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Oberbank AG

Annual Report Apr 26, 2013

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Annual Report

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Ein bisschen mehr als eine Bank.

Jahresfinanzbericht 2012

■ Konzernlagebericht Seite 4
■ Konzernabschluss Seite 22
■ Erklärung der gesetzlichen Vertreter Seite 92
■ Lagebericht der Oberbank AG Seite 98
■ Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB Seite 126
■ Erklärung der gesetzlichen Vertreter Seite 145
■ Verantwortungsbereiche des Vorstandes Seite 146
■ Organe der Bank Seite 147
■ Impressum Seite 148

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Staatsschuldenkrise weiterhin als beherrschendes Thema

Das Jahr 2012 stand im Zeichen der europäischen Schuldenkrise. Es kam zu richtungsweisenden Entscheidungen: Unter anderem wurden der Euro-Rettungsschirm, eine gemeinsame europäische Bankenaufsicht und ein umfangreiches Hilfspaket der EZB beschlossen. Obwohl damit die Schuldenkrise nicht endgültig gelöst wurde, ist die Gefahr eines möglichen Auseinanderbrechens der Eurozone oder des Austrittes einzelner Länder deutlich gesenkt worden.

Das Jahr 2012 im Zeitraffer

13. Jänner Die Ratingagentur Standard & Poor´s entzieht Österreich, Frankreich und weiteren sieben Euro
ländern die Bestnote Triple A.
16. Jänner Nach der Herabstufung mehrerer Euroländer entziehen S & P auch dem Rettungsschirm EFSF die
Bestnote.
23. Jänner Die Finanzminister der EU einigen sich auf die Einführung des Europäischen Stabilitätsmechanismus
(ESM) im Sommer 2012.
19. Februar Ein zweites Hilfspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 130 Mrd. Euro wird beschlossen.
2. März Bis auf Großbritannien und Tschechien unterzeichnen alle EU-Mitgliedsländer den Fiskalpakt für
mehr Haushaltsdisziplin.
8./9. März Die privaten Gläubiger stimmen einem Schuldenschnitt von 53,5 % für Griechenland zu.
30. März Die Euro-Finanzminister einigen sich auf den Umfang des Rettungsschirmes, der künftig aus ver
schiedenen Programmen 800 Mrd. Euro für hochverschuldete Euroländer zur Verfügung stellt.
6. Mai In Frankreich gewinnt Francois Hollande die Präsidentschaftswahl, nachdem er im Wahlkampf
Änderungen im Fiskalpakt gefordert hat; in Griechenland müssen die Regierungsparteien bei der
Parlamentswahl massive Verluste hinnehmen und können die Koalition nicht fortsetzen.
11. Mai Spanien beschließt im Zuge einer Bankenreform die Gründung einer "Bad Bank" zur Auslagerung
besonders risikoreicher Papiere.
17. Juni Bei den Neuwahlen in Griechenland gewinnen die konservativen Kräfte, die die mit der EU und dem
IWF getroffenen Vereinbarungen einhalten wollen.
25. Juni Spanien beantragt offiziell Hilfsmittel aus dem ESM für seine Banken.
5. Juli Die EZB senkt den Euroleitzins von 1,00 % auf 0,75 %, den niedrigsten Stand seit Bestehen der
Gemeinschaftswährung.
6. September Die EZB beschließt das "Outright Monetary Transactions" (OMT) Programm, um das Risiko aus
dem Markt zu nehmen und die Gefahr des Zerfallens der Eurozone zu reduzieren.
Die wichtigsten Inhalte zusammengefasst:
Im Zuge des OMT dürfen in Zukunft nur Staatsanleihen von Ländern gekauft werden, die ein neues
EFSF/ESM-Programm erhalten und sich an die damit verbunden strikten Auflagen halten. Es gibt
kein Limit beim Volumen; bei der Laufzeit wird man sich auf 1 bis 3 Jahre fokussieren. Anleihen von
Ländern, die bereits unter dem Schutzschirm stehen (Irland, Portugal), dürfen nur gekauft werden,
wenn sie wieder Zugang zum Bondmarkt haben. Die EZB wird allen anderen Anleihegläubigern
gleichgestellt: Andere Gläubiger müssen also nicht, wie im Fall Griechenland, bei einer Umschul
dung auf Forderungen verzichten. Der Ankauf von Staatsanleihen wird eingestellt, wenn die Ziele
erreicht sind oder sich das Land nicht an die Bedingungen hält.
12. September Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärt die deutsche Ratifizierung des Fiskalpaktes und des
ESM-Vertrages für rechtmäßig.
19. Oktober Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf die Einführung einer einheitlichen europä
ischen Bankenaufsicht.
27. November Euroländer und IWF einigen sich auf eine Anpassung der Hilfsmaßnahmen für Griechenland, damit
erhält die griechische Regierung mehr Zeit für die Umsetzung der vereinbarten Sparmaßnahmen.
13. Dezember Die EU-Finanzminister geben eine weitere Tranche der Griechenland-Hilfe frei.

Konzernlagebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Schuldenkrise dämpft Wirtschaftswachstum

Wegen der nach wie vor ungelösten Staatsschuldenkrise war das Wirtschaftswachstum 2012 in Europa deutlich schwächer als in den anderen großen Wirtschaftsregionen. Das BIP der gesamten EU schrumpfte 2012 um 0,1 %, nach einem Zuwachs um 1,5 % im Jahr zuvor. Die Wirtschaftsleistung der Euroländer ging sogar um 0,3 % zurück (nach + 1,4 % in 2011).

Positiv ragte Deutschland heraus, das mit einem BIP-Zuwachs von 1,0 % (nach + 3,0 % in 2011) ein stärkeres Abgleiten der Eurozone in die Rezession verhinderte. In den "Oberbank-Ländern" Tschechien (BIP - 1,1 %), Ungarn (- 1,4 %) und Slowakei (+ 2,3 %) war das Wirtschaftswachstum 2012 klar schwächer als im Jahr davor, die Auswirkungen der Wachstumsschwäche auf den wichtigsten europäischen Partnermärkten machten sich deutlich bemerkbar.

Die Weltwirtschaft wuchs 2012 um 3,3 %, nach einem Anstieg um 3,8 % im Vorjahr. Das BIP der USA legte um 2,3 % zu (nach 1,8 % in 2011), die japanische Wirtschaft wuchs um 1,7 % (nach - 0,6 %). Chinas Wirtschaftsleistung erhöhte sich zwar mit + 8,0 % besonders deutlich, aber hier war im Vergleich zu den Vorjahren dennoch eine Wachstumsverlangsamung zu erkennen (+ 10,4 % in 2010, + 9,2 % in 2011).

Österreichs Wirtschaft wuchs 2012 um 0,6 %

Dieser Wert liegt klar unter dem der vergangenen beiden Jahre, aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt des Euroraumes. Österreich war damit auch 2012 eine der wesentlichen Stützen der europäischen Konjunktur. Diese stabile Entwicklung wurde sowohl von der inländischen als auch von der ausländischen Nachfrage getragen. Bemerkenswert ist die Entwicklung der österreichischen Exporte, die 2012 trotz der Konjunkturschwäche auf den europäischen Abnehmermärkten um 0,8 % gestiegen sind.

Privater Konsum Investitionen Bauten Exporte 1,5 0,7 0,6 0,7 7,3 0,8 4,4 1,1 0,6 7,9 0,8 3,8 n 2013e n 2012 n 2011 Quelle: WIFO-Prognosen Dezember 2012

Komponenten der Nachfrage in Österreich, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Konzernlagebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zinsen weiterhin auf tiefstem Niveau

Die US-Notenbank FED ließ die Leitzinsen im Berichtsjahr unverändert in der Spanne von 0,00 % bis 0,25 %, auf die sie bereits am 16. Dezember 2008 gesenkt worden sind. Die EZB setzte 2012 nur einen Zinsschritt und senkte die Leitzinsen am 5. Juli von 1,00 % auf 0,75 %.

Entwicklung der Leitzinsen USD EUR
1.1. – 31.12. 0,00 % – 0,25 % 1.1. – 4.7. 1,00 %
5.7. – 31.12. 0,75 %

Auch die Geld- und Kapitalmarktzinsen bewegten sich 2012 durchwegs auf besonders niedrigem Niveau. Der 3-Monats-Euribor ging von 1,22 % (Durchschnitt Jänner 2012) auf 0,19 % (Durchschnitt Dezember 2012) zurück, damit lag er im Jahresdurchschnitt 2012 bei 0,57 %, nach 1,39 % im Vorjahr. Der 3-Monats-USD-Libor ging von Jänner bis Dezember 2012 von 0,57 % auf 0,31 % zurück, das bedeutet einen Durchschnittswert von 0,43 % nach 0,34 % in 2011. Der 10-Jahres-SWAP lag für den Euro 2012 bei durchschnittlich 1,97 % (Jänner 2,34 %, Dezember 1,61 %), für den Dollar bei 1,86 % (Jänner 2,04 %, Dezember 1,74 %).

Währungsentwicklung 2012

Der Euro entwickelte sich angesichts der Probleme in Europa erstaunlich robust. Gegenüber dem US-Dollar lag er 2012 mit einem Durchschnittskurs von 1,29 klar über dem Kurs von 1,18 Anfang Jänner 1999, als er eingeführt wurde. Grund für diese stabile Entwicklung ist, dass die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in den USA ebenfalls schwach sind: Sowohl bei der Gesamtverschuldung als auch beim laufenden Defizit (in Relation zum BIP) liegen die USA klar schlechter als die EU. Der EUR/CHF-Kurs blieb mit leichten Schwankungen zwischen 1,20 und 1,21 exakt in der Bandbreite, die die Schweizerische Nationalbank im September 2011 als Zielgröße bekanntgegeben hat.

Robuste Entwicklung an den Börsen

2012 war ein äußerst zufriedenstellendes Börsenjahr: Alle bedeutenden Aktienindizes konnten deutlich zulegen. Vor allem die Sorgen bezüglich der Eurokrise waren scheinbar bereits in den Kursen eingepreist und die Investorinnen und Investoren vertrauten den Bemühungen von EZB und Politik, den Euro um jeden Preis zu retten. Bei den einzelnen Indizes konnten sich insbesondere der österreichische ATX und der deutsche DAX positiv hervorheben. Der DAX verbuchte 2012 sogar den größten Anstieg seit dem Jahr 2003. Im Vergleich zu den meisten internationalen Börsen sind 2012 die Indizes in den USA etwas unter den Erwartungen geblieben. Gegen Jahresende belasteten vor allem die Probleme rund um das US-Budget und die Angst vor den daraus resultierenden negativen Auswirkungen die Entwicklung.

Index Ø Jänner 2012 Ø Dezember 2012 Jänner – Dezember 2012
Dow Jones (USA) 12.551 13.144 + 4,7 %
S&P 500 (USA) 1.301 1.422 + 9,4 %
Euro Stoxx 50 (Europa) 2.382 2.626 + 10,2 %
Topix (Japan) 744 812 + 9,1 %
DAX (Deutschland) 6.278 7.576 + 20,7 %
ATX (Österreich) 1.984 2.364 + 19,2 %

Konzernlagebericht Allgemeine Angaben zur Berichterstattung

Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt.

Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2012 neben der Oberbank AG 26 inländische und 20 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 durch die erstmalige Einbeziehung folgender Gesellschaften verändert: 3-Banken Wohnbaubank AG, Linz (Anteil 80 %); Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz (Anteil 100 %).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 22 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.

Gliederung der Segmente

Die Segmentberichterstattung der Oberbank unterscheidet die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im "Lagebericht 2012 der Oberbank AG" ab Seite 102 dieses Offenlegungsberichtes.

Ergebnisentwicklung

Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2012 wieder eine sehr gute Ertragslage ausweisen. Der Jahresüberschuss vor Steuern wuchs trotz der weiterhin besonders vorsichtigen Vorsorgepolitik um 5,0 % auf 132,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern war aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr um 61 % höheren Steueraufwandes um 2,4 % auf 108,6 Mio. Euro leicht rückläufig.

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
nach IFRS in Mio. D 2012 Veränderung 2011 2010
Zinsergebnis 312,9 - 8,4 % 341,7 318,9
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 59,8 - 38,8 % - 97,6 - 103,8
Provisionsergebnis 108,2 3,5 % 104,5 101,2
Handelsergebnis 7,3 - 21,0 % 9,3 6,5
Verwaltungsaufwand - 239,0 4,2 % - 229,5 - 220,7
Sonstiger betrieblicher Erfolg 2,7 > - 100,0 % - 2,4 12,4
Jahresüberschuss vor Steuern 132,4 5,0 % 126,0 114,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 23,7 60,9 % - 14,8 - 16,1
Jahresüberschuss nach Steuern 108,6 - 2,4 % 111,2 98,4
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuzurechnen 108,6 - 2,4 % 111,2 98,4
davon den Minderheitsgesellschaftern
zuzurechnen 0,0 - 24,0 % 0 0

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis war im Geschäftsjahr 2012 um 8,4 % auf 312,9 Mio. Euro rückläufig. Diese Entwicklung ist auf das um 0,6 % auf 277,2 Mio. Euro gesunkene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft und den um 43,1 % auf 35,7 Mio. Euro zurückgegangenen Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen zurückzuführen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken besteht auch eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet. Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2012 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von 59,8 Mio. Euro nach 97,6 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Rückgang der Wertberichtigungsquote von 0,90 % auf 0,53 % aus.

Provisionsergebnis

Zuwachs der Zahlungsverkehrsprovision prägt Provisionsgeschäft

Das Provisionsergebnis stieg im Geschäftsjahr 2012 um 3,5 % auf 108,2 Mio. Euro an. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Zahlungsverkehr, wo die Provisionen unter anderem wegen der deutlichen Ausweitung des Auftragsvolumens um 6,7 % auf 38,6 Mio. Euro stiegen. Ebenso verzeichnen die Provisionen aus dem Kreditgeschäft mit + 4,1 % und die Erträge aus dem Devisen- und Valutengeschäft mit + 4,4 % ein hervorragendes Wachstum. Das Wertpapiergeschäft stagnierte mit einem leichten Plus von 0,3 % auf hohem Niveau.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jenes aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2012 war das Handelsergebnis mit 7,3 Mio. Euro um 21,0 % niedriger als im Vorjahr.

Verwaltungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2012 erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 % auf 239,0 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen stiegen um 6,3 % auf 141,1 Mio. Euro an, darunter der Aufwand für Löhne und Gehälter um etwa 4 % auf 99,3 Mio. Euro. Die Abschreibungen waren mit 23,4 Mio. Euro um 5,7 % höher als im Vorjahr, in erster Linie aufgrund höherer Abschreibungen auf Sachanlagen im Leasing-Teilkonzern. Die Sachaufwendungen verzeichnen einen leichten Rückgang um 0,2 % auf 74,5 Mio. Euro. Die Kosten-Ertrags-Relation war 2012 mit 55,4 % weiterhin klar besser als im gesamten österreichischen Bankenmarkt.

Hohe Steuerbelastung prägt Ergebnisentwicklung

Überschuss vor Steuern + 5,0 %, nach Steuern - 2,4 %

Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 5,0 % höherer Jahresüberschuss vor Steuern von 132,4 Mio. Euro ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit 23,7 Mio. Euro um 60,9 % höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 108,6 Mio. Euro, womit der Vorjahreswert um 2,4 % verfehlt wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von 19 Tsd. Euro, damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern 108,6 Mio. Euro (- 2,4 %).

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG beträgt 28.783.125 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr 3,78 Euro nach 3,87 Euro im Jahr davor.

Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt 80,6 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation von 66,1 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von 0,1 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von 14,6 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von 86,3 Mio. Euro eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von 14.391.562,50 Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 206.579,01 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Analyse wichtiger Steuerungskennzahlen

Unternehmenskennzahlen nach IFRS 2012 2011 2010
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 10,32 % 10,56 % 10,57 %
Return on Equity nach Steuern 8,47 % 9,32 % 9,08 %
Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) 55,44 % 50,64 % 50,28 %
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 19,11 % 28,58 % 32,55 %
Eigenmittelquote 16,81 % 16,49 % 16,69 %
Kernkapitalquote 11,88 % 11,51 % 10,50 %
IFRS-Ergebnis pro Aktie in A 3,78 3,87 3,43

Der Return on Equity (RoE) vor Steuern reduzierte sich – bedingt durch den deutlichen Anstieg des Konzerneigenkapitals – auf 10,32 % nach 10,56 % im Jahr zuvor, ebenso der RoE nach Steuern von 9,32 % auf 8,47 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie blieb mit 3,78 Euro im Vergleich zum Jahr 2011 mit 3,87 Euro relativ stabil.

Die Cost-Income-Ratio lag im Jahr 2012 mit 55,44 % weiterhin ausgezeichnet. Die Risk-Earning-Ratio ging trotz der vorsichtigen Vorsorgepolitik und weiterhin hoher Risikovorsorgen von 28,58 % auf 19,11 % zurück. Die Kernkapitalquote stieg von 11,51 % auf 11,88 %.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2012 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 1,1 % auf 17.675,1 Mio. Euro erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.

Bilanzaktiva

Weiterer Anstieg der Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen 2012 um 13,0 % auf 1.769,4 Mio. Euro, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 9,0 % auf 10,0 % wuchs. Die Forderungen an Kunden konnten um 3,0 % auf 11.245,8 Mio. Euro gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden auf 6.936,4 Mio. Euro um 1,2 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden um 6,1 % auf 4.309,4 Mio. Euro. Eine Aufteilung nach Kundenkreisen weist einen Anstieg bei den Privatkrediten um 90,2 Mio. Euro und eine Steigerung um 241,4 Mio. Euro bei den Firmenkrediten aus.

Der Anstieg der Risikovorsorgen um 5,3 % auf 368,8 Mio. Euro ergibt sich als Saldo der Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.

Die Finanzanlagen gingen 2012 um 4,8 % auf 4.182,0 Mio. Euro zurück. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value 278,0 Mio. Euro, Vermögenswerte Available for Sale 1.121,9 Mio. Euro, Vermögenswerte Held to Maturity 2.231,0 Mio. Euro sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 551,1 Mio. Euro.

In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst.

Die Handelsaktiva stiegen um 19,9 % auf 60,4 Mio. Euro, das immaterielle Anlagevermögen ging um 15,4 % auf 3,9 Mio. Euro zurück. Die Sachanlagen erhöhten sich um 4,1 % auf 229,1 Mio. Euro, die Position sonstige Aktiva reduzierte sich um 4,0 % auf 370,6 Mio. Euro (darin enthalten sind Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge, sonstige Forderungen der Leasingunternehmen sowie latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten).

Bilanzpassiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2012 um 5,6 % auf 4.039,7 Mio. Euro reduziert. Die Primärmittel konnten in Summe um 2,6 % auf 11.607,9 Mio. Euro gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 3,7 % auf 9.399,1 Mio. Euro wieder etwas stärker zu als im Jahr zuvor, weil die Kunden aufgrund der unsicheren Entwicklung an den Börsen ihre Vermögenswerte weiterhin verstärkt in Form der traditionellen Anlageformen anlegen. Die Bilanzposition Spareinlagen ging um 0,8 % auf 3.380,1 Mio. Euro leicht zurück, die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 6,4 % auf 6.019,0 Mio. Euro merklich an. Die verbrieften Verbindlichkeiten wuchsen um 1,8 % auf 1.533,7 Mio. Euro, die Bilanzposition Nachrangkapital war mit 675,1 Mio. Euro um 9,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Steigerung des Eigenkapitals um 9,9 % auf 1.342,4 Mio. Euro erklärt sich vor allem durch die aufgrund der sehr guten Ertragslage mögliche hohe Dotierung der Rücklagen.

In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen gingen in Summe um 0,6 % auf 400,2 Mio. Euro zurück. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (210,0 Mio. Euro) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (128,9 Mio. Euro) zusammen.

Die sonstigen Passiva stiegen um 7,4 % auf 284,9 Mio. Euro. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

n n Eigenkapital
n n Übrige Passiva
n n Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital
n n Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
n n Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Refinanzierungsstruktur in Mio. B 2012 Veränderung 2011 2010
Spareinlagen 3.380,1 0,8 % 3.407,6 3.447,2
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.019,0 6,4 % 5.656,6 5.455,6
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.533,7 1,8 % 1.506,6 1.486,4
Nachrangkapital 675,1 - 9,3 % 744,4 746,2
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital 11.607,9 2,6 % 11.315,2 11.135,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.039,7 - 5,6% 4.278,6 3.833,2
Summe 15.647,6 0,3 % 15.593,8 14.968,5

Eigenkapitalentwicklung

Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 9,9 % auf 1.342,4 Mio. Euro. Das Grundkapital blieb mit 86,3 Mio. Euro unverändert. Die Eigenmittel gemäß § 24 BWG betrugen zum 31. Dezember 2012 1.762,5 Mio. Euro gegenüber 1.673,1 Mio. Euro zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von 904,6 Mio. Euro betrug demnach 857,9 Mio. Euro und liegt damit um 8,81 %-Punkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2012 stieg damit von 16,49 % auf 16,81 % an, die Kernkapitalquote stieg von 11,51 % auf 11,88 % deutlich an.

Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B 2012 Veränderung 2011 2010
Grundkapital 86,1 - 0,2 % 86,3 86,3
Kapitalrücklagen 194,0 - 0,3 % 194,5 194,6
Gewinnrücklagen 1.036,1 13,2 % 915,3 852,8
Unversteuerte Rücklagen 21,4 - 5,7 % 22,7 23,9
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 1,9 1,9
Anteile im Fremdbesitz 2,9 > 100,0 % 1,4 1,4
Bilanzielles Eigenkapital 1.342,4 9,9 % 1.222,0 1.160,9
Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG 1.762,5 5,3 % 1.673,1 1.635,1
hievon Kernkapital (Tier I) 1.245,4 6,7 % 1.167,6 1.028,7
Eigenmittelerfordernis 904,6 3,4 % 875,1 845,3
Eigenmittelquote in % 16,81 0,32 %-P. 16,49 16,69
hievon Kernkapitalquote in % 11,88 0,37 %-P. 11,51 10,50
Überdeckung Eigenmittelquote in %-Punkten 8,81 0,32 %-P. 8,49 8,69
Bemessungsgrundlage der Eigenmittel 10.481,9 3,3 % 10.146,2 9.795,8

Uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklung

In den meisten Wirtschaftsregionen wird das Wirtschaftswachstum 2013 stagnieren, ohne aber in eine Rezession abzugleiten. Das BIP-Wachstum wird in den USA nach 2,3 % im Jahr 2012 auf 1,8 % im Jahr 2013 zurückgehen. In Japan wird sich das Wachstum von 1,7 % auf 0,8 % abschwächen, in China von 8,0 % auf 7,0 %. In der EU, deren Konjunktur 2012 besonders unter der Krise der Staatsfinanzen zu leiden hatte, ist hingegen mit einer Beschleunigung des Wachstums zu rechnen. In der gesamten Union wird nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 % in 2012 für 2013 mit einem leichten Wachstum von 0,6 % gerechnet, die Wirtschaftsleistung der Euroländer soll sich von - 0,3 % auf + 0,2 % ebenfalls leicht erholen.

Die deutsche Wirtschaft wird mit 1,0 % Wachstum das Niveau des Vorjahres wiederholen, die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländer werden mit 1,5 % Zuwachs (nach 1,2 % in 2012) wieder einen überdurchschnittlichen Wachstumsbeitrag liefern. In der Tschechischen Republik wird nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,1 % im Jahr 2012 für 2013 mit einem leichten Wachstum von 0,6 % gerechnet, in Ungarn mit einem BIP-Anstieg um 0,3 % nach einem Rückgang um 1,4 %. In der Slowakei bleibt das Wirtschaftswachstum mit 2,1 % annähernd stabil. Das Management der Oberbank AG erwartet für 2013 einen gegenüber dem US-Dollar stabilen Euro und rechnet mit einem Kurs von 1,25 – 1,30. Gegenüber dem Schweizer Franken wird der Euro voraussichtlich auf dem Niveau von 1,20 – 1,25 verharren. Auch gegenüber der tschechischen Krone und dem ungarischen Forint sind 2013 keine deutlichen Bewegungen zu erwarten.

Leichter Wachstumsanstieg auch in Österreich

Für Österreich wird 2013 ein Wirtschaftswachstum von 1 % oder knapp darunter erwartet. Träger des Wachstums werden die Investitionen (+ 1,5 % nach + 0,8 % in 2012) und die Exporte (+ 3,8 % nach + 0,8 %) sein. Der private Konsum wird mit + 0,7 % etwa gleich stark wie 2011 und 2012 wachsen und damit keine wesentlichen Impulse für die Konjunktur liefern. Die Sparquote wird mit 7,1 % weiterhin auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre liegen, die Kredite an Unternehmen und Private um 2,1 % höher als im abgelaufenen Jahr sein. Die Inflationsrate wird auf 2,1 % zurückgehen und damit wieder im Zielkorridor der EZB liegen. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich aufgrund der schwächeren Produktionsentwicklung von 1,4 % auf 0,6 % verlangsamen, die Arbeitslosigkeit wird damit nach österreichischer Berechnung von 7,0 % in 2012 auf 7,4 % in 2013 ansteigen.

Geschäftliche Schwerpunkte der Oberbank

Die hervorragende Kapital- und Liquiditätsausstattung ermöglicht es dem Management der Oberbank, für 2013 wiederum ein deutliches Kreditwachstum zu planen. Die Refinanzierung der Kredite soll durch einen Zuwachs bei den Primäreinlagen sichergestellt werden. Die bewährte vorsichtige Risikostrategie der Oberbank wird unverändert weiter verfolgt werden. Aufgrund der Marktentwicklungen der vergangenen Monate wird erwartet, dass sich das Kreditrisiko gegenüber dem des Jahres 2012 leicht erhöhen wird. Der Weg des organischen Wachstums der Oberbank soll auch 2013 und in den Folgejahren fortgesetzt werden. Regionale Schwerpunkte für Filialgründungen werden dabei aus heutiger Sicht Wien und Tschechien sein.

Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2013

Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Ausmaßes der Konjunkturerholung ist eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2013 nur schwer möglich. Das Management der Oberbank erwartet ein Zinsergebnis, das etwa dem des Jahres 2012 entspricht, bei den Provisionserträgen wird hingegen ein Anstieg erwartet. Insgesamt wird angestrebt, das hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 in der kommenden Berichtsperiode sowohl vor als auch nach Steuern wieder zu erreichen. Das wird es erlauben, über die Dotierung der Rücklagen die Eigenmittelausstattung der Oberbank weiter zu stärken, das Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren und an die Aktionärinnen und Aktionäre eine angemessene Dividende auszuschütten.

Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, die Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank. Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee.

Risikocontrolling

Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und berichtet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiterinnen und -leiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System. Es existiert eine detaillierte Beschreibung der IKS-Abläufe, eine einheitliche Dokumentation aller risikorelevanten Prozesse der Bank und der Kontrollmaßnahmen. Die Verantwortlichkeiten und Rollen in Bezug auf das IKS sind klar definiert. Kontrollaktivitäten werden dokumentiert und überprüft. Die IKS-relevanten Risiken werden regelmäßig evaluiert und angepasst. Für das IKS erfolgt ein regelmäßiges, mehrstufiges Reporting über Wirksamkeit und Reifegrad. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG prüft in ihrer Funktion als unabhängige Überwachungsinstanz das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS sowie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.

Gesamtbankrisikosteuerung und Risikotragfähigkeitsrechnung

Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Die Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken ICAAP-Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), das Beteiligungsrisiko, das Marktrisiko im Handelsbuch, das Marktrisiko im Bankbuch und für die Operationellen Risiken. Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind (Liquiditätsrisiko und Konzentrationsrisiko). Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts- und Reputationsrisiken, strategische und sonstige Risiken sowie Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden entwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Kundenbonität ergeben. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet.

Kreditrisiko

Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet ist.

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz der Oberbank abgedeckten Regionen. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden tourlich im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung gemeinsam mit der Leitung Kredit-Management festgelegt.

Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des Kreditrisikomanagements in der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäftes über die Unterdeckung stellt hohe Anforderungen an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im gesamten Oberbank-Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge in den zentralen Kreditverwaltungsgruppen der Abteilung Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion.

Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.

Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt. Grundsätzlich werden vor dem Eingehen von Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und rechtlicher Situation zu bekommen.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. Die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.

Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells (historische Simulation). Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Euro-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreterinnen und Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat & Kommunikation", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".

Operationelles Risiko

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die Operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. Die Risiken werden in folgende Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.

Das operative Risikomanagement von Operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen Operationellen Risiken.

In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der Operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Zur Absicherung von im Rahmen der Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis. Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Grundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden sowie den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der LfA Förderbank Bayern alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.

Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement und für den Risikovorstand eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.

Konzentrationsrisiko

Risikokonzentrationen begründen ein Konzentrationsrisiko, sofern sie das Potenzial haben, Verluste zu produzieren, die groß genug sind, um die Stabilität eines Institutes zu gefährden, oder um eine wesentliche Änderung im Risikoprofil zu bewirken.

Es wird zwischen zwei Arten von Risikokonzentrationen unterschieden:

  • Intra-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die innerhalb einer einzelnen Risikokategorie entstehen können.
  • Inter-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die sich aus dem Gleichlauf von Risiken verschiedener Risikokategorien ergeben können.

