Annual Report • Mar 29, 2013
Annual Report
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gem. § 82. Abs. 4 Börsegesetz
Stichtag 31.12.2012 Für das Geschäftsjahr 2012
| Konzernlagebericht | 1 |
|---|---|
| Konzernabschluss | 57 |
| Erklärung des Vorstands | 125 |
| Lagebericht Wienerberger AG | 127 |
|---|---|
| Jahresabschluss Wienerberger AG | 160 |
| Erklärung des Vorstands | 184 |
| Friedrich Kadrnoska Vorsitzender |
unabhängig, geb. 1951, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 08.05.2002 Vorstandsmitglied der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichisches Verkehrsbüro AG, der CEESEG AG und der Wiener Börse AG, Aufsichtsratsmitglied der card complete Service Bank AG, Director der UniCredit S.p.A., Verwaltungsrat der Wiener Privatbank SE, Geschäftsführer und Gesellschafter der A & I Beteiligung und Management GmbH |
|---|---|
| Christian Dumolin Stellvertreter des Vorsitzenden |
geb. 1945, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 17.07.1996 Aufsichtsratsvorsitzender der Koramic Investment Group NV, Ehrenmitglied des Regentenrats der Belgischen Nationalbank, Ehrenmitglied des Aufsichtsrats der Belgischen Banken-, Finanz- und Versicherungskommission (CBFA), Mitglied im Verwaltungsrat von Koramic Chemicals, IPG International, De Steeg Investments, E & L Real Estate und Vitalo Industries |
| Karl Fink Stellvertreter des Vorsitzenden |
unabhängig, geb. 1945, bestellt bis zur 146. o. HV (2015), erstmalig gewählt: 27.04.2006 Vorstandsvorsitzender VIG Re zajistovna, Prag, Vorstandsmitglied der Wiener Städtische Wechselseitiger Versicherungsverein – Vermögensverwaltung – Vienna Insurance Group mit Aufsichtsratsfunktionen in den Niederlanden, in der Türkei, in Tschechien und Österreich, Aufsichtsratsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG |
| Peter Johnson | unabhängig, geb. 1947, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 12.05.2005 Aufsichtsratsvorsitzender der Electrocomponents PLC |
| Harald Nograsek | unabhängig, geb. 1958, bestellt bis zur 146. o. HV (2015), erstmalig gewählt: 08.05.2002 Vorstandsvorsitzender der Österreichisches Verkehrsbüro AG, Aufsichtsratsvorsitzender der DDSG – Blue Danube Schifffahrt GmbH |
| Regina Prehofer | unabhängig, geb. 1956, bestellt bis zur 146. o. HV (2015), erstmalig gewählt: 13.05.2011 Vizerektorin für Finanzen und Infrastruktur WU Wien, Aufsichtsrätin der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, der SPAR Holding AG und der SPAR Österreichische Warenhandels-AG, der BAUMAX Anteilsverwaltungs AG und der bauMAX AG |
| Claus J. Raidl | unabhängig, geb. 1942, bestellt bis zur 144. o. HV (2013), erstmalig gewählt: 11.05.2004 Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, Aufsichtsratsmitglied der Wiener Börse AG, der CEESEG AG und der Flughafen Wien AG, Vorsitzender des Kuratoriums des I.S.T. Austria, Mitglied des Kuratoriums des Technischen Museums Wien |
| Wilhelm Rasinger | unabhängig, geb. 1948, bestellt bis zur 146. o. HV (2015), erstmalig gewählt: 27.04.2006 Geschäftsführender Gesellschafter der Inter-Management Unternehmensberatung Gesellschaft m.b.H. und der "Am Klimtpark" LiegenschaftsverwaltungsgesmbH, Vorsitzender des IVA – Interessenverband für Anleger, Aufsichtsratsmitglied der Erste Group Bank AG und der S IMMO AG, Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrichshof Wohnungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H., Stiftungsvorstand der HATEC Privatstiftung Dornbirn |
4 Arbeitnehmervertreter
| Rupert Bellina | erstmalig delegiert: 25.1.2005; Arbeitsvorbereiter bei der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG |
|---|---|
| Claudia Schiroky | erstmalig delegiert: 02.07.2002; Betriebsratsvorsitzende der Wienerberger AG |
| Karl Sauer | erstmalig delegiert: 09.10.1996; Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats |
| Gerhard Seban | erstmalig delegiert: 03.02.2006; Vertriebsmitarbeiter im Werk Hennersdorf, Österreich |
| Präsidium | Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin, Karl Fink |
|---|---|
| Strategieausschuss | Peter Johnson (Vorsitzender), Christian Dumolin, Karl Fink, Friedrich Kadrnoska, Claus J. Raidl, Karl Sauer |
| Prüfungsausschuss | Harald Nograsek (Vorsitzender), Wilhelm Rasinger, Karl Sauer |
| Personal- und Nominierungsausschuss / Vergütungsausschuss |
Christian Dumolin (Vorsitzender), Karl Fink, Friedrich Kadrnoska, Regina Prehofer, Karl Sauer |
Vorsitzender des Vorstands, bestellt bis 1. April 2018, geb. 1966, verheiratet
Nach der juristischen Ausbildung an den Universitäten Wien und Paris sowie einem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Ecole Supérieure de Commerce de Paris begann seine Karriere bei der in Mailand und London ansässigen Rechtsanwaltskanzlei Shook, Hardy & Bacon im Bereich Corporate Finance. 1996 kam er als Assistent des Vorstands zur Wienerberger AG, wechselte 1997 in das Senior Management zu Terca Bricks in Belgien und wurde 1999 ihr CEO. Seit Mai 2001 war Heimo Scheuch Mitglied im Vorstand, und im August 2009 bestellte ihn der Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG.
Zusätzliche Funktionen: Aufsichtsrat der Wiener Börse und der CEESEG AG, Präsident des Europäischen Ziegel- und Tondachziegelverbands.
Mitglied des Vorstands, bestellt bis 1. April 2018, geb. 1957, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn
Nach der Erlangung des Masters in Business Economics an der Universität in Gent begann er seine berufliche Laufbahn als Wirtschaftsprüfer und anschließend als Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers in Belgien. Ab 1993 war er im Baustoffsektor zunächst als Finanzvorstand von Terca Brick Industries und später von Koramic Building Products tätig. 2004 übernahm er die Leitung von Wienerberger Limited in Großbritannien. Seit 1. April 2007 ist Willy Van Riet Finanzvorstand der Wienerberger AG.
Im Dezember 2012 wurde bekanntgegeben, dass der Vorstand der Wienerberger AG mit Heimo Scheuch als CEO und Willy Van Riet als CFO künftig aus zwei Mitgliedern besteht, da Johann Windisch die Leitung des neu geschaffenen Vorstands in der Division Ziegel Europa übernimmt und somit aus dem Vorstand der Wienerberger AG ausscheidet. Mit diesem Schritt wird einerseits die nach der Übernahme von Pipelife neu entstandene, divisionale Konzernstruktur abgebildet und andererseits die Managementstruktur noch schlanker und schlagkräftiger gestaltet. Darüber hinaus soll durch die Neuaufstellung der Optimierungs- und Integrationsprozess im Bereich Ziegel Europa beschleunigt werden. Vorstandsthemen werden nicht mehr wie bisher in eigenen Verantwortungsbereichen bearbeitet, sondern unterliegen gemeinschaftlich der Zuständigkeit des Gesamtvorstands. Schwerpunktmäßig verbleiben die strategische Entwicklung der Wienerberger Gruppe vorwiegend bei Heimo Scheuch und die Finanzagenden bei Willy Van Riet.
Vorstand der Wienerberger AG besteht seit 1. Jänner 2013 aus zwei Personen
Corporate Governance Bericht Mitglieder des Aufsichtsrats Vorstand und Management
Willy Van Riet, Heimo Scheuch
Die Tätigkeit des Vorstands basiert auf zwei Grundelementen: der Arbeit als Gesamtvorstand und dem Berichtswesen.
Grundlage für die Arbeit als Gesamtvorstand ist die gemeinschaftliche Bearbeitung von strategischen und operativen Sachverhalten und der kontinuierliche Informationsaustausch. Dieser erfolgt formell in Vorstandssitzungen, die grundsätzlich einmal pro Woche stattfinden, sowie durch laufende Kommunikation auf informeller Ebene. Diese ist durch die räumliche Nähe – die Vorstandszimmer sind nebeneinander angeordnet und durch ein gemeinsames Sekretariat miteinander verbunden – gewährleistet. Darüber hinaus finden monatliche Sitzungen mit dem operativen Management statt, in welchen das laufende Geschäft besprochen wird, insbesondere die aktuellen Entwicklungen von Nachfrage, Preisen und Kosten sowie die Kapazitätsauslastung der Werke. Notwendige Maßnahmen werden gemeinsam festgelegt, während die operative Umsetzung durch das Management des jeweiligen Geschäftsbereichs erfolgt. Darüber hinaus werden im Rahmen dieser Sitzungen strategische Themen erörtert, wobei der Schwerpunkt auf der (Weiter-)Entwicklung von Märkten, Produkten und Technologien liegt. Weiters werden in den Vorstandssitzungen die durch den Aufsichtsrat genehmigungspflichtigen Geschäfte besprochen und die Anträge nach Beschlussfassung an diesen weitergeleitet. Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt einstimmig, für Vertragsunterzeichnungen durch den Vorstand gilt das Vier-Augen-Prinzip.
Gemeinsame Bearbeitung von strategischen und operativen Managementthemen
Die Steuerung des Unternehmens baut auf einem umfangreichen Berichtswesen auf. Zentrale Bedeutung hat dabei das monatliche Berichtswesen, welches einerseits die aggregierten Daten auf Gruppenebene sowie alle wesentlichen Detailinformationen zu den operativen Einheiten, insbesondere Gewinn- und Verlustrechnung je Land und Produktgruppe sowie Angaben zu Mengen-, Preis- und Kostenentwicklung, Working Capital und Investitionen, enthält. Weiters erhält der Vorstand monatlich standardisierte Berichte über die Energie- und Finanzsituation des Konzerns sowie den Status der einzelnen Produkt- und Technologieprojekte. Quartalsweise werden Markt- und Konjunkturdaten aus den einzelnen Ländern und das SHE-Reporting (Safety, Health & Education) erhoben.
Die Organisationsstruktur der ersten Berichtsebene wurde in Folge der Verbreiterung des Kerngeschäfts um das Rohrgeschäft in vier Divisionen untergliedert und im internen und externen Berichtswesen entsprechend abgebildet: Ziegel Europa, Rohre & Pflaster Europa, Nordamerika sowie Holding & Sonstiges. In den einzelnen operativen Einheiten sowie auf Produktgruppenebene ist jeweils ein Bereichsmanagement mit der operativen Leitung und der Umsetzung von strategischen Projekten betraut. Die Corporate Services sind entsprechend ihren Aufgabenschwerpunkten jeweils einem Vorstand zugeordnet, an welchen sie direkt berichten.
Abbildung der neugeordneten Geschäftsbereiche in einer divisionalen Organisationsstruktur
| Name | Geschäftsbereich | Bereichsleiter |
|---|---|---|
| Johann Windisch | Ziegel Europa | |
| Niels Rune Solgaard-Nielsen | Pipelife (Kunststoffrohre) | |
| Gernot Schöbitz | Steinzeug-Keramo (keramische Rohre) | |
| Robert Holzer | Semmelrock (Betonpflastersteine) | |
| Dick Green | Ziegel Nordamerika |
| Name | Corporate Service | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Judith Ableitinger | Corporate Development | ||||
| Barbara Braunöck | Corporate Communications & Investor Relations | ||||
| Bernd Braunstein | Corporate Legal Services | ||||
| Hans Ebner | Corporate IT Architecture & Organisation | ||||
| Gerald Ettmann | Corporate Internal Audit | ||||
| Gerhard Hanke | Corporate Reporting | ||||
| Stefan Huber | Corporate Treasury | ||||
| Gerhard Koch | Corporate Sustainability / European Affairs | ||||
| Ernst Tschach | Corporate SAP Business Applications | ||||
| Wolfgang Weiss | Corporate Human Resources |
Corporate Services
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG angewendet werden, erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge und enthält Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Festlegung der Vergütung des Wienerberger Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Personal- und Nominierungsausschuss übertragen, welcher auch als Vergütungsausschuss fungiert.
Nach österreichischem Recht wird der Vorstand für eine bestimmte Dauer – maximal auf fünf Jahre je Periode – bestellt. Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen Wienerberger Vorstandsmitglieder durch den Vergütungsausschuss unter Beiziehung eines externen Beraters erarbeitet. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (Baustoffsektor) gemäß ihrem Tätigkeits- und Verantwortungsbereich angemessen zu vergüten. Wichtiges Element dabei ist die Strukturierung des Barbezugs in fixe und variable Bestandteile.
Der fixe Bestandteil orientiert sich am Verantwortungsbereich jedes Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung.
Die variable Vergütung zielt auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ab und setzt sich aus einer kurzfristigen und einer langfristigen Komponente zusammen. Die kurzfristige variable Vergütungskomponente ist an das Erreichen von kurzfristigen Unternehmenszielen geknüpft und wird jeweils für das kommende Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat festgelegt. Ab 2013 soll ein neues Modell für die kurzfristige variable Vergütungskomponente in Kraft treten, welches ebenso wie die langfristige variable Vergütung auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts abzielt, indem sie an Ergebnis- und Rentabilitätskennzahlen geknüpft und verzögert ausbezahlt wird. Das neue Modell wird derzeit noch diskutiert und nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat in der 144. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG vorgestellt.
Die langfristige variable Vergütungskomponente basierte bis Ende 2008 auf einem Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns (Details dazu finden sich auf der Wienerberger Website). Im Jahr 2009 wurde dieser Aktienoptionsplan eingestellt, da er aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet wurde. In der Folge hat der Aufsichtsrat für den Vorstand und ausgewählte Führungskräfte des Konzerns (ca. 30 Personen) ein alternatives Modell zur Abdeckung der mittel- bis langfristigen Vergütungskomponente beschlossen, ein so genanntes Long Term Incentive (LTI) Programm. Es zielt auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ab, wobei der Aktienkurs als zusätzlicher Hebel wirkt. Führungskräfte sollen dadurch ihr Verhalten verstärkt an der wertorientierten Sicht der Aktionäre ausrichten und ihre Planungs- und Zielverbundenheit erhöhen.
Vergütungsbericht erläutert Höhe und Struktur der Vorstandsund Aufsichtsratsbezüge
Vergütungssystem zielt auf angemessene Remuneration des Vorstands ab
Fixer Gehaltsbestandteil orientiert sich am Verantwortungsbereich
Kurzfristige variable Vergütung des Vorstands war in 2012 an EBITDA-Ziel geknüpft
Langfristige variable Vergütungskomponente zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts
Beginnend ab 2010 wurden virtuelle Anteile, so genannte Performance Share Units (PSUs), begeben, deren Anzahl von der Position im Unternehmen abhängig ist (CEO: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000, Bereichsdirektor: 2.500, Top Management der Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000 – 2.000). Besondere Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Vorstand: Er muss Wienerberger Aktien mindestens im Ausmaß der jährlich zugewiesenen PSUs besitzen, wobei diese Aktien bis zum Laufzeitende des betreffenden Programms nicht veräußert werden dürfen. Jeweils nach Ablauf von drei Jahren wird erstmals der monetäre Wert der PSUs bestimmt, indem sie mit der Zielerreichung und dem durchschnittlichen Kurs der Wienerberger Aktie während der letzten 20 ATX-Handelstage im dritten Jahr multipliziert werden. Die Zielerreichung hängt vom CFROI im dritten Jahr nach Begebung der PSUs ab. Sollte der CFROI unter einem definierten Zielkorridor liegen, kommt es zu keiner Auszahlung. Im Falle einer Auszahlung erfolgt diese nicht einmalig, sondern in drei gleich hohen Teilbeträgen innerhalb von zwei Jahren. Sollte innerhalb dieses Zeitraums der jährliche CFROI den Mindestwert unterschreiten, entfällt die jeweils folgende Teilzahlung ersatzlos. Da die CFROI Ziele aufgrund der angespannten Marktsituation nicht erreicht wurden, wurde bisher aus dem Programm nichts ausgezahlt und 2012 keine neuen PSUs zugeteilt.
Wienerberger nahm mit der Einführung dieses LTI Programms eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung.
Der Vorstand hat bereits im Sommer, zeitgleich mit der Einleitung des Restrukturierungsprogramms auf die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 verzichtet. Daher sanken die Vorstandsgehälter im Jahr 2012 um mehr als die Hälfte. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:
| Barbezüge Vorstand | 2011 | 2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | Fix | Variabel | Gesamt | Fix | Variabel | Gesamt |
| Heimo Scheuch | 640.534 | 768.640 | 1.409.174 | 658.529 | 0 | 658.529 |
| Johann Windisch1) | 510.939 | 613.126 | 1.124.065 | 525.293 | 0 | 525.293 |
| Willy Van Riet | 470.064 | 564.076 | 1.034.140 | 483.270 | 0 | 483.270 |
| Gesamt | 1.621.537 | 1.945.842 | 3.567.379 | 1.667.092 | 0 | 1.667.092 |
1) mit Ende des Jahrs 2012 aus dem Vorstand der Wienerberger AG ausgeschieden
Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrats. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führen. Soweit es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Mandate bei börsenotierten Gesellschaften handelt, sind diese auf Seite 25 sowie auf der Wienerberger Website veröffentlicht. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine gesonderte Vergütung.
Long Term Incentive (LTI) Programm zur Synchronisierung der Ziele des Managements mit den Interessen der Aktionäre
LTI Programm ist auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtet
Vorstand verzichtete bereits im Sommer 2012 auf Bonus
Nebentätigkeiten erfordern Zustimmung des Aufsichtsrats
Überwiegend beitragsorientierte Pensionsregelungen für Vorstandsmitglieder
Abfertigungsansprüche der Vorstände entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich
Vergütungssystem für den Aufsichtsrat seit 2011 unverändert
Alle Vorstandsmitglieder verfügen über Pensionskassenregelungen, für die das Unternehmen jährlich Beiträge leistet. Darüber hinausgehende Verpflichtungen für das Unternehmen bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder sowie für Johann Windisch, welcher im Dezember 2012 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, wurden im Geschäftsjahr 2012 1.189.570 € (Vorjahr: 495.165 €) in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) aufgewendet.
Im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich, abhängig von der Höhe der Gesamtbezüge sowie der Unternehmenszugehörigkeit. Im Geschäftsjahr 2012 entfielen 399.334 € auf Aufwendungen zur Dotierung einer Rückstellung für Abfertigungsansprüche (Vorjahr: 0 €). An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 815.800 € (Vorjahr: 794.048 €) geleistet.
Wienerberger hat für die Vorstandsmitglieder, geschäftsführenden Organe, Kontrollorgane und leitenden Angestellten eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (Directors-and-Officers Versicherung) mit einer Haftungssumme von 75 Mio. € abgeschlossen. Davon umfasst sind auch Schäden, die dem Unternehmen durch Sorgfaltspflichtverletzungen des genannten Personenkreises (ohne Vorsatz bzw. wissentliche Pflichtverletzung) entstehen.
Die 142. o. Hauptversammlung hat 2011 folgendes Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Jedes gewählte Mitglied des Aufsichtsrats erhält bis auf Weiteres eine jährliche fixe Vergütung von 15.000 €. Für die Stellvertreter des Vorsitzenden beträgt diese je 22.500 € und für den Vorsitzenden 30.000 €. Für die Tätigkeit in einem der Ausschüsse des Aufsichtsrats beträgt die jährliche Fixvergütung für ein einfaches Mitglied 7.500 €, für den Stellvertretenden des Vorsitzenden 11.250 € und für den Vorsitzenden 15.000 €. Die Fixvergütung ist dabei auf ein Ausschussmandat limitiert und steht damit auch bei der Tätigkeit in mehreren Ausschüssen nur einmal zu. Jedem gewählten Mitglied des Aufsichtsrats gebührt zusätzlich ein Sitzungsgeld von 5.000 € pro Sitzungstag bzw. 2.500 € pro Sitzung für jede Ausschusssitzung, die nicht am selben Tag stattfindet wie eine Aufsichtsratssitzung. Das Sitzungsgeld gebührt nur bei tatsächlicher Teilnahme an einer Sitzung. Diese Festvergütung ist nach dem von der Statistik Austria verlautbarten Verbraucherpreisindex 2005 oder einem allfälligen Nachfolgeindex wertgesichert. Schwankungen bis einschließlich 5 % nach oben oder unten bleiben dabei unberücksichtigt, jedoch wird bei Überschreiten dieses Korridors die gesamte Veränderung voll erfasst.
Für das Jahr 2012 (Auszahlung im Jahr 2013) betrug die Aufsichtsratsvergütung insgesamt 451.887 € (Vorjahr: 501.250 €) und sank vor allem durch die Verkleinerung des Aufsichtsrats auf acht Mitglieder im Jahresvergleich um 10 %. Darüber hinaus hat Friedrich Kadrnoska aufgrund seiner krankheitsbedingten Abwesenheit freiwillig auf einen Teil seiner Fixbezüge verzichtet, wodurch seine Vergütung im Berichtsjahr deutlich unter jener des Jahres 2011 lag. Die Bezüge verteilten sich wie folgt:
| Aufsichtsratsvergütung in € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender | 77.500 | 52.500 |
| Christian Dumolin, Stellvertreter des Vorsitzenden | 61.250 | 61.250 |
| Karl Fink, Stellvertreter des Vorsitzenden | 52.500 | 52.500 |
| Peter Johnson | 42.500 | 45.000 |
| Harald Nograsek | 65.000 | 62.500 |
| Regina Prehofer | 30.000 | 47.500 |
| Claus J. Raidl | 55.000 | 50.000 |
| Wilhelm Rasinger | 65.000 | 62.500 |
| Franz Rauch 1) | 52.500 | 18.137 |
| Gesamt | 501.250 | 451.887 |
1) bis 11. Mai 2012 im Aufsichtsrat
Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden keine Vergütungen gewährt. Ausgenommen davon sind die Gehälter der Arbeitnehmervertreter aus ihren jeweiligen Dienstverträgen. Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG haben keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich freiwillig verpflichtet, ihren Bestand an Wienerberger Aktien offenzulegen. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsichtsbehörde gemeldet und auf der Wienerberger Website unter Directors' Dealings veröffentlicht. Ende 2012 waren insgesamt 311.779 Wienerberger Aktien im Besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.
| Aktienbesitz in Stück | 1.1.2012 | Kauf | Verkauf | 31.12.2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | Heimo Scheuch | 91.252 | 10.000 | 0 | 101.252 |
| Willy Van Riet | 22.142 | 0 | 0 | 22.142 | |
| Aufsichtsrat | Friedrich Kadrnoska | 9.461 | 0 | 0 | 9.461 |
| Christian Dumolin 1) | 133.000 | 0 | 0 | 133.000 | |
| Karl Fink | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Peter Johnson | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Harald Nograsek | 1.400 | 0 | 0 | 1.400 | |
| Regina Prehofer | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Claus J. Raidl | 4.200 | 0 | 0 | 4.200 | |
| Wilhelm Rasinger | 36.324 | 4.000 | 0 | 40.324 | |
| Gesamt | 297.779 | 14.000 | 0 | 311.779 |
Keine Pensionszusagen bzw. zusätzliche Vergütungen für den Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen freiwillig ihren Bestand an Wienerberger Aktien
1) im Namen der Koramic Finance Company NV (Korfima) gehalten
Flexible Preispolitik zur Minderung stark volatiler Rohstoffpreise im Kunstoffrohrgeschäft
Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt, in den ab diesem Jahr auch die Pipelife Gruppe umfassend eingebunden wurde. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2012 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert. Eine detaillierte Darstellung sämtlicher Risiken findet sich im Risikobericht im Anhang ab Seite 156.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Ziegel ist vor allem vom Wohnungsneubau abhängig, welcher stark mit der Entwicklung der Volkswirtschaft in den jeweiligen Ländern korreliert. Um die Abhängigkeit vom Wohnungsneubau zu reduzieren, zielt Wienerberger strategisch auf eine Verbreiterung jener Geschäftsbereiche ab, die Produkte für Renovierung und Infrastruktur anbieten. Dies betrifft vor allem Dachziegel, welche zu mehr als 50 % in der Renovierung eingesetzt werden, sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme, welche verstärkt im Infrastrukturbereich nachgefragt werden. Bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen verstärkt sich das Risiko von Überkapazitäten. Diese können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen und Preisanpassungen erforderlich machen. Im Jahr 2012 konnten wir erfolgreich die Kostensteigerungen bei Inputfaktoren durch umgesetzte Preiserhöhungen abdecken. Um die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Stilllegungen, Schichtmodelle sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig die Ertragskraft zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.
Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen für Dach, Wand, Fläche und Rohrsysteme, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, Preisrisiken zu minimieren.
Corporate Governance Bericht Risikomanagement
Die Aufrechterhaltung und Absicherung der starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Wienerberger AG. Durch die erfolgreiche Platzierung unserer Anleihen haben wir proaktiv unsere Liquidität in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gesichert und verfügen über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur. Neben dem Liquiditätsrisiko bestehen Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Wienerberger konnte aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich reduzieren. Eine Darstellung der Finanzierungssituation findet sich in der Ergebnis- und Bilanzanalyse ab Seite 75, die Währungsrisiken sind im Anhang ab Seite 159 beschrieben.
Im Geschäftsbereich Ziegel Europa ist Energie eine wesentliche Ressource im Produktionsprozess. Dem Risiko einer Verknappung von Energie und daraus resultierenden volatilen Energiepreisen begegnet Wienerberger durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2013 wurde bereits ein wesentlicher Teil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Eine detaillierte Beschreibung des Energieeinkaufs findet sich auf Seite 57. Der bedeutendste Inputfaktor bei Pipelife sind Kunststoffgranulate, deren Preise den Rohölquotierungen folgen und in den letzten Jahren stark steigenden Preisschwankungen unterlagen. Dies erfordert ein flexibles und zeitnahes Management im Beschaffungsprozess und in weiterer Folge im Vertrieb der eigenen Produkte.
Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit Sanktionen geahndet. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).
Konzernweite Compliance-Richtlinie gegen kartellrechtswidrige Absprachen
Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen
Internes Kontrollsystem wird durch interne Revision überprüft
Umsetzung des IKS erfolgt dezentral, die Überwachung der Einhaltung des IKS zentral durch die interne Revision
Durch die Führung der internen Revision als Stabstelle des Gesamtvorstands ist neben der Umsetzung der Grundsätze der Corporate Governance insbesondere für die Stärkung des Internen Kontrollsystems (IKS) Sorge getragen. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Ein weiteres Betätigungsfeld der internen Revision sind Ad-hoc-Prüfungen, die auf Veranlassung des Managements erfolgen und auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Das in der Wienerberger Gruppe implementierte IKS wird zur Unterstützung der Früherkennung und Überwachung von Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen von der Revision gemeinsam mit den entsprechenden Fachabteilungen laufend überarbeitet und erweitert. Dieses System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und bietet dem Management neben konzernweiten Richtlinien sowie einem einheitlichen Berichtswesen ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern.
Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt auch die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind angehalten, anhand des zur Verfügung gestellten IKS die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstüberprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die interne Revision überwacht in der Folge die Einhaltung dieser Prüfungsschritte durch die lokale Geschäftsführung. Die Ergebnisse werden an die jeweilige Geschäftsführung und in weiterer Folge an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet. Die interne Revision und das Corporate Reporting berichten dem Prüfungsausschuss vierteljährlich über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess sowie über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Für 2012 wurden von der internen Revision gemeinsam mit dem Abschlussprüfer für den Geschäftsablauf wesentliche Kontrollen aus sämtlichen Geschäftsbereichen zur detaillierten Prüfung durch KPMG definiert. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden Vorstand und Prüfungsausschuss präsentiert, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden durch die interne Revision aufgearbeitet. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Anhang ab Seite 156.
Vormauerziegel Dachziegel
INNOVATION
INNOVATION
INNOVATION
Belgien Dänemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Großbritannien Italien Niederlande Norwegen Schweden Schweiz
Bulgarien Kroatien Österreich Polen Rumänien Russland Slowakei Slowenien Tschechien Ungarn
Kunststoffrohre Keramische Rohre Betonpflastersteine
Belgien Deutschland Estland Finnland Frankreich Großbritannien Irland Niederlande Norwegen Schweden
Tschechien Türkei Ungarn
Vormauerziegel Kunststoffrohre
Kanada USA
Hintermauerziegel
Indien
Das Unternehmen Mitarbeiter Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Kernaufgaben für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten sowie Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Gebäudekonzepten über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.
F&E wird bei Wienerberger zentral gesteuert, aber – durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen F&E Abteilungen mit dem lokalen Management und den Technikern vor Ort – großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Im Jahr 2012 betrug der F&E Aufwand 9,0 Mio. € und der Umsatzanteil von innovativen Produkten 23,4%.
Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. Eine zentrale Engineering Abteilung im Bereich Ziegel beschäftigt sich vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes. Da ein wesentlicher Teil der Energie in der Produktion für den Trocknungs- und den Brennprozess verwendet wird, liegt der Fokus auf der Optimierung dieser Prozesse. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung.
Ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Erfolg von Wienerberger ist die laufende Weiterentwicklung des Produktportfolios und die Verbesserung bereits bestehender Produkte. Wienerberger hat im Bereich Ziegel drei Forschungszentren, die auf die Produktgruppen Hintermauerziegel, Vormauerziegel und Tondachziegel spezialisiert sind. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten dabei sehr eng mit den Marketing- und Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Der Fokus liegt dabei auf Innovationen von Produkten und Systemlösungen für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Weitere Informationen zu unseren Produktinnovationen im Bereich Ziegel entnehmen Sie bitte Seite 49.
Für die Weiterentwicklung im Bereich Kunststoffrohre haben wir ein Forschungszentrum in den Niederlanden, das sehr eng mit Universitäten und externen Experten aus verschiedensten Fachrichtungen zusammenarbeitet. Die Forschungsschwerpunkte befassen sich neben der Entwicklung neuer Produkte mit der Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte, der Verbesserung der verwendeten Rezepturen im Rohstoffmix sowie der Optimierung des Produktionsprozesses. Das Hauptaugenmerk bei der Produktion liegt dabei auf dem Einsatz von Recyclingmaterialien als Rohstoff und der Verringerung des Produktgewichts.
F&E zählt zu den strategischen Schwerpunkten von Wienerberger
F&E wird zentral gesteuert, aber lokal umgesetzt
Prozessoptimierung im Hinblick auf Nachhaltigkeit im Bereich Ziegel
Entwicklung von Systemlösungen für energieeffizientes Bauen
Fokus auf Einsatz von Recyclingmaterialien und Verringerung des Produktgewichts bei Kunststoffrohren
Wienerberger ist Vorreiter im Einsatz von sekundären Rohstoffen bei keramischen Rohren
Neue Technologien für Oberflächenstrukturen bei Freiflächenlösungen
Enge Zusammenarbeit mit den Marketingabteilungen in der Produktentwicklung
Im Bereich der keramischen Rohre wird laufend an der Verbesserung des Wärmeverbunds zwischen Ofen und Trockner gearbeitet. Wir sind weiters Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix. Bei bestimmten Rohren ist es uns gelungen, bis zu 60% keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen.
Bei Freiflächenlösungen aus Beton liegt der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit auf der Verbesserung der Oberflächendesigns der Pflastersteine, wobei ständig an neuen Technologien zur Verbesserung von Oberflächenstrukturen gearbeitet wird. In der Produktion liegt das Hauptaugenmerk auf der Zusammensetzung der Rohstoffmischungen und dabei insbesondere auf der Reduktion des Zementgehalts.
Besonderer Fokus wird im Bereich Rohre & Pflaster auf die Entwicklung neuer Systemlösungen bzw. auf die Verbesserung der technischen Eigenschaften bereits bestehender Produkte gelegt. Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, arbeiten die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen eng mit den jeweiligen Marketing- und Vertriebsabteilungen zusammen. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden die jeweiligen Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst. Weitere Informationen zu unseren Produktinnovationen im Bereich Rohre & Pflaster entnehmen Sie bitte Seite 51.
Die Wirtschaft verstehen wir als integrierten Bestandteil der Gesellschaft
Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs
Ressourcenschonung und Wiederverwendbarkeit sind zentrale Leitsätze in der Produktion
Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, dessen Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wienerberger nimmt ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst. Verantwortung bedeutet für uns, ethisch zu handeln, ehrlich zu kommunizieren, wirtschaftliche Rahmenbedingungen transparent mitzugestalten, für unser Handeln persönlich einzustehen und als zuverlässiges und wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu agieren.
Nachhaltigkeit ist bei Wienerberger ein fixer Bestandteil der gelebten Unternehmenskultur und findet sich in allen Wertschöpfungsstufen des Unternehmens wieder. Wir betrachten Nachhaltigkeit als einen in sich geschlossenen Prozess, der bleibende Werte für unser Unternehmen und unsere Stakeholder schafft. Nachhaltigkeit beginnt für uns bei unseren Mitarbeitern und erstreckt sich über die Bereiche Produktion und Produkte bis hin zur gesellschaftlichen Verantwortung und zu unseren Stakeholdern. Letztendlich zielen unsere unternehmerischen Handlungen in allen Bereichen des Unternehmens auf die Schaffung von Mehrwert für unsere Stakeholder ab.
Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen. Nachfolgend erläutern wir im Überblick die für uns gültigen Grundsätze und allgemeinen Handlungsfelder in den verschiedenen Unternehmensbereichen. Weiterführende Informationen zu konkreten Maßnahmen sowie Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Nachhaltigkeits-Update 2011 und auf unserer Homepage. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht wird im Juni 2013 veröffentlicht.
"Auf einer soliden Basis" – Basis für den Erfolg von Wienerberger sind unsere Mitarbeiter. Daher sorgen wir für ein gesundes, sicheres und motivierendes Arbeitsumfeld ebenso wie für die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mitzugestalten. Laufende Weiterbildungsmaßnahmen fördern und unterstützen die Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters wie auch des Unternehmens. Zu den zentralen Grundsätzen nachhaltiger Personalarbeit gehört weiters, Chancengleichheit unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur oder Herkunft zu wahren (siehe auch Kapitel Mitarbeiter Seite 53).
"Im Einklang mit Mensch und Natur" – Umweltschutz in der Produktion ist uns ein großes Anliegen. Die Verwendung natürlicher Rohstoffe und die Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Materialien sind zentrale Grundsätze der Nachhaltigkeit in der Produktion. Ebenso wichtig ist für uns die größtmögliche Schonung von Ressourcen. Dies bedeutet einerseits, die Produktion durch optimierte Produktionstechnologien sowie den Einsatz erneuerbarer Energieträger energieeffizienter zu gestalten und in weiterer Folge CO2-Emissionen zu reduzieren. Andererseits setzen wir uns aber auch intensiv mit der Reduktion der Produktgewichte und dem Einsatz von sekundären Rohstoffen auseinander.
"Schaffung bleibender Werte" – Der Wert eines Gebäudes oder eines Rohrsystems hängt von zahlreichen Faktoren ab, nicht zuletzt von den verwendeten Produkten. Ein zentraler Grundsatz der Produktentwicklung bei Wienerberger ist daher die Schaffung bleibender Werte für Menschen durch natürliche, langlebige und innovative Produkte. Wienerberger Produkte im Bereich Ziegel sind Teil von Gebäudekonzepten für nachhaltiges Bauen. Sie garantieren eine hohe Lebensqualität und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Im Bereich Rohre & Pflaster bieten wir Systemlösungen für aktuelle Herausforderungen wie Wassermanagement, die durch den Klimawandel oder die zunehmende Urbanisierung entstehen.
"Bauen mit bestem Gewissen" – Mit diesem Bewusstsein ausgestattet, ist es unser Ziel, im Sinne eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Die Wahrung der Menschenrechte, das Bekenntnis zur Einhaltung aller anwendbaren nationalen und internationalen Rechtsnormen und eine offene und transparente Kommunikation mit Politik und Verwaltung sind für uns selbstverständlich und Bestandteile gelebter gesellschaftlicher Verantwortung. Darüber hinaus hält unsere Spendenrichtlinie fest, dass wir bedürftige Menschen zielgerichtet durch Sachspenden in Form unserer Produkte sowie durch Ausbildungsprogramme unterstützen. Denn wir sind überzeugt, dort am besten helfen zu können, wo unsere unternehmerischen Kernkompetenzen liegen, und zwar im Anbieten von Baustofflösungen und der Weitergabe von Know-how im Bereich nachhaltiges Bauen.
"Für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter" – Unser oberstes Ziel ist es, durch zukunftsorientiertes, vorausschauendes Handeln im Interesse aller unserer Stakeholder Mehrwert zu generieren. Für unsere Kunden schaffen wir mit natürlichen, langlebigen und innovativen Produkten Wohngesundheit und Versorgungssicherheit, für unsere Aktionäre ein solides Investment und für unsere Mitarbeiter einen attraktiven Arbeitsplatz. Wienerberger führt einen aktiven Dialog mit allen Stakeholdern und ist sich der Verantwortung gegenüber ihren Aktionären bewusst.
Nachhaltigkeit ist bei Wienerberger in die Unternehmensstrategie eingebettet. Dass es sich dabei nicht um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist die organisatorische Verankerung des Themas im Unternehmen. Neben einem gruppenweiten Nachhaltigkeitsbeauftragten gibt es für jede Ländergesellschaft eine Person, die für die Umsetzung der konzernweit festgelegten Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit zuständig ist.
Wienerberger ist durch die Vielzahl an lokalen Produktionsstätten ein wichtiger Arbeitgeber in teilweise strukturschwachen Regionen. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessenvertretern, Anrainern und NGOs bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen.
In nahezu allen Ländern, in denen Wienerberger tätig ist, werden laufend soziale Projekte unterstützt und gefördert. Auf den folgenden zwei Seiten haben wir einige unserer Projekte ausgewählt, die im letzten Jahr umgesetzt wurden.
Natürliche, langlebige und innovative Produkte schaffen bleibende Werte
Wir bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung
Die Schaffung von Mehrwert für alle unsere Stakeholder ist unser oberstes Ziel
Nachhaltigkeit ist in allen Ländergesellschaften organisatorisch verankert
Wienerberger schafft Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen
Auswahl einiger sozialer Projekte auf den nächsten Seiten
Pipelife hat im Rahmen der langjährigen Partnerschaft mit dem Österreichischen Roten Kreuz 2012 eine neue Initiative gestartet: Für 27 Monate werden 27 humanitäre Projekte in jenen 27 Ländern, in denen Pipelife tätig ist, unterstützt. Gestartet wurde mit einem einzigartigen Trainingsprogramm, welches in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Österreich und UK sowie mit finanzieller Unterstützung des European Community Humanitarian Office (ECHO) durchgeführt wurde. Ziel des Programms ist es, die Fähigkeiten von Entwicklungshelfern zu trainieren, damit diese im Katastrophenfall richtig und schnell reagieren können. Das Projekt "Prepare to Respond" bot Kurse in einer Vielzahl humanitärer Aufgabenbereiche an, inklusive Wasser, Hygiene und sanitäre Anlagen. Ein weiteres Projekt wurde in Riga, Lettland, betreut. Pipelife hat in diesem Land im Oktober 2012 ein Jugendzentrum, in welchem auch Schulungen abgehalten werden, renoviert.
Im vergangenen Jahr wurde Wienerberger Belgien für den Porotherm Ziegel das DUBOkeur Zertifikat von der NIBE (Niederländisches Institut für Baubiologie und -ökologie) verliehen. NIBE bewertet als unabhängiges Forschungsinstitut die Umweltauswirkungen von Bauprodukten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Insgesamt 17 Umweltkriterien, die von der globalen Erwärmung bis hin zum Recycling und der Verarbeitung von Abfällen reichen, werden dabei berücksichtigt. Das DUBOkeur Zertifikat ist eine besondere Auszeichnung für den Wienerberger Porotherm Ziegel, da dieses nur die ökologischsten Bauprodukte verliehen bekommen.
Wienerberger Dänemark ist es ein zentrales Anliegen, allen Werksmitarbeitern Fortbildungen anzubieten. Dazu wurden maßgeschneiderte Lehrinhalte zu einem 18-monatigen Kurs zusammengefasst, welcher den Mitarbeitern die Weiterbildung zum Prozessregelungstechniker ermöglicht. Unterrichtet werden Inhalte aus der Mathematik, Physik sowie Fremdsprachen, zusammen mit technischen Lehreinheiten (Informationstechnologie und Automatisierungstechnik). Von diesem Programm profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch wir als Arbeitgeber, da die Teilnehmer nach Abschluss des Kurses durch das höhere Ausbildungsniveau umfassender einsetzbar sind.
Wienerberger hilft bei Wiederaufbau nach Unwetterschäden
In der Obersteiermark haben im Sommer 2012 schwere Unwetter zu Verwüstungen durch Muren und Hochwasser geführt. Wienerberger Österreich hat sofort reagiert und ihre Unterstützung in Form einer Ziegelspende zugesagt: Es wurden 100 Paletten Wienerberger Ziegel mit vier LKW-Zügen aus dem Wienerberger Werk Apfelberg bei Knittelfeld in die Obersteiermark transportiert und dem Bürgermeister überreicht. Mittels der Ziegel konnten rasch drei Gebäude in St. Lorenzen wieder aufgebaut werden: ein Wohnhaus für eine Familie, ein Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofs sowie die Gemeindegarage.
Als größter Baustoffhersteller Ungarns ist es Wienerberger ein großes Anliegen, von Naturkatastrophen oder schweren Schicksalsschlägen betroffenen Menschen und deren Familien zu helfen. Im Jahr 2012 wurde daher rasch und unbürokratisch einer Familie aus Magyarkút, deren Haus abgebrannt ist, und einer Familie aus Pilismarót, die ihr Haus aufgrund einer Naturkatastrophe verloren hatte, die notwendige Anzahl an Ziegeln für den Aufbau eines neuen Eigenheims zur Verfügung gestellt.
Wienerberger ist stetig bemüht, den Anteil an erneuerbarer Energie zu erhöhen, und daher interessiert, in Projekte, die zu diesem Ziel beitragen und wirtschaftlich sinnvoll sind, zu investieren. Eine der zukunftsträchtigsten Arten der alternativen Energiegewinnung stellt sicherlich die Solarenergie dar. Im Jahr 2012 hat Wienerberger Italien auf den Dachflächen von drei Werkstandorten (Bubano, Feltre, Terni) Photovoltaik-Anlagen angebracht. Insgesamt wurde eine Fläche von etwa 12.500 m2 für die Installation von Photovoltaik-Anlagen genutzt. Pro Jahr wird in Zukunft eine Stromproduktion von fast 2.500 MWh erreicht werden, was prozentuell rund 7 % des Stromverbrauchs von Wienerberger Italien entspricht. Überschüssiger Strom aus dieser Anlage wird in das Stromnetz eingespeist und somit anderen Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Dadurch kann Wienerberger künftig nicht nur den Anteil an erneuerbarer Energie in Italien steigern, sondern auch Stromkosten sparen.
Die Wienerberger Tochter General Shale hat letztes Jahr in Nordamerika zahlreiche Auszeichnungen im Bereich Arbeitssicherheit erhalten. Bei der Verleihung wurde vor allem auf die geringe Unfallhäufigkeit und die Maßnahmen im Bereich Gesundheit der Arbeitnehmer hingewiesen. Das gute Abschneiden lässt sich vor allem auf die "Safety Initiative 2010" zurückführen. Diese Initiative wurde mit dem Ziel gestartet, gruppenweit einheitliche Sicherheitsstandards einzuführen und dadurch die Unfallzahlen deutlich zu reduzieren. Regelmäßige Schulungen, die bei den Mitarbeitern zu einem stärkeren Bewusstsein für Sicherheitsmaßnahmen geführt haben, trugen wesentlich zu dem Erfolg bei.
Wienerberger ist im Zuge der neuen Spendenrichtlinie eine Kooperation mit der NGO "Habitat for Humanity" eingegangen. Habitat for Humanity ist eine weltweit tätige Hilfsorganisation, die sich dem Ziel verschrieben hat, armen und benachteiligten Menschen in aller Welt sichere und angemessene Unterkünfte zu verschaffen. Als ersten Schritt werden in den nächsten drei Jahren gemeinsam etwa 150 Häuser für sozial bedürftige Menschen in Rumänien und Bulgarien errichtet. Der Auftakt für diese dreijährige Zusammenarbeit war der "Big Build 2012" in Craiova, Rumänien, der von 1. bis 5. Oktober 2012 stattgefunden hat. Zahlreiche Freiwillige aus aller Welt haben gemeinsam mit den betroffenen Familien fünf Ziegelhäuser in fünf Tagen erbaut.
Austrian Traded Index
DJ EURO STOXX® TMI Construction & Materials in €
Umsatz der Wienerberger Aktie je Kalenderwoche (in Mio.€ Doppelzählung)
Die Wienerberger Aktie startete stark in das Jahr 2012 und markierte Mitte März mit 9,49 € ihren Jahreshöchststand. Mit einem Kursgewinn von 26,1% im ersten Quartal 2012 entwickelte sich die Aktie in diesem Zeitraum deutlich besser als der ATX (+14,1%) und der Branchenindex DJ EURO STOXX TMI Construction & Materials (+12,3%). Die deutlich rückläufige Nachfrage nach Baustoffen in einigen der europäischen Ziegelmärkte sowie die anhaltend hohe Unsicherheit, die sich in einem schwachen Konsumentenvertrauen widerspiegelte, lasteten im weiteren Jahresverlauf auf der Kursentwicklung, wodurch die Wienerberger Aktie mit einem geringen Kursverlust von 0,6% bei 6,93 € das Jahr schloss. Damit blieb die Performance auf Jahressicht deutlich hinter den Entwicklungen von sowohl ATX (+26,9%), als auch DJ EURO STOXX TMI Construction & Materials Index (+11,3%) zurück.
