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Wienerberger AG

Annual Report Mar 28, 2014

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2013

gem. § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Inhaltsverzeichnis

Wienerberger Konzern

Konzernlagebericht 1
Konzernabschluss 37
Erklärung des Vorstands 100

Wienerberger AG

Lagebericht der Wienerberger AG 107
Jahresabschluss der Wienerberger AG 118

Anmerkungen zum Bericht:

  • Operatives EBITDA, operatives EBIT sowie Ergebnis je Aktie bereinigt sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.
  • ROCE und EVA® werden auf Basis des durchschnittlichen Capital Employed berechnet.
  • CFROI und CVA werden auf Basis des durchschnittlichen historischen Capital Employed berechnet
  • Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

KONZERNLAGEBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte

2013 zeigten sich die Kapitalmärkte vom Ende der Rezession in Europa, den verbesserten mittelfristigen Wachstumsaussichten für die Industriestaaten der westlichen Welt und den sinkenden Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risikoszenarien in Europa stark beflügelt. In der Folge schloss die Mehrzahl der Leitindizes der wichtigsten Finanzplätze in Europa und den USA das Börsejahr 2013 mit deutlichen Zuwächsen ab.

Die USA verzeichneten im Vergleich zu den anderen westlichen Industriestaaten mit 1,9 % das stärkste Wirtschaftswachstum im Jahr 2013. Obwohl sich die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr (+2,8 %) verlangsamte, waren die annualisierten Wachstumsraten im dritten Quartal (+4,1 %) und im vierten Quartal (+3,2 %) ermutigend und führten unter anderem dazu, dass die Arbeitslosenrate zum Jahresende auf 6,7 % fiel, den tiefsten Stand seit Oktober 2008. Auch die automatisch für das Fiskaljahr 2013 eintretenden Kürzungen der Budgetausgaben in der Höhe von rund 42 Mrd. US-Dollar und der Konflikt um die Schuldenobergrenze, der im Oktober 2013 eine 16 Tage andauernde Schließung der öffentlichen Verwaltung zur Folge hatte, konnten die Wachstumsdynamik nur dämpfen und führten zu keinem neuerlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach langem Tauziehen wurde das neue Budgetgesetz schlussendlich von beiden Kammern des Kongresses verabschiedet und Ende Dezember 2013 von Präsident Obama unterzeichnet. Die Suche nach einem Nachfolger für Notenbankchef Ben Bernanke, der ankündigte, nach dem Auslaufen seiner bis zum 31. Jänner 2014 dauernden Amtszeit für keine weitere Periode zur Verfügung zu stehen, und die Frage nach den Auswirkungen auf die zukünftige Geldpolitik beschäftigten die Finanzmärkte in der zweiten Jahreshälfte. Ab der Jahresmitte verdichteten sich zudem die Hinweise, dass die Notenbank plant, die extrem expansive Geldpolitik zu beenden. Tatsächlich wurde im Dezember 2013 verkündet, dass die monatlichen Zukäufe von Staatsanleihen und von verbrieften Hypothekarkrediten schrittweise reduziert werden, während der Leitzins vorerst weiterhin auf dem extrem niedrigen Niveau verbleiben soll. Die verbesserten Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft, das Ende der ultralockeren Geldpolitik und die steigende Risikobereitschaft der Anleger spiegelten sich ab Mai 2013 im Anstieg der Renditen langfristiger Staatsanleihen wider.

In Europa war die Entwicklung vom Ende der Rezession in der Eurozone geprägt. Nachdem das reale Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2013 noch um 0,2 % zurückgegangen war, bedeutete das Wachstum in der Höhe von 0,3 % im zweiten Quartal das Ende der sechs Quartale andauernden Rezession. Die Erwartung einer sich auf dieser Basis fortsetzenden und leicht beschleunigenden Wachstumsdynamik sowie weitere Fortschritte bei strukturellen Reformen führten dazu, dass Risikoszenarien, wie dem Austritt einzelner Mitgliedsstaaten aus der Eurozone, geringere Eintrittswahrscheinlichkeiten zugemessen wurden. Das steigende Vertrauen in die Stabilität der Eurozone zeigte sich am deutlichsten in Form von sinkenden Risikoaufschlägen für Staatsanleihen in den Peripheriestaaten. Zudem unterstrichen die Ankündigungen von Irland und Spanien, den Europäischen Stabilitätsmechanismus zu verlassen, die Nachhaltigkeit der Erholung und den Erfolg der fiskalischen und strukturellen Maßnahmen. Ein Ende der expansiven Geld- und Währungspolitik ist in der Eurozone allerdings noch nicht in Sicht. In Reaktion auf rückläufige Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2013 in einem für den Markt überraschenden Schritt den Leitzins auf ein neues Rekordtief. EZB-Präsident Mario Draghi bekräftigte im Rahmen der Zinssenkung die Bereitschaft und den Handlungsspielraum der EZB, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Großbritannien, die größte

Konjunkturelle Zuversicht beflügelt Börsen

Fortsetzung der US-Erholung trotz fiskalischer Einschnitte und Ende der extrem expansiven Geldpolitik

Eurozone lässt Rezession hinter sich

europäische Volkswirtschaft, die nicht der Eurozone angehört, verzeichnete mit 1,7 % ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als die Kernstaaten der Eurozone. Insbesondere ein starker Dienstleistungssektor und der vereinfachte Zugang zu Kreditfinanzierungen für Privathaushalte und kleine und mittelständische Unternehmen förderten die Wachstumsdynamik. Quelle: IWF, EZB

Westliche Leitindizes verzeichneten 2013 deutliche Kursgewinne

Europäische Wohnbautätigkeit auch 2013 rückläufig

In den USA schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Kursplus von 26,5% auf Jahressicht und verzeichnete zum Jahresende mit einem Indexstand von 16.576,7 Punkten ein neues Allzeithoch. Auch der breiter gefasste S&P 500 (+29,6%) und der NASDAQ Composite (+38,3%) legten auf Jahressicht deutlich zu und erreichten zum Jahresultimo mit 1.848,4 Punkten (S&P 500) und 4.176,6 Punkten (NASDAQ Composite) neue Jahreshöchststände. In Europa spiegelte insbesondere der deutsche Leitindex DAX die soliden Fundamentaldaten der deutschen Volkswirtschaft wider und verzeichnete mit einem Kursplus von 25,5% die stärkste Jahresperformance unter den europäischen Leitindizes. Im Dezember 2013 markierte der DAX mit 9.589,4 Punkten einen neuen Rekordstand, ehe er mit 9.552,2 Punkten am Jahresende aus dem Handel ging. Während auch der britische FTSE 100 (+14,4%) und der französische CAC40 (+18,0%) deutlich zweitstellige Wachstumsraten auswiesen, schloss der österreichische Leitindex ATX mit einem Kursplus von lediglich 6,1% bei 2.546,5 Punkten. Dies war in erster Linie auf die schwache Entwicklung der Indexschwergewichte aus den Bereichen Banken und Versicherungen, Telekommunikation und Energieversorger zurückzuführen. Die asiatischen Leitindizes zeichneten ein gemischtes Bild. Während der Shanghai Composite Index (-6,7%) und der Hang Seng (+2,9%) von der Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums geprägt waren, zeigte sich der japanische NIKKEI 225 von den umfassenden Maßnahmen zur Belebung der japanischen Wirtschaft getrieben und legte um 56,7% auf 16.291,3 Punkte zu.

Die europäische Wohnbautätigkeit verzeichnete 2013 einen weiteren Rückgang und blieb unter den Prognosen zu Jahresbeginn zurück. Während das Konsumentenvertrauen in der Eurozone zum Ende des Jahres erstmals seit Juli 2011 seinen langfristigen Durchschnitt überstieg, blieb die Bautätigkeit weiterhin von der allgemein schwachen Konjunkturlage und der zurückhaltenden Kreditvergabe durch Banken belastet. Zusätzlich schränkten der lange und schneereiche Winter in den ersten vier Monaten des Jahres sowie Überflutungen in Zentraleuropa im Frühsommer die Bauaktivität ein, und Aufholeffekte blieben in der Folge aus. Der im Jahresvergleich milde Beginn des Winters 2013/14 konnte den schwachen Jahresstart nur teilweise kompensieren. Im Dezember 2012 ging Euroconstruct für das Jahr 2013 noch von einem leichten Anstieg der Wohnbauleistung in unseren relevanten Märkten in der Höhe von 0,3% aus und kürzte die Prognose am Jahresende schlussendlich auf einen Rückgang um 0,8%. Während in Westeuropa die Bauleistung nur um 0,5% abnahm, betrug der Rückgang in den vier osteuropäischen Ländern unter Beobachtung (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) 9,4%. In Westeuropa waren unter den für die Wienerberger Gruppe wesentlichen Märkten vor allem die Niederlande, Frankreich und Italien vom Rückgang betroffen. Im Neubausegment nahm die Wohnbauleistung um insgesamt 1,2% im Jahresvergleich ab, wobei insbesondere in Osteuropa der Rückgang mit 12,6% deutlich ausfiel. Auch im weniger zyklischen Renovierungsmarkt konnte das Niveau des Vorjahrs nicht erreicht werden, und die Bauleistung ging leicht um 0,5% zurück. Insgesamt lag nach den teilweise deutlichen Rückgängen von bereits schwachem Niveau die Bautätigkeit 2013 in einigen Märkten unter dem Niveau des Krisenjahrs 2009. Für 2014 erwartet Euroconstruct eine Trendwende und prognostiziert einen Zuwachs der Wohnbauleistung in unseren relevanten Märkten in der Höhe von 1,9%.

Ein wichtiger Indikator für die Bauaktivität in den Endmärkten des Geschäftsbereichs Clay Building Materials Europe sind die Baubeginne für Ein- und Zweifamilienhäuser je tausend Einwohner. Im Jahresvergleich weisen nur Deutschland, Großbritannien, Bulgarien und Slowenien eine positive Entwicklung auf. Mit Rückgängen zwischen 9,1% und 18,2% unterstreicht auch diese Statistik die deutliche Abnahme der Bauaktivität in den für die Wienerberger Gruppe wichtigen Ländern Frankreich, Belgien, Polen und den Niederlanden. Der gewichtete Durchschnitt ging in Westeuropa um 2,6% und in Osteuropa um 7,6% zurück.

