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Wienerberger AG

Earnings Release Nov 13, 2013

769_rns_2013-11-13_909dab70-8323-4727-b917-603774caba49.pdf

Earnings Release

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Das Ziel ist in Sicht.

Bericht zum 3. Quartal 2013

Ertragskennzahlen 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in % Ultimo 2012
Umsatz in Mio. € 1.743,9 2.034,0 +17 2.355,5
EBITDA operativ in Mio. € 201,6 210,5 +4 245,5
EBIT operativ in Mio. € 59,6 54,8 -8 31,0
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 57,3 6,4 -89 -36,2
Ergebnis nach Steuern 1) in Mio. € 46,7 -5,6 <-100 -40,5
Ergebnis je Aktie in € 0,20 -0,25 <-100 -0,61
Free Cashflow 2) in Mio. € 5,3 -15,0 <-100 163,6
Normalinvestitionen in Mio. € 65,1 63,6 -2 105,3
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 160,9 0,5 -100 163,4
Bilanzkennzahlen 31.12.2012 30.9.2013 Vdg. in %
Eigenkapital 3) in Mio. € 2.363,7 2.266,5 -4
Nettoverschuldung in Mio. € 602,0 662,6 +10
Capital Employed in Mio. € 2.931,3 2.900,7 -1
Bilanzsumme in Mio. € 4.139,7 4.293,9 +4
Verschuldungsgrad in % 25,5 29,2 -
Ø Mitarbeiter 13.060 13.816 +6
Börsekennzahlen 1-12/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 9,49 13,05 +38
Tiefstkurs der Aktie in € 5,53 7,13 +29
Ultimokurs der Aktie in € 6,93 12,98 +87
Gewichtete Aktienzahl 4) in Tsd. 115.063 115.063 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 814,3 1.525,5 +87
Divisionen 1-9/2013
in Mio. € und % 5)
Ziegel
Europa
Rohre & Pflaster
Europa
Nordamerika Holding
& Sonstiges
Eliminierungen
Außenumsatz 1.065,4 (-5 %) 792,6 (+65 %) 171,2 (+21 %) 4,3 (+7 %)
Innenumsatz 1,5 (-23 %) 0,7 (+39 %) 0,0 (-100 %) 6,5 (+1 %) -8,1
Umsatz 1.066,9 (-5 %) 793,3 (+65 %) 171,2 (+20 %) 10,8 (+3 %) -8,1
EBITDA operativ 131,5 (-15 %) 80,7 (+58 %) 9,6 (+71 %) -11,3 (-6 %)
EBIT operativ 31,9 (-43 %) 44,9 (+55 %) -7,4 (+38 %) -14,6 (-5 %)
Gesamtinvestitionen 38,6 (-14 %) 16,4 (-90 %) 3,8 (-71 %) 5,4 (+47 %)
Capital Employed 1.833,9 (-10 %) 614,5 (-6 %) 438,1 (-12 %) 14,2 (-19 %)
Ø Mitarbeiter 8.341 (-5 %) 4.057 (+68 %) 1.212 (+11 %) 206 (-2 %)

1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt

Anmerkungen zum Bericht:

Operatives EBITDA und operatives EBIT sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.

Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

ich freue mich, Ihnen im dritten Quartal 2013 über Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Wienerberger Gruppe berichten zu können. Obwohl in einigen für uns sehr wichtigen Märkten weniger gebaut wurde als im Krisenjahr 2009, ist es gelungen, den Umsatz von Juli bis September um 2 % und das operative EBITDA um 4 % zu verbessern. Hauptverantwortlich für diese positive Entwicklung waren Ergebnisverbesserungen im westeuropäischen und amerikanischen Ziegelgeschäft sowie im osteuropäischen Rohrgeschäft. Das im letzten Jahr eingeleitete Restrukturierungsprogramm brachte im dritten Quartal planmäßig weitere 4 Mio. € an Kosteneinsparungen.

In der Division Ziegel Europa konnten wir trotz der schwachen Nachfrage nach Baustoffen im dritten Quartal die Absätze in allen Produktgruppen steigern. In Westeuropa führten Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen. In Osteuropa fielen die Ergebnisse aufgrund von niedrigeren Durchschnittspreisen etwas schwächer aus, da wir Kostenvorteile zur Gewinnung von Marktanteilen nutzten. Insgesamt erwirtschaftete die Division Ziegel Europa im dritten Quartal 2013 einen um 2 % höheren Umsatz und ein um 3 % höheres operatives EBITDA als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs.

In der Division Rohre & Pflaster verbesserte sich der Umsatz im dritten Quartal um 3 % und das operative EBITDA um 2 %. Der Kunststoffrohrhersteller Pipelife konnte durch Zuwächse im internationalen Projektgeschäft für Industrie- und Spezialrohre Absatzrückgänge in den westeuropäischen Kernmärkten nahezu ausgleichen. In Osteuropa erwirtschaftete Pipelife aufgrund einer Trendumkehr in den besonders schwierigen Märkten Griechenland und Bulgarien leicht bessere Ergebnisse. Steinzeug-Keramo, der Spezialist für keramische Rohre, profitierte weiterhin vom Exportgeschäft in den Mittleren Osten und konnte die Absätze im dritten Quartal leicht steigern. Semmelrock, der Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton, war mit teilweise zweistelligen Absatzrückgängen am stärksten von dem schwachen Marktumfeld in Osteuropa betroffen. Umso erfreulicher ist, dass es Semmelrock aufgrund der umgesetzten Kosteneinsparungen dennoch gelungen ist, auch im dritten Quartal die Margen zu steigern.

Die Division Nordamerika profitierte im dritten Quartal von einer dynamischeren Entwicklung im US-amerikanischen Wohnungsneubau, welche zweistellige Mengenzuwächse bei Ziegeln brachte. Leicht unter dem Niveau des Vorjahrs liegende Durchschnittspreise, die sich vor allem aus regionalem Preisdruck in lokalen Ziegelmärkten der USA erklären, konnten durch konsequentes Kostenmanagement kompensiert werden. Unser kanadisches Geschäft hatte in einem sich abschwächenden Markt Mengenrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt erwirtschaftete die Division Nordamerika im dritten Quartal einen um 1 % höheren Umsatz und ein um 3 % höheres operatives EBITDA.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten um 17 % auf rund 2 Mrd. € und das operative Konzern-EBITDA um 4 % auf rund 211 Mio. €. Die Erstkonsolidierung von Pipelife hat dabei 348 Mio. € zum Umsatz und 31 Mio. € zum operativen EBITDA beigetragen. Aus dem Restrukturierungsprogramm, welches vor allem die Bereiche Ziegel und Betonsteinpflaster betrifft, wurden in den ersten neun Monaten bereits rund 14 Mio. € an Kosteneinsparungen realisiert. Die Nettoverschuldung, welche sich zum 30.6.2013 auf rund 800 Mio. € belief, konnte im dritten Quartal erwartungsgemäß deutlich gesenkt werden und lag zum

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Division Ziegel Europa hat sich in einem sehr schwierigen Marktumfeld in Q3 gut behauptet

Division Rohre & Pflaster: leichte Umsatz- und Ergebnissteigerung in Q3

Division Nordamerika: Mengenwachstum und Verbesserung der Margen im Bereich Ziegel

Konzernergebnis 1-9/13: +17 % Umsatz +4 % operatives EBITDA 14 Mio. € Einsparungen

30.9.2013 bei rund 660 Mio. €. Gleichzeitig verfügen wir mit rund 400 Mio. € an Cash über starke Liquiditätsreserven im Konzern. Diese stehen uns für die Finanzierung des laufenden Geschäfts sowie für die Tilgung der im Juli 2014 fälligen Anleihe von 250 Mio. € zur Verfügung.