Trotz des starken Kursanstiegs des Leitindex ATX und des breiter gefassten ATX Prime (+25,8%), der vor allem von steigender Risikoneigung und der hohen Indexgewichtung von Finanztiteln und zyklischen Industriewerten getrieben war, ging das Handelsvolumen an der Wiener Börse 2012 deutlich zurück. Im Prime Market sank der Geldumsatz (in Doppelzählung) um 40% auf 35,7 Mrd. €. Diesem äußerst schwachen Handelsvolumen zollte auch die Wienerberger Aktie Tribut und musste aufgrund des um 34% niedrigeren Stückvolumens und des zwischenzeitlich starken Kursrückgangs einen Einbruch des Handelsumsatzes um 58% auf 924,8 Mio. € (in Doppelzählung) hinnehmen. Bei einem Stückumsatz von 125,4 Mio. Stück (in Doppelzählung) wurde das Wienerberger Aktienkapital an der Wiener Börse mit dem Faktor 0,5 im Jahr 2012 umgeschlagen. Im Vergleich zum durchschnittlichen täglichen Handelsumsatz anderer Unternehmen im österreichischen Leitindex ATX belegte Wienerberger Rang zehn unter den umsatzstärksten Werten. Der außerbörsliche Umsatz betrug 83,3 Mio. € (in Einfachzählung) gegenüber 157,8 Mio. € im Jahr davor und ging damit um 47% zurück. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 20.135 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 15,6 Mio. € gehandelt.
| Kennzahlen je Aktie | 2010 1) | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | in € | -0,58 | 0,07 - | 0,61 | <-100 |
| Dividende | in € | 0,10 | 0,12 | 0,12 | 0 |
| Free Cashflow 2) | in € | 1,46 | 1,16 | 1,42 | +23 |
| Eigenkapital 3) | in € | 17,25 | 16,60 | 16,26 - | 2 |
| Höchstkurs | in € | 16,18 | 16,56 | 9,49 - | 43 |
| Tiefstkurs | in € | 9,55 | 6,66 | 5,53 - | 17 |
| Ultimokurs | in € | 14,29 | 6,97 | 6,93 - | 1 |
| Höchst KGV | -27,9 | 236,6 - | 15,6 | ||
| Tiefst KGV | -16,5 | 95,1 - | 9,1 | ||
| Ultimo KGV | -24,6 | 99,6 - | 11,4 | ||
| Gewichtete Aktienanzahl 4) | in Tsd. | 116.528 | 116.762 | 115.063 - | 1 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 1.679,5 | 819,2 | 814,3 - | 1 |
| Ø Börseumsatz/Tag | in Mio. € | 12,0 | 8,9 | 3,7 - | 58 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen
3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschender Anteile, exklusive Hybridkapital
4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
Der Vorstand wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der 144. o. Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorschlagen, eine Dividende von 12 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Höhe zukünftiger Dividenden ist von der Marktentwicklung, dem Vorhandensein wertschaffender Wachstumsprojekte und der Cashflow Generierung des Unternehmens abhängig.
Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 814,3 Mio. € und einer Gewichtung im ATX von 2% zum Jahresende 2012 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.
Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100% im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA ist seit 31. Juli 2008 mit über 10% der ausstehenden Wienerberger Aktien der größte Aktionär. Ebenfalls mit Sitz in den USA hält First Eagle Investment Management, LLC seit 14. September 2011 mehr als 5% der Wienerberger Aktien. Seit 19. September 2012 hält Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada mehr als 5% der Wienerberger Aktien. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 4 % liegen nicht vor. Der Bestand eigener Anteile beläuft sich auf 2.472.706 Stück oder 2,1% der begebenen Aktien.
Dividendenvorschlag in der Höhe von 12 Eurocent je Aktie
1 USA 48%
Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Jänner 2013 kommt die Mehrheit der institutionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum, Nordamerika (57%) sowie Großbritannien und Irland (5%). Mit knapp 75% ist die Mehrheit der Wienerberger Aktien im Besitz von institutionellen Anlegern, während rund 25% von privaten Anlegern gehalten werden. Eine Analyse der unterschiedlichen Anlagestrategien institutioneller Anleger zeigt, dass wertorientierte Investoren mit einem Anteil von 64% dominieren, gefolgt von GARP-Investoren (19%) und wachstumsorientierten Investoren (6%).
Seit Jahren haben professionelle Investor Relations hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Finanzvorstand, bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden, unterstellt. Zentrales Anliegen der Investor Relations ist eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit Investoren und Anteilseignern von Wienerberger zur Gewährleistung einer bestmöglichen Transparenz. In Anlehnung an internationale Usancen halten wir vor Ergebnisveröffentlichung und parallel zur Handelssperre für Wienerberger Mitarbeiter an einer Quiet Period fest. Da uns bewusst ist, dass dies eine Einschränkung der Kommunikation mit Investoren darstellt, behalten wir uns vor, die Quiet Period wieder aufzuheben.
Wienerberger hat auch im Jahr 2012 zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investorenkonferenzen in Europa und den USA teilgenommen, wie z.B. der Davy Building Conference, Citigroup Building Conference, Credit Suisse European Building Materials Conference, HSBC Austrian Day, Baader Investment Conference, Erste Group Bank Konferenz in Stegersbach und der Raiffeisen Centrobank Konferenz in Zürs sowie den Austrian Days der Wiener Börse in Zürich und New York. Der Vorstand und das Investor Relations Team trafen im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich oder informierten bei Conference Calls und Videokonferenzen über die wesentlichsten Kennzahlen sowie die operative und strategische Entwicklung des Unternehmens. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Conference Calls (sowie deren Aufzeichnungen), Analystenschätzungen und einen weboptimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht. wienerberger.com). Für iPad-Nutzer stehen über eine kostenlose App der Geschäftsbericht, die Quartalsberichte und der Nachhaltigkeitsbericht zum Download und zur Dokumentenverwaltung zur Verfügung.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, auch 2012 von der Financial Community anerkannt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Wienerberger wurde von der Jury des ARC (Annual Report Competition) mit Gold Awards in den Kategorien "Overall Annual Report" und "Chairman's Letter" prämiert. Von Report Watch wurde das Unternehmen mit der Note Agewertet und war damit das am besten platzierte Unternehmen Österreichs. Beim renommierten AAA (Austrian Annual Report Awards) vom trend Magazin wurde Wienerberger als Unternehmen mit dem drittbesten Nachhaltigkeitsbericht ausgezeichnet und beim Wiener Börse Preis 2012 belegte Wienerberger in der Kategorie "Corporate Bond" den zweiten Platz.
Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahrs hat die Baader Bank (München), Kepler Capital Markets (Wien) und Main First Bank AG (Frankfurt) die Coverage aufgenommen, während Bank of America Merrill Lynch (London), Credit Suisse (London), ING Bank N.V. (London) und Royal Bank of Scotland (London) die Coverage eingestellt haben. Per März 2013 wird Wienerberger von 13 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): Baader Bank (München), Berenberg Bank (London), Citigroup (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (Wien), Erste Bank (Wien), Exane BNP Paribas (London), Goldman Sachs (London), HSBC Trinkhaus (Düsseldorf), Kepler Capital Markets (Wien), Main First Bank AG (Frankfurt), Raiffeisen Centrobank (Wien) und UBS (London).
| Head of Corporate Communications | Barbara Braunöck |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 (1) 601 92-10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Online-Geschäftsbericht | geschaeftsbericht.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Financial | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
Wienerberger erhält Gold Awards in den Kategorien "Overall Annual Report" und "Chairman's Letter"
Politische Entscheidungen und Notenbanken bestimmen das Börsegeschehen
Eurozone verzeichnet 2012 Rückgang des realen BIPs
Unsicherheit hinsichtlich der Präsidentschaftswahlen und des Haushaltsstreits lastete auf US-amerikanischen Börsen
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten blieb auch 2012 sehr volatil. Nach einem vielversprechenden Start in das Börsejahr korrigierten die Märkte - insbesondere in Europa – zur Jahresmitte merklich nach unten, ehe sich die Leitindizes auf beiden Seiten des Atlantiks zum Jahresende wieder deutlich freundlicher zeigten. Dominiert wurde das Geschehen von politischen Entscheidungen auf nationalstaatlicher und internationaler Ebene sowie von der Geldpolitik der Notenbanken. Bemühungen zur Konsolidierung von Staatshaushalten und zur Bereinigung von strukturell bedingten Budgetdefiziten sowie die damit eng verbundene Entwicklung der Finanzierungskosten von Nationalstaaten standen weiterhin im Mittelpunkt. Dies galt gleichermaßen für die Mitgliedsstaaten der Eurozone – allen voran an der südlichen Peripherie – wie auch für die USA, deren als Fiskalklippe betitelter Haushaltsstreit um im Budget festgeschriebene, automatisch eintretende Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen erst zu Jahresbeginn 2013 beigelegt werden konnte. Politische Entscheidungsträger wurden in ihren Bemühungen, Vertrauen und attraktive Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum zu schaffen, durch eine unverändert stark expansive Geldpolitik der Notenbanken, welche die Leitzinsen auf historisch niedrigen Niveaus beließen und zusätzlich die im Umlauf befindliche Geldmenge durch Zukäufe von Wertpapieren erweiterten, unterstützt. In Europa stellte die Ratifizierung des Stabilitätsmechanismus ESM und dessen Genehmigung durch den Bundesverfassungsgerichtshof des wichtigsten Mitgliedslands Deutschland einen wichtigen Schritt für die Vertrauensbildung dar und bezeugte den Willen und die Entschlussfähigkeit für eine solidarische Lösung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Nachdem das Konsumentenvertrauen in Europa ab dem Frühjahr 2012 von bereits schwachem Niveau weiter zurückgegangen war, deutete eine leichte Verbesserung zum Jahresende die positiven Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen an. Die Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben, blieb durch die Unsicherheit bezüglich der Umsetzung strengerer Kapitalvorschriften für Finanzinstitute nach Basel III belastet. So fiel im abgelaufenen Jahr das Transaktionsvolumen für Wohnbaukredite in der Eurozone unter das Niveau von 2009 zurück.
Basierend auf Daten des IWF verringerte sich das reale BIP-Wachstum der Weltwirtschaft auf 3,2% im Jahr 2012 von 3,9% im Vorjahr. Mit der Eurozone, die einen Rückgang um 2 Prozentpunkte verzeichnete und gegenüber 2011 eine um 0,4% geringere Wirtschaftsleistung aufwies, und der Region Zentral-Osteuropa, deren Wirtschaftswachstum sich um 3,5 Prozentpunkte auf 1,8% verlangsamte, waren zwei Kernregionen der Wienerberger Gruppe von deutlichen Rückgängen betroffen. Die USA konnten hingegen eine leichte Beschleunigung des realen Wirtschaftswachstums auf 2,3% von 1,8% im Vorjahr verbuchen. Trotz einer weiterhin hohen Zahl von Unsicherheitsfaktoren und einer rückläufigen Wirtschaftsleistung in der Eurozone sowie einer abnehmenden Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft konnte die Mehrzahl der europäischen und nordamerikanischen Leitindizes zum Teil deutliche Zugewinne verbuchen. Quelle: IWF, EZB
Wie die europäischen Börsenbarometer verzeichneten die US-amerikanischen Leitindizes in den ersten Monaten 2012 eine klar positive Entwicklung, jedoch fiel die im Frühsommer einsetzende Korrektur im Vergleich zum deutlichen Rückgang in Europa moderater aus. In der zweiten Jahreshälfte verzeichneten der Dow Jones und der breiter gefasste S&P 500 zwar Zuwächse und neue Jahreshöchststände, die Kursgewinne blieben aber aufgrund des unsicheren Ausgangs der Präsidentschaftswahlen, des den Nordosten des Landes treffenden Hurrikans Sandy
Das Jahr 2012 und Ausblick Wirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte
sowie des lange Zeit ungelösten Haushaltsstreits hinter vergleichbaren europäischen Indizes zurück. Insbesondere die Unklarheit bezüglich der Besteuerung von Einkommen, Unternehmensgewinnen sowie Kapitalerträgen hemmte die Kursentwicklung. Per Ultimo 2012 ging der Dow Jones mit einem Zugewinn von 7,3% bei 13.104,14 Punkten und der S&P 500 mit einem Kursplus von 13,4% und einem Indexstand von 1.426,19 Punkten aus dem Handel.
Die Europäischen Leitindizes verzeichneten nach der deutlichen Korrektur zur Jahresmitte in der zweiten Jahreshälfte klare Zuwächse und ließen in diesem Zeitraum die wichtigsten amerikanischen Indizes hinter sich. Der deutsche Leitindex DAX wies 2012 mit 29,1% die beste Entwicklung unter den bedeutenden europäischen Börsenbarometern auf und unterstrich damit einmal mehr die vergleichsweise gesunde Wirtschaftslage in Deutschland sowie die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Mit einem Kursplus von 26,9% und einem Jahresendstand von 2.401,21 Punkten verzeichnete der ATX eine ähnlich starke Entwicklung, und profitierte aufgrund der starken Gewichtung von Finanztiteln und zyklischen Industriewerten von der steigenden Risikoneigung unter Anlegern. Auch der französische Leitindex CAC40 erreichte trotz Herabstufung des Kreditratings französischer Staatsanleihen, der angespannten Haushaltslage und einer Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität in Frankreich einen Kursanstieg von 15,2%. Der Londoner FTSE 100-Index blickt in Folge der leicht rückläufigen Wirtschaftsleistung in Großbritannien auf einen moderateren Kursanstieg von 5,8% zurück und ging 2012 mit 5.897,8 Punkten aus dem Handel.
Die europäische Wohnbautätigkeit verzeichnete 2012 einen Rückgang und blieb deutlich hinter den Erwartungen zu Jahresanfang zurück. Hauptursachen dieser Entwicklung waren das anhaltend niedrige Konsumentenvertrauen als Folge der schwachen Konjunkturlage in Europa und die eingeschränkte Kreditvergabe durch Banken. Während im Dezember 2011 Euroconstruct noch von einer Zunahme der Wohnbauleistung um 1,3% ausging, wurde diese Einschätzung im Jahresverlauf auf einen Rückgang von 3,5% revidiert. Besonders deutlich wurde dabei die Prognose für die Neubautätigkeit in Westeuropa gekürzt: von ursprünglich +1,8% auf -6,1%. Insgesamt ging 2012 im Wohnbausegment die Neubautätigkeit um 5,9% und die Renovierungstätigkeit um 2,0% zurück. Auch im Renovierungssegment blieb die Entwicklung in Westeuropa mit -2,0% deutlich hinter der Zunahme in den vier osteuropäischen Ländern (Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn) unter Beobachtung (+1,2%) zurück. Im Einklang mit der Abnahme der Bauaktivität war auch die Nachfrage nach Baustoffen im europäischen Ziegelgeschäft schwächer als im Jahr zuvor und fiel bzw. blieb weiterhin in vielen Märkten hinter dem Niveau von 2009 zurück. So waren in Westeuropa vor allem in Frankreich, den Niederlanden und Belgien deutliche Rückgänge zu verzeichnen, wobei insbesondere das Renovierungssegment die Erwartungen nicht erfüllen konnte. In Osteuropa verzeichnete die Mehrzahl der Märkte weitere Rückgänge von teilweise sehr schwachen Niveaus. Allen voran entwickelten sich mit Polen und der Tschechischen Republik zwei wichtige Märkte schwächer als zu Jahresbeginn prognostiziert. Positive Ausnahme blieb Russland, wo sich die starke Dynamik aus dem Jahr 2011 fortsetzte.
Starke Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte beschert den Leitindizes ein klares Kursplus
Europäische Wohnbautätigkeit auch 2012 rückläufig
Baubeginne je tausend Einwohner fallen in Westeuropa um durchschnittlich 4,5% und in Osteuropa (PL, SK, CZ, HU) um 10,6%
Ein wichtiger Indikator für die Bauaktivität in den Endmärkten des Geschäftsbereichs Ziegel Europa sind die Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner. Im Jahresvergleich weisen nur Russland, die Niederlande, Belgien, Deutschland und Bulgarien eine positive Entwicklung auf, während sich Österreich auf gutem Niveau stabil zeigte. Die Euroconstruct-Prognosen für Belgien und die Niederlande stehen dabei in deutlichem Gegensatz zu der von uns beobachteten Marktentwicklung. Das Wienerberger Management schätzt den Aktivitätsrückgang im Jahr 2012 auf 17% in Belgien und auf 20% für die Niederlande. Durchschnittlich ging die Anzahl der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner in Westeuropa um 4,5% und in Osteuropa (Euroconstruct Länder: PL, SK, CZ, HU) um 10,6% zurück.
1) Baubeginne
2) Baubeginne Ein- und Zweifamilienhäuser
3) Baufertigstellungen Ein- und Zweifamilienhäuser
4) Durchschnitt Osteuropa (PL, SK, CZ, HU)
Infrastrukturausgaben gingen 2012 stark zurück, wodurch die belastenden Auswirkungen der Konsolidierung öffentlicher Budgets auf die Realwirtschaft unterstrichen wurden. Euroconstruct prognostiziert den Rückgang der Infrastrukturinvestitionen für 2012 auf 7,5%. Mit Spanien, Portugal und Irland weisen einige jener westeuropäischen Länder, die im Mittelpunkt der Staatsschuldenkrise stehen, die größten Rückgänge auf. Von den Einsparungen besonders betroffen war das Neubausegment, das um 9,3% zurückging, während im Renovierungssegment die Abnahme mit 4,3% moderater ausfiel. Für 2013 wird ein weiterer Rückgang der Gesamtausgaben um 2,5% prognostiziert, wobei die Abnahme im Neubausegment mit 3,3% wiederum stärker ausgeprägt ist als im Renovierungssegment (-1,1%). Das Teilsegment Energie & Wassermanagement, das rund ein Viertel der Infrastrukturausgaben repräsentiert und das den für unser Rohrgeschäft wichtigen Markt für Frisch- und Abwassersysteme beinhaltet, ging laut Euroconstruct 2012 um 7,7% zurück. Für 2013 wird für dieses Teilsegment ein Rückgang um 1,7% vorhergesagt.
Das Jahr 2012 und Ausblick Wirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte
Die Entwicklung in den acht für unser Rohrgeschäft wichtigsten Endmärkten, in denen rund 80% des Ergebnisses erwirtschaftet werden, lag 2012 klar über dem europäischen Durchschnitt. Die Infrastrukturausgaben zeigten sich in jenen Ländern kaum verändert (+0,1%), und der für 2013 prognostizierte Rückgang um 0,4% fällt im Vergleich zum Gesamtmarkt deutlich geringer aus. Noch besser stellte sich die Entwicklung im Teilsegment Energie & Wassermanagement dar, in dem 2012 ein Anstieg der Ausgaben um 1,4% verzeichnet wurde. Für 2013 ist die Prognose mit einem Zuwachs in der Höhe von 4,2% ebenfalls optimistisch.
Quelle: U.S. Census Bureau
Am US-Häusermarkt stellte sich eine deutliche Belebung der Aktivität ein, die von einem breiten Spektrum an Indikatoren belegt wird. Während 2012 die Fertigstellungen mit 651.400 Wohneinheiten ein Plus von 11,4% verzeichneten, waren die Zunahme der Baubeginne um 28,1% auf 780.000 Wohneinheiten und die Zunahme der Baugenehmigungen um 30,3% auf 813.400 Wohneinheiten noch deutlichere Belege für die voranschreitende Erholung. Im Dezember 2012 beliefen sich laut U.S. Census Bureau die Baugenehmigungen sogar auf einen saisonal bereinigten Wert von 903.000 Wohneinheiten. Die von der National Association of Home Builders (NAHB) bereitgestellten Daten bestätigen das Bild und schätzen die Baubeginne für 2012 auf 774.000 Wohneinheiten oder auf ein Plus von 26,5%. Die Zunahme der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser belief sich dabei auf 22,4%. Für 2013 prognostiziert die NAHB ein Wachstum von 21,1% im Ein- und Zweifamiliensegment und eine Zunahme der Baubeginne im gesamten Wohnungsneubau um 20,4%. Auch der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, der die gegenwärtige Einschätzung von Hausverkäufen durch Bauunternehmer und Entwickler sowie deren Erwartungen für die nächsten sechs Monate widerspiegelt, erholte sich im Jahresverlauf deutlich und markierte im Dezember 2012 mit einem Indexwert von 47 ein Niveau, das zuletzt im April 2006 erreicht worden war. Der Bestand unverkaufter Ein- und Zweifamilienhäuser fiel für neue Häuser von 5,4 auf 4,9 Monate und für existierende Häuser von 7,0 auf 4,9 Monate im Vergleich zu Dezember 2011. Die Leistbarkeit von Hypothekardarlehen erreicht darüber hinaus im Dezember 2012 mit einer Fixverzinsung von 3,35% über eine Laufzeit von 30 Jahren (Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey) einen neuen historischen Tiefststand. Ein weiterer wichtiger Treiber für die Erholung am Häusermarkt ist auch die Trendwende bei den Verkaufspreisen, die laut S&P/Case-Shiller Index in den 12 Monaten bis einschließlich Dezember 2012 um 7,3% im Jahresvergleich zulegten. In Summe unterstreicht die große Zahl positiver Indikatoren zum US-Häusermarkt, dass für 2013 mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen ist.
Das Jahr 2012 und Ausblick Interview Willy van Riet Ergebnis- und Bilanzanalyse
Um der neuen Konzernstruktur nach der Akquisition von Pipelife Rechnung zu tragen, haben wir unsere Berichterstattung entsprechend angepasst und Bereiche zusammengefasst, die ähnliche Marktdynamiken und Wachstumstreiber aufweisen. Wesentlichste Änderung dabei ist, dass wir das keramische Geschäft in Europa, welches Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegel umfasst, in der Division Ziegel Europa zusammenfassen. Zusätzlich sind unsere 50%-Beteiligungen an Tondach Gleinstätten und Schlagmann nicht mehr im operativen Ergebnis dargestellt, sondern werden at-equity ausgewiesen, wie im nächsten Absatz noch ausführlicher erläutert wird. Das neue Rohrgeschäft (Kunststoffrohrsysteme von Pipelife sowie keramische Rohrsysteme von Steinzeug-Keramo) wird gemeinsam mit den Flächenbefestigungen aus Beton (Semmelrock) in der Division Rohre & Pflaster Europa gebündelt. Im Sinne einer transparenten Berichterstattung werden in beiden Divisionen die Ergebnisse für die Regionen gesondert nach Ost- und Westeuropa ausgewiesen. Unsere Aktivitäten in den USA und Kanada berichten wir zukünftig gemeinsam mit dem amerikanischen Kunststoffrohrgeschäft von Pipelife in der Division Nordamerika. Operative Holdingkosten, welche einzelnen Geschäftsfeldern direkt zurechenbar sind, wurden auf die jeweiligen Divisionen umgelegt. Somit verbleiben im Segment Holding & Sonstiges nur mehr die Kosten der Konzernzentrale sowie die indischen Ziegelaktivitäten.
Im vorliegenden Bericht wurden neben der Neustrukturierung der Segmente auch Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umgesetzt. Davon betroffen ist die Darstellung der 50%-Beteiligungen an Schlagmann und der Tondach Gruppe, die zuvor quotal konsolidiert waren und nun in der Bilanz in den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen werden. Die Ergebnisse der beiden Unternehmen werden demzufolge im Finanzergebnis in der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen dargestellt. Die bereits jetzt umgesetzten Änderungen des IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Pensionen sowie die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Gesamtergebnis. Der Ausweis des Nettozinsaufwands erfolgt zukünftig im Finanzergebnis statt wie bisher in den Aufwendungen für Altersversorgung. In diesem Bericht wurden alle Vergleichszahlen angepasst, die aus einer Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden resultieren.
In den im Abschluss dargestellten Bilanzen führte die frühzeitige Anwendung des IAS 19 zu einer Erhöhung der Rückstellung für Pensionen um 17,5 Mio. € zum 31.12.2010 und um 23,9 Mio. € zum 31.12.2011 im Vergleich zu den veröffentlichten Bilanzen der jeweiligen Geschäftsjahre. Die übrigen Rücklagen verminderten sich aufgrund der Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Gesamtergebnis um 22,7 Mio. € zum 31.12.2010 und 27,3 Mio. € zum 31.12.2011. Die Auswirkungen der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 auf die Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2011 waren unwesentlich. Die Änderung der Einbeziehungsart von Schlagmann und Tondach Gleinstätten auf die Equity-Methode sowie sonstige Effekte verringerten für das Jahr 2011 den Umsatz um 108,3 Mio. €, das operative EBITDA um 18,2 Mio. € und das operative EBIT um 8,5 Mio. € im Vergleich zu den veröffentlichten Konzernzahlen. Die Nettoverschuldung verminderte sich um 12,2 Mio. € zum 31.12.2010 und 83,7 Mio. € zum Stichtag 31.12.2011. Die Bilanzsumme der Wienerberger Gruppe verringerte sich um 58,0 Mio. € zum 31.12.2010 und 130,9 Mio. € zum 31.12.2011.
Ergebnisse der 50%-Beteiligungen an Schlagmann und Tondach Gleinstätten werden künftig im Finanzergebnis dargestellt
Die Zahlen der Vorjahresperiode wurden entsprechend angepasst
Die Ergebnisse der Wienerberger Gruppe im Jahr 2012 waren durch drei wesentliche Entwicklungen bestimmt. Das schwierige Marktumfeld in Europa aufgrund der zum Teil deutlichen Rückgänge in der Bautätigkeit beeinflusste die Ergebnisse der Gruppe negativ. Demgegenüber standen eine moderate Erholung im amerikanischen Wohnbau sowie die Beiträge der im Mai 2012 übernommenen Pipelife Gruppe, einem der führenden Anbieter von Kunststoffrohren in Europa, welche sich positiv auf Umsatz- und Ergebnis auswirkten.
Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf 2.355,5 Mio. € gestiegen, wovon 28% bzw. 511,7 Mio. € auf die Erstkonsolidierung der Pipelife Gruppe zurückzuführen sind. Pipelife konnte die Ergebnisse gegenüber 2011 weiter steigern und erwirtschaftete im Gesamtjahr 2012 einen um 6,8% höheren Umsatz von rund 858,9 Mio. € und ein um 13,1% höheres operatives EBITDA von rund 78,0 Mio. €. Der organische Umsatz, bereinigt um Effekte aus Akquisitionen und Fremdwährungen, war als Folge der schwächeren Nachfrage bei Ziegeln in Europa um 5% rückläufig. Dieser Umsatzrückgang erklärt sich zu -9% aus Mengen- und zu +4% aus Preiseffekten. In einem schwierigen Marktumfeld ist es Wienerberger gelungen, neben Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation den Absatz an höherwertigen Produkten weiter zu steigern und somit um 4% höhere Durchschnittspreise zu erzielen. Fremdwährungseffekte hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung, da negative Währungseffekte aus dem polnischen Zloty sowie der tschechischen Krone durch Aufwertungen des US Dollars sowie des britischen Pfunds mehr als kompensiert wurden.
Der Bereich Ziegel Europa war 2012 mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Die europäische Bauwirtschaft hatte wieder verstärkt unter den negativen Auswirkungen der Euro- und Staatsschuldenkrise zu leiden, die sich in steigender Unsicherheit, niedrigem Konsumentenvertrauen und einer restriktiven Kreditvergabe von Banken niederschlugen. Die Folge waren Rückgänge in der Bautätigkeit in nahezu allen europäischen Märkten, die teilweise im zweistelligen Bereich lagen und dazu führten, dass in einigen für Wienerberger wichtigen Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Polen sogar das Niveau des Krisenjahrs 2009 unterschritten wurde. Dementsprechend hatte Wienerberger in der Division Ziegel Europa im Jahr 2012 Absatz- und Ergebniseinbußen zu verzeichnen. Bei einem Mengenrückgang von 11% verringerte sich der Außenumsatz um 6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres auf 1.443,8 Mio. €. Erfreulich war, dass es in diesem schwierigen Marktumfeld gelungen ist, die geplanten Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umzusetzen und den Absatz an höherwertigen Produkten entgegen dem negativen Markttrend zu steigern. Die Durchschnittspreise lagen um 4% über der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Höhere Stückkosten aufgrund der schwächeren Auslastung der Produktionskapazitäten belasteten die Ergebnisse und führten zu einem Rückgang von 22% im operativen EBITDA der Division Ziegel Europa. Daher wurden beginnend mit dem dritten Quartal 2012 Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstrukturen an die Marktgegebenheiten eingeleitet (siehe auch weiter unten "Restrukturierungsprogramm 2012").
In der Division Rohre & Pflaster Europa stieg der Außenumsatz von 230,8 Mio. € auf 711,2 Mio. €. Hauptverantwortlich ist neben der anhaltend guten Geschäftsentwicklung im Bereich keramische Rohre vor allem der Beitrag der seit 31. Mai 2012 vollkonsolidierten Pipelife Gruppe. In den sieben Monaten seit der Erstkonsolidierung lieferte der Spezialist für Kunststoffrohrsysteme einen Beitrag zum Umsatz der Division von 478,8 Mio. € und zum operativen EBITDA von 45,5 Mio. €. Neben organischem Mengenwachstum und erfolgreichem Kosten- und Preismanagement profitierte Pipelife im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Beiträgen der im Mai 2011 übernommenen französischen Kunststoffrohrsparte von Alphacan. Der Bereich Flächenbefestigungen aus Beton, welcher ausschließlich in Osteuropa tätig ist, war ähnlich wie der Bereich Ziegel stark von den schwierigen Marktgegebenheiten der Region betroffen. Die schwache Bautätigkeit in Osteuropa und der starke Preisdruck bei Flächenbefestigungen aus Beton führten im Berichtsjahr zu rückläufigem Umsatz und Ergebnis. Es wurden daher Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstrukturen eingeleitet, die 2012 zu zahlungswirksamen Einmalkosten in Höhe von 1,1 Mio. € führten. Nach Regionen betrachtet, fielen die Ergebniszuwächse im Segment Rohre & Pflaster Westeuropa stärker aus als in Osteuropa, da die größten Märkte von Pipelife mit Schweden, Norwegen, Finnland und den Niederlanden in Nord-Westeuropa zu finden sind. In diesen Ländern zeigte die Nachfrage nach Rohrsystemen im Jahr 2012 auch eine dynamischere Entwicklung als bei den osteuropäischen Nachbarn.
In der Division Nordamerika war erstmals nach vielen Jahren wieder eine Erholung in der Bauwirtschaft von sehr niedrigem Niveau spürbar. Beim operativen EBITDA konnte im nordamerikanischen Ziegelgeschäft der erwartete Turnaround geschafft werden. Zusammen mit den Beiträgen aus der Erstkonsolidierung des amerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts von Pipelife stieg der Außenumsatz in Nordamerika um 43% auf 193,8 Mio. €, und das operative EBITDA lag bei 9,8 Mio. € in der Berichtsperiode gegenüber -8,2 Mio. € im Jahr zuvor.
| Ertragsentwicklung | 2011 1) | Verkäufe 2) | Käufe 2) | F/X 3) | Organisch | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatz | 1.915,4 | 0,0 | 523,6 | 19,1 - | 102,6 | 2.355,5 |
| EBITDA operativ 4) | 240,4 | 0,0 | 51,5 | 1,6 - | 48,0 | 245,5 |
| EBIT operativ 4) | 40,0 | 0,0 | 31,6 - | 0,2 - | 40,4 | 31,0 |
| Nicht wiederkehrend 5) - | 2,6 | 0,0 | 0,0 | 0,1 - | 50,3 - | 52,8 |
| Finanzergebnis 6) | 10,0 - | 0,3 - | 9,8 - | 0,3 - | 14,7 - | 14,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 47,4 | 0,0 | 25,7 - | 0,4 - | 108,9 - | 36,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 39,4 | 0,0 | 20,2 - | 0,4 - | 99,7 - | 40,5 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen
3) Währungseffekte
4) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
5) Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen
6) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis
Erstkonsolidierung von Pipelife bringt deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung bei Rohre & Pflaster Europa
Turnaround im nordamerikanischen Ziegelgeschäft
Operatives EBITDA von 245,5 Mio. € leicht über Vorjahr
Das operative EBITDA der Gruppe lag mit 245,5 Mio. € leicht über dem Vergleichswert 2011, wobei 49,5 Mio. € aus Konsolidierungskreisänderungen aus der Erstkonsolidierung der Pipelife Gruppe stammen und 1,6 Mio. € auf positive Wechselkursdifferenzen vorwiegend aus dem Britischen Pfund zurückzuführen sind. Rückläufige Absatzmengen in der Division Ziegel Europa und damit verbundene schwächere Kapazitätsauslastungen belasteten das EBITDA. Aktives Working Capital Management mit dem Ziel einer kontrollierten Entwicklung der Vorräte brachte verlängerte Stillstände im gesamten Werksnetz bei Ziegel Europa und belastete zusätzlich die Ergebnisse der Division.
| EBITDA operativ 1) | 2011 2) | 2012 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Ziegel Europa | 236,7 | 183,5 - | 22 |
| Rohre & Pflaster Europa | 26,7 | 67,4 | >100 |
| Nordamerika | -8,2 | 9,8 | >100 |
| Holding & Sonstiges | -14,8 - | 15,2 | -3 |
| Wienerberger Gruppe | 240,4 | 245,5 | +2 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
Aufgrund des neuerlichen Marktrückgangs im Wohnbau wurde bereits im dritten Quartal 2012 mit der Umsetzung eines Restrukturierungsprogramms begonnen, welches im vierten Quartal noch ausgeweitet wurde. Dieses Programm umfasst neben der Einmottung von Werksstandorten im Wesentlichen Anpassungen von Schichtmodellen sowie weitere Optimierungsmaßnahmen im Verwaltungsbereich. Mit diesen Maßnahmen verbunden waren einmalige Restrukturierungskosten bzw. Wertminderungen von Anlagen von insgesamt 43,0 Mio. €. Davon betreffen 28,8 Mio. € zahlungswirksame Einmalkosten sowie 14,2 Mio. € Sonderabschreibungen. Alle Kosten des Restrukturierungsprogramms wurden bereits im Jahr 2012 bilanziell berücksichtigt, wobei einzelne Maßnahmen daraus erst im Verlauf des Jahrs 2013 umgesetzt werden. Die aus diesem Programm errechneten Einsparungen sollen bis Ende 2014 insgesamt rund 50 Mio. € betragen, wovon bereits rund 14 Mio. € in der Berichtsperiode realisiert werden konnten. Darüber hinaus wurden die Normalinvestitionen in der Gruppe mit Schwerpunkt auf Ziegel Europa und Flächenbefestigungen in Osteuropa auf ein erforderliches Minimum reduziert.
Für das Jahr 2012 errechnet sich eine durchschnittliche Kosteninflation von ca. 3,5%, wobei die Inflation bei den variablen Inputkosten leicht über und bei den fixen Inputkosten leicht unter diesem Durchschnittswert lag. Die Energiekosten stiegen um 19,3 Mio. € und erreichten einen Anteil von 12% am Umsatz (Vorjahr: 15%). Der starke Rückgang des Anteils der Energiekosten am Umsatz ist im Wesentlichen auf die Pipelife Erstkonsolidierung zurückzuführen, wo der Energieverbrauch von untergeordneter Bedeutung ist. Die während des Jahrs 2012 umgesetzten Preisanpassungen waren ausreichend, um die gesamte Kosteninflation auf Gruppenebene abzudecken.
Zahlungswirksame Einmalkosten aus Restrukturierungsprogramm von 29 Mio. € gegenüber Kosteneinsparungen von 50 Mio. € bis Ende 2014
Kosteninflation lag im Durchschnitt bei 3,5% und konnte durch umgesetzte Preiserhöhungen abgedeckt werden
Das Jahr 2012 und Ausblick Ergebnis- und Bilanzanalyse
In den Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 238,5 Mio. € sind neben laufenden Abschreibungen und Wertminderungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms in der Höhe von 14,2 Mio. € auch Sonderabschreibungen von 19,9 Mio. € enthalten, die aus der jährlichen Beurteilung auf Werthaltigkeit von bereits eingemotteten oder geschlossenen Liegenschaften und Maschinen stammen oder aus Anlageninventuren resultieren. Die operative Abschreibungstangente reduzierte sich wegen des höheren Konzernumsatzes von 9,6% im Jahr 2011 auf 8,3% im Berichtsjahr. Dieser im internationalen Vergleich relativ hohe Wert resultiert vor allem aus der starken Investitionstätigkeit der Vergangenheit und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe.
Wienerberger führt regelmäßig im Anschluss an die Unternehmensplanung Werthaltigkeitstests durch. Des Weiteren werden anlassbezogen Werthaltigkeitstests nach Evaluierung von sogenannten "Triggering Events" durchgeführt. Lassen Hochrechnungen und Analysen aufgrund von Ereignissen während des Berichtsjahrs vermuten, dass negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan möglich sind, erfolgt eine anlassbezogene Beurteilung der Werthaltigkeit. Die im Dezember des Berichtsjahrs auf Basis der Mittelfristplanungen für den Zeitraum 2013-2016 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben einen Abwertungsbedarf von 9,8 Mio. €, welcher Firmenwertabschreibungen in Kroatien und in Litauen betrifft. Für diese Werthaltigkeitstests wurde für die Wienerberger Gruppe ein Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 6,84% ermittelt, wobei wiederum in den Vereinigten Staaten (6,03%), Großbritannien (5,53%), Russland (11,63%), Indien (9,69%) und Türkei (8,77%) abweichende regionale Kapitalkostensätze verwendet wurden.
Zur Erhöhung der Transparenz sind die Aufwendungen aus Restrukturierungen und die damit verbundenen Wertminderungen von Sachanlagen sowie die Firmenwertabschreibungen, die sich in Summe auf 52,8 Mio. € belaufen, in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem operativen EBIT ausgewiesen.
| Rentabilitätskennzahlen | 2011 1) | 2012 |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Bruttoergebnis zu Umsatz | 32,1 | 29,5 |
| Verwaltungskosten zu Umsatz | 6,5 | 6,2 |
| Vertriebskosten zu Umsatz | 22,4 | 20,7 |
| Operative EBITDA-Marge 2) | 12,6 | 10,4 |
| Operative EBIT-Marge 2) | 2,1 | 1,3 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Die operative EBITDA-Marge verringerte sich auf 10,4% im Jahr 2012 gegenüber 12,6% im Jahr zuvor. Dies erklärt sich vor allem aus einem Verwässerungseffekt durch die Einbeziehung von Pipelife, da die EBITDA-Marge im Kunststoffrohrgeschäft aufgrund einer anderen Kostenstruktur sowie auch einer anderen Kapitalintensität traditionell deutlich unter jener des keramischen Bereichs liegt. Anderseits erwirtschaftet das Kunststoffrohrgeschäft aber sehr attraktive CFROIs, welche deutlich über der internen Hurdle Rate von 11,5% liegen.
Rückgang der operativen EBITDA-Marge von 12,6% auf 10,4%
Abschreibungen auf das Anlagevermögen enthalten Sonderabschreibungen von 19,9 Mio. €
Werthaltigkeitstests zu Jahresende ergaben Abwertungsbedarf für Firmenwerte in Kroatien und Litauen
52,8 Mio. € einmalige Aufwendungen und Firmenwertabschreibungen
| Gewinn- und Verlustrechnung 1) | 2011 2) | 2012 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.915,4 | 2.355,5 | +23 |
| Herstellkosten | -1.301,4 - | 1.661,0 | +28 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten 3) | -553,9 - | 631,5 | +14 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -76,5 - | 83,8 | +10 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 56,4 | 51,8 | -8 |
| Operatives Betriebsergebnis (EBIT operativ) 4) | 40,0 | 31,0 | -23 |
| Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen | 0,0 - | 43,0 | <-100 |
| Firmenwertabschreibungen | -2,6 - | 9,8 | <-100 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 37,5 | -21,7 | <-100 |
| Finanzergebnis 5) | 9,9 - | 14,5 | <-100 |
| Ergebnis vor Steuern | 47,4 | -36,2 | <-100 |
| Ertragsteuern | -8,0 - | 4,3 - | 46 |
| Ergebnis nach Steuern | 39,4 | -40,5 | <-100 |
1) gerechnet auf Basis ungerundeter Werte
2) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
3) inklusive Transportaufwendungen
4) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
5) inklusive at-equity Ergebnis
Ergebnis je Aktie in €
Steuerquote von -12%
Kosten aus Restrukturierungsprogramm sowie Sondereffekte aus Wertberichtigungen führen zu Verlust nach Steuern von 40,5 Mio. €
Bilanzsumme von 4.139,7 Mio. €
Kennzahl Working Capital zu Umsatz entsprach mit 25% zu Jahresende genau dem angestrebten Zielwert
Nach einem Gewinn nach Steuern im Jahr 2011 von 39,4 Mio. € verzeichnete Wienerberger in 2012 aufgrund der einmaligen Kosten aus dem Restrukturierungsprogramm sowie aufgrund von Sondereffekten aus Wertberichtungen von Sachanlagen und Firmenwerten einen Verlust nach Steuern von 40,5 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie wird nach Abzug des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Ergebnisses sowie nach Abzug des jährlichen Hybridkupons in Höhe von 32,5 Mio. € errechnet und reduzierte sich auf Basis der gewichteten Aktienanzahl von 115,1 Mio. Stück (Vorjahr: 116,8 Mio. Stück) auf -0,61 € (Vorjahr: 0,07 €).
Im Jahr 2012 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr vor allem akquisitionsbedingt um 4% auf 4.139,7 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen war mit 68% (Vorjahr: 65%) leicht über Vorjahrsniveau, wobei auf Sachanlagen 62% (Vorjahr: 65%) des Capital Employed entfallen. Der Vorratsbestand lag Ende 2011 bei 576,6 Mio. € und stieg zum Halbjahr 2012 aufgrund der Saisonalität im Baustoffgeschäft sowie der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife auf 772,7 Mio. € an. Durch striktes Working Capital Management gelang es, bis zum Jahresende die Vorräte auf 700,9 Mio. € zu senken. Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen blieb mit 26 Tagen in etwa konstant gegenüber dem Vorjahr, die durchschnittliche Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten ist von 47 Tagen auf 44 Tage gesunken. Das Working Capital (Vorräte + Nettokundenforderungen – Lieferverbindlichkeiten) erhöhte sich im Berichtsjahr aufgrund der oben beschriebenen Effekte aus der Erstkonsolidierung von Pipelife und belief sich auf 589,9 Mio. €, was einem Anteil am Umsatz von 25,0% (Vorjahr: 24,2%) bzw. einem Anteil am Capital Employed von 20% (Vorjahr: 17%) entspricht. Damit ist es gelungen, in einem schwierigen Marktumfeld das Working Capital am angestrebten Zielwert von 25% am Umsatz zu halten, welchen wir auch als nachhaltiges Niveau betrachten. Die Umschlagshäufigkeit des Working Capitals im Jahresdurchschnitt hat sich auf 93 Tage (Vorjahr: 100 Tage) reduziert. Wienerberger verfügte Ende 2012 mit 314,8 Mio. € über starke Liquiditätsreserven, bestehend aus Kassa, Bankguthaben und Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten.
Entwicklung der Bilanzstruktur
Konzerneigenkapital von 2.363,7 Mio. €
Das Konzerneigenkapital verringerte sich um 3% auf 2.363,7 Mio. € (Vorjahr: 2.430,8 Mio. €). Hauptgründe dafür sind die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €, die Zahlung der Dividende von 13,8 Mio. €, versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionsplänen und Abfertigungsvorsorgen in Höhe von 24,5 Mio. € sowie ein negatives Ergebnis nach Ertragssteuern von 40,5 Mio. €. Dem gegenüber erhöhten Differenzen aus der Währungsumrechnung von 38,9 Mio. € das Eigenkapital. Die Bewegung der erfolgsneutralen Differenzen in der Währungsumrechnung stammt vorwiegend aus dem polnischen Zloty, dem russischen Rubel sowie dem ungarischen Forint.
Die Rückstellung für latente Steuern erhöhte sich akquisitionsbedingt. Die Personalrückstellungen erhöhten sich aufgrund der Erstkonsolidierung der Pipelife Gruppe sowie aufgrund der umgesetzten Änderungen des IAS 19, woraus versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ab sofort im sonstigen Gesamtergebnis zu erfassen sind. Aufgrund des starken Zinsverfalls kam es im Berichtsjahr zu einer Erhöhung der Personalrückstellungen in Höhe von 43,4 Mio. €. Da keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen abgeschlossen wurden bzw. die bestehenden Zusagen wenn möglich in beitragsorientierte Zusagen umgewandelt werden, kommt es, unabhängig von Parameteränderungen, laufend zu einer Verringerung der bilanzierten Pensionsverpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich akquisitions- und geschäftsbedingt im Zusammenhang mit der Vorsorge diverser Leistungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen. Die gesamten Rückstellungen machen 6% (Vorjahr: 5%) der Bilanzsumme aus. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) haben sich um 17,8 Mio. € auf 916,8 Mio. € reduziert und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und sonstigen Dritten von 898,2 Mio. €, Derivate mit negativen Marktwerten von 18,2 Mio. €, Leasingverbindlichkeiten von 0,2 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 0,2 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen Zahlungsmittel, Kassa, Bankguthaben und Wertpapiere von 314,8 Mio. € gegenüber. Von den verzinslichen Verbindlichkeiten (exklusive Konzernverbindlichkeiten) in Höhe von 916,6 Mio. € haben 94% (Vorjahr: 56%) langfristigen und 6% (Vorjahr: 44%) kurzfristigen Charakter.
| Berechnung der Nettoverschuldung 1) | 2011 2) | 2012 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 513,7 | 858,7 | +67 |
| Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 417,8 | 57,7 - | 86 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2,9 | 0,2 - | 93 |
| - Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung - | 26,5 - | 22,2 - | 16 |
| - Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte - | 58,7 - | 50,1 - | 15 |
| - Zahlungsmittel | -490,4 - | 242,3 - | 51 |
| Nettoverbindlichkeiten | 358,8 | 602,0 | +68 |
1) exklusive Hybridanleihe, welche gemäß IFRS im Eigenkapital ausgewiesen wird
2) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
Die Nettoverschuldung belief sich zum 31.12.2012 auf 602,0 Mio. € und lag damit um 68% über dem Vorjahreswert von 358,8 Mio. €. Der Anstieg der Nettoverschuldung erklärt sich zu 268,7 Mio. € aus Investitionen und Akquisitionen sowie aus der Einbeziehung der Schulden von Pipelife in Höhe von 194,2 Mio. €. Weiters erhöhten die Auszahlung des Hybridkupons, die Auszahlung der Dividende sowie sonstige Effekte im Rahmen der Finanzverbindlichkeiten die Nettoverschuldung um weitere 49,2 Mio. €. Vermindert wurde die Nettoverschuldung durch den Cashflow aus dem Ergebnis um 127,0 Mio. €, durch den Abbau von Working Capital in Höhe von 102,5 Mio. € sowie durch Devestitionen um 39,4 Mio. €. In der Folge ergab sich daraus ein Verschuldungsgrad am Jahresende von 25,5% (Vorjahr: 14,8%). Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 126% (Vorjahr: 122%). Die Entschuldungsdauer lag am 31. Dezember 2012 bei 2,2 (Vorjahr: 1,5), die EBITDA-Zinsdeckung bei 5,0 (Vorjahr: 6,4).
