Quarterly Report • Nov 14, 2013
Quarterly Report
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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
| Q1-3/2013 | Q1-3/2012 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 470,3 | 457,5 | 2,8 |
| davon Airport1 | 250,7 | 236,9 | 5,8 |
| davon Handling1 | 115,0 | 117,7 | -2,3 |
| davon Retail & Properties1 | 91,6 | 90,8 | 0,9 |
| davon Sonstige Segmente1 | 12,9 | 12,1 | 7,1 |
| EBITDA | 191,5 | 174,6 | 9,7 |
| EBITDA-Marge (in %)2 | 40,7 | 38,2 | - |
| EBIT | 94,4 | 102,8 | -8,2 |
| EBIT-Marge (in %)3 | 20,1 | 22,5 | - |
| ROCE (in %)4 | 4,3 | 4,6 | - |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 64,3 | 71,7 | -10,3 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 171,3 | 139,1 | 23,2 |
| Investitionen5 | 55,2 | 56,5 | -2,4 |
| Ertragsteuern | 19,2 | 22,0 | -12,6 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt6 | 4.404 | 4.501 | -2,1 |
| 30.9.2013 | 31.12.2012 | Veränd. in % | |
| Eigenkapital | 894,1 | 851,6 | 5,0 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 45,3 | 41,3 | - |
| Nettoverschuldung | 639,0 | 719,6 | -11,2 |
| Bilanzsumme | 1.973,1 | 2.061,8 | -4,3 |
| Gearing (in %) | 71,5 | 84,5 | - |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.284 | 4.306 | -0,5 |
| Q1-3/2013 | Q1-3/2012 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 16,7 | 16,9 | -1,1 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 5,2 | 5,4 | -3,7 |
| Flugbewegungen | 175.341 | 185.888 | -5,7 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)7 | 6,0 | 6,2 | -3,4 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 186.033 | 189.074 | -1,6 |
| Sitzladefaktor (in %)8 | 75,2 | 73,1 | - |
| Marktkapitalisierung (per 30.9.2013; in € Mio.) | 1.051,1 |
|---|---|
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 23.9.2013) | 50,88 |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 11.1.2013) | 41,00 |
| Börsenkurs: Wert per 30.9.2013 (in €) | 50,05 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2012 (in €) | 42,99 |
| Verkehrsergebnis 2013 | 22. Jänner 2014 |
|---|---|
| Vorläufiges Jahresergebnis 2013 | 25. Februar 2014 |
| 26. Hauptversammlung | 5. Mai 2014 |
| 1. Quartal 2014 | 20. Mai 2014 |
| Halbjahresergebnis 2014 | 19. August 2014 |
| 1. - 3. Quartal 2014 | 18. November 2014 |
| Wien |
|---|
| Frankfurt (Xetra) |
| London (SEAQ International) |
| New York (ADR) |
Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 091180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
Erläuterungen: 1) angepasst 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse. 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse. 4) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed. 5) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre. 6) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer. 7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität.
Ein herausforderndes Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Extreme Schneefälle im Winter, Rekordhitze im Sommer, Streiks an deutschen Flughäfen und Kapazitätsreduktionen der Airlines haben besondere Anstrengungen notwendig gemacht, um das Erreichen unserer gesteckten Ziele sicherzustellen. Dank Kostendisziplin und Produktivitätssteigerungen können wir uns aber über ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr freuen und die Guidance für EBITDA (größer € 230 Mio.) und Nettoergebnis (größer € 65 Mio.) bestätigen. Die Nettoverschuldung (Guidance: unter € 680 Mio.) wird aus heutiger Sicht mit weniger als € 640 Mio. wesentlich geringer ausfallen, als prognostiziert. Der Umsatz wird im Vorjahresvergleich steigen, aber wie bereits angekündigt aufgrund des erwarteten leichten Passagierrückgangs geringfügig unter den ursprünglich angepeilten € 625 Mio. liegen.
Unser Unternehmen verzeichnete in Q1-3/2013 im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Passagierrückgang von 1,1 % auf 16.738.211 Passagiere. Dieses Minus ist auf den Transferbereich zurückzuführen, der mit 5.232.826 Reisenden einen Rückgang von 3,7 % verbuchte, während bei den Lokalpassagieren ein leichtes Plus von 0,2 % auf 11.486.315 erzielt werden konnte. Signifikante Zuwächse verzeichneten die US-Destinationen (plus 12,5 %). Hier wirkt sich die neue Langstrecke der AUA nach Chicago positiv aus. Deutlich weniger Reisende wurden auf Destinationen in den Fernen Osten abgefertigt (minus 9,3 %), nicht zuletzt eine Folge der massiven Yen-Abwertung.
Einen Rückgang gab es wie erwartet auch bei den Flugbewegungen. Die Zahl der Starts und Landungen verringerte sich in Q1-3/2013 gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % auf 175.341. Dieses im Vergleich zu den Passagierzahlen überproportionale Minus ist auf den Einsatz größerer Luftfahrzeuge sowie auf eine bessere Auslastung bei den meisten Airlines zurückzuführen. Die Erwartungen für die Passagierzahlen gegenüber 2012 liegen nun eher bei minus ein Prozent oder geringfügig besser, die Bewegungen werden sich wie prognostiziert um vier bis sechs Prozent verringern.
Eine positive Tendenz zeigte in den vergangenen Monaten der Frachtbereich. Zwar ist das Volumen in Q1-3/2013 im Vergleich zum Vorjahr mit 186.033 Tonnen noch um 1,6 % geringer ausgefallen, doch seit Juni steigt die Aktivität im Cargo-Geschäft stetig an, und im Oktober wurde sogar ein zweistelliges Plus verbucht.
Trotz des Minus bei Passagieren, Flugbewegungen und Fracht konnte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) ihren Umsatz in Q1-3/2013 um 2,8 % auf € 470,3 Mio. steigern. Haupttreiber dieser Entwicklung waren Mehreinnahmen aus der Enteisung von Luftfahrzeugen, höhere Erträge aus Retail & Properties sowie die Anpassung des Sicherheitsentgelts. Das EBITDA lag trotz der höheren Betriebskosten für den Check-in 3 – er ging ja erst im Juni 2012 in Betrieb – mit € 191,5 Mio. um deutliche 9,7 % über dem Vorjahresniveau (Q1-3/2012: € 174,6 Mio.).
Die planmäßige Abschreibung für den Check-in 3, die mit der Terminal-Eröffnung im Juni 2012 begonnen hat, sorgte für einen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen in Q1-3/2013 gegenüber dem Vorjahr um € 25,2 Mio. auf € 92,0 Mio. (plus 37,8 %). Demgegenüber hat sich das EBIT um lediglich 8,2 % auf € 94,4 Mio. reduziert (Q1-3/2012: € 102,8 Mio.). Zwei Drittel der höheren planmäßigen Abschreibungen konnten also durch Effizienzgewinne und Zusatzerträge kompensiert werden.
Auch das Konzernergebnis entwickelt sich im Rahmen unserer Erwartungen. Es verringerte sich auf € 64,3 Mio. (minus 10,9 %; Q1-3/2012: € 72,2 Mio.). Damit konnte bereits zum dritten Quartal das angepeilte Jahresergebnis von € 65 Mio. weitestgehend erreicht werden. Hier schlägt sich zusätzlich zu den Abschreibungen noch eine höhere Zinsbelastung für den neuen Terminal nieder. Bis zum Ende des Q1/2012 wurden diese Aufwendungen noch als Bauzeitzinsen aktiviert.
Besonders erfreulich ist die rasche Reduktion der Nettoverschuldung der FWAG, deren Bilanzstruktur sich dadurch signifikant verbessert hat. Im Jahresabstand (Stichtag 30. 9. 2013) konnte die Nettoverschuldung um fast 90 Millionen Euro von € 728,2 Mio. auf € 639,0 Mio. gesenkt werden. Die Eigenkapitalquote hat sich in diesem Zeitraum von 41,7 % auf 45,3 % erhöht.
Auch auf der operativen Seite kommt die FWAG ordentlich voran. So wurden heuer (Stand Ende Oktober) bereits 30 neue Shops und Lokale eröffnet, und der Leerstand hat sich weiter auf fünf Prozent verringert.
Mit den Grooving-Arbeiten an der Piste 16/34 im Oktober konnte die Sanierung dieser Landebahn – das größte Investmentprojekt des heurigen Jahres - im Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen werden. Insgesamt werden die Investitionen heuer mit rund 80 Millionen Euro etwas niedriger ausfallen als geplant, was das Finanzergebnis und die Abschreibungen entlastet.
Abschließend wollen wir Sie noch auf eine Verbesserung in unserer Finanzberichterstattung hinweisen: Um mehr Transparenz zu bieten, stellen wir die Segmentergebnisse in geänderter Form dar. Die betriebsallgemeinen Kosten werden nun nach einem sachgerechten Schlüssel den einzelnen Geschäftsbereichen zugewiesen. Die entsprechende Überleitung sowie Erklärungen dazu finden Sie ab Seite 16 bzw. Seite 28.
Wir danken unseren Aktionären und Kunden sehr herzlich für ihr Vertrauen, ebenso wie allen unseren Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihre hohe Professionalität.
Schwechat, am 4. November 2013
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
In den ersten neun Monaten 2013 frequentierten insgesamt 16.738.211 Passagiere den Flughafen Wien, um 1,1 % weniger als in 2012. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Transferpassagieren, die mit 5.232.826 Passagieren um 3,7 % unter dem Vorjahresniveau lagen, zurückzuführen. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm hingegen auf 11.486.315 (plus 0,2 %) zu.
In den ersten neun Monaten waren die Kapazitätsreduktionen der Airlines deutlich spürbar: Austrian Airlines reduzierte ihre Flotte im Zuge der Flottenharmonisierung um bis zu fünf Mittelstreckenflugzeuge. Darüber hinaus konnten wegen der Neuausstattung der Kabinen bis zu zwei Langstreckenflugzeuge weniger eingesetzt werden. Auch das Passagieraufkommen des zweiten Home Carrier NIKI lag deutlich unter dem Vorjahr, da sich dessen Fokus durch eine strategische Neuausrichtung von Osteuropa-Destinationen hin zu Urlaubsdestinationen im Sommer verschoben hat. Die politischen Unruhen in Ägypten führten gerade in der Haupturlaubssaison zu Einschränkungen im dortigen Tourismus. Für die Gesamtentwicklung sind auch die Basiseffekte aus dem ersten Quartal zu beachten – harter Winter mit ungewöhnlich hohen Schneemengen sowie streikbedingte Flugannullierungen wirkten sich negativ auf die Passagierzahlen aus.
