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PIERER Mobility AG

Annual Report Dec 19, 2013

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2012/13 www.brainforce.com BRAIN FORCE HOLDING AG smart IT for your business Geschäftsbericht 2012/13

Jahresfinanzbericht 2012/13 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht

  • 6 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 8 Bericht des Aufsichtsrates
  • 10 Corporate Governance Bericht
  • 16 Das Unternehmen
  • 22 Konzernlagebericht
  • 37 Konzernabschluss
  • 38 Geamtergebnisrechnung
  • 39 Cash-flow Statement
  • 40 Konzernbilanz
  • 41 Konzernanhang
  • 68 Service

Teil 2: Einzelabschluss nach österreichischem UGB Bilanz Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 Anhang Anlage 3 Lagebericht Anlage 4 Bestätigungsvermerk

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG

Geschäftsbericht 2012/13 www.brainforce.com BRAIN FORCE HOLDING AG smart IT for your business Geschäftsbericht 2012/13

BRAIN FORCE in Zahlen

EBITDA

2,74 2,06

EBITDA EBITDA operativ

6

4,52 4,52

4

2

0

in Mio. €

Umsatz nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH

Free Cash-flow und Investitionen in Mio. € 10 4 2 0 Free Cash-flow Investitionen 1,52 1,63 -0,05 11,24

EBITDA operativ nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • 5VYKL\YVWH ALU[YHS6Z[L\YVWH

Eigenkapital und Nettoverschuldung

in Mio. €

Mitarbeiter nach Segmenten

  • :K>LZ[L\YVWH 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH
  • 5VYKL\YVWH /VSKPUN\UK:VUZ[PNLZ
Ertragskennzahlen 1) 2010/11 2011/12 2012/13 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 71,09 76,01 88,38 +16
EBITDA in Mio. € 3,13 2,06 4,52 >100
EBITDA operativ 2) in Mio. € 3,13 2,74 4,52 +65
EBIT in Mio. € 1,04 0,11 2,87 >100
EBIT operativ 2) in Mio. € 1,04 0,79 2,87 >100
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -1,38 -2,21 3,98 >100
Ergebnis nach Steuern in Mio. € -1,37 -2,13 2,67 >100
Bilanzkennzahlen und Mitarbeiter 3) 30.9.2011 30.9.2012 30.9.2013 Vdg. in %
Bilanzsumme in Mio. € 49,43 46,42 42,95 -7
Eigenkapital in Mio. € 18,72 16,61 19,23 +16
Eigenkapitalquote in % 38 36 45 -
Working Capital in Mio. € 1,34 0,41 -0,55 >100
Nettofinanzmittel (+) / Nettoverschuldung (-) in Mio. € -5,82 -5,98 5,23 >100
Gearing in % 31% 36% -27% -
Mitarbeiterstand zum Stichtag 786 756 804 +6
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode 733 752 784 +4
Cash-flow und Investitionen 2010/11 2011/12 2012/13 Vdg. in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Mio. € 5,04 1,55 4,46 >100
Free Cash-flow 4) in Mio. € 3,54 -0,05 11,24 >100
Investitionen in Mio. € 1,51 1,63 1,52 -7
Börsekennzahlen 2010/11 2011/12 2012/13 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € -0,09 -0,14 0,17 >100
Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € -0,09 -0,11 0,17 >100
Dividende je Aktie in € 0,00 0,00 0,00 0
Eigenkapital je Aktie in € 1,22 1,08 1,25 +16
Höchstkurs der Aktie in € 1,10 0,95 0,93 -2
Tiefstkurs der Aktie in € 0,72 0,55 0,58 +5
Ultimokurs der Aktie in € 0,94 0,65 0,84 +29
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 14,46 9,99 12,92 +29
Geschäftsbereiche 2012/13
in Mio. €
Deutschland Italien Niederlande Zentral-Osteuropa Holding und
Sonstiges
Umsatz 48,01 (+21%) 23,66 (+5%) 13,41 (+27%) 3,30 (+3%) 0,00 -
EBITDA operativ 3,26 (+60%) 1,70 (+8%) 0,60 (+43%) 0,43 (>100%) -1,47 (+2%)
EBIT operativ 2,68 (+91%) 1,05 (+16%) 0,30 (>100%) 0,35 (>100%) -1,51 (+3%)
Investitionen 0,54 (-4%) 0,50 (-9%) 0,42 (+17%) 0,05 (-42%) 0,00 (>100%)
Mitarbeiterstand 6) 368 (+7%) 301 (+6%) 84 (-7%) 27 (-11%) 4 (-11%)

1) der fortgeführten Geschäftsbereiche

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

3) Mitarbeiterstand inlusive Angestellte und freie Mitarbeiter

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

5) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

6) Durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

BRAIN FORCE im Überblick

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern an 12 Standorten in sechs europäischen Ländern. Im Geschäftsjahr 2012/13 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 88,38 Mio. € mit einer EBITDA-Marge von 5,1% und einer EBIT-Marge von 3,3%.

Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse und im Xetra-Fließhandel notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 54% erwirtschaftet, gefolgt von Italien mit 27%, den Niederlanden mit 15% und Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 4%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt, aktuelle Börsenotiz in Wien) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut und an die Markterfordernisse angepasst.

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practise-Procedures, effektiven Serviceleistungen und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services.

  • BRAIN FORCE ist ein mittelständisches IT-Unternehmen, gegründet 1983
  • mit rund 800 Mitarbeitern an 12 Standorten in sechs europäischen Ländern (DE, IT, AT, NL, CZ, SK)
  • Sitz und Konzernzentrale in Wien, Österreich, notiert an der Wiener Börse

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

  • Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

  • Das Unternehmen Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Lagebericht *

Wirtschaftliches Umfeld

  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Auftragslage
  • Ausblick und Ziele
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

  • Service
  • Standorte
  • Glossar
  • Finanzkalender
  • Impressum
  • * vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 hat BRAIN FORCE ein Umsatzwachstum von 16% erzielt, das Betriebsergebnis (EBIT) um 2,76 Mio. € gesteigert und die Nettoverschuldung zur Gänze abgebaut. Diese Fakten belegen die erfolgreiche strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen. Insbesondere die Stärkung des Vertriebs zeigte positive Auswirkungen auf die Unternehmens- und Ergebnisentwicklung. Damit konnten wir, nach Umsatzsteigerungen in den beiden vorangegangenen Jahren von 6 bzw. 7%, im Geschäftsjahr 2012/13 eine zweistellige Wachstumsrate erzielen und auch die Ertragslage deutlich steigern. In allen vier Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden positive Betriebsergebnisse verbucht, wobei sich insbesondere im dritten und vierten Quartal die Zuwachsraten nochmals erhöhten.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin schwierig. Für das Jahr 2013 erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose im Euroraum einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5%. Während die Wirtschaft in Deutschland und Österreich um 0,5% wachsen soll, werden für Italien und den Niederlanden Rückgänge von 1,8 bzw. 1,0% erwartet. Vor dem Hintergrund dieser Wirtschaftsdaten erscheinen die erzielten Wachstumsraten umso bemerkenswerten. Dieser Gewinn von Marktanteilen ist auf eine solide Geschäftsbasis mit gleichzeitiger Ausweitung der Kundenbeziehungen zurückzuführen. Das angebotene Leistungs- und Produktportfolio ermöglicht eine erfolgreiche Bearbeitung von Nischen- aber auch von hart umkämpften Märkten. Für das Jahr 2014 erwartet die Europäische Kommission lediglich eine geringfügige konjunkturelle Erholung. Die prognostizierten Wachstumsraten für die BRAIN FORCE Märkte Deutschland und Österreich belaufen sich auf 1,7 bzw. 1,6%. In Italien soll ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von lediglich 0,7% erzielt werden, für die Niederlande wird mit einer Erhöhung um 0,2% gerechnet.

Die Umsetzung der Strategie, größere operative Einheiten innerhalb des BRAIN FORCE Konzerns zu schaffen und damit eine langfristige Wachstumsperspektive zu unterstützen, wird konsequent weiterverfolgt. Aus diesem Grund wurden nach dem Bilanzstichtag 30. September 2013 die gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsverhältnisse an die zukünftige Struktur der berichtspflichtigen Segmente angepasst. In diesem Zusammenhang hat die BRAIN FORCE HOLDING AG die Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, in die Network Performance Channel GmbH, Österreich, eingebracht. Des Weiteren wurden die bisher unmittelbar von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE GmbH, Österreich, der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, sowie der Brain Force Software GmbH, Slowakei, an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, verkauft.

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 weist die BRAIN FORCE HOLDING AG eine Umsatzsteigerung um 12,37 Mio. € bzw. 16% auf 88,38 Mio. € aus. Dabei verzeichneten alle operativen Geschäftsbereiche zum Teil deutliche Erhöhungen. Die Region Deutschland zeigte mit 48,01 Mio. € einen um 21% höheren Umsatz, Italien erzielte einen Umsatz von 23,66 Mio. € was einem Anstieg von 5% entspricht. Die Regionen Niederlande und Zentral-Osteuropa trugen mit Umsatzsteigerungen von 27% auf 13,41 Mio. € bzw. 3% auf 3,30 Mio. € ebenfalls zum Wachstum im Konzern bei. Das Konzern-EBITDA belief sich auf 4,52 Mio. € und lag damit um 2,46 Mio. € über dem Vorjahreswert von 2,06 Mio. €. Das Konzern-EBIT lag mit 2,87 Mio. € um 2,76 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Ergebnisverbesserung ist in erster Linie auf die mit dem Umsatzanstieg verbundene Erhöhung des Bruttoergebnisses, bei gleichzeitig geringfügig gesunkenen Vertriebs- und Verwaltungskosten, zurückzuführen. Zusätzlich sind im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. € angefallen. Ein Vergleich der operativen Ergebnisse (bereinigt um die Restrukturierungskosten des Vorjahres) zeigt einen Anstieg des operativen EBITDA um 65% oder 1,78 Mio. €, das operative EBIT erhöhte sich um 2,08 Mio. €.

Neben der Steigerung der operativen Ergebnisse konnte durch den Verkauf der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH ein deutlicher Anstieg im Gesamtergebnis des Konzerns erzielt werden. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 3,98 Mio. € nach -2,21 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Steuern erwirtschaftete der BRAIN FORCE Konzern ein Ergebnis von 2,67 Mio. € nach -2,13 Mio. € im Vorjahr. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie von 0,17 € im Vergleich zum Vorjahreswert von -0,14 € je Aktie.

Der Personalstand des BRAIN FORCE Konzerns zeigt einen Anstieg der Mitarbeiterzahl der unter dem Umsatzwachstum liegt. Bei einer Umsatzerhöhung von 16% stieg die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um rund 4% auf 784. Dabei blieb die Anzahl der angestellten Mitarbeiter mit 516 nahezu unverändert, die freien Mitarbeiter erhöhten sich von 234 auf 268. Stichtagsbezogen erhöhte sich der Personalstand um 6% von 756 auf 804 Mitarbeiter.

Das positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2012/13, mit einer wesentlichen Verbesserung der operativen Geschäftstätigkeit sowie des Beteiligungsverkaufs, führte zu einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur. Das Eigenkapital erhöhte sich um 16% auf 19,23 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 45% entspricht. Der operative Cash-flow lag mit +4,46 Mio. € um 2,91 Mio. € über dem Vorjahreswert von +1,55 Mio. €. Der erzielte Free Cash-flow belief sich auf +11,24 Mio. € nachdem dieser im Vorjahr mit -0,05 Mio. € nahezu ausgeglichen war. Die Generierung der liquiden Mittel ermöglichte den vollständigen Abbau der Nettoverschuldung, die zum Bilanz-

stichtag des Vorjahres noch 5,98 Mio. € betrug. In Summe reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten um rund 10,87 Mio. €, die Nettofinanzmittel (liquiden Mittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten) betrugen zum Bilanzstichtag 30. September 2013 5,23 Mio. €.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/13 hatte sich BRAIN FORCE ein weiteres Wachstum in Umsatz und Betriebsergebnis als Ziel gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 16% bzw. 12,37 Mio. € auf 88,38 Mio. € und einer Erhöhung des Konzern-EBIT um 2,76 Mio. € auf 2,87 Mio. € konnte dieses Ziel eindrucksvoll unterstrichen werden. Für das Geschäftsjahr 2013/14 setzt sich BRAIN FORCE ein weiteres Umsatzwachstum als Ziel, wobei zusätzliche Investitionen zur Gewinnung weiterer Marktanteile notwendig sein werden. Das Betriebsergebnis orientiert sich am Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die Entwicklung des Aktienkurses zeigte am Bilanzstichtag 30. September 2013 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 29% auf 0,84 € (Wiener Börse). Es zeigte sich aber gerade nach dem Bilanzstichtag ein gestiegenes Interesse mit deutlicher Auswirkung auf den Aktienkurs. Mit einem weiteren Anstieg um rund 67% auf bis zu 1,40 € orientiert sich die BRAIN FORCE-Aktie nunmehr auf wesentlich höherem Niveau. Auch die Tatsache, dass die Gesellschaft – nach Beschluss in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Juli 2013 – bei der Wiener Börse AG die Zurückziehung der Aktien aus dem Amtlichen Handel unter

Einbeziehung in den (ungeregelten) Dritten Markt angezeigt hat, wirkt sich offensichtlich bisher nicht negativ auf die Kursentwicklung aus. Bisher liegt keine Entscheidung der Wiener Börse AG hinsichtlich der Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel unter Einbeziehung in den Dritten Markt vor. Sollte jedoch die Wiener Börse das Zurückziehen der Aktien mit Bescheid untersagen, ist beabsichtigt, gegen diesen Bescheid Rechtsmittel zu ergreifen und die Sache unter Ausschöpfung des Instanzenzuges zu klären.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2012/13. Unseren Kunden und Geschäftspartnern danke ich für das in uns gesetzte Vertrauen, wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, Ihre Erwartungen zu erfüllen. Sie, geschätzte Aktionäre, ersuche ich, uns weiterhin zu unterstützen. Wir werden alles daran setzen, den eingeschlagenen Wachstumspfad fortzusetzen, um so die Basis für eine zukünftig verbesserte Aktienkurs- und Dividendenentwicklung zu legen.

Ihr

Michael Hofer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 in vier Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns sowie über die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der Vergütungs- und Nominierungsausschuss trat ebenfalls zweimal zusammen. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht dargestellt. Es existiert kein Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2011/12 zog der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 6. Dezember 2012 den Abschlussprüfer hinzu, der über die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfung des Geschäftsjahres 2011/12 berichtete. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde ein Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers erarbeitet sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung festgelegt. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung betrafen einen Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung und Finanzierungssituation.

In der Sitzung am 7. März 2013 berichtete der Vorstand über die Ergebnisse des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2012/13 und die aktuelle Erwartung für das Gesamtjahr. Zusätzlich erstattete

der Vorstand in dieser Sitzung Bericht über die Finanzierungssituation. Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf Beschlüsse zu genehmigungspflichtigen Geschäften.

In der Sitzung am 14. Mai 2013 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat einen detaillierten Bericht über die Ergebnisentwicklung des zweiten Quartals sowie des Halbjahres vor. Des Weiteren erörterte der Vorstand den aktuellen Ausblick für das Gesamtjahr 2012/13. Ein weiterer Punkt in dieser Sitzung betraf den Beschluss des Aufsichtsrates den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Hofer bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern.

In der Prüfungsausschusssitzung am 5. September 2013 wurden unter Beiziehung des Abschlussprüfers die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2013 behandelt sowie der Ablauf, Zeitplan und die Schwerpunkte der Hauptprüfung diskutiert. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung informierte sich der Aufsichtsrat detailliert über die aktuelle Geschäftslage, die Ergebnisse des dritten Quartals, die Vorschau auf das Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 sowie über das Budget 2013/14 und die Mittelfristplanung. Das Budget wurde nach intensiver Diskussion vom Aufsichtsrat genehmigt. Unter dem Tagesordnungspunkt genehmigungspflichtige Geschäfte erfolgt die Zustimmung des Aufsichtsrates zu geplanten gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen innerhalb der BRAIN FORCE Gruppe.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOL-DING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2013 nach IFRS wurden durch die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 12. Dezember 2013 eingehend mit dem Prüfer behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht, dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit

gemäß § 96 Abs. 4 des AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an. Weiters wurde der Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung sowie ein Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013/14 für die 16. ordentliche Hauptversammlung am 5. März 2014 vorbereitet.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und für das Erreichen der Unternehmensziele im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13.

Wien, am 12. Dezember 2013

Stefan Pierer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung bilden.

BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 1.10.2012 bis 30.09.2013 am ÖCGK in der Fassung vom Juli 2012. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen im Geschäftsjahr eingehalten.

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Lagebericht des Konzernabschlusses zum 30. September 2013.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist zugleich Aufsichtsrat der update Software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet.

"C-Regel 83": Der Konzernabschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern beurteilt und darüber an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße haben wir ab dem darauf folgendem Geschäftsjahr die Prüfung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern ausgesetzt.

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com unter der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist im Teil BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer des Geschäftsberichtes dargestellt.

Der Vorstand leitet unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Gesellschaft im Einklang mit den relevanten Gesetzen, der Satzung der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält im Wesentlichen den Geschäftsverteilungsplan sowie einen Katalog von Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Geschäftsjahr 1.10.2012 bis 30.09.2013 fanden insgesamt 4 Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind im Geschäftsbericht im Teil Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates dargestellt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtszeitraum an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. – 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von rund 20% auf. Zumindest ein Aufsichtsratsmitglied (Christoph Senft) ist kein Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertritt die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 85.307 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der Ocean Advisory GmbH. Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, bestand im Geschäftsjahr 2012/13 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Des Weiteren hat die BRAIN FORCE HOLDING AG im Geschäftsjahr 2012/13 mit der HOFER Management GmbH eine Prämienvereinbarung für den Fall des erfolgreichen Verkaufs der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, abgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer ist Alleingesellschafter der HOFER Management GmbH. Mit Abtretungsvertrag vom 15. April 2013 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG den von der HOFER Management GmbH gehaltenen 26%-Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, erworben. Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, sowie der CROSS Industries AG, Wels, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

Im BRAIN FORCE Konzern werden alle Stellen ungeachtet des Geschlechts und nach objektiven Qualifikationskriterien besetzt. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.

Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, wurde von der 15. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1.10.2012 bis 30.09.2013 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Geschäftsjahr vom 1.10.2012 bis 30.09.2013 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,01 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,12 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarung über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im neuen Wirtschaftsjahr bestehen derzeit nicht.