Nettoverschuldung erhöht sich durch Übernahme von Pipelife auf 602,0 Mio. € zu Jahresende gegenüber 358,8 Mio. € im Jahr zuvor
Entwicklung der Nettoverschuldung (Net Debt)
in Mio. €
| Bilanzentwicklung | 2011 1) | Verkäufe 2) | Käufe 2) | F/X 3) | Organisch | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Sachanlagevermögen | 1.727,2 | 0,0 | 168,4 | 22,0 - | 114,5 | 1.803,1 |
| Immaterielles Anlagevermögen | 679,5 | 0,0 | 220,4 | 4,7 - | 22,5 | 882,1 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 246,7 | 0,0 - | 84,6 | 1,3 - | 8,3 | 155,1 |
| Vorräte | 576,6 | 0,0 | 171,1 | 5,1 - | 51,9 | 700,9 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 761,4 | 0,0 - | 31,9 - | 6,0 - | 125,0 | 598,5 |
| Bilanzsumme | 3.991,4 | 0,0 | 443,4 | 27,1 | -322,2 | 4.139,7 |
| Eigenkapital 4) | 2.430,8 | 0,0 - | 0,2 | 38,9 - | 105,8 | 2.363,7 |
| Rückstellungen | 197,2 | 0,0 | 37,7 | 1,0 | 30,0 | 265,9 |
| Verbindlichkeiten | 1.363,4 | 0,0 | 405,9 - | 12,8 - | 246,4 | 1.510,1 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen
3) Währungseffekte
4) inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridanleihe
Das akquisitionsbedingte Wachstum stammt aus der erstmaligen Einbeziehung der Pipelife Gruppe. Die organische Bilanzsummenverkürzung ergab sich hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen von Sachanlagen und einem Abbau des Working Capitals.
| Bilanzkennzahlen | 2011 1) | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Capital Employed | in Mio. € | 2.652,1 | 2.931,3 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 358,8 | 602,0 |
| Eigenkapitalquote | in % | 60,9 | 57,1 |
| Verschuldungsgrad | in % | 14,8 | 25,5 |
| Anlagendeckung | in % | 93,1 | 84,4 |
| Working Capital zu Umsatz | in % | 23,9 | 25,0 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
Die Finanzmärkte waren 2012 einerseits von einer großen Unsicherheit im Euroraum sowie andererseits von ersten Anzeichen einer leichten Erholung der nordamerikanischen Wirtschaft gekennzeichnet. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) Ende 2011 dem Bankensektor Liquidität für die nächsten drei Jahre zur Verfügung stellte, war das erste Quartal von einer Entspannung am Anleihenmarkt gekennzeichnet. Nach den Wahlen in Griechenland und den Diskussionen über europäische Rettungspakete und Stabilitätsmechanismen nahm die Unsicherheit im zweiten und dritten Quartal jedoch wieder stark zu. Dieser negativen Tendenz versuchte die EZB durch verstärkte Käufe von europäischen Staatsanleihen sowie der Zusicherung, den Euro jedenfalls erhalten zu wollen, entgegenzuwirken. Deutliche Entspannung auf den Finanzmärkten wurde aber erst nach der Entscheidung in Deutschland zum Europäischen Stabilitätspakt sowie dem erfolgreichen Rückkauf von Anleihen durch Griechenland spürbar.
Das Jahr 2012 und Ausblick Ergebnis- und Bilanzanalyse
Wienerberger nutzte das Anfang 2012 günstige Marktfenster am Kapitalmarkt zur Emission einer 3,5 Jahre laufenden Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. € und sicherte damit den Refinanzierungsbedarf für 2012 frühzeitig ab. Da im Jahr 2013 kein großer Refinanzierungsbedarf besteht, kann sich Wienerberger somit bereits auf die Integration von Pipelife in das gruppenweite Treasury und die Finanzierungsagenden des Jahrs 2014 konzentrieren. Die proaktive Refinanzierungsstrategie wird beibehalten, und auch in Zukunft sollen kleinere Tranchen emittiert werden, um einerseits den durch die Pipelife Integration entstehenden Finanzierungsaufwand zu decken und andererseits das Fälligkeitsprofil zu optimieren.
Wienerberger wird auch weiterhin ausreichende Liquiditätsreserven in der Bilanz halten, da die Sicherung der Liquidität und eine starke Kapitalstruktur oberste Priorität bleiben. Zu Jahresende standen Wienerberger insgesamt 430 Mio. € an nicht ausgenutzten, zugesicherten Kreditlinien zur Deckung von Liquiditätsschwankungen zur Verfügung. Diese sollen aber bis Ende 2013 auf das für die Gruppe ausreichende Maß von 350 Mio. € verringert werden, um den "negative Carry" zu reduzieren. Die für Kreditvereinbarungen mit Banken gültigen Kennzahlen (Covenants) sind weiterhin klar innerhalb der vereinbarten Zielgrößen. Die Entschuldungsdauer lag bei 2,2 Jahren zum Jahresende und damit weit unterhalb des vorgegebenen Schwellenwerts von 3,5 Jahren. Die EBITDA-Zinsdeckung verschlechterte sich zwar von 6,4 im Vorjahr auf 5,0, liegt aber deutlich über dem Schwellenwert von 3,75.
| Treasury Kennzahlen | 31.12.20111) | 31.12.2012 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ 2) | 1,5 | 2,2 | <3,50 |
| EBITDA operativ 2) / Zinsergebnis 3) | 6,4 | 5,0 | >3,75 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA
3) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses
Mehr als 70% der Verbindlichkeiten sind fix verzinst. Den verbleibenden 30% an variabel verzinsten Verbindlichkeiten stehen variabel verzinste Veranlagungen gegenüber, wodurch das Zinsrisiko der Gruppe limitiert ist. Während der Großteil der Finanzierungen in Euro denominiert ist, betrachtet Wienerberger das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CHF, GBP, PLN) und sichert einen Teil des Risikos auf Basis von monatlichen Sensitivitätstests mittels Zins-Währungsswaps ab. Zum Bilanzstichtag bestanden nur Derivatpositionen in US Dollar und Schweizer Franken.
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aufgrund starken Working Capital Abbaus bei Pipelife deutlich verbessert
Free Cashflow um 21% auf 163,6 Mio. € gestiegen
Wienerberger konnte auch im schwierigen Jahr 2012 ihre Stärke, Cashflows zu generieren, wieder unter Beweis stellen. Der Cashflow aus dem Ergebnis von 127,0 Mio. € lag zwar, beeinflusst durch niedrigere Ergebnisbeiträge des Geschäftsbereichs Ziegel Europa, deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte jedoch aufgrund des starken Working Capital Abbaus von rund 100 Mio. € bei der Pipelife Gruppe seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sowie einer stabilen Working Capital Entwicklung der restlichen Wienerberger Gruppe von 164,0 Mio. € im Jahr 2011 auf 229,5 Mio. € in der Berichtsperiode deutlich verbessert werden.
Der Zahlungsmittelabfluss für Gesamtinvestitionen lag aufgrund der Übernahme der restlichen 50% von Pipelife mit 268,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahrswert von 151,7 Mio. €. Im Vergleichsjahr 2011 beeinflusste die Ausgleichszahlung für den Verkauf der 50%-Anteile der Bramac Gruppe bzw. die Aufstockung der Tondach Gleinstätten Beteiligung den Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst den Emissionserlös der am 1. Februar 2012 platzierten Anleihe mit einer Nominale von 200 Mio. €, die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. €, die ausgeschüttete Dividende von 13,8 Mio. € sowie die Finanzierung des Kaufpreises der restlichen Anteile der Pipelife Gruppe. An Dividenden von assoziierten Unternehmen flossen im Berichtsjahr 13,0 Mio. € zu. Insgesamt schaffte es Wienerberger, im Jahr 2012 einen beachtlichen Free Cashflow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) von 163,6 Mio. € gegenüber 135,0 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs zu erwirtschaften. Dieser wurde im Wesentlichen für die wertschaffende Akquisition von Pipelife verwendet.
| Cashflow Statement | 2011 1) | 2012 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 184,4 | 127,0 | -31 |
| Veränderung Working Capital und Sonstiges | -20,4 | 102,5 | >100 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 164,0 | 229,5 | +40 |
| Normalinvestitionen (Instandhaltung und | |||
| technologische Weiterentwicklung) | -95,8 - | 105,3 - | 10 |
| Wachstumsinvestitionen | -55,9 - | 163,4 | <-100 |
| Devestitionen und Sonstiges | 66,8 | 39,4 - | 41 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -84,8 | -229,3 | <-100 |
| Wachstumsinvestitionen | 55,9 | 163,4 | >100 |
| Free Cashflow | 135,0 | 163,6 | +21 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
Die Gesamtinvestitionen stiegen aufgrund der Übernahme von Pipelife auf 268,7 Mio. € (Vorjahr: 151,7 Mio. €) an. Darin sind Wachstumsinvestitionen von 163,4 Mio. € (Vorjahr: 55,9 Mio. €) enthalten, wovon 146,6 Mio. € den Erwerb des restlichen 50%-Anteils der Pipelife betreffen. Auf Normalinvestitionen, die neben Instandhaltung auch Aufwendungen für technische Neuerungen sowie für Produktionsanlagen für hochwertige Produkte enthalten, entfielen 105,3 Mio. € (Vorjahr: 95,8 Mio. €) oder 54% der laufenden Abschreibungen (Vorjahr: 52%). Von den Gesamtinvestitionen entfielen im Berichtsjahr 24% auf die Division Ziegel Europa, 68% auf Rohre & Pflaster Europa, 6% auf Nordamerika und 2% auf Holding & Sonstiges.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verteilen sich wie folgt auf die Anlagengruppen: Grundstücke und Gebäude mit 21,2 Mio. €, technische Anlagen und Maschinen mit 50,3 Mio. €, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 7,8 Mio. € sowie Anlagen in Bau mit 39,5 Mio. €.
Anstieg bei Gesamtinvestitionen aufgrund der Übernahme von Pipelife
| Entwicklung Anlagevermögen | Immaterielles | Sachanlagen | Finanzanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 31.12.2011 1) | 679,5 | 1.794,3 | 137,5 | 2.611,3 |
| Investitionen 2) | 3,1 | 118,8 | 0,0 | 121,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 220,4 | 171,4 - | 91,8 | 300,0 |
| Abschreibungen | -25,8 - | 212,7 - | 2,9 - | 241,4 |
| Veräußerungen | 0,0 - | 10,3 | 0,0 - | 10,3 |
| Währungsumrechnung und Sonstiges | 4,9 | 22,9 - | 8,5 | 19,3 |
| 31.12.2012 | 882,1 | 1.884,4 | 34,3 | 2.800,8 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst 2) Zugänge lt. Anlagenspiegel
| Gesamtinvestitionen 1) | 2011 2) | 2012 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Ziegel Europa | 114,2 | 65,4 - | 43 |
| Rohre & Pflaster Europa | 28,0 | 183,9 | >100 |
| Nordamerika | 8,1 | 15,3 | +89 |
| Holding & Sonstiges | 1,3 | 4,1 | >100 |
| Wienerberger Gruppe | 151,7 | 268,7 | +77 |
1) Zugänge zu Sachanlagevermögen, immateriellem Vermögen und Finanzanlagevermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen
2) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
Wichtige Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind der CFROI und der ROCE
Für die interne strategische Unternehmenssteuerung werden cash-orientierte Vorsteuerrentabilitäten auf allen Unternehmensebenen ermittelt, die sowohl die Wertschaffung einzelner Unternehmenseinheiten als auch der gesamten Gruppe abbilden. Wichtige Kennzahlen sind der Cashflow Return on Investment (CFROI = EBITDA / durchschnittliches historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, Unternehmensbereiche unabhängig von der Altersstruktur der Werke zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 11,5% (= Hurdle Rate) festgelegt. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI dieser Hurdle Rate gegenübergestellt und mit dem durchschnittlichen historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.
| Berechnung des Konzern-CFROI | 2011 1) | 2012 2) | |
|---|---|---|---|
| EBITDA operativ 3) | in Mio. € | 240,4 | 274,1 |
| Durchschnittliches Capital Employed | in Mio. € | 2.685,3 | 2.984,5 |
| Durchschnittliche kumulierte Abschreibungen | in Mio. € | 2.141,0 | 2.281,8 |
| Durchschnittliches historisches Capital Employed | in Mio. € | 4.826,2 | 5.266,3 |
| CFROI 4) | in % | 5,0 | 5,2 |
| EBITDA | durchschnittl. | |||
|---|---|---|---|---|
| CFROI 2012 nach Divisionen | operativ 3) | hist. CE 2) | CFROI 4) | CVA 4) |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | |
| Ziegel Europa | 183,5 | 3.813,0 | 4,8 - | 255,5 |
| Rohre & Pflaster Europa | 93,6 | 685,1 | 13,7 | 15,1 |
| Nordamerika | 12,1 | 706,2 | 1,7 - | 69,2 |
| Holding & Sonstiges | -15,1 | 62,0 - | 24,4 - | 22,2 |
| Wienerberger Gruppe | 274,1 | 5.266,3 | 5,2 | -331,8 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis
3) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
4) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
Aufgrund der unterjährigen Vollkonsolidierung der Pipelife-Gruppe wurde der CFROI im Berichtsjahr 2012 pro-forma berechnet. Hierbei wurden sowohl im operativen EBITDA als auch im durchschnittlichen historischen Capital Employed die Gesamtjahreswerte 2012 von Pipelife berücksichtigt. Der pro-forma CFROI lag im Jahr 2012 aufgrund starker Ergebnisbeiträge von Pipelife über Vorjahresniveau. Mit einem Wert von 5,2% blieb der Konzern-CFROI jedoch auch im Geschäftsjahr 2012 noch deutlich hinter der angepeilten Marke von 11,5% zurück.
Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern durchschnittlich eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern wurde im Berichtsjahr mit 6,84% ermittelt.
Analog zur Berechnung des CFROI wurde auch der ROCE pro-forma ermittelt. Hierbei wurden sowohl beim auf Basis des operativen EBIT ermittelten Net Operating Profit After Tax (NOPAT) als auch beim durchschnittlichen Capital Employed die Gesamtjahreswerte 2012 der Pipelife-Gruppe einbezogen. Der pro-forma NOPAT belief sich im Berichtsjahr auf 11,6 Mio. € (Vorjahr: 24,3 Mio. €). Der pro-forma ROCE sank auf 0,4% (Vorjahr: 0,9%), woraus sich im Berichtsjahr ein EVA® von -192,2 Mio. € (Vorjahr: -163,3 Mio. €) errechnet.
| Berechnung des Konzern-ROCE | 20111) | 2012 | |
|---|---|---|---|
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 40,0 | 51,5 |
| Ertragsteuern 3) | in Mio. € | -8,0 - | 10,4 |
| Bereinigte Steuern 3) | in Mio. € | -7,7 - | 29,5 |
| NOPAT 3) | in Mio. € | 24,3 | 11,6 |
| Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile | in Mio. € | 2.430,8 | 2.363,7 |
| Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing | in Mio. € | 934,5 | 916,6 |
| Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung | in Mio. € | -26,5 - | 22,0 |
| Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen | in Mio. € | -686,8 - | 327,0 |
| Capital Employed am Stichtag | in Mio. € | 2.652,1 | 2.931,3 |
| Durchschnittliches Capital Employed 3) | in Mio. € | 2.685,3 | 2.984,5 |
| ROCE 4) | in % | 0,9 | 0,4 |
| Value Kennzahlen | 20111) | 2012 3) | |
|---|---|---|---|
| ROCE 4) | in % | 0,9 | 0,4 |
| EVA® 5) 6) | in Mio. € | -163,3 - | 192,2 |
| CFROI 7) | in % | 5,0 | 5,2 |
| CVA 7) | in Mio. € | -313,7 - | 331,8 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
3) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis
4) berechnet auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
5) EVA® ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.
6) berechnet auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed
7) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
Einsparungen von rund 50 Mio. € bis Ende 2014 aus Restrukturierungsprogramm
Für 2013 deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung von Pipelife erwartet
Im Jahr 2012 konnte das operative EBITDA auf Vorjahresniveau gehalten werden, da die Ergebnisrückgänge im europäischen Ziegelgeschäft durch die Beiträge aus der Erstkonsolidierung von Pipelife sowie durch die etwas bessere Entwicklung in unserem nordamerikanischen Geschäft kompensiert werden konnten. Als Folge des schwachen Ziegelgeschäfts in Europa wurde ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet, welches bis 2014 rund 50 Mio. € an Kosteneinsparungen bringen soll. 14 Mio. € davon konnten bereits 2012 realisiert werden, rund 18 Mio. € werden für 2013 erwartet und die verbleibenden 18 Mio. € werden 2014 positiv zum Ergebnis beitragen. Um den Fokus auf das Ziegelgeschäft in Europa noch zu verstärken, wurde für die Division ein eigenes Managementteam etabliert, welches das Hauptaugenmerk auf weitere Verbesserung der Profitabilität legen wird.
Für das Jahr 2013 gehen wir für die Gruppe von deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Für die Division Ziegel Europa sind Prognosen nur eingeschränkt möglich, da die Visibilität auf die Entwicklung in den relevanten Märkten gering ist. Wir erwarten ein anhaltend herausforderndes Umfeld in Europa und einen leichten Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen. Daher sind in der Division Ziegel Europa weitere Umsatz- und Ergebnisrückgänge wahrscheinlich, welche aber durch die oben genannten Kosteneinsparungen kompensiert werden sollten. Für die Division Rohre & Pflaster Europa erwarten wir aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife sowie moderatem Wachstum in der ersten Jahreshälfte 2013 einen positiven Beitrag zum Ergebnis von rund 30 Mio. € im Gesamtjahr. Auch für die Division Nordamerika gehen wir bei einer Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsneubau von einer Verbesserung der Ergebnisse aus. Insgesamt erwarten wir somit für die Gruppe eine deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Jahr 2013.
Der Fokus bleibt auf der Generierung von Cashflows durch organisches Wachstum, Steigerung der Profitabilität durch kontinuierliche Optimierung, einer restriktiven Investitionspolitik, sowie striktem Working Capital Management. Die Normalinvestitionen, die neben Instandhaltung auch technologische Verbesserungen und Erweiterungen für Produktinnovationen enthalten, sind mit 115 Mio. € veranschlagt. Die von uns angestrebte Entschuldungsdauer am Jahresende wollen wir auch weiterhin unter 2,5 Jahren halten. Im operativen Geschäft streben wir durch den Fokus auf innovative, hochwertige und anwenderorientierte Produkte, die für unsere Kunden Mehrwert schaffen, sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen weiteres organisches Wachstum und damit den Ausbau unserer Marktpositionen an. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft Gelegenheiten für kleinere, wertschaffende Übernahmen mit Schwerpunkt auf das Renovierungssegment nutzen. Darunter sind alle Projekte zu verstehen, die dazu beitragen, unseren Ziel-CFROI auf Gruppenebene von über 11,5% zu erreichen.
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.
Das Jahr 2012 und Ausblick Ausblick und Ziele Geschäftssegmente Ziegel Europa
Im Zuge der Neusegmentierung der Konzernberichterstattung wurden die keramischen Aktivitäten (Hintermauer-, Vormauer- und Tondachziegel) der Wienerberger Gruppe in Europa in der Division Ziegel Europa zusammengefasst. Im Sinne einer transparenten Berichterstattung, werden die Ergebnisse für die Regionen West- und Osteuropa gesondert dargestellt sowie die dazugehörigen operativen Holdingkosten den jeweiligen Regionen zugeordnet. Zeitgleich werden unsere 50% Beteiligungen an Schlagmann (Westeuropa) und Tondach Gleinstätten (Osteuropa), die zuvor quotal in den operativen Ergebnissen der Segmente enthalten waren, nunmehr at-equity im Finanzergebnis des jeweiligen Segments ausgewiesen. Die Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.
Die Entwicklung der Bauwirtschaft war im Geschäftsjahr 2012 nach wie vor von den negativen Auswirkungen der Schuldenkrise geprägt, die sich in einer anhaltenden Unsicherheit, niedrigem Konsumentenvertrauen und einer restriktiven Kreditvergabe von Banken niedergeschlagen haben. Rückgänge im Wohnungsneubau in nahezu allen europäischen Märkten, die teilweise im zweistelligen Bereich lagen, führten dazu, dass in einigen Ländern sogar das Wohnbauniveau des Krisenjahrs 2009 unterschritten wurde. Darunter waren einige unserer größten Märkte wie die Niederlande, Belgien, Frankreich und Polen. Darüber hinaus schwächte sich im Berichtsjahr auch der für das Dachgeschäft wichtige Renovierungsmarkt ab. In diesem schwierigen Umfeld gelang es Wienerberger, Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umzusetzen. Zusätzlich positiv auf die Durchschnittspreise wirkten sich Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten aus. Insgesamt musste die Division Ziegel Europa im Jahr 2012 einen Umsatzrückgang von 6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs auf 1.443,8 Mio. € sowie aufgrund der schlechteren Auslastung der Werke ein um 22% niedrigeres operatives EBITDA von 183,5 Mio. € hinnehmen.
| Ziegel Europa | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1.542,7 | 1.443,8 - | 6 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 236,7 | 183,5 - | 22 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 84,6 | 36,4 - | 57 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 114,2 | 65,4 - | 43 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.956,4 | 1.895,2 - | 3 |
| Ø Mitarbeiter | 9.038 | 8.743 - | 3 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Aufgrund des neuerlichen Marktrückgangs wurde bereits im Sommer 2012 mit der Umsetzung eines Restrukturierungsprogramms begonnen, welches im vierten Quartal 2012 ausgeweitet wurde. Dieses Programm umfasst neben der Einmottung von Werksstandorten im Wesentlichen Anpassungen von Schichtmodellen sowie weitere Optimierungsmaßnahmen in den Verwaltungskosten. Die aus diesen Maßnahmen errechneten Einsparungen sollen bis Ende 2014 insgesamt rund 50 Mio. € betragen. Darüber hinaus wurden die Investitionen der Division auf ein erforderliches Minimum reduziert. Ein weiterer wichtiger Schritt wurde mit der Etablierung eines neuen, erfahrenen Managementteams für die Division Ziegel Europa gesetzt. Johann Windisch legte mit Ende 2012 sein Vorstandsmandat zurück, um sich zukünftig vollumfassend auf die Division Ziegel Europa konzentrieren zu können. Ziel des neuen Managementteams ist es, einerseits durch Konzentration auf Operational Excellence sowie andererseits über Produkt- und Prozessinnovationen die Profitabilität der Division nachhaltig zu verbessern.
Das Segment Ziegel Westeuropa umfasst die bisherigen Segmente Zentral-Westeuropa und Nord-Westeuropa inklusive Finnland und Baltikum
In Deutschland musste eine leichte Abschwächung sowohl im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern als auch in der Sanierung verzeichnet
In der Region Westeuropa, welche die bisherigen Segmente Zentral-Westeuropa und Nord-Westeuropa inklusive Finnland und Baltikum umfasst, ging der Umsatz 2012 um 6% auf 1.129,6 Mio. € im Vergleich zu 2011 zurück. In nahezu allen Ländern des Segments war der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Teil stark rückläufig. Die aus Absatzrückgängen in allen Produktgruppen bedingten höheren Stückkosten belasteten das Ergebnis und konnten auch durch höhere Durchschnittspreise, die sich aus Preisanpassungen und Verschiebungen im Produktmix erklären, nicht kompensiert werden. In der Folge lag das operative EBITDA von 136,5 Mio. € in dieser Region um 19% unter dem Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahrs. In der Region wurden entsprechende Maßnahmen zur Anpassung der Strukturen vor allem in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien eingeleitet. Diese betreffen neben der Einmottung von Werksstandorten im Wesentlichen Anpassungen von Schichtmodellen sowie Optimierungsmaßnahmen in den Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Rücknahme von Investitionen erklärt den Rückgang der Gesamtinvestitionen im Jahr 2012 um 39%.
| Ziegel Westeuropa | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1.199,4 | 1.129,6 - | 6 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 169,5 | 136,5 - | 19 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 70,2 | 31,8 - | 55 |
| CFROI 3) | in % | 6,3 | 5,0 | |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 83,6 | 51,0 - | 39 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.469,3 | 1.426,2 - | 3 |
| Ø Mitarbeiter | 6.420 | 6.227 - | 3 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.403 | 2.203 | -8 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 1.413 | 1.205 - | 15 |
| Absatz Tondachziegel 4) | in Mio. m² | 26,28 | 23,55 - | 10 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
4) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
In Deutschland, dem größten Markt der Region, schwächte sich die Bautätigkeit bei Ein- und Zweifamilienhäusern geringfügig ab. Darüber hinaus war auch der für Dachziegel wichtige Sanierungsmarkt rückläufig. Dank weiterhin steigender Absätze von mit Dämmstoff verfüllten Ziegeln, die sowohl mit Perlitfüllung als auch mit Mineralwolle angeboten werden, konnten die Mengen bei Hintermauerziegeln auf dem Niveau von 2011 gehalten werden, während bei Dachziegeln Rückgänge verzeichnet werden mussten. Durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten und Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation ist es Wienerberger 2012 gelungen, höhere Durchschnittspreise zu erzielen. Die Margen konnten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr auch aufgrund einer besseren Kostenstruktur stabil gehalten werden.
Geschäftssegmente Ziegel Europa
Die Niederlande hatten 2012 erneut mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen. Die Bautätigkeit bei Ein- und Zweifamilienhäusern ging im Berichtsjahr von bereits niedrigem Niveau um rund 20% im Vergleich zum Vorjahr zurück, und auch die Renovierungstätigkeit schwächte sich 2012 ab. Im Wohnungsneubau wurde damit ein historischer Tiefststand erreicht, der um mehr als 25% unter dem Niveau von 2009 liegt. Zusätzlich ging auch die Bautätigkeit im Objektbau stark zurück. Hauptursachen dafür waren sinkende Immobilienpreise, Unsicherheit bezüglich der steuerlichen Absetzbarkeit von Hypothekarkreditzinsen sowie eine eingeschränkte Kreditvergabe von Banken. Dementsprechend hatte Wienerberger in allen Produktgruppen deutlich niedrigere Absatzmengen zu verzeichnen, die sich in Umsatz- und Ergebnisrückgängen niederschlugen.
In Belgien ist der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern 2012 deutlich zurückgegangen. Dennoch ist es neben Preisanpassungen vor allem durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten gelungen, die Durchschnittspreise in Belgien zu verbessern. Ähnlich wie in den Niederlanden hat sich auch der Renovierungsmarkt im Berichtsjahr leicht abgeschwächt, wodurch Absatzrückgänge bei Dachziegeln zu verzeichnen waren. In der Folge lagen in Belgien Umsatz und Ergebnis unter den Vergleichswerten 2011.
Nach einer Erholung im französischen Wohnbau im Jahr 2011 kam es in der ersten Jahreshälfte 2012 zu einer Trendumkehr, die in der zweiten Jahreshälfte an negativer Dynamik gewann. Während im ersten Quartal noch von einem stabil bis leicht rückläufigen Wohnungsneubau ausgegangen wurde, lagen die Baubeginne von Ein- und Zweifamilienhäusern im vierten Quartal 2012 bereits um 28% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Insgesamt gingen die Baubeginne von Ein- und Zweifamilienhäusern in Frankreich in der Berichtsperiode um rund 15% zurück und lagen damit ebenfalls unter dem Niveau von 2009. Erfreulich ist, dass Hintermauerziegel im Bereich Wand weiter Marktanteile gegenüber Beton gewinnen konnten und es Wienerberger gelungen ist, sich deutlich besser als der Markt zu behaupten. Der Umsatz lag aufgrund von erfolgreich umgesetzten Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation nur leicht unter jenem der Vergleichsperiode. Das operative EBITDA wurde hingegen durch längere Werksstillstände zu Jahresbeginn und Jahresende belastet.
In Großbritannien schwächten sich ebenfalls der Wohnungsneubau sowie die Renovierungstätigkeit im Jahr 2012 ab. Umsatz und Ergebnis konnten bei rückläufigen Verkaufsmengen dank höherer Durchschnittspreise sowie schlankerer Kostenstrukturen in etwa auf dem Niveau von 2011 gehalten werden.
In der Schweiz waren die Absätze von Dachziegeln aufgrund einer schwächeren Renovierungstätigkeit leicht rückläufig, während eine stabile Entwicklung im Wohnungsneubau für gleichbleibende Nachfrage nach Hintermauerziegeln sorgte.
In Italien ging die Bautätigkeit von bereits sehr niedrigem Niveau nochmals merklich zurück. Grund dafür war vor allem eine steigende Unsicherheit bei Konsumenten im Zuge der hohen Staatsverschuldung. Dennoch konnte in diesem schwierigen Umfeld bei höheren Durchschnittspreisen der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Schwieriges Marktumfeld mit deutlichen Rückgängen im Wohnungsneubau und am Renovierungsmarkt in den Niederlanden
Rückgänge im Neubau und in der Renovierung in Belgien
Deutlicher Marktrückgang und Unterschreitung des Niveaus von 2009 in Frankreich
Trotz Abschwächung der Bautätigkeit stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung in Großbritannien
Leichte Abschwächung der Renovierungstätigkeit in der Schweiz
Stabiler Umsatz in Italien trotz deutlich schwächerer Bautätigkeit Anhaltend schwieriges Marktumfeld in den meisten Ländern Westeuropas erwartet
Das Segment Ziegel Osteuropa umfasst alle Länder des bisherigen Segments Zentral-Osteuropa exklusive Finnland und Baltikum
Für 2013 gehen wir von einer weiterhin verhaltenen Entwicklung im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sowie einer stabilen Bautätigkeit in der Schweiz aus. In Großbritannien scheint eine Stabilisierung des Wohnbaus auf niedrigerem Niveau möglich. In den restlichen Ländern der Region rechnen wir in 2013 mit einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Daher können wir weitere Umsatz- und Ergebnisrückgänge für die Region nicht ausschließen, erwarten uns aber aufgrund der umgesetzten Kosteneinsparungen eine Verbesserung der Margen in dem Segment Ziegel Westeuropa.
Das Segment Ziegel Osteuropa umfasst alle Länder aus dem bisherigen Segment Zentral-Osteuropa exklusive Finnland und Baltikum. Die Länder Osteuropas zeigten aufgrund der Eurokrise eine ähnliche Entwicklung im Wohnungsneubau wie die westeuropäischen Nachbarn. Unsicherheit, sinkendes Konsumentenvertrauen und eine eingeschränkte Kreditvergabe durch Banken führten 2012 zu einer rückläufigen Nachfrage nach Baustoffen in der Region. Wienerberger verzeichnete in diesem Segment bei leicht positiven Durchschnittspreisen einen Umsatzrückgang von 8% auf 314,2 Mio. € im Vergleich zu 2011. Das operative EBITDA in Höhe von 47,0 Mio. € lag aufgrund der geringeren Auslastung der Werke um 30% unter dem Vorjahreswert. Auch in der Region Osteuropa haben wir ähnlich wie in Westeuropa Maßnahmen zur Anpassung der Strukturen auf das schwierige Marktumfeld gesetzt und Investitionen gekürzt. Vor allem in Polen und Ungarn wurden Werksstandorte eingemottet, Schichtmodelle angepasst und Optimierungsmaßnahmen in den Verwaltungs- und Vertriebskosten eingeleitet. Die Gesamtinvestitionen lagen um 53% unter dem Vergleichswert des Jahres 2011.
| Ziegel Osteuropa | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 343,3 | 314,2 - | 8 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 67,2 | 47,0 - | 30 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 14,4 | 4,6 - | 68 |
| CFROI 3) | in % | 6,3 | 4,5 | |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 30,6 | 14,4 - | 53 |
| Capital Employed | in Mio. € | 487,1 | 469,0 - | 4 |
| Ø Mitarbeiter | 2.618 | 2.516 - | 4 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.930 | 2.676 - | 9 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed
Geschäftssegmente Ziegel Europa
In Polen und Tschechien schwächte sich das Marktumfeld bereits in der ersten Jahreshälfte 2012 deutlich ab. Durch einen zweistelligen Rückgang im Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern sank der Markt im Berichtsjahr unter das Niveau von 2009. Wienerberger hatte in der Folge Absatzrückgänge bei Hintermauerziegeln zu verzeichnen. Daraus resultierende höhere Stückkosten belasteten die Ergebnisse in beiden Ländern. Ein ähnliches Bild präsentierte sich in der Slowakei. Auch hier wurden aufgrund der schwächeren Bautätigkeit deutlich niedrigere Mengen von Hintermauerziegeln abgesetzt. Dennoch gelang es, aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten und Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation höhere Durchschnittspreise zu erzielen.
Der Abwärtstrend am Wohnbaumarkt von Ein- und Zweifamilienhäusern setzte sich in Ungarn 2012 von einem bereits historisch niedrigen Marktniveau weiter fort. Insgesamt wurden nur noch 0,6 Ein- und Zweifamilienhäuser pro tausend Einwohner in Ungarn fertiggestellt. Wienerberger musste in diesem schwierigen Umfeld deutliche Absatzrückgänge bei Hintermauerziegeln hinnehmen. Bei höheren Durchschnittspreisen verzeichnete Wienerberger 2012 Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Die Bautätigkeit in Österreich hat sich nach einem witterungsbedingt sehr schwachen Start gut entwickelt und lag im Gesamtjahr 2012 in etwa auf dem Niveau 2011. Bei leicht rückläufigen Absatzmengen und höheren Durchschnittspreisen konnte die österreichische Geschäftseinheit den Umsatz stabil halten.
In Rumänien und Bulgarien scheint eine Bodenbildung im Wohnungsneubau auf sehr niedrigem Niveau möglich. Bei stabilen Umsätzen gelang es 2012 durch die erfolgreiche Forcierung von neuen, hochwertigen Produkten (insbesondere von hochwärmedämmenden Ziegeln) und schlankeren Kostenstrukturen die Ergebnisse zu verbessern.
Russland zeigte 2012 als einziger Markt der Region eine sehr dynamische Entwicklung. Obwohl die Nachfrage nach Baustoffen in der zweiten Jahreshälfte etwas an Dynamik verlor, konnte die russische Geschäftseinheit bei höheren Absatzmengen und höheren Durchschnittspreisen 2012 deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erzielen.
Der Ausblick 2013 lässt in der Region ein anhaltend schwieriges Marktumfeld für die Nachfrage nach Ziegeln erwarten. In Russland gehen wir von einer Fortsetzung der Wachstumsdynamik aus. Rumänien und Bulgarien sollten sich nach der Bodenbildung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf niedrigem Niveau stabilisieren. Auch in Österreich rechnen wir weiterhin mit einer stabilen Entwicklung. In den übrigen Märkten der Region gehen wir allerdings von keiner Trendwende aus und können daher einen weiteren Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen in Osteuropa nicht ausschließen. Ebenso wie in Westeuropa sind daher auch im Segment Ziegel Osteuropa weitere Umsatz- und Ergebnisrückgänge in 2013 möglich, wobei auch hier die umgesetzten Kosteneinsparungen zu einer Verbesserung der Margen führen sollten.
Zweistelliger Rückgang bei Ein- und Zweifamilienhäusern in Polen, Tschechien und der Slowakei
Fortsetzung des Abwärtstrends am Wohnbaumarkt in Ungarn
Stabile Entwicklung in Österreich
Bodenbildung scheint in Rumänien und Bulgarien möglich
Sehr dynamische Entwicklung in Russland
Fortsetzung der Wachstumsdynamik in Russland erwartet; keine Trendwende in übrigen Märkten Osteuropas
Im Zuge der Neusegmentierung der Konzernberichterstattung wurden das europäische Rohrgeschäft (Kunststoffrohre der Pipelife Gruppe sowie keramische Rohre von Steinzeug-Keramo) und die Aktivitäten im Bereich Flächenbefestigungen aus Beton (Semmelrock Gruppe) in dem Geschäftsbereich Rohre & Pflaster Europa zusammengefasst. Im Sinne einer transparenten Berichterstattung werden die Ergebnisse für die Regionen West- und Osteuropa gesondert dargestellt sowie die dazugehörigen operativen Holdingkosten den jeweiligen Regionen zugeordnet. Die Steinzeug-Keramo Gruppe, welche mit ihren Produkten und Systemlösungen weltweit vertreten ist, wird aufgrund der Tatsache, dass die Produktionsstandorte sowie die Konzernzentrale in Westeuropa angesiedelt sind, im Segment Rohre & Pflaster Westeuropa ausgewiesen. Flächenbefestigungen aus Beton, welche zuvor in dem Ziegel-Segment Zentral-Osteuropa ausgewiesen waren, sind nunmehr im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa integriert. Die Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.
In der Division Rohre & Pflaster Europa stiegen der Umsatz von 230,8 Mio. € im Jahr 2011 auf 711,2 Mio. € in der Berichtsperiode und das operative EBITDA von 26,7 Mio. € auf 67,4 Mio. €. Hauptverantwortlich dafür ist neben einer weiterhin erfreulichen Geschäftsentwicklung unseres Spezialisten für keramische Rohre, Steinzeug-Keramo, vor allem der Umsatz- und Ergebnisbeitrag der seit 31. Mai 2012 vollkonsolidierten Pipelife Gruppe. In den sieben Monaten seit der Erstkonsolidierung erwirtschaftete der Hersteller von Kunststoffrohrsystemen einen Umsatzbeitrag
Starker Umsatz- und Ergebnisanstieg im Bereich Rohre & Pflaster Europa durch Erstkonsolidierung von Pipelife
| Außenumsatz | in Mio. € | 230,8 | 711,2 | >100 |
|---|---|---|---|---|
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 26,7 | 67,4 | >100 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 9,8 | 31,6 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 28,1 | 183,9 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 191,9 | 568,6 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 1.522 | 3.044 | +100 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Für 2013 gehen wir von einer anhaltend positiven Entwicklung der Division aus. Effekte aus der Erstkonsolidierung von Pipelife in der ersten Jahreshälfte von rund 30 Mio. €, sowie moderates organisches Wachstum im Rohrgeschäft sollten zu deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen in der Division Rohre & Pflaster Europa führen. In den ersten fünf Monaten 2012 erwirtschaftete Pipelife einen Umsatz von 347,2 Mio. € und ein EBITDA von 28,5 Mio. €. Im Bereich Flächenbefestigungen aus Beton rechnen wir mit einem anhaltend schwierigen Marktumfeld in Osteuropa, wobei aus den bereits 2012 umgesetzten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur eine Verbesserung der Margen zu erwarten ist.
In der Region Westeuropa stiegen der Umsatz im Jahr 2012 aufgrund der Erstkonsolidierung von Pipelife auf 392,2 Mio. € gegenüber 92,2 Mio. € im Jahr 2011 und das operative EBITDA auf 44,1 Mio. € gegenüber 8,3 Mio. €.
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 92,2 | 392,2 | >100 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 8,3 | 44,1 | >100 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 4,1 | 27,9 | >100 |
| CFROI 3) | in % | 15,2 | 19,1 | |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 16,3 | 171,3 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 58,4 | 302,4 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 470 | 1.604 | >100 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
Pipelife konnte 2012 das Ergebnis in Westeuropa klar steigern und vor allem dank Kosteneinsparungen die Margen weiter verbessern. Norwegen, Schweden, Finnland, die Niederlande und Frankreich zählen in der Region zu den wichtigsten Märkten für Pipelife. In diesen fünf Ländern erwirtschaftete Pipelife 2012 knapp 50% des Gruppenumsatzes. In Norwegen wirkten sich insbesondere steigende Exporte von LLLD-Rohren, für welche Pipelife weltweit der einzige Anbieter ist, positiv auf die Geschäftsentwicklung aus (Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern und einer Länge von bis zu 600 Metern). Im August konnte mit diesen Rohren einer der größten Aufträge der Firmengeschichte mit einem Volumen von rund 20 Mio. € für ein Kraftwerksprojekt in Ghana vermeldet werden: Bis August 2013 werden insgesamt 8,8 Kilometer von jeweils 600 Meter langen HDPE-Rohren mit einem Durchmesser von 2,5 Metern nach Ghana geliefert.
In den Niederlanden lasteten die allgemeine Rezession in der Bauwirtschaft sowie die Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung bei öffentlichen Körperschaften auf der Nachfrage nach Rohren und führten zu einem Ergebnisrückgang bei stagnierendem Umsatz. Demgegenüber stand zum Jahresende die erfreuliche Meldung des Geschäftsbereichs Soluforce, der den größten Auftrag seit Bestehen vermelden konnte. Der Energiekonzern Shell beauftragt Pipelife mit der Lieferung stahldrahtverstärkter Rohre der Marke "Soluforce Heavy" für eine 27 Kilometer lange
Hochdruckwasserpipeline. Der Gesamtwert dieses Auftrags, der von der niederländischen Tochter ausgeführt und in den Umsätzen und Ergebnissen 2013 reflektiert wird, beläuft sich voraussichtlich auf 8 Mio. €. In Irland wurde trotz des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds nach einer umfassenden Neuorganisation in den Jahren zuvor der Turnaround geschafft.
In Schweden und Finnland verzeichneten die Märkte leichte Aktivitätsrückgänge von gutem Niveau. Trotz des daraus resultierenden moderaten Mengenrückgangs konnte das Ergebnis in Finnland annähernd stabil gehalten und in Schweden durch Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft sogar leicht gesteigert werden. In Deutschland mussten in einem sehr kompetitiven Marktumfeld Ergebnisrückgänge hingenommen werde. In Belgien konnten bei leicht rückläufigen Absätzen die Margen verbessert werden. In den Baltischen Staaten wurden Umsatz und Ergebnis moderat gesteigert.
Steinzeug-Keramo verzeichnete 2012 zweistellige Absatzzuwächse bei leicht höheren Durchschnittspreisen und konnte in der Folge das operative Ergebnis deutlich steigern. Dabei profitierte der Spezialist für keramische Abwassersysteme neben erfreulichem organischem Wachstum vom Ergebnisbeitrag der im Juli 2011 übernommenen Euroceramic, die nach den im Jahr 2011 angefallenen Integrationskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr klar positiv zum Ergebnis beitrug. In Deutschland, Polen, Italien, der Tschechischen Republik und Belgien, den wichtigsten Einzelmärkten der Steinzeug-Keramo Gruppe, wurden in 2012 rund 80% des Gruppenumsatzes erwirtschaftet. In allen Ländern konnten Umsätze und Ergebnisse gesteigert werden. Einzige Ausnahme war Polen, wo die Umsätze in einem schwierigen Marktumfeld auf dem Niveau von 2011 zu liegen kamen. Zweistelliges Mengenwachstum im Exportgeschäft, insbesondere in den Mittleren Osten, bestätigte im Jahr 2012 die erfolgreiche Vertriebsstrategie in den Exportmärkten außerhalb Europas.
Für das Geschäftsjahr 2013 rechnen wir im Segment Westeuropa aufgrund der Erstkonsolidierung von Pipelife mit deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Für Pipelife erwarten wir in Fortsetzung der positiven Entwicklung des Jahres 2012 moderates Umsatz- und Ergebniswachstum für 2013. Unser Optimismus gründet dabei auf der Tatsache, dass die Endmärkte von Pipelife aufgrund des höheren Umsatzanteils von öffentlichen Aufträgen und Infrastrukturprojekten im Vergleich zum Geschäftsbereich Ziegel Europa stabiler sind. Außerdem ist der Ausblick für die wirtschaftliche Entwicklung der nordeuropäischen Kernmärkte vergleichsweise positiv. Zusätzlich bestätigen die im Jahr 2012 gewonnen Großaufträge die Strategie, durch innovative Produkte neue Marktsegmente wie beispielsweise besonders lange Rohre mit großen Durchmessern oder Rohre für Hochdruckapplikationen zu besetzen, und durch Marktanteilsgewinne Wachstum zu realisieren. Auch für Steinzeug-Keramo gehen wir von einer anhaltend guten Entwicklung aus. Neben stabilen Kernmärkten sollten in der zweiten Jahreshälfte 2012 gewonnenen Großaufträge sowie das Exportgeschäft die positive Geschäftsentwicklung stützen.
Stark unterschiedliche Entwicklungen in sonstigen Rohrmärkten Westeuropas
In der Region Osteuropa stieg der Umsatz von 138,6 Mio. € im Jahr 2011 auf 319,0 Mio. € in der Berichtsperiode sowie das operative EBITDA von 18,4 Mio. € auf 23,3 Mio. €. Hauptverantwortlich für die klare Verbesserung der Ergebnisse war auch in diesem Segment die erstmalige Vollkonsolidierung von Pipelife.
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 138,6 | 319,0 | >100 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 18,4 | 23,3 | +27 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 5,7 | 3,7 - | 35 |
| CFROI 3) | in % | 8,3 | 8,9 | |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 11,7 | 12,6 | +8 |
| Capital Employed | in Mio. € | 133,5 | 266,2 | +99 |
| Ø Mitarbeiter | 1.052 | 1.440 | +37 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
Pipelife verzeichnete 2012 in Osteuropa bei etwas geringeren Absätzen eine leichte Umsatzsteigerung. Das operative EBITDA lag vor allem aufgrund von Strukturanpassungsmaßnahmen leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. In Österreich, dem größten Pipelife-Markt in Osteuropa, entwickelte sich die Absatzmenge sowie das operative Ergebnis annähernd stabil und konnte die sehr gute Marktposition in einem zunehmend kompetitiven Umfeld gehalten werden. Polen erwies sich als herausforderndster Markt der Region, da die Nachfrage nach Rohren im öffentlichen Bereich deutlich zurückging. Folglich kamen sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis unter den Vergleichswerten aus 2011 zu liegen. Auch in Tschechien waren Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Demgegenüber konnte Pipelife in Russland von der dynamischen Entwicklung der Bautätigkeit profitieren. Die daraus resultierende starke Nachfrage nach Wasser- und Abwassersystemen brachte deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse in der russischen Geschäftseinheit. In Ungarn und der Slowakei behauptete sich Pipelife in einem herausfordernden Umfeld und verzeichnete eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnisses. In der Türkei belasteten im Vergleich zu 2011 widrige Witterungsbedingungen und eine Änderung der Gesetzgebung zur Mehrwertsteuer die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr. In Griechenland verzeichnete Pipelife trotz der tiefen Rezession eine stabile Entwicklung des Umsatzes und konnte somit klar Marktanteile gewinnen. Der Rückgang des operativen Ergebnisses ist vorrangig auf Strukturanpassungen der griechischen Landesgesellschaft zurückzuführen. In den Ländern Südosteuropas waren stark unterschiedliche Tendenzen bei der Umsatzentwicklung zu beobachten, wobei sich aufgrund der Größe der Landesgesellschaften einzelne Großprojekte überproportional auf die Ergebnisse ausgewirkt haben.