In vielen Ländern Europas wird 2013 weniger gebaut als im Krisenjahr 2009

EBITDA-Ziel von 260 Mio. € für das Gesamtjahr bestätigt

Der Geschäftsverlauf aller Divisionen des Konzerns war in den ersten neun Monaten neben ungewöhnlich widrigen Witterungsverhältnissen sehr stark durch ein anhaltend schwieriges Marktumfeld geprägt. In einigen für uns wichtigen Märkten, wie z.B. den Niederlanden, Belgien, Frankreich, und in nahezu allen Ländern Osteuropas wurde in diesem Jahr weniger gebaut als im Krisenjahr 2009. Die Prognosen bis Jahresende lassen eine Fortsetzung dieses Trends erwarten: In Europa ist daher mit Ausnahme von Großbritannien von einem weiterhin schwachen Marktumfeld auszugehen. Leistbares Wohnen wird somit in Europa ein immer dringlicheres Thema. Wir setzen uns als Wienerberger daher bei lokalen Entscheidungsträgern intensiv für staatliche Impulse im Wohnbau ein, insbesondere da der Wohnbau durch die Vielzahl an benötigten Arbeitskräften auch wichtige Wachstumsimpulse für eine Volkwirtschaft schafft. Viele Länder haben das bereits erkannt und das Thema aufgegriffen. Daher sind wir auch zuversichtlich, dass sukzessive die erforderlichen Schritte umgesetzt und damit auch Impulse für den Wohnbau gesetzt werden.

Für die Wienerberger Gruppe halte ich an unserem Ziel, für das Gesamtjahr ein operatives EBITDA von 260 Mio. € zu erwirtschaften, fest. Mir ist bewusst, dass dies ein ambitioniertes Ziel ist, aber wir werden weiter hart daran arbeiten, es zu erreichen. Unser Hauptaugenmerk bleibt in diesem anhaltend schwierigen Marktumfeld auf der Generierung von starken Cashflows, der Verbesserung unserer Marktpositionen und der Entwicklung von neuen Produkten. Die zuvor bereits angesprochenen Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der planmäßigen Umsetzung und sollten für das Gesamtjahr die erwarteten 18 Mio. € an Einsparungen bringen. Die Nettoverschuldung werden wir bis Jahresende in etwa wieder auf das Niveau vom 31.12.2012 und damit auch die Entschuldungsdauer unter den angestrebten Wert von 2,5 Jahren senken. Unsere Investitionen sollten wie geplanten in etwa 115 Mio. € für das Gesamtjahr betragen und betreffen nahezu gänzlich Normalinvestitionen. In diesen sind jedoch auch Projekte für Innovationen und neue Technologien enthalten. Nach der erfolgreichen Etablierung eines unserer Topprodukte im Bereich Wandbaustoffe – dem mit Mineralwolle verfüllten Ziegel – in Deutschland treiben wir nun die Einführung des hochwärmedämmenden Ziegels in weiteren Märkten voran. In Österreich haben wir zu diesem Zweck im September eine Verfüllanlage eröffnet, eine weitere wird bis Jahresende in Tschechien in Betrieb genommen. Die Investitionen in diese Anlagen sind vergleichsweise gering, aber sie bilden die Basis zur Gewinnung von Marktanteilen und damit für zukünftiges Wachstum in einem anhaltend schwierigen europäischen Baustoffmarkt. Und damit sind diese Investitionen wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Wachstumsstrategie von Wienerberger.

Zwischenlagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Nach einem witterungsbedingt langsamen Start in die Bausaison erzielte Wienerberger in den ersten neun Monaten 2013 mit 2.034,0 Mio. € einen um 17 % höheren Konzernumsatz als im Jahr zuvor. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung von Pipelife in den ersten fünf Monaten zurückzuführen. Der organische Umsatz war mit 3 % rückläufig und spiegelt hauptsächlich die Mengenrückgänge im anhaltend schwierigen europäischen Markt wider, die durch Mengenzugewinne in den USA nicht vollständig kompensiert werden konnten. Ebenso verzeichnen Russland und Indien eine anhaltend positive Entwicklung.

In der Division Ziegel Europa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten um 5 % auf 1.065,4 Mio. € zurück, und das operative EBITDA lag, zusätzlich belastet durch Kosten aus verlängerten Winterstillständen, mit 131,5 Mio. € um 15 % unter dem Vergleichswert des Vorjahrs.

In der Division Rohre & Pflaster Europa stieg der Umsatz aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife von 479,9 Mio. € auf 792,6 Mio. € und das operative EBITDA von 51,1 Mio. € auf 80,7 Mio. €. Während Steinzeug-Keramo annähernd stabile Absatzmengen verzeichnete, blieben die Mengen im stark wetterabhängigen Geschäft mit Flächenbefestigungen aus Beton in den ersten neun Monaten hinter dem Vorjahr zurück. Durch rigide Kosteneinsparungsprogramme und Effizienzsteigerungen konnte trotz der geringeren Umsätze das Ergebnis dieser Sparte deutlich verbessert werden.

In der Division Nordamerika stiegen die Umsätze, bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der amerikanischen Kunststoffrohraktivitäten sowie ein Umsatzwachstum im Ziegelgeschäft, um 21 % auf 171,2 Mio. €. Das operative EBITDA lag in den ersten neun Monaten mit 9,6 Mio. € um 4,0 Mio. € über jenem der Vergleichsperiode des Vorjahrs.

Das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe lag in den ersten neun Monaten mit 210,5 Mio. € um 4 % über dem Vorjahresniveau von 201,6 Mio. €. Die erstmalige Einbeziehung von Pipelife erhöhte das EBITDA in den ersten fünf Monaten um 31,1 Mio. € und konnte gemeinsam mit einer besseren Ergebnisentwicklung in Nordamerika den EBITDA-Rückgang in der Division Ziegel Europa mehr als kompensieren. Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) sank gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 54,8 Mio. €.

Das deutlich verschlechterte Finanzergebnis von -48,4 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €) erklärt sich aus einem positiven Einmaleffekt im Vorjahr, der sich aus der Neubewertung der bestehenden Beteiligung an Pipelife in Höhe von 42,3 Mio. € ergab. Dieser Bewertungseffekt wurde unter Berücksichtigung einer Kontrollprämie als Differenz zwischen dem Kaufpreis des 50 %-Anteils und dem in der Wienerberger Bilanz bisher geführten Beteiligungsbuchwert errechnet. Die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen war mit -1,7 Mio. € negativ, was vorwiegend auf den geringeren Nettoergebnisbeitrag der Tondach Gleinstätten Gruppe zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs aufgrund gestiegener Finanzierungskosten in Folge der Akquisition von Pipelife im Jahr 2012 auf 6,4 Mio. € (Vorjahr: 57,3 Mio. €). Nach Abzug der Steuern errechnet sich für die Wienerberger Gruppe ein Verlust von 5,6 Mio. € (Gewinn Vorjahr: 46,7 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,25 € nach 0,20 € in den ersten neun Monaten des

Q1 - Q3 Umsatz und operatives EBITDA

Vorjahrs. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.

Cashflow

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv

Höhere Nettoverschuldung in Folge des saisonal bedingten Working Capital Aufbaus

Entschuldungsdauer von 2,6 Jahren zum 30.9.2013

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 37,3 Mio. € und ist durch einen saisonalen Anstieg des Working Capitals, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gekennzeichnet. Für Normalinvestitionen (Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen) flossen 63,6 Mio. € an Mitteln ab. Zudem hatte in der Vergleichsperiode des Vorjahrs der Erwerb der verbleibenden 50 % an Pipelife zu einem deutlich negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit geführt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 183,6 Mio. €, worin die Auszahlung des Hybridkupons mit 32,5 Mio. € und die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 13,8 Mio. € die größten Mittelabflüsse bildeten, wohingegen 3,1 Mio. € an Dividendenausschüttungen, großteils aus dem Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann, zuflossen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurden ebenso die Emissionserlöse einer im April 2013 begebenen Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € erfasst, denen Effekte aus der Umgliederung einer im Juli 2014 fälligen Anleihe aus den langfristigen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie eine Rückführung von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüberstanden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital verminderte sich im Wesentlichen durch das negative Gesamtergebnis nach Steuern um 97,2 Mio. €, wovon 51,7 Mio. € auf negative Währungsdifferenzen entfielen. Weiters verminderte sich das Eigenkapital um 32,5 Mio. € aus der Auszahlung des Hybridkupons im Februar 2013 sowie um 13,8 Mio. € aus der Ausschüttung der Dividende. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch den geringeren Ergebnisbeitrag und saisonal bedingten Working Capital Aufbau gegenüber dem 31.12.2012 um 60,6 Mio. € leicht auf 662,6 Mio. €.

Finanzierung und Treasury

Der Verschuldungsgrad ist saisonal bedingt auf 29 % zum Berichtsstichtag angestiegen, wobei für die Berichtsperiode die roulierend auf Basis von 12 Monaten errechneten Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 2,6 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 4,5 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten zu liegen kamen.