Während die Anzahl der abfliegenden Passagiere (Linie und Charter) nach Osteuropa im Vergleich um 2,4 % abnahm, flogen um 0,3 % mehr Passagiere nach Westeuropa. Frequenzreduktionen, Einstellung von Destinationen, politische Unruhen und die Neuausstattungen der AUA-Langstreckenflugzeuge führten zu Passagierrückgängen bei Destinationen in den Fernen Osten (minus 9,3 %), in den Nahen und Mittleren Osten (minus 5,1 %) sowie nach Afrika (minus 10,6 %). Durch die Neuaufnahme der Langstreckendestination Chicago flogen um 2,2 % mehr Passagiere nach Nordamerika. Der Sitzladefaktor verbesserte sich weiterhin auf 75,2 % nach 73,1 % in den ersten neun Monaten 2012.
Die genannten Einflüsse schlagen sich auch in den Zahlen der Fluglinien nieder. So beförderte die Austrian Airlines Group in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % weniger Passagiere; ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen lag bei konstanten 49,0 %. Auch die Gesamtpassagierzahlen von NIKI und airberlin sanken in der Berichtsperiode 2013 um 7,3 % bzw. 4,4 %. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien lag bei 11,7 % bzw. 6,0 %.
Bei den Flugbewegungen gab es ebenfalls einen Rückgang – sie sanken um 5,7 % auf 175.341 Bewegungen. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) gab um 3,4 % auf 6,0 Mio. Tonnen nach. Durch die positive Entwicklung des Frachtvolumens (Luftfracht und Trucking) seit Jahresmitte, liegt Cargo kumuliert nur noch 1,6 % hinter den Vorjahresvergleichswerten von 2012.
Hervorzuheben ist die positive Entwicklung unserer Malta-Beteiligung. Malta Airport verzeichnete im Berichtszeitraum bei der Passagierentwicklung ein deutliches Plus von über 260.000 bzw. 9,0 % auf rund 3.160.000 Passagiere. Die Bewegungen stiegen auf nahezu 24.000 Bewegungen (plus 7,5 %). Das MTOW nahm um 7,6% auf 2,0 Mio. Tonnen zu.
Trotz des Verkehrsrückgangs stieg der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) in den ersten neun Monaten um 2,8 % auf € 470,3 Mio. Neben dem angepassten Sicherheitsentgelt wirkten höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung), sowie Zuwächse in der Werbeflächenvermietung positiv. Rückgänge verzeichneten das Landeentgelt aufgrund geringerer Flugbewegungen und gesunkenem MTOW, sowie die Parkerträge aufgrund geringerer Auslastung.
Die externen Umsätze des Segments Airport stiegen in den ersten drei Quartalen 2013 um € 13,8 Mio. oder 5,8 % auf € 250,7 Mio. Einer der Gründe lag in der notwendigen Anpassung des Sicherheitsentgelts, die bereits im Juni des Vorjahres erfolgte. Im Segment Handling stiegen die Erlöse aus Einzelleistungen insbesondere durch die höhere Anzahl an Flugzeugenteisungen, während der Frachtumsatz trotz positiver Entwicklung in den Sommermonaten insgesamt unter dem Vorjahresniveau liegt. In Summe erzielte das Segment Handling Erlöse von € 115,0 Mio. Das Segment Retail & Properties erzielte ein Umsatzplus von 0,9 % auf € 91,6 Mio. Im Bereich Shopping & Gastro konnten die Umsätze durch die laufenden Eröffnungen von Outlets in den Terminals leicht um 0,8 % gesteigert werden. Im Vorjahresvergleich, bereinigt um die Auswirkungen der Insolvenz einer Bestandsnehmerin sowie anderer Sondereffekte, wurde ein Umsatzplus von 6,1 % erzielt. Dieser Effekt wurde durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung von Plaza und Arcade teilweise kompensiert. Das Segment Sonstige Segmente konnte vor allem durch den Verkauf von Sicherheitsequipment ein Umsatzplus in Höhe von 7,1 % auf € 12,9 Mio. erwirtschaften.
Um mehr Transparenz zu bieten, werden die Segmentergebnisse nun in geänderter Form dargestellt. Die betriebsallgemeinen Kosten des Verwaltungsbereichs werden nach einem sachgerechten Schlüssel den einzelnen Geschäftsbereichen zugewiesen. Die entsprechende Überleitung sowie Erklärungen dazu finden Sie ab Seite 28.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 16,5 Mio. um 10,7 % unter dem Vorjahreszeitraum. Einerseits führte geringere Bautätigkeit zu niedrigeren aktivierten Eigenleistungen (minus € 2,5 Mio.). Zum anderen führten im Vorjahr Erträge aus Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 (€ 2,5 Mio.) zu höheren sonstigen betrieblichen Erträgen. Dieses Jahr wurden in den ersten neun Monaten € 1,1 Mio. aus Schadenersatzleistungen gebucht.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen bedingt vor allem durch den höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln zu Beginn des Jahres um € 4,5 Mio. Während Aufwendungen für Instandhaltungsmaterial und Ersatzteile planmäßig stiegen, konnten die Energieaufwendungen trotz Vollbetriebs des neuen Terminals leicht um € 0,1 Mio. reduziert werden. Das Angebot von Sicherheitsequipment für Dritte führte zu höheren Umsatzerlösen bzw. zu einem höheren Wareneinsatz.
Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der Flughafen-Wien-Gruppe um 2,1 % auf 4.404 Mitarbeiter und die konsequente Kostendisziplin führten zu einem merklichen Rückgang der Personalkosten um € 4,5 Mio. (minus 2,4 %) - dies trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 und deutlich höherer Kosten des Winterdienstes in den ersten Monaten 2013.
Durch den klaren Fokus auf Kosteneinsparung konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,6 % auf € 75,3 Mio. reduziert werden. Zwar war das Vorjahresergebnis durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen, einige Schadensfälle und Buchwertabgänge belastet, jedoch konnten in der aktuellen Berichtsperiode weitere wesentliche Kostenblöcke reduziert werden. Insbesondere sanken Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 2,6 Mio.) sowie Marketing- & Marktkommunikationsaufwendungen (minus € 0,7 Mio.). Wartungs- und Instandhaltungskosten konnten trotz Verdoppelung der Terminalfläche um 5,1 % auf € 16,6 Mio. gesenkt werden. Der Abtransport der immensen Schneemengen zu Beginn des Jahres führte zu einer Steigerung der Transportkosten um € 1,2 Mio.
Trotz höherer Kostenbelastungen durch den Extremwinter und leicht rückläufiger Passagierzahlen konnte das EBITDA, durch die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Personalaufwands, um 9,7 % auf € 191,5 Mio. gesteigert werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 40,7 % (Q1-3/2012: 38,2 %).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde im Vorperiodenvergleich hauptsächlich durch die planmäßige Abschreibung des neuen Terminals Check-in 3 (neun Monate 2013 versus vier Monate in 2012) belastet und belief sich auf € 94,4 Mio. nach € 102,8 Mio. in 2012 (minus 8,2 %). Die EBIT-Marge reduzierte sich dementsprechend von 22,5 % auf 20,1 %.
Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU, Cash Generating Unit) Real Estate Cargo wurde ein Wertminderungstest durchgeführt. Aufgrund der verarbeiteten aktuellen Prognoserechnung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung kommt es zu einer Wertminderung einer Frachtimmobilie am Standort Flughafen Wien in Höhe von € 4,9 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Weiters wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Segment Airport in Höhe von € 0,2 Mio. erfasst.
Die Entwicklung des Finanzergebnisses von minus € 8,6 Mio. auf minus € 10,8 Mio. ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Zinsaufwendungen zurückzuführen. Der Effekt aus der Mehrbelastung in Höhe von € 5,8 Mio. durch den Wegfall der Aktivierung von Bauzeitzinsen, konnte durch die Reduktion der Verschuldung, das gesunkene Zinsniveau
und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen größtenteils kompensiert werden. Daher stiegen die Zinsaufwendungen in Summe nur auf € 19,8 Mio. (Q1-3/2012: € 18,0 Mio.). Die Zinserträge sanken im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um € 2,1 Mio. aufgrund geringerer Zahlungsmittelbestände, dem Verkauf von Wertpapieren, sowie wegen des gesunkenen Zinsniveaus. Höhere Dividenden der Beteiligungen steigerten die Beteiligungserträge um € 1,4 Mio. Auch die at-Equity-bilanzierten Unternehmen lieferten einen verbesserten Ergebnisbeitrag in Höhe von € 5,2 Mio. (Q1-3/2012: € 4,7 Mio.).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf € 83,6 Mio. nach € 94,2 Mio. in der Vergleichsperiode 2012. Nach Abzug der Steuerbelastung von € 19,2 Mio. (Q1-3/2012: € 22,0 Mio.) betrug das Periodenergebnis für die ersten neun Monate 2013 € 64,3 Mio. (Q1-3/2012: € 72,2 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von 10,9 %. Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn ist ebenfalls auf € 64,3 Mio. gesunken. Das Ergebnis je Aktie betrug € 3,06 nach € 3,42 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb unverändert.
Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im dritten Quartal 2013 trotz leicht rückläufiger Passagierzahlen um 1,0 % auf € 165,5 Mio. (Q3/2012: € 163,9 Mio.) gesteigert werden. Positiv wirkten die Passagierentgelte durch die Umstellung des Incentive-Schemas, höhere Werbeflächenerlöse und höhere Umsätze von Shopping und Gastro. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 2,6 Mio. unter dem Vorjahresquartal (Q3/2012: € 5,5 Mio.), da in Q3/2012 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie eine Pönale aufgrund nicht fristgerechter Flächenausbauten im Terminal erfasst wurden.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen konnten trotz verdoppelter Terminalbetriebsflächen auf € 8,4 Mio. reduziert werden (minus 11,9 %). Als Folge des Rückgangs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen reduzierte sich der Personalaufwand um € 4,9 Mio. auf € 59,8 Mio. Die allgemeinen Kosteneinsparungsprogramme sowie geringere Instandhaltungs- und Wartungskosten, Miet- und Pachtaufwendungen, sowie gesunkene Fremdleistungen und geringere Wertberichtigungen zu Forderungen bewirkten eine Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,8 % auf € 28,7 Mio. Dies ergibt einen Anstieg des EBITDA für das dritte Quartal 2013 um € 5,8 Mio. auf € 71,1 Mio.