Absatzrückgang bei Flächenbefestigungen aus Beton aufgrund von schwierigem Marktumfeld in Osteuropa
Im Geschäftsfeld Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral- und Osteuropa war das Marktumfeld 2012 von teilweise deutlichen Nachfragerückgängen im privaten und öffentlichen Bereich sowie von starkem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. In der Folge waren in dem Geschäftsfeld bei niedrigeren Absätzen Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Am stärksten von der negativen Entwicklung betroffen waren Österreich und Polen, zwei der wichtigsten Märkte für unsere Flächenbefestigungen aus Beton. Ertragssteigerungen in kleineren Märkten wie der Tschechischen Republik oder Kroatien konnten diese Rückgänge nicht kompensieren. Als Reaktion auf die schwache Entwicklung wurden bereits im Sommer 2012 Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Neben einer Verschlankung der Verwaltungsstrukturen betreffen die gesetzten Schritte vorwiegend Optimierungen in der Produktion, um die Kapazitäten an die Marktgegebenheiten anzupassen. In Summe beliefen sich die zahlungswirksamen Restrukturierungsaufwendungen 2012 auf 1,1 Mio. €, die im Rahmen der Restrukturierungsaufwendungen separat ausgewiesen werden.
Für 2013 erwarten wir für das Segment Osteuropa eine Verbesserung der Margen. Während davon auszugehen ist, dass das Marktumfeld in den zentral- und osteuropäischen Kernländern für das Geschäftsfeld Flächenbefestigungen aus Beton herausfordernd bleiben wird, erwarten wir, dass sich die im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzten Maßnahmen zur Verschlankung der Organisationsstrukturen sowie der Kapazitätsmaßnahmen positiv auf die Profitabilität auswirken werden. Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir von unterschiedlichen Marktentwicklungen in den verschiedenen Ländern aus, erwarten aber insgesamt eine stabile Nachfrage nach Rohren und Rohrsystemen im Jahr 2013. Positiv auf die Profitabilität sollten sich die im Jahr 2012 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen in Griechenland sowie kleinere Strukturanpassungen in einigen anderen Ländern des Segments auswirken.
Geschäftssegmente Rohre & Pflaster Europa Nordamerika
In die Division Nordamerika sind seit der Übernahme von Pipelife auch die amerikanischen Kunststoffrohraktivitäten einbezogen (erstkonsolidiert zum 31. Mai 2012). Im Geschäftsjahr 2012 konnte der Umsatz in Nordamerika um 43% auf 193,8 Mio. € gegenüber 2011 gesteigert werden. Der deutliche Umsatzanstieg erklärt sich neben der Erstkonsolidierung von Pipelife mit einem Beitrag von 32,9 Mio. € aus einer Erholung im amerikanischen Wohnungsneubau von niedrigem Niveau, die sich entsprechend positiv auf die Nachfrage nach Baustoffen auswirkte. Kosteneinsparungen aus in 2011 gesetzten Maßnahmen sowie höhere Absatzvolumina brachten im US-amerikanischen Ziegelgeschäft über den erwarteten Turnaround hinaus eine deutliche Verbesserung im operativen EBITDA. Zusammen mit Konsolidierungseffekten von Pipelife in Höhe von 4,0 Mio. € konnte somit das operative EBITDA von -8,2 Mio. € im Jahr 2011 auf 9,8 Mio. € signifikant gesteigert werden.
| Nordamerika | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 135,3 | 193,8 | +43 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | -8,2 | 9,8 | >100 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | -31,6 - | 14,7 | +53 |
| CFROI 3) | in % | -1,2 | 1,7 | |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 8,1 | 15,3 | +89 |
| Capital Employed | in Mio. € | 480,9 | 458,7 - | 5 |
| Ø Mitarbeiter | 1.127 | 1.064 | -6 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 266 | 297 | +12 |
Fortsetzung der Erholung im Wohnbau für 2013 erwartet; Wachstumspotenzial bei
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) berechnet auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed (2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis)
Nach einer Stabilisierung der Wohnbautätigkeit auf sehr niedrigem Niveau im Jahr 2011 verzeichneten die USA im Jahr 2012 einen deutlichen Anstieg der Baubeginne, wobei sich der Mehrfamilienhausbau besser entwickelte als der für uns wichtige Ein- und Zweifamilienhausbau. Wir konnten das bessere Marktumfeld nutzen und bei leicht höheren Durchschnittspreisen den Absatz von Vormauerziegeln um 12% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs steigern. Eine etwas höhere Kapazitätsauslastung sowie schlankere Kostenstrukturen unterstützten den deutlichen Ergebnisanstieg der nordamerikanischen Ziegelaktivitäten. Im amerikanischen Kunststoffrohrgeschäft, das von einem Standort in Arkansas aus betrieben wird, wurde 2012 dank deutlicher Zuwächse bei Absatzmengen im Produktbereich Wassermanagement ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie der Trend von anderen Materialien hin zu Kunststoffrohren waren Eckpfeiler des Erfolgs im Jahr 2012.
In der Division Nordamerika gehen wir für das Gesamtjahr 2013 von Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Wir erwarten eine Fortsetzung des positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau und damit einen weiteren Anstieg bei der Nachfrage nach Ziegeln. Im Bereich Kunststoffrohre liegt Potenzial für weiteres Wachstum in den faserverstärkten Rohren aus der Produktlinie Soluforce®, welche sich durch ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten besonders für Anlagen der Öl- und Gasindustrie sowie für sonstige Hochdruckapplikationen eignet. Für die nächsten Jahre streben wir bei Kunststoffrohren eine weitere Verbreiterung der Kundenbasis an und wollen nicht nur an dem Substitutionsprozess hin zu Kunststoffrohren partizipieren, sondern diese Entwicklung aktiv vorantreiben und weiteres Wachstum in dem Bereich realisieren.
Umgliederung von Pipelife, Steinzeug-Keramo und Neuordnung der Holdingkosten
Der Geschäftsbereich Holding & Sonstiges umfasst die der Konzernzentrale zuordenbaren Kosten sowie die Ziegelaktivitäten in Indien. Pipelife (in den ersten fünf Monaten 2012 at-equity enthalten) sowie Steinzeug-Keramo (zuvor vollkonsolidiert in diesem Segment ausgewiesen) wurden in den neuen Bereich Rohre & Pflaster Europa umgegliedert und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Im selben Schritt wurden der Division Ziegel Europa direkt zurechenbare Holdingkosten zugeordnet. Somit sind in Folge der Neuordnung in der Division Holding & Sonstiges nur mehr die Kosten der Konzernzentrale sowie die indischen Aktivitäten enthalten.
| Holding & Sonstiges | 2011 1) | 2012 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 4,4 | 5,4 | +23 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | -14,8 - | 15,2 - | 3 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | -22,8 - | 22,3 | +2 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 1,3 | 4,1 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 22,9 | 8,8 - | 62 |
| Ø Mitarbeiter | 206 | 209 | +1 |
1) Zahlen wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst
2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Die indischen Ziegelaktivitäten verzeichneten eine klare Absatzsteigerung und verbesserten dank der gestiegenen Kapazitätsauslastung und höherer Durchschnittspreise das operative Ergebnis im Jahr 2012 deutlich. Trotz der verbesserten Ertragslage in Indien ging das EBITDA in Folge von Einmalaufwendungen in der Holdinggesellschaft geringfügig von -14,8 Mio. € im Jahr 2011 auf -15,2 Mio. € in der Berichtsperiode zurück. Kleinere Investitionen in Indien für Kapazitätserweiterungen erklären den Anstieg der Gesamtinvestitionen des Segments im Jahr 2012.
EBITDA-Verbesserung für 2013 erwartet
Umsatzsteigerung durch guten Geschäftsverlauf
in Indien
Für 2013 gehen wir aufgrund der Wachstumsdynamik in Indien sowie des restriktiven Kostenmanagements der Holdinggesellschaft von einer Verbesserung des operativen EBITDA aus.
56
| Anmerkung | 2012 in TEUR |
2011 1) in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| (10) | Umsatzerlöse | 2.355.549 | 1.915.400 |
| (11-13, 17) | Herstellkosten | -1.660.985 | -1.301.389 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 694.564 | 614.011 | |
| (11-13, 15, 17) | Vertriebskosten | -486.637 | -429.626 |
| (11-13, 15, 17) | Verwaltungskosten | -144.909 | -124.249 |
| (15) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -83.778 | -76.488 |
| (16) | Sonstige betriebliche Erträge | 51.793 | 56.380 |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von | |||
| Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen | 31.033 | 40.028 | |
| (12, 18) | Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen | -42.983 | 0 |
| (12) | Firmenwertabschreibungen | -9.768 | -2.565 |
| Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von | |||
| Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen | -21.718 | 37.463 | |
| (4) | Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 4.539 | 7.209 |
| (19) | Zinsertrag | 10.664 | 13.149 |
| (19) | Zinsaufwand | -61.355 | -50.938 |
| (19) | Sonstiges Finanzergebnis | 31.682 | 40.551 |
| Finanzergebnis | -14.470 | 9.971 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -36.188 | 47.434 | |
| (20) | Ertragsteuern | -4.348 | -8.009 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -40.536 | 39.425 | |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -2.744 | -743 | |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 32.500 | 32.500 | |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | -70.292 | 7.668 | |
| (21) | Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,61 | 0,07 |
| (21) | Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,61 | 0,07 |
Konzernabschluss Gewinn und Verlustrechnung Gesamtergebnisrechnung
| Anmerkung | 2012 in TEUR |
2011 1) in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -40.536 | 39.425 | |
| (8, 27) | Währungsumrechnung | 30.978 | -30.249 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 7.942 | -4.072 | |
| (25, 27) | Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 2.957 | -896 |
| (27) | Veränderung Hedging Reserve | -385 | -4.549 |
| (3, 29) | Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -24.125 | -4.557 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
-415 | -15 | |
| Sonstiges Gesamtergebnis | 16.952 | -44.338 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -23.584 | -4.913 | |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil |
-2.827 32.500 |
-755 32.500 |
|
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -53.257 | -36.658 |
| Anmerkung | 2012 in TEUR |
2011 1) in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -36.188 | 47.434 | |
| (12) | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 194.663 | 183.957 |
| (12) | Firmenwertabschreibungen | 9.768 | 2.565 |
| Wertminderungen von Anlagen | 37.003 | 17.313 | |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -175 | -188 | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | -17.830 | -15.079 | |
| (4) | Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -4.539 | -7.209 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -53.413 | -40.847 | |
| (19) | Zinsergebnis | 50.691 | 37.789 |
| Gezahlte Zinsen | -52.108 | -39.496 | |
| Erhaltene Zinsen | 9.048 | 10.380 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -9.969 | -12.213 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 126.951 | 184.406 | |
| Veränderungen Vorräte | 46.758 | -15.015 | |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 48.874 | -19.208 | |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen |
-39.320 43.174 |
6.050 23.216 |
|
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 3.073 | -15.473 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 229.510 | 163.976 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 21.467 | 67.522 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -121.955 | -115.155 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -507 | |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17.946 | -913 | |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -146.779 | -36.008 | |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 229 | |
| (22) | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -229.321 | -84.832 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 210.864 | -240.336 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -429.250 | 274.722 | |
| (27) | Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -13.808 | -11.741 |
| (27) | Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | 3.000 | 0 | |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
13.041 | 3.953 | |
| (27) | Erwerb eigener Aktien | 0 | -20.756 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -248.653 | -26.658 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -248.464 | 52.486 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | 379 | -195 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 490.373 | 438.082 | |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 242.288 | 490.373 | |
Konzernabschluss Cashflow Statement Bilanz
| Anmerkung | 31.12.2012 in TEUR |
31.12.2011 1) in TEUR |
31.12.2010 1) in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| (23) | Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 882.060 | 679.522 | 674.443 |
| (23) | Sachanlagen | 1.803.067 | 1.727.177 | 1.829.844 |
| (23) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 81.297 | 67.157 | 56.645 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 33.039 | 132.132 | 141.467 | |
| Übrige Finanzanlagen | 1.329 | 5.383 | 5.698 | |
| (30) | Latente Steuern | 39.490 | 41.976 | 29.832 |
| Langfristiges Vermögen | 2.840.282 | 2.653.347 | 2.737.929 | |
| (24) | Vorräte | 700.925 | 576.579 | 555.854 |
| (25) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 199.166 | 108.933 | 84.446 |
| (26) | Sonstige kurzfristige Forderungen | 84.566 | 76.659 | 94.670 |
| (25, 34) | Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 72.504 | 85.462 | 90.358 |
| Zahlungsmittel | 242.288 | 490.373 | 438.082 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.299.449 | 1.338.006 | 1.263.410 | |
| Summe Aktiva | 4.139.731 | 3.991.353 | 4.001.339 | |
| Passiva | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 | 117.527 | |
| Kapitalrücklagen | 1.083.973 | 1.084.180 | 1.085.605 | |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 | 492.896 | |
| Gewinnrücklagen | 855.998 | 940.098 | 944.171 | |
| Übrige Rücklagen | -165.782 | -182.817 | -138.491 | |
| Eigene Anteile | -24.324 | -24.324 | -3.568 | |
| Beherrschende Anteile | 2.360.288 | 2.427.560 | 2.498.140 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.396 | 3.259 | 5.123 | |
| (27) | Eigenkapital | 2.363.684 | 2.430.819 | 2.503.263 |
| (30) | Latente Steuern | 105.822 | 82.673 | 77.447 |
| (28, 29) | Personalrückstellungen | 132.277 | 88.837 | 87.852 |
| (28) | Sonstige langfristige Rückstellungen | 53.001 | 55.347 | 55.560 |
| (31, 33) | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 858.708 | 513.913 | 752.784 |
| (31) | Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 9.896 | 13.674 | 21.949 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.159.704 | 754.444 | 995.592 | |
| (28) | Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 80.618 | 53.019 | 61.878 |
| (31, 33, 34) | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 58.062 | 420.693 | 137.984 |
| (31) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 253.149 | 188.342 | 177.922 |
| (31) | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 224.514 | 144.036 | 124.700 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 616.343 | 806.090 | 502.484 | |
| Summe Passiva | 4.139.731 | 3.991.353 | 4.001.339 |
| Anmerkung | in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2010 | 117.527 | 1.085.605 | 492.896 | 943.869 | |
| Anpassungen | 0 | 0 | 0 | 302 | |
| Stand 31.12.2010 angepasst | 117.527 | 1.085.605 | 492.896 | 944.171 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 40.168 | ||||
| (8, 27) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
|||||
| Veränderung Hedging Reserve | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| Gesamtergebnis | 40.168 | ||||
| (27) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -44.241 | |||
| Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen | 0 | 0 | |||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -1.425 | ||||
| Veränderung eigener Anteile | 0 | ||||
| Stand 31.12.2011 1) | 117.527 | 1.084.180 | 492.896 | 940.098 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -37.792 | ||||
| (8, 27) | Währungsumrechnung | ||||
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
|||||
| Veränderung Hedging Reserve | |||||
| Veränderung übrige Rücklagen | |||||
| Gesamtergebnis | -37.792 | ||||
| (27) | Dividendenauszahlungen und Hybridkupon | -46.308 | |||
| Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen | 0 | 0 | |||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | -207 | ||||
| Stand 31.12.2012 | 117.527 | 1.083.973 | 492.896 | 855.998 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
2) AfS (available for sale) bezeichnet zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
| Übrige Rücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungs mathematische Gewinne/Verluste |
AfS Rücklage 2) |
Hedging Rücklage |
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung |
Eigene Anteile |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| 0 | -926 | 52.830 | -167.681 | -3.568 | 2.520.552 | 5.123 | 2.525.675 |
| -22.714 | 0 | 0 | 0 | 0 | -22.412 | 0 | -22.412 |
| -22.714 | -926 | 52.830 | -167.681 | -3.568 | 2.498.140 | 5.123 | 2.503.263 |
| 40.168 | -743 | 39.425 | |||||
| -30.237 | -30.237 | -12 | -30.249 | ||||
| -4.072 | -4.072 | 0 | -4.072 | ||||
| -4.549 | -4.549 | 0 | -4.549 | ||||
| -4.572 | -896 | -5.468 | 0 | -5.468 | |||
| -4.572 | -896 | -4.549 | -34.309 | -4.158 | -755 | -4.913 | |
| -44.241 | 0 | -44.241 | |||||
| 0 | 0 | 0 | |||||
| -1.425 | -1.109 | -2.534 | |||||
| -20.756 | -20.756 | 0 | -20.756 | ||||
| -27.286 | -1.822 | 48.281 | -201.990 | -24.324 | 2.427.560 | 3.259 | 2.430.819 |
| -37.792 | -2.744 | -40.536 | |||||
| 30.969 | 30.969 | 9 | 30.978 | ||||
| 7.942 | 7.942 | 0 | 7.942 | ||||
| -385 | -385 | 0 | -385 | ||||
| -24.448 | 2.957 | -21.491 | -92 | -21.583 | |||
| -24.448 | 2.957 | -385 | 38.911 | -20.757 | -2.827 | -23.584 | |
| -46.308 | 0 | -46.308 | |||||
| 0 | 3.000 | 3.000 | |||||
| -207 | -36 | -243 | |||||
| -51.734 | 1.135 | 47.896 | -163.079 | -24.324 | 2.360.288 | 3.396 | 2.363.684 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2012 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2012 |
| Firmenwert | 764.150 | 42.175 | 1.280 | 0 | 0 | 1 | 807.606 |
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 122.736 | 178.222 | 3.950 | 3.146 | 3.690 | 79 | 304.443 |
| Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte | 886.886 | 220.397 | 5.230 | 3.146 | 3.690 | 80 | 1.112.049 |
| Grundstücke und Bauten | 1.156.010 | 53.967 | 14.227 | 20.984 | 5.215 | -21.024 | 1.218.949 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.341.339 | 96.078 | 26.654 | 50.334 | 59.498 | 11.209 | 2.466.116 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 91.773 | 7.478 | 1.111 | 7.779 | 6.513 | 804 | 102.432 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 49.494 | 10.916 | 719 | 39.479 | 690 | -47.686 | 52.232 |
| Sachanlagen | 3.638.616 | 168.439 | 42.711 | 118.576 | 71.916 | -56.697 | 3.839.729 |
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 132.458 | 2.922 | 2.317 | 233 | 19.947 | 56.617 | 174.600 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
73.089 | -44.097 | 486 | 0 | 0 | 0 | 29.478 |
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 1.291 | -685 | 0 | 0 | 0 | 0 | 606 |
| Sonstige Beteiligungen | 5.208 | 24 | 5 | 0 | 14 | 0 | 5.223 |
| Übrige Finanzanlagen | 6.499 | -661 | 5 | 0 | 14 | 0 | 5.829 |
| 4.737.548 | 347.000 | 50.749 | 121.955 | 95.567 | 0 | 5.161.685 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 1.1.2011 1) |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2011 1) |
||||
| Firmenwert | 751.266 | 5.086 | 7.798 | 0 | 0 | 0 | 764.150 | ||||
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 119.332 | 1.278 | 433 | 2.137 | 1.714 | 1.270 | 122.736 | ||||
| Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte | 870.598 | 6.364 | 8.231 | 2.137 | 1.714 | 1.270 | 886.886 | ||||
| Grundstücke und Bauten | 1.175.172 | 12.395 | -13.073 | 15.719 | 25.628 | -8.575 | 1.156.010 | ||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.325.907 | 6.377 | -30.223 | 49.894 | 62.279 | 51.663 | 2.341.339 | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 102.648 | 444 | -1.563 | 6.940 | 8.611 | -8.085 | 91.773 | ||||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 43.715 | -103 | -490 | 40.445 | 618 | -33.455 | 49.494 | ||||
| Sachanlagen | 3.647.442 | 19.113 | -45.349 | 112.998 | 97.136 | 1.548 | 3.638.616 | ||||
| Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien | 140.699 | -1.475 | -612 | 20 | 3.356 | -2.818 | 132.458 | ||||
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
84.374 | 0 | -1.956 | 7.982 | 17.311 | 0 | 73.089 | ||||
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 828 | -35 | 0 | 504 | 6 | 0 | 1.291 | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 5.054 | 193 | -5 | 3 | 37 | 0 | 5.208 | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 5.882 | 158 | -5 | 507 | 43 | 0 | 6.499 | ||||
| 4.748.995 | 24.160 | -39.691 | 123.644 | 119.560 | 0 | 4.737.548 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
| Stand 1.1.2012 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
laufende Abschrei bungen |
Wertmin derungen |
Zuschrei bungen |
Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2012 |
Bilanzwert 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 150.953 | 0 | -81 | 0 | 9.768 | 0 | 0 | 0 | 160.640 | 646.966 |
| 56.411 | 0 | 590 | 14.523 | 1.530 | 0 | 3.685 | -20 | 69.349 | 235.094 |
| 207.364 | 0 | 509 | 14.523 | 11.298 | 0 | 3.685 | -20 | 229.989 | 882.060 |
| 409.164 | 0 | 4.258 | 36.785 | 6.772 | 0 | 4.500 | -25.786 | 426.693 | 792.256 |
| 1.434.568 | 0 | 15.680 | 133.830 | 24.937 | 145 | 58.264 | -11.726 | 1.538.880 | 927.236 |
| 67.422 | 0 | 770 | 8.830 | 32 | 0 | 5.921 | -370 | 70.763 | 31.669 |
| 285 | 0 | -1 | 70 | 0 | 30 | 0 | 2 | 326 | 51.906 |
| 1.911.439 | 0 | 20.707 | 179.515 | 31.741 | 175 | 68.685 | -37.880 | 2.036.662 | 1.803.067 |
| 65.301 | 0 | 1.515 | 625 | 802 | 0 | 12.840 | 37.900 | 93.303 | 81.297 |
| -59.043 | 47.006 | 9 | 0 | -450 | 4.124 | -13.041 | 0 | -3.561 | 33.039 |
| 175 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 175 | 431 |
| 941 | 0 | 4 | 0 | 3.380 | 0 | 0 | 0 | 4.325 | 898 |
| 1.116 | 0 | 4 | 0 | 3.380 | 0 | 0 | 0 | 4.500 | 1.329 |
| 2.126.177 | 47.006 | 22.744 | 194.663 | 46.771 | 4.299 | 72.169 | 0 | 2.360.893 | 2.800.792 |
| Stand 1.1.2011 1) |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Währungs änderungen |
laufende Abschrei bungen |
Wertmin derungen |
Zuschrei bungen |
Abgänge | Umbu chungen |
Stand 31.12.2011 1) |
Bilanzwert 31.12.2011 1) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 145.770 | 0 | 2.618 | 0 | 2.565 | 0 | 0 | 0 | 150.953 | 613.197 |
| 50.385 | 0 | -104 | 7.821 | 0 | 0 | 1.691 | 0 | 56.411 | 66.325 |
| 196.155 | 0 | 2.514 | 7.821 | 2.565 | 0 | 1.691 | 0 | 207.364 | 679.522 |
| 394.236 | -8 | -4.751 | 37.673 | 6.348 | 3 | 19.608 | -4.723 | 409.164 | 746.846 |
| 1.346.085 | 0 | -18.560 | 129.183 | 10.027 | 183 | 60.704 | 28.720 | 1.434.568 | 906.771 |
| 77.213 | 0 | -1.121 | 8.147 | 0 | 2 | 8.140 | -8.675 | 67.422 | 24.351 |
| 64 | 0 | -4 | 435 | 0 | 0 | 135 | -75 | 285 | 49.209 |
| 1.817.598 | -8 | -24.436 | 175.438 | 16.375 | 188 | 88.587 | 15.247 | 1.911.439 | 1.727.177 |
| 84.054 | -1.195 | -926 | 698 | 0 | 0 | 2.083 | -15.247 | 65.301 | 67.157 |
| -57.093 | 0 | 1.291 | 0 | 0 | 7.194 | -3.953 | 0 | -59.043 | 132.132 |
| 175 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 175 | 1.116 |
| 8 | 0 | -5 | 0 | 938 | 0 | 0 | 0 | 941 | 4.267 |
| 183 | 0 | -5 | 0 | 938 | 0 | 0 | 0 | 1.116 | 5.383 |
| 2.040.897 | -1.203 | -21.562 | 183.957 | 19.878 | 7.382 | 88.408 | 0 | 2.126.177 | 2.611.371 |
| Strategische Geschäftssegmente | Ziegel Westeuropa | Ziegel Osteuropa | Rohre & Pflaster Westeuropa | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 1) | 2012 | 20111) | 2012 | 2011 1) |
| Außenumsatz | 1.129.633 | 1.199.403 | 314.211 | 343.273 | 392.164 | 92.166 |
| Innenumsatz | 7.561 | 8.668 | 4.582 | 5.167 | 4.269 | 0 |
| Umsatz gesamt | 1.137.194 | 1.208.071 | 318.793 | 348.440 | 396.433 | 92.166 |
| EBITDA operativ 2) | 136.472 | 169.483 | 46.991 | 67.183 | 44.090 | 8.294 |
| Abschreibungen | 104.723 | 99.289 | 42.403 | 52.758 | 16.145 | 4.194 |
| Restrukturierungskosten und Wertminderungen | ||||||
| von Sachanlagen | 38.578 | 0 | 3.291 | 0 | 0 | 0 |
| Firmenwertabschreibungen | 202 | 0 | 9.566 | 2.565 | 0 | 0 |
| EBIT | -7.031 | 70.194 | -8.269 | 11.860 | 27.945 | 4.100 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1.636 | 1.185 | -2.877 | -5.159 | 5.780 | 11.183 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | ||||||
| und Gemeinschaftsunternehmen | 10.831 | 12.203 | 22.208 | 25.394 | 0 | 49.226 |
| Zinsergebnis | -16.738 | -17.368 | -11.634 | -10.902 | -4.369 | -1.206 |
| Ertragsteuern | 13.194 | -19 | -3.927 | -4.912 | -3.894 | -2.309 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -19.725 | 52.377 | -27.126 | -5.632 | 75.113 | 44.830 |
| Fremdkapital | 1.318.352 | 1.394.147 | 274.334 | 306.166 | 414.225 | 82.041 |
| Capital Employed | 1.426.159 | 1.469.349 | 468.961 | 487.086 | 302.446 | 58.358 |
| Vermögen | 2.382.088 | 2.515.855 | 664.051 | 671.663 | 721.864 | 259.354 |
| Normalinvestitionen | 48.649 | 60.330 | 14.125 | 19.869 | 24.715 | 1.557 |
| Wachstumsinvestitionen 3) | 2.409 | 23.247 | 244 | 10.776 | 146.637 | 14.792 |
| Ø Mitarbeiter | 6.227 | 6.420 | 2.516 | 2.618 | 1.604 | 470 |
| Produkte | Umsatz | EBITDA operativ 2) | Capital Employed | |||
| in TEUR | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) |
| Wand 4) | 627.666 | 660.687 | 60.931 | 81.286 | 848.441 | 937.894 |
| Fassade | 574.363 | 586.486 | 47.937 | 49.968 | 965.115 | 981.720 |
| Dach | 414.577 | 443.199 | 95.102 | 110.380 | 549.666 | 542.832 |
| Flächenbefestigungen | 121.285 | 132.298 | 6.030 | 17.048 | 141.528 | 136.044 |
| Rohre | 617.283 | 92.166 | 64.142 | 8.405 | 445.096 | 58.359 |
| Sonstiges | 375 | 564 | -28.596 | -26.727 | -18.552 | -4.774 |
| Wienerberger Gruppe | 2.355.549 | 1.915.400 | 245.546 | 240.360 | 2.931.294 | 2.652.075 |
| Umsatz | Ziegel Westeuropa | Ziegel Osteuropa | Rohre & Pflaster Westeuropa | |||
| in TEUR | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) |
| Österreich | 48.920 | 49.074 | 102 | |||
| Tschechien | 41.574 | 49.578 | ||||
| Polen | 104.343 | 122.581 | ||||
| Russland | 38.142 | 30.537 | ||||
| Deutschland | 257.113 | 263.352 | 44.416 | 25.518 | ||
| Schweiz | 73.713 | 81.264 | ||||
| Belgien | 223.012 | 244.164 | 73.916 | 54.268 | ||
| Niederlande | 159.330 | 192.409 | 52.205 | 3.253 | ||
| Frankreich | 162.016 | 168.306 | 45.556 | |||
| Großbritannien | 160.663 | 156.631 | 3.928 | |||
| Schweden | 6.947 | 6.850 | 45.843 | |||
| Norwegen | 13.806 | 12.648 | 64.599 | |||
| Finnland | 13.096 | 13.232 | 24.591 | |||
| USA | ||||||
| Sonstiges | 60.881 | 62.281 | 81.507 | 91.826 | 37.008 | 9.127 |
| Wienerberger Gruppe | 1.130.577 | 1.201.137 | 314.486 | 343.596 | 392.164 | 92.166 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
2) bereinigt um Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
| Konzernabschluss | |
|---|---|
| Konzernanhang |
| Rohre & Pflaster Osteuropa Nordamerika |
Holding & Sonstiges | Überleitung 5) | Wienerberger Gruppe | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) |
| 318.984 | 138.619 | 193.774 | 135.308 | 5.393 | 4.406 | 0 | 0 | 2.354.159 | 1.913.175 |
| 6.044 | 0 | 100 | 0 | 8.713 | 8.834 | -29.879 | -20.444 | 1.390 | 2.225 |
| 325.028 | 138.619 | 193.874 | 135.308 | 14.106 | 13.240 | -29.879 | -20.444 | 2.355.549 | 1.915.400 |
| 23.309 | 18.364 | 9.781 | -8.215 | -15.097 | -14.749 | 0 | 0 | 245.546 | 240.360 |
| 19.628 | 12.613 | 24.466 | 23.385 | 7.148 | 8.093 | 0 | 0 | 214.513 | 200.332 |
| 1.114 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 42.983 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.768 | 2.565 |
| 2.567 | 5.751 | -14.685 | -31.600 | -22.245 | -22.842 | 0 | 0 | -21.718 | 37.463 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.539 | 7.209 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 45.309 | 0 | 0 | 33.039 | 132.132 |
| -8.951 | -4.531 | -28.430 | -25.496 | 19.431 | 21.714 | 0 | 0 | -50.691 | -37.789 |
| -219 | -539 | -1.920 | 379 | -7.582 | -609 | 0 | 0 | -4.348 | -8.009 |
| -6.396 | 537 | -45.952 | -57.726 | 13.894 | 47.217 | -30.344 | -42.178 | -40.536 | 39.425 |
| 233.467 | 103.191 | 534.654 | 506.176 | 981.210 | 1.181.735 | -1.980.195 | -2.012.922 | 1.776.047 | 1.560.534 |
| 266.148 | 133.527 | 458.742 | 480.877 | 8.838 | 22.878 | 0 | 0 | 2.931.294 | 2.652.075 |
| 419.040 | 176.511 | 530.060 | 540.977 | 3.936.262 | 4.172.435 | -4.513.634 | -4.345.442 | 4.139.731 | 3.991.353 |
| 5.049 | 6.186 | 8.704 | 6.519 | 4.076 | 1.309 | 0 | 0 | 105.318 | 95.770 |
| 7.540 | 5.489 | 6.586 | 1.596 | 0 | 0 | 0 | 0 | 163.416 | 55.900 |
| 1.440 | 1.052 | 1.064 | 1.127 | 209 | 206 | 0 | 0 | 13.060 | 11.893 |
| Gesamtinvestitionen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 1) | ||||||
| 36.194 | 49.124 | ||||||
| 31.039 | 44.468 | ||||||
| 15.979 | 28.480 | ||||||
| 12.589 | 11.675 | ||||||
| 171.352 | 16.349 | ||||||
| 1.581 | 1.574 | ||||||
| 268.734 | 151.670 |
| Rohre & Pflaster Osteuropa | Nordamerika | Holding & Sonstiges | Wienerberger Gruppe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | 2012 | 2011 1) | |
| 98.249 | 33.995 | 290 | 276 | 147.561 | 83.345 | |||
| 21.420 | 6.630 | 62.994 | 56.208 | |||||
| 72.484 | 50.771 | 176.827 | 173.352 | |||||
| 23.564 | 61.706 | 30.537 | ||||||
| 301.529 | 288.870 | |||||||
| 73.713 | 81.264 | |||||||
| 296.928 | 298.432 | |||||||
| 211.535 | 195.662 | |||||||
| 207.572 | 168.306 | |||||||
| 164.591 | 156.631 | |||||||
| 52.790 | 6.850 | |||||||
| 78.405 | 12.648 | |||||||
| 37.687 | 13.232 | |||||||
| 164.302 | 108.349 | 164.302 | 108.349 | |||||
| 103.267 | 47.223 | 29.472 | 26.959 | 5.274 | 4.298 | 317.409 | 241.714 | |
| 318.984 | 138.619 | 193.774 | 135.308 | 5.564 | 4.574 | 2.355.549 | 1.915.400 |
3) inklusive Investitionen in Finanzanlagen
4) Indien wird unter dem geographischen Segment Holding & Sonstiges, jedoch unter dem Produktsegment Wand ausgewiesen.
5) Die Überleitung beinhaltet Eliminierungen zwischen Konzerngesellschaften.
Die Wienerberger AG mit Sitz in Wien ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Management in sechs Segmente eingeteilt sind: Ziegel Westeuropa, Ziegel Osteuropa, Rohre & Pflaster Westeuropa, Rohre & Pflaster Osteuropa, Nordamerika sowie Holding & Sonstiges. Die Adresse der Wienerberger AG lautet Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich.
Der Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2012 vom IASB verlautbarten International Financial Reporting Standards, für die eine Anwendung verpflichtend ist, wurden von Wienerberger angewendet.
Die einbezogenen Abschlüsse aller wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards geprüft. Die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden prinzipiell auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Ausnahme davon bildet die Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten nach IAS 39, welche zu beizulegenden Zeitwerten erfolgt. Im Konzernabschluss und Konzernanhang erfolgen Rundungen auf ganze tausend Euro, im Risiko- und Nachtragsbericht teilweise auf ganze hunderttausend Euro.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden.
| Standards/ Interpretationen |
Veröffentlichung durch das IASB |
Anwendungspflicht für Wienerberger |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 7 | Anhangangaben: Übertragung von finanziellen Vermögenswerten | 07.10.2010 | 01.01.2012 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Hyperinflation | 20.12.2010 | 01.01.2012 |
| IAS 12 | Ertragsteuern: Realisierung bestimmter Vermögenswerte | 20.12.2010 | 01.01.2012 |
| IAS 27 | Separate Abschlüsse (2011) | 12.05.2011 | 01.01.2014 |
| IAS 28 | Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) | 12.05.2011 | 01.01.2014 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 12.05.2011 | 01.01.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 12.05.2011 | 01.01.2014 |
| IFRS 12 | Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen | 12.05.2011 | 01.01.2014 |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 12.05.2011 | 01.01.2013 |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer (2011) | 17.06.2011 | 01.01.2013 |
| IAS 1 | Darstellung des sonstigen Ergebnisses | 17.06.2011 | 01.01.2013 |
| IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine | 19.10.2011 | 01.01.2013 | |
| IAS 32 | Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten | 16.12.2011 | 01.01.2014 |
| IFRS 7 | Anhangangaben: Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten | 16.12.2011 | 01.01.2013 |
Konzernabschluss Konzernanhang
Die erstmals im Berichtsjahr anzuwendenden Änderungen des IFRS 7 Anhangangaben: Übertragung von finanziellen Vermögenswerten, des IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards und des IAS 12 Ertragsteuern haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderungen des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (17.6.2011), die ab dem Berichtsjahr 2013 verpflichtend anzuwenden sind, wurden frühzeitig umgesetzt. Die Auswirkungen sind unter Anmerkung 3 im Detail dargestellt.
Die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen und IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen wurden von der EU am 11.12.2012 übernommen und sind ab 1.1.2014 verpflichtend anzuwenden. Bei frühzeitiger Anwendung sind sie gemeinsam mit den Änderungen des IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) umzusetzen. Eine wesentliche Auswirkung besteht in der Änderung der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen unter IFRS 11, wonach quotal einbezogene Unternehmen in der Regel at-equity darzustellen sind.
Die Änderungen des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (17.6.2011), die ab dem Berichtsjahr 2013 verpflichtend anzuwenden sind, wurden frühzeitig umgesetzt. Wesentliche Änderungen betreffen die sofortige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im sonstigen Gesamtergebnis bei der Bilanzierung leistungsorientierter Pensionspläne und anderer ähnlicher Verpflichtungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses und die Berechnung des Nettozinsaufwands, der sich aus dem kalkulatorischen Zinsaufwand der Verpflichtung und dem Ertrag auf das Planvermögen zusammensetzt. Weiters ist ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam zu erfassen und darf nicht mehr über die Restlaufzeit verteilt werden. Die zuvor zulässige und von Wienerberger gewählte Korridormethode zur Verteilung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht mehr zulässig. Die Aus wirkungen auf den Konzernabschluss betreffen somit die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sowie die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Gesamtergebnis. Der Ausweis des Nettozinsaufwands erfolgt statt wie bisher in den Aufwendungen für Altersversorgung im Finanzergebnis. Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Zusammenhang mit IAS 19 wurden gemäß den Übergangsvorschriften des IAS 19 retrospektiv angewendet.
In den im Abschluss dargestellten Bilanzen führte die frühzeitige Anwendung des IAS 19 (2011) zu einer Erhöhung der Rückstellung für Pensionen um 17.459 TEUR zum 31.12.2010 und um 23.879 TEUR zum 31.12.2011 im Vergleich zu den veröffentlichten Bilanzen der jeweiligen Bilanzstichtage. Diese Veränderung resultiert aus der Bilanzierung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Die übrigen Rücklagen verminderten sich aufgrund der Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und der darauf entfallenden latenten Steuern im sonstigen Gesamtergebnis um 22.714 TEUR zum 31.12.2010 und um 27.286 TEUR zum 31.12.2011.
In Vorbereitung auf den neuen IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (12.5.2011), der am 11.12.2012 von der EU übernommen wurde und unter welchem eine quotale Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen in der Regel nicht mehr zulässig ist, wurde die Einbeziehungsart von quotal einbezogenen Unternehmen im Konsolidierungskreis der Wienerberger Gruppe auf die Equity-Methode umgestellt. Diese kann unter dem aktuell anzuwendenden IAS 31 Joint Ventures als alternativ zulässige Methode angewendet werden. Die Änderung der Einbeziehungsart wurde gemäß IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden retrospektiv angewendet. Davon betroffen ist die Darstellung der Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und der Tondach Gruppe, die nun in der Bilanz in den Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen werden. Die Ergebnisse werden im Finanzergebnis in der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen dargestellt. Die in den veröffentlichten Abschlüssen quotal einbezogene Bramac Gruppe, die mit Wirkung vom 30.6.2011 verkauft wurde, ist in der darzustellenden Eröffnungsbilanz der Vergleichsperiode zum 31.12.2010 ebenfalls als Gemeinschaftsunternehmen at-equity in den Konzernabschluss einbezogen. Folglich wurde der Veräußerungsertrag in der angepassten Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis statt im Betriebsergebnis ausgewiesen.
Folgende Tabellen stellen die Veränderungen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz aufgrund der Änderung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode dar. Die Nettoverschuldung verminderte sich per 31.12.2010 um 12.165 TEUR und per 31.12.2011 um 83.695 TEUR im Vergleich zu den veröffentlichten Bilanzen.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 86.538 | 108.306 |
| EBITDA operativ | 16.665 | 19.587 |
| EBIT operativ | 4.420 | 9.774 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 112 | 44 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 | in TEUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Langfristiges Vermögen | 76.496 | 21.742 | Eigenkapital | 179 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | 48.019 | 30.333 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 66.606 | 39.840 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 57.730 | 12.235 | |||
| 124.515 | 52.075 | 124.515 | 52.075 |
Eine Übersicht über die vollkonsolidierten sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs. Der Konsolidierungskreis der in den Wienerberger Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen, sowie der at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Konsolidierungskreis | Voll konsolidierung |
Equity Konsolidierung |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 | 115 | 7 |
| Wechsel Einbeziehungsart | 0 | -1 |
| im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 39 | 0 |
| im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert | -6 | 0 |
| im Berichtsjahr ausgeschieden | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 148 | 6 |
| davon ausländische Unternehmen | 124 | 5 |
| davon inländische Unternehmen | 24 | 1 |
In den Konzernabschluss 2012 waren inklusive der Wienerberger AG 24 (Vorjahr: 21) Tochterunternehmen im Inland und 124 (Vorjahr: 94) im Ausland einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik über die Mehrheit der Stimmrechte zu kontrollieren. Diese Beteiligungen an Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt der Beherrschung voll konsolidiert und, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben ist, entkonsolidiert. Im Berichtsjahr wurden 16 (Vorjahr: 16) Tochterunternehmen nicht konsolidiert, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich sind.
In den Konzernabschluss der Wienerberger AG werden zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs 6 (Vorjahr: 7) Beteiligungen, die Wienerberger unter gemeinschaftlicher Führung hält oder auf die Wienerberger einen maßgeblichen Einfluss hat, nach der Equity-Methode bilanziert. Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (vor allem der Tondach Gruppe und Schlagmann) ergeben, wobei im Berichtsjahr die Ergebnisse der ersten fünf Monate der Pipelife Gruppe und in der Vergleichsperiode die Ergebnisse der ersten sechs Monate der Bramac Gruppe anteilig enthalten sind.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 288.276 | 531.149 |
| EBITDA operativ | 30.918 | 54.327 |
| EBIT operativ | 12.423 | 26.698 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 4.539 | 7.209 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Langfristiges Vermögen | 104.288 | 219.284 | Eigenkapital | 30.026 | 128.643 |
| Kurzfristiges Vermögen | 49.924 | 184.179 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 54.676 | 83.486 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 69.510 | 191.334 | |||
| 154.212 | 403.463 | 154.212 | 403.463 |
Folgende Unternehmen wurden im Jahr 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Pipelife Gruppe | ||||
| PIPELIFE International GmbH | Wiener Neudorf | 29.000.000 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Asset Management Ges.m.b.H | Wiener Neudorf | 35.000 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Austria GmbH & Co KG | Wiener Neudorf | 4.360.370 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Austria GmbH | Wiener Neudorf | 36.337 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Belgium NV | Kalmthout | 4.950.000 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Bulgaria EOOD | Botevgrad | 30.000 | BGN | 100,00 % |
| Pipelife Czech s r.o. | Otrokovice-Kucovaniny | 202.971.000 | CZK | 100,00 % |
| PIPELIFE Deutschland Asset Management GmbH | Bad Zwischenahn | 26.000 | EUR | 100,00 % |
| PIPELIFE Deutschland GmbH & Co. KG Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn | 5.000 | EUR | 100,00 % | |
| Pipelife Deutschland Verwaltungs-GmbH Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn | 5.726.469 | EUR | 100,00 % | |
| Pipelife Eesti AS | Harjumaa Eesti Vabariik | 2.422.400 | EUR | 100,00 % |
| Propipe OY | Ii | 33.638 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Finland OY | Oulu | 33.637 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife France SNC | Gaillon | 19.743.000 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Hellas S.A. | Thiva-Halkida | 24.089.735 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Hrvatska d.o.o. | Sv. Nedjelja | 47.171.500 | HRK | 100,00 % |
| Pipelife Hungaria Kft. | Debrecen | 3.123.520.000 | HUF | 100,00 % |
| Quality Plastics Holdings Limited | Cork | 635.000 | EUR | 100,00 % |
| Quality Plastics Limited | Cork | 254 | EUR | 100,00 % |
| Quality Plastics Sales Limited | Cork | 127 | EUR | 100,00 % |
| Dromalour Plastics Limited | Cork | 3 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife UK Ltd | Corby | 244.001 | GBP | 100,00 % |
| UAB Pipelife Lietuva | Vilnius | 1.600.000 | LTL | 100,00 % |
| Pipelife Latvia SIA | Riga | 300.000 | LVL | 100,00 % |
| Pipelife Nederland B.V. | Enkhuizen | 11.344.505 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Finance B.V. | Enkhuizen | 18.000 | EUR | 100,00 % |
| Twebotube B.V. | Enschede | 36.302 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Norge AS | Surnadal | 50.000.000 | NOK | 100,00 % |
| Pipelife Polska S.A. | Karlikowo | 112.243.963 | PLN | 100,00 % |
| Pipelife Romania S.R.L. | Bukarest | 7.323.115 | RON | 100,00 % |
| Pipelife Serbia d.o.o. | Belgrad | 97.197.855 | RSD | 100,00 % |
| Pipelife RUS LLC | Moskau | 104.458.072 | RUB | 100,00 % |
| Pipelife Hafab AB | Haparanda | 3.000.000 | SEK | 100,00 % |
| Pipelife Nordic AB | Ölsremma | 167.000.000 | SEK | 100,00 % |
| Pipelife Sverige AB | Ölsremma | 3.600.000 | SEK | 100,00 % |
| Pipelife Slovenija d.o.o. | Trzin | 843.258 | EUR | 100,00 % |
| Pipelife Slovakia s r.o. | Piestany | 6.700 | EUR | 100,00 % |
| Arili Plastik Sanayii A.S. | Pendik/Istanbul | 7.000.000 | TRY | 100,00 % |
| Pipelife Jet Stream, Inc. | Siloam Springs | 0 | USD | 100,00 % |
Die zuvor unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesenen Unternehmen Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC und AGRO Property Bulgaria EOOD wurden per 1.6.2012 respektive per 1.9.2012 in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit Ende Dezember 2011 veräußerte deutsche Ziegelwerk B GmbH.
Am 15.2.2012 gab Wienerberger den Erwerb des 50 %-Anteils an Pipelife vom Joint-Venture Partner Solvay um 162.000 TEUR bekannt. Pipelife ist ein international tätiger Produzent von Kunststoffrohren und Rohrsystemen sowie Formstücken aus hochwertigen Kunststoffen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt 2.689 Mitarbeiter in 27 Ländern. Durch die Akquisition von Pipelife wurde das Kerngeschäft der Wienerberger Gruppe erweitert, um eine geringere Abhängigkeit vom Wohnungsneubau zu erwirken. Nach Freigabe der Transaktion durch die Kartellbehörde Ende Mai 2012 wurde die Pipelife Gruppe mit Wirkung vom 31.5.2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Akquisition veränderte sich der Konsolidierungskreis der Wienerberger Gruppe um vier in- und 35 ausländische Gesellschaften.