Im April 2013 hat Wienerberger eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € und einem fixen Kupon von 4,00 % begeben. Das Papier, das mehrfach überzeichnet war, konnte international bei Banken und institutionellen Fonds platziert werden. Die Mittel aus der Emission werden für die Refinanzierung der im Juli 2014 fälligen Anleihe, zur Finanzierung des operativen Geschäfts sowie zur Stärkung der Liquidität der Gruppe verwendet. Oberste Priorität haben weiterhin die Erhaltung einer starken Kapitalstruktur sowie finanzielle Disziplin. Daher bleibt das intern vom Vorstand gesteckte Ziel, zu Jahresende eine Entschuldungsdauer von weniger als 2,5 Jahren zu erreichen, unverändert aufrecht.

Treasury Kennzahlen 30.9.2012 3) 31.12.2012 3) 30.9.2013 Schwellenwert
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) 2,7 2,2 2,6 <3,50
EBITDA operativ 1) / Zinsergebnis 2) 5,5 5,0 4,5 >3,75

1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA

2) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses

3) Pro-forma Berechnung inklusive 12-Monats-EBITDA und Zinsergebnis Pipelife

3. Quartal 2013

Im dritten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz um 2 % auf 773,4 Mio. €. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr, das insbesondere von widrigen Witterungsverhältnissen geprägt war, wies die Division Ziegel Europa im abgelaufenen Quartal ein leichtes Umsatz- und Ergebniswachstum auf. Mengenwachstum in allen Produktgruppen und die planmäßig umgesetzten Einsparungsmaßnahmen kompensierten dabei im Jahresvergleich leicht niedrigere Durchschnittspreise in Osteuropa. Zusammen mit einer weitgehend stabilen Entwicklung der Division Rohre & Pflaster Europa und leichtem Ergebniswachstum in unserem Nordamerikageschäft stieg das operative Konzern-EBITDA im Jahresvergleich wie erwartet um 4 % auf 104,2 Mio. € an. Dabei war das operative Ergebnis im dritten Quartal von negativen Fremdwährungseffekten in der Höhe von 2,1 Mio. € belastet, die vorrangig auf Kursänderungen der norwegischen Krone, des russischen Rubels, des britischen Pfunds und des US-Dollars zurückgehen.

Die Division Ziegel Europa verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzanstieg um 2 % auf 412,9 Mio. € sowie einen Anstieg des operativen EBITDA um 3 % auf 67,8 Mio. €. In unserem europäischen Ziegelgeschäft stabilisierte sich die Nachfrage im Rahmen der Erwartungen zu Jahresbeginn, und der Absatz konnte gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs in allen Produktgruppen gesteigert werden, was sich in einer leichten Umsatzsteigerung niederschlug. Aufgrund des witterungsbedingt starken Marktrückgangs zu Beginn des Jahres und der Tatsache, dass die verarbeitende Industrie und das Baugewerbe die Kapazitäten nicht ausweiteten, konnte der Mengenrückgang der ersten sechs Monate jedoch nicht ausgeglichen werden. Im Segment Ziegel Westeuropa führten das weiterhin in der planmäßigen Umsetzung befindliche Kostensenkungsprogramm, sowie Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation zu einem Anstieg des operativen EBITDA um 9 % auf 49,5 Mio. €. Im Segment Osteuropa konnte das Ergebnis trotz höherer Absatzmengen nicht gehalten werden, und das operative EBITDA ging um 9 % auf 18,3 Mio. € zurück. Dies erklärt sich in erster Linie aus niedrigeren Durchschnittspreisen, da wir weiterhin unsere Kostenvorteile nutzen, um über flexibles Preismanagement unsere Marktpositionen zu stärken.

Nachdem das erste Halbjahr in der Division Rohre & Pflaster Europa von der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife geprägt war, entwickelten sich im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis stabil. Der Umsatz stieg um 3 % auf 296,8 Mio. € und das operative EBITDA um 2 % auf 34,5 Mio. €. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete einen leichten Umsatzanstieg, der von internationalem Projektgeschäft und gesteigertem Absatz in Osteuropa getrieben war. Hervorzuheben ist, dass neben Polen, dem größten Einzelmarkt der Region, auch eine Erholung von niedrigem Niveau in besonders herausfordernden Märkten wie Griechenland, Ungarn, Bulgarien und Slowenien im dritten Quartal zum Umsatzwachstum beigetragen haben. Ergebnisseitig stellten volatile Rohmaterialkosten Pipelife vor Herausforderungen im zeitnahen Preismanagement. Dabei konnte ein leichter Rückgang des operativen EBITDA in Westeuropa durch eine moderate Ergebnisverbesserung in Osteuropa ausgeglichen und insgesamt eine leichte Verbesserung im dritten Quartal erzielt werden. Bei unserem Spezialisten für keramische Rohrlösungen Steinzeug-Keramo setzte sich der positive Absatztrend aus dem zweiten Quartal in den abgelaufenen drei Monaten fort. Mengensteigerungen in Westeuropa und im internationalen Exportgeschäft kompensierten einen leichten Volumensrückgang in Polen und der Tschechischen Republik. Trotz des witterungsbedingt klaren Mengenrückgangs im ersten Quartal liegt der Absatz nach den ersten neun Monaten nur noch geringfügig unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Ungeachtet einer stabilen Preisentwicklung sank das operative Ergebnis im dritten Operatives Konzern-EBITDA verbessert sich um 4 % auf 104,2 Mio. € im dritten Quartal 2013

Normalisierung der Nachfrage setzt sich im Q3 2013 fort und führt zu leichtem Umsatz- und Ergebniswachstum in der Division Ziegel Europa

Stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung in der Division Rohre & Pflaster Europa in Q3

Quartal aufgrund von Stillstandskosten für Wartungsarbeiten leicht unter das sehr gute Niveau des Vorjahrs.

Im Geschäftsfeld Flächenbefestigungen aus Beton setzte sich im dritten Quartal der Trend aus den ersten sechs Monaten weitgehend fort. Auch wenn die witterungsbedingten Nachfrageverzerrungen des ersten Halbjahrs nicht mehr wirkten, schlug sich das unverändert herausfordernde wirtschaftliche Umfeld in Osteuropa in einem leichten Umsatzrückgang in den Kernländern der Semmelrock Gruppe nieder. Dennoch konnte das operative Ergebnis leicht verbessert werden, da Semmelrock weiterhin von der verbesserten Kostenstruktur in Folge der umgesetzten Einsparungsmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Verwaltung und Vertrieb profitierte.

Die Ergebnisentwicklung der Division Nordamerika präsentierte sich leicht positiv. Das nordamerikanische Ziegelgeschäft verzeichnete im dritten Quartal ein zweistelliges Mengenwachstum, das von unseren Aktivitäten in den USA getrieben war. Das operative EBITDA zeigte hingegen nur einen moderaten Anstieg, da aufgrund von regionalem Preisdruck die Durchschnittspreise im Jahresvergleich leicht rückläufig waren. Das Ergebnis des nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts entwickelte sich trotz rückläufigem Umsatz im Vergleich zum guten Niveau des Vorjahrs stabil. Insgesamt stieg der Umsatz der Division Nordamerika um 1 % auf 62,3 Mio. € und das operative EBITDA verbesserte sich um 3 % auf 5,2 Mio. €.

Außenumsatz in Mio. € 7-9/2012 7-9/2013 Vdg. in %
Ziegel Europa 403,5 412,9 +2
Ziegel Westeuropa 304,6 310,6 +2
Ziegel Osteuropa 98,9 102,3 +3
Rohre & Pflaster Europa 288,6 296,8 +3
Rohre & Pflaster Westeuropa 1) 158,8 162,1 +2
Rohre & Pflaster Osteuropa 1) 129,7 134,7 +4
Nordamerika 61,4 62,3 +1
Holding & Sonstiges 1,5 1,4 -4
Wienerberger Gruppe 755,0 773,4 +2
EBITDA operativ in Mio. € 7-9/2012 7-9/2013 Vdg. in %
Ziegel Europa 65,6 67,8 +3
Ziegel Westeuropa 45,6 49,5 +9
Ziegel Osteuropa 20,0 18,3 -9
Rohre & Pflaster Europa 33,9 34,5 +2
Rohre & Pflaster Westeuropa 1) 19,6 19,4 -1
Rohre & Pflaster Osteuropa 1) 14,3 15,0 +5
Nordamerika 5,0 5,2 +3
Holding & Sonstiges -4,0 -3,2 +20
Wienerberger Gruppe 100,5 104,2 +4

1) Vorjahreswerte aufgrund einer geänderten Zuteilung der Holdingumlage angepasst

Geschäft mit Flächenbefestigungen aus Beton profitieren weiterhin von den umgesetzten Einsparungsmaßnahmen

Nordamerika zeigt leichte Ergebnisverbesserung

GESCHÄFTSSEGMENTE

Ziegel Europa

Die Division Ziegel Europa verzeichnete nach dem witterungsbedingt schwierigen Start ins Geschäftsjahr 2013 im dritten Quartal eine Stabilisierung der Nachfrage im Rahmen der Erwartungen. Getrieben von höheren Absatzmengen in allen Produktgruppen lag der Umsatz der Division im dritten Quartal leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals. Anhaltend niedrigere Durchschnittspreise in Osteuropa wurden von Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation in Westeuropa sowie den bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen kompensiert. Somit konnte das operative EBITDA der Division Ziegel Europa im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode leicht gesteigert werden.