Die Zuständigkeiten für das Intra-Konzentrationsrisiko liegen daher bei den jeweils für die einzelnen Risikoarten verantwortlichen Einheiten, die Zuständigkeit für das Inter-Konzentrationsrisiko liegt beim APM-Komitee.

Aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodells der Oberbank als regional tätige Universalbank sind übermäßige Intra- und Inter-Risikokonzentrationen nicht vorhanden.

Konzernlagebericht Offenlegung gemäß § 243a UGB

Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital

Das Grundkapital der Oberbank AG belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 86.349.375 Euro und war unterteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital.

Aktienrückkauf

Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien bis zum Ausmaß von 5 % des Grundkapitals können auch zur Weitergabe an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden. Eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10 % des Grundkapitals können zweckneutral erworben werden.

Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung mit dem Zweck, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.

Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung

Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält zum Stichtag 31. Dezember 2012 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, die BKS Bank AG 16,95 %. Größter Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. hält 4,62 %, die Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 3,46 %.

Konzernlagebericht Offenlegung gemäß § 243a UGB

Organbestellung und Kontrollwechsel

Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Verantwortungsbereich: Firmenkundengeschäft

Direktor Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Verantwortungsbereich: Privatkundengeschäft Verantwortungsbereich: Gesamtrisikomanagement

Konzernabschluss

Konzernabschluss 2012 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Inhaltsverzeichnis IFRS-Konzernabschluss:

Konzernrechnung
Gesamtergebnisrechnung 2012 24
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung 24
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 25
Bilanz zum 31. Dezember 2012 26
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 28
Geldflussrechnung 30
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss 32
Einleitung 32
1) Konsolidierungskreis der Oberbank 32
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze 32
Details zur Gewinn- und
Verlust-Rechnung
41
3) Zinsergebnis 41
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 41
5) Provisionsergebnis 41
6) Handelsergebnis 41
7) Verwaltungsaufwand 42
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg 42
9) Ertragsteuern 42
10) Ergebnis je Aktie 42
Details zur Bilanz 43
11) Barreserve 43
12) Forderungen an Kreditinstitute 43
13) Forderungen an Kunden 43
14) Risikovorsorgen 44
15) Handelsaktiva 44
16) Finanzanlagen 44
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte 45
18) Sachanlagen 45
19) Sonstige Aktiva 46
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 47
22) Verbriefte Verbindlichkeiten 47
23) Rückstellungen 47
24) Sonstige Passiva 48
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 49
26) Nachrangkapital 49
27) Eigenkapital 49

Konzernabschluss Konzernabschluss 2012 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

28) Anlagenspiegel 50
29) Fair Value von Finanzinstrumenten 51
30) Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen 54
31) Segmentberichterstattung 55
32) Non performing loans 57
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 57
34) Nachrangige Vermögensgegenstände 57
35) Fremdwährungsvolumina 57
36) Treuhandvermögen 57
37) Echte Pensionsgeschäfte 57
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 57
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises 58
Risikobericht
Risikobericht 61
40) Risikomanagement 61
41) Kreditrisiko 65
42) Beteiligungsrisiko 76
43) Marktrisiko 77
44) Operationelles Risiko 80
45) Liquiditätsrisiko 81
46) Sonstige Risiken 83
47) Risikobericht – Zusammenfassung 84
48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte 84
49) Patronatserklärungen für Beteiligungen 86
Informationen aufgrund österreichischen Rechts 86
50) Konzerneigenkapital 86
51) Personal 87
52) Wertpapieraufgliederung nach BWG 87
53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis 87
54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB 88
55) Beteiligungsliste gemäß UGB 89

Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2012

in A 1.000 2012 2011 Veränd.
in A 1.000
Veränd.
in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (3) 564.164 598.621 - 34.457 - 5,8
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3) - 286.952 - 319.713 32.761 - 10,2
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (3) 35.733 62.777 - 27.044 - 43,1
Zinsergebnis (3) 312.945 341.685 - 28.740 - 8,4
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (4) - 59.797 - 97.649 37.852 - 38,8
5. Provisionserträge (5) 119.334 115.242 4.092 3,6
6. Provisionsaufwendungen (5) - 11.107 - 10.724 - 383 3,6
Provisionsergebnis (5) 108.227 104.518 3.709 3,5
7. Handelsergebnis (6) 7.309 9.253 - 1.944 - 21,0
8. Verwaltungsaufwand (7) - 239.030 - 229.453 - 9.577 4,2
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 2.702 - 2.358 5.060 > - 100,0
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL (8) 13.910 - 8.145 22.055 > - 100,0
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS (8) - 19.101 1.935 - 21.036 > - 100,0
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM (8) 0 1.708 - 1.708 - 100,0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 7.893 2.144 5.749 > 100,0
Jahresüberschuss vor Steuern 132.356 125.996 6.360 5,0
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (9) - 23.745 - 14.760 - 8.985 60,9
Jahresüberschuss nach Steuern 108.611 111.236 - 2.625 - 2,4
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 108.592 111.211 - 2.619 - 2,4
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 19 25 - 6 - 24,0

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

in A 1.000 2012 2011
Jahresüberschuss nach Steuern 108.611 111.236
+/- Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 24.245 - 39.887
+/- Latente Steuern auf erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 - 6.061 9.972
+/- Veränderung Währungsausgleichsposten - 228 81
+/- Veränderung sonstiges Ergebnis assoziierter Unternehmen 6.941 - 1.738
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen 24.897 - 31.572
Gesamtergebnis aus Jahresüberschuss und nicht erfolgswirksamen Erträgen/Aufwendungen 133.508 79.664
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 133.489 79.640
davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 19 24
Kennzahlen 2012 2011
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 55,44 50,64
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 10,32 10,56
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 8,47 9,32
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % 19,11 28,58
Ergebnis pro Aktie in A 3,78 3,87

Bilanz zum 31.12.2012

31.12.2012 31.12.2011 Veränd. Veränd.
in A 1.000 in A 1.000 in %
Aktiva
1. Barreserve (11) 182.793 300.172 - 117.379 - 39,1
2. Forderungen an Kreditinstitute (12) 1.769.351 1.566.172 203.179 13,0
3. Forderungen an Kunden (13) 11.245.778 10.914.226 331.552 3,0
4. Risikovorsorgen (14) - 368.825 - 350.289 - 18.536 5,3
5. Handelsaktiva (15) 60.371 50.351 10.020 19,9
6. Finanzanlagen (16) 4.181.975 4.392.223 - 210.248 - 4,8
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL (16) 277.982 288.528 - 10.546 - 3,7
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS (16) 1.121.940 1.075.451 46.489 4,3
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM (16) 2.230.950 2.506.843 - 275.893 - 11,0
d) Anteile an at Equity-Unternehmen (16) 551.103 521.401 29.702 5,7
7. Immaterielles Anlagevermögen (17) 3.859 4.561 - 702 - 15,4
8. Sachanlagen (18) 229.125 220.080 9.045 4,1
a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) 84.478 76.302 8.176 10,7
b) Sonstige Sachanlagen (18) 144.647 143.778 869 0,6
9. Sonstige Aktiva (19) 370.646 386.208 - 15.562 - 4,0
a) Latente Steueransprüche (19) 37.993 39.922 - 1.929 - 4,8
b) Sonstige (19) 332.653 346.286 - 13.633 - 3,9
Summe Aktiva 17.675.073 17.483.704 191.369 1,1

Bilanz zum 31.12.2012

31.12.2012 31.12.2011 Veränd. Veränd.
in A 1.000 in A 1.000 in %
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 4.039.704 4.278.563 - 238.859 - 5,6
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 9.399.073 9.064.238 334.835 3,7
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 1.533.653 1.506.552 27.101 1,8
4. Rückstellungen (23) 400.185 402.634 - 2.449 - 0,6
5. Sonstige Passiva (24) 284.882 265.316 19.566 7,4
a) Handelspassiva (25) 52.138 36.359 15.779 43,4
b) Steuerschulden (24) 4.867 12.609 - 7.742 - 61,4
c) Sonstige (24) 227.877 216.348 11.529 5,3
6. Nachrangkapital (26) 675.132 744.367 - 69.235 - 9,3
7. Eigenkapital (27) 1.342.444 1.222.034 120.410 9,9
a) Eigenanteil (27) 1.339.519 1.220.627 118.892 9,7
b) Minderheitenanteil (27) 2.925 1.407 1.518 > 100,0
Summe Passiva 17.675.073 17.483.704 191.369 1,1

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2012

in D 1.000 Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen
Stand 1.1.2011 86.296 194.624 561.823
Gesamtergebnis 61.809
Dividendenausschüttung -14.299
Kapitalerhöhung
Erwerb eigener Aktien - 55 - 169
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - 7
Stand 31.12.2011 86.241 194.455 609.326
Stand 1.1.2012 86.241 194.455 609.326
Gesamtergebnis 86.233
Dividendenausschüttung - 14.362
Kapitalerhöhung
Erwerb eigener Aktien - 145 - 414
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - 79
Stand 31.12.2012 86.096 194.041 681.118
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2012 2011
Gewinne 20.957 4.382
Verluste - 7.849 - 35.059
Aus dem Eigenkapital entfernt 5.076 762
Gesamt 18.184 - 29.915
Eigenkapital Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital ohne
Fremdanteile
Assoziierte
Unternehmen
Bewertungsrücklagen
gem. IAS 39
Währungs-
ausgleichsposten
1.160.926 1.383 1.159.543 271.461 44.971 368
79.664 24 79.640 47.665 - 29.915 81
- 14.299 - 14.299
- 224 - 224
- 4.033 - 4.033 - 4.026
1.222.034 1.407 1.220.627 315.100 15.056 449
1.222.034 1.407 1.220.627 315.100 15.056 449
133.508 19 133.489 29.300 18.184 - 228
- 14.362 - 14.362
- 559 - 559
1.823 1.499 324 403
1.342.444 2.925 1.339.519 344.803 33.240 221

Geldflussrechnung

in A 1.000 2012 2011
Konzernjahresüberschuss 108.592 111.211
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung
auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen 57.148 60.392
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen - 2.448 24.193
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten - 27.125 - 68.980
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen,
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen - 40 - 1.531
Zwischensumme 136.127 125.285
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute - 171.313 333.391
Forderungen an Kunden - 347.509 - 486.619
Handelsaktiva - 5.429 - 962
Sonstiges Umlaufvermögen - 7.836 - 251.451
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit 108.862 54.807
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 258.215 418.944
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 296.026 113.030
Verbriefte Verbindlichkeiten 4.270 - 6.070
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit - 42.802 - 32.543
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit - 287.819 267.812
Mittelzufluss aus der Veräußerung von
Finanzanlagen 470.611 423.511
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 3.115 3.668
Mittelabfluss für den Erwerb von
Finanzanlagen - 182.208 - 513.266
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen - 34.815 - 23.380
Cashflow aus Investitionstätigkeit 256.703 - 109.467
Kapitalerhöhung 0 0
Dividendenzahlungen - 14.362 - 14.299
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit - 97.122 - 35.193
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 111.484 - 49.492
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 300.172 226.923
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit - 287.819 267.812
Cashflow aus Investitionstätigkeit 256.703 - 109.467
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 111.484 - 49.492
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen 25.449 - 35.685
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen - 228 81
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 182.793 300.172
Erhaltene Zinsen 597.697 598.963
Erhaltene Dividenden 26.201 21.202
Gezahlte Zinsen - 289.541 - 312.757
Ertragsteuerzahlungen - 31.963 8.379

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.

Aufgliederung Zinsen, Dividenden und Ertragsteuerzahlungen

in A 1.000 Operative
Geschäfts-
tätigkeit
Investitions-
tätigkeit
Finanzierungs
tätigkeit
Summe
Erhaltene Zinsen 2012 524.904 72.793 0 597.697
2011 521.649 77.314 0 598.963
Erhaltene Dividenden 2012 3.519 22.682 0 26.201
2011 1.391 19.811 0 21.202
Gezahlte Zinsen *) 2012 - 267.764 0 - 21.777 - 289.541
2011 - 286.564 0 - 26.193 - 312.757
Gezahlte Dividenden 2012 0 0 - 14.362 - 14.362
2011 0 0 - 14.299 - 14.299
Ertragsteuerzahlungen *) 2012 - 19.209 - 18.198 5.444 - 31.963
2011 21.159 - 19.329 6.548 8.379

*) Im Vorjahresbetrag ist eine Umgliederung in der Höhe von 13.223 Tsd. Euro von operativer Geschäftstätigkeit auf Finanzierungstätigkeit enthalten.

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss

Einleitung

Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.

Die Genehmigung des Abschlusses 2012 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 28. März 2013 vorgesehen.

1) Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2012 neben der Oberbank AG 26 inländische und 20 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 durch die erstmalige Einbeziehung folgender Gesellschaften verändert: 3-Banken Wohnbaubank AG, Linz und Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz. Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 22 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.

2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze

Angewandte IAS bzw. IFRS

Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2012 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres.

Folgende Tabelle zeigt neu veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die in der Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung kamen. Es ergeben sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Oberbank-Konzern.

Standard/Interpretation Bezeichnung Anzuwenden für
Geschäftsjahre ab
Von EU bereits
übernommen
IFRS 7 - Änderungen Financial Instruments: Disclosures 01.07.2011 Ja
– Transfers of Financial Assets

Die nächste Tabelle zeigt veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die vollständig durch den IASB bzw. teilweise durch das EU-Endorsementverfahren in Kraft getreten, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewandt.

Standard/Interpretation Bezeichnung Anzuwenden für
Geschäftsjahre ab
Von EU bereits
übernommen
IAS 1 - Änderungen Presentation of Items of Other
Comprehensive Income 01.07.2012 Ja
IAS 12 - Änderungen Deferred Tax Recovery of Underlying Assets 01.01.2013 Ja
IAS 19 - Änderungen Employee Benefits 01.01.2013 Ja
IAS 27 - Änderungen Separate Financial Statements 01.01.2014 Ja
Änderungen an IAS 27 – Investment Entities 01.01.2014 Ja
IAS 28 - Änderungen Investments in Associates and Joint Ventures 01.01.2014 Ja
IAS 32 - Änderungen Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities 01.01.2014 Ja
IFRS 1 - Änderungen First-time Adoption – Governtment Loans 01.01.2013 Ja
Severe Hyperinflation and Removal of
Fixed Dates for First-time Adopters 01.07.2013 Ja
IFRS 7 - Änderungen Financial Instruments: Disclosures – Offsetting
Financial Assets and Financial Liabilities 01.01.2013 Ja
Related to Transitions to IFRS 9
(or otherwise when IFRS 9 is first applied) 01.01.2015 Nein
IFRS 9 Financial Instruments 01.01.2015 Nein
IFRS 10 Consolidated Financial Statements 01.01.2014 Ja
Änderungen an IFRS 10 – Investment Entities 01.01.2014 Ja
IFRS 11 Joint Arrangements 01.01.2014 Ja
IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities 01.01.2014 Ja
Änderungen an IFRS 12 – Investment Entities 01.01.2014 Ja
IFRS 13 Fair Value Measurement 01.01.2013 Ja
IFRIC 20 Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine 01.01.2013 Ja

Soweit die Oberbank die restlichen Standards und Interpretationen schon untersucht hat, werden keine wesentlichen Änderungen in materieller Hinsicht auf zukünftige Konzernabschlüsse erwartet.

Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Oberbank-Konzern werden nach finaler Veröffentlichung abschließend untersucht. Eine verlässliche Aussage zum Einfluss auf die zukünftigen Jahresabschlüsse ist aus heutiger Sicht nicht möglich.

Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.

Unternehmenserwerbe

Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine Unternehmenserwerbe.

Währungsumrechnung und Konzernwährung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Handelsaktiva

Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.

Derivate

Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.

Leasing

Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Risikovorsorgen

Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft hat die Oberbank Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gemäß IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen die Kategorien FV/PL (Fair Value/Profit or Loss), HtM (Held to Maturity), AfS (Available for Sale) sowie die Anteile an at Equity-Unternehmen. Vermögenswerte, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Dies betrifft vor allem Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen im Ausmaß von 284,5 Mio. Euro, für die keine Veräußerungsabsicht besteht und für die kein aktiver Markt vorhanden ist. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden. Die Anteile an at Equity-Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens angesetzt. Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einem at Equity-bewerteten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Zahlungsströme, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted-Cash-Flow-Modells errechnet. Zum 31. Dezember 2012 war kein Wertminderungsaufwand gegeben.

Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Im Geschäftsjahr 2012 fanden keine Umwidmungen von der Kategorie AfS in die Kategorie HtM statt.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.

In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer:

Bankbetrieblich genützte Gebäude 10 bis 50 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre
Standard-Software 4 Jahre

Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Steuerabgrenzung

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragssteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen Sonstige Aktiva bzw. Steuerschulden ausgewiesen.

Handelspassiva

In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten Sonstige Passiva ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.

Rückstellungen

a) Personalrückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:

  • Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 3,5 % (Vorjahr 4,0 %)
  • Gehaltserhöhungen von 3,5 % (Vorjahr 4,0 %) und Pensionserhöhungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %)
  • Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 53 und 63 Jahren, bei Frauen zwischen 51 und 62 Jahren

Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.

b) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.

Sonstige Passiva

Im Posten Sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von 58.160.000,00 Euro auf 60.486.400,00 Euro durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf 70 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf 75.384.615,38 Euro erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf 75.721.153,84 Euro (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf 75.973.557,69 Euro. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf 81.270.000,00 Euro erhöhte. Mit Beschluss des Vorstandes vom 30. September 2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das Grundkapital auf 86.349.375,00 Euro erhöhte.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 der Oberbank AG eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 14.391.562,50 Euro). Den Rücklagen werden 66.123.090,83 Euro zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von 206.579,01 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 10.427.959 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Availablefor-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgebucht. Die Rücklagen aus assoziierten Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten der assoziierten Unternehmen dar.

Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten Risikovorsorgen im Kreditgeschäft beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.

Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung

in A 1.000 2012 2011
3) Zinsergebnis
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 446.874 489.426
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.429 2.987
Sonstigen Beteiligungen 1.890 1.329
Verbundenen Unternehmen 3.314 3.565
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 104.657 101.314
Zinsen und ähnliche Erträge 564.164 598.621
Zinsaufwendungen für Einlagen - 224.661 - 248.990
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten - 40.637 - 44.655
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten - 21.654 - 26.068
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 286.952 - 319.713
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen 35.733 62.777
Zinsergebnis 312.945 341.685

Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt 553.283 Tsd. Euro (Vorjahr 588.449 Tsd. Euro). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf 230.301 Tsd. Euro (Vorjahr 244.192 Tsd. Euro).

4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 98.152 - 122.646
Direktabschreibungen - 2.316 - 10.886
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 37.509 32.118
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 3.162 3.765
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 59.797 - 97.649
5) Provisionsergebnis
Zahlungsverkehr 38.569 36.151
Wertpapiergeschäft 32.243 32.158
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 12.241 11.722
Kreditgeschäft 21.575 20.727
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 3.599 3.760
Provisionsergebnis 108.227 104.518
6) Handelsergebnis
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften 1.437 2.160
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 4.880 5.385
Gewinne/Verluste aus Derivaten 992 1.708
Handelsergebnis 7.309 9.253

Details zur Gewinn- und Verlust-Rechnung

in A 1.000 2012 2011
7) Verwaltungsaufwand
Personalaufwand 141.108 132.686
Andere Verwaltungsaufwendungen 74.514 74.630
Abschreibungen und Wertberichtigungen 23.408 22.137
Verwaltungsaufwand 239.030 229.453

Die Pensionskassenbeiträge beliefen sich auf 2.780 Tsd. Euro (Vorjahr 2.557 Tsd. Euro).

8) Sonstiger betrieblicher Erfolg
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL 13.910 - 8.145
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS - 19.101 1.935
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM 0 1.708
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg 7.893 2.144
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 2.702 - 2.358

In dieser Position sind Impairments in Höhe von 18,2 Mio. Euro enthalten.

9) Ertragsteuern
Laufender Ertragsteueraufwand 23.450 23.874
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 295 - 9.114
Ertragsteuern 23.745 14.760
Jahresüberschuss vor Steuern 132.356 125.996
Errechneter Steueraufwand 25 % 33.089 31.499
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen - 2.287 - 4.870
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen - 8.933 - 12.350
Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre 481 - 4.112
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen - 230 - 3.259
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 2.966 8.396
Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge - 297 0
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen - 1.043 - 544
Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 23.745 14.760
Effektiver Steuersatz 17,94 % 11,71 %
10) Ergebnis je Aktie in D
Aktienanzahl per 31.12. 28.783.125 28.783.125
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 28.738.475 28.740.137
Jahresüberschuss nach Steuern 108.611 111.236
Ergebnis je Aktie in D 3,78 3,87

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.

in A 1.000 2012 2011
11) Barreserve
Kassenbestand 71.600 72.326
Guthaben bei Zentralnotenbanken 111.193 227.846
Barreserve 182.793 300.172
12) Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an inländische Kreditinstitute 1.017.470 830.256
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 751.881 735.916
Forderungen an Kreditinstitute 1.769.351 1.566.172
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Täglich fällig 266.386 144.169
Bis 3 Monate 831.255 876.675
Über 3 Monate bis 1 Jahr 553.071 404.836
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 111.481 124.991
Über 5 Jahre 7.158 15.501
Forderungen an Kreditinstitute 1.769.351 1.566.172
13) Forderungen an Kunden
Forderungen an inländische Kunden 6.936.402 6.851.501
Forderungen an ausländische Kunden 4.309.376 4.062.725
Forderungen an Kunden 11.245.778 10.914.226
Forderungen an Kunden nach Fristen
Täglich fällig 1.981.585 1.949.148
Bis 3 Monate 1.275.375 1.044.430
Über 3 Monate bis 1 Jahr 1.255.860 1.043.577
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.260.388 3.400.682
Über 5 Jahre 3.472.570 3.476.389
Forderungen an Kunden 11.245.778 10.914.226
Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing)
Bruttoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 59.690 53.607
3 Monate bis 1 Jahr 162.567 171.643
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 482.092 480.943
Über 5 Jahre 331.498 334.576
Summe 1.035.847 1.040.769
Nicht realisierte Finanzerträge
Bis 3 Monate 5.670 7.747
3 Monate bis 1 Jahr 15.173 18.630
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 40.206 51.892
Über 5 Jahre 23.257 34.941
Summe 84.306 113.210

Details zur Bilanz

in A 1.000 2012 2011
Nettoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 54.020 45.860
3 Monate bis 1 Jahr 147.394 153.013
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 441.886 429.051
Über 5 Jahre 308.241 299.635
Summe 951.541 927.559
Kumulierte Wertberichtigungen 14.776 13.014

14) Risikovorsorgen

Siehe Seiten 130 bis 131.

15) Handelsaktiva
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 4.247 10.374
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 2.775 4.363
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 2.344 1.659
Zinsbezogene Geschäfte 51.005 33.955
Sonstige Geschäfte 0 0
Handelsaktiva 60.371 50.351
16) Finanzanlagen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 3.005.355 3.188.790
Nicht börsennotiert 29.696 97.403
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsennotiert 124.899 124.192
Nicht börsennotiert 186.460 173.637
in A 1.000 2012 2011
Beteiligungen/Anteile
An verbundenen Unternehmen 234.943 226.467
An at Equity bewerteten Unternehmen
– Kreditinstituten 233.754 213.145
– Nicht-Kreditinstituten 317.349 308.256
An sonstigen Beteiligungen
– Kreditinstituten 10.809 10.809
– Nicht-Kreditinstituten 38.710 49.524
Finanzanlagen 4.181.975 4.392.223
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 277.982 288.528
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS 1.121.940 1.075.451
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM 2.230.950 2.506.843
d) Anteile an at Equity-Unternehmen 551.103 521.401
Finanzanlagen 4.181.975 4.392.223
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte
Nutzungs- und Mietrechte 1.132 1.352
Individual-Software 1.922 2.334
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 96 120
Kundenstock 709 755
Immaterielle Anlagevermögenswerte 3.859 4.561
18) Sachanlagen
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 84.478 76.302
Grundstücke und Gebäude 61.842 65.878
Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.830 61.867
Sonstige Sachanlagen 14.975 16.033
Sachanlagen 229.125 220.080

Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von 84.478 Tsd. Euro (Vorjahr 76.302 Tsd. Euro); der Fair Value dieser Objekte liegt bei 93.540 Tsd. Euro (Vorjahr 82.501 Tsd. Euro). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3.640 Tsd. Euro, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen 1.981 Tsd. Euro.

Leasinggeschäft (Operate Leasing) Künftige Mindestleasingzahlungen

Bis 3 Monate 3.866 3.146
3 Monate bis 1 Jahr 10.506 8.992
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 36.167 29.737
Über 5 Jahre 36.007 37.697
Summe 86.546 79.572

Details zur Bilanz

in A 1.000 2012 2011
19) Sonstige Aktiva
Latente Steueransprüche 37.993 39.922
Sonstige Vermögensgegenstände 329.800 344.255
Rechnungsabgrenzungsposten 2.853 2.031
Sonstige Aktiva 370.646 386.208
Aktive Steuerabgrenzungen 37.993 39.922
Latente Steueransprüche 37.993 39.922

Aktive Steuerabgrenzungen/Passive Steuerabgrenzungen

2012
Aktive
Steuerabgrenzung
2012
Passive
Steuerabgrenzung
2011*)
Aktive
Steuerabgrenzung
Forderungen an Kunden 1 - 11.297 - 9.462
Risikovorsorgen 35.335 0 32.702
Handelsaktiva 0 - 12.601 - 7.923
Finanzanlagen 119 - 21.622 - 13.674
Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 0 - 8.803 - 5.837
Finanzielle Vermögenswerte AfS 0 - 12.811 - 7.998
Finanzielle Vermögenswerte HtM 119 - 8 161
Immaterielles Anlagevermögen 0 - 180 - 192
Sachanlagen 5 - 69 - 44
Sonstige Aktiva 11 - 25.982 - 20.055
35.470 - 71.751 - 18.649
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.456 - 7 1.849
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 16.558 0 10.764
Verbriefte Verbindlichkeiten 5.168 0 3.080
Personalrückstellungen 24.604 0 24.370
Sonstige Rückstellungen 6.226 0 5.394
Sonstige Passiva 4.547 - 2.201 3.939
Nachrangkapital 10.819 0 5.607
Unversteuerte Rücklagen/Bewertungsreserven 0 - 1.491 0
70.377 - 3.698 55.004
Aktivierungsfähige steuerliche Verlustvorträge 3.212 0 3.568
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 109.060 - 75.450 39.922
Wertberichtigung 0 0 0
Saldierung von aktiven und passiven
Steuerabgrenzungen ggü. derselben Finanzbehörde - 71.066 71.066 0
Latente Steuerforderung/- Verbindlichkeit per Saldo 37.993 - 4.384 39.922

*) Im Vergleichsjahr 2011 erfolgte eine saldierte Darstellung der Aktiven und Passiven Steuerabgrenzungen.

20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber
Inländischen Kreditinstituten 1.492.840 1.823.204
Ausländischen Kreditinstituten 2.546.864 2.455.359
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.039.704 4.278.563
in A 1.000 2012 2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
Täglich fällig 62.830 243.660
Bis 3 Monate 3.080.849 3.130.211
Über 3 Monate bis 1 Jahr 61.689 111.813
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 415.698 387.364
Über 5 Jahre 418.638 405.515
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.039.704 4.278.563
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Spareinlagen 3.380.085 3.407.649
Sonstige 6.018.988 5.656.589
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.399.073 9.064.238
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Täglich fällig 3.906.557 3.334.351
Bis 3 Monate 2.058.562 2.104.951
Über 3 Monate bis 1 Jahr 2.298.093 2.588.248
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 727.429 631.074
Über 5 Jahre 408.432 405.614
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.399.073 9.064.238
22) Verbriefte Verbindlichkeiten
Begebene Schuldverschreibungen 1.465.126 1.370.387
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 68.527 136.165
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.533.653 1.506.552
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Bis 3 Monate 81.294 125.458
Über 3 Monate bis 1 Jahr 114.419 181.337
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.080.489 993.911
Über 5 Jahre 257.451 205.846
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.533.653 1.506.552
23) Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 210.004 207.653
Sonstige Rückstellungen 190.181 194.981
Rückstellungen 400.185 402.634
Jubiläumsgeldrückstellung 8.723 8.563
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 128.873 130.981
Sonstige Rückstellungen 52.585 55.437
Sonstige Rückstellungen 190.181 194.981
in A 1.000 2012 2011
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen
Rückstellung zum 1.1. 207.653 207.363
Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung - 380 206
Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung 2.731 84
Rückstellung zum 31.12. 210.004 207.653

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen,

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellung zum 1.1. 216.216 215.703
+
Dienstzeitaufwand
3.367 3.482
+
Zinsaufwand
8.007 7.999
-
Zahlungen im Berichtsjahr
- 12.275 - 10.919
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 3.412 - 49
+/- Übrige Veränderungen 0 0
Rückstellung zum 31.12. 218.727 216.216

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Der Rechenzinssatz wurde im Geschäftsjahr von 4,0 % auf 3,5 % gesenkt. Die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden für aktive Mitarbeiter von 4,0 % auf 3,5 % gesenkt und für Pensionisten in unveränderter Höhe fortgeführt. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2013 der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund 0,4 Mio. Euro gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2006 210.820 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2007 222.057 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2008 217.521 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2009 216.229 Tsd. Euro und für das Geschäftsjahr 2010 215.703 Tsd. Euro.

