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Raiffeisen Bank International AG

Annual Report Mar 27, 2014

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Annual Report

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RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL

JAHRESFINANZ-BERICHT 2013

2 Überblick Überblick

Raiffeisen Bank International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen 2013 Veränderung 2012 2011
Erfolgsrechnung 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Zinsüberschuss 3.729 7,4% 3.472 3.667
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1.149 13,9% - 1.009 - 1.064
Provisionsüberschuss 1.626 7,2% 1.516 1.490
Handelsergebnis 321 49,6% 215 363
Verwaltungsaufwendungen1 - 3.340 2,5% - 3.258 - 3.120
Jahresüberschuss vor Steuern1 835 - 19,5% 1.037 1.373
Jahresüberschuss nach Steuern1 603 - 19,8% 752 974
Konzern-Jahresüberschuss1 557 - 23,6% 730 968
Bilanz 31.12. 31.12. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 22.243 - 0,4% 22.323 25.748
Forderungen an Kunden 80.635 - 3,2% 83.343 81.576
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.105 - 0,3% 30.186 37.992
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.437 0,2% 66.297 66.747
Eigenkapital 10.364 - 4,7% 10.873 10.936
Bilanzsumme 130.640 - 4,0% 136.116 146.985
Kennzahlen 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Return on Equity vor Steuern 7,8% - 1,8 PP 9,7% 13,7%
Return on Equity nach Steuern 5,7% - 1,3 PP 7,0% 9,7%
Konzern-Return on Equity 5,5% - 1,9 PP 7,4% 10,8%
Cost/Income Ratio 58,3% - 3,2 PP 61,5% 56,0%
Return on Assets vor Steuern 0,63% - 0,10 PP 0,73% 0,98%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,11% 0,46 PP 2,66% 2,90%
NPL Ratio 10,7% 0,9 PP 9,8% 8,6%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,39% 0,18 PP 1,21% 1,34%
Bankspezifische Kennzahlen2 31.12. 31.12. 31.12.
Risikoaktiva (gesamt) 79.897 - 3,5% 82.822 95.302
Gesamte Eigenmittel 12.686 - 1,5% 12.885 12.858
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,7% 0,0 PP 10,7% 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2% 0,0 PP 11,2% 9,9%
Eigenmittelquote 15,9% 0,3 PP 15,6% 13,5%
Aktienkennzahlen 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Gewinn je Aktie in € 1,83 - 32,6% 2,72 3,95
Schlusskurs in € (31.12.) 25,62 - 18,6% 31,46 20,07
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 33,59 0,7% 33,36 45,10
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 19,96 7,1% 18,64 14,16
Anzahl der Aktien in Millionen (31.12.) 195,51 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (31.12.) 5.009 - 18,6% 6.150 3.924
Dividende je Aktie in € 1,023 0,15 1,17 1,05
Ressourcen 31.12. 31.12. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 57.901 - 3,6% 60.084 59.261
Geschäftsstellen 3.025 - 2,6% 3.106 2.928
Kunden in Millionen 14,6 2,9% 14,2 13,8

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19.

2 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen Bank International als Teil des RZB-Konzerns unterliegt nicht den Vorschriften des BWG. 3 Vorschlag an die Hauptversammlung (bezieht sich auf die – durch die Kapitalerhöhung Anfang 2014 gestiegene – Anzahl der Akien).

tional AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet. Dies gilt analog für die RZB und RZB AG.

Mit Raiffeisen Bank International (RBI) wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank Interna-

Bitte um Beachtung, dass es bei der Aufrechnung von gerundeten Beträgen zu geringfügigen Differenzen kommen kann. Die

Angabe von Veränderungsraten (Prozentwerte) beruht auf tatsächlichen und nicht auf den dargestellten gerundeten Werten.

Konzernabschluss 4
Gesamtergebnisrechnung 4
Bilanz 7
Eigenkapitalveränderungsrechnung 8
Kapitalflussrechnung 9
Segmentberichterstattung 11
Anhang 18
Bestätigungsvermerk 127
Konzern-Lagebericht 129
Entwicklung der Märkte 129
Entwicklung des Bankensektors 132
Finanz- und Ergebnisentwicklung 133
Posten der Erfolgsrechnung im Detail 135
Ergebnis im Quartalsvergleich 139
Bilanz 141
Eigenkapital 142
Forschung und Entwicklung 143
Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess 144
Funding 146
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte 147
Risikomanagement 150
Human Resources 153
Ausblick 155
Organisatorische Änderungen 156
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 157
Jahresabschluss 158
Bilanz 158
Gewinn- und Verlustrechnung 160
Anhang 162
Lagebericht 185
Entwicklung der Märkte 185
Entwicklung des Bankensektors 187
Entwicklung des Bankensektors 188
Entwicklung des Bankensektor in Österreich 189
Geschäftsverlauf der Raiffeisen Bank International AG 191
Finanzielle Leistungsindikatoren 194
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte 196
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 199
Nachhaltigkeit in der RBI 200
Risikomanagement 202
Risiken von Finanzinstrumenten (Risikobericht) 204
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess 217
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 219
Bestätigungsvermerk 222
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 224

Gesamtergebnisrechnung Konzernabschluss

Erfolgsrechnung

in € Tausend Anhang 2013 2012 Veränderung
Zinserträge 6.083.730 6.478.884 - 6,1%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 122 50 141,7%
Zinsaufwendungen - 2.354.913 - 3.006.780 - 21,7%
Zinsüberschuss [2] 3.728.939 3.472.155 7,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] - 1.149.215 - 1.008.823 13,9%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 2.579.724 2.463.332 4,7%
Provisionserträge 2.012.514 1.869.194 7,7%
Provisionsaufwendungen - 386.346 - 352.795 9,5%
Provisionsüberschuss [4] 1.626.167 1.516.399 7,2%
Handelsergebnis [5] 321.071 214.686 49,6%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] - 256.662 - 127.462 101,4%
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 57.743 318.410 - 81,9%
Verwaltungsaufwendungen1 [8] - 3.339.506 - 3.258.103 2,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] - 147.415 - 102.035 44,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen [10] - 6.465 12.137
Jahresüberschuss vor Steuern 834.657 1.037.363 - 19,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 [11] - 231.711 - 285.370 - 18,8%
Jahresüberschuss nach Steuern 602.946 751.993 - 19,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 45.611 - 22.301 104,5%
Konzern-Jahresüberschuss 557.336 729.692 - 23,6%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Gewinn je Aktie

in € Anhang 2013 2012 Veränderung
Gewinn je Aktie1 [12] 1,83 2,72 - 0,89

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem bereinigten Konzern-Jahresüberschuss (nach Abzug der Dividende auf das Partizipationskapital) und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Im Geschäftsjahr 2013 waren dies 194.948 Tausend nach 194.859 Tausend im Vorjahr.

Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Gewinns je Aktie fand daher nicht statt.

Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis

Gesamt
Eigenanteil
Fremdanteil
in € Tausend 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Jahresüberschuss nach Steuern 602.946 751.993 557.336 729.692 45.611 22.301
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert
werden
2.862 - 4.310 2.862 - 4.310 0 0
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 3.820 - 5.747 3.820 - 5.747 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
- 958 1.437 - 958 1.437 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder
Verlust umgegliedert werden
- 468.461 90.626 - 452.781 69.361 - 15.680 21.265
Währungsdifferenzen - 460.210 167.401 - 439.938 150.303 - 20.272 17.097
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode - 460.210 167.401 - 439.938 150.303 - 20.272 17.097
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 0
Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) 4.656 225 4.656 225 0 0
Hochinflation 31.158 33.995 27.338 29.827 3.820 4.168
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die Schwankungen zukünftiger
Cash-Flows absichern
- 16.364 - 1.245 - 16.364 - 1.245 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode - 16.364 - 1.245 - 16.364 - 1.245 0 0
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 0
Eigenkapitalveränderungen in at-equity bewerteten Unternehmen 224 5 224 5 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
- 34.552 - 147.375 - 35.324 - 147.375 772 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode 7.943 15.670 6.429 15.670 1.514 0
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
- 42.494 - 163.045 - 41.752 - 163.045 - 742 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 6.626 37.620 6.626 37.620 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode 1.076 - 3.142 1.076 - 3.142 0 0
davon in die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
5.550 40.761 5.550 40.761 0 0
Sonstige direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 465.599 86.316 - 449.919 65.051 - 15.680 21.265
Gesamtergebnis 137.347 838.309 107.416 794.743 29.931 43.567

Sonstiges Ergebnis

Im Berichtsjahr wurde der IAS 19R eingeführt, der retrospektiv anzuwenden war. Die erforderliche Neubewertung von leistungsorientierten Plänen führte im Berichtsjahr zu einem sonstigen Ergebnis von € 3.820 Tausend. Retrospektiv wurde auch das Vorjahr mit einem Betrag von minus € 5.747 Tausend angepasst.

Die Währungsdifferenzen sind insbesondere auf Kursänderungen zwischen dem Euro und dem russischen Rubel, der tschechischen Krone und der ukrainischen Hryvna zurückzuführen.

Als Capital Hedge werden Kurssicherungsgeschäfte für Investitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten ausgewiesen.

Durch die Anwendung von IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) wurden in Belarus € 31.158 Tausend (2012: € 33.995 Tausend) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos wird bei zwei Konzerneinheiten seit dem Berichtsjahr Cash-Flow Hedging angewendet.

Die erfolgsneutralen Bewertungsänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS-Bestand) resultieren aus Wertpapieren und Beteiligungen.

Die nachfolgenden Komponenten der Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend Neubewertungs
rücklage
Währungs
differenzen
Capital
Hedge
Hoch
inflation
Cash-Flow
Hedge
AfS
Rücklage
Latente
Steuern
Stand 1.1.2012 - 513 - 1.458.574 72.692 83.486 - 57 198.970 257.295
Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode - 5.747 150.303 225 29.827 - 1.245 15.670 - 1.705
In die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 - 163.045 40.761
Stand 31.12.2012 - 6.260 - 1.308.271 72.917 113.314 - 1.302 51.595 296.352
Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode 3.820 - 439.938 4.656 27.338 - 16.364 6.429 118
In die Erfolgsrechnung umgegliederte
Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 - 41.752 5.550
Stand 31.12.2013 - 2.440 - 1.748.209 77.573 140.652 - 17.666 16.271 302.020

Quartalsergebnisse

in € Tausend Q1/2013 Q2/2013 Q3/2013 Q4/2013
Zinsüberschuss 864.737 971.526 940.159 952.517
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 219.722 - 249.291 - 330.490 - 349.711
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 645.015 722.234 609.669 602.806
Provisionsüberschuss 374.609 410.770 417.202 423.587
Handelsergebnis 80.338 60.115 99.829 80.788
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 121.062 - 66.398 - 55.639 - 13.563
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 87.272 - 23.268 9.154 - 15.416
Verwaltungsaufwendungen - 787.928 - 828.941 - 812.848 - 909.789
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 20.903 - 58.331 - 38.146 - 30.035
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 6.487 19 6 - 3
Periodenüberschuss vor Steuern 250.854 216.201 229.227 138.375
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 76.883 - 78.839 - 79.938 3.949
Periodenüberschuss nach Steuern 173.971 137.362 149.289 142.324
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 17.267 - 17.426 - 14.871 3.953
Konzern-Periodenüberschuss 156.704 119.936 134.418 146.277
in € Tausend Q1/2012 Q2/2012 Q3/2012 Q4/2012
Zinsüberschuss 875.298 886.332 834.290 876.235
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 152.949 - 246.912 - 223.511 - 385.451
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 722.349 639.420 610.780 490.783
Provisionsüberschuss 345.880 374.759 399.746 396.014
Handelsergebnis 82.006 84.910 53.571 - 5.801
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 34.528 - 54.641 - 87.791 - 19.559
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 261.391 - 8.117 45.957 19.180
Verwaltungsaufwendungen1 - 753.229 - 764.448 - 818.415 - 922.011
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 7.951 - 27.818 - 16.036 - 50.231
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 65 - 1.514 27 13.690
Periodenüberschuss vor Steuern 684.908 242.551 187.840 - 77.935
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 - 110.939 - 82.855 - 32.408 - 59.168
Periodenüberschuss nach Steuern 573.969 159.696 155.431 - 137.103
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 32.827 108 - 13.922 24.340
Konzern-Periodenüberschuss 541.142 159.804 141.509 - 112.763

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Bilanz

Aktiva
in € Tausend Anhang 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Barreserve [14, 35] 6.674.226 6.556.723 1,8%
Forderungen an Kreditinstitute [15, 35, 53] 22.243.221 22.323.301 - 0,4%
Forderungen an Kunden [16, 35, 53] 80.634.618 83.343.269 - 3,2%
Kreditrisikovorsorgen [17, 35] - 5.605.475 - 5.641.897 - 0,6%
Handelsaktiva [18, 35, 53] 7.581.097 9.813.293 - 22,7%
Derivative Finanzinstrumente [19, 35, 53] 982.052 1.405.088 - 30,1%
Wertpapiere und Beteiligungen [20, 35, 53] 13.482.703 13.355.459 1,0%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [21, 35, 53] 5.035 4.935 2,0%
Immaterielle Vermögenswerte [22, 24, 35] 1.248.709 1.321.011 - 5,5%
Sachanlagen [23, 24, 35] 1.594.558 1.596.896 - 0,1%
Sonstige Aktiva [25, 35, 53] 1.799.069 2.037.945 - 11,7%
Aktiva gesamt 130.639.813 136.116.023 - 4,0%
Passiva
in € Tausend Anhang 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [26, 35, 53] 30.104.866 30.186.449 - 0,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [27, 35, 53] 66.436.636 66.297.151 0,2%
Verbriefte Verbindlichkeiten [28, 35, 53] 11.532.646 13.290.102 - 13,2%
Rückstellungen [29, 35, 53] 733.116 720.996 1,7%
Handelspassiva [30, 35, 53] 5.203.894 8.824.242 - 41,0%
Derivative Finanzinstrumente [31, 35, 53] 384.408 471.804 - 18,5%
Sonstige Passiva [32, 35, 53] 1.752.861 1.515.338 15,7%
Nachrangkapital [33, 35, 53] 4.127.589 3.937.049 4,8%
Eigenkapital [34, 35] 10.363.798 10.872.893 - 4,7%
Konzern-Eigenkapital1 9.321.638 9.424.058 - 1,1%
Konzern-Periodenüberschuss1 557.336 729.692 - 23,6%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 484.824 719.143 - 32,6%
Passiva gesamt 130.639.813 136.116.023 - 4,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

netes
Genussrechts
Kapital
Gewinn
Jahres
beherrschenden
Kapital
kapital
rücklagen
rücklagen
überschuss
Anteile
in € Tausend
Eigenkapital 1.1.2012
593.412
2.500.000
2.570.778
3.161.038
967.663
1.142.894
10.935.786
Effekte aus der rückwirkenden
Anwendung von IAS19R
0
0
0
-513
513
0
Eigenkapital 1.1.2012
593.412
2.500.000
2.570.778
3.160.525
968.176
1.142.894
10.935.786
Kapitaleinzahlungen
0
0
0
0
0
17.124
Gewinnthesaurierung
0
0
0
563.887
-563.887
0
Dividendenzahlungen
0
0
0
0
-404.289
-58.428
Gesamtergebnis1
0
0
0
65.051
729.692
43.567
Eigene Aktien/Share
Gesamt
0
17.124
0
-462.718
838.309
Incentive Program
1.179
0
3.247
0
0
0
4.426
Sonstige Veränderungen
0
0
0
-34.021
0
-426.013
-460.034
Eigenkapital 1.1.2013
594.591
2.500.000
2.574.025
3.755.442
729.692
719.143
10.872.893
Kapitaleinzahlungen
0
0
0
0
0
9.358
9.358
Gewinnthesaurierung
0
0
0
301.603
-301.603
0
0
Dividendenzahlungen
0
0
0
0
-428.089
-56.455
-484.543
Gesamtergebnis
0
0
0
-449.919
557.336
29.931
137.347
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0
0
1.057
0
0
0
1.057
Sonstige Veränderungen
0
0
0
44.840
0
-217.153
-172.313
Eigenkapital 31.12.2013
594.591
2.500.000
2.575.162
3.651.885
557.336
484.824
10.363.798

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Details zu den dargestellten Änderungen finden sich im Anhang in Punkt (34) Eigenkapital.

Die sonstigen Veränderungen im Eigenkapital sind überwiegend auf den Kauf eines Anteils von 25 Prozent an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, zurückzuführen. Im Vorjahr waren die sonstigen Veränderungen im Eigenkapital überwiegend auf die Käufe von Minderheitsanteilen zurückzuführen gewesen. Konkret waren dies ein Anteil von 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s., Prag, ein Anteil von 13 Prozent an der Tatra banka, a.s., Bratislava, ein Anteil von 30 Prozent an der Raiffeisen Bank Zrt., Budapest, ein Anteil von 12 Prozent an der Raiffeisen Banka d.d., Marburg sowie ein Anteil von 3 Prozent an der Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, Sarajewo.

Kapitalflussrechnung

in € Tausend 2013 2012
Jahresüberschuss nach Steuern 602.946 751.993
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash-Flow aus operativer
Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Zuschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen 484.022 453.334
Auflösung/Dotierung von Rückstellungen und Risikovorsorgen 1.449.536 1.111.417
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen - 38.015 - 13.667
Sonstige Anpassungen (per Saldo) 418.604 - 538.545
Zwischensumme 2.917.094 1.764.532
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um
zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden - 422.067 6.756.715
Handelsaktiva/Handelspassiva (per Saldo) - 1.638.922 - 219.196
Sonstige Aktiva/sonstige Passiva (per Saldo) - 1.073.170 913.512
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 2.967.245 - 11.628.799
Verbriefte Verbindlichkeiten - 1.744.247 - 1.553.069
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.005.932 - 3.966.306
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Finanzanlagen 1.990.337 2.346.923
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 64.193 88.240
Einzahlungen aus Endkonsolidierungen 7 0
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen - 1.729.381 - 1.537.465
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 450.457 - 531.140
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen 0 - 818.540
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 125.302 - 451.982
Kapitaleinzahlungen 9.358 17.124
Ein-/Auszahlungen nachrangiges Kapital 102.913 - 30.476
Dividendenzahlungen - 484.543 - 462.718
Veränderung im Kapital der nicht beherrschenden Anteile - 160.627 - 348.184
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 532.899 - 824.254
in € Tausend 2013 2012
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6.556.723 11.401.747
Kassenbestand aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 0 339.640
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.005.932 - 3.966.306
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 125.302 - 451.982
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 532.899 - 824.254
Effekte aus Wechselkursänderungen - 230.228 57.878
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 6.674.226 6.556.723
Zahlungsströme für Steuern, Zinsen und Dividenden 2013 2012
Erhaltene Zinsen 6.443.169 6.827.115
Erhaltene Dividenden 5.292 5.942
Gezahlte Zinsen - 2.249.357 - 3.019.206
Ertragsteuerzahlungen - 110.723 - 115.775

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres und teilt sich in die drei Bereiche:

  • Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
  • Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
  • Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Als Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie aus verbrieften Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zuund Abgänge aus Handelsaktiva und Handelspassiva, aus derivativen Finanzinstrumenten sowie aus sonstigen Aktiva und Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins-, Dividenden- und Steuerzahlungen werden gesondert dargestellt.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit zeigt die Zahlungszu- und -abflüsse für Wertpapiere und Beteiligungen, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Einzahlungen aus Endkonsolidierungen sowie Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Ein- und Auszahlungen beim Eigenkapital und beim nachrangigen Kapital. Dies betrifft v. a. Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen, Dividendenauszahlungen und Veränderungen des Nachrangkapitals.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, der sich aus dem Kassenbestand sowie täglich fälligen Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute. Diese werden der operativen Geschäftstätigkeit zugerechnet.

Segmentberichterstattung

Einteilung der Segmente

Grundlagen der Segmentierung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Die Märkte in Zentral- und Osteuropa werden dabei zu regionalen Segmenten zusammengefasst, in denen jeweils Länder mit vergleichbarem wirtschaftlichem Charakter und ähnlichen langfristigen Entwicklungserwartungen gebündelt werden. Die Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt.

Im Sinn größtmöglicher Transparenz und übersichtlicher Berichterstattung wurden unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte sieben Segmente definiert. Die Schwellenwerte liegen bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Ergebnis nach Steuern und Segmentvermögen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst mit den EU-Ländern Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa. Gleichzeitig sind es jene Märkte, in denen die RBI bereits am längsten tätig ist. In allen Ländern ist die RBI durch eine Bank, Leasinggesellschaften und andere spezialisierte Finanzinstitute vertreten. In Polen stehen neben dem Kreditgeschäft mit Firmenkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben (auch mittels Leasing und Factoring) auch das Retail Banking und das Geschäft mit vermögenden Privatkunden im Fokus. In der Slowakei ist die RBI ebenfalls in den Geschäftsbereichen Corporate und Retail Customers samt Leasing tätig, bei den Retail-Kunden setzt sie dabei auf eine Mehrmarkenstrategie. In Slowenien ist der Konzern mit Universalbankdienstleistungen sowie im Leasing vertreten, die Konzerneinheiten konzentrieren sich hier insbesondere auf das Geschäft mit lokalen Firmenkunden, eine Redimensionierung des Geschäftsumfangs ist im Gange. In der Tschechischen Republik wird neben dem klassischen Bankgeschäft mit Firmen- und Retail-Kunden auch Immobilienleasing angeboten. Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Beziehungen zu hochwertigen Bestandskunden. In Ungarn betreut der Konzern über ein dichtes Vertriebsnetz sowohl Privat- als auch Firmenkunden und ist zudem mit Leasinggesellschaften präsent. Darüber hinaus ist die RBI in der Slowakei und der Tschechischen Republik mit der Direktbank ZUNO vertreten.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, der Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien. In diesen Ländern ist die RBI mit Banken und Leasinggesellschaften sowie in einigen Märkten durch eigene Kapitalanlage- und Vermögensverwaltungsgesellschaften und Pensionsfonds vertreten. In Albanien und Bulgarien werden Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen angeboten. Auch im Kosovo ist die RBI mit einem umfassenden Produktangebot präsent. In Bosnien und Herzegowina liegt der Schwerpunkt auf Klein- und Mittelbetrieben, es werden aber auch Privatkunden mit einem breiten Produktangebot angesprochen. In Kroatien liegt der Fokus auf großen und mittleren Firmenkunden sowie Retail-Kunden (auch im Pensionsfondsgeschäft). In Rumänien wird über ein dichtes Filialnetz eine breite Palette an Finanzdienstleistungen angeboten. Ferner wird von Rumänien aus das Firmenkundengeschäft in Moldau gesteuert. Der serbische Markt wird durch eine Universalbank und eine Leasinggesellschaft betreut.

Russland

Die Raiffeisenbank ist eine der führenden ausländischen Banken des Landes und betreut sowohl Firmen- als auch Retail-Kunden. Über ihr landesweites Filialnetz offeriert sie zudem gezielt Produkte für gehobene Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe. Eine starke Stellung hat die RBI im Emissionsgeschäft. Das ebenfalls angebotene Leasinggeschäft rundet die Produktpalette ab. Das Segment ist aufgrund der Größe des Bankenmarkts sowie des hohen natürlichen und industriellen Potenzials von signifikanter Bedeutung für die RBI.

GUS Sonstige

Dieses Segment umfasst Belarus, Kasachstan und die Ukraine. In Belarus ist die RBI mit einer Bank und einer Leasinggesellschaft aktiv, während sie in Kasachstan nur im Leasinggeschäft vertreten ist. In der Ukraine ist die RBI mit einer Bank, einer Leasing- und einer Kartenabwicklungsgesellschaft präsent und bietet über ein dichtes lokales Vertriebsnetz die gesamte Palette der Finanzdienstleistungen an.

Group Corporates

Im Segment Group Corporates wird das Geschäft mit von Wien aus betreuten österreichischen und internationalen – vornehmlich westeuropäischen – Firmenkunden der RBI AG abgebildet, die im Profitcenter Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu ihnen zählen die größten Unternehmen Österreichs sowie multinationale Kunden. Weiters umfasst dieses Segment das im Profitcenter Network Corporate Customers & Support zusammengefasste Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen Kunden sowie multinationalen Kunden mit CEE-Bezug. In den genannten Profitcenters sind zudem die Ergebnisse aus dem Geschäft mit strukturierten Handelsfinanzierungen für Rohstoffhändler sowie jene aus Dokumentengeschäften, Projektfinanzierungen und diversen Kofinanzierungen enthalten. Das Firmenkundengeschäft in weiteren Ländern wird über ebenso in diesem Segment abgebildete Bankgeschäftsstellen in Singapur, China und Malaysia betrieben. Finanzierungsgesellschaften in den USA und Hong Kong, die mit ausgewählten Produkten auf Nischenkunden fokussiert sind, werden ebenfalls diesem Segment zugeordnet.

Group Markets

Das Segment Group Markets beinhaltet das kapitalmarktbezogene Kunden- und Eigengeschäft der RBI AG. Die Ergebnisse aus dem Handel mit Devisen-, Zins- und Wertpapierprodukten sowie mit strukturierten Produkten für Financial Institutions, aber auch das Eigengeschäft werden diesem Segment zugeordnet. Dasselbe gilt für die Eigenhandels- und Market-Maker-Aktivitäten in Wien sowie in den Filialen in Singapur, China und London. Die Ergebnisse aus dem Kundengeschäft, aus dem Vertrieb sämtlicher Bankprodukte und aus den Geschäftsbeziehungen zu Banken, institutionellen Kunden, Staaten und Kommunen zählen ebenfalls zu diesem Segment. Ferner werden hier die Ergebnisse der Raiffeisen Centrobank (Handel mit Eigenkapitalinstrumenten und Kapitalmarktfinanzierungen) und der Kathrein Privatbank abgebildet.

Corporate Center

Das Segment Corporate Center umfasst durch die Konzernzentrale erbrachte Dienstleistungen in diversen Bereichen, die der Umsetzung der gruppenweiten Strategie dienen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit diesem Segment zugeordnet sind. Daher beinhaltet das Segment folgende Bereiche: Liquiditätssteuerung und Bilanzstruktur-Management im Rahmen des Eigenhandels, Beteiligungsmanagement, Ergebnisse aus dem Bankgeschäft der Konzernzentrale zur Refinanzierung der Konzerneinheiten, das österreichische Abwicklungs- und Servicedienstleistungsgeschäft für Finanzdienstleister sowie die Ergebnisse der Holding- und sonstiger Gesellschaften außerhalb des Finanzdienstleistungsbereichs, die nicht unmittelbar einem Segment zugeordnet sind.

Bemessung von Segmentergebnissen

Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 zeigt die Segmentergebnisse auf Basis der internen Management-Berichterstattung, ergänzt um eine Überleitung der Segmentergebnisse auf den Konzernabschluss. Die Management-Berichterstattung bei der RBI beruht grundsätzlich auf IFRS. Es bestehen somit keine Unterschiede zwischen den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden, die in der Segmentberichterstattung Anwendung finden, und jenen, die dem Konzernabschluss zugrunde liegen.

Die Steuerung der einzelnen Segmente erfolgt anhand einer Reihe von Schlüsselindikatoren, die sich aus den Parametern Rentabilität, Wachstum, Effizienz, beschränkende Rahmenbedingungen und Geschäftszusammensetzung (Business Mix) ergeben. Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren werden je nach Marktumfeld festgelegt und bei Bedarf adaptiert.

Der Erfolg einer Steuerungseinheit wird wie folgt berechnet:

Rentabilität (Profitability)

Die Rentabilität wird im Rahmen des internen Managementsystems mithilfe des Return on Equity (ROE) sowie des Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) gemessen. Der ROE zeigt die Rentabilität einer Steuerungseinheit und errechnet sich aus dem Verhältnis des Jahresüberschusses nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile zum durchschnittlich eingesetzten Konzern-Eigenkapital. Er gibt die Verzinsung des im Segment eingesetzten Kapitals an. In die Kalkulation des RORAC fließt das risikoadjustierte Kapital ein, das den Bedarf an Eigenmitteln bezeichnet, den die Bank für mögliche unerwartete Verluste vorhalten muss. In der RBI wird dieser Kapitalbedarf im Rahmen des ökonomischen Kapitalmodells für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken ermittelt. Diese Kennzahl zeigt die Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (ökonomisches Kapital), stellt aber keine Messgröße nach IFRS dar. Bei den einzelnen Ländern und Geschäftsfeldern wird dabei der tatsächlich erwirtschaftete RORAC mit einem jeweils vorgegebenen Mindestwert für den RORAC (Hurdle) verglichen, der die marktadäquaten Renditeerwartungen reflektiert.

Wachstum (Growth)

Das Wachstum ist eine wichtige Größe, für die im Rahmen des Risikomanagements den einzelnen Segmenten gewisse Grenzen gesetzt werden. Dazu werden die Wachstumsraten für den Jahresüberschuss nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile sowie für die Betriebserträge herangezogen. Die Diversifikation des Ergebnisses ist dabei ein wesentlicher Faktor für dessen Qualität und die Übereinstimmung mit den strategischen Zielen.

Effizienz (Efficiency)

Die Cost/Income Ratio zeigt die Kosteneffizienz der Segmente. Sie errechnet sich als Quotient aus den Verwaltungsaufwendungen einerseits und den Betriebserträgen, also der Summe aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und sonstigem betrieblichem Ergebnis (abzüglich Bankabgaben und Wertminderungen von Firmenwerten), andererseits.

Beschränkende Rahmenbedingungen (Constraints)

Im Rahmen des Basel-II-Regelwerks sind bestimmte Rahmenbedingungen zu beachten. Das Verhältnis des Core-Tier-1-Kapitals zu den risikogewichteten Aktiva (Core Tier 1 Ratio) ist ein wichtiger Indikator dafür, ob die Kapitalunterlegung für das Geschäftsvolumen ausreicht. Branchenspezifika führen zu unterschiedlichen Risikogewichtungen bei der Berechnung der Risikoaktiva nach österreichischem BWG (beruhend auf Basel II). Diese sind für die Berechnung des regulatorischen Mindest-Eigenmittelerfordernisses ausschlaggebend. Darüber hinaus wird intern auch die effiziente Nutzung des verfügbaren Kapitals errechnet, indem der tatsächliche Verbrauch ins Verhältnis zum theoretisch zur Verfügung stehenden Risikodeckungskapital gesetzt wird. Ebenfalls begrenzend wirken die langfristigen Liquiditätskennzahlen, die in Übereinstimmung mit den regulatorischen Bestimmungen definiert werden. Die Performance wird auch durch die Risk/Revenue Ratio bestimmt.

Geschäftszusammensetzung (Business Mix)

Die folgenden Steuerungsgrößen sind zur Wahrung einer sinnvollen und nachhaltigen Geschäftsstruktur relevant. Dabei ist die Zusammensetzung des Ergebnisses sowie der zugrunde liegenden Bestandsgrößen von großer Bedeutung: Die Struktur der Primärrefinanzierungsbasis für Kundenkredite wird anhand der Loan/Deposit Ratio ermittelt, bei der die Kundenkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen (jeweils abzüglich der Ansprüche und Verpflichtungen aus (Reverse-)Repogeschäften und Wertpapierleihen) gesetzt werden. Ebenfalls relevant ist der Anteil des Ergebnisses aus dem Kerngeschäft. Die Nettozinsspanne wird dabei auf Basis der durchschnittlichen zinstragenden Aktiva berechnet. Auch der Anteil des Provisionsgeschäfts an den Betriebserträgen ist eine Steuerungsgröße, die unter die Zielvorgaben für den Business Mix fällt.

Basis für die Segmentberichterstattung ist die Erfolgsrechnung, wobei sich die Darstellung an der intern verwendeten Reporting-Struktur orientiert. Erträge und Aufwendungen werden dem Land bzw. Geschäftsfeld zugeordnet, in dem der Ertrag generiert wird. Operative Ertragspositionen sind der Zinsüberschuss, der Provisionsüberschuss, das Handelsergebnis sowie das sonstige betriebliche Ergebnis. Unter den übrigen Ergebnissen werden das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das Ergebnis aus derivativen Instrumenten und Verbindlichkeiten, das Ergebnis aus Endkonsolidierungen, die Bankenabgaben sowie die Wertminderungen von Firmenwerten zusammengefasst. Das Segmentergebnis wird bis zum Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile gezeigt. Das Segmentvermögen wird durch die Bilanzsumme sowie die risikogewichteten Aktiva dargestellt. In den Verbindlichkeiten werden alle Posten der Passivseite mit Ausnahme des Eigenkapitals zusammengefasst. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen. Die Erfolgsrechnung wird schließlich um die zur Bewertung der Ergebnisse branchenüblichen Finanzkennzahlen ergänzt. Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden großteils den Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen, die auch für die Erstellung des Konzernabschlusses herangezogen werden. In einigen Einheiten werden Profitcenter-Ergebnisse aus der internen Management-Erfolgsrechnung verwendet.

Geschäftsjahr 2013 Group
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 1.067.800 861.626 722.483 422.130 478.246
Provisionsüberschuss 546.169 348.047 308.458 210.208 159.366
Handelsergebnis 28.304 52.877 155.728 11.724 - 16.345
Sonstiges betriebliches Ergebnis 14.482 22.409 - 333 - 5.937 350
Betriebserträge 1.656.754 1.284.959 1.186.336 638.124 621.616
Verwaltungsaufwendungen - 1.098.363 - 698.235 - 552.475 - 357.619 - 190.937
Betriebsergebnis 558.392 586.724 633.861 280.506 430.679
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 403.173 - 325.856 - 48.093 - 107.605 - 257.999
Übrige Ergebnisse - 89.941 16.341 29.012 43.972 1.082
Jahresüberschuss vor Steuern 65.278 277.209 614.779 216.873 173.761
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 58.268 - 29.172 - 146.061 - 47.017 - 35.731
Jahresüberschuss nach Steuern 7.009 248.037 468.718 169.856 138.030
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 28.075 - 501 - 1.600 - 11.882 - 119
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile - 21.065 247.536 467.118 157.974 137.912
Anteil am Ergebnis vor Steuern 4,9% 20,6% 45,8% 16,1% 12,9%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 20.931.754 12.471.469 9.239.444 5.041.647 12.935.643
Risikoaktiva (gesamt) 24.400.322 15.097.090 11.535.903 6.175.326 13.845.713
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.952.026 1.207.767 922.872 494.026 1.107.657
Aktiva 38.420.813 21.159.716 15.554.626 5.809.218 20.812.276
Verbindlichkeiten 34.777.889 18.163.455 13.194.456 4.657.409 13.556.708
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,92% 4,37% 4,80% 7,60% 2,34%
NPL Ratio 12,2% 13,9% 4,8% 24,4% 6,7%
NPL Coverage Ratio 64,3% 62,9% 77,8% 72,2% 47,0%
Cost/Income Ratio 66,3% 54,3% 46,6% 56,0% 30,7%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,37% 2,28% 0,48% 2,29% 1,27%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.233.249 2.018.441 1.590.186 831.210 1.802.980
Return on Equity vor Steuern 2,0% 13,7% 38,7% 26,1% 9,6%
Geschäftsstellen 802 1.115 195 899 9
Geschäftsjahr 2013
in € Tausend
Group Markets Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 148.435 664.857 - 636.638 3.728.939
Provisionsüberschuss 121.059 - 39.937 - 27.201 1.626.167
Handelsergebnis 83.768 9.585 - 4.570 321.071
Sonstiges betriebliches Ergebnis 22.041 139.443 - 139.851 52.604
Betriebserträge 375.303 773.948 - 808.260 5.728.780
Verwaltungsaufwendungen - 252.695 - 329.096 139.915 - 3.339.506
Betriebsergebnis 122.608 444.851 - 668.345 2.389.275
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 15.418 5.626 3.304 - 1.149.215
Übrige Ergebnisse 18.096 - 579.996 156.032 - 405.402
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 125.286 - 129.519 - 509.010 834.657
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 23.120 108.180 - 522 - 231.711
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 102.165 - 21.339 - 509.531 602.946
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 3 - 11.307 7.876 - 45.611
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 102.163 - 32.646 - 501.656 557.336
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,3% - 9,6% 100,00%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.920.473 15.630.928 - 14.837.194 65.334.163
Risikoaktiva (gesamt) 5.613.634 16.670.488 - 13.441.951 79.896.525
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 449.091 1.333.639 - 1.075.356 6.391.722
Aktiva 20.271.054 34.716.289 - 26.104.179 130.639.813
Verbindlichkeiten 18.687.417 29.687.473 - 12.448.793 120.276.015
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,74% 3,11%
NPL Ratio 7,5% 10,7%
NPL Coverage Ratio 90,9% 63,1%
Cost/Income Ratio 67,3% 42,52% 58,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,47% 1,39%
Durchschnittliches Eigenkapital 662.071 2.286.752 - 1.754.291 10.670.599
Return on Equity vor Steuern 18,9% 7,8%
Geschäftsstellen 4 1 3.025
Geschäftsjahr 2012
in € Tausend
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group
Corporates
Zinsüberschuss 1.042.943 868.654 748.680 417.516 404.041
Provisionsüberschuss 495.784 319.479 285.134 209.070 162.766
Handelsergebnis 7.886 53.118 69.313 - 19.443 16.301
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 35.462 39.716 - 4.857 - 5.165 11.526
Betriebserträge 1.582.076 1.280.968 1.098.270 601.978 594.633
Verwaltungsaufwendungen2 - 1.036.923 - 701.646 - 510.969 - 383.965 - 177.105
Betriebsergebnis 545.153 579.321 587.301 218.013 417.529
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 517.220 - 287.406 15.946 - 88.690 - 113.060
Übrige Ergebnisse3 25.060 10.779 - 4.720 - 21.286 14.440
Jahresüberschuss vor Steuern 52.993 302.694 598.527 108.036 318.909
Steuern vom Einkommen und Ertrag2 - 67.654 - 35.936 - 125.664 - 47.163 - 71.583
Jahresüberschuss nach Steuern - 14.662 266.758 472.863 60.873 247.326
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1.888 - 15.534 - 5.030 - 6.322 113
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile - 12.774 251.224 467.833 54.551 247.439
Anteil am Ergebnis vor Steuern 4,3% 24,4% 48,3% 8,7% 25,7%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.957.834 13.168.811 10.242.994 5.148.027 13.151.235
Risikoaktiva (gesamt) 25.559.089 15.868.150 12.231.336 6.289.652 13.955.940
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.044.727 1.269.452 978.507 503.172 1.116.475
Aktiva 40.787.143 21.345.864 15.635.307 6.323.791 18.996.626
Verbindlichkeiten 37.075.827 18.408.609 13.175.285 5.274.843 13.190.568
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,85% 4,21% 5,29% 7,12% 1,93%
NPL Ratio 11,5% 12,5% 5,0% 28,2% 4,8%
NPL Coverage Ratio 64,0% 62,0% 100,0% 70,2% 60,7%
Cost/Income Ratio 65,5% 54,8% 46,5% 63,8% 29,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,82% 1,93% - 0,17% 1,83% 0,56%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.038.238 2.059.432 1.528.228 791.263 1.769.808
Return on Equity vor Steuern 1,7% 14,7% 39,2% 13,7% 18,0%
Geschäftsstellen 853 1.129 186 926 8

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

2 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

3 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Geschäftsjahr 2012
in € Tausend
Group Markets Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 159.068 500.819 - 669.567 3.472.155
Provisionsüberschuss 105.196 - 41.607 - 19.423 1.516.399
Handelsergebnis 78.336 - 36.195 45.369 214.686
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 13.859 146.352 - 143.363 93.530
Betriebserträge 356.460 569.370 - 786.985 5.296.769
Verwaltungsaufwendungen2 - 256.400 - 328.274 137.179 - 3.258.103
Betriebsergebnis 100.060 241.096 - 649.806 2.038.666
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 17.773 - 619 0 - 1.008.823
Übrige Ergebnisse3 176.112 - 639.957 1.476.935 1.037.363
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 258.399 - 399.481 - 202.714 1.037.363
Steuern vom Einkommen und Ertrag2 - 67.881 131.948 - 1.437 - 285.370
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 190.518 - 267.533 - 204.151 751.993
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 527 - 108 3.219 - 22.301
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 189.991 - 267.641 - 200.932 729.692
Anteil am Ergebnis vor Steuern 20,8% - 32,2% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.323.153 18.957.029 - 17.812.695 68.136.388
Risikoaktiva (gesamt) 4.617.176 19.565.090 - 15.264.869 82.821.563
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 369.374 1.565.207 - 1.221.190 6.625.725
Aktiva 20.242.597 47.341.360 - 34.556.664 136.116.023
Verbindlichkeiten 25.569.822 31.161.090 - 18.612.913 125.243.130
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,85% 2,66%
NPL Ratio 4,1% 9,8%
NPL Coverage Ratio 90,3% 67,0%
Cost/Income Ratio 71,9% 57,7% 61,5%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,38% 0,0% 1,21%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.051.151 2.402.946 - 1.954.788 10.686.278
Return on Equity vor Steuern 24,6% 9,7%
Geschäftsstellen 3 1 3.106

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

2 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

3 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Anhang

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Unternehmen

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ist beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch unter FN 122.119m registriert. Die Firmenanschrift lautet Am Stadtpark 9, 1030 Wien. Der Konzernabschluss wird gemäß den österreichischen Veröffentlichungsregelungen beim Firmenbuchgericht hinterlegt und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Die RBI steht mehrheitlich in indirektem Besitz der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH und geht damit in deren Konzernabschluss ein. Das übergeordnete Kreditinstitut ist die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, in deren Konzernverbund die RBI ebenfalls enthalten ist.

Die RBI ist eine Universalbank mit Fokus auf Firmen- und Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie ausschließlich auf Firmenkunden in Österreich. In CEE verfügt die RBI über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen mit insgesamt 3.025 Geschäftsstellen. In Österreich konzentriert sich die RBI auf die Top-1.000-Firmenkunden und ist eine der bedeutendsten Corporate-Finance- sowie Export- und Handelsfinanzierungsbanken des Landes. Weitere Tätigkeitsbereiche sind das Cash- und das Asset Management sowie das Treasury und das Investment Banking. Als hochspezialisierter Financial Engineer ist die RBI in Österreich auf die Betreuung in- und ausländischer Großkunden, multinationaler Unternehmen und Finanzdienstleister ausgerichtet. In den Weltfinanzzentren und in Asien ist sie mit Filialen, Tochterunternehmen und Repräsentanzen selektiv im Geschäft mit Firmenkunden und Finanzinstitutionen tätig.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 11. März 2014 vom Vorstand unterzeichnet und anschließend an den Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

Grundsätze der Erstellung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 und die Vergleichswerte für das Geschäftsjahr 2012 wurden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit sie auf Basis der IAS-Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommen wurden, aufgestellt. Die bereits anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) sind berücksichtigt. Alle Standards, die vom IASB als für den Jahresabschluss 2013 anzuwendende International Accounting Standards veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, wurden angewendet. Weiters erfüllt der Konzernabschluss die Voraussetzungen des § 245a UGB und des § 59a BWG über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. IAS 20, IAS 31, IAS 41 und IFRS 6 wurden nicht berücksichtigt, weil für den Konzern keine entsprechenden Geschäftsfälle vorlagen.

Die Grundlage für den Konzernabschluss bilden die auf Basis der IFRS-Bestimmungen nach konzerneinheitlichen Standards erstellten Berichtspakete aller vollkonsolidierten Unternehmen. Mit Ausnahme von drei Tochtergesellschaften, die ihren Bilanzstichtag am 30. Juni haben und daher mit ihrem Zwischenabschluss einbezogen werden, erstellen alle Tochtergesellschaften ihre Jahresabschlüsse per 31. Dezember. Die abweichenden Bilanzstichtage haben ausschüttungspolitische Gründe bzw. sind durch die Saisonalität der Geschäftstätigkeit gegeben. Die Zahlen im vorliegenden Abschluss sind in € Tausend angegeben. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Ein Vermögenswert wird in der Bilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und wenn seine Anschaffungsoder Herstellungskosten oder ein anderer Wert verlässlich bewertet werden können. Eine Schuld wird in der Bilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen enthalten, und wenn deren Erfüllungsbetrag verlässlich bewertet werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es unter Einhaltung der Bedingungen des IAS 18 wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

IFRS 1 (Darlehen der öffentlichen Hand; Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

Mit der Änderung des IFRS 1 soll klargestellt werden, dass Darlehen der Öffentlichen Hand künftig von der grundsätzlich retrospektiven Anwendung der IFRS beim Übergang auf IFRS ausgenommen sind. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRS 7 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden; Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

Die Änderungen am IFRS 7 verlangen für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag oder einer entsprechenden Vereinbarung. Außer den zusätzlichen Angaben in Punkt (41) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden hat die Anwendung von IFRS 7 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts; Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 (Fair Value Measurement), der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bis dahin in den einzelnen IFRS enthalten waren, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. Der Anwendungsbereich des IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Posten. IFRS 13 gelangt – mit gewissen Ausnahmen – immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. wenn Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. IFRS 13 ist prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Die Übergangsvorschriften sehen vor, dass die Angabepflichten nicht auf Vergleichsinformationen angewendet werden müssen, die für Perioden vor der erstmaligen Anwendung dieses Standards bereitgestellt werden. Wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung für die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden der RBI bestehen nicht, Änderungen ergeben sich jedoch insbesondere im Anhang. So müssen die Informationen zu den Marktwerten der Finanzinstrumente sowie zur Kategorisierung von Finanzinstrumenten, die bisher nur mit dem Jahresabschluss anzugeben waren, nun auch unterjährig erfolgen. Diese quantitativen Angaben sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt.

IAS 1 (Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses; Inkrafttreten 1. Juli 2012)

Durch die Änderungen an IAS 1 wird eine neue Terminologie für die vormals als Gesamtergebnisrechnung bezeichnete Ergebnisrechnung eingeführt. Demnach wurde der Begriff der Gesamtergebnisrechnung durch "Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis" ersetzt. Dies ist jedoch nicht verpflichtend. Die neue Terminologie wurde nicht übernommen.

Der geänderte IAS 1 behält die Möglichkeit zum Ausweis der Gewinn- und Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses in einer Ergebnisrechnung oder in zwei direkt aufeinander folgenden Ergebnisrechnungen bei. Gleichwohl verlangen die Änderungen an IAS 1 die Gruppierung der Posten des sonstigen Ergebnisses in zwei Kategorien:

(a) Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, und

(b) Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind.

Den Posten des sonstigen Ergebnisses sind die auf diese entfallenden Ertragsteuern zuzuordnen. Dies schließt die Möglichkeit der Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern indes nicht aus. Die Änderungen wurden vom Konzern rückwirkend angewendet und die Posten des sonstigen Ergebnisses entsprechend angepasst. Abgesehen von den Darstellungsänderungen ergeben sich aus der Anwendung des geänderten IAS 1 keine weiteren Konsequenzen für die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung.

IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer; Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

Im Berichtsjahr wird im Konzern IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer, überarbeitet 2011, IAS 19R) erstmals rückwirkend angewendet. Die bedeutendste Neuerung von IAS 19 bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Die Neuregelung erfordert die sofortige Erfassung von Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Durch die Abschaffung der Korridormethode werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Da die RBI die Korridormethode in den Vorperioden nicht angewendet hat, kommt es zu keinen wesentlichen Anpassungen. Die Auswirkungen aufgrund der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R sind einerseits in der Eröffnungsbilanz der Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 1. Jänner 2012 und andererseits in der Überleitung zum Gesamtergebnis ersichtlich. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Zusätzlich gibt IAS 19R Änderungen in der Darstellung der leistungsorientierten Kosten vor und verlangt weiter reichende Angaben. Diese sind im Punkt (29) Rückstellungen dargestellt.

Auswirkungen aufgrund der Anwendung von IAS 19R:

Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IAS 19R auf das Gesamtergebnis 2012:

in € Tausend 2012
Erfolgsrechnung
Verwaltungsaufwendungen 5.747
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1.437
Jahresüberschuss nach Steuern 4.310
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0
Konzern-Jahresüberschuss 4.310
Überleitung zum Gesamtergebnis
Neubewertung von Pensions- und Abfertigungenverpflichtungen - 5.747
Latente Steuern 1.437
Gesamtergebnis 0

Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IAS 19R auf die Bilanz 2012:

in € Tausend 2012
Konzern-Jahresüberschuss 4.310
Gewinnrücklagen - 4.310

Auswirkungen auf das Gesamtergebnis 2013, wenn IAS 19R nicht angewendet worden wäre:

in € Tausend 2013
Erfolgsrechnung
Verwaltungsaufwendungen 3.820
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 958
Jahresüberschuss nach Steuern 2.862
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0
Konzern-Jahresüberschuss 2.862
Überleitung zum Gesamtergebnis
Neubewertung von Pensions- und Abfertigungenverpflichtungen 3.820
Latente Steuern - 958
Gesamtergebnis 0

Auswirkungen der retrospektiven Anwendung von IAS 19R auf die Bilanz 2013:

in € Tausend 2013
Konzern-Jahresüberschuss - 2.862
Gewinnrücklagen 2.862

Die Auswirkungen der Anwendung von IAS 19R auf das Ergebnis je Aktie beträgt € 0,01 pro Aktie (2012: € 0,02 pro Aktie).

IFRIC 20 (Abraumbeseitigungskosten in der Produktionsphase einer Tagbaumine; Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

IFRIC 20 bezieht sich auf Abraumbeseitigungskosten, die während der Förderphase einer über Tagbau erschlossenen Mine entstehen. Nach der Interpretation werden die Kosten der Entsorgung (Abraumaktivität), die einen verbesserten Zugang zu Erzen verschafft, als langfristige Vermögenswerte erfasst, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Demgegenüber sind laufende Entsorgungskosten nach Maßgabe des IAS 2 zu erfassen. Der Vermögenswert aus der Abraumaktivität wird als Mehrung oder Verbesserung eines bestehenden Vermögenswerts verstanden und als materiell oder immateriell klassifiziert, je nach der Natur des Vermögenswerts, dessen Nutzen durch die Abraumaktivität gesteigert wird. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011 (Inkrafttreten 1. Jänner 2013)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen (EU Endorsement ist bereits erfolgt)

Von der vorzeitigen Anwendung der nachstehenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die zwar verabschiedet sind, deren Anwendung aber noch nicht verpflichtend ist, wurde abgesehen.

IAS 27 (Separate Abschlüsse; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Nach der Überarbeitung wird nur jener Teil des IAS 27 beibehalten, der für separate Abschlüsse erforderlich ist. Aus der Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 27 werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

In den überarbeiteten IAS 28 sind nunmehr auch die Gemeinschaftsunternehmen aufgenommen worden, da nach IFRS 11 die Equity-Methode die einzig zulässige Methode ist, Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss zu inkludieren. Aus der Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 28 werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IAS 32 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Die Änderungen am IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutung der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar. Aus der Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 32 werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 10 (Konzernabschlüsse; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 10 ersetzt die Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse). Auch SIC-12 (Konsolidierung – Zweckgesellschaften) wird durch IFRS 10 ersetzt. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: (a) Ein Unternehmen muss beherrschenden Einfluss über das Beteiligungsunternehmen ausüben können, (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und (c) es muss die Renditen aufgrund seiner "Einflussfülle" der Höhe nach beeinflussen können. Weiterhin enthält der Standard umfangreiche Leitlinien zur Umsetzung komplexer Sachverhalte. Die RBI geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 10 den Konsolidierungskreis nicht wesentlich beeinflussen wird.

IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 11 ersetzt IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) sowie SIC-13 (Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen). IFRS 11 regelt die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich Führung über eine gemeinsame Geschäftstätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen ausüben. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte wird im Gegensatz zu IAS 31 in IFRS 11 nicht mehr separat adressiert; hier kommen die Regelungen für gemeinsame Geschäftstätigkeit zur Anwendung. Die Klassifizierung einer Vereinbarung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zukommen. Ferner muss nach IFRS 11 für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen die Equity-Methode angewendet werden, während nach IAS 31 für gemeinschaftlich geführte Unternehmen entweder die Quotenkonsolidierung oder die Equity-Methode zulässig ist. Die RBI geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 11 den Konzernabschluss nicht beeinflussen wird.

IFRS 12 (Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 12 ist ein Standard zu Angaben im Anhang. Er ist anwendbar auf Unternehmen, die an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen), assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten beteiligt sind. Grundsätzlich gehen die in IFRS 12 geforderten Angaben deutlich weiter als jene nach den derzeit gültigen Standards. Die RBI geht davon aus, dass die künftige Anwendung des IFRS 12 den Konzernabschluss nicht beeinflussen wird.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IAS 27 (Investmentgesellschaften; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Durch diese Änderungen wird in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 (Konzernabschlüsse) eine Ausnahme gewährt. Diese gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt (dies trifft z. B. auf bestimmte Investmentfonds zu). Solche Unternehmen würden ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften stattdessen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 (Finanzinstrumente) oder IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) bewerten. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 (Klarstellung der Übergangsleitlinien; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Mit diesen Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit den Angaben im Anhang zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen.

Änderungen an IAS 36 (Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Die Änderungen stellen eine Korrektur von Vorschriften zu Angaben dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabe nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen aber aus. Die RBI geht davon aus, dass die Änderungen außer im Einzelfall möglicher zusätzlicher Angaben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Änderungen an IAS 39 (Novation von außerbörslichen Derivaten und Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit der Zentralkontrahent jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf das Hedge Accounting als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei. Die RBI geht davon aus, dass die Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen (EU Endorsement ist noch nicht erfolgt)

IFRS 9 (Finanzinstrumente)

Der im November 2009 veröffentlichte IFRS 9 (Finanzinstrumente) beinhaltet neue Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen für finanzielle Vermögenswerte. Die im Oktober 2010 erstellte geänderte Fassung des IFRS 9 umfasst zusätzlich Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zu deren Ausbuchung. IFRS 9 formuliert folgende zentrale Anforderungen:

Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

IFRS 9 enthält auch ein später nicht mehr revidierbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines (nicht zu Handelszwecken gehaltenen) Eigenkapitalinstruments im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen. Im Hinblick auf die Bewertung (als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierter) finanzieller Verbindlichkeiten verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Erfassung dieser Änderungen im sonstigen Ergebnis zur Entstehung oder Vergrößerung einer Rechnungslegungsanomalie im Rahmen der bzw. im Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung führen würde. Die aufgrund

der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. Die RBI geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns wesentlich beeinflussen könnte. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

Ein Datum des Inkrafttretens ist in der veröffentlichten Fassung des IFRS 9 nicht mehr enthalten, da die Fertigstellung der noch offenen Projektphasen abgewartet wird. Im Februar 2014 hat das IASB entschieden, dass der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 am 1. Jänner 2018 liegen wird.

IAS 19R (Arbeitnehmerbeiträge; Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich auf die Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, zu Dienstleistungsperioden beziehen. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRIC 21 (Abgaben; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgaben). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die RBI geht davon aus, dass IFRIC 21 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2010–2012 (Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2010–2012 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2011–2013 (Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2011–2013 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Änderungen von Schätzungen werden, sofern sie nur eine Periode betreffen, nur in dieser berücksichtigt. Falls auch nachfolgende Berichtsperioden betroffen sind, werden die Änderungen in der aktuellen und den folgenden Perioden berücksichtigt. Die wesentlichsten Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen betreffen:

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Zu jedem Bilanzstichtag werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit überprüft, um festzustellen, ob Wertminderungen erfolgswirksam zu erfassen sind. Insbesondere wird beurteilt, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung aufgrund eines nach dem erstmaligen Ansatz eingetretenen Verlustereignisses bestehen. Darüber hinaus ist es im Rahmen der Bestimmung des Wertminderungsaufwands erforderlich, Höhe und Zeitpunkt zukünftiger Zahlungsströme zu schätzen. Eine ausführliche Beschreibung und Entwicklung der Risikovorsorgen findet sich im Anhang unter Punkt (42) Risiko von Finanzinstrumenten im Abschnitt Kreditrisiko.

Fair Value von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (z. B. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Ist der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv, wird der Fair Value anhand einer Bewertungsmethode oder eines Preismodells ermittelt. Generell werden für Bewertungsmethoden Schätzungen herangezogen, deren Ausmaß von der Komplexität des Instruments und der Verfügbarkeit marktbasierter Daten abhängt. Die Input-Parameter für diese Modelle werden so weit wie möglich von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Unter Umständen sind Bewertungsanpassungen notwendig, um weiteren Faktoren wie Modellrisiken, Liquiditätsrisiken oder Kreditrisiken Rechnung zu tragen. Die Beschreibung der Bewertungsmodelle findet sich im Abschnitt "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" des Anhangs. Zusätzlich werden die Fair Values von Finanzinstrumenten unter Punkt (44) Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden, und die Fair-Value-Hierarchie unter Punkt (45) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden, dargestellt.

Aktive Latente Steuern

Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, mit denen diese steuerlichen Verlustvorträge, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können. Diese Bewertung erfordert in maßgeblichem Umfang Beurteilungen und Einschätzungen seitens des Managements. Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Steuerkapazität und Profitabilität sowie gegebenenfalls Informationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Geschäftspläne einschließlich einer Prüfung der Vortragsfähigkeit steuerlicher Verlustvorträge.

Der Ausweis der latenten Steuern wird in der Erfolgsrechnung und in der Bilanz nicht gesondert vorgenommen. Details sind im Gesamtergebnis und im Anhang unter Punkt (11) Steuern vom Einkommen und Ertrag, Punkt (25) Sonstige Aktiva und Punkt (29) Rückstellungen dargestellt.

Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Die Kosten des leistungsorientierten Pensionsplans werden mittels versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die versicherungsmathematische Bewertung basiert auf Annahmen zu Diskontierungszinssätzen, erwarteten Renditen von Vermögenswerten, künftigen Gehaltsentwicklungen, Sterblichkeit und künftigen Pensionsanhebungen. Der Zinssatz, der für die Abzinsung der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns herangezogen wird, wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen auf dem Markt erzielt werden. Eine erhebliche Ermessensentscheidung ist hier bei der Festlegung der Kriterien notwendig, nach denen die Unternehmensanleihen ausgesucht werden, die die Grundgesamtheit bilden, aus der die Renditekurve abgeleitet wird. Die wesentlichen Kriterien bei der Auswahl dieser Unternehmensanleihen beinhalten das Ausgabevolumen der Anleihen, die Qualität der Anleihen und die Identifizierung von Ausreißern, die nicht berücksichtigt werden. Für die Bestimmung des Rechnungszinssatzes wird auf die Zinsempfehlung von Mercer zurückgegriffen. Annahmen und Schätzungen, die für die Berechnung langfristiger Personalverpflichtungen angewendet werden, sind im Abschnitt "Verpflichtungen für Pensionen und aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses" beschrieben. Quantitative Angaben zu langfristigen Personalrückstellungen finden sich unter Punkt (29) Rückstellungen.

Werthaltigkeit von nicht finanziellen Vermögenswerten

Bestimmte nicht finanzielle Vermögenswerte, z. B. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte, unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. Eine solche Überprüfung erfolgt häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen – etwa eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas – darauf hindeuten, dass bei den Vermögenswerten eine Wertminderung vorliegen könnte. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung erfordert Schätzungen und Beurteilungen vonseiten des Managements. Da durch Änderungen in den zugrunde liegenden Bedingungen und Annahmen erhebliche Unterschiede zu den bilanzierten Werten auftreten können, werden derartige Einschätzungen als wesentlich erachtet. Die Beschreibung der Werthaltigkeitsprüfung wird im Abschnitt "Unternehmenserwerb" dargelegt. Zusätzlich werden die Buchwerte der Firmenwerte im Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, bei denen die RBI AG direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Anteile hält oder auf deren Geschäfts- bzw. Finanzpolitik sie einen beherrschenden Einfluss ausübt, werden vollkonsolidiert. Diese Tochtergesellschaften werden grundsätzlich ab dem Tag in den Konsolidierungskreis einbezogen, an dem die RBI AG die faktische Kontrolle erlangt, und scheiden ab dem Zeitpunkt, ab dem die Bank nicht länger einen beherrschenden Einfluss ausübt, aus dem Konsolidierungskreis aus. Beherrschung liegt vor, wenn die im IAS 27 aufgezählten Beherrschungselemente vorliegen und die RBI somit als Muttergesellschaft die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik eines verbundenen Unternehmens zu beeinflussen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Der Konzern überprüft zumindest zu jedem Quartalsabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns. Bei Tochterunternehmen mit abweichenden Bilanzstichtagen liegen der Konsolidierung Zwischenabschlüsse zugrunde. Die Ergebnisse der im Lauf des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt an oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Erfolgsrechnung erfasst.

Zweckgesellschaften, die aus wirtschaftlicher Sicht beherrscht werden, werden gemäß SIC-12 vollkonsolidiert. Um festzustellen, ob eine Zweckgesellschaft aus wirtschaftlicher Sicht beherrscht wird, ist eine Reihe von Faktoren zu prüfen. Dies beinhaltet eine Untersuchung, ob die Aktivitäten der Zweckgesellschaft zugunsten des Konzerns entsprechend seinen spezifischen Geschäftsbedürfnissen durchgeführt werden, sodass dieser aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft Nutzen zieht; ob der Konzern über die Entscheidungsmacht zur Erzielung der Mehrheit des Nutzens verfügt; ob der Konzern tatsächlich die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zieht oder ob der Konzern die Mehrheit der mit den Vermögenswerten verbundenen Residual- oder Eigentumsrisiken behält, um Nutzen aus ihrer Geschäftstätigkeit zu ziehen.

Werden im Zuge der Folgekonsolidierung bei bereits bestehender Beherrschung weitere Anteile erworben oder Anteile ohne Kontrollverlust veräußert, werden diese Vorgänge erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen dargestellt. Konzerninterne Unternehmenszusammenschlüsse (Transactions under Common Control) werden unter Anwendung der Methode der Buchwertfortführung bilanziert.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile wird in der Konzernbilanz als Bestandteil des Eigenkapitals, aber getrennt von dem den Aktionären der RBI zurechenbaren Eigenkapital ausgewiesen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile wird in der Erfolgsrechnung separat ausgewiesen.

Wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen – d. s. Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- bzw. Finanzpolitik ausübt – werden at-equity einbezogen und im Bilanzposten "Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen" ausgewiesen. Jahresergebnisse aus at-equity bewerteten Unternehmen werden saldiert im Posten "Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen" dargestellt. Bei der Bewertung at-equity werden dieselben Regeln angewendet wie bei vollkonsolidierten Unternehmen (Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Fair Value bewerteten anteiligen Nettovermögen). Als Basis dienen im Regelfall die IFRS-Abschlüsse der assoziierten Unternehmen. Erfolgsneutral im Abschluss der at-equity einbezogenen Unternehmen gebuchte Veränderungen werden auch im Konzernabschluss in das sonstige Ergebnis eingestellt.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht at-equity zu erfassen waren, sind im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen" ausgewiesen und werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten miteinander aufgerechnet. Dabei verbleibende zeitliche Differenzen werden in der Konzernbilanz unter "Sonstige Aktiva/Sonstige Passiva" ausgewiesen.

Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden ebenfalls miteinander aufgerechnet, wobei temporäre Aufrechnungsdifferenzen aus dem Bankgeschäft teils im Zinsergebnis und teils im Handelsergebnis dargestellt werden. Andere Differenzen werden in der Position "Sonstiges betriebliches Ergebnis" erfasst.

Zwischengewinne werden dann eliminiert, wenn sie wesentlichen Einfluss auf die Posten der Erfolgsrechnung haben. Bankgeschäfte, die zwischen den einzelnen Gesellschaften des Konzerns getätigt werden, erfolgen üblicherweise zu Marktkonditionen.

Unternehmenserwerbe

Im Zuge der Kapitalkonsolidierung werden sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 neu bewertet. Die Anschaffungskosten werden mit dem anteiligen Nettovermögen verrechnet. Daraus resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert und unterliegen einer zumindest jährlichen Wertminderungsprüfung. Entstehen im Rahmen der Erstkonsolidierung passive Unterschiedsbeträge, werden diese sofort erfolgswirksam erfasst.

Raiffeisen Bank International |Jahresfinanzbericht 2013

Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
Stand Beginn der Periode 137 135 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 14 15 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen - 1 - 3 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 7 - 10 0 0
Stand Ende der Periode 143 137 1 1

Von den 143 Konzerneinheiten haben 36 ihren Sitz in Österreich (2012: 32) und 107 im Ausland (2012: 105). Bei diesen Gesellschaften handelt es sich um 21 Kreditinstitute, 62 Finanzinstitute, 27 Anbieter von Nebendienstleistungen, 13 Finanzholdings und 20 sonstige Unternehmen. Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf die Einbeziehung von 251 Tochterunternehmen (2012: 220) verzichtet. Diese werden zu Anschaffungskosten als Anteile an verbundenen Unternehmen unter den Wertpapieren und Beteiligungen erfasst. Die Bilanzsumme der nicht einbezogenen Unternehmen beträgt weniger als 1 Prozent der Summenbilanz des Konzerns. Eine Aufstellung über die vollkonsolidierten Unternehmen, die at-equity bewerteten assoziierten Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen befindet sich im Punkt (57) Liste der vollkonsolidierten Unternehmen und im Punkt (58) Beteiligungsübersicht.

Erstkonsolidierungen

Name Anteil Stichtag Grund
Finanzinstitute
Baumgartner Höhe RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 81,3% 31.12. Wesentlichkeit
CINOVA RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 81,3% 31.12. Wesentlichkeit
DAV Holding Ltd., Budapest (HU) 100,0% 1.6. Wesentlichkeit
Floreasca City Center Verwaltung Kft., Budapest (HU) 100,0% 1.1. Operativ tätig
PERSES Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH, Wien (AT) 81,3% 31.12. Wesentlichkeit
NOC Ltd., Budapest (HU) 50,0% 30.6. Wesentlichkeit
SCTF Szentendre Kft., Budapest (HU) 48,1% 1.6. Wesentlichkeit
SCTJ Real Estate Development Kft., Budapest (HU) 100,0% 1.6. Wesentlichkeit
Anbieter von Nebendienstleistungen
CENTRUM BYVANIA s.r.o., Bratislava (SK) 78,8% 30.11. Wesentlichkeit
CJSC Mortgage Agent Raiffeisen 01, Moskau (RU) 0,0% 1.6. Operativ tätig
ELIOT a.s., Bratislava (SK) 78,8% 30.11. Wesentlichkeit
Promenada Mall S.R.L., Bukarest (RO) 100,0% 1.5. Wesentlichkeit
Raiffeisen Ingatlan Vagyonkezelö Kft., Budapest (HU) 100,0% 1.6. Wesentlichkeit
Raiffeisen International Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien (AT) 100,0% 31.1. Wesentlichkeit

Verschmelzungen

Per 1. Jänner 2013 wurde die Central Eastern European Finance Agency B.V., Amsterdam (NL), in die RI Eastern European Finance B.V., Amsterdam (NL), verschmolzen.

Endkonsolidierungen

Name Anteil Stichtag Grund
Finanzinstitute
NOC Ltd., Budapest (HU) 50,0% 30.11. Unwesentlichkeit
Perseus Property s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.5. Verkauf
Raiffeisen Investment (Malta) Limited, Sliema (MT) 99,8% 1.1. Liquidation
RLRE Alpha Property s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.10. Stilllegung
ROOF Consumer Romania 2008 – 1 B.V., Amsterdam (NL) 0,0% 28.2. Unwesentlichkeit
Anbieter von Nebendienstleistungen
EFG Poldystrybucja SP. Z.o.o., Warschau (PL) 100,0% 1.1. Unwesentlichkeit
Wertpapierunternehmen
Julius Baer Multiflex SICAV-SIF Verto Recovery Fund, Luxemburg (LU) 100,0% 1.1. Unwesentlichkeit

In der folgenden Tabelle ist das Ergebnis aus der Endkonsolidierung dargestellt:

in € Tausend JULIUS POLDYS Übrige Gesamt
Aktiva 22.305 7.660 58.308 88.273
Verbindlichkeiten 193 139 58.330 58.661
Reinvermögen 22.112 7.521 - 22 29.612
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0 0
Reinvermögen nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 22.112 7.521 - 22 29.612
Goodwill 0 360 0 360
Verkaufspreis/Buchwert 17.427 6.068 13 23.507
Ergebnis aus Endkonsolidierung - 4.686 - 1.814 35 - 6.465

JULIUS: Julius Baer Multiflex SICAV-SIF Verto Recovery Fund, Luxemburg (LU) POLDYS: EFG Poldystrybucja SP. Z.o.o., Warschau (PL)

Die Liquiditätsauswirkung der veräußerten Konzerneinheit beträgt €7 Tausend.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss der RBI wird in Euro, der funktionalen Währung der RBI AG, aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt unter Berücksichtigung aller in IAS 21 angeführten Faktoren seine eigene funktionale Währung fest.

Die in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufgestellten Abschlüsse der Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises wurden nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21 in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Dabei wurde das Eigenkapital mit seinem historischen Kurs, alle anderen Aktiva und Passiva sowie Anhangangaben wurden mit dem Stichtagskurs angesetzt. Aus der Währungsumrechnung der Eigenkapitalbestandteile (historische Kurse) resultierende Differenzen werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Posten der Erfolgsrechnung wurden mit dem Durchschnittskurs des Jahres auf Basis der Monatsultimokurse berechnet. Währungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs in der Bilanz und dem Durchschnittskurs in der Erfolgsrechnung werden mit dem Eigenkapital (Gewinnrücklagen) verrechnet.

Bei vier Tochterunternehmen mit Sitz außerhalb des Euroraums stellt aufgrund des wirtschaftlichen Gehalts der zugrunde liegenden Geschäftsfälle der US-Dollar die funktionale Währung dar, weil sowohl die Transaktionen als auch die Refinanzierung in US-Dollar abgewickelt werden.

Folgende Kurse wurden für die Währungsumrechnung herangezogen:

2013 2012
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 31.12. 1.1.-31.12. 31.12. 1.1.-31.12.
Albanischer Lek (ALL) 140,200 140,229 139,590 139,298
Belarus Rubel (BYR) 13.080,000 11.830,000 11.340,000 10.766,923
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 211,170 202,477 199,220 192,773
Kroatische Kuna (HRK) 7,627 7,577 7,558 7,527
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,522 4,208 4,035 3,989
Polnischer Zloty (PLN) 4,154 4,203 4,074 4,190
Rumänischer Lei (RON) 4,471 4,417 4,445 4,447
Russischer Rubel (RUB) 45,325 42,444 40,330 40,235
Serbischer Dinar (RSD) 114,642 113,127 113,718 112,880
Singapur-Dollar (SGD) 1,741 1,663 1,611 1,614
Tschechische Krone (CZK) 27,427 25,960 25,151 25,189
Türkische Lira (TRY) 2,961 2,551 2,355 2,325
Ukrainische Hryvna (UAH) 11,042 10,634 10,537 10,307
Ungarischer Forint (HUF) 297,040 297,500 292,300 290,242
US-Dollar (USD) 1,379 1,330 1,319 1,293

Rechnungslegung in Hochinflationsländern – IAS 29

Seit 1. Jänner 2011 wird Belarus entsprechend IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. Somit werden die dortigen Aktivitäten der RBI nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation dargestellt. Dafür wurde der lokale Verbraucherpreisindex herangezogen.

Die Anwendung der entsprechenden Regelungen des IAS 29 in Verbindung mit IFRIC 7 (Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern) wirkt sich auf den Konzernabschluss der RBI per 31. Dezember 2013 sowie auf die Abschlüsse nachfolgender Perioden aus.

Die durchschnittliche Inflationsrate in Belarus betrug im Berichtsjahr 16,5% (2012: 70,7%).

Der Einzelabschluss der RBI-Tochterunternehmen in Belarus wird vor der Umrechnung in Konzernwährung und vor Konsolidierung angepasst, sodass alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit demselben Kaufkraftniveau angegeben werden. Beträge in der Bilanz, die noch nicht in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt sind, werden anhand eines allgemeinen Preisindex angepasst. Alle nicht monetären Posten der Bilanz, die zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden um Veränderungen des Index zwischen dem Datum des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag adaptiert. Monetäre Posten hingegen werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden ab dem Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand des allgemeinen Preisindex adaptiert. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis unter der Position "Währungsbezogenes Geschäft" ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)

Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich der derivativen Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 in der Bilanz zu erfassen. Ein Finanzinstrument ist definitionsgemäß ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Geschäftspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; dieser entspricht in der Regel dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit von der jeweiligen Bewertungskategorie gemäß IAS 39 entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz angesetzt.

Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Die Bewertungskategorien der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 sind nicht mit dem Hauptposten in der Bilanz gleichzusetzen. Beziehungen zwischen den Hauptposten in der Bilanz und dem angelegten Bewertungsmaßstab sind einerseits in der Tabelle "Klassen der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7" beschrieben und anderseits im Anhang unter Punkt (1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien bzw. Punkt (13) Bilanz nach Bewertungskategorien dargestellt.

1. Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

a. Handelsaktiva/-passiva

Handelsaktiva/-passiva dienen der Nutzung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen. Die zu Handelszwecken dienenden Wertpapiere (inkl. Leerverkäufe von Wertpapieren) und derivativen Instrumente werden zum Marktwert bilanziert. Für die Ermittlung des Marktwerts werden bei börsenotierten Produkten die Börsekurse herangezogen. Sind solche Kurse nicht vorhanden, werden bei originären Finanzinstrumenten und Termingeschäften auf Basis von Barwertberechnungen und bei Optionen anhand von geeigneten Optionspreismodellen interne Preise ermittelt. Der Barwertberechnung wird eine Zinskurve zugrunde gelegt, die sich aus Geldmarkt-, Futures- und Swapsätzen zusammensetzt. Als Optionspreisformeln werden je nach Optionsart entweder Black-Scholes 1972, Black 1976 oder Garman-Kohlhagen verwendet. Für komplexe Optionen erfolgt die Bewertung mithilfe von Binomialbaummodellen und Monte-Carlo-Simulationen.

Die zu Handelszwecken dienenden Derivate werden unter den Bilanzposten "Handelsaktiva" oder "Handelspassiva" ausgewiesen. Wenn positive Marktwerte inklusive Zinsabgrenzungen (Dirty Price) bestehen, werden diese den Handelsaktiva zugeordnet, bei negativen Marktwerten erfolgt ein Ausweis unter den Handelspassiva. Eine Verrechnung von positiven und negativen Marktwerten wird nicht vorgenommen. Die Wertänderung des Dirty Price wird erfolgswirksam im Handelsergebnis dargestellt. Derivate, die weder Handels- noch Sicherungszwecken dienen, werden unter dem Bilanzposten "Derivative Finanzinstrumente" ausgewiesen. Außerdem sind etwaige Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapier-Leerverkäufen in den "Handelspassiva" dargestellt.

Kapitalgarantierte Produkte (Garantiefonds und Zukunftsvorsorge) werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben als verkaufte Put-Optionen auf den jeweils zu garantierenden Fonds dargestellt. Die Bewertung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation. Die RBI hat im Rahmen der staatlich geförderten prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gem. § 108h (1) Z 3 EStG Kapitalgarantieverpflichtungen abgegeben. Dabei garantiert das Kreditinstitut, dass im Fall einer Verrentung der für die Verrentung zur Verfügung stehende Auszahlungsbetrag nicht geringer ist als die Summe der vom Steuerpflichtigen eingezahlten Beträge zuzüglich der für diesen Steuerpflichtigen gutgeschriebenen Prämien im Sinn des § 108g EStG.

b. Designierte Finanzinstrumente zum Fair Value

Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen jene finanziellen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes unabhängig von einer Handelsabsicht unwiderruflich als designiertes Finanzinstrument zum Fair Value gewidmet wurden (sog. Fair Value Option). Die Anwendung der Fair Value Option ist an die Voraussetzung geknüpft, dass sie zu relevanten Informationen für den Bilanzleser führt. Dies ist für jene finanziellen Vermögenswerte der Fall, die einem Portfolio angehören, für das die Steuerung und Performancemessung auf der Basis von Fair Values erfolgt.

In diese Definition fallen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Diese Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 zum Marktwert bewertet. Der Bilanzausweis erfolgt unter dem Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen". Laufende Erträge werden im Zinsüberschuss dargestellt, Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse im Ergebnis aus Finanzinvestitionen.

Ebenso werden finanzielle Verbindlichkeiten als Finanzinstrument zum Fair Value designiert, um Bewertungsabweichungen von den mit ihnen im Zusammenhang stehenden Derivaten zu vermeiden. Der Fair Value der unter Anwendung der Fair Value Option in diese Kategorie klassifizierten finanziellen Verpflichtungen enthält sämtliche Marktrisikofaktoren einschließlich des mit diesen finanziellen Verpflichtungen in Verbindung stehenden Kreditrisikos des Emittenten.

Im Jahr 2013 konnten ebenso wie im Vergleichsjahr 2012 durchwegs beobachtbare Marktpreise für die Bewertung der eigenen Bonität nachrangiger Emissionen herangezogen werden. Zu den finanziellen Verpflichtungen gehören im Wesentlichen strukturierte Anleihen. Der Fair Value dieser finanziellen Verpflichtungen wird durch die Abzinsung der vertraglichen Cash-Flows mithilfe einer kreditrisikoadjustierten Zinsstrukturkurve ermittelt, die das Niveau widerspiegelt, auf dem der Konzern ähnliche Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag begeben würde. Die Marktrisikoparameter werden entsprechend vergleichbaren Finanzinstrumenten bewertet, die als Vermögenswerte gehalten werden. Bewertungsergebnisse für Verbindlichkeiten, die als Finanzinstrument zum Fair Value designiert wurden, werden im Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

2. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte

Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit), die mit der Absicht und der Möglichkeit, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, erworben werden, sind im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei Unterschiedsbeträge über die Laufzeit verteilt im Zinsüberschuss abgebildet werden. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten im Ergebnis aus Finanzinvestitionen berücksichtigt. Kuponzahlungen fließen in das Zinsergebnis ein. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist nur in den im IAS 39 explizit angeführten Ausnahmefällen zulässig.

3. Kredite und Forderungen

Dieser Kategorie werden nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt besteht. Diese Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" erfasst. Darüber hinaus werden Forderungen aus Finanzierungsleasing, die gemäß IAS 17 bilanziert werden, in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" ausgewiesen.

Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag wird – sofern Zinscharakter vorliegt – effektivzinsgerecht abgegrenzt und im Zinsüberschuss ausgewiesen. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten berücksichtigt. Der Ausweis von Wertberichtigungen sowie Vorsorgen für eingetretene aber noch nicht erkannte Verluste erfolgt in der Bilanz unter dem Posten "Kreditrisikovorsorgen". Gewinne aus dem Verkauf von wertberichtigten Forderungen werden in der Erfolgsrechnung unter dem Posten "Kreditrisikovorsorgen" erfasst.

Des Weiteren werden hier Schuldverschreibungen ausgewiesen, für die kein aktiver Markt vorliegt. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts im Rahmen von Verbriefungen erfolgt – nach Prüfung, ob die Verbriefungszweckgesellschaft konsolidiert werden muss – anhand eines Chancen- und Risiken- bzw. Kontrolltests gemäß IAS 39 bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert.

4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie umfasst Eigenkapitalinstrumente einschließlich nicht konsolidierter Unternehmensanteile sowie festverzinsliche Wertpapiere, die keiner der drei anderen Kategorien zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgt, soweit sich ein Marktwert verlässlich bestimmen lässt, zu diesem. Bewertungsdifferenzen sind im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral auszuweisen und werden nur dann ins Ergebnis aus Finanzinvestitionen umgegliedert, wenn ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung besteht oder der zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswert verkauft wird.

Bei Eigenkapitalinstrumenten liegt eine Wertminderung u. a. dann vor, wenn der Fair Value entweder signifikant oder für längere Dauer unter den Anschaffungskosten liegt. Im Konzern werden Eigenkapitalinstrumente der Kategorie AfS abgeschrieben, wenn der Fair Value in den letzten sechs Monaten vor dem Abschlussstichtag permanent um mehr als 20 Prozent oder in den letzten 12 Monaten vor dem Abschlussstichtag im Durchschnitt um mehr als 10 Prozent unter dem Buchwert lag. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger Events des IAS 39.59 herangezogen. Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie AfS nicht in der Erfolgsrechnung erfasst werden, vielmehr sind sie als sonstiges Ergebnis über die Neubewertungsrücklage (AfS-Rücklage) zu buchen. Insofern ergeben sich Effekte auf den Jahresüberschuss hier nur bei Wertminderung oder Veräußerung.

Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher Fair Value nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf eine Wertaufholung überhaupt nicht vorgenommen werden. Der Ausweis der Finanzinstrumente selbst erfolgt im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen".

Zins- und Dividendenerträge von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden im "Zinsüberschuss" erfasst.

5. Finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden überwiegend mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt. Abgezinst begebene Schuldverschreibungen und ähnliche Verbindlichkeiten werden zum Barwert ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz unter den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden", "Verbriefte Verbindlichkeiten" oder "Nachrangige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten sind in der Kategorie "Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden" dargestellt. Zinsaufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn die vertraglich vereinbarten Ansprüche auf Cash-Flows aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder der Konzern diese übertragen hat bzw. bei Eintritt bestimmter Kriterien die Verpflichtung übernommen hat, diese Cash-Flows an einen oder mehrere Empfänger weiterzuleiten. Ein übertragener Vermögenswert wird auch ausgebucht, wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden.

Verbriefungstransaktionen

Der Konzern verbrieft verschiedene finanzielle Vermögenswerte aus Transaktionen mit privaten und gewerblichen Kunden durch den Verkauf an eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Entity, SPE), die ihrerseits Wertpapiere an Investoren ausgibt. Die Übertragung der Vermögenswerte kann zu einer vollständigen oder teilweisen Ausbuchung führen. Rechte an den verbrieften finanziellen Vermögenswerten können in Form von erst- oder nachrangigen Tranchen, Zinsansprüchen oder sonstigen Residualansprüchen zurückbehalten werden.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn seine Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Ertrag oder Aufwand aus dem Rückkauf von eigenen Verbindlichkeiten wird im Punkt (6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten dargestellt. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agios und Disagios) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam im Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten erfasst.

Umkategorisierung

Gemäß IAS 39.50 können unter außergewöhnlichen Umständen nicht derivative Finanzinstrumente der Kategorien "Handelsaktiva" und "AfS" in die Kategorien "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte" oder "Kredite und Forderungen" umgegliedert werden. Die Effekte aus solchen Umkategorisierungen werden im Punkt (20) Wertpapiere und Beteiligungen dargestellt.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Bei Identität von Schuldner und Gläubiger erfolgt eine Aufrechnung laufzeit- und währungskonformer Forderungen und Verbindlichkeiten nur dann, wenn ein durchsetzbares Recht darauf besteht und die Aufrechnung dem tatsächlich erwarteten Ablauf des Geschäfts entspricht. Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten sind im Punkt (41) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden dargestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wickelt der Konzern unterschiedliche Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten sowohl zu Handels- als auch zu Sicherungszwecken ab. Zu den im Konzern eingesetzten Derivaten zählen Swaps, standardisierte Terminkontrakte, Termingeschäfte, Kreditderivate, Optionen und ähnliche Kontrakte. Der Konzern setzt Derivate ein, um den Bedürfnissen der Kunden im Rahmen von deren Risikomanagement Rechnung zu tragen, um Risiken zu steuern und abzusichern sowie um Erträge im Eigenhandel zu generieren. Derivate werden erstmals zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend auch zu diesem bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt werden, erfüllen nicht die Bedingung für IAS 39 Hedge Accounting. Sie werden bilanziert, indem die Dirty Prices unter dem Posten "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) ausgewiesen werden. Die Wertänderung dieser Derivate auf Basis des Clean Price ist im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Ergebnis aus sonstigen Derivaten) dargestellt, die Zinsen werden im Zinsüberschuss gezeigt.

Kreditderivate, deren Wert von dem in der Zukunft erwarteten (Nicht-)Eintritt spezifizierter Kreditereignisse abhängt, sind mit dem Marktwert unter dem Bilanzposten "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) ausgewiesen. Die Wertänderungen werden im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten erfasst.

Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten sind im Anhang unter Punkt (43) Derivative Finanzinstrumente dargestellt.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting)

Werden Derivate zum Zweck des Risikomanagements gehalten und erfüllen die entsprechenden Geschäfte spezifische Kriterien, wendet der Konzern Hedge Accounting an. Er designiert dafür einzelne Sicherungsinstrumente, im Wesentlichen Derivate, im Rahmen der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge), von Zahlungsströmen (Cash-Flow Hedge) oder von Nettoinvestitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten (Capital Hedge). Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird der Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft einschließlich der zugrunde liegenden Risikomanagement-Ziele dokumentiert. Weiters wird sowohl bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, dass das in der Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bzw. der Cash-Flows des Grundgeschäfts in hohem Maß effektiv ist.

a. Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge)

IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dienen. Einem solchen Marktwertrisiko unterliegt insbesondere das Kreditgeschäft, sofern es sich um festverzinsliche Forderungen handelt. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei einzelnen Krediten oder Refinanzierungen werden Interest Rate Swaps abgeschlossen, welche die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllen. Dies bedeutet, dass die Sicherungsgeschäfte dokumentiert, fortlaufend beurteilt und als hoch wirksam eingestuft werden. Somit kann über die gesamte Laufzeit des Sicherungsgeschäfts davon ausgegangen werden, dass Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines gesicherten Grundgeschäfts nahezu vollständig durch eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments kompensiert werden und die tatsächlichen Ergebnisse in einer Bandbreite von 80 Prozent bis 125 Prozent liegen.

Derivate, die zur Absicherung des Marktwerts von einzelnen Bilanzposten (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen werden, werden mit dem Marktwert (Dirty Price) unter der Position "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) bilanziert. Die Buchwertänderungen des gesicherten Grundgeschäfts (Aktiva oder Passiva) werden direkt den betroffenen Bilanzposten zugerechnet und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Sowohl das Ergebnis aus der Veränderung der Buchwerte der abzusichernden Positionen als auch das Ergebnis aus der Veränderung der Clean Prices der Derivate werden im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Ergebnis aus dem Hedge Accounting) gebucht.

In der RBI wird im Rahmen der Steuerung von Zinsänderungsrisiken die Absicherung von Zinsrisiken auch auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separate Aktiv- beziehungsweise Passivposten in den sonstigen Aktiva/Passiva erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU-Carve-out werden damit nicht in Anspruch genommen).

b. Absicherung von Zahlungsströmen (Cash-Flow Hedge)

IAS 39 sieht die Anwendung des Cash-Flow Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Einem solchen Cash-Flow-Risiko unterliegen insbesondere variabel verzinsliche Kredite und Verbindlichkeiten sowie erwartete Transaktionen (z. B. erwartete Geldaufnahmen oder -veranlagungen). Interest Rate Swaps, die zur Absicherung des Risikos aus schwankenden Cash-Flows bestimmter variabler Zinspositionen abgeschlossen werden, werden wie folgt bilanziert: Das Sicherungsinstrument wird mit dem Marktwert angesetzt, die Änderungen des Clean Price werden im sonstigen Ergebnis verbucht. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumente und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

c. Absicherung einer Nettoinvestition in eine wirtschaftlich selbständige Teileinheit (Capital Hedge)

Im Konzern werden Kurssicherungsgeschäfte für Investitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten (IAS 39.102) zur Reduktion der aus der Währungsumrechnung der Eigenkapitalbestandteile resultierenden Differenzen getätigt. Als Sicherungsinstrumente dienen in erster Linie Fremdwährungsswaps. Die aus ihnen entstehenden Gewinne bzw. Verluste aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis verrechnet und in der Eigenkapitalüberleitung gesondert dargestellt, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Ein etwaiger ineffektiver Teil der Sicherungsbeziehung wird im Handelsergebnis erfasst. Die dazugehörigen Zinskomponenten werden im Zinsüberschuss ausgewiesen. Latente Steuern werden für das Ergebnis aus dem Capital Hedge nicht angesetzt, da die Ausnahmebestimmungen des IAS 12.39 anzuwenden sind.

