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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Aug 29, 2012

756_ir_2012-08-29_ae93efb9-b9ec-485a-95fb-b5dc7500f1e9.pdf

Quarterly Report

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Halbjahres-Finanzbericht per 30. Juni 2012

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern 2012 Veränderung 2011
Monetäre Werte in € Millionen
Erfolgsrechnung 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
Zinsüberschuss 1.716 -3,6% 1.781
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -400 -1,3% -405
Provisionsüberschuss 721 -2,2% 737
Handelsergebnis 212 -17,2% 256
Verwaltungsaufwendungen -1.518 0,2% -1.514
Periodenüberschuss vor Steuern 927 5,6% 879
Periodenüberschuss nach Steuern 734 8,3% 677
Konzern-Periodenüberschuss 701 13,9% 615
Bilanz 30.6. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 25.701 -0,2% 25.748
Forderungen an Kunden 84.887 4,1% 81.576
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.344 6,2% 37.992
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 72.011 7,9% 66.747
Eigenkapital 10.850 -0,8% 10.936
Bilanzsumme 152.717 3,9% 146.985
Kennzahlen 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
Return on Equity vor Steuern 17,3% 0,2 PP 17,1%
Return on Equity nach Steuern 13,7% 0,5 PP 13,2%
Konzern-Return on Equity 14,4% 1,0 PP 13,3%
Cost/Income Ratio 58,1% 3,0 PP 55,1%
Return on Assets vor Steuern 1,24% -0,05 PP 1,29%
Nettozinsspanne 2,30% -0,32 PP 2,62%
NPL Ratio 9,8% 1,3 PP 8,5%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,10% 0,01 PP 1,09%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 0,90% -0,13 PP 1,04%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.6. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 69.206 -10,3% 77.150
Gesamte Eigenmittel 12.454 -3,1% 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.754 -11,4% 7.624
Überdeckungsquote 84,4% 15,7 PP 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,1% 1,0 PP 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,9% 0,7 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,6% 0,7 PP 9,9%
Eigenmittelquote 14,8% 1,3 PP 13,5%
Aktienkennzahlen 30.6. 30.6.
Gewinn je Aktie in € 3,09 16,5% 2,65
Kurs in € 25,75 -27,5% 35,54
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 26,17 -34,6% 40,00
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 18,64 -42,7% 32,53
Anzahl der Aktien in Millionen 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen 5.034 -27,5% 6.947
Ressourcen 30.6. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 60.918 2,8% 59.261
Geschäftsstellen 3.153 7,7% 2.928
Anzahl Kunden in Millionen 14,2 3,2% 13,8

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

Inhalt

RBI auf dem Kapitalmarkt 3
Halbjahreslagebericht des Konzerns 7
Entwicklung der Märkte 7
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 9
Bilanzentwicklung 17
Risikomanagement 20
Ausblick 22
Segmentbericht 23
Konzernzwischenabschluss 56
Gesamtergebnisrechnung 56
Erfolgsrechnung 56
Bilanz 59
Eigenkapitalveränderungsrechnung 60
Kapitalflussrechnung 60
Segmentberichterstattung 61
Anhang 66
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Impressum/Disclaimer 100

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderungswerte in den Tabellen basieren auf nicht gerundeten Ausgangswerten.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Europäische Schuldenkrise belastet Finanzmärkte

Die Entwicklung auf den Finanzmärkten war im ersten Halbjahr 2012 weiterhin von der europäischen Schuldenkrise beeinflusst. Nachdem das erste Quartal deutliche Kursgewinne auf den Aktienmärkten gebracht hatte, drehte sich die Stimmung Anfang des zweiten Quartals und sorgte für rückläufige Aktienkurse. Die Anleihenkurse als sicher geltender Länder – insbesondere jene Deutschlands, der Schweiz oder Großbritanniens – legten zu, während jene von Krisenländern der Eurozone einbrachen. Diese Flucht der Anleger in Staatsanleihen stabiler Länder drückte deren Renditen auf Rekordtiefs. Umgekehrt stiegen etwa die Finanzierungskosten Spaniens, während die Immobilienpreise in diesem Land weiter sanken. Ende Juni 2012 mussten – nach Griechenland, Irland und Portugal – auch Spanien und Zypern internationale Finanzhilfe beantragen.

Entwicklung der RBI-Aktie

Die Aktie der RBI legte im ersten Halbjahr – ausgehend von ihrem Schlusskurs von € 20,07 am 29. Dezember 2011 – um 28,3 Prozent auf € 25,75 zum 29. Juni 2012 zu. Damit entwickelte sie sich deutlich besser als der Markt: Der ATX verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 4,4 Prozent, der EURO STOXX Banks büßte 9,8 Prozent ein. Nach dem 29. Juni stieg die Aktie der RBI weiter und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 24. August bei € 28,00.

Ihren höchsten Schlusskurs im zweiten Quartal erreichte die RBI-Aktie mit € 26,17 am 2. April, der niedrigste Wert wurde mit € 21,90 am 12. Juni verzeichnet.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2012 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Im zweiten Quartal 2012 nahm die RBI an Roadshows in Brüssel, Frankfurt, Helsinki, London, Mailand, New York, Paris, Prag, Tallinn und Zürs (Österreich) teil, um zahlreiche interessierte Investoren und Analysten persönlich über die RBI und ihre aktuelle Entwicklung zu unterrichten.

Eine weitere wichtige Veranstaltung im zweiten Quartal war – neben direkten Gesprächen mit Analysten und Investoren – die Telefonkonferenz zur Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2012 mit rund 130 Teilnehmern.

Die RBI ist bestrebt, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie auch Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtigen Veranstaltungen als Webcasts online bereit. Diese können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen & Webcasts abgerufen werden.

Hauptversammlung als Infoveranstaltung für Privatinvestoren

Während Investorenkonferenzen in der Regel institutionelle Anleger ansprechen, bietet die Hauptversammlung, die am 20. Juni 2012 abgehalten wurde, auch für Privatinvestoren eine Möglichkeit, sich vom Vorstand unmittelbar über Unternehmen und Geschäftsverlauf informieren zu lassen.

Für das Geschäftsjahr 2011 beschloss die Hauptversammlung die Ausschüttung einer im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 unveränderten Dividende von € 1,05 je Aktie, die am 27. Juni 2012 an die Aktionäre ausgezahlt wurde. Daraus ergab sich unter Berücksichtigung der eigenen Aktien, aus denen keine Dividendenansprüche resultieren, eine Ausschüttungssumme von € 205 Millionen.

Mit einem auf der Hauptversammlung gefassten Vorratsbeschluss wurde die bereits bestehende Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien für weitere 30 Monate verlängert. Auf dieser Grundlage können eigene Aktien zum Zweck des Wertpapierhandels und zur Bedienung des laufenden Aktienübertragungsprogramms der Gesellschaft erworben und gegebenenfalls eingezogen werden.

Weiters wurden Dr. Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, und Dr. Günther Reibersdorfer, Generaldirektor des Raiffeisenverbands Salzburg, von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der RBI gewählt. Sie treten die Nachfolge von Dr. Ludwig Scharinger, ehemaliger Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, und Dr. Hannes Schmid, Vorstandssprecher der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, an.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Kurs zum 30. Juni 2012 € 25,75
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im zweiten Quartal 2012 € 26,17 / € 21,90
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2012 € 3,09
Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2012 € 5,034 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2012 182.855 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2012 € 256 Millionen
Streubesitz zum 30. Juni 2012 rund 21,5%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2012 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Moody's Investors Service A2 P-1 stable
Standard & Poor's A A-1 negative
Fitch Ratings A F1 stable

Nachdem Moody's das Rating der RBI im Februar 2012 auf "Review for Downgrade" gesetzt hatte, wurde das langfristige Rating im Mai im Rahmen eines globalen Banken-Reviews um eine Stufe von A1 auf A2 herabgesetzt. Das kurzfristige Rating der RBI, P-1, wurde bestätigt, der Ausblick ist "stable".

Finanzkalender 2012 und 2013

14. November 2012 Beginn der Quiet Period
28. November 2012 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call
13. März 2013 Beginn der Quiet Period
10. April 2013 Geschäftsbericht 2012, Analystenkonferenz, Conference Call
11. April 2013 RBI Investor Presentation, London
14. Mai 2013 Beginn der Quiet Period
28. Mai 2013 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
26. Juni 2013 Hauptversammlung
3. Juli 2013 Ex-Dividendentag und Dividendenzahlung
8. August 2013 Beginn der Quiet Period
22. August 2013 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
13. November 2013 Beginn der Quiet Period
27. November 2013 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71707 2089 Telefax: +43-1-71707 2138 Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Halbjahreslagebericht

Entwicklung der Märkte

Wachstum in CEE 2012 weiter deutlich über Eurozone

Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) dürfte sich 2012 – nicht zuletzt aufgrund der Ereignisse in der Eurozone – gegenüber 2011 leicht abschwächen. Während für die Region Zentraleuropa (CE) ein Wachstumsrückgang auf 1,3 Prozent p. a. prognostiziert wird, dürfte sich für die Region Südosteuropa (SEE) 2012 lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent ergeben. Am optimistischsten wird das Wachstum für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) eingeschätzt, das mit plus 3,5 Prozent p. a. nur einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2011 aufweisen sollte. Die Wirtschaft in der Gesamtregion CEE dürfte 2012 nach 3,7 Prozent im Vorjahr in diesem Jahr um 2,5 Prozent wachsen.

Die Region CE (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik sowie Ungarn) präsentiert sich in ihrer aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung uneinheitlich. So wird für Polen und die Slowakei für 2012 trotz einer Wachstumsverlangsamung gegenüber 2011 weiterhin ein robustes Wirtschaftswachstum erwartet. Weniger optimistisch wird die wirtschaftliche Entwicklung in den übrigen CE-Ländern gesehen: In der Tschechischen Republik leidet das Wirtschaftswachstum unter der strikten Sparpolitik der Regierung, in Ungarn werden Investoren vor allem durch unübliche politische Maßnahmen verunsichert. Slowenien leidet, ähnlich wie Spanien, unter den Nachwehen einer Boomphase auf dem Bausektor, die 2008 endete. Insgesamt bleibt die Region CE stark abhängig von den Exporten, allem voran jenen in die Eurozone, während die Inlandsnachfrage wohl eher schwach bleiben wird. Einzige Ausnahme ist hier Polen, dessen Inlandsnachfrage sich als anhaltend robust erweist. Im Schnitt wird für CE ein Wachstum von 1,3 Prozent für 2012 und von 2,0 Prozent für 2013 prognostiziert.

SEE (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien) kann sich von der gesamtwirtschaftlichen Situation in Europa nicht abkoppeln, da sehr starke Verbindungen zu den Ländern der Eurozone bestehen. Während im ersten Quartal 2012 im Jahresvergleich sowohl in Rumänien mit 0,3 Prozent als auch in Bulgarien mit 0,9 Prozent ein leichtes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen war, mussten Kroatien und Serbien eine Kontraktion von jeweils 1,3 Prozent hinnehmen. In Rumänien setzte sich die positive Entwicklung mit einem BIP-Wachstum von 1,2 Prozent p. a. im zweiten Quartal fort, während sich in Serbien in dieser Periode ein weiterer Rückgang der Wirtschaftsleistung (minus 0,6 Prozent p. a.) zeigte. Auch in Bosnien und Herzegowina sowie in Albanien entwickelte sich die Wirtschaft vergleichsweise schwach. Bosnien und Herzegowina, Kroatien sowie Serbien dürften im Gesamtjahr 2012 durchwegs kein Wachstum erzielen, da diese Länder der Region SEE durch die Rezession in den südeuropäischen Euroländern am stärksten negativ beeinflusst sind. Insgesamt wird für SEE für 2012 mit rund 0,2 Prozent nur eine geringfügige Steigerung des BIP erwartet, für 2013 kann aber möglicherweise wieder mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent gerechnet werden.

Die GUS (Belarus, Russland und Ukraine) zeigte 2011 ein robustes Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent. Die Region ist weniger abhängig von der Entwicklung in der Eurozone und profitierte zudem von höheren Öl- und Rohstoffpreisen, die aus dem verbesserten globalen Umfeld resultierten. Für 2012 wird hier zwar ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 3,5 Prozent erwartet, bereits für 2013 prognostizieren die Wirtschaftsforscher aufgrund des verbesserten Ausblicks in der Eurozone jedoch wieder einen BIP-Anstieg von 3,8 Prozent.

Region/Land 2011 2012e 2013f 2014f
Polen 4,3 2,8 2,8 3,8
Slowakei 3,3 2,4 2,0 4,0
Slowenien -0,2 -1,0 1,5 2,0
Tschechische Republik 1,7 -0,5 1,0 2,1
Ungarn 1,7 -1,0 0,5 1,5
CE 3,1 1,3 2,0 3,1
Albanien 3,1 2,0 3,0 4,0
Bosnien und Herzegowina 1,3 0,0 2,0 4,5
Bulgarien 1,7 1,0 2,5 4,0
Kroatien 0,0 -1,0 1,0 2,0
Kosovo 4,0 3,0 4,0 4,0
Rumänien 2,5 0,5 2,0 3,0
Serbien 1,6 -1,0 1,0 2,0
SEE 1,8 0,2 1,8 3,0
Belarus 5,3 3,0 4,0 4,5
Russland 4,3 3,7 3,9 4,0
Ukraine 5,2 1,5 2,5 4,5
GUS 4,4 3,5 3,8 4,1
CEE 3,7 2,5 3,0 3,6
Österreich 2,7 1,0 1,3 1,8
Deutschland 3,1 0,7 1,1 1,3
Eurozone 1,5 -0,3 0,8 1,3

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Auswirkungen auf den Bankensektor

In großen CEE-Bankenmärkten (Polen, Russland, Slowakei, Tschechische Republik) stabilisierte sich die Situation bei den notleidenden Krediten im Jahr 2011, und diese Tendenz hielt auch in den vergangenen Monaten an. In Ungarn und der Region SEE steigen die notleidenden Kredite indes weiter. Ähnlich differenziert entwickelt sich auch das Kreditwachstum: In den meisten CE-Märkten und Russland bestehen – im Gegensatz zur Eurozone – keine Anzeichen einer Kreditklemme. Während die Kreditvolumina und Bankenaktiva 2009 insgesamt eher stagniert hatten bzw. leicht zurückgegangen waren, zeichnet sich seither eine Erholung ab. Dies traf vor allem auf jene Bankenmärkte in CEE zu, in denen erhebliches Wachstumspotenzial besteht. Insbesondere gilt dies für Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik sowie für Russland. In Ungarn, Slowenien und SEE hingegen zeigt sich das Kreditwachstum verhalten. In Summe lag das Kreditwachstum in CEE 2011 mit 11 Prozent etwa auf dem Niveau von 2010 mit 13,6 Prozent. Auch längerfristig erscheinen ähnliche Wachstumsraten – im Einklang mit entsprechenden Depositenzuwächsen – möglich.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Anstieg des Konzern-Periodenüberschusses durch Sondereffekte

Das Betriebsergebnis der RBI stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent auf € 554 Millionen. Höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und Bewertungsverluste bei Derivaten und Verbindlichkeiten führten zu einem Quartalsergebnis von € 160 Millionen nach Steuern und Minderheiten. Im ersten Quartal waren hier noch € 541 Millionen ausgewiesen worden, von denen allerdings € 272 Millionen auf Sondereffekten beruht hatten. Diese bestanden aus Verkäufen von Wertpapieren aus dem Bestand der Konzernzentrale mit Gewinnen in Höhe von € 159 Millionen und dem vorzeitigen Rückkauf von Hybridanleihen (Hybrid Tier-1-Capital) mit einem Vorsteuerergebnis von € 113 Millionen. Dank dieser Sondereffekte stieg der Konzern-Periodenüberschuss für das erste Halbjahr 2012 insgesamt gegenüber den ersten 6 Monaten des Jahres 2011 um 14 Prozent auf € 701 Millionen.

Erwerb der Polbank

Am 30. April 2012 erfolgte das formelle Closing zur Übernahme eines 70-Prozent-Anteils an der Polbank EFG S.A. (Polbank), Warschau. Die Polbank wurde per 1. Mai 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Der vorläufige Barkaufpreis für den 70-Prozent-Anteil betrug € 460 Millionen. Unmittelbar nach dem Closing machte die Verkäuferin Eurobank EFG von der vereinbarten Put-Option Gebrauch und veräußerte auch ihren restlichen Anteil an der Polbank um € 175 Millionen an die RBI. Überdies wurde eine Wertanpassung von € 30 Millionen zugunsten der RBI vereinbart. Darüber hinaus wurde eine von der Verkäuferin durchgeführte Kapitalerhöhung der Polbank (über dem vereinbarten Minimum) in Höhe von € 201 Millionen abgegolten und durch die RBI zum Nominalwert ohne Agio übernommen.

Die auf das Retail-Geschäft ausgerichtete Polbank verfügt über ein Netzwerk von 327 Geschäftsstellen mit 3.065 Mitarbeitern und betreut mehr als 700.000 Kunden. Ihre Bilanzsumme belief sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf € 6.191 Millionen, von denen € 4.820 Millionen auf Kundenforderungen nach Wertberichtigungen entfielen. Das Eigenkapital gemäß Eröffnungsbilanz betrug € 645 Millionen, die Kundeneinlagen beliefen sich auf € 3.528 Millionen. Zum Periodenüberschuss nach Steuern steuerte die neue Einheit minus € 10 Millionen bei.

Betriebserträge durch Zinsergebnis belastet

Die Betriebserträge reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 5 Prozent oder € 134 Millionen auf € 2.613 Millionen. Dieser Rückgang ist überwiegend auf das rückläufige Zinsergebnis (minus € 65 Millionen), das durch leicht gesunkene Zinsmargen und niedrigere Volumina belastet war, sowie auf ein geringeres Handelsergebnis (minus € 44 Millionen) zurückzuführen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen unverändert

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen lagen im ersten Halbjahr mit € 400 Millionen um 1 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Durch einige Einzelfälle in der Konzernzentrale, in China und in Polen lagen die Einzelwertberichtigungen mit € 496 Millionen um 15 Prozent über jenen des Vorjahres, während es bei den Portfolio-Wertberichtigungen zu einer Nettoauflösung von € 91 Millionen kam (Vorjahr: € 23 Millionen).

Der Bestand an notleidenden Krediten (Non-performing Loans, NPL) nahm seit Jahresbeginn um € 1.234 Millionen zu, davon entfielen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf die Polbank € 478 Millionen. Dieser Bestand weist eine Coverage Ratio (Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den Nonperforming Loans ohne Berücksichtigung von Sicherheiten) von 89 Prozent auf. Zuwächse kamen darüber hinaus vor allem durch Einzelfälle bei Großkunden zustande. In Ungarn stiegen auch die notleidenden Kredite bei Privatkunden. Dadurch ergab sich ein Anstieg der NPL Ratio auf 9,8 Prozent, seit Jahresende 2011 ein Plus von 1,1 Prozentpunkten. Die gesamte Coverage Ratio der RBI verringerte sich um 2,6 Prozentpunkte auf 65,8 Prozent.

ROE vor Steuern nahezu unverändert bei 17 Prozent

Der Periodenüberschuss vor Steuern erhöhte sich mit plus 6 Prozent praktisch im gleichen Ausmaß wie das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital, das durch Gewinnthesaurierungen im Jahresabstand ebenfalls um 6 Prozent auf € 10,7 Milliarden wuchs. Der Return on Equity vor Steuern betrug zum Ende des ersten Halbjahres 17,3 Prozent und lag damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2011.

Zuwachs beim Gewinn je Aktie von € 0,44

Der Periodenüberschuss nach Steuern für das erste Halbjahr erreichte € 734 Millionen, nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile ergab sich daraus ein Konzern-Periodenüberschuss von € 701 Millionen. Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien in Höhe von 194,8 Millionen resultierte daraus ein Gewinn je Aktie von € 3,09 (Vergleichsperiode 2011: € 2,65).

Anstieg der Bilanzsumme um 4 Prozent

Seit Jahresbeginn wuchs die Bilanzsumme der RBI um 4 Prozent oder € 5,7 Milliarden auf € 152,7 Milliarden. Währungseffekte erhöhten die Bilanzsumme dabei um rund 1 Prozent. Aktivseitig ergaben sich Zuwächse durch eine Erhöhung der Kundenkredite um € 3,3 Milliarden, wobei die Zuwächse aus der Erstkonsolidierung der Polbank (€ 5,2 Milliarden, davon Retail-Geschäft € 4,9 Milliarden) kamen. In den meisten anderen Konzerneinheiten mit Ausnahme von Russland waren aufgrund einer sehr selektiven Neukreditvergabe hingegen Rückgänge zu verzeichnen. Passivseitig schlug die Einbeziehung der Polbank bei den Kundeneinlagen mit € 3,4 Milliarden zu Buche. In Summe wuchsen die Kundeneinlagen um € 5,3 Milliarden an, wozu auch Zuwächse bei Einlagen von Großkunden in Russland und Polen beitrugen. Die Loan/Deposit Ratio (die Deckung der Kundenkredite durch Einlagen) verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 4 Prozentpunkte auf 118 Prozent.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Veränderung Veränderung
in € Millionen 2012 2011 absolut in %
Zinsüberschuss 1.716 1.781 -65 -3,6%
Provisionsüberschuss 721 737 -16 -2,2%
Handelsergebnis 212 256 -44 -17,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -36 -27 -9 34,9%
Betriebserträge 2.613 2.748 -134 -4,9%
Personalaufwand -768 -756 -12 1,5%
Sachaufwand -572 -587 14 -2,4%
Abschreibungen -178 -172 -6 3,6%
Verwaltungsaufwendungen -1.518 -1.514 -3 0,2%
Betriebsergebnis 1.096 1.233 -138 -11,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -400 -405 5 -1,3%
Übrige Ergebnisse 232 50 182 362,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 927 879 49 5,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -194 -201 7 -3,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 734 677 56 8,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 -62 30 -47,5%
Konzern-Periodenüberschuss 701 615 86 13,9%

Das Ergebnis im Vorjahresvergleich

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss ging zwar in den ersten sechs Monaten 2012 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 4 Prozent oder € 65 Millionen auf € 1.716 Millionen zurück, lieferte mit einem Anteil von 66 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) aber weiterhin den größten Beitrag zu den Betriebserträgen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betraf vor allem die Konzernzentrale und beruhte auf geringeren Zinserträgen durch die Veranlagung von Überliquidität bei Zentralbanken und Wertpapierverkäufen. In Ungarn sank der Zinsüberschuss wegen des Volumenrückgangs bei Privatkunden im Zusammenhang mit dem "Home Protection Plan" (einem vom ungarischen Parlament beschlossenen Gesetz, das die Möglichkeit der vorzeitigen Rückführung von Fremdwährungskrediten zu begünstigten Wechselkursen eröffnet). Dem stand ein Zuwachs in Russland gegenüber, hervorgerufen vor allem durch ein höheres Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und eine günstigere Refinanzierung.