Baubeginne je tausend Einwohner fallen in Westeuropa um 2,6 % und in Osteuropa um 7,6 %

Der Druck auf öffentliche Körperschaften, die Ausgaben zu kürzen, führte auch 2013 zu einer Abnahme der Bauleistung für Infrastrukturprojekte. Nachdem die Bauleistung in jenen Märkten, in denen die Wienerberger Gruppe tätig ist, im Jahr 2012 um 3,3% sank, stand 2013 ein vergleichsweise moderater Rückgang um 0,9% zu Buche. Die gesamteuropäische Ingenieursbautätigkeit ging im Vergleich dazu im selben Zeitraum um 4,0% zurück. Dabei verzeichneten die für die Wienerberger Gruppe relevanten westeuropäischen Märkte mit +0,4% einen geringen Anstieg im Neubausegment. Im Renovierungssegment stand sowohl in West- als auch in Osteuropa ein leichter Zuwachs von insgesamt 0,5% zu Buche. Stark negativ fiel hingegen die Neubauaktivität in Osteuropa aus, wo die Bauleistung um 17,7% einbrach. Für 2014 wird von Euroconstruct in den für uns relevanten Märkten ein Wachstum der Gesamtbauleistung im Infrastrukturbereich von 2,4% prognostiziert. Das Teilsegment Wassermanagement, das knapp 10% der Infrastrukturausgaben repräsentiert und das den für unser Rohrgeschäft wichtigen Markt für Frisch- und Abwassersysteme beinhaltet, ging in unseren Märkten um 3,3% zurück. Dieser Rückgang ist auf die Entwicklung in Westeuropa zurückzuführen, wo die Bauleistung um 4,2% sank. Für 2014 wird ein weiterer Rückgang der Bauleistung um 1,4% im Bereich

Bauleistung im Infrastrukturbereich auch 2013 rückläufig

Wassermanagement prognostiziert. Das Telekommunikationssegment wies 2013 mit +0,1% eine stabile Bauleistung auf, während das Segment Energie um 2,0% zulegen konnte. Für beide Bereiche wird für 2014 von einem Wachstum in der Höhe von 1,3% (Telekommunikation) und 4,8% (Energie) ausgegangen. Die Bauleistung im Hochbau ausschließlich des Wohnbaus sank 2013 in den für uns relevanten Märkten um 2,2% nach einem Rückgang um 2,5% im Vorjahr. Erst für 2014 wird mit einem leichten Zuwachs um 0,4% eine Stabilisierung erwartet.

US-Häusermarkt lässt mit kräftiger Zunahme der Baubeginne Krise hinter sich

Am US-Häusermarkt setzte sich die Erholung fort. Laut U.S. Census Bureau stiegen die Fertigstellungen 2013 um 17,4% auf 762.200 Wohneinheiten und die Baubeginne um 18,3% auf 923.400 Wohneinheiten. Die Baugenehmigungen beliefen sich auf 974.700 (+17,5%), wobei erstmals seit Jahren die Wachstumsraten der Baubeginne im Einfamiliensegment stärker als im Mehrfamiliensegment zunahmen. Die National Association of Home Builders (NAHB) erwartet für 2014 einen Anstieg der Baubeginne auf 1,15 Mio. und liegt mit dieser Prognose leicht über dem Marktconsensus, bestehend aus den Einschätzungen von Banken und anderen Marktforschungsinstituten. Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, der die gegenwärtige Einschätzung von Hausverkäufen durch Bauunternehmer und Entwickler sowie deren Erwartungen für die nächsten sechs Monate widerspiegelt, stieg weiter an und markierte im Dezember 2013 einen Indexwert von 57. Seit Juni 2013 rangierte der Index durchgängig über der Marke von 50, was anzeigt, dass mehr Marktteilnehmer den Ausblick positiv einschätzen als negativ. Mit dem Anstieg der Renditen auf US-Staatsanleihen stieg auch die Fixverzinsung von Hypothekarkrediten mit 30 Jahren Laufzeit von 3,4% im Dezember 2012 auf rund 4,5% im Dezember 2013 (Freddie Mac Primary Mortgage Market Survey). Dies wirkte sich deutlich negativ auf die Nachfrage nach Hypothekarkrediten, sowohl für Hauskäufe als auch insbesondere im Refinanzierungsmarkt, aus. Die Mortgage Bankers Association geht jedoch trotz gedämpfter Erwartungen von einem weiteren Anstieg des Volumens an Hypothekarkrediten für Hauskäufe in 2014 aus. Die Verkaufspreise legten gemäß S&P/Case-Shiller 20-City Composite Home Price Index in den 12 Monaten bis einschließlich Dezember 2013 um 13,4% im Jahresvergleich zu. In Summe unterstreicht die große Zahl positiver Indikatoren zum US-Häusermarkt, dass für 2014 mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen ist.

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

Die Ergebnisse der Wienerberger Gruppe im Jahr 2013 waren anfangs von einem witterungsbedingt langsamen Start in die Bausaison und durch ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in Europa bestimmt. Deutlich positiv zeigte sich, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, die Entwicklung in Nordamerika und Großbritannien, wo in Folge einer anhaltenden Erholung der Bauwirtschaft Mengenzuwächse realisiert wurden, sowie in Russland. Auch Pipelife erfüllte mit einer stabilen Umsatzentwicklung die Zielsetzungen, ungeachtet des Gegenwindes auf vielen Märkten. Ein starkes letztes Quartal konnte im europäischen Ziegelgeschäft den schwachen Jahresbeginn zwar nicht vollständig kompensieren, jedoch einen Beitrag dazu leisten, dass das Konzernergebnis leicht über den Erwartungen lag.

Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 13% auf 2.662,9 Mio. € erhöht werden, wobei der Anstieg auf die erstmalige Einbeziehung von Pipelife für ein ganzes Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Der organische Umsatz, bereinigt um Effekte aus Akquisitionen und Fremdwährungen, lag auf Vorjahresniveau, wobei die Preise über die gesamte Wienerberger Gruppe in etwa stabil blieben und die Mengen leicht rückläufig waren. Der starke Euro belastete den Umsatz mit 35,8 Mio. €, wobei die größten negativen Fremdwährungseffekte aus dem britischen Pfund, dem US-Dollar, der norwegischen Krone und dem russischen Rubel resultierten.

Wienerberger erzielte in der Division Clay Building Materials Europe einen Außenumsatz von 1.402,4 Mio. €, der um 3% geringer war als im Jahr zuvor. Das anhaltend schwierige Marktumfeld und die widrigen Witterungsverhältnisse im ersten Quartal setzten der europäischen Bauwirtschaft auch im Jahr 2013 noch deutlich zu, wobei einzelne Märkte sogar unter das Niveau von 2009 zurückfielen. Das operative EBITDA der Division verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 171,3 Mio. €. Mit ein Grund dafür waren Kosten aus verlängerten Winterstillständen, die durch Einsparungen aus den im Vorjahr umgesetzten Restrukturierungsprogrammen nicht vollständig kompensiert werden konnten.

In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Außenumsatz von 711,2 Mio. € auf 1.029,5 Mio. €. Hauptverantwortlich dafür ist vor allem der Beitrag der seit 31. Mai 2012 vollkonsolidierten Pipelife Gruppe. Der Bereich Flächenbefestigungen aus Beton, welcher ausschließlich in Osteuropa tätig ist, konnte trotz des anhaltend schwierigen Marktumfeldes das Ergebnis durch konsequente Kosteneinsparungen deutlich verbessern. Während sich bei Steinzeug-Keramo der Umsatz 2013 annähernd stabil entwickelte, war das operative Ergebnis von Einmalkosten belastet.

In der Division North America gewann die Erholung in der Bauwirtschaft deutlich an Fahrt, von der auch Wienerberger profitieren konnte. Der Außenumsatz in Nordamerika konnte im Jahr 2013 um 16% auf 224,7 Mio. € gesteigert werden, und das operative EBITDA verbesserte sich um 35% auf 13,2 Mio. €.

Rückläufiges Ergebnis in der Division Clay Building Materials Europe

Pipelife und Semmelrock mit deutlicher Ergebnissteigerung in der Division Pipes & Pavers Europe

Erholung in Nordamerika gewinnt an Fahrt

Ertragsentwicklung 2012 Verkäufe 1) Käufe 1) F/X 2) Organisch 2013
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Umsatz 2.355,5 0,0 347,7 -35,8 -4,5 2.662,9
Herstellkosten -1.661,0 0,0 -267,1 26,1 14,6 -1.887,4
Vertriebskosten -486,6 0,0 -43,5 6,2 1,1 -522,9
Verwaltungskosten -144,9 0,0 -15,8 1,6 -2,2 -161,4
Sonstige betriebliche
Aufwendungen und
Erträge -32,0 0,0 -4,4 0,4 -0,1 -36,1
EBITDA operativ 245,5 0,0 31,1 -4,3 -5,8 266,5
EBIT operativ 31,0 0,0 16,9 -1,5 8,8 55,3
Nicht wiederkehrend 3) -52,8 0,0 0,0 0,0 62,2 9,4
Finanzergebnis 4) -14,5 0,0 -3,4 0,3 -50,2 -67,8
Ergebnis vor Steuern -36,2 0,0 13,5 -1,1 20,7 -3,1
Ergebnis nach Steuern -40,5 0,0 10,9 -1,0 22,8 -7,8

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen

2) Währungseffekte

3) Restrukturierungskosten, Wertminderungen von Sachanlagen, Firmenwertabschreibungen sowie

Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe

4) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis

Das operative EBITDA der Gruppe lag mit 266,5 Mio. € um 9% über dem Vorjahr, wobei 4,3 Mio. € auf negative Wechselkursdifferenzen aus dem russischen Rubel, der norwegischen Krone und dem britischen Pfund und 31,1 Mio. € auf Konsolidierungseffekte aus dem Ergebnisbeitrag von Pipelife in den ersten fünf Monaten entfielen. Das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe verringerte sich somit nach Währungseffekten organisch um 4%.

