AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Zumtobel Group AG

Quarterly Report Dec 5, 2012

770_ir_2012-12-05_8316db5d-e03c-4f54-9540-de80fa7081af.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

H1 (Mai – Oktober 2012)

Bericht zum ersten Halbjahr 2012/13 der Zumtobel AG

Überblick zum zweiten Quartal 2012/13

  • Lighting Segment Q2 Umsatz und bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau

  • Components Segment wegen schwachen Marktumfelds minus 7,0%, aber sequenzielle Verbesserung bei Umsatz und bereinigtem EBIT gegenüber den Vorquartalen

  • Gruppenumsatz sinkt trotz des deutlich eingetrübten konjunkturellen Umfelds nur leicht um 1,7%

  • Hohe Wachstumsdynamik mit LED-Produkten (plus 59,8%), Verbesserung der LED-Margen

  • Unterauslastung im Components Segment und Technologiewandel belasten Gruppen-EBIT

  • Anpassungsmaßnahmen an schwache Konjunkturentwicklung eingeleitet

Kennzahlenübersicht in Mio EUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Veränderung
in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 334,8 340,5 -1,7 658,1 666,8 -1,3
Bereinigtes EBITDA 34,1 38,5 -11,3 60,8 69,4 -12,4
in % vom Umsatz 10,2 11,3 9,2 10,4
Bereinigtes EBIT 19,9 25,4 -21,8 32,7 43,6 -25,1
in % vom Umsatz 5,9 7,5 5,0 6,5
EBIT 16,1 25,4 -36,4 28,9 43,6 -33,7
in % vom Umsatz 4,8 7,5 4,4 6,5
Periodenergebnis 10,7 20,6 -47,9 19,8 34,3 -42,3
in % vom Umsatz 3,2 6,1 3,0 5,1
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 30,3 38,5 -21,3 56,9 69,5 -18,2
Investitionen 12,8 11,0 15,9 23,0 25,9 -11,1
31. Oktober
2012
30. April
2012
Veränderung
in %
Bilanzsumme 1.041,9 1.036,3 0,5
Eigenkapital 385,0 370,5 3,9
Eigenkapitalquote in % 36,9 35,8
Nettoverbindlichkeiten 139,2 141,4 -1,5
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.517 7.456 0,8

Geschäftsentwicklung nach Quartalen

Bereinigtes EBIT

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Zumtobel Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2012/13 trotz eines zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in den wichtigsten europäischen Absatzmärkten eine solide Geschäftsentwicklung. Der Konzernumsatz lag mit 658,1 Mio EUR um 1,3% unter dem konjunkturell noch guten ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Technologiewandel von konventionellen hin zu LED-Lichtlösungen ist ungebrochen und mit einem Wachstum von 59,8% vergrößerte sich der LED-Anteil am Konzernumsatz im Vergleichszeitraum deutlich von 12,3% auf 20,0%. Damit wird auch die Strategie der Zumtobel Gruppe bestätigt, trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in dieser wichtigen Phase des Transformationsprozesses gezielt in den Ausbau des innovativen Produktportfolios zu investieren. Dabei gelingt es der Zumtobel Gruppe zunehmend, die Margen bei LED-Produkten zu verbessern.

Harald Sommerer

Die Entwicklung in den Segmenten verläuft im Berichtszeitraum weiterhin sehr unterschiedlich. Das Lighting Segment konnte sich aufgrund der im vergangenen Geschäftsjahr getätigten hohen Wachstumsinvestitionen in Vertriebsstrukturen und Produktportfolio deutlich von der zunehmend schwachen Branchenentwicklung im gewerblichen Hochbau in Europa abkoppeln. Der Segmentumsatz wurde im Berichtszeitraum um 1,7% auf 497,1 Mio EUR (Vorjahr 488,8 Mio EUR) gesteigert. Beide Leuchtenmarken, Zumtobel und Thorn, konnten damit ihren leichten Wachstumstrend fortsetzen. Im Vergleich nach Quartalen ist allerdings eine Abschwächung des Wachstums festzustellen, die auf eine weitere Verschlechterung des Konjunkturumfelds insbesondere in den europäischen Kernmärkten zurückzuführen ist.

Das Components Segment weist hingegen mit einem Umsatz von 198,7 Mio EUR ein Minus von 9,0% gegenüber dem noch starken Vorjahreszeitraum aus. In einem deutlich rückläufigen Markt für konventionelle Komponenten konnte Tridonic aufgrund der guten Marktakzeptanz für die neue Generation elektronischer Vorschaltgeräte ebenfalls Marktanteile zurückgewinnen. Im zweiten Quartal ist eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber den drei Vorquartalen zu beobachten. In der Entwicklung einer neuen Generation von wettbewerbsfähigen LED-Konvertern und LED-Modulen gibt es sichtbare Fortschritte und die ersten Produkte werden noch in diesem Kalenderjahr in den Markt einführt.

Erwartungsgemäß haben sich die Belastungen aus dem Technologiewandel, wie etwa die höheren Entwicklungsaufwendungen (plus 7,5 Mio EUR) und eine derzeit noch geringere Profitabilität bei LED-Produkten, sowie die konjunkturbedingte Unterauslastung im Components Segment im ersten Halbjahr 2012/13 in einem Rückgang des bereinigten Gruppen-EBIT auf 32,7 Mio EUR (Vorjahr 43,6 Mio EUR) niedergeschlagen. Erfreulich war hingegen, dass das Lighting Segment das bereinigte operative Ergebnis im Berichtszeitraum auf dem Niveau des Vorjahres halten konnte, trotz der dynamischen Entwicklung bei derzeit noch margenschwächeren LED-Produkten (plus 70,7%). Hier zeigen sich die positiven Auswirkungen aus optimiertem Produktdesign, verbesserten Einkaufskonditionen sowie höheren Verkaufspreisen für LED-Leuchten. Die Profitabilität im Components Segment hat sich zwar gegenüber dem Vorquartal leicht verbessert, ist aber weiterhin unbefriedigend.

Erfreulich ist die positive Entwicklung beim Working Capital und beim Free Cashflow. In den letzten vier Quartalen konnten die hohen Vorratsbestände sowohl im Components Segment als auch im Lighting Segment durch konsequentes Bestandsmanagement deutlich abgebaut werden. Im Vergleich zum 31. Oktober 2011 reduzierte sich der Working Capital-Bestand von 21,9% auf 19,0% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes. Dies führte zu einem deutlich positiven Free Cashflow in Höhe von 10,5 Mio EUR (Vorjahr minus 21,6 Mio EUR).

Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur eingeleitet

Mit dem Ziel, die Kostenstrukturen zeitnah und konsequent an die Marktnachfrage anzupassen, wurden in beiden Segmenten Maßnahmen eingeleitet, welche die Nutzung von Synergien zwischen den Werken, Anpassungen bei den Personalkapazitäten und Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten umfassen. Die ersten positiven Effekte dieser Maßnahmenpakete werden bereits im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres sichtbar sein. Darüber hinaus war das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr des Vorjahres mit hohen Abschreibungen von Beständen und aktivierten Entwicklungskosten sowie Aufwendungen für die Light + Building belastet.

Konjunkturelle Unsicherheit nimmt zu

Die zunehmend schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen, insbesondere in Europa, werden die Zumtobel Gruppe auch in den kommenden Quartalen begleiten. Die geringe Visibilität und in Verbindung damit auch eine weiter zunehmende Planungsunsicherheit erschweren eine konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2012/13. Angesichts des schwierigen Marktumfelds setzt die Zumtobel Gruppe auf eine zeitnahe Optimierung ihrer Strukturen. Dazu wurden wie beschrieben bereits im ersten Halbjahr verschiedenste Maßnahmen eingeleitet, weitere personelle und strukturelle Anpassungen werden in Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung folgen. Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand an der bereits kommunizierten Zielsetzung für das Gesamtjahr fest, gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung beim Gruppenumsatz (2011/12: 1.280,3 Mio EUR) und der bereinigten EBIT-Marge (2011/12: 2,7%) erzielen zu können.

