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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Aug 22, 2013

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Quarterly Report

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Halbjahres-Finanzbericht per 30. Juni 2013

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen 2013 Veränderung 2012
Erfolgsrechnung 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Zinsüberschuss 1.836 4,2% 1.762
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 469 17,3% - 400
Provisionsüberschuss 785 9,0% 721
Handelsergebnis 140 - 15,9% 167
Verwaltungsaufwendungen - 1.617 6,5% - 1.518
Periodenüberschuss vor Steuern 467 - 49,6% 927
Periodenüberschuss nach Steuern 311 - 57,6% 734
Konzern-Periodenüberschuss 277 - 60,5% 701
Bilanz 30.6. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 21.460 - 3,9% 22.323
Forderungen an Kunden 81.942 - 1,7% 83.343
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.495 - 8,9% 30.186
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.575 0,4% 66.297
Eigenkapital 10.428 - 4,1% 10.873
Bilanzsumme 130.306 - 4,3% 136.116
Kennzahlen 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Return on Equity vor Steuern 8,6% - 8,7 PP 17,3%
Return on Equity nach Steuern 5,7% - 7,9 PP 13,7%
Konzern-Return on Equity 5,4% - 9,0 PP 14,4%
Cost/Income Ratio 60,2% 2,1 PP 58,1%
Return on Assets vor Steuern 0,70% - 0,54 PP 1,24%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,06% 0,42 PP 2,64%
NPL Ratio 9,9% 0,2 PP 9,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,13% 0,23 PP 0,90%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.6. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 67.816 - 0,5% 68.136
Gesamte Eigenmittel 12.513 - 2,9% 12.885
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.621 - 0,1% 6.626
Überdeckungsquote 89,0% - 5,5 PP 94,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,4% - 0,3 PP 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,3% - 0,3 PP 13,6%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,9% - 0,3 PP 11,2%
Eigenmittelquote 15,1% - 0,4 PP 15,6%
Aktienkennzahlen 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Gewinn je Aktie in € 0,91 - 70,6% 3,09
Schlusskurs in € (30.6.) 22,40 - 13,0% 25,75
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 33,59 28,4% 26,17
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 22,40 20,2% 18,64
Anzahl der Aktien in Millionen (30.6.) 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (30.6.) 4.379 - 13,0% 5.034
Ressourcen 30.6. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 58.831 - 2,1% 60.084
Geschäftsstellen 3.056 - 1,6% 3.106
Kunden in Millionen 14,3 0,6% 14,2

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Karl Sevelda neuer CEO der RBI 6
Konzern-Lagebericht 7
Entwicklung der Märkte 7
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 8
Ergebnis im Vorjahresvergleich 9
Ergebnis im Quartalsvergleich 12
Bilanzentwicklung 14
Risikomanagement 16
Ausblick 17
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode 17
Segmentbericht 18
Einteilung der Segmente 18
Segmentüberblick 18
Zentraleuropa 19
Südosteuropa 26
Russland 35
GUS Sonstige 38
Group Corporates 42
Group Markets 43
Corporate Center 44
Konzernzwischenabschluss 46
Gesamtergebnisrechnung 46
Bilanz 49
Eigenkapitalveränderungsrechnung 50
Kapitalflussrechnung 51
Segmentberichterstattung 51
Anhang 56
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 58
Erläuterungen zur Bilanz 62
Risikobericht 68
Sonstige Erläuterungen 79
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 86
Impressum/Disclaimer 87

RBI auf dem Kapitalmarkt

Notenbankpolitik beeinflusst Aktienkurse

Auch wenn die für die zweite Jahreshälfte erwartete Konjunkturerholung in der Eurozone aufgrund der weltweiten Eintrübung im zweiten Quartal 2013 zunehmend fraglich wurde, setzte sich auf den internationalen Aktienmärkten, insbesondere in den USA, zwischenzeitlich eine positive Stimmung durch. Für eine Beruhigung der Märkte sorgte dabei die – nach einigen Schwierigkeiten schließlich erfolgreiche – Regierungsbildung in Italien. Aktien profitierten zudem von der Anfang Mai verkündeten Zinssenkung der EZB von 0,75 auf 0,5 Prozent.

Diesem positiven Gesamtbild setzte US-Notenbankchef Ben Bernanke im Juni ein Ende, als er ankündigte, dass die amerikanische Zentralbank ihren Kurs einer lockeren Geldpolitik noch in diesem Jahr verlassen könnte. Aktien verloren daraufhin deutlich, und zahlreiche Märkte – so auch jener in Österreich – verbuchten im zweiten Quartal per Saldo ein Minus.

Während die Anleiherenditen der als sicher geltenden Länder wie Deutschland im weiteren Quartalsverlauf deutlich anzogen, gaben sie bei einigen Peripheriestaaten – z. B. Spanien und nach der erfolgreichen Regierungsbildung auch Italien – weiter nach.

Gegen Ende des ersten Halbjahrs stellte die EU-Kommission einen Entwurf für ein einheitliches Regelwerk zur Rettung oder Schließung so genannter "Krisenbanken" vor. Nach diesem Vorschlag sollen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Großbanken in Europa künftig in erster Linie auf Kosten ihrer Eigner sowie Gläubiger und nicht von den Steuerzahlern gerettet werden. Mit diesem Modell forciert die Kommission zwar den Weg der europaweiten Bankenregulierung und -aufsicht zur künftigen Vermeidung systemischer Krisen weiter. Die Verabschiedung des Entwurfs ist jedoch noch offen, und die Verhandlungen darüber dürften sich noch länger hinziehen.

Entwicklung der RBI-Aktie

Die RBI-Aktie – sie war mit einem Kurs von € 26,52 in das zweite Quartal gestartet – erreichte ihren höchsten Schlusskurs im Berichtszeitraum mit € 27,95 am 15. Mai 2013. Im weiteren Verlauf verlor sie an Wert und wies ihren niedrigsten Schlusskurs am 28. Juni 2013 mit € 22,40 auf. Zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 19. August 2013 notierte sie bei € 26,10.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2012 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Hauptversammlung

Während Investorenkonferenzen in der Regel institutionelle Anleger ansprechen, gibt die Hauptversammlung auch Privatanlegern die Möglichkeit, vom Vorstand unmittelbar Informationen über Geschäftsverlauf und Strategie des Unternehmens zu erhalten. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der RBI fand am 26. Juni 2013 in Wien statt, erstmals mit Karl Sevelda als Vorstandsvorsitzendem.

Für das Geschäftsjahr 2012 beschloss die Hauptversammlung eine im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um € 0,12 erhöhte Dividende von € 1,17 je Aktie. Daraus ergab sich ohne eigene Aktien, aus denen keine Dividendenansprüche resultieren, eine Ausschüttung von insgesamt rund € 228 Millionen.

Mit weiteren von der Hauptversammlung gefassten Beschlüssen wurde der RBI die Möglichkeit eingeräumt, auf künftige Kapitalanforderungen flexibel zu reagieren. So wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des

Weiters wurde Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der RBI gewählt. Er tritt die Nachfolge von Friedrich Sommer an, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 26. Juni 2013 zurücklegte.

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Im zweiten Quartal 2013 bot die RBI interessierten Investoren auf Roadshows in Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, Hong Kong, Kopenhagen, Köln, London, Mailand, New York, Paris, Singapur, Tokio und im österreichischen Zürs wieder Gelegenheit zu persönlicher Information. Des Weiteren veranstaltete sie am 11. April im Anschluss an die Publikation ihres Jahresergebnisses 2012 die so genannte RBI Investor Presentation in London mit rund 70 Teilnehmern. Die gesamte Veranstaltung steht im Internet unter www.rbinternational.com Investor Relations Veranstaltungen als Webcast zur Verfügung.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres Ergebnisses für das erste Quartal 2013 hielt die RBI am 28. Mai eine Telefonkonferenz ab, an der rund 200 internationale Analysten und Investoren teilnahmen. Auch von dieser Veranstaltung ist ein Webcast im Internet abrufbar.

Neben 29 Aktienanalysten geben 17 Anleiheanalysten regelmäßig Empfehlungen zur RBI als Investment ab. Damit ist die RBI jenes Unternehmen in Österreich, über das die größte Anzahl von Analystenhäusern regelmäßig berichtet.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die RZB hielt zum Quartalsende rund 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befanden sich im Streubesitz. Etwa ein Drittel des Streubesitzes befand sich Ende Juni 2013 in Händen von Privatanlegern, die mehrheitlich aus Österreich stammen. Rund zwei Drittel wurden von institutionellen Investoren gehalten. Diese wiesen weiterhin eine breite internationale Streuung auf: Rund 24 Prozent stammten aus den USA, rund 20 Prozent aus Österreich, rund 18 Prozent aus Großbritannien und Irland sowie rund 24 Prozent aus den restlichen EU-Staaten. Die verbleibenden institutionellen Investoren kamen aus anderen Staaten, wie z. B. Singapur und Japan.

Kurs zum 30. Juni 2013 € 22,40
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im zweiten Quartal 2013 € 27,95 / € 22,40
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2013 € 0,91
Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2013 € 4,379 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2013 178.967 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2013 € 276,38 Millionen
Streubesitz zum 30. Juni 2013 rund 21,5%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2013 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Moody's Investors Service A2 P-1 negative
Standard & Poor's A A-1 negative
Fitch Ratings A F1 stable

Finanzkalender 2013 und 2014

13. November 2013 Beginn der Quiet Period
27. November 2013 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call
27. Februar 2014 Beginn der Quiet Period
27. März 2014 Geschäftsbericht 2013, Conference Call
28. März 2014 RBI Investor Presentation, London
8. Mai 2014 Beginn der Quiet Period
22. Mai 2014 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
4. Juni 2014 Hauptversammlung
11. Juni 2014 Ex-Dividendentag und Dividendenzahlung
7. August 2014 Beginn der Quiet Period
21. August 2014 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
6. November 2014 Beginn der Quiet Period
20. November 2014 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Karl Sevelda neuer CEO der RBI

Der Aufsichtsrat der RBI nahm im Juni das Angebot von Herbert Stepic an, als Vorstandsvorsitzender der RBI zurückzutreten. Nachdem Herbert Stepic seine Funktion am 24. Mai 2013 aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte, schied er am 7. Juni aus dem Vorstand der RBI aus. Gleichzeitig wurde Karl Sevelda, im Vorstand bisher für das Firmenkundengeschäft der RBI verantwortlich, zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Karl Sevelda hat über 35 Jahre Bankerfahrung, davon mehr als 20 Jahre in der Creditanstalt-Bankverein. Von 1998 bis 2010 war er Mitglied des Vorstands der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG und ist seit 2010 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RBI. Zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender behält Karl Sevelda seine Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, bis der Aufsichtsrat eine neue Geschäftsverteilung festgelegt hat. Zum neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Johann Strobl ernannt.

Konzern-Lagebericht

Entwicklung der Märkte

Wachstumsverringerung in CEE

Nach einem Plus von 2,1 Prozent im Jahr 2012 dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) 2013 nach aktueller Einschätzung auf 1,5 Prozent verringern. Der Trend zu schwächeren BIP-Wachstumszahlen hielt dabei vor allem im ersten Quartal 2013 an – mit wenigen Ausnahmen wie Ungarn oder Rumänien. Dies lag zum einen an der konjunkturellen Abschwächung in der Eurozone, die vor allem die kleinen, offenen und exportabhängigen Volkswirtschaften traf. Zum anderen war die konjunkturelle Verlangsamung durch eine schwache Inlandsnachfrage bedingt. Bereits das zweite Quartal 2013 zeigte einige Anzeichen einer langsamen Erholung, die in der zweiten Jahreshälfte zu einer weiteren Stabilisierung der konjunkturellen Dynamik und einer Wachstumsverbesserung in CEE führen sollte. Für 2014 wird für die Gesamtregion CEE ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent erwartet.

Zentraleuropa (CE) – Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn – ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Region in CEE. Mit Ausnahme Polens sind die Volkswirtschaften in CE klein, offen und in hohem Maß abhängig von Exporten in die Eurozone und wurden deshalb von der Abkühlung der dortigen Konjunktur (mit zwei Rezessionsjahren 2012 und 2013) entsprechend hart getroffen. Nach einem Wachstum von 0,6 Prozent im Jahr 2012 dürfte das Wirtschaftswachstum in der Region CE mit 0,5 Prozent deshalb auch 2013 ähnlich schwach bleiben. Dabei erreichten Polen und die Slowakei trotz einer Verlangsamung im ersten Quartal 2013 im Jahresvergleich ein Wirtschaftswachstum. Ungarn erzielte mit minus 0,9 Prozent zwar im Jahresvergleich kein Wachstum, zeigte damit jedoch eine Verbesserung zu den Vorquartalen. In der Tschechischen Republik schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent, in Slowenien sogar um 4,8 Prozent im Jahresvergleich. Für 2014 wird für CE ein konjunktureller Aufschwung prognostiziert, der sich in einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent niederschlagen dürfte.

In Südosteuropa (SEE) – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien – sollte sich die die Wirtschaft 2013 mit einem Plus von 1,4 Prozent erholen, nachdem diese Region 2012 ein weiteres Jahr der Stagnation erlebt hatte. Rumänien, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina haben die Rezession von 2012 überwunden und weisen derzeit leicht positive Wachstumsraten auf. Kroatien dürfte 2013 weiter in der Rezession verharren, und auch Bulgarien wird 2013 voraussichtlich weniger vom Aufschwung in der Region profitieren. Für das Jahr 2014 wird für SEE insgesamt eine weitere Verbesserung des Wachstumstrends auf 2,0 Prozent erwartet. Aufwärtspotenzial besteht dabei vor allem angesichts der erfolgten Strukturreformen in vielen Ländern dieser Region.

Die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) – Belarus, Russland und die Ukraine – waren deutlich weniger stark von den Ereignissen in der Eurozone beeinflusst als jene in CE und SEE. Zudem profitierte Russland in den vergangenen Jahren von einem relativ stabilen Ölpreis auf hohem Niveau. Vor diesem Hintergrund koppelte sich die Region partiell von der Wachstumsschwäche der Eurozone ab. 2012 zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Verringerung des Aufschwungs, und das Wirtschaftswachstum reduzierte sich auf 3,1 Prozent. Besonders seit der zweiten Jahreshälfte 2012 konnte sich auch die Region GUS dem globalen Umfeld nicht mehr entziehen. So verschlechterte sich die für die Ukraine wichtige Stahlkonjunktur merklich. Schwächere Exporte und eine Abnahme der Investitionen führten in der Folge zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums. Zusätzlich kam gegen Jahresende 2012 der bis dato als Stütze wirkende inländische Konsum unter Druck – eine Tendenz, die bis weit in das Jahr 2013 anhalten dürfte. Für 2013 ist in der Region GUS deshalb mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um nur 1,9 Prozent zu rechnen, für 2014 wird ein Anstieg um 2,0 Prozent erwartet.

Region/Land 2012 2013e 2014f 2015f
Polen 1,9 1,2 2,5 3,0
Slowakei 2,0 0,9 2,0 3,0
Slowenien - 2,3 - 2,5 0,0 1,5
Tschechische Republik - 1,2 - 0,7 1,9 2,4
Ungarn - 1,7 0,5 1,5 1,5
CE 0,6 0,5 2,1 2,6
Albanien 1,6 2,0 3,5 4,0
Bosnien und Herzegowina - 1,3 0,2 1,5 3,5
Bulgarien 0,8 0,5 2,5 3,5
Kroatien - 2,0 - 0,5 1,0 1,5
Kosovo 3,0 3,0 3,0 4,0
Rumänien 0,7 2,5 2,0 2,5
Serbien - 1,7 1,0 2,0 3,0
SEE 0,0 1,4 2,0 2,7
Belarus 1,5 2,0 3,0 4,0
Russland 3,4 2,0 2,0 2,5
Ukraine 0,2 1,0 1,5 2,5
GUS 3,1 1,9 2,0 2,5
CEE 2,1 1,5 2,0 2,6
Österreich 0,9 0,5 1,5 1,5
Deutschland 0,9 0,5 1,8 1,3
Eurozone - 0,5 - 0,7 1,2 1,3

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die RBI erzielte im ersten Halbjahr 2013 trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds und gedämpfter Konjunkturerwartungen einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 467 Millionen. Der damit gegenüber der Vergleichsperiode eingetretene Rückgang um € 460 Millionen beruhte in erster Linie auf Sondereffekten im Jahr 2012, in dem aus dem Verkauf von Anleihen sowie dem Rückkauf von hybridem Kernkapital Veräußerungsergebnisse von insgesamt € 272 Millionen angefallen waren. Während sich im ersten Halbjahr 2013 das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten um € 167 Millionen verringerte, wirkte sich ein Anstieg im Provisions- und Zinsergebnis speziell aufgrund der verbesserten Nettozinsspanne positiv auf die Betriebserträge und damit auch auf das Vorsteuerergebnis aus.

Die Betriebserträge erhöhten sich im Periodenvergleich um 3 Prozent oder € 71 Millionen auf € 2.686 Millionen. Zu diesem Zuwachs trug eine Steigerung des Provisionsüberschusses um € 65 Millionen bei, die durch Preisanpassungen in einigen Märkten, aber auch durch höhere Transaktionsvolumina erzielt wurde. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Zinsüberschuss: Die Nettozinsspanne (gerechnet auf zinstragende Aktiva) verbesserte sich durch Repricing-Maßnahmen bei den Einlagen sowie durch die Optimierung der Liquiditätsposition um 42 Basispunkte auf 3,06 Prozent. Dies ergab trotz deutlich geringerer Volumina einen Zuwachs des Zinsüberschusses um 4 Prozent auf € 1.836 Millionen. Das Handelsergebnis hingegen sank im Periodenvergleich um € 26 Millionen auf € 140 Millionen. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis ergab sich gleichfalls ein Minus von € 42 Millionen, das auf erhöhte Bankenabgaben und die neu eingeführte Transaktionssteuer in Ungarn zurückzuführen war. Dabei wurde die ungarische Bankenabgabe entsprechend dem IFRS-Standard (IFRIC 21) für das gesamte Jahr 2013 bereits im zweiten Quartal eingebucht.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen überwiegend durch die im Mai 2012 erfolgte Einbeziehung und Integration der Polbank im Periodenvergleich um 7 Prozent oder € 99 Millionen auf € 1.617 Millionen. Des Weiteren waren Gehaltsanpassungen in Russland für diesen Anstieg verantwortlich. Positive Effekte ergaben sich in einigen Ländern aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand vorwiegend aufgrund der Optimierung des Filialnetzes im Zuge der Fusion mit der Polbank um 97 auf 3.056.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Periodenvergleich um 17 Prozent von € 400 Millionen auf € 469 Millionen. Hier war es in der Vergleichsperiode zu Nettoauflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen im Ausmaß von € 91 Millionen gekommen, während im ersten Halbjahr 2013 Nettodotierungen von € 21 Millionen erforderlich wurden. Die Dotierungen zu Einzelwertberichtigungen blieben mit € 456 Millionen um 8 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

In der Berichtsperiode blieb das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten negativ und verschlechterte sich von minus € 20 Millionen auf minus € 187 Millionen. Die in dieser Position enthaltenen Bewertungen für die Credit Spreads der eigenen Verbindlichkeiten resultierten aufgrund der Beruhigung der Finanzmärkte, die zu einer markanten Verringerung der CDS-Aufschläge für die RBI führten, in einem Bewertungsverlust von € 134 Millionen gegenüber € 58 Millionen in der Vergleichsperiode. Aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen hatte sich in der Vergleichsperiode ein positives Ergebnis von € 113 Millionen ergeben.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank gegenüber der Vergleichsperiode von € 253 Millionen auf € 64 Millionen. Hier hatte der zur Erfüllung der von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vorgeschriebenen Kapitalquote erfolgte Verkauf von Wertpapieren der Konzernzentrale in der Vergleichsperiode ein Veräußerungsergebnis von € 159 Millionen geliefert. Im ersten Halbjahr 2013 ergab die Bewertung des Fair-Value-Bestands an Wertpapieren einen Gewinn von € 26 Millionen, Verkäufe von Beteiligungen brachten der RBI in der Berichtsperiode einen Ertrag von rund € 40 Millionen.

Der Periodenüberschuss nach Steuern für das erste Halbjahr 2013 betrug € 311 Millionen. Dies bedeutet gegenüber der Vergleichsperiode einen Rückgang um 58 Prozent oder € 422 Millionen. Dabei lag die Steuerquote mit 33 Prozent um 12 Prozentpunkte über dem Vergleichswert. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile stieg um € 2 Millionen auf € 35 Millionen. Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile ergab sich ein Konzern-Periodenüberschuss von € 277 Millionen, der somit um € 424 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres blieb. In der Berichtsperiode befanden sich durchschnittlich 194,9 Millionen Aktien im Umlauf. Daraus resultiert ein Gewinn je Aktie von € 0,91 (1. Halbjahr 2012: € 3,09).

