Quarterly Report • Aug 22, 2012
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
n Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)
| Veränd. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–6/2012 | in % | 1–6/2011 | |||
| Umsatz | 293,6 | +4,7 | 280,3 | ||
| Betriebsleistung | 306,6 | +6,2 | 288,7 | ||
| EBITDA | 109,3 | + 11,0 | 98,5 | ||
| EBIT | 68,7 | +4,0 | 66,0 | ||
| EBITDA-Marge (in %)1) | 37,2 | n.a. | 35,1 | ||
| EBIT-Marge (in %)2) | 23,4 | n.a. | 23,6 | ||
| Periodenergebnis nach Minderheiten | 49,1 | +13,3 | 43,3 | ||
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 81,2 | +25,2 | 64,9 | ||
| Eigenkapital | |||||
| 30.6.2012 vs. 31.12.2011 | 840,0 | +3,5 | 811,4 | ||
| Eigenkapitalquote (in %) | |||||
| 30.6.2012 vs. 31.12.2011 | 40,1 | n.a. | 37,7 | ||
| Nettoverschuldung (Net Debt) | |||||
| 30.6.2012 vs. 31.12.2011 | 749,7 | -0,3 | 751,7 | ||
| Gearing (in %) | |||||
| 30.6.2012 vs. 31.12.2011 | 89,3 | n.a. | 92,6 | ||
| Investitionen3) | 38,2 | -65,1 | 109,5 | ||
| Mitarbeiter4) | 4.499 | +0,7 | 4.468 | ||
| MTOW (in Tonnen)5) | 4.014.586 | -1,3 | 4.065.977 |
|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere | 10.422.861 | +7,9 | 9.663.194 |
| davon Transferpassagiere | 3.292.478 | +17,6 | 2.800.790 |
| Flugbewegungen | 120.455 | -0,3 | 120.869 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 131.061 | -8,0 | 142.516 |
| Sitzladefaktor (in %)6) | 69,7 | n.a. | 66,2 |
Erläuterungen: 1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatz; 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatz; 3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie geleistete Anzahlungen inklusive Rechnungskorrekturen aus Vorjahren; 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer; 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzkapazität
| Wien, Frankfurt (Xetra), | |
|---|---|
| London (SEAQ International), New York (ADR) |
1.–3. Quartal 2012 22. November 2012
| 29,25 |
|---|
| 31,20 |
| 34,50 |
| 25,61 |
| 655,20 |
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 091180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
Das zweite Quartal 2012 stand für die Flughafen Wien AG ganz im Zeichen der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 am 5. Juni. Alle Systeme des neuen Komplexes funktionieren seitdem praktisch reibungslos. Die lichtdurchflutete Architektur und die zahlreichen neuen Shoppingflächen bieten ein ganz neues Reiseerlebnis und mehr Komfort. So konnten beispielsweise die Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle um über 90 % reduziert werden. Wie mehrfach angekündigt, werden in den nächsten Monaten – basierend auf den Erfahrungen im Echtbetrieb – noch einige Optimierungen insbesondere im Leitsystem durchgeführt, die den Komfort der Passagiere weiter verbessern sollen.
Die Terminaleröffnung war aber nur das Highlight in einem insgesamt sehr erfolgreichen ersten Halbjahr, das von einem weiter steigenden Passagieraufkommen gekennzeichnet war. 10.422.861 Flugreisende frequentierten den Vienna International Airport, ein Plus von 7,9 % gegenüber 1–6/2011. Einen überproportionalen Zuwachs erreichten dabei die Transferpassagiere mit einem Plus von 17,6 % auf 3.292.478. Das bestätigt den Erfolg der mit Nachdruck verfolgten Strategie, den Flughafen Wien als Drehscheibe für Reisende insbesondere in den osteuropäischen Raum auszubauen.
Trotz einer nahezu unveränderten Anzahl der Flugbewegungen mit 120.455 (-0,3 % im Vergleich zu 1–6/2011) konnte die Passagierzahl gesteigert werden, dadurch verbesserte sich der Sitzladefaktor von 66,2 % auf 69,7 %. Beim Höchstabfluggewicht gab es mit 4.014.586 Tonnen einen leichten Rückgang von 1,3 %. Hier macht sich das durch die schwache Konjunktur bedingte Minus von 8,0 % auf 131.061 Tonnen im Bereich Cargo bemerkbar.
Diese Faktoren führten dazu, dass das Umsatzplus geringer ausfällt als das Passagierwachstum. Ein weiterer Grund dafür ist der höhere Anteil an Transferpassagieren, die wegen der Incentives, die den Airlines gewährt werden, niedrigere Erlöse bringen. Mit € 293,6 Mio. in 1–6/2012 konnte der Umsatz gegenüber 1–6/2011 dennoch um 4,7 % gesteigert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich sogar um 11,0 % auf € 109,3 Mio., was einer EBITDA-Marge von 37,2 % entspricht (1–6/2011: 35,1 %). Hier wirken sich die Bemühungen der vergangenen Quartale um Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen sowie Maßnahmen zur Straffung der Unternehmensstrukturen positiv aus.
Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 4,0 % beziehungsweise € 2,7 Mio. auf € 68,7 Mio. gesteigert werden. Bemerkenswert ist dabei, dass trotz der Inbetriebnahme des Check-in 3 mit 150.000 Quadratmetern zusätzlicher Terminalfläche der Personalstand praktisch unverändert gehalten werden konnte.
Das Nettoergebnis nach Minderheiten liegt mit € 49,1 Mio. um 13,3 % über jenem von 1–6/2011 (€ 43,3 Mio.). Dieser überproportionale Anstieg erklärt sich vor allem aus einem Basiseffekt gegenüber 1–6/2011, der durch die damals vorgenommene außerordentliche Abschreibung auf die Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen bedingt ist.
Trotz dieses sehr guten Halbjahresergebnisses müssen wir darauf hinweisen, dass die Inbetriebnahme des Check-in 3 auch eine deutliche Ergebnisbelastung für unser Unternehmen bedeutet. Zum einen schlagen dabei zusätzliche Abschreibungen von rund € 25 Mio. im zweiten Halbjahr zu Buche, zum anderen auch höhere Betriebskosten, da sich die Terminalfläche etwa verdoppelt hat. Auch der Zinsaufwand, der seit Q2/2012 nicht mehr aktiviert wird, beträgt bis Jahresende insgesamt rund € 15 Mio. Hinzu kommen noch die Anlaufkosten für die ersten Monate nach der Inbetriebnahme sowie Aufwendungen für Optimierungsmaßnahmen im neuen Terminal.
Die zuletzt gegebene Guidance für Umsatz (über € 600 Mio.) und EBITDA (über € 200 Mio.) des Gesamtjahres ist aus heutiger Sicht sehr gut abgesichert. Die Schätzung für das Nettoergebnis können wir von € 55 Mio. auf zumindest € 60 Mio. anheben. Wegen des erwarteten geringeren Passagierwachstums im zweiten Halbjahr halten wir an unserer Prognose von 4–5 % Passagierplus für 2012 fest. Für das Gesamtjahr wird auch ein positiver Free Cash-Flow erwartet, und es wird voraussichtlich schon 2012 zu einer leichten Reduktion der Nettoverschuldung kommen. Das Investitionsvolumen für 2012 wird mit insgesamt € 120 Mio. geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Grund dafür ist die Verschiebung einzelner Projekte in das kommende Jahr.
War die Inbetriebnahme des Check-in 3 ein wirklicher Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens, so dürfen wir abschließend noch über einen wichtigen Schritt in Richtung des nächsten langfristigen Ziels berichten: Anfang Juli hat der Flughafen Wien den positiven Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Errichtung der Parallelpiste 29/11 erhalten. Nach derzeitigen Luftverkehrsprognosen werden die Kapazitäten der bisherigen zwei Pisten etwa 2020 erschöpft sein. Um unseren Airline-Kunden weiteres Wachstum zu ermöglichen und die Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien zu erhalten, ist daher eine 3. Piste notwendig. Wegen der zu erwartenden Berufungen gegen den vorliegenden Bescheid wird eine rechtskräftige Errichtungsgenehmigung frühestens Ende 2013, eher aber erst 2014 vorliegen. Eine Entscheidung für den Bau seitens des Flughafen Wien wird vermutlich 2015 auf Basis der tatsächlichen Verkehrsentwicklung getroffen. Ein Baubeginn ist somit nicht vor 2016 zu erwarten. Auf Basis des erstinstanzlichen Bescheides, der für das Projekt rund 460 Auflagen vorschreibt, haben wir mit einer Kalkulation der Errichtungskosten begonnen. Eine erste Kostenschätzung wird bis Jahresende vorliegen.
Abschließend möchten wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen danken. Ganz besondere Anerkennung verdienen auch unsere Mitarbeiter. Ohne deren außerordentlichen Einsatz wäre die erfolgreiche Eröffnung des neuen Terminals nicht gelungen. Wir sind uns auch dessen bewusst, dass die zahlreichen Maßnahmen zur Erhöhung von Kosteneffizienz und Produktivität eine große Herausforderung darstellen. Wir danken allen Mitarbeitern für ihr vorbildliches Engagement und ihre hohe Professionalität.
