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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 14, 2013

744_ir_2013-08-14_49e3c09a-ddd8-46d5-b887-7caebbd5eec9.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe


Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
----------------------------------------------------------------------------- -- -- --
H1/2013 H1/2012 Veränd. in %
Gesamtumsatz 304,8 293,6 3,8
davon Airport 156,5 145,3 7,7
davon Handling 79,2 80,6 -1,8
davon Retail & Properties 60,6 59,6 1,7
davon Sonstige Segmente 8,5 8,0 6,5
EBITDA 120,4 109,3 10,2
EBITDA-Marge (in %)
1
39,5 37,2 -
EBIT 59,4 68,7 -13,4
EBIT-Marge (in %)
2
19,5 23,4 -
ROCE (in %)
3
2,7 3,1 -
Konzernergebnis nach Minderheiten 40,9 49,1 -16,6
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 93,1 81,2 14,6
Investitionen
4
36,9 38,2 -3,4
Ertragsteuern 10,8 14,2 -23,7
5
Mitarbeiter im Durchschnitt
4.389 4.499 -2,4
30.6.2013 31.12.2012 Veränd. in %
Eigenkapital 870,7 851,6 2,2
Eigenkapitalquote (in %) 43,6 41,3 -
Nettoverschuldung 683,0 719,6 -5,1
Bilanzsumme 1.996,1 2.061,8 -3,2
Gearing (in %) 78,4 84,5 -
Mitarbeiter zum Stichtag 4.288 4.306 -0,4

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

H1/2013 H1/2012 Veränd. in %
Gesamtpassagiere (in Mio.) 10,2 10,4 -1,7
davon Transferpassagiere (in Mio.) 3,1 3,3 -6,4
Flugbewegungen 112.806 120.455 -6,4
MTOW (in Mio. Tonnen)
6
3,8 4,0 -5,1
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 122.872 131.061 -6,2
Sitzladefaktor (in %)
7
72,5 69,7 -

Börsetechnische Kennzahlen

Marktkapitalisierung (per 30.6.2013; in € Mio.) 922,3
Börsenkurs: Höchstwert in € (am 21.3.2013) 47,96
Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 11.1.2013) 41,00
Börsenkurs: Wert per 30.6.2013 (in €) 43,92
Börsenkurs: Wert per 31.12.2012 (in €) 42,99
1. - 3. Quartal 2013 14. November 2013

Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme


Finanzkalender
1. - 3. Quartal 2013 14. November 2013

Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme
Reuters VIE.VI
Bloomberg FLU:AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

|--|

Wien
Frankfurt (Xetra)
London (SEAQ International)
New York (ADR)

Erläuterungen:

1) EBITDA-Marge (Earnings before Inte rest, Taxes, Depreciation and Amorti sation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechen bare Steuern) / durchschnittliches Ca pital Employed 4) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkor rekturen Vorjahre 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad in klusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 6) MTOW: Maximum Takeof Weight (Höchstabflugewicht) der Luftfahr zeuge 7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/ angebotene Sitzplatzkapazität

Inhalt

  • 6 ______ Brief des Vorstands
  • 8 ______ Konzernzwischenlagebericht
  • 18 ______ Ergebnis nach Segmenten
  • 20 ______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013
  • 21 _ ____ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 22 _ ____ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 23 _ ____ Konzern-Bilanz
  • 24 _ ____ Konzern-Geldflussrechnung
  • 25 _ ____ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • 26 ______ Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • 45 ______ Erklärung des Vorstands
  • 46 ______ Bericht über die prüferische Durchsicht

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S e h r g e e h r t e Aktionäre!

Trotz zahlreicher Herausforderungen hat die Flughafen Wien AG das erste Halbjahr 2013 gut gemeistert. Ein extrem harter Winter mit zahlreichen Flugausfällen, Streiks bei Airlines und an wichtigen Airports, Kapazitätsanpassungen bei wichtigen Fluglinien sowie der fehlende Schalttag im Jahresvergleich wirkten sich insgesamt negativ auf die Passagierzahlen aus. Dennoch ist es in diesem schwierigen Umfeld gelungen, durch Produktivitätssteigerungen und Kostendisziplin sowohl Erlöse als auch EBITDA weiter zu steigern.

Unser Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2013 ein Umsatzplus von 3,8 %, das EBITDA verbesserte sich um 10,2 %, die EBITDA-Marge lag bei 39,5 % (H1/2012: 37,2 %). Die Nettoverschuldung konnte weiter deutlich reduziert werden. Die planmäßige Abschreibung für den Check-in 3 reduzierte gegenüber H1/2012 erwartungsgemäß das EBIT bzw. das Konzernergebnis. Trotz einer bereits zum Q1/2013 etwas reduzierten Passagierprognose bekräftigen wir aber ausdrücklich die bisherige Guidance für unsere Ergebnisziele 2013.

In den ersten sechs Monaten 2013 verzeichnete der Flughafen Wien, ähnlich wie andere europäische Airports, einen leichten Passagierrückgang von 1,7 % auf 10.241.736 Passagiere. Dieses Minus ist auf den Transferbereich zurückzuführen, der mit 3.082.094 Fluggästen einen Rückgang von 6,4 % verbuchte, während bei den Lokalpassagieren ein leichtes Plus von 0,6 % auf 7.148.886 erzielt werden konnte.

Bei den Flugbewegungen gab es ebenfalls einen Rückgang. Sie sanken gegenüber H1/2012 um 6,4 % auf 112.806 Starts beziehungsweise Landungen. Das MTOW gab um 5,1 % auf 3,8 Mio. Tonnen nach, und auch das Frachtvolumen sank um 6,2 % auf 122.872 Tonnen. Im Juni und Juli wurden jedoch wieder steigende Frachtvolumina verzeichnet, was auf eine leichte Trendwende hoffen lässt.

Ungeachtet des Minus bei Passagieren, Flugbewegungen und Fracht konnte die Flughafen-Wien-Gruppe ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 3,8 % auf € 304,8 Mio. steigern. Ein bedeutender Faktor war dabei die bereits 2012 erfolgte, notwendige Anpassung des Sicherheitsentgelts, sowie Mehrerlöse aus der Enteisung von Luftfahrzeugen als Folge des strengen Winters. Hervorzuheben sind auch die weiteren Kosten- und Produktivitätsverbesserungen sowie die Disziplin bei den Personalkosten. Positiv wirkten weiters der Gewinn eines Prozesses (€ 1,3 Mio.) und Schadenersatzleistungen (€ 1,1 Mio.). Das EBITDA lag im ersten Halbjahr trotz der durch den Extremwinter gestiegenen Betriebskosten mit € 120,4 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (H1/2012: € 109,3 Mio.).

Das EBIT reduzierte sich erwartungsgemäß auf € 59,4 Mio. (H1/2012: € 68,7 Mio.). Der Grund dafür liegt in der planmäßigen Abschreibung für den Check-in 3, die mit der Terminaleröffnung im Juni 2012 begonnen hat. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen dadurch im ersten Halbjahr um € 22,9 Mio. auf € 61,0 Mio., was den im Vorjahresvergleich deutlichen EBIT-Rückgang erklärt.

Die Check-in 3 Eröffnung macht sich auch im Konzernergebnis bemerkbar, das sich planmäßig auf € 40,9 Mio. verringert (H1/2012: € 49,5 Mio.). Hier schlägt sich zusätzlich zu den Abschreibungen noch die höhere Zinsbelastung für den neuen Terminal in Höhe von rund sechs Millionen Euro nieder. Zur Erinnerung: Bis zum Ende des Q1/2012 wurden diese Aufwendungen als Bauzeitzinsen aktiviert. Durch die Reduktion der Verschuldung und günstigere Zinsen konnte dieser Effekt aber bereits zu einem großen Teil kompensiert werden.

Die Bilanzstruktur der FWAG hat sich durch die guten Ergebnisse weiter verbessert. Die Nettoverschuldung konnte gegenüber Ultimo 2012 um € 36,6 Mio. auf € 683,0 Mio. gedrückt werden. Das Gearing verringerte sich klar von 84,5 % (31. Dezember 2012) auf 78,4 %. Der Free-Cash-Flow verdreifachte sich im ersten Halbjahr auf € 68,3 Mio. (H1/2012: € 23,0 Mio.), was die Finanzkraft der FWAG unterstreicht.

Was den Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 betrifft, so rechnet die FWAG mit einer Passagierentwicklung in einem Korridor von minus 1 % bis plus 1 %. Der Grund für diese vorsichtige Prognose ist die Strategie vieler Airlines in Richtung eines geringeren Kapazitätswachstums mit dem Ziel eines höheren Sitzladefaktors. Ein eventueller Rückgang der Passagierzahlen betrifft in erster Linie Transferpassagiere, die aufgrund des geltenden Incentiveschemas aber einen vergleichsweise geringeren Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten.

Auch der Rückgang bei den Bewegungen wird deutlicher ausfallen als zu Jahresbeginn erwartet. Die FWAG rechnet aktuell mit einem Minus von 4 % bis 6 %. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) wird ebenfalls leicht sinken.

Trotz der für das Gesamtjahr prognostizierten schwächeren Passagierentwicklung, hält die FWAG an der Ergebnis-Guidance für das Geschäftsjahr 2013 fest. Demnach wird erwartet, dass das EBITDA über € 230 Mio. und der Periodenüberschuss über € 65 Mio. liegen wird. Die Nettoverschuldung dürfte zu Jahresende unter die angepeilten € 680 Mio. fallen. Der Umsatz könnte, sollte es zu einem Passagierminus kommen, geringfügig unter € 625 Mio. liegen. Diese Einschätzung basiert auf den bereits eingeleiteten Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrsprognose. Die Erträge aus MTOW und Bewegungen beeinflussen nur zu einem geringen Ausmaß die Umsatzentwicklung. Für das Jahr 2013 gehen wir nunmehr von gegenüber dem ursprünglichen Plan verringerten Gesamtinvestitionen in Höhe von rund € 100 Mio. aus.