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss1 1.836 1.762 75 4,2%
Provisionsüberschuss 785 721 65 9,0%
Handelsergebnis1 140 167 -26 -15,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis2 -76 -35 -42 120,5%
Betriebserträge 2.686 2.614 71 2,7%
Personalaufwand3 -815 -768 -48 6,2%
Sachaufwand -615 -572 -43 7,5%
Abschreibungen -186 -178 -9 4,9%
Verwaltungsaufwendungen3 -1.617 -1.518 -99 6,5%
Betriebsergebnis 1.069 1.097 -28 -2,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -469 -400 -69 17,3%
Übrige Ergebnisse4 -133 231 -363
Periodenüberschuss vor Steuern 467 927 -460 -49,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -156 -194 38 -19,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 311 734 -422 -57,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -35 -33 -2 6,0%
Konzern-Periodenüberschuss 277 701 -424 -60,5%

Ergebnis im Vorjahresvergleich

1 Umgliederung von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

2 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte.

3 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

4 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte.

Zinsüberschuss

In den ersten sechs Monaten 2013 stieg der Zinsüberschuss – er stellt mit einem Anteil von 68 Prozent der Betriebserträge unverändert die größte Ertragskomponente dar – gegenüber der Vergleichsperiode 2012 um 4 Prozent oder € 75 Millionen auf € 1.836 Millionen. Dabei wurde ein Rückgang der Zinserträge aufgrund niedrigerer Kreditvolumina zur Gänze durch geringere Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen kompensiert. Der Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten erhöhte sich um 30 Prozent oder € 50 Millionen auf € 213 Millionen (überwiegend in der Konzernzentrale).

Die Nettozinsspanne nahm im Jahresabstand um 42 Basispunkte auf 3,06 Prozent zu. Hauptgründe dafür waren positive Effekte von Repricing-Maßnahmen bei den Einlagen sowie eine Reduktion der zu niedrigen Zinsen vorgehaltenen Liquidität. Hauptgründe für diesen erfreulichen Trend waren höhere Zinserträge aus den derivativen Finanzinstrumenten in der Konzernzentrale, Repricing-Maßnahmen im Einlagengeschäft in Polen sowie die gute Entwicklung des Kreditgeschäfts in Russland und Belarus. In der Tschechischen Republik und Bulgarien hingegen sank der Zinsüberschuss, hervorgerufen durch Volumenrückgänge im Geschäft mit Retail- und Firmenkunden sowie ein niedrigeres Marktzinsniveau. In Ungarn wiederum sorgten geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie ebenfalls gesunkene Kreditvolumina für einen Rückgang. Eine gegenläufige Entwicklung war in Polen zu verzeichnen, wo der Zinsüberschuss gesteigert wurde. Allerdings ist hier ein Vorjahresvergleich aufgrund der unterschiedlichen Zuordnung einzelner zinstragender Transaktionen infolge der Integration der Polbank nur eingeschränkt möglich. In der Ukraine sank der Zinsüberschuss aufgrund rückläufiger Volumina im Privat- und Firmenkundengeschäft und erhöhter Aufwendungen für Kundeneinlagen, in Rumänien wiederum sorgten vor allem gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren für einen Rückgang.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 65 Millionen oder 9 Prozent auf € 785 Millionen. € 34 Millionen oder 52 Prozent dieses Zuwachses sind auf eine wesentliche Verbesserung des Ergebnisses aus dem Zahlungsverkehr zurückzuführen, hervorgerufen vor allem durch Gebührenerhöhungen in Ungarn infolge der Einführung der Finanztransaktionssteuer, die Einbeziehung der Polbank sowie eine volumengetriebene Erhöhung der Erträge aus dem Kreditkartengeschäft in Russland. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wuchs volumenbedingt ebenfalls um € 18 Millionen oder 33 Prozent, wofür vor allem die Entwicklung in der Konzernzentrale und in Ungarn verantwortlich zeichnete. Höhere Volumina – vorrangig in der Slowakei und Kroatien – sorgten auch in der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds für einen Ergebnisanstieg um € 6 Millionen oder 65 Prozent. Ebenfalls volumenbedingt legte auch das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten um € 5 Millionen oder 29 Prozent zu, dies vor allem in Polen und der Ukraine. Das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen entwickelte sich positiv. Hier verzeichneten die Tschechische Republik sowie Russland dank höherer Provisionserträge aus strukturierten Finanzierungen und Inkassotätigkeiten die größten Zuwächse.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verringerte sich im Jahresvergleich um € 26 Millionen oder 16 Prozent auf € 140 Millionen. Hier verzeichnete die Konzernzentrale aufgrund von Bewertungsverlusten derivativer Finanzinstrumente einen Ergebnisrückgang im zinsbezogenen Geschäft um € 49 Millionen, der jedoch durch ein verbessertes Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, dem Kreditderivatgeschäft und dem sonstigen Geschäft nahezu kompensiert wurde. In Russland wiederum reduzierte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft aufgrund von Bewertungsverlusten aus Wertpapierpositionen um € 14 Millionen. Auch in Kroatien, wo im Vorjahr durch vermehrte Handelsaktivitäten im Rahmen des vergleichsweise günstigeren Marktumfelds ein höherer Ertrag erzielt worden war, nahm das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 5 Millionen ab. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verringerte sich am stärksten in Polen – dies allerdings gemessen an einem außerordentlich hohen Ertrag im Jahr 2012. Das Ergebnis aus gegebenen Kapitalgarantien der Konzernzentrale verbesserte sich im Periodenvergleich um € 11 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank von minus € 35 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf minus € 76 Millionen im Berichtszeitraum. Maßgeblich belastet wurde es durch die um € 62 Millionen höheren Bankenabgaben in Ungarn und der Slowakei sowie die neu eingeführte Finanztransaktionssteuer in Ungarn. Letztere konnte durch erhöhte Provisionserträge allerdings teilweise kompensiert werden. Die ungarische Bankenabgabe wurde dabei entsprechend dem IFRS-Standard (IFRIC 21) bereits im zweiten Quartal für das gesamte Jahr 2013 eingebucht. Positiv trugen zum sonstigen betrieblichen Ergebnis die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen sowie das Ergebnis aus dem Operating Leasing bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 99 Millionen auf € 1.617 Millionen, zum überwiegenden Teil zurückzuführen auf die im Mai 2012 erfolgte Einbeziehung und Integration der Polbank. Dadurch erhöhte sich trotz der bei den Betriebserträgen erzielten Zuwächse auch die Cost/Income Ratio um 2,1 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 50 Prozent der Personalaufwand, der sich insgesamt um 6 Prozent oder € 48 Millionen auf € 815 Millionen erhöhte. Dieser Anstieg wurde überwiegend durch die Einbeziehung der Polbank, Gehaltsanpassungen in Russland sowie kollektivvertragliche Erhöhungen in der Konzernzentrale verursacht. Positiv wirkten sich hingegen Kostensenkungen in der Ukraine sowie der Abbau von Mitarbeitern in Ungarn aus.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 2.290 Personen auf 59.393. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 1.317), Rumänien (minus 533), Ungarn (minus 142) und Bulgarien (minus 135).

Der Sachaufwand erhöhte sich um 8 Prozent oder € 43 Millionen auf € 615 Millionen. Während es dabei in einigen Ländern zu deutlichen Reduktionen kam, sorgten die Einbeziehung der Polbank, die Auslagerung von IT-Aktivitäten in der Konzernzentrale und verstärkte Werbekampagnen in Russland für einen Anstieg.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen um 5 Prozent oder € 9 Millionen auf € 186 Millionen zu. Zurückzuführen ist dies großteils auf die Einbeziehung der Polbank und die Wertminderung von Gebäuden in Russland.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Jahresvergleich um 17 Prozent oder € 69 Millionen auf € 469 Millionen. Zurückzuführen war die Erhöhung auf die Entwicklung der Portfolio-Wertberichtigungen, bei denen es in der Vergleichsperiode des Vorjahres – überwiegend in der Konzernzentrale und in Russland – zu Auflösungen in Höhe von € 91 Millionen gekommen war. In der Berichtsperiode hingegen wurden € 21 Millionen an Portfolio-Wertberichtigungen neu dotiert.

Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen hingegen verringerten sich um € 41 Millionen auf € 456 Millionen. Rückgänge wurden dabei vor allem in den Segmenten Zentraleuropa und GUS Sonstige sowie in China verzeichnet. Ebenso führten in Russland Forderungsverkäufe und die aktualisierte Bewertung von Sicherheiten im ersten Halbjahr 2013 zu Nettoauflösungen von Einzelwertberichtigungen. Im Segment Südosteuropa hingegen, wo vor allem in Kroatien deutlich höhere Einzelwertberichtigungen sowohl für Firmen- als auch für Retail-Kunden gebildet werden mussten, nahmen die Nettodotierungen um € 13 Millionen zu.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, stieg um 23 Basispunkte auf 1,13 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, den Firmenwertabschreibungen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen zusammensetzt, sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von plus € 231 Millionen auf minus € 133 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen reduzierte sich dabei um 75 Prozent oder € 189 Millionen auf € 64 Millionen. Hier hatte der zur Erfüllung der EBA-Vorgaben erfolgte Verkauf von Wertpapieren der Konzernzentrale im Vorjahr ein Veräußerungsergebnis von € 159 Millionen geliefert. Zusätzlich hatte der Verkauf von sonstigen Wertpapieren in der Vergleichsperiode ein Ergebnis von € 32 Millionen gebracht, in der Berichtsperiode betrug das Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren dieser Kategorien hingegen lediglich € 8 Millionen. Das Bewertungsergebnis des Fair-Value-Bestands ging damit gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 24 Millionen auf € 26 Millionen zurück. Demgegenüber stieg das Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen im ersten Halbjahr 2013 um € 29 Millionen auf € 40 Millionen, hauptsächlich aufgrund des Verkaufs von Beteiligungen in Russland und der Ukraine. Aus der Bewertung von Unternehmensanteilen – vorwiegend in der Slowakei und Tschechischen Republik – resultierte ein Verlust von € 11 Millionen nach minus € 2 Millionen in der Vorjahresperiode.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten verringerte sich um € 167 Millionen auf minus € 187 Millionen. Die darin enthaltenen Bewertungen für die Credit Spreads der eigenen Verbindlichkeiten führten im Berichtszeitraum zu einem um € 76 Millionen höheren Bewertungsverlust von € 134 Millionen. Im Vorjahr hatte sich hier aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen ein positives Ergebnis von € 113 Millionen ergeben. Das Bewertungsergebnis von zu Absicherungszwecken eingegangenen derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 162 Millionen, nachdem es in der Vergleichsperiode des Vorjahres bei plus € 32 Millionen gelegen war.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen fiel im Periodenvergleich um € 4 Millionen auf minus € 6 Millionen. Das Ergebnis hängt mit der Endkonsolidierung von Unternehmen mit Umsätzen oder Aktiva unterhalb der Wesentlichkeitsgrenze zusammen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 38 Millionen auf € 156 Millionen. Dabei drehten die latenten Steuern von minus € 39 Millionen auf plus € 51 Millionen, im Wesentlichen aufgrund der Veränderung von Bewertungsergebnissen aus eigenen Verbindlichkeiten und Derivaten. Die laufenden Steuern stiegen um 33 Prozent oder € 51 Millionen auf minus € 206 Millionen. Die Steuerquote, die im Vorjahr bei 21 Prozent gelegen war, erhöhte sich aufgrund teils nicht anrechenbarer steuerlicher Verlustvorträge auf 33 Prozent.

Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q2/2013 Q1/2013 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 972 865 107 12,3%
Provisionsüberschuss 411 375 36 9,7%
Handelsergebnis 60 80 -20 -25,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 -58 -18 -40 221,4%
Betriebserträge 1.384 1.302 83 6,3%
Personalaufwand -409 -406 -3 0,8%
Sachaufwand -324 -291 -33 11,3%
Abschreibungen -96 -91 -5 5,3%
Verwaltungsaufwendungen -829 -788 -41 5,2%
Betriebsergebnis 555 514 42 8,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -249 -220 -30 13,5%
Übrige Ergebnisse2 -90 -43 -47 108,3%
Periodenüberschuss vor Steuern 216 251 -35 -13,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -79 -77 -2 2,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 137 174 -37 -21,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -17 -17 0 0,9%
Konzern-Periodenüberschuss 120 157 -37 -23,5%

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte.

2 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte.

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 stieg der Zinsüberschuss im zweiten Quartal 2013 um 12 Prozent oder € 107 Millionen auf € 972 Millionen. Die Nettozinsspanne (gerechnet auf zinstragende Aktiva) verbesserte sich im Quartalsvergleich um 37 Basispunkte auf 3,25 Prozent. Hauptgründe dafür waren insbesondere eine weitere Optimierung der Liquiditätsposition sowie die Reduktion hochverzinslicher Kundeneinlagen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber dem ersten Quartal 2013 einen Anstieg um € 36 Millionen auf € 411 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei dank Volumensteigerungen in der Konzernzentrale sowie in Ungarn mit € 13 Millionen das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft, gefolgt vom Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr mit € 12 Millionen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft verbesserte sich um € 7 Millionen, jenes aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um € 4 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um € 20 Millionen auf € 60 Millionen. Auslöser dafür war eine Verminderung des währungsbezogenen Geschäfts vor allem in Polen, nachdem hier im ersten Quartal 2013 ein überdurchschnittlich hohes Ergebnis erzielt worden war. Zusätzlich wirkten sich Bewertungsverluste aus Fremdwährungs-Swaps in Ungarn negativ aus. Das zinsbezogene Geschäft verbesserte sich hingegen aufgrund deutlicher Bewertungsgewinne in der Konzernzentrale und der Tschechischen Republik.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Im zweiten Quartal 2013 blieb das sonstige betriebliche Ergebnis mit minus € 58 Millionen um € 40 Millionen unter dem Wert des Vorquartals. Hauptgrund dafür war die höhere Bankenabgabe in Ungarn. Dies betrifft eine Sonderzahlung von € 19 Millionen sowie einen Einmaleffekt von € 20 Millionen aus der bisher aliquot erfassten Bankenabgabe.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 829 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im zweiten Quartal 2013 um € 41 Millionen über dem Wert des Vorquartals von € 788 Millionen.

Der Personalaufwand blieb dabei mit einem Anstieg von weniger als 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 409 Millionen nahezu stabil.

Dagegen erhöhte sich der Sachaufwand im Quartalsvergleich um € 33 Millionen auf € 324 Millionen. Die größten Anstiege verzeichneten hier der Rechts- und Beratungsaufwand sowie der Werbe- und Repräsentationsaufwand.

Auch die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen – hauptsächlich durch höhere Abschreibungen für Software-Projekte in der Konzernzentrale – im Quartalsvergleich um 5 Prozent oder € 5 Millionen auf € 96 Millionen zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren mit € 249 Millionen im zweiten Quartal 2013 um € 30 Millionen höher als im Vorquartal. Beinahe alle CEE-Länder verzeichneten hier einen Anstieg, während im Segment Group Corporates im zweiten Quartal geringere Nettodotierungen anfielen. Hier hatte sich durch einige größere Ausfälle von Firmenkunden in der Konzernzentrale im ersten Quartal 2013 ein höherer Vorsorgebedarf ergeben.

Der Bestand an notleidenden Krediten an Nichtbanken zeigte im zweiten Quartal 2013 einen Rückgang um € 92 Millionen auf € 8.137 Millionen. Dies ist überwiegend auf Währungseffekte in Höhe von € 83 Millionen zurückzuführen. Währungsbereinigt waren dabei in Zentraleuropa ebenso Zuwächse zu verzeichnen (plus € 109 Millionen – vor allem in Polen, Ungarn und der Slowakei) wie in Südosteuropa (plus € 39 Millionen – vor allem in Kroatien, Albanien und Rumänien). In allen anderen Segmenten kam es zu Rückgängen (Group Corporates: minus € 78 Millionen, Group Markets: minus € 42 Millionen, GUS Sonstige: minus € 33 Millionen). Die NPL Ratio blieb im Quartalsvergleich mit 9,9 Prozent konstant, die NPL Coverage Ratio sank um 0,2 Prozentpunkte auf 67,3 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse sanken im Quartalsvergleich um € 47 Millionen auf minus € 90 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen reduzierte sich dabei im Quartalsvergleich von plus € 87 Millionen auf minus € 23 Millionen, hervorgerufen durch ein negatives Bewertungsergebnis von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands, ein niedrigeres Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen sowie höhere Abwertungen von Beteiligungen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten hingegen verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um € 55 Millionen auf minus € 66 Millionen. Ausschlaggebend dafür war ein geringerer Bewertungsverlust aus dem Credit Spread für zum Marktwert bewertete Verbindlichkeiten (Rückgang um € 30 Millionen auf minus € 52 Millionen).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg im zweiten Quartal auf € 79 Millionen nach € 77 Millionen im Vorquartal. Aufgrund niedrigerer Quartalsergebnisse und steuerlich nicht berücksichtigbarer Verluste in Ungarn und Slowenien erhöhte sich auch die Steuerquote im Quartalsvergleich um 6 Prozentpunkte auf 36 Prozent.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI ging im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Jahresultimo 2012 um 4 Prozent oder € 5,8 Milliarden auf € 130,3 Milliarden zurück, im Jahresabstand fiel der Rückgang mit 15 Prozent oder € 22,4 Milliarden noch deutlicher aus. Zurückzuführen ist diese Tendenz im Wesentlichen auf die fortgesetzte Optimierung der Liquiditätsposition.

Aktiva

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 21.319 16,4% 22.166 16,3%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 76.468 58,7% 77.859 57,2%
Wertpapiere und Beteiligungen 18.074 13,9% 16.357 12,0%
Sonstige Aktiva 14.444 11,1% 19.734 14,5%
Aktiva gesamt 130.306 100,0% 136.116 100,0%

Die Forderungen an Kreditinstitute nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen sanken im ersten Halbjahr 2013 um € 0,8 Milliarden auf € 21,3 Milliarden. Dabei ging das Interbankengeschäft – überwiegend in der Konzernzentrale – entsprechend der Optimierung der Liquidität um € 2,0 Milliarden zurück, die kurzfristigen Forderungen aus dem Giro- und Clearinggeschäft nahmen hingegen um € 1,0 Milliarden zu. Ein Anstieg um 10 Prozent oder € 0,2 Milliarden wurde auch bei den langfristigen Forderungen verzeichnet.

Die Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen gingen seit Jahresultimo 2012 um € 1,4 Milliarden auf € 76,5 Milliarden zurück. Hauptverantwortlich dafür waren die Forderungen aus Pensions- und Wertpapierleihgeschäften mit einem Minus von € 0,8 Milliarden. Das Kreditgeschäft mit Firmenkunden reduzierte sich um € 1,0 Milliarden, insbesondere in Österreich und Asien. Dagegen legte das Geschäft mit Retail-Kunden um € 0,3 Milliarden zu. Zuwächse wurden hier speziell in Russland verzeichnet, während Polen auch währungsbedingt einen Rückgang aufwies.

Die Position Wertpapiere und Beteiligungen erhöhte sich aufgrund von Käufen hochliquider Wertpapiere in der Konzernzentrale um € 1,7 Milliarden auf € 18,1 Milliarden. Die sonstigen Aktiva nahmen überwiegend durch die Reduktion der Barreserve und der Derivate um € 5,3 Milliarden auf € 14,4 Milliarden ab.

Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.495 21,1% 30.186 22,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.575 51,1% 66.297 48,7%
Eigenmittel 14.275 11,0% 14.810 10,9%
Übrige Passiva 21.960 16,9% 24.822 18,2%
Passiva gesamt 130.306 100,0% 136.116 100,0%

Das Refinanzierungsvolumen der RBI über Kreditinstitute (überwiegend Geschäftsbanken) verringerte sich durch die Rücknahme von Liquiditätspuffern im Bereich der kurzfristigen Einlagen gegenüber dem Jahresultimo 2012 um € 2,7 Milliarden auf insgesamt €27,5 Milliarden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen hingegen um € 0,3 Milliarden leicht auf € 66,6 Milliarden an. Während hier die kurzfristigen Einlagen von Firmenkunden (vor allem in der Konzernzentrale) um € 0,6 Milliarden und jene des öffentlichen Sektors (überwiegend in Russland) um € 0,7 Milliarden wuchsen, sanken sie bei den Retail-Kunden um € 1,0 Milliarden. Die größten Rückgänge gab es dabei in Polen (minus € 0,7 Milliarden), in der Tschechischen Republik (minus € 0,2 Milliarden) und in Ungarn (minus € 0,2 Milliarden).

Die übrigen Passiva gingen um € 2,9 Milliarden auf € 22,0 Milliarden zurück. Dabei sanken die verbrieften Verbindlichkeiten per Saldo um € 1,3 Milliarden, die Handelspassiva wurden vorwiegend in der Konzernzentrale um € 2,7 Milliarden reduziert.

Funding-Struktur

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Kundeneinlagen 66.575 60,5% 66.297 58,3%
Mittel- und langfristiges Funding 20.805 18,9% 23.097 20,3%
Kurzfristiges Funding 18.725 17,0% 20.379 17,9%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.847 3,5% 3.937 3,5%
Gesamt 109.952 100,0% 113.711 100,0%

2013 setzte die RBI die Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen im Wholesale Funding fort. Sie arbeitet dabei aktiv mit supranationalen Institutionen, legt aber einen weiteren Schwerpunkt auf lokale Finanzierungsquellen. Einen wesentlichen Teil der Finanzierungen aller Konzerneinheiten führte im zweiten Quartal 2013 die Konzernzentrale durch. Die RBI konnte ihren Fundingbedarf weiter über Plan eindecken.

