Absatzbedingter EBITDA-Rückgang um 9 % auf 102,0 Mio. €
Abkühlung der europäischen Märkte als Folge der Euro- und Staatsschuldenkrise
Länderübergreifend wurden in beinahe allen Märkten Osteuropas im zweiten Quartal 2012 die Auswirkungen der Euro- und Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft zunehmend spürbar. In der Folge war das Umfeld in den letzten Monaten durch Unsicherheit, sinkendes Konsumentenvertrauen und eingeschränkte Kreditvergabe von Banken geprägt, was sich auch negativ auf die Bautätigkeit der Region auswirkte und sinkende Absätze bei Hintermauer- und Vormauerziegeln sowie bei Flächenbefestigungen zur Folge hatte. Mengenzuwächse im Dachgeschäft erklären sich aus der mit 30. Juni 2011 erfolgten erstmaligen quotalen Konsolidierung der Tondach Gleinstätten Gruppe in diesem Segment. Insgesamt wurde in Zentral-Osteuropa im ersten Halbjahr 2012 ein Umsatz von 256,4 Mio. € erwirtschaftet, welcher um 6 % unter dem Vergleichswert 2011 lag. Die Durchschnittspreise der Region konnten in diesem Zeitraum moderat gesteigert werden. Höhere Stückkosten in Folge gesunkener Absätze führten zu einem Rückgang im operativen EBITDA um 41 % auf 26,4 Mio. €. Das Segment trug jeweils 25 % zum Gruppenumsatz und zum operativen EBITDA in den ersten sechs Monaten 2012 bei.
| Zentral-Osteuropa | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 272,7 | 256,4 | -6 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 44,4 | 26,4 | -41 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | 12,7 | -8,1 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 22,7 | 15,3 | -33 |
| Capital Employed | in Mio. € | 862,0 | 786,1 | -9 |
| Ø Mitarbeiter | 4.247 | 4.869 | +15 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.443 | 1.271 | -12 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m² | 6,17 | 5,53 | -10 |
| Absatz Dachziegel 2) | in Mio. m² | 6,17 | 7,80 | +26 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Absatzmenge enthält Ton- und Betondachsteine und ist nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt;
Bramac (Betondachsteine) seit 30. Juni 2011 dekonsolidiert; Tondach (Tondachziegel) seit 30. Juni 2011 quotal konsolidiert
Mit Polen und der Tschechischen Republik schwächten sich unsere beiden größten Märkte der Region in den letzten Monaten merklich ab. Insbesondere in Polen stehen nach einer Eintrübung des Marktsentiments im Verlauf der ersten Jahreshälfte zweistellige Rückgänge der Baubeginne bei Ein- und Zweifamilienhäusern zu Buche. Während in Ungarn trotz des bereits sehr niedrigen Niveaus die Baugenehmigungen im ersten Halbjahr um weitere 20 % zurückgingen, war in Rumänien und Bulgarien nur eine moderate Abschwächung zu verzeichnen, und es scheint eine Bodenbildung im Wohnungsneubau auf sehr niedrigem Niveau möglich. Strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft wie die Forcierung von neuen, hochwertigen Produkten, insbesondere von hochwärmedämmenden Ziegeln, sowie die Verlieferung in Nachbarländer waren in diesen Märkten erfolgreich. Russland zeigte als einziger Markt der Region eine sehr dynamische Entwicklung. Rege Nachfrage nach Baustoffen brachte in unserer russischen Geschäftseinheit bei höheren Absatzmengen und höheren Durchschnittspreisen deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
In Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 bleibt die Visibilität gering. Für Russland erwarten wir auch für die zweite Jahreshälfte eine Fortsetzung der Wachstumsdynamik. Für die übrigen Märkte der Region gehen wir für die kommenden sechs Monate von keiner Trendwende aus und rechnen mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage nach Bau-
Abkühlung des Marktumfelds: Umsatz in Zentral-Osteuropa sank um 6 % und operatives EBITDA aufgrund niedrigerer Volumina um 41 % in H1/12
stoffen. Daher werden wir in dieser Region über die Anpassung von Schichtmodellen, Werksclustering und die Einmottung von Produktionsstandorten die Kapazitäten den Marktgegebenheiten anpassen und die Kosten weiter reduzieren.