EBITDA operativ 2012 2013 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Clay Building Materials Europe 183,5 171,3 -7
Pipes & Pavers Europe 67,4 100,3 +49
North America 9,8 13,2 +35
Holding & Others -15,2 -18,2 -21
Wienerberger Gruppe 245,5 266,5 +9

Die Energiekosten gingen um 6,4 Mio. € zurück und erreichten einen Anteil von 10% am Umsatz (Vorjahr: 12%). Der vergleichsweise starke Rückgang des Anteils der Energiekosten am Umsatz ist neben geringeren Produktionsmengen auf die Erstkonsolidierung von Pipelife zurückzuführen, da bei der Produktion von Kunststoffrohren der Energieverbrauch, anders als bei der Herstellung von keramischen Produkten, von untergeordneter Bedeutung ist.

In den Abschreibungen auf das Sach- und immaterielle Anlagevermögen von 211,2 Mio. € (Vorjahr: 238,5 Mio. €) sind neben laufenden Abschreibungen auch Sonderabschreibungen von 13,3 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €) enthalten, welche zum überwiegenden Teil aus Abwertungen eingemotteter oder geschlossener Werke sowie Abwertungen anlässlich der Stilllegung von Produktionskapazitäten bestehen. Eine Abwertung erfolgt immer dann, wenn die Buchwerte der

Operatives EBITDA von 266,5 Mio. € lag um 9 % über dem Vorjahreswert

Energiekosten gingen um 6,4 Mio. € zurück

Abschreibungen auf das Anlagevermögen enthalten Sonderabschreibungen von 13,3 Mio. €

betroffenen Anlagen über den bei einer Veräußerung erzielbaren Werten (recoverable amount) liegen. Im Jahr 2013 fielen keine Wertminderungen aus Restrukturierungen (Vorjahr: 14,2 Mio. €) und auch keine Firmenwertabschreibungen (Vorjahr: 9,8 Mio. €) an. Die operative Abschreibungstangente verminderte sich von 8,3% im Jahr 2012 auf 7,4% im Berichtsjahr. Dieser im internationalen Vergleich relativ hohe Wert resultiert vor allem aus der starken Investitionstätigkeit der Vergangenheit und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe.

Rentabilitätskennzahlen 2012 2013
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 29,5 29,1
Verwaltungskosten zu Umsatz 6,2 6,1
Vertriebskosten zu Umsatz 20,7 19,6
Operative EBITDA-Marge 10,4 10,0
Operative EBIT-Marge 1,3 2,1

Die operative EBITDA-Marge verringerte sich im Jahr 2013 geringfügig auf 10,0% im Vergleich zu 10,4% im Jahr zuvor. Dies erklärt sich aus einer anderen Kostenstruktur im Kunststoffrohrgeschäft, die durch die Einbeziehung von Pipelife für das volle Geschäftsjahr stärker zum Tragen kommt als im Vorjahr. Im Gegenzug verzeichnet Pipelife einen CFROI, der deutlich über der internen Hurdle Rate von 11,5% liegt, da das Kunststoffrohrgeschäft eine geringere Kapitalintensität als der Ziegelbereich aufweist.

Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) stieg im Jahr 2013 auf 55,3 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €). Die verbleibende Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe in Deutschland wurde in Folge der Einstellung des Verfahrens erfolgswirksam aufgelöst, woraus ein Ertrag von 9,4 Mio. € resultierte. Nach Einmaleffekten erzielte Wienerberger im Berichtsjahr somit ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 64,7 Mio. € (Vorjahr: -21,7 Mio. €).

Die Verschlechterung der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 4,5 Mio. € im Vorjahr auf -2,6 Mio. € erklärt sich durch den Verlust der Tondach Gleinstätten AG und den Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der Pipelife Gruppe, deren Ergebnisse in den ersten fünf Monaten des Vorjahres noch unter dieser Position ausgewiesen wurden. Das Zinsergebnis zeigt den Effekt der höheren Finanzierungskosten in Folge der Begebung einer Anleihe im April 2013 und verschlechterte sich dadurch von -50,7 Mio. € im Vorjahr auf -56,0 Mio. € im Jahr 2013. Das sonstige Finanzergebnis war mit -9,2 Mio. € negativ, wobei der Vorjahreswert von 31,7 Mio. € einen positiven Sondereffekt aus der Bewertung des bestehenden 50%-Anteils an Pipelife im Zuge der Erstkonsolidierung in Höhe von 42,3 Mio. € beinhaltete. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich im Jahr 2013 deutlich von -36,2 Mio. € im Vorjahr auf -3,1 Mio. €.

Rückgang der operativen EBITDA-Marge von 10,4 % auf 10,0 %

Operatives EBIT stieg von 31,0 Mio. € im Jahr 2012 auf 55,3 Mio. € im Berichtsjahr

Deutliche Verbesserung im Ergebnis vor Ertragsteuern von -36,2 Mio. € im Jahr 2012 auf -3,1 Mio. €

Geringfügig höherer Aufwand aus Ertragsteuern als im Vorjahr

Ergebnis je Aktie von -0,34 €

Bilanzsumme von 4.211,4 Mio. €

Gewinn- und Verlustrechnung 2012 2013 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 2.355,5 2.662,9 +13
Herstellkosten -1.661,0 -1.887,4 +14
Vertriebs- und Verwaltungskosten 1) -631,5 -684,2 +8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -83,8 -79,5 -5
Sonstige betriebliche Erträge 51,8 43,5 -16
Operatives Betriebsergebnis (EBIT operativ) 31,0 55,3 +78
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von
Sachanlagen
-43,0 0,0 -100
Firmenwertabschreibungen -9,8 0,0 -100
Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe 0,0 9,4 >100
Betriebsergebnis (EBIT) -21,7 64,7 >100
Finanzergebnis 2) -14,5 -67,8 <-100
Ergebnis vor Steuern -36,2 -3,1 +91
Ertragsteuern -4,3 -4,8 +9
Ergebnis nach Steuern -40,5 -7,8 +81

1) inklusive Transportaufwendungen

2) inklusive at-equity Ergebnis

Der Aufwand aus Ertragsteuern stieg in Folge des geringeren Verlustes vor Ertragsteuern im Berichtsjahr geringfügig auf 4,8 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €), was aus der regionalen Ergebnisverteilung mit einem höheren Anteil westeuropäischer Länder, die hohe Nominalsteuersätze aufweisen, resultiert. Zudem verstärken die erstmalige Einbeziehung der Pipelife Gruppe für ein volles Geschäftsjahr sowie die nicht gegebene Verwertbarkeit steuerlicher Verluste in einigen Ländern des keramischen Geschäftsbereichs diesen Effekt.

Wienerberger konnte im Jahr 2013 das Ergebnis nach Ertragsteuern von -40,5 Mio. € im Vorjahr auf -7,8 Mio. € verbessern. Das Ergebnis je Aktie wird nach Abzug des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Ergebnisses sowie nach Abzug des jährlichen Hybridkupons in Höhe von 32,5 Mio. € errechnet und verbesserte sich auf Basis der gewichteten Aktienanzahl von 115,1 Mio. Stück (Vorjahr: 115,1 Mio. Stück) auf -0,34 € (Vorjahr: -0,61 €).

Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2013 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 4.211,4 Mio. €. Der Hauptgrund dafür ist die Begebung einer Anleihe im April 2013 mit einem Emissionsvolumen von 300,0 Mio. € und einem sich daraus ergebenden Anstieg der liquiden Mittel, die zur Refinanzierung einer im Juli 2014 fälligen Anleihe vorgehalten werden. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur von Wienerberger durch eine hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungen gekennzeichnet.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen war mit 62% (Vorjahr: 68%) unter dem Vorjahrsniveau, wobei das Capital Employed mit Ende 2013 zu 60% (Vorjahr: 62%) aus Sachanlagen bestand. Der Vorratsbestand konnte im Jahr 2013 durch eine erfolgreiche Fortführung des konsequenten Working Capital Managements von 700,9 Mio. € im Vorjahr auf 666,0 Mio. € gesenkt werden. Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen stieg, in Folge der im Kunststoffrohrgeschäft vorherrschenden längeren Zahlungsziele, gegenüber dem Vorjahr von 26 auf 34 Tage, die durchschnittliche Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten ist von 44 Tagen auf 41 Tage gesunken. Das Working Capital (Vorräte + Nettokundenforderungen - Lieferverbindlichkeiten) konnte im Jahr 2013 auf 541,9 Mio. € (Vorjahr: 589,9 Mio. €) vermindert werden, was einem Anteil am Umsatz von rund 20% (Vorjahr: 25%) und somit dem angestrebten Zielwert entsprach. Die Umschlagsdauer des Working Capital hat sich im Jahresdurchschnitt auf 98 Tage (Vorjahr: 93 Tage) erhöht. Wienerberger verfügte Ende 2013 über Zahlungsmittel sowie Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 588,1 Mio. € (Vorjahr: 314,8 Mio. €). Diese starke Liquiditätsreserve wird im Rahmen einer proaktiven Finanzierungsstrategie zur Tilgung einer im Juli 2014 fälligen Anleihe und zur Finanzierung des saisonalen Working Capital-Bedarfs vorgehalten.

Kennzahl Working Capital zu Umsatz entsprach mit rund 20 % zu Jahresende dem angestrebten Zielwert

Das Konzerneigenkapital verringerte sich im Jahr 2013 um 5% auf 2.254,2 Mio. € (Vorjahr: 2.363,7 Mio. €). Hauptgründe dafür waren die Auszahlung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € und der Dividende von 13,8 Mio. € sowie negative Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 71,2 Mio. €, vorwiegend aus dem US-Dollar, dem russischen Rubel und der norwegischen Krone. Während das Ergebnis nach Ertragsteuern das Eigenkapital um 7,8 Mio. € verminderte, wurden im sonstigen Gesamtergebnis versicherungsmathematische Gewinne im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionsplänen und Abfertigungsvorsorgen in der Höhe von 5,5 Mio. € erfasst.