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen

Jubiläumsgeld-
rückstellung
Rückst. für das
Kreditgeschäft
Sonstige
Rückstellungen
Stand zum 1.1. 8.563 130.981 55.437
Zuweisung 164 18.764 10.484
Verbrauch/Währungsdifferenz 4 8.842 4.536
Auflösung 0 12.030 8.800
Stand zum 31.12. 8.723 128.873 52.585
24) Sonstige Passiva 2012 2011
Handelspassiva 52.138 36.359
Steuerschulden 4.867 12.609
Laufende Steuerschulden 484 12.609
Latente Steuerschulden *) 4.383 0
Sonstige Verbindlichkeiten 185.718 171.871
Rechnungsabgrenzungsposten 42.159 44.477
Sonstige Passiva 284.882 265.316

*) Details zu Passiven Steuerabgrenzungen siehe Note 19 zu Sonstige Aktiva.

in A 1.000 2012 2011
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva)
Währungsbezogene Geschäfte 1.996 1.192
Zinsbezogene Geschäfte 50.087 34.721
Sonstige Geschäfte 55 446
Handelspassiva 52.138 36.359
26) Nachrangkapital
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 6.620 6.605
Ergänzungskapital 589.187 658.352
Hybridkapital 79.325 79.410
Nachrangkapital 675.132 744.367
Nachrangkapital nach Fristen
Bis 3 Monate 40.343 35.049
Über 3 Monate bis 1 Jahr 20.508 41.666
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 212.027 190.393
Über 5 Jahre 402.254 477.259
Nachrangkapital 675.132 744.367
27) Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 86.096 86.241
Kapitalrücklagen 194.041 194.455
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 1.036.155 915.326
Unversteuerte Rücklagen 21.355 22.733
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Minderheitenanteil 2.925 1.407
Eigenkapital 1.342.444 1.222.034
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück)
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 28.773.373 28.779.035
Ausgabe neuer Aktien 0 0
Kauf eigener Aktien - 354.513 - 407.231
Verkauf eigener Aktien 339.803 401.569
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 28.758.663 28.773.373
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 24.462 9.752
Ausgegebene Aktien per 31.12. 28.783.125 28.783.125

Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro).

in A 1.000

28) Anlagenspiegel

Entwicklung Immaterielle

Anlagevermögenswerte und Sachanlagen
Immaterielle
Anlagever-
mögenswerte
Sachanlagen Hievon als Finanz
investitionen ge
haltene Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2012 20.811 425.667 85.411
Währungsdifferenzen 33 339 0
Umbuchungen 0 0 0
Zugänge 1.027 33.789 10.157
Abgänge 12 15.905 2.650
Kumulierte Abschreibungen 18.000 214.765 8.440
Buchwerte 31.12.2012 3.859 229.125 84.478
Buchwerte 31.12.2011 4.561 220.080 76.302
Abschreibungen im Geschäftsjahr 1.734 21.674 1.981

Entwicklung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Beteiligungen
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2012 237.447 590.707
Zugänge 10.621 994
Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 29.702
Abgänge 933 2.667
Kumulierte Abschreibungen 12.192 18.114
Buchwerte 31.12.2012 234.943 600.622
Buchwerte 31.12.2011 226.467 581.734
Abschreibungen im Geschäftsjahr 1.212 9.141

Durch den Abgang von nicht börsennotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von 0 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro). Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von 0 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) bzw. ein Ergebnis in Höhe von 0 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro).

29) Fair Value von Finanzinstrumenten per 31.12.2012

in A 1.000 HtM FV/PL HB AfS L&R/
Liabilities
Sonstige Summe
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Barreserve 182.793 182.793
182.793 182.793
Forderungen an Kreditinstitute 1.769.351 1.769.351
1.771.191 1.771.191
Forderungen an Kunden 40.033 164.372 102.885 10.938.488 11.245.778
40.033 164.372 102.885 11.018.572 11.325.862
Risikovorsorgen - 368.825 - 368.825
- 368.825 - 368.825
Handelsaktiva 60.371 60.371
60.371 60.371
Finanzanlagen 2.230.950 277.982 1.121.940 551.103 4.181.975
2.387.240 277.982 1.121.940 538.991 4.326.153
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.859 3.859
3.859 3.859
Sachanlagen 229.125 229.125
261.756 261.756
Sonstige Aktiva 370.646 370.646
370.646 370.646
Summe Bilanzaktiva 2.270.983 442.354 60.371 1.224.825 12.339.014 1.337.526 17.675.073
2.427.273 442.354 60.371 1.224.825 12.420.938 1.358.045 17.933.806
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.718 3.949.986 4.039.704
89.718 3.982.894 4.072.612
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 422.684 8.976.389 9.399.073
422.684 8.993.788 9.416.472
Verbriefte Verbindlichkeiten 668.882 864.771 1.533.653
668.882 876.775 1.545.657
Rückstellungen 400.185 400.185
400.185 400.185
Sonstige Passiva 52.138 232.744 284.882
52.138 232.744 284.882
Nachrangkapital 413.567 261.565 675.132
413.567 267.147 680.714
Kapital 1.342.444 1.342.444
1.342.444 1.342.444
Summe Bilanzpassiva 0 1.594.851 52.138 0 14.052.711 1.975.373 17.675.073
0 1.594.851 52.138 0 14.120.604 1.975.373 17.742.966

*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.

29) Fair Value von Finanzinstrumenten per 31.12.2011

in A 1.000 HtM FV/PL HB AfS L&R/
Liabilities
Sonstige Summe
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Buchwert/
Fair Value*)
Barreserve 300.172 300.172
300.172 300.172
Forderungen an Kreditinstitute 1.566.172 1.566.172
1.566.908 1.566.908
Forderungen an Kunden 40.033 114.599 98.390 10.661.204 10.914.226
40.033 114.599 98.390 10.709.006 10.962.028
Risikovorsorgen - 350.289 - 350.289
- 350.289 - 350.289
Handelsaktiva 50.351 50.351
50.351 50.351
Finanzanlagen 2.506.843 288.528 1.075.451 521.401 4.392.223
2.551.140 288.528 1.075.451 465.601 4.380.720
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.561 4.561
4.561 4.561
Sachanlagen 220.080 220.080
248.200 248.200
Sonstige Aktiva 386.208 386.208
386.208 386.208
Summe Bilanzaktiva 2.546.876 403.127 50.351 1.173.841 11.877.087 1.432.422 17.483.704
2.591.173 403.127 50.351 1.173.841 11.925.625 1.404.742 17.548.859
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67.535 4.211.028 4.278.563
67.535 4.223.837 4.291.372
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.130.508 7.933.730 9.064.238
1.130.508 7.941.281 9.071.789
Verbriefte Verbindlichkeiten 820.114 686.438 1.506.552
820.114 684.994 1.505.108
Rückstellungen 402.634 402.634
402.634 402.634
Sonstige Passiva 36.359 228.957 265.316
36.359 228.957 265.316
Nachrangkapital 394.320 350.047 744.367
394.320 354.659 748.979
Kapital 1.222.034 1.222.034
1.222.034 1.222.034
Summe Bilanzpassiva 0 2.412.477 36.359 0 13.181.243 1.853.625 17.483.704
0 2.412.477 36.359 0 13.204.771 1.853.625 17.507.232

*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.

Darstellung der Fair-Value-Hierarchie bei zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumenten per 31.12.2012

in A 1.000 HtM FV/PL HB AfS L&R/
Liabilities
Sonstige Summe
Fair Value Fair Value Fair Value Fair Value Fair Value Fair Value Fair Value
Aktiva
Level 1 0 76.286 6.509 823.018 0 0 905.813
Level 2 0 366.068 53.862 153.162 0 168.929 742.021
Level 3 0 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente Aktiva 0 442.354 60.371 976.180 0 168.929 1.647.834
Passiva
Level 1 0 641.240 0 0 0 0 641.240
Level 2 0 953.611 52.138 0 0 35.543 1.041.292
Level 3 0 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente Passiva 0 1.594.851 52.138 0 0 35.543 1.682.532

Unter Fair Value versteht man den Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht bzw. Verbindlichkeiten erfüllt werden. Der beste Indikator für den Fair Value ist der Marktpreis in einem aktiven Markt. Sofern Marktpreise in einem aktiven Markt verfügbar sind, werden diese zur Bewertung herangezogen (Level 1). Sind keine Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair-Value-Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise durchgeführt wird (Level 2). Lässt sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).

Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von 68.116 Tsd. Euro (Vorjahr 67.924 Tsd. Euro) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden 65.799 Tsd. Euro (Vorjahr 57.038 Tsd. Euro) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und 2.317 Tsd. Euro (Vorjahr 10.886 Tsd. Euro) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen 6.327 Tsd. Euro (Vorjahr 9.027 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden keine Pfandliegenschaften erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Position der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt 6.326 Tsd. Euro (Vorjahr 9.028 Tsd. Euro), bei den finanziellen Forderungen 2.260 Tsd. Euro (Vorjahr - 4.909 Tsd.Euro). Hierbei werden die zum Fair Value bewerteten Geschäfte mit den aktuellen Marktzinsen abgezinst und die daraus resultierenden Barwertveränderungen dargestellt.

30) Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von 649,0 Tsd. Euro (Vorjahr 665,9 Tsd. Euro). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden Kredite von 117,0 Tsd. Euro (Vorjahr 116,0 Tsd. Euro). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern 1.430,3 Tsd. Euro (Vorjahr 1.865,2 Tsd. Euro). Der darin enthaltene variable Anteil betrug 408,8 Tsd. Euro (Vorjahr 322,5 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden 1.284,3 Tsd. Euro (Vorjahr 1.168,5 Tsd. Euro) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr 2.387,0 Tsd. Euro (Vorjahr 2.264,0 Tsd. Euro). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.

Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern 203,6 Tsd. Euro (Vorjahr 155,5 Tsd. Euro).

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahe stehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Die Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen stellen sich per 31. Dezember 2012 unter IAS 24 wie folgt dar:

in A 1.000 Assoziierte
Unternehmen
Tochter-
unternehmen
Sonstige nahestehende
Unternehmen und
Personen*)
Geschäftsvorfälle
Finanzierungen 4.920 0 2.058
Bürgschaften/Sicherheiten 10.912 0 255
Ausstehende Salden
Forderungen 297.382 99.522 4.966
Forderungen Vorjahr 244.543 93.110 8.247
Verbindlichkeiten 59.100 70.370 29.958
Verbindlichkeiten Vorjahr 36.873 55.264 1.000
Bürgschaften/Garantien 32.607 0 1.235
Bürgschaften/Garantien Vorjahr 40.063 0 994
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen 0 0 0
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen Vorjahr 0 0 0
Ertragsposten
Zinsen 4.351 818 197
Provisionen 760 64 115
Aufwendungen
Zinsen 775 485 142
Provisionen 3 0 0
Wertberichtigungen auf Forderungen 5.650 0 0
Verwaltungsaufwendungen 0 0 26

*) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Oberbank AG samt deren nahe stehender Familienangehöriger sowie Unternehmen, die von diesen Personen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder maßgeblich beeinflusst werden.

Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 75.290 Stück.

31) Segmentberichterstattung

Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.

Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem so genannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformation auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.

In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:

  • Verantwortung für den Unternehmensbereich Privatkunden;
  • Der Unternehmensbereich Firmenkunden umfasst im Wesentlichen das Firmenkundengeschäft sowie das Ergebnis aus 39 Leasing-Gesellschaften;
  • Der Unternehmensbereich Financial Markets umfasst die Handelstätigkeit, die Eigenpositionen der Bank, Positionen, die als Market Maker eingegangen werden, das Strukturergebnis der Bank, Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie das Ergebnis der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.;
  • Im Segment Sonstiges sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten sowie jene Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden können, erfasst.

Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2012 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.

Segmentberichterstattung Kerngeschäftsbereiche

in A 1.000 Financial
Privat Firmen Markets Sonstige Summe
Zinsergebnis 55.645 198.889 58.411 312.945
hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen 35.733
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 9.659 - 43.888 - 6.250 - 59.797
Provisionsergebnis 48.482 59.759 - 14 108.227
Handelsergebnis 172 7.137 7.309
Verwaltungsaufwand - 85.818 - 120.935 - 5.682 - 26.594 - 239.030
Sonstiger betrieblicher Erfolg 5.777 13.437 - 12.785 - 3.728 2.702
Jahresüberschuss vor Steuern 14.428 107.434 40.817 - 30.322 132.356
Ø risikogewichtete Aktiva 1.180.196 7.941.131 3.768.851 12.890.178
Ø zugeordnetes Eigenkapital 117.402 789.956 374.912 1.282.270
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern 12,3 % 13,6 % 10,9 % 10,3 %
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) 78,1 % 44,4 % 10,8 % 55,4 %
Barreserve 182.793 182.793
Forderungen an Kreditinstitute 1.769.351 1.769.351
Forderungen an Kunden 2.103.869 9.141.909 11.245.778
Risikovorsorgen - 65.397 - 257.828 - 45.600 - 368.825
Handelsaktiva 60.371 60.371
Finanzanlagen 4.181.975 4.181.975
Sonstige Vermögenswerte 603.630 603.630
Segmentvermögen 2.038.472 8.884.081 6.148.890 603.630 17.675.073
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.039.704 4.039.704
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.830.110 4.568.963 9.399.073
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.533.653 1.533.653
Handelspassiva 52.138 52.138
Eigen- und Nachrangkapital 184.725 1.242.949 589.902 2.017.576
Sonstige Schulden 632.929 632.929
Segmentschulden 5.014.835 5.811.912 6.215.397 632.929 17.675.073
Abschreibungen 4.782 15.729 135 2.762 23.408

Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

in A 1.000 2012 2011
32) Non performing loans
Forderungen an Kreditinstitute 0 3
Forderungen an Kunden 155.766 123.465
Festverzinsliche Wertpapiere 2.943 2.878
Siehe auch Seite 131 ff.
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 19.912 20.144
Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen 242.995 242.937
Deckungsstock für hypothekarisch fundierte Bankschuldverschreibungen 162.449 0
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte 28.236 26.976
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 66.380 86.720
Sicherstellung für EIB-Refinanzierungsdarlehen 46.505 46.163
Sicherstellung für EIB-Globaldarlehensgewährung 78.000 93.000
Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB 258.677 709.143
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 903.154 1.225.083

Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.

34) Nachrangige Vermögensgegenstände
Forderungen an Kreditinstitute 22.000 22.000
Forderungen an Kunden 51.928 50.732
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 77.262 41.757
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.553 35.177
Nachrangige Vermögensgegenstände 201.743 149.666
35) Fremdwährungsvolumina
Aktiva 1.948.895 1.755.643
Passiva 1.969.913 2.774.971
36) Treuhandvermögen
Treuhandkredite 331.686 289.358
Treuhandbeteiligungen 96 96
Treuhandvermögen 331.782 289.454
37) Echte Pensionsgeschäfte
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen 1.025.357 1.399.900
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.310.246 1.341.272
Eventualverbindlichkeiten 1.310.246 1.341.272
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 0 0
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 2.129.181 1.927.594

Kreditrisiken 2.129.181 1.927.594

39) Unternehmen des Konsolidierungskreises

Konzernmuttergesellschaft
OBERBANK AG, Linz
Vollkonsolidierte Unternehmen Anteil in %
3-Banken Wohnbaubank AG, Linz 80,00
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Immo Truck gAG, Budapest 100,00
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 75,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 100,00
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag 95,00
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank MLC - Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 99,80
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Vollkonsolidierte Unternehmen Anteil in %
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 99,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 100,00
Quotenkonsolidierte Unternehmen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
At Equity bewertete assoziierte Unternehmen
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,22
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,52
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz 40,00
voestalpine AG, Linz 7,75
Nicht konsolidierte Unternehmen
A. VERBUNDENE UNTERNEHMEN
"AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Blitz 12-302 GmbH, München 62,02
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg 58,70
"Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 74,00
"LA" Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz 100,00
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 100,00
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 100,00
OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank V-Investholding GmbH, Linz 100,00
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 100,00
Samson České Budějovice spol. s r.o., Budweis 100,00
"SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
"SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
"ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00
"VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Wohnwert GmbH, Salzburg 100,00
Nicht konsolidierte Unternehmen
B. ASS
OZIIERTE UNTERNEHM
EN
Anteil in %
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 20,57
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 40,00
ABG Anlagenverwertungs- und Beteiligungs - Gesellschaft m.b.H. & Co. OHG, Wien 20,25
Atterbury S.A., Luxemburg 22,92
B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 33,33
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim 49,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 20,25
Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 26,28
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Duktus S.A., Luxemburg 32,45
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg 33,09
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung,
gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz 35,48
Kontext Druckerei GmbH, Linz 25,20
LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz 50,00
MY Fünf Handels GmbH, Wien 50,00
OÖ HightechFonds GmbH, Linz 24,08
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 21,50
Nutzfahrzeuge Beteiligung GmbH, Wien (früher: VMS Beteiligung Fünf GmbH, Wien) 38,54

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag 538.991 Tsd. Euro. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus (in Tsd. Euro):

2012 2011
Vermögensgegenstände 28.929.305 28.649.107
Schulden 22.525.282 22.501.718
Erlöse 12.406.291 12.131.925
Periodengewinne/-verluste 434.751 783.478

Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.

Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.

Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:

2012 2011
Vermögensgegenstände 518.354 557.862
Schulden 328.722 341.107
Erlöse 461.120 458.543
Periodengewinne/-verluste - 17.840 3.693

Risikobericht

40) Risikomanagement

Risikostrategie

Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern.

Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.

Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.

Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG.

Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird vom Controlling gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.

Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.

Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs.2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Zuständigkeit für das Risikomanagement aller Tochtergesellschaften und für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen.

Risikobericht an den Aufsichtsrat

Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System. Es existiert eine detaillierte Beschreibung der IKS-Abläufe, eine einheitliche Dokumentation aller risikorelevanten Prozesse der Bank und der Kontrollmaßnahmen. Die Verantwortlichkeiten und Rollen in Bezug auf das IKS sind klar definiert. Kontrollaktivitäten werden dokumentiert und überprüft. Die IKS-relevanten Risiken werden regelmäßig evaluiert und angepasst. Für das IKS erfolgt ein regelmäßiges, mehrstufiges Reporting über Wirksamkeit und Reifegrad. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG prüft in ihrer Funktion als unabhängige Überwachungsinstanz das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS sowie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.

Offenlegung gemäß § 26 BWG und Offenlegungsverordnung

Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 26 Bankwesengesetz und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der Oberbank www.oberbank.at (Bereich "Investor Relations") abrufbar.

Gesamtbankrisikosteuerung

Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitativ hochwertiges Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Die Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken ICAAP-Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und für die Operationellen Risiken.

Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind. Die Risikobegrenzung für das Liquiditätsrisiko erfolgt durch die intern festgelegten Prozesse zur Steuerung des Liquiditätsrisikos einschließlich des Notfallplans. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits wie zum Beispiel das Limit für das Fremdwährungskreditportfolio. Für die nicht wesentlichen Risiken (Reputationsrisiken, Geschäftsrisiken, Strategische Risiken und Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen sowie darüber hinausgehende sonstige Risiken) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.

Anteil der zugeordneten Risikolimits an der gesamten Risikodeckungsmasse
Risikopuffer1 10,0 % 1
Kreditrisiko2 60,0 % 2
Beteiligungsrisiko3 12,0 % 6
5
Marktrisiko Bankbuch4 12,1 %
Marktrisiko Handelsbuch5 0,9 % 4
Operationelles Risiko6 5,0 % 3

Die Limitausnutzung per 31. Dezember 2012 betrug 46,2 % (31. Dezember 2011: 50,1 %). Das Limit im Kreditrisiko wurde zu 47,4 % (31. Dezember 2011: 48,7 %), im Beteiligungsrisiko zu 41,7 % (31. Dezember 2012: 52,6 %), im Marktrisiko Bankbuch zu 42,0 % (31. Dezember 2011: 48,6 %), im Marktrisiko Handelsbuch zu 16,2 % (31. Dezember 2011: 27,4 %) und im Operationellen Risiko zu 57,4 % (31. Dezember 2011: 73,2 %) ausgenutzt.

Auswirkung von Stressszenarien

Die Oberbank führt quartalsweise Krisentests durch. Es werden vier verschiedene Arten von Mehr-Faktoren-Stresstests gerechnet. Das Worst-Case-Szenario beinhaltet folgende Annahmen:

  • Downgrade internes Rating bei den Forderungsklassen Retail um eine Stufe und Corporates um zwei Stufen (das ökonomische Kreditrisiko wird mittels Internal Ratings Based Approach berechnet, es kommen also bankinterne Ratings zur Anwendung)
  • Downgrade externes Rating bei den Forderungsklassen Banken und Staaten um eine Stufe
  • Shift der Zinskurve um + 200 Basispunkte
  • Aktienkurse sinken um 30 %, Kurse von Investmentfonds sinken um 15 % (neu 2012)
  • Erhöhung der Volatilitäten um 20 %
  • Senkung der Marktwerte bei Immobiliensicherheiten um 40 %
  • Ausfall der zwei größten Kunden (auf Basis Unterdeckung) (neu 2012)

Im Berichtsjahr 2012 kam es zu einer Überarbeitung des Marktrisikos aus Aktien und Investmentfonds sowie zu einer Erweiterung der Stresstests um das Thema Konzentrationsrisiko. Die Gesamtlimitausnützung erhöhte sich dadurch beim Worst Case Szenario auf 81,8 % (31. Dezember 2011: 68,6 %). Trotzdem kam es per 31. Dezember 2012 und auch während der gesamten Berichtsperiode in keinem der Szenarien zu einer Überschreitung des Gesamtbanklimits.

Zuständigkeiten für das Management der einzelnen Risikokategorien Kreditrisiko

Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.

Beteiligungsrisiko

Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat & Kommunikation ist für das operative Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubsituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.

Marktrisiko

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Risikolimits selbständig gestionieren. Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Managementkomitee ist für die Marktrisiken im Bankbuch zuständig.

Operationelles Risiko

In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der Operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Das operative Risikomanagement von Operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind.

Liquiditätsrisiko

Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch den Vorstand und das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.

Risikokonzentration

Risikokonzentrationen begründen ein Konzentrationsrisiko, sofern sie das Potenzial haben, Verluste zu produzieren, die groß genug sind, um die Stabilität eines Institutes zu gefährden, oder um eine wesentliche Änderung im Risikoprofil zu bewirken. Es wird zwischen zwei Arten von Risikokonzentrationen unterschieden:

  • Intra-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die innerhalb einer einzelnen Risikokategorie entstehen können.
  • Inter-Risikokonzentrationen beziehen sich auf Risikokonzentrationen, die sich aus dem Gleichlauf von Risiken verschiedener Risikokategorien ergeben können.

Konzentrationen können in allen Risikoarten auftreten. Die Zuständigkeiten für das Intra-Konzentrationsrisiko liegen daher bei den jeweils für die einzelnen Risikoarten verantwortlichen Einheiten, die Zuständigkeit für das Inter-Konzentrationsrisiko liegt beim APM-Komitee.

Aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodells der Oberbank als regional tätige Universalbank sind übermäßige Intraund Inter-Risikokonzentrationen nicht vorhanden. In der Risikotragfähigkeitsrechnung wird das Thema Inter-Konzentrationsrisiko durch die Mehrfaktor-Modelle in den Wirtschaftsszenarien bei den Krisentests berücksichtigt. Ebenso wird das Eintreten des Intra-Konzentrationsrisikos im Kreditrisiko mit einem eigenen Szenario und im Worst-Case-Szenario auf Limitverträglichkeit geprüft.

Das Intra-Konzentrationsrisiko ist aufgrund des Geschäftsmodells der Oberbank vor allem im Bereich des Kreditrisikos bedeutend. Es ergibt sich dadurch, dass einzelne Forderungen einen hohen Anteil an den Gesamtforderungen haben oder Forderungen eine überdurchschnittliche Korrelation aufweisen (Konzentration in Forderungsklassen, Geschäftssegmenten, Branchen, Ländern, Kundengruppen etc.). Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits.

Die Festlegung der individuellen Länderlimits basiert auf dem Rating und der Wirtschaftskraft des Landes sowie der Expertise der Oberbank, die sich aus der Abwicklung von Kundengeschäften mit dem jeweiligen Land ergibt. Die Limits für das operative Geschäft werden auf einzelne Produktkategorien heruntergebrochen. Die Einhaltung der einzelnen Limits wird mittels eines Limitsystems automatisiert überwacht.

Portfoliolimits werden außerdem im Bereich der Fremdwährungsfinanzierungen gesetzt.

Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten und Forderungen sowie festverzinslichen Wertpapieren betrug 13,39 % (Vorjahr: 14,26 %). Im Einzelnen handelte es sich um Forderungen an den öffentlichen Sektor (7,1 %; Vorjahr: 7,7 %) und an europäische Banken (5,2 %; Vorjahr: 5,7 %) sowie an Versorger (1,2 %; Vorjahr: 0,8 %).

Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen lag weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.

Großkreditrisiken im Kreditgeschäft sind darüber hinaus durch die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. garantiert. Diese verwaltete zum 31. Dezember 2012 einen Deckungsfonds von 204,9 Mio. Euro (gegenüber 205,0 Mio. Euro im Vorjahr), der den Instituten der 3 Banken Gruppe zur Verfügung steht.

Zusätzliche quantitative Informationen zum Konzentrationsrisiko können den Tabellen in Kapitel 41) Kreditrisiko entnommen werden.

41) Kreditrisiko

Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfall-, Länder- und Kontrahenten Risiken sowie Konzentrationsrisiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio.

Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz der Oberbank abgedeckten Regionen.

In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit einem Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens beschränkt. Die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten an Konsumenten erfolgt gemäß den strengen Bestimmungen der FMA-Mindeststandards, die im März 2010 veröffentlicht wurden. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.

Kreditentscheidungsprozess

Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe, vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der Prozess der Kreditgewährung umfasst alle Arbeitsabläufe, die bis zur Auszahlung des Kredites oder Einrichtung einer Linie erforderlich sind. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Um ein effektives Kreditrisikomanagement und in diesem Sinne eine faire, risikoadäquate Konditionengestaltung in einer Bank etablieren zu können, bedarf es eines leistungsfähigen Systems zur Bonitätsbeurteilung. Seit 1. Jänner 2009 kommt in der Oberbank im Privat- und Firmenkundengeschäft ein mit statistischen Methoden entwickeltes und IRB (Internal Ratings Based Approach)-taugliches Ratingsystem zur Anwendung, das diesen Anforderungen gerecht wird. Die Oberbank betrachtet den Bonitätsbeurteilungsprozess als eine ihrer Kernkompetenzen.

Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich (Scoringverfahren). Die Ratingverfahren ermitteln ein Hard-Facts Rating (basierend auf Bilanzdaten) und ein Soft-Facts Rating (qualitative Informationen z.B. Produkte, Markt etc.). Zusammen mit Warnindikatoren und Kontodaten wird das finale Ratingergebnis ermittelt. Die Scoringverfahren setzen sich aus Kreditscoring (Negativinformationen und Strukturdaten) und Verhaltensscoring (Kontoverhalten und Strukturdaten) zusammen. Die Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallswahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt.

Die Slottingverfahren bei Spezialfinanzierungen haben hier eine Sonderstellung, da sie eine Einordnung in die aufsichtsrechtlich vorgesehenen Bonitätsfächer vornehmen.

Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Ratingverfahren verwendet.

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgen auf Basis externer Ratings und Bilanzanalysen kombiniert mit qualitativen Kriterien.

Der Ratingprozess wird bei Kreditvergabe und in weiterer Folge zumindest einmal jährlich durchgeführt. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen.

Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren und der Konditionengestaltung besteht ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik), der mittels automatisierter Prozesse unterstützt wird.

Risikosteuerung und Controlling

Die operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes geplant und es wird regelmäßig je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich ermittelt und in der Ergebnisvorschau aktualisiert.

Die Nähe zum Kunden wird in der Oberbank generell groß geschrieben. Die Ergebnisse aus tourlichen persönlichen Gesprächen mit dem Kunden fließen über die Soft-Facts und Warnindikatoren in das Rating ein. Die Frequenz dieser Gespräche wird in Krisenjahren erhöht. Die aktuelle Geschäftssituation der Kunden wird somit sehr schnell in der Bonitätsbeurteilung berücksichtigt.

Darstellung des Portfolios

Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen des gesamten Oberbank-Konzerns zusammen und wird brutto, d.h. vor Abzug der Risikovorsorgen, dargestellt.

in Mio. A Forderungswert
per 31.12.2012
Forderungswert
per 31.12.2011
Kredite und Forderungen 1) 12.873 12.444
Festverzinsliche Wertpapiere 3.123 3.384
Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten 3.626 3.451
Gesamtbetrag der Forderungen 19.621 19.279

1) Abweichungen zur Darstellung im Konzernabschluss ergeben sich z.B. aus der unterschiedlichen Einbeziehung des Leasing-Teilkonzerns (hier per 31. Dezember 2012, im Konzernabschluss per 30. September 2012). Treuhandverbindlichkeiten – d.h. Verbindlichkeiten, bei denen für die Oberbank nur ein Gestionsrisiko besteht – werden nicht im Kreditrisikovolumen ausgewiesen.