Die positive Entwicklung im dritten Quartal 2013 konnte jedoch den Umsatz- und Ergebnisentfall des ersten Halbjahres nicht kompensieren, da die verarbeitende Industrie und das Baugewerbe die Kapazitäten nicht ausbauten, um den Rückstau an Projekten aus dem ersten Halbjahr aufzuarbeiten. Dadurch haben sich Bauprojekte zeitlich nach hinten verschoben, und Aufholeffekte aus den witterungsbedingt sehr schwierigen ersten Monaten waren in den relevanten Märkten nicht zu verzeichnen. Die Division Ziegel Europa musste in den ersten neun Monaten 2013 einen Umsatzrückgang von 5 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs auf 1.065,4 Mio. € sowie ein um 15 % niedrigeres operatives EBITDA von 131,5 Mio. € hinnehmen.

Das angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Umsetzung von Schichtmodellen und Einmottungen von Werken sowie auf Strukturanpassungen in der Verwaltung und im Vertrieb. Durch zusätzliche Werkscluster bzw. die Verlagerung von Produkten an andere Werksstandorte werden Kostenstrukturen weiter optimiert. Die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms betrugen für die Wienerberger Gruppe in den ersten neun Monaten 2013 14,2 Mio. €. Von den Maßnahmen waren insbesondere die Hintermauer- und Vormaueraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich betroffen, wodurch der Großteil der gruppenweiten Einsparungen auf das Segment Ziegel Westeuropa entfällt.

Ziegel Europa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 1.116,9 1.065,4 -5
EBITDA operativ in Mio. € 155,6 131,5 -15
EBIT operativ in Mio. € 56,5 31,9 -43
Gesamtinvestitionen in Mio. € 45,0 38,6 -14
Capital Employed in Mio. € 2.038,2 1.833,9 -10
Ø Mitarbeiter 8.806 8.341 -5

Trotz der Normalisierung der Nachfrage in einigen Märkten im dritten Quartal prognostizieren wir für das Abschlussquartal ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in Europa und rechnen in der Division Ziegel Europa mit moderaten Mengenrückgängen. Wienerberger erwartet auf Ganzjahressicht für die Niederlande, Belgien, Frankreich, Polen und Tschechien zum Teil deutliche Rückgänge im Wohnungsneubau. In Ungarn ist die erwartete Bodenbildung nicht eingetreten, und die Nachfrage nach Wandbaustoffen sank nochmals deutlich. In Deutschland gehen wir nach einem schwachen Start zu Jahresbeginn für das Gesamtjahr von einer stabilen Entwicklung im Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Für Großbritannien erwarten wir bis Jahresende ein deutliches Plus im Wohnungsneubau und in Russland ist ein anhaltend positiver Trend zu verzeichnen.

Normalisierung der Nachfrage im Rahmen der Erwartungen im dritten Quartal

Ziegel Westeuropa

Im Segment Ziegel Westeuropa setzte im dritten Quartal eine Normalisierung der relevanten Märkte im Rahmen der Erwartungen ein. Die Absatzrückgänge aus dem witterungsbedingt schwierigen ersten Halbjahr bei Hintermauer- und Dachziegeln konnten durch positive Impulse in einzelnen Märkten jedoch nicht kompensiert werden. Bei Vormauerziegeln trug die Markterholung in Großbritannien dazu bei, dass die Absatzmenge in der Berichtsperiode in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs liegt. Der Umsatz in der Region Westeuropa sank in den ersten neun Monaten 2013 um 5 % auf 822,6 Mio. €. Die Stückkosten stiegen aufgrund geringerer Absatzvolumina an, und leicht höhere Durchschnittspreise sowie Einsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm konnten diesen Effekt nur teilweise abfedern. In der Folge lag das operative EBITDA von 101,4 Mio. € um 11 % unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode.

Ziegel Westeuropa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 869,7 822,6 -5
EBITDA operativ in Mio. € 114,1 101,4 -11
EBIT operativ in Mio. € 44,9 31,8 -29
Gesamtinvestitionen in Mio. € 34,7 26,6 -23
Capital Employed in Mio. € 1.532,9 1.406,6 -8
Ø Mitarbeiter 6.259 5.957 -5
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.697 1.575 -7
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 943 954 +1
Absatz Dachziegel 1) in Mio. m² 17,85 16,80 -6

1) Absatz Ton- und Betondachziegel inkl. Zubehörprodukte; Vergleichswerte der Vorjahresperiode wurden angepasst

In Deutschland, dem größten Markt der Region, ist eine positive Tendenz bei den Baugenehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. Die Baubeginne liegen jedoch leicht unter dem Vorjahresniveau. Dies ist einerseits auf die schwierigen Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr als auch auf die mangelnde Bereitschaft der verarbeitenden Industrie und des Baugewerbes, die Kapazitäten zu erhöhen, zurückzuführen. In der Folge waren die Absätze bei Vormauer- und Dachziegeln rückläufig. Einzig bei Hintermauerziegeln führte die positive Entwicklung im dritten Quartal zu einer stabilen Entwicklung der Absatzmengen in den ersten neun Monaten 2013. Aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten ist es gelungen, Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation zu erzielen, die zusammen mit den planmäßig umgesetzten Optimierungsmaßnahmen zu einer Stabilisierung der Ergebnisse beigetragen haben.

In Frankreich setzte sich im dritten Quartal die schwierige Marktlage fort, und es war keine Trendwende in der negativen Dynamik im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in der Sanierung spürbar. Dementsprechend waren deutliche Absatzrückgänge sowohl bei Hintermauerziegeln als auch bei Dachziegeln in den ersten neun Monaten 2013 zu verzeichnen. Der daraus resultierende Anstieg der Stückkosten konnte durch eine leichte Verbesserung der Durchschnittspreise und die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen nur teilweise gemindert werden, was einen Ergebnisrückgang zur Folge hatte. Erfreulich ist jedoch, dass der Baustoff Ziegel weiterhin Marktanteile gegenüber Beton als Wandbaustoff gewinnt.

In den Niederlanden schwächte sich sowohl der Wohnungsneubau als auch die Renovierungstätigkeit weiter ab. Obwohl sich bei den Immobilienpreisen eine Stabilisierung abzeichnet, liegt bei vielen Hausbesitzern der Wert ihrer Immobilie unter der aushaftenden Summe ihres

Normalisierung der Märkte im dritten Quartal kann Absatzrückgänge aus dem ersten Halbjahr nicht kompensieren

Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation in Deutschland

Mengenrückgang aufgrund des schwierigen Marktumfelds in Frankreich

Wohnbaumarkt in den Beneluxländern bleibt weiterhin schwierig

Hypothekarkredits. Zusätzlich bleiben eine eingeschränkte Kreditvergabe von Banken und ein niedriges Konsumentenvertrauen als Hauptprobleme auf dem Markt bestehen. Dementsprechend gingen in den ersten neun Monaten 2013 die Absätze in allen Produktgruppen bei stabilen Durchschnittspreisen deutlich zurück und es sind trotz bereits eingeleiteter Optimierungsmaßnahmen Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu verzeichnen. Der belgische Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern hat sich in der Berichtsperiode ebenfalls leicht abgeschwächt, was zu rückläufigen Absatzmengen bei Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegeln führte. Obwohl im Dachbereich im dritten Quartal eine Normalisierung im Rahmen der Erwartungen eingetreten ist, konnten die Absatzrückgänge aufgrund der schwachen Renovierungstätigkeit und des langen Winters nicht aufgeholt werden. Durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation ist es gelungen, die Durchschnittspreise in allen Produktgruppen zu verbessern. Insgesamt lagen in Belgien Umsatz und Ergebnis unter den Vergleichswerten der Vorjahresperiode.