Abschließend möchten wir unseren Aktionären und Kunden für ihr Vertrauen danken, ebenso wie allen unseren Mitarbeitern für ihr vorbildliches Engagement und ihre hohe Professionalität.

Schwechat, am 2. August 2013

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

6

Konzernzwischenlagebericht

Umsatzwachstum auch im zweiten Quartal

Passagierminus im Transfer, Anstieg bei lokalen Fluggästen

Im ersten Halbjahr 2013 frequentierten insgesamt 10.241.736 Passagiere den Flughafen Wien. Das sind um 1,7 % weniger als im ersten Halbjahr 2012. Ursache für das Minus war der Rückgang bei den Transferpassagieren, die mit 3.082.094 Passagieren um 6,4 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm hingegen auf 7.148.886 (plus 0,6 %) zu.

Die Kapazitätsreduktionen der Airlines waren im gesamten ersten Halbjahr 2013 spürbar: Austrian Airlines reduzierte ihre Flotte im Zuge der Flottenharmonisierung um vier Mittelstreckenflugzeuge. Darüber hinaus konnten wegen der Neuausstattung der Kabinen bis zu zwei Langstreckenflugzeuge weniger eingesetzt werden. Auch das Passagieraufkommen des zweiten Home Carrier NIKI lag deutlich unter dem Vorjahr, da sich dessen Fokus durch eine strategische Neuausrichtung von Osteuropa-Destinationen hin zu Urlaubsdestinationen im Sommer verschiebt. Die Basiseffekte aus dem ersten Quartal – harter Winter mit ungewöhnlich hohen Schneemengen, streikbedingte Flugannullierungen und kein Schaltjahr – wirkten sich ebenfalls negativ auf die Passagierfrequenz aus.

Während sich die Anzahl der abfliegenden Passagiere (Linie und Charter) nach Westeuropa nur geringfügig um 0,4 % reduzierte, zogen die Osteuropa-Destinationen um 2,9 % weniger Reisende an. Deutlichere Passagierrückgänge verzeichneten, bedingt durch Einstellungen, Frequenzreduktionen und die Neuausstattung der AUA-Langestreckenflugzeuge, die Destinationen im Fernen Osten (minus 10,9 %), in Nordamerika (minus 7,5 %) sowie im Nahen und Mittleren Osten (minus 4,9 %). Positiv entwickelte sich die Region Afrika mit einem Passagierwachstum von 3,7 %.

Die genannten Einflüsse schlagen sich auch in den Zahlen der Fluglinien nieder. So beförderte die Austrian Airlines Group im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 % weniger Passagiere; ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen lag wie schon im ersten Quartal bei 49,2 %. Auch die Gesamtpassagierzahlen von NIKI und airberlin sanken im ersten Halbjahr 2013 um 8,5 % bzw. 5,7 %.

Das Höchstabfluggewicht (MTOW) war mit 3.810.878 Tonnen um 5,1 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf eine geringere Anzahl an Flugbewegungen (minus 6,4 %) zurückzuführen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 6,2 % auf 122.872 Tonnen. Der Sitzladefaktor verbesserte sich hingegen auf 72,5 % nach 69,7 % im ersten Halbjahr 2012.

Umsat zanstieg um 3,8 %

Der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe konnte trotz des Verkehrsrückgangs im ersten Halbjahr um 3,8 % auf € 304,8 Mio. gesteigert werden. Neben dem angepassten Sicherheitsentgelt wirkten höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung), sowie Zuwächse in der Werbeflächenvermietung positiv. Rückgänge verzeichneten das Landeentgelt aufgrund geringerer Flugbewegungen und gesunkenem MTOW, sowie die Parkerträge aufgrund geringerer Auslastung.

Positive Entwicklung der Segmente

Die externen Umsätze des Segments Airport stiegen im ersten Halbjahr 2013 um € 11,2 Mio. oder 7,7 % auf € 156,5 Mio. Einer der Gründe lag in der notwendigen Anpassung des Sicherheitsentgelts, die bereits im Juni des Vorjahres erfolgte. Im Segment Handling stiegen die Erlöse aus Einzelleistungen insbesondere durch die höhere Anzahl an Flugzeugenteisungen, während der Frachtumsatz trotz positiver Entwicklung im Juni aufgrund geringerer Frachtmengen rückläufig war. In Summe erzielte das Segment Handling Erlöse von € 79,2 Mio. Das Segment Retail & Properties erzielte ein Umsatzplus von 1,7 % auf € 60,6 Mio. Im Bereich Shopping & Gastro waren die Umsätze weitgehend unverändert. Im Vorjahresvergleich bereinigt um die Auswirkungen der Insolvenz der Sardana-Gruppe sowie anderer Sondereffekte wurde ein Umsatzplus von 8,6 % erzielt. Dieser Effekt wurde durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung von Plaza und Arcade im ersten Halbjahr kompensiert. Das Segment Sonstige Segmente konnte vor allem durch den Verkauf von Sicherheitsequipment ein Umsatzplus in Höhe von 6,5 % auf € 8,5 Mio. erwirtschaften.

Ertragslage des ersten Halbjahres 2013

Neben der positiven Entwicklung der Umsatzerlöse (plus 3,8 %) stiegen auch die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um € 0,9 Mio. auf € 13,9 Mio. Primär wurden im ersten Halbjahr Auflösungen von Rückstellungen bzw. Abgrenzungen, unter anderem aufgrund des positiven Ausgangs eines Prozesses, erfasst. Die aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich durch geringere Bautätigkeiten um € 1,2 Mio. Im Vorjahr konnten als Einmaleffekt Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 lukriert werden; dieses Jahr waren es bisher € 1,1 Mio. aus Schadenersatzleistungen.

Gezielte Kostensenkungsmaßnahmen reduzieren Betriebsaufwendungen

Der Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen in Höhe von € 5,6 Mio. ist größtenteils auf den höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln durch die extremen Wetterverhältnisse zu Beginn des Jahres zurückzuführen. Neben den nur sehr geringfügig gestiegenen Energieaufwendungen (plus 3,0 %), stiegen die Aufwendungen für Instandhaltungsmaterial und Ersatzteile planmäßig. Der höhere Wareneinsatz durch den Kauf von Sicherheitsequipment führte auch zu höheren Umsatzerlösen aus dem Wiederverkauf.

Der Personalaufwand blieb trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 und deutlich höherer Kosten des Winterdienstes mit € 125,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr stabil. Dies ist eine Folge der Produktivitätssteigerungen, die sich auch im Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) um 2,4 % auf 4.389 Mitarbeiter (H1/2012: 4.499 Mitarbeiter) bemerkbar machen.

Durch die konsequente Verfolgung der Kosteneinsparungsziele konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9,7 % auf € 46,5 Mio. reduziert werden. Zwar war das Vorjahresergebnis durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen und einige Schadensfälle belastet, jedoch konnten im aktuellen Halbjahr andere wesentliche Kostenblöcke reduziert werden. Insbesondere sanken Marketing- & Marktkommunikationsaufwendungen (minus € 1,5 Mio.) und Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 1,7 Mio.). Trotz der Verdoppelung der Terminalfläche stiegen die Instandhaltungs- und Wartungskosten nur um € 0,9 Mio. von € 8,9 Mio. auf € 9,8 Mio. Der Abtransport der immensen Schneemengen zu Beginn des Jahres führte zu einer Steigerung der Transportkosten um € 1,2 Mio.

Beachtliches EBITDA-Plus von 10,2 %

Trotz höherer Kostenbelastungen durch den Extremwinter konnte das EBITDA durch die Reduktion der operativen Aufwendungen um 10,2 % auf € 120,4 Mio. gesteigert werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 39,5 % (H1/2012: 37,2 %).

Planmäßige Abschreibungen Check-in 3 belasten EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde im Vorperiodenvergleich durch die planmäßige Abschreibung des neuen Terminals Check-in 3 (6 Monate 2013 versus 1 Monat im Vorjahr) belastet und belief sich auf € 59,4 Mio. nach € 68,7 Mio. im Halbjahr 2012 (minus 13,4 %). Die EBIT-Marge reduzierte sich dementsprechend von 23,4 % auf 19,5 %.

Finanzergebnis bei minus € 7,7 Mio. – im Vergleich zu Halbjahr 2012 entfällt die Aktivierung der Bauzeitzinsen

Die Entwicklung des Finanzergebnisses von minus € 5,0 Mio. in H1/2012 auf minus € 7,7 Mio. ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Zinsaufwendungen zurückzuführen. Der Effekt aus der Mehrbelastung in Höhe von € 5,8 Mio. durch den Wegfall der Aktivierung von Bauzeitzinsen, konnte durch die Reduktion der Verschuldung, das gesunkene Zinsniveau und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen, bereits zur Hälfte kompensiert werden. In Summe stiegen die Zinsaufwendungen daher nur von € 10,3 Mio. auf € 13,2 Mio. Höhere Dividenden der Beteiligungen ließen die Beteiligungserträge um € 1,4 Mio. ansteigen. Auch die at-Equity-bilanzierten Unternehmen lieferten einen verbesserten Ergebnisbeitrag in Höhe von € 2,1 Mio. (H1/2012: € 1,9 Mio.).