Verteilung nach Bonitätsstufen

In der Bonitätsstufe "Sehr gut" befinden sich die Ratingklassen AA, A1, A2, 1a und 1b, in der Stufe "Gut" die Ratingklassen 2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe "Mangelhaft" die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe "Non performing" befinden sich jene Forderungen, für die ein Ausfallkriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene Forderungen, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Forderungen in den Ratingklassen 5b und 5c werden bereits betrieben. Die gesamten non performing Forderungen beinhalten einen Betrag von 117,4 Mio. Euro (Vorjahr 101,6 Mio. Euro) an nicht wertgeminderten Forderungen.

in Mio. A per 31.12.2012
Bonitätsstufen
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind
lichkeiten
Gesamt
Sehr gut 5.631 2.864 1.835 10.330
Gut 6.069 253 1.691 8.013
Mangelhaft 690 3 81 774
Non performing 483 3 18 504
Gesamt 12.873 3.123 3.626 19.621
in Mio. A per 31.12.2011
Sehr gut 5.824 3.210 1.882 10.916
Gut 5.504 164 1.457 7.125
Mangelhaft 644 7 99 750
Non performing 473 3 12 488
Gesamt 12.445 3.384 3.451 19.279

Verteilung nach Regionen

Die geografische Darstellung des Kreditrisikovolumens erfolgt nach dem Sitzland des Schuldners. In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisikovolumen per 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 nach Oberbank-Märkten und anderen Regionen dargestellt.

in Mio. A per 31.12.2012
Geografische Verteilung
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind
lichkeiten
Gesamtsumme
Österreich 8.100 1.243 2.628 11.971
Deutschland 2.315 405 542 3.262
Osteuropa (CZ, SK, HU) 1.642 95 242 1.979
Westeuropa (außer DE) 482 933 81 1.496
PIIGS-Länder 50 238 49 337
Andere Länder 285 210 82 577
Gesamt 12.873 3.123 3.626 19.621
in Mio. A per 31.12.2011
Österreich 7.910 1.359 2.415 11.684
Deutschland 2.203 429 556 3.187
Osteuropa (CZ, SK, HU) 1.391 79 288 1.758
Westeuropa (außer DE) 549 1.038 88 1.675
PIIGS-Länder 61 317 44 421
Andere Länder 331 164 60 555
Gesamt 12.444 3.384 3.451 19.279

Die PIIGS-Länder sind in folgender Tabelle noch einmal detailliert aufgelistet.

in Mio. A per 31.12.2012
Geografische Verteilung
Kredite und
Forderungen an
Kreditinstitute
und Kunden
Kredite und
Forderungen
an Staaten
Festverzinsliche
Wertpapiere
(Kreditinstitute
und Kunden)
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind
lichkeiten
Gesamtsumme
Portugal 0 0 40 40
Italien 27 76 1 105
Irland 22 48 7 77
Griechenland 0 0 0 0
Spanien 1 113 1 115
Gesamt 50 238 49 337
in Mio. A per 31.12.2011
Portugal 0 5 40 45
Italien 54 87 1 141
Irland 6 48 2 56
Griechenland 0 0 0
Spanien 0 177 1 177
Gesamt 61 317 44 421

Verteilung nach Branchen

In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisikovolumen per 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 nach Branchen dargestellt.

in Mio. A per 31.12.2012
Branchen
Kredite und
Forderungen
Festverzinsliche
Wertpapiere
Kreditrisiken aus
Derivaten und
Eventualverbind
lichkeiten
Gesamtsumme
Kredit- und Versicherungswesen 2.037 1.859 209 4.104
Öffentliche Hand 717 1.055 64 1.835
Industrie 2.054 88 1.139 3.281
Handel 1.322 9 530 1.861
Dienstleistungen 1.380 15 402 1.797
Bauwesen 349 10 364 723
Realitätenwesen 611 55 666
Verkehr 377 55 432
Versorger 283 3 74 361
Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau 101 14 115
Holding- und Beteiligungsgesellschaften 509 81 170 759
Private und Selbständige 2.282 392 2.674
Sonstige 852 4 158 1.014
Gesamt 12.873 3.123 3.626 19.621

in Mio. A per 31.12.2011

Kredit- und Versicherungswesen 1.706 2.292 174 4.172
Öffentliche Hand 996 1.003 57 2.056
Industrie 1.928 12 1.102 3.043
Handel 1.304 9 477 1.790
Dienstleistungen 1.305 10 327 1.642
Bauwesen 297 8 383 688
Realitätenwesen 526 0 75 602
Verkehr 365 54 419
Versorger 312 3 42 357
Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau 106 13 119
Holding- und Beteiligungsgesellschaften 545 44 166 755
Private und Selbständige 2.163 363 2.525
Sonstige 889 4 217 1.110
Gesamt 12.444 3.384 3.451 19.279

Sicherheiten

Strategien und Prozesse bezüglich Bewertung und Management von Sicherheiten

Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des Kreditrisikomanagements in der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäftes über die Unterdeckung stellt hohe Anforderungen an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im gesamten Oberbank-Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge in den zentralen Kreditverwaltungsgruppen der Abteilung Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion.

In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management/Finanzierungsrecht liegt die Verantwortung für die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und -dokumenten, die generell Anwendung finden. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten.

Bei den hypothekarisch besicherten Krediten wird dem Regionalitätsprinzip entsprechend ebenfalls auf Sicherheiten im regionalen Einzugsgebiet abgestellt. Bei Sachsicherheiten gilt generell, dass die Finanzierungsdauer mit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer im Einklang stehen muss. Die materielle Werthaltigkeit der Sicherheit und die Möglichkeit der raschen Verwertbarkeit stellen wichtige Prüfpunkte dar. Bei persönlichen Sicherheiten dürfen keine wesentlichen Korrelationen zwischen Sicherheitengeber und Kreditnehmer bestehen. Bei Leasingfinanzierungen muss ein allfällig vereinbarter Restwert niedriger oder maximal gleich hoch sein wie der bei Ablauf der Finanzierung erwartete Marktwert.

Für jede Sicherheitenart gibt es eine verbindlich vorgeschriebene Ermittlung des nominellen Wertes in Bezug auf Objektivität und Aktualität, der sodann als Berechnungsbasis für die zur internen Risikosteuerung festgelegten Deckungswertansätze und für die Kreditrisikominderungsansätze im Rahmen von Basel II dient. Die internen Deckungswertansätze sind Maximalwerte, die zur Ermittlung der Unterdeckung führen. In begründeten Einzelfällen kann die Bewertung einer Sicherheit vom jeweiligen Kompetenzträger nach unten korrigiert werden. Eine höhere Bewertung ist grundsätzlich nicht möglich.

Die aktuellen Bewertungsgrundsätze resultieren aus den Schätzungen der Forderungsbetreibung auf Basis der bisherigen Verwertungserfahrungen. Der im Bewertungsansatz inkludierte Abschlag wird einerseits für das Bewertungsrisiko und andererseits für das Verwertungsrisiko der jeweiligen Sicherheit gemacht.

Die Aktualität der Sicherheitenwerte wird bei finanziellen Sicherheiten über die laufende Einspielung der Marktwerte sichergestellt, bei hypothekarischen Sicherheiten erfolgt die Expertenschätzung gemäß den Mindesterfordernissen, die im umfassenden Sicherheitenbewertungsansatz in der Solvabilitätsrichtlinie definiert sind.

Generell werden bei intern verwendeten Sicherheiten die gleichen strikten Qualitätsanforderungen in Bezug auf Aktualität und Durchsetzbarkeit angewandt wie bei Sicherheiten, die unter Basel II zur Anrechnung kommen.

Die Übernahme von Pfandliegenschaften nimmt eine untergeordnete Rolle ein. In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von 835 Tsd. Euro (Vorjahr 835 Tsd. Euro) enthalten, der aus der Übernahme von Pfandliegenschaften resultiert. Diese werden von der Oberbank nur dann erworben, wenn Verkaufshemmnisse die sofortige Verwertung einer Liegenschaft mit einem angemessenen Verwertungserlös unmöglich machen (z. B. im Rahmen einer Versteigerung bzw. im Freihandverkauf). Es ist immer das erklärte Ziel, die ursprünglich bestehenden Verkaufshemmnisse zu beseitigen, um anschließend das Objekt schnellstmöglich und ordnungsgemäß weiter zu veräußern. Eine Verwendung für den Geschäftsbetrieb erfolgt nicht.

Arten von Sicherheiten

Die wesentlichen Sicherheiten sind Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien, finanzielle Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien) sowie persönliche Sicherheiten (Haftungen, Bürgschaften, Garantien). Die Sicherheiten können zu einem überwiegenden Anteil (81,94 %) der Forderungsart "Kredite und Forderungen" zugerechnet werden, der Rest entfällt zu 10,03 % auf die "Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten" und zu 8,03 % auf die "festverzinslichen Wertpapiere".

Die in den Tabellen ausgewiesenen Werte stellen die im Rahmen des IRB-Ansatzes besicherten Forderungswerte dar.

Besicherter Forderungswert
in A 1.000 31.12.2012 31.12.2011
Finanzielle Sicherheiten 473.685 333.351
Bareinlagen 276.415 205.326
Schuldverschreibungen 74.379 69.907
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 122.890 58.118
Immobiliensicherheiten 2.999.174 2.589.449
Wohnimmobilien 1.576.185 1.453.996
Gewerbeimmobilien 1.422.989 1.135.454
IRB-Sicherheiten 475.569 411.413
Sachsicherheiten 475.569 411.413

Die persönlichen Sicherheiten beschränken sich auf Haftungen, Bürgschaften und Garantien. Die wichtigsten sechs Garantiegeber, die 66,2 % (Vorjahr 68,0 %) am gesamten Volumen der persönlichen Sicherheiten darstellen, sind nachstehend aufgelistet.

in A 1.000 per 31.12.2012 Rating gemäß
Standard & Poor's
Betrag in %
Gesamtsumme persönliche Sicherheiten 1.208.653 100 %
hievon Staat Österreich AA+ 531.137 47,9 %
hievon Land Niederösterreich AA+ 70.000 5,3 %
hievon Staat Deutschland AAA 55.199 5,1 %
hievon Česká spořitelna a.s. A 50.679 3,9 %
hievon Land Oberösterreich AA+ 49.112 3,3 %
hievon Staat Niederlande AAA 43.966 2,5 %
in A 1.000 per 31.12.2011
Gesamtsumme persönliche Sicherheiten 1.491.102 100 %
hievon Staat Österreich AAA 713.730 47,9 %
hievon Staat Deutschland AAA 79.595 5,3 %
hievon Staat Niederlande AAA 76.427 5,1 %
hievon Land Niederösterreich AA+ 57.750 3,9 %
hievon Land Oberösterreich AAA 49.599 3,3 %
hievon Land Kärnten n.a. 36.908 2,5 %

Risikovorsorgen und non performing loans Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen (EWB) bzw. Rückstellungen Rechnung getragen. Die Bildung einer Einzelwertberichtigung erfolgt konzernweit in Höhe der erwarteten Verluste, wenn zu befürchten ist, dass die Kundinnen und Kunden ihren Kreditverpflichtungen nicht im vollen Umfang nachkommen.

Die Abteilung Kredit-Management legt entsprechend der Kompetenzordnung die zu buchende EWB fest. Die Festlegung der EWB wird mit dem Vorstand abgestimmt.

Für incurred-but-not-reported losses wird durch Portfoliowertberichtigungen (PWB) gem. IAS 39 vorgesorgt. Diese errechnen sich durch die Multiplikation der unbesicherten Kundenobligi mit den Ausfallswahrscheinlichkeiten der jeweiligen Ratingklassen.

Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

In Fällen, bei denen ein Ereignis eintritt, welches die Einbringlichmachung eines Teiles des Obligos oder des Gesamtobligos eines Kunden unmöglich macht und keine oder keine ausreichende EWB vorhanden ist, wird der uneinbringliche Saldo direkt gegen die GuV ausgebucht (Direktabschreibung).

Solche Ereignisse können u.a. sein:

  • Ausbuchung des Restsaldos nach Abweisung oder Abschluss eines Insolvenzverfahrens und/oder nach Verwertung aller zur Verfügung stehender Sicherheiten.
  • Nachlassabhandlung ohne Vermögen und Sicherheiten.
  • Umschuldung mit Gewährung eines Nachlasses (Vergleichsvereinbarung).

Entwicklung der Risikovorsorgen

Das Ergebnis aus den Risikovorsorgen im Kreditgeschäft verbesserte sich gegenüber dem Jahr 2011 um 37,9 Mio. Euro auf 59,8 Mio Euro bedingt durch die bereits in den vergangenen Jahren vorsichtige Risikopolitik. Diese führte zu gestiegenen Auflösungen von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in der Höhe von 37,5 Mio. Euro.

Entwicklung des Ergebnisses aus den Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (GuV-Darstellung)

in A 1.000 31.12.2012 31.12.2011
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 96.565 120.797
Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - 37.509 - 32.118
Direktabschreibungen von Forderungen 2.316 10.886
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen - 3.162 - 3.765
Überleitung aus der Quotenkonsolidierung 1.587 1.849
Gesamt 59.797 97.649
in A 1.000 Stand
1.1.2012
Zuführungen Auflösungen Verbrauch Wechselkurs-
änderungen
Stand
31.12.2012
Einzelwertberichtigungen 221.810 67.691 - 25.474 - 34.317 531 230.241
Länderrisiken 44 0 - 5 0 0 39
Portfoliowertberichtigungen
gem. IAS 39 128.435 10.110 0 0 0 138.545
Risikovorsorgen
im Kreditgeschäft 1) 350.289 77.801 - 25.479 - 34.317 531 368.825
Rückstellungen
für das Kreditgeschäft 130.981 18.764 - 12.030 - 8.817 - 25 128.873
Gesamtsumme Risikovorsorgen 481.270 96.565 - 37.509 - 43.134 506 497.698

Entwicklung der Risikovorsorgen (Bilanzdarstellung)

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.

Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen und beläuft sich auf 19.621 Mio. Euro (Vorjahr 19.279 Mio. Euro). Diesem Wert stehen insgesamt Kreditsicherheiten in der Höhe von 5.675,3 Mio. Euro (Vorjahr 5.291,1 Mio. Euro) gegenüber, davon für wertberichtigte und non performing Forderungen 243,6 Mio. Euro (Vorjahr 224,8 Mio. Euro). In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von 11,1 Mio. Euro (Vorjahr 12,0 Mio. Euro) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Das maximale Ausfallsrisiko aus den nach Fair Value bewerteten Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Die Impairment-Kriterien für in den Finanzanlagen enthaltene Schuldtitel sind auf den Seiten 94 und 95 dargestellt.

Non performing loans

Als notleidend (non performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallskriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich. Dies ist in der Oberbank durch folgende Kriterien festgelegt:

  • Einzelwertberichtigung-Neubildung aufgrund einer deutlichen Verschlechterung der Kreditqualität
  • Restrukturierung des Kreditengagements
  • Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit/-unwilligkeit, Betrug oder aus sonstigen Gründen
  • Abdeckung mit Verlust für die Oberbank
  • Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust
  • Insolvenz

Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend (non performing) dargestellt und sind Teil der folgenden Bilanzposten. Die Entwicklung der Kennzahlen "Non performing loans Ratio" und "Coverage Ratio" lässt sich aus der unten stehenden Tabelle ablesen.

in A 1.000 1) 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen an Kreditinstitute 0 3
Forderungen an Kunden 155.766 123.465
Festverzinsliche Wertpapiere 2.943 2.878
Gesamt 158.709 126.346
in %
Non performing loans Ratio 2) 1,02 % 0,83 %
Non performing loans Coverage Ratio 3) 138,17 % 144,10 %

1) Anmerkung: In den hier angeführten Werten sind gebildete Risikovorsorgen bereits berücksichtigt (non performig loans netto).

2) Non performing loans netto im Verhältnis zu den Krediten und Forderungen und festverzinslichen Wertpapieren netto.

3) Risikovorsorgen für die oben angeführten Bilanzpositionen und Sicherheiten der non performing Forderungen im Verhältnis zu den non performing loans brutto.

Die non performing Forderungen werden in der nachfolgenden Tabelle den Risikovorsorgen und den Sicherheiten nach Branche gegenübergestellt.

in A 1.000 per 31.12.2012 Rück-
stellungen für
Non PWB das Kredit
Branchen performing EWB gem. IAS 39 geschäft Sicherheiten
Kredit- und Versicherungswesen 2.519 64
Öffentliche Hand 109 39 26
Industrie 56.227 43.633 27.847
Handel 71.128 25.721 29.184
Dienstleistungen 116.537 44.764 58.396
Bauwesen 29.198 11.268 9.225
Realitätenwesen 6.435 1.353 2.096
Verkehr 9.650 6.367 4.557
Versorger 10.786 2.695 3.980
Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau 2.873 318 2.088
Holding- und Beteiligungsgesellschaften 40.999 14.657 3.155
Private und Selbstständige 108.139 65.236 36.819
Sonstige 49.032 14.165 20.542
Branchenmäßig nicht zuordenbare Risikovorsorgen 138.545 128.873
Gesamt 503.631 230.280 138.545 128.873 197.914
in A 1.000 per 31.12.2011
Branchen
Non
performing
EWB PWB
gem. IAS 39
Rück-
stellungen für
das Kredit
geschäft
Sicherheiten
Kredit- und Versicherungswesen 3.116 169 169
Öffentliche Hand 92 43 24
Industrie 82.360 49.134 45.182
Handel 45.370 23.867 13.213
Dienstleistungen 94.562 33.648 43.835
Bauwesen 42.345 8.164 29.228
Realitätenwesen 6.994 6.701 3.641
Verkehr 14.203 7.551 6.198
Versorger 11.198 3.380 1.182
Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau 3.359 471 2.000
Holding- und Beteiligungsgesellschaften 23.683 8.451 1.626
Private und Selbstständige 104.946 60.053 32.310
Sonstige 55.986 20.223 10.278
Branchenmäßig nicht zuordenbare Risikovorsorgen 128.435 130.981
Gesamt 488.216 221.854 128.435 130.981 188.888

Weiters erfolgt noch eine Darstellung der non performing Forderungen, Risikovorsorgen und Sicherheiten nach Regionen.

in A 1.000 per 31.12.2012
Geografische Verteilung
Non
performing
EWB PWB
gem. IAS 39
Rück-
stellungen für
das Kredit
geschäft
Sicherheiten
Österreich 254.845 133.428 86.661
Deutschland 123.907 62.554 55.510
Osteuropa (CZ, SK, HU) 101.867 23.477 52.083
Westeuropa (außer DE) 9.171 6.041 2.801
PIIGS-Länder 122 8 101
Andere Länder 13.719 4.772 758
Geografisch nicht zuordenbare Risikovorsorgen 138.545 128.873
Gesamt 503.631 230.280 138.545 128.873 197.914
in A 1.000 per 31.12.2011
Österreich 248.973 122.402 82.573
Deutschland 130.610 65.723 70.797
Osteuropa (CZ, SK, HU) 85.582 18.827 31.685
Westeuropa (außer DE) 10.126 10.352 3.076
PIIGS-Länder 15 7 0
Andere Länder 12.910 4.543 758
Geografisch nicht zuordenbare Risikovorsorgen 128.435 130.981
Gesamt 488.216 221.854 128.435 130.981 188.888

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht unter die Kategorie non performing fallen, sind weder überfällig noch wertgemindert.

Stundungen

Stundungen werden in der Oberbank nur in Ausnahmefällen zur Überbrückung von vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten gewährt. Dies kann z.B. bei kurzfristiger Arbeitslosigkeit mit Einstellungszusage des neuen Arbeitgebers oder bei Zahlungsrückständen von wichtigen Kunden der Fall sein. Vor Gewährung einer Stundung erfolgt eine eingehende Prüfung der wirtschaftlichen Lage, ein positives Ergebnis ist dabei Voraussetzung.

Das Monitoring von Stundungen erfolgt im Rahmen des 90-Tage-Eskalationsprozesses. Sollte die Gewährung einer Stundung nicht zum gewünschten Ergebnis (= Wiederaufnahme der vertragskonformen Bedienung des Kredites nach Stundung) führen, wird durch den 90-Tage-Eskalationsprozess das Ratingsiegel automatisch auf "non performing" gestellt und eine EWB für den nicht gedeckten Teil des Obligos gebildet. Eine Verschleierung von notleidenden Krediten durch die Gewährung einer Stundung ist dadurch ausgeschlossen. Das Risiko, das der Oberbank durch die Gewährung von Stundungen entsteht, wird folglich als nicht materiell angesehen.

Im Bereich des Großkredit-Segmentes waren zum 31. Dezember 2012 mit zwei Kreditnehmern Stundungen vereinbart, die ein Kreditvolumen von 22,3 Mio. Euro umfassen. Für diese Kunden wurden bereits Risikovorsorgen in der Höhe von 6,5 Mio. Euro gebildet. Durch das Zutreffen dieses Basel II-Ausfallsereignisses ist das Kreditvolumen der Kunden ohnehin, wie bereits beschrieben, in der Kategorie non performing Forderungen ausgewiesen.

42) Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.

Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt.

  • In dieses Segment fallen unter anderem folgende Beteiligungen der 3 Banken Gruppe:
  • ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.
  • 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.
  • 3 Banken-Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H.

Weiters finden sich die strategischen Beteiligungen an der voestalpine AG, an der Energie AG und an der Austria Metall AG im Beteiligungsportfolio der Oberbank. Eine darüber hinausgehende aktive Industriebeteiligungspolitik entspricht nicht der Philosophie der Oberbank. Darüber hinaus hält die Oberbank rein wirtschaftlich orientierte Beteiligungen, für die entweder eine konkrete Renditeerwartung oder Erwartungen an eine Umwegrentabilität vorliegen.

Seit 2006 geht die Oberbank mit dem "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private-Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein, vorrangig mit dem Ziel, Kunden in Situationen zu unterstützen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden können. Beteiligungen an Mezzanin- und Equity-Anbietern werden eingegangen, um deren Expertise zu nutzen und Zugang zu neuen Märkten zu gewinnen.

Insbesondere im Immobilienbereich ist die Oberbank an Zweckgesellschaften beteiligt, die beispielsweise zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.

Grundsätzlich werden vor dem Eingehen von Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und rechtlicher Situation zu bekommen.

Die Buch- und beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungspositionen zeigen folgendes Bild:

in A 1.000 per 31.12.2012 Wertansätze
Gruppen von Beteiligungsinstrumenten nach Bewertungsart Buchwert Fair Value
Available for Sale
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 248.645 248.645
Fair Value through Profit and Loss
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 35.818 35.818
Anteile an at Equity-Unternehmen
Börsengehandelte Positionen 542.726 530.614
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 8.377 8.377
Gesamt 835.566 823.454
in A 1.000 per 31.12.2011
Gruppen von Beteiligungsinstrumenten nach Bewertungsart Buchwert Fair Value
Available for Sale
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 254.756 254.756
Fair Value through Profit and Loss
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 32.045 32.045
Anteile an at Equity-Unternehmen
Börsengehandelte Positionen 513.243 457.444
Nicht an einer Börse gehandelte Positionen 8.158 8.158
Gesamt 808.202 752.403

43) Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst.

Risikomanagement

Die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.

Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung der Abteilung Global Financial Markets

Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Das Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen.

Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells. Der Value-at-Risk beschreibt, welcher Verlust mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) innerhalb einer bestimmten Haltedauer bei normalen Marktbedingungen maximal zu erwarten ist. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt nach der Methode der Historischen Simulation mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von zehn Tagen und einem Simulationszeitraum von zwei Jahren. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

in A 1.000 Value-at-Risk 2012
1.1.2012 Maximum Minimum Durchschnitt 31.12.2012
2.013 2.698 779 1.477 1.043
in A 1.000 Value-at-Risk 2011
1.1.2011 Maximum Minimum Durchschnitt 31.12.2011
1.062 4.686 939 1.836 2.225

Die Value-at-Risk-Werte für die Berichtsperiode können der nachstehenden Tabelle entnommen werden:

Mittels Backtesting erfolgt eine Überprüfung der Güte des statistischen Modells, also der Vergleich der geschätzten 1-Tages-Value-at-Risk-Werte mit den tatsächlichen Ergebnissen. Die Backtestingergebnisse weisen im Berichtsjahr keine Überschreitungen auf und können der nachfolgenden Grafik entnommen werden.

G&V n VaR n

Neben dem Value-at-Risk-Limit werden zusätzliche risikobegrenzende Limits wie Stopp-Loss-Limits und Volumenlimits zur Steuerung des Risikos eingesetzt.

Das Devisenkursrisiko als Teil des Marktrisikos wird ebenfalls von der Abteilung Global Financial Markets gesteuert. Die folgende Tabelle zeigt die offenen Devisenpositionen der Oberbank.

in A 1.000 31.12.2012 31.12.2011
CHF - 91 624
USD 2.221 347
DKK 237 210
NOK 63 189
GBP 141 147
PLN 19 105
HUF 567 76
ZAR 55
SEK - 72 54
CAD 79 44
RON - 43 28
in A 1.000 31.12.2012 31.12.2011
HRK 105 17
HKD 3 10
RUB 64 5
AUD -9 - 28
NZD 69 - 44
JPY - 1.489 - 47
CZK - 2.890 - 608
Sonstige Währungen Long 316 206
Sonstige Währungen Short - 56 - 59
Gold 2.299 3.415

Steuerung der Marktrisiken in der Verantwortung des Aktiv-Passiv-Management-Komitees

Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen EUR-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreterinnen und Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat & Kommunikation", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".

Zinsänderungsrisiko im Bankbuch

Das Eingehen des Zinsänderungsrisikos, das den Hauptteil des Marktrisikos im Bankbuch darstellt, ist ein wesentlicher Bestandteil des Bankgeschäftes sowie eine wichtige Ertragsquelle und erfordert eine adäquate Berücksichtigung im Risikomanagement. Die strategische Ausrichtung zielt darauf ab, unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos, Erträge aus der Fristentransformation zu lukrieren. Zu diesem Zweck kommt es quartalsweise zur Investition in langlaufende festverzinsliche Wertpapiere bester Bonität.

Für die Darstellung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps, Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und das Capital-at-Risk-Modell) zur Anwendung. Die letztgenannte Risikoermittlung erfolgt auf Basis des "Capital-at-Risk", ein vom Gesetzgeber (auf der Grundlage der Laufzeitbandmethode des Handelsbuchs gemäß § 208 SolvaV) standardisierter VaR-Ansatz, der für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch auf ein Monat hochskaliert wird. Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus jener Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt). Per 31. Dezember 2012 ergab der + 100 Basispunkte-Schock den negativsten Wert. Zusammen ergibt sich per 31. Dezember 2012 ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von 87,4 Mio. Euro (Vorjahr 98,8 Mio. Euro).

Folgende Grafik zeigt die Zinsbindungs-Gap-Analyse verglichen mit den Jahresultimo-Werten des Vorjahres:

Aktienkursrisiko im Bankbuch

Die Messung des Aktienkursrisikos im Bankbuch (für Aktien und Investmentfonds), also des sonstigen Marktrisikos im Bankbuch, erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk mit Konfidenzintervall 99 % und einer Haltedauer von einem Monat. Das errechnete Risiko für diese Positionen belief sich per 31. Dezember 2012 auf 28,1 Mio. Euro (Vorjahr 33,8 Mio. Euro).

44) Operationelles Risiko

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die Operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. In dieser Definition werden Rechtsrisiken (inkludiert das Risiko von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung) berücksichtigt, strategische Risiken oder Reputationsrisiken jedoch nicht. Die Risiken werden in die folgenden Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.

Das operative Risikomanagement von Operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen Operationellen Risiken.

In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der Operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.

Risikoanalysen dienen der systematischen Darstellung von potenziellen Problemen in Prozessen und Systemen. Sie werden regelmäßig nach quantitativen und qualitativen Kriterien durchgeführt. Quantitative Analysen erfolgen in erster Linie durch die Interpretation der OpRisk-Berichte. Bei signifikanten Häufungen von Schäden in einzelnen Risk Taking Units erfolgt seitens des Risikocontrollings der Anstoß zu einer qualitativen Risikoanalyse mittels eines Self-Assessments. Beim Erkennen von Schwachstellen (hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Auswirkungsgrad) werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

In Ergänzung dazu führen die zentralen Risk Taking Units anlassbezogen bei Veränderungen von Prozessen, bei Einführung neuer Systeme bzw. bei internen EDV-Projekten Risikoanalysen durch, die wiederum gegebenenfalls die Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen zur Herabsetzung des Operationellen Risikos nach sich ziehen.

Zur Absicherung von im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z.B. Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).

Im Zuge der Risikotragfähigkeitsrechnung wird für das Risikokapital des Operationellen Risikos der Standardansatz gemäß § 22 k BWG verwendet. Das Verhältnis des tatsächlichen Aufwandes aus OpRisk-Schadensfällen zum ICAAP-Risikokapital betrug im Jahr 2012 9,59 % (Vorjahr 2,62 %).

Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre beträgt dieses Verhältnis 5,89 %. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Schadensfall der im Jahr 2012 in der Schadensfalldatenbank erfassten 245 Fälle (Vorjahr 320 Fälle) belief sich auf ca. 25.400 Tsd. Euro (Vorjahr ca. 5.100 Tsd. Euro) (Vorsorgen in Form von Rückstellungen, die gebildet werden, wenn die konkrete Höhe der Schäden noch nicht feststeht, sind in der Schadensfalldatenbank noch nicht enthalten).

45) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann.

Das Liquiditätsrisiko wird in das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Liquiditätsspreadrisiko eingeteilt. Als Zahlungsunfähigkeitsrisiko oder auch Liquiditätsrisiko im engeren Sinn gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Es ergibt sich aus dem Terminrisiko (Risiko, dass sich vereinbarte Zahlungseingänge – z. B. Kredittilgungen – verzögern und so die entsprechende Liquidität fehlt), dem Abrufrisiko (Risiko, dass Zahlungsmittel vorzeitig oder unerwartet hoch in Anspruch genommen werden, wie der Abruf von Einlagen oder Kreditzusagen) und dem Anschlussfinanzierungsrisiko (Risiko, dass bei längeren Kapitalbindungsfristen auf der Aktivseite der Bilanz die Anschlussfinanzierung nicht dargestellt werden kann). Zusätzlich zu den Risiken, die eine mögliche Zahlungsunfähigkeit auslösen, besteht das Risiko, dass Refinanzierungsmittel für Anschlussfinanzierungen nur zu erhöhten Marktzinsen (Spreads) beschafft werden können und sich somit der Gewinn verringert (Liquiditätsspreadrisiko).

Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist:

  • die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit
  • und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis.

Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kundinnen und Kunden plus den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der LfA Förderbank Bayern alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Die Loan-Deposit-Ratio betrug zum 31. Dezember 2012 89,2 % (Vorjahr 88,9 %).

Darüber hinaus hält die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.

Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Liquiditätsablaufbilanz stellt auf täglicher Basis die Nettomittelabflüsse der Oberbank dar. Im Liquiditätspuffer sind alle zurzeit nicht ausgenützten repofähigen Kredite und Wertpapiere zusammengefasst. Die akkumulierten Nettomittelabflüsse dürfen in den ersten 30 Tagen das Limit nicht übersteigen.

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt, in der die aus den Geschäften resultierenden Zahlungsströme pro Laufzeitband aufsummiert werden.

In der Kapitalbindungsbilanz (ohne Neugeschäftsannahmen) lässt sich am Ende des ersten Jahres ein Bruttorefinanzierungserfordernis von 3,4 Mrd. Euro (Vorjahr 4,0 Mrd. Euro) erkennen. Diesem stehen allerdings 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr 2,6 Mrd. Euro) hoch liquide Aktiva gegenüber. Diese können jederzeit zur Besicherung von Repotransaktionen für die Beschaffung von Liquidität bei der EZB und OeNB hinterlegt werden. Das Refinanzierungserfordernis unter Berücksichtigung der freien Refinanzierungsmöglichkeit nach einem Jahr betrug daher per 31. Dezember 2012 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr 1,4 Mrd. Euro). Dies entspricht einer Funding-Ratio von 83,2 % (Vorjahr 79,6 %), die somit das intern festgelegte Limit von 70 % (entspricht einem Refinanzierungserfordernis von ca. 2 Mrd. Euro) klar unterschreitet.

Die Laufzeitenstruktur der für Repotransaktionen geeigneten Wertpapiere und Kredite ist in der nachstehenden Tabelle angeführt.

bis 1 bis 12
in A 1.000 per 31.12.2012 1 Monat Monate 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Repofähige Wertpapiere und Kredite 198.266 739.975 1.108.405 1.214.112
in A 1.000 per 31.12.2011
Repofähige Wertpapiere und Kredite 67.758 445.183 1.750.182 976.499

Die Ermittlung von Liquiditäts-Gaps basiert auf kontraktuellen Cashflows ohne Zinsen. Für Positionen ohne definierte Kapitallaufzeit werden Annahmen getroffen (z.B. werden Sichteinlagen als 3-Monats-rollierende Positionen, Sonstige Aktiva/Passiva als rollierende Langfristpositionen und Eigenkapital als langfristige Position dargestellt).

Um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darzustellen, werden Stressszenarien gerechnet. Es werden die Szenarien Verschlechterung der Reputation, Marktkrise und als Worst-Case eine Kombination dieser beiden simuliert. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.

46) Sonstige Risiken

In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank-Konzerns als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird. Sollte dennoch ein unwesentliches Risiko schlagend werden, sind sie durch den pauschalen Risikopuffer abgedeckt.

In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:

  • Reputationsrisiken entstehen aus negativen Wahrnehmungen über das Institut in der Öffentlichkeit. Der dadurch geschädigte gute Ruf des Institutes (z.B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) und der damit einhergehende Vertrauensverlust können zu Ergebniseinbrüchen bzw. Verlusten führen.
  • Als Geschäftsrisiken werden die Risiken bezeichnet, die aus unerwarteten Ergebnisschwankungen wegen geänderter Rahmenbedingungen resultieren (z.B. geringere Erträge, die keine Aufwandskürzung im gleichen Ausmaß ermöglichen, veränderte Wettbewerbsverhältnisse, geändertes Kundenverhalten und Folgen des technischen Fortschritts).
  • Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen oder wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.
  • Werden Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen, schlagend, sind sie üblicherweise bereits im Kredit- bzw. Marktrisiko enthalten. Sollten darüber hinausgehend Risiken für die Oberbank entstehen, werden sie durch den Risikopuffer abgedeckt.

47) Risikobericht – Zusammenfassung

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.

48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte

Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten derivativen Finanzgeschäfte werden in der folgenden Übersicht einseitig dargestellt. Eine Darstellung der Derivate gemäß Financial Reporting Richtlinie der Europäischen Aufsichtsbehörde (EBA) findet sich in der Offenlegung gemäß § 26 BWG abrufbar auf der Website der Oberbank (www.oberbank.at). In der Oberbank werden Derivate überwiegend zur Absicherung von Marktrisiken im Kundengeschäft und zur Steuerung des Bankbuches abgeschlossen.

Die Oberbank verfolgt folgende Hedgingstrategie:

  • Derivative Produkte, die an Geschäftskundinnen und -kunden verkauft werden, werden grundsätzlich geschlossen;
  • Derivative werden weiters zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken aus Kassageschäften eingesetzt;
  • Langlaufende eigene Emissionen, die zur Absicherung der Liquidität emittiert werden, werden mittels Zinsswaps gehedgt;
  • Offene Derivate sind daher lediglich in untergeordneter Höhe im Handelsbuch vorhanden;
  • Es befinden sich keine Kreditderivate im Bestand der Oberbank.
Nominalbeträge 2012 2011
Restlaufzeit Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in A 1.000 bis 1 J. 1 - 5 J. > 5 Jahre Gesamt Positiv Negativ Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzverträge
Zinssatzoptionen
Kauf 76.100 114.140 83.915 274.155 2.208 301.484 3.342
Verkauf 71.060 110.848 76.705 258.613 - 2.109 273.398 - 3.127
Swaptions
Kauf 4.000 4.000 0 10.500 929
Verkauf 4.000 4.000 0 10.500 - 929
Zinsswaps
Kauf 200.791 876.074 880.300 1.957.165 195.823 - 1.082 2.790.329 126.620 - 4.680
Verkauf 128.345 282.797 322.872 734.014 54 - 56.408 703.611 840 - 35.273
Anleiheoptionen
Kauf
Verkauf 20.000 20.000 - 55 60.000 - 446
Wechselkursverträge
Währungsoptionen
Kauf 72.721 4.475 5.902 83.098 3.819 64.348 3.591
Verkauf 72.858 4.475 5.902 83.235 - 3.818 64.473 - 3.593
Devisentermingeschäfte
Kauf 2.231.472 51.593 2.283.065 17.164 2.299.025 47.652
Verkauf 2.234.658 51.998 2.286.656 - 21.292 2.271.150 - 19.815
Wertpapierbezogene Geschäfte
Aktienoptionen
Kauf 9.330 9.330 0 9.330 0
Verkauf 9.330 9.330 0 9.330 0

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung. Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.

49) Patronatserklärungen für Beteiligungen

Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:

Sonstige Finanzierungsgesellschaften

Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz

Immobiliengesellschaften

»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

50) Konzerneigenkapital

Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt 1.053,6 Mio. Euro (Vorjahr 987,4 Mio. Euro), hievon Grundkapital 86,3 Mio. Euro (Vorjahr 86,3 Mio. Euro). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2012 wäre maximal ein Betrag in Höhe von 548,4 Mio. Euro ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt 14,6 Mio. Euro.

51) Personal

Im Oberbank-Konzern waren 2012 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:

2012 2011
Angestellte 2.020 2.054
Arbeiter 21 21
Gesamtkapazität 2.041 2.075

52) Wertpapieraufgliederung nach BWG in D 1.000

Nicht
börsennotiert
Börsen-
notiert
Wie AV
bewertet
Andere
Bewertung
Gesamt
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 178.318 3.068.971 2.281.445 965.844 3.247.289
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 150.746 124.500 74.032 201.214 275.246
Beteiligungen 55.626 202.814 258.440 0 258.440
Anteile an verbundenen Unternehmen 493.818 0 493.818 0 493.818
878.508 3.396.285 3.107.735 1.167.058 4.274.793

53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis

Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in A 1.000

Zusammensetzung 2012 2011 Veränd. +/- %
1. Kernkapital
Grundkapital 86.349 86.349 0 0,0
Eigene Aktien im Bestand - 959 - 401 - 558 > 100,0
Offene Rücklagen 952.654 886.531 66.123 7,5
Anteile anderer Gesellschafter 3.023 1.511 1.512 > 100,0
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 9.782 4.320 5.462 > 100,0
Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung 118.694 114.100 4.594 4,0
Hybridkapital 79.000 79.000 0 0,0
Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter - 3.150 - 3.806 656 - 17,2
Summe Kernkapital (Tier I) 1.245.393 1.167.604 77.789 6,7
Kernkapitalquote 11,88 % 11,51 % 0,37 %-P. 3,2
2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II)
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 408.234 467.748 - 59.514 - 12,7
Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) 157.229 85.245 71.984 84,4
Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) 30.239 33.139 - 2.900 - 8,8
Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) 595.702 586.132 9.570 1,6
Zusammensetzung 2012 2011 Veränd. +/- %
3. Tier-III-Kapital
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als
Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen 1.483 1.756 - 273 - 15,5
Summe Tier-III-Kapital 1.483 1.756 - 273 - 15,5
4. Abzugsposten
Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung - 80.092 - 82.364 2.272 - 2,8
Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung 0 0 0 0,0
Eigenmittel insgesamt 1.762.486 1.673.128 89.358 5,3
hievon Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z7 BWG 1.483 1.756 - 273 - 15,5
Eigenmittelquote 16,81 % 16,49 % 0,32 %-P. 2,0
Eigenmittelerfordernisse
Kreditrisiko gemäß § 22 Abs. 2 BWG 838.154 811.182 26.972 3,3
Handelsbuch gemäß § 22o Abs. 2 BWG 1.483 1.756 - 273 - 15,5
Operationelles Risiko gemäß § 22k BWG 64.952 62.179 2.773 4,5
Qualifizierte Beteiligungen gemäß § 29 Abs. 4 BWG 0 0 0 0,0
Eigenmittelerfordernis insgesamt 904.589 875.117 29.472 3,4
Freie Eigenmittel 857.897 798.011 59.886 7,5
Basis für Ermittlung der Haftrücklage
und Quotenberechnung
Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 Abs. 2 BWG 10.476.930 10.139.781 337.149 3,3
Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches
gemäß § 22o Abs. 2 Z1,3,6 BWG 4.975 6.438 - 1.463 - 22,7
Bemessungsgrundlage insgesamt 10.481.905 10.146.219 335.686 3,3

54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB

Im Geschäftsjahr 2013 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale 158,9 Mio. Euro fällig. Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale 657.744,0 Tsd. Euro betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 0,484 % bis 7,4 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2013 bis 2021 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 21.777,1 Tsd. Euro geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuches beträgt zum 31. Dezember 2012 insgesamt 101,4 Mio. Euro. Davon entfallen auf Wertpapiere (Marktwerte) 8,0 Mio. Euro und auf sonstige Finanzinstrumente (Marktwerte) 93,4 Mio. Euro. Das Leasingvolumen betrug 951,5 Mio. Euro per 31. Dezember 2012.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr 666,5 Tsd. Euro (inkl. USt, inkl. Leasinggesellschaften und inkl. Tochterunternehmen). Davon entfielen 589,6 Tsd. Euro auf die Prüfung des Jahresabschlusses und 76,9 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen.

55) Beteiligungsliste gemäß UGB

Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2012 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:

Konsoli- Kapitalanteil 5) Eigen- Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
dierungs-
methode K *)
Unmittel-
bar in %
Gesamt
in %
kapital 3)
in TA
jahres 4)
in TA
Jahres-
abschluss
a) Direkte Beteiligungen
"AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 1) 6) N 74,00 74,00
"LA" Gebäudevermietung und Bau – Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
"VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 20,57 20,57
3-Banken Wohnbaubank AG, Linz 1) V 80,00 80,00 7.520 20 2012
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 3.856 0 2012
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00 40,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) N 100,00 100,00
Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim 6) N 49,00 49,00
BKS Bank AG, Klagenfurt E 18,52 20,05 409.085 23.614 2011
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 6) N 24,85 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 6) N 20,25 20,25
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz E 40,00 40,00 20.980 1.177 2012
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00 40,00
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg 6) N 33,09 33,09
GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg 1) 6) N 58,70 58,70
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 6) N 32,62 32,62
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 1) V 1,00 100,00 1.047 311 9/2012
Ober Immo Truck gAG, Budapest 1) V 1,00 100,00 646 140 9/2012
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 1) V 1,00 100,00 167 675 9/2012
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 185 35 2012
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 187 30 2012
Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 66 9 2012
Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 64 8 2012
Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 1) V 100,00 100,00 28 - 3 2012
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) V 6,00 100,00 2.081 25 9/2012
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 1) 2) V 100,00 100,00 254.233 15.069 9/2012
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 1) V 10,00 100,00 1.856 43 9/2012
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 1) V 10,00 100,00 - 64 - 196 9/2012
Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava 1) V 5,00 100,00 90 81 9/2012
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 1) V 0,10 100,00 2.853 1.383 9/2012
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 1) V 1,00 100,00 18.618 2.202 9/2012
Ergebnis
des letzten
Konsoli-
dierungs-
Unmittel- Kapitalanteil 5)
Gesamt
Eigen-
kapital 3)
Geschäfts-
jahres 4)
Jahres-
methode K *) bar in % in % in TA in TA abschluss
OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS
GESELLSCHAFT, m.b.H., Linz 1) 2) 6) N 100,00 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank V-Investholding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 1) 6) N 15,00 100,00
OÖ HightechFonds GmbH, Linz 6) N 24,08 24,08
Samson České Budějovice spol. s.r.o., Budweis 1) 6) N 100,00 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 1) 6) N 100,00 100,00
b) Indirekte Beteiligungen
ABG Anlagenverwertungs- und Beteiligungs -
Gesellschaft m.b.H. & Co. OHG, Wien 6) N 20,25
Atterbury S.A., Luxemburg 6) N 22,92
"ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) N 100,00
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) N 40,00
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 6) N 40,00
B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 6) N 33,33
Blitz 12-302 GmbH, München 6) N 62,02
Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 6) N 26,28
Duktus S.A., Luxemburg 6) N 32,45
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung,
gemeinnützige registrierte Genossenschaft
mit beschränkter Haftung, Linz 6) N 35,48
Kontext Druckerei GmbH, Linz 6) N 25,20
LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz 6) N 50,00
MY Fünf Handels GmbH, Wien 6) N 50,00
Nutzfahrzeuge Beteiligung GmbH, Wien
(früher: VMS Beteiligung Fünf GmbH, Wien) 6) N 38,54
Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 - 158 9/2012
Oberbank airplane 2 Leasing GmbH, Linz 1) *) V 100,00 35 36 9/2012
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 53 9/2012
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 1) V 100,00 21 - 1 9/2012
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 0 9/2012
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 25 175 9/2012
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 1) V 95,00 1.277 58 9/2012
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Konsoli-
dierungs-
methode K *)
Unmittel-
bar in %
Kapitalanteil 5)
Gesamt
in %
Eigen-
kapital 3)
in TA
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
jahres 4)
in TA
Jahres-
abschluss
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 100,00 741 1.970 9/2012
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern &
Co. KG Goldkronach, Neuötting 1) V 6,00 19 2 9/2012
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 118 9/2012
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 79,86 324 256 9/2012
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting 1) V 6,00 607 9 9/2012
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) V 100,00 5.917 2.819 9/2012
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 1) V 100,00 1 1 9/2012
Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag 1) V 95,00 3.557 73 9/2012
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 5.181 145 9/2012
Oberbank MLC - Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 99,80 35 160 9/2012
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 790 9/2012
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 230 9/2012
Oberbank Opportunity Invest Management
Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) N 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 102 9/2012
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 1) V 100,00 35 52 9/2012
Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 100,00 35 161 9/2012
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 1) 6) N 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V 100,00 168 252 9/2012
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 94,00 1.000 108 9/2012
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 27 292 9/2012
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 30 10 9/2012
OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) V 100,00 30 130 9/2012
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 1) 6) N 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 1) V 99,00 70 131 9/2012
Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 6) N 21,50
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 1) V 100,00 222.463 2.553 9/2012
Wohnwert GmbH, Salzburg 1) 6) N 100,00

K *) Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss

V = Vollkonsolidierung

Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at equity"

N = gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen

1) verbundenes Unternehmen

2) Ergebnisabführungsvertrag

3) einschließlich unversteuerter Rücklagen 4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB

5) mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet

6) von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht *) Jahresabschluss liegt wegen Neugründung nicht vor

Schlussbemerkung des Vorstandes der Oberbank AG

Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres.

Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter:

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Verantwortungsbereich: Firmenkundengeschäft

Direktor Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Verantwortungsbereich: Privatkundengeschäft Verantwortungsbereich: Gesamtrisikomanagement

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Konzernabschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, am 5. März 2013

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Martha Kloibmüller Mag. Peter Humer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Konzernabschluss Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt 80,6 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation von 66,1 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von 0,1 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von 14,6 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von 86,3 Mio. Euro eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von 14.391.562,50 Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 206.579,01 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Direktor Direktor

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2012 in vier Sitzungen (je eine pro Quartal) die nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erforderlichen Prüfungen vorgenommen und sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäftslage sowie über wichtige Geschäftsvorfälle berichten lassen. Darüber hinaus haben der Arbeitsausschuss und der Kreditausschuss des Aufsichtsrates laufend jene Geschäftsfälle geprüft und entschieden, die ihrer Zustimmung bedurften.

Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2012 zweimal getagt. Über die Ergebnisse der Arbeit im Prüfungsausschuss wurde das Plenum des Aufsichtsrates in der jeweils nachfolgenden Sitzung informiert.

Der Arbeitsausschuss bewilligte 2012 drei zeitkritische Beschlüsse. Über die vom Arbeitsausschuss entschiedenen Geschäftsfälle wurde dem Gesamtaufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung berichtet und diese auch ausführlich besprochen.

Der Kreditausschuss hat 2012 insgesamt 39 zeitkritische Anträge bewilligt. Darüber hinaus gab es Direktanträge, die vom Plenum des Aufsichtsrates beschlossen wurden. Über die vom Kreditausschuss entschiedenen Geschäftsfälle wurde dem Gesamtaufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung berichtet und diese auch ausführlich diskutiert.

Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2012 nicht, da keine frei werdenden Mandate im Vorstand zu besetzen waren. In Einklang mit der Geschäftsordnung des Vorstandes wurden im Berichtsjahr aber die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten durch die Vorstände mittels Umlaufbeschlüssen dem Nominierungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt und über deren Bewilligung in der Sitzung des Aufsichtsrates am 30. September 2012 berichtet.

Der Vergütungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 29. März 2012 die variablen Vergütungen für die Vorstandsmitglieder für das Jahr 2011 festgelegt. Im November 2012 hat der Vergütungsausschuss die Parameter für die Bemessung an die im Zuge des Strategieprozesses 2016 erarbeiteten strategischen Kennzahlen angepasst und auch die Proportionalitätsprüfung entsprechend überarbeitet. Darüber wurde der Aufsichtsrat in der Sitzung am 27. November 2012 unterrichtet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren. Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld, insbesondere die internationale Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen, wurden im Aufsichtsrat thematisiert und debattiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand sowohl mündlich als auch schriftlich über wesentliche Vorkommnisse und Auswirkungen auf die Oberbank informiert.

In all seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben unter Beachtung des Corporate Governance Kodex wahrgenommen. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates nicht persönlich teilgenommen.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2012 der Oberbank AG und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria AG, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen, weshalb der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 28. März 2013 den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Corporate Governance Bericht der Oberbank AG geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen, erklärt sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag und dem Corporate Governance Bericht einverstanden und billigt den Jahresabschluss 2012, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist.

Der Konzernabschluss 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften erstellte Konzernlagebericht wurden von der KPMG Austria AG, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Die Abschlussprüfer bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 28. März 2013 auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Den Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2012 von 14,6 Mio. Euro eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Prüfungsausschuss in gleicher Sitzung geprüft und gebilligt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2012 wurden die Aufsichtsratsmandate von Dipl.-Ing. Peter Mitterbauer, Dr. Christoph Leitl und Karl Samstag bis zur Hauptversammlung 2017, das ist die satzungsmäßige Höchstdauer, verlängert.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand, bei den Führungskräften und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr erbrachten Leistungen. Die sehr gute Ergebnisentwicklung, die auch im Mehrjahresvergleich klar besser als im Gesamtmarkt ist, sowie die weitere Erhöhung der für die Beurteilung der Oberbank-Bonität besonders wichtigen Kernkapitalquote würdigt der Aufsichtsrat als besondere Leistungen.

Linz, am 28. März 2013 Der Aufsichtsrat

Dkfm. Dr. Hermann Bell Vorsitzender des Aufsichtsrates

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Oberbank AG war im Jahr 2012 von den Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise geprägt. Das Betriebsergebnis wuchs in diesem herausfordernden Umfeld um 1,4 % auf 177,0 Mio. Euro. Das EGT stieg aufgrund des geringeren Abwertungsbedarfs bei Krediten und Wertpapieren um 4,0 % auf 111,6 Mio. Euro an. Der Jahresüberschuss stieg aufgrund der deutlich höheren Steuerleistung weniger stark, er erhöhte sich um 1,2 % auf 80,6 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme war mit 17.157,0 Mio. Euro (+ 0,6 %) nur unwesentlich höher als im Vorjahr.

Die Ausweitung der Forderungen an Kunden um 3,0 % auf 10.928,8 Mio. Euro und der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 3,3 % auf 9.403,0 Mio. Euro wurden durch Rückgänge beim Bestand an Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren (- 11,3 % auf 2.152,5 Mio. Euro) und bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- 5,4 % auf 4.094,2 Mio. Euro) nahezu ausgeglichen.

Ertragslage

Der Nettozinsertrag der Oberbank AG ging 2012 um 2,8 % auf 234,5 Mio. Euro zurück. Inklusive der um 20,9 % auf 40,4 Mio. Euro gestiegenen Beteiligungserträge ergab sich ein im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderter gesamter Zinsensaldo von 274,9 Mio. Euro (nach 274,8 Mio. Euro).

Das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft war mit 108,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % höher. Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft stieg dabei um 0,2 % bzw. um 0,1 Mio. Euro auf 32,2 Mio. Euro. Die Erträge im Devisen- und Valutengeschäft waren mit 12,3 Mio. Euro um 4,4 % oder 0,5 Mio. Euro höher als im Vorjahr, jene aus dem Zahlungsverkehr mit 38,8 Mio. Euro um 7,1 % oder 2,6 Mio. Euro. Die Provisions- und Bearbeitungserträge im Kredit- und Veranlagungsgeschäft wuchsen um 5,1 % oder 1,1 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro.

Nettoprovisionserträge nach Sparten (in 1.000 B) 2012 Veränderung 2011 2010
Kredit- und Garantieprovisionen 21.775 5,0 % 20.713 19.600
Wertpapiergeschäft 32.238 0,2 % 32.158 33.362
Zahlungsverkehr 38.844 7,1 % 36.263 33.753
Devisen- und Valutengeschäft 12.310 4,4 % 11.795 11.775
Sonstige Provisionserträge 2.922 - 23,3 % 3.809 2.701
Summe 108.089 3,2 % 104.738 101.191

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Erträge aus Finanzgeschäften gingen im Jahr 2012 um 16,1 % auf 6,0 Mio. Euro zurück, die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 14,4 Mio. Euro um 31,7 % höher als 2011.

Die gesamten Betriebserträge waren damit 2012 mit 403,4 Mio. Euro um 1,5 % höher als im Jahr zuvor.

2010
1,46 %
0,63 %
2,36 %
1,34 %
1,02 %
0,65 %
2012
1,37 %
0,63 %
2,36 %
1,32 %
1,03 %
0,65 %
2011
1,44 %
0,63 %
2,38 %
1,33 %
1,05 %
0,64 %

Der leichte Rückgang der Ertragsspanne von 2,38 % 2011 auf 2,36 % 2012 ist auf den im Vergleich zum Anstieg der Betriebserträge leicht höheren Zuwachs der durchschnittlichen Bilanzsumme zurückzuführen. Mit 1,03 % nach 1,05 % war 2012 auch die Betriebsergebnisspanne etwas niedriger. Die Cost-Income-Ratio blieb mit 56,1 % auf dem Niveau des Vorjahres stabil.

Durch ein straffes Kostenmanagement bei den Personal- und Sachkosten konnte auch 2012 wieder ein wesentlicher Beitrag zur guten Ergebnisentwicklung der Oberbank AG geleistet werden. Trotz des starken Wachstums der Bank und der Gründung bzw. Vorbereitung von sieben Filialen stiegen die Betriebsaufwendungen 2012 um 1,5 % auf 226,4 Mio. Euro nicht stärker als die Erträge.

Der Personalaufwand wuchs gegenüber 2011 um 4,0 % auf 132,3 Mio. Euro, beim Sachaufwand ergab sich ein leichter Rückgang um 0,8 % auf 70,9 Mio. Euro.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögensgegenstände gingen 2012 um 2,0 % auf 13,2 Mio. Euro zurück, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 10,0 Mio. Euro um 7,3 % unter dem Vorjahreswert.

Diese Entwicklung führte zu einem Betriebsergebnis von 177,0 Mio. Euro. Das sind + 1,4 % gegenüber dem Jahr 2011.

Im Rahmen unserer Kreditrisikogebarung wurden für alle erkennbaren Risiken, soweit Zweifel an der Einbringlichkeit von Forderungen oder Teilen von Forderungen bestehen, ausreichend vorgesorgt. Daneben wurden Beiträge an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m. b. H. geleistet, die als gemeinsame Deckungsvorsorge für Großkreditrisiken der 3 Banken Gruppe dienen. Unter Berücksichtigung der Forderungsverluste und der Provisionszahlung an die ALGAR ergibt sich bei der Oberbank AG 2012 eine Kreditrisikogebarung von 50,0 Mio. Euro gegenüber 47,2 Mio. Euro im Jahr 2011. Diese Erhöhung der Kreditrisikogebarung führt bei einem gleichzeitigen Anstieg des Kreditobligos zu einer geringfügigen Erhöhung der Wertberichtigungsquote von 0,45 % in 2011 auf 0,46 % im Jahr 2012.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Der negative Saldo aus Bewertungen und realisierten Kursgewinnen bzw. Kursverlusten bei den Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie bei den Beteiligungen belief sich 2012 auf 15,4 Mio. Euro, nach einem negativen Saldo von 20,1 Mio. Euro im Jahr 2011.

Das führte dazu, dass trotz der höheren Riskengebarung des Kreditgeschäftes das EGT um 4,0 % auf 111,6 Mio. Euro stärker als das Betriebsergebnis anstieg.

Weil der Steueraufwand mit 31,0 Mio. Euro um 12,2 % höher wie im Vorjahr war, lag der Jahresüberschuss mit 80,6 Mio. Euro nur um 1,2 % über dem des Vorjahres.

Gewinnverteilungsvorschlag

Nach der Zuführung von insgesamt 66,1 Mio. Euro zu den Rücklagen und dem Gewinnvortrag von 0,1 Mio. Euro ergab sich für das Jahr 2012 bei der Oberbank AG ein Bilanzgewinn von 14,6 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von € 0,50 auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 25.783.125 Stück Stammaktien und 3.000.000 Stück Vorzugsaktien ein Ausschüttungsbetrag von 14,4 Mio. Euro.

Unternehmenskennzahlen 2012 2011 2010
Return on Equity vor Steuern 11,1 % 11,4 % 11,9 %
Return on Equity nach Steuern 8,0 % 8,5 % 9,3 %
Cost-Income-Ratio 56,1 % 56,1 % 56,6 %
Eigenmittelquote 16,1 % 16,5 % 16,8 %
Kernkapitalquote 10,3 % 9,9 % 9,6 %

Aufgrund des deutlich gestiegenen Eigenkapitals ging der RoE 2012 leicht zurück, vor und nach Steuern auf 11,1 % bzw. 8,0 %.

Die Cost-Income-Ratio blieb mit 56,1 % stabil.

Die Eigenmittelquote reduzierte sich leicht auf 16,1 %, die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Kernkapitalquote stieg um 0,4 %-Punkte auf 10,3 % an.