Durch die Inbetriebnahme einiger Investitionsvorhaben im zweiten und dritten Quartal 2013, ergibt sich eine höhere Belastung des EBIT durch die gestiegenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 31,0 Mio. (Q3/2012: € 28,7 Mio.). Während im Vorjahresquartal außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 2,4 Mio. für ein Bürogebäude erfasst wurden, waren es in Q3/2013 € 5,1 Mio. für ein Frachtgebäude und sonstiges Sachanlagevermögen.
Dennoch liegt das EBIT mit € 35,0 Mio. aufgrund des wesentlich höheren EBITDA um € 0,8 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus € 3,7 Mio. auf minus € 3,1 Mio. Geringere Zahlungsmittelbestände und das allgemein niedrige Zinsniveau ergaben Zinserträge von € 0,4 Mio. (minus € 0,9 Mio. gegenüber Q3/2012), doch konnte der Zinsaufwand primär durch den Abbau von Finanzverbindlichkeiten und Refinanzierungen um € 1,2 Mio. auf € 6,6 Mio. reduziert werden. Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-bilanzierten Unternehmen verzeichneten ein Plus von 9,6 %.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt mit € 31,9 Mio. deutlich über dem Vorjahresquartalswert von € 30,5 Mio. Nach Abzug der Steuerbelastung für das dritte Quartal in Höhe von € 8,4 Mio. (Q3/2012: € 7,8 Mio.) ergibt sich ein Periodenergebnis für Q3/2013 von € 23,4 Mio. (Q3/2012: € 22,7 Mio.).
Die Finanzlage, sowie Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens verbesserten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 deutlich. Die Eigenkapitalquote konnte um 4,0 Prozentpunkte auf 45,3 % gesteigert werden, und die Nettoverschuldung ist mit € 639,0 Mio. deutlich geringer als zum Jahresende 2012 (€ 719,6 Mio.). Entsprechend verbesserte sich das Gearing von 84,5 % (31. Dezember 2012) auf nunmehr 71,5 %.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zu Q1-3/2012 um € 10,6 Mio. auf € 83,6 Mio. Dieser Reduktion steht jedoch ein Anstieg durch die Summe von Abschreibungen (inklusive Wertminderungen) und Zuschreibungen des Anlagevermögens um € 25,8 Mio. auf € 94,7 Mio. gegenüber – ein Effekt der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 und anderer Investitionsprojekte. Neben einem Forderungsabbau von € 5,4 Mio., stiegen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zusammen um € 1,0 Mio. Der höhere Enteisungsmittelverbrauch zu Beginn des Jahres führte zu einer Senkung der Vorräte um € 0,4 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 13,4 Mio. ergibt sich somit ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 171,3 Mio. nach € 139,1 Mio. in 2012.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 59,0 Mio. nach minus € 94,9 Mio. in den ersten neun Monaten 2012. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 69,4 Mio. (Q1-3/2012: € 100,1 Mio.). Durch den Abgang von Wertpapieren kam es zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.
Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) verbesserte sich daher im Vorperiodenvergleich um 154,0 % von € 44,2 Mio. auf € 112,3 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 144,9 Mio. (Q1-3/2012: minus € 107,4 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und die Auszahlung der Dividende im Mai 2013 zurückzuführen.
Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 32,6 Mio. Der Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. September 2013 beträgt € 7,8 Mio. (31. Dezember 2012: € 40,4 Mio.).
Das langfristige Vermögen ist seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 um € 39,8 Mio. auf € 1.871,9 Mio. gesunken. Den Zugängen in Höhe von € 55,2 Mio. (Q1-3/2012: € 56,5 Mio.) für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stehen Abschreibungen inkl. Wertminderungen in Höhe von € 97,1 Mio. (Q1-3/2012: € 71,8 Mio.) gegenüber. Die Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen entwickelten sich positiv und stiegen um € 2,5 Mio. auf € 97,2 Mio. Die Tilgungen von Ausleihungen führten zu einer Reduktion der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um € 0,2 Mio.
Die Verringerung des kurzfristigen Vermögens um € 48,9 Mio. auf € 101,2 Mio. ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Zahlungsmittel und –äquivalente durch die Tilgung von Finanzschulden zurückzuführen. Diese verringerten sich von € 40,4 Mio. zu Jahresende auf € 7,8 Mio. Neben dem Abbau der Vorräte um € 0,4 Mio. kam es durch die Tilgung einer Bankenanleihe zu einer Reduktion der bilanzierten Wertpapiere um € 9,7 Mio. auf € 20,0 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken aufgrund geringerer Finanzamtsverrechnungen und geringerer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8,3 % auf € 69,4 Mio. zum Stichtag 30. September 2013.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 aufgrund des Periodenergebnisses der ersten drei Quartale (€ 64,3 Mio.), der Dividendenausschüttung vom Mai 2013 (€ 22,1 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen durch den Wertpapierabgang, saldiert um 5,0 % auf € 894,1 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava, zum 30. September 2013 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH, welche rückwirkend mit 31. Dezember 2012 auf die Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. verschmolzen wurde. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte des Sachanlagevermögens infolge der planmäßigen Abschreibung des Check-in 3 auf 45,3 % nach 41,3 % zum Jahresende 2012.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 100,2 Mio. auf € 734,0 Mio. resultiert vorrangig aus Umbuchungen der Tilgungen für Finanzverbindlichkeiten des nächsten Jahres in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Während die langfristigen Rückstellungen im Wesentlichen durch die Dotationen für Personalrückstellungen um € 5,4 Mio. stiegen, konnten die übrigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um € 2,6 Mio. abgebaut werden. Die langfristigen latenten Steuern stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um € 5,7 Mio. auf € 29,0 Mio. primär aufgrund temporärer passiver Latenzen aus dem Anlagevermögen.
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich in Summe um € 31,0 Mio. auf € 344,9 Mio. Neben den kurzfristigen Rückstellungen, die um € 13,6 Mio. abnahmen, sank auch die Steuerrückstellung um € 0,6 Mio. auf € 8,6 Mio. Aufgrund der vereinbarten Fälligkeiten wurde zum Stichtag 30. September 2013 ein Teil der bis dato als langfristig ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten in die kurzfristigen Schulden umgegliedert. In den ersten drei Quartalen 2013 wurden Tilgungen des Darlehens im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) vorgenommen und Barvorlagen von € 20,0 Mio. auf € 16,8 Mio. reduziert. Um die Zinsbelastung zu minimieren, wurden in 2013 Umschuldungen auf günstiger verzinste Kredite vorgenommen. Die Lieferantenverbindlichkeiten
konnten um € 9,7 Mio. auf € 59,9 Mio. reduziert werden, da u.a. Rechnungen im Zusammenhang mit der Bautätigkeit am Flughafen Wien bezahlt wurden. Die übrigen Verbindlichkeiten stiegen u.a. aufgrund von erfassten Zinsabgrenzungen auf € 65,8 Mio.
Die Generalsanierung der Piste 16/34 hat mit € 23,4 Mio. den größten Anteil an den Gesamtinvestitionen in Höhe von € 55,3 Mio. (nach Rechnungskorrekturen, inkl. Finanzanlagen) in den ersten neun Monaten 2013. In 25 Nächten und an vier Wochenenden im April und Mai 2013 wurden über 220.000 m² Oberfläche saniert und über 80.000 Tonnen Asphalt ab- und neu aufgetragen. Jede Nacht waren mehr als 500 Personen und bis zu 480 Baumaschinen im Einsatz. Im Oktober 2013 wurden noch die letzten Grooving- und Markierungsarbeiten durchgeführt.
Weitere Investitionen in 2013 betrafen den Ausbau eines Speditionsgebäudes (€ 5,6 Mio.), diverse Adaptierungen in den Terminalgebäuden, Fahrzeugkäufe und Kosten für den Umweltfonds und das Lärmschutzprogramm.
Eine Herausforderung für den Flughafen Wien stellt der dem Europäischen Parlament zugeleitete Verordnungsentwurf zur weiteren Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste dar. Dieser sieht unter anderem eine Zulassung von zumindest drei Agents (derzeit zwei) im Ramp Handling sowie das Recht der Airlines, das Handling selbst durchzuführen ("Selbstabfertigung"), vor. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen und das Risiko, Marktanteile an Mitbewerber zu verlieren, steigen. Der von der Kommission vorgelegte Entwurf wurde zwar vom Europäischen Parlament in der Sitzung am 12. Dezember 2012 nicht angenommen, jedoch stimmte das Europaparlament am 16. April 2013 für den Vorschlag, an Flughäfen ab einem Passagieraufkommen von jährlich 15 Mio. oder einem Frachtaufkommen von über 200.000 Tonnen pro Jahr mindestens drei Unternehmen, die Bodendienstleistungen (Gepäck- und Frachtabfertigung, Vorfeld und Betankungsdienste) anbieten, zuzulassen. Die maximale Übergangsfrist wurde mit sechs Jahren, also bis Ende 2019, festgesetzt.
Nunmehr ist in einem Trilog durch Kommission, Parlament und Rat die weitere Vorgehensweise bzw. der definitive Inhalt des Gesetzgebungsaktes festzulegen. Die weiteren Entwicklungen werden seitens des Managements beobachtet und berücksichtigt.
Für die restlichen drei Monate des Geschäftsjahres 2013 betreffen wesentliche Risiken und Ungewissheiten die künftige Entwicklung der Wirtschaftslage im Allgemeinen und der Luftfahrtindustrie im Besonderen. Kapazitätskürzungen der Airlines und Streiks sowohl des Airline-Personals, als auch des Boden- bzw. Sicherheitspersonals anderer Flughäfen können nachteilige Effekte auf die weitere Umsatzentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe haben. Auch politische Einflussfaktoren wie militärische Konflikte oder natürliche Risiken wie etwa Pandemien könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage der FWAG auswirken. Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-Systems werden alle wesentlichen Geschäftsrisiken systematisch quantifiziert und erfasst sowie durch entsprechende Risikominderungspläne überwacht.
