Quarterly Report • May 8, 2013
Quarterly Report
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Auf den Frühling kann man bauen.
INNOVATION
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ENTFALTUNG
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Bericht zum 1. Quartal 2013
| Ertragskennzahlen | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | Ultimo 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 366,8 | 491,9 | +34 | 2.355,5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 3,9 | 2,1 | -46 | 245,5 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -42,5 | -48,8 | -15 | 31,0 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | -53,8 | -67,8 | -26 | -36,2 |
| Ergebnis nach Steuern 1) | in Mio. € | -50,1 | -58,5 | -17 | -40,5 |
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,50 | -0,57 | -14 | -0,61 |
| Free Cashflow 2) | in Mio. € | -132,4 | -242,5 | -83 | 163,6 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 20,8 | 20,7 | 0 | 105,3 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 0,4 | 0,1 | -79 | 163,4 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2012 | 31.3.2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) | in Mio. € | 2.363,7 | 2.272,5 | -4 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 602,0 | 877,8 | +46 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.931,3 | 3.126,4 | +7 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.139,7 | 4.079,1 | -1 |
| Verschuldungsgrad | in % | 25,5 | 38,6 | +52 |
| Ø Mitarbeiter | 13.060 | 13.653 | +5 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 9,49 | 9,69 | +2 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 5,53 | 7,13 | +29 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 6,93 | 9,29 | +34 |
| Gewichtete Aktienzahl 4) | in Tsd. | 115.063 | 115.063 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 814,3 | 1.091,6 | +34 |
| Divisionen 1-3/2013 in Mio. € und % 5) |
Ziegel Europa |
Rohre & Pflaster Europa |
Nordamerika | Holding & Sonstiges |
Eliminierungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 246,8 | (-16 %) | 196,8 | (>100 %) | 46,8 | (+45 %) | 1,5 | (+15 %) | |
| Innenumsatz | 0,3 | (-40 %) | 0,3 | (>100 %) | 0,0 | (0 %) | 2,1 | (0 %) | -2,7 |
| Umsatz | 247,1 | (-16 %) | 197,1 | (>100 %) | 46,8 | (+45 %) | 3,6 | (+6 %) | -2,7 |
| EBITDA operativ | -2,9 (<-100 %) | 8,4 | (>100 %) | 0,3 | (>100 %) | -3,8 | (+16 %) | ||
| EBIT operativ | -34,9 | (-54 %) | -3,6 | (+37 %) | -5,4 | (+29 %) | -4,9 | (+26 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 9,9 | (-41 %) | 6,1 | (>100 %) | 1,1 | (-8 %) | 3,7 | (>100 %) | |
| Capital Employed | 1.946,3 | (-6 %) | 684,2 | (>100 %) | 479,2 | (+3 %) | 16,7 | (+53 %) | |
| Ø Mitarbeiter | 8.292 | (-5 %) | 3.966 | (>100 %) | 1.194 | (+22 %) | 201 | (-5 %) |
1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen
3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt
Anmerkungen zum Bericht:
- Operatives EBITDA und operatives EBIT sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.
- Zahlen aus Q1 2012 wurden aufgrund einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend angepasst.
- Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
die Geschäftsentwicklung der Gruppe war in den ersten drei Monaten 2013 sehr stark durch die widrigen Witterungsverhältnisse geprägt. Durch den langen und schneereichen Winter in diesem Jahr, der in nahezu ganz Europa und vor allem in den östlichen Teilen der USA bis in den April währte, war die Bautätigkeit in unseren Märkten massiv eingeschränkt. Insbesondere der Bereich Ziegel Europa hatte aufgrund der geringen Bauaktivitäten deutliche Mengenrückgänge zu verzeichnen. In der Division Rohre & Pflaster Europa brachte die erstmalige Einbeziehung der im Mai 2012 übernommenen Pipelife deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse. In Nordamerika ist es uns trotz der ungünstigen Witterung gelungen, die Absätze auf Vorjahresniveau zu halten und die Margen im Ziegelgeschäft aufgrund von Kosteneinsparungen zu steigern. Insgesamt gelang es der Wienerberger Gruppe, in den ersten drei Monaten trotz der widrigen Witterungsverhältnisse aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife einen um 34 % höheren Umsatz von 491,9 Mio. € zu erwirtschaften, während das operative EBITDA mit 2,1 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahrs von 3,9 Mio. € zu liegen kam.
Am stärksten vom schneereichen Winter betroffen war die Division Ziegel Europa. Insgesamt lag der Umsatz der Division um rund 48 Mio. € und das operative EBITDA um rund 15 Mio. € unter den Vergleichswerten des ersten Quartals 2012. Witterungsbedingt ging die Nachfrage in nahezu allen Ländern Europas zurück. Verlängerte Werksstillstände wirkten sich in diesen Ländern zusätzlich negativ auf das Ergebnis aus. Mengenzuwächse von sehr niedrigem Niveau wurden erstmals seit langem wieder in Bulgarien und Rumänien verzeichnet. In Russland setzte sich der positive Trend fort und brachte Umsatz- und Ergebnissteigerungen in der Berichtsperiode. Die Preisentwicklung war in Westeuropa besser als in Osteuropa, da in einigen Ländern Osteuropas zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen durchgeführt wurden.