Das Eigenmittelerfordernis wird in der Oberbank AG ab 1.1.2008 auf der Grundlage der Basel II Standardmethode ermittelt und an die Aufsichtsbehörde gemeldet. Die Basis für die Berechnung der Kern- als auch der Eigenmittelquote bildet die gem. § 22 Abs.2 BWG ermittelte Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko incl. Adressenrisiko im Handelsbuch. Forderungen innerhalb der Kreditinstitutsgruppe, die die Voraussetzungen des § 22a Abs. 8 BWG erfüllen, werden mit einem Risikogewicht von 0 % angesetzt.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Eigenmittel

Komponenten der Eigenmittel der Oberbank AG
gemäß § 23 BWG
Beträge in Mio. € 2012 2011 2010
Grundkapital 86,3 86,3 86,3
Rücklagen 952,7 886,6 821,2
Abzugsposten -4,1 -4,2 -5,5
Kernkapital 1.034,9 968,7 902,0
Ergänzende Eigenmittel 668,4 723,2 757,1
Tier III-Kapital 1,5 1,8 2,8
Abzugsposten -80,1 -82,4 -80,1
Anrechenbare Eigenmittel 1.624,7 1.611,3 1.581,8
Erforderliche Eigenmittel 865,1 837,7 810,4
Überdeckung 759,6 773,6 771,4

Die Ausstattung der Oberbank AG mit Eigenmitteln ist ausgezeichnet. Die Eigenmittel gemäß § 23 BWG betrugen zum 31.12.2012 1.624,7 Mio. Euro gegenüber 1.611,3 Mio. Euro zum 31.12.2011. Die über die erforderliche Eigenmittelausstattung gemäß § 22 Abs. 1 BWG von 865,1 Mio. Euro hinausgehende Überdeckung betrug demnach 759,6 Mio. Euro und die daraus errechnete Kernkapitalquote als auch die Eigenmittelquote liegen deutlich über dem gesetzlichen Erfordernis von 4 % bzw. 8 %.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Segment Firmenkunden

Entwicklung nach Segmenten

Segment Firmenkunden

Per Jahresende 2012 wurden in diesem Segment mehr als 41.000 Unternehmen betreut, annähernd 5.300 konnten im Laufe des Jahres neu gewonnen werden.

Firmenkredite

Das gesamte Kommerzfinanzierungsvolumen ist 2012 um 2,7 % auf 9,1 Mrd. Euro gestiegen. Aufgrund der hervorragenden Kapitalausstattung und Liquidität der Oberbank konnten den Firmenkunden ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, es mussten keine Kreditlinien aufgrund der Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten gekürzt werden.

Investitionsfinanzierung

Die Investitionsfinanzierungen verzeichneten 2012 einen deutlichen Anstieg: 750 Investitions- bzw. Innovationsprojekte wurden betreut, das Volumen konnte um 8,6 % auf 6,8 Mrd. Euro gesteigert werden. Außerdem wurden im Förderbereich knapp 300 Neukundinnen und Neukunden gewonnen. Das führte dazu, dass 2012 erstmalig zwei Grenzen überschritten wurden: Beim Gesamtobligo der Förderkredite die 500 Millionen Euro Grenze und bei den ERP-Krediten die 200 Millionen Euro Grenze. Zudem erzielte die Oberbank 2012 bei der Vergabe von ERP-Förderkrediten erneut einen österreichweiten Spitzenrang: 20 % aller Förderzusagen beruhen auf Anträgen, die von der Oberbank eingebracht wurden.

Strukturierte Finanzierung

Im Bereich der Finanzierung von Akquisitionen, Investitionen und Sonderprojekten konnte die Oberbank zahlreiche Unternehmen unterstützen, u.a. mit Spezialfinanzierungen in den Wachstumsmärkten der Oberbank. In Summe wurden im Berichtsjahr Finanzierungsprojekte mit einem Volumen von über 400 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen.

Private Equity-Netzwerk der Oberbank

Mit einem Volumen von 150 Mio. Euro zählt der Oberbank Opportunity Fonds zu den größten Private Equity- und Mezzaninfonds in Österreich, Bayern und Tschechien. Für etablierte Unternehmen in späteren Entwicklungsphasen, sind 50 Mio. Euro für Eigenkapitalbeteiligungen (Private Equity) und 100 Mio. Euro für Finanzierungen mit Mezzaninkapital (v.a. nachrangige, unbesicherte Darlehen) vorgesehen. Einen Beitrag zur Finanzierung von Unternehmen in der Frühphase leistet der Oberbank Opportunity Fonds über seine 2011 eingegangene Beteiligung an der OÖ HightechFonds GmbH.

Der Oberbank Opportunity Fonds hatte im Berichtsjahr 153 Anfragen, davon wurden sieben Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Seit Gründung des Fonds im November 2006 wurden 36 Transaktionen mit Eigenund/oder Mezzaninkapital begleitet, das Gesamtvolumen der abgeschlossenen Transaktionen beläuft sich auf rund 460 Mio. Euro. Bei elf Projekten konnte bereits ein erfolgreicher Exit bzw. eine Rückführung realisiert werden.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Segment Firmenkunden

Leasing

Dank der guten Entwicklung im ersten Halbjahr konnte die Leasing-Gruppe der Oberbank 2012 nahezu an das Rekordergebnis des Vorjahres anschließen. Mit 477,5 Mio. Euro lag das Neuvolumen nur knapp unter dem des Vorjahres. Hauptursache für das etwas geringere Neugeschäft war die Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen im zweiten Halbjahr. Diese Tendenz war auch in der Entwicklung der Gesamtmärkte sichtbar, die durchwegs stagnierten bzw. in Teilbereichen bis zu 20 % rückläufig waren. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die Oberbank-Leasing, die in den Bereichen Kfz-, Maschinen- und Anlagenleasing im gesamten Einzugsgebiet der Oberbank tätig ist, sehr gut: In den Expansionsmärkten wurde eine Steigerung von 34 % erzielt und in den Kern- und Wachstumsmärkten konnten die Marktanteile weiter gefestigt und insbesondere die Top-Plätze im LKW- und Mobiliengeschäft im Hauptmarkt Österreich gehalten werden.

*) Zur korrekten Überleitung in die IFRS-Bilanz wurden die Werte für 2010 im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2010 veröffentlichten Werten geringfügig geändert.

Internationales Geschäft

Stärkste Regionalbank im Auslandsgeschäft

Insbesondere im Auslandsgeschäft profitiert die Oberbank davon, dass ihre Kunden international hervorragend positioniert sind. Eine unabhängige Studie bestätigt, dass die Oberbank im Auslandsgeschäft Österreichs stärkste Regionalbank ist: In der geförderten Exportfinanzierung und im Dokumentengeschäft liegt sie österreichweit auf Rang 3, im Devisengeschäft und im internationalen Zahlungsverkehr auf Rang 2.

Exportfinanzierung

Laut Statistik Austria sind die österreichischen Exporte 2012 leicht gestiegen. Neben Ausfuhren in die EU erschlossen die Unternehmen zunehmend neue Märkte in Übersee. Im Exportfondsverfahren erzielte die Oberbank 2012 einen Anstieg von rund 21 %. Der Marktanteil der Oberbank bei den für KMU relevanten Exportfondskrediten beträgt österreichweit 11,1 %, im besonders exportstarken Oberösterreich sogar 27,2 %. Daneben unterstützt die Oberbank ihre Unternehmenskunden speziell bei der Absicherung von Forderungen, bei der Inanspruchnahme von Förderungen für Markterschließungen sowie bei Forderungsankäufen zur Ausfinanzierung der Zahlungsziele und bei Beteiligungsfinanzierungen zur Etablierung von lokalen Produktions- und Verkaufseinheiten.

Syndizierung und internationale Kredite

Der Bereich Syndizierung und internationale Kredite hat sich 2012 mit Steigerungen bei den Stückzahlen (+ 5,2 %) und beim Obligo (+ 14,2 %) äußerst positiv entwickelt. Zu diesem Wachstum haben vor allem die Schuldscheindarlehen beigetragen. Dieses ursprünglich aus Deutschland stammende Finanzierungsinstrument wurde von bonitätsstarken österreichischen Unternehmen für großvolumige Transaktionen verstärkt nachgefragt. Die Rolle der Oberbank als Konsortialführer bei syndizierten Finanzierungen für österreichische Unternehmen konnte 2012 weiter gefestigt werden.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Segment Firmenkunden

Dokumenten- und Garantiegeschäft

Nach einer besonders dynamischen Entwicklung des Dokumenten- und Auslandsgarantiegeschäftes im ersten Halbjahr 2012 verflachte sich die Volumens- und Stückzahlenentwicklung im zweiten Halbjahr und pendelte sich zum Jahresende knapp über dem hohen Niveau des Vorjahres ein. Insgesamt setzte sich der Wachstumstrend fort und der Ertrag erhöhte sich bei Akkreditiv- und Inkassoprovisionen um 5,3 % und bei Garantieprovisionen Ausland um 4,2 %.

Zahlungsverkehr

Mit der EU-SEPA-Verordnung 260/2012 wurde die definitive Ablöse der nationalen Verfahren im Euro-Zahlungsverkehr für Februar 2014 festgelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle nationalen Auftragsarten (Überweisung, Lastschrift) durch entsprechende SEPA Instrumente (SEPA Überweisung, SEPA Lastschrift) ersetzt werden. Als Beraterbank unterstützt die Oberbank ihre Kundinnen und Kunden bei den SEPA-Vorbereitungen, durch die Auflage von SEPA-Broschüren und Informationsblättern ebenso wie durch Informationen auf der Oberbank-Homepage. Zusätzlich erfolgte eine Informations-Offensive sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Kundinnen und Kunden: 2012 fanden in der Oberbank 30 Veranstaltungen mit fast 900 Teilnehmenden statt.

Electronic Banking

Der Schwerpunkt in der Zahlungsverkehrs-Entwicklung in Österreich lag bei der Oberbank im Jahr 2012 in der Verbesserung der Auszugs- und Umsatzdaten: Kontobewegungen im eBanking bzw. in der SB-Zone werden nun laufend aktualisiert und Zahlungsaufträge drei Mal täglich gebucht.

In den Auslandsmärkten lag der Schwerpunkt in der Produktentwicklung im Bereich eBanking. Viele neue Features, wie eine Finanzübersicht, die Erfassung von Inkasso-Zustimmungen speziell für Tschechien und die Durchführung von Eigenüberträgen in Deutschland, erhöhten die Benutzerfreundlichkeit deutlich. Zusätzlich hat die Oberbank speziell für Personen, die Homebanking Computer Interface (HBCI-) Produkte in Deutschland nutzen, mit der chip-TAN ein neues Autorisierungsverfahren eingeführt. chipTAN comfort besteht aus einem TAN-Generator und einer Signaturkarte und bietet noch mehr Sicherheit und Komfort.

Cash Management

Im Cash Management lag der Fokus im Jahr 2012 beim Ausbau und der Umsetzung neuer Pooling-Techniken. Neben dem Angebot eines zweistufigen länderübergreifenden Liquiditätsausgleichs in Euro werden nun auch Fremdwährungen unterstützt. Von den neuen Leistungen profitieren bereits internationale Unternehmensgruppen bzw. Konzerne.

Die Anzahl der Cash Pooling-Lösungen hat sich 2012 in der Oberbank weiter erhöht: In Österreich und Deutschland werden bereits 229 Cash Pools geführt und täglich abgewickelt.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Segment Privatkunden

Segment Privatkunden

Im Segment Privatkunden betreute die Oberbank Ende 2012 309.000 Kundinnen und Kunden, davon konnten knapp 24.000 neu gewonnen werden.

Einlagengeschäft

Die anhaltend niedrige Sparquote im Jahr 2012 spiegelt sich in der Spareinlagenentwicklung der Oberbank wider. Die Bilanzposition "Spareinlagen" inklusive Kapitalisierung hat sich um 0,8 % oder 27,2 Mio. Euro auf 3.378,9 Mio. Euro reduziert. Die Anlegerinnen und Anleger fragten 2012 vor allem Kapialsparbücher nach, bei denen der Zinssatz für die volle Laufzeit garantiert ist.

Die gesamten Spareinlagen und sparähnlichen Produkte, inklusive der Sparkonten und der privaten Termineinlagen, stiegen hingegen um 2,3 % auf 3.872,8 Mio. Euro an.

Privatkredite

Das Volumen der Privatkredite erhöhte sich im Jahr 2012 um 4,5 % auf 2.103,9 Mio. Euro. Besonders erfreulich war der Zuwachs bei den Wohnbaukrediten um 6,4 % auf 1.403,0 Mio. Euro. Die Neuvergabe von Privatkrediten lag mit 548,8 Mio. Euro um 25,8 % höher als im Vorjahr. Das Verhältnis zwischen Euro- und Fremdwährungskrediten hat sich weiter zugunsten der Eurokredite verschoben. Das aushaftende Obligo der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken konnte 2012 um weitere 20 % auf umgerechnet 187,2 Mio. Euro reduziert werden. Insgesamt haftet in der Oberbank nur noch jeder zehnte Kredit in Fremdwährung aus, während laut einem FMA-Bericht von 2012 in Österreich jeder vierte Privatkredit in Fremdwährung aushaftet.

Privatkonto

Die Anzahl der Privatkonten verzeichnete im Berichtsjahr eine erfreuliche Steigerung um 1,5 % oder 2.558 auf 173.514 Konten.

Kartenportfolio

Das Kartenportfolio der Oberbank entwickelte sich 2012 sehr gut: Zum Bilanzstichtag 2012 waren 135.206 Bankomatkarten (+ 3,9 %) und 47.312 Kreditkarten (+ 3,4 %) aller Anbieter in Österreich im Umlauf.

Vertragspartner der Oberbank sind die Kartenorganisationen PayLife Bank GmbH und card complete Service Bank AG. Die Oberbank führt auch eine eigene MasterCard unter dem Namen "Oberbank MasterCard", Kreditkarten von Diners Club und American Express runden das Kartenportfolio ab.

Wertpapiergeschäft trotzt schwieriger Marktlage

Das Wertpapierprovisionsergebnis konnte im Jahr 2012 trotz schwieriger Marktumstände leicht gesteigert werden und lag mit 32,2 Mio. Euro um 0,1 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis. Bei den Transaktionserträgen lag das Anleihengeschäft deutlich über dem Vorjahr, auch die Ausgabeaufschläge für Investmentfonds wurden gesteigert. Im Aktiengeschäft war ein Rückgang zu verzeichnen, vor allem aufgrund der risikoaversen Anlagepolitik der Kundinnen und Kunden.

Die Kurswerte auf den Kundendepots entwickelten sich mit einem Anstieg um 1,5 Mrd. Euro sehr erfreulich. Das per Jahresultimo auf Wertpapierdepots verwahrte Volumen von 10,0 Mrd. Euro lag um 17,8 % höher als 2011. Diese neue Rekordmarke zeigt das hohe Vertrauen in die Sicherheit und Beratungsqualität der Oberbank.

2012 bestand eine hohe Nachfrage nach österreichischen Unternehmensanleihen. Daher war die Oberbank, um die Kaufaufträge der Anlegerinnen und Anleger bedienen zu können, in folgenden Emissionskonsortien vertreten: Miba AG, KTM Power Sports AG, Strabag SE, Constantia Flexibles Group GmbH, Montana Tech Components GmbH, conwert Immobilien Invest SE, Borealis AG, Immofinanz AG, Andritz AG, SPAR Österr. Warenhandels AG, Egger Holzwerkstoffe GmbH, Cross Industries AG und Swietelsky Baugesellschaft mbH. Bei diesen Emissionen betrug der Anteil der Oberbank und der 3 Banken-Generali Investment GmbH 13 % des Volumens, was die hohe Platzierungskraft beweist.

3-Banken Wohnbaubank AG

Zur Stärkung ihrer Kernkompetenz "Private Wohnraumfinanzierung" haben Oberbank, BKS Bank und BTV im Juni 2012 die 3-Banken Wohnbaubank AG als gemeinsame Tochtergesellschaft gegründet. Die 3-Banken Wohnbaubank AG ist als Spezialbank ausschließlich mit der Begebung steuerbegünstigter Wohnbauanleihen, treuhänderisch für die Gesellschafterbanken, betraut. Sie leitet die Emissionserlöse an die Gesellschafterbanken weiter, die die Mittel (aufgrund von gesetzlichen Regelungen zweckgebunden) in Form von Wohnbaukrediten an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben.

Wohnbauanleihen gelten als eine sehr attraktive Anlageform, die mit einem Steuervorteil ausgestattet sind: Für österreichische Privatanlegerinnen und -anleger sind die Zinsen von bis zu 4 % p. a. von der Kapitalertragsteuer befreit, und dies für die gesamte Laufzeit, unabhängig von der Behaltedauer. Die operative Tätigkeit der 3-Banken Wohnbaubank AG wurde im Juli 2012 aufgenommen. Bis Jahresende wurden treuhänderisch für die Oberbank AG und die BTV AG Wohnbaubankanleihen mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Mio. Euro platziert.

Oberbank-Emissionen

Die Auswirkungen des extrem tiefen Zinsniveaus waren im Absatz der Oberbank-Emissionen deutlich spürbar. Das gesamte Volumen an verbrieften Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 2,2 Mrd. Euro zurückgegangen. 2012 wurden insgesamt 22 Emissionen mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Mio. Euro platziert. Während von Firmenkundinnen und -kunden in erster Linie Geldmarktprodukte aus der Cash-Garant-Produktlinie nachgefragt wurden, konzentrierten sich die Privatanlegerinnen und -anleger verstärkt auf Fixzinsanleihen und Stufenzinsanleihen im Laufzeitbereich zwischen fünf und sieben Jahren. Erstmalig wurden für institutionelle Anleger sogenannte Covered Bonds aufgelegt, die mit einem speziellen Deckungsstock hinterlegt sind. Durch diese zusätzlichen Sicherheiten ist dieses Instrument im aktuellen Marktumfeld besonders gefragt und die Oberbank hat mehr als 100 Mio. Euro emittiert.

3 Banken-Generali Investmentgesellschaft

Die 3 Banken-Generali Investmentgesellschaft m.b.H. konnte das Wachstum des österreichischen Gesamtmarktes deutlich übertreffen. Das verwaltete Fondsvolumen stieg um 21,5 % auf 6,1 Mrd. Euro, während sich das gesamtösterreichische Fondsvolumen um 7,3 % erhöhte. Etwa 600 Mio. Euro des Volumenzuwachses kamen aus Neugeldzuflüssen, etwa 470 Mio. Euro aus der Wertsteigerung der verschiedenen Produkte. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen lagen die Performancezahlen vor allem bei den Anleihefonds über den Erwartungen und auch die Aktienseite entwickelte sich positiv. Insgesamt lag die kapitalgewichtete Performance aller 133 per Jahresultimo 2012 verwalteten Publikums- und Spezialfonds der Gesellschaft bei 9 %.

Asset Management

Das Asset Management verzeichnete hinsichtlich der verwalteten Vermögen neue Höchststände: Das Volumen stieg um 19,5 % auf 244,2 Mio. Euro an. Dazu trug neben der guten Performance der drei angebotenen Strategien auch ein weiterer Zufluss an Vermögen aus neuen Mandaten bei.

Brokerage

Das Kundeninteresse an einer Spezialbetreuung durch die Gruppe Brokerage war im Jahr 2012 unverändert hoch. Aufgrund der Zurückhaltung der Aktieninvestorinnen und -investoren konnte das Rekordergebnis des Vorjahres bei Erträgen und Umsätzen jedoch nicht wiederholt werden. Dennoch konnte das im Brokerage betreute Volumen im abgelaufenen Jahr um 18 % auf 130 Mio. Euro gesteigert werden.

Stiftungsbetreuung

Die Entscheidungsträger von Privatstiftungen vertrauten auch 2012 der Private Banking-Beratung und dem Asset Management der Oberbank sowie der Expertise der 3 Banken-Generali Investment GmbH im Bereich Spezialfonds. Daher stieg das betreute Stiftungsvermögen iim Geschäftsjahr 2012 um mehr als 13 % auf über 800 Mio. Euro an.

Private Banking – Zuwächse durch Expertise und Know-how

Die Private Banking-Aktivitäten waren 2012 wieder sehr erfolgreich. Die "Assets under Management", bestehend aus Sicht- und Termineinlagen, Spareinlagen und vor allem Wertpapieren, erreichten mit 4,6 Mrd. Euro eine neue Rekordmarke. Gegenüber 2011 bedeutet dies einen Anstieg um 14,1 %. Zur Neugeldgewinnung trug die intensive Betreuung der Filialen ebenso bei wie die unmittelbaren Kundenkontakte, u.a. durch zahlreiche "Investmentlunches" und "Investmentdinner" in allen Regionen der Oberbank.

Bausparen

Die Anzahl der von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge hat sich im Jahr 2012 um 4,8 % auf 12.377 reduziert. Grund hierfür ist die Verunsicherung der Kundinnen und Kunden aufgrund der Kürzung staatlicher Bausparprämien von 3 % auf 1,5 % im Frühjahr 2012.

Versicherungsaktivitäten

Die Oberbank verzeichnete im Versicherungsgeschäft 2012 trotz herausfordernder Marktverhältnisse weitere Zuwächse. Die Einführung der geschlechtsneutralen Tarife ("Unisex-Tarife") führte dazu, dass einzelne Versicherungen ab 21.12.2012 teurer wurden, daher kam es im Herbst zu vermehrten Abschlüssen.

Bei der Vermittlung von Kapitalversicherungen des Kooperationspartners Generali Versicherung AG konnte im Privatkundensegment eine Steigerung von 1,9 % erzielt werden, mit Zuwächsen vorwiegend bei den klassischen Lebensversicherungen. Im Bereich der geförderten Zukunftsvorsorge machte sich die Halbierung der staatlichen Förderung bemerkbar. Der Vertrieb von Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag reduzierte sich aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus und der gesetzlichen Mindestlaufzeit von 15 Jahren.

In der betrieblichen Altersvorsorge in Zusammenarbeit mit der 3 Banken Versicherungsmakler GmbH zeigte sich ebenfalls eine sehr positive Entwicklung, im Vergleich zum Vorjahr stieg die Prämiensumme um erfreuliche 57 % auf 8,5 Mio. Euro.

Der Vertrieb von Risikoversicherungen über die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft spiegelte die gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Insgesamt konnte die Oberbank in Österreich und Deutschland die Prämiensummen im Versicherungsgeschäft um 20 % auf 70,8 Mio. Euro steigern.

Zahlungsverkehr

Die Kundenanzahl beim eBanking verzeichnete gegenüber 2011 eine Steigerung um 13 %. Parallel dazu erhöhte sich auch die Anzahl der Überweisungen um 12 % auf 1,8 Mio. Transaktionen.

n n eBanking-Umsätze in Mio. Euro

Segment Financial Markets

Zins- und Währungsrisikomanagement

Die Staatschuldenkrise in Europa und die Vorwahlzeit in den USA hinterließen 2012 an den Währungsmärkten ihre Spuren. Die Ausschläge am Dollarmarkt waren insgesamt weniger stark als in den Jahren zuvor, aber der Absicherungsbedarf der Unternehmen zeigte sich wieder lebhafter. Neben den klassischen Absicherungswährungen wie dem US-Dollar rückten Währungen wie die Indische Rupie oder der Kanadische Dollar stärker in den Fokus, diese Entwicklung wird auch weiter anhalten. 2012 wurde der Oberbank im Zins- und Devisenbereich von externer Seite wieder besonders hohe Qualität bestätigt.

Direktkundenbetreuung

Im Devisenhandel stiegen 2012 die Abschlusszahlen. Rasches Handeln sowie die Möglichkeit, Marktmeinungen mit den auch extern zertifizierten Spezialistinnen und Spezialisten in der Direktkundenbetreuung auszutauschen, werden besonders geschätzt, sodass sich die Anzahl der Kundinnen und Kunden um 10 % erhöhte.

Liquidität

Die Oberbank genießt in besonders hohem Maß das Vertrauen anderer Kreditinstitute. So standen zur Sicherung der Liquidität im Jahr 2012 Deckungsvolumina für Repo-Transaktionen und Geldmarktlinien anderer Banken in der Höhe von mehreren Milliarden Euro zur Verfügung. Dies war ein wesentlicher Garant für die Stabilität der Liquidität.

Refinanzierungsstruktur der Oberbank AG (in 1.000 B) 2012 Veränderung 2011 2010
Spareinlagen 3.378,9 - 0,8 % 3.406,1 3.445,6
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.024,1 5,8 % 5.693,6 5.523,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.584,2 0,6 % 1.575,2 1.519,4
Nachrangkapital 657,7 - 9,1 % 723,3 749,4
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital 11.644,9 2,2 % 11.398,2 11.238,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.094,2 -5,4 % 4.328,3 3.881,1
Summe 15.739,1 0,1 15.726,5 15.119,4

Primäreinlagen

Die Geldmarktzinsen bewegten sich 2012 auf besonders niedrigem Niveau: Von einem Höchststand von 1,35 % zum Jahreswechsel 2011/2012 reduzierte sich der 3 Monats-Euribor auf einen Tiefstwert von 0,18 %. Erst Ende 2012 stabilisierten sich die Zinssätze auf sehr niedrigem Niveau. Trotz dieses Umfeldes konnte die Oberbank ihre Position bei den Primäreinlagen erneut verbessern: Das Volumen der Primäreinlagen stieg um 2,2 % auf 11.644,9 Mio. Euro an.

Internationales Banken- und Institutionen-Netzwerk

2012 intensivierte die Oberbank ihre Kontakte zu Banken in Zentral- und Osteuropa, Indien, China und Südost-Asien. Durch eine optimierte Steuerung der Zahlungsströme in den gängigen Währungen erreichte die Oberbank im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr eine noch höhere Datenqualität und geringere Reklamationsquoten. Für Währungen von Wachstumsländern wie z.B. Russland und Mexiko wurden neue Währungskonten eröffnet, die schnelle und direkte Zahlungstransfers sowie Kursabsicherungen für die Kundinnen und Kunden ermöglichen.

Segment Sonstiges

Im Segment Sonstiges sind jene Erträge und Aufwendungen – vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand sowie Abschreibungsaufwendungen – angeführt, deren Aufteilung bzw. Zuordnung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint. Der Jahresfehlbetrag vor Steuern beläuft sich 2012 im Segment Sonstiges auf -30,3 Mio. Euro.

Beteiligungsnetzwerk der Oberbank

Dauerhafte Beteiligungen geht die Oberbank nur ein, wenn sie der Absicherung von Entscheidungszentralen, Standorten und Arbeitsplätzen heimischer Unternehmen dienen, zur Absicherung der Hausbankfunktion beitragen oder wenn die Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens eine "Verlängerung" des Banken-Kerngeschäftes darstellt (Immobiliengesellschaften, Investmentfondsgesellschaft). Mit Private-Equity Beteiligungen begleitet die Oberbank zeitlich befristet Unternehmen in Situationen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden.

Industrie und Gewerbe

Die Oberbank hält als strategischer Partner u. a. Beteiligungen am größten österreichischen Industrieunternehmen, dem Stahlhersteller voestalpine AG (7,75 %, www.voestalpine.com), an der oberösterreichischen Energie AG (4,13 %, www.energieag.at), am Zellstoff-, Papier- und Textilproduzenten Lenzing AG (5,22 %, www.lenzing.com), an der AMAG (5,01 %, www.amag.at) sowie an der Gasteiner Bergbahnen AG (32,61 %, www.skigastein.com). Am 7. Jänner 2013 hat die Oberbank mit der B&C Industrieholding GmbH eine Vereinbarung abgeschlossen, wonach beide Aktionäre künftig ihr Abstimmungsverhalten in der Hauptversammlung der AMAG koordinieren werden. Mit dieser Vereinbarung will die Oberbank ihrer Stimme in der AMAG-Hauptversammlung mehr Gewicht verleihen, ihrer Verantwortung als Miteigentümer gerecht werden, die Investitions- und Entwicklungsstrategie der AMAG unterstützen und dazu beitragen, die Entscheidungszentrale und die Arbeitsplätze der AMAG in Ranshofen zu erhalten.

Private Equity-Beteiligungen

Seit 2006 geht der "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein. Damit bietet er eine über herkömmliche Kredit- und Leasingmodelle hinausgehende Finanzierungsalternative an. Beteiligungen an anderen Mezzanin- und Equity-Anbietern werden u.a. aus Syndizierungsüberlegungen eingegangen, um gemeinsam volumensmäßig größere Transaktionen darstellen zu können und Zugang zu den Märkten dieser Fonds zu gewinnen.

Immobilien

Im Immobilienbereich ist die Oberbank an Gesellschaften beteiligt, die zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.

Kreditinstitute und Versicherungen

Die jeweils unter 20 % liegenden Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank und gleichzeitig die Basis für gemeinsam betriebene Unternehmen. In der ALGAR (ALPENLÄN-DISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT) sichern die drei Banken ihre Großkreditrisiken ab, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft fungiert als gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft bietet, auch in Zusammenarbeit mit Generali, Sach- und Personenversicherungen an. Mit der Bausparkasse Wüstenrot, der Oesterreichischen Kontrollbank AG, der Wiener Börse AG oder der PayLife Bank GmbH ist die Oberbank darüber hinaus an weiteren Unternehmen beteiligt, mit denen sie im operativen Geschäft eng kooperiert.

