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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Nov 27, 2013

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2013

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen 2013 Veränderung 2012
Erfolgsrechnung 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Zinsüberschuss 2.776 7,0% 2.596
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 800 28,3% - 623
Provisionsüberschuss 1.203 7,3% 1.120
Handelsergebnis 240 9,0% 220
Verwaltungsaufwendungen - 2.430 4,0% - 2.336
Periodenüberschuss vor Steuern 696 - 37,6% 1.115
Periodenüberschuss nach Steuern 461 - 48,2% 889
Konzern-Periodenüberschuss 411 - 51,2% 842
Bilanz 30.9. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 21.589 - 3,3% 22.323
Forderungen an Kunden 82.431 - 1,1% 83.343
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.617 - 1,9% 30.186
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.496 1,8% 66.297
Eigenkapital 10.354 - 4,8% 10.873
Bilanzsumme 131.034 - 3,7% 136.116
Kennzahlen 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Return on Equity vor Steuern 8,6% - 5,4 PP 14,1%
Return on Equity nach Steuern 5,7% - 5,5 PP 11,2%
Konzern-Return on Equity 5,4% - 6,2 PP 11,7%
Cost/Income Ratio 56,9% - 1,5 PP 58,4%
Return on Assets vor Steuern 0,70% - 0,30 PP 1,00%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,08% 0,48 PP 2,60%
NPL Ratio 10,3% 0,3 PP 10,0%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,29% 0,29 PP 1,00%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.9. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 68.132 0,0% 68.136
Gesamte Eigenmittel 12.254 - 4,9% 12.885
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.617 - 0,1% 6.626
Überdeckungsquote 85,2% - 9,3 PP 94,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,1% - 0,6 PP 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,9% - 0,7 PP 13,6%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,6% - 0,6 PP 11,2%
Eigenmittelquote 14,8% - 0,7 PP 15,6%
Aktienkennzahlen 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Gewinn je Aktie in € 1,34 - 62,3% 3,55
Schlusskurs in € (30.9.) 24,19 - 14,2% 28,19
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 33,59 14,7% 29,29
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 19,96 7,1% 18,64
Anzahl der Aktien in Millionen (30.9.) 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (30.9.) 4.729 - 14,2% 5.510
Ressourcen 30.9. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 58.772 - 2,2% 60.084
Geschäftsstellen 3.051 - 1,8% 3.106
Kunden in Millionen 14,4 1,9% 14,2

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Konzern-Lagebericht 7
Entwicklung der Märkte 7
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 9
Ergebnis im Vorjahresvergleich 10
Ergebnis im Quartalsvergleich 13
Bilanzentwicklung 15
Risikomanagement 17
Ausblick 18
Segmentbericht 19
Einteilung der Segmente 19
Segmentüberblick 19
Zentraleuropa 20
Südosteuropa 27
Russland 36
GUS Sonstige 39
Group Corporates 43
Group Markets 45
Corporate Center 46
Konzernzwischenabschluss 48
Gesamtergebnisrechnung 48
Bilanz 51
Eigenkapitalveränderungsrechnung 52
Kapitalflussrechnung 53
Segmentberichterstattung 53
Anhang 58
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 60
Erläuterungen zur Bilanz 64
Risikobericht 70
Sonstige Erläuterungen 81
Impressum/Disclaimer 89

RBI auf dem Kapitalmarkt

Fortsetzung der expansiven Geldpolitik

Das beherrschende Thema auf den internationalen Finanzmärkten war im dritten Quartal 2013 abermals die amerikanische Geldpolitik: Nach der Ankündigung der US-Notenbank im Juni, die Liquiditätszufuhr noch in diesem Jahr zu drosseln, stellten sich die Märkte zunächst auf geringere Aufkäufe von Staatsanleihen durch die Zentralbank ein. Im September überraschte US-Notenbankchef Ben Bernanke dann jedoch mit der Aussage, an der lockeren US-Geldpolitik festhalten zu wollen. Die Aktienbörsen reagierten darauf mit deutlich steigenden Kursen. Anleihekurse legten ebenfalls erheblich zu, während die Renditen fielen. Zuvor hatten die Sorge um ein militärisches Eingreifen in Syrien und dessen für den gesamten Nahen Osten unabsehbare Folgen die Märkte einige Wochen in Atem gehalten.

Anfang Oktober kam es in den USA erstmals seit 17 Jahren – nachdem es Demokraten und Republikanern nicht gelungen war, sich auf ein Budget zu einigen – zu einem so genannten Government Shutdown. Die Behörden der US-Bundesregierung stellten ihre Tätigkeit zum Großteil ein und standen wegen mangelnder Finanzierung still, was die Märkte vorerst wenig beeinflusste. In letzter Minute legten die Parteien ihren Haushaltsstreit jedoch bei. Für die Akteure an den weltweiten Finanzmärkten entfiel damit ein großer Unsicherheitsfaktor. Der DAX kletterte auf ein neues Allzeithoch, der S&P 500 und der ATX stiegen ebenfalls.

Positive Signale kamen zur selben Zeit aus Italien: Regierungschef Enrico Letta gewann die Vertrauensabstimmung im Senat. Somit konnten Neuwahlen und die damit einhergehenden Unsicherheiten auf den Märkten vermieden werden, was Anleger mit einer deutlich höheren Nachfrage nach italienischen Staatspapieren honorierten.

Anfang November senkte die Europäische Zentralbank (EZB) überraschend den Leitzins auf den historischen Tiefststand von 0,25 Prozent. Sie reagierte damit auf die schwache Preisentwicklung im Euro-Raum im Oktober mit nur 0,7 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Entwicklung der RBI-Aktie

Die RBI-Aktie gewann im dritten Quartal 2013 8,0 Prozent an Wert. Nachdem sie mit € 22,40 in den Juli gestartet war, verzeichnete sie am 30. September einen Schlusskurs von € 24,19. Zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 21. November 2013 notierte sie bei € 27,20.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2013 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Im dritten Quartal 2013 bot die RBI interessierten Investoren auf Roadshows in Amsterdam, Hamburg, London, New York und Warschau wieder Gelegenheit zu persönlicher Information.

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2013 am 22. August traf der Vorstand der RBI Investoren in Wien und hielt zudem eine Telefonkonferenz ab, an der rund 200 internationale Analysten und Investoren teilnahmen. Die Veranstaltung steht im Internet unter www.rbinternational.com → Investor Relations → Veranstaltungen als Webcast zur Verfügung.

Eine weitere Veranstaltung für Investoren und Analysten fand am 24. und 25. September in London statt, wo sich Karl Sevelda dem Kapitalmarkt erstmals bei einer internationalen Konferenz als Vorstandsvorsitzender präsentierte und seine strategischen Schwerpunkte erläuterte. Dem Treffen waren zahlreiche Einzelgespräche des neuen CEO mit Investoren und Analysten vorausgegangen.

Neben 29 Aktienanalysten geben 17 Anleiheanalysten regelmäßig Empfehlungen zur RBI als Investment ab. Damit ist die RBI jenes Unternehmen in Österreich, über das die größte Anzahl von Analystenhäusern regelmäßig berichtet.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Die RZB hielt zum Quartalsende rund 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befanden sich im Streubesitz. Etwa ein Drittel davon befand sich Ende Juni 2013 in Händen von Privatanlegern, die mehrheitlich aus Österreich stammen. Die restlichen zwei Drittel des Streubesitzes wurden von institutionellen Investoren gehalten. Diese wiesen weiterhin eine breite internationale Streuung auf: Rund ein Viertel stammt aus den USA, rund 20 Prozent aus Österreich, rund 20 Prozent aus Großbritannien und Irland sowie rund ein Viertel aus weiteren EU-Staaten. Die verbleibenden institutionellen Investoren kamen aus anderen Staaten, wie z. B. Singapur und Japan.

Kurs zum 30. September 2013 € 24,19
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2013 € 27,16 / € 19,96
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. September 2013 € 1,34
Marktkapitalisierung zum 30. September 2013 € 4,729 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2013 224.134 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2013 € 345,54 Millionen
Streubesitz zum 30. September 2013 rund 21,5%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2013 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Moody's Investors Service A2 P-1 negative
Standard & Poor's A A-1 negative
Fitch Ratings A F1 stable

Finanzkalender 2014

27. Februar 2014 Beginn der Quiet Period
27. März 2014 Geschäftsbericht 2013, Conference Call
28. März 2014 RBI Investor Presentation, London
8. Mai 2014 Beginn der Quiet Period
22. Mai 2014 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
4. Juni 2014 Hauptversammlung
11. Juni 2014 Ex-Dividendentag und Dividendenzahlung
7. August 2014 Beginn der Quiet Period
21. August 2014 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
6. November 2014 Beginn der Quiet Period
20. November 2014 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Konzern-Lagebericht

Entwicklung der Märkte

Nach einem Plus von 2,2 Prozent im Jahr 2012 dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) 2013 nach aktueller Einschätzung auf 1,1 Prozent verringern. Trotz dieses Rückgangs deuten die BIP-Daten des dritten Quartals 2013 auf eine anhaltende Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung hin. Die Vorlaufindikatoren unterstützen die Annahme einer weiteren Wachstumsverbesserung in den kommenden Quartalen. Wichtig dafür ist allerdings die Entwicklung in der Eurozone, mit der CEE über den Exportsektor eng verbunden ist. Die Wachstumsverbesserung in CEE sollte sich 2014 fortsetzen; für das kommende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent prognostiziert.

Zentraleuropa (CE) – Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn – ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Region in CEE. Mit Ausnahme Polens sind die Volkswirtschaften in CE klein, offen und in hohem Maß abhängig von Exporten in die Eurozone. Nach einem Wachstum von 0,7 Prozent im Jahr 2012 dürfte das Wirtschaftswachstum in CE mit 0,5 Prozent auch 2013 auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Dennoch deuten sowohl die jüngsten BIP-Daten wie auch die Vorlaufindikatoren auf eine anhaltende Verbesserung der Wirtschaftslage hin. Im dritten Quartal 2013 zeigten sich in CE vor allem Ungarn, Polen sowie die Slowakei positiv, in der Tschechischen Republik hingegen enttäuschten die Daten. Von den CE-Ländern befindet sich lediglich Slowenien noch in einer Rezession. Für 2014 wird für CE ein anhaltender konjunktureller Aufschwung prognostiziert, der sich in einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent niederschlagen sollte.

In Südosteuropa (SEE) – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien – sollte sich die Wirtschaft 2013 mit einem Plus von 1,5 Prozent erholen, nachdem diese Region 2012 ein weiteres Jahr der Stagnation erlebt hatte. Das stärkste Wachstum wird 2013 in Rumänien erwartet, was durch die BIP-Zahlen des dritten Quartals bestätigt wurde. Albanien und Serbien sollten auf Jahressicht ebenfalls positive Wachstumsraten generieren. Für Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina wird ein schwächeres Plus von lediglich 0,5 Prozent im Jahresvergleich prognostiziert. Kroatien dürfte auch 2013 eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung erfahren, mit minus 0,5 Prozent jedoch deutlich geringer als im Vorjahr. Für das Jahr 2014 wird für SEE insgesamt eine weitere Verbesserung des Wachstumstrends auf 1,9 Prozent erwartet. Vor allem die in vielen Ländern dieser Region erfolgten Strukturreformen dürften für Aufwärtspotenzial sorgen.

Die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) – Belarus, Russland und die Ukraine – waren deutlich weniger stark von den Ereignissen in der Eurozone beeinflusst als jene in CE und SEE. Zudem profitierte Russland in den vergangenen Jahren von einem relativ stabilen Ölpreis auf hohem Niveau. Vor diesem Hintergrund koppelte sich die Region partiell von der Wachstumsschwäche der Eurozone ab. 2012 zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Abschwächung des Aufschwungs, und das Wirtschaftswachstum reduzierte sich auf 3,1 Prozent. Besonders seit der zweiten Jahreshälfte 2012 konnte sich auch die GUS dem globalen Umfeld nicht mehr entziehen. So verschlechterte sich die für die Ukraine wichtige Stahlkonjunktur merklich. Schwächere Exporte und eine Abnahme der Investitionen führten in der Folge zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums in der Region. Zusätzlich kam gegen Jahresende 2012 der bis dato als Stütze wirkende inländische Konsum unter Druck – eine Tendenz, die weiter anhält. Für 2013 ist in der GUS deshalb mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um nur 1,3 Prozent zu rechnen, für 2014 wird ein Anstieg um 2,0 Prozent erwartet.

Region/Land 2012 2013e 2014f 2015f
Polen 1,9 1,2 2,5 3,0
Slowakei 2,0 0,9 2,0 3,0
Slowenien - 2,3 - 2,0 - 0,5 1,5
Tschechische Republik - 0,9 - 1,0 2,3 2,4
Ungarn - 1,7 0,5 1,5 1,5
CE 0,7 0,5 2,1 2,6
Albanien 1,6 2,0 3,0 3,5
Bosnien und Herzegowina - 1,1 0,5 1,5 3,5
Bulgarien 0,8 0,5 2,0 3,5
Kroatien - 2,0 - 0,5 1,0 1,5
Kosovo 3,0 3,0 3,0 4,0
Rumänien 0,7 2,5 2,0 2,5
Serbien - 1,7 1,5 2,0 3,0
SEE 0,0 1,5 1,9 2,7
Belarus 1,5 2,0 2,0 3,0
Russland 3,4 1,5 2,0 2,5
Ukraine 0,2 - 1,0 1,5 2,5
GUS 3,1 1,3 2,0 2,5
CEE 2,2 1,1 2,0 2,6
Österreich 0,9 0,5 1,5 2,3
Deutschland 0,9 0,5 1,8 2,5
Eurozone - 0,6 - 0,3 1,5 2,0

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

In den ersten neun Monaten 2013 erzielte die RBI einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 696 Millionen. Der damit gegenüber der Vergleichsperiode verzeichnete Rückgang von € 419 Millionen beruhte überwiegend auf Sondereffekten im Jahr 2012, in dem aus dem Verkauf von Anleihen sowie dem Rückkauf von hybridem Kernkapital ein Ergebnis von insgesamt € 269 Millionen angefallen war. Eine deutliche Ergebnisverbesserung im operativen Geschäft von 10 Prozent oder € 173 Millionen – größtenteils vom Zins- und Provisionsüberschuss getragen – wurde durch höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (plus € 176 Millionen) kompensiert. Ein weiterer Anstieg des negativen Ergebnisses aus Derivaten und Verbindlichkeiten belastete das Vorsteuerergebnis zusätzlich.

Die Betriebserträge erhöhten sich im Periodenvergleich um 7 Prozent oder € 267 Millionen auf € 4.267 Millionen. Eine erfreuliche Entwicklung zeigte dabei der Zinsüberschuss: Die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) verbesserte sich durch die Optimierung der Liquiditätsposition und Repricing-Maßnahmen um 48 Basispunkte auf 3,08 Prozent. Dies ergab trotz insgesamt geringerer Volumina einen Zuwachs des Zinsüberschusses um 7 Prozent auf € 2.776 Millionen. Darüber hinaus verzeichnete der Provisionsüberschuss aufgrund von Gebührenerhöhungen in Ungarn und höherer Volumina einen Anstieg von 7 Prozent auf € 1.203 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen überwiegend durch die im Mai 2012 erfolgte Einbeziehung und Integration der Polbank im Periodenvergleich um 4 Prozent oder € 94 Millionen auf € 2.430 Millionen. Ein weiterer Grund für diesen Anstieg lag in Gehaltsanpassungen in Russland. Positive Effekte ergaben sich in einigen Ländern hingegen aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand vorwiegend aufgrund der Optimierung des Filialnetzes im Zuge der Fusion mit der Polbank um 64 auf 3.051.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Periodenvergleich um 28 Prozent oder € 176 Millionen auf € 800 Millionen. Hier war es in der Vergleichsperiode zu Nettoauflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen im Ausmaß von € 90 Millionen gekommen, während in der Berichtsperiode Nettodotierungen von € 28 Millionen erforderlich wurden. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich um 9 Prozent auf € 781 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten blieb in der Berichtsperiode negativ und verschlechterte sich von minus € 108 Millionen auf minus € 243 Millionen. Die in dieser Position enthaltenen Bewertungen für die Credit Spreads der eigenen Verbindlichkeiten resultierten in einem Bewertungsverlust von € 139 Millionen gegenüber € 72 Millionen in der Vergleichsperiode. Grund dafür war eine Beruhigung der Finanzmärkte, die zu einer markanten Verringerung der CDS-Aufschläge für die RBI führten. Aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen hatte sich in der Vergleichsperiode hingegen ein positives Ergebnis von € 113 Millionen ergeben.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen ging gegenüber der Vergleichsperiode um € 226 Millionen auf € 73 Millionen zurück. Hier hatte der zur Erfüllung der von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vorgeschriebenen Kapitalquote erfolgte Verkauf von Wertpapieren der Konzernzentrale in der Vergleichsperiode ein Veräußerungsergebnis von € 156 Millionen geliefert. In der Berichtsperiode wurden aus Verkäufen von Beteiligungen Veräußerungsergebnisse von € 49 Millionen – vor allem in Russland und in der Ukraine – generiert, die Bewertung des Fair-Value-Bestands an Wertpapieren brachte ein positives Ergebnis von € 22 Millionen.

Der Periodenüberschuss nach Steuern lag in der Berichtsperiode um 48 Prozent oder € 428 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode, während sich die Steuerquote um 14 Prozentpunkte auf 34 Prozent erhöhte. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile stieg um € 3 Millionen auf € 50 Millionen. Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile ergab sich ein Konzern-Periodenüberschuss von € 411 Millionen. In der Berichtsperiode befanden sich durchschnittlich 194,9 Millionen Aktien im Umlauf. Daraus resultierte ein Gewinn je Aktie von € 1,34. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war dieser bei € 3,55 gelegen.

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 2.776 2.596 181 7,0%
Provisionsüberschuss 1.203 1.120 82 7,3%
Handelsergebnis 240 220 20 9,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 48 63 - 16 - 24,6%
Betriebserträge 4.267 4.000 267 6,7%
Personalaufwand2 - 1.227 - 1.178 - 48 4,1%
Sachaufwand - 920 - 884 - 36 4,1%
Abschreibungen - 283 - 274 - 9 3,3%
Verwaltungsaufwendungen3 - 2.430 - 2.336 - 94 4,0%
Betriebsergebnis 1.837 1.664 173 10,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 800 - 623 - 176 28,3%
Übrige Ergebnisse3 - 342 74 - 416
Periodenüberschuss vor Steuern 696 1.115 - 419 - 37,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 236 - 226 - 9 4,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 461 889 - 428 - 48,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 50 - 47 - 3 6,3%
Konzern-Periodenüberschuss 411 842 - 431 - 51,2%

Ergebnis im Vorjahresvergleich

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

2 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

3 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Zinsüberschuss

In den ersten neun Monaten 2013 stieg der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode 2012 um 7 Prozent oder € 181 Millionen auf € 2.776 Millionen. Dabei wurde der Rückgang der Zinserträge aufgrund niedrigerer Kreditvolumina durch geringere Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen mehr als kompensiert. Der Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten erhöhte sich um 15 Prozent oder € 41 Millionen auf € 302 Millionen, überwiegend zurückzuführen auf die Entwicklung in Polen und der Konzernzentrale.

