Quarterly Report • Aug 20, 2013
Quarterly Report
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Bericht zum 1. Halbjahr 2013
| Ertragskennzahlen | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | Ultimo 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 988,7 | 1.260,4 | +27 | 2.355,5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 101,1 | 106,3 | +5 | 245,5 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 7,1 | 4,9 | -31 | 31,0 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 28,5 | -29,2 | <-100 | -36,2 |
| Ergebnis nach Steuern 1) | in Mio. € | 24,3 | -31,0 | <-100 | -40,5 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,08 | -0,40 | <-100 | -0,61 |
| Free Cashflow 2) | in Mio. € | -17,5 | -144,4 | <-100 | 163,6 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 43,2 | 43,3 | 0 | 105,3 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 157,3 | 0,1 | -100 | 163,4 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2012 | 30.6.2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) | in Mio. € | 2.363,7 | 2.250,0 | -5 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 602,0 | 800,4 | +33 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.931,3 | 3.025,5 | +3 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.139,7 | 4.266,8 | +3 |
| Verschuldungsgrad | in % | 25,5 | 35,6 | - |
| Ø Mitarbeiter | 13.060 | 13.742 | +5 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 9,49 | 10,20 | +7 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 5,53 | 7,13 | +29 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 6,93 | 8,87 | +28 |
| Gewichtete Aktienzahl 4) | in Tsd. | 115.063 | 115.063 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 814,3 | 1.042,7 | +28 |
| Divisionen 1-6/2013 in Mio. € und % 5) |
Ziegel Europa |
Rohre & Pflaster Europa |
Nordamerika | Holding & Sonstiges |
Eliminierungen | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 652,5 | (-9%) | 495,8 (>100%) | 108,9 (+35%) |
2,9 (+14%) |
|
| Innenumsatz | 0,9 | (-31%) | 0,5 (>100%) | 0,0 (0%) |
4,2 (+100%) | -5,3 |
| Umsatz | 653,4 | (-9%) | 496,3 (>100%) | 108,9 (+35%) |
7,1 (+53%) |
-5,3 |
| EBITDA operativ | 63,7 | (-29%) | 46,3 (>100%) | 4,4 (>100%) | -8,1 (-22%) |
|
| EBIT operativ | -0,2 (<-100%) | 22,3 (>100%) | -7,0 (+36%) |
-10,3 (0%) |
||
| Gesamtinvestitionen | 25,4 | (-23%) | 11,3 (-93%) |
2,0 (-80%) |
4,7 (+59%) |
|
| Capital Employed | 1.901,9 | (-7%) | 646,0 (+1%) |
460,5 (-10%) |
17,1 (-13%) |
|
| Ø Mitarbeiter | 8.332 | (-5%) | 4.011 (>100%) | 1.203 (+16%) |
196 (-7%) |
1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen
3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt
Anmerkungen zum Bericht:
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | 1 |
|---|---|
| Zwischenlagebericht | 3 |
| Ergebnis- und Bilanzanalyse | 3 |
| Geschäftssegmente | 7 |
| Zwischenbericht nach IFRS | 15 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 15 |
| Gesamtergebnisrechnung | 15 |
| Bilanz | 16 |
| Entwicklung des Eigenkapitals | 16 |
| Cashflow Statement | 17 |
| Geschäftssegmente | 18 |
| Anhang zum Zwischenbericht | 19 |
| Erklärung des Vorstands | 22 |
ich freue mich, Ihnen trotz außergewöhnlich schlechter Witterungsbedingungen und des erwartet schwierigen Marktumfelds in der ersten Jahreshälfte über Umsatz- und Ergebniszuwächse der Wienerberger Gruppe berichten zu können. In den ersten sechs Monaten 2013 konnte der Konzernumsatz um 27 % und das operative EBITDA um 5 % gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs gesteigert werden. Das im letzten Jahr angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung und brachte im ersten Halbjahr 2013 rund 10 Mio. € an Kosteneinsparungen, wovon rund 9 Mio. € auf die Division Ziegel Europa entfielen. Im April 2013 haben wir eine neue Anleihe mit siebenjähriger Laufzeit begeben, die auf sehr großes Interesse von internationalen Investoren gestoßen ist. Aufgrund der starken Nachfrage nach dem Papier haben wir das Volumen von den ursprünglich geplanten 250 Mio. € auf 300 Mio. € aufgestockt und konnten den Kupon bei 4 % fixieren. Die Mittel aus der Neuemission werden wir zur Refinanzierung der im Juli 2014 fälligen Anleihe sowie zur Finanzierung des operativen Geschäfts verwenden. Ende Juni haben wir unseren Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, der einen umfassenden Einblick in unser Nachhaltigkeitsmanagement in allen Unternehmensbereichen gibt. Durch die Langlebigkeit unserer Produkte ist Nachhaltigkeit bei uns seit vielen Jahren bereits gelebtes Selbstverständnis. In dem neuesten Bericht haben wir zur Erhöhung der Transparenz unsere Nachhaltigkeitsziele für die nächsten Jahre erstmals veröffentlicht und werden jährlich über unsere Fortschritte berichten. Ich lade Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild davon zu machen (www.wienerberger.com/de/nachhaltigkeit).
Die Geschäftsentwicklung aller Divisionen war im ersten Halbjahr sehr stark durch ungewöhnlich widrige Witterungsverhältnisse geprägt. Nach einem außerordentlich langen und schneereichen Winter startete die Bauaktivität in Europa und den USA erst in der zweiten Aprilwoche und wurde durch starke Regenfälle und Überschwemmungen im Mai und Juni in Europa nochmals beeinträchtigt. Da auch die verarbeitende Industrie im zweiten Quartal keine zusätzlichen Kapazitäten aufbaute, um den Rückstau aus den ersten Monaten abzuarbeiten, kam es zu keinen Aufholeffekten, und Bauprojekte haben sich zeitlich nach hinten verschoben. Besonders stark davon betroffen war die Division Ziegel Europa, wo in den ersten sechs Monaten aufgrund von deutlich niedrigeren Absatzmengen rund 20 Mio. € an erwartetem operativen EBITDA verloren gingen. In Osteuropa haben wir Kostenvorteile genutzt, um Marktanteile zu gewinnen und unsere Position zu stärken. Dadurch ist es uns in einem sehr schwierigen Marktumfeld gelungen, die Volumen nahezu stabil zu halten. In Westeuropa, wo die Bautätigkeit in einigen für uns wichtigen Märkten unter dem Niveau des Krisenjahrs 2009 liegt, haben wir bei rückläufigen Mengen Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umgesetzt. In Russland setzte sich der positive Trend fort und brachte Umsatz- und Ergebnissteigerungen in der Berichtsperiode.
In der Division Rohre & Pflaster Europa brachte die erstmalige Einbeziehung von Pipelife deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse. Unserem Kunststoffrohrproduzenten ist es gelungen, die witterungsbedingten Rückgänge zu Jahresbeginn sowie Nachfragerückgänge in schwierigeren Märkten wie etwa den Niederlanden, Frankreich und Polen durch Aufträge aus dem Projekt-geschäft für Industrierohre und Spezialprodukte in den ersten sechs Monaten nahezu auszugleichen. Die Pipelife Gruppe konnte somit im Rahmen der Erstkonsolidierung die angekündigten 31 Mio. € für die ersten fünf Monate 2013 zum operativen EBITDA der Gruppe beitragen. Steinzeug-Keramo,
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Division Ziegel Europa verliert durch Witterung rund 20 Mio. € an erwartetem operativem EBITDA
Division Rohre & Pflaster mit deutlicher Umsatzund Ergebnissteigerung
unserem Spezialist für keramische Rohrsysteme, gelang es, nach einem witterungsbedingt schwachen Start im zweiten Quartal die Absätze zu verbessern und somit die ersten sechs Monate ebenfalls plangemäß abzuschließen. Semmelrock war in Ost-europa bei teilweise zweistelligen Nachfragerückgängen mit einem sehr schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Dennoch wurden aufgrund der im letzten Jahr umgesetzten Kosten-einsparungen die Ergebnisse gesteigert und somit die Margen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs verbessert.