In der Division Rohre & Pflaster Europa brachte die erstmalige Einbeziehung von Pipelife deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse. Der Umsatz konnte im ersten Quartal 2013 um rund 159 Mio. € und das operative EBITDA um rund 10 Mio. € gesteigert werden. Pipelife hatte zwar im witterungsabhängigeren Rohrgeschäft, wie beispielweise bei Abwasserrohren, auch leichte Rückgänge zu verzeichnen, konnte diese aber durch Zuwächse bei Industrierohren nahezu ausgleichen. Bei Flächenbefestigungen aus Beton konnten bei deutlich niedrigeren Absätzen die Margen aufgrund von Kosteneinsparungen verbessert werden.
In Nordamerika hat sich der positive Trend im Wohnungsneubau fortgesetzt, wodurch die Absätze im Ziegelgeschäft selbst bei widrigen Witterungsbedingungen in den ersten drei Monaten stabil gehalten werden konnten. Die erfolgreiche Umsetzung von Kosteneinsparungen brachte in diesem Bereich eine Verbesserung der Margen. Zusammen mit der erstmaligen Einbeziehung der nordamerikanischen Aktivitäten von Pipelife stieg der Umsatz der Division Nordamerika um 45 % auf 46,8 Mio. € und das operative EBITDA auf 0,3 Mio. € nach -2,1 Mio. € im ersten Quartal 2012.
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Ziegel Europa verzeichnete witterungsbedingt deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge
Umsatz- und Ergebniszuwächse in der Division Rohre & Pflaster Europa durch erstmalige Einbeziehung von Pipelife
Positives EBITDA in Nordamerika in Q1
Ziel für das Gesamtjahr sind deutliche Umsatzund Ergebnissteigerungen
300 Mio. € Anleihe im April erfolgreich bei nationalen und internationalen Investoren platziert
Wir haben uns zu Jahresbeginn deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen zum Ziel gesetzt. Ob wir diese Ziele erreichen können, wird einerseits davon abhängen, ob wir den Rückstand aus dem ersten Quartal zumindest teilweise aufholen können, und andererseits davon, wie sich unsere Märkte im Jahresverlauf entwickeln. Da die Bautätigkeit in Europa größtenteils erst mit Mitte April angelaufen ist, ist die Visibilität auf die weitere Entwicklung in den relevanten Märkten nach wie vor gering. Ich erwarte ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in den Niederlanden, Frankreich, Polen und Tschechien, während sich Deutschland, Großbritannien, Bulgarien und Rumänien stabiler entwickeln sollten. Im Bereich Ziegel Europa ist aus heutiger Sicht daher von weiteren leichten Mengenrückgängen im Gesamtjahr auszugehen, wobei daraus resultierende Ergebnisrückgänge durch umgesetzte Kosteneinsparungen größtenteils kompensiert werden sollten. Die in der zweiten Jahreshälfte 2012 angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der planmäßigen Umsetzung und sollten für das Gesamtjahr die erwarteten 18 Mio. € an Einsparungen bringen. Aus der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife in den ersten fünf Monaten 2013 rechne ich mit einem Beitrag zum operativen Gruppen-EBITDA von rund 30 Mio. €. In Nordamerika gehe ich von einer Fortsetzung des positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau und damit einem weiteren Anstieg bei der Nachfrage nach Ziegeln aus.
Im April 2013 haben wir eine neue Anleihe begeben. Aufgrund der starken Nachfrage nach dem Papier haben wir das Volumen von den ursprünglich geplanten 250 auf 300 Mio. € aufgestockt und konnten den Kupon bei 4 % fixieren. Besonders erfreulich war für mich das große Interesse internationaler Investoren. Mehr als 75 % der Anleihe wurden außerhalb von Österreich und rund die Hälfte bei institutionellen Investoren platziert. Die Mittel aus der Neuemission werden wir zur Refinanzierung der im April 2014 fälligen Anleihe sowie zur Finanzierung des operativen Geschäfts verwenden. Unser Ziel, die Entschuldungsdauer zu Jahresende nicht über 2,5 Jahre ansteigen zu lassen, bleibt weiterhin aufrecht. Unser Hauptaugenmerk werden wir auch in diesem Jahr auf die Generierung von starken Cashflows, die Forcierung von hochwertigen Baustofflösungen und die Entwicklung von neuen Produkten legen. Bei der Weiterentwicklung unseres Geschäfts liegt das Hauptaugenmerk auf Bolt-on-Projekten in unseren Kerngeschäftsfeldern, wo wir wertschaffende Gelegenheiten für weiteres Wachstum der Gruppe nützen wollen.