Harald Sommerer Chief Executive Officer

Die Zumtobel Aktie

Obwohl der österreichische Leitindex ATX aufgrund einer Kurserholung im zweiten Quartal nach sechs Monaten wieder ein kleines Plus von knapp 3% auswies, büßte die Zumtobel Aktie im Berichtszeitraum rund ein Fünftel ihres Wertes ein. Hauptgründe hierfür waren neben den generellen konjunkturellen Unsicherheiten vor allem schwache Zahlen aus der Bau- und Bauzulieferindustrie sowie die großen Herausforderungen im Components Segment. Die Kursschwäche führte auch dazu, dass die Zumtobel Aktie mit Wirkung zum 24. September 2012 aus dem ATX herausgenommen wurde, obwohl die Börsenumsätze eine Indexmitgliedschaft weiterhin gerechtfertigt hätten. So belegte die Zumtobel Aktie per 31. Oktober 2012 im Vergleich der größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 26 in Bezug auf Marktkapitalisierung und Platz 18 in Bezug auf Handelsvolumen.

Auf Basis einer unveränderten Aktienanzahl von 43,5 Mio Stück lag die Marktkapitalisierung der Zumtobel Gruppe Ende Oktober 2012 bei 358 Mio EUR. Die Familie Zumtobel verfügt weiterhin über 35,4% der Stimmrechte. Darüber hinaus halten die institutionellen Investoren Delta Lloyd Asset Management NV und die FMR LLC (Fidelity) jeweils einen Stimmrechtsanteil von über 5% der ausgegebenen Aktien. Der Rest der Anteile liegt zum Großteil bei institutionellen Investoren. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag im ersten Halbjahr 2012/13 bei 108.094 Stück nach 169.832 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Zum 31.10.2012 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 370.456 Stück.

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im 1. Halbjahr 2012/13

Schlusskurs 30.04.12 EUR 10,40 Währung EUR
Schlusskurs 31.10.12 EUR 8,24 ISIN AT0000837307
Performance 1. Halbjahr 2012/13 -20,7% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 31.10.12 359 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 30.04.12 EUR 10,40 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 13.07.12 EUR 7,38 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 108.094 Anzahl der Aktien 43.500.000

Schwaches Branchenumfeld drückt Zumtobel Aktie

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Prognosen für Entwicklung der Weltwirtschaft erneut nach unten angepasst

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für die Weltkonjunktur im Oktober 2012 nochmals nach unten angepasst. Ausschlaggebend hierfür waren die zunehmenden Unsicherheiten aufgrund der Entwicklung der Finanzkrise in Europa und die nachlassende Wachstumsdynamik in den Entwicklungsund Schwellenländern. Entsprechend soll die Weltwirtschaft in 2012 nur moderat um 3,3% und in 2013 um 3,6% wachsen. Für die Eurozone wird in diesem Jahr sogar ein Rückgang des Sozialprodukts um 0,4% und im kommenden Jahr ein kleines Plus von 0,2% erwartet. Waren viele Länder Südeuropas schon bisher mit einer Rezession konfrontiert, haben sich die konjunkturellen Bedingungen zuletzt auch für bisher robuste Wirtschaftsregionen in West- und Nordeuropa verschärft. Insbesondere die für die Zumtobel Gruppe wichtigen Absatzmärkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die Wachstumserwartungen für die kommenden Quartale zurückgenommen. Die Lösung der Probleme – so der IWF – läge noch in weiter Ferne und eine Verschärfung der Schuldenproblematik mit zunehmenden Negativeffekten auf die Realwirtschaft sei nicht auszuschließen. Entsprechend stellt der IWF die Erreichung der genannten Schätzungen unter den Vorbehalt anhaltend hoher Risiken. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel Gruppe die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau, um gegebenenfalls zeitnah hierauf reagieren zu können.

Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2012

Mit Wirkung zum 01. November 2012 ist Alfred Felder neuer Chief Executive Officer (CEO) der Tridonic. Er löst damit den Vorstandsvorsitzenden der Zumtobel AG, Harald Sommerer, ab, der diese Aufgabe interimistisch zusätzlich übernommen hatte.

Auf der am 27. Juli 2012 stattgefundenen 36. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende in Höhe von 0,20 EUR je anspruchsberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 03. August 2012 (8,6 Mio EUR).

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Damit werden auch die laufenden Belastungen aus der Bereitstellungsprovision reduziert und es besteht grundsätzlich weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für strategische Schritte. Insgesamt sind zum Zwischenabschlussstichtag 195 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen worden.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 30. April 2012 sind nicht eingetreten.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2012 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Alfred Felder ist neuer Tridonic CEO

Hauptversammlung beschloss Dividende für GJ 2011/12

Rahmen des Konsortialkreditvertrages freiwillig auf 400 Mio EUR reduziert

Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2012/13

  • Gruppenumsatz trotz des deutlich eingetrübten konjunkturellen Umfelds nur leicht unter Vorjahresniveau (minus 1,3%)

  • 1,7% Umsatzwachstum im Lighting Segment

  • Schwaches Marktumfeld belastet Components Segment (minus 9,0%)

  • Weiterhin dynamische Umsatzentwicklung bei LED-Produkten (plus 59,8%)

Im ersten Halbjahr (1. Mai bis 31. Oktober 2012) des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 fiel der Gruppenumsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres trotz des deutlich eingetrübten konjunkturellen Umfelds leicht um 1,3% auf 658,1 Mio EUR (Vorjahr 666,8 Mio EUR). Dabei ist die Entwicklung nach Segmenten und Regionen sehr unterschiedlich. Das Thema Energieeffizienz ist weiterhin der zentrale Wachstumstreiber für beide Segmente der Zumtobel Gruppe. Speziell der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen sowie die LED-Technologie bringen wichtige Wachstumsimpulse.

Das Lighting Segment mit den Marken Zumtobel und Thorn zeigt eine stabile Umsatzentwicklung leicht über dem Niveau des Vorjahres und hebt sich damit erneut deutlich von der enttäuschenden Entwicklung im europäischen gewerblichen Hochbau ab. Positive Impulse aus dem Renovierungsgeschäft sowie Marktanteilsgewinne durch den Ausbau des Vertriebs im Rahmen der globalen Wachstumsstrategie führten im Berichtszeitraum trotz eines zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfelds in den wichtigsten europäischen Absatzmärkten zu einem Anstieg des Segmentumsatzes um insgesamt 1,7% auf 497,1 Mio EUR (Vorjahr 488,8 Mio EUR). Im zweiten Quartal wurde ein Umsatz von 254,1 Mio EUR (Vorjahr 252,7 Mio EUR) erreicht, was einem leichten Umsatzanstieg von 0,5% entspricht.

Der Umsatz im Components Segment fiel im Vergleich zum noch sehr guten ersten Halbjahr des Vorjahres um 9,0% auf 198,7 Mio EUR (Vorjahr 218,5 Mio EUR). In einem weiterhin sehr herausfordernden Marktumfeld können die rückläufigen Umsätze bei konventionellen Komponenten mit dem derzeitigen Portfolio im Bereich LED-Komponenten nicht kompensiert werden. Da die neue Generation von elektronischen Vorschaltgeräten gut vom Markt aufgenommen wurde, konnte allerdings der Umsatz gegenüber den drei Vorquartalen leicht gesteigert und Marktanteile zurückgewonnen werden. Im Bereich LED-Konverter und -Module werden noch in diesem Kalenderjahr neue wettbewerbsfähige Produkte in den Markt eingeführt. Der Absatz magnetischer Vorschaltgeräte ist weiterhin stark rückläufig.