Die Division Nordamerika verzeichnete nach einem verhaltenen Start zu Jahresbeginn eine steigende Nachfrage nach Ziegeln im zweiten Quartal. Trotz Preisdrucks in einzelnen regionalen Märkten konnten die Durchschnittspreise bei Ziegeln dank konsequenten Preismanagements und Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die umgesetzten Einsparungsmaßnahmen und konsequentes Kostenmanagement haben dazu beigetragen, die Margen im Bereich Ziegel zu verbessern. Zusammen mit der erstmaligen Einbeziehung des amerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts wurden Umsatz und Ergebnis in der Division Nordamerika in den ersten sechs Monaten deutlich gesteigert.
Die Prognosen bis Jahresende lassen insbesondere für unser europäisches Ziegelgeschäft ein anhaltend schwieriges Marktumfeld erwarten. Geringes Konsumentenvertrauen, die restriktive Kreditvergabe von Banken sowie das Fehlen staatlicher Impulse für den Wohnbau, haben die Bautätigkeit in Europa auf ein äußerst niedriges Niveau gedrückt. In einigen für uns wichtigen Märkten, wie z.B. den Niederlanden, Belgien, Frankreich, sowie in nahezu allen Ländern Osteuropas wird in diesem Jahr weniger gebaut werden als im Krisenjahr 2009. Dies führt dazu, dass leistbares Wohnen ein immer dringlicheres Thema in Europa wird. Wir setzen uns als Wienerberger daher bei den lokalen Entscheidungsträgern intensiv für staatliche Impulse im Wohnbau ein. Diese ermöglichen nicht nur Zugang zu leistbarem Wohnraum, sondern setzen auch wichtige Wachstumsimpulse für die Wirtschaft eines Landes. Wohnbau schafft – durch die Vielzahl an benötigten Fachkräften wie Maurer, Installateure, Maler, Dachdecker, Elektriker, Inneneinrichter etc. – ein Vielfaches an Arbeitsplätzen und kann als Motor wirtschaftlichen Wachstums dienen. Viele Länder haben das bereits erkannt und das Thema aufgegriffen. Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang ein gesamteuropäischer Maßnahmenplan für einen verstärkten sozialen Wohnbau sowie dessen Finanzierung, der durch die einzelnen Mitgliedsländer umgesetzt wird.
Für die Wienerberger Gruppe bleibe ich ungeachtet des schwierigen Markumfelds für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich. Auch wenn erhoffte Aufholeffekte im Bereich Ziegel Europa im zweiten Quartal ausgeblieben und im weiteren Jahresverlauf nicht mehr zu erwarten sind, so gehe ich doch von einer deutlich besseren zweiten Jahreshälfte, insbesondere bei Dachziegeln, aus. Für die Division Rohre & Pflaster erwarte ich mir eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung bis Jahresende. In Nordamerika gehe ich auf Basis der letzten Hochrechnungen vom U.S. Census Bureau für die zweite Jahreshälfte von einem dynamischeren Wachstum als in der ersten Jahreshälfte und somit entsprechenden Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Die zuvor bereits angesprochenen Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der planmäßigen Umsetzung und sollten für das Gesamtjahr die erwarteten 18 Mio. € an Einsparungen bringen. Die Nettoverschuldung sollte bis Jahresende in etwa wieder auf das Niveau vom 31.12.2012 sinken. Unser Hauptaugenmerk bleibt in diesem anhaltend schwierigen Marktumfeld auf der Generierung von starken Cashflows, der Verbesserung unserer Marktpositionen und der Entwicklung von neuen Produkten. Bei der Weiterentwicklung unseres Geschäfts konzentrieren wir uns im Rahmen unseres finanziellen Handlungsspielraums auf wertschaffende Wachstumsschritte in unseren Kerngeschäftsfeldern.
Division Nordamerika: Mengenwachstum und Verbesserung der Margen im Bereich Ziegel
Leistbarer Wohnraum wird ein immer dringlicheres Thema in Europa
Deutlich bessere zweite Jahreshälfte vor allem für die Division Ziegel Europa erwartet
Das erste Halbjahr war geprägt von einem verzögerten saisonalen Anlaufen der Bautätigkeit in Folge schlechter Witterung und anhaltend schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa. Im Gegensatz dazu nimmt die wirtschaftliche Erholung in den USA weiterhin Fahrt auf. Auch das Geschäft in den Wachstumsmärkten Russland und Indien entwickelte sich erfreulich.
Wienerberger erzielte im Berichtszeitraum mit 1.260,4 Mio. € einen um 27 % höheren Konzernumsatz als im Jahr zuvor, der organische Umsatz war jedoch mit 8 % rückläufig. Haupttreiber waren geringere Absatzmengen in allen wesentlichen Produktgruppen bei einem weitgehend stabilen Preisniveau mit regionalen und produktgruppenspezifischen Unterschieden: Die Preise für Hintermauerziegel standen insbesondere in Osteuropa unter Druck, wohingegen das Preisniveau für Dach- und Vormauerziegel mit Kernmärkten in Westeuropa weitgehend stabil war.
In der Division Ziegel Europa ging der Umsatz durch die witterungsbedingt deutlich geringere Nachfrage um 9 % auf 652,5 Mio. € zurück, und das operative EBITDA lag zusätzlich belastet durch Kosten aus verlängerten Winterstillständen mit 63,7 Mio. € um 29 % unter dem Vergleichswert des Vorjahrs.
In der Division Rohre & Pflaster Europa stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife von 191,3 Mio. € auf 495,8 Mio. € und das operative EBITDA von 17,2 Mio. € auf 46,3 Mio. €. Die Mengen im stark wetterabhängigen Pflastergeschäft blieben in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Aufgrund von Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen konnte trotz der rück-läufigen Mengen das Ergebnis jedoch klar verbessert werden.
In der Division Nordamerika stiegen die Umsätze infolge der erstmaligen Einbeziehung der amerikanischen Kunststoffrohraktivitäten und einem Umsatzwachstum im Ziegelgeschäft um 35 % auf 108,9 Mio. €. Das operative EBITDA lag im ersten Halbjahr mit 4,4 Mio. € um 3,8 Mio. € über jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
Insgesamt lag das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe in den ersten sechs Monaten mit 106,3 Mio. € um 5 % über dem Vorjahresniveau von 101,1 Mio. €. Die erstmalige Einbeziehung von Pipelife erhöhte das EBITDA in den ersten fünf Monaten um 31,1 Mio. € und konnte gemeinsam mit einer besseren Ergebnisentwicklung des Nordamerikageschäfts den EBITDA-Rückgang in der Division Ziegel Europa mehr als kompensieren. Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) sank gegenüber dem Vorjahr um 31 % auf 4,9 Mio. €.
Das deutlich verschlechterte Finanzergebnis von -34,1 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €) erklärt sich aus einem Einmaleffekt im Vorjahr. Im Zuge der Pipelife Transaktion wurde im ersten Halbjahr 2012 ein Ertrag aus der Neubewertung der bestehenden Beteiligung an Pipelife in Höhe von 42,3 Mio. € ausgewiesen. Der Bewertungseffekt wurde unter Berücksichtigung einer Kontrollprämie als Differenz zwischen dem Kaufpreis des 50 % Anteils und dem in der Wienerberger Bilanz bisher geführten Beteiligungsbuchwert errechnet. Die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen war mit -5,2 Mio. € negativ, was auf den geringeren Ergebnisbeitrag der
Tondach Gruppe, welche witterungsbedingt Absatzeinbußen hinnehmen musste, zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich im ersten Halbjahr 2013 auch aufgrund gestiegener Finanzierungskosten in Folge der Akquisition von Pipelife im Jahr 2012 auf -29,2 Mio. € (Vorjahr: 28,5 Mio. €). Nach Abzug der Steuern errechnet sich für die Wienerberger Gruppe ein Verlust von 31,0 Mio. € (Gewinn Vorjahr: 24,3 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,40 € nach 0,08 € in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war aufgrund geringerer Ergebnisbeiträge sowie aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals mit -107,1 Mio. € negativ. Für Normalinvestitionen (Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen) wurden 43,3 Mio. € aufgewendet. Im Vorjahr hatte der Erwerb der verbleibenden 50 % an Pipelife zu einem deutlich negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit geführt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verminderte sich durch die Auszahlung des Hybridkupons um 32,5 Mio. € und durch die Ausschüttung der Dividende um 13,8 Mio. €. Dividendenausschüttungen in Höhe von 3,1 Mio. € flossen zum größten Teil aus dem Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann zu.