Der lange und schneereiche Winter wirkte sich in den ersten drei Monaten spürbar auf die Bautätigkeit in Europa und weiten Teilen Nordamerikas aus. Wienerberger erzielte im Berichtszeitraum mit 491,9 Mio. € einen um 34 % höheren Konzernumsatz als im Jahr zuvor, wobei Pipelife zum Umsatzwachstum 183,1 Mio. € beigetragen hat. Der organische Umsatz war jedoch mit 16 % rückläufig, was hauptsächlich auf geringere Absatzmengen in allen wesentlichen Produktgruppen aufgrund der widrigen Witterung zurückzuführen ist. Die Durchschnittspreise lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahrs, wobei es regionale und produktgruppenspezifische Unterschiede gab: Während die Preise für Hintermauerziegel in Folge gezielter, zeitlich begrenzter Verkaufsaktionen in Osteuropa rückläufig waren, blieben die Preise für Dach- und Vormauerziegel weitgehend stabil. Positive Währungseffekte aus der norwegischen und der schwedischen Krone konnten die negativen Effekte aus dem britischen Pfund, dem US-Dollar und dem Schweizer Franken fast zur Gänze kompensieren.
In der Division Ziegel Europa ging der Umsatz durch die witterungsbedingt deutlich geringere Nachfrage um 16 % auf 246,8 Mio. € zurück, und das operative EBITDA lag zusätzlich belastet durch Kosten aus verlängerten Winterstillständen mit -2,9 Mio. € um 15,3 Mio. € unter dem Vergleichswert des Vorjahrs.
In der Division Rohre & Pflaster Europa stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife von 38,3 Mio. € auf 196,8 Mio. € und das operative EBITDA von -1,9 Mio. € auf 8,4 Mio. €. Pipelife verzeichnete in Osteuropa weitgehend stabile Absatzmengen, während die Mengen in Westeuropa leicht rückläufig waren. Die Mengen im stark wetterabhängigen Pflastergeschäft gingen im ersten Quartal deutlich zurück, während die Margen aufgrund von umgesetzten Kosteneinsparungen verbessert werden konnten.
Die Division Nordamerika steigerte bei stabilen Absätzen im Ziegelgeschäft aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der amerikanischen Kunststoffrohraktivitäten den Umsatz um 45 % auf 46,8 Mio. €. Das operative EBITDA war leicht positiv und lag um 2,4 Mio. € über jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
Insgesamt lag das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe mit 2,1 Mio. € im ersten Quartal 2013 leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,9 Mio. €. Die erstmalige Einbeziehung von Pipelife, die 12,8 Mio. € zum EBITDA beitrug, sowie bessere Ergebnisse in Nordamerika konnten somit den EBITDA-Rückgang in der Division Ziegel Europa nahezu ausgleichen. Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) sank um 15 % auf -48,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.
Das deutlich verschlechterte Finanzergebnis von -19,0 Mio. € (Vorjahr: -11,3 Mio. €) erklärt sich einerseits durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, da in der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen noch für die ersten drei Monate 2012 die Ergebnisse für 50 % der Pipelife Gruppe enthalten sind, und andererseits durch die at-equity Ergebnisübernahme der Tondach Gruppe, welche witterungsbedingt Absatzeinbußen hinnehmen musste. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich in den ersten drei Monaten 2013 auch aufgrund gestiegener
Finanzierungskosten in Folge der Akquisition von Pipelife im Jahr 2012 auf -67,8 Mio. € (Vorjahr: -53,8 Mio. €). Nach Abzug der Steuern errechnet sich für die Wienerberger Gruppe ein Verlust von -58,5 Mio. € (Vorjahr: -50,1 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,57 € nach -0,50 € in den ersten drei Monaten des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.
Cashflow war saisonal bedingt deutlich negativ
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war aufgrund witterungsbedingt niedrigerer Umsätze sowie aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals mit -223,7 Mio. € negativ. Für Normalinvestitionen (Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen) wurden 20,7 Mio. € aufgewendet.
Das Konzerneigenkapital verminderte sich vor allem durch das negative Ergebnis nach Steuern in Höhe von -58,5 Mio. € und die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € im Februar 2013. Negative Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem britischen Pfund und dem polnischen Zloty wurden durch positive Differenzen aus dem US-Dollar fast zur Gänze kompensiert. Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Working Capital Anstiegs gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 275,8 Mio. € auf 877,8 Mio. €.
Im April 2013 hat Wienerberger eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € und einem fixen Kupon von 4,00 % begeben. Das Papier, das mehrfach überzeichnet war, konnte international bei Banken und institutionellen Fonds platziert werden. Wienerberger wird die Mittel aus der Emission für die Refinanzierung der im April 2014 fälligen Anleihe, zur Finanzierung des operativen Geschäfts sowie zur Stärkung der Liquidität der Gruppe verwenden. Oberste Priorität haben weiterhin die Erhaltung einer starken Kapitalstruktur sowie finanzielle Disziplin. Daher bleibt das intern vom Vorstand gesteckte Ziel, zu Jahresende eine Entschuldungsdauer von weniger als 2,5 Jahren zu erreichen, unverändert aufrecht.