Schwechat, 3. August 2012
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO
Im ersten Halbjahr 2012 wurden am Flughafen Wien 10.422.861 Passagiere gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von 7,9 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere in die Region Osteuropa konnte um beachtliche 19,6 % auf einen Anteil von 20,2 % der Gesamtpassagiere gesteigert werden, jene nach Westeuropa verzeichnete einen Anstieg um 4,7 %, der Anteil beträgt 67,9 %. Die Abflüge von Passagieren zu Destinationen im Nahen und Mittleren Osten haben sich mit einem Zuwachs von 10,8 % ebenfalls positiv entwickelt, jene in den Fernen Osten reduzierten sich um 1,2 %, was auf den Wegfall der Destination Mumbai zurückzuführen ist.
Die Anzahl der für den Flughafen Wien strategisch wichtigen Transferpassagiere stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 17,6 %. Die Austrian Airlines Gruppe als größter und wichtigster Kunde des Flughafen Wien erreichte einen Passagierzuwachs von 9,5 %, dadurch stieg ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien zur Vorjahresperiode von 49,0 % auf 49,7 %. Die sogenannten Low-Cost-Carrier verzeichneten mit nur 2,6 % einen unterdurchschnittlichen Anstieg – ihr Anteil am Gesamtaufkommen beträgt nun 21,5 % nach 22,6 % in der Vorjahresperiode.
Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 4.014.586 Tonnen um 1,3 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang ist zurückzuführen auf eine geringere Anzahl an Flugbewegungen sowie insbesondere ein Minus bei den Frachtflügen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 8,0 % auf 131.061 Tonnen.
Die Flugbewegungen nahmen um 0,3 % auf 120.455 Bewegungen ab. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 69,7 % nach 66,2 % im ersten Halbjahr 2011.
Im ersten Halbjahr des Jahres 2012 erhöhte die Flughafen-Wien-Gruppe ihren Gesamtumsatz um 4,7 % auf € 293,6 Mio. (1–6/2011: € 280,3 Mio.). Positiv wirkte sich, neben den höheren Passagierzahlen, die Verbesserung bei den Retail&Properties-Umsätzen aus. Geringere Einnahmen aus den Landetarifen aufgrund der leicht rückläufigen Anzahl der Flugbewegungen sowie eines verringerten MTOW führten insgesamt hingegen zu einer im Vergleich zum Verkehrswachstum geringeren Erhöhung des Umsatzes. Zudem entfiel ein überproportionaler Anteil des Passagierwachstums auf Transferpassagiere, für die den Airlines Incentives gewährt werden, die eine im Vergleich zur Passagierentwicklung geringere Umsatzsteigerung bewirken.
Im Segment Airport stiegen die externen Umsätze im Vergleich zum 1. Halbjahr 2011 um € 7,8 Mio. bzw. 5,6 % auf € 146,6 Mio. Der Umsatz des Berichtsegments Handling ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 mit € 79,5 Mio. (1–6/2011: € 79,7 Mio.) nahezu unverändert. Mit 10,6 % erreichte das Segment Retail & Properties den höchsten Zuwachs bei den Erlösen. Die externen Umsätze der Sonstigen Segmente sind mit € 7,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert (Details zu der Entwicklung der Segmentumsätze siehe Anhang Punkt 3).
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 hat sich die Ertragslage deutlich verbessert. So stiegen sowohl das EBITDA (+11,0 %) als auch das EBIT (+4,0 %) und das Periodenergebnis (+14,3 %).
Neben der positiven Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe (+4,7 %) stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um € 4,6 Mio. auf € 13,0 Mio. Während die aktivierten Eigenleistungen um € 0,3 Mio. auf € 6,6 Mio. gestiegen sind, konnten Erträge aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 in Höhe von € 2,5 Mio. sowie Erträge aus fakturierten Pönalen aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten einer Bestandnehmerin in Höhe von € 1,6 Mio. lukriert werden. Letztere mussten jedoch wegen der Insolvenz von Gesellschaften der Sardana Firmengruppe wertberichtigt werden.
Vorwiegend aufgrund des höheren Verbrauchs von Energie im zweiten Quartal 2012 erhöhten sich die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um € 1,0 Mio. auf € 20,6 Mio.
Im ersten Halbjahr 2012 beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.499 Mitarbeiter (1–6/2011: 4.468 Mitarbeiter). Die erhöhte Mitarbeiterzahl (+0,7 %) ist vorwiegend auf den höheren durchschnittlichen Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security GesmbH – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für Check-in 3 – zurückzuführen. Der Personalaufwand insgesamt ist aber trotz Kollektivvertragserhöhungen ab Mai 2012 lediglich um 1,3 % auf € 125,1 Mio. (1–6/2011: € 123,4 Mio.) gestiegen.
Die Bemühungen um eine Erhöhung der Produktivität trugen im Personalbereich bereits konkrete Früchte, per 30. Juni 2012 lag der Personalstand bei 4.303, damit bereits um 198 Personen niedriger als zum Jahresende 2011.
Mit € 51,5 Mio. lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9,5 % über dem Vorjahresniveau (1–6/2011: € 47,1 Mio.). Zurückzuführen ist dies auf die höheren Aufwendungen für Instandhaltungen (€ +1,7 Mio.) sowie für Fremdleistungen (€ +3,5 Mio.), für Schadensfälle (€ +1,0 Mio.) sowie für die Dotierung von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen (€ +3,4 Mio.) im Zusammenhang mit der Insolvenz von Gesellschaften der Sardana Gruppe, einem der Shopbetreiber am Flughafen Wien. Gesenkt wurden im Gegenzug dazu Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (€ -2,0 Mio.). Vor allem aufgrund eines positiven Schiedsurteils konnten in Vorjahren gebildete Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. aufgelöst werden.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 11,0 % auf € 109,3 Mio. Die EBITDA-Marge wurde um 2,1 %-Punkte auf 37,2 % verbessert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen – vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3 im Juni 2012 sowie der außerplanmäßigen Abschreibung von aktivierten Kosten in Höhe von € 2,5 Mio. – um 25,3 % auf € 40,6 Mio. an.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug € 68,7 Mio. nach € 66,1 Mio. (+4,0 %) in der Vergleichsperiode. Die EBIT-Marge verringerte sich leicht von 23,6 % auf 23,4 % im ersten Halbjahr 2012.
Das Beteiligungsergebnis konnte – aufgrund von höheren Dividenden – auf € 0,9 Mio. (1–6/2011: € 0,2 Mio.) gesteigert werden. Das Zinsergebnis ist von minus € 5,0 Mio. in der Vergleichsperiode auf minus € 8,0 Mio. in der Berichtsperiode gesunken. Die Zinserträge stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 23,7 % auf € 2,3 Mio. Die Zinsaufwendungen stiegen um 49,8 % oder € 3,4 Mio. auf € 10,3 Mio., da nur Bauzeitzinsen in Höhe von € 5,9 Mio. (1–6/2011: € 10,3 Mio.) aktiviert wurden. Das sonstige Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. auf € 0,1 Mio. gesunken. Das Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen beträgt € 1,9 Mio. (1–6/2011: € -4,6 Mio. – nach der Wertberichtigung der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH). In Summe wird im ersten Halbjahr ein Finanzergebnis von minus € 5,0 Mio. (1–6/2011: € -7,9 Mio.) ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 63,7 Mio. (+9,4 %) nach € 58,2 Mio. im ersten Halbjahr 2011.
Nach Abzug der Steuerbelastung von € 14,2 Mio. (1–6/2011: € 14,9 Mio.) betrug das Periodenergebnis für das erste Halbjahr 2012 € 49,5 Mio. (1–6/2011: € 43,3 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von 14,3 %. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist um 13,3 % auf € 49,1 Mio. gestiegen. Das Ergebnis je Aktie betrug € 2,34 nach € 2,06 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb unverändert.
Im zweiten Quartal wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 154,5 Mio. (4–6/2011: € 148,8 Mio.) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 3,9 %. Vor allem aufgrund der höheren Erträge aus Versicherungsleistungen sowie aus Pönalen sind die sonstigen betrieblichen Erträge um € 3,8 Mio. auf € 8,5 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen für Material und für bezogene Leistungen sind vor allem aufgrund der operativen Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 mit € 8,8 Mio. im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 um 17,1 % gestiegen.
Aufgrund der Auswirkungen der vorgenommenen Personalreduktionen ist der Personalaufwand trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen mit € 64,9 Mio. (4–6/2011: € 65,2 Mio.) leicht gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 12,7 % auf € 29,7 Mio. Während die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (€ -0,6 Mio.) sowie für sonstigen Betriebsaufwand (€ -0,6 Mio.) sanken, sind bei den Aufwendungen für Instandhaltungen (€ +0,8 Mio.), für Fremdleistungen (€ +1,6 Mio.), für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (€ +0,3 Mio.) sowie bei den Aufwendungen für Schadensfälle (€ +1,0 Mio.) und für die Dotierung und Auflösung von Forderungswertberichtigungen (€ +0,7 Mio.) Steigerungen zu verzeichnen.