Vorstand

Michael Hofer (* 18.09.1960) Vorstandsvorsitzender (CEO) Erstbestellung: 19.10.2009 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2014

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19.10.2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Markforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie vom 28.05.2008 bis 19.10.2009 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Hannes Griesser (* 02.02.1967) Finanzvorstand (CFO) Erstbestellung: 01.01.2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2014

Mag. Hannes Griesser ist Betriebswirt und seit 01.01.2012 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Er begann seine Tätigkeit bei BRAIN FORCE im September 2000 im Bereich Konzernkonsolidierung und übernahm im April 2001 die Leitung des Konzernrechnungswesens. Im Juli 2008 wurde Hannes Griesser

zum Prokuristen bestellt. Er war vom Dezember 2007 bis Dezember 2009 Geschäftsführer der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zuständig für den Bereich Finanzen. Vor seiner Tätigkeit bei BRAIN FORCE arbeitete Hannes Griesser bei mehreren mittelständischen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Aufgabengebiet von Hannes Griesser:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:

  • Business Strategy
  • Strategic Projects

Die Vorstandsmitglieder üben keine Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften aus.

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Geschäftsjahr vom 1.10.2012 bis 30.09.2013 aus folgenden von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer (geboren 25.11.1956)

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16
  • Weitere Funktionen:
  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG

Mag. Friedrich Roithner (geboren 10.03.1963)

  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16

Weitere Funktionen:

  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG

Dr. Christoph Senft (geboren 07.03.1961)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 12.06.2003
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2013/14

Weitere Funktionen:

Geschäftsführernder Gesellschafter der MWS Industrieholding GmbH

Josef Blazicek (geboren 15.02.1964)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16

Weitere Funktionen:

  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der update software AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG, ab 9.1.2013 Vorsitzender-Stv.
  • Aufsichtsrat der All for One Steeb AG
  • Aufsichtsrat der Triplan AG, bis 19.10.2013
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der KTM AG

Mag. Michaela Friepeß (geboren 15.03.1972)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 18.07.2013
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2016/17

Prüfungsausschuss

Mitglieder: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagement- systems

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis 30.09.2013 wurden zwei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

Dezember 2012:

Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Abschlussprüfung zum 30.09.2012, Erarbeitung einer Empfehlung an den Aufsichtsrat betreffend Erstattung eines Wahlvorschlages für den Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13

September 2013:

  • Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30.09.2013,
  • Bericht des Vorstandes zum Budget für das Wirtschaftsjahr 2013/14

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder: Stefan Pierer (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis 30.09.2013 wurden zwei Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die Vereinbarungen über die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 sowie die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Dr. Michael Hofer behandelt wurden.

Vergütungsbericht

Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht

Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung

Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am operativen EBIT und unternehmens-

strategischen Erfolgen

Variable Vergütung enthält langfristige Erfolgskomponente

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und Nominierungsausschuss übertragen.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Michael Hofer und Hannes Griesser bis 31. Dezember 2014). Für diesen Zeitraum wurden die Verträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige operative EBIT des Konzerns abstellt. Zusätzlich können unternehmensstrategische Erfolge gesondert prämiert werden.

Die fixe Vergütung orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds. Die Folge sind differenzierte Bezüge je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Vergütung, deren Höhe direkt vom operativen EBIT der BRAIN FORCE Gruppe sowie unternehmensstrategischen Erfolgen abhängt. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nach oben gedeckelt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

Die gesamte Vergütung für die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012/13 betrug 1.099.799 €, (Vorjahr: 450.000 €). Darüber hinaus wurde im Vorjahr für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages von Thomas Melzer eine Abfindung in Höhe von 201.904 € gewährt. Die variable Vergütung des Geschäftsjahres 2012/13 beträgt 654.799 € und beinhaltet eine langfristige Erfolgskomponente in Höhe von 168.457 €.

2012/13 2011/12
Vorstandsvergütung in € Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Michael Hofer 275.000 430.576 705.576 275.000 0 275.000
Hannes Griesser 170.000 224.223 394.223 125.000 0 125.000
Thomas Melzer 1) 0 0 0 50.000 0 50.000
Gesamt 445.000 654.799 1.099.799 450.000 0 450.000

1) ohne Vergütung für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages in Höhe von 201.904 € im Geschäftsjahr 2011/12

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Im Fall der Beendigung des Vorstandsvertrages mit dem Finanzvorstand Hannes Griesser bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den Regelungen des § 23 AngG in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 2.711 € (Vorjahr: 3.435 €) geleistet. Für den Finanzvorstand werden 10% des Jahresfixbezuges vom Dienstgeber in eine Pensionskasse eingezahlt. Weitere Pensionskassenregelungen bestehen nicht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden keine Aufwendungen erfasst (Vorjahr: 0 €).

Vorstände üben kein Aufsichtsratsmandat oder Vorstandsfunktion in konzernexternen Gesellschaften aus

Abfertigungsansprüche für den Finanzvorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich

Die Hauptversammlung am 28. Februar 2013 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/12 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 7.500 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für das Geschäftsjahr 2012/13 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2013/14) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 46.933 € aufwandsmäßig erfasst. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 52.100 € für das Geschäftsjahr 2011/12 ausbezahlt.

Aufsichtsratsvergütung in € 2012/13 2011/12
Stefan Pierer, Vorsitzender 15.000 16.500
Friedrich Roithner, Vorsitzender-Stellvertreter 12.500 13.700
Christoph Senft 8.600 9.800
Josef Blazicek 9.000 9.000
Michaela Friepeß 1.833 0
Wolfgang Hickel 0 3.100
Gesamt 46.933 52.100

Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat

Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website

Unternehmen trägt die Kosten der D&O-Versicherung

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Das Unternehmen

IT-Service-Gruppe mit rund 800 Mitarbeitern in sechs Ländern Europas

BRAIN FORCE wurde 1983 gegründet

Unternehmensprofil

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern an 12 Standorten in sechs europäischen Ländern. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse und im Xetra-Fließhandel notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 54% erwirtschaftet, gefolgt von Italien mit 27%, den Niederlanden mit 15% und Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 4%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt, aktuelle Börsenotiz in Wien) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut und an die Markterfordernisse angepasst. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf drei Säulen:

Process Optimization

Im Geschäftsfeld Process Optimization fassen wir IT-Services und Softwarelösungen für geschäftskritische Prozesse zusammen, mit deren Hilfe unsere Kunden Wettbewerbsvorteile erzielen.

Infrastructure Optimization

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization bieten wir IT-Lösungen an, die unseren Kunden zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen. So steigern wir die Produktivität unserer Kunden und senken gleichzeitig ihre Kosten.

Professional Services

Im Geschäftsfeld Professional Services bieten wir eine den Kundenanforderungen entsprechende Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten.

Unsere Kunden profitieren von smarten IT-Lösungen, die auf Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und innovativen Produkten basieren. Diese Lösungen reduzieren die Kosten unserer Kunden, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Das Geschäftsfeld Professional Services ergänzt das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

Zu Process Optimization zählen wir IT-Services und Softwarelösungen im Bereich:

  • Enterprise Resource Planning (ERP): Verbesserung der Wettbewerbsposition durch optimierte Abstimmung und Integration der Geschäftsprozesse basierend auf umfassendem Branchen Know-how
  • Customer Relationship Management (CRM): Steigerung von Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit mit Hilfe einer optimal auf die Abläufe im Tagesgeschäft abgestimmten Lösung
  • Business Analytics: Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence (BI) Prozesse, Methoden und Kennzahlensysteme zur Ausrichtung operativer und strategischer Prioritäten sowie Bereitstellung zielgruppenspezifischer Berichte
  • Softwarelösungen für Finanzdienstleister: Geschäftsprozess-Optimierungen mit Hilfe maßgeschnei- derter IT-Lösungen für den Front- und Backoffice-Bereich von Versicherungen, Banken und Maklern in der DACH-Region bzw. in Zentral-Osteuropa

Zu Infrastructure Optimization zählen wir IT-Lösungen im Bereich:

  • IT-Consulting: Beratung bei der Umsetzung strategischer Ziele wie der Kosten- und Risikoreduktion bzw. eines effizienten IT-Betriebs sowie der Einführung neuer Technologien für moderne Arbeitsplatzkonzepte
  • Server and Data Management: Aufbau einer gut managebaren, dynamischen, sicheren und zuverlässigen Server- und Dateninfrastruktur
  • Desktop Management: Schaffung dynamischer, anwenderfokussierter Infrastrukturen durch Implementierung führender Technologien unter Verwendung von Best Practices sowie Erzielung von Kosteneinsparungen durch Automatisierung und Virtualisierung
  • Application Management: Best-Practice-Procedures und intelligente Tools, um die Kompatibilität von Applikationen sicherzustellen und die Verfügbarkeit jederzeit und überall zu gewährleisten
  • Communication and Collaboration: Erhöhung der User Produktivität durch Integration führender Technologien in den Bereichen Kommunikation und Zusammenarbeit in die bestehende ITK-Infrastruktur
  • IT Service Management Solutions: Integration, Verwaltung und Steuerung aller Serviceprozesse, Systeme und Partner auf einer einzigen Plattform
  • Network Performance: Innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen

Zu Professional Services zählen wir:

  • Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Fachkräften
  • IT-Consulting: Service Strategy, Virtualisierung, Cloud Computing, Zielszenarien, Alternativen, Maßnahmenkataloge
  • Projekt-/Servicemanagement: Projektmanagement nach PRINCE2, Servicemanagement nach ITIL, Effiziente Projekt- und Serviceorganisation, Service Value Management
  • Support: 1st, 2nd und 3rd Level Service Desk, Temporärer Einsatz bei Spitzenzeiten, Incident, Problem, Change, Release und Configuration Management
  • Softwareentwicklung: Anforderungsmanagement, Erstellung von Prototypen, Individualentwicklung, Anwendungstest
  • Rollout & Betrieb: Softwarevirtualisierung und –paketierung, Rollout von Hard- und Software, Management von Hard- und Software, Betrieb von ITK-Infrastrukturen
  • Qualitätssicherung: Erstellung von Testkonzepten, Testautomatisierung, Test von Komponenten und Systemen, CSI: Continual Service Improvement

Smarte IT-Lösungen von BRAIN FORCE tragen zur Kostenreduktion und dem Erfolg unserer Kunden bei

BRAIN FORCE liefert Lösungen zur Unterstützung geschäftskritischer Prozesse

Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur

Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt

Kerngeschäft IT-Optimierung
Consulting Projects Staffing
Produkte und Handel
Process Optimization Infrastructure Optimization FINAS Suite
BF Österreich
ERP
BF Italien Front-Office-Lösungen für
Finanzdienstleister in DE und AT
BF Italien
ERP, CRM, BI
BF Deutschland NPC
BF CZ + SK
Hypotheken u. Asset Management
BF Niederlande Vertrieb Net Optics Netzwerk-Produkte in
Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien
Professional Services
Rekrutierung/Einsatz von IT-Spezialisten

Strategische Geschäftsfelder, BF = BRAIN FORCE

Unternehmensstrategie

Die Wachstumsstrategie von BRAIN FORCE konzentriert sich auf die Standbeine Process Optimization und Infrastructure Optimization. Diese Kerngeschäftsfelder wurden nach eingehender Untersuchung des Marktumfeldes in den BRAIN FORCE Ländern und auf Basis externer Analysen der Gartner Group als zukunftsträchtige und überdurchschnittlich wachsende Bereiche der IT-Branche identifiziert. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, was den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene steigert und ein homogenes Unternehmen bilden soll. Darüber hinaus bietet BRAIN FORCE im Geschäftsfeld Professional Services die Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten an und vermarktet einzelne lokale Angebote wie die FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister) in der DACH-Region, Rebecca (Programm zur Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management Lösung) vor allem in Zentral-Osteuropa.

Process Optimization

Im Geschäftsfeld Process Optimization steht die Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse und die Betreuung Microsoft basierender Businesslösungen für zahlreiche national und international tätige Kunden im Fokus. Dazu wurden die Aktivitäten der österreichischen Gesellschaft vom Standort Neulengbach in Niederösterreich, Richtung Westen auf Oberösterreich ausgeweitet. In der italienischen Gesellschaft ist die Marktbearbeitung profitcenter-orientiert aufgesetzt. Vorteile ergeben sich aus der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den BRAIN FORCE Gesellschaften, bei der die gemeinsamen Nutzung und Vermarktung eigenentwickelter Add-ons sowie intensiver Know-how Austausch im Vordergrund stehen.

In Tschechien und der Slowakei verfolgen wir die Strategie, unser Geschäft in der Kernzielgruppe Banken und Versicherungen u.a. mit dem Network Performance Angebot auszuweiten.

Infrastructure Optimization / Professional Services

In den Geschäftsfeldern Infrastructure Optimization und Professional Services werden zum Großteil idente Zielgruppen und Kunden bearbeitet, bei denen sich die inhaltlichen Aufgabenstellungen auf Infrastrukturoptimierung, u.a. mit den Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance konzentrieren. Dabei verstehen wir das Professional Services Geschäft als eine Art der Dienstleistungen für unsere Kunden (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten). Das Professional Services Geschäft wird derzeit an den Standorten Frankfurt, München, Köln und Veenendaal (Niederlande) ausgebaut.

Forcierung der langfristigen Wachstumsbereiche Process und Infrastructure Optimization

Reorganisation und Profitcenter-orientierte Marktbearbeitung in Italien und Österreich

Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance

Neben den Kerngeschäftsfeldern, die in jedem Land angeboten werden, vertreibt BRAIN FORCE eigene Softwarelösungen und Drittprodukte. Die eigene FINAS Suite, eine Vertriebs- und Beratungslösung für Finanzdienstleister (Versicherungen, Banken und Makler), wird vor allem in Deutschland von der Versicherungsbranche geschätzt. Wachstumspotenzial sehen wir bei diesem Produkt durch die stärkere Bearbeitung der Zielgruppe Banken.

Die BRAIN FORCE Channel-Aktivitäten als Großhändler für Net Optics Taps (Netzwerk-Produkte zur Messung des "Durchflusses" von Leitungen) werden von unseren zwei Gesellschaften Network Performance Channel GmbH, mit Sitz in Deutschland und Österreich, wahrgenommen. Die Marktbearbeitung in Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien wurde dabei deutlich ausgeweitet. Nach einer sehr positiven Umsatzentwicklung in den vorangegangenen Jahren, konnte auch im Geschäftsjahr 2012/13 ein Wachstum bei gleichzeitigem Ausbau des Vertriebs erzielt werden. Auch in Zukunft wird ein profitables Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet. Für die Expansion wurde und wird auch in Zukunft sowohl die Organisation als auch das Reseller-Netzwerk weiter ausgebaut. Nachhaltige Wachstumsimpulse erwarten wir in den nächsten Jahren durch den Trend zum Cloud Computing.

IT-Consulting

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert. Während früher die IT-Manager Investitionen im Rahmen ihrer Budgets eigenverantwortlich umsetzten, hat sich die Entscheidungskompetenz stärker zum Top-Management verlagert. Daraus entstand eine neue Zielsetzung für die IT-Abteilungen in den Unternehmen: Früher war IT performanceorientiert, jetzt ist sie kostenorientiert.

Zusätzlich verändert das Cloud Computing und der Trend zum mobilen Arbeiten die IT-Landschaft nachhaltig: die Vielfalt der eingesetzten Endgeräte nimmt zu, das Server-Management wird vielseitiger und alle Applikationen werden zentralisiert. Die Unternehmen (Kunden) werden zunehmend mehr IT-Aufgaben outsourcen, da sie die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter intern nicht mehr sicherstellen können. Die Administration der IT-Infrastruktur bleibt im Unternehmen, die Technik kommt von außen.

In Zukunft wird sich BRAIN FORCE daher auf IT-Consulting konzentrieren. Wir wollen der Partner in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization mit einer klaren Ausrichtung auf Kosteneinsparungen für unsere Kunden sein.

Vertrieb eigener Softwarelösungen und von Drittprodukten

BRAIN FORCE Channel-Aktivitäten durch Gesellschaften in Deutschland und Österreich

Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert

Trends Cloud Computing und mobiles Arbeiten verändern IT-Landschaft

Ausrichtung auf Kosteneinsparungen

Unternehmensstruktur

Die folgende Grafik stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:

BRAIN FORCE HOLDING AG (Anteile in %)

1) wird zu 99,5% von der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, und zu 0,5% von der BRAIN FORCE HOLDING AG, Österreich, gehalten.

BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Kursentwicklung

Anstieg des ATX im Jahresverlauf um 21% Der Wiener Leitindex ATX lag zu Beginn unseres Geschäftsjahres (1. Oktober 2012) bei einem Kurs von 2.090. Mit Monatsbeginn setzte der ATX seine beständige Aufwärtsbewegung fort, die ihn bis zum Jahresende 2012 auf beachtliche 2.401 brachte. Nach mehreren Seitwärtsbewegungen und einem Rückgang im Sommermonat Juli 2013, setzte der ATX seinen Anstieg fort und lag zum Ende unseres Geschäftsjahres per 30.9.2013 bei 2.528 Punkten. Im Jahresverlauf konnte der ATX somit 21% gewinnen.

Performance der BRAIN FORCE Aktie mit einem Anstieg von 29% über der ATX-Entwicklung

Die BRAIN FORCE Aktie, die derzeit im Amtlichen Handel, Marktsegment Standard Market Continuous der Wiener Börse notiert, begann das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem Kurs von 0,65 €. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung stieg der Kurs Ende März 2013, kurz nach Bekanntgabe der Veräußerung der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, um 23% auf 0,80 €. Nach wenigen Tagen entwickelte sich der Kurs allerdings rückläufig um mit der Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichtes am 15. Mai 2013 wieder anzusteigen. Seither orientierte sich der Kurs bis zum Bilanzstichtag 30. September 2013 zwischen 0,80 € und 0,90 € pro Aktie. Am 20. September 2013 erreichte die BRAIN FORCE Aktie den Höchststand im Geschäftsjahr 2012/13 mit 0,93 €. Die BRAIN FORCE Aktie schloss das Geschäftsjahr mit einem Kurs von 0,84 €, das entspricht im Jahresverlauf einem Anstieg von 29%.

Antrag auf Einbeziehung der BRAIN FORCE-Aktien in den Dritten Markt der Wiener Börse AG

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Juli 2013 haben die Aktionäre über Antrag der ehemaligen Aktionärin CROSS Informatik GmbH, Wels, den Beschluss gefasst, die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG vom Amtlichen Handel der Wiener Börse zurückzuziehen und die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG einzubeziehen. Der Vorstand hat mit Schreiben vom 22. August 2013 der Wiener Börse AG die Zurückziehung der Aktien aus dem Amtlichen Handel mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 angezeigt. Mangels Entscheidung der Wiener Börse AG hat die BRAIN FORCE HOLDING AG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass die Aktien vorerst weiterhin im Amtlichen Handel der Wiener Börse notieren. Die Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel der Wiener Börse sowie die Einbeziehung der Aktien zum Handel in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG (Marktsegment Mid Market) werden bis zu einer endgültigen behördlichen Entscheidung über die von der BRAIN FORCE HOLDING AG gestellten Anträge aufgeschoben.