Höhere Nettoverschuldung durch saisonal bedingten Working Capital Anstieg
Die Geschäftsentwicklung der Division Ziegel Europa war im ersten Quartal stark von widrigen Witterungsverhältnissen geprägt. Durch den langen und schneereichen Winter in nahezu allen Ländern Europas, der bis in den April andauerte, war die Bautätigkeit in unseren Märkten massiv eingeschränkt. In der Folge lag die Nachfrage nach Ziegeln in Europa signifikant unter jener des ersten Quartals 2012 und führte zu einem zweistelligen Mengenrückgang in der Division. Die daraus resultierenden Ertragsrückgänge konnten nicht durch Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm kompensiert werden. Zusätzlich belasteten verlängerte Werksstillstände die Ergebnisse. Im Jahresvergleich von dieser Entwicklung besonders betroffen waren unsere Kernmärkte in Westeuropa, wodurch die Umsatz- und Ergebnisrückgänge in dieser Region wesentlich deutlicher ausfielen als in Osteuropa. Die Durchschnittspreise der Division lagen leicht unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahrs, wobei es regionale und produktgruppenspezifisch unterschiedliche Entwicklungen gab. Während sich die Preise in Westeuropa in allen Produktgruppen trotz des schwierigen Umfelds leicht besser entwickelten, lagen die Durchschnittspreise in Osteuropa aufgrund von zeitlich und regional begrenzten Verkaufsaktionen in ausgewählten osteuropäischen Märkten unter jenen des Vorjahrs. Insgesamt ging der Umsatz der Division Ziegel Europa im ersten Quartal um 16 % auf 246,8 Mio. € zurück, und das operative EBITDA sank auf -2,9 Mio. € gegenüber 12,4 Mio. € im Jahr zuvor.
Das angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer Bündelung von Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Verwaltung und Vertrieb. Durch zusätzliche Werkscluster bzw. die Verlagerung von Produkten an andere Werksstandorte werden Kostenstrukturen weiter optimiert. Von den Maßnahmen in den ersten drei Monaten waren vor allem die Hintermauer-, Vormauer- und Pflasteraktivitäten in den Niederlanden, Belgien und Frankreich betroffen.
| Ziegel Europa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 294,5 | 246,8 | -16 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 12,4 | -2,9 | <-100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -22,6 | -34,9 | -54 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 16,8 | 9,9 | -41 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.076,2 | 1.946,3 | -6 |
| Ø Mitarbeiter | 8.761 | 8.292 | -5 |
Wie bereits erläutert, haben die ungünstigen Witterungsverhältnisse dazu geführt, dass die Bauaktivitäten in vielen Ländern erst Mitte April angelaufen sind. Daher sind zum jetzigen Zeitpunkt Aussagen über die weitere Marktentwicklung nur sehr eingeschränkt möglich. Für das Gesamtjahr gehen wir für die Division Ziegel Europa von einem moderaten Volumensrückgang aus. Ein anhaltend schwieriges Marktumfeld erwarten wir in den Niederlanden, Frankreich, Polen sowie der Tschechischen Republik, während sich Deutschland und Großbritannien stabiler entwickeln sollten. In Russland rechnen wir bis Jahresende mit einem moderat positiven Trend im Wohnungsneubau. Insgesamt gehen wir für die Division davon aus, dass absatzbedingte Ergebnisrückgänge größtenteils durch Kosteneinsparungen kompensiert werden können.
Planmäßige Umsetzung des Restrukturierungsprogramms
Am stärksten vom kalten und schneereichen Winter betroffen war die Geschäftsentwicklung des Segments Ziegel Westeuropa. Umsatz und Ergebnis gingen in allen Kernmärkten deutlich zurück. Neben den erwartet schwachen Märkten Frankreich und Niederlande lag der Absatz auch in Deutschland, Belgien, Italien und der Schweiz sowie in Großbritannien unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt sank der Segmentumsatz im ersten Quartal 2013 um 19 % auf 195,6 Mio. €. Verlängerte Werksstillstände und witterungsbedingt höherer Energieeinsatz führten zu gestiegenen Stückkosten. Die vorrangig in diesem Segment umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen konnten die absatzbedingten Ertragsrückgänge sowie die höheren Kosten nicht kompensieren. Folglich ging das Segment-EBITDA im ersten Quartal von im Vorjahr 13,1 Mio. € auf 0,3 Mio. € zurück.
| Ziegel Westeuropa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 242,8 | 195,6 | -19 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 13,1 | 0,3 | -98 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -10,1 | -22,1 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 12,5 | 8,1 | -35 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.548,3 | 1.474,2 | -5 |
| Ø Mitarbeiter | 6.232 | 5.940 | -5 |
Für das restliche Jahr sind zu diesem Zeitpunkt keine verlässlichen Prognosen für die relevanten Märkte möglich. Bereits absehbar ist, dass für Frankreich und die Niederlande sowie Italien von einer rückläufigen Nachfrage nach Baustoffen auszugehen ist, wobei das Ausmaß des Rückgangs derzeit noch nicht einschätzbar ist. Im Fokus steht in diesen Ländern weiterhin die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Restrukturierungsprogramm, um Kostenstrukturen an die Marktgegebenheiten anzupassen und die Ertragskraft zu stärken. In Belgien scheint eine weitere leichte Abschwächung möglich, während wir für Deutschland und Großbritannien von einer stabileren bis leicht positiven Entwicklung ausgehen.