Konzerneigenkapital von 2.254,2 Mio. €

Auflösung der Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe nach Einstellung des Verfahrens

Die passiven latenten Steuern verminderten sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 104,0 Mio. € (Vorjahr: 105,8 Mio. €). Die Personalrückstellungen gingen im Jahr 2013 auf 116,2 Mio. € gegenüber 132,3 Mio. € im Vorjahr zurück. Da keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen abgeschlossen wurden bzw. die bestehenden Zusagen wenn möglich in beitragsorientierte Zusagen umgewandelt werden, kommt es, unabhängig von Parameteränderungen, laufend zu einer Verringerung der bilanzierten Pensionsverpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen verminderten sich in Folge der Umsetzung der im Vorjahr angekündigten oder begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen sowie der Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe im Jahr 2013 auf 57,4 Mio. € (Vorjahr: 80,6 Mio. €). Die gesamten Rückstellungen verminderten sich somit auf 5% (Vorjahr: 6%) der Bilanzsumme. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) haben sich in Folge der Begebung einer Anleihe im April 2013 um 210,2 Mio. € auf 1.127,0 Mio. € erhöht und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und sonstigen Dritten von 1.116,8 Mio. €, Derivate mit negativen Marktwerten von 10,0 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 0,2 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen Zahlungsmittel, Kassa, Bankguthaben und Wertpapiere von 588,1 Mio. € gegenüber. Von den verzinslichen Verbindlichkeiten (exklusive Konzernverbindlichkeiten) in Höhe von 1.126,8 Mio. € haben 74% (Vorjahr: 94%) langfristigen und 26% (Vorjahr: 6%) kurzfristigen Charakter.

Berechnung der Nettoverschuldung 1) 2012 2013 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 858,7 836,1 -3
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 57,7 290,7 >100
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,2 0,0 -93
- Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung -22,2 -27,6 +24
- Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -50,1 -63,7 +27
- Zahlungsmittel -242,3 -496,7 >100
Nettoverschuldung 602,0 538,9 -10

1) exklusive Hybridanleihe, welche gemäß IFRS im Eigenkapital ausgewiesen wird

Die Nettoverschuldung zum 31.12.2013 konnte im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 538,9 Mio. € gesenkt werden. Die Haupteffekte waren der höhere Cashflow aus dem Ergebnis von 164,6 Mio. €, die Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Abbau von Working Capital in Höhe von 26,2 Mio. € sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen, vorwiegend nicht-betriebsnotwendige Liegenschaften, in Höhe von 19,9 Mio. €. Dem gegenüber standen Auszahlungen für Investitionen von 106,7 Mio. € sowie für die Ausschüttung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € und der Dividende in Höhe von 13,8 Mio. €. Mit Jahresende 2013 entsprach dies einem Verschuldungsgrad von 23,9 % (Vorjahr: 25,5 %). Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 129 % (Vorjahr: 126 %). Die Entschuldungsdauer lag am 31. Dezember 2013 bei 2,0 (Vorjahr: 2,2), die EBITDA-Zinsdeckung bei 4,8 (Vorjahr: 5,0).

Nettoverschuldung verringert sich auf 538,9 Mio. € zum Jahresende gegenüber 602,0 Mio. € im Jahr zuvor

Bilanzentwicklung 2012 Verkäufe 1) Käufe 1) F/X 2) Organisch 2013
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Sachanlagevermögen 1.803,1 0,0 0,2 -42,3 -97,7 1.663,3
Immaterielles Anlagevermögen und
Firmenwerte 882,1 0,0 -3,1 -20,9 -15,2 842,9
Sonstiges langfristiges Vermögen 155,1 0,4 0,1 -4,6 6,1 156,3
Vorräte 700,9 0,0 0,0 -13,6 -21,3 666,0
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 598,5 -0,4 0,1 -7,0 290,8 882,8
Bilanzsumme 4.139,7 0,0 -2,7 -88,4 162,7 4.211,4
Eigenkapital 3) 2.363,7 0,0 0,0 -71,2 -38,3 2.254,2
Rückstellungen 265,9 0,0 0,0 -3,6 -37,8 224,5
Verbindlichkeiten 1.510,1 0,0 -2,7 -13,6 238,9 1.732,7

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen

2) Währungseffekte

3) inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridanleihe

Die organische Bilanzsummenverlängerung ist hauptsächlich der Begebung einer Anleihe im April 2013 und der daraus resultierenden Zunahme der liquiden Mittel geschuldet.

Bilanzkennzahlen 2012 2013
Capital Employed in Mio. € 2.931,3 2.767,6
Nettoverschuldung in Mio. € 602,0 538,9
Eigenkapitalquote in % 57,1 53,5
Verschuldungsgrad in % 25,5 23,9
Anlagendeckung in % 84,4 86,4
Working Capital zu Umsatz in % 25,0 20,3

Treasury

Wienerberger platzierte 300 Mio. € Anleihe

Die Entwicklung der Finanzmärkte war 2013 nach wie vor von der hohen Zentralbankenliquidität geprägt, die zu einer starken Investorennachfrage auf den Anleihen- und Aktienmärkten führte. Wienerberger nutzte diese Dynamik zur Emission einer 300 Mio. € Anleihe mit siebenjähriger Laufzeit und einem Kupon von 4%, die bereits als Refinanzierung für das Jahr 2014 ausgestaltet war. Die proaktive Refinanzierungsstrategie in kleineren Tranchen wird auch in Zukunft beibehalten, um das Fälligkeitsprofil zu optimieren.

Wienerberger wird auch weiterhin ausreichende Liquiditätsreserven vorhalten, da die Sicherung der Liquidität und eine starke Kapitalstruktur hohe Priorität behalten. Die Zusammensetzung der Liquiditätsreserve wird jedoch dahingehend optimiert werden, dass neben den liquiden Mitteln in der Bilanz verstärkt zugesagte Banklinien zum Einsatz kommen um die Zinslast des Konzerns zu reduzieren. Zu Jahresende standen Wienerberger neben den liquiden Mitteln in Höhe von 496,7 Mio. € insgesamt 350,0 Mio. € an nicht ausgenutzten, zugesicherten Kreditlinien zur Deckung von Liquiditätsschwankungen zur Verfügung. Die für Kreditvereinbarungen mit Banken gültigen Kennzahlen (Covenants) sind weiterhin klar innerhalb der vereinbarten Zielgrößen. Die Entschuldungsdauer lag bei 2,0 Jahren zum Jahresende und damit weit unterhalb des vorgegebenen Schwellenwerts von 3,5 Jahren sowie unter dem intern gesetzten Ziel von maximal 2,5 Jahren zum Jahresende. Die EBITDA-Zinsdeckung verschlechterte sich zwar von 5,0 im Vorjahr auf 4,8, liegt aber deutlich über dem Schwellenwert von 3,75. Vor dem Hintergrund der etwas weniger konservativen Refinanzierungspolitik wird für 2014 eine verbesserte Zinsdeckung erwartet.

Treasury Kennzahlen 31.12.2012 31.12.2013 Schwellenwert
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) 2,2 2,0 <3,50
EBITDA operativ 1) / Zinsergebnis 2) 5,0 4,8 >3,75

1) 2012 berechnet auf Basis eines operativen pro-forma 12-Monats-EBITDA

2) 2012 berechnet auf Basis eines pro-forma 12-Monats-Zinsergebnisses

Zum Stichtag waren 89 % der Verbindlichkeiten fix verzinst. Den verbleibenden 11 % an variabel verzinsten Verbindlichkeiten stehen variabel verzinste Veranlagungen gegenüber, wodurch das Zinsrisiko der Gruppe de facto eliminiert wird. 2013 war von zum Teil starken Fremdwährungsschwankungen charakterisiert, die sich in der Wienerberger Bilanz aber primär als Translationsrisiken niederschlagen. Während der Großteil der Finanzierungen in Euro denominiert ist, steuert Wienerberger das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CHF, GBP, PLN) und sichert einen Teil des Risikos auf Basis von monatlichen Sensitivitätstests mittels Zins-Währungsswaps ab. Finanzielle Forderungen an Tochterunternehmen des Konzerns in Fremdwährung werden unter Berücksichtigung ökonomischer Restriktionen mittels Zins-Währungsswaps gegen Schwankungen abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden Derivatpositionen in kanadischen Dollar, tschechischen Kronen, dänischen Kronen, britischen Pfund, polnischen Zloty, US Dollar und Schweizer Franken.

Mit 12. Februar 2014 startete das Berichtswesen von Derivaten unter der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) Richtlinie. Wienerberger wird als "Nicht-finanzielle Gegenpartei" unterhalb der Schwellenwerte für die Clearingpflicht eingestuft, da die Gruppe keine spekulativen Instrumente einsetzt. Daher ist Wienerberger nur von der Berichtspflicht betroffen, die mit eigenen Systemen abgedeckt werden kann.

Cashflow

Wienerberger erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Cashflow aus dem Ergebnis von 164,6 Mio. €, der um 30 % über dem Vorjahreswert lag. Dies verdeutlicht erneut das Potential von Wienerberger, auch in einem schwierigen Marktumfeld starke Zahlungsüberschüsse zu generieren. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ging im Vergleich zum Vorjahr auf 190,9 Mio. € zurück. Erklärt werden kann dies mit einem starken Working Capital Abbau in Folge des Erstkonsolidierungszeitpunkts von Pipelife im Vorjahr. Im Jahr 2013 konnten die Maßnahmen des aktiven Working Capital Managements mit einem Vorratsabbau von weiteren 34,9 Mio. € erfolgreich fortgeführt werden, jedoch achten wir darauf, die Lieferfähigkeit in allen Produktsegmenten uneingeschränkt sicherzustellen.

Der Zahlungsmittelabfluss für Gesamtinvestitionen lag mit 106,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahrswert von 268,7 Mio. €, in dem die Auszahlung für den Erwerb des 50 %-Anteils an Pipelife enthalten war. Ebenso wurden im Jahr 2013 zur Optimierung der Kassenhaltung 11,9 Mio. € kurzfristig in geldnahen Wertpapieren veranlagt. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit beliefen sich die Mittelzuflüsse aus Anlagenverkäufen auf 19,9 Mio. €, wobei 13,6 Mio. € aus dem Programm zur Verwertung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte stammten.

Insgesamt erzielte Wienerberger im Jahr 2013 einen Free Cashflow (Zahlungsmittelzufluss aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um den Cashflow aus der Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) von 92,9 Mio. € gegenüber 163,6 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Dieser wurde zur Ausschüttung des Hybridkupons von 32,5 Mio. € und einer Dividende von 13,8 Mio. € sowie zur Rückführung von Verbindlichkeiten verwendet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasste im Jahr 2013 neben diesen Ausschüttungen den Emissionserlös der im April 2013 platzierten Anleihe mit einer Nominale von 300 Mio. € sowie Zuflüsse von Dividenden aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3,2 Mio. €.