Die Nettozinsspanne nahm im Jahresabstand um 48 Basispunkte auf 3,08 Prozent zu. Hauptgründe dafür waren eine Reduktion der zu niedrigen Zinsen vorgehaltenen Liquidität sowie positive Effekte von Repricing-Maßnahmen bei den Einlagen – ein Effekt, der im dritten Quartal allerdings geringer ausfiel als im ersten Halbjahr. Maßgeblich für diesen insgesamt erfreulichen Trend waren höhere Zinserträge aus den derivativen Finanzinstrumenten in Polen und in der Konzernzentrale, Repricing-Maßnahmen im Einlagengeschäft in Polen sowie die gute Entwicklung des Kreditgeschäfts in Russland und Belarus. In der Tschechischen Republik und Bulgarien hingegen sank der Zinsüberschuss, hervorgerufen durch Volumenrückgänge im Geschäft mit Retail- und Firmenkunden sowie ein niedrigeres Marktzinsniveau. In Ungarn wiederum sorgten geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie ebenfalls gesunkene Kreditvolumina für einen Rückgang. In Polen hingegen war ein deutlicher Anstieg im Zinsüberschuss zu verzeichnen. Allerdings ist hier ein Vorjahresvergleich aufgrund der unterschiedlichen Zuordnung einzelner zinstragender Transaktionen infolge der Integration der Polbank nur eingeschränkt möglich. In der Ukraine sank der Zinsüberschuss aufgrund rückläufiger Volumina im Privat- und Firmenkundengeschäft und erhöhter Aufwendungen für Kundeneinlagen, in Rumänien wiederum sorgten vor allem gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren für einen Rückgang.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 7 Prozent oder € 82 Millionen auf € 1.203 Millionen. € 53 Millionen dieses Zuwachses waren auf eine wesentliche Verbesserung des Ergebnisses aus dem Zahlungsverkehr zurückzuführen, hervorgerufen vor allem durch Gebührenerhöhungen in Ungarn infolge der Einführung der Finanztransaktionssteuer, eine volumengetriebene Erhöhung der Erträge aus dem Kreditkartengeschäft in Russland sowie die Einbeziehung der Polbank. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wuchs volumenbedingt um 28 Prozent oder € 24 Millionen, wofür vor allem die Entwicklung in der Konzernzentrale und in Ungarn verantwortlich zeichnete. Höhere Volumina – vorrangig in der Slowakei und Kroatien – sorgten auch in der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds für einen Ergebnisanstieg um 49 Prozent oder € 8 Millionen. Dagegen gab das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft – überwiegend aufgrund der Entwicklung in Polen, Serbien und Kroatien – um 4 Prozent oder € 8 Millionen nach. Ebenfalls volumenbedingt legte das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten um 8 Prozent oder um € 2 Millionen zu, dies vor allem in der Ukraine und in Kroatien. Das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen zeigte in Russland und in der Tschechischen Republik dank höherer Provisionserträge aus Inkassotätigkeiten und strukturierten Finanzierungen die größten Zuwächse.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 9 Prozent oder € 20 Millionen auf € 240 Millionen. Hier verzeichnete die Konzernzentrale bessere Ergebnisse aus dem währungsbezogenen Geschäft, dem Kreditderivatgeschäft und dem sonstigen Geschäft, die den Ergebnisrückgang im zinsbezogenen Geschäft von € 61 Millionen aufgrund von Bewertungsverlusten derivativer Finanzinstrumente kompensierten. Auch in Kroatien, wo im Vorjahr durch vermehrte Handelsaktivitäten im Rahmen des vergleichsweise günstigen Marktumfelds ein höherer Ertrag erzielt worden war, nahm das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 7 Millionen ab. In Russland wiederum reduzierte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft aufgrund von Bewertungsverlusten aus Wertpapierpositionen um € 5 Millionen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verringerte sich am stärksten in Polen – dies allerdings gemessen an einem außerordentlich hohen Ertrag im Jahr 2012. Deutliche Zuwächse konnten aufgrund von Bewertungsgewinnen aus derivativen Finanzinstrumenten hingegen mit € 61 Millionen in Russland und mit € 29 Millionen in Ungarn erzielt werden. Das Ergebnis aus Kreditderivaten verbesserte sich im Periodenvergleich um € 12 Millionen, jenes aus gewährten Kapitalgarantien der Konzernzentrale um € 22 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Periodenvergleich um € 16 Millionen auf € 48 Millionen. Hauptgründe dafür waren ein Forderungsausfall im Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH und die im vergangenen Jahr aufgrund der positiven Entwicklung erfolgte Auflösung von Rückstellungen für Rechtsfälle. Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen sowie einen Anstieg im Ergebnis aus dem Operating Leasing.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 94 Millionen auf € 2.430 Millionen, zum überwiegenden Teil zurückzuführen auf die im Mai 2012 erfolgte Einbeziehung und Integration der Polbank. Aufgrund der höheren Betriebserträge sank die Cost/Income Ratio um 1,5 Prozentpunkte auf 56,9 Prozent.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 50 Prozent der Personalaufwand, der sich insgesamt um 4 Prozent oder € 48 Millionen auf € 1.227 Millionen erhöhte. Dieser Anstieg wurde überwiegend durch die Einbeziehung der Polbank, Gehaltsanpassungen in Russland sowie kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen in der Konzernzentrale verursacht. Dämpfend wirkten sich hingegen Reduktionen bei variablen Gehaltsbestandteilen in Ungarn und Slowenien im Rahmen von Kostensenkungsprogrammen sowie der Abbau von Mitarbeitern in der Ukraine und in Ungarn aus.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 2.349 Personen auf 59.296. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 1.295), Rumänien (minus 479), Polen (minus 286), Ungarn (minus 140) und Bulgarien (minus 127).

Der Sachaufwand erhöhte sich um 4 Prozent oder € 36 Millionen auf € 920 Millionen. Während es dabei in einigen Ländern zu Reduktionen kam, sorgten die Einbeziehung der Polbank, die höheren IT-Aufwendungen vorwiegend in Polen und Russland und eine Intensivierung der Werbekampagnen in Russland für einen Anstieg.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen um 3 Prozent oder € 9 Millionen auf € 283 Millionen zu. Dies ist vor allem auf die Wertminderung eines Software-Projekts in der Tschechischen Republik zurückzuführen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28 Prozent oder € 176 Millionen auf € 800 Millionen. Zurückzuführen war dies auf die Entwicklung der Portfolio-Wertberichtigungen, bei denen es in der Vergleichsperiode des Vorjahres – überwiegend in der Konzernzentrale und in Russland – zu Auflösungen in Höhe von € 90 Millionen gekommen war. In der Berichtsperiode hingegen wurden netto € 28 Millionen an Portfolio-Wertberichtigungen dotiert.

Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen erhöhten sich um € 62 Millionen auf € 781 Millionen. Ein deutlicher Anstieg der Einzelwertberichtigungen wurde im Segment Group Corporates verzeichnet, während das Segment Zentraleuropa einen Rückgang von 11 Prozent aufwies.

Der Bestand an notleidenden Krediten von Kunden nahm seit Jahresultimo um € 295 Millionen auf € 8.478 Millionen zu, vor allem hervorgerufen durch Zuwächse im Segment Group Corporates. Die NPL Ratio, das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den gesamten Forderungen an Kunden, betrug in der Berichtsperiode 10,3 Prozent nach 9,8 Prozent zum Jahresultimo 2012. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 5.606 Millionen gegenüber, daraus resultierte eine NPL Coverage Ratio von 66,1 Prozent nach 67,0 Prozent zum Jahresultimo.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, stieg um 29 Basispunkte auf 1,29 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, den Firmenwertabschreibungen, den Bankenabgaben und der Finanztransaktionssteuer sowie dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen zusammensetzt, sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von plus € 74 Millionen auf minus € 342 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen reduzierte sich dabei um 76 Prozent oder € 226 Millionen auf € 73 Millionen. Im Vorjahr hatte hier der zur Erfüllung der EBA-Vorgaben erfolgte Verkauf von Wertpapieren der Konzernzentrale ein Veräußerungsergebnis von € 156 Millionen geliefert. Zusätzlich hatte der Verkauf von Wertpapieren des Fair-Value-Portfolios in der Vergleichsperiode ein Ergebnis von € 65 Millionen gebracht, in der Berichtsperiode betrug das Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren dieser Kategorie € 18 Millionen. Zudem ging das Bewertungsergebnis des Fair-Value-Bestands gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 43 Millionen auf € 22 Millionen zurück. Demgegenüber stieg das Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 35 Millionen auf € 49 Millionen, hauptsächlich aufgrund des Verkaufs von Beteiligungen in Russland und der Ukraine. Aus der Bewertung von Unternehmensanteilen – vorwiegend in der Slowakei und der Tschechischen Republik – resultierte ein Verlust von € 18 Millionen nach einem Minus von € 4 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten verringerte sich um € 135 Millionen auf minus € 243 Millionen. Die darin enthaltenen Bewertungen für die Credit Spreads der eigenen Verbindlichkeiten führten im Berichtszeitraum zu einem um € 67 Millionen höheren Bewertungsverlust von € 139 Millionen. Im Vorjahr hatte sich hier aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen ein positives Ergebnis von € 113 Millionen ergeben.

Um € 48 Millionen höhere Bankenabgaben in Ungarn und der Slowakei sowie die neu eingeführte Finanztransaktionssteuer in Ungarn belasteten die übrigen Ergebnisse mit € 163 Millionen.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen fiel im Periodenvergleich um € 5 Millionen auf minus € 6 Millionen. Es resultierte überwiegend aus der Endkonsolidierung von Unternehmen mit Umsätzen oder Aktiva unterhalb der Wesentlichkeitsgrenze.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 9 Millionen auf € 236 Millionen. Dabei drehten die latenten Steuern von minus € 2 Millionen auf plus € 26 Millionen, im Wesentlichen aufgrund der Veränderung von Bewertungsergebnissen aus eigenen Verbindlichkeiten und Derivaten. Die laufenden Steuern stiegen um 17 Prozent oder € 37 Millionen auf minus € 262 Millionen. Die Steuerquote, die im Vorjahr bei 20 Prozent gelegen war, erhöhte sich aufgrund teils nicht anrechenbarer steuerlicher Verlustvorträge auf 34 Prozent.

in € Millionen Q3/2013 Q2/2013 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 940 972 - 31 - 3,2%
Provisionsüberschuss 417 411 6 1,6%
Handelsergebnis 100 60 40 66,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 - 3 25 - 28
Betriebserträge 1.454 1.467 - 13 - 0,9%
Personalaufwand - 411 - 409 - 2 0,5%
Sachaufwand - 304 - 324 20 - 6,2%
Abschreibungen - 97 - 96 - 2 1,7%
Verwaltungsaufwendungen - 813 - 829 16 - 1,9%
Betriebsergebnis 641 638 3 0,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 330 - 249 - 81 32,6%
Übrige Ergebnisse2 - 82 - 173 91 - 52,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 229 216 13 6,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 80 - 79 - 1 1,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 149 137 12 8,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 15 - 17 3 - 14,7%
Konzern-Periodenüberschuss 134 120 14 12,1%

Ergebnis im Quartalsvergleich

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben. 2 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 sank der Zinsüberschuss im dritten Quartal 2013 um 3 Prozent oder € 31 Millionen auf € 940 Millionen. Die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) reduzierte sich im Quartalsvergleich um 10 Basispunkte auf 3,15 Prozent. Hauptgründe dafür waren niedrigere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie in Asien.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber dem zweiten Quartal 2013 einen Anstieg um € 6 Millionen auf € 417 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei dank Volumensteigerungen in Russland und Ungarn das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr mit € 11 Millionen, gefolgt vom Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie dem Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen mit jeweils € 3 Millionen. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft verringerte sich hingegen um € 8 Millionen, jenes aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um € 3 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis stieg gegenüber dem Vorquartal um € 40 Millionen auf € 100 Millionen. Auslöser dafür war eine deutliche Zunahme des Ergebnisses aus dem währungsbezogenen Geschäft vor allem in Russland und Ungarn, wo sich Bewertungsgewinne derivativer Finanzinstrumente positiv auswirkten. Das zinsbezogene Geschäft verbesserte sich ebenfalls aufgrund des günstigen Marktumfelds in Russland, während es in der Tschechischen Republik zu Bewertungsverlusten aus Wertpapierpositionen kam.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Im dritten Quartal 2013 sank das sonstige betriebliche Ergebnis von € 25 Millionen im Vorquartal um € 28 Millionen auf minus € 3 Millionen. Hauptgründe dafür waren die im zweiten Quartal erfolgte Rückstellungsauflösung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen sowie ein Forderungsausfall im Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 813 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im dritten Quartal 2013 um € 16 Millionen unter dem Wert des Vorquartals von € 829 Millionen.

Der Anstieg des Personalaufwands gegenüber dem Vorquartal fiel dabei mit weniger als 1 Prozent oder € 2 Millionen auf € 411 Millionen moderat aus.

Der Sachaufwand verringerte sich im Quartalsvergleich um € 20 Millionen auf € 304 Millionen, vorwiegend bedingt durch Rückgänge im Rechts- und Beratungsaufwand sowie im Werbe- und Repräsentationsaufwand.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen im Quartalsvergleich um 2 Prozent oder € 2 Millionen auf € 97 Millionen zu. Im dritten Quartal wurde eine Wertminderung von € 10 Millionen auf ein Software-Projekt in der Tschechischen Republik vorgenommen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Quartalsvergleich um € 81 Millionen auf € 330 Millionen. Höherer Vorsorgebedarf zeigte sich dabei in den Segmenten Group Corporates, Russland und GUS Sonstige, während in den Segmenten Südosteuropa und Zentraleuropa geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen anfielen.

Der Bestand an notleidenden Krediten von Nichtbanken erhöhte sich im dritten Quartal um € 340 Millionen auf insgesamt € 8.478 Millionen. Währungsbereinigt waren dabei die größten Zuwächse im Segment Group Corporates (plus € 371 Millionen) zu verzeichnen. In der Ukraine kam es hingegen zu Auflösungen in Höhe von € 50 Millionen. Die NPL Ratio stieg im Quartalsvergleich um 0,4 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent, die NPL Coverage Ratio sank um 1,1 Prozentpunkte auf 66,1 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse verbesserten sich im Quartalsvergleich um € 91 Millionen auf minus € 82 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte dabei von minus € 23 Millionen auf plus € 9 Millionen, hervorgerufen vor allem durch ein positives Bewertungsergebnis aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands in der Konzernzentrale.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um € 11 Millionen auf minus € 56 Millionen. Ausschlaggebend dafür war ein deutlich niedrigerer Bewertungsverlust aus dem Credit Spread für zum Marktwert bewertete Verbindlichkeiten von minus € 5 Millionen nach minus € 52 Millionen im Vorquartal.

Ein weiterer Grund für die Verbesserung lag in der Bankenabgabe in Ungarn, die bereits im zweiten Quartal für das gesamte Jahr verbucht worden war.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg im Quartalsvergleich geringfügig auf € 80 Millionen, die Steuerquote sank hingegen um 2 Prozentpunkte auf 35 Prozent.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI ging gegenüber dem Jahresultimo 2012 um 4 Prozent oder € 5,1 Milliarden auf € 131,0 Milliarden zurück, im Jahresabstand fiel der Rückgang mit 11 Prozent oder € 16,1 Milliarden noch deutlicher aus. Diese Tendenz ist im Wesentlichen auf die fortgesetzte Optimierung der Liquiditätsposition zurückzuführen.

Aktiva

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 21.460 16,4% 22.166 16,3%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 76.826 58,6% 77.859 57,2%
Wertpapiere und Beteiligungen 18.025 13,8% 16.357 12,0%
Sonstige Aktiva 14.724 11,2% 19.734 14,5%
Aktiva gesamt 131.034 100,0% 136.116 100,0%

Die Forderungen an Kreditinstitute nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen sanken seit Jahresbeginn um € 0,7 Milliarden auf € 21,5 Milliarden. Dabei ging das Geldmarktgeschäft – überwiegend in der Konzernzentrale – durch die fortgesetzte Optimierung der Liquidität um € 1,2 Milliarden zurück, die langfristigen Forderungen nahmen hingegen um € 0,4 Milliarden zu. Die Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen stiegen um € 1,4 Milliarden.

Die Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen gingen seit Jahresultimo 2012 um € 1,0 Milliarden auf € 76,8 Milliarden zurück. Verantwortlich für diesen Rückgang waren die Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen mit einem Minus von € 1,4 Milliarden. Das Kreditgeschäft mit Firmenkunden reduzierte sich um € 1,8 Milliarden, insbesondere in Österreich, Malta und Russland. Dagegen legte das Geschäft mit Retail-Kunden um € 0,5 Milliarden und jenes mit dem öffentlichen Sektor um € 0,3 Milliarden zu. Starke Zuwächse im Retail-Kundengeschäft wurden in Russland verzeichnet, während Polen auch währungsbedingt einen Rückgang aufwies.

Die Position Wertpapiere und Beteiligungen erhöhte sich aufgrund von Käufen hochliquider Wertpapiere in der Konzernzentrale um € 1,7 Milliarden auf € 18,0 Milliarden. Die sonstigen Aktiva nahmen durch die Reduktion der Derivate im Ausmaß von € 3,6 Milliarden und der Barreserve im Ausmaß von € 1,3 Milliarden insgesamt um € 5,0 Milliarden auf € 14,7 Milliarden ab.

Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.617 22,6% 30.186 22,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.496 51,5% 66.297 48,7%
Eigenmittel 14.216 10,8% 14.810 10,9%
Übrige Passiva 19.706 15,0% 24.822 18,2%
Passiva gesamt 131.034 100,0% 136.116 100,0%

Das Refinanzierungsvolumen der RBI über Kreditinstitute (überwiegend Geschäftsbanken) verringerte sich gegenüber dem Jahresultimo 2012 durch die Optimierung von Liquiditätspuffern im Bereich der kurzfristigen Einlagen um weitere € 0,6 Milliarden auf insgesamt € 29,6 Milliarden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen hingegen um € 1,2 Milliarden auf € 67,5 Milliarden an. Während hier die Einlagen von Firmenkunden (vor allem in der Konzernzentrale) um € 2,0 Milliarden und jene des öffentlichen Sektors (überwiegend in Russland) um € 1,0 Milliarden wuchsen, sanken sie bei den Retail-Kunden um € 1,8 Milliarden. Die größten Rückgänge gab es dabei in Polen (minus € 0,9 Milliarden), Ungarn (minus € 0,4 Milliarden) und der Tschechischen Republik (minus € 0,2 Milliarden).

Die übrigen Passiva gingen um € 5,1 Milliarden auf € 19,7 Milliarden zurück. Dabei sanken die verbrieften Verbindlichkeiten per Saldo um € 2,2 Milliarden, die Handelspassiva wurden vorwiegend in der Konzernzentrale um € 2,9 Milliarden reduziert.

Funding-Struktur

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Kundeneinlagen 67.496 60,2% 66.297 58,3%
Mittel- und langfristiges Funding 20.227 18,0% 23.097 20,3%
Kurzfristiges Funding 20.503 18,3% 20.379 17,9%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.861 3,4% 3.937 3,5%
Gesamt 112.088 100,0% 113.711 100,0%

2013 setzte die RBI die Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen im Wholesale Funding fort. Sie arbeitet dabei aktiv mit supranationalen Institutionen zusammen, legt aber einen weiteren Schwerpunkt auf lokale Finanzierungsquellen. Einen wesentlichen Teil der Finanzierungen aller Konzerneinheiten führte auch im dritten Quartal 2013 die Konzernzentrale durch. Insgesamt konnte die RBI ihren Funding-Bedarf weiter über Plan decken.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, nahm gegenüber dem Jahresultimo 2012 um 5 Prozent oder € 519 Millionen auf € 10.354 Millionen ab. Dieser Rückgang resultierte vor allem aus den geleisteten Dividendenzahlungen in Höhe von € 485 Millionen, von denen € 200 Millionen auf das Partizipationskapital und € 229 Millionen auf die Aktionäre der RBI AG entfielen. Dem steht das Gesamtergebnis von € 102 Millionen gegenüber, in dem neben dem Periodenüberschuss nach Steuern von € 461 Millionen auch die Auswirkungen der Fremdwährungsentwicklung von minus € 337 Millionen berücksichtigt sind. Wesentliche Treiber waren hier die Abwertungen des russischen Rubels (minus 8 Prozent) und des polnischen Zloty (minus 4 Prozent). Positiv wirkte sich mit € 20 Millionen hingegen die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer aus. Das Ergebnis aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand, das im Wesentlichen durch die Umgliederung realisierter Gewinne in die Erfolgsrechnung entstanden war, lieferte mit minus € 34 Millionen ebenso einen negativen Beitrag wie das Ergebnis aus dem Cash-Flow Hedging mit minus € 19 Millionen. Die sonstigen Veränderungen beinhalten überwiegend Effekte aus dem Kauf von nicht beherrschenden Anteilen (25 Prozent) an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Per 30. September 2013 betrugen die konsolidierten Eigenmittel der RBI gemäß BWG € 12.254 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von € 631 Millionen seit Jahresultimo 2012, hervorgerufen vor allem durch die negative Währungsentwicklung des russischen Rubels und des polnischen Zloty. Die ergänzenden Eigenmittel sanken aufgrund der vorzeitigen Tilgung von Emissionen um € 131 Millionen auf € 3.209 Millionen, das kurzfristige nachrangige Kapital reduzierte sich um € 25 Millionen auf € 277 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein um € 9 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von € 6.617 Millionen gegenüber. Während das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko mit € 5.451 Millionen stabil blieb, stieg das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren auf Basis des internen Modells um € 14 Millionen auf € 287 Millionen. Einen Rückgang um € 28 Millionen auf € 817 Millionen verzeichnete hingegen das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko.