Im Segment Ziegel Osteuropa zeigte sich ein gemischtes Bild. Während mit Polen, Österreich und der Tschechischen Republik die größten Märkte des Segments Umsatzrückgänge im zweistelligen Bereich hinnehmen mussten, konnten die Volumina in Russland, Rumänien und Bulgarien gesteigert werden. Damit setzte sich in Russland der positive Trend der letzten beiden Jahre fort. In Rumänien und Bulgarien scheint die Entwicklung unsere Einschätzung zu Jahresbeginn zu bestätigen, dass in diesen beiden Märkten eine Bodenbildung auf schwachem Niveau stattfindet. Der Umsatz des Segments lag im ersten Quartal mit 51,2 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau, während das operative EBITDA aufgrund von Leerkosten sowie niedrigerer Durchschnittspreise (bedingt durch zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen in ausgewählten Märkten) von -0,7 Mio. € im Vorjahr auf -3,2 Mio. € im ersten Quartal 2013 zurückging.
Langer Winter in allen Kernmärkten führt zu Umsatzrückgang um 19 %
Volumensrückgang im Geschäftsjahr 2013 erwartet
Absatzrückgang in den Kernmärkten; Rumänien und Bulgarien bestätigen erwartete Bodenbildung
| Ziegel Osteuropa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 51,7 | 51,2 | -1 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -0,7 | -3,2 | <-100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -12,5 | -12,8 | -2 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 4,3 | 1,8 | -58 |
| Capital Employed | in Mio. € | 527,9 | 472,1 | -11 |
| Ø Mitarbeiter | 2.529 | 2.352 | -7 |
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir für den österreichischen Heimatmarkt trotz des schwachen ersten Quartals von einer stabilen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr aus. Hingegen ist für Polen und Tschechien aufgrund der konjunkturellen Abschwächung und des gesunkenen Konsumentenvertrauens von einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im Vergleich zu 2012 auszugehen. Für Rumänien und Bulgarien hoffen wir, dass sich die erwartete Bodenbildung im Jahresverlauf durch eine Stabilisierung der Bauaktivitäten auf niedrigem Niveau bestätigt. Für Russland erwarten wir moderates Wachstum im Wohnungsneubau und somit auch eine anhaltend positive Nachfrage nach Baustoffen.
Die Division Rohre & Pflaster Europa verzeichnete einen Umsatzanstieg von 38,3 Mio. € in den ersten drei Monaten 2012 auf 196,8 Mio. € im ersten Quartal 2013 und eine Verbesserung des EBITDA von -1,9 Mio. € auf 8,4 Mio. €. Dieser deutliche Anstieg erklärt sich vor allem aus der erstmaligen Konsolidierung von Pipelife, einem der führenden Kunststoffrohrproduzenten in Europa, welcher Ende Mai 2012 übernommen wurde. Auch die Geschäftsentwicklung im Rohrbereich war durch den langen Winter im ersten Quartal beeinträchtigt, wenn auch in wesentlich geringerem Ausmaß als der Bereich Ziegel. Pipelife erreichte annähernd das sehr gute Ergebnis aus dem ersten Quartal 2012, da Rückgänge im witterungsabhängigeren Wasser- und Abwasserbereich durch Zuwächse im Bereich Industrierohre (überdimensionierte sowie faserverstärkten Rohre) nahezu ausgeglichen werden konnten. Der Bereich Flächenbefestigungen aus Beton hatte ebenfalls unter der Witterung zu leiden und verzeichnete deutliche Absatzrückgänge in den ersten drei Monaten. Allerdings konnten aufgrund der bereits umgesetzten Kosteneinsparungen die Margen in der Berichtsperiode deutlich verbessert werden.
| Rohre & Pflaster Europa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 38,3 | 196,8 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -1,9 | 8,4 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -5,7 | -3,6 | +37 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,6 | 6,1 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 215,3 | 684,2 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 1.544 | 3.966 | >100 |
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und EBITDA aus. Das Kunststoffrohrgeschäft ist auf gutem Weg, in den ersten fünf Monaten den erwarteten EBITDA-Beitrag von rund 30 Mio. € zu erwirtschaften. In Hinblick auf das Gesamtjahr stimmen uns vor allem steigende Beiträge aus dem Bereich Industrierohre zuversichtlich, das Ergebnis des Vorjahrs zu wiederholen. Im Bereich Flächenbefestigungen aus Beton unterstreicht die Margenverbesserung im ersten Quartal die Zielsetzung einer verbesserten Profitabilität im Gesamtjahr.
Deutliches Umsatzund Ergebniswachstum für 2013 erwartet
Polen und Tschechien 2013 herausforderndste Märkte
Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg im Bereich Rohre & Pflaster Europa durch Erstkonsolidierung des Kunststoffrohrgeschäfts
In der Region Westeuropa stieg der Umsatz aufgrund des Konsolidierungsbeitrags des Kunststoffrohrgeschäfts von 24,5 Mio. € im ersten Quartal 2012 auf 132,8 Mio. € in der Berichtsperiode. Das operative EBITDA verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 1,5 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Sowohl bei Kunststoffrohrsystemen als auch bei keramischen Rohrsystemen blieben Umsatz- und Ergebnis in Folge der kalten Witterung hinter den Vergleichswerten des Vorjahrs zurück. Aufgrund von 2012 gewonnenen Großaufträgen bei Spezialrohren aus Kunststoff (überdimensionierte sowie faserverstärkte Rohre) konnte jedoch ein wesentlicher Teil des witterungsbedingten Rückgangs kompensiert werden.