Im Zusammenhang mit dem Bau des Check-in 3 sind alle offenen, nicht anerkannten Honorarforderungen aus Anlass des Rücktritts von Verträgen mit Ausnahme eines Falles, positiv abgeschlossen worden. Darüber hinaus werden Schadenersatzansprüche gegen Auftragnehmer geprüft. Von den technischen Sachverständigen wurden mögliche Schadenersatzforderungen wegen ungerechtfertigter Kostenerhöhungen in Millionenhöhe festgestellt. Die FWAG erlangte bisher bereits Schadenswiedergutmachungen im Ausmaß von mehr als € 21 Mio., davon € 14,1 Mio. aus Versicherungsleistungen und Forderungsverzichten und € 7,6 Mio. aus der Rücküberweisung eines Auftragnehmers, und wird auch weiterhin die Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Auftragnehmer mit Nachdruck weiterverfolgen. In diesem Zusammenhang sind auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Gange.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer 3. Piste konnte in erster Instanz positiv abgeschlossen werden. Mit Bescheid vom 10. Juli 2012 wurde der FWAG die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb des Vorhabens "Parallelpiste 11R/29L" erteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schreibt 460 Auflagen zum Schutz der Bürger und Bürgerinnen sowie der Umwelt vor. Die Rechtsmittelfrist endete am 24. August 2012 und es gab von 28 Parteien Rechtsmittel gegen den Bescheid. Über diese Rechtsmittel wird der Umweltsenat als zweite Instanz entscheiden. Die Entscheidung wird aber voraussichtlich nicht mehr 2013 getroffen werden. In diesem Falle würde die Zuständigkeit, aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen, auf das neue Bundesverwaltungsgericht übergehen. Wann eine rechtskräftige Entscheidung vorliegen wird, lässt sich daher derzeit nicht vorhersagen.
Auf Basis der heute abschätzbaren Verkehrsentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Aufhebung des Bescheides durch den Umweltsenat bzw. der Nichtrealisierung des Projekts wären die aktivierten Kosten abzuschreiben.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere im Oktober stieg um 1,0 % auf 2.010.190 Passagiere im Vergleich zum Oktober 2012. Die Flugbewegungen sanken um 5,0 %, während das Höchstabfluggewicht (MTOW) ein leichtes Plus von 0,3 % verzeichnete. Cargo konnte mit 24.339 Tonnen den Oktober 2012 um 14,0 % übertreffen.
Für das Jahr 2013 rechnet die FWAG mit einer Passagierentwicklung am unteren Ende des angegebenen Korridors von minus 1 % bis plus 1 %. Der Grund für diese vorsichtige Prognose ist die Strategie vieler Airlines in Richtung eines geringeren Kapazitätswachstums mit dem Ziel höherer Sitzladefaktoren. Ein eventueller Rückgang der Passagierzahlen betrifft in erster Linie Transferpassagiere, die aufgrund des geltenden Incentiveschemas aber einen vergleichsweise geringeren Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten.
Auch der Rückgang bei den Bewegungen wird deutlicher ausfallen als ursprünglich erwartet. Die FWAG rechnet aktuell mit einem Minus von 4 % bis 6 %. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) wird ebenfalls leicht sinken.
Trotz der für das Gesamtjahr prognostizierten schwächeren Passagierentwicklung hält die FWAG an der Ergebnis-Guidance für das Geschäftsjahr 2013 fest. Demnach wird erwartet, dass das EBITDA über € 230 Mio. und der Periodenüberschuss über € 65 Mio. liegen werden. Der Umsatz wird wie angekündigt geringfügig unter € 625 Mio. liegen. Diese Einschätzung basiert auf den bereits eingeleiteten Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrsprognose.
Für das Jahr 2013 gehen wir nunmehr von gegenüber dem ursprünglichen Plan verringerten Gesamtinvestitionen in Höhe von rund € 80 Mio. aus.
Schwechat, 4. November 2013
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
| Segmente in € Mio. | Q1-3/2013 | Q1-3/20121 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Airport | |||
| Externe Umsätze | 250,7 | 236,9 | 5,8 |
| EBITDA | 98,7 | 98,4 | 0,3 |
| EBIT | 31,7 | 53,5 | -40,8 |
| Handling | |||
| Externe Umsätze | 115,0 | 117,7 | -2,3 |
| EBITDA | 18,8 | 12,3 | 52,4 |
| EBIT | 14,7 | 7,9 | 85,4 |
| Retail & Properties | |||
| Externe Umsätze | 91,6 | 90,8 | 0,9 |
| EBITDA | 55,9 | 52,7 | 6,0 |
| EBIT | 39,9 | 39,8 | 0,3 |
| Sonstige Segmente | |||
| Externe Umsätze | 12,9 | 12,1 | 7,1 |
| EBITDA | 18,3 | 11,1 | 63,8 |
| EBIT | 8,2 | 1,6 | n.a. |
1) angepasst
Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden folgende Änderungen in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 vorgenommen:
Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.
Im Segment Airport wurde vor allem infolge der notwendigen Anpassung des Sicherheitsentgelts im Juni des Vorjahres ein Umsatzplus erzielt. Ebenfalls positiv wirkte die Umstellung des Incentive-Schemas auf die Erlössituation. Diese positiven Entwicklungen wurden zum Teil durch geringere Einnahmen aufgrund schwächerer Verkehrszahlen, insbesondere durch den Rückgang der Flugbewegungen und des MTOW beim Landeentgelt gedämpft. Höhere Aufwendungen durch den harten Winter und durch die Verdoppelung der Terminalfläche konnten großteils durch die hohe Kostendisziplin, insbesondere bei Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen sowie Miet- und Pachtaufwendungen, kompensiert werden. Dadurch konnte das Segment-EBITDA sogar leicht verbessert werden. Das EBIT wurde im Vorjahresvergleich stark durch die planmäßigen Abschreibungen des neuen Terminals Check-in 3 (9 Monate versus 4 Monate) belastet.
Die Umsätze des Segment Handling waren trotz der Trendwende der Frachtumsätze seit Sommer, auch weiterhin durch die reduzierten Verkehrsabfertigungsleistungen infolge schwächerer Verkehrszahlen belastet. Dies konnte jedoch durch höhere Enteisungsleistungen teilweise kompensiert werden. Das Aufwandsniveau konnte ebenfalls – trotz höherer Materialaufwendungen insbesondere für Enteisungsmittel – durch das Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramm unter dem Vorjahr gehalten werden. Sowohl das EBITDA wie auch das EBIT des Segments Handling konnten im Berichtszeitraum gesteigert werden.
Die positive Entwicklung des Segments Retail & Properties setzte sich auch in 2013 fort. Während zwar eine geringere Auslastung zu gesunkenen Parkerträgen führte, konnte der Vermietungsbereich (Immobilien und Werbeflächen) ein deutliches Plus erwirtschaften. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie konnten nach einem langsameren Anlaufen in der ersten Jahreshälfte in Summe nun auch ein leichtes Plus verbuchen. Bereinigt man die Erlöse um die Umsätze einer insolventen Bestandsnehmerin und weitere Sondereffekte im Vorjahr, konnte sogar eine Umsatzsteigerung von über 6 % verbucht werden. Dieser Effekt wurde jedoch durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung im Altbestand teilweise kompensiert. Das Aufwandsniveau verringerte sich insbesondere durch die starke Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen infolge des Wegfalls von im Vorjahr notwendigen Forderungswertberichtigungen. Das EBITDA des Segments verzeichnete dadurch eine Steigerung gegenüber Q1-3/2012. Das EBIT des Segments wurde zum Teil durch außerplanmässige Abschreibungen infolge des Wertminderungsbedarfs einer Immobilie der Cash Generating Unit Real Estate Cargo belastet, in Summe konnte jedoch auch hier ein leichtes Plus erwirtschaftet werden.
Das Segment Sonstige Segmente konnte insbesondere aufgrund des Verkaufs von Sicherheitsequipment als Wiederverkäufer höhere externe Umsätze einerseits und andererseits höhere interne Umsätze durch höhere Verrechnungen von EDV-Dienstleistungen und Betriebskosten für den Terminalbetrieb als in der Vergleichsperiode verbuchen. Das Aufwandsniveau konnte unter Berücksichtigung einer im Vorjahr vorgenommenen Auflösung einer Wertberichtigung von sonstigen Forderungen beinahe konstant gehalten werden. Insgesamt konnten durch die verbesserten Umsätze sowohl EBITDA als auch EBIT gesteigert werden.
Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 28.