Im Mai platzierte die RBI eine nachrangige Benchmark-Anleihe im Schweizer Markt. Die Anleihe im Volumen von CHF 250 Millionen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und ist nach 5 Jahren einmalig kündbar. Der Kupon beträgt 4 Prozent p. a.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, nahm gegenüber dem Jahresultimo 2012 um 4 Prozent oder € 445 Millionen auf € 10.428 Millionen ab. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus den geleisteten Dividendenzahlungen in Höhe von € 485 Millionen, von denen knapp € 429 Millionen auf die RBI AG entfielen. Dem steht das Gesamtergebnis von € 16 Millionen gegenüber, in dem neben dem Periodenüberschuss nach Steuern von € 311 Millionen auch die Auswirkungen der Fremdwährungsentwicklung von minus € 261 Millionen berücksichtigt sind. Wesentliche Treiber waren hier die Abwertungen des russischen Rubels und des polnischen Zloty um jeweils 6 Prozent. Positiv wirkte sich mit € 15 Millionen im sonstigen Ergebnis weiters die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer aus. Das Ergebnis aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand, das im Wesentlichen durch die Umgliederung realisierter Gewinne in die Erfolgsrechnung entstanden war, lieferte mit minus € 34 Millionen ebenso einen negativen Beitrag wie das Ergebnis aus dem Cash-Flow Hedging mit minus € 22 Millionen.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Per 30. Juni 2013 betrugen die konsolidierten Eigenmittel der RBI gemäß BWG € 12.513 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von € 372 Millionen seit Jahresultimo 2012, hervorgerufen vor allem durch die negative Währungsentwicklung des russischen Rubels und des polnischen Zloty. Die ergänzenden Eigenmittel sanken aufgrund der vorzeitigen Tilgung von Emissionen um € 118 Millionen auf € 3.222 Millionen, das kurzfristige nachrangige Kapital reduzierte sich um € 23 Millionen auf € 279 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein um € 5 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von € 6.621 Millionen gegenüber. Während das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko um € 26 Millionen auf € 5.425 Millionen abnahm, stieg das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren hervorgerufen durch das interne Modell um € 37 Millionen auf € 310 Millionen. Einen Rückgang um € 22 Millionen auf € 823 Millionen verzeichnete hingegen das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko.

Die Überdeckungsquote ging um 5,5 Prozentpunkte auf 89,0 Prozent zurück, dies entspricht einer Überdeckung von € 5.892 Millionen. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,4 Prozent und eine Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt von 10,9 Prozent. Die Eigenmittelquote sank auf 15,1 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategie

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen in der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, die die Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente festlegen. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen sowie des Portfolio Managements. Die Kreditportfoliostrategien werden dabei regelmäßig an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Trotz der durch die EZB ermöglichten Beruhigung auf dem Markt für europäische Staatsanleihen standen in den vergangenen Quartalen weiterhin die Forderungen gegenüber Staaten und Gemeinden sowie Banken im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert, ebenso wurden – wo erforderlich – Limits reduziert. Neben regulatorischen Erfordernissen im Heimmarkt dient das Engagement der RBI in Staatspapieren hauptsächlich der Stärkung ihres Liquiditätspuffers.

Im Privatkundenbereich lag besonderes Augenmerk auf dem Ausbau des Portfolios an kurzfristigen Verbraucherkrediten unter selektiven Vergabekriterien sowie auf der Anwendung und weitreichenden Abdeckung von Antrags- und Verhaltens-Scorecard-Modellen. Im Kreditvergabeprozess wurde der weiteren Vereinfachung und Automatisierung von Entscheidungsregeln Rechnung getragen.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum ebenfalls weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei vor allem auf die verbesserte Früherkennung potenzieller Problemfälle, auf das Reporting über Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie auf einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Liquiditätsposition

Die Liquiditätsposition der RBI wies im ersten Halbjahr 2013 weiterhin hohe Stabilität auf. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und -abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittel- und längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limits, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI begrenzen. Neben dem Limitkonzept werden auch die Auswirkungen potenzieller Markt- und Namenskrisenszenarien im Rahmen von Liquiditäts-Stresstests regelmäßig evaluiert.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten.

Regulatorisches Umfeld – Basel II und III

Die RBI beschäftigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr intensiv mit den regulatorischen Entwicklungen. Nach der Einigung der europäischen Institutionen wird Basel III in Europa mit Inkrafttreten der Verordnung CRD IV/CRR (Capital Requirements Directive bzw. Regulation) am 1. Jänner 2014 umgesetzt. Der potenzielle Einfluss dieser neuen bzw. geänderten gesetzlichen Regelungen auf die RBI wurde eingehend analysiert. Neben den Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen steht weiterhin die möglichst flächendeckende Implementierung des fortgeschrittenen Basel-II-Ansatzes im Fokus des Risikomanagements. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse auch für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert sie weiterhin in die Verbesserung ihrer Risikomanagement-Systeme.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Wir gehen für 2013 davon aus, dass die Forderungen an Kunden auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine leicht steigende Nettozinsspanne. Unter Kundengesichtspunkten soll der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden, und der Bereich Retail Customers soll mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen als bisher.

In Anbetracht der Wirtschaftsaussichten bleibt die Lage in einigen unserer Märkte angespannt. Im Jahr 2013 erwarten wir daher einen Bedarf an Kreditrisikovorsorgen auf Vorjahresniveau.

Auch 2013 widmen wir den Kosten große Aufmerksamkeit. Insgesamt gehen wir von einer stabilen bis leicht steigenden Kostenentwicklung aus, insbesondere aufgrund der erstmals ganzjährigen Berücksichtigung der Polbank.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden regulatorischen Anforderungen sowie einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur überprüfen wir laufend Höhe und Struktur unserer Eigenmittel, um zeitnah und flexibel agieren zu können. Dabei stellt weiterhin, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar.

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Übernahme von Krediten der Österreichischen Volksbanken-AG

Im Juni sowie im Juli 2013 haben die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) und die RZB-Gruppe in zwei Tranchen Verträge über die Übernahme von Krediten geschlossen. Damit gehen Kredite der ÖVAG an inländische und internationale Firmenkunden auf die RZB-Gruppe über.

Im Zuge der Verhandlungen über die Restrukturierung der ÖVAG im Februar 2012 erfolgte die Zusage der RZB-Gruppe, Assets in der Höhe von rund € 1 Milliarde von der ÖVAG zu übernehmen. Dies sollte zu einer Entlastung der Eigenmittel der ÖVAG führen.

Nach eingehender Prüfung und Due Diligence wurden nunmehr zwei Tranchen an Krediten im Gesamtnominale von € 748 Millionen definiert. Die RBI AG, die unter anderem für das Firmenkundengeschäft der RZB-Gruppe verantwortlich ist, wird diese Kredite im dritten Quartal auf ihre Bücher nehmen.

Rückkauf der staatsgarantierten Anleihe

Die RBI AG hat am 15. Juli 2013 die Inhaber ihrer 2014 fälligen Schuldverschreibungen im Volumen von € 1.500.000.000 mit Kupon von 3,625 Prozent (ISIN: XS0412067489), die unbedingt und unwiderruflich von der Republik Österreich garantiert sind, eingeladen, der RBI sämtliche von ihnen gehaltenen Schuldverschreibungen zum Kauf gegen Geld anzubieten. Die Einladungsfrist endete am 23. Juli 2013. Die Bank hat Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 562 Millionen zum Kauf akzeptiert.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Segmentüberblick

Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds erwirtschaftete die RBI im ersten Halbjahr 2013 einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 467 Millionen. Dies bedeutet zwar einen Rückgang um 50 Prozent oder € 460 Millionen gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode, dieser war jedoch stark durch Sondereffekte (€ 272 Millionen) geprägt gewesen. Neben Rückgängen in den funktionalen Segmenten infolge der erwähnten Sondereffekte ergaben sich in den regionalen Segmenten unterschiedliche Entwicklungen. Die Region GUS etwa verzeichnete Zuwächse: Im Segment Russland wuchs der Periodenüberschuss vor Steuern im Jahresvergleich um 4 Prozent auf € 345 Millionen, im Segment GUS Sonstige erhöhte er sich um 73 Prozent auf € 94 Millionen. In Zentraleuropa (minus 36 Prozent) und Südosteuropa (minus 19 Prozent) blieb der Periodenüberschuss vor Steuern hingegen unter den Werten der Vergleichsperiode. Das im Segment Group Corporates gebündelte Großkundengeschäft verzeichnete ebenso einen Ergebnisrückgang.

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern trotz eines Rückgangs der Kreditrisikovorsorgen von € 111 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf € 71 Millionen im ersten Halbjahr 2013. Dies ist insbesondere auf niedrigere Bewertungsergebnisse bei Wertpapieren und einen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen, der aus der Einbeziehung der Polbank resultierte. Die Bilanzaktiva reduzierten sich aufgrund der Optimierung der Liquiditätsposition im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 38,4 Milliarden.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Südosteuropa ging gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 19 Prozent auf € 154 Millionen zurück. Drei Faktoren waren dafür im Wesentlichen ausschlaggebend: höhere Kreditrisikovorsorgen in Kroatien und Bulgarien, niedrigere Bewertungsergebnisse aus Wertpapierveranlagungen in Kroatien sowie Rückgänge im Zinsergebnis. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um € 1,0 Milliarde auf € 21,3 Milliarden ab.

Das Segment Russland leistete mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 345 Millionen den mit Abstand größten regionalen Ergebnisbeitrag. Der hier erzielte Anstieg um 4 Prozent resultierte vor allem aus einer Verbesserung des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen sowie aus einem starken Provisionsergebnis. Höhere Verwaltungsaufwendungen wirkten hingegen dämpfend. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 16,2 Milliarden zurück.

Im Segment GUS Sonstige legte der Periodenüberschuss vor Steuern um 73 Prozent auf € 94 Millionen zu, überwiegend hervorgerufen durch eine Zunahme des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen in der Ukraine. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen hingegen im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 6,2 Milliarden ab.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Corporates sank gegenüber der Vergleichsperiode um 45 Prozent auf € 118 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein höherer Wertberichtigungsbedarf bei Forderungen. Demgegenüber verbesserten sich die Zinsmargen deutlich. Die Bilanzaktiva des Segments reduzierten sich im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 19,5 Milliarden.

Auch der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank im Periodenvergleich um 62 Prozent auf € 74 Millionen, primär hervorgerufen durch einen Rückgang des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen, das in der Vorjahresperiode durch einen Einmaleffekt aus Wertpapierverkäufen positiv beeinflusst gewesen war. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 11 Prozent auf € 19,5 Milliarden zurück.

Im Segment Corporate Center war trotz eines Rückgangs der übrigen Ergebnisse – auch hier hatte es 2012 einen Einmaleffekt aus dem Rückkauf von Hybridkapital gegeben – ein Zuwachs im Periodenergebnis vor Steuern um € 203 Millionen auf € 534 Millionen zu verzeichnen. Hauptgrund dafür waren höhere konzerninterne Dividendenerträge. Die Bilanzaktiva des Segments reduzierten sich im Jahresabstand durch die Optimierung der Liquiditätsposition um 35 Prozent auf € 39,9 Milliarden.

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 745 742 0,3% 361 384 - 5,9%
Verwaltungsaufwendungen - 517 - 460 12,5% - 257 - 259 - 0,8%
Betriebsergebnis 228 283 - 19,5% 104 124 - 16,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 170 - 199 - 14,8% - 96 - 74 30,4%
Übrige Ergebnisse 13 28 - 54,4% 6 7 - 14,7%
Periodenüberschuss vor Steuern 71 111 - 36,4% 13 57 - 76,6%
Aktiva 38.358 41.450 - 7,5% 38.358 39.432 - 2,7%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,87% 2,88% - 0,01 PP 2,98% 2,77% 0,21 PP
Return on Equity vor Steuern 4,3% 7,5% - 3,2 PP 4,1% 7,1% - 3,0 PP

Zentraleuropa

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber der Vergleichsperiode 2012 um 36 Prozent auf € 71 Millionen. Dafür waren insbesondere der Rückgang in der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie negative Ergebnisbeiträge aus Ungarn und Slowenien verantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern des Segments nahm um 3,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent ab.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss der Region stieg im Periodenvergleich um 5 Prozent auf insgesamt € 534 Millionen. Aufgrund der Einbeziehung der Polbank ergab sich dabei in Polen ein Anstieg um 45 Prozent oder € 47 Millionen, der Rückgänge in anderen Ländern des Segments zur Gänze kompensierte. Die größte Reduktion verzeichnete Ungarn, wo die Zinserträge aufgrund gesunkener Kreditvolumina sowie niedrigerer Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten und damit der Zinsmargen zurückgingen. In der Slowakei führte eine Restrukturierung des Kreditportfolios zu höheren Margen und einem Anstieg des Zinsüberschusses. Demgegenüber wirkte sich ein Rückgang des Retail- und Firmenkundengeschäfts in der Tschechischen Republik negativ aus. Die Nettozinsspanne des Segments blieb mit 2,87 Prozent nahezu stabil, wobei sinkenden Zinsspannen in Ungarn und der Tschechischen Republik verbesserte Werte in Polen und der Slowakei gegenüberstanden. Die Bilanzaktiva nahmen infolge einer Reduktion der vorgehaltenen Liquidität und schwacher Kreditnachfrage im Jahresabstand um 7 Prozent oder € 3,1 Milliarden auf € 38,4 Milliarden ab, und auch die Kreditrisikoaktiva verringerten sich von € 22,3 Milliarden um 5 Prozent auf € 21,2 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um insgesamt 15 Prozent oder € 36 Millionen auf € 270 Millionen. Dabei wuchs das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr um 16 Prozent auf € 114 Millionen, überwiegend getrieben von der Verrechnung höherer Gebühren im Zusammenhang mit der neu eingeführten Transaktionssteuer in Ungarn. Auch das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft verbesserte sich dank einer Steigerung in Ungarn um 53 Prozent auf € 22 Millionen. Ebenso legte das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft – primär beeinflusst von der Entwicklung in Polen – im Jahresvergleich um 9 Prozent auf € 77 Millionen zu.

Das Handelsergebnis des Segments Zentraleuropa verringerte sich im Jahresvergleich um € 19 Millionen auf minus € 1 Million. Den stärksten Rückgang verzeichnete dabei das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, das im Jahresvergleich von € 16 Millionen auf minus € 17 Millionen sank. Insbesondere in Polen, wo im Vorjahr einmalige Gewinne im Zusammenhang mit Geschäften der Polbank für einen positiven Sondereffekt gesorgt hatten, trat eine signifikante Reduktion ein. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft hingegen nahm im Periodenvergleich um € 14 Millionen auf € 16 Millionen zu. Verantwortlich für diesen Anstieg war das Bewertungsergebnis aus zinsbasierten Derivaten in der Tschechischen Republik und in Polen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region sank von minus € 19 Millionen auf minus € 59 Millionen. Insbesondere die Bankenabgaben in der Slowakei und in Ungarn sowie die neu eingeführte Finanztransaktionssteuer in Ungarn führten hier zu einer Ergebnisbelastung von insgesamt € 90 Millionen – um € 61 Millionen mehr als in der Vergleichsperiode. Dabei wurde die ungarische Bankenabgabe entsprechend dem IFRS-Standard (IFRIC 21) in Höhe von € 30 Millionen für das gesamte Jahr 2013 bereits im zweiten Quartal eingebucht. Darüber hinaus war eine einmalige Zahlung von € 19 Millionen zu leisten. Positiv zum sonstigen betrieblichen Ergebnis trug demgegenüber die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Zentraleuropa erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent auf € 517 Millionen. Diese Entwicklung ist überwiegend auf die Einbeziehung der Polbank und deren laufende operationale Fusion mit den Strukturen und Systemen der Raiffeisen Bank Polska S.A. zurückzuführen. In der Tschechischen Republik sorgten Aufwendungen für latente Bonuszahlungen ebenfalls für einen Anstieg der Personalaufwendungen. In den anderen Ländern des Segments wurden hingegen Kostensenkungen erreicht. Dabei erzielte die Slowakei durch Einsparungen den stärksten Rückgang beim Sachaufwand. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging im Jahresabstand um 70 auf 807 zurück, überwiegend hervorgerufen durch die Optimierung der örtlichen Präsenz in Polen. Die Cost/Income Ratio der Region nahm um 7,5 Prozentpunkte auf 69,4 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen im Segment Zentraleuropa mit € 170 Millionen um € 29 Millionen geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dabei reduzierten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um € 10 Millionen. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen kam es in der Berichtsperiode zu Nettoauflösungen von € 2 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch eine Nettodotierung von € 15 Millionen ausgewiesen worden war. Nach Ländern betrachtet, gingen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn dank Nettoauflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen um € 36 Millionen zurück, in Polen reduzierten sie sich im Periodenvergleich um € 5 Millionen. In Slowenien hingegen stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowohl im Firmen- als auch im Retail-Bereich um insgesamt € 10 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug zum Ende der Berichtsperiode 11,7 Prozent (plus 0,8 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa sanken gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 54 Prozent oder € 15 Millionen auf € 13 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren um € 8 Millionen höhere Abwertungen von Beteiligungen in der Slowakei und der Tschechischen Republik sowie um € 4 Millionen geringere Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren, wie sie im Vorjahr vor allem in Ungarn und der Tschechischen Republik erzielt worden waren. Die Bewertungsergebnisse des Fair-Value-Wertpapierbestands im Segment Zentraleuropa blieben im Periodenvergleich stabil, Ungarn verbuchte dabei höhere Bewertungsgewinne aus Kommunalschuldverschreibungen.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der Region zeigte ebenfalls einen Rückgang. Verantwortlich dafür waren Bewertungsverluste aus diversen Absicherungsgeschäften zur Anpassung der Zinsstruktur in der Tschechischen Republik.