Cashflow Statement 2012 2013 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cashflow aus dem Ergebnis 127,0 164,6 +30
Veränderung Working Capital und Sonstiges 102,5 26,2 -74
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 229,5 190,9 -17
Normalinvestitionen (Instandhaltung und technologische
Weiterentwicklung) -105,3 -106,0 -1
Wachstumsinvestitionen -163,4 -0,7 +100
Devestitionen und Sonstiges 39,4 8,0 -80
Cashflow aus Investitionstätigkeit -229,3 -98,7 +57
Wachstumsinvestitionen 163,4 0,7 -100
Free Cashflow 163,6 92,9 -43

Cashflow aus dem Ergebnis um 30 % verbessert

Auszahlungen für Investitionen lediglich bei 106,7 Mio. €

Free Cashflow von 92,9 Mio. € in Folge besserer Ergebnisse und Disziplin im Working Capital Management

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 106,7 Mio. € (Vorjahr: 268,7 Mio. €) und beschränkten sich weitestgehend auf Normalinvestitionen. Die Abgrenzung von Wachstums- und Normalinvestitionen richtet sich vorwiegend danach, ob durch eine Investition neue Märkte oder Produktsegmente erschlossen oder Kapazitäten erweitert werden. Instandhaltungsinvestitionen, Investitionen für technische Neuerungen oder für Produktionsanlagen für hochwertige Produkte werden unter den Normalinvestitionen ausgewiesen. Im Jahr 2013 fielen Wachstumsinvestitionen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 163,4 Mio. €) an, wobei es sich um den Erwerb eines Grundstücks für einen möglichen Werksneubau handelte. Auf Normalinvestitionen entfielen im Geschäftsjahr 2013 somit 106,0 Mio. € (Vorjahr: 105,3 Mio. €) oder 54% der laufenden Abschreibungen (Vorjahr: 54%). Von den Gesamtinvestitionen entfielen im Berichtsjahr 58% auf die Division Clay Building Materials Europe, 33% auf Pipes & Pavers Europe, 7% auf North America und 2% auf Holding & Others.

Entwicklung Anlagevermögen Immaterielles Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
31.12.2012 882,1 1.884,4 34,3 2.800,8
Investitionen 1) 5,3 104,2 0,1 109,6
Konsolidierungskreisänderungen -3,1 0,2 0,0 -2,9
Abschreibungen -19,2 -192,0 -0,1 -211,3
Veräußerungen -0,2 -12,2 -3,5 -15,9
Währungsumrechung und Sonstiges -22,0 -42,9 -5,4 -70,3
31.12.2013 842,9 1.741,7 25,4 2.610,0

1) Zugänge lt. Anlagenspiegel

Gesamtinvestitionen 1) 2012 2013 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Clay Building Materials Europe 65,4 61,7 -6
Pipes & Pavers Europe 183,9 34,9 -81
North America 15,3 7,3 -52
Holding & Others 4,1 2,8 -32
Wienerberger Gruppe 268,7 106,7 -60

1) Zugänge zu Sachanlagevermögen, immateriellem Vermögen und Finanzanlagevermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen

Normalinvestitionen konnten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden

Wienerberger Value Management

Für die interne strategische Unternehmenssteuerung werden cash-orientierte Vorsteuerrentabilitäten auf allen Unternehmensebenen ermittelt, die sowohl die Wertschaffung einzelner Unternehmenseinheiten als auch der gesamten Gruppe abbilden. Wichtige Kennzahlen sind der Cashflow Return on Investment (CFROI = EBITDA / durchschnittliches historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, Unternehmensbereiche unabhängig von der Altersstruktur der Werke zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 11,5% (= Hurdle Rate) festgelegt. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI dieser Hurdle Rate gegenübergestellt und mit dem durchschnittlichen historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.

Wichtige Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind der CFROI und der CVA

Berechnung des Konzern-CFROI 2012 2013
EBITDA operativ 1) in Mio. € 274,1 266,5
Durchschnittliches Capital Employed in Mio. € 2.984,5 2.849,5
Durchschnittliche kumulierte Abschreibungen in Mio. € 2.281,8 2.388,0
Durchschnittliches historisches Capital Employed in Mio. € 5.266,3 5.237,5
CFROI 1) in % 5,2 5,1

1) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis

CFROI 2013 nach Divisionen EBITDA operativ durchschnittl.
hist. CE
CFROI CVA
in Mio. € in Mio. € in % in Mio. €
Clay Building Materials Europe 171,3 3.788,3 4,5 -264,3
Pipes & Pavers Europe 100,3 705,2 14,2 19,2
North America 13,2 683,9 1,9 -65,5
Holding & Others -18,2 60,0 -30,4 -25,2
Wienerberger Gruppe 266,5 5.237,5 5,1 -335,8

Der CFROI lag im Jahr 2013 bei einem Wert von 5,1% (Vorjahr: 5,2%) und somit noch deutlich hinter der angepeilten Marke von 11,5% zurück.

Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern durchschnittlich eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern wurde im Berichtsjahr für die Wienerberger Gruppe mit 6,97 % ermittelt.

WACC nach Steuern von 6,97 %

Im Jahr 2013 wurde der NOPAT von Wienerberger mit 37,0 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) errechnet. Der ROCE stieg auf 1,3% (Vorjahr: 0,4%), woraus sich im Berichtsjahr ein EVA® von -161,4 Mio. € (Vorjahr: -192,2 Mio. €) ergab.

Berechnung des Konzern-ROCE 2012 2013
EBIT operativ 1) in Mio. € 51,5 55,3
Ertragsteuern 1) in Mio. € -10,4 -4,8
Bereinigte Steuern 1) in Mio. € -29,5 -13,5
NOPAT 1) in Mio. € 11,6 37,0
Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile in Mio. € 2.363,7 2.254,2
Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing in Mio. € 916,6 1.126,8
Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung in Mio. € -22,0 -27,6
Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen in Mio. € -327,0 -585,8
Capital Employed am Stichtag in Mio. € 2.931,3 2.767,6
Durchschnittliches Capital Employed 1) in Mio. € 2.984,5 2.849,5
ROCE 1) in % 0,4 1,3

ROCE von 1,3 % und EVA® von -161,4 Mio. €

Value Kennzahlen 2012 2013
ROCE 1) in % 0,4 1,3
EVA ® 1) 2) in Mio. € -192,2 -161,4
CFROI 1) in % 5,2 5,1
CVA 1) in Mio. € -331,8 -335,8

1) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis

2) EVA® ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.

Geschäftssegmente

Clay Building Materials Europe

Das Geschäftsjahr 2013 brachte keine wesentliche Veränderung des schwierigen Marktumfelds für die Bauwirtschaft mit sich. Die Entwicklung des Wohnbaus war weiterhin von einer anhaltenden Unsicherheit sowie einer restriktiven Kreditvergabe von Banken in einigen unserer europäischen Kernländer geprägt. Darüber hinaus hatte die Division Clay Building Materials Europe mit einem witterungsbedingt schwierigen Start ins Geschäftsjahr 2013 zu kämpfen. Nach einem ungewöhnlich langen Winter startete die Bauaktivität erst in der zweiten Aprilwoche und wurde Ende Mai und Anfang Juni durch starke Regenfälle und Überschwemmungen in Teilen Europas nochmals beeinträchtigt. In der zweiten Jahreshälfte setzte eine Stabilisierung der Nachfrage ein. Das milde Wetter in weiten Teilen Europas im vierten Quartal wirkte sich zusätzlich positiv auf den Geschäftsverlauf insbesondere im Vergleich zum Vorjahresquartal aus. Getrieben von höheren Absatzmengen in allen Produktgruppen lagen Umsatz und operatives EBITDA der Division im vierten Quartal über den wetterbedingt niedrigen Vorjahreswerten.

Die positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2013 konnte jedoch den Umsatz- und Ergebnisentfall des ersten Halbjahres nicht kompensieren, da die verarbeitende Industrie und das Baugewerbe die Kapazitäten nicht ausbauten, um den Rückstau an Projekten aus dem ersten Halbjahr aufzuarbeiten. Die Durchschnittspreise in der Division Clay Building Materials Europe liegen in der Berichtsperiode in etwa auf dem Vorjahresniveau, wobei es in Westeuropa größtenteils gelungen ist, bei marktbedingt rückläufigen Absätzen Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation umzusetzen. In Osteuropa führte die geringe Nachfrage nach Baustoffen in einigen Regionen zu zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld nützte Wienerberger Kostenvorteile für Verkaufsaktionen in ausgewählten Märkten, um Marktpositionen zu stärken. Dadurch konnte die Absatzmenge in Osteuropa entgegen dem Markttrend leicht gesteigert werden. Insgesamt musste die Division Clay Building Materials Europe im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatzrückgang von 3 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.402,4 Mio. € sowie ein um 7 % niedrigeres operatives EBITDA von 171,3 Mio. € hinnehmen.

Clay Building Materials Europe 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 1.443,8 1.402,4 -3
EBITDA operativ in Mio. € 183,5 171,3 -7
EBIT operativ in Mio. € 36,4 35,0 -4
Gesamtinvestitionen in Mio. € 65,4 61,7 -6
Capital Employed in Mio. € 1.895,2 1.776,3 -6
Ø Mitarbeiter 8.743 8.323 -5

Das im dritten Quartal 2012 angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Optimierung von Schichtmodellen und Einmottungen von Werken sowie auf Strukturanpassungen in der Verwaltung und im Vertrieb. Durch zusätzliche Werkscluster bzw. die Verlagerung von Produkten an andere Werksstandorte werden Kostenstrukturen weiter verbessert. Die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms betrugen für die Wienerberger Gruppe im Geschäftsjahr 2013 19,1 Mio. €. Von den Maßnahmen waren insbesondere die Hintermauer- und Vormaueraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich betroffen, wodurch der Großteil der gruppenweiten Einsparungen auf das Segment Clay Building Materials Western Europe entfällt.