Der beizulegende Zeitwert des bis zum Erwerbszeitpunkt gehaltenen Eigenkapitalanteils der Pipelife Gruppe beläuft sich auf 140.870 TEUR. Resultierend aus der Änderung der Einbeziehungsart der Pipelife Gruppe entstand somit ein Bewertungsgewinn der bisher at-equity ausgewiesenen Beteiligung in Höhe von 42.303 TEUR, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Dieser wurde mit der Realisierung von zuvor im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Währungsdifferenzen in Höhe von -7.464 TEUR saldiert dargestellt. Anschaffungsnebenkosten von 459 TEUR wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Überleitung der Buchwerte vor Übernahme der restlichen 50 % an der Pipelife Gruppe auf die IFRS Werte nach erfolgter Kaufpreisallokation stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Buchwerte | Anpassung | Konzernwerte |
|---|---|---|---|
| Immaterielles Anlagevermögen | 27.529 | 150.694 | 178.223 |
| Sachanlagen und Finanzanlagen | 176.145 | -4.849 | 171.296 |
| Latente Steuern | 14.729 | -10.604 | 4.125 |
| Langfristiges Vermögen | 218.403 | 135.241 | 353.644 |
| Vorräte | 172.070 | -1.350 | 170.720 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 140.970 | -1.868 | 139.102 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 40.886 | -249 | 40.637 |
| Kurzfristiges Vermögen | 353.926 | -3.467 | 350.459 |
| Latente Steuern | 11.063 | 31.697 | 42.760 |
| Langfristige Rückstellungen | 8.278 | 13.299 | 21.577 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 130.147 | 5.790 | 135.937 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.136 | 21 | 1.157 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 150.624 | 50.807 | 201.431 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 11.358 | 4.536 | 15.894 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 63.021 | -4.764 | 58.257 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 104.149 | -25 | 104.124 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 60.824 | 4.575 | 65.399 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 239.352 | 4.322 | 243.674 |
| Erworbenes Reinvermögen | 182.353 | 76.645 | 258.998 |
| Firmenwert | 43.872 | ||
| Zahlungsmittel | -15.363 | ||
| Marktwert abgegangener Anteile an assoziierten Unternehmen | -140.870 | ||
| Netto-Auszahlungen für die Akquisition von Pipelife | 146.637 |
Die Überleitung des langfristigen Vermögens von übernommenen Buchwerten zu den Konzernwerten beinhaltet im Wesentlichen identifizierte immaterielle Vermögenswerte wie den Kundenstamm und die Marke Pipelife. Die Anpassungen in den langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betreffen insbesondere latente Steuern und stehen im Zusammenhang mit den Anpassungen im langfristigen Vermögen.
Im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.12.2012 erzielte Pipelife einen Umsatz von 859.920 TEUR und ein operatives EBITDA von 77.984 TEUR.
Die Auswirkungen aller beschriebenen Konsolidierungskreisänderungen auf die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellen sich für 2012 (bzw. ab dem/zum Erst- und Entkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 523.610 |
| EBITDA operativ | 51.487 |
| EBIT operativ | 31.645 |
| Aktiva | Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | in TEUR | 31.12.2012 | ||
| Langfristiges Vermögen | 304.119 | Eigenkapital | 49.766 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | 188.973 | Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 199.647 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 243.679 | ||||
| 493.092 | 493.092 |
Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden im Erwerbszeitpunkt die Anschaffungskosten dem neu bewerteten Reinvermögen (Eigenkapital) des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt. Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualschulden werden nach IFRS 3, soweit identifizierbar, bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird als Firmenwert im jeweiligen Segment in Landeswährung aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Firmenwerte werden gemeinsam mit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Geschäftsbereichen), denen sie zugeordnet sind, zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen und im Falle einer Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Werden Ereignisse beobachtet, die auf eine dauerhafte Wertminderung schließen lassen, so werden die betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anlassbezogenen Werthaltigkeitstests unterzogen (siehe Anmerkung 9. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).
Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei im Falle unwesentlicher Abweichungen die lokalen Bewertungsmethoden beibehalten werden.
Alle Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Verrechnung zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Abzinsungen und sonstige einseitig ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht und die darauf entfallenden latenten Steuern in Ansatz gebracht. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Wurde im Rahmen eines Unternehmenserwerbs den Verkäufern eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können, so wird diese als Verbindlichkeit passiviert und mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Demzufolge werden die nicht beherrschenden Anteile an der im Jahr 2008 erworbenen Sandtoft Ltd. unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt nach dem Management Approach gemäß IFRS 8 und folgt den internen Berichten an den Vorstand der Wienerberger AG als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.
Nach der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, erfolgte aufgrund neu strukturierter Verantwortungsbereiche im Management eine neue Segmentierung in der Berichterstattung. Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird weiterhin nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Der Bereich Ziegel Europa fasst Hintermauer-, Vormauerund Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Ziegel Westeuropa und Ziegel Osteuropa zusammen. Der Bereich Rohre & Pflaster Europa beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Rohre & Pflaster Westeuropa und Rohre & Pflaster Osteuropa eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment Nordamerika dargestellt. Das Segment Holding & Sonstiges beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
Die Berichte an die verantwortliche Unternehmensinstanz beinhalten neben der zentralen Erfolgsgröße EBITDA operativ, anhand der die Steuerung der Geschäftssegmente erfolgt, auch die Ergebnisgrößen Umsatz, EBIT, Finanzergebnis und Ergebnis nach Steuern, weshalb diese ebenso in der Darstellung der Geschäftssegmente enthalten sind. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA operativ, EBIT, Finanzergebnis, Ertragsteuern, Ergebnis nach Steuern, Vermögen, Fremdkapital, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzernergebnis sind lediglich Eliminierungen von Umsätzen, Aufwendungen und Erträgen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten enthalten. Wienerberger erzielt mit keinem externen Kunden mehr als 10 % des Umsatzes.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2012 umgerechnet. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.
Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt. Ebenso werden Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen.
Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, Schweizer, englischen und aus einzelnen osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe des abzusichernden Teils der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen.
Im Berichtsjahr wurden Stichtagsumrechnungsdifferenzen (einschließlich jener auf nicht beherrschende Anteile entfallenden) von 38.920 TEUR (Vorjahr: -34.321 TEUR) im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen. Aus Sicherungsgeschäften (Hedging Transaktionen) wurden insgesamt -385 TEUR (Vorjahr: -4.549 TEUR) im sonstigen Gesamtergebnis erfasst.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 | |
| 100 Britische Pfund | 122,53400 | 119,71747 | 123,30979 | 115,22639 | |
| 100 Bulgarische Lev | 51,12997 | 51,12997 | 51,12997 | 51,12997 | |
| 100 Dänische Kronen | 13,40303 | 13,45135 | 13,43427 | 13,42163 | |
| 100 Kanadische Dollar | 76,12088 | 75,67159 | 77,85998 | 72,67798 | |
| 100 Kroatische Kuna | 13,23189 | 13,26788 | 13,29481 | 13,44298 | |
| 100 Norwegische Kronen | 13,60859 | 12,89657 | 13,37589 | 12,83137 | |
| 100 Polnische Zloty | 24,54590 | 22,43158 | 23,89029 | 24,27157 | |
| 100 Rumänische Lei | 22,49972 | 23,13048 | 22,42766 | 23,58949 | |
| 100 Russische Rubel | 2,47957 | 2,39435 | 2,50417 | 2,44593 | |
| 100 Schwedische Kronen | 11,65230 | 11,22083 | 11,48782 | 11,07469 | |
| 100 Schweizer Franken | 82,83632 | 82,26390 | 82,96582 | 81,12445 | |
| 100 Tschechische Kronen | 3,97599 | 3,87792 | 3,97590 | 4,06643 | |
| 100 Türkische Lira | 2,35510 | 2,44320 | 2,31404 | 2,33677 | |
| 100 Ungarische Forint | 0,34211 | 0,31788 | 0,34560 | 0,35795 | |
| 100 US-Dollar | 75,79203 | 77,28573 | 77,83166 | 71,85255 |
Der Konzernabschluss wurde auf Basis der folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt:
Umsatzrealisierung: Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind.
Fertigungsaufträge: Ist das Ergebnis von Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden Auftragserlöse und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst (percentage of completion method). Fertigungsaufträge bestehen im Bereich der Rohraktivitäten bei der Produktion von LLLD (long length large diameter) Rohren von Pipelife. Der Fertigstellungsgrad wird anhand der produzierten Menge an Tonnen ermittelt. Zeichnet sich eine Kostenüberschreitung eines Auftrages über vereinbarte Erlöse ab, so ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden.
Immaterielles Anlagevermögen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, mit deren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlichen Werthaltigkeitstests unterzogen.
Sachanlagevermögen: Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Bei selbst erstellten Anlagen werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs, aktiviert. Während der Bauphase von qualifizierten Gegenständen des Anlagevermögens werden gemäß IAS 23 die anfallenden Fremdkapitalkosten unter den Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen, die in Komponenten aufgeteilt werden (Komponenten-Ansatz). Dafür werden folgende Nutzungsdauern angesetzt:
| Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) | 40 Jahre | Sonstige Maschinen | 5 – 15 Jahre |
|---|---|---|---|
| Verwaltungs- und Wohngebäude | 40 – 50 Jahre | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 10 Jahre |
| Gebäudeinfrastruktur | 15 – 30 Jahre | Kundenstamm | 15 Jahre |
| Öfen und Trockner | 8 – 20 Jahre | Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 3 – 10 Jahre |
Reparaturkosten, die die geplante Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand verbucht. Die laufende Abschreibung wird ausgesetzt, wenn eine Anlage gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung vorgesehen qualifiziert wird.
Werden Anlagen verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert bzw. ein Abwertungsbedarf unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, sofern es sich um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.
Gemietete Sachanlagen, die aus einer wirtschaftlichen Betrachtung als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leasingverhältnisse) zu jenen Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags.
Firmenwerte: Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, werden gemäß IFRS 3 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal im Jahr auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht.
Wertminderungen von Firmen- und Vermögenswerten: In der Wienerberger Gruppe werden Werkseinheiten länderweise zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Diese werden gemäß IAS 36 ebenso wie Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, regelmäßig auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht. Dazu werden mindestens einmal im Jahr in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Buchwerte der zugerechneten Firmen- und Vermögenswerte mit den summierten Barwerten (Abzinsung zu durchschnittlichen gewichteten Gesamtkapitalkosten nach Steuern) der zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse (Nutzwert) verglichen und wenn nötig auf den errechneten Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. Für die Wienerberger Gruppe wird der Kapitalkostensatz nach Steuern nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet.
Die zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse basieren auf der jeweils aktuellsten internen Planung, welche zuletzt für den Planungshorizont (2013-2016) erstellt wurde. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft und im folgenden Planungsprozess berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung der Detailplanungsperioden (2013-2016), wobei unter der Prämisse der Unternehmensfortführung der Einzahlungsüberschuss der darauffolgenden Planungsperiode als nachhaltig erzielbar angesehen wird und als Basis für die Errechnung des Barwerts einer unendlichen Rente dient. Die Werthaltigkeitstests werden bei Wienerberger mindestens einmal jährlich im Anschluss an die Unternehmensplanung erstellt. Geben Hochrechnungen und Analysen während eines Berichtsjahrs Anlass zur Vermutung, dass negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan zu erwarten sind, so wird darin ein auslösendes Ereignis für die erneute Beurteilung der Werthaltigkeit der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gesehen.
Konzernabschluss Konzernanhang
In diesem Fall werden die Werthaltigkeitstests auf Basis aktualisierter Planungsdaten neu gerechnet und um Stresstests erweitert.
Der wesentliche Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt-, Mengen- und Preisentwicklungen. Die Nutzwertermittlung basiert daher auf Prognosen von statistischen Ämtern (z.B. Euroconstruct) und Erfahrungswerten des Managements. Die Einschätzung der Kostenstrukturen innerhalb der gesamten Wienerberger Gruppe erfolgt dabei durch eine Extrapolation von Erfahrungswerten und aufgrund makroökonomischer Prognosen.
Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn Gründe für eine Wertminderung von Sachanlagen wegfallen bzw. eine Wiederverwertbarkeit von abgewerteten Sachanlagen gegeben ist. Einmal abgeschriebene Firmenwerte werden unter Beachtung von IAS 36 und IFRIC 10 nicht wieder zugeschrieben.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Beteiligungen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Sonstige Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt und lediglich im Falle von nachhaltigen Wertminderungen abgeschrieben. Der Ausweis von Abschreibungen und Zuschreibungen erfolgt im Finanzergebnis.
Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellkosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100 % der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellkosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.
Emissionszertifikate: Gemäß IAS 20 und IAS 38 bewertet Wienerberger jene Emissionszertifikate, die aufgrund der EU-Emissionshandelsrichtlinien RL 2003/87/EG und RL 2009/29/EG gratis zugeteilt wurden, mit Anschaffungskosten von null. Übersteigen die Emissionen die gratis zugeteilten Zertifikate, so erfolgt die Bewertung der fehlenden Zertifikate mit deren Marktwert am Bilanzstichtag. Entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. IAS 39 unterscheidet die Kategorien Kredite und Forderungen (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (held to maturity), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit or loss), die sich wiederum aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (financial assets/liabilities held for trading) und aus Finanzinstrumenten, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (designated as at fair value through profit or loss upon initial recognition), zusammensetzen.
Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Erhalt von Cashflows daraus erloschen sind.
Kredite und Forderungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, wobei erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Langfristige zinsenlose oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Wienerberger verfügt über keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen aktiven Finanzinstrumente.
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet, wobei aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste erfolgswirksam zu erfassen sind. Wienerberger hält keine originären Finanzinstrumente zu Handelszwecken.
Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen. Die von Wienerberger gehaltenen originären Finanzinstrumente, die weder den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten noch den Krediten und Forderungen zuzurechnen sind, werden somit als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfasst. Diese werden zum beizulegenden Wert bewertet, wobei aus der Änderung der beizulegenden Werte resultierende Gewinne und Verluste bis zu deren Abgang erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Davon ausgenommen sind Abschreibungen im Falle von wesentlichen und dauerhaften Wertminderungen. Der beizulegende Wert ermittelt sich für börsenotierte Wertpapiere aus den Börsekursen, wohingegen nicht börsenotierte finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von etwaigen Marktwertänderungen bewertet werden. In der Periode des Abgangs werden die bislang im sonstigen Gesamtergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, erhaltene Schecks, Sichtguthaben, kurzfristig realisierbare Veranlagungen sowie Termineinlagen bei Finanzinstitutionen.
Rückstellungen: Die Rückstellungen für Abfertigungen – vorwiegend für österreichische Dienstnehmer – werden auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 3,4 % bzw. 3,6 % bei Pipelife (Vorjahr: 4,75 %) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet.
In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution Plan) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen (Defined Benefit Plan) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Gehaltssteigerungen und Steigerungen leistungsorientierter Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein landespezifischer Rechnungszinsfuß zwischen 2,2 % und 4,7 % (Vorjahr: 3,2 % – 5,0 %), eine erwartete Einkommensentwicklung von 1,0 % – 4,2 % (Vorjahr: 1,8 % – 3,0 %), erwartete Rententrends von 1,5 % – 3,0 % (Vorjahr: 2,4 % – 7,5 %) und durchschnittliche Fluktuationen von 1,5 % – 6,5 % (Vorjahr: 1,5 % – 2,3 %) zugrunde. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wird von Versicherungsmathematikern durchgeführt.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter im Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Planvermögen saldiert, welches für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19 (revised 2011) im Jahr des Entstehens im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Zinskomponente der Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 passiviert. Die der Rekultivierungsverpflichtung zugrunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 passiviert.
Latente Steuern: In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz sowie Verlustvorträge, soweit deren künftige Nutzung wahrscheinlich ist, in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Für die Abgrenzung werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.
Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags (abzüglich Transaktionskosten) erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Eine Bewertung erfolgt daher zum Restbuchwert (at amortized cost). Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Verbindlichkeiten nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen.
Zuschüsse der öffentlichen Hand: Wienerberger passiviert Zuschüsse der öffentlichen Hand zu ihren beizulegenden Zeitwerten und weist deren periodenkonforme Auflösung unter den sonstigen Erträgen aus.
Sicherungsgeschäfte: Wienerberger wendet die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften gemäß IAS 39 zur Absicherung von Bilanzposten (Translationsrisiko) sowie zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Transaktionsrisiko) an. Als Cashflow Hedge wird die Absicherung gegen Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bezeichnet. Die Marktbewertung der effektiven Sicherungsinstrumente erfolgt erfolgsneutral (Hedging Reserve). Nicht effektive Anteile werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Ebenso erfolgt die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgsneutral, wobei alle Wertänderungen des effektiven Anteils des eingesetzten Sicherungsinstruments unter der Hedging Reserve wie auch das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition im sonstigen Gesamtergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts (Fair Value Hedge) hingegen erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der Zeitwerte des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats unter der ebenso erfolgswirksamen Anpassung des Grundgeschäfts um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn und Verlust (Basis Adjustment).
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsen. Fremdwährungstermingeschäfte werden zur Absicherung von Transaktionsrisiken und Zinsswaps zur Optimierung des fix bzw. variabel verzinsten Teils der finanziellen Verbindlichkeiten verwendet. Zins-Währungsswaps dienen der Absicherung von Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für börsenotierte Wertpapiere werden dazu die aktuellen Kurse herangezogen; für nicht börsenotierte Zinsinstrumente werden die beizulegenden Zeitwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Gemäß IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente, die sich nicht in einer Hedge-Beziehung befinden, der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (held for trading) zugerechnet. Bei Derivaten in Hedge-Beziehungen werden nur jene, die nicht Teil effektiver Sicherungsstrategien sind, erfolgswirksam bewertet (ineffektive Anteile); der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis.
Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen und dem vorgesehenen Anteil für Hybridkapitalbesitzer durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird.
Schätzungen: Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden müssen, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Im Einzelnen wurden bei der von Aktuaren vorgenommenen versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen und Abfertigungsansprüchen Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Fluktuationsraten sowie den Trend der Kosten für medizinische Versorgung getroffen. Ebenso basiert die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen auf Schätzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer Anlagen beruhen. Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung erfolgt durch die bestmögliche Schätzung des zukünftig erwarteten Rekultivierungsaufwands von Tongruben und eines langfristigen Diskontierungszinssatzes. Des Weiteren erfolgt die Beurteilung der Realisierbarkeit von latenten Steuern durch die Einschätzung des Managements, ob eine Verwertbarkeit aller aktiven latenten Steuern gegeben ist.
Insbesondere bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Anlagen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze der Wienerberger Gruppe sowie einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten getroffen. Die vorgenommenen Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung getroffen, bauen auf Erfahrungswerten auf und berücksichtigen die verbleibende Unsicherheit in einer angemessenen Weise. Um den Einfluss veränderter makroökonomischer Parameter bei der Planungsrechnung auf die Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen, wurde eine Sensitivitätsanalyse gerechnet, welche unter Anmerkung 12. Abschreibungen, Wertminderungen von Anlagen und Firmenwertabschreibungen näher erläutert wird.
Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen operativen Segmenten bestehen nur teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung konzerninterner Verrechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.
Der konsolidierte Umsatz stieg im Berichtsjahr um 23 % auf 2.355.549 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreis- und Wechselkursänderungen ging der organische Umsatz um 5 % (Vorjahr: 10 %) zurück. In der Division Ziegel Europa, welche die Segmente Ziegel Westeuropa und Ziegel Osteuropa zusammenfasst, war der Umsatz aufgrund niedrigerer abgesetzter Mengen in einem schwierigen Marktumfeld mit geringer Bautätigkeit rückläufig. Die Division Rohre & Pflaster Europa entwickelte sich hauptsächlich aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife positiv, während der Absatz von Flächenbefestigungen aus Beton im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa vergleichbar mit dem Absatz von Ziegeln aufgrund konjunktureller Entwicklungen zurückging. Während der Berichtsperiode wurden im Segment Rohre & Pflaster Westeuropa Umsätze von Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 in Höhe von 20.145 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) erzielt. Im Segment Nordamerika stieg der Umsatz aufgrund der höheren Absätze sowie der erstmaligen Einbeziehung der Rohraktivitäten von Pipelife in den USA deutlich an. Im Segment Holding und Sonstiges stieg der Umsatz aufgrund einer positiven Entwicklung der Mengen und Preise in Indien. Die Umsatzerlöse sind nach Regionen detailliert in der Darstellung der Geschäftssegmente auf den Seiten 112 und 113 aufgegliedert.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 422.041 | 274.843 |
| Instandhaltungsaufwand | 99.111 | 93.309 |
| Handelswareneinsatz | 246.087 | 137.808 |
| Energieaufwand | 284.526 | 290.582 |
| Gesamt | 1.051.765 | 796.542 |
Die ausgewiesenen Aufwendungen wurden durch die Veränderung des Bestands an Halb- und Fertigfabrikaten in Höhe von 35.528 TEUR (Vorjahr: 5.340 TEUR) erhöht. Dem gegenüber steht ein Ertrag aus Aktivierungen von Eigenleistungen und anteiligen Bauzeitzinsen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1.364 TEUR (Vorjahr: 2.815 TEUR).
Die Materialaufwendungen setzten sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Ton, Sand, Kunststoffe, Sägespäne und weitere Zuschlagstoffe, Palettenverbrauch und sonstige Verpackungsmaterialien zusammen. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von Instandhaltungsmaterialien und sonstigen geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten.
Im Berichtsjahr sind in den Herstell-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen laufende Abschreibungen von 194.663 TEUR (Vorjahr: 183.958 TEUR) enthalten. Die Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten im Berichtsjahr betrugen 19.850 TEUR (Vorjahr: 16.375 TEUR) und sind auf Sonderabschreibungen in Folge von Werksstilllegungen aus vergangenen Perioden und auf Wertminderungen von Liegenschaften und sonstigen Vermögenswerten zurückzuführen.
Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms fielen zusätzlich 14.223 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) an Wertminderungen von Vermögenswerten an, welche in direktem Zusammenhang mit der Anpassung der Kapazitäten im Berichtsjahr stehen. Davon betroffen waren im Wesentlichen Einmottungen von Werksstandorten im Segment Ziegel Westeuropa.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | 194.663 | 183.958 |
| Firmenwertabschreibungen | 9.768 | 2.565 |
| Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 19.850 | 16.375 |
| Wertminderungen aus Restrukturierungen | 14.223 | 0 |
| Wertminderungen gesamt | 43.841 | 18.940 |
| Laufende Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen, sonstigem immateriellen | ||
| Anlagevermögen und Firmenwerten | 238.504 | 202.898 |
Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich zusammen mit den Vermögensgegenständen gemäß IAS 36 auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht (Impairment Test). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten (cash generating units) werden bei Wienerberger Werkseinheiten gesehen, die nach Ländern zusammengefasst und in großen Ländern nach regionalen Gesichtspunkten weiter differenziert werden. Im Berichtsjahr wurden in der Wienerberger Gruppe auf diese Weise rund 65 zahlungsmittelgenerierende Einheiten unterschieden.
Die im Dezember durchgeführten planmäßigen Werthaltigkeitstests auf Basis der aktuellsten genehmigten Mittelfristplanung für die Perioden 2013-2016 ergaben einen Abwertungsbedarf der Firmenwerte in Höhe von 9.768 TEUR (Vorjahr: 2.565 TEUR). Für diese Werthaltigkeitstests wurde für die Wienerberger Gruppe ein Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 6,84 % (Vorjahr: 6,98 %) ermittelt, wobei wiederum in den USA mit 6,03 % (Vorjahr: 6,07 %), in Großbritannien mit 5,53 % (Vorjahr: 5,69 %), in Russland mit 11,63 % (Vorjahr: 10,72 %), in Indien mit 9,69 % (Vorjahr: 9,81 %) und in der Türkei mit 8,77 % länderspezifische Kapitalkostensätze angewendet wurden. Die Annahmen zu den Wachstumsraten von grundsätzlich 1 % wurden beibehalten. In den Wachstumsmärkten Russland, Indien und der Türkei wurde mit höheren Raten von bis zu rund 4 % (Vorjahr: 5 %) gerechnet.
Die Länderbudgets wurden im Rahmen der Impairment Tests Stresstests unterzogen, wobei einzelne makroökonomische Parameter im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse verändert wurden. Bei Anhebung des dem Kapitalkostensatz zugrunde liegenden risikolosen Zinssatzes um 100 Basispunkte wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 39 MEUR ermittelt. Bei gleichzeitiger Halbierung der Wachstumsraten in allen Wienerberger Märkten würde der Wertminderungsbedarf auf 92 MEUR ansteigen (Vorjahr: 25 MEUR).
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne | 234.158 | 202.783 |
| Gehälter | 213.290 | 188.865 |
| Leihpersonal (permanent) | 9.572 | 15.614 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 4.492 | 8.206 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 8.512 | 1.585 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 107.944 | 95.976 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 14.535 | 12.352 |
| Personalaufwand | 592.503 | 525.381 |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.667 TEUR (Vorjahr: 3.567 TEUR), davon entfallen 1.667 TEUR (Vorjahr: 1.621 TEUR) auf fixe und 0 TEUR (Vorjahr: 1.946 TEUR) auf variable Gehaltsbestandteile. Für im Berichtsjahr tätige Vorstandsmitglieder wurden 1.190 TEUR (Vorjahr: 495 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) verbucht. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 816 TEUR (Vorjahr: 794 TEUR) getätigt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Bezüge von insgesamt 501 TEUR (Vorjahr: 174 TEUR) im Berichtsjahr ausbezahlt.
Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Gesamt | Gesamt | |
| Mitarbeiter in Werken | 8.673 | 8.048 |
| Mitarbeiter in Verwaltung | 1.142 | 980 |
| Mitarbeiter im Vertrieb | 3.245 | 2.865 |
| Gesamte Mitarbeiter im Konzern | 13.060 | 11.893 |
| davon Lehrlinge | 95 | 59 |
Durch Änderungen im Konsolidierungskreis erhöhte sich der Mitarbeiterstand um 1.531 Personen.
In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen | 23.659 | 23.470 |
| Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 946 | 2.424 |
| Transportaufwendungen für Zustellungen an Kunden | 149.181 | 127.880 |
| Aufwand für interne Transporte | 53.241 | 52.649 |
| Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen | 4.583 | 6.270 |
| Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen | 4.175 | 1.403 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen | 101.449 | 96.494 |
| Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing | 39.593 | 39.435 |
| Übrige | 115.691 | 59.005 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 492.518 | 409.030 |
Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 133 dargestellt.
Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Recht und Beratung, Werbung, Versicherungen sowie Telekommunikation. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerks des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr 1.999 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR) und 516 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR) für sonstige Leistungen.
Der übrige sonstige Aufwand setzt sich in erster Linie aus Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen, Reklamationen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beinhalten bei Wienerberger auch Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel in der jeweiligen Kategorie des Anlagevermögens aktiviert. Im Jahr 2012 betrug der Forschungsaufwand 9.008 TEUR (Vorjahr: 7.287 TEUR). Auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr 414 TEUR (Vorjahr: 572 TEUR) aktiviert.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von und Zuschreibung auf das Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen | 12.230 | 10.116 |
| Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 4.465 | 3.722 |
| Erträge aus Zuschüssen | 2.127 | 4.226 |
| Erträge aus Versicherungsansprüchen | 508 | 549 |
| Übrige | 41.617 | 39.825 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 60.947 | 58.438 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.
In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen korrigiert, sodass der entsprechende Aufwand der verkauften Menge ausgewiesen wird. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, die beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:
| 2012 in TEUR |
Fracht aufwand |
Material aufwand |
Handels wareneinsatz |
Abschrei bungen |
Energie aufwand |
Personal aufwand |
Sonstige Erträge |
Sonstige Aufwände |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellkosten | 0 | 538.224 | 245.188 | 152.485 | 275.281 | 336.487 | -4.681 | 118.001 | 1.660.985 |
| Vertriebskosten | 149.803 | 17.092 | 899 | 6.757 | 5.148 | 167.026 | -3.347 | 143.259 | 486.637 |
| Verwaltungskosten | 0 | 0 | 0 | 8.207 | 1.014 | 88.990 | -1.126 | 47.824 | 144.909 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 47.064 | 3.083 | 0 | 0 | 33.631 | 83.778 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -51.793 | 0 | -51.793 |
| 149.803 | 555.316 | 246.087 | 214.513 | 284.526 | 592.503 | -60.947 | 342.715 | 2.324.516 |
| 2011 in TEUR |
Fracht aufwand |
Material aufwand |
Handels wareneinsatz |
Abschrei bungen |
Energie aufwand |
Personal aufwand |
Sonstige Erträge |
Sonstige Aufwände |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellkosten | 0 | 356.677 | 137.063 | 150.886 | 279.300 | 303.016 | -1.608 | 76.055 | 1.301.389 |
| Vertriebskosten | 128.360 | 14.000 | 745 | 7.289 | 7.050 | 144.834 | -441 | 127.789 | 429.626 |
| Verwaltungskosten | 0 | 0 | 0 | 8.051 | 1.210 | 77.531 | -9 | 37.466 | 124.249 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 34.106 | 3.022 | 0 | 0 | 39.360 | 76.488 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -56.380 | 0 | -56.380 |
| 128.360 | 370.677 | 137.808 | 200.332 | 290.582 | 525.381 | -58.438 | 280.670 | 1.875.372 |
Aufgrund der anhaltenden Rückgänge im Wohnungsneubau in Europa hat Wienerberger weitere Optimierungsmaßnahmen eingeleitet und das Werksnetz der rückläufigen Nachfrage nach Baustoffen angepasst. Dieses Programm umfasst einerseits Einmottungen von Werksstandorten und Anpassungen von Schichtmodellen und andererseits Optimierungsmaßnahmen im Verwaltungsbereich.
Die gesondert ausgewiesenen Kosten für Restrukturierungen und Wertminderungen von Vermögenswerten beliefen sich insgesamt auf 42.983 TEUR. Darin enthalten waren zahlungswirksame Kosten in Höhe von 28.760 TEUR, die im Zusammenhang mit einmaligen Aufwendungen für die Einmottung von Werksstandorten und Anpassungen von Schichtmodellen anfielen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit betroffener Werke führte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von 14.223 TEUR.
Der Großteil der Restrukturierungskosten fiel im Segment Ziegel Westeuropa an und betrug 38.578 TEUR. Davon betroffen waren Werksstandorte in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Weiters sind im Segment Ziegel Osteuropa Restrukturierungskosten und Wertminderungen im Ausmaß von 3.291 TEUR angefallen.
Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IAS 39 wie folgt zusammen:
| 2012 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 10.664 | 7.974 | 0 | 1.451 | 1.239 |
| Zinsaufwand | -61.355 | 0 | -59.157 | 0 | -2.198 |
| Zinsergebnis | -50.691 | 7.974 | -59.157 | 1.451 | -959 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligungserträge | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | 110 | 0 | 0 | 110 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gemeinschaftsunternehmen | 42.303 | ||||
| Marktbewertung Fair Value Hedges | 3.477 | 0 | 0 | 0 | 3.477 |
| Wertminderungen von Finanzinstrumenten | -9.900 | -6.970 | 0 | -2.930 | 0 |
| Kursdifferenzen | -1.981 | ||||
| Nettoergebnis | 34.009 | -6.970 | 0 | -2.820 | 3.477 |
| Bankspesen | -2.458 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | 31.682 | -6.970 | 0 | -2.689 | 3.477 |
| Gesamt | -19.009 | 1.004 | -59.157 | -1.238 | 2.518 |
| 2011 in TEUR |
Gesamt | Kredite und Forderungen |
FLAC 1) | AfS 2) | Derivate Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsertrag | 13.149 | 9.791 | 0 | 1.380 | 1.978 |
| Zinsaufwand | -50.938 | 0 | -49.784 | 0 | -1.154 |
| Zinsergebnis | -37.789 | 9.791 | -49.784 | 1.380 | 824 |
| Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) | 131 | 0 | 0 | 131 | 0 |
| Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen | 8 | 0 | 0 | 8 | 0 |
| Beteiligungserträge | 139 | 0 | 0 | 139 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | -209 | 0 | -341 | 132 | 0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gemeinschaftsunternehmen | 33.213 | ||||
| Marktbewertung Fair Value Hedges | 2.306 | 0 | 0 | 0 | 2.306 |
| Wertminderungen von Finanzinstrumenten | -938 | 0 | 0 | -938 | 0 |
| Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten |
-444 | 0 | 0 | 0 | -444 |
| Kursdifferenzen | 9.626 | ||||
| Nettoergebnis | 43.554 | 0 | -341 | -806 | 1.862 |
| Bankspesen | -3.142 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | 40.551 | 0 | -341 | -667 | 1.862 |
| Gesamt | 2.762 | 9.791 | -50.125 | 713 | 2.686 |
1) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities at amortized cost)
2) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (available for sale)
Konzernabschluss Konzernanhang
Die Veräußerung von Finanzinstrumenten lieferte ein Ergebnis von 110 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR), wobei das Ergebnis aus dem Abgang von Gemeinschaftsunternehmen als gesonderte Position dargestellt wird. Im Berichtsjahr löste die Übernahme der restlichen 50 % an Pipelife und die damit verbundene Veränderung des Konsolidierungskreises einen Netto-Bewertungseffekt der zuvor ausgewiesenen at-equity Beteiligung in Höhe von 42.303 TEUR aus. Im Vorjahr wurde in Folge der Änderung der Bilanzierungsmethoden von Joint Ventures unter IAS 31 das Ergebnis aus der Veräußerung der Bramac Gruppe in Höhe von 33.213 TEUR unter dieser Position dargestellt. In der Kategorie Kredite und Forderungen wurden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen im Ausmaß von 6.970 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) abgewertet. In der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente werden zudem Verluste von 2.930 TEUR (Vorjahr: 938 TEUR) erfolgswirksam erfasst, da bei den betroffenen finanziellen Vermögenswerten von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Der aus dem Rückkauf von Anleihen resultierende Verlust wird in der Kategorie Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen und beläuft sich auf 0 TEUR (Vorjahr: 341 TEUR). Die Marktbewertung der Fair Value Hedges lieferte einen positiven Beitrag zum Periodenergebnis in Höhe von 3.477 TEUR (Vorjahr: 2.306 TEUR).
Alle bei der Aufnahme von Anleihen anfallenden Transaktionsspesen und Disagios werden über die Laufzeit aufgelöst und gemäß Effektivzinsmethode im Zinsergebnis ausgewiesen.
Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | 13.839 | 16.055 |
| Latenter Steuerertrag | -9.491 | -8.046 |
| Ertragsteuern | 4.348 | 8.009 |
Der effektive Steuersatz betrug im Berichtsjahr -12,0 % (Vorjahr: 16,9 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem im Jahr 2012 gültigen österreichischen Körperschaftssteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -36.188 | 47.434 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz von 25 % | 9.047 | -11.859 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | 6.741 | 7.049 |
| Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden | -2.717 | -2.829 |
| Steuerfreie Ergebnisse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.203 | 1.975 |
| Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern | -30.181 | -24.036 |
| Nicht-temporäre Differenzen | 11.255 | 20.094 |
| Steuersatzänderungen | 304 | 1.597 |
| Effektivsteuerbelastung | -4.348 | -8.009 |
| Effektivsteuersatz in % | -12,0 | 16,9 |
Für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderer ähnlicher Verpflichtungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (IAS 19) wurden aktive latente Steuern in Höhe von 4.086 TEUR (Vorjahr: 1.008 TEUR) im sonstigen Gesamtergebnis berücksichtigt. Auf alle anderen Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses wie die Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente und Änderungen aus Sicherungsgeschäften wurden keine Steuereffekte erfasst, da diese Geschäfte ausschließlich die Wienerberger AG und die Wienerberger Finanzservice GmbH mit Sitz in Wien betreffen, welche derzeit aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine Effektivsteuerbelastung von 0 % aufweisen.
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Stichtag 117.526.764 Stück. Per 31.12.2012 wurden 2.464.138 (Vorjahr: 2.464.138) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 115.062.626 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für 2012.
| in Stück | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 117.526.764 | 117.526.764 |
| Eigene Aktien | 2.464.138 | 2.464.138 |
| Gewichtete Aktien | 115.062.626 | 116.762.102 |
Im Berichtsjahr 2012 kommt es nach IAS 33 zu keinem Verwässerungseffekt aus dem Optionsprogramm 2007.
Das Ergebnis je Aktie von -0,61 EUR wird aus dem durch die gewichtete Aktienanzahl geteilten Ergebnis der Muttergesellschaft errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie von -0,61 EUR entspricht dem Ergebnis je Aktie für 2012.
Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2012 die Grundlage für die Dividendenausschüttung.
Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 15.152.854,56 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 15.152.854,56 EUR auf das Grundkapital von 117.526.764 EUR eine Dividende in Höhe von 0,12 EUR je Aktie, das sind 14.103.211,68 EUR abzüglich eines anteiligen Betrags für eigene Anteile von 295.696,56 EUR somit 13.807.515,12 EUR, auszuschütten und den Restgewinn von 1.345.339,44 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
In der Gesamtergebnisrechnung wird, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, auf das Gesamtergebnis gemäß IAS 1 übergeleitet. Dieses umfasst insbesondere den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen, die Veränderung der Hedging Reserve sowie das Bewertungsergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Gesamtergebnisbestandteile werden nach Steuern ausgewiesen (siehe Anmerkung 20. Ertragsteuern).
Im Berichtsjahr resultierten positive Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 38.920 TEUR (Vorjahr: -34.321 TEUR) vorwiegend aus dem polnischen Zloty, dem ungarischen Forint und dem britischen Pfund. Davon wurden zuvor in der Währungsrücklage ausgewiesene Differenzen in Höhe von -7.464 TEUR (Vorjahr: 4.727 TEUR) umgegliedert und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dabei handelt es sich um die Realisierung kumulierter Umrechnungsdifferenzen anlässlich der Änderung der Einbeziehungsart der Pipelife Gruppe, die vor ihrer Erstkonsolidierung als assoziiertes Unternehmen innerhalb der Finanzanlagen ausgewiesen wurde.
Während der Berichtsperiode wurden Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 2.957 TEUR (Vorjahr: -896 TEUR) erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Investitionen in ausländische Teilbetriebe und Cashflow Hedges verminderte die Hedging Reserven nach Steuern um insgesamt 385 TEUR (Vorjahr: -4.549 TEUR). Im Berichtsjahr wurden keine zuvor im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten und zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Infolge des Jahresergebnisses nach Steuern von -40.536 TEUR (Vorjahr: 39.425 TEUR) resultiert aus dem Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum somit eine Verminderung des Eigenkapitals von insgesamt 23.584 TEUR (Vorjahr: -4.913 TEUR).
Das Cashflow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen durch Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.
Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten resultieren Ausgaben in Höhe von 121.955 TEUR (Vorjahr: 115.155 TEUR). Davon entfallen 105.318 TEUR (Vorjahr: 95.770 TEUR) auf Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung enthalten. Auf Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen wurden 163.416 TEUR (Vorjahr: 55.900 TEUR) aufgewendet. In der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 146.779 TEUR (Vorjahr: 36.008 TEUR) wird der Kaufpreis für das anteilige Eigenkapital abzüglich Zahlungsmittel dargestellt. Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 0 TEUR (Vorjahr: 507 TEUR) getätigt.
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 146.536 | 33.473 |
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | 243 | 2.535 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 146.779 | 36.008 |
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 21.467 TEUR (Vorjahr: 67.522 TEUR) und beinhalten neben Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten auch den Verkauf von Finanzanlagen. Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Netto-Gewinne in Höhe von 11.110 TEUR (Vorjahr: 40.847 TEUR). Aus Unternehmensveräußerungen wurden Netto-Einzahlungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 229 TEUR) erzielt.
Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe ergibt sich wie folgt:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | 121.955 | 115.155 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 146.779 | 36.008 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 507 |
| Gesamtinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 268.734 | 151.670 |
| Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung | 105.318 | 95.770 |
| Normalinvestitionen | 105.318 | 95.770 |
| Auszahlungen für Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen | 16.637 | 19.385 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 146.779 | 36.008 |
| Wachstumsinvestitionen | 163.416 | 55.393 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 507 |
| Wachstumsinvestitionen inklusive Finanzanlagen | 163.416 | 55.900 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 110 und 111 dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist in einer gesonderten Spalte ausgewiesen. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die Geschäftssegmente:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ziegel Westeuropa | 363.479 | 363.394 |
| Ziegel Osteuropa | 44.020 | 51.900 |
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 46.930 | 13.089 |
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 17.123 | 6.214 |
| Nordamerika | 174.277 | 177.404 |
| Holding & Sonstiges | 1.137 | 1.196 |
| Firmenwerte | 646.966 | 613.197 |
Die Firmenwerte im Segment Ziegel Westeuropa resultieren vor allem aus den Akquisitionen der Ziegelaktivitäten in Großbritannien (58.214 TEUR), des Dachziegelherstellers Sandtoft (27.805 TEUR) sowie des Dachziegelgeschäfts in Belgien, den Niederlanden und Frankreich (insgesamt 222.757 TEUR). Im Segment Rohre & Pflaster Westeuropa stammen die Firmenwerte aus der im Berichtsjahr erworbenen Pipelife Gruppe (33.840 TEUR) und der im Jahr 2010 erstkonsolidierten Steinzeug-Keramo Gruppe (13.090 TEUR). Im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa sind Firmenwerte der Pipelife Gruppe mit 10.747 TEUR enthalten. In Nordamerika entfallen Firmenwerte auf General Shale in den USA (162.257 TEUR) sowie auf Arriscraft in Kanada (12.020 TEUR).
Das sonstige immaterielle Anlagevermögen enthält im Wesentlichen erworbenen Kundenstamm und erworbene Markenrechte, Patente und Konzessionen.
Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 389.633 TEUR (Vorjahr: 367.726 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten sind im Geschäftsjahr 2012 Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung in Höhe von 84 TEUR angefallen (Vorjahr: 172 TEUR).
Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Das Sachanlagevermögen enthält aus Finanzierungsleasingverträgen folgende Vermögenswerte:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 13.458 | 12.638 |
| Abschreibungen (kumuliert) | 3.348 | 3.048 |
| Buchwert | 10.110 | 9.590 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| im folgenden Jahr | 22.363 | 16.450 |
| in den folgenden zwei bis fünf Jahren | 55.725 | 37.759 |
| über fünf Jahre | 34.241 | 34.050 |
Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 39.593 TEUR (Vorjahr: 39.435 TEUR).
In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 81.297 TEUR (Vorjahr: 67.157 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Veräußerungsvorgängen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögensgegenstände werden mit 147.655 TEUR (Vorjahr: 116.699 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 765 TEUR (Vorjahr: 638 TEUR). Im Jahr 2012 wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von 7.107 TEUR (Vorjahr: 1.273 TEUR) veräußert. Vom gesamten Anlagevermögen sind Anlagen mit Buchwerten in Höhe von 3.184 TEUR (Vorjahr: 508 TEUR) und Marktwerten in Höhe von 2.668 TEUR (Vorjahr: 739 TEUR) zur Veräußerung vorgesehen, wobei es sich vorwiegend um Grundstücke und Gebäude permanent stillgelegter Werke handelt. Das Management geht in Anbetracht der derzeitigen Situation auf den Märkten für Industrieimmobilien nicht von einer Veräußerung innerhalb der nächsten 12 Monate aus, weshalb eine Klassifizierung im Sinne des IFRS 5 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche nicht vorgenommen wird.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 120.210 | 89.147 |
| Unfertige Erzeugnisse | 85.056 | 76.982 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 492.898 | 408.717 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.761 | 1.733 |
| Vorräte | 700.925 | 576.579 |
Paletten werden in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Zugekaufter Ton wird gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 10.025 TEUR (Vorjahr: 10.496 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ist. Zum 31.12.2012 belaufen sich die Buchwerte der auf den Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte auf 47.393 TEUR (Vorjahr: 39.211 TEUR).
| 2012 | 2011 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
198.328 | 198.260 | 68 | 108.206 | 108.068 | 138 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
838 | 838 | 0 | 727 | 727 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 199.166 | 199.098 | 68 | 108.933 | 108.795 | 138 | |
| Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit | |||||||
| gegenüber Konzernunternehmen | 22.270 | 22.270 | 0 | 26.552 | 26.552 | 0 | |
| Forderungen aus Darlehen | 4.464 | 3.447 | 1.017 | 10.051 | 9.028 | 1.023 | |
| Gewährte Darlehen | 26.734 | 25.717 | 1.017 | 36.603 | 35.580 | 1.023 | |
| Kredite und Forderungen | 225.900 | 224.815 | 1.085 | 145.536 | 144.375 | 1.161 |
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2012 wurden Wertberichtigungen von 4.175 TEUR (Vorjahr: 1.403 TEUR) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr betrugen die Einzelwertberichtigungen 1,8 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gewährten Darlehen sowie weniger als 2 % des gesamten Forderungsbestands und werden daher nicht gesondert angeführt. Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit der entsprechenden Regelung des IAS 39 ausgebucht. Zum Stichtag 31.12.2012 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 81.800 TEUR (Vorjahr: 63.040 TEUR) an Dritte verkauft. Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren aus Darlehensbeziehungen gegenüber at-equity einbezogenen Gesellschaften und sonstigen Beteiligungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 1.784 TEUR (Vorjahr: 4.820 TEUR) wechselmäßig verbrieft.
| 2012 2011 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
Buchwert | Marktwert | im Eigen kapital erfasste Marktwert änderung |
Ø Effektiv verzinsung |
|
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in % | |
| Anteile Fonds | 7.432 | 7.432 | 122 | 0,69 | 6.780 | 6.780 | 100 | 0,46 |
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 21.828 | 21.828 | 2.835 | 6,43 | 28.970 | 28.970 | -996 | 5,01 |
| Aktien | 6.452 | 6.452 | 0 | - | 6.452 | 6.452 | 0 | - |
| Sonstige | 1.860 | 1.860 | 0 | - | 936 | 936 | 0 | - |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 37.570 | 37.570 | 2.957 | 43.138 | 43.138 | -896 |
Neben den in der Position Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sind die unter dem langfristigen Vermögen ausgewiesenen übrigen Finanzanlagen in Höhe von 1.329 TEUR (Vorjahr: 5.383 TEUR) ebenfalls dieser Kategorie zuzurechnen, womit deren Gesamtwert 38.899 TEUR (Vorjahr: 48.521 TEUR) beträgt.