In Zentral-Westeuropa ging der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 um 4 % auf 198,7 Mio. € zurück. Hauptursache waren Absatzrückgänge in allen Ländern, wobei Italien am stärksten von der rückläufigen Entwicklung betroffen war. Bei höheren Durchschnittspreisen, die sich aus Preisanpassungen und Verschiebungen im Produktmix erklären, führte auch in diesem Segment der kalte Winter zu Mehrkosten in der Produktion. In der Folge lag das operative EBITDA von 15,8 Mio. € um 10 % unter dem Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Das Segment erwirtschaftete 19 % des Umsatzes und 15 % des operativen EBITDA der Gruppe.
| Zentral-Westeuropa | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 207,3 | 198,7 | -4 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 17,5 | 15,8 | -10 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | 2,1 | 2,6 | +24 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 14,5 | 13,3 | -8 |
| Capital Employed | in Mio. € | 370,3 | 386,4 | +4 |
| Ø Mitarbeiter | 2.022 | 2.100 | +4 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 738 | 680 | -8 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 62 | 53 | -15 |
| Absatz Tondachziegel 2) | in Mio. m² | 4,01 | 3,40 | -15 |
Umsatz -4 %, operatives EBITDA -10 % in Zentral-Westeuropa
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
In Deutschland war die Entwicklung im Wohnungsneubau leicht positiv, wobei der Mehrfamilienhausbau in den ersten sechs Monaten noch zulegen konnte, während sich der für Wienerberger wichtige Ein- und Zweifamilienhausbau abschwächte. Insgesamt war nach Einschätzung unserer Experten die Nachfrage nach Baustoffen im ersten Halbjahr leicht rückläufig, wobei sich der Wohnungsneubau etwas besser entwickelte als der Sanierungsmarkt. Der kalte Winter zu Jahresbeginn verzögerte den Beginn der Bautätigkeit, und Aufholeffekte im zweiten Quartal fielen schwächer als erwartet aus. In der Folge lagen die Absätze in allen Produktgruppen unter dem Niveau des Vorjahrs. Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation und eine Verschiebung im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten führten zu höheren Durchschnittserlösen in den ersten sechs Monaten 2012. Insgesamt konnten in Deutschland bei leicht rückläufigem Umsatz auch dank der im letzten Jahr umgesetzten Optimierungsmaßnahmen die Ergebnisse gesteigert und die Margen von niedrigem Niveau verbessert werden. In der Schweiz waren bei rückläufigen Absätzen und stabilen Durchschnittspreisen Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Nach einem wetterbedingt sehr schlechten Start wurden aufgrund von Kapazitätsengpässen im Baugewerbe insbesondere die Verlegung von Steildächern bei Großprojekten im April und Mai zeitlich nach hinten verschoben, was sich negativ auf unsere Absatzzahlen und in der Folge auf die Ergebnisse auswirkte. Italien enttäuschte mit einer weiteren Abschwächung der Bautätigkeit von bereits sehr niedrigem Niveau. In den letzten Monaten hat in Italien die Unsicherheit bei Konsumenten aufgrund der italienischen Staatsverschuldung sowie der Finanzkrise wieder stark zugenommen und zu einem Rückgang im Wohnungsneubau geführt. Aufgrund höherer Durchschnittspreise lag der Umsatz in Italien nur leicht unter jenem des ersten Halbjahrs 2011.
In Zentral-Westeuropa Ergebnis auf Vorjahresniveau für 2012 erwartet
Umsatz- und Ergebnisrückgang in Nord-Westeuropa in H1/12
Der Ausblick in Zentral-Westeuropa für die zweite Jahreshälfte bleibt verhalten. Falls keine weitere Verschlechterung der Marktsituation eintritt, rechnen wir jedoch damit bei leicht höheren Durchschnittspreisen das Ergebnisniveau des Jahrs 2011 in diesem Segment wieder erreichen zu können.
In den ersten sechs Monaten ging der Umsatz in Nord-Westeuropa um 7 % auf 384,9 Mio. € (Vorjahr: 416,0 Mio. €) zurück. Mengenrückgänge in allen Produktgruppen sowie höhere Produktionskosten durch geringere Auslastung belasteten das operative EBITDA, welches um 15 % unter dem Vergleichswert des Vorjahrs lag. Trotz des schwieriger werdenden Marktumfelds in der Region konnten auch in diesem Segment Preiserhöhungen umgesetzt werden. Nord-Westeuropa trug im ersten Halbjahr 37 % zum Gruppenumsatz und 58 % zum operativen Gruppen-EBITDA bei.