Beizulegender Zeitwert (Fair Value)

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Gemäß IFRS 13 verwendet die RBI folgende Hierarchie zur Feststellung und Offenlegung der Fair Value für Finanzinstrumente.

Notierte Preise in einem aktiven Markt (Level I)

Der beizulegende Zeitwert wird am besten durch einen Marktwert ausgedrückt, soweit ein öffentlich notierter Marktpreis zur Verfügung steht. Dies gilt insbesondere für an Börsen gehandelte Eigenkapitalinstrumente, im Interbankenmarkt gehandelte Fremdkapitalinstrumente und börsegehandelte Derivate. Die Bewertung beruht im Wesentlichen auf externen Datenquellen (Börsepreise bzw. Broker-Quotierungen in liquiden Marktsegmenten).

Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level II)

In den Fällen, in denen keine Börsenotierungen für einzelne Finanzinstrumente vorliegen, werden zur Bestimmung des Fair Value die Marktpreise vergleichbarer Finanzinstrumente herangezogen oder durch anerkannte Bewertungsmodelle mithilfe von beobachtbaren Preisen oder Parametern (insbesondere von Barwertmethoden oder Optionspreismodellen) ermittelt. Diese Verfahren betreffen die Mehrheit der OTC-Derivate und der nicht börsenotierten Fremdkapitalinstrumente.

Zur Ermittlung des Fair Value ist weiters eine Anpassung der Kreditbewertungen (Credit Value Adjustment, CVA) notwendig, um das mit OTC-Derivattransaktionen verbundene Kreditrisiko der Gegenparteien insbesondere für jene Vertragspartner zu berücksichtigen, mit denen nicht bereits eine Absicherung über Credit Support Annexes erfolgt ist. Der ermittelte Betrag stellt jeweils den geschätzten Marktwert der Sicherungsmaßnahmen dar, die zur Absicherung gegen das Kreditrisiko der Gegenparteien aus den OTC-Derivatportfolios der RBI erforderlich sind. Er basiert insbesondere auf dem zukünftig zu erwartenden Exposure, der Ausfallwahrscheinlichkeit des Vertragspartners und der diesfalls zu erwartenden Verlustquote. Dabei werden Sicherheiten, Saldierungsvereinbarungen, Kündigungsmöglichkeiten und andere vertraglich vereinbarte Faktoren berücksichtigt. Das Bewertungsergebnis aufgrund des geänderten Kreditrisikos der Gegenpartei wird im Punkt (5) Handelsergebnis beim zinsbezogenen Geschäft dargestellt.

Im Zuge der Änderung von Marktstandards hat die RBI im Jahr 2013 die Bewertungsmethode für besicherte OTC-Derivate von Euribor-Diskontierung auf EONIA/OIS-Diskontierung umgestellt.

Bewertungsverfahren mittels nicht beobachtbarer Parameter (Level III)

Sind keine beobachtbaren Börsekurse oder Preise verfügbar, wird der Fair Value anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die für das jeweilige Instrument angemessen sind. Die Anwendung dieser Modelle erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements, deren Umfang von der Preistransparenz in Bezug auf das Finanzinstrument und dessen Markt sowie von der Komplexität des Instruments abhängt.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Finanzinstrumentes und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Finanzinstrumentes oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden.

Klassen der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7

Da die Wesensart der Finanzinstrumente bereits in geeigneter Weise durch die Gliederung der Bilanzposten zum Ausdruck gebracht wird, wurde die Bildung von Klassen an jenen Posten der Bilanz ausgerichtet, die Finanzinstrumente beinhalten. Klassen von Finanzinstrumenten der Aktivseite sind v. a. Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Handelsaktiva, derivative Finanzinstrumente, Derivate aus Sicherungsgeschäften sowie Wertpapiere und Beteiligungen (darunter separat nicht auf einem aktiven Markt gehandelte finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet werden). Klassen von Finanzinstrumenten der Passivseite sind insbesondere Handelspassiva, derivative Finanzinstrumente, Derivate aus Sicherungsgeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, verbriefte Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten.

Wesentlicher Bewertungsmaßstab
Aktiva / Passiva Fair Value Amortized Cost Sonstige IAS 391
Aktivische Klassen
Barreserve Nominalwert n/a
Handelsaktiva X TA
Derivative Finanzinstrumente X TA
Forderungen an Kreditinstitute X LAR
Forderungen an Kunden X LAR
davon Forderungen aus Finanzierungsleasing IAS 17 n/a
Wertpapiere und Beteiligungen X AFVTPL
Wertpapiere und Beteiligungen X AfS
Wertpapiere und Beteiligungen X HTM
davon nicht auf einem aktiven Markt gehandelte finanzielle Vermögenswerte At Cost AfS
Positive Marktwerte aus Sicherungsderivaten gemäß IAS 39 X n/a
Passivische Klassen
Handelspassiva X TL
Derivative Finanzinstrumente X TL
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten X FL
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden X FL
Nachrangige Verbindlichkeiten X FL
Verbriefte Verbindlichkeiten X FL
Verbriefte Verbindlichkeiten X AFVTPL
Negative Marktwerte aus Sicherungsderivaten gemäß IAS 39 X n/a
1 AfS
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
AFVTPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
LAR
bewertete finanzielle Vermögenswerte
TA
HTM
Kredite und Forderungen
Handelsaktiva
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte

Kreditrisikovorsorgen

An jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte gilt als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:

FL Finanzielle Verbindlichkeiten TL Handelspassiva

objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des Finanzinstruments und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist ("Verlustereignis");

  • das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cash-Flows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und
  • eine verlässliche Schätzung des Betrags vorgenommen werden kann.

Objektive Hinweise für eine Wertminderung können bestehen, wenn erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei vorliegen, ein Vertragsbruch (etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen) erfolgt oder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass eine Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren über den Kreditnehmer eröffnet wird.

Risiken des Kreditgeschäfts wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Portfolio-Wertberichtigungen Rechnung getragen. Letztere umfassen Wertberichtigungen auf Portfolios von Krediten mit gleichem Risikoprofil, die unter bestimmten Voraussetzungen gebildet werden. Im Zuge einer Splittung der Ratingmodelle für Kommerzkunden in "Large" und "Regular" und einer Erweiterung der Ratingstufen von 10 auf 27 (Firmenkunden) bzw. 16 (Klein- und Mittelbetriebe) ergab sich im Berichtsjahr eine Verfeinerung der Ermittlung bei gleichzeitig einheitlicher Anwendung konzernweit einheitlicher Ausfallraten für die Berechnung der Portfolio-Wertberichtigungen. Im Retail-Bereich erfolgt die Bildung nach Produktportfolios bzw. Überfälligkeiten sowie z. T. auch unter Berücksichtigung historischer Ausfallraten. Sowohl die Einzelwertberichtigungen als auch die Portfolio-Wertberichtigungen werden nicht mit den entsprechenden Forderungen verrechnet, sondern in der Bilanz offen ausgewiesen.

Für die bei Kunden- und Bankforderungen vorhandenen Bonitätsrisiken werden nach konzerneinheitlichen Maßstäben Vorsorgen in Höhe des voraussichtlichen Ausfalls gebildet. Eine Ausfallgefährdung wird dann angenommen, wenn – unter Berücksichtigung der Sicherheiten – die diskontierten voraussichtlichen Rückzahlungsbeträge und Zinszahlungen unter dem Buchwert der Forderung liegen. Für die Ermittlung von Portfolio-Wertberichtigungen werden Bewertungsmodelle herangezogen, in deren Rahmen die voraussichtlichen zukünftigen Cash-Flows anhand historischer Ausfallerfahrungen für die Forderungen im jeweiligen Kreditportfolio geschätzt werden.

Der Gesamtbetrag der Kreditrisikovorsorgen, der sich auf bilanzielle Forderungen bezieht und Einzelwertberichtigungen sowie Portfolio-Wertberichtigungen umfasst, wird als eigener Posten "Kreditrisikovorsorgen" auf der Aktivseite nach den Forderungen ausgewiesen.

Pensionsgeschäfte

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart gleichzeitig, diese an einem bestimmten Termin zu einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die Vermögenswerte verbleiben in der Bilanz des Konzerns und werden nach den Regeln des jeweiligen Bilanzpostens bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten wurden. Die Liquiditätszuflüsse aus den Repo-Geschäften werden je nach Gegenpartei als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen.

Bei Reverse-Repo-Geschäften werden Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs gegen Entgelt erworben. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Die Liquiditätsabflüsse aus den Reverse-Repo-Geschäften werden in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" bzw. "Forderungen an Kunden" bilanziert.

Zinsaufwendungen für Repo-Geschäfte und Zinserträge aus Reverse-Repo-Geschäften werden linear über die Laufzeit abgegrenzt und im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte schließt die RBI mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Wertpapierleihgeschäfte werden analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Durch den Konzern gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte werden als Forderungen in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" bzw. "Forderungen an Kunden", erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen.

Leasing

Leasingverhältnisse werden entsprechend ihrer vertraglichen Ausgestaltung wie folgt klassifiziert:

Finanzierungsleasing

Wenn nahezu alle Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen, wird beim Konzern als Leasinggeber eine Forderung gegenüber Kreditinstituten bzw. eine Forderung gegenüber Kunden ausgewiesen. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Nettoinvestitionswerts. Die Erträge aus Finanzierungsverhältnissen werden so auf die Perioden verteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung des ausstehenden Nettoinvestitionswerts aus den Leasingverhältnissen gezeigt wird. Der Ausweis der Zinserträge erfolgt im "Zinsüberschuss".

Hält der Konzern Vermögenswerte im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses als Leasingnehmer, werden diese im jeweiligen Posten des Sachanlagevermögens ausgewiesen, dem passivseitig eine entsprechende Leasingverbindlichkeit gegenübersteht. Der Ausweis der Zinsaufwendungen erfolgt im Zinsüberschuss.

Operating Leasing

Operating Leasing liegt vor, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber liegen. Die Leasinggegenstände werden beim Konzern dem Bilanzposten "Sachanlagen" zugeordnet, Abschreibungen erfolgen nach den für das jeweilige Anlagevermögen geltenden Grundsätzen. Mieteinnahmen aus dem entsprechenden Leasinggegenstand werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt und im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Barreserve

Die Barreserve enthält den Kassenbestand und täglich fällige Forderungen gegenüber Zentralbanken. Diese werden mit ihrem Nennwert dargestellt.

Beteiligungen

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht at-equity erfasst wurden, sind in den Wertpapieren und Beteiligungen ausgewiesen und – soweit kein Börsekurs vorliegt – mit den Anschaffungskosten bewertet.

Anteile an sonstigen Unternehmen werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Damit werden Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine dauerhafte Wertminderung wird im Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbucht.

Immaterielle Vermögenswerte

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte

Separat, d. h. nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt zwischen 4 und 6 Jahren. Bei Software-Großprojekten kann sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer auch auf einen darüber hinausgehenden Zeitraum erstrecken.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte – Forschungs- und Entwicklungskosten

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen ausschließlich Software und werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern daraus künftig ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht, und die Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können. Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit oder aus der Entwicklungsphase eines internen Projekts ergibt, wird dann bilanziert, wenn die folgenden Nachweise erbracht wurden:

  • Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts ist technisch realisierbar, sodass er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Es besteht die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.

  • Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, ist vorhanden. Der immaterielle Vermögenswert wird voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen.

  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen ist vorhanden.

Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmals aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erstmals erfüllt. Wenn ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann bzw. noch kein immaterieller Vermögenswert vorliegt, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst in der sie entstehen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden im Konzern in der Regel über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt zwischen 4 und 6 Jahren. Bei Software-Großprojekten kann sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer auch auf einen darüber hinausgehenden Zeitraum erstrecken.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte ohne bestimmbare Nutzungsdauer werden an jedem Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei besonderen Ereignissen (Trigger Events) erfolgt auch unterjährig eine Überprüfung der Werthaltigkeit. Sofern Umstände vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, wird gemäß IAS 36 eine Wertminderung vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden über den Zeitraum abgeschrieben, über den dieser immaterielle Vermögenswert genutzt werden kann. Die Nutzungsdauer für den erworbenen Kundenstock wurde für die Raiffeisen Bank Aval JSC für den Geschäftsbereich Retail Customers mit 20 Jahren festgelegt. Für den der Kaufpreisallokation zugrunde gelegten Kundenstock der Polbank EFG S.A wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren festgelegt.

Unternehmen des Konzerns verwenden zur Unterscheidung ihrer Dienstleistungen von Mitbewerbern Warenzeichen (Marken). Gemäß IFRS 3 werden Marken erworbener Unternehmen gesondert unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" bilanziert. Es wurde eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen, sodass keine planmäßige Abschreibung erfolgt. Die Marken werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, auf Werthaltigkeit getestet. Details zur Werthaltigkeitsprüfung sind im Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Sachanlagen

Die unter Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden im Posten "Verwaltungsaufwendungen" erfasst. Den linearen Abschreibungen werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 25–50
Büro- und Geschäftsausstattung 5–10
Hardware 3–5

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. Dabei fließen alle notwendigen Schätzungsänderungen prospektiv ein. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst und im Posten "Verwaltungsaufwendungen" dargestellt. Bei Wegfall der Abschreibungsgründe erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.

Eine Sachanlage wird bei Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und wird erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als solche bezeichnet man Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude werden entsprechend der nach IAS 40 zulässigen Cost Method mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet und wegen untergeordneter Bedeutung in den Sachanlagen ausgewiesen. Die lineare Abschreibung erfolgt auf Basis der Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist ident mit jener von Gebäuden, die unter Sachanlagen bilanziert werden. Die Abschreibungen werden im Posten "Verwaltungsaufwendungen" erfasst.

Eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird bei Abgang oder dann, wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden soll und ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Abgang nicht mehr erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Abgang ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und wird in der Periode des Abgangs im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerte (Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte)

Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte

Alle Firmenwerte werden an jedem Bilanzstichtag auf Basis Zahlungsmittel generierender Einheiten (Cash Generating Units; CGU) auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft. Eine Zahlungsmittel generierende Einheit wird vom Management festgelegt und ist als die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten eines Unternehmens definiert, die permanente Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Nutzung hervorbringt. In der RBI werden alle Segmente gemäß Segmentberichterstattung als Zahlungsmittel generierende Einheiten bestimmt. Innerhalb der Segmente bilden rechtlich selbständige Einheiten zum Zweck der Wertminderungsprüfung der Firmenwerte jeweils eine eigene CGU. Dabei wird der Buchwert der jeweiligen Einheit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit dem aus ihr erzielbaren Betrag verglichen. Dieser ist grundsätzlich als der Betrag aus dem Nutzungswert (Value in Use) definiert und basiert auf den erwarteten zukünftigen Einnahmenüberschüssen der Einheit, welche mit einem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Die Schätzung der zukünftigen Ergebnisse erfordert eine Beurteilung der bisherigen sowie der zukünftigen Performance, letztere unter Beachtung der voraussichtlichen Entwicklung der relevanten Märkte und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds.

Die Impairment Tests für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten beruhen auf einer, vom jeweiligen Management erstellten und von den zuständigen Organen genehmigten Mehrjahresplanung. Darin wird die mittelfristige Erfolgsperspektive der CGU unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie, der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Bruttoinlandsprodukt, Inflationserwartungen etc) sowie der jeweiligen Marktverhältnisse abgebildet. Im Anschluss daran erfolgt eine Verstetigung unter Zugrundelegung eines zeitlich unbefristeten Fortbestands. Die Diskontierung der bewertungsrelevanten Erträge, das sind die potenziellen Dividenden, erfolgt mit risikoadaptierten und länderspezifisch angepassten Eigenkapitalkostensätzen. Diese wurden in Anlehnung an das Capital-Asset-Pricing-Modell ermittelt. Die einzelnen Zinssatz-Parameter (risikoloser Zinssatz, Inflationsdifferenz, Marktrisikoprämie, länderspezifische Risiken und Betafaktoren) wurden mit Hilfe externer Informationsquellen festgelegt. Der gesamte Planungshorizont wird in drei Phasen aufgeteilt, wobei sich die Phase I auf den Planungszeitraum des Managements von drei Jahren erstreckt. In der Phase II, die weitere zwei Jahre umfasst, wird die Detailplanung unter Beachtung von gesamtwirtschaftlichen Plandaten extrapoliert. In der Phase III erfolgt die Verstetigung der Ertragserwartung unter Zugrundelegung eines zeitlich unbefristeten Fortbestands. Details zur Werthaltigkeitsprüfung sind unter Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Abwertungen werden vorgenommen, sofern der Anschaffungswert über dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag liegt oder wenn aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit oder langer Lagerzeit eine Wertminderung der Vorräte eingetreten ist.

Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist, der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) in seiner (ihrer) Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist und sich der Vorstand zu einer Veräußerung verpflichtet hat. Weiters muss der Veräußerungsvorgang innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein.

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zum niedrigeren Betrag aus ihrem ursprünglichen Buchwert bzw. dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und unter den sonstigen Aktiva ausgewiesen. Ergebnisse aus als zur Veräußerung gehalten klassifizierte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Für den Fall, dass sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die oben genannten Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Dies gilt unabhängig davon, ob der Konzern einen nicht beherrschenden Anteil an dem früheren Tochterunternehmen nach der Veräußerung zurückbehält oder nicht. Ergebnisse von aufgegebenen Geschäftsbereichen werden separat als Ergebnis von aufgegebenen Geschäftsbereichen in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es sowohl wahrscheinlich ist, dass er verpflichtet sein wird, diese zu erfüllen, als auch eine verlässliche Schätzung des Betrags möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der am Bilanzstichtag bestmögliche Schätzwert für die Leistung, die unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten hinzugeben ist, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

In der Bilanz werden diese Arten von Rückstellungen unter dem Posten "Rückstellungen" ausgewiesen. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Erfolgsrechnung. Kreditrisikovorsorgen für Eventualverbindlichkeiten werden unter den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen, die Restrukturierungsrückstellungen und die Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie die sonstigen Personalvorsorgen in den Verwaltungsaufwendungen verbucht. Zuführungen von Rückstellungen die nicht dem entsprechenden Verwaltungsaufwand zuzuordnen sind werden grundsätzlich zulasten des sonstigen betrieblichen Ergebnisses gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sämtliche leistungsorientierten Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19 – Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden für alle Sozialkapitalrückstellungen der österreichischen Konzerneinheiten die AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. In anderen Ländern werden vergleichbare aktuarische Berechnungsgrundlagen verwendet.

Weitere Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen finden sich im Anhang unter Punkt (29) Rückstellungen.

Beitragsorientierte Pensionsvorsorge

Im Rahmen beitragsorientierter Vorsorgepläne entrichtet das Unternehmen festgelegte Beiträge an eine Pensionskasse. Die Zahlungen werden in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst.

Mitarbeitervergütungspläne

Variable Vergütung – spezielle Vergütungsgrundsätze

In der RBI Gruppe wird die variable Vergütung anhand von Bonus-Pools auf Bank- bzw. Profitcenter-Ebene gesteuert. Jedes variable Entlohnungssystem sieht eine definierte Mindest- sowie Maximalzielerreichung vor und legt somit Maximalauszahlungswerte fest.

Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden die im Kapitel Human Resources dargestellten allgemeinen sowie die nachfolgend beschriebenen speziellen Grundsätze für die Zuteilung, den Anspruchserwerb und die Auszahlung variabler Vergütungen (einschließlich der Auszahlung zurückgestellter Teile von Boni) für die Vorstandsmitglieder der RBI AG und bestimmter Konzerneinheiten sowie für bestimmte Funktionsträger ("Risikopersonal") angewendet:

  • 60 Prozent des jährlichen Bonus werden zu 50 Prozent sofort bar ausbezahlt (Up-Front) und zu 50 Prozent im Weg eines Aktien-Phantom-Plans (Details s. u.) berücksichtigt, der die Zahlung nach einer Behaltefrist (Retention Period) von 1 Jahr vorsieht. Eine Ausnahme bilden die Konzerneinheiten in Bulgarien mit 40 Prozent Up-Front-Anteil und einer Behaltefrist von 2 Jahren sowie jene in der Tschechischen Republik mit einer Behaltefrist von 1,5 Jahren.
  • 40 Prozent des jährlichen Bonus werden über einen Zeitraum von 3 (in Österreich 5) Jahren (Deferral) zurückgestellt (Rückstellungsperiode). Die Auszahlung erfolgt auf proportionaler Basis, davon jeweils 50 Prozent bar und 50 Prozent im Weg des Aktien-Phantom-Plans.

Die Zuteilung, der Anspruchserwerb und die Auszahlung variabler Vergütungen (einschließlich der Auszahlung zurückgestellter Teile von Boni) sind abhängig von:

  • der Erwirtschaftung eines Nettogewinns,
  • der Erreichung der jeweils gesetzlich geforderten Core Tier 1 Ratio des RBI-Konzerns,
  • zusätzlich in den Konzerneinheiten auf lokaler Ebene von der Erreichung der jeweils gesetzlich geforderten lokalen Mindest- "Core Tier 1 Ratio ohne Buffer" und
  • der Performance des Geschäftsbereichs und der betroffenen Person.

Der Verpflichtung aus Z 11 der Anlage zu § 39b BWG, nach der ein Anteil von zumindest 50 Prozent der variablen Vergütung von Risikopersonal in Form von Aktien oder gleichwertigen unbaren Zahlungsinstrumenten auszugeben ist, kommt die RBI Gruppe in Form eines Aktien-Phantom-Plans nach: Jeweils 50 Prozent der "Upfront"- und "Deferred"-Bonusteile werden durch den durchschnittlichen Schlusskurs der RBI-Aktie an den Handelstagen der Wiener Börse jenes Leistungsjahres, das als Basis zur Berechnung des Bonus dient, dividiert. Damit wird eine bestimme Stückzahl an Phantom-Aktien festgelegt und für die gesamte Laufzeit der Rückstellungsperiode fixiert. Nach Ablauf der jeweiligen Behaltefrist wird die festgelegte Anzahl an Phantom-Aktien mit dem wie oben beschrieben ermittelten RBI-Aktienkurs des vorangegangenen Geschäftsjahres multipliziert. Der daraus resultierende Barbetrag wird mit dem nächstmöglichen Monatsgehalt zur Auszahlung gebracht.

Diese Regelungen gelten, solange und sofern nicht lokal anzuwendende Rechtsvorschriften anderes vorschreiben.

Weitere Erläuterungen zu den Mitarbeitervergütungsplänen finden sich im Lagebericht.

Aktienbasierte Vergütung

In der RBI AG hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein Share Incentive Program (SIP) beschlossen, das – mit Ausnahme des Geschäftsjahres 2010 – jährlich eine performanceabhängige bedingte Zuteilung von Aktien der Gesellschaft an berechtigte Mitarbeiter im In- und Ausland innerhalb einer vorgegebenen Frist anbietet. Teilnahmeberechtigt sind die bisherigen Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte der RBI AG sowie Vorstandsmitglieder mit ihr verbundener Bank-Tochterunternehmen und anderer verbundener Unternehmen.

Die Anzahl der Stammaktien der RBI AG, die letztlich übertragen werden, hängt vom Erreichen zweier Performance-Kriterien ab: vom vorgegebenen Return on Equity (ROE) und von der Wertentwicklung der Aktie der RBI AG im Vergleich zum Total Shareholder Return der Aktien der Unternehmen im DJ EURO STOXX Banks-Index nach Ablauf einer 5-jährigen Halteperiode.

Sämtliche mit dem Share Incentive Program im Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden gemäß IFRS 2 (Share-Based Payment) im Personalaufwand erfasst und gegen das Eigenkapital verrechnet. Sie werden im Anhang unter Punkt (34) Eigenkapital näher dargestellt.

Nachrangkapital

Im Bilanzposten "Nachrangkapital" werden Nachrangkapital und Ergänzungskapital ausgewiesen. Verbriefte und unverbriefte Vermögenswerte sind nachrangig, wenn die Forderungen im Fall der Liquidation oder des Konkurses erst nach den Forderungen der anderen, nicht nachrangigen Gläubiger befriedigt werden können. Als Ergänzungskapital bezeichnet man eingezahlte Eigenmittel, die einem Kreditinstitut für zumindest 8 Jahre von Dritten zur Verfügung gestellt werden, für die Zinsen ausbezahlt werden dürfen, soweit sie im Jahresüberschuss gedeckt sind, und die im Fall der Insolvenz des Kreditinstituts auch erst nach Befriedigung der übrigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Zinsüberschuss

Zinsen und ähnliche Erträge umfassen v. a. Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus festverzinslichen Wertpapieren. Weiters werden laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (im Wesentlichen Dividenden), Beteiligungserträge und Ergebnisse aus Bewertungen at-equity sowie Erträge mit zinsähnlichem Charakter im Zinsüberschuss ausgewiesen. Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Anteilseigners auf Zahlung entstanden ist. Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen umfassen v. a. Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie für verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Provisionsüberschuss

Im Wesentlichen werden im Provisionsüberschuss Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr sowie dem Devisen- und dem Kreditgeschäft erfasst. Die Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis umfasst die Händlermarge aus dem Devisengeschäft, das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung sowie alle realisierten und unrealisierten Gewinne und Verluste aus den zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Weiters sind hier sämtliche aus Handelsaktivitäten resultierenden Zins- und Dividendenerträge sowie die auf den Handelsbestand entfallenden Refinanzierungskosten enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

In den Verwaltungsaufwendungen werden der Personalaufwand, der Sachaufwand sowie Wertminderungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Ertragsteuern

Die RBI AG und acht ihrer inländischen Tochterunternehmen sind Mitglied einer steuerlichen Gruppe, als deren Gruppenträger die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft fungiert. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens unter Berücksichtigung der steuerlichen Gruppe (in Form einer Steuerumlage) für das laufende Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sein werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Abschlussstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.

Die Berechnung und Bilanzierung von latenten Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode. Auf alle temporären Differenzen, die aus dem Vergleich zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten resultieren und sich in den Folgeperioden wieder ausgleichen, werden latente Steuern unter Zugrundelegung der landesspezifischen Steuersätze berechnet. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft in derselben Gesellschaft steuerbare Gewinne in entsprechender Höhe erzielt werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wird je Tochterunternehmen vorgenommen. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Bilanzposten "Sonstige Aktiva" bzw. "Rückstellungen für Steuern" gesondert ausgewiesen.

Laufende oder latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall ist die laufende und latente Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Sonstiges Ergebnis

Im sonstigen Ergebnis sind alle nach den Rechnungslegungsstandards direkt im Eigenkapital zu erfassenden Erträge und Aufwendungen enthalten. Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden, werden getrennt von direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden dargestellt. Dies betrifft die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitals, Veränderungen der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Teileinheiten (Capital Hedge), den effektiven Teil des Cash-Flow Hedge, die Bewertungsänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) sowie die darauf entfallenden latenten Ertragsteuern. Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen werden als im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden dargestellt.

Treuhandgeschäfte

Geschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften werden im Provisionsüberschuss gezeigt.

Finanzgarantien

Gemäß IAS 39 handelt es sich bei einer Finanzgarantie um einen Vertrag, der den Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet. Diese Zahlung entschädigt den Garantienehmer für einen Verlust, der ihm durch die nicht fristgemäße Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen eines Schuldners gemäß den geltenden Bedingungen eines Schuldinstruments entsteht. Die Bewertung einer Finanzgarantie, die erstmals zum Erfassungszeitpunkt vorgenommen wird, ist bei Vertragsabschluss unter marktgerechten Bedingungen ident mit der Prämie. Im Rahmen von Folgebewertungen ist die Verbindlichkeit gemäß IAS 37 als Rückstellung darzustellen.

Versicherungsverträge

Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen ändern sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Zinssätze, der Anlageerträge sowie Aufwendungen für Pensionsverträge für die sich die künftige Sterbewahrscheinlichkeit nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt. Aufgrund des Bestehens von Sterblichkeitsrisiken und ermessensabhängiger Überschussbeteiligungen ergibt sich die Notwendigkeit der Anwendung des IFRS 4 zur Bilanzierung der daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Alle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsprodukten werden gemäß IAS 39 bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden im Posten sonstige Passiva dargestellt. Weitere Angaben zu Versicherungsverträgen sind im Anhang unter Punkt (32) Sonstige Passiva dargestellt.

Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

In diesem Posten werden im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Avalkrediten und Akkreditiven sowie Kreditzusagen zum Nominalwert erfasst. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Als unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren, Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Eigene Aktien

Die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien der RBI AG werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Aus eigenen Aktien resultierende Gewinne oder Verluste werden ergebnisneutral verrechnet.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestands im Konzern durch die Zahlungsströme aus operativer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die Zahlungsströme der Investitionstätigkeit umfassen v. a. Erlöse aus der Veräußerung bzw. Zahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen und Sachanlagen. Die Finanzierungstätigkeit bildet sämtliche Zahlungsströme aus Transaktionen mit Eigenkapital sowie mit Nachrangkapital und Partizipationskapital ab. Alle übrigen Zahlungsströme werden – internationalen Usancen für Kreditinstitute entsprechend – der operativen Geschäftstätigkeit zugeordnet.

Angaben zur Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind im Kapitel Segmentberichterstattung dargestellt.

Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Länderrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Kapitalmanagement

Angaben zum Kapitalmanagement sowie zu den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln und Risikoaktiva sind im Anhang unter Punkt (50) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach BWG dargestellt.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Tausend 2013 2012
Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des Handelsbestands 276.555 537.374
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten
402.012 232.167
Zinsertrag 354.812 388.805
Gewinne (Verluste) aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten (netto)
47.200 - 156.639
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 41.806 177.146
Zinsertrag 12.854 14.792
Realisierte Gewinne (Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (netto) 51.038 184.628
Verluste aus der Wertminderung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 22.086 - 22.274
Kredite und Forderungen 3.980.369 4.477.847
Zinsertrag 5.129.584 5.486.676
Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (netto) 14.127 8.894
Verluste aus der Wertminderung von nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten - 1.163.343 - 1.017.724
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 186.686 225.391
Zinsertrag 183.803 224.503
Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (netto) 2.562 1.062
Zuschreibungen/Verluste aus der Wertminderung von nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten
321 - 174
Finanzielle Verbindlichkeiten - 2.355.251 - 2.894.843
Zinsaufwendungen - 2.354.913 - 3.004.643
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten - 338 109.801
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 69.918 8.392
Nettozinsertrag 73.111 - 190
Positive (negative) Zeitwertanpassungen bei der Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen (netto) - 3.193 8.582
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 99.658 105.437
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen1 - 1.867.096 - 1.831.549
Jahresüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 834.657 1.037.363

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

(2) Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss sind Zinserträge und -aufwendungen aus Posten des Bankgeschäfts, Dividendenerträge sowie Gebühren und Provisionen mit Zinscharakter enthalten.

in € Tausend 2013 2012
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 6.083.730 6.478.884
Zinserträge 6.047.891 6.435.039
aus Guthaben bei Zentralbanken 38.364 75.645
aus Forderungen an Kreditinstitute 244.302 296.742
aus Forderungen an Kunden 4.632.765 4.875.061
aus Wertpapieren 537.367 608.961
aus Leasingforderungen 192.416 216.663
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 402.677 361.967
Laufende Erträge 14.102 19.139
aus Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.248 4.347
aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 8.860 10.269
aus sonstigen Beteiligungen 3.994 4.523
Zinsähnliche Erträge 21.737 24.706
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 122 50
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 2.354.913 - 3.006.780
Zinsaufwendungen - 2.292.201 - 2.964.061
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 2.815 - 2.141
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 416.496 - 663.739
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 1.308.750 - 1.632.549
für verbriefte Verbindlichkeiten - 369.226 - 454.488
für Nachrangkapital - 194.914 - 211.144
Zinsähnliche Aufwendungen - 62.712 - 42.719
Zinsüberschuss 3.728.939 3.472.155

Die Zinserträge beinhalten Zinserträge (Unwinding) von wertberichtigten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute in Höhe von €201.511 Tausend (2012: € 205.361 Tausend). Zinserträge von wertberichtigten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute werden anhand des Zinssatzes erfasst, der bei der Bestimmung des Wertminderungsaufwands zur Abzinsung des künftigen Cash-Flows verwendet wurde. Das Zinsergebnis aus gemäß IFRS 4 bilanziertem Versicherungsgeschäft betrug € 5.237 Tausend (2012: €199 Tausend).

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen für bilanzielle und außerbilanzielle Geschäfte setzen sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013 2012
Einzelwertberichtigungen - 1.215.173 - 1.181.821
Zuführung zu Risikovorsorgen - 1.892.013 - 1.661.146
Auflösung von Risikovorsorgen 739.935 568.284
Direktabschreibungen - 140.957 - 168.614
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 77.863 79.655
Portfolio-Wertberichtigungen 51.830 164.103
Zuführung zu Risikovorsorgen - 319.217 - 361.008
Auflösung von Risikovorsorgen 371.047 525.111
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 14.127 8.894
Gesamt - 1.149.215 - 1.008.823

Detailangaben über die Risikovorsorgen sind im Punkt (17) Kreditrisikovorsorgen dargestellt.

(4) Provisionsüberschuss

in € Tausend 2013 2012
Zahlungsverkehr 731.402 662.949
Kredit- und Garantiegeschäft 249.662 246.857
Wertpapiergeschäft 148.136 118.210
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 354.377 348.513
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 26.887 22.751
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 42.136 45.415
Kreditderivatgeschäft - 69 - 16
Sonstige Bankdienstleistungen 73.637 71.721
Gesamt 1.626.167 1.516.399

(5) Handelsergebnis

Im Handelsergebnis werden Zins- und Dividendenerträge, Refinanzierungskosten, Provisionen sowie Wertänderungen von Handelsbeständen ausgewiesen.

in € Tausend 2013 2012
Zinsbezogenes Geschäft 35.334 34.062
Währungsbezogenes Geschäft 261.739 209.239
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 29.419 8.839
Kreditderivatgeschäft - 6.375 - 12.748
Sonstiges Geschäft 953 - 24.706
Gesamt 321.071 214.686

Eine Änderung in der Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit für das Kontrahentenrisiko führte im zinsbezogenen Geschäft zu einem Rückgang von €8.960 Tausend (2012: Rückgang von € 30.423 Tausend).

Im währungsbezogenen Geschäft ist der Effekt aus der Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus in Höhe von minus €22.024 Tausend (2012: minus € 20.648 Tausend) enthalten.

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Tausend 2013 2012
Ergebnis aus dem Hedge Accounting - 3.193 8.582
Ergebnis aus Kreditderivaten 125 6.863
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 274.549 59.105
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten 21.293 - 311.813
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten - 338 109.801
Gesamt - 256.662 - 127.462

Das Ergebnis aus dem Hedge Accounting beinhaltet zum einen das Bewertungsergebnis von Derivaten in Fair Value Hedges in Höhe von minus € 129.138 Tausend (2012: plus € 246.813 Tausend) und zum anderen die Bewertungsänderung der durch Fair Value Hedges gesicherten Grundgeschäfte in Höhe von plus € 125.946 Tausend (2012: minus € 238.231 Tausend).

Das Ergebnis aus sonstigen Derivaten beinhaltet die Bewertungsergebnisse für Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und dabei gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt wurden, sodass sie nicht die Bedingungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen.

Im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten ist aus der Veränderung des eigenen Kreditrisikos ein Verlust von € 125.528 Tausend (2012: Verlust von € 144.649 Tausend) und ein positiver Effekt aus Marktzinsänderungen von €146.821 Tausend (2012: negativer Effekt von €167.164 Tausend) enthalten.

Im Vorjahr beinhaltete das Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten Erträge aus dem Rückkauf von Hybridanleihen in Höhe von €113.291 Tausend abzüglich Transaktionskosten (Nominale von € 357.806 Tausend).

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Im Ergebnis aus Finanzinvestitionen sind Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Finanzanlagebestands (Held-to-Maturity), aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren sowie aus Unternehmensanteilen enthalten. Darunter befinden sich Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Unternehmen.

in € Tausend 2013 2012
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren 2.883 888
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 321 - 174
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 2.562 1.062
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 28.941 - 691
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 22.086 - 22.274
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 51.027 21.583
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren 25.908 155.168
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 7.011 73.410
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 18.897 81.758
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 11 163.045
Gesamt 57.743 318.410

Im Vorjahr brachte der Verkauf von Anleihen aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand der Konzernzentrale ein Veräußerungsergebnis von € 163.045 Tausend.

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Tausend 2013 2012
Personalaufwand - 1.631.667 - 1.600.595
Löhne und Gehälter1 - 1.243.347 - 1.208.589
Soziale Abgaben - 302.054 - 293.153
Freiwilliger Sozialaufwand - 41.515 - 40.813
Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne - 10.719 - 8.998
Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne - 576 - 3.966
Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 9.465 - 15.866
Aufwendungen für andere langfristig fällige Leistugen - 3.529 - 969
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 2.140 0
Aufwendungen für das Share Incentive Program (SIP) - 1.057 - 7.364
Aufwendungen für zukünftige Bonuszahlungen - 17.264 - 20.876
Sachaufwand - 1.276.926 - 1.256.815
Raumaufwand - 347.045 - 352.350
IT-Aufwand - 268.644 - 257.501
Kommunikationsaufwand - 81.276 - 89.548
Rechts- und Beratungsaufwand - 108.555 - 116.733
Werbe- und Repräsentationsaufwand - 121.134 - 101.959
Einlagensicherung - 95.762 - 93.208
Büroaufwand - 34.016 - 29.943
Kfz-Aufwand - 22.195 - 22.404
Sicherheitsaufwand - 44.584 - 46.447
Reiseaufwand - 24.163 - 23.875
Ausbildungsaufwand - 19.738 - 16.103
Sonstiger Sachaufwand - 109.814 - 106.743
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 430.912 - 400.693
Sachanlagen - 177.923 - 188.199
Immaterielle Vermögenswerte - 219.365 - 179.072
Vermietete Leasinganlagen - 33.624 - 33.422
Gesamt - 3.339.506 - 3.258.103

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Die im Rechts- und Beratungsaufwand enthaltenen Honorare für die Wirtschaftsprüfer der RBI AG und der Tochterunternehmen gliedern sich in Aufwendungen für die Wirtschaftsprüfung in Höhe von € 8.801 Tausend (2012: € 8.427 Tausend) sowie in Aufwendungen für die Steuerberatung und zusätzliche Beratungsleistungen in Höhe von € 4.840 Tausend (2012: € 4.682 Tausend). Davon entfielen auf den Konzernabschlussprüfer für die Abschlussprüfungen € 2.556 Tausend (2012: € 2.418 Tausend) und für andere Beratungsleistungen € 1.222 Tausend (2012: € 1.885 Tausend).

Die Abschreibungen für die im Zuge von Erstkonsolidierungen aktivierten immateriellen Vermögenswerte betrafen die planmäßigen Abschreibungen des Kundenstocks und beliefen sich auf € 3.916 Tausend (2012: € 7.352 Tausend).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte enthalten Wertminderungen von €69.894 Tausend (2012: € 37.122 Tausend), überwiegend für ein Software-Projekt in der Tschechischen Republik und für Filialgebäude in Russland.

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Tausend 2013 2012
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 27.696 44.695
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 553.992 721.054
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 526.296 - 676.359
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 281 8.912
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 69.656 80.442
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 69.937 - 71.530
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 31.753 32.780
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 34.086 22.952
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 15.574 - 8.979
Sonstige Steuern - 266.113 - 189.690
davon Bankenabgaben und Finanztransaktionssteuer - 197.071 - 157.102
Wertminderungen von Firmenwerten - 2.948 - 38.463
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 0 0
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen 4.195 19.374
Negative Zinsen - 33 0
Sonstige betriebliche Erträge 91.488 59.928
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 51.685 - 53.545
Gesamt - 147.415 - 102.035

Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet Wertminderungen von Firmenwerten in Höhe von € 2.948 Tausend, die bei Konzerneinheiten in der Tschechischen Republik, Ungarn und Belarus vorgenommen wurden. 2012 waren Wertminderungen von Firmenwerten im Ausmaß von €38.463 Tausend insbesondere für Konzerneinheiten in der Ukraine, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Ungarn enthalten.

(10) Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Im Berichtsjahr schieden aufgrund von Wesentlichkeit drei Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus. Des Weiteren wurden ein Tochterunternehmen infolge Verkaufs und jeweils ein Tochterunternehmen infolge Stilllegung bzw. Liquidation endkonsolidiert. Das Ergebnis aus diesen Endkonsolidierungen belief sich auf minus € 6.465 Tausend (2012: plus € 12.137 Tausend).

(11) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Tausend 2013 2012
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 263.512 - 264.049
Inland 20.239 - 16.317
Ausland - 283.751 - 247.733
Latente Steuern1 31.801 - 21.321
Gesamt - 231.711 - 285.370

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Die RBI AG und acht ihrer inländischen Tochterunternehmen sind Mitglied einer steuerlichen Gruppe, als deren Gruppenträger die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft fungiert.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen Jahresüberschuss und effektiver Steuerbelastung:

in € Tausend 2013 2012
Jahresüberschuss vor Steuern1 834.657 1.037.363
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr zum inländischen Ertragsteuersatz von 25 Prozent - 208.664 - 259.341
Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze 101.195 60.555
Steuerminderung aufgrund von steuerbefreiten Beteiligungs- und steuerbefreiten sonstigen Erträgen 45.391 52.106
Steuermehrungen aufgrund von nicht abzugsfähigen Aufwendungen - 99.737 - 81.783
Sonstige Veränderungen1 - 69.896 - 56.906
Effektive Steuerbelastung1 - 231.711 - 285.370
Steuerquote in Prozent1 27,8 27,5

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Die sonstigen Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus steuerlich nicht aktivierbaren Verlusten und Steuerumlagen.

(12) Gewinn je Aktie

in € Tausend 2013 2012
Konzern-Jahresüberschuss 557.336 729.692
Abzüglich Dividende Partizipationskapital - 200.000 - 200.000
Adaptierter Konzern-Jahresüberschuss 357.336 529.692
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien in Tausend 194.948 194.859
Gewinn je Aktie in € 1,83 2,72

Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Gewinns je Aktie fand daher nicht statt.

Erläuterungen zur Bilanz

(13) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Tausend
2013 2012
Barreserve 6.674.226 6.556.723
Handelsaktiva 7.990.145 10.516.717
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 3.628.264 7.519.622
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 407.571 277.250
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.954.310 2.719.843
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 6.357.600 8.348.221
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 150.068 158.203
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 6.207.532 8.190.018
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5.035 4.935
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.905.296 455.940
Anteile an sonstigen verbundenen Unternehmen 404.105 338.233
Sonstige Beteiligungen 66.252 117.707
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.434.939 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Kredite und Forderungen 99.071.433 102.017.421
Forderungen an Kreditinstitute 22.243.221 22.323.046
Forderungen an Kunden 80.634.618 83.298.327
Sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 1.799.069 2.037.945
Kreditrisikovorsorgen - 5.605.475 - 5.641.897
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.219.807 4.596.495
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.219.807 4.551.298
Angekaufte Forderungen 0 45.197
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 573.004 701.663
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 573.004 701.663
Sonstige Aktiva 2.843.266 2.917.907
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.843.266 2.917.907
Aktiva gesamt 130.639.813 136.116.023
Passiva nach Bewertungskategorien
in € Tausend 2013 2012
Handelspassiva 5.455.766 9.176.113
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 4.278.676 7.798.924
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 10.045
Leerverkauf von Handelsaktiva 551.459 622.164
Emittierte Zertifikate 625.631 744.980
Finanzielle Verbindlichkeiten 111.342.320 111.868.331
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.104.866 30.186.449
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.436.636 66.297.151
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.411.146 10.812.467
Nachrangkapital 3.636.812 3.056.925
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.752.861 1.515.338
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.612.277 3.357.758
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.121.500 2.477.634
Nachrangkapital 490.777 880.124
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 132.536 119.933
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente
Rückstellungen
132.536
733.116
119.933
720.996
Eigenkapital 10.363.798 10.872.893
Passiva gesamt 130.639.813 136.116.023

(14) Barreserve

in € Tausend 2013 2012
Kassenbestand 2.508.670 2.284.449
Guthaben bei Zentralbanken 4.165.556 4.272.275
Gesamt 6.674.226 6.556.723

(15) Forderungen an Kreditinstitute

in € Tausend 2013 2012
Giro- und Clearinggeschäft 2.563.784 1.923.107
Geldmarktgeschäft 16.627.131 17.757.296
Kredite an Banken 2.623.960 2.129.981
Angekaufte Forderungen 192.588 157.205
Leasingforderungen 175 395
Forderungspapiere 235.584 355.317
Gesamt 22.243.221 22.323.301

Von den angekauften Forderungen in Höhe von € 192.588 Tausend zählen € 192.588 Tausend zur Bewertungskategorie Kredite und Forderungen (2012: € 156.949 Tausend), der Bewertungskategorie Held-to-Maturity sind keine angekauften Forderungen zugeordnet (2012: € 255 Tausend).

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Inland 8.297.340 10.046.024
Ausland 13.945.881 12.277.277
Gesamt 22.243.221 22.323.301

(16) Forderungen an Kunden

in € Tausend 2013 2012
Kreditgeschäft 51.926.456 53.802.987
Geldmarktgeschäft 4.403.067 4.182.057
Hypothekarforderungen 19.114.884 21.018.084
Angekaufte Forderungen 1.442.344 1.073.785
Leasingforderungen 2.933.520 2.908.987
Forderungspapiere 814.347 357.369
Gesamt 80.634.618 83.343.269

Die angekauften Forderungen der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen betragen € 1.442.344 Tausend (2012: € 1.028.844 Tausend). Der Bewertungskategorie Held-to-Maturity sind keine angekauften Forderungen zugeordnet (2012: € 44.941 Tausend).

in € Tausend 2013 2012
Öffentlicher Sektor 1.647.511 1.387.000
Firmenkunden – Große Firmenkunden1 49.319.989 52.250.067
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.089.211 3.271.514
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.755.815 23.489.033
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.822.092 2.945.655
Gesamt 80.634.618 83.343.269

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Inland 7.224.427 8.399.306
Ausland 73.410.191 74.943.963
Gesamt 80.634.618 83.343.269

(17) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden nach konzerneinheitlichen Standards gebildet und decken alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Angaben zur Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen finden sich im Risikobericht. Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Tausend 2013 2012
Kreditinstitute 118.162 157.719
Öffentlicher Sektor 6.146 11.336
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.836.613 2.835.571
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 531.049 387.434
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.776.866 1.881.331
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 336.639 368.507
Gesamt 5.605.475 5.641.897

Die Forderungen sowie die Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel II stellen sich wie folgt dar:

2013
in € Tausend
Fair Value Buchwert Einzelwertbe
richtige Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Portfolio-Wert
berichtigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 22.167.673 22.243.221 148.678 111.447 6.715 22.125.059
Öffentlicher Sektor 1.504.727 1.647.511 27.903 5.115 1.031 1.641.365
Firmenkunden – Große Firmenkunden 44.830.968 49.299.772 4.814.452 2.579.769 257.065 46.462.937
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.582.349 3.089.211 556.252 497.748 33.301 2.558.162
Retail-Kunden – Privatpersonen 22.587.996 23.776.034 2.341.968 1.617.694 159.172 21.999.167
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.518.638 2.822.092 462.536 309.813 26.604 2.485.675
Gesamt 96.192.351 102.877.841 8.351.789 5.121.587 483.889 97.272.366
2012
in € Tausend
Fair Value Buchwert Einzelwertbe
richtige Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Portfolio-Wert
berichtigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 22.225.565 22.323.301 200.037 145.805 11.914 22.165.582
Öffentlicher Sektor 1.237.968 1.387.000 56.692 11.336 0 1.375.664
Firmenkunden – Große Firmenkunden 49.204.748 52.249.552 4.410.079 2.540.068 295.502 49.413.981
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.912.388 3.271.514 607.980 361.864 25.570 2.884.080
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.967.758 23.489.548 2.179.351 1.420.135 461.196 21.608.217
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.666.858 2.945.655 421.110 259.699 108.808 2.577.148
Gesamt 100.215.287 105.666.570 7.875.250 4.738.907 902.990 100.024.672

Wertgeminderte Finanzinstrumente

2013 Wertminderungen und Sicherheiten
in € Tausend Einzelwert
berichtigte Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Einzelwertberichtigte
Aktiva nach
EWB-Abzug
Sicherheiten für
einzelwert
berichtigte Aktiva
Zinsen auf
einzelwert
berichtigte Aktiva
Kreditinstitute 148.678 111.447 37.231 25.283 228
Öffentlicher Sektor 27.903 5.115 22.788 22.380 1.721
Firmenkunden – Große Firmenkunden 4.814.452 2.579.769 2.234.683 1.392.743 98.182
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 556.252 497.748 58.504 292.795 18.849
Retail-Kunden – Privatpersonen 2.341.968 1.617.694 724.274 587.888 74.766
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 462.536 309.813 152.723 64.127 7.765
Sonstige 0 0 0 0 0
Gesamt 8.351.789 5.121.587 3.230.203 2.385.215 201.511

EWB Einzelwertberichtigungen

2012 Wertminderungen und Sicherheiten
in € Tausend Einzelwert
berichtigte Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Einzelwertberichtigte
Aktiva nach
EWB-Abzug
Sicherheiten für
einzelwert
berichtigte Aktiva
Zinsen auf
einzelwert
berichtigte Aktiva
Kreditinstitute 200.037 145.805 54.232 154 160
Öffentlicher Sektor 56.692 11.336 45.356 0 3.077
Firmenkunden – Große Firmenkunden 4.410.079 2.540.068 1.870.011 1.118.896 110.234
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 607.980 361.864 246.116 213.670 20.280
Retail-Kunden – Privatpersonen 2.179.351 1.420.135 759.216 678.392 63.779
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 421.110 259.699 161.411 184.326 7.831
Sonstige 0 0 0 0 0
Gesamt 7.875.250 4.738.907 3.136.342 2.195.438 205.361

EWB Einzelwertberichtigungen

(18) Handelsaktiva

in € Tausend 2013 2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.954.310 2.719.843
Refinanzierungsfähige Schuldtitel öffentlicher Stellen 1.321.466 1.070.506
Sonstige Schuldtitel öffentlicher Stellen 605.762 742.960
Anleihen und Schuldverschreibungen sonstiger Emittenten 2.027.082 906.378
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 407.571 277.250
Aktien und vergleichbare Wertpapiere 382.840 255.635
Investmentfonds-Anteile 21.163 7.333
Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.568 14.282
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.219.217 6.816.197
Zinssatzgeschäft 2.559.487 6.000.512
Wechselkursgeschäft 579.790 690.416
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 59.334 106.630
Kreditderivatgeschäft 10.274 14.992
Sonstiges Geschäft 10.332 3.647
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 2
Gesamt 7.581.097 9.813.293

Als Sicherheit gestellte Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, werden in den jeweils angeführten Wertpapierkategorien ausgewiesen. Weitere Details sind im Punkt (39) Übertragene Vermögenswerte (Pensionsgeschäfte) dargestellt.

(19) Derivative Finanzinstrumente

in € Tausend 2013 2012
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 543.598 697.885
Zinssatzgeschäft 543.598 697.885
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow Hedge 6.305 3.779
Zinssatzgeschäft 593 0
Wechselkursgeschäft 5.712 3.779
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Net Investment Hedge 23.101 21.324
Wechselkursgeschäft 23.101 21.324
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 51 1.206
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 408.996 680.894
Zinssatzgeschäft 269.346 548.071
Wechselkursgeschäft1 139.651 132.663
Sonstiges Geschäft 0 160
Gesamt 982.052 1.405.088

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Soweit die Bedingungen für Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente in der Funktion von Sicherungsinstrumenten mit ihrem Marktwert (Dirty Price) ausgewiesen. Grundgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sind Forderungen an Kunden und verbriefte Verbindlichkeiten, die gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden sollen. Die Buchwertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte in IAS 39 Fair Value Hedge sind in den jeweiligen Bilanzposten enthalten.

In diesem Posten werden auch die positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente gezeigt, die weder zu Handelszwecken gehalten werden noch ein Sicherungsinstrument für einen Fair Value Hedge gemäß IAS 39 darstellen.

Nachstehend die Zeitbänder, in denen die abgesicherten Cash-Flows aus Vermögenswerten zu erwarten sind und die Gesamtergebnisrechnung beeinflussen werden:

in € Tausend 2013 2012
1 Jahr 386.155 139
1 bis 5 Jahre 1.424.405 3.335
Mehr als 5 Jahre 3.414.260 273.014

(20) Wertpapiere und Beteiligungen

In diesem Posten sind zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere (Held-to-Maturity) und langfristig gehaltene strategische Unternehmensanteile enthalten.

in € Tausend 2013 2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 12.862.278 12.741.316
Refinanzierungsfähige Schuldtitel öffentlicher Stellen 7.453.473 6.456.392
Sonstige Schuldtitel öffentlicher Stellen 3.214.637 3.923.146
Anleihen und Schuldverschreibungen sonstiger Emittenten 2.173.835 2.341.446
Geldmarktpapiere 0 0
Sonstige 20.333 20.333
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 150.068 158.203
Aktien 27.924 30.020
Investmentfonds-Anteile 118.858 124.893
Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.287 3.290
Unternehmensanteile 470.357 455.941
Anteile an verbundenen Unternehmen 404.105 338.233
Sonstige Beteiligungen 66.252 117.707
Gesamt 13.482.703 13.355.459

Als Sicherheit gestellte Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, werden in den jeweils angeführten Wertpapierkategorien ausgewiesen. Weitere Details sind im Punkt (39) Übertragene Vermögenswerte (Pensionsgeschäfte) dargestellt.

Der Buchwert der Wertpapiere, die in die Kategorie Held-to-Maturity umgegliedert wurden, betrug zum Zeitpunkt der Reklassifizierung € 452.188 Tausend. Davon entfielen auf Reklassifizierungen im Jahr 2008€ 371.686 Tausend und auf solche im Jahr 2011€ 80.502 Tausend. Zum 31. Dezember 2013 betrugen der Buchwert € 163.427 Tausend und der beizulegende Zeitwert € 166.148 Tausend. 2013 wurden Erträge aus den reklassifizierten Wertpapieren in Höhe von € 7.470 Tausend (2012: € 12.074 Tausend) erfasst. Wäre von der Reklassifizierung kein Gebrauch gemacht worden, hätte dies zu einem Verlust in Höhe von € 345 Tausend geführt (2012: Gewinn von € 13.122 Tausend).

Der Buchwert der Wertpapiere, die in die Kategorie Kredite und Forderungen umgegliedert wurden, betrug zum Zeitpunkt der Reklassifizierung im Jahr 2008€ 1.559.682 Tausend. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Buchwert € 89.006 Tausend.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Unternehmensanteile, bei denen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, belaufen sich auf € 61.850 Tausend (2012: € 61.345 Tausend).

Bei der Raiffeisenbank a.s., Prag, besteht zwischen der RBI AG und dem Mitaktionär ein Syndikatsvertrag. Dieser Syndikatsvertrag regelt insbesondere Vorkaufsrechte zwischen den direkten und indirekten Gesellschaftern. Bei einem Kontrollwechsel – auch infolge eines Übernahmeangebots – endet der Syndikatsvertrag automatisch. Die mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) abgeschlossene Aktionärsvereinbarung betreffend die Priorbank JSC, Minsk, sieht für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft vor, dass der EBRD ein Optionsrecht zum Verkauf aller ihrer an der Priorbank gehaltenen Aktien an die Gesellschaft zusteht.

(21) Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen

in € Tausend 2013 2012
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5.035 4.935

Die Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend Bilanz Betriebs Jahresüberschuss/- Eigen
summe erträge fehlbetrag nach Steuern kapital
Raiffeisen Banca pentru Locuinte S.A., Bukarest (RO) 90.066 4.307 366 15.021

Bei den oben genannten Informationen handelt es sich um vorläufige Zahlen des laufenden Geschäftsjahres. Weitere Informationen betreffend assoziierte Unternehmen finden sich im Punkt (58) Beteiligungsübersicht.

(22) Immaterielle Vermögenswerte

in € Tausend 2013 2012
Firmenwerte 544.163 557.607
Software 545.326 565.634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 159.220 197.770
davon Marke 111.447 118.999
davon Kundenbeziehungen 35.280 41.609
Gesamt 1.248.709 1.321.011

Die Position "Software" enthält zugekaufte Software in Höhe von € 464.773 Tausend (2012: € 485.979 Tausend) sowie selbst erstellte Software in Höhe von € 80.553 Tausend (2012: € 79.654 Tausend).

Firmenwerte

Der Buchwert der Firmenwerte sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen von Firmenwerten haben sich nach Zahlungsmittel generierenden Einheiten entwickelt wie nachfolgend dargestellt. Die wesentlichen Firmenwerte resultieren aus folgenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL), Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), ZAO Raiffeisenbank, Moskau (RBRU), Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (RBAL) und Raiffeisenbank a.s., Prag (RBCZ). Diese entwickelten sich wie folgt:

Entwicklung der Firmenwerte

2013
in € Tausend AVAL RBAL RBCZ RBPL RBRU Andere Gesamt
Stand 1.1. 0 50.850 40.700 175.052 266.325 24.680 557.607
Zugänge 0 0 0 25.600 0 1.173 26.773
Wertminderungen 0 0 0 0 0 - 2.948 - 2.948
Wechselkursänderungen 0 - 221 - 3.377 - 2.329 - 29.351 - 1.990 - 37.269
Stand 31.12. 0 50.628 37.323 198.323 236.974 20.915 544.163
Bruttobetrag 226.079 56.403 37.323 198.323 236.974 41.242 796.344
Kumulierte Wertminderungen - 226.079 - 5.775 0 0 0 - 20.326 - 252.181
2012
in € Tausend AVAL RBAL RBCZ RBPL RBRU Andere Gesamt
Stand 1.1. 29.138 52.650 39.697 0 257.171 29.801 408.456
Zugänge 0 0 0 174.170 0 2.946 177.116
Wertminderungen - 28.476 0 0 0 0 - 9.986 - 38.463
Wechselkursänderungen - 661 - 1.801 1.004 882 9.154 1.919 10.497
Stand 31.12. 0 50.850 40.700 175.052 266.325 24.680 557.607
Bruttobetrag 236.899 56.650 40.700 175.052 266.325 41.487 817.113
Kumulierte Wertminderungen - 236.899 - 5.800 0 0 0 - 16.807 - 259.507

Im Jahr 2013 ergab sich bei der Raiffeisen Bank Polska S.A. eine Anpassung des Firmenwertes in Höhe von € 25.600 Tausend aufgrund neuer Informationen und Fakten, die während des Bewertungszeitraumes bekannt wurden. Im Jahr 2012 wurden auf Konzernebene Wertminderungen von Firmenwerten in Höhe von € 38.463 Tausend vorgenommen. Die größte Wertminderung (€ 29.138 Tausend) erfolgte bei der ukrainischen Raiffeisen Bank Aval JSC aufgrund der Konjunkturprognosen für die Ukraine und einer Erhöhung des Diskontsatzes (Bonitätsherabstufung in der Ukraine und höherer Schätzwert der Risikoprämie für Aktien). 2013 wurden Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 2.948 Tausend bei Konzerneinheiten in der Tschechischen Republik, Ungarn und Belarus vorgenommen.

Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts

Die Firmenwerte werden am Ende jedes Geschäftsjahres auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft, indem der erzielbare Betrag jeder Zahlungsmittel generierenden Einheit, die einen Firmenwert ausweist, mit deren Buchwert verglichen wird. Der Buchwert entspricht dem Nettovermögen unter Berücksichtigung des Firmenwerts sowie sonstiger immaterieller Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfasst worden sind. Darüber hinaus und im Einklang mit IAS 36 werden Firmenwerte auch unterjährig auf Werthaltigkeit überprüft, falls ein Wertminderungsgrund vorliegt.

Erzielbarer Betrag

Die RBI ermittelte im Geschäftsjahr 2013 den erzielbaren Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheiten auf Grundlage des Nutzungswerts und verwendete dazu ein Dividend-Discount-Modell. Das Dividend-Discount-Modell reflektiert die spezifischen Besonderheiten des Bankgeschäfts unter anderem auch im Hinblick auf die aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Mithilfe dieses Modells wird der Barwert der erwarteten zukünftigen Dividenden ermittelt, die nach Einhaltung der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen an die Anteilseigner ausgeschüttet werden können.

Das Dividend-Discount-Modell verwendet dafür Dividendenprognosen auf Grundlage eines 5-jährigen Planungszeitraumes. Die über den im Detail geplanten Fünfjahreszeitraum hinausgehenden potenziellen Dividenden werden mit ihrem Barwert, einer unbegrenzten Laufzeit und unter Berücksichtigung einer nachhaltig erwarteten Wachstumsrate ermittelt. Liegt der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, so ergibt sich eine Wertminderung in Höhe der Differenz, welche in der Erfolgsrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst ist.

Wesentliche Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Annahmen, die für die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verwendet wurden.

2013
Zahlungsmittel generierende Einheiten RBAL RBCZ RBPL RBRU
Diskontierungszinssätze (nach Steuern) 14,7% – 17,6% 10,0% – 10,6% 10,7% – 12,3% 13,7% – 16,4%
Wachstumsraten in Phase I und II 7,8% n.a. n.a. 15,1%
Wachstumsraten in Phase III 5,9% 3,3% 5,5% 6,9%
Planungshorizont 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre

Im Jahr 2012 verwendete die RBI den Nettoveräußerungswert (Fair Value less Costs of Disposal) zur Bestimmung des erzielbaren Betrages unter Verwendung folgender wesentlicher Parameter:

2012
Zahlungsmittel generierende Einheiten RBAL RBCZ RBPL RBRU
Diskontierungszinssätze (nach Steuern) 12,5% – 16,8% 9,9% – 12,4% 10,4% – 12,8% 13,7% – 17,9%
Wachstumsraten in Phase I und II 1,4% 17,8% n.a. 1,9%
Wachstumsraten in Phase III 4,0% 2,5% 3,0% 6,1%
Planungshorizont 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre

Der Nutzungswert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit hängt von zahlreichen Parametern ab, primär von der Höhe und dem Verlauf der zukünftigen Dividenden, vom Diskontierungszinssatz sowie von der nominellen Wachstumsrate in der Verstetigungsphase. Die angewandten Diskontierungszinssätze wurden in Anlehnung an das Capital-Asset-Pricing Modell ermittelt: Sie setzten sich aus einem risikolosen Zinssatz sowie einem Risikozuschlag für die Übernahme unternehmerischen Risikos zusammen, wobei sich dieser Risikozuschlag aus dem Produkt der nach dem Sitzland der Einheit unterschiedlichen Marktrisikoprämie mal Betafaktor für das verschuldete Unternehmen bestimmt. Die Werte für den risikolosen Zinssatz und die Marktrisikoprämie wurden mit Hilfe externer Quellen festgelegt. Das Risikomaß Betafaktor wurde aus einer Vergleichsgruppe von in West- und Osteuropa tätigen Kreditinstituten ermittelt. Da die vorhin angeführten Zinssatzparameter Einschätzungen des Marktes repräsentieren, sind sie nicht stabil und könnten bei einer Veränderung auch die Höhe der Abzinsungsfaktoren beeinflussen.

Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der wesentlichen Planungsannahmen für jede Zahlungsmittel generierende Einheit sowie eine Beschreibung des Managementansatzes zur Bestimmung der zu jeder wesentlichen Annahme zugewiesenen Werte unter Berücksichtigung einer Risikoeinschätzung.

Zahlungsmittel generierende Einheiten Wesentliche Annahme Managementansatzes Risikoeinschätzung
RBPL polnischen Markt. Stringentes.
effizienter zu gestalten.
Polen ist ein Kernmarkt der Gruppe in dem
stärkeres Wachstum unter Berücksichtigung der
Risikopolitik forciert wird.Nach der Fusion mit
der Polish Polbank EFG S.A. (Polbank).
Etablierung als starke Universalbank auf dem
Kostenmanagement um die fusionierte Bank
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen. Makroökonomische
Annahmen der Researchabteilung wurden mit
externen Datenquellen verglichen und die 5
Jahrespläne wurden dem Vorstand präsentiert.
Überdies wurde die erste Planungsphase von
den lokalen Aufsichtsräten genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Mögliche negative Auswirkungen
durch veränderte lokale Kapitalanforderungen.
Druck auf Zinsspannen durch stärkere
Konkurrenz.
RBRU Engagement im Retail Sektor.
Kostenmanagement.
Russland ist ein Kernmarkt der Gruppe in dem
stärkeres Wachstum unter Berücksichtigung der
Risikopolitik forciert wird. RBRU stärkeres
Einnahmenstärkung durch höhere Zinsspanne im
Retailbereich und cross selling Initiativen.
Gleichzeitiger Fokus auf Effizienz und
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen.
Makroökonomische Annahmen der
Researchabteilung wurden mit externen
Datenquellen verglichen und die 5 Jahrespläne
wurden dem Vorstand präsentiert. Überdies
wurde die erste Planungsphase von den lokalen
Aufsichtsräten genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Starke Abhängigkeit von Rohstoffen.
Mögliche negative Auswirkungen durch
veränderte lokale Kapitalanforderungen. Druck
auf Zinsspannen durch stärkere Konkurrenz.
RBAL Kostenmanagement. Erweiterung der Produktpalette im Retailbereich
(Zahlungsverkehr ; Versicherungen; etc ).
Darüber hinaus stärkerer Fokus auf aktivseitiges
Kundengeschäft und daraus resultierender
Anstieg der Einnahmen sowohl aus
Zinsgeschäft als auch aus Provisionsgeschäften.
Weitere Effizienzsteigerung und
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen.
Makroökonomische Annahmen der
Researchabteilung wurden mit externen
Datenquellen verglichen und die 5 Jahrespläne
wurden dem Vorstand präsentiert. Überdies
wurde die erste Planungsphase von den lokalen
Aufsichtsräten genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Mögliche negative Auswirkungen
durch veränderte lokale Kapitalanforderungen.
Druck auf Zinsspannen und Provisionsertrag
durch aggressivere Marktteilnehmer.
RBCZ Tschechien ist ein Kernmarkt der Gruppe in dem
selektives Wachstum angestrebt wird.
Ergebnisverbesserung durch verstärkte Nutzung
alternativer Vertriebskanäle und zusätzlichen
Beratungsdienstleistungen. Stabile
Kostenentwicklung wird angenommen.
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen. Makroökonomische
Annahmen der Researchabteilung wurden mit
externen Datenquellen verglichen und die 5
Jahrespläne wurden dem Vorstand präsentiert.
Überdies wurde die erste Planungsphase von
den lokalen Aufsichtsräten genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Mögliche negative Auswirkungen
durch veränderte lokale Kapitalanforderungen.
Druck auf Zinsspannen durch stärkere
Konkurrenz.

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau RBRU: ZAO Raiffeisenbank, Moskau RBAL: Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag

Sensitivitätsanalyse

Um die Stabilität der Ergebnisse der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte zu testen, wurde basierend auf den oben angeführten Prämissen eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Aus mehreren Möglichkeiten wurden für diese Analyse die Eigenkapitalkosten und die Verminderung der Wachstumsrate als relevante Parameter ausgewählt. Die nachstehend angeführte Übersicht veranschaulicht, um welches Ausmaß sich der Eigenkapitalkostensatz erhöhen bzw. die nachhaltige Wachstumsrate verringern könnten, ohne dass der Nutzungswert (Value in Use) der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter den jeweiligen Buchwert (Eigenkapital zuzüglich Firmenwert) absinkt.

2013
Maximale Sensitivität1 RBAL RBCZ RBPL RBRU
Erhöhung des Diskontsatzes 0,3 PP 2,2 PP 0,8 PP 7,9 PP
Verminderung der Wachstumsrate in Phase III 1,3 PP 3,8 PP 1,2 PP 17,0 PP

1 Die jeweilige maximale Sensitivität bezieht sich auf die Veränderung der ewigen Rente.

Die Vergleichswerte für das Jahr 2012 auf Basis des Nettoveräußerungswerts stellen sich wie folgt dar:

2012
Maximale Sensitivität1
RBAL RBCZ RBPL RBRU
Erhöhung des Diskontsatzes 5,3 PP 1,5 PP 0,8 PP 2,8 PP
Verminderung der Wachstumsrate in Phase III 9,7 PP 3,9 PP 3,2 PP 9,5 PP

1 Die jeweilige maximale Sensitivität bezieht sich auf die Veränderung der ewigen Rente.

Die erzielbaren Beträge alle anderen Einheiten waren entweder wesentlich höher als der Buchwert oder immateriell.

Marke

Unternehmen des Konzerns verwenden zur Unterscheidung ihrer Dienstleistungen von Mitbewerbern Warenzeichen (Marken). Gemäß IFRS 3 werden Marken erworbener Unternehmen gesondert unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" bilanziert. Es wurde eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen, sodass keine planmäßige Abschreibung erfolgt. Die Marken werden jährlich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte für jede Zahlungsmittel generierende Einheit und zusätzlich immer dann, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, auf Werthaltigkeit getestet.

Die RBI hat ausschließlich bei der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL), und bei der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), Markenrechte aktiviert. Die Buchwerte der Marken sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen der Marken haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2013
in € Tausend RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 49.092 69.907 118.999
Zugänge 0 0 0
Wertminderungen 0 0 0
Währungsdifferenzen - 4.359 - 3.193 - 7.552
Stand 31.12. 44.733 66.715 111.447
Bruttobetrag 44.733 66.715 111.447
Kumulierte Wertminderungen 0 0 0
2012
in € Tausend RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 0 71.531 71.531
Zugänge 47.951 0 47.951
Wertminderungen 0 0 0
Währungsdifferenzen 1.141 - 1.623 - 482
Stand 31.12. 49.092 69.907 118.999
Bruttobetrag 49.092 69.907 118.999
Kumulierte Wertminderungen 0 0 0

Der Wert der Marke der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL), wurde mithilfe eines kostenorientierten Bewertungsverfahrens (Comparable Historical Cost Approach) ermittelt, da zum Zeitpunkt der Kaufpreisallokation weder unmittelbar vergleichbare Transaktionen noch ein Markt mit beobachtbaren Preisen vorlagen. Als Datenbasis für das kostenorientierte Bewertungsverfahren wurde die Dokumentation der Aufwendungen der letzten Jahre für Marketing im Zusammenhang mit den Marken der Gruppe herangezogen. Die in den Jahren 2013 und 2012 vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfungen führten zu keiner Wertminderung.

Der Wert der Marke Polbank wurde mithilfe eines ertragswertorientierten Bewertungsverfahrens (Relief from Royalty Method) ermittelt, da zum Zeitpunkt der Kaufpreisallokation weder unmittelbar vergleichbare Transaktionen noch ein Markt mit beobachtbaren Preisen vorlagen. Die zugrunde liegende Prämisse dieser Methode ist, dass der beizulegende Wert der Marke dem Barwert der Lizenzgebühren entspricht. Die im Jahr 2013 vorgenommene Werthaltigkeitsprüfung führte zu keiner Wertminderung.

Kundenbeziehungen

Werden im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses Kundenverträge und die damit in Beziehung stehenden Kundenbeziehungen erworben, werden diese getrennt vom Firmenwert bilanziert, wenn sie auf vertraglichen oder sonstigen Rechten beruhen. Die erworbenen Unternehmen erfüllen die Kriterien für die getrennte Bilanzierung von nicht vertraglichen Kundenbeziehungen für bestehende Kunden. Die Wertermittlung des Kundenstocks erfolgt mithilfe der Residualmethode (Multi-Period Excess Earnings Method) auf Basis zukünftiger Erträge und Aufwendungen, die dem Kundenstock zugeordnet werden können. Die Prognose basiert auf Planungsrechnungen für die entsprechenden Jahre.

2013
in € Tausend RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 16.128 25.481 41.609
Zugänge 0 0 0
Abschreibungen - 1.675 - 2.159 - 3.834
Wertminderungen 0 0 0
Währungsdifferenzen - 1.332 - 1.164 - 2.495
Stand 31.12. 13.122 22.159 35.280
Bruttobetrag 15.746 43.170 58.916
Kumulierte Wertminderungen - 2.624 - 21.011 - 23.636
2012
in € Tausend RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 0 33.943 33.943
Zugänge 16.879 0 16.879
Abschreibungen - 1.135 - 2.312 - 3.447
Wertminderungen 0 - 3.432 - 3.432
Währungsdifferenzen 384 - 2.718 - 2.334
Stand 31.12. 16.128 25.481 41.609
Bruttobetrag 17.280 45.236 62.516
Kumulierte Wertminderungen - 1.152 - 19.755 - 20.907

Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der Kundenbeziehungen der Raiffeisenbank Aval JSC, Kiew (AVAL), wurde im Geschäftsjahr keine Wertminderung ermittelt. 2012 kam es hingegen zu einer Wertminderung von € 3.432 Tausend, die den zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angesetzten Kundenstock für den Geschäftsbereich Corporate Customers betraf.

Der Werthaltigkeitstest der Kundenbeziehungen der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), hat im Jahr 2013 keine Wertminderung identifiziert.

(23) Sachanlagen

in € Tausend 2013 2012
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 711.804 721.830
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 207.531 149.950
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 398.679 428.861
Vermietete Leasinganlagen 276.544 296.255
Gesamt 1.594.558 1.596.896

Der Marktwert der sonstigen Grundstücke und Gebäude (Investment Property) beträgt € 209.414 Tausend (2012: € 151.657 Tausend).

(24) Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte 2.440.828 41 - 90.318 225.030 - 103.863 - 116 2.471.602
Firmenwerte 817.113 0 - 47.542 26.773 0 0 796.344
Software 1.357.852 41 - 34.113 193.461 - 103.233 59.204 1.473.212
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 265.863 0 - 8.663 4.796 - 630 - 59.320 202.046
Sachanlagen 2.787.165 91.058 - 110.754 252.200 - 170.785 116 2.849.000
Betrieblich genutzte Grundstücke und
Gebäude
960.386 17.371 - 40.758 47.694 - 23.688 7.416 968.421
Sonstige Grundstücke und Gebäude 173.727 72.314 - 11.648 25.503 - 4.204 - 18.019 237.673
davon Grundwert der bebauten
Grundstücke
13.542 0 - 258 161 0 0 13.445
Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie sonstige Sachanlagen
1.269.830 1.373 - 48.723 136.048 - 84.485 84 1.274.127
Vermietete Leasinganlagen 383.222 0 - 9.625 42.955 - 58.408 10.635 368.779
Gesamt 5.227.993 91.099 - 201.072 477.230 - 274.648 0 5.320.602
Zu- und Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwert
in € Tausend Kumuliert davon
Zuschreibungen
davon
Abschreibungen
31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte - 1.222.893 154 - 222.313 1.248.709
Firmenwerte - 252.181 0 - 2.948 544.163
Software - 927.886 154 - 214.175 545.326
Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 42.826 0 - 5.190 159.220
Sachanlagen - 1.254.444 13.857 - 211.547 1.594.558
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude - 256.617 1.421 - 40.859 711.804
Sonstige Grundstücke und Gebäude - 30.142 2.608 - 4.377 207.531
davon Grundwert der bebauten Grundstücke - 6 0 0 13.439
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen - 875.450 9.828 - 132.687 398.679
Vermietete Leasinganlagen - 92.235 0 - 33.624 276.544
Gesamt - 2.477.338 14.011 - 433.860 2.843.266

2013 gab es sowohl bei den immateriellen Vermögenswerten als auch bei den Sachanlagen in Russland und in der Konzernzentrale Einzelinvestitionen, die einen Investitionswert von € 10.000 Tausend überschritten.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in € Tausend Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 1.999.984 284.664 23.184 201.244 - 68.278 30 2.440.828
Firmenwerte 635.255 177.116 4.742 0 0 0 817.113
Software 1.182.429 41.175 18.839 182.910 - 67.480 - 21 1.357.852
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 182.300 66.373 - 397 18.334 - 798 51 265.863
Sachanlagen 2.587.956 78.085 25.051 329.896 - 233.793 - 30 2.787.165
Betrieblich genutzte Grundstücke und
Gebäude
810.536 38.154 8.287 137.832 - 31.821 - 2.602 960.386
Sonstige Grundstücke und Gebäude 138.198 1 - 116 8.129 - 117 27.632 173.727
davon Grundwert der bebauten
Grundstücke
13.670 0 - 128 0 0 0 13.542
Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie sonstige Sachanlagen
1.230.437 39.930 15.071 129.914 - 144.313 - 1.209 1.269.830
Vermietete Leasinganlagen 408.785 0 1.809 54.021 - 57.542 - 23.851 383.222
Gesamt 4.587.940 362.749 48.235 531.140 - 302.071 0 5.227.993
Zu- und Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwert
in € Tausend Kumuliert davon
Zuschreibungen
davon
Abschreibungen
31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte - 1.119.817 0 - 217.535 1.321.011
Firmenwerte - 259.506 0 - 38.463 557.607
Software - 792.218 0 - 167.852 565.634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 68.093 0 - 11.220 197.770
Sachanlagen - 1.190.269 8.271 - 221.621 1.596.896
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude - 238.556 0 - 40.590 721.830
Sonstige Grundstücke und Gebäude - 23.777 0 - 4.719 149.950
davon Grundwert der bebauten Grundstücke - 6 0 0 13.536
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen - 840.969 8.269 - 142.890 428.861
Vermietete Leasinganlagen - 86.967 2 - 33.422 296.255
Gesamt - 2.310.086 8.271 - 439.156 2.917.907

2012 gab es sowohl bei den immateriellen Vermögenswerten als auch bei den Sachanlagen in Russland, in der Tschechischen Republik und in der Konzernzentrale Einzelinvestitionen, die einen Investitionswert von € 10.000 Tausend überschritten.

(25) Sonstige Aktiva

in € Tausend 2013 2012
Steuerforderungen 601.338 505.416
Laufende Steuerforderungen 112.379 51.924
Latente Steuerforderungen 488.959 453.492
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 92.742 103.275
Rechnungsabgrenzungsposten 231.729 215.088
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 387.532 553.337
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 79.699 48.822
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 55.536 64.131
Vorräte 146.937 137.942
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 15.734 11.277
Übrige Aktiva 187.822 398.658
Gesamt 1.799.069 2.037.945

Die latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Latente Steuerforderungen 488.959 453.492
Rückstellungen für latente Steuern - 28.601 - 25.993
Saldo latenter Steuern 460.358 427.499

Der Saldo latenter Steuern stammt aus folgenden Posten:

in € Tausend 2013 2012
Forderungen an Kunden 135.478 141.848
Kreditrisikovorsorgen 172.214 190.979
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12.895 10.222
Sonstige Aktiva 10.144 9.724
Rückstellungen 64.586 43.676
Handelspassiva 13.508 15.379
Sonstige Passiva 64.583 69.742
Steuerliche Verlustvorträge 189.493 206.749
Übrige Bilanzposten 194.901 60.287
Latente Steueransprüche 857.802 748.606
Forderungen an Kreditinstitute 7 1.784
Forderungen an Kunden 35.990 42.576
Kreditrisikovorsorgen 68.418 61.598
Handelsaktiva 4.839 20.495
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 83.074 93.202
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 467 756
Rückstellungen 28 81
Sonstige Passiva 3.958 3.067
Übrige Bilanzposten 200.663 97.548
Latente Steuerverpflichtungen 397.444 321.106
Saldo latenter Steuern 460.358 427.499

Im Konzernabschluss sind aktivierte Vorteile in Höhe von € 189.493 Tausend (2012: € 206.749 Tausend) aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen enthalten. Die Verlustvorträge sind zum überwiegenden Teil zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 155.766 Tausend (2012: € 111.132 Tausend) wurden nicht aktiviert, weil ihre Nutzung aus heutiger Sicht in angemessener Zeit nicht realisierbar erscheint.

(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Tausend 2013 2012
Giro- und Clearinggeschäft 3.558.755 3.524.042
Geldmarktgeschäft 20.104.115 18.275.848
Langfristige Refinanzierungen 6.441.996 8.386.559
Gesamt 30.104.866 30.186.449

Die RBI refinanziert sich regelmäßig bei internationalen Geschäftsbanken und multinationalen Entwicklungsbanken, in deren Kreditverträgen geschäftsübliche Ownership Clauses enthalten sind. Diese Klauseln erlauben den Vertragspartnern eine außerordentliche Kündigung bei einem Wechsel der direkten oder indirekten Kontrolle über die RBI AG, z. B. bei Wegfall der mehrheitlichen Beteiligung der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft an der RBI AG. Dies kann zu erhöhten Refinanzierungskosten in der RBI führen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Inland 16.775.156 13.597.606
Ausland 13.329.710 16.588.843
Gesamt 30.104.866 30.186.449

(27) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Tausend 2013 2012
Sichteinlagen 32.390.300 30.045.874
Termineinlagen 31.223.158 34.004.747
Spareinlagen 2.823.178 2.246.530
Gesamt 66.436.636 66.297.151

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Tausend 2013 2012
Öffentlicher Sektor 820.198 1.078.614
Firmenkunden – Große Firmenkunden 31.439.453 29.071.946
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.418.526 2.495.368
Retail-Kunden – Privatpersonen 27.058.857 29.139.762
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 4.279.701 3.893.733
Sonstige 419.901 617.727
Gesamt 66.436.636 66.297.151

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Inland 5.619.030 5.577.733
Ausland 60.817.606 60.719.417
Gesamt 66.436.636 66.297.151

(28) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Tausend 2013 2012
Begebene Schuldverschreibungen 11.060.732 12.767.128
Begebene Geldmarktpapiere 427.950 368.123
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 43.963 154.850
Gesamt 11.532.646 13.290.102

In der folgenden Tabelle sind begebene Schuldverschreibungen angeführt, deren Nominale € 200.000 Tausend beträgt oder übersteigt:

Emittent ISIN Typ Währung Nominale in € Tausend Kupon Fälligkeit
RBI AG XS0412067489 Senior staatsgarantiert EUR 1.500.000 3,6% 5.2.2014
RBI AG XS0584381544 Senior öffentliche Platzierung EUR 1.000.000 3,6% 27.1.2014
RBI AG XS0803117612 Senior öffentliche Platzierung EUR 750.000 2,8% 10.7.2017
RBI AG XS0989620694 Senior öffentliche Platzierung EUR 500.000 1,9% 8.11.2018
RBI AG XS0753479525 Senior öffentliche Platzierung EUR 499.200 2,9% 6.3.2015
RBI AG XS0903449865 Senior öffentliche Platzierung EUR 250.000 0,8% 19.3.2015
in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidier
ungskreis
Zuführungen Auflösungen Verbrauch Umbuchungen,
Währungs
differenzen
Stand
31.12.2013
Abfertigungen und
Ähnliches
65.546 - 70 7.301 - 52 - 2.787 - 1.285 68.654
Pensionen 27.574 0 1.360 0 - 3.649 18 25.302
Steuern 109.031 1.012 79.522 - 21.865 - 70.003 - 4.828 92.868
Laufende 83.038 - 4 66.856 - 13.819 - 69.916 - 1.887 64.268
Latente 25.993 1.016 12.666 - 8.046 - 87 - 2.941 28.601
Garantien und
Bürgschaften 151.342 0 56.948 - 79.954 - 1.055 - 8.099 119.182
Offene Rechtsfälle 54.244 - 9 10.871 - 9.775 - 949 - 693 53.691
Unverbrauchter
Urlaub 55.862 0 8.674 - 5.342 - 37 - 2.025 57.132
Bonuszahlungen 194.193 0 208.397 - 24.700 - 137.555 - 9.597 230.737
Restrukturierung 15.800 0 219 - 2.409 - 4.217 - 561 8.831
Sonstige 47.403 - 739 95.905 - 43.265 - 21.981 - 606 76.717
Gesamt 720.996 195 469.197 - 187.363 - 242.232 - 27.677 733.116

(29) Rückstellungen

Die Abfertigungen und Ähnliches enthalten Vorsorgen für Jubiläumsgelder und andere Leistungen in Höhe von € 16.954 Tausend (2012: € 15.393 Tausend) und Verpflichtungen aus anderen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Sinne von IAS 19R in Höhe von € 51.700 Tausend (2012: € 50.153 Tausend).

Die RBI ist in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich im Rahmen der Ausübung von Bankgeschäften ergeben, erwartet jedoch nicht, dass diese Rechtsfälle die Finanzlage des Konzerns erheblich beeinträchtigen. Im Berichtsjahr beliefen sich die Rückstellungen für offene Rechtsfälle konzernweit auf €56.639 Tausend (2012: € 54.244 Tausend). Nennenswerte Einzelfälle, die € 10.000 Tausend überschreiten, gab es in der Slowakei und in der Ukraine.

Verpflichtungen für Pensionen und aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die leistungsorientierten Pensionspläne und andere Vorsorgeleistungen stellen sich in der RBI wie folgt dar:

  • Leistungsorientierte Pensionspläne in Österreich und in anderen Ländern
  • Andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Österreich und anderen Ländern
  • Diese leistungsorientierten Pensionspläne und sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzen die RBI versicherungstechnischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Marktrisiko (Investitionsrisiko) aus.

Finanzierung

Bei den Pensionen gibt es unterschiedliche Pläne: zu 100 Prozent nicht über einen Fonds finanziert, teilweise über einen Fonds finanziert und zu 100 Prozent über einen Fonds finanziert. Die teilweise und die zu 100 Prozent über einen Fonds finanzierten Pensionspläne werden durchwegs über die Valida Pension AG finanziert. Die Valida Pension AG ist eine Pensionskasse und unterliegt im Besonderen den Bestimmungen des Pensionskassengesetzes (PKG) und des Betriebspensionsgesetzes (BPG).

Die RBI erwartet für 2014 eine Beitragszahlung zu den leistungsorientierten Plänen in Höhe von € 452 Tausend.

Pensionsverpflichtungen/leistungsorientierte Pläne

Finanzierungsstatus

in € Tausend 2013 2012
Barwert der Verpflichtungen (DBO) 38.206 40.876
Zeitwert des Planvermögens - 12.904 - 13.314
Nettoschulden/Nettovermögen 25.302 27.562

Die leistungsorientierten Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend 2013 2012
Barwert der Verpflichtungen 1.1. 40.876 35.986
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Währungsdifferenzen – Barwert der Verpflichtungen 0 0
Laufender Dienstzeitaufwand 1.217 914
Zinsaufwand 1.433 1.533
Zahlungen - 1.515 - 178
Nettoübertragungen - 443 - 499
Neubewertungen - 3.362 3.121
Barwert der Verpflichtungen 31.12. 38.206 40.876

Das Planvermögen entwickelte sich wie folgt:

in € Tausend 2013 2012
Planvermögen 1.1. 13.314 12.673
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Währungsdifferenzen – Planvermögen 0 0
Zinsertrag 468 574
Beiträge zum Planvermögen 493 639
Zahlungen aus dem Planvermögen - 1.023 - 87
Nettoübertragungen - 407 - 628
Ergebnis aus dem Planvermögen exklusive Zinsertrag 59 144
Planvermögen 31.12. 12.904 13.314

Die Rendite auf das Planvermögen betrug 2013 € 526.670 Tausend (2012: € 718.179 Tausend). Der Marktwert aller bilanzierten Rückerstattungsrechte belief sich 2013 auf € 12.537 Tausend (2012: € 11.375 Tausend).