Hauptverantwortlich für den geringeren Zinsüberschuss war die Nettozinsspanne (das Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme), die im Jahresabstand um 32 Basispunkte auf 2,30 Prozent fiel. Den größten Rückgang verzeichnete dabei Zentraleuropa, wo die Zinsmarge um insgesamt 57 Basispunkte nachgab und auch jedes einzelne Land in diesem Segment von einem Rückgang betroffen war. Hauptgründe dafür waren höhere Refinanzierungskosten und strengere Liquiditätsvorgaben. Dagegen stieg die Zinsmarge im Segment GUS Sonstige dank des soliden Neugeschäfts bei Firmenkunden um 49 Basispunkte auf 6,42 Prozent. In Russland nahm sie mit einem Plus

von 25 Basispunkten auf 4,68 Prozent ebenfalls deutlich zu, wofür in erster Linie höhere Zinserträge aus Derivaten verantwortlich waren.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss sank gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 2 Prozent oder € 16 Millionen auf € 721 Millionen. Insbesondere das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft gab hier um 16 Prozent oder € 23 Millionen auf € 124 Millionen nach, zum Großteil hervorgerufen durch geringere Kreditgebühren in Rumänien sowie durch gesunkene Volumina in Ungarn. Ebenso sank das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wegen einer geringeren Anzahl von Abschlüssen um 10 Prozent auf € 55 Millionen. Weiterhin größter Bestandteil des Provisionsüberschusses war mit 44 Prozent oder € 314 Millionen das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das vorwiegend aufgrund gestiegener Volumina in Russland um € 20 Millionen über dem Vorjahreswert lag.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis ging im Jahresabstand um 17 Prozent oder € 44 Millionen auf € 212 Millionen zurück. Hauptverantwortlich dafür waren zwei Komponenten: Einerseits lag das Bewertungsergebnis aus Kapitalgarantien durch den Rückgang des langfristigen Zinsniveaus um € 25 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode, andererseits sank das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 22 Millionen. Dies lag vor allem an der Entwicklung in Belarus, wo das Ergebnis in der Vergleichsperiode aufgrund einer strategischen Währungsposition und der Entwicklung des belarussischen Rubels außerordentlich hoch gewesen war. Ein weiterer Grund für den Ergebnisrückgang in Belarus war die Anwendung des IAS 29 (Rechnungslegung für Hochinflationsländer). Vor allem aufgrund von Kursgewinnen bei Anleihen und des Bewertungsergebnisses aus Zinsswaps entwickelte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft mit plus € 16 Millionen auf € 114 Millionen positiv.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank von minus € 27 Millionen in der Vorjahresperiode auf minus € 36 Millionen im Berichtszeitraum. Maßgeblich beeinflusst wurde dieses Ergebnis durch die höhere Bankenabgabe in Österreich und durch die Einführung einer Bankenabgabe in der Slowakei. Die Auflösung sonstiger Rückstellungen insbesondere in Bulgarien, Kroatien, Ungarn und Rumänien beeinflusste das Ergebnis positiv.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen der RBI blieben mit € 1.518 Millionen – dies entspricht einem Anstieg von nur € 3 Millionen – trotz der Integration der Polbank nahezu auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode. Ohne Berücksichtigung der Polbank wäre sogar ein Rückgang von € 19 Millionen erzielt worden. Wegen geringerer Erträge stieg die Cost/Income Ratio dennoch um 3,0 Prozentpunkte auf 58,1 Prozent. Ohne die Belastung durch die Bankenabgaben läge die Cost/Income Ratio bei 56,3 Prozent.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 51 Prozent der Personalaufwand, der insgesamt um 2 Prozent oder € 12 Millionen auf € 768 Millionen anstieg. Während er in Russland und der Ukraine aufgrund von Gehaltsanpassungen zunahm, sank er in Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Jahresabstand um 1.703 auf 61.683. Der Grund dafür lag an der Einbeziehung der Polbank in Polen (plus 3.065 Mitarbeiter) und an Zugängen in Albanien (plus 90 Mitarbeiter) und der Slowakei (plus 77 Mitarbeiter). Dem standen Rückgänge durch

Personalabbau in der Ukraine (minus 436 Mitarbeiter), in Ungarn (minus 298 Mitarbeiter), Rumänien (minus 236 Mitarbeiter), Russland (minus 367 Mitarbeiter) und Kroatien (minus 91 Mitarbeiter) gegenüber.

Der Sachaufwand sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 14 Millionen auf € 572 Millionen. Die größten Rückgänge ergaben sich beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus 33 Prozent), beim Rechts- und Beratungsaufwand (minus 6 Prozent) und beim Kommunikationsaufwand (minus 5 Prozent). Dagegen verzeichneten der Aufwand für die Einlagensicherung (plus 12 Prozent) und der IT-Aufwand (plus 7 Prozent) die größten Steigerungen. Weiters sorgte die Einbeziehung der Polbank für einen Anstieg des Sachaufwands in Polen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 4 Prozent oder € 6 Millionen auf € 178 Millionen. Zurückzuführen ist dies größtenteils auf die Implementierung neuer Software, insbesondere von Kernbanksystemen, in der Ukraine.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode geringfügig um 1 Prozent oder € 5 Millionen auf € 400 Millionen. Dabei entwickelten sich die Länder unterschiedlich. In der Ukraine konnten die Vorsorgen aufgrund der besseren Portfolioqualität und höherer Erträge aus der Einbringung von Kreditsicherheiten besonders bei den Retail-Kunden deutlich gesenkt werden, in Russland ergaben sich sogar Auflösungen durch höhere Sicherheiten und vorzeitige Rückzahlungen. In den anderen Ländern hingegen stiegen die Kreditrisikovorsorgen. Verantwortlich dafür waren überwiegend Einzelfälle aus dem Firmenkundengeschäft in der Konzernzentrale und in China, aber auch in Polen sowie in Bosnien und Herzegowina.

Die Einzelwertberichtigungen stiegen – aufgrund größerer Einzelfälle im Segment Group Corporates und in Zentraleuropa – in Summe um 15 Prozent oder € 65 Millionen, während die Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um € 68 Millionen auf € 91 Millionen zunahmen. Die Portfolio-Wertberichtigungen verringerten sich vor allem in der Konzernzentrale und in Russland und beruhten auf Anpassungen der Ausfallraten, Volumenreduktionen und positiven Ratingveränderungen. Insgesamt fiel die Neubildungsquote (berechnet nach dem durchschnittlichen Kundenforderungsvolumen) um 14 Basispunkte auf 0,90 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse – bestehend aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen – stieg in den ersten sechs Monaten 2012 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um € 182 Millionen auf € 232 Millionen.

Den höchsten Zuwachs verzeichnete dabei das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das um € 241 Millionen auf € 253 Millionen stieg. Der Grund hierfür war großteils der Verkauf von Staatsanleihen aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand der Konzernzentrale, der einen Vorsteuergewinn von € 146 Millionen ergab. Darüber hinaus ergaben sich Erträge von € 36 Millionen durch Verkäufe von Wertpapieren aus dem Fair-Value-Bestand. Ebenso stieg das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren vor allem in Österreich um € 54 Millionen.

Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, das um € 61 Millionen auf minus € 20 Millionen sank. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewerteten Verbindlichkeiten (Fair Value Option) fiel dabei um € 219 Millionen auf minus € 167 Millionen, denen allerdings positive Bewertungen von Derivaten in gleicher Höhe gegenüberstanden. Das Bewertungsergebnis der eigenen Emissionen der RBI sank großteils wegen des sinkenden langfristigen Zinsniveaus, während die Auswirkung des Credit Spread der RBI nur minus € 58 Millionen (Vorjahresperiode: plus € 26 Millionen) betrug. Andererseits wirkte sich der Rückkauf von Hybridanleihen mit € 113 Millionen positiv auf die Position aus.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen betrug minus € 2 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: minus € 3 Millionen).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In der Berichtsperiode betrug der Steueraufwand € 194 Millionen, während er in der Vergleichsperiode 2011 € 201 Millionen betragen hatte. Einerseits sanken die laufenden Steuern um 8 Prozent oder € 14 Millionen, andererseits stiegen die latenten Steuern um 20 Prozent oder € 6 Millionen, hauptsächlich verursacht durch die Veränderung von Bewertungsergebnissen aus Verbindlichkeiten. Die Steuerquote lag bei 21 Prozent (Vorjahresperiode: 23 Prozent).

in € Millionen Q2/2012 Q1/2012 Veränderung Veränderung
absolut in %
Zinsüberschuss 841 875 -34 -3,9%
Provisionsüberschuss 375 346 29 8,3%
Handelsergebnis 130 82 48 58,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -28 -8 -20 249,8%
Betriebserträge 1.318 1.295 23 1,8%
Personalaufwand -386 -381 -5 1,2%
Sachaufwand -289 -284 -5 1,8%
Abschreibungen -89 -88 -1 1,5%
Verwaltungsaufwendungen -764 -753 -11 1,5%
Betriebsergebnis 554 542 12 2,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -247 -153 -94 61,4%
Übrige Ergebnisse -64 296 -360
Periodenüberschuss vor Steuern 243 685 -442 -64,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -83 -111 28 -25,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 160 574 -414 -72,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -33 33
Konzern-Periodenüberschuss 160 541 -381 -70,5%

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Zinsüberschuss

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres ging der Zinsüberschuss im zweiten Quartal 2012 um 4 Prozent oder € 34 Millionen zurück, und auch die Zinsmarge sank im Quartalsvergleich um 14 Basispunkte auf 2,23 Prozent. Dieser Rückgang lag sowohl am Neugeschäft mit Kunden guter Bonität, das entsprechend niedrigere Margen einbrachte, als auch am Liquiditätsüberschuss.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem ersten Quartal 2012 um € 29 Millionen auf € 375 Millionen. Einerseits profitierte hier der Zahlungsverkehr mit € 14 Millionen von höheren Volumina, andererseits stieg das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten und Edelmetallgeschäft um € 10 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis stieg gegenüber dem ersten Quartal um 59 Prozent oder € 48 Millionen auf € 130 Millionen. Dies war vor allem auf das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft zurückzuführen, das – großteils bedingt durch das positive Bewertungsergebnis aus Termingeschäften und Fremdwährungs-Swaps in der Konzernzentrale – um € 44 Millionen auf € 78 Millionen zunahm.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Im zweiten Quartal 2012 betrug das sonstige betriebliche Ergebnis minus € 28 Millionen und lag damit um € 20 Millionen unter dem Wert des Vorquartals. Insbesondere stieg hier der Aufwand für die Bankenabgaben von € 35 Millionen im ersten Quartal 2012 auf nunmehr € 46 Millionen, verursacht vor allem durch eine höhere Abgabenlast in Österreich. Für eine Ergebnisminderung sorgten zudem niedrigere Erlöse aus dem Nichtbankenbereich, während sich geringere Rückstellungsdotierungen positiv auswirkten.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 764 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im zweiten Quartal 2012 nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorquartals von € 753 Millionen. Ohne Berücksichtigung der im zweiten Quartal erstkonsolidierten Polbank läge der Rückgang bei 2 Prozent oder € 11 Millionen.

Der Personalaufwand stieg um 1 Prozent oder € 5 Millionen auf € 386 Millionen. Auch dafür lag die Ursache vorwiegend in der Einbeziehung der neuen polnischen Konzerneinheit Polbank.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Quartalsvergleich geringfügig um 2 Prozent oder € 1 Million auf € 89 Millionen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Im zweiten Quartal 2012 waren mit einem Plus von 61 Prozent deutlich höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erforderlich als im Vorquartal. Diese stiegen aufgrund von Dotierungen für einige größere Einzelfälle im Firmenkundenbereich von € 153 Millionen auf € 247 Millionen. Die größten Zuwächse waren dabei in Zentraleuropa (plus € 48 Millionen) zu verzeichnen, wobei auch die Einbeziehung der Polbank ab Mai zu Buche schlug. Im Segment Group Corporates sorgten einige größere Einzelfälle im Firmenkundenbereich in der Konzernzentrale und in China ebenfalls für einen Zuwachs von € 20 Millionen. Im Segment Group Markets wiederum resultierte der Zuwachs von € 28 Millionen aus einem Rechtsfall im Zusammenhang mit einer ursprünglich aufgerechneten Forderung an eine isländische Bank. Dagegen verbesserte sich die Situation bei den Wertberichtigungen in Russland, wo Auflösungen von netto € 14 Millionen erfolgten.

Die notleidenden Kredite an Nichtbanken zeigten im zweiten Quartal 2012 einen Anstieg um € 951 Millionen auf € 8.289 Millionen. € 90 Millionen dieser Zunahme waren auf Währungseffekte zurückzuführen, die Einbeziehung der Polbank Anfang Mai ergab einen Bestandszuwachs von weiteren € 478 Millionen. Der organische Zuwachs lag damit bei € 383 Millionen, wofür vor allem größere Einzelfälle im Segment Group Corporates und in Zentraleuropa verantwortlich waren. Damit stieg auch die NPL Ratio im Quartalsvergleich um 87 Basispunkte auf 9,8 Prozent. Die Coverage Ratio fiel um 1 Prozentpunkt auf 65,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse reduzierten sich im Quartalsvergleich um € 360 Millionen auf minus € 64 Millionen.

Dabei sank das Ergebnis aus Finanzinvestitionen um € 270 Millionen. Hauptgründe dafür waren einerseits der Verkauf von Wertpapieren in der Konzernzentrale im ersten Quartal, andererseits gingen – ebenfalls vor allem in der Konzernzentrale – die Bewertungserträge aus Wertpapieren um € 127 Millionen zurück.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten sank um € 89 Millionen auf minus € 55 Millionen. Der Wert für das erste Quartal war hier allerdings durch einen Rückkauf von Hybridanleihen positiv geprägt gewesen, der ein positives Ergebnis von € 113 Millionen erbracht hatte. Das Ergebnis aus den zum Marktwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten verringerte sich um € 36 Millionen auf minus € 47 Millionen. Demgegenüber verbesserte sich das Ergebnis aus den sonstigen Derivaten um € 27 Millionen. Das übrige Ergebnis wurde im zweiten Quartal 2012 durch Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 1 Million in Rumänien negativ beeinflusst.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand betrug im zweiten Quartal 2012 € 83 Millionen gegenüber € 111 Millionen im ersten Quartal 2012. Der Aufwand für laufende Steuern sank dabei um € 12 Millionen, jener für latente Steuern um € 16 Millionen. Die Steuerquote lag im zweiten Quartal bei 34 Prozent, während sie im Vorquartal aufgrund einiger steuerfreier Erträge bei nur 16 Prozent gelegen war.

Konzern-Periodenüberschuss

Aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren, insbesondere der positiven Sondereffekte von € 272 Millionen im ersten Quartal, sank der Konzern-Periodenüberschuss im Quartalsvergleich um 71 Prozent oder € 381 Millionen auf € 160 Millionen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile veränderte sich – als Folge höherer Verluste in Ungarn und durch Anteilskäufe gesunkener Fremdanteile in der Tschechischen Republik und der Slowakei – von € 33 Millionen auf € 0 Millionen.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI betrug zum 30. Juni 2012 € 152,7 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg um 4 Prozent oder € 5,7 Milliarden gegenüber dem Jahresende 2011. Rund € 1,3 Milliarden davon waren währungsinduziert, weitere € 6,0 Milliarden an Zuwachs gingen auf die Erstkonsolidierung der Polbank Anfang Mai 2012 zurück. Dies ergab letztlich einen leichten organischen Rückgang der Bilanzsumme von rund 1 Prozent.

Aktiva

Aktiva in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 25.527 16,7% 25.493 17,3%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 79.435 52,0% 76.778 52,2%
Wertpapiere und Beteiligungen 17.450 11,4% 19.864 13,5%
Sonstige Aktiva 30.305 19,8% 24.850 16,9%
Aktiva gesamt 152.717 100,0% 146.985 100,0%

Aktivseitig veränderte sich die Bilanzstruktur nur leicht. Der Bestand an Wertpapieren verringerte sich durch Verkäufe um netto € 1,6 Milliarden, die kurzfristigen Forderungen inklusive Barreserve nahmen um rund € 4,0 Milliarden zu. Der größte Anteil der Aktiva entfiel auf Forderungen an Kunden, die nach Kreditrisikovorsorgen 52 Prozent der Bilanzsumme ausmachten und speziell wegen des Zugangs von € 5,2 Milliarden durch die Polbank um 3 Prozent auf € 79,4 Milliarden anstiegen. Verkäufe von Wertpapieren verringerten auch den Posten Wertpapiere und Beteiligungen um 12 Prozent auf € 17,5 Milliarden. Weiterhin hoch ist der Bestand an liquiden Mitteln: Die Barreserve, die im Wesentlichen aus täglich fälligen Guthaben bei Zentralbanken besteht, stieg um 35 Prozent auf € 15,4 Milliarden weiter an.

Verbindlichkeiten

Passiva in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.344 26,4% 37.992 25,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 72.011 47,2% 66.747 45,4%
Eigenmittel 14.638 9,6% 15.087 10,3%
Übrige Passiva 25.724 16,8% 27.159 18,5%
Passiva gesamt 152.717 100,0% 146.985 100,0%

Die Passivseite der Bilanz war durch höhere Einlagen von Kunden (plus 8 Prozent oder € 5,3 Milliarden) und von Kreditinstituten (plus 6 Prozent oder € 2,3 Milliarden) geprägt. Dagegen reduzierte sich der Bilanzposten der verbrieften Verbindlichkeiten um 13 Prozent oder € 1,9 Milliarden, insbesondere aufgrund der Rückzahlung der zweiten von drei im Jahr 2009 emittierten staatsgarantierten Anleihen in Höhe von € 1,25 Milliarden im Februar 2012.

Die Kundeneinlagen der RBI stiegen um € 5,3 Milliarden auf € 72,0 Milliarden. Davon entfielen € 3,4 Milliarden auf Einlagen, die im Zuge der Erstkonsolidierung der Polbank eingebracht wurden. Die Einlagen der Retail-Kunden nahmen insgesamt um € 4,5 Milliarden auf € 33,7 Milliarden zu, wozu neben der Polbank auch andere Einheiten Zentraleuropas sowie Russlands beitrugen. Die Einlagen der Firmenkunden stiegen leicht um € 0,4 Milliarden auf € 36,0 Milliarden; hier fiel der größte Zuwachs in Russland an. Trotz der Erstkonsolidierung der Polbank verbesserte sich die Loan/Deposit Ratio seit Jahresbeginn um 4 Prozentpunkte auf 118 Prozent. Das Nachrangkapital ging hauptsächlich wegen des Rückkaufs von Hybridkapital in Höhe von € 359 Millionen um € 0,4 Milliarden auf € 3,8 Milliarden zurück.

Funding-Struktur

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Kundeneinlagen 72.011 56,0% 66.747 54,2%
Mittel- und langfristiges Funding 22.469 17,5% 23.903 19,4%
Kurzfristiges Funding 30.331 23,6% 28.456 23,1%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.788 2,9% 4.151 3,4%
Gesamt 128.599 100,0% 123.257 100,0%

Im zweiten Quartal 2012 hat die RBI die Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen fortgesetzt. So wurde im Juni 2012 die erste Tranche einer von der Raiffeisenbank Moskau initiierten Verbriefung von Diversified Payment Rights (DPR) im Ausmaß von USD 125 Millionen platziert. Diese Transaktion unterstützt die russische Tochter bei ihrer langfristigen Finanzierung in USD und eröffnet auch die Möglichkeit für die Begebung weiterer Tranchen. Die supranationalen Organisationen trugen ebenfalls positiv zur Stärkung der langfristigen Refinanzierung der Konzerneinheiten bei.

Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds deckte die RBI AG ihren Jahresbedarf an kapitalmarktbezogenem Funding zum Großteil bereits in der ersten Jahreshälfte 2012 und bewies dabei guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten: So platzierte sie Anfang Juli eine fünfjährige erstrangige Benchmark-Anleihe im Volumen von € 750 Millionen erfolgreich.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der RBI, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, sank gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 1 Prozent oder € 86 Millionen auf € 10.850 Millionen. Das Gesamtergebnis betrug € 749 Millionen und beinhaltet neben dem Periodenüberschuss nach Steuern von € 734 Millionen vor allem die Währungsdifferenzen von € 103 Millionen sowie die Ergebnisse aus dem AfS-Wertpapierbestand (AfS – Available for Sale) von minus € 138 Millionen, die im Wesentlichen durch Umgliederung realisierter Gewinne in die Erfolgsrechnung entstanden. In der Berichtsperiode wurden Dividenden in Höhe von € 455 Millionen ausgeschüttet, darunter eine in der Hauptversammlung vom Juni 2012 beschlossene Dividende auf das Grundkapital der RBI von € 1,05 je Aktie (in Summe € 205 Millionen) sowie eine Dividende auf das Partizipationskapital von € 200 Millionen. Darüber hinaus sank das bilanzielle Eigenkapital durch den Kauf eines Minderheitenanteils von 13 Prozent an der Tatra banka, a.s., Bratislava, um € 133 Millionen sowie den Kauf eines Minderheitenanteils von 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s., Prag, um € 245 Millionen.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Im zweiten Quartal 2012 wurde die Berechnung der konsolidierten Eigenmittel und des konsolidierten Eigenmittelverbrauchs von österreichischer (UGB/BWG) auf internationale Rechnungslegung (IFRS) umgestellt. Das Ergebnis dieser Umstellung ist eine Verbesserung der Eigenmittelüberdeckung um € 497 Millionen.