| Nord-Westeuropa | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 416,0 | 384,9 | -7 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | 70,7 | 60,4 | -15 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | 37,8 | 27,3 | -28 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 25,6 | 12,5 | -51 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.115,2 | 1.152,2 | +3 |
| Ø Mitarbeiter | 4.197 | 4.062 | -3 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 590 | 522 | -12 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 631 | 529 | -16 |
| Absatz Dachziegel 2) | in Mio. m² | 8,57 | 7,80 | -9 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Absatz Dachziegel inkl. Zubehörprodukte
In den Niederlanden kam es wie erwartet zu einem deutlichen Rückgang der Bautätigkeit. Hauptursachen dieser Entwicklung sind neben der regulatorischen Unsicherheit in Bezug auf die Finanzierung von Wohnbauprojekten (Verringerung von Kreditlaufzeiten, steuerliche Absetzbarkeit von Zinsen) vor allem die sinkenden Immobilienpreise sowie staatliche Sparprogramme. In der Folge waren in den Niederlanden in den ersten sechs Monaten 2012 Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. In Belgien blieben nach einem wetterbedingt schwachen Start zu Jahresbeginn die Absätze auch im zweiten Quartal 2012 unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Eine Einschränkung der Förderungen für Sanierungsmaßnahmen sowie steigende Verunsicherung bei Konsumenten waren hauptverantwortlich für diese Entwicklung. Bei rückläufigen Umsätzen belasteten höhere Leerkosten aufgrund geringerer Produktionsmengen das Ergebnis des Landes.
In Frankreich ist der Wohnungsneubau in den ersten sechs Monaten um rund 10 % zurückgegangen. Wienerberger gelang es, weiterhin mit Hintermauerziegeln im Bereich Wand Marktanteile zu gewinnen und sich auch am Dachmarkt gut zu behaupten. Darüber hinaus konnten Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umgesetzt werden. Der Umsatz lag somit in den ersten sechs Monaten 2012 nur leicht unter jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs, während Kosten aus verlängerten Werksstillständen das Ergebnis der französischen Geschäftseinheit belasteten und zu einem leichten Rückgang im operativen EBITDA führten. In Großbritannien hat sich im Gefolge der Rezession im zweiten Quartal auch die Bautätigkeit abgeschwächt. Zusätzlich negativ auf die Nachfrage nach Baustoffen wirkte sich der deutliche Rückgang im sozialen
Deutlicher Rückgang bei der Nachfrage nach Baustoffen in den Niederlanden, Abschwächung in Belgien
Wohnbau aufgrund von Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand aus. Trotz dieses schwierigen Umfelds konnten wir in Großbritannien aufgrund höherer Durchschnittspreise sowie positiver Fremdwährungseffekte den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2012 in etwa auf Vorjahresniveau halten und die Margen aufgrund besserer Kostenstrukturen steigern.
Da in allen Märkten der Region zuletzt eine Abschwächung der Bautätigkeit spürbar war, rechnen wir für das Gesamtjahr bei höheren Durchschnittspreisen mit einer rückläufigen Nachfrage in allen Produktgruppen und somit für das Segment Nord-Westeuropa mit einem Umsatzund Ergebnisrückgang.
Umsatz und Ergebnis entwickelten sich in Nordamerika auch im zweiten Quartal 2012 erfreulich. Nachdem im ersten Quartal neben der gestiegenen Neubauaktivität insbesondere die milde Witterung zu einer Volumenssteigerung von 18 % führte, stand auch im abgelaufenen Quartal ein zweistelliger Zuwachs zu Buche. Insgesamt konnten im ersten Halbjahr 2012 der Umsatz um 24 % auf 76,3 Mio. € und das operative EBITDA auf 0,3 Mio. € gegenüber -5,3 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahrs verbessert werden. Zusätzlich zum gestiegenen Absatz, der besseren Kapazitätsauslastung und der 2011 umgesetzten Kosteneinsparungen wirkten sich moderate Preissteigerungen positiv auf das Ergebnis aus. Der Anteil des Segments Nordamerika am Gruppenumsatz stieg im ersten Halbjahr 2012 auf 7 % im Vergleich zu 6 % im ersten Halbjahr 2011.