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| Derivate aus Cashflow Hedges | 1.859 | 1.859 | 1.969 | 1.969 |
| Derivate aus Fair Value Hedges | 6.287 | 6.287 | 3.292 | 3.292 |
| Sonstige Derivate | 54 | 54 | 460 | 460 |
| Derivate mit positivem Marktwert | 8.200 | 8.200 | 5.721 | 5.721 |
Die in der Bilanz angeführten Buchwerte von Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten von insgesamt 72.504 TEUR (Vorjahr: 85.462 TEUR) verteilen sich somit auf gewährte Darlehen in Höhe von 26.734 TEUR (Vorjahr: 36.603 TEUR), zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente von 37.570 TEUR (Vorjahr: 43.138 TEUR) sowie Derivate mit positiven Marktwerten von 8.200 TEUR (Vorjahr: 5.721 TEUR).
| 2012 | 2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit >1 Jahr |
| Sonstige geleistete Vorauszahlungen | 13.384 | 13.384 | 0 | 11.927 | 11.927 | 0 |
| Übrige sonstige Forderungen | 71.182 | 70.431 | 751 | 64.732 | 61.597 | 3.135 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen, geleistete Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen |
84.566 | 83.815 | 751 | 76.659 | 73.524 | 3.135 |
Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2012 und 2011 ist auf den Seiten 108 und 109 dargestellt.
In der Hauptversammlung vom 14.5.2009 wurde ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50 % des Grundkapitals (von damals 83.947.689 EUR) beschlossen. Hierbei handelte es sich um die Ermächtigung für die Durchführung einer regulären Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage innerhalb von fünf Jahren mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR oder 50 % des Grundkapitals durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen auf Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens, für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).
Weiters wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50 % des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen. Die Summe all dieser Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Aktien (50 % des Grund-kapitals 2009) beschränkt.
Ebenso wurde der Vorstand von der 140. ordentlichen Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014.
Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.075 Aktien verbleibt nur mehr ein genehmigtes Kapital von 8.394.769 EUR (7 % des derzeitigen Grundkapitals), das durch die Ausgabe von bis zu 8.394.769 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden kann.
Der Vorstand wurde in der 141. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 20.5.2010 ermächtigt, bis zu 10 % des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten in Form von eigenen Stückaktien zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses vom 20.5.2010 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie.. Wienerberger hat im Jahr 2011 von diesem Recht Gebrauch gemacht und zwischen 23.8.2011 und 17.11.2011 eigene Anteile im Ausmaß von 2.350.535 Stück zurückgekauft. Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Anteile erworben.
Konzernabschluss Konzernanhang
Der Vorstand wurde in der 143. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 11.5.2012 ermächtigt im gesetzlichen jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses zum 11.5.2012 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20.5.2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.
Wienerberger weist per 31.12.2012 ein Konzerneigenkapital von 2.363.684 TEUR gegenüber 2.430.819 TEUR im Vorjahr aus. Veränderungen ergaben sich einerseits insbesondere durch die Verminderung der Gewinnrücklagen aus dem Einstellen des Jahresergebnisses und andererseits durch eine Reduktion aufgrund der Zahlung des Hybridkupons und der Dividende. Außerdem verringerte sich das Eigenkapital aufgrund versicherungsmathematischer Verluste im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses gemäß IAS 19 (2011) in Höhe von 24.540 TEUR. Ein gegenläufiger Effekt auf die Entwicklung des Eigenkapitals resultierte aus positiven Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung. Weiters führte die Kapitalerhöhung der Minderheitengesellschafter der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG zu einer geringen Erhöhung des Eigenkapitals.
Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2012 beträgt 117.526.764 EUR und verteilt sich auf 117.526.764 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukommen. Alle Aktien sind voll einbezahlt.
Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2012 den jährlichen Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für die am 9.2.2007 begebene und unter dem Hybridkapital ausgewiesene Hybridanleihe ausbezahlt. Die Hybridanleihe ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,5 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Hybridanleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (EURIBOR +325 bps). Nach IAS 32 handelt es sich somit um ein Eigenkapitalinstrument, weshalb die hierfür zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt werden. Die Darstellung hat gemäß IAS 32 nach Steuern zu erfolgen. Nachdem die Wienerberger AG aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine effektive Steuerquote von 0 % aufweist, beträgt die Ausschüttung nach Steuern 32.500 TEUR. Im Berichtsjahr verminderte sich das Ergebnis je Aktie durch Kuponzinsen um 0,28 EUR.
Die Gewinnrücklagen von insgesamt 855.998 TEUR (Vorjahr: 940.098 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2012 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.
In der Rücklage aus Währungsumrechnung werden alle im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen, wobei die Differenzen von at-equity bilanzierten Unternehmen gesondert ausgewiesen werden. In der Hedging Rücklage werden die im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertänderungen von Sicherungsgeschäften erfasst. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich einerseits um Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftseinheiten (Net Investment Hedges) und andererseits um Sicherungsgeschäfte für Transaktionen in Fremdwährungen (Cashflow Hedges).
"Change of Control"-Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2010, 2011 und 2012, zur Hybridanleihe 2007 sowie den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2006, 2008 und 2012 enthalten.
Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren, wobei Dodge & Cox Inc. mit Sitz in San Francisco mehr als 10 %, First Eagle Investment Management LLC mit Sitz in New York und Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada jeweils mehr als 5 % der Anteile an Wienerberger hielten. Die Wienerberger Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.
| in TEUR | 1.1.2012 | Währungs änderungen |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Auflösung | Verbrauch | Zuführung | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 17.168 | 25 | 5.518 | 53 | 5.364 | 7.118 | 24.412 |
| Rückstellungen für Pensionen | 68.266 | -409 | 13.537 | 2.042 | 14.609 | 37.159 | 101.902 |
| Jubiläumsgeldrückstellungen | 3.403 | 73 | 1.429 | 75 | 159 | 1.292 | 5.963 |
| Personalrückstellungen | 88.837 | -311 | 20.484 | 2.170 | 20.132 | 45.569 | 132.277 |
| Garantierückstellungen | 12.936 | 76 | 1.094 | 1.832 | 1.819 | 2.800 | 13.255 |
| Rekultivierungsrückstellungen | 39.474 | 827 | 222 | 3.589 | 3.881 | 3.964 | 37.017 |
| Umweltrückstellungen | 2.937 | 27 | 2 | 59 | 952 | 774 | 2.729 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 55.347 | 930 | 1.318 | 5.480 | 6.652 | 7.538 | 53.001 |
| Langfristige Rückstellungen | 144.184 | 619 | 21.802 | 7.650 | 26.784 | 53.107 | 185.278 |
| Laufende Steuerrückstellungen | 3.806 | 33 | 3.199 | 651 | 282 | 927 | 7.032 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 49.213 | 256 | 12.695 | 9.061 | 17.603 | 38.086 | 73.586 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 53.019 | 289 | 15.894 | 9.712 | 17.885 | 39.013 | 80.618 |
| Rückstellungen | 197.203 | 908 | 37.696 | 17.362 | 44.669 | 92.120 | 265.896 |
Bei Wienerberger haben Arbeiter und Angestellte in den Niederlanden, Großbritannien, Skandinavien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen, vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale Inc. (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-)Krankenversicherung. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes leistungssorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa, wobei im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Sammelstiftung das Unternehmen einer faktischen Nachschussverpflichtung unterliegt. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden im Rahmen eines beitragsorientierten Pensionsmodells überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Ebenso wurde durch den Erwerb von Baggeridge im Jahre 2007 ein leistungsorientierter Pensionsplan übernommen. Für Mitarbeiter der Steinzeug-Keramo Gruppe existieren drei leistungsorientierte Pensionsmodelle. Aufgrund der Akquisition der Pipelife Gruppe erhöhten im Berichtsjahr weitere neun leistungsorientierte Pensionspläne die Rückstellung über die Veränderung des Konsolidierungskreises, wobei der Plan in Belgien bereits im Berichtsjahr in ein beitragsorientiertes Modell umgewandelt wurde und der irische Plan aufgelöst wird, woraus im Wesentlichen die Abgeltungszahlungen resultierten. Somit existieren in der Pipelife Gruppe sieben leistungsorientierte Pensionspläne für einzelne Mitglieder des Managements in den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Frankreich, Deutschland und Bulgarien. Im Berichtsjahr 2012 betrugen die Rückstellungen für Pensionen 101.902 TEUR und die gesamten Rückstellungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 126.314 TEUR.
Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 126 und 127 erläutert.
Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2012 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne, wobei der laufende sowie nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand und die Auswirkungen von Abgeltungen im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen werden.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Beitragsorientierte Pläne | ||
| Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne | 6.585 | 4.998 |
| Leistungsorientierte Pläne | ||
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche (service cost) | 2.858 | 1.033 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -479 | -4.446 |
| Auswirkung von Abgeltungen | -452 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 3.292 | 2.961 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 5.219 | -452 |
| Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung | 11.804 | 4.546 |
Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des Marktwerts des Planvermögens.
Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 11.714 TEUR (Vorjahr: 12.905 TEUR) aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung. Eine Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgungsleistungen führt zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf Zinsaufwand und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen.
Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:
| Brutto-Pensionsverpflichtung | Marktwert Planvermögen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| Wert per 1.1. | 248.919 | 238.176 | 180.653 | 170.795 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 64.699 | 534 | 51.162 | 0 |
| Währungsänderungen | 268 | 5.387 | 677 | 3.805 |
| Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne |
2.858 | 2.281 | 0 | 0 |
| Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) | 13.049 | 10.779 | 0 | 0 |
| Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen | 0 | 0 | 9.757 | 6.913 |
| Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen | -452 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 43.939 | 5.686 | 16.080 | 846 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -479 | -4.549 | ||
| Auszahlungen an Rentner | -15.398 | -10.050 | -15.398 | -9.644 |
| Einzahlungen von Mitarbeitern | 1.754 | 1.247 | 1.754 | 1.247 |
| Abgeltungen | -8.915 | -572 | -5.213 | 0 |
| Einzahlungen vom Arbeitgeber | 0 | 0 | 8.868 | 6.691 |
| Wert per 31.12. | 350.242 | 248.919 | 248.340 | 180.653 |
| Marktwert Planvermögen (funded) | -248.340 | -180.653 | ||
| Netto-Pensionsverpflichtungen | 101.902 | 68.266 | ||
| Brutto-Pensionsverpflichtungen per 31.12. | 350.242 | 248.919 | ||
| Marktwert Planvermögen (funded) | 248.340 | 180.653 | ||
| Brutto-Pensionsverpflichtungen per 31.12. (unfunded) | 101.902 | 68.266 | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von Pensionplänen | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund Änderungen versicherungsmathematischer Parameter |
43.939 | 5.686 | ||
| Abweichung des Ertrages auf das Planvermögen | -16.080 | -846 | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste im sonstigen Gesamtergebnis |
27.859 | 4.840 |
Das Planvermögen resultiert hauptsächlich aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA, Großbritannien, der Schweiz und dem niederländischen Plan von Pipelife. Das Planvermögen wird in Form von Aktien (32 %), Anleihen (52 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (16 %) gehalten.
Eine Änderung der Zinssätze um 25 Basispunkte hätte eine Erhöhung der Brutto-Pensionsverpflichtung um 14.841 TEUR respektive Verminderung um 12.937 TEUR zur Folge.
Konzernabschluss Konzernanhang
Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es in Frankreich und Italien.
Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen per 31.12.2012 und 31.12.2011 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Immaterielles Anlagevermögen | 5.716 | -66.457 | 5.059 | -26.488 |
| Sachanlagen | 11.102 | -123.223 | 7.302 | -117.956 |
| Vorräte | 3.356 | -4.704 | 3.170 | -4.255 |
| Forderungen | 14.315 | -15.262 | 4.554 | -7.060 |
| Geleistete Vorauszahlungen | 57.347 | -64 | 36.443 | -65 |
| 91.836 | -209.710 | 56.528 | -155.824 | |
| Unversteuerte Rücklagen | 1.626 | -20.982 | 0 | -18.021 |
| Rückstellungen | 34.102 | -9.412 | 25.039 | -1.678 |
| Verbindlichkeiten | 15.038 | -3.375 | 6.441 | -1.524 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 888 | -518 | 2.053 | -1.318 |
| 51.654 | -34.287 | 33.533 | -22.541 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 224.780 | 189.441 | ||
| Aktive/Passive Steuerabgrenzung | 368.270 | -243.997 | 279.502 | -178.365 |
| Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern | -190.605 | -141.834 | ||
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen gegenüber der selben Steuerbehörde |
-138.175 | 138.175 | -95.692 | 95.692 |
| Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung | 39.490 | -105.822 | 41.976 | -82.673 |
Im Konzern wurden für abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 671.800 TEUR (Vorjahr: 455.460 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist. Das entspricht einer aktiven Latenz in Höhe von 190.605 TEUR (Vorjahr: 141.834 TEUR), wobei eine Verminderung des Ansatzes für aktive latente Steuern in Höhe von 18.590 TEUR aus der erstmaligen Einbeziehung der Pipelife Gruppe resultiert.
Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile an Tochtergesellschaften überschreiten mit 538.337 TEUR (Vorjahr: 452.949 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt prinzipiell zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortized cost). Eine Ausnahme bilden Derivate mit negativen Marktwerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| 2012 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit >5 Jahre |
davon dinglich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 916.421 | 57.726 | 667.192 | 191.503 | 4.596 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 193 | 180 | 13 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
156 | 156 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 916.770 | 58.062 | 667.205 | 191.503 | 4.596 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
252.848 | 252.536 | 312 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
301 | 301 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 253.149 | 252.837 | 312 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.693 | 2.693 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern |
57.614 | 57.390 | 224 | 0 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 14.663 | 10.374 | 1.228 | 3.061 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 159.440 | 154.057 | 5.340 | 43 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 234.410 | 224.514 | 6.792 | 3.104 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.404.329 | 535.413 | 674.309 | 194.607 | 4.596 |
| 2011 in TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr |
Restlaufzeit 1-5 Jahre |
Restlaufzeit >5 Jahre |
davon dinglich besichert |
|---|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 931.632 | 417.884 | 357.845 | 155.903 | 3.637 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.888 | 2.723 | 165 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen |
86 | 86 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 934.606 | 420.693 | 358.010 | 155.903 | 3.637 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten |
187.742 | 187.471 | 218 | 53 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen |
600 | 600 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 188.342 | 188.071 | 218 | 53 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.278 | 2.278 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern |
55.983 | 55.624 | 302 | 57 | 0 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 11.596 | 6.901 | 4.106 | 589 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 87.853 | 79.233 | 8.573 | 47 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 157.710 | 144.036 | 12.981 | 693 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.280.658 | 752.800 | 371.209 | 156.649 | 3.637 |
Konzernabschluss Konzernanhang
In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verkaufsoptionen enthalten, durch deren Ausübung nicht beherrschende Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können (siehe Anmerkung 6. Konsolidierungsmethoden) sowie eine derivative Verbindlichkeit aus dem Erwerb nicht beherrschender Anteile an Semmelrock aus dem Jahr 2010.
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 49.771 TEUR (Vorjahr: 40.417 TEUR) gegenüber Mitarbeitern und mit 53.772 TEUR (Vorjahr: 31.671 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden. Die erhaltenen Vorauszahlungen beinhalten 3.701 TEUR (Vorjahr: 4.297 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern sind Steuerschulden in Höhe von 36.649 TEUR (Vorjahr: 36.528 TEUR) ausgewiesen.
Unter den Finanzverbindlichkeiten sind folgende Derivate mit negativen Marktwerten enthalten.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Derivate aus Cashflow Hedges | 12.350 | 11.620 |
| Derivate aus Fair Value Hedges | 864 | 0 |
| Sonstige Derivate | 5.031 | 5.919 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 18.245 | 17.539 |
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen somit 1.386.084 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (financial liabilities at amortized cost), 13.214 TEUR auf Derivate in Hedge-Beziehungen, 5.000 TEUR auf eine derivative Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem Kauf des restlichen 25 %-Anteils der Semmelrock Gruppe und 31 TEUR auf sonstige Derivate.
Wienerberger hat im Berichtsjahr außer den Derivaten mit negativen Marktwerten keine finanziellen Verbindlichkeiten gehalten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die aus den Verbindlichkeiten resultierenden erwarteten Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
| Gesamt | <6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| -635.876 | 0 | -27.438 | -277.438 | -225.750 | -105.250 |
| -12.000 | -12.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -324.379 | -16.905 | -10.814 | -5.594 | -237.714 | -53.352 |
| -26.645 | -113 | -118 | -20.296 | -5.845 | -273 |
| -998.900 | -29.018 | -38.370 | -303.328 | -469.309 | -158.875 |
| -183 | -56 | -31 | -50 | -46 | 0 |
| -14.485 | -5.340 | -455 | -253 | -8.437 | 0 |
| -14.668 | -5.396 | -486 | -303 | -8.483 | 0 |
| -1.013.568 | -34.414 | -38.856 | -303.631 | -477.792 | -158.875 |
| 2011 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | <6 Monate | 6-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre | >5 Jahre |
| Anleihen | -674.890 | -251.576 | -17.438 | -17.438 | -277.938 | -110.500 |
| Commercial Papers | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -395.912 | -103.029 | -115.967 | -31.071 | -132.290 | -13.555 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | -48.183 | 0 | -1.326 | -14.686 | -24.541 | -7.630 |
| Originäre Finanzinstrumente | -1.118.985 | -354.605 | -134.731 | -63.195 | -434.769 | -131.685 |
| Zinsderivate | 9.493 | -1.044 | 1.649 | 1.482 | 4.442 | 2.964 |
| Devisentermingeschäfte, Swaps und derivative | ||||||
| Verbindlichkeit | 15.162 | 29.652 | -239 | -5.000 | -9.251 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 24.655 | 28.608 | 1.410 | -3.518 | -4.809 | 2.964 |
| Vertragliche Cashflows | -1.094.330 | -325.997 | -133.321 | -66.713 | -439.578 | -128.721 |
Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 49 | 49 |
| Garantien | 16.889 | 2.924 |
| Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen | 2.313 | 2.328 |
| Haftungsverhältnisse | 19.251 | 5.301 |
Bei allen unter den Eventualschulden ausgewiesenen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist.
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2012 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Darlehen | EUR | 132.906 | 147.247 | 128.064 | 5,63 |
| 147.247 | 128.064 | ||||
| Kontokorrent | TRY | 617 | 261 | 261 | 11,50 |
| 261 | 261 | ||||
| Vorlagen | EUR | 10.000 | 1.018 | 1.010 | 3,95 |
| 1.018 | 1.010 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung | 148.526 | 129.335 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2012 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Darlehen | EUR | 146.090 | 154.846 | 146.108 | 1,91 |
| CZK | 83.000 | 3.303 | 3.300 | 1,64 | |
| GBP | 1.500 | 1.839 | 1.838 | 1,80 | |
| HUF | 1.300.000 | 4.435 | 4.447 | 7,05 | |
| SEK | 40.000 | 4.662 | 4.661 | 2,63 | |
| USD | 5.000 | 3.793 | 3.790 | 1,53 | |
| 172.878 | 164.144 | ||||
| Kontokorrent | EUR | 3.726 | 3.736 | 3.726 | 3,23 |
| CZK | 10.121 | 403 | 402 | 1,28 | |
| HRK | 14.572 | 1.933 | 1.928 | 4,25 | |
| RON | 1.416 | 318 | 319 | 9,30 | |
| RSD | 44.118 | 385 | 393 | 11,95 | |
| TRY | 9.157 | 3.863 | 3.888 | 6,60 | |
| Diverse | 201 | 201 | - | ||
| 10.839 | 10.857 | ||||
| Vorlagen | EUR | 1.874 | 1.874 | 1.842 | 0,16 |
| HRK | 201 | 27 | 27 | - | |
| USD | 1.152 | 873 | 873 | - | |
| 2.774 | 2.742 | ||||
| Derivate | EUR | 13.245 | 13.245 | 13.245 | |
| 13.245 | 13.245 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung | 199.736 | 190.988 |
| Währung | Nominale | Marktwert | Buchwert zum 31.12.2012 |
Zinssatz effektiv |
|
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Landeswährung | in TEUR | in TEUR | in % | ||
| Anleihen – fix verzinst | EUR | 550.000 | 571.946 | 546.705 | 4,61 |
| EUR | 12.625 | 12.625 | 12.625 | – | |
| Darlehen – fix verzinst | EUR | 6.187 | 6.773 | 6.187 | 3,69 |
| USD | 370 | 268 | 280 | ||
| Commercial Papers – fix verzinst | EUR | 11.982 | 11.982 | 11.986 | 0,59 |
| Darlehen – variabel verzinst | GBP | 10.866 | 13.315 | 13.315 | – |
| Derivate Verbindlichkeit | EUR | 5.000 | 5.000 | 5.000 | – |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 621.909 | 596.098 |
Die Wienerberger AG platzierte im Jänner 2012 zum Teil zur Refinanzierung der im Berichtsjahr ausgelaufenen Anleihe eine neue Anleihe mit einem Volumen von 200.000 TEUR und einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren (fällig am 1.8.2015). Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 5 % verzinst. Die Anleihen werden entsprechend ihrer Restlaufzeit unter den langfristigen bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die mit den Anleihen direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 5.726 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Die Unterschiedsbeträge werden über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand ausgewiesen. In den Buchwerten der Anleihen sind Stückzinsen in der Höhe von 12.625 TEUR enthalten.
Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Art der Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 160 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.
IFRS 7 verlangt die Klassifizierung der Finanzinstrumente in drei Ebenen, welche die Bewertungssicherheit widerspiegeln. Wienerberger verwendet folgende Hierarchiestufen, um Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, einer Bewertungsmethode zuzuordnen:
Sämtliche Finanzinstrumente, die in der Wienerberger Gruppe zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden, sind entweder Level 1 (Anteile Fonds, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, siehe Anmerkung 25) oder Level 2 (Derivative Finanzinstrumente, siehe Anmerkung 34) zuzurechnen. Wienerberger hat in der Berichtsperiode keine Umgliederung zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen vorgenommen.
Die Bewertung von Devisentermingeschäften in Form von individuellen OTC Geschäften erfolgt über den Preis von vergleichbaren Transaktionen. Der Marktwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner, berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter sind am Markt beobachtbar und allen relevanten Marktteilnehmern zugänglich.
| 2012 | 2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Nominalbetrag | Marktwert | Währung | Nominalbetrag | Marktwert | |
| 31.12.2012 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2012 in TEUR |
31.12.2011 in Tsd. Landeswährung |
31.12.2011 in TEUR |
|||
| Devisentermingeschäfte | EUR | 28.997 | -28 | EUR | 41.707 | 134 |
| CAD | 3.000 | 30 | CAD | 0 | 0 | |
| CHF | 3.000 | -3 | CHF | 0 | 0 | |
| CZK | 60.000 | -9 | CZK | 80.000 | 88 | |
| DKK | 6.000 | -1 | DKK | 11.000 | 0 | |
| GBP | 13.757 | 113 | GBP | 37.343 | -1.205 | |
| HUF | 100.000 | 1 | HUF | 130.000 | 15 | |
| PLN | 8.101 | -19 | PLN | 15.000 | 18 | |
| SEK | 6.287 | -4 | SEK | 0 | 0 | |
| TRY | 19.693 | -808 | TRY | 0 | 0 | |
| Zinsswaps | EUR | 77.000 | 5.656 | EUR | 50.000 | 3.292 |
| Cross Currency Swaps | CAD/EUR | 42.500 | -556 | CAD/EUR | 42.500 | -1.575 |
| CZK/EUR | 745.000 | -379 | CZK/EUR | 351.800 | 662 | |
| CHF/EUR | 75.000 | -10.430 | CHF/EUR | 80.000 | -9.313 | |
| GBP/EUR | 10.000 | 24 | GBP/EUR | 4.320 | -256 | |
| DKK/EUR | 108.000 | -50 | DKK/EUR | 78.000 | 26 | |
| HUF/EUR | 0 | 0 | HUF/EUR | 96.000 | 15 | |
| USD/EUR | 60.000 | 1.172 | USD/EUR | 0 | 0 | |
| PLN/EUR | 72.750 | 246 | PLN/EUR | 50.000 | 1.281 | |
| Derivative Verbindlichkeit | EUR | 5.000 | -5.000 | EUR | 5.000 | -5.000 |
| -10.045 | -11.818 |
Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.
Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und ist von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist. Dazu zählen insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Bauaktivität im Bereich des Wohnbaus und des öffentlichen Bausektors (Infrastruktur) sowie die Renovierungsaktivität. Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderungen sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität.
Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element in der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst.
Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland, betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und einem höheren Preisdruck in diesen Wachstumsmärkten ergeben.
Darüber hinaus stehen die Produkte von Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl, Aluminium, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen Eigenschaften sowie der Wirtschaftlichkeit.
Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frost- und Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.
Konzernabschluss Konzernanhang
Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft, zu welchem Ziegel für Wand, Dach und Fassade sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme zählen. Wienerberger versteht sich somit als Anbieter für Baustofflösungen im Hausbau und im Bereich der Infrastruktur. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unseres wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.
Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung als auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.
Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, viele ältere Werke wurden im Rahmen des Aktionsplans 2008 und 2009 permanent stillgelegt, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge abgesichert.
Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2012 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 284.526 TEUR (Vorjahr: 290.582 TEUR) oder 12,1 % (Vorjahr: 15,2 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 61 % auf Erdgas, zu 29 % auf Strom und zu 10 % auf Kohle und Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.
Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt 80 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern entweder Fixpreisverträge oder Verträge, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl) gebundene Formeln erfolgt, abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.
Wienerberger hat im Jahr 2011 für ihre europäischen Ziegelaktivitäten den Carbon Leakage Status erhalten, weshalb von einer ausreichenden Zuteilung von CO2 -Zertifikaten in Höhe der Emission ausgegangen werden kann. Im Jahr 2014 erfolgt eine erneute Beurteilung des Status.
Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.
Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung (operational excellence) Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cashflow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.
Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Diese Covenants sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf, wobei diese am 31.12.2012 bei 2,2 Jahren lag. Weiters erreichte der EBITDA Zinsdeckungsgrad (EBITDA operativ / Nettozinsergebnis) im Berichtsjahr einen Wert von 5,0, womit er deutlich den seit 2011 vereinbarten Mindestwert von 3,75 übertraf. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie geringere Cashflows nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.
Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe wird von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 44 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (19 %) und dem US-Dollar (7 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.
Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt. Die Expositionen von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Währungsrisiken sind in Anmerkung 33 dargestellt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern. Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt.
| 2012 | 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % | |
| Euro | 1.327,0 | 56 | 1.142,2 | 59 | |
| Osteuropäische Währungen | 438,4 | 19 | 362,5 | 19 | |
| US-Dollar | 164,3 | 7 | 108,3 | 6 | |
| Sonstige | 425,8 | 18 | 302,4 | 16 | |
| Konzernumsatz | 2.355,5 | 100 | 1.915,4 | 100 |
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Capital Employed | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % |
| Euro | 1.640,5 | 56 | 1.452,1 | 55 |
| Osteuropäische Währungen | 575,4 | 20 | 514,1 | 19 |
| US-Dollar | 358,6 | 12 | 430,6 | 16 |
| Sonstige | 356,7 | 12 | 255,4 | 10 |
| Capital Employed nach Hedging-Effekt | 2.931,3 | 100 | 2.652,1 | 100 |
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 90 MEUR (Vorjahr: 109 MEUR) und ein um 1,4 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.
Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verringerung des Ergebnisses nach Steuern von 0,8 MEUR (Vorjahr: 0,3 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Verringerung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.
Die Risikopositionen der Wienerberger AG gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind unten aufgegliedert.
Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 153 bis 155) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix verzinst | Variabel verzinst |
Fix verzinst | Variabel verzinst |
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 707.118 | 209.303 | 790.633 | 140.999 |
| Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten | -13.635 | 13.635 | -336.144 | 336.144 |
| Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) | -23.000 | 23.000 | -49.371 | 49.371 |
| Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt | 670.483 | 245.938 | 405.118 | 526.514 |
Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen sonstigen Forderungen zeigen zum Bilanzstichtag gegliedert nach Regionen folgende maximale Exposition gegenüber Kreditrisiken:
| 2012 | 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kreditrisiko | in Mio. € | Anteil in % | in Mio. € | Anteil in % | |
| Westeuropa | 138,3 | 51 | 87,6 | 50 | |
| Zentral-Osteuropa | 90,3 | 33 | 45,5 | 27 | |
| Nordamerika | 20,9 | 8 | 16,4 | 9 | |
| Sonstige Welt | 20,9 | 8 | 24,2 | 14 | |
| Kreditrisiko des Konzerns | 270,4 | 100 | 173,7 | 100 |
Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 120 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden, da Produkte kaum an Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 2 % des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.
Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe zur Refinanzierung der in 2012 fälligen Finanzverbindlichkeiten gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cashflows durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch über eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung sowie durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet.
Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 26 Tage (Vorjahr: 25), die Vorratsumschlagshäufigkeit 111 Tage (Vorjahr: 122) sowie die Umschlagshäufigkeit der Lieferantenverbindlichkeiten 44 Tage (Vorjahr: 47). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 93 Tagen im Jahr 2012 gegenüber 100 Tagen im Vorjahr.
Bezüglich Liquiditätsrisiken aus Verbindlichkeiten wird auf die Analyse der vertraglichen Cashflows auf Seite 152 verwiesen.
Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.
Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. In Deutschland ist ein Kartellverfahren anhängig, wobei im Falle einer Verurteilung Bußgelder zu entrichten sind. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10 MEUR gebildet. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.
Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr, als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.
Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.
Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.
Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die Vertriebsakademie, den Werksleiterlehrgang und das Ready4Excellence Programm geschaffen. Dadurch sowie durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger, seine Mitarbeiter optimal auszubilden sowie auch zu einem gewissen Ausmaß an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).
Folgende Unternehmen und Personen werden als der Unternehmung nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt. Die Geschäftsbeziehungen zu der Unternehmung nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, sind in Anmerkung 13 angeführt, soweit Zahlungen aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind. Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und einem Mitglied des Aufsichtsrats der Wienerberger AG betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 27 TEUR (Vorjahr: 157 TEUR), Mietleistungen von 2.354 TEUR (Vorjahr: 2.144 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.846 TEUR (Vorjahr: 2.755 TEUR).
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften) in eingeschränktem Ausmaß. Sie wird durch einen Stiftungsvorstand mit drei Mitgliedern geleitet und verfügt über keinen Beirat. Begünstigte der Stiftung sind die Aktionäre der Wienerberger AG mit ihrem proportionalen Anteilsbesitz. Kein Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG hat einen Sitz im Stiftungsvorstand oder in der Geschäftsführung von deren Tochterunternehmen. Wienerberger hat keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Stiftung und keine Verpflichtung, weitere Einlagen in das Vermögen der Stiftung oder deren Tochterunternehmen zu leisten. Nach Beurteilung der Gesamtheit der Leistungsbeziehungen zwischen Wienerberger und der ANC Privatstiftung sowie unter Beachtung von SIC 12 liegt kein konsolidierungspflichtiges Unternehmen im Sinne von IAS 27 vor.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.12.2012 auf 15.530 TEUR (Vorjahr: 20.654 TEUR), jene gegenüber nichtkonsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.707 TEUR (Vorjahr: 5.892 TEUR).
Am 11.5.2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristige variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken, weshalb das Modell einerseits an die Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt ist. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Der monetäre Wert der PSUs wird nach Ablauf einer Performance Periode von drei Jahren ermittelt, an deren Ende der CFROI über einer im jeweiligen Programm festgesetzten Untergrenze zu liegen kommen muss. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Es folgt eine Auszahlungsperiode von zwei Jahren mit Zahlungen in drei Tranchen, wobei der Barausgleich gemäß einer linearen Verteilung innerhalb des Zielkorridors erfolgt. Wenn der CFROI unter den Zielkorridor fällt, entfällt die Zahlung. Bei den Mitgliedern des Vorstands wird für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen ein Eigeninvestment an Aktien des Unternehmens in Höhe der gewährten Anteile vorausgesetzt. Für diese erworbenen Aktien besteht eine Haltefrist bis Laufzeitende des jeweiligen Programms.
Im Jahr 2010 wurden 48.000 Stück virtuelle Anteile an Vorstand (Vorstandsvorsitzender: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000) und Mitglieder des Managements (Bereichsdirektor: 2.500, Top Management Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000) gewährt.
Im Jahr 2011 wurden 60.000 Stück virtuelle Anteile an Vorstand (Vorstandsvorsitzender: 8.000, Vorstandsmitglied: 6.000) und Mitglieder des Managements (Bereichsdirektor: 3.000, Top Management Holding und Geschäftsführer größerer Landesgesellschaften: 1.000 bzw. 2.000) gewährt. Die Performance Periode des LTI Plans 2011 endet mit dem Geschäftsjahr 2013.
Im Berichtsjahr wurde kein LTI Plan über die Vergabe an virtuellen Anteilen an Mitglieder des Vorstands oder des Managements beschlossen.
Die Bewertung der Anteile erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes, wobei die Anteile immer einen Strike-Preis von 0 aufweisen. Die Bildung einer Rückstellung für die Pläne aus den Jahren 2010 und 2011 entfiel zum Bilanzstichtag.
Der bislang bestehende Aktienoptionsplan wurde im Jahr 2009 eingestellt, weshalb im Berichtsjahr keine Ausgabe von Optionen erfolgte. Die Optionen aus dem Programm 2008 verfielen noch im selben Jahr. Alle ausgegebenen Optionen aus dem Optionsprogramm 2007 verfielen im Berichtsjahr.
Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 22.2.2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 22. Februar 2013
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Konzernabschluss Erklärung des Vorstands Konzernunternehmen
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 50.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 5.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Oberndorf | 438.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger zRt. | Budapest | 2.140.000.000 | HUF | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. Budapest | 3.000.000 | HUF | 100,00 % | OK | 1) | |
| Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s. | Ceske Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Cihelna Kinsky, spol. s r.o. | Kostelec nad Orlici | 2.000.000 | CZK | 68,80 % | VK | |
| Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 200.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r.o. | Ceske Budejovice | 50.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. | Ceske Budejovice | 32.100.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Bohemia cihelny, spol. s r. o. | Ceske Budejovice | 44.550.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Silike keramika, spol. s.r.o. | Ceske Budejovice | 100.000 | CZK | 50,00 % | EQ | |
| Wienerberger slovenske tehelne spol. s r.o. | Zlate Moravce | 3.319.392 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 374.324.808 | PLN | 100,00 % | VK | |
| Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. | Warszawa | 50.000 | PLN | 40,00 % | OK | 1) |
| Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o. | Warszawa | 29.490.000 | PLN | 99,81 % | VK | |
| Wienerberger Ilovac d.d. | Karlovac | 8.988.040 | HRK | 99,92 % | VK | |
| Wienerberger Cetera IGM d.d. | Karlovac | 359.240 | HRK | 99,71 % | VK | |
| IGM Ciglana d.o.o. Petrinja | Petrinja | 12.756.900 | HRK | 100,00 % | VK | |
| WIENERBERGER Industrija opeke d.j.l. | Sarajevo | 2.000 | KM | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Opekarna Ormoz d.o.o. | Ormoz | 951.986 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Opekarna Pragersko d.o.o. | Pragersko | 1.022.743 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Backa d.o.o | Mali Idos | 651.652 | EUR | 100,00 % | VK | |
| WIENERBERGER Sisteme de Caramizi S.R.L. | Bucuresti | 39.147.100 | RON | 100,00 % | VK | |
| WZI FINANZ-S.à.r.l. | Luxembourg | 73.963.917 | USD | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger TOV | Kyiv | 3.000.000 | UAH | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock International GmbH | Wien | 3.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Baustoffindustrie GmbH | Klagenfurt | 1.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein + Design GmbH | Klagenfurt | 35.000 | EUR | 62,50 % | VK | |
| Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG | Klagenfurt | 100.000 | EUR | 62,50 % | VK | |
| Lusit Betonelemente GmbH | Klagenfurt | 36.336 | EUR | 62,50 % | VK | |
| Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Kft. | Ócsa | 983.100.000 | HUF | 100,00 % | VK | |
| SEMMELROCK STEIN + DESIGN Dlazby s.r.o. | Sered | 3.027.286 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design d.o.o. | Ogulin | 22.870.000 | HRK | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. | Kolbiel | 42.070.000 | PLN | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein + Design S.R.L. | Bolintin-Vale | 55.151.300 | RON | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Tlakovci d.o.o. | Ormoz | 8.763 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Semmelrock Stein + Design Dlazby a.s. | Praha | 2.000.000 | CZK | 100,00 % | VK | |
| Semmelrock Stein und Design EOOD | Sofia | 13.785.500 | BGN | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger GmbH | Hannover | 9.500.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| ArGeTon GmbH | Hannover | 1.600.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Schlagmann Beteiligungs GmbH | Zeilarn | 26.000 | EUR | 50,00 % | OK | 1) |
| Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co KG | Zeilarn | 10.300.000 | EUR | 50,00 % | EQ | |
| Tongruben Verwaltungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| KORAMIC Verwaltungs-GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Bockhorner Rohstoffgesellschaft mbH & Co. KG | Bockhorn | 100.000 | EUR | 60,00 % | OK | 1) |
| Bockhorner Rohstoff Verwaltungs GmbH | Bockhorn | 25.000 | EUR | 60,00 % | OK | 1) |
| Tongrube Lobenfeld GmbH | Oldenburg | 25.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| RM 2964 Vermögensverwaltungs GmbH | Hannover | 25.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| MR Erwerbs GmbH & Co KG | Hannover | 100 | EUR | 100,00 % | VK | |
| ZZ Wancor AG | Regensdorf | 1.000.000 | CHF | 100,00 % | VK |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger S.p.A. | Bubano | 10.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Fornaci Giuliane S.p.A. | Cormons | 1.900.000 | EUR | 30,00 % | EQ | |
| Wienerberger NV | Kortrijk | 47.557.745 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Asset Management NV | Zonnebeke | 8.599.827 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Deva-Kort NV | Kortemark | 247.894 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Soltech NV | Tienen | 1.757.760 | EUR | 41,19 % | EQ | |
| EUCOSO Sp. z o.o. | Zlotorya | 60.000 | PLN | 49,00 % | EQ | |
| Kerafin NV | Lanaken-Veldwezelt | 6.380.700 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Lanaken NV | Lanaken-Veldwezelt | 7.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger B.V. | Zaltbommel | 36.778.680 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Van Hesteren & Janssens B.V. | Zaltbommel | 363.024 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Desimpel AK1 B.V. | Zaltbommel | 70.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| BrickTrading Holland B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| German Brick Trading B.V. | Zaltbommel | 249.700 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Oostergrachstwal Holding B.V. | Zaltbommel | 45.378 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Feikema B.V. | Zaltbommel | 45.378 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Gelsing Oosterhout B.V. | Zaltbommel | 18.200 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Steenvisie B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Bos & Vermeer B.V. | Zaltbommel | 22.689 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Aberson B.V. | Zwolle | 60.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steencentrale Neerbosch B.V. | Deest | 45.400 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Leeuwis B.V. | Deest | 91.210 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH | Rellingen | 52.500 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Straatsbaksteen Nederland B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Limited | Cheshire | 81.120.552 | GBP | 100,00 % | VK | |
| Galileo Brick Limited | Cheshire | 2.000.000 | GBP | 100,00 % | VK | |
| Chelwood Group Unlimited | Cheshire | 5.975.506 | GBP | 100,00 % | VK | |
| The Brick Business Limited | Cheshire | 900.002 | GBP | 100,00 % | VK | |
| Building Trade Products Limited | Cheshire | 1 | GBP | 100,00 % | VK | |
| Galileo Trustee Limited | Cheshire | 1 | GBP | 100,00 % | VK | |
| Sandtoft Roof Tiles Limited | Sandtoft | 11.029 | GBP | 73,64 % | VK | |
| Sandtoft Trading Limited | Sandtoft | 1.000 | GBP | 73,64 % | VK | |
| WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS | Achenheim | 36.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| WIENERBERGER SAS | Achenheim | 75.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Briqueterie de Rouffach SAS | Rouffach | 336.120 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger A/S | Helsinge | 107.954.000 | DKK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger AS | Lunde | 43.546.575 | NOK | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger AB | Bjärred | 17.550.000 | SEK | 100,00 % | VK | |
| General Shale, Inc | Johnson City | 5.491 | USD | 100,00 % | VK | |
| General Shale Brick, Inc. | Johnson City | 1.000 | USD | 100,00 % | VK | |
| General Shale Finance S.à.r.l. | Luxemburg | 12.500 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| General Shale Building Materials, Inc. | Johnson City | 1.000 | USD | 100,00 % | VK | |
| General Shale Canada Acquisitions Inc. | Halifax | 28.500.000 | CAD | 100,00 % | VK | |
| Arriscraft International LP | Cambridge | 1 | CAD | 100,00 % | VK | |
| General Shale Canada GP Inc. | Halifax | 1 | CAD | 100,00 % | OK | 1) |
| Wienerberger EOOD | Sofia | 12.500.000 | BGN | 100,00 % | VK | |
| Uspeh AD | Sofia | 1.471.040 | BGN | 99,51 % | VK |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| OOO "Wienerberger Kirpitsch" | Kiprewo | 612.694.577 | RUR | 81,94 % | VK | |
| OOO "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 650.036.080 | RUR | 81,94 % | VK | |
| OOO "Wienerberger Investitions- und Projektmanagement" | Kiprewo | 356.000 | RUR | 99,82 % | VK | |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 1.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger AS | Aseri | 1.540.736 | EUR | 100,00 % | VK | |
| UAB Wienerberger Statybine Keramika Sp. Z o.o. | Vilnius | 3.135.000 | LTL | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger India Private Limited | Bangalore | 990.000.000 | INR | 100,00 % | VK | |
| PIPELIFE International GmbH | Wr. Neudorf | 29.000.000 | EUR | 100,00 % | VKE | 2) |
| Pipelife Asset Management Ges.m.b.H | Wiener Neudorf | 35.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Austria GmbH & Co KG | Wiener Neudorf | 4.360.370 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Austria GmbH | Wiener Neudorf | 36.337 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Belgium NV | Kalmthout | 4.950.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Bulgaria EOOD | Botevgrad | 30.000 | BGN | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Czech s r.o. | Otrokovice-Kucovaniny | 202.971.000 | CZK | 100,00 % | VKE | |
| PIPELIFE Deutschland Asset Management GmbH | Bad Zwischenahn | 26.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| PIPELIFE Deutschland GmbH & Co. KG Bad Zwischenahn | Bad Zwischenahn | 5.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Deutschland Verwaltungs-GmbH Bad Zwischenahn | Bad Zwischenahn | 5.726.469 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Eesti AS | Harjumaa Eesti Vabariik | 2.422.400 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Propipe OY | li | 33.638 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Finland OY | Oulu | 33.637 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife France SNC | Gaillon | 19.743.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Hellas S.A. | Thiva-Halkida | 24.089.735 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Hrvatska d.o.o. | Sv. Nedjelja | 47.171.500 | HRK | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Hungaria Kft. | Debrecen | 3.123.520.000 | HUF | 100,00 % | VKE | |
| Quality Plastics Holdings Limited | Cork | 635.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Quality Plastics Limited | Cork | 254 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Quality Plastics Sales Limited | Cork | 127 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Dromalour Plastics Limited | Cork | 3 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Kenfern Investments Ltd | Cork | 508 | EUR | 100,00 % | OKE | 1) |
| Pipelife UK Ltd | Corby | 244.001 | GBP | 100,00 % | VKE | |
| UAB Pipelife Lietuva | Vilnius | 1.600.000 | LTL | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Latvia SIA | Riga | 300.000 | LVL | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Nederland B.V. | Enkhuizen | 11.344.505 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Finance B.V. | Enkhuizen | 18.000 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Norge AS | Surnadal | 50.000.000 | NOK | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Polska S.A. | Karlikowo | 112.243.963 | PLN | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Romania S.R.L. | Bucuresti | 7.323.115 | RON | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Serbia d.o.o. | Belgrade | 97.197.855 | RSD | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife RUS LLC | Moskau | 104.458.072 | RUB | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Hafab AB | Haparanda | 3.000.000 | SEK | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Nordic AB | Ölsremma | 167.000.000 | SEK | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Sverige AB | Ölsremma | 3.600.000 | SEK | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Slovenija d.o.o. | Trzin | 843.258 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Slovakia s r.o. | Piestany | 6.700 | EUR | 100,00 % | VKE | |
| Arili Plastik Sanayii A.S. | Pendik/Istanbul | 7.000.000 | TRY | 100,00 % | VKE | |
| Pipelife Jet Stream, Inc. | Siloam Springs | 0 | USD | 100,00 % | VKE | |
| CJSC Pipelife Ukraine | Kiew | 30.000 | USD | 100,00 % | OKE | 1) |
| Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Währung | Beteiligung | Konsolidierungsart Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tondach Gleinstätten AG | Gleinstätten | 500.000 | EUR | 50,00 % | EQ | 3) |
| Ziegelwerk Polsterer GmbH | Leobersdorf | 36.336 | EUR | 50,00 % | 4) | |
| Tondach Slovensko spol. s.r.o. | Nitrianske Pravno | 14.937.263 | EUR | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Slovenija d.o.o. | Krizevci pri Ljutomeru | 5.195.293 | EUR | 100,00 % | 4) | |
| Potisje Kanjiza d.d. | Kanjiza | 605.394.000 | RSD | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Makedonija d.d. | Vinica | 472.081.630 | MKD | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Bulgaria EOOD | Sofia | 198.000 | BGN | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Ceska republika s.r.o. | Hranice | 250.100.000 | CZK | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Magyarorszag Rt. | Csorna | 5.483.550.000 | HUF | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Romania GmbH | Sibiu | 58.320.655 | RON | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Hrvatska d.d. | Bedekovcina | 116.715.500 | HRK | 100,00 % | 4) | |
| Tondach Bosna i Hercegovina d.o.o. | Sarajevo | 200.000 | KM | 80,00 % | 4) | |
| Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 100,00 % | VK | |
| WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH | Wien | 500.000 | ATS | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 1.000.000 | ATS | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Tondach Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 18.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Finanz Service GmbH | Wien | 25.435.492 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger West European Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger ZZ Holding GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| WK Services NV | Kortrijk | 32.226.158 | EUR | 100,00 % | VK | |
| V.L. Baustoff GmbH | Ehingen | 52.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 26.000 | EUR | 100,00 % | OK | 1) |
| Dryfix GmbH | Hennersdorf | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Wienerberger Gamma Asset Management GmbH | Wien | 35.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug-Keramo GmbH | Frechen | 18.408.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug - Keramo NV | Hasselt | 9.400.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Keramo-Wienerberger Immo NV | Hasselt | 14.068.558 | EUR | 100,00 % | VK | |
| SOCIETA DEL GRES s.p.a | Sorisole | 2.000.000 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Keramo Steinzeug s.r.o. | Ceske Budejovice | 40.000.000 | CZK | 100,00 % | OK | 1) |
| Steinzeug - Keramo B.V. | Belfeld | 2.722.680 | EUR | 100,00 % | VK | |
| Steinzeug - Keramo SARL | Pontoise | 38.125 | EUR | 100,00 % | VK |
VK ......Vollkonsolidierung
VKE ....Erstmalige Vollkonsolidierung
EQ ......At Equitybewertung
EQE ....Erstmalige At Equitybewertung
OK ......keine Konsolidierung
OKE ...keine Konsolidierung (erstmals)
1) untergeordnete Bedeutung
2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe
3) Holdinggesellschaft der Tondach Gruppe
4) Tochtergesellschaft der Tondach Gleinstätten AG
Konzernabschluss Konzernunternehmen Bestätigungsvermerk
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
KPMG
Wien, am 22. Februar 2013
Kerschbaum haft fe
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 22. Februar 2013
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Die Wienerberger AG fungiert als Holding-Gesellschaft und übernimmt als Konzernmutter die Steuerung und Führung der Divisionen. Als Leitgesellschaft des Konzerns zeichnet sich der Vorstand und das Top Management Team der Wienerberger AG für die strategische Ausrichtung der gesamten Unternehmensgruppe aus und unterstützt das Management der lokalen Gesellschaften in allen relevanten Fragestellungen. Der Wienerberger AG kommt überdies die Verwaltung und aktive Bewirtschaftung des Liegenschaftsportfolios zu.