Die konsolidierten Eigenmittel der RBI gemäß BWG betrugen per 30. Juni 2012 € 12.454 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 3 Prozent oder € 404 Millionen. Während sich der Effekt aus der Umstellung der Berechnung auf internationale Rechnungslegung positiv auswirkte, reduzierte sich das Kernkapital durch den Kauf eines Anteils von 13 Prozent an der Tatra banka a.s. und den Kauf eines Anteils von 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s. durch die RBI um € 378 Millionen. Der Rückkauf von hybridem Tier-1-Kapital von externen Investoren reduzierte das Kernkapital um weitere € 359 Millionen, die Integration der Polbank Anfang Mai wirkte sich mit minus € 226 Millionen ebenfalls negativ aus. Die Währungsentwicklung hingegen wirkte in Summe positiv: Während sich der serbische Dinar negativ entwickelte, führte die Aufwertung der ukrainischen Hryvna, des ungarischen Forint und des polnischen Zloty per Saldo zu einer Erhöhung der Eigenmittel. Die ergänzenden Eigenmittel lagen mit einem Anstieg von € 34 Millionen auf € 3.402 Millionen leicht über dem Wert zum Jahresende, und auch das kurzfristige nachrangige Kapital erhöhte sich um € 21 Millionen auf € 121 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein um € 870 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von € 6.754 Millionen gegenüber. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Reduktion des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko um € 636 Millionen auf € 5.536 Millionen. Neben rückläufigen Volumina in einigen Märkten sind dafür vor allem die im Zusammenhang mit den Vorgaben der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Kapitalerfordernisses durch "Capital-Clean-up"-Projekte verantwortlich. Darüber hinaus wirkte sich auch die Umstellung der Risikoberechnung der russischen Tochterbanken auf den IRB-Ansatz positiv aus (Reduktion um € 99 Millionen). Auch das Erfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren verringerte sich um € 226 Millionen auf € 294 Millionen. Hervorgerufen wurde dies einerseits durch die vor dem Hintergrund der EBA-Vorgaben eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion des Nicht-Kerngeschäfts mit Fokus auf Marktrisikopositionen und andererseits durch eine Aktualisierung des internen Modells. Dadurch halbierte sich auch das Erfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen um € 71 Millionen auf € 70 Millionen. Einen leichten Anstieg zeigte das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko, das € 855 Millionen nach € 792 Millionen zum Jahresende betrug. Hier wirkten sich neben der Polbank-Integration auch erhöhte Erfordernisse in der RBI AG aus. Insgesamt erhöhte die Integration der Polbank das Eigenmittelerfordernis um € 305 Millionen.

Insgesamt brachte dies eine Verbesserung der Überdeckungsquote um 15,7 Prozentpunkte auf 84,4 Prozent oder € 5.700 Millionen. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,1 Prozent und eine Kernkapitalquote von 10,6 Prozent. Die Eigenmittelquote erhöhte sich auf 14,8 Prozent.

Zur Stärkung des Finanzsystems beschloss die EBA im Herbst 2011 strengere Eigenkapitalerfordernisse für rund 70 systemrelevante Banken in der EU. Im Zuge dessen wurde eine harte Kernkapitalquote (Core Tier 1 nach Definition der EBA) von 9 Prozent als Zielwert definiert, den es bis zum 30. Juni 2012 zu erfüllen galt. Für die RZB-Gruppe – die RBI selbst war nicht Gegenstand der EBA-Analyse – resultierte daraus gemäß EBA-Berechnungen ein zusätzlicher Kapitalbedarf von rund € 2,1 Milliarden. Dieser Wert wurde nach Umsetzung zahlreicher interner Maßnahmen aus eigener Kraft und ohne Inanspruchnahme staatlicher Hilfe deutlich übertroffen. Ohne Berücksichtigung des im ersten Halbjahr bereits angefallenen Gewinns lag der Wert für die RZB-Gruppe bei 10,0 Prozent, einschließlich des aufgelaufenen Gewinns sogar bei 10,6 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und controlling. Dieses bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategien an Marktumfeld angepasst

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen bei der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, die die Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente festlegen. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen sowie des Portfolio Managements. Im Zuge der vierteljährlichen Komitee-Sitzungen wurden die Kreditportfoliostrategien im Berichtszeitraum wieder an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien) standen in den vergangenen Quartalen vor allem Forderungen gegenüber Staaten und Gemeinden sowie Banken aus diesen Ländern im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert und Limits reduziert. Insgesamt beträgt das Kreditobligo der RBI für Staaten und Gemeinden sowie Banken in den europäischen Peripheriestaaten € 1.930 Millionen (31.12.2011: € 2.547 Millionen) und stellt somit für die RBI keine wesentliche Risikokonzentration dar. Neben der Erfüllung regulatorischer Erfordernisse in den Märkten der RBI werden Staatspapiere hauptsächlich zur Stärkung des konservativen Liquiditätspuffers der RBI eingesetzt.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei auf die verbesserte Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Reporting über Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Weiterhin starke Liquiditätsreserven

Die RBI war dank ihrer guten Liquiditätsposition bereits im Geschäftsjahr 2011 kaum von den Spannungen auf den internationalen Finanzmärkten betroffen. Diese hohe Stabilität konnte im ersten Halbjahr 2012 beibehalten werden. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und -abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittelund längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limits, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI begrenzen.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten.

Kapitaladäquanz

Die EBA prüfte im Geschäftsjahr 2011 die Angemessenheit der Kapitalisierung der europäischen Kreditinstitute. Die RBI selbst war nicht Gegenstand der EBA-Analyse, da die RZB als übergeordnetes Kreditinstitut fungiert. Dennoch erarbeitete die RBI als Teil der RZB etliche Initiativen, um die vorgeschriebene Quote zu erreichen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen stellte im ersten Halbjahr 2012 auch einen besonderen Schwerpunkt im Risikomanagement der RBI Gruppe dar. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Erreichung der vorgeschriebenen Kapitalquote bei gleichzeitigem Schutz des Kerngeschäfts der RBI.

Regulatorisches Umfeld – Basel II und III

Die RBI beschäftigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr weiter intensiv mit den bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Ein Großteil der hier erwarteten Änderungen ergibt sich aus der EU-Richtlinie CRD III (Capital Requirements Directive) und der von der EU-Kommission vorgeschlagenen, noch weitergehenden Verordnung CRD IV/CRR (Cash Reserve Ratio). Der potenzielle Einfluss der neuen bzw. geänderten gesetzlichen Regelungen auf die RBI wurde bereits 2011 eingehend analysiert, und es wurden auch bereits entsprechende interne Richtlinien erlassen. Neben den bereits aufgenommenen Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen stand im ersten Halbjahr 2012 weiterhin die möglichst flächendeckende Implementierung des fortgeschrittenen Basel-II-Ansatzes im Fokus des Risikomanagements. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse auch für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert sie weiterhin in die Verbesserung ihrer Risikomanagement-Systeme.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2012 gehen wir aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und der restriktiven regulatorischen Bestimmungen von einem stabilen Geschäftsvolumen aus. Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden regulatorischen Anforderungen sowie einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur überprüfen wir laufend Höhe und Struktur unserer Eigenmittel, um zeitnah und flexibel agieren zu können. Dabei stellt weiterhin, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar.

Angesichts der Wirtschaftsaussichten bleibt die Lage in einigen unserer Märkte angespannt. Für das zweite Halbjahr 2012 erwarten wir daher einen leichten Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite, vor allem getrieben durch höhere Ausfälle in Ungarn, aber auch in den südosteuropäischen Ländern. Insgesamt erwarten wir eine stabile bis leicht steigende Neubildungsquote.

Für das Jahr 2012 gehen wir von höheren Bankenabgaben als im Vorjahr aus. Diese werden in Österreich und CEE voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 190 Millionen (davon entfallen rund € 100 Millionen auf Österreich, rund € 40 Millionen auf Ungarn, rund € 30 Millionen auf die Slowakei sowie rund € 20 Millionen auf Polen) führen.

Wir planen 2012 für die RBI Gruppe ein langfristiges Wholesale-Funding-Volumen (Laufzeit über 1 Jahr) von rund € 5,8 Milliarden. Beim kapitalmarktsensitiven Wholesale-Funding kalkulieren wir mit einem Volumen von € 3,2 Milliarden, das bereits bis Ende Juli platziert wurde. Der erhöhte Funding-Bedarf resultiert aus der vollständigen Übernahme der Polbank, da die Eurobank EFG nach dem Closing ihre Put-Option ausgeübt hat.

Auch 2012 widmen wir der Kostenentwicklung erhöhte Aufmerksamkeit. Dazu wurden in der gesamten Gruppe Kostensenkungsprogramme aufgesetzt. Ohne Berücksichtigung der Polbank gehen wir auf Gruppenebene von einer flachen Kostenentwicklung aus, inklusive Polbank erwarten wir eine geringfügige Kostensteigerung.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Segmentüberblick

Der Periodenüberschuss vor Steuern der RBI stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 6 Prozent auf € 927 Millionen. Die schon im ersten Quartal 2012 spürbaren Wachstumsunterschiede zwischen den einzelnen Segmenten hielten dabei auch im zweiten Quartal an. So steigerte das Segment Russland den Periodenüberschuss vor Steuern von einer bereits hohen Basis deutlich um 61 Prozent auf € 332 Millionen. In Südosteuropa blieb der Periodenüberschuss vor Steuern mit € 189 Millionen nahezu unverändert, während Zentraleuropa und GUS Sonstige Ergebnisrückgänge auf € 111 Millionen bzw. auf € 55 Millionen verzeichneten. Alle funktionalen Segmente zeigten im Periodenvergleich hingegen Ergebniszuwächse.

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern vor allem aufgrund eines Rückgangs der Betriebserträge in mehreren Ländern sowie der Erstkonsolidierung der Polbank um 32 Prozent auf € 111 Millionen. Die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand jedoch um 17 Prozent auf € 41,5 Milliarden zu.

Die Region Südosteuropa verzeichnete im ersten Halbjahr 2012 mit € 189 Millionen einen beinahe unveränderten Periodenüberschuss vor Steuern. Dieses Ergebnis war im Wesentlichen durch einen Anstieg des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen und einen Rückgang der Betriebserträge bestimmt. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 1 Prozent auf € 22,3 Milliarden.

Russland leistete mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 332 Millionen den größten regionalen Ergebnisbeitrag. Der erzielte Anstieg von 61 Prozent resultierte vor allem aus einer Zunahme der Betriebserträge. Die Bilanzaktiva des Segments erhöhten sich im Periodenvergleich um 29 Prozent auf € 17,0 Milliarden.

Im Segment GUS Sonstige halbierte sich der Periodenüberschuss vor Steuern nahezu auf € 55 Millionen, wofür überwiegend ein Rückgang des Handelsergebnisses nach Sondereffekten im Vorjahr verantwortlich war. Die Bilanzaktiva des Segments blieben im Jahresabstand mit € 6,5 Milliarden unverändert.

Das Segment Group Corporates verzeichnete im ersten Halbjahr einen Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern von 6 Prozent auf € 214 Millionen, hervorgerufen durch eine Zunahme der Betriebserträge. Die Bilanzaktiva wuchsen im Jahresabstand um 1 Prozent auf € 20,8 Milliarden.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 194 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war eine Steigerung der übrigen Ergebnisse durch den Verkauf von Wertpapieren, während die Betriebserträge deutlich rückläufig waren. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 11 Prozent auf € 21,8 Milliarden.

Im Segment Corporate Center stieg der Periodenüberschuss vor Steuern durch die Verbesserung des Zinsüberschusses sowie der übrigen Ergebnisse von zuvor € 201 Millionen auf € 331 Millionen. Die Bilanzaktiva nahmen im Periodenvergleich um 34 Prozent auf € 61,5 Milliarden zu.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 742 821 -9,6% 376 366 2,8%
Verwaltungsaufwendungen -460 -470 -2,3% -238 -222 7,0%
Betriebsergebnis 283 351 -19,5% 139 144 -3,7%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -199 -177 12,3% -124 -75 64,1%
Übrige Ergebnisse 28 -11 9 19 -53,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 111 163 -31,8% 24 87 -72,8%
Aktiva 41.450 35.542 16,6% 41.450 36.024 15,1%
Nettozinsspanne 2,72% 3,29% -0,57 PP 2,67% 2,82% -0,14 PP
Return on Equity vor Steuern 7,5% 11,3% -3,8 PP 3,3% 12,1% -8,8 PP

Zentraleuropa

In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern im ersten Halbjahr 2012 mit € 111 Millionen um 32 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Das Ergebnis der Region wurde durch die Erstkonsolidierung der Polbank mit € 12 Millionen belastet, umgekehrt konnte der Rückgang der Betriebserträge um 10 Prozent durch die Integration der Polbank und einen Anstieg der übrigen Ergebnisse teilweise kompensiert werden. Der Return on Equity vor Steuern sank um 3,8 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments sank im Periodenvergleich vor allem aufgrund der vorzeitigen Tilgung von Fremdwährungskrediten in Ungarn um 11 Prozent auf € 508 Millionen. Trotz Einbeziehung der Polbank erhöhte sich der Zinsüberschuss in Polen aufgrund restriktiverer interner Liquiditätsvorgaben der Raiffeisenbank Polen nur leicht um 7 Prozent, und auch die Slowakei verzeichnete aus demselben Grund höhere Zinsaufwendungen. Mit einer Reduktion der Nettozinsspanne um 57 Basispunkte auf 2,72 Prozent ging die Profitabilität im Segment insgesamt zurück, während die Bilanzaktiva – überwiegend aufgrund der Integration der Polbank – im Jahresabstand um 17 Prozent oder € 5,9 Milliarden auf € 41,5 Milliarden stiegen. Die Kreditrisikoaktiva hingegen nahmen um 6 Prozent von € 23,7 Milliarden auf € 22,3 Milliarden ab: Im Corporate-Bereich gingen sie in Ungarn und der Slowakei aufgrund eines Anstiegs der regulatorisch anerkannten Sicherheiten und eines verbesserten internen Ratings zurück, im Retail-Bereich reduzierten sie sich in der Tschechischen Republik aufgrund eines Rückgangs der Geschäftsvolumina. Umgekehrt führte die Integration der Polbank zu einer Zunahme der Kreditrisikoaktiva.

Der Provisionsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um insgesamt 4 Prozent oder € 9 Millionen auf € 234 Millionen zurück, obwohl die Polbank überwiegend aus dem Zahlungsverkehr € 5 Millionen zusätzlich beitrug. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr stieg um 1 Prozent auf € 98 Millionen, während das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft aufgrund rückläufiger Geschäftsvolumina und Transaktionszahlen überwiegend in Ungarn um 19 Prozent auf € 30 Millionen sank. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft blieb im Periodenvergleich mit € 71 Millionen unverändert.

Das Handelsergebnis des Segments Zentraleuropa sank im Periodenvergleich um 28 Prozent auf € 19 Millionen. Dabei gingen die Erträge aus dem währungsbezogenen Geschäft mit einem Minus von € 11 Millionen auf € 16 Millionen in Ungarn am stärksten zurück. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft hingegen drehte im Periodenvergleich von minus € 2 Millionen auf plus € 2 Millionen, wofür – ebenfalls in Ungarn angefallene – Bewertungsergebnisse aus diversen Fremdwährungsinstrumenten verantwortlich zeichneten.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region sank im ersten Halbjahr 2012 von minus € 17 Millionen auf minus € 19 Millionen. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch Aufwendungen in Höhe von € 8 Millionen für die in der Slowakei 2012 eingeführte Bankenabgabe verursacht.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments sanken trotz der Integration der Polbank (Verwaltungsaufwand in Höhe von € 22 Millionen) gegenüber der Vergleichsperiode um 2 Prozent auf € 460 Millionen. Die erzielte Reduktion der Personalaufwendungen wurde überwiegend durch einen Abbau der Standortpräsenz und eine Verminderung des Mitarbeiterstands in Ungarn sowie eine Senkung der Verkaufsprovisionen in der Tschechischen Republik erreicht. Die Abnahme der Sachaufwendungen um 6 Prozent auf € 189 Millionen wiederum ist überwiegend auf rückläufige Repräsentationsaufwendungen in der Tschechischen Republik zurückzuführen. Unverändert blieben mit € 13 Millionen die Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Direktbank ZUNO in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Die Abschreibungen stiegen überwiegend aufgrund der Integration der Polbank um € 3 Millionen auf € 49 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments stieg im Jahresabstand um 321 auf 877. In diesem Zuwachs sind 327 Standorte der Polbank enthalten. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich aufgrund rückläufiger Betriebserträge um 4,7 Prozentpunkte auf 61,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments stiegen insgesamt um 12 Prozent auf € 199 Millionen, wofür überwiegend die Integration der Polbank mit € 15 Millionen verantwortlich war. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen sanken dabei im Periodenvergleich um insgesamt 8 Prozent auf € 186 Millionen. Während sie in Ungarn zurückgingen, waren im Zusammenhang mit großen Firmenkunden in Polen und der Slowakei sowie mit Privatpersonen in der Slowakei zusätzliche Dotierungen erforderlich. Die Portfolio-Wertberichtigungen der Region betrugen im Berichtszeitraum € 15 Millionen und stiegen damit gegenüber der Vergleichsperiode um insgesamt € 38 Millionen an. Dabei fiel in Ungarn die größte Veränderung an, da durch die vorzeitige Rückzahlung von Fremdwährungs-Hypothekarkrediten an Privatpersonen und die hohe Anzahl von Wertberichtigungen im Vorjahr Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen erforderlich wurden. Umgekehrt nahmen aufgrund der speziellen Situation im Vorjahr auch die Einzelwertberichtigungen im gleichen Ausmaß ab. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug zum Ende der Berichtsperiode 11,0 Prozent (plus 2,3 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa drehten von minus € 11 Millionen auf plus € 28 Millionen. Dabei nahm das Ergebnis aus Finanzinvestitionen aufgrund von Bewertungsgewinnen von minus € 9 Millionen auf plus € 23 Millionen zu. In Ungarn lieferte hier das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen einen positiven Beitrag von € 17 Millionen, in der Slowakei trugen vor allem die Bewertungsgewinne aus Staatsanleihen € 4 Millionen zum Ergebnis bei. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten nahm im Periodenvergleich ebenfalls um € 7 Millionen auf € 6 Millionen zu, überwiegend zurückzuführen auf Bewertungsergebnisse diverser Absicherungsgeschäfte zur Anpassung der Währungs- und Zinsstruktur in der Tschechischen Republik.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments erhöhten sich um 34 Prozent auf € 48 Millionen. Auch die Steuerquote stieg wegen nicht aktivierbarer steuerlicher Verlustvorträge in Ungarn sowie höherer nicht abzugsfähiger Aufwendungen in der Slowakei um 21 Prozentpunkte auf 43 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug € 48 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 133 144 -7,6% 67 66 1,9%
Provisionsüberschuss 61 63 -2,9% 31 30 4,6%
Handelsergebnis 4 4 -15,6% 1 2 -50,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 3 -27,5% 0 2 -93,6%
Betriebserträge 199 213 -6,6% 99 100 -0,2%
Verwaltungsaufwendungen -108 -118 -8,8% -53 -55 -4,0%
Betriebsergebnis 91 95 -4,0% 47 45 4,5%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -20 -32 -36,7% -14 -6 118,4%
Übrige Ergebnisse 8 2 285,1% 1 6 -75,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 78 65 20,9% 34 44 -23,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -17 -14 20,5% -7 -10 -24,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 61 50 21,0% 27 34 -22,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -17 -27 -36,0% 1 -19
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 44 23 86,8% 28 16 76,5%
Aktiva 8.890 8.714 2,0% 8.890 8.988 -1,1%
Forderungen an Kunden 6.289 6.919 -9,1% 6.289 6.771 -7,1%
davon Corporate % 42,9% 43,4% -0,5 PP 42,9% 43,2% -0,3 PP
davon Retail % 56,8% 56,5% 0,4 PP 56,8% 56,7% 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 7,0% 7,0% 0,0 PP 7,0% 6,7% 0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 6.135 5.576 10,0% 6.135 6.151 -0,3%
Loan/Deposit Ratio 102,5% 124,1% -21,6 PP 102,5% 110,1% -7,6 PP
Return on Equity vor Steuern 26,1% 22,3% 3,8 PP 20,7% 29,0% -8,3 PP
Return on Equity nach Steuern 20,4% 17,4% 3,0 PP 16,1% 22,5% -6,4 PP
Cost/Income Ratio 54,2% 55,5% -1,3 PP 53,2% 55,3% -2,1 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.001 3.092 -2,9% 3.001 3.018 -0,6%
Geschäftsstellen 131 121 8,3% 131 130 0,8%
Anzahl Kunden 485.652 433.505 12,0% 485.652 478.474 1,5%
Ungarn
--------
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 120 160 -24,8% 64 57 12,7%
Provisionsüberschuss 38 45 -15,7% 19 19 2,0%
Handelsergebnis -19 13 -16 -3 475,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -26 -32 -18,6% -16 -10 52,4%
Betriebserträge 113 185 -39,0% 51 62 -18,1%
Verwaltungsaufwendungen -96 -108 -11,2% -48 -48 1,6%
Betriebsergebnis 17 77 -78,2% 2 14 -83,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -108 -115 -6,1% -62 -46 33,8%
Übrige Ergebnisse 16 -12 8 8 -5,7%
Periodenfehlbetrag vor Steuern -76 -51 49,3% -52 -24 118,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 9 -7 0
Periodenfehlbetrag nach Steuern -82 -42 98,0% -59 -24 147,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 5 5 -3,0% 1 4 -75,1%
Periodenfehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile -77 -37 111,9% -58 -20 191,8%
Aktiva 7.392 8.857 -16,5% 7.392 7.639 -3,2%
Forderungen an Kunden 5.493 6.185 -11,2% 5.493 5.530 -0,7%
davon Corporate % 54,6% 51,1% 3,4 PP 54,6% 54,6% 0,0 PP
davon Retail % 40,1% 45,5% -5,4 PP 40,1% 40,3% -0,2 PP
davon in Fremdwährung % 67,4% 68,3% -0,8 PP 67,4% 76,3% -8,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.768 5.176 -7,9% 4.768 5.020 -5,0%
Loan/Deposit Ratio 115,2% 119,5% -4,3 PP 115,2% 110,2% 5,0 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 85,1% 58,5% 26,7 PP 95,3% 76,8% 18,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.916 3.230 -9,7% 2.916 2.932 -0,5%
Geschäftsstellen 134 144 -6,9% 134 134 0,0%
Anzahl Kunden 639.151 645.761 -1,0% 639.151 640.019 -0,1%
Polen
------- --
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 104 98 6,5% 61 43 41,5%
Provisionsüberschuss 69 69 0,2% 38 31 24,3%
Handelsergebnis 20 10 97,1% 10 10 0,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 10 -30,2% 4 3 47,8%
Betriebserträge 201 187 7,2% 114 87 30,9%
Verwaltungsaufwendungen -122 -100 21,9% -72 -50 43,3%
Betriebsergebnis 79 87 -9,7% 42 37 14,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -49 -23 117,9% -41 -8 437,6%
Übrige Ergebnisse 0 0 -0,5% 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 30 65 -54,1% 0 29 -98,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -13 -50,6% -1 -6 -88,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 23 51 -55,0% 0 23
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -3 -4 -18,7% -2 -1 7,8%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 20 48 -57,8% -2 22
Aktiva 13.727 7.173 91,4% 13.727 7.750 77,1%
Forderungen an Kunden 10.588 5.581 89,7% 10.588 5.569 90,1%
davon Corporate % 32,0% 60,0% -28,0 PP 32,0% 62,1% -30,1 PP
davon Retail % 68,0% 39,2% 28,7 PP 68,0% 37,7% 30,3 PP
davon in Fremdwährung % 54,9% 36,3% 18,6 PP 54,9% 38,2% 16,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 8.138 3.982 104,4% 8.138 4.574 77,9%
Loan/Deposit Ratio 130,1% 140,2% -10,1 PP 130,1% 121,8% 8,4 PP
Return on Equity vor Steuern 6,0% 17,5% -11,5 PP 16,3%
Return on Equity nach Steuern 4,6% 13,9% -9,2 PP 13,1%
Cost/Income Ratio 60,8% 53,5% 7,3 PP 63,2% 57,7% 5,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.218 3.134 98,4% 6.218 3.183 95,4%
Geschäftsstellen 443 117 278,6% 443 116 281,9%
Anzahl Kunden 935.310 247.543 277,8% 935.310 241.015 288,1%