| Nordamerika | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 61,7 | 76,3 | +24 |
| EBITDA operativ 1) | in Mio. € | -5,3 | 0,3 | >100 |
| EBIT operativ 1) | in Mio. € | -16,3 | -11,0 | +33 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,9 | 9,9 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 461,2 | 513,9 | +11 |
| Ø Mitarbeiter | 1.143 | 1.026 | -10 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 126 | 143 | +13 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Obwohl auch die Geschäftsentwicklung nach dem Bilanzstichtag die Dynamik des zweiten Quartals bestätigt, bleibt unsere Markteinschätzung für das Gesamtjahr nicht zuletzt auch aufgrund der bevorstehenden Präsidentenwahlen vorsichtig optimistisch. Einerseits ist der Bestand an in den Besitz von Finanzinstitutionen übergangenen Häusern weiterhin hoch, andererseits haben sich die gesamtkonjunkturelle Entwicklung der USA sowie das Konsumentenvertrauen im zweiten Quartal etwas abgekühlt. Folglich stehen wir auch dem von der National Association of Home Builders prognostizierten Anstieg der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser von 19 % für das Jahr 2012 vorsichtig gegenüber. Unabhängig davon bleibt unsere Zielsetzung für das Segment auf Jahressicht mit der Rückkehr in die Gewinnzone beim operativen EBITDA unverändert aufrecht.
Die Ergebnisse der Pipelife Gruppe, welche mit 31. Mai 2012 erstkonsolidiert wurde, sind in den berichteten Konzernergebnissen nur für einen Monat (Umsatz 80,4 Mio. €, operatives EBITDA 8,0 Mio. €) enthalten. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Pipelife den Umsatz um 7 % auf 425,9 Mio. € und das operative EBITDA um 20 % auf 40,6 Mio. € gegenüber der VergleichsIm Gesamtjahr Umsatzund Ergebnisrückgang in Nord-Westeuropa erwartet
Nordamerika setzt Umsatz- und Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal fort
Markteinschätzung 2012 für USA bleibt vorsichtig optimistisch
Pipelife mit Umsatz- und Ergebniswachstum in H1/12
periode des Vorjahrs steigern. Mengenzuwächse, die sich insbesondere aus den im letzten Jahr erworbenen französischen Rohraktivitäten von Alphacan erklären, und höhere Durchschnittserlöse sind hauptverantwortlich für diese Entwicklung. Pipelife profitierte dabei vor allem von der guten Geschäftsentwicklung in den traditionell stärkeren Ländern Norwegen und Schweden sowie in den USA. Im restlichen Europa waren auch im Kunststoffrohrgeschäft Abschwächungstendenzen erkennbar, die sich aller Voraussicht nach in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Gesamtjahr leicht über dem Jahr 2011 liegende Umsätze und Ergebnisse.
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Konzernzentrale und die ihr zuordenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Steinzeug-Keramo Gruppe. Die vollständige Übernahme der Pipelife Gruppe durch den Zukauf der verbleibenden 50 % der Anteile wurde mit der Genehmigung der Transaktion durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden im Mai 2012 abgeschlossen. Daher wird Pipelife mit Stichtag 31. Mai 2012 nicht mehr wie bisher in diesem Berichtssegment at-equity konsolidiert, sondern gesondert ausgewiesen.
Steinzeug-Keramo steigerte in den ersten sechs Monaten 2012 Umsatz und EBITDA mit zweistelligen Wachstumsraten und profitierte dabei nicht nur von organischem, sondern nach der Übernahme von Euroceramic im Mai 2011 auch von akquisitionsbedingtem Wachstum. Der Hintermauerziegelabsatz der indischen Ziegelaktivitäten wuchs ebenfalls zweistellig, und als Folge gestiegener Kapazitätsauslastung und höherer Durchschnittspreise verbesserten sich die operativen Ergebnisse deutlich. Der Segmentumsatz stieg im ersten Halbjahr 2012 um 22 % auf 64,7 Mio. € und trug 6 % zum Gruppenumsatz bei. Trotz der höheren Ergebnisbeiträge von Steinzeug-Keramo und unserer indischen Gesellschaft sank das operative Segment-EBITDA aufgrund gestiegener Holdingkosten von -3,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2011 auf -6,8 Mio. € in der Berichtsperiode. Für das Gesamtjahr erwarten wir für Steinzeug-Keramo sowie für die indische Gesellschaft über dem Vorjahr liegende Umsätze und Ergebnisse.