Die Überdeckungsquote ging um 9,3 Prozentpunkte auf 85,2 Prozent zurück, dies entspricht einer Überdeckung von € 5.637 Millionen. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,1 Prozent und eine Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt von 10,6 Prozent. Die Eigenmittelquote sank auf 14,8 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategie

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen in der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, die die Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente festlegen. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen sowie des Portfolio Managements. Die Kreditportfoliostrategien werden dabei regelmäßig an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Trotz der durch die EZB ermöglichten Beruhigung auf dem Markt für europäische Staatsanleihen standen in den vergangenen Quartalen weiterhin die Forderungen gegenüber Staaten und Gemeinden sowie Banken im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert, ebenso wurden – wo erforderlich – Limits reduziert. Neben regulatorischen Erfordernissen im Heimmarkt dient das Engagement der RBI in Staatspapieren hauptsächlich der Stärkung ihres Liquiditätspuffers.

Im Privatkundenbereich lag besonderes Augenmerk auf dem Ausbau des Portfolios an kurzfristigen Verbraucherkrediten unter selektiven Vergabekriterien sowie auf der Anwendung und weitreichenden Abdeckung von Antrags- und Verhaltens-Scorecard-Modellen. Im Kreditvergabeprozess wurde der weiteren Vereinfachung und Automatisierung von Entscheidungsregeln Rechnung getragen.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum ebenfalls weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei vor allem auf die verbesserte Früherkennung potenzieller Problemfälle, auf das Reporting über Fortschritte im Sanierungsmanagement auf Konzernebene sowie auf einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Liquiditätsposition

Die Liquiditätsposition der RBI wies in den ersten drei Quartalen 2013 weiterhin hohe Stabilität auf. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und -abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittel- und längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limits, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI begrenzen. Neben dem Limitkonzept werden auch die Auswirkungen potenzieller Markt- und Namenskrisenszenarien im Rahmen von Liquiditäts-Stresstests regelmäßig evaluiert.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten.

Operationelles Risiko

Im Bereich des operationellen Risikos werden sowohl interne Risikofaktoren, z. B. unerlaubte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Clearing- und Prozessfehler, Betriebsstörungen und Systemausfälle, als auch externe Risikofaktoren wie Sachschäden und betrügerische Handlungen gesteuert und verwaltet.

Diese Risiken werden auf der Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung der Gruppe sowie der Risk-Assessment-Ergebnisse analysiert, verwaltet und kontrolliert. Operational Risk Controlling wendet sowohl ein zentrales als auch ein dezentrales Managementsystem an. Die Grundprinzipien und Mindeststandards werden dabei durch das zentrale Operational Risk Controlling definiert, die detaillierte Umsetzung liegt in der Verantwortung der lokalen Einheiten. Für Ereignisse von geringer Wahrscheinlichkeit und mit hoher Auswirkung werden Messungen mittels Szenarien durchgeführt. Frühwarnindikatoren für operationelle Risiken werden verwendet, um Verluste so früh wie möglich zu erkennen und zu verhindern. Die RBI nutzt derzeit den Standardansatz, um die Eigenkapitalanforderungen für das operationelle Risiko gemäß Basel II zu berechnen.

Regulatorisches Umfeld – Basel II und III

Die RBI beschäftigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr intensiv mit den regulatorischen Entwicklungen. Nach der Einigung der europäischen Institutionen wird Basel III in Europa mit Inkrafttreten der Verordnung CRD IV/CRR (Capital Requirements Directive bzw. Regulation) am 1. Jänner 2014 umgesetzt. Der potenzielle Einfluss dieser neuen bzw. geänderten gesetzlichen Regelungen auf die RBI wurde eingehend analysiert. Neben den Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen steht weiterhin die möglichst flächendeckende Implementierung von fortgeschrittenen Basel-II-Ansätzen im Fokus des Risikomanagements. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse auch für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert sie weiterhin in die Verbesserung ihrer Risikomanagement-Systeme.

Ausblick

Aufgrund der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Wir gehen für 2013 davon aus, dass die Forderungen an Kunden auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine leicht steigende Nettozinsspanne. Unter Kundengesichtspunkten soll der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden und der Bereich Retail Customers soll mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen als bisher.

In Anbetracht der Wirtschaftsaussichten bleibt die Lage in einigen unserer Märkte angespannt. Für 2013 erwarten wir daher einen Bedarf an Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 1.100 bis € 1.200 Millionen.

Auch 2013 widmen wir den Kosten große Aufmerksamkeit und haben ein umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung gestartet. Insgesamt gehen wir von einer stabilen bis leicht steigenden Kostenentwicklung aus, insbesondere aufgrund der erstmals ganzjährigen Berücksichtigung der Polbank.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden regulatorischen Anforderungen sowie einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur überprüfen wir laufend Höhe und Struktur unserer Eigenmittel, um zeitnah und flexibel agieren zu können. Dabei stellt weiterhin, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Für einen besseren Überblick über das operative Ergebnis werden das sonstige betriebliche Ergebnis und folglich auch die Betriebserträge ohne Wertminderung auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben dargestellt. Stattdessen werden diese Positionen in den übrigen Ergebnissen ausgewiesen.

Segmentüberblick

In den ersten neun Monaten 2013 erwirtschaftete die RBI einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 696 Millionen. Dies bedeutet zwar einen Rückgang um 38 Prozent oder € 419 Millionen gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode, dieser war jedoch stark durch positive Sondereffekte (€ 269 Millionen) geprägt gewesen.

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern im Jahresabstand um 16 Prozent auf € 127 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren ein Ergebnisrückgang in der Tschechischen Republik und höhere Verluste in Slowenien, während die Verluste in Ungarn gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres niedriger ausfielen.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Südosteuropa sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6 Prozent auf € 246 Millionen. Hauptverantwortlich waren höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen.

Das Segment Russland leistete mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 507 Millionen weiterhin den mit Abstand größten regionalen Ergebnisbeitrag. Einem Anstieg im operativen Ergebnis von 6 Prozent und einem höheren Ergebnis aus Finanzinvestitionen infolge von Veräußerungen von Beteiligungen standen höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen – dies aber auf weiterhin niedrigem Niveau – gegenüber.

Im Segment GUS Sonstige legte der Periodenüberschuss vor Steuern um 82 Prozent auf € 149 Millionen zu, überwiegend hervorgerufen durch eine Zunahme des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen in der Ukraine.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Corporates sank – primär aufgrund des höheren Wertberichtigungsbedarfs bei Krediten an Großkunden – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 59 Prozent auf € 117 Millionen.

Auch der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank im Periodenvergleich um 55 Prozent auf € 108 Millionen, in erster Linie hervorgerufen durch einen Rückgang des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen, das in der Vorjahresperiode durch einen Einmaleffekt aus Wertpapierverkäufen positiv beeinflusst gewesen war.

Im Segment Corporate Center ging der Periodenüberschuss vor Steuern um 37 Prozent auf € 98 Millionen zurück. Auch hier hatte es 2012 einen Einmaleffekt aus dem Rückkauf von Hybridkapital gegeben. Höhere konzerninterne Dividendenträge schwächten den dadurch bedingten Rückgang jedoch weitgehend ab.

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 1.238 1.154 7,3% 418 418 - 0,1%
Verwaltungsaufwendungen - 784 - 723 8,4% - 267 - 257 3,8%
Betriebsergebnis 454 430 5,5% 151 161 - 6,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 260 - 293 - 11,1% - 91 - 96 - 5,3%
Übrige Ergebnisse - 66 15 - 3 - 51 - 93,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 127 152 - 16,4% 56 13 320,5%
Aktiva 38.353 41.601 - 7,8% 38.353 38.358 0,0%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,90% 2,86% 0,05 PP 2,99% 2,98% 0,01 PP
Return on Equity vor Steuern 5,2% 6,9% - 1,7 PP 6,9% 4,1% 2,8 PP

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber der Vergleichsperiode 2012 um 16 Prozent auf € 127 Millionen. Verantwortlich dafür waren ein Ergebnisrückgang in der Tschechischen Republik sowie höhere Verluste in Slowenien, während die Verluste in Ungarn geringer ausfielen. Der Return on Equity vor Steuern des Segments nahm um 1,7 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent ab.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 4 Prozent auf insgesamt € 803 Millionen. Aufgrund der Einbeziehung der Polbank ergab sich dabei in Polen ein Anstieg um 25 Prozent oder € 47 Millionen, der Rückgänge in anderen Ländern des Segments zur Gänze kompensierte. Die größte Reduktion verzeichnete Ungarn, wo die Zinserträge aufgrund gesunkener Kreditvolumina, niedrigerer Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie geringerer Erträge aus Wertpapieren zurückgingen. In der Slowakei führten höhere Margen im Retail-Neugeschäft sowie ein Repricing bestehender Einlagen zu einem Anstieg des Zinsüberschusses. Demgegenüber wirkte sich ein Rückgang des Retail- und Firmenkundengeschäfts in der Tschechischen Republik negativ aus. Die Nettozinsspanne des Segments verbesserte sich geringfügig auf 2,90 Prozent, wobei sinkenden Zinsspannen in Ungarn, der Tschechischen Republik und Slowenien verbesserte Werte in Polen und der Slowakei gegenüberstanden. Die Bilanzaktiva nahmen infolge der optimierten Liquidität und schwacher Kreditnachfrage im Jahresabstand um 8 Prozent oder € 3,2 Milliarden auf € 38,4 Milliarden ab. Auch die Kreditrisikoaktiva verringerten sich von € 21,4 Milliarden um 1 Prozent auf € 21,2 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um insgesamt 13 Prozent oder € 46 Millionen auf € 409 Millionen. Dabei wuchs das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr um 18 Prozent auf € 176 Millionen, überwiegend getrieben von der Verrechnung höherer Gebühren im Zusammenhang mit der neu eingeführten Transaktionssteuer in Ungarn. Auch das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft verbesserte sich dank einer Steigerung in Ungarn um 47 Prozent auf € 34 Millionen. Ebenso legte das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft – primär beeinflusst von der Entwicklung in Polen – im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 116 Millionen zu.

Das Handelsergebnis des Segments blieb im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu unverändert. Einen Rückgang verzeichnete dabei das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, das im Periodenvergleich von € 2 Millionen auf minus € 16 Millionen sank. Insbesondere in Polen, wo im Vorjahr einmalige Gewinne im Zusammenhang mit Geschäften der Polbank vor deren Erstkonsolidierung im Mai 2012 für einen positiven Sondereffekt gesorgt hatten, trat eine signifikante Reduktion ein. Dem stand ein deutlicher Zuwachs in Ungarn aufgrund von Bewertungsgewinnen aus derivativen Finanzinstrumenten gegenüber. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft nahm im Periodenvergleich hingegen um € 17 Millionen auf € 22 Millionen zu. Verantwortlich für diesen Anstieg war das Bewertungsergebnis aus zinsbasierten Derivaten in Polen und der Tschechischen Republik.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region stieg von € 9 Millionen auf € 19 Millionen. Positiv trug dazu die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von € 11 Millionen in Polen bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 8 Prozent auf € 784 Millionen. Diese Entwicklung ist überwiegend auf die Einbeziehung der Polbank und deren laufende operationale Fusion mit den Strukturen und Systemen der Raiffeisen Bank Polska S.A. zurückzuführen. Zu einem Anstieg der Personalaufwendungen kam es daneben auch in der Slowakei durch eine Änderung der gesetzlichen Sozialabgaben und in der Tschechischen Republik aufgrund höherer

Aufwendungen für latente Bonuszahlungen. Dem standen Reduktionen bei variablen Gehaltsbestandteilen in Ungarn und Slowenien im Rahmen von Kostensenkungsprogrammen sowie der Abbau von Mitarbeitern in Ungarn gegenüber. Der im Berichtszeitraum verzeichnete Anstieg der Abschreibungen um € 14 Millionen wurde vorwiegend durch die Wertminderung eines Software-Projekts in der Tschechischen Republik verursacht. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging im Jahresabstand um 43 auf 805 zurück, überwiegend hervorgerufen durch die Optimierung der örtlichen Präsenz in Polen. Die Cost/Income Ratio der Region nahm vor allem wegen der Erstkonsolidierung der Polbank um 0,6 Prozentpunkte auf 63,3 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen im Segment Zentraleuropa mit einer Reduktion um € 33 Millionen auf € 260 Millionen deutlich geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dabei war sowohl bei den Einzelwertberichtigungen (Rückgang von € 20 Millionen) als auch bei den Portfolio-Wertberichtigungen (Rückgang von € 8 Millionen) ein positiver Trend zu verzeichnen. Nach Ländern betrachtet, gingen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn dank Nettoauflösungen von Einzel- und Portfolio-Wertberichtigungen sowohl für Retail- als auch Firmenkunden um € 50 Millionen zurück, in der Tschechischen Republik reduzierten sie sich im Periodenvergleich um € 9 Millionen. In Slowenien hingegen stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowohl im Firmen- als auch im Retail-Kundenbereich um insgesamt € 25 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug zum Ende der Berichtsperiode 12,0 Prozent (plus 0,9 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa sanken gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 81 Millionen auf minus € 66 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren die Bankenabgaben in der Slowakei und in Ungarn sowie die neu eingeführte Finanztransaktionssteuer in Ungarn, die zu einer Ergebnisbelastung von insgesamt € 85 Millionen führten – um € 48 Millionen mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Weiters waren das Ergebnis aus Finanzinvestitionen (Rückgang von € 22 Millionen) und das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten (Rückgang von € 11 Millionen) rückläufig.

Der Rückgang im Ergebnis aus Finanzinvestitionen resultierte aus einem Rückgang im Bewertungsergebnis aus dem Fair-Value-Wertpapierbestand vor allem in Ungarn und in der Slowakei um € 11 Millionen sowie einem um € 6 Millionen höheren Abwertungsbedarf bei Beteiligungen in der Slowakei und der Tschechischen Republik. Zudem fielen um € 3 Millionen geringere Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren an, als sie im Vorjahr vor allem in der Tschechischen Republik und in Ungarn erzielt worden waren. Geringere Bewertungsgewinne aus diversen Absicherungsgeschäften zur Anpassung der Zinsstruktur in der Tschechischen Republik verursachten zudem einen Rückgang im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von € 11 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich um 12 Prozent auf € 54 Millionen, die Steuerquote nahm um 2 Prozentpunkte auf 42 Prozent zu. Dieser hohe Wert resultierte aus der Situation in Ungarn und Slowenien, wo erlittene Verluste nicht zur Gänze durch Aktivierung entsprechender Verlustvorträge steuerlich geltend gemacht werden konnten. Ebenso konnten auch die Verlustvorträge im Zusammenhang mit der Einbeziehung der Polbank aufgrund steuerlicher Einschränkungen nicht in vollem Umfang geltend gemacht werden.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 177 197 - 10,0% 56 61 - 7,5%
Provisionsüberschuss 96 92 4,9% 30 34 - 11,3%
Handelsergebnis 10 5 124,6% 2 8 - 74,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 5 91,6% 4 3 43,9%
Betriebserträge 292 298 - 1,7% 93 106 - 12,3%
Verwaltungsaufwendungen - 182 - 168 8,3% - 67 - 57 17,5%
Betriebsergebnis 110 130 - 14,8% 26 49 - 47,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 26 - 35 - 26,3% - 7 - 12 - 47,0%
Übrige Ergebnisse - 3 14 - 2 - 1 131,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 82 109 - 24,5% 17 35 - 52,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 17 - 24 - 28,1% - 4 - 6 - 29,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 65 85 - 23,5% 12 29 - 57,7%
Aktiva 8.274 9.054 - 8,6% 8.274 8.265 0,1%
Forderungen an Kunden 6.289 6.368 - 1,2% 6.289 6.196 1,5%
davon Corporate % 43,4% 43,6% - 0,2 PP 43,4% 43,9% - 0,6 PP
davon Retail % 56,2% 56,2% 0,0 PP 56,2% 56,0% 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 9,4% 6,8% 2,6 PP 9,4% 9,7% - 0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 5.804 6.317 - 8,1% 5.804 5.752 0,9%
Loan/Deposit Ratio 108,3% 100,8% 7,5 PP 108,3% 108,3% 0,0 PP
Return on Equity vor Steuern 15,9% 23,9% - 7,9 PP 9,4% 19,8% - 10,4 PP
Return on Equity nach Steuern 12,6% 18,6% - 6,0 PP 6,9% 16,3% - 9,4 PP
Cost/Income Ratio 62,2% 56,5% 5,8 PP 72,2% 53,9% 18,3 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,03% 3,20% - 0,17 PP 2,93% 3,20% - 0,27 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.832 3.044 - 7,0% 2.832 2.994 - 5,4%
Geschäftsstellen 130 132 - 1,5% 130 132 - 1,5%
Kunden 483.302 487.292 - 0,8% 483.302 481.500 0,4%

Ungarn

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 149 177 - 16,2% 48 54 - 11,7%
Provisionsüberschuss 84 57 46,9% 30 29 3,8%
Handelsergebnis - 16 - 45 - 65,5% 2 - 14
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 32 - 8 324,6% - 12 - 10 26,3%
Betriebserträge 185 182 1,9% 68 59 15,7%
Verwaltungsaufwendungen - 137 - 145 - 5,4% - 45 - 45 0,4%
Betriebsergebnis 49 37 30,2% 23 14 66,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 97 - 147 - 33,8% - 25 - 37 - 33,9%
Übrige Ergebnisse - 29 17 5 - 42
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern - 78 - 93 - 16,4% 3 - 65
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 4 - 25,6% - 1 3
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern - 81 - 97 - 16,7% 2 - 63
Aktiva 6.270 7.401 - 15,3% 6.270 6.324 - 0,9%
Forderungen an Kunden 5.161 5.434 - 5,0% 5.161 5.324 - 3,1%
davon Corporate % 53,0% 56,0% - 3,0 PP 53,0% 53,2% - 0,2 PP
davon Retail % 36,0% 38,6% - 2,7 PP 36,0% 35,3% 0,7 PP
davon in Fremdwährung % 61,7% 62,2% - 0,5 PP 61,7% 65,7% - 4,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.082 4.984 - 18,1% 4.082 4.368 - 6,6%
Loan/Deposit Ratio 126,4% 109,9% 16,6 PP 126,4% 121,9% 4,5 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 73,7% 79,4% - 5,7 PP 66,6% 76,7% - 10,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,15% 3,36% - 0,21 PP 3,24% 3,44% - 0,20 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.715 2.904 - 6,5% 2.715 2.772 - 2,1%
Geschäftsstellen 124 125 - 0,8% 124 125 - 0,8%
Kunden 604.565 631.653 - 4,3% 604.565 608.749 - 0,7%

Polen

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 233 186 25,4% 82 76 9,0%
Provisionsüberschuss 123 112 9,4% 42 42 - 0,4%
Handelsergebnis 8 19 - 55,4% 1 - 8
Sonstiges betriebliches Ergebnis 23 4 428,2% 3 16 - 78,4%
Betriebserträge 387 321 20,6% 129 126 2,3%
Verwaltungsaufwendungen - 266 - 215 23,9% - 87 - 89 - 1,8%
Betriebsergebnis 121 106 14,0% 42 37 12,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 74 - 77 - 4,0% - 30 - 28 6,4%
Übrige Ergebnisse - 2 0 0 11 - 99,7%
Periodenüberschuss vor Steuern 45 30 53,7% 12 20 - 39,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 11 - 8 43,6% - 3 - 4 - 31,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 35 22 57,3% 9 16 - 41,5%
Aktiva 12.708 13.711 - 7,3% 12.708 12.639 0,5%
Forderungen an Kunden 9.832 10.561 - 6,9% 9.832 9.768 0,7%
davon Corporate % 33,0% 32,3% 0,7 PP 33,0% 32,6% 0,4 PP
davon Retail % 66,8% 67,6% - 0,7 PP 66,8% 67,3% - 0,5 PP
davon in Fremdwährung % 55,6% 54,0% 1,6 PP 55,6% 56,0% - 0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.053 7.920 - 10,9% 7.053 7.179 - 1,8%
Loan/Deposit Ratio 139,4% 133,3% 6,1 PP 139,4% 136,1% 3,3 PP
Return on Equity vor Steuern 4,2% 3,7% 0,5 PP 3,5% 5,8% - 2,2 PP
Return on Equity nach Steuern 3,2% 2,7% 0,5 PP 2,7% 4,5% - 1,9 PP
Cost/Income Ratio 68,7% 66,9% 1,8 PP 67,4% 70,3% - 2,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,52% 2,46% 0,06 PP 2,72% 2,46% 0,26 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.124 6.471 - 5,4% 6.124 6.080 0,7%
Geschäftsstellen 371 422 - 12,1% 371 370 0,3%
Kunden 806.789 891.009 - 9,5% 806.789 828.605 - 2,6%