Erstkonsolidierung der Polbank seit 1. Mai 2012

Slowakei

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 148 151 -2,2% 70 77 -9,2%
Provisionsüberschuss 64 63 0,6% 33 31 5,7%
Handelsergebnis 4 0 1 2 -37,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 3 0 -2 -75,0%
Betriebserträge 213 217 -1,6% 104 109 -4,5%
Verwaltungsaufwendungen -122 -130 -6,4% -58 -63 -7,5%
Betriebsergebnis 91 87 5,6% 46 46 -0,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -16 3 -4 -13 -71,6%
Übrige Ergebnisse 4 -1 0 4
Periodenüberschuss vor Steuern 79 88 -9,7% 42 37 11,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -18 -17 3,1% -9 -9 -3,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 61 70 -12,8% 33 28 16,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -13 -28 -51,9% -2 -11 -77,9%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 48 43 12,5% 31 17 75,9%
Aktiva 9.823 9.149 7,4% 9.823 10.008 -1,8%
Forderungen an Kunden 6.650 6.367 4,5% 6.650 6.687 -0,6%
davon Corporate % 50,1% 51,8% -1,7 PP 50,1% 51,1% -1,0 PP
davon Retail % 49,7% 48,0% 1,7 PP 49,7% 48,7% 1,0 PP
davon in Fremdwährung % 1,0% 1,1% -0,1 PP 1,0% 0,9% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.325 6.899 6,2% 7.325 7.589 -3,5%
Loan/Deposit Ratio 90,8% 92,3% -1,5 PP 90,8% 88,1% 2,7 PP
Return on Equity vor Steuern 16,8% 21,6% -4,8 PP 16,4% 15,2% 1,2 PP
Return on Equity nach Steuern 13,0% 17,3% -4,4 PP 13,0% 11,5% 1,5 PP
Cost/Income Ratio 57,1% 60,0% -2,9 PP 56,1% 57,9% -1,8 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.819 3.768 1,4% 3.819 3.815 0,1%
Geschäftsstellen 152 157 -3,2% 152 155 -1,9%
Anzahl Kunden 818.395 757.893 8,0% 818.395 800.581 2,2%

Slowenien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 12 16 -23,5% 6 6 -1,8%
Provisionsüberschuss 4 4 -5,0% 2 2 -3,5%
Handelsergebnis 0 0 0 0 46,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 61,2% 0 0 18,7%
Betriebserträge 17 20 -16,8% 8 8 -1,2%
Verwaltungsaufwendungen -12 -14 -12,0% -6 -6 -0,6%
Betriebsergebnis 5 6 -27,5% 2 2 -2,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -5 -10 -47,7% -3 -2 17,4%
Übrige Ergebnisse 0 0 25,1% 0 0 -72,9%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 0 -3 -88,1% 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern 0 -3 -89,1% -1 0
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile
0 0 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 0 -3 -87,1% 0 0
Aktiva 1.629 1.679 -3,0% 1.629 1.660 -1,9%
Forderungen an Kunden 1.269 1.344 -5,6% 1.269 1.295 -2,0%
davon Corporate % 62,1% 63,1% -1,0 PP 62,1% 62,1% 0,0 PP
davon Retail % 31,6% 30,8% 0,8 PP 31,6% 31,7% -0,1 PP
davon in Fremdwährung % 5,5% 7,2% -1,7 PP 5,5% 6,9% -1,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 467 480 -2,7% 467 465 0,3%
Loan/Deposit Ratio 271,9% 280,3% -8,4 PP 271,9% 278,3% -6,4 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 72,8% 68,8% 4,0 PP 73,0% 72,6% 0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 326 357 -8,7% 326 319 2,2%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Anzahl Kunden 67.718 67.102 0,9% 67.718 67.720 0,0%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 647 678 -4,6% 317 330 -4,1%
Verwaltungsaufwendungen -342 -372 -8,0% -165 -177 -6,7%
Betriebsergebnis 305 306 -0,4% 152 153 -1,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -128 -124 3,2% -67 -60 11,9%
Übrige Ergebnisse 12 6 92,3% -9 21
Periodenüberschuss vor Steuern 189 189 0,3% 75 114 -34,4%
Aktiva 22.292 22.471 -0,8% 22.292 23.097 -3,5%
Nettozinsspanne 3,97% 4,05% -0,08 PP 3,92% 3,98% -0,06 PP
Return on Equity vor Steuern 18,1% 18,1% 0,0 PP 14,1% 21,2% -7,1 PP

Südosteuropa

In Südosteuropa, wo sich die Konjunktur im Berichtszeitraum nur geringfügig aufhellte, blieb der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 mit € 189 Millionen unverändert. Dabei wurde der Rückgang des Betriebsergebnisses durch eine Reduktion der Verwaltungsaufwendungen kompensiert. Der Return on Equity vor Steuern blieb mit 18,1 Prozent ebenfalls unverändert.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments sank um 1 Prozent auf € 451 Millionen, zurückzuführen auf die Entwicklung in mehreren Ländern der Region: In Kroatien sanken die Kreditvolumina, Neugeschäft musste zu niedrigeren Margen abgeschlossen werden, in Bulgarien wiederum sorgte eine Methodenänderung bei der Verbuchung von Zinsen auf notleidende Kredite für einen Rückgang. In Rumänien hingegen kam es dank deutlich gestiegener Kreditvolumina bei großen Firmenkunden und Privatpersonen zu einem Anstieg des Zinsüberschusses um 28 Prozent. In Summe fiel die Nettozinsspanne des Segments leicht um 8 Basispunkte auf 3,97 Prozent. Auch die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand von € 22,5 Milliarden auf € 22,3 Milliarden, während die Kreditrisikoaktiva um 19 Prozent auf € 13,3 Milliarden zurückgingen. Verantwortlich dafür war überwiegend Kroatien, wo das Obligo gegenüber dem öffentlichen Sektor aufgrund des bevorstehenden EU-Beitritts geringer gewichtet werden konnte. Ebenso kam es in Rumänien durch niedrigere Ausfallraten zu einem Rückgang der Kreditrisikoaktiva im Corporate-Bereich.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 152 Millionen um 15 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr leistete hier mit € 84 Millionen weiterhin den größten Beitrag und sank im Periodenvergleich auch nur um 1 Prozent, während der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um 67 Prozent auf € 12 Millionen zurückging. Dafür war die Entwicklung in Rumänien verantwortlich, wo der Provisionsüberschuss aufgrund gesunkener Preise insbesondere im Retail-Geschäft zurückging. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, die überwiegend aus Kroatien und Rumänien stammten, stiegen im Periodenvergleich hingegen um 2 Prozent auf € 32 Millionen an. Der Ertrag aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds wiederum sank aufgrund der Entwicklung in Kroatien um 38 Prozent auf € 4 Millionen.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa stieg im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 27 Millionen. Dabei halbierte sich der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft nahezu auf € 8 Millionen, überwiegend bedingt durch einen Rückgang des Bewertungsergebnisses von Forward-Transaktionen in Rumänien. Im zinsbezogenen Geschäft wurde mit € 20 Millionen ein um 62 Prozent höheres Ergebnis verzeichnet, wofür primär die – aufgrund der Einengung der Rendite-Spreads – gestiegenen Bewertungserträge aus Anleihen des Handelsbestands in Kroatien verantwortlich waren. Zusätzlich führte in Albanien eine Zunahme des Handelsportfolios zu einem Zuwachs.

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 17 Millionen. Hier wirkten sich einerseits Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in mehreren Ländern der Region positiv aus, anderseits waren die Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft aufgrund des geringeren Neugeschäfts in Kroatien rückläufig.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments verringerten sich im Periodenvergleich um insgesamt 8 Prozent auf € 342 Millionen. Dabei sanken die Personalaufwendungen durch einen Rückgang des Personalstands insbesondere in Rumänien. Auch die Sachaufwendungen nahmen durch eine Reduktion des Werbe- und Repräsentationsaufwands, des IT-Aufwands sowie der Büroaufwendungen um insgesamt 9 Prozent auf € 146 Millionen ab. Ebenso sanken die Abschreibungen des Segments um 12 Prozent auf € 47 Millionen, wofür überwiegend die Sachanlagen in Rumänien und vermietete Leasinganlagen in Kroatien verantwortlich waren. Angesichts des im Vergleich zu den Betriebserträgen stärkeren Rückgangs der Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 2,0 Prozentpunkte auf 52,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments stiegen im Periodenvergleich um 3 Prozent auf € 128 Millionen. Dabei stiegen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 1 Prozent oder € 1 Million auf € 140 Millionen. Eine Erhöhung in Rumänien hob hier Nettoauflösungen in mehreren Ländern der Region teilweise wieder auf. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich wie in der Vergleichsperiode eine Nettoauflösung in Höhe von € 12 Millionen, die überwiegend in Rumänien anfiel, wo aufgrund von Kreditausfällen gleichzeitig Einzelwertberichtigungen gebildet wurden. Darüber hinaus sorgte in Kroatien die Neubewertung der Sicherheiten für eine Verbesserung bei den Einzelwertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments stieg im Jahresabstand um 2,3 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent, insbesondere verursacht durch Einzelfälle bei Firmenkunden in Bosnien und Herzegowina sowie in Bulgarien. In Kroatien und Rumänien stiegen die notleidenden Kredite sowohl bei Firmen- als auch bei Privatkunden nur moderat.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments verdoppelten sich im Periodenvergleich auf € 12 Millionen. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus Finanzinvestitionen von € 2 Millionen auf € 16 Millionen, bedingt vor allem durch höhere Erträge aus der Veräußerung von Unternehmensanleihen in Serbien und Kroatien sowie von Staatsanleihen in Rumänien, wo ein Rückgang der Renditen verzeichnet wurde. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten hingegen reduzierte sich aufgrund von Bewertungsverlusten in Kroatien im Periodenvergleich um € 8 Millionen auf minus € 4 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region erhöhten sich im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 24 Millionen, die Steuerquote blieb mit 13 Prozent aber nahezu unverändert. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 2 Prozent auf € 155 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

Albanien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 42 44 -5,5% 20 21 -6,6%
Provisionsüberschuss 4 4 -8,2% 2 2 1,2%
Handelsergebnis 8 6 27,4% 4 4 -8,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 217,1% 0 0 >500,0%
Betriebserträge 53 54 -2,2% 26 28 -7,4%
Verwaltungsaufwendungen -19 -18 6,7% -11 -9 23,5%
Betriebsergebnis 34 36 -6,7% 15 19 -21,5%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -6 -13 -51,8% -2 -4 -45,6%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 28 23 18,7% 13 15 -14,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -3 3,3% -1 -2 -10,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 25 20 20,9% 11 13 -15,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 87,2% 0 0 -15,9%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 25 20 20,8% 11 13 -15,4%
Aktiva
2.356 2.094 12,5% 2.356 2.287 3,0%
Forderungen an Kunden 977 799 22,3% 977 978 -0,1%
davon Corporate % 67,3% 60,6% 6,7 PP 67,3% 66,6% 0,8 PP
davon Retail % 32,7% 39,4% -6,7 PP 32,7% 33,4% -0,8 PP
davon in Fremdwährung % 67,5% 63,9% 3,6 PP 67,5% 57,2% 10,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.085 1.768 17,9% 2.085 2.013 3,6%
Loan/Deposit Ratio 46,9% 45,2% 1,7 PP 46,9% 48,6% -1,7 PP
Return on Equity vor Steuern 29,6% 24,6% 5,0 PP 25,1% 32,3% -7,2 PP
Return on Equity nach Steuern 26,4% 21,6% 4,8 PP 22,4% 28,9% -6,6 PP
Cost/Income Ratio 36,3% 33,2% 3,0 PP 41,7% 31,3% 10,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.419 1.364 4,0% 1.419 1.420 -0,1%
Geschäftsstellen 105 103 1,9% 105 105 0,0%
Anzahl Kunden 683.625 670.701 1,9% 683.625 669.632 2,1%

Bosnien und Herzegowina

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 36 39 -7,8% 18 18 -1,4%
Provisionsüberschuss 15 15 -0,2% 8 7 21,0%
Handelsergebnis 1 0 12,9% 0 0 86,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 2 -96,4% -1 1
Betriebserträge 52 56 -8,1% 26 26 0,7%
Verwaltungsaufwendungen -30 -31 -3,9% -15 -15 5,1%
Betriebsergebnis 22 25 -13,3% 11 11 -5,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -11 -6 69,3% -5 -6 -17,0%
Übrige Ergebnisse 2 -1 0 2
Periodenüberschuss vor Steuern 13 18 -28,8% 5 7 -25,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 2,5% -1 -1 -15,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 11 16 -31,2% 5 7 -27,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 -28,5% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 11 16 -31,2% 5 6 -26,2%
Aktiva 2.031 2.147 -5,4% 2.031 2.069 -1,8%
Forderungen an Kunden 1.310 1.372 -4,6% 1.310 1.330 -1,5%
davon Corporate % 41,9% 43,6% -1,7 PP 41,9% 42,7% -0,8 PP
davon Retail % 57,5% 55,1% 2,5 PP 57,5% 56,8% 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 75,4% 66,2% 9,1 PP 75,4% 75,8% -0,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.557 1.617 -3,7% 1.557 1.564 -0,4%
Loan/Deposit Ratio 84,1% 84,9% -0,7 PP 84,1% 85,1% -0,9 PP
Return on Equity vor Steuern 10,4% 14,7% -4,2 PP 8,5% 11,5% -3,0 PP
Return on Equity nach Steuern 9,3% 13,6% -4,3 PP 7,5% 10,4% -2,8 PP
Cost/Income Ratio 57,8% 55,3% 2,5 PP 59,0% 56,6% 2,5 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.552 1.621 -4,3% 1.552 1.550 0,1%
Geschäftsstellen 98 98 0,0% 98 98 0,0%
Anzahl Kunden 496.347 629.921 -21,2% 496.347 593.325 -16,3%

Bulgarien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 72 85 -14,9% 36 37 -3,6%
Provisionsüberschuss 18 18 1,9% 9 9 9,6%
Handelsergebnis 2 4 -36,9% 1 1 -2,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 93 107 -13,4% 46 46 -0,3%
Verwaltungsaufwendungen -46 -48 -4,4% -23 -23 -0,7%
Betriebsergebnis 46 58 -20,8% 23 23 0,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -29 -27 9,1% -15 -15 0,1%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 17 32 -46,8% 8 9 -1,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -3 -51,7% -1 -1 -25,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 16 29 -46,3% 8 8 1,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 -1 1 -1
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 16 28 -45,0% 9 7 28,4%
Aktiva 3.820 3.752 1,8% 3.820 3.610 5,8%
Forderungen an Kunden 2.901 2.886 0,5% 2.901 2.924 -0,8%
davon Corporate % 44,5% 43,7% 0,8 PP 44,5% 44,5% -0,1 PP
davon Retail % 55,0% 55,9% -0,9 PP 55,0% 54,9% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 76,2% 76,6% -0,5 PP 76,2% 79,6% -3,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.216 2.084 6,3% 2.216 2.124 4,3%
Loan/Deposit Ratio 130,9% 138,5% -7,6 PP 130,9% 137,7% -6,8 PP
Return on Equity vor Steuern 6,9% 13,1% -6,2 PP 6,6% 6,9% -0,3 PP
Return on Equity nach Steuern 6,3% 11,9% -5,6 PP 6,1% 6,2% -0,1 PP
Cost/Income Ratio 50,1% 45,4% 4,7 PP 49,9% 50,2% -0,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.151 3.249 -3,0% 3.151 3.202 -1,6%
Geschäftsstellen 184 189 -2,6% 184 184 0,0%
Anzahl Kunden 786.667 753.646 4,4% 786.667 780.136 0,8%

Kroatien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 78 90 -13,5% 39 39 0,5%
Provisionsüberschuss 27 32 -14,8% 13 14 -1,4%
Handelsergebnis 13 5 187,6% 7 6 25,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 15 5,2% 7 9 -27,2%
Betriebserträge 133 141 -5,3% 66 67 -1,5%
Verwaltungsaufwendungen -69 -78 -11,4% -32 -38 -15,8%
Betriebsergebnis 64 63 2,2% 35 30 16,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -23 -31 -27,4% -18 -5 285,9%
Übrige Ergebnisse -2 4 -4 3
Periodenüberschuss vor Steuern 40 35 11,9% 12 27 -56,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8 -7 14,3% -2 -5 -62,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 32 29 11,3% 10 22 -54,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -9 -8 13,5% -2 -6 -60,8%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 23 21 10,5% 8 16 -51,9%
Aktiva 5.159 5.640 -8,5% 5.159 6.333 -18,5%
Forderungen an Kunden 3.710 3.885 -4,5% 3.710 3.854 -3,7%
davon Corporate % 41,0% 38,9% 2,0 PP 41,0% 40,7% 0,2 PP
davon Retail % 48,3% 48,5% -0,2 PP 48,3% 47,5% 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 65,4% 68,2% -2,8 PP 65,4% 67,0% -1,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.965 2.986 -0,7% 2.965 3.057 -3,0%
Loan/Deposit Ratio 125,1% 130,1% -5,0 PP 125,1% 126,1% -1,0 PP
Return on Equity vor Steuern 10,5% 8,8% 1,7 PP 6,2% 14,2% -7,9 PP
Return on Equity nach Steuern 8,5% 7,2% 1,3 PP 5,2% 11,4% -6,2 PP
Cost/Income Ratio 52,0% 55,5% -3,6 PP 47,9% 56,0% -8,1 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.070 2.112 -2,0% 2.070 2.080 -0,5%
Geschäftsstellen 79 84 -6,0% 79 81 -2,5%
Anzahl Kunden 487.323 541.585 -10,0% 487.323 513.973 -5,2%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 20 18 6,8% 10 10 -4,6%
Provisionsüberschuss 4 3 11,7% 2 2 12,1%
Handelsergebnis 0 0 0 0 215,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 24 22 8,6% 12 12 -1,6%
Verwaltungsaufwendungen -13 -12 6,0% -6 -7 -5,6%
Betriebsergebnis 10 9 12,0% 5 5 3,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -3 -2 80,9% -2 -1 18,3%
Übrige Ergebnisse 0 0 140,2% 0 1
Periodenüberschuss vor Steuern 8 8 -0,7% 3 4 -19,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 28,2% 0 0 3,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 7 7 -3,4% 3 4 -22,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 0 93,4% 0 0 59,9%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 7 7 -3,6% 3 4 -22,3%
Aktiva 635 667 -4,8% 635 650 -2,3%
Forderungen an Kunden 428 418 2,4% 428 423 1,2%
davon Corporate % 34,5% 31,8% 2,7 PP 34,5% 34,2% 0,3 PP
davon Retail % 65,5% 68,2% -2,7 PP 65,5% 65,8% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 521 547 -4,7% 521 524 -0,5%
Loan/Deposit Ratio 82,2% 76,5% 5,7 PP 82,2% 80,8% 1,4 PP
Return on Equity vor Steuern 17,7% 17,4% 0,3 PP 14,8% 18,4% -3,6 PP
Return on Equity nach Steuern 15,8% 15,9% -0,1 PP 12,9% 16,6% -3,7 PP
Cost/Income Ratio 55,7% 57,0% -1,4 PP 54,5% 56,8% -2,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 708 713 -0,7% 708 714 -0,8%
Geschäftsstellen 54 52 3,8% 54 54 0,0%
Anzahl Kunden 262.318 238.581 9,9% 262.318 257.216 2,0%