Das Konzerneigenkapital verminderte sich durch das negative Gesamtergebnis nach Steuern um 67,4 Mio. €, wovon der überwiegende Teil auf negative Währungsdifferenzen vor allem aus dem polnischen Zloty und dem britischen Pfund sowie dem russischen Rubel entfiel. Des Weiteren verminderten die Auszahlung des Hybridkupons im Februar 2013 das Eigenkapital um 32,5 Mio. € sowie die Ausschüttung der Dividende um weitere 13,8 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch den geringeren Ergebnisbeitrag und saisonal bedingten Working Capital Aufbau gegenüber dem 31.12.2012 um 198,4 Mio. € auf 800,4 Mio. €.
Der Verschuldungsgrad ist saisonal bedingt deutlich auf 36 % zum Berichtsstichtag angestiegen, wobei zum Halbjahr 2013 die roulierend auf Basis von 12 Monaten errechneten Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 3,2 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 4,6 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten zu liegen kamen.
Im April 2013 hat Wienerberger eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € und einem fixen Kupon von 4,00 % begeben. Das Papier, das mehrfach überzeichnet war, konnte international bei Banken und institutionellen Fonds platziert werden. Die Mittel aus der Emission werden für die Refinanzierung der im Juli 2014 fälligen Anleihe, zur Finanzierung des operativen Geschäfts sowie zur Stärkung der Liquidität der Gruppe verwendet. Oberste Priorität haben weiterhin die Erhaltung einer starken Kapitalstruktur sowie finanzielle Disziplin. Daher bleibt das intern vom Vorstand gesteckte Ziel, zu Jahresende eine Entschuldungsdauer von weniger als 2,5 Jahren zu erreichen, unverändert aufrecht.
| Treasury Kennzahlen | 30.6.2012 3) | 31.12.2012 3) | 30.6.2013 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) | 2,8 | 2,2 | 3,2 | <3,50 |
| EBITDA operativ 1) / Zinsergebnis 2) | 5,7 | 5,0 | 4,6 | >3,75 |
1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA
2) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses
3) Pro-forma Berechnung inklusive 12-Monats-EBITDA und Zinsergebnis Pipelife
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit negativ
Höhere Nettoverschuldung durch saisonal bedingten Working Capital Anstieg
Entschuldungsdauer von 3,2 Jahren zum 30.6.2013
Im zweiten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz um 24 % auf 768,3 Mio. € und das operative Konzern-EBITDA um 7 % auf 104,2 Mio. €. Rückläufige Absätze im Geschäftsfeld Ziegel Europa wurden durch die planmäßige Umsetzung des Einsparungsprogramms und moderates Ergebniswachstum im Nordamerikageschäft sowie die erstmaligen Einbeziehung von Pipelife kompensiert.
Die Division Ziegel Europa verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von 3 % auf 405,8 Mio. € und ein um 14 % niedrigeres operatives EBITDA von 66,7 Mio. €. Nach dem witterungsbedingt deutlichen Mengenrückgang im ersten Quartal stabilisierte sich im Laufe des zweiten Quartals die Nachfrage im Segment Ziegel Westeuropa im Rahmen der Erwartungen zu Jahresbeginn. Zusätzlich konnten Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation im zweiten Quartal erfolgreich umgesetzt werden. Folglich betrug der Segmentumsatz 316,5 Mio. € und lag mit einem Rückgang um 2 % nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Das operative EBITDA ging um 7 % auf 51,6 Mio. € zurück. Die im Vorjahr begonnenen Einsparungsmaßnahmen befinden sich weiterhin in der planmäßigen Umsetzung und konzentrieren sich vorwiegend auf diese Region. Nach 4,4 Mio. € im ersten Quartal erreichten die gruppenweiten Einsparungen zum Ende des zweiten Quartals 10,1 Mio. €, wovon rund 9 Mio. € auf die Division Ziegel Europa entfielen. In Osteuropa wurden Kostenvorteile genutzt, um über eine flexible Preispolitik Marktpositionen zu stärken. Dadurch konnten trotz des wirtschaftlich sehr herausfordernden Umfelds in dieser Region der Absatz annähernd stabil gehalten und Marktanteile gewonnen werden. Im zweiten Quartal ging der Umsatz um 8 % auf 89,3 Mio. € und das operative EBITDA auf 15,1 Mio. € nach 22,2 Mio. € im Vorjahr zurück.
Im Bereich Rohre & Pflaster Europa stieg der Umsatz im zweiten Quartal von 153,0 Mio. € auf 299,0 Mio. € und das operative EBITDA von 19,1 Mio. € auf 37,8 Mio. € im Jahresvergleich. Dieser Ergebnissprung ist vorwiegend auf die erstmalige Einbeziehung von Pipelife zurückzuführen. Zudem verzeichnete Pipelife nach einem witterungsbedingt schwierigen ersten Quartal eine Normalisierung der Nachfrage und erwirtschaftete im zweiten Quartal eine Ergebnisverbesserung gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen, Steinzeug-Keramo, verzeichnete nach dem witterungsbedingt ebenfalls schwierigen Start zu Jahresbeginn im zweiten Quartal eine leichte Mengensteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Mengenwachstum in Westeuropa und ein weiterhin starkes Exportgeschäft kompensierten dabei den Mengenrückgang in den herausfordernden Märkten Osteuropas. Im Geschäftsbereich Flächenbefestigungen aus Beton waren in Folge des schwierigen Marktumfelds in den osteuropäischen Kernländern auch im zweiten Quartal die Absatzmengen leicht rückläufig. Dennoch verbuchte Semmelrock wie im ersten Quartal eine deutliche Ergebnissteigerung aufgrund der umgesetzten Einsparungsmaßnahmen.
Nach der witterungsbedingt flachen Mengenentwicklung im ersten Quartal verzeichnete das Ziegelgeschäft in Nordamerika im zweiten Quartal einen Mengenzuwachs im Rahmen der Entwicklung der Baubeginne in unseren nordamerikanischen Kernmärkten. Trotz regional gestiegenen Preisdrucks blieben die Durchschnittspreise in etwa auf Vorjahresniveau. Die erstmalige Einbeziehung des nordamerikanischen Rohrgeschäfts trug zusätzlich zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Insgesamt stieg im zweiten Quartal der Umsatz in Nordamerika um 29 % auf 62,1 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich um 1,4 Mio. € auf 4,1 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
Einsparungsmaßnahmen und Einbeziehung von Pipelife kompensieren Mengenrückgang im Bereich Ziegel Europa
Division Ziegel Europa mit Normalisierung der Nachfrage in Q2 im Rahmen der Erwartung zu Jahresbeginn; planmäßige Umsetzung des Einsparungsprogramms
Deutliche Ergebnissteigerung in der Division Rohre & Pflaster Europa aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife
Nordamerika steigert operatives EBITDA auf 4,1 Mio. € in Q2 2013
| Außenumsatz in Mio. € | 4-6/2012 | 4-6/2013 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Ziegel Europa | 419,0 | 405,8 | -3 |
| Ziegel Westeuropa | 322,3 | 316,5 | -2 |
| Ziegel Osteuropa | 96,7 | 89,3 | -8 |
| Rohre & Pflaster Europa | 153,0 | 299,0 | +95 |
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 76,5 | 165,9 | >100 |
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 76,6 | 133,1 | +74 |
| Nordamerika | 48,3 | 62,1 | +29 |
| Holding & Sonstiges | 1,3 | 1,3 | +6 |
| Wienerberger Gruppe | 621,5 | 768,3 | +24 |
| EBITDA operativ in Mio. € | 4-6/2012 | 4-6/2013 | Vdg. in % |
| Ziegel Europa | 77,6 | 66,7 | -14 |
| Ziegel Westeuropa | 55,4 | 51,6 | -7 |
| Ziegel Osteuropa | 22,2 | 15,1 | -32 |
| Rohre & Pflaster Europa | 19,1 | 37,8 | +98 |
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 10,1 | 21,4 | >100 |
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 9,1 | 16,4 | +81 |
| Nordamerika | 2,7 | 4,1 | +52 |
| Holding & Sonstiges | -2,2 | -4,3 | -94 |
| Wienerberger Gruppe | 97,2 | 104,2 | +7 |
Die Division Ziegel Europa hatte im ersten Halbjahr neben einem schwierigen Marktumfeld vor allem mit widrigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Nach dem ungewöhnlich langen Winter startete die Bauaktivität in Europa erst in der zweiten Aprilwoche und wurde Ende Mai und Anfang Juni durch starke Regenfälle und Überschwemmungen in Teilen Europas nochmals beeinträchtigt. Besonders stark davon betroffen war vor allem der Absatz von Dachziegeln und somit das für das EBITDA dieser Division wichtige Dachsegment. Da auch die verarbeitende Industrie im zweiten Quartal keine zusätzlichen Kapazitäten aufbaute, um den Rückstau an Projekten aus den ersten Monaten aufzuarbeiten, blieben Aufholeffekte in den relevanten Märkten aus, und Bauprojekte haben sich zeitlich nach hinten verschoben. Dennoch haben sich im zweiten Quartal unsere Märkte im Rahmen der zu Jahresanfang getroffenen Erwartungen normalisiert und stimmen uns daher zuversichtlich für das zweite Halbjahr. Insgesamt hat Wienerberger in den ersten sechs Monaten rund 20 Mio. € an operativem EBITDA in der Division Ziegel Europa gegenüber dem ursprünglich erwarteten Gesamtjahresergebnis verloren, und es ist nicht davon auszugehen, dass dieses entgangene Ergebnis im zweiten Halbjahr aufgeholt werden kann.