Slowakei

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 229 217 5,2% 79 77 1,9%
Provisionsüberschuss 100 96 4,0% 34 35 - 2,7%
Handelsergebnis 3 6 - 43,8% 1 1 14,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 19 8 145,6% 7 6 19,3%
Betriebserträge 352 328 7,3% 122 120 1,6%
Verwaltungsaufwendungen - 183 - 178 3,2% - 63 - 61 2,3%
Betriebsergebnis 168 150 12,1% 59 58 0,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 29 - 24 20,0% - 11 - 9 21,0%
Übrige Ergebnisse - 33 - 16 101,6% - 9 - 16 - 45,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 106 109 - 2,9% 39 34 17,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 23 - 25 - 9,9% - 8 - 6 38,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 83 84 - 0,8% 31 27 12,6%
Aktiva 9.769 9.794 - 0,3% 9.769 9.637 1,4%
Forderungen an Kunden 6.911 6.652 3,9% 6.911 6.853 0,8%
davon Corporate % 47,3% 49,5% - 2,2 PP 47,3% 47,8% - 0,6 PP
davon Retail % 52,5% 50,3% 2,2 PP 52,5% 51,9% 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 0,6% 0,7% - 0,1 PP 0,6% 0,6% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.321 7.213 1,5% 7.321 7.345 - 0,3%
Loan/Deposit Ratio 94,4% 92,2% 2,2 PP 94,4% 93,3% 1,1 PP
Return on Equity vor Steuern 14,9% 15,5% - 0,5 PP 17,0% 13,4% 3,6 PP
Return on Equity nach Steuern 11,7% 11,9% - 0,2 PP 13,3% 11,0% 2,4 PP
Cost/Income Ratio 52,2% 54,2% - 2,1 PP 51,6% 51,2% 0,4 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,37% 3,15% 0,22 PP 3,47% 3,41% 0,05 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.844 3.823 0,5% 3.844 3.828 0,4%
Geschäftsstellen 163 152 7,2% 163 163 0,0%
Kunden 889.023 830.408 7,1% 889.023 879.227 1,1%

Slowenien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 15 18 - 18,7% 5 5 - 8,9%
Provisionsüberschuss 6 6 0,7% 2 2 - 7,0%
Handelsergebnis 1 0 42,5% 0 0 36,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 - 1 0
Betriebserträge 21 25 - 14,2% 6 8 - 17,9%
Verwaltungsaufwendungen - 16 - 18 - 11,6% - 5 - 5 - 5,0%
Betriebsergebnis 5 7 - 21,0% 1 2 - 48,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 34 - 9 273,1% - 19 - 9 106,8%
Übrige Ergebnisse - 1 0 37,9% 0 0 - 20,8%
Periodenfehlbetrag vor Steuern - 29 - 3 >500,0% - 18 - 7 151,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 41,7% 0 0 - 74,3%
Periodenfehlbetrag nach Steuern - 29 - 2 >500,0% - 18 - 7 156,4%
Aktiva 1.339 1.651 - 18,9% 1.339 1.502 - 10,9%
Forderungen an Kunden 1.097 1.275 - 14,0% 1.097 1.157 - 5,2%
davon Corporate % 61,1% 62,5% - 1,4 PP 61,1% 62,0% - 0,9 PP
davon Retail % 31,8% 31,3% 0,5 PP 31,8% 31,2% 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 4,3% 5,0% - 0,7 PP 4,3% 4,6% - 0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 397 489 - 18,9% 397 404 - 1,7%
Loan/Deposit Ratio 276,1% 260,4% 15,7 PP 276,1% 286,4% - 10,2 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 75,2% 73,0% 2,2 PP 81,6% 70,5% 11,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 1,45% 1,56% - 0,11 PP 1,42% 1,50% - 0,08 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 253 321 - 21,2% 253 264 - 4,2%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Kunden 65.719 67.914 - 3,2% 65.719 66.019 - 0,5%

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 964 965 - 0,1% 329 324 1,6%
Verwaltungsaufwendungen - 515 - 516 - 0,3% - 172 - 176 - 2,4%
Betriebsergebnis 449 449 0,2% 157 147 6,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 219 - 200 9,5% - 70 - 86 - 17,9%
Übrige Ergebnisse 15 13 19,8% 6 - 2
Periodenüberschuss vor Steuern 246 261 - 6,0% 92 59 54,4%
Aktiva 21.358 21.866 - 2,3% 21.358 21.330 0,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,33% 4,18% 0,15 PP 4,46% 4,39% 0,07 PP
Return on Equity vor Steuern 16,1% 17,1% - 1,0 PP 17,9% 11,2% 6,7 PP

In der Region Südosteuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres durch höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 6 Prozent auf € 246 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern ging um 1,0 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent zurück.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments nahm im Periodenvergleich um € 9 Millionen auf € 645 Millionen ab. Zurückzuführen war dies insbesondere auf Rückgänge in Rumänien und Bulgarien. In Rumänien waren dafür gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren verantwortlich, in Bulgarien verursachten geringere Kreditvolumina und ebenfalls deutlich gesunkene Marktzinssätze eine Abnahme des Zinsüberschusses. In Serbien konnte der Zinsüberschuss dank eines rückläufigen Zinsaufwands für Kundeneinlagen hingegen gesteigert werden. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich auf 4,33 Prozent (plus 15 Basispunkte). Die Bilanzaktiva verringerten sich im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 21,4 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva gingen ebenfalls um 2 Prozent auf € 12,8 Milliarden zurück.

Der Provisionsüberschuss legte hingegen um 5 Prozent oder € 11 Millionen auf € 252 Millionen zu. Dabei erhöhte sich der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr im Periodenvergleich um 8 Prozent und lieferte mit € 141 Millionen weiterhin den größten Ergebnisbeitrag. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, von denen mehr als die Hälfte in Rumänien – hier gab es einen Anstieg um 10 Prozent – erzielt wurden, blieben im Periodenvergleich mit insgesamt € 51 Millionen konstant. Einen Rückgang um 26 Prozent auf € 16 Millionen zeigte hingegen das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft, das volumenbedingt vor allem in Serbien und Kroatien abnahm. Zuwächse von jeweils € 3 Millionen verzeichneten das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft – dies vorwiegend in Rumänien und Kroatien – sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten in Kroatien und Serbien.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa verringerte sich im Periodenvergleich um 5 Prozent auf € 41 Millionen. Auslöser dafür war vorwiegend ein Rückgang der Erträge aus dem zinsbezogenen Geschäft, der durch ein höheres Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft nicht gänzlich kompensiert werden konnte. Hauptverantwortlich für den Ertragsrückgang im zinsbezogenen Geschäft war der Geschäftsverlauf in Kroatien. Hier waren im Vorjahr aufgrund geringerer Rendite-Spreads höhere Bewertungserträge aus Anleihen des Handelsbestands erzielt worden, während die RBI in der Berichtsperiode angesichts des veränderten Marktumfelds auf eine defensivere Strategie setzte. Der im Berichtszeitraum erzielte Anstieg der Erträge aus dem währungsbezogenen Geschäft resultierte überwiegend aus positiven Marktbewertungen von Devisenterminkontrakten infolge der Währungsaufwertung in Rumänien und Serbien.

Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit € 26 Millionen nahezu auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments gingen im Periodenvergleich geringfügig auf € 515 Millionen zurück. Dabei blieben die Personalaufwendungen mit € 225 Millionen stabil. Der bei den Sachaufwendungen verzeichnete Anstieg um € 3 Millionen auf € 224 Millionen resultierte vor allem aus höheren Werbe- und Repräsentationsaufwendungen sowie gestiegenen Aufwendungen für die Einlagensicherung. Die Abschreibungen gingen um 7 Prozent oder € 5 Millionen auf € 65 Millionen zurück, wofür überwiegend geringere Abschreibungen auf Sachanlagen in Kroatien und Rumänien sowie vermietete Leasinganlagen in Kroatien verantwortlich zeichneten. Die Cost/Income Ratio sank um 0,1 Prozentpunkte auf 53,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Im Segment Südosteuropa stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Periodenvergleich um 10 Prozent auf € 219 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 4 Prozent oder € 9 Millionen auf € 225 Millionen. Besonders hoch fiel hier mit 43 Prozent oder € 16 Millionen der Anstieg in Kroatien aus, wo aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen Kreditrisikovorsorgen vor allem für Retail-Kunden von insgesamt € 52 Millionen netto gebildet wurden. In Albanien ergab sich ein um € 9 Millionen höherer Wertberichtigungsbedarf vor allem für Firmenkunden. Rückgänge konnten hingegen in allen anderen Ländern der Region verzeichnet werden. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen kam es im Segment zu Nettoauflösungen in Höhe von € 4 Millionen nach € 14 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres, die vor allem in den Konzerneinheiten in Bulgarien, Serbien und Rumänien angefallen waren. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments lagen mit € 15 Millionen um € 2 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres. Einerseits sorgten hier positive Bewertungsergebnisse aus Zinsswaps in Kroatien für ein besseres Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (plus € 13 Millionen). Andererseits führte der Entfall von Veräußerungsergebnissen aus Unternehmensanteilen in Höhe von € 7 Millionen, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres in Kroatien, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina erzielt worden waren, zu einem Rückgang im Ergebnis aus Finanzinvestitionen. Einen deutlichen Anstieg zeigten infolge des Rückgangs der Renditen die Bewertungsergebnisse aus Staatsanleihen in Rumänien.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region sanken im Periodenvergleich vor allem aufgrund eines Einmaleffekts – Auflösung einer latenten Steuerverbindlichkeit in Rumänien – um 27 Prozent auf € 23 Millionen, die Steuerquote ging um 3 Prozentpunkte auf 9 Prozent zurück.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Albanien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 57 59 - 3,8% 19 19 1,6%
Provisionsüberschuss 7 6 34,3% 3 2 5,8%
Handelsergebnis 16 14 16,6% 6 6 1,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 0 0 1 - 40,7%
Betriebserträge 81 78 4,8% 28 28 1,2%
Verwaltungsaufwendungen - 30 - 29 3,5% - 10 - 11 - 6,2%
Betriebsergebnis 51 49 5,6% 17 16 6,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 18 - 12 45,5% - 7 - 7 - 4,4%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 33 36 - 7,9% 11 9 14,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 4 - 11,0% - 1 - 1 13,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 30 32 - 7,5% 10 8 14,5%
Aktiva 2.161 2.361 - 8,5% 2.161 2.181 - 0,9%
Forderungen an Kunden 899 968 - 7,1% 899 928 - 3,2%
davon Corporate % 69,4% 67,9% 1,6 PP 69,4% 68,6% 0,8 PP
davon Retail % 30,6% 32,1% - 1,6 PP 30,6% 31,4% - 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 65,5% 67,8% - 2,4 PP 65,5% 65,0% 0,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.856 2.116 - 12,3% 1.856 1.920 - 3,4%
Loan/Deposit Ratio 48,4% 45,7% 2,7 PP 48,4% 48,3% 0,1 PP
Return on Equity vor Steuern 23,6% 27,0% - 3,4 PP 21,5% 17,1% 4,4 PP
Return on Equity nach Steuern 21,1% 24,1% - 3,0 PP 19,2% 15,3% 4,0 PP
Cost/Income Ratio 37,1% 37,6% - 0,5 PP 37,5% 40,5% - 3,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,08% 3,94% 0,14 PP 4,30% 4,14% 0,16 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.389 1.419 - 2,1% 1.389 1.386 0,2%
Geschäftsstellen 105 105 0,0% 105 105 0,0%
Kunden 724.770 698.367 3,8% 724.770 722.839 0,3%

Bosnien und Herzegowina

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 55 54 1,0% 19 18 3,0%
Provisionsüberschuss 23 23 0,0% 9 7 21,8%
Handelsergebnis 2 1 99,7% 1 1 - 24,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 0 >500,0% 0 1 - 44,2%
Betriebserträge 82 79 4,2% 29 27 5,7%
Verwaltungsaufwendungen - 46 - 45 1,1% - 17 - 15 9,7%
Betriebsergebnis 36 34 8,4% 12 12 0,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 7 - 15 - 53,3% - 1 - 4 - 80,6%
Übrige Ergebnisse - 1 2 0 0 - 60,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 29 20 44,1% 11 8 43,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 2 46,4% - 1 - 1 72,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 26 18 43,9% 10 7 40,4%
Aktiva 2.013 1.990 1,2% 2.013 1.985 1,5%
Forderungen an Kunden 1.258 1.307 - 3,7% 1.258 1.279 - 1,6%
davon Corporate % 37,1% 41,7% - 4,6 PP 37,1% 39,2% - 2,1 PP
davon Retail % 62,1% 57,6% 4,5 PP 62,1% 60,0% 2,1 PP
davon in Fremdwährung % 74,6% 74,7% - 0,1 PP 74,6% 73,1% 1,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.556 1.521 2,3% 1.556 1.541 1,0%
Loan/Deposit Ratio 80,9% 85,9% - 5,0 PP 80,9% 83,0% - 2,1 PP
Return on Equity vor Steuern 16,0% 11,0% 5,0 PP 18,4% 12,4% 6,0 PP
Return on Equity nach Steuern 14,3% 9,8% 4,4 PP 16,2% 11,2% 5,0 PP
Cost/Income Ratio 55,7% 57,4% - 1,7 PP 58,0% 55,9% 2,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,90% 3,70% 0,21 PP 3,99% 3,97% 0,02 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.504 1.558 - 3,5% 1.504 1.510 - 0,4%
Geschäftsstellen 98 98 0,0% 98 98 0,0%
Kunden 496.807 489.483 1,5% 496.807 488.254 1,8%

Bulgarien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 98 103 - 4,5% 34 34 2,4%
Provisionsüberschuss 28 28 1,7% 10 10 1,3%
Handelsergebnis 2 4 - 58,7% 1 0 94,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0
Betriebserträge 128 134 - 4,4% 44 44 1,7%
Verwaltungsaufwendungen - 68 - 69 - 1,6% - 23 - 23 - 0,5%
Betriebsergebnis 61 65 - 7,4% 22 21 4,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 53 - 51 4,1% - 22 - 17 30,4%
Übrige Ergebnisse - 1 0 0 0 - 17,9%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 6 14 - 55,6% 0 4
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 - 1 - 94,9% 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 6 13 - 53,0% 0 4
Aktiva 3.409 3.581 - 4,8% 3.409 3.373 1,0%
Forderungen an Kunden 2.629 2.893 - 9,1% 2.629 2.711 - 3,0%
davon Corporate % 44,4% 45,5% - 1,1 PP 44,4% 44,6% - 0,2 PP
davon Retail % 55,1% 53,9% 1,2 PP 55,1% 54,9% 0,2 PP
davon in Fremdwährung % 71,6% 75,6% - 4,0 PP 71,6% 73,0% - 1,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.157 2.227 - 3,2% 2.157 2.110 2,2%
Loan/Deposit Ratio 121,9% 129,9% - 8,0 PP 121,9% 128,4% - 6,5 PP
Return on Equity vor Steuern 1,7% 3,9% - 2,2 PP 3,0%
Return on Equity nach Steuern 1,7% 3,7% - 2,0 PP 2,9%
Cost/Income Ratio 52,8% 51,3% 1,5 PP 51,3% 52,4% - 1,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,95% 3,90% 0,05 PP 4,18% 4,07% 0,11 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.029 3.136 - 3,4% 3.029 3.070 - 1,3%
Geschäftsstellen 178 184 - 3,3% 178 181 - 1,7%
Kunden 738.588 786.863 - 6,1% 738.588 733.506 0,7%

Kroatien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 112 114 - 1,8% 39 37 6,0%
Provisionsüberschuss 43 43 - 1,5% 17 12 36,3%
Handelsergebnis 7 18 - 59,1% 1 5 - 81,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 19 23 - 17,4% 6 6 - 8,0%
Betriebserträge 180 198 - 8,7% 63 60 3,7%
Verwaltungsaufwendungen - 98 - 104 - 5,9% - 32 - 33 - 3,6%
Betriebsergebnis 83 94 - 11,9% 31 28 12,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 48 - 34 40,0% - 7 - 25 - 70,6%
Übrige Ergebnisse 2 - 6 0 1
Periodenüberschuss vor Steuern 37 54 - 32,2% 23 3 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 7 - 10 - 29,5% - 5 - 1 >500,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 29 44 - 32,8% 19 2 >500,0%
Aktiva 4.948 5.293 - 6,5% 4.948 5.047 - 1,9%
Forderungen an Kunden 3.468 3.694 - 6,1% 3.468 3.581 - 3,2%
davon Corporate % 41,5% 41,2% 0,3 PP 41,5% 42,1% - 0,6 PP
davon Retail % 49,0% 48,2% 0,9 PP 49,0% 48,6% 0,4 PP
davon in Fremdwährung % 60,9% 64,3% - 3,4 PP 60,9% 62,9% - 1,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.012 3.159 - 4,6% 3.012 2.984 0,9%
Loan/Deposit Ratio 115,9% 116,6% - 0,7 PP 115,9% 119,6% - 3,7 PP
Return on Equity vor Steuern 6,9% 9,5% - 2,7 PP 13,1% 1,5% 11,6 PP
Return on Equity nach Steuern 5,5% 7,7% - 2,2 PP 10,5% 1,2% 9,2 PP
Cost/Income Ratio 54,2% 52,6% 1,7 PP 50,5% 54,4% - 3,8 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,43% 3,13% 0,30 PP 3,64% 3,40% 0,24 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.040 2.056 - 0,8% 2.040 2.050 - 0,5%
Geschäftsstellen 76 79 - 3,8% 76 76 0,0%
Kunden 474.668 482.265 - 1,6% 474.668 475.235 - 0,1%

Kosovo

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 29 29 0,7% 10 10 - 1,5%
Provisionsüberschuss 6 6 - 0,8% 2 2 11,3%
Handelsergebnis 0 0 48,6% 0 0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 121,3% 0 0 387,4%
Betriebserträge 35 35 0,2% 12 12 - 0,2%
Verwaltungsaufwendungen - 18 - 19 - 6,5% - 6 - 6 - 0,2%
Betriebsergebnis 17 16 8,6% 6 6 - 0,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 3 - 4 - 16,8% - 1 - 1 - 16,6%
Übrige Ergebnisse 0 0 213,2% 0 0 30,3%
Periodenüberschuss vor Steuern 14 12 20,4% 5 5 4,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1 - 1 15,9% - 1 - 1 4,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 13 10 20,9% 5 4 4,8%
Aktiva 654 649 0,8% 654 624 4,9%
Forderungen an Kunden 454 427 6,3% 454 462 - 1,9%
davon Corporate % 39,4% 36,2% 3,1 PP 39,4% 39,8% - 0,5 PP
davon Retail % 60,6% 63,8% - 3,1 PP 60,6% 60,2% 0,5 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 515 524 - 1,7% 515 500 3,1%
Loan/Deposit Ratio 88,0% 81,4% 6,6 PP 88,0% 92,4% - 4,4 PP
Return on Equity vor Steuern 20,9% 17,9% 3,0 PP 21,4% 19,7% 1,7 PP
Return on Equity nach Steuern 18,7% 15,9% 2,8 PP 19,1% 17,5% 1,6 PP
Cost/Income Ratio 51,8% 55,5% - 3,7 PP 51,1% 51,1% 0,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,20% 6,03% 0,17 PP 6,26% 6,56% - 0,31 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 701 697 0,6% 701 704 - 0,4%
Geschäftsstellen 51 54 - 5,6% 51 52 - 1,9%
Kunden 246.190 269.087 - 8,5% 246.190 243.527 1,1%

Rumänien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 212 229 - 7,7% 71 69 2,5%
Provisionsüberschuss 118 109 7,9% 42 39 8,1%
Handelsergebnis 11 7 72,2% 4 1 201,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3 1 87,3% - 1 3
Betriebserträge 343 346 - 0,9% 116 112 3,7%
Verwaltungsaufwendungen - 200 - 194 3,2% - 66 - 69 - 4,8%
Betriebsergebnis 143 153 - 6,1% 50 43 17,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 75 - 74 1,7% - 28 - 27 3,4%
Übrige Ergebnisse 14 6 129,0% 7 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 81 84 - 3,5% 29 16 78,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1 - 12 - 92,2% - 5 9
Periodenüberschuss nach Steuern 81 72 11,3% 25 26 - 4,2%
Aktiva 6.315 6.090 3,7% 6.315 6.252 1,0%
Forderungen an Kunden 4.396 4.217 4,2% 4.396 4.244 3,6%
davon Corporate % 34,1% 35,3% - 1,2 PP 34,1% 34,4% - 0,3 PP
davon Retail % 62,7% 62,0% 0,7 PP 62,7% 62,6% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 52,5% 56,9% - 4,4 PP 52,5% 52,9% - 0,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.144 3.813 8,7% 4.144 3.983 4,0%
Loan/Deposit Ratio 106,1% 110,6% - 4,5 PP 106,1% 106,6% - 0,5 PP
Return on Equity vor Steuern 20,1% 23,4% - 3,3 PP 20,5% 10,9% 9,6 PP
Return on Equity nach Steuern 19,8% 20,1% - 0,2 PP 17,3% 17,1% 0,2 PP
Cost/Income Ratio 58,2% 55,9% 2,3 PP 56,8% 61,9% - 5,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,65% 5,08% - 0,43 PP 4,65% 4,54% 0,11 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.383 5.660 - 4,9% 5.383 5.246 2,6%
Geschäftsstellen 529 530 - 0,2% 529 526 0,6%
Kunden 2.009.889 1.955.123 2,8% 2.009.889 2.004.802 0,3%