Rumänien

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 159 124 27,6% 79 80 -2,0%
Provisionsüberschuss 67 90 -26,3% 33 33 -0,1%
Handelsergebnis 4 10 -56,7% -1 5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 230 224 2,6% 111 119 -6,8%
Verwaltungsaufwendungen -127 -144 -11,5% -61 -67 -8,9%
Betriebsergebnis 103 80 27,9% 50 52 -4,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -49 -34 44,9% -22 -27 -20,9%
Übrige Ergebnisse 4 1 >500,0% -7 11
Periodenüberschuss vor Steuern 58 47 23,2% 22 36 -40,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8 -7 17,5% -3 -5 -32,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 49 40 24,3% 18 31 -41,1%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile 0 -1 -87,5% 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 49 39 26,0% 18 31 -43,2%
Aktiva 6.401 6.172 3,7% 6.401 6.263 2,2%
Forderungen an Kunden 4.223 4.397 -4,0% 4.223 4.339 -2,7%
davon Corporate % 35,4% 34,1% 1,3 PP 35,4% 36,5% -1,1 PP
davon Retail % 62,3% 60,7% 1,6 PP 62,3% 61,5% 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 55,3% 52,1% 3,2 PP 55,3% 52,1% 3,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.692 3.499 5,5% 3.692 3.872 -4,6%
Loan/Deposit Ratio 114,4% 125,7% -11,3 PP 114,4% 112,1% 2,3 PP
Return on Equity vor Steuern 23,5% 19,2% 4,3 PP 16,1% 27,8% -11,6 PP
Return on Equity nach Steuern 20,1% 16,3% 3,8 PP 13,6% 23,9% -10,3 PP
Cost/Income Ratio 55,4% 64,2% -8,8 PP 54,7% 56,0% -1,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.821 6.054 -3,8% 5.821 5.880 -1,0%
Geschäftsstellen 541 544 -0,6% 541 540 0,2%
Anzahl Kunden 1.961.283 1.939.762 1,1% 1.961.283 1.932.098 1,5%
Serbien
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 45 54 -17,1% 22 23 -4,5%
Provisionsüberschuss 17 16 5,4% 9 8 5,9%
Handelsergebnis -2 2 -2 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 2 25,8% 2 1 106,6%
Betriebserträge 63 74 -15,0% 30 33 -7,0%
Verwaltungsaufwendungen -37 -40 -6,2% -17 -20 -12,1%
Betriebsergebnis 26 34 -25,2% 13 13 0,7%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -6 -11 -40,1% -4 -2 101,7%
Übrige Ergebnisse 8 2 253,0% 3 5 -46,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 27 26 4,7% 11 16 -28,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2 -2 -19,2% -1 -1 -34,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 25 24 7,1% 11 15 -27,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile 0 1 0 0 -89,8%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 25 24 4,2% 11 15 -27,4%
Aktiva 1.952 2.050 -4,8% 1.952 1.969 -0,9%
Forderungen an Kunden 1.241 1.368 -9,3% 1.241 1.309 -5,2%
davon Corporate % 55,2% 54,9% 0,3 PP 55,2% 56,9% -1,7 PP
davon Retail % 42,0% 42,2% -0,2 PP 42,0% 39,9% 2,1 PP
davon in Fremdwährung % 72,0% 65,2% 6,8 PP 72,0% 67,3% 4,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.052 1.015 3,7% 1.052 1.042 1,0%
Loan/Deposit Ratio 117,9% 134,8% -16,9 PP 117,9% 125,6% -7,7 PP
Return on Equity vor Steuern 11,6% 10,5% 1,2 PP 10,0% 13,3% -3,2 PP
Return on Equity nach Steuern 10,8% 9,5% 1,3 PP 9,4% 12,3% -2,9 PP
Cost/Income Ratio 59,2% 53,6% 5,6 PP 57,5% 60,8% -3,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.761 1.776 -0,8% 1.761 1.763 -0,1%
Geschäftsstellen
Anzahl Kunden
84
517.591
84
496.254
0,0%
4,3%
84
517.591
85
510.594
-1,2%
1,4%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 555 447 24,1% 266 289 -7,8%
Verwaltungsaufwendungen -238 -222 7,3% -116 -122 -4,8%
Betriebsergebnis 317 226 40,6% 150 167 -10,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 15 -4 14 1 >500,0%
Übrige Ergebnisse 0 -15 10 -10
Periodenüberschuss vor Steuern 332 206 61,4% 175 158 10,9%
Aktiva 17.041 13.196 29,1% 17.041 15.195 12,1%
Nettozinsspanne 4,68% 4,42% 0,25 PP 4,41% 5,01% -0,60 PP
Return on Equity vor Steuern 43,4% 33,1% 10,3 PP 45,1% 40,3% 4,8 PP

Russland

In Russland stieg der Periodenüberschuss vor Steuern im Jahresabstand um 61 Prozent auf € 332 Millionen. Basis dafür war eine deutliche Steigerung der Betriebserträge, die das Segment durch eine über dem Konzerndurchschnitt liegende Erhöhung der Kreditbestände vorwiegend bei großen Firmenkunden und Privatpersonen erzielte. Trotz eines wachstumsbedingten Anstiegs der Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich die Cost/Income Ratio im Periodenvergleich um 6,7 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich signifikant um 10,3 Prozentpunkte auf 43,4 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 30 Prozent oder € 83 Millionen auf € 362 Millionen. Dieser Zuwachs beruhte vorwiegend auf einer Ausweitung des Kreditportfolios bei Privatpersonen und großen Firmenkunden und betrug trotz der Abschwächung des russischen Rubels insgesamt 14 Prozent. Der signifikant gestiegene Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten, der vorwiegend aus einer höheren Transaktionsanzahl und größeren Transaktionsvolumina resultierte, lieferte aufgrund der Positionierung der russischen Konzerneinheit ebenfalls einen positiven Beitrag von € 70 Millionen zum Zinsüberschuss. Das Segment wies im Periodenvergleich einen Anstieg der Nettozinsspanne um 25 Basispunkte auf 4,68 Prozent aus, die Bilanzaktiva stiegen um 29 Prozent auf € 17,0 Milliarden, und die Kreditrisikoaktiva nahmen aufgrund des deutlichen Portfoliowachstums um 8 Prozent auf € 10,1 Milliarden zu. Die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für Forderungen in beinahe allen Non-Retail-Asset-Klassen reduzierte hingegen die Kreditrisikoaktiva signifikant.

Der Provisionsüberschuss des Segments wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 23 Prozent oder € 25 Millionen auf € 135 Millionen. Dabei lag der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr um 28 Prozent über dem Vorjahreswert und lieferte mit € 48 Millionen weiterhin auch den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft trugen weitere € 32 Millionen bzw. € 36 Millionen bei.

Das Handelsergebnis sank im Periodenvergleich um 6 Prozent auf € 56 Millionen. Dabei stieg das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 12 Millionen auf € 44 Millionen, wofür überwiegend höhere Bewertungserträge aus Währungsswaps des Eigenhandels sowie aus Fremdwährungspositionen verantwortlich waren. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft hingegen ging aufgrund des rückläufigen Bestands an Anleihen des Handelsbuchs um € 16 Millionen auf € 12 Millionen zurück.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments drehte – vor allem aufgrund der Auflösung der sonstigen Rückstellungen für in der Berichtsperiode erfolgreich abgeschlossene Rechtsfälle – von minus € 1 Million auf plus € 2 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um 7 Prozent auf € 238 Millionen. Verantwortlich dafür war überwiegend ein Anstieg des Personalaufwands aufgrund von Gehaltserhöhungen zum Ende des Vorjahres. Darüber hinaus stiegen der Sachaufwand für die Einlagensicherung sowie der Werbe- und Repräsentationsaufwand. Die Anzahl der Geschäftsstellen stieg um 3 auf 193. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich im Periodenvergleich dank des deutlichen Anstiegs der Betriebserträge um 6,7 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Bei den Kreditrisikovorsorgen ergab sich eine Nettoauflösung von € 15 Millionen, womit sich diese Position gegenüber der Vergleichsperiode um € 19 Millionen verbesserte. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen nahmen dabei um € 3 Millionen auf € 1 Million zu, während bei den Portfolio-Wertberichtigungen eine Nettoauflösung zu verzeichnen war, die im Periodenvergleich eine Reduktion um € 20 Millionen auf € 14 Millionen brachte. Grund dafür war eine Verbesserung der Portfolioqualität, da Neugeschäft vor allem mit Kunden mit besserem Rating abgeschlossen wurde und alte Kredite mit schlechterem Kundenrating abreiften. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio sank im Jahresabstand um 1,5 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland stiegen im Periodenvergleich um insgesamt € 16 Millionen auf unter € 1 Million. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von € 5 Millionen beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos durchgeführten Zinsswap-Transaktionen. Im Vorjahr hatte es noch minus € 14 Millionen betragen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug minus € 2 Millionen und stammte aus der Bewertung von Wertpapieren.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen gegenüber der Vergleichsperiode auf € 77 Millionen, die Steuerquote sank um 1 Prozentpunkt auf 23 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 69 Prozent auf € 261 Millionen.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Ertragskennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch basiert.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 362 279 29,7% 178 184 -3,5%
Provisionsüberschuss 135 109 23,1% 71 63 12,5%
Handelsergebnis 56 60 -6,2% 15 41 -64,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 -2 2 0
Betriebserträge 555 447 24,1% 266 289 -7,8%
Verwaltungsaufwendungen -238 -222 7,3% -116 -122 -4,8%
Betriebsergebnis 317 226 40,6% 150 167 -10,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
15 -4 14 1 >500,0%
Übrige Ergebnisse 0 -15 10 -10
Periodenüberschuss vor Steuern 332 206 61,4% 175 158 10,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -77 -50 54,6% -39 -38 4,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 255 156 63,5% 135 120 12,9%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile
6 -1 9 -3
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile
261 155 68,7% 144 117 24,0%
Aktiva 17.041 13.196 29,1% 17.041 15.195 12,1%
Forderungen an Kunden 9.492 8.337 13,9% 9.492 9.485 0,1%
davon Corporate % 68,6% 71,1% -2,5 PP 68,6% 69,6% -1,0 PP
davon Retail % 31,4% 28,5% 2,9 PP 31,4% 30,4% 1,0 PP
davon in Fremdwährung %
Verbindlichkeiten an Kunden
52,7%
10.625
43,5%
8.283
9,2 PP
28,3%
52,7%
10.625
46,4%
10.064
6,3 PP
5,6%
Loan/Deposit Ratio 89,3% 100,7% -11,3 PP 89,3% 94,3% -4,9 PP
Return on Equity vor Steuern 37,7% 22,2% 15,5 PP 35,2% 31,7% 3,4 PP
Return on Equity nach Steuern 29,0% 16,8% 12,1 PP 27,3% 24,2% 3,1 PP
Cost/Income Ratio 42,9% 49,7% -6,8 PP 43,6% 42,2% 1,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.015 8.628 -7,1% 8.015 8.257 -2,9%
Geschäftsstellen 193 190 1,6% 193 192 0,5%
Anzahl Kunden 2.283.450 1.950.246 17,1% 2.283.450 2.379.581 -4,0%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 299 329 -9,0% 154 145 6,7%
Verwaltungsaufwendungen -182 -165 10,1% -92 -90 1,3%
Betriebsergebnis 117 164 -28,4% 63 54 15,7%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -50 -71 -29,5% -27 -24 13,4%
Übrige Ergebnisse -12 4 -6 -6 -3,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 55 97 -43,5% 30 25 22,8%
Aktiva 6.518 6.523 -0,1% 6.518 6.415 1,6%
Nettozinsspanne 6,42% 5,93% 0,49 PP 6,45% 6,46% -0,01 PP
Return on Equity vor Steuern 13,9% 26,7% -12,8 PP 15,3% 12,6% 2,8 PP

GUS Sonstige

Im Segment GUS Sonstige sank der Periodenüberschuss vor Steuern im ersten Halbjahr 2012 im Periodenvergleich um 44 Prozent auf € 55 Millionen. Zurückzuführen war dies auf das rückläufige Handelsergebnis in Belarus sowie auf Bewertungsverluste aus dem Portfolio an Staatsanleihen in der Ukraine. In Belarus musste durch die instabile Währungssituation und die daraus resultierende Einführung der Rechnungslegung in Hochinflationsländern im vierten Quartal 2011 eine Anpassung der Berichterstattung vorgenommen werden. Diese führte im ersten Halbjahr 2012 zu einer Ergebnisbelastung von € 7 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern des Segments sank um 12,8 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 4 Prozent oder € 8 Millionen auf € 211 Millionen. Dabei nahm der Zinsüberschuss in der Ukraine um 12 Prozent zu, primär hervorgerufen durch höhere Erträge aus Kundenkrediten dank aktivseitig höherer Margen, beinahe unveränderte Zinsaufwendungen für die Refinanzierung sowie die Aufwertung der Hryvna. In Belarus hingegen reduzierte sich der Zinsüberschuss im Periodenvergleich infolge der Währungsentwicklung in Kombination mit dem gestiegenen Anteil des Zinsüberschusses in lokaler Währung und dem Rückgang des Kreditvolumens. Die Bilanzaktiva des Segments blieben im Jahresabstand beinahe unverändert bei € 6,5 Milliarden, die Nettozinsspanne nahm aufgrund des gestiegenen Zinsüberschusses um 49 Basispunkte auf 6,42 Prozent zu. Die Kreditrisikoaktiva zeigten sich mit € 5,3 Milliarden im Jahresabstand stabil.

Der Provisionsüberschuss des Segments nahm im Periodenvergleich um 14 Prozent auf € 97 Millionen zu, wozu die stark gestiegenen Erträge aus dem Zahlungsverkehr mit insgesamt € 70 Millionen weiterhin den wichtigsten Beitrag leisteten. Die in der Ukraine erzielte Ertragssteigerung war auf höhere Transaktionszahlen sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden zurückzuführen. Das Ergebnis des ukrainischen Abwicklungshauses UPC (Ukrainian Processing Center) stieg im ersten Halbjahr um 38 Prozent auf € 5 Millionen. Ebenso stieg das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft aufgrund der Anpassung der Preise für diese Finanzdienstleistungen in Belarus im Periodenvergleich um 24 Prozent auf € 20 Millionen.

Das Handelsergebnis der Region drehte im Jahresabstand von € 44 Millionen auf minus € 6 Millionen. Dabei sank das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, durch die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus mit € 8 Millionen belastet, auf minus € 7 Millionen. Zudem verursachte eine strategische Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals besteht, in der Berichtsperiode einen Bewertungsverlust von € 1 Million, nachdem hier in der Vergleichsperiode ein Gewinn von € 16 Millionen erzielt worden war. Auch der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft sank im Periodenvergleich um € 3 Millionen auf unter € 1 Million. Hier fielen in der Ukraine niedrigere Erträge aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren und Anleihen an. Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments, bestehend aus mehreren kleineren Aufwandsund Ertragsposten, blieb mit € 2 Millionen im Periodenvergleich unverändert.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 10 Prozent auf € 182 Millionen. Dabei nahmen die Personalaufwendungen aufgrund von Gehaltserhöhungen in der Ukraine zu, obwohl die Mitarbeiteranzahl im Segment insgesamt abnahm. Eine Zunahme verzeichneten auch die Abschreibungen, hauptsächlich verursacht durch IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem und die Abschreibung der gleichzeitig nicht mehr verwendeten Systeme in der Ukraine. Darüber hinaus führte in Belarus die Aufwertung der Sachanlagen zu einer Erhöhung der Abschreibungen. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge bei insgesamt gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 10,6 Prozentpunkte auf 60,8 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region gingen im Periodenvergleich um 30 Prozent auf € 50 Millionen zurück. Der bei den Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen verzeichnete Rückgang um € 11 Millionen wurde dabei primär durch die Verbesserung der Portfolioqualität bei Privatpersonen in der Ukraine verursacht. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich wie im ersten Halbjahr 2011 eine Nettoauflösung. Diese fiel mit € 14 Millionen jedoch um € 10 Millionen höher aus als im Vorjahr, in dem in Belarus aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation hohe Zuführungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erforderlich gewesen waren. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio betrug 31,3 Prozent (plus 3,8 Prozentpunkte im Jahresabstand) und blieb damit weiterhin der höchste aller Segmente – wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden (Belarus: 1,8 Prozent, Ukraine: 37,2 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von plus € 4 Millionen um € 16 Millionen auf minus € 12 Millionen, verursacht vor allem durch einen Rückgang des Ergebnisses aus der Bewertung der Finanzinvestitionen von plus € 4 Millionen auf minus € 12 Millionen. Hauptgrund dafür waren Bewertungsverluste aus dem zu Marktwerten bilanzierten Bestand an festverzinslichen ukrainischen Staatsanleihen infolge einer Ausweitung der Rendite-Spreads.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments verringerten sich aufgrund des gesunkenen Körperschaftsteuersatzes in Belarus und der Ukraine auf € 18 Millionen. Die Steuerquote stieg hingegen – überwiegend durch die Bildung aktiver latenter Steuern auf die Ergebnisdifferenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz – um 8 Prozentpunkte auf 34 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 47 Prozent auf € 34 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments. Kasachstan wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung in Bezug auf die Gesamtvolumina jedoch nicht gesondert aufgeführt:

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 33 42 -21,8% 18 15 15,5%
Provisionsüberschuss 28 25 13,9% 16 12 25,6%
Handelsergebnis -8 41 -3 -5 -45,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 0 264,3% 0 0 82,0%
Betriebserträge 52 107 -51,5% 30 22 34,8%
Verwaltungsaufwendungen -31 -29 5,6% -17 -14 20,3%
Betriebsergebnis 21 78 -73,2% 13 8 60,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -1 -9 -89,4% 0 -1
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 -92,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 20 69 -71,0% 13 7 82,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8 -15 -43,9% -5 -3 60,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 12 54 -78,4% 8 4 100,4%
Ergebnis der nicht beherrschenden
Anteile -2 -7 -73,7% -1 -1 10,6%
Periodenüberschuss nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile 10 47 -79,1% 7 3 126,4%
Aktiva 1.314 1.282 2,5% 1.314 1.214 8,2%
Forderungen an Kunden 795 911 -12,8% 795 767 3,6%
davon Corporate % 74,1% 63,9% 10,2 PP 74,1% 73,8% 0,3 PP
davon Retail % 25,9% 36,1% -10,2 PP 25,9% 26,2% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 74,4% 59,0% 15,4 PP 74,4% 66,5% 7,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 799 746 7,1% 799 718 11,3%
Loan/Deposit Ratio 99,4% 122,1% -22,6 PP 99,4% 106,8% -7,4 PP
Return on Equity vor Steuern 22,5% 83,7% -61,2 PP 28,9% 16,5% 12,4 PP
Return on Equity nach Steuern 13,2% 65,9% -52,7 PP 17,6% 9,1% 8,4 PP
Cost/Income Ratio 59,9% 27,5% 32,4 PP 57,0% 63,8% -6,9 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.192 2.220 -1,3% 2.192 2.198 -0,3%
Geschäftsstellen 100 99 1,0% 100 98 2,0%
Anzahl Kunden 684.727 808.277 -15,3% 684.727 683.134 0,2%

Ukraine

in € Millionen 1.1.-30.6.
2012
1.1.-30.6.
2011
Verände
rung
Q2/2012 Q1/2012 Verände
rung
Zinsüberschuss 177 158 11,5% 88 89 -1,6%
Provisionsüberschuss 68 60 13,9% 36 32 10,9%
Handelsergebnis 2 5 -62,5% 1 1 11,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -2 -44,6% -1 0
Betriebserträge 246 221 11,1% 123 123 0,5%
Verwaltungsaufwendungen -151 -136 11,1% -74 -76 -2,3%
Betriebsergebnis 95 85 11,2% 49 46 5,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-49 -62 -21,4% -26 -22 18,2%
Übrige Ergebnisse -12 4 -6 -6 -4,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 34 27 23,4% 16 18 -8,2%
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
-10 -10 -3,6% -5 -5 4,4%
Periodenüberschuss nach
Steuern 24 17 40,1% 11 13 -13,1%
Ergebnis der nicht
beherrschenden Anteile 0 2 0 0
Periodenüberschuss nach Abzug
der nicht beherrschenden Anteile 24 19 22,6% 11 13 -11,0%
Aktiva 5.148 5.168 -0,4% 5.148 5.131 0,3%
Forderungen an Kunden 4.121 3.845 7,2% 4.121 4.032 2,2%
davon Corporate % 51,0% 47,5% 3,5 PP 51,0% 52,6% -1,6 PP
davon Retail % 49,0% 52,5% -3,5 PP 49,0% 47,4% 1,6 PP
davon in Fremdwährung % 54,4% 62,5% -8,1 PP 54,4% 59,9% -5,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.684 2.519 6,6% 2.684 2.569 4,5%
Loan/Deposit Ratio 153,5% 152,6% 0,9 PP 153,5% 157,0% -3,5 PP
Return on Equity vor Steuern 11,7% 7,2% 4,5 PP 11,1% 8,6% 2,5 PP
Return on Equity nach Steuern 8,2% 4,5% 3,8 PP 7,6% 6,2% 1,4 PP
Cost/Income Ratio 61,3% 61,3% 0,0 PP 60,5% 62,2% -1,7 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 14.874 15.467 -3,8% 14.874 14.971 -0,6%
Geschäftsstellen 825 922 -10,5% 825 828 -0,4%
Anzahl Kunden 3.126.885 3.389.355 -7,7% 3.126.885 3.361.826 -7,0%
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 315 292 8,2% 156 159 -1,8%
Verwaltungsaufwendungen -82 -71 15,1% -46 -35 30,8%
Betriebsergebnis 234 221 6,0% 110 124 -11,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -21 -19 11,1% -21 -1 >500,0%
Übrige Ergebnisse 1 0 -1 2
Periodenüberschuss vor Steuern 214 201 6,3% 89 125 -29,0%
Aktiva 20.817 20.689 0,6% 20.817 21.980 -5,3%
Nettozinsspanne 1,96% 1,84% 0,12 PP 1,99% 1,93% 0,06 PP
Return on Equity vor Steuern 24,0% 23,3% 0,8 PP 19,2% 26,2% -7,0 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments stieg im ersten Halbjahr 2012 gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent auf € 214 Millionen. Verantwortlich dafür war eine Steigerung der Betriebserträge durch einen höheren Zinsüberschuss und ein höheres Handelsergebnis. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 24,0 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg auf Grundlage einer soliden Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr um 8 Prozent oder € 15 Millionen auf € 214 Millionen. In der Konzernzentrale konnte dabei ein leichter Rückgang des Zinsüberschusses aufgrund rückläufiger Geschäftsvolumina durch eine Verbesserung der aktivseitigen Margen kompensiert werden. Die Geschäftsstellen in Asien steigerten ihren Beitrag zum Zinsüberschuss durch eine Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten ebenfalls um € 12 Millionen auf € 57 Millionen. Auch bei der Tochterbank in Malta kam es dank besserer Margen zu einem Zuwachs des Zinsüberschusses um 38 Prozent auf € 15 Millionen. Insgesamt erhöhte sich die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates um 12 Basispunkte auf 1,96 Prozent, die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 1 Prozent oder € 0,1 Milliarden auf € 20,8 Milliarden. Parallel dazu reduzierten sich die Kreditrisikoaktiva um 24 Prozent auf € 11,7 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss sank im Periodenvergleich um 4 Prozent oder € 3 Millionen auf € 82 Millionen. Hier konnten jedoch die in der Konzernzentrale erzielten Erträge gesteigert werden. Sie beruhten vorwiegend auf Lead-Arranger-Aktivitäten bei Anleiheemissionen österreichischer und internationaler Kunden. Auch die Erträge aus dem Projektfinanzierungsgeschäft sowie die Provisionserträge von osteuropäischen Kunden aus dem Cash Management und der Exportfinanzierung (z. B. Garantien, Akkreditive, gebundene Finanzkredite) wurden ausgeweitet. Bei der Tochterbank in Malta sowie der Konzerneinheit in den USA kam es hingegen zu einem Rückgang des Provisionsüberschusses um insgesamt € 3 Millionen auf € 9 Millionen.