Daraus resultiert im zweiten Quartal 2012 ein EBITDA von € 59,5 Mio. (4–6/2011: € 54,3 Mio.), ein Plus von 9,7 %. Vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3, aber auch durch die Inbetriebnahme flughafenspezifischer Software sind die Abschreibungen um 30,9 % auf € 21,3 Mio. gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 0,6 % auf € 38,2 Mio.
Die Zinserträge sind im Vergleich zum zweiten Quartal 2011, vorwiegend aufgrund eines Schiedsurteils, um € 0,6 Mio. gestiegen. Die originären Zinsaufwendungen sind zwar – aufgrund der vorzeitigen Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von € 64,0 Mio. – von € 8,3 Mio. auf € 6,2 Mio. gesunken. Aufgrund der Beendigung bzw. Aussetzung der Aktivierung der Bauzeitzinsen für Check-in 3 sowie für die 3. Piste stieg der Zinsaufwand von € 3,6 Mio. auf € 6,9 Mio. Im zweiten Quartal 2012 wurden € 0,1 Mio. (4–6/2011: € 5,3 Mio.) an Bauzeitzinsen aktiviert. Weiters wurden Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von € 0,1 Mio. (4–6/2011: € 1,6 Mio.) ausgewiesen. Das Finanzergebnis des zweiten Quartals 2011 wurde vor allem durch die Abschreibung der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von € 5,7 Mio. belastet. Für das zweite Quartal 2012 wird ein Beteiligungsergebnis at Equity in Höhe von € 1,7 Mio. (4–6/2011: € -4,5 Mio.) ausgewiesen. Insgesamt verbesserte sich das Finanzergebnis von minus € 5,5 Mio. im zweiten Quartal 2011 auf minus € 2,6 Mio.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf € 35,6 Mio. (4–6/2011: € 32,5 Mio.), ein Plus von 9,5 %. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 7,7 Mio. (4–6/2011: € 9,0 Mio.) resultiert daraus ein Periodenergebnis von € 27,9 Mio. (4–6/2011: € 23,5 Mio.). Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist damit um 16,8 % auf € 27,5 Mio. gestiegen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal 2012 beträgt € 1,31 (4–6/2011: € 1,12).
Die Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur konnte im Vergleich zum 31. Dezember 2011 verbessert werden.
So konnte die Eigenkapitalquote – trotz der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 21,0 Mio. – von 37,7 % auf 40,1 % gesteigert werden. Die Nettoverschuldung ist mit € 749,7 Mio. (31.12.2011: € 751,7 Mio.) leicht rückläufig, während das Gearing von 92,6 % auf 89,3 % verbessert werden konnte.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit konnte um 25,2 % bzw. € 16,4 Mio. auf € 81,2 Mio. erhöht werden. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit ist mit € -58,3 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Auszahlung der Dividende sowie der Tilgung von Darlehen mit € -85,0 Mio. (1–6/2011: € 58,2 Mio.) negativ.
Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 um € 3,8 Mio. auf € 1.921,5 Mio. gesunken. Den Zugängen in Höhe von € 38,2 Mio. für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, geleistete Anzahlungen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 40,6 Mio. (1–6/2011: € 32,4 Mio.) sowie Buchwertabgänge von € 1,1 Mio. gegenüber. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen haben sich um 1,5 % auf € 92,3 Mio. erhöht.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 52,4 Mio. auf € 172,5 Mio. Der Rückgang bei den Zahlungsmitteln und -äquivalenten in Höhe von € 62,0 Mio. bzw. 55,7 % ist auf die Tilgung von langfristigen Finanzschulden zurückzuführen. Zum Stichtag 30. Juni 2012 werden demnach liquide Mittel in Höhe von € 49,3 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.) ausgewiesen (Details siehe Geldflussrechnung). Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung und der daraus resultierenden höheren Umsätze sind die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 11,8 % auf € 89,1 Mio. gestiegen. Die Vorräte wurden um 4,2 % auf € 4,5 Mio. erhöht. Die Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens sind im Vergleich zum Bilanzstichtag nahezu unverändert.
Das Eigenkapital verzeichnete ausgehend vom Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2011 einen Anstieg von 3,5 % auf € 840,0 Mio. Der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 21,0 Mio. steht die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Halbjahres 2012 in Höhe von € 49,5 Mio. gegenüber. Die erfolgsneutrale Bewertung von Wertpapieren und Sicherungsinstrumenten im sonstigen Ergebnis trug ebenso zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. Juni 2012 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s., Bratislava. Die nicht beherrschenden Anteile des Mitgesellschafters erhöhten sich aufgrund der Auflösung einer gebildeten Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Einzelabschluss der BTS Holding a.s.
Die Eigenkapitalquote am 30. Juni 2012 betrug 40,1 % nach 37,7 % zum 31. Dezember 2011. Diese Steigerung ist auch auf die Reduzierung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Die Senkung der langfristigen Schulden um 9,0 % oder € 91,4 Mio. auf € 920,2 Mio. resultiert vorrangig aus der vorzeitigen Tilgung im ersten Quartal 2012 von € 64,0 Mio. für ein im Geschäftsjahr 2009 zugezähltes Schuldscheindarlehen. Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens wurde bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Zinsmargen vereinbart. Aufgrund von vertraglich vereinbarten Tilgungen für ein im Geschäftsjahr 2010 und 2011 zugezähltes Darlehen im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) kommt es zur Umgliederung von € 42,9 Mio. in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Diesem Rückgang steht eine Erhöhung der langfristigen Rückstellungen um € 2,1 Mio. auf € 117,3 Mio. gegenüber – hauptsächlich für die Dotierungen von Jubiläumsgeldern, Altersteilzeit, Abfertigungen sowie eine Rückstellung für drohende Verluste für Restwertrisiken aus Bestandsverträgen. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um € 5,8 Mio. auf € 29,4 Mio., vorrangig aufgrund einer entstehenden temporären passiven Latenz aus Abschreibungen betreffend die Inbetriebnahme des Check-in 3.
Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 14,6 % auf € 59,1 Mio. Verantwortlich für diese Erhöhung sind die geänderten Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und gesunkene Rechnungsabgrenzungsposten.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um € 6,7 Mio. auf € 333,8 Mio. Während die übrigen Rückstellungen um 31,1 % oder € 34,3 Mio. gesunken sind, erhöhte sich die Steuerrückstellung vorrangig aufgrund des besseren Ergebnisses vor Ertragsteuern sowie aufgrund von niedrigeren Körperschaftsteuervorauszahlungen um € 4,0 Mio. auf € 11,2 Mio. Aufgrund der Fälligkeiten muss zum Stichtag 30. Juni 2012 ein Teil der bis dato als langfristig ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten aus dem Darlehen im Rahmen des ULSG als kurzfristig ausgewiesen werden. Daher erhöhten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 60,2 % auf € 114,2 Mio.
Der Erhöhung der Lieferantenverbindlichkeiten um € 5,4 Mio. auf € 97,9 Mio. steht eine Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten um 24,7 % auf € 34,4 Mio. gegenüber.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 % auf € 63,7 Mio.
Der Erhöhung der Verbindlichkeiten bzw. der Forderungen um € 1,7 Mio. bzw. € 9,6 Mio. steht eine Verminderung der Rückstellungen um € 7,3 Mio. gegenüber. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen, Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie geringeren Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 81,2 Mio. nach € 64,9 Mio. im Vorjahr.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 58,3 Mio. nach minus € 59,4 Mio. im ersten Halbjahr 2011. In der Berichtsperiode erfolgten Einzahlungen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 3,0 Mio. (1–6/2011: T€ 58,6) sowie Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang in Höhe von € 1,8 Mio. (1–6/2011: T€ 3,3). Dem stehen Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 63,1 Mio. (1–6/2011: € 93,6 Mio.) gegenüber.
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2012 in Höhe von minus € 85,0 Mio. ist auf die Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 64,0 Mio. sowie auf die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 21,0 Mio. zurückzuführen.
Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 62,0 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. Juni 2012 in Höhe von € 49,3 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.).
Am 5. Juni 2012 wurde der Check-in 3 (vormals VIE-Skylink) erfolgreich in Betrieb genommen. Die Kosten für den Check-in 3 werden voraussichtlich unter € 760 Mio. liegen.
Die größten Investitionen im ersten Halbjahr 2012 entfielen mit € 19,9 Mio. auf die Terminalerweiterung Check-in 31), mit € 1,9 Mio. auf die Gepäcksortieranlage2), mit € 3,0 Mio. auf das Check-in-3-Leitsystem, mit € 1,4 Mio. auf die Medieninstallationen des Check-in 3 sowie mit € 8,4 Mio. auf
das Sicherheitssystem des Check-in 3. Weiters wurden € 0,5 Mio. in Quick Boarding Gates, € 2,2 Mio. in Betriebs- und Geschäftsausstattungen, € 1,3 Mio. in den Check-in-3-Retailausbau, € 0,7 Mio. in Car-Rental-Flächen im Parkhaus 4, € 3,4 Mio. in Spezialfahrzeuge, € 0,8 Mio. in die Check-in-3-Lounges sowie € 5,7 Mio. in ein Speditionsgebäude investiert. In Summe wurden im ersten Halbjahr 2012 € 38,2 Mio.3) investiert.
1) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen (Abstriche) in Höhe von € 13,0 Mio. sowie eine Reduktion der
Anschaffungskosten aufgrund der Versicherungserstattung in Höhe von € 8,6 Mio. durchgeführt.
2) In der Berichtsperiode wurden Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,7 Mio. durchgeführt (Abstriche).
3) Nach durchgeführten Rechnungskorrekturen und Versicherungserstattung
In den ersten sechs Monaten 2012 wirkten sich – im Gegensatz zum Vorjahr (Naturkatastrophe in Japan, politische Unruhen in Nordafrika) – keine äußeren Krisenfälle negativ auf die Ertragslage der Flughafen-Wien-Gruppe aus.
Für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2012 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der Flughafen Wien AG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst und entsprechende Risikominderungspläne überwacht.
Derzeit werden von der Flughafen Wien AG Schadenersatzforderungen gegenüber Auftragnehmern in Zusammenhang mit der Terminalerweiterung geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Technische Gutachter haben im Zuge der Vergangenheitsbewältigung der Terminalerweiterung Check-in 3 Mängel in der Auftragserfüllung durch Auftragnehmer bzw. ungerechtfertigte Kostenerhöhungen festgestellt. In den untersuchten Fällen wurden Schäden in Höhe von € 52,1 Mio. eruiert. Diese hatten im Geschäftsjahr 2011 eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen in Höhe von € 31,6 Mio. zur Folge. Es sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.
Ein Auftragnehmer hat bereits einen Betrag von € 7,6 Mio. an die Flughafen Wien AG zurücküberwiesen.
Im zweiten Quartal 2012 konnte als pauschale Schadensersatzleistung mit einer Versicherungsgesellschaft Einigung über die Zahlung von € 11,1 Mio. aus einer durch die Flughafen Wien AG abgeschlossenen Planerhaftpflichtversicherung erzielt werden. Von den € 11,1 Mio. wird ein Betrag in Höhe von € 2,5 Mio. als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Die verbleibenden € 8,6 Mio. wurden ergebnisneutral als Reduktion der Anschaffungskosten erfasst. Weiters haben Auftragnehmer im Zusammenhang mit diesem Versicherungsvergleich auf offene Forderungen von € 3,0 Mio. gegenüber der Flughafen Wien AG verzichtet.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der Flughafen Wien AG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz der BürgerInnen und Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist läuft bis Ende August, und es ist damit zu rechnen, dass es Einwendungen geben wird. Über allfällige Rechtsmittel wird dann der Umweltsenat als zweite Instanz entscheiden. Mit einer rechtskräftig positiven Entscheidung ist nicht vor 2014 zu rechnen. Mit Bauarbeiten kann frühestens 2016 gestartet werden, die Parallelpiste kann daher frühestens 2020 bzw. 2021 verfügbar sein. Eine Kostenschätzung für das Projekt inklusive Auflagenerfüllung soll bis Ende 2012 vorliegen.
Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze spätestens um 2020 herum, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagierentwicklung und der Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über den Zeitpunkt der Realisierung treffen. Im Falle der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten inklusive Lärmschutzprogramm abzuschreiben.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Im Vergleich zum Juli des Vorjahres erhöhte sich die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere um 1,8 %. Die Flugbewegungen stiegen um 0,5 %, und das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Rückgang von 1,9 %. Das Passagieraufkommen (Linien- und Charterverkehr) nach Osteuropa verzeichnete im Juli 2012 ein Plus von 5,5 %, jenes in den Nahen und Mittleren Osten 1,2 %.
Die Flughafen Wien AG rechnet für das Geschäftsjahr 2012 mit einem Passagierplus von 4 % bis 5 %. Kein Zuwachs wird hingegen bei Flugbewegungen (0 % bis -1 %) und Höchstabfluggewicht (MTOW) (-2 % bis -3 %) erwartet. In der zweiten Jahreshälfte wird daher mit einem Abflachen der Verkehrsentwicklung gerechnet.
In der zweiten Jahreshälfte sind weitere wesentliche Instandhaltungsaufwendungen geplant. Überdies ist zu beachten, dass im 2. Halbjahr erhöhte Abschreibungen, zusätzliche Betriebsaufwendungen und höhere Zinsaufwendungen für den Check-in 3 anfallen werden.
Für das Jahr 2012 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von nunmehr maximal rund € 120 Mio. geplant.
Schwechat, am 3. August 2012
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| 1–6/2012 | 1–6/2011 | in % | |
| 146.620,0 | 138.809,8 | 5,6 | |
| 39.267,2 | 42.575,3 | -7,8 | |
| 79.529,8 | 79.710,5 | -0,2 | |
| 9.276,9 | 3.168,3 | 192,8 | |
| 59.623,5 | 53.925,6 | 10,6 | |
| 31.600,6 | 30.034,3 | 5,2 | |
| 7.733,2 | 7.793,7 | -0,8 | |
| 1.280,7 | 1.990,6 | -35,7 | |
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Centers und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:
Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif bleibt mit € 4,49/abfliegender Transferpassagier sowie € 6,89/lokal abfliegender Passagier ebenfalls unverändert. In Entsprechung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung wurde der Sicherheitstarif mit € 7,7/abfliegender Passagier ermittelt und in dieser Höhe ab 16. April 2012 gemäß den Bestimmungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes festgelegt.
Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung werden der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 und der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW gesenkt. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien-und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/ abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/ abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.
Insgesamt erzielte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 146,6 Mio. – ein Plus von € 7,8 Mio. bzw. 5,6 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011. Für diesen Anstieg sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +7,9 %) die Erlöse aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM-Passengers with Reduced Mobility) sowie aus dem Sicherheitstarif verantwortlich. Für die ersten sechs Monate 2012 konnten aus dem Titel Sicherheit € 33,1 Mio. erzielt werden, ein Plus von 5,4 % bzw. € 1,7 Mio. Die Erlöse aus dem Fluggasttarif stiegen um 18,0 % oder € 9,7 Mio. auf € 63,8 Mio. Gesunken sind hingegen die Erlöse aus dem Landetarif um € 3,7 Mio. bzw. 11,4 % auf € 28,6 Mio. aufgrund der geänderten Tarifstruktur (siehe Entwicklung Tarife) sowie dem Rückgang des Höchstabfluggewichts. Aus dem Infrastrukturtarif wurden die Erlöse um 4,1 % auf € 13,7 Mio. verbessert. Die Umsätze aus der Betankung verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,4 Mio., jene aus den Sondergastdiensten erhöhten sich um € 0,3 Mio.
Der Materialaufwand im Segment Airport ist aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln sowie sonstigen Materialien um 18,3 % auf € 1,8 Mio. gesunken. Dieser positiven Entwicklung steht die Erhöhung des Personalaufwands um 6,3 % auf € 16,9 Mio. gegenüber, zurückzuführen ist dies auf den im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 4,2 % höheren durchschnittlichen Personalstand sowie höhere Dotierungen der Rückstellungen für Altersteilzeit. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 1,8 Mio. oder 7,0 % auf € 24,2 Mio., im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten, Marktkommunikation und sonstigen Betriebsaufwand.
Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 63,1 Mio. (1–6/2011: € 54,7 Mio.) ergibt sich im ersten Halbjahr 2012 ein Segment-EBITDA von € 63,8 Mio. (1–6/2011: € 59,4 Mio.). Die Abschreibungen erhöhten sich – aufgrund der Inbetriebnahme des Check-in 3 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. – um € 7,8 Mio. auf € 24,5 Mio. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 39,3 Mio. nach € 42,6 Mio. im ersten Halbjahr 2011. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge von 38,8 % (1–6/2011: 38,3 %) und eine EBIT-Marge von 23,9 % (1–6/2011: 27,5 %).
Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.
Das Segment Handling konnte im ersten Halbjahr 2012 externe Erlöse in Höhe von € 79,5 Mio.
(1–6/2011: € 79,7 Mio.) erzielen. Während die externen Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung um 0,8 % auf € 52,4 Mio. sanken, konnten die Erlöse aus der Frachtabfertigung aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um 4,3 % auf € 16,9 Mio. gesteigert werden. Die Umsätze aus Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H in Höhe von € 1,8 Mio. sind im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu unverändert. Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung erhöhten sich geringfügig um 2,1 % auf € 5,2 Mio., während die Umsätze im Bereich General Aviation um € 0,5 Mio. auf € 3,3 Mio. gesunken sind.