BRAIN FORCE HOLDING AG ATX – Austrian Traded Index (indexiert)

Vorstand schlägt vor, keine Dividende auszuschütten

Dividendenpolitik

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 5. März 2014 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um die Liquidität im Unternehmen zu halten.

Eigentümer

.

Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG ist die Pierer Industrie AG, Wels, mit einem Anteil von 70,00% zum Stichtag 30. September 2013 bzw. 52,5% seit dem 23.Oktober 2013.

Die Qino Flagship AG, Schweiz, hält zum Stichtag 30. September 2013 einen Anteil von 10.00%. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer hält seit dem 23.10.2013 einen Anteil von 17,50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Streubesitz.

Kennzahlen je Aktie 2012/13 2011/12 Vdg. in %
Ergebnis in € 0,17 -0,14 >100
Ergebnis bereinigt 1) in € 0,17 -0,11 >100
Dividende in € 0,00 0,00 -
Free Cash-flow 2) in € 0,73 0,00 +100
Eigenkapital in € 1,25 1,08 +15
Höchstkurs in € 0,93 0,95 -2
Tiefstkurs in € 0,58 0,55 +5
Ultimokurs in € 0,84 0,65 +29
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 12,92 9,99 +29

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

Investor Relations

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente Kommunikationspolitik. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion des Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.

Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von Warburg Research (Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website zum Download bereit.

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Hannes Griesser
Telefon: +43 1 263 09 09 0
E-Mail: [email protected]
Internet: www.brainforce.com
Wiener Börse: BFC
Reuters: BFCG
Bloomberg: BFC:AV
Datastream: O:BFS
ISIN: AT0000820659

Aktionärsstruktur zum 23.10.2013

7PLYLY0UK\Z[YPL(. +Y4PJOHLS/VMLY 8PUV-SHNZOPW(. -YLL-SVH[

Ziel ist eine transparente Kommunikationspolitik

Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar

Lagebericht

Die EU-Kommission prognostiziert für 2013 einen Rückgang des BIP im Euroraum auf 0,5%

prognostiziert

Wirtschaftliches Umfeld

In den Jahren 2010 bis 2012 lag der Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung jeweils über 3%. Für dieses Jahr erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2013 eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums auf 2,8%. Im Euroraum hingegen wird für 2013 eine Verlangsamung des Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes von 0,7 auf 0,5% geschätzt. Diese Entwicklung fußt auf den umfassenden Strukturreformen und Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich um 0,5 beziehungsweise 0,4% wachsen soll, werden für Italien und den Niederlanden Rückgänge von 1,8 beziehungsweise 1,0% erwartet.

Für das Jahr 2014 erwartet die Europäische Kommission ein Wachstum von 1,1% im Euroraum. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg mit 1,7 beziehungsweise 1,6% deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen, in Italien mit 0,7% und in den Niederlanden mit 0,2% darunter. Die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen haben die Voraussetzungen dafür verbessert, dass die Binnennachfrage mit der Zeit zum Hauptwachstumsmotor in Europa wird. Da die Arbeitsmarktentwicklung der Entwicklung des BIP in der Regel um mindestens ein halbes Jahr hinterherhinkt, prognostiziert die Kommission für 2014 ein Stagnieren der Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau, wobei auch künftig erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen werden. Im Euroraum soll die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr unverändert 12,2% betragen, in Deutschland soll sie sich auf 5,3% leicht verbessern. Die EU sieht in der Modernisierung der europäischen Wirtschaft die Basis für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und somit auch für die Senkung der Arbeitslosigkeit. Für 2014 wird in allen BRAIN FORCE Märkten ein Wachstum

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner werden in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) die IT-Ausgaben 2013 um 1,4% steigen und das Wachstum sollte bis mindestens 2016 anhalten. Bei den weltweiten IT-Ausgaben wird für 2014 ein Anstieg um 4,1% vorhergesagt. 2013 Anstieg der IT-Ausgaben in der Region EMEA

Die BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erwartet, wie im Oktober 2013 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2013 in Deutschland um 1,0% ansteigen werden. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche deutlich stärker aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,9% (Software) und 2,4% (IT-Services). 2014 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 1,7% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 5,1% und für den Bereich IT-Services um 3,2% erwartet.

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

BRAIN FORCE hat im Geschäftsjahr 2012/13 einen deutlichen Zuwachs im Umsatz und Ergebnis erwirtschaftet. In allen vier Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres konnten positive Betriebsergebnisse verbucht werden, wobei insbesondere im dritten und vierten Quartal erfreuliche Zuwachsraten erzielt wurden. Alle Regionen zeigen gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung mit gestiegenen Umsätzen und Ergebnisverbesserungen.

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2012/13 um 16% auf 88,38 Mio. € gestiegen. Die Region Deutschland zeigte mit 48,01 Mio. € einen um 21% höheren Umsatz und trug 54% zum Konzernumsatz bei. In der Region Italien erhöhte sich der Umsatz um 5% auf 23,66 Mio. €, was einem Anteil von 27% am Konzernumsatz entspricht. In der Region Niederlande stieg der Umsatz um 27% auf 13,41 Mio. €. Dieses Segment trug damit 15% zum Konzernumsatz bei. In Zentral-Osteuropa erhöhte sich der Umsatz um rund 3% auf 3,30 Mio. €, was einem Anteil von 4% am Konzernumsatz entspricht.

Umsatz- und Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2012/13 in allen Regionen

In Deutschland wächst die ITK-Branche 2013 stärker als

der Gesamtmarkt

Umsatz nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK4PV
  • 0[HSPLU4PV
  • 5PLKLYSHUKL4PV
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH4PV
Rentabilitätskennzahlen 1) 2012/13 2011/12
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 20,4 21,2
Vertriebskosten zu Umsatz 8,2 9,8
Verwaltungskosten zu Umsatz 8,2 9,6
EBITDA-Marge operativ 5,1 3,6
EBIT-Marge operativ 3,3 1,0

1) Vorjahreswerte bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. €

Dem Anstieg des Konzernumsatzes von 16% stehen um 17% höhere Herstellungskosten gegenüber, woraus sich eine Bruttomarge von 20,4% ergibt. Diese im Vergleich zum Vorjahr geringfügig niedrigere Bruttomarge ist insbesondere auf den gestiegenen Umsatzanteil mit Drittprodukten zurückzuführen. Während die nachhaltige Stärkung der Vertriebsaktivitäten im Vorjahr zu einem Kostenanstieg um 14% führte, zeigen die Vertriebskosten im Geschäftsjahr 2012/13 einen Rückgang um 3%. Der 12-Monatsvergleich zeigt im Bereich der Verwaltungskosten einen Rückgang von rund 1%. Die operative EBITDA-Marge erhöhte sich von 3,6% auf 5,1%, die operative EBIT-Marge betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,3% nach 1,0% im Vorjahr. Ausschlaggebend für die wesentliche Verbesserung dieser Kennzahlen war der mit dem zweistelligen Umsatzwachstum verbundene Anstieg des Bruttoergebnisses bei nahezu unveränderten Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Das operative EBITDA des Geschäftsjahres 2012/13 erhöhte sich um 65% und betrug 4,52 Mio. € (Vorjahr: 2,74 Mio. €), das operative EBIT hat sich mehr als verdreifacht und lag bei 2,87 Mio. € (Vorjahr: 0,79 Mio. €). Im Vorjahr sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. angefallen. Unter Berücksichtigung dieser Restrukturierungskosten, welche im Bereich FINAS (Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister) angefallen sind, zeigt sich eine Erhöhung des Konzern-EBITDA von 2,06 Mio. € im Vorjahr auf 4,52 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13. Das Konzern-EBIT erhöhte sich von 0,11 Mio. € auf 2,87 Mio. €, das entspricht einem Anstieg um 2,76 Mio. €.

EBITDA operativ 1) nach Segmenten 2012/13 2011/12 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 3,26 2,04 +60
Italien 1,70 1,57 +8
Niederlande 0,60 0,42 +43
Zentral-Osteuropa 0,43 0,21 >100
Holding und Sonstiges -1,47 -1,50 +2
BRAIN FORCE Konzern 4,52 2,74 +65

1) Vorjahreswerte bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. €

EBIT operativ 1) nach Segmenten 2012/13 2011/12 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 2,68 1,41 +91
Italien 1,05 0,90 +16
Niederlande 0,30 -0,08 >100
Zentral-Osteuropa 0,35 0,11 >100
Holding und Sonstiges -1,51 -1,55 +3
BRAIN FORCE Konzern 2,87 0,79 >100

1) Vorjahreswerte bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. €

In der Region Deutschland erhöhte sich das operative EBITDA um 60% auf 3,26 Mio. € und das operative EBIT um 91% auf 2,68 Mio. €. Alle Bereiche der deutschen Konzerngesellschaften weisen deutlich positive Ergebnisse aus, wobei insbesondere der Anstieg der Ertragslage im Bereich Professional Services am Standort Neu-Isenburg (vormals Langen/Frankfurt) und FINAS – nach erfolgter Restrukturierung im Vorjahr – hervorzuheben sind. Im Bereich der Network Performance Channel-Aktivitäten reduzierten sich die operativen Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr, was auf einen Rückgang der erzielten Bruttomarge zurückzuführen war.

Anstieg des operativen EBITDA um 60% und operativen EBIT um 91% in der Region Deutschland

Anstieg der EBITDA-Marge um 1,5% auf 5,1%. EBIT-Marge steigt von 1,0% auf 3,3%

Anstieg von EBITDA um 8% und EBIT um 16% in der Region Italien

Region Niederlande verzeichnet EBITDA-Anstieg um 43% und positives EBIT

Region Zentral-Osteuropa verdoppelt EBITDA und zeigt deutlichen Anstieg im EBIT

In der Region Italien lag das operative EBITDA von 1,70 Mio. € um 8% über dem Vorjahresniveau. Das operative EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 0,90 Mio. € auf 1,05 Mio. €, was einem Anstieg um 16% entspricht. Bei einem Umsatzanstieg von 5% konnten die EBITDA- und EBIT-Margen mit 7% bzw. 4% leicht verbessert werden, was auf eine weiterhin gute Auslastung der Mitarbeiter zurückzuführen war.

In den Niederlanden stieg das operative EBITDA um 43% auf 0,60 Mio. €, während sich das operative EBIT von -0,08 Mio. € auf 0,30 Mio. € ins Positive drehte. Maßgeblich für die Verbesserung der operativen Ergebnisse war der mit der Umsatzerhöhung verbundene Anstieg der Auslastung der Mitarbeiter, insbesondere im dritten und vierten Quartal.

Zentral-Osteuropa erzielte bei einer 3%-igen Umsatzsteigerung eine Verdoppelung des operativen EBITDA auf 0,43 Mio. € und eine Erhöhung des operativen EBIT von 0,11 Mio. € auf 0,30 Mio. €. Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ergebnisse leisteten die BRAIN FORCE GmbH, Österreich, sowie die Network Performance Channel GmbH, Österreich.

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt) 2012/13 2011/12 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 88,38 76,01 +16
Herstellungskosten -70,37 -59,92 -17
Bruttoergebnis vom Umsatz 18,01 16,09 +12
Vertriebskosten -7,23 -7,42 +3
Verwaltungskosten -7,21 -7,31 +1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,74 -0,71 -5
Sonstige betriebliche Erträge 0,05 0,14 -65
EBIT operativ 2,87 0,79 >100
Restrukturierungsaufwendungen 0,00 -0,68 +100
Betriebsergebnis nach Restrukturierungsaufwendungen 2,87 0,11 >100
Finanzergebnis -0,90 -0,82 -9
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2,01 -1,49 >100
Ergebnis vor Steuern 3,98 -2,21 >100
Ertragsteuern -1,31 0,07 >100
Ergebnis nach Steuern 2,67 -2,13 >100
Sonstiges Ergebnis -0,02 -0,01 -100
Gesamtergebnis 2,65 -2,14 >100

Verbesserung des Interest Cover auf 4,9x

Positives Ergebnis aus dem Verkauf der assoziierten Unternehmen von 2,55 Mio. €

Das Finanzergebnis betrug -0,90 Mio. € (Vorjahr: -0,82 Mio. €). Dabei stiegen die Finanzierungs- und Zinsaufwendungen (Saldo aus erhaltenen und gezahlten Zinsen) auf 0,92 Mio. €. (Vorjahr: 0,88 Mio. €), was insbesondere auf das mit der vorzeitigen Tilgung des Schuldscheindarlehens angefallenen Aufhebungsentgelts zurückzuführen ist. Demgegenüber stehen Erträge aus Fremdwährungsumrechnung von 0,01 Mio. € (Vorjahr: 0,05 Mio. €). Der Interest Cover (Verhältnis operatives EBITDA zu Zinsergebnis) verbesserte sich 2012/13 und betrug 4,9x (Vorjahr: 3,1x).

Die BRAIN FORCE Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH (53,16% Beteiligung per 30.9.2012) und CONSULTING CUBE s.r.l. (25% Beteiligung per 30.9.2012) wurden im Geschäftsjahr 2012/13 verkauft. Der Abgang der CONSULTING CUBE s.r.l. erfolgte im ersten Quartal, das Closing der Transaktion betreffend die SolveDirect im dritten Quartal, wodurch die Endkonsolidierung per 29.4.2013 erfolgte. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen verbesserte sich von -1,49 Mio. € auf 2,01 Mio. €, wovon -0,54 Mio. € auf den Ergebnisbeitrag der SolveDirect Service Management GmbH bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung entfiel. Das Veräußerungsergebnis beläuft sich auf 2,55 Mio. €.

Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern um 4,80 Mio. € auf 2,67 Mio. €

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 3,98 nach -2,21 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern betrug 2,67 nach -2,13 Mio. € im Vorjahr.

Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) betrug 0,17 nach -0,14 € im Vorjahr. Bereinigt um die im vorangegangenem Geschäftsjahr 2011/12 angefallenen Restrukturierungsaufwendungen belief sich das Ergebnis je Aktie auf -0,11 € im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 42,95 Mio. €. Maßgeblich für diese Reduktion sind einerseits der Rückgang der Anteile an assoziierten Unternehmen bei gleichzeitigem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Andererseits erhöhten sich im Wesentlichen das ausgewiesene Eigenkapital aufgrund des positiven Gesamtergebnisses und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Ergebnis je Aktie von 0,17 € im Geschäftsjahr 2012/13

Reduktion der Bilanzsumme um 7%

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mio.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 16,88 Mio. € oder 39% (Vorjahr: 52%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Anteile an assoziierten Unternehmen zurückzuführen. Diese betrugen zum vorangegangenen Bilanzstichtag 7,40 Mio. €. Die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 6% auf 3,66 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,52 Mio. € (Vorjahr: 1,63 Mio. €) getätigt, wovon 0,90 Mio. € (Vorjahr: 1,14 Mio. €) auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 30.9.2013 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,24 Mio. € (Vorjahr: 2,23 Mio. €) und betragen somit 5% (Vorjahr: 5%) vom Gesamtvermögen. Die Firmenwerte betragen unverändert 11,00 Mio. €. Die sonstigen langfristigen Forderungen belaufen sich auf 1,62 Mio. € (Vorjahr: 0,09 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen den Haftrücklass im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH. Die latenten Steueransprüche reduzierten sich vorrangig durch den Verbrauch der aktivierten steuerlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2012/13.

Bilanzkennzahlen 30.9.2013 30.9.2012
Eigenkapital in Mio. € 19,23 16,61
Eigenkapitalquote in % 44,8 35,8
Nettofinanzmittel (+) / Nettoverschuldung (-) in Mio. € 5,23 -5,98
Gearing in % -27,2 36,0
Working Capital in Mio. € -0,55 0,41
Working Capital zu Umsatz in % -0,6 0,5
Nettoverschuldung / EBITDA operativ - 2,2
EBITDA operativ / Zinsergebnis 4,9 3,1
FFO / Nettoverschuldung 1) in % - 32,8

1) FFO = Funds from Operations = Cash-flow aus dem Ergebnis

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 26,07 Mio. € um 3,77 Mio. € über dem Vorjahresniveau und betragen 61% (Vorjahr: 48%) des Gesamtvermögens. Stichtagsbezogen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 24% auf 17,25 Mio. € (Vorjahr: 13,92 Mio. €) und stellen 40% des Gesamtvermögens dar. Der Anstieg der Forderungen resultiert aus dem Umsatzwachstum, wobei insbesondere im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von über 22% erzielt werden

Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 39%

Anstieg der Lieferforderungen durch überdurchschnittliches Umsatzwachstum im vierten

Quartal

Zahlungsmittel in Höhe von 5,96 Mio. € zum Stichtag

Eigenkapitalquote erhöht sich auf 45% zum Bilanzstichtag

Tilgung der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,87 Mio. € im Geschäftsjahr 2012/13

30.9.2013

30.9.2013

konnte. Die Konzerngesellschaften BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, BRAIN FORCE B.V., Veendendaal, Niederlande, und die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, haben Factoring-Vereinbarungen mit Bankinstituten über den Ankauf von in den Verträgen definierten Kundenforderungen abgeschlossen.

Zum Stichtag 30.9.2013 betrugen die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, 5,96 Mio. € und erhöhten sich somit im Vorjahresvergleich um 0,34 Mio. €. Damit konnten, zusätzlich zur Reduktion der Finanzverbindlichkeiten im Ausmaß von 10,87 Mio. €, die Zahlungsmittel erhöht werden.

Zum 30.9.2013 belief sich das Konzerneigenkapital auf 19,23 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 45% (Vorjahr: 36%) entspricht. Der Anstieg um 2,62 Mio. € ist auf das positive Gesamtergebnis zurückzuführen.

Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) verringerten sich um 10,87 Mio. € auf 0,73 Mio. €. Der erwirtschaftete Free Cash-flow in Höhe von 11,24 Mio. € (Vorjahr: -0,05 Mio. €) ermöglichte den beinahe vollständigen Abbau der Finanzverbindlichkeiten. Die vorzeitige Tilgung des Schuldscheindarlehens erfolgte im Juli 2013. Die zum Bilanzstichtag 30.9.2013 ausgewiesenen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen ausgenützte Kontokorrentkreditvereinbarungen.