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 24,5 | 132,8 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 1,5 | 11,6 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 0,8 | 5,1 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 0,2 | 3,6 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 64,6 | 372,1 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 530 | 1.792 | >100 |
Im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa stieg der Umsatz durch die erstmalige Einbeziehung des Kunststoffrohrgeschäfts von 13,8 Mio. € im ersten Quartal 2012 auf 64,0 Mio. € in der Berichtsperiode, und das operative EBITDA verbesserte sich im selben Zeitraum um 6 % auf -3,2 Mio. €. Sowohl der Bereich Rohrsysteme, als auch Flächenbefestigungen aus Beton waren insbesondere in Polen und Tschechien neben dem strengen Winter mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Trotz deutlicher witterungsbedingter Umsatzrückgänge bei Flächenbefestigungen aus Beton konnte das operative EBITDA aufgrund von Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm annähernd stabil gehalten und die Margen damit verbessert werden.
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 13,8 | 64,0 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -3,4 | -3,2 | +6 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -6,5 | -8,7 | -34 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,4 | 2,5 | +4 |
| Capital Employed | in Mio. € | 150,7 | 312,1 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | 1.014 | 2.174 | >100 |
Für das Gesamtjahr gehen wir für Polen und Tschechien von einer Fortsetzung des schwierigen Marktumfeldes aus, während wir für die übrigen Märkte eine Normalisierung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf erwarten.
Auch in der Division Nordamerika waren negative Wettereffekte durch einen strengeren Winter spürbar, wenn auch in geringerem Ausmaß als in Europa. Insgesamt lagen die abgesetzten Mengen bei Ziegeln in den ersten drei Monaten in etwa auf Vorjahresniveau und stieg der Umsatz der Division Nordamerika insbesondere aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts um 45 % auf 46,8 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich auf 0,3 Mio. € nach einem Verlust von -2,1 Mio. € im Vorjahr und war damit
Klare Ergebnisverbesserung durch erstmalige Einbeziehung Pipelife
Konsolidierungsbeitrag kompensiert schwieriges Marktumfeld und Wettereffekt
Erstmals seit 2008 positiver EBITDA-Beitrag im Geschäftsbereich Nordamerika im ersten Quartal
zum ersten Mal seit 2008 in einem ersten Quartal wieder positiv. Dazu beigetragen haben auch die umgesetzten Einsparungsmaßnahmen und konsequentes Kostenmanagement im Bereich Ziegel Nordamerika, wodurch es gelang, die Margen im Bereich Ziegel weiter zu verbessern.
| Nordamerika | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 32,3 | 46,8 | +45 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -2,1 | 0,3 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -7,6 | -5,4 | +29 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 1,2 | 1,1 | -8 |
| Capital Employed | in Mio. € | 465,3 | 479,2 | +3 |
| Ø Mitarbeiter | 982 | 1.194 | +22 |
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von einer Fortsetzung des moderat positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau und damit von einem Anstieg der Nachfrage nach Ziegeln aus. Im Kunststoffrohrgeschäft liegt unser strategischer Fokus auf der Weiterentwicklung des Markts für faserverstärkte Rohre sowie auf der aktiven Förderung des Substitutionsprozesses hin zu Kunststoffrohren. Insgesamt erwarten wir uns für die Division im Jahr 2013 Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
Der Geschäftsbereich Holding & Sonstiges steigerte aufgrund der weiterhin dynamischen Entwicklung unserer Aktivität in Indien den Umsatz um 15 % auf 1,5 Mio. €. Die daraus resultierende Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie striktes Kostenmanagement in der Holdinggesellschaft führten zu einer Verringerung des EBITDA-Fehlbetrags um 16 % auf -3,8 Mio. €.