Der Materialverbrauch des Segments Handling reduzierte sich ebenfalls um 15,7 % auf € 4,7 Mio., was auf einen geringeren Verbrauch an Enteisungsmitteln aufgrund des milden Winters zurückzuführen ist. Der Personalaufwand erhöhte sich um € 0,8 Mio. auf € 78,4 Mio. Dafür ist insbesondere der gestiegene durchschnittliche Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (+14,1 %) – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für den Check-in 3 verantwortlich. Der durchschnittliche Personalstand des VIE-Handling reduzierte sich hingegen um 6,0 %. Stichtagsbezogen lässt sich die Wirkung der in 2011 eingeleiteten Personalmaßnahmen feststellen: Die Anzahl der Mitarbeiter des Segments Handling per 30. Juni 2012 belief sich auf 3.064 Mitarbeiter, um 166 Mitarbeiter oder 5,1 % weniger als zum 31. Dezember 2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 0,4 Mio. auf € 1,1 Mio. Die internen Aufwendungen blieben mit € 16,5 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA des Segments Handling für die ersten sechs Monate 2012 erhöhte sich um beachtliche € 5,8 Mio. auf € 12,2 Mio. (1–6/2011: € 6,4 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 2,9 Mio. (1–6/2011: € 3,2 Mio.) konnte ein EBIT von € 9,3 Mio. nach € 3,2 Mio. im ersten Halbjahr 2011 erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,8 % um 4,9 %-Punkte und die EBIT-Marge mit 8,3 % um 5,3 %-Punkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die steigende Bedeutung des Segments Retail & Properties spiegelt sich auch in einem deutlichen Umsatzplus von 10,6 % auf € 59,6 Mio. wider. Der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz konnte um 1,1 %-Punkte auf 20,3 % erhöht werden. Die Parkerträge konnten um 15,6 % oder € 2,9 Mio. auf beachtliche € 21,5 Mio. gesteigert werden, die Erlöse aus Vermietung von Immobilien und Werbeflächen erhöhten sich um 2,4 % auf € 18,5 Mio. Auch die Entwicklung der Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie war mit einem Plus von 13,8 % bzw. € 2,4 Mio. sehr positiv.
Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund eines höheren Aufwands aus Weiterverrechnung um € 0,2 Mio. auf € 0,6 Mio. Dieser Erhöhung steht die Reduzierung des Personalaufwands um € 0,2 Mio. auf € 2,2 Mio. gegenüber. Höhere Dotierungen von Wertberichtigungen
zu Forderungen sowie die Dotierung einer Rückstellung für Schadensfälle aufgrund des Ausfalls einer Bestandnehmerin aufgrund von Zahlungsrückständen, nicht erfolgtem Flächenausbau und mangelnder Warenbestückung erhöhten den sonstigen betrieblichen Aufwand um € 5,0 Mio. auf € 12,8 Mio. Die internen Aufwendungen des Segments beliefen sich auf € 17,2 Mio. (1–6/2011: € 16,1 Mio.). Die Abschreibungen verringerten sich um 4,6 % auf € 6,9 Mio.
Das EBITDA des Segments für die ersten sechs Monate 2012 erhöhte sich um € 1,2 Mio. auf € 38,5 Mio. (1–6/2011: € 37,3 Mio.), das EBIT des Segments beträgt € 31,6 Mio. nach € 30,0 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr 2012 bei 55,7 % nach 58,8 % im Vorjahr, und die EBIT-Marge belief sich auf 45,7 % (1–6/2011: 47,4 %).
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente blieben mit € 7,7 Mio. im ersten Halbjahr 2012 nahezu unverändert.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres, um € 2,2 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Verbrauch an Strom und Treibstoffen. Der Personalaufwand reduzierte sich um 4,4 % auf € 19,4 Mio. Höheren Fremdleistungen sowie gestiegenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten stehen Auflösungen von Wertberichtigungen zu sonstigen Forderungen gegenüber. In Summe erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10,5 % auf € 9,1 Mio. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 1,0 Mio. auf € 6,2 Mio. (1–6/2011: € 5,1 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 3,9 Mio. nach € 3,6 Mio. im Vorjahr.
In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 7,4 Mio. (1–6/2011: € 7,1 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 1,3 Mio. (1–6/2011: € 2,0 Mio.) ausgewiesen.
| Veränd. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 | in % | 4–6/2012 | 4–6/2011 |
| Umsatzerlöse | 293.581,9 | 280.306,9 | 4,7 | 154.542,9 | 148.789,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.981,2 | 8.348,1 | 55,5 | 8.452,2 | 4.604,0 |
| Betriebsleistung | 306.563,1 | 288.655,0 | 6,2 | 162.995,2 | 153.393,1 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | -20.630,2 | -19.677,5 | 4,8 | -8.808,7 | -7.520,4 |
| Personalaufwand | -125.094,5 -123.430,6 | 1,3 | -64.949,0 | -65.242,9 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -51.538,2 | -47.068,1 | 9,5 | -29.731,7 | -26.375,6 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern undAbschreibungen (EBITDA) |
109.300,3 | 98.478,7 | 11,0 | 59.505,8 | 54.254,2 |
| Abschreibungen | -40.639,6 | -32.437,0 | 25,3 | -21.290,8 | -16.260,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 68.660,7 | 66.041,7 | 4,0 | 38.215,0 | 37.993,4 |
| Beteiligungsergebnis ohne At-Equity-Unternehmen | 932,3 | 151,0 | n.a. | 859,4 | 151,0 |
| Zinsertrag | 2.293,2 | 1.853,9 | 23,7 | 1.571,0 | 1.000,0 |
| Zinsaufwand | -10.276,1 | -6.860,5 | 49,8 | -6.881,1 | -3.643,8 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 133,6 | 1.577,3 | -91,5 | 123,6 | 1.567,0 |
| Finanzergebnis ohne At-Equity-Unternehmen | -6.917,0 | -3.278,2 | 111,0 | -4.327,1 | -925,8 |
| Beteiligungsergebnis At-Equity-Unternehmen | 1.934,0 | -4.579,4 | n.a. | 1.730,4 | -4.525,4 |
| Finanzergebnis | -4.983,0 | -7.857,6 | -36,6 | -2.596,6 | -5.451,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 63.677,7 | 58.184,2 | 9,4 | 35.618,4 | 32.542,2 |
| Ertragsteuern | -14.173,7 | -14.874,3 | -4,7 | -7.692,9 | -9.011,7 |
| Periodenergebnis | 49.504,0 | 43.309,8 | 14,3 | 27.925,5 | 23.530,5 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 49.062,4 | 43.318,1 | 13,3 | 27.482,7 | 23.538,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | 441,6 | -8,3 | n.a. | 442,8 | -7,7 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) | 2,34 | 2,06 | 13,6 | 1,31 | 1,12 |
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 | in % | 4–6/2012 | 4–6/2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 49.504,0 | 43.309,8 | 14,3 | 27.925,5 | 23.530,5 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste | |||||
| Wertänderung von zur Veräußerung | |||||
| verfügbaren Wertpapieren | 1,8 | -1.970,9 | n.a. | 2,8 | -1.691,0 |
| davon erfolgsneutrale Veränderung | 24,0 | -62,0 | n.a. | 25,0 | 217,9 |
| davon realisierte Gewinne (-)/ Verluste (+) | -22,2 | -1.908,9 | -98,8 | -22,2 | -1.908,9 |
| Cash-Flow Hedge | 113,1 | 191,8 | -41,0 | 68,5 | 25,9 |
| Latente Steuern auf direkt im | |||||
| Eigenkapital verrechnete Posten | -28,7 | 444,8 | n.a. | -17,8 | 416,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 86,2 | -1.334,3 | n.a. | 53,5 | -1.248,8 |
| Gesamtergebnis | 49.590,2 | 41.975,5 | 18,1 | 27.979,0 | 22.281,6 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 49.148,6 | 41.983,8 | 17,1 | 27.536,2 | 22.289,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | 441,6 | -8,3 | n.a. | 442,8 | -7,7 |
| in T€ | 30.6.2012 | 31.12.2011 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 20.323,4 | 15.285,5 | 33,0 |
| Sachanlagen | 1.675.528,5 | 1.692.541,2 | -1,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 128.405,2 | 119.935,4 | 7,1 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 92.342,9 | 90.968,2 | 1,5 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4.873,1 | 6.514,4 | -25,2 |
| 1.921.473,0 | 1.925.244,6 | -0,2 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 4.526,9 | 4.343,3 | 4,2 |
| Wertpapiere | 29.559,0 | 29.535,0 | 0,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 89.081,1 | 79.705,4 | 11,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 49.331,6 | 111.330,0 | -55,7 |
| 172.498,6 | 224.913,7 | -23,3 | |
| Summe Aktiva | 2.093.971,6 | 2.150.158,3 | -2,6 |
| in T€ | 30.6.2012 | 31.12.2011 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -1.924,3 | -2.010,5 | -4,3 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 570.959,1 | 542.896,7 | 5,2 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 839.362,2 | 811.213,5 | 3,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 652,0 | 210,4 | 209,9 |
| 840.014,1 | 811.423,9 | 3,5 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 117.279,5 | 115.195,1 | 1,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 714.428,2 | 821.285,4 | -13,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 59.072,9 | 51.557,8 | 14,6 |