Ergebnis je Aktie: € 1,95

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 51,7 Mio. nach € 63,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2012. Nach Abzug der Steuerbelastung von € 10,8 Mio. (H1/2012: € 14,2 Mio.) betrug das Periodenergebnis für das Halbjahr 2013 € 40,9 Mio. (H1/2012: € 49,5 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von 17,4 %. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist ebenfalls auf € 40,9 Mio. gesunken. Das Ergebnis je Aktie betrug € 1,95 nach € 2,34 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb unverändert.

Ertragslage des zweiten Quartals 2013

Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im zweiten Quartal 2013 trotz leicht rückläufiger Passagierzahlen um 2,8 % auf € 158,9 Mio. (Q2/2012: € 154,5 Mio.) gesteigert werden. Positiv wirkten das angepasste Sicherheitsentgelt, höhere Werbeflächenerlöse und höhere Lounge-Erlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 8,3 Mio. unter dem Vorjahresquartal (€ 8,5 Mio.), da in Q2/2012 Einmaleffekte – u.a. Erträge aus Versicherungsleistungen sowie eine Pönale aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten im Terminal – erfasst wurden.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen blieben trotz verdoppelter Terminalbetriebsflächen mit € 8,9 Mio. relativ stabil (plus 0,8 %). Der Personalaufwand verringerte sich aufgrund der Reduktion des durchschnittlichen Mitarbeiterstands um € 2,6 Mio. auf € 62,4 Mio. Die allgemeinen Kosteneinsparungsprogramme sowie geringere Rechts-, Prüf- und Beratungskosten, weniger Schadensfälle und geringere Wertberichtigungen zu Forderungen bewirkten eine Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 18,6 % auf € 24,2 Mio. Dies ergibt einen Anstieg des EBITDA für das zweite Quartal 2013 um € 12,3 Mio. auf € 71,8 Mio.

Eine wesentliche Veränderung im Quartalsvergleich mit Q2/2012 ergibt sich durch die Belastung des EBIT durch die gestiegenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 30,5 Mio. (Q2/2012: € 21,3 Mio.). Dennoch liegt das EBIT mit € 41,3 Mio. aufgrund des wesentlich höheren EBITDA um € 3,1 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus € 2,6 Mio. auf minus € 1,7 Mio. Positiv wirkten höhere Dividendenausschüttungen auf das Beteiligungsergebnis, welches auf € 2,3 Mio. anstieg. Geringere Zahlungsmittelbestände und das allgemein niedrige Zinsniveau ergaben Zinserträge von € 0,5 Mio., ein Minus von € 1,1 Mio. Der Zinsaufwand reduzierte sich primär durch den Abbau von Finanzverbindlichkeiten auf € 6,4 Mio. Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-bilanzierten Unternehmen konnten ein Plus von 4,4 % verbuchen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt mit € 39,6 Mio. deutlich über dem Vorjahresquartalswert von € 35,6 Mio. Dies hat jedoch auch eine höhere Steuerbelastung in Höhe von € 8,2 Mio. zur Folge. In Summe ergibt sich ein Periodenergebnis des zweiten Quartals 2013 von € 31,4 Mio. (Q2/2012: € 27,9 Mio.).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung sinkt auf € 683,0 Mio. (minus € 36,6 Mio. gegenüber 31. Dezember 2012)

Finanzlage, sowie Vermögens- und Kapitalstruktur verbesserten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 deutlich. Die Eigenkapitalquote konnte um 2,3 Prozentpunkte auf 43,6 % gesteigert werden, und die Nettoverschuldung ist mit € 683,0 Mio. um € 36,6 Mio. geringer als zum Jahresende 2012 (€ 719,6 Mio.). Entsprechend verbesserte sich das Gearing spürbar von 84,5 % (31. Dezember 2012) auf nunmehr 78,4 %.

Free-Cash-Flow verdreifacht sich auf € 68,3 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zum H1/2012 um € 12,0 Mio. auf € 51,7 Mio. Dieser Reduktion steht jedoch ein Anstieg der Abschreibungen (inklusive Wertminderungen) und Zuschreibungen des Anlagevermögens um € 22,0 Mio. auf € 61,2 Mio. gegenüber – ein Effekt der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3. Dem Aufbau der Forderungen in Höhe von € 1,9 Mio. steht der Abbau von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von € 13,6 Mio. entgegen. Durch den erhöhten Enteisungsmittelverbrauch reduzierten sich die Vorräte um € 0,4 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 4,6 Mio. ergibt sich somit ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 93,1 Mio. nach € 81,2 Mio. im ersten Halbjahr 2012, was einem Plus von 14,6 % entspricht.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 24,8 Mio. nach minus € 58,3 Mio. im ersten Halbjahr 2012, in welchem der neue Terminal Check-in 3 fertiggestellt wurde. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 35,2 Mio. (H1/2012: € 63,1 Mio.). Durch den Abgang von Wertpapieren kam es zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.

Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) verbesserte sich daher im Vergleich von € 23,0 Mio. auf € 68,3 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2013 in Höhe von minus € 101,3 Mio. (H1/2012: minus € 85,0 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und der Auszahlung der Dividende im Mai 2013 zurückzuführen.

Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 33,0 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. Juni 2013 in Höhe von € 7,4 Mio. (31. Dezember 2012: € 40,4 Mio.).

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 um € 24,6 Mio. auf € 1.887,1 Mio. gesunken. Den Zugängen in Höhe von € 36,9 Mio. (H1/2012: € 38,2 Mio.) für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen in Höhe von € 61,0 Mio. (H1/2012: € 40,6 Mio. inkl. Wertminderungen) gegenüber. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen veränderten sich einerseits aufgrund der positiven anteiligen Periodenergebnisse und andererseits aufgrund der Ergebnisausschüttungen um minus € 0,2 Mio. auf € 94,5 Mio. Die Tilgungen von Ausleihungen führten zu einer Reduktion der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um ebenfalls € 0,2 Mio.

Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 41,0 Mio. auf € 109,0 Mio. Neben dem Abbau der Vorräte um € 0,4 Mio. kam es durch die Tilgung einer Bankenanleihe zu einer Reduktion der bilanzierten Wertpapiere auf € 20,0 Mio. Die größte Veränderung des kurzfristigen Vermögens ist jedoch auf den Rückgang der Zahlungsmittel und -äquivalente in Höhe von € 33,0 Mio. zurückzuführen, die sich aus der Tilgung von Finanzschulden ergibt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen aufgrund des Umsatzwachstums um 2,7 % und betrugen zum Stichtag 30. Juni 2013 € 77,6 Mio.

Bilanzpassiva – Eigenkapitalquote steigt auf 43,6 % (Ende 2012: 41,3 %)

Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 aufgrund des Periodenergebnisses der ersten beiden Quartale (€ 40,9 Mio.), der Dividendenausschüttung vom Mai 2013 (€ 22,1 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen durch den Wertpapierabgang, saldiert um 2,2 % auf € 870,7 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. Juni 2013 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte des Sachanlagevermögens infolge der planmäßigen Abschreibung des Check-in 3 auf 43,6 % nach 41,3 % zum Jahresende 2012.

Die Senkung der langfristigen Schulden um € 54,7 Mio. auf € 779,5 Mio. resultiert vorrangig aus Umbuchungen der Tilgungen für Finanzverbindlichkeiten des nächsten Jahres in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Während die langfristigen Rückstellungen im Wesentlichen durch die Dotationen für Personalrückstellungen um € 3,4 Mio. stiegen, konnten die übrigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um € 2,0 Mio. abgebaut werden. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um € 4,7 Mio. auf € 28,0 Mio. primär aufgrund temporärer passiver Latenzen aus dem Anlagevermögen.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 30,1 Mio. auf € 345,9 Mio. Während die übrigen Rückstellungen um € 30,5 Mio. gesunken sind, erhöhte sich die Steuerrückstellung vorrangig aufgrund der Periodenergebnisse der Tochtergesellschaften auf € 11,0 Mio. Aufgrund der vereinbarten Fälligkeiten wurde zum Stichtag 30. Juni 2013 ein Teil der bis dato als langfristig ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten in die kurzfristigen Schulden umgegliedert. In den ersten zwei Quartalen 2013 wurden Tilgungen des Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) vorgenommen und Barvorlagen von € 20,0 Mio. auf € 8,9 Mio. reduziert. Um die Zinsbelastung zu minimieren, wurden im ersten Halbjahr 2013 Umschuldungen auf günstiger verzinste Kredite vorgenommen. Die Lieferantenverbindlichkeiten erhöhten sich um € 16,1 Mio. auf € 85,7 Mio. hauptsächlich durch die Erfassung von Schlussrechnungen im Zusammenhang mit der Bautätigkeit am Flughafen Wien, die zuvor als Leistungsabgrenzung in den sonstigen Rückstellungen enthalten waren. Die übrigen Verbindlichkeiten stiegen u.a. durch höhere Sozialabgaben auf € 59,9 Mio.

Investitionen

Das erste Halbjahr 2013 stand im Zeichen der Generalsanierung der Piste 16/34, welche mit € 23,3 Mio. den größten Anteil an den Gesamtinvestitionen in Höhe von € 37,0 Mio. (nach Rechnungskorrekturen, inkl. Finanzanlagen) hatte. In 25 Nächten und vier Wochenenden im April und Mai 2013 wurden über 220.000 m² Oberfläche saniert und über 80.000 Tonnen Asphalt ab- und neu aufgetragen. Jede Nacht waren mehr als 500 Personen und bis zu 480 Baumaschinen im Einsatz. Seit letztem Jahr wurden somit insgesamt € 24,6 Mio. investiert. Im Herbst 2013 werden noch die Abschlussarbeiten durchgeführt.