Struktur des Planvermögens

Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:

in Prozent 2013 2012
Schuldverschreibungen 53 55
Aktien 35 33
Alternative Investment-Instrumente 4 4
Immobilien 4 5
Bargeld 4 3
Gesamt 100 100
davon eigene Finanzinstrumente 6 1
davon selbst genutzte Immobilien oder andere vom Unternehmen genutzte Vermögenswerte 0 0

Im Berichtsjahr wurden die meisten Instrumente des Planvermögens auf einem aktiven Markt gehandelt, weniger als 10 Prozent waren nicht auf einem aktiven Markt notiert.

Asset-Liability-Matching

In der Valida Pension AG ist ein Asset-/Risikomanagement-Prozess (ARM-Prozess) installiert. Gemäß diesem Prozess wird einmal im Jahr ausgehend von der passivseitigen Struktur der Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG), die sich wiederum aus der Bilanz ergibt, die Risikotragfähigkeit jeder VRG evaluiert. Von dieser Risikotragfähigkeit wird die Veranlagungsstruktur der VRG abgeleitet. Bei der Definition der Veranlagungsstruktur werden auch definierte und dokumentierte Wünsche des Kunden mit berücksichtigt.

Die definierte Veranlagungsstruktur wird in VRG 60 und VRG 7, in denen die rückgestellten Beträge der RZB/RBI veranlagt werden, mit einem Konzept-Investment umgesetzt. Dies bedeutet, dass die Gewichtung von vordefinierten Asset-Klassen im Rahmen von Bandbreiten nach objektiven Kriterien erfolgt, die sich aus Markttrends ableiten lassen. In Stressphasen wird zudem eine Absicherung der Aktienkomponente vorgenommen.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die der Berechnung der leistungsorientierten Nettoverpflichtung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen:

in Prozent 2013 2012
Diskontierungszinssatz 3,5 3,5
Steigerungssatz für Pensionsbemessungsgrundlagen 3,0 3,0
Steigerungssatz für künftige Pensionen 2,0 2,0

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung der leistungsorientierten Nettoverpflichtung zugrunde gelegte Lebenserwartung:

Jahre 2013 2012
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren – Männer 20,7 20,5
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren – Frauen 24,2 24,3
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für 45-jährige Männer 23,1 23,2
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für 45-jährige Frauen 26,4 26,5

2013 betrug die gewichtete Duration der Nettopensionsverpflichtung 16,0 Jahre.

Sensitivitätsanalyse

Tritt bei einer der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen eine Änderung ein, während die anderen Annahmen konstant bleiben, würden sich die Vorsorgeverpflichtungen zum Bilanzstichtag wie folgt verändern:

2013
in € Tausend Zunahme Abnahme
Diskontierungszinssatz (1 Prozent Veränderung) - 4.035 5.095
Künftige Gehaltssteigerung (0,5 Prozent Veränderung) 496 - 474
Künftige Pensionssteigung (0,25 Prozent Veränderung) 684 - 654
Verbleibende Lebenserwartung (Veränderung 1 Jahr) 1.058 - 1.149

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der Zahlungsströme im Rahmen des Plans nicht berücksichtigt, ermöglicht diese Darstellung zumindest eine Annäherung.

Verpflichtungen aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die anderen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend 2013 2012
Barwert der Verpflichtungen 1.1. 50.153 46.569
Konsolidierungskreisänderungen 0 342
Währungsdifferenzen – Barwert der Verpflichtungen 0 - 13
Laufender Dienstzeitaufwand 3.146 4.082
Zinsaufwand 1.656 1.849
Zahlungen - 2.736 - 5.447
Verlust/Gewinn aus nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand - 31 0
Übertragungen - 89 0
Neubewertungen - 400 2.770
Barwert der Verpflichtungen 31.12. 51.700 50.153

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die der Berechnung von anderen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen:

in Prozent 2013 2012
Diskontierungszinssatz 3,5 3,5
Künftige Gehaltssteigerung für Dienstnehmer 3,0 3,0

Sensitivitätsanalyse

Tritt bei einer der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen eine Änderung ein, während die anderen Annahmen konstant bleiben, würden sich die Vorsorgeverpflichtungen zum Bilanzstichtag wie folgt verändern:

2013
in € Tausend Zunahme Abnahme
Diskontierungszinssatz (1 Prozent Veränderung) - 5.175 6.153
Künftige Gehaltssteigerung (0,5 Prozent Veränderung) 2.937 - 2.717

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der Zahlungsströme im Rahmen des Plans nicht berücksichtigt, ermöglicht diese Darstellung zumindest eine Annäherung.

Personalaufwand

Detailangaben zum Personalaufwand (Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne, Aufwendungen für andere Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) sind im Punkt (8) Verwaltungsaufwendungen dargestellt.

(30) Handelspassiva

in € Tausend 2013 2012
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4.026.804 7.447.054
Zinssatzgeschäft 2.452.611 5.862.841
Wechselkursgeschäft 591.954 731.818
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 840.545 834.976
Kreditderivatgeschäft 8.442 12.892
Sonstiges Geschäft 133.252 4.528
Leerverkauf von Handelsaktiva 551.459 622.164
Emittierte Zertifikate 625.631 744.980
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 10.045
Gesamt 5.203.894 8.824.242

(31) Derivative Finanzinstrumente

in € Tausend 2013 2012
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 104.123 117.030
Zinssatzgeschäft 104.123 117.030
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow Hedge 28.413 2.903
Zinssatzgeschäft 1.478 1.268
Wechselkursgeschäft 26.935 1.635
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 279 854
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 251.593 351.017
Zinssatzgeschäft 214.910 310.448
Wechselkursgeschäft 36.581 40.416
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 0 5
Sonstiges Geschäft 102 148
Gesamt 384.408 471.804

Soweit die Bedingungen für Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente in ihrer Funktion als Sicherungsinstrumente mit ihrem Marktwert (Dirty Price) ausgewiesen. Grundgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sind Forderungen an Kunden, Verbindlichkeiten an Kreditinstitute und verbriefte Verbindlichkeiten, die gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden sollen.

Nachstehend die Zeitbänder, in denen die abgesicherten Cash-Flows aus Verbindlichkeiten zu erwarten sind und die Gesamtergebnisrechnung beeinflussen werden:

in € Tausend 2013 2012
1 Jahr 2.119.904 2.017.103
1 bis 5 Jahre 22.864 6.185
Mehr als 5 Jahre 33.366 93.452

Der Nettoverlust in Höhe von € 16.364 Tausend (2012: Nettoverlust von € 1.245 Tausend) im Zusammenhang mit dem effektiven Teil des Cash-Flow Hedges wurde im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

(32) Sonstige Passiva

in € Tausend 2013 2012
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 98.465 96.063
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 320.343 196.973
Rechnungsabgrenzungsposten 266.530 268.994
Dividendenverbindlichkeiten 778 688
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 551.721 514.941
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 39.393 47.939
Übrige Passiva1 475.632 389.741
Gesamt 1.752.861 1.515.338

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Versicherungsverträge

Das Versicherungsgeschäft der RBI umfasst Pensionsprodukte in Russland. Aufgrund der damit verbundenen Sterblichkeitsrisiken und ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen ergibt sich die Notwendigkeit der Anwendung des IFRS 4 zur Bilanzierung der daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Alle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsprodukten werden gemäß IAS 39 bilanziert.

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Veränderung von Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen:

in € Tausend 2013 2012
Buchwert 1.1. 196.973 114.912
Zugänge 135.487 74.049
Inanspruchnahmen - 6.143 - 2.373
Sonstige Veränderungen 0 0
Wechselkursänderungen - 21.708 0
Ertrag aus Kapitalanlagen 15.734 10.385
Effekt aus dem Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten 0 0
Buchwert 31.12. 320.343 196.973

Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen müssen regelmäßig geprüft und eingeschätzt werden, ob die ausgewiesenen Rückstellungen angemessen sind (Liability Adequacy Test). Dieser Angemessenheitstest bestimmt auf Basis des Vergleichs mit den geschätzten zukünftigen Cash-Flows, ob der Buchwert der Versicherungsverpflichtungen erhöht werden muss. 2013 ergab sich aufgrund des Angemessenheitstests keine Erhöhung.

Darstellung der Risiken aus dem Versicherungsgeschäft

Sterblichkeitsrisiken – Die Pensionsprodukte setzen die RBI aufgrund der Möglichkeit unvorhersehbarer Verluste infolge der Langlebigkeit der Polizzeninhaber einem Versicherungsrisiko aus. Der wichtigste Faktor dafür ist eine ständige Verbesserung der medizinischen Leistungen und sozialen Bedingungen in Russland, die sich positiv auf die Lebenserwartung auswirkt.

Ermessensabhängige Überschussbeteiligung – Die Pensionsprodukte beinhalten ermessensabhängige Überschussbeteiligungen, die dazu führen können, dass die RBI den Kunden mehr als das vertragliche Minimum auszahlt auszahlen muss.

Sonstige Risiken – Die russische Gesetzgebung legt Pensionsraten anhand föderal erhobener demografischer Daten fest. Diese unterliegen daher einem gewissen Grad an Unsicherheit. Das Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiko ist hingegen im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen unwesentlich.

Sensitivitätsanalyse (nur Versicherungsverträge betreffend)

In der folgenden Tabelle ist der Effekt aus der Veränderung der Sterblichkeitsrate der Versicherungsnehmer auf den Jahresüberschuss vor Steuern der RBI dargestellt:

Veränderung des Ergebnisses vor Steuern
in € Tausend 2013 2012
Sterbewahrscheinlichkeit (Verschlechterung um 50%) 23.300 71.597

Eine Verbesserung der Sterblichkeitsannahme um 50 Prozent entspricht einer Verlängerung der erwarteten ausstehenden Lebenszeit nach der Pensionierung um drei bis sieben Jahre, abhängig vom geschlechtsspezifischen Alter jeder Gruppe.

(33) Nachrangkapital

in € Tausend 2013 2012
Hybrides Kapital 451.413 450.112
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.370.910 3.182.714
Ergänzungskapital 305.265 304.224
Gesamt 4.127.589 3.937.049

Nachfolgende Tabelle enthält nachrangige Kreditaufnahmen, die 10 Prozent des Gesamtbetrags an Nachrangkapital übersteigen:

Emittent ISIN Typ Währung Nominale in € Tausend Kupon1 Fälligkeit
RBI AG XS0619437147 Nachrangkapital EUR 500.000 6,625% 18.5.2021
RBI AG XS0981632804 Nachrangkapital EUR 500.000 6,000% 16.10.2023

1 Derzeitiger Zinssatz, es sind jedoch Zinsänderungsklauseln vereinbart.

Im Berichtsjahr entstanden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von € 194.914 Tausend (2012: € 211.144 Tausend).

(34) Eigenkapital

in € Tausend 2013 2012
Konzern-Eigenkapital 9.321.638 9.424.058
Gezeichnetes Kapital 594.591 594.591
Partizipationskapital 2.500.000 2.500.000
Kapitalrücklagen 2.575.162 2.574.025
Gewinnrücklagen1 3.651.885 3.755.442
Konzern-Jahresüberschuss1 557.336 729.692
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 484.824 719.143
Gesamt 10.363.798 10.872.893

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf das Kapitel "Eigenkapitalveränderungsrechnung" verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2013 betrug das Grundkapital der RBI AG gemäß Satzung € 596.291 Tausend. Das Grundkapital besteht aus 195.505.124 nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien). Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 594.591 Tausend.

Partizipationskapital

Das von der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft emittierte und im Zuge der Verschmelzung in die RBI AG übertragene Partizipationskapital im Sinn des § 23 (4) und (5) BWG beträgt € 2.500.000 Tausend. Dieses Kapital steht auf Unternehmensdauer zur Verfügung und ist durch den Partizipationskapitalgeber nicht kündbar. Die Zahlung der ersten Tranche in Höhe von € 750.000 Tausend erfolgte per 30. Dezember 2008. Die Zahlung der zweiten Tranche über € 1.750.000 Tausend erfolgte zum 6. April 2009. Die Partizipationsscheine wurden zu 100 Prozent des Nennwerts ausgegeben. Mit ihnen ist ein Gewinnberechtigungsanspruch von grundsätzlich 8 Prozent pro Jahr vom Nennwert der Partizipationsscheine verbunden. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 erhöht sich die Partizipationsdividende um jeweils 50 Basispunkte, für das Geschäftsjahr 2016 um 75 Basispunkte sowie für jedes folgende Geschäftsjahr um jeweils 100 Basispunkte. Als Obergrenze gilt der 12-Monats-EURIBOR plus 1.000 Basispunkte.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Der Erwerb eigener Aktien dient im Wesentlichen der Abdeckung der von der RBI eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP) gegenüber Vorstandsmitgliedern und leitenden Mitarbeitern. Diese Bonuszahlungen werden in Form von Aktien der Gesellschaft abgewickelt.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand weiters, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG zum Zweck des Wertpapierhandels für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert für die zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 298.145 Tausend durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Weg des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend auszugeben, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258 Tausend verbunden ist. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis dato wurden jedoch keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258 Tausend durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung würde nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben worden wären, von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen würden.

Genussrechtskapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 9. Juni 2009 ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Dabei gilt, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von € 600.000 Tausend aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit Raiffeisen International zum 10. Oktober 2010 sind die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft untergegangen. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von € 600.000 Tausend, das zur Gänze von der RZB gezeichnet worden war. Bis dato wurden keine weiteren Genussrechte ausgegeben.

Dividendenvorschlag

Der Vorstand hat am 17. Februar 2014 beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 die Ausschüttung einer Dividende von €1,02 je Aktie zu empfehlen – dies entspricht unter Berücksichtigung der Anfang 2014 ausgegebenen dividendenberechtigten 97.473.914 Stück neuen Aktien einer maximalen Ausschüttungssumme von € 298.839 Tausend – und den verbleibenden Rest des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.

Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien

Stückzahl 2013 2012
Anzahl der ausgegebenen Aktien 1.1. 195.505.124 195.505.124
Eigene Aktien im Bestand 1.1. 557.295 943.771
Erwerb eigener Aktien 0 0
Abgang eigener Aktien 0 - 386.476
Abzüglich: eigene Aktien im Bestand 31.12. 557.295 557.295
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 31.12. 194.947.829 194.947.829

Aktienbasierte Vergütung

Im Jahr 2013 kam es zu keinem Abreifen einer Tranche des Aktienvergütungsprogramms, weil im Jahr 2010 wegen der Verschmelzung von Raiffeisen International mit den Geschäftsbereichen der RZB AG keine SIP-Tranche begeben wurde. Weiters wurde 2011 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Laufzeit des Programms auf fünf Jahre verlängert, weshalb es erst im Jahr 2016 zum Abreifen der nächsten SIP-Tranche kommen wird.

Im Rahmen des SIP wurde seit 2011 jährlich – so auch 2013 – eine neue Tranche begeben. Zum Bilanzstichtag waren daher jeweils bedingte Aktien für derzeit drei Tranchen zugeteilt. Per 31. Dezember 2013 belief sich die Anzahl dieser bedingten Aktien auf 987.740 (davon entfielen 215.032 auf die Zuteilung 2011, 406.040 auf die Zuteilung 2012 und 366.668 auf die Zuteilung 2013). Die ursprünglich bekanntgegebene Anzahl an bedingt zugeteilten Aktien veränderte sich durch diverse Personalwechsel in den Konzerneinheiten. Sie ist in folgender Tabelle aggregiert dargestellt:

Share Incentive Program (SIP) 2011 – 2013
Personengruppe
Anzahl bedingt zugeteilter Aktien
per 31.12.2013
Mindestzuteilung
Aktien
Maximalzuteilung
Aktien
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft 331.706 99.512 497.559
Vorstandsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Bank
Tochterunternehmen
422.217 126.665 633.325
Führungskräfte der Gesellschaft und sonstiger mit ihr verbundene
Unternehmen
233.817 70.145 350.726

Im Jahr 2013 wurden keine Aktien für das SIP-Programm zurückgekauft.

Angaben zu Finanzinstrumenten

(35) Restlaufzeitengliederung

2013
in € Tausend
Täglich fällig bzw.
ohne Laufzeit
Bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 Jahr bis
5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Barreserve 6.674.226 0 0 0 0
Forderungen an Kreditinstitute 3.290.762 14.920.181 1.922.818 1.337.770 771.689
Forderungen an Kunden 7.823.404 13.897.015 12.872.693 27.902.140 18.139.366
Kreditrisikovorsorgen - 5.605.475 0 0 0 0
Handelsaktiva 420.513 1.238.814 1.140.165 2.941.105 1.840.500
Wertpapiere und Beteiligungen 563.881 4.097.375 1.828.912 5.916.139 1.076.397
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5.035 0 0 0 0
Restliche Aktiva 3.520.616 738.707 287.443 722.367 355.254
Aktiva gesamt 16.692.961 34.892.093 18.052.031 38.819.521 22.183.207
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.238.759 14.871.307 2.560.350 6.105.246 2.329.202
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 34.937.602 16.784.803 9.117.412 3.571.244 2.025.574
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.869.705 1.202.476 6.884.669 575.796
Handelspassiva 510.574 426.448 536.886 2.084.274 1.645.712
Nachrangkapital 0 23.326 69.322 413.404 3.621.537
Restliche Passiva 1.642.687 533.225 388.572 205.043 100.859
Zwischensumme 41.329.622 35.508.814 13.875.019 19.263.880 10.298.680
Eigenkapital 10.363.798 0 0 0 0
Passiva gesamt 51.693.420 35.508.814 13.875.019 19.263.880 10.298.680
2012
in € Tausend
Täglich fällig bzw.
ohne Laufzeit
Bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 Jahr bis
5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Barreserve 6.556.723 0 0 0 0
Forderungen an Kreditinstitute 2.567.799 14.952.852 2.293.785 1.574.021 934.845
Forderungen an Kunden 8.283.828 14.731.118 14.092.732 27.417.770 18.817.821
Kreditrisikovorsorgen - 5.641.897 0 0 0 0
Handelsaktiva 321.057 1.281.240 1.221.758 3.247.685 3.741.552
Wertpapiere und Beteiligungen 558.435 5.665.224 1.492.837 4.637.498 1.001.465
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 4.935 0 0 0 0
Restliche Aktiva 3.497.784 1.153.542 254.581 872.594 582.439
Aktiva gesamt 16.148.664 37.783.976 19.355.693 37.749.569 25.078.121
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.961.979 13.094.207 2.800.094 7.979.405 2.350.764
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 31.951.260 17.432.967 10.857.474 3.750.175 2.305.275
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.173.897 2.071.309 8.559.836 485.059
Handelspassiva 539.401 631.797 676.046 3.305.247 3.671.751
Nachrangkapital 11.794 30.639 468.191 3.426.424
Restliche Passiva 1.460.665 905.356 250.807 56.369 34.940
Zwischensumme 37.913.306 34.250.018 16.686.370 24.119.223 12.274.213
Eigenkapital 10.872.893 0 0 0 0
Passiva gesamt 48.786.199 34.250.018 16.686.370 24.119.223 12.274.213

(36) Fremdwährungsvolumina

Im Konzernabschluss sind die folgenden auf fremde Währung lautenden Vermögenswerte und Schulden enthalten:

in € Tausend 2013 2012
Aktiva 62.674.328 68.270.672
Passiva 51.018.210 56.110.923

(37) Auslandsaktiva/-passiva

Die Vermögenswerte mit Vertragspartnern außerhalb Österreichs stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Aktiva 108.409.668 108.493.932
Passiva 82.410.215 82.859.617

(38) Verbriefungen

RBI als Originator

Verbriefungen stellen eine besondere Form der Refinanzierung und der Platzierung von Risiken aus Krediten oder Leasingverträgen auf Basis von Portfolios bei Kapitalmarktinvestoren dar. Ziel der von der RBI abgeschlossenen Verbriefungen ist es, die regulatorischen Eigenmittel auf Konzernebene zu entlasten und zusätzliche Refinanzierungsquellen zu nutzen.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine neuen Verbriefungsprogramme mit externen Investoren aufgesetzt. Im Folgenden werden die noch aktiven Verbriefungsprogramme aus Vorjahren kurz erläutert:

  • Die 2012 erfolgte Verbriefung von Fahrzeug-Leasingverträgen der polnischen Leasingtochter durch die Übertragung von Forderungen an eine externe, nicht vom Konzern kontrollierte Spezialgesellschaft im Rahmen eines von der WestLB gesponserten Compass Asset Backed Commercial Paper ("ABCP")-Programms ist auch 2013 weiterhin aktiv, sodass im Wesentlichen durch die Verbriefung zusätzliche Refinanzierungsquellen genutzt werden können. Das im Konzern verbleibende "First Loss Piece" beträgt 15 Prozent, die Forderungen sind zum Ultimo 2013 mit € 88 Millionen im Konzern-Reporting beinhaltet.
  • 2012 erfolgte eine synthetische Verbriefung von Firmenkundenforderungen, Wertpapieren und Garantien der Konzernzentrale mit großteils konzernintern gehaltenen und teils extern platzierten Tranchen, letztere im Volumen von € 47.000 Tausend.
  • Erwähnenswert ist schließlich eine extern platzierte Verbriefung von "Diversified Payment Rights" der ZAO Raiffeisenbank, Moskau, in Höhe von €126.894 Tausend. Die dabei im Vergleich zum Vorjahr eingetretene Veränderung ist auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen. Die Laufzeit der hier begebenen Tranche Serie 2012-A endet im Mai 2017, jene der Serien 2012-B und 2012-C im Mai 2019.

Die 2008 geschlossenen True-Sale-Transaktionen (Warehousing) ROOF Bulgaria 2008-1 und ROOF Romania 2008-1 waren 2012 zur Gänze konzernintern platziert und wurden in 2013 beendet.

Für die aus Fahrzeug-Leasingverträgen bestehende True-Sale-Transaktion ROOF Poland 2008-1 beträgt das Gesamtvolumen der Forderungen per 31. Dezember 2013€ 3.373 Tausend (2012: € 27.741 Tausend). Die Veränderung der Buchwerte ist auf das Abreifen des Portfolios (Ende 2014) und auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen.

Die synthetische Verbriefung ROOF CEE 2006-1 wurde im August 2013 vorzeitig beendet. Die nicht ausgebuchten Forderungen im Zusammenhang mit diesem Verbriefungsprogramm hatten zum Jahresende 2012 € 63.098 Tausend betragen.

Im Rahmen weiterer synthetischer Verbriefungen hat die RBI an den so genannten JEREMIE-Programmen in Bulgarien, Rumänien (ROOF Romania bzw. Bulgaria SME 2011-1) und ab 2013 auch in der Slowakei (ROOF Slovakia SME 2013-1) teilgenommen. Durch einen Vertrag der jeweiligen Netzwerkbank mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) soll die Kreditvergabe an Kleinund Mittelbetriebe unterstützt werden, da diese im Rahmen der JEREMIE-Initiative Garantien seitens des EIF erhalten können. Das aktuelle Portfoliovolumen im Programm der JEREMIE-First-Loss-Portfoliogarantien beträgt für das von der Raiffeisenbank S.A., Bukarest, ausgenützte Volumen €115.368 Tausend (2012: € 83.049 Tausend), für das von der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia, ausgenützte Volumen €63.801 Tausend (2012: € 19.571 Tausend) und für das von der Tatra banka a.s., Bratislava, ausgenützte Volumen €845 Tausend.

Erwähnenswert ist schließlich ein 2013 ausgerolltes True-Sale-Verbriefungsprogramm bezüglich eines Portfolios von Retailkrediten der ZAO Raiffeisenbank, Moskau, im Volumen von rund € 125.000 Tausend, das an eine im Konzern gehaltene Zweckgesellschaft verkauft wurde und bei dem sowohl die Senior Tranche als auch das First Loss Piece konzernintern gehalten werden.

Nachstehende Transaktionen mit externen Vertragspartnern für alle oder zumindest einzelne Tranchen wurden bis dato durchgeführt, wobei die angeführten Werte jeweils das Volumen zum Zeitpunkt des Abschlusses darstellen:

in € Tausend Forderungsverkäufer bzw.
Sicherungsnehmer
Ab
schluss
Ende der
Laufzeit
Volumen Portfolio Junior
Tranche
Dezember
2014
True Sale Transaction
ROOF Poland 2008- 1
Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,
Warschau (PL)
Jänner
2008
im
Auslaufen
290.000 Fahrzeug
leasing
1,3%
True Sale Transaction Raiffeisen
Leasing Polska Auto Lease
Securitisation (WestLB sponsored
Compass ABCP Programme)
Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,
Warschau (PL)
Februar
2012
Oktober
2020
141.068 Fahrzeug
leasing
15,0%
Synthetic Transaction
ROOF WESTERN EUROPE CLO -
2012- 1
Raiffeisen Bank International AG,
Wien (AT)
Juli 2012 Juli 2025 996.076 Firmenkredite,
Wertpapiere,
Garantien
0,8%
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Romania SME 2011- 1
Raiffeisenbank S.A., Bukarest (RO) Dezember
2010
Dezember
2023
Garantie bis zu
€ 20,5 Millionen
SME-Forderungen
bis zu € 102,5
Millionen
25,0%
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Bulgaria SME 2011- 1
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) Dezember
2010
August
2020
Garantie bis zu
€ 13 Millionen
SME-Forderungen
bis zu € 65
Millionen
25,0%
Future Flow Securitization
ROOF Russia DPR Finance
Company S.A.
ZAO Raiffeisenbank, Moskau (RUS) Juni 2012 2017 und
2019
126.894 Rechte in
"Diversified Payment
Rights" (DPR)
n/a
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Slovakia SME 2013- 1
Tatra banka a.s., Bratislava (SK) März
2013
Juni 2025 Garantie bis zu
€ 10,5 Millionen
SME-Forderungen
bis zu € 60
Millionen
17,5%

RBI als Investor

Neben der oben erwähnten besonderen Form der Refinanzierung und Platzierung von Risiken aus Krediten oder Leasingverträgen ist die RBI auch als Investor in ABS-Strukturen tätig. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Investments in so genannte Structured Credit Products, Asset-Based Financing und zum Teil auch Diversified Payment Rights. Im Lauf des Geschäftsjahres 2013 kam es hier durch Marktpreisveränderungen zu einem negativen Bewertungsergebnis von rund € 286 Tausend (2012: minus € 4 Millionen) und zu einem realisierten Ergebnis aus Verkäufen von €2.180 Tausend (2012: € 658 Tausend).

Zum 31. Dezember 2013 hatte die RBI folgendes Gesamtexposure an strukturierten Produkten (exklusive CDS):

in € Tausend Aktuelles Nominale Buchwert
Asset-Backed Securities (ABS) 609.363 609.775
Mortgage-Backed Securities (MBS) 55 49
Collateralized Debt Obligations (CDO) 42.196 151
Sonstige 29.586 994
Gesamt 681.199 610.968

Zum 31. Dezember 2012 hatte sich das RBI-Gesamtexposure an strukturierten Produkten (exklusive CDS) wie folgt dargestellt:

in € Tausend Aktuelles Nominale Buchwert
Asset-Backed Securities (ABS) 128.123 128.111
Mortgage-Backed Securities (MBS) 158.376 157.114
Collateralized Debt Obligations (CDO) 70.817 2.793
Sonstige 30.019 1.001
Gesamt 387.335 289.019

(39) Übertragene Vermögenswerte

Pensionsgeschäfte

in € Tausend 2013 2012
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repurchase Agreement)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.220.052 1.257.875
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 743.353 69.336
Gesamt 1.963.405 1.327.211
in € Tausend 2013 2012
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse Repurchase Agreement)
Forderungen an Kreditinstitute 4.664.010 5.130.231
Forderungen an Kunden 1.322.778 2.280.735
Gesamt 5.986.788 7.410.966
in € Tausend 2013 2012
In Pension gegebene Wertpapiere 2.063.472 1.078.908
davon weiterverkauft bzw. verpfändet 713.457 698.843
davon wiederum Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 686.094 698.843
davon wiederum Forderungen 27.363 0
In Pension genommene Wertpapiere 6.299.130 7.491.583
davon Recht des Pensionsnehmers auf Wiederverkauf bzw. Verpfändung 1.244.517 1.437.763
davon wiederum Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.238.393 1.394.362
davon wiederum Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6.123 43.401

Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften wurden Wertpapiere in Höhe von € 5.571.582 Tausend (2012: €2.729.932 Tausend) entliehen und Wertpapiere in Höhe von € 2.956.307 Tausend (2012: € 1.855.151Tausend) verliehen.

Übertragene finanzielle Vermögenswerte

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

31.12.2013 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Tausend Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Handelsaktiva 251.903 668 251.235 205.674 0 205.674
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
251.235 0 251.235 205.674 0 205.674
Kredite und Forderungen 668 668 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
578.981 5.566 573.415 423.637 423 423.214
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 0 0 0 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
578.981 5.566 573.415 423.637 423 423.214
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
0 0 0 0 0 0
Kredite und Forderungen 673.465 673.465 0 109.639 109.639 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
34.324 34.324 0 2.606 2.606 0
Kredite und Forderungen 639.141 639.141 0 107.032 107.032 0
Bis zur Endfälligkeit zu haltende
finanzielle Vermögenswerte
67.784 10.987 56.797 65.289 834 53.588
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
67.784 10.987 56.797 65.289 834 53.588
Gesamt 1.572.133 690.686 881.447 804.238 110.896 682.476
31.12.2012 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheits- leistungen
in € Tausend Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Handelsaktiva 206.772 0 206.772 174.967 0 174.967
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
206.772 0 206.772 174.967 0 174.967
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 551.695 0 551.695 525.827 0 525.827
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
551.695 0 551.695 525.827 0 525.827
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Kredite und Forderungen 362.844 157.061 205.783 309.651 109.651 200.000
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
205.783 0 205.783 200.000 0 200.000
Kredite und Forderungen 157.061 157.061 0 109.651 109.651 0
Bis zur Endfälligkeit zu haltende
finanzielle Vermögenswerte
176.192 0 176.192 176.973 0 176.973
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
176.192 0 176.192 176.973 0 176.973
Gesamt 1.297.504 157.061 1.140.443 1.187.418 109.651 1.077.767

Übertragene, vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte mit anhaltendem Engagement

Im Geschäftsjahr 2013 gab es wie im Vorjahr keine übertragenen, vollständig ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte mit anhaltendem Engagement.

(40) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte

Die folgenden Verbindlichkeiten sind durch in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte besichert:

in € Tausend 2013 2012
Verbindlichkeiten an Kreditinstitute 3.236.873 4.955.878
Verbindlichkeiten an Kunden 71.210 82.537
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0
Übrige Passiva 169.958 180.159
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 1.216 1.309
Gesamt 3.479.257 5.219.884

Folgende Vermögenswerte wurden als Sicherheiten für diese Verbindlichkeiten zur Verfügung gestellt:

in € Tausend 2013 2012
Forderungen an Kreditinstitute 346.344 437.377
Forderungen an Kunden 1.752.507 2.582.799
Handelsaktiva 433.316 424.199
Wertpapiere und Beteiligungen 1.830.723 2.614.553
Gesamt 4.362.889 6.058.927

(41) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

Beträge aus Globalauf
2013 Bruttobetrag Nettobetrag rechnungsvereinbarungen Nettobetrag
bilanzierter saldierter bilanzierter bilanzierter
finanzieller finanzieller finanzieller Finanz Erhaltene
in € Tausend Vermögenswerte Verbindlichkeiten Vermögenswerte instrumente Barsicherheiten
Derivate 3.496.129 39.966 3.456.164 3.063.382 16.311 376.470
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen 8.132.812 0 8.132.812 8.123.543 1.793 7.476
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 11.628.942 39.966 11.588.976 11.186.925 18.104 383.946
2013 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Nettobetrag
in € Tausend bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate 3.268.829 39.966 3.228.863 3.531.310 51.855 - 354.301
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen 1.862.597 0 1.862.597 1.862.758 0 - 161
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 5.131.426 39.966 5.091.460 5.394.068 51.855 - 354.463

Die Vergleichswerte für das Vorjahr konnten nachträglich nicht erstellt werden.

Risikobericht

(42) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt der Konzern sein umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements und stellt die aktuelle Risikoposition für alle materiellen Risiken dar.

Grundsätze des Risikomanagements

Die RBI verfügt über ein System von Risikoprinzipien sowie Risikomessungs- und Überwachungsverfahren. Sie alle dienen dem Ziel, die wesentlichen Risiken aller Banken und Spezialgesellschaften des Konzerns zu kontrollieren und zu steuern. Die Risikopolitik und die Grundsätze des Risikomanagements werden vom Vorstand festgelegt. Zu den Risikogrundsätzen gehören dabei u. a. folgende Prinzipien:

  • Integriertes Risikomanagement: Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken werden als Hauptrisiken konzernweit gesteuert. Dazu werden diese Risiken gemessen, limitiert, aggregiert und den verfügbaren Risikodeckungsmassen gegenübergestellt.
  • Einheitliche Methoden: Um einen konsistenten und kohärenten Risikomanagementansatz zu gewährleisten, werden konzernweit einheitliche Methoden zur Risikobeurteilung und -limitierung eingesetzt. Dieses Vorgehen ist effizient für die Entwicklung von Risikomanagementmethoden und bildet die Grundlage für eine einheitliche Konzernsteuerung in allen Ländern und Geschäftssegmenten.
  • Laufende Planung: Die Risikostrategien und das Risikokapital werden während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet und bewilligt. Wesentliches Augenmerk wird dabei auf die Vermeidung von Risikokonzentrationen gelegt.
  • Unabhängige Kontrolle: Es besteht eine klare personelle und funktionale Trennung zwischen den Geschäfts- und allen Risikomanagement- und Risikocontrollingaktivitäten.
  • Vor- und Nachkalkulation: Risiken werden konsistent im Rahmen des Produktvertriebs und in der risikoadjustierten Performancemessung berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass Geschäfte grundsätzlich nur unter Berücksichtigung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses abgeschlossen und Anreize zum Eingehen hoher Risiken vermieden werden.

Im Einklang mit diesen Grundsätzen werden von den Risikomanagementeinheiten des Konzerns detaillierte Risikostrategien ausgearbeitet, die diese allgemeinen Richtlinien in konkrete Ziele und spezifische Standards überführen. Die übergeordnete Gesamtbankrisikostrategie leitet sich dabei aus der Geschäftsstrategie des Konzerns ab und ergänzt diese um risikorelevante Gesichtspunkte zur geplanten Geschäftsstruktur und zur strategischen Entwicklung. Diese Aspekte umfassen z. B. strukturelle Limits oder Kapitalquotenziele, die in der Budgetierung und im Rahmen der Geschäftsentscheidungen eingehalten werden müssen. Weitere spezifische Ziele für die einzelnen Risikokategorien werden in Detailrisikostrategien festgelegt. So definiert die Kreditrisikostrategie der RBI z. B. Kreditportfoliolimits für einzelne Länder und Segmente und regelt die Kompetenzordnung für Einzelkreditentscheidungen.

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand der RBI stellt die angemessene Organisation und die Weiterentwicklung des Risikomanagements sicher. Er entscheidet über die angewendeten Verfahren zur Identifikation, Messung und Überwachung der Risiken und trifft Steuerungsmaßnahmen anhand der erstellten Auswertungen und Analysen. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch unabhängige Risikomanagementeinheiten sowie spezifische Komitees unterstützt.

Grundsätzlich erfolgt das Risikomanagement im Konzern auf mehreren Stufen. Die RBI AG entwickelt und implementiert die Konzepte in Abstimmung mit der RZB AG als übergeordnetem Kreditinstitut und in Zusammenarbeit mit den einzelnen Tochtereinheiten des Konzerns. Die zentralen Risikomanagementeinheiten sind verantwortlich für die angemessene und geeignete Umsetzung der Risikomanagementprozesse. Sie legen dazu Konzernrichtlinien fest und definieren geschäftsspezifische Vorgaben, Werkzeuge und Vorgehensweisen für alle Gesellschaften des Konzerns.

Zusätzlich existieren in den verschiedenen rechtlichen Konzerneinheiten lokale Risikomanagementeinheiten. Diese implementieren die Risikopolitik in den jeweiligen Risikokategorien und steuern das Geschäft innerhalb der genehmigten Risikobudgets, um die aus der Geschäftspolitik resultierenden Ziele zu erfüllen. Zu diesem Zweck überwachen sie die entstehenden Risiken mithilfe standardisierter Messmethoden und melden diese auch über definierte Reporting-Schnittstellen an zentrale Risikomanagementeinheiten.

Die im Bankwesengesetz geforderte Funktion des zentralen und unabhängigen Risikocontrollings wird durch den organisatorischen Bereich Risk Controlling ausgeübt. Dessen Aufgaben umfassen die Erstellung des konzernweiten und risikokategorieübergreifenden Regelwerks zur Konzernrisikosteuerung und die unabhängige und neutrale Berichterstattung über das Risikoprofil an den Gesamtvorstand und die einzelnen Geschäftsbereichsverantwortlichen. Weiters werden hier das erforderliche Risikokapital für die unterschiedlichen Konzerneinheiten ermittelt und der Ausnutzungsgrad der festgelegten Risikokapitalbudgets zur Beurteilung der Angemessenheit der Kapitalausstattung berechnet.

Risikokomitees

Das Risk Management Committee ist für die laufende Weiterentwicklung und Implementierung der Methoden und Parameter zur Risikomessung und die Verfeinerung der Steuerungsinstrumente zuständig. Das Komitee beurteilt auch die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung einer angemessenen Kapitalausstattung und der entsprechenden Risikolimits. Es bewilligt die verschiedenen Risikomanagement- und -steuerungsaktivitäten (wie z. B. die Allokation von Risikobudgets) und unterstützt den Vorstand bei diesen Tätigkeiten.

Das Market Risk Committee steuert das Marktrisiko aus Handels- und Bankbuchgeschäften und legt die entsprechenden Limits und Verfahren fest. In diese Steuerung fließen insbesondere die Geschäftsergebnisse, die ermittelten Risiken und die gemessene Limitauslastung sowie die Ergebnisse aus Szenarioanalysen und Stresstests betreffend Marktrisiken ein.

Die Credit Committees setzen sich aus Vertretern der Bereiche Markt und Marktfolge zusammen, wobei sich die personelle Besetzung je nach Kundengruppe für Firmenkunden, Finanzinstitute, den öffentlichen Sektor sowie Retail unterscheidet. Sie beschließen die konkreten Kreditvergabekriterien für einzelne Kundensegmente und Länder und treffen im Rahmen des Kreditgenehmigungsprozesses und der rating- und volumenorientierten Kompetenzordnung alle sie betreffenden Kreditentscheidungen.

Das Group Asset/Liability Committee beurteilt und steuert das Bilanzstruktur- und Liquiditätsrisiko und legt die Methodik für das interne Transferpreissystem fest. Es nimmt in diesem Zusammenhang wesentliche Aufgaben betreffend die langfristige Refinanzierungsplanung sowie die Festlegung von Absicherungsmaßnahmen zu strukturellen Zins- und Währungsrisiken wahr.

In den Credit Portfolio Committees erfolgt die Definition der jeweiligen Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente. In diesen Komitees evaluieren Vertreter der Markt- und Risikomanagementeinheiten gemeinsam die Risiken und Potenziale unterschiedlicher Kundengruppen (z. B. Industriezweige, Länder, Privatkundensegmente). Das Kreditportfoliomanagement entwickelt darauf aufbauend Kreditvergaberichtlinien und Limits zur zukünftigen Ausrichtung des Kreditportfolios.

Das Problem Loan Committee (PLC) ist das wesentliche Gremium im Prozess der Beurteilung und Entscheidungsfindung bei Problemkunden. Es umfasst erstrangig Entscheidungsträger (Vorstände der RBI und der RZB), Vorsitzender ist der Chief Risk Officer (CRO) der RBI, weitere stimmberechtigte Mitglieder sind die für die Kundenbereiche verantwortlichen Vorstandsmitglieder, der Chief Financial Officer (CFO) sowie die relevanten Bereichs- und Abteilungsleiter aus Risikomanagement und Workout.

Das Operational Risk Management Committee setzt sich unter dem Vorsitz des CRO sowohl aus Vertretern der Geschäftsbereiche (Retail-, Markt-, und Firmenkunden) als auch aus Vertretern von Compliance, Fraud Management, Internes Kontroll System (IKS), Operations, Human Resources, Security und Risk Controlling zusammen. Dieses Gremium ist mit der Steuerung des operationellen Risikos der RBI Gruppe betraut, um basierend auf dem Risikoprofil und der Geschäftsstrategie eine operationelle Risikostrategie abzuleiten und zu etablieren sowie auf dieser Basis Entscheidungen im Hinblick auf Maßnahmen und Risikoakzeptanz zu treffen.

Qualitätssicherung und Revision

Qualitätssicherung in Bezug auf Risikomanagement bedeutet die Sicherstellung der Integrität, Zuverlässigkeit und Fehlerfreiheit von Prozessen, Modellen, Berechnungsvorgängen und Datenquellen. Dies soll die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben seitens des Konzerns und die Erfüllung höchster Qualitätsanforderungen in Bezug auf die Risikomanagementaktivitäten gewährleisten.

Die Koordination dieser Aspekte erfolgt durch den zentralen Bereich Organisation & Internal Control System, der das interne Kontrollsystem laufend analysiert und – falls daraus Anpassungsbedarf resultiert – auch für die Überwachung der Umsetzung verantwortlich ist.

Zwei wichtige Funktionen in der unabhängigen Prüfung werden durch die Fachbereiche Audit und Compliance wahrgenommen. Der Einsatz einer unabhängigen internen Revision ist eine gesetzliche Vorgabe und zentraler Bestandteil des internen Kontrollsystems. Die Revision überprüft periodisch die gesamten Geschäftsprozesse und trägt damit wesentlich zu deren Absicherung und Verbesserung bei. Die dazu erstellten Berichte sind direkt an den Vorstand der RBI adressiert und werden regelmäßig in dessen Sitzungen behandelt.

Das Compliance Office verantwortet alle Themenstellungen rund um die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen in Ergänzung und als Bestandteil des internen Kontrollsystems. Damit wird die Einhaltung der bestehenden Regelungen in den täglichen Abläufen überwacht.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eine gänzlich unabhängige und objektive Prüfung frei von potenziellen Interessenkonflikten durchgeführt. Schließlich unterliegt die RBI auch der laufenden Überwachung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht und die lokalen Aufsichtsbehörden jener Länder, in denen sie mit Filialen oder Tochtergesellschaften vertreten ist.

Konzern-Risikosteuerung

Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung ist eines der wesentlichen Ziele des Risikomanagements der RBI. Die erforderliche Kapitalausstattung wird dazu regelmäßig auf Basis des nach internen Modellen ermittelten Risikos beurteilt, wobei in der Wahl der verwendeten Modelle auf die Wesentlichkeit der Risiken Rücksicht genommen wird. Dieses Konzept der Konzern-Risikosteuerung berücksichtigt die Kapitalerfordernisse sowohl aus regulatorischer Sicht (Nachhaltigkeits- und Going-Concern-Perspektive) als auch unter einem ökonomischen Gesichtspunkt (Zielrating-Perspektive). Es entspricht damit dem quantitativen Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung (ICAAP), wie in Säule 2 von Basel II gefordert. Der gesamte ICAAP-Prozess der RBI wird jährlich im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Evaluierung der RZB-Kreditinstitutsgruppe durch die österreichische Finanzmarktaufsicht geprüft.

Ziel Risiko Messmethode Konfidenzniveau
Zielrating-Perspektive Risiko, die Forderungen
vorrangiger Gläubiger des
Konzerns nicht bedienen zu
können
Der unerwartete Verlust für den Risikohorizont
von einem Jahr ("ökonomisches Kapital") darf
den aktuellen Wert des Eigenkapitals und
nachrangiger Kapitalformen nicht überschreiten
99,95 Prozent abgeleitet von der
Ausfallwahrscheinlichkeit des
angestrebten Ratings
Going-Concern
Perspektive
Risiko, das Kapitalerfordernis
entsprechend den Basel-III
Regelungen zu unterschreiten
Die Risikotragfähigkeit (erwarteter Gewinn und
nicht für aufsichtsrechtliche Zwecke gebundenes
Kapital) muss den Value-at-Risk (Risikohorizont: 1
Jahr) des Konzerns übersteigen
95 Prozent – spiegelt die Bereitschaft
der Eigentümer wider, zusätzliche
Eigenmittel zur Verfügung zu stellen
Nachhaltigkeits
Perspektive
Risiko, eine nachhaltige
Kernkapitalquote über den
Konjunkturzyklus hinweg zu
unterschreiten
Kapital- und Ertragsprognose für die dreijährige
Planungsperiode bei Annahme eines
signifikanten makroökonomischen Abschwungs
70–90 Prozent – basierend auf der
Managemententscheidung, potenziell
temporäre Risikoreduktionen oder
stabilisierende Eigenkapitalmaßnahmen
vorzunehmen

Zielrating-Perspektive

In der Zielrating-Perspektive werden Risiken durch das ökonomische Kapital gemessen, das eine vergleichbare Risikokennzahl für alle Risikoarten darstellt. Es wird als die Summe von unerwarteten Verlusten aus den Geschäften aller Konzerneinheiten in den unterschiedlichen Risikokategorien (Kredit-, Beteiligungs-, Markt-, Liquiditäts-, makroökonomisches und operationelles Risiko sowie Risiko aus sonstigen Sachanlagen) berechnet. Zusätzlich fließt ein allgemeiner Puffer für andere Risikoarten ein, die nicht explizit quantifiziert werden.

Die RBI wendet zur Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,95 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Im Jahresverlauf verringerte sich das ökonomische Kapital der RBI auf € 7.867.722 Tausend. Die größten Rückgänge wurden aufgrund methodischer Veränderungen im Kreditrisiko Privatkunden und im Kreditrisiko öffentlicher Sektor verzeichnet. Dadurch liegt das größte Risiko der RBI nun im Kreditrisiko der Forderungsklasse Firmenkunden, das rund 31 Prozent (2012: 26 Prozent) zum Gesamtrisiko beiträgt. Insgesamt sind Kreditrisiken für rund 67 Prozent (2012: 66 Prozent) des ökonomischen Kapitals verantwortlich. Für das Marktrisiko und das operationelle Risiko liegt der Anteil bei 17 Prozent (2012: 17 Prozent). Zusätzlich wird ein genereller Risikopuffer für andere Risiken von unverändert 5 Prozent des ermittelten ökonomischen Kapitals aufgeschlagen. In der Allokation des Risikokapitals per 31. Dezember 2013 wird mit rund 38 Prozent (2012: 37 Prozent) der größte Anteil des ökonomischen Kapitals durch Konzerneinheiten in Zentraleuropa beansprucht.

Dem ökonomischen Kapital steht das interne Kapital gegenüber, das hauptsächlich das Eigen- und Nachrangkapital des Konzerns umfasst und im Verlustfall als primäre Risikodeckungsmasse für die Bedienung von Verpflichtungen gegenüber vorrangigen Gläubigern dient. Die gesamte Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Risikokapitals (das Verhältnis von ökonomischem zu internem Kapital) betrug zum Jahresultimo 64,3 Prozent (2012: 73,8 Prozent).

Das ökonomische Kapital dient als wichtiges Instrument der Konzern-Risikosteuerung. Limits für das ökonomische Kapital werden dazu im jährlichen Budgetierungsprozess auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt und für die operative Steuerung durch Volumen-, Sensitivitäts- oder Value-at-Risk-Limits ergänzt. Diese Planung erfolgt in der RBI jeweils für 3 Jahre auf revolvierender Basis und bezieht sich sowohl auf die zukünftige Entwicklung des ökonomischen Kapitals als auch auf das zur Verfügung stehende interne Kapital. Das ökonomische Kapital wirkt sich somit wesentlich auf die Planung der zukünftigen Kreditvergabe und das Gesamtlimit für Marktrisiken aus.

Auch die risikoadjustierte Performancemessung basiert auf diesem Risikomaß. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zum ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Verhältnis von risikoadjustiertem Ertrag zu risikoadjustiertem Kapital, RORAC). Dies ergibt eine vergleichbare Performance-Kennzahl für alle Geschäftseinheiten des Konzerns, die wiederum als Kennzahl in der Gesamtbanksteuerung, der diesbezüglichen zukünftigen Kapitalallokation und der Vergütung für Geschäftsleiter des Konzerns Berücksichtigung findet.

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 2.433.337 30,9% 2.383.560 25,7%
Kreditrisiko Privatpersonen 2.059.768 26,2% 2.456.811 26,5%
Operationelles Risiko 682.259 8,7% 775.262 8,4%
Marktrisiko 630.075 8,0% 790.949 8,5%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 486.628 6,2% 961.662 10,4%
Liquiditätsrisiko 297.414 3,8% 207.166 2,2%
Kreditrisiko Kreditinstitute 267.040 3,4% 311.506 3,4%
Sonstige Sachanlagen 262.565 3,3% 411.130 4,4%
Makroökonomisches Risiko 189.424 2,4% 338.032 3,6%
Beteiligungsrisiko 184.558 2,3% 194.191 2,1%
Risikopuffer 374.653 4,8% 441.513 4,8%
Gesamt 7.867.722 100,0% 9.271.783 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Zentraleuropa 2.959.188 37,6% 3.446.954 37,2%
Südosteuropa 1.652.330 21,0% 1.772.542 19,1%
Österreich 1.276.052 16,2% 1.794.446 19,4%
Russland 1.121.057 14,2% 1.227.497 13,2%
GUS Sonstige 659.706 8,4% 796.869 8,6%
Restliche Welt 199.388 2,5% 233.475 2,5%
Gesamt 7.867.722 100,0% 9.271.783 100,0%

Going-Concern-Perspektive

Parallel zur Zielrating-Perspektive erfolgt die Beurteilung der angemessenen Kapitalausstattung mit Fokus auf den Fortbestand des Konzerns auf Basis des Going-Concern-Prinzips. Hier wird das Risiko wiederum einer entsprechenden Risikotragfähigkeit – mit Blick auf das regulatorische Eigenkapital- und Eigenmittelerfordernis – gegenübergestellt. Die Berechnung wurde bereits im Lauf des Jahres 2012 auf die Basel-III-Regelungen umgestellt.

Dem Absicherungsziel folgend, werden erwartete Gewinne, erwartete Risikovorsorgen und überschüssige Eigenmittel (unter Berücksichtigung der diversen Anrechnungsgrenzen) zur Risikotragfähigkeit gezählt. Dem wird ein Value-at-Risk (inkl. erwarteter Verluste) gegenübergestellt, dessen Berechnung auf vergleichbaren Verfahren wie den in der Zielrating-Perspektive angewendeten beruht (mit einem geringeren Konfidenzniveau von 95 Prozent). Mit diesem Ansatz sichert der Konzern die ausreichende Kapitalisierung aus regulatorischer Sicht (Going Concern) mit dem gewünschten Wahrscheinlichkeitsniveau ab. Im Jahr 2013 wurde dieses Absicherungsziel auf Konzernebene laufend übererfüllt.

Nachhaltigkeits-Perspektive

Die Nachhaltigkeits-Perspektive soll sicherstellen, dass die RBI am Ende der mehrjährigen Planungsperiode auch in einem sich unerwartet verschlechternden makroökonomischen Umfeld über eine ausreichend hohe Kernkapitalquote verfügt. Die Analyse basiert hier auf einem mehrjährig angelegten makroökonomischen Stresstest, in dem hypothetische Marktentwicklungen bei einem signifikanten, aber realistischen wirtschaftlichen Abschwung simuliert werden. Als Risikoparameter kommen dabei u. a. Zinskurven, Wechselkurse und Wertpapierkurse, aber auch Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Rating-Migrationen im Kreditportfolio zum Einsatz.

Das Hauptaugenmerk dieses integrierten Stresstests gilt der resultierenden Kernkapitalquote am Ende der mehrjährigen Betrachtung. Diese soll einen nachhaltigen Wert nicht unterschreiten und somit keine substanziellen Kapitalerhöhungen oder tiefgehenden Einschränkungen des Geschäftsvolumens notwendig machen. Die aktuell erforderliche Kernkapitalausstattung resultiert damit aus dem wirtschaftlichen Rückschlagpotenzial. In das unterstellte Abschwungszenario fließen dabei sowohl die Bildung von notwendigen Risikovorsorgen und potenzielle prozyklische Effekte (durch welche die regulatorischen Kapitalerfordernisse ansteigen) als auch Fremdwährungseffekte und sonstige Bewertungs- und Ertragskomponenten ein.

Diese Perspektive ergänzt somit die sonst übliche Risikomessung auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts (das im Wesentlichen auf historischen Daten beruht). Dadurch können auch außergewöhnliche und in der Vergangenheit nicht beobachtbare Marktsituationen abgedeckt und potenzielle Auswirkungen dieser Entwicklungen abgeschätzt werden. Der Stresstest ermöglicht auch die Analyse von Risikokonzentrationen (z. B. in Einzelpositionen, Wirtschaftszweigen oder Regionen) und erlaubt einen Einblick in die Profitabilität, Liquidität und Solvabilität bei außergewöhnlichen Umständen. Das Risikomanagement der RBI steuert darauf aufbauend aktiv die Portfoliodiversifikation, z. B. durch Obergrenzen für das Gesamtexposure in einzelnen Wirtschaftszweigen und Ländern oder durch eine laufende Anpassung der entsprechenden Kreditvergabestandards.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Es ist die mit Abstand wichtigste Risikokategorie für die RBI, was auch aus dem internen und regulatorischen Kapitalerfordernis ersichtlich ist. Kreditrisiken werden folglich im Konzern sowohl auf Einzelkredit- und Kundenbasis als auch auf Portfoliobasis überwacht und analysiert. Grundlage für die Kreditrisikosteuerung und für Kreditentscheidungen sind die Kreditrisikopolitik, die Kreditrisikohandbücher und die zu diesem Zweck entwickelten Kreditrisikomanagementmethoden und -prozesse.

Das interne Kontrollsystem für Kreditrisiken umfasst verschiedene Formen von Überwachungsmaßnahmen, die unmittelbar in die zu überwachenden Arbeitsabläufe integriert sind – vom Kreditantrag des Kunden über die Kreditentscheidung der Bank bis hin zur Rückzahlung des Kredits.

Kreditentscheidungsprozess

Im Non-Retail-Bereich wird kein Kredit vergeben, ohne zuvor den Kreditentscheidungsprozess durchlaufen zu haben. Dieser Prozess wird – neben der Vergabe von Neukrediten – auch für Krediterhöhungen, Prolongationen, Überziehungen und bei Änderung risikorelevanter Sachverhalte angewendet, die der ursprünglichen Kreditentscheidung zugrunde lagen (z. B. wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers, Verwendungszweck oder Sicherheiten). Er gilt auch für die Festlegung von kreditnehmerbezogenen Limits für Handels- und Emissionsgeschäfte sowie für sonstige mit Kreditrisiko behaftete Limits und Beteiligungen.

Kreditentscheidungen werden je nach Größe und Art des Kredits anhand einer hierarchischen Kompetenzordnung gefällt. Für individuelle Kreditentscheidungen und die turnusmäßige Beurteilung der Adressenausfallrisiken sind dabei immer die Zustimmung der Bereiche Markt und Marktfolge einzuholen. Für den Fall voneinander abweichender Voten der einzelnen Kompetenzträger sieht die Kompetenzordnung ein Eskalationsverfahren in die nächsthöhere Kompetenzstufe vor.

Der gesamte Kreditentscheidungsprozess wird auf Basis einheitlich definierter Prinzipien und Richtlinien durchgeführt. Die Geschäftsbeziehungen zu multinationalen Kunden, die gleichzeitig Transaktionen mit mehreren Einheiten des Konzerns abwickeln, werden z. B. durch das Global Account Management System unterstützt. Dies wird durch die konzernweit eindeutige Identifikation von Kunden im Non-Retail-Bereich ermöglicht.

Kreditentscheidungen im Retail-Bereich erfolgen angesichts der hohen Stückzahl und geringeren Forderungshöhe stärker automatisiert. Kreditanträge werden dabei vielfach in zentralen Bearbeitungsstellen anhand von Credit Scorecards beurteilt und freigegeben. Der Prozess wird durch entsprechende IT-Systeme unterstützt.

Kreditportfoliomanagement

Das Kreditportfolio der RBI wird u. a. anhand der Portfoliostrategie gesteuert. Diese begrenzt die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen oder Produkttypen und vermeidet dadurch unerwünschte Risikokonzentrationen. Darüber hinaus werden laufend die langfristigen Entwicklungschancen in den einzelnen Märkten analysiert. Dies ermöglicht es, schon frühzeitig strategische Weichenstellungen in Bezug auf das künftige Kreditengagement vorzunehmen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie der unterschiedlichen Darstellung des Kreditvolumens.

in € Tausend 2013 2012
Barreserve 4.165.556 4.272.275
Forderungen an Kreditinstitute 22.243.221 22.323.301
Forderungen an Kunden 80.634.618 83.343.269
Handelsaktiva 7.581.097 9.813.293
Derivative Finanzinstrumente 982.052 1.405.088
Wertpapiere und Beteiligungen 12.862.278 12.741.316
Sonstige Aktiva 243.029 216.611
Eventualverbindlichkeiten 10.989.527 11.706.829
Kreditrisiken 10.278.861 10.609.130
Widerrufliche Kreditzusagen 16.726.791 16.223.936
Ausweisunterschiede - 3.384.431 - 2.557.608
Gesamt1 163.322.599 170.097.440

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

1 Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile.

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen für Firmenkunden 27 bzw. für Kreditinstitute und den öffentlichen Sektor jeweils 10 Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Ratingund Ausfall-Datenbank) zur Verfügung

Kreditportfolio – Firmenkunden

Zum Jahresende 2013 wurden die beiden bestehenden internen Ratingmodelle für Firmenkunden auf drei neue statistisch optimierte interne Ratingverfahren umgestellt. Dem Einsatz der Modelle war eine intensive aufsichtsrechtliche Prüfung vorangegangen, welche die neuen Modelle erfolgreich bestanden haben. Wie die alten Modelle berücksichtigen auch die neuentwickelten Modelle sowohl qualitative Faktoren als auch verschiedene Bilanz- und Gewinnkennzahlen, welche unterschiedliche Aspekte der Kundenbonität für verschiedene Branchen und Länder abdecken. Zusätzlich enthält das Modell für kleine Firmenkunden auch eine Kontoverhaltenskomponente.

Das Modell für größere Firmenkunden wurde durch zwei neue Modelle ersetzt die eine Trennung in große und mittlere Firmenkunden vornehmen, um eine bessere Risikodifferenzierung in diesem Bereich zu ermöglichen. Da große Firmenkunden eine im Vergleich zu mittleren Firmenkunden messbar geringere Ausfallwahrscheinlichkeit aufweisen, kommt es durch die Trennung der beiden Ratingsegmente tendenziell zu einer Verschiebung der großen Firmenkunden in Richtung bessere Ratingnoten, während die größere Anzahl an mittleren Firmenkunden in Richtung schlechtere Ratingstufen tendiert. Ein weiterer Effekt der zu systematischen Kundenmigrationen führt, ist die länderspezifische Kalibrierung der Modelle für mittlere und kleinere Firmenkunden. Kunden aus Ländern bzw. Regionen mit vergleichbar geringen historischen Ausfallsraten werden tendentiell besseren Ratingstufen zugeordnet, während umgekehrt Kunden aus Ländern mit höheren Ausfallsraten schlechteren Ratingstufen zugeordnet werden, was ebenfalls zu einer besseren Risikodifferenzierung führt.

Zusammen mit den neuen Modellen wurde auch eine neue Ratingskala für die betroffenen Kundensegmente zum Einsatz gebracht. Die neue Skala erlaubt einerseits eine präzisere Risikomessung durch die gegebene größere Granularität (25 statt 9 Lebendstufen). Andereseits wird auch die Vergleichbarkeit zwischen den Ratingsegmenten und über die Zeit ermöglicht, da die Stufen auf der neuen Skala über exakte Bandbreiten von Ausfallswahrscheinlichkeiten definiert sind.

Zur besseren Lesbarkeit wurden in der nachfolgenden Darstellung die 25 Stufen der neuen Ratingskala allerdings auf die zu Grunde liegenden 9 Hauptstufen zusammengefasst. Es sei allerdings darauf verwiesen, dass auf Grund der gänzlich anderen Konstruktionslogik (vorgegebene PD Kurve mit konstanter Steigungsrate versus Kohortenansatz), die Vergleichbarkeit mit den alten Stufen nicht gegeben gegeben ist – auch nicht hinsichtlich der verbalen Beschreibung. Besonders deutlich wird dies in den schlechten Stufen, deren PDs deutlich höher sind als dies auf der alten Ratingskala der Fall war.

in € Tausend 2013 Anteil
1 Minimales Risiko 6.534.028 8,3%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 8.950.170 11,4%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 8.574.707 10,9%
4 Gute Kreditwürdigkeit 10.623.860 13,5%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 13.337.844 17,0%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 12.622.804 16,1%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 7.303.978 9,3%
8 Schwache bzw. minderwertige Kreditwürdigkeit 2.605.341 3,3%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte Kreditwürdigkeit 1.973.152 2,5%
10 Ausfall 5.268.051 6,7%
NR Nicht geratet 724.006 0,9%
Gesamt 78.517.943 100,0%

Die nachstehende Tabelle zeigt das Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden und mittelgroße Kunden) für 2012. Aufgrund der Umstellung der internen Ratingmodelle für Firmenkunden ist ein direkter Vergleich mit dem Berichtsjahr nicht möglich.

in € Tausend 2012 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.185.493 1,5%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.438.770 10,4%
1,5 Sehr gute Bonität 8.983.094 11,1%
2,0 Gute Bonität 12.419.278 15,4%
2,5 Solide Bonität 11.745.454 14,5%
3,0 Akzeptable Bonität 12.450.870 15,4%
3,5 Erhöhtes Risiko 11.275.789 13,9%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 5.223.169 6,5%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 3.361.391 4,2%
5,0 Ausfall 4.925.690 6,1%
NR Nicht geratet 886.816 1,1%
Gesamt 80.895.816 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden betrug zum Jahresende 2013€ 78.517.943 Tausend (2012: € 80.895.816 Tausend). Das größte Segment war Group Corporates mit € 31.041.882 Tausend (2012: € 31.657.885 Tausend). Im Vergleich zum Jahresende 2012 verzeichnete das Segment Group Corporates damit einen Rückgang von € 616.003 Tausend, der vor allem auf den Rückgang von Leasing- und Rahmenfinanzierungen zurückzuführen war. Das Kreditobligo des Segments Zentraleuropa reduzierte sich aufgrund der geringeren Kreditnachfrage um € 327.737 Tausend auf € 17.658.513 Tausend.

Bedingt durch eine Abnahme des Kreditgeschäfts zeigte Russland mit € 9.990.053 Tausend ein um € 247.205 Tausend geringeres Exposure (2012: € 10.237.258 Tausend). Dieser Rückgang wurde durch Corporate Bonds teilweise kompensiert. Der Rest verteilte sich auf Südosteuropa mit € 9.893.211 Tausend (2012: € 10.370.446 Tausend), Group Markets mit € 4.890.260 Tausend (2012: € 5.968.080 Tausend), GUS Sonstige mit € 3.748.491 Tausend (2012: € 3.681.640 Tausend) und Corporate Center mit € 1.295.533 Tausend (2012: € 994.257 Tausend). Dabei hatte Group Markets aufgrund geringerer Repo-Geschäfte den höchsten Rückgang (€ 1.077.820 Tausend) zu verzeichnen.

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Ratingmodell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich dabei wie folgt dar:

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.388.198 38,7% 3.734.268 44,3%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.970.514 34,0% 2.522.975 30,0%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.225.163 14,0% 1.241.107 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 615.521 7,0% 391.268 4,6%
6,5 Ausfall 539.048 6,2% 502.988 6,0%
NR Nicht geratet 10.102 0,1% 28.826 0,3%
Gesamt 8.748.547 100,0% 8.421.433 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen belief sich zum Jahresende 2013 auf € 8.748.547 Tausend (2012: €8.421.433 Tausend). Mit über 72,7 Prozent machten hier die beiden besten Bonitätsstufen Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko (Rating 6,1) und Gute Projektbonität – geringes Risiko (Rating 6,2) den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung dieser Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der in der Ratingstufe 6,1 verzeichnete Rückgang von € 346.070 Tausend resultierte einerseits aus dem Abschluss von Projektfinanzierungen sowie aus einer Ratingverschlechterung bei einer Projektfinanzierung in Kanada. Der Anstieg in der Ratingstufe 6,2 ging auf Neugeschäft sowie auf die Ausdehnung bereits existierender Finanzierungen zurück. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 0,1 Prozent (€ 10.102 Tausend).

Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen, nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen, dar:

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Zentraleuropa 21.393.824 24,5% 22.067.188 24,7%
Österreich 16.758.307 19,2% 16.573.205 18,6%
Russland 11.520.096 13,2% 12.117.163 13,6%
Südosteuropa 10.284.663 11,8% 11.293.791 12,6%
Westeuropa 9.741.064 11,2% 10.575.471 11,8%
Asien 5.955.653 6,8% 6.927.817 7,8%
GUS Sonstige 3.895.603 4,5% 3.681.640 4,1%
Sonstige 7.717.280 8,8% 6.080.973 6,8%
Gesamt 87.266.489 100,0% 89.317.249 100,0%

1Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Groß- und Einzelhandel 20.688.851 23,7% 21.050.778 23,6%
Fertigung/Produktion 18.362.354 21,0% 18.579.700 20,8%
Immobilien 9.865.457 11,3% 9.838.224 11,0%
Finanzintermediation 8.005.905 9,2% 9.623.194 10,8%
Bauwesen 6.345.659 7,3% 6.786.939 7,6%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.736.176 4,3% 3.747.401 4,2%
Energieversorgung 4.124.123 4,7% 3.400.299 3,8%
Freie Berufe/technische Dienstleistungen 5.216.879 6,0% 5.213.388 5,8%
Sonstige Branchen 10.921.083 12,5% 11.077.326 12,4%
Gesamt 87.266.489 100,0% 89.317.249 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund höherer Detailierung.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoringsystem eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Retail-Forderungen der RBI.

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.194.329 89,1% 25.856.000 88,7%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.207.994 10,9% 3.278.328 11,3%
Gesamt 29.402.323 100,0% 29.134.328 100,0%
davon notleidende Kredite 2.923.404 9,9% 3.053.522 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.927.507 6,6% 1.677.947 5,8%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 185.998 0,6% 571.891 2,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund einer Ausweisänderung.

Im Zuge der Integration der Polbank kam es zu einer Vereinheitlichung der Zuordnung bei Wertberichtigungen für Retail-Kunden, wodurch sich eine Umgliederung von Pauschalwertberichtigungen zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von rund € 330.000 Tausend ergab.

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich auf die Segmente der RBI wie folgt:

2013
in € Tausend
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.460.771 6.672.299 4.633.303 1.413.648 14.307
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.084.916 739.617 93.216 290.245 0
Gesamt 15.545.687 7.411.917 4.726.519 1.703.893 14.307
davon notleidende Kredite 1.571.970 598.787 150.408 597.348 900
davon Einzelwertberichtigungen 988.679 358.156 118.534 419.234 93
davon Portfolio-Wertberichtigungen 91.213 42.135 28.971 20.413 0
2012
in € Tausend
Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.948.709 6.580.075 3.680.967 1.630.254 15.994
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.265.327 800.373 55.220 157.408 0
Gesamt 16.214.036 7.380.448 3.736.187 1.787.662 15.994
davon notleidende Kredite 1.580.309 584.614 190.490 691.847 930
davon Einzelwertberichtigungen 684.206 357.821 161.246 468.813 109
davon Portfolio-Wertberichtigungen 474.163 60.396 15.334 21.924 0

Im Vergleich zum Jahresende 2012 verzeichnete das Retail-Kreditportfolio mit einem Volumen von insgesamt € 29.402.323 Tausend einen Anstieg von € 267.995 Tausend.

Das größte Volumen wurde dabei mit € 15.545.687 Tausend (2012: € 16.214.036 Tausend) im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahrsende 2012 bedeutete dies einen Rückgang von € 668.349 Tausend, der vorwiegend auf eine Abnahme der Kredite an Privatpersonen in Polen zurückzuführen war.

An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.411.917 Tausend (2012: €7.380.448 Tausend). Gemessen am Vorjahr bedeutete dies einen leichten Anstieg von € 31.469 Tausend.

In Russland kam es bei den Privatpersonen zu einem Volumenanstieg von €990.332 Tausend. Der Großteil davon entfiel auf Verbraucherkredite. Im Segment GUS Sonstige hingegen war in der Ukraine ein Rückgang im Retail-Kreditportfolio zu verzeichnen.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Hypothekenkredite 14.055.312 47,8% 14.447.210 49,6%
Verbraucherkredite 6.659.950 22,7% 6.580.293 22,6%
Kreditkarten 2.351.050 8,0% 2.325.745 8,0%
Autokredite 2.617.310 8,9% 2.457.087 8,4%
Überziehungen 2.102.645 7,2% 1.990.178 6,8%
SME Finanzierung 1.616.056 5,5% 1.333.814 4,6%
Gesamt 29.402.323 100,0% 29.134.328 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Hypothekenkredite 9.175.649 2.902.663 1.112.535 864.465 0
Verbraucherkredite 2.467.174 2.311.816 1.352.896 528.063 0
Kreditkarten 756.950 514.657 939.159 140.284 0
Autokredite 925.936 614.238 989.081 88.055 0
Überziehungen 1.233.491 566.990 245.305 56.859 0
SME Finanzierung 986.486 501.551 87.543 26.168 14.307
Gesamt 15.545.687 7.411.917 4.726.519 1.703.893 14.307
2012
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Hypothekenkredite 9.291.200 2.977.964 1.238.339 939.707 0
Verbraucherkredite 2.760.185 2.252.105 994.473 573.531 0
Kreditkarten 963.547 503.636 700.737 157.825 0
Kfz-Kredite 1.105.518 601.085 688.907 61.578 0
Überziehungen 1.319.025 554.848 87.789 28.516 0
SME Finanzierung 774.562 490.811 25.942 26.505 15.994
Gesamt 16.214.036 7.380.448 3.736.187 1.787.662 15.994

Der Anteil der Fremdwährungskredite am Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil aber auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die – in manchen Ländern – häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kunden berücksichtigt.

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Schweizer Franken 4.560.230 50,4% 5.109.986 48,6%
Euro 3.557.010 39,3% 4.054.190 38,6%
US-Dollar 914.962 10,1% 1.198.526 11,4%
Andere Fremdwährungen 10.829 0,1% 141.338 1,3%
Kredite in Fremdwährungen 9.043.031 100,0% 10.504.040 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 30,8% 36,1%

Gegenüber dem Jahresende 2012 verzeichneten alle Fremdwährungskredite einen Rückgang. Nachstehende Tabelle stellt das Fremdwährungskreditobligo aus dieser Asset-Klasse nach Segmenten dar:

2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Schweizer Franken 3.818.523 741.324 0 0 383
Euro 1.178.683 2.347.304 22.121 8.902 0
US-Dollar 6.177 3.958 193.040 710.076 1.711
Andere Fremdwährungen 3.001 45 0 925 6.858
Kredite in Fremdwährungen 5.006.385 3.092.631 215.160 719.903 8.952
Anteil am Kreditvolumen 32,2% 41,7% 4,6% 42,3% 62,6%
2012
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland GUS Sonstige Group Markets
Schweizer Franken 4.255.406 853.963 0 0 617
Euro 1.214.912 2.823.403 6.544 9.331 0
US-Dollar 8.976 4.453 276.564 901.414 7.119
Andere Fremdwährungen 11.822 121.890 0 636 6.990
Kredite in Fremdwährungen 5.491.117 3.803.709 283.108 911.381 14.726
Anteil am Kreditvolumen 33,9% 51,5% 7,6% 51,0% 92,1%

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Ratingmodell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länderrating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Kreditobligo Kreditinstitute nach internem Rating und Segment

Die nachfolgende Tabelle stellt das Kreditobligo an Kreditinstitute nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (und an beobachtbaren Ausfällen) in einzelnen Ratingstufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 244.612 0,9% 95.668 0,3%
A2 Sehr gute Bonität 974.381 3,6% 985.963 3,0%
A3 Gute Bonität 13.368.091 48,8% 19.974.122 61,0%
B1 Solide Bonität 8.039.908 29,4% 7.338.380 22,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 1.769.127 6,5% 1.781.661 5,4%
B3 Adäquate Bonität 1.732.703 6,3% 1.047.219 3,2%
B4 Fragliche Bonität 517.995 1,9% 696.652 2,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 303.924 1,1% 330.228 1,0%
C Ausfallgefährdet 187.038 0,7% 157.261 0,5%
D Ausfall 213.498 0,8% 269.207 0,8%
NR Nicht geratet 18.247 0,1% 48.533 0,1%
Gesamt 27.369.523 100,0% 32.724.896 100,0%

Das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute betrug zum Jahresende 2013 € 27.369.523 Tausend (2012: € 32.724.896 Tausend). Der Schwerpunkt in dieser Kundengruppe lag mit € 13.368.091 Tausend oder 48,8 Prozent in der Ratingklasse A3, die im Vergleich zum Jahresende 2012 einen Rückgang von € 6.606.031 Tausend zeigte. Dieser resultierte vorwiegend aus dem Rückgang von Swap-, Geldmarkt- und Repo-Geschäften im Segment Group Markets (minus € 6.828.341 Tausend).

Über alle Ratingklassen betrachtet hatte Group Markets in Summe mit € 21.924.434 Tausend (2012: € 27.638.205 Tausend) oder 80,1 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Group Corporates mit € 2.117.293 Tausend (2012: €1.508.711 Tausend) oder 7,7 Prozent.

Der Anteil der nicht gerateten Kreditinstitute lag zum Jahresende 2013 unverändert bei 0,1 Prozent und betraf zumeist kurzfristige Forderungen an kleinere Institute, bei denen der Ratingprozess noch nicht abgeschlossen wurde.

Einen Teil des Kreditobligos nahmen Forderungen gegenüber Finanzinstituten ein, die mit der RBI in Eigentümerbeziehung stehen. Durch den mehrstufigen Aufbau der Raiffeisen Bankengruppe Österreich werden die Forderungen aus dem Liquiditätsausgleich innerhalb der Bankengruppe als Kreditobligo in dieser Asset-Klasse ausgewiesen. Zur Risikoabsicherung bestehen dafür gegenseitige Aufrechnungsvereinbarungen und gemeinsame Risikoüberwachungssysteme.

Nach Produktkategorie betrachtet setzt sich das Kreditobligo in dieser Asset-Klasse im Wesentlichen aus Termineinlagen, Wertpapierleihgeschäften, potenziellen zukünftigen Forderungen aus Derivatgeschäften, täglich fälligen Einlagen und Anleihen zusammen. Damit einhergehend folgt produktspezifisch auch ein hoher Besicherungsgrad dieser Forderungen (z. B. für Wertpapierleihgeschäfte oder durch Netting-Vereinbarungen).

Die RBI verfolgt für dieses Kundensegment nach wie vor die Strategie, das unbesicherte Kreditexposure weiter zu reduzieren. Das Neugeschäft in diesem Segment betrifft damit v. a. Wertpapierleihgeschäfte sowie Forderungen aus Derivatgeschäften und kurzfristigen Geldmarktveranlagungen. Kreditgeschäfte mit anderen Finanzinstituten der Raiffeisen Bankengruppe Österreich, die an einem gemeinsamen Risikoüberwachungssystem teilnehmen, unterliegen dieser Beschränkung nicht.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Geldmarkt 7.521.106 27,5% 9.443.627 28,9%
Derivate 7.269.563 26,6% 12.123.929 37,0%
Repo 4.002.372 14,6% 4.736.967 14,5%
Forderungen 2.960.036 10,8% 3.580.386 10,9%
Anleihen 4.683.460 17,1% 2.162.112 6,6%
Sonstige 932.985 3,4% 677.874 2,1%
Gesamt 27.369.523 100,0% 32.724.896 100,0%

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken und regionale Gebietskörperschaften bzw. andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle stellt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inkl. Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Da Ausfälle in dieser Asset-Klasse historisch nur selten beobachtbar waren, werden die Ausfallwahrscheinlicheiten unter Zuhilfenahme des kompletten Datenuniversums externer Ratingagenturen ermittelt.

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 1.659.587 8,6% 1.560.976 8,2%
A2 Sehr gute Bonität 1.350.019 7,0% 792.834 4,2%
A3 Gute Bonität 3.143.919 16,3% 3.860.525 20,4%
B1 Solide Bonität 2.844.466 14,8% 2.730.261 14,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 1.076.257 5,6% 1.272.111 6,7%
B3 Adäquate Bonität 4.061.005 21,1% 3.414.523 18,0%
B4 Fragliche Bonität 3.682.907 19,1% 3.794.917 20,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 1.402.628 7,3% 1.171.675 6,2%
C Ausfallgefährdet 5.088 0,0% 232.424 1,2%
D Ausfall 36.899 0,2% 83.383 0,4%
NR Nicht geratet 21.488 0,1% 7.338 0,0%
Gesamt 19.284.264 100,0% 18.920.968 100,0%

Das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor belief sich zum Jahresende 2013 auf € 19.284.264 Tausend (2012: € 18.920.968 Tausend), dies entsprach einem Anteil von 11,8 Prozent (2012: 11,1 Prozent) am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse Ausgezeichnete Bonität (Rating A1) verzeichnete dabei einen leichten Anstieg von € 98.611 Tausend, der auf den Anstieg des Bestands an österreichischen Staatsanleihen (plus € 683.956 Tausend) und neu gewährten Rahmen zurückzuführen war. Kompensiert wurde der Anstieg durch den Rückgang der Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank (minus € 668.310 Tausend).

Der mittlere Bonitätsbereich von Gute Bonität (Rating A3) bis Adäquate Bonität (Rating B3) wies mit 57,8 Prozent (2012: 59,5 Prozent) den höchsten Anteil aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte v. a. aus Einlagen der Netzwerkbanken bei lokalen Zentralbanken sowie aus Staatsanleihen in Zentral- und Südosteuropa. Die Einlagen bei den lokalen Zentralbanken dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und sind daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Das Volumen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) sank – beruhend auf der Ratingverbesserung der belarussischen Nationalbank – auf € 41.987 Tausend (2012: € 315.807 Tausend).

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Anleihen 12.470.673 64,7% 12.272.944 64,9%
Forderungen 5.555.118 28,8% 5.312.316 28,1%
Derivate 726.408 3,8% 795.097 4,2%
Sonstige 532.065 2,8% 540.610 2,9%
Gesamt 19.284.264 100% 18.920.968 100,0%

Nachfolgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich Non Investment Grade (Rating B3 und darunter):

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Ungarn 2.167.739 23,5% 2.233.649 25,7%
Rumänien 2.068.442 22,5% 1.808.045 20,8%
Kroatien 940.667 10,2% 1.022.513 11,7%
Albanien 843.639 9,2% 976.138 11,2%
Ukraine 607.517 6,6% 766.157 8,8%
Sonstige 2.582.012 28,0% 1.897.759 21,8%
Gesamt 9.210.016 100,0% 8.704.260 100,0%

Das Kreditobligo stieg hier im Vergleich zum Vorjahr auf € 9.205.016 Tausend (2012: € 8.704.260 Tausend). Es resultierte v. a. aus Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa, die zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität dienen und daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden sind.

Kreditrisikominderung

Die Unterlegung von Krediten mit Kreditsicherheiten ist eine wesentliche Strategie und eine aktiv verfolgte Maßnahme zur Reduktion des potenziellen Kreditrisikos. Der Sicherheitenwert und die Effekte anderer risikomindernder Maßnahmen werden während der Kreditentscheidung beurteilt. Als risikomindernd wird dabei jeweils der Wert angesetzt, den die RBI bei Verwertung innerhalb einer angemessenen Zeitspanne erwartet. Die anerkannten Sicherheiten sind im Sicherheitenkatalog und den dazugehörigen Bewertungsrichtlinien des Konzerns festgelegt. Der Sicherheitenwert errechnet sich dabei anhand einheitlicher Methoden, die standardisierte Berechnungsformeln mit Marktwerten, vordefinierten Abschlägen und Expertengutachten umfassen.

Kreditsicherheiten unterteilen sich in personengebundene Sicherheiten (z. B. Bürgschaften) und sachgebundene Sicherheiten. Bei den berücksichtigten Sicherheiten der RBI dominieren Grundpfandrechte. Im Wesentlichen betreffen diese wohnwirtschaftlich oder gewerblich genutzte Objekte.

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden abzüglich der gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Netto-Obligo), das zusätzliche außerbilanzielle Obligo (Eventualverbindlichkeiten, Kreditrisiken und widerrufliche Kreditzusagen) und die Marktwerte (Fair Value) der dafür an den RBI-Konzern übertragenen Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:

2013 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
Eventualverpflichtungen/
in € Tausend Netto-Obligo gegebene Garantien
Kreditinstitute 22.125.059 2.731.027 4.282.919
Öffentlicher Sektor 1.641.365 271.763 656.956
Firmenkunden – Große Firmenkunden 46.462.937 30.761.333 34.162.454
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.558.162 906.548 2.320.443
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.999.167 2.905.984 13.869.417
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.485.675 418.657 1.835.553
Gesamt 97.272.366 37.995.311 57.127.741
20121 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
Eventualverpflichtungen/
in € Tausend Netto-Obligo gegebene Garantien
Kreditinstitute 22.165.582 3.123.097 5.408.753
Öffentlicher Sektor 1.375.664 199.937 668.984
Firmenkunden – Große Firmenkunden 49.413.981 31.195.216 34.949.831
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.884.080 858.082 2.396.838
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.608.217 2.727.893 14.084.902
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.577.148 435.922 1.878.010
Gesamt 100.024.672 38.540.148 59.387.318

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Die Sicherheiten, für die auch ohne Ausfall des Sicherungsgebers das Recht der Weiterveräußerung oder -verpfändung besteht, beliefen sich auf € 21.617.052 Tausend (2012: € 25.457.682 Tausend).

Problemkreditmanagement

Das Kreditportfolio und die Kreditnehmer unterliegen einer laufenden Überwachung. Wesentliche Ziele dieses Monitorings sind es, die widmungsgemäße Verwendung der Kredite sicherzustellen und die wirtschaftliche Situation der Kreditnehmer zu verfolgen. Bei den Non-Retail-Segmenten Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor wird zumindest einmal jährlich eine derartige Kreditüberprüfung durchgeführt. Sie umfasst sowohl die erneute Bonitätseinstufung als auch die Neubewertung von finanziellen und dinglichen Sicherheiten.

Problemkredite – also Aushaftungen, bei denen materielle Schwierigkeiten oder Zahlungsverzug erwartet werden – bedürfen einer weitergehenden Bearbeitung. In den Non-Retail-Bereichen entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die gefährdeten Kredite. Problemkredite werden im Fall einer notwendigen Sanierung an Spezialisten oder Restrukturierungseinheiten (Workout-Abteilungen) übergeben. Deren speziell geschulte und erfahrene Mitarbeiter beschäftigten sich insbesondere mit mittleren bis großen Fällen und werden dabei auch durch die hausinternen Rechtsabteilungen oder durch externe Spezialisten unterstützt. Sie wirken maßgeblich an der Darstellung und Analyse sowie der Bildung etwaiger Risikovorsorgen (Abschreibungen, Wertberichtigungen oder Rückstellungen) mit und können durch die frühzeitige Einbindung in der Regel eine Reduktion der Verluste aus Problemkrediten erzielen.

Die Standardmaßnahmen für das Problemkreditmanagement im Retail-Bereich umfassen den kompletten Restrukturierungs- und Mahnwesenprozess für Privatpersonen und Klein- und Mittelbetriebe. Eine eigene Restructuring Guideline legt dabei die einheitliche Strategie, Organisation, Methodik, Überwachung und Steuerung konzernweit fest. Im Workout-Prozess erfolgt die Einteilung der Retail-Kunden in die Rubriken "early", "late" und "recovery", nach denen sich die standardisierte Betreuung richtet.

Für die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen spielt die Dauer des Zahlungsverzugs eine wesentliche Rolle. Die folgende Tabelle stellt das Volumen der überfälligen – nicht einzelwertberichtigten – Forderungen an Kreditinstitute und Kunden für die unterschiedlichen Laufzeitbänder dar.

2013 Nicht überfällig Überfälligkeiten Sicherheiten
31 bis 91 bis 181 Tage für überfäl
in € Tausend Bis 30 Tage 90 Tage 180 Tage bis 1 Jahr Über 1 Jahr lige Aktiva
Kreditinstitute 22.094.493 26 22 1 0 1 0
Öffentlicher Sektor 1.599.712 19.144 207 0 8 537 1.442
Firmenkunden – Große Firmenkunden 43.148.394 833.617 356.464 459 73.360 73.026 797.050
Firmenkunden – Mittelgroße
Firmenkunden 2.273.858 163.034 64.840 18.485 7.465 5.278 193.352
Retail-Kunden – Privatpersonen 19.835.498 1.210.549 264.500 111.135 5.760 6.624 610.755
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe 2.163.063 155.932 29.599 7.880 717 2.364 179.259
Gesamt 91.115.019 2.382.302 715.631 137.959 87.310 87.829 1.781.857
2012 Nicht überfällig Überfälligkeiten
in € Tausend Bis 30 Tage 31 bis
90 Tage
91 bis
180 Tage
181 Tage
bis 1 Jahr
Über 1 Jahr für überfäl
lige Aktiva
Kreditinstitute 22.123.225 3 7 4 3 23 43.413
Öffentlicher Sektor 1.296.000 31.966 1.430 68 274 570 12.002
Firmenkunden – Große Firmenkunden 45.664.327 1.593.355 241.911 41.282 82.344 216.769 741.060
Firmenkunden – Mittelgroße
Firmenkunden
2.478.347 98.179 58.708 6.537 6.921 14.842 146.185
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.958.593 1.541.400 335.626 152.933 40.383 280.747 922.990
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
2.108.464 232.491 73.453 19.973 19.371 70.793 333.345
Gesamt 92.628.955 3.497.394 711.136 220.796 149.296 583.743 2.198.995

Restrukturierung von Krediten

Im Bereich von Firmenkunden unterscheidet die RBI bei Krediten, deren Konditionen oder Kreditbedingungen zu Gunsten des Kunden abgeändert wurden, zwischen modifizierten Krediten und restrukturierten Krediten.

Ausschlaggebend für die Einstufung als "modifiziert" oder "restrukturiert" ist die finanzielle Situation des Kunden bei der Änderung der Konditionen oder Kreditbedingungen. Kann zum Zeitpunkt der Änderung der Kreditbedingungen oder Konditionen aufgrund der Bonität des Kunden (unter Berücksichtigung des Internen Ratings und anderer zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Informationen) von finanziellen Schwierigkeiten des Kunden ausgegangen werden und übersteigt die gewährte Änderung zu Gunsten des Kunden eine genau definierte Ge-

ringfügigkeitsgrenze, so werden solche Kredite als "restrukturiert" bezeichnet. In der Folge ist der Kredit zwingend einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und wird nach möglichen Anzeichen für die Klassifizierung als notleidender Kredit überprüft.

Im Retail Bereich werden restrukturierte Kredite einem zumindest dreimonatigen Beobachtungszeitraum unterzogen, um sicherzustellen, das der Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt. In jenen Fällen, wo der betroffene Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt und noch nicht 180 Tage überfällig vor der Neuverhandlung war, wird dieser Kunde aus dem der Beobachtung zugrundeliegenden Portfolio in das lebende Portfolio überführt. Jene Kunden die bereits vor der Neuverhandlung über 180 Tage überfällig waren oder der Kunde die neu verhandelten Konditionen nicht erfüllt, verbleiben im Portfolio, das zu 100 Prozent wertberichtigt wird.