Schwieriges Marktumfeld und widrige Witterungsverhältnisse in Europa

Durchschnittspreise in etwa auf dem Niveau des Vorjahres

Umsetzung des Restrukturierungsprogramms läuft nach Plan

Differenzierter Ausblick für den Wohnungsneubau in Europa

Absatzrückgänge bei Hintermauer- und Dachziegeln bei leicht höheren Durchschnittspreisen

Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation in Deutschland

Nach der Normalisierung der Nachfrage in einigen Märkten in der zweiten Jahreshälfte 2013 prognostizieren wir für 2014 eine fortschreitende Stabilisierung bis leichtes Wachstum des Marktumfelds in Europa. Gleichzeitig gehen wir von einem weiterhin stark differenzierten Bild aus, wodurch eine allgemeine Prognose schwierig ist. Positiven Entwicklungen im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Großbritannien, Polen und Russland sowie einem stabilen Umfeld in Deutschland, Belgien und Tschechien stehen nach wie vor schwierige Marktbedingungen in Frankreich, den Niederlanden, Italien und Ungarn gegenüber. Aufgrund der witterungsbedingt niedrigen Vergleichsbasis aus dem ersten Halbjahr 2013 gehen wir für 2014 von einer moderaten Steigerung der Absatzmengen in allen Produktgruppen und entsprechenden Umsatz- und Ergebnisverbesserungen aus.

Clay Building Materials Western Europe

Im Segment Clay Building Materials Western Europe, das besonders stark unter dem langen Winter und dem schwierigen Marktumfeld in der ersten Jahreshälfte 2013 zu leiden hatte, setzte im dritten Quartal eine Normalisierung der relevanten Märkte ein, die durch das milde Wetter im vierten Quartal weiter unterstützt wurde. Die Absatzrückgänge aus dem ersten Halbjahr bei Hintermauer- und Dachziegeln konnten durch positive Impulse in einzelnen Märkten jedoch nicht vollständig kompensiert werden. Bei Vormauerziegeln trug die Markterholung in Großbritannien dazu bei, dass die Absatzmenge in der Berichtsperiode über dem Niveau des Vorjahres liegt. Der Umsatz in der Region Westeuropa sank 2013 um 4 % auf 1.089,9 Mio. €. Leicht höhere Durchschnittspreise sowie Einsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm konnten den Absatzrückgang nur teilweise abfedern. In der Folge lag das operative EBITDA von 131,1 Mio. € um 4 % unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode.

Clay Building Materials Western Europe 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 1.129,6 1.089,9 -4
EBITDA operativ in Mio. € 136,5 131,1 -4
EBIT operativ in Mio. € 31,8 34,4 +8
CFROI in % 5,0 4,8 -
Gesamtinvestitionen in Mio. € 51,0 44,6 -13
Capital Employed in Mio. € 1.426,2 1.357,1 -5
Ø Mitarbeiter 6.227 5.940 -5
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.203 2.060 -6
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.205 1.262 +5
Absatz Dachziegel 1) in Mio. m² 23,55 22,76 -3

1) Absatz Ton- und Betondachziegel inkl. Zubehörprodukte; Vergleichswert der Vorjahresperiode wurde angepasst

In Deutschland, dem größten Markt der Region, ist eine leicht positive Tendenz bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser zu verzeichnen. Die Baubeginne lagen jedoch leicht unter dem Vorjahresniveau. Dies ist sowohl auf die schwierigen Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr, als auch auf die mangelnde Bereitschaft der verarbeitenden Industrie und des Baugewerbes, die Kapazitäten zu erhöhen, zurückzuführen. In der Folge waren die Absätze bei Vormauer- und Dachziegeln rückläufig. Einzig bei Hintermauerziegeln führte die positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte zu einer leicht über dem Vorjahr liegenden Absatzmenge im Gesamtjahr 2013. Aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten ist es gelungen, Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation zu erzielen, die zusammen mit den planmäßig umgesetzten Optimierungsmaßnahmen dazu beigetragen haben, die operativen Ergebnisse in etwa stabil zu halten.

In Frankreich setzte sich 2013 die negative Dynamik im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern und in der Sanierung fort. Dementsprechend waren deutliche Absatzrückgänge sowohl bei Hintermauerziegeln als auch bei Dachziegeln im Geschäftsjahr 2013 zu verzeichnen. Der daraus resultierende Anstieg der Stückkosten konnte durch eine leichte Verbesserung der Durchschnittspreise und die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen nur teilweise gemindert werden, was einen Ergebnisrückgang zur Folge hatte. Erfreulich ist jedoch, dass der Baustoff Ziegel weiterhin Marktanteile gegenüber Beton als Wandbaustoff gewinnt.

In den Niederlanden schwächte sich sowohl der Wohnungsneubau als auch die Renovierungstätigkeit im Berichtsjahr von bereits niedrigem Niveau weiter deutlich ab. Obwohl sich bei den Immobilienpreisen eine Stabilisierung abzeichnet, liegt bei vielen Hausbesitzern der Wert ihrer Immobilie unter der aushaftenden Summe ihres Hypothekarkredits. Zusätzlich bleibt eine eingeschränkte Kreditvergabe von Banken als Hauptproblem auf dem Markt bestehen. Dementsprechend gingen 2013 die Absätze in allen Produktgruppen bei stabilen Durchschnittspreisen deutlich zurück und es waren Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Aufgrund der bereits eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen konnte das Ergebnis in etwa stabil gehalten werden.

Der belgische Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern hat sich in der Berichtsperiode ebenfalls leicht abgeschwächt, was zu rückläufigen Absatzmengen bei Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegeln führte. Obwohl sich der Abwärtstrend im zweiten Halbjahr 2013 abgeschwächt hat, konnten die Absatzrückgänge aufgrund des langen Winters und des rückläufigen Marktumfelds nicht aufgeholt werden. Durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation ist es gelungen, die Durchschnittspreise in allen Produktgruppen zu verbessern. Insgesamt lagen in Belgien Umsatz und Ergebnis unter den Vergleichswerten der Vorjahresperiode.

Die Bautätigkeit bei Ein- und Zweifamilienhäusern war im Berichtsjahr in der Schweiz leicht und in Italien deutlich rückläufig. In der Folge führten Absatzrückgänge bei Hintermauerziegeln in beiden Ländern zu Umsatzrückgängen. In der Schweiz konnte das Ergebnis aufgrund einer positiven Entwicklung im Dachbereich stabil gehalten werden.

In Großbritannien setzte 2013 in Folge des "Help to Buy" Stimulusprogramms durch die britische Regierung eine Erholung des Wohnungsneubaus und der Renovierungstätigkeit von niedrigem Niveau ein. Dementsprechend konnten die Absatzmengen bei Vormauerziegeln und Dachziegeln im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesteigert werden. Insbesondere im Vormauerbereich zählen große Bauträgergesellschaften zu unseren Kunden. Aufgrund von einigen im Vorjahr abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen konnten die Margen nicht im selben Ausmaß wie die Volumina gesteigert werden. Als Ergebnis der sukzessiven Neuverhandlung der Vereinbarungen erwarten wir für 2014 Preiserhöhungen über der Kosteninflation. Der Dachbereich erwirtschaftete im Berichtsjahr gute Umsatz- und Ergebnisbeiträge, wodurch insgesamt das operative Ergebnis gesteigert werden konnte.

Mengenrückgang aufgrund des schwierigen Marktumfelds in Frankreich

Wohnbaumarkt in den Niederlanden erneut deutlich rückläufig

Schwierige Marktsituation in Belgien bleibt aufrecht

Rückläufiges Marktumfeld in der Schweiz und in Italien

Markterholung in Großbritannien sorgt für Mengenwachstum

Stabilisierung des Marktumfelds für 2014 in Westeuropa erwartet

Schwieriges Marktumfeld in Osteuropa und niedrigere Durchschnittspreise

Polnischer Markt zeigt sich deutlich rückläufig

Marktumfeld in Tschechien und der Slowakei ging 2013 zurück

Für 2014 erwarten wir in der Region Westeuropa eine Stabilisierung bis leichtes Wachstum des Marktumfelds. Anhaltende Rückgänge im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zeichnen sich insbesondere für die Niederlande und Frankreich ab. In diesen Ländern sollten die bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen jedoch weitere positive Ergebnisbeiträge liefern. In Deutschland, Belgien und der Schweiz erwarten wir eine stabile bis leicht positive Entwicklung. In Großbritannien wird sich die Markterholung fortsetzen. Aufgrund der witterungsbedingt niedrigen Vergleichsbasis aus dem ersten Halbjahr 2013 sowie weiteren Einsparungen gehen wir im Segment Clay Building Materials Western Europe von einer Umsatzund Ergebnissteigerung im laufenden Geschäftsjahr aus.

Clay Building Materials Eastern Europe

Die Auswirkungen der Schuldenkrise sind in der Region Osteuropa immer noch deutlich spürbar. 2013 herrschte in vielen Ländern des Segments Clay Building Materials Eastern Europe ein anhaltend schwieriges Marktumfeld mit zum Teil zweistelligen Rückgängen im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Durch eine proaktive Preisgestaltung konnten wir die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln jedoch entgegen dem Markttrend leicht steigern und haben somit unsere Marktpositionen gestärkt. Der Umsatz lag in der Berichtsperiode mit 312,4 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das operative EBITDA von 40,2 Mio. € wurde durch die niedrigeren Durchschnittspreise belastet und lag um 14% unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode. Wir setzen weiterhin auf unsere Strategie, in der Region verstärkt innovative Produkte auf den Markt zu bringen, um auch in Zukunft Innovationsführer in Osteuropa zu sein. In der zweiten Jahreshälfte 2013 haben wir sowohl in Österreich als auch in Tschechien in eine Anlage zur Produktion von hochwärmedämmenden, mit Mineralwolle verfüllten Ziegeln investiert.

Clay Building Materials Eastern Europe 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 314,2 312,4 -1
EBITDA operativ in Mio. € 47,0 40,2 -14
EBIT operativ in Mio. € 4,6 0,7 -85
CFROI in % 4,5 3,9 -
Gesamtinvestitionen in Mio. € 14,4 17,1 +19
Capital Employed in Mio. € 469,0 419,2 -11
Ø Mitarbeiter 2.516 2.383 -5
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.676 2.738 +2

Der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Polen, dem größten Markt der Region Osteuropa, zeigte sich 2013 deutlich rückläufig, allerdings zeichnete sich gegen Jahresende eine Bodenbildung ab. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es durch gezielte Verkaufsaktionen gelungen, die Absatzmengen von Hintermauerziegeln annähernd stabil zu halten. Aufgrund der niedrigeren Durchschnittspreise blieb das Ergebnis hinter der Vergleichsperiode des Vorjahres zurück.