Weitere Investitionen im ersten Halbjahr betrafen den Ausbau eines Speditionsgebäudes (€ 4,6 Mio.), diverse Adaptierungen in den Terminalgebäuden und Fahrzeugkäufe.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Eine Herausforderung für den Flughafen Wien stellt der dem Europäischen Parlament zugeleitete Verordnungsentwurf zur weiteren Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste dar. Dieser sieht unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp Handling sowie das Recht der Airlines, das Handling selbst durchzuführen ("Selbstabfertigung"), vor. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Der von der Kommission vorgelegte Entwurf wurde zwar vom Europäischen Parlament in der Sitzung am 12. Dezember 2012 nicht angenommen, jedoch stimmte das Europaparlament am 16. April 2013 für den Vorschlag, an Flughäfen ab einem Passagieraufkommen von jährlich 15 Mio. oder einem Frachtaufkommen von über 200.000 Tonnen pro Jahr mindestens drei Unternehmen, die Bodendienstleistungen (Gepäck- und Frachtabfertigung, Vorfeld und Betankungsdienste) anbieten, zuzulassen. Die maximale Übergangsfrist wurde mit sechs Jahren, also bis Ende 2019, festgesetzt.

Nunmehr ist in einem Trilog durch Kommission, Parlament und Rat die weitere Vorgehensweise bzw. der definitive Inhalt des Gesetzgebungsaktes festzulegen. Die weiteren Entwicklungen werden seitens des Managements beobachtet und berücksichtigt.

Für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2013 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der Wirtschaftslage im Allgemeinen und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Kapazitätskürzungen der Airlines und Streiks sowohl des Airline-Personals, als auch des Boden- bzw. Sicherheitspersonals anderer Flughäfen können nachteilige Effekte auf die weitere Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe haben. Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der FWAG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst sowie durch entsprechende Risikominderungspläne überwacht.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Check-in 3 sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falles, positiv abgeschlossen worden. Darüber hinaus werden Schadenersatzansprüche gegen Auftragnehmer geprüft. Von den technischen Sachverständigen wurden mögliche Schadenersatzforderungen wegen ungerechtfertigter Kostenerhöhungen in Millionenhöhe festgestellt. Die FWAG erlangte bisher bereits Schadenswiedergutmachungen im Aus-

maß von mehr als € 21 Mio., davon € 14,1 Mio. aus Versicherungsleistungen und Forderungsverzichten und € 7,6 Mio. aus der Rücküberweisung eines Auftragsnehmers, und wird auch weiterhin die Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Auftragnehmer mit Nachdruck weiterverfolgen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz der Bürger und Bürgerinnen sowie der Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Über diese Rechtsmittel wird der Umweltsenat als zweite Instanz entscheiden. Sollte die Entscheidung nicht mehr 2013 getroffen werden, geht die Zuständigkeit auf das neue Bundesverwaltungsgericht über. Wann eine rechtskräftige Entscheidung vorliegen wird, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit vorhersagen.

Auf Basis der heute abschätzbaren Verkehrsentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheides durch den Umweltsenat bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Ausblick: Ergebnis-Guidance für 2013 bestätigt

Auch aufgrund von Kapazitätsreduktionen der Airlines, sank die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere im Juli um 1,3 % gegenüber dem Juli 2012. Die Flugbewegungen sanken um 4,2 %, und das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete einen Rückgang von 0,7 %. Für das Frachtaufkommen im Juli lagen bei Drucklegung noch keine Daten vor.

Für das Jahr 2013 rechnet die FWAG mit einer Passagierentwicklung in einem Korridor von minus 1 % bis plus 1 %. Der Grund für diese vorsichtige Prognose ist die Strategie vieler Airlines in Richtung eines geringeren Kapazitätswachstums mit dem Ziel höherer Sitzladefaktoren. Ein eventueller Rückgang der Passagierzahlen betrifft in erster Linie Transferpassagiere, die aufgrund des geltenden Incentiveschemas aber einen vergleichsweise geringeren Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten.

Auch der Rückgang bei den Bewegungen wird deutlicher ausfallen als ursprünglich erwartet. Die FWAG rechnet aktuell mit einem Minus von 4 % bis 6 %. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) wird ebenfalls leicht sinken.

Trotz der für das Gesamtjahr prognostizierten schwächeren Passagierentwicklung hält die FWAG an der Ergebnis-Guidance für das Geschäftsjahr 2013 fest. Demnach wird erwartet, dass das EBITDA über € 230 Mio. und der Periodenüberschuss über € 65 Mio. liegen wird. Der Umsatz könnte, sollte es zu einem Passagierminus kommen, geringfügig unter € 625 Mio. liegen. Diese Einschätzung basiert auf den bereits eingeleiteten Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrsprognose.

Die Erträge aus MTOW und Bewegungen beeinflussen nur zu einem geringen Ausmaß die Umsatzentwicklung. Für das Jahr 2013 gehen wir nunmehr von gegenüber dem ursprünglichen Plan verringerten Gesamtinvestitionen in Höhe von rund € 100 Mio. aus.

Im April 2013 genehmigte der Aufsichtsrat der Lufthansa die Anschaffung einer zusätzlichen Boeing 777-200 ER für die Austrian Airlines Group, welche von einer international renommierten Leasing-Gesellschaft angemietet wird. Somit wird die Langstrecken-Flotte ab Sommer 2014 auf elf Flugzeuge aufgestockt und stärkt neben den wichtigen zentral- und osteuropäischen Destinationen auch das Langstrecken-Angebot ab Flughafen Wien.

Schwechat, am 2. August 2013

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Ergebnis nach Segmenten

Segmente1 in € Mio. H1/2013 H1/20122 Veränd. in %
Airport
Externe Umsätze 156,5 145,3 7,7
EBITDA 63,4 63,6 -0,3
EBIT 19,2 39,1 -50,9
Handling
Externe Umsätze 79,2 80,6 -1,8
EBITDA 16,2 12,4 30,5
EBIT 13,4 9,4 42,3
Retail & Properties
Externe Umsätze 60,6 59,6 1,7
EBITDA 39,5 38,5 2,6
EBIT 32,2 31,6 1,9
Sonstige Segmente
Externe Umsätze 8,5 8,0 6,5
EBITDA 13,5 7,4 82,1
EBIT 6,9 1,3 n.a.

1) Zur Überleitung der Segmentergebnisse siehe Anhang Seite 27. 2) angepasst

Allgemeine Informationen

Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden folgende Änderungen der Zusammensetzung der Geschäftssegmente nach IFRS 8 vorgenommen:

  • Der Betrieb des VIP & Business-Centers ist seit 1. Jänner 2013 in der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) angesiedelt, um Synergieeffekte zu lukrieren. Das vormals im Segment Airport ausgewiesene Geschäft ist nun dem Segment Handling zugeordnet, um der veränderten Struktur der internen Organisation Rechnung zu tragen.
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit Personalbereitstellungen für Tochtergesellschaften werden den Sonstigen Segmenten (vormals Segment Airport) zugeordnet.

Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.

Im Segment Airport wurde vor allem infolge der notwendigen Anpassung des Sicherheitsentgelts im Juni des Vorjahres ein Umsatzplus erzielt. Ebenfalls positiv wirkte die Umstellung des Incentive-Schemas auf die Erlössituation. Diese positiven Entwicklungen wurden zum Teil durch geringere Einnahmen aufgrund schwächerer Verkehrszahlen gedämpft. Höhere Aufwendungen durch den harten Winter und durch die Verdoppelung der Terminalfläche konnten großteils durch die hohe Kostendisziplin, insbesondere bei Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen sowie Miet- und Pachtaufwendungen, kompensiert werden. Somit konnte das Segment EBITDA auf konstantem Niveau gehalten werden. Das EBIT wurde im Vorjahresvergleich – nach nur einem Monat Abschreibung im Juni 2012 – erstmals stark durch die Abschreibungen des neuen Terminals Check-in 3 belastet.

Die Umsätze des Segment Handling waren durch den geringeren Frachtumsatz und den reduzierten Verkehrsabfertigungsleistungen infolge schwächerer Verkehrszahlen belastet. Dies konnte jedoch durch höhere Enteisungsleistungen zum Großteil kompensiert werden. Das Aufwandsniveau konnte ebenfalls – trotz höherer Materialaufwendungen insbesondere für Enteisungsmittel – durch das Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramm unter dem Vorjahr gehalten werden. Sowohl das EBITDA wie auch das EBIT des Segments Handling konnten im Berichtszeitraum gesteigert werden.

Die positive Entwicklung des Segments Retail & Properties setzte sich im ersten Halbjahr 2013 fort. Während eine geringere Auslastung zu gesunkenen Parkerträgen führte, konnte hingegen der Vermietungsbereich (Immobilien und Werbeflächen) ein deutliches Plus erwirtschaften. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie blieben stabil. Bereinigt man die Erlöse allerdings um die Umsätze der insolventen Unternehmen der Sardana-Gruppe und um einen Sondereffekt im Vorjahr, konnte sogar eine Umsatzsteigerung verbucht werden. Dieser Effekt wurde jedoch durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung im Altbestand im ersten Halbjahr kompensiert. Das Aufwandsniveau veränderte sich einerseits durch höhere Aufwendungen für Energie und Material, andererseits durch den Wegfall der im letzten Jahr vorgenommenen Forderungswertberichtigungen. Das EBITDA und EBIT des Segments verzeichneten dadurch insgesamt eine Steigerung gegenüber H1/2012.