Die Tätigkeit des Vorstands basiert auf zwei Grundelementen: der Arbeit als Gesamtvorstand und dem Berichtswesen.
Grundlage für die Arbeit als Gesamtvorstand ist die gemeinschaftliche Bearbeitung von strategischen und operativen Sachverhalten und der kontinuierliche Informationsaustausch. Dieser erfolgt formell in Vorstandssitzungen, die grundsätzlich einmal pro Woche stattfinden, sowie durch laufende Kommunikation auf informeller Ebene. Diese ist durch die räumliche Nähe – die Vorstandszimmer sind nebeneinander angeordnet und durch ein gemeinsames Sekretariat miteinander verbunden – gewährleistet. Darüber hinaus finden monatliche Sitzungen mit dem operativen Management statt, in welchen das laufende Geschäft besprochen wird, insbesondere die aktuellen Entwicklungen von Nachfrage, Preisen und Kosten sowie die Kapazitätsauslastung der Werke. Notwendige Maßnahmen werden gemeinsam festgelegt, während die operative Umsetzung durch das Management des jeweiligen Geschäftsbereichs erfolgt. Darüber hinaus werden im Rahmen dieser Sitzungen strategische Themen erörtert, wobei der Schwerpunkt auf der (Weiter-)Entwicklung von Märkten, Produkten und Technologien liegt. Weiters werden in den Vorstandssitzungen die durch den Aufsichtsrat genehmigungspflichtigen Geschäfte besprochen und die Anträge nach Beschlussfassung an diesen weitergeleitet. Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt einstimmig, für Vertragsunterzeichnungen durch den Vorstand gilt das Vier-Augen-Prinzip.
Die Steuerung des Unternehmens baut auf einem umfangreichen Berichtswesen auf. Zentrale Bedeutung hat dabei das monatliche Berichtswesen, welches einerseits die aggregierten Daten auf Gruppenebene sowie alle wesentlichen Detailinformationen zu den operativen Einheiten, insbesondere Gewinn- und Verlustrechnung je Land und Produktgruppe sowie Angaben zu Mengen-, Preis- und Kostenentwicklung, Working Capital und Investitionen, enthält. Weiters erhält der Vorstand monatlich standardisierte Berichte über die Energie- und Finanzsituation des Konzerns sowie den Status der einzelnen Produkt- und Technologieprojekte. Quartalsweise werden Markt- und Konjunkturdaten aus den einzelnen Ländern und das SHE-Reporting (Safety, Health & Education) erhoben.
Die Organisationsstruktur der ersten Berichtsebene wurde in Folge der Verbreiterung des Kerngeschäfts um das Rohrgeschäft in vier Divisionen untergliedert und im internen und externen Berichtswesen entsprechend abgebildet: Ziegel Europa, Rohre & Pflaster Europa, Nordamerika sowie Holding & Sonstiges. In den einzelnen operativen Einheiten sowie auf Produktgruppenebene ist jeweils ein Bereichsmanagement mit der operativen Leitung und der Umsetzung von strategischen Projekten betraut. Die Corporate Services sind entsprechend ihren Aufgabenschwerpunkten jeweils einem Vorstand zugeordnet, an welchen sie direkt berichten.
Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie der Maximierung von Cashflows zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle bilden die Basis für diese Zielsetzung.
Gleiche und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel ist im Unternehmen ein Compliance Code in Kraft, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde umsetzt. Zur Überwachung der Einhaltung ist ein Compliance Officer bestellt. Ein Verhaltenskodex gemäß LobbyG richtet sich an alle Organe und Mitarbeiter von österreichischen Gesellschaften, an denen die Wienerberger AG mehrheitlich beteiligt ist. Dieser definiert die Grundsätze für die Ausübung von Lobbying-Tätigkeiten und kann auf der Wienerberger Website (www.wienerberger.com) abgerufen werden.
Im Oktober 2002 wurde der Österreichische Corporate Governance Kodex (siehe www.corporate-governance.at) in Kraft gesetzt und zuletzt mit Wirkung ab 1.7.2012 an neue Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensgesetzbuches, insbesondere zur Vorstandsvergütung und zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats, angepasst. Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats und der Vergütung von Direktoren sowie die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, offene Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten von Organen sowie eine effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und den Finanzplatz Österreich stärken. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.
Wienerberger hat als eines der ersten Unternehmen ein Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex abgegeben und sich zur Beachtung seiner Regeln verpflichtet. Wienerberger erfüllte im Jahr 2012 alle Regeln (auch Empfehlungen) des Kodex in der Fassung Juli 2012.
Die Umsetzung und Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen wird vom Abschlussprüfer, der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs AG, unter Anwendung der Regelungen der International Federation of Accountants für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht alle zwei Jahre evaluiert und darüber ein Bericht erstattet, der auf unserer Website eingesehen werden kann. Die letzte Evaluierung durch den Abschlussprüfer zur Einhaltung der Regeln des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung für das Jahr 2012 hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind. Die Einhaltung der Bestimmungen des Kodex hinsichtlich des Abschlussprüfers wurde zuletzt durch den Prüfungsausschuss untersucht. Diesbezüglich hat der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat berichtet, dass die Evaluierung für 2012 keine Abweichung von den Kodex-Regeln ergeben hat.
Die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs AG wurde von der 143. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für die Gruppe tätig. Im Jahr 2012 lagen die Beratungshonorare von KPMG für die Wienerberger Gruppe ohne Abschlussprüfung bei 0,5 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und damit in Zusammenhang stehende Leistungen wurden 2,0 Mio. € verrechnet.
Zur weiteren Verbesserung des Risikomanagements ist bei Wienerberger eine interne Revision als Stabstelle des Gesamtvorstands eingerichtet. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikogeneigtheit und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Darüber hinaus wurden zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, Maßnahmen gesetzt und deren Umsetzung überprüft. Über den Revisionsplan für das jeweilige Folgejahr und die Revisionsergebnisse berichtet die interne Revision laufend dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt und im Aufsichtsrat ausführlich behandelt.
Die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Wienerberger AG beträgt insgesamt 117,5 Mio. Stück. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebots (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär.
Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Zusätzlich übt der Aufsichtsrat seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch die folgenden vier Ausschüsse aus: Präsidium, Strategieausschuss, Prüfungsausschuss sowie Personal- und Nominierungsausschuss / Vergütungsausschuss. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf unserer Website veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Es wurden folgende Ausschüsse eingerichtet: Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten. Aufgabe des Strategieausschusses ist es, die Strategie und Unternehmensentwicklung zu diskutieren, die Beschlussfassung in strategischen Belangen durch den Aufsichtsrat vorzubereiten und alle nicht dem gesamten Aufsichtsrat vorbehaltenen Angelegenheiten – insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe zwischen 7,5 und 30 Mio. € – zu beschließen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Peter Johnson, der über jahrzehntelange Erfahrung im Baustoffsektor verfügt, führt den Vorsitz im Strategieausschuss. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit der Jahresabschlussprüfung des Konzerns und der Überwachung der Rechnungslegung. Zusätzlich überwacht er die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystems des Unternehmens und überprüft die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualifikation des Abschlussprüfers. Harald Nograsek ist als Finanzexperte Mitglied des Prüfungsausschusses. Der Personal- und Nominierungsausschuss ist für die Vorbereitung sämtlicher Vorstands- bzw. Aufsichtsratsbestellungen zuständig. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Vor der Bestellung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern hat der Personal- und Nominierungsausschuss ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat vorzubereiten. Weiters fungiert er als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge und beschließt die Bedingungen von Vergütungsschemata für Führungskräfte des Konzerns. Zwischen 2002 und 2008 wurden im Rahmen eines Aktienoptionsplans jährlich Optionen ausgegeben (Details dazu auf der Wienerberger Website). Im Jahr 2009 wurde der bis dahin bestehende Aktienoptionsplan aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als nicht mehr zeitgemäßes und taugliches Mittel zur Incentivierung des Vorstands und Managements erachtet und daher eingestellt. Um die Ausrichtung des Vorstands und Managements mit der Sichtweise unserer Aktionäre zu synchronisieren, wurde 2010 im Sinne der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ein Long Term Incentive (LTI) Programm, ein zum Aktienoptionsplan alternatives Modell zur mittel- und langfristigen Incentivierung, umgesetzt. Im Rahmen dieses Programms orientiert sich die langfristige Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Managements am CFROI, einer Kennzahl, die die Wertsteigerung des Unternehmens widerspiegelt. Wienerberger nimmt mit diesem Programm eine Vorreiterrolle in Österreich ein und trägt der Forderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex nach einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütungssystem für Vorstand und Management vollumfassend Rechnung.
Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und in dessen Ausschüssen ist ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Arbeitsverfassungsgesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat und die Ausschüsse einer Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.
Der Corporate Governance Kodex sieht vor, dass die Mehrheit der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat unabhängig sein soll. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Dieser Leitlinie folgend hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG in Anlehnung an Anhang 1 des Corporate Governance Kodex in der Fassung Juli 2012 sechs Kriterien festgelegt, bei deren Erfüllung ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen ist. Ein Aufsichtsratsmitglied ist unabhängig, wenn es in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Wienerberger AG oder eines Konzernunternehmens der Wienerberger AG war, zur Wienerberger AG oder einem Konzernunternehmen der Wienerberger AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhält (dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an welchen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat), in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Wienerberger AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft war, nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft ist, in der ein Vorstandsmitglied der Wienerberger AG Aufsichtsratsmitglied ist, dem Aufsichtsrat bisher nicht länger als 15 Jahre angehört sowie kein enger Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds der Wienerberger AG oder von Personen ist, die sich in einer zuvor genannten Position befinden. Die Unabhängigkeitskriterien sind im Detail auf unserer Website veröffentlicht. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat der Wienerberger AG, in den er erstmals am 17. Juli 1996 gewählt wurde, gilt Christian Dumolin nicht mehr als unabhängiger Kapitalvertreter. Die weiteren sieben Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben Anfang 2013 erneut ihre Unabhängigkeit gemäß den genannten Kriterien erklärt.
Es wurden keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder oder Vorstände vergeben. 2012 genehmigte der Aufsichtsrat den bereits über einen Vorvertrag aus dem Jahr 2003 geregelten Verkauf eines Grundstücks im deutschen Ort Mühlacker an Christian Dumolin. Der Kaufpreis beträgt 0,3 Mio. € und entspricht damit marktüblichen Preisen von Grundstücken in vergleichbarer Lage, Größe und Widmung.
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten blieb auch 2012 sehr volatil. Nach einem vielversprechenden Start in das Börsejahr korrigierten die Märkte – insbesondere in Europa – zur Jahresmitte merklich nach unten, ehe sich die Leitindizes auf beiden Seiten des Atlantiks zum Jahresende wieder deutlich freundlicher zeigten. Dominiert wurde das Geschehen von politischen Entscheidungen auf nationalstaatlicher und internationaler Ebene sowie von der Geldpolitik der Notenbanken. Bemühungen zur Konsolidierung von Staatshaushalten und zur Bereinigung von strukturell bedingten Budgetdefiziten sowie die damit eng verbundene Entwicklung der Finanzierungskosten von Nationalstaaten standen weiterhin im Mittelpunkt. Dies galt gleichermaßen für die Mitgliedsstaaten der Eurozone – allen voran an der südlichen Peripherie – wie auch für die USA, deren als Fiskalklippe betitelter Haushaltsstreit um im Budget festgeschriebene, automatisch eintretende Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen erst zu Jahresbeginn 2013 beigelegt werden konnte. Politische Entscheidungsträger wurden in ihren Bemühungen, Vertrauen und attraktive Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum zu schaffen, durch eine unverändert stark expansive Geldpolitik der Notenbanken, welche die Leitzinsen auf historisch niedrigen Niveaus beließen und zusätzlich die im Umlauf befindliche Geldmenge durch Zukäufe von Wertpapieren erweiterten, unterstützt. In Europa stellte die Ratifizierung des Stabilitätsmechanismus ESM und dessen Genehmigung durch den Bundesverfassungsgerichtshof des wichtigsten Mitgliedslands Deutschland einen wichtigen Schritt für die Vertrauensbildung dar und bezeugte den Willen und die Entschlussfähigkeit für eine solidarische Lösung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Nachdem das Konsumentenvertrauen in Europa ab dem Frühjahr 2012 von bereits schwachem Niveau weiter zurückgegangen war, deutete eine leichte Verbesserung zum Jahresende die positiven Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen an. Die Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben, blieb durch die Unsicherheit bezüglich der Umsetzung strengerer Kapitalvorschriften für Finanzinstitute nach Basel III belastet. So fiel im abgelaufenen Jahr das Transaktionsvolumen für Wohnbaukredite in der Eurozone unter das Niveau von 2009 zurück.
Basierend auf Daten des IWF verringerte sich das reale BIP-Wachstum der Weltwirtschaft auf 3,2 % im Jahr 2012 von 3,9 % im Vorjahr. Mit der Eurozone, die einen Rückgang um 2 Prozentpunkte verzeichnete und gegenüber 2011 eine um 0,4 % geringere Wirtschaftsleistung aufwies, und der Region Zentral-Osteuropa, deren Wirtschaftswachstum sich um 3,5 Prozentpunkte auf 1,8 % verlangsamte, waren zwei Kernregionen der Wienerberger Gruppe von deutlichen Rückgängen betroffen. Die USA konnten hingegen eine leichte Beschleunigung des realen Wirtschaftswachstums auf 2,3 % von 1,8 % im Vorjahr verbuchen. Trotz einer weiterhin hohen Zahl von Unsicherheitsfaktoren und einer rückläufigen Wirtschaftsleistung in der Eurozone sowie einer abnehmenden Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft konnte die Mehrzahl der europäischen und nordamerikanischen Leitindizes zum Teil deutliche Zugewinne verbuchen. Quelle: IWF, EZB
Wie die europäischen Börsenbarometer verzeichneten die US-amerikanischen Leitindizes in den ersten Monaten 2012 eine klar positive Entwicklung, jedoch fiel die im Frühsommer einsetzende Korrektur im Vergleich zum deutlichen Rückgang in Europa moderater aus. In der zweiten Jahreshälfte verzeichneten der Dow Jones und der breiter gefasste S&P 500 zwar Zuwächse und neue Jahreshöchststände, die Kursgewinne blieben aber aufgrund des unsicheren Ausgangs der Präsidentschaftswahlen, des den Nordosten des Landes treffenden Hurrikans Sandy sowie des lange Zeit ungelösten Haushaltsstreits hinter vergleichbaren europäischen Indizes zurück. Insbesondere die Unklarheit bezüglich der Besteuerung von Einkommen, Unternehmensgewinnen sowie Kapitalerträgen hemmte die Kursentwicklung. Per Ultimo 2012 ging der Dow Jones mit einem Zugewinn von 7,3 % bei 13.104,14 Punkten und der S&P 500 mit einem Kursplus von 13,4 % und einem Indexstand von 1.426,19 Punkten aus dem Handel.
Die Europäischen Leitindizes verzeichneten nach der deutlichen Korrektur zur Jahresmitte in der zweiten Jahreshälfte klare Zuwächse und ließen in diesem Zeitraum die wichtigsten amerikanischen Indizes hinter sich. Der deutsche Leitindex DAX wies 2012 mit 29,1 % die beste Entwicklung unter den bedeutenden europäischen Börsenbarometern auf und unterstrich damit einmal mehr die vergleichsweise gesunde Wirtschaftslage in Deutschland sowie die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Mit einem Kursplus von 26,9 % und einem Jahresendstand von 2.401,21 Punkten verzeichnete der ATX eine ähnlich starke Entwicklung, und profitierte aufgrund der starken Gewichtung von Finanztiteln und zyklischen Industriewerten von der steigenden Risikoneigung unter Anlegern. Auch der französische Leitindex CAC40 erreichte trotz Herabstufung des Kreditratings französischer Staatsanleihen, der angespannten Haushaltslage und einer Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität in Frankreich einen Kursanstieg von 15,2 %. Der Londoner FTSE 100-Index blickt in Folge der leicht rückläufigen Wirtschaftsleistung in Großbritannien auf einen moderateren Kursanstieg von 5,8 % zurück und ging 2012 mit 5.897,8 Punkten aus dem Handel.
Die europäische Wohnbautätigkeit verzeichnete 2012 einen Rückgang und blieb deutlich hinter den Erwartungen zu Jahresanfang zurück. Hauptursachen dieser Entwicklung waren das anhaltend niedrige Konsumentenvertrauen als Folge der schwachen Konjunkturlage in Europa und die eingeschränkte Kreditvergabe durch Banken. Während im Dezember 2011 Euroconstruct noch von einer Zunahme der Wohnbauleistung um 1,3 % ausging, wurde diese Einschätzung im Jahresverlauf auf einen Rückgang von 3,5 % revidiert. Besonders deutlich wurde dabei die Prognose für die Neubautätigkeit in Westeuropa gekürzt: von ursprünglich +1,8 % auf -6,1 %. Insgesamt ging 2012 im Wohnbausegment die Neubautätigkeit um 5,9 % und die Renovierungstätigkeit um 2,0 % zurück. Auch im Renovierungssegment blieb die Entwicklung in Westeuropa mit -2,0 % deutlich hinter der Zunahme in den vier osteuropäischen Ländern (Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn) unter Beobachtung (+1,2 %) zurück. Im Einklang mit der Abnahme der Bauaktivität war auch die Nachfrage nach Baustoffen im europäischen Ziegelgeschäft schwächer als im Jahr zuvor und fiel bzw. blieb weiterhin in vielen Märkten hinter dem Niveau von 2009 zurück. So waren in Westeuropa vor allem in Frankreich, den Niederlanden und Belgien deutliche Rückgänge zu verzeichnen, wobei insbesondere das Renovierungssegment die Erwartungen nicht erfüllen konnte. In Osteuropa verzeichnete die Mehrzahl der Märkte weitere Rückgänge von teilweise sehr schwachen Niveaus. Allen voran entwickelten sich mit Polen und der Tschechischen Republik zwei wichtige Märkte schwächer als zu Jahresbeginn prognostiziert. Positive Ausnahme blieb Russland, wo sich die starke Dynamik aus dem Jahr 2011 fortsetzte.
Ein wichtiger Indikator für die Bauaktivität in den Endmärkten des Geschäftsbereichs Ziegel Europa sind die Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner. Im Jahresvergleich weisen nur Russland, die Niederlande, Belgien, Deutschland und Bulgarien eine positive Entwicklung auf, während sich Österreich auf gutem Niveau stabil zeigte. Die Euroconstruct-Prognosen für Belgien und die Niederlande stehen dabei in deutlichem Gegensatz zu der von uns beobachteten Marktentwicklung. Das Wienerberger Management schätzt den Aktivitätsrückgang im Jahr 2012 auf 17 % in Belgien und auf 20 % für die Niederlande. Durchschnittlich ging die Anzahl der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner in Westeuropa um 4,5 % und in Osteuropa (Euroconstruct Länder: PL, SK, CZ, HU) um 10,6 % zurück.
Infrastrukturausgaben gingen 2012 stark zurück, wodurch die belastenden Auswirkungen der Konsolidierung öffentlicher Budgets auf die Realwirtschaft unterstrichen wurden. Euroconstruct prognostiziert den Rückgang der Infrastrukturinvestitionen für 2012 auf 7,5 %. Mit Spanien, Portugal und Irland weisen einige jener westeuropäischen Länder, die im Mittelpunkt der Staatsschuldenkrise stehen, die größten Rückgänge auf. Von den Einsparungen besonders betroffen war das Neubausegment, das um 9,3 % zurückging, während im Renovierungssegment die Abnahme mit 4,3 % moderater ausfiel. Für 2013 wird ein weiterer Rückgang der Gesamtausgaben um 2,5 % prognostiziert, wobei die Abnahme im Neubausegment mit 3,3 % wiederum stärker ausgeprägt ist als im Renovierungssegment (-1,1 %). Das Teilsegment Energie & Wassermanagement, das rund ein Viertel der Infrastrukturausgaben repräsentiert und das den für unser Rohrgeschäft wichtigen Markt für Frisch- und Abwassersysteme beinhaltet, ging laut Euroconstruct 2012 um 7,7 % zurück. Für 2013 wird für dieses Teilsegment ein Rückgang um 1,7 % vorhergesagt.
Die Entwicklung in den acht für unser Rohrgeschäft wichtigsten Endmärkten, in denen rund 80 % des Ergebnisses erwirtschaftet werden, lag 2012 klar über dem europäischen Durchschnitt. Die Infrastrukturausgaben zeigten sich in jenen Ländern kaum verändert (+0,1 %), und der für 2013 prognostizierte Rückgang um 0,4 % fällt im Vergleich zum Gesamtmarkt deutlich geringer aus. Noch besser stellte sich die Entwicklung im Teilsegment Energie & Wassermanagement dar, in dem 2012 ein Anstieg der Ausgaben um 1,4 % verzeichnet wurde. Für 2013 ist die Prognose mit einem Zuwachs in der Höhe von 4,2 % ebenfalls optimistisch.
Am US-Häusermarkt stellte sich eine deutliche Belebung der Aktivität ein, die von einem breiten Spektrum an Indikatoren belegt wird. Während 2012 die Fertigstellungen mit 651.400 Wohneinheiten ein Plus von 11,4 % verzeichneten, waren die Zunahme der Baubeginne um 28,1 % auf 780.000 Wohneinheiten und die Zunahme der Baugenehmigungen um 30,3 % auf 813.400 Wohneinheiten noch deutlichere Belege für die voranschreitende Erholung. Im Dezember 2012 beliefen sich laut U.S. Census Bureau die Baugenehmigungen sogar auf einen saisonal bereinigten Wert von 903.000 Wohneinheiten. Die von der National Association of Home Builders (NAHB) bereitgestellten Daten bestätigen das Bild und schätzen die Baubeginne für 2012 auf 774.000 Wohneinheiten oder auf ein Plus von 26,5 %. Die Zunahme der Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser belief sich dabei auf 22,4 %. Für 2013 prognostiziert die NAHB ein Wachstum von 21,1 % im Ein- und Zweifamiliensegment und eine Zunahme der Baubeginne im gesamten Wohnungsneubau um 20,4 %. Auch der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, der die gegenwärtige Einschätzung von Hausverkäufen durch Bauunternehmer und Entwickler sowie deren Erwartungen für die nächsten sechs Monate widerspiegelt, erholte sich im Jahresverlauf deutlich und markierte im Dezember 2012 mit einem Indexwert von 47 ein Niveau, das zuletzt im April 2006 erreicht worden war. Der Bestand unverkaufter Ein- und Zweifamilienhäuser fiel für neue Häuser von 5,4 auf 4,9 Monate und für existierende Häuser von 7,0 auf 4,9 Monate im Vergleich zu Dezember 2011. Die Leistbarkeit von Hypothekardarlehen erreicht darüber hinaus im Dezember 2012 mit einer Fixverzinsung von 3,35 % über eine Laufzeit von 30 Jahren (Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey) einen neuen historischen Tiefststand. Ein weiterer wichtiger Treiber für die Erholung am Häusermarkt ist auch die Trendwende bei den Verkaufspreisen, die laut S&P/Case-Shiller Index in den 12 Monaten bis einschließlich Dezember 2012 um 7,3 % im Jahresvergleich zulegten. In Summe unterstreicht die große Zahl positiver Indikatoren zum US-Häusermarkt, dass für 2013 mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen ist.
Trotz gestiegener Personalaufwendungen konnte das Betriebsergebnis in der Wienerberger AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr auf -8,4 Mio. € (2011: -8,9 Mio. €) leicht verbessert werden. Der hauptsächlich durch die vorzeitige Anwendung der Änderungen von IAS 19 (Pensionsrückstellungen) verursachte Mehraufwand im Personalbereich konnte durch ein verbessertes Ergebnis aus dem Handel mit CO2- Zertifikaten ausgeglichen werden. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von +22,1 Mio. € (2011: +22,4 Mio. €) und einem Steuerergebnis von +0,2 Mio. € (2011: +12,5 Mio. €) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Jahresüberschuss in Höhe von +13,9 Mio. € (2011: +26,0 Mio. €).
| Gewinn- und Verlustrechung (in TEUR) |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 35.317 | 37.779 |
| sonstige betriebliche Erträge | 33.458 | 32.627 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene | ||
| Leistungen | - 1.522 |
- 1.555 |
| Personalaufwand | - 26.843 |
- 21.572 |
| Abschreibungen | - 3.359 |
- 3.544 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | - 45.456 |
- 52.586 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | - 8.405 |
- 8.851 |
| Finanzergebnis | 22.082 | 22.409 |
| Ergebnis vor Steuern | 13.676 | 13.558 |
| Steuern | 246 | 12.470 |
| Ergebnis nach Steuern | 13.922 | 26.028 |
Die Umsatzerlöse der Wienerberger AG sanken im Jahr 2012 auf 35,3 Mio. € (2011: 37,8 Mio. €). Hauptausschlaggebend hierfür war ein Rückgang der Lizenzerlöse auf 24,9 Mio. € (2011: 26,6 Mio. €), der durch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den operativen Einheiten verursacht wurde.
| Umsatzerlöse (in TEUR) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Lizenzerlöse | 24.921 | 26.552 |
| IT Erlöse | 7.586 | 7.649 |
| Engineering Erlöse | 1.494 | 2.242 |
| sonstige Erlöse | 1.316 | 1.335 |
Die IT-Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 7,6 Mio. € gehalten werden.
Der Fokus der Engineering-Abteilung der Wienerberger AG lag in den vergangenen Jahren vorrangig auf der Optimierung von Kostenstrukturen und der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Werke. Verglichen mit Engineering-Umsätzen in Höhe von 2,2 Mio. € im Vorjahr wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr geringere Umsatzerlöse von 1,5 Mio. € verbucht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2012 auf 33,5 Mio. € (2011: 32,6 Mio. €). Einerseits wurden in 2012 höhere Erträge aus Wechselkursdifferenzen verbucht. Andererseits wurden geringere Erträge aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten lukriert (das Ergebnis aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten konnte jedoch aufgrund von geringeren Einsatzkosten, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden).
Der Personalaufwand erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 21,6 Mio. € auf 26,8 Mio. €. Die Steigerung ist zum Großteil auf höhere Aufwendungen zur Dotation von Pensionsrückstellungen zurückzuführen, die durch die vorzeitige Anwendung der Änderungen von IAS 19 verursacht wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von 52,6 Mio. € auf 45,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf verringerte Einsatzkosten im Handel mit CO2- Zertifikaten zurückzuführen. Gestiegene Aufwendungen für Geldbeschaffung und Wechselkursdifferenzen haben die positive Kostenentwicklung gedämpft.
Die Wienerberger AG verbuchte im Jahr 2012 Beteiligungserträge in Höhe von 36,2 Mio. € nach einem Ertrag von 86,2 Mio. € im Vorjahr. Der überwiegende Teil der in 2012 ausgewiesenen Beteiligungserträge stammt aus der Ausschüttung einbehaltener Gewinne eines österreichischen Tochterunternehmens der Wienerberger AG.
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind auf 41,0 Mio. € (2011: 2,5 Mio. €) angestiegen. Dieser Anstieg ist auf langfristige Finanzierungsvereinbarungen mit der Wienerberger Finanz Service GmbH zurückzuführen.
In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wurden keine Beteiligungszuschreibungen vorgenommen. Die Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,2 Mio. € (2011: 0,0 Mio. €).
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens beliefen sich auf 4,0 Mio. € (2011: 25,5 Mio. €), wobei hier Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen von 3,8 Mio. € (2011: 19,5 Mio. €) und ein Bewertungsaufwand für eigene Anteile von 0,1 Mio. € (2011: 5,2 Mio. €) enthalten sind. Nähere Details sind dem Anhang zu entnehmen.
Insgesamt ergab sich für das Jahr 2012 ein Zinsertrag von 25,4 Mio. € nach 22,9 Mio. € im Vorjahr, wobei die Zunahme auf gestiegene Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.
Demgegenüber standen Zinsaufwendungen in Höhe von 76,8 Mio. € (2011: 63,8 Mio. €). Durch eine Aufstockung der langfristigen Bankdarlehen stieg der diesbezügliche Zinsaufwand auf 4,8 Mio. € (2011: 1,3 Mio. €). Aufgrund von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr dementsprechende Zinsaufwendungen von 4,6 Mio. € (2011: 0,2 Mio. €) an. Der Zinsaufwand für Anleihen erhöhte sich aufgrund höherer Kupons von 28,0 Mio. € auf 32,9 Mio. €. Der Zinsaufwand in Verbindung mit der Hybridanleihe belief sich analog zu 2011 auf 32,5 Mio. €.
| Bilanzentwicklung (in TEUR) | 2012 | 2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Immaterielles Anlagevermögen | 5.766 | 7.721 | - 1.955 |
| Sachanlagen | 21.117 | 21.059 | 57 |
| Finanzanlagen | 3.557.982 | 3.487.359 | 70.623 |
| Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen | 535.784 | 286.738 | 249.047 |
| Wertpapiere und eigene Anteile | 17.074 | 27.172 | - 10.098 |
| Kassa und Bankguthaben | 48.187 | 50.916 | - 2.729 |
| Bilanzsumme | 4.185.910 | 3.880.965 | 304.945 |
| Eigenkapital | 2.309.372 | 2.309.220 | 152 |
| Unversteuerte Rücklagen | 7.499 | 7.537 | - 38 |
| Rückstellungen | 34.081 | 33.023 | 1.058 |
| Verbindlichkeiten | 1.834.957 | 1.531.186 | 303.772 |
Im Jahr 2012 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % auf 4.185,9 Mio. € (2011: 3.881,0 Mio. €). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert in erster Linie aus gestiegenen finanziellen Forderungen sowie gestiegenen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber der konzerninternen Finanzierungsgesellschaft Wienerberger Finanz Service GmbH. Die Bilanzstruktur der Wienerberger AG ist charakteristisch für eine Konzernmutter durch einen hohen Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen und durch langfristige Finanzierungskomponenten sowohl aus Eigen- als auch Fremdmitteln geprägt.
Der Anstieg des Finanzanlagevermögens um 70,6 Mio. € auf 3.558,0 Mio. € begründet sich einerseits durch zusätzliche langfristige finanzielle konzerninterne Forderungen (Anstieg um 40,3 Mio. € auf 724,3 Mio. €) sowie durch Kapitalerhöhungen in verbundenen Unternehmen in Höhe von 34,4 Mio. €. Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen betragen in Summe weiterhin weniger als 1% des Gesamtvermögens. Die Forderungen und das sonstige Umlaufvermögen erhöhten sich hauptsächlich durch zusätzliche konzerninterne finanzielle Forderungen gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH auf 535,8 Mio. € (2011: 286,7 Mio. €). Das Working Capital, das sich durch die Formel Vorräte zuzüglich Kundenforderungen abzüglich Lieferverbindlichkeiten errechnet, stieg um 0,2 Mio. € auf -0,5 Mio. € an. Der Bestand eigener Aktien, ausgewiesen in der Position Wertpapiere und eigene Anteile im Umlaufvermögen, reduzierte sich um -0,1 Mio. € auf 17,1 Mio. € per Ende 2012. Zusätzlich wurde der Bestand an sonstigen Wertpapieren (2011: 10,0 Mio. €) in 2012 veräußert. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, erhöhten sich um 8,1 Mio. € auf 38,1 Mio. €. Weiters sind 10,0 Mio. € an kurzfristigen Veranlagungen mittels CO2-Zertifikaten den liquiden Mitteln zuzurechnen.
Das Eigenkapital veränderte sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund des Jahresüberschusses 2012 und einer Dividendenausschüttung gemäß HV-Protokoll von 13,8 Mio. € um +0,2 Mio. € auf 2.309,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der bilanzverlängernden Wirkung der gestiegenen konzerninternen finanziellen Forderungen sowie der gestiegenen konzerninternen finanziellen Verbindlichkeiten von 60% auf 55% gesunken. Die Rückstellungen stiegen im Jahr 2012 um 1,1 Mio. € auf 34,1 Mio. €. Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen um 3,5 Mio. € ist hauptsächlich auf die vorzeitige Anwendung der Änderungen von IAS 19 zurückzuführen. Demgegenüber steht eine Reduktion der sonstigen Rückstellungen von -2,5 Mio. €, die im Wesentlichen durch eine geringere Rückstellung für Prämienvergütungen begründet ist. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen und gegenüber Kreditinstituten sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr um -19,2 Mio. € auf 1.196,9 Mio. €. Die konzerninternen Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund zusätzlicher finanzieller Verbindlichkeiten gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH auf 587,3 Mio. € (2011: 259,6 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergab sich im Jahr 2012 eine Reduktion von -0,3 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um -4,5 Mio. € auf 50,2 Mio. €. Somit ist der Gesamtbestand an Verbindlichkeiten auf 1.835,0 Mio. € (2011: 1.531,2 Mio. €) angestiegen.
Die gestiegene Bedeutung von Finanzierungsmaßnahmen über den Kapitalmarkt neben klassischer Bankenfinanzierung manifestierte sich bei der Wienerberger AG in der erneuten Emission einer Unternehmensanleihe im Jänner des vergangenen Geschäftsjahres. Durch die erfolgreiche Platzierung der Anleihe mit einer Gesamtlaufzeit von 3,5 Jahren und einem Volumen von 200 Mio. € konnte die starke Kapitalstruktur abgesichert werden.
Die Mittel aus der Neuemission wurden zur Tilgung der in 2005 begebenen Anleihe (Restbestand 241,2 Mio. €) verwendet. Die Position Anleihen setzt sich aktuell aus der in 2007 begebenen Hybridanleihe (unbefristete Laufzeit) in Höhe von 500 Mio. €, der in 2010 begebenen Anleihe (Gesamtlaufzeit 4¼ Jahre) in Höhe von 250 Mio. €, der in 2011 begebenen Anleihe (Gesamtlaufzeit 7 Jahre) in Höhe von 100 Mio. € und der im vergangenen Geschäftsjahr begebenen Anleihe in Höhe von 200 Mio. € zusammen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2012 um 22,0 Mio. € auf 146,9 Mio. € erhöht, wobei die Verbindlichkeiten aus CO2-Derivaten in Höhe von 62,0 Mio. € und eine kurzfristige Finanzierungslinie von 10,0 Mio. € getilgt und zusätzliche ausschließlich langfristige Kreditlinien in Höhe von 94,0 Mio. € abgeschlossen wurden. Die Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten sowie der sonstigen Verbindlichkeiten sind den Anhangsangaben unter Punkt 8 Verbindlichkeiten zu entnehmen.
Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen Kapitalerhöhungen in verbundenen Unternehmen in Höhe von 34,4 Mio. € hat sich die Nettoverschuldung innerhalb der Wienerberger AG entsprechend erhöht.
| Bilanzkennzahlen (Werte in TEUR) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | 55% | 60% |
| Nettoverschuldung | 488.357 | 462.402 |
| Gearing | 21% | 20% |
| Working Capital | -481 | -747 |
| Berechnung Nettoverschuldung (Werte in TEUR) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 1.196.861 | 1.216.105 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17.074 | 27.172 |
| Finanzielle Forderungen/Verbindlichkeiten verbundene | ||
| Unternehmen | 643.244 | 675.615 |
| Kassa und Bankguthaben | 48.187 | 50.916 |
| Nettoverschuldung | 488.357 | 462.402 |
Wienerberger beschäftigte im Jahr 2012 durchschnittlich 13.060 Mitarbeiter, um 10 % mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg lässt sich vor allem durch die Übernahme der Pipelife in der Berichtsperiode erklären. Dementsprechend ist auch der Umsatz je Mitarbeiter im Gesamtjahr 2012 um 12 % auf rund 180.000 € gestiegen. Das operative EBITDA je Mitarbeiter hat sich jedoch aufgrund der schwächeren Ergebnisentwicklung im Bereich Ziegel Europa um 7 % auf etwa 18.800 € verringert.
Professionelle Personalentwicklung und gezielte Förderung des Humankapitals sind Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolgs. Entsprechend unserer Struktur erfolgt die strategische Steuerung der überregional relevanten Personalthemen zentral durch Corporate Human Resources, während die lokalen personalpolitischen Themen sowie deren Umsetzung Aufgabe der lokalen Gesellschaften sind. Dabei konzentrieren wir uns verstärkt auf gruppenweite Vernetzung sowie internationalen Wissenstransfer, die Unterstützung zukünftiger Verantwortungsträger und die Vorbereitung von Talenten auf Managementaufgaben.
Wienerberger ist sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewusst und nimmt diese sehr ernst. Insbesondere die Sicherheit im Arbeitsalltag ist Wienerberger ein großes Anliegen. Aus diesem Grund wurde 2012 im Rahmen des Wienerberger Health & Safety Programms eine Vielzahl von Maßnahmen auf lokaler Ebene gesetzt. Dass die seit 2010 umgesetzten Maßnahmen auch nachhaltig erfolgreich sind, zeigen die sinkenden Unfallkennzahlen aus den Ländern, die den Safety Standard bereits vollständig umgesetzt haben, wie beispielsweise Frankreich, wo die Unfallrate deutlich gesenkt werden konnte.
Wienerberger ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit, dem Respekt vor anderen Kulturen und Meinungen und dem unternehmerischen Denken und Handeln verpflichtet. An diesen Richtlinien orientiert sich auch unsere Personalpolitik. Bei der Erfüllung unserer Aufgaben legen wir größten Wert auf intensive Kommunikation und Transparenz auf allen Ebenen im Unternehmen. Die Auswahl und Entwicklung der Mitarbeiter auf Basis der gemeinsamen Werte ist uns ein zentrales Anliegen und wurde im Jahr 2012 mit diversen Maßnahmen zur Förderung und Vernetzung weiter verfolgt.
Eines der zentralen Unternehmensziele ist es, die Marketing- und Vertriebsaktivitäten weiter zu professionalisieren und die Bindung zu unseren Kunden weiter zu stärken. Um unsere Mitarbeiter dabei bestmöglich zu unterstützen, starteten wir 2010 eine Vertriebsausbildungsoffensive, die sogenannte Vertriebsakademie, für Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter und Produktmanager, in welcher mehr als 1.000 Mitarbeiter in allen Regionen geschult wurden. Ziel dieser Offensive ist es, die Vertriebstätigkeiten in den verschiedenen Ländern zu stärken und weiter zu verbessern. Die Wienerberger Sales Academy wurde auch 2012 weitergeführt.
Mit der Wienerberger Akademie Technik haben wir eine dauerhafte Einrichtung zur internen Weiterbildung in verschiedenen technischen Fachgebieten geschaffen, um unseren Wettbewerbsvorteil in der Produktion nachhaltig zu sichern. Im Rahmen dieser Akademie werden verschiedene Module (Basismodule, Akademie Technik Advanced, Werksleiterlehrgang) angeboten. In den Basismodulen wird länderübergreifend internes Know-how in den Bereichen Rohstoffe, Aufbereitung, Trocken- und Brenntechnik sowie Qualitätsanalyse von unseren Experten an technische Mitarbeiter weitergegeben. Seit dem Jahr 2010 bieten wir zusätzlich die Module der Akademie Technik Advanced an. Diese wurden als Plattform für Erfahrungsaustausch zwischen erfahrenen und jüngeren Technikern zu strategisch relevanten Themen wie Werks- und Prozessoptimierung sowie Energie- und Kosteneffizienz entwickelt. Als Ergänzung dazu gibt es seit einigen Jahren den Wienerberger Werksleiterlehrgang, eine Basis-Ausbildung für Führungskräfte in der Produktion. Die Schwerpunkte des Lehrgangs liegen auf Produktionsprozessoptimierung, Supply Chain Management sowie auf der persönlichen Entwicklung der Teilnehmer. Auch beim Werksleiterlehrgang setzen wir bei der Gestaltung der Module auf globalen Wissensaustausch und Vernetzung der Teilnehmer.
Im Mai 2012 startete das neu für internationale Potenzialkräfte entwickelte 4-modulige Ready4Excellence-Programm. An diesem Projekt nehmen 22 Mitarbeiter der Gruppe aus 12 Nationen teil. Im Rahmen von vier Modulen werden den Teilnehmern Inhalte und Instrumente vermittelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Wienerberger abgestimmt sind. Damit werden die länderübergreifende Professionalisierung – vor allem bezogen auf Instrumente und Prozesse – und die zielgerichtete Unterstützung der Umsetzung der Wienerberger Strategie gewährleistet. Kommunikation und Feedback-Kultur sind weitere Schwerpunkte des Programms. Damit soll die persönliche Entwicklung der Teilnehmer zielgerichtet unterstützt und die Unternehmenskultur nachhaltig weiterentwickelt werden.
In 2012 wurden Strukturen und Prozesse für professionelles Talent Management in der Wienerberger Gruppe definiert und auch bereits erste konkrete Maßnahmen umgesetzt. Ziel des Programms ist es, Talente für Positionen im Senior Management zu identifizieren und an Schlüsselpositionen heranzuführen. Dadurch erhalten engagierte Mitarbeiter mit entsprechendem Potenzial die Möglichkeit einer gezielten Weiterentwicklung, während für Wienerberger eine interne Nachbesetzung von Führungspositionen möglich und nachhaltige Qualitätssicherung im Management gewährleistet wird.
Zur Motivation und Identifikation mit den Unternehmenszielen erhält das Wienerberger Management einen Bezug, der sich aus fixen und variablen Bestandteilen, und zwar einem kurzfristigen und einem mittel- bis langfristigen variablen Bezug (Long Term Incentive (LTI) Programm) zusammensetzt. Für den kurzfristigen variablen Bezug des Top und Senior Managements wurde 2012 eine neue Struktur entwickelt, die erstmals für das Geschäftsjahr 2013 zur Anwendung kommt. Im Unterschied zum bisherigen Vergütungssystem werden nun einerseits die Prämien je nach Position im Unternehmen neben Ergebniszielen auch an Cashflowziele gekoppelt und anderseits zu einem Teil zeitverzögert ausbezahlt. Die um ein Jahr verzögerte Auszahlung dieses Anteils ist an eine nochmalige Zielerreichung geknüpft. Für den mittel- und langfristigen Prämienbezug wurde im Sinne der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und zur Synchronisierung der Ausrichtung des Managements mit der Sichtweise unserer Aktionäre bereits 2010 das LTI Programm eingeführt. Mitglieder des Vorstands und das Top Management werden am CFROI, einer Kennzahl, die sowohl die Performance als auch die Wertsteigerung des Unternehmens angibt, gemessen. Dieses Instrument entspricht internationalen Corporate Governance Standards für die Vergütung des Top Managements, und Wienerberger nimmt in Österreich mit der Einführung dieses nachhaltig und langfristig orientierten Vergütungsprogramms eine Vorreiterrolle ein.
Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wienerberger nimmt ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst. Verantwortung bedeutet für uns, ethisch zu handeln, ehrlich zu kommunizieren, wirtschaftliche Rahmenbedingungen transparent mitzugestalten, für unser Handeln persönlich einzustehen und als zuverlässiges und wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu agieren.
Nachhaltigkeit ist bei Wienerberger ein fixer Bestandteil der gelebten Unternehmenskultur und findet sich in allen Wertschöpfungsstufen des Unternehmens wieder. Wir betrachten Nachhaltigkeit als einen in sich geschlossenen Prozess, der bleibende Werte für unser Unternehmen und unsere Stakeholder schafft. Nachhaltigkeit beginnt für uns bei unseren Mitarbeitern und erstreckt sich über die Bereiche Produktion und Produkte bis hin zur gesellschaftlichen Verantwortung und zu unseren Stakeholdern. Letztendlich zielen unsere unternehmerischen Handlungen in allen Bereichen des Unternehmens auf die Schaffung von Mehrwert für unsere Stakeholder ab.
Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen. Nachfolgend erläutern wir im Überblick die für uns gültigen Grundsätze und allgemeinen Handlungsfelder in den verschiedenen Unternehmensbereichen. Weiterführende Informationen zu konkreten Maßnahmen sowie Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Nachhaltigkeits-Update 2011 und auf unserer Homepage. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht wird im Juni 2013 veröffentlicht.
"Auf einer soliden Basis" – Basis für den Erfolg von Wienerberger sind unsere Mitarbeiter. Daher sorgen wir für ein gesundes, sicheres und motivierendes Arbeitsumfeld ebenso wie für die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mitzugestalten. Laufende Weiterbildungsmaßnahmen fördern und unterstützen die Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters wie auch des Unternehmens. Zu den zentralen Grundsätzen nachhaltiger Personalarbeit gehört weiters, Chancengleichheit unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur oder Herkunft zu wahren.
"Im Einklang mit Mensch und Natur" – Umweltschutz in der Produktion ist uns ein großes Anliegen. Die Verwendung natürlicher Rohstoffe und die Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Materialien sind zentrale Grundsätze der Nachhaltigkeit in der Produktion. Ebenso wichtig ist für uns die größtmögliche Schonung von Ressourcen. Dies bedeutet einerseits, die Produktion durch optimierte Produktionstechnologien sowie den Einsatz erneuerbarer Energieträger energieeffizienter zu gestalten und in weiterer Folge CO2- Emissionen zu reduzieren. Andererseits setzen wir uns aber auch intensiv mit der Reduktion der Produktgewichte und dem Einsatz von sekundären Rohstoffen auseinander.