Nettofinanzmittel / Nettoverschuldung 30.9.2013 30.9.2012 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0,00 -9,98 -100
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -0,73 -1,62 -55
- Zahlungsmittel 5,96 5,62 +6
Nettofinanzmittel (+) / Nettoverschuldung (-) 5,23 -5,98 >100

Vollständiger Abbau der Nettoverschuldung zum 30.9.2013

Die zum vorangegangenen Bilanzstichtag 30.9.2012 ausgewiesene Nettoverschuldung von 5,98 Mio. € konnte vollständig abgebaut werden. Insbesondere der positive Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie der Zahlungsmitteleingang aus dem Verkauf der Beteiligung SolveDirect ermöglichten die Tilgung bei gleichzeitigem Aufbau von Nettofinanzmitteln in Höhe von 5,23 Mio. €.

Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 43% auf 11,77 Mio. € (Vorjahr: 8,24 Mio. €) und belaufen sich auf 27% der Bilanzsumme. Der Anstieg resultiert aus der erhöhten Inanspruchnahme von Sublieferanten im Dienstleistungsbereich sowie aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten von Drittprodukten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 11% auf 8,89 Mio. € (Vorjahr: 8,03 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit und Steuern, Abgrenzungen von Wartungsverträgen und Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr +4,64 Mio. € und lag damit um 2,68 Mio. € über jenem des Vergleichszeitraumes 2011/12 von +1,95 Mio. €. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) lag mit +4,46 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von +1,55 Mio. €. Hauptverantwortlich für die erfreuliche Entwicklung des operativen Cash-flow war die Steigerung des Geschäftsergebnisses mit einem Anstieg des Konzern-EBITDA um 2,46 Mio. € auf 4,52 Mio. €. Zusätzlich konnte das Working Capital weiter verbessert werden, wobei sich die negative Auswirkung durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,33 Mio. € mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3,53 Mio. €) nahezu kompensieren.

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit zeigt einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 6,76 Mio. € (Vorjahr: Zahlungsmittelabfluss 1,60 Mio. €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,52 Mio. € und reduzierten sich somit gegenüber dem Vorjahreswert von 1,63 Mio. € um 7%. Der Rückgang war insbesondere auf die Reduktion der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten von 1,14 Mio. € auf 0,90 Mio. € zurückzuführen. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an assoziierten Unternehmen betrug 8,22 Mio. €, für den Erwerb von Unternehmensanteilen wurden 0,03 Mio. € aufgewendet. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) erreichte +11,24 Mio. €, nachdem dieser im Vorjahr mit -0,05 Mio. € nahezu ausgeglichen war.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit von -10,87 Mio. € zeigt die nahezu vollständige Tilgung der Finanzverbindlichkeiten. Zum 30.9.2013 verfügt der BRAIN FORCE Konzern über einen Zahlungsmittelbestand von 5,96 Mio. € (Vorjahr: 5,62 Mio. €).

Cash-flow Statement 2012/13 2011/12 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4,46 1,55 >100
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,52 -1,63 +7
Verkauf von assoziierten Unternehmen 8,22 0,00 +100
Erwerb von Unternehmenanteilen -0,03 0,00 -100
Devestitionen und Sonstiges 0,08 0,03 >100
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 6,76 -1,60 >100
Free Cash-flow 11,24 -0,05 >100

Forschung und Entwicklung

Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den nachhaltigen Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, unsere Angebote in den Bereichen Process Optimization und Infrastructure Optimization an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 0,90 Mio. € in die Eigenentwicklung von Softwareprodukten investiert.

Deutschland: Im Geschäftsjahr 2012/2013 lag der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten auf der vollständigen Umstellung der Anwendungen auf das neue Bedienkonzept smart FINAS. Die Lösungen der FINAS Suite stehen damit sowohl für den Offline- (Swing) als auch den Online-Betrieb (HTML) im neuen Design zur Verfügung. Die Umsetzung von smart FINAS wurde auch zur Überarbeitung der bestehenden Produkte genutzt, wovon insbesondere die Komponenten Abgeltungsteuer+ und Basisrente direkt profitierten, die fachlich neu konzipiert und an die aktuellen Marktanforderungen angepasst wurden. Darüber hinaus legte die BRAIN FORCE im zurückliegenden Geschäftsjahr bereits den Grundstein für kommende Herausforderungen. Durch die rasante Verbreitung von Tablets und Smartphones ist auch bei Finanzdienstleistern die Nachfrage nach Lösungen auf diesen Geräten stark gestiegen. Obwohl die FINAS Suite bereits für den mobilen Einsatz konzipiert ist, wurde im Rahmen des Projekts FINAS mobile begonnen, FINAS für die Nutzung auf Tablets weiter zu optimieren. Zusätzlich hat BRAIN FORCE das ProduktportOperativer Cash-flow von 4,46 Mio. € um 2,91 Mio. € über dem Vorjahreswert

Reduktion der Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten um 7% auf 1,52 Mio. €

Optimale Kombination von Software und Services für hohen Kundennutzen

Neues Bedienkonzept smart FINAS

folio der FINAS Suite um weitere Module erweitert. Der Pflege-Check ist ein Analyse-Tool, das schnell und anschaulich die Problematiken der privaten Pflegeabsicherung aufbereitet. Mit dem Riester Förderrechner entstand eine umfassende Beratungslösung, die selbst komplexe Konstellationen der Riester-Förderung korrekt berechnen und darstellen kann. Im kommenden Geschäftsjahr ist die Fertigstellung eines weiteren Verkaufshelfers für die FINAS Suite geplant. Der BRAIN FORCE Gesundheitsvorsorge-Check zeigt gesetzlich krankenversicherten Personen insbesondere die Vorteile von privater Krankenzusatzversicherung auf. Konzept und Prototyp wurden bereits abgeschlossen.

Niederlande: Die erste Version des Application Managers wurde für interne Projekte freigegeben. Basierend auf Windows Azure ermöglicht es dem User das Management seines gesamten Applikationsportfolios. Ferner wurde Infrastructure Framework upgedated. Die neue Version unterstützt Windows 8, System Center 2012 und Windows Server 2012. Das Amphia Hospital im holländischen Breda spart an die 80% an Zeit bei seinen Hygienechecks durch die Applikation Healthcare Hygiene Checklist, welches in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurde. Der Workspace Manager wurde für VDI Umgebungen weiterentwickelt und unterstützt nun auch Windows 8 und Windows Server 2012. Außerdem wurde ein Healthcare Framework als VDI Lösung für den Gesundheitssektor entwickelt und erfolgreich eingeführt.

In Italien wurde die Anwendung Visual Space gemäß den finanzrechtlichen Änderungen angepasst. Das Produktionsplanungs-Tool myPlan hat in technologischer Hinsicht ebenfalls ein Update erfahren.

Human Resources

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE und entscheidend für den Erfolg. Durch ihr Wissen und Engagement kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und seine Ziele erreichen.

Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Personalstand im Konzern geringfügig. Er belief sich zum 30.9.2013 auf 517 angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 287 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt. In Summe waren zum Stichtag 804 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, was einem Anstieg um rund 6% im Vergleich zum 30.9.2012 entspricht.

In unserem größten Markt Deutschland erhöhte sich der Mitarbeiterstand um 10%, was insbesondere auf den Anstieg der freien Mitarbeiter zurückzuführen ist. In der Region Italien stieg die Mitarbeiterzahl um 7%. Nach erfolgtem Abbau im Vorjahr, erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl in den Niederlanden um rund 5%. Der Personalstand in der Region Zentral-Osteuropa lag um 26% unter dem Vorjahresniveau. Jener reduzierte sich im Segment Holding und Sonstiges um einen Mitarbeiter auf drei.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 30.9.2013 wie folgt auf die einzelnen Regionen:

  • Deutschland: 382 (30.9.2012: 349 / Vdg.: +10%)
  • +L[ZJOSHUK Italien: 308 (30.9.2012: 288 / Vdg.: +7%)
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH Niederlande: 88 (30.9.2012: 84/ Vdg.: +5%)
  • :K>LZ[L\YVWH Zentral-Osteuropa: 23 (30.9.2012: 31/ Vdg.: -26%)
  • 5VYKL\YVWH Holding und Sonstiges: 3 (30.9.2012: 4 / Vdg.: -25%)

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2012/13 515 (2011/12: 518) angestellte und 269 (2011/12: 234) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 784 und damit um 4% über dem Wert des Vorjahres.

Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter wichtig – angefangen bei den IT-Consultants bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb. In den Niederlanden nehmen Mitarbeiter laufend an Trainingseinheiten zu den neuesten Entwicklungen von Microsoft, VMWare oder Citrix teil. Dadurch verfügen sie über einen technologischen Vorsprung und zählen so zu den ersten Ansprechpartnern beispielsweise bei der Einführung neuer Technologien wie im Bereich Desktop-Virtualisierung. In

Infrastructure Framework aktualisiert, Workspace Manager für virtuelle Desktopinfrastrukturen optimiert

Update der bestehenden Applikationen

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE

804 Mitarbeiter zum Stichtag 30.9.2013

Mitarbeiter nach Segmenten

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH
  • /VSKPUN\UK:VUZ[PNLZ

Kontinuierliche Schulungen und Wissenstransfer in allen Ländern

Italien werden Mitarbeiter in den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco geschult und zertifiziert. In Deutschland nutzen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in regelmäßigen abteilungsbezogenen Meetings sowie bei Mitarbeiterveranstaltungen auszutauschen.

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 30.9.2013 auf Konzernebene 33,16 Mio. € und lag damit um 15,59 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 17,57 Mio. €. Beachtliche Zuwachsraten konnten dabei vor allem die Regionen Deutschland (+149%) und Niederlande (+74%) verzeichnen, was sich auch in den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsätze widerspiegelt. In Deutschland erhöhte sich der Auftragsbestand im Wesentlichen durch den Abschluss von Verträgen im Aviation-Bereich mit einer Laufzeit bis April 2014 bzw. Ende 2016. Der Auftragsstand in Italien erhöhte sich um 10%, in der Region Zentral-Osteuropa war ein Rückgang von 18% zu registrieren.

Der Auftragsbestand teilt sich zum 30.9.2012 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 22,28 Mio. € (30.9.2012: 8,96 Mio. €)
  • Italien hält einen Auftragsbestand von 6,80 Mio. € (30.9.2012: 6,13 Mio. €)
  • Die Niederlande verfügen über einen Auftragsbestand von 3,89 Mio. € (30.9.2012: 2,24 Mio. €)
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 0,19 Mio. € (30.9.2012: 0,24 Mio. €)

Ausblick und Ziele

BRAIN FORCE hatte sich für das Geschäftsjahr 2012/13 ein weiteres Wachstum in Umsatz und Betriebsergebnis als Ziel gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 16% und einer Steigerung des Konzern-EBITDA und Konzern-EBIT um 2,46 bzw. 2,76 Mio. € wurden diese Ziele erreicht. Es hat sich gezeigt, dass sich sämtliche Konzerngesellschaften mit Wachstumsraten im Umsatz zwischen 3% und 21% gegen schrumpfende bzw. nur leicht wachsende Wirtschaftsleistungen behaupten konnten. Neben der Steigerung der operativen Betriebsergebnisse konnte durch den Verkauf der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH auch die Bilanzstruktur und Kapitalausstattung wesentlich verbessert werden.

Die positiven Ergebnisse in den ersten drei Quartalen als auch die Veröffentlichung des Vollzugs des Verkaufs der SolveDirect-Beteiligung hat sich bis zum Bilanzstichtag 30.9.2013 nur unwesentlich auf die Entwicklung des Aktienkurses der BRAIN FORCE HOLDING AG ausgewirkt. Mit einem Schlusskurs von 0,84 € (Wiener Börse) zum 30.9.2013 lag der Kurs der Aktie zwar um 29% über dem Schlusskurs des Vorjahres, doch zeigt sich gerade nach dem Bilanzstichtag ein gestiegenes Interesse mit deutlicher Auswirkung auf den Aktienkurs. Mit einem weiteren Anstieg um bis zu 67% auf 1,40 € seit dem 30.9.2013 orientiert sich die Aktie nunmehr auf wesentlich höherem Niveau. Auch die Tatsache, dass die Gesellschaft – nach Beschluss in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18.7.2013 – bei der Wiener Börse AG die Zurückziehung der Aktien aus dem Amtlichen Handel unter Einbeziehung in den (ungeregelten) Dritten Markt angezeigt hat, wirkt sich offensichtlich bisher nicht negativ auf die Entwicklung aus. Bisher liegt keine Entscheidung der Wiener Börse AG hinsichtlich der Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel unter Einbeziehung in den Dritten Markt vor. Sollte jedoch die Wiener Börse das Zurückziehen der Aktien mit Bescheid untersagen, ist beabsichtigt, gegen diesen Bescheid Rechtsmittel zu ergreifen und die Sache unter Ausschöpfung des Instanzenzuges zu klären.

Als Ziel für das Geschäftsjahr 2013/14 setzt sich der BRAIN FORCE Konzern ein weiteres Umsatzwachstum. Der erzielte Anstieg von 16% im Gesamtjahr 2012/13, mit einer Erhöhung von 24% bzw. 22% in den Quartalen drei und vier, als auch der aktuelle Auftragsbestand von rund 33 Mio. €, untermauern die zukünftigen Erwartungen des Wachstumskurses. Die operativen Landesgesellschaften werden die erfolgreiche Marktbearbeitung fortführen und zusätzliche Investitionen in weiteres Wachstum tätigen. Unter Berücksichtigung der Investitionen zur Gewinnung weiterer Marktanteile orientiert sich das Ziel bezüglich des operativen Betriebsergebnisses am Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Auftragsbestand nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH

Wesentliche Verbesserung der Bilanzstruktur durch Ergebnissteigerung und Verkauf der SolveDirect

Anstieg des Aktienkurses um 29% im Geschäftjsjahr 2012/13. Weiterer Kursanstieg nach dem Bilanzstichtag 30.9.2013

Gewinnung weiterer Marktanteile als Ziel für das Geschäftsjahr 2013/14

Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP-10-Risiken

Risikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. BRAIN FORCE verfügt über zentral gesteuerte, konzernweite Risikomanagement-Prozesse. Dabei werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP-10-Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse

werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Lokale Verantwortung, aber zentrale Steuerung des Risikomanagements

Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das Berichtswesen

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das quartalsweise adaptierte Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilte im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtete darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Nachdem die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern bestätigt worden ist und auch im Hinblick auf die Unternehmensgröße, wurde die Beurteilung durch den Konzernabschlussprüfer seit der Jahresabschlussprüfung

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken identifiziert

Maximierung des Free Cash-flows

Laufende Finanzplanungen zur Überwachung des Liquiditätsrisikos

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Nach aktueller Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Die Bewertung aller Top-10-Risiken beläuft sich in Summe auf weniger als 20% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die definierten Gegenmaßnahmen erläutert.

Finanzielle Risiken

2010/11 ausgesetzt.

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die Vorhaltung ausreichender Liquidität hat für BRAIN FORCE sowie für jedes andere Unternehmen insbesondere in Zeiten angespannter Finanzmärkte oberste Priorität. Diesem Risiko begegnet BRAIN FORCE durch die Maximierung des Free Cash-flow mittels Kostensenkungen, aktivem Working Capital Management und einer Minimierung der Investitionsausgaben. Dazu wurden in den letzten Jahren die Kostenstrukturen dem Umsatzniveau angepasst sowie die "Order to Cash"- und "Purchase to Pay"-Prozesse optimiert. Neben diesen Maßnahmen hat BRAIN FORCE eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden in Deutschland und Österreich abgeschlossen, um dem Forderungsausfallsrisiko Rechnung zu tragen und die Basis für Factoring zu schaffen.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Das Liquiditätsmanagement der großen operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich wird durch die Holdinggesellschaft unterstützt.

Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe basiert aktuell auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 45% zum 30.9.2013. Der Zahlungsmittelstand beträgt zum Stichtag 5,96 Mio. €, die im Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien belaufen sich auf 4,78 Mio. €, wovon 0,73 Mio. € ausgenutzt waren. Die Aufrechterhaltung ausreichender Kreditlinien, insbesondere in Zeiten restriktiver Kreditvergabe der Banken, hat für die Gesellschaft oberste Priorität.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von BRAIN FORCE sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich teilweise dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Die sonstigen Einflussgrößen umfassen Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte die vorzeitige Tilgung des im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von 10 Mio. €. Die Vereinbarung sah eine Endfälligkeit zum 20.3.2014 vor. Die von der Erste Bank der oesterreichischen Sparkasse AG zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor.

Eine Abschreibung der Firmenwerte des Konzerns war im Geschäftsjahr 2012/13 nicht angezeigt.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Dabei kaufen die Gesellschaften Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2012/13 7,93 Mio. US-Dollar. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte keine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Aufgrund des Anstiegs der in US-Dollar fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringe Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns zum Bilanzstichtag von 0,73 Mio. € sind variabel verzinst. Zahlungsmittel werden nicht veranlagt, sondern als Guthaben auf Bankkonten gehalten, um ausreichend Liquidität vorzuhalten.

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallsrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden durch die lokalen Gesellschaften. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich besteht eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden in Deutschland und Österreich um das Ausfallsrisiko zu verringern. Die im Geschäftsjahr 2012/13 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,1% (Vorjahr: 1,3%) des Forderungsbestandes zum 30. September 2013.

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Management des Kapitalrisikos liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer kostenseitig optimierten Kapitalstruktur. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 45 % (Vorjahr: 36%).

Eigenkapitalquote von 45% zum Bilanzstichtag

Kreditvereinbarungen beinhalten Covenant- und Ratingkriterien

Vorzeitige Tilgung des Schuldscheindarlehens

Firmenwerte bestätigt

Währungsrisiko spielt nur in Network Performance Channel-Aktivitäten eine Rolle

Finanzverbindlichkeiten sind variabel verzinst

Kreditversicherung verringert Ausfallsrisikos

Aufrechterhaltung einer kostenseitig optimierten Kapitalstruktur

Fokus auf Kernkompetenzen und profitable Bereiche

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie profitable Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Durch einen Rückgang der Nachfrage kann es zu einer Unterauslastung bei unseren angestellten IT-Mitarbeitern kommen. Im Fall eines nachhaltigen Konjunktureinbruches muss der Konzern Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abbau von Mitarbeitern treffen. Die Beendigung von Dienstverhältnissen ist teilweise mit hohen Abfindungskosten verbunden und kann die Profitabilität bzw. das Bilanzbild negativ beeinflussen.

Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind in der IT-Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen bzw. die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, werden attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme angeboten.