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | 1-6/2011 | 1-6/2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 53,1 | 64,7 | +22 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | -3,9 | -6,8 | -74 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | -9,2 | -12,0 | -31 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 1,5 | 4,0 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 84,1 | 79,0 | -6 |
| Ø Mitarbeiter | 694 | 808 | +16 |
1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Das Segment umfasst die Konzernzentrale, die indischen Ziegelaktivitäten sowie die Steinzeug-Keramo Gruppe
Steinzeug-Keramo steigert Umsatz und Ergebnis in H1/12
| in TEUR | 4-6/2012 | 4-6/2011 | 1-6/2012 | 1-6/2011 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 653.639 | 590.659 | 1.036.075 | 985.745 |
| Herstellkosten | -430.887 | -374.404 | -718.605 | -670.335 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 222.752 | 216.255 | 317.470 | 315.410 |
| Vertriebskosten | -131.472 | -124.075 | -232.743 | -223.381 |
| Verwaltungskosten | -39.157 | -33.222 | -72.440 | -65.659 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -17.436 | -12.478 | -32.233 | -25.525 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17.120 | 16.894 | 24.002 | 26.238 |
| Betriebsergebnis vor dem Ergebnis aus Entkonsolidierung | 51.807 | 63.374 | 4.056 | 27.083 |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung | 0 | 33.213 | 0 | 33.213 |
| Betriebsergebnis nach dem Ergebnis aus Entkonsolidierung | 51.807 | 96.587 | 4.056 | 60.296 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | 3.785 | 5.061 | 5.430 | 1.095 |
| Zinsertrag | 2.771 | 2.216 | 6.823 | 4.697 |
| Zinsaufwand | -15.197 | -10.703 | -29.964 | -22.698 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 39.910 | 850 | 42.515 | 2.456 |
| Finanzergebnis | 31.269 | -2.576 | 24.804 | -14.450 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 83.076 | 94.011 | 28.860 | 45.846 |
| Ertragsteuern | -8.828 | -11.416 | -4.737 | -8.328 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 74.248 | 82.595 | 24.123 | 37.518 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -122 | 210 | -863 | -287 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.080 | 8.102 | 16.161 | 16.116 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | 66.290 | 74.283 | 8.825 | 21.689 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,58 | 0,63 | 0,08 | 0,18 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,58 | 0,63 | 0,08 | 0,18 |
| Nicht Nicht beherrschende beherrschende in TEUR Konzern Anteile Gesamt Konzern Anteile Gesamt Ergebnis nach Ertragsteuern 24.986 -863 24.123 37.805 -287 37.518 Währungsumrechnung 37.464 2 37.466 -48.070 6 -48.064 Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen 8.265 0 8.265 -877 0 -877 Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 1.741 0 1.741 542 0 542 Veränderung Hedging Reserve 2.075 0 2.075 -3.784 0 -3.784 Sonstiges Gesamtergebnis 1) 49.545 2 49.547 -52.189 6 -52.183 |
1-6/2012 | 1-6/2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtergebnis nach Steuern | 74.531 | -861 | 73.670 | -14.384 | -281 | -14.665 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer | |||||||
| entfallender Anteil 16.161 16.116 |
|||||||
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft 58.370 -30.500 |
1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 907.746 | 680.039 |
| Sachanlagen | 1.995.665 | 1.836.198 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 72.151 | 67.559 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 3.603 | 98.476 |
| Übrige Finanzanlagen | 4.912 | 5.440 |
| Latente Steuern | 43.860 | 41.571 |
| Langfristiges Vermögen | 3.027.937 | 2.729.283 |
| Vorräte | 808.109 | 608.299 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 333.025 | 113.489 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 118.324 | 87.669 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 73.509 | 79.209 |
| Zahlungsmittel | 201.079 | 504.383 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.534.046 | 1.393.049 |
| Summe Aktiva | 4.561.983 | 4.122.332 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.083.987 | 1.084.180 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 919.761 | 941.083 |
| Übrige Rücklagen | -105.329 | -154.874 |
| Eigene Anteile | -24.434 | -24.434 |
| Beherrschende Anteile | 2.484.408 | 2.456.378 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.628 | 3.546 |
| Eigenkapital | 2.487.036 | 2.459.924 |
| Personalrückstellungen | 87.111 | 69.329 |