Entwicklung Segmente in Mio EUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Veränderung
in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Veränderung
in %
Lighting Segment 254,1 252,7 0,5 497,1 488,8 1,7
Components Segment 100,6 108,2 -7,0 198,7 218,5 -9,0
Überleitung -19,9 -20,4 -2,5 -37,7 -40,5 -6,9
Zumtobel Gruppe 334,8 340,5 -1,7 658,1 666,8 -1,3

In der LED-Technologie konnte die Zumtobel Gruppe im abgelaufenen Halbjahr das dynamische Wachstum weiter fortsetzen. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Berichtszeitraum um 59,8% auf 131,3 Mio EUR (Vorjahr 82,2 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit im Berichtszeitraum auf nunmehr 20,0% gegenüber 12,3% im ersten Halbjahr des Vorjahres. Vor allem das Lighting Segment konnte mit einem umfassenden innovativen LED-Leuchtenportfolio von der stark steigenden Nachfrage nach LED-Beleuchtung profitieren, der LED-Segmentumsatz stieg im Berichtszeitraum um 70,7% auf 101,3 Mio EUR. Das LED-Produktportfolio im Components Segment besteht neben LED-Modulen und -Konvertern für die Allgemeinbeleuchtung aus LED-Modulen für Lichtwerbung ("Signage")

Gruppenumsatz leicht unter Vorjahr

1,7% Umsatzwachstum im Lighting Segment

Schwaches Marktumfeld belastet Components Segment

Umsatz mit LED-Produkten wächst dynamisch

und Kühlmöbelbeleuchtung sowie LED-Retrofit-Lampen. Im Rahmen der strategischen Fokussierung im Bereich LED-Komponenten auf das Kerngeschäft in der professionellen Allgemeinbeleuchtung wurden die erfolgreichen Aktivitäten im Bereich der Werbebeleuchtung in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert und das Geschäft zur Kühlmöbelbeleuchtung verkauft. Der Umsatz mit LED-Komponenten stieg im ersten Halbjahr um 30,4% auf 35,1 Mio EUR.

Regionale Umsatzverteilung Q2 2012/13 1. HJ 2012/13
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung in
%
in % vom
Konzern
D/A/CH 96,0 -0,4 181,6 -1,0 27,6
Osteuropa 17,5 0,9 34,9 -0,1 5,3
Nordeuropa 28,2 0,3 53,0 5,2 8,1
Westeuropa 98,3 6,7 195,6 1,9 29,7
Südeuropa 23,3 -20,8 49,4 -6,8 7,5
Europa 263,3 0,0 514,5 0,1 78,2
Asien 28,2 0,0 57,6 -3,8 8,8
Australien & Neuseeland 30,2 -17,4 59,3 -14,9 9,0
Amerika 10,5 7,9 21,4 16,7 3,3
Rest 2,6 -3,1 5,3 5,3 0,8
Gesamt 334,8 -1,7 658,1 -1,3 100,0

Europa leicht unter Vorjahresniveau

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen im ersten Halbjahr 2012/13 verlief sehr unterschiedlich. Die konjunkturellen Bedingungen haben sich im Verlauf des zweiten Quartals auch für bisher robuste Wirtschaftsregionen in Zentraleuropa verschärft. Während das Components Segment im Berichtszeitraum mit Ausnahme von Nordeuropa in allen Kernregionen weiterhin zum Teil deutliche Umsatzrückgänge verzeichnete, konnte das Lighting Segment den Umsatz sowohl in als auch außerhalb Europas leicht über Vorjahresniveau halten. In Summe stieg der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa im Berichtszeitraum geringfügig um 0,1% auf 514,5 Mio EUR (Vorjahr 513,8 Mio EUR). In der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) fiel der Umsatz aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Entwicklung in Deutschland um 1,0%. Ein gutes Wachstum mit plus 5,2% verzeichnete die Region Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island), allerdings mit einer deutlich abnehmenden Dynamik im zweiten Quartal (plus 0,3%). In der Region Osteuropa verringerten sich die Umsätze aufgrund von deutlichen Rückgängen im Components Segment im Berichtszeitraum um 0,1% auf 34,9 Mio EUR (Vorjahr 35,0 Mio EUR). Die umsatzstärkste Region Westeuropa (Großbritannien, Frankreich, Benelux) konnte das Niveau des ersten Halbjahres des Vorjahres halten (plus 1,9%), profitierte allerdings von positiven Währungseffekten aus der Aufwertung des Britischen Pfunds gegenüber dem Euro. In den Niederlanden war die Entwicklung zuletzt rückläufig. Die Region Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland, Türkei) verzeichnet konjunkturbedingt einen Umsatzrückgang von 6,8%. Der relative Umsatzanteil Europas am Konzernumsatz ist im Berichtszeitraum mit 78,2% nahezu unverändert geblieben (Vorjahr 77,1%).

Dynamische Entwicklung in Amerika

In der Region Asien (umfasst im Wesentlichen China, Hongkong, Singapur, Indien und den Mittleren Osten) führte vor allem ein stark rückläufiges Komponentengeschäft im Mittleren Osten im ersten Halbjahr zu einem Umsatzrückgang von 3,8% auf 57,6 Mio EUR (Vorjahr 60,0 Mio EUR). Im Lighting Segment war die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal wieder positiv. In der Region Amerika tragen die ergriffenen Maßnahmen erste Früchte und im ersten Halbjahr 2012/13 konnte ein Wachstum von 16,7% erzielt werden (währungsbereinigt plus 5,9%). Die Umsatzentwicklung in der Region Australien & Neuseeland ist vor allem durch ein stark rückläufiges Komponentengeschäft belastet. Der Umsatz fiel im ersten Halbjahr 2012/13 um 14,9%.

Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr 2012/13

  • Bereinigtes EBIT bei 32,7 Mio EUR (Vorjahr 43,6 Mio EUR)

  • Unterauslastung im Components Segment und Technologiewandel belasten EBIT

  • Restrukturierungen führen zu negativen Sondereffekten in Höhe von 3,7 Mio EUR

  • Periodenergebnis sinkt auf 19,8 Mio EUR (Vorjahr 34,3 Mio EUR)

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Veränderung
in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 334,8 340,5 -1,7 658,1 666,8 -1,3
Kosten der umgesetzten Leistungen -223,1 -227,0 -1,7 -442,1 -445,7 -0,8
Bruttoergebnis vom Umsatz 111,7 113,5 -1,7 216,0 221,1 -2,3
in % vom Umsatz 33,4 33,3 32,8 33,2
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -91,8 -88,2 4,1 -183,4 -177,5 3,3
Bereinigtes EBIT 19,9 25,4 -21,8 32,7 43,6 -25,1
in % vom Umsatz 5,9 7,5 5,0 6,5
Sondereffekte -3,7 0,0 -3,7 0,0
EBIT 16,1 25,4 -36,4 28,9 43,6 -33,7
in % vom Umsatz 4,8 7,5 4,4 6,5
Finanzergebnis -3,6 -2,5 -46,1 -5,4 -5,0 -8,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 12,6 22,9 -45,2 23,5 38,6 -39,1
Ertragsteuern -1,5 -2,0 -24,0 -3,5 -4,1 -14,4
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,3 -0,3 3,4 -0,3 -0,3 3,5
Periodenergebnis 10,7 20,6 -47,9 19,8 34,3 -42,3
Abschreibungen und Amortisierungen 14,7 13,1 12,5 28,6 25,8 10,9
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,27 0,48 -44,7 0,48 0,79 -39,6

Nachrichtlich: Das EBITDA (EBIT zzgl. Abschreibungen) im ersten Halbjahr 2012/13 betrug 57,5 Mio EUR.