"Schaffung bleibender Werte" – Der Wert eines Gebäudes oder eines Rohrsystems hängt von zahlreichen Faktoren ab, nicht zuletzt von den verwendeten Produkten. Ein zentraler Grundsatz der Produktentwicklung bei Wienerberger ist daher die Schaffung bleibender Werte für Menschen durch natürliche, langlebige und innovative Produkte. Wienerberger Produkte im Bereich Ziegel sind Teil von Gebäudekonzepten für nachhaltiges Bauen. Sie garantieren eine hohe Lebensqualität und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Im Bereich Rohre & Pflaster bieten wir Systemlösungen für aktuelle Herausforderungen wie Wassermanagement, die durch den Klimawandel oder die zunehmende Urbanisierung entstehen.
"Bauen mit bestem Gewissen" – Mit diesem Bewusstsein ausgestattet, ist es unser Ziel, im Sinne eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Die Wahrung der Menschenrechte, das Bekenntnis zur Einhaltung aller anwendbaren nationalen und internationalen Rechtsnormen und eine offene und transparente Kommunikation mit Politik und Verwaltung sind für uns selbstverständlich und Bestandteile gelebter gesellschaftlicher Verantwortung. Darüber hinaus hält unsere Spendenrichtlinie fest, dass wir bedürftige Menschen zielgerichtet durch Sachspenden in Form unserer Produkte sowie durch Ausbildungsprogramme unterstützen. Denn wir sind überzeugt, dort am besten helfen zu können, wo unsere unternehmerischen Kernkompetenzen liegen, und zwar im Anbieten von Baustofflösungen und der Weitergabe von Know-how im Bereich nachhaltiges Bauen.
"Für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter" – Unser oberstes Ziel ist es, durch zukunftsorientiertes, vorausschauendes Handeln im Interesse all unserer Stakeholder Mehrwert zu generieren. Für unsere Kunden schaffen wir mit natürlichen, langlebigen und innovativen Produkten Wohngesundheit und Versorgungssicherheit, für unsere Aktionäre ein solides Investment und für unsere Mitarbeiter einen attraktiven Arbeitsplatz. Wienerberger führt einen aktiven Dialog mit allen Stakeholdern und ist sich der Verantwortung gegenüber ihren Aktionären bewusst.
Für das Jahr 2013 ist es unser Ziel, Umsatz und Ergebnis deutlich zu steigern und wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Durch Innovationskraft, hochwertige Systemlösungen bei Baustoffen sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen strebt der Konzern in den nächsten Jahren weiteres Wachstum und damit den Ausbau von Marktpositionen an. Der Fokus bleibt auf finanzieller Disziplin und somit auf der Generierung von Free Cashflow durch organisches Wachstum, der Steigerung der Profitabilität durch kontinuierliche Optimierung, einer restriktiven Investitionspolitik sowie striktem Working Capital Management.
Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt, in den ab diesem Jahr auch die Pipelife Gruppe umfassend eingebunden wurde. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2012 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert.
Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.
Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und ist von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist. Dazu zählen insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Bauaktivität im Bereich des Wohnbaus und des öffentlichen Bausektors (Infrastruktur) sowie die Renovierungsaktivität. Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderungen sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität.
Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element in der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst.
Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland, betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und einem höheren Preisdruck in diesen Wachstumsmärkten ergeben.
Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frostund Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.
Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft, zu welchem Ziegel für Wand, Dach und Fassade sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme zählen. Wienerberger versteht sich somit als Anbieter für Baustofflösungen im Hausbau und im Bereich der Infrastruktur. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unseres wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.
Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung als auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Ziegel ist vor allem vom Wohnungsneubau abhängig, welcher stark mit der Entwicklung der Volkswirtschaft in den jeweiligen Ländern korreliert. Um die Abhängigkeit vom Wohnungsneubau zu reduzieren, zielt Wienerberger strategisch auf eine Verbreiterung jener Geschäftsbereiche ab, die Produkte für Renovierung und Infrastruktur anbieten. Dies betrifft vor allem Dachziegel, welche zu mehr als 50 % in der Renovierung eingesetzt werden, sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme, welche verstärkt im Infrastrukturbereich nachgefragt werden. Bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen verstärkt sich das Risiko von Überkapazitäten. Diese können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen und Preisanpassungen erforderlich machen. Im Jahr 2012 konnten wir erfolgreich die Kostensteigerungen bei Inputfaktoren durch umgesetzte Preiserhöhungen abdecken. Um die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Stilllegungen, Schichtmodelle sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig die Ertragskraft zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.
Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen für Dach, Wand, Fläche und Rohrsysteme, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, Preisrisiken zu minimieren.
Die Aufrechterhaltung und Absicherung der starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Wienerberger AG. Durch die erfolgreiche Platzierung unserer Anleihen haben wir proaktiv unsere Liquidität in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gesichert und verfügen über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur. Neben dem Liquiditätsrisiko bestehen Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Wienerberger konnte aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich reduzieren.
Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cashflow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.
Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Diese Covenants sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf, wobei diese am 31.12.2012 bei 2,2 Jahren lag. Weiters erreichte der EBITDA Zinsdeckungsgrad (EBITDA operativ / Nettozinsergebnis) im Berichtsjahr einen Wert von 5,0, womit er deutlich den seit 2011 vereinbarten Mindestwert von 3,75 übertraf. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie geringere Cashflows nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.
Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe wird von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 44 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (19 %) und dem US-Dollar (7 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.
Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern.
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 90 MEUR (Vorjahr: 109 MEUR) und ein um 1,4 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.
Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verringerung des Ergebnisses nach Steuern von 0,8 MEUR (Vorjahr: 0,3 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Verringerung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.
Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.
Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.
Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 120 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden, da Produkte kaum an Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 2 % des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.
Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe zur Refinanzierung der in 2012 fälligen Finanzverbindlichkeiten gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cashflows durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch über eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung sowie durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet.
Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 26 Tage (Vorjahr: 25), die Vorratsumschlagshäufigkeit 111 Tage (Vorjahr: 122) sowie die Umschlagshäufigkeit der Lieferantenverbindlichkeiten 44 Tage (Vorjahr: 47). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 93 Tagen im Jahr 2012 gegenüber 100 Tagen im Vorjahr.
Im Geschäftsbereich Ziegel Europa ist Energie eine wesentliche Ressource im Produktionsprozess. Dem Risiko einer Verknappung von Energie und daraus resultierenden volatilen Energiepreisen begegnet Wienerberger durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2013 wurde bereits ein wesentlicher Teil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Der bedeutendste Inputfaktor bei Pipelife sind Kunststoffgranulate, deren Preise den Rohölquotierungen folgen und in den letzten Jahren stark steigenden Preisschwankungen unterlagen. Dies erfordert ein flexibles und zeitnahes Management im Beschaffungsprozess und in weiterer Folge im Vertrieb der eigenen Produkte.
Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, viele ältere Werke wurden im Rahmen des Aktionsplans 2008 und 2009 permanent stillgelegt, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge abgesichert.
Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2012 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 284.526 TEUR (Vorjahr: 290.582 TEUR) oder 12,1 % (Vorjahr: 15,2 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 61 % auf Erdgas, zu 29 % auf Strom und zu 10 % auf Kohle und Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.
Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt 80 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern entweder Fixpreisverträge oder Verträge, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl) gebundene Formeln erfolgt, abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.
Wienerberger hat im Jahr 2011 für ihre europäischen Ziegelaktivitäten den Carbon Leakage Status erhalten, weshalb von einer ausreichenden Zuteilung von CO2-Zertifikaten in Höhe der Emission ausgegangen werden kann. Im Jahr 2014 erfolgt eine erneute Beurteilung des Status.
Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.
Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung (operational excellence), Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.
Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit Sanktionen geahndet. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).
Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.
Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. In Deutschland ist ein Kartellverfahren anhängig, wobei im Falle einer Verurteilung Bußgelder zu entrichten sind. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10 MEUR gebildet. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.
Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr, als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.
Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.
Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.
Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die Vertriebsakademie, den Werksleiterlehrgang und das Ready4Excellence Programm geschaffen. Dadurch sowie durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger, seine Mitarbeiter optimal auszubilden sowie auch zu einem gewissen Ausmaß an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Kernaufgaben für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten sowie Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Gebäudekonzepten über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.
F&E wird bei Wienerberger zentral gesteuert, aber – durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen F&E Abteilungen mit dem lokalen Management und den Technikern vor Ort – großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Im Jahr 2012 betrug der F&E Aufwand 9,0 Mio. € und der Umsatzanteil von innovativen Produkten 23,4 %.
Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. Eine zentrale Engineering Abteilung im Bereich Ziegel beschäftigt sich vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes. Da ein wesentlicher Teil der Energie in der Produktion für den Trocknungs- und den Brennprozess verwendet wird, liegt der Fokus auf der Optimierung dieser Prozesse. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung.
Ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Erfolg von Wienerberger ist die laufende Weiterentwicklung des Produktportfolios und die Verbesserung bereits bestehender Produkte. Wienerberger hat im Bereich Ziegel drei Forschungszentren, die auf die Produktgruppen Hintermauerziegel, Vormauerziegel und Tondachziegel spezialisiert sind. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten dabei sehr eng mit den Marketingund Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Der Fokus liegt dabei auf Innovationen von Produkten und Systemlösungen für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen.
Für die Weiterentwicklung im Bereich Kunststoffrohre haben wir ein Forschungszentrum in den Niederlanden, das sehr eng mit Universitäten und externen Experten aus verschiedensten Fachrichtungen zusammenarbeitet. Die Forschungsschwerpunkte befassen sich neben der Entwicklung neuer Produkte mit der Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte, der Verbesserung der verwendeten Rezepturen im Rohstoffmix sowie der Optimierung des Produktionsprozesses. Das Hauptaugenmerk bei der Produktion liegt dabei auf dem Einsatz von Recyclingmaterialien als Rohstoff und der Verringerung des Produktgewichts.
Im Bereich der keramischen Rohre wird laufend an der Verbesserung des Wärmeverbunds zwischen Ofen und Trockner gearbeitet. Wir sind weiters Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix. Bei bestimmten Rohren ist es uns gelungen, bis zu 60 % keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen.
Bei Freiflächenlösungen aus Beton liegt der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit auf der Verbesserung der Oberflächendesigns der Pflastersteine, wobei ständig an neuen Technologien zur Verbesserung von Oberflächenstrukturen gearbeitet wird. In der Produktion liegt das Hauptaugenmerk auf der Zusammensetzung der Rohstoffmischungen und dabei insbesondere auf der Reduktion des Zementgehalts.
Besonderer Fokus wird im Bereich Rohre & Pflaster auf die Entwicklung neuer Systemlösungen bzw. auf die Verbesserung der technischen Eigenschaften bereits bestehender Produkte gelegt. Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, arbeiten die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen eng mit den jeweiligen Marketing- und Vertriebsabteilungen zusammen. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden die jeweiligen Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst.
Durch die Führung der internen Revision als Stabstelle des Gesamtvorstands ist neben der Umsetzung der Grundsätze der Corporate Governance insbesondere für die Stärkung des Internen Kontrollsystems (IKS) Sorge getragen. Auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans sowie einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüfen der Vorstand und die interne Revision regelmäßig operative Prozesse auf Risikomanagement und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, interner Richtlinien und Prozesse. Ein weiteres Betätigungsfeld der internen Revision sind Ad-hoc-Prüfungen, die auf Veranlassung des Managements erfolgen und auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Das in der Wienerberger Gruppe implementierte IKS wird zur Unterstützung der Früherkennung und Überwachung von Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen von der Revision gemeinsam mit den entsprechenden Fachabteilungen laufend überarbeitet und erweitert. Dieses System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO – Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und bietet dem Management neben konzernweiten Richtlinien sowie einem einheitlichen Berichtswesen ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern.
Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt auch die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind angehalten, anhand des zur Verfügung gestellten IKS die Einhaltung der Kontrollen durch Selbstüberprüfungen zu evaluieren und zu dokumentieren. Die interne Revision überwacht in der Folge die Einhaltung dieser Prüfungsschritte durch die lokale Geschäftsführung. Die Ergebnisse werden an die jeweilige Geschäftsführung und in weiterer Folge an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet. Die interne Revision und das Corporate Reporting berichten dem Prüfungsausschuss vierteljährlich über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess sowie über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Für 2012 wurden von der internen Revision gemeinsam mit dem Abschlussprüfer für den Geschäftsablauf wesentliche Kontrollen aus sämtlichen Geschäftsbereichen zur detaillierten Prüfung durch KPMG definiert. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden Vorstand und Prüfungsausschuss präsentiert, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden durch die interne Revision aufgearbeitet.
Die Wienerberger Aktie startete stark in das Jahr 2012 und markierte Mitte März mit 9,49 € ihren Jahreshöchststand. Mit einem Kursgewinn von 26,1 % im ersten Quartal 2012 entwickelte sich die Aktie in diesem Zeitraum deutlich besser als der ATX (+14,1 %) und der Branchenindex DJ EURO STOXX TMI Construction & Materials (+12,3 %). Die deutlich rückläufige Nachfrage nach Baustoffen in einigen der europäischen Ziegelmärkte sowie die anhaltend hohe Unsicherheit, die sich in einem schwachen Konsumentenvertrauen widerspiegelte, lasteten im weiteren Jahresverlauf auf der Kursentwicklung, wodurch die Wienerberger Aktie mit einem geringen Kursverlust von 0,6 % bei 6,93 € das Jahr schloss. Damit blieb die Performance auf Jahressicht deutlich hinter den Entwicklungen von sowohl ATX (+26,9 %), als auch DJ EURO STOXX TMI Construction & Materials Index (+11,3 %) zurück.
Trotz des starken Kursanstiegs des Leitindex ATX und des breiter gefassten ATX Prime (+25,8 %), der vor allem von steigender Risikoneigung und der hohen Indexgewichtung von Finanztiteln und zyklischen Industriewerten getrieben war, ging das Handelsvolumen an der Wiener Börse 2012 deutlich zurück. Im Prime Market sank der Geldumsatz (in Doppelzählung) um 40 % auf 35,7 Mrd. €. Diesem äußerst schwachen Handelsvolumen zollte auch die Wienerberger Aktie Tribut und musste aufgrund des um 34 % niedrigeren Stückvolumens und des zwischenzeitlich starken Kursrückgangs einen Einbruch des Handelsumsatzes um 58 % auf 924,8 Mio. € (in Doppelzählung) hinnehmen. Bei einem Stückumsatz von 125,4 Mio. Stück (in Doppelzählung) wurde das Wienerberger Aktienkapital an der Wiener Börse mit dem Faktor 0,5 im Jahr 2012 umgeschlagen. Im Vergleich zum durchschnittlichen täglichen Handelsumsatz anderer Unternehmen im österreichischen Leitindex ATX belegte Wienerberger Rang zehn unter den umsatzstärksten Werten. Der außerbörsliche Umsatz betrug 83,3 Mio. € (in Einfachzählung) gegenüber 157,8 Mio. € im Jahr davor und ging damit um 47 % zurück. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 20.135 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 15,6 Mio. € gehandelt.
Der Vorstand wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der 144. o. Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorschlagen, eine Dividende von 12 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Höhe zukünftiger Dividenden ist von der Marktentwicklung, dem Vorhandensein wertschaffender Wachstumsprojekte und der Cashflow Generierung des Unternehmens abhängig.
Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 814,3 Mio. € und einer Gewichtung im ATX von 2 % zum Jahresende 2012 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.
Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA ist seit 31. Juli 2008 mit über 10 % der ausstehenden Wienerberger Aktien der größte Aktionär. Ebenfalls mit Sitz in den USA hält First Eagle Investment Management, LLC seit 14. September 2011 mehr als 5 % der Wienerberger Aktien. Seit 19. September 2012 hält Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada mehr als 5 % der Wienerberger Aktien. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 4 % liegen nicht vor. Der Bestand eigener Anteile beläuft sich auf 2.472.706 Stück oder 2,1 % der begebenen Aktien.
Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Jänner 2013 kommt die Mehrheit der institutionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum, Nordamerika (57 %) sowie Großbritannien und Irland (5 %). Mit knapp 75 % ist die Mehrheit der Wienerberger Aktien im Besitz von institutionellen Anlegern, während rund 25 % von privaten Anlegern gehalten werden. Eine Analyse der unterschiedlichen Anlagestrategien institutioneller Anleger zeigt, dass wertorientierte Investoren mit einem Anteil von 64 % dominieren, gefolgt von GARP-Investoren (19 %) und wachstumsorientierten Investoren (6 %).
Sämtliche Inhalte zu den meldepflichtigen Angaben nach § 243a UGB sind in folgenden Kapiteln zu finden: Im Konzernanhang unter Anmerkung 27 ("Konzerneigenkapital") ab Seite 144 sind Informationen zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals, zu Aktiengattungen, zu Beschränkungen und Rechten sowie zu Befugnissen der Mitglieder des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf enthalten. Im Kapitel "Wienerberger Aktie und Aktionäre" ab Seite 64 finden sich Angaben zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Wienerberger Kapital. Im Kapitel "Vergütungsbericht" (S. 28 bis 31) sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, detaillierte Informationen zum Long Term Incentive (LTI) Programm, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealings" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet. Change of Control Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2010, 2011 und 2012, zur Hybridanleihe 2007 sowie zu den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2008, 2011 und 2012 enthalten.
Seit Jahren haben professionelle Investor Relations hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Finanzvorstand, bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden, unterstellt. Zentrales Anliegen der Investor Relations ist eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit Investoren und Anteilseignern von Wienerberger zur Gewährleistung einer bestmöglichen Transparenz. In Anlehnung an internationale Usancen halten wir vor Ergebnisveröffentlichung und parallel zur Handelssperre für Wienerberger Mitarbeiter an einer Quiet Period fest. Da uns bewusst ist, dass dies eine Einschränkung der Kommunikation mit Investoren darstellt, behalten wir uns vor, die Quiet Period wieder aufzuheben.
Wienerberger hat auch im Jahr 2012 zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investorenkonferenzen in Europa und den USA teilgenommen, wie z.B. der Davy Building Conference, Citigroup Building Conference, Credit Suisse European Building Materials Conference, HSBC Austrian Day, Baader Investment Conference, Erste Group Bank Konferenz in Stegersbach und der Raiffeisen Centrobank Konferenz in Zürs sowie den Austrian Days der Wiener Börse in Zürich und New York. Der Vorstand und das Investor Relations Team trafen im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich oder informierten bei Conference Calls und Videokonferenzen über die wesentlichsten Kennzahlen sowie die operative und strategische Entwicklung des Unternehmens. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Conference Calls (sowie deren Aufzeichnungen), Analystenschätzungen und einen weboptimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com). Für iPad-Nutzer stehen über eine kostenlose App der Geschäftsbericht, die Quartalsberichte und der Nachhaltigkeitsbericht zum Download und zur Dokumentenverwaltung zur Verfügung.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, auch 2012 von der Financial Community anerkannt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Wienerberger wurde von der Jury des ARC (Annual Report Competition) mit Gold Awards in den Kategorien "Overall Annual Report" und "Chairman's Letter" prämiert. Von Report Watch wurde das Unternehmen mit der Note A gewertet und war damit das am besten platzierte Unternehmen Österreichs. Beim renommierten AAA (Austrian Annual Report Awards) vom trend Magazin wurde Wienerberger als Unternehmen mit dem drittbesten Nachhaltigkeitsbericht ausgezeichnet und beim Wiener Börse Preis 2012 belegte Wienerberger in der Kategorie "Corporate Bond" den zweiten Platz.
Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahrs hat die Baader Bank (München), Kepler Capital Markets (Wien) und Main First Bank AG (Frankfurt) die Coverage aufgenommen, während Bank of America Merrill Lynch (London), Credit Suisse (London), ING Bank N.V. (London) und Royal Bank of Scotland (London) die Coverage eingestellt haben. Per März 2013 wird Wienerberger von 13 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): Baader Bank (München), Berenberg Bank (London), Citigroup (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (Wien), Erste Bank (Wien), Exane BNP Paribas (London), Goldman Sachs (London), HSBC Trinkhaus (Düsseldorf), Kepler Capital Markets (Wien), Main First Bank AG (Frankfurt), Raiffeisen Centrobank (Wien) und UBS (London).
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|---|---|---|
| ١ | ||
| ı | ||
| AKTIVA | 31.12.2012 Stand am EUR |
31.12.2011 Stand am EUR E |
PASSIVA | 31.12.2012 Stand am EUR |
31.12.2011 Stand am EUR B |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände Anlagevermögen |
I. Grundkapital A. Eigenkapital |
117.526.764,00 | 117.526.764,00 | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
5.765.657,39 | 043,39 7.721 |
II. Kapitalrücklagen 1. Gebundene |
1.675.118.239,37 1.675.118.239,37 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund Sachanlagen |
582.773,30 | 634.147,30 | 1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) III. Gewinnrücklagen |
484.500.172,33 | 484.401.606,81 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2. Unbebaute Grundstücke |
18.508.723,06 21.116.673,20 2.025.176,84 |
18.526.393,55 1.898.743,17 21.059.284,02 |
2. Rücklage für eigene Anteile | 17.074.012.20 501.574.184,53 |
17.172.577.72 501.574.184,53 |
| davon Gewinnvortrag: EUR 1.192.881,11; IV. Bilanzgewinn |
15.152.854,56 | 15.000.396,23 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen Finanzanlagen |
2.822.439.553,40 2.791.811 724.296.387,56 |
.966,35 .662,71 684.021 |
Vorjahr: EUR 1.274.756,60 | 2.309.372.042,46 2.309.219.584,13 15.152.854,56 |
15.000.396,23 |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 3. Beteiligungen |
3.584.864.736,09 3.516.139 3.557.982.405,50 6.439.622,54 4.806.842.00 |
,901,00 3.487.359.152,60 480,01 .622,54 6.439 5.085 |
1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen B. Unversteuerte Rücklagen |
7.498.935,96 | 7.536.835,16 |
| Jmlaufvermögen | 1. Rückstellungen für Abfertigungen C. Rückstellungen |
3.866.006,00 | 3.178.848,00 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 104.961.05 | 110.364,15 | 2. Rückstellungen für Pensionen 3. Steuerrückstellungen |
16.353.769,00 2.651.423,00 |
12.899.463,00 3.284.075,00 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
523.826.391,76 | 271.581.407,47 | Sonstige Rückstellungen $\frac{1}{\mathbf{q}}$ |
11.210.260,15 | 13.660.708,42 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegestände | 532.650.424,12 8.719.071,31 |
10.850.271,69 .043,31 282542 |
34.081.458,15 | 33.023.094,42 | |
| Wertpapiere und Anteile | D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Eigene Anteile | 17.074.012,20 | 577,72 17.172 |
1. Anleihen | 1.050.000.000,00 | 1.091.228.000,00 |
| 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 0.00 | .800,00 9.999. |
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 146.861.325,65 | 124.876.639,12 |
| 17.074.012,20 | 377,72 27.172 |
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 586.372,25 | 857.760,17 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ယ |
50.193.803,90 587.315.647,41 |
259.563.688,75 54.659.443.96 |
|||
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 48.186.620,60 597.911.056,92 |
597,50 .018,53 50.915 360.630 |
davon aus Steuern: EUR 55.960,73; Vorjahr: EUR 31.153,21 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: Sonstige Verbindlichkeiten |
||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.133.792,77 | 547,17 4.195 |
EUR 276.710,75; Vorjahr: EUR 257.108,19 | 1.834.957.149.21 | 1.531.185.532,00 |
| 4.185.909.585,78 3.880.965.045,71 | 4.185.909.585,78 | 3.880.965.045,71 | |||
| Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen | 246.774.321,00 | 264.946.904,00 |
| 2012 | 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR. | EUR | EUR | ||
| 1. Umsatzerlöse | 35.316.614,23 | 37.778.677,80 | |||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | |||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | |||||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 29.038,37 | 44.878,56 | |||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 920.729,49 | 421.765,13 | |||
| c) Übrige | 32.508.588,84 | 33.458.356,70 32.160.782,98 | 32.627.426,67 | ||
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige | |||||
| bezogene Leistungen | |||||
| a) Materialaufwand | 0,00 | ||||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | $-1.521.857,68$ | $-1.521.857,68 - 1.554.800,34$ | $-1.554.800,34$ | ||
| 4. Personalaufwand | |||||
| a) Gehälter | -14.938.509,75 | $-16.494.047,42$ | |||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | |||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | $-3.048.735,06$ | -180.598,66 | |||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | $-5.263.996,03$ | $-1.754.658,86$ | |||
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | |||||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | $-3.362.301,48$ | $-2.854.166,48$ | |||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -229.687,81 -26.843.230,13 -288.608,15 -21.572.079,57 | ||||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | |||||
| 5. Abschreibungen | a) auf immaterielle Gegenstände des | ||||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | $-3.359.011,88$ | $-3.543.961,13$ | |||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||||
| a) Steuern | $-56.704,15$ | $-55.353,45$ | |||
| b) Übrige | -45.399.234,01 -45.455.938,16 -52.531.126,51 | -52.586.479,96 | |||
| 7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. | $-8.405.066,92$ | $-8.851.216,53$ | |||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | |||||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 36.100.000,00 | 36.231.250,00 | 86.176.727,07 | |||
| Vorjahr: EUR 86.045.477.07 | |||||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |||||
| des Finanzanlagevermögens | 41.048.459,76 | 2.543.595,07 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 40.918.979,76 | |||||
| Vorjahr: EUR 2.387.945,07 | |||||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 25.424.770,15 | 22.924.807,63 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 23.109.917,53 | |||||
| Vorjahr: EUR 21.003.844,04 | |||||
| 11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | |||||
| Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 205.914,00 | 31.496,13 | |||
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus | |||||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | -4.023.077,35 | -25.490.506,33 | |||
| davon a) Abschreibungen EUR 3.903.115,52 | |||||
| Vorjahr EUR 24.679.880,78 | |||||
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: | |||||
| EUR 3.862.141,83; Vorjahr: EUR 19.472.054,01 | -63.777.108,87 | ||||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -76.805.802,45 | ||||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: | |||||
| EUR 4.568.350,12; Vorjahr: EUR 203.769,25 | 22.081.514,11 | 22.409.010,70 | |||
| 14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. | 13.676.447,19 | 13.557.794,17 | |||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 12.469.747,11 | ||||
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 245.627,06 13.922.074,25 |
26.027.541,28 | |||
| 17. Jahresüberschuss | 37.899,20 | 198.098,35 | |||
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 0,00 | $-12.500.000,00$ | |||
| 19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 13.959.973.45 | 13.725.639,63 | |||
| 20. Jahresgewinn | 1.192.881,11 | 1.274.756,60 | |||
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 15.152.854,56 | 15.000.396,23 | |||
| 22. Bilanzgewinn |
| Gesellschaft | Sitz | Anteil | Währung | Grund- /Stammkapital (in lokaler Währung) |
Währung | Eigenkapital inkl unverst, Rückl. (in lokaler Währung) |
Jahrsüberschuss/- fehlbetrag (in lokaler Währung) 2012 |
Code |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wienerberger International N.V. | Zaltbommel | 100,00 | EUR | 50.000 | EUR | 260.833.313 | 23.335.742 WZNL | |
| Wienerberger Finance Service B.V. | Zaltbommel | 100,00 | EUR | 18.000 | EUR | 22.093.414 | -28.334 WZCE | |
| Wienerberger NV | Kortrijk | 99,99 | EUR | 47.557.745 | EUR | 178.308.059 | 6.348.889 TBNV | |
| WK Services NV | Kortrijk | 100,00 | EUR | 32.226.158 | EUR | 14.939.396 | 289.649 WBNV | |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hannover | 100,00 | EUR | 9.500.000 | EUR | 43.439.090 | -16.695.011 WZIG | |
| Steinzeug - Keramo GmbH | Frechen | 10,00 | EUR | 18.408.000 | EUR | 36.832.022 | 5.238.152 STEIN | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Hannover | 99,04 | EUR | 26.000 | EUR | 10.174 | $-1.964$ MLBB*) | |
| Tongrube Lobenfeld GmbH | Oldenburg | 100,00 | EUR | 25,000 | EUR | 319.178 | 10.501 RMWW*) | |
| VL Baustoff GmbH | Ehingen | 100,00 | EUR | 52.000 | EUR | -1.935.262 | 146.212 VLBG | |
| Wienerberger Ziegelindustrie GmbH | Hennersdorf | 99,99 | EUR | 5.000.000 | EUR | 30.433.094 | 1.674.895 WZIO | |
| Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG | Oberndorf | 53,00 | EUR | 438.000 | EUR | 6.756.475 | -473.246 SZW | |
| Wienerberger Beteiligungs GmbH | Wien | 100,00 | ATS | 1.000.000 | EUR | 988.395 | 1.910 WBDH | |
| Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH | Wen | 100,00 | EUR | 35,000 | EUR | 1.413.858.983 | 309.287 WAV | |
| Semmelrock International GmbH | Wen | 100,00 | EUR | 3.000.000 | EUR | 94.670.267 | 3.180.172 SBINT | |
| Wienerberger Brunori SRL | Bubano | 100,00 | EUR | 10.000.000 | EUR | 40.135.213 | -9.724.110 BRUN | |
| Wienerberger A/S | Bröndby | 100,00 | DKK | 107.954.000 | DKK | 76.561.645 | -92.391.702 WBDK | |
| Wienerberger OY AB | Helsinki | 100.00 | EUR | 1.000.000 | EUR | 15.832.246 | -68.690 WBFI | |
| Wienerberger AS | Aseri | 100,00 | EUR | 1.540.736 | EUR | 4.452.395 | -1.027.481 WBEE | |
| OOO "Wienerberger Kirpitsch" | Moskau | 81,94 | RUR | 612.694.577 | RUR | 1.025.625.660 | 43.532.637 KIRPI | |
| OOO "Wienerberger Kurkachi" | Kurkachi | 81.94 | RUR | 650.036.080 | RUR | 763.503.015 | 8.078.567 KURK | |
| Wienerberger Investitions- and Projektmar Kiprevo | 99.00 | RUR | 356,000 | RUR | $-2.715.840$ | 292.816 KIRPINV | ||
| UAB Wenerberger statybine keramika sp.z Vilnius | 100,00 | LTL | 3.135.000 | LTL | -4.895.960 | -6.062.891 WSKL | ||
| Wienerberger EOOD | Sofia | 100,00 | BGN | 12,500.000 | BGN | 15.886.762 | 310.973 WBBG | |
| General Shale Brick, Inc. | Johnson City | 100,00 | USD | 1.000 | USD | -50.765.684 | -61.992.993 GSBINC | |
| General Shale Building Materials Inc. | Johnson City | 100,00 | USD | 1.000 | USD | $-924.627$ | -98.753 GSBI | |
| General Shale Canada Acquisitions Inc. | Halifax | 100,00 | CAD | 28,500.000 | CAD | 17.896.235 | -2.368.921 CANHO | |
| Wienerberger Brick Industry Private Limited Karnataka | 99,99 | INR | 990.000.000 | INR | 1.515.149.116 | -273.129.658 WINDIA | ||
| Wienerberger Asset Management NV | Zonnebeke | 99,99 | EUR | 8.599.827 | EUR | 13.911.781 | 227.558 TSVZ |
| 2012 in EUR |
2011 in TEUR |
|
|---|---|---|
| im folgenden Jahr | 1.727.324 | 1.667 |
| zwischen 1. u. 5 Jahren | 6.649.972 | 6.581 |
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|
| in EUR | in EUR | in EUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| 1. Forderungen aus Liefer- ungen und Leistungen |
104.961.05 | 104.961.05 | 0,00 | 110 | 110 | $^{\circ}$ |
| 2. Forderungen gegen ver- bundene Unternehmen |
523.826.391.76 | 25.255.218.27 | 498.571.173,49 | 271.582 | 51.701 | 219.880 |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
8.719.071.31 | 8.719.071.31 | 0,00 | 10.850 | 10.850 | 0 |
| Forderungen laut Bilanz | 532.650.424,12 | 34.079.250.63 | 498.571.173.49 | 282.542 | 62.662 | 219.880 |
| Stand am 1.1.2012 |
Zuführung | Auflösung | Stand am 31.12.2012 |
|
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Bewertungsreserven UGB | ||||
| I. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche | ||||
| Rechte und Bauten, einschließlich | ||||
| der Bauten auf fremdem Grund | 440.683,37 | 0,00 | 23.312,00 | 417.371,37 |
| 2. Unbebaute Grundstücke | 6.402.778,79 | 0,00 | 14.587,20 | 6.388.191,59 |
| Andere Anlagen, BGA 3. |
1,00 | 0,00 | 0,00 | 1,00 |
| 6.843.463,16 | 0,00 | 37.899,20 | 6.805.563,96 | |
| I. Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen | 693.372,00 | 0,00 | 0,00 | 693.372,00 |
| 7.536.835,16 | 0,00 | 37.899,20 | 7.498.935,96 |
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Positive Marktw erte | 6.286.637,33 | 3.292 |
| Negative Marktw erte | 0.00 | |
| 6.286.637,33 | 3.292 |
| 2012 in EUR |
2011 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Positive Marktw erte | 745.087,11 | |
| Negative Marktw erte | 0,00 | 1.575 |
| 745.087,11 | 1.575 |
| Derivat | Whrg des Derivat |
2012 EUR |
2011 EUR |
Laufzeit |
|---|---|---|---|---|
| CSWP00101 | CAD | 0.00 | -1.575.020.66 | 15.04.2011 - 30.03.2012 |
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt | davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|
| in EUR | in EUR | in EUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| 1. Anleihen | 1.050.000.000.00 | 0.00 | 1.050.000.000.00 | 1.091.228 | 241.228 | 850.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten |
146.861.325.65 | 9.271.325.65 | 137.590.000.00 | 124.877 | 73.241 | 51.636 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung |
586.372.25 | 586.372.25 | 0.00 | 858 | 858 | $\circ$ |
| 4. Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unter- |
||||||
| nehmen | 587.315.647,41 | 581.533.829.99 | 5.781.817,42 | 259.564 | 254.941 | 4.622 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 50.193.803.90 | 44.876.549.90 | 5.317.254.00 | 54.659 | 46.798 | 7.862 |
| Verbindlichkeiten laut Bilanz | 1.834.957.149.21 | 636.268.077.79 1.198.689.071,42 | 1.531.186 | 617.065 | 914.120 |
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Garantien | 229.275.868,00 | 185.013 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 229.275.868,00 | 185.013 |
| Patronatserklärungen | 17.498.453,00 | 79.934 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | 17.498.453,00 | 79.934 |
| 246.774.321,00 | 264.947 |
| 2012 in EUR |
2011 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Vorstände und leitende Angestellte | 7.285.695,61 | 1.319 |
| Andere Arbeitnehmer | 1.027.035,48 8.312.731,09 |
617 1.935 |
| Anschaffungs- oder Herstellungkosten | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| am 1.1.2012 Stand |
Zugänge | Abgänge | 31.12.2012 Stand am |
Abschreib. kumuliert |
Buchwert am 31.12.2012 |
Buchwert am 31.12.2011 |
Abschreibung 2012 |
Zuschreibung 2012 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| ANLAGEVERMOGEN | |||||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen Immaterielle Vermögensgegenstände |
34.410.522.07 | 742.140,30 | 1.848.421.62 | 33.304.240,75 | 27.538.583,36 | 5.765.657,39 | 7.721.043.39 | 2.697.526,30 | 0,00 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, Sachanlagen |
|||||||||
| einschließlich der Bauten auf fremdem Grund | 21.199.182,16 9.231.782,69 |
0,00 763.330,81 |
786.564,68 264.721.81 |
20.412.617,48 9.730.391.69 |
1321.121,12 7.705.214,85 |
19.091.496,36 2.025.176.84 |
19.160.540,85 1.898.743,17 |
610.111,58 51374,00 |
O,OO 0,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |||||||||
| 30.430.964,85 | 763.330,81 | 1.051.286,49 | 30.143.009.17 | 9.026.335.97 | 21.116.673.20 | 21.059.284.02 | 661.485,58 | 0,00 | |
| Finanzanlagen | |||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.930.388.255,37 | 34.387.890,69 | 0,00 2.964.776.146,06 142.336.592,66 2.822.439.553,40 2.791.811.662,71 | 3.760.000.00 | 888 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 684.021.966,35 264.795.480,53 | 224.521.059,32 | 724.296.387,56 | 0,00 | 724.296.387,56 | 684.021.966,35 | 0.00 | ||
| 3. Beteiligungen | 6.439.622,54 | oo O |
8 0.0 |
6.439.622.54 | 80.0 | 6.439.622.54 | 6.439.622,54 | 8,00 | |
| 4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens | 5.226.669,00 | 3.041.660,00 | 3.364.437.00 | 4.903.892,00 | 97.050,00 | 4.806.842.00 | 5.085.901,00 | 44.550.00 | 0,00 |
| 3.626.076.513,26 302.225.031,22 227.885.496,32 | 3.700.416.048.16 142.433.642,66 | 3.557.982.405,50 3.487.359.152,60 | 3.804.550,00 | 0,00 | |||||
| 3.690.918.000,18 303.730.502,33 | 230.785.204.43 | 3.763.863.298.08 | 178.998.561.99 | 3.584.864.736,09 3.516.139.480,01 | 7.163.561.88 | 0,00 | |||
| II./1. Beb. Grundst.u.Bauten a.fr.Grund | |||||||||
| Grundwert | 72 298,95 | 0,00 | 0,00 | 72.298,95 | 0.00 | 72.298,95 | 72.298,95 | 0,00 | 0,00 |
| Gebäudewert | 2 409 431,86 | 0,00 | 598.848,50 | 1.810.583,36 | 1.300.109.01 | 510.474,35 | 561.848,35 | 598.848.50 | 0,00 |
| ہ م |
במה היה המ | へいいこ | בי היה גם | c C |
| Stand am 1.1.2012 | Zugang / Umbuchung | Abgang / Umbuchung | Abschreibung | Zuschreibung | Stand am 31.12.2012 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nennwert | Kapital- | Bilanzwert | Nennwert | Bilanzwert | Nennwert | Bilanzwert | Nennwert | Kapital | Bilanzwert | ||||||
| anteil | anteil | ||||||||||||||
| ξ | s, | Ψ | Š | ¢ | Σ | Ψ | ψ | Ψ | ξ | ళి | Ψ | ||||
| an verbundenen Unternehmen: | |||||||||||||||
| WZNL | EUR 1151 |
50.001 | 100,00 | 295.642.429 | EUR | 50.001 | 100,00 | 295.642.429 | |||||||
| rger International N.V., Zaltbommel | 18.000 | 100,00 | 48.869.456 | EUR | 18.000 | 00,00 | 48.869.458 | ||||||||
| ger Finance Service B.V., Zaltbommel | WZCE | EUR 1152 |
47,557,721 | 99,99 | 78.601.895 | ||||||||||
| rger NV, Kortrijk | TRIB | EUR 1201 |
13.090.086 | 99,99 | 143.197.048 | 34.467.635 $\frac{8}{10}$ |
35,404,847 | ទី ទី | |||||||
| rger Asset Management NV, Zonnebeke | rsvz | 1240 | 8.595.776 | 99,99 | 19.542.259 | 8.595.776 | 99,99 | 19.542.259 | |||||||
| ces NV, Kortrijk | VIBNV | ≘ug 1262 |
32.226.158 | 100,00 | 13,093,583 | EUR | 32.226,158 | 00,00 | 13.093.583 | ||||||
| ger Building Solutions NV, Kortrijk | HBSDE | EUR 1265 |
34.466.347 | 100,00 | 35.404.847 | 35.404.847 | EUR | 0,00 | |||||||
| ger Ziegelindustrie GmbH, Hannover | WZIG | $\frac{8}{10}$ 1312 |
9.500.000 | 100,00 | 256,774,355 | 26,100.000 | 9,500.000 | 100,00 | 282.874.355 | ||||||
| Abwassersysteme, Köln | STEIN | ã 1350 |
18.408.000 | 100,00 | 29.000.000 | 16.567.200 EUR |
26,100.000 | 1,840,800 | 10,00 | 2,900.000 | |||||
| ger Beteiligungs GmbH, Hannover | MLBB | $\frac{8}{10}$ 1355 |
25,750 | 99,04 | 25.750 | 99,04 | 25.750 | ||||||||
| Lobenfeld GmbH, Oldenburg | RMVVW | EUR 1361 |
25.000 | 100,00 | 351.250 | 5556 | 25.000 | 100,00 | 351,250 | ||||||
| off GmbH, Ehingen | vLBG | EUR 1367 |
52.000 | 100,00 | 52.000 | 52.000 | 100,00 | 52,000 | |||||||
| rger Ziegelindustrie GmbH, Hennersdorf | WZIO | EUR 1501 |
4,999,930 | 99,99 | 4,999.930 | 37,420,806 | |||||||||
| ar Ziegelwerk GmbH & Co KG, Nussdorf/Haunsberg | SZW | EUR 1504 |
232.140 | 53,00 | 37.420.806 3.682.355 999.999 |
610,000 | 232.140 | 99,99 53,00 |
3.072.355 | ||||||
| rger Beteiligungs GmbH, Wien | HOBW | EUR 1554 |
72.673 | 100,00 | 250.000 | 72.673 | 100,00 | 749.999 | |||||||
| rger Anteilsverwaltung GmbH, Wien | WAV | EUR 1569 |
35,000 | 100,00 | 1.368.933.533 | 35.000 | 100,00 100,00 |
1,368,933,533 | |||||||
| ock International GmbH, Klagenfurt | SBINT | EUR 1580 |
3.000.000 | 100,00 | 70.961.927 | 3,000,000 | 70.961.927 | ||||||||
| ger Spa, Bubano | BRUN | ã 1802 |
10.000.000 | 100,00 | 2.900.000 | SSSSSSS | 10,000.000 | 100,00 | 78,663,207 | ||||||
| rger A/S, Brondy | WBDK | DKK 2201 |
107,954,000 | 100,00 | 81.563.207 14,466.742 |
107.954.000 | 100,00 | 14.466.742 | |||||||
| ger OY AB, Helsinki | WBFI | EUR 2301 |
1,000.000 | 100,00 | 25,360,000 | 1.000,000 | 100,00 | 25,360,000 | |||||||
| rger (UK) Limited, Manchester | WBUK | GBP 2401 |
780.646 | 100,00 | E & | 0,00 | |||||||||
| EUR 2501 |
1,540,736 | 100,00 | 1,540.736 | 100,00 | 7,115.059 | ||||||||||
| rger AS, Aseri | WBEE | 502.041.936 | 23.292.683 | 502.041.936 | 81,94 | 46.860.228 | |||||||||
| nerberger Kirpitsch, Moskau | KIRPI | RUR RUR 2601 |
81,94 81.84 |
7.115.059 23.567.545 10.788.431 |
8.536,585 | 32,639,564 | 81,94 | 19.325.016 | |||||||
| nerberber Kurkachi | RUR | 2602 | 532.639.564 | 352.440 | 99,00 | 9,722 | |||||||||
| ger Investitions- and Projektmanagement OOO, Kiprevo | KIRPINV | aug 2651 |
352.440 | 99,00 | 9.722 | $5888E$ $58$ | 3,135,000 | 100,00 | 965,920 | ||||||
| nerberger statybine keramika sp.z.o.o., Vilnius | WSKL | E 2901 |
3.135.000 | 100,00 | 965.920 | 12.500.000 | 100,00 | 6.392.158 | |||||||
| ger EOOD, Sofia | WBBG | š 4101 |
12.500.000 | 100,00 | 6.392.158 | 1.000 | 100,00 | 240.280.675 | |||||||
| shale Brick, Inc., Johnson City | GSBINC | ŝ 6001 |
1.000 | 100,00 | 240.280.675 | SD | |||||||||
| shale Building Materials, Inc., Johnson City | gg G |
g 6003 |
1.000 | 100,00 | 992 | gsp | 1.000 | 100,00 | 992 | ||||||
| Shale Canada Acquisitions Inc., Halifax | CANHO | GAD 6102 |
28.500.000 | 100,00 | ន្ត្ ទី | 28.500.000 | 100,00 | 21.292.921 | |||||||
| ger Brick Industry Private Limited, Karnataka | NINDIA | ΙK 5801 |
389.999.990 | 100.00 | 21,292,921 36,056,691 |
2.558.622 | 389.999.990 | 00,00 | 38.615,313 | ||||||
| 2.791.811.662 | 95.892.737 | 61504.847 | 3.760.000 | 2.822.439.553 | |||||||||||
| gungen: | |||||||||||||||
| AG (Mioner Borse AG) | 700.000 | 3.75 | 6,439,623 | 700,000 | 3,75 | 6.439.623 |
| Stand am | Verwendung | Auflösung | Zuweisung | Stand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2012 EUR H |
EUR | EUR | EUR | 31.12.2012 EUR EU |
|
| 1. Rückstellung für Abfertigungen | 3.178.848,00 | 726.116,00 | oo O |
1,413.274,00 | 3.866.006,00 |
| 2. Rückstellung für Pensionsverpflichtungen | 12.899.463,00 | oo O |
00.0 | 3.454.306.00 | 16.353.769.00 |
| 3. Steuerrückstellung | 3.284.075,00 | 632.652,00 | 0,00 | 0.00 | 2.651.423,00 |
| 4. Jubiläumsgeldrückstellungen | 380.694.00 | 12.278,00 | 43.934.00 | 65.693,00 | 390.175,00 |
| 4. Urlaubsrückstellungen | 1.373.782,00 | 162.934,00 | 00.0 | 253.896,00 | 1.464.744,00 |
| Personalrückstellungen 5. Sonstige Rückstellungen |
4.490.983.65 | 4.490.983.65 | 0,00 | 1.856.103,58 | 1.856.103,58 |
| Aufsichtsratvergütungen | 501.250,00 | 501.250.00 | 0,00 | 466.887.00 | 466.887,00 |
| Prüfungskosten | 152.500,00 | 152.500,00 | 0.00 | 161.800.00 | 161.800,00 |
| Rechts- und Beratungskosten | 91.800,00 | 46.740,00 | 45.060.00 | 560.437.00 | 560.437.00 |
| Übrige | 6.669.698.77 | 794.029.28 | 875.669.49 | 1.310.113.57 | 6.310.113.57 |
| 11.906.232.42 | 5.985.502.93 | 920.729.49 | 4.355.341,15 | 9.355.341,15 | |
| 22 NOV 201 42 | 7 510 127 03 | 97 V V V V V V V V | a 542 510 15 | 34 081 458 15 |
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 22. Februar 2013
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
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