Serbien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 83 66 25,2% 28 30 - 6,2%
Provisionsüberschuss 27 26 2,8% 9 9 1,5%
Handelsergebnis 2 0 1 0 484,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 4 - 38,3% - 1 2
Betriebserträge 114 96 19,5% 37 41 - 9,4%
Verwaltungsaufwendungen - 56 - 57 - 1,1% - 19 - 19 - 2,2%
Betriebsergebnis 58 39 49,3% 19 22 - 15,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 14 - 9 60,1% - 5 - 5 2,1%
Übrige Ergebnisse 1 11 - 92,5% - 1 - 3 - 63,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 45 41 10,4% 13 15 - 13,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 6 - 3 89,8% - 2 - 2 2,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 39 38 3,7% 11 13 - 15,6%
Aktiva 1.862 1.975 - 5,7% 1.862 1.922 - 3,1%
Forderungen an Kunden 1.167 1.280 - 8,8% 1.167 1.213 - 3,8%
davon Corporate % 49,3% 55,9% - 6,6 PP 49,3% 51,9% - 2,6 PP
davon Retail % 48,1% 41,2% 6,9 PP 48,1% 45,6% 2,5 PP
davon in Fremdwährung % 67,0% 67,7% - 0,6 PP 67,0% 69,9% - 2,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.119 1.165 - 4,0% 1.119 1.117 0,1%
Loan/Deposit Ratio 104,3% 109,8% - 5,5 PP 104,3% 108,5% - 4,2 PP
Return on Equity vor Steuern 13,3% 11,7% 1,7 PP 10,6% 11,6% - 1,0 PP
Return on Equity nach Steuern 11,6% 10,8% 0,8 PP 9,0% 10,1% - 1,1 PP
Cost/Income Ratio 49,0% 59,2% - 10,2 PP 50,1% 46,4% 3,7 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,21% 4,58% 1,63 PP 6,33% 6,75% - 0,42 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.666 1.776 - 6,2% 1.666 1.753 - 5,0%
Geschäftsstellen 84 85 - 1,2% 84 86 - 2,3%
Kunden 586.174 526.210 11,4% 586.174 571.677 2,5%

Russland

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 894 834 7,2% 318 293 8,8%
Verwaltungsaufwendungen - 392 - 360 8,7% - 127 - 140 - 9,3%
Betriebsergebnis 502 474 6,0% 191 153 25,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 19 13 - 27 - 7 256,7%
Übrige Ergebnisse 24 - 2 - 3 1
Periodenüberschuss vor Steuern 507 485 4,4% 162 146 10,7%
Aktiva 15.796 15.443 2,3% 15.796 16.208 - 2,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,81% 5,23% - 0,42 PP 4,64% 4,75% - 0,11 PP
Return on Equity vor Steuern 41,8% 43,1% - 1,2 PP 39,7% 35,6% 4,2 PP

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent auf € 507 Millionen. Dabei kompensierte das positive Ergebnis aus der Veräußerung von Beteiligungen den im Berichtszeitraum verzeichneten Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen großteils. Der Return on Equity vor Steuern des Segments ging um 1,2 Prozentpunkte auf 41,8 Prozent zurück.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss in Russland sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2 Prozent oder € 9 Millionen auf € 542 Millionen. Die Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung der durch Fremdwährungskredite entstandenen Positionen bestehen, verringerten sich dabei um € 80 Millionen. Dagegen stiegen die Zinserträge aus Krediten infolge höherer Volumina im Neugeschäft. Positiv wirkte weiters, dass die Aufwendungen für Kundeneinlagen durch Repricing-Maßnahmen verringert werden konnten. Wegen geringerer Zinserträge aus Derivaten wies das Segment im Jahresabstand einen Rückgang der Nettozinsspanne um 42 Basispunkte auf 4,81 Prozent aus. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 2 Prozent auf € 15,8 Milliarden, und auch die Kreditrisikoaktiva nahmen aufgrund der überwiegend aus dem Retail-Geschäft (Kreditkarten, Verbraucherkredite) stammenden Steigerung des Kreditvolumens um 5 Prozent auf € 10,2 Milliarden zu.

Einen deutlichen Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Provisionsüberschuss mit einem Plus von 10 Prozent oder € 20 Millionen auf € 231 Millionen. Dabei stieg der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft überwiegend durch höhere Volumina im Retail-Neugeschäft um € 14 Millionen auf € 70 Millionen. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr wiederum wuchs vor allem durch volumenbedingt höhere Umsätze im Kreditkartengeschäft um € 10 Millionen auf € 83 Millionen. Dagegen ging der Ertrag aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft volumenbedingt um € 4 Millionen zurück.

Das Handelsergebnis übertraf mit € 121 Millionen (plus € 57 Millionen) den Vergleichswert des Vorjahres deutlich. Während sich dabei das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft durch höhere Ergebnisse aus zur Absicherung eingegangenen Fremdwährungsderivaten mit einem Plus von € 61 Millionen auf € 114 Millionen mehr als verdoppelte, verringerte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft aufgrund von Bewertungsverlusten um € 5 Millionen auf € 8 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis war nach plus € 8 Millionen im Berichtszeitraum leicht negativ, vorwiegend bedingt durch den positiven Effekt aus der Auflösung einer Rückstellung in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich insgesamt um 9 Prozent oder € 31 Millionen auf € 392 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war eine Zunahme des Personalaufwands (plus € 18 Millionen) durch Gehaltserhöhungen zum Ende des Vorjahres. Der im Sachaufwand verzeichnete Anstieg um € 8 Millionen wiederum resultierte aus höheren Werbe- und IT-Aufwendungen. Einsparungen wurden hingegen bei den Kommunikationsaufwendungen erzielt. Die Abschreibungen erhöhten sich um € 6 Millionen, hervorgerufen durch Wertminderungen bei Filialgebäuden. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand geringfügig auf 192. Da die Verwaltungsaufwendungen stärker anstiegen als die Betriebserträge des Segments, erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 0,6 Prozentpunkte auf 43,8 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode wurden netto € 19 Millionen an Kreditrisikovorsorgen dotiert – diese befinden sich aber immer noch auf einem niedrigen Niveau – während in der Vergleichsperiode des Vorjahres netto € 13 Millionen aufgelöst worden waren. Der Anstieg der notleidenden Kredite im Retail-Kundenbereich sowie einzelne Ausfälle bei Firmenkunden machten im Periodenvergleich höhere Einzelwertberichtigungen notwendig, die nur teilweise durch einen Rückgang infolge von Forderungsverkäufen und einer aktualisierten Bewertung von Sicherheiten bei Firmenkunden kompensiert wurden. Die Ausweitung des Kreditvolumens sowie die Entwicklung des USD/EUR-Kurses machte auch bei den Portfolio-Wertberichtigungen eine Nettodotierung von € 5 Millionen erforderlich. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments reduzierte sich im Jahresabstand um 1,4 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland stiegen im Periodenvergleich um € 26 Millionen auf € 24 Millionen. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus Finanzinvestitionen überwiegend aufgrund der Veräußerung von Beteiligungen um € 23 Millionen auf € 25 Millionen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten – es resultierte aus Zinsswap-Transaktionen zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos – verbesserte sich um € 3 Millionen auf minus € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen aufgrund höherer, nicht abzugsfähiger Aufwendungen um 21 Prozent auf € 124 Millionen, die Steuerquote erhöhte sich um 4 Prozentpunkte auf 25 Prozent.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Kennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch beruht.

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 542 551 - 1,7% 176 184 - 4,0%
Provisionsüberschuss 231 211 9,6% 76 86 - 11,9%
Handelsergebnis 121 65 87,4% 66 24 173,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 8 0 - 1 - 92,8%
Betriebserträge 894 834 7,2% 318 293 8,8%
Verwaltungsaufwendungen - 392 - 360 8,7% - 127 - 140 - 9,3%
Betriebsergebnis 502 474 6,0% 191 153 25,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 19 13 - 27 - 7 256,7%
Übrige Ergebnisse 24 - 2 - 3 1
Periodenüberschuss vor Steuern 507 485 4,4% 162 146 10,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 124 - 103 21,3% - 37 - 45 - 18,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 382 383 - 0,1% 125 101 23,6%
Aktiva 15.796 15.443 2,3% 15.796 16.208 - 2,5%
Forderungen an Kunden 10.173 9.113 11,6% 10.173 9.935 2,4%
davon Corporate % 57,0% 64,5% - 7,5 PP 57,0% 59,1% - 2,1 PP
davon Retail % 43,0% 35,5% 7,5 PP 43,0% 40,9% 2,1 PP
davon in Fremdwährung % 34,3% 47,4% - 13,1 PP 34,3% 36,5% - 2,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 10.329 10.088 2,4% 10.329 10.437 - 1,0%
Loan/Deposit Ratio 98,5% 90,3% 8,1 PP 98,5% 95,2% 3,3 PP
Return on Equity vor Steuern 34,1% 34,5% - 0,3 PP 32,3% 25,9% 6,4 PP
Return on Equity nach Steuern 25,8% 27,2% - 1,4 PP 25,0% 17,9% 7,1 PP
Cost/Income Ratio 43,8% 43,2% 0,6 PP 39,9% 47,8% - 7,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,81% 5,23% - 0,42 PP 4,64% 4,75% - 0,11 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.572 8.018 6,9% 8.572 8.358 2,6%
Geschäftsstellen 192 193 - 0,5% 192 190 1,1%
Kunden 2.523.700 2.216.261 13,9% 2.523.700 2.431.687 3,8%

GUS Sonstige

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 467 462 1,1% 175 156 11,9%
Verwaltungsaufwendungen - 268 - 278 - 3,6% - 89 - 90 - 1,3%
Betriebsergebnis 199 184 8,2% 86 66 29,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 94 - 76 24,2% - 37 - 32 15,8%
Übrige Ergebnisse 44 - 27 5 6 - 22,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 149 82 82,0% 54 41 32,4%
Aktiva 5.981 6.356 - 5,9% 5.981 6.213 - 3,7%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 7,27% 7,18% 0,09 PP 8,08% 7,13% 0,95 PP
Return on Equity vor Steuern 23,6% 14,0% 9,6 PP 25,5% 19,1% 6,4 PP

Im Segment GUS Sonstige stieg der Periodenüberschuss vor Steuern im Jahresabstand vor allem aufgrund höherer Erträge aus Finanzinvestitionen um 82 Prozent auf € 149 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern erhöhte sich dadurch um 9,6 Prozentpunkte auf 23,6 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging insgesamt um 3 Prozent oder € 10 Millionen auf € 307 Millionen zurück. Hauptverantwortlich dafür war ein Rückgang des Zinsüberschusses in der Ukraine um 9 Prozent auf € 241 Millionen, hervorgerufen durch geringere Kreditvolumina, rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren sowie höhere Aufwendungen für Kundeneinlagen. In Belarus hingegen führten höhere Kreditvolumina und Margen zu einem Anstieg des Zinsüberschusses um 30 Prozent auf € 65 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 6,0 Milliarden ab, die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich trotz des Wegfalls von großteils wertberichtigten Krediten infolge der höheren Gewichtung des Neugeschäfts um 2 Prozent auf € 5,2 Milliarden. Die Nettozinsspanne verbesserte sich um 9 Basispunkte auf 7,27 Prozent.

Der Provisionsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 156 Millionen, zu denen die um 5 Prozent gestiegenen Erträge aus dem Zahlungsverkehr mit € 117 Millionen weiterhin den wichtigsten Beitrag leisteten. Der hier erzielte Anstieg resultierte vor allem aus einer höheren Anzahl an Transaktionen in Belarus und der Ukraine.

Das Handelsergebnis verbesserte sich im Periodenvergleich von minus € 5 Millionen auf plus € 8 Millionen. Hier profitierte das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft von deutlich geringeren Bewertungsverlusten aus einer strategischen Währungsposition in Belarus, die zur Absicherung des Eigenkapitals gehalten wird, und von positiven Effekten aus Fremdwährungspositionen in der Ukraine. Bewertungsgewinne aus Anleihen sorgten in der Ukraine auch für eine Steigerung des Ergebnisses aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 2 Millionen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments ging im Periodenvergleich per Saldo von minus € 2 Millionen auf minus € 4 Millionen zurück. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war hier ein positiver Effekt aus der Auflösung von Rückstellungen in der Ukraine enthalten gewesen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 10 Millionen auf € 268 Millionen. In der Ukraine wurden dabei – unterstützt durch leichte Abwertungen des US-Dollars und der ukrainischen Hryvna – Aufwandssenkungen von insgesamt € 16 Millionen erzielt. Diese resultierten vor allem aus einer Reduktion der Personalaufwendungen (minus € 6 Millionen) infolge des Abbaus von Mitarbeitern und einer Abnahme des Abschreibungsaufwands um € 8 Millionen wegen geringerer IT-Investitionen und einer in der Vergleichsperiode des Vorjahres erfolgten Wertminderung. In Belarus hingegen stiegen die Verwaltungsaufwendungen um € 6 Millionen. Davon entfielen € 5 Millionen auf höhere Personalaufwendungen, die durch inflationsindexbasierte bzw. im Vorjahr gewährte Gehaltserhöhungen verursacht wurden. Die Cost/Income Ratio des Segments verbesserte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 57,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region stiegen im Periodenvergleich um 24 Prozent oder € 18 Millionen auf € 94 Millionen. Dabei lag der Wertberichtigungsbedarf vor allem in der Ukraine mit € 95 Millionen um € 21 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres, vor allem begründet durch niedrigere Bewertungen von Sicherheiten von Retail-Kunden. In Belarus lagen die Wertberichtigungen unter € 1 Million. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am gesamten Kreditportfolio des Segments fiel im Jahresabstand um 5,9 Prozentpunkte auf 25,4 Prozent, unterstützt von der Ausbuchung von Fremdwährungskrediten an Retail-Kunden in der Ukraine.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse drehten im Periodenvergleich von minus € 27 Millionen auf plus € 44 Millionen. Ausschlaggebend für diese Steigerung waren vor allem Bewertungsgewinne aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands. In der Ukraine verbesserte sich das Ergebnis aus der Bewertung von festverzinslichen ukrainischen Staatsanleihen wegen deutlicher Rückgänge des Marktzinsniveaus im Periodenvergleich von minus € 26 Millionen auf plus € 20 Millionen. Zusätzlich brachte die Veräußerung von Unternehmensanteilen in der Ukraine in der Berichtsperiode einen Gewinn von € 21 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments erhöhten sich im Periodenvergleich lediglich um € 5 Millionen auf € 32 Millionen. DieSteuerquote sank hingegen aufgrund von gesetzlich geänderten, niedrigeren Einkommensteuersätzen in der Ukraine und in Belarus und eines niedrigeren Steuersatzes auf Erträge aus Wertpapieren in der Ukraine um 12 Prozentpunkte auf 21 Prozent.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Belarus

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 65 50 30,3% 23 21 7,2%
Provisionsüberschuss 47 44 7,1% 16 16 - 3,0%
Handelsergebnis - 1 - 10 - 92,0% 4 1 236,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 1 - 1 20,8% 0 0 - 22,4%
Betriebserträge 109 82 33,1% 43 38 10,8%
Verwaltungsaufwendungen - 55 - 48 13,2% - 18 - 19 - 3,4%
Betriebsergebnis 55 34 61,3% 25 20 24,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 - 2 - 77,6% 0 0 282,5%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 54 32 69,5% 24 20 22,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 12 - 12 - 6,5% - 5 - 4 21,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 43 20 117,5% 19 15 22,9%
Aktiva 1.450 1.331 9,0% 1.450 1.442 0,6%
Forderungen an Kunden 1.013 789 28,4% 1.013 971 4,3%
davon Corporate % 73,9% 72,4% 1,5 PP 73,9% 74,0% - 0,1 PP
davon Retail % 26,1% 27,6% - 1,5 PP 26,1% 26,0% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 70,6% 73,4% - 2,8 PP 70,6% 72,3% - 1,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 857 850 0,8% 857 905 - 5,3%
Loan/Deposit Ratio 118,2% 92,8% 25,4 PP 118,2% 107,3% 10,9 PP
Return on Equity vor Steuern 37,1% 24,1% 13,1 PP 46,3% 36,9% 9,5 PP
Return on Equity nach Steuern 29,2% 14,7% 14,4 PP 35,9% 28,5% 7,4 PP
Cost/Income Ratio 49,9% 58,6% - 8,8 PP 42,4% 48,7% - 6,2 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,56% 5,64% 0,92 PP 6,84% 6,39% 0,45 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.228 2.168 2,8% 2.228 2.194 1,5%
Geschäftsstellen 100 100 0,0% 100 100 0,0%
Kunden 707.229 685.846 3,1% 707.229 701.651 0,8%

Ukraine

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Zinsüberschuss 241 266 - 9,3% 89 80 12,0%
Provisionsüberschuss 109 109 0,1% 39 36 7,8%
Handelsergebnis 9 5 83,1% 4 2 94,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 3 - 1 141,1% - 1 - 1 13,2%
Betriebserträge 356 378 - 6,0% 131 117 12,2%
Verwaltungsaufwendungen - 213 - 230 - 7,2% - 70 - 71 - 0,7%
Betriebsergebnis 142 149 - 4,1% 61 46 32,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 95 - 73 29,0% - 36 - 32 14,3%
Übrige Ergebnisse 44 - 27 5 6 - 22,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 91 48 88,8% 30 21 42,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 20 - 14 37,2% - 7 - 4 61,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 72 34 110,2% 23 17 37,3%
Aktiva 4.495 4.978 - 9,7% 4.495 4.727 - 4,9%
Forderungen an Kunden 3.619 3.932 - 8,0% 3.619 3.787 - 4,4%
davon Corporate % 54,0% 51,4% 2,6 PP 54,0% 53,3% 0,7 PP
davon Retail % 46,0% 48,6% - 2,6 PP 46,0% 46,7% - 0,7 PP
davon in Fremdwährung % 48,0% 53,5% - 5,6 PP 48,0% 49,9% - 2,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.652 2.607 1,7% 2.652 2.806 - 5,5%
Loan/Deposit Ratio 136,5% 150,8% - 14,4 PP 136,5% 135,0% 1,5 PP
Return on Equity vor Steuern 15,3% 7,8% 7,5 PP 14,7% 10,0% 4,7 PP
Return on Equity nach Steuern 12,0% 5,5% 6,5 PP 11,4% 8,0% 3,4 PP
Cost/Income Ratio 59,9% 60,7% - 0,8 PP 53,5% 60,4% - 7,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 7,51% 7,62% - 0,11 PP 8,53% 7,36% 1,17 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 13.324 14.493 - 8,1% 13.324 13.492 - 1,2%
Geschäftsstellen 818 826 - 1,0% 818 820 - 0,2%
Kunden 3.084.830 3.033.169 1,7% 3.084.830 3.082.951 0,1%
Group Corporates
-- ------------------
in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 468 453 3,5% 152 160 - 4,5%
Verwaltungsaufwendungen - 142 - 130 9,1% - 46 - 51 - 9,4%
Betriebsergebnis 326 323 1,2% 106 108 - 2,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 208 - 52 296,1% - 105 - 30 248,5%
Übrige Ergebnisse - 2 18 - 2 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 117 288 - 59,3% - 1 78
Aktiva 21.667 20.293 6,8% 21.667 19.529 10,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,32% 1,92% 0,40 PP 2,25% 2,55% - 0,31 PP
Return on Equity vor Steuern 8,6% 22,1% - 13,5 PP 16,9%

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Corporates sank – primär aufgrund höheren Wertberichtigungsbedarfs bei Krediten an Großkunden – gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 59 Prozent auf € 117 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich dadurch um 13,5 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg gegenüber der Vergleichsperiode insgesamt um 15 Prozent auf € 354 Millionen. Im Profitcenter Corporate Customers der Konzernzentrale (von Wien aus betreute österreichische und multinationale Firmenkunden) wurde hier durch einen Anstieg der aktivseitigen Margen sowie ein gestiegenes Kreditvolumen eine wesentliche Verbesserung auf insgesamt € 139 Millionen erreicht. Auch im Profitcenter Network Corporate Customers & Support (überwiegend internationale Firmenkunden mit CEE-Bezug) nahm der Zinsüberschuss um 7 Prozent auf € 62 Millionen zu, während in Asien Rückgänge infolge geringerer Kreditvolumina verzeichnet wurden. Die Nettozinsspanne des Segments stieg aufgrund verbesserter aktivseitiger Margen und geringerer Belastungen aus der Liquiditätsverrechnung im Rahmen des konzerninternen Fundings um 40 Basispunkte auf 2,32 Prozent. Die Bilanzaktiva nahmen insbesondere aufgrund des gestiegenen Kreditvolumens an westeuropäische Firmenkunden im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 21,7 Milliarden zu. Rund € 0,7 Milliarden des hier erzielten Anstiegs gingen auf die Übernahme eines Kreditportfolios von der Oesterreichischen Volksbanken-AG zurück. Die Risikoaktiva (Kreditrisiko) erhöhten sich um 6 Prozent auf € 13,5 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf € 117 Millionen. Während hier in den Geschäftsstellen in Asien Rückgänge zu verzeichnen waren, erzielte die Konzernzentrale einen Zuwachs. Dieser beruhte neben höheren Provisionserträgen aus Anleiheemissionen österreischischer sowie west- und osteuropäischer Firmenkunden vor allem auf dem Kredit- und Projektfinanzierungsgeschäft.