Um eine nachvollziehbare Überleitung von der bisherigen Darstellungsweise auf die neue Segmentberichterstattung zu ermöglichen, wird im Abschluss dieses Kapitels die pro-forma Ergebnisdarstellung der Segmente vor der Umstellung der Segmentberichterstattung abgebildet. Bitte beachten Sie, dass in dieser Darstellung die Verwaltungsaufwendungen nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet wurden. Aufgrund der laufenden Aktualisierung und Anpassung auf die aktuellen Leistungsbeziehungen zwischen den operativen Geschäftsbereichen und den Verwaltungsbereichen, lässt sich naturgemäß kein absoluter bzw. konstanter Schlüssel pro Segment für eine einheitliche Umrechnung bzw. Adaptierung der bisherigen Perioden festlegen. Allgemein betrachtet kann man allerdings für den allgemeinen Verwaltungsbereich einen groben und aggregierten Umlageschlüssel der einzelnen Segmente wie folgt unterstellen:
| pro-forma Segmente vor Umlage umstellung in € Mio. |
Q1-3/2013 | Q1-3/20121 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Airport | |||
| Externe Umsätze | 250,7 | 236,8 | 5,9 |
| EBITDA | 108,2 | 107,9 | 0,3 |
| EBIT | 41,3 | 63,1 | -34,6 |
| Handling | |||
| Externe Umsätze | 115,0 | 117,7 | -2,3 |
| EBITDA | 23,1 | 16,2 | 42,8 |
| EBIT | 19,1 | 11,8 | 61,1 |
| Retail & Properties | |||
| Externe Umsätze | 91,6 | 90,8 | 0,9 |
| EBITDA | 58,5 | 55,4 | 5,5 |
| EBIT | 42,5 | 42,5 | 0,0 |
| Sonstige Segmente | |||
| Externe Umsätze | 12,9 | 12,1 | 7,2 |
| EBITDA | 21,3 | 13,7 | 55,7 |
| EBIT | 11,3 | 4,2 | n.a. |
1) angepasst
Verkürzter Konzernz w i s c h e n a b s c h l u s s z u m 30. September 2013
| in T€ | Q1-3/2013 | Q1-3/2012 | Veränd. in % |
Q3/2013 | Q3/2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 470.309,9 | 457.495,8 | 2,8 | 165.481,8 | 163.913,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16.513,8 | 18.494,3 | -10,7 | 2.603,7 | 5.513,1 |
| Betriebsleistung | 486.823,7 | 475.990,1 | 2,3 | 168.085,5 | 169.427,0 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen |
-34.654,9 | -30.150,9 | 14,9 | -8.387,6 | -9.520,7 |
| Personalaufwand | -185.352,1 -189.829,2 | -2,4 | -59.842,1 | -64.734,7 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -75.267,2 | -81.419,6 | -7,6 | -28.744,8 | -29.881,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
191.549,5 | 174.590,3 | 9,7 | 71.110,9 | 65.290,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | -92.019,7 | -66.798,7 | 37,8 | -31.012,8 | -28.707,5 |
| Wertminderungen | -5.116,0 | -4.959,3 | 3,2 | -5.116,0 | -2.411,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
94.413,9 | 102.832,3 | -8,2 | 34.982,2 | 34.171,6 |
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
2.338,0 | 932,3 | 150,8 | 0,0 | 0,0 |
| Zinsertrag | 1.436,7 | 3.537,1 | -59,4 | 356,6 | 1.243,9 |
| Zinsaufwand | -19.792,0 | -17.993,8 | 10,0 | -6.558,4 | -7.717,7 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0,0 | 133,6 | -100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
-16.017,3 | -13.390,8 | 19,6 | -6.201,9 | -6.473,8 |
| Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen |
5.179,1 | 4.741,7 | 9,2 | 3.077,5 | 2.807,6 |
| Finanzergebnis | -10.838,2 | -8.649,2 | 25,3 | -3.124,4 | -3.666,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 83.575,6 | 94.183,2 | -11,3 | 31.857,8 | 30.505,4 |
| Ertragsteuern | -19.238,7 | -22.003,0 | -12,6 | -8.426,8 | -7.829,3 |
| Periodenergebnis | 64.336,9 | 72.180,1 | -10,9 | 23.430,9 | 22.676,1 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 64.340,9 | 71.739,6 | -10,3 | 23.432,2 | 22.677,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | -4,0 | 440,5 | n.a. | -1,3 | -1,1 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) |
3,06 | 3,42 | -10,5 | 1,12 | 1,08 |
| in T€ | Q1-3/2013 | Q1-3/2012 | Veränd. in % |
Q3/2013 | Q3/2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 64.336,9 | 72.180,1 | -10,9 | 23.430,9 | 22.676,1 |
| Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
348,0 | 249,8 | 39,3 | 0,0 | 248,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| davon erfolgsneutrale Veränderung |
0,0 | 272,0 | -100,0 | 0,0 | 248,0 |
| davon realisierte Gewinne (-) / Verluste (+) |
348,0 | -22,2 | n.a. | 0,0 | 0,0 |
| Cash-Flow Hedge | 0,0 | 190,1 | -100,0 | 0,0 | 76,9 |
| darauf entfallende latente Steuern | -87,0 | -110,0 | -20,9 | 0,0 | -81,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 261,0 | 329,9 | -20,9 | 0,0 | 243,7 |
| Gesamtergebnis | 64.597,9 | 72.510,0 | -10,9 | 23.430,9 | 22.919,8 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 64.601,9 | 72.069,5 | -10,4 | 23.432,2 | 22.920,9 |
|---|---|---|---|---|---|
| Nicht beherrschende Anteile | -4,0 | 440,5 | n.a. | -1,3 | -1,1 |
| in T€ | 30.9.2013 | 31.12.2012 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 14.081,2 | 16.177,0 | -13,0 |
| Sachanlagen | 1.639.392,8 | 1.677.534,4 | -2,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 116.975,3 | 118.863,6 | -1,6 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 97.174,6 | 94.718,9 | 2,6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4.252,9 | 4.419,4 | -3,8 |
| 1.871.876,9 | 1.911.713,2 | -2,1 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 3.985,0 | 4.356,0 | -8,5 |
| Wertpapiere | 20.000,0 | 29.652,0 | -32,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 69.382,1 | 75.643,2 | -8,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.823,2 | 40.439,0 | -80,7 |
| 101.190,3 | 150.090,2 | -32,6 | |
| Summe Aktiva | 1.973.067,2 | 2.061.803,4 | -4,3 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -12.922,3 | -13.183,3 | -2,0 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 636.077,4 | 593.786,5 | 7,1 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 893.482,4 | 850.930,6 | 5,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 643,9 | 647,9 | -0,6 |
| 894.126,3 | 851.578,4 | 5,0 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 139.149,7 | 133.707,0 | 4,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 529.980,2 | 638.730,2 | -17,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 35.849,3 | 38.429,7 | -6,7 |
| Latente Steuern | 29.020,1 | 23.367,1 | 24,2 |
| 733.999,2 | 834.233,9 | -12,0 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 8.637,4 | 9.258,6 | -6,7 |
| Übrige Rückstellungen | 73.716,7 | 87.272,9 | -15,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | 136.866,6 | 151.006,5 | -9,4 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 59.928,1 | 69.583,7 | -13,9 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 65.792,9 | 58.869,3 | 11,8 |
| 344.941,7 | 375.991,0 | -8,3 | |
| Summe Passiva | 1.973.067,2 | 2.061.803,4 | -4,3 |
| in T€ | Q1-3/2013 | Q1-3/2012 | Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 171.327,7 | 139.103,3 | 23,2 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang (inkl. Finanzanlagen) | 518,6 | 5.247,6 | -90,1 |
| – | Auszahlungen für Anlagenzugang (inkl. Finanzanlagen) | -69.522,2 | -100.125,4 | -30,6 |
| + | Einzahlungen aus Abgang von Wertpapieren | 10.000,0 | 0,0 | n.a. |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -59.003,6 | -94.877,8 | -37,8 | |
| – | Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals | -22.050,0 | -21.000,0 | 5,0 |
| Veränderung der Finanzverbindlichkeiten | -122.889,8 | -86.444,9 | 42,2 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -144.939,8 | -107.444,9 | 34,9 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -32.615,8 | -63.219,4 | -48,4 | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 40.439,0 | 111.330,0 | -63,7 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.823,2 | 48.110,5 | -83,7 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Summe sonstige Rücklagen |
Einbe haltene Ergebnisse |
Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
| Stand zum 1.1.2012 |
152.670,0 | 117.657,3 | -2.010,5 | 542.896,7 | 811.213,5 | 210,4 | 811.423,9 |
| Marktwert bewertung von Wertpapieren |
187,3 | 187,3 | 187,3 | ||||
| Cash-Flow Hedge | 142,5 | 142,5 | 142,5 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 329,9 | 0,0 | 329,9 | 0,0 | 329,9 |
| Periodenergebnis | 71.739,6 | 71.739,6 | 440,5 | 72.180,1 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 329,9 | 71.739,6 | 72.069,5 | 440,5 | 72.510,0 |
| Dividenden ausschüttung |
-21.000,0 | -21.000,0 | -21.000,0 | ||||
| Stand zum 30.9.2012 |
152.670,0 | 117.657,3 | -1.680,6 | 593.636,3 | 862.283,0 | 650,9 | 862.934,0 |
| Stand zum 1.1.2013 |
152.670,0 | 117.657,3 | -13.183,3 | 593.786,5 | 850.930,5 | 647,9 | 851.578,4 |
| Marktwert bewertung von Wertpapieren |
261,0 | 261,0 | 261,0 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 261,0 | 0,0 | 261,0 | 0,0 | 261,0 |
| Periodenergebnis | 64.340,9 | 64.340,9 | -4,0 | 64.336,9 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 261,0 | 64.340,9 | 64.601,9 | -4,0 | 64.597,9 |
| Dividenden ausschüttung |
-22.050,0 | -22.050,0 | -22.050,0 | ||||
| Stand zum 30.9.2013 |
152.670,0 | 117.657,3 | -12.922,3 | 636.077,4 | 893.482,4 | 643,9 | 894.126,3 |
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. September 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2012. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2013 neu anzuwendenden Standards verweisen wir auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt. Folgende neu anzuwendende Standards führten im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 zu Änderungen:
Gemäß dem geänderten Standard IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) muss das Unternehmen die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten nach zwei Kategorien gruppieren: nämlich a) Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden; und b) Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind ("Recycling"). Falls die Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern dargestellt werden, muss auch der dazugehörige Steuerbetrag getrennt ausgewiesen werden.
Die Anwendung des IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) führt zu erweiterten Anhangsangaben, auch in den Zwischenabschlüssen. Die Änderungen von IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) haben keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Berücksichtigung anderer, neu anzuwendender Standards resultierte in keinen materiellen Änderungen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, Periodenergebnisse, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden folgende Änderungen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 vorgenommen:
Um den Umstand zu berücksichtigen, dass bei der Steuerung der Geschäftssegmente anhand der Ergebnisse des Segments auch Overhead-Kosten anteilig umgelegt werden, werden nunmehr bisher nicht zugeordnete Kosten des Verwaltungsbereichs den berichteten Segmenten zugeordnet.
Die Kosten der bisher nicht zugeordneten Verwaltung wurden genau analysiert und werden nunmehr gemäß dem Leistungsspektrum dieser Abteilungen mittels sachgerecht ermittelter Schlüssel (z.B. Mengengerüste, monetäre Schlüssel, etc.) auf die vier berichteten Segmente Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente verteilt. Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Zuordnungsschlüssel gewährleistet die Abbildung der aktuellen Leistungsbeziehungen zwischen den operativen Geschäftsbereichen und den Verwaltungsbereichen.
Durch die Zuteilung der Aufwendungen und Erträge des Verwaltungsbereichs entfällt nunmehr die Überleitung der berichteten Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT. Gleiches gilt für immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen der Zentralbereiche. Jene Vermögensgegenstände, die nicht von den einzelnen Geschäftsbereichen, sondern auf zentraler Ebene überwacht und berichtet werden, werden weiterhin als "Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen" ausgewiesen. Diese Werte beinhalten: sonstige Finanzanlagen, Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens, Forderungen an das Finanzamt, sonstige Forderungen und Vermögenswerte, Abgrenzungsposten und Zahlungsmittel und –äquivalente.