In Tschechien und der Slowakei schwächte sich das Marktumfeld 2013 ebenfalls ab. Die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln waren jedoch durch proaktive Preisstrategien in der Berichtsperiode stabil bis leicht positiv. Aufgrund der niedrigeren Durchschnittspreise mussten auch in diesen Ländern Rückgänge bei den Ergebnissen verzeichnet werden. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir in Tschechien eine Verfüllanlage zur Produktion des mit Mineralwolle verfüllten Ziegels errichtet. Damit wollen wir gerade in schwierigen Märkten einen Schritt nach vorne machen und unsere Innovationskraft in beiden Ländern stärken.

Die Bauwirtschaft in Ungarn ist nach wie vor von den Auswirkungen der Schuldenkrise geprägt. Eine hohe Arbeitslosigkeit und strukturelle Probleme im Bankensektor ließen auch 2013 keine Trendwende zu, und es waren deutliche Marktrückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. In diesem schwierigen Umfeld ist es uns jedoch gelungen, die Absatzmengen von Hintermauerziegeln bei niedrigeren Durchschnittspreisen zu steigern und Marktanteile zu gewinnen.

Auch Österreich war 2013 von einem leicht rückläufigen Marktumfeld im Wohnungsneubau in dem für uns relevanten Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Bei leicht höheren Durchschnittspreisen mussten wir Absatzrückgänge bei Hintermauerziegeln und in der Folge Umsatz- und Ergebnisrückgänge verzeichnen. Dennoch haben wir die Ausrollung des mit Mineralwolle verfüllten Ziegels in Österreich weiter vorangetrieben und im dritten Quartal eine Verfüllanlage in Betrieb genommen.

Russland zeigte in der Berichtsperiode eine anhaltend gute Entwicklung. In diesem Umfeld verzeichneten wir in den für uns relevanten Regionen rund um Moskau und Kazan steigende Absatzmengen bei Hintermauerziegeln. Höhere Herstellkosten in Folge der Umrüstung eines Werksstandorts sowie Währungsverluste führten aber dazu, dass die Ergebnisse in etwa auf dem sehr guten Niveau des Vorjahres verblieben.

In Rumänien und Bulgarien bestätigte sich 2013 die sich bereits im Vorjahr abzeichnende Bodenbildung im Markt und führte im Gesamtjahr zu steigenden Absatzvolumina bei Hintermauerziegeln. Bei stabilen Durchschnittspreisen konnten sowohl Umsatz- als auch Ergebnisverbesserungen erwirtschaftet werden.

Für 2014 zeigt sich für die Region Osteuropa ein differenzierter Ausblick: In Polen gehen wir von einer leichten Markterholung von niedrigem Niveau im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Für Tschechien, die Slowakei und Österreich erwarten wir eine stabile Entwicklung, während wir das Marktumfeld in Ungarn als weiterhin rückläufig einschätzen. In Russland rechnen wir mit einem anhaltend positiven Marktumfeld und gehen – abhängig von der Entwicklung des Rubels – von einem daraus resultierenden Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Für Rumänien und Bulgarien sind wir zuversichtlich, dass sich die Stabilisierung auf niedrigem Niveau fortsetzen wird. Insgesamt erwarten wir für die Region Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Weiterer deutlicher Marktrückgang von niedrigem Niveau in Ungarn

Inbetriebnahme einer Verfüllanlage in Österreich

Russland zeigt anhaltend gute Marktentwicklung

Bodenbildung in Rumänien und Bulgarien bestätigt

Differenzierter Ausblick für 2014

Starker Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Division Pipes & Pavers Europe durch Erstkonsolidierung von Pipelife

Pipes & Pavers Europe

Die Division Pipes & Pavers Europe wies in Folge des Beitrags aus der Erstkonsolidierung von Pipelife in den ersten fünf Monaten eine deutliche Steigerung von Umsatz und operativem EBITDA aus. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 45% auf 1.029,5 Mio. € und das operative EBITDA um 49% auf 100,3 Mio. €, was eine leichte Steigerung der EBITDA-Marge auf 9,7% zur Folge hatte. Bereinigt um den Konsolidierungseffekt, war die organische Umsatzentwicklung stabil, und das operative Ergebnis stieg leicht an.

2012 2013 Vdg. in %
in Mio. € 711,2 1.029,5 +45
in Mio. € 67,4 100,3 +49
in Mio. € 31,6 52,1 +65
in Mio. € 183,9 34,9 -81
in Mio. € 568,6 552,6 -3
3.044 4.047 +33

In Westeuropa profitierten wir in unserem Kunststoffrohrgeschäft unter der Marke Pipelife insbesondere von der deutlichen Steigerung des Ergebnisbeitrags aus dem internationalen Projektgeschäft, das die Marktrückgänge in einigen Kernmärkten kompensierte. Diese Marktschwäche war im Rahmen der insgesamt schwachen Baukonjunktur vorrangig dem Konsolidierungsdruck öffentlicher Haushalte geschuldet, wodurch öffentliche Projektvergaben deutlich zurückgingen. Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen, Steinzeug-Keramo, konnte nicht an das sehr starke Ergebnis des Vorjahres anschließen. Das Wachstum in den westeuropäischen Kernmärkten kompensierte den witterungsbedingten Rückgang am Jahresanfang und die rückläufige Ausschreibungstätigkeit in Polen, und führte zu einer flachen Umsatzentwicklung. Jedoch verursachten Stillstandskosten für ungeplante Wartungsarbeiten an einem Produktionsstandort und Strukturanpassungen in der Produktion, die im vierten Quartal eingeleitet und ergebniswirksam erfasst wurden, einen Rückgang des operativen EBITDA.

In Osteuropa verzeichnete Pipelife aufgrund des Turnarounds in einigen Ländern eine deutliche Ergebnisverbesserung auf Jahressicht, und unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral-Osteuropa, Semmelrock, verbuchte trotz eines Mengenrückgangs eine Steigerung des operativen EBITDA. Die Ergebnisverbesserung bei Semmelrock ist in erster Linie auf die schlankere Kostenstruktur in Folge der im Jahr 2012 und im Berichtsjahr erfolgten Strukturanpassungen zurückzuführen. Zudem konnte aufgrund der Positionierung als Premiumanbieter der Produktmix hin zu höherwertigen Produkten und Systemlösungen verschoben werden.

Im vierten Quartal verzeichnete die Division Pipes & Pavers Europe einen Umsatzanstieg um 2% auf 236,9 Mio. € und eine Verbesserung des operativen EBITDA um 20% auf 19,6 Mio. €. Während sich die operativen Ergebnisse von Pipelife und Semmelrock aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr günstigeren Witterung verbesserten, war das Ergebnis von Steinzeug-Keramo von operativen Einmalkosten im Zusammenhang mit Strukturanpassungen in der Produktion belastet. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei Semmelrock, da nach teilweise deutlichen Mengenrückgängen in den Vorquartalen der Absatz leicht gesteigert werden konnte. Zudem profitierte Semmelrock weiterhin von den Einsparungsmaßnahmen und der folglich deutlich verbesserten Profitabilität.

In der Division Pipes & Pavers Europe gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einer Stabilisierung bis leichten Verbesserung des Marktumfelds aus. Für Semmelrock erwarten wir aufgrund einer sich leicht verbessernden Marktlage in den Kernländern Osteuropas eine moderate Verbesserung des operativen Ergebnisses und in Folge der höheren Auslastung eine Steigerung der Margen. Bei Steinzeug-Keramo gehen wir von einer grundsätzlich stabilen Marktentwicklung aus und erwarten aufgrund der im Jahr 2013 angefallenen Einmalkosten eine Verbesserung des operativen EBITDA. Für Pipelife gehen wir von einer Stabilisierung des Marktumfelds in Westeuropa und von einer Fortsetzung der leichten Erholung in Osteuropa aus. Insbesondere in Frankreich erwarten wir nach dem deutlichen Marktrückgang 2013 eine Ergebnisverbesserung. Dennoch können wir für Pipelife einen leichten Ergebnisrückgang nicht ausschließen, was dem Rekordergebnis im internationalen Projektgeschäft im Jahr 2013 geschuldet ist, da es aus heutiger Sicht unwahrscheinlich erscheint, 2014 einen ähnlich hohen Ergebnisbeitrag zu erwirtschaften. Insgesamt gehen wir für die Division Pipes & Pavers Europe von einer stabilen Entwicklung bis leichten Steigerung des operativen Ergebnisses aus.

Stabile Entwicklung bis leichte Ergebnisverbesserung in der Division Pipes & Pavers Europe für 2014 erwartet

Pipes & Pavers Western Europe

Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe stieg der Umsatz um 51% auf 592,8 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich um 48% auf 65,2 Mio. €. Der deutliche Anstieg ist auf den Ergebnisbeitrag aus der Erstkonsolidierung von Pipelife in den ersten fünf Monaten zurückzuführen. Der leichte Margenrückgang ergab sich vorrangig aus Einmalkosten und dem daraus resultierenden Ergebnisrückgang bei Steinzeug-Keramo, während sich bei Pipelife das operative Ergebnis auf Jahressicht annähernd stabil entwickelte.