In Großbritannien setzte sich die in der ersten Jahreshälfte begonnene Erholung des Wohnungsneubaus und der Renovierungstätigkeit von niedrigem Niveau auch im dritten Quartal weiter fort. Dementsprechend konnten die Absatzmengen bei Vormauerziegeln und Dachziegeln im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesteigert werden. Insbesondere im Vormauerbereich zählen große Bauträgergesellschaften zu unseren Kunden. Aufgrund von einigen im Vorjahr abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen konnten die Margen in den ersten neun Monaten nicht im selben Ausmaß wie die Volumina gesteigert werden. Der Dachbereich erwirtschaftete in den ersten neun Monaten gute Umsatz- und Ergebnisbeiträge.

Für die verbleibenden drei Monate 2013 erwarten wir in der Region Westeuropa ein anhaltend schwieriges Marktumfeld. Deutliche Rückgänge im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zeichnen sich insbesondere für die Niederlande, Frankreich und Belgien ab. In diesen Ländern steht weiterhin die Umsetzung der bereits begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen im Fokus. Für Deutschland und Großbritannien bleiben wir zuversichtlich und erwarten eine stabile bis leicht positive Entwicklung. Die Markterholung in Großbritannien deutet darauf hin, dass bei Vormauerziegeln in der Region Westeuropa eine stabile bis leicht positive Absatzentwicklung auf Jahressicht möglich ist. Bei Hintermauerziegeln und Dachziegeln gehen wir auf Jahressicht von einem moderaten Mengenrückgang aus.

Ziegel Osteuropa

In der Region Osteuropa herrschte im dritten Quartal 2013 ein anhaltend schwieriges Marktumfeld. Durch eine proaktive Preisgestaltung konnten wir die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln in vielen Ländern entgegen den Markttrends jedoch stabil halten und haben somit unsere Marktpositionen gestärkt. In den ersten neun Monaten 2013 ging der Umsatz um 2 % auf 242,8 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs zurück. Das operative EBITDA von 30,1 Mio. € wurde durch die niedrigeren Durchschnittspreise belastet und lag um 27 % unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode. Um uns auch in Zukunft im Wettbewerb in Osteuropa zu behaupten, investieren wir in der Region verstärkt in innovative Produkte. In der Berichtsperiode wurde in Österreich eine Anlage zur Produktion von hochwärmedämmenden, mit Mineralwolle verfüllten Ziegeln in Betrieb genommen, und im vierten Quartal 2013 ist die Inbetriebnahme einer weiteren Verfüllanlage in Tschechien geplant.

Anhaltende Markterholung in Großbritannien sorgt für Mengenwachstum

Volumensrückgang bei Hintermauerziegeln und Dachziegeln im Geschäftsjahr 2013 erwartet

Schwieriges Marktumfeld in Osteuropa und niedrigere Durchschnittspreise in den ersten neun Monaten 2013

Ziegel Osteuropa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 247,2 242,8 -2
EBITDA operativ in Mio. € 41,5 30,1 -27
EBIT operativ in Mio. € 11,6 0,1 -99
Gesamtinvestitionen in Mio. € 10,3 12,0 +16
Capital Employed in Mio. € 505,3 427,3 -15
Ø Mitarbeiter 2.547 2.384 -6
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.088 2.129 +2

Polnischer Markt zeigt sich deutlich rückläufig

Marktumfeld in Tschechien und der Slowakei ging deutlich zurück

Weiterer Marktrückgang von niedrigem Niveau in Ungarn

Russland zeigt anhaltend gute Marktentwicklung

Bodenbildung in Rumänien und Bulgarien bestätigt

Anhaltender Preisdruck in Osteuropa für Gesamtjahr erwartet

Operatives EBITDA der Division Rohre & Pflaster Europa steigt um 58 %

Der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Polen zeigte sich in den ersten neun Monaten 2013 deutlich rückläufig. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es durch gezielte Verkaufsaktionen gelungen, die Absatzmengen von Hintermauerziegeln annähernd stabil zu halten. Aufgrund der niedrigeren Durchschnittspreise blieb das Ergebnis hinter der Vergleichsperiode des Vorjahrs zurück.

In Tschechien und der Slowakei schwächte sich das Marktumfeld deutlich ab. Die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln waren jedoch durch proaktive Preisstrategien in der Berichtsperiode stabil bis leicht positiv. Aufgrund der niedrigeren Durchschnittspreise mussten auch in diesen Ländern Rückgänge bei den Ergebnissen verzeichnet werden. Im vierten Quartal wird in Tschechien eine Verfüllanlage zur Produktion des mit Mineralwolle verfüllten Ziegels in Betrieb genommen. Damit wollen wir gerade in schwierigen Märkten einen Schritt nach vorne machen und unsere Innovationskraft in beiden Ländern stärken.

Auch in Ungarn zeichnete sich keine Trendwende ab, und es waren deutliche Marktrückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. In diesem schwierigen Umfeld ist es uns jedoch gelungen, die Absatzmengen von Hintermauerziegeln bei niedrigeren Durchschnittspreisen moderat zu steigern, und es konnten Marktanteile gewonnen werden.

Russland zeigte in der Berichtsperiode eine anhaltend gute Entwicklung. Bei höheren Durchschnittspreisen konnte in weiterer Folge das Ergebnis deutlich verbessert werden.

In Rumänien und Bulgarien bestätigte sich im dritten Quartal 2013 die bereits in der ersten Jahreshälfte spürbare Bodenbildung im Markt und führte in den ersten neun Monaten zu steigenden Absatzvolumina bei Hintermauerziegeln. Bei stabilen Durchschnittspreisen konnten sowohl Umsatz- als auch Ergebnisverbesserungen erwirtschaftet werden.

An unseren Einschätzungen für das Gesamtjahr 2013 hat sich nichts verändert: In Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei gehen wir weiterhin von einem deutlichen Marktrückgang sowie anhaltendem Preisdruck aus. Wir werden allerdings Kostenvorteile nutzen, um gezielt Marktpositionen zu stärken. In Russland rechnen wir mit einem anhaltend positiven Marktumfeld und einem daraus resultierenden Umsatz- und Ergebniswachstum. Für Rumänien und Bulgarien sind wir zuversichtlich, dass sich die Stabilisierung auf niedrigem Niveau fortsetzen wird.

Rohre & Pflaster Europa

Die Division Rohre & Pflaster Europa erwirtschaftete in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg um 65 % auf 792,6 Mio. € und eine Verbesserung des operativen EBITDA um 58 % auf 80,7 Mio. €. Während die einzelnen Geschäftsbereiche der Division eine insgesamt sehr stabile Entwicklung aufwiesen, ist der deutliche Ergebnisanstieg vorrangig auf die erstmalige Einbeziehung von Pipelife, einem führenden Kunststoffrohrproduzenten in Europa, zurückzuführen. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahrs trug die Pipelife Gruppe im Rahmen der Erstkonsolidierung 31,1 Mio. € zum Konzern-EBITDA bei. Im Europageschäft von Pipelife stellte die hohe Volatilität der Rohmaterialkosten eine große Herausforderung für das zeitnahe Preismanagement dar und konnte teilweise nur mit einer zeitlichen Verzögerung ausgeglichen werden. Zudem führte insbesondere in Westeuropa eine anhaltend eingeschränkte Investitionsbereitschaft im privaten und öffentlichen Sektor zu einem leichten Mengenrückgang. Dieser konnte durch deutliches Wachstum im internationalen Projektgeschäft und durch eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Osteuropa ausgeglichen werden. Besonders erfreulich war dabei die Entwicklung in herausfordernden Märkten wie Griechenland, Russland und Bulgarien, in denen die Ergebnisse auf teils niedrigem Niveau deutlich gesteigert werden konnten. In Summe entwickelte sich das operative Ergebnis der Pipelife Gruppe im Jahresvergleich stabil.