Die Durchschnittspreise in der Division Ziegel Europa liegen zum Halbjahr leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei es in Westeuropa gelungen ist, bei marktbedingt rückläufigen Absätzen Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation umzusetzen. In Osteuropa führte die geringe Nachfrage nach Baustoffen in einigen Regionen zu zunehmendem Preisdruck. Wienerberger nützte Kostenvorteile für Verkaufsaktionen in selektiven Märkten, um die Marktposition zu stärken. Dadurch konnten die Absatzmengen in Osteuropa entgegen dem Markttrend annähernd stabil gehalten und somit Marktanteile ausgebaut werden. Insgesamt ging der Umsatz der Division Ziegel Europa im ersten Halbjahr um 9 % auf 652,5 Mio. € zurück, und das operative EBITDA sank um 29 % auf 63,7 Mio. €.
Das angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Umsetzung von Schichtmodellen und Einmottungen von Werken sowie auf Strukturanpassungen in der Verwaltung und im Vertrieb. Durch zusätzliche Werkscluster bzw. die Verlagerung von Produkten an andere Werksstandorte werden Kostenstrukturen weiter optimiert. Die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms betrugen für die Wienerberger Gruppe im ersten Halbjahr 10,1 Mio. €. Von den Maßnahmen waren insbesondere die Hintermauer-, Vormauer- und Pflasteraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich betroffen, wodurch mit rund 9 Mio. € der Großteil der gruppenweiten Einsparungen auf das Segment Ziegel Westeuropa entfällt.
| Ziegel Europa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 713,5 | 652,5 | -9 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 90,0 | 63,7 | -29 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 21,3 | -0,2 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 33,0 | 25,4 | -23 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.039,7 | 1.901,9 | -7 |
| Ø Mitarbeiter | 8.798 | 8.332 | -5 |
Schwieriges Marktumfeld und widrige Witterungsverhältnisse in Europa
Anhaltend schwieriges Marktumfeld in Europa für Gesamtjahr erwartet
Langer Winter und schwieriges Marktumfeld im Segment Ziegel Westeuropa
Für das Gesamtjahr prognostiziert Wienerberger ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in Europa und rechnet in der Division Ziegel Europa mit moderaten Mengenrückgängen. Wienerberger erwartet für die Niederlande, Belgien, Frankreich, Polen und Tschechien weitere zum Teil deutliche Rückgänge im Wohnungsneubau. In Ungarn ist die erwartete Bodenbildung nicht eingetreten, und die Nachfrage nach Wandbaustoffen sank nochmals deutlich. In Deutschland geht der Konzern nach einem schwachen Start zu Jahresbeginn für das Gesamtjahr von einer stabilen Entwicklung im Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Für Großbritannien erwarten wir bis Jahresende ein deutliches Plus im Wohnungsneubau. In Russland ist ein anhaltend positiver Trend zu verzeichnen.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Ziegel Westeuropa hatte besonders stark unter dem langen Winter und dem schwierigen Marktumfeld zu leiden. Der Umsatz ging in diesem Segment in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahrs um 9 % auf 512,0 Mio. € zurück. Die Absatzmengen lagen dabei in allen Produktgruppen zum Teil deutlich unter den Vergleichszahlen des Vorjahrs. Besonders der zweistellige Absatzrückgang im für das EBITDA wichtigen Dachbereich belastete das Ergebnis des Segments. Daraus resultierende höhere Stückkosten konnten durch leicht höhere Durchschnittspreise sowie Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm nicht kompensiert werden. In der Folge lag das operative EBITDA von 51,9 Mio. € um 24 % unter dem Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahrs.
| Ziegel Westeuropa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 565,1 | 512,0 | -9 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 68,5 | 51,9 | -24 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 22,3 | 7,3 | -67 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 25,1 | 18,2 | -27 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.537,8 | 1.456,1 | -5 |
| Ø Mitarbeiter | 6.258 | 5.957 | -5 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.130 | 1.004 | -11 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 619 | 588 | -5 |
| Absatz Tondachziegel 1) | in Mio. m² | 10,09 | 8,72 | -14 |
1) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
Deutschland, der größte Markt der Region, verzeichnete aufgrund des langen Winters und der starken Regenfälle Ende Mai und Anfang Juni ein schwieriges erstes Halbjahr 2013. Obwohl die Baugenehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine positive Tendenz aufweisen, haben sich die Baubeginne aufgrund der schlechten Wetterbedingungen nach hinten verschoben. In der Folge waren die Absätze in allen Produktgruppen rückläufig. Die widrigen Witterungsverhältnisse spiegeln sich insbesondere in den Absatzzahlen des Dachgeschäfts wider, die deutliche Rückgangsraten im ersten Halbjahr aufweisen. In diesem herausfordernden Umfeld ist es aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten dennoch gelungen, leichte Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation zu erzielen. Die Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen verläuft planmäßig.
In Frankreich setzte sich im ersten Halbjahr 2013 die negative Dynamik im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in der Sanierung fort. Dementsprechend waren deutliche Absatzrückgänge sowohl bei Hintermauerziegeln als auch bei Dachziegeln zu verzeichnen. Trotz dieser schwierigen Marktlage ist es Wienerberger gelungen, die Durchschnittspreise leicht zu
Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation in Deutschland
Mengenrückgang aufgrund des schwierigen Marktumfelds in Frankreich
erhöhen. Die gestiegenen Stückkosten konnten dadurch allerdings nicht kompensiert werden, und es mussten Umsatz- und Ergebnisrückgänge hingenommen werden. Erfreulich ist jedoch, dass der Baustoff Ziegel weiterhin Marktanteile gegenüber Beton als Wandbaustoff gewinnt.
Der niederländische Wohnungsneubau und auch die Renovierungstätigkeit schwächten sich trotz der signifikanten Rückgänge im Vorjahr auch in den ersten sechs Monaten 2013 wie erwartet weiter ab. Sinkende Immobilienpreise und eine eingeschränkte Kreditvergabe von Banken wirken sich nach wie vor negativ auf das Konsumentenvertrauen aus. Dementsprechend waren im ersten Halbjahr in allen Produktgruppen deutliche Absatzrückgänge bei stabilen Durchschnittspreisen zu verzeichnen. Trotz bereits eingeleiteter Optimierungsmaßnahmen sind Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Auch in Belgien hat sich der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr 2013 leicht abgeschwächt. Dennoch ist es durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation gelungen, die Durchschnittspreise zu verbessern. Im Dachbereich waren aufgrund der schwachen Renovierungstätigkeit und des langen Winters ebenfalls moderate Absatzrückgänge zu verzeichnen. In der Folge lagen in Belgien Umsatz und Ergebnis unter den Vergleichswerten der Vorjahresperiode.