Der Steueraufwand des Segments ging um 25 Prozent auf € 36 Millionen zurück, die Steuerquote stieg hingegen um 8 Prozentpunkte auf 52 Prozent. Dieser hohe Wert resultierte aus der Situation in Ungarn und Slowenien, wo erlittene Verluste nicht zur Gänze durch Aktivierung entsprechender Verlustvorträge steuerlich geltend gemacht werden konnten. Ebenso wurden auch die Verlustvorträge im Zusammenhang mit der Einbeziehung der Polbank aufgrund der steuerlichen Einschränkungen nicht in vollem Umfang geltend gemacht.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 121 133 - 9,1% 61 60 2,1%
Provisionsüberschuss 66 61 8,0% 34 31 9,4%
Handelsergebnis 8 4 136,1% 8 0 >500,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 5 2 160,1% 3 2 26,5%
Betriebserträge 200 199 0,3% 106 94 13,0%
Verwaltungsaufwendungen - 115 - 108 6,6% - 57 - 58 - 1,6%
Betriebsergebnis 85 91 - 7,2% 49 36 36,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 19 - 20 - 4,7% - 12 - 7 78,5%
Übrige Ergebnisse 0 8 - 1 1
Periodenüberschuss vor Steuern 65 78 - 16,7% 35 30 18,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13 - 17 - 26,3% - 6 - 6 - 2,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 52 61 - 13,9% 29 23 24,5%
Aktiva 8.265 8.890 - 7,0% 8.265 8.510 - 2,9%
Forderungen an Kunden 6.196 6.289 - 1,5% 6.196 6.353 - 2,5%
davon Corporate % 43,9% 42,9% 1,0 PP 43,9% 45,3% - 1,4 PP
davon Retail % 56,0% 56,8% - 0,9 PP 56,0% 54,6% 1,4 PP
davon in Fremdwährung % 9,7% 7,0% 2,7 PP 9,7% 8,7% 1,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 5.752 6.135 - 6,2% 5.752 5.950 - 3,3%
Loan/Deposit Ratio 108,3% 102,5% 5,8 PP 108,3% 106,8% 1,6 PP
Return on Equity vor Steuern 19,1% 26,1% - 7,0 PP 19,8% 17,3% 2,5 PP
Return on Equity nach Steuern 15,4% 20,4% - 5,0 PP 16,3% 13,6% 2,7 PP
Cost/Income Ratio 57,6% 54,2% 3,4 PP 53,9% 61,8% - 8,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,09% 3,20% - 0,10 PP 3,20% 3,00% 0,20 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.994 3.001 - 0,2% 2.994 3.037 - 1,4%
Geschäftsstellen 132 131 0,8% 132 129 2,3%
Kunden 481.500 485.652 - 0,9% 481.500 484.650 - 0,6%

Ungarn

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 101 120 - 16,2% 54 47 15,4%
Provisionsüberschuss 54 38 44,6% 29 26 12,2%
Handelsergebnis - 18 - 19 - 4,3% - 14 - 4 298,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 78 - 26 197,7% - 58 - 20 192,9%
Betriebserträge 59 113 - 47,7% 10 49 - 79,4%
Verwaltungsaufwendungen - 92 - 96 - 4,8% - 45 - 47 - 3,3%
Betriebsergebnis - 33 17 - 35 2
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 73 - 108 - 32,8% - 37 - 36 5,0%
Übrige Ergebnisse 24 16 53,7% 7 17 - 60,6%
Periodenfehlbetrag vor Steuern - 81 - 76 7,0% - 65 - 16 316,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 - 7 - 75,2% 3 - 4
Periodenfehlbetrag nach Steuern - 83 - 82 0,4% - 63 - 20 213,5%
Aktiva 6.324 7.392 - 14,4% 6.324 6.802 - 7,0%
Forderungen an Kunden 5.324 5.493 - 3,1% 5.324 5.121 4,0%
davon Corporate % 53,2% 54,6% - 1,4 PP 53,2% 56,8% - 3,6 PP
davon Retail % 35,3% 40,1% - 4,8 PP 35,3% 37,2% - 1,9 PP
davon in Fremdwährung % 65,7% 67,4% - 1,7 PP 65,7% 64,9% 0,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.368 4.768 - 8,4% 4.368 4.700 - 7,0%
Loan/Deposit Ratio 121,9% 116,6% 5,3 PP 121,9% 109,2% 12,7 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 155,1% 85,1% 70,0 PP 447,1% 95,1% 352,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,12% 3,42% - 0,31 PP 3,44% 2,85% 0,58 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.772 2.916 - 4,9% 2.772 2.820 - 1,7%
Geschäftsstellen 125 134 - 6,7% 125 125 0,0%
Kunden 608.749 639.151 - 4,8% 608.749 615.660 - 1,1%

Polen

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 151 104 44,8% 76 76 0,0%
Provisionsüberschuss 80 69 16,9% 42 38 11,4%
Handelsergebnis 7 20 - 65,4% - 8 15
Sonstiges betriebliches Ergebnis 19 7 174,1% 16 3 389,0%
Betriebserträge 258 201 28,6% 126 132 - 4,2%
Verwaltungsaufwendungen - 179 - 122 46,5% - 89 - 90 - 1,5%
Betriebsergebnis 79 79 0,8% 37 42 - 10,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 44 - 49 - 9,8% - 28 - 16 72,3%
Übrige Ergebnisse - 2 0 11 - 13
Periodenüberschuss vor Steuern 33 30 11,4% 20 13 58,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 8 - 7 19,7% - 4 - 4 25,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 25 23 9,1% 16 9 70,8%
Aktiva 12.639 13.727 - 7,9% 12.639 13.068 - 3,3%
Forderungen an Kunden 9.768 10.588 - 7,7% 9.768 10.057 - 2,9%
davon Corporate % 32,6% 32,0% 0,7 PP 32,6% 32,4% 0,2 PP
davon Retail % 67,3% 68,0% - 0,7 PP 67,3% 67,5% - 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 56,0% 54,9% 1,2 PP 56,0% 54,8% 1,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.179 8.138 - 11,8% 7.179 7.731 - 7,1%
Loan/Deposit Ratio 136,1% 130,1% 6,0 PP 136,1% 130,5% 5,6 PP
Return on Equity vor Steuern 4,7% 6,0% - 1,3 PP 5,8% 3,6% 2,2 PP
Return on Equity nach Steuern 3,5% 4,6% - 1,1 PP 4,5% 2,6% 1,9 PP
Cost/Income Ratio 69,3% 60,8% 8,5 PP 70,3% 68,4% 1,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,43% 2,28% 0,15 PP 2,46% 2,40% 0,06 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.080 6.218 - 2,2% 6.080 6.134 - 0,9%
Geschäftsstellen 370 443 - 16,5% 370 371 - 0,3%
Kunden 828.605 935.310 - 11,4% 828.605 847.807 - 2,3%

Slowakei

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 150 148 1,5% 77 73 6,7%
Provisionsüberschuss 66 64 4,0% 35 31 10,8%
Handelsergebnis 2 4 - 47,8% 1 1 125,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 5 - 2 141,0% - 2 - 3 - 24,2%
Betriebserträge 213 213 0,1% 111 102 9,5%
Verwaltungsaufwendungen - 121 - 122 - 0,7% - 61 - 59 3,4%
Betriebsergebnis 93 91 1,2% 50 42 18,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 18 - 16 13,4% - 9 - 9 - 0,3%
Übrige Ergebnisse - 7 4 - 7 0
Periodenüberschuss vor Steuern 67 79 - 15,8% 34 33 0,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 14 - 18 - 20,4% - 6 - 8 - 25,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 53 61 - 14,4% 27 25 9,2%
Aktiva 9.637 9.823 - 1,9% 9.637 9.594 0,4%
Forderungen an Kunden 6.853 6.650 3,0% 6.853 6.732 1,8%
davon Corporate % 47,8% 50,1% - 2,2 PP 47,8% 48,8% - 0,9 PP
davon Retail % 51,9% 49,7% 2,2 PP 51,9% 51,0% 0,9 PP
davon in Fremdwährung % 0,6% 1,0% - 0,3 PP 0,6% 0,8% - 0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.345 7.325 0,3% 7.345 7.191 2,1%
Loan/Deposit Ratio 93,3% 90,8% 2,5 PP 93,3% 93,6% - 0,3 PP
Return on Equity vor Steuern 14,1% 16,8% - 2,7 PP 13,4% 13,0% 0,4 PP
Return on Equity nach Steuern 11,1% 13,0% - 1,9 PP 11,0% 9,8% 1,2 PP
Cost/Income Ratio 56,6% 57,1% - 0,5 PP 55,0% 58,3% - 3,3 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,32% 3,20% 0,12 PP 3,41% 3,23% 0,19 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.828 3.819 0,2% 3.828 3.845 - 0,4%
Geschäftsstellen 163 152 7,2% 163 163 0,0%
Kunden 879.227 818.395 7,4% 879.227 859.019 2,4%

Slowenien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 10 12 - 16,5% 5 5 - 1,3%
Provisionsüberschuss 4 4 8,3% 2 2 4,1%
Handelsergebnis 0 0 22,0% 0 0 54,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 - 69,8% 0 0 160,1%
Betriebserträge 15 17 - 11,1% 7 7 1,7%
Verwaltungsaufwendungen - 11 - 12 - 8,8% - 5 - 6 - 3,6%
Betriebsergebnis 4 5 - 17,4% 2 2 19,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 15 - 5 191,1% - 9 - 6 60,0%
Übrige Ergebnisse 0 0 - 24,6% 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern - 11 0 >500,0% - 7 - 4 84,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 >500,0% 0 0 376,8%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern - 11 0 >500,0% - 7 - 4 82,0%
Aktiva 1.502 1.629 - 7,7% 1.502 1.468 2,4%
Forderungen an Kunden 1.157 1.269 - 8,8% 1.157 1.208 - 4,3%
davon Corporate % 62,0% 62,1% - 0,1 PP 62,0% 62,6% - 0,6 PP
davon Retail % 31,2% 31,6% - 0,4 PP 31,2% 30,9% 0,3 PP
davon in Fremdwährung % 4,6% 5,5% - 0,9 PP 4,6% 4,7% - 0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 404 467 - 13,5% 404 380 6,4%
Loan/Deposit Ratio 286,4% 271,9% 14,5 PP 286,4% 318,3% - 31,9 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 74,7% 72,8% 1,9 PP 72,8% 76,7% - 4,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 1,46% 1,56% - 0,09 PP 1,50% 1,45% 0,04 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 264 326 - 19,0% 264 276 - 4,3%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Kunden 66.019 67.718 - 2,5% 66.019 66.404 - 0,6%

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 635 647 - 1,7% 324 312 3,8%
Verwaltungsaufwendungen - 343 - 342 0,2% - 176 - 166 6,0%
Betriebsergebnis 293 305 - 3,9% 147 145 1,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 149 - 128 16,2% - 86 - 63 36,8%
Übrige Ergebnisse 10 12 - 20,2% - 2 12
Periodenüberschuss vor Steuern 154 189 - 18,6% 59 95 - 37,3%
Aktiva 21.330 22.292 - 4,3% 21.330 21.411 - 0,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,28% 4,30% - 0,02 PP 4,39% 4,20% 0,19 PP
Return on Equity vor Steuern 14,9% 18,1% - 3,2 PP 11,2% 17,3% - 6,1 PP

In der Region Südosteuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern durch Rückgänge im Zinsüberschuss und höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gegenüber der Vergleichsperiode um 19 Prozent auf € 154 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern ging um 3,2 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent zurück.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments nahm im Periodenvergleich um 6 Prozent oder € 27 Millionen auf € 424 Millionen ab. Zurückzuführen war dies auf Rückgänge in beinahe allen Ländern der Region, insbesondere in Rumänien und Bulgarien. In Rumänien waren dafür gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren verantwortlich, in Bulgarien verursachten das Abreifen von Teilen des Firmenkunden-Kreditportfolios und ebenfalls deutlich gesunkene Marktzinssätze eine Abnahme des Zinsüberschusses. Die Nettozinsspanne des Segments blieb jedoch dank aktivseitiger Margenverbesserungen und eines rückläufigen Zinsaufwands für Kundeneinlagen in Serbien mit 4,28 Prozent nahezu stabil (minus 2 Basispunkte). Die Bilanzaktiva verringerten sich im Jahresabstand um 4 Prozent auf € 21,3 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva gingen um 2 Prozent auf € 13,0 Milliarden zurück.

Der Provisionsüberschuss legte hingegen um 6 Prozent oder € 9 Millionen auf € 161 Millionen zu. Dabei erhöhte sich der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr im Periodenvergleich um 6 Prozent und lieferte mit € 90 Millionen weiterhin den größten Ergebnisbeitrag. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, von denen mehr als die Hälfte in Rumänien erzielt wurde, blieben im Periodenvergleich mit € 32 Millionen konstant. Einen Rückgang um 12 Prozent auf € 10 Millionen zeigte hingegen das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft. Während hier das Volumen vor allem in Serbien und Kroatien abnahm, konnten in Rumänien aufgrund erfolgreich umgesetzter Repricing-Maßnahmen deutlich höhere Erträge erzielt werden.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa verbesserte sich im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 28 Millionen. Dabei wurde ein Rückgang der Erträge aus dem zinsbezogenen Geschäft durch ein höheres Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft mehr als kompensiert. Hauptverantwortlich für den Ertragsrückgang im zinsbezogenen Geschäft war der Geschäftsverlauf in Kroatien. Hier waren im Vorjahr aufgrund geringerer Rendite-Spreads höhere Bewertungserträge aus Anleihen des Handelsbestands erzielt worden. In der Berichtsperiode verfolgte die RBI hier angesichts des veränderten Marktumfelds eine defensivere Strategie. Der Anstieg der Erträge aus dem währungsbezogenen Geschäft resultierte überwiegend aus positiven Marktbewertungen von Devisenterminkontrakten infolge der Währungsaufwertung in Rumänien und Serbien.

Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich – vor allem auf Grundlage eines besseren Ergebnisses aus Operating Leasing in Rumänien sowie aus Anlagenabgängen – im Periodenvergleich um € 5 Millionen auf € 22 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments waren im Periodenvergleich mit € 343 Millionen konstant, und auch die Personalaufwendungen blieben mit € 148 Millionen stabil. Der bei den Sachaufwendungen verzeichnete Anstieg um € 4 Millionen auf € 150 Millionen resultierte vor allem aus höheren IT-Aufwendungen, insbesondere in Rumänien. Die Abschreibungen gingen um 7 Prozent oder € 3 Millionen auf € 44 Millionen zurück, wofür überwiegend geringere Abschreibungen auf Sachanlagen und vermietete Leasinganlagen in Kroatien verantwortlich zeichneten. Die Cost/Income Ratio nahm um 1,1 Prozentpunkte auf 53,9 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments stiegen im Periodenvergleich um 16 Prozent oder € 21 Millionen auf € 149 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 9 Prozent oder € 13 Millionen auf € 153 Millionen. Besonders hoch fiel hier mit 79 Prozent der Anstieg in Kroatien aus, wo für Firmen- und auch für Retail-Kunden Kreditrisikovorsorgen von insgesamt € 18 Millionen neu gebildet wurden. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen kam es zu Nettoauflösungen in Höhe von € 3 Millionen nach € 12 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres, die vor allem in den Konzerneinheiten in Serbien, Rumänien und Bulgarien angefallen waren. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments lagen im Periodenvergleich mit € 10 Millionen um € 2 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Hervorgerufen wurde dies vor allem durch den Entfall von Veräußerungsergebnissen aus Unternehmensanteilen in Höhe von € 7 Millionen, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres in Kroatien, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina erzielt worden waren. In der Berichtsperiode entstanden zudem Verluste von € 2 Millionen aus der Veräußerung von Wertpapieren, während daraus in der Vergleichsperiode ein positives Ergebnis von € 4 Millionen resultiert hatte. Die Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren hingegen zeigten einen Anstieg – dies vor allem bei Staatsanleihen in Rumänien, wo ein Rückgang der Renditen zu verzeichnen war.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten drehte im Periodenvergleich von minus € 4 Millionen auf plus € 5 Millionen, vor allem hervorgerufen durch positive Bewertungsergebnisse aus Zinsswaps in Kroatien.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region sanken im Periodenvergleich um 62 Prozent auf € 9 Millionen, die Steuerquote ging aufgrund eines Einmaleffekts in Rumänien um 7 Prozentpunkte auf 6 Prozent zurück.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Albanien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 37 42 - 10,3% 19 18 4,0%
Provisionsüberschuss 5 4 33,7% 2 2 3,0%
Handelsergebnis 10 8 25,7% 6 5 13,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 0 1 1 6,2%
Betriebserträge 54 53 0,9% 28 26 5,8%
Verwaltungsaufwendungen - 20 - 19 2,4% - 11 - 9 29,3%
Betriebsergebnis 34 34 0,1% 16 17 - 5,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 11 - 6 76,0% - 7 - 4 76,1%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 23 28 - 17,2% 9 13 - 30,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 - 3 - 19,9% - 1 - 1 - 26,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 20 25 - 16,9% 8 12 - 30,7%
Aktiva 2.181 2.356 - 7,4% 2.181 2.238 - 2,5%
Forderungen an Kunden 928 977 - 5,0% 928 955 - 2,8%
davon Corporate % 68,6% 67,3% 1,3 PP 68,6% 69,0% - 0,4 PP
davon Retail % 31,4% 32,7% - 1,3 PP 31,4% 31,0% 0,4 PP
davon in Fremdwährung % 65,0% 67,5% - 2,6 PP 65,0% 65,2% - 0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.920 2.085 - 7,9% 1.920 1.970 - 2,5%
Loan/Deposit Ratio 48,3% 46,9% 1,5 PP 48,3% 48,5% - 0,1 PP
Return on Equity vor Steuern 22,8% 29,6% - 6,8 PP 17,2% 25,7% - 8,6 PP
Return on Equity nach Steuern 20,5% 26,4% - 6,0 PP 15,3% 23,1% - 7,8 PP
Cost/Income Ratio 36,8% 36,3% 0,5 PP 40,4% 33,0% 7,3 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,98% 4,19% - 0,21 PP 4,14% 3,84% 0,30 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.386 1.419 - 2,3% 1.386 1.394 - 0,6%
Geschäftsstellen 105 105 0,0% 105 105 0,0%
Kunden 722.839 683.625 5,7% 722.839 710.610 1,7%

Bosnien und Herzegowina

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 36 36 - 0,6% 18 17 5,3%
Provisionsüberschuss 15 15 - 1,5% 7 8 - 7,1%
Handelsergebnis 1 1 122,6% 1 0 242,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 0 >500,0% 1 1 - 21,9%
Betriebserträge 53 52 3,5% 27 26 3,3%
Verwaltungsaufwendungen - 29 - 30 - 2,4% - 15 - 14 8,8%
Betriebsergebnis 24 22 11,6% 12 12 - 2,9%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 6 - 11 - 42,0% - 4 - 3 41,4%
Übrige Ergebnisse 0 2 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 18 13 39,9% 8 10 - 21,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 - 1 35,3% - 1 - 1 - 22,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 16 11 40,4% 7 9 - 21,0%
Aktiva 1.985 2.031 - 2,3% 1.985 1.959 1,3%
Forderungen an Kunden 1.279 1.310 - 2,4% 1.279 1.245 2,7%
davon Corporate % 39,2% 41,9% - 2,7 PP 39,2% 38,9% 0,3 PP
davon Retail % 60,0% 57,5% 2,5 PP 60,0% 60,2% - 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 73,1% 75,4% - 2,3 PP 73,1% 74,3% - 1,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.541 1.557 - 1,0% 1.541 1.506 2,3%
Loan/Deposit Ratio 83,0% 84,1% - 1,1 PP 83,0% 82,7% 0,3 PP
Return on Equity vor Steuern 14,7% 10,4% 4,3 PP 12,4% 15,9% - 3,5 PP
Return on Equity nach Steuern 13,2% 9,3% 3,9 PP 11,2% 14,3% - 3,1 PP
Cost/Income Ratio 54,5% 57,8% - 3,3 PP 55,9% 53,1% 2,8 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,87% 3,64% 0,23 PP 3,97% 3,78% 0,19 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.510 1.552 - 2,7% 1.510 1.511 - 0,1%
Geschäftsstellen 98 98 0,0% 98 98 0,0%
Kunden 488.254 496.347 - 1,6% 488.254 490.460 - 0,4%

Bulgarien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 64 72 - 11,7% 34 30 9,9%
Provisionsüberschuss 18 18 1,8% 10 9 7,9%
Handelsergebnis 1 2 - 56,4% 0 1 - 57,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0 40,2%
Betriebserträge 84 93 - 9,4% 44 40 8,5%
Verwaltungsaufwendungen - 45 - 46 - 2,9% - 23 - 22 3,3%
Betriebsergebnis 39 46 - 15,9% 21 18 14,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 32 - 29 8,5% - 17 - 15 13,4%
Übrige Ergebnisse - 1 0 214,7% 0 0 20,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 7 17 - 60,1% 4 3 21,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 - 1 - 70,4% 0 0 - 64,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 6 16 - 59,1% 4 3 30,8%
Aktiva 3.373 3.820 - 11,7% 3.373 3.464 - 2,6%
Forderungen an Kunden 2.711 2.901 - 6,6% 2.711 2.812 - 3,6%
davon Corporate % 44,6% 44,5% 0,1 PP 44,6% 45,7% - 1,2 PP
davon Retail % 54,9% 55,0% - 0,1 PP 54,9% 53,7% 1,2 PP
davon in Fremdwährung % 73,0% 76,2% - 3,2 PP 73,0% 74,7% - 1,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.110 2.216 - 4,8% 2.110 2.152 - 1,9%
Loan/Deposit Ratio 128,4% 130,9% - 2,5 PP 128,4% 130,7% - 2,2 PP
Return on Equity vor Steuern 2,7% 6,9% - 4,1 PP 3,0% 2,5% 0,5 PP
Return on Equity nach Steuern 2,6% 6,3% - 3,7 PP 2,9% 2,2% 0,7 PP
Cost/Income Ratio 53,6% 50,1% 3,6 PP 52,4% 55,0% - 2,6 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,85% 4,10% - 0,25 PP 4,07% 3,66% 0,42 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.070 3.151 - 2,6% 3.070 3.034 1,2%
Geschäftsstellen 181 184 - 1,6% 181 182 - 0,5%
Kunden 733.506 786.667 - 6,8% 733.506 795.039 - 7,7%

Kroatien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 73 78 - 6,5% 37 36 3,7%
Provisionsüberschuss 26 27 - 4,9% 12 14 - 9,3%
Handelsergebnis 7 13 - 50,0% 5 2 190,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 13 16 - 16,6% 6 7 - 8,0%
Betriebserträge 118 133 - 11,6% 60 58 4,7%
Verwaltungsaufwendungen - 66 - 69 - 4,4% - 33 - 33 - 1,9%
Betriebsergebnis 52 64 - 19,3% 28 24 13,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 40 - 23 78,2% - 25 - 15 70,1%
Übrige Ergebnisse 2 - 2 1 1 - 50,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 13 40 - 66,3% 3 11 - 73,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 8 - 64,8% - 1 - 2 - 74,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 11 32 - 66,7% 2 8 - 73,6%
Aktiva 5.047 5.159 - 2,2% 5.047 4.948 2,0%
Forderungen an Kunden 3.581 3.710 - 3,5% 3.581 3.498 2,4%
davon Corporate % 42,1% 41,0% 1,1 PP 42,1% 39,6% 2,5 PP
davon Retail % 48,6% 48,3% 0,3 PP 48,6% 49,5% - 0,9 PP
davon in Fremdwährung % 62,9% 65,4% - 2,5 PP 62,9% 62,1% 0,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.984 2.965 0,6% 2.984 2.870 4,0%
Loan/Deposit Ratio 119,6% 124,4% - 4,8 PP 119,6% 121,6% - 2,0 PP
Return on Equity vor Steuern 3,7% 10,5% - 6,8 PP 1,5% 5,7% - 4,2 PP
Return on Equity nach Steuern 3,0% 8,5% - 5,5 PP 1,2% 4,6% - 3,4 PP
Cost/Income Ratio 56,2% 52,0% 4,2 PP 54,4% 58,0% - 3,6 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,33% 3,18% 0,15 PP 3,40% 3,28% 0,12 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.050 2.070 - 1,0% 2.050 2.063 - 0,6%
Geschäftsstellen 76 79 - 3,8% 76 79 - 3,8%
Kunden 475.235 487.323 - 2,5% 475.235 475.925 - 0,1%