Das Handelsergebnis des Segments fiel von plus € 20 Millionen in der Vergleichsperiode auf minus € 4 Millionen in der Berichtsperiode. Hauptverantwortlich dafür waren ein Rückgang im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen von Zins- und Währungsabsicherungen infolge geringerer Nachfrage sowie geringere Erträge aus strukturierten Veranlagungs- und Finanzprodukten durch Margen- und Spread-Rückgänge.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments sank im Periodenvergleich aufgrund von Konzernverrechnungen um € 5 Millionen auf unter € 1 Million.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen vor allem aufgrund höherer Overhead-Kosten, die auf das Segment umgelegt wurden, im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 12 Millionen auf € 142 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode 9 Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio nahm um 1,6 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich im Jahresabstand um € 155 Millionen auf € 208 Millionen. Dieser signifikante Anstieg zeigte sich vor allem in hohen Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen. So verursachten vor allem einzelne Kredite an Großkunden in der Konzernzentrale sowie in Asien höhere Risikokosten. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen war es im Vorjahr durch Umstellungen beim Risikomodell zu Auflösungen gekommen. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich um € 20 Millionen. In der Berichtsperiode fiel etwa das Bewertungsergebnis von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren mit € 2 Millionen negativ aus, während hier in der Vergleichsperiode aufgrund eines Einmaleffekts durch den Verkauf von Aktien ein positives Ergebnis von € 18 Millionen verbucht worden war.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag gingen gegenüber der Vorjahresperiode um 62 Prozent auf € 27 Millionen zurück, die Steuerquote fiel um 2 Prozentpunkte auf 23,0 Prozent.

Group Markets

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 281 276 2,0% 88 117 - 24,6%
Verwaltungsaufwendungen - 193 - 192 0,1% - 65 - 67 - 3,8%
Betriebsergebnis 89 83 6,6% 24 50 - 52,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 7 - 19 5 2 151,5%
Übrige Ergebnisse 13 174 - 92,8% 5 - 3
Periodenüberschuss vor Steuern 108 238 - 54,7% 34 49 - 30,4%
Aktiva 20.778 20.068 3,5% 20.778 19.486 6,6%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,72% 0,87% - 0,15 PP 0,94% 0,91% 0,03 PP
Return on Equity vor Steuern 22,1% 28,0% - 5,9 PP 20,8% 21,8% - 1,0 PP

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank im Periodenvergleich – hauptsächlich durch einen Rückgang des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen verursacht – um 55 Prozent auf € 108 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich damit um 5,9 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um 16 Prozent auf € 108 Millionen zurück. Hauptgründe dafür waren eine Abnahme des Geschäfts mit hochliquiden Anleihen von Finanzinstitutionen aufgrund der reduzierten Investment-Tätigkeit der RBI sowie deren weiterhin verhaltene Risikopositionierung. Dadurch reduzierte sich auch die Nettozinsspanne um 15 Basispunkte auf 0,72 Prozent. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Jahresabstand auf € 20,8 Milliarden, und auch die Kreditrisikoaktiva nahmen um 10 Prozent auf € 3,6 Milliarden zu, überwiegend hervorgerufen durch den Aufbau von Repo- und Wertpapier-Exposures.

Der Provisionsüberschuss des Segments legte hingegen im Periodenvergleich um 14 Prozent auf € 87 Millionen zu. Hier erhöhte insbesondere das Profitcenter Financial Institutions – begünstigt durch die verbesserte Situation auf den Finanzmärkten – seine Erträge aus Cash Management, Custody und Fund Services deutlich. Dagegen waren die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft in den Bereichen Private Banking und Vermögensverwaltung rückläufig.

Das Handelsergebnis des Segments verzeichnete einen Anstieg um 14 Prozent auf € 70 Millionen, der vor allem aus dem verbesserten Ergebnis aus Kapitalgarantien sowie dem Kreditderivatgeschäft resultierte. Gegenläufig entwickelte sich aufgrund des Markttrends bei Anleihen bei gleichbleibenden Volumina das zinsbezogene Geschäft.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets blieben mit € 193 Millionen im Periodenvergleich nahezu unverändert. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 68,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode kam es zur Auflösung einer Einzelwertberichtigung in Höhe von € 7 Millionen, während in der Vergleichsperiode des Vorjahres aufgrund eines Einzelfalls in der Konzernzentrale eine Nettodotierung zu Kreditrisikovorsorgen von € 19 Millionen angefallen war. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich von € 174 Millionen auf € 13 Millionen. Dieser Rückgang beruhte auf dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das im Vorjahr durch den Verkauf des High-Quality-Wertpapierportfolios der Konzernzentrale sowie sonstiger Finanzinstrumente einen Ertrag von € 156 Millionen enthalten hatte. Im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten kam es im Periodenvergleich – vorwiegend aufgrund von Bewertungsergebnissen der Konzernzentrale – hingegen zu einem Zuwachs.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments gingen aufgrund der erwähnten Wertpapierverkäufe in der Vorjahresperiode von € 65 Millionen auf € 21 Millionen zurück, die Steuerquote sank damit um 8 Prozentpunkte auf 19 Prozent.

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Verände
rung
Q3/2013 Q2/2013 Verände
rung
Betriebserträge 726 542 34,0% 135 586 - 77,0%
Verwaltungsaufwendungen - 242 - 233 3,7% - 87 - 83 4,5%
Betriebsergebnis 484 309 56,8% 48 503 - 90,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 5 3 - 6 0 >500,0%
Übrige Ergebnisse - 381 - 156 144,0% - 121 - 118 3,2%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 98 156 - 37,2% - 79 385
Aktiva 34.496 59.018 - 41,6% 34.496 34.120 1,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva)
Return on Equity vor Steuern 5,7% 8,8% - 3,2 PP 64,7%

Die Zuordnung von Dividendenzahlungen und der Aktiva im Corporate Center wurde für das zweite Quartal entsprechend der neuen Holding-Struktur angepasst. Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergaben sich daraus nicht.

Das Segment Corporate Center erzielte in der Berichtsperiode aufgrund eines deutlich verbesserten Zins- und Dividendenergebnisses trotz hoher Bewertungsverluste aus Derivaten einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 98 Millionen.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments erhöhte sich im Periodenvergleich um 36 Prozent auf € 651 Millionen. Verantwortlich für diesen Anstieg waren vor allem die konzerninternen Dividendenerträge; daneben sorgten höhere Erträge aus der Liquiditätsverrechnung sowie niedrigere Refinanzierungskosten für positive Impulse. Zudem wurden die Zinsaufwendungen von € 41 Millionen (Vergleichsperiode 2012: € 28 Millionen) für das Nachrangkapital der RBI AG in diesem Segment ausgewiesen. Die Aktiva des Segments gingen im Jahresabstand – insbesondere aufgrund der Optimierung der Liquiditätsposition – um 42 Prozent auf € 34,5 Milliarden zurück, die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich um 14 Prozent auf € 16,1 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich um 42 Prozent auf minus € 17 Millionen, hervorgerufen insbesondere durch höhere Provisionserträge aus konzerninternen Verbriefungstransaktionen und Garantieübernahmen.

Das Handelsergebnis des Segments verbesserte sich im Periodenvergleich um € 13 Millionen auf minus € 2 Millionen. Hauptgrund dafür waren deutlich niedrigere Bewertungsverluste diverser aus Steuerungsgründen gehaltener Fremdwährungs- und Zinsinstrumente.

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank – bedingt durch die konzerninterne Verrechnung von Dienstleistungen der Konzernzentrale an die Konzerneinheiten der anderen Segmente – um 14 Prozent auf € 94 Millionen. Der Ergebnisbeitrag des Raiffeisen Service Center (Back-Office-Dienstleistungen für Banken in Österreich) blieb dabei mit € 21 Millionen nahezu unverändert. Ein geringerer Beitrag von € 1 Million (minus € 5 Millionen im Vergleich zum Vorjahr) resultierte hingegen infolge eines Forderungsausfall aus dem Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen durch höhere Overhead-Aufwendungen im Periodenvergleich um € 9 Millionen auf € 242 Millionen. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Im Berichtszeitraum kam es zu Nettodotierungen von € 5 Millionen.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments gingen im Periodenvergleich von minus € 156 Millionen auf minus € 381 Millionen weiter zurück. Dabei belasteten vor allem Bewertungsverluste aus dem Credit Spread eigener Emissionen (€ 139 Millionen) sowie die rückläufige Bewertung der sonstigen derivativen Finanzinstrumente und der Finanzinvestitionen das Ergebnis. In der Vergleichsperiode war hier ein Veräußerungsgewinn von € 113 Millionen aus dem Rückkauf eines Teils des Hybridkapitals erzielt worden. Die österreichische Bankenabgabe belastete das Ergebnis wie im Vorjahr mit € 77 Millionen.

Im Segment Corporate Center sank der Steuerertrag im Periodenvergleich von € 131 Millionen auf € 45 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen Bewertungsergebnisse, die insbesondere die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten betrafen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. September 2013)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012 Veränderung
Zinserträge 4.564 4.959 - 8,0%
Zinsaufwendungen - 1.787 - 2.363 - 24,4%
Zinsüberschuss [2] 2.776 2.596 7,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] - 800 - 623 28,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.977 1.973 0,2%
Provisionserträge 1.484 1.377 7,7%
Provisionsaufwendungen - 281 - 257 9,3%
Provisionsüberschuss [4] 1.203 1.120 7,3%
Handelsergebnis [5] 240 220 9,0%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] - 243 - 108 125,3%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 73 299 - 75,6%
Verwaltungsaufwendungen1 [8] - 2.430 - 2.336 4,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] - 117 - 52 126,6%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 6 - 2 316,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 696 1.115 - 37,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 [10] - 236 - 226 4,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 461 889 - 48,2%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 50 - 47 6,3%
Konzern-Periodenüberschuss 411 842 - 51,2%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
1.1.- 30.9.
2013
1.1.- 30.9.
2012
Periodenüberschuss nach Steuern 461 889 411 842 50 47
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
1 0 1 0 0 0
Neubewertungen von leistungsorientierten
Plänen
1 0 1 0 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in den
Gewinn und Verlust umgegliedert werden
0 0 0 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise in
den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden
- 359 125 - 354 96 - 5 29
Währungsdifferenzen - 337 208 - 329 182 - 8 26
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der
Periode
- 337 208 - 329 182 - 8 26
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
3 0 3 0 0 0
Hochinflation 20 26 18 23 2 3
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
- 19 - 1 - 19 - 1 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der
Periode
- 19 - 1 - 19 - 1 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
- 34 - 144 - 34 - 144 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der
Periode
1 3 1 3 0 0
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
- 35 - 147 - 34 - 147 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
7 36 7 36 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der
Periode
2 0 2 0 0 0
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
5 37 5 37 0 0
Sonstiges Ergebnis - 358 125 - 353 96 - 5 29
Gesamtergebnis 102 1.014 58 939 44 75

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012 Veränderung
Gewinn je Aktie 1,34 3,55 - 2,21

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich der Dividende auf das Partizipationskapital bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2013 waren das 194,9 Millionen (30. September 2012: 194,8 Millionen). Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Gewinns je Aktie fand daher nicht statt.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q4/2012 Q1/2013 Q2/2013 Q3/2013
Zinsüberschuss 876 865 972 940
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 385 - 220 - 249 - 330
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 491 645 722 610
Provisionsüberschuss 396 375 411 417
Handelsergebnis - 6 80 60 100
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 20 - 121 - 66 - 56
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 19 87 - 23 9
Verwaltungsaufwendungen1 - 921 - 788 - 829 - 813
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 50 - 21 - 58 - 38
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 14 - 6 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern - 77 251 216 229
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 - 60 - 77 - 79 - 80
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern - 136 174 137 149
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 24 - 17 - 17 - 15
Konzern-Periodenüberschuss/-fehlbetrag - 112 157 120 134
1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

in € Millionen Q4/2011 Q1/2012 Q2/2012 Q3/2012 Zinsüberschuss 943 875 886 834 Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 282 - 153 - 247 - 224 Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 661 722 639 611 Provisionsüberschuss 365 346 375 400 Handelsergebnis 70 82 85 54 Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 264 35 - 55 - 88 Ergebnis aus Finanzinvestitionen 5 261 - 8 46 Verwaltungsaufwendungen1 - 835 - 753 - 764 - 818 Sonstiges betriebliches Ergebnis - 190 - 8 - 28 - 16 Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 - 2 0 Periodenüberschuss vor Steuern 340 685 243 188 Steuern vom Einkommen und Ertrag1 - 127 - 111 - 83 - 32 Periodenüberschuss nach Steuern 213 574 160 155 Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 8 - 33 0 - 14 Konzern-Periodenüberschuss 221 541 160 142

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 30.9.2013 31.12.2012 Veränderung
Barreserve 5.273 6.557 - 19,6%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 35] 21.589 22.323 - 3,3%
Forderungen an Kunden [13, 35] 82.431 83.343 - 1,1%
Kreditrisikovorsorgen [14] - 5.734 - 5.642 1,6%
Handelsaktiva [15, 35] 7.853 9.813 - 20,0%
Derivative Finanzinstrumente [16, 35] 961 1.405 - 31,6%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 35] 13.787 13.355 3,2%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [35] 5 5 1,5%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.259 1.321 - 4,7%
Sachanlagen [19] 1.631 1.597 2,2%
Sonstige Aktiva [20, 35] 1.979 2.038 - 2,9%
Aktiva gesamt 131.034 136.116 - 3,7%
Passiva
in € Millionen Anhang 30.9.2013 31.12.2012 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 35] 29.617 30.186 - 1,9%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 35] 67.496 66.297 1,8%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23] 11.113 13.290 - 16,4%
Rückstellungen [24, 35] 703 721 - 2,5%
Handelspassiva [25, 35] 5.895 8.824 - 33,2%
Derivative Finanzinstrumente [26, 35] 398 472 - 15,6%
Sonstige Passiva [27, 35] 1.596 1.515 5,3%
Nachrangkapital [28, 35] 3.861 3.937 - 1,9%
Eigenkapital [29] 10.354 10.873 - 4,8%
Konzern-Eigenkapital1 9.442 9.423 0,2%
Konzern-Periodenüberschuss1 411 731 - 43,7%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 501 719 - 30,3%
Passiva gesamt 131.034 136.116 - 3,7%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile Gesamt
Eigenkapital 1.1.2013 595 2.500 2.574 3.760 725 719 10.873
Effekte aus der rückwirkenden
Anwendung von IAS19
0 0 0 - 5 5 0 0
Eigenkapital 1.1.2013 595 2.500 2.574 3.754 731 719 10.873
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 9 9
Gewinnthesaurierung 0 0 0 302 - 302 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 429 - 56 - 485
Gesamtergebnis 0 0 0 - 353 411 44 102
Eigene Aktien/Share Incentiv
Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 70 0 - 215 - 145
Eigenkapital 30.9.2013 595 2.500 2.574 3.774 411 501 10.354
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Effekte aus der rückwirkenden
Anwendung von IAS19
0 0 0 - 1 1 0 0
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 18 18
Gewinnthesaurierung 0 0 0 563 - 563 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 405 - 50 - 455
Gesamtergebnis 0 0 0 96 842 75 1.014
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
1 0 6 0 0 0 7
Sonstige Veränderungen 0 0 0 - 86 0 - 297 - 383
Eigenkapital 30.9.2012 595 2.500 2.576 3.735 842 888 11.136

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6.557 11.402
Kassenbestand aus dem Erwerb von Tochterunternehmen1 0 340
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit1 - 154 3.000
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 93 - 332
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 864 - 874
Effekte aus Wechselkursänderungen - 173 - 10
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 5.273 13.526

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-30.9.2013
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 803 645 542 307 354
Provisionsüberschuss 409 252 231 156 117
Handelsergebnis 7 41 121 8 - 4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 19 26 0 - 4 0
Betriebserträge 1.238 964 894 467 468
Verwaltungsaufwendungen - 784 - 515 - 392 - 268 - 142
Betriebsergebnis 454 449 502 199 326
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 260 - 219 - 19 - 94 - 208
Übrige Ergebnisse - 66 15 24 44 - 2
Periodenüberschuss vor Steuern 127 246 507 149 117
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 54 - 23 - 124 - 32 - 27
Periodenüberschuss nach Steuern 73 223 382 117 90
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 34 - 1 - 2 - 8 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
40 222 380 109 90
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,4% 18,2% 37,5% 11,0% 8,7%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.175 12.833 10.226 5.229 13.510
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.981 1.244 981 507 1.144
Aktiva 38.353 21.358 15.796 5.981 21.667
Verbindlichkeiten 34.720 18.383 13.445 4.863 13.587
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,90% 4,33% 4,81% 7,27% 2,32%
NPL Ratio 12,0% 13,7% 4,4% 25,4% 5,5%
NPL Coverage Ratio 63,7% 62,2% 101,9% 72,7% 55,5%
Cost/Income Ratio 63,3% 53,4% 43,8% 57,4% 30,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,18% 2,03% 0,26% 2,65% 1,37%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.251 2.034 1.614 839 1.808
Return on Equity vor Steuern 5,2% 16,1% 41,8% 23,6% 8,6%
Geschäftsstellen 805 1.121 192 919 9
1.1.-30.9.2013
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 108 651 - 634 2.776
Provisionsüberschuss 87 - 17 - 32 1.203
Handelsergebnis 70 - 2 - 1 240
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 94 - 104 48
Betriebserträge 281 726 - 772 4.267
Verwaltungsaufwendungen - 193 - 242 106 - 2.430
Betriebsergebnis 89 484 - 666 1.837
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 7 - 5 0 - 800
Übrige Ergebnisse 13 - 381 12 - 342
Periodenüberschuss vor Steuern 108 98 - 654 696
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 21 45 0 - 236
Periodenüberschuss nach Steuern 87 143 - 655 461
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 - 10 5 - 50
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
87 133 - 649 411
Anteil am Ergebnis vor Steuern 8,0% 7,2% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.610 16.129 - 14.581 68.132
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 419 1.377 - 1.036 6.617
Aktiva 20.778 34.496 - 27.395 131.034
Verbindlichkeiten 23.292 25.182 - 12.792 120.680
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,72% 3,08%
NPL Ratio 7,9% 10,3%
NPL Coverage Ratio 90,2% 66,1%
Cost/Income Ratio 68,4% 33,3% 56,9%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 0,25% 1,29%
Durchschnittliches Eigenkapital 652 2.301 - 1.749 10.750
Return on Equity vor Steuern 22,1% 5,7% 8,6%
Geschäftsstellen 4 1 3.051

Die Zuordnung von Dividendenzahlungen und der Aktiva im Corporate Center wurde für das zweite Quartal entsprechend der neuen Holding-Struktur angepasst. Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergaben sich daraus nicht.