Rechtliche Risiken

Durch laufendes Projekt-Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert. Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpflichtend vorgeschrieben. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Konzernrechnungslegung der BRAIN FORCE Gruppe liegt organisatorisch in der BRAIN FORCE HOLDING AG: die beiden Organisationseinheiten Accountancy & Group Consolidation, zuständig für das externe Berichtswesen, und Financial Controlling, zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Grundlage der Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung ist ein Bilanzierungshandbuch (Accounting Manual), das von der BRAIN FORCE HOLDING AG herausgegeben und aktualisiert wird. Darin werden die wesentlichen auf IFRS basierenden Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzerneinheitlich vorgegeben. Dies betrifft insbesondere Vorgaben zur Bilanzierung und Berichterstattung von langfristigen Vermögenswerten, Kundenforderungen und Abgrenzungen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie die Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gruppe sind vor allem die Vorgaben betreffend die Umsatzrealisierung sowie Aufzeichnungen über Projektabrechnungen von besonderer Bedeutung. Diese Prozesse werden in allen BRAIN FORCE Gesellschaften weitgehend automatisiert durchgeführt. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Gruppen von Vermögenswerten, die einzelnen Geschäftssegmenten zugerechnet sind, erfolgt in der Konzernzentrale. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings und im Einzelfall unter direkter Einbeziehung der zentralen Stabstelle sichergestellt.

Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings

Umfassendes Projekt Controlling und Abschluss von Versicherungen zur Minimierung eventueller Haftungsrisiken

Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen

Verantwortung für internes Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand

Bilanzierungshandbuch regelt die wesentlichen Berichtserfordernisse nach IFRS

Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft

Die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle im Konzern erfolgt mit unterschiedlichen Softwarelösungen. In manchen Ländern ist aufgrund der Größe der Tochterunternehmen das Rechnungswesen an lokale Steuerberater ausgelagert. Die Gesellschaften liefern quartalsweise an die Holding Berichtspakete (sogenannte Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow. Diese Daten werden dann in das zentrale Konsolidierungs- bzw. Reportingsystem eingepflegt. Soweit in den Konzerngesellschaften das gleiche System wie in der Konzernmutter verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung automatisiert, nur in Landesgesellschaften mit anderen Systemen erfolgt die Erfassung mittels standardisierter Formulare. Diese Finanzinformationen werden auf Konzernebene in der Stabstelle Accountancy & Group Consolidation überprüft und bilden die Basis für die Quartals- und Jahresberichterstattung der BRAIN FORCE Gruppe nach IFRS.

Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet. Die oben dargestellte interne Kontroll- und Reportingsystematik ist jedoch in einer Weise aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Systemabhängig erfolgt die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen mittels automatisierten Schnittstellen, teilweise wird die Übernahme mittels standardisierter Formulare vorgenommen. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt generell in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen, weiters pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 zu jedem Quartalsende eine Aktualisierung der Gesamtjahres-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, sowie des Vorjahreszeitraumes und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital beträgt 15.386.742 €. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Akti-
  • en
  • betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2013 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: Pierer Industrie AG: 70,00% Qino Flagship AG: 10,00%
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs.1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stück-

Weitgehend automatisierte Übernahme der Daten in die Konsolidierung

Keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet

Laufendes Reportingsystem mit quartalsweise aktualisierter Vorschaurechnung

Regelmäßige und umfangreiche Information des Aufsichtsrates ist sichergestellt

aktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 1. März 2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011].

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn - die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder - die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt, oder – um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder – um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,-, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/ oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist

ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§5a Bedingtes Kapital" beschlossen.

    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Ändert sich die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschaft dermaßen, dass ein Dritter, welcher nicht als Konzernunternehmen im Sinne des § 15 AktG zu qualifizieren ist, eine unmittelbare oder mittelbare kontrollierende Beteiligung gemäß § 22ff UebG erlangt, ist das Vorstandsmitglied Hannes Griesser berechtigt, sein Vorstandsmandat binnen einer Frist von zwei Monaten ab Anzeige der Kontrollerlangung an die Übernahmekommission mit sofortiger Wirkung zurückzulegen. Die Gesellschaft hat sich in diesem Fall verpflichtet, die Entgeltansprüche des Vorstandsmitglieds, die ihm bis zum Ende der seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünden, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigung innerhalb von vier Wochen ab dem Austrittsdatum auszubezahlen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die HOFER Management GmbH das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbes wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Konzernabschluss

37 Konzernabschluss

  • 38 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 38 Gesamtergebnisrechnung
  • 38 Segmentberichterstattung
  • 39 Cash-flow Statement
  • 40 Bilanz
  • 40 Entwicklung des Eigenkapitals

Konzernanhang

  • 41 Die Gesellschaft
  • 41 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

65 48 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

  • 48 Umsatzerlöse (1)
  • 48 Aufwandsarten (2)
  • 49 Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • 49 Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4)
  • 49 Personalaufwand (5)
  • 49 Finanzergebnis (6)
  • 49 Ertragsteuern (7)
  • 50 Segmentinformation (8)

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • 51 Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (9)
  • 51 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (10)
  • 51 Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (11)
  • 51 Zahlungsmittelbestand (12)

52 Erläuterungen zur Bilanz

  • 52 Sachanlagen (13)
  • 52 Firmenwerte (14)
  • 54 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (15)
  • 54 Anteile an assoziierten Unternehmen (16)
  • 55 Finanzanlagen (17)
  • 55 Latente Steuern (18)
  • 56 Vorräte (19)
  • 56 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20)
  • 57 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (21)
  • 57 Zahlungsmittel (22)
  • 57 Eigenkapital (23)
  • 58 Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (24)
  • 61 Finanzverbindlichkeiten (25)
  • 61 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26)
  • 62 Sonstige Verbindlichkeiten (27)
  • 62 Steuerrückstellungen (28)
  • 62 Sonstige Rückstellungen (29)
  • 62 Eventualverbindlichkeiten (30)
  • 62 Finanzinstrumente (31)
  • 63 Finanzrisikomanagement (32)
  • 64 Aufwendungen für den Abschlussprüfer (33)
  • 64 Ergebnis je Aktie (34)
  • 65 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (35)
  • 65 Mitarbeiterbeteiligungen (36)
  • 65 Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (37)
  • 65 Angaben über Arbeitnehmer (38)
  • 66 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (39)
  • 66 Freigabe zur Veröffentlichung (40)
  • 66 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (41)

66 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in EUR Note 1.10.2012 - 30.9.2013 1.10.2011 - 30.9.2012
Umsatzerlöse 1 88.381.732 76.007.330
Herstellungskosten 2 -70.370.135 -59.916.230
Bruttoergebnis vom Umsatz 18.011.597 16.091.100
Vertriebskosten 2 -7.230.580 -7.424.053
Verwaltungskosten 2 -7.213.157 -7.307.801
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -742.871 -709.791
Sonstige betriebliche Erträge 3 49.485 139.450
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ) 2.874.474 788.905
Restrukturierungsaufwendungen 2 0 -677.207
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT) 2.874.474 111.698
Finanzerträge 6 14.818 57.319
Finanzaufwendungen 6 -915.907 -881.908
Finanzergebnis 6 -901.089 -824.589
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 16 -538.260 -1.493.888
Veräußerungsergebnis aus assoziierten Unternehmen 16 2.546.534 0
Ergebnis vor Steuern 3.981.659 -2.206.779
Ertragsteuern 7 -1.307.502 74.239
Ergebnis nach Steuern 2.674.157 -2.132.540
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 2.674.157 -2.121.924
davon nicht beherrschende Anteile 0 -10.616
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert 34 0,17 -0,14
Ergebnis je Aktie bereinigt 1) 0,17 -0,11
Konzern-Gesamtergebnisrechnung in EUR 1.10.2012 - 30.9.2013 1.10.2011 - 30.9.2012
Ergebnis nach Steuern 2.674.157 -2.132.540
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente -906 960
Währungsumrechnungsdifferenzen -23.683 -5.088
Sonstiges Ergebnis -24.589 -4.128
Gesamtergebnis 2.649.568 -2.136.668
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 2.649.568 -2.126.052
davon nicht beherrschende Anteile 0 -10.616
Kennzahlen nach Segmenten
2012/13 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 48.010.480 23.663.445 13.408.769 3.299.038 0 88.381.732
EBITDA 3.264.960 1.698.478 598.761 433.873 -1.472.132 4.523.940
EBITDA operativ 1) 3.264.960 1.698.478 598.761 433.873 -1.472.132 4.523.940
Abschreibungen -582.100 -650.341 -303.432 -79.540 -34.053 -1.649.466
EBIT operativ 1) 2.682.860 1.048.137 295.329 354.333 -1.506.185 2.874.474
Restrukturierungsaufwendungen 0 0 0 0 0 0
EBIT 2.682.860 1.048.137 295.329 354.333 -1.506.185 2.874.474
Kennzahlen nach Segmenten
2011/12 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 39.765.826 22.472.081 10.571.339 3.198.084 0 76.007.330
EBITDA 1.359.067 1.573.370 419.440 207.036 -1.498.188 2.060.725
EBITDA operativ 1) 2.036.274 1.573.370 419.440 207.036 -1.498.188 2.737.932
Abschreibungen -630.421 -673.001 -500.261 -93.713 -51.631 -1.949.027
EBIT operativ 1) 1.405.853 900.369 -80.821 113.323 -1.549.819 788.905
Restrukturierungsaufwendungen -677.207 0 0 0 0 -677.207
EBIT 728.646 900.369 -80.821 113.323 -1.549.819 111.698

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen

Cash-flow Statement in EUR Note 1.10.2012 - 30.9.2013 1.10.2011 - 30.9.2012
Ergebnis vor Steuern 3.981.659 -2.206.779
Abschreibungen 1.649.466 1.949.027
Finanzergebnis 901.089 824.589
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -2.008.274 1.493.888
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 20.630 3.619
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden 91.263 -110.012
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 4.635.833 1.954.332
Veränderungen Vorräte -153.189 -70.192
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.329.488 1.434.470
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.526.979 -404.894
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden 1.184.068 -167.208
Differenzen aus der Währungsumrechnung -6.242 9.450
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -838.556 -739.728
Gezahlte Ertragsteuern -562.211 -466.262
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 9 4.457.194 1.549.968
Auszahlungen für Erwerb von Unternehmensanteilen -26.000 0
Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen -17.778 -9.334
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.517.629 -1.625.474
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 65.248 17.404
Einzahlungen aus Abgang von Anteilen an assoziierten Unternehmen 8.222.758 0
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 33.834 14.281
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 10 6.760.433 -1.603.123
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 644.134 497.931
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten -11.514.303 -527.236
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 11 -10.870.169 -29.305
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen 347.458 -82.460
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 -106.670
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 5.617.472 5.806.602

Veränderung der Zahlungsmittel 347.458 -189.130 Zahlungsmittelbestand am Periodenende 12, 22 5.964.930 5.617.472

Konzernbilanz in EUR Note 30.9.2013 30.9.2012
AKTIVA
Sachanlagen 13 1.210.227 1.266.011
Firmenwerte 14 11.001.151 11.001.151
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15 2.446.787 2.608.991
Anteile an assoziierten Unternehmen 16 0 7.403.002
Finanzanlagen 17 0 34.129
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 1.623.994 87.223
Latente Steueransprüche 18 593.160 1.721.279
Langfristige Vermögenswerte 16.875.319 24.121.786
Vorräte 19 527.910 374.721
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 17.252.717 13.923.229
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 2.330.670 2.385.615
Zahlungsmittel 22 5.964.930 5.617.472
Kurzfristige Vermögenswerte 26.076.227 22.301.037
Summe Aktiva 42.951.546 46.422.823
PASSIVA
Grundkapital 23 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 23 6.514.648 7.355.483
Angesammelte Ergebnisse -2.670.985 -6.150.772
Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 19.230.405 16.591.453
Nicht beherrschende Anteile 0 15.384
Eigenkapital 19.230.405 16.606.837
Finanzverbindlichkeiten 25 0 9.984.257
Sonstige Verbindlichkeiten 27 560.587 238.289
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 24 1.397.167 1.317.577
Latente Steuerschulden 18 5.865 64.918
Langfristige Schulden 1.963.619 11.605.041
Finanzverbindlichkeiten 25 731.067 1.616.979
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 11.765.687 8.238.708
Sonstige Verbindlichkeiten 27 8.892.983 8.031.011
Steuerrückstellungen 28 296.784 280.643
Sonstige Rückstellungen 29 71.001 43.604
Kurzfristige Schulden 21.757.522 18.210.945
Summe Passiva 42.951.546 46.422.823
Anteilsinhaber der Muttergesellschaft Nicht
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Note Grundkapital Kapitalrücklage Sonstige
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
beherrschende
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.10.2011 15.386.742 9.910.356 -310.677 -6.268.916 0 18.717.505
Übertragung von Rücklagen 0 -2.240.068 0 2.240.068 0 0
Veränderung nicht
beherrschende Anteile
0 0 0 0 26.000 26.000
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -4.128 -2.121.924 -10.616 -2.136.668
Stand 30.9.2012 23 15.386.742 7.670.288 -314.805 -6.150.772 15.384 16.606.837
Übertragung von Rücklagen 0 -816.246 0 816.246 0 0
Veränderung nicht
beherrschende Anteile
0 0 0 -10.616 -15.384 -26.000
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -24.589 2.674.157 0 2.649.568
Stand 30.9.2013 23 15.386.742 6.854.042 -339.394 -2.670.985 0 19.230.405

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist ein führendes IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei. BRAIN FORCE entwickelt eigene Softwarelösungen bzw. implementiert Produkte führender Technologieanbieter. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Am Hof 4, 1010 Wien, Österreich.

Zum Bilanzstichtag hält die Pierer Industrie AG, Wels, Österreich, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2013 wurde gemäß § 245a Abs. 1 UGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit IFRS stehenden Konzernabschlüssen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" aufgeführt.

Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und - soweit angegeben - in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rechendifferenzen auftreten können.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen und im Geschäftsjahr erstmals angewendet wurden

Alle weiteren neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die noch nicht angewendet wurden

Eine Reihe von Änderungen von Standards, neue Standards und Interpretationen wurden bereits publiziert, aber wurden von der Europäischen Union noch nicht übernommen oder sind noch nicht verpflichtend anzuwenden.

IAS 19 rev. mit Wirkung für Abschlüsse ab dem 31. Dezember 2013, wird im Konzernabschluss 2013/14 berücksichtigt werden.

Die Auswirkungen dieser und weiterer Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich bzw. werden noch untersucht und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 30. September 2013 erstellt.

In den Konzernabschluss sind neben der BRAIN FORCE HOLDING AG inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2012 wie folgt geändert:

Die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres den 25-%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien, veräußert.

Am 25. März 2013 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG den Abschluss des Vertrages über die Veräußerung der Beteiligung an der Solve-Direct Service Management GmbH, Wien, bekannt gegeben. Der Verkauf erfolgte vorbehaltlich der Erfüllung der im Kaufvertrag angeführten Bedingungen. Mit dem Tag des Closing am 29. April 2013 erfolgte die Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien. Sowohl die CONSULTING CUBE s.r.l., als auch die SolveDirect Service Management GmbH wurden bis zum Tag der Endkonsolidierung atequity in den Konzernabschluss einbezogen.

Die BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, übt seit Mai 2010 keine Geschäftstätigkeit aus. Da eine Wiederaufnahme der operativen Tätigkeit nicht geplant ist, hat die BRAIN FORCE HOLDING AG die Liquidation der Schweizer Tochtergesellschaft beschlossen und per 1. April 2013 endkonsolidiert.

Gemäß Abtretungsvertrag vom 15. April 2013 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG den von der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, gehaltenen 26-%-Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, erworben. Somit hält die BRAIN FORCE HOLDING AG 100% der Anteile an der Network Performance Channel GmbH.

Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland V 100
Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland V 100
NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland 1) V 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien V 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande 1) V 100
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich V 100
Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich V 100
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien V 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 2) V 100

V... Vollkonsolidierung

1) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, gehalten.

2) 0,5% des Anteils werden durch die BRAIN FORCE HOLDING AG, 99,5% durch die BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien, gehalten.

Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet. Die Aufteilung erfolgt unter Berücksichtigung der Synergien des Zusammenschlusses, wobei jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen werden, auf denen der Firmenwert für interne Management Zwecke überwacht wird.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten als auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Währungsumrechnung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2013
Stichtagskurs
30.9.2012
1 EUR 1 EUR
Schweizer Franken (CHF) 1,2222 1,2100
Tschechische Kronen (CZK) 25,7350 25,130
US-Dollar (USD) 1,3492 1,2945

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde, die regelmäßig überwacht und bei Notwendigkeit angepasst werden:

Nutzungsdauer
bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Produktentwicklungen 3 bis 5 Jahre
Kundenbeziehungen 7 Jahre

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Die den Abschreibungen zugrundegelegten Nutzungsdauern werden regelmäßig überwacht und bei Notwendigkeit angepasst.

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden nach Beendigung des Entwicklungsprojektes in der Bilanz als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen und nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Assoziierte Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gewinnund Verlustrechnung zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens.

Die bisher als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, sowie die CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien, wurden im Geschäftsjahr 2012/13 verkauft. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres betrugen die gehaltenen Anteile 53,16% bzw. 25%.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Nicht verzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert unter Heranziehung eines adäquaten Marktzinssatzes angesetzt.

Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 30. September 2013 gültigen Stichtagskurs bewertet.

In den Zahlungsmitteln sind die von der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, im Rahmen der abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen angeschafften und verpfändeten Wertpapiere in Höhe von EUR 155.675 (Vorjahr: EUR 123.575) enthalten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpflichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für nach 2002 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Seit dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Im Falle von Mehrkomponentengeschäften erfolgt die Erlösrealisierung anhand relativer Marktpreise bei Erfüllung der jeweiligen Verpflichtungen. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden, wie im Vorjahr, mangels Erfüllung der Definitionskriterien für qualifizierte Vermögenswerte keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschulden erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% würde zu keinem Wertminderungsbedarf (Vorjahr: Wertminderungsbedarf von TEUR 10 bzw. TEUR 102) der bilanzierten Firmenwerte führen.

Latente Steuern

Sollten die künftigen steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, wäre die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen voraussichtlich um TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 167) zu verringern.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gewinn- und Verlustrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.