Das Segment Sonstige Segmente konnte insbesondere aufgrund des Verkaufs von Sicherheitsequipment als Wiederverkäufer ein verbessertes Ergebnis erwirtschaften als in der Vergleichsperiode.

Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 27.

Verkürzter Konzern z w i s c h e n a b s c h l u s s zum 30. Juni 2013

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ H1/2013 H1/2012 Veränd.
in %
Q2/2013 Q2/2012
Umsatzerlöse 304.828,1 293.581,9 3,8 158.940,6 154.542,9
Sonstige betriebliche Erträge 13.910,1 12.981,2 7,2 8.329,1 8.452,2
Betriebsleistung 318.738,3 306.563,1 4,0 167.269,7 162.995,2
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen
-26.267,3 -20.630,2 27,3 -8.878,9 -8.808,7
Personalaufwand -125.510,0 -125.094,5 0,3 -62.387,5 -64.949,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -46.522,4 -51.538,2 -9,7 -24.194,7 -29.731,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
120.438,6 109.300,3 10,2 71.808,6 59.505,8
Planmäßige Abschreibungen -61.006,9 -38.091,3 60,2 -30.480,2 -21.290,8
Wertminderungen 0,0 -2.548,3 -100,0 0,0 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT)
59.431,7 68.660,7 -13,4 41.328,5 38.215,0
Beteiligungsergebnis ohne at-Equity
Unternehmen
2.338,0 932,3 150,8 2.338,0 859,4
Zinsertrag 1.080,1 2.293,2 -52,9 507,6 1.571,0
Zinsaufwand -13.233,6 -10.276,1 28,8 -6.386,4 -6.881,1
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 133,6 -100,0 0,0 123,6
Finanzergebnis ohne at-Equity
Unternehmen
-9.815,5 -6.917,0 41,9 -3.540,8 -4.327,1
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity Unternehmen
2.101,7 1.934,0 8,7 1.806,4 1.730,4
Finanzergebnis -7.713,8 -4.983,0 54,8 -1.734,4 -2.596,6
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 51.717,9 63.677,7 -18,8 39.594,1 35.618,4
Ertragsteuern -10.811,9 -14.173,7 -23,7 -8.199,9 -7.692,9
Periodenergebnis 40.906,0 49.504,0 -17,4 31.394,2 27.925,5
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 40.908,7 49.062,4 -16,6 31.395,6 27.482,7
Nicht beherrschende Anteile -2,7 441,6 n.a. -1,4 442,8
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert =
unverwässert)
1,95 2,34 -16,7 1,50 1,31

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Bilanz

in T€ H1/2013 H1/2012 Veränd.
in %
Q2/2013 Q2/2012
Periodenergebnis 40.906,0 49.504,0 -17,4 31.394,2 27.925,5

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Marktbewertung
von zur Veräußerung verfügbaren
Wertpapieren
348,0 1,8 n.a. 293,0 2,8
davon erfolgsneutrale
Veränderung
0,0 24,0 -100,0 -55,0 25,0
davon realisierte
Gewinne (-) / Verluste (+)
348,0 -22,2 n.a. 348,0 -22,2
Cash-Flow Hedge 0,0 113,1 -100,0 0,0 68,5
darauf entfallende latente Steuern -87,0 -28,7 202,8 -73,3 -17,8
Sonstiges Ergebnis 261,0 86,2 202,8 219,8 53,5
Gesamtergebnis 41.167,0 49.590,2 -17,0 31.613,9 27.979,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 41.169,7 49.148,6 -16,2 31.615,3 27.536,2
Nicht beherrschende Anteile -2,7 441,6 n.a. -1,4 442,8
in T€ 30.6.2013 31.12.2012 Veränd.
in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 14.793,6 16.177,0 -8,6
Sachanlagen 1.651.881,0 1.677.534,4 -1,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 121.657,1 118.863,6 2,4
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 94.507,1 94.718,9 -0,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.249,7 4.419,4 -3,8
1.887.088,5 1.911.713,2 -1,3
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.969,5 4.356,0 -8,9
Wertpapiere 20.000,0 29.652,0 -32,6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 77.649,6 75.643,2 2,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.427,1 40.439,0 -81,6
109.046,2 150.090,2 -27,3
Summe Aktiva 1.996.134,8 2.061.803,4 -3,2
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -12.922,3 -13.183,3 -2,0
Einbehaltene Ergebnisse 612.645,2 593.786,5 3,2
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 870.050,2 850.930,5 2,2
Nicht beherrschende Anteile 645,2 647,9 -0,4
870.695,4 851.578,4 2,2
Langfristige Schulden
Rückstellungen 137.078,3 133.707,0 2,5
Finanzverbindlichkeiten 578.015,9 638.730,2 -9,5
Übrige Verbindlichkeiten 36.414,9 38.429,7 -5,2
Latente Steuern 28.031,4 23.367,1 20,0
779.540,4 834.233,9 -6,6
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 11.011,4 9.258,6 18,9
Übrige Rückstellungen 56.796,3 87.272,9 -34,9
Finanzverbindlichkeiten 132.455,4 151.006,5 -12,3
Lieferantenverbindlichkeiten 85.706,5 69.583,7 23,2
Übrige Verbindlichkeiten 59.929,3 58.869,3 1,8
345.898,9 375.991,0 -8,0
Summe Passiva 1.996.134,8 2.061.803,4 -3,2

Konzern-Geldflussrechnung Entwicklung des

in T€ H1/2013 H1/2012 Veränd.
in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 93.099,4 81.212,4 14,6
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (inkl. Finanzanlagen) 384,9 4.875,0 -92,1
– Auszahlungen für Anlagenzugang (inkl. Finanzanlagen) -35.180,8 -63.133,1 -44,3
+ Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren 10.000,0 0,0 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -24.795,9 -58.258,0 -57,4
– Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -22.050,0 -21.000,0 5,0
Veränderung der Finanzverbindlichkeiten -79.265,3 -63.952,7 23,9
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -101.315,3 -84.952,7 19,3
Veränderung des Finanzmittelbestandes -33.011,8 -61.998,3 -46,8
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 40.439,0 111.330,0 -63,7
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.427,1 49.331,6 -84,9

Konzern-Eigenkapitals

Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Summe
sonstige
Rücklagen
Einbe
haltene
Ergebnisse
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Stand zum
1.1.2012
152.670,0 117.657,3 -2.010,5 542.896,7 811.213,5 210,4 811.423,9
Marktwertbewer
tung von Wertpa
pieren
1,3 1,3 1,3
Cash-Flow Hedge 84,9 84,9 84,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 86,2 0,0 86,2 0,0 86,2
Periodenergebnis 49.062,4 49.062,4 441,6 49.504,0
Gesamtergebnis 0,0 0,0 86,2 49.062,4 49.148,6 441,6 49.590,2
Dividendenaus
schüttung
-21.000,0 -21.000,0 -21.000,0
Stand zum
30.6.2012
152.670,0 117.657,3 -1.924,3 570.959,1 839.362,1 652,0 840.014,1
Stand zum
1.1.2013
152.670,0 117.657,3 -13.183,3 593.786,5 850.930,5 647,9 851.578,4
Marktwertbewer
tung von Wertpa
pieren
261,0 261,0 261,0
Cash-Flow Hedge 0,0 0,0 0,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 261,0 0,0 261,0 0,0 261,0
Periodenergebnis 40.908,7 40.908,7 -2,7 40.906,0
Gesamtergebnis 0,0 0,0 261,0 40.908,7 41.169,7 -2,7 41.167,0
Dividendenaus
schüttung
-22.050,0 -22.050,0 -22.050,0
Stand zum
30.6.2013
152.670,0 117.657,3 -12.922,3 612.645,2 870.050,2 645,2 870.695,4

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2012. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2013 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Folgende neu anzuwendende Standards führten im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 zu Änderungen:

Gemäß dem geänderten Standard IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) muss das Unternehmen die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten nach zwei Kategorien gruppieren: nämlich a) Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden; und b) Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind ("Recycling"). Falls die Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern dargestellt werden, muss auch der dazugehörige Steuerbetrag getrennt ausgewiesen werden.

Die Anwendung des IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) führt zu erweiterten Anhangsangaben, auch in den Zwischenabschlüssen. Die Änderungen von IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) haben keine Auswirkungen auf den vorliegenden Abschluss.

Die Berücksichtigung anderer, neu anzuwendender Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

(3) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden folgende Änderungen der Zusammensetzung der Geschäftssegmente nach IFRS 8 vorgenommen:

A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n

  • Der Betrieb des VIP & Business-Centers ist seit 1. Jänner 2013 in der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) angesiedelt, um Synergieeffekte zu lukrieren. Das vormals im Segment Airport ausgewiesene Geschäft ist nun dem Segment Handling zugeordnet, um der veränderten Struktur der internen Organisation Rechnung zu tragen.
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit Personalbereitstellungen für Tochtergesellschaften werden den Sonstigen Segmenten (vormals Segment Airport) zugeordnet.

Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2013 nach Geschäftsbereichen

H1/2013 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 156.489,3 79.165,4 60.614,2 8.502,2 304.771,1
Interne Segmentumsätze 16.018,7 34.828,1 8.894,1 49.842,2
Segmentumsätze 172.508,1 113.993,5 69.508,2 58.344,4
Sonstige externe Umsätze1 57,1
Konzernumsatz 304.828,1
Segmentergebnis (EBIT) 19.198,2 13.428,5 32.206,9 6.857,5 71.691,1
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
-12.259,4
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 59.431,7

1) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2012 nach Geschäftsbereichen

H1/20121 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 145.305,0 80.597,9 59.623,5 7.983,1 293.509,4
Interne Segmentumsätze 16.667,8 32.803,8 9.484,5 41.743,6
Segmentumsätze 161.972,8 113.401,7 69.108,0 49.726,6
Sonstige externe Umsätze2 72,5
Konzernumsatz 293.581,9
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 68.660,7
Sonstiges
(nicht zuordenbar)
-12.764,6
Segmentergebnis (EBIT) 39.125,9 9.436,4 31.600,6 1.262,4 81.425,3

1) angepasst

2) Die sonstigen externen Umsätze betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

(3.1) Segment Airport

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Entgelte

Per 1. Jänner 2013 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:

Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: + 1,56 %
Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside: + 0,72 %
Infrastrukturentgelt Betankung: + 1,14 %

Das PRM-Entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegender Passagier ebenfalls unverändert.

In der General Aviation/Business Aviation wurde das Landeentgelt für Flugzeuge mit bis zu 4 Tonnen MTOW auf eine Flatrate von € 112,37 pro Landung angehoben. Im Gegenzug wurde das Landeentgelt für Flugzeuge von 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % gesenkt. Des Weiteren wurde das Fluggastentgelt in der General Aviation/ Business Aviation auf € 16,80 angehoben und damit dem Fluggastentgelt für den Hauptterminal gleich gesetzt. Im Gegenzug wurde das Fluggastentgelt für alle Passagiere am Flughafen Wien um € 0,01/abfliegender Passagier gesenkt.

Umsatzplus im Segment Airport von 7,7 %

In den ersten sechs Monaten konnte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 156,5 Mio. (H1/2012: € 145,3 Mio.) erzielen. Mitverantwortlich für den Anstieg um 7,7 % war die notwendige Anpassung des Sicherheitsentgelts im Juni des Vorjahres (plus € 6,4 Mio.). Die Erlöse aus dem Fluggastentgelt (inkl. PRM) stiegen trotz Passagierrückgang durch die Umstellung des Incentive-Schemas auf € 68,0 Mio. (H1/2012: € 63,8 Mio.). Der Rückgang der Flugbewegungen und des Höchstabfluggewichtes MTOW führte zu einer Reduktion der Erlöse aus dem Landeentgelt um € 1,6 Mio. auf € 27,0 Mio.

Der Materialaufwand im Segment Airport ist durch die starken Schneefälle zu Beginn des Jahres und den damit verbundenen Enteisungsmittelverbrauch, sowie durch den gestiegenen Materialverbrauch des Terminalbetriebs überproportional um € 2,8 Mio. auf € 4,6 Mio. angestiegen. Auch im Personalaufwand schlägt sich der Winter sehr deutlich nieder, da durch den Winterdiensteinsatz zusätzliche Kosten und Überstunden angefallen sind. Die Aufwendungen für Personal stiegen bei nahezu gleichbleibendem durchschnittlichen Personalstand von 401 Mitarbeiter (H1/2012: 398 Mitarbeiter) um € 1,8 Mio. und beliefen sich im ersten Halbjahr 2013 auf € 16,7 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im ersten Halbjahr deutlich um 10,2 % auf € 21,7 Mio. reduziert werden. Trotz der Verdoppelung der Terminalflächen stiegen die Wartungs- und Instandhaltungskosten nur um € 0,5 Mio. (plus 9,9 %), sowie die Transportkosten für den Abtransport der Schneemengen des harten Winters um € 1,0 Mio. Im Gegenzug konnte die Belastung des Segmentergebnisses durch eine

Reduktion von Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen (minus 15,7 %) und Miet- und Pachtaufwendungen (minus 84,3 %) durch die Übernahme von Equipment in das Eigentum der Flughafen-Wien-Gruppe drastisch reduziert werden.

Stabiles Segment-EBITDA von € 63,4 Mio.

Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 70,2 Mio. (H1/2012: € 62,9 Mio.), die auch gestiegene Terminal-Betriebskosten beinhalten, ergibt sich im ersten Halbjahr 2013 ein Segment-EBITDA von € 63,4 Mio. (H1/2012: € 63,6 Mio.), und eine EBITDA-Marge von 36,8 % (H1/2012: 39,3 %).

Der Anstieg der Abschreibungen um 80,7 % auf € 44,2 Mio. ist auf die Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 im Juni des Vorjahres zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich durch die wesentliche Erhöhung der Abschreibungen und der Basiseffekte durch den strengen Winter demnach auf € 19,2 Mio. nach € 39,1 Mio. in der Vergleichsperiode 2012. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 11,1 % (H1/2012: 24,2 %).

(3.2) Segment Handling

Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charter- und General Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) seit 2013 auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.

€ 79,2 Mio. Umsatz im Segment Handling

Das Segment Handling erzielte im ersten Halbjahr 2013 um 1,8 % geringere externe Umsatzerlöse (€ 79,2 Mio.) als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während die externen Erlöse des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung durch die höheren Enteisungsleistungen um 6,4 % auf € 55,7 Mio. stiegen, sank der Frachtumsatz trotz positiver Entwicklung im Juni aufgrund geringerer Frachtmengen um € 3,5 Mio. auf € 13,4 Mio. Die Verkehrsabfertigungsleistungen reduzierten sich im ersten Halbjahr 2013 um € 1,3 Mio. auf € 3,9 Mio., resultierend aus geringeren Flugbewegungen.

Die externen Umsätze aus Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (VIAS) stiegen um 9,2 % auf € 1,9 Mio.

Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers konnte externe Erlöse in Höhe von € 4,2 Mio. erzielen (H1/2012: € 4,4 Mio.).

Den höheren Enteisungserlösen steht ein höherer Verbrauch an Enteisungsmitteln gegenüber. Der Materialverbrauch stieg entsprechend um € 2,3 Mio. auf € 7,0 Mio. Der Personalaufwand reduzierte sich bedingt durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 3.274 auf 3.155 Mitarbeiter, Einmaleffekte aus der Auflösung von Rückstellungen und Produktivitätssteigerungen um 3,4 % auf € 76,2 Mio. Auch im Segment Handling wurden die Kosteneinsparungsprogramme gezielt verfolgt: die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 20,0 % auf € 0,9 Mio. reduziert werden (H1/2012: € 1,2 Mio.), u.a. durch die Auflösung von Forderungswertberichtigungen in Höhe von € 0,6 Mio.

EBITDA-Anstieg um € 3,8 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling des ersten Halbjahres 2013 erhöhte sich um € 3,8 Mio. auf € 16,2 Mio. (H1/2012: € 12,4 Mio.), im Wesentlichen durch das Ergebnis der Tochtergesellschaft VIAS, die ihrerseits von gestiegenen Erlösen und Produktivitätssteigerungen profitierte. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 2,7 Mio. (H1/2012: € 3,0 Mio.) konnte ein EBIT von € 13,4 Mio. nach € 9,4 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 14,2 % um 3,3 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 11,8 % um 3,5 Prozentpunkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.

(3.3) Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Gestiegene Umsätze in Höhe von € 60,6 Mio. im Segment Retail & Properties

Die positive Entwicklung des Segments Retail & Properties setzte sich im ersten Halbjahr 2013 fort. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um € 1,0 Mio. auf € 60,6 Mio. Eine geringere Auslastung im aktuellen Halbjahr führte zu gesunkenen Parkerträgen in Höhe von nunmehr € 20,5 Mio. Der Vermietungsbereich (Immobilien und Werbeflächen) erwirtschaftete hingegen ein deutliches Plus von 10,7 % und verzeichnete Umsätze in Höhe von € 20,5 Mio. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie blieben im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres stabil bei € 19,5 Mio. Bereinigt um die Umsätze mit Unternehmen der Sardana-Gruppe und einem Sondereffekt im Vorjahr steigt der Umsatz um 8,6 %. Dieser Effekt wurde durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung von Plaza und Arcade im ersten Halbjahr kompensiert. Mit Sommerbeginn konnten bereits zahlreiche der neu gestalteten Geschäftslokale, wie z.B. Billa Box, Porsche Design, Desigual, Frey Wille, Hugo Boss und viele mehr eröffnet werden. Weitere folgen in den kommenden Monaten.

Der Materialaufwand erhöhte sich vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für Energie sowie des gestiegenen Wareneinsatzes um € 0,3 Mio. auf € 0,9 Mio. Der Personalaufwand stieg bei fast konstanter Mitarbeiteranzahl von 56 Mitarbeitern leicht um € 0,2 Mio. auf € 2,4 Mio. Diesen Erhöhungen steht jedoch eine starke Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 22,8 % auf € 9,9 Mio. gegenüber, da im Vorjahr Forderungswertberichtigungen vorgenommen wurden.

EBITDA-Anstieg auf € 39,5 Mio.

Das EBITDA des Segments Retail & Properties der ersten zwei Quartale 2013 stieg um € 1,0 Mio. auf € 39,5 Mio. (H1/2012: € 38,5 Mio.). Die Abschreibungen des Segments stiegen um € 0,4 Mio. auf € 7,3 Mio. Das EBIT des Segments beträgt demnach € 32,2 Mio. nach € 31,6 Mio. im ersten Halbjahr 2012. Die EBITDA-Marge lag in den ersten sechs Monaten 2013 bei 56,8 % nach 55,7 % im Vorjahr, während sich die EBIT-Marge auf 46,3 % (H1/2012: 45,7 %) belief.