Aufgrund der laufenden Umstellung auf die neuen Regelungen nach Basel III werden keine quantitativen Angaben dargelegt.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing Loan, NPL) ist gemäß interner Definition gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. In der RBI werden dabei für die Bestimmung eines Forderungsausfalls bei Non-Retail-Kunden zwölf verschiedene Indikatoren verwendet. So gilt es z. B. als Forderungsausfall, wenn ein Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung oder Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen werden musste, das Kreditrisikomanagement eine Kundenforderung als nicht vollständig einbringlich gewertet hat oder die Workout-Einheit die Sanierung eines Kunden erwägt.

In der RBI werden Kundenausfälle in einer konzernweit eingesetzten Datenbank erfasst und dokumentiert. In dieser werden auch Ausfallgründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird.

Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Konzernrichtlinien, die auf den IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Risikovorsorgen. Im Retail-Bereich wird deren Berechnung durch Retail-Risikomanagementabteilungen in den einzelnen Konzerneinheiten vorgenommen. Diese ermitteln die erforderlichen Kreditrisikorückstellungen anhand definierter Berechnungsvorschriften in monatlichen Intervallen und holen dazu die Bestätigung des lokalen Rechnungswesens ein.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) im jeweiligen Geschäftsjahr:

Änderung Währungs Stand
in € Tausend Stand 1.1.2013 Konsolidierungskreis differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2013
Firmenkunden 5.073.267 - 8.866 - 116.231 2.258.689 - 1.500.147 5.706.711
Retail-Kunden 3.052.468 0 - 91.522 937.216 - 976.574 2.921.588
Öffentlicher Sektor 57.216 0 - 898 15.478 - 42.675 29.122
Summe Nichtbanken 8.182.950 - 8.866 - 208.651 3.211.383 - 2.519.396 8.657.421
Kreditinstitute 201.666 0 - 2.321 2.087 - 47.963 153.469
Gesamt 8.384.617 - 8.866 - 210.972 3.213.470 - 2.567.359 8.810.890
Änderung Währungs Stand
in € Tausend Stand 1.1.2012 Konsolidierungskreis differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2012
Firmenkunden 4.591.296 77.429 44.759 1.684.987 - 1.325.203 5.073.267
Retail-Kunden 2.451.979 430.405 50.179 1.020.563 - 900.658 3.052.468
Öffentlicher Sektor 12.274 0 31 46.195 - 1.284 57.216
Summe Nichtbanken 7.055.549 507.833 94.969 2.751.745 - 2.227.146 8.182.950
Kreditinstitute 241.276 0 - 960 6.460 - 45.110 201.666
Gesamt 7.296.825 507.833 94.009 2.758.205 - 2.272.255 8.384.617

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Tausend 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
Firmenkunden 5.706.711 5.073.267 10,9% 9,1% 59,0% 63,5%
Retail-Kunden 2.921.588 3.052.468 11,0% 11,5% 72,3% 73,7%
Öffentlicher Sektor 29.122 57.216 1,8% 4,1% 17,6% 19,8%
Summe Nichtbanken 8.657.421 8.182.950 10,7% 9,8% 63,1% 67,0%
Kreditinstitute 153.469 201.666 0,7% 0,9% 72,6% 78,2%
Gesamt 8.810.890 8.384.617 8,6% 7,9% 63,5% 67,3%

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio in € Tausend 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 Zentraleuropa 3.508.780 3.447.016 11,4% 10,8% 64,3% 64,0% Südosteuropa 1.943.836 1.808.066 12,1% 10,9% 58,4% 62,0% Russland 481.569 489.371 3,9% 3,8% 77,7% 100,0% GUS Sonstige 1.107.805 1.306.740 23,3% 24,7% 72,2% 70,2% Group Corporates 1.373.426 922.956 6,5% 4,7% 47,2% 60,6% Group Markets 351.271 410.469 2,1% 2,0% 84,7% 79,8% Corporate Center 44.203 0 0,7% 0,0% 215,4% 0,0% Gesamt 8.810.890 8.384.617 8,6% 7,9% 63,5% 67,3% davon Nichtbanken 8.657.421 8.182.950 10,7% 9,8% 63,1% 67,0%

Die nachstehende Tabelle weist den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) aus Segmenten aus:

Der Bereich Firmenkunden wies 2013 einen Anstieg der notleidenden Kredite um insgesamt 12,5 Prozent oder €633.445 Tausend auf €5.706.711 Tausend (2012: €5.073.267 Tausend) auf, der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent, die Deckungsquote sank um 4,5 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent. Im Retail-Bereich hingegen verringerten sich die notleidenden Kredite um 4,3 Prozent oder €130.880 Tausend auf €2.921.588 Tausend (2012: €3.052.468 Tausend). Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank ebenfalls um 0,5 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent, die Deckungsquote verschlechterte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 72,3 Prozent. Der Stand an notleidenden Krediten im Bereich Kreditinstitute lag zum Jahresende mit €153.469 Tausend um €48.197 Tausend unter dem Vorjahresniveau (2012: € 201.666 Tausend), die Deckungsquote sank um 5,6 Prozentpunkte auf 72,6 Prozent.

Besonders deutlich fielen die Zuwächse der notleidenden Kredite im Segment Group Corporates mit 48,8 Prozent oder € 450.470 Tausend auf € 1.373.426 Tausend aus (2012: € 922.956 Tausend). Die NPL Ratio stieg hier um 1,8 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent, während sich die Deckungsquote um 13,4 Prozentpunkte auf 47,2 Prozent verringerte. Das Segment Südosteuropa verzeichnete einen Anstieg der notleidenden Kredite um 7,5 Prozent oder € 135.770 Tausend auf € 1.943.836 Tausend (2012: € 1.808.066 Tausend), gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 1,2 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent, die Deckungsquote reduzierte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 58,4 Prozent. In Zentraleuropa nahmen die notleidenden Kredite um 1,8 Prozent oder € 61.764 Tausend auf € 3.508.780 Tausend zu (2012: € 3.447.016 Tausend). Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,6 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent, die Deckungsquote verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 64,3 Prozent. Im Segment Group Markets gingen die notleidenden Kredite um 14,4 Prozent oder € 59.198 Tausend auf € 351.271 Tausend zurück (2012: € 410.469 Tausend), die NPL Ratio erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent, die Deckungsquote verbesserte sich um 4,9 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent. In GUS Sonstige verringerten sich die notleidenden Kredite um 15,2 Prozent oder € 198.935 Tausend auf € 1.107.805 Tausend (2012: € 1.306.740 Tausend). Ebenso ging die NPL Ratio um 1,4 Prozentpunkte auf 23,3 Prozent zurück, die Deckungsquote verbesserte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 72,2 Prozent.

Der nachfolgend abgebildete Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Geschäftsjahr sowie die der Risikovorsorge zugrunde liegenden Bilanzposten:

in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.12.2013
Einzelwertberichtigungen 4.843.476 - 18.206 1.955.107 - 739.935 - 1.059.451 214.288 5.195.279
Forderungen an Kreditinstitute 145.805 - 15.678 168 - 4.584 - 11.464 - 2.800 111.447
Forderungen an Kunden 4.593.102 - 45 1.914.424 - 680.553 - 1.037.505 220.716 5.010.140
Außerbilanzielle Verpflichtungen 104.569 - 2.484 40.515 - 54.798 - 10.482 - 3.628 73.692
Portfolio-Wertberichtigungen 949.763 - 5.867 319.217 - 371.047 - 139 - 362.548 529.379
Forderungen an Kreditinstitute 11.914 0 3.869 - 4.506 - 1.903 - 2.658 6.715
Forderungen an Kunden 891.076 - 5.867 298.915 - 341.384 - 7.663 - 357.903 477.173
Außerbilanzielle Verpflichtungen 46.773 0 16.433 - 25.156 9.428 - 1.987 45.490
Gesamt 5.793.239 - 24.073 2.274.324 - 1.110.981 - 1.059.590 - 148.260 5.724.657

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

in € Tausend Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.12.2012
Einzelwertberichtigungen 4.441.418 90.013 1.750.104 - 568.284 - 908.582 38.807 4.843.476
Forderungen an Kreditinstitute 208.591 0 2.387 - 5.967 - 58.105 - 1.101 145.805
Forderungen an Kunden 4.145.010 90.013 1.672.415 - 510.781 - 841.254 37.698 4.593.102
Außerbilanzielle Verpflichtungen 87.817 0 75.301 - 51.536 - 9.223 2.209 104.569
Portfolio-Wertberichtigungen 762.777 337.897 361.008 - 525.111 0 13.192 949.763
Forderungen an Kreditinstitute 19.052 0 221 - 7.350 0 - 9 11.914
Forderungen an Kunden 680.558 336.759 340.796 - 479.537 0 12.500 891.076
Außerbilanzielle Verpflichtungen 63.167 1.138 19.992 - 38.225 0 701 46.773

Gesamt 5.204.195 427.910 2.111.112 - 1.093.396 - 908.582 51.999 5.793.239

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten:

in € Tausend 2013 2012
Einzelwertberichtigungen 5.195.279 4.843.476
Zentraleuropa 2.123.019 1.735.318
Südosteuropa 1.037.689 1.004.772
Russland 315.201 415.011
GUS Sonstige 737.740 841.606
Group Corporates 576.036 490.396
Group Markets 307.246 337.380
Corporate Center 98.350 18.993
Portfolio-Wertberichtigungen 529.379 949.763
Zentraleuropa 176.323 547.839
Südosteuropa 115.193 130.217
Russland 67.426 89.179
GUS Sonstige 63.906 78.995
Group Corporates 89.108 96.789
Group Markets 10.009 5.098
Corporate Center 7.414 1.646
Gesamt 5.724.657 5.793.239

Länderrisiko

Das Länderrisiko umfasst das Transfer- und Konvertibilitätsrisiko sowie das politische Risiko. Es resultiert aus grenzüberschreitenden Transaktionen oder aus Direktinvestitionen in Drittstaaten. Die RBI ist diesem Risiko durch ihre Geschäftstätigkeit in den Märkten Zentral- und Osteuropas ausgesetzt, in denen die politischen und wirtschaftlichen Risiken weiterhin z. T. als vergleichsweise signifikant anzusehen sind.

Die aktive Länderrisikosteuerung der RBI erfolgt auf Basis der vom Vorstand festgelegten Country Risk Policy, die als Teil des Kreditportfolio-Limitsystems eine streng definierte Obergrenze für grenzüberschreitende Transaktionen gegenüber einzelnen Ländern festlegt. Im täglichen Ablauf müssen die Geschäftseinheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen zusätzlich zur Einhaltung kundenspezifischer Limits daher auch Limitanträge für die betroffenen Länder stellen. Die absolute Höhe der Limits für die unterschiedlichen Länder wird dabei modell-

gestützt ermittelt, wobei sowohl das interne Länderrating und die Größe des Landes als auch die Eigenkapitalausstattung der RBI Berücksichtigung finden.

Das Länderrisiko fließt weiters über das interne Transferpreissystem in die Produktkalkulation und in die risikoadjustierte Performancemessung ein. Der Konzern bietet den einzelnen Geschäftseinheiten dadurch einen Anreiz, Länderrisiken durch Versicherungen (z. B. Exportkreditversicherungen) oder Bürgschaften aus Drittstaaten abzusichern. Die aus der Länderrisikoanalyse gewonnenen Einschätzungen werden aber nicht nur zur Begrenzung des Gesamtvolumens an grenzüberschreitenden Transaktionen eingesetzt, sondern sie kommen auch bei der Limitierung des Gesamtexposures (also auch des durch lokale Einlagen refinanzierten Obligos) in den einzelnen Ländern zur Anwendung. Damit richtet die RBI ihre Geschäftsaktivitäten an der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung in unterschiedlichen Märkten aus und forciert die breite Diversifikation ihres Kreditportfolios.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist.

Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den Märkten der RBI wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach regionalen Segmenten dar.

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Österreich 27.976.394 17,1% 30.709.805 18,1%
Zentraleuropa 46.349.852 28,4% 47.879.145 28,1%
Polen 14.181.171 8,7% 14.599.175 8,6%
Slowakei 11.706.327 7,2% 11.425.565 6,7%
Tschechische Republik 10.700.350 6,6% 11.090.163 6,5%
Ungarn 8.033.629 4,9% 8.734.720 5,1%
Sonstige 1.728.376 1,1% 2.029.522 1,2%
Europäische Union 20.890.041 12,8% 23.033.715 13,5%
Deutschland 5.546.180 3,4% 6.198.215 3,6%
Frankreich 5.106.338 3,1% 5.261.538 3,1%
Großbritannien 4.293.542 2,6% 6.932.414 4,1%
Niederlande 1.599.847 1,0% 1.435.803 0,8%
Sonstige 4.344.133 2,7% 3.205.744 1,9%
Südosteuropa 24.561.839 15,0% 24.586.840 14,5%
Rumänien 8.597.163 5,3% 8.006.208 4,7%
Kroatien 5.351.289 3,3% 5.663.421 3,3%
Bulgarien 3.913.964 2,4% 4.263.157 2,5%
Serbien 2.217.096 1,4% 2.073.441 1,2%
Sonstige 4.482.327 2,7% 4.580.613 2,7%
Russland 20.439.621 12,5% 19.861.137 11,7%
Asien 9.032.724 5,5% 9.670.143 5,7%
China 4.208.191 2,6% 4.167.045 2,4%
Singapur 1.516.165 0,9% 1.754.353 1,0%
Sonstige 3.308.368 2,0% 3.748.745 2,2%
GUS Sonstige 7.508.601 4,6% 7.409.040 4,4%
Ukraine 5.544.850 3,4% 5.633.492 3,3%
Sonstige 1.963.751 1,2% 1.775.548 1,0%
Nordamerika 4.134.308 2,5% 3.496.344 2,1%
Restliche Welt 2.429.219 1,5% 3.451.271 2,0%
Gesamt 163.322.599 100,0% 170.097.440 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten, es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und Kapitalmarktgeschäften resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Im Rahmen der Risikopolitik und der Bonitätsbeurteilung der RBI findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der größte Branchenanteil entfällt dabei auf das Kreditgewerbe, ist aber überwiegend dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen (Liquiditätsausgleichsfunktion). Den zweitgrößten Anteil hält der Sektor private Haushalte, der im Wesentlichen Forderungen an Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo des Konzerns nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 42.712.673 26,2% 52.812.304 31,0%
Private Haushalte 27.272.431 16,7% 23.100.219 13,6%
Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 16.086.635 9,8% 16.411.674 9,6%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 12.323.902 7,5% 11.931.206 7,0%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 10.991.094 6,7% 10.852.465 6,4%
Grundstücks- und Wohnungswesen 9.992.147 6,1% 10.012.287 5,9%
Baugewerbe 6.550.982 4,0% 7.053.404 4,1%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 5.414.023 3,3% 5.968.485 3,5%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 4.093.906 2,5% 4.756.928 2,8%
Energieversorgung 4.163.444 2,5% 3.208.655 1,9%
Metallerzeugung und -bearbeitung 2.542.925 1,6% 2.673.415 1,6%
Ernährungsgewerbe 2.427.679 1,5% 2.374.371 1,4%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 2.082.848 1,3% 2.006.119 1,2%
Sonstiges Transportgewerbe 1.937.512 1,2% 2.156.079 1,3%
Maschinenbau 1.479.573 0,9% 1.443.315 0,8%
Gewinnung von Erdöl und Erdgas 1.218.276 0,7% 1.414.478 0,8%
Kraftfahrzeughandel, Tankstellen 1.175.319 0,7% 1.350.370 0,8%
Sonstige Branchen 10.857.229 6,6% 10.571.667 6,2%
Gesamt 163.322.599 100,0% 170.097.440 100,0%

Strukturiertes Kreditportfolio

Die Strategie der RBI für das strukturierte Kreditportfolio sieht eine sukzessive Reduktion der Investments durch Rückzahlung bei Endfälligkeit oder durch Verkäufe je nach Marktsituation vor. Das Gesamtexposure an strukturierten Produkten wird im Anhang unter Punkt (38) Verbriefungen dargestellt. Rund 73,3 Prozent dieses Portfolios verfügen über ein externes Rating von A oder höher, wobei die Pools hauptsächlich Forderungen gegenüber europäischen Kunden enthalten.

Kontrahentenausfallrisiko

Ein Kontrahentenausfall bei Derivat-, Pensions- und Wertpapierleihgeschäften kann Verluste durch die Kosten der Wiederbeschaffung eines äquivalenten Kontrakts verursachen. Dieses Risiko wird von der RBI durch die Marktbewertungsmethode gemessen, die den gegenwärtigen Marktwert und einen vordefinierten Puffer für etwaige Veränderungen des Forderungswerts in der Zukunft berücksichtigt. Für die interne Steuerung werden die möglichen Preisänderungen, die den fairen Wert dieser Instrumente beeinflussen, je nach Instrumentenkategorie aufgrund der historischen Marktwertbewegungen ermittelt.

Voraussetzung für den Abschluss von derivativen Kontrakten ist die Einhaltung des Kreditgenehmigungsprozesses, für den die selben Risikoklassifizierungs-, -limitierungs und -überwachungsverfahren gelten wie für das klassische Kreditgeschäft. Derivative Positionen werden dabei in der Einrichtung und Überwachung von Kreditlimits sowie in der Bemessung und Allokation des internen Kapitals gemeinsam mit den sonstigen Forderungen eines Kunden als gewichtete Anrechnungsbeträge berücksichtigt.

Eine wesentliche Strategie zur Reduktion dieses Risikos stellen Kreditrisikominderungsinstrumente, z. B. Netting und die Unterlegung mit Sicherheiten, dar. Grundsätzlich strebt die RBI für alle wesentlichen Derivatgeschäfte den Abschluss eines standardisierten ISDA-Rahmenvertrags für das bilaterale Netting und eines entsprechenden Credit Support Annex (CSA) zur Absicherung der jeweils aktuellen Marktwerte auf täglicher Basis an.

Marktrisiko

Die RBI definiert Marktrisiko als die potenziell mögliche negative Veränderung der Marktpreise von Handels- und Investmentpositionen. Es wird durch Schwankungen der Wechselkurse, Zinssätze, Credit Spreads, Aktienpreise und Warenpreise sowie anderer relevanter Marktparameter, wie z. B. impliziter Volatilitäten, bestimmt.

Das Marktrisiko der Kundenbereiche wird mittels Transferpreismethode in das Treasury transferiert. Der Bereich Treasury ist für das Management dieser strukturellen Risiken sowie die Einhaltung der Gesamtkonzernlimits verantwortlich. Der Bereich Capital Markets ist für den Eigenhandel, das Market Making und das Kundengeschäft mit Geld- und Kapitalmarktprodukten zuständig.

Organisation des Marktrisikomanagements

Die RBI misst, überwacht und steuert alle Marktrisiken auf Konzernebene.

Die Aufgabe des strategischen Marktrisikomanagements wird durch das Market Risk Committee wahrgenommen, das für das Management und die Steuerung aller Marktrisiken im Konzern verantwortlich ist. Das Konzerngesamtlimit wird unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und des Ertragsbudgets vom Gesamtvorstand festgelegt. Die Aufteilung dieses Limits auf Sublimits erfolgt abgestimmt mit den jeweiligen Unternehmensbereichen je nach Strategie, Geschäftsmodell und Risikoappetit.

Die Abteilung Market Risk Management stellt sicher, dass der Geschäfts- und der Produktumfang im Rahmen der definierten und beschlossenen Strategie der Gruppe liegen. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse, -infrastruktur und -systeme, der Regelwerke und der Messmethoden für alle Marktrisikokategorien und für marktrisikoinduzierte Kreditrisiken des Derivatgeschäfts. Weiters führt diese Abteilung die tägliche unabhängige Messung und das Reporting aller Marktrisiken durch.

Alle Produkte, in denen offene Positionen gehalten werden, sind im Produktkatalog festgelegt. Neue Produkte werden in diese Liste erst dann aufgenommen, wenn sie den Produkteinführungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Produktanträge werden einer gesamthaften Risikoanalyse unterworfen und nur genehmigt, wenn die Abbildbarkeit in den Front- und Back-Office- bzw. Risikomanagementsystemen der Bank gewährleistet ist.

Limitsystem

Die RBI verfolgt einen umfassenden Risikomanagementansatz für Handels- und Bankbücher (Total-Return-Ansatz). Die Steuerung der Marktrisiken wird deshalb konsistent auf alle Handels- und Bankbücher angewendet. Die folgenden Größen werden im Marktrisikomanagementsystem auf täglicher Basis gemessen und limitiert:

Value-at-Risk (VaR) – Konfidenzintervall 99 Prozent, Horizont ein Tag

Der VaR ist das Hauptsteuerungsinstrument für Marktrisiken in liquiden Märkten und normalen Marktsituationen. Die Messung des VaR basiert auf einem hybriden Simulationsansatz, in dem 5.000 Szenarien generiert werden und der die Vorteile einer historischen Simulation mit denen einer Monte-Carlo-Simulation verbindet. Basis für die verwendeten Marktparameter sind historische Zeitreihen mit einer Dauer von 500 Tagen. In den Verteilungsannahmen sind moderne Eigenschaften wie Volatility Declustering, Random Time Change und Extreme Event Container implementiert, um endlastige und asymmetrische Verteilungen gut abbilden zu können. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses zugelassen. Die Value-at-Risk-Resultate finden nicht nur in der Risikobegrenzung, sondern auch in der Allokation des ökonomischen Kapitals Einsatz.

Sensitivitäten (gegenüber Änderungen in Währungskursen und Zinssätzen, Gamma, Vega, Aktien- und Warenpreisen)

Sensitivitätslimits sollen Konzentrationen in normalen Marktsituationen vermeiden und sind das Hauptsteuerungsinstrument in Stresssituationen und in illiquiden oder strukturell schwierig zu messenden Märkten.

Stop Loss

Dieses Limit unterstützt die Disziplin der Händler im Management von Eigenpositionen, mögliche Verluste nicht zu akkumulieren, sondern eng zu begrenzen.

Dieses mehrstufige Limitsystem wird durch ein umfangreiches Stresstesting-Konzept ergänzt, in dem die potenziellen Wertveränderungen des Gesamtportfolios bei Anwendung verschiedener Szenarien ermittelt werden. Risikokonzentrationen, die durch diese Stresstests offenbar werden, werden im Marktrisikokomitee berichtet und in der Limitvergabe berücksichtigt. Stresstestberichte je Portfolio sind Teil des täglichen Marktrisiko-Reportings.

Value-at-Risk (VaR)

Nachstehende Tabellen stellen die Risikokennzahlen (VaR 99Prozent, ein Tag) für das Marktrisiko der Handels- und Bankbücher je Risikoart dar. Die strukturellen Kapitalpositionen, die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern, die als Liquiditätspuffer gehalten werden, dominieren den VaR der RBI.

Handelsbuch VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2013
Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
31.12.2012
Währungsrisiko1 41.481 52.270 33.958 84.584 52.295
Zinsrisiko 3.373 2.837 1.688 4.577 3.220
Credit-Spread-Risiko 4.931 5.750 3.301 11.462 3.262
Aktienpreisrisiko 832 1.649 832 2.359 2.129
Vega Risiko 348 716 342 1.539 658
Gesamt 45.892 59.291 41.565 88.554 59.096

1 Gesamtes Währungsrisiko inkl. in Fremdwährung gehaltener Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften.

Bankbuch VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2013
Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
31.12.2012
Zinsrisiko 7.627 13.014 5.158 28.548 16.100
Credit-Spread-Risiko 16.854 21.317 12.875 45.060 17.636
Vega Risiko 423 1.003 353 1.680 1.044
Gesamt 19.100 26.171 14.561 44.121 23.532
Gesamt VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2013
Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
31.12.2012
Währungsrisiko1 41.478 52.270 33.956 84.584 52.218
Zinsrisiko 9.203 14.295 6.600 29.902 16.768
Credit-Spread-Risiko 21.508 26.076 17.034 53.487 20.805
Aktienpreisrisiko 832 1.649 832 2.359 2.129
Vega Risiko 219 683 196 1.423 860
Gesamt 56.961 74.367 52.623 116.303 70.725

1 Gesamtes Währungsrisiko inkl. in Fremdwährung gehaltener Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften.

Die verwendeten Risikomessmethoden werden – neben qualitativen Analysen der Profitabilität – laufend durch Backtesting und statistische Validierungsverfahren überwacht und, falls Modellierungsschwächen festgestellt werden, adaptiert. Im Berichtsjahr gab es keine Backtesting-Verletzung im Handelsbuch. Dies zeigt die folgende Grafik, die den VaR den hypothetischen Gewinnen und Verlusten auf täglicher Basis gegenüberstellt. Der VaR stellt den maximalen Verlust dar, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Er wird dem jeweiligen hypothetischen Gewinn oder Verlust gegenübergestellt, der am darauffolgenden Tag aufgrund der dann tatsächlich eingetretenen Marktbewegungen eintreten würde. Es zeigt sich, dass das Modell die Marktvolatilitätsregimes korrekt wiedergibt und sehr schnell auf geänderte Verhältnisse reagiert. Zusätzlich werden seit 2012 Stressed-VaR-Resultate begrenzt. Die wesentliche Modelländerung zur Aufnahme des Vega-Risikos in das interne Modell wurde von der FMA im April 2013 genehmigt.

Value-at-Risk und hypothetische Marktwertveränderungen für das Handelsbuch

Währungsrisiken und Kapital(quoten)-Hedge

Das Marktrisiko der RBI wird vorrangig vom Währungsrisiko, das aus dem in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapital der ausländischen Konzerneinheiten resultiert, und den diesbezüglich vom Group Asset/Liability Committee gesteuerten Absicherungsgeschäften geprägt. Im Folgenden sind die wesentlichen Währungspositionen per 31. Dezember 2013 und die entsprechenden Vergleichswerte des Vorjahres angeführt. Die Beträge beinhalten sowohl Handelspositionen als auch die Kapitalpositionen der in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen.

in € Tausend 2013 2012
ALL 267.954 277.703
BAM 259.148 266.547
BGN 64.118 5.722
BYR 199.771 170.343
CNY 272.150 167.079
CZK 776.215 768.028
HRK 700.082 741.430
HUF 369.969 461.277
PLN 1.702.785 2.191.602
RON 675.266 637.737
RSD 493.711 482.423
RUB 2.546.995 2.548.528
UAH 948.398 911.993
USD - 216.212 - 51.719

Das Währungsrisiko im engeren Sinn ist als die Gefahr von Verlusten aufgrund offener Devisenpositionen definiert. Währungsschwankungen wirken sich dabei aber sowohl auf die laufend erzielten Erträge als auch auf die anfallenden Kosten aus. Sie beeinflussen weiters das Eigenmittelerfordernis von Aktivpositionen in Fremdwährungen, selbst wenn diese in derselben Währung refinanziert wurden und somit keine offene Devisenposition besteht.

Die RBI hält materielle Beteiligungen an Gesellschaften außerhalb des Euroraums, die ihr Eigenkapital in der jeweiligen Lokalwährung halten. Ebenso ist ein wesentlicher Teil der Risikoaktiva der RBI nicht in Euro denominiert. Wechselkursveränderungen führen daher sowohl zu Schwankungen des konsolidierten Kapitals der RBI als auch zu Veränderungen des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko.

Um das Währungsrisiko abzusichern, können zwei unterschiedliche Ansätze verfolgt werden:

Absoluter Kapitalerhalt: Diese Hedging-Strategie zielt auf eine Immunisierung des in Lokalwährung gehaltenen Kapitals durch eine entsprechende Gegenposition auf konsolidierter Basis ab. Es bestehen jedoch nicht für alle Währungen Absicherungsmöglichkeiten im erforderlichen Ausmaß, zudem sind derartige Absicherungen aufgrund hoher Zinsdifferenzen wirtschaftlich für manche Währungen nicht sinnvoll.

Konstante Kapitalquote: Ziel dieser Hedging-Strategie ist es, Kernkapital und risikogewichtete Aktiva für jede Währung mit der gewünschten Kernkapitalquote in Einklang zu bringen (d. h. Kapitalüber- oder -unterdeckungen in jeder Währung im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva zu schließen), sodass die Kernkapitalquote bei Währungsschwankungen konstant bleibt.

Die RBI arbeitet im Währungsrisikomanagement mit dem Ansatz der konstanten Kapitalquote. Bei Veränderungen der Wechselkurse kommt es daher zu absoluten Veränderungen im konsolidierten Kapital, gleichzeitig ändert sich aber auch das Kapitalerfordernis für Kreditrisiken aus Aktiva in Fremdwährungen entsprechend. Das Management dieses Risikos erfolgt in den monatlich stattfindenden Sitzungen des Group Asset/Liability Committee anhand historischer Kursvolatilitäten, Wechselkursprognosen und der Kernkapitalquotensensitivität einzelner Währungen.

Zinsrisiken im Handelsbuch

Die folgenden Tabellen zeigen die größten Barwertveränderungen des Handelsbuchs der RBI bei einer parallelen Zinserhöhung um einen Basispunkt in € Tausend für die Stichtage 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012. Es sind darin Währungen angeführt, bei denen der Absolutwert der Zinssensitivität insgesamt zumindest € 1 Tausend beträgt. Die relevanten Risikotreiber haben sich im Berichtszeitraum nur unwesentlich verändert:

2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
> 20 J
ALL - 40 - 1 - 4 - 3 - 4 - 4 - 9 - 15 0 0 0 0
BGN - 9 0 0 0 - 2 - 2 - 5 0 0 0 0 0
CHF - 15 - 3 12 - 25 4 1 - 8 6 0 0 - 1 - 1
CNH 2 0 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0
EUR - 222 - 22 - 2 24 - 172 - 73 - 37 92 - 28 8 - 26 14
GBP - 1 - 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
HRK - 16 0 0 - 4 - 7 - 3 - 2 0 0 0 0 0
HUF - 3 0 6 - 14 0 0 4 0 0 1 0 0
JPY - 3 - 1 0 - 2 0 0 0 0 0 0 0 0
PLN 3 7 - 2 - 9 6 3 - 3 - 2 3 0 0 0
RON - 3 0 0 2 0 0 1 - 2 - 4 0 0 0
RUB - 142 - 6 - 5 - 1 - 46 - 5 - 42 - 20 - 16 - 1 0 0
USD 13 - 6 9 23 - 21 - 33 - 5 11 - 40 - 5 83 - 3
Sonstige 2 - 1 2 0 - 4 - 9 12 1 4 - 3 0 0
2012
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
> 20 J
ALL - 29 0 - 2 - 10 - 8 - 2 - 3 - 3 0 0 0 0
BGN - 16 - 1 0 0 - 2 - 1 - 9 - 1 0 0 0 0
CZK - 13 - 1 - 7 - 11 3 - 5 1 1 12 - 7 0 0
EUR - 220 14 - 53 - 21 - 54 3 - 57 21 5 - 35 - 33 - 9
GBP 11 8 4 - 1 0 0 0 0 0 0 0 0
HUF - 12 7 - 14 - 14 8 - 3 3 - 1 1 1 0 0
RON - 10 - 2 2 - 2 - 4 - 4 0 0 0 0 0 0
RUB - 80 - 15 - 10 - 13 17 - 36 - 13 - 10 0 0 0 0
USD - 64 17 - 18 19 11 - 33 27 - 3 - 19 3 43 - 110
Sonstige 8 2 3 - 2 2 1 3 - 4 5 0 - 1 - 1

Zinsrisiken im Bankbuch

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungskonditionen der angebotenen Produkte führen gemeinsam mit der Refinanzierung durch Kundeneinlagen sowie über die Geld- und Kapitalmärkte in der RBI zu Zinsänderungsrisiken. Diese entstehen vorwiegend durch den nicht vollständigen Ausgleich der Zinssensitivität von erwarteten Zahlungen, deren Zinsanpassungsrhythmen und anderer optionaler Ausstattungsmerkmale. Zinsrisiken im Bankbuch bestehen dabei in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar sowie in den lokalen Währungen der Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Dieses Risiko wird grundsätzlich durch eine Kombination von bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften abgesichert, wobei vorwiegend Zinsswaps und – in geringerem Ausmaß – Zinstermingeschäfte und Zinsoptionen zum Einsatz kommen. Das Bilanzstrukturmanagement ist eine Kernaufgabe sowohl des zentralen Bereichs Global Treasury als auch der lokalen Banken, die von Aktiv-Passiv-Managementkomitees unterstützt werden. Sie stützen sich dabei auf Szenarien und Analysen zur Simulation des Zinsertrags, um eine optimale Positionierung im Einklang mit der Zinsmeinung und im Rahmen des Risikoappetits zu gewährleisten.

Für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen neben der Value-at-Risk-Berechnung auch klassische Methoden der Kapital- und Zinsbindungsanalyse zur Anwendung. Seit dem Jahr 2002 besteht für das Zinsänderungsrisiko im Rahmen der Zinsrisikostatistik ein quartalsweises Berichtswesen an die Aufsichtsbehörde, das entsprechend den Erfordernissen der Basel-II-Richtlinien auch eine Barwertveränderung in Prozent der Eigenmittel beinhaltet. Notwendige Schlüsselannahmen für Fristigkeiten werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.

Die ermittelten Wertänderungen für einen Zinsschock von 200 Basispunkten blieben in der RBI im Berichtsjahr 2013 stets unter der meldepflichtigen Schwelle von 20 Prozent der anrechenbaren Eigenmittel.

Die Barwertveränderung des Bankbuchs der RBI bei einer parallelen Zinserhöhung um 1 Basispunkt wird in folgenden Tabellen in € Tausend für die Stichtage 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012 dargestellt. Es sind darin Währungen angeführt, bei denen der Absolutwert der Zinssensitivität mindestens €1 Tausend übersteigt.

2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
> 20 J
ALL - 14 1 - 1 9 - 12 - 1 - 7 - 1 - 2 0 0 0
BAM 16 - 2 0 2 8 2 2 0 2 2 0 0
BGN - 13 - 2 - 1 5 - 1 - 4 - 7 - 1 - 1 - 1 0 0
BYR - 23 0 1 - 7 - 4 - 5 - 3 - 2 - 2 - 1 0 0
CAD - 4 4 - 8 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF - 131 - 26 7 23 - 10 - 59 - 13 3 1 - 40 - 16 - 1
CNY 10 - 8 4 12 2 0 0 0 0 0 0 0
CZK 8 5 - 9 26 - 8 2 4 - 3 - 2 - 3 - 3 - 1
EUR 153 - 1 - 10 55 32 - 184 509 - 36 - 131 70 - 58 - 93
HRK - 84 - 4 1 - 4 - 5 - 29 - 17 - 13 - 13 0 0 0
HUF - 26 - 4 - 9 - 3 4 11 9 - 18 - 14 - 2 0 0
RON - 72 - 2 - 3 - 9 - 30 6 - 6 - 20 - 6 - 1 - 1 0
RSD - 20 - 2 - 2 - 3 - 9 - 3 - 1 0 0 0 0 0
RUB - 163 - 8 - 3 - 15 - 15 - 95 84 - 49 - 41 - 18 - 3 0
SGD 6 - 2 0 9 - 1 0 0 0 0 0 0 0
UAH - 56 - 2 3 - 2 - 42 - 8 14 - 7 - 8 - 4 0 0
USD - 7 32 45 116 1 - 73 - 68 - 10 - 52 3 1 - 2
Sonstige - 1 11 15 15 - 49 1 9 - 2 - 1 0 0 0
2012 > 3 bis > 6 bis > 1 bis > 2 bis > 3 bis > 5 bis > 7 bis > 10 bis > 15 bis
in € Tausend Gesamt Bis 3 M 6 M 12 M 2 J 3 J 5 J 7 J 10 J 15 J 20 J > 20 J
ALL - 24 0 - 5 4 - 18 - 1 0 0 - 1 - 3 - 1 0
BAM 14 - 2 0 1 5 6 2 0 1 2 0 0
BYR - 20 0 - 1 - 6 - 4 1 - 4 - 2 - 2 - 1 0 0
CHF - 266 28 - 8 - 7 - 1 0 - 28 - 19 - 46 - 101 - 82 - 2
CZK - 24 10 - 20 32 - 8 - 3 - 14 - 2 - 3 - 6 - 6 - 3
EUR - 55 56 21 188 184 66 28 - 64 - 80 - 223 - 79 - 149
HRK - 37 - 1 0 1 - 4 0 - 23 0 - 8 - 2 0 0
RON - 73 - 5 5 0 - 29 - 13 - 9 - 20 - 3 0 0 0
RSD - 23 - 1 - 3 - 5 - 10 - 2 - 1 0 0 0 0 0
RUB - 159 - 18 - 10 - 4 - 38 - 19 40 - 5 - 37 - 51 - 15 0
UAH - 73 2 2 9 - 55 - 19 - 4 - 3 - 3 - 1 0 0
USD - 225 12 22 67 - 31 - 16 - 72 - 46 - 98 - 51 - 10 - 3
Sonstige - 16 - 11 25 43 - 11 - 1 - 18 - 10 - 12 - 12 - 8 0

Credit-Spread-Risiken

Das Marktrisikosteuerungssystem berücksichtigt zeitabhängige Anleihe- und CDS-Spread-Kurven als Risikofaktoren für die Ermittlung von Credit-Spread-Risiken. Diese Marktrisikokategorie bildet somit das spezifische Zinsrisiko für alle Kapitalmarktinstrumente des Handels- und Bankbuchs ab. Im Value-at-Risk-Bericht wird diese Risikokategorie für die RBI AG ausgewiesen, die einen wesentlichen Teil der Wertpapierbestände des Konzerns hält.

Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Rolle von Banken im internationalen Finanzmarktgefüge ist die Fristentransformation. Diese resultiert aus dem Wunsch der Anleger, kurzfristig auf ihre Veranlagungen zugreifen zu können, und dem gegenläufigen Bedürfnis der Kreditnehmer nach langfristiger Finanzierung. Die Erfüllung dieser Aufgabe bringt laufend Überschüsse oder Defizite in der Liquiditätsbilanz mit sich, die von Banken unter normalen Marktbedingungen im Liquiditätsaustausch mit anderen Finanzmarktteilnehmern ausgeglichen werden.

Die Liquiditätssteuerung und damit die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Konzerns werden sowohl zentral in Wien durch den Bereich Treasury als auch dezentral von den lokalen Banken wahrgenommen. In einem internen Überwachungssystem werden die Zahlungsströme nach Währung periodisch konzernweit berechnet und analysiert. Basierend auf diesen Informationen erstellt der Konzern Liquiditätsbilanzen und führt Auswertungen durch, die sowohl die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich ausreichender Liquidität als auch die Einhaltung definierter Liquiditätslimits umfassen. Weitere Analysen inkludieren insbesondere markt- und institutsspezifische Krisensituationen in szenarienbasierten Cash-Flow-Prognosen, die durchwegs Gegenstand der Sitzungen des Group Asset/Liability Committees sind. Die RBI verfügt über alle in der Liquiditätsrisikomanagementverordnung geforderten Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements, so etwa einen ausreichend dimensionierten Liquiditätspuffer, Stresstests mit unterschiedlichen Szenarien sowie Liquiditätsnotfallpläne.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und von außerbilanziellen Geschäften. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, den sogenannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihgeschäft) in die Berechnung ein.

in € Tausend 2013
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 15.222.987 12.371.670 13.123.718 14.823.261 12.224.675 13.466.567
Liquiditäts-Ratio 155% 126% 113% 135% 118% 110%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugte Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen (auch mit Rücksicht auf die Außenwirkung) existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Strukturelles Liquiditätsrisiko

Strukturelle Liquiditätsrisiken werden v. a. durch eine Änderung in der Risikostrategie der Kreditgeber oder durch eine Bonitätsverschlechterung eines sich refinanzierenden Instituts ausgelöst. Die Refinanzierungskosten und -möglichkeiten steigen und fallen mit den geforderten Risikoprämien, die sowohl markt- als auch institutsspezifisch schwanken.

Die langfristige Refinanzierungsmöglichkeit ist somit von der generellen Wiederherstellung des Vertrauens in Banken und dem verstärkten Bemühen um Spareinlagen abhängig. Die RBI refinanziert sich dabei einerseits durch Geld- und Kapitalmarkttransaktionen und andererseits aus dem Retail-Geschäft der Netzwerkbanken. Sie ist die zentrale Liquiditätsausgleichsstelle für die verschiedenen lokalen Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Im Refinanzierungsplan der RBI wird spezielles Augenmerk auf eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gelegt, um das strukturelle Liquiditätsrisiko zu kontrollieren. Im Konzern werden dabei Gelder nicht nur durch die RBI als Konzernspitze, sondern auch von vielen Tochterbanken aufgenommen, die durch ein gemeinsames Konzept koordiniert und optimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht die RBI die mittel- und langfristige Mittelaufnahme ihrer Töchter im Weg von syndizierten Krediten, bilateralen Bankrefinanzierungen und Globaldarlehen supranationaler Institutionen. Diese Refinanzierungsquellen werden durchwegs auf Basis langjähriger Geschäftsbeziehungen genutzt.

Zur Steuerung und aktiven Begrenzung des Liquiditätsrisikos berücksichtigen die Zielvorgaben für die Loan/Deposit Ratios (Verhältnis von Kundenforderungen zu Kundeneinlagen) in den einzelnen Netzwerkbanken sowohl das geplante zukünftige Geschäftsvolumen als auch die Möglichkeiten zur Stärkung der Einlagenbasis in den jeweiligen Ländern. Dies verringert einerseits den externen Refinanzierungsbedarf für den Konzern und andererseits die Notwendigkeit konzerninterner Liquiditätstransfers sowie das damit verbundene Risiko.

2013
in € Tausend
Buchwert Vertragliche
Zahlungsströme
Bis 3 Monate Mehr als 3
bis 12 Monate
Mehr als 1bis
5 Jahre
Mehr als 5 Jahre
Nicht derivative
Verbindlichkeiten
115.131.685 125.340.412 76.519.554 15.840.079 24.064.488 8.916.291
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
30.104.865 34.194.631 18.695.918 4.100.160 9.350.547 2.048.006
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
66.436.635 69.291.405 51.498.939 9.813.668 5.765.635 2.213.162
Verbriefte Verbindlichkeiten 11.532.645 12.948.883 3.284.053 1.305.860 7.128.116 1.230.854
Sonstige Passiva 2.929.951 3.581.250 2.583.644 440.091 489.784 67.732
Nachrangkapital 4.127.589 5.324.243 457.000 180.300 1.330.406 3.356.537
Derivative
Verbindlichkeiten
4.411.212 13.873.781 7.008.251 2.533.086 3.358.743 973.703
Derivate im Handelsbuch 4.026.804 10.678.912 4.501.009 2.278.143 3.032.400 867.361
Derivate in
Sicherungsbeziehungen
132.536 166.465 44.752 11.062 50.755 59.897
Sonstige Derivate 251.593 2.651.230 2.085.316 243.881 275.588 46.445
Kreditderivate 279 377.174 377.174 0 0 0
Eventualverpflichtungen 10.989.526 2.477.125 1.231.072 881.333 215.849 148.872
Weitergegebene Wechsel 0 0 0 0 0 0
Avalkredite 6.198.703 546.418 118.417 289.872 70.766 67.363
Sonstige Bürgschaften 2.504.219 341.590 85.550 144.423 41.758 69.859
Akkreditive 2.188.542 1.583.943 1.027.105 441.863 103.325 11.650
Sonstige
Eventualverpflichtungen
98.062 5.174 0 5.174 0 0
Kreditrisiken 10.278.862 10.321.586 4.370.871 1.224.735 4.469.379 256.601
Unwiderrufliche
Kreditzusagen
10.278.862 10.321.586 4.370.871 1.224.735 4.469.379 256.601

Die Analyse der vereinbarten vertraglichen Zahlungsströme für die Finanzverbindlichkeiten ergibt folgende Laufzeiten:

2012 Vertragliche Mehr als 3 Mehr als 1bis
in € Tausend Buchwert Zahlungsströme Bis 3 Monate bis 12 Monate 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
Nicht derivative
Verbindlichkeiten
116.603.278 133.200.971 75.807.909 20.333.819 28.005.140 9.054.101
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
30.186.449 36.847.325 19.220.204 4.815.394 10.692.982 2.118.744
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
66.297.151 71.630.980 50.538.855 11.925.039 6.601.288 2.565.798
Verbriefte
Verbindlichkeiten
13.290.102 15.739.470 2.825.274 2.543.383 8.931.941 1.438.872
Sonstige Passiva 2.892.527 3.751.789 2.801.272 335.059 578.946 36.511
Nachrangkapital 3.937.049 5.231.407 422.304 714.944 1.199.983 2.894.176
Derivative
Verbindlichkeiten
7.918.858 16.692.593 6.084.335 2.750.440 6.382.711 1.475.106
Derivate im Handelsbuch 7.447.054 13.903.438 4.060.041 2.587.390 5.843.762 1.412.245
Derivate in
Sicherungsbeziehungen
119.933 128.171 15.311 33.326 72.733 6.801
Sonstige Derivate 351.017 2.660.741 2.008.878 129.658 466.145 56.060
Kreditderivate 854 243 105 66 71 0
Eventualverpflichtungen 11.706.829 3.178.498 1.872.051 850.314 266.069 190.063
Weitergegebene
Wechsel
37.670 35.007 33.394 1.614 0 0
Avalkredite 6.507.029 590.827 118.481 333.505 109.451 29.390
Sonstige Bürgschaften 2.375.399 198.180 128.401 38.352 27.584 3.842
Akkreditive 2.732.703 2.346.401 1.583.692 476.843 129.034 156.831
Sonstige
Eventualverpflichtungen
54.028 8.083 8.083 0 0 0
Kreditrisiken 10.609.130 9.321.561 2.442.556 1.893.849 4.529.347 455.809
Unwiderrufliche
Kreditzusagen
10.609.130 9.321.561 2.442.556 1.893.849 4.529.347 455.809

Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund höherer Detaillierung.

Operationelle Risiken

Unter dem operationellen Risiko wird das Risiko von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder aufgrund von externen Ereignissen einschließlich des Rechtsrisikos eintreten können. Innerhalb dieser Risikokategorie werden sowohl interne Risikofaktoren – z. B. unbefugte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Abwicklungs- und Prozessfehler, Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfälle – als auch externe Risikofaktoren einschließlich von Sachschäden und Betrugsabsichten kontrolliert und gesteuert.

Die Analyse und Steuerung dieser Risiken erfolgt auf Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung und der Ergebnisse der Risikobeurteilung. Ein weiterer Bestandteil der Steuerung ist ein Anreizsystem in der internen Kapitalallokation, mit dem hohe Datenqualität und aktives Risikomanagement honoriert werden. Generell ist das Risikomanagement für operationelle Risiken in der RBI durch ein sowohl zentrales wie auch dezentrales System umgesetzt: Die Grundlagen und Mindeststandards werden vom zentralen operationellen Risikomanagement vorgegeben, die detaillierte Implementierung erfolgt risikospezifisch in lokalen Einheiten.

In Analogie zu den anderen Risikoarten gilt in der RBI auch für das operationelle Risiko das Prinzip der Funktionstrennung in Risikomanagement und -controlling. Die Risikocontrolling-Einheiten für operationelles Risiko in den einzelnen Konzerneinheiten verantworten die Umsetzung und Verbesserung des operationellen Risikomanagements (z. B. Durchführung einer Selbsteinschätzung oder Definition und Überwachung von Frühwarnindikatoren) und das Reporting an das zentrale operationelle Risikocontrolling. Die Geschäftsbereichsverantwortlichen hingegen führen Steuerungs- und Reduktionsmaßnahmen für das operationelle Risiko durch. Sie entscheiden über den Einsatz von Steuerungsinstrumenten, z. B. den Abschluss von Versicherungen, oder anderen Risikoreduktionsverfahren.

Risikoidentifikation

Ein wesentlicher Schritt in der Steuerung von operationellen Risiken ist die Identifikation und Beurteilung von Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden würden (allerdings nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintreten), und von anderen Bereichen, in denen Verluste häufiger auftreten (allerdings nur mit geringer Schadenshöhe).

Die Beurteilung der operationellen Risiken erfolgt in der Gruppe in strukturierter Form nach Kategorien wie Geschäftsprozessen und Ereignistypen, ebenso wird für alle Neuprodukte ein Risikoassessment durchlaufen. Alle Konzerneinheiten bewerten die Auswirkung von wahrscheinlichen Ereignissen mit geringer Verlusthöhe (High Probability/Low Impact) und unwahrscheinlichen Ereignissen mit großem Verlustpotenzial (Low Probability/High Impact) bezogen auf einen einjährigen bzw. zehnjährigen Zeithorizont im Verhältnis zu den Erträgen. Die Low Probability/High Impact-Ereignisse werden in einem konzernweiten Analysetool mit standardisierten Szenarien gemessen. Zusätzlich implementieren die Einheiten des Konzerns noch weitere Szenarien, die auf das Risikoprofil und die lokalen Gegebenheiten der jeweiligen Einheit zugeschnitten sind.

Überwachung

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden Frühwarnindikatoren (Key Risk Indicators) verwendet, die eine zeitnahe Erkennung und Minderung von Verlusten ermöglichen. Auch diese sind auf die einzelnen Kreditinstitute des Konzerns zugeschnitten, wobei durch die Konzernzentrale zwecks internen Benchmarkings zusätzlich ein verpflichtender Basissatz an Indikatoren vorgegeben wird.

Die Erfassung von operationellen Schäden erfolgt strukturiert und konzernweit in der zentralen Datenbank ORCA (Operational Risk Controlling Application) mit entsprechender Untergliederung nach Geschäftsfeld und Ereignistyp. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt die Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation, zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Weiterentwicklung der eingesetzten Messmethoden sowie zur Weiterverfolgung von Maßnahmen und der Kontrolleffektivität. Die RBI ist seit 2010 Teilnehmer im ORX-Datenkonsortium, dessen Daten aktuell zu internen Benchmark-Zwecken und Analysen herangezogen werden. Die Ergebnisse der Analysen sowie Vorfälle aus operationellen Risiken werden den Risk Management Kommitteen regelmäßig umfassend berichtet.

Messung und Risikoreduktion

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die RBI derzeit den Standardansatz (STA). Dies gilt für alle wesentlichen Konzerneinheiten. Um das operationelle Risiko zu reduzieren, werden durch die Geschäftsbereichsleiter vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduktion und zum Risikotransfer gesetzt, deren Fortschritt und Wirkungsgrad vom Risikocontrolling überwacht werden. Erstere entwickeln auch Krisenpläne und bestimmen Personen oder Abteilungen, welche die notwendigen Maßnahmen einleiten, falls Schadensfälle tatsächlich eintreten. Weiters unterstützen mehrere spezialisierte Organisationseinheiten die Geschäftsbereiche bei der Vermeidung von operationellen Risiken. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei das Fraud Management ein, das durch Überwachung und präventive Maßnahmen potenziellen Betrugsschäden entgegenwirkt. Die RBI führt auch laufend umfangreiche Mitarbeiterschulungen durch und verfügt über verschiedenste Notfallpläne und Backup-Systeme.

(43) Derivative Finanzinstrumente

2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Tausend Bis 1 Jahr Mehr als 1
bis 5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Gesamt Positive Negative
Gesamt 78.040.200 65.470.099 42.887.764 186.398.063 4.206.434 - 4.412.069
Zinssatzverträge 30.570.093 53.288.726 40.047.378 123.906.197 3.378.184 - 2.773.952
OTC-Produkte
Zinsswaps 25.727.466 46.752.103 35.324.359 107.803.929 3.210.034 - 2.604.230
Zinstermingeschäfte 2.731.254 165.871 0 2.897.125 2.463 - 2.614
Zinsoptionen – Käufe 964.268 2.832.996 2.012.651 5.809.915 159.504 0
Zinsoptionen – Verkäufe 684.477 2.931.551 2.546.351 6.162.379 0 - 166.215
Sonstige Zinssatzverträge 11.278 0 0 11.278 0 0
Börsegehandelte Produkte
Zinsfutures 451.350 606.204 124.017 1.181.571 5.910 - 893
Zinsoptionen 0 0 40.000 40.000 274 0
Wechselkurs- und Goldverträge 45.597.652 9.059.471 2.409.684 57.066.807 748.253 - 655.470
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 5.188.688 8.020.118 2.372.280 15.581.087 230.414 - 315.793
Devisentermingeschäfte 36.228.365 803.930 22.667 37.054.962 471.750 - 263.912
Währungsoptionen – Käufe 1.984.514 117.004 0 2.101.519 43.199 0
Währungsoptionen – Verkäufe 1.870.663 118.417 0 1.989.081 0 - 48.226
Sonstige Währungsverträge 0 0 0 0 0 0
Goldverträge 23.654 0 14.737 38.391 7 - 25.044
Sonstige Verträge auf Goldbasis 0 0 0 0 125 0
Börsegehandelte Produkte
Devisenterminkontrakte (Futures) 301.768 0 0 301.768 2.757 - 2.495
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.507.466 1.507.254 407.101 3.421.821 59.334 - 840.545
OTC-Produkte
Aktien-/Indexoptionen – Käufe 64.143 386.892 122.448 573.483 31.690 0
Aktien-/Indexoptionen – Verkäufe 170.754 455.754 78.364 704.871 0 - 62.945
Sonstige wertpapierbezogene Geschäfte 184.188 600.660 206.288 991.136 1.529 - 740.417
Börsegehandelte Produkte
Aktien-/Index-Terminkontrakte 769.345 597 0 769.942 16.879 - 28.816
Aktien-/Indexoptionen 319.036 63.351 0 382.387 9.237 - 8.366
Warentermingeschäfte 201.584 170.660 11.415 383.659 10.294 - 115.948
Kreditderivate 115.758 1.431.265 0 1.547.023 10.325 - 8.721
Edelmetallgeschäfte 47.647 12.724 12.186 72.556 43 - 17.433

Dem Überhang an negativen Marktwerten bei wertpapierbezogenen Geschäften stehen zu Sicherungszwecken erworbene Aktien in den Handelsaktiva gegenüber, die in der obigen Tabelle nicht enthalten sind.

2012 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Tausend Bis 1 Jahr Mehr als 1
bis 5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Gesamt Positive Negative
Gesamt 102.857.794 99.745.092 55.788.911 258.391.797 8.221.285 - 7.918.857
Zinssatzverträge 51.068.628 85.143.946 53.148.502 189.361.075 7.246.469 - 6.291.587
OTC-Produkte
Zinsswaps 43.661.648 79.792.930 47.878.800 171.333.377 7.025.879 - 6.085.227
Zinstermingeschäfte 5.284.446 136.578 0 5.421.024 12.331 - 11.923
Zinsoptionen – Käufe 704.474 2.511.311 2.334.282 5.550.067 207.277 0
Zinsoptionen – Verkäufe 1.104.330 2.422.627 2.865.515 6.392.471 0 - 193.114
Sonstige Zinssatzverträge 2.633 0 0 2.633 0 0
Börsegehandelte Produkte
Zinsfutures 311.097 280.500 69.906 661.503 982 - 1.323
Wechselkurs- und Goldverträge 49.699.592 11.606.251 2.259.079 63.564.923 848.181 - 773.868
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 5.076.458 10.535.874 2.234.352 17.846.684 289.316 - 413.159
Devisentermingeschäfte 41.420.938 879.833 0 42.300.771 526.672 - 278.775
Währungsoptionen – Käufe 1.536.174 73.358 0 1.609.532 31.590 0
Währungsoptionen – Verkäufe 1.539.816 99.582 0 1.639.398 0 - 49.919
Sonstige Währungsverträge 0 0 0 0 0 - 16
Goldverträge 2.243 17.604 24.727 44.574 116 - 29.343
Börsegehandelte Produkte
Devisenterminkontrakte (Futures) 123.963 0 0 123.963 487 - 2.655
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.502.664 1.308.463 344.994 3.156.120 106.630 - 834.981
OTC-Produkte
Aktien-/Indexoptionen – Käufe 207.152 340.046 170.910 718.108 21.343 0
Aktien-/Indexoptionen – Verkäufe 91.836 469.852 38.540 600.229 0 - 60.325
Sonstige wertpapierbezogene Geschäfte 150.629 427.416 135.544 713.589 1.603 - 675.668
Börsegehandelte Produkte
Aktien-/Index-Terminkontrakte 821.241 760 0 822.001 73.744 - 89.428
Aktien-/Indexoptionen 231.806 70.388 0 302.194 9.941 - 9.561
Warentermingeschäfte 231.916 77.926 14.364 324.206 3.622 - 2.003
Kreditderivate 311.648 1.572.644 5.000 1.889.292 16.198 - 13.745
Edelmetallgeschäfte 43.346 35.862 16.973 96.181 185 - 2.672

(44) Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

Für die fix verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber Kreditinstituten/Kunden wird nur dann ein vom Bilanzwert (nach Berücksichtigung der Kreditrisikovorsorgen) abweichender Marktwert ermittelt, wenn diese eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Die variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden dann einbezogen, wenn eine Zinsanpassungsperiode von mehr als einem Jahr besteht. Für Kredite wurde der Fair Value durch Abzinsung zukünftiger Cash-Flows unter Verwendung von Zinssätzen berechnet, zu denen ähnliche Kredite mit den gleichen Restlaufzeiten an Kreditnehmer mit vergleichbarer Bonität hätten vergeben werden können. Darüber hinaus wurde das spezifische Kreditrisiko einschließlich der werthaltigen Sicherheiten bei der Ermittlung des Fair Value von Krediten berücksichtigt.

2013
in € Tausend Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 6.674.226 0 6.674.226 6.674.226 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 16.657.868 5.509.804 22.167.673 22.125.059 42.614
Forderungen an Kunden 0 20.268.017 53.756.660 74.024.678 75.147.307 - 1.122.629
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to
Maturity
3.764.363 612.673 405.929 4.782.964 4.671.875 111.089
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 26.389.191 3.816.750 30.205.941 30.104.866 101.075
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 34.889.786 31.647.440 66.537.226 66.436.636 100.591
Verbriefte Verbindlichkeiten 278.283 9.042.953 158.686 9.479.922 9.411.146 68.776
Nachrangkapital 0 3.672.880 32.731 3.705.611 3.636.812 68.799

Zum Jahresende 2012 betrug der Fair Value der Forderungen an Kreditinstitute € 22.225.565 Tausend (Buchwert €22.165.582 Tausend), der Forderungen an Kunden € 77.989.722 Tausend (Buchwert €77.859.090 Tausend) und vonden Beteiligungen und Held-to-Maturity Wertpapieren € 5.104.482 Tausend (Buchwert €4.955.812 Tausend). Passivseitig wurde für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Fair Value von €30.175.450 Tausend (Buchwert €30.186.449 Tausend), Verbindlichkeiten gegenüber Kunden € 66.538.857 Tausend (Buchwert €66.297.151Tausend), Verbriefte Verbindlichkeiten € 10.765.307 Tausend (Buchwert €10.812.467 Tausend), Nachrangkapital € 2.805.324 Tausend (Buchwert €3.056.925 Tausend) errechnet.

(45) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

2013 2012
in € Tausend Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 4.069.863 3.755.398 164.884 2.118.474 8.304.751 93.491
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 59.118 3.481.137 88.009 99.561 7.327.349 92.712
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 402.805 4.460 306 264.612 11.915 723
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 3.607.941 269.800 76.569 1.754.302 965.485 56
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 2 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 4.788.178 1.557.292 12.131 5.099.215 3.232.801 16.205
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 42.584 102.595 4.889 47.830 105.301 5.072
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 4.745.594 1.454.696 7.242 5.051.385 3.127.501 11.133
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 345.844 2.106.577 48.769 56.362 0 0
Sonstige Beteiligungen2 4.434 24.674 37.143 56.362 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 341.409 2.081.903 11.627 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 549.903 23.101 0 701.663 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 549.903 23.101 0 701.663 0

1 Inklusive sonstige Derivate. 2 Enthält nur börsennotierte Unternehmen.

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

2013 2012
in € Tausend Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 630.609 4.801.262 23.894 787.531 8.360.940 27.642
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 128.849 4.133.186 16.640 165.420 7.613.185 20.320
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 10.045 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 501.760 49.699 622.111 52 0
Emittierte Zertifikate 0 618.377 7.254 0 737.658 7.322
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 2.612.277 0 3.357.758 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.121.500 0 0 2.477.634 0
Nachrangkapital 490.777 0 880.124 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 132.536 0 0 119.933 0
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 132.536 0 0 119.933 0

1 Inklusive sonstige Derivate.

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II

In 2013 wurden im Wesentlichen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von € 142.337 Tausend von Level I zu Level II transferiert was auf den Rückgang der Marktliquidität in einzelnen Produkten zurückzuführen ist.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklungen des Fair Value von Finanzinstrumenten, die anhand von nicht beobachtbaren Parametern bewertet werden.

in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 93.491 0 - 452 19.668 - 23.466
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
16.205 0 - 228 19.911 - 20.125
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 11.627
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 0 0 18.445 0
in € Tausend Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer aus
Level III
Stand
31.12.2013
Handelsaktiva 15.500 0 60.142 0 164.884
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
- 2.781 - 286 5.022 - 5.587 12.131
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 11.627
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 4.656 0 0 23.101
in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 27.642 0 0 0 0
in € Tausend Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 31.12.2013
Handelspassiva - 3.748 0 0 0 23.894

Die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten der dritten Kategorie der Fair-Value-Hierarchie beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf minus € 8.971 Tausend (2012: minus € 7.434 Tausend).

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level-III-Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
0 Substanzwert
methode
Abschläge 20%–50%
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien 5 Approximations
verfahren
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihe[n]
95 DCF-Verfahren Kreditspanne 10%–20%
Ausfallwahrscheinlichkeit
Verlusthöhe
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Asset-Backed
Securities
0 Broker
Schätzungen
erwartete Vorauszahlung
bewerten
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne Hedge
Devisentermin
Accounting
Gesamt
geschäft[e] 111
212
DCF-Verfahren Zinssatz 10%–30%
Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum
Währungsrisko
2%–16%
0%–5%
Negative Marktwerte aus dem derivativen Schwankungen 0%–3%
Bankbuch ohne Hedge Accounting OTC-Optionen 17 Option Model Index-Kategorisierung 0%–5%
Durchführungszeitraum 0%–3%
Geld-Brief-Spanne 0%–3%
Schwankungen 0%–3%
Zu Handelszwecken ausgestellte Zertifikate Zertifikate 7 Option Model Index-Kategorisierung 0%–2,5%
Gesamt 24

(46) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Tausend 2013 2012
Eventualverbindlichkeiten 10.989.527 11.706.829
Weitergegebene Wechsel 38.141 37.670
Avalkredite 6.198.703 6.507.029
Sonstige Bürgschaften 2.504.219 2.375.399
Akkreditive 2.188.542 2.732.703
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 59.921 54.028
Kreditrisiken 10.278.861 10.609.130
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.278.861 10.609.130
Bis 1 Jahr 2.797.602 3.970.674
Über 1 Jahr 7.481.260 6.638.456

Die folgende Tabelle enthält widerrufliche Kreditzusagen, die gemäß Basel II ungewichtet bleiben:

in € Tausend 2013 2012
Widerrufliche Kreditzusagen 16.726.791 16.223.936
Bis 1 Jahr 11.983.086 11.382.177
Über 1 Jahr 3.823.609 3.625.806
Ohne Laufzeit 920.095 1.215.953

Die RBI AG ist Mitglied der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich. Deren Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung, durch die sie solidarisch die zeitgerechte Erfüllung aller Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds bis zu jener Grenze garantieren, die sich aus der Summe der individuellen Tragfähigkeit der anderen Vereinsmitglieder ergibt. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitglieds bestimmt sich nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG.

(47) Treuhandgeschäfte

In der Bilanz nicht ausgewiesene Treuhandgeschäfte waren am Bilanzstichtag mit folgenden Volumina abgeschlossen:

in € Tausend 2013 2012
Forderungen an Kreditinstitute 9.402 8.239
Forderungen an Kunden 290.229 267.512
Wertpapiere und Beteiligungen 9.285 9.293
Sonstiges Treuhandvermögen 70.006 70.175
Treuhandvermögen 378.921 355.219
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 131.957 115.565
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 173.067 160.388
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 73.897 79.266
Treuhandverbindlichkeiten 378.921 355.219

Die Treuhanderträge und die Treuhandaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013 2012
Treuhanderträge 13.476 5.911
Treuhandaufwendungen 288 210

Die folgende Tabelle enthält das von der RBI verwaltete Fondsvermögen:

in € Tausend 2013 2012
Publikumsfonds 3.929.158 6.578.312
Aktien- und gemischte Fonds 2.852.222 4.478.591
Anleihenfonds 908.530 1.948.411
Geldmarktfonds 0 93.311
Sonstige 168.406 57.999
Spezialfonds 1.096.256 1.049.481
Immobilienfonds 254.384 125.375
Gesamt 5.279.798 7.753.169

(48) Finanzierungsleasing

in € Tausend 2013 2012
Bruttoinvestitionswert 3.239.342 3.273.479
Mindest-Leasingzahlungen 3.215.703 3.268.732
Bis 3 Monate 437.293 474.081
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 747.930 754.861
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.722.854 1.726.394
Mehr als 5 Jahre 307.626 313.396
Nicht garantierte Restwerte 23.638 4.748
Unrealisierter Finanzertrag 376.119 409.268
Bis 3 Monate 43.144 47.028
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 96.356 107.217
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 192.199 208.247
Mehr als 5 Jahre 44.420 46.776
Nettoinvestitionswert 2.863.222 2.864.211

Die Wertberichtigungen auf uneinbringliche Mindest-Leasingzahlungen beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf € 61.592 Tausend (2012: € 67.103 Tausend).

Die im Rahmen des Finanzierungsleasings finanzierten Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:

in € Tausend 2013 2012
Kraftfahrzeugleasing 1.733.857 1.733.921
Immobilienleasing 561.691 537.160
Mobilienleasing 567.674 593.130
Gesamt 2.863.222 2.864.211

(49) Operating Leasing

Operating Leasing aus der Sicht als Leasinggeber

Die zukünftigen Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer operativer Leasingverträge stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Bis 1 Jahr 40.897 43.021
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 80.818 81.544
Mehr als 5 Jahre 21.935 34.328
Gesamt 143.651 158.894

Operating Leasing aus der Sicht als Leasingnehmer

Die zukünftigen Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer operativer Leasingverträge stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Bis 1 Jahr 101.382 94.989
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 172.254 171.831
Mehr als 5 Jahre 14.307 13.682
Gesamt 287.943 280.502

(50) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach BWG

Kapital war und ist integraler Bestandteil der Banksteuerung. Für einen international tätigen Konzern wie die RBI sind dabei verschiedene Steuerungsebenen zu berücksichtigen. Regulatorisch ist die RBI Bestandteil der RZB-Kreditinstitutsgruppe, darüber hinaus muss die RBI auf Einzelinstitutsebene die gesetzlichen Eigenmittelvorschriften einhalten.

Regulatorische Werte für die RBI auf Einzelinstitutsbasis werden, basierend auf entsprechenden EU-Richtlinien, durch das österreichische Bankwesengesetz (BWG) sowie durch die anwendbare Verordnung des europäischen Parlaments vorgegeben. Daneben bestehen – oft inhaltlich abweichende – Vorschriften in den einzelnen Ländern des Tätigkeitsgebiets der RBI. Derartige Regelungen sind von den lokalen Einheiten der Gruppe einzuhalten.

In der internen Steuerung verwendet die RBI Zielwerte, die alle Risikoarten (inkl. des Handelsbuchs, des Währungsrisikos und des operationellen Risikos) umfassen. Die laufende Planung/Budgetierung ist dabei von der laufenden Weiterentwicklung und Harmonisierung der Eigenmittelvorschriften in Basel und Brüssel geprägt.

Die Steuerung auf Gruppenebene erfolgt bei der RBI durch Planning & Finance. Die Einhaltung der Kapitalvorgaben der einzelnen Konzerneinheiten obliegt primär den Einheiten selbst und erfolgt in Abstimmung mit den für das Beteiligungsmanagement der jeweiligen Einheit zuständigen Zentralstellen.

Das Hauptaugenmerk bei der Steuerung liegt auf dem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1) sowie dem internen Kapital (Gesamtkapitalquote) im Rahmen des ICAAP. Wegen der komplexen gegenseitigen Anrechnungsbegrenzungen (unter Basel II) spielt dabei auch der Mix der Eigenmittelinstrumente (verschiedene Arten von Tier-1-, Tier-2- und Tier-3-Kapital) eine Rolle.

Daneben wird im Rahmen der regulatorischen Grenzen die Risikotragfähigkeit ermittelt. Sie entspricht dem maximalen Schaden, der die Bank oder die Bankengruppe im laufenden Kalenderjahr treffen kann, ohne dass die regulatorischen Mindestkapitalwerte unterschritten werden.

Die Ermittlung der Zielquoten im Verhältnis zu den gesetzlichen Mindestanforderungen erfordert zusätzliche interne Kontrollrechnungen. Im Bereich Risk Controlling wird dazu der Value-at-Risk mit der oben definierten Risikotragfähigkeit in Bezug gesetzt. Weiters erfolgt ein Abgleich des ökonomischen Kapitals mit der entsprechenden Deckungsmasse. Das ökonomische Kapital ist integraler Bestandteil der Planung und Steuerung in der RBI. Nähere Angaben zu dieser Berechnung finden sich im Risikobericht.

Aktuelle regulatorische Entwicklungen – Basel III bzw. CRR I/CRD IV

Das Basler Komitee für Bankenaufsicht publizierte im Dezember 2010 ein Rahmenwerk globaler regulatorischer Standards betreffend Kapitaladäquanz und Liquidität. Ziel dieses Rahmenwerk ist die Stärkung der globalen Kapital- und Liquiditätsvorgaben zum Zwecke eines widerstandsfähigeren Bankensektors sowie die Verbesserung der Fähigkeit des Bankensektors zur Absorption von finanziellen und ökonomischen Stresssituationen, unabhängig von deren jeweiligen Ursachen.

Die Umsetzung von Basel III in der EU erfolgte im Weg einer Verordnung ("Regulation") sowie einer Richtlinie ("Directive"). Die finale Verordnung (CRR I) und die Richtlinie (CRD IV) wurden am 27. Juni 2013 im EU Official Journal veröffentlicht.

Die CRR I ist am 28. Juni 2013 in Kraft getreten und stellt direkt für alle EU-Mitgliedsstaaten per 1. Jänner 2014 anwendbares Recht dar. Die CRD IV trat am 17. Juli in Kraft und musste von allen EU-Mitgliedsstaaten bis 31. Dezember 2013 in lokales Recht umgesetzt werden. Das neue Regelwerk ist somit seit Anfang 2014 – mit einer Übergangsperiode bis 2023 – anzuwenden.

Nach Auslaufen der Übergangsperiode sehen Basel III bzw. CRR I/CRD IV striktere Vorgaben für regulatorisches Kapital mit einem Minimum an hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1) von 4,5 Prozent, an Kernkapital (Tier 1) von insgesamt 6 Prozent und an Gesamtkapital von 8 Prozent vor. Darüber hinaus sind alle Banken verpflichtet, zusätzlich zu den neuen Mindestanforderungen einen aus hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1) bestehenden Kapitalerhaltungspuffer ("Capital Conservation Buffer") von 2,5 Prozent vorzuhalten. Dies führt zu einem Gesamterfordernis von 7 Prozent hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1), 8,5 Prozent Kernkapital (Tier 1) und 10,5 Prozent Gesamtkapital.

Zusätzlich können die Mitgliedsstaaten die Einhaltung eines zusätzlichen Puffers verlangen ("Countercyclical Buffer"), um zu starkes Kreditwachstum einzudämmen. Weiters können durch die Aufsicht systemische Risikopuffer (1 bis 5 Prozent) sowie zusätzliche Kapitalaufschläge für systemrelevante Banken (0 bis 3,5 Prozent) bestimmt werden. Sofern sowohl systemische Risikopuffer als auch Aufschläge für systemrelevante Banken für ein Institut festgelegt werden, findet nur der höhere der beiden Werte Anwendung.

Die Auswirkungen von Basel III bzw. CRR I/CRD IV werden durch Planning & Finance sowie Risk Controlling laufend in Szenario-Berechnungen dargestellt und analysiert. Die Effekte werden umgehend in der Planung und Steuerung berücksichtigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird in der Eurozone ab 2014 die Aufsicht über Großbanken übernehmen, deren Bilanzsumme über € 30 Milliarden oder 20 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes ausmacht. Die RBI fällt als Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe indirekt unter die Aufsicht der EZB.

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des BWG und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Die Ermittlung der anrechenbaren Eigenmittel gemäß § 29a BWG erfolgt seit dem Vorjahr auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards. Die Eigenmittel der RBI nach Basel II setzen sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013 2012
Eingezahltes Kapital 5.668.558 5.668.616
Erwirtschaftetes Kapital 3.134.557 3.071.012
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 428.211 848.310
Hybrides Kapital 441.252 441.252
Immaterielle Vermögenswerte - 705.048 - 750.409
Kernkapital (Tier- 1-Kapital) 8.967.530 9.278.781
Abzugsposten vom Kernkapital - 12.759 - 13.595
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.954.771 9.265.186
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 221.143 225.893
Stille Reserven 8.230 33.844
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.157.248 3.080.221
Ergänzende Eigenmittel (Tier- 2-Kapital) 3.386.621 3.339.958
Abzugspos
ten Beteiligungen, Verbriefungen - 12.759 - 13.595
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.373.862 3.326.363
Abzugsposten Versicherungen 0 - 8.366
Zur Umwidmung in Tier- 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier- 2-Kapital (Tier- 3-Kapital) 357.016 302.070
Gesamte Eigenmittel 12.685.649 12.885.253
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.391.722 6.625.725
Eigenmittelüberschuss 6.293.927 6.259.528
Überdeckungsquote 98,5% 94,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,7% 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,7% 13,6%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2% 11,2%
Eigenmittelquote 15,9% 15,6%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013 2012
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 65.334.163 68.136.388
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§ 22a bis 22h BWG 5.226.733 5.450.911
Standardansatz 2.278.162 2.439.006
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.948.571 3.011.905
Abwicklungsrisiko 7 1
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren 297.108 273.353
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 59.908 55.977
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 807.966 845.483
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.391.722 6.625.725

Die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko stellt sich nach Asset-Klassen wie folgt dar:

in € Tausend 2013 2012
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 28.477.025 30.487.575
Zentralstaaten und Zentralbanken 1.846.988 2.063.350
Regionale Gebietskörperschaften 86.775 97.513
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 6.500 4.200
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 1.150
Kreditinstitute 370.513 368.225
Firmenkunden 12.827.375 13.242.525
Retail-Kunden 9.925.963 11.397.075
Gedeckte Schuldverschreibungen 1.038 1.313
Investmentfonds-Anteile 113.138 111.225
Verbriefungspositionen 0 0
Sonstige Posten 3.298.738 3.201.000
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem Ansatz 36.857.138 37.648.813
Zentralstaaten und Zentralbanken 316.700 402.650
Kreditinstitute 3.098.900 3.702.150
Firmenkunden 28.911.400 30.537.675
Retail-Kunden 4.293.663 2.811.838
Beteiligungspositionen 143.563 90.238
Verbriefungspositionen 92.913 104.263
Gesamt 65.334.163 68.136.388

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die im Rahmen der Berechnung des Eigenmittelerfordernisses verwendeten Kalkulationsmethoden in den Tochterunternehmen:

Kreditrisiko Marktrisiko Operationelles
Einheit Non-Retail Retail Risiko
Raiffeisen Bank International AG, Wien (Österreich) IRB1 n.a. Internes Modell2 STA3
RBI Finance (USA) LLC, New York (USA) IRB STA3 STA STA
Raiffeisenbank a.s., Prag (Tschechische Republik) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (Ungarn) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (Malta) IRB STA STA STA
Tatra banka a.s., Bratislava (Slowakei) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (Rumänien) IRB IRB STA STA
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (Kroatien) IRB4 STA STA STA
Raiffeisenbank Russland d.d., Moskau (Russland) IRB4 STA STA STA
Alle anderen Einheiten STA STA STA STA

1 IRB = Internal-Ratings-Based-Ansatz.

2 Nur für Risiko der offenen Devisenposition und allgemeines Zinsrisiko des Handelsbuchs.

3 STA = Standard-Ansatz. 4 Nur auf konsolidierter Ebene.

(51) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

in Vollzeitäquivalenten 2013 2012
Angestellte 58.210 59.981
Arbeiter 857 943
Gesamt 59.067 60.924
in Vollzeitäquivalenten 2013 2012
Inland 2.664 2.665
Ausland 56.403 58.259
Gesamt 59.067 60.924

(52) Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

in € Tausend 2013 2012
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 4.450 5.902
Andere Arbeitnehmer 15.421 22.961
Gesamt 19.871 28.863

Für sechs Vorstandsmitglieder gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für Mitarbeiter, die einen Grundbeitrag seitens des Unternehmens zu einer Pensionskasse und einen Zusatzbeitrag vorsehen, wenn der Mitarbeiter Eigenbeiträge in derselben Höhe leistet. Für vier Vorstände bestehen zusätzlich individuelle Pensionszusagen, die über eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden.

Im Fall der Beendigung der Funktion bzw. des Dienstverhältnisses und des Ausscheidens aus dem Unternehmen haben zwei Mitglieder des Vorstands Abfertigungsansprüche gemäß Angestelltengesetz oder Bankenkollektivvertrag, ein Mitglied gemäß vertraglichen Vereinbarungen und drei Mitglieder nach dem Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetz. Die Abfertigungsansprüche gemäß Angestelltengesetz oder gemäß vertraglicher Vereinbarung verfallen, mit Ausnahme von ein Vorstandsmitglied, grundsätzlich bei Kündigung durch den Dienstnehmer.

Zudem besteht über eine Pensionskasse und/oder aufgrund einer individuellen Pensionszusage, die durch eine Rückdeckungsversicherung abgesichert ist, ein Schutz gegenüber dem Berufsunfähigkeitsrisiko. Die Vorstandsverträge sind für die Dauer der Funktionsperioden bzw. befristet auf maximal fünf Jahre abgeschlossen. Die Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund betragen maximal zwei Jahresgesamtvergütungen.

(53) Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Unternehmen können mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte abschließen, die sich auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die Angaben zu nahe stehenden Unternehmen beziehen sich auf den obersten Konsolidierungskreis, den der Konzern der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH bildet.

Unter Mutterunternehmen sind die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen. Angaben zu den Beziehungen der RBI mit Personen in Schlüsselpositionen finden sich im Punkt (54) Beziehungen zu Organen.

2013
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 6.031.955 88.846 217.580 120.209
Forderungen an Kunden 0 1.524.967 41.220 295.139
Handelsaktiva 0 47.195 1.345 2.147
Wertpapiere und Beteiligungen 0 405.018 2.371 66.252
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0
0
5.035
0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 51.352 17.955 97 153
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.224.338
239.764
3.968.666
203.907
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 522
260.535
779.389
511.412
Verbriefte Verbindlichkeiten 0
10.272
0
0
Rückstellungen 0
1
0 - 5
Handelspassiva 0 0 288
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 158 23.145 367 77
Nachrangkapital 51.840 0 0 0
Gegebene Garantien 0 116.572 1.170 5.172
Erhaltene Garantien 925.008 390.302 200.903 40.379
2012
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 8.191.495 92.749 258.942 141.702
Forderungen an Kunden 0 1.190.832 368.820 270.622
Handelsaktiva 0 41.476 12.483 2.434
Wertpapiere und Beteiligungen 0 339.148 2.373 117.707
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0
0
4.935
0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 2.597
14.913
62.447
25
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.125.323
10.219
5.105.055
224.070
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 580
336.139
428.742
178.723
Verbriefte Verbindlichkeiten 0
0
0
0
Rückstellungen 113
2.515
0
0
Handelspassiva 0
25.794
0 68
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 32 9.724 61 26
Nachrangkapital 51.803 1 0 13
Gegebene Garantien 0 79.577 25.554 20.999
Erhaltene Garantien 662.241 435.215 152.915 54.184
2013
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Zinserträge 197
65.186
5.148
3.169
Zinsaufwendungen 139 - 93.786 - 30.197 - 2.102
Dividendenerträge 0 8.860 122 3.994
Provisionserträge 24 12.951 880 168
Provisionsaufwendungen 0 - 310 - 213 - 430

(54) Beziehungen zu Organen

Konzernbeziehungen des Key Managements

Unter Key Management sind die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Muttergesellschaft RBI AG und des Mehrheitsaktionärs Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft zu verstehen. Die Beziehungen des Key Managements zur RBI stellen sich wie folgt dar (jeweilige Marktwerte):

in € Tausend 2013 2012
Sichteinlagen 1 1.175
Schuldverschreibungen 1.354 1.444
Aktien 2.171 7.799
Termineinlagen 27 5
Kredite 2 4
Leasingverbindlichkeiten 578 347

In der folgenden Tabelle sind die Beziehungen der nahe stehenden Personen des Key Managements zur RBI dargestellt:

in € Tausend 2013 2012
Aktien 5 71
Schuldverschreibungen 81 0
Termineinlagen 46 39
Leasingverbindlichkeiten 33 0

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Bezüge des Vorstands

An den Vorstand der RBI AG wurden folgende Bezüge bezahlt:

in € Tausend 2013 2012
Fixe Bezüge 5.478 5.752
Boni (erfolgsabhängig) 2.947 2.153
Aktienbasierte Vergütungen (erfolgsabhängig) 0 3.835
Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen 245 210
Sonstige Bezüge 768 1.838
Gesamt 9.438 13.788
davon Bezüge von verbundenen Unternehmen 155 568

Die in der Tabelle dargestellten fixen Bezüge enthalten Gehälter und Sachbezüge.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile der Vorstandsbezüge umfassen grundsätzlich Bonuszahlungen und aktienbasierte Vergütungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP, siehe aktienbasierte Vergütung in Note (34) Eigenkapital). Im Jahr 2013 gab es jedoch keine Zuteilung einer aktienbasierten Vergütung, weil im Jahr 2010 wegen der Fusion von Raiffeisen International mit den Geschäftsbereichen der Raiffeisen Zentralbank keine SIP-Tranche begeben wurde.

Die Bonusbemessung ist an die Erreichung der Unternehmensziele bei Gewinn nach Steuern, Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) und Cost/Income Ratio sowie die Erreichung jährlich vereinbarter persönlicher Ziele geknüpft. Die Auszahlung erfolgt nach den geltenden Bestimmungen des BWG, umgesetzt in den internen Regelungen (siehe Mitarbeitervergütungspläne im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden").

Für drei Vorstandsmitglieder, die aus der RZB in die RBI gewechselt waren, erfolgte die Bonusbemessung für 2010 noch nach einem Return-on-Equity-Kriterium der RZB. Entsprechend den bis Ende 2010 für diese Personen geltenden vertraglichen Bestimmungen wurden Bonuszusagen getätigt, von denen 2013 € 634 Tausend (2012: € 297 Tausend) zur Auszahlung gelangten.

Die sonstigen Bezüge umfassen Entgelte für Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen, Sign-in-Boni, Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen, sonstige Versicherungen und Zuschüsse. Ebenso sind darin einmalige Retentionsboni für jene Vorstände enthalten, die von Raiffeisen International stammten. Diese Boni waren im Zusammenhang mit der Fusion von Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der Raiffeisen Zentralbank zuerkannt worden.

Die ausgewiesenen Werte der fixen und erfolgsabhängigen Bezüge sind im Vergleich zu 2012 durch Einmaleffekte wegen des Ausscheidens bzw. Neueintritts je 1 Vorstandsmitglieds im Vorjahr und des Ausscheidens 1 Vorstandsmitglieds im Jahr 2013 verzerrt.

Bezüge des Aufsichtsrats

in € Tausend 2013 2012
Bezüge Aufsichtsrat 550 550

Die Hauptversammlung hat am 26. Juni 2013 eine jährliche Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von € 550 Tausend beschlossen und die Verteilung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. Juni 2013 folgende Verteilung festgelegt: Vorsitzender € 70 Tausend, Stellvertreter des Vorsitzenden € 60 Tausend, Mitglieder des Aufsichtsrats € 50 Tausend. Sitzungsgelder werden nicht gezahlt.

Für den Aufsichtsrat wurden daher im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von € 550 Tausend (2012: € 550 Tausend) ausbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinn von § 95 (5) Z 12 AktG mit Aufsichtsratsmitgliedern abgeschlossen.

(55) Organe

Vorstand

Der Vorstand der RBI AG setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstandsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Karl Sevelda, Vorsitzender1 22. September 20102 30. Juni 20173
Dr. Johann Strobl, Stellvertretender Vorsitzender4 22. September 20105 30. Juni 20176
Aris Bogdaneris, M.A. 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dkfm. Klemens Breuer 16. April 2012 31. Dezember 2015
Mag. Martin Grüll 3. Jänner 2005 30. Juni 20177
Mag. Peter Lennkh 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dr. Herbert Stepic 14. Juni 2001 7. Juni 2013

1 Karl Sevelda war bis zum 7. Juni 2013 stellvertretender Vorsitzender und ist seit 7. Juni 2013 Vorsitzender des Vorstands.

2 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

3 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Karl Sevelda vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

4 Johann Strobl war bis zum 7. Juni 2013 Mitglied und ist seit 7. Juni 2013 stellvertretender Vorsitzender des Vorstands.

5 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

6 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Johann Strobl vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert. 7 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Martin Grüll vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Walter Rothensteiner, Vorsitzender 11. Mai 2001 Ordentliche Hauptversammlung 2016
Mag. Erwin Hameseder, Erster stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Dr. Heinrich Schaller, Zweiter stellvertretender Vorsitzender 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Mag. Markus Mair, Dritter stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Klaus Buchleitner 26. Juni 2013 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Stewart D. Gager 24. Jänner 2005 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Dr. Kurt Geiger 9. Juni 2009 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Mag. Dr. Günther Reibersdorfer 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Dr. Johannes Schuster 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Christian Teufl 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Martin Prater2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Rudolf Kortenhof2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Peter Anzeletti-Reikl2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Susanne Unger2 18. Jänner 2012 Bis auf Weiteres
Mag. Helge Rechberger2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Friedrich Sommer 8. Juli 20101 26. Juni 2013

1 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010. 2 Vom Betriebsrat entsendet.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats der RBI AG setzen sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsmitglieder Arbeitsausschuss Prüfungsausschuss Personalausschuss Vergütungsausschuss
Dr. Walter Rothensteiner Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender
Mag. Erwin Hameseder Erster Stellvertreter Erster Stellvertreter Erster Stellvertreter Erster Stellvertreter
Dr. Heinrich Schaller1 Zweiter Stellvertreter Zweiter Stellvertreter Zweiter Stellvertreter Zweiter Stellvertreter
Mag. Markus Mair Dritter Stellvertreter Dritter Stellvertreter Dritter Stellvertreter Dritter Stellvertreter
Dr. Johannes Schuster Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Martin Prater Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Rudolf Kortenhof Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Peter Anzeletti-Reikl Mitglied Mitglied Mitglied

1 Bestellung durch den Aufsichtsrat am 20. September 2012.

Staatskommissäre:

  • Ministerialrat Mag. Alfred Lejsek, Staatskommissär (seit 1. Jänner 2011)
  • Ministerialrat Dr. Anton Matzinger, Staatskommissär-Stellvertreter (seit 1. April 2011)

(56) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Kapitalerhöhung

Am 21. Jänner 2014 gab die RBI ihre Absicht bekannt, ihre Kapitalbasis durch Ausgabe neuer Aktien zu stärken. Der erste Schritt dieser Kapitalerhöhung war ein Angebot neuer Aktien an ausgewählte qualifizierte institutionelle Investoren im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens (Vorabplatzierung), das am 22. Jänner mit 97.473.914 neuen Aktien vollständig platziert wurde. Die RZB beteiligte sich über ihr 100-prozentiges Tochterunternehmen Raiffeisen International Beteiligungs GmbH im Rahmen der Vorabplatzierung mit € 750 Millionen an der Kapitalerhöhung. Die Aktien aus der Vorabplatzierung unterlagen mit 21,3 Prozent einem Rücktrittsvorbehalt mit aufgeschobener Abwicklung. Dieser sollte in jenem Ausmaß zum Tragen kommen, in dem Aktionäre im zweiten Schritt der Kapitalerhöhung, dem Bezugrechtsangebot in der Zeit vom 24. Jänner bis 7. Februar 2014, ihre Bezugsrechte ausüben.