| Holding & Sonstiges | 1-3/2012 | 1-3/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 1,3 | 1,5 | +15 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -4,5 | -3,8 | +16 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -6,6 | -4,9 | +26 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 0,6 | 3,7 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 10,9 | 16,7 | +53 |
| Ø Mitarbeiter | 212 | 201 | -5 |
Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2013 erwartet
Klare Umsatz- und Ergebnissteigerung in Indien; striktes Kostenmanagement in der Holdinggesellschaft
| in TEUR | 1-3/2013 | 1-3/2012 1) |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 491.949 | 366.830 |
| Herstellkosten | -379.919 | -272.432 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 112.030 | 94.398 |
| Vertriebskosten | -115.604 | -96.651 |
| Verwaltungskosten | -39.879 | -31.575 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.695 | -15.276 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.341 | 6.605 |
| Betriebsergebnis | -48.807 | -42.499 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -7.067 | -2.895 |
| Zinsertrag | 1.820 | 4.075 |
| Zinsaufwand | -13.501 | -13.838 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -273 | 1.370 |
| Finanzergebnis | -19.021 | -11.288 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -67.828 | -53.787 |
| Ertragsteuern | 9.341 | 3.731 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -58.487 | -50.056 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -570 | -672 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.014 | 8.081 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | -65.931 | -57.465 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | -0,50 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | -0,50 |
| in TEUR | 1-3/2013 | 1-3/2012 1) |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -58.487 | -50.056 |
| Währungsumrechnung | -2.715 | 15.270 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -524 | 1.937 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 235 | 1.501 |
| Veränderung Hedging Reserve | 2.775 | -1.930 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 2) | -229 | 16.778 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -58.716 | -33.278 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -575 | -659 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.014 | 8.081 |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -66.155 | -40.700 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
2) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR | 31.3.2013 | 31.12.2012 1) |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 879.616 | 882.060 |
| Sachanlagen | 1.774.108 | 1.803.067 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 79.965 | 81.297 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 22.377 | 33.039 |
| Übrige Finanzanlagen | 1.440 | 1.329 |
| Latente Steuern | 42.888 | 39.490 |
| Langfristiges Vermögen | 2.800.394 | 2.840.282 |
| Vorräte | 766.324 | 700.925 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 270.382 | 199.166 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 97.426 | 84.566 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 77.837 | 72.504 |
| Zahlungsmittel | 66.703 | 242.288 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.278.672 | 1.299.449 |
| Summe Aktiva | 4.079.066 | 4.139.731 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.083.973 | 1.083.973 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 765.581 | 855.998 |
| Übrige Rücklagen | -166.006 | -165.782 |
| Eigene Anteile | -24.324 | -24.324 |
| Beherrschende Anteile | 2.269.647 | 2.360.288 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.821 | 3.396 |
| Eigenkapital | 2.272.468 | 2.363.684 |
| Latente Steuern | 99.481 | 105.822 |
| Personalrückstellungen | 133.096 | 132.277 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 52.487 | 53.001 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 926.301 | 858.708 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 9.657 | 9.896 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.221.022 | 1.159.704 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 65.299 | 80.618 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 96.011 | 58.062 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 228.290 | 253.149 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 195.976 | 224.514 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 585.576 | 616.343 |
| Summe Passiva | 4.079.066 | 4.139.731 |
| 2013 | 2012 1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.360.288 | 3.396 | 2.363.684 | 2.427.560 | 3.259 | 2.430.819 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -58.141 | -575 | -58.716 | -32.619 | -659 | -33.278 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -32.500 | 0 | -32.500 | -32.500 | 0 | -32.500 |
| Stand 31.3. | 2.269.647 | 2.821 | 2.272.468 | 2.362.441 | 2.600 | 2.365.041 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
| in TEUR | 1-3/2013 | 1-3/2012 1) |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -67.828 | -53.787 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 50.906 | 46.416 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | -10.804 | -2.050 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 7.067 | 2.895 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -3.160 | -692 |
| Zinsergebnis | 11.681 | 9.763 |
| Gezahlte Zinsen | -3.615 | -2.615 |
| Erhaltene Zinsen | 334 | 2.658 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -2.555 | -817 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | -17.974 | 1.771 |
| Veränderungen Vorräte | -65.399 | -17.969 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -71.216 | -58.574 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -24.859 | -32.755 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | -45.060 | -8.099 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 811 | 2.549 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -223.697 | -113.077 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 5.827 | 928 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -20.755 | -21.186 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -102 | 0 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -3.862 | 595 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 26 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -18.866 | -19.663 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 67.593 | 237.108 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 30.925 | -1.344 |
| Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.425 | 3.041 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 67.443 | 206.305 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -175.120 | 73.565 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -465 | 252 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 242.288 | 490.373 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 66.703 | 564.190 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
| Ziegel Europa | Rohre & Pflaster Europa | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2013 | Ziegel Westeuropa |
Ziegel Osteuropa |
Rohre & Pflaster Westeuropa |
Rohre & Pflaster Osteuropa |
Nordamerika | Holding & Sonstiges 2) |
Überleitung 3) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 195.564 | 51.172 | 132.783 | 63.978 | 46.798 | 1.531 | 491.826 | |
| Innenumsatz | 913 | 1.109 | 4.689 | 2.766 | 0 | 2.096 | -11.450 | 123 |
| Umsatz gesamt | 196.477 | 52.281 | 137.472 | 66.744 | 46.798 | 3.627 | -11.450 | 491.949 |
| EBITDA operativ 1) | 313 | -3.233 | 11.634 | -3.175 | 346 | -3.786 | 2.099 | |
| EBIT operativ 1) | -22.198 | -12.831 | 5.096 | -8.652 | -5.372 | -4.850 | -48.807 | |
| Gesamtinvestitionen | 8.082 | 1.826 | 3.549 | 2.527 | 1.124 | 3.723 | 20.831 | |
| Capital Employed | 1.474.196 | 472.110 | 372.076 | 312.105 | 479.217 | 16.719 | 3.126.423 | |
| Ø Mitarbeiter | 5.940 | 2.352 | 1.792 | 2.174 | 1.194 | 201 | 13.653 | |
| 1-3/2012 4) | ||||||||
| Außenumsatz | 242.840 | 51.681 | 24.519 | 13.798 | 32.313 | 1.253 | 366.404 | |
| Innenumsatz | 1.246 | 822 | 0 | 0 | 0 | 2.058 | -3.700 | 426 |
| Umsatz gesamt | 244.086 | 52.503 | 24.519 | 13.798 | 32.313 | 3.311 | -3.700 | 366.830 |
| EBITDA operativ 1) | 13.127 | -711 | 1.506 | -3.439 | -2.115 | -4.451 | 3.917 | |
| EBIT operativ 1) | -10.093 | -12.530 | 792 | -6.506 | -7.619 | -6.543 | -42.499 | |
| Gesamtinvestitionen | 12.461 | 4.321 | 215 | 2.433 | 1.191 | 565 | 21.186 | |
| Capital Employed | 1.548.302 | 527.919 | 64.581 | 150.676 | 465.256 | 10.938 | 2.767.672 | |
| Ø Mitarbeiter | 6.232 | 2.529 | 530 | 1.014 | 982 | 212 | 11.499 |
1) bereinigt um Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) Der Bereich Holding & Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.