Kosovo

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 19 20 - 1,6% 10 9 10,5%
Provisionsüberschuss 4 4 - 4,0% 2 2 16,1%
Handelsergebnis 0 0 124,1% 0 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0 - 52,0%
Betriebserträge 23 24 - 2,1% 12 11 10,2%
Verwaltungsaufwendungen - 12 - 13 - 8,3% - 6 - 6 5,7%
Betriebsergebnis 11 10 5,7% 6 5 15,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 2 - 3 - 22,9% - 1 - 1 - 7,1%
Übrige Ergebnisse 0 0 - 31,8% 0 0 29,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 9 8 15,5% 5 4 22,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1 - 1 9,0% - 1 0 32,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 8 7 16,3% 4 4 21,9%
Aktiva 624 635 - 1,8% 624 628 - 0,8%
Forderungen an Kunden 462 428 8,0% 462 444 4,0%
davon Corporate % 39,8% 34,5% 5,3 PP 39,8% 39,0% 0,8 PP
davon Retail % 60,2% 65,5% - 5,3 PP 60,2% 61,0% - 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 500 521 - 4,1% 500 508 - 1,6%
Loan/Deposit Ratio 92,4% 82,2% 10,3 PP 92,4% 87,5% 5,0 PP
Return on Equity vor Steuern 19,1% 17,7% 1,3 PP 19,7% 17,1% 2,6 PP
Return on Equity nach Steuern 17,0% 15,8% 1,3 PP 17,5% 15,4% 2,1 PP
Cost/Income Ratio 52,1% 55,7% - 3,5 PP 51,1% 53,3% - 2,2 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,19% 6,08% 0,11 PP 6,56% 5,87% 0,69 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 704 708 - 0,6% 704 698 0,9%
Geschäftsstellen 52 54 - 3,7% 52 52 0,0%
Kunden 243.527 262.318 - 7,2% 243.527 258.799 - 5,9%

Rumänien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 141 159 - 11,3% 69 72 - 3,7%
Provisionsüberschuss 75 67 13,2% 39 36 7,1%
Handelsergebnis 8 4 79,4% 1 6 - 81,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 0 >500,0% 3 1 234,4%
Betriebserträge 227 230 - 1,2% 112 115 - 3,1%
Verwaltungsaufwendungen - 134 - 127 5,2% - 69 - 65 7,1%
Betriebsergebnis 93 103 - 9,1% 43 51 - 16,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 48 - 49 - 2,8% - 27 - 21 26,3%
Übrige Ergebnisse 7 4 52,8% 0 6 - 92,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 52 58 - 9,8% 16 36 - 54,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4 - 8 9 - 6
Periodenüberschuss nach Steuern 56 49 13,0% 26 30 - 14,2%
Aktiva 6.252 6.401 - 2,3% 6.252 6.370 - 1,8%
Forderungen an Kunden 4.244 4.223 0,5% 4.244 4.195 1,2%
davon Corporate % 34,4% 35,4% - 1,0 PP 34,4% 34,6% - 0,2 PP
davon Retail % 62,6% 62,3% 0,3 PP 62,6% 62,6% 0,0 PP
davon in Fremdwährung % 52,9% 55,3% - 2,4 PP 52,9% 54,1% - 1,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.983 3.692 7,9% 3.983 3.995 - 0,3%
Loan/Deposit Ratio 106,6% 114,4% - 7,8 PP 106,6% 105,0% 1,6 PP
Return on Equity vor Steuern 19,3% 23,5% - 4,2 PP 10,9% 25,0% - 14,2 PP
Return on Equity nach Steuern 20,7% 20,1% 0,6 PP 17,1% 21,0% - 3,9 PP
Cost/Income Ratio 58,9% 55,4% 3,6 PP 61,9% 56,0% 5,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,67% 5,23% - 0,56 PP 4,54% 4,83% - 0,29 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.246 5.821 - 9,9% 5.246 5.393 - 2,7%
Geschäftsstellen 526 541 - 2,8% 526 526 0,0%
Kunden 2.004.802 1.961.283 2,2% 2.004.802 1.981.086 1,2%

Serbien

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 55 45 21,3% 30 25 23,0%
Provisionsüberschuss 17 17 0,4% 9 8 9,4%
Handelsergebnis 1 - 2 0 1 - 86,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 2 56,1% 2 2 14,2%
Betriebserträge 77 63 22,1% 41 36 15,7%
Verwaltungsaufwendungen - 37 - 37 - 0,1% - 19 - 18 5,6%
Betriebsergebnis 40 26 54,3% 22 18 26,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 9 - 6 38,8% - 5 - 4 26,3%
Übrige Ergebnisse 2 8 - 77,5% - 3 4
Periodenüberschuss vor Steuern 32 27 20,1% 15 18 - 19,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 4 - 2 118,3% - 2 - 2 - 12,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 28 25 12,9% 13 16 - 20,2%
Aktiva 1.922 1.952 - 1,5% 1.922 1.849 4,0%
Forderungen an Kunden 1.213 1.241 - 2,3% 1.213 1.195 1,5%
davon Corporate % 51,9% 55,2% - 3,3 PP 51,9% 51,2% 0,6 PP
davon Retail % 45,6% 42,0% 3,7 PP 45,6% 45,8% - 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 69,9% 72,0% - 2,1 PP 69,9% 72,0% - 2,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.117 1.052 6,2% 1.117 1.097 1,9%
Loan/Deposit Ratio 108,5% 117,9% - 9,4 PP 108,5% 109,0% - 0,4 PP
Return on Equity vor Steuern 13,8% 11,6% 2,1 PP 11,6% 15,1% - 3,5 PP
Return on Equity nach Steuern 12,0% 10,8% 1,2 PP 10,1% 13,3% - 3,2 PP
Cost/Income Ratio 48,5% 59,2% - 10,8 PP 46,4% 50,8% - 4,4 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,13% 4,62% 1,52 PP 6,75% 5,60% 1,15 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.753 1.761 - 0,5% 1.753 1.757 - 0,2%
Geschäftsstellen 86 84 2,4% 86 86 0,0%
Kunden 571.677 517.591 10,4% 571.677 561.702 1,8%

Russland

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 575 555 3,7% 293 283 3,6%
Verwaltungsaufwendungen - 265 - 238 11,2% - 140 - 125 12,2%
Betriebsergebnis 311 317 - 2,0% 153 158 - 3,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 7 15 - 52,1% - 7 15
Übrige Ergebnisse 27 0 >500,0% 1 26 - 96,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 345 332 3,7% 146 198 - 26,2%
Aktiva 16.208 17.041 - 4,9% 16.208 16.187 0,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,90% 5,20% - 0,30 PP 4,75% 5,12% - 0,37 PP
Return on Equity vor Steuern 41,9% 43,4% - 1,4 PP 35,6% 48,1% - 12,5 PP

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland stieg im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2012 um 4 Prozent auf € 345 Millionen. Ein leichter Rückgang im operativen Ergebnis wurde dabei durch eine Steigerung im Ergebnis aus Finanzinvestitionen infolge des Verkaufs einer Beteiligung mehr als kompensiert. Der Return on Equity vor Steuern des Segments ging um 1,4 Prozentpunkte auf 41,9 Prozent zurück.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Jahresvergleich um 1 Prozent oder € 3 Millionen auf € 365 Millionen. Dabei übertraf der dank höherer Volumina und vor allem niedrigerer Zinsaufwendungen für Einlagen erzielte Zuwachs im Zinsüberschuss aus Kundenkrediten einen Rückgang des Zinsertrags aus derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung der durch Fremdwährungskredite entstandenen Positionen bestehen. Wegen geringerer Zinserträge aus Derivaten wies das Segment im Jahresabstand einen Rückgang der Nettozinsspanne um 30 Basispunkte auf 4,90 Prozent aus. Auch die Bilanzaktiva reduzierten sich wegen einer deutlichen Optimierung der Liquiditätsposition um 5 Prozent auf € 16,2 Milliarden. Aufgrund der – überwiegend aus dem Retail-Geschäft stammenden – Steigerung des Kreditvolumens um 5 Prozent nahmen hingegen die Kreditrisikoaktiva um 1 Prozent auf € 10,2 Milliarden leicht zu.

Einen deutlichen Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Provisionsüberschuss mit einem Plus von 15 Prozent oder € 21 Millionen auf € 155 Millionen. Die größten Zuwächse lagen hier bei den Erträgen aus dem Kredit- und Garantiegeschäft sowie aus dem Zahlungsverkehr. Dabei stieg der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft durch höhere Volumina im Retail-Neugeschäft sowie durch einen Einmaleffekt – die vorzeitige Rückzahlung eines syndizierten Kredits – um € 15 Millionen auf € 51 Millionen. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr wiederum wuchs vor allem durch volumenbedingt höhere Umsätze im Kreditkartengeschäft um € 6 Millionen auf € 54 Millionen.

Das Handelsergebnis erreichte mit € 55 Millionen nahezu den Vergleichswert des Vorjahres. Während sich dabei das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft aufgrund von Bewertungsverlusten um € 13 Millionen auf minus € 2 Millionen verringerte, legte das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft durch Bewertungsgewinne auf Fremdwährungsderivate um € 12 Millionen auf € 57 Millionen zu.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich insgesamt um 11 Prozent oder € 27 Millionen auf € 265 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war eine Zunahme des Personalaufwands (plus € 17 Millionen) durch Gehaltserhöhungen zum Ende des Vorjahres sowie einen Mitarbeiterzuwachs von mehr als 4 Prozent. Der Sachaufwand wuchs im Jahresabstand ebenfalls um € 3 Millionen an. Dies resultierte aus höheren Werbe- und IT-Aufwendungen, die jedoch durch niedrigere Aufwendungen für Kommunikation sowie rückläufige Rechts- und Beratungsaufwendungen kompensiert wurden. Auch die Abschreibungen erhöhten sich um € 6 Millionen, zur Gänze hervorgerufen durch Wertminderungen bei Filialgebäuden. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand geringfügig um 3 auf 190. Da die Verwaltungsaufwendungen stärker anstiegen als die Betriebserträge des Segments, erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 3,1 Prozentpunkte auf 46,0 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Bei den Kreditrisikovorsorgen kam es weiterhin zu Nettoauflösungen, die in der Berichtsperiode mit € 7 Millionen jedoch unter jenen des Vorjahres blieben. Bei den Einzelwertberichtigungen war dank Forderungsverkäufen, der aktualisierten Bewertung von Sicherheiten bei Firmenkunden sowie einer Performance-Verbesserung bei Retail-Kunden eine Nettoauflösung von € 10 Millionen möglich. Die Ausweitung des Kreditvolumens sowie die Entwicklung des USD/EUR-Kurses machte hingegen bei den Portfolio-Wertberichtigungen eine Nettodotierung von € 3 Millionen erforderlich. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments ging im Jahresabstand um 1,3 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent zurück.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland verbesserten sich im Periodenvergleich um € 26 Millionen auf € 27 Millionen. Dabei stieg das Ergebnis aus Finanzinvestitionen überwiegend aufgrund der Veräußerung von Beteiligungen auf € 25 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten – es resultierte aus Zins-Swap-Transaktionen zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos – blieb mit € 2 Millionen unverändert.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen aufgrund höherer nicht abzugsfähiger Aufwendungen um 14 Prozent auf € 88 Millionen, die Steuerquote erhöhte sich um 2 Prozentpunkte auf 25 Prozent.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Kennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch beruht.

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 365 362 0,9% 184 182 1,1%
Provisionsüberschuss 155 135 15,3% 86 69 24,2%
Handelsergebnis 55 56 - 2,0% 24 31 - 20,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 2 - 1 1
Betriebserträge 575 555 3,7% 293 283 3,6%
Verwaltungsaufwendungen - 265 - 238 11,2% - 140 - 125 12,2%
Betriebsergebnis 311 317 - 2,0% 153 158 - 3,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 7 15 - 52,1% - 7 15
Übrige Ergebnisse 27 0 >500,0% 1 26 - 96,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 345 332 3,7% 146 198 - 26,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 88 - 77 13,9% - 45 - 43 5,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 257 255 0,7% 101 156 - 35,0%
Aktiva 16.208 17.041 - 4,9% 16.208 16.187 0,1%
Forderungen an Kunden 9.935 9.492 4,7% 9.935 10.101 - 1,6%
davon Corporate % 59,1% 68,6% - 9,5 PP 59,1% 62,7% - 3,7 PP
davon Retail % 40,9% 31,4% 9,5 PP 40,9% 37,2% 3,7 PP
davon in Fremdwährung % 36,5% 52,7% - 16,2 PP 36,5% 42,2% - 5,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 10.437 10.625 - 1,8% 10.437 10.447 - 0,1%
Loan/Deposit Ratio 95,2% 89,3% 5,8 PP 95,2% 96,7% - 1,5 PP
Return on Equity vor Steuern 34,3% 36,0% - 1,7 PP 25,9% 35,5% - 9,6 PP
Return on Equity nach Steuern 25,5% 27,6% - 2,1 PP 17,9% 27,9% - 10,0 PP
Cost/Income Ratio 46,0% 42,9% 3,1 PP 47,8% 44,1% 3,7 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,90% 5,20% - 0,30 PP 4,75% 5,12% - 0,37 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.358 8.015 4,3% 8.358 8.200 1,9%
Geschäftsstellen 190 193 - 1,6% 190 189 0,5%
Kunden 2.431.687 2.283.450 6,5% 2.431.687 2.335.420 4,1%

GUS Sonstige

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 293 299 - 2,1% 156 137 14,0%
Verwaltungsaufwendungen - 180 - 182 - 1,2% - 90 - 90 - 0,5%
Betriebsergebnis 113 117 - 3,6% 66 47 42,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 57 - 50 13,9% - 32 - 25 25,7%
Übrige Ergebnisse 39 - 12 6 32 - 80,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 94 55 72,6% 41 54 - 23,8%
Aktiva 6.213 6.518 - 4,7% 6.213 6.349 - 2,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,86% 7,10% - 0,24 PP 7,13% 6,59% 0,55 PP
Return on Equity vor Steuern 22,1% 13,9% 8,2 PP 19,1% 25,1% - 6,0 PP

Im Segment GUS Sonstige stieg der Periodenüberschuss vor Steuern im Periodenvergleich vor allem dank höherer Erträge aus Finanzinvestitionen um 73 Prozent auf € 94 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich dadurch um 8,2 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging insgesamt um 8 Prozent oder € 16 Millionen auf € 195 Millionen zurück. Hauptverantwortlich dafür war ein Rückgang des Zinsüberschusses in der Ukraine um 14 Prozent auf € 152 Millionen, hervorgerufen durch geringere Kreditvolumina bei Retail- und Firmenkunden und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren. In Belarus hingegen führten höhere Kreditvolumina und Margen zu einem Anstieg des Zinsüberschusses um 27 Prozent auf € 42 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen um 5 Prozent auf € 6,2 Milliarden ab, die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich trotz des Wegfalls von großteils wertberichtigten Krediten infolge der höheren Gewichtung des Neugeschäfts um 3 Prozent auf € 5,5 Milliarden. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 24 Basispunkte auf 6,86 Prozent.

Der Provisionsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 101 Millionen, zu denen die um 9 Prozent gestiegenen Erträge aus dem Zahlungsverkehr mit € 76 Millionen weiterhin den wichtigsten Beitrag leisteten. Der hier erzielte Anstieg resultierte vor allem aus der sowohl in der Ukraine als auch in Belarus höheren Anzahl an Transaktionen.

Das Handelsergebnis verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 6 Millionen auf minus € 1 Million. Hier sorgten vor allem Bewertungsgewinne aus Anleihen in der Ukraine für eine Steigerung des Ergebnisses aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 2 Millionen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft wiederum profitierte von geringeren Bewertungsverlusten aus einer strategischen Währungsposition, die in Belarus zur Absicherung des Eigenkapitals gehalten wird.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments ging aufgrund mehrerer kleiner Aufwands- und Ertragsposten im Periodenvergleich per Saldo auf minus € 3 Millionen zurück.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 2 Millionen auf € 180 Millionen. In der Ukraine wurden dabei – unterstützt durch leichte Abwertungen des US-Dollars und der ukrainischen Hryvna – Kostensenkungen von insgesamt € 8 Millionen erzielt. Diese resultierten vor allem aus einer Reduktion der Personalaufwendungen durch Mitarbeiterabbau (minus € 5 Millionen) und einer Abnahme des Abschreibungsaufwands infolge geringerer IT-Investitionen um € 2 Millionen. In Belarus hingegen stiegen die Verwaltungsaufwendungen um € 5 Millionen. Davon entfielen € 4 Millionen auf Personalkostensteigerungen, die durch inflationsindexbasierte bzw. im Vorjahr gewährte Gehaltserhöhungen verursacht wurden. Die Cost/Income Ratio des Segments stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region stiegen im Periodenvergleich um 14 Prozent auf € 57 Millionen. Dabei lag der Wertberichtigungsbedarf in der Ukraine mit € 58 Millionen um € 10 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres, vor allem begründet durch niedrigere Bewertungen von Sicherheiten von Retail-Kunden. In Belarus ergab sich in Summe kein Wertberichtigungsbedarf. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio des Segments fiel im Jahresabstand

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von minus € 12 Millionen auf plus € 39 Millionen. Ausschlaggebend für diese Ergebnisverbesserung waren vor allem Bewertungsgewinne aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands. In der Ukraine verbesserte sich das Ergebnis aus der Bewertung von festverzinslichen ukrainischen Staatsanleihen dank deutlicher Rückgänge des Marktzinsniveaus im Periodenvergleich von minus € 13 Millionen auf plus € 25 Millionen. Zusätzlich brachte die Veräußerung einer Beteiligung in der Ukraine einen Gewinn von € 12 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments erhöhten sich um 5 Prozent auf € 19 Millionen, die Steuerquote hingegen sank um 13 Prozentpunkte auf 21 Prozent. Grundlage dafür waren das vom IFRS-Ergebnis abweichende nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften errechnete steuerliche Ergebnis in Belarus sowie in der Steuervorschau konservativ angesetzte Bewertungsgewinne in der Ukraine.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Belarus

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 42 33 26,9% 21 20 5,9%
Provisionsüberschuss 31 28 11,9% 16 15 6,4%
Handelsergebnis - 5 - 8 - 37,2% 1 - 6
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 1 - 1 21,9% 0 - 1 - 29,9%
Betriebserträge 67 52 28,9% 38 28 34,9%
Verwaltungsaufwendungen - 37 - 31 17,6% - 19 - 18 4,8%
Betriebsergebnis 30 21 45,8% 20 11 85,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 - 1 0 0
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 30 20 53,0% 20 11 81,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 6 - 8 - 23,7% - 4 - 2 149,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 24 12 106,7% 15 9 67,6%
Aktiva 1.442 1.314 9,7% 1.442 1.472 - 2,0%
Forderungen an Kunden 971 795 22,2% 971 1.010 - 3,8%
davon Corporate % 74,0% 74,1% - 0,1 PP 74,0% 76,8% - 2,8 PP
davon Retail % 26,0% 25,9% 0,1 PP 26,0% 23,2% 2,8 PP
davon in Fremdwährung % 72,3% 74,4% - 2,1 PP 72,3% 73,0% - 0,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 905 799 13,3% 905 926 - 2,3%
Loan/Deposit Ratio 107,3% 99,4% 7,9 PP 107,3% 109,0% - 1,7 PP
Return on Equity vor Steuern 30,5% 22,5% 8,0 PP 36,9% 21,6% 15,3 PP
Return on Equity nach Steuern 24,3% 13,2% 11,0 PP 28,5% 18,0% 10,5 PP
Cost/Income Ratio 54,6% 59,9% - 5,3 PP 48,7% 62,6% - 14,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,42% 5,67% 0,74 PP 6,39% 6,39% 0,00 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.194 2.192 0,1% 2.194 2.201 - 0,3%
Geschäftsstellen 100 100 0,0% 100 100 0,0%
Kunden 701.651 684.727 2,5% 701.651 695.067 0,9%