In Großbritannien setzte in den ersten sechs Monaten des Berichtjahrs eine Erholung des Wohnungsneubaus und der Renovierungstätigkeit von niedrigem Niveau ein. Dementsprechend konnten die Absatzmengen bei Vormauerziegeln und Dachziegeln im Vergleich zur Vorjahresperiode moderat gesteigert werden. Aufgrund von einigen im Vorjahr abgeschlossenen Großaufträgen konnten die Margen im ersten Halbjahr nicht im selben Ausmaß gesteigert werden. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir uns in Folge von turnusmäßigen Vertragsverhandlungen mit Bauträgergesellschaften zur Jahresmitte sowie einer verstärkten Aktivität im Dachgeschäft eine deutliche Steigerung der Ertragskraft.
Wienerberger erwartet für das Gesamtjahr 2013 in der Region Westeuropa ein anhaltend schwieriges Marktumfeld. Trotz der Erwartung einer Absatzsteigerung im zweiten Halbjahr ist auf Jahressicht von einem moderaten Mengenrückgang auszugehen. Deutliche Rückgänge im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern werden insbesondere für die Niederlande, Frankreich und Belgien prognostiziert. In diesen Ländern steht weiterhin die Umsetzung der bereits begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen im Fokus. Im Dachgeschäft, das tendenziell in den Monaten September bis November stärkere Geschäftsaktivitäten aufweist, gehen wir insbesondere durch die wetterbedingten Verschiebungen in der zweiten Jahreshälfte von deutlich höheren Ergebnisbeiträgen aus. Für Deutschland und Großbritannien bleiben wir zuversichtlich und erwarten eine stabile bis leicht positive Entwicklung.
Das anhaltend schwierige Marktumfeld in Osteuropa sowie der langen Winter führten zu einer geringeren Nachfrage nach Baustoffen im ersten Halbjahr 2013. Wienerberger nützte Kostenvorteile und setzte in selektiven Märkten gezielt Verkaufsaktionen. Entgegen den Markttrends konnten die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln annähernd stabil gehalten und somit die Marktpositionen gestärkt werden. Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten 2013 um 5 % auf 140,5 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs zurück. Die mit den Verkaufsaktionen einhergehenden niedrigeren Durchschnittspreise belasteten allerdings das Ergebnis und führten zu einem Rückgang des operativen EBITDA um 45 % auf 11,8 Mio. €.
Wohnbaumarkt in Beneluxländern anhaltend schwierig
Markterholung in Großbritannien sorgt für Mengenwachstum
Volumensrückgang im Geschäftsjahr 2013 erwartet
Geringere Nachfrage nach Baustoffen in Osteuropa und niedrigere Durchschnittspreise im ersten Halbjahr 2013
| Ziegel Osteuropa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 148,3 | 140,5 | -5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 21,5 | 11,8 | -45 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -1,0 | -7,4 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 7,9 | 7,2 | -9 |
| Capital Employed | in Mio. € | 502,0 | 445,8 | -11 |
| Ø Mitarbeiter | 2.540 | 2.375 | -6 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.269 | 1.248 | -2 |
Polnischer Markt zeigt sich weiterhin rückläufig
Marktumfeld in Tschechien und der Slowakei ging deutlich zurück
Weiterer Marktrückgang von niedrigem Niveau in Ungarn
Russland zeigt anhaltend gute Marktentwicklung
Bodenbildung in Rumänien und Bulgarien bestätigt
Anhaltender Preisdruck in Osteuropa für Gesamtjahr erwartet
Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg der Division Rohre & Pflaster Europa durch Konsolidierungsbeitrag des Kunststoffrohrgeschäfts
In Polen zeigte sich der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr 2013 erneut deutlich rückläufig. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es durch gezielte Verkaufsaktionen gelungen, die Absatzmengen von Hintermauerziegeln in etwa auf dem Niveau der Vorjahresperiode zu halten. Aufgrund der niedrigeren Durchschnittspreise blieb das Ergebnis hinter der Vergleichsperiode des Vorjahrs zurück.
In Tschechien und der Slowakei schwächte sich das Marktumfeld in den ersten sechs Monaten ebenfalls deutlich ab, was rückläufige Absatzmengen bei Hintermauerziegeln zur Folge hatte. Aufgrund der gestiegenen Stückkosten mussten Rückgänge bei den Ergebnissen verzeichnet werden.
Auch in Ungarn blieb im ersten Halbjahr die erhoffte Stabilisierung aus und waren deutliche Marktrückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. In diesem schwierigen Umfeld gingen die Absatzmengen bei niedrigeren Durchschnittspreisen nur leicht zurück, und es konnten Marktanteile gewonnen werden.
Russland zeigte in der ersten Jahreshälfte 2013 eine anhaltend gute Entwicklung. Bei höheren Durchschnittspreisen konnte in weiterer Folge das Ergebnis deutlich verbessert werden.
In Rumänien und Bulgarien bestätigte sich die erwartete Bodenbildung im Markt und führte zu steigenden Absatzvolumina bei Hintermauerziegeln im Vergleich zur Vorjahresperiode. Bei stabilen Durchschnittspreisen konnten sowohl Umsatz- als auch Ergebnisverbesserungen erwirtschaftet werden.
Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei sowie anhaltendem Preisdruck aus. Wir werden allerdings Kostenvorteile nutzen, um gezielt Marktpositionen zu stärken. In Russland rechnen wir mit einem anhaltend positiven Marktumfeld und einem daraus resultierenden Umsatz- und Ergebniswachstum. Für Rumänien und Bulgarien sind wir zuversichtlich, dass sich die Stabilisierung auf niedrigem Niveau fortsetzen wird.
Wie auch im Ziegelgeschäft waren die einzelnen Geschäftsbereiche der Division Rohre & Pflaster Europa im ersten Halbjahr 2013 durch den langen Winter beeinträchtigt und hatten zudem mit teilweise schwierigeren Endmärkten zu kämpfen. Dennoch konnte ein deutlicher Umsatzanstieg von 191,3 Mio. € in den ersten sechs Monaten 2012 auf 495,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2013 und eine Verbesserung des operativen EBITDA von 17,2 Mio. € auf 46,3 Mio. € erwirtschaftet werden. Dieser deutliche Anstieg erklärt sich aus der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife, einem der führenden Kunststoffrohrproduzenten in Europa, welcher Ende Mai 2012 übernommen wurde. In den ersten fünf Monaten trug die Pipelife Gruppe im Rahmen der Erstkonsolidierung 31,1 Mio. € zum Konzern-EBITDA bei und konnte auch im Juni das Ergebnis im Jahresvergleich leicht steigern. Dabei profitierte unser Kunststoffrohrproduzent vor allem von Aufträgen aus dem internationalen Projektgeschäft, durch die witterungsbedingte Rückgänge zu Jahresbeginn sowie die rückläufige Nachfrage in den Niederlanden, Frankreich und Polen gemildert wurden. Der in diesen schwierigeren Märkten gestiegene Preisdruck konnte erfolgreich durch konsequentes Preismanagement ausgeglichen und die Margen stabil gehalten werden. Das keramische Rohrgeschäft fand im zweiten Quartal ein sich stabilisierendes Marktumfeld vor, in dem leichte Mengensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurden. Zusätzlich konnten im ersten Halbjahr die Durchschnittspreise im Rahmen der Kosteninflation gesteigert werden, wodurch sich Steinzeug-Keramo insgesamt im Rahmen der Erwartungen behauptete. Der Bereich Flächenbefestigungen aus Beton hatte ebenfalls stark unter der Witterung sowie dem schwierigen Marktumfeld in Zentral-Osteuropa zu leiden und verzeichnete einen zweistelligen Absatzrückgang im ersten Halbjahr. Dennoch erwirtschaftete Semmelrock aufgrund der bereits im Vorjahr umgesetzten Einsparungsmaßnahmen sowie durch laufende Optimierungsmaßnahmen eine deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Jahresvergleich.