| Latente Steuerabgrenzung | 29.420,3 | 23.606,9 | 24,6 |
| 920.201,0 | 1.011.645,2 | -9,0 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 11.184,4 | 7.194,5 | 55,5 |
| Übrige Rückstellungen | 76.049,7 | 110.318,1 | -31,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 114.206,4 | 71.301,9 | 60,2 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 97.885,9 | 92.531,6 | 5,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 34.430,1 | 45.743,0 | -24,7 |
| 333.756,5 | 327.089,2 | 2,0 | |
| Summe Passiva | 2.093.971,6 | 2.150.158,3 | -2,6 |
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 81.212,4 | 64.855,6 | 25,2 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 3.027,3 | 58,6 | n.a. |
| + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang | 1.847,8 | 3,3 | n.a. |
| – Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -63.133,1 | -93.559,7 | -32,5 |
| + Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 0,0 | 96,0 | n.a. |
| + Einzahlungen für sonstige Finanzanlagen (Wertpapiere) | 0,0 | 34.048,7 | n.a. |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -58.258,0 | -59.353,1 | -1,8 |
| – Auszahlung für Dividenden | -21.000,0 | -42.000,0 | -50,0 |
| –/+ Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | -63.952,7 | 100.238,2 | n.a. |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -84.952,7 | 58.238,2 | n.a. |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | -61.998,3 | 63.740,7 | n.a. |
| + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 111.330,0 | 63.632,7 | 75,0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 49.331,6 | 127.373,4 | -61,3 |
| Den G esellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| G 2011 in T€ |
rund- kapital |
Kapital- rücklagen |
Summe sonstige ück- lagen |
Einbe- haltene Ergebnisse G |
esamt A | N icht beherr- schende nteile G |
esamt |
| Stand zum 1.1.2011 | 152.670,0 | 117.657,3 | -895,5 | 553.294,3 | 822.726,1 | 232,8 | 822.958,9 |
| Marktwertbewertung | |||||||
| von Wertpapieren | -1.478,2 | -1.478,2 | -1.478,2 | ||||
| Cash-Flow Hedge | 143,9 | 143,9 | 143,9 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | -1.334,3 | 0,0 | -1.334,3 | 0,0 | -1.334,3 |
| Periodenergebnis | 43.318,1 | 43.318,1 | -8,3 | 43.309,8 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -1.334,3 | 43.318,1 | 41.983,8 | -8,3 | 41.975,5 |
| Dividendenausschüttung | -42.000,0 | -42.000,0 | -42.000,0 | ||||
| Stand zum 30.6.2011 | 152.670,0 | 117.657,3 | -2.229,8 | 554.612,4 | 822.709,9 | 224,5 | 822.934,4 |
| Den G esellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| G 2012 in T€ |
rund- kapital |
Kapital- R rücklagen |
Summe sonstige ück- lagen |
Einbe- haltene Ergebnisse G |
esamt A | N icht beherr- schende nteile G |
esamt |
| Stand zum 1.1.2012 | 152.670,0 | 117.657,3 | -2.010,5 | 542.896,7 811.213,5 | 210,4 | 811.423,9 | |
| Marktwertbewertung | |||||||
| von Wertpapieren | 1,3 | 1,3 | 1,3 | ||||
| Cash-Flow Hedge | 84,9 | 84,9 | 84,9 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 86,2 | 0,0 | 86,2 | 0,0 | 86,2 |
| Periodenergebnis | 49.062,4 | 49.062,4 | 441,6 | 49.504,0 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 86,2 | 49.062,4 | 49.148,6 | 441,6 | 49.590,2 |
| Dividendenausschüttung | -21.000,0 | -21.000,0 | -21.000,0 | ||||
| Stand zum 30.6.2012 | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.924,3 | 570.959,1 | 839.362,1 | 652,0 | 840.014,1 |
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2012 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2011 gelesen werden.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2011. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2012 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
Seit dem Bilanzstichtag 31.12.2011 wurden keine Änderungen der Zusammensetzung der Geschäftssegmente nach IFRS 8 vorgenommen. Zur Definition der Segmente wird auf den Anhang des Konzernabschlusses 2011 verwiesen.
| R | etail & | Sonstige | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–6/2012 in T€ | Airport H | andling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 146.620,0 | 79.529,8 | 59.623,5 | 7.733,2 | 293.506,4 |
| Interne Segmentumsätze | 17.792,0 | 32.788,3 | 9.484,5 | 40.665,5 | |
| Segmentumsätze | 164.412,0 | 112.318,1 | 69.108,0 | 48.398,7 | |
| Sonstige externe Umsätze1) | 75,5 | ||||
| Konzernumsatz | 293.581,9 | ||||
| Segmentergebnis | 39.267,2 | 9.276,9 | 31.600,6 | 1.280,7 | 81.425,3 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -12.764,6 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 68.660,7 | ||||
1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| R | etail & | Sonstige | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–6/2011 in T€ | Airport H | andling | Properties | Segmente | Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 138.809,8 | 79.710,5 | 53.925,6 | 7.793,7 | 280.239,6 |
| Interne Segmentumsätze | 16.278,2 | 27.650,3 | 9.433,0 | 38.542,4 | |
| Segmentumsätze | 155.088,0 | 107.360,8 | 63.358,5 | 46.336,1 | |
| Sonstige externe Umsätze1) | 67,4 | ||||
| Konzernumsatz | 280.306,9 | ||||
| Segmentergebnis | 42.575,3 | 3.168,3 | 30.034,3 | 1.990,6 | 77.768,6 |
| Sonstiges (nicht zuordenbar) | -11.726,8 | ||||
| Konzern-EBIT/Betriebsergebnis | 66.041,7 |
1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen, des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb des VIP & Business Centers und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2012 wurden die Tarife gemäß Tarifformel wie folgt geändert:
| • Landetarif, Infrastrukturtarif Airside, Parktarif: | +0,81 % |
|---|---|
| • Fluggasttarif, Infrastrukturtarif Landside: | +0,39 % |
| • Infrastrukturtarif Betankung: | +0,68 % |
Der PRM-Tarif bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Der Sicherheitstarif bleibt mit € 4,49/abfliegender Transferpassagier sowie € 6,89/lokal abfliegender Passagier ebenfalls unverändert. In Entsprechung der Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung wurde der Sicherheitstarif mit € 7,7/abfliegender Passagier ermittelt und in dieser Höhe ab 16.4.2012 gemäß den Bestimmungen des Luftfahrtsicherheitsgesetzes festgelegt.
Aufsetzend auf diese Änderungen aufgrund der Indexregelung werden der fixe Landetarif für Passagierflüge im Linien- und Charterverkehr auf € 205,38 und der variable Landetarif auf € 5,59 pro MTOW gesenkt. Im Gegenzug wird der Fluggasttarif im Linien- und Charterverkehr zusätzlich um € 0,74/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 16,69/abfliegender Passagier. Des Weiteren wird der Infrastrukturtarif Rampe um 10 % gesenkt, im Gegenzug wird der Infrastrukturtarif Passage um € 0,20/abfliegender Passagier angehoben und beträgt nun € 0,87/abfliegender Passagier.
Insgesamt erzielte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 146,6 Mio. – ein Plus von € 7,8 Mio. bzw. 5,6 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011. Für diesen Anstieg sind neben der positiven Verkehrsentwicklung (Passagiere: +7,9 %) die Erlöse aus dem Fluggasttarif (inkl. PRM-Passengers with Reduced Mobility) sowie aus dem Sicherheitstarif verantwortlich. Für die ersten sechs Monate 2012 konnten aus dem Titel Sicherheit € 33,1 Mio. erzielt werden, ein Plus von 5,4 % bzw. € 1,7 Mio. Die Erlöse aus dem Fluggasttarif stiegen um 18,0 % oder € 9,7 Mio. auf € 63,8 Mio. Gesunken sind hingegen die Erlöse aus dem Landetarif um € 3,7 Mio. bzw. 11,4 % auf € 28,6 Mio. aufgrund der geänderten Tarifstruktur (siehe Entwicklung Tarife) sowie des Rückgangs des Höchstabfluggewichts. Aus dem Infrastrukturtarif wurden die Erlöse um 4,1 % auf € 13,7 Mio. verbessert. Die Umsätze aus der Betankung verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 0,4 Mio., jene aus den Sondergastdiensten erhöhten sich um € 0,3 Mio.
Der Materialaufwand im Segment Airport ist aufgrund des geringeren Verbrauchs an Enteisungsmitteln sowie sonstigen Materialien um 18,3 % auf € 1,8 Mio. gesunken. Dieser positiven Entwicklung steht die Erhöhung des Personalaufwands um 6,3 % auf € 16,9 Mio. gegenüber, zurückzuführen ist dies auf den im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 4,2 % höheren durchschnittlichen Personalstand sowie höhere Dotierungen der Rückstellungen für Altersteilzeit. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 1,8 Mio. oder 7,0 % auf € 24,2 Mio., im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten, Marktkommunikation und sonstigen Betriebsaufwand.
Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 63,1 Mio. (1–6/2011: € 54,7 Mio.) ergibt sich im ersten Halbjahr 2012 ein Segment-EBITDA von € 63,8 Mio. (1–6/2011: € 59,4 Mio.). Die Abschreibungen erhöhten sich – aufgrund der Inbetriebnahme des Check-in 3 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. – um € 7,8 Mio. auf € 24,5 Mio. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich demnach auf € 39,3 Mio. nach € 42,6 Mio. im ersten Halbjahr 2011. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge von 38,8 % (1–6/2011: 38,3 %) und eine EBIT-Marge von 23,9 % (1–6/2011: 27,5 %).
Das Segment Handling umfasst neben dem VIE-Handling und der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH die Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.
Das Segment Handling konnte im ersten Halbjahr 2012 externe Erlöse in Höhe von € 79,5 Mio. (1–6/2011: € 79,7 Mio.) erzielen. Während die externen Umsätze des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung um 0,8 % auf € 52,4 Mio. sanken, konnten die Erlöse aus der Frachtabfertigung aufgrund der Änderung des Abrechnungszyklus um 4,3 % auf € 16,9 Mio. gesteigert werden. Die Umsätze aus Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H in Höhe von € 1,8 Mio. sind im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu unverändert. Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung erhöhten sich geringfügig um 2,1 % auf € 5,2 Mio., während die Umsätze im Bereich General Aviation um € 0,5 Mio. auf € 3,3 Mio. gesunken sind.
Der Materialverbrauch des Segments Handling reduzierte sich ebenfalls um 15,7 % auf € 4,7 Mio., was auf einen geringeren Verbrauch an Enteisungsmitteln aufgrund des milden Winters zurückzuführen ist. Der Personalaufwand erhöhte sich um € 0,8 Mio. auf € 78,4 Mio. Dafür ist insbesondere der gestiegene durchschnittliche Personalstand der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (+14,1 %) – infolge der Aufstockung des Sicherheitspersonals für den Check-in 3 verantwortlich. Der durchschnittliche Personalstand des VIE-Handling reduzierte sich
hingegen um 6,0 %. Stichtagsbezogen lässt sich die Wirkung der in 2011 eingeleiteten Personalmaßnahmen feststellen: Die Anzahl der Mitarbeiter des Segments Handling per 30.6.2012 belief sich auf 3.064 Mitarbeiter, um 166 Mitarbeiter oder 5,1 % weniger als zum 31.12.2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 0,4 Mio. auf € 1,1 Mio. Die internen Aufwendungen blieben mit € 16,5 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Das EBITDA des Segments Handling für die ersten sechs Monate 2012 erhöhte sich um beachtliche € 5,8 Mio. auf € 12,2 Mio. (1–6/2011: € 6,4 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 2,9 Mio. (1–6/2011: € 3,2 Mio.) konnte ein EBIT von € 9,3 Mio. nach € 3,2 Mio. im ersten Halbjahr 2011 erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 10,8 % um 4,9 %-Punkte und die EBIT-Marge mit 8,3 % um 5,3 %-Punkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die steigende Bedeutung des Segments Retail & Properties spiegelt sich auch in einem deutlichen Umsatzplus von 10,6 % auf € 59,6 Mio. wider. Der Anteil des Segment Retail & Properties am Konzernumsatz konnte um 1,1 %-Punkte auf 20,3 % erhöht werden. Die Parkerträge konnten um 15,6 % oder € 2,9 Mio. auf beachtliche € 21,5 Mio. gesteigert werden, die Erlöse aus Vermietung von Immobilien und Werbeflächen erhöhten sich um 2,4 % auf € 18,5 Mio. Auch die Entwicklung der Erlöse aus den Bereichen Shopping und Gastronomie war mit einem Plus von 13,8 % bzw. € 2,4 Mio. sehr positiv.
Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund eines höheren Aufwands aus Weiterverrechnung um € 0,2 Mio. auf € 0,6 Mio. Dieser Erhöhung steht die Reduzierung des Personalaufwands um € 0,2 Mio. auf € 2,2 Mio. gegenüber. Höhere Dotierungen von Wertberichtigungen zu Forderungen sowie die Dotierung einer Rückstellung für Schadensfälle aufgrund des Ausfalls einer Bestandnehmerin aufgrund von Zahlungsrückständen, nicht erfolgtem Flächenausbau und mangelnder Warenbestückung erhöhten den sonstigen betrieblichen Aufwand um € 5,0 Mio. auf € 12,8 Mio. Die internen Aufwendungen des Segments beliefen sich auf € 17,2 Mio. (1–6/2011: € 16,1 Mio.). Die Abschreibungen verringerten sich um 4,6 % auf € 6,9 Mio.
Das EBITDA des Segments für die ersten sechs Monate 2012 erhöhte sich um € 1,2 Mio. auf € 38,5 Mio. (1–6/2011: € 37,3 Mio.), das EBIT des Segments beträgt € 31,6 Mio. nach € 30,0 Mio. in der Vergleichsperiode. Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr 2012 bei 55,7 % nach 58,8 % im Vorjahr, und die EBIT-Marge belief sich auf 45,7 % (1–6/2011: 47,4 %).
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl an andere Segmente als auch an externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, die Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente blieben mit € 7,7 Mio. im ersten Halbjahr 2012 nahezu unverändert.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres, um € 2,2 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Verbrauch an Strom und Treibstoffen. Der Personalaufwand reduzierte sich um 4,4 % auf € 19,4 Mio. Höheren Fremdleistungen sowie gestiegenen Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungskosten stehen Auflösungen von Wertberichtigungen zu sonstigen Forderungen gegenüber. In Summe erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10,5 % auf € 9,1 Mio. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 1,0 Mio. auf € 6,2 Mio. (1–6/2011: € 5,1 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 3,9 Mio. nach € 3,6 Mio. im Vorjahr.
In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 7,4 Mio. (1–6/2011: € 7,1 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 1,3 Mio. (1–6/2011: € 2,0 Mio.) ausgewiesen.
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 |
|---|---|---|
| Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) | 81.425,3 | 77.768,6 |
| Verwaltungsbereich | ||
| Umsatz | 3.610,1 | 3.214,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 183,9 | 451,9 |
| Materialaufwand | -263,5 | -369,2 |
| Personalaufwand | -8.167,2 | -7.248,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.988,5 | -7.649,2 |
| Abschreibungen | -139,4 | -126,0 |
| Summe nicht zuordenbar | -12.764,6 | -11.726,8 |
| Konzern-EBIT | 68.660,7 | 66.041,7 |
Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT
Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.
| in T€ | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.442.101,9 | 1.432.861,9 |
| Handling | 37.290,1 | 32.153,1 |
| Retail & Properties | 316.779,6 | 321.941,4 |
| Sonstige Segmente | 171.741,6 | 169.003,0 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.967.913,3 | 1.955.959,5 |
| Nicht zuordenbares Vermögen | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen der Verwaltung | 893,5 | 1.204,9 |
| Sonstige Finanzanlagen | 4.430,5 | 6.045,9 |
| Langfristige Forderungen | 86,5 | 86,5 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 29.559,0 | 29.535,0 |
| Vorräte | 133,2 | 242,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12,2 | 7,1 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.102,5 | 339,0 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 59,3 | 77,8 |
| Forderungen an Finanzamt | 28.159,7 | 35.477,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 8.207,5 | 5.002,1 |
| Abgrenzungsposten | 4.082,8 | 4.850,7 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 49.331,6 | 111.330,0 |
| Summe nicht zuordenbar | 126.058,3 | 194.198,9 |
| Konzernvermögen | 2.093.971,6 | 2.150.158,3 |
Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe beträgt € 2.094,0 Mio. (31.12.2011: € 2.150,2 Mio.) und reduzierte sich um 2,6 % im Vergleich zum 31.12.2011. Das langfristige Vermögen ist mit € 1.921,5 Mio. nahezu unverändert. Im ersten Halbjahr 2012 wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 38,2 Mio. investiert. Die größten Zugänge betreffen den Check-in 3, Sicherheitssysteme, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Gepäcksortieranlagen sowie das Speditionsgebäude. Check-in 3 wurde im Juni 2012 in Betrieb genommen. Im ersten Halbjahr 2012 sind Buchwertabgänge sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 1,1 Mio. bzw. € 2,5 Mio. sowie planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 38,1 Mio. zu verzeichnen.
Zum 30.6.2012 verfügt die Flughafen-Wien-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von € 49,3 Mio. (31.12.2011: € 111,3 Mio.). Der Stand an liquiden Mitteln reduzierte sich aufgrund der Tilgung eines langfristigen Darlehens. Ein Teil des im Geschäftsjahr 2009 zugezählten Schuldscheindarlehens wurde im Jänner 2012 vorzeitig getilgt (€ 64,0 Mio.). Für den verbleibenden Teil des Schuldscheindarlehens wurde bei gleichbleibender Laufzeit eine Reduktion der Zinsmargen vereinbart.