(3.4) Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagementund Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente konnten im ersten Halbjahr 2013 unter anderem durch den Verkauf von Sicherheitsequipment um 6,5 % auf € 8,5 Mio. gesteigert werden. Die internen Erlöse stiegen v.a. durch die Verrechnung höherer Kosten des Terminalbetriebs um 19,4 %. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2012, um € 0,7 Mio. auf € 14,0 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Wareneinsatz. Der Personalaufwand stieg aufgrund des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen um 3,4 % auf € 21,6 Mio. bei gleichbleibendem durchschnittlichem Personalstand von 596 Mitarbeiter. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen kam es ebenfalls zu einer Erhöhung auf € 10,5 Mio., da im ersten Halbjahr 2012 Wertberichtigungen von sonstigen Forderungen im Ausmaß von € 1,6 Mio. aufgelöst werden konnten. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 0,5 Mio. auf € 6,7 Mio. (H1/2012: € 6,2 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 4,8 Mio. nach € 3,8 Mio. im ersten Halbjahr 2012.

In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 13,5 Mio. (H1/2012: € 7,4 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 6,9 Mio. (H1/2012: € 1,3 Mio.) ausgewiesen.


Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT
in T€ H1/2013 H1/2012
Summe der berichteten Segmentergebnisse (EBIT) 71.691,1 81.425,3
Verwaltungsbereich:
Umsatz 2.124,7 3.610,1
Sonstige betriebliche Erträge 899,9 183,9
Materialaufwand 273,8 -263,5
Personalaufwand -8.630,5 -8.167,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.847,1 -7.988,5
Abschreibungen -80,2 -139,4
Summe nicht zuordenbar -12.259,4 -12.764,6
Konzern-EBIT 59.431,7 68.660,7

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Posten, die einzelnen Geschäftssegmenten nicht zuordenbar sind, betreffen ausschließlich den Verwaltungsbereich.

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

in T€ 30.6.2013 31.12.20121
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.427.319,1 1.445.425,3
Handling 34.694,9 36.084,1
Retail & Properties 299.205,5 301.131,5
Sonstige Segmente 164.699,4 170.614,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.925.918,9 1.953.255,5

Nicht zuordenbares Vermögen Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen der Verwaltung 2.018,1 1.202,7 Sonstige Finanzanlagen 3.770,3 3.940,1 Langfristige Forderungen 93,1 93,1 Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 20.000,0 29.652,0 Vorräte 271,8 252,4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,7 12,4 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.233,9 403,5 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 585,9 465,0 Forderungen an Finanzamt 18.669,7 21.398,5 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 10.522,6 6.729,6 Abgrenzungsposten 4.615,4 3.959,7 Zahlungsmittel und -äquivalente 7.427,1 40.439,0 Summe nicht zuordenbar 70.215,8 108.547,9 Konzernvermögen 1.996.134,8 2.061.803,4

1) angepasst

(4) Wesentliche Ereignisse und Geschäf t svor fälle – Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe beträgt zum 30. Juni 2013 € 1.996,1 Mio. (31. Dezember 2012: € 2.061,8 Mio.) und verringerte sich um € 65,7 Mio. oder 3,2 %.

Das langfristige Vermögen reduzierte sich um € 24,6 Mio. Im ersten Halbjahr wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 36,9 Mio. investiert. Die größten Zugänge betreffen die Generalsanierung der Piste 16/34 in Höhe von € 23,3 Mio., sowie den Ausbau eines Speditionsgebäudes, Adaptierungen in den Terminalgebäuden und Fahrzeugkäufe. Im Gegenzug wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 61,0 Mio. (H1/2012: € 40,6 Mio. inkl. Wertminderungen) erfasst.

Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 41,0 Mio. auf € 109,0 Mio. Neben dem Abbau der Vorräte um € 0,4 Mio. kam es durch die Tilgung einer Bankenanleihe zu einer Reduktion der bilanzierten Wertpapiere auf € 20,0 Mio. Die größte Veränderung des kurzfristigen Vermögens ist jedoch auf den Rückgang der Zahlungsmittel und

-äquivalente um € 33,0 Mio. zurückzuführen, die sich aus der Tilgung von Finanzschulden ergibt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen aufgrund des Umsatzwachstums um 2,7 % und betrugen zum Stichtag 30. Juni 2013 € 77,6 Mio.

Das Eigenkapital erhöhte sich seit Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 aufgrund des Periodenergebnisses des ersten Halbjahres (€ 40,9 Mio.), der Dividendenausschüttung vom Mai 2013 (€ 22,1 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen durch den Wertpapierabgang insgesamt um 2,2 % auf € 870,7 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile zum 30. Juni 2013 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte des Sachanlagevermögens infolge der planmäßigen Abschreibung des Check-in 3 auf 43,6 % nach 41,3 % zum Jahresende 2012.

Die langfristigen Schulden der Flughafen-Wien-Gruppe sanken um 6,6 % auf € 779,5 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Reduktion der kurzfristigen Schulden auf € 345,9 Mio. (minus 8,0 %) resultiert aus den Tilgungen des Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG), der Reduktion von Barvorlagen sowie dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen. Im zweiten Quartal wurden bestehende Kredite im Rahmen des ULSG in Höhe von € 100,0 Mio. umgeschuldet.

Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe konnte trotz des Verkehrsrückgangs im ersten Halbjahr um 3,8 % auf € 304,8 Mio. gesteigert werden. Neben dem angepassten Sicherheitsentgelt wirkten höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung), sowie Zuwächse in der Werbeflächenvermietung positiv. Rückgänge verzeichneten das Landentgelt aufgrund geringerer Flugbewegungen und gesunkenem MTOW, sowie die Parkerträge aufgrund geringerer Auslastung.

Neben der positiven Entwicklung der Umsatzerlöse (plus 3,8 %) stiegen auch die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um € 0,9 Mio. auf € 13,9 Mio. Primär wurden im ersten Halbjahr Auflösungen von Rückstellungen bzw. Abgrenzungen, unter anderem aufgrund des positiven Ausgangs eines Prozesses, erfasst. Die aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich durch geringere Bautätigkeit um € 1,2 Mio. Im Vorjahr konnten als Einmaleffekt Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 lukriert werden; dieses Jahr waren es bisher € 1,1 Mio. aus Schadenersatzleistungen.

Der Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen in Höhe von € 5,6 Mio. ist größtenteils auf den höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln durch die extremen Wetterverhältnisse zu Beginn des Jahres zurückzuführen. Neben den nur sehr geringfügig gestiegenen Energieaufwendungen (plus 3,0 %), stiegen die Aufwendungen für Instandhaltungsmaterial und Ersatzteile planmäßig. Der höhere Wareneinsatz durch den Kauf von Sicherheitsequipment führte auch zu höheren Umsatzerlösen aus dem Wiederverkauf.

Der Personalaufwand blieb trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 und deutlich höherer Kosten des Winterdienstes mit € 125,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr stabil. Dies ist eine Folge der Produktivitätssteigerungen, die sich auch im Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) um 2,4 % auf 4.389 Mitarbeiter (H1/2012: 4.499 Mitarbeiter) bemerkbar machen.

Durch die konsequente Verfolgung der Kosteneinsparungsziele konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9,7 % auf € 46,5 Mio. reduziert werden. Zwar war das Vorjahresergebnis durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen und einige Schadensfälle belastet, jedoch konnten im aktuellen Halbjahr andere wesentliche Kostenblöcke reduziert werden. Insbesondere sanken Marketing- & Marktkommunikationsaufwendungen (minus € 1,5 Mio.) und Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 1,7 Mio.). Trotz der Verdoppelung der Terminalfläche stiegen die Instandhaltungs- und Wartungskosten nur um € 0,9 Mio. Der Abtransport der immensen Schneemengen zu Beginn des Jahres führte zu einer Steigerung der Transportkosten um € 1,2 Mio.

Das EBITDA der Flughafen-Wien-Gruppe im ersten Halbjahr 2013 beträgt € 120,4 Mio. (H1/2012: € 109,3 Mio.), was einem Plus von 10,2 % entspricht.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3 um € 22,9 Mio. auf € 61,0 Mio. Im ersten Halbjahr 2012 wurde hingegen eine Wertminderung von aktivierten Kosten in Höhe von € 2,5 Mio. vorgenommen.

in T€ H1/2013 H1/2012
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände
2.010,4 1.717,1
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 58.996,5 36.374,2
Wertminderungen 0,0 2.548,3
Summe Abschreibungen & Wertminderungen 61.006,9 40.639,6

Das EBIT der ersten zwei Quartale 2013 beträgt somit € 59,4 Mio. Dies stellt einen Rückgang um 13,4 % dar. Das Finanzergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe beläuft sich nach minus € 5,0 Mio. im ersten Halbjahr 2012 nun auf minus € 7,7 Mio.

Im Berichtszeitraum wurden von zwei nicht konsolidierten Beteiligungen Dividendenausschüttungen in Höhe von € 2,3 Mio. (H1/2012: € 0,9 Mio.) lukriert. Die Zinserträge sanken im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um € 1,2 Mio. aufgrund geringerer Zahlungsmittelbestände und des gesunkenen Zinsniveaus. Der Effekt aus der Mehrbelastung in Höhe von € 5,8 Mio. durch den Wegfall der Aktivierung von Bauzeitzinsen, konnte durch die Reduktion der Verschuldung, das gesunkene Zinsniveau und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen, bereits zur Hälfte kompensiert werden. In Summe stiegen die Zinsaufwendungen daher nur von € 10,3 Mio. auf € 13,2 Mio. Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-bilanzierten Unternehmen beliefen sich auf € 2,1 Mio. (H1/2012: € 1,9 Mio.).