Während die RZB über ihr Tochterunternehmen Raiffeisen International Beteiligungs GmbH auf sämtliche Bezugsrechte verzichtete, übten die anderen Aktionäre 35,7 Prozent ihrer Bezugsrechte aus. Folglich wurden den qualifizierten institutionellen Investoren aus der Vorabplatzierung 90.074.789 neue Aktien zugeteilt. Dies entspricht 92,4 Prozent der gesamten, im Rahmen der Kapitalerhöhung emittierten 97.473.914 Aktien, die restlichen 7.399.125 neuen Aktien entfielen auf die Altaktionäre.

Bei einem Bezugs- und Angebotspreis von € 28,50 pro neuer Aktie resultierte aus der Transaktion ein Bruttoemissionserlös von rund € 2,78 Milliarden. Der Streubesitz der RBI erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung zum Stichtag 11. Februar 2014 deutlich auf rund 39,3 Prozent, indirekter Hauptaktionär bleibt mit rund 60,7 Prozent der Aktien weiterhin die RZB. Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung beabsichtigt die RBI, das Partizipationskapital in Höhe von €2,5 Milliarden zurückzuzahlen.

Ein wesentlicher Grund für die Kapitalerhöhung war die Stärkung der Eigenkapitalbasis im Hinblick auf die neuen Basel-III-Regeln (CRR), nach denen das Partizipationskapital nur noch in einer Übergangsphase dem harten Kernkapital (CET1) zurechenbar ist. Die Kapitalerhöhung verbesserte diese Kernkapitalquote ohne Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen ("fully phased-in") um 3,2 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Politische und wirtschaftliche Turbulenzen in der Ukraine

In den ersten Wochen des Jahres 2014 verschlechterte sich die politische und wirtschaftliche Situation in der Ukraine deutlich. In Kombination mit den Spannungen in der Region führten die Turbulenzen zu einer Zunahme des Budgetdefizits der Ukraine, einer Reduktion der Währungsreserven der ukrainischen Nationalbank sowie einer Verschlechterung des Ratings für ukrainische Staatsanleihen. Bis zum Zeitpunkt der Finalisierung des Jahresabschlusses der RBI am 11. März 2014 wertete die ukrainische Hryvna gegenüber dem US-Dollar um 11 Prozent ab. Die Nationalbank führte daraufhin verschärfte Devisenkontrollen ein und änderte ihre Wechselkurspolitik. Die Auswirkungen auf die Finanz- und Vermögenslage der Raiffeisen Bank Aval waren zum Redaktionsschluss noch nicht abschätzbar. Die Abwertung der Hryvna resultierte jedoch in negativen Währungsdifferenzen im Eigenkapital der RBI.

Die Spannungen in der Region hatten auch Auswirkungen auf Russland, wo sich die Unsicherheiten in zweistelligen Kursverlusten an der Moskauer Börse sowie einer Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar um rund 10 Prozent niederschlugen. Folge dieser Abwertung waren negative Währungsdifferenzen im Eigenkapital der RBI.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses am 11. März 2014 ergab sich durch die Entwicklung aller für die RBI relevanten Währungen eine Reduktion des harten Kernkapitals (CET1) um rund 25 Basispunkte.

(57) Liste der vollkonsolidierten Unternehmen

Die nachstehende Tabelle zeigt eine Auswahl an Unternehmen des Konsolidierungskreises. Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz der RBI AG ist an derem Sitz hinterlegt.

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital1 in Währung Anteil1 Typ2
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., Bukarest (RO) 2.820.000,00 RON 100,0% BH
Centrotrade Chemicals AG, Zug (CH) 5.000.000,00 CHF 100,0% SU
Centrotrade Commodities Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur (MY) 1.400.000,00 MYR 100,0% SU
Centrotrade Deutschland GmbH, Eschborn (DE) 1.000.000,00 EUR 100,0% SU
Centrotrade Minerals & Metals Inc., Chesapeak (US) 2.000,00 USD 100,0% SU
Centrotrade Singapore Pte. Ltd., Singapur (SG) 500.000,00 SGD 100,0% SU
ELIOT, a.s., Bratislava (SK) 21.420.423,00 EUR 78,8% BH
F.J. Elsner & Co. Gesellschaft mbH, Wien (AT) 436.037,01 EUR 100,0% SU
F.J. Elsner Trading Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 35.000,00 EUR 100,0% SU
Golden Rainbow International Limited, Tortola (VG) 1,00 USD 100,0% FI
JLLC "Raiffeisen-leasing", Minsk (BY) 4.300.250.000,00 BYR 83,9% FI
Kathrein & Co. Vermögensverwaltung GmbH, Wien (AT) 125.000,00 EUR 100,0% FI
Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft, Wien (AT) 20.000.000,00 EUR 100,0% KI
Non-state pension fund Raiffeisen, Moskau (RU) 513.000.000,00 RUB 100,0% FI
OOO Raiffeisen-Leasing, Moskau (RU) 1.071.000.000,00 RUB 87,5% FI
Priorbank JSC, Minsk (BY) 412.279.277.350,00 BYR 87,7% KI
Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA) 3.002.774.908,00 UAH 96,2% KI
Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, Sarajewo (BA) 237.388.000,00 BAM 100,0% KI
Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C., Pristina (RS) 58.000.000,00 EUR 100,0% KI
Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) 2.207.461.050,00 PLN 100,0% KI
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (RO) 1.200.000.000,00 RON 99,5% KI
Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL) 14.178.593.030,00 ALL 100,0% KI
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (HU) 50.000.040.000,00 HUF 100,0% KI
Raiffeisen banka a.d., Belgrad (RS) 27.466.157.580,00 RSD 100,0% KI
Raiffeisen Banka d.d., Marburg (SI) 17.578.051,95 EUR 99,3% KI
Raiffeisen Centrobank AG, Wien (AT) 47.598.850,00 EUR 100,0% KI
Raiffeisen Compulsory Pension Fund Management Company, joint stock comp., Zagreb (HR) 110.000.000,00 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Energiaszolgáltató Kft., Budapest (HU) 500.000,00 HUF 87,5% SU
Raiffeisen Factoring Ltd., Zagreb (HR) 15.000.000,00 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Insurance Agency Sp.z.o.o, Warschau (PL) 200.000,00 PLN 87,5% BH
RAIFFEISEN INSURANCE BROKER EOOD, Sofia (BG) 5.000,00 BGN 100,0% BH
Raiffeisen Investment Advisory GmbH, Wien (AT) 730.000,00 EUR 100,0% FI
Raiffeisen Leasing Aval LLC, Kiew (UA) 180.208.526,75 UAH 93,5% FI
Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD, Sofia (BG) 5.900.000,00 BGN 81,1% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o. Sarajevo, Sarajewo (BA) 19.146.455,18 BAM 87,2% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o., Belgrad (RS) 226.389.900,00 RSD 87,5% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o., Laibach (SI) 3.738.107,00 EUR 75,0% FI
Raiffeisen Leasing IFN S.A., Bukarest (RO) 14.935.400,00 RON 87,2% FI
Raiffeisen Leasing Kosovo LLC, Pristina (RS) 642.857,00 EUR 92,5% FI
Raiffeisen Leasing sh.a., Tirana (AL) 263.520.134,00 ALL 93,8% FI
Raiffeisen Lizing Zrt., Budapest (HU) 51.100.000,00 HUF 87,5% KI
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (MT) 340.000.000,00 EUR 100,0% KI
Raiffeisen Property International GmbH, Wien (AT) 40.000,00 EUR 100,0% SU
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) 603.447.952,00 BGN 100,0% KI
Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) 10.192.400.000,00 CZK 75,0% KI
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (HR) 3.621.432.000,00 HRK 100,0% KI
Raiffeisen-Leasing d.o.o., Zagreb (HR) 30.000.000,00 HRK 87,5% FI

1 Abzüglich eigener Aktien.

2 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital1 in Währung Typ2
Raiffeisen-Leasing Polska S.A., Warschau (PL) 150.003.800,00 PLN 87,5% FI
Raiffeisen-Leasing Real Estate, s.r.o., Prag (CZ) 10.000.000,00 CZK 75,0% FI
Raiffeisen-Leasing, s.r.o., Prag (CZ) 270.000.000,00 CZK 75,0% FI
RB International Finance (Hong Kong) Ltd., Hong Kong (HK) 10.000.000,00 HKD 100,0% FI
RB International Finance (USA) LLC, New York (US) 1.510.000,00 USD 100,0% FI
Regional Card Processing Center s.r.o., Bratislava (SK) 539.464,78 EUR 100,0% BH
RI Eastern European Finance B.V., Amsterdam (NL) 400.000 EUR 100,0% FI
RSC Raiffeisen Service Center GmbH, Wien (AT) 2.000.000 EUR 51,9% BH
RZB Finance (Jersey) II Ltd, St. Helier (JE) 2 EUR 100,0% FI
RZB Finance (Jersey) III Ltd, St. Helier (JE) 1.000 EUR 100,0% FI
RZB Finance (Jersey) IV Limited, St. Helier (JE) 2.000 EUR 100,0% FI
Tatra Asset Management, správ. spol., a.s., Bratislava (SK) 1.659.700 EUR 78,8% FI
Tatra banka, a.s., Bratislava (SK) 64.326.228 EUR 78,8% KI
Tatra-Leasing, s.r.o., Bratislava (SK) 6.638.784 EUR 76,8% FI
TOO Raiffeisen Leasing Kazakhstan, Almaty (HU) 500.000 KZT 75,0% SU
Ukrainian Processing Center PJSC, Kiew (UA) 180.000 UAH 100,0% BH
ZAO Raiffeisenbank, Moskau (RU) 36.711.260.000 RUB 100,0% KI
ZUNO BANK AG, Wien (AT) 5.000.000 EUR 100,0% KI

1 Abzüglich eigener Aktien.

2 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

(58) Beteiligungsübersicht

Die folgenden Tabellen zeigen ausgewählte Beteiligungen. Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz der RBI AG ist an deren Sitz hinterlegt.

In der Konzernbilanz at-equity bewertete Unternehmen

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
Raiffeisen Banca pentru Locuinte S.A., Bukarest (RO) 131.074.560 RON 33,3% KI

1 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

Sonstige nicht einbezogene Tochterunternehmen und Beteiligungen

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
OOO Raiffeisen Capital Asset Management Company, Moskau (RU) 225.000.000 RUB 100,0% FI
Raiffeisen Asset Management (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) 250.000 BGN 100,0% FI
Raiffeisen Befektetési Alapkezelõ Zrt., Budapest (HU) 100.000.000 HUF 100,0% FI
Raiffeisen Capital & Investment S.A., Bukarest (RO) 1.600.000 RON 100,0% FI
Raiffeisen consulting d.o.o., Zagreb (HR) 105.347.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Factoring Ltd., Sofia (BG) 1.000.000 BGN 100,0% FI
Raiffeisen Financial Services Polska Sp. z o.o., Warschau (PL) 4.657.500 PLN 100,0% FI
RAIFFEISEN FUTURE AD, Belgrad (RS) 143.204.921 RSD 100,0% FI
Raiffeisen Insurance and Reinsurance Broker S.R.L, Bukarest (RO) 180.000 RON 100,0% BH
RAIFFEISEN INVEST AD DRUSTVO ZA UPRAVLJANJE INVESTICIONIM
FONDOVIMA BEOGRAD, Belgrad (RS) 47.662.692 RSD 100,0% FI
Raiffeisen Invest d.o.o., Zagreb (HR) 8.000.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen INVEST Sh.a., Tirana (AL) 90.000.000 ALL 100,0% FI
Raiffeisen Investment (Bulgaria) EOOD, Sofia (BG) 60.050 BGN 100,0% FI
Raiffeisen Pension Insurance d.o.o., Zagreb (HR) 14.400.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Research GmbH, Wien (AT) 55.000 EUR 100,0% BH
RAIFFEISEN TRAINING CENTER LTD. in liquidation, Zagreb (HR) 20.000 HRK 100,0% BH
Raiffeisen Voluntary Pension Funds Management d.o.o., Zagreb (HR) 33.445.300 HRK 100,0% FI

1 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

Wien, am 11. März 2013

Der Vorstand

Dr. Herbert Stepic Dr. Karl Sevelda

Aris Bogdaneris, M. A. Dkfm. Klemens Breuer

Mag. Martin Grüll Mag. Peter Lennkh Dr. Johann Strobl

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Raiffeisen Bank International AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Konzernabschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzern-Lagebericht

Der Konzern-Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzern-Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzern-Lagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung im Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 11. März 2014

KPMG Austria AG

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca

Wirtschaftsprüfer

Mag. Rainer Hassler Wirtschaftsprüfer

Entwicklung der Märkte Konzern-Lagebericht

Erholung in Europa, Konjunkturschwäche in den USA

Der Euroraum arbeitete sich im Lauf des Jahres 2013 schrittweise aus der Rezession, die Ende 2011 eingesetzt hatte. Das Wirtschaftswachstum sank 2013 im Jahresvergleich – nach minus 0,6 Prozent im Vorjahr – um 0,4 Prozent. Dabei wurden ab dem zweiten Quartal positive Quartals-Wachstumsraten verzeichnet. Damit ging ein beschleunigter Aufwärtstrend in den so genannten Konjunkturfrühindikatoren einher. Gegen Ende des Jahres bestätigten die realen Daten den an Fahrt gewinnenden und auch die südeuropäischen Länder umfassenden Wirtschaftsaufschwung. Unterstützend wirkten dabei einerseits die extrem expansive Geldpolitik der EZB sowie andererseits der fortgeschrittene Abbau der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in den südeuropäischen Ländern. Während der Wirtschaftsaufschwung vorwiegend vom zunehmenden Außenhandel ausging, spielte in einigen Kernländern – allen voran in Deutschland – auch die Binnennachfrage eine wichtige Rolle. Größter Risikofaktor bleibt weiterhin die Politik und ihre Reformversäumnisse, gefolgt von den nach wie vor nicht vollständig bereinigten Fehlentwicklungen auf den Immobilien- und Kreditmärkten einzelner Länder.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr wie erwartet deutlich schwächer als noch 2012. So lag der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts bei nur 1,9 Prozent – nach 2,8 Prozent im Jahr zuvor. Verantwortlich dafür waren in erster Linie spürbare Steuererhöhungen zu Jahresbeginn, die den privaten Konsum belasteten, sowie weitere Einschnitte bei den Staatsausgaben. Diese Faktoren sowie die anhaltende Diskussion über den Haushalt und die Schuldenobergrenze, die im Oktober in einem zweiwöchigen Verwaltungsstillstand mündete, trugen zu einer erheblichen Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen bei. In der Folge verlangsamte sich der Anstieg bei den Unternehmensinvestitionen drastisch. Trotz der nur verhaltenen Konjunkturdynamik setzte sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt jedoch fort. 2013 wurden in den USA 2,2 Millionen neue Jobs geschaffen, die Arbeitslosenquote sank im Jahresverlauf von 7,9 Prozent auf 6,7 Prozent.

CEE profititiert von Erholung in der Eurozone

Die seit 2012 spürbare konjunkturelle Eintrübung in Zentral- und Osteuropa (CEE) hielt 2013 an. Hatte die Region 2012 noch ein Wachstum von 2,2 Prozent verzeichnet, dürfte es 2013 nur 1,2 Prozent betragen haben. Das Wachstum der Exporte blieb moderat, und auch die Inlandsnachfrage präsentierte sich schwach. Die Konjunkturentwicklung in CEE wurde dabei weiterhin von der Eurozone als Hauptabsatzmarkt der Region bestimmt. Daneben wirkten sich tendenziell stagnierende Rohstoffpreise sowie anhaltende Konsolidierungsanstrengungen der öffentlichen Hand negativ auf das Wirtschaftswachstum in mehreren Märkten aus.

In der Region Zentraleuropa (CE) stachen bei der wirtschaftlichen Entwicklung wie schon im Vorjahr Polen und die Slowakei positiv hervor, obgleich sich das Wachstum auch dort verlangsamte. Während Polen 2012 noch ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent erreicht hatte, pendelte es sich 2013 voraussichtlich bei 1,6 Prozent ein. Die Slowakei verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang von1,8 Prozent auf 0,9 Prozent. Nachdem die Wirtschaft in Ungarn 2012 noch geschrumpft war, kehrte sie 2013 mit einer Steigerung von 1,1 Prozent auf einen moderaten Wachstumspfad zurück. Weniger resistent zeigte sich die Tschechische Republik, in der sich das Konjunkturumfeld im zweiten Halbjahr 2013 zwar verbesserte, mit minus 0,9 Prozent die Wachstumszone für das Gesamtjahr aber erneut verfehlte. In Slowenien ging die Wirtschaftsleistung mit minus 2,0 Prozent 2013 ebenfalls im zweiten Jahr in Folge zurück – nach minus 2,3 Prozent im Vorjahr.

In Südosteuropa (SEE), wo die Wirtschaft im Vorjahr noch stagniert hatte, zog die Konjunktur 2013 mit einem Wachstum von 2,1 Prozent wieder an. Nur Kroatien blieb in einer leichten Rezession verhaftet, während die Wirtschaftsleistung in allen anderen Ländern der Region wieder zunahm. Positiv hervorzuheben ist Rumänien, wo nach nur 0,6 Prozent Wachstum im Jahr 2012 in der Berichtsperiode ein Plus von 3,5 Prozent erreicht wurde. Dieser Aufschwung ist unter anderem auf erfolgreiche Konsolidierungsanstrengungen und eine verbesserte Wettbewerbsposition der rumänischen Wirtschaft zurückzuführen. Bosnien und Herzegowina und Serbien wiesen 2013 Wachstumsraten um 2 Prozent auf, während die bulgarische Wirtschaft mit einem Plus von knapp 1 Prozent weniger wuchs.

Die Wirtschaftsdynamik in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) trübte sich im Jahresverlauf 2013 deutlich ein. So reduzierte sich die Wachstumsrate in Russland von 3,4 Prozent im Jahr 2012 auf rund 1,3 Prozent in der Berichtsperiode. Ausgelöst wurde dies durch eine stagnierende Industrieproduktion und rückläufige Investitionen, wohingegen die Konsumnachfrage das Wachstum weiterhin stützte. Die ukrainische Wirtschaft stagnierte im Berichtsjahr mangels positiver Impulse sowohl seitens der Exporte wie auch der Inlandsnachfrage zum zweiten Mal in Folge.

Für 2014 wird für CEE ein Wirtschaftswachstum von abermals 1,2 Prozent prognostiziert, wobei die Dynamik mehr von CE und teilweise auch von SEE getrieben wird, als von der GUS. Die Entwicklung der Eurozone wird dabei 2014 für die gesamte Region weiterhin hohe Relevanz besitzen.

Die in Zentraleuropa (CE) erwartete deutliche wirtschaftliche Erholung wird auf der Entwicklung in Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei beruhen und damit ein solides Fundament besitzen. Insbesondere für Polen wird ein höheres Wachstum von 3,1 Prozent prognostiziert, der tschechischen Wirtschaft sagen die Wirtschaftsforscher die Rückkehr auf den Wachstumspfad voraus. Für Slowenien wird allerdings auch noch 2014 die Gefahr einer anhaltenden Rezession gesehen. Südosteuropa (SEE) sollte 2014 ein Wachstum von 1,7 Prozent aufweisen. Die Entwicklung in Rumänien dürfte dabei mit plus 2,3 Prozent über dem regionalen Durchschnitt liegen. In Russland wird nach einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent im Jahr 2013 nur ein Plus von 1,0 Prozent für 2014 prognostiziert. Die Erwartungen an Investitionen und Industrieproduktion vor Ort sind weiterhin verhalten. Zudem ist der Ausblick sowohl für die ukrainische als auch für die russische Wirtschaft aufgrund der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet.

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Region/Land 2012 2013e 2014f 2015f
Polen 1,9 1,6 3,1 3,3
Slowakei 1,8 0,9 2,2 3,0
Slowenien - 2,3 - 2,0 - 0,5 1,5
Tschechische Republik - 0,9 - 0,9 2,3 2,4
Ungarn - 1,7 1,1 2,0 2,0
CE 0,6 0,8 2,5 2,8
Albanien 1,6 1,3 2,0 3,0
Bosnien und Herzegowina - 1,1 1,9 1,5 3,5
Bulgarien 0,8 0,8 2,0 3,5
Kroatien - 2,0 - 1,0 0,0 1,0
Kosovo 2,5 3,0 3,0 4,0
Rumänien 0,6 3,5 2,3 2,5
Serbien - 1,7 2,2 1,0 2,0
SEE - 0,1 2,1 1,7 2,4
Belarus 1,7 0,9 0,5 1,5
Russland 3,4 1,3 1,0 1,5
Ukraine 0,2 0,0 - 5,0 1,5
GUS 3,1 1,2 0,5 1,5
CEE 2,2 1,2 1,2 1,9
Österreich 0,9 0,4 1,5 2,3
Deutschland 0,9 0,5 1,8 2,5
Eurozone - 0,6 - 0,4 1,5 2,0

Moderate Konjunkturbelebung in Österreich

In Österreich hatte sich die Konjunktur im Lauf des Jahres 2012 nach einer kurzen Beschleunigung zu Jahresbeginn wieder abgekühlt. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 nahm die konjunkturelle Dynamik wieder etwas an Fahrt auf. Dabei gingen seit dem zweiten Quartal 2012 die wesentlichen Impulse vom Außenhandel aus, während die Inlandsnachfrage die BIP-Entwicklung dämpfte. Im Verlauf des Jahres 2013 entwickelten sich Konsum und Investitionen jedoch wieder etwas dynamischer, während der Beitrag des Außenhandels zum BIP-Quartalswachstum in Summe etwas zurückging. 2014 ist mit einer weiteren Beschleunigung der Konjunkturdynamik zu rechnen. Dies spiegelt sich in der Prognose eines realen BIP-Wachstums von 1,5 Prozent für 2014 nach einem Plus von 0,4 Prozent im Jahr 2013 wider (2012: plus 0,9 Prozent).

Neuerlich gedämpftes Wachstum in Asien

China verzeichnete über das Jahr 2013 hinweg eine robuste Wachstumsrate von rund 7,7 Prozent, wozu öffentliche Infrastrukturinvestitionen einen wesentlichen Beitrag leisteten. Auch der Außenhandel verzeichnete gegenüber 2012 höhere Wachstumsraten, private Investitionen zeigten dagegen eine deutlich abgeschwächte Dynamik. Der private Konsum wiederum stützte das Wirtschaftswachstum. Für große Aufmerksamkeit sorgten seit November die Pläne zur weiteren Öffnung Chinas gegenüber dem Ausland und zur Liberalisierung vieler Wirtschaftsbereiche. Für Indien wird für 2013 (das indische Fiskaljahr läuft jeweils von April bis März) ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent erwartet, das in erster Linie auf hohen Staatsausgaben und einer Erholung

der Exporte beruht, während vom privaten Konsum und den Investitionen nur geringe Impulse ausgingen. Singapur verzeichnete 2013 erstmals wieder ein deutlich gestiegenes Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Verantwortlich dafür war vor allem die Verbesserung des globalen wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere innerhalb Südostasiens, die sich in erheblich höheren Exporten niederschlug.

Globale Währungen

Wie schon 2012 bewegte sich der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar auch 2013 in einer geringen Bandbreite von nur EUR 0,10 zwischen EUR/USD 1,28 und EUR/USD 1,38. Am Jahresende notierte er mit EUR/USD 1,36 lediglich EUR 0,04 über dem Niveau von Ende 2012. Treiber der Wechselkursentwicklung war erneut im Wesentlichen die Geldpolitik der EZB sowie der US-Notenbank. Seit Mitte des Jahres aufgeflammte anhaltende Spekulationen über eine mögliche Reduktion der Anleihekäufe durch die Fed führten zu mitunter spürbaren Wechselkursschwankungen.

Der Schweizer Franken startete stark knapp oberhalb der von der Schweizerischen Nationalbank 2011 eingeführten Interventionsschranke von EUR/CHF 1,20 in das Jahr 2013. Infolge eines größeren Konjunkturoptimismus und einer höheren Risikoneigung der Investoren wertete der Franken im ersten Quartal auf über EUR/CHF 1,28 ab. Im darauf folgenden Quartal dämpften enttäuschende Konjunkturumfragen in Europa und die Probleme in Zypern sowie Italien die Zuversicht. Die dadurch steigende Risikoaversion ließ den Franken auf EUR/CHF 1,25 aufwerten. Ab der Jahresmitte 2013 pendelte der Franken in einem engen Band zwischen EUR/CHF 1,22 und EUR/CHF 1,24. Für die Währungsbewegungen waren vor allem die Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und der Schweiz maßgeblich.

CEE-Währungen

Während die Währungen in CE und SEE vergleichsweise stabil blieben, gaben sie in der GUS 2013 gegenüber dem Euro deutlicher nach. Dieser Trend zeigte sich in anderen Emerging Markets (außerhalb von CEE) noch deutlicher. Hauptgrund dafür war die Angst vor einem Auslaufen der massiven Liquiditätszufuhr durch die Notenbanken, das zu Abflüssen von Liquidität aus den Emerging Markets führen könnte. Betroffen waren davon primär jene Länder, die zuvor einen höheren Zufluss an Liquidität verzeichnet hatten. Im Vergleich zu anderen Währungen von Emerging Markets profitierte CEE dabei jedoch von einem Abbau bestehender Ungleichgewichte, so etwa von der starken Reduktion der Leistungsbilanzdefizite.

Die Effekte der anhaltenden Leitzinssenkungen auf die Währungen waren eher schwach. So senkte beispielsweise Ungarn den Leitzins erheblich, ohne dadurch eine markante Abschwächung des Forint zu bewirken. Ein Grund dafür war die weiterhin geringe Risikoaversion, die Investoren weiter in Emerging-Market-Ländern hält. Umgekehrt startete die tschechische Zentralbank eine Fremdwährungsintervention zur Schwächung der Krone im Verhältnis zum Euro, nachdem der Leitzins praktisch auf Null (0,05 Prozent) gesenkt worden war.

Für 2014 wird trotz möglicher Schwächephasen durch eine Liquiditätsreduktion eine robuste Entwicklung für die CE- und SEE-Währungen erwartet. Nachdem die GUS-Wähungen bereits seit Beginn des Jahres 2014 an Wert verloren haben, bestehen insbesondere für den russischen Rubel, die ukrainische Hryvna und den belarussischen Rubel noch weitere Abwärtsrisiken. Übertragungseffekte auf andere Währungen der Region sind hierbei nicht auszuschließen und trüben somit den Ausblick etwas ein.

Entwicklung des Bankensektors

Weiteres Wachstum des Bankensektors in CEE

Unterstützt von besseren volkswirtschaftlichen Indikatoren und gestiegenen Wachstumserwartungen zeigte der Bankensektor in CEE im vergangenen Jahr insgesamt eine etwas höhere Dynamik. Zunächst manifestierte sich dieser Trend in Zuwächsen bei inländischen Krediten, die sich in der zweiten Hälfte 2013 tendenziell stabilisierten. So ist in CEE seit dem dritten Quartal 2013 eine anhaltend stabile Zunahme der Kreditvergabe zu beobachten, und die Dynamik des regionalen Kreditwachstums – nach wie vor unterstützt vom soliden Wachstum des russischen Bankensektors – profitiert zunehmend von den Aufwärtstendenzen des zentraleuropäischen Bankensektors. Darüber hinaus sind bei den Non-performing Loans (NPL) in CEE mit Ausnahme Südosteuropas Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar.

Das Kreditwachstum erreichte in CEE in der zweiten Hälfte 2013 monatliche Wachstumsraten in der Größenordnung von 10 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die schwachen Werte der Eurozone (minus 2,7 Prozent im Jahresvergleich) deutlich. Getrieben war dieser Trend vor allem durch die positiven Entwicklungen in CE, während SEE, wo nach wie vor keine Anzeichen für eine nachhaltige Rückkehr zu höheren Kreditwachstumsraten sprachen, deutlich abfiel. Hauptverantwortlich dafür waren die drei größten SEE-Märkte Kroatien, Rumänien und Serbien, deren Bankensektoren entweder stagnierten oder signifikant an Wachstumsdynamik verloren. Wie in der Vergangenheit korrelierte das Kreditwachstum in CEE stark mit dem Zuwachs an Aktiva. Nur wenige Länder (z. B. Polen, Ungarn, Serbien und Albanien) bildeten davon eine Ausnahme, indem die Aktiva stärker stiegen als das Kreditvolumen. Dies beruht jedoch weitgehend auf marktspezifischen Faktoren, so etwa auf der stark gestiegenen Nachfrage nach Unternehmensanleihen in Polen und gestiegenen (kurzfristigen) Beständen an Staatspapieren in Ungarn und Serbien.

Was das Wachstum der Einlagen betrifft, setzte sich der Trend des Vorjahres fort, dass in nahezu allen CEE-Märkten das Einlagenwachstum das Kreditwachstum übertraf. Allerdings verringerte sich der Unterschied zwischen Kredit- und Einlagenwachstum ein wenig, insbesondere in den Ländern der Region CE. Aufgrund des in fast allen CEE-Märkten soliden Verhältnisses der Kredite zu den Einlagen ist diese Entwicklung positiv zu sehen, da Einlagen allmählich in zinstragende Kredite überführt werden. Lediglich in SEE stiegen die Einlagen erneut deutlich stärker als die Kredite, sodass hier weiterhin eine ungünstige Relation vorliegt.

Bei der Asset-Qualität erlebte der CEE-Bankensektor 2013 eine weitere Differenzierung. So stabilisierte sich das Ausmaß der NPL in Russland und CE spürbar, auch wenn die Situation in Ungarn den Durchschnittswert negativ beeinflusste. Demgegenüber blieb die Asset-Qualität in SEE problematisch, da sich die NPL-Quoten – zumeist wegen des ungünstigen konjunkturellen Umfelds – weiter verschlechterten.

Die regional unterschiedlichen Trends bezüglich der Asset-Qualität spiegeln sich auch in divergierenden Rentabilitätszahlen der regionalen Bankensektoren deutlich wider. So blieben die Rentabilitätsindikatoren des Bankensektors in CE auf erfreulich gutem Niveau (ausgenommen Ungarn, wo die Ertragskraft des Bankensektors negativ ausfiel). Im russischen Bankenmarkt gab die Rentabilität zwar etwas nach, gehörte aber mit einer Eigenkapitalrendite von 16 Prozent (vor Steuern) im Jahr 2013 noch immer zu den höchsten in CEE. In SEE fiel die Rentabilität 2013 gering aus, zurückzuführen unter anderem auf die nachlassende Asset-Qualität, aber auch auf die schwache Kreditnachfrage im Neugeschäft.

Das insgesamt solide Wachstum in CEE resultierte in einem Anstieg der Bilanzsumme im CEE-Bankensektor von etwa €2.350 Milliarden im Jahr 2012 auf fast € 2.500 Milliarden im Jahr 2013. Damit entfielen auf die CEE-Banken etwa 9 Prozent der gesamten Bankenaktiva in der Eurozone. Dies spricht weiterhin für Aufholpotenzial in vielen CEE-Märkten.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernabschluss der RBI wird auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die RBI AG stellt außerdem einen Einzelabschluss nach österreichischem Unternehmensrecht (UGB) in Verbindung mit dem österreichischen Bankwesengesetz (BWG) auf, der die formale Bemessungsgrundlage für die Dividendenausschüttung und die Steuerbemessung darstellt. Betreffend die nach UGB und BWG geforderten Angaben wird auf die entsprechenden Kapitel in diesem Lagebericht und im Anhang verwiesen.

Ergebnisentwicklung

Die RBI erzielte 2013 einen Jahresüberschuss vor Steuern von €835 Millionen. Der damit gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Rückgang von € 203 Millionen beruhte überwiegend auf Sondereffekten im Jahr 2012, in dem aus dem Verkauf von Anleihen sowie aus dem Rückkauf von hybridem Kernkapital ein Ergebnis von insgesamt € 276 Millionen angefallen war. Einen deutlichen Zuwachs von 17 Prozent oder €351 Millionen verzeichnete dabei das Betriebsergebnis. Diesem erfreulichen Resultat standen höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (plus € 140 Millionen), höhere Bankenabgaben und ein negatives Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten gegenüber. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag in der Berichtsperiode um 20 Prozent oder €149 Millionen unter dem Vorjahreswert. Unverändert blieb dabei die Steuerquote mit 28 Prozent. Durch den Rückgang des Jahresüberschusses nach Steuern sank der Return on Equity nach Steuern um 1,3 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile, das sich um € 23 Millionen auf minus €46 Millionen erhöhte, ergab sich ein Konzern-Jahresüberschuss von €557 Millionen. Daraus resultierte ein Gewinn je Aktie von €1,83 (Vorjahr: € 2,72) auf Basis von durchschnittlich 194,9 Millionen im Umlauf befindlichen Aktien.

Der Vorstand beschloss am 17. Februar 2014, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 die Ausschüttung einer Dividende von €1,02 je Aktie zu empfehlen. Da die im Zuge der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung emittierten neuen Aktien für das Geschäftsjahr 2013 voll dividendenberechtigt sind, würde daraus eine Gesamtauszahlung von bis zu € 299 Millionen resultieren.

Die Betriebserträge erhöhten sich im Jahresvergleich um 8 Prozent oder €432 Millionen auf € 5.729 Millionen. Eine erfreuliche Entwicklung zeigte dabei der Zinsüberschuss, der trotz insgesamt geringerer Volumina einen Zuwachs von 7 Prozent oder € 257 Millionen auf €3.729 Millionen verzeichnete. Dies lag an der deutlich verbesserten Nettozinsspanne, die sich (gerechnet auf die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva) durch Repricing-Maßnahmen und die Optimierung der Liquiditätsposition um 46 Basispunkte auf 3,11 Prozent erhöhte. Aufgrund von Gebührenanpassungen und höherer Volumina verzeichnete auch der Provisionsüberschuss einen Anstieg von 7 Prozent auf € 1.626 Millionen. Ebenso stieg das Handelsergebnis durch Zuwächse im währungsbezogenen Geschäft im Berichtszeitraum um € 106 Millionen auf €321 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Jahresvergleich um 3 Prozent oder €81 Millionen auf €3.340 Millionen zu. Dieser Anstieg war vorwiegend auf die Einbeziehung und Integration der Polbank im Mai 2012 und auf Gehaltssteigerungen in Russland sowie auf die Wertminderung eines Software-Projekts in der Tschechischen Republik zurückzuführen. Positive Effekte ergaben sich hingegen in einigen Ländern aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand um 81 auf 3.025, wofür vorwiegend die Optimierung des Filialnetzes in Polen im Zuge der Fusion mit der Polbank verantwortlich war. Aufgrund der höheren Betriebserträge verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 3,2 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Jahresvergleich um 14 Prozent oder €140 Millionen auf €1.149 Millionen. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen für Einzelwertberichtigungen um €33 Millionen auf €1.215 Millionen, während sich bei den Portfolio-Wertberichtigungen Nettoauflösungen in Höhe von €52 Millionen ergaben.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten betrug minus € 257 Millionen gegenüber minus €127 Millionen im Vorjahr. Zurückzuführen war dies teils auf Bewertungsverluste aus sonstigen Derivaten, teils auf den im Vorjahr erzielten Gewinn aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen (€ 113 Millionen). Auch das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um € 261 Millionen auf €58 Millionen. Ausschlaggebend dafür war vor allem das im Vorjahr verbuchte Ergebnis aus dem Verkauf von Anleihen der Konzernzentrale in Höhe von € 245 Millionen.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI nahm im Jahresverlauf um 4 Prozent oder € 5,5 Milliarden auf €130,6 Milliarden ab. Ein Großteil dieses Rückgangs (rund € 3,4 Milliarden) war auf Währungseffekte zurückzuführen, die sich vorwiegend aus der Abschwächung des US-Dollars, des russischen Rubels, der tschechischen Krone und der ukrainischen Hryvna gegenüber dem Euro ergaben.

Aktivseitig gingen die Forderungen an Kunden (vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen) um 3 Prozent oder €2,7 Milliarden auf €80,6 Milliarden zurück. Neben den erwähnten Währungseffekten war dies auch durch die verhaltene Kreditnachfrage bei Firmenkunden bedingt. Ebenso verringerten sich die kurzfristigen Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen um €1,4 Milliarden, und auch die Handelsaktiva reduzierten sich um €2,2 Milliarden. Passivseitig ging der Rückgang im Wesentlichen auf die verbrieften Verbindlichkeiten – sie reduzierten sich infolge von Tilgungen um netto €1,8 Milliarden auf € 11,5 Milliarden – und auf die vorwiegend in der Konzernzentrale um € 3,6 Milliarden reduzierten Handelspassiva zurück.

Der Bestand an notleidenden Krediten an Kunden erhöhte sich im Jahresverlauf um € 0,5 Milliarden auf €8,7 Milliarden. Währungseffekte bewirkten dabei einen Rückgang von € 0,2 Milliarden, womit der währungsbereinigte Zuwachs, der fast ausschließlich den Firmenkunden zurechenbar war, € 0,7 Milliarden betrug. Die größten Zuwächse verzeichneten dabei das Segment Group Corporates (plus € 0,5 Milliarden), Slowenien (plus € 0,1 Milliarden) und Rumänien (plus € 0,1 Milliarden), während der Bestand an notleidenden Krediten in der Ukraine um € 0,1 Milliarden abnahm. Die NPL Ratio, also das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den gesamten Forderungen an Kunden, betrug im Berichtsjahr 10,7 Prozent nach 9,8 Prozent im Vorjahr. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 5,6 Milliarden gegenüber. Daraus resultierte eine NPL Coverage Ratio von 63,1 Prozent. Sie lag damit dank der höheren Besicherung und dem dadurch geringeren Wertberichtigungsbedarf bei neuen notleidenden Krediten um 3,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals der nicht beherrschenden Anteile verzeichnete einen Rückgang von € 509 Millionen auf €10.364 Millionen, das Gesamtergebnis belief sich auf € 137 Millionen. Dem Jahresüberschuss nach Steuern von € 603 Millionen standen Währungsabwertungen in Höhe von € 460 Millionen gegenüber. Kapitalmindernd wirkten weiters die Dividendenzahlungen von insgesamt €485 Millionen für das Geschäftsjahr 2012. Davon entfielen €228 Millionen auf Aktionäre der RBI, €200 Millionen auf das Partizipationskapital sowie €56 Millionen auf nicht beherrschende Anteile. Durch den Kauf von nicht beherrschenden Anteilen im Ausmaß von 25 Prozent an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, ergab sich ein Eigenkapitaleffekt von minus € 161 Millionen.

Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Das Kernkapital nach Basel II verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang von € 311 Millionen auf €8.968 Millionen, vor allem bedingt durch Währungsabwertungen in Höhe von € 460 Millionen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf € 12.686 Millionen.

Die erforderlichen Eigenmittel verringerten sich um € 234 Millionen auf € 6.392 Millionen. Für diesen Rückgang waren überwiegend das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko (minus € 224 Millionen) und jenes für das operationelle Risiko (minus € 38 Millionen) verantwortlich. Neben Währungsabwertungen waren diese Rückgänge auch im leicht reduzierten Firmenkunden-Portfolio begründet.

Die Core Tier 1 Ratio (ohne Berücksichtigung des Hybridkapitals) blieb im Jahresabstand stabil bei 10,7 Prozent. Auch die Kernkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko blieb unverändert bei 11,2 Prozent. Die Eigenmittelquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.

Hinsichtlich der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung wird auf das Kapitel Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verwiesen.

Posten der Erfolgsrechnung im Detail

Veränderung in
in € Millionen 2013 2012 Veränderung absolut %
Zinsüberschuss 3.729 3.472 257 7,4%
Provisionsüberschuss 1.626 1.516 110 7,2%
Handelsergebnis 321 215 106 49,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 53 94 - 41 - 43,8%
Betriebserträge 5.729 5.297 432 8,2%
Personalaufwand2 - 1.632 - 1.601 - 31 1,9%
Sachaufwand - 1.277 - 1.257 - 20 1,6%
Abschreibungen - 431 - 401 - 30 7,5%
Verwaltungsaufwendungen2 - 3.340 - 3.258 - 81 2,5%
Betriebsergebnis 2.389 2.039 351 17,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1.149 - 1.009 - 140 13,9%
Übrige Ergebnisse3 - 405 8 - 413
Jahresüberschuss vor Steuern 835 1.037 - 203 - 19,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag2 - 232 - 285 54 - 18,8%
Jahresüberschuss nach Steuern 603 752 - 149 - 19,8%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 46 - 22 - 23 104,5%
Konzern-Jahresüberschuss 557 730 - 172 - 23,6%

1 Exkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

2 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

3 Inkl. Wertminderungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss erhöhte sich 2013 trotz einer Verringerung der zinstragenden Aktiva um 7 Prozent oder € 257 Millionen auf €3.729 Millionen. Zurückzuführen war dies auf einen Anstieg der Nettozinsspanne im Jahresabstand um 46 Basispunkte auf 3,11 Prozent. Dieser wiederum beruhte auf positiven Effekten von Repricing-Maßnahmen im Einlagenbereich und bei den Krediten sowie einer Optimierung der Liquiditätssituation (d. h. einer Reduktion bzw. Umschichtung der Liquidität), die primär in der

Konzernzentrale stattfanden. Damit wurde der Rückgang der Zinserträge aufgrund niedrigerer Kreditvolumina zur Gänze durch geringere Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen kompensiert. Der Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten erhöhte sich um 11 Prozent oder €41 Millionen auf €403 Millionen (überwiegend in der Konzernzentrale). Positiv entwickelte sich der Zinsüberschuss – insbesondere aufgrund der guten Entwicklung des Kreditgeschäfts – in Belarus und der Slowakei. Ebenso stieg der Zinsüberschuss in Polen, wo die Vergleichbarkeit zum Vorjahr aufgrund der unterschiedlichen Zuordnung einzelner zinstragender Transaktionen aufgrund der Integration der Polbank allerdings eingeschränkt ist. In der Tschechischen Republik hingegen sank der Zinsüberschuss durch Volumenrückgänge und niedrigere Margen infolge des stark kompetitiven Umfelds im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. In Ungarn wiederum sorgten gesunkene Kreditvolumina und Marktzinssätze sowie niedrigere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten und Wertpapieren für einen Rückgang des Zinsüberschusses. Der Rückgang des Zinsüberschusses in Rumänien war hauptsächlich auf gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren zurückzuführen.

In Russland verursachten niedrigere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, die sich aus der Umgliederung des Zinsanteils beim Neugeschäft ins Handelsbuch ergaben, einen Rückgang des Zinsüberschusses.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg im Jahresvergleich um € 110 Millionen und steuerte damit 28 Prozent der Betriebserträge bei. Insbesondere stiegen hier die Ergebnisse aus dem Zahlungsverkehr sowie aus dem Wertpapiergeschäft. Der Zuwachs aus dem Zahlungsverkehr von €68 Millionen ist vor allem auf Gebührenerhöhungen in Ungarn infolge der Einführung der Finanztransaktionssteuer, eine volumengetriebene Erhöhung der Erträge aus dem Kreditkartengeschäft in Russland sowie auf die Einbeziehung der Polbank zurückzuführen. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wuchs volumenbedingt um 25 Prozent oder €30 Millionen, wofür vor allem die positive Ergebnisentwicklung in der Konzernzentrale und in Ungarn verantwortlich war.

Das Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft verzeichnete vorrangig in Rumänien, der Tschechischen Republik und Polen einen volumen- und margenbedingten Zuwachs von 2 Prozent oder €6 Millionen. Höhere Fondsvolumina – vor allem in der Slowakei und Kroatien – sorgten auch in der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds für einen Ergebnisanstieg von 18 Prozent oder €4 Millionen. Ebenso legte das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft – überwiegend aufgrund der Entwicklung in Russland sowie in der Konzernzentrale – um 1 Prozent oder €3 Millionen zu, während das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigenund Fremdprodukten vor allem aufgrund des Geschäftsverlaufs in Russland um € 3 Millionen nachgab und jenes aus dem Kreditderivatgeschäft nahezu unverändert blieb. Das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen zeigte in der Tschechischen Republik dank strukturierter Finanzierungen und in Ungarn die größten Zuwächse.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verzeichnete 2013 einen Zuwachs von 50 Prozent oder €106 Millionen auf € 321 Millionen. Dabei erzielten vor allem das währungsbezogene Geschäft (Zuwachs von €53 Millionen), das sonstige Geschäft (Zuwachs von €26 Millionen) sowie das aktien- und indexbezogene Geschäft (Zuwachs von €21 Millionen) deutliche Ergebnissteigerungen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft legte ebenfalls um € 1 Million zu. Das Kreditderivatgeschäft stieg um €6 Millionen, blieb aber weiterhin negativ.

Während das zinsbezogene Geschäft vorrangig in Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik aufgrund von Bewertungsgewinnen aus derivativen Finanzinstrumenten zulegte, war das Ergebnis aus Zinsswaps bedingt durch geringere Volumina in der Konzernzentrale rückläufig.

Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft nahm um 25 Prozent oder €53 Millionen auf € 262 Millionen zu. Hier verbuchten sowohl Russland mit € 90 Millionen als auch Ungarn mit € 51 Millionen positive Zinsergebnisse aus Derivatgeschäften zu Absicherungszwecken, während Polen einen Rückgang verzeichnete – dies allerdings gemessen an einem außeror-

dentlich hohen Ertrag im Jahr 2012. Maßgeblichen Einfluss auf diesen Ergebnisbestandteil hatte die Anwendung des IAS 29 im Zusammenhang mit der Hochinflations-Rechnungslegung in Belarus, die das Handelsergebnis im Jahresvergleich nahezu unverändert mit € 22 Millionen belastete.

Der deutliche Zuwachs im Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft – es verbesserte sich durch das gesunkene langfristige Zinsniveau von minus € 25 Millionen auf plus € 1 Million – beruhte insbesondere auf gegebenen Kapitalgarantien der Konzernzentrale. Im aktien- und indexbezogenen Geschäft kam es gleichfalls zu einer wesentlichen Ergebnisverbesserung um € 21 Millionen auf € 29 Millionen. Grundlage dafür war eine aufgrund geänderter Marktbedingungen vorgenommene Portfolioumschichtung von festverzinslichen Wertpapieren zu variabel verzinsten Titeln.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Berichtsjahr um € 41 Millionen auf €53 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war die in Ungarn neu eingeführte Finanztransaktionssteuer, die mit € 35 Millionen zu Buche schlug. Zusätzlich fiel das Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen aufgrund von Auflösungen von Rückstellungen für Rechtsfälle im Vorjahr niedriger aus. Weiters ergab sich ein Forderungsausfall im Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH von € 6 Millionen. Die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten von € 11 Millionen in Polen sowie ein Anstieg im Ergebnis aus dem Operating Leasing positiv zum Ergebnis bei.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen der RBI stiegen im Berichtszeitraum um 3 Prozent oder €81 Millionen auf € 3.340 Millionen, zum überwiegenden Teil zurückzuführen auf Anstiege in Russland, in der Tschechischen Republik und in Polen durch die im Mai 2012 erfolgte Einbeziehung und Integration der Polbank. Aufgrund der höheren Betriebserträge verbesserte sich die Cost/Income Ratio aber um 3,2 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent.

Personalaufwand

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 49 Prozent der Personalaufwand, der sich im Berichtsjahr um 2 Prozent oder € 31 Millionen auf € 1.632 Millionen erhöhte. Dieser Anstieg wurde überwiegend durch die Einbeziehung der Polbank und durch Gehaltssteigerungen in Russland verursacht. Dämpfend wirkten hingegen Kostensenkungen und der Abbau von Mitarbeitern – die größten Reduktionen ergaben sich dabei in der Tschechischen Republik und in der Ukraine.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 1.857 Personen

auf 59.067. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 1.210), Rumänien (minus 411), Ungarn (minus 173) und Bulgarien (minus 128).

Sachaufwand

Der Sachaufwand erhöhte sich ebenfalls um 2 Prozent oder €20 Millionen auf €1.277 Millionen. Während es dabei in einigen Ländern zu Reduktionen kam, sorgten die Einbeziehung der Polbank, höhere IT-Aufwendungen vor allem in Polen und Russland, eine Intensivierung der Werbekampagnen in Russland sowie gestiegene Sachaufwendungen in Rumänien für eine Zunahme.

Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Vergleich zum Jahresende 2012 um 81 auf 3.025. Die größten Rückgänge wurden hier in Polen (minus 46), der Ukraine (minus 27) und Bulgarien (minus 15) verzeichnet.

Aufwendungen für Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um € 30 Millionen auf €431 Millionen (2012: € 401 Millionen). Dabei verzeichneten die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bedingt durch die Wertminderung eines Kernbankensystems in der Tschechischen Republik mit einem Plus von €40 Millionen auf €219 Millionen den größten Anstieg.

Im Berichtszeitraum investierte die RBI konzernweit €451 Millionen in Anlagevermögen. Davon flossen 47 Prozent (€ 209 Millionen) in eigene Sachanlagen. Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, die zum überwiegenden Teil Software-Projekte betrafen, entfielen 43 Prozent. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.

Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen nahmen im Jahresvergleich um 14 Prozent oder €140 Millionen auf €1.149 Millionen zu. Dabei erhöhten sich die Nettodotierungen für Einzelwertberichtigungen um €33 Millionen auf €1.215 Millionen, während sich bei den Portfolio-Wertberichtigungen erneut Nettoauflösungen ergaben. Diese blieben 2013 mit €52 Millionen allerdings um €112 Millionen unter dem Vorjahreswert von €164 Millionen. Im Posten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sind zudem Erlöse aus dem Verkauf von wertberichtigten Krediten in Höhe von €14 Millionen (2012: €9 Millionen) enthalten.

Ein im Vergleich zum Vorjahr um € 145 Millionen höherer Wertberichtigungsbedarf ergab sich im Segment Group Corporates, in dem diverse Kredite an Großkunden notleidend wurden. In Russland wurden sowohl für Großkunden als auch für Retail-Kunden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von insgesamt €48 Millionen gebildet, nachdem hier im Vorjahr noch Nettoauflösungen von €16 Millionen verbucht worden waren. Ebenso wurden in Slowenien im Jahresvergleich netto um € 31 Millionen mehr an Kreditrisikovorsorgen gebildet, vor allem aufgrund von notleidend gewordenen Krediten und einer Aktualisierung der Sicherheitenbewertung. Ein positiver Trend zeichnete sich in Ungarn und Polen ab, wo die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen deutlich niedriger ausfielen als im Vorjahr: Ungarn verzeichnete einen Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von €89 Millionen, Polen eine Verbesserung um € 41 Millionen.

Die Neubildungsquote – das Verhältnis der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu den durchschnittlichen Forderungen an Kunden – erhöhte sich um 0,18 Prozentpunkte auf 1,39 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten betrug minus € 257 Millionen gegenüber minus €127 Millionen im Vorjahr. Zurückzuführen war dies teils auf Bewertungsverluste aus sonstigen Derivaten, teils auf den im Vorjahr erzielten Gewinn aus dem teilweisen Rückkauf von Hybridanleihen (€ 113 Millionen). Dem stand ein verbessertes Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten gegenüber. Hier führten gestiegene Zinssätze zu einem positiven Bewertungsergebnis der eigenen Emissionen, darüber hinaus ergab die Bewertung des Credit Spreads mit minus €126 Millionen einen geringeren negativen Effekt als im Vorjahr (minus € 145 Millionen). Grund dafür war die fortgesetzte Beruhigung der Finanzmärkte, die zu einer Verringerung der Credit-Default-Swap-Aufschläge der RBI führte.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um € 261 Millionen auf € 58 Millionen. Ausschlaggebend dafür war vor allem das im Vorjahr verbuchte Ergebnis von € 163 Millionen aus dem Verkauf von hochqualitativen Anleihen aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand der Konzernzentrale. Auch das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren reduzierte sich um € 129 Millionen auf € 26 Millionen. Dabei entfiel auf die Bewertung von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands ein Gewinn von €7 Millionen, während hier im Vergleichsjahr Gewinne in Höhe von €73 Millionen angefallen waren. Dabei kam es in der Konzernzentrale zu deutlichen Bewertungsverlusten aus Anleihen, in der Ukraine und in Ungarn hingegen wurden Bewertungsgewinne aus Staatsanleihen bzw. Kommunalschuldverschreibungen verbucht. Das Ergebnis aus der Veräußerung von Wertpapieren aus dem Fair-Value-Bestand belief sich auf € 19 Millionen nach €82 Millionen im Vorjahr, die überwiegend in der Konzernzentrale lukriert worden waren. Von im Berichtsjahr erzielten Veräußerungsgewinnen entfielen €12 Millionen auf Rumänien aufgrund des Verkaufs von Staatsanleihen.

Das Ergebnis aus Unternehmensanteilen betrug € 29 Millionen und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um €30 Millionen. Veräußerungsgewinnen von €51 Millionen – sie stammten überwiegend aus der Veräußerung von VISA- und MasterCard-Aktien in Russland und der Ukraine – standen Bewertungsverluste (Abschreibungen auf Beteiligungen) in Höhe von unverändert €22 Millionen gegenüber.

Das Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren belief sich auf € 3 Millionen (2012: € 1 Million) und beruhte überwiegend auf Veräußerungsgewinnen aus Staatsanleihen in der Slowakei und in der Konzernzentrale.

Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Im Berichtsjahr resultierte aus der Endkonsolidierung von sieben Tochterunternehmen ein Verlust von € 6 Millionen, während es im Vorjahr aufgrund des Ausscheidens von zehn Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis zu einem positiven Ergebnis von €12 Millionen gekommen war. Dabei schieden drei Unternehmen aufgrund von Unwesentlichkeit, ein Unternehmen durch Verkauf und jeweils ein Unternehmen wegen Stilllegung bzw. Liquidation aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Gesellschaften waren überwiegend im Leasing- sowie im Investment- und Wertpapiergeschäft tätig.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich im Jahresvergleich um € 54 Millionen auf €232 Millionen. Ausschlaggebend für den Rückgang waren ein Ertrag aus der Steuerumlage mit der RZB AG in Höhe von € 45 Millionen sowie ein Einmaleffekt – Auflösung einer latenten Steuerverbindlichkeit von €12 Millionen – in Rumänien. Die rechnerische Steuerquote blieb mit 28 Prozent unverändert.

Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q4/2013 Q3/2013 Veränderung
absolut
Veränderung in
%
Zinsüberschuss 953 940 12 1,3%
Provisionsüberschuss 424 417 6 1,5%
Handelsergebnis 81 100 - 19 - 19,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis1 5 - 3 8
Betriebserträge 1.462 1.454 8 0,5%
Personalaufwand - 405 - 411 6 - 1,5%
Sachaufwand - 357 - 304 - 53 17,4%
Abschreibungen - 147 - 97 - 50 51,7%
Verwaltungsaufwendungen - 910 - 813 - 97 11,9%
Betriebsergebnis 552 641 - 89 - 13,9%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 350 - 330 - 19 5,8%
Übrige Ergebnisse2 - 64 - 82 18 - 21,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 138 229 - 91 - 39,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4 - 80 84
Periodenüberschuss nach Steuern 142 149 - 7 - 4,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 4 - 15 19
Konzern-Periodenüberschuss 146 134 12 8,8%

1 Exkl. Abschreibungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

2 Inkl. Abschreibungen auf Firmenwerte sowie Bankenabgaben.

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum dritten Quartal 2013 stieg der Zinsüberschuss im vierten Quartal 2013 um 1,3 Prozent oder € 12 Millionen auf €953 Millionen. Auch die Nettozinsspanne verbesserte sich im Quartalsvergleich um 6 Basispunkte auf 3,21 Prozent. Hauptgrund für diese Entwicklung war eine Verbesserung der aktivseitigen Margen sowohl im Firmen- als auch im Retail-Kundengeschäft.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber dem dritten Quartal 2013 einen Anstieg von €6 Millionen auf €424 Millionen. Den größten Zuwachs gab es dabei mit € 7 Millionen dank Volumensteigerungen in Rumänien und Russland im Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft, gefolgt vom Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft mit plus €4 Millionen. Auch das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen und das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr verbesserten sich jeweils um €2 Millionen. Das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds verringerte sich hingegen um €5 Millionen, das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten um €2 Millionen und jenes aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft um €1 Million.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis sank im Quartalsvergleich um € 19 Millionen auf € 81 Millionen. Diese Entwicklung war vor allem auf einen Rückgang im währungsbezogenen Geschäft in Russland zurückzuführen. Ebenso trug Belarus infolge der Anwendung des IAS 29 (Rechnungslegung für Hochinflationsländer) zum rückläufigen Ergebnis bei. Gegenläufig entwickelte sich das zinsbezogene Geschäft, das vorrangig in Ungarn aufgrund von Gewinnen bei derivativen Finanzinstrumenten stieg. Das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft wiederum verringerte sich aufgrund der Bewertung der gegebenen Kapitalgarantien um € 6 Millionen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug im vierten Quartal plus € 5 Millionen, im dritten Quartal war es bei minus € 3 Millionen gelegen. Die Aufwendungen für die neu eingeführte Finanztransaktionssteuer in Ungarn waren im vierten Quartal volumenbedingt geringer.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im vierten Quartal 2013 mit € 910 Millionen um €97 Millionen über dem Wert des Vorquartals. Während dabei der Personalaufwand um € 6 Millionen auf €405 Millionen sank, erhöhte sich der Sachaufwand durch einen saisonal bedingten Anstieg des Werbe- und Repräsentationsaufwands sowie des IT-Aufwands um €53 Millionen auf

€357 Millionen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen lagen im vierten Quartal mit € 147 Millionen ebenfalls um € 50 Millionen über dem Wert des Vergleichsquartals. Dies war auf die Wertminderung für ein Software-Projekt in der Tschechischen Republik zurückzuführen.

Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen gegenüber dem dritten Quartal, das im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen bereits deutlich höhere Nettodotierungen von €330 Millionen aufgewiesen hatte, um € 19 Millionen auf €350 Millionen an. Deutliche Zuwächse waren dabei in Ungarn, der Tschechischen Republik, Bulgarien und Slowenien zu verbuchen. Aufgrund einzelner Fälle bei Großkunden ergab sich im Segment Group Corporates ein Wertberichtigungsbedarf von € 50 Millionen, der jedoch signifikant unter dem Vorquartalswert von €105 Millionen lag.

Der Bestand der notleidenden Kredite an Kunden erhöhte sich im vierten Quartal um €180 Millionen auf € 8.657 Millionen. Da Währungseffekte hier zu einem Rückgang von € 56 Millionen führten, ergab sich ein währungsbereinigter Zuwachs von €236 Millionen, für den überwiegend das Segment Group Corporates verantwortlich war.

Übrige Ergebnisse

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich im vierten Quartal um € 42 Millionen auf minus € 14 Millionen. Einen Anstieg zeigte dabei das Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Emissionen, da gestiegene Zinssätze hier zu einem positiven Bewertungsergebnis führten. Ebenso verbesserte sich die Bewertung aus dem Credit Spread für eigene Emissionen im vierten Quartal um € 13 Millionen, und auch das Bewertungsergebnis aus sonstigen Derivaten nahm im Quartalsvergleich zu.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug im vierten Quartal 2013 minus € 15 Millionen (Q3/2013: plus € 9 Millionen). Für diesen Rückgang waren einerseits höhere Bewertungsverluste aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands, andererseits niedrigere Veräußerungsergebnisse aus Unternehmensanteilen und Wertpapieren des Fair-Value-Bestands verantwortlich.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im vierten Quartal 2013 ergab sich ein Steuerertrag von €4 Millionen gegenüber einem Steueraufwand von €80 Millionen im vorangegangen Quartal. Ausschlaggebend für diese Veränderung waren die im vierten Quartal erfolgte Buchung eines Ertrags aus der Steuerumlage mit der RZB AG in Höhe von € 45 Millionen sowie niedrigere Quartalsergebnisse diverser Konzerneinheiten mit höherer Steuerquote (insbesondere Tschechische Republik und Russland).

Bilanz

Die Bilanzsumme der RBI ging im Verlauf des Jahres 2013 um 4 Prozent oder € 5,5 Milliarden auf € 130,6 Milliarden zurück. Davon entfielen auf Währungseffekte rund € 3,4 Milliarden, die vor allem auf den US-Dollar (minus 3 Prozent) sowie einige CEE-Währungen (russischer Rubel: minus 12 Prozent, tschechische Krone: minus 9 Prozent, ukrainische Hryvna: minus 5 Prozent) zurückgingen. Ebenso wurde die Optimierung der Liquiditätsposition im Berichtsjahr weiter vorangetrieben.

Aktiva

Die Forderungen an Kunden (vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen) sanken im Berichtszeitraum um 3 Prozent oder € 2,7 Milliarden auf € 80,6 Milliarden. Dabei verringerten sich die Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen um € 1,4 Milliarden, und auch das Kreditgeschäft mit Firmenkunden ging – insbesondere aufgrund der Entwicklung in Österreich, Russland und Ungarn – um € 3,2 Milliarden auf €52,2 Milliarden zurück. Die Kredite an den öffentlichen Sektor nahmen hingegen, vor allem durch Geschäft in Ungarn, um € 0,3 Milliarden zu. Leichte Zuwächse wurden auch bei Krediten an Retail-Kunden verzeichnet. Während dabei das Retail-Geschäft in Russland (plus € 0,8 Milliarden) stark ausgebaut wurde, nahm das Kreditvolumen in Polen um € 0,5 Milliarden ab.

Das Interbankengeschäft blieb im Berichtszeitraum mit € 22,1 Milliarden stabil. Dabei ging das Geldmarktgeschäft – überwiegend in der Konzernzentrale – durch die fortgesetzte Optimierung der Liquidität um € 1,1 Milliarden zurück. Die langfristigen Forderungen stiegen – vorwiegend in der Konzernzentrale – um € 0,5 Milliarden, und auch die Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen nahmen um € 0,5 Milliarden zu.

Der Stand an Kreditrisikovorsorgen belief sich im Berichtsjahr unverändert auf € 5,6 Milliarden, von denen € 5,5 Milliarden auf Forderungen an Kunden und € 0,1 Milliarden auf Forderungen an Kreditinstitute entfielen.

Die Position Wertpapiere erhöhte sich – vor allem aufgrund von Anleihekäufen für Liquiditätszwecke in der Konzernzentrale – um €1,5 Milliarden. Der Rückgang von € 4,2 Milliarden in den übrigen Aktiva war vor allem auf die Reduktion der Derivate im Ausmaß von €4,0 Milliarden zurückzuführen. Hier kam es zu vorzeitiger Aufrechnung mit Kontraktpartnern.

Passiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden blieben im Jahresvergleich mit €66,4 Milliarden stabil. Während hier die Einlagen von Firmenkunden – überwiegend in der Konzernzentrale – um € 2,3 Milliarden (Repo-Geschäft plus € 0,6 Milliarden) wuchsen, sanken jene von Retail-Kunden um € 1,7 Milliarden und jene des öffentlichen Sektors um €0,3 Milliarden. Die größten Rückgänge bei den Einlagen von Retail-Kunden wurden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik verzeichnet.

Obwohl das Refinanzierungsvolumen der RBI über Kreditinstitute (überwiegend Geschäftsbanken) mit € 30,1 Milliarden auf Vorjahresniveau blieb, ergab sich innerhalb der Refinanzierungen eine Umschichtung von langfristigen zu kurzfristigen Einlagen.

Die übrigen Passiva – ohne Nachrangkapital – reduzierten sich um €5,2 Milliarden auf € 19,6 Milliarden. Dabei sanken die verbrieften Verbindlichkeiten um € 1,8 Milliarden auf €11,5 Milliarden – hauptsächlich bedingt durch den geringeren Refinanzierungsbedarf, der auch vorzeitige Tilgungen ermöglichte. So wurden durch das Angebot der vorzeitigen Rückzahlung einer 2014 fälligen staatsgarantierten Anleihe im Rahmen eines Tenders € 0,6 Milliarden vorzeitig getilgt. Die Handelsderivate wurden im Rahmen vorzeitiger Aufrechnung mit Kontraktpartnern vorwiegend in der Konzernzentrale um € 3,4 Milliarden reduziert.

Eigenkapital

Bilanzielles Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der RBI ging im Berichtszeitraum gegenüber dem Jahresultimo 2012 um € 509 Millionen auf €10.364 Millionen zurück.

Dabei sank das Konzern-Eigenkapital, bestehend aus gezeichnetem Kapital, Partizipationskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, um € 102 Millionen auf €9.322 Millionen. Die Gewinnthesaurierung aus dem Geschäftsjahr 2012 betrug €302 Millionen. Einen weiteren Beitrag von minus €450 Millionen lieferte das sonstige Ergebnis: Währungsdifferenzen bewirkten hier einen negativen Effekt von €440 Millionen, zusätzlich betrug das Bewertungsergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten – überwiegend aufgrund von Verkäufen und der folgenden Umgliederung der Ergebnisse in die Erfolgsrechnung – minus € 35 Millionen. Darauf wurden latente Steuern von €7 Millionen gebildet. Weiters ergab die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer einen positiven Effekt von €27 Millionen.

Im Juni 2013 beschloss die Hauptversammlung der RBI AG die Ausschüttung einer Dividende von €1,17 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2012. Daraus ergab sich eine Auszahlung von insgesamt € 228 Millionen. Weiters wurde auf das Partizipationskapital eine Dividende in Höhe von € 200 Millionen ausgezahlt.

Der Konzern-Jahresüberschuss steuerte im Berichtsjahr €557 Millionen zum Eigenkapital bei.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile reduzierte sich 2013 um € 234 Millionen auf €485 Millionen. Dies war überwiegend auf den Kauf von nicht beherrschenden Anteilen von 25 Prozent an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, zurückzuführen. Weiters wurden im Berichtsjahr Dividenden in Höhe von € 56 Millionen an Minderheitengesellschafter ausgeschüttet.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des BWG und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Das Kreditrisiko wird mehrheitlich nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (Basis-IRB-Ansatz) gemäß § 22 BWG berechnet. Dies betrifft nahezu das gesamte Non-Retail-Geschäft in der RBI AG sowie in den Tochtergesellschaften in Kroatien, Malta, Rumänien, Russland, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn und den USA. Ein Großteil des Risikos aus Forderungen an Privatkunden in der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien wird nach dem Advanced-IRB-Ansatz berechnet. Das Marktrisiko wird überwiegend nach dem Standardansatz berechnet, in der RBI AG erfolgt die Berechnung teilweise nach dem internen Modell.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG betrugen per 31. Dezember 2013 € 12.686 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von €200 Millionen im Berichtsjahr.

Dabei sank das Kernkapital um 3,4 Prozent oder € 311 Millionen auf €8.968 Millionen, hervorgerufen vor allem durch die negative Entwicklung des russischen Rubels, der ukrainischen Hryvna, der tschechischen Krone und des polnischen Zloty. Ein weiterer negativer Effekt ergab sich aus dem Kauf der Minderheitenanteile von 25 Prozent an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, im Juli 2013. Der Gewinn des Geschäftsjahres ist in der Berechnung enthalten, es wurden jedoch die voraussichtlich auszubezahlenden Dividenden für das Geschäftsjahr 2013 bereits abgezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die ergänzenden Eigenmittel um € 47 Millionen auf €3.387 Millionen. Sie bestehen im Wesentlichen aus dem langfristigen nachrangigen Kapital, von dem mit €2.977 Millionen der größte Teil auf die RBI AG entfiel, und dem berücksichtigungsfähigen Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen von €221 Millionen.

Das kurzfristige nachrangige Kapital stieg um € 55 Millionen auf €357 Millionen. Die Abzugsposten betreffend Beteiligungen, Verbriefungen und Versicherungen ergaben insgesamt € 26 Millionen (2012: € 36 Millionen).

Den Eigenmitteln stand ein um €234 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von €6.392 Millionen gegenüber. Auf das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko entfielen dabei €5.227 Millionen und damit um 4 Prozent oder €224 Millionen weniger als im Vorjahr. Davon wurden €2.278 Millionen nach dem Standardansatz und €2.949 Millionen nach dem IRB-Ansatz berechnet. Das Erfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren stieg um €24 Millionen auf €297 Millionen, das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen blieb hingegen nahezu unverändert. Das Erfordernis für das operationelle Risiko betrug €808 Millionen und liegt damit um 4 Prozent oder €38 Millionen unter dem Vorjahreswert.

Per Saldo erhöhte sich die Überdeckung damit um 4,0 Prozentpunkte auf 98,5 Prozent oder €6.294 Millionen.

Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – betrug 13,7 Prozent. Gemessen am gesamten Risiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,7 Prozent und eine Kernkapitalquote von 11,2 Prozent. Die Eigenmittelquote erreichte 15,9 Prozent.

Hinsichtlich der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung wird auf das Kapitel Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verwiesen.

Forschung und Entwicklung

Die RBI ist als Bank auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung im engeren Sinn prinzipiell nicht tätig.

Im Rahmen des Financial Engineering entwickelt sie jedoch für ihre Kunden maßgeschneiderte Lösungen im Zusammenhang mit Investitionen, Finanzierungen oder der Risikoabsicherung. Das Financial Engineering umfasst – neben strukturierten Investment-Produkten – insbesondere strukturierte Finanzierungen, also Finanzierungskonzepte, die über den Einsatz von Standardinstrumenten hinausgehen und etwa in der Akquisitions- oder Projektfinanzierung eingesetzt werden. Ebenso entwickelt die RBI für ihre Kunden individuelle Lösungen zur Absicherung der unterschiedlichsten Risiken, vom Zinsrisiko über das Währungsrisiko bis hin zum Rohstoffpreisrisiko. Neben dem Financial Engineering arbeitet die RBI im Cash Management aktiv an der Weiterentwicklung integrierter Produktlösungen für den internationalen Zahlungsverkehr.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess

Eine ausgewogene und vollständige Finanzberichterstattung ist für die RBI und ihre Organe ein wichtiges Ziel. Die Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorschriften ist dabei eine selbstverständliche Grundvoraussetzung. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den gesamten Rechnungslegungsprozess. Ziel dieses internen Kontrollsystems ist es, das Management dadurch zu unterstützen, dass es effektive und laufend verbesserte interne Kontrollen im Zusammenhang mit der Rechnungslegung gewährleistet. Das Kontrollsystem ist neben der Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften auch auf die Schaffung optimaler Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen ausgerichtet.

Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses sind die einschlägigen österreichischen Gesetze, allen voran das BWG und das österreichische Unternehmensgesetzbuch (UGB), in denen die Aufstellung eines konsolidierten Jahresabschlusses geregelt wird. Die Rechnungslegungsnorm für den Konzernabschluss bilden die International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden.

Kontrollumfeld

Für die RBI und die übergeordnete RZB besteht bereits seit Jahren ein internes Kontrollsystem mit einem Anweisungswesen in Form von Directives und Instructions für strategisch wichtige Themenbereiche als zentralem Element. Dies umfasst

  • die Kompetenzordnung für die Genehmigung von Konzern- und Unternehmensdirektiven sowie Abteilungs- und Bereichsanweisungen,
  • Prozessbeschreibungen für die Erstellung, Qualitätsüberprüfung, Genehmigung, Veröffentlichung, Implementierung und Überwachung von Direktiven und Anweisungen sowie
  • Regelungen für die Überarbeitung bzw. die Außerkraftsetzung von Direktiven und Anweisungen.

Für die Implementierung der Konzernanweisungen ist das Management der jeweiligen Konzerneinheiten verantwortlich. Die Überwachung der Einhaltung dieser Konzernregelungen erfolgt im Rahmen von Revisionsprüfungen durch die Konzern- und die lokale Revision.

Erstellt wird der Konzernabschluss in der Abteilung Group Financial Reporting, die im Bereich des Finanzvorstands angesiedelt ist. Die zugehörigen Verantwortlichkeiten sind im Rahmen einer eigenen Konzernfunktion konzernweit definiert.

Risikobeurteilung

Wesentliche Risiken in Bezug auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess werden durch den Vorstand evaluiert und überwacht. Komplexe Bilanzierungsgrundsätze können zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen, dasselbe gilt für uneinheitliche Grundsätze für die Bewertung, insbesondere für die im Konzern essenziellen Finanzinstrumente. Darüber hinaus birgt auch ein schwieriges Geschäftsumfeld das Risiko wesentlicher Fehler in der Berichterstattung. Für verschiedene Aktiv- und Passivposten, für die kein verlässlicher Marktwert ermittelbar ist, müssen im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses Schätzungen vorgenommen werden. Dies gilt speziell für das Kreditgeschäft, das Sozialkapital sowie die Werthaltigkeit von Wertpapieren, Beteiligungen und Firmenwerten.

Kontrollmaßnahmen

Die Erstellung der Einzelabschlüsse erfolgt dezentral in den jeweiligen Konzerneinheiten nach den Vorgaben der RZB. Die für das Rechnungswesen verantwortlichen Mitarbeiter und Geschäftsleiter der Konzerneinheiten sind für die vollständige Abbildung und korrekte Bewertung aller Transaktionen verantwortlich. Durch abweichende Berichtsstichtage und unterschiedliche lokale Rechnungslegungsstandards können die lokalen Einzelabschlüsse von den an die RBI gelieferten Werten abweichen. Es liegt in der

Verantwortung der jeweiligen lokalen Geschäftsführung, dass die vorgeschriebenen internen Kontrollmaßnahmen, z. B. Funktionstrennungen oder das Vier-Augen-Prinzip, umgesetzt werden.

Konzernkonsolidierung

Die Übermittlung der Abschlussdaten, die von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft werden, erfolgt überwiegend durch Direkteingabe oder automatisierte Übertragung in das Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller jeweils bis Ende Jänner des Folgejahres. Das System ist in Bezug auf die IT-Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Berechtigungen geschützt.

Die von den Konzerneinheiten eingelangten Abschlussdaten werden in der Abteilung Group Financial Reporting durch den für die jeweilige Konzerneinheit verantwortlichen Key Account Manager zunächst auf Plausibilität überprüft. Kontrollaktivitäten auf Konzernebene umfassen die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der von den Konzerneinheiten vorgelegten Finanzabschlüsse. Dabei werden die vom Abschlussprüfer vorgelegten Berichte und die Ergebnisse der Abschlussbesprechungen mit Vertretern der Einzelgesellschaften berücksichtigt. In den Gesprächen werden sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte der Konzerneinheiten diskutiert.

Im Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller erfolgen dann die weiteren Konsolidierungsschritte. Diese umfassen u. a. die Kapitalkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Schuldenkonsolidierung. Abschließend werden allfällige Zwischengewinne durch Konzernbuchungen eliminiert. Die Erstellung der nach IFRS und BWG/UGB geforderten Anhangangaben bildet den Abschluss der Konsolidierung.

Zusätzlich zum Vorstand umfasst das allgemeine Kontrollumfeld auch die mittlere Managementebene (Abteilungsleiter). Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewendet, um sicherzustellen, dass potenzielle Fehler oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vermieden bzw. entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Der Konzernabschluss wird samt dem Lagebericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelt und darüber hinaus dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme vorgelegt. Er wird im Rahmen des Geschäftsberichts, auf der firmeneigenen Internetseite sowie im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht und zuletzt zum Firmenbuch eingereicht.

Information und Kommunikation

Grundlage für den Konzernabschluss sind standardisierte, konzernweit einheitliche Formulare. Die Bilanzierungs- und Bewertungsstandards sind dabei im RZB Group Accounts Manual definiert sowie erläutert und für die Erstellung der Abschlussdaten verbindlich. Die Anweisungen an die Konzerneinheiten betreffend Details zu Bewertungsmaßnahmen im Bereich des Kreditrisikos und ähnlicher Problemstellungen erfolgen im Rahmen von Konzerndirektiven. Änderungen in den Anweisungen und Standards werden den betroffenen Einheiten in regelmäßigen Schulungen kommuniziert.

Im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht werden die konsolidierten Ergebnisse in Form eines vollständigen Konzernabschlusses dargestellt. Dieser Konzernabschluss wird vom externen Konzern-Abschlussprüfer geprüft. Zusätzlich wird ein Konzern-Lagebericht erstellt, in dem eine verbale Erläuterung der Konzernergebnisse gemäß den gesetzlichen Vorgaben erfolgt.

Unterjährig wird monatlich auf konsolidierter Basis an das Konzern-Management berichtet. Die öffentlichen Zwischenberichte – sie entsprechen den Bestimmungen des IAS 34 – werden gemäß Börsegesetz quartalsweise erstellt. Zu veröffentlichende Konzernabschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern und dem Finanzvorstand vor Weiterleitung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats einer abschließenden Würdigung unterzogen. Für das Management werden darüber hinaus Analysen zum Konzernabschluss zusammengestellt, ebenso erfolgen periodisch Vorschaurechnungen für den Konzern. Der vom Bereich Planning & Finance durchgeführte Budgetierungs- und Kapitalplanungsprozess schließt auch die Erstellung von Konzernbudgets auf Dreijahresbasis ein.

Überwachung

Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Vorstand sowie dem Controlling. Darüber hinaus sind die Abteilungsleiter für die Überwachung der jeweiligen Bereiche zuständig; so werden in regelmäßigen Abständen Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen.

Zusätzlich ist die interne Revision in den Überwachungsprozess involviert. Die Revisionsfunktion wird dabei vom Bereich Audit (Group Audit) der RZB wahrgenommen. Für sämtliche Revisionsaktivitäten gelten die konzernweit verbindlichen revisionsspezifischen Regelwerke (Group Audit Standards), die auf den Mindeststandards für die interne Revision der Österreichischen Finanzmarktaufsicht sowie internationalen "Best Practices" basieren. Zusätzlich gelten die internen Regelungen des Bereichs Audit (insbesondere auch die Audit Charter).

Die Konzernrevision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften in den Konzerneinheiten der RZB. Der Leiter des Bereichs Audit berichtet direkt an die Vorstände der RZB AG und der RBI AG.

Funding

Banken refinanzieren sich grundsätzlich über ihre Eigenmittel und Kundeneinlagen sowie über diverse Instrumente des Kapital- und Interbankenmarkts. In der ersten Jahreshälfte 2013 profitierten die Banken von der moderaten wirtschaftlichen Erholung in manchen Märkten und die Refinanzierungssituation verbesserte sich. Aufgrund von Turbulenzen auf den Emerging Markets wie Russland und Türkei sowie der Ankündigung einer strengeren US-Geldmarktpolitik nahm die Volatilität an den Kapitalmärkten in der zweiten Jahreshälfte jedoch wieder zu.

Stabile Refinanzierungsbasis

Die Refinanzierung der RBI basiert auf zwei Säulen: zum einen auf Kundeneinlagen, die Ende 2013 € 66,4 Milliarden oder 59 Prozent der Refinanzierung ausmachten, und zum anderen auf dem Wholesale Funding, das mit €45,8 Milliarden die verbleibenden 41 Prozent beisteuerte. Der hohe Anteil der Kundeneinlagen schafft eine stabile Refinanzierungsbasis und macht die RBI damit weniger anfällig für Turbulenzen auf den Finanzmärkten.

Diversifizierte Finanzierungsquellen

Auch 2013 legte die RBI großes Gewicht auf die Diversifizierung der Finanzierungsquellen für die Konzerneinheiten. Mehr als 40 Prozent des Wholesale Funding der Tochtergesellschaften in Zentral- und Osteuropa stammten aus externen Quellen.

Eine wichtige Rolle im Funding der RBI spielen langfristige Finanzierungen aus Quellen, die weniger stark unter dem Einfluss von Veränderungen auf den internationalen Kapitalmärkten stehen. Dabei arbeitet die RBI aktiv mit supranationalen Institutionen zusammen, die schon seit Langem wichtige und verlässliche Partner der Gruppe sind. Auf Grundlage dieser Finanzierungen werden unter anderem KMU und Energieeffizienzprojekte in Zentral- und Osteuropa unterstützt. Die Konzernzentrale und die Konzerneinheiten in Zentral- und Osteuropa kooperieren mit diesen Institutionen jedoch nicht nur bei Finanzierungen, sondern auch in anderen Bereichen, etwa bei Risk-Sharing-Programmen, die zu einer Optimierung der risikogewichteten Aktiva führen.

Weitere Funding-Quellen der RBI sind Anleiheemissionen einzelner Konzerneinheiten. Dazu zählt z. B. eine unbesicherte, in rumänischen Leu denominierte Anleihe, die von der rumänischen Raiffeisen Bank im Juli 2013 begeben wurde. Zusätzlich ist die Raiffeisen Bankengruppe Österreich ein wichtiger Funding-Partner für die RBI.

Emissionen

Für die mittel- bis langfristige Refinanzierung nutzte die RBI AG 2013 unter anderem zwei Emissionsprogramme: das "EUR 25.000.000.000 Debt Issuance Program" und das "EUR 20.000.000.000 Emissionsprogramm der Raiffeisen Bank International AG". Sie wurden aus Effizienzgründen zu Jahresmitte zu einem Emissionsprogramm, dem "EUR 25,000,000,000 Debt Issuance Programme", zusammengelegt. Im Rahmen dieses Programms können Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Strukturen ausgegeben werden. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Anleihen darf dabei € 25 Milliarden nicht überschreiten. Per Jahresultimo 2013 waren in Summe € 13 Milliarden Anleihen in Anspruch genommen worden.

Auch im Jahr 2013 setzte die RBI ihren Funding-Plan überwiegend mit kleinvolumigen Privatplatzierungen zügig um. Um das freundliche Marktumfeld vor der Sommerpause zu nutzen, emittierte sie im zweiten Quartal eine Tier-2-Anleihe in Schweizer Franken im Volumen von CHF 250 Millionen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Kupon von 4 Prozent.

Die gute Liquiditätssituation ermöglichte es der RBI AG im Juli, ein Rückkaufangebot für eine ausstehende staatsgarantierte Anleihe zu machen. Damit kaufte sie Anleihen im Wert von mehr als € 500 Millionen zurück und reduzierte so ihre künftige Zinsbelastung.

Mitte Oktober emittierte die RBI zur Stärkung ihrer Kapitalbasis eine nachrangige Anleihe im Volumen von € 500 Millionen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Kupon von 6 Prozent. Kurz danach folgte eine erstrangige Benchmark-Anleihe, die ebenfalls ein Volumen von €500 Millionen, aber eine Laufzeit von fünf Jahren aufwies.

Kurz nach dieser erstrangigen Benchmark-Anleihe veröffentlichte die RBI im Dezember ein Umtauschangebot für das bestehende Nachrangkapital in neues Nachrangkapital (Tier 2) im Volumen von € 233 Millionen. Dieses Angebot wurde von nahezu der Hälfte der Investoren angenommen, wodurch die Kapitalstruktur der RBI nachhaltig gestärkt wurde.

Weitere Refinanzierungsmaßnahmen

Für die Mittelaufnahme mit kurzen Laufzeiten nutzte die RBI 2013 sowohl den Interbankenmarkt als auch ihr Emissionsprogramm für kurzfristige Emissionen (Commercial Papers), das "Euro-Commercial Paper and Certificate of Deposit Programme". Im Rahmen dieses Programms emittierte die RBI Commercial Papers in unterschiedlichen Währungen und refinanzierte sich damit auch außerhalb des reinen Interbankenmarkts.

Zur Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen arbeitet die RBI auch aktiv an der Erschließung besicherter Refinanzierungen, bei denen vorhandene Assets zur Generierung längerfristig verfügbarer Mittel genutzt werden.

Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte

Die folgenden Angaben decken die Bestimmungen des § 243a (1) UGB ab:

(1) Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag 31. Dezember 2013 € 596.290.628,20 und war in 195.505.124 auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stammaktien aufgeteilt. Davon waren zum Stichtag 31. Dezember 2013 557.295 Stück eigene Aktien, sodass sich zum Bilanzstichtag 194.947.829 Aktien im Umlauf befanden. Für detaillierte Angaben wird auf Erläuterung (34) Eigenkapital im Anhang verwiesen.

Hinsichtlich der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung wird auf das Kapitel "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

(2) Die Satzung enthält keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt.

(3) Die RZB AG hielt zum Stichtag 31. Dezember 2013 über ihre 100-Prozent-Tochter Raiffeisen International Beteiligungs GmbH und andere Tochtergesellschaften indirekt rund 78,5 Prozent am Grundkapital an der Gesellschaft. Die restlichen Aktien der RBI AG befanden sich im Streubesitz. Dem Vorstand sind darunter keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die zumindest 10 Prozent betragen.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, die direkt und indirekt mit ingesamt rund 82,4 Prozent (Vorjahr: rund 78,5 Prozent) an der RZB AG beteiligt ist. Der direkte Anteil beträgt rund 3,9 Prozent (Vorjahr: 0,0 Prozent), der indirekte Anteil rund 78,5 Prozent (Vorjahr: rund 78,5 Prozent), der über die 100-Prozent-Tochter R-Landesbanken-Beteiligung GmbH gehalten wird.

(4) Laut Satzung der Gesellschaft wird der RZB AG das Recht auf Entsendung von bis zu einem Drittel der von der Hauptversammlung zu wählenden Mitglieder des Aufsichtsrats eingeräumt, solange sie eine Beteiligung am Grundkapital hält. Darüber hinaus bestehen keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern.

(5) Es besteht keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.

(6) Laut Satzung können Personen, die das 68. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Vorstands bestellt oder für eine weitere Funktionsperiode wiederbestellt werden. Für den Aufsichtsrat gilt, dass Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt oder für eine weitere Funktionsperiode wiedergewählt werden können. Mitglied des Aufsichtsrats kann ferner keine Person sein, die insgesamt bereits acht Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften innehat. Der Vorsitz im Aufsichtsrat einer börsenotierten Gesellschaft zählt dabei doppelt. Von dieser Beschränkung kann die Hauptversammlung durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen absehen, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Jede zur Wahl bestellte Person, die mehr Aufsichtsratsmandate oder -vorsitze in börsenotierten Gesellschaften innehat, hat dies der Hauptversammlung gegenüber offenzulegen. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen fasst. In Fällen, in denen das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, erfolgt dies mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Aufgrund dieser Bestimmung können Aufsichtsratsmitglieder mit einfacher Mehrheit vorzeitig abberufen werden. Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen. Dieses Recht kann an Ausschüsse delegiert werden. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

(7) Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, bis längstens 26. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu €298.145.314,10 durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss).

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258.123,20 durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der gegenständlichen Beschlussfassung durch die Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000.000,-, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu €119.258.123,20 verbunden ist, auszugeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen. Bis dato wurden keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt €1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegangenen zehn Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage, beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juni 2008 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte ferner den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG, zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert der zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor

dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte dieses Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 9. Juni 2009 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2 Milliarden nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von €600 Millionen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International zur nunmehrigen RBI AG mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010 wurden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft hinfällig. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von €600 Millionen, das zur Gänze von der RZB AG gezeichnet worden war. Bis dato wurden keine weiteren Genussrechte ausgegeben. Für weitere Details wird auf den Anhang, Erläuterung (34) Eigenkapital verwiesen.

Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International mit Wirkung zum 10. Oktober 2010 wurde die Emission "Raiffeisen-Partizipationskapital 2008/2009" der RZB AG in Höhe von € 2,5 Milliarden zu unveränderten Konditionen auf die RBI AG übertragen.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 8. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft gemäß § 102a BWG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das gesamte Partizipationskapital oder das Partizipationskapital einzelner bereits bei der Emission unterschiedener Tranchen mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Berücksichtigung der Emissionsbedingungen einzuziehen; eine teilweise Einziehung von Partizipationskapital einzelner Emissionen oder Tranchen ist zulässig, wenn die Gleichbehandlung der Berechtigten aus dem Partizipationskapital gewährleistet ist.

(8) Es bestehen folgende bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden:

  • Im Rahmen der D&O-Versicherung der Gesellschaft ist vorgesehen, dass im Fall einer Verschmelzung der RBI AG auf einen anderen Rechtsträger der Versicherungsvertrag automatisch endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, und Versicherungsschutz nur für Versicherungsfälle wegen vor der Verschmelzung begangener Pflichtverletzungen besteht. Im Fall einer Mehrfachversicherung infolge Neubeherrschung besteht Versicherungsschutz ebenfalls nur für Versicherungsfälle wegen vor dem Beginn der Neubeherrschung begangener Pflichtverletzungen.
  • Das SIP der Gesellschaft sieht bei einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle Folgendes vor: "Kommt es während der Wartefrist (Vesting Period) zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle oder zu einer Fusion, ohne dass der Zusammenschluss ausschließlich Tochtergesellschaften betrifft, so verfallen alle bedingten Aktien zum Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien der RBI AG und der tatsächlichen Verfügungsmöglichkeit des Investors über die Anteile bzw. zum Zeitpunkt der Fusion ersatzlos. Für die verfallenen bedingten Aktien wird eine Entschädigungszahlung vorgenommen. Der ermittelte Entschädigungsbetrag wird mit der nächstmöglichen Gehaltsabrechnung ausbezahlt."
  • Ferner sieht ein von der RBI AG bezüglich einer Tochterbank mit dem Mitaktionär abgeschlossener Syndikatsvertrag vor, dass dieser bei einem Kontrollwechsel automatisch endet.
  • Die mit der RZB AG abgeschlossene Markenvereinbarung zur uneingeschränkten Verwendung des Namens und des Logos "Raiffeisen Bank International" für unbestimmte Zeit in allen Jurisdiktionen, in denen die Marke jetzt oder zukünftig registriert ist, sieht ein Kündigungsrecht bei einem Kontrollwechsel vor.
  • Refinanzierungsverträge der Gesellschaft sowie Garantien für Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften sehen bei einem Kontrollwechsel mit wesentlichen negativen Auswirkungen ein vorzeitiges Kündigungsrecht der Kreditverträge vor.

(9) Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Risikomanagement

Das Eingehen von Risiken und deren Transformation sind integrale Bestandteile des Bankgeschäfts. Daher gehört das aktive Management von Risiken ebenso zu den Kernkompetenzen der Gesamtbanksteuerung wie die Kapitalplanung sowie die Steuerung von Kosten und Erträgen. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt die RBI über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.

Diese Funktion umspannt die gesamte Organisationsstruktur und sämtliche Managementebenen und wird auch in den einzelnen Tochterunternehmen mithilfe der jeweiligen lokalen Risikomanagement-Organisation umgesetzt. Sie ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen, um letztendlich ein angemessenes Verhältnis von Risiken und Ertrag zu gewährleisten. Nähere Informationen zum Aufbau der Risikoorganisation und Kennzahlen finden sich im Risikobericht.

Kreditportfoliostrategie

Die unten angeführte Grafik zeigt die Aushaftungen der RBI nach Geschäftsbereichen und Regionen zum Ende der Berichtsperiode. Die Portfoliostruktur blieb über das Jahr 2013 hinweg sehr stabil und spiegelte damit das Geschäftsmodell der Gruppe wider. Das gesamte Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird, betrug zum Bilanzstichtag €163.323 Millionen. Dieser Betrag umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar.

Firmenkunden sind in allen Regionen ein zentraler Bestandteil des Portfolios. Ende 2013 betrug die Aushaftung der Gruppe gegenüber Firmenkunden € 78.518 Millionen und damit um € 2.378 Millionen weniger als zum Ende des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf die Reduktion des Kreditportfolios in einigen Netzwerkbanken zurückzuführen, die durch einen Anstieg der Kredite im österreichischen Portfolio allerdings teilweise kompensiert wurde. Da aufgrund strengerer Kreditvergaberichtlinien neue Kredite hauptsächlich an Kunden mit sehr guten Ratings vergeben werden, ist die Kreditqualität des Neugeschäfts deutlich höher als die des bestehenden Portfolios.

Privatkundengeschäft wird von der RBI ausschließlich in den Märkten Zentral- und Osteuropas betrieben und ist im Vergleich zum Vorjahr um € 268 Millionen auf € 29.402 Millionen angestiegen. Diese Erhöhung ist primär auf höhere Kreditvolumina in Russland zurückzuführen, wo trotz Währungsabwertungen ein Anstieg um € 990 Millionen erzielt wurde. In Zentraleuropa ging das Obligo gegenüber Privatkunden hingegen zurück, hauptsächlich aufgrund geringerer Volumina in Polen (verhaltene Kreditnachfrage) und Ungarn (selektive Kreditvergabe).

Der Bereich Finanzinstitute umfasst hauptsächlich Forderungen an und Wertpapiere von westeuropäischen Banken und Forderungen an die Raiffeisen Bankengruppe in Österreich (als Teil des sektorinternen Liquiditätsausgleichs). Zum Ende der Berichtsperiode erreichte dieses Portfolio einen Wert von € 27.370 Millionen und blieb damit um € 5.355 Millionen unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang war vor allem von der Optimierung der Liquidität getrieben und schlug sich in geringeren Aushaftungen in der Ratingstufe A3 (minus € 6.606 Millionen) aufgrund geringerer Repo-, Swap- und Geldmarktgeschäfte nieder.

Im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der RBI wird das Obligo an den öffentlichen Sektor auf einem niedrigen Niveau gehalten. Es dient vorwiegend der Einhaltung der Mindestreserve und der Anforderungen des Liquiditätsmanagements. Das Kreditportfolio in diesem Segment war 2013 weitgehend stabil und betrug Ende 2013 € 19.284 Millionen, ein Anstieg um €363 Millionen gegenüber dem Vorjahr.

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen in der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, denen die Festlegung der Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundenbereiche obliegt. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limits zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen und des Portfoliomanagements. Die Kreditportfoliostrategien werden dabei regelmäßig an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Trotz der durch die EZB ermöglichten Beruhigung auf dem Markt für europäische Staatsanleihen standen in den vergangenen Quartalen weiterhin die Forderungen gegenüber Staaten, Gemeinden sowie Banken im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert, ebenso wurden – wo erforderlich – Limits reduziert. Neben regulatorischen Erfordernissen im Heimmarkt dient das Engagement in Staatspapieren hauptsächlich der Stärkung des Liquiditätspuffers.

Im Privatkundenbereich lag besonderes Augenmerk auf dem behutsamen Ausbau des Portfolios an Verbraucherkrediten und Kreditkarten anhand selektiver und differenzierter Vergabekriterien sowie auf der Anwendung und weitreichenden Abdeckung von Antrags- und Verhaltens-Scorecard-Modellen. Dabei nutzte der Retail-Bereich bewährte Praktiken aus der Gruppe und führte die Implementierung der verfeinerten Kreditvergaberichtlinien erfolgreich fort. Im Kreditvergabeprozess wurde auf eine weitere Vereinfachung und Automatisierung von Entscheidungsregeln Wert gelegt.

Management notleidender Krediten

Die Bearbeitung von notleidenden Krediten war auch 2013 eine der Prioritäten des Risikomanagements. Die Ziele und Maßnahmen waren vor allem auf eine Verbesserung der Früherkennung potenzieller Problemfälle, das Berichtswesen über Restrukturierungstätigkeiten und eine rasche und effektive Reduktion des Portfolios notleidender Kredite gerichtet. Kontinuierliche Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildung der Mitarbeiter in diesem Bereich und der fortlaufende Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedern der Kreditinstitutsgruppe waren weitere wichtige Schwerpunkte. Ein stärkerer Anstieg der notleidenden Kredite konnte dadurch verhindert werden.

Das in den Heimmärkten der RBI im Jahr 2013 anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld spiegelte sich im Anstieg der notleidenden Kredite auf €8.657 Millionen wider (plus 6 Prozent oder €474 Millionen gegenüber Ultimo 2012). Besonders das Portfolio der Kredite an Nichtbanken im Segment Group Corporates und in Slowenien litt unter dem Ausfall einiger größerer Firmenkunden, was sich auch in einer Erhöhung der geplanten Risikokosten im zweiten Halbjahr niederschlug. Dagegen konnte der Bestand an notleidenden Krediten im Retail-Bereich um 4 Prozent oder €131 Millionen auf €2.922 Millionen leicht verringert werden.

Die Neubildung entsprechender Kreditrisikovorsorgen wurde jedoch durch Erträge aus Sanierungsmaßnahmen zum Teil kompensiert. Dabei wurde eine angemessene Deckung durch Wertberichtigungen gewährleistet.

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Während des Geschäftsjahres 2013 blieb sie weiterhin stabil und wies einen komfortablen Liquiditätspuffer aus.

Um ihr Liquiditätsrisiko zu steuern, wendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitmodell an, das einen hohen Liquiditätsüberschuss für kurze Laufzeiten erfordert und auf vertraglichen und historisch beobachteten Geldmittelzu- und abflüssen basiert. Auch für mittlere und lange Laufzeiten bestehen entsprechende Limits, die die negativen Auswirkungen möglicherweise steigender Refinanzierungskosten auf das Geschäftsergebnis abschwächen. Zusätzlich zu den Limitmodellen werden regelmäßige Liquiditäts-Stresstests durchgeführt, um die Auswirkungen von potenziellen Reputations- und Marktkrisenszenarien zu evaluieren und zu begrenzen.

Das Liquiditätsmanagement integriert Erkenntnisse der vergangenen Jahre in die Geldflussmodellierungen, um die darauf basierenden Vorschaurechnungen für Kapitalbindung und Refinanzierungsbedürfnisse anpassen zu können. Dadurch sollen einerseits die Transparenz bezüglich tatsächlich entstehender Kosten und Risiken erhöht und andererseits die richtigen Steuerungsimpulse gesetzt werden.

Die zugrunde liegenden Geldflussmodelle werden periodisch an das beobachtete Verhalten der Portfoliodynamik angepasst. Im Jahr 2013 wurde besonderes Augenmerk auf die Modellierung von notleidenden Krediten und die Finalisierung der Berechnung der Liquiditätskennzahlen nach Basel III gelegt.

Zinsrisiko

Das Zinsergebnis stellt einen bedeutenden Ergebnisfaktor für die RBI dar. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird das Risikomanagement im Hinblick auf Zinsflüsse in einer eigenen Einheit unabhängig von der Steuerung des Liquiditätsrisikos wahrgenommen. Hier wird vor allem der Einfluss von unterschiedlichen Zinsszenarien auf das Zinsergebnis simuliert. In enger Kooperation mit den Markteinheiten erfolgt damit eine Vorbereitung auf unterschiedliche Marktentwicklungen, sodass im Fall negativer Tendenzen schnell reagiert werden kann. Im Jahr 2013 standen in diesem Bereich die Weiterentwicklung der zur Verfügung stehenden Analyse- und Reporting-Werkzeuge und die Harmonisierung dieser Systeme innerhalb der Gruppe im Vordergrund.

Marktrisiko

Seit Jänner 2010 basiert das Marktrisikomanagement der RBI auf den Zahlen eines internen Modells. Dieses errechnet mit einem hybriden Ansatz, also einer Kombination aus historischer und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien, den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads aus Anleihen und Credit Default Swaps sowie Aktienindizes. Zusätzlich wurde das Modell um ein Stressed-VaR-Modul und eine verfeinerte Messung von Optionsrisiken erweitert.

Zur besseren Abbildung jener Risikofaktoren, bei denen die Wahrscheinlichkeit extremer Kursveränderungen höher ist als in einer Normalverteilung, wurden zahlreiche Zusätze in das Modell integriert. Dazu zählen etwa die Anreicherung der Szenarien um extreme Ereignisse, die Berücksichtigung des aktuellen Volatilitätsniveaus in der Generierung von Szenarien sowie die Anwendung unterschiedlicher Zeithorizonte in der Volatilitätsschätzung. Die Wahl dieses Modellzugangs schafft die Basis für die Umsetzung der strengen Basel-III-Anforderungen in internen Modellen.

Der tägliche Steuerungsumfang beinhaltet die Handels- und Bankbücher basierend auf dem VaR bei einer Haltedauer von 1 Tag und einem Konfidenzintervall von 99 Prozent sowie Sensitivitätslimits. Die Marktrisikoposition, der Limitprozess und die Darstellung sämtlicher Kapitalmarktaktivitäten in der Erfolgsrechnung zählen zu den fixen Tagesordnungspunkten des wöchentlich tagenden Marktrisiko-Komitees.

Um die Qualität des Modells sicherzustellen, wird es einem täglichen Rückvergleich, dem so genannten Backtesting, unterzogen. Die Ergebnisse dieser Tests lagen stets im Rahmen der Modellerwartungen. Auf Basis dieser guten Ergebnisse ist das interne Modell regulatorisch in der besten Klasse ("Status grün") einzustufen.

Operationelles Risiko

Im Bereich des operationellen Risikos werden sowohl interne Risikofaktoren, z. B. unerlaubte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Clearing- und Prozessfehler, Betriebsstörungen und Systemausfälle, sowie externe Risikofaktoren wie Sachschäden und betrügerische Handlungen gesteuert und verwaltet. Diese Risiken werden auf der Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung der Gruppe sowie der Risk-Assessment-Ergebnisse analysiert, verwaltet und kontrolliert.

Mithilfe von Frühwarnindikatoren für das operationelle Risiko soll sichergestellt werden, dass mögliche Verluste frühzeitig erkannt und verhindert werden können. Standardisierte Szenarioanalysen werden verwendet, um die Auswirkungen möglicher Ereignisse von geringer Wahrscheinlickeit, verbunden mit hohem Schadensausmaß, festzustellen.

Operational Risk Controlling wendet sowohl ein zentrales als auch ein dezentrales Managementsystem an. Die Grundprinzipien und Mindeststandards werden dabei durch das zentrale Operational Risk Controlling definiert, die detaillierte Umsetzung liegt in der Verantwortung der lokalen Einheiten.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Die RBI beschäftigte sich auch 2013 intensiv mit den laufenden bzw. bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Eines der wesentlichen Themen war dabei die Vorbereitung auf die geänderten gesetzlichen Regelungen, die mit den EU-Richtlinien zu Basel III (CRD IV/CRR) Anfang 2014 in Kraft getreten sind, und die entsprechende Analyse der Auswirkungen daraus.

Im zweiten Halbjahr 2013 galt das Hauptaugenmerk der Vorbereitung auf die Neuerungen im Hinblick auf den "Single Supervisory"-Mechanismus, besonders auf die damit einhergehenden Bilanzprüfungen ("Comprehensive Assessment") durch die EZB, die im ersten Halbjahr 2014 auch den "Asset Quality Review" und einen europaweiten Stresstest mit sich bringen werden. Als Teil der RZB-Gruppe repräsentiert die RBI einen der Schwerpunkte für die aufsichtsrechtlichen Überprüfungen während dieser Prozesse. Um für die von der EZB durchgeführten Prüfungen optimal vorbereitet zu sein und eine gute Datenqualität zu gewährleisten, wurde ein internes Projekt aufgesetzt.

Neben den Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen stand 2013 die laufende Implementierung des fortgeschrittenen Basel-II-Ansatzes nach wie vor im Fokus des Risikomanagements. Die Basel-II-bezogenen Aktivitäten umfassten die Implementierung des Internal-Ratings-Based-Ansatzes (IRB) im Retail- und Non-Retail-Bereich in den Tochterunternehmen in Zentral- und Osteuropa, die Weiterentwicklung des internen Marktrisikomodells sowie die gruppenweite Weiterentwicklung des Standardansatzes beim operationellen Risiko.

Human Resources

Der Bereich Human Resources (HR) der RBI sorgt durch einen nachhaltigen Einsatz der personellen Ressourcen im Konzern für eine Harmonisierung zwischen Unternehmensinteressen und den Bedürfnissen der Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die RBI mit 57.901 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) 2.183 Personen bzw. 4 Prozent weniger als Ende 2012. Die absolut größte Reduktion erfolgte dabei in der Ukraine. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter war mit 36 Jahren weiterhin relativ niedrig und macht die RBI zu einer jungen und dynamischen Bank. Mit einer Akademikerquote von 72 Prozent wiesen die Mitarbeiter zudem ein sehr hohes Qualifikationsniveau auf. 67 Prozent der Beschäftigten waren Frauen.

Talent Management und Führungskräfteentwicklung

Auch im Berichtsjahr 2013 arbeitete HR intensiv an der Weiterentwicklung und Umsetzung von Talent Management in allen Konzerneinheiten. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der weiteren Qualifizierung der Manager zu diesem Thema, auf der Sicherstellung eines hohen Standards zur Identifikation von Talenten, insbesondere durch so genannte Kalibrierungs-Meetings, und auf einer Qualitätssteigerung der individuellen Entwicklungspläne. Neben den bestehenden funktionsübergreifenden Entwicklungsprogrammen für Executives wurde im Bereich IT ein konzernweites Programm gestartet, um Führungskräfte in ihren Fach- und Führungskompetenzen maßgeschneidert zu stärken.

Fachausbildung

Trotz intensivierter Bemühungen, Kosten zu senken, wurde auf die fachliche Weiterbildung der Mitarbeiter auch 2013 großer

Wert gelegt. Zentrale Weiterbildungsschwerpunkte bildeten die strategisch wichtigen Themenfelder Risikomanagement, Projektmanagement und Compliance. Ein weiterer Fokus wurde auf das konzernweite Projekt "Lean" – eine standardisierte Methode zur Analyse und Optimierung von Prozessen und Abläufen, deren Anwendung deutliche Effizienzsteigerungen erwarten lässt – gelegt. In den Fachbereichen Controlling/Accounting sowie Einkauf/Kostenmanagement wurden konzernweite Trainingsinitiativen gestartet.

Die Wissensvermittlung verlagerte sich im Vergleich zu 2012 stark von Präsenztrainings zu E-Learning. Know-how-Transfer wurde durch funktionsübergreifende und vor allem internationale Rotations- bzw. Austauschprogramme, z. B. im Retail-Bereich, im Investment Banking, beim Inkasso sowie in der IT, erreicht. Auch das "International Young Potentials"-Programm, mit dem High Potentials aus Netzwerkbanken durch gezielte Lernaufenthalte in anderen Netzwerkeinheiten gefördert werden, wurde 2013 zum dritten Mal gestartet.

Lokale Initiativen in den Netzwerkbanken

Auch in den Netzwerkbanken lag der Schwerpunkt 2013 auf der Kostensenkung. Folglich ergriffen viele Netzwerkbanken Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten, z. B. durch Strukturoptimierungen, bei denen Managementebenen reduziert wurden. In einem Großteil der Netzwerkbanken wurden zudem Prozessoptimierungen nach der Lean-Methode gestartet.

Einige Netzwerkbanken widmeten der Verbesserung der (internen und externen) Kundenservicequalität besondere Aufmerksamkeit. Dazu wurden entsprechende Umfragen durchgeführt, um kritische Bereiche identifizieren und Schritte zur Verbesserung durchführen zu können. Auch im Bereich Management- und Mitarbeiterentwicklung gab es zahlreiche Maßnahmen, wie z. B. das Programm "Meet your customer" der Raiffeisen Bank Kosovo, in dessen Rahmen Manager der Zentrale für eine gewisse Zeit die Aufgaben mit Filialleitern tauschten.

Im Zuge des Integrationsprozesses der Raiffeisen Polbank, der sich an die Fusion zwischen der Raiffeisen Bank Polska und der Polbank anschloss, wurde ein "Employee Value Proposition"-Projekt gestartet, um die neu entstandene Bank als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Entwicklungen im Kompensationsbereich

Da bei Banken als klassischen Dienstleistungsunternehmen der Personalaufwand einen hohen Teil der Verwaltungsaufwendungen ausmacht – bei der RBI waren dies im Jahr 2013 unverändert 49 Prozent – setzen Kostensenkungsprogramme auch bei den Gehältern und Nebenleistungen an. Der Personalaufwand stieg in der Berichtsperiode im Jahresvergleich um 2 Prozent. Gehaltserhöhungen oder Boni wurden auf Basis differenzierter Leistungsbeurteilungen im Rahmen des Performance Managements nur Leistungsträgern gewährt.

Nach wie vor war ein beträchtlicher Teil der HR-Kapazitäten 2013 mit der Umsetzung spezieller Regulierungen für Vergütungssysteme im Bankenbereich gebunden. Auch in der Berichtsperiode wurden alle zur RBI gehörenden Unternehmen nach Risikokriterien durchleuchtet, um auf dieser Basis zu ermitteln, in welchem Umfang die Vergütungsregeln zur Anwendung gelangen, und die Positionen zu identifizieren, die den restriktiven Entlohnungsbestimmungen des BWG unterliegen.

Schwerpunkt Gesundheit

Da die Gesundheit der Mitarbeiter in der RBI eine große Rolle spielt, wird im Folgenden eine Auswahl von gesundheitsbezogenen Maßnahmen dargestellt, die die unterschiedlichen Bedürfnisse in den verschiedenen Ländern reflektiert. In Österreich unterstützt die RBI z. B. diverse sportliche Aktivitäten. Zudem wird jährlich eine "Gesundheitswoche" veranstaltet, bei der Mitarbeiter eine ganzheitliche Vorsorgeuntersuchung durchführen und im so genannten "UNIQA-Vitaltruck" ihren Fitnessstatus professionell bestimmen lassen können. Sportangebote und Fachvorträge runden die Gesundheitswoche ab. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit einem externen Beratungsunternehmen, das Mitarbeitern und deren Familien sowohl in beruflichen Fragen (Umgang mit Stress, Mediation etc.) als auch in persönlichen Belangen (Familienberatung, Trauerbegleitung etc.) zur Verfügung steht. Weiters arbeitet die RBI mit einem auf Burn-out und Stressmanagement spezialisierten Institut zusammen, bei dem Mitarbeiter bei Bedarf fünf Therapieeinheiten in Anspruch nehmen können, deren Kosten großteils vom Unternehmen übernommen werden.

In der Raiffeisen Bank Aval sind rund 1.500 Mitarbeiter über das Krankenversicherungsprogramm "Health Insurance Program" versichert, dessen Kosten die Bank übernimmt. Mitarbeiter, die nicht an diesem Programm teilnehmen, haben im Krankheitsfall Anspruch auf einen Zuschuss für medizinische Behandlungen für sich selbst oder für Familienmitglieder. In Russland haben alle Mitarbeiter der Raiffeisenbank Zugang zu einer kostenlosen Krankenversicherung, die umfangreiche medizinische Leistungen in den besten Kliniken beinhaltet. In der kroatischen Raiffeisenbank Austria wurde 2013 die Initiative "Gesundheit und Produktivität am Arbeitsplatz" gestartet, die auf eine Reduktion von Arbeitsüberlastung bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Produktivität abzielt. Seit vielen Jahren organisiert die belarussische Priorbank für ihre Mitarbeiter jeden Sommer ein Wochenende mit verschiedenen Sport- und Freizeitaktivitäten, an dem auch Teams der russischen und ukrainischen Netzwerkbanken teilnehmen. Eine ähnliche Initiative – allerdings mit Fokus auf die Work-Life Balance – lancierte die Raiffeisen Bank in Rumänien in der Berichtsperiode.

Ausblick

Konjunkturaussichten

Zentraleuropa

Die positiven Wachstumstendenzen der zweiten Jahreshälfte 2013 dürften sich 2014 in der Region Zentraleuropa weiter verstärken. Die Konjunkturwende scheint geschafft, und die verbesserte Entwicklung in der Eurozone sollte eine positive Exportdynamik unterstützen. Zusätzlich wird ein Anspringen der heimischen Nachfrage erwartet, was die Tragfähigkeit der wirtschaftlichen Erholung weiter untermauern würde. Nach einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2013 liegt die Prognose für 2014 derzeit bei 2,5 Prozent. Spitzenreiter dürfte dabei weiterhin Polen mit plus 3,1 Prozent sein, während die Tschechische Republik, deren BIP 2013 um 0,9 Prozent schrumpfte, 2014 auf ein Wachstum von 2,3 Prozent kommen und damit die größte Verbesserung erzielen könnte. Nur in Slowenien ist noch mit einem leichten Schrumpfen der Wirtschaft zu rechnen. Geldpolitisch bleiben die Zügel wohl weiterhin locker – mit restriktiven Schritten ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu rechnen. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist in Zentraleuropa weit fortgeschritten: Die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei werden ihre Budgetdefizite voraussichtlich unter der Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP halten können. In Polen dürfte diese Marke leicht, in Slowenien sogar deutlich überschritten werden. Insgesamt sollte sich Zentraleuropa 2014 von der schwächsten zur dynamischsten Region in CEE entwickeln.

Südosteuropa

Die Region Südosteuropa durchlief das konjunkturelle Tief früher als Zentraleuropa. Schon das Jahr 2013 brachte eine deutliche Belebung – womit das Potenzial für eine weitere Konjunkturerholung im Jahr 2014 hier geringer ausfällt. Zudem kann Südosteuropa aufgrund seiner schwächeren Exportorientierung weniger stark von der Erholung in der Eurozone profitieren. Das aggregierte Wirtschaftswachstum in der Region wird 2014 bei – im Vergleich zum Vorjahr leicht schwächeren – 1,7 Prozent prognostiziert, dies allerdings mit starker Heterogenität unter den einzelnen Ländern. So dürfte Rumänien seinen Wachstumskurs mit plus 2,3 Prozent fortsetzen, da hier ähnlich wie in Zentraleuropa das Übergreifen eines starken Exportwachstums auf die heimische Nachfrage erwartet wird. Dagegen kämpft Kroatien weiterhin mit der seit fünf Jahren anhaltenden Rezession und wird 2014 bestenfalls in eine Stagnationsphase übergehen. In Serbien schließlich dürften notwendige Reformen und Sparmaßnahmen sogar zu einer Abschwächung der Konjunktur führen. Kroatien und Serbien sind zudem die Länder mit den größten Haushaltsdefiziten in Südosteuropa, während das rumänische Budgetdefizit 2,5 Prozent des BIP nicht übersteigen sollte.

GUS

Nach Wachstumsraten um die 4 Prozent in den Jahren 2010 bis 2012 verzeichnete die GUS 2013 nur mehr ein Plus von 1,2 Prozent, und auch für 2014 wird nur ein begrenztes Potenzial nach oben gesehen. Der Wachstumsausblick wird einerseits davon getrübt, dass von Investitionen und Exporten nur geringe Impulse ausgehen werden, andererseits stellen die Entwicklungen in der Ukraine ein deutliches Abwärtsrisiko für die ukrainische, aber auch für die russische Wirtschaft dar. Bei hohen politischen wie wirtschaftlichen Unsicherheiten wird die Ukraine 2014 wohl unter der Aufsicht des IWF schmerzhafte Strukturreformen durchführen, um bestehende wirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren. Das russische Wirtschaftswachstum wird weiterhin schwach bei 1 Prozent gesehen, während für die Ukraine ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 3 bis 7 Prozent erwartet wird. Der russische Staatshaushalt dürfte auch weiterhin nur ein geringes Defizit aufweisen. Dies verdeckt allerdings die strukturelle Schwäche, dass das Haushaltsdefizit ohne die Einnahmen aus dem Ölgeschäft mit rund 8 bis 10 Prozent des BIP sehr hoch ausfallen würde. Belarus wird weiter auf finanzielle Unterstützung angewiesen bleiben.

Eurozone

Im Lauf des Jahres 2014 wird für die Eurozone eine kontinuierliche Wachstumsbeschleunigung erwartet. Die robuste Konjunkturdynamik wichtiger Handelspartner (USA, Großbritannien) sowie die in vielen Krisenländern verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sprechen für einen anhaltenden Aufschwung in der Exportwirtschaft. Gleichzeitig sollte der dämpfende Effekt aus der Konsolidierung der Staatsfinanzen weiter nachlassen. In Deutschland verfügt vor allem die Binnenwirtschaft aufgrund günstiger Finanzierungsbedingungen und aufgestauter Konsum- und Investitionsnachfrage über Wachstumspotenzial. Auch in den Niederlanden, Irland und Finnland dürften Zuwächse in Konsum und Investitionen 2014 nach heftigen Rückgängen zu neuem Wachstum beitragen. Frankreich wird hingegen zunehmend zum Sorgenkind, weshalb die Wachstumsprognosen wegen schwacher Binnen- und Exportnachfrage unter dem Durchschnitt der Eurozone liegen. Auch Südeuropa ist weiterhin erhöhten wirtschaftlichen und politischen Risiken ausgesetzt. Zudem leidet die Privatwirtschaft in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland unter der anhaltend restriktiven Kreditvergabe. Damit sollte der Wirtschaftsaufschwung in diesen Ländern insbesondere von einer Belebung des Außenhandels getragen werden. Allerdings sind auch in Südeuropa unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. So zeichnet sich beispielsweise in Spanien und Portugal ein deutlich dynamischerer Aufschwung ab als in Italien. Griechenland wird die Rezession

überhaupt erst im Lauf des Jahres 2014 hinter sich lassen. Was die Inflation betrifft, sprechen die geringen Lohnzuwächse und die schwache Konsumnachfrage in der Eurozone für einen anhaltend gedämpften Preisauftrieb.

Österreich

Im Verlauf des Jahres 2013 zeigten Konsum und Investitionen erste Anzeichen einer zögerlichen Belebung, die sich 2014 verstärkt fortsetzen sollte. So dürfte der private Konsum von der im Verlauf des Jahres 2014 wieder zunehmenden Beschäftigungsdynamik profitieren. Die Investitionen sollten von den anziehenden Exporten Rückenwind erhalten. Auch das nach wie vor günstige Finanzierungsumfeld ist der Investitionstätigkeit zuträglich. Da den steigenden Ausfuhren jedoch auch anziehende Importe gegenüberstehen dürften, sind vom Außenhandel in Summe unveränderte Beiträge zum BIP-Quartalswachstum zu erwarten. Deutlich zulegen sollte hingegen der Wachstumsbeitrag der Inlandsnachfrage, die damit die treibende Kraft hinter der fortgesetzten Konjunkturbelebung werden dürfte. Alles in allem wird aufgrund der anziehenden Konjunkturdynamik für 2014 ein Zuwachs des realen BIP von 1,5 Prozent erwartet, nach lediglich 0,4 Prozent im Jahr 2013. Der Höhepunkt der konjunkturellen Entwicklung sollte im Winterhalbjahr 2014/2015 liegen.

Ausblick der RBI

Wir beabsichtigen, unsere Forderungen an Kunden 2014 leicht zu steigern.

Bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen kalkulieren wir für 2014 mit einem Bedarf etwa auf Vorjahresniveau. Die Ergebnisse könnten noch vom anstehenden Asset Quality Review der EZB beeinflusst werden. Auch die Entwicklungen in der Ukraine und ihre möglichen Auswirkungen auf die Region sind hierbei nicht berücksichtigt.

Im Zuge unseres Kostensenkungsprogramms planen wir, die Höhe der Verwaltungsaufwendungen bis 2016 etwa auf das Niveau des Jahres 2012 zu reduzieren. Wir peilen bis 2016 eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an. Für 2014 kalkulieren wir mit Kosten etwa auf dem Niveau von 2013.

Wir peilen mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an.

Organisatorische Änderungen

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der RBI, Dr. Herbert Stepic, stellte seine Funktion am 24. Mai 2013 aus persönlichen Gründen zur Verfügung und schied per 7. Juni 2013 aus dem Vorstand der RBI aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dr. Karl Sevelda, der im Vorstand bis dahin für das weltweite Firmenkundengeschäft verantwortlich war, zum neuen Vorstandsvorsitzenden der RBI ernannt. Risikovorstand Dr. Johann Strobl wurde der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende der RBI.

Nach der Annahme des Rücktrittsangebots von Dr. Herbert Stepic übernahm Dr. Karl Sevelda dessen Funktionsbereich sowie zusätzlich die Bereiche Participations und International Banking Units von Vorstandsmitglied Mag. Peter Lennkh. Dieser ist nunmehr für das Firmenkundengeschäft verantwortlich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Kapitalerhöhung

Am 21. Jänner 2014 gab die RBI ihre Absicht bekannt, ihre Kapitalbasis durch Ausgabe neuer Aktien zu stärken. Der erste Schritt dieser Kapitalerhöhung war ein Angebot neuer Aktien an ausgewählte qualifizierte institutionelle Investoren im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens (Vorabplatzierung), das am 22. Jänner mit 97.473.914 neuen Aktien vollständig platziert wurde. Die RZB beteiligte sich über ihr 100-prozentiges Tochterunternehmen Raiffeisen International Beteiligungs GmbH im Rahmen der Vorabplatzierung mit € 750 Millionen an der Kapitalerhöhung. Die Aktien aus der Vorabplatzierung unterlagen mit 21,3 Prozent einem Rücktrittsvorbehalt mit aufgeschobener Abwicklung. Dieser sollte in jenem Ausmaß zum Tragen kommen, in dem Aktionäre im zweiten Schritt der Kapitalerhöhung, dem Bezugrechtsangebot in der Zeit vom 24. Jänner bis 7. Februar 2014, ihre Bezugsrechte ausüben.

Während die RZB über ihr Tochterunternehmen Raiffeisen International Beteiligungs GmbH auf sämtliche Bezugsrechte verzichtete, übten die anderen Aktionäre 35,7 Prozent ihrer Bezugsrechte aus. Folglich wurden den qualifizierten institutionellen Investoren aus der Vorabplatzierung 90.074.789 neue Aktien zugeteilt. Dies entspricht 92,4 Prozent der gesamten, im Rahmen der Kapitalerhöhung emittierten 97.473.914 Aktien, die restlichen 7.399.125 neuen Aktien entfielen auf die Altaktionäre.

Bei einem Bezugs- und Angebotspreis von € 28,50 pro neuer Aktie resultierte aus der Transaktion ein Bruttoemissionserlös von rund € 2,78 Milliarden. Der Streubesitz der RBI erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung zum Stichtag 11. Februar 2014 deutlich auf rund 39,3 Prozent, indirekter Hauptaktionär bleibt mit rund 60,7 Prozent der Aktien weiterhin die RZB. Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung beabsichtigt die RBI, das Partizipationskapital in Höhe von €2,5 Milliarden zurückzuzahlen.

Ein wesentlicher Grund für die Kapitalerhöhung war die Stärkung der Eigenkapitalbasis im Hinblick auf die neuen Basel-III-Regeln (CRR), nach denen das Partizipationskapital nur noch in einer Übergangsphase dem harten Kernkapital (CET1) zurechenbar ist. Die Kapitalerhöhung verbesserte diese Kernkapitalquote ohne Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen ("fully phased-in") um 3,2 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Politische und wirtschaftliche Turbulenzen in der Ukraine

In den ersten Wochen des Jahres 2014 verschlechterte sich die politische und wirtschaftliche Situation in der Ukraine deutlich. In Kombination mit den Spannungen in der Region führten die Turbulenzen zu einer Zunahme des Budgetdefizits der Ukraine, einer Reduktion der Währungsreserven der ukrainischen Nationalbank sowie einer Verschlechterung des Ratings für ukrainische Staatsanleihen. Bis zum Zeitpunkt der Finalisierung des Jahresabschlusses der RBI am 11. März 2014 wertete die ukrainische Hryvna gegenüber dem US-Dollar um 11 Prozent ab. Die Nationalbank führte daraufhin verschärfte Devisenkontrollen ein und änderte ihre Wechselkurspolitik. Die Auswirkungen auf die Finanz- und Vermögenslage der Raiffeisen Bank Aval waren zum Redaktionsschluss noch nicht abschätzbar. Die Abwertung der Hryvna resultierte jedoch in negativen Währungsdifferenzen im Eigenkapital der RBI.

Die Spannungen in der Region hatten auch Auswirkungen auf Russland, wo sich die Unsicherheiten in zweistelligen Kursverlusten an der Moskauer Börse sowie einer Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar um rund 10 Prozent niederschlugen. Folge dieser Abwertung waren negative Währungsdifferenzen im Eigenkapital der RBI.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses am 11. März 2014 ergab sich durch die Entwicklung aller für die RBI relevanten Währungen eine Reduktion des harten Kernkapitals (CET1) um rund 25 Basispunkte.

Bilanz Jahresabschluss

AKTIVA 31.12.2013
in €
31.12.2012
in € Tausend
1. Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken 710.464.376,02 1.027.504
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere, die zur Refinanzierung bei der
Zentralnotenbank zugelassen sind
2.479.069.382,11 446.018
3. Forderungen an Kreditinstitute 23.746.587.564,85 24.649.224
a) täglich fällig 1.826.435.951,44 681.643
b) sonstige Forderungen 21.920.151.613,41 23.967.581
4. Forderungen an Kunden 25.303.233.302,02 25.948.869
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.944.531.035,56 2.224.433
a) von öffentlichen Emittenten 80.136.414,56 57.832
b) von anderen Emittenten 2.864.394.621,00 2.166.601
darunter: eigene Schuldverschreibungen 147.104.026,26 119.875
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
103.077.885,34 102.302
7. Beteiligungen 19.622.751,85 19.121
darunter: an Kreditinstituten 0,00 0
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.898.173.910,30 8.640.282
darunter: an Kreditinstituten 2.429.081.451,43 2.576.400
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens
45.231.898,05 60.741
10. Sachanlagen 7.455.708,94 8.029
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt
werden
0,00 0
11. Eigene Aktien oder Anteile 10.050.420,52 13.142
davon Nennwert 1.699.749,75 1.700
12. Sonstige Vermögensgegenstände 4.643.124.544,47 7.995.509
13. Rechnungsabgrenzungsposten 73.939.430,34 114.956
Summe der Aktiva 68.984.562.210,37 71.250.132
۰.

۰.
×
×
PASSIVA 31.12.2013 31.12.2012
in € in € Tausend
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.642.192.142,88 29.075.695
a) täglich fällig 4.079.149.807,06 3.932.544
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 25.563.042.335,82 25.143.151
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.249.994.183,29 12.366.506
a) Spareinlagen 0,00 0
b) sonstige Verbindlichkeiten 14.249.994.183,29 12.366.506
aa) täglich fällig 5.662.362.582,20 5.017.797
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 8.587.631.601,09 7.348.709
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 9.601.140.692,63 11.100.475
a) begebene Schuldverschreibungen 9.098.995.462,25 9.145.826
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 502.145.230,38 1.954.649
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.148.640.051,88 7.687.295
5. Rechnungsabgrenzungsposten 203.595.331,63 229.258
6. Rückstellungen 247.108.324,11 240.301
a) Rückstellung für Abfertigungen 39.448.118,15 37.204
b) Rückstellung für Pensionen 24.045.016,71 26.438
c) Steuerrückstellungen 7.124.150,20 18.355
d) sonstige 176.491.039,05 158.304
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 3.171.416.981,51 2.895.069
8. Ergänzungskapital 701.407.000,00 745.934
9. Partizipationskapital 2.500.000.000,00 2.500.000
10. Gezeichnetes Kapital 596.290.628,20 596.291
11. Kapitalrücklagen 1.949.970.789,57 1.949.659
a) gebundene 1.852.592.104,11 1.852.592
b) nicht gebundene 97.066.398,80 97.066
c) Optionsrücklage 312.286,66 0
12. Gewinnrücklagen 1.289.094.080,83 1.251.485
a) gesetzliche Rücklage 5.500.000,00 5.500
b) andere Rücklagen 1.283.594.080,83 1.245.985
darunter: Rücklagen für eigene Anteile 10.050.420,52 13.142
13. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG 383.015.000,00 383.015
14. Bilanzgewinn 300.697.003,84 229.149
Summe der Passiva 68.984.562.210,37 71.250.132

Gewinn- und Verlustrechnung

2013 2012
in €
in € Tausend
1. Zinsen und ähnliche Erträge 1.436.407.612,61 1.743.355
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 125.972.433,46 130.144
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -938.520.365,74 -1.381.875
I. NETTOZINSERTRAG 497.887.246,87 361.480
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 773.560.123,14 626.675
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.139.220,13 16.154
b) Erträge aus Beteiligungen 346.047,85 384
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 772.074.855,16 610.136
4. Provisionserträge 238.171.003,07 206.665
5. Provisionsaufwendungen -33.577.571,81 -41.225
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 27.951.516,38 49.069
7. Sonstige betriebliche Erträge 116.820.044,41 102.183
II. BETRIEBSERTRÄGE 1.620.812.362,06 1.304.845
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -271.845.400,28 -272.444
darunter: aa) Löhne und Gehälter -213.614.037,46 -207.163
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge -41.209.362,01 -39.449
cc) sonstiger Sozialaufwand -6.989.465,20 -7.690
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -5.254.751,92 -4.541
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 2.987.284,16 -3.473
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen -7.765.067,85 -10.129
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -269.860.541,14 -283.448
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände -23.194.460,52 -28.366
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.168.765,78 -49.201
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -603.069.167,72 -633.459
IV. BETRIEBSERGEBNIS 1.017.743.194,34 671.387
11.
12.
Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und bestimmten
Wertpapieren
-307.850.856,93 6.669
13. Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie
14. Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen -100.594.259,06 79.035
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 609.298.078,35 757.091
15. Außerordentliche Erträge 0,00 0
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
VI. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS 0,00 0
17. Steuern vom Einkommen und Ertrag 32.735.011,87 -16.695
18. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 17 auszuweisen -104.787.557,26 -101.598
VII. JAHRESÜBERSCHUSS 537.245.532,96 638.798
19. Rücklagenbewegung -37.609.000,00 -211.000
darunter: Dotierung der Haftrücklage 0,00 0
VIII. JAHRESGEWINN VOR AUSSCHÜTTUNG AUF DAS PARTIZIPATIONSKAPITAL 499.636.532,96 427.798
20. Ausschüttung auf Partizipationskapital -200.000.000,00 -200.000
IX. JAHRESGEWINN NACH AUSSCHÜTTUNG AUF DAS PARTIZIPATIONSKAPITAL 299.636.532,96 227.798
21. Gewinnvortrag 1.060.470,88 1.351
X. BILANZGEWINN 300.697.003,84 229.149

Posten unter der Bilanz

AKTIVA 31.12.2013 31.12.2012
in € in € Tausend
1. Auslandsaktiva 40.886.566.542,40 38.975.318
PASSIVA 31.12.2013 31.12.2012
in € in € Tausend
1. Eventualverbindlichkeiten 9.530.997.586,46 10.886.006
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten 9.530.997.586,46 10.886.006
2. Kreditrisiken 11.124.532.219,00 12.294.570
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 287.234.875,26 260.028
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG 10.051.325.000,00 10.145.396
darunter: Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG 167.464.000,00 159.192
5. Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG 2.833.703.000,00 2.840.504
darunter: erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs.1 Z 1 und 4 BWG 2.666.239.000,00 2.681.312
6. Auslandspassiva 20.556.015.133,74 21.666.086

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anhang

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde vom Vorstand unter Beachtung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) und der Sondervorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt. Dabei wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wird der Grundsatz der Bilanzkontinuität eingehalten.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wird unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes Rechnung getragen.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes werden bei börsenotierten Produkten die Börsekurse herangezogen. Sind solche Kurse nicht vorhanden, werden bei originären Finanzinstrumenten und Termingeschäften Preise auf Basis von Barwertberechnungen und bei Optionen anhand von geeigneten Optionspreismodellen ermittelt. Der Barwertberechnung wird eine Zinskurve zugrunde gelegt, die sich aus Geldmarkt-, Futures- und Swapsätzen zusammensetzt und keine Bonitätsaufschläge beinhaltet. Als Optionsformeln werden jene nach Black-Scholes 1972, Black 1976 und Garman-Kohlhagen verwendet, sowie weitere marktübliche Modelle zur Bewertung von strukturierten Optionen.

Bei der Bewertung von Derivaten ist weiters eine Anpassung der Kreditbewertungen (Credit Value Adjustment, CVA) notwendig, um das mit OTC-Derivattransaktionen verbundene Kreditrisiko der Gegenparteien insbesondere für jene Vertragspartner zu berücksichtigen, mit denen nicht bereits eine Absicherung über Credit Support Annexes erfolgt ist. Der ermittelte Betrag stellt jeweils den geschätzten Marktwert der Sicherungsmaßnahmen dar, die zur Absicherung gegen das Kreditrisiko der Gegenparteien aus den OTC-Derivatportfolios der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) erforderlich sind. Er basiert insbesondere auf dem zukünftig zu erwartenden Exposure, der Ausfallwahrscheinlichkeit des Vertragspartners und der diesfalls zu erwartenden Verlustquote. Dabei werden Sicherheiten, Saldierungsvereinbarungen, Kündigungsmöglichkeiten und andere vertraglich vereinbarte Faktoren berücksichtigt.

Fremdwährungsbeträge

Auf ausländische Währung lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zum EZB-Referenzkurs per 31.12.2013 umgerechnet.

Finanzinstrumente im Bankbuch

Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere (Investmentbestand) werden wie Anlagevermögen bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird zeitanteilig über die Restlaufzeit abgeschrieben bzw. vereinnahmt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde § 56 Abs. 5 BWG nicht mehr in Anspruch genommen. Daher kam es zu einer Änderung der Bewertungsmethode bei den an einer anerkannten Börse zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaften von Finanzanlagen haben. Die Wertpapiere wurden nicht mehr zum höheren Marktwert am Bilanzstichtag, sondern nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Diese Methodenänderung führte zu einem Abschreibungsbedarf in Höhe von EUR 10,2 Millionen und resultiert aus einer Migration der Wertpapierpositionsführung auf ein neues System, welches eine parallele und von einander unabhängige Positionsführung nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften bzw. International Financial Reporting Standards ermöglicht und Wertpapiere nach unterschiedlichen Grundsätzen bewerten kann.

Derivate auf Zinssätze (Zinsswaps, Zinsoptionen und Zinstermingeschäfte) und auf Wechselkurse (Cross Currency Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden nach der "accrued-interest"-Methode bilanziert, wobei Zinsbeträge periodengerecht abgegrenzt berücksichtigt werden.

Bei Designation von Derivaten im Rahmen von effektiven Mikro-Sicherungsbeziehungen erfolgt eine kompensatorische Bewertung von Grundgeschäft und Sicherungsderivat.

Es werden auch Derivate im Bankbuch geführt, die nicht den Kriterien eines Handelsbuches entsprechen und nicht Teil einer Mikrohedgebeziehung sind. Es stehen dabei nicht kurzfristige Kursgewinne im Vordergrund, sondern es sollen durch eine Positionierung entsprechend der mittel- bis langfristigen Marktmeinung Erträge sowie Zinsrisiken gesteuert werden.

Einige dieser Derivate werden in definierten Portfolios geführt um eine dokumentierte Zuordnung zu funktionalen Einheiten zu gewährleisten. Innerhalb dieser funktionalen Einheiten findet eine saldierte imparitätische Bewertung statt. Ein negativer Saldo pro funktionaler Einheit wird im Rahmen einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt, während ein positiver Saldo unberücksichtigt bleibt.

Derivate des Bankbuches, die nicht in funktionalen Einheiten zusammengefasst sind, werden imparitätisch bewertet. Im Falle von negativen Marktwerten erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten 11./12. "Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Forderungen und bestimmten Wertpapieren".

Kreditderivate (Credit Default Swaps) schlagen sich wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder: Die vereinnahmten bzw. bezahlten Margen (inkl. Abgrenzung) werden unter Provisionen ausgewiesen; die Bewertungsergebnisse werden imparitätisch erfolgswirksam dargestellt.

Finanzinstrumente im Handelsbuch

Die Wertpapiere des Handelsbestandes werden "mark to market" bewertet. Ebenso werden alle derivativen Geschäfte im Handelsbuch zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die kapitalgarantierten Produkte (Garantiefonds und Zukunftsvorsorge) werden als verkaufte Put-Optionen auf den jeweiligen zu garantierenden Fonds dargestellt. Die Bewertung basiert auf einer Monte Carlo Simulation und entspricht den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen.

Risiken im Ausleihungsbereich

Bei der Bewertung des Kreditportfolios werden für alle erkennbaren Risiken angemessene Wertberichtigungen bzw. für Haftungskredite Rückstellungen gebildet, wobei der Grundsatz der Vorsicht Beachtung findet. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung (Wertberichtigung auf Grundlage von Portfolios) auf Basis der jeweiligen Durchschnitte der historischen Ausfallsraten der vergangenen 5 Jahre je Ratingkategorie gebildet. Die einzelnen Jahre wurden linear gewichtet.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht anhaltende Verluste bzw. ein verringertes Eigenkapital eine Abwertung auf das anteilige Eigenkapital, auf den Ertragswert oder auf den Börsenkurs erforderlich machen.

Bei Vorliegen von Währungskurssicherungsgeschäften für Beteiligungen in Form von Bewertungseinheiten erfolgt die Anwendung des Einzelbewertungsgrundsatzes auf Ebene der Bewertungseinheit.

Sachanlagen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung wird linear (pro rata temporis) vorgenommen.

Nutzungsdauer Jahre Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 50 Software 4 bis 10
Büromaschinen 5 bis 8 Hardware 3
Büroeinrichtung 10 Betriebsvorrichtung 5 bis 10
Fahrzeuge 5 Mietrechte 10
Firmenwert 5

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zu Grunde gelegt (Angaben in Jahren):

Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Eigene Aktien oder Anteile

Die Bewertung von Eigenen Aktien erfolgt zum strengen Niederstwertprinzip. Dazu zählen die dem Share Incentive Program (SIP) an wesentliche Leistungsträger der Gesellschaft (Vorstand und leitende Angestellte) und Vorstandsmitglieder von verbundenen Bank-Tochterunternehmen gewidmeten eigenen Aktien. Die dem SIP gewidmeten eigenen Aktien für Mitarbeiter der RBI AG werden über die Restlaufzeit des jeweiligen Programms (Laufzeit von fünf Jahren) linear abgeschrieben und erforderlichenfalls auf den niedrigeren Börsekurs abgewertet.

Zur Bindung der wesentlichen Leistungsträger an die Gesellschaft und um Betriebstreue zu belohnen, hat der Vorstand der RBI AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates ein Share Incentive Program (SIP) beschlossen. Auf Grundlage von im Wesentlichen gleich gestalteten Vereinbarungen ist eine performanceabhängige Zuteilung von Aktien der Gesellschaft an den Kreis des Top-Managements nach jeweils fünf Jahren Anwartschaft vorgesehen.

Das Share Incentive Program besteht gegenüber dem Vorstand der RBI AG sowie Vorstandsmitgliedern von verbundenen Bank-Tochterunternehmen sowie ausgewählten Führungskräften der RBI AG. Das Top-Management muss eine Eigeninvestition leisten und Aktien der RBI AG selbst kaufen, um in den Genuss des Programms zu kommen. Die so erworbenen Aktien müssen während einer Behaltefrist von fünf Jahren im Besitz der einzelnen Manager verbleiben.

Die Zuteilung von Aktien erfolgt entsprechend der Erfüllung zweier gleich gewichteter Leistungsindikatoren. Ein Parameter ist die Performance der RBI AG im Vergleich zum ROE-Ziel (Eigenkapitalrendite-Ziel), berechnet als Durchschnittswert für den Zeitraum der Anwartschaft. Der zweite Parameter ist die Bewertung des Gesamtertrages (Total Shareholder Return) der RBI-Aktie im Vergleich zu allen im Index Dow Jones Euro Stoxx Banks geführten Banken.

Emissionskosten

Begebungs- und Führungsprovisionen, Agio bzw. Disagio für begebene Schuldverschreibungen werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt. Sonstige Emissionskosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 – Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit - Method") ermittelt.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wird für aktive Dienstnehmer ein Rechnungszinssatz von 3,5 Prozent (31.12.2012: 3,5 Prozent) p. a. sowie eine pensionswirksame Gehaltssteigerung von 2,5 Prozent (31.12.2012: 2,5 Prozent) p. a. und ein individueller Karrieretrend bei allen Mitarbeitern von unverändert 0,5 Prozent p. a. zugrunde gelegt. Die Parameter für Pensionisten sind mit einem Kapitalisierungszins von 3,5 Prozent (31.12.2012: 3,5 Prozent) p. a. und einer erwarteten Pensionserhöhung von 2,0 Prozent (31.12.2012: 2,0 Prozent) p. a. angesetzt. Die Berechnungen basieren auf einem kalkulatorischen Pensionsalter von 60 Jahren für Frauen bzw. 65 Jahren für Männer unter Beachtung der gesetzlichen Übergangsbestimmungen sowie einzelvertraglicher Besonderheiten.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen wird ebenso ein Rechnungszinssatz von 3,5 Prozent (31.12.2012: 3,5 Prozent) p. a., eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent (31.12.2012: 3,0 Prozent) p. a. angesetzt.

Als Rechnungsgrundlagen werden für alle Sozialkapitalrückstellungen die "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

In den Sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Bonifikationen für 'identified staff' (gem. European Banking Authority CP 42, 46) enthalten. Die RBI AG erfüllt die Verpflichtung gem. Anlage zu § 39b BWG wie folgt: 60 % des jährlichen Bonus werden zu 50 % in bar (upfront payment) und zu 50 % im Wege eines Phantom Aktien Plans um ein Jahr verzögert (retention period) ausbezahlt. 40 % des jährlichen Bonus werden über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren (deferral) zurückgestellt und ebenfalls zu je 50% in bar und im Wege des Phantom Aktien Planes ausbezahlt. Die Umrechnung der Phantom Aktien erfolgt bei Zuteilung und Auszahlung jeweils zum Durchschnittskurs des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Verbindlichkeiten

Diese werden mit dem Nennwert bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Nullkuponanleihen werden hingegen mit den anteiligen Jahreswerten angesetzt.

Unternehmen

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ging im Oktober 2010 aus der Fusion der Raiffeisen International mit den Hauptgeschäftsfeldern der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft (RZB) – dem Kommerzkundengeschäft und den damit in Zusammenhang stehenden Beteiligungen – hervor. Durch die Fusion wurde die Position der RBI AG als führende Bank in CEE und Österreich weiter gestärkt. Schon vor der Fusion war es der Raiffeisen International als börsenotiertem Unternehmen möglich gewesen, durch Aktienemissionen Eigenkapital zu akquirieren. Mit der Fusion erschloss sich die RBI AG auch den Zugang zum Kapitalmarkt. Damit kann sie hier auch über bankspezifische Instrumente, z. B. solche des Interbankenmarkts, Fremdkapital beschaffen. Ein weiterer bedeutender Vorteil der neuen Konzernstruktur liegt in der Optimierung der Risikosteuerung. Die Integration von Servicebereichen erlaubt es der RBI AG, alle Märkte, die zuvor von der Raiffeisen International und der RZB getrennt bedient wurden, gebündelt aus einer Hand zu bearbeiten.

Die RBI AG ist über Zweigniederlassungen im südostasiatischen Raum, sowie in London und Frankfurt tätig.

Die Gesellschaft steht mit der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien (oberstes Mutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und gehört deren Vollkonsolidierungskreis an. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft hinterlegt. Weiters wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, einbezogen.

Da Aktien der Gesellschaft an einem geregelten Markt im Sinne des § 2 Z 37 BWG gehandelt werden, hat die RBI AG zudem gemäß § 245 Abs. 5 UGB einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards aufzustellen.

Leistungsbeziehungen zwischen RZB und RBI AG

Es bestehen wechselseitige Leistungsbeziehungen zwischen RZB und RBI AG, welche über Service Level Agreements (SLA) abgebildet werden. Auf der Grundlage eines Framework Agreements und eines SLA Templates, welche die zugrunde liegenden Rechte und Pflichten der Vertragspartner sowie die Verrechnungsmodalitäten regeln, bestehen diverse SLA's auf Fachbereichsebene zwischen RZB und RBI AG. Diese werden einem jährlichen Review Prozess auf der Grundlage der tatsächlich erbrachten Leistungen unterzogen.

Zum Stichtag gab es 23 SLA's, in denen von der RBI AG bereitgestellte Leistungen geregelt werden. Als wichtigste können folgende angeführt werden:

  • Information Technologie
  • Accounting & Reporting
  • Legal & Compliance
  • Card Services

Im Gegenzug stellt wiederum die RZB Leistungen zur Verfügung, welche Konzernvorgaben - wie z.B. Instrumente zur Konzernsteuerung - darstellen. Diese sind ebenso in 5 SLA's geregelt und betreffen im Wesentlichen RZB Group Corporate Responsibility.

Leistungsbeziehungen zwischen RBI AG und anderen Unternehmen

Es bestehen insbesondere auf dem Gebiet der IT Leistungsbeziehungen zwischen der RBI AG und anderen Unternehmen. Entsprechende SLA's liegen vor. Weiters wurden in 2012 Hard- und Software mit einem Restbuchwert in Höhe von € 7,0 Millionen sowie 106 interne Mitarbeiter an die Raiffeisen Informatik GmbH, Wien, übertragen.

Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

Darstellung der Fristigkeiten

Die Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich folgendermaßen dar:

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen an Kreditinstitute
bis 3 Monate 13.069,9 12.054,7
von 3 Monaten bis 1 Jahr 3.261,7 4.143,8
von 1 Jahr bis 5 Jahre 4.249,0 5.846,8
über 5 Jahre 1.339,6 1.922,3
Forderungen an Kunden
bis 3 Monate 6.798,1 8.115,8
von 3 Monaten bis 1 Jahr 4.726,7 5.265,3
von 1 Jahr bis 5 Jahre 10.786,5 9.487,1
über 5 Jahre 1.958,9 1.650,7

Die Gliederung der nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich folgendermaßen dar:

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bis 3 Monate 15.986,4 14.118,5
von 3 Monaten bis 1 Jahr 2.469,2 2.641,5
von 1 Jahr bis 5 Jahre 5.408,6 6.673,7
über 5 Jahre 1.698,8 1.709,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
bis 3 Monate 4.117,6 3.204,1
von 3 Monaten bis 1 Jahr 1.799,3 1.217,1
von 1 Jahr bis 5 Jahre 884,6 870,3
über 5 Jahre 1.786,2 2.057,2

An Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im nächsten Geschäftsjahr € 1.096,0 Millionen (31.12.2012: € 819,4 Millionen) fällig.

An begebenen Schuldverschreibungen werden im nächsten Geschäftsjahr € 2.691,9 Millionen (31.12.2012: € 2.236,6 Millionen) fällig.

Wertpapiere

Nachstehende Aufgliederung zeigt die in den Aktivposten enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere nach börsenotierten und nicht börsenotierten Wertpapieren (Beträge inkl. Zinsenabgrenzung):

Wertpapiere
in € Millionen
börsenotiert
31.12.2013
nicht börsenotiert
31.12.2013
börsenotiert
31.12.2012
nicht börsenotiert
31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.994,5 0,0 2.223,0 1,4
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 82,7 20,4 81,9 20,4

Aufgliederung der in den Aktivposten enthaltenen zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere nach der Bewertung als Anlagevermögen oder als Umlaufvermögen (einschließlich Handelsbestand):

Wertpapiere
in € Millionen
Anlagevermögen
31.12.2013
Umlaufvermögen
31.12.2013
Anlagevermögen
31.12.2012
Umlaufvermögen
31.12.2012
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 824,7 2.119,8 1.134,4 1.090,1
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 20,3 82,7 20,3 66,8

Die RBI AG hat im Berichtsjahr Wertpapiere aus dem Anlagevermögen in Höhe von € 287,8 Millionen Nominale (einschließlich Tilgungen) verkauft. Es wurde dabei ein Nettogewinn in Höhe von € 5,4 Millionen realisiert:

Bilanzposition Nominale
in € Millionen
Nettogewinn
in € Millionen
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank
zugelassen sind 5,0 0,2
Forderungen an Kreditinstitute 30,3 0,1
Forderungen an Kunden 3,8 0,1
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 248,7 5,0
Gesamtsumme 287,8 5,4

Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag bei Wertpapieren (ohne Nullkuponanleihen) des Investmentbestandes (Bankbuch):

Der Unterschiedsbetrag zwischen den fortgeschriebenen Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen setzt sich aus € 24,9 Millionen (31.12.2012: € 0,4 Millionen), die zukünftig als Aufwand verbucht werden, und € 3,7 Millionen (31.12.2012: € 9,5 Millionen), die zukünftig als Ertrag einfließen werden, zusammen.

Bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Anschaffungswert und dem höheren beizulegenden Zeitwert € 13,7 Millionen (31.12.2012: € 31,4 Millionen), wobei € 6,0 Millionen (31.12.2012: € 4,4 Millionen) auf stille Reserven und € 7,7 Millionen (31.12.2012: € 27,0 Millionen) auf Bewertungsgewinne entfallen.

Im Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" sind eigene Schuldverschreibungen, die nicht zum Börsehandel zugelassen sind, in Höhe von € 8,6 Millionen (31.12.2012: € 17,0 Millionen) enthalten.

In den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" sind Forderungen in Höhe von € 44,2 Millionen (31.12.2012: € 86,7 Millionen) wechselmäßig verbrieft.

Wertpapiere im Ausmaß von € 0,5 Millionen (31.12.2012: € 58,2 Millionen) sind zum Bilanzstichtag Gegenstand echter Pensionsgeschäfte, wobei die RBI AG Pensionsgeber ist und die Wertpapiere weiterhin in der Bilanz ausgewiesen werden.

Das Volumen des von der RBI AG geführten Handelsbuches beträgt gemäß § 22q Abs. 2 BWG € 162.990,7 Millionen (31.12.2012: € 235.522,4 Millionen), wobei € 2.000,1 Millionen (31.12.2012: € 813,6 Millionen) auf Wertpapiere und € 160.990,6 Millionen (31.12.2012: € 234.708,7 Millionen) auf sonstige Finanzinstrumente entfallen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Beteiligungsspiegel ist als gesonderte Aufstellung des Anhangs (Anlage 3) dargestellt. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen sowie keine Ergebnisabführungsverträge per 31.12.2013.

Zur Absicherung des Währungsrisikos aus dem in lokaler Währung geführten Eigenkapital der

  • Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau
  • Ukrainian Processing Center JSC, Kiew
  • VAT Raiffeisen Bank Aval, Kiew

wurden in der Vergangenheit von der RI Kurssicherungsgeschäfte mit der RZB abgeschlossen.

Im Berichtsjahr wurden im Zuge der Reorganisation der Konzernstruktur die Beteiligung an der Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, BA-Sarajewo, in die Raiffeisen SEE Region Holding GmbH sowie die Tochtergesellschaft Raiffeisen International Invest Holding GmbH in die Raiffeisen RS Beteiligungs GmbH zum jeweiligen Buchwert eingebracht.

Im Mai 2012 hatte die Raiffeisen CEE Holding GmbH 9,91% der Anteile an der Raiffeisen Banka d.d., Slowenien, von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erworben. Der Kaufvertrag für den Erwerb des 9,91% Anteils an der Raiffeisen Banka d.d., Slowenien, war aufschiebend bedingt mit der Genehmigung durch die slowenische Nationalbank bis zum 31.08.2013. Da die Anforderungen der slowenischen Nationalbank für die Genehmigung nicht erfüllt werden konnten, wurde der Kaufvertrag rückabgewickelt. Die RBI AG hatte sich seinerzeit verpflichtet, bei Ausbleiben der Genehmigung der slowenischen Nationalbank der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG den Anteil an der Raiffeisen Banka d.d., Slowenien, zu gleichen Konditionen abzukaufen. Es wurde daher (mit gleichem Datum wie die Rückabwicklung des Kaufs im Jahr 2012) ein Kaufvertrag zwischen RBI AG und Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG über den Erwerb von 9,91% der Aktien an der Raiffeisen Banka d.d., Slowenien, abgeschlossen.

Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen 12.251,4 15.581,5
an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 308,2 408,1
Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen 4.414,7 4.608,3
an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 223,4 572,7
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von verbundenen Unternehmen 4,2 119,8
von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,5 1,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
gegenüber verbundenen Unternehmen 13.162,6 11.080,1
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 4.316,3 5.283,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
gegenüber verbundenen Unternehmen 794,9 939,3
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 500,5 215,6

Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist als gesonderte Aufstellung des Anhangs (Anlage 1) dargestellt.

Die RBI AG war 2013 nicht als Leasinggeber im Leasinggeschäft direkt engagiert.

Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das folgende Geschäftsjahr € 30,0 Millionen (31.12.2012: € 29,7 Millionen). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die folgenden fünf Jahre beläuft sich auf € 160,5 Millionen (31.12.2012: € 158,9 Millionen).

Im Bilanzposten "Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" sind € 5,7 Millionen (31.12.2012: € 11,5 Millionen) an Firmenwert enthalten. Der Anschaffungswert des Firmenwertes, der im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit der RI entstanden ist, beträgt € 28,7 Millionen.

Der Firmenwert wird über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Vorjahr hat es aus dem Abgang von Sachanlagen Buchwertverluste in Höhe von € 0,9 Millionen gegeben. Im Berichtsjahr waren diese unwesentlich.

Im Bilanzposten "Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" sind € 1,3 Millionen (31.12.2012: € 2,7 Millionen) an immateriellen Anlagegütern enthalten, die von verbundenen Unternehmen erworben wurden.

Eigene Aktien oder Anteile

Der Posten "Eigene Aktien oder Anteile" in Höhe von € 10,1 Millionen (31.12.2012: € 13,1 Millionen) enthält 557.295 (31.12.2012: 557.295) Stück eigene Aktien (das sind 0,285% bzw. € 1.700 Tausend des gesamten Grundkapitals), wobei 557.295 (31.12.2012: 469.628) Stück dem Share Incentive Program (SIP) gewidmet sind. Sämtliche Stück entfallen auf die Tranchen SIP 2011 und SIP 2012. Die für das SIP notwendigen Aktien werden im Rahmen des Rückkaufprogramms von eigenen Aktien aufgebracht.

Jene dem SIP für RBI-Mitarbeiter gewidmeten eigenen Aktien der Tranchen 2011 und 2012 werden verteilt über die Laufzeit der Programme linear abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum 31.12.2013 auf € 4.643,1 Millionen (31.12.2012: € 7.995,5 Millionen). In diesem Posten sind Forderungen aus Treasurygeschäften (positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbuches sowie Zinsabgrenzungen aus Derivaten des Bankbuches – Details siehe Anlage 2) in Höhe von € 3,617,8 Millionen (31.12.2012: € 7.136,0 Millionen) enthalten. Weiters sind in diesem Posten noch Dividendenforderungen in Höhe von € 732,3 Millionen (31.12.2012: € 429,7 Millionen), Forderungen für gemünzte und ungemünzte Edelmetalle in Höhe von € 57,7 Millionen (31.12.2012: € 67,4 Millionen) sowie Forderungen aus Steuerumlage in Höhe von € 45,0 Millionen (31.12.2012: € 0,0 Millionen) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge in Höhe von € 1.014,2 Millionen (2012: € 688,8 Millionen), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2013 auf € 4.148,6 Millionen (31.12.2012: € 7.687,3 Millionen). In diesem Posten werden Verbindlichkeiten aus Treasurygeschäften (überwiegend negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbuches sowie Zinsabgrenzungen aus Derivaten des Bankbuches – Details siehe Anlage 2) in Höhe von € 3.428,8 Millionen (31.12.2012: € 6.992,8 Millionen), Zinsen für Partizipationskapital in Höhe von € 200,0 Millionen (31.12.2012: € 200,0 Millionen) sowie eine noch offene Kaufpreisverbindlichkeit aus einem Beteiligungserwerb in 2012 in Höhe von € 182,3 Millionen (31.12.2012: € 180,3 Mio.) ausgewiesen. Weiters sind noch Verbindlichkeiten aus Shortpositionen Anleihen in Höhe von € 49,6 Millionen (31.12.2012: € 72,3 Millionen) enthalten. Die Höhe der Bewertung der Kapitalgarantien für Fonds beläuft sich auf € 103,6 Millionen (31.12.2012: € 96,7 Millionen).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von € 87,4 Millionen (2012: € 106,8 Millionen), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von € 247,1 Millionen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 6,8 Millionen erhöht.

Die Rückstellungen betreffen mit € 39,4 Millionen (31.12.2012: € 37,2 Millionen) Rückstellungen für Abfertigungen, mit € 24,0 Millionen (31.12.2012 € 26,4 Millionen) Rückstellungen für Pensionen, mit € 7,1 Millionen (31.12.2012: € 18,4 Millionen) Steuerrückstellungen und mit € 176,5 Millionen (31.12.2012: € 158,3 Millionen) sonstige Rückstellungen. Für Pensionsrückstellungen in Höhe von € 12,9 Millionen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Daraus resultierende Ansprüche in Höhe von € 12,2 Millionen sind unter den sonstigen Aktiva bilanziert.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von € 7,1 Millionen betreffen mit € 3,2 Millionen (31.12.2012: € 16,0 Millionen) Rückstellungen für Körperschaftsteuer, mit € 1,1 Millionen (31.12.2012: € 0,0 Millionen) Rückstellungen für Umsatzsteuer, mit € 0,4 Millionen (31.12.2012: € 0,0 Millionen) Rückstellungen für Bankensteuer und mit € 2,3 Millionen (31.12.2012: € 2,4 Millionen) Rückstellungen für Ertragsteuer in den Filialen Singapur und Labuan.

Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen resultierte im Wesentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste an verbundenen Unternehmen und höheren Vorsorgen für Haftungskredite.

Werte der sonstigen Rückstellungen in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Rückstellung für Bonifikationen und Prämien 51,6 47,6
Rückstellung für Drohverluste aus Zinssteuerungsderivaten 34,1 38,8
Rückstellung für Beteiligungen und verbundene Unternehmen 10,9 0,0
Rückstellung für Prozessrisken 21,2 18,9
Rückstellung für Prüfungskosten 1,5 1,1
Rückstellung für Jubiläumsgelder 9,0 8,2
Rückstellung für unverbrauchte Urlaube 13,3 12,9
Rückstellung für Garantiekredite 28,2 22,1
Rückstellung für Aufsichtsrats-Tantiemen 0,7 0,6
Rückstellung für so.Aufwendungen/ausstehende Rechnungen 3,2 5,3
Rückstellung für operationelles Risiko/Schadensfälle/sonstiges 2,8 2,8
Gesamt 176,5 158,3

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2013 betrug das Grundkapital der RBI AG gemäß Satzung € 596.291 Tausend. Das Grundkapital besteht aus 195.505.124 nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien). Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das von Dritten gezeichnete Kapital € 594.591 Tausend.

Partizipationskapital

Das von der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft emittierte und im Zuge der Verschmelzung in die RBI AG übertragene Partizipationskapital im Sinn des § 23 (4) und (5) BWG beträgt € 2.500.000 Tausend. Dieses Kapital steht auf Unternehmensdauer zur Verfügung und ist durch den Partizipationskapitalgeber nicht kündbar. Die Zahlung der ersten Tranche in Höhe von € 750.000 Tausend erfolgte per 30. Dezember 2008. Die Zahlung der zweiten Tranche über € 1.750.000 Tausend erfolgte zum 6. April 2009. Die Partizipationsscheine wurden zu 100 Prozent des Nennwerts ausgegeben. Mit ihnen ist ein Gewinnberechtigungsanspruch von grundsätzlich 8 Prozent pro Jahr vom Nennwert der Partizipationsscheine verbunden. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 erhöht sich die Partizipationsdividende um jeweils 50 Basispunkte, für das Geschäftsjahr 2016 um 75 Basispunkte sowie für jedes folgende Geschäftsjahr um jeweils 100 Basispunkte. Als Obergrenze gilt der 12-Monats-EURIBOR plus 1.000 Basispunkte.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Der Erwerb eigener Aktien dient im Wesentlichen der Abdeckung der von der RBI AG eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP) gegenüber Vorstandsmitgliedern und leitenden Mitarbeitern. Diese Bonuszahlungen werden in Form von Aktien der Gesellschaft abgewickelt.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand weiters, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG zum Zweck des Wertpapierhandels für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert für die zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch

Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 298.145 Tausend durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Weg des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnützung des genehmigten Kapitals ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend auszugeben, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258 Tausend verbunden ist. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis dato wurden jedoch keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258 Tausend durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung würde nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben worden wären, von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen würden.

Genussrechtskapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 9. Juni 2009 ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Dabei gilt, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von € 600.000 Tausend aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit der Raiffeisen International mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010 sind die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und übertragenden Gesellschaft untergegangen. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von € 600.000 Tausend, das zur Gänze von der RZB gezeichnet worden war. Bis dato wurden keine weiteren Genussrechte ausgegeben.

Kapitalrücklagen

Die gebundenen Kapitalrücklagen in Höhe von € 1.852.592.104,11 und die nicht gebundenen Kapitalrücklagen in Höhe von € 97.066.398,80 blieben im Geschäftsjahr zur Gänze unverändert.

Für die Verpflichtungen aus dem Share Incentive Program, für die keine eigenen Aktien im Bestand gehalten werden, wurde eine Optionsrücklage in Höhe von € 312.286,66 (2012: € 0) gebildet.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen umfassen gesetzliche Rücklagen in Höhe von € 5.500.000,00 (31.12.2012: € 5.500 Tausend) und andere freie Rücklagen in Höhe von € 1.283.594.080,83 (31.12.2012: € 1.245.985 Tausend). Von den anderen freien Rücklagen wurden € 10.050.420,52 (31.12.2012: € 13.142 Tausend) für Eigene Aktien umgewidmet.

Haftrücklage

Der Stand der Haftrücklage beträgt zum 31.12.2013 € 383.015.000,00 (31.12.2012: € 383.015 Tausend).

Ergänzende Eigenmittel aus eigenen Emissionen im Eigenbestand

Nachrangige Anleihen

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
6,625 % RBI Schuldverschreibung 2011-2021 0,2 0,0
5,875 % RBI Schuldverschreibung 2012-2023 2,1 1,3
6% RBI Schuldverschreibung 2013-2023 0,3 0,0

Ergänzungskapital

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Raiffeisen FLR Medium Term Note 2007-2015 0,6 2,1

Im Jahr 2012 wurde ein Volumen von 358,7 Millionen von der RZB Finance Jersey begebenen Anleihe am Markt erworben und gegen eine Ergänzungskapitaleinlage aufgerechnet. Der Erfolg aus der Transaktion betrug € 112 Millionen.

Im Berichtsjahr wurden Emissionen in Höhe von € 730,6 Millionen eingezogen. Einschließlich der Auflösung dazugehöriger Sicherungsgeschäfte wurde ein Verlust in Höhe von € 6,9 Millionen verbucht.

Aufgenommene nachrangige Verbindlichkeiten

Auflistung jener nachrangigen Kreditaufnahmen (einschließlich Ergänzungskapital) die 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.872,8 Millionen, somit den Betrag von € 387,3 Millionen übersteigen:

Nominale in
Bezeichnung € Millionen Fälligkeit Zinssatz
Subordinated Notes 2023 Serie 45 500,0 16.10.2023 6,000%
Subordinated Notes 2021 Serie 4 500,0 18.5.2021 6,625%

Die Modalitäten bei den angeführten sowie bei allen übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen dem § 23 Abs. 8 BWG.

Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten belaufen sich im Geschäftsjahr auf € 182,1 Millionen (2012: € 197,4 Millionen).

Ergänzende Angaben

Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen:

Die RBI AG hat im Rahmen der staatlich geförderten, prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gem. § 108h Abs 1 Z 3 EStG Kapitalgarantieverpflichtungen abgegeben. Dabei garantiert das Kreditinstitut, dass im Falle einer Verrentung der für die Verrentung zur Verfügung stehende Auszahlungsbetrag nicht geringer ist als die Summe der vom Steuerpflichtigen eingezahlten Beträge zuzüglich der für diesen Steuerpflichtigen gutgeschriebenen Prämien im Sinne des §108g EStG. Das Volumen dieser Garantien beträgt zum 31.12.2013 € 2.254 Millionen (2012: € 2.071 Millionen).

Weiters hat die RBI AG im Rahmen strukturierter Finanzprodukte Kapitalgarantien zum 31.12.2013 mit einem Garantievolumen von € 158 Millionen (2012: € 196 Millionen) abgegeben.

Die RBI AG ist Vereinsmitglied der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich. Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch die zeitgerechte Erfüllung aller Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitgliedes bis zur Grenze, die sich aus der Summe der individuellen Tragfähigkeit der anderen Vereinsmitglieder ergibt, garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitgliedes bestimmt sich nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG.

Der Haftungsverpflichtung wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist, die potenzielle Haftung der RBI AG aus dem Haftungsverbund betraglich festzulegen.

Zum 31.12.2013 bestanden folgende betragsmäßig begrenzte Patronatserklärungen:

Konzerneinheit Anspruchsberechtigte
Bank
Währung aushaftender
Betrag
in € Millionen
Raiffeisen banka a.d., Belgrad Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, London EUR 2,9
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD KfW Frankfurt am Main EUR 20,0
Raiffeisen banka a.d., Belgrad DEG - Deutsche Investitions- und EntwicklungsgmbH, Köln EUR 20,0
Raiffeisen Leasing d.o.o., Sarajevo DEG - Deutsche Investitions- und EntwicklungsgmbH, Köln EUR 1,2
Raiffeisen Leasing d.o.o., Sarajevo DZ Bank AG, Frankfurt EUR 11,3
Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H. & Co
KG, Wien
gegenüber Dritten EUR 5,8
Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ GmbH,
Wien
gegenüber Dritten EUR 1,2
Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs
GmbH, Wien
gegenüber Dritten EUR 0,3
RBI Leasing GmbH, Wien gegenüber Dritten EUR 4,1
Raiffeisen-Leasing Österreich GmbH, Wien gegenüber Dritten EUR 0,5

Weiters bestehen noch gegenüber folgenden Unternehmen Patronatserklärungen, für die ein Merkposten von jeweils einem Euro unter der Bilanz eingestellt wurde:

  • Deka Investment GmbH, 60235 Frankfurt,
  • ZUNO BANK AG, 1030 Wien,
  • F. J. Elsner Trading GmbH, 1030 Wien.

Das Volumen der Haftungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich zum 31.12.2013 auf € 4.320,2 Millionen (31.12.2012: € 5.155,1 Millionen).

Offene Einzahlungsverpflichtungen auf das Stammkapital in Höhe von € 4,0 Millionen (31.12.2012: € 4,0 Millionen) bestehen gegenüber der European Investment Fund S.A., Luxemburg.

Unter der Bilanz im Passivposten Eventualverbindlichkeiten der RBI AG werden zum 31.12.2013 € 9.531,0 Millionen (31.12.2012: € 10.886,0 Millionen) ausgewiesen. Davon entfallen € 8.007,2 Millionen (31.12.2012: € 8.869,2 Millionen) auf Avale sowie € 1.456,8 Millionen (31.12.2012: € 1.952,5 Millionen) auf Akkreditive.

Unter der Bilanz im Passivposten Kreditrisiken der RBI AG werden zum 31.12.2013 € 11.124,5 Millionen (31.12.2012: € 12.294,6 Millionen) ausgewiesen. Die Kreditrisiken entfallen im Berichtsjahr in voller Höhe auf noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen.

Es liegen keine weiteren Geschäfte vor, deren Risiken und Vorteile wesentlich sind, die nicht in der Bilanz oder in einem Posten "Unter der Bilanz" ausgewiesen sind.

Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva in Fremdwährung:

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Aktiva in fremder Währung 16.641,7 20.290,9
Passiva in fremder Währung 13.207,1 15.819,6

In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände nachrangiger Art:

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen an Kreditinstitute 924,1 1.001,1
hievon an verbundene Unternehmen 890,7 997,0
hievon an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1,6 1,6
Forderungen an Kunden 183,2 19,6
hievon an verbundene Unternehmen 6,8 6,8
hievon an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 18,5 81,3
hievon von verbundenen Unternehmen 2,7 0,0
hievon von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 21,0 20,6
hievon von verbundenen Unternehmen 0,6 0,0
hievon von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0

Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

Von den in Anlage 2 dargestellten derivativen Finanzinstrumenten werden gemäß Fair Value Ansatz in der Bilanz ausgewiesen:

Derivative Finanzinstrumente Positive Marktwerte Negative Marktwerte
in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
Derivate des Handelsbuches
a) Zinssatzverträge 2.683,8 6.076,4 2.514,7 5.845,3
b) Wechselkursverträge 635,7 725,1 580,8 668,9
c) Aktien- und Indexkontrakte 0,0 0,0 54,3 48,8
d) Kreditderivate 10,3 15,0 8,7 12,9
e) Sonstige Derivate 0,1 4,1 7,8 4,8
Derivate des Bankbuches
a) Zinssatzverträge 0,0 0,0 34,1 38,8
b) Wechselkursverträge 0,0 0,0
0,0
0,0
c) Aktien- und Indexkontrakte 0,0 0,0 0,0 0,0
d) Kreditderivate 0,0 0,0 0,0 0,0

Zum Bilanzstichtag bestehende Verfügungsbeschränkungen für Vermögensgegenstände (gem. § 64 Abs.1 Z8 BWG):

in € Millionen 31.12.2013 31.12.2012
Sicherstellung für Wertpapier-Leihgeschäfte 2.281,9 1.743,2
Abgetretene Forderungen zugunsten der OeKB 1.973,9 2.970,7
Sicherstellung für OeNB-Tender 0,0 514,2
Abgetretene Forderungen zugunsten der EIB 208,1 226,8
Abgetretene Forderungen zugunsten der KfW 7,6 8,0
Pfanddepot zugunsten ausländischer Kreditinstitute 0,0 19,2
Marginerfordernisse 206,0 45,6
Deckungsstock für begebene Teilschuldverschreibungen 1.049,2 888,5
Treasury-Callgelder für vertragliche Nettingvereinbarungen 745,1 1.022,2
Gesamtsumme 6.471,8 7.438,4
Finanzanlagen Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in € Millionen 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2012
1. Forderungen an Kreditinstitute 51,5 49,6 71,1 68,9
2. Forderungen an Kunden 88,3 87,6 675,0 673,8
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
3.
Wertpapiere
a) von öffentlichen Emittenten 0,0 0,0 0,0 0,0
b) von anderen Emittenten 87,8 86,1 180,5 174,1
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,0 0,0 34,9 30,8
Summen 227,6 223,4 961,5 947,6

Bei folgenden Finanzinstrumenten des Finanzanlagevermögens ist der beizulegende Zeitwert niedriger als der Buchwert:

Eine außerplanmäßige Abschreibung (gemäß § 204 Abs. 2 UGB zweiter Satz) unterbleibt, da die Bonität der Wertpapierschuldner so eingeschätzt wird, dass mit planmäßigen Zinszahlungen und Tilgungen gerechnet werden kann.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten gemäß § 64 Abs.1 Z 9 BWG:

Die regionale Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Geschäftsstelle ergibt die folgende Verteilung:

2013
in € Millionen Summe Österreich Restliche Welt Asien
Zinsen und zinsähnliche Erträge 1.436,4 1.213,6 0,0 222,8
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 126,0 124,7 0,0 1,3
Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 773,6 624,0 149,2 0,4
Provisionserträge 238,2 227,5 0,2 10,5
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 28,0 19,8 0,0 8,2
Sonstige betriebliche Erträge 116,8 116,3 0,2 0,2
2012
in € Millionen Summe Österreich Restliche Welt Asien
Zinsen und zinsähnliche Erträge 1.743,4 1.506,3 0,0 237,1
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 130,1 127,4 0,0 2,7
Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 626,7 390,9 229,8 6,0
Provisionserträge 206,7 183,0 0,0 23,7
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 49,1 32,5 0,0 16,6
Sonstige betriebliche Erträge 102,2 101,7 0,2 0,3

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten weiterverrechnete Personal- und Sachkosten für Dienstleistungen in Höhe von € 91,4 Millionen (2012: € 83,9 Millionen), Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen aus Derivaten in Höhe von € 10,7 Millionen (2012: € 0,0 Millionen) sowie sonstige Erträge aus Vorperioden in Höhe von € 9,3 Millionen (2012: € 11,5 Millionen).

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen sind € 5,7 Millionen (2012: € 8,3 Millionen) an Aufwendungen für Abfertigungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um € 11,0 Millionen auf € 38,2 Millionen im Jahr 2013. Darin enthalten sind Dotationen für Drohverlustrückstellungen für Bankbuchderivate in Höhe von € 6,0 Millionen (2012: € 38,8 Millionen).

Im Posten Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind Abschreibungen der Beteiligungsbuchwerte der Raiffeisen Banka d.d., Maribor, in Höhe von € 58,2 Millionen, der RBI IB Beteiligungs GmbH, Wien, in Höhe von € 20,2 Millionen sowie der P & C Beteiligungs GmbH, Wien, in Höhe von € 6,5 Millionen enthalten. Insgesamt werden € 103,4 Millionen (2012: € 94,0 Millionen) an Verlusten aus der Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen.

Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenmitglied innerhalb der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien.

Auf Basis eines Steuerumlagevertrages können Verlustvorträge, die wirtschaftlich dem von der RZB abgespaltenen Bankbetrieb zuzuordnen sind, von der RBI verwertet werden. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde der RBI eine positive Steuerumlage in Höhe von € 45,0 Millionen zugewiesen.

Sonstiges

Es gibt keine Geschäfte der Gesellschaft mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die wesentlich und unter marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen worden sind.

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 2.056 (2012: 2.042) Angestellte beschäftigt.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen gliedern sich wie folgt:

Werte in € Tausend Pensionsaufwand Abfertigungsaufwand
2013 2012 2013 2012
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte -23 1.775 2.577 1.584
Arbeitnehmer 2.291 6.239 5.188 8.545
Gesamtsumme 2.267 8.014 7.765 10.129

Vorstand

Der Vorstand der Raiffeisen Bank International AG setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstandsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Karl Sevelda, Vorsitzender1 22. September 20102 30. Juni 20173
Dr. Johann Strobl, Stellvertretender Vorsitzender4 22. September 20105 30. Juni 20176
Aris Bogdaneris, M.A. 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dkfm. Klemens Breuer 16. April 2012 31. Dezember 2015
Mag. Martin Grüll 3. Jänner 2005 30. Juni 20177
Mag. Peter Lennkh 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dr. Herbert Stepic, Vorsitzender 14. Juni 2001 7. Juni 2013

1 Karl Sevelda war bis zum 7. Juni 2013 stellvertretender Vorsitzender und ist seit 7. Juni 2013 Vorsitzender des Vorstands.

2 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

4 Johann Strobl war bis zum 7. Juni 2013 Mitglied und ist seit 7. Juni 2013 stellvertretender Vorsitzender des Vorstands.