Belastungen aus dem Technologiewandel in beiden Segmenten, wie etwa höhere Entwicklungsaufwendungen und eine derzeit noch geringere Profitabilität bei LED-Produkten, sowie die konjunkturbedingte Unterauslastung im Components Segment haben sich im ersten Halbjahr 2012/13 in einem Rückgang des bereinigten Gruppen-EBIT auf 32,7 Mio EUR (Vorjahr 43,6 Mio EUR) niedergeschlagen. Damit fiel die bereinigte EBIT-Marge auf 5,0% (Vorjahr 6,5%). Erfreulich war hingegen, dass das Lighting Segment trotz einer dynamischen Entwicklung bei derzeit noch margenschwächeren LED-Produkten (plus 70,7%) das bereinigte operative Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres halten konnte. Dabei gelingt es der Zumtobel Gruppe zunehmend, auch bei den Margen für LED-Produkte gute Fortschritte zu machen. Die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten haben sich von 25,2 Mio EUR auf 32,7 Mio EUR erhöht (plus 7,5 Mio EUR), wobei 3,3 Mio EUR dem Entwicklungsbereich zugeordnet wurden, welche im ersten Halbjahr des Vorjahres noch Teil der restlichen Kosten der umgesetzten Leistung waren. Zur Absicherung der guten Wettbewerbsposition muss die Zumtobel Gruppe gleichzeitig in den Bereichen LED, konventionelle Lichttechnik sowie intelligente Lichtsysteme investieren. Dies führt zu einer übergangsweise deutlich größeren Produktvielfalt und damit in beiden Segmenten zu deutlich höheren F&E-Aufwendungen.

Aufgrund der mittelfristigen Wachstumsperspektiven investierte die Zumtobel Gruppe im Vorjahr deutlich in den Ausbau der Vertriebsstrukturen, was zu einer Erhöhung der Vertriebskosten im Gesamtjahr 2011/12 um 26,1 Mio EUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 führte. Um der unsicheren konjunkturellen Entwicklung in den wichtigsten Absatzmärkten Rechnung zu tragen, wurde dieser Ausbau im Berichtszeitraum nicht weiter fortgesetzt und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet. Die Unterauslastung im Components Segment und Technologiewandel belasten Gruppen-EBIT

Vertriebskosten nur geringfügig erhöht

Vertriebskosten erhöhten sich im Berichtszeitraum trotz einer gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres höheren Anzahl von Vertriebsmitarbeitern sowie Tariflohnerhöhungen nur geringfügig von 161,3 Mio EUR auf 165,4 Mio EUR (plus 2,6%). Die Verwaltungskosten stiegen auf 20,1 Mio EUR (Vorjahr 18,5 Mio EUR). Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 2,2 Mio EUR (Vorjahr 2,3 Mio EUR) beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Restrukturierungen führen zu negativen Sondereffekten in Höhe von 3,7 Mio EUR

Die im zweiten Quartal 2012/13 verbuchten negativen Sondereffekte in Höhe von 3,7 Mio EUR stehen im Zusammenhang mit den eingeleiteten personellen und strukturellen Anpassungen an das schwierige Marktumfeld, wie etwa Restrukturierungsmaßnahmen in der Vertriebsorganisation des Lighting Segments oder die Reorganisation der Produktion des Components Segment in der Schweiz. Auf die Ausführungen im Konzernzwischenabschluss wird verwiesen.

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Veränderung
in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 16,1 25,4 -36,4 28,9 43,6 -33,7
davon Sondereffekte -3,7 0,0 -3,7 0,0
Bereinigtes EBIT 19,9 25,4 -21,8 32,7 43,6 -25,1
in % vom Umsatz 5,9 7,5 5,0 6,5

Leicht verringertes Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtszeitraum geringfügig auf minus 5,4 Mio EUR (Vorjahr minus 5,0 Mio EUR). Im Zinsaufwand sind im Wesentlichen Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten, welche aufgrund einer im Berichtszeitraum niedrigeren Nettoverschuldung um 0,4 Mio EUR gesunken sind. Demgegenüber waren die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge mit 0,7 Mio EUR negativ (Vorjahr plus 0,1 Mio EUR). Auf die detaillierten Ausführungen im Konzernzwischenabschluss wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Veränderung
in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Veränderung
in %
Zinsaufwand -2,5 -2,6 -3,6 -5,0 -5,4 -7,1
Zinsertrag 0,3 0,2 66,9 0,6 0,5 13,0
Zinssaldo -2,2 -2,5 -8,7 -4,4 -4,9 -9,2
Übrige finanzielle Aufwendungen und
Erträge
-1,2 0,1 <-100 -0,7 0,1 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
-0,1 -0,1 <-100 -0,2 -0,2 3,3
Finanzergebnis -3,6 -2,5 -46,1 -5,4 -5,0 -8,4

Periodenergebnis sinkt auf 19,8 Mio EUR

Das Vorsteuerergebnis betrug im ersten Halbjahr 23,5 Mio EUR (Vorjahr 38,6 Mio EUR). Darauf fielen Ertragsteuern in Höhe von 3,5 Mio EUR (Vorjahr 4,1 Mio EUR) an. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 0,3 Mio EUR bezieht sich auf nachträglich abzugrenzende Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren für den im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 aufgegebenen Bereich der Eventbeleuchtung (Space Cannon VH SRL). Das Periodenergebnis sank um rund ein Drittel auf 19,8 Mio EUR gegenüber 34,3 Mio EUR im Vorjahr. Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt sich somit ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio Aktien) von 0,48 EUR (Vorjahr 0,79 EUR).

Cashflow und Vermögenslage

  • Positive Entwicklung beim Working Capital fortgesetzt

  • Anlageinvestitionen auf 23,0 Mio EUR (Vorjahr 25,9 Mio EUR) gesenkt

  • Deutlich verbesserter Free Cashflow gegenüber Vorjahr

  • Weiterhin solide Bilanzstruktur

Die Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Zum 31. Oktober 2012 lag der Working Capital-Bestand mit 241,0 Mio EUR deutlich unter dem Niveau zum Zwischenabschlussstichtag des Vorjahres (279,8 Mio EUR). In den letzten vier Quartalen konnten die hohen Vorratsbestände sowohl im Components Segment als auch im Lighting Segment durch konsequentes Bestandsmanagement deutlich abgebaut werden. Im Vergleich zum 31. Oktober 2011 reduzierte sich der Working Capital-Bestand von 21,9% auf 19,0% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes und liegt damit klar innerhalb des vom Konzern definierten Zielkorridors von 18 bis 20%. Der Mittelabfluss aus dem Aufbau von Working Capital seit dem Bilanzstichtag reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 48,3 Mio EUR auf 11,1 Mio EUR. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft verbesserte sich dadurch im ersten Halbjahr 2012/13 um 31,0 Mio EUR auf 33,6 Mio EUR.

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Im ersten Halbjahr 2012/13 wurden 23,0 Mio EUR in Anlagevermögen in verschiedenen Produktionswerken investiert (Vorjahr 25,9 Mio EUR). Anlageinvestitionen umfassen Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung (6,5 Mio EUR). Die Erweiterungs- und Instandhaltungsinvestitionen betreffen vor allem die Leuchtenwerke Österreich, Deutschland und Großbritannien. Dies führte zu einem positiven Free Cashflow in Höhe von 10,5 Mio EUR (Vorjahr minus 21,6 Mio EUR).