Im keramischen Rohrgeschäft lag der Absatz nach den ersten neun Monaten nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahrs. Zuwächse in Westeuropa und im Exportgeschäft kompensierten annähernd den witterungsbedingten Mengenrückgang zu Jahresbeginn sowie den Rückgang in Polen und der Tschechischen Republik. Zudem konnte das gute Preisniveau in Folge konsequenten Preismanagements stabil gehalten werden. Stillstandskosten für Wartungsarbeiten und der nicht vollständig aufgeholte witterungsbedingte Mengenrückgang zu Jahresbeginn führten jedoch dazu, dass das operative Ergebnis unter dem sehr guten Niveau des Vorjahrs zu liegen kam. Unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton Semmelrock profitierte in den ersten neun Monaten von den im letzten Jahr umgesetzten Kosteneinsparungen. Durch Kapazitätsanpassungen und die Optimierung von Schichtmodellen sowie durch Einsparungen in der Verwaltung und im Vertrieb konnte der Mengenrückgang in den wirtschaftlich herausfordernden osteuropäischen Kernmärkten kompensiert und die Profitabilität deutlich gesteigert werden. Zusätzlich konnten die Durchschnittspreise durch konsequentes Preismanagement und Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten stabil gehalten und in einigen Ländern Marktanteile gewonnen werden.

Rohre & Pflaster Europa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 479,9 792,6 +65
EBITDA operativ in Mio. € 51,1 80,7 +58
EBIT operativ in Mio. € 29,0 44,9 +55
Gesamtinvestitionen in Mio. € 164,4 16,4 -90
Capital Employed in Mio. € 656,1 614,5 -6
Ø Mitarbeiter 2.412 4.057 +68

In der Division Rohre & Pflaster Europa wird aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife eine deutliche Verbesserung von Umsatz und operativem EBITDA am Jahresende zu Buche stehen. Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir unverändert von einer flachen Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr aus. Leichte Ergebnisrückgänge in Folge der schwierigen Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr und aufgrund eingeschränkter Investitionstätigkeit im Infrastrukturbereich in einigen europäischen Kernländern werden durch Wachstum im internationalen Exportgeschäft und durch eine Ergebnisverbesserung in Osteuropa kompensiert. Im keramischen Rohrgeschäft gehen wir davon aus, dass das Jahresergebnis geringfügig unter dem sehr guten Niveau des Vorjahrs liegen wird. Die Stabilisierung der Nachfrage nach den Wetterverwerfungen zu Jahresbeginn sowie die fortschreitende Verbesserung des Produktmix können Steinzeug-Keramo holt den witterungsbedingten Mengenrückgang zu Jahresbeginn annähernd auf; Semmelrock profitiert von den umgesetzten Einsparungsmaßnahmen

Deutliches Umsatzund Ergebniswachstum für 2013 erwartet

Stillstandskosten für Wartungsarbeiten großteils kompensieren. Für unser Geschäft mit Flächenbefestigungen aus Beton gehen wir im Schlussquartal von einer Fortsetzung des Trends der ersten neun Monate aus. Die umgesetzten Einsparungsmaßnahmen wiegen marktbedingte Mengenrückgänge auf und führen zu einem im Jahresvergleich verbesserten operativen EBITDA sowie zu einer deutlichen Profitabilitätssteigerung.

Rohre & Pflaster Westeuropa

Ergebniswachstum um 68 % aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife

Steinzeug-Keramo verzeichnet annähernd stabile Mengen trotz witterungsbedingtem Mengenrückgang zu Jahresbeginn

Deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum auf Jahressicht erwartet

In der Region Westeuropa stieg der Umsatz aufgrund des Konsolidierungsbeitrags des Kunststoffrohrgeschäfts um 77 % auf 460,8 Mio. € und das operative EBITDA um 68 % auf 52,5 Mio. €. Nach dem witterungsbedingt schwierigen Marktumfeld zu Jahresbeginn setzte sich im dritten Quartal die im zweiten Quartal eingetretene Stabilisierung der Nachfrage fort. Auch das internationale Projektgeschäft mit Spezialrohren für industrielle Anwendungen konnte weiterhin Mengenzuwächse erwirtschaften. Hingegen ist in Frankreich und den Niederlanden die Marktaktivität anhaltend rückläufig, was sich in Umsatz- und Ergebnisrückgängen niederschlug. Hohe Volatilität der Rohstoffkosten, die teilweise nur mit einer zeitlichen Verzögerung weitergegeben werden konnten, stellte eine große Herausforderung an das zeitnahe Preismanagement dar. Insgesamt verzeichnete Pipelife einen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang in Westeuropa.

Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen Steinzeug-Keramo verzeichnete nach der Normalisierung des Marktumfelds im zweiten Quartal in den abgelaufenen drei Monaten ein Mengenwachstum. Wachstum in den westeuropäischen Märkten und insbesondere im Heimatmarkt Deutschland kompensierte einen leichten Mengenrückgang in den Ländern Osteuropas, der vorrangig auf die Tschechische Republik und Polen zurückzuführen ist. Sowohl in Polen als auch Tschechien liegen Ausschreibungen im Bereich der öffentlichen Abwasserentsorgung unter dem Niveau des letzten Jahres. Insgesamt lag der Absatz in den ersten neun Monaten nur geringfügig unter der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Die Profitabilität war trotz stabiler Durchschnittspreise durch Stillstandskosten für Wartungsarbeiten belastet. Aus diesem Grund konnte das sehr gute operative Ergebnis des letzten Jahrs nicht gehalten werden.

Rohre & Pflaster Westeuropa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 259,8 460,8 +77
EBITDA operativ in Mio. € 31,2 52,5 +68
EBIT operativ in Mio. € 21,5 33,0 +54
Gesamtinvestitionen in Mio. € 153,3 12,6 -92
Capital Employed in Mio. € 355,3 317,6 -11
Ø Mitarbeiter 949 1.782 +88

Für das Kunststoffrohrgeschäft gehen wir für das Geschäftsjahr 2013 von einer weitgehend stabilen Entwicklung aus. Im vierten Quartal erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends im internationalen Projektgeschäft sowie eine anhaltende Stabilisierung der Nachfrage, die zu einer annähernd flachen Ergebnisentwicklung führen sollte. Im keramischen Rohrgeschäft gehen wir für die letzten drei Monate von einem leichten Mengenwachstum aus, das wie in den ersten neun Monaten von einer positiven Entwicklung in Westeuropa und dem Exportgeschäft getrieben sein wird. Ergebnisseitig ist jedoch nicht davon auszugehen, dass im Abschlussquartal der Rückgang des operativen EBITDA im bisherigen Jahresverlauf aufgeholt werden kann. Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des Kunststoffrohrgeschäfts in den ersten fünf Monaten ist auf Jahressicht eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung für das Segment Rohre & Pflaster Westeuropa zu erwarten.

Rohre & Pflaster Osteuropa

Im Segment Rohre & Pflaster Osteuropa stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten durch die erstmalige Einbeziehung des Kunststoffrohrgeschäfts um 51 % auf 331,8 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich im selben Zeitraum um 42 % auf 28,2 Mio. €. Pipelife gelang es, bei anhaltend stark unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Märkten Osteuropas Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal weiter zu steigern. Russland und Griechenland zeigten eine dynamische Entwicklung, wobei insbesondere Griechenland die Ertragskraft durch erfolgreich umgesetzte Strukturanpassungen deutlich steigern konnte. Auch in Bulgarien steht nach einem starken dritten Quartal ein klares Ergebnisplus im Jahresvergleich zu Buche. In den beiden größten Einzelmärkten der Pipelife Gruppe in Osteuropa, Österreich und Polen, stabilisierte sich die Nachfrage, und es konnte nach dem Rückgang im ersten Halbjahr ein stabiles Ergebnis im dritten Quartal erwirtschaftet werden.

Unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral-Osteuropa Semmelrock behauptet sich weiterhin sehr gut in einem schwierigen Marktumfeld und verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Anstieg des operativen EBITDA. Dabei profitierte Semmelrock in erster Linie von der durch Einsparungsmaßnahmen verbesserten Kostenstruktur in den Bereichen Produktion, Verwaltung und Vertrieb. Dadurch konnte der durch stark eingeschränkte Nachfrage aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor sowie durch ungünstige Wetterbedingungen zu Jahresbeginn bedingte Mengenrückgang von 12 % in den ersten neun Monaten mehr als ausgeglichen und die Profitabilität deutlich erhöht werden. Weiters ist es durch konsequentes Preismanagement sowie Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten gelungen, die Durchschnittspreise im Jahresvergleich stabil zu halten, und konnten trotz starkem Wettbewerb in Ländern wie der Tschechischen Republik, Ungarn oder Bulgarien Marktanteile gesteigert werden. In Polen gelang es uns, nach dem witterungsbedingt starken Rückgang im ersten Halbjahr das Ergebnis aufgrund der schlankeren Kostenstruktur im dritten Quartal zu verbessern.