Die entsprechenden Posten und Angaben der Segmentinformationen für frühere Perioden wurden angepasst.
| Q1-3/2013 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 250.741,4 | 115.016,6 | 91.612,2 | 12.939,7 | 470.309,9 |
| Interne Segmentumsätze | 25.260,3 | 53.713,9 | 12.990,0 | 73.971,4 | |
| Segmentumsätze | 276.001,7 | 168.730,5 | 104.602,2 | 86.911,0 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 31.661,5 | 14.710,9 | 39.862,8 | 8.178,6 | 94.413,9 |
| Q1-3/20121 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 236.897,4 | 117.712,1 | 90.803,0 | 12.083,2 | 457.495,8 |
| Interne Segmentumsätze | 30.340,4 | 51.876,1 | 13.920,2 | 65.348,2 | |
| Segmentumsätze | 267.237,8 | 169.588,2 | 104.723,2 | 77.431,5 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 53.521,4 | 7.932,9 | 39.758,3 | 1.619,7 | 102.832,3 |
1) angepasst
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2013 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: | + 1,56 % |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside: | + 0,72 % |
| Infrastrukturentgelt Betankung: | + 1,14 % |
Das PRM-Entgelt bleibt mit € 0,34/abfliegender Passagier unverändert. Das Sicherheitsentgelt bleibt mit € 7,70/abfliegender Passagier ebenfalls unverändert.
In der General Aviation/Business Aviation wurde das Landeentgelt für Flugzeuge mit bis zu 4 Tonnen MTOW auf eine Flatrate von € 112,37 pro Landung angehoben. Im Gegenzug wurde das Landeentgelt für Flugzeuge von 4 Tonnen bis 25 Tonnen MTOW um ca. 0,5 % gesenkt. Des Weiteren wurde das Fluggastentgelt in der General Aviation/Business Aviation auf € 16,80 angehoben und damit dem Fluggastentgelt für den Hauptterminal gleich gesetzt. Im Gegenzug wurde das Fluggastentgelt für alle Passagiere am Flughafen Wien um € 0,01/abfliegender Passagier gesenkt.
In den ersten neun Monaten konnte das Segment Airport Umsätze in Höhe von € 250,7 Mio. (Q1-3/2012: € 236,9 Mio.) erzielen. Neben höherer Erlöse aus der notwendigen Anpassung des Sicherheitsentgelts (plus € 6,0 Mio.), stiegen auch die Fluggastentgelte (inkl. PRM) auf € 109,9 Mio. (Q1-3/2012: € 103,5 Mio.) durch die Umstellung des Incentive Schemas. Der Rückgang der Flugbewegungen und des Höchstabfluggewichtes MTOW führte zu einer Reduktion der Erlöse aus dem Landeentgelt um € 1,5 Mio. auf € 42,3 Mio.
Der Materialaufwand im Segment Airport ist durch die starken Schneefälle zu Beginn des Jahres und den damit verbundenen Enteisungsmittelverbrauch, sowie durch den gestiegenen Materialverbrauch des Terminalbetriebs überproportional um € 2,5 Mio. auf € 5,3 Mio. angestiegen. Auch im Personalaufwand schlägt sich der Winter sehr deutlich nieder, da durch den Winterdiensteinsatz zusätzliche Kosten und Überstunden angefallen sind. Die Aufwendungen für Personal stiegen bei einem durchschnittlichen Personalstand von 498 Mitarbeiter (Q1-3/2012: 495 Mitarbeiter) um € 1,1 Mio. und beliefen sich in den ersten neun Monaten 2013 auf € 30,1 Mio.
Auch im dritten Quartal wurden die Kosteneinsparungsprogramme weiterhin verfolgt, was insgesamt für die ersten neun Monate zu einer deutlichen Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 3,5 Mio. auf € 39,7 Mio. führte. Trotz der Verdoppelung der Terminalflächen konnten die Kosten für Wartungen und Instandsetzungen um € 0,9 Mio. reduziert werden. Hingegen stiegen die Transportkosten für den Abtransport der Schneemengen des harten Winters um € 1,0 Mio. Im Gegenzug konnte die Belastung des Segmentergebnisses durch eine Reduktion von Marketing- und Marktkommunikationsaufwendungen (minus 4,9 %) und Miet- und Pachtaufwendungen (minus 83,5 %) durch die Übernahme von Equipment in das Eigentum der Flughafen-Wien-Gruppe deutlich reduziert werden.
Nach Berücksichtigung der internen Betriebsaufwendungen in Höhe von € 107,5 Mio. (Q1-3/2012: € 100,4 Mio.), die auch gestiegene Terminal-Betriebskosten beinhalten, ergibt sich in den ersten neun Monaten 2013 ein Segment-EBITDA von € 98,7 Mio. (Q1-3/2012: € 98,4 Mio.), und eine EBITDA-Marge von 35,7 % (Q1-3/2012: 36,8 %).
Der Anstieg der Abschreibungen um 49,3 % auf € 67,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 im Juni des Vorjahres zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport beläuft sich durch die wesentliche Erhöhung der Abschreibungen und der Basiseffekte durch den strengen Winter demnach auf € 31,7 Mio. nach € 53,5 Mio. in der Vergleichsperiode 2012. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 11,5 % (Q1-3/2012: 20,0 %).
Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) seit 2013 auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden.
Das Segment Handling erzielte in den ersten neun Monaten 2013 um 2,3 % geringere externe Umsatzerlöse (€ 115,0 Mio.) als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während die externen Erlöse des Bereichs VIE-Handling aus der Vorfeldabfertigung durch die höheren Enteisungsleistungen um 3,0 % auf € 80,1 Mio. stiegen, sank der Frachtumsatz trotz positiver Entwicklung in den Sommermonaten um € 3,5 Mio. auf € 19,8 Mio. Die Verkehrsabfertigungsleistungen reduzierten sich in den ersten neun Monaten 2013 um € 1,3 Mio. auf € 6,1 Mio., resultierend aus geringeren Flugbewegungen.
Die externen Umsätze aus Sicherheitsleistungen der Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Ges.m.b.H (VIAS) blieben mit € 2,6 Mio. konstant.
Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers konnte externe Erlöse in Höhe von € 6,4 Mio. erzielen (Q1-3/2012: € 6,6 Mio.).
Den höheren Enteisungserlösen steht ein höherer Verbrauch an Enteisungsmitteln gegenüber. Der Materialverbrauch stieg entsprechend um € 2,0 Mio. auf € 8,7 Mio. Der
Personalaufwand reduzierte sich bedingt durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 3.302 auf 3.198 Mitarbeiter, Einmaleffekte aus Rückstellungsbewegungen und Produktivitätssteigerungen um 4,8 % auf € 116,7 Mio. Auch im Segment Handling konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,3 % auf € 3,2 Mio. reduziert werden (Q1-3/2012: € 3,5 Mio.), u.a. durch die Auflösung von Forderungswertberichtigungen in Höhe von € 0,6 Mio.
Für die ersten neun Monate erzielte das Segment Handling ein EBITDA von € 18,8 Mio. (Q1-3/2012: € 12,3 Mio.). Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf das Ergebnis der Tochtergesellschaft VIAS zurückzuführen, die ihrerseits von gestiegenen Erlösen und Produktivitätssteigerungen profitierte. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,1 Mio. (Q1-3/2012: € 4,4 Mio.) konnte ein EBIT von € 14,7 Mio. nach € 7,9 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge liegt mit 11,1 % um 3,9 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 8,7 % um 4,0 Prozentpunkte über der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die positive Entwicklung des Segments Retail & Properties setzte sich auch in 2013 fort. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um € 0,8 Mio. auf € 91,6 Mio. Zwar führte eine geringere Auslastung in den ersten neun Monaten 2013 zu gesunkenen Parkerträgen in Höhe von nunmehr € 30,9 Mio., jedoch konnte der Vermietungsbereich (Immobilien und Werbeflächen) ein deutliches Plus von 7,2 % erwirtschaften. Die Umsätze betrugen bis 30. September 2013 € 30,0 Mio. Positiv entwickelten sich auch die Erlöse aus Shopping und Gastronomie, die einen Umsatzbeitrag von € 30,7 Mio. leisteten. Im Vorjahresvergleich, bereinigt um die Auswirkungen der Insolvenz einer Bestandsnehmerin sowie anderer Sondereffekte, wurde ein Umsatzplus von 6,1 % erzielt. Dieser Effekt wurde durch temporäre, umbaubedingte Umsatzrückgänge durch die Neugestaltung und Modernisierung von Plaza und Arcade teilweise kompensiert. 26 neu gestaltete Geschäftslokale, wie z.B. neue Billa-Filiale, Porsche Design, Desigual, Frey Wille, Hugo Boss und viele mehr, wurden bereits eröffnet. Die Eröffnung von weiteren Shopping- und Gastroflächen werden bis Jahresende folgen.
Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,4 Mio. auf € 1,2 Mio., da im Vorjahr Einmaleffekte durch neue Bestandsverträge erfasst wurden. Durch den gleichbleibenden durchschnittlichen Personalstand von 83 Mitarbeitern blieb auch der Personalaufwand mit € 5,3 Mio. nahezu konstant. Eine starke Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 21,4 % auf € 15,8 Mio. ist u.a. auf den Wegfall der im Vorjahr vorgenommenen Forderungswertberichtigungen zurückzuführen.
Das EBITDA des Segments Retail & Properties der ersten drei Quartale 2013 stieg um € 3,1 Mio. auf € 55,9 Mio. (Q1-3/2012: € 52,7 Mio.). Die Abschreibungen des Segments stiegen durch den Wertminderungsbedarf einer Immobilie der CGU (Cash Generating Unit) Real Estate Cargo um € 3,0 Mio. auf € 16,0 Mio. Das EBIT des Segments beträgt demnach € 39,9 Mio. nach € 39,8 Mio. in der Vorjahresvergleichsperiode. Die EBITDA-Marge lag in den ersten neun Monaten 2013 bei 53,4 % nach 50,3 % in der Vergleichsperiode, während sich die EBIT-Marge auf 38,1 % (Q1-3/2012: 38,0 %) belief.