Free Cashflow bei plus 10,5 Mio EUR

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet hauptsächlich die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel AG für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 8,6 Mio EUR, die Verringerung der

Positive Entwicklung beim Working Capital

Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens der Kreditlinien seit dem Bilanzstichtag sowie die bezahlten Zinsen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 31. Oktober
2012
30. April 2012
Bilanzsumme 1.041,9 1.036,3
Nettoverbindlichkeiten 139,2 141,4
Schuldendeckungsgrad 1,82 1,60
Eigenkapital 385,0 370,5
Eigenkapitalquote in % 36,9 35,8
Verschuldungsgrad in % 36,2 38,2
Investitionen 23,0 57,2
Working Capital 241,0 228,3
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 19,0 17,8

Solide Bilanzstruktur

Die Qualität der Bilanzstruktur ist nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 35,8% am 30. April 2012 auf 36,9%. Die Nettoverbindlichkeiten sanken seit Beginn des Geschäftsjahres um 2,2 Mio EUR auf 139,2 Mio EUR (Vorjahr 188,6 Mio EUR), so dass sich der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – gegenüber dem Bilanzstichtag am 30.04.2012 von 38,2% auf 36,2% verbesserte.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13

Risikomanagement zum frühzeitigen Erkennen von Chancen und Risiken In der Zumtobel Gruppe wird ein angemessenes Risikomanagementsystem als ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition gesehen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine zusätzliche Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Gruppe deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Die höheren Strukturkosten aus dem Ausbau der Vertriebs- und der F&E-Aktivitäten im Rahmen der globalen Wachstumsstrategie belasten bei rückläufigen Umsätzen die Profitabilität zusätzlich. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Marke Thorn haben, da ungefähr 40% des Markenumsatzes aus öffentlichen Mitteln wie etwa mit Außenbeleuchtungen für Straßen oder Beleuchtung für öffentliche Gebäude generiert werden. Zusätzlich könnte der Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an das schwierige Marktumfeld können zu Restrukturierungsaufwendungen führen. Risiken aus Konjunkturentwicklung

Die Geschwindigkeit des technologischen Transformationsprozesses von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED liegt deutlich über den Erwartungen der Zumtobel Gruppe und stellt für die gesamte Lichtindustrie und insbesondere für das Komponentengeschäft eine große Herausforderung dar. Zur Absicherung der Wettbewerbsposition muss gleichzeitig in die Bereiche LED und konventionelle Lichttechnik investiert Technologiewechsel durch LED

werden. Dies führt zu einer übergangsweise höheren Produktvielfalt und damit zu deutlich höheren Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Die kürzeren Innovationszyklen und steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein wesentlich engeres Bestandsmanagement und bergen daher ein erhöhtes Risiko von Wertberichtigungen. Darüber hinaus drängen neue Anbieter, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, auf den professionellen Lichtmarkt. Diese stellen vor allem in den Bereichen LED-Module und LED-Konverter teilweise eine direkte Konkurrenz für das LED-Komponentengeschäft der Zumtobel Gruppe dar.

Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Insbesondere im Components Segment hängt die weitere Entwicklung im Jahresfortgang von der Marktakzeptanz für die neuen innovativen Produkte in den Bereichen elektronische Vorschaltgeräte sowie LED-Komponenten für die Allgemeinbeleuchtung ab.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können, und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum 31. Oktober 2012 stehen der Gruppe kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 99,7 Mio EUR zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Damit reduzieren sich auch die Belastungen aus der Bereitstellungsprovision. Insgesamt sind 195 Mio EUR vom Konsortialkreditvertrag zum Zwischenabschlussstichtag in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 31. Oktober 2012 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,82 und einer Eigenkapitalquote von 36,9% vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 122 Mio EUR abgeschlossen, also rund 60% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens, sowie weitere 60 Mio EUR Nominalvolumen als Forward-Start-Basis als Folgesicherung. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen bzw. nach oben begrenzte Zinszahlungen (Cap) von maximal 3,34%.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr war von positiven Währungstranslationseffekten (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung), insbesondere durch die Abwertung des Euro gegenüber dem Britischen Pfund, der Schwedischen Krone sowie dem amerikanischen und australischen Dollar beeinflusst. Das Translationsrisiko ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Zumtobel Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Gruppe überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen

Marktakzeptanz für die neuen Produkte

Liquiditätsrisiko gering

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko

ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist im zweiten Halbjahr 2012/13 aus heutiger Sicht kein negativer Transaktionseffekt zu erwarten.

Bezüglich weiterer möglicher Risiken und Chancen der Zumtobel Gruppe wird auf die Ausführungen des Geschäftsberichtes 2011/12 verwiesen. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

Konjunkturelle Unsicherheit nimmt zu

Die zunehmend schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen, insbesondere in Europa, werden die Zumtobel Gruppe auch in den kommenden Quartalen begleiten. Die geringe Visibilität und in Verbindung damit auch eine weiter zunehmende Planungsunsicherheit erschweren eine konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2012/13. Angesichts des schwierigen Marktumfelds setzt die Zumtobel Gruppe auf eine zeitnahe Optimierung ihrer Strukturen. Dazu wurden wie beschrieben bereits im ersten Halbjahr verschiedenste Maßnahmen eingeleitet, weitere personelle und strukturelle Anpassungen werden in Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung folgen. Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand an der bereits kommunizierten Zielsetzung für das Gesamtjahr fest, gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung beim Gruppenumsatz (2011/12: 1.280,3 Mio EUR) und der bereinigten EBIT-Marge (2011/12: 2,7%) erzielen zu können.

Dornbirn, 5. Dezember 2012

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Verände
rung in %
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Verände
rung in %
Umsatzerlöse 334.758 340.499 -1,7 658.145 666.829 -1,3
Kosten der umgesetzten Leistungen -223.100 -226.952 -1,7 -442.137 -445.692 -0,8
Bruttoergebnis vom Umsatz 111.658 113.547 -1,7 216.008 221.137 -2,3
in % vom Umsatz 33,4 33,3 32,8 33,2
Vertriebskosten -83.127 -80.575 3,2 -165.446 -161.297 2,6
Verwaltungskosten -9.823 -8.908 10,3 -20.106 -18.472 8,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2.563 1.330 <-100 -1.525 2.252 <-100
davon Sondereffekte -3.722 0 -3.722 0
Betriebsergebnis 16.145 25.394 -36,4 28.931 43.620 -33,7
in % vom Umsatz 4,8 7,5 4,4 6,5
Zinsaufwand -2.537 -2.632 -3,6 -5.016 -5.397 -7,1
Zinsertrag 296 177 66,9 593 525 13,0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -1.193 73 <-100 -735 127 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -146 -69 >100 -247 -239 3,3
Finanzergebnis -3.580 -2.451 -46,1 -5.405 -4.984 8,4
in % vom Umsatz -1,1 -0,7 -0,8 -0,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.565 22.943 -45,2 23.526 38.636 -39,1
Ertragsteuern -1.539 -2.024 -24,0 -3.473 -4.060 -14,4
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 11.026 20.919 -47,3 20.053 34.576 -42,0
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -288 -298 3,4 -288 -298 -3,5
Periodenergebnis 10.738 20.621 -47,9 19.765 34.278 -42,3
in % vom Umsatz 3,2 6,1 3,0 5,1
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar -713 -74 >100 -902 53 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 11.451 20.695 -44,7 20.667 34.225 -39,6
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.116 43.104 43.111 43.095
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 7 39 7 39
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.123 43.143 43.118 43.134
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,27 0,48 0,48 0,79
Ergebnis je Aktie verwässert 0,27 0,48 0,48 0,79
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,26 0,49 0,47 0,80
Ergebnis je Aktie verwässert 0,26 0,48 0,47 0,80
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,01 -0,01 -0,01 -0,01
Ergebnis je Aktie verwässert -0,01 -0,01 -0,01 -0,01

Gesamtergebnisrechnung

Q2 2012/13 Q2 2011/12 Veränderung 1. HJ 2012/13 1. HJ 2011/12 Veränderung
in TEUR in % in %
Periodenergebnis 10.738 20.621 -47,9 19.765 34.278 -42,3
Währungsdifferenzen -6.326 -3.699 71,0 990 7.640 -87,0
Währungsdifferenzen aus Darlehen -3.312 2.067 <-100 2.081 -567 >100
Hedge Accounting 246 -1.064 >100 -916 -1.799 49,1
Steuern -60 266 <-100 229 450 -49,0
davon Hedge Accounting -60 266 <-100 229 450 -49,0
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -9.452 -2.430 >100 2.384 5.724 -58,4
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar -149 63 <-100 59 184 -68,1
davon den Anteilseignern des Mutterunterneh
mens zuordenbar -9.303 -2.493 >100 2.325 5.540 -58,0
Gesamtergebnis 1.286 18.191 -92,9 22.149 40.002 -44,6
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar -862 -12 >100 -844 237 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunterneh
mens zuordenbar 2.148 18.203 -88,2 22.993 39.765 -42,2