Der Barwert der Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf jene Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeit jener der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entspricht. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 69) zu erhöhen.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 2012/13 2011/12
Dienstleistungen laufend 56.815.426 48.699.764
Fertigungssaufträge 9.371.253 10.568.828
Produkte 22.195.053 16.738.738
Umsatzerlöse 88.381.732 76.007.330

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 2012/13 2011/12
Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen -21.341 35.800
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (siehe Note 4) 41.685.681 31.677.467
Aktivierte Eigenleistungen -900.372 -1.139.988
Personalaufwand (siehe Note 5) 32.607.648 32.258.086
Restrukturierungsaufwendungen 0 677.207
Abschreibungen 1.649.466 1.949.027
Mieten und Energiekosten 2.298.271 2.573.511
Kfz-Aufwand 2.163.329 2.298.367
Fahrt- und Reisespesen 1.136.084 1.038.455
Werbe- und Marketingaufwendungen 493.672 503.555
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.338.854 1.493.038
Post und Kommunikation 496.638 545.866
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 195.746 185.655
Betriebsversicherungen 156.387 131.997
Sonstiger Aufwand 2.256.680 1.807.039
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen 85.556.743 76.035.082

Die im Vorjahr angefallenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 677.207 enthielten Kosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Mitarbeiterabbaumaßnahmen im Bereich FINAS in der Region Deutschland.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausbildungskosten, Recruitingkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 2012/13 2011/12
Ertrag Auflösung Forderungswertberichtigungen 3.149 46.401
Versicherungsentschädigungen 27.494 71.061
Übrige 18.842 21.988
Sonstige betriebliche Erträge 49.485 139.450

(4) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 2012/13 2011/12
Wareneinsatz 10.930.045 5.466.479
Wartung 1.564.976 1.434.727
Lizenzen 1.667.252 2.355.827
Aufwendungen für Material 14.162.273 9.257.033
Subunternehmer 27.523.408 22.420.434
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 41.685.681 31.677.467

(5) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 2012/13 2011/12
Gehälter 26.490.966 25.724.350
Aufwendungen für Abfertigungen 664.798 593.637
Aufwendungen für Altersversorgung 14.113 14.904
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 5.437.771 5.925.195
Personalaufwand 32.607.648 32.258.086

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 24) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 22.297 (Vorjahr: EUR 22.845).

(6) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 2012/13 2011/12
Erträge aus Wertpapieren 1.408 3.074
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung 13.410 54.245
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -915.907 -881.908
Finanzergebnis -901.089 -824.589

(7) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 2012/13 2011/12
Laufender Steueraufwand / -ertrag 238.436 -94.965
Latenter Steueraufwand 1.069.066 20.726
Ertragsteuern 1.307.502 -74.239

Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 312.087 höher (Vorjahr: EUR 477.456 höher) als der rechnerische Ertragsteueraufwand/-ertrag in Höhe von EUR 995.415 (Vorjahr: EUR -551.695), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Ergebnis vor Steuern 3.981.659 -2.206.779
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 995.415 -551.695
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 387.888 283.470
Steuerfreie Erträge -54.502 -49.221
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 95.461 59.204
Sonstige permanente Differenzen 21.465 71.591
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden 748.917 956.026
Abschreibung von aktiven latenten Steuern 0 163.429
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und Verlusten -629.352 -408.012
Ertragsteueraufwand der laufenden Periode 1.565.292 524.792
Aperiodischer Ertragsteuerertrag -257.790 -599.031
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.307.502 -74.239

(8) Segmentinformation

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Italien
  • Niederlande
  • Zentral Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei

Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung. Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2012/13 entfallen EUR 2,76 Mio. (Vorjahr: EUR 1,98 Mio.) auf Österreich, EUR 85,62 Mio. (Vorjahr: EUR 74,03 Mio.) entfallen auf andere Länder. Die Umsatzerlöse des operativen Segmentes Deutschland beinhalten EUR 10,02 (rund 11% des Konzernumsatzes), die mit einem Kunden erwirtschaftet wurden.

Die Investitionen, Vermögenswerte und Schulden teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:

Kennzahlen 2012/13
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 543.419 497.335 424.996 50.753 1.126 1.517.629
Vermögenswerte 16.097.267 13.064.314 8.665.419 2.653.686 2.470.860 42.951.546
Schulden 9.618.522 8.844.101 3.263.817 751.081 1.243.620 23.721.141
Kennzahlen 2011/12
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 564.204 548.867 364.712 87.016 60.675 1.625.474
Vermögenswerte 15.064.360 12.680.966 6.939.303 2.398.122 9.340.072 46.422.823
Schulden 7.206.811 8.270.142 1.672.373 781.593 11.885.067 29.815.986

Die in den einzelnen Regionen tätigen Konzerngesellschaften sind in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services tätig.

Der Bereich Process Optimization bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial IT Services.

Der Bereich Infrastructure Optimization bietet Lösungen für eine besser managebare und effizientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management Solutions. Weiters bietet der Bereich Network Performance innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.

Der Bereich Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

In einem gesonderten Posten wird die Veränderung der Zahlungsmittel des aufgegebenen Geschäftsbereiches angeführt.

(9) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus-(ein-)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen) sowie der bezahlten Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(10) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

(11) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(12) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2012 1.832.844 3.903.160 5.736.004
Währungsumrechnungsdifferenz -41 -911 -952
Zugänge 37.018 541.115 578.133
Abgänge 0 -316.986 -316.986
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2013 1.869.821 4.126.378 5.996.199
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2012 1.399.464 3.070.529 4.469.993
Währungsumrechnungsdifferenz -6 -673 -679
Abschreibungen 2012/13 149.837 398.558 548.395
Abgänge 0 -231.737 -231.737
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2013 1.549.295 3.236.677 4.785.972
Buchwerte 30.9.2013 320.526 889.701 1.210.227
in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2011 1.826.397 4.808.043 6.634.440
Währungsumrechnungsdifferenz -35 -770 -805
Zugänge 6.482 319.894 326.376
Abgänge 0 -1.224.007 -1.224.007
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2012 1.832.844 3.903.160 5.736.004
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2011 1.240.533 3.800.373 5.040.906
Währungsumrechnungsdifferenz -4 -438 -442
Abschreibungen 2011/12 158.935 483.136 642.071
Abgänge 0 -1.212.542 -1.212.542
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2012 1.399.464 3.070.529 4.469.993
Buchwerte 30.9.2012 433.380 832.631 1.266.011

(14) Firmenwerte

Die Firmenwerte betragen zum 30. September 2013 EUR 11.001.151 (Vorjahr: EUR 11.001.151).

Die Firmenwerte resultieren aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.).

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2012/13 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt, deren Werte unverändert gegenüber dem Vorjahr sind:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1.172.812
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 2.026.577
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 3.842.616
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1.160.589
Buchwert der Firmenwerte per 30.9.2013 11.001.151

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2013/14 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsbereiche nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte:

in % Wachstumsrate Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 17,7 19,6 8,6 7,7
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 17,6 20,4 8,6 7,7
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 9,5 10,6 6,9 7,6
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 10,2 10,5 6,9 7,6
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 9,6 10,1 7,0 7,8
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 9,2 10,4 7,0 7,8

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren.

Hinsichtlich der Auswirkungen von Schätzungsänderungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Ermessensspielräume und Schätzungen".

(15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2012 14.113.794 5.807.349 19.921.143
Währungsumrechnungsdifferenz -3.959 -488 -4.447
Zugänge 900.372 39.124 939.496
Abgänge 0 -301.461 -301.461
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2013 15.010.207 5.544.524 20.554.731
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2012 11.886.893 5.425.259 17.312.152
Währungsumrechnungsdifferenz -3.959 -488 -4.447
Abschreibungen 2012/13 890.718 210.353 1.101.071
Abgänge 0 -300.832 -300.832
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2013 12.773.652 5.334.292 18.107.944
Buchwerte 30.9.2013 2.236.555 210.232 2.446.787
in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2011 12.977.155 5.940.540 18.917.695
Währungsumrechnungsdifferenz -3.349 -413 -3.762
Zugänge 1.139.988 159.110 1.299.098
Abgänge 0 -291.888 -291.888
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2012 14.113.794 5.807.349 19.921.143
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2011 10.795.093 5.496.195 16.291.288
Währungsumrechnungsdifferenz -3.349 -413 -3.762
Abschreibungen 2011/12 1.095.149 211.807 1.306.956
Abgänge 0 -282.330 -282.330
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2012 11.886.893 5.425.259 17.312.152
Buchwerte 30.9.2012 2.226.901 382.090 2.608.991

In den Entwicklungskosten sind noch nicht fertiggestellte Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 626.374 (Vorjahr: EUR 514.333) enthalten.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Entwicklungskosten und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 0 (Vorjahr: EUR 119.736).

(16) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2012/13 2011/12
Buchwert Periodenanfang 7.403.002 8.896.890
Ergebnisanteil nach Steuern -538.260 -1.493.888
Verkauf assoziierte Unternehmen (Buchwertabgang) -6.864.742 0
Buchwert Periodenende 0 7.403.002

Der Ergebnisanteil nach Steuern betrifft im Wesentlichen die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH und beinhaltet die laufende Ergebnisübernahme. Im Vorjahr sind zusätzlich Verwässerungseffekte aus den durchgeführten Kapitalerhöhungen enthalten.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden sowohl die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH (Vorjahr: 53,16%) als auch die Anteile an der CONSULTING CUBE s.r.l. (Vorjahr: 25%) verkauft.

Die Finanzdaten der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR 2012/13 2011/2012
Vermögenswerte 0 16.749.757
Schulden 0 2.798.931
Umsatzerlöse 3.692.454 6.920.277
Periodenergebnis -1.070.686 -423.681

(17) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen aus Wertpapieren und entwickeln sich wie folgt:

in EUR 2012/13 2011/2012
Buchwert Periodenanfang 34.129 45.351
Verkauf Finanzanlagen (Buchwertabgang) -33.223 -12.182
Anpassung an Marktwert -906 960
Buchwert Periodenende 0 34.129

Bei den verkauften Wertpapieren handelte es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag) bewertet wurden.

(18) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in EUR 1.10.2012 GuV
Veränderung
30.9.2013
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 23.040 384 23.424
Verlustvorträge 1.668.042 -610.131 1.057.911
Sonstige 731.727 -499.613 232.114
Latente Steueransprüche 2.422.809 -1.109.360 1.313.449
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 317.240 -15.671 301.569
Sonstiges Anlagevermögen 64.485 -56.479 8.006
Forderungen 308.321 89.892 398.213
Sonstige 76.402 -58.036 18.366
Latente Steuerschulden 766.448 -40.294 726.154
in EUR 1.10.2011 GuV
Veränderung
30.9.2012
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 39.989 -16.949 23.040
Verlustvorträge 1.872.252 -204.210 1.668.042
Sonstige 772.340 -40.613 731.727
Latente Steueransprüche 2.684.581 -261.772 2.422.809
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 324.848 -7.608 317.240
Sonstiges Anlagevermögen 77.533 -13.048 64.485
Forderungen 466.948 -158.627 308.321
Sonstige 138.165 -61.763 76.402
Latente Steuerschulden 1.007.494 -241.046 766.448

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Latente Steueransprüche 593.160 1.721.279
Latente Steuerschulden -5.865 -64.918
Buchwert 587.295 1.656.361

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 548.834 (Vorjahr: EUR 386.089) bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 5.569 (Vorjahr: EUR 54.295) erwartet.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in jenem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.

Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:

in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 32.770.916 8.192.730
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 0 0
Abzugsfähige temporäre Differenzen 2.205.743 551.436
30.9.2013 34.976.659 8.744.166
in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 30.217.268 7.554.316
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 469.819 112.757
Abzugsfähige temporäre Differenzen 4.305.065 1.076.266
30.9.2012 34.992.152 8.743.339

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(19) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Noch nicht abrechenbare Leistungen 70.496 49.154
Handelswaren 457.414 325.567
Vorräte 527.910 374.721

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 16.680.941 13.549.738
Abzüglich Wertberichtigung -1.240.913 -1.079.524
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 917.588 826.246
Forderungen aus Fertigungs- / Dienstleistungsaufträgen 895.101 621.332
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen 0 5.437
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.252.717 13.923.229

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 1.079.524 1.272.095
Verwendung -26.383 -331.825
Auflösung -1.565 -46.401
Zuführung 189.337 185.655
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 1.240.913 1.079.524

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Bis zu 30 Tage 1.218.878 1.559.257
Über 30 Tage 3.039.888 2.773.346
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 4.258.766 4.332.603

Für ausgewählte Kunden der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich, wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der überfälligen Forderungen deutlich reduziert.

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 1.295.789 (Vorjahr: EUR 1.134.188). Teilrechnungen wurden in Höhe von EUR 400.688 (Vorjahr: EUR 512.856) gelegt. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 218.673 (Vorjahr: EUR 265.810).

(21) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Depots 83.551 83.551
Sonstige 1.540.443 3.672
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.623.994 87.223
Geleistete Anzahlungen 155.894 220.324
Finanzbehörden 426.093 86.177
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 938.824 927.350
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 65.554 61.815
Forderungen Factoring (Sperrkonten) 468.310 637.485
Sonstige 275.995 452.464
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.330.670 2.385.615

Die langfristigen sonstigen Forderungen betreffen im Wesentlichen den Haftrücklass im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien. Die Forderungen gegenüber Finanzbehörden beinhalten Ertragsteueransprüche in Höhe von EUR 426.093 (Vorjahr: EUR 86.177).

(22) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Kassenbestände 8.248 23.784
Guthaben bei Kreditinstituten 5.956.682 5.593.688
Zahlungsmittel 5.964.930 5.617.472

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse im Amtlichen Handel, Marktsegment Standard Market Continuous. In der außerordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG vom 18. Juli 2013 haben die Aktionäre über Antrag der ehemaligen Aktionärin CROSS Informatik GmbH, Wels, den Beschluss gefasst, die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG vom Amtlichen Handel der Wiener Börse zurückzuziehen und die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG einzubeziehen. Der Vorstand hat mit Schreiben vom 22. August 2013 der Wiener Börse AG die Zurückziehung der Aktien aus dem Amtlichen Handel mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 angezeigt. Des Weiteren hat die BRAIN FORCE HOLDING AG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass die Aktien vorerst weiterhin im Amtlichen Handel der Wiener Börse notieren. Die Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel der Wiener Börse sowie die Einbeziehung der Aktien zum Handel in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG (Marktsegment Mid Market) werden bis zu einer endgültigen behördlichen Entscheidung über die von der BRAIN FORCE HOLDING AG gestellten Anträge aufgeschoben.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

In der 15. ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung, eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10% vom Grundkapital zu erwerben, wobei je zu erwerbender Stückaktie der Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschritten werden darf. Die zuletzt erteilte Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien mit Hauptversammlungsbeschluss vom 2. März 2011 wurde aufgehoben. Von der Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:

in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2012 15.386.742 7.355.483
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -816.246
Sonstige Veränderungen 0 -24.589
Stand 30.9.2013 15.386.742 6.514.648
in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2011 15.386.742 9.599.679
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -2.240.068
Sonstige Veränderungen 0 -4.128
Stand 30.9.2012 15.386.742 7.355.483

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren 0 905
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -339.394 -315.710
Sonstige Rücklagen -339.394 -314.805

(24) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Rückstellungen für Pensionen 96.938 87.507
Rückstellungen für Abfertigungen 40.622 39.460
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 1.259.607 1.190.610
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.397.167 1.317.577

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert. Von den anspruchsberechtigten Personen sind zwei vorzeitig (vor Pensionseintritt) aus dem Unternehmen ausgeschieden, wobei der anteilige Anspruch gegenüber dem Unternehmen weiterhin besteht.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 341.081 329.790
Zeitwert des Planvermögens -178.280 -172.112
162.801 157.678
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) -65.863 -70.171
Bilanzansatz Pensionsrückstellungen 96.938 87.507

Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Stand Periodenanfang 329.790 244.911
Laufender Dienstzeitaufwand 2.409 2.123
Zinsaufwand 13.190 12.246
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste -4.308 70.510
Stand Periodenende 341.081 329.790

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Stand Periodenanfang 172.112 164.420
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 5.296 6.820
Bezahlte Beiträge 872 872
Stand Periodenende 178.280 172.112

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand / Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2012/13 2011/12
Laufender Dienstzeitaufwand 2.409 2.123
Zinsaufwand 13.190 12.246
Auswirkung von Plankürzungen / -abgeltungen 0 -6.265
Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen -5.296 0
Aufwand / Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 10.303 8.104

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -2.887 (Vorjahr: EUR -4.142).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2012/13 2011/12
Zinssatz 4,00% 4,00%
Gehaltssteigerung 0% 0%
Rentensteigerung 1% - 3% 1% - 3%
Pensionseintrittsalter 60, 65 Jahre 60, 62 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005G Heubeck 2005

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.

Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2012/13 2011/12
Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen -2.887 -4.142
Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen 17.000 19.046
Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) 14.113 14.904

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 46.398 43.513
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) -5.776 -4.053
Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen 40.622 39.460

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Stand Periodenanfang 39.460 97.932
Abfertigungsaufwand 1.162 -27
Abfertigungszahlungen 0 -58.445
Stand Periodenende 40.622 39.460

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2012/13 2011/12
Laufender Dienstzeitaufwand 3.849 6.636
Zinsaufwand 1.719 3.125
Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen -4.406 -9.788
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) 1.162 -27

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -557 (Vorjahr: EUR -3.152).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2012/13 2011/12
Zinssatz 4,00% 4,00%
Gehaltssteigerung 2% 3%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß Pensionsreform 2004 gemäß Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien) wurden im Geschäftsjahr 2012/13 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 30. September 2013 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.259.607 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation).

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2012/13 2011/12
Stand Periodenanfang 1.190.610 1.262.376
Abfertigungsaufwand 82.791 102.007
Abfertigungszahlungen -13.794 -173.773
Stand Periodenende 1.259.607 1.190.610

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2012/13 2011/12
Zinsaufwand 47.624 58.774
Ansatz von versicherungsmathematischen (Gewinnen) / Verlusten 35.167 43.233
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) 82.791 102.007

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 35.167 (Vorjahr: EUR 43.233).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2012/13 2011/12
Zinssatz 4,00% 4,00%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 10%
Pensionseintrittsalter 66 Jahre 66 Jahre
Sterbetafeln RG48 RG48

(25) Finanzverbindlichkeiten

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Darlehen – langfristig 0 9.984.257
Kontokorrentkredite – kurzfristig 731.067 1.616.979
Finanzverbindlichkeiten 731.067 11.601.236

Das im Vorjahr ausgewiesene langfristige Darlehen betraf ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10.000.000. Das Schuldscheindarlehen hatte eine Laufzeit bis März 2014 und war mit 5,17% verzinst. Am 5. Juli 2013 erfolgte die vorzeitige Tilgung des Darlehens.

Die Verzinsung der Kontokorrentkredite liegt bei 1,88 bis 5,20% (Vorjahr: 3,50 bis 5,30%).

Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 4,78 Mio. (Vorjahr: EUR 5,15 Mio.) zur Verfügung.