Das Eigenkapital beträgt € 840,0 Mio. und verzeichnete einen Anstieg von 3,5 % seit dem Bilanzstichtag 31.12.2011. Das sonstige Ergebnis (OCI) beträgt für das erste Halbjahr 2012 T€ 86,2 (1–6/2011: € -1,3 Mio.) und trug neben dem Periodenergebnis für das erste Halbjahr zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Im zweiten Quartal wurde eine Dividende in Höhe von € 21,0 Mio. an die Aktionäre ausgeschüttet.
Die langfristigen Schulden der Flughafen-Wien-Gruppe sanken um 9,0 % auf € 920,2 Mio. Einerseits aufgrund der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten, andererseits wurde ein weiterer Anteil in Höhe von € 42,9 Mio. eines langfristigen Darlehens aufgrund der vertraglich geplanten Tilgungen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. Dies führte zur Erhöhung der kurzfristigen Schulden um 2,0 % auf € 333,8 Mio. Die latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31.12.2011 um € 5,8 Mio. auf € 29,4 Mio., vorrangig aufgrund einer entstehenden temporären passiven Latenz aus Abschreibungen betreffend die Inbetriebnahme des Check-in 3.
Im ersten Halbjahr des Jahres 2012 erhöhte sich der Konzernumsatz um 4,7 % auf € 293,6 Mio. (1–6/2011: € 280,3 Mio.) Details siehe Punkt 3.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um € 4,6 Mio. auf € 13,0 Mio., vorrangig aufgrund von gestiegenen Erlösen aus Versicherungsleistungen sowie aufgrund von fakturierten Pönalen aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten einer Bestandnehmerin. Letztere mussten jedoch wegen Insolvenz von Gesellschaften der Sardana Firmengruppe wertberichtigt werden. Von den € 11,1 Mio. Erlösen aus Versicherungsleistungen wird ein Betrag in Höhe von € 2,5 Mio. als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Die verbleibenden € 8,6 Mio. wurden ergebnisneutral als Reduktion der Anschaffungskosten erfasst.
Der Materialaufwand sowie der Personalaufwand erhöhten sich um 4,8 % bzw. 1,3 % im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 9,5 % auf € 51,5 Mio. Im ersten Halbjahr 2012 wurden Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 3,4 Mio. in Zusammenhang mit der Insolvenz der Sardana Gruppe, einem der Shopbetreiber am Flughafen Wien gebildet. Vor allem aufgrund eines positiven Schiedsurteils konnten in Vorjahren gebildete Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. aufgelöst werden. Weiters konnten die Aufwendungen für Marketing sowie für Miete und Pacht reduziert werden. Dieser Reduzierung stehen höhere Aufwendungen für Buchwertabgänge, Instandhaltungen sowie Fremdleistungen gegenüber.
Die Flughafen-Wien-Gruppe weist für das erste Halbjahr 2012 ein EBITDA von € 109,3 Mio. (1–6/2011: € 98,5 Mio.) aus.
Aufgrund der Inbetriebnahme des Check-in 3 und flughafenspezifischer Software sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 2,5 Mio. erhöhten sich die Abschreibungen um € 8,2 Mio. auf € 40,6 Mio. Check-in 3 wurde im ersten Halbjahr 2012 für einen Monat einer Abschreibung unterzogen.
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf | ||
| immaterielle Vermögensgegenstände | 1.717,1 | 940,6 |
| Planmäßige Abschreibungen auf | ||
| Sachanlagen | 36.374,2 | 31.496,4 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf | ||
| Sachanlagen | 2.548,3 | 0,0 |
| Summe Abschreibungen | 40.639,6 | 32.437,0 |
Nach Berücksichtigung der Abschreibungen beträgt das EBIT für das erste Halbjahr 2012 € 68,7 Mio. nach € 66,0 Mio. in der Vorjahresperiode.
Das Finanzergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe verbesserte sich um € 2,9 Mio. auf minus € 5,0 Mio. Das Zinsergebnis ergibt sich wie folgt:
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 2.293,2 | 1.853,9 |
| Zinsaufwand | -10.276,1 | -6.860,5 |
Im ersten Halbjahr 2012 wurden Bauzeitzinsen in Höhe von € 5,9 Mio. (1–6/2011: 10,3 Mio.) aktiviert. Aufgrund der Fertigstellung von Check-in 3 zu Beginn des zweiten Quartals 2012 kam es zur Beendigung der Aktivierung von Bauzeitzinsen. Ab dem zweiten Quartal 2012 wurde die Aktivierung von Bauzeitzinsen auf die 3. Piste ausgesetzt. Die Zinserträge stiegen um € 0,4 Mio., im Wesentlichen aufgrund von schiedsgerichtlich zugesprochenen Verzugszinsen.
Das Beteiligungsergebnis der at-Equity-bilanzierten Unternehmen konnte um € 6,5 Mio. auf plus € 1,9 Mio. verbessert werden. Im zweiten Quartal 2011 wurde eine Wertminderung in der Höhe von € 5,7 Mio. auf die 25,15 %-Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH erfasst (Details siehe Konzernabschluss zum 31.12.2011).
Das EBT der Flughafen-Wien-Gruppe beträgt € 63,7 Mio. für das erste Halbjahr 2012 (1–6/2011: € 58,2 Mio.).
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird.
Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 1–6/2012 | 1–6/2011 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 8.389,0 | 12.094,8 |
| Veränderung latente Steuern | 5.784,7 | 2.779,5 |
| Summe Steuern | 14.173,7 | 14.874,3 |
Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 14,2 Mio. (1–6/2011: € 14,9 Mio.) konnte ein Periodenergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von € 49,5 Mio. (1–6/2011: € 43,3 Mio.) erzielt werden.
Der Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit beträgt € 81,2 Mio. und verbesserte sich im Vergleich zur Vorperiode um € 16,4 Mio., vorrangig aufgrund der höheren Umsätze sowie der niedrigeren Vorauszahlungen an Körperschaftsteuern.
Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt minus € 58,3 Mio. für das erste Halbjahr 2012, im Wesentlichen aufgrund von Auszahlungen für Investitionen sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen).
Der Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit von minus € 85,0 Mio. ist auf Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals (Dividende) in Höhe von € 21,0 Mio. sowie auf die Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 64,0 Mio. zurückzuführen.
Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands beträgt minus € 62,0 Mio. und führt zu einem Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 30.6.2012 von € 49,3 Mio.
Aufgrund der Saisonalität in der Flugverkehrsbranche werden grundsätzlich im ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres geringere Ergebnisse erzielt, während im zweiten und dritten Quartal die Erträge und Ergebnisse höher ausfallen. Ursächlich für die höheren Erträge sind die gesteigerten Passagiervolumina während der Urlaubssaison in Europa.
Ergebnismäßig fallen z.B. Instandhaltungsaufwendungen überproportional im zweiten Halbjahr an. Im Geschäftsjahr 2012 ist überdies zu beachten, dass im zweiten Halbjahr die erhöhten Abschreibungen bzw. die zusätzlichen Betriebsaufwendungen und höhere Zinsaufwendungen für den Check-in 3 anfallen werden.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31.12.2011: 14) und sieben ausländische (31.12.2011: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31.12.2011: 4) und vier ausländische Unternehmen (31.12.2011: 4) nach der Equity-Methode bewertet.
Vier (31.12.2011: 6) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30.6.2012 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 1,2 Mio. (31.12.2011: € 2,8 Mio.) für Sachanlagen in Höhe von € 75,1 Mio. (31.12.2011: 112,0 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert.
Im zweiten Quartal 2012 wurde eine Dividende in Höhe von € 21.000.000, das entspricht € 1,0 pro Aktie, an die Gesellschafter ausgeschüttet.
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2012 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, am 3. August 2012
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, am 3. August 2012
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstands, CFO Mitglied des Vorstands, COO
Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat, für den Zeitraum vom 1. Jänner 2012 bis zum 30. Juni 2012 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die verkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2012, die verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die verkürzte Konzern-Geldflussrechnung und die verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Jänner 2012 bis 30. Juni 2012 sowie ausgewählte erläuternde Anhangsangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.
Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.
Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.
Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanzund Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und/oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.
Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht, sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.
Wir haben den Konzernzwischenlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Konzernzwischenlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.
Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 BörseG geforderte Erklärung des Vorstands.
Wien, am 6. August 2012
KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Heidi Schachinger Mag. Rainer Hassler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Herausgeber: Flughafen Wien AG, Kommunikation · Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen, Telefon: +43/1/7007-23333, Telefax: +43/1/7007-23806
Investor Relations:
Mag. Judit Helenyi, Telefon: +43/1/7007-23126, E-Mail: [email protected] Mario Santi, Telefon: +43/1/7007-22826, E-Mail: [email protected]
http://www.viennaairport.com · DVR: 008613 · Firmenbuchnummer: FN 42984 m · Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.