Bilanz

in TEUR 31. Oktober 2012 in % 30. April 2012 in %
Firmenwerte 191.650 18,4 190.842 18,4
Übrige immaterielle Vermögenswerte 50.641 4,9 51.414 5,0
Sachanlagen 238.205 22,8 242.271 23,4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4.022 0,4 4.366 0,4
Finanzielle Vermögenswerte 1.783 0,2 2.547 0,2
Übrige Vermögenswerte 4.124 0,4 4.005 0,4
Latente Steuern 36.886 3,5 36.337 3,5
Langfristiges Vermögen 527.311 50,6 531.782 51,3
Vorräte 168.183 16,1 172.748 16,7
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 227.480 21,8 209.724 20,2
Finanzielle Vermögenswerte 8.446 0,8 8.390 0,8
Übrige Vermögenswerte 24.524 2,4 25.936 2,5
Liquide Mittel 85.964 8,3 87.704 8,5
Kurzfristiges Vermögen 514.597 49,4 504.502 48,7
VERMÖGEN 1.041.908 100,0 1.036.284 100,0
Grundkapital 108.750 10,4 108.750 10,5
Kapitalrücklagen 335.178 32,2 335.006 32,3
Gewinnrücklagen -82.220 -7,9 -91.880 -8,9
Periodenergebnis 20.667 2,0 15.955 1,6
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 382.375 36,7 367.831 35,5
Kapital der Minderheitengesellschafter 2.610 0,2 2.714 0,3
Eigenkapital 384.985 36,9 370.545 35,8
Rückstellungen für Pensionen 67.970 6,5 70.798 6,8
Rückstellungen für Abfertigungen 39.276 3,8 38.658 3,7
Sonstige Personalrückstellungen gemäß IAS 19 14.794 1,4 14.753 1,4
Übrige Rückstellungen 686 0,1 668 0,1
Finanzschulden 222.904 21,4 227.342 21,9
Übrige Verbindlichkeiten 998 0,1 14 0,0
Latente Steuern 9.776 0,9 9.917 1,0
Langfristige Schulden 356.404 34,2 362.150 34,9
Rückstellungen für Ertragsteuern 22.018 2,1 21.242 2,0
Übrige Rückstellungen 23.954 2,3 22.849 2,3
Finanzschulden 5.107 0,5 3.744 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 126.924 12,2 130.960 12,6
Übrige Verbindlichkeiten 122.516 11,8 124.794 12,0
Kurzfristige Schulden 300.519 28,9 303.589 29,3
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.041.908 100,0 1.036.284 100,0

Kapitalflussrechnung

in TEUR 1. HJ 2012/13 1. HJ 2011/12
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 28.643 43.322
Abschreibungen und Amortisierungen 28.570 25.771
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen -45 130
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -288 273
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 56.880 69.496
Vorräte 5.781 -9.344
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -10.460 -39.606
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -10.967 -11.198
Erhaltene Anzahlungen 4.506 11.839
Veränderung des Working Capital -11.140 -48.309
Langfristige Rückstellungen -4.791 -3.201
Kurzfristige Rückstellungen 1.026 -1.938
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -5.450 -9.518
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -9.215 -14.657
Bezahlte Steuern -2.937 -3.982
Cashflow aus dem operativen Geschäft 33.588 2.548
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 236 92
Auszahlungen für Anlagenzugänge -23.047 -25.938
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten -1.041 1.745
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 740 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.112 -24.101
FREIER CASHFLOW 10.476 -21.553
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -2.985 42.615
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 60 80
Dividenden -8.621 -22.109
Ausübung Optionen 172 -398
Bezahlte Zinsen -3.993 -4.507
Vereinnahmte Zinsen 593 621
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.834 16.222
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 1.284 1.778
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -3.074 -3.553
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 83.738 70.757
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 80.664 67.204
Veränderung -3.074 -3.553

Eigenkapitalveränderungsrechnung

1. Halbjahr 2012 2012/13

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2012 108.750 335.006 3.724 -27.311 -3.643 19.732 -84.382 15.955 367.831 2.714 370.545
+/- Einstellungen in die Gewinn
rücklagen 0 0 15.955 0 0 0 0 -15.955 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 3.013 -687 0 0 20.667 22.993 -844 22.149
+/- Aktienoptionen – Ausübungen 0 172 0 0 0 0 0 0 172 0 172
+/- Dividenden 0 0 -8.621 0 0 0 0 0 -8.621 0 -8.621
+/- Konsolidierungskreisänderung 0 0 0 0 0 0 0 0 0 740 740
31. Oktober 2012 108.750 335.178 11.058 -24.298 -4.330 19.732 -84.382 20.667 382.375 2.610 384.985

1. Halbjahr 201 2011/12

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2011 108.750 335.387 -25.749 -51.096 -1.441 18.418 -59.950 51.025 375.344 3.308 378.652
+/- Einstellungen in die Gewinn
rücklagen 0 0 51.025 0 0 0 0 -51.025 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 6.889 -1.349 0 0 34.225 39.765 237 40.002
+/- Aktienoptionen – Ausübungen 0 -398 0 0 0 0 0 0 -398 0 -398
+/- Aktienoptionen – Dotie
rung/Auflösung 0 0 0 0 0 542 0 0 542 0 542
+/- Dividenden 0 0 -21.552 0 0 0 0 0 -21.552 -557 -22.109 -22.109
31. Oktober 2011 108.750 334.989 3.724 -44.207 -2.790 18.960 -59.950 34.225 393.701 2.988 396.689

In der Bilanz sind unter der Position "Gewinnrücklagen" neben den sonstigen Gewinnrücklagen die Währungsrücklage, die Rücklage für Hedge Accounting, die Rücklage für Aktienoptionen und die Rücklage für IAS 19 enthalten.

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2012 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, welches die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS/IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Seit dem Konzernabschluss zum 30. April 2012 wurden keine neuen IFRS bzw. IFRIC veröffentlicht oder von der Europäischen Union übernommen, welche von wesentlicher Bedeutung für die Zumtobel Gruppe sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Oktober 2012 sind mit Ausnahme der bilanziellen Behandlung der Firmenwerte grundsätzlich unverändert geblieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf den Konzernabschluss zum 30. April 2012 verwiesen. Die Änderungen betreffend die Bilanzierung der Firmenwerte sind in den "Erläuterungen zur Bilanz" weiter unten im Text dargestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Währungsumrechnung

Die wichtigsten Währungen für die Umrechnung der Tochtergesellschaften in EUR stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn- und Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 31. Oktober 2012 31. Oktober 2011 31. Oktober 2012 30. April 2012
AUD 1,2349 1,3484 1,2528 1,3116
CHF 1,2038 1,1976 1,2076 1,2057
USD 1,2637 1,4141 1,2993 1,3681
SEK 8,6307 9,1030 8,6000 9,0186
GBP 0,7985 0,8781 0,8065 0,8585

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss fließen alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen ein, die von der Zumtobel AG kontrolliert werden. Die Veränderung des Konsolidierungskreises stellt sich für die Zwischenperiode wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2012 94 6 100
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 1 0 1
davon Neugründung 1 0 1
Im Berichtszeitraum entkonsolidiert 0 -1 -1
31. Oktober 2012 95 5 100
  • Die Gesellschaft Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited wurde mit Mai des Geschäftsjahres 2012/13 erstkonsolidiert. Die Zumtobel Gruppe hält 51% der Anteile an der neu gegründeten Gesellschaft.

  • Die Mehrheitseigentümer der z-werkzeugbau gmbh haben im dritten Quartal 2009/10 die Option auf die restlichen 30% der Gesellschaft ausgeübt. Die Übertragung der Anteile ist am 31. Mai 2012 erfolgt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zur Vorperiode.

Saisonalität

Saisonal bedingt sind die beiden ersten Quartale des Geschäftsjahres umsatzstärker als das zweite Halbjahr; dabei liegt insbesondere das dritte Quartal wesentlich unter dem Durchschnitt. Diese Verteilung resultiert aus der Abhängigkeit des Konzerns von der Entwicklung der Bautätigkeit und deren saisonaler Schwankung über den Jahresverlauf.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres 2012/13 gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3% auf TEUR 658.145 zurück. Der Umsatzrückgang resultiert aus den um 9,0% gesunkenen Umsätzen im Components Segment, welche trotz um 1,7% gestiegener Umsätze im Lighting Segement nicht kompensiert werden konnten.

Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

1. Halbjahr 2012 2012/13

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -281.500 -1.988 -34 0 -283.522
Personalaufwand -111.561 -92.697 -14.268 -3.092 -221.618
Abschreibungen -24.490 -3.034 -589 -457 -28.570
Sonstiger Aufwand -37.427 -65.240 -7.218 -311 -110.196
Aktivierte Eigenleistungen 7.324 -19 0 0 7.305
Interne Verrechnung 3.027 -4.855 1.828 0 0
Summe Aufwände -444.627 -167.833 -20.281 -3.860 -636.601
Sonstige Erträge 2.490 2.387 175 2.335 7.387
Summe -442.137 -165.446 -20.106 -1.525 -629.214

1. Halbjahr 201 2011/12

Kosten der
umgesetzten
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Summe
in TEUR Leistungen Ergebnis
Materialaufwand -291.986 -2.003 -33 1 -294.021
Personalaufwand -111.283 -85.091 -13.790 -5 -210.169
Abschreibungen -22.328 -2.993 -450 0 -25.771
Sonstiger Aufwand -33.785 -68.493 -6.387 -179 -108.844
Aktivierte Eigenleistungen 6.159 20 0 0 6.179
Interne Verrechnung 3.833 -5.798 1.965 0 0
Summe Aufwände -449.390 -164.358 -18.695 -183 -632.626
Sonstige Erträge 3.698 3.061 223 2.435 9.417
Summe -445.692 -161.297 -18.472 2.252 -623.209

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 32.706 (VJ TEUR 25.227) enthalten. Der Anstieg resultiert unter anderem aus einer Umgliederung von Kosten innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 wurden Kosten in Höhe von TEUR 3.286 dem Entwicklungsbereich zugeordnet, welche im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 noch den restlichen Kosten der umgesetzten Leistungen zugeordnet waren. Der Vergleichswert des Vorjahres beläuft sich auf TEUR 3.191.

In der Periode wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 6.465 (VJ TEUR 5.691) aktiviert, die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 6.499 (VJ TEUR 5.616).

Die Vertriebskosten sind im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftjahres im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% gestiegen, was vor allem auf eine höhere durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Vertriebsbereich sowie auf Tariflohnerhöhungen zurückzuführen ist.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR Q2 2012/13 Q2 2011/12 1. HJ 2012/13 1. HJ 2011/12
Förderungen der öffentlichen Hand 760 457 872 784
Lizenzeinnahmen 402 991 1.268 1.658
Sondereffekte -3.722 0 -3.722 0
Wertminderungen von Anlagevermögen -457 0 -457 0
Restrukturierungen -3.265 0 -3.265 0
Sonstiges -3 -118 57 -190
Summe -2.563 1.330 -1.525 2.252

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im ersten Halbjahr des Vorjahres, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 betreffen, wie im ersten Halbjahr des Vorjahres, Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Die im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter den Sondereffekten ausgewiesene Wertminderung von Anlagevermögen betrifft die Abschreibung eines aktivierten Kundenstocks, welcher aufgrund von eingeleiteten Umstruktrukturierungsmaßnahmen nicht mehr werthaltig ist.

Die ebenfalls im zweiten Quartal des Geschäftsjahres ausgewiesene Restrukturierungsposition betrifft im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Vertriebsorganisationen des Lighting Segments in Deutschland und Dänemark im Ausmaß von TEUR 1.217 sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen in Produktionsstandorten des Components Segments in Höhe von TEUR 1.303. Dies betrifft die Fertigungsstandorte in Australien und der Schweiz.

Die Zeile "Sonstiges" beinhaltet den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten.

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -1.072 -1.005 -2.089 -2.009
Fremdwährungsergebnis -2.034 -1.202 -139 -655
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 1.913 2.280 1.093 2.791
Veräußerungsgewinne/-verluste 0 0 400 0
Summe -1.193 73 -735 127

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
Laufende Steuern -1.747 -1.167 -3.710 -3.666
davon laufendes Jahr -1.748 -1.414 -3.545 -3.829
davon vergangene Jahre 1 247 -165 163
Latente Steuern 208 -857 237 -394
Ertragsteuern -1.539 -2.024 -3.473 -4.060

Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft nachträglich abzugrenzende Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Auch das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis dieser Position resultiert aus der Aufgabe dieses Bereichs.

Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt durch Division des Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zum Zwischenabschlussstichtag.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie basiert auf der Annahme der Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm (SOP/MSP). Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mitberücksichtigt.

1. Halbjahr Halbjahr 2012/13
in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2012 43.106 43.106
Aktienoptionen – Ausübungen 23 5
31. Oktober 2012 43.129 43.111

Geschäftsjahr 20 2011/12

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2011 42.821 42.821
Aktienoptionen – Ausübungen 283 264
31. Oktober 2011 43.104 43.085
Aktienoptionen – Ausübungen 2 15
30. April 2012 43.106 43.100

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Währungsdifferenzen

Bei den Währungsdifferenzen handelt es sich um Effekte aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften sowie Effekte resultierend aus der währungsbedingten Anpassung der Firmenwerte durch die Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen").

Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen resultieren aus langfristigen Darlehen in SEK, GBP und USD, die als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner werden unter dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen.

Steuern

In dieser Position sind ausschließlich latente Steuern im Zusammenhang mit Hedge Accounting ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zum Bilanzstichtag 30. April 2012.

Firmenwerte

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 erfolgte aufgrund einer Anpassung der internen Berichtsstruktur für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung eine Aufteilung der bisher nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte ("ZGE Lighting Brands – Europa", "ZGE Lighting Brands – MENA und Asien", "ZGE Lighting Brands – Australien & Neuseeland" und "ZGE Lighting Brands – USA") auf neu definierte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) im Sinne des IAS 36.87.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zum 30. April 2011 nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die neu definierten ZGE sind:

"ZGE Zumtobel Brand" "ZGE Thorn Brand"

Die nunmehrige Überwachung der Ergebnisse mittels der nach Marken aufgegliederten Finanzinformationen erforderte die entsprechende Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen beizulegenden Zeitwerte der ZGE.

Die neu gebildeten Einheiten entsprechen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst werden.

in TEUR ZGE
Zumtobel
Brand
ZGE
Thorn
Brand
Tridonic
Jennersdorf
Summe
30. April 2012 140.486 48.634 1.722 190.842
Währungseffekte 177 631 0 808
31. Oktober 2012 140.663 49.265 1.722 191.650

Durch die Anwendung von IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") ergibt sich im Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR 808 (VJ TEUR 2.701). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Geschäftsbereiches "Lighting Segment" zugeordnet.

Die Neuaufteilung der Firmenwerte hat keinen Einfluss auf deren Werthaltigkeit.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung stammt im Wesentlichen aus der Abschreibung eines aktivierten Kundenstocks in Höhe von TEUR 457.

Sachanlagen

Der Rückgang der Sachanlagen um TEUR 4.066 auf TEUR 238.205 ist vor allem auf den Überhang der Abschreibungen über die Zugänge zu den Sachanlagen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zurückzuführen.

Übrige langfristige Vermögenswerte

Diese Position betrifft im Wesentlichen aktivierte Rückdeckungsversicherungen zur Erfüllung von Pensionszusagen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist vor allem eine Folge der Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres im Lighting Segment.

Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Forderungen gegenüber externen Betriebspensionskassenträgern in der Schweiz.

Rückstellungen für Pensionen

Die Reduktion der Rückstellungen für Pensionen basiert im Wesentlichen auf Einzahlungen in die Pensionspläne in Großbritannien, welche im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 durchgeführt wurden.