3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
4) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
Der Zwischenbericht zum 31.3.2013 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2012 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
Nach der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, erfolgte aufgrund neu strukturierter Verantwortungsbereiche im Management eine neue Segmentierung in der Berichterstattung. Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird weiterhin nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Der Bereich Ziegel Europa fasst Hintermauer-, Vormauerund Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Ziegel Westeuropa und Ziegel Osteuropa zusammen. Der Bereich Rohre & Pflaster Europa beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Rohre & Pflaster Westeuropa und Rohre & Pflaster Osteuropa eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment Nordamerika dargestellt. Das Segment Holding & Sonstiges beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % at-equity bilanziert.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises des Vorjahrs erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2013 bis 31.3.2013 anteilig den Umsatz um 183.124 TEUR und das operative EBITDA um 12.785 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 11.2.2013 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten drei Monate des Jahrs 2013 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 8.014 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,07 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 34 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten drei Monaten 491.949 TEUR (Vorjahr: 366.830 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 2.099 TEUR um 1.818 unter dem Vergleichswert des Vorjahrs von 3.917 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich somit auf -48.807 TEUR im Vergleich zu -42.499 TEUR im Vorjahr.
Zum Stichtag wurden 2.464.138 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2013 bis 31.3.2013 auf 115.062.626 Stück. Per 31.3.2013 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -3.239 TEUR (Vorjahr: 17.207 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty und dem britischen Pfund und wurden von positiven Differenzen aus dem US-Dollar beinahe zur Gänze aufgehoben. Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Anteil der Währungsumrechnungsdifferenzen betrug -5 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR). Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 2.775 TEUR (Vorjahr: -1.930 TEUR) nach Steuern. Dieser Anstieg ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Positive Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 235 TEUR (Vorjahr: 1.501 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um -58.487 TEUR (Vorjahr: -50.056 TEUR). Das Gesamtergebnis nach Steuern verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um insgesamt -58.716 TEUR (Vorjahr: -33.278 TEUR).
Der Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von -17.974 TEUR (Vorjahr: 1.771 TEUR) lag aufgrund des wetterbedingt niedrigeren Umsatzes unter dem Vorjahreswert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 20.831 TEUR (Vorjahr: 21.186 TEUR) resultierte mit 20.755 TEUR (Vorjahr: 20.818 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 76 TEUR (Vorjahr: 368 TEUR) aus Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen).
Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 20.755 TEUR (Vorjahr: 21.186 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2012 um 275.794 TEUR auf 877.772 TEUR.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten drei Monaten 2013 wurden als wesentliche Risiken höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10 MEUR gebildet. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.3.2013 auf 18.444 TEUR (Vorjahr: 15.530 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.742 TEUR (Vorjahr: 6.707 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines Mitglieds des Aufsichtsrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 28 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR), Mietleistungen von 997 TEUR (Vorjahr: 1.048 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.934 TEUR (Vorjahr: 2.846 TEUR).
Am 11.4.2013 gab Wienerberger die Emission einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 300.000 TEUR und einer Laufzeit von sieben Jahren (fällig am 17.4.2020) bekannt. Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4 % verzinst. Die Mittel aus der neuen Anleihe dienen in erster Linie der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten, der Finanzierung des operativen Geschäfts sowie der Verbesserung der Liquiditätsposition.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 8. Mai 2013
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach, sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 221 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa.
Wienerberger in Indien
| 29. Jänner 2013 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 26. Februar 2013 | Ergebnisse 2012: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 27. Februar 2013 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2012 in London |
| 29. März 2013 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2012 auf der Wienerberger Webseite |
| 22. April 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 08. Mai 2013 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2013 |
| 14. Mai 2013 | 144. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 16. Mai 2013 | Ex-Tag für Dividende 2012 |
| 21. Mai 2013 | 1. Auszahlungstag für Dividende 2012 |
| 11. Juli 2013 | Trading Update H1 2013 |
| 23. Juli 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 20. August 2013 | Halbjahresabschluss 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 21. August 2013 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2013 in London |
| 04.-06. September 2013 | Capital Markets Day 2013 in den USA |
| 22. Oktober 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 13. November 2013 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2013 |
| Barbara Braunöck |
|---|
| +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] |
| www.wienerberger.com |
| WIE |
| WBSV.VI; WIE-VI |
| WIE AV |
| O: WNBA |
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Bericht zum 1. Quartal 2013 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
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