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente konnten unter anderem durch den Verkauf von Sicherheitsequipment um 7,1 % auf € 12,9 Mio. gesteigert werden. Die internen Erlöse stiegen v.a. durch höhere Verrechnungen von EDV-Dienstleistungen und Betriebskosten für den Terminalbetrieb um 13,2 %. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist, verglichen mit den ersten neun Monaten 2012, um € 0,4 Mio. auf € 19,4 Mio. gestiegen – vorwiegend zurückzuführen auf einen höheren Wareneinsatz aus dem Verkauf von Sicherheitsequipment. Der Personalaufwand stieg minimal aufgrund des höheren durchschnittlichen Personalstands von 625 Mitarbeiter (Q1-3/2012: 621 Mitarbeiter) auf € 33,2 Mio. (Q1-3/2012: € 33,1 Mio.). Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen kam es ebenfalls zu einer Erhöhung auf € 16,6 Mio., da in 2012 Wertberichtigungen von sonstigen Forderungen im Ausmaß von € 1,6 Mio. aufgelöst werden konnten. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Inbetriebnahme von Software um € 0,5 Mio. auf € 10,1 Mio. (Q1-3/2012: € 9,5 Mio.). Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 7,2 Mio. nach € 6,6 Mio. in den ersten neun Monaten 2012.
In Summe wird ein Segment–EBITDA in Höhe von € 18,3 Mio. (Q1-3/2012: € 11,1 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 8,2 Mio. (Q1-3/2012: € 1,6 Mio.) ausgewiesen.
| in T€ | 30.9.2013 | 31.12.20121 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||||||
| Airport | 1.421.196,4 | 1.446.719,2 | ||||
| Handling | 33.468,9 | 36.628,2 | ||||
| Retail & Properties | 291.779,2 | 301.529,7 | ||||
| Sonstige Segmente | 165.423,0 | 170.807,6 | ||||
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.911.867,5 | 1.955.684,6 | ||||
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | ||||||
| Sonstige Finanzanlagen | 3.773,6 | 3.940,1 | ||||
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 20.000,0 | 29.652,0 | ||||
| Forderungen an Finanzamt | 15.481,2 | 21.398,5 | ||||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 10.175,5 | 6.729,6 | ||||
| Abgrenzungsposten | 3.946,2 | 3.959,7 | ||||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 7.823,2 | 40.439,0 | ||||
| Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | 61.199,7 | 106.118,8 | ||||
| Konzernvermögen | 1.973.067,2 | 2.061.803,4 |
1) angepasst
Die Bilanzsumme der Flughafen-Wien-Gruppe beträgt zum 30. September 2013 € 1.973,1 Mio. (31. Dezember 2012: € 2.061,8 Mio.) und verringerte sich demnach um € 88,7 Mio. oder 4,3 %.
Das langfristige Vermögen reduzierte sich um € 39,8 Mio. In den ersten drei Quartalen wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 55,2 Mio. investiert. Die größten Zugänge betreffen die Generalsanierung der Piste 16/34 in Höhe von € 23,4 Mio., sowie den Ausbau eines Speditionsgebäudes, Adaptierungen in den Terminalgebäuden, Fahrzeugkäufe und Kosten des Umweltfonds und des Technischen Lärmschutzes. Im Gegenzug wurden planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von € 97,1 Mio. (Q1-3/2012: € 71,8 Mio.) erfasst.
Das kurzfristige Vermögen verringerte sich deutlich um € 48,9 Mio. auf € 101,2 Mio. Neben dem Abbau der Vorräte um € 0,4 Mio. kam es durch die Tilgung einer Bankenanleihe zu einer Reduktion der bilanzierten Wertpapiere auf € 20,0 Mio. Die größte Veränderung des kurzfristigen Vermögens ist jedoch auf den Rückgang der Zahlungsmittel und -äquivalente um € 32,6 Mio. zurückzuführen, die sich aus der Tilgung von Finanzschulden ergibt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken aufgrund geringerer Finanzamtsverrechnungen und geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8,3 % auf € 69,4 Mio. zum Stichtag 30. September 2013.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 aufgrund des Periodenergebnisses der ersten drei Quartale (€ 64,3 Mio.), der Dividendenausschüttung vom Mai 2013 (€ 22,1 Mio.) und der Veränderung der sonstigen Rücklagen durch den Wertpapierabgang, saldiert um 5,0 % auf € 894,1 Mio. Die nicht beherrschenden Anteile an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding, a.s. "v likvidacii", Bratislava, zum 30. September 2013 betreffen die Anteile des Mitgesellschafters RZB Holding GmbH, welche rückwirkend mit 31. Dezember 2012 auf die Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. verschmolzen wurde. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis, sowie durch die Senkung der Bilanzsumme infolge von Schuldentilgungen und der Reduktion der Buchwerte des Sachanlagevermögens infolge der planmäßigen Abschreibung des Check-in 3 auf 45,3 % nach 41,3 % zum Jahresende 2012.
Die langfristigen Schulden der Flughafen-Wien-Gruppe sanken um 12,0 % auf € 734,0 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Reduktion der kurzfristigen Schulden auf € 344,9 Mio. (minus 8,3 %) resultiert aus den Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten, der Reduktion von Barvorlagen sowie dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen. Bis zum dritten Quartal wurden bestehende Kredite im Rahmen des ULSG in Höhe von € 150,0 Mio. umgeschuldet.
Der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe konnte trotz des Verkehrsrückgangs in der Berichtsperiode um 2,8 % auf € 470,3 Mio. gesteigert werden. Neben dem angepassten Sicherheitsentgelt wirkten höhere Einzelleistungen (z.B. im Bereich der Enteisung), sowie Zuwächse in der Werbeflächenvermietung positiv. Rückgänge verzeichneten das Landeentgelt aufgrund geringerer Flugbewegungen und gesunkenem MTOW, sowie die Parkerträge aufgrund geringerer Auslastung.
Geringere Bautätigkeit am Flughafen Wien führten zu geringeren aktivierten Eigenleistungen in Höhe von € 7,0 Mio. (minus € 2,5 Mio.). Die übrigen betrieblichen Erträge und Erträge aus Anlagenabgängen stiegen gesamt hingegen leicht um € 0,5 Mio. auf € 9,5 Mio. Primär wurden in den ersten neun Monaten Auflösungen von Rückstellungen bzw. Abgrenzungen, unter anderem aufgrund des positiven Ausgangs eines Prozesses, erfasst. Im Vorjahr konnten als Einmaleffekt Versicherungsleistungen für Schadensfälle bei der Terminalerweiterung Check-in 3 lukriert werden; dieses Jahr waren es bisher € 1,1 Mio. aus Schadenersatzleistungen.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen bedingt vor allem durch den höheren Verbrauch an Enteisungsmitteln zu Beginn des Jahres um € 4,5 Mio. Während Aufwendungen für Instandhaltungsmaterial und Ersatzteile planmäßig stiegen, konnten die Energieaufwendungen trotz Vollbetriebs des neuen Terminals leicht, um € 0,1 Mio. reduziert werden. Das Angebot von Sicherheitsequipment für Dritte führte zu höheren Umsatzerlösen bzw. zu einem höheren Wareneinsatz.
Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der FWAG um 2,1 % auf 4.404 Mitarbeiter und die konsequente Kostendisziplin führten zu einem merklichen Rückgang der Personalkosten um € 4,5 Mio. (minus 2,4 %) - dies trotz des Fortwirkens kollektivvertraglicher Erhöhungen vom Mai 2012 und deutlich höherer Kosten des Winterdienstes in den ersten Monaten 2013.
Durch den klaren Fokus auf Kosteneinsparung konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,6 % auf € 75,3 Mio. reduziert werden. Zwar war das Vorjahresergebnis durch den Wertberichtigungsbedarf von Forderungen, einige Schadensfälle und Buchwertabgänge belastet, jedoch konnten in der aktuellen Berichtsperiode weitere wesentliche Kostenblöcke reduziert werden. Insbesondere sanken Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 2,6 Mio.) sowie Marketing- & Marktkommunikationsaufwendungen (minus € 0,7 Mio.). Wartungs- und Instandhaltungskosten konnten trotz Verdoppelung der Terminalfläche um 5,1 % auf € 16,6 Mio. gesenkt werden. Der Abtransport der immensen Schneemengen zu Beginn des Jahres führte zu einer Steigerung der Transportkosten um € 1,2 Mio.
Das EBITDA der Flughafen-Wien-Gruppe in den ersten drei Quartalen 2013 beträgt € 191,5 Mio. (Q1-3/2012: € 174,6 Mio.), was einem Plus von 9,7 % entspricht.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich vorwiegend aufgrund der Inbetriebnahme von Check-in 3 um € 25,2 Mio. auf € 92,0 Mio. Im Vorjahr wurde eine Wertminderung von aktivierten Kosten in Höhe von € 2,5 Mio., sowie eine Abwertung eines Bürogebäudes vorgenommen. In 2013 ergab ein Wertminderungstest für die CGU Real Estate Cargo ein Wertminderungsbedarf in Höhe von € 4,9 Mio. Weiters wurden Wertminderung in der CGU Airport in Höhe von € 0,2 Mio. erfasst.
| Beträge in T€ | Q1-3/2013 | Q1-3/2012 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände |
3.034,1 | 2.667,0 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 88.985,6 | 64.131,8 |
| Wertminderungen | 5.116,0 | 4.959,3 |
| Summe Abschreibungen & Wertminderungen | 97.135,7 | 71.758,0 |
Das EBIT der ersten drei Quartale 2013 beträgt somit € 94,4 Mio. Dies stellt einen Rückgang um 8,2 % dar.
Das Finanzergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe beläuft sich nach minus € 8,6 Mio. in den ersten neun Monaten 2012 nun auf minus € 10,8 Mio.
Im Berichtszeitraum wurden von nicht konsolidierten Beteiligungen Dividendenausschüttungen in Höhe von € 2,3 Mio. (Q1-3/2012: € 0,9 Mio.) lukriert. Die Zinserträge sanken im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um € 2,1 Mio. aufgrund geringerer Zahlungsmittelbestände und dem Verkauf von Wertpapieren, sowie des gesunkenen Zinsniveaus. Der Effekt aus der Mehrbelastung in Höhe von € 5,8 Mio. durch den Wegfall der Aktivierung von Bauzeitzinsen, konnte durch die Reduktion der Verschuldung, das gesunkene Zinsniveau und die Umschuldung bestehender Kredite zu günstigeren Konditionen, bereits größtenteils kompensiert werden. Daher stiegen in Summe die Zinsaufwendungen nur auf € 19,8 Mio. (Q1-3/2012: € 18,0 Mio.). Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-bilanzierten Unternehmen beliefen sich auf € 5,2 Mio. (Q1-3/2012: € 4,7 Mio.).