| Rohre & Pflaster Europa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 191,3 | 495,8 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 17,2 | 46,3 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 6,9 | 22,3 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 154,7 | 11,3 | -93 |
| Capital Employed | in Mio. € | 640,8 | 646,0 | +1 |
| Ø Mitarbeiter | 1.774 | 4.011 | >100 |
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife von einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und operativem EBITDA aus. In unserem Kunststoffrohrgeschäft sind wir vor allem aufgrund der steigenden Beiträge aus dem internationalen Projektgeschäft zuversichtlich, das gute Ergebnis des Vorjahrs zu wiederholen. Für unser keramisches Rohrgeschäft gehen wir von einer weiteren Stabilisierung der Nachfrage aus und erwarten durch die fortlaufende Verschiebung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie durch striktes Kostenmanagement einen Ergebnisbeitrag, der nur geringfügig unter dem sehr starken Ergebnis des Vorjahrs liegt. Im Bereich Flächenbefestigungen aus Beton bestärkt uns die erfreuliche Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr in unserer Zielsetzung, eine Verbesserung des operativen EBITDA im Vergleich zum Vorjahr zu erwirtschaften und damit die Margen deutlich zu verbessern.
In der Region Westeuropa stieg der Umsatz aufgrund des Konsolidierungsbeitrags des Kunststoffrohrgeschäfts von 101,0 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 auf 298,7 Mio. € in der Berichtsperiode. Das operative EBITDA verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 11,6 Mio. € auf 33,1 Mio. €. Nach einem witterungsbedingt schwierigen ersten Quartal hatte unser Spezialist für Kunststoffrohrsysteme, Pipelife, im ersten Halbjahr auch mit rückläufiger Marktaktivität in Frankreich und den Niederlanden zu kämpfen. Das in den ersten sechs Monaten schwierige Marktumfeld wurde insbesondere von deutlichen Mengenzuwächsen im internationalen Projektgeschäft mit Spezialrohren für industrielle Anwendungen sowie von einer Stabilisierung der Nachfrage im zweiten Quartal gemildert. Zusammen mit konsequentem Preismanagement
Klare Ergebnisverbesserung durch erstmalige Einbeziehung von Pipelife
konnten die Margen stabil gehalten werden. Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen, Steinzeug-Keramo, verzeichnete nach dem witterungsbedingt ebenfalls schwierigen Start im ersten Quartal eine Normalisierung des Marktumfelds in den abgelaufenen drei Monaten. Trotz der starken Regenfälle und Überflutungen in einigen Märkten Europas verbesserten sich in diesem Zeitraum die Absatzmengen in den westeuropäischen Kernmärkten im Vergleich zum hohen Niveau des Vorjahrs. Gemeinsam mit einem weiterhin starken Exportgeschäft konnte dadurch im zweiten Quartal der Mengenrückgang bei Verlieferungen in die herausfordernden Märkte Osteuropas, insbesondere nach Polen und in die Tschechische Republik, mehr als kompensiert werden. Zudem gelang es, durch striktes Preismanagement die Kosteninflation durch höhere Durchschnittspreise abzudecken. Insgesamt verzeichnete das keramische Rohrgeschäft im ersten Halbjahr einen moderaten Absatzrückgang, der einen geringfügigen Umsatz- und Ergebnisrückgang im Vergleich zum sehr starken Ergebnis der Vorjahresperiode zur Folge hatte.
| Rohre & Pflaster Westeuropa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 101,0 | 298,7 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 11,6 | 33,1 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 8,4 | 20,1 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 149,1 | 8,0 | -95 |
| Capital Employed | in Mio. € | 277,2 | 344,8 | +24 |
| Ø Mitarbeiter | 630 | 1.776 | >100 |
Deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum auf Jahressicht erwartet
Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir für das Geschäftsjahr 2013 von einer Fortsetzung des positiven Trends im internationalen Projektgeschäft aus und erwarten aufgrund unseres strikten Preis- und Kostenmanagements stabile Margen. Im keramischen Rohrgeschäft stimmt uns die Stabilisierung der Nachfrage in Westeuropa im Rahmen der Erwartungen zum Jahresanfang positiv für die zweite Jahreshälfte. Moderate Mengenzuwächse in dieser Region sollten die aufgrund des schwierigen Marktumfelds geringeren Verlieferungen in die osteuropäischen Kernmärkte kompensieren. Durch die fortlaufende Verschiebung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie durch striktes Kostenmanagement erwarten wir uns auf Jahressicht einen Ergebnisbeitrag, der nur leicht unter dem sehr starken Ergebnis des Vorjahrs liegt.
Im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa stieg der Umsatz durch die erstmalige Einbeziehung des Kunststoffrohrgeschäfts von 90,4 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 auf 197,1 Mio. € in der Berichtsperiode, und das operative EBITDA verbesserte sich im selben Zeitraum von 5,6 Mio. € auf 13,2 Mio. €. Im Kunststoffrohrgeschäft zeigte die Geschäftsentwicklung ein stark differenziertes Bild. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds verzeichnete Polen, der größte Einzelmarkt der Region, einen Mengenrückgang, der sich in rückläufigen Umsätzen und Ergebnissen niederschlug. Ebenso konnte das Ergebnis in Österreich aufgrund der leicht rückläufigen Nachfrage nicht an das Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahrs anschließen. Russland wies hingegen eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung aus, während auch Griechenland in einem extrem herausfordernden Umfeld die Ertragskraft in Folge von erfolgreichen Strukturanpassungen signifikant steigern konnte. Insgesamt verbesserten sich in den ersten sechs Monaten Umsatz und Ergebnis leicht im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Deutliche Ergebnisverbesserung von 5,6 Mio. € auf 13,2 Mio. € in H1 2013
Unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral-Osteuropa, Semmelrock, sah sich im ersten Halbjahr einem sehr schwierigen Marktumfeld gegenüber. Nach der wetterbedingt stark eingeschränkten Marktaktivität bis Mitte April waren die Absatzmengen aufgrund von zurückhaltendem Konsumverhalten im Privatsektor sowie von eingeschränkten Investitionsausgaben öffentlicher Körperschaften auch im zweiten Quartal leicht rückläufig. Der Mengenrückgang von insgesamt 18 % im ersten Halbjahr hatte einen deutlichen Umsatzrückgang zur Folge. Besonders von Mengenrückgängen betroffen waren der größte Einzelmarkt der Gruppe, Polen, in dem sich Projekte aufgrund der Witterung zeitlich nach hinten verschoben, sowie die Slowakei. Dennoch ist es durch striktes Preismanagement sowie Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten gelungen, die Durchschnittspreise im Jahresvergleich stabil zu halten. Zusammen mit den positiven Auswirkungen der bereits im Jahr 2012 umgesetzten Einsparungen sowie laufenden Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Verwaltung und Vertrieb konnte das operative EBITDA trotz des Umsatzrückgangs im Jahresvergleich verbessert und die Profitabilität deutlich erhöht werden.
| Rohre & Pflaster Osteuropa | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 90,4 | 197,1 | >100 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 5,6 | 13,2 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -1,5 | 2,3 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 5,6 | 3,2 | -42 |
| Capital Employed | in Mio. € | 363,6 | 301,2 | -17 |
| Ø Mitarbeiter | 1.144 | 2.235 | +95 |
Ergebniswachstum trotz rückläufiger Mengen bei Semmelrock
Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir im Kunststoffrohrgeschäft eine Fortsetzung des Trends aus dem ersten Halbjahr und eine stabile bis leicht positive Ergebnisentwicklung. Insbesondere rechnen wir aufgrund von Verschiebungen von Projekten aus dem ersten Halbjahr mit einem leichten Mengenwachstum in der zweiten Jahreshälfte. Für das Geschäftsfeld Flächenbefestigungen aus Beton ist im weiteren Jahresverlauf davon auszugehen, dass aufgrund des herausfordernden Marktumfelds in den zentral-osteuropäischen Kernländern der Absatz geringfügig hinter dem Vorjahr zurückbleiben wird. Dadurch liegt der Fokus unverändert auf der Verbesserung der Ertragskraft durch Verschlankung der Kostenstruktur und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz. Die positive Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr bestärkt uns in unserer Zielsetzung, auf Jahressicht einen operativen EBITDA-Beitrag über dem Vorjahresniveau zu erwirtschaften und damit die Margen deutlich zu verbessern.