Rohre & Pflaster Osteuropa 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 220,1 331,8 +51
EBITDA operativ in Mio. € 19,9 28,2 +42
EBIT operativ in Mio. € 7,5 11,8 +58
Gesamtinvestitionen in Mio. € 11,1 3,8 -66
Capital Employed in Mio. € 300,8 297,0 -1
Ø Mitarbeiter 1.463 2.275 +56

Für das vierte Quartal gehen wir von einer Fortsetzung des Trends aus den ersten neun Monaten aus und erwarten sowohl im Kunststoffrohrgeschäft als auch für Flächenbefestigungen aus Beton ein leichtes Ergebniswachstum. Während Pipelife neben der Stabilisierung der beiden Kernmärkte, Österreich und Polen, insbesondere von einer Erholung in Griechenland und Bulgarien sowie von einer dynamischen Entwicklung in Russland profitiert, stehen bei Semmelrock weiterhin die umgesetzten Maßnahmen zur Kostenoptimierung im Mittelpunkt. Zusammen mit der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife in den ersten fünf Monaten 2013 wird das Segment Rohre & Pflaster Osteuropa auf Jahressicht eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung erwirtschaften.

Nordamerika

Die Erholung des Wohnbaumarktes in den USA setzte sich auch im dritten Quartal 2013 fort. Nach einer leicht positiven Absatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2013 konnte im Ergebnisanstieg um 42 % auf 28,2 Mio. €

Ergebniswachstum trotz rückläufiger Mengen bei Semmelrock

Leichtes

Ergebniswachstum im Abschlussquartal und deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum auf Jahressicht erwartet

Markterholung in den USA setzt sich fort

dritten Quartal eine deutlich steigende Nachfrage nach Ziegeln verzeichnet werden. In Kanada konnten wir uns in einem schwierigen Marktumfeld behaupten und bei rückläufigen Absatzmengen die Margen stabil halten. Insgesamt stiegen die abgesetzten Mengen bei Vormauerziegeln in Nordamerika in den ersten neun Monaten um 9 %. Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks in regionalen Märkten lagen die Durchschnittspreise bei Ziegeln leicht unter der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Aufgrund des Mengenwachstums und durch konsequentes Kostenmanagement ist es uns dennoch gelungen, die Margen im Bereich Ziegel zu verbessern. Im nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäft ging das operative Ergebnis trotz einer herausfordernden Vergleichsbasis aus dem letzten Jahr nur moderat zurück. Insgesamt stieg der Umsatz der Division Nordamerika insbesondere aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts um 21 % auf 171,2 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich in der Berichtsperiode deutlich um 71 % gegenüber dem Vorjahr auf 9,6 Mio. €.

Nordamerika 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 142,0 171,2 +21
EBITDA operativ in Mio. € 5,6 9,6 +71
EBIT operativ in Mio. € -11,9 -7,4 +38
Gesamtinvestitionen in Mio. € 12,9 3,8 -71
Capital Employed in Mio. € 496,6 438,1 -12
Ø Mitarbeiter 1.090 1.212 +11
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 226 245 +9

Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2013 erwartet

Auch für das letzte Quartal des Geschäftsjahrs 2013 gehen wir von einer Fortsetzung des positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau aus. Entsprechend den letzten Hochrechnungen des U.S. Census Bureau zu den Baubeginnen von Einfamilienhäusern sind wir zuversichtlich, in den für uns relevanten Märkten für das Gesamtjahr ein zweistelliges Mengenwachstum bei Vormauerziegeln zu erzielen. Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir auf Jahressicht von einem moderaten Rückgang des Ergebnisses vom sehr guten Vorjahresniveau aus. Insgesamt erwarten wir für die Division im Jahr 2013 Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Holding & Sonstiges

Unsere Ziegelaktivitäten in Indien zeigten auch im dritten Quartal 2013 eine anhaltend dynamische Entwicklung, und es konnten Umsatz- und Ergebnissteigerungen in den ersten neun Monaten erzielt werden. Insgesamt stieg der Umsatz der Division Holding & Sonstiges um 7 % auf 4,3 Mio. €. Das operative EBITDA ging auf -11,3 Mio. € zurück. Auf Jahressicht ist mit einer Fortsetzung des positiven Marktumfelds in Indien zu rechnen, und wir erwarten Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Holding & Sonstiges 1-9/2012 1-9/2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 4,0 4,3 +7
EBITDA operativ in Mio. € -10,7 -11,3 -6
EBIT operativ in Mio. € -14,0 -14,6 -5
Gesamtinvestitionen in Mio. € 3,7 5,4 +47
Capital Employed in Mio. € 17,5 14,2 -19
Ø Mitarbeiter 210 206 -2

Klare Umsatz- und Ergebnissteigerung in Indien

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR
Umsatzerlöse 7-9/2013
773.590
7-9/2012
755.239
1-9/2013
2.034.033
1-9/2012
1.743.907
Herstellkosten -536.350 -519.886 -1.439.896 -1.200.984
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebskosten
237.240
-142.103
235.353
-140.235
594.137
-396.225
542.923
-362.424
Verwaltungskosten -38.739 -39.557 -118.828 -108.694
Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.710 -11.876 -47.179 -43.784
Sonstige betriebliche Erträge 11.246 8.879 22.918 31.602
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten und Wertminderungen von
Sachanlagen
49.934 52.564 54.823 59.623
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen 0 -8.927 0 -8.927
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten und Wertminderungen von
Sachanlagen
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
49.934
3.433
43.637
1.969
54.823
-1.723
50.696
3.871
Zinsertrag 1.249 1.258 5.071 8.191
Zinsaufwand -15.691 -14.449 -44.880 -42.401
Sonstiges Finanzergebnis -3.260 -3.617 -6.866 36.969
Finanzergebnis -14.269 -14.839 -48.398 6.630
Ergebnis vor Ertragsteuern 35.665 28.798 6.425 57.326
Ertragsteuern -10.229 -6.360 -12.022 -10.638
Ergebnis nach Ertragsteuern 25.436 22.438 -5.597 46.688
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -181 -312 -731 -1.048
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.192 8.170 24.308 24.331
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 17.425 14.580 -29.174 23.405
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 0,13 -0,25 0,20
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 0,13 -0,25 0,20
7-9/2013
7-9/2012
1-9/2013 1-9/2012
-6.881
9.760
-50.840 46.688
54.015
-316
-517
-840 284
120
652
21 2.393
-1.843
136
6.414 2.211
58.903
105.591
-181
-306
-737 -1.039
8.192
8.170
24.308 24.331
8.505 82.299
25.436
22.438
-8.920
10.031
16.516
32.469
24.605
-5.597
-45.245
-50.842
-74.413

1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Bilanz
in TEUR
30.9.2013 31.12.2012
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte
856.651 882.060
Sachanlagen 1.685.135 1.803.067
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 83.822 81.297
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 27.356 33.039
Übrige Finanzanlagen 1.036 1.329
Latente Steuern 39.616 39.490
Langfristiges Vermögen
Vorräte
2.693.616
693.999
2.840.282
700.925
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 330.497 199.166
Sonstige kurzfristige Forderungen 93.936 84.566
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 72.764 72.504
Zahlungsmittel 409.127 242.288
Kurzfristiges Vermögen 1.600.323 1.299.449
Summe Aktiva 4.293.939 4.139.731
Passiva
Gezeichnetes Kapital
117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.083.973 1.083.973
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 804.824 855.998
Übrige Rücklagen -211.021 -165.782
Eigene Anteile -24.324 -24.324
Beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile
2.263.875
2.659
2.360.288
3.396
Eigenkapital
Latente Steuern
2.266.534
107.256
2.363.684
105.822
Personalrückstellungen 130.848 132.277
Sonstige langfristige Rückstellungen 50.438 53.001
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 848.979 858.708
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 11.452 9.896
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
1.148.973
54.234
1.159.704
80.618
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 295.486 58.062
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 256.808 253.149
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 271.904 224.514
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 878.432 616.343
Entwicklung des Eigenkapitals 2013 2012 1)
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1.
Gesamtergebnis nach Steuern
2.360.288
-50.105
3.396
-737
2.363.684
-50.842
2.427.560
106.630
3.259
-1.039
2.430.819
105.591
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -46.308 0 -46.308 -46.308 0 -46.308
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile 0 0 0 -207 -36 -243

1) Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode angepasst.