Daraus ergibt sich ein EBT der Flughafen-Wien-Gruppe von € 83,6 Mio. nach € 94,2 Mio. in der Vergleichsperiode (minus 11,3 %).
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | Q1-3/2013 | Q1-3/2012 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragssteuern | 13.672,0 | 15.182,0 |
| Veränderung latente Steuern | 5.566,0 | 6.821,0 |
| Summe Steuern | 19.238,0 | 22.003,0 |
Das Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) beträgt € 64,3 Mio. (Q1-3/2012: € 72,2 Mio.).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zu Q1-3/2012 um € 10,6 Mio. auf € 83,6 Mio. Dieser Reduktion steht jedoch ein Anstieg durch die Summe von Abschreibungen (inklusive Wertminderungen) und Zuschreibungen des Anlagevermögens um € 25,8 Mio. auf € 94,7 Mio. gegenüber – ein Effekt der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-in 3 und anderer Investitionsprojekte. Neben einem Forderungsabbau von € 5,4 Mio., stiegen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zusammen um € 1,0 Mio. Der höhere Enteisungsmittelverbrauch zu Beginn des Jahres führte zu einer Senkung der Vorräte um € 0,4 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 13,4 Mio. ergibt sich somit ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 171,3 Mio. nach € 139,1 Mio. in 2012.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf minus € 59,0 Mio. nach minus € 94,9 Mio. in den ersten neun Monaten 2012. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) in Höhe von € 69,4 Mio. (Q1-3/2012: € 100,1 Mio.). Durch den Abgang von Wertpapieren kam es zu einer Einzahlung von € 10,0 Mio.
Der Free-Cash-Flow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) verbesserte sich daher im Vorperiodenvergleich um 154,0 % von € 44,2 Mio. auf € 112,3 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 144,9 Mio. (Q1-3/2012: minus € 107,4 Mio.) ist auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und die Auszahlung der Dividende im Mai 2013 zurückzuführen.
Somit beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestands minus € 32,6 Mio. Der Finanzmittelbestand zum Stichtag 30. September 2013 beträgt € 7,8 Mio. (31. Dezember 2012: € 40,4 Mio.).
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG vierzehn inländische (31. Dezember 2012: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2012: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2012: 3) und vier ausländische Unternehmen (31. Dezember 2012: 4) nach der Equity-Methode bewertet.
Vier (31. Dezember 2012: 4) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. September 2013 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,8 Mio. (31. Dezember 2012: € 1,2 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 17,3 Mio. (31. Dezember 2012: € 68,9 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, mit Ausnahme der im Folgenden erläuterten Veränderungen bei den Organen, nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
Mit 15. April 2013 hat die Stadt Wien auf dem Wege einer Sacheinlage 4.200.000 Stück Inhaberaktien an der Flughafen Wien Aktiengesellschaft an die Wien Holding GmbH übertragen. Die Wien Holding GmbH verfügt somit über eine Beteiligung von 20,0 % am Grundkapital der Gesellschaft.
In der 25. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 30. April 2013 wurden folgende Personen in den Aufsichtsrat gewählt: Mag. Erwin Hameseder, Ing. Ewald Kirschner, Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Dr. Burkhard Hofer, Dr. Gabriele Domschitz, Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Mag. Gerhard Starsich, DI Herbert Paierl, Mag. Robert Lasshofer sowie Dr. Karin Rest.
In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. September 2013 sowie zum 31. Dezember 2012 dargestellt:
| Q1-3/2013 in T€ | Bewertungs kategorie |
Buchwert 30.9.2013 |
Nominal wert = Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 7.823,2 | 7.823,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 39.585,5 | |
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 30.800,2 | |
| davon Rentenpapiere | LaR | 20.000,0 | |
| davon Forderungen geg. assozierte Unternehmen |
LaR | 193,7 | |
| davon sonstige Forderungen | LaR | 10.052,7 | |
| davon ausgereichte Darlehen | LaR | 553,8 | |
| Summe | LaR | 70.385,6 | |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert)1 | AfS | 157,3 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 3.448,6 | |
| davon langfristige Investmentfonds, Wertpapiere und Wertrechte1 |
AfS | 3.448,6 | |
| Summe | AfS | 3.606,0 | |
| PASSIVA | |||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 59.928,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 666.846,8 | |
| davon langfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 529.980,2 | |
| davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 136.866,6 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 10.326,8 | |
| davon langfristige Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 6.862,0 | |
| davon übrige langfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 3.464,8 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 55.038,4 | |
| davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 799,2 | |
| davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 54.239,2 | |
| Summe | FLAC | 792.140,1 |
1) Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.
| Wertansatz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert 30.9.2013 |
Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwert erfolgsneutral |
Anschaffungs kosten |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
| 7.823,2 | ||||
| 39.585,5 | 39.585,5 | |||
| 32.447,2 | 30.800,2 | |||
| 21.647,0 | 20.000,0 | |||
| 193,7 | 193,7 | |||
| 10.052,7 | 10.052,7 | |||
| 553,8 | 553,8 | |||
| 72.032,6 | 70.385,6 | |||
| 157,3 | 157,3 | |||
| 3.448,6 | 2.815,8 | 632,8 | ||
| 3.448,6 | 2.815,8 | 632,8 | ||
| 3.606,0 | 2.815,8 | 790,2 | ||
| 59.928,1 | 59.928,1 | |||
| 687.916,5 | 666.846,8 | |||
| 551.049,9 | 529.980,2 | |||
| 136.866,6 | 136.866,6 | |||
| 11.541,4 | 10.326,8 | |||
| 8.076,6 | 6.862,0 | |||
| 3.464,8 | 3.464,8 | |||
| 55.177,3 | 55.038,4 | |||
| 938,1 | 799,2 | |||
| 54.239,2 | 54.239,2 | |||
| 814.563,3 | 792.140,1 | |||
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
| Bewertungs | Buchwert | Nominal wert = |
|
|---|---|---|---|
| 20121 in T€ | kategorie | 31.12.2012 | Zeitwert |
| Aktiva | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 40.439,0 | 40.439,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 43.090,4 | |
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | LaR | 27.846,1 | |
| davon Rentenpapiere | LaR | 20.000,0 | |
| davon Forderungen geg. assozierte Unternehmen |
LaR | 465,0 | |
| davon sonstige Forderungen | LaR | 6.660,7 | |
| davon ausgereichte Darlehen | LaR | 720,3 | |
| Summe | LaR | 70.936,5 | |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |||
| Beteiligungen (nicht konsolidiert)2 | AfS | 157,3 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | AfS | 13.100,6 | |
| davon langfristige Investmentfonds, Wertpapiere und Wertrechte2 |
AfS | 3.448,6 | |
| davon Rentenpapiere | AfS | 9.652,0 | |
| Summe | AfS | 13.258,0 | |
| PASSIVA | |||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 69.583,7 | |
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 789.736,7 | |
| davon langfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 638.730,2 | |
| davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 151.006,5 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 10.837,6 | |
| davon langfristige Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 7.372,9 | |
| davon übrige langfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 3.464,8 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 47.775,5 | |
| davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 735,1 | |
| davon übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 47.040,3 | |
| Summe | FLAC | 917.933,5 |
1) angepasst 2) Da aufgrund von fehlenden Marktwerten der Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier teilweise vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Vermögenswerte liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.
| Wertansatz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert 31.12.2012 |
Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwert erfolgsneutral |
Anschaffungs kosten |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
| 40.439,0 | ||||
| 43.090,4 | 43.090,4 | |||
| 30.215,7 | 27.846,1 | |||
| 22.369,6 | 20.000,0 | |||
| 465,0 | 465,0 | |||
| 6.660,7 | 6.660,7 | |||
| 720,3 | 720,3 | |||
| 73.306,1 | 70.936,5 | |||
| 157,3 | 157,3 | |||
| 13.100,6 | 12.467,8 | 632,8 | ||
| 3.448,6 | 2.815,8 | 632,8 | ||
| 9.652,0 | 9.652,0 |
Summe AfS 13.258,0 790,2 12.467,8 13.258,0
| 69.583,7 | |
|---|---|
| 799.851,0 | 789.736,7 |
| 648.844,5 | 638.730,2 |
| 151.006,5 | 151.006,5 |
| 10.837,6 | |
| 7.372,9 | |
| 3.464,8 | |
| 47.775,5 | |
| 735,1 | |
| 47.040,3 | |
| 929.308,5 | 917.933,5 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt wurden, grundsätzlich den Zeitwerten entsprechen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.
Die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteiligungen sind nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt.
In der folgenden Übersicht werden die Finanzinstrumente, die nach dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hinsichtlich der Bewertungskategorien nach IFRS 13 analysiert. Die einzelnen Stufen sind folgendermaßen definiert:
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsekurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).
Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.
In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivaten), deren beizulegende Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Markdaten beruhen, berechnet wird.
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 30.9.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | Börsenpreise | Abgeleitete Preise |
Nicht ableit bare Preise |
Gesamt | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) |
386,2 | 2.429,6 | 0,0 | 2.815,8 | ||||
| AfS finanzielle Vermögens werte Gesamt |
386,2 | 2.429,6 | 0,0 | 2.815,8 |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 31.12.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | Börsenpreise | Abgeleitete Preise |
Nicht ableit bare Preise |
Gesamt | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (AfS) |
10.038,2 | 2.429,6 | 0,0 | 12.467,8 | ||||
| AfS finanzielle Vermögens werte Gesamt |
10.038,2 | 2.429,6 | 0,0 | 12.467,8 |
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Der EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredites mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrages haften insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio.
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. September 2013 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 4. November 2013
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, 4. November 2013
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]
Leitung Kommunikation Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://ir.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: http://www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: http://www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: http://www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: http://www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): http://www.viemediation.at
von ®eporting produziert.
Konzeption, Gestaltung und Produktion: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf, MSc Layout: Petra Meier
Disclaimer: Dieser Bericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 4. November 2013 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Berichts Q3/2013 des Flughafen Wien finden Sie auf unserer Homepage: http://ir.viennaairport.com unter dem Menüpunkt: Publikationen und Berichte. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Bericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Bericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
www.viennaairport.com
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