Die Geschäftsaktivitäten in der Division Nordamerika waren im ersten Halbjahr 2013 ebenfalls von einem strengen Winter geprägt, wodurch es zu Verschiebungen bei Baubeginnen kam, wenn auch in geringerem Ausmaß als in Europa. Der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in unseren Regionen wies in den ersten sechs Monaten moderate Steigerungsraten auf. Nach einer stabilen Absatzentwicklung im ersten Quartal konnte im zweiten Quartal eine steigende Nachfrage nach Ziegeln verzeichnet werden. Insgesamt stiegen die abgesetzten Mengen bei Vormauerziegeln in den ersten sechs Monaten um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz Preisdrucks in einzelnen regionalen Märkten lagen die Durchschnittspreise bei Ziegeln in Folge von striktem Preismanagement in etwa auf Vorjahresniveau. Zusätzlich haben die umgesetzten Einsparungsmaßnahmen und konsequentes Kostenmanagement dazu beigetragen, die Margen im Bereich Ziegel weiter zu verbessern. In diesem Umfeld stieg der Umsatz der Division Nordamerika insbesondere aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des Deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum auf Jahressicht erwartet
Deutliche Ergebnissteigerung in Nordamerika im ersten Halbjahr 2013
nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts um 35 % auf 108,9 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich in der Berichtsperiode deutlich auf 4,4 Mio. € von 0,6 Mio. € im Vorjahr.
| Nordamerika | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 80,6 | 108,9 | +35 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 0,6 | 4,4 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -10,9 | -7,0 | +36 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 9,9 | 2,0 | -80 |
| Capital Employed | in Mio. € | 509,5 | 460,5 | -10 |
| Ø Mitarbeiter | 1.036 | 1.203 | +16 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 143 | 149 | +4 |
Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2013 erwartet
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von einer Fortsetzung des positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau aus. Zusätzlich sollten witterungsbedingte Verschiebungseffekte aus der ersten Jahreshälfte zu einem Anstieg der Nachfrage nach Ziegeln und einer Verbesserung der Ertragskraft führen. Bestätigt durch die letzten Hochrechnungen des U.S. Census Bureau zu den Baubeginnen von Einfamilienhäusern erwarten wir in den für uns relevanten Märkten für das Gesamtjahr ein zweistelliges Mengenwachstum bei Vormauerziegeln. Im Kunststoffrohrgeschäft liegt unser strategischer Fokus auf der Weiterentwicklung des Markts für faserverstärkte Rohre sowie auf der aktiven Förderung des Substitutionsprozesses hin zu Kunststoffrohren. Insgesamt erwarten wir uns für die Division im Jahr 2013 Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
Unsere Ziegelaktivitäten in Indien zeigten in den ersten sechs Monaten eine anhaltend dynamische Entwicklung und konnten Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen. Insgesamt stieg der Umsatz der Division Holding & Sonstiges um 14 % auf 2,9 Mio. €. Das operative EBITDA ging auf -8,1 Mio. € zurück. Auf Jahressicht ist mit einer Fortsetzung des positiven Marktumfelds in Indien zu rechnen, und wir erwarten Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
| Holding & Sonstiges | 1-6/2012 | 1-6/2013 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 2,5 | 2,9 | +14 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -6,7 | -8,1 | -22 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -10,3 | -10,3 | 0 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 3,0 | 4,7 | +59 |
| Capital Employed | in Mio. € | 19,7 | 17,1 | -13 |
| Ø Mitarbeiter | 210 | 196 | -7 |
Klare Umsatz- und Ergebnissteigerung in Indien
| 4-6/2013 | 4-6/2012 1) | 1-6/2013 | 1-6/2012 1) |
|---|---|---|---|
| 768.494 | 621.838 | 1.260.443 | 988.668 |
| -523.627 | -408.666 | -903.546 | -681.098 |
| 244.867 | 213.172 | 356.897 | 307.570 |
| -138.518 | -125.538 | -254.122 | -222.189 |
| -40.210 | -37.562 | -80.089 | -69.137 |
| -14.774 | -16.632 | -29.469 | -31.908 |
| 2.331 | 16.118 | 11.672 | 22.723 |
| 53.696 | 49.558 | 4.889 | 7.059 |
| 1.911 | 4.797 | -5.156 | 1.902 |
| 2.002 | 2.858 | 3.822 | 6.933 |
| -15.688 | -14.114 | -29.189 | -27.952 |
| -3.333 | 39.216 | -3.606 | 40.586 |
| -15.108 | 32.757 | -34.129 | 21.469 |
| 38.588 | 82.315 | -29.240 | 28.528 |
| -11.134 | -8.009 | -1.793 | -4.278 |
| 27.454 | 74.306 | -31.033 | 24.250 |
| 20 | -64 | -550 | -736 |
| 8.102 | 8.080 | 16.116 | 16.161 |
| 19.332 | 66.290 | -46.599 | 8.825 |
| 0,17 | 0,58 | -0,40 | 0,08 |
| 0,17 | 0,58 | -0,40 | 0,08 |
| in TEUR | 4-6/2013 | 4-6/2012 1) | 1-6/2013 | 1-6/2012 1) |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 27.454 | 74.306 | -31.033 | 24.250 |
| Währungsumrechnung | -41.244 | 28.985 | -43.959 | 44.255 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
0 | -1.136 | -524 | 801 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | -334 | 240 | -99 | 1.741 |
| Veränderung Hedging Reserve | 5.482 | 4.005 | 8.257 | 2.075 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 2) | -36.096 | 32.094 | -36.325 | 48.872 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -8.642 | 106.400 | -67.358 | 73.122 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 19 | -74 | -556 | -733 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.102 | 8.080 | 16.116 | 16.161 |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | -16.763 | 98.394 | -82.918 | 57.694 |
1)Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
2)Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR | 30.6.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte | 863.878 | 882.060 |
| Sachanlagen | 1.722.802 | 1.803.067 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 80.593 | 81.297 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 23.904 | 33.039 |
| Übrige Finanzanlagen | 1.087 | 1.329 |
| Latente Steuern | 41.806 | 39.490 |
| Langfristiges Vermögen | 2.734.070 | 2.840.282 |
| Vorräte | 733.166 | 700.925 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 344.769 | 199.166 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 92.127 | 84.566 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 76.555 | 72.504 |
| Zahlungsmittel | 286.091 | 242.288 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.532.708 | 1.299.449 |
| Summe Aktiva | 4.266.778 | 4.139.731 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.083.973 | 1.083.973 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 779.207 | 855.998 |
| Übrige Rücklagen | -202.101 | -165.782 |
| Eigene Anteile | -24.324 | -24.324 |
| Beherrschende Anteile | 2.247.178 | 2.360.288 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.840 | 3.396 |
| Eigenkapital | 2.250.018 | 2.363.684 |
| Latente Steuern | 103.762 | 105.822 |
| Personalrückstellungen | 131.783 | 132.277 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 50.383 | 53.001 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.096.279 | 858.708 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 10.133 | 9.896 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.392.340 | 1.159.704 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 58.415 | 80.618 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 66.791 | 58.062 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 265.986 | 253.149 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 233.228 | 224.514 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 624.420 | 616.343 |
| Summe Passiva | 4.266.778 | 4.139.731 |
| 2013 | 2012 1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Konzern | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.360.288 | 3.396 | 2.363.684 | 2.427.560 | 3.259 | 2.430.819 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -66.802 | -556 | -67.358 | 73.855 | -733 | 73.122 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -46.308 | 0 | -46.308 | -46.308 | 0 | -46.308 |
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | 0 | -204 | -35 | -239 |
| Stand 30.6. | 2.247.178 | 2.840 | 2.250.018 | 2.454.903 | 2.491 | 2.457.394 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
| in TEUR | 1-6/2013 | 1-6/2012 1) |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -29.240 | 28.528 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 101.403 | 94.010 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | -8.895 | 5.536 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 5.156 | -1.902 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -3.420 | -44.354 |
| Zinsergebnis | 25.367 | 21.019 |
| Gezahlte Zinsen | -9.375 | -2.615 |
| Erhaltene Zinsen | 1.176 | 2.658 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -6.313 | -4.513 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 75.859 | 98.367 |
| Veränderungen Vorräte | -32.241 | -23.686 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -145.603 | -76.927 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.837 | 8.946 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | -16.293 | 5.060 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -1.678 | 2.474 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -107.119 | 14.234 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 5.735 | 3.555 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -43.266 | -53.725 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -102 | 0 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 237 | 7.969 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 26 | -146.776 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -37.370 | -188.977 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 237.571 | 252.399 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -4.732 | -338.987 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -13.808 | -13.808 |