Cashflow Statement
in TEUR
1-9/2013 1-9/2012
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.425 57.326
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 155.680 141.967
Wertminderungen von Anlagen 0 4.821
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern -4.084 -2.945
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.723 -3.871
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -4.306 -44.568
Zinsergebnis 39.809 34.210
Gezahlte Zinsen -39.913 -40.883
Erhaltene Zinsen 3.871 6.479
Gezahlte Ertragsteuern -8.738 -5.829
Cashflow aus dem Ergebnis 150.467 146.707
Veränderungen Vorräte 6.926 -15.703
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -131.331 -87.657
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.659 -39.679
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 9.959 33.618
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -2.350 11.365
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 37.330 48.651
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 8.195 7.179
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -64.110 -79.269
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -102 0
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.154 14.655
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 26 -146.779
Cashflow aus Investitionstätigkeit -52.837 -204.214
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -9.729 185.572
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 236.515 -308.327
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -13.808 -13.808
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3.120 13.041
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 183.598 -156.022
Veränderung der Zahlungsmittel
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel
168.091
-1.252
-311.585
657
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 242.288 490.373
Zahlungsmittel am Ende der Periode 409.127 179.445
Geschäftssegmente
1-9/2013
in TEUR
Ziegel
Westeuropa
Ziegel Europa
Ziegel
Osteuropa
Rohre &
Pflaster
Westeuropa
Rohre & Pflaster Europa
Rohre &
Pflaster
Osteuropa
Nordamerika Holding &
Sonstiges 2)
Überleitung 3) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 822.610 242.799 460.822 331.783 171.166 4.287 2.033.467
Innenumsatz 7.208 4.551 9.760 9.540 0 6.481 -36.974 566
Umsatz gesamt 829.818 247.350 470.582 341.323 171.166 10.768 -36.974 2.034.033
EBITDA operativ 101.412 30.090 52.511 28.229 9.594 -11.333 210.503
EBIT operativ 31.807 136 33.046 11.821 -7.392 -14.595 54.823
Gesamtinvestitionen 26.617 11.967 12.552 3.837 3.765 5.448 64.186
Capital Employed 1.406.637 427.279 317.556 296.987 438.064 14.193 2.900.716
Ø Mitarbeiter 5.957 2.384 1.782 2.275 1.212 206 13.816
1-9/2012
Außenumsatz 869.726 247.179 259.843 220.138 142.024 3.917 1.742.827
Innenumsatz 6.000 3.415 2.725 4.123 100 6.410 -21.693 1.080
Umsatz gesamt 875.726 250.594 262.568 224.261 142.124 10.327 -21.693 1.743.907
EBITDA operativ 1) 114.136 41.474 31.174 19.896 5.637 -10.727 201.590
EBIT operativ 1) 44.894 11.565 21.460 7.564 -11.894 -13.966 59.623
Restrukturierungskosten
und Wertminderungen
von Sachanlagen 2.347 1.953 157 951 0 3.519 8.927
Gesamtinvestitionen 34.717 10.313 153.317 11.122 12.932 3.647 226.048
Capital Employed 1.532.950 505.269 355.251 300.758 496.592 17.543 3.208.363
Ø Mitarbeiter 6.259 2.547 949 1.463 1.090 210 12.518

1) bereinigt um Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen

2) Der Bereich Holding & Sonstiges enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.

3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Zwischenbericht zum 30.9.2013 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2012 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2012, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.

Nach der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, erfolgte aufgrund neu strukturierter Verantwortungsbereiche im Management eine neue Segmentierung in der Berichterstattung. Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird weiterhin nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Der Bereich Ziegel Europa fasst Hintermauer-, Vormauerund Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Ziegel Westeuropa und Ziegel Osteuropa zusammen. Der Bereich Rohre & Pflaster Europa beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Rohre & Pflaster Westeuropa und Rohre & Pflaster Osteuropa eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment Nordamerika dargestellt. Das Segment Holding & Sonstiges beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.

Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gleinstätten Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % at-equity bilanziert.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises des Vorjahrs erhöhte für den Zeitraum vom 1.1.2013 bis 30.9.2013 anteilig den Umsatz um 347.744 TEUR und das operative EBITDA um 31.138 TEUR.

Saisonalität des Geschäfts Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 11.2.2013 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten neun Monate des Jahrs 2013 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.308 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,21 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Konzernumsatz stieg um 17 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs und betrug in den ersten neun Monaten 2.034.033 TEUR (Vorjahr: 1.743.907 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 210.503 TEUR um 8.913 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahrs von 201.590 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich auf 54.823 TEUR im Vergleich zu 59.623 TEUR im Vorjahr.

Zum Stichtag wurden 2.464.138 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2013 bis 30.9.2013 auf 115.062.626 Stück. Per 30.9.2013 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -51.680 TEUR (Vorjahr: 54.299 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem polnischen Zloty, dem russischen Rubel und dem US-Dollar. Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Anteil der Währungsumrechnungsdifferenzen betrug -6 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR). Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 6.414 TEUR (Vorjahr: 2.211 TEUR) nach Steuern. Dieser Anstieg ist auf die Marktbewertung der Net Investment Hedges zurückzuführen. Positive Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 21 TEUR (Vorjahr: 2.393 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um -5.597 TEUR (Vorjahr: 46.688 TEUR). Insgesamt verminderte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -50.842 TEUR (Vorjahr: 105.591 TEUR).

Erläuterungen zum Cashflow Statement Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 37.330 TEUR (Vorjahr: 48.651 TEUR) lag unter dem Vergleichswert der Vorperiode, welcher aufgrund des Zeitpunkts der Akquisition von Pipelife am 31.5.2012 positiv beeinflusst war. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 64.186 TEUR (Vorjahr: 226.048 TEUR) resultierte mit 63.644 TEUR (Vorjahr: 65.177 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 542 TEUR (Vorjahr: 160.871 TEUR) aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen).

Erläuterungen zur Konzernbilanz Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahrs getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 64.110 TEUR (Vorjahr: 79.269 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2012 um 60.596 TEUR auf 662.574 TEUR.

Am 11. April 2013 wurde die Emission einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 300.000 TEUR und einer Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen. Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,00 % verzinst. Die Begebung der Anleihe dient der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung des operativen Geschäfts und der Verbesserung der Liquiditätsposition.

Risikobericht Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten neun Monaten 2013 wurden als wesentliche Risiken weiterhin höhere Inputkosten und eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Für die drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde bereits eine Rückstellung per 31.12.2008 von 10.000 TEUR gebildet. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Folgende Unternehmen und Personen werden im Folgenden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.9.2013 auf 17.451 TEUR (Vorjahr: 15.530 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 6.587 TEUR (Vorjahr: 6.707 TEUR). Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Unternehmen, die unter der Kontrolle eines ehemaligen Mitglieds des Aufsichtsrats der Wienerberger AG stehen, betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 80 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR), Mietleistungen von 1.666 TEUR (Vorjahr: 1.556 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.934 TEUR (Vorjahr: 2.846 TEUR).

Verzicht auf prüferische Durchsicht Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 13. November 2013

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Finanzterminplan

13. November 2013 Ergebnisse zum 3. Quartal 2013
28. Jänner 2014 Beginn der Quiet Period
27. Februar 2014 Ergebnisse 2013: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
28. Februar 2014 Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2013 in London
28. März 2014 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 auf der
Wienerberger Website
17. April 2014 Beginn der Quiet Period
09. Mai 2014 Ergebnisse zum 1. Quartal 2014
16. Mai 2014 145. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
20. Mai 2014 Ex-Tag für Dividende 2013
22. Mai 2014 Zahltag für Dividende 2013
27. Juni 2014 Nachhaltigkeits-Update 2013
22. Juli 2014 Beginn der Quiet Period
19. August 2014 Halbjahresabschluss 2014: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
20. August 2014 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2014 in London
September 2014 Capital Markets Day 2014
21. Oktober 2014 Beginn der Quiet Period
12. November 2014 Ergebnisse zum 3. Quartal 2014

Informationen zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Klaus Ofner
Aktionärstelefon +43 1 601 92 10221
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2012: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 3. Quartal 2013 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach, sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 215 Werken in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Wienerberger Märkte in Europa

Wienerberger in Indien

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