| Latente Steuern | 139.808 | 88.544 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 68.319 | 60.199 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 954.379 | 566.633 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 17.239 | 13.885 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.266.856 | 798.590 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 59.060 | 53.777 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 200.184 | 459.425 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 308.175 | 193.119 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 240.672 | 157.497 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 808.091 | 863.818 |
| Summe Passiva | 4.561.983 | 4.122.332 |
| 2012 | 2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.456.378 | 3.546 | 2.459.924 | 2.520.552 | 5.123 | 2.525.675 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 74.531 | -861 | 73.670 | -14.384 | -281 | -14.665 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -46.308 | 0 | -46.308 | -44.241 | 0 | -44.241 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -193 | -57 | -250 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.6. | 2.484.408 | 2.628 | 2.487.036 | 2.461.927 | 4.842 | 2.466.769 |
| in TEUR | 1-6/2012 | 1-6/2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 28.860 | 45.846 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 100.012 | 96.325 |
| Wertminderungen von Anlagen | 0 | 0 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | 0 | -2 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | -1.930 | 4.898 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | -5.430 | -1.095 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -44.609 | -35.552 |
| Zinsergebnis | 23.141 | 18.001 |
| Gezahlte Zinsen | -15.569 | -17.279 |
| Erhaltene Zinsen | 5.370 | 4.168 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -4.732 | -7.700 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 85.113 | 107.610 |
| Veränderungen Vorräte | -27.356 | -2.664 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -81.296 | -124.133 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.932 | 7.491 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 6.651 | 11.938 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 8.550 | -11.031 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.594 | -10.789 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 4.054 | 3.892 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -56.889 | -48.313 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -328 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 10.440 | 22.719 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -146.786 | -18.600 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 43.428 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -189.181 | 2.798 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 251.809 | -334.694 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -332.471 | 299.315 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -13.808 | -11.741 |
| Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 10.000 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -116.970 | -79.620 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -303.557 | -87.611 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | 253 | -437 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 504.383 | 453.403 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 201.079 | 365.355 |
| 1-6/2012 in TEUR |
Zentral Osteuropa |
Zentral Westeuropa |
Nord | Westeuropa Nordamerika | Pipelife 2) | Beteiligungen und Sonstiges 3) Überleitung 4) |
Wienerberger Gruppe |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 254.596 | 188.053 | 378.154 | 76.274 | 80.392 | 58.132 | 1.035.601 | |
| Innenumsatz | 1.798 | 10.681 | 6.772 | 0 | 0 | 6.551 | -25.328 | 474 |
| Umsatz gesamt | 256.394 | 198.734 | 384.926 | 76.274 | 80.392 | 64.683 | -25.328 | 1.036.075 |
| EBITDA operativ | 26.429 | 15.752 | 60.375 | 330 | 8.011 | -6.829 | 104.068 | |
| EBIT operativ | -8.094 | 2.604 | 27.307 | -10.972 | 5.234 | -12.023 | 4.056 | |
| Gesamtinvestitionen | 15.343 | 13.331 | 12.522 | 9.857 | 148.733 | 3.889 | 203.675 | |
| Capital Employed | 786.122 | 386.374 | 1.152.222 | 513.875 | 440.867 | 79.036 | 3.358.496 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.869 | 2.100 | 4.062 | 1.026 | 221 | 808 | 13.086 | |
| 1-6/2011 | ||||||||
| Außenumsatz | 271.118 | 195.800 | 410.430 | 61.650 | 0 | 45.785 | 984.783 | |
| Innenumsatz | 1.595 | 11.506 | 5.605 | 0 | 0 | 7.351 | -25.095 | 962 |
| Umsatz gesamt | 272.713 | 207.306 | 416.035 | 61.650 | 0 | 53.136 | -25.095 | 985.745 |
| EBITDA operativ 1) | 44.406 | 17.483 | 70.730 | -5.263 | 0 | -3.948 | 123.408 | |
| EBIT operativ 1) | 12.655 | 2.085 | 37.794 | -16.255 | 0 | -9.196 | 27.083 | |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 33.213 | 33.213 | |
| Gesamtinvestitionen | 22.679 | 14.497 | 25.610 | 2.894 | 0 | 1.561 | 67.241 | |
| Capital Employed | 862.001 | 370.277 | 1.115.175 | 461.172 | 0 | 84.135 | 2.892.760 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.247 | 2.022 | 4.197 | 1.143 | 0 | 694 | 12.303 |
1) Vergleichszahlen bereinigt um das Ergebnis aus Entkonsolidierung.