1.1.-30.9.2012
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland GUS
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 774 654 551 317 308
Provisionsüberschuss 363 241 211 153 119
Handelsergebnis 7 43 65 - 5 20
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 27 8 - 2 6
Betriebserträge 1.154 965 834 462 453
Verwaltungsaufwendungen - 723 - 516 - 360 - 278 - 130
Betriebsergebnis 430 449 474 184 323
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 293 - 200 13 - 76 - 52
Übrige Ergebnisse 15 13 - 2 - 27 18
Periodenüberschuss vor Steuern 152 261 485 82 288
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 61 - 32 - 103 - 27 - 71
Periodenüberschuss nach Steuern 91 230 383 54 217
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 19 - 15 - 3 - 4 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
72 215 379 51 217
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,1% 15,7% 29,2% 4,9% 17,3%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.439 13.150 9.700 5.120 12.393
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.916 1.261 935 498 1.061
Aktiva 41.601 21.866 15.443 6.356 20.293
Verbindlichkeiten 37.705 18.939 13.066 5.266 14.315
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,86% 4,18% 5,23% 7,18% 1,92%
NPL Ratio 11,1% 12,5% 5,8% 31,3% 4,6%
NPL Coverage Ratio 61,8% 59,8% 97,1% 68,5% 61,1%
Cost/Income Ratio 62,7% 53,5% 43,2% 60,2% 28,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,40% 1,78% - 0,19% 2,06% 0,34%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.948 2.042 1.502 779 1.734
Return on Equity vor Steuern 6,9% 17,1% 43,1% 14,0% 22,1%
Geschäftsstellen 848 1.135 193 927 8
1.1.-30.9.2012
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 128 478 - 614 2.596
Provisionsüberschuss 76 - 30 - 13 1.120
Handelsergebnis 62 - 15 44 220
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10 109 - 103 63
Betriebserträge 276 542 - 685 4.000
Verwaltungsaufwendungen - 192 - 233 98 - 2.336
Betriebsergebnis 83 309 - 587 1.664
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 19 3 0 - 623
Übrige Ergebnisse 174 - 156 42 76
Periodenüberschuss vor Steuern 238 156 - 546 1.115
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 65 131 0 - 226
Periodenüberschuss nach Steuern 173 287 - 546 889
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 - 1 - 4 - 47
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
173 286 - 551 842
Anteil am Ergebnis vor Steuern 14,3% 9,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.273 18.783 - 15.076 68.781
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 371 1.550 - 868 6.723
Aktiva 20.068 59.018 - 37.516 147.128
Verbindlichkeiten 27.002 40.114 - 20.415 135.992
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,87% 2,60%
NPL Ratio 1,0% 10,0%
NPL Coverage Ratio 76,4% 65,8%
Cost/Income Ratio 69,8% 43,1% 58,4%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,55% 1,00%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.134 2.351 - 1.907 10.582
Return on Equity vor Steuern 28,0% 8,8% 14,1%
Geschäftsstellen 3 1 3.115

Anhang

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Grundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2013 steht im Einklang mit IAS 34.

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Der Zwischenbericht zum 30. September 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2012 (vgl. Geschäftsbericht 2012, Seite 116 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2013 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Die Änderung von IAS 1 (Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses) verlangt, mittels Zwischensumme zu zeigen, ob die Posten des sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert werden können oder nicht. Werden die Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern dargestellt, muss auch der zugehörige Steuerbetrag getrennt nach den beiden Kategorien ausgewiesen werden. Die Anwendung dieser Änderung wirkt sich auf die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung aus: Beginnend mit dem ersten Quartal 2013 werden Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, und solche, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, separat dargestellt.

Im aktuellen Geschäftsjahr wird im Konzern IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer, überarbeitet 2011, IAS 19R) erstmals rückwirkend angewendet. Die bedeutendste Neuerung von IAS 19 bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Die Neuregelung erfordert die sofortige Erfassung von Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Durch die Abschaffung der Korridormethode werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Da die RBI die Korridormethode in den Vorperioden nicht angewendet hat, kommt es zu keinen wesentlichen Anpassungen. Die Auswirkungen aufgrund der rückwirkenden Anwendung von IAS 19 sind einerseits in der Eröffnungsbilanz der Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 1. Jänner 2012 und anderseits in der Überleitung zum Gesamtergebnis ersichtlich. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 (Fair Value Measurement), der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bis dahin in den einzelnen IFRS enthalten waren, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. Der Anwendungsbereich des IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Posten. IFRS 13 gelangt – mit gewissen Ausnahmen – immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. wenn Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. IFRS 13 ist prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung für die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden der RBI ergeben sich nicht, Änderungen ergeben sich insbesondere im Anhang. So müssen die Informationen zu den Marktwerten der Finanzinstrumente sowie zur Kategorisierung von Finanzinstrumenten, die bisher nur mit dem Jahresabschluss anzugeben waren, nun auch unterjährig erfolgen. Diese quantitativen Angaben sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" unter Punkt (34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden dargestellt.

Die Änderungen von IFRS 7 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden) verlangen für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag oder einer entsprechenden Vereinbarung. Diese Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Diese quantitativen Angaben wurden im dritten Quartal 2013 nicht veröffentlicht, da die hier seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens eingetretenen Veränderungen für das Verständnis unerheblich sind.

Weitere Änderungen an IFRS 1 (Darlehen der öffentlichen Hand) und IFRIC 20 (Abraumbeseitigungskosten in der Produktionsphase einer Tagbaumine) sowie die jährlichen Verbesserungen (IFRS-Zyklus 2009–2011) sind für das laufende Geschäftsjahr erstmals anzuwenden. Diese Änderungen haben aber keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der RBI.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Währungen

2013 2012
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 30.9. 1.1.- 30.9. 31.12. 1.1.- 30.9.
Albanischer Lek (ALL) 141,370 140,242 139,590 139,165
Belarus Rubel (BYR) 12.250,000 11.537,000 11.340,000 10.649,000
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 207,560 199,945 199,220 191,605
Kroatische Kuna (HRK) 7,615 7,561 7,558 7,523
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,410 4,149 4,035 4,149
Polnischer Zloty (PLN) 4,229 4,210 4,074 4,215
Rumänischer Lei (RON) 4,462 4,408 4,445 4,431
Russischer Rubel (RUB) 43,824 41,752 40,330 40,185
Serbischer Dinar (RSD) 114,604 112,795 113,718 112,780
Singapur-Dollar (SGD) 1,696 1,648 1,611 1,619
Tschechische Krone (CZK) 25,730 25,693 25,151 25,198
Türkische Lira (TRY) 2,751 2,474 2,355 2,321
Ukrainische Hryvna (UAH) 10,820 10,534 10,537 10,270
Ungarischer Forint (HUF) 298,150 297,447 292,300 291,577
US-Dollar (USD) 1,351 1,319 1,319 1,289

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.9.2013 31.12.2012 30.9.2013 31.12.2012
Stand Beginn der Periode 137 135 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 11 15 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 3 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 7 - 10 0 0
Stand Ende der Periode 141 137 1 1

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
142 430
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
296 138
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 44 178
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 3.040 3.613
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 142 174
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 1.786 - 2.250
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 25 1
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 145 99
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 1.351 - 1.269
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 696 1.115

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 4.564 4.959
Zinserträge 4.535 4.923
aus Guthaben bei Zentralbanken 30 56
aus Forderungen an Kreditinstitute 167 322
aus Forderungen an Kunden 3.486 3.678
aus Wertpapieren 407 443
aus Leasingforderungen 143 163
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 302 262
Laufende Erträge 13 16
Zinsähnliche Erträge 16 20
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 1.787 - 2.363
Zinsaufwendungen - 1.757 - 2.332
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 1 - 2
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 307 - 633
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 1.029 - 1.196
für verbriefte Verbindlichkeiten - 279 - 341
für Nachrangkapital - 142 - 160
Zinsähnliche Aufwendungen - 30 - 31
Gesamt 2.776 2.596

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Einzelwertberichtigungen - 781 - 719
Zuführung zu Risikovorsorgen - 1.274 - 1.117
Auflösung von Risikovorsorgen 507 458
Direktabschreibungen - 79 - 109
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 65 49
Portfolio-Wertberichtigungen - 28 90
Zuführung zu Risikovorsorgen - 274 - 284
Auflösung von Risikovorsorgen 246 373
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 10 6
Gesamt - 800 - 623

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Zahlungsverkehr 539 486
Kredit- und Garantiegeschäft 182 190
Wertpapiergeschäft 109 86
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 263 263
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 24 16
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 34 31
Sonstige Bankdienstleistungen 52 48
Gesamt 1.203 1.120

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Zinsbezogenes Geschäft 15 79
Währungsbezogenes Geschäft 198 162
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 23 11
Kreditderivatgeschäft - 1 - 13
Sonstiges Geschäft 5 - 19
Gesamt 240 220

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 42 Millionen (Vergleichsperiode: € 49 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Ergebnis aus dem Hedge Accounting - 8 5
Ergebnis aus Kreditderivaten 1 6
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 225 37
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Verbindlichkeiten
- 12 - 268
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 0 112
Gesamt - 243 - 108

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere 1 3
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 0 3
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 1 0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 32 10
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 18 - 4
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 49 14
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren
40 130
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 22 65
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 18 65
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 0 156
Gesamt 73 299

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Personalaufwand1 - 1.227 - 1.178
Sachaufwand - 920 - 884
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 283 - 274
Gesamt - 2.430 - 2.336

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 25 35
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 503 580
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 479 - 545
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 1 - 2
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 54 56
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 55 - 58
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 24 25
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing (Immobilien) 25 18
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
- 7 - 1
Sonstige Steuern - 208 - 140
davon Bankenabgaben und Finanztransaktionssteuer - 163 - 114
Wertminderungen von Firmenwerten - 3 - 1
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen 10 13
Negative Zinsen 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 45 38
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 28 - 37
Gesamt - 117 - 52

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 262 - 225
Inland - 21 - 11
Ausland - 241 - 214
Latente Steuern1 26 - 2
Gesamt - 236 - 226

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19 (Effekt unter € 1 Million).

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Barreserve 5.273 6.557
Handelsaktiva 8.257 10.517
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
8.979 8.348
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 471 456
Kredite und Forderungen 100.229 102.017
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.374 4.596
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 557 702
Sonstige Aktiva 2.890 2.918
Aktiva gesamt 131.034 136.116

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Handelspassiva 6.116 9.176
Finanzielle Verbindlichkeiten 110.927 111.868
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 2.757 3.358
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 177 120
Rückstellungen 703 721
Eigenkapital 10.354 10.873
Passiva gesamt 131.034 136.116

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelspassiva" ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Inland 7.652 10.046
Ausland 13.937 12.277
Gesamt 21.589 22.323

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 5.658 Millionen (31.12.2012: € 5.130 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Öffentlicher Sektor 1.639 1.387
Firmenkunden – Große Firmenkunden 50.501 52.213
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.224 3.272
Retail-Kunden – Privatpersonen 24.072 23.489
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.874 2.946
Sonstige 122 37
Gesamt 82.431 83.343

In den Forderungen an Kunden sind € 1.224 Millionen (31.12.2012: € 2.281 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Inland 7.100 8.399
Ausland 75.332 74.944
Gesamt 82.431 83.343

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Kreditinstitute 129 158
Öffentlicher Sektor 5 11
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.986 2.836
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 396 387
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.855 1.881
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 363 369
Gesamt 5.734 5.642

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.916 2.720
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 317 277
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.621 6.816
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0
Gesamt 7.853 9.813
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
555 698
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
2 4
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 2 1
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 401 702
Gesamt 961 1.405

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.167 12.741
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 150 158
Unternehmensanteile 471 456
Gesamt 13.787 13.355

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Firmenwerte 551 558
Software 516 566
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 191 198
Gesamt 1.259 1.321

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 703 722
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 203 150
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 425 429
Vermietete Leasinganlagen 300 296
Gesamt 1.631 1.597

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Steuerforderungen 571 505
Laufende Steuerforderungen 86 52
Latente Steuerforderungen 485 453
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 122 103
Rechnungsabgrenzungsposten 209 215
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 606 553
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 73 49
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 64 64
Vorräte 149 138
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 17 11
Übrige Aktiva 169 399
Gesamt 1.979 2.038

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Inland 15.752 13.598
Ausland 13.865 16.589
Gesamt 29.617 30.186

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 1.471 Millionen (31.12.2012: € 1.258 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Öffentlicher Sektor 2.044 1.079
Firmenkunden – Große Firmenkunden 31.373 29.072
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.240 2.495
Retail-Kunden – Privatpersonen 27.188 29.140
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 4.038 3.894
Sonstige 612 618
Gesamt 67.496 66.297

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 1.317 Millionen (31.12.2012: € 69 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Inland 5.634 5.578
Ausland 61.862 60.719
Gesamt 67.496 66.297

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Begebene Schuldverschreibungen 10.939 12.767
Begebene Geldmarktpapiere 123 368
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 51 155
Gesamt 11.113 13.290

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Abfertigungen 68 66
Pensionen 28 28
Steuern 93 109
Laufende 63 83
Latente 31 26
Garantien und Bürgschaften 111 151
Offene Rechtsfälle 51 54
Unverbrauchter Urlaub 59 56
Bonuszahlungen 214 194
Restrukturierung 9 16
Sonstige 71 47
Gesamt 703 721

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4.569 7.447
Zinssatzgeschäft 2.889 5.863
Wechselkursgeschäft 603 732
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 936 835
Kreditderivatgeschäft 10 13
Sonstiges Geschäft 132 5
Leerverkauf von Handelsaktiva 659 622
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 10
Emittierte Zertifikate 667 745
Gesamt 5.895 8.824

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
137 117
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
40 3
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 0 1
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 221 351
Gesamt 398 472

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 71 96
Rechnungsabgrenzungsposten 273 269
Dividendenverbindlichkeiten 1 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 573 515
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 40 48
Übrige Passiva 639 587
Gesamt 1.596 1.515

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Hybrides Kapital 448 450
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.108 3.183
Ergänzungskapital 306 304
Gesamt 3.861 3.937

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.9.2013 31.12.20121
Konzern-Eigenkapital 9.442 9.423
Gezeichnetes Kapital 595 595
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.574 2.574
Gewinnrücklagen 3.774 3.754
Konzern-Periodenüberschuss 411 731
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 501 719
Gesamt 10.354 10.873

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 595 Millionen.

Risikobericht

(30) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2012, Seite 168 ff., verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle wesentlichen Risikoarten auf Basis von vergleichbaren Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil Kreditrisiko Privatpersonen 2.345 26,0% 2.457 26,5% Kreditrisiko Firmenkunden 2.391 26,6% 2.384 25,7% Kreditrisiko öffentlicher Sektor 898 10,0% 962 10,4% Kreditrisiko Kreditinstitute 265 2,9% 312 3,4% Marktrisiko 723 8,0% 791 8,5% Operationelles Risiko 790 8,8% 775 8,4% Liquiditätsrisiko 285 3,2% 207 2,2% Beteiligungsrisiko 188 2,1% 194 2,1% Sonstige Sachanlagen 397 4,4% 411 4,4%

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Zentraleuropa 3.122 34,7% 3.447 37,2%
Südosteuropa 1.791 19,9% 1.773 19,1%
Österreich 1.652 18,3% 1.794 19,4%
Russland 1.435 15,9% 1.227 13,2%
GUS Sonstige 728 8,1% 797 8,6%
Restliche Welt 276 3,1% 233 2,5%
Gesamt 9.004 100,0% 9.272 100,0%

Makroökonomisches Risiko 293 3,3% 338 3,6% Risikopuffer 429 4,8% 442 4,8% Gesamt 9.004 100,0% 9.272 100,0%

Die RBI wendet bei der Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,95 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich) sowie der unterschiedlichen Darstellungen des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Barreserve 3.148 4.272
Forderungen an Kreditinstitute 21.589 22.323
Forderungen an Kunden 82.431 83.343
Handelsaktiva 7.853 9.813
Derivative Finanzinstrumente 961 1.405
Wertpapiere und Beteiligungen 13.167 12.741
Sonstige Aktiva 285 217
Eventualverbindlichkeiten 11.661 11.707
Kreditrisiken 11.168 10.609
Widerrufliche Kreditzusagen 16.121 16.224
Ausweisunterschiede - 2.649 - 2.558
Gesamt 165.734 170.097

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile.

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Das Kunden-Rating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Rating-Stufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Rating-Einstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Rating-Erstellung als auch für die Validierung stehen Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden und mittelgroße Kunden). Für die Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos sind zusätzlich Sicherheiten sowie Erlösquoten bei Ausfall zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.138 1,4% 1.185 1,5%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.035 9,9% 8.439 10,4%
1,5 Sehr gute Bonität 9.606 11,9% 8.983 11,1%
2,0 Gute Bonität 12.129 15,0% 12.419 15,4%
2,5 Solide Bonität 11.857 14,7% 11.745 14,5%
3,0 Akzeptable Bonität 12.300 15,2% 12.451 15,4%
3,5 Erhöhtes Risiko 10.617 13,1% 11.276 13,9%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 5.158 6,4% 5.223 6,5%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.250 4,0% 3.361 4,2%
5,0 Ausfall 5.284 6,5% 4.926 6,1%
NR Nicht geratet 1.417 1,8% 887 1,1%
Gesamt 80.793 100,0% 80.896 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nahm im Vergleich zum Jahresende 2012 um € 103 Millionen auf € 80.793 Millionen ab. Das größte Segment bei den Firmenkunden zum Ende des dritten Quartals war Group Corporates mit € 32.923 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 17.719 Millionen, Südosteuropa mit € 10.180 Millionen und Russland mit € 9.921 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Group Markets mit € 4.933 Millionen, GUS Sonstige mit € 4.129 Millionen und Corporate Center mit € 987 Millionen.

Der Anteil der guten Bonitäten bis hin zu minimalem Risiko zeigte mit 38,2 Prozent (2012: 38,4 Prozent) einen kleinen Rückgang. Der Anteil der Forderungen mit erhöhtem Kreditrisiko bis hin zu noch schwächerer Bonität verringerte sich von 24,6 Prozent auf 23,5 Prozent. Darin spiegelt sich die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider. Auf deren Basis wird das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte wie z. B. Russland ausgerichtet, gleichzeitig werden Neukredite aufgrund der hohen Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität gewährt. Das Segment GUS Sonstige wies im Vergleich zum Jahresende 2012 mit einem Zuwachs von € 447 Millionen den höchsten Anstieg auf. Davon entfielen € 204 Millionen auf neue Rahmen- und € 153 Millionen auf Kreditfinanzierungen.

Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß Basel II (Rating 5,0) betrug 6,5 Prozent des gesamten Kreditobligos für Firmenkunden (€ 5.284 Millionen). Der höchste Anstieg wurde im Segment Group Corporates ausgewiesen.

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Zentraleuropa 21.565 24,2% 22.067 24,7%
Österreich 17.008 19,1% 16.573 18,6%
Südosteuropa 11.026 12,4% 11.294 12,6%
Westeuropa 10.672 12,0% 10.575 11,8%
Russland 11.845 13,3% 12.117 13,6%
Asien 6.273 7,0% 6.928 7,8%
GUS Sonstige 4.129 4,6% 3.682 4,1%
Sonstige 6.750 7,6% 6.081 6,8%
Gesamt 89.268 100,0% 89.317 100,0%
in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Groß- und Einzelhandel 21.805 24,4% 21.051 23,6%
Fertigung/Produktion 18.950 21,2% 18.580 20,8%
Immobilien 10.032 11,2% 9.838 11,0%
Finanzintermediation 8.467 9,5% 9.623 10,8%
Bauwesen 6.416 7,2% 6.787 7,6%
Transport, Lagerung und Verkehr 4.141 4,6% 3.747 4,2%
Sonstige Branchen 19.457 21,8% 19.691 22,0%
Gesamt 89.268 100,0% 89.317 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.032 35,8% 3.734 44,3%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.943 34,7% 2.523 30,0%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.491 17,6% 1.241 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 491 5,8% 391 4,6%
6,5 Ausfall 512 6,0% 503 6,0%
NR Nicht geratet 6 0,1% 29 0,3%
Gesamt 8.475 100,0% 8.421 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum Ende des dritten Quartals 2013 € 8.475 Millionen. Mit 70,5 Prozent machten dabei die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2012 auf 0,1 Prozent (€ 6 Millionen).

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden der RBI:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.20121 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.544 89,1% 25.856 88,7%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.237 10,9% 3.278 11,3%
Gesamt 29.781 100,0% 29.134 100,0%
davon notleidende Kredite 3.035 10,2% 3.054 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.727 5,8% 1.678 5,8%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 491 1,6% 572 2,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund einer Ausweisänderung.