Der Zeitwert des Darlehens betrug zum Bilanzstichtag des Vorjahres EUR 9.277.943.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 10.326.752 7.374.024
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 257.021 265.810
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 1.181.914 571.374
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 27.500
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.765.687 8.238.708

(27) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 560.587 238.289
Aus Steuern 1.382.949 1.327.811
Aus sozialer Sicherheit 780.662 624.483
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 1.431.535 1.308.751
Verpflichtungen aus Prämien 1.340.161 535.486
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 1.320.763 1.426.551
Abgrenzung von Wartungsverträgen 2.044.622 2.145.599
Sonstige 592.291 662.330
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 8.892.983 8.031.011

(28) Steuerrückstellungen

Stand 1.10.2012 Verwendung Zuführung / Auflösung Stand 30.9.2013
EUR EUR EUR EUR
280.643 -110.708 126.849 296.784

(29) Sonstige Rückstellungen

in EUR Stand 1.10.2012 Verwendung Zuführung /
Auflösung
Stand 30.9.2013
Kurzfristig
Gewährleistungen 43.604 0 27.397 71.001

(30) Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

(31) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, flüssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 0 34.129
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.252.717 13.923.229
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.436.853 1.238.987
Zahlungsmittel 5.964.930 5.617.472
Kredite und Forderungen 25.654.500 20.779.688
Finanzverbindlichkeiten 731.067 11.601.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.508.666 7.945.398
Sonstige Verbindlichkeiten 4.684.750 3.933.118
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 16.924.483 23.479.752

Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Buchwerte in EUR 30.9.2013 30.9.2012
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 9.984.257
Kurzfristiger Anteil 0 0
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit > 1 Jahr 0 9.984.257
Zahlungsströme in EUR: 30.9.2013 30.9.2012
2013/14 Tilgung 0 2012/13 Tilgung 0
2013/14 Zinsen 0 2012/13 Zinsen 517.000
2014/15 Tilgung 0 2013/14 Tilgung 9.984.257
2014/15 Zinsen 0 2013/14 Zinsen 244.139
2015/16 Tilgung 0 2014/15 Tilgung 0
2015/16 Zinsen 0 2014/15 Zinsen 0
2016/17 Tilgung 0 2015/16 Tilgung 0
2016/17 Zinsen 0 2015/16 Zinsen 0
2017/18 Tilgung 0 2016/17 Tilgung 0
2017/18 Zinsen 0 2016/17 Zinsen 0

Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 2012/13 2011/12
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Betriebsergebnis netto
195.746 185.655
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.408 3.074
Kredite und Forderungen 34.343 86.323
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -874.306 -839.841
Finanzergebnis netto -838.555 -750.444

(32) Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, das Währungs- und das Zinsänderungsrisiko werden gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und man zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche hat die Vorhaltung ausreichender Liquidität und freier Kreditlinien für BRAIN FORCE oberste Priorität, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. Eine Liquiditätsvorschau auf monatlicher Basis wird jährlich im Rahmen des Budgets durchgeführt. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wird auf ein aktives Management des Working Capital geachtet.

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte die vorzeitige Tilgung des im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 10 Mio. Die Vereinbarung sah eine Endfälligkeit zum 20. März 2014 vor. Die von der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich besteht eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich, um das Ausfallrisiko weiter zu verringern. Die im Geschäftsjahr 2012/13 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,1% (Vorjahr: 1,3%) des Forderungsbestandes zum 30. September 2013.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Dabei kaufen die Gesellschaften Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2012/13 7,93 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 6,18 Mio. US-Dollar). Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte keine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Aufgrund des Anstiegs der in USD fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringe Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Die Konzernerlöse werden zu rund 95% (Vorjahr: 96%) in Euro erzielt, der Rest in US-Dollar und Tschechischen Kronen. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautende Forderungen mit einem Anteil von rund 5% (Vorjahr: 5%). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautende Verbindlichkeiten mit einem Anteil von rund 6% (Vorjahr: 10%).

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten. Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2012/13 auf rund 2% (Vorjahr: 25%) der Bilanzsumme. Im Vorjahr betraf der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten das 2007 aufgenommene langfristige Darlehen über EUR 10 Mio., welches grundsätzlich eine fixe Verzinsung aufwies. Dieses Darlehen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vorzeitig getilgt. Die Bilanz zum 30. September 2013 weist ausschließlich kurzfristige Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung auf.

Die Erträge bzw. operativen Cash-flows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinflusst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 45% (Vorjahr: 36%).

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die für das Vorjahr angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten wurden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

(33) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 31.000 (Vorjahr: EUR 29.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 10.000 (Vorjahr: EUR 10.000) und sonstige Leistungen EUR 6.348 (Vorjahr: EUR 11.550).

(34) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 2012/13 2011/12
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern 2.674.157 -2.121.924
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.386.742 15.386.742

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 12. Dezember 2013 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichtsrates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.

Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,17 -0,14

(35) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.

Die im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 1.099.799 (Vorjahr: EUR 452.500). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 654.799 (Vorjahr: EUR 0) enthalten. Darüber hinaus wurde im Vorjahr für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages eine Abfindung in Höhe von EUR 201.904 gewährt.

Des Weiteren wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 19.711 (Vorjahr: EUR 21.185) erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 46.933 (Vorjahr: EUR 52.100) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, besteht ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Des Weiteren hat die BRAIN FORCE HOLDING AG im Geschäftsjahr 2012/13 mit der HOFER Management GmbH eine Prämienvereinbarung für den Fall des erfolgreichen Verkaufs der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, abgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer ist Alleingesellschafter der HOFER Management GmbH.

Mit Abtretungsvertrag vom 15. April 2013 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG den von der HOFER Management GmbH gehaltenen 26%-Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, erworben.

Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 85.307 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH, Wien.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, sowie der CROSS Industries AG, Wels, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

(36) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(37) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 30.9.2013 30.9.2012
bis zu einem Jahr 2.696.178 3.064.142
zwischen 1 und 5 Jahren 6.501.355 7.475.840
über 5 Jahre 692.067 325.745

(38) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
2012/13 2011/12 30.9.2013 30.9.2012
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 515 518 517 517

(39) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Im Hinblick auf eine Anpassung der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsverhältnisse an die zukünftige Struktur der berichtspflichtigen operativen Segmente hat die BRAIN FORCE HOLDING AG mit Notariatsakt vom 28. Oktober 2013 ihre Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, Neu-Isenburg, in die Network Performance Channel GmbH, Österreich, Vöcklabruck, eingebracht.

Des Weiteren wurden mit Kauf- und Abtretungsverträge, jeweils vom 13. November 2013, die bisher unmittelbar von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE GmbH, Österreich, Neulengbach (100%-Anteil), der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag (99%-Anteil) sowie der Brain Force Software s.r.o., Slowakei, Bratislava (0,46%-Anteil) an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, München, verkauft.

(40) Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 12. Dezember 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(41) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender
  • Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Finanzvorstand

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Christoph Senft, Angerberg
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis, seit 18. Juli 2013

Wien, den 25. November 2013

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Hannes Griesser

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 25. November 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Service

Standorte

Deutschland

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Str. 30 80807 München Telefon: +49 89 74 833 0 Fax: +49 89 74 833 920 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Im Mediapark 4d 50670 Köln Telefon: +49 221 160 20 0 Fax: +49 221 160 20 13 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Martin-Behaim-Str. 22 63263 Neu-Isenburg Telefon: +49 6102 748 7 0 Fax: +49 6102 748 7 200 [email protected] www.brainforce.de

Network Performance Channel GmbH Martin-Behaim-Str. 22 63263 Neu-Isenburg Telefon: +49 6102 748 7 0 Fax: +49 6102 748 7 200 [email protected] www.np-channel.com

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BRAIN FORCE S.p.A. Via Ticino, 26 35030 Sarmeola di Rubano, PD (Padua) Telefon: +39 049 897 6800 Fax: +39 049 897 5384 [email protected] www.brainforce.it

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Niederlande

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BRAIN FORCE HOLDING AG Am Hof 4 1010 Wien Telefon: +43 1 263 0909 0 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.com

BRAIN FORCE GmbH Wiener Str. 51 3040 Neulengbach Telefon: +43 2772 55464 40 Fax: +43 2772 55464 91 [email protected] www.brainforce.at

Network Performance Channel GmbH Wartenburger Str. 1B 4840 Vöcklabruck Telefon: +43 664 925 795 2 [email protected] www.np-channel.com

Slowakei

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Stromová 13 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 - 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] www.brainforce.cz

Tschechische Republik

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Malá Štepánská 1929 120 00 Prag 2 Telefon: +420 296 331 11 Fax: +420 296 331 112 [email protected] www.brainforce.cz

Glossar

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

BRAIN FORCE CRM: CRM-Lösung für Finanzdienstleister, setzt sich aus den Modulen Kampagnenmanagement und Vertriebsinformationssystem zusammen

BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister

BRAIN FORCE Fördercenter: Software zur Ermittlung der staatlichen Fördermöglichkeiten bei Vorsorgefinanzprodukten

BRAIN FORCE Infrastructure Framework: Sammlung von Best-Practice-Vorgehensweisen zur optimierten Einrichtung einer Basisinfrastruktur

BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methoden und Software-Tools für automatisierte Softwarepaketierung und -virtualisierung

BRAIN FORCE Workspace Manager: Lösung zur Standardisierung von Arbeitsumgebungen auf PCs, Notebooks und Servern

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

Cloud Computing: Beschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar

CRM: "Customer Relationship Management"; Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen

EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bilanzierungsmethode von Anteilen an Unternehmen bei welchen der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt, üblicherweise für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

ERP: "Enterprise Resource Planning"; Anwendungssoftware zur Ressourcenplanung in Unternehmen

FFO: "Funds from Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow -Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Infrastructure Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen

Interest Cover: operatives EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann

ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie

Jupiter: BRAIN FORCE Asset Management Lösung für Banken

Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Microsoft Dynamics: Business Lösungen von Microsoft (ERP und CRM)

Microsoft Dynamics AX: "Microsoft Dynamics Axapta", ERP-Lösung für Großunternehmen

Microsoft Dynamics NAV: "Microsoft Dynamics Navision", ERP-Lösung für mittelständische Betriebe

Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel

Process Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen für geschäftskritische Prozesse

Professional Services: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten

Rebecca: BRAIN FORCE Lösung zur Kreditsachbearbeitung (Hypothekenverwaltung)

SaaS: "Software as a Service"; ein Geschäftsmodell mit der Philosophie, Software als Dienstleistung basierend auf Internettechniken bereitzustellen

Tap: "Test Access Port"; Lösung zur Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken

Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisikos und Cash-Managements des Konzerns

WACC: "Weight Average Cost of Capital"; durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten

Xetra: Exchange Electronic Trading; elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG

Finanzkalender

Datum Event
19. Dezember 2013 Veröffentlichung Jahresabschluss 2012/13
14. Februar 2014 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2013/14
05. März 2014 16. o. Hauptversammlung
10. März 2014 Ex-Dividenden-Tag
12. März 2014 Dividenden-Zahltag
14. Mai 2014 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2013/14
14. August 2014 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2013/14
19. Dezember 2014 Veröffentlichung Jahresabschluss 2013/14
Impressum
Für den Inhalt verantwortlich: Konzept:
BRAIN FORCE HOLDING AG BRAIN FORCE HOLDING AG
Am Hof 4, 1010 Wien, Österreich
Fotos:
Erstellt durch: BRAIN FORCE HOLDING AG, Franz Pflügl, Shutterstock
BRAIN FORCE Software GmbH
Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30, 80807 München, Deutschland Druck:
Artax, Tschechische Republik

Einzelabschluss zum 30. September 2013 BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Inhalte

Bilanz – Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung – Anlage 2 Anhang – Anlage 3 Lagebericht – Anlage 4 Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Bilanz zum 30. September 2013

A k t i v a P a s s i v a

30.9.2013 30.9.2012 30.9.2013 30.9.2012
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
15.386.742,00 15.387
Software und Markenrechte 333,19 1 II. Kapitalrücklagen
gebundene 10.886.333,21 11.702
II. Sachanlagen 26.273.075,21 27.089
1. Bauten auf fremdem Grund 4.125,05 22
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.204,97 47 B. Rückstellungen
12.330,02 69 sonstige Rückstellungen 306.940,36 119
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.618.183,01 21.592
2. Beteiligungen 0,00 9.664 C. Verbindlichkeiten
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 33 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 11.268
21.618.183,01 31.289 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 338.161,28 102
21.630.846,22 31.359 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 28
4. sonstige Verbindlichkeiten, 304.210,53 36
B. Umlaufvermögen davon aus Steuern EUR 14.750,91 (Vorjahr: TEUR 10),
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.840,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.936,18 23 (Vorjahr: TEUR 5)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.732.918,20 7.153 642.371,81 11.433
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 3 D. Rechnungsabgrenzungsposten 21.144,12 21
4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.655.858,52 72
5.415.712,90 7.251
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 170.046,78 10
5.585.759,68 7.261
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.925,60 42
27.243.531,50 38.662 27.243.531,50 38.662

Eventualverbindlichkeiten 2.774.547,73 2.981

1.10.2012 - 1.10.2011 -
30.9.2013 30.9.2012
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.402.204,84 1.270
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit
Ausnahme der Finanzanlagen 12.961,48 3
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8.000,00 0
c) übrige 366.658,43 456
387.619,91 459
3. Personalaufwand
a) Gehälter -517.905,12 -587
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -4.423,72 0
c) Aufwendungen für Altersversorgung -17.000,04 -19
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge -54.424,49 -91
e) sonstige Sozialaufwendungen -600,00 -2
-594.353,37 -699
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen -40.960,84 -58
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 13 fallen -1.037,31 -2
b) übrige -2.134.376,10 -1.344
-2.135.413,41 -1.346
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -980.902,87 -374
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 195.518,48 (Vorjahr: TEUR 264) 200.514,55 265
8. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 546.619,50 0
9. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon Abschreibungen
EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.522)
0,00 -1.521
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -670.234,47 -610
11. Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) 76.899,58 -1.866
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -904.003,29 -2.240
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, 87.757,69 0
davon Steuerumlage an Gruppenmitglieder EUR 87.757,69
(Vorjahr: TEUR 0)
14. Jahresfehlbetrag -816.245,60 -2.240
15. Auflösung von Kapitalrücklagen 816.245,60 2.240
16. Bilanzgewinn 0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 30. September 2013 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

B. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

A k t i v a

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens:

Anschaffungs-/Herstellungskosten kumulierte Restbuchwerte Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand Abschrei- Stand Stand des laufenden
1.10.2012 30.9.2013 bungen 30.9.2013 30.9.2012 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Markenrechte 481.210,36 0,00 300.675,57 180.534,79 180.201,60 333,19 998,92 665,63
II.
Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 90.177,59 0,00 0,00 90.177,59 86.052,54 4.125,05 22.160,51 18.035,46
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung *) 400.565,44 1.126,00 93.882,67 307.808,77 299.603,80 8.204,97 47.287,14 22.259,75
490.743,03 1.126,00 93.882,67 397.986,36 385.656,34 12.330,02 69.447,65 40.295,21
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.746.542,09 26.000,00 0,00 40.772.542,09 19.154.359,08 21.618.183,01 21.592.183,01 0,00
2. Beteiligungen 11.185.507,81 0,00 11.185.507,81 0,00 0,00 0,00 9.664.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.023,98 0,00 35.023,98 0,00 0,00 0,00 32.747,40 0,00
51.967.073,88 26.000,00 11.220.531,79 40.772.542,09 19.154.359,08 21.618.183,01 31.288.930,41 0,00
52.939.027,27 27.126,00 11.615.090,03 41.351.063,24 19.720.217,02 21.630.846,22 31.359.376,98 40.960,84

*) davon geringwertige Vermögensgegenstände

gemäß § 13 EStG 100,00 100,00 100,00

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahre angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben.

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Bauten auf fremdem Grund 5
Personenkraftwagen 2 - 4
EDV-Anlagen 2 - 5
sonstige Büroeinrichtung 5 - 10

Finanzanlagen

Der Zugang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 26.000 (Vorjahr: TEUR 74) betrifft den Erwerb des ausstehenden 26%-Anteils an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich. Mit Abtretungsvertrag vom 15. April 2013 hat die Gesellschaft die bisher von der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck, gehaltenen Anteile erworben. Somit hält die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, 100% der Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck.

Das verbundene Unternehmen BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, übt seit Mai 2010 keine Geschäftstätigkeit aus. Da eine Wiederaufnahme der operativen Tätigkeit nicht geplant ist, hat die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, die Liquidation der Schweizer Tochtergesellschaft beschlossen. Bis zum Abschluss der Liquidation wird die Beteiligung weiterhin in den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile an der BFS Brain Force Software AG, Schweiz, beträgt aufgrund der in den Vorjahren vorgenommenen Teilwertabschreibungen EUR 0.

Der Abgang im Posten Beteiligungen betrifft den 53,16%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien. Mit Kaufvertrag vom 25. März 2013 wurden sämtliche bisher gehaltenen Anteile verkauft. Der Ertrag aus dem Verkauf beläuft sich auf EUR 545.533, während im Vorjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert im Ausmaß von EUR 1.521.508 vorzunehmen war.

Die bisher gehaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens, die im Wesentlichen dem Deckungserfordernis des § 14 Abs. 7 EStG entsprachen, wurden im Geschäftsjahr 2012/13 verkauft. Der Ertrag aus dem Verkauf beläuft sich auf EUR 1.087.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 3.381.430 (Vorjahr: TEUR 4.658) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.901.692 (Vorjahr: TEUR 6.265) aus Darlehen. Die restlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 743.468 (Vorjahr: TEUR 888) sowie die Verrechnung der Steuerumlage an die Mitglieder der steuerlichen Gruppe in Höhe von EUR 87.758 (Vorjahr: TEUR 0).

In den sonstigen Forderungen sind Erträge in Höhe von EUR 1.531.430 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden. Dabei handelt es sich um den Haftrücklass im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien.

P a s s i v a

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

In der 15. ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung, eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10% vom Grundkapital zu erwerben, wobei je zu erwerbender Stückaktie der Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschritten werden darf. Von der Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital
rücklagen
EUR
Stand 1.10.2012 15.386.742 11.702.579
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
Verlustabdeckung
0 -816.246
Stand 30.9.2013 15.386.742 10.886.333

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

30.9.2013
EUR
30.9.2012
TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen 6.644 11
noch nicht konsumierte Urlaube 4.390 9
Prämien 224.223 4
Wirtschaftsprüfung und Beratung 23.000 40
Übrige 48.683 55
306.940 119

Verbindlichkeiten

Am 6. März 2007 wurde ein Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen. Das bei der Deutsche Bank AG, Frankfurt/Main, Deutschland, gezeichnete Darlehen hatte ursprünglich eine Endfälligkeit mit 20. März 2014. Der Liquiditätszufluss aus dem Beteiligungsverkauf ermöglichte die vorzeitige Tilgung des Darlehens, die am 5. Juli 2013 erfolgte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sind EUR 265.812 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten ausweisen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 0 (Vorjahr: TEUR 28 aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 304.211 (Vorjahr: TEUR 36) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Konzernunternehmen erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.402.205 (Vorjahr: TEUR 1.270) wurden EUR 46.971 (Vorjahr: TEUR 45) im Inland und EUR 1.355.234 (Vorjahr: TEUR 1.225) in den übrigen Ländern der Europäischen Union erwirtschaftet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hat mit den Gruppenmitgliedern, der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, sowie der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die an die Gruppenmitglieder verrechnete Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt EUR 87.758 (Vorjahr: TEUR 0).