2) Pipelife wird vorläufig als eigenständiges Segment dargestellt. Enthalten in der Darstellung sind die Ergebnisse von Pipelife bzw. der jeweilige Durchschnittswert für die Periode ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Gesamtinvestitionen enthalten neben dem Netto-Kaufpreis für 50% der Anteile auch die laufenden Investitionen ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Der Mitarbeiterstand per 30.6.2012 betrug 2.656 und wurde aliquot für einen Monat dargestellt.
3) Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten, die Aktivitäten in Indien sowie den Bereich Rohrsysteme.
4) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 30.6.2012 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2011 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2011, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
In Folge der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, wird in diesem Bericht der Kunststoffrohrproduzent in einem ersten Schritt als gesondertes Segment ausgewiesen. Die Größe des Unternehmens sowie die daraus resultierenden neuen Organisationsstrukturen machen eine neue Segmentierung in der Berichterstattung erforderlich. Daher werden die Geschäftssegmente ab 1.7.2012 und somit ab dem dritten Quartal 2012 in einer neuen Struktur berichtet werden. Dabei wird es im Konzern folgende zwei neue Hauptsegmente geben: das Segment "keramische Baustofflösungen", in welchem die Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten zusammen gefasst sind und das Segment "Rohr- und Flächenbefestigungslösungen", welches die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock zusammen ausweist. Entsprechend der regionalen organisatorischen Verantwortungsbereiche werden wir in beiden Segmenten nach den Regionen Osteuropa, Westeuropa und Overseas (USA, Kanada und Indien) berichten. Die Aktivitäten der Holding werden weiterhin gesondert dargestellt.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert.
Die zuvor unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesene Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC wurde per 1.6.2012 in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Am 15.2.2012 gab Wienerberger den Erwerb des 50 %-Anteils an Pipelife vom Joint-Venture Partner Solvay um 162.000 TEUR bekannt. Pipelife ist ein international tätiger Produzent von Kunststoffrohren und Rohrsystemen sowie Formstücken aus hochwertigen Kunststoffen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Durch die Akquisition von Pipelife wird das Kerngeschäft der Wienerberger Gruppe erweitert, um eine geringere Abhängigkeit vom Wohnungsneubau zu erwirken. Nach Freigabe der Transaktion durch die Kartellbehörde Ende Mai 2012 wurde die Pipelife Gruppe mit Wirkung vom 31.5.2012 auf Basis vorläufiger Werte erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Akquisition veränderte sich der Konsolidierungskreis der Wienerberger Gruppe um vier in- und 36 ausländische Gesellschaften. In der Aufstellung der Geschäftssegmente erfolgt die Darstellung der Pipelife Gruppe vorläufig als eigenständiges Segment.
Der beizulegende Zeitwert des bis zum Erwerbszeitpunkt gehaltenen Eigenkapitalanteils der Pipelife Gruppe beläuft sich auf 140.870 TEUR. Resultierend aus der Änderung der Einbeziehungsart der Pipelife Gruppe entstand somit ein Bewertungseffekt der bisher at-equity ausgewiesenen Beteiligung in Höhe von 42.303 TEUR, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Dieser wurde mit der Realisierung von zuvor im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Währungsdifferenzen saldiert dargestellt. Anschaffungsnebenkosten von 367 TEUR wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die vorläufige Überleitung der übernommenen Buchwerte von Pipelife auf die Konzernwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 31.5.2012 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Buchwerte | Anpassung | Konzernwerte |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 218.403 | 141.573 | 359.976 |
| Kurzfristiges Vermögen | 353.926 | -2.636 | 351.290 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 150.624 | 65.323 | 215.947 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 239.352 | -3.908 | 235.444 |
| Erworbenes Reinvermögen | 182.353 | 77.522 | 259.875 |
| Firmenwert | 42.995 | ||
| Zahlungsmittel | -15.363 | ||
| Marktwert abgegangener Anteile an assoziierten Unternehmen | -140.870 | ||
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 146.637 |
Die Überleitung des langfristigen Vermögens beinhaltet im Wesentlichen identifizierte immaterielle Vermögenswerte wie den Kundenstamm und die Marke Pipelife. Die Anpassungen in den langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen latente Steuern und stehen im Zusammenhang mit den Anpassungen im langfristigen Vermögen.
Im Zeitraum 1.1.2012 bis 30.6.2012 erzielte Pipelife einen Umsatz von 425.880 TEUR und ein operatives EBITDA von 40.589 TEUR.
Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 30.6.2011 entkonsolidierte Bramac Gruppe.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2012 bis 30.6.2012 anteilig den Umsatz um 102.162 TEUR und das operative EBITDA um 8.943 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2012 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 16.161 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,14 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten sechs Monaten 1.036.075 TEUR (Vorjahr: 985.745 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 104.068 TEUR um 19.340 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 123.408 TEUR.
Das operative Betriebsergebnis beläuft sich somit auf 4.056 TEUR im Vergleich zu 27.083 TEUR im Vorjahr. Der Bewertungseffekt aus der Veränderung der Einbeziehungsart der Pipelife Gruppe im sonstigen Finanzergebnis beträgt 42.303 TEUR. Per 30.6.2012 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 117.526.764 Stück.
Zum Stichtag wurden 2.472.706 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2012 bis 30.6.2012 auf 115.054.058 Stück.
Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 45.731 TEUR (Vorjahr: -48.941 TEUR), die im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen sind resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US-Dollar, dem britischen Pfund und dem polnischen Zloty. Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 2.075 TEUR (Vorjahr: -3.784 TEUR) nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 1.741 TEUR (Vorjahr: 542 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um 24.123 TEUR (Vorjahr: 37.518 TEUR). Das Gesamtergebnis nach Steuern führte im Berichtszeitraum zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von insgesamt 73.670 TEUR (Vorjahr: -14.665 TEUR).
Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 85.113 TEUR (Vorjahr: 107.610 TEUR) lag aufgrund der geringeren Absatzmengen unter dem Vorjahreswert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 203.675 TEUR (Vorjahr: 67.241 TEUR) resultierte mit 46.403 TEUR (Vorjahr: 41.043 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten und mit 157.272 TEUR (Vorjahr: 26.198 TEUR) aus Wachstumsinvestitionen, bestehend aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen.
Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 56.889 TEUR (Vorjahr: 48.313 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2011 um 437.509 TEUR auf 879.975 TEUR. Hauptursachen für den Anstieg der Nettoverschuldung waren neben dem saisonal bedingten Aufbau des Working Capitals die Akquisition von Pipelife sowie die Refinanzierung der im April 2012 ausgelaufenen Anleihe aus dem Jahr 2005 über die Emission einer neuen Anleihe im Jänner des Berichtsjahrs. Die Zuzählung der neuen Anleihe erfolgte am 1.2.2012 mit einem Volumen von 200.000 TEUR und einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren (fällig am 1.8.2015). Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 5 % verzinst.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten sechs Monaten 2012 wurden als wesentliche Risiken höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat. In Deutschland bestehen rechtliche Risiken aus einer drohenden Kartellstrafe, für die bereits per 31.12.2008 eine Rückstellung von 10.000 TEUR gebildet wurde, wobei mit einem Verhandlungsbeginn nicht vor Ende 2012 zu rechnen ist. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausuntersuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Preisabsprachen zählen grundsätzlich nicht zur Geschäftsgebarung von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.
Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30.6.2012 auf 5.792 TEUR (Vorjahr: 8.152 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 5.417 TEUR (Vorjahr: 5.886 TEUR) und jene gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 7.426 TEUR (Vorjahr: 6.251 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines Mitglieds des Aufsichtsrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 13 TEUR (Vorjahr: 107 TEUR), Mietleistungen von 1.442 TEUR (Vorjahr: 1.289 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.846 TEUR (Vorjahr: 2.755 TEUR).
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 21. August 2012
Heimo Scheuch Willy Van Riet Johann Windisch
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die operativen Geschäftsbereiche
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach, sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 230 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa.
| 21. August 2012 | Halbjahresabschluss 2012: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
|---|---|
| 22. August 2012 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2012 in London |
| 06./07. September 2012 | Capital Markets Day 2012 in Wien |
| 23. Oktober 2012 | Beginn der Quiet Period |
| 13. November 2012 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2012 |
| 29. Jänner 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 26. Februar 2013 | Ergebnisse 2012: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 27. Februar 2013 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2012 in London |
| 29. März 2013 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2012 auf der Wienerberger Webseite |
| 16. April 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 08. Mai 2013 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2013 |
| 14. Mai 2013 | 144. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 23. Juli 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 20. August 2013 | Halbjahresabschluss 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 21. August 2013 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2013 in London |
| 22. Oktober 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 13. November 2013 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2013 |
| November 2013 | Capital Markets Day 2013 |
| Head of Corporate Communications | Barbara Braunöck |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 471 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
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