Daraus ergibt sich ein EBT der Flughafen-Wien-Gruppe von € 51,7 Mio. nach € 63,7 Mio. in der Vergleichsperiode (minus 18,8 %).

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ H1/2013 H1/2012
Aufwand für laufende Ertragsteuern 6.234,6 8.389,0
Veränderung latente Steuern 4.577,3 5.784,7
Summe Steuern 10.881,9 14.173,7

Das Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) beträgt € 40,9 Mio. (H1/2012: € 49,5 Mio.).

Cash-Flow

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zum H1/2012 um € 12,0 Mio. auf € 51,7 Mio. Dieser Reduktion steht jedoch ein Anstieg der Abschreibungen (inklusive Wertminderungen) und Zuschreibungen des Anlagevermögens um € 22,0 Mio. auf € 61,2 Mio. gegenüber – ein Effekt der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3. Dem Aufbau der Forderungen in Höhe von € 1,9 Mio. steht der Abbau von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von € 13,6 Mio. entgegen. Durch den erhöhten Enteisungsmittelverbrauch reduzierten sich die Vorräte um € 0,4 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 4,6 Mio. ergibt sich somit ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 93,1 Mio. nach € 81,2 Mio. im ersten Halbjahr 2012, was einem Plus von 14,6 % entspricht.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 24,8 Mio. nach minus € 58,3 Mio. im ersten Halbjahr 2012, in welchem der neue Terminal Check-in 3 fertiggestellt wurde. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 35,2 Mio. (H1/2012: € 63,1 Mio.). Durch den Abgang von Wertpapieren kam es zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.

Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) verbesserte sich daher im Vergleich von € 23,0 Mio. auf € 68,3 Mio.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2013 in Höhe von minus € 101,3 Mio. (H1/2012: minus € 84,9 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und der Auszahlung der Dividende im Mai 2013 zurückzuführen.

Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 33,0 Mio. und führt zu einem Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. Juni 2013 in Höhe von € 7,4 Mio. (31. Dezember 2012: € 40,4 Mio.).

(5) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.

(6) Konsolidierungskreis

In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31. Dezember 2012: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2012: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2012: 3) und vier ausländische Unternehmen (31. Dezember 2012: 4) nach der Equity-Methode bewertet.

Vier (31. Dezember 2012: 4) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(7) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2013 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 1,0 Mio. (31. Dezember 2012: € 1,2 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 21,3 Mio. (31. Dezember 2012: € 68,9 Mio.).

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(8) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, mit Ausnahme der im Folgenden erläuterten Veränderungen bei den Organen, nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Mit 15. April 2013 hat die Stadt Wien auf dem Wege einer Sacheinlage 4.200.000 Stück Inhaberaktien an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft an die Wien Holding GmbH übertragen. Die Wien Holding GmbH verfügt somit über eine Beteiligung von 20,0 % am Grundkapital der Gesellschaft.

In der 25. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 30. April 2013 wurden folgende Personen in den Aufsichtsrat gewählt: Mag. Erwin Hameseder, Ing. Ewald Kirschner, Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Dr. Burkhard Hofer, Dr. Gabriele Domschitz, Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Mag. Gerhard Starsich, DI Herbert Paierl, Mag. Robert Lasshofer sowie Dr. Karin Rest.

(9) Angab en zu Buchwer ten und b eizulegenden Zeitwerten (Finanzinstrumente)

In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. Juni 2013 sowie zum 31. Dezember 2012 dargestellt:

Wertansatz nach IAS 39
H1/2013 in T€ Bewertungs
kategorie
Buchwert
30.6.2013
Nominal
wert =
Zeitwert
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Anschaffungs
kosten
Zeitwert
erfolgsneutral
Zeitwert
erfolgswirksam
Zeitwert
30.6.2013
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 7.427,1 7.427,1 7.427,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.255,9 43.255,9 43.255,9
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 31.608,0 31.608,0 33.496,8
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0 20.000,0 21.888,8
davon Forderungen geg. assozierte
Unternehmen
LaR 585,9 585,9 585,9
davon sonstige Forderungen LaR 10.471,5 10.471,5 10.471,5
davon ausgereichte Darlehen LaR 550,6 550,6 550,6
Summe LaR 74.864,0 74.864,0 76.752,8
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)1 AfS 157,3 157,3 157,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 3.448,6 632,8 2.815,8 3.448,6
davon langfristige Investmentfonds,
Wertpapiere und Wertrechte1
AfS 3.448,6 632,8 2.815,8 3.448,6
Summe AfS 3.606,0 790,2 2.815,8 3.606,0
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 85.706,5 85.706,5 85.706,5
Finanzverbindlichkeiten FLAC 710.471,3 710.471,3 730.117,2
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 578.015,9 578.015,9 597.661,7
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 132.455,4 132.455,4 132.455,4
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 10.531,9 10.531,9 11.798,0
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 7.067,2 7.067,2 8.333,2
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 3.464,8 3.464,8 3.464,8
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 46.087,3 46.087,3 46.225,5
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 785,1 785,1 923,3
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 45.302,1 45.302,1 45.302,1
Summe FLAC 852.797,1 852.797,1 873.847,2

1) Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Erläuterung der Bewertungskategorien:

Wertansatz nach IAS 39
20121 in T€ Bewertungs
kategorie
Buchwert
31.12.2012
Nominal
wert =
Zeitwert
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Anschaffungs
kosten
Zeitwert
erfolgsneutral
Zeitwert
erfolgswirksam
Zeitwert
31.12.2012
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 40.439,0 40.439,0 40.439,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.090,4 43.090,4 43.090,4
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 27.846,1 27.846,1 30.215,7
davon Rentenpapiere LaR 20.000,0 20.000,0 22.369,6
davon Forderungen geg. assozierte
Unternehmen
LaR 465,0 465,0 465,0
davon sonstige Forderungen LaR 6.660,7 6.660,7 6.660,7
davon ausgereichte Darlehen LaR 720,3 720,3 720,3
Summe LaR 70.936,5 70.936,5 73.306,1
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert)2 AfS 157,3 157,3 157,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 13.100,6 632,8 12.467,8 13.100,6
davon langfristige Investmentfonds,
Wertpapiere und Wertrechte2
AfS 3.448,6 632,8 2.815,8 3.448,6
davon Rentenpapiere AfS 9.652,0 9.652,0 9.652,0
Summe AfS 13.258,0 790,2 12.467,8 13.258,0
PASSIVA
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 69.583,7 69.583,7 69.583,7
Finanzverbindlichkeiten FLAC 789.736,7 789.736,7 799.851,0
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 638.730,2 638.730,2 648.844,5
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 151.006,5 151.006,5 151.006,5
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 10.837,6 10.837,6 11.984,0
davon langfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 7.372,9 7.372,9 8.519,2
davon übrige langfristige Verbindlichkeiten FLAC 3.464,8 3.464,8 3.464,8
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 47.775,5 47.775,5 47.889,8
davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten FLAC 735,1 735,1 849,4
davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 47.040,3 47.040,3 47.040,3
Summe FLAC 917.933,5 917.933,5 929.308,5

1) angepasst

2) Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor. LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Erläuterung der Bewertungskategorien:

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt wurden, grundsätzlich den Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt.

In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hinsichtlich der Bewertungskategorien nach IFRS 13 analysiert. Die einzelnen Stufen sind folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsekurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).

Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.

Stufe 3: In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivaten), deren beizulegende Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.6.2013
AKTIVA Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
386,2 2.429,60 0,0 2.815,80
Afs finanzielle Vermögens
werte gesamt
386,2 2.429,60 0,0 2.815,80
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2012
AKTIVA Börsenpreise Abgeleitete
Preise
Nicht ableit
bare Preise
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere (AfS)
10.038,20 2.429,60 0,0 12.467,80
Afs finanzielle Vermögens
werte gesamt
10.038,20 2.429,60 0,0 12.467,80

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

(10) Sonstige Angaben

Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredites mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrages haften insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio.

(11) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2013 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, am 2. August 2013

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

E r k l ä r u n g d e s V o r s t a n d s

gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, am 2. August 2013

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat, für den Zeitraum vom 1. Jänner 2013 bis zum 30. Juni 2013 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die verkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2013, die verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die verkürzte Konzern-Geldflussrechnung und die verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Jänner 2013 bis 30. Juni 2013 sowie ausgewählte erläuternde Anhangsangaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und/oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Konzernzwischenlagebericht und zur Erklär ung des Vor standes gemäß § 8 7 Abs. 1 Bör seG

Wir haben den Konzernzwischenlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Konzernzwischenlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs. 1 BörseG geforderte Erklärung des Vorstandes.

Wien, am 5. August 2013

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Heidi Schachinger Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Impressum

Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]

Pressestelle

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://ir.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: http://www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: http://www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: http://www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: http://www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): http://www.viemediation.at

Dieser Bericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von ®eporting produziert.

Konzeption, Gestaltung und Produktion: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf, MSc, Christoph Aschauer Layout: Christoph Aschauer

Disclaimer: Dieser Bericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 2. August 2013 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Berichts 2/2013 des Flughafen Wien finden Sie auf unserer Homepage: http://ir.viennaairport.com unter dem Menuepunkt: Publikationen und Berichte. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Bericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Bericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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