Leasing

Im Leasing-Teilkonzern der Oberbank sind Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei gebündelt. Zusätzlich finden sich hier Gesellschaften, die zur Finanzierung von einzelnen Kunden- oder Oberbank-Projekten gegründet werden.

Sonstige Beteiligungen

Hier sind vor allem Beteiligungen an jenen Gesellschaften subsumiert, die außerhalb des Kerngeschäftes der Oberbank tätig sind und entweder banknahe Leistungen erbringen (DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft, Einlagensicherung der Banken und Bankiers) oder im Oberbank-Einzugsgebiet besondere regionale Bedeutung haben (diverse Technologie- oder Gründerzentren).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ein wesentliches strategisches Ziel der Oberbank ist die nachhaltige Entwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf deren fachliche und soziale Kompetenzen. Darüber hinaus hat in einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, das sich häufig und schnell verändert, die Fähigkeit und Bereitschaft der Belegschaft zu Flexibilität sowie zu lebenslangem Lernen erfolgskritische Bedeutung. Die Oberbank investiert ständig in diese Qualitäten und sichert damit das Fundament ihrer anhaltenden positiven Entwicklung.

Attraktiver Arbeitgeber

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fand – wie bereits vier Jahre zuvor – eine unternehmensweite Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Diese bestätigt der Oberbank eine sehr hohe Verbundenheit, Loyalität und Zufriedenheit ihrer Belegschaft auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Die branchenüblichen Werte wurden deutlich übertroffen, die Indizes aus der letzten Befragung wurden weiter verbessert. Dies ist auch Ausdruck dafür, dass konsequent gelebte Unternehmenswerte, ein auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell und die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Oberbank nachhaltig positiv wirken und motivieren: Insbesondere die Schlüsselkräfte sind mit dem Unternehmen eng verbunden, die Fluktuationsrate ist über alle Geschäftsbereiche und Hierarchieebenen mit 6,78 % weiterhin besonders niedrig. Die Oberbank differenziert sich damit auch maßgeblich am Arbeitsmarkt.

Führung als Prozess

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die in der Oberbank gelebte Führungskultur und das Führungsverständnis wesentliche Bedeutung für Motivation, Engagement und wirtschaftlichen Erfolg haben. Die permanente und konsequente Entwicklung sowohl der jungen als auch der erfahrenen Führungskräfte anhand der Oberbank-Führungsgrundsätze hat daher höchste personalstrategische Bedeutung.

Die Kooperation der Oberbank mit der LIMAK Austrian Business School im Rahmen der Oberbank-Führungskräfteakademie besteht seit zwei Jahren. Die auf die Oberbank abgestimmten und ständig weiterentwickelten Programme und Module, die jährlich von etwa 45 Führungskräften besucht werden, entsprechen den strengen europäischen ECTS-Standards für die Anrechnung im Rahmen weiterer postgradualer Ausbildungen, z.B. Masterlehrgängen. Projektarbeiten, die die Führungskräfte im Rahmen der Ausbildung zu aktuellen Themen verfassen, sichern die praxisorientierte Umsetzung der trainierten Inhalte ab.

Die Evaluierung der geforderten Führungskompetenzen erfolgt im Rahmen der jährlichen MbO-Gespräche sowie bei einem regelmäßigen "HR-Check": Hier werden auch Maßnahmen vereinbart, um die definierten Entwicklungsziele zu erreichen.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Lernen und Training

Die Kundinnen und Kunden der Oberbank werden auf höchstem Niveau beraten und betreut. Lebenslanges Lernen und gezielte Investitionen in die fachlichen und sozialen Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher ein weiterer Fokus der personalstrategischen Ausrichtung der Oberbank. Die Schwerpunkte der Ausbildungen sind kunden- und marktorientiert und unterliegen einer ständigen Pflege und Modernisierung. Die enge Kooperation mit renommierten Einrichtungen wie der KMU Forschung Austria oder der Management Akademie & Consulting GmbH gewährleisten höchste Qualität in abschließenden Zertifizierungen, die bei der Oberbank zu einem Standard geworden sind.

Zwei Jahre Projekt "Aktie Gesundheit"

Der Oberbank ist die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein ganz besonderes Anliegen und sie hat sich den Grundsätzen der Unternehmensführung nach der europäischen BGF-Charta verpflichtet. Das bereits vor mehr als zwei Jahren initiierte Projekt "Aktie Gesundheit" wurde auch im letzten Jahr mit mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Seminaren, Workshops, Exkursionen und Vorträgen rund um die Themen "Bewegung", "Ernährung" und "Mentale Fitness" erfolgreich fortgesetzt. Auch die Partnerinnen und Partner der Oberbank-Beschäftigten können das Programm der "Aktie Gesundheit" nützen, was die Wirksamkeit der Projektinhalte zusätzlich verstärkt.

Sub-Projekt "Gesunde Küche"

Weil die Ernährung eine wichtige Säule des Gesundheitsprojektes ist, wurde ein Sub-Projekt im Betriebsrestaurant am Standort Linz, inklusive einer strengen externen Evaluierung, durchgeführt. Mit der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK) konnte dafür eine Partnerin gewonnen werden, die viel Erfahrung darin hat, die neuesten Erkenntnisse gesunder Ernährung in Betriebsküchen zu integrieren.

Ein Ziel des Projektes ist es, durch schmackhafte Angebote die Ernährungsgewohnheiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sukzessive zu verbessern, denn eine ausgewogene Ernährung am Arbeitsplatz schafft die besten Voraussetzungen für den anspruchsvollen Berufsalltag. Besonders wichtig ist dabei auch, dass die neuen Ernährungsgewohnheiten in der Freizeit beibehalten werden können.

Ein weiterer wesentlicher Schritt ist die Bewusstseinsbildung bei den Gästen des Betriebsrestaurants. Dazu werden unter anderem in der Mitarbeiterzeitschrift der Oberbank regelmäßig Informationen zur "gesamthaften" Ernährung angeboten. In Kooperation mit der OÖGKK wurde bereits eine Schulung des Oberbank-Küchenteams auf Basis moderner ernährungswissenschaftlicher Grundsätze durchgeführt. Eine große Veranstaltung zum Thema Gesundheit auch für die Familien der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das dichte Projektprogramm abgerundet. Ein erfreuliches Resultat dieses Maßnahmebündels liegt bereits vor: Die ohnehin bereits äußerst niedrige Krankenstandsquote in der Oberbank-Gruppe ging im Jahr 2012 auf 2,4 % zurück.

Projekt "Zukunft Frau 2020"

Die Verleihung des Grundzertifikats Audit "berufundfamilie" im Jahr 2011 ist ein dauerhafter Auftrag an die Oberbank, kontinuierlich für die Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedingungen, vor allem auch zur Förderung der Karrierechancen von Frauen, zu sorgen. Dem entspricht die Oberbank u.a. mit der Kinderbetreuung in Ferienzeiten, mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, mit speziellen Ausbildungsreihen für Frauen und mit aktiver Karenzplanung. Wesentlich ist auch die Vereinbarkeit von Karriere und Teilzeitbeschäftigung während einer Familienphase, weshalb die Oberbank interne Regeln dafür implementiert hat, die sich gleichermaßen an weibliche und männliche Mitarbeiter richten.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Damit geht die Oberbank weit über die immer schon gelebte Chancengleichheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinaus: Durch die aktive Gestaltung der Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz können Frauen und Männer mit familiären Verpflichtungen beruflich noch gezielter unterstützt und gefördert werden.

Personalstand

Die durchschnittliche Mitarbeiterkapazität ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1.946 (1.925 Angestellte, 21 Arbeiter) um 33 auf 1.913 gesunken (1.892 Angestellte, 21 Arbeiter). Die Eröffnung von zwei Filialen (in Schweinfurt und in Wien-Wieden) ist dabei schon berücksichtigt. Diese Effizienzsteigerung erfolgte im Wege der natürlichen Fluktuation, durch die Nutzung von Synergien, durch eine ständige Verschlankung und Optimierung von Ablaufprozessen vor allem in internen Bereichen und durch die Steigerung der Effizienz im Vertrieb. Ein dazu eingerichtetes permanentes Gremium, das organisationale und personelle Maßstäbe anlegt, sorgt für die laufende Beobachtung, die Steuerung und Umsetzung von Maßnahmen in diesem Zusammenhang.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Verantwortung übernehmen

Verantwortliches Handeln

Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich dazu, bei allen strategischen und operativen Überlegungen die ökologischen und sozialen Aspekte ihres Handelns zu berücksichtigen. Gerade im Bankensektor haben sich Prinzipien wie Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität als Werte erwiesen, mit denen besonders sorgsam umgegangen werden muss, denn das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und anderen gesellschaftlichen Gruppen ("Stakeholder") ist von größter Bedeutung.

Nachhaltigkeit des gesamten Handelns

Die Oberbank kann wirtschaftlich nur erfolgreich sein, wenn sie ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, und sie kann dann dauerhaft verantwortlich und zum Nutzen der Gesellschaft handeln, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) gleichzeitig zu verfolgen, ist eine besondere unternehmerische Herausforderung. Der Vorstand hat daher mit Sorgfalt entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells abzusichern, um die gesellschaftliche Verantwortung umfassend wahrzunehmen und um sicherzustellen, dass die Oberbank-Werte nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Wirklichkeit bleiben.

Wirtschaftliche Verantwortung

Nur ein verantwortungsbewusstes Wirtschaften ermöglicht es der Oberbank, sich als dauerhaftes Element im Wirtschaftsgefüge ihrer Regionen zu verankern, für die Gesellschaft nutzbringend zu handeln und einen beständigen Mehrwert zu schaffen. Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich zu einem an langfristigen Zielen ausgerichteten Wirtschaften: Strategie, Geschäftspolitik, Zielplanung und Entlohnungssystem der Oberbank berücksichtigen explizit den langfristigen Unternehmenserfolg und machen die nachhaltig erfolgreiche Entwicklung zur Leitlinie des unternehmerischen Handelns.

Ökologische Verantwortung

Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, deshalb strebt die Oberbank bei ihren Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Insbesondere im Gebäude- und Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig kostenreduzierende Akzente gesetzt, um eine dauerhafte Verhaltensänderung in der Bank herbeizuführen.

Verantwortung in der Produktgestaltung

Auch auf der Produktseite versucht die Oberbank, ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Kundinnen und Kunden der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft haben die Möglichkeit, ihre Finanzmittel in einen Ökound Ethikfonds zu veranlagen. Der 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds investiert in Unternehmen, die sich zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen. Als Kriterien dafür wurden saubere und erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Gesundheit, Wasser, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität sowie Umwelt- und Bildungsdienstleistungen definiert.

Soziale Verantwortung

Die Beschäftigung mit sozialen Themen ist ein weiteres wichtiges Kriterium für die Oberbank. Durch die finanzielle und organisatorische Hilfe für Kinderdörfer, Schulen für benachteiligte Kinder oder Hilfs- und Förderprojekte im Inund Ausland kommt der wirtschaftliche Erfolg der Oberbank auch Personen und Gruppen zugute, deren eigenes Lebensumfeld weniger privilegiert ist. Auch kulturelle Aktivitäten sieht die Oberbank als wertvollen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die schon traditionelle Unterstützung des Brucknerbundes, des Brucknerorchesters und der Anton Bruckner Privatuniversität zählt ebenso zu Kernaktivitäten im Kulturbereich wie die langjährige Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Linz.

Ausblick für 2013

Uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklung

In den meisten Wirtschaftsregionen wird das Wirtschaftswachstum 2013 stagnieren, ohne aber in eine Rezession abzugleiten. Das BIP-Wachstum wird in den USA nach 2,3 % im Jahr 2012 auf 1,8 % im Jahr 2013 zurückgehen. In Japan wird sich das Wachstum von 1,7 % auf 0,8 % abschwächen, in China von 8,0 % auf 7,0 %. In der EU, deren Konjunktur 2012 besonders unter der Krise der Staatsfinanzen zu leiden hatte, ist hingegen mit einer Beschleunigung des Wachstums zu rechnen. In der gesamten Union wird nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 % in 2012 für 2013 mit einem geringeren Wachstum von 0,6 % gerechnet, die Wirtschaftsleistung der Euroländer soll sich von - 0,3 % auf + 0,2 % ebenfalls leicht erholen.

Die deutsche Wirtschaft wird mit 1,0 % Wachstum das Niveau des Vorjahres wiederholen, die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländer werden mit 1,5 % Zuwachs (nach 1,2 % in 2012) wieder einen überdurchschnittlichen Wachstumsbeitrag liefern. Auch in den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern zeichnet sich für 2013 eine leichte Konjunkturerholung ab. In der Tschechischen Republik wird nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,1 % im Jahr 2012 für 2013 mit einem leichten Wachstum von 0,6 % gerechnet, in Ungarn mit einem BIP-Anstieg um 0,3 % nach einem Rückgang um 1,4 %. In der Slowakei bleibt das Wirtschaftswachstum mit 2,1 % annähernd stabil.

Das Management der Oberbank AG erwartet für 2013 einen gegenüber dem US-Dollar stabilen Euro, für Ende 2013 wird mit einem Kurs von 1,25 – 1,30 gerechnet. Gegenüber dem Schweizer Franken wird der Euro voraussichtlich auf dem Niveau von 1,20 – 1,25 verharren. Auch gegenüber der tschechischen Krone und dem ungarischen Forint sind 2013 keine deutlichen Bewegungen zu erwarten.

Leichter Wachstumsanstieg auch in Österreich

Für Österreich erwarten die Prognoseinstitute für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 1 % oder knapp darunter. Träger des Wachstums werden die Investitionen (+ 1,5 % nach + 0,8 % in 2012) und die Exporte (+ 3,8 % nach + 0,8 %) sein. Der private Konsum wird mit + 0,7 % etwa gleich stark wie 2011 und 2012 wachsen und damit keine wesentlichen Impulse für die Konjunktur liefern.

Die Sparquote wird mit 7,1 % weiterhin auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre liegen, die Kredite an Unternehmen und Private um 2,1 % höher als im abgelaufenen Jahr sein.

Die Inflationsrate wird mit 2,1 % deutlich niedriger als im abgelaufenen Jahr sein und damit wieder im Zielkorridor der EZB liegen.

Das Beschäftigungswachstum dürfte sich aufgrund der schwächeren Produktionsentwicklung von 1,4 % auf 0,6 % verlangsamen, die Arbeitslosigkeit wird damit nach österreichischer Berechnung von 7,0 % in 2012 auf 7,4 % in 2013 ansteigen.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Ausblick für 2013

Geschäftliche Schwerpunkte der Oberbank

Die hervorragende Kapital- und Liquiditätsausstattung ermöglicht es dem Management der Oberbank, für 2013 ein Kreditwachstum von annähernd 6 % zu planen.

Im Firmenkreditgeschäft sind eigentümerdominierte Unternehmen aus dem Bereich Industrie und Mittelstand die Hauptzielgruppe. Schwerpunkte bei den Kommerzfinanzierungen sind weiterhin das Auslandsgeschäft sowie Investitions- und Exportfinanzierungen.

Im Privatkreditgeschäft ist ein Rückgang der starken außertourlichen Rücklösungen der letzten Jahre zu erwarten, die OeNB prognostiziert einen Anstieg der Wohnbau-Investitionen um gut 2 % und die günstigen Finanzierungskosten dürften sich positiv auswirken. Im Kernmarkt plant das Management der Oberbank einen Anstieg der Privatkredite um knapp 36 %, in den Wachstumsmärkten Wien, Bayern, Tschechien, Ungarn und Slowakei überproportionale Zuwächse. Als Maßnahme zur Zielerreichung ist unter anderem eine breite Wohnbau-Kampagne im 1. Halbjahr 2013 geplant.

Die Refinanzierung der Kredite soll durch einen Zuwachs bei den Primäreinlagen um rund 4,5 % sichergestellt werden. Zu diesem Wachstum sollen sowohl die Spar-, Sicht- und Termineinlagen mit einem geplanten Zuwachs von rund 4 % als auch die Oberbank-Emissionen (+ 9 %) beitragen.

Die bewährte vorsichtige Risikostrategie der Oberbank wird unverändert weiter verfolgt werden. Aufgrund der Marktentwicklungen der letzten Monate wird erwartet, dass sich das Kreditrisiko gegenüber dem des Jahres 2012 leicht erhöhen wird. Der Weg des organischen Wachstums der Oberbank soll auch 2013 und in den Folgejahren fortgesetzt werden. Regionale Schwerpunkte für Filialgründungen werden dabei aus heutiger Sicht Wien und Tschechien sein.

Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2013

Das Zinsgeschäft wird auch 2013 eine tragende Säule der Ertragsentwicklung sein. Die anhaltend niedrigen Zinsen führen allerdings trotz einer Ausweitung des Geschäftsvolumens wegen der rückläufigen Zinsspanne voraussichtlich zu einem niedrigeren Zinsergebnis als im Geschäftsjahr 2012.

Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der ambitionierten Planung im Zahlungsverkehr und im Wertpapierbereich, mit einem spürbaren Ergebnisanstieg.

Die Betriebsaufwendungen verzeichnen in Summe gegenüber 2012 einen Rückgang. Beim Personalaufwand, beim Sachaufwand und der Abschreibung auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögensgegenstände wird aufgrund eines straffen Kostenmanagements nur ein mäßiger Anstieg erwartet, die geplanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen relativ deutlich unter den Werten des Jahres 2012.

Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Ausmaßes der Konjunkturerholung ist eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2013 nur schwer möglich. Der Vorstand ist aber zuversichtlich, sowohl im operativen Geschäft als auch beim Jahresüberschuss vor und nach Steuern das herausragende Ergebnis des Jahres 2012 wiederholen zu können. Damit wird es auch im Geschäftsjahr 2013 möglich sein, im Wege der Rücklagendotation die Eigenmittel zu stärken und der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Internes Kontroll- und Risikomanamgentsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Risikostrategie

Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, die Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank. Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee.

Risikocontrolling

Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und berichtet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiterinnen und -leiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen, es umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt. Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, 4-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme.

Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG prüft in ihrer Funktion als unabhängige Überwachungsinstanz das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements sowie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.

Gesamtbankrisikosteuerung und Risikotragfähigkeitsrechnung

Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Die Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken ICAAP-Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und für die Operationellen Risiken. Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind (Liquiditätsrisiko und Konzentrationsrisiko). Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts- und Reputationsrisiken, strategische und sonstige Risiken sowie Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden entwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Kundenbonität ergeben. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet.

Kreditrisiko

Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet ist.

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz der Oberbank abgedeckten Regionen. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden tourlich im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung gemeinsam mit der Leitung Kredit-Management festgelegt.

Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des Kreditrisikomanagements in der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäftes über die Unterdeckung stellt hohe Anforderungen an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im gesamten Oberbank-Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge in den zentralen Kreditverwaltungsgruppen der Abteilung Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion.

Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.

Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt. Grundsätzlich werden vor dem Eingehen von Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen.

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. Die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert.

Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.

Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells (Historische Simulation). Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Euro-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreterinnen und Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat & Kommunikation", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".

Operationelles Risiko

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die Operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. Die Risiken werden in folgende Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.

Das operative Risikomanagement von Operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen Operationellen Risiken.

In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der Operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Zur Absicherung von im Rahmen der Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis. Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Grundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden plus den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der LfA Förderbank Bayern alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.

Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement und für den Risikovorstand eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.

Konzentrationsrisiko

Aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodells der Oberbank als regional tätige Universalbank sind übermäßige Risikokonzentrationen nicht vorhanden.

Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits.

Die Oberbank Aktien

Die Oberbank Aktien

Wahlmöglichkeit für Investorinnen und Investoren: Stamm- und/oder Vorzugsaktie

Anlegerinnen und Anleger können zwischen der Oberbank-Stammaktie und der Oberbank-Vorzugsaktie wählen. Im Unterschied zur Stammaktie verbrieft die Vorzugsaktie keine Stimmrechte für die Aktionärin bzw. für den Aktionär, gewährt im Gegenzug aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital (9 Mio. Euro). Für beide Aktiengattungen wurde die Dividende zuletzt gleich hoch angesetzt. Aufgrund des Stimmrechtverzichtes notiert die Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie jedoch mit einem Kursabschlag, wodurch sich eine höhere Dividendenrendite errechnet.

Stabile Kursentwicklung auch 2012

Oberbank Stammaktien notierten auch 2012 nahe den historischen Höchstständen. Die Stammaktie erreichte ihr Kurshoch am 9. März 2012 bei 48,10 Euro, die Vorzugsaktie am 5. Jänner 2012 bei 39,75 Euro.

Die gesamte Jahresperformance (Kursbewegung und Dividende) betrug bei den Stammaktien plus 2,55 %, bei den Vorzugsaktien minus 1,63 %.

Die Börsenkapitalisierung der Oberbank AG belief sich zum Jahresende 2012 auf 1.353,4 Mio. Euro gegenüber 1.338,8 Mio. Euro des Vorjahresultimos.

Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1. Juli 1986 an der Wiener Börse. Seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus stetig: Aktionärinnen und Aktionäre, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen mitzogen, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine Rendite vor Abzug der Kapitalertragsteuer von durchschnittlich 8,7 % pro Jahr.

Kennzahlen der Oberbank-Aktien 2012 2011 2010
Anzahl Stamm-Stückaktien 25.783.125 25.783.125 25.783.125
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 3.000.000 3.000.000 3.000.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A € 48,10/39,75 47,30/39,85 44,90/39,20
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A € 47,00/38,10 44,80/38,80 42,50/36,90
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A € 48,00/38,60 47,30/39,75 44,90/39,00
Marktkapitalisierung in Mio. A € 1.353,4 1.338,8 1.274,7
IFRS-Ergebnis je Aktie in A € 3,78 3,87 3,43
Dividende je Aktie in A € 0,50 0,50 0,50
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie 12,7 12,2 13,1
Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie 10,2 10,3 11,4

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Die Oberbank Aktien

Solide Bewertung, konstante Dividende

Das IFRS-Ergebnis je Oberbank-Aktie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 3,87 auf 3,78 Euro. Auf Basis der Schlusskurse 2012 errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,7 für die Vorzugsaktie von 10,2. Der 133. ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2013 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 0,50 Euro je bezugsberechtigter Aktie vorgeschlagen.

Aktionärsstruktur der Oberbank per 31.12.2012 Stammaktien Insgesamt
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck 1 18,51 % 17,00 %
BKS Bank AG, Klagenfurt 2 18,51 % 16,95 %
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H.,
Salzburg 3 5,13 % 4,62 %
Generali 3 Banken Holding AG, Wien 4 2,21 % 1,98 %
Mitarbeiterbeteiligung 5 3,73 % 3,46 %
CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien 6 32,54 % 29,15 %
Streubesitz 7 19,37 % 26,84 %

Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht. Größter Einzelaktionär der Oberbank ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Der Streubesitz im Ausmaß von rund 19 % der Oberbank-Stammaktien (26,7 % inklusive Vorzugsaktien) wird von Unternehmen, institutionellen Investoren und privaten Aktionärinnen und Aktionären gehalten.

Informationen zur 132. Hauptversammlung

Bei der Hauptversammlung der Aktionärinnen und Aktionäre der Oberbank AG am 8. Mai 2012 waren 1.983 Stammaktionärinnen und -aktionäre anwesend, die im eigenen oder per Vollmacht in fremdem Namen berechtigt waren, 22.758.771 Stamm-Stückaktien zu vertreten und das damit verbundene Stimmrecht auszuüben.

Folgende wesentliche Beschlüsse wurden gefasst:

  • Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2011 (Einstimmig)
  • Tagesordnungspunkt 3: Entlastung Vorstand (Einstimmig) Entlastung Aufsichtsrat (Einstimmig)
  • Tagesordnungspunkt 4: Wahlen in den Aufsichtsrat Dr. Peter Mitterbauer (Einstimmig) Dr. Christoph Leitl (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %) KR Karl Samstag (Einstimmig)

■ Tagesordnungspunkt 5:

Festlegung der Vergütung an die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012 und die folgenden Geschäftsjahre (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %)

  • Tagesordnungspunkt 6: Wahl des Bankprüfers für das Geschäftsjahr 2013 (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %)
  • Tagesordnungspunkt 7: Widerruf genehmigtes Kapital und Neueinräumung für Mitarbeiteraktionen unter Ausschluss des Bezugsrechtes (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %)
  • Tagesordnungspunkt 8: Widerruf genehmigtes Kapital und Neueinräumung (Einstimmig)
  • Tagesordnungspunkt 9: Widerruf und Neueinräumung Rückerwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 4 AktG (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %)
  • Tagesordnungspunkt 10: Widerruf und Neueinräumung Rückerwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 7 AktG (Einstimmig)
  • Tagesordnungspunkt 11: Widerruf und Neueinräumung Rückerwerb eigener Aktien gem. § 65 Abs. 1 Z 8 AktG (Einstimmig)
  • Tagesordnungspunkt 12: Satzungsänderungen (Einstimmig)

Informationen zur Versammlung der Vorzugsaktionärinnen und -aktionäre Bei der Versammlung der Vorzugsaktionärinnen und -aktionäre der Oberbank AG am 8. Mai 2012 waren 21 Vorzugsaktionärinnen und -aktionäre anwesend, die im eigenen oder per Vollmacht in fremdem Namen berechtigt waren, 1.108.476 Vorzugsaktien zu vertreten und das damit verbundene Stimmrecht auszuüben.

Folgende wesentliche Beschlüsse wurden gefasst:

■ Widerruf genehmigtes Kapital und Neueinräumung für Mitarbeiteraktionen unter Ausschluss des Bezugsrechtes (Einstimmig)

Lagebericht 2012 der Oberbank AG Die Oberbank Aktien

Aktionärsbeziehungen und Kommunikation

Die Oberbank informiert ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die Aktionärinnen und Aktionäre aufgerufen, direkt mit Vorstand und Aufsichtsrat in Kontakt zu treten.

Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank via Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2012 erfolgte keine solche Meldung.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Direktor

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Die Bilanz zum 31. Dezember 2012

Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB

BILANZ zum 31. Dezember 2012

AKTIVA Veränderung
(Werte in 1.000 B) 2012 2011 absolut in %
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
und Postgiroämtern 182.784 300.166 -177.382 -39,1
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung
bei der Zentralnotenbank zugelassen sind 916.491 834.553 81.938 9,8
3. Forderungen an Kreditinstitute 1.739.390 1.638.376 101.014 6,2
a. täglich fällig 206.378 96.599 109.780 >100
b. sonstige Forderungen 1.533.012 1.541.777 -8.765 -0,6
4. Forderungen an Kunden 10.928.794 10.610.751 318.043 3,0
5. Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 2.152.479 2.425.541 -273.062 -11,3
a. von öffentlichen Emittenten 10.299 41 10.258 >100
b. von anderen Emittenten, 2.142.180 2.425.500 -283.320 -11,7
darunter: eigene Schuldverschreibungen 77.976 78.204 -228 -0,3
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 274.287 263.635 10.652 4,0
7. Beteiligungen 258.440 268.959 -10.519 -3,9
darunter: an Kreditinstituten 54.811 54.811 0 0,0
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 493.818 478.130 15.688 3,3
darunter: an Kreditinstituten 6.000
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens 3.150 3.806 -656 -17,2
10. Sachanlagen 89.425 97.450 -8.025 -8,2
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kredit-
institut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit
genutzt werden 54.538 58.373 -3.835 -6,6
11. Eigene Aktien 959 0 558 >100
darunter: Stück (in Tausend) 24 10 15 >100
12. Sonstige Vermögensgegenstände 109.039 130.310 -21.270 -16,3
13. Rechnungsabgrenzungsposten 7.965 9.181 -1.216 -13,2
SUMM
E DER AKTI
VA
17.157.022 17.061.258 95.764 0,6
Posten unter der Bilanz:
1. Auslandsaktiva 6.515.635 6.495.825 19.811 0,3

Die Bilanz zum 31. Dezember 2012

PASSIVA Veränderung
(Werte in 1.000 B) 2012 2011 absolut in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.094.156 4.328.261 -234.105 -5,4
a) täglich fällig 457.844 297.494 160.350 53,9
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.636.312 4.030.767 -394.455 -9,8
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.403.000 9.099.712 303.288 3,3
a. Spareinlagen 3.378.946 3.406.128 -27.182 -0,8
darunter:
aa. täglich fällig 531.364 393.121 138.243 35,2
bb. mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.847.582 3.013.007 -165.424 -5,5
b. Sonstige Verbindlichkeiten 6.024.054 5.693.585 330.469 5,8
darunter:
aa. täglich fällig 3.422.151 2.994.788 427.364 14,3
bb. mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.601.903 2.698.797 -96.894 -3,6
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 1.584.198 1.575.191 9.007 0,6
a. begebene Schuldverschreibungen 1.509.568 1.423.961 85.607 6,0
b. andere verbriefte Verbindlichkeiten 74.630 151.230 -76.600 -50,7
4. Sonstige Verbindlichkeiten 65.504 54.870 10.635 19,4
5. Rechnungsabgrenzungsposten 11.992 10.346 1.646 15,9
6. Rückstellungen 286.827 282.211 4.615 1,6
a. Rückstellungen für Abfertigungen 27.028 26.288 741 2,8
b. Rückstellungen für Pensionen 122.870 123.227 -358 -0,3
c. Steuerrückstellungen 883 10.723 -9.841 0,0
d. Sonstige 136.046 121.973 14.073 11,5
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 6.000 6.000 0 0,0
8. Ergänzungskapital 651.744 717.301 -65.557 -9,1
9. Gezeichnetes Kapital 86.349 86.349 0 0,0
10. Kapitalrücklagen (gebundene) 194.746 194.746 0 0,0
11. Gewinnrücklagen 539.300 471.800 67.500 14,3
a. Gesetzliche Rücklage 5.523 5.523 0 0,0
b. Andere Rücklagen 533.777 466.277 67.500 14,5
darunter:
Rücklagen für eigene Anteile 1.795 954 841 88,2
12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG 196.700 196.700 0 0,0
13. Bilanzgewinn 14.598 14.487 112 0,8
14. Unversteuerte Rücklagen 21.908 23.284 -1.377 -5,9
a. Bewertungsservice aufgrund von Sonderabschreibungen 21.908 23.284 -1.377 -5,9
b. Sonstige unversteuerte Rücklagen 0 0 0 0,0
SUMM
E DER PASSI
VA
17.157.022 17.061.258 95.764 0,6
Posten unter der Bilanz:
1. Eventualverbindlichkeiten 1.317.576 1.341.363 -23.787 -1,8
darunter: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen aus der Bestellung von Sicherheiten 1.317.576 1.341.363 -23.787 -1,8
2. Kreditrisiken 2.139.388 1.951.974 187.415 9,6
darunter: Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften 0 0 0 0,0
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 325.806 289.454 36.352 12,6
4. Anrechenbare Eigenmittelgemäß § 23 Abs. 14 BWG 1.624.663 1.611.269 13.394 0,8
darunter: Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG 1.483 1.756 -273 -15,5
5. Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG 865.038 837.665 27.373 3,3
darunter: Erforderliche Eigenmittel gemäß
§ 22 Abs. 1 Z1 u. 4 BWG 863.555 835.909 27.646 3,3
6. Auslandspassiva 5.050.668 4.827.873 222.796 4,6

127

Gewinn- und Verlustrechnung 2012

(Gliederung gemäß Anlage 2 zu § 43, BWG) Veränderung
(Werte in 1.000 B) 2012 2011 absolut in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge 519.092 560.882 -41.791 -7,5
darunter:
aus festverzinslichen Wertpapieren 103.385 100.716 2.669 2,7
2. - Zinsen und ähnliche Aufwendungen -284.565 -319.505 34.940 -10,9
I. NETTOZINS
ERTRAG
234.527 241.378 -6.851 -2,8
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 40.374 33.395 6.979 20,9
a. Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
und nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.521 3.076 4.445 >100
b. Erträge aus Beteiligungen 15.265 14.704 561 3,8
c. Erträge aus Anleihen an verbundenen Unternehmen 17.588 15.615 1.973 12,6
4. Provisionserträge 118.583 114.453 4.130 3,6
5. - Provisionsaufwendungen -10.494 -9.715 -779 8,0
SALDO Provisionserträge / Provisionsaufwendungen 108.089 104.738 3.352 3,2
6. Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften 5.991 7.137 -1.146 -16,1
7. Sonstige betriebliche Erträge 14.420 10.945 3.475 31,7
II. BETRI
EBSERTR
ÄGE
403.401 397.593 5.808 1,5
8. - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -203.192 -198.735 -4.457 2,2
a. Personalaufwand -132.310 -127.245 -5.065 4,0
darunter:
aa. Löhne und Gehälter -94.351 -90.486 -3.865 4,3
bb. Aufwand für gesetzlich vorgeschriebende soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -24.203 -23.598 -605 2,6
cc. Sonstiger Sozialaufwand -3.425 -3.376 -49 1,5
dd. Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung -10.926 -10.136 -790 7,8
ee. Dotierung der Pensionsrückstellung 5.265 4.024 1.241 30,8
ff. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -4.669 -3.674 -996 27,1
b. Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -70.882 -71.490 607 -0,8
9. - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen) -13.167 -13.430 262 -2,0
10. - Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.013 -10.802 788 -7,3
III. BETRI
EBSA
UFWEND
UNG
EN
-226.373 -222.966 -3.407 1,5
IV. BETRI
EBSERGEBNIS
177.028 174.626 2.402 1,4

Gewinn- und Verlustrechnung 2012

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012 - mit Vorjahresvergleich
(Gliederung gemäß Anlage 2 zu § 43, BWG) Veränderung
(Werte in 1.000 B) 2012 2011 absolut in %
IV. BETRI
EBSERGEBNIS
177.028 174.626 2.402 1,4
11./12. Ertrags- / Aufwandssaldo aus der Veräußerung
und der Bewertung von Forderungen und Wertpapieren -59.358 -54.442 -4.916 9,0
13./14. Ertrags- / Aufwandssaldo aus der Veräußerung
und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanz
anlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und
Anteilen an verbundenen Unternehmen -6.064 -12.874 6.810 -52,9
V. ERGEBNIS
DER GEWÖHNLICH
EN
GESCH
ÄFTST
ÄTIGK
EIT
111.606 107.310 4.296 4,0
15. - Steuern vom Einkommen und Ertrag -22.853 -21.320 -1.532 7,2
16. - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15
auszuweisen -8.157 -6.314 -1.843 29,2
VI. JAHR
ESÜB
ERSCH
USS
80.597 79.676 921 1,2
17. - Rücklagenbewegung -66.123 -65.366 -757 1,2
darunter
Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG 0 0 0 0,0
VII. JAHR
ESGEWINN
14.473 14.310 163 1,1
18. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 125 176 -52 -29,3
VIII. BILAN
ZGEWINN
14.598 14.487 112 0,8

I. ANWENDUNG DER UNTERNEHMENSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Bewertung der Aktiva und Passiva in Fremdwährung

Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.

b) Bewertung der Wertpapiere

Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.

Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.

c) Beteiligungen

130

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.

d) Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.

e) Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.

Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2 % bis 4 %, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29 % bis 10 %, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5 % bis 25 %. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20 % jährlich abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.

f) Agio / Disagio sowie Begebungsprovisionen

Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.

g) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

h) Rückstellungen

Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 61,1 % der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 3,5 % (im Vorjahr 4 %) nach dem Teilwertverfahren gebildet.

Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 53 und 63 Jahren, bei Frauen zwischen 51 und 62 Jahren. Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).

Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 3,5 % (im Vorjahr 4 %) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25 % in Abzug gebracht.

Es besteht keine Unterdeckung.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben.)

a) Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten)

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
2012 2011
bis 3 Monate 2.031,9 Mio. (1.899,6 Mio.)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.596,1 Mio. (1.256,6 Mio.)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 2.843,3 Mio. (3.025,4 Mio.)
mehr als 5 Jahre 3.160,2 Mio. (3.188,8 Mio.)

b) Dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmete Wertpapiere

in Höhe von € 2.313,4 Mio. ( € 2.584,8 Mio.) wurden wie Anlagevermögen bewertet.

c) Beteiligungen

Die Angaben über Beteiligungsunternehmungen gemäß § 238 Z 2 UGB sind in der Beilage 3 des Anhangs angeführt. Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der BKS Bank AG, Klagenfurt, und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck.

d) Anlagevermögen

Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2012 € 13,1 Mio. (€ 13,2 Mio.). In der Bilanz sind immaterielle Vermögensgegenstände (Mietrechte), die von verbundenen Unternehmen erworben wurden, im Ausmaß von € 1,1 Mio. (€ 1,4 Mio.) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt.

e) Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten)

Gliederung der nicht täglich fälligenVerpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden
2012 2011
bis 3 Monate 5.234,3 Mio. (5.383,0 Mio.)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 2.477,3 Mio. (2.883,9 Mio.)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 2.284,2 Mio. (2.079,9 Mio.)
mehr als 5 Jahre 1.069,3 Mio. (971,0 Mio.)

f) Unversteuerte Rücklagen

Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen in T€:

(Die Bildung erfolgte auf Grund der §§ 8 und 122 EStG 1972 sowie §§ 12 und 13 EStG 1988.)

Unversteuerte Rücklagen
Stand Stand
1.1.2012 Zuweisung Auflösung 31.12.2012
Beteiligungen 1.188 1.188
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.595 15.595
Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens 1.352 -225 1.127
Sachanlagen 5.149 312 -1.463 3.998
Summe 23.284 312 -1.688 21.908

g) Rückstellungen

  • Der Bilanzansatz der Rückstellungen für Abfertigungen entspricht dem finanzmathematischen Erfordernis mit 3,5 % Rechnungszinssatz und Teilwertverfahren.
  • Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Pensionen entspricht der wirtschaftlich vertretbaren Pensionsrückstellung im Sinne des Fachgutachtens KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.
  • Sonstige Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, für offene Urlaubsansprüche, für Risiken aus Haftung für OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT M.B.H. und für Drohverluste aus der Bewertung von Derivaten.

h) Eigenkapital

Das Grundkapital per 31.12.2012 setzt sich wie folgt zusammen:

■ 25.783.125 Stamm-Stückaktien (25.783.125 Stamm-Stückaktien)
■ 3.000.000 Vorzugs-Stückaktien ( 3.000.000 Vorzugs-Stückaktien)

In den Verbindlichkeiten des Kreditinstitutes ist per 31.12.2012 nachrangiges Kapital in Höhe von € 657,7 Mio. enthalten, welches in Höhe von € 518,1 Mio. Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 7 BWG und in Höhe von € 139,6 Mio. nachrangiges Kapital gemäß § 23 Abs. 8 BWG betrifft.

Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:

Zum 31.12.2012 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 657.744,0 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 0,484 % bis 7,4 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2013 bis 2021 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.777,1 geleistet.

Die Eigenmittelbestandteile gemäß § 23 Abs. 1 BWG wurden um Ergänzungskapital in Höhe von T€ 30.955,8 gekürzt.

Eigene Aktien

Während des Jahres verfügten wir kurzfristig über Handelsstände eigener Aktien. Im Berichtsjahr haben wir 254.993 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 47,56 sowie 99.520 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,61 erworben, denen Verkäufe von 255.143 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 47,67 und 84.660 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,48 gegenüberstanden. Die aus dem Verkauf erzielten Erlöse wurden den Betriebsmitteln zugeführt. Zum Bilanzstichtag hatten wir 1.568 Stück eigene Stammaktien und 22.894 Stück eigene Vorzugsaktien im Bestand. Der höchste Stand im Laufe des Jahres 2012 erreichte 0,53 % vom Grundkapital.

i) Begebene Schuldverschreibungen

Im Geschäftsjahr 2013 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 158,9 Mio. fällig.

j) Eventualverbindlichkeiten

Von den unter Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten betreffen:

Eventualverbindlichkeiten 2012 2011
Akkreditive 82,0 Mio. (71,5 Mio.)
sonstige Haftungen 1.235,6 Mio. (1.269,9 Mio.)
hievon gegenüber verbundenen Unternehmen 9,1 Mio. (2,2 Mio.)

Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind:

Verpflichtung aus der gemäß § 93 BWG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der "Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft mbH": Im Falle der Inanspruchnahme dieser Einlagensicherung beträgt die Beitragsleistung für das Einzelinstitut höchstens 1,5 % der Bemessungsgrundlage gemäß § 22 Abs. 2 BWG zuzüglich des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für die Positionen des Handelsbuches gemäß § 22 a Abs. 2 Z 1,3 und 6, somit für unser Kreditinstitut € 150,9 Mio.

k) Kreditrisiken

Der Posten Kreditrisiken setzt sich wie folgt zusammen:

Kreditrisiken 2012 2011
unechtes Pensionsgeschäft 0,0 Mio. (0,0 Mio.)
nicht ausgenützte Kreditrahmen 2.106,6 Mio. (1.923,5 Mio.)
Promessen 32,8 Mio. (28,5 Mio.)

l) Ergänzende Angaben

Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:

■ Aktiva 1.714,9 Mio. (1.526,5 Mio.)
■ Passiva 1.944,4 Mio. (2.747,0 Mio.)

Folgende Aktivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

a. verbundene Unternehmen T € Mio.
1. Forderungen an Kreditinstitute - (-)
2. Forderungen an Kunden 1.010.863,3 (1.007,1)
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - (-)

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

b. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht T € Mio.
1. Forderungen an Kreditinstitute 229.382,1 (165,0)
2. Forderungen an Kunden 64.982,3 (62,0)
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 85.204,2 (24,5)

Folgende Passivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

a. Verbundene Unternehmen
T €
Mio.
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.026,3 (-)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 117.544,6 (120,4)
b. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht T € Mio.
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 659.201,8 (807,6)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 91.936,6 (66,1)

Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Aktivposten enthalten:

T € Mio.
3. Forderungen an Kreditinstitute 22.000,0 (22,0)
4. Forderungen an Kunden 51.927,6 (50,7)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 77.261,8 (41,8)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.553,0 (35,2)

In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind keine Vermögensgegenstände nachrangiger Art enthalten, in den Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Vermögensgegenstände nachrangiger Art in Höhe von T€ 22.196,9 (€ 11,5 Mio.) enthalten.

Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:

Werte in Mio. Euro 2012 2011
Wie Anlagevermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.303,0 (1.629,6)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 74,0 (74,0)
Wie Umlaufvermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 811,7 (754,4)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 49,4 (39,1)

Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG.

Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuches beträgt per 31.12.2012 insgesamt € 101,4 Mio.

Davon entfallen auf Wertpapiere (Marktwerte) € 8,0 Mio.
und auf sonstige Finanzinstrumente (Marktwerte) € 93,4 Mio.

Der Rückzahlungsbetrag ist bei den Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die zeitanteilig auf diesen zu- oder abgeschrieben werden um TEUR 11.621,9 höher als die Anschaffungskosten.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert am Bilanzstichtag beträgt bei zum Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben:

Werte in Tausend Euro

Wertpapiere, die mit ihren Anschaffungskosten bilanziert werden 15.887,8
Wertpapiere, die mit ihrem höheren Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert werden 31,4

Bei folgenden Aktivposten, die mit gewogenen Durchschnittswerten bewertet sind, ergeben sich Unterschiedsbeträge zum Börsekurs bzw. Marktwert:

Werte in Mio. Euro
Schuldtitel öffentlicher Stellen 108,0
Forderungen an Kreditinstitute 0,5
Forderungen an Kunden 0,6
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 67,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 71,5

Der Buchwert von festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, beträgt per 31.12.2012 € 253,1 Mio. (€ 752,6 Mio.) und der Zeitwert € 235,0 Mio. (€ 720,6 Mio.).

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Die Abschreibung ist unterblieben, da es keine Anhaltspunkte gibt, die auf eine Verschlechterung der Bonität der Emittenten hinweisen würden. Es sind weder erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Emittenten erkennbar, noch Vertragsbrüche im Hinblick auf Ausfall oder Verzögerung von Zins- und Tilgungszahlungen eingetreten.

Die im Geschäftsjahr aus steuerrechtlichen Gründen unterlassenen Zuschreibungen betreffen in Höhe von T€ 17.585,8 (T€ 12.537,9) Wertpapiere des Umlaufvermögens und in Höhe von T€ 110,8 (T€ 110,8) Wertpapiere des Anlagevermögens.

Im Geschäftsjahr 2013 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 724,7 Mio. fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten in Nominale von T€ 6.346,0 enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

  • im folgenden Geschäftsjahr € 10,8 Mio. (€ 10,2 Mio.)
  • in den Jahren 2013 bis 2017 insgesamt € 56,0 Mio. (€ 53,1 Mio.)
2012 2011
Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)

Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB:

in Tausend Euro 2012 2011
No
m i -
Marktwe
rte
No
m i -
Marktwe
rte
nale po
sitiv
negativ nale po
sitiv
negativ
Zinssatzve rträge
Zins
Kauf 274.155 2.208 301.484 3.342
satz

optionen
Verkauf 258.613 -2.109 273.398 -3.127
Swap
Kauf 4.000 0 10.500 929
tions Verkauf 4.000 0 10.500 -929
Zins
kauf 1.957.165 195.823 -1.082 2.790.329 126.620 -4.680
swaps Verkauf 734.014 54 -56.408 703.611 840 -35.273
Anleihe
Kauf
optionen Verkauf 20.000 -55 60.000 -446
Wechselkursve rträge
Wäh
Kauf 83.098 3.819 64.348 3.591
rungs

optionen
Verkauf 83.235 -3.818 64.473 -3.593
Devisen
Kauf 2.283.065 17.164 2.299.025 47.652
terminge

schäfte
Verkauf 2.286.656 -21.292 2.271.150 -19.815
Wertpapierbezo gene Geschäfte
Aktien
Kauf 9.330 0 9.330 0
optionen Verkauf 9.330 0 9.330 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Im Wesentlichen werden Derivate zur Absicherung von Kundengeschäften und zur Risikoreduktion eingesetzt. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos (Fair Value Risiko) im Bankbuch werden Interest Rate Swaps abgeschlossen und Bewertungseinheiten mit folgenden Grundgeschäften gebildet: festverzinsliche Wertpapiere, Fixzinskredite, Eigenen Emissionen, Schuldscheindarlehen mit fixer Zinsbindung und Kapitalsparbücher.

Die Absicherung wird bis zum Ende der Fixzinsbindung des Grundgeschäftes (längstens bis zum Jahr 2036) vorgenommen.

Der aktuelle Zeitwert dieser Interest Rate Swaps beträgt saldiert € 137,39 Mio., hievon € 146,64 Mio. positive und € 9,25 Mio. negative Marktwerte. Weiters werden Bewertungseinheiten gebildet, indem Derivate mit Derivate glattgestellt werden.

Im Rahmen der Widmung bzw. Bildung der einzelnen Bewertungseinheiten zwischen Grundgeschäft und Sicherungsderivat wird ein prospektiver Effektivitätstest durchgeführt. Sind die Parameter des Grundgeschäfts und des Absicherungsgeschäfts identisch, aber verhalten sich gegenläufig, so wird dies als vollständig effektive Sicherungsbeziehung angesehen (Critical Terms Match). Die retrospektive Effektivität wird durch Critical Terms Match bzw. durch Vergleich der Wertänderungen der Grundgeschäfte mit den Wertänderungen der Sicherungsinstrumente nach der Kompensierungsmethode (Dollar-Offset-Methode) beurteilt.

Der ineffektive Anteil der Derivate mit negativem Marktwert wird zum Bilanzstichtag als Drohverlustrückstellung erfasst.

Ist die Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit aufgelöst.

Die Bewertung der Derivate im Handelsbuch erfolgt mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag. Positive Marktwerte in Höhe von T€ 51.612,1 werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, für negative Marktwerte im Ausmaß von T€ 51.341,5 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für negative Marktwerte aus Derivaten im Bankbuch wurde mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 2.086,0 vorgesorgt.

Devisentermingeschäfte werden in Zins- und Kassageschäfte aufgespalten und sind somit bereits in Zins- und Devisenkursergebnis berücksichtigt.

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen durchgeführt wird.

Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei für das Handels- und das Bankbuch der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung. Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet.

Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:
Wertpapiere in Höhe von T€ 19.912,3 als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen
Wertpapiere und Forderungen in Höhe von T€ 242.994,9 als Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen
Hypothekarisch besicherte Forderungen i.H.v. T€ 162.449,0 als Deckungsstock für hypothekarisch fundierte Bank-
schuldverschiebungen
Wertpapiere und Barsicherheiten Höhe von T€ 28.235,5 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wert
papiergeschäft
Wertpapiere in Höhe von T€ 66.379,7 als Sicherstellung für die Euroclear-Kreditlinie
Wertpapiere in Höhe von T€ 46.505,3 als Sicherstellung für EIB-Refinanzierungsdarlehen
Bundes-Forderungen in Höhe von T€ 78.000,0 als Sicherstellung für EIB-Globaldarlehensgewährungen
Wertpapiere und Forderungen in Höhe von T€ 258.677,4 im Tier I Pfanddepot der OeNB für (offene)
Refinanzierungsgeschäfte mit der OeNB

Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt € 1.025,4 Mio.

Die Mündelgeldspareinlagen betrugen per 31.12.2012 T€ 15.619,0.

Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanzmäßigen Geschäfte gem. § 237 Z8a UGB betragen T€ 3.447,0. Dies resultiert aus weichen Patronatserklärungen für Tochterunternehmen sowie aus Unterstützungserklärungen für die Hybridgesellschaften.

m) Deckungsstock

Zur Fundierung der im Umlauf befindlichen Anleihen wurde ein Deckungsstock gebildet.

Forderungen an die Republik Österreich und bundesverbürgte Forderungen, sowie mündelsichere Wertpapiere – bewertet zum 31.12.2012 – wurden in den Deckungsstock im Ausmaß von € 215,3 Mio. (€ 215,5 Mio.) eingebracht. Dagegen steht ein Deckungserfordernis in Höhe von € 114,5 Mio. (€ 114,5 Mio.), wodurch sich eine Überdeckung von € 100,8 Mio. (€ 101,0 Mio.) ergibt. Die Summe der ausgegebenen fundierten Anleihen hatte während des ganzen Jahres die Höhe der in den Deckungsfonds eingebrachten Deckungswerte nicht überstiegen.

n) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ab dem Geschäftsjahr 1999 wurde die in der Dotierung der Pensionsrückstellung enthaltene Zinskomponente im Nettozinsertrag berücksichtigt.

In der GuV-Position 8a) ff) sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen im Ausmaß von T€ 448,8, Zuweisungen der Abfertigungsrückstellung in der Höhe von T€ 740,5 sowie Abfertigungszahlungen von T€ 3.479,9 enthalten.

In dem Posten Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sind Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von T€ 14.648,0 (T€ 12.616,3) und aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.940,0 (T€ 2.998,3) enthalten. Der Ertrags- / Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen enthält mit T€ - (€ - Mio.) einen Aufwandssaldo aus Gewinngemeinschaften und mit T€ 0,0 (T€ 6.600,0) einen Aufwandssaldo aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen in Höhe von € 0,3 Mio.

Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbaren latenten Steuern betrugen € 3,5 Mio. Vom Aktivierungswahlrecht wurde nicht Gebrauch gemacht.

Bezüglich der Angaben gem. § 237 Z14 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung im Posten Sonstige Verwaltungsaufwendungen wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

o) Steuerliche Verhältnisse

Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG.

Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.

Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.

IV. PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER (§ 239 UGB)

a) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres 2012 2011
Angestellte 1.892 (1.925)
Arbeiter 21 (21)

b) Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährten Kredite

betrugen zum 31.12.2012 T€ 649,0 (T€ 665,9), hievon T€ 97,4 (T€ 94,8) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 73,6 (T€ 51,1).

c) Die den Mitgliedern des Vorstandes gewährten Kredite

betrugen zum 31.12.2012 T€ 117,0 (T€ 116,0), hievon T€ 0,0 (T€ 0,0) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückbezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 16,4 (T€ 16,4).

d) Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

(Werte in Tausend Euro) 2012 2011
der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstands
mitglieder und ihrer Hinterbliebenen): 2.148,2 (1.985,4)
der anderen Arbeitnehmer: 13.110,8 (12.694,9)

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

e) Bezüge

Bezüge
(Werte in Tausend Euro) 2012 2011
der Mitglieder des Vorstandes: 1.430,3 (1.865,2)
der Mitglieder des Aufsichtsrates: 203,6 (155,5)
ehemaliger Mitglieder des Vorstandes (einschließlich ihrer Hinterbliebenen): 1.284,3 (1.168,5)

f) Die in diesem Geschäftsjahr tätigen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

gemäß § 239 Abs. 2 UGB sind auf Seite 147 angeführt.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Direktor Direktor

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Anhang für das Geschäftsjahr 2012: Anlagespiegel zum 31. Dezember 2012

Anschaffungs
lungskosten
Herstel-
am 1.1.2012
EUR
und
Zugänge
EUR
chungen
UmbU-
EUR
rungsdif-
zen
Wäh-
EUR
feren
Abgänge
EUR
Zuschrei-
bungen
EUR
kumulierte
Abschrei-
bungen
EUR
wert
31.12.2012
Buch
wert
31.12.2011
Buch
bungen des
Geschäfts-
Abschrei-
jahres
EUR
Schuldtitel öffent-
licher Stellen
und ähnliche
Wertpapiere
818.257.964,28 109.975.130,31 -10.280.670,77 0,00 17.954.751,99 1.107.515,24 -1.591.136,07 902.696.323,14 820.518.180,34 644.370,00
Forderungen an
Kreditinstitute
36.675.047,28 0,00 0,00 0,00 26.985.047,28 38.200,00 -260.500,00 9.988.700,00 37.207.707,28 0,00
Forderungen an
Kunden
40.032.786,89 32.876,71 0,00 0,00 32.786,89 0,00 0,00 40.032.876,71 40.032.786,89 0,00
bungen und andere
verschrei-
verzinsliche
Wertpapiere
Schuld
fest
1.652.210.635,96 60.616.722,60 10.280.670,77 0,00 403.147.308,00 2.074.305,00 -6.692.222,08 1.328.727.248,41 1.659.733.387,29 226.251,19
Aktien und andere
verzins-
liche Wertpapiere
nicht fest
74.031.620,70 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 74.031.620,70 74.031.620,70 0,00
Beteiligungen 277.142.604,58 994.365,26 0,00 0,00 2.667.077,49 0,00 17.029.631,02 258.440.261,33 268.959.111,37 8.846.137,81
denen Unternehmen
verbun-
Anteile an
488.008.449,04 16.621.257,61 0,00 0,00 933.241,65 0,00 9.878.635,76 493.817.829,24 478.129.813,28 0,00
Immaterielle Ver-
mögensgegen-
stände
13.664.136,08 1.026.681,99 0,00 35.288,86 11.390,27 0,00 11.564.724,22 3.149.992,44 3.805.839,31 1.690.205,06
Sachanlagen 276.250.571,60 3.939.283,98 0,00 347.909,08 6.390.379,57 0,00 184.722.004,50 89.425.380,59 97.450.228,33 11.477.224,57
Summe 3.676.273.816,41 193.206.318,46 0,00 383.197,94 458.121.983,14 3.220.020,24 214.651.137,35 3.200.310.232,56 3.479.868.674,79 22.884.188,63

Bestätigungsvermerk

Schlussbemerkung, Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  • * dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
  • * dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und
  • * dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 5. März 2013 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Direktor Direktor

Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA

Aktuelle Verantwortungsbereiche des Vorstandes:

Generaldirektor Direktor Direktor
Dr. Franz Gasselsberger, Mag. Dr. Josef Weißl, Mag. Florian Hagenauer,
MBA MBA MBA

Dr. Franz Gasselsberger, Mag. Dr. Josef Weißl, Mag. Florian Hagenauer,

Grundsätzliche Geschäftspolitik
Interne Revision
Geschäftsabteilungen G eschäftsabteilungen S erviceabteilungen
CIF
(Corporate &
International Finance)
PKU
(Privatkunden)
KRM
(Kredit-Management)
PAM
(Private Banking &
Risikocontrolling
GFM
(Global Financial Markets)
Asset Management) ZSP
(Zahlungsverkehrssysteme
PER und zentrale Produktion)
(Personalabteilung)
RUC
(Rechnungswesen & Controlling)
SEK
(Sekretariat &
Kommunikation)
ORG
(Organisationsentwicklung,
Strategie und Prozessmanagement)
Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche
Südbayern
Nordbayern
Salzkammergut
Linz-Hauptplatz
Wels
Wien
Linz-Landstraße
Innviertel
Salzburg
Niederösterreich
Slowakei
Tschechien
Ungarn

Organe der Bank

Aufsichtsrat

Ehrenpräsident Dr. Heinrich Treichl

Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell

Stellvertreter des Vorsitzenden Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker Konsul Direktor Peter Gaugg

Mitglieder

KR Dr. Ludwig Andorfer Generaldirektor Dr. Luciano Cirinà Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder o. Univ.- Prof. DDr. Waldemar Jud Präsident Senator Mag. Dr. Christoph Leitl Dipl.-Ing. DDr. h.c. Peter Mitterbauer Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler KR Direktor Karl Samstag KR Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann

Arbeitnehmervertreter Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Mag. Armin Burger Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Josef Pesendorfer Herbert Skoff

Staatskommissär

Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002

Vorstand

Konsul Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Vorstandsdirektor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Vorstandsdirektor Mag. Florian Hagenauer, MBA

Impressum Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber

Oberbank AG Untere Donaulände 28, 4020 Linz Telefon: +43/(0)732/7802 DW 0 Telefax: +43/(0)732/78 58 10

SWIFT: OBKLAT2L Bankleitzahl: 15000 OeNB-Identnummer: 54801 DVR: 0019020 FN: 79063w UID: ATU22852606 ISIN Oberbank-Stammaktie: AT0000625108 ISIN Oberbank-Vorzugsaktie: AT0000625132

Internet: www.oberbank.com E-Mail: [email protected]

Investor Relations: Mag. Frank Helmkamp, Oberbank AG, Linz Redaktion: Abteilung Sekretariat Quellen Marktumfeld: WIFO, IHS und OeNB, Wien; DIW, Berlin; Ifo, München Redaktionsschluss: 28. März 2013

Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen

148

Mit diesem Jahresfinanzbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden.

Auf ein eigenes Glossar im vorliegenden Jahresfinanzbericht wurde verzichtet, da entweder bekannte Begriffe verwendet wurden oder spezielle Termini direkt im Text erklärt werden.

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank beziehen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "schätzen", "erwarten", "planen", "rechnen", "zielen" etc. umschrieben. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum 31. Dezember 2012 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

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