30.9.2013 Zentral- Südost- Russland GUS Group in € Millionen europa europa Sonstige Markets Retail-Kunden – Privatpersonen 13.654 6.776 4.570 1.475 69 Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.104 758 79 295 0 Gesamt 15.758 7.534 4.649 1.770 69 davon notleidende Kredite 1.616 597 191 626 1 davon Einzelwertberichtigungen 761 371 159 432 0 davon Portfolio-Wertberichtigungen 380 59 29 23 0

Der Gesamtbetrag des Kreditobligos an Retail-Kunden verteilt sich wie folgt auf die Segmente (ohne Corporate Center):

31.12.2012 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.949 6.580 3.681 1.630 16
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.265 800 55 157 0
Gesamt 16.214 7.380 3.736 1.788 16
davon notleidende Kredite 1.580 585 190 692 1
davon Einzelwertberichtigungen 684 358 161 469 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 474 60 15 22 0

Im Vergleich zum Jahresende 2012 wuchs das Retail-Kreditportfolio im dritten Quartal 2013 um € 647 Millionen auf € 29.781 Millionen. Das größte Volumen wurde dabei mit € 15.758 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahresende 2012 bedeutete dies einen Rückgang von € 456 Millionen. Der Rückgang war vorwiegend auf die Abnahme der Kredite an Privatpersonen in Polen zurückzuführen, wurde aber durch den Anstieg der Privatkredite in der Slowakei teilweise kompensiert. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.534 Millionen, das damit verglichen mit dem Jahresende 2012 einen Anstieg von € 154 Millionen verzeichnete. Der Anstieg in Südosteuropa erklärt sich durch den Kauf des Retailportfolios von der Citibank. Das Segment Russland zeigt auf Grund der strategischen Entscheidung das Retailportfolio zu erhöhen ein Plus von € 913 Millionen.

Die Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.20121 Anteil
Hypothekenkredite 15.649 52,5% 14.447 49,6%
Verbraucherkredite 5.838 19,6% 6.580 22,6%
Kreditkarten 2.414 8,1% 2.326 8,0%
Autokredite 2.245 7,5% 2.457 8,4%
Überziehungen 2.003 6,7% 1.990 6,8%
SME Finanzierung 1.632 5,5% 1.334 4,6%
Gesamt 29.781 100,0% 29.134 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte.

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Euro 4.076 41,3% 4.054 38,6%
Schweizer Franken 4.685 47,5% 5.110 48,6%
US-Dollar 997 10,1% 1.199 11,4%
Andere Fremdwährungen 109 1,1% 141 1,3%
Kredite in Fremdwährungen 9.867 100,0% 10.504 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 33,1% 36,1%

Bei Fremdwährungskrediten in Schweizer Franken und US-Dollar kam es zu einem Rückgang gegenüber dem Ultimo 2012, während Euro-Kredite ein leichtes Plus von € 22 Millionen verzeichneten.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält großteils Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlands begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (bzw. an beobachtbaren Ausfällen) in den einzelnen Rating-Stufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 261 0,9% 96 0,3%
A2 Sehr gute Bonität 997 3,5% 986 3,0%
A3 Gute Bonität 12.799 45,6% 19.974 61,0%
B1 Solide Bonität 8.576 30,5% 7.338 22,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.203 7,8% 1.782 5,4%
B3 Adäquate Bonität 1.890 6,7% 1.047 3,2%
B4 Fragliche Bonität 664 2,4% 697 2,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 305 1,1% 330 1,0%
C Ausfallgefährdet 137 0,5% 157 0,5%
D Ausfall 231 0,8% 269 0,8%
NR Nicht geratet 21 0,1% 49 0,1%
Gesamt 28.085 100,0% 32.725 100,0%

Das gesamte Kreditobligo betrug zum Ende des dritten Quartals 2013 € 28.085 Millionen und wies damit gegenüber dem Jahresultimo 2012 einen Rückgang von € 4.640 Millionen auf. Der Schwerpunkt lag mit € 12.799 Millionen oder 45,6 Prozent in der Rating-Klasse A3, die damit im Vergleich zum Jahresende einen Rückgang von € 7.175 Millionen zeigte. Dieser resultierte aus einer Abnahme von Swap- und Money-Market-Geschäften.

Mit € 22.017 Millionen oder 78,4 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Group Corporates mit € 2.190 Millionen oder 7,8 Prozent.

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Geldmarkt 7.851 28,0% 9.444 28,9%
Derivate 7.626 27,2% 12.124 37,0%
Repo 5.923 21,1% 4.737 14,5%
Forderungen 2.982 10,6% 3.580 10,9%
Anleihen 2.972 10,6% 2.162 6,6%
Sonstige 729 2,6% 678 2,1%
Gesamt 28.085 100,0% 32.725 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 1.497 8,0% 1.561 8,2%
A2 Sehr gute Bonität 1.701 9,1% 793 4,2%
A3 Gute Bonität 3.148 16,9% 3.861 20,4%
B1 Solide Bonität 2.633 14,2% 2.730 14,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 1.294 7,0% 1.272 6,7%
B3 Adäquate Bonität 3.455 18,6% 3.415 18,0%
B4 Fragliche Bonität 3.436 18,5% 3.795 20,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 1.395 7,5% 1.172 6,2%
C Ausfallgefährdet 5 0,0% 232 1,2%
D Ausfall 36 0,2% 83 0,4%
NR Nicht geratet 1 0,0% 7 0,0%
Gesamt 18.601 100,0% 18.921 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2012 sank das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor im dritten Quartal 2013 um € 320 Millionen auf € 18.601 Millionen. Dies entspricht einem Anteil von 11,3 Prozent am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) verzeichnete dabei einen Rückgang von € 64 Millionen. Dieser beruhte auf einem Rückgang der Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank (minus € 668 Millionen), der durch den gleichzeitig erfolgten Anstieg des Bestands an österreichischen Staatsanleihen (plus € 554 Millionen) beinahe zur Gänze kompensiert wurde.

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) wies mit 56,7 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtobligo aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte dabei vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Auf die Forderungen in den Rating-Klassen B4 und B5 entfielen € 4.831 Millionen oder 26,0 Prozent der Gesamtforderungen. Einen Rückgang zeigten schließlich die Forderungen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) aufgrund einer Ratingverbesserung in Belarus sowie der Umschuldung von Forderungen an regionale Gebietskörperschaften in Ungarn.

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Anleihen 12.734 68,5% 12.273 64,9%
Forderungen 4.764 25,6% 5.312 28,1%
Derivate 783 4,2% 795 4,2%
Sonstige 320 1,7% 541 2,9%
Gesamt 18.601 100,0% 18.921 100,0%

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Ungarn 1.834 22,0% 2.234 25,7%
Rumänien 1.769 21,2% 1.808 20,8%
Kroatien 968 11,6% 1.023 11,7%
Albanien 869 10,4% 976 11,2%
Ukraine 678 8,1% 766 8,8%
Sonstige 2.210 26,5% 1.898 21,8%
Gesamt 8.329 100,0% 8.704 100,0%

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" nahm im Vergleich zum Jahresende 2012 um € 375 Millionen auf € 8.329 Millionen ab und beruhte vor allem auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken und Körperschaften in Zentral- und Südosteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite (Non-performing Loans, NPL), deren Anteil an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012 30.9.2013 31.12.2012 30.9.2013 31.12.2012
Firmenkunden 5.416 5.073 10,1% 9,1% 62,0% 63,5%
Retail-Kunden 3.033 3.052 11,3% 11,5% 73,1% 73,7%
Öffentlicher Sektor 28 57 1,7% 4,1% 18,2% 19,8%
Summe Nichtbanken 8.478 8.183 10,3% 9,8% 66,1% 67,0%
Kreditinstitute 171 202 0,8% 0,9% 75,2% 78,2%
Gesamt 8.649 8.385 8,3% 7,9% 66,0% 67,3%

Die folgende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite, deren Anteil an den Ausleihungen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012 30.9.2013 31.12.2012 30.9.2013 31.12.2012
Zentraleuropa 3.514 3.447 11,4% 10,8% 63,7% 64,0%
Südosteuropa 1.952 1.808 11,6% 10,9% 62,2% 62,0%
Russland 444 489 3,4% 3,8% 101,9% 100,0%
GUS Sonstige 1.186 1.307 23,3% 24,7% 72,7% 70,2%
Group Corporates 1.170 923 5,2% 4,7% 56,1% 60,6%
Group Markets 360 410 2,2% 2,0% 81,1% 79,8%
Corporate Center 22 0 0,3% 0,0% 78,8% 0,0%
Gesamt 8.649 8.385 8,3% 7,9% 66,0% 67,3%

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.9.2013
Firmenkunden 5.073 - 11 - 77 1.430 - 998 5.416
Retail-Kunden 3.052 - 3 - 74 766 - 708 3.033
Öffentlicher Sektor 57 0 - 1 15 - 42 28
Summe Nichtbanken 8.183 - 14 - 153 2.210 - 1.749 8.478
Kreditinstitute 202 0 - 1 1 - 31 171
Gesamt 8.385 - 14 - 154 2.212 - 1.780 8.649

Der Bereich Firmenkunden wies zum Ende des dritten Quartals 2013 einen Anstieg um € 343 Million auf € 5.416 Millionen auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo nahm um 1,0 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent zu, die Deckungsquote sank gleichzeitig um 1,5 Prozentpunkte auf 62,0 Prozent. Im Retail-Bereich sanken die notleidenden Kredite leicht um 0,6 Prozent oder € 19 Millionen auf € 3.033 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo ging dadurch um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent zurück, die Deckungsquote sank gleichermaßen um 0,6 Prozentpunkte auf 73,1 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite zum Ende des dritten Quartals 2013 mit € 171 Millionen um € 31 Millionen unter dem Jahresendstand von 2012, die Deckungsquote verringerte sich um 3,0 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent.

In Zentraleuropa stiegen die notleidenden Kredite um 2,0 Prozent oder € 67 Millionen auf € 3.514 Millionen. Die NPL Ratio nahm um 0,6 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent zu, während die Deckungsquote um 0,3 Prozentpunkte auf 63,7 Prozent sank. Im Segment Südosteuropa war ein Zuwachs der notleidenden Kredite um 8,0 Prozent oder € 144 Millionen auf € 1.952 Millionen zu verzeichnen. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,7 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent, die Deckungsquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 62,2 Prozent. Im Segment GUS Sonstige ergab sich ein Rückgang der notleidenden Kredite um 9,2 Prozent oder € 121 Millionen auf € 1.186 Millionen. Die NPL Ratio ging hier um 1,4 Prozentpunkte auf 23,3 Prozent ebenfalls zurück, hingegen erhöhte sich die Deckungsquote um 2,5 Prozentpunkte auf 72,7 Prozent. In Group Corporates ergab sich ein Anstieg um 26,7 Prozent oder € 247 Millionen auf € 1.170 Millionen, die NPL Ratio erhöhte sich gleichzeitig um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent, hingegen verringerte sich die Deckungsquote um 4,5 Prozentpunkte auf 56,1 Prozent.

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.9.2013
Einzelwert
berichtigungen
4.843 - 30 1.288 - 507 - 599 - 19 4.977
Portfolio
Wertberichtigungen
950 0 274 - 246 0 - 110 868
Gesamt 5.793 - 30 1.562 - 753 - 599 - 128 5.845

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen:

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Österreich 28.099 17,0% 30.710 18,1%
Zentraleuropa 45.897 27,7% 47.879 28,1%
Polen 13.919 8,4% 14.599 8,6%
Slowakei 11.657 7,0% 11.426 6,7%
Tschechische Republik 10.621 6,4% 11.090 6,5%
Ungarn 8.004 4,8% 8.735 5,1%
Sonstige 1.696 1,0% 2.030 1,2%
Europäische Union 22.164 13,4% 23.034 13,5%
Deutschland 6.183 3,7% 6.198 3,6%
Frankreich 4.677 2,8% 5.262 3,1%
Großbritannien 4.356 2,6% 6.932 4,1%
Niederlande 1.764 1,1% 1.436 0,8%
Sonstige 5.184 3,1% 3.206 1,9%
Südosteuropa 24.575 14,8% 24.587 14,5%
Rumänien 8.333 5,0% 8.006 4,7%
Kroatien 5.432 3,3% 5.663 3,3%
Bulgarien 4.175 2,5% 4.263 2,5%
Serbien 2.181 1,3% 2.073 1,2%
Sonstige 4.455 2,7% 4.581 2,7%
Russland 20.563 12,4% 19.861 11,7%
in € Millionen 30.9.2013 Anteil 31.12.2012 Anteil
Asien 9.521 5,7% 9.670 5,7%
China 4.107 2,5% 4.167 2,4%
Singapur 1.817 1,1% 1.754 1,0%
Sonstige 3.597 2,2% 3.749 2,2%
GUS Sonstige 7.887 4,8% 7.409 4,4%
Ukraine 5.833 3,5% 5.633 3,3%
Sonstige 2.054 1,2% 1.776 1,0%
Nordamerika 3.509 2,1% 3.496 2,1%
Restliche Welt 3.519 2,1% 3.451 2,0%
Gesamt 165.734 100,0% 170.097 100,0%

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Währungsrisiko 47 55 38 85 52
Zinsrisiko 11 16 10 30 17
Credit-Spread-Risiko 23 28 18 53 21
Aktienpreisrisiko 1 2 1 2 2
Vega Risiko 1 1 0 1 1
Gesamt 68 79 56 116 71

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang sowie das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 14.044 14.192 11.614 14.823 12.225 13.467
Liquiditäts-Ratio 141% 128% 111% 135% 118% 110%

Zur Begrenzung des Liquidiätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Eventualverbindlichkeiten 11.661 11.707
Weitergegebene Wechsel 22 38
Avalkredite 6.488 6.507
Sonstige Bürgschaften 2.519 2.375
Akkreditive 2.495 2.733
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 138 54
Kreditrisiken 11.168 10.609
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 11.168 10.609
Bis 1 Jahr 3.643 3.971
Über 1 Jahr 7.524 6.638

30.9.2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative Zinssatzverträge 34.576 59.766 42.606 136.947 3.752 - 3.203 Wechselkurs- und Goldverträge 47.705 9.046 2.623 59.374 715 - 743 Wertpapierbezogene Geschäfte 1.700 1.455 379 3.535 133 - 936 Warentermingeschäfte 315 143 12 470 10 - 112 Kreditderivate 131 1.664 23 1.818 16 - 11 Edelmetallgeschäfte 48 10 13 71 0 - 19 Gesamt 84.475 72.083 45.657 202.215 4.626 - 5.025

31.12.2012 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 51.069 85.144 53.149 189.361 7.246 - 6.292
Wechselkurs- und Goldverträge 49.700 11.606 2.259 63.565 848 - 774
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.503 1.308 345 3.156 107 - 835
Warentermingeschäfte 232 78 14 324 4 - 2
Kreditderivate 312 1.573 5 1.889 16 - 14
Edelmetallgeschäfte 43 36 17 96 0 - 3
Gesamt 102.858 99.745 55.789 258.392 8.221 - 7.919

(33) Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

30.9.2013 31.12.2012
in € Millionen Fair Value Buchwert Differenz Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 5.273 5.273 0 6.557 6.557 0
Forderungen an Kreditinstitute 21.516 21.460 56 22.226 22.166 60
Forderungen an Kunden 76.792 76.826 - 34 77.990 77.859 131
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 4.939 4.802 137 5.104 4.956 149
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.697 29.617 80 30.175 30.186 - 11
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.764 67.496 268 66.539 66.297 242
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.130 9.005 125 10.765 10.812 - 47
Nachrangkapital 3.245 3.212 33 2.805 3.057 - 252

(32) Derivative Finanzinstrumente

30.9.2013 31.12.2012
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 3.472 4.614 170 2.118 8.305 93
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 129 3.794 101 100 7.327 93
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 312 5 1 265 12 1
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.031 816 68 1.754 965 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
5.465 3.489 25 5.099 3.233 16
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 39 106 5 48 105 5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
5.426 3.383 20 5.051 3.128 11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
11 0 0 56 0 0
Sonstige Beteiligungen2 11 0 0 56 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 557 0 0 702 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 557 0 0 702 0

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.9.2013 31.12.2012
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 861 5.231 25 788 8.361 28
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 202 4.572 17 165 7.613 20
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 10 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 659 0 0 622 0 0
Emittierte Zertifikate 0 659 7 0 738 7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 2.757 0 0 3.358 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.108 0 0 2.478 0
Nachrangkapital 0 649 0 0 880 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 177 0 0 120 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 177 0 0 120 0

1 Inklusive sonstige Derivate. 2 Enthält nur börsenotierte Unternehmen.

Level I Notierte Marktpreise.

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden. Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden.

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Der Anteil der finanziellen Vermögenswerte gemäß Level II verringerte sich im Vergleich zum Jahresende. Die eingetretene Abnahme resultierte im Wesentlichen aus der Reduktion der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgte eine leichte Verschiebung von Level II zu Level I, zurückzuführen auf eine gestiegene Marktaktivität bei einzelnen Wertpapieren.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Fair Value von Finanzinstrumenten, deren Bewertungsmodelle auf nicht beobachtbaren Parametern basieren. Im dritten Quartal 2013 kam es zu einer Umklassifizierung in Level III in Höhe von € 68 Millionen, da bei einzelnen Corporate Schuldverschreibungen auf eine preisbasierte Bewertung unter Verwendung von unbeobachtbaren Inputfaktoren umgestellt wurde.

in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 93 0 - 2 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
16 0 0 20 - 16
in € Millionen Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer
aus Level III
Stand
30.9.2013
Handelsaktiva 10 0 68 0 170
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
- 1 0 5 0 25
in € Millionen Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 28 0 0 0 0
in € Millionen Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 30.9.2013
Handelspassiva - 3 0 0 0 25
Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
1 Substanzwert
methode
Abschläge 20 - 50%
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 5 Approximations
verfahren
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihe
87 DCF - Verfahren Kreditspanne 10 - 20%
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Asset Backed
Securities
1 Broker
Schätzungen
Ausfallwahrscheinlichkeit
Verlusthöhe
Erwartete
Vorauszahlung
bewerten
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne
Hedge Accounting
Devisentermin
geschäft
101 DCF - Verfahren Zinssatz 10 - 30%
Gesamt 194

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level III Finanzinstrumenten

Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum 2 - 16%
Negative Marktwerte aus Währungsrisko 0 - 5%
derivativen Bankbuch ohne Schwankungen 0 - 3%
Hedge Accounting OTC-Optionen 17 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 5%
Durchführungszeitraum 0 - 3%
Geld-Brief-Spanne 0 - 3%
Zu Handelszwecken Schwankungen 0 - 3%
ausgestellte Zertifikate Zertifikate 7 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 2,5%
Gesamt 25

(35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die prinzipiell zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Detaillierte Informationen dazu sind auf der RBI-Homepage ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind:

30.9.2013
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 5.567 99 192 135
Forderungen an Kunden 0 1.296 41 250
Handelsaktiva 0 30 15 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 367 2 107
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 3 18 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.454 24 4.784 192
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 597 589 314
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 18 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 3 8 0 0
Nachrangkapital 51 0 0 0
Gegebene Garantien 0 117 3 15
Erhaltene Garantien 594 401 182 57
31.12.2012
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 8.191 93 259 142
Forderungen an Kunden 0 1.191 369 271
Handelsaktiva 0 41 12 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 339 2 118
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 3 15 62 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.125 10 5.105 224
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 336 429 179
Rückstellungen 0 3 0 0
Handelspassiva 0 26 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 10 0 0
Nachrangkapital 52 0 0 0
Gegebene Garantien 0 80 26 21
Erhaltene Garantien 662 435 153 54

(36) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Eingezahltes Kapital 5.669 5.669
Erwirtschaftetes Kapital 2.947 3.071
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 448 848
Hybrides Kapital 441 441
Immaterielle Vermögenswerte - 708 - 750
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 8.797 9.279
Abzugsposten vom Kernkapital - 14 - 14
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.783 9.265
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 0 0
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 229 226
Stille Reserven 10 34
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.970 3.080
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 3.209 3.340
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen - 14 - 14
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.194 3.326
Abzugsposten Versicherungen 0 - 8
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital
(Tier 3-Kapital)
277 302
Gesamte Eigenmittel 12.254 12.885
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.617 6.626
Eigenmittelüberschuss 5.637 6.260
Überdeckungsquote 85,2% 94,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,1% 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 12,9% 13,6%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,6% 11,2%
Eigenmittelquote 14,8% 15,6%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2013 31.12.2012
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 68.132 68.136
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß
§§ 22a bis 22h BWG
5.451 5.451
Standardansatz 2.401 2.439
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.049 3.012
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
287 273
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 62 56
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 817 845
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.617 6.626

(37) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (in Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

in Vollzeitäquivalenten 1.1.-30.9.2013 1.1.-30.9.2012
Inland 2.658 2.669
Ausland 56.638 58.976
Gesamt 59.296 61.645

Impressum/Disclaimer

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Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 21. November 2013 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com

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