Ukraine

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 152 177 - 14,0% 80 72 10,7%
Provisionsüberschuss 70 68 2,2% 36 34 7,7%
Handelsergebnis 4 2 151,3% 2 2 0,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 2 - 1 61,0% - 1 - 1 31,8%
Betriebserträge 224 246 - 8,7% 117 107 9,4%
Verwaltungsaufwendungen - 143 - 151 - 5,1% - 71 - 72 - 1,8%
Betriebsergebnis 81 95 - 14,4% 46 35 32,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 58 - 49 19,7% - 32 - 27 18,9%
Übrige Ergebnisse 39 - 12 6 32 - 80,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 62 34 82,2% 21 41 - 48,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13 - 10 26,7% - 4 - 9 - 51,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 49 24 105,7% 17 32 - 47,4%
Aktiva 4.727 5.148 - 8,2% 4.727 4.832 - 2,2%
Forderungen an Kunden 3.787 4.121 - 8,1% 3.787 3.806 - 0,5%
davon Corporate % 53,3% 51,0% 2,2 PP 53,3% 51,9% 1,4 PP
davon Retail % 46,7% 49,0% - 2,3 PP 46,7% 48,1% - 1,4 PP
davon in Fremdwährung % 49,9% 54,4% - 4,5 PP 49,9% 50,8% - 0,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.806 2.684 4,5% 2.806 2.835 - 1,0%
Loan/Deposit Ratio 135,0% 153,5% - 18,5 PP 135,0% 134,2% 0,7 PP
Return on Equity vor Steuern 15,1% 8,0% 7,1 PP 10,0% 19,6% - 9,6 PP
Return on Equity nach Steuern 12,0% 5,6% 6,4 PP 8,0% 15,5% - 7,5 PP
Cost/Income Ratio 63,7% 61,3% 2,4 PP 60,4% 67,4% - 6,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 7,00% 7,50% - 0,50 PP 7,36% 6,66% 0,70 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 13.492 14.874 - 9,3% 13.492 13.787 - 2,1%
Geschäftsstellen 820 825 - 0,6% 820 822 - 0,2%
Kunden 3.082.951 3.126.885 - 1,4% 3.082.951 3.023.416 2,0%
in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 316 315 0,2% 160 156 2,1%
Verwaltungsaufwendungen - 96 - 82 17,0% - 51 - 44 15,5%
Betriebsergebnis 220 234 - 5,7% 108 112 - 3,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 103 - 21 380,8% - 30 - 73 - 58,8%
Übrige Ergebnisse 0 1 - 59,9% 0 0 - 86,7%
Periodenüberschuss vor Steuern 118 214 - 44,8% 78 39 98,9%
Aktiva 19.529 20.817 - 6,2% 19.529 21.380 - 8,7%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,41% 1,97% 0,44 PP 2,55% 2,17% 0,38 PP
Return on Equity vor Steuern 13,0% 24,0% - 11,0 PP 16,9% 8,3% 8,6 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Corporates sank – primär aufgrund des höheren Wertberichtigungsbedarfs bei Krediten an Großkunden – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 45 Prozent auf € 118 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich dadurch um 11,0 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments nahm gegenüber der Vergleichsperiode insgesamt um 12 Prozent auf € 239 Millionen zu. Im Profitcenter Corporate Customers der Konzernzentrale (von Wien aus betreute österreichische und multinationale Firmenkunden) wurde hier durch einen Anstieg der aktivseitigen Margen trotz eines stagnierenden Kreditvolumens eine wesentliche Verbesserung auf insgesamt € 90 Millionen erreicht. Auch im Profitcenter Network Corporate Customers & Support (überwiegend internationale Firmenkunden mit CEE-Bezug) nahm der Zinsüberschuss um 7 Prozent auf € 42 Millionen zu, während die Geschäftsstellen in Asien aufgrund geringerer Kreditvolumina Rückgänge verzeichneten. Die Nettozinsspanne des Segments stieg dank verbesserter aktivseitiger Margen und geringerer Belastungen aus Liquiditätsverrechnungen im Rahmen des konzerninternen Fundings um 44 Basispunkte auf 2,41 Prozent. Die Bilanzaktiva nahmen wegen der verhaltenen Kreditnachfrage in Österreich sowie Reduktionen in Asien im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 19,5 Milliarden ab, die Risikoaktiva (Kreditrisiko) erhöhten sich hingegen um 8 Prozent auf € 12,6 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss sank im Periodenvergleich um 10 Prozent oder € 8 Millionen auf € 74 Millionen. Während es hier in den Geschäftsstellen in China zu einem Rückgang kam, steigerte die Konzernzentrale ihre Erträge aus dem Wertpapiergeschäft durch Lead-Arranger-Aktivitäten bei Anleiheemissionen österreichischer und internationaler Kunden.

Das Handelsergebnis des Segments ging um 81 Prozent auf € 3 Millionen zurück. Hauptverantwortlich dafür waren derivative Finanzinstrumente im Rahmen von Zins- und Währungsabsicherungen sowie strukturierten Veranlagungs- und Finanzprodukten.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments sank im Periodenvergleich aufgrund von Konzernverrechnungen auf € 0,3 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen vor allem aufgrund höherer Overhead-Kosten, die auf das Segment umgelegt wurden, im Periodenvergleich um 17 Prozent auf € 96 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode neun Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio nahm um 4,4 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich im Jahresabstand um € 82 Millionen auf € 103 Millionen. Dabei erforderten einzelne Kredite an Großkunden in der Konzernzentrale höhere Wertberichtigungen, während der Vorsorgebedarf in China um die Hälfte auf € 19 Millionen zurückging. Der Vergleichswert des Vorjahres war zudem verhältnismäßig niedrig gewesen, da Umstellungen beim Portfolio-Risikomodell zu Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen geführt hatten. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments blieb mit 4,1 Prozent konstant.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich um € 1 Million, hervorgerufen durch niedrigere Bewertungsergebnisse von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vorjahresperiode um 50 Prozent auf € 25 Millionen, die Steuerquote ging um 2 Prozentpunkte auf 21 Prozent zurück.

Group Markets

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 193 187 3,0% 117 76 54,0%
Verwaltungsaufwendungen - 128 - 127 0,4% - 67 - 61 10,5%
Betriebsergebnis 65 60 8,4% 50 15 230,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1 - 19 2 - 1
Übrige Ergebnisse 8 154 - 94,8% - 3 11
Periodenüberschuss vor Steuern 74 194 - 61,9% 49 25 91,4%
Aktiva 19.486 21.840 - 10,8% 19.486 19.438 0,2%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,87% 0,81% 0,06 PP 0,91% 0,84% 0,07 PP
Return on Equity vor Steuern 22,7% 29,3% - 6,6 PP 21,8% 8,9% 12,8 PP

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank – hauptsächlich verursacht durch einen Rückgang des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen – im Periodenvergleich um 62 Prozent auf € 74 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich damit um 6,6 Prozentpunkte auf 22,7 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um 19 Prozent auf € 69 Millionen zurück. Hauptgründe dafür waren eine Abnahme des Geschäftsvolumens mit hochliquiden Anleihen von Finanzinstitutionen aufgrund der reduzierten Investment-Tätigkeit der RBI sowie deren weiterhin verhaltene Risikopositionierung. Die Bilanzaktiva des Segments reduzierten sich im Jahresabstand um 11 Prozent auf € 19,5 Milliarden, während die Nettozinsspanne um 6 Basispunkte auf 0,87 Prozent anstieg. Die Kreditrisikoaktiva nahmen um 2 Prozent auf € 3,8 Milliarden ab, überwiegend hervorgerufen durch den Abbau von Wertpapier-, CDS- und Swap-Exposures.

Der Provisionsüberschuss von Group Markets legte im Periodenvergleich um 28 Prozent auf € 63 Millionen zu. Hier konnte insbesondere das Profitcenter Financial Institutions – begünstigt von der verbesserten Situation auf den Finanzmärkten – seine Erträge aus Cash Management, Custody und Fund Services deutlich erhöhen. Einen höheren Beitrag lieferte mit einem Provisionsüberschuss von € 4 Millionen auch der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochtergesellschaft Kathrein Privatbank AG in Wien.

Das Handelsergebnis des Segments verzeichnete dank höherer Handelsvolumina einen Anstieg um 15 Prozent auf € 52 Millionen. Ebenso verbesserte sich das Ergebnis aus gegebenen Kapitalgarantien der Konzernzentrale im Periodenvergleich um € 11 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets blieben mit € 128 Millionen im Periodenvergleich nahezu stabil. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 66,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode kam es zur Auflösung einer Einzelwertberichtigung in Höhe von € 5 Millionen, die durch Dotierungen für Portfolio-Wertberichtigungen nahezu kompensiert wurde. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war aufgrund eines Einzelfalls in der Konzernzentrale eine Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen von € 19 Millionen angefallen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich von € 154 Millionen auf € 8 Millionen. Der Rückgang wurde durch das Ergebnis aus Finanzinvestitionen – insbesondere durch den Verkauf des High-Quality-Wertpapierportfolios der Konzernzentrale in der Vergleichsperiode, das einen Ertrag von € 159 Millionen erbrachte, sowie sonstiger Finanzinstrumente – verursacht. Im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten kam es – vorwiegend aufgrund von Bewertungsergebnissen der Konzernzentrale – im Periodenvergleich hingegen zu einem Zuwachs.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments gingen aufgrund der erwähnten Wertpapierverkäufe in der Vorjahresperiode von € 58 Millionen auf € 14 Millionen zurück, die Steuerquote sank damit auf 19 Prozent.

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2013
1.1.- 30.6.
2012
Verände
rung
Q2/2013 Q1/2013 Verände
rung
Betriebserträge 896 460 94,8% 917 - 21
Verwaltungsaufwendungen - 155 - 152 2,0% - 83 - 72 16,1%
Betriebsergebnis 741 308 140,6% 834 - 93
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1 3 - 77,9% 0 1
Übrige Ergebnisse - 208 20 - 92 - 116 - 20,9%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 534 331 61,5% 742 - 208
Aktiva 39.871 61.487 - 35,2% 39.871 43.580 - 8,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva)
Return on Equity vor Steuern 46,7% 32,4% 14,4 PP 124,6%

Corporate Center

Das Segment Corporate Center erzielte in der Berichtsperiode dank eines deutlich verbesserten Zins- und Dividendenergebnisses trotz hoher Bewertungsverluste aus Derivaten einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 534 Millionen.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um 94 Prozent auf € 897 Millionen. Verantwortlich für diesen Anstieg waren vor allem die konzerninternen Dividendenerträge, daneben sorgten höhere Erträge aus der Liquiditätsverrechnung sowie niedrigere Refinanzierungskosten für positive Impulse. Zudem werden die Zinsaufwendungen von € 27 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG in diesem Segment ausgewiesen. Die Aktiva des Segments gingen insbesondere aufgrund der Optimierung der Liquiditätsposition um 35 Prozent auf € 39,9 Milliarden zurück, die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich um 16 Prozent auf € 16,0 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich um 53 Prozent auf minus € 9 Millionen, hervorgerufen insbesondere durch geringere Provisionszahlungen für die Abwicklung von Transaktionen.

Das Handelsergebnis des Segments hingegen sank um 5 Prozent auf minus € 8 Millionen. Hauptgrund dafür war die Bewertung diverser aus Steuerungsgründen gehaltener Fremdwährungs- und Zinsinstrumente.

Auch das sonstige betriebliche Ergebnis nahm – bedingt durch die konzerninterne Verrechnung von Dienstleistungen des Headoffice an die Konzerneinheiten der anderen Segmente – um 34 Prozent auf € 16 Millionen ab. Die österreichische Bankenabgabe belastete das Ergebnis wie im Vorjahr mit € 51 Millionen, und auch der Ergebnisbeitrag des Raiffeisen Service Center (Back-Office-Dienstleistungen für Banken in Österreich) blieb mit € 16 Millionen unverändert. Ein verbesserter Beitrag von € 6 Millionen (plus € 2 Millionen) resultierte hingegen aus dem Warenhandel der Elsner Trading.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 155 Millionen. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Im Berichtszeitraum kam es zu einer Nettoauflösung von € 1 Million.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments reduzierten sich im Periodenvergleich von plus € 20 Millionen auf minus € 208 Millionen. Dabei belasteten vor allem Bewertungsverluste aus eigenen Emissionen (€ 134 Millionen) sowie die rückläufige Bewertung der sonstigen derivativen Finanzinstrumente und der Finanzinvestitionen das Ergebnis. In der Vergleichsperiode war hier hingegen ein Veräußerungsgewinn von € 113 Millionen aus dem Rückkauf eines Teils des Hybridkapitals erzielt worden.

Im Segment Corporate Center sank der Steuerertrag im Periodenvergleich von € 71 Millionen auf € 36 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen Bewertungsergebnisse, die insbesondere die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten betrafen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. Juni 2013)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012 Veränderung
Zinserträge 3.052 3.305 -7,6%
Zinsaufwendungen1 -1.216 -1.543 -21,2%
Zinsüberschuss [2] 1.836 1.762 4,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -469 -400 17,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.367 1.362 0,4%
Provisionserträge 968 890 8,7%
Provisionsaufwendungen -183 -170 7,7%
Provisionsüberschuss [4] 785 721 9,0%
Handelsergebnis1 [5] 140 167 -15,9%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] -187 -20 >500,0%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 64 253 -74,7%
Verwaltungsaufwendungen2 [8] -1.617 -1.518 6,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -79 -36 121,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -6 -2 309,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 467 927 -49,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag2 [10] -156 -194 -19,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 311 734 -57,6%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -35 -33 6,0%
Konzern-Periodenüberschuss 277 701 -60,5%

1 Umgliederung der Vorjahreswerte von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

2 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.-30.6.
2013
1.1.-30.6.
2012
1.1.-30.6.
2013
1.1.-30.6.
2012
1.1.-30.6.
2013
1.1.-30.6.
2012
Periodenüberschuss nach Steuern 311 734 277 701 35 33
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
0 0 0 0 0 0
Neubewertungen von
leistungsorientierten Plänen
0 0 0 0 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in
den Gewinn und Verlust umgegliedert
werden
0 0 0 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise
in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden
-295 15 -293 -4 -2 19
Währungsdifferenzen -261 103 -257 86 -4 17
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-261 103 -257 86 -4 17
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
0 -1 0 -1 0 0
Hochinflation 15 18 14 16 2 2
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
-22 -1 -22 -1 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-22 -1 -22 -1 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
-34 -138 -34 -138 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
2 52 1 52 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
-36 -191 -35 -191 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
6 34 6 34 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
1 -14 1 -14 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
5 48 5 48 0 0
Sonstiges Ergebnis -295 15 -293 -4 -2 19
Gesamtergebnis 16 749 -16 697 32 52

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012 Veränderung
Gewinn je Aktie 0,91 3,09 -2,18

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich der Dividende auf das Partizipationskapital bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2013 waren das 194,9 Millionen (30. Juni 2012: 194,8 Millionen). Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q3/2012 Q4/2012 Q1/2013 Q2/2013
Zinsüberschuss 834 876 865 972
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -224 -385 -220 -249
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 611 491 645 722
Provisionsüberschuss 400 396 375 411
Handelsergebnis 54 -6 80 60
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten -88 -20 -121 -66
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 46 19 87 -23
Verwaltungsaufwendungen1 -818 -921 -788 -829
Sonstiges betriebliches Ergebnis -16 -50 -21 -58
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 14 -6 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 188 -77 251 216
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 -32 -60 -77 -79
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 155 -136 174 137
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -14 24 -17 -17
Konzern-Periodenüberschuss/-fehlbetrag 142 -112 157 120

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

in € Millionen Q3/2011 Q4/2011 Q1/2012 Q2/2012
Zinsüberschuss 943 943 875 886
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -377 -282 -153 -247
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 566 661 722 639
Provisionsüberschuss 388 365 346 375
Handelsergebnis 37 70 82 85
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 108 264 35 -55
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -158 5 261 -8
Verwaltungsaufwendungen1 -772 -835 -753 -764
Sonstiges betriebliches Ergebnis -15 -190 -8 -28
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 0 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 153 340 685 243
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 -71 -127 -111 -83
Periodenüberschuss nach Steuern 82 213 574 160
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 48 8 -33 0
Konzern-Periodenüberschuss 130 221 541 160

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 30.6.2013 31.12.2012 Veränderung
Barreserve 4.451 6.557 -32,1%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 35] 21.460 22.323 -3,9%
Forderungen an Kunden [13, 35] 81.942 83.343 -1,7%
Kreditrisikovorsorgen [14] -5.615 -5.642 -0,5%
Handelsaktiva [15, 35] 7.669 9.813 -21,9%
Derivative Finanzinstrumente [16, 35] 1.002 1.405 -28,7%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 35] 14.397 13.355 7,8%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [35] 5 5 0,8%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.293 1.321 -2,1%
Sachanlagen [19] 1.625 1.597 1,7%
Sonstige Aktiva [20, 35] 2.078 2.038 1,9%
Aktiva gesamt 130.306 136.116 -4,3%
Passiva Anhang 30.6.2013 31.12.2012 Veränderung
in € Millionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 35] 27.495 30.186 -8,9%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 35] 66.575 66.297 0,4%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23] 12.035 13.290 -9,4%
Rückstellungen [24, 35] 678 721 -6,0%
Handelspassiva [25, 35] 6.082 8.824 -31,1%
Derivative Finanzinstrumente [26, 35] 462 472 -2,0%
Sonstige Passiva [27, 35] 2.703 1.515 78,4%
Nachrangkapital [28, 35] 3.847 3.937 -2,3%
Eigenkapital [29] 10.428 10.873 -4,1%
Konzern-Eigenkapital1 9.464 9.424 0,4%
Konzern-Periodenüberschuss1 277 730 -62,1%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 688 719 -4,3%
Passiva gesamt 130.306 136.116 -4,3%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Raiffeisen Bank International | Halbjahresfinanzbericht 2013

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile Gesamt
Eigenkapital 1.1.2013 595 2.500 2.574 3.760 725 719 10.873
Effekte aus der rückwirkenden
Anwendung von IAS19
0 0 0 -5 5 0 0
Eigenkapital 1.1.2013 595 2.500 2.574 3.754 731 719 10.873
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 8 8
Gewinnthesaurierung 0 0 0 302 -302 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -429 -56 -485
Gesamtergebnis 0 0 0 -293 277 32 16
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 32 0 -15 17
Eigenkapital 30.6.2013 595 2.500 2.574 3.795 277 688 10.428
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Effekte aus der rückwirkenden
Anwendung von IAS19
0 0 0 -1 1 0 0
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 19 19
Gewinnthesaurierung 0 0 0 564 -564 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -405 -50 -455
Gesamtergebnis 0 0 0 -4 701 52 749
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
1 0 6 0 0 0 7
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -110 0 -295 -405
Eigenkapital 30.6.2012 595 2.500 2.576 3.610 701 869 10.850

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.20121
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6.557 11.402
Kassenbestand aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 0 340
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -1.383 3.992
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -152 352
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -444 -664
Effekte aus Wechselkursänderungen -127 -28
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 4.451 15.393