Das Handelsergebnis verdreifachte sich auf € 15 Millionen. So stiegen in den Profitcenters der Konzernzentrale die Bewertungsgewinne aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft mit Finanzinstrumenten. In der Filiale in Malaysia wiederum erhöhte sich das Handelsergebnis aufgrund eines positiven Bewertungsergebnisses.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen vor allem durch Zuwächse in mehreren kleineren Aufwandsposten der Konzernzentrale im Periodenvergleich um € 11 Millionen auf € 82 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode acht Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio nahm um 1,5 Prozentpunkte auf 25,9 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen um 11 Prozent oder € 2 Millionen auf € 21 Millionen. Maßgeblich verantwortlich dafür war die Erhöhung der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Firmenkunden in China. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments sank um 19 Basispunkte auf (im Segmentvergleich relativ niedrige) 4,1 Prozent zum Ende der Berichtsperiode.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments drehten im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf € 1 Million. Darin enthalten sind im Wesentlichen Ergebnisse aus Marktbewertungen von in der Konzernzentrale gehaltenen Unternehmensanleihen sowie von diversen Wertpapieren der Tochterbank in Malta.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag nahmen gegenüber der Vergleichsperiode um 14 Prozent auf € 49 Millionen zu, die Steuerquote stieg um 1 Prozentpunkt auf 23 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um 4 Prozent auf € 164 Millionen.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 187 281 -33,4% 87 100 -13,6%
Verwaltungsaufwendungen -127 -127 0,7% -70 -57 22,2%
Betriebsergebnis 60 154 -61,3% 17 43 -61,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -19 -9 112,2% -24 5
Übrige Ergebnisse 154 46 231,5% 16 138 -88,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 194 191 1,5% 9 185 -95,1%
Aktiva 21.840 24.578 -11,1% 21.840 29.681 -26,4%
Nettozinsspanne 0,66% 0,80% -0,14 PP 0,61% 0,67% -0,06 PP
Return on Equity vor Steuern 29,3% 27,3% 2,0 PP 16,6% 44,7% -28,1 PP

Group Markets

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 194 Millionen. Dieser Zuwachs resultierte primär aus einer Verbesserung des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen. Der Return on Equity vor Steuern nahm um 2,0 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent zu.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um 22 Prozent auf € 85 Millionen zurück. Hauptgrund dafür war das Abreifen und der Verkauf von Teilen des sogenannten High-Quality-Wertpapierportfolios, dessen Ertrag in der Folge gegenüber der Vergleichsperiode um € 34 Millionen auf € 12 Millionen abnahm. Weitere Faktoren für den Rückgang waren eine Verringerung des Geschäftsvolumens mit hochliquiden Anleihen von Finanzinstitutionen, der fortgesetzte Abbau diverser Risikopositionen, eine selektive Transaktionsauswahl und eine Einschränkung der Limits für den Handel mit Marktrisiken. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 11 Prozent auf € 21,8 Milliarden, die Nettozinsspanne ging durch den Abbau des High-Quality-Wertpapierportfolios sowie einen deutlichen Anstieg des Geschäftsvolumens der Konzernzentrale mit Repo-Transaktionen um 14 Basispunkte auf 0,66 Prozent zurück. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 38 Prozent auf € 3,8 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments reduzierte sich im Periodenvergleich um 25 Prozent auf € 49 Millionen. Das Profitcenter Financial Institutions verzeichnete hier zwar einen Zuwachs, der überwiegend auf gestiegenen Ergebnissen aus Dienstleistungsverträgen in den Bereichen Cash Management und Garantien beruhte. Die Provisionserträge des Profitcenters Capital Markets sanken jedoch infolge einer Reduktion des Geschäftsvolumens. Einen stabilen Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft lieferte mit € 6 Millionen der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochtergesellschaft Kathrein Privatbank AG in Wien, während der Provisionsüberschuss der Raiffeisen Centrobank Gruppe aufgrund gesunkener Erträge aus der Beratung von Firmenkunden bei Primärmarkttransaktionen auf € 3 Millionen zurückging.

Das Handelsergebnis des Segments halbierte sich im ersten Halbjahr 2012 auf € 45 Millionen. Mit € 26 Millionen lieferte die Raiffeisen Centrobank dazu einen wesentlichen, wenn auch um 7 Prozent gesunkenen Beitrag, der überwiegend auf dem positiven Bewertungsergebnis der im Rahmen des aktien- und indexbezogenen Geschäfts ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen beruhte. Deutlich weniger als in der Vergleichsperiode steuerte aufgrund der Reduktion der Risikopositionen aus dem Eigenhandel mit überwiegend festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten die Konzernzentrale bei. Aus der Bewertung von begebenen Kapitalgarantien resultierte ein negatives Ergebnis von € 9 Millionen nach plus € 11 Millionen in der Vergleichsperiode.

Auch das sonstige betriebliche Ergebnis halbierte sich im Periodenvergleich auf € 7 Millionen. Es beinhaltet die angesichts der Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten um 25 Prozent auf € 6 Millionen gesunkenen Erträge der Raiffeisen Centrobank Gruppe, die überwiegend durch den Warenhandel der Spezialgesellschaften in den USA und Deutschland erwirtschaftet wurden. In der Vergleichsperiode waren hier noch die mittlerweile ins Corporate Center umgegliederten Erträge der F.J. Elsner Trading GmbH in Höhe von € 6 Millionen ausgewiesen worden.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets blieben im Periodenvergleich mit € 127 Millionen unverändert. Die Cost/Income Ratio nahm aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 23,0 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Wertberichtigungen stiegen im Periodenvergleich von € 9 Millionen auf € 19 Millionen, vor allem aufgrund einer Einzelwertberichtigung in der Konzernzentrale. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 0,72 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments stiegen im Jahresabstand von € 46 Millionen auf € 154 Millionen. Dabei nahm vor allem das Ergebnis aus Finanzinvestitionen aufgrund des Verkaufs von Teilen des sogenannten High-Quality-Wertpapierportfolios der Konzernzentrale signifikant zu. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der Konzernzentrale fiel hingegen durch Close-out-Zahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Teilen des Wertpapierportfolios geringer aus als in der Vergleichsperiode. Die zwischen den Profitcenters Capital Markets und Treasury der Konzernzentrale eingegangenen Hedge-Verhältnisse, die der Absicherung der Zinsstruktur und dem Management des Zinsrisikos des Wertpapierportfolios dienen, verursachten in diesem Segment Aufwendungen von € 57 Millionen. Die korrespondierende Verbuchung als Ertrag erfolgte im Segment Corporate Center.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 58 Millionen, die Steuerquote lag bei 30 Prozent und damit um 5 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 5 Prozent auf € 136 Millionen.

1.1.-30.6. 1.1.-30.6. Verände Q2/2012 Q1/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 460 327 40,6% 360 100 261,0%
Verwaltungsaufwendungen -152 -136 12,1% -72 -80 -10,8%
Betriebsergebnis 308 192 60,8% 289 19 >500,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen 3 0 1 2 -21,8%
Übrige Ergebnisse 20 10 96,9% -87 107
Periodenüberschuss vor Steuern 331 201 64,2% 203 128 58,4%
Aktiva 61.487 45.956 33,8% 61.487 52.161 17,9%
Nettozinsspanne 1,65% 1,58% 0,07 PP 2,59% 0,71% 1,89 PP
Return on Equity vor Steuern 32,4% 21,4% 0,5 PP 37,1% 22,0% 15,1 PP

Corporate Center

Im Segment Corporate Center stieg der Periodenüberschuss vor Steuern aufgrund der Erhöhung der Betriebserträge gegenüber der Vergleichsperiode um 64 Prozent auf € 331 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern betrug 32,4 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 45 Prozent auf € 462 Millionen. Einer Erhöhung des Zinsüberschusses durch den höheren Verrechnungssatz der Liquiditätskosten an die konzerninternen Refinanzierungsempfänger stand dabei ein Rückgang der konzerninternen Dividendenerträge um 47 Prozent auf € 177 Millionen gegenüber. Die Erträge aus internen Finanzierungen im Rahmen des Netzwerks der RBI gingen im Periodenvergleich ebenfalls zurück. Umgekehrt wirkten sich die geringeren Aufwendungen für eigene Emissionen des Profitcenters Treasury der Konzernzentrale sowie eine Optimierung der Liquiditätsvorhaltung durch die RBI positiv auf den Zinsüberschuss aus. Auch die Zinsaufwendungen von € 19 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG sind in diesem Segment ausgewiesen. Die Aktiva des Segments nahmen insbesondere aufgrund des Aufbaus von Liquiditätsreserven sowie der organisatorischen Verschiebung eines Teils des Volumens von Group Markets in das Segment Corporate Center im Jahresabstand um 34 Prozent auf € 61,5 Milliarden zu. Die Kreditrisikoaktiva stiegen dagegen um nur 20 Prozent auf € 19,1 Milliarden, überwiegend zurückzuführen auf die geringere Risikogewichtung beim Ausbau des Geschäftsvolumens.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 21 Millionen auf minus € 19 Millionen. Zurückzuführen war dies insbesondere auf geringere Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen bei Finanzierungen im Ausland.

Das Handelsergebnis des Segments drehte von plus € 15 Millionen auf minus € 8 Millionen. Dieser Rückgang stammte aus der Bewertung diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die zu Steuerungsgründen gehalten werden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments konnte – trotz der Bankenabgabe in Österreich, die das Ergebnis mit € 51 Millionen stärker belastete als in der Vergleichsperiode – von zuvor € 15 Millionen auf € 24 Millionen gesteigert werden. Ausschlaggebend für diesen Zuwachs waren die etwas höheren internen Verrechnungen zwischen diversen Konzerneinheiten sowie ein positiver Beitrag von € 5 Millionen aus dem Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 12 Prozent oder € 16 Millionen auf € 152 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch eine Reduktion der an die anderen funktionalen Segmente verrechneten Aufwendungen. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Es kam jedoch im Zusammenhang mit einigen Kunden des Profitcenters Special Customers in der Konzernzentrale zu einer Nettoauflösung der in den Vorperioden vorgenommenen Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 3 Millionen.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verdoppelten sich im Periodenvergleich auf € 20 Millionen. Einerseits leisteten hier die Erträge aus den mit dem Profitcenter Capital Markets (Segment Group Markets) abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften mit € 57 Millionen sowie ein Veräußerungsgewinn von € 113 Millionen aus dem vorzeitigen Rückkauf eines Teils des Hybridkapitals positive Beiträge. Anderseits belastete die Bewertung der eigenen Emissionen (minus € 58 Millionen) sowie der sonstigen derivativen Finanzinstrumente das Ergebnis. Das hier ebenfalls enthaltene Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte überwiegend aufgrund der Bewertung von Wertpapieren von minus € 13 Millionen auf plus € 12 Millionen.

In diesem Segment fiel ein Steuerertrag von € 71 Millionen nach € 25 Millionen in der Vergleichsperiode an. Zurückzuführen war dieser Anstieg vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen niedrigeren Dividendenerträge, die nicht in die Steuerbemessungsgrundlage einfließen. Darüber hinaus beruhte die Zunahme auf einem Rückgang des latenten Steueraufwands auf Bewertungsergebnisse, die vor allem auf die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten anfielen. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 80 Prozent auf € 401 Millionen.

(Zwischenbericht zum 30. Juni 2012) Konzernzwischenabschluss

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011 Veränderung
Zinserträge 3.305 3.169 4,3%
Zinsaufwendungen -1.588 -1.388 14,4%
Zinsüberschuss [2] 1.716 1.781 -3,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -400 -405 -1,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.317 1.376 -4,3%
Provisionserträge 890 877 1,5%
Provisionsaufwendungen -170 -140 21,0%
Provisionsüberschuss [4] 721 737 -2,2%
Handelsergebnis [5] 212 256 -17,2%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] -20 41
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 253 12 >500,0%
Verwaltungsaufwendungen [8] -1.518 -1.514 0,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -36 -27 34,9%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -2 -3 -38,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 927 879 5,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [10] -194 -201 -3,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 734 677 8,3%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -33 -62 -47,5%
Konzern-Periodenüberschuss 701 615 13,9%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6. 1.1.-30.6.
in € Millionen 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Konzern-Periodenüberschuss 734 677 701 615 33 62
Währungsdifferenzen 103 -112 86 -113 17 1
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
103 -113 86 -113 17 0
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
-1 8 -1 8 0 0
Hyperinflation 18 0 16 0 2 0
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
-1 -47 -1 -47 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-1 -47 -1 -47 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
-138 -2 -138 -2 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
52 3 52 3 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
-191 -5 -191 -5 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
34 11 34 11 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-14 0 -14 0 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
48 0 48 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 15 -142 -4 -143 19 1
Gesamtergebnis 749 536 697 472 52 63

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011 Veränderung
Gewinn je Aktie 3,09 2,65 0,44

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Partizipationskapital bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2012 war dies 194,8 Millionen (30. Juni 2011: 194,5 Millionen).

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q3/2011 Q4/2011 Q1/2012 Q2/2012
Zinsüberschuss 943 943 875 841
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -377 -282 -153 -247
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 566 661 722 594
Provisionsüberschuss 388 365 346 375
Handelsergebnis 37 70 82 130
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 108 264 35 -55
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -158 5 261 -8
Verwaltungsaufwendungen -772 -834 -753 -764
Sonstiges betriebliches Ergebnis -15 -190 -8 -28
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 153 342 685 243
Steuern vom Einkommen und Ertrag -71 -127 -111 -83
Periodenüberschuss nach Steuern 82 214 574 160
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 48 8 -33 0
Konzern-Periodenüberschuss 130 222 541 160
in € Millionen Q3/2010 Q4/2010 Q1/2011 Q2/2011
Zinsüberschuss 927 871 884 897
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -306 -281 -208 -197
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 621 590 676 700
Provisionsüberschuss 373 403 357 380
Handelsergebnis 66 70 123 133
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 5 43 3 38
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 84 1 25 -13
Verwaltungsaufwendungen -728 -827 -753 -761
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3 11 -24 -3
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 -2 0
Periodenüberschuss vor Steuern 418 290 405 473
Steuern vom Einkommen und Ertrag -80 34 -100 -101
Periodenüberschuss nach Steuern 337 324 305 372
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -26 -20 -35 -27
Konzern-Periodenüberschuss 311 304 270 345

Bilanz

Aktiva Anhang 30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
in € Millionen
Barreserve 15.393 11.402 35,0%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 33] 25.701 25.748 -0,2%
Forderungen an Kunden [13, 33] 84.887 81.576 4,1%
Kreditrisikovorsorgen [14] -5.625 -5.053 11,3%
Handelsaktiva [15, 33] 11.244 10.617 5,9%
Derivative Finanzinstrumente [16, 33] 1.230 1.405 -12,4%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 33] 14.918 16.535 -9,8%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [33] 5 5 -2,4%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.318 1.066 23,7%
Sachanlagen [19] 1.608 1.511 6,4%
Sonstige Aktiva [20, 33] 2.040 2.174 -6,2%
Aktiva gesamt 152.717 146.985 3,9%
Passiva Anhang 30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
in € Millionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 33] 40.344 37.992 6,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 33] 72.011 66.747 7,9%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23, 33] 12.456 14.367 -13,3%
Rückstellungen [24, 33] 699 771 -9,3%
Handelspassiva [25, 33] 10.750 9.715 10,7%
Derivative Finanzinstrumente [26, 33] 546 792 -31,0%
Sonstige Passiva [27, 33] 1.273 1.515 -16,0%
Nachrangkapital [28] 3.788 4.151 -8,7%
Eigenkapital [29] 10.850 10.936 -0,8%
Konzern-Eigenkapital 9.280 8.825 5,2%
Konzern-Periodenüberschuss 701 968 -27,6%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 869 1.143 -24,0%
Passiva gesamt 152.717 146.985 3,9%

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 19 19
Gewinnthesaurierung 0 0 0 563 -563 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -405 -50 -455
Gesamtergebnis 0 0 0 -4 701 52 749
Eigene Aktien/Share
Incentive Program 1 0 6 0 0 0 7
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -110 0 -295 -405
Eigenkapital 30.6.2012 595 2.500 2.576 3.610 701 869 10.850
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 24 24
Gewinnthesaurierung 0 0 0 683 -683 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -404 -55 -459
Gesamtergebnis 0 0 0 -143 615 63 536
Eigene Aktien/Share
Incentive Program 0 0 2 0 0 0 3
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -21 0 -3 -24
Eigenkapital 30.6.2011 593 2.500 2.570 3.109 615 1.095 10.483

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 11.402 4.807
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 4.332 -375
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 352 236
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -664 -338
Effekte aus Wechselkursänderungen -28 -86
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 15.393 4.244