| Gezahlter Hybridkupon | -32.500 | -32.500 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 3.120 | 13.041 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 189.651 | -119.855 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 45.162 | -294.598 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -1.359 | 453 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 242.288 | 490.373 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 286.091 | 196.228 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
| Ziegel Europa | Rohre & Pflaster Europa | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2013 | Ziegel Westeuropa |
Ziegel Osteuropa |
Rohre & Pflaster Westeuropa |
Rohre & Pflaster Osteuropa |
Nordamerika | Holding & Sonstiges 2) |
Überleitung 3) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 512.025 | 140.493 | 298.716 | 197.083 | 108.902 | 2.875 | 1.260.094 | |
| Innenumsatz | 3.617 | 2.737 | 7.275 | 5.995 | 0 | 4.216 | -23.491 | 349 |
| Umsatz gesamt | 515.642 | 143.230 | 305.991 | 203.078 | 108.902 | 7.091 | -23.491 | 1.260.443 |
| EBITDA operativ 1) | 51.907 | 11.826 | 33.062 | 13.199 | 4.412 | -8.114 | 106.292 | |
| EBIT operativ 1) | 7.254 | -7.434 | 20.062 | 2.279 | -6.977 | -10.295 | 4.889 | |
| Gesamtinvestitionen | 18.225 | 7.172 | 8.036 | 3.221 | 1.965 | 4.723 | 43.342 | |
| Capital Employed | 1.456.111 | 445.764 | 344.753 | 301.214 | 460.499 | 17.110 | 3.025.451 | |
| Ø Mitarbeiter | 5.957 | 2.375 | 1.776 | 2.235 | 1.203 | 196 | 13.742 | |
| 1-6/2012 4) | ||||||||
| Außenumsatz | 565.131 | 148.347 | 100.976 | 90.362 | 80.566 | 2.522 | 987.904 | |
| Innenumsatz | 3.353 | 2.380 | 0 | 0 | 0 | 4.269 | -9.238 | 764 |
| Umsatz gesamt | 568.484 | 150.727 | 100.976 | 90.362 | 80.566 | 6.791 | -9.238 | 988.668 |
| EBITDA operativ 1) | 68.538 | 21.478 | 11.565 | 5.611 | 554 | -6.677 | 101.069 | |
| EBIT operativ 1) | 22.305 | -1.018 | 8.418 | -1.530 | -10.856 | -10.260 | 7.059 | |
| Gesamtinvestitionen | 25.095 | 7.904 | 149.087 | 5.564 | 9.885 | 2.966 | 200.501 | |
| Capital Employed | 1.537.771 | 501.975 | 277.160 | 363.606 | 509.545 | 19.693 | 3.209.750 | |
| Ø Mitarbeiter | 6.258 | 2.540 | 630 | 1.144 | 1.036 | 210 | 11.818 |
1) bereinigt um Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen
2) Der Bereich Holding & Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.
3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
4) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.
Der Zwischenbericht zum 30.6.2013 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2012 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
Nach der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, erfolgte aufgrund neu strukturierter Verantwortungsbereiche im Management eine neue Segmentierung in der Berichterstattung. Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird weiterhin nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Der Bereich Ziegel Europa fasst Hintermauer-, Vormauerund Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Ziegel Westeuropa und Ziegel Osteuropa zusammen. Der Bereich Rohre & Pflaster Europa beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Rohre & Pflaster Westeuropa und Rohre & Pflaster Osteuropa eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment Nordamerika dargestellt. Das Segment Holding & Sonstiges beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % at-equity bilanziert.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises des Vorjahrs erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2013 bis 30.6.2013 anteilig den Umsatz um 347.744 TEUR und das operative EBITDA um 31.138 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 11.2.2013 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten sechs Monate des Jahrs 2013 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 16.116 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,14 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 27 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten sechs Monaten 1.260.443 TEUR (Vorjahr: 988.668 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 106.292 TEUR um 5.223 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahrs von 101.069 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich auf 4.889 TEUR im Vergleich zu 7.059 TEUR im Vorjahr.
Zum Stichtag wurden 2.464.138 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2013 bis 30.6.2013 auf 115.062.626 Stück. Per 30.6.2013 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -44.483 TEUR (Vorjahr: 45.056 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty und dem britischen Pfund und wurden von positiven Differenzen aus dem US-Dollar in geringem Ausmaß reduziert. Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Anteil der Währungsumrechnungsdifferenzen betrug -6 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 8.257 TEUR (Vorjahr: 2.075 TEUR) nach Steuern. Dieser Anstieg ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Negative Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -99 TEUR (Vorjahr: 1.741 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um -31.033 TEUR (Vorjahr: 24.250 TEUR). Insgesamt verminderte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -67.358 TEUR (Vorjahr: 73.122 TEUR).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -107.119 TEUR (Vorjahr: 14.234 TEUR) lag deutlich unter dem Vergleichswert der Vorperiode, welcher aufgrund des Zeitpunkts der Akquisition von Pipelife am 31.5.2012 positiv beeinflusst war. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 43.342 TEUR (Vorjahr: 200.501 TEUR) resultierte mit 43.266 TEUR (Vorjahr: 43.240 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 76 TEUR (Vorjahr: 157.261 TEUR) aus Wachstumsinvestitionen, bestehend aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen.
Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 43.266 TEUR (Vorjahr: 53.725 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2012 um 198.446 TEUR auf 800.424 TEUR.
Am 11. April wurde die Emission einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 300.000 TEUR und einer Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen. Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,00 % verzinst. Die Begebung der Anleihe dient der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung des operativen Geschäfts und der Verbesserung der Liquiditätsposition.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten sechs Monaten 2013 wurden als wesentliche Risiken weiterhin höhere Inputkosten und eine Abschwächung der Baukonjunktur in einzelnen Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.6.2013 auf 17.706 TEUR (Vorjahr: 15.530 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.449 TEUR (Vorjahr: 6.707 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines ehemaligen Mitglieds des Aufsichtsrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 61 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR), Mietleistungen von 1.242 TEUR (Vorjahr: 1.442 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.934 TEUR (Vorjahr: 2.846 TEUR).
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 20. August 2013
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 20. August 2013 | Halbjahresabschluss 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
|---|---|
| 21. August 2013 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2013 in London |
| 04.-06. September 2013 | Capital Markets Day 2013 in den USA |
| 22. Oktober 2013 | Beginn der Quiet Period |
| 13. November 2013 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2013 |
| 28. Jänner 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 27. Februar 2014 | Ergebnisse 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 28. Februar 2014 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2013 in London |
| 28. März 2014 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 auf der Wienerberger Website |
| 17. April 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2014 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2014 |
| 16. Mai 2014 | 145. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 20. Mai 2014 | Ex-Tag für Dividende 2013 |
| 22. Mai 2014 | Zahltag für Dividende 2013 |
| 27. Juni 2014 | Nachhaltigkeits-Update 2013 |
| 22. Juli 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 19. August 2014 | Halbjahresabschluss 2014: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 20. August 2014 | Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2014 in London |
| September 2014 | Capital Markets Day 2014 |
| 21. Oktober 2014 | Beginn der Quiet Period |
| 12. November 2014 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2014 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Bericht zum 1. Halbjahr 2013 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach, sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 216 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa.
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