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-30.6.2013
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 534 424 365 195 239
Provisionsüberschuss 270 161 155 101 74
Handelsergebnis -1 28 55 -1 3
Sonstiges betriebliches Ergebnis -59 22 0 -3 0
Betriebserträge 745 635 575 293 316
Verwaltungsaufwendungen -517 -343 -265 -180 -96
Betriebsergebnis 228 293 311 113 220
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -170 -149 7 -57 -103
Übrige Ergebnisse 13 10 27 39 0
Periodenüberschuss vor Steuern 71 154 345 94 118
Steuern vom Einkommen und Ertrag -36 -9 -88 -19 -25
Periodenüberschuss nach Steuern 34 145 257 75 93
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -25 -5 -1 -5 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
9 139 256 70 93
Anteil am Ergebnis vor Steuern 5,1% 11,1% 24,8% 6,8% 8,5%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.209 12.990 10.217 5.492 12.612
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.986 1.256 991 530 1.009
Aktiva 38.358 21.330 16.208 6.213 19.529
Verbindlichkeiten 34.820 18.347 13.915 5.096 14.588
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,87% 4,28% 4,90% 6,86% 2,41%
NPL Ratio 11,7% 13,4% 4,5% 26,8% 4,1%
NPL Coverage Ratio 63,9% 62,1% 100,5% 70,4% 65,0%
Cost/Income Ratio 69,4% 53,9% 46,0% 61,4% 30,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,15% 2,06% -0,14% 2,41% 1,04%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.311 2.069 1.645 856 1.811
Return on Equity vor Steuern 4,3% 14,9% 41,9% 22,1% 13,0%
Geschäftsstellen 807 1.124 190 921 9
1.1.-30.6.2013
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 69 897 -886 1.836
Provisionsüberschuss 63 -9 -30 785
Handelsergebnis 52 -8 11 140
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 16 -65 -79
Betriebserträge 193 896 -970 2.683
Verwaltungsaufwendungen -128 -155 66 -1.617
Betriebsergebnis 65 741 -904 1.066
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1 1 0 -469
Übrige Ergebnisse 8 -208 -18 -130
Periodenüberschuss vor Steuern 74 534 -923 467
Steuern vom Einkommen und Ertrag -14 36 0 -156
Periodenüberschuss nach Steuern 60 569 -923 311
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -3 5 -35
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
60 567 -918 277
Anteil am Ergebnis vor Steuern 5,3% 38,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.753 16.001 -14.457 67.816
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 404 1.292 -846 6.621
Aktiva 19.486 39.871 -30.689 130.306
Verbindlichkeiten 22.116 26.209 -15.214 119.877
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,87% 3,06%
NPL Ratio 6,9% 9,9%
NPL Coverage Ratio 93,1% 67,3%
Cost/Income Ratio 66,4% 17,3% 60,2%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) -0,08% -0,03% 1,13%
Durchschnittliches Eigenkapital 651 2.285 -1.718 10.910
Return on Equity vor Steuern 22,7% 46,7% 8,6%
Geschäftsstellen 4 1 3.056
1.1.-30.6.2012
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 508 451 362 211 214
Provisionsüberschuss 234 152 135 97 82
Handelsergebnis 19 27 56 -6 15
Sonstiges betriebliches Ergebnis -19 17 2 -2 4
Betriebserträge 742 647 555 299 315
Verwaltungsaufwendungen -460 -342 -238 -182 -82
Betriebsergebnis 283 305 317 117 234
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -199 -128 15 -50 -21
Übrige Ergebnisse 28 12 0 -12 1
Periodenüberschuss vor Steuern 111 189 332 55 214
Steuern vom Einkommen und Ertrag -48 -24 -77 -18 -49
Periodenüberschuss nach Steuern 63 165 255 36 164
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -15 -10 6 -2 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
48 155 261 34 164
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,8% 13,3% 23,3% 3,8% 15,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 22.296 13.306 10.074 5.339 11.679
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.036 1.282 959 522 989
Aktiva 41.450 22.292 17.041 6.518 20.817
Verbindlichkeiten 37.696 19.379 14.852 5.422 15.741
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,88% 4,30% 5,20% 7,10% 1,97%
NPL Ratio 11,0% 12,3% 5,7% 31,3% 4,1%
NPL Coverage Ratio 61,9% 58,1% 96,3% 67,8% 63,3%
Cost/Income Ratio 61,9% 52,9% 42,9% 60,8% 25,9%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,46% 1,69% -0,23% 2,02% 0,20%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.968 2.090 1.533 788 1.779
Return on Equity vor Steuern 7,5% 18,1% 43,4% 13,9% 24,0%
Geschäftsstellen 877 1.145 193 926 8
1.1.-30.6.2012
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 85 462 -531 1.762
Provisionsüberschuss 49 -19 -10 721
Handelsergebnis 45 -8 19 167
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 24 -70 -36
Betriebserträge 187 460 -592 2.613
Verwaltungsaufwendungen -127 -152 65 -1.518
Betriebsergebnis 60 308 -527 1.096
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -19 3 0 -400
Übrige Ergebnisse 154 20 29 232
Periodenüberschuss vor Steuern 194 331 -498 927
Steuern vom Einkommen und Ertrag -58 71 11 -194
Periodenüberschuss nach Steuern 136 401 -487 734
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 -10 -33
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
136 401 -498 701
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13,6% 23,2% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.828 19.099 -16.415 69.206
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 421 1.579 -1.034 6.754
Aktiva 21.840 61.487 -38.727 152.717
Verbindlichkeiten 28.659 41.993 -21.874 141.867
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,81% 2,64%
NPL Ratio 4,5% 9,8%
NPL Coverage Ratio 76,8% 65,8%
Cost/Income Ratio 68,1% 33,0% 58,1%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,82% -0,13% 0,90%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.326 2.043 -1.783 10.744
Return on Equity vor Steuern 29,3% 32,4% 17,3%
Geschäftsstellen 3 1 3.153

Anhang

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Grundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 steht im Einklang mit IAS 34.

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Der Zwischenbericht zum Halbjahr 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2012 (vgl. Geschäftsbericht 2012, Seite 116 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2013 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Die Änderung von IAS 1 (Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses) verlangt, mittels Zwischensumme zu zeigen, ob die Posten des sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert werden können oder nicht. Werden die Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern dargestellt, muss auch der zugehörige Steuerbetrag getrennt nach den beiden Kategorien ausgewiesen werden. Die Anwendung dieser Änderung wirkt sich auf die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung aus: Beginnend mit dem ersten Quartal 2013 werden Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, und solche, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, separat dargestellt.

Im aktuellen Geschäftsjahr wird im Konzern IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer, überarbeitet 2011, IAS 19R) erstmals rückwirkend angewendet. Die bedeutendste Neuerung von IAS 19 bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Die Neuregelung erfordert die sofortige Erfassung von Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Durch die Abschaffung der Korridormethode werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Da die RBI die Korridormethode in den Vorperioden nicht angewendet hat, kommt es zu keinen wesentlichen Anpassungen. Die Auswirkungen aufgrund der rückwirkenden Anwendung von IAS 19 sind einerseits in der Eröffnungsbilanz der Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 1. Jänner 2012 und anderseits in der Überleitung zum Gesamtergebnis ersichtlich. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 (Fair Value Measurement), der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bis dahin in den einzelnen IFRS enthalten waren, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. Der Anwendungsbereich des IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Posten. IFRS 13 gelangt – mit gewissen Ausnahmen – immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. wenn Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. IFRS 13 ist prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung für die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden der RBI ergeben sich nicht, Änderungen ergeben sich insbesondere im Anhang. So müssen die Informationen zu den Marktwerten der Finanzinstrumente sowie zur Kategorisierung von Finanzinstrumenten, die bisher nur mit dem Jahresabschluss anzugeben waren, nun auch unterjährig erfolgen. Diese quantitativen Angaben sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" unter Punkt (34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden dargestellt.

Die Änderungen von IFRS 7 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden) verlangen für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag oder einer entsprechenden Vereinbarung. Diese Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Diese quantitativen Angaben wurden im zweiten Quartal 2013 nicht veröffentlicht, da die hier seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens eingetretenen Veränderungen das Verständnis unerheblich sind.

Weitere Änderungen an IFRS 1 (Darlehen der öffentlichen Hand) und IFRIC 20 (Abraumbeseitigungskosten in der Produktionsphase einer Tagbaumine) sowie die jährlichen Verbesserungen (IFRS-Zyklus 2009–2011) sind für das laufende Geschäftsjahr erstmals anzuwenden. Diese Änderungen haben aber keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der RBI.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Währungen

2013 2012
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 30.6. 1.1.- 30.6. 31.12. 1.1.- 30.6.
Albanischer Lek (ALL) 140,960 140,124 139,590 139,416
Belarus Rubel (BYR) 11.450,000 11.345,714 11.340,000 10.705,714
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 197,900 197,999 199,220 192,929
Kroatische Kuna (HRK) 7,450 7,560 7,558 7,541
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,134 4,058 4,035 4,024
Polnischer Zloty (PLN) 4,338 4,195 4,074 4,252
Rumänischer Lei (RON) 4,460 4,397 4,445 4,390
Russischer Rubel (RUB) 42,845 40,847 40,330 40,200
Serbischer Dinar (RSD) 114,172 112,160 113,718 110,941
Singapur-Dollar (SGD) 1,655 1,630 1,611 1,644
Tschechische Krone (CZK) 25,949 25,658 25,151 25,250
Türkische Lira (TRY) 2,521 2,392 2,355 2,343
Ukrainische Hryvna (UAH) 10,410 10,472 10,537 10,371
Ungarischer Forint (HUF) 294,850 296,553 292,300 295,470
US-Dollar (USD) 1,308 1,312 1,319 1,302

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2013 31.12.2012
Stand Beginn der Periode 137 135 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 11 15 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 3 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 5 - 10 0 0
Stand Ende der Periode 143 137 1 1

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.20121
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
- 3 218
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
172 152
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 40 165
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2.100 2.390
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 97 120
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 1.215 - 1.430
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 6 - 2
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 187 148
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 917 - 834
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 467 927

1 Umgliederung der Vorjahreswerte von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.20121
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 3.052 3.305
Zinserträge 3.031 3.276
aus Guthaben bei Zentralbanken 25 31
aus Forderungen an Kreditinstitute 120 194
aus Forderungen an Kunden 2.319 2.441
aus Wertpapieren 257 335
aus Leasingforderungen 95 111
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 213 163
Laufende Erträge 11 16
Zinsähnliche Erträge 10 13
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 1.216 - 1.543
Zinsaufwendungen - 1.195 - 1.522
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 1 - 1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 212 - 379
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 694 - 798
für verbriefte Verbindlichkeiten - 191 - 232
für Nachrangkapital - 96 - 111
Zinsähnliche Aufwendungen - 21 - 21
Gesamt 1.836 1.762

1 Umgliederung der Vorjahreswerte von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Einzelwertberichtigungen - 456 - 496
Zuführung zu Risikovorsorgen - 900 - 796
Auflösung von Risikovorsorgen 433 360
Direktabschreibungen - 26 - 91
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 36 31
Portfolio-Wertberichtigungen - 21 91
Zuführung zu Risikovorsorgen - 217 - 200
Auflösung von Risikovorsorgen 196 291
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 7 5
Gesamt - 469 - 400

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Zahlungsverkehr 348 314
Kredit- und Garantiegeschäft 122 124
Wertpapiergeschäft 74 55
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 171 170
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 15 9
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 23 18
Sonstige Bankdienstleistungen 32 30
Gesamt 785 721

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.20121
Zinsbezogenes Geschäft 13 69
Währungsbezogenes Geschäft 108 112
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 15 5
Kreditderivatgeschäft 1 - 10
Sonstiges Geschäft 3 - 10
Gesamt 140 167

1 Umgliederung der Vorjahreswerte von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 27 Millionen (Vergleichsperiode: € 36 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Ergebnis aus dem Hedge Accounting - 2 0
Ergebnis aus Kreditderivaten 0 3
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 162 32
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Verbindlichkeiten
- 24 - 167
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 0 112
Gesamt - 187 - 20

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere 1 2
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 0 2
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 1 1
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 29 9
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 11 - 2
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 40 11
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren
34 96
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 26 51
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 8 45
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 0 146
Gesamt 64 253

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Personalaufwand1 - 815 - 768
Sachaufwand - 615 - 572
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 186 - 178
Gesamt - 1.617 - 1.518

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 22 24
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 290 393
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 268 - 369
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 10 - 1
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 35 37
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 25 - 37
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 16 16
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing (Immobilien) 16 11
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
1 - 1
Sonstige Steuern - 156 - 96
davon Bankenabgaben und Finanztransaktionssteuer - 142 - 80
Wertminderungen von Firmenwerten - 3 - 1
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 2 9
Negative Zinsen 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 36 26
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 20 - 23
Gesamt - 79 - 36

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 206 - 155
Inland - 16 - 10
Ausland - 190 - 145
Latente Steuern1 51 - 39
Gesamt - 156 - 194

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Barreserve 4.451 6.557
Handelsaktiva 8.058 10.517
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 9.421 8.348
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 468 456
Kredite und Forderungen 99.832 102.017
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.541 4.596
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 613 702
Sonstige Aktiva 2.917 2.918
Aktiva gesamt 130.306 136.116

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.2013 31.12.2012
Handelspassiva 6.309 9.176
Finanzielle Verbindlichkeiten 109.837 111.868
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
2.818 3.358
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 236 120
Rückstellungen 678 721
Eigenkapital 10.428 10.873
Passiva gesamt 130.306 136.116

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden als Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Inland 7.834 10.046
Ausland 13.626 12.277
Gesamt 21.460 22.323

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 3.950 Millionen (31.12.2012: € 5.130 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Öffentlicher Sektor 1.657 1.387
Firmenkunden – Große Firmenkunden 50.347 52.213
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.250 3.272
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.708 23.489
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.880 2.946
Sonstige 100 37
Gesamt 81.942 83.343

In den Forderungen an Kunden sind € 1.190 Millionen (31.12.2012: € 2.281 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Inland 7.078 8.399
Ausland 74.863 74.944
Gesamt 81.942 83.343

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Kreditinstitute 142 158
Öffentlicher Sektor 5 11
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.856 2.836
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 397 387
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.854 1.881
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 362 369
Gesamt 5.615 5.642

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.368 2.720
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 292 277
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.996 6.816
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 12 0
Gesamt 7.669 9.813

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
606 698
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
6 4
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 0 1
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 389 702
Gesamt 1.002 1.405

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.769 12.741
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 160 158
Unternehmensanteile 468 456
Gesamt 14.397 13.355

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Firmenwerte 552 558
Software 580 566
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 160 198
Gesamt 1.293 1.321

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 715 722
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 211 150
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 394 429
Vermietete Leasinganlagen 305 296
Gesamt 1.625 1.597

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Steuerforderungen 596 505
Laufende Steuerforderungen 98 52
Latente Steuerforderungen 497 453
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 105 103
Rechnungsabgrenzungsposten 254 215
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 430 553
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 139 49
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 66 64
Umlaufvermögen 143 138
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 6 11
Übrige Aktiva 339 399
Gesamt 2.078 2.038

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Inland 14.017 13.598
Ausland 13.478 16.589
Gesamt 27.495 30.186

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 1.133 Millionen (31.12.2012: € 1.258 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Öffentlicher Sektor 1.776 1.079
Firmenkunden – Große Firmenkunden 29.950 29.072
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.210 2.495
Retail-Kunden – Privatpersonen 28.154 29.140
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.849 3.894
Sonstige 636 618
Gesamt 66.575 66.297

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 73 Millionen (31.12.2012: € 69 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Inland 6.238 5.578
Ausland 60.338 60.719
Gesamt 66.575 66.297

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Begebene Schuldverschreibungen 11.421 12.767
Begebene Geldmarktpapiere 516 368
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 98 155
Gesamt 12.035 13.290

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Abfertigungen 66 66
Pensionen 28 28
Steuern 87 109
Laufende 64 83
Latente 23 26
Garantien und Bürgschaften 125 151
Offene Rechtsfälle 55 54
Unverbrauchter Urlaub 59 56
Bonuszahlungen 180 194
Restrukturierung 10 16
Sonstige 69 47
Gesamt 678 721

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4.861 7.447
Zinssatzgeschäft 3.219 5.863
Wechselkursgeschäft 658 732
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 853 835
Kreditderivatgeschäft 11 13
Sonstiges Geschäft 120 5
Leerverkauf von Handelsaktiva 561 622
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 10
Emittierte Zertifikate 660 745
Gesamt 6.082 8.824

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
188 117
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
47 3
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 0 1
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 226 351
Gesamt 462 472

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 92 96
Rechnungsabgrenzungsposten 257 269
Dividendenverbindlichkeiten 249 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 1.379 515
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 31 48
Übrige Passiva 695 587
Gesamt 2.703 1.515

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Hybrides Kapital 446 450
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.097 3.183
Ergänzungskapital 304 304
Gesamt 3.847 3.937

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.6.2013 31.12.20121
Konzern-Eigenkapital 9.464 9.424
Gezeichnetes Kapital 595 595
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.574 2.574
Gewinnrücklagen 3.795 3.755
Konzern-Periodenüberschuss 277 730
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 688 719
Gesamt 10.428 10.873

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 595 Millionen.

Risikobericht

(30) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2012, Seite 168 ff., verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Kreditrisiko Privatpersonen 2.418 25,0% 2.457 26,5%
Kreditrisiko Firmenkunden 2.374 24,6% 2.384 25,7%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 950 9,8% 962 10,4%
Kreditrisiko Kreditinstitute 312 3,2% 312 3,4%
Marktrisiko 1.127 11,7% 791 8,5%
Operationelles Risiko 788 8,1% 775 8,4%
Liquiditätsrisiko 345 3,6% 207 2,2%
Beteiligungsrisiko 193 2,0% 194 2,1%
Sonstige Sachanlagen 406 4,2% 411 4,4%
Makroökonomisches Risiko 293 3,0% 338 3,6%
Risikopuffer 460 4,8% 442 4,8%
Gesamt 9.666 100,0% 9.272 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Zentraleuropa 3.436 35,6% 3.447 37,2%
Südosteuropa 1.853 19,2% 1.773 19,1%
Österreich 1.805 18,7% 1.794 19,4%
Russland 1.439 14,9% 1.227 13,2%
GUS Sonstige 828 8,6% 797 8,6%
Restliche Welt 305 3,2% 233 2,5%
Gesamt 9.666 100,0% 9.272 100,0%

Die RBI wendet bei der Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,95 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich) sowie der unterschiedlichen Darstellungen des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Barreserve 2.417 4.272
Forderungen an Kreditinstitute 21.460 22.323
Forderungen an Kunden 81.942 83.343
Handelsaktiva 7.669 9.813
Derivative Finanzinstrumente 1.002 1.405
Wertpapiere und Beteiligungen 13.769 12.741
Sonstige Aktiva 338 217
Eventualverbindlichkeiten 11.068 11.707
Kreditrisiken 10.734 10.609
Widerrufliche Kreditzusagen 16.663 16.224
Ausweisunterschiede -1.888 -2.558
Gesamt 165.174 170.097

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Das Kunden-Rating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Rating-Stufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Rating-Einstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Rating-Erstellung als auch für die Validierung stehen Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden und mittelgroße Kunden). Für die Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos sind zusätzlich Sicherheiten sowie Erlösquoten bei Ausfall zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.285 1,6% 1.185 1,5%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.325 10,3% 8.439 10,4%
1,5 Sehr gute Bonität 9.575 11,9% 8.983 11,1%
2,0 Gute Bonität 12.527 15,6% 12.419 15,4%
2,5 Solide Bonität 11.316 14,0% 11.745 14,5%
3,0 Akzeptable Bonität 12.144 15,1% 12.451 15,4%
3,5 Erhöhtes Risiko 10.630 13,2% 11.276 13,9%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 5.293 6,6% 5.223 6,5%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.381 4,2% 3.361 4,2%
5,0 Ausfall 4.957 6,2% 4.926 6,1%
NR Nicht geratet 1.112 1,4% 887 1,1%
Gesamt 80.548 100,0% 80.896 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nahm im Vergleich zum Jahresende 2012 um € 348 Millionen auf € 80.548 Millionen ab. Das größte Segment bei den Firmenkunden zum Ende des zweiten Quartals war Group Corporates mit € 31.446 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 17.779 Millionen und Russland mit € 10.501 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Südosteuropa mit € 10.329 Millionen, Group Markets mit € 5.499 Millionen, GUS Sonstige mit € 4.149 Millionen und Corporate Center mit € 844 Millionen.

Während der Anteil der guten Bonitäten bis hin zu minimalem Risiko von 38,4 Prozent auf 39,4 Prozent stieg, zeigte der Anteil der Forderungen mit erhöhtem Kreditrisiko oder noch schwächerer Bonität einen leichten Rückgang von 24,6 Prozent auf 24,0 Prozent. Diese Verbesserung resultierte einerseits aus Bonitätssteigerungen bestehender Kunden, die zur Anhebung der internen Ratings führten. Andererseits spiegelt sich darin die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider. Auf deren Basis wird das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte wie z. B. Russland ausgerichtet, gleichzeitig werden Neukredite aufgrund der hohen Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität gewährt. Das Segment GUS Sonstige wies im Vergleich zum Jahresende 2012 mit einem Zuwachs von € 467 Millionen den höchsten Anstieg auf. Davon entfielen € 219 Millionen auf neue Rahmen- und € 170 Millionen auf Kreditfinanzierungen.

Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß Basel II (Rating 5,0) betrug 6,2 Prozent des gesamten Kreditobligos für Firmenkunden (€ 4.957 Millionen).

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Zentraleuropa 17.779 22,1% 17.986 22,2%
Österreich 15.751 19,6% 15.536 19,2%
Russland 10.501 13,0% 10.237 12,7%
Südosteuropa 10.329 12,8% 10.370 12,8%
Westeuropa 9.820 12,2% 10.343 12,8%
Asien 6.439 8,0% 6.888 8,5%
GUS Sonstige 4.149 5,2% 3.682 4,6%
Sonstige 5.780 7,2% 5.852 7,2%
Gesamt 80.548 100,0% 80.896 100,0%
in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Groß- und Einzelhandel 21.211 23,9% 21.051 23,6%
Fertigung/Produktion 19.190 21,6% 18.580 20,8%
Immobilien 9.465 10,6% 9.838 11,0%
Finanzintermediation 9.292 10,5% 9.623 10,8%
Bauwesen 6.254 7,0% 6.787 7,6%
Transport, Lagerung und Verkehr 4.320 4,9% 3.747 4,2%
Sonstige Branchen 19.187 21,6% 19.691 22,0%
Gesamt 88.918 100,0% 89.317 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.425 40,9% 3.734 44,3%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.878 34,4% 2.523 30,0%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.201 14,3% 1.241 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 408 4,9% 391 4,6%
6,5 Ausfall 443 5,3% 503 6,0%
NR Nicht geratet 16 0,2% 29 0,3%
Gesamt 8.370 100,0% 8.421 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum Ende des zweiten Quartals 2013 € 8.370 Millionen. Mit 75,3 Prozent machten dabei die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2012 auf 0,2 Prozent (€ 16 Millionen).

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden der RBI:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.20121 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.132 89,1% 25.856 88,7%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.202 10,9% 3.278 11,3%
Gesamt 29.333 100,0% 29.134 100,0%
davon notleidende Kredite 3.039 10,4% 3.054 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.740 5,9% 1.678 5,8%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 476 1,6% 572 2,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund einer Ausweisänderung.