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-30.6.2012
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 508 451 362 211 214
Provisionsüberschuss 234 152 135 97 82
Handelsergebnis 19 27 56 -6 15
Sonstiges betriebliches Ergebnis -19 17 2 -2 4
Betriebserträge 742 647 555 299 315
Verwaltungsaufwendungen -460 -342 -238 -182 -82
Betriebsergebnis 283 305 317 117 234
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -199 -128 15 -50 -21
Übrige Ergebnisse 28 12 0 -12 1
Periodenüberschuss vor Steuern 111 189 332 55 214
Steuern vom Einkommen und Ertrag -48 -24 -77 -18 -49
Periodenüberschuss nach Steuern 63 165 255 36 164
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -15 -10 6 -2 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 48 155 261 34 164
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,8% 13,3% 23,3% 3,8% 15,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 22.296 13.306 10.074 5.339 11.679
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.036 1.282 959 522 989
Aktiva 41.450 22.292 17.041 6.518 20.817
Verbindlichkeiten 37.696 19.379 14.852 5.422 15.741
Nettozinsspanne 2,72% 3,97% 4,68% 6,42% 1,96%
NPL Ratio 11,0% 12,3% 5,7% 31,3% 4,1%
Coverage Ratio 61,9% 58,1% 96,3% 67,8% 63,3%
Cost/Income Ratio 61,9% 52,9% 42,9% 60,8% 25,9%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,86% 1,76% -0,29% 1,88% 0,31%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 1,46% 1,69% -0,23% 2,02% 0,20%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.968 2.090 1.533 788 1.779
Return on Equity vor Steuern 7,5% 18,1% 43,4% 13,9% 24,0%
Geschäftsstellen 877 1.145 193 926 8
1.1.-30.6.2012 Group Corporate Überleitung Gesamt
in € Millionen Markets Center
Zinsüberschuss 85 462 -577 1.716
Provisionsüberschuss 49 -19 -10 721
Handelsergebnis 45 -8 64 212
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 24 -70 -36
Betriebserträge 187 460 -592 2.613
Verwaltungsaufwendungen -127 -152 65 -1.518
Betriebsergebnis 60 308 -527 1.096
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -19 3 0 -400
Übrige Ergebnisse 154 20 29 232
Periodenüberschuss vor Steuern 194 331 -498 927
Steuern vom Einkommen und Ertrag -58 71 11 -194
Periodenüberschuss nach Steuern 136 401 -487 734
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 -10 -33
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 136 401 -498 701
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13,6% 23,2% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.828 19.099 -16.415 69.206
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 421 1.579 -1.034 6.754
Aktiva 21.840 61.487 -38.727 152.717
Verbindlichkeiten 28.659 41.993 -21.874 141.867
Nettozinsspanne 0,66% 1,65% 2,30%
NPL Ratio 4,5% 9,8%
Coverage Ratio 76,8% 65,8%
Cost/Income Ratio 68,1% 33,0% 58,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,84% -0,03% 1,10%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 0,82% -0,13% 0,90%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.326 2.043 -1.783 10.744
Return on Equity vor Steuern 29,3% 32,4% 17,3%
Geschäftsstellen 3 1 3.153
1.1.-30.6.2011
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 569 455 279 203 199
Provisionsüberschuss 243 179 109 85 85
Handelsergebnis 26 27 60 44 5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -17 17 -1 -2 2
Betriebserträge 821 678 447 329 292
Verwaltungsaufwendungen -470 -372 -222 -165 -71
Betriebsergebnis 351 306 226 164 221
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -177 -124 -4 -71 -19
Übrige Ergebnisse -11 6 -15 4 0
Periodenüberschuss vor Steuern 163 189 206 97 201
Steuern vom Einkommen und Ertrag -36 -24 -50 -26 -43
Periodenüberschuss nach Steuern 127 165 156 71 158
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -44 -12 -2 -8 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 83 152 154 64 158
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13,1% 15,1% 16,5% 7,8% 16,1%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.736 16.485 9.310 5.330 15.383
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.177 1.551 968 514 1.267
Aktiva 35.542 22.471 13.196 6.523 20.689
Verbindlichkeiten 32.652 19.572 11.220 5.629 13.863
Nettozinsspanne 3,29% 4,05% 4,42% 5,93% 1,84%
NPL Ratio 8,7% 10,0% 7,2% 27,5% 4,3%
Coverage Ratio 58,7% 62,5% 103,5% 72,9% 69,0%
Cost/Income Ratio 57,3% 54,8% 49,6% 50,3% 24,4%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko 1,52% 1,50% 0,10% 2,58% 0,25%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 1,38% 1,66% 0,11% 2,81% 0,20%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.882 2.089 1.245 726 1.729
Return on Equity vor Steuern 11,3% 18,1% 33,1% 26,7% 23,3%
Geschäftsstellen 556 1.154 190 1.022 8
1.1.-30.6.2011
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 108 318 -350 1.781
Provisionsüberschuss 66 -21 -9 737
Handelsergebnis 90 15 -10 256
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 15 -57 -27
Betriebserträge 281 327 -427 2.748
Verwaltungsaufwendungen -127 -136 48 -1.514
Betriebsergebnis 154 192 -379 1.233
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -9 0 0 -405
Übrige Ergebnisse 46 10 9 50
Periodenüberschuss vor Steuern 191 201 -370 879
Steuern vom Einkommen und Ertrag -48 25 0 -201
Periodenüberschuss nach Steuern 144 227 -370 677
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -3 7 -62
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 143 223 -363 615
Anteil am Ergebnis vor Steuern 15,3% 16,1% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 6.151 15.876 -14.759 76.502
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 996 1.355 -1.125 7.702
Aktiva 24.578 45.956 -31.399 137.556
Verbindlichkeiten 22.802 53.397 -32.063 127.072
Nettozinsspanne 0,80% 1,58% 2,62%
NPL Ratio 1,2% 8,5%
Coverage Ratio 87,7% 68,5%
Cost/Income Ratio 45,1% 41,4% 55,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,34% 0,00% 1,09%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 0,85% 0,00% 1,04%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.403 1.878 -1.676 10.275
Return on Equity vor Steuern 27,3% 21,4% 17,1%
Geschäftsstellen 4 1 2.935

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2011 (vgl. Geschäftsbericht 2011, Seite 150 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2012 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Im Vergleich mit dem Konzernabschluss 2011 gab es keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Im Zusammenhang mit dem Rückkauf von Hybridkapital wurde in den Erläuterungen zur Erfolgsrechnung die Anhangsangabe (6) "Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten" in "Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten" umbenannt. Um den Ertrag aus dem Rückkauf von Hybridkapital gesondert darstellen zu können, wurde die Anhangsangabe um das Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten erweitert.

Der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2012 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, so werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Länderrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Währungen

Kurse in Währung pro € 2012 2011
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
30.6. 1.1.-30.6. 31.12. 1.1.-30.6.
Albanischer Lek (ALL) 138,170 139,416 138,930 140,640
Belarus Rubel (BYR) 10.470,000 10.705,714 10.800,000 5.040,517
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Britisches Pfund (GBP) 0,807 0,824 0,835 0,875
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 187,900 192,929 191,720 205,347
Kroatische Kuna (HRK) 7,518 7,541 7,537 7,402
Moldauischer Lei (MDL) 15,236 15,401 15,074 16,625
Litauischer Litas (LTL) 3,453 3,453 3,453 3,453
Polnischer Zloty (PLN) 4,249 4,252 4,458 3,965
Rumänischer Lei (RON) 4,451 4,390 4,323 4,185
Russischer Rubel (RUB) 41,370 40,200 41,765 40,446
Schwedische Krone (SEK) 8,773 8,876 8,912 9,087
Schweizer Franken (CHF) 1,203 1,205 1,216 1,264
Serbischer Dinar (RSD) 115,820 110,941 104,641 102,285
Singapur-Dollar (SGD) 1,597 1,644 1,682 1,770
Tschechische Krone (CZK) 25,640 25,250 25,787 24,471
Türkische Lira (TRY) 2,283 2,343 2,443 2,225
Ukrainische Hryvna (UAH) 9,971 10,371 10,298 11,178
Ungarischer Forint (HUF) 287,770 295,470 314,580 269,386
US-Dollar (USD) 1,259 1,302 1,294 1,411

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
30.6.2012 31.12.2011 30.6.2012 31.12.2011
Stand Beginn der Periode 135 132 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 13 8 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -6 -5 0 0
Stand Ende der Periode 142 135 1 1

Erwerb der Polbank

Am 30. April 2012 erfolgte das formelle Closing zur Übernahme eines 70-Prozent-Anteils an der Polbank EFG S.A., Warschau. Die Polbank wurde per 1. Mai 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Der vorläufige Barkaufpreis für den 70-Prozent-Anteil betrug € 460 Millionen. Unmittelbar nach dem Closing machte die Verkäuferin Eurobank EFG von der vereinbarten Put-Option Gebrauch und veräußerte ihren 30-Prozent-Anteil an der Polbank an die RBI um mindestens € 175 Millionen. Überdies wurde eine Wertanpassung zugunsten der RBI von € 30 Millionen vereinbart. Darüber hinaus wurde eine von der Verkäuferin durchgeführte Kapitalerhöhung der Polbank in Höhe von € 201 Millionen, die durch die RBI zum Nominalwert übernommen wurde, abgegolten.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Konzernabschlusses waren die notwendigen Marktbewertungen und sonstigen Berechnungen noch nicht fertig gestellt, sodass die Erstkonsolidierung auf Grundlage der vorläufigen erstellten Eröffnungsbilanz erfolgte. Die endgültige übertragene Gegenleistung ist abhängig vom testierten Eigenkapital in der Schlussbilanz der Polbank bzw. der Raiffeisen Bank Polska. Beträge über dem im Kaufvertrag garantierten Eigenkapital werden 1:1 bezahlt.

Die auf das Retailgeschäft ausgerichtete Polbank verfügte über ein Netzwerk von 327 Geschäftsstellen und 3.065 Mitarbeiter und betreute mehr als 700.000 Kunden. Die Bilanzsumme belief sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf € 6.191 Millionen, wovon € 4.820 Millionen auf Kundenforderungen (nach Risikovorsorgen) entfielen. Die Kundeneinlagen beliefen sich auf € 3.528 Millionen, und das Eigenkapital betrug € 645 Millionen.

Die folgende Tabelle fasst die übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Polbank und die angesetzten erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammen:

in € Millionen 30.4.2012
Barreserve 340
Forderungen an Kreditinstitute 112
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 4.820
Wertpapiere und Beteiligungen 700
Immaterielle Vermögenswerte 24
Marke Polbank 48
Kundenbeziehungen 17
Sachanlagen 35
Sonstige Aktiva 95
Aktiva 6.191
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.959
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.528
Rückstellungen 13
Sonstige Passiva 46
Reinvermögen 645
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 0
Reinvermögen nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 645
Übertragene Gegenleistung1 806
Firmenwert 162
in € Millionen
Anschaffungskosten 806
Liquide Mittel 340
Cash-Flow für den Unternehmenserwerb 467

1 Die übertragene Gegenleistung basiert auf einem garantierten Eigenkapital der Polbank bzw. der Raiffeisen Bank Polska. Die endgültige übertragene Gegenleistung ist abhängig vom testierten Eigenkapital in der Schlussbilanz der Polbank. bzw.der Raiffeisen Bank Polska. Beträge über dem garantierten Eigenkapital werden 1:1 bezahlt.

Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 wurde der bestehende Kundenstock der Polbank als separat zu bilanzierender immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Anschaffungskosten des bestehenden Kundenstocks betrugen zum 1. Mai 2012 € 17 Millionen, die Abschreibungsdauer wurde mit 7 Jahren festgelegt. Weiters wurde im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation der Markenname der Polbank als separat zu bilanzierender immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Anschaffungskosten der Marke betrugen zum 1. Mai 2012 € 48 Millionen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Erwerb der Polbank deshalb entstanden, weil die Kosten des Zusammenschlusses eine Kontrollprämie beinhalten. Die gezahlte Gegenleistung beinhaltet außerdem Beträge, die die Vorteile aus erwarteten Synergien, wie verstärktes Cross-Selling-Potenzial, die Reduktion von Verwaltungskosten oder nicht bilanzierte Vermögenswerte wie zum Beispiel die Belegschaft,berücksichtigen.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Mai bis 30. Juni 2012 erfasste Verlust nach Steuern der Polbank betrug € 10 Millionen.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands 264 253
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 152 222
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 165 15
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2.390 2.208
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 120 232
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten -1.475 -1.382
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen -2 -3
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 148 140
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -834 -806
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 927 879

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 3.305 3.169
Zinserträge 3.276 3.141
aus Guthaben bei Zentralbanken 31 29
aus Forderungen an Kreditinstitute 194 201
aus Forderungen an Kunden 2.441 2.269
aus Wertpapieren 335 390
aus Leasingforderungen 111 107
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 163 147
Laufende Erträge 16 14
Zinsähnliche Erträge 13 14
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -1.588 -1.388
Zinsaufwendungen -1.567 -1.366
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken -1 -6
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -424 -299
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -798 -631
für verbriefte Verbindlichkeiten -232 -331
für Nachrangkapital -111 -100
Zinsähnliche Aufwendungen -21 -22
Gesamt 1.716 1.781

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Einzelwertberichtigungen -496 -432
Zuführung zu Risikovorsorgen -796 -697
Auflösung von Risikovorsorgen 360 282
Direktabschreibungen -91 -43
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 31 27
Portfolio-Wertberichtigungen 91 23
Zuführung zu Risikovorsorgen -200 -206
Auflösung von Risikovorsorgen 291 229
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 5 4
Gesamt -400 -405

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Zahlungsverkehr 314 294
Kredit- und Garantiegeschäft 124 148
Wertpapiergeschäft 55 62
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 170 155
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 9 14
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 18 21
Kreditderivatgeschäft 0 1
Sonstige Bankdienstleistungen 30 43
Gesamt 721 737

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Zinsbezogenes Geschäft 114 98
Währungsbezogenes Geschäft 112 134
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 5 15
Kreditderivatgeschäft -10 -6
Sonstiges Geschäft -10 15
Gesamt 212 256

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 36 Millionen (Vergleichsperiode: € 48 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 0 -1
Ergebnis aus Kreditderivaten 3 -17
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 32 6
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten
-167 53
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 112 0
Gesamt -20 41

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere 2 1
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 2 1
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 1 0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 9 3
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -2 -2
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 11 5
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren 96 8
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 51 -3
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 45 11
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 146 0
Gesamt 253 12

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Personalaufwand -768 -756
Sachaufwand -572 -587
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -178 -172
Gesamt -1.518 -1.514

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 24 23
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 393 477
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -369 -454
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleitungen -1 -1
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 37 44
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen -37 -44
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 16 19
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing
(Immobilien)
11 11
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
-1 -2
Sonstige Steuern -96 -83
davon Bankensonderabgaben -80 -68
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger
Rückstellungen
9 -2
Sonstige betriebliche Erträge 26 27
Sonstige betriebliche Aufwendungen -23 -18
Gesamt -36 -27

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -155 -169
Inland -10 -23
Ausland -145 -146
Latente Steuern -39 -32
Gesamt -194 -201

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.2012 31.12.2011
Handelsaktiva 12.021 11.595
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
8.893 7.360
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.385 3.866
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 122.362 115.807
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.673 5.348
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 452 426
Sonstige Aktiva 2.926 2.577
Aktiva gesamt 152.717 146.985

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.2012 31.12.2011
Handelspassiva 11.232 10.464
Finanzielle Verbindlichkeiten 126.729 121.426
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 3.143 3.346
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 64 43
Rückstellungen 699 771
Eigenkapital 10.850 10.936
Passiva gesamt 152.717 146.985

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden als Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Inland 12.672 13.127
Ausland 13.029 12.621
Gesamt 25.701 25.748

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 6.124 Millionen (31.12.2011: € 3.577 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 1.340 1.356
Firmenkunden – Große Firmenkunden 53.669 55.222
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.705 3.674
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.366 19.004
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.787 2.291
Sonstige 20 28
Gesamt 84.887 81.576

In den Forderungen an Kunden sind € 2.364 Millionen (31.12.2011: € 1.469 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Inland 7.372 7.855
Ausland 77.514 73.721
Gesamt 84.887 81.576

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Kreditinstitute 173 228
Öffentlicher Sektor 12 6
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.711 2.619
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 461 427
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.937 1.524
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 331 249
Gesamt 5.625 5.053

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.268 3.107
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 260 210
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 8.717 7.293
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 7
Gesamt 11.244 10.617

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
452 426
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 4 75
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 773 904
Gesamt 1.230 1.405

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 14.224 15.837
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 217 254
Unternehmensanteile 476 444
Gesamt 14.918 16.535

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Firmenwerte 568 408
Software 554 531
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 195 126
Gesamt 1.318 1.066

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 733 610
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 116 121
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 424 449
Vermietete Leasinganlagen 335 332
Gesamt 1.608 1.511

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Steuerforderungen 522 418
Laufende Steuerforderungen 64 60
Latente Steuerforderungen 458 358
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 127 108
Rechnungsabgrenzungsposten 237 261
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 453 458
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 49 51
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 68 27
Umlaufvermögen 180 174
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 15 7
Übrige Aktiva 388 671
Gesamt 2.040 2.174

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Inland 21.033 20.649
Ausland 19.311 17.343
Gesamt 40.344 37.992

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 3.527 Millionen (31.12.2011: € 1.549 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 1.612 1.318
Firmenkunden – Große Firmenkunden 33.693 33.187
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.335 2.439
Retail-Kunden – Privatpersonen 29.946 25.422
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.709 3.723
Sonstige 717 658
Gesamt 72.011 66.747

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 2.771 Millionen (31.12.2011: € 3.720 Millionen aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Inland 6.300 6.102
Ausland 65.711 60.645
Gesamt 72.011 66.747

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Begebene Schuldverschreibungen 11.336 12.762
Begebene Geldmarktpapiere 341 829
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 779 776
Gesamt 12.456 14.367

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Abfertigungen 61 60
Pensionen 24 23
Steuern 154 173
Laufende 105 156
Latente 49 17
Garantien und Bürgschaften 148 151
Offene Rechtsfälle 74 90
Unverbrauchter Urlaub 56 52
Bonuszahlungen 140 177
Restrukturierung 1 2
Sonstige 41 42
Gesamt 699 771

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 9.376 8.406
Zinssatzgeschäft 7.604 6.391
Wechselkursgeschäft 983 1.367
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 724 566
Kreditderivatgeschäft 53 68
Sonstiges Geschäft 12 14
Leerverkauf von Handelsaktiva 627 566
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0
Emittierte Zertifikate 746 743
Gesamt 10.750 9.715

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
62 37
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
2 5
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 5 13
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 478 736
Gesamt 546 792

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 102 124
Rechnungsabgrenzungsposten 265 188
Dividendenverbindlichkeiten 19 0
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 577 417
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 43 22
Übrige Passiva 267 764
Gesamt 1.273 1.515

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Hybrides Kapital 450 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.716 2.729
Ergänzungskapital 622 603
Gesamt 3.788 4.151

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Konzern-Eigenkapital 9.280 8.825
Gezeichnetes Kapital 595 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.576 2.571
Gewinnrücklagen 3.610 3.161
Konzern-Periodenüberschuss 701 968
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 869 1.143
Gesamt 10.850 10.936

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 595 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2011 verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu dem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 2.446 27,5% 3.724 39,4%
Kreditrisiko Privatpersonen 2.482 27,9% 1.968 20,8%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 963 10,8% 738 7,8%
Kreditrisiko Kreditinstitute 343 3,9% 566 6,0%
Marktrisiko 613 6,9% 701 7,4%
Operationelles Risiko 829 9,3% 863 9,1%
Liquiditätsrisiko1 187 2,1%
Beteiligungsrisiko 237 2,7% 29 0,3%
Sonstige Sachanlagen1 368 4,1%
Risikopuffer 423 4,8% 859 9,1%
Gesamt 8.891 100,0% 9.447 100,0%

Neue Position auf Grund der Weiterentwicklung in der ökonomischen Kapitalberechnung

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Österreich 1.936 21,8% 2.301 24,4%
Zentraleuropa 3.364 37,8% 2.535 26,8%
Südosteuropa 2.019 22,7% 1.668 17,7%
Russland 1.106 12,4% 1.144 12,1%
GUS Sonstige 844 9,5% 593 6,3%
Restliche Welt 235 2,6% 347 3,7%
Risikopuffer und Diversifikationseffekte2 -613 -6,9% 859 9,1%
Gesamt 8.891 100,0% 9.447 100,0%

1 Erweiterung des Vorjahres unter Berücksichtigung des Risikopuffers

Berücksichtigung von risikoartenspezifischen Diversifikationseffekten mit Beginn 2012

Mit Beginn 2012 wurden Weiterentwicklungen zur ökonomischen Kapitalberechnung eingeführt. Das betrifft die nun explizite Quantifizierung des Liquiditätsrisikos sowie des Risikos aus sonstigen Sachanlagen. Ebenso wurde im Kreditrisiko ein neues Multifaktormodell eingeführt, das auch Konzentrationsrisiken besser berücksichtigt. Dabei wurde auch die Berechnung des Beteiligungsrisikos umgestellt, das nun separat ausgewiesen wird. Durch die zusätzliche Berücksichtigung weiterer Risiken wurde der Puffer für sonstige Risiken reduziert. Dementsprechend ist ein Vergleich der Ziffern zum Jahresende nur bedingt aussagekräftig.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich) sowie der unterschiedlichen Darstellungen des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Barreserve 13.485 9.348
Forderungen an Kreditinstitute 25.701 25.748
Forderungen an Kunden 84.887 81.576
Handelsaktiva 11.244 10.617
Derivative Finanzinstrumente 1.230 1.405
Wertpapiere und Beteiligungen 14.224 15.837
Sonstige Aktiva 290 240
Eventualverbindlichkeiten 10.609 13.280
Kreditrisiken 11.245 12.625
Widerrufliche Kreditzusagen 16.290 14.848
Ausweisunterschiede -1.730 1.177
Gesamt 187.473 186.700

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingsstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden und mittelgroße Kunden). Für die Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos sind zusätzlich Sicherheiten und Erlösquoten bei Ausfall zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.171 1,4% 1.266 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.513 10,2% 7.900 8,9%
1,5 Sehr gute Bonität 9.290 11,1% 8.939 10,0%
2,0 Gute Bonität 11.488 13,7% 12.746 14,3%
2,5 Solide Bonität 13.197 15,8% 15.630 17,5%
3,0 Akzeptable Bonität 13.123 15,7% 14.552 16,3%
3,5 Erhöhtes Risiko 12.357 14,8% 12.506 14,0%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 5.299 6,3% 6.384 7,2%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.280 3,9% 3.803 4,3%
5,0 Ausfall 4.973 5,9% 4.610 5,2%
NR Nicht geratet 930 1,1% 831 0,9%
Gesamt 83.621 100,0% 89.166 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden verringerte sich im Vergleich zum Jahresende um € 5.545 Millionen auf € 83.621 Millionen. Das größte Segment betreffend Firmenkunden zum Ende des zweiten Quartals war Group Corporates mit € 33.928 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 18.434 Millionen und Südosteuropa mit € 10.622 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Russland mit € 10.203 Millionen, GUS Sonstige mit € 3.905 Millionen, Group Markets mit € 5.614 Millionen und Corporate Center mit € 914 Millionen.

Der Anteil von Forderungen mit erhöhtem Kreditrisiko oder noch schwächerer Bonität ging leicht von 25,5 Prozent auf 25 Prozent zurück. Der Anteil der guten Bonitäten bis hin zu minimalem Risiko stieg von 34,6 Prozent auf 36,4 Prozent. Diese Verbesserung resultierte einerseits aus Bonitätssteigerungen bestehender Kunden, die zur Anhebung der internen Ratings führten. Andererseits spiegelt sich darin die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider, auf deren Basis das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte wie z. B. Russland oder Asien ausgerichtet wird, und Neukredite durch hohe Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität vergeben werden.

Das Segment Group Corporates wies im Vergleich zum Jahresende 2011 mit einem Minus von € 3.355 Millionen den höchsten Rückgang auf. Dieser war mit € 2.738 Millionen überwiegend auf Rückgänge im Kreditgeschäft in China und bei gegebenen Garantien in Österreich zurückzuführen.

Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß Basel II (Rating 5,0) betrug 5,9 Prozent des Kreditobligos (€ 4.973 Millionen).