Langfristige Finanzschulden

Der Rückgang der langfristigen Finanzschulden resultiert vor allem aus der reduzierten Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages von TEUR 200.000 auf TEUR 195.000 zum 31. Oktober 2012.

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten betrifft die Abgrenzung der langfristigen Komponente des im Mai 2012 eingeführten variablen Vergütungssystems für das mittlere und obere Management sowie den Vorstand.

Übrige kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der Position ergibt sich im Wesentlichen aus dem Aufbau von Rückstellungen für Restrukturierungen, welche im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gebildet wurden.

Kurzfristige Finanzschulden

Die Veränderung der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der erhöhten Inanspruchnahme kurzfristiger Betriebsmittel-Kreditlinien.

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Der Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern zurückzuführen.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzposition.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Betriebsergebnis um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Die Position "Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen" beinhaltet nachträgliche Zahlungen im Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag unter dieser Cashflow-Position betrifft ebenfalls Effekte aus der Aufgabe dieses Bereichs.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz eines gesunkenen Cashflows aus dem operativen Ergebnis um TEUR 31.040 auf TEUR 33.588. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Working Capital-Positionen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Investitionen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten und Investitionen in Sachanlagen in verschiedenen Produktionswerken. Die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" betrifft den positiven Effekt aus der Erstkonsolidierung der Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die bezahlten Zinsen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres sowie die Zahlung der am 27. Juli 2012 in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von TEUR 8.621. Die Dividende wurde am 3. August 2012 an die Aktionäre der Zumtobel AG ausbezahlt.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 31. Oktober 2012 30. April 2012 31. Oktober 2011
Liquide Mittel 85.964 87.704 78.406
nicht frei verfügbar -334 -391 -208
Kontokorrent-Kredite -4.966 -3.575 -10.994
Finanzmittelfonds 80.664 83.738 67.204

Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Dividende

In der Hauptversammlung am 27. Juli 2012 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 EUR je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2012 im Umlauf befindlichen 43.106.610 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 393.390 eigene Aktien) wurden somit am 3. August 2012 TEUR 8.621 an die Aktionäre ausbezahlt.

Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in EUR berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind, sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Aktienprogramm und Aktienrückkauf

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30. April 2012 1.539.211
Ausübungen bis 30. April 2012 -1.145.821
30. April 2012 393.390
Ausübungen bzw. Ausgabe von eigenen Aktien -22.934
31. Oktober 2012 370.456

Im ersten Halbjahr 2012/13 wurden 22.934 Stk. Aktienoptionen aus dem "Stock Option Program" (SOP) ausgeübt (VJ 22.047 Stk.). Die Ausübungen im laufenden Geschäftjahr erfolgten zur Gänze im zweiten Quartal.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2012 15.985 3.747 19.732
Erfolgswirksame Zuführung 0 0 0
31. Oktober 2012 15.985 3.747 19.732

Das "Stock Option Program" (SOP) wie auch das "Matching Stock Program" (MSP) wurden abgelöst. Aus beiden Mitarbeiterprogrammen erfolgen keine Zuteilungen mehr.

Segmentberichterstattung

Für Zumtobel stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Zumtobel Gruppe berichtet auf Basis des aggregierten Geschäftsbereichs "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie des Geschäftsbereichs "Components Segment" (Lichtkomponenten, Lichtmanagementsysteme und Verbindungstechnologie). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den in IFRS 8 geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftsbereichen das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftsbereichen zuordenbares Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

2. Quartal 2012/13 2012/13

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR Q2
2012/13
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2012/13
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2012/13
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Q2
2012/13
Q2
2011/12
Q2
2010/11
Nettoumsätze 254.057 252.723 228.743 100.637 108.215 108.514 -19.936 -20.439 -20.466 334.758 340.499 316.791
Außenerlöse 253.871 252.444 228.533 80.801 88.003 88.050 86 52 208 334.758 340.499 316.791
Innenerlöse 186 279 210 19.836 20.212 20.464 -20.022 -20.491 -20.674 0 0 0
Betriebsergebnis 15.888 19.267 18.091 2.809 8.740 15.491 -2.552 -2.613 -1.877 16.145 25.394 31.705
Investitionen 8.522 6.281 5.384 3.539 4.469 6.562 717 276 191 12.778 11.026 12.137
Abschreibungen -8.663 -8.094 -6.989 -5.524 -4.564 -4.578 -523 -412 -340 -14.710 -13.070 -11.907

1. Halbjahr 2012/13 Halbjahr 2012/13 2012/13

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
1. HJ
2012/13
1. HJ
2011/12
1. HJ
2010/11
Nettoumsätze 497.095 488.801 440.297 198.736 218.504 214.719 -37.686 -40.476 -39.579 658.145 666.829 615.437
Außenerlöse 496.749 488.392 439.889 161.217 178.258 175.233 179 179 315 658.145 666.829 615.437
Innenerlöse 346 409 408 37.519 40.246 39.486 -37.865 -40.655 -39.894 0 0 0
Betriebsergebnis 28.810 30.018 28.735 5.088 19.421 28.675 -4.967 -5.819 -5.708 28.931 43.620 51.702
Investitionen 15.753 14.540 11.108 6.252 9.714 10.738 1.042 1.684 617 23.047 25.938 22.463
Abschreibungen -16.669 -15.927 -11.711 -10.910 -9.048 -9.171 -991 -796 -660 -28.570 -25.771 -21.542
in TEUR 31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
Vermögen 675.441 662.142 624.458 217.676 222.124 247.232 148.791 152.018 148.796 1.041.908 1.036.284 1.020.486
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
31. Okt.
2012
30. April
2012
30. April
2011
Mitarbeiter (Voll
zeitkräfte)
5.328 5.328 5.322 2.061 2.000 2.368 128 128 124 7.517 7.456 7.814

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Gruppe beschäftigten Leiharbeiter.

Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR Q2 2012/13 Q2 2011/12 1. HJ 2012/13 1. HJ 2011/12
Konzernobergesellschaften -2.476 -3.117 -4.855 -6.670
Konzernbuchungen -76 504 -112 851
Betriebsergebnis -2.552 -2.613 -4.967 -5.819

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

Mit keinem externen Kunden werden Umsatzerlöse von mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse erzielt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Oktober 2012 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Für diverse Haftungen bestehen Bankgarantien in Höhe von TEUR 6.829 (30. April 2012 TEUR 7.274).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von TEUR 500.000 auf TEUR 400.000 reduziert.

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards für Zwischenberichterstattung (IAS 34) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Dornbirn, am 5. Dezember 2012

Der Vorstand

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Zumtobel AG, AG, Dornbirn, Dornbirn,

für den Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 31. Oktober 2012 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Oktober 2012 und die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 31. Oktober 2012 sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE 2410) "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenbericht-erstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 5. Dezember 2012 KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mag. Michael Schlenk ppa Mag. Renate Vala

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen - Rückstellungen für Ertragsteuern - Übrige Rückstellungen
- Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden - Liquide Mittel -
kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen - Erhaltene Anzahlungen

Finanzterminplan

Zwischenbericht 2012/13 (1. Mai 2012 – 31. Oktober 2012) 05. Dezember 2012 3. Quartalsbericht 2012/13 (1. Mai 2012 - 31. Januar 2013) 05. März 2013 Bilanzergebnis 2012/13 26. Juni 2013 37. ordentliche Hauptversammlung 26. Juli 2013 Ex-Dividendentag 30. Juli 2013 Dividendenzahltag 02. August 2013 1. Quartalsbericht 2013/14 (1.Mai 2013 – 31. Juli 2013) 03. September 2013 Zwischenbericht 2013/14 (1. Mai 2013 – 31. Oktober 2013) 10. Dezember 2013

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Investor Relations Presse/Unternehmenskommunikation

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte und Geschäftsberichte zum Download unter: http://www.zumtobelgroup.com. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510

Mehr Informationen

Informationen zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com www.ledon-lamp.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Stefan Tschol Übersetzung: Donna Schiller-Margolis Copyright: Zumtobel AG 2012

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Quartalsbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.