5 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

6 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Johann Strobl vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

7 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Martin Grüll vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

3 Am 7. Juni 2013 wurde der Vertrag von Karl Sevelda vom Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Raiffeisen Bank International AG setzt sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Walter Rothensteiner, Vorsitzender 11. Mai 2001 Ordentliche Hauptversammlung 2016
Mag. Erwin Hameseder, Erster stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Dr. Heinrich Schaller, Zweiter stellvertretender Vorsitzender 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Mag. Markus Mair, Dritter stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Klaus Buchleitner 26. Juni 2013 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Stewart D. Gager 24. Jänner 2005 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Dr. Kurt Geiger 9. Juni 2009 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Mag. Dr. Günther Reibersdorfer 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Dr. Johannes Schuster 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Christian Teufl 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Martin Prater2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Rudolf Kortenhof2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Peter Anzeletti-Reikl2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Susanne Unger2 18. Jänner 2012 Bis auf Weiteres
Mag. Helge Rechberger2 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Friedrich Sommer 8. Juli 20101 26. Juni 2013

1 Bestellung mit Wirksamkeit der Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch am 10. Oktober 2010.

2 Vom Betriebsrat entsendet

Staatskommissäre:

  • Ministerialrat Mag. Alfred Lejsek, Staatskommissär (ab 1. Jänner 2011)
  • Ministerialrat Dr. Anton Matzinger, Staatskommissär-Stellvertreter (ab 1. April 2011)

Bezüge des Vorstands

An den Vorstand der RBI AG wurden folgende Bezüge bezahlt:

in € Tausend 2013 2012
Fixe Bezüge 5.478 5.752
Boni (erfolgsabhängig) 2.947 2.153
Aktienbasierte Vergütungen (erfolgsabhängig) 0 3.835
Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen 245 210
Sonstige Bezüge 768 1.838
Gesamt 9.438 13.788
davon Bezüge von verbundenen Unternehmen 155 568

Die in der Tabelle dargestellten fixen Bezüge enthalten Gehälter und Sachbezüge.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile der Vorstandsbezüge umfassen grundsätzlich Bonuszahlungen und aktienbasierte Vergütungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP, siehe aktienbasierte Vergütung unter Note (34) Eigenkapital). Im Jahr 2013 gab es jedoch keine Zuteilung einer aktienbasierten Vergütung, weil im Jahr 2010 wegen der Fusion von Raiffeisen International und den Geschäftsbereichen der RZB keine SIP-Tranche begeben wurde.

Die Bonusbemessung ist an die Erreichung der Unternehmensziele bei Gewinn nach Steuern, Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) und Cost/Income Ratio sowie die Erreichung jährlich vereinbarter persönlicher Ziele geknüpft. Die Auszahlung erfolgt nach den geltenden Bestimmungen des BWG, umgesetzt in den internen Regelungen (siehe Mitarbeitervergütungspläne im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Für drei Vorstandsmitglieder, die aus der RZB in die RBI AG gewechselt waren, erfolgte die Bonusbemessung für 2010 noch nach einem Return-on-Equity-Kriterium der RZB. Entsprechend den bis Ende 2010 für diese Personen geltenden vertraglichen Bestimmungen wurden Bonuszusagen getätigt, von denen 2013 € 634 Tausend (2012: € 297 Tausend) zur Auszahlung kamen.

Die sonstigen Bezüge umfassen Entgelte für Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen, Sign-in Boni, Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen, sonstige Versicherungen und Zuschüsse. Einmalig sind darin auch Retentionsboni für jene Vorstände, die von der Raiffeisen International stammten, enthalten, welche Ihnen im Zusammenhang mit der Fusion von Raiffeisen International und den Geschäftsbereichen der RZB zuerkannt wurden.

Die ausgewiesenen Werte der fixen und erfolgsabhängigen Bezüge sind im Vergleich zu 2012 durch Einmaleffekte u. a. wegen des Ausscheidens bzw. Neueintritts von Vorstandsmitgliedern verzerrt.

Aktienbasierte Vergütung

Im Jahr 2013 kam es zu keinem Abreifen einer Tranche des Aktienvergütungsprogramms, weil im Jahr 2010 wegen der Verschmelzung von Raiffeisen International und den Geschäftsbereichen der Raiffeisenzentralbank keine SIP-Tranche begeben wurde. Weiters wurde 2011 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Laufzeit des Programms auf fünf Jahre verlängert, weshalb es erst im Jahr 2016 zum Abreifen der nächsten SIP-Tranche kommen wird.

Im Rahmen des SIP wurde seit 2011 jährlich – so auch 2013 – eine neue Tranche begeben. Zum Bilanzstichtag waren daher jeweils bedingte Aktien für derzeit drei Tranchen zugeteilt. Per 31. Dezember 2013 belief sich die Anzahl dieser bedingten Aktien auf 987.740 (davon entfielen 215.032 auf die Zuteilung 2011, 406.040 auf die Zuteilung 2012 und 366.668 auf die Zuteilung 2013). Die ursprünglich bekannt gegebene Anzahl an bedingt zugeteilten Aktien veränderte sich durch diverse Personalwechsel in den Konzerneinheiten. Sie ist in folgender Tabelle aggregiert dargestellt:

Share Incentive Program (SIP) 2011 - 2013
Personengruppe
Anzahl bedingt zugeteilter Aktien
per 31.12.2013
Mindestzuteilung
Aktien
Maximalzuteilung
Aktien
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft 331.706 99.512 497.559
Vorstandsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Bank
Tochterunternehmen
422.217 126.665 633.325
Führungskräfte der Gesellschaft und sonstiger mit ihr verbundene
Unternehmen
233.817 70.145 350.726

Im Jahr 2013 wurden keine Aktien für das SIP-Programm zurückgekauft.

Bezüge des Aufsichtsrats

in € Tausend 2013 2012
Bezüge Aufsichtsrat 550 550

Die Hauptversammlung hat am 26. Juni 2013 eine jährliche Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von € 550 Tausend beschlossen und die Verteilung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. Juni 2013 folgende Verteilung festgelegt: Vorsitzender € 70 Tausend, Stellvertreter des Vorsitzenden € 60 Tausend, Mitglieder des Aufsichtsrats € 50 Tausend. Sitzungsgelder werden nicht gezahlt.

Für den Aufsichtsrat wurden daher im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von € 550 Tausend (2012: € 550 Tausend) ausbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinn von § 95 (5) Z 12 AktG mit Aufsichtsratsmitgliedern abgeschlossen.

Wien, am 11. März 2014

Der Vorstand

Aris Bogdaneris, M. A. Dkfm. Klemens Breuer

Dr. Karl Sevelda Dr. Johann Strobl

Mag. Martin Grüll Mag. Peter Lennkh

Anlage 1: Entwicklung des Anlagevermögens

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Nominalbeträge nach Restlaufzeiten in € Tausend Marktwert
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Bezeichnung Bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe Handelsbuch positiv negativ
Gesamt 75.210.784 67.654.996 43.958.095 186.823.875 152.332.140 4.111.010 -3.492.916
a) Zinssatzverträge 33.298.430 54.171.559 40.871.217 128.341.206 101.770.749 3.396.265 -2.767.580
OTC-Produkte
Zinsswaps 27.906.044 48.019.404 36.147.102 112.072.550 86.366.961 3.229.662 -2.598.048
Floating/floating Zinsswaps 0 0 0 0 0 0 0
Zinstermingeschäfte (FRAs) 3.310.871 0 0 3.310.871 3.310.871 3.147 -3.085
Zinssatzoptionen - Käufe 948.691 2.669.442 2.012.651 5.630.784 5.139.801 158.022 0
Zinssatzoptionen - Verkäufe 724.477 2.975.379 2.547.447 6.247.303 6.142.303 0 -165.617
andere vergleichbare Zinssatzverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Zinsterminkontrakte (Futures) 408.347 507.334 124.017 1.039.698 770.813 5.160 -830
Zinssatzoptionen 0 0 40.000 40.000 40.000 274 0
b) Wechselkursverträge 41.666.071 11.921.722 2.742.768 56.330.561 48.839.854 696.200 -653.023
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 6.039.837 11.332.032 2.720.101 20.091.970 13.432.901 311.921 -345.558
Devisentermingeschäfte 33.432.015 449.755 22.667 33.904.437 33.073.936 360.149 -283.379
Währungsoptionen - Käufe 1.082.848 69.861 0 1.152.709 1.151.573 24.130 0
Währungsoptionen - Verkäufe 1.111.371 70.074 0 1.181.445 1.181.444 0 -24.086
andere vergleichbare Wechselkursverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Devisenterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Devisenoptionen 0 0 0 0 0 0 0
c) Wertpapierbezogene Geschäfte 0 122.350 344.110 466.460 60.850 50 -55.752
OTC-Produkte
Wertpapierkursbezogene Termingeschäfte 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Index- Optionen - Käufe 0 122.350 286.260 408.610 3.000 50 0
Aktien-/Index- Optionen - Verkäufe 0 0 57.850 57.850 57.850 0 -55.752
Börsengehandelte Produkte:
Aktien-/Indexterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Indexoptionen 0 0 0 0 0 0 0
d) Warenverträge 130.525 8.100 0 138.625 136.166 8.170 -7.840
OTC-Produkte
Warentermingeschäfte 128.066 8.100 0 136.166 136.166 8.170 -7.840
Börsengehandelte Produkte:
Warenterminkontrakte (Futures) 2.459 0 0 2.459 0 0 0
e) Kreditderivatverträge 115.758 1.431.265 0 1.547.023 1.524.521 10.325 -8.721
OTC-Produkte
Credit default swaps 115.758 1.431.265 0 1.547.023 1.524.521 10.325 -8.721

Anlage 2: Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte zum 31.12.2013

Nominalbeträge nach Restlaufzeiten in € Tausend Marktwert
Bezeichnung Bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe hievon
Handelsbuch
positiv negativ
Gesamt 94.011.268 102.431.243 56.645.649 253.088.160 226.753.317 8.026.454 -7.014.568
a) Zinssatzverträge 49.063.241 86.970.730 53.796.152 189.830.123 169.770.031 7.229.638 -6.216.209
OTC-Produkte
Zinsswaps 42.709.209 81.451.829 48.525.220 172.686.258 153.249.724 7.014.250 -6.015.184
Floating/floating Zinsswaps 0 0 0 0 0 0 0
Zinstermingeschäfte (FRAs) 4.348.651 273.156 0 4.621.807 4.621.807 7.147 -7.647
Zinssatzoptionen - Käufe 700.837 2.506.948 2.334.282 5.542.067 5.108.509 207.259 0
Zinssatzoptionen - Verkäufe 1.096.000 2.458.297 2.866.744 6.421.041 6.266.041 0 -192.940
andere vergleichbare Zinssatzverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Zinsterminkontrakte (Futures) 208.544 280.500 69.906 558.950 523.950 982 -438
Zinssatzoptionen 0 0 0 0 0 0 0
b) Wechselkursverträge 44.509.646 13.775.625 2.480.049 60.765.320 55.048.255 775.729 -731.344
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 6.342.083 13.158.985 2.480.049 21.981.117 16.513.719 421.272 -468.343
Devisentermingeschäfte 36.122.050 464.121 0 36.586.171 36.336.506 313.412 -222.130
Währungsoptionen - Käufe 1.032.204 75.914 0 1.108.118 1.108.117 41.045 0
Währungsoptionen - Verkäufe 1.013.309 76.605 0 1.089.914 1.089.913 0 -40.871
andere vergleichbare Wechselkursverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Devisenterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Devisenoptionen 0 0 0 0 0 0 0
c) Wertpapierbezogene
Geschäfte
0 105.981 364.448 470.429 50.638 805 -48.343
OTC-Produkte
Wertpapierkursbezogene Termingeschäfte 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Index- Optionen - Käufe 0 105.981 316.810 422.791 3.000 805 0
Aktien-/Index- Optionen - Verkäufe 0 0 47.638 47.638 47.638 0 -48.343
Börsengehandelte Produkte:
Aktien-/Indexterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Indexoptionen 0 0 0 0 0 0 0
d) Warenverträge 126.733 6.263 0 132.996 132.997 4.084 -4.927
OTC-Produkte
Warentermingeschäfte 121.772 6.263 0 128.035 128.036 4.051 -4.839
Börsengehandelte Produkte:
Warenterminkontrakte (Futures) 4.961 0 0 4.961 4.961 33 -88
e) Kreditderivatverträge 311.648 1.572.644 5.000 1.889.292 1.751.396 16.198 -13.745
OTC-Produkte
Credit default swaps 311.648 1.572.644 5.000 1.889.292 1.751.396 16.198 -13.745

Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte zum 31.12.2012

Anlage 3: Beteiligungsspiegel

Verbundene Unternehmen

Unternehmen, Sitz (Land) Gesamtnominale
in Währung
RBI-Direkt
anteil
Eigenkapital
in € Tausend
Ergebnis in
€ Tausend1
aus Jahres
abschluss2
BAILE Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., A-1030 Wien2 40.000 EUR 100% 197.358 -12 31.12.2013
BUXUS Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 27 -5 31.12.2012
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., RO
020335 Bucuresti3
2.820.000 RON 100% 825 -75 31.12.2013
CP Projekte Muthgasse Entwicklungs GmbH, A-1060 Wien 40.000 EUR 0% 8.915 -24 31.12.2012
Eastern European Invest Holding GmbH, A-1030 Wien3 35.000 EUR 100% 72.121 -7 31.12.2013
Extra Year Investments Limited, VG-Tortola3 50.000 USD 100% 0 0 31.12.2010
FARIO Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., A-1030 Wien 40.000 EUR 100% 5.482 84 31.12.2013
Ferrokonstrukt-Bauerrichtungen Ges.m.b.H, A-1020 Wien 4.000.000 ATS 100% 24 0 31.12.2013
Golden Rainbow International Limited, VG-Tortola3 1 USD 100% 25.293 3.842 31.12.2013
Julius Baer Multiflex SICAV-SIF Verto Recovery Fund, L-1661
Luxemburg3
19.123.709 EUR 100% 19.123 -4.671 30.06.2013
Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft, A-1010 Wien2 20.000.000 EUR 0% 26.362 505 31.12.2013
KIWANDA Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 27 -4 31.12.2012
LOTA Handels- und Beteiligungs-GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 805 36 31.12.2012
NAURU Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 32 -4 31.12.2012
P & C Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., A-1030 Wien2 36.336 EUR 100% 2.668 -4.568 31.12.2013
R.L.H. Holding GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 1.490 -2.035 31.12.2012
Raiffeisen Bank Aval JSC, UA-01011 Kyiv3 3.002.774.908 UAH 96% 899.257 90.435 31.12.2013
Raiffeisen Bank Polska S.A., PL-00 549 Warschau3 2.207.461.050 PLN 100% 1.357.520 30.839 31.12.2013
Raiffeisen Banka d.d., SLO-2000 Maribor3 46.824.564 EUR 96% 72.502 -32.920 31.12.2013
Raiffeisen Malta Bank plc., M-Sliema, SLM16073 340.000.000 EUR 100% 442.415 35.190 31.12.2013
Raiffeisen Research GmbH, A-1030 Wien5 55.000 EUR 100% 60 -69 31.12.2013
Raiffeisen RS Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 100% 5.041.537 316.392 31.12.2013
RAIFFEISEN TRAINING CENTER LTD., HR-10 000 Zagreb5 20.000 HRK 20% 179 -40 31.12.2013
Rail-Rent-Holding GmbH, A-1030 Wien 40.000 EUR 60% 177 -4 31.12.2012
Rarix-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., A-8010 Graz 198.436 EUR 100% 6.771 7 31.12.2012
RB International Finance (Hong Kong) Ltd., HK-Hong Kong3 10.000.000 HKD 100% 5.805 1.547 31.12.2013
RB International Finance (USA) LLC, USA-NY 10036 New York3 1.510.000 USD 100% 31.639 15.890 31.12.2013
RB International Investment Asia Limited, MY-Labuan 1 EUR 100% 15.892 -62 31.12.2013
RB International Markets (USA) LLC, USA-New York, NY 100363 8.000.000 USD 100% 7.111 1.335 31.12.2013
RBI KI Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 48.000 EUR 100% -935 -709 31.12.2013
RBI LEA Beteiligungs GmbH, A-1030-Wien2 70.000 EUR 100% 70.545 -7 31.12.2013
RBI PE Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 150.000 EUR 100% 48.926 -1.192 31.12.2012
Regional Card Processing Center s.r.o., SK-81106 Bratislava3 539.465 EUR 100% 4.165 378 31.12.2013
RI Eastern European Finance B.V., NL-1076 AZ Amsterdam3 400.000 EUR 100% 13.987 -1.619 31.12.2013
RL Leasing Gesellschaft m.b.H., D-65760 Eschborn3 50.000 DEM 25% 675 2 31.12.2013
RSC Raiffeisen Service Center GmbH, A-1190 Wien2 2.000.000 EUR 52% 2.846 -326 31.12.2013
RB International Consultants Pte. Ltd., SGP-Singapore 864.349 SGD 100% 356 -8 31.12.2013
RZB Finance (Jersey) II Ltd, JE-St. Helier3 2 EUR 100% 106 -14 31.12.2013
RZB Finance (Jersey) III Ltd, JE-St. Helier3 1.000 EUR 100% 93 -1 31.12.2013
RZB Finance (Jersey) IV Limited, JE-St. Helier3 2.000 EUR 100% 154 17 31.12.2013
RBI IB Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 0% 4.608 16.748 31.12.2013
Stadtpark Hotelreal GmbH, A-1030 Wien 6.543.000 EUR 1% -293 767 31.12.2012
Tatra Leasing s r.o., SK-811 06 Bratislava3 6.638.784 EUR 1% 32.437 3.052 31.12.2013
Ukrainian Processing Center PJSC, UA-04073 Kyiv3 180.000 UAH 100% 16.862 8.561 31.12.2013
ZHS Office- & Facilitymanagement GmbH, A-1030 Wien 36.336 EUR 1% 241 -118 31.12.2013

1 Das Ergebnis (teilweise aus den Konzernabschlüssen) in € Tausend entspricht dem Jahresüberschuss/-fehlbetrag, das Eigenkapital wird gemäß § 224 (3) lit. a UGB inklusive unversteuerte Rücklagen (lit. b) ausgewiesen.

2 Bei den vollkonsolidierten inländischen Gesellschaften werden beim Eigenkapital und den Jahresergebnissen die Werte entsprechen International Financial Reporting Standards (IFRS) berücksichtigt.

3 Bei den vollkonsolidierten ausländischen Gesellschaften werden beim Eigenkapital und den Jahresergebnissen die Werte entsprechend International Financial Reporting Standards (IFRS) berücksichtigt.

4 Die Jahresabschlüsse 2013 stellen vorläufige Jahresabschlüsse dar. 5 Eigenkapital und Jahresergebnis gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS).

Entwicklung der Märkte Lagebericht

Erholung in Europa, Konjunkturschwäche in den USA

Der Euroraum arbeitete sich im Lauf des Jahres 2013 schrittweise aus der Rezession, die Ende 2011 eingesetzt hatte. Das Wirtschaftswachstum sank 2013 im Jahresvergleich – nach minus 0,6 Prozent im Vorjahr – um 0,4 Prozent. Dabei wurden ab dem zweiten Quartal positive Quartals-Wachstumsraten verzeichnet. Damit ging ein beschleunigter Aufwärtstrend in den so genannten Konjunkturfrühindikatoren einher. Gegen Ende des Jahres bestätigten die realen Daten den an Fahrt gewinnenden und auch die südeuropäischen Länder umfassenden Wirtschaftsaufschwung. Unterstützend wirkten dabei einerseits die extrem expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie andererseits der fortgeschrittene Abbau der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in den südeuropäischen Ländern. Während der Wirtschaftsaufschwung vorwiegend vom zunehmenden Außenhandel ausging, spielte in einigen Kernländern – allen voran in Deutschland – auch die Binnennachfrage eine wichtige Rolle. Größter Risikofaktor bleibt weiterhin die Politik und ihre Reformversäumnisse, gefolgt von den nach wie vor nicht vollständig bereinigten Fehlentwicklungen auf den Immobilien- und Kreditmärkten einzelner Länder.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr wie erwartet deutlich schwächer als noch 2012. So lag der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts bei nur 1,9 Prozent – nach 2,8 Prozent im Jahr zuvor. Verantwortlich dafür waren in erster Linie spürbare Steuererhöhungen zu Jahresbeginn, die den privaten Konsum belasteten, sowie weitere Einschnitte bei den Staatsausgaben. Diese Faktoren sowie die anhaltende Diskussion über den Haushalt und die Schuldenobergrenze, die im Oktober in einem zweiwöchigen Verwaltungsstillstand mündete, trugen zu einer erheblichen Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen bei. In der Folge verlangsamte sich der Anstieg bei den Unternehmensinvestitionen drastisch. Trotz der nur verhaltenen Konjunkturdynamik setzte sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt jedoch fort. 2013 wurden in den USA 2,2 Millionen neue Jobs geschaffen, die Arbeitslosenquote sank im Jahresverlauf von 7,9 Prozent auf 6,7 Prozent.

CEE profitiert von Erholung in der Eurozone

Die seit 2012 spürbare konjunkturelle Eintrübung in Zentral- und Osteuropa (CEE) hielt 2013 an. Hatte die Region 2012 noch ein Wachstum von 2,2 Prozent verzeichnet, dürfte es 2013 nur 1,2 Prozent betragen haben. Das Wachstum der Exporte blieb moderat, und auch die Inlandsnachfrage präsentierte sich schwach. Die Konjunkturentwicklung in CEE wurde dabei weiterhin von der Eurozone als Hauptabsatzmarkt der Region bestimmt. Daneben wirkten sich tendenziell stagnierende Rohstoffpreise sowie anhaltende Konsolidierungsanstrengungen der öffentlichen Hand negativ auf das Wirtschaftswachstum in mehreren Märkten aus.

In der Region Zentraleuropa (CE) stachen bei der wirtschaftlichen Entwicklung wie schon im Vorjahr Polen und die Slowakei positiv hervor, obgleich sich das Wachstum auch dort verlangsamte. Während Polen 2012 noch ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent erreicht hatte, pendelte es sich 2013 voraussichtlich bei 1,6 Prozent ein. Die Slowakei verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang von1,8 Prozent auf 0,9 Prozent. Nachdem die Wirtschaft in Ungarn 2012 noch geschrumpft war, kehrte sie 2013 mit einer Steigerung von 1,1 Prozent auf einen moderaten Wachstumspfad zurück. Weniger resistent zeigte sich die Tschechische Republik, in der sich das Konjunkturumfeld im zweiten Halbjahr 2013 zwar verbesserte, mit minus 0,9 Prozent die Wachstumszone für das Gesamtjahr aber erneut verfehlte. In Slowenien ging die Wirtschaftsleistung mit minus 2,0 Prozent 2013 ebenfalls im zweiten Jahr in Folge zurück – nach minus 2,3 Prozent im Vorjahr.

In Südosteuropa (SEE), wo die Wirtschaft im Vorjahr noch stagniert hatte, zog die Konjunktur 2013 mit einem Wachstum von 2,1 Prozent wieder an. Nur Kroatien blieb in einer leichten Rezession verhaftet, während die Wirtschaftsleistung in allen anderen Ländern der Region wieder zunahm. Positiv hervorzuheben ist Rumänien, wo nach nur 0,6 Prozent Wachstum im Jahr 2012 in der Berichtsperiode ein Plus von 3,5 Prozent erreicht wurde. Dieser Aufschwung ist unter anderem auf erfolgreiche Konsolidierungsanstrengungen und eine verbesserte Wettbewerbsposition der rumänischen Wirtschaft zurückzuführen. Bosnien und Herzegowina und Serbien wiesen Wachstumsraten um 2 Prozent auf, während die bulgarische Wirtschaft mit einem Plus von knapp 1 Prozent weniger wuchs.

Die Wirtschaftsdynamik in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) trübte sich im Jahresverlauf 2013 deutlich ein. So reduzierte sich die Wachstumsrate in Russland von 3,4 Prozent im Jahr 2012 auf rund 1,3 Prozent in der Berichtsperiode. Ausgelöst wurde dies durch eine stagnierende Industrieproduktion und rückläufige Investitionen, wohingegen die Konsumnachfrage das Wachstum weiterhin stützte. Die ukrainische Wirtschaft stagnierte im Berichtsjahr mangels positiver Impulse sowohl seitens der Exporte wie auch der Inlandsnachfrage zum zweiten Mal in Folge.

Für 2014 wird für CEE ein Wirtschaftswachstum von abermals 1,2 Prozent prognostiziert, wobei die Dynamik mehr von CE und teilweise auch von SEE getrieben wird, als von der GUS. Die Entwicklung der Eurozone wird dabei 2014 für die gesamte Region weiterhin hohe Relevanz besitzen.

Die in Zentraleuropa (CE) erwartete deutliche wirtschaftliche Erholung wird auf der Entwicklung in Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei beruhen und damit ein solides Fundament besitzen. Insbesondere für Polen wird ein höheres Wachstum von 3,1 Prozent prognostiziert, der tschechischen Wirtschaft sagen die Wirtschaftsforscher die Rückkehr auf den Wachstumspfad voraus. Für Slowenien wird allerdings auch noch 2014 die Gefahr einer anhaltenden Rezession gesehen. Südosteuropa (SEE) sollte 2014 ein Wachstum von 1,7 Prozent aufweisen. Die Entwicklung in Rumänien dürfte dabei mit plus 2,3 Prozent über dem regionalen Durchschnitt liegen. In Russland wird nach einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent im Jahr 2013 nur ein Plus von 1,0 Prozent für 2014 prognostiziert. Die Erwartungen an Investitionen und Industrieproduktion vor Ort sind weiterhin verhalten. Zudem ist der Ausblick sowohl für die ukrainische als auch für die russische Wirtschaft aufgrund der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet.

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Region/Land 2012 2013e 2014f 2015f
Polen 1,9 1,6 3,1 3,3
Slowakei 1,8 0,9 2,2 3,0
Slowenien -2,3 -2,0 -0,5 1,5
Tschechische Republik -0,9 -0,9 2,3 2,4
Ungarn -1,7 1,1 2,0 2,0
CE 0,6 0,8 2,5 2,8
Albanien 1,6 1,3 2,0 3,0
Bosnien und Herzegowina -1,1 1,9 1,5 3,5
Bulgarien 0,8 0,8 2,0 3,5
Kroatien -2,0 -1,0 0,0 1,0
Kosovo 2,5 3,0 3,0 4,0
Rumänien 0,6 3,5 2,3 2,5
Serbien -1,7 2,2 1,0 2,0
SEE -0,1 2,1 1,7 2,4
Belarus 1,7 0,9 0,5 1,5
Russland 3,4 1,3 1,0 1,5
Ukraine 0,2 0,0 -5,0 1,5
GUS 3,1 1,2 0,5 1,5
CEE 2,2 1,2 1,2 1,9
Österreich 0,9 0,4 1,5 2,3
Deutschland 0,9 0,5 1,8 2,5
Eurozone -0,6 -0,4 1,5 2,0

Moderate Konjunkturbelebung in Österreich

In Österreich hatte sich die Konjunktur im Lauf des Jahres 2012 nach einer kurzen Beschleunigung zu Jahresbeginn wieder abgekühlt. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 nahm die konjunkturelle Dynamik wieder etwas an Fahrt auf. Dabei gingen seit dem zweiten Quartal 2012 die wesentlichen Impulse vom Außenhandel aus, während die Inlandsnachfrage die BIP-Entwicklung dämpfte. Im Verlauf des Jahres 2013 entwickelten sich Konsum und Investitionen jedoch wieder etwas dynamischer, während der Beitrag des Außenhandels zum BIP-Quartalswachstum in Summe etwas zurückging. 2014 ist mit einer weiteren Beschleunigung der Konjunkturdynamik zu rechnen. Dies spiegelt sich in der Prognose eines realen BIP-Wachstums von 1,5 Prozent für 2014 nach einem Plus von 0,3 Prozent im Jahr 2013 wider (2012: plus 0,9 Prozent).

Neuerlich gedämpftes Wachstum in Asien

China verzeichnete über das Jahr 2013 hinweg eine robuste Wachstumsrate von rund 7,7 Prozent, wozu öffentliche Infrastrukturinvestitionen einen wesentlichen Beitrag leisteten. Auch der Außenhandel verzeichnete gegenüber 2012 höhere Wachstumsraten, private Investitionen zeigten dagegen eine deutlich abgeschwächte Dynamik. Der private Konsum wiederum stützte das Wirtschaftswachstum. Für große Aufmerksamkeit sorgten seit November die Pläne zur weiteren Öffnung Chinas gegenüber dem Ausland und zur Liberalisierung vieler Wirtschaftsbereiche. Für Indien wird für 2013 (das indische Fiskaljahr läuft jeweils von April bis März) ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent erwartet, das in erster Linie auf hohen Staatsausgaben und einer Erholung der Exporte beruht, während vom privaten Konsum und den Investitionen nur geringe Impulse ausgingen. Singapur verzeichnete 2013 erstmals wieder ein deutlich gestiegenes Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Verantwortlich dafür war vor allem die Verbesserung des globalen wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere innerhalb Südostasiens, die sich in erheblich höheren Exporten niederschlug.

Globale Währungen

Wie schon 2012 bewegte sich der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar auch 2013 in einer geringen Bandbreite von nur EUR 0,10 zwischen EUR/USD 1,28 und EUR/USD 1,38. Am Jahresende notierte er mit EUR/USD 1,36 lediglich EUR 0,04 über dem Niveau von Ende 2012. Treiber der Wechselkursentwicklung war erneut im Wesentlichen die Geldpolitik der EZB sowie der US-Notenbank. Seit Mitte des Jahres aufgeflammte anhaltende Spekulationen über eine mögliche Reduktion der Anleihekäufe durch die Fed führten zu mitunter spürbaren Wechselkursschwankungen.

Der Schweizer Franken startete stark knapp oberhalb der von der Schweizerischen Nationalbank 2011 eingeführten Interventionsschranke von EUR/CHF 1,20 in das Jahr 2013. Infolge eines größeren Konjunkturoptimismus und einer höheren Risikoneigung der Investoren wertete der Franken im ersten Quartal auf über EUR/CHF 1,28 ab. Im darauf folgenden Quartal dämpften enttäuschende Konjunkturumfragen in Europa und die Probleme in Zypern sowie Italien die Zuversicht. Die dadurch steigende Risikoaversion ließ den Franken auf EUR/CHF 1,25 aufwerten. Ab der Jahresmitte 2013 pendelte der Franken in einem engen Band zwischen EUR/CHF 1,22 und EUR/CHF 1,24. Für die Währungsbewegungen waren vor allem die Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und der Schweiz maßgeblich.

CEE-Währungen

Während die Währungen in CE und SEE vergleichsweise stabil blieben, gaben sie in der GUS 2013 gegenüber dem Euro deutlicher nach. Dieser Trend zeigte sich in anderen Emerging Markets (außerhalb von CEE) noch deutlicher. Hauptgrund dafür war die Angst vor einem Auslaufen der massiven Liquiditätszufuhr durch die Notenbanken, das zu Abflüssen von Liquidität aus den Emerging Markets führen könnte. Betroffen waren davon primär jene Länder, die zuvor einen höheren Zufluss an Liquidität verzeichnet hatten. Im Vergleich zu anderen Währungen von Emerging Markets profitierte CEE dabei jedoch von einem Abbau bestehender Ungleichgewichte, so etwa von der starken Reduktion der Leistungsbilanzdefizite.

Die Effekte der anhaltenden Leitzinssenkungen auf die Währungen waren eher schwach. So senkte beispielsweise Ungarn den Leitzins erheblich, ohne dadurch eine markante Abschwächung des Forint zu bewirken. Ein Grund dafür war die weiterhin geringe Risikoaversion, die Investoren weiter in Emerging-Market-Ländern hält. Umgekehrt startete die tschechische Zentralbank eine Fremdwährungsintervention zur Schwächung der Krone im Verhältnis zum Euro, nachdem der Leitzins praktisch auf Null (0,05 Prozent) gesenkt worden war.

Für 2014 wird trotz möglicher Schwächephasen durch eine Liquiditätsreduktion eine robuste Entwicklung für die CE- und SEE-Währungen erwartet. Nachdem die GUS-Währungen bereits seit Beginn des Jahres 2014 an Wert verloren haben, bestehen insbesondere für den russischen Rubel, die ukrainische Hrywnja und den belarussischen Rubel noch weitere Abwärtsrisiken. Übertragungseffekte auf andere Währungen der Region sind hierbei nicht auszuschließen und trüben somit den Ausblick etwas ein.

Entwicklung des Bankensektors

Weiteres Wachstum des Bankensektors in CEE

Unterstützt von besseren volkswirtschaftlichen Indikatoren und gestiegenen Wachstumserwartungen zeigte der Bankensektor in CEE im vergangenen Jahr insgesamt eine etwas höhere Dynamik. Zunächst manifestierte sich dieser Trend in Zuwächsen bei inländischen Krediten, die sich in der zweiten Hälfte 2013 tendenziell stabilisierten. So ist in CEE seit dem dritten Quartal 2013 eine anhaltend stabile Zunahme der Kreditvergabe zu beobachten, und die Dynamik des regionalen Kreditwachstums – nach wie vor unterstützt vom soliden Wachstum des russischen Bankensektors – profitiert zunehmend von den Aufwärtstendenzen des zentraleuropäischen Bankensektors. Darüber hinaus sind bei den Non-performing Loans (NPL) in CEE mit Ausnahme Südosteuropas Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar.

Das Kreditwachstum erreichte in CEE in der zweiten Hälfte 2013 monatliche Wachstumsraten in der Größenordnung von 10 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die schwachen Werte der Eurozone (minus 2,7 Prozent im Jahresvergleich) deutlich. Getrieben war dieser Trend vor allem durch die positiven Entwicklungen in CE, während SEE, wo nach wie vor keine Anzeichen für eine nachhaltige Rückkehr zu höheren Kreditwachstumsraten sprachen, deutlich abfiel. Hauptverantwortlich dafür waren die drei größten SEE-Märkte Kroatien, Rumänien und Serbien, deren Bankensektoren entweder stagnierten oder signifikant an Wachstumsdynamik verloren. Wie in der Vergangenheit korrelierte das Kreditwachstum in CEE stark mit dem Zuwachs an Aktiva. Nur wenige Länder (z. B. Polen, Ungarn, Serbien und Albanien) bildeten davon eine Ausnahme, indem die Aktiva stärker stiegen als das Kreditvolumen. Dies beruht jedoch weitgehend auf marktspezifischen Faktoren, so etwa auf der stark gestiegenen

Nachfrage nach Unternehmensanleihen in Polen oder gestiegenen (kurzfristigen) Beständen an Staatspapieren in Ungarn oder Serbien.

Was das Wachstum der Einlagen betrifft, setzte sich der Trend des Vorjahres fort, dass in nahezu allen CEE-Märkten das Einlagenwachstum das Kreditwachstum übertraf. Allerdings verringerte sich der Unterschied zwischen Kredit- und Einlagenwachstum ein wenig, insbesondere in den Ländern der Region CE. Aufgrund des in fast allen CEE-Märkten soliden Verhältnisses der Kredite zu den Einlagen ist diese Entwicklung positiv zu sehen, da Einlagen allmählich in zinstragende Kredite überführt werden. Lediglich in SEE stiegen die Einlagen erneut deutlich stärker als die Kredite, sodass hier weiterhin eine ungünstige Relation vorliegt.

Bei der Asset-Qualität erlebte der CEE-Bankensektor 2013 eine weitere Differenzierung. So stabilisierte sich das Ausmaß der NPL in Russland und CE spürbar, auch wenn die Situation in Ungarn den Durchschnittswert negativ beeinflusste. Demgegenüber blieb die Asset-Qualität in SEE problematisch, da sich die NPL-Quoten – zumeist wegen des ungünstigen konjunkturellen Umfelds – weiter verschlechterten.

Die regional unterschiedlichen Trends bezüglich der Asset-Qualität spiegeln sich auch in divergierenden Rentabilitätszahlen der regionalen Bankensektoren deutlich wider. So blieben die Rentabilitätsindikatoren des Bankensektors in CE auf erfreulich gutem Niveau (ausgenommen Ungarn, wo die Ertragskraft des Bankensektors negativ ausfiel). Im russischen Bankenmarkt gab die Rentabilität zwar etwas nach, gehörte aber mit einer Eigenkapitalrendite von 16 Prozent (vor Steuern) im Jahr 2013 noch immer zu den höchsten in CEE. In SEE fiel die Rentabilität 2013 gering aus, zurückzuführen unter anderem auf die nachlassende Asset-Qualität, aber auch auf die schwache Kreditnachfrage im Neugeschäft.

Das insgesamt solide Wachstum in CEE resultierte in einem Anstieg der Bilanzsumme im CEE-Bankensektor von etwa € 2.350 Milliarden im Jahr 2012 auf fast € 2.500 Milliarden im Jahr 2013. Damit entfielen auf die CEE-Banken etwa 9 Prozent der gesamten Bankenaktiva in der Eurozone. Dies spricht weiterhin für Aufholpotenzial in vielen CEE-Märkten.

Entwicklung des Bankensektors

Weiteres Wachstum des Bankensektors in CEE

Unterstützt von besseren volkswirtschaftlichen Indikatoren und gestiegenen Wachstumserwartungen zeigte der Bankensektor in CEE im vergangenen Jahr insgesamt eine etwas höhere Dynamik. Zunächst manifestierte sich dieser Trend in Zuwächsen bei inländischen Krediten, die sich in der zweiten Hälfte 2013 tendenziell stabilisierten. So ist in CEE seit dem dritten Quartal 2013 eine anhaltend stabile Zunahme der Kreditvergabe zu beobachten, und die Dynamik des regionalen Kreditwachstums – nach wie vor unterstützt vom soliden Wachstum des russischen Bankensektors – profitiert zunehmend von den Aufwärtstendenzen des zentraleuropäischen Bankensektors. Darüber hinaus sind bei den Non-performing Loans (NPL) in CEE mit Ausnahme Südosteuropas Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar.

Das Kreditwachstum erreichte in CEE in der zweiten Hälfte 2013 monatliche Wachstumsraten in der Größenordnung von 10 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die schwachen Werte der Eurozone (minus 2,7 Prozent im Jahresvergleich) deutlich. Getrieben war dieser Trend vor allem durch die positiven Entwicklungen in CE, während SEE, wo nach wie vor keine Anzeichen für eine nachhaltige Rückkehr zu höheren Kreditwachstumsraten sprachen, deutlich abfiel. Hauptverantwortlich dafür waren die drei größten SEE-Märkte Kroatien, Rumänien und Serbien, deren Bankensektoren entweder stagnierten oder signifikant an Wachstumsdynamik verloren. Wie in der Vergangenheit korrelierte das Kreditwachstum in CEE stark mit dem Zuwachs an Aktiva. Nur wenige Länder (z. B. Polen, Ungarn, Serbien und Albanien) bildeten davon eine Ausnahme, indem die Aktiva stärker stiegen als das Kreditvolumen. Dies beruht jedoch weitgehend auf marktspezifischen Faktoren, so etwa auf der stark gestiegenen Nachfrage nach Unternehmensanleihen in Polen oder gestiegenen (kurzfristigen) Beständen an Staatspapieren in Ungarn oder Serbien.

Was das Wachstum der Einlagen betrifft, setzte sich der Trend des Vorjahres fort, dass in nahezu allen CEE-Märkten das Einlagenwachstum das Kreditwachstum übertraf. Allerdings verringerte sich der Unterschied zwischen Kredit- und Einlagenwachstum ein wenig, insbesondere in den Ländern der Region CE. Aufgrund des in fast allen CEE-Märkten soliden Verhältnisses der Kredite zu den Einlagen ist diese Entwicklung positiv zu sehen, da Einlagen allmählich in zinstragende Kredite überführt werden. Lediglich in SEE stiegen die Einlagen erneut deutlich stärker als die Kredite, sodass hier weiterhin eine ungünstige Relation vorliegt.

Bei der Asset-Qualität erlebte der CEE-Bankensektor 2013 eine weitere Differenzierung. So stabilisierte sich das Ausmaß der NPL in Russland und CE spürbar, auch wenn die Situation in Ungarn den Durchschnittswert negativ beeinflusste. Demgegenüber blieb die Asset-Qualität in SEE problematisch, da sich die NPL-Quoten – zumeist wegen des ungünstigen konjunkturellen Umfelds – weiter verschlechterten.

Die regional unterschiedlichen Trends bezüglich der Asset-Qualität spiegeln sich auch in divergierenden Rentabilitätszahlen der regionalen Bankensektoren deutlich wider. So blieben die Rentabilitätsindikatoren des Bankensektors in CE auf erfreulich gutem Niveau (ausgenommen Ungarn, wo die Ertragskraft des Bankensektors negativ ausfiel). Im russischen Bankenmarkt gab die Rentabilität zwar etwas nach, gehörte aber mit einer Eigenkapitalrendite von 16 Prozent (vor Steuern) im Jahr 2013 noch immer zu den höchsten in CEE. In SEE fiel die Rentabilität 2013 gering aus, zurückzuführen unter anderem auf die nachlassende Asset-Qualität, aber auch auf die schwache Kreditnachfrage im Neugeschäft.

Das insgesamt solide Wachstum in CEE resultierte in einem Anstieg der Bilanzsumme im CEE-Bankensektor von etwa € 2.350 Milliarden im Jahr 2012 auf fast € 2.500 Milliarden im Jahr 2013. Damit entfielen auf die CEE-Banken etwa 9 Prozent der gesamten Bankenaktiva in der Eurozone. Dies spricht weiterhin für Aufholpotenzial in vielen CEE-Märkten.

Entwicklung des Bankensektor in Österreich

Rückgang des Geschäftsvolumens

Das aggregierte Geschäftsvolumen der österreichischen Kreditinstitute ging 2013 um 4,6 Prozent zurück und sank auf € 909 Milliarden. Der mit Abstand größte Rückgang von 11,4 Prozent war im Volksbanken-Sektor zu verzeichnen, während der Raiffeisen-Sektor seine Marktführerschaft gemessen am Geschäftsvolumen leicht ausbauen konnte. Sein Marktanteil erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 31,3 Prozent. Zweitgrößter Sektor sind die Aktienbanken (27,1 Prozent) gefolgt vom Sparkassen-Sektor (17,6 Prozent).

Die Forderungen an Nichtbanken haben mit 47,4 Prozent (2012: 45,5 Prozent) weiterhin den größten Anteil an der Aktivseite des österreichischen Bankensektors. Die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken erhöhten sich sowohl volumenmäßig (2,2 Prozent) als auch anteilsmäßig (2,6 Prozentpunkte). Sie hatten mit 38,8 Prozent (35,7 Prozent) den größten Anteil auf der Passivseite. Der zweitgrößte Anteil an der Bilanz bestand aktivseitig mit etwa 26,1 Prozent (2012: 26,6 Prozent) aus Forderungen an Kreditinstitute, passivseitig mit 24,1 Prozent (2012: 26,2 Prozent) aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Ertragslage

2013 wird ein unkonsolidiertes Betriebsergebnis der österreichischen Banken von € 6,0 Milliarden (2012: € 6,8 Milliarden) erwartet. Dies entspricht einem Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Zunahme der Betriebsaufwendungen um 4,6 Prozent bei gleichbleibenden Betriebserträgen (0,0 Prozent).

Die positive Entwicklung der Nettozinserträge in den letzten Jahren kehrte sich im Jahr 2012 um (minus 8,4 Prozent) und stagnierte im Jahr 2013 (minus 0,2 Prozent). Mit einem Anteil von 46,9 Prozent (2012: 46,5 Prozent) an den Betriebserträgen kommt dem Zinsergebnis jedoch eine anhaltend hohe Bedeutung zu.

Beim Jahresüberschuss liegen noch keine finalen Zahlen vor, die österreichischen Kreditinstitute prognostizieren jedoch für 2013 mit rund € 0,6 Milliarden ein ähnliches Ergebnis wie 2011 (2012: € 3,2 Milliarden). Die einzelnen Sektoren zeigen mit Ausnahme der Volksbanken und Hypothekenbanken ein positives Bild. Die Raiffeisen Bankengruppe stellt mit einem leicht gestiegenen

Jahresüberschuss weiterhin den größten Anteil des unkonsolidierten Jahresüberschusses des gesamten Bankensystems, der Sparkassen-Sektor wies ein leicht gesunkenes Ergebnis aus, während jenes der Aktienbanken leicht besser erwartet wird.

An Risikovorsorgen (Wertberichtigungen) erwarten die österreichischen Kreditinstitute einen deutlichen Anstieg der Risikovorsorgen auf € 5,1 Milliarden. 2012 betrugen sie € 3,3 Milliarden, 2011 hatten sie allerdings noch knapp € 7 Milliarden betragen.

Regulatorisches Umfeld

Unbeschadet der sich 2013 erfreulicherweise weiter festigenden Stabilität in Europa war auch dieses Jahr von besonderen Herausforderungen für die Finanzwirtschaft geprägt. Die auch von der österreichischen Kreditwirtschaft unterstützten Fortschritte auf dem Weg zur Umsetzung der Bankenunion mit der Schaffung der Voraussetzungen für eine einheitliche europäische Aufsicht bei der EZB (Single Supervisory Mechanism), die in der finalen Beschlussfassung stehenden Schritte zur Schaffung eines europäischen Abwicklungsregelwerkes und die Einigung auf die weitere Harmonisierung der Einlagensicherungsrichtlinie bringen aber auch für die österreichischen Banken großen Aufwand und starke Belastungen mit sich.

Umsetzung Basel III

Im März 2013 wurden die jahrelangen Verhandlungen über das sogenannte Basel III-Paket, das als Kernstück höhere Eigenkapital- und Liquiditätsbestimmungen für Kreditinstitute vorsieht, auf europäischer Ebene abgeschlossen. Die neuen Regeln sind mit 1. Jänner 2014 in Kraft getreten.

Das Basel III-Regelwerk richtet sich in erster Linie an international tätige Banken. Strukturen und Geschäftsmodelle von Märkten wie z.B. dem österreichischen mit einem hohen Anteil an klein- und mittelständischen Betrieben (KMUs) und mit Banken, deren Fokus auf der Finanzierung der Realwirtschaft liegt, wurden darin wenig berücksichtigt.

Bankenunion

Nach der Mitte 2012 erfolgten Einigung der Regierungschefs der Europäischen Union auf die Errichtung einer Bankenunion, bestehend aus den Säulen Bankenaufsicht, Abwicklungsregime und harmonisierter Einlagensicherung, stand das Jahr 2013 im Zeichen der konkreten Ausgestaltung der neuen gemeinsamen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Schaffung der Grundlagen eines gemeinsamen Abwicklungsregimes.

Die Europäische Kommission hat im Juli 2013 ihre Vorstellungen für einen Einheitlichen Abwicklungsmechanismus für die Euro-Zone präsentiert. Das Verfahren soll den Single Supervisory Mechanism ergänzen. Durch den Single Resolution Mechanism (SRM) als zweite Säule der Bankenunion soll sichergestellt werden, dass Banken, die in Schwierigkeiten geraten, mit geringeren Kosten abgewickelt werden können und für diese Fälle ein einheitlicher Abwicklungsfonds zur Verfügung steht.

Der Richtlinienvorschlag zum Thema Bankensanierung und -abwicklung sieht eine Ausweitung der Möglichkeiten der Aufsicht im Krisenfall, die Errichtung nationaler Fonds zur Abwicklung systemrelevanter Banken und den Eingriff in Gläubigerrechte vor. Dabei geht es um besonders sensible Aspekte wie die Finanzierung und Struktur dieser Fonds sowie deren Zielgröße.

Da die vorgeschlagenen Maßnahmen auch massive Eingriffe in fundamentale Grundrechte, z.B.in Eigentümerrechte, bedeuten, müssen rechtsstaatliche Verfahrensgrundsätze gewährleistet sein. Die Richtlinie soll mit 1. Jänner 2015 in Kraft treten.

Einlagensicherung (Deposit Guarantee Systems – DGS)

Als eine der Reaktionen auf die Finanzmarktkrise hat die Europäische Kommission schon 2010 einen Richtlinien-Entwurf für ein neues harmonisiertes und vorfinanziertes Einlagensicherungssystem mit einer fixen Zielgröße und risikoabhängigen Beiträgen präsentiert. Diese Vorschläge belassen allerdings die Entscheidung der Organisation (sektoral bzw. einheitlich) bei den jeweiligen Mitgliedstaaten.

Geschäftsverlauf der Raiffeisen Bank International AG

Geschäftsentwicklung

Die Raiffeisen Bank International AG betrachtet Zentral- und Osteuropa (inklusive Österreich) als Heimmarkt. In Zentral- und Osteuropa (CEE) ist die RBI AG seit etwa 25 Jahren tätig und verfügt dort heute in 15 Märkten über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen. Als Universalbank zählt sie in zwölf Ländern zu den Top-5-Bankinstituten. Unterstützt wird diese Rolle durch die Marke Raiffeisen, die zu den bekanntesten Marken der Region zählt. Die RBI AG positioniert sich in CEE als voll integrierte Corporate- und Retail-Bankengruppe mit einem umfassenden Produktangebot und profitiert damit vom umfangreichen Potenzial dieser Region. Dieses beruht einerseits auf dem verglichen mit Westeuropa höheren Wirtschaftswachstum und andererseits auf dem nach wie vor bestehenden Aufholbedarf im Bankgeschäft. In CEE betreuten Ende 2013 rund 56.000 Mitarbeiter der RBI AG etwa 14,6 Millionen Kunden in rund 3.000 Geschäftsstellen.

In Österreich ist die RBI AG eine der führenden Kommerz- und Investmentbanken. Sie betreut vor allem österreichische, aber auch internationale Kunden sowie multinationale Großkunden, die in CEE tätig sind. Außerdem ist die RBI AG in den Weltfinanzzentren vertreten und betreibt Filialen und Repräsentanzen in Asien. Insgesamt beschäftigt die RBI AG rund 58.000 Mitarbeiter und verfügt über eine Bilanzsumme von rund € 131 Milliarden.

Corporates

Ein zentraler Schwerpunkt in diesem Segment bildet die Betreuung österreichischer und internationaler - vornehmlich westeuropäischer - Firmenkunden, die im Bereich Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu diesen Kunden gehören die größten Unternehmen Österreichs, die überwiegend exzellente Bonität ausweisen. Durch die industriespezifische und regionale Ausrichtung des Bereiches Corporate Customers können kundenspezifische Anforderungen rasch erkannt und gemeinsam gelöst werden.

Ein zweiter Schwerpunkt umfasst das im Bereich Network Corporate Customers & Support zusammengefasste Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen Kunden und strukturierte Handelsfinanzierungen mit international tätigen Rohstoff- & Handelsunternehmen.

In Asien wird in Singapur, China und Malaysia überwiegend Handelsfinanzierungsgeschäft betrieben. Finanzierungsgesellschaften in den USA und Hong Kong sind mit ausgewählten Produkten auf Nischengeschäft fokussiert.

Durch das erfolgreich etablierte "Global Account Management System" wird den zahlreichen, grenzüberschreitend agierenden Kunden der RBI AG eine gruppenweit abgestimmte Betreuung, sowie - gemeinsam mit darauf spezialisierten Produktexperten - ein noch umfangreicheres Produktportfolio ("Group Products") im gesamten Netzwerk grenzüberschreitend angeboten.

Die gezielte Anwendung gruppenweiter, strategischer Sales-Instrumente (Group Account Planning) zur Planung von Kundenaktivitäten und optimalen Ausschöpfung des Geschäftspotentials auf Gruppenebene stellte einen wesentlichen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2013 dar. An diese Aktivitäten anknüpfend wurde eine Vielzahl an Sales-Initiativen, etwa im Bereich Trade und Export Finance oder zur Forcierung von Investment Banking Produkten und Capital Markets Lösungen erfolgreich umgesetzt.

Trotz des herausfordernden Marktumfeldes und den daraus resultierenden höheren Risikovorsorgen, konnte im Segment Corporates ein gutes Ergebnis erzielt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung leisteten strukturierte Handelsfinanzierungen, das Dokumentengeschäft, Projektfinanzierungen und Exportfinanzierungen. Zudem übertraf der Bereich Debt Capital Markets das bereits sehr erfolgreiche vorangegangene Geschäftsjahr. So begleitete die RBI AG im abgelaufenen Geschäftsjahr fast zur Gänze alle namhaften österreichischen sowie eine Reihe internationaler Emittenten bei der Begebung von (Hybrid-) Anleihen und Schuldscheindarlehen und konnte ihre Position als führende Kraft am Markt beibehalten. Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis auch durch den kontinuierlichen Fokus auf das Kosten/Ertragsverhältnis in Corporates.

Financial Institutions & Sovereigns

Für den Bereich Financial Insitutions & Sovereigns war das Geschäftsjahr 2013 geprägt von den anhaltenden regulatorischen Veränderungen als auch vom positiven Umfeld auf den Kapitalmärkten und dem langsamen Abflauen der Schuldenkrise in einigen Ländern Südeuropas.

Wie bereits in den Vorjahren stand auch 2013 im Geschäft mit Financial Institutions & Sovereigns die Orientierung der Vertriebsaktivitäten auf eigenkapital- und liquiditätsschonende Bankprodukte im Vordergrund. Neben der traditionellen Handelsfinanzierung, die auch 2013 weiterhin von einem guten Umfeld profitierte, konnte auch das Kapitalmarktgeschäft weiter gestärkt werden. Neben den klassischen Anleihen konnten auch bei Nachrangfinanzierungen einige Erfolge erzielt werden und mit dem im Dezember abgeschlossenen Schuldscheindarlehen für die Republik Bulgarien das kapitalmarktseitige Engagement in unserer Kernregion weiter unterstrichen werden. Der seit Jahresanfang gelegte Schwerpunkt im Bereich der Asset Based Finanzierungen entwickelte sich sehr positiv und konnte die gesetzten Ziele übertreffen. Ein weiterer Schwerpunkt wurde ab Sommer im Geschäft der Wertpapierverwahrung (Custody) gesetzt, erste Erfolge konnten auch dort bereits erzielt werden.

Ähnlich gut verlief auch das Geschäft im Zahlungsverkehr mit Financial Institutions, in dem die RBI AG ihre führende Rolle in den Heimmärkten neuerlich unterstrichen hat.

Das traditionelle Kreditgeschäft mit Financial Institutions war weiterhin gekennzeichnet von der klaren Fokussierung auf gute Kundenbeziehungen mit hohem Cross-selling Potential und einer entsprechend selektiven Transaktionsauswahl. Hier lag der Schwerpunkt auf kleineren Transaktionsvolumina mit kürzeren Kreditlaufzeiten.

Capital Markets

Die Kapitalmärkte waren hauptsächlich durch die anhaltend expansive Geldpolitik der Zentralbanken in Europa und den USA positiv geprägt. Nichtsdestotrotz führten Ankündigungen der US-Notenbank, sich möglicherweise aus den Anleihekäufen zurückzuziehen, sowie der US Haushaltsstreit zu Unsicherheit und Preisvolatilität. Dennoch erzielte Capital Markets ein stabiles Ergebnis.

Im FX-Geschäft wurde der Fokus auf die Akquisition von Neukunden sowie das Angebot maßgeschneiderter Lösungen gelegt. Über die Devisenhandelsplattform "FX Raiffeisen" wurde eine hohe Marktliquidität und ein sehr kompetitives Pricing zur Verfügung gestellt. Dementsprechend verzeichneten wir weiter steigende Umsätze.

Geldmarktgeschäfte wurden weiterhin mit sehr kurzen Laufzeiten abgeschlossen. Der Schwerpunkt im besicherten Bereich lag auf der Finanzierung von Aktien und Emerging Markets Anleihen.

Im Sekundärmarkt folgte der Bondhandel dem allgemeinen Markttrend und konnte trotz schwierigen Rahmenbedingungen seine Ziele erreichen. Mit der Anbindung an die elektronische Handelsplattform MTS wurde ein weiterer Schritt zur Verbesserung der technischen Infrastruktur gesetzt. Unternehmen nutzen das Niedrigzinsumfeld zur Absicherung ihres Zinsrisikos.

Treasury

Für die mittel- bis langfristige Refinanzierung nutzte die RBI AG u. a. zwei Emissionsprogramme: das "EUR 25.000.000.000 Debt Issuance Program" und das "EUR 20.000.000.000 Emissionsprogramm der Raiffeisen Bank International AG", die aus Effizienzgründen zur Jahresmitte zu einem Emissionsprogramm zusammengelegt wurden, dem "EUR 25,000,000,000 Debt Issuance Program". Im Rahmen dieser Programme können Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Strukturen ausgegeben werden. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Anleihen darf dabei EUR 25 Milliarden nicht überschreiten. Per Jahresultimo 2013 waren in Summe EUR 13 Milliarden Anleihen aushaftend.

Auch im Jahr 2013 setzte die RBI AG ihren Funding-Plan zügig überwiegend mit kleinvolumigen Privatplatzierungen um. Nach der erfolgreichen ersten Tier 2 Anleihe einer österreichischen Bank in Schweizer Franken im Oktober 2012, nutzte die RBI AG das freundliche Marktumfeld vor der Sommerpause und emittierte im zweiten Quartal 2013 eine zweite Tier 2 Anleihe in Schweizer Franken im Volumen von CHF 250 Millionen mit der Laufzeit von 10 Jahren und einem 4% Kupon, der einem Aufschlag von 362 Basispunkten über CHF Mid-Swap entspricht.

Die gute Liquiditätssituation ermöglichte es der RBI AG im Juli sogar ein Rückkaufsangebot für eine ausstehende staatsgarantierte Anleihe zu machen. In dem Rückkaufsangebot nahm die RBI AG insgesamt mehr als EUR 500 Millionen zurück und konnte so ihre Zinsbelastung reduzieren.

Zur Stärkung der Kapitalbasis emittierte die RBI AG Mitte Oktober eine nachrangige Anleihe in Höhe von EUR 500 Millionen, mit der Laufzeit von 10 Jahren und einem 6% Kupon. Kurz danach folgte eine erstrangige Benchmark-Anleihe wieder im Volumen von EUR 500 Millionen und einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Aufschlag von 78 Basispunkten über EUR Mid-Swap zur Zeit der Emission lag leicht unter dem Niveau des 5 Jahres iTraxx Senior Kurve.

Zeitnah nach der erstrangigen Benchmark-Anleihe hat die RBI AG im November ein Umtauschangebot vom bestehenden Nachrangkapital in neues Nachrangkapital (Tier2) mit dem Volumen von EUR 233 Millionen durchgeführt. Dieses Angebot wurde von nahezu der Hälfte der Investoren angenommen, so dass die Kapitalstruktur der RBI AG nachhaltig gestärkt werden könnte.

Organisatorische Änderungen

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der RBI, Dr. Herbert Stepic, stellte seine Funktion am 24. Mai 2013 aus persönlichen Gründen zur Verfügung und schied per 7. Juni 2013 aus dem Vorstand der RBI AG aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dr. Karl Sevelda, der im Vorstand bis dahin für das weltweite Firmenkundengeschäft verantwortlich war, zum neuen Vorstandsvorsitzenden der RBI AG ernannt. Risikovorstand Dr. Johann Strobl wurde der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende der RBI AG.

Nach der Annahme des Rücktrittsangebots von Dr. Herbert Stepic übernahm Dr. Karl Sevelda dessen Funktionsbereich sowie zusätzlich die Bereiche Participations und International Banking Units von Vorstandsmitglied Mag. Peter Lennkh. Dieser ist nunmehr für das Firmenkundengeschäft verantwortlich.Zweigniederlassungen und Repräsentanzen

Die RBI AG verfügt über insgesamt sieben Filialen in Frankfurt, London, Singapur, Peking, Xiamen (China). Labuan (Malaysia) sowie Hong Kong. Die neue Filiale in Hong Kong wurde im Juni 2013 offiziell eröffnet und unterstützt Firmenkunden sowie Finanzinstitutionen bei der Erschließung und Realisierung von Geschäftsmöglichkeiten in den Regionen Hong Kong und China. Die Produktpalette reicht von Handelsfinanzierungen über verschiedene Formen der Firmenfinanzierungen bis zu Kundeneinlagen.

Als Folge hoher Kreditrisikovorsorge bewegen sich die Ergebnisse in den chinesischen Filialen unter den geplanten Budgets. Die Filialen Singapur und Labuan hingegen liefern weiterhin hervorragende Ergebnisse und können den Ertrag auf dem Vorjahresniveau halten.

Um der zunehmenden Bedeutung des deutschen Firmenkundenmarktes für die RBI AG Rechnung zu tragen, wurde die Repräsentanz in Frankfurt – nach Vorliegen der Notifikation seitens der zuständigen Aufsichtsbehörden in Österreich und in Deutschland – mit Mai 2013 in eine Filiale umgewandelt. Die Aufgabe der neuen Filiale ist es, Firmenkunden bei Kapitalmaßnahmen insbesondere bei den verschiedenen Formen der Forderungsfinanzierung zu beraten. Gleichzeitig soll die Vertriebsunterstützung für die RBI Gruppe im Geschäft mit Tochterunternehmen deutscher Firmenkunden insbesondere in Zentral- und Osteuropa weiter verstärkt werden. Damit wird der Anforderung deutscher mittelständischer Firmenkunden nach Ansprechpartnern in Deutschland für ihr Osteuropageschäft und der wachsenden Bedeutung des deutschen Marktes für die Bank Rechnung getragen. Neben dem bestehenden Standort in Frankfurt wurde zusätzlich ein Büro in Düsseldorf eingerichtet.

Die RBI Niederlassung in London wurde bereits 1989 gegründet und leistet einen wesentlichen Beitrag in der Unterstützung für die Platzierung von Kapitalmarktprodukten der RBI Gruppe. Viele internationale Investoren haben ihren Sitz in London. Insbesondere die sehr ausgeprägte CEE-Expertise der RBI AG ist für diese Investoren interessant. 2013 konnte das Neugeschäftsvolumen im Primärmarktgeschäft deutlich gesteigert, und weitere Investorengruppen am Londoner Markt für die RBI AG gewonnen werden. Zusätzlich verfügt die Filiale über einen Corporate Desk, zur Unterstützung britischer und irischer Kommerzkunden insbesondere bei deren CEE-Engagement.

Neben den Filialen ist die RBI AG auch durch Repräsentanzen in Paris, Stockholm, New York, Mumbai, Seoul, Ho Chi Minh City und China (Zhuhai, Harbin) vertreten.

Die lokale Expertise der Repräsentanzen stellen in einem Umfeld globaler Wirtschaftsbeziehungen und zunehmender regulatorischer Erfordernisse eine wichtige Informationsquelle sowie Unterstützungsfunktion für die umfassende Kundenbetreuung in der RBI AG sowie dem gesamten Netzwerk in CEE dar.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) sank im Geschäftsjahr 2013 um € 2,3 Milliarden oder 3,2 % auf € 69,0 Milliarden.

Aktivseitig reduzierte sich die Barreserve vor allem aufgrund niedrigerer Veranlagung von kurzfristiger Liquidität bei EZB/OeNB im Jahresvergleich um € 0,3 Milliarden auf € 0,7 Milliarden, während die Schuldtitel öffentlicher Stellen um € 2,0 Milliarden auf € 2,5 Milliarden stiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von liquiden und qualitativ hochwertigen europäischen Staatsanleihen.

Die Forderungen an Kreditinstitute nahmen um 3,7 % oder € 0,9 Milliarden auf insgesamt € 23,7 Milliarden ab. Der Rückgang ist zu einem großen Teil auf eine Abnahme der Forderungen gegenüber inländischen Kreditinstituten in Höhe von € 1,7 Milliarden zurückzuführen.

Die Forderungen an Kunden sanken um 2,5 % oder € 0,6 Milliarden auf € 25,3 Milliarden. Dieser Rückgang resultierte überwiegend aus einer Reduktion des Kundenportfolios im asiatischen Raum. Der Anteil der Forderungen an ausländische Kunden betrug zum Jahresende 73%, wobei die Forderungen an ausländische Kunden einen Rückgang von € 1,7 Milliarden verzeichneten. Kompensiert wurde der Rückgang durch einen Anstieg der inländischen Kunden von € 1,1 Milliarden aufgrund der Übernahme eines konzerninternen Kreditportfolios sowie der Übernahme eines Kundenportfolios der Österreichischen Volksbanken AG.

Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere erhöhten sich durch den Kauf von Wertpapieren vorwiegend im Handelsbestand gegenüber dem Vorjahr auf € 2,9 Milliarden um 32 % oder € 0,7 Milliarden. Das Volumen an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren blieb mit € 0,1 Milliarden unverändert. Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhte sich um 3,0 % oder € 0,3 Milliarden auf € 8,9 Milliarden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um € 3,4 Milliarden oder um 42% auf € 4,6 Milliarden. Der Hauptgrund für diesen starken Rückgang liegt in den Handelsbuchderivaten, wo es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu vorzeitigen Aufrechnungen mit Kontraktpartnern gekommen ist. Dabei wurden OTC-Derivate aus dem Handelsbuch unter Bedachtnahme auf eine geringe Ergebnisauswirkung vorzeitig geschlossen und das Derivatportfolio damit laufend bereinigt.

Passivseitig zeigten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Anstieg von 2 % auf € 29,6 Milliarden, was auf einen moderaten Anstieg der Festgeldeinlagen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellten mit 43% der Bilanzsumme nach wie vor den größten Anteil an der Refinanzierungsbasis der RBI AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilten sich mit 62% auf inländische und mit 38% auf ausländische Banken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wiesen zum Bilanzstichtag mit € 14,2 Milliarden einen um € 1,9 Milliarden höheren Wert auf, was vor allem auf ein höheres Volumen bei Pensionsgeschäften sowie Festgeldeinlagen aus dem Treasury zurückging. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kunden lag dabei mit 58% etwas über dem Vorjahr.

Die Posten Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital sanken im Vergleich zum Vorjahr um 8,6% oder € 1,3 Milliarden auf € 13,5 Milliarden. Das Platzierungsvolumen der Neuemissionen betrug im Jahr 2013 € 3,3 Milliarden (2012: € 3,3 Milliarden), denen im Jahr 2013 Abgänge von verbrieften Verbindlichkeiten von € 4,6 Milliarden aus Tilgungen und Konfudierungen gegenüberstehen. Weiters waren zum Stichtag kurzfristige Geldmarktzertifikate in Höhe von € 0,4 Milliarden (2012: € 0,4 Milliarden) aushaftend. Unter dem Bilanzposten Partizipationskapital in Höhe von € 2,5 Milliarden war per 31.12.2013 das durch die Republik Österreich im Zusammenhang mit dem Finanzmarktstabilitätsgesetz gezeichnete Partizipationskapital mit € 1,75 Milliarden aus dem Jahr 2009 enthalten.

Das Eigenmittelerfordernis per 31.12.2013 betrug € 2,8 Milliarden, wovon € 2,5 Milliarden auf das Kreditrisiko entfielen. Das entspricht den Werten des Vorjahres. Das anrechenbare Kernkapital (Tier I) betrug per 31.12.2013 € 6,6 Milliarden, analog zum Vorjahreswert. Die anrechenbaren ergänzenden Eigenmittel (Tier II) wiesen per 31.12.2013 einen Wert von € 3,3 Milliarden auf (minus € 0,1 Milliarden). Das Tier III-Kapital betrug unverändert € 0,2 Milliarden, insgesamt beliefen sich die Eigenmittel auf € 10,0 Milliarden, ein Rückgang von € 0,1 Milliarden. Daraus ergab sich eine geringfügig niedrigere Eigenmittelüberdeckung von 255% oder € 7,2 Milliarden (2012: 258% oder € 7,3 Milliarden). Der Rückgang der Überdeckung resultierte hauptsächlich aus dem höheren Abzugsposten für Verbriefungen, der bei knapp € 0,1 Milliarden lag. Die Kernkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko betrug für 2013 18,7% (2012: 18,6%). Die Eigenmittelquote belief sich am 31.12.2013 auf 28,4% (31.12.2012: 28,7%).

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete der Nettozinsertrag der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) einen Anstieg um 38% oder € 136 Millionen auf € 498 Millionen. Dies ist im Wesentlichen auf einen geringeren Zinsaufwand für eigene Emissionen und Nachrangkapital und aufgrund der sukzessiven Rückführung von überschüssiger Liquidität zurückzuführen.

Die um € 147 Millionen auf € 774 Millionen gestiegenen Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen ergaben sich überwiegend aus dem Anstieg der Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen um 27 % oder € 161,9 Millionen, welcher aus den Dividenden aus verbundenen Unternehmen im Jahr 2013 resultiert.

Der Saldo aus Provisionserträgen und -aufwendungen verzeichnete eine deutliche Verbesserung von € 39,2 Millionen auf € 204,6 Millionen. Dabei entfiel der Hauptanteil am Provisionsergebnis von 38 % auf Erträge aus dem Garantiegeschäft (€ 77,3 Millionen), gefolgt vom Wertpapiergeschäft mit 37% (€ 74,7 Millionen).

Der Saldo der Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften ergab ein positives Ergebnis in Höhe von € 28,0 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 43 %. Dieser resultierte im Wesentlichen aus einem negativen Bewertungsergebnis von zinsbezogenen Derivatgeschäften, aktien- und indexbezogenen Geschäften sowie von Kreditderivaten. Im Vorjahr trugen die Veräußerungen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbuches als auch die Bewertung aktien- und indexbezogener Geschäfte positiv zum Ergebnis bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um € 14,6 Millionen auf € 116,8 Millionen. Unter der Position waren Erträge aus diversen Leistungen gegenüber Netzwerkbanken und der Muttergesellschaft RZB AG sowie Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen für Derivate im Bankbuch ausgewiesen.

Die Betriebserträge erreichten einen Wert von € 1.620,8 Millionen, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 24,2% bedeutet.

Dem gegenüber zeigten die gesamten Betriebsaufwendungen eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr um 4,8% auf € 603,1 Millionen.

Der Personalaufwand reduzierte sich von € 272,4 Millionen auf € 271,8 Millionen und resultiert aus geringeren Aufwänden für die Dotation von Pensions-und Abfertigungsrückstellungen.

Der Sachaufwand zeigte einen Reduktion um € 13,6 Millionen oder 4,8% auf € 269,9 Millionen. Die Ausgaben für Sachaufwand umfassten im Wesentlichen die Ausgaben für IT und Mieten sowie Honorarkosten für Beratungen und Prüfungen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände reduzierten sich um 5,2 Millionen auf € 23,2 Millionen.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich in der RBI AG um € 11,0 Millionen auf € 38,2 Millionen im Jahr 2013. Dies resultiert vor allem aus geringeren Dotationen für Drohverlustrückstellungen für Bankbuchderivate in Höhe von € 6,0 Millionen (2012: € 38,8 Millionen).

Nach Abzug der gesamten Betriebsaufwendungen von den Betriebserträgen ergab sich in der RBI AG ein Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 1.017,7 Millionen, was gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 eine Erhöhung um 52% oder € 346,4 Millionen bedeutete.

Demzufolge errechnete sich eine Cost/Income Ratio von 37,2 % (Vorjahr: 48,5 Prozent).

Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und bestimmten Wertpapieren ergab einen negativen Saldo in Höhe von € 307,9 Millionen im Jahr 2013 (2012: € 6,7 Millionen), welcher im Wesentlichen aus höheren Einzelwertberichtigungen auf bzw. Direktabschreibungen von Forderungen in Höhe von € 250,9 Millionen (2012: € 136,2 Millionen) bzw. € 15,7 Millionen (2012: € 7,0 Millionen) zurückzuführen ist. Darüber hinaus trug im Vorjahr die Auflösung der Pauschalwertberichtigung von € 52,9 Millionen aufgrund einer Methodenänderung positiv zum Ergebnis bei. Der Rückgang des Bewertungs- und Veräußerungsergebnisses aus Wertpapieren und Derivaten resultiert aus einem niedrigeren realisierten Kursergebnis aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von € 5,5 Millionen (2012: € 170,1 Millionen) sowie einem negativen Bewertungsergebnis aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von € 40,1 Millionen (2012: € 16,0 Millionen). Das negative Kurs- und Bewertungsergebnis aus Bankbuchderivaten hat sich hingegen von minus € 65,2 Millionen auf minus € 8,2 Millionen in 2013 verringert. Zusätzlich wurde im Vorjahr ein einmaliger Gewinn in Höhe von € 112,0 Millionen aus der Aufrechnung von Ergänzungskapital erzielt.

Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Finanzanlagen veränderte sich von € 79,0 Millionen in 2012 auf minus € 100,6 Millionen in 2013. Dieser Rückgang ist bedingt durch die Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von € 177,7 Millionen in 2012 und einem Anstieg der Abschreibungen bei Beteiligungen und bei verbundenen Unternehmen um von € 9,4 Millionen.

Somit ergab sich ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) für das vergangene Geschäftsjahr in Höhe von € 609,3 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion um 19,5 % bedeutete.

Daraus resultierte ein Return on Equity vor Steuern von 9,0 % (2012: 11,3 %).

Die Steuern aus Einkommen und Ertrag wiesen 2013 einen Ertrag in Höhe von € 32,7 Millionen (2012: Aufwand in Höhe von € 16,7 Millionen) auf. Der Ertragssaldo ergab sich aus einer positiven Steuerumlage von der Raiffeisen Zentralbank AG als Gruppenträger in Höhe von € 45,0 Millionen.

Der Aufwand für Sonstige Steuern beträgt € 104,8 Millionen (2012: € 101,6 Millionen), im Wesentlichen verursacht durch die Stabilitätsabgabe für Banken in Höhe von € 102,7 Millionen.

Als Return on Equity nach Steuern errechnete sich ein Wert von 7,9 % (2012: 9,6 %).

Der Jahresüberschuss per 31.12.2013 betrug € 537,2 Millionen (2012: € 638,8 Millionen). Den Gewinnrücklagen wurde ein Betrag von € 37,6 Millionen (2012: € 211,0 Millionen) zugeführt.

Vom verbleibenden Jahresgewinn erhalten die Partizipationsscheininhaber unverändert eine Ausschüttung in Höhe von € 200,0 Millionen. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von € 1,1 Millionen verbleibt ein ausschüttbarer Bilanzgewinn von € 300,7 Millionen (2012: € 229,1 Millionen).

Gewinnverteilungsvorschlag

Der Vorstand hat am 17. Februar 2014 beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 die Ausschüttung einer Dividende von € 1,02 je Aktie zu empfehlen. Da die im Zuge der Anfang Jänner 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung emittierten neuen Aktien für das Geschäftsjahr 2013 voll dividendenberechtigt sind, würde daraus eine Gesamtauszahlung von bis zu € 298,8 Millionen resultieren.

Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte

Die folgenden Angaben decken die Bestimmungen des § 243a (1) UGB ab:

(1) Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag 31. Dezember 2013 € 596.290.628,20 und war in 195.505.124 auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stammaktien aufgeteilt. Davon waren zum Stichtag 31. Dezember 2013 557.295 Stück eigene Aktien, sodass sich zum Bilanzstichtag 194.947.829 Aktien im Umlauf befanden. Für detaillierte Angaben wird auf Erläuterung (34) Eigenkapital im Anhang verwiesen.

Hinsichtlich der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung wird auf das Kapitel "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

(2) Die Satzung enthält keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt.

(3) Die RZB AG hielt zum Stichtag 31. Dezember 2013 über ihre 100-Prozent-Tochter Raiffeisen International Beteiligungs GmbH und andere Tochtergesellschaften indirekt rund 78,5 Prozent am Grundkapital an der Gesellschaft. Die restlichen Aktien der RBI AG befanden sich im Streubesitz. Dem Vorstand sind darunter keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die zumindest 10 Prozent betragen.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, die direkt und indirekt mit insgesamt rund 82,4 Prozent (Vorjahr: rund 78,5 Prozent) an der RZB AG beteiligt ist. Der direkte Anteil beträgt rund 3,9 Prozent (Vorjahr: 0,0 Prozent), der indirekte Anteil rund 78,5 Prozent (Vorjahr: rund 78,5 Prozent), der über die 100-Prozent-Tochter R-Landesbanken-Beteiligung GmbH gehalten wird.

(4) Laut Satzung der Gesellschaft wird der RZB AG das Recht auf Entsendung von bis zu einem Drittel der von der Hauptversammlung zu wählenden Mitglieder des Aufsichtsrats eingeräumt, solange sie eine Beteiligung am Grundkapital hält. Darüber hinaus bestehen keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern.

(5) Es besteht keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.

(6) Laut Satzung können Personen, die das 68. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Vorstands bestellt oder für eine weitere Funktionsperiode wiederbestellt werden. Für den Aufsichtsrat gilt, dass Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt oder für eine weitere Funktionsperiode wiedergewählt werden können. Mitglied des Aufsichtsrats kann ferner keine Person sein, die insgesamt bereits acht Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften innehat. Der Vorsitz im Aufsichtsrat einer börsenotierten Gesellschaft zählt dabei doppelt. Von dieser Beschränkung kann die Hauptversammlung durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen absehen, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Jede zur Wahl bestellte Person, die mehr Aufsichtsratsmandate oder -vorsitze in börsenotierten Gesellschaften innehat, hat dies der Hauptversammlung gegenüber offenzulegen. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen fasst. In Fällen, in denen das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, erfolgt dies mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Aufgrund dieser Bestimmung können Aufsichtsratsmitglieder mit einfacher Mehrheit vorzeitig abberufen werden. Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen. Dieses Recht kann an Ausschüsse delegiert werden. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

(7) Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, bis längstens 26. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 298.145.314,10 durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss).

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258.123,20 durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der gegenständlichen Beschlussfassung durch die Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000.000,-, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258.123,20 verbunden ist, auszugeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen. Bis dato wurden keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt € 1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegangenen zehn Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage, beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juni 2008 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von

Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 ermächtigte ferner den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG, zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert der zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte dieses Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 9. Juni 2009 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2 Milliarden nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von € 600 Millionen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International zur nunmehrigen RBI AG mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010 wurden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft hinfällig. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von € 600 Millionen, das zur Gänze von der RZB AG gezeichnet worden war. Bis dato wurden keine weiteren Genussrechte ausgegeben.

Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International mit Wirkung zum 10. Oktober 2010 wurde die Emission "Raiffeisen-Partizipationskapital 2008/2009" der RZB AG in Höhe von € 2,5 Milliarden zu unveränderten Konditionen auf die RBI AG übertragen.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 8. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft gemäß § 102a BWG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das gesamte Partizipationskapital oder das Partizipationskapital einzelner bereits bei der Emission unterschiedener Tranchen mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Berücksichtigung der Emissionsbedingungen einzuziehen; eine teilweise Einziehung von Partizipationskapital einzelner Emissionen oder Tranchen ist zulässig, wenn die Gleichbehandlung der Berechtigten aus dem Partizipationskapital gewährleistet ist.

(8) Es bestehen folgende bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden:

  • Im Rahmen der D&O-Versicherung der Gesellschaft ist vorgesehen, dass im Fall einer Verschmelzung der RBI AG auf einen anderen Rechtsträger der Versicherungsvertrag automatisch endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, und Versicherungsschutz nur für Versicherungsfälle wegen vor der Verschmelzung begangener Pflichtverletzungen besteht. Im Fall einer Mehrfachversicherung infolge Neubeherrschung besteht Versicherungsschutz ebenfalls nur für Versicherungsfälle wegen vor dem Beginn der Neubeherrschung begangener Pflichtverletzungen.
  • Das SIP der Gesellschaft sieht bei einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle Folgendes vor: "Kommt es während der Wartefrist (Vesting Period) zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle oder zu einer Fusion, ohne dass der Zusammenschluss ausschließlich Tochtergesellschaften betrifft, so verfallen alle bedingten Aktien zum Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien der RBI AG und der tatsächlichen Verfügungsmöglichkeit des Investors über die Anteile bzw. zum Zeitpunkt der Fusion ersatzlos. Für die verfallenen bedingten Aktien wird eine Entschädigungszahlung vorgenommen. Der ermittelte Entschädigungsbetrag wird mit der nächstmöglichen Gehaltsabrechnung ausbezahlt."
  • Ferner sieht ein von der RBI AG bezüglich einer Tochterbank mit dem Mitaktionär abgeschlossener Syndikatsvertrag vor, dass dieser bei einem Kontrollwechsel automatisch endet.
  • Die mit der RZB AG abgeschlossene Markenvereinbarung zur uneingeschränkten Verwendung des Namens und des Logos "Raiffeisen Bank International" für unbestimmte Zeit in allen Jurisdiktionen, in denen die Marke jetzt oder zukünftig registriert ist, sieht ein Kündigungsrecht bei einem Kontrollwechsel vor.

Refinanzierungsverträge der Gesellschaft sowie Garantien für Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften sehen bei einem Kontrollwechsel mit wesentlichen negativen Auswirkungen ein vorzeitiges Kündigungsrecht der Kreditverträge vor.

(9) Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personalbericht

Die RBI AG beschäftigte per 31.12. 2013 2.081 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (gemessen in Vollzeitäquivalenten, exklusive in andere Konzernunternehmen entsendete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) was gegenüber 2012 (2.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) eine Steigerung von 2,7 % ergibt. Der traditionell sehr hohe Anteil an Mitarbeiterinnen an der Gesamtbelegschaft lag weiter bei 47 %. Im Sinne einer möglichst optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die RBI AG neben einer variablen Arbeitszeit ohne Kernzeit auch Telearbeit und eine Reihe Teilzeitmodelle an. Auch der "Papamonat" wurde in der RBI AG eingeführt und schon von einigen Vätern genutzt, um nach der Geburt des Kindes bei der Familie zu sein. Immer mehr Väter gehen auch für mehrere Monate in Karenz.

Nachbesetzungen wurden vor allem in Schlüsselfunktionen getätigt, um fluktuationsbedingte Abgänge zu ersetzen. Die Fluktuationsrate betrug im Berichtszeitraum 6,2 % (für 2012 waren es 7,8 %).

Performance Management

Der Fokus des Performance Management Prozesses 2013 lag auf qualitativen Verbesserungen bei den Zielvereinbarungen. Es wurde insbesondere auf die Vereinbarung von "SMARTEn" Zielen, auf konsistentes Herunterbrechen der Kennzahlen in den jeweiligen Geschäftsbereichen sowie auf einen ausgewogenen Mix von quantitativen und qualitativen Zielsetzungen gelegt.

Talent Management und Führungskräfteentwicklung

Auch im Berichtsjahr 2013 wurde intensiv an der Weiterentwicklung und Umsetzung von Talent Management in der RBI AG gearbeitet. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der weiteren Qualifizierung der Manager in diesem Thema, in der Sicherstellung eines hohen Standards zur Identifikation von Talenten insbesondere durch so genannte Kalibrierungsmeetings und in einer Verbesserung der Qualität der individuellen Entwicklungspläne.

Fachausbildung (Professional Development)

Trotz des erhöhten Kostendrucks wurde auf fachliche Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch 2013 großer Wert gelegt. Zentrale Weiterbildungsschwerpunkte lagen in den strategisch wichtigen Themenfeldern Risikomanagement, Prozessoptimierung ("Lean"), Projektmanagement und Compliance. In den Fachbereichen Controlling/Accounting sowie Einkauf/Kostenmanagement wurden konzernweite Trainingsinitiativen gestartet, in die natürlich auch Österreich eingebunden war. Die Wissensvermittlung hat sich im Vergleich zu 2012 von Präsenztrainings zu eLearning verlagert.

Entwicklungen im Kompensationsbereich

Gehaltserhöhungen oder Boni wurden auf Basis differenzierter Leistungsbeurteilungen im Rahmen des Performance Managements gewährt.

Nach wie vor war ein beträchtlicher Teil der HR-Kapazitäten 2013 mit der Umsetzung der speziellen Regulierungen für Vergütungssysteme im Bankenbereich gebunden. Für die RBI AG wurden die Risikokriterien nochmals überarbeitet, um auf dieser Basis festzulegen, in welchem Umfang die Vergütungsregeln zur Anwendung gelangen bzw. wurden jene Positionen identifiziert, die hinsichtlich ihrer Entlohnung den restriktiven Bestimmungen des BWG unterliegen.

Der Personalaufwand sank im Jahresvergleich um 0,2 Prozent, was vor allem auf eine geringere Dotierung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen zurückzuführen war.

Kostenmanagement

In der RBI AG wurde 2013 im Zuge des Projekts "SMART-sizing" eine umfassende Analyse der Aufbau- und Ablauforganisation durchgeführt. Es wurden sowohl Ressourcenanalysen als auch Aufgaben-, Prozess- und Produktanalysen vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Analyse haben zur Formulierung von Maßnahmenvorschlägen geführt, die in einem Folgeprojekt ("Fit for Future") in konkrete Kostensteuerungsmaßnahmen eingeflossen sind. Diese Projekte wurden großteils von Führungskräften der RBI AG gemanagt, für externe Benchmarks hat man ein Beratungsunternehmen hinzugezogen. Mit dieser Vorgehensweise wurde sichergestellt, dass die internen Prozesse, Leistungen und Produkte rasch und richtig verstanden werden, der Projektaufwand eingeschränkt ist und dort wo erforderlich Vergleiche mit anderen Unternehmen angestellt wurden. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen erfolgt ab 2014.

Schwerpunkt Gesundheit

Um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, unterstützt unser Unternehmen diverse sportliche Aktivitäten durch Kostenübernahme oder durch das zur Verfügungstellen von Räumlichkeiten. Auf eigene Zeit und Kosten stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Räumlichkeiten des Unternehmens außerdem Akupunktur, Cranio Sakrale Therapie, Ernährungsberatung, Hara Shiatsu, Massagen, Osteopathie, Physiotherapie, Klangband und Hypnosetherapien zur Verfügung. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Angehörige (Ehepartner, Lebensgefährten, Kinder) wird für eine Zusatzkrankenversicherung ein Zuschuss gewährt.

Ergonomisch ausgerichtete Büros schaffen die Voraussetzungen für gesundes Arbeiten. Um dies zu gewährleisten, finden regelmäßig Arbeitsplatzbegehungen durch unseren Betriebsarzt statt, der auch die restliche gesundheitliche Betreuung am Standort Wien gewährleistet.

Wir veranstalten eine jährliche Gesundheitswoche in Kooperation mit der "Health & Life" Gesundheitsorganisation, wo sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenlos oder durch geringe Kostenbeteiligung einer ganzheitlichen Gesundenuntersuchung unterziehen können, die das gesamte Spektrum abdeckt, welches von den Krankenkassen übernommen wird. Den Auftakt der Gesundheitswoche bildete zuletzt der "UNIQA-Vitaltruck", der interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit bot, ihren Fitnessstatus fachmännisch bestimmen zu lassen und sich Trainingsinputs zu holen. Abgerundet werden die Gesundheitswochen durch diverse Fachvorträge und Sportangebote.

Wir setzen bei der gesundheitlichen Betreuung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einen ganzheitlichen Ansatz. Aus diesem Grund unterhalten wir eine Kooperation mit der Firma "consentiv", die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien sowohl in beruflichen Fragen (Stress, Coaching, Mediation etc.) als auch in persönlichen Belangen (Familienberatung, Trauerbegleitung, Mediation etc.) auf Kosten des Unternehmens zur Verfügung steht. Weiters hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, fünf Therapieeinheiten bei "IBOS - Institut für Burnout und Stressmanagement" in Anspruch zu nehmen, deren Kosten großteils von unserem Unternehmen übernommen werden.

Um unser umfangreiches Angebot abzurunden, haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, diverse Impfaktionen (wie z.B. Zeckenschutzimpfungen, Influenzaimpfungen) durch unseren Betriebsarzt zu nutzen.

Nachhaltigkeit in der RBI

Seit über 125 Jahren verbindet Raiffeisen wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlich verantwortlichem Handeln. Auch für die RBI AG sind unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit selbstverständlicher und integraler Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit. Damit ist sie maßgeblich an der Verwirklichung der Nachhaltigkeitsvision der RZB-Gruppe beteiligt, mittelfristig führend in Bezug auf Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung zu werden.

Konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie

Die 2013 veröffentlichte Strategie "Wir schaffen nachhaltigen Wert" definiert in Form von neun strategischen und operativen Handlungsschwerpunkten die kurz-, mittel-, und langfristige Ausrichtung der RBI AG zum Thema Nachhaltigkeit. Die Strategie beruht auf drei Rollen im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmens- und Gesellschaftsentwicklung, die nicht nur die Verantwortung, sondern auch den selbst gestellten Anspruch des Unternehmens beschreiben:

  • Im Kern ist die RBI AG verantwortungsvoller Banker, der sein Finanzangebot über die schrittweise Weiterentwicklung seiner Produkte und Dienstleistungen zu einem nachhaltigen Finanzprodukt-Portfolio hin entwickelt.
  • Ihren Anspruchsgruppen wie Kunden, Aktionären, Mitarbeitern und Zivilgesellschaft gegenüber handelt die RBI AG als fairer Geschäfts- und Dialogpartner. Durch einen wertschätzenden Dialog mit den wichtigsten Stakeholdern können deren Erwartungen Eingang in die Geschäftspraktiken der RBI AG finden.
  • Darüber hinaus versteht sich die RBI AG als engagierter Unternehmensbürger, der für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt eintritt. Dabei setzt sich die RBI AG für eine klima- und umweltfreundliche Gesellschaft sowie für die Förderung des kulturellen Lebens ein. Ebenso sollen nachhaltiges Wirtschaften und eine offene Bürgergesellschaft forciert werden.

Gesellschaftliches Engagement

Das von Toleranz und Humanismus getragene gesellschaftliche Engagement der RBI AG zeigt sich in Corporate-Volunteering-Programmen und Partnerschaften mit Non-Profit-Organisationen. So führte die RBI AG 2013 bereits zum sechsten Mal die Weihnachts-Charity "Surprise in a Box" durch, in deren Rahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konzernzentrale Geschenke für bedürftige Kinder des Asylzentrums der Caritas in Wien spenden und verpacken.

Die RBI AG unterstützt weiters die 2006 gegründete H. Stepic CEE Charity, die sich mit karitativen Projekten in Zentral- und Osteuropa engagiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RBI AG, die in der H. Stepic CEE Charity ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, setzten in Zusammenarbeit mit lokalen Nichtregierungsorganisationen in den vergangenen Jahren bereits 27 Projekte, so z. B. Fundraising für ein rumänisches Bildungsprojekt, um.

Umfassende Stakeholder-Einbindung

Ende November 2013 fand bereits der vierte Stakeholder Council der RBI AG statt. Im Vorjahr waren externe und interne Stakeholder eingeladen worden, um ausgewählte Themen für ein wirkungsvolles Nachhaltigkeitsmanagement zu priorisieren. In der Berichtsperiode lag nun der Fokus auf der Bearbeitung jener Themen, bei denen sich aufgrund einer Anfang des Jahres durchgeführten Online-Stakeholder-Befragung Entwicklungsbedarf gezeigt hatte. Am Dialogtisch "Verantwortungsvoller Banker" wurden etwa in Kleingruppen die Themen "Erwartungen zu nachhaltigen Produkten" und "Chancen-, Innovations- und Risikomanagement" diskutiert. Das Handlungsfeld "Fairer Partner" beinhaltete die Themen "Wünsche an die zukünftige Stakeholder-Einbindung", "Bewusstseinsbildung zur Nachhaltigkeit bei Mitarbeitern" und "Work-Life Balance". Für die Rolle des "Engagierten Bürgers" wurden die Themen "Nachhaltige Entwicklung in die Gesellschaft bringen" und "Nachhaltigkeit im Unternehmertum" beleuchtet. Bei dieser Veranstaltung entstanden viele konstruktive Ideen und Anregungen, die nach eingehender Analyse in das Nachhaltigkeitsprogramm 2014 aufgenommen werden.

Nachhaltigkeitsratings und Nachhaltigkeitsindizes

Neben Finanzkennzahlen beziehen Investoren unter anderem Nachhaltigkeitskriterien in ihre Investitionsentscheidungen ein. Orientierung bieten dabei Analysen und Ratings von auf Nachhaltigkeit spezialisierten Rating-Agenturen sowie Indexanbietern. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die für die RBI relevanten Ratings und Indizes:

Verbesserung des Ratings der oekom research AG

Die Beurteilung der sozialen und ökologischen Performance eines Unternehmens im Rahmen der Corporate Ratings erfolgt bei oekom research anhand von über 100 branchenspezifisch ausgewählten sozialen und ökologischen Kriterien. Das Nachhaltigkeitsrating der RBI AG wurde aufgrund umfangreicher Maßnahmen verbessert.

Mitglied im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX

Die RBI ist seit mehreren Jahren im VÖNIX, dem Nachhaltigkeitsindex der Wiener Börse, gelistet. Der nach Streubesitz gewichtete Preisindex enthält Unternehmen, deren Aktien an der Wiener Börse gehandelt werden und die hinsichtlich ihrer sozialen sowie ökologischen Leistungen führend sind.

Aufnahme in die STOXX Global ESG Leaders Indizes

Im September 2013 wurde die RBI AG in die STOXX Global ESG Leaders Indizes aufgenommen. Diese Indexfamilie beinhaltet eine Gruppe von Nachhaltigkeitsindizes, ihre Mitglieder werden mithilfe eines transparenten und strukturierten Verfahrens aus

1.800 STOXX-Global-Unternehmen ermittelt. Die Bewertung erfolgt dabei in den drei Kategorien Umwelt, Soziales und Governance.

Erfolgreiche Teilnahme am Carbon Disclosure Project

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine Non-Profit-Organisation, die eine Senkung der CO2 -Emissionen zum Ziel hat. Dazu will sie Unternehmen zu mehr Transparenz hinsichtlich ihrer Reduktionsziele und -strategien bewegen. CDP wurde von "Rate the Raters" 2012 als bestes Nachhaltigkeitsranking ausgezeichnet und wird unter anderem von der Initiative Caring for Climate des UN Global Compact, dem Dow Jones Sustainability Index und der Global Reporting Initiative als Standard in Fragen des Klimawandels herangezogen und empfohlen.

Seit drei Jahren legt die RBI AG dem CDP Rechenschaft ab. Am 5. November 2013 erhielt sie nun erstmals eine Auszeichnung für ihre über dem Durchschnitt des Finanzsektors liegende Darstellung klimarelevanter Leistungen. Dieser Erfolg basiert auf der Evaluierung betriebsökologisch bedeutsamer Maßnahmen, deren Umsetzung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz darstellt. Im Zuge dieser Analyse erwies sich der Stromverbrauch als jener Bereich, der bei der RBI AG die größten CO2 -Emissionen verursacht, und wurde daher an allen Wiener Standorten Anfang 2013 auf reinen Ökostrom umgestellt. Mit der erhaltenen Auszeichnung war die Aufnahme der RBI AG in den Carbon Performance Leadership Index verbunden, der die Unternehmen mit den höchsten Wertungen in sich vereint.

2013 wurden alle an CDP übermittelten ökologischen Daten auch einer externen Auditierung unterzogen.

Auszeichnung mit dem ASRA

Der Nachhaltigkeitsbericht der RZB-Gruppe 2011/2012 wurde am 26. November 2013 in der Kategorie "Große Unternehmen" von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder mit dem Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA) ausgezeichnet. Besonders positiv bewertet wurde dabei der vorbildliche Stakeholder-Prozess zur Konkretisierung der Nachhaltigkeitsstrategie, die konsequent in Handlungsschwerpunkte umgelegt und organisatorisch verankert wurde.

Den Nachhaltigskeitbericht finden Sie unter www.rbinternational.com → Über uns → Nachhaltigkeitsmanagement → Nachhaltigkeitsbericht/CoC.

Risikomanagement

Das Eingehen von Risiken und deren Transformation sind integrale Bestandteile des Bankgeschäfts. Daher gehört das aktive Management von Risiken ebenso zu den Kernkompetenzen der Gesamtbanksteuerung wie die Kapitalplanung sowie die Steuerung von Kosten und Erträgen. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.

Diese Funktion umspannt die gesamte Organisationsstruktur und sämtliche Managementebenen und wird auch in den einzelnen Tochterunternehmen mithilfe der jeweiligen lokalen Risikomanagement-Organisation umgesetzt. Sie ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen, um letztendlich ein angemessenes Verhältnis von Risiken und Ertrag zu gewährleisten. Nähere Informationen zum Aufbau der Risikoorganisation und Kennzahlen finden sich im Risikobericht.

Management von notleidenden Krediten

Die Bearbeitung von Problemkreditfällen war auch im Jahr 2013 eine der Prioritäten des Risikomanagements. Die Ziele und Maßnahmen waren vor allem auf eine Verbesserung der Früherkennung potentieller Problemfälle, das Berichtswesen über Restrukturierungstätigkeiten und eine rasche und effektive Reduktion des Portfolios an notleidenden Krediten gerichtet.

Das im Heimmarkt der RBI AG im Jahr 2013 anhaltende schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld spiegelt sich auch im Anstieg der notleidenden Kredite wider. Besonders das Portfolio an Nichtbanken im Geschäftssegment Group Corporates litt unter dem Ausfall einiger größerer Firmenkunden, was sich auch in einer Erhöhung der geplanten Risikokosten im zweiten Halbjahr niederschlug.

Die Neubildung entsprechender Kreditrisikovorsorgen wurde jedoch durch Erträge aus Sanierungsmaßnahmen zum Teil kompensiert. Dabei wurde eine angemessene Deckung durch Wertberichtigungen gewährleistet.

Die RBI AG erzielte 2013 weitere Prozessverbesserungen in der Früherkennung und Bearbeitung gefährdeter Kredite. Wichtige Eckpfeiler sind hier die verbesserte Effizienz der Prozesse, kontinuierliche Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich.

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätsposition der RBI AG unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Während des Geschäftsjahres 2013 blieb sie weiterhin stabil und wies einen komfortablen Liquiditätspuffer aus.

Um ihr Liquiditätsrisiko zu steuern wendet die RBI AG ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitmodell an, welches einen hohen Liquiditätsüberschuss für kurze Laufzeiten erfordert und auf den vertraglichen und historisch beobachteten Geldmittelzu- und abflüssen basiert ist. Auch für mittlere und langfristige Laufzeiten bestehen entsprechende Limits, welche die negativen Auswirkungen möglicherweise steigender Refinanzierungskosten auf das Geschäftsergebnis der RBI AG mitigieren. Zusätzlich zu den Limitmodellen werden auch regelmäßige Liquiditätsstresstests durchgeführt, um die Auswirkungen von potentiellen Reputations- und Marktkrisenszenarien zu evaluieren und zu begrenzen.

Das Liquiditätsmanagement integriert Erkenntnisse der vergangenen Jahre in die Geldflussmodellierungen, um die darauf basierenden Vorschaurechnungen für Kapitalbindung und Refinanzierungsbedürfnisse anpassen zu können. Dadurch sollen zum einen die Transparenz bezüglich tatsächlich entstehender Kosten und Risiken erhöht und andererseits die richtigen Steuerungsimpulse gesetzt werden.

Die zugrundeliegenden Geldflussmodelle werden periodisch an das beobachtete Verhalten der Portfoliodynamik angepasst. Im Jahr 2013 wurde besonderes Augenmerk auf die Modellierung von notleidenden Krediten und die Finalisierung der Berechnung der Basel III Liquiditätskennzahlen gelegt.

Zinsrisiko

Das Zinsergebnis stellt einen bedeutenden Ergebnisfaktor für die RBI AG dar und trägt damit wesentlich zur Stärkung der Kapitalbasis und zum Erfolg des Geschäftsmodells bei. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird das Risikomanagement im Hinblick auf Zinsflüsse in einer eigenen Einheit unabhängig von der Steuerung des Liquiditätsrisikos wahrgenommen. Hier wird vor allem der Einfluss von unterschiedlichen Zinsszenarien auf das Zinsergebnis simuliert. In enger Kooperation mit den Markteinheiten bereitet sich die RBI AG damit auf unterschiedliche Entwicklungen auf den Märkten vor und kann im Fall negativer Tendenzen schnell reagieren. Im Jahr 2013 standen in diesem Bereich die Weiterentwicklung der zur Verfügung stehenden Analyse- und Reporting-Werkzeuge im Vordergrund.

Marktrisiko

Seit Jänner 2010 basiert das Marktrisikomanagement auf den Zahlen eines internen Modells. Dieses errechnet mit einem hybriden Ansatz, also einer Kombination aus historischer und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien, den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads aus Anleihen und Credit Default Swaps sowie Aktienindizes. Zusätzlich wurde das Modell um ein Stressed-VaR-Modul und um eine Verbesserung der Messung von Optionsrisiken erweitert.

Zur besseren Abbildung jener Risikofaktoren, bei denen die Wahrscheinlichkeit extremer Kursveränderungen höher ist als in einer Normalverteilung, wurden zahlreiche Zusätze in das Modell integriert. Dazu zählen etwa die Anreicherung der Szenarien um extreme Ereignisse oder die Berücksichtigung des aktuellen Volatilitätsniveaus in der Generierung von Szenarien sowie unterschiedliche Zeithorizonte in der Volatilitätsschätzung. Die Wahl dieses Modellzugangs schafft die Basis, um die strengen Basel-III-Anforderungen in internen Modellen umzusetzen.

Der tägliche Steuerungsumfang beinhaltet Handels- und Bankbuch der RBI AG basierend auf dem VaR bei einer Haltedauer von 1 Tag und einem Konfidenzintervall von 99 Prozent sowie Sensitivitätslimits. Die Marktrisikoposition, der Limitprozess und die Darstellung sämtlicher Kapitalmarktaktivitäten in der Erfolgsrechnung zählen zu den fixen Tagesordnungspunkten des wöchentlich tagenden Marktrisiko-Komitees.

Um die Qualität des Modells sicherzustellen, wird es einem täglichen Rückvergleich, dem so genannten Backtesting, unterzogen. Die Ergebnisse dieser Tests lagen stets im Rahmen der Modellerwartungen. Auf Basis dieser guten Ergebnisse ist das interne Modell regulatorisch in der besten Klasse ("Status grün") einzustufen.

Operationales Risiko

Im Bereich des operationellen Risikos werden sowohl interne Risikofaktoren, z. B. unerlaubte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Clearing- und Prozessfehler, Betriebsstörungen und Systemausfälle, als auch externe Risikofaktoren wie Sachschäden und betrügerische Handlungen gesteuert und verwaltet. Diese Risiken werden auf der Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung sowie der Risk-Assessment-Ergebnisse analysiert, verwaltet und kontrolliert.

Mithilfe von Frühwarnindikatoren für das operationale Risiko soll sichergestellt werden, dass mögliche Verluste frühzeitig erkannt und verhindert werden können. Standardisierte Szenarioanalysen werden verwendet, um die Auswirkungen möglicher Ereignisse von geringer Wahrscheinlichkeit, verbunden mit hohem Schadensausmaß, festzustellen.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Die RBI AG beschäftigte sich auch 2013 intensiv mit den laufenden bzw. bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Eine der wesentlichen Entwicklungen war die Vorbereitung auf die geänderten gesetzlichen Regelungen, die mit den EU-Richtlinien zu Basel-III (CRD IV/CRR) Anfang 2014 in Kraft getreten sind, und die entsprechende Analyse der Auswirkungen.

Im zweiten Halbjahr 2013 wandte sich das Hauptaugenmerk in Richtung der Vorbereitung auf die Neuerungen im Hinblick auf den Single Supervisory Mechanismus, besonders die damit einhergehenden Bilanzprüfungen (" Comprehensive Assessment") durch die Europäische Zentralbank (EZB), welche auch die "Asset Quality Review" und einen europaweiten Stress Test im ersten Halbjahr 2014 mit sich bringen wird. Als Teil der RZB Gruppe wird die RBI AG im Zuge dieser aufsichtsrechtlichen Überprüfungen eine zentrale Rolle einnehmen. Um für die von der EZB durchgeführten Prüfungen optimal vorbereitet zu sein und eine gute Datenqualität zu gewährleisten, wurde ein internes Projekt aufgesetzt, welches im ständigen Kontakt mit der lokalen Aufsicht stand.

Risiken von Finanzinstrumenten (Risikobericht)

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI AG eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt die Bank ihr umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und Organisation des Risikomanagements und stellt die aktuelle Risikoposition für alle materiellen Risiken dar.

Grundsätze des Risikomanagements

Die RBI AG verfügt über ein System von Risikoprinzipien sowie Risikomessungs- und Überwachungsverfahren mit dem Ziel, die Risiken aller Banken und Spezialgesellschaften der Bank zu kontrollieren und zu steuern. Die Risikopolitik und die Grundsätze des Risikomanagements werden vom Vorstand der RBI AG festgelegt, wobei zu den Risikogrundsätzen der Bank unter anderem folgende Prinzipien gehören:

Integriertes Risikomanagement

Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationelle Risiken werden als Hauptrisiken unternehmensweit gesteuert. Dazu werden diese Risiken gemessen, limitiert, aggregiert und den verfügbaren Risikodeckungsmassen gegenübergestellt.

Einheitliche Methoden

Um einen konsistenten und kohärenten Risikomanagementansatz zu gewährleisten, werden einheitliche Methoden zur Risikobeurteilung und Limitierung eingesetzt. Dieses Vorgehen ist effizient für die Entwicklung von Risikomanagement-Methoden und bildet die Grundlage für eine einheitliche Konzernsteuerung in allen Ländern und Geschäftssegmenten der RBI AG.

Laufende Planung

Die Risikostrategien und das Risikokapital werden während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet und bewilligt. Wesentliches Augenmerk wird dabei auch auf die Vermeidung von Risikokonzentrationen gelegt.

Unabhängige Kontrolle

Es besteht eine klare personelle und funktionale Trennung zwischen den Geschäfts- und allen Risikomanagement- und Risikocontrollingaktivitäten.

Vor- und Nachkalkulation

Risiken werden konsistent im Rahmen des Produktvertriebs und in der risikoadjustierten Performancemessung berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass Geschäfte grundsätzlich nur unter Berücksichtigung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses abgeschlossen und Anreize zum Eingehen hoher Risiken vermieden werden.

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand der RBI AG stellt die angemessene Organisation und die Weiterentwicklung des Risikomanagements sicher. Er entscheidet über die angewendeten Verfahren zur Identifikation, Messung und Überwachung der Risiken und trifft Steuerungsmaßnahmen anhand der erstellten Auswertungen und Analysen. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch unabhängige Risikomanagementeinheiten und spezifische Komitees unterstützt.

Grundsätzlich erfolgt das Risikomanagement der RBI AG auf mehreren Stufen. Die RBI AG entwickelt und implementiert die entsprechenden Konzepte in Abstimmung mit der Raiffeisen Zentralbank AG als übergeordnetes Kreditinstitut und in Zusammenarbeit mit den einzelnen Tochtereinheiten des Konzerns. Die zentralen Risikomanagementeinheiten sind einerseits verantwortlich für die angemessene und geeignete Umsetzung der Risikomanagementprozesse im gesamten Unternehmen, andererseits implementieren sie die Risikopolitik in den jeweiligen Risikokategorien bzw. steuern das Geschäft der RBI AG innerhalb der genehmigten Risikobudgets.

Die im Bankwesengesetz geforderte Funktion des zentralen und unabhängigen Risikocontrollings wird durch den organisatorischen Bereich Risk Controlling ausgeübt. Dessen Aufgaben umfassen die Erstellung des unternehmensweiten und risikokategorieübergreifenden Regelwerks zur Risikosteuerung sowie die unabhängige und neutrale Berichterstattung über das Risikoprofil an den Gesamtvorstand und die einzelnen Geschäftsbereichsverantwortlichen.

Risikokomitees

Das Risk Management Committee ist für die laufende Weiterentwicklung und Implementierung der Methoden und Parameter zur Risikomessung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente zuständig. Dieses Komitee beurteilt auch die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung einer angemessenen Kapitalausstattung und der entsprechenden Risikolimits. Es bewilligt die verschiedenen Risikomanagement- und –steuerungsaktivitäten (wie z.B. die Allokation von Risikobudgets) und unterstützt den Vorstand bei diesen Tätigkeiten.

Das Market Risk Committee steuert das Marktrisiko aus Handels- und Bankbuchgeschäften und legt die entsprechenden Limits und Verfahren fest. In diese Steuerung fließen insbesondere die Geschäftsergebnisse, die ermittelten Risiken und die gemessene Limitauslastung sowie die Ergebnisse aus Szenarienanalysen und Stresstests betreffend Marktrisiken ein.

Die Credit Committees setzen sich aus Vertretern der Bereiche Markt und Marktfolge zusammen, wobei sich die personelle Besetzung je Kundengruppe für Firmenkunden, Finanzinstitute und den öffentlichen Sektor unterscheidet. Sie beschließen die konkreten Kreditvergabekriterien für einzelne Kundensegmente und Länder und treffen im Rahmen des Kreditgenehmigungsprozesses und der rating- und volumenorientierten Kompetenzordnung die jeweiligen Kreditentscheidungen.

Das Group Asset/Liability Committee beurteilt und steuert das Bilanzstruktur- und Liquiditätsrisiko und legt die Methodik für das interne Transferpreissystem fest. Es nimmt in diesem Zusammenhang wesentliche Aufgaben betreffend die langfristige Refinanzierungsplanung sowie die Festlegung von Absicherungsmaßnahmen zu strukturellen Zins- und Währungsrisiken wahr.

In den Credit Portfolio Committees erfolgt die Definition der jeweiligen Kreditportfoliostrategie für unterschiedliche Kundensegmente. In diesen Komitees evaluieren Vertreter der Markt- und Risikomanagement-Einheiten gemeinsam die Risiken und Potenziale unterschiedlicher Kundengruppen (z.B. Industriezweige, Länder, Kundensegmente). Das Kreditportfoliomanagement entwickelt darauf aufbauend Kreditvergaberichtlinien und Limits zur zukünftigen Ausrichtung des Kreditportfolios.

Das Operational Risk Management Comiteee setzt sich sowohl aus Vertretern der Geschäftsbereiche (Privat, Markt und Kommerzkunden) als auch Teilnehmern aus Compliance, Fraud Management, Internal Control System, Operations, Human Ressources, Security und Risk Controlling mit Vorsitz des CROs zusammen. Dieses Gremium ist mit der Steuerung des operationellen Risikos der RBI AG Gruppe betraut, um basierend auf dem Risikoprofil und der Geschäftsstrategie eine operationelle Risikostrategie abzuleiten und zu etablieren sowie Entscheidungen in Hinblick auf Maßnahmen und Risikoakzeptanz zu treffen.

Gesamtbankrisikosteuerung

Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung ist eines der wesentlichen Ziele des Risikomanagements der RBI AG. Die erforderliche Kapitalausstattung wird dazu regelmäßig auf Basis des nach internen Modellen ermittelten Risikos beurteilt, wobei in der Wahl der verwendeten Modelle auf die Wesentlichkeit der Risiken Rücksicht genommen wird. Dieses Konzept zur Risikosteuerung berücksichtigt die Kapitalerfordernisse sowohl aus regulatorischer Sicht (Nachhaltigkeits- und Going-Concern-Perspektive) als auch unter einem ökonomischen Gesichtspunkt (Zielrating-Perspektive). Es entspricht damit dem quantitativen Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung (ICAAP), wie in Säule 2 von Basel II gefordert. Der gesamte ICAAP-Prozess der RBI AG wird jährlich im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Evaluierung der RZB Kreditinstitutsgruppe durch die österreichische Finanzmarktaufsicht geprüft.

Ziel Risiko Messmethode Konfidenzniveau
Zielrating-Perspektive Risiko, die Forderungen vorrangiger
Gläubiger des Unternehmens nicht
bedienen zu können
Der unerwartete Verlust für den
Risikohorizont von einem Jahr
("Ökonomisches Kapital") darf den
aktuellen Wert des Eigenkapitals und
nachrangiger Kapitalformen nicht
überschreiten
99,95 Prozent abgeleitet von der
Ausfallwahrscheinlichkeit des
angestrebten Ratings
Going-Concern-Perspektive Risiko, das Kapitalerfordernis
entsprechend der Basel-III
Regelungen zu unterschreiten
Die Risikotragfähigkeit (erwarteter
Gewinn und nicht für
aufsichtsrechtliche Zwecke
gebundenes Kapital) muss den Value
at-Risk (Risikohorizont: 1 Jahr) des
Unternehmens übersteigen
95 Prozent spiegelt die Bereitschaft
der Eigentümer wider, zusätzliche
Eigenmittel zur Verfügung zu stellen
Nachhaltigkeits-Perspektive Risiko, eine nachhaltige
Kernkapitalquote über den
Konjunkturzyklus hinweg zu
unterschreiten
Kapital- und Ertragsprognose für die
dreijährige Planungsperiode bei
Annahme eines signifikanten
makroökonomischen Abschwungs
70-90 Prozent basierend auf der
Management-entscheidung,
potenziell temporäre
Risikoreduktionen oder stabilisierende
Eigenkapitalmaßnahmen
vorzunehmen

Zielrating-Perspektive

In der Zielrating-Perspektive werden Risiken durch das ökonomische Kapital gemessen, das eine vergleichbare Risikokennzahl für alle Risikoarten darstellt. Es wird als die Summe von unerwarteten Verlusten aus den Geschäften in den unterschiedlichen Risikokategorien (Kredit-, Beteiligungs-, Markt-, Liquiditäts-, makroökonomisches und operationelles Risiko sowie das Risiko aus sonstigen Sachanlagen) berechnet. Zusätzlich fließt ein allgemeiner Puffer für andere Risikoarten ein, die nicht explizit quantifiziert werden.

in € Tausend 2013 Anteil 20121 Anteil
Beteiligungsrisiko 1.972.937 59,4% 1.907.799 52,2%
Kreditrisiko Firmenkunden 721.260 21,7% 670.244 18,3%
Kreditrisiko Kreditinstitute 158.410 4,8% 199.695 5,5%
Risikopuffer 157.374 4,7% 173.785 4,8%
Operationelles Risiko 106.800 3,2% 142.546 3,9%
Marktrisiko 94.140 2,8% 441.921 12,1%
Sonstige Sachanlagen 71.280 2,1% 58.125 1,6%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 21.070 0,6% 50.674 1,4%
Makroökonomisches Risiko 18.421 0,6% 7.912 0,2%
Liquiditätsrisiko 1.590 0,0% 4.699 0,1%
Gesamt 3.323.282 100,0% 3.657.399 100,0%

1 Neue Berechnungsmethode Beteiligungsrisiko (Einrechnung Netzwerkeinheiten) zur Vergleichbarkeit auch auf 2012 angewandt.

Die RBI AG wendet zur Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,95 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings der RBI AG ableitet. Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung der Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Das ökonomische Kapital dient als wichtiges Instrument in der Gesamtbankrisikosteuerung und wird bei der Allokation von Risikobudgets herangezogen. Limits für ökonomisches Kapital werden dazu im jährlichen Budgetierungsprozess auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt und für die operative Steuerung durch Volumen-, Sensitivitäts- oder Value-at-Risk-Limits ergänzt. Diese Planung erfolgt in der RBI AG jeweils für drei Jahre auf revolvierender Basis und bezieht sich sowohl auf die zukünftige Entwicklung des ökonomischen Kapitals als auch auf das zur Verfügung stehende interne Kapital. Das ökonomische Kapital wirkt sich somit wesentlich auf die Planung der zukünftigen Kreditvergabe und das Gesamtlimit für Marktrisiken aus.

Auch die risikoadjustierte Performancemessung basiert auf diesem Risikomaß. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zum ökonomischen Kapital, das dieser Einheit zuzurechnen ist, gesetzt (Verhältnis von risikoadjustiertem Ertrag zu risikoadjustiertem Kapital, RORAC). Dies ergibt eine vergleichbare Performancekennzahl für alle Geschäftseinheiten der Bank, die wiederum als Kennzahl in der Gesamtbanksteuerung, der diesbezüglichen zukünftigen Kapitalallokation und der Vergütung für Geschäftsleiter Berücksichtigung findet.

Going-Concern-Perspektive

Parallel zur Zielrating-Perspektive erfolgt die Beurteilung der angemessenen Kapitalausstattung mit Fokus auf den Fortbestand der Bank auf Basis des Going-Concern-Prinzips. Hier wird das Risiko wiederum einer entsprechenden Risikotragfähigkeit – mit Blick auf das regulatorische Eigenkapital- und Eigenmittelerfordernis – gegenübergestellt. Die Berechnung wurde bereits im Lauf des Jahres 2012 auf die Basel-III-Regelungen umgestellt.

Dem Absicherungsziel folgend werden erwartete Gewinne, erwartete Risikovorsorgen und überschüssige Eigenmittel (unter Berücksichtigung der diversen Anrechnungsgrenzen) zur Risikotragfähigkeit gezählt. Dem wird ein Value-at-Risk (inklusive erwarteter Verluste) gegenübergestellt, dessen Berechnung auf vergleichbaren Verfahren (mit geringerem Konfidenzniveau von 95 Prozent) wie den in der Zielrating-Perspektive angewendeten beruht. Mit diesem Ansatz sichert die Bank die ausreichende Kapitalisierung aus regulatorischer Sicht (Going-Concern) mit dem gewünschten Wahrscheinlichkeitsniveau ab.

Nachhaltigkeits-Perspektive

Das Ziel der Nachhaltigkeits-Perspektive ist es, sicherzustellen, dass die RBI AG am Ende in der mehrjährigen vollen Planungsperiode auch in einem sich unerwartet verschlechternden makroökonomischen Umfeld über eine ausreichend hohe Kernkapitalquote verfügt. Die Analyse der Nachhaltigkeits-Perspektive basiert hier auf einem mehrjährig angelegten makroökonomischen Stresstest, in dem hypothetische Marktentwicklungen bei einem signifikanten, aber realistischen wirtschaftlichen Abschwung simuliert werden. Als Risikoparameter kommen dabei unter anderem Zinskurven, Wechselkurse und Wertpapierkurse, aber auch Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Rating-Migrationen im Kreditportfolio zum Einsatz.

Das Hauptaugenmerk dieses integrierten Stresstests gilt der daraus resultierenden Kernkapitalquote am Ende der mehrjährigen Betrachtung. Diese soll einen nachhaltigen Wert nicht unterschreiten und somit keine Notwendigkeit für substantielle Kapitalerhöhungen oder tiefgehende Einschränkungen des Geschäftsvolumens darstellen. Die aktuell erforderliche Kernkapitalausstattung resultiert damit aus dem wirtschaftlichen Rückschlagpotenzial. In das unterstellte Abschwungszenario fließen dabei sowohl die Bildung von notwendigen Risikovorsorgen und potenzielle prozyklische Effekte (welche die regulatorischen Kapitalerfordernisse ansteigen lassen) als auch Fremdwährungseffekte und sonstige Bewertungs- und Ertragskomponenten ein.

Diese Perspektive ergänzt somit auch die sonst übliche Risikomessung auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts (das im Wesentlichen auf historischen Daten beruht). Dadurch können auch außergewöhnliche und in der Vergangenheit nicht beobachtbare Marktsituationen abgedeckt und potenzielle Auswirkungen dieser Entwicklungen abgeschätzt werden. Der Stresstest ermöglicht auch die Analyse von Risikokonzentrationen (z.B. in Einzelpositionen, Wirtschaftszweigen oder Regionen) und erlaubt einen Einblick in die Profitabilität, Liquidität und Solvabilität bei außergewöhnlichen Umständen. Das Risikomanagement der RBI AG steuert darauf aufbauend aktiv die Portfolio-Diversifikation, z.B. durch Obergrenzen für das Gesamt-Exposure in einzelnen Wirtschaftszweigen und Ländern oder durch eine laufende Anpassung der entsprechenden Kreditvergabestandards.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI AG betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Es ist die mit Abstand wichtigste Risikokategorie für die RBI AG, wie auch aus dem internen und regulatorischen Kapitalerfordernis ersichtlich ist. Kreditrisiken werden folglich sowohl auf Einzelkredit- und Kundenbasis als auch auf Portfoliobasis überwacht und analysiert. Grundlage für die Kreditrisikosteuerung und Kreditentscheidung sind die Kreditrisikopolitik, die Kreditrisikohandbücher und die zu diesem Zweck entwickelten Kreditrisikomanagementmethoden und -prozesse. Das interne Kontrollsystem für Kreditrisiken umfasst verschiedene Formen von Überwachungsmaßnahmen, die unmittelbar in die zu überwachenden Arbeitsabläufe – vom Kreditantrag des Kunden über die Kreditentscheidung der Bank bis hin zur Rückzahlung des Kredits – integriert sind.

Im Non-Retail-Bereich erfolgt keine Kreditvergabe, ohne zuvor den Kreditentscheidungsprozess durchlaufen zu haben. Dieser Prozess wird – neben der Vergabe von Neukrediten – auch für Krediterhöhungen, Prolongationen, Überziehungen und bei Änderung risikorelevanter Sachverhalte, die der ursprünglichen Kreditentscheidung zugrunde lagen (z.B. wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers, Verwendungszweck oder Sicherheiten), durchlaufen. Er gilt auch für die Festlegung von kreditnehmerbezogenen Limits für Handels- und Emissionsgeschäfte, sonstigen mit Kreditrisiko behafteten Limits und für Beteiligungen.

Kreditentscheidungen werden je nach Größe und Art des Kredits anhand einer hierarchischen Kompetenzordnung gefällt. Für individuelle Kreditentscheidungen und die turnusmäßige Beurteilung der Adressenausfallrisiken sind dabei immer die Zustimmung der Bereiche Markt und Marktfolge einzuholen. Für den Fall voneinander abweichender Voten der einzelnen Kompetenzträger sieht die Kompetenzordnung ein Eskalationsverfahren in die nächsthöhere Kompetenzstufe vor.

Kreditportfoliomanagement

Das Kreditportfolio der RBI AG wird unter anderem anhand der Portfoliostrategie gesteuert. Diese begrenzt die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen oder Produkttypen und vermeidet dadurch unerwünschte Risikokonzentrationen. Darüber hinaus werden laufend die langfristigen Entwicklungschancen in den einzelnen Märkten analysiert. Dies ermöglicht es schon frühzeitig, strategische Weichenstellungen in Bezug auf das künftige Kreditengagement vorzunehmen.

Das Kreditportfolio der RBI AG ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifizierung des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die Forderungen gliedern sich dem Risikoland der Kunden entsprechend nach Regionen wie folgt (Länder mit Kreditobligo größer als € 2 Milliarden sind getrennt dargestellt):

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Österreich 27.652.969 34,5% 30.355.596 35,0%
Ferner Osten 6.769.775 8,4% 8.302.834 9,6%
Deutschland 4.873.240 6,1% 5.384.214 6,2%
Frankreich 4.724.713 5,9% 4.859.555 5,6%
Polen 4.699.688 5,9% 4.430.655 5,1%
Großbritannien 3.918.384 4,9% 6.363.197 7,3%
Russland 3.223.874 4,0% 3.196.822 3,7%
USA 3.119.428 3,9% 2.478.291 2,9%
Rumänien 2.739.057 3,4% 2.751.585 3,2%
Niederlande 1.923.954 2,4% 1.712.005 2,0%
Schweiz 1.555.738 1,9% 2.006.878 2,3%
Ukraine 1.397.930 1,7% 1.719.556 2,0%
Sonstige 13.532.076 16,9% 13.123.005 15,1%
Gesamt 80.130.826 100,0% 86.684.193 100,0%

Im Rahmen der Risikopolitik und Bonitätsbeurteilung der RBI AG findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der größte Branchenanteil entfällt auf das Kreditwesen, wobei dieser zu einem hohen Teil dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen ist (Liquiditätsausgleichsfunktion). Der öffentliche Sektor ist im Wesentlichen auf Wertpapierbestände der Republik Österreich als Emittent zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegliedert nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Tausend 2013 Anteil 2012 Anteil
Kredit- und Versicherungswesen 42.247.790 52,7% 50.275.113 58,0%
Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von
unternehmensbezogenen Dienstleistungen
11.519.589 14,4% 11.682.367 13,5%
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und
Gebrauchsgütern
7.708.429 9,6% 7.670.714 8,8%
Sachgütererzeugung 6.368.006 7,9% 6.229.093 7,2%
Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherung 3.302.720 4,1% 2.110.631 2,4%
Bauwesen 1.619.498 2,0% 1.739.999 2,0%
Energie- und Wasserversorgung 1.541.164 1,9% 1.324.945 1,5%
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht, Bergbau und
Gewinnung von Steinen und Erden
1.029.452 1,3% 1.256.181 1,4%
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 1.332.672 1,7% 1.178.031 1,4%
Unterrichtswesen, Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen,
Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen
Dienstleistungen 969.726 1,2% 787.625 0,9%
Sonstige 2.491.779 3,1% 2.429.496 2,8%
Gesamt 80.130.826 100,0% 86.684.193 100,0%

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt maßgeschneidert und somit getrennt für die unterschiedlichen Forderungsklassen. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Software-Tools (z.B. zur Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalls-Datenbank) zur Verfügung.

Kreditsicherheiten stellen eine wesentliche Strategie und eine aktiv verfolgte Maßnahme zur Reduktion des potentiellen Kreditrisikos dar. Der Sicherheitenwert und der Effekt anderer risikomindernder Maßnahmen werden während der Kreditentscheidung beurteilt. Als risikomindernd wird jeweils jener Wert angesetzt, den die RBI AG bei Verwertung innerhalb einer angemessenen Zeitspanne erwartet. Die anerkannten Sicherheiten sind im Sicherheitenkatalog und den dazugehörigen Bewertungsrichtlinien festgelegt. Der Sicherheitenwert errechnet sich dabei anhand einheitlicher Methoden, die standardisierte Berechnungsformeln mit Marktwerten, vordefinierten Abschlägen und Expertengutachten umfassen.

Kreditausfall- und –abwicklungsprozess

Das Kreditportfolio sowie die Kreditnehmer unterliegen einer laufenden Überwachung. Wesentliche Ziele dieses Monitorings sind, die widmungsgemäße Verwendung der Kredite sicherzustellen und die wirtschaftliche Situation der Kreditnehmer zu verfolgen. Bei den Non-Retail-Segmenten Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor wird zumindest einmal jährlich eine derartige Kreditüberprüfung durchgeführt. Sie umfasst sowohl die erneute Bonitätseinstufung als auch die Neubewertung von finanziellen und dinglichen Sicherheiten.

Problemkredite – also jene Aushaftungen bei denen materielle Schwierigkeiten oder Zahlungsverzug der Kreditnehmer erwartet werden – bedürfen einer weitergehenden Bearbeitung. In den Non-Retail-Bereichen entscheiden Problemkreditrunden über die gefährdeten Kredite. Problemkredite werden im Fall einer notwendigen Kreditsanierung an Spezialisten oder Restrukturierungseinheiten (Workout-Abteilungen) übergeben. Die Mitarbeiter dieser Abteilung können durch die frühzeitige Einbindung eine Reduktion der Verluste aus Problemkrediten erzielen.

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing loan – NPL) ist gemäß interner Definition gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. In der RBI AG werden dabei für die Bestimmung eines Forderungsausfalls bei Non-Retail-Kunden zwölf verschiedene Indikatoren verwendet. So gilt es z.B. als Forderungsausfall, wenn der Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung bzw. Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen wurde bzw. wenn seitens des Kreditrisikomanagements eine Forderung an den Kunden als nicht vollständig einbringlich gewertet oder durch die Workout-Unit eine Sanierung des Kunden erwogen wird.

Im Zuge des Basel-II-Projektes wurde eine konzernweite Ausfalldatenbank zur Erfassung und Dokumentation von Kundenausfällen erstellt. In dieser Datenbank werden auch Defaults und Default-Gründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird. Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Richtlinien, die auf IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Kreditrisikovorsorgen.

Länderrisiko

Das Länderrisiko umfasst das Transfer- und Konvertibilitätsrisiko sowie das politische Risiko. Es resultiert aus grenzüberschreitenden Transaktionen oder aus Direktinvestitionen in Drittstaaten. Die RBI AG ist diesem Risiko durch ihre Geschäftstätigkeit in den Konvergenzmärkten Zentral- und Osteuropas ausgesetzt, in denen die politischen und wirtschaftlichen Risiken weiterhin teilweise als signifikant angesehen werden.

Die aktive Länderrisikosteuerung der RBI AG erfolgt auf Basis der vom Vorstand festgelegten Country Risk Policy, die als Teil des Kreditportfolio-Limitsystems eine streng definierte Obergrenze für grenzüberschreitende Transaktionen gegenüber einzelnen Ländern festlegt. Im täglichen Ablauf müssen die Geschäftseinheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen zusätzlich zu kundenspezifischen Limits folglich auch Limitanträge für die betroffenen Länder stellen. Die absolute Höhe der Limite für die unterschiedlichen Länder wird dabei modellgestützt ermittelt, wobei im Modell sowohl das interne Länder-Rating und die Größe des Landes als auch die Eigenkapitalausstattung der RBI AG Berücksichtigung finden.

Das Länderrisiko fließt weiters über das interne Transferpreissystem in die Produktkalkulation und in die risikoadjustierte Performancemessung ein. Die Bank bietet dadurch einen Anreiz für die Geschäftseinheiten, Länderrisiken durch Versicherungen (z.B. durch Exportkreditversicherungsagenturen) oder Bürgschaften aus Drittstaaten abzusichern. Die aus der Länderrisikoanalyse gewonnenen Einschätzungen werden aber nicht nur zur Begrenzung des Gesamtvolumens an grenzüberschreitenden Transaktionen eingesetzt sondern kommen auch bei der Limitierung des Gesamtexposures (also auch jenes, das durch lokale Einlagen refinanziert wird) in einzelnen Ländern zur Anwendung. Damit richtet die RBI AG ihre Geschäftsaktivitäten an die erwartete wirtschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen Märkten aus und forciert die breite Diversifikation des Kreditportfolios.

Kontrahentenausfallrisiko

Ein Kontrahentenausfall bei Derivat-, Pensions- und Wertpapierleihgeschäften kann Verluste durch die Kosten der Wiederbeschaffung eines äquivalenten Kontrakts verursachen. Dieses Risiko wird von der RBI AG durch die Marktbewertungsmethode gemessen, die den gegenwärtigen Marktwert und einen vordefinierten Add-on für etwaige Veränderungen des Forderungswerts in der Zukunft berücksichtigt. Der Gesamtbetrag der dadurch ermittelten potenziellen erwarteten Kreditforderungen aus Derivatgeschäften ist in den Tabellen der einzelnen Kundensegmente enthalten. Für die interne Steuerung werden die möglichen Preisänderungen, die den fairen Wert dieser Instrumente beeinflussen, je nach Instrumentenkategorie auf Basis der historischen Marktwertbewegungen ermittelt.

Voraussetzung für den Abschluss von derivativen Kontrakten ist die Einhaltung des Kreditgenehmigungsprozesses, für den die gleichen Risikoklassifizierungs-, -limitierungs und -überwachungsverfahren wie im klassischen Kreditgeschäft gelten. Eine wesentliche Strategie zur Reduktion dieses Risikos stellen Kreditrisikominderungstechniken, z.B. Netting und Sicherheiten, dar. Grundsätzlich strebt die RBI AG für alle wesentlichen Derivatgeschäfte mit Marktteilnehmern den Abschluss eines standardisierten ISDA-Rahmenvertrags für das bilaterale Netting und eines entsprechenden Credit Support Annex (CSA) zur Absicherung der jeweils aktuellen Marktwerte auf täglicher Basis an.

Beteiligungsrisiko

Als Teil des Bankbuchs werden auch die Risiken aus börsenotierten und nicht börsenotierten Beteiligungen verstanden, die gesondert unter dieser Risikokategorie ausgewiesen werden. Die Mehrzahl an direkten oder indirekten Beteiligungen der RBI AG wird in der Konzernbilanz (z.B. Netzwerkbanken, Leasinggesellschaften) vollkonsolidiert und deren Risiko somit detailliert erfasst. Für die in diesen Beteiligungen entstehende Risiken kommen daher die in den anderen Risikoarten beschriebenen Steuerungs-, Mess-, und Überwachungsmethoden zum Einsatz.

Dem Beteiligungsrisiko und dem Ausfallrisiko liegen ähnliche Wurzeln zugrunde: einer Verschlechterung der finanziellen Situation einer Beteiligung folgt meist eine Ratingherabstufung (bzw. der Ausfall) dieser Einheit. Die verwendete Methodik zur Value-at-Risk-Berechnung bzw. internen Risikokapitalermittlung für Beteiligungen ist jedoch vergleichbar mit jener für Preisrisiken aus Aktienpositionen. Es werden allerdings dabei aufgrund des längerfristigen strategischen Charakters von Beteiligungen jährliche Volatilitäten basierend auf mehrjährigen Betrachtungszeiträumen (anstelle täglicher Veränderungen) herangezogen.

Die Beteiligungen der RBI AG werden vom Bereich Participations verwaltet. Dieser Bereich überwacht die Risiken, die sich aus den langfristig orientierten Eigenkapitalbeteiligungen ergeben und verantwortet auch die Ergebnisse, die daraus resultieren. Neuinvestitionen werden nur vom Vorstand der RBI AG auf Basis einer separaten Kaufprüfung getätigt.

Marktrisiko

Die RBI AG definiert Marktrisiko als die potenzielle negative Veränderung des Marktpreises der Handels- und Investmentpositionen. Das Marktrisiko wird durch Schwankungen der Wechselkurse, Zinssätze, Credit Spreads, Aktienpreise und Warenpreise sowie anderer relevanter Marktparameter, wie z. B. impliziter Volatilitäten, bestimmt.

Das Marktrisiko der Kundenbereiche wird mittels Transferpreismethode in den Unternehmensbereich Treasury transferiert. Treasury ist für das Management dieser strukturellen Risiken sowie die Einhaltung der Gesamtbanklimits verantwortlich. Der Unternehmensbereich Capital Markets umfasst den Eigenhandel, das Market Making und das Kundengeschäft mit Geld- und Kapitalmarktprodukten.

Organisation des Marktrisikomanagements

Die RBI AG misst, überwacht und steuert alle Marktrisiken auf Gesamtbankebene.

Die Aufgabe des strategischen Marktrisikomanagements wird durch das Marktrisiko Komitee wahrgenommen, das für das Management und die Steuerung aller Marktrisiken verantwortlich zeigt. Das Gesamtbanklimit wird unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und des Ertragsbudgets vom Gesamtvorstand festgelegt. Die Aufteilung dieses Limits auf Sublimits erfolgt abgestimmt mit den jeweiligen Unternehmensbereichen je nach Strategie, Geschäftsmodell und Risikoappetit.

Die Abteilung Market Risk Management stellt sicher, dass der Geschäftsumfang und Produktumfang innerhalb der definierten und beschlossenen Strategie und des Risikoappetits liegen. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse, Regelwerke, Messmethoden, Risikomanagementinfrastruktur und –systeme für alle Marktrisikokategorien und für marktrisikoinduzierte Kreditrisiken des Derivatgeschäfts. Weiters wird durch diese Abteilung die tägliche unabhängige Messung und das Reporting aller Marktrisiken durchgeführt.

Alle Produkte, in denen offene Positionen gehalten werden, sind im Produktkatalog festgelegt. Neue Produkte werden in diese Liste erst dann aufgenommen, wenn sie den Produkteinführungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Produktanträge werden einer gesamthaften Risikoanalyse unterworfen und nur genehmigt, wenn die Abbildbarkeit in den Front- und Back-Office- bzw. Risikomanagementsystemen der Bank gewährleistet ist.

Limitsystem

Die RBI AG verfolgt einen umfassenden Risikomanagementansatz für Handels- und Bankbücher (Total Return-Ansatz). Die Steuerung der Marktrisiken wird konsistent auf alle Handels- und Bankbücher angewendet. Die folgenden Größen werden im Marktrisikomanagementsystem auf täglicher Basis gemessen und limitiert:

  • Value-At-Risk (VAR) Konfidenzintervall 99%, Horizont 1 Tag Das VaR-Limit begrenzt den maximalen Verlust, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Es ist das Hauptsteuerungsinstrument in liquiden Märkten in normalen Marktsituationen.
  • Sensitivitäten (gegenüber Änderungen in Währungskursen und Zinssätzen, Gamma, Vega, Aktien- und Warenpreise) Sensitivitätslimits sollen Konzentrationen in normalen Marktsituationen vermeiden und sind das Hauptsteuerungsinstrument in Stresssituationen oder in illiquiden beziehungsweise strukturell schwierig zu messenden Märkten.
  • Stop Loss

Dieses Limit unterstützt die Disziplin der Händler im Management von Eigenpositionen, mögliche Verluste nicht unlimitiert zu lassen sondern eng zu begrenzen.

Dieses mehrstufige Limitsystem wird durch ein umfangreiches Stresstesting-Konzept ergänzt, in dem die potenziellen Wertveränderungen des Gesamtportfolios bei Anwendung verschiedener Szenarien ermittelt werden. Risikokonzentrationen, die durch diese Stresstests offenbar werden, werden im Marktrisiko Komitee berichtet und in der Limitvergabe berücksichtigt. Stresstest-Berichte je Portfolio sind Teil des täglichen Marktrisiko-Reportings.

Value-At-Risk (VAR)

Die Messung des VAR basiert auf einem hybriden Simulationsansatz, in dem 5000 Szenarien simuliert werden und der die Vorteile einer historischen Simulation mit denen einer Monte Carlo Simulation verbindet. Basis für die verwendeten Marktparameter sind historische Zeitreihen mit einer Länge von 500 Tagen. In den Verteilungsannahmen sind moderne Eigenschaften wie Volatility Declustering, Random Time Change und Extreme Event Container implementiert, um endlastige und asymmetrische Verteilungen gut abbilden zu können. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als Internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses zugelassen. Die Value-at-Risk Resultate finden nicht nur in der Risikolimitierung sondern auch in der ökonomischen Kapitalallokation Einsatz. Zusätzlich werden Stressed VaR Resultate begrenzt. Die wesentliche Modelländerung zur Aufnahme des Vegarisikos in das interne Modell wurde von der Finanzmarktaufsicht im April 2013 genehmigt.

Die strukturellen Zinsrisiken sowie Spreadrisiken aus Bondbüchern, die als Liquiditätspuffer gehalten werden, dominieren den VAR der RBI AG.

Handelsbuch
VaR 99% 1d
31.12.2013 Avg
2013
Maximum
2013
Minimum
2013
Währungsrisiken 533 766 2.769 440
Zinsrisiken 817 1.017 2.445 410
Credit Spread Risiken 1.557 1.147 1.905 656
Vega Risiken 347 706 1.526 339
Gesamt 2.456 2.728 4.677 1.718
Handelsbuch Avg Maximum Minimum
VaR 99% 1d 31.12.2012 2012 2012 2012
Währungsrisiken 672 803 1.656 448
Zinsrisiken 1.541 1.233 7.358 206
Credit Spread Risiken 1.190 1.212 3.837 508
Vega Risiken 649 825 1.384 527
Gesamt 2.139 2.633 10.581 1.180

1 Zeitraum Oktober bis Dezember 2012

Bankbuch
VaR 99% 1d
31.12.2013 Avg
2013
Maximum
2013
Minimum
2013
Zinsrisiken 4.338 2.358 4.568 955
Credit Spread Risiken 3.297 5.459 11.561 2.475
Vega Risiken 423 1.003 1.679 353
Gesamt 5.904 6.360 11.280 3.998
Bankbuch
VaR 99% 1d
31.12.2012 Avg
2012
Maximum
2012
Minimum
2012
Zinsrisiken 2.005 3.522 11.652 1.235
Credit Spread Risiken 6.548 10.454 17.690 3.475
Vega Risiken 1.043 1.839 2.912 1.043
Gesamt 6.867 10.575 19.203 5.825

1 Zeitraum Oktober bis Dezember 2012

Gesamt Avg Maximum Minimum
VaR 99% 1d 31.12.2013 2013 2013 2013
Währungsrisiken 533 766 2.769 440
Zinsrisiken 3.827 2.482 5.313 894
Credit Spread Risiken 4.724 6.402 11.618 3.394
Vega Risiken 217 670 1.247 200
Gesamt 6.675 7.286 12.645 4.667
Gesamt
VaR 99% 1d
31.12.2012 Avg
2012
Maximum
2012
Minimum
2012
Währungsrisiken 672 803 1.657 448
Zinsrisiken 3.247 3.104 8.128 1.173
Credit Spread Risiken 7.279 11.376 18.470 4.256
Vega Risiken 820 1.359 2.406 820
Gesamt 7.858 11.700 20.400 6.531

1 Zeitraum Oktober bis Dezember 2012

Die verwendeten Risikomessmethoden werden – neben qualitativen Analysen der Profitabilität – laufend durch Backtesting und statistische Validierungsverfahren überwacht und, falls Modellierungsschwächen festgestellt werden, adaptiert. Im letzten Jahr gab es keine Überschreitung im Handelsbuch der RBI AG. Nachstehende Grafik stellt den VAR (99%, 1d) für das Marktrisiko den hypothetischen Gewinnen und Verlusten für das Handelsbuch der RBI AG auf täglicher Basis gegenüber. Der VAR stellt den maximalen Verlust dar, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Der jeweilige hypothetische Gewinn oder Verlust stellt, den am darauffolgenden Tag aufgrund der dann tatsächlich eingetretenen Marktbewegungen, dar. Es ist zu sehen, dass das Modell die Marktvolatilitätsregimes korrekt wiedergibt und sehr schnell auf geänderte Verhältnisse reagiert.

Zinsrisiken im Handelsbuch

Die folgende Tabelle zeigt die größten Barwertveränderungen des Handelsbuchs der RBI AG bei einer parallelen Zinserhöhung um einen Basispunkt (getrennt für wesentliche Währungen mit Sensitivität größer als € Tausend). Die relevanten Risikofaktoren haben sich im Berichtszeitraum wesentlich reduziert.

31.12.2013 Gesamt 0 - 3
Monate
3 - 6
Monate
6 -12
Monate
1 - 2
Jahre
2 - 3
Jahre
3 - 5
Jahre
5 - 7
Jahre
7 - 10
Jahre
10 - 15
Jahre
15 - 20
Jahre
> 20
Jahre
CHF -18 -4 11 -26 4 1 -8 6 0 0 -1 -1
CNH 2 0 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 1 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0
EUR -160 -23 4 35 -143 -78 -24 103 -14 -8 -26 14
GBP -1 -1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
JPY -3 0 0 -2 0 0 0 0 0 0 0 0
RUB -1 0 0 -1 0 0 0 0 0 0 0 0
USD 53 -1 8 10 2 -20 -23 13 -12 -5 83 -3
31.12.2012 Gesamt 0 - 3
Monate
3 - 6
Monate
6 -12
Monate
1 - 2
Jahre
2 - 3
Jahre
3 - 5
Jahre
5 - 7
Jahre
7 - 10
Jahre
10 - 15
Jahre
15 - 20
Jahre
> 20
Jahre
CHF 1 0 3 -1 1 0 0 -4 4 0 -1 -1
CZK 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0
EUR -175 8 -51 6 -24 10 -44 -11 8 -34 -33 -9
GBP 12 8 4 -1 0 0 0 0 0 0 0 0
HUF 0 0 0 0 0 -1 1 -1 0 0 0 0
JPY 2 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
NOK 2 1 -1 0 0 0 2 0 0 0 0 0
PLN 4 0 0 -1 3 1 1 -1 1 0 0 0
SEK -1 0 0 -1 0 0 0 0 0 0 0 0
USD -68 5 -23 21 -7 -9 27 2 -21 3 43 -110

Zinsrisiken im Bankbuch

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungskonditionen der angebotenen Produkte führen gemeinsam mit der Refinanzierung durch Kundeneinlagen sowie über die Geld- und Kapitalmärkte in der RBI AG zu Zinsänderungsrisiken. Diese entstehen vorwiegend durch den nicht vollständigen Ausgleich der Zinssensitivität von erwarteten Zahlungen, deren Zinsanpassungsrhythmen und anderer optionaler Ausstattungsmerkmale. Zinsrisiken im Bankbuch bestehen dabei in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar sowie in den lokalen Währungen der Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Dieses Risiko wird grundsätzlich durch eine Kombination von bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften abgesichert, wobei vorwiegend Zinsswaps und – in geringerem Ausmaß – Zinstermingeschäfte und Zinsoptionen zum Einsatz kommen. Das Bilanzstrukturmanagement ist eine Kernaufgabe des Bereichs Treasury, der dabei vom Group Asset/Liability Komitee unterstützt wird. Dieses stützt sich dabei auf Szenarien und Analysen zur Simulation des Zinsertrags, um eine optimale Positionierung im Einklang mit der Zinsmeinung und im Rahmen des Risikoappetits zu gewährleisten.

Für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen neben der Value-at-Risk-Berechnung auch klassische Methoden der Kapital- und Zinsbindungsanalyse zur Anwendung. Die Barwertveränderung des Bankbuchs der RBI AG bei einer parallelen Zinserhöhung um einen Basispunkt wird getrennt für wesentliche Währungen in folgender Tabelle dargestellt.

0 - 3 3 - 6 6 -12 1 - 2 2 - 3 3 - 5 5 - 7 7 - 10 10 - 15 15 - 20 > 20
31.12.2013 Gesamt Monate Monate Monate Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre
CAD -5 4 -9 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF -2 -5 8 1 7 2 -7 7 10 -22 -4 1
CNY 10 -8 4 12 2 0 0 0 0 0 0 0
CZK 12 2 0 0 1 3 6 0 0 0 0 0
EUR 451 4 -34 -88 57 -8 477 87 -23 132 -57 -95
GBP -3 -1 0 0 0 0 0 0 -1 0 0 0
PLN 14 4 0 0 0 0 11 0 0 0 0 0
SGD 6 -2 0 9 -1 0 0 0 0 0 0 0
USD 71 35 29 91 -36 -20 -30 4 0 0 0 -2
Gesam 0 - 3 3 - 6 6 -12 1 - 2 2 - 3 3 - 5 5 - 7 7 - 10 10 - 15 15 - 20 > 20
31.12.2012 t Monate Monate Monate Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre
CAD -9 0 -10 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF -33 2 -2 -1 6 6 -10 -3 2 -24 -9 0
CNH 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0
CNY 6 -4 1 9 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 1 2 -4 0 1 1 0 0 0 0 0 0
EUR 279 53 -18 103 162 136 95 1 22 -136 -35 -105
GBP -1 -1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
JPY -1 -1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
PLN -4 0 -1 0 -1 0 -1 0 0 0 0 0
SEK -5 0 -4 0 0 0 0 0 0 0 0 0
USD -33 26 14 11 -21 -17 -25 -21 0 0 0 -2

Credit Spread Risiken

Das Marktrisikosteuerungssystem berücksichtigt zeitabhängige Bond- und CDS-Spread-Kurven als Risikofaktoren für die Ermittlung von Credit-Spread-Risiken. Diese Marktrisikokategorie bildet somit das spezifische Zinsrisiko für alle Kapitalmarktinstrumente des Handels- und des Bankbuchs ab.

Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Rolle von Banken im internationalen Finanzmarktgefüge ist die Liquiditätsfristentransformation. Diese resultiert aus dem Wunsch der Anleger, kurzfristig auf ihre Veranlagungen zugreifen zu können, und dem gegenläufigen Bedürfnis der Kreditnehmer nach langfristiger Finanzierung. Die Erfüllung dieser Aufgabe bringt laufend Überschüsse oder Defizite in der Liquiditätsbilanz mit sich, die von Banken unter normalen Marktbedingungen im Liquiditätsaustausch mit anderen Finanzmarktteilnehmern ausgeglichen werden.

Die Liquiditätssteuerung und damit die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft der Bank wird durch den Bereich Treasury wahrgenommen. In einem internen Überwachungssystem werden die Zahlungsströme nach Währung täglich berechnet und analysiert. Basierend auf diesen Informationen erstellt die Bank Liquiditätsbilanzen und führt Auswertungen durch, die sowohl die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bezüglich ausreichender Liquidität als auch definierter Liquiditätslimits umfassen. Weitere Analysen inkludieren insbesondere auch markt- und institutsspezifische Krisensituationen in szenarienbasierten Cash-Flow-Prognosen, die alle auch Gegenstand des Group Asset/Liability Committees sind. Die RBI AG verfügt über alle in der Liquiditätsrisikomanagementverordnung geforderten Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements, so etwa einen ausreichend dimensionierten Liquiditätspuffer, Stresstests mit unterschiedlichen Szenarien sowie Liquiditätsnotfallpläne.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und von außerbilanziellen Geschäften. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, den sogenannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihgeschäft) in die Berechnung ein.

in € Tausend 2013 2012
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 6.904.808 4.147.213 4.447.644 5.952.588 2.543.436 3.840.108
Liquiditäts-Ratio 134% 113% 108% 119% 105% 105%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos sind Limits im Einsatz, die kurzfristig ein positives Liquiditätsgap für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält die Bank auch umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung kommen Notfallpläne zum Einsatz.

Strukturelles Liquiditätsrisiko

Strukturelle Liquiditätsrisiken werden vor allem durch eine Änderung im Risikoappetit der Kreditgeber oder durch eine Bonitätsverschlechterung eines sich refinanzierenden Instituts ausgelöst. Die Refinanzierungskosten und -möglichkeiten steigen und fallen mit den geforderten Risikoprämien, die sowohl markt- als auch institutsspezifisch schwanken.

Die langfristige Refinanzierungsmöglichkeit ist somit von der generellen Wiederherstellung des Vertrauens in Banken und dem verstärkten Bemühen um Spareinlagen abhängig. Die RBI AG refinanziert sich dabei einerseits durch Geld- und Kapitalmarkttransaktionen und fungiert andererseits als zentrale Liquiditätsausgleichsstelle für die verschiedenen lokalen Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Im Refinanzierungsplan der RBI AG wird spezielles Augenmerk auf eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gelegt, um das strukturelle Liquiditätsrisiko zu kontrollieren. Dabei werden Gelder nicht nur durch die RBI AG als Konzernspitze, sondern auch von vielen Tochterbanken aufgenommen, die durch ein gemeinsames Konzept koordiniert und optimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht die RBI AG die mittel- und langfristige Mittelaufnahme ihrer Töchter im Wege von syndizierten Krediten, bilateralen Bankrefinanzierungen und Globaldarlehen supranationaler Institutionen. Diese Refinanzierungsquellen werden durchwegs auf Basis langjähriger Geschäftsbeziehungen genutzt.

Operationelle Risiken

Unter dem operationellen Risiko wird das Risiko von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen einschließlich des Rechtsrisikos eintreten können. Innerhalb dieser Risikokategorie werden sowohl interne Risikofaktoren – z. B. unbefugte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Abwicklungs- und Prozessfehler, Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfälle – als auch externe Risikofaktoren einschließlich Sachschäden und Betrugsabsichten kontrolliert und gesteuert.

Die Analyse und Steuerung dieser Risiken erfolgt basierend auf der eigenen historischen Verlustdatensammlung und den Ergebnissen der Risikobeurteilung. Ein weiterer Bestandteil der Steuerung ist ein Anreizsystem in der internen Kapitalallokation, mit dem schlechte Datenqualität mit Kapitalaufschlägen versehen werden.

Analog zu den anderen Risikoarten gilt in der RBI AG auch für das operationelle Risiko das Prinzip der Funktionstrennung in Risikomanagement und -controlling. Die Risikocontrolling-Einheiten für operationelles Risiko verantworten die Umsetzung und Verbesserung des operationellen Risikomanagements (z. B. Durchführung einer Selbsteinschätzung, oder Definition und Überwachung von Frühwarnindikatoren) und das Reporting an das zentrale operationelle Risikocontrolling. Die Geschäftsbereichsverantwortlichen hingegen führen Steuerungs- und Reduktionsmaßnahmen für das operationelle Risiko durch. Sie entscheiden über den Einsatz von Steuerungsinstrumenten, wie z. B. den Abschluss von Versicherungen oder anderen Risikoreduktionsverfahren.

Risikoidentifikation

Ein wesentlicher Schritt in der Steuerung von operationellen Risiken ist die Identifikation und Beurteilung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden (allerdings nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintreten), und anderen Bereichen, in denen Verluste häufiger auftreten (allerdings nur mit geringer Schadenshöhe).

Die Beurteilung der operationellen Risiken erfolgt in strukturierter Form nach Kategorien wie Geschäftsprozesse und Ereignistypen. Darüber hinaus durchlaufen sämtliche Neuprodukte ein Risikoassessment. Dabei wird die Auswirkung von wahrscheinlichen Ereignissen mit geringer Verlusthöhe (High Probability/Low Impact) und unwahrscheinlichen Ereignissen mit großem Verlustpotenzial (Low Probability/High Impact) - bezogen auf einen einjährigen bzw. zehnjährigen Zeithorizont - im Verhältnis zu den Erträgen gemessen. Die "Low Probability/High Impact"-Ereignisse werden mit standardisierten Szenarien gemessen. Zusätzlich werden noch weitere Szenarien implementiert, die auf das Risikoprofil und die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind.

Überwachung

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden Frühwarnindikatoren (Early Warning Indicators) verwendet, die eine zeitnahe Erkennung und Minderung von Verlusten ermöglichen. Die Erfassung von operationellen Schäden erfolgt in der zentralen Datenbank ORCA (Operational Risk Controlling Application) mit entsprechender Untergliederung nach Geschäftsfeld und Ereignistyp. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt die Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten (ebenso wie die Dokumentation der letztlich nicht eingetretenen Verluste) als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation und zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Entwicklung von fortgeschrittenen Messmethoden sowie der Weiterverfolgung von Maßnahmen und Kontrolleffektivität. Die RBI AG Gruppe ist seit 2010 Teilnehmer im ORX Datenkonsortium, dessen Daten aktuell zu internen Benchmarkzwecken und Analysen herangezogen werden.

Die Ergebnisse der Analysen sowie Vorfälle aus operationellen Risiken werden in umfassender Weise regelmäßig dem Risk Management Komitee berichtet.

Messung und Risikoreduktion

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die RBI AG derzeit den Standardansatz (STA). Um das operationelle Risiko zu reduzieren, werden durch die Geschäftsbereichsleiter vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduktion und zum Risikotransfer gesetzt, deren Fortschritt und Wirkungsgrad vom Risikocontrolling überwacht werden. Erstere entwickeln auch Krisenpläne und bestimmen Personen oder Abteilungen, die die notwendigen Maßnahmen einleiten, falls Schadensfälle tatsächlich eintreten. Weiters unterstützen mehrere spezialisierte Organisationseinheiten die Geschäftsbereiche bei der Vermeidung von operationellen Risiken. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei das Fraud Management ein, das durch Überwachung und das Ergreifen präventiver Maßnahmen potenziellen Betrugsschäden entgegenwirkt. Die RBI AG führt auch laufend umfangreiche Mitarbeiterschulungen durch und verfügt über verschiedenste Notfallpläne und Backup-Systeme.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Einleitung

Für die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ist die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess von wesentlicher Bedeutung. Die Erstellung des Jahresabschlusses für die RBI AG erfolgt in den Abteilungen AG Accounting sowie Financial Accounting, welche im Vorstandsbereich des CFO angesiedelt sind. Die Auslandsfilialen liefern geprüfte Abschlüsse an das Head Office, für die Erstellung sind sie selbst verantwortlich.

Basis für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die einschlägigen österreichischen Gesetze, allen voran das österreichische Bankwesengesetz (BWG) sowie das Unternehmensgesetzbuch (UGB), in dem die Aufstellung eines Jahresabschlusses geregelt wird.

In der RBI AG wird das Hauptbuch über das Kernbanksystem GEBOS geführt, in dem auch die Nebenbuchfunktion Kredit- und Einlagenabwicklung (GIRO) erfolgt. Zusätzlich gibt es mehrere Nebenbücher, wie insbesondere:

  • Wall Street Systems und Murex (Treasury-Geschäfte)
  • GEOS und GEOS Nostro (Wertpapierabwicklung und Nostro-Wertpapier-Verwaltung)
  • Zahlungsverkehr
  • Banktrade (Garantien und Akkreditivgeschäfte)
  • UBIX (Wertpapier-Derivate)
  • SAP (Debitoren/Kreditoren/Anlagenbuchhaltung)

Der Rechnungslegungsprozess kann wie folgt dargestellt werden:

Laufende Buchhaltung

Die Buchungssätze für die laufende Buchhaltung werden sowohl direkt im GEBOS (Kredit-/Einlagenabwicklung) als auch indirekt über diverse Nebenbücher (Subsysteme) erfasst, deren Buchungen über Schnittstellen in aggregierter Form in das Hauptbuch (GEBOS) übergeleitet werden.

  • Einzelabschluss RBI Headoffice nach UGB/BWG und IFRS Aufbauend auf die Rohbilanz aus GEBOS wird noch eine Vielzahl ergänzender Abschlussbuchungen vorgenommen. Daraus werden Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung nach UGB/BWG erstellt. Auf Basis der UGB/BWG-Bilanz wird im Anschluss mittels Umgliederungen und Überleitungsbuchungen die IFRS-Bilanzierung vorgenommen.
  • Einzelabschluss der RBI AG Abschließend wird der Abschluss der RBI AG, des RBI Headoffice einschließlich der Filialen, erstellt. Die Übermittlung der Abschlussdaten, die von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft werden, erfolgt überwiegend durch Direkteingabe oder automatisierte Übertragung in das Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller, in dem der gesamte Jahresabschluss der RBI AG erstellt wird.

Kontrollumfeld

In der RZB Group Directive Database sind sämtliche Anweisungen allgemein abrufbar. Die Rechnungslegung betreffend ist vor allem das Group Accounts Manual zu erwähnen, welches insbesondere eine Beschreibung folgender Punkte beinhaltet:

  • Allgemeine Buchungsregeln
  • Bewertungsmethoden
  • Erforderliche (quantitative) Anhangsangaben
  • Buchungsregeln für spezielle Geschäfte (wie z. B. Leasing, ABS, Steuerthemen, usw.)

Darüber hinaus gibt es auch Richtlinien, die ausschließlich die RBI AG betreffen bzw. nur abteilungsinterne Aufgaben regeln. Für die Rechnungslegung gelten beispielsweise die Richtlinien der Corporate Directive - Accounting Guidelines, die den Anweisungsprozess für die Begleichung von Eingangsrechnungen, für Kostenrefundierungen oder die Führung von Verrechnungskonten regeln.

Risikobeurteilung

Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. Bewertungen von komplexen Finanzinstrumenten können zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Weiters müssen für die Erstellung des Jahresabschlusses die Aktiv- und Passivposten bewertet werden, wobei insbesondere durch die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen, Wertpapieren und Beteiligungen, welche auf Schätzungen zukünftiger Entwicklungen basieren, ein Risiko besteht.

Kontrollmaßnahmen

Die wesentlichen Kontrollmaßnahmen umfassen vielfältige Abstimmprozesse. Neben dem 4-Augen-Prinzip sind automationsgestützte Kontrollen sowie vom Risikogehalt abhängige Überwachungsinstrumente im Einsatz. Als Beispiel können der Abgleich zwischen Haupt- und Nebenbüchern oder die Ergebnisabstimmung zwischen Financial Accounting und Balance Sheet Risk Management angeführt werden. Die den einzelnen Stellen zugeteilten Aufgabengebiete sind schriftlich dokumentiert und werden laufend aktualisiert. Besonderen Wert wird auf eine funktionierende Stellvertreterregelung gelegt, um die Terminerfüllungen bei Ausfall einer Person nicht zu gefährden.

Der Jahresabschluss samt Lagebericht wird im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates behandelt, darüber hinaus wird er im Aufsichtsrat festgestellt. Er wird in der Wiener Zeitung veröffentlicht und zuletzt im Firmenbuch hinterlegt.

Information und Kommunikation

Mit den Fachabteilungen werden laufend Informationen hinsichtlich Buchung und Bilanzierung der jeweiligen Produkte ausgetauscht. So finden mit den Bereichen Capital Markets sowie Treasury monatliche Jour-Fixe-Termine statt, wo unter anderem auch die Bilanzierung komplexer Produkte abgehandelt wird. Durch regelmäßige abteilungsinterne Termine wird sichergestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend über Neuerungen im Bereich der Rechnungslegung nach UGB/BWG und IFRS geschult werden.

Im Zuge der Berichtserstellung erhält der Vorstand monatlich und quartalsweise Berichte, in denen das Ergebnis der RBI AG analysiert wird. Auch der Aufsichtsrat wird in seinen Sitzungsterminen tourlich über das Ergebnis informiert, die Überwachung des internen Kontrollsystems wird somit sichergestellt.

Die externe Berichterstattung erfolgt im Wesentlichen nur für das Konzernergebnis der RBI AG. Der Berichtszyklus ist ein quartalsweiser: Neben dem Konzernabschluss werden auch ein Halbjahresfinanzbericht bzw. quartalsweise Zwischenberichte für den Konzern veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es laufende regulatorische Berichtspflichten an die Bankenaufsicht.

Überwachung

Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Vorstand sowie den Mid-Office Bereichen. Die Qualität der fortlaufenden Überwachung wird durch die Prüfungstätigkeit der internen Revision sichergestellt. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand und den Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat.

Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptabteilung Accounting & Reporting sowie dem zuständigen Vorstandsmitglied (CFO) vor Weiterleitung an den Prüfungsausschuss einer abschließenden Würdigung unterzogen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Kapitalerhöhung der RBI AG

Am 21. Jänner 2014 gab die RBI AG ihre Absicht bekannt, ihre Kapitalbasis durch Ausgabe neuer Aktien zu stärken. Der erste Schritt dieser Kapitalerhöhung war ein Angebot neuer Aktien an ausgewählte qualifizierte institutionelle Investoren im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens (Vorabplatzierung), das am 22. Jänner mit 97.473.914 neuen Aktien vollständig platziert wurde. Die Raiffeisen Zentralbank beteiligte sich über ihr 100-prozentiges Tochterunternehmen Raiffeisen International Beteiligungs GmbH im Rahmen der Vorabplatzierung mit € 750 Millionen an der Kapitalerhöhung. Die Aktien aus der Vorabplatzierung unterlagen mit 21,3 Prozent einem Rücktrittsvorbehalt mit aufgeschobener Abwicklung. Dieser sollte in jenem Ausmaß zum Tragen kommen, in dem Aktionäre im zweiten Schritt der Kapitalerhöhung, dem Bezugrechtsangebot in der Zeit vom 24. Jänner bis 7. Februar 2014, ihre Bezugsrechte ausüben.

Während die Raiffeisen Zentralbank auf sämtliche Bezugsrechte verzichtete, übten die anderen Aktionäre 35,7 Prozent ihrer Bezugsrechte aus. Folglich wurden den qualifizierten institutionellen Investoren aus der Vorabplatzierung 90.074.789 neue Aktien zugeteilt. Dies entspricht 92,4 Prozent der gesamten, im Rahmen der Kapitalerhöhung emittierten 97.473.914 Aktien, die restlichen 7.399.125 neuen Aktien entfielen auf die Altaktionäre.

Bei einem Bezugs- und Angebotspreis von € 28,50 pro neue Aktie resultierte aus der Transaktion ein Bruttoemissionserlös von rund €2,78 Milliarden. Der Streubesitz der RBI AG erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung zum Stichtag 11. Februar 2014 deutlich auf rund 39,3 Prozent, indirekter Hauptaktionär bleibt mit rund 60,7 Prozent der Aktien weiterhin die Raiffeisen Zentralbank. Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung beabsichtigt die RBI AG, das Partizipationskapital in Höhe von € 2,5 Milliarden zurückzuzahlen.

Ein wesentlicher Grund für die Kapitalerhöhung war die Stärkung der Eigenkapitalbasis im Hinblick auf die neuen Basel-III-Regeln (CRR), nach denen das Partizipationskapital nur noch in einer Übergangsphase dem harten Kernkapital (CET1) zurechenbar ist. Die Kapitalerhöhung verbesserte die Kernkapitalquote des RBI Konzerns ohne Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen ("fully phased-in") um 3,2 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

RBI AG als Emittent

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 hat die RBI AG Bonds im Volumen von € 864 Millionen emittiert. Besonders hervorzuheben ist die € 500 Millionen-Benchmarkemission vom 14. Februar 2014 mit einem Coupon von 4,5 Prozent p.a. (330 Basispunkte über dem Referenzzinssatz Euro MidSwap). Diese Nachranganleihe – sie hat eine Laufzeit bis 2025 und ist 2020 vorbehaltlich regulatorischer Voraussetzungen kündbar – war innerhalb kürzester Zeit mehrfach überzeichnet.

Neuer Schlüssel für österreichische Bankenabgabe

Im Februar 2014 wurde im Rahmen des Abgabenänderungsgesetzes auch ein neuer Berechnungsschlüssel für die Stabilitätsabgabe genannte österreichische Banken-Sondersteuer beschlossen. Während die Stabilitätsabgabe auf Derivatevolumen aufgehoben wurde, wurde sie auf die Bilanzsumme erhöht; bei einer Bemessungsgrundlage von € 1 bis € 20 Milliarden von 0,055 auf 0,09 Prozent und bei mehr als € 20 Milliarden von 0,085 auf 0,11 Prozent. Gleichzeitig wurde der zusätzlich zu leistende Sonderbeitrag auf die Stabilitätsabgabe von 25 auf 45 Prozent erhöht. Für die RBI AG bringt diese Änderung bei der Strabiltätsabgabe eine leicht verminderte Abgabenlast mit sich.

Politische und wirtschaftliche Turbulenzen in der Ukraine

In den ersten Wochen des Jahres 2014 verschlechterte sich die politische und wirtschaftliche Situation in der Ukraine deutlich. In Kombination mit den regionalen Spannungen führten die Turbulenzen zu einer Zunahme des Budgetdefizits der Ukraine, einer Reduktion der Währungsreserven der ukrainischen Nationalbank sowie einer Verschlechterung des Ratings für ukrainische Staatsanleihen. Zum Zeitpunkt der Finalisierung des Jahresabschlusses der RBI am 11. März 2014 wertete die ukrainische Hryvna gegenüber dem US-Dollar um 11 Prozent ab. Die Nationalbank führte daraufhin verschärfte Devisenkontrollen ein und änderte ihre Wechselkurspolitik. Die Spannungen in der Region hatten auch Auswirkungen auf Russland, wo sich die Unsicherheiten in zweistelligen Abschlägen an der Moskauer Börse sowie einer Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar um rund 10 Prozent niederschlugen. Die Auswirkungen auf die Finanz- und Vermögenslage der RBI AG waren zum Redaktionsschluss noch nicht abgeschätzbar.Ausblick

Konjunkturaussichten

Zentraleuropa

Die positiven Wachstumstendenzen der zweiten Jahreshälfte 2013 dürften sich 2014 in der Region Zentraleuropa weiter verstärken. Die Konjunkturwende scheint geschafft, und die verbesserte Entwicklung in der Eurozone sollte eine positive Exportdynamik unterstützen. Zusätzlich wird ein Anspringen der heimischen Nachfrage erwartet, was die Tragfähigkeit der wirtschaftlichen Erholung weiter untermauern würde. Nach einem BIP-Wachstum von 0,6 Prozent im Jahr 2013 liegt die Prognose für 2014 derzeit bei 2,3 Prozent. Spitzenreiter dürfte dabei weiterhin Polen mit plus 2,9 Prozent sein, während die Tschechische Republik, deren BIP 2013 um 1,3 Prozent schrumpfte, 2014 auf ein Wachstum von 2,3 Prozent kommen und damit die größte Verbesserung erzielen könnte. Nur in Slowenien ist noch mit einem leichten Schrumpfen der Wirtschaft zu rechnen. Geldpolitisch bleiben die Zügel wohl weiterhin locker – mit restriktiven Schritten ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu rechnen. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist in Zentraleuropa weit fortgeschritten: Die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei werden ihre Budgetdefizite voraussichtlich unter der Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP halten können. In Polen dürfte diese Marke leicht, in Slowenien sogar deutlich überschritten werden. Insgesamt sollte sich Zentraleuropa 2014 von der schwächsten zur dynamischsten Region in CEE entwickeln.

Südosteuropa

Die Region Südosteuropa durchlief das konjunkturelle Tief früher als Zentraleuropa. Schon das Jahr 2013 brachte eine deutliche Belebung – womit das Potenzial für eine weitere Konjunkturerholung im Jahr 2014 hier geringer ausfällt. Zudem kann Südosteuropa aufgrund seiner schwächeren Exportorientierung weniger stark von der Erholung in der Eurozone profitieren. Das aggregierte Wirtschaftswachstum in der Region wird 2014 im Vergleich zum Vorjahr unverändert mit 1,7 Prozent prognostiziert, dies allerdings mit starker Heterogenität unter den einzelnen Ländern. So dürfte Rumänien seinen Wachstumskurs mit plus 2,3 Prozent fortsetzen, da hier ähnlich wie in Zentraleuropa das Übergreifen eines starken Exportwachstums auf die heimische Nachfrage erwartet wird. Dagegen kämpft Kroatien weiterhin mit der seit fünf Jahren anhaltenden Rezession und wird 2014 bestenfalls in eine Stagnationsphase übergehen. In Serbien schließlich dürften notwendige Reformen und Sparmaßnahmen sogar zu einer Abschwächung der Konjunktur führen. Kroatien und Serbien sind zudem die Länder mit den größten Haushaltsdefiziten in Südosteuropa, während das rumänische Budgetdefizit 2,5 Prozent des BIP nicht übersteigen sollte.

GUS

Nach Wachstumsraten um die 4 Prozent in den Jahren 2010 bis 2012 verzeichnete die GUS 2013 nur mehr ein Plus von 1,5 Prozent, und auch für 2014 wird nur ein begrenztes Potenzial nach oben gesehen. Konkret wird für Russland ein Wirtschaftswachstum von leicht unter 2 Prozent erwartet, dessen Hauptträger die heimische Nachfrage sein dürfte, während von Investitionen und Exporten nur geringe Impulse ausgehen werden. In der Ukraine sollte die leichte Rezession des vergangenen Jahres 2014 in eine Stagnation oder ein niedriges Wachstum übergehen. Politische Unsicherheiten und die nach wie vor hohen außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte erschweren diesem Land jedoch einen deutlicheren Aufschwung. Der russische Staatshaushalt dürfte auch weiterhin nur ein geringes Defizit aufweisen. Dies verdeckt allerdings die strukturelle Schwäche, dass das Haushaltsdefizit ohne die Einnahmen aus dem Ölgeschäft mit rund 8 bis rund 10 Prozent des BIP ziemlich hoch ausfallen würde. Ohne Reformen auf dem Energiesektor wird wohl auch die Ukraine wieder ein deutliches Budgetdefizit erwirtschaften und damit – ähnlich wie Belarus – auf fortgesetzte finanzielle Unterstützung angewiesen bleiben.

Eurozone

2014 wird für die Eurozone eine kontinuierliche Wachstumsbeschleunigung erwartet. Die robuste Konjunkturdynamik wichtiger Handelspartner sowie die in vielen Krisenländern verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sprechen für einen anhaltenden Aufschwung in der Exportwirtschaft. Gleichzeitig sollte der dämpfende Effekt aus der Konsolidierung der Staatsfinanzen nachlassen. In Deutschland verfügt vor allem die Binnenwirtschaft aufgrund günstiger Finanzierungsbedingungen und aufgestauter Konsum- und Investitionsnachfrage über Wachstumspotenzial. Auch in den Niederlanden, Irland und Finnland dürften Zuwächse in Konsum und Investitionen 2014 nach heftigen Rückgängen zu neuem Wachstum beitragen. Frankreich wird hingegen zunehmend zum Sorgenkind, da die Wachstumsprognosen hier wegen schwacher Binnen- und Exportnachfrage bereits unter dem EU-Schnitt liegen. Darüber hinaus bestehen erhebliche Abwärtsrisiken. Auch Südeuropa ist weiterhin erhöhten wirtschaftlichen und politischen Risiken ausgesetzt. Zudem leidet die Privatwirtschaft in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland unter der anhaltend restriktiven Kreditvergabe. Damit könnte der Wirtschaftsaufschwung in diesen Ländern allenfalls von einer Belebung des Außenhandels getragen werden. Allerdings sind auch in Südeuropa unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. So zeichnet sich beispielsweise in Spanien und Portugal ein deutlich dynamischerer Aufschwung ab als in Italien, und Griechenland wird die Rezession wohl überhaupt erst im Lauf des Jahres 2014 hinter sich lassen. Was die Inflation betrifft, sprechen die geringen Lohnzuwächse und die schwache Konsumnachfrage in der Eurozone für einen gedämpften Preisauftrieb. Für 2014 wird daher eine durchschnittliche Teuerungsrate von rund 1,3 Prozent – ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise sogar von nur rund 0,8 Prozent – erwartet.

Österreich

Im Verlauf des Jahres 2013 zeigten Konsum und Investitionen erste Anzeichen einer zögerlichen Belebung, die sich 2014 fortsetzen sollte. So dürfte der private Konsum von der im Verlauf des Jahres 2014 wieder zunehmenden Beschäftigungsdynamik profitieren. Die Investitionen sollten von den anziehenden Exporten Rückenwind erhalten. Auch das nach wie vor günstige Finanzierungsumfeld ist der Investitionstätigkeit zuträglich. Da den steigenden Ausfuhren jedoch auch merklich steigende Importe gegenüberstehen dürften, ist vom Außenbeitrag ein deutlich geringerer Wachstumsimpuls zu erwarten. In Summe wird aufgrund der anziehenden Konjunkturdynamik für 2014 ein Zuwachs des realen BIP von 1,5 Prozent erwartet, nach lediglich 0,3 Prozent im Jahr 2013. Der Höhepunkt der konjunkturellen Entwicklung sollte im Winterhalbjahr 2014/2015 liegen.

Ausblick der RBI AG

Wir beabsichtigen, unsere Forderungen an Kunden 2014 leicht zu steigern.

Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen erwarten wir auf Vorjahresniveau. Die Entwicklungen in der Ukraine und ihre möglichen Auswirkungen auf die Region sind hierbei jedoch nicht berücksichtigt.

Bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen kalkulieren wir für 2014 mit einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, das durch einige größere Ausfälle gekennzeichnet war. Dies könnte noch vom anstehenden Asset Quality Review der EZB beeinflusst werden.

Im Zuge unseres Kostensenkungsprogramms planen wir, die Höhe der konsolidierten Verwaltungsaufwendungen bis 2016 etwa auf das Niveau des Jahres 2012 zu reduzieren. Für die RBI AG bedeutet dies, dass die Betriebsaufwendungen für 2014 konstant bleiben.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Raiffeisen Bank International AG, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Bankprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Bankprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Bankprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243 a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243 a UGB sind zutreffend.

Wien, am 11. März 2014

KPMG Austria AG

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca

Wirtschaftsprüfer

Mag. Rainer Hassler

Wirtschaftsprüfer

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Konzenrlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 11. März 2014

Der Vorstand

Dr. Karl Sevelda

Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Group Communications, Group Strategy, Human Resources, Internal Audit, International Banking Units, Legal & Compliance, Management Secretariat, Marketing & Event Management, Organization & Internal Control System sowie Participations

Aris Bogdaneris, M. A.

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Consumer Banking, Group & Austrian IT, Group Project Management Office, International IT, Lean, Operations, Procurement & Cost Management sowie Small Business & Premium Banking

Mag. Martin Grüll

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Investor Relations, Planning and Finance, Tax Management sowie Treasury

Dr. Johann Strobl

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Credit Management Corporates, Financial Institutions, Country & Portfolio Risk Management, Retail Risk Management, Risk Controlling, Risk Excellence & Projects sowie Workout

Dipl.-Kfm. Klemens Breuer

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Business Management & Development, Group Capital Markets Trading & Sales, Institutional Clients, Investment Banking Products sowie Raiffeisen Research

Mag. Peter Lennkh

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Customers, Corporate Sales Management & Development, Group Products sowie Network Corporate Customers & Support

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