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Zentraleuropa 18.434 22,0% 18.649 20,9%
Westeuropa 8.721 10,4% 11.658 13,1%
Südosteuropa 10.622 12,7% 11.230 12,6%
Russland 10.203 12,2% 10.795 12,1%
Österreich 15.947 19,1% 17.215 19,3%
GUS Sonstige 3.905 4,7% 4.094 4,6%
Asien 7.468 8,9% 8.547 9,6%
Sonstige 8.321 10,0% 6.976 7,8%
Gesamt 83.621 100,0% 89.166 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Groß- und Einzelhandel 21.810 23,7% 23.672 24,2%
Fertigung/Produktion 19.792 21,5% 21.157 21,7%
Immobilien 10.338 11,3% 10.418 10,7%
Finanzintermediation 9.101 9,9% 9.300 9,5%
Bauwesen 6.879 7,5% 7.324 7,5%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.892 4,2% 3.681 3,8%
Sonstige Branchen 20.058 21,8% 22.079 22,6%
Gesamt 91.871 100,0% 97.632 100,0%

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Ratingmodell, das sowohl die individuelle Ausfallswahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.379 41,0% 2.847 33,6%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.762 33,5% 3.265 38,6%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.297 15,7% 1.241 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 341 4,1% 676 8,0%
6,5 Ausfall 458 5,6% 419 5,0%
NR Nicht geratet 13 0,2% 18 0,2%
Gesamt 8.249 100,0% 8.466 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen belief sich zum Ende des zweiten Quartals 2012 auf € 8.249 Millionen. Mit 74,5 Prozent machten hier die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Das ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen blieb im Vergleich zum Jahresende 2011 stabil bei € 13 Millionen.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten, und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die Tabelle zeigt die Retail-Forderungen der RBI:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 25.484 89,3% 20.778 89,0%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.041 10,7% 2.568 11,0%
Gesamt 28.525 100,0% 23.346 100,0%
davon notleidende Kredite 3.022 10,6% 2.452 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.612 5,7% 1.499 6,4%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 655 2,3% 275 1,2%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente:

Zentral- Südost- Russland GUS Group
europa europa Sonstige Markets
13.960 6.606 3.132 1.729 58
2.065 784 39 154 0
16.025 7.389 3.170 1.882 58
1.446 598 219 754 1
544 367 192 504 0
546 69 12 28 0
31.12.2011 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.659 6.615 2.781 1.711 12
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.528 846 48 146 0
Gesamt 11.187 7.461 2.829 1.857 12
davon notleidende Kredite 929 576 212 729 1
davon Einzelwertberichtigungen 457 372 185 480 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 174 65 7 28 0

Im Vergleich zum Jahresende 2011 stieg das Retail-Kreditportfolio im zweiten Quartal 2012 um 22,2 Prozent oder € 5.179 Millionen auf € 28.525 Millionen. Durch den Kauf der Polbank erhöhte sich zum Stichtag das Retailexposure um € 5.223 Millionen.

Das größte Volumen wurde mit € 16.025 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Gegenüber dem Jahresende 2011 zeigte sich ein Anstieg von € 4.838 Millionen, der auf den Kauf der Polbank zurückzuführen ist und vom Rückgang des Retailportfolios in Ungarn und Tschechien teilweise kompensiert wurde. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.389 Millionen. Gemessen am Jahresende 2011 bedeutete das einen leichten Rückgang.

Die Tabelle zeigt die Retail-Forderungen gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Hypothekenkredite 14.733 51,6% 10.679 45,7%
Verbraucherkredite 5.857 20,5% 5.708 24,5%
Autokredite 2.297 8,1% 2.149 9,2%
Kreditkarten 2.091 7,3% 2.036 8,7%
Überziehungen 2.305 8,1% 1.754 7,5%
KMU Finanzierung 1.242 4,4% 1.020 4,4%
Gesamt 28.525 100,0% 23.346 100,0%

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retailportfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Euro 4.130 37,2% 3.322 42,3%
Schweizer Franken 5.389 48,6% 2.903 37,0%
US-Dollar 1.417 12,8% 1.445 18,4%
Andere Fremdwährungen 162 1,5% 187 2,4%
Kredite in Fremdwährungen 11.097 100,0% 7.857 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 38,9% 33,7%

Bei beinahe allen Fremdwährungskrediten kam es aufgrund des Kaufs der Polbank im Vergleich zum Jahresende 2011 zu einem Volumenzuwachs.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallswahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (beziehungsweise an beobachtbaren Ausfällen) in einzelnen Ratingstufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 85 0,2% 85 0,2%
A2 Sehr gute Bonität 835 2,2% 3.409 8,8%
A3 Gute Bonität 25.924 68,9% 24.221 62,4%
B1 Solide Bonität 6.114 16,3% 5.233 13,5%
B2 Zufriedenstellende Bonität 1.902 5,1% 2.993 7,7%
B3 Adäquate Bonität 874 2,3% 1.277 3,3%
B4 Fragliche Bonität 897 2,4% 621 1,6%
B5 Höchst fragliche Bonität 364 1,0% 370 1,0%
C Ausfallgefährdet 216 0,6% 184 0,5%
D Ausfall 304 0,8% 352 0,9%
NR Nicht geratet 94 0,3% 83 0,2%
Gesamt 37.610 100,0% 38.830 100,0%

Das gesamte Kundenobligo betrug im zweiten Quartal 2012€ 37.610 Millionen und wies damit einen Rückgang von € 1.220 Millionen auf. Der Schwerpunkt in dieser Kundengruppe lag mit € 25.924 Millionen oder 68,9 Prozent in der Rating-Klasse A3, die im Vergleich zum Jahresende einen Anstieg von € 1.703 Millionen zeigte. Dieser resultierte überwiegend aus einem Anstieg in Swap und Repo Geschäften im Segment Group Markets (€ 4.231 Millionen) und wurde teilweise durch den Rückgang in den Segmenten Corporate Center und Group Corporates von in Summe € 1.513 Millionen kompensiert. Gemessen am Gesamtportfolio wies das Segment Corporate Center mit € 863 Millionen den höchsten Rückgang auf.

Mit € 32.200 Millionen oder 85,6 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Group Corporates mit € 1.796 Millionen oder 4,8 Prozent.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Derivate 13.851 36,8% 12.464 32,1%
Geldmarkt 11.821 31,4% 13.127 33,8%
Repo 5.122 13,6% 2.681 6,9%
Forderungen 3.622 9,6% 4.984 12,8%
Anleihen 2.562 6,8% 4.450 11,5%
Sonstige 633 1,7% 1.123 2,9%
Gesamt 37.610 100,0% 38.830 100,0%

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken und regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 11.832 40,2% 9.567 35,6%
A2 Sehr gute Bonität 733 2,5% 465 1,7%
A3 Gute Bonität 4.495 15,3% 4.519 16,8%
B1 Solide Bonität 2.790 9,5% 1.786 6,6%
B2 Zufriedenstellende Bonität 727 2,5% 758 2,8%
B3 Adäquate Bonität 3.965 13,5% 5.513 20,5%
B4 Fragliche Bonität 2.411 8,2% 2.254 8,4%
B5 Höchst fragliche Bonität 2.254 7,6% 1.659 6,2%
C Ausfallgefährdet 168 0,6% 156 0,6%
D Ausfall 86 0,3% 139 0,5%
NR Nicht geratet 7 0,0% 77 0,3%
Gesamt 29.467 100,0% 26.893 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2011 stieg das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor um € 2.574 Millionen auf € 29.467 Millionen, das entspricht einem Anteil von 15,7 Prozent am gesamten Kreditobligo. Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) wies mit 40,2 Prozent den höchsten Anteil aus, was auf gestiegene Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen war.

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) folgt mit 40,8 Prozent. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte vor allem aus Einlagen der Netzwerkbanken in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Die Forderungen in den Rating-Klassen B4 und B5 beliefen sich auf € 4.665 Millionen oder 15,8 Prozent der Gesamtforderungen. Sie beinhalteten in erster Linie Veranlagungen bei Zentralbanken und Zentralstaaten in den Segmenten Südosteuropa und GUS Sonstige. Die Forderungen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) gingen zurück, was zum Großteil auf der Restrukturierung von Kommunalfinanzierungen in Ungarn beruhte.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Anleihen 14.790 50,2% 13.106 48,7%
Forderungen 12.815 43,5% 9.023 33,6%
Derivate 1.008 3,4% 1.028 3,8%
Sonstige 853 2,9% 3.736 13,9%
Gesamt 29.467 100,0% 26.893 100,0%

Die Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Rumänien 2.295 25,8% 2.000 20,4%
Ungarn 1.835 20,6% 1.912 19,5%
Kroatien 1.037 11,7% 1.304 13,3%
Albanien 1.007 11,3% 1.218 12,4%
Ukraine 894 10,1% 993 10,1%
Sonstige 1.823 20,5% 2.371 24,2%
Gesamt 8.891 100,0% 9.798 100,0%

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" sank im Vergleich zum Jahresende 2011 um € 907 Millionen auf € 8.891 Millionen und resultierte vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Das Kreditobligo der europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien) gegenüber dem öffentlichen Sektor betrug € 324 Millionen (Jahresende 2011: € 470 Millionen) und stellt somit für die RBI keine wesentliche Risikokonzentration dar.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen dar.

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011 30.6.2012 31.12.2011 30.6.2012 31.12.2011
Firmenkunden 5.209 4.591 9,1% 7,8% 60,9% 66,3%
Retail-Kunden 3.022 2.452 11,6% 11,5% 75,0% 72,3%
Öffentlicher Sektor 58 12 4,4% 0,9% 19,9% 48,2%
Summe Nichtbanken 8.289 7.056 9,8% 8,6% 65,8% 68,4%
Kreditinstitute 238 241 0,9% 0,9% 72,8% 94,3%
Gesamt 8.527 7.297 7,7% 6,8% 66,0% 69,3%

Die folgende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar.

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011 30.6.2012 31.12.2011 30.6.2012 31.12.2011
Zentraleuropa 3.329 2.480 10,2% 9,0% 61,9% 60,8%
Südosteuropa 1.820 1.726 10,6% 9,8% 58,1% 58,5%
Russland 544 525 3,7% 4,4% 96,3% 100,1%
GUS Sonstige 1.555 1.506 27,5% 26,4% 67,8% 68,2%
Group Corporates 819 654 4,0% 2,8% 63,4% 79,1%
Group Markets 460 405 2,9% 1,8% 73,1% 95,7%
Gesamt 8.527 7.297 7,7% 6,8% 66,0% 69,3%

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) im ersten Halbjahr 2012 bzw. im Gesamtjahr 2011:

in € Millionen Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.6.2012
Firmenkunden 4.591 65 92 978 -518 5.209
Retail-Kunden 2.452 414 67 516 -427 3.022
Öffentlicher Sektor 12 0 2 46 -2 58
Summe Nichtbanken 7.056 478 161 1.540 -946 8.289
Kreditinstitute 241 0 1 14 -19 238
Gesamt 7.297 478 162 1.554 -965 8.527
in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011
Firmenkunden 4.381 0 -88 1.667 -1.369 4.591
Retail-Kunden 2.396 0 -57 891 -779 2.452
Öffentlicher Sektor 12 0 0 4 -4 12
Summe Nichtbanken 6.790 0 -145 2.562 -2.151 7.056
Kreditinstitute 268 0 2 97 -126 241
Gesamt 7.058 0 -143 2.660 -2.277 7.297

Der Bereich Firmenkunden verzeichnete in den ersten beiden Quartalen 2012 einen Anstieg an notleidenden Krediten um insgesamt 13 Prozent oder € 617 Millionen auf € 5.209 Millionen. Besonders deutlich fielen die Zuwächse dabei in Zentraleuropa mit 19 Prozent oder € 285 Millionen, in Group Corporates mit 25 Prozent oder € 165 Millionen und in Südosteuropa mit 6 Prozent oder € 72 Millionen aus. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 1,3 Prozent auf 9,1 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen um 4 Prozent oder € 126 Millionen auf € 3.173 Millionen, gleichzeitig sank die Deckungsquote um 5,4 Prozentpunkte auf 60,9 Prozent.

Im Retail-Bereich stiegen die notleidenden Kredite um 23 Prozent oder € 570 Millionen auf € 3.022 Millionen. Der Großteil des Anstiegs entfiel dabei auf Zentraleuropa mit 56 Prozent oder € 517 Millionen (die Integration der Polbank machte € 434 Millionen aus). Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für Retail-Kunden stiegen auf € 2.268 Millionen, parallel dazu verbesserte sich Deckung um 2,7 Prozentpunkte auf 75,0 Prozent.

Der Stand an notleidenden Krediten im Bereich Kreditinstitute lag zum Ende des zweiten Quartals 2012 bei € 238 Millionen, wofür € 173 Millionen an Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden.

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im ersten Halbjahr:

in € Millionen Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Währungs
differenzen
Stand
30.6.2012
Einzelwert
berichtigungen
4.441 79 857 -360 -361 88 4.744
Portfolio
Wertberichtigungen
763 350 200 -291 0 8 1.029
Gesamt 5.204 429 1.056 -651 -361 96 5.774

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar.

30.6.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
43.273 23,1% 43.687 23,4%
48.519 25,9% 42.630 22,8%
15.129 8,1% 8.808 4,7%
11.550 6,2% 11.862 6,4%
10.986 5,9% 10.937 5,9%
8.935 4,8% 8.883 4,8%
1.918 1,0% 2.140 1,1%
26.609 14,2% 26.501 14,2%
8.295 4,4% 7.365 3,9%
7.326 3,9% 7.492 4,0%
4.915 2,6% 3.170 1,7%
1.862 1,0% 2.951 1,6%
4.211 2,2% 5.522 3,0%
in € Millionen 30.6.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Südosteuropa 25.247 13,5% 26.717 14,3%
Rumänien 8.431 4,5% 8.558 4,6%
Kroatien 5.760 3,1% 6.163 3,3%
Bulgarien 4.271 2,3% 4.328 2,3%
Serbien 2.156 1,2% 2.549 1,4%
Sonstige 4.628 2,5% 5.119 2,7%
Russland 18.245 9,7% 18.485 9,9%
Ferner Osten 11.091 5,9% 12.278 6,6%
China 5.870 3,1% 6.556 3,5%
Sonstige 5.221 2,8% 5.722 3,1%
GUS Sonstige 7.668 4,1% 7.787 4,2%
Ukraine 6.066 3,2% 6.372 3,4%
Sonstige 1.603 0,9% 1.415 0,8%
USA 4.553 2,4% 5.231 2,8%
Restliche Welt 2.268 1,2% 3.385 1,8%
Gesamt 187.473 100,0% 186.700 100,0%

1 Adaptierung des Vorjahres aufgrund geänderter Zuordnung.

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält jedoch keine Staatsanleihen dieser Länder, ausgenommen solche der Republik Italien und Slowenien, welche mit einen Kreditobligo in Höhe von € 324 Millionen (Jahresende 2011: € 470 Millionen) für die RBI keine wesentliche Risikokonzentration darstellen.

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR)für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Währungsrisiko1 68 57 43 78 64
Zinsrisiko 33 24 11 45 46
Credit-Spread-Risiko 13 17 8 23 11
Aktienpreisrisiko 2 2 2 3 2
Gesamt 74 62 43 82 51

1 Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 18.646 15.235 12.067 20.692 17.937 7.094
Liquiditäts-Ratio 142% 121% 108% 175% 130% 105%

Mit der Übernahme der Polbank im zweiten Quartal 2012 kam es zu einer Reduktion des Liquiditätsüberhangs in den kurzen Laufzeitenbändern. Vor allem die Liquiditäts-Ratio für das Laufzeitband von einer Woche verringerte sich dadurch stark, da die davor für die Akquisition kurzfristig gehaltenen Mittel mit der Übernahme in längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit der Polbank übergeführt wurden. Der von der RBI gehaltene Liquiditätspuffer wurde dagegen nur moderat zurückgefahren. Damit ist sichergestellt, dass der Konzern auch in Krisensituationen über ausreichend liquide Mittel verfügt, um alle kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

30.6.2012 31.12.2011
10.609 13.280
50 44
5.894 7.418
2.205 2.699
2.398 3.072
62 48
11.245 12.625
11.245 12.625
4.156 4.843
7.089 7.782

(32) Derivative Finanzinstrumente

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 66.172 125.237 73.915 265.324 8.692 -8.058
Wechselkurs- und
Goldverträge 54.114 12.023 2.458 68.595 1.005 -1.049
Wertpapierbezogene
Geschäfte 1.683 1.128 370 3.181 174 -750
Warentermingeschäfte 126 94 18 238 12 -6
Kreditderivate 1.001 1.626 316 2.943 65 -57
Edelmetallgeschäfte 38 2 14 55 0 -7
Gesamt 123.135 140.110 77.091 340.336 9.948 -9.928

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 30. Juni 2012 wie folgt dar:

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 67.754 132.690 79.387 279.831 7.542 -7.087
Wechselkurs- und
Goldverträge
51.887 8.972 1.895 62.753 896 -1.425
Wertpapierbezogene
Geschäfte
1.453 1.145 382 2.981 82 -591
Warentermingeschäfte 155 84 25 264 13 -10
Kreditderivate 1.017 2.127 753 3.898 164 -80
Edelmetallgeschäfte 14 21 14 49 0 -5
Gesamt 122.282 145.038 82.455 349.775 8.698 -9.198

(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind.

30.6.2012
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 10.325 262 199 145
Forderungen an Kunden 0 1.246 375 300
Handelsaktiva 0 72 8 5
Wertpapiere und Beteiligungen 0 343 2 210
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 13 39 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.571 324 5.692 92
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 670 381 359
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Handelspassiva 0 26 15 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 1 8 0 0
Nachrangkapital 50 0 0 0
Gegebene Garantien 0 68 22 20
Erhaltene Garantien 0 452 138 3
31.12.2011
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 11.017 223 235 214
Forderungen an Kunden 0 1.237 406 356
Handelsaktiva 0 29 17 3
Wertpapiere und Beteiligungen 0 292 2 301
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 9 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.006 3 6.002 156
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 442 243 563
Verbriefte Verbindlichkeiten 01 0 0 0
Handelspassiva 0 16 37 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 4 1 1 0
Nachrangkapital 521 0 0 0
Gegebene Garantien 0 61 71 23
Erhaltene Garantien 0 414 146 3

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung

30.6.2012 31.12.2011
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.083 9.838 101 2.862 8.630 103
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 167 9.226 101 167 8.002 103
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
197 62 0 198 12 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.719 549 0 2.497 610 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 7 0
Forderungen des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
6.213 2.669 11 5.056 2.269 35
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
133 79 5 130 119 5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
6.080 2.590 5 4.926 2.150 30
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
978 0 0 3.487 0 0
Sonstige Beteiligungen2 69 0 0 65 0 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
909 0 0 3.422 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 452 0 0 426 0
Positive Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
1 Inklusive sonstige Derivate
0 452 0 0 426 0

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.6.2012 31.12.2011
Level I Level II Level III Level I Level II Level III
823 10.320 89 671 9.681 112
196 9.629 34 105 8.992 57
0 0 0 0 0 0
627 0 0 565 0 0
0 691 55 0 688 55
0 3.143 0 0 3.346 0
0 3.143 0 0 3.346 0
0 64 0 0 43 0
0 64 0 0 43 0

1 Inklusive sonstige Derivate

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

(35) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Im zweiten Quartal wurde die Berechnung der konsolidierten Eigenmittel und des konsolidieren Eigenmittelverbrauchs von österreichischer (UGB/BWG) auf internationale Rechnungslegung (IFRS) umgestellt. Das Ergebnis dieser Umstellung ist eine Verbesserung der Eigenmittelüberdeckung von € 497 Millionen.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Eingezahltes Kapital 5.658 4.933
Erwirtschaftetes Kapital 2.754 3.031
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 844 1.171
Hybrides Kapital 441 800
Immaterielle Vermögenswerte -739 -501
Kernkapital (Tier-1-Kapital) 8.958 9.434
Abzugsposten vom Kernkapital -10 -19
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.948 9.415
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 638 599
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 236 234
Stille Reserven 0 0
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.528 2.536
Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) 3.402 3.368
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -10 -19
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.392 3.349
Abzugsposten Versicherungen -7 -7
Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-
Kapital (Tier-3-Kapital)
121 100
Gesamte Eigenmittel 12.454 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.754 7.624
Eigenmittelüberschuss 5.700 5.234
Überdeckungsquote 84,4% 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,1% 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,9% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,6% 9,9%
Eigenmittelquote 14,8% 13,5%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2012 31.12.2011
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 69.206 77.150
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG
5.536 6.172
Standardansatz 2.388 3.056
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.148 3.116
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
294 520
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 70 140
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 855 792
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.754 7.624

(36) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-30.6.2012 1.1.-30.6.2011
Inland 2.683 2.677
Ausland 59.000 57.303
Gesamt 61.683 59.980

Konzernzwischenabschluss

(37) Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand

Dr. Herbert Stepic

Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Group Strategy, Human Resources, Internal Audit, Legal & Compliance, Management Secretariat, Organisation & Internal Control System, sowie PR, Marketing sowie Event Management

Dr. Karl Sevelda

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Customers, Corporate Sales Management & Development, Group Products sowie Network Corporate Customers & Support

Dipl.-Kfm. Klemens Breuer Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Capital Markets, Credit Markets, Institutional Client sowie Raiffeisen Research

Aris Bogdaneris, M. A.

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Consumer Banking, Collections, Credit Services, Group & Austrian IT, Group Project Management Office, International Operations & IT, IT - Markets & Treasury, Lean & Service Excellence, Small Business &

Premium Banking sowie Transaction Services

Mag. Martin Grüll Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Investor Relations, Planning and Finance, Tax Management sowie Treasury

Mag. Peter Lennkh Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche International Business Units sowie Participations

Dr. Johann Strobl

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Credit Management Corporates, Financial Institutions, Country & Portfolio, Risk Management, Retail Risk Management, Risk Controlling, Risk Excellence & Projects sowie Workout

Impressum/Disclaimer

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 24. August 2012 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Group Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Internet: www.rbinternational.com Presse Telefon: +43-1-71707 2089 Telefon: +43-1-71707 2828

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Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen Bank International AG zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie bekannten und unbekannten Risiken sowie Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

Dieser Bericht dient ausschließlich zur Information und stellt weder eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren dar.

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten wurden überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Raiffeisen Bank International AG haftet in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden in diesem Bericht alle Personenbezeichnungen in der männlichen Form verwendet. Darunter soll auch die weibliche Form verstanden werden.

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