Der Gesamtbetrag des Kreditobligos an Retail-Kunden verteilt sich wie folgt auf die Segmente (ohne Corporate Center):

30.6.2013 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.614 6.699 4.276 1.527 16
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.097 763 67 274 0
Gesamt 15.711 7.462 4.343 1.801 16
davon notleidende Kredite 1.567 615 184 668 1
davon Einzelwertberichtigungen 744 384 154 452 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 371 56 25 24 0
31.12.2012 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa1 europa1 Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.949 6.580 3.681 1.630 16
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.265 800 55 157 0
Gesamt 16.214 7.380 3.736 1.788 16
davon notleidende Kredite 1.580 585 190 692 1
davon Einzelwertberichtigungen 684 358 161 469 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 474 60 15 22 0

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund einer Ausweisänderung.

Im Vergleich zum Jahresende 2012 wuchs das Retail-Kreditportfolio im ersten Halbjahr 2013 um € 199 Millionen auf € 29.333 Millionen. Das größte Volumen wurde dabei mit € 15.711 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahresende 2012 bedeutete dies einen Rückgang von € 503 Millionen. Er war vorwiegend auf die Abnahme der Kredite an Privatpersonen in Polen zurückzuführen, die durch den Anstieg von Privatkrediten in der Slowakei teilweise kompensiert wurde. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.462 Millionen, das damit verglichen mit dem Jahresende 2012 einen leichten Anstieg verzeichnete. Das Segment Russland zeigt mit einem Plus von € 607 Millionen die größte Zunahme.

Die Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.20121 Anteil
Hypothekenkredite 15.767 53,8% 14.447 49,6%
Verbraucherkredite 5.672 19,3% 6.580 22,6%
Kreditkarten 2.287 7,8% 2.326 8,0%
Autokredite 2.178 7,4% 2.457 8,4%
Überziehungen 1.876 6,4% 1.990 6,8%
SME Finanzierung 1.553 5,3% 1.334 4,6%
Gesamt 29.333 100,0% 29.134 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte.

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Schweizer Franken 4.761 47,3% 5.110 48,6%
Euro 4.083 40,6% 4.054 38,6%
US-Dollar 1.093 10,9% 1.199 11,4%
Andere Fremdwährungen 119 1,2% 141 1,3%
Kredite in Fremdwährungen 10.056 100,0% 10.504 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 34,3% 36,1%

Bei Fremdwährungskrediten in Schweizer Franken und US-Dollar kam es zu einem Rückgang gegenüber dem Ultimo 2012, während Euro-Kredite ein leichtes Plus von € 29 Millionen verzeichneten.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält großteils Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlands begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (bzw. an beobachtbaren Ausfällen) in den einzelnen Rating-Stufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 265 0,9% 96 0,3%
A2 Sehr gute Bonität 985 3,4% 986 3,0%
A3 Gute Bonität 14.080 48,7% 19.974 61,0%
B1 Solide Bonität 8.501 29,4% 7.338 22,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.379 8,2% 1.782 5,4%
B3 Adäquate Bonität 1.223 4,2% 1.047 3,2%
B4 Fragliche Bonität 658 2,3% 697 2,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 341 1,2% 330 1,0%
C Ausfallgefährdet 177 0,6% 157 0,5%
D Ausfall 235 0,8% 269 0,8%
NR Nicht geratet 83 0,3% 49 0,1%
Gesamt 28.929 100,0% 32.725 100,0%

Das gesamte Kreditobligo betrug zum Ende des zweiten Quartals 2013 € 28.929 Millionen und wies damit gegenüber dem Jahresultimo 2012 einen Rückgang von € 3.796 Millionen auf. Der Schwerpunkt lag mit € 14.080 Millionen oder 48,7 Prozent in der Rating-Klasse A3, die damit im Vergleich zum Jahresende einen Rückgang von € 5.894 Millionen zeigte. Dieser resultierte aus einer Abnahme von Swap- und Money-Market-Geschäften.

Mit € 22.868 Millionen oder 79,0 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Group Corporates mit € 1.892 Millionen oder 6,5 Prozent.

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Derivate 8.348 28,9% 12.124 37,0%
Geldmarkt 7.545 26,1% 9.444 28,9%
Repo 5.486 19,0% 4.737 14,5%
Forderungen 3.807 13,2% 3.580 10,9%
Anleihen 3.052 10,6% 2.162 6,6%
Sonstige 690 2,4% 678 2,1%
Gesamt 28.929 100,0% 32.725 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen Anteil 31.12.2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 1.383 7,7% 1.561 8,2%
A2 Sehr gute Bonität 1.165 6,5% 793 4,2%
A3 Gute Bonität 3.269 18,2% 3.861 20,4%
B1 Solide Bonität 2.561 14,2% 2.730 14,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 870 4,8% 1.272 6,7%
B3 Adäquate Bonität 3.604 20,0% 3.415 18,0%
B4 Fragliche Bonität 3.521 19,6% 3.795 20,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 1.575 8,8% 1.172 6,2%
C Ausfallgefährdet 0 0,0% 232 1,2%
D Ausfall 37 0,2% 83 0,4%
NR Nicht geratet 8 0,0% 7 0,0%
Gesamt 17.993 100,0% 18.921 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2012 sank das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor im ersten Halbjahr 2013 um € 928 Millionen auf € 17.993 Millionen. Dies entspricht einem Anteil von 10,9 Prozent am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) verzeichnete dabei einen Rückgang von € 178 Millionen. Dieser beruhte auf einem Rückgang der Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank (minus € 667 Millionen), der durch den gleichzeitig erfolgten Anstieg des Bestands an österreichischen Staatsanleihen (plus € 454 Millionen) nur zum Teil kompensiert wurde.

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) wies mit 57,2 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtobligo aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte dabei vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Auf die Forderungen in den Rating-Klassen B4 und B5 entfielen € 5.096 Millionen oder 28,3 Prozent der Gesamtforderungen. Einen Rückgang zeigten schließlich die Forderungen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) aufgrund einer Ratingverbesserung in Belarus sowie der Umschuldung von Forderungen an regionale Gebietskörperschaften in Ungarn.

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Anleihen 12.495 69,4% 12.273 64,9%
Forderungen 4.516 25,1% 5.312 28,1%
Derivate 754 4,2% 795 4,2%
Sonstige 227 1,3% 541 2,9%
Gesamt 17.993 100,0% 18.921 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Rumänien 1.961 22,4% 1.808 20,8%
Ungarn 1.904 21,8% 2.234 25,7%
Kroatien 1.041 11,9% 1.023 11,7%
Albanien 928 10,6% 976 11,2%
Ukraine 880 10,1% 766 8,8%
Sonstige 2.029 23,2% 1.898 21,8%
Gesamt 8.744 100,0% 8.704 100,0%

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" nahm im Vergleich zum Jahresende 2012 um € 40 Millionen auf € 8.744 Millionen zu und beruhte vor allem auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite (Non-performing Loans, NPL), deren Anteil an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2013 31.12.2012
Firmenkunden 5.072 5.073 9,4% 9,1% 64,1% 63,5%
Retail-Kunden 3.037 3.052 11,4% 11,5% 73,0% 73,7%
Öffentlicher Sektor 28 57 1,7% 4,1% 18,5% 19,8%
Summe Nichtbanken 8.137 8.183 9,9% 9,8% 67,3% 67,0%
Kreditinstitute 179 202 0,8% 0,9% 78,9% 78,2%
Gesamt 8.316 8.385 8,0% 7,9% 67,5% 67,3%

Die folgende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite, deren Anteil an den Ausleihungen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2013 31.12.2012
Zentraleuropa 3.440 3.447 11,1% 10,8% 63,9% 64,0%
Südosteuropa 1.936 1.808 11,6% 10,9% 62,1% 62,0%
Russland 444 489 3,3% 3,8% 100,4% 100,0%
GUS Sonstige 1.284 1.307 24,4% 24,7% 70,4% 70,2%
Group Corporates 805 923 3,9% 4,7% 66,5% 60,6%
Group Markets 375 410 2,2% 2,0% 83,0% 79,8%
Corporate Center 33 0 0,5% 0,0% 55,4% 0,0%
Gesamt 8.316 8.385 8,0% 7,9% 67,5% 67,3%

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.6.2013
Firmenkunden 5.073 0 -35 719 -686 5.072
Retail-Kunden 3.052 0 -56 540 -500 3.037
Öffentlicher Sektor 57 0 -1 14 -42 28
Summe Nichtbanken 8.183 0 -91 1.273 -1.228 8.137
Kreditinstitute 202 0 0 1 -23 179
Gesamt 8.385 0 -91 1.274 -1.251 8.316

Der Bereich Firmenkunden wies im ersten Halbjahr 2013 einen leichten Rückgang um €1 Million auf € 5.072 Millionen auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo nahm jedoch um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent zu, die Deckungsquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 64,1 Prozent. Im Retail-Bereich sanken die notleidenden Kredite um 0,5 Prozent oder € 15 Millionen auf € 3.037 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo ging dadurch um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent zurück, die Deckungsquote sank gleichermaßen um 0,7 Prozentpunkte auf 73,0 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite zum Ende des ersten Halbjahrs 2013 mit € 179 Millionen um € 22 Millionen unter dem Jahresendstand von 2012, die Deckungsquote erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 78,9 Prozent.

Im Segment Südosteuropa war ein Zuwachs der notleidenden Kredite um 7,1 Prozent oder € 128 Millionen auf € 1.936 Millionen zu verzeichnen. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,7 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent, die Deckungsquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 62,1 Prozent. Im Segment GUS Sonstige ergab sich ein Rückgang der notleidenden Kredite um 1,8 Prozent oder € 23 Millionen auf € 1.284 Millionen. Die NPL Ratio ging hier um 0,3 Prozentpunkte auf 24,4 Prozent ebenfalls zurück, hingegen erhöhte sich die Deckungsquote um 0,2 Prozentpunkte auf 70,4 Prozent. In Zentraleuropa nahmen die notleidenden Kredite um 0,2 Prozent oder € 7 Millionen auf € 3.440 Millionen ab. Die NPL Ratio nahm um 0,3 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent zu, während die Deckungsquote um 0,1 Prozentpunkte auf 63,9 Prozent sank.

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.6.2013
Einzelwert
berichtigungen
4.843 -30 889 -433 -419 30 4.880
Portfolio
Wertberichtigungen
950 -2 217 -196 0 -109 860
Gesamt 5.793 -32 1.106 -630 -419 -79 5.740

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen:

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Österreich 28.103 17,0% 30.710 18,1%
Zentraleuropa 45.520 27,6% 47.879 28,1%
Polen 13.709 8,3% 14.599 8,6%
Slowakei 11.568 7,0% 11.426 6,7%
Tschechische Republik 10.263 6,2% 11.090 6,5%
Ungarn 8.127 4,9% 8.735 5,1%
Sonstige 1.853 1,1% 2.030 1,2%
Europäische Union 22.512 13,6% 23.034 13,5%
Deutschland 5.707 3,5% 6.198 3,6%
Frankreich 5.343 3,2% 5.262 3,1%
Großbritannien 4.540 2,7% 6.932 4,1%
Niederlande 1.829 1,1% 1.436 0,8%
Sonstige 5.093 3,1% 3.206 1,9%
Südosteuropa 25.037 15,2% 24.587 14,5%
Rumänien 8.556 5,2% 8.006 4,7%
Kroatien 5.564 3,4% 5.663 3,3%
Bulgarien 4.262 2,6% 4.263 2,5%
Serbien 2.229 1,3% 2.073 1,2%
Sonstige 4.425 2,7% 4.581 2,7%
Russland 20.117 12,2% 19.861 11,7%
in € Millionen 30.6.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Asien 9.553 5,8% 9.670 5,7%
China 3.927 2,4% 4.167 2,4%
Sonstige 5.626 3,4% 5.503 3,2%
GUS Sonstige 8.003 4,8% 7.409 4,4%
Ukraine 6.070 3,7% 5.633 3,3%
Sonstige 1.933 1,2% 1.776 1,0%
Nordamerika 3.520 2,1% 3.496 2,1%
Restliche Welt 2.809 1,7% 3.451 2,0%
Gesamt 165.174 100,0% 170.097 100,0%

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Währungsrisiko 72 57 41 85 52
Zinsrisiko 22 17 11 30 17
Credit-Spread-Risiko 43 28 19 53 21
Aktienpreisrisiko 2 2 2 2 2
Vega Risiko 1 1 1 1 1
Gesamt 103 81 67 116 71

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang sowie das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 17.080 14.869 12.007 14.823 12.225 13.467
Liquiditäts-Ratio 152% 129% 112% 135% 118% 110%

Die Liquiditäts-Ratios der RBI erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2012 vor allem in den kürzerfristigen Laufzeitenbändern. Zur Begrenzung des Liquidiätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Eventualverbindlichkeiten 11.068 11.707
Weitergegebene Wechsel 47 38
Avalkredite 6.056 6.507
Sonstige Bürgschaften 2.320 2.375
Akkreditive 2.511 2.733
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 133 54
Kreditrisiken 10.734 10.609
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.734 10.609
Bis 1 Jahr 3.697 3.971
Über 1 Jahr 7.037 6.638

(32) Derivative Finanzinstrumente

30.6.2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 41.302 62.141 42.173 145.616 4.146 -3.557
Wechselkurs- und Goldverträge 44.704 10.336 2.390 57.431 704 -781
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.761 1.371 311 3.443 122 -853
Warentermingeschäfte 292 150 13 455 7 -103
Kreditderivate 176 1.705 5 1.886 19 -12
Edelmetallgeschäfte 15 42 12 69 0 -17
Gesamt 88.250 75.746 44.905 208.900 4.998 -5.324
31.12.2012 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 51.069 85.144 53.149 189.361 7.246 -6.292
Wechselkurs- und Goldverträge 49.700 11.606 2.259 63.565 848 -774
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.503 1.308 345 3.156 107 -835
Warentermingeschäfte 232 78 14 324 4 -2
Kreditderivate 312 1.573 5 1.889 16 -14
Edelmetallgeschäfte 43 36 17 96 0 -3
Gesamt 102.858 99.745 55.789 258.392 8.221 -7.919
30.6.2013 31.12.2012
in € Millionen Fair Value Buchwert Differenz Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 4.451 4.451 0 6.557 6.557 0
Forderungen an Kreditinstitute 21.345 21.319 26 22.226 22.166 60
Forderungen an Kunden 76.639 76.468 170 77.990 77.859 131
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.077 4.970 107 5.104 4.956 149
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.386 27.495 -109 30.175 30.186 -11
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.019 66.575 444 66.539 66.297 242
Verbriefte Verbindlichkeiten 10.015 9.888 127 10.765 10.812 -47
Nachrangkapital 3.164 3.176 -12 2.805 3.057 -252

(33) Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.6.2013 31.12.2012
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.851 5.112 94 2.118 8.305 93
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 119 4.173 93 100 7.327 93
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 287 5 1 265 12 1
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
2.445 923 0 1.754 965 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 12 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
6.653 2.744 23 5.099 3.233 16
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 42 112 5 48 105 5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
6.611 2.632 18 5.051 3.128 11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
11 0 0 56 0 0
Sonstige Beteiligungen2 11 0 0 56 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 613 0 0 702 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 613 0 0 702 0
30.6.2013 31.12.2012
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 778 5.507 24 788 8.361 28
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 217 4.854 17 165 7.613 20
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 10 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 561 0 0 622 0 0
Emittierte Zertifikate 0 653 7 0 738 7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 2.818 0 0 3.358 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.147 0 0 2.478 0
Nachrangkapital 0 671 0 0 880 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 236 0 0 120 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 236 0 0 120 0

1 Inklusive sonstige Derivate.

2 Enthält nur börsenotierte Unternehmen.

Level I Notierte Marktpreise.

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden. Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden.

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Der Anteil der finanziellen Vermögenswerte gemäß Level II veränderte sich im Vergleich zum Jahresende 2012 nur unwesentlich. Die eingetretene Abnahme resultierte im Wesentlichen aus der Reduktion der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgte eine leichte Verschiebung von Level II zu Level I, zurückzuführen auf eine gestiegene Marktliquidität bei einzelnen Wertpapieren.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Fair Value von Finanzinstrumenten, deren Bewertungsmodelle auf nicht beobachtbaren Parametern basieren.

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 93 0 -1 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
16 0 0 13 -10
in € Millionen Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer
aus Level III
Stand
30.6.2013
Handelsaktiva 1 0 0 0 94
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
-1 0 5 0 23
in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 28 0 0 0 0
in € Millionen Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 30.6.2013
Handelspassiva -3 0 0 0 24

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level III Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
1 Substanzwert
methode
Abschläge 20 -50%
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 5 Approximations
verfahren
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihe
17 DCF - Verfahren Kreditspanne 10 -20%
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Asset Backed
Securities
1 Broker
Schätzungen
Ausfallwahrscheinlichkeit
Verlusthöhe
Erwartete
Vorauszahlung
bewerten
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne
Hedge Accounting
Devisentermin
geschäft
93 DCF - Verfahren Zinssatz 10 -30%
Gesamt 117
Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum 2 -16%
Negative Marktwerte aus Währungsrisko 0 - 5%
derivativen Bankbuch ohne Schwankungen 0 - 3%
Hedge Accounting OTC-Optionen 17 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 5%
Durchführungszeitraum 0 - 3%
Geld-Brief-Spanne 0 - 3%
Zu Handelszwecken Schwankungen 0 - 3%
ausgestellte Zertifikate Zertifikate 7 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 2,5%
Gesamt 24

(35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die prinzipiell zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Detaillierte Informationen dazu sind auf der RBI-Homepage ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind:

30.6.2013
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 6.042 86 296 100
Forderungen an Kunden 0 1.324 23 263
Handelsaktiva 0 32 16 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 350 2 123
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 4 19 0 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.647 78 4.878 115
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 432 264 279
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 15 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 22 188 0 0
Nachrangkapital 50 0 0 0
Gegebene Garantien 0 110 3 16
Erhaltene Garantien 601 406 178 59
31.12.2012
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 8.191 93 259 142
Forderungen an Kunden 0 1.191 369 271
Handelsaktiva 0 41 12 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 339 2 118
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 3 15 62 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.125 10 5.105 224
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 336 429 179
Rückstellungen 0 3 0 0
Handelspassiva 0 26 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 10 0 0
Nachrangkapital 52 0 0 0
Gegebene Garantien 0 80 26 21
Erhaltene Garantien 662 435 153 54

(36) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Eingezahltes Kapital 5.669 5.669
Erwirtschaftetes Kapital 3.019 3.071
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 656 848
Hybrides Kapital 441 441
Immaterielle Vermögenswerte -742 -750
Kernkapital (Tier1-Kapital) 9.043 9.279
Abzugsposten vom Kernkapital -15 -14
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 9.027 9.265
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 0 0
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 227 226
Stille Reserven 10 34
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.986 3.080
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 3.222 3.340
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -15 -14
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.207 3.326
Abzugsposten Versicherungen 0 -8
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital
(Tier 3-Kapital)
279 302
Gesamte Eigenmittel 12.513 12.885
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.621 6.626
Eigenmittelüberschuss 5.892 6.260
Überdeckungsquote 89,0% 94,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,4% 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,3% 13,6%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,9% 11,2%
Eigenmittelquote 15,1% 15,6%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2013 31.12.2012
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 67.816 68.136
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß
§§ 22a bis 22h BWG
5.425 5.451
Standardansatz 2.403 2.439
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.023 3.012
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
310 273
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 62 56
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 823 845
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.621 6.626

(37) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (in Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

in Vollzeitäquivalenten 1.1.-30.6.2013 1.1.-30.6.2012
Inland 2.646 2.683
Ausland 56.747 59.000
Gesamt 59.393 61.683

(38) Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Details sind im Lagebericht im Kapitel Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode dargestellt.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 19. August 2013

Der Vorstand

Dr. Karl Sevelda

Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Group Strategy, Human Resources, Internal Audit, Legal & Compliance, Management Secretariat, Organization & Internal Control System, PR, Marketing, Event Management Corporate Customers, Corporate Sales Management & Development, Group Products sowie Network Corporate Customers & Support

Aris Bogdaneris, M. A.

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Consumer Banking, Collections, Credit Services, Group & Austrian IT, Group Project Management Office, International Operations & IT, IT - Markets & Treasury, Lean & Service Excellence, Small Business & Premium Banking sowie Transaction Services

Mag. Martin Grüll

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Investor Relations, Planning and Finance, Tax Management sowie Treasury

Dr. Johann Strobl

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Credit Management Corporates, Financial Institutions, Country & Portfolio, Risk Management, Retail Risk Management, Risk Controlling, Risk Excellence & Projects sowie Workout

Dipl.-Kfm. Klemens Breuer

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Capital Markets, Credit Markets, Institutional Clients sowie Raiffeisen Research

Mag. Peter Lennkh

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche International Business Units sowie Participations

Impressum/Disclaimer

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 19. August 2013 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com

Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Group Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Internet: www.rbinternational.com Presse Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828

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Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen Bank International AG zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie bekannten und unbekannten Risiken sowie Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

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Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten wurden überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satzoder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Raiffeisen Bank International AG haftet in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

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