Der aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 551.436 (Vorjahr: TEUR 582) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Name/Sitz Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2013
Jahres
ergebnis
% EUR EUR
BRAIN FORCE Software GmbH, München,
Deutschland 100 3.872.716 1.550.431
Network Performance Channel GmbH,
Neu-Isenburg, Deutschland 100 306.128 -4.420
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 100 788.302 88.540
BFS Brain Force Software AG, Maur,
Schweiz 100 -339.701 -5.872
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag,
Tschechien 100 406.008 4.225
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach 100 238.712 140.621
Network Performance Channel GmbH,
Vöcklabruck 100 222.605 164.715

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der Pierer Industrie AG, Wels, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10), sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 31.000 (Vorjahr: TEUR 29) und sonstige Leistungen EUR 5.900 (Vorjahr: TEUR 12).

Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der Pierer Industrie AG, Wels. Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.

Haftungsverhältnisse und Garantien

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat gegenüber der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung abgegeben. Die Haftung besteht für alle Ansprüche der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, und der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, aus den abgeschlossenen Factoringvereinbarungen. Der maximale Finanzierungsrahmen beläuft sich auf EUR 5.000.000. Zum Stichtag 30. September 2013 betragen die von der Bank angekauften Kundenforderungen (abzüglich Sperrbeträge) EUR 1.870.291 (Vorjahr: TEUR 2.581).

Mit der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 142.578 (Vorjahr: TEUR 143). Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt. Die Forderung gegenüber der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde im Geschäftsjahr 2010/11 wertberichtigt. Im Rahmen der Liquidation wird die BRAIN FORCE HOLDING AG den Verzicht auf die Forderung gegenüber der BFS Brain Force Software AG erklären.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, im Geschäftsjahr 2009/10 ein nachrangiges Darlehen in Höhe von EUR 400.000 gewährt.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat mit Vereinbarung vom 6. Mai 2013 die Bürgschaft für Verbindlichkeiten der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, gegenüber einem Lieferanten übernommen. Diese Bürgschaft gilt bis zu einem Höchstbetrag von EUR 550.000 und kann mit einer Frist von drei Monaten zu jedem Monatsende gekündigt werden. Zum 30. September 2013 belaufen sich die in der BRAIN FORCE B.V. bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten EUR 504.256.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 46.026 (Vorjahr: TEUR 155) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 62.263 (Vorjahr: TEUR 216).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, bestand im Geschäftsjahr 2012/13 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Des Weiteren hat die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, im Geschäftsjahr 2012/13 mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, eine Prämienvereinbarung für den Fall des erfolgreichen Verkaufs der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, abgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer ist Alleingesellschafter der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck.

Mit Abtretungsvertrag vom 15. April 2013 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, den von der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, gehaltenen 26%-Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, erworben.

Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 85.307 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH, Wien.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, sowie der CROSS Industries AG, Wels, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2012/13 zwei Personen (Vorjahr: 4).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 19.711 (Vorjahr: TEUR 18) und für andere Arbeitnehmer EUR 1.713 (Vorjahr: TEUR 3). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 4.424 (Vorjahr: TEUR -6).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 1.099.799 (Vorjahr: TEUR 453). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 654.799 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Im Vorjahr wurde für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages eine Abfindung in Höhe von EUR 201.904 gewährt.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 46.933 (Vorjahr: TEUR 52) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Stellvertreter des Vorsitzenden

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter Dr. Christoph Senft, Angerberg Josef Blazicek, Perchtoldsdorf Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis, seit 18. Juli 2013

Wien, den 22. November 2013

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Hannes Griesser

BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

In den Jahren 2010 bis 2012 lag der Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung jeweils über 3%. Für dieses Jahr erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2013 eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums auf 2,8%. Im Euroraum hingegen wird für 2013 eine Verlangsamung des Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes von 0,7 auf 0,5% geschätzt. Diese Entwicklung fußt auf den umfassenden Strukturreformen und Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich um 0,5 beziehungsweise 0,4% wachsen soll, werden für Italien und den Niederlanden Rückgänge von 1,8 beziehungsweise 1,0% erwartet.

Für das Jahr 2014 erwartet die Europäische Kommission ein Wachstum von 1,1% im Euroraum. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg mit 1,7 beziehungsweise 1,6% deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen, in Italien mit 0,7% und in den Niederlanden mit 0,2% darunter. Die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen haben die Voraussetzungen dafür verbessert, dass die Binnennachfrage mit der Zeit zum Hauptwachstumsmotor in Europa wird. Da die Arbeitsmarktentwicklung der Entwicklung des BIP in der Regel um mindestens ein halbes Jahr hinterherhinkt, prognostiziert die Kommission für 2014 ein Stagnieren der Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau, wobei auch künftig erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen werden. Im Euroraum soll die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr unverändert 12,2% betragen, in Deutschland soll sie sich auf 5,3% leicht verbessern. Die EU sieht in der Modernisierung der europäischen Wirtschaft die Basis für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und somit auch für die Senkung der Arbeitslosigkeit.

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner werden in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) die IT-Ausgaben 2013 um 1,4% steigen und das Wachstum sollte bis mindestens 2016 anhalten. Bei den weltweiten IT-Ausgaben wird für 2014 ein Anstieg um 4,1% vorhergesagt.

Die BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erwartet, wie im Oktober 2013 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2013 in Deutschland um 1,0% ansteigen werden. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche deutlich stärker aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,9% (Software) und 2,4% (IT-Services). 2014 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 1,7% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 5,1% und für den Bereich IT-Services um 3,2% erwartet.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agiert, wird von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung maßgeblich beeinflusst werden.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

2012/13 2011/12
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 1.402 1.270
Sonstige betriebliche Erträge 388 459
Personalaufwand -594 -699
Abschreibungen -41 -58
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.135 -1.346
Betriebsergebnis -980 -374
Beteiligungsergebnis 547 -1.522
Sonstiges Finanzergebnis -470 -344
Ertragsteuern 87 0
Jahresfehlbetrag -816 -2.240
Auflösung von Kapitalrücklagen 816 2.240

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.402 (Vorjahr: TEUR 1.270) entfallen TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR 1.179) auf Konzerndienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte, TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 91) betreffen die Weiterverrechnung von Beratungshonoraren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten, wie im Vorjahr, im Wesentlichen weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften sowie Mieterträge aus der Untervermietung an Dritte.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2012/13 reduzierte sich um 15% auf TEUR 594, was im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltene Abfindungszahlung für die vorzeitige Auflösung eines Vorstandsvertrages zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich von vier auf zwei Angestellte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 1.346 auf TEUR 2.135. Der Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der Beratungskosten um TEUR 852 zurückzuführen. Darin enthalten sind die im Zusammenhang mit der Veräußerung der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, angefallenen Beratungs- und M&A-Kosten sowie die an die HOFER Management GmbH gewährte Erfolgskomponente für das Vorstandsmitglied Michael Hofer.

Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2012/13 beinhaltet den Ertrag aus dem Verkauf der SolveDirect Service Management GmbH, während im Vorjahr auf diese Beteiligung eine Abschreibung in Höhe von TEUR -1.522 erforderlich war.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von TEUR -470 (Vorjahr: TEUR -344) beinhaltet den Saldo aus erhaltenen und bezahlten Zinsen. Die Verschlechterung ist einerseits auf das mit der vorzeitigen Tilgung des Schuldscheindarlehens angefallenen Aufhebungsentgelts zurückzuführen, andererseits verringerten sich die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 264).

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012/13 beläuft sich auf TEUR -816 (Vorjahr: TEUR -2.240). Nach Rücklagenbewegung schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem Bilanzergebnis von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene des BRAIN FORCE Konzerns.

2012/13 2011/12 Änderung
TEUR TEUR in %
Konzernumsatz 88.382 76.007 +16
Konzern-EBITDA operativ 1) 4.524 2.738 +65
Konzern-EBIT operativ 1) 2.874 789 >100
Restrukturierungsaufwendungen 0 -677 -100
Konzern-EBITDA 4.524 2.061 >100
Konzern-EBIT 2.874 112 >100
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.008 -1.494 >100
Konzernergebnis vor Steuern 3.982 -2.207 >100
Konzernergebnis nach Steuern 2.674 -2.133 >100

1) vor Restrukturierungsaufwendungen

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2012/13 um 16% auf TEUR 88.382 gestiegen, wobei in allen Regionen Umsatzsteigerungen erzielt werden konnten. In dem für BRAIN FORCE größten Markt Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 21%, in Italien konnte ein Wachstum von 5% und in den Niederlanden ein Anstieg um 27% erzielt werden. Die Region Zentral-Osteuropa steigerte den Umsatz um 3%.

Das operative Konzern-EBITDA von TEUR 4.524 lag um 65% oder TEUR 1.786 über dem Vorjahreswert. Das operative Konzern-EBIT erhöhte sich auf TEUR 2.874 und lag damit um TEUR 2.085 über dem Vorjahreswert. In allen Regionen konnte das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich gesteigert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2013 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 30.9.2012 um 30% auf TEUR 27.244 (Vorjahr: TEUR 38.662).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:

30.9.2013 30.9.2012 Veränderung
TEUR TEUR in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 12 70 -83
Finanzanlagen 21.618 31.289 -31
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 3.733 7.153 -48
Kassenbestand, Guthaben bei Kredit-
Instituten 170 10 >100
PASSIVA
Eigenkapital 26.273 27.089 -3
Rückstellungen 307 119 >100
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 0 11.268 -100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 338 102 >100
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 0 28 -100

Die Finanzanlagen reduzierten sich um TEUR 9.671 auf TEUR 21.618. Die Veränderung ist auf den Abgang der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, sowie den Zugang aus dem Erwerb des restlichen 26%-Anteils an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, zurückzuführen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 30.09.2013 TEUR 3.733 (Vorjahr: TEUR 7.153) und verminderten sich insbesondere durch die teilweise Darlehensrückzahlung durch die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien.

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 3% auf TEUR 26.273. Durch den Rückgang der Bilanzsumme weist die BRAIN FORCE HOLDING AG zum Bilanzstichtag 30. September 2013 eine Eigenkapitalquote von 96% (Vorjahr: 70%) aus.

Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:

2012/13 2011/12
TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -638 -981
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit 12.066 1.228
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit -11.268 -332
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel 160 -85
Finanzmittelbestand zum Periodenende 170 10

Der Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -981 auf TEUR -638 verbessert. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 12.066 (Vorjahr: TEUR 1.228). Darin ist der Zahlungsmittelzufluss aus dem Beteiligungsverkauf in Höhe von TEUR 8.678 enthalten. Des Weiteren wirkten sich die Veränderungen der an die Konzerngesellschaften gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 3.350 (Vorjahr: TEUR 1.344) positiv auf die Zahlungsmittel aus. Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 74) und jene in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bei TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 51). Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen betrugen TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 9), jene aus dem Verkauf der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 0).

Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt die Tilgung sämtlicher Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.268 (Vorjahr: TEUR 332).

Als börsennotiertes Unternehmen werden im Folgenden relevante Börsekennzahlen dargestellt:

2012/13 2011/12
Höchstkurs in € 0,88 0,95
Tiefstkurs in € 0,58 0,55
Ultimokurs in € 0,84 0,65
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 12,92 9,99

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Im Hinblick auf eine Anpassung der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsverhältnisse an die zukünftige Struktur der berichtspflichtigen operativen Segmente innerhalb des Konzerns, hat die BRAIN FORCE HOLDING AG mit Notariatsakt vom 28. Oktober 2013 ihre Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, Neu-Isenburg, in die Network Performance Channel GmbH, Österreich, Vöcklabruck, eingebracht. Des Weiteren wurden mit Kauf- und Abtretungsverträgen, jeweils vom 13. November 2013, die bisher unmittelbar von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE GmbH, Österreich, Neulengbach (100%-Anteil), der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag (99%-Anteil) sowie der Brain Force Software s.r.o., Slowakei, Bratislava (0,46%-Anteil) an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland,

München, verkauft.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich aus Konzernsicht für das Geschäftsjahr 2012/13 ein weiteres Wachstum in Umsatz und Betriebsergebnis als Ziel gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 16% und einer Steigerung des Konzern-EBITDA und Konzern-EBIT um 2,46 bzw. 2,76 Mio. € wurden diese Ziele erreicht. Es hat sich gezeigt, dass sich sämtliche Konzerngesellschaften mit Wachstumsraten im Umsatz zwischen 3% und 21% gegen schrumpfende bzw. nur leicht wachsende Wirtschaftsleistungen behaupten konnten. Neben der Steigerung der operativen Betriebsergebnisse konnte durch den Verkauf der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH auch die Bilanzstruktur und Kapitalausstattung wesentlich verbessert werden.

Die positiven Ergebnisse in den ersten drei Quartalen als auch die Veröffentlichung des Vollzugs des Verkaufs der SolveDirect-Beteiligung hat sich bis zum Bilanzstichtag 30.9.2013 nur unwesentlich auf die Entwicklung des Aktienkurses der BRAIN FORCE HOLDING AG ausgewirkt. Mit einem Schlusskurs von 0,84 € (Wiener Börse) zum 30.9.2013 lag der Kurs der Aktie zwar um 29% über dem Schlusskurs des Vorjahres, doch zeigt sich gerade nach dem Bilanzstichtag ein gestiegenes Interesse mit deutlicher Auswirkung auf den Aktienkurs. Mit einem weiteren Anstieg um bis zu 67% auf 1,40 €

seit dem 30.9.2013 orientiert sich die Aktie nunmehr auf wesentlich höherem Niveau. Auch die Tatsache, dass die Gesellschaft – nach Beschluss in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18.7.2013 – bei der Wiener Börse AG die Zurückziehung der Aktien aus dem Amtlichen Handel unter Einbeziehung in den (ungeregelten) Dritten Markt angezeigt hat, wirkt sich offensichtlich bisher nicht negativ auf die Entwicklung aus. Bisher liegt keine Entscheidung der Wiener Börse AG hinsichtlich der Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel unter Einbeziehung in den Dritten Markt vor. Sollte jedoch die Wiener Börse das Zurückziehen der Aktien mit Bescheid untersagen, ist beabsichtigt, gegen diesen Bescheid Rechtsmittel zu ergreifen und die Sache unter Ausschöpfung des Instanzenzuges zu klären.

Als Ziel für das Geschäftsjahr 2013/14 setzt sich der BRAIN FORCE Konzern ein weiteres Umsatzwachstum. Der erzielte Anstieg von 16% im Gesamtjahr 2012/13, mit einer Erhöhung von 24% bzw. 22% in den Quartalen drei und vier, als auch der aktuelle Auftragsbestand von rund 33 Mio. €, untermauern die zukünftigen Erwartungen des Wachstumskurses. Die operativen Landesgesellschaften werden die erfolgreiche Marktbearbeitung fortführen und zusätzliche Investitionen in weiteres Wachstum tätigen. Unter Berücksichtigung der Investitionen zur Gewinnung weiterer Marktanteile orientiert sich das Ziel bezüglich des operativen Betriebsergebnisses am Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2013 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: Pierer Industrie AG: 70,00%.

Qino Flagship AG: 10,00%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011].

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugsund/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.

    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Ändern sich die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschaft dermaßen, dass ein Dritter, welcher nicht als Konzernunternehmen im Sinne des § 15 AktG zu qualifizieren ist, eine unmittelbare oder mittelbare kontrollierende Beteiligung gemäß § 22ff UebG erlangt, ist das Vorstandsmitglied Hannes Griesser berechtigt, sein Vorstandsmandat binnen einer Frist von zwei Monaten ab Anzeige der Kontrollerlangung an die Übernahmekommission mit sofortiger Wirkung zurückzulegen. Die Gesellschaft hat sich in diesem Fall verpflichtet, die Entgeltansprüche des Vorstandsmitglieds, die ihm bis zum Ende der seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünden, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigung innerhalb von vier Wochen ab dem Austrittsdatum auszubezahlen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die HOFER Management GmbH das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbs wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accountancy & Group Consolidation", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Financial Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des BRAIN FORCE-Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accountancy & Group Consolidation" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem BMD gibt es eine automatisierte Schnittstelle. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen, pro Gesellschaft und auch nach den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization, Professional Services und Produkte und Handel aufgebaut. Konzerninterne Verrechnungen und Transaktionen werden abgestimmt und eliminiert. Die Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung erfolgt monatlich. Eine eventuell notwendige Anpassung der Gesamtjahres-Vorschau erfolgt nach jedem abgeschlossenem Quartal. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. BRAIN FORCE verfügt über zentral gesteuerte, konzernweite Risikomanagement-Prozesse. Dabei werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Top-10-Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Konzernvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das quartalsweise adaptierte Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Die Finanzierung des BRAIN FORCE Konzerns basiert aktuell auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 45% zum 30. September 2013. Die Zahlungsmittel im Konzern betragen TEUR 5.965, die Nettozahlungsmittel (Zahlungsmittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten) belaufen sich auf TEUR 5.234. Die im Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien betragen TEUR 4.775, wovon TEUR 731 ausgenutzt waren. Die Aufrechterhaltung ausreichender Kreditlinien, insbesondere in Zeiten restriktiver Kreditvergabe der Banken, hat für die Gesellschaft oberste Priorität. Die Refinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 10.000 mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Darlehen vorzeitig getilgt. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Konzerneigenkapitalquote von über 30% vor. Der Covenant wird von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Die Nichteinhaltung kann dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge teurer oder der Kredit fällig gestellt wird.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Die Gesellschaften kaufen dabei Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, den Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte keine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Aufgrund des Anstiegs der in USD fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringe Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass sich infolge der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten eine Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Kontokorrentkreditvereinbarungen unterliegen einer variablen Verzinsung.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen einzelne Mitarbeiter, insbesondere in Schlüsselpositionen der Konzernunternehmen, ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.

Wien, am 22. November 2013

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Hannes Griesser

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 22. November 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung..

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 25. November 2013

Der Vorstand:

Michael Hofer Hannes Griesser Vorsitzender Finanzvorstand

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