Pipes & Pavers Western Europe 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 392,2 592,8 +51
EBITDA operativ in Mio. € 44,1 65,2 +48
EBIT operativ in Mio. € 27,9 39,3 +40
CFROI 1) in % 19,1 19,6 -
Gesamtinvestitionen in Mio. € 171,3 30,3 -82
Capital Employed in Mio. € 302,4 296,6 -2
Ø Mitarbeiter 1.604 1.780 +11

1) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis

Ausgaben für Infrastrukturprojekte gingen aufgrund des Konsolidierungsdrucks auf öffentliche Haushalte im abgelaufenen Jahr zurück. Diese Entwicklung wurde durch die schwierigen Witterungsbedingungen am Jahresanfang verstärkt und konnte nur eingeschränkt vom milden Winterbeginn im vierten Quartal 2013 kompensiert werden. Besonders herausfordernde Märkte im Jahr 2013 waren Frankreich und die Niederlande. In diesen Ländern standen aufgrund der deutlichen Abnahme der Bautätigkeit Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu Buche. Insbesondere in Frankreich führte der Marktrückgang zu intensivem Wettbewerbsdruck. Die nordischen Kernmärkte der Pipelife Gruppe wirkten hingegen wie erwartet stabilisierend auf die Geschäftsentwicklung und erwirtschafteten in Summe eine leichte Ergebnissteigerung. Klare Ergebnissteigerung aufgrund der Erstkonsolidierung von Pipelife in den ersten fünf Monaten

Zudem verzeichnete das internationale Projektgeschäft mit LLLD-Rohren (Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern und einer Länge von bis zu 600 Metern) und faserverstärkten Rohren aus der SoluforceTM Reihe eine deutliche EBITDA-Steigerung. Insgesamt entwickelte sich der Umsatz im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft stabil, und das operative EBITDA verzeichnete eine moderate Steigerung. Im Jahresverlauf setzte sich die im zweiten Quartal eingetretene Stabilisierung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte fort. Während sich der Umsatz im dritten Quartal noch stabil entwickelt hatte, verzeichnete Pipelife, unterstützt von der milden Witterung, einen Umsatz- und Ergebnisanstieg im vierten Quartal.

Unser Spezialist für keramische Rohrlösungen, Steinzeug-Keramo, verzeichnete 2013 eine annähernd stabile Umsatzentwicklung. Während sich die Durchschnittspreise auf Jahressicht leicht verbesserten, ist der leichte Mengenrückgang insbesondere auf die schwierigen Witterungsverhältnisse in den ersten vier Monaten des Jahres und auf die Abnahme von Projektvergaben im Bereich öffentlicher Abwasserentsorgung in einigen osteuropäischen Märkten zurückzuführen. Wachstum in Westeuropa und insbesondere im deutschen Heimatmarkt konnte den Absatzrückgang in Osteuropa und den witterungsbedingt schwierigen Start annähernd kompensieren. Das internationale Exportgeschäft in den Mittleren Osten schwächte sich zum Jahresende von gutem Niveau ab und lag auf Jahressicht leicht unter dem Vorjahresvolumen. Das operative EBITDA der Steinzeug-Keramo Gruppe ging auf Jahressicht zurück, da es von Stillstandskosten für ungeplante Wartungsarbeiten und von Einmalkosten in Zusammenhang mit Strukturanpassungen in der Produktion, die im vierten Quartal eingeleitet und ergebniswirksam erfasst wurden, belastet war.

Für 2014 erwarten wir im Kunststoffrohrgeschäft eine leichte Belebung des Marktumfelds und eine Profitabilitätssteigerung in den westeuropäischen Kernmärkten. Insbesondere streben wir für Frankreich nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis im abgelaufenen Jahr eine deutliche Ergebnisverbesserung an. In den nordischen Märkten gehen wir für das laufende Jahr von einer stabilen bis leicht positiven Ergebnisentwicklung aus. Dem gegenüber ist aus heutiger Sicht nicht davon auszugehen, dass das Rekordergebnis im internationalen Exportgeschäft wiederholt werden kann. Aus diesem Grund ist ein leichter Ergebnisrückgang im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft möglich. Im Geschäft mit keramischen Rohrlösungen gehen wir für 2014 von einer Mengensteigerung aus und erwarten uns vor allem in Deutschland und Polen Zuwächse. Während sich die übrigen Kernmärkte zumindest stabil entwickeln sollten, ist von einer Fortsetzung des schwierigen Marktumfelds in Tschechien auszugehen. Ergebnisseitig planen wir aufgrund steigender Absatzmengen, schlankerer Kostenstrukturen und fehlender Einmalkosten für Strukturanpassungen eine deutliche Ergebnisverbesserung. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe eine leichte Umsatzsteigerung und eine annähernd stabile Ergebnisentwicklung.

Einmalkosten belasten das operative Ergebnis von Steinzeug-Keramo

Stabile Ergebnisentwicklung für 2014 erwartet

Pipes & Pavers Eastern Europe

In der Region Osteuropa stiegen der Umsatz um 37% auf 436,7 Mio. € und das operative EBITDA um 50% auf 35,1 Mio. €. Auch in diesem Segment ist die klare Verbesserung der Ergebnisse vorrangig auf den Konsolidierungsbeitrag von Pipelife in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 zurückzuführen.

Pipes & Pavers Eastern Europe 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 319,0 436,7 +37
EBITDA operativ in Mio. € 23,3 35,1 +50
EBIT operativ in Mio. € 3,7 12,9 >100
CFROI 1) in % 8,9 9,4 -
Gesamtinvestitionen in Mio. € 12,6 4,6 -63
Capital Employed in Mio. € 266,2 256,0 -4
Ø Mitarbeiter 1.440 2.267 +57

1) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis

Pipelife ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, Umsatz und Ergebnis in Osteuropa trotz wirtschaftlich stark unterschiedlicher Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten zu steigern. Insbesondere Griechenland und Bulgarien verzeichneten einen deutlichen Mengenanstieg von niedrigem Niveau und in weiterer Folge eine deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Griechenland profitierte dabei von umfassenden Strukturanpassungen, die aufgrund der schwierigen Marktlage in den letzten Jahren umgesetzt wurden. In beiden Märkten konnten zudem Marktanteile gewonnen werden. In Österreich, dem größten Einzelmarkt der Region, bestätigte sich im Abschlussquartal die Stabilisierung der Ergebnisentwicklung im dritten Quartal nicht, und es wurde 2013 ein Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet. Hingegen entwickelten sich mit Polen, Russland und der Türkei weitere wichtige Märkte der Pipelife Gruppe in Osteuropa annähernd stabil. Dabei konnte Pipelife in Polen mit Mengensteigerungen in der zweiten Jahreshälfte den witterungsbedingten Ergebnisrückgang aus dem ersten Halbjahr fast zur Gänze kompensieren. In Ungarn und Tschechien konnten wir uns dem allgemeinen Rückgang der Bautätigkeit nicht entziehen, und es standen Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu Buche.

Semmelrock, unser Spezialist für Flächenbefestigungen aus Beton in Zentral-Osteuropa, behauptete sich 2013 in einem schwierigen Marktumfeld sehr gut. Während sich der Mengenrückgang aufgrund der zurückhaltenden Projektvergabe öffentlicher Körperschaften, des Rückgangs der Nachfrage im privaten Sektor und der widrigen Witterung in den ersten vier Monaten auf insgesamt 11% belief, konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Dabei profitierte Semmelrock in erster Linie von einer verbesserten Kostenstruktur in Folge der im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen, die vorrangig die Bereiche Produktion, Verwaltung und Vertrieb betrafen. Zudem konnten durch konsequentes Preismanagement und einer Verschiebung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten die Durchschnittspreise im Jahresvergleich stabil gehalten werden, und in Ländern wie Tschechien, Ungarn oder Bulgarien gelang es Semmelrock trotz starkem Wettbewerbsdruck, Marktanteile zu gewinnen. Im vierten Quartal kam es begünstigt durch die milde Witterung zu einer zusätzlichen Steigerung des Absatzes und somit zu einer Verbesserung des operativen EBITDA.

Ergebnisverbesserung trotz Absatzrückgang bei Flächenbefestigungen aus Beton

Umsatz- und Ergebnisverbesserung für 2014 erwartet

Fortsetzung der Erholung des Wohnungsneubaus in den USA; schwieriges Marktumfeld in Kanada

Erstmalige Einbeziehung der nordamerikanischen Kunststoffrohraktivitäten

Für 2014 erwarten wir für die Region Osteuropa eine Stabilisierung des Marktumfelds und eine Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im Berichtssegment. Bei Semmelrock sind die im Rahmen des Restrukturierungsprogramms umgesetzten Maßnahmen grundsätzlich abgeschlossen. Dennoch erwarten wir auch für 2014 positive Auswirkungen auf die Ertragskraft. Vor allem ist in Österreich von einer Ergebnissteigerung auszugehen, da umfassende Strukturanpassungen im Vertrieb und in der Verwaltung die Ertragskraft weiter erhöhen. In Polen, dem größten Einzelmarkt der Semmelrock Gruppe, erwarten wir nach der Bodenbildung im zweiten Halbjahr 2013 eine Fortsetzung der moderaten Wachstumsdynamik und in der Folge Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Bei Pipelife gehen wir von einer moderaten Ergebnisverbesserung aus. In Hinblick auf die beiden Kernmärkte in der Region gehen wir in Polen von einer deutlichen Steigerung des operativen Ertrags und damit von einer Fortsetzung der Dynamik des vierten Quartals aus, während wir für Österreich eine moderate Verbesserung erwarten. Auch für Griechenland, Bulgarien und die Türkei planen wir Ergebnisverbesserungen. Unsere Einschätzung zu Südosteuropa bleibt jedoch vorsichtig, da die Visibilität stark eingeschränkt ist und einzelne Großprojekte die Entwicklung stark beeinflussen können. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe eine moderate Umsatz- und Ergebnisverbesserung.

North America

Nach einem strengen Winter, der unser Geschäft im ersten Halbjahr belastete und zu Verschiebungen bei Baubeginnen führte, setzte sich die ab der Jahresmitte eintretende Erholung des Wohnbaumarktes in den USA auch im vierten Quartal fort. Einer leicht positiven Absatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2013 folgte in den Schlussquartalen eine deutliche Mengensteigerung im Ziegelbereich. Wir haben das positive Marktumfeld genutzt, um vor allem im vierten Quartal Vorräte abzubauen. Die Durchschnittspreise lagen auf Gesamtjahressicht leicht unter dem Vorjahresniveau, da der Preisdruck in einzelnen regionalen Märkten durch den zusätzlichen Lagerabbau im vierten Quartal verstärkt wurde. Aufgrund des Mengenwachstums und durch konsequentes Kostenmanagement ist es uns dennoch gelungen, die Margen im Bereich Ziegel zu verbessern. In Kanada konnten wir uns in einem schwierigen Marktumfeld behaupten und bei rückläufigen Absatzmengen die Margen stabil halten. Insgesamt stiegen die abgesetzten Mengen bei Vormauerziegeln 2013 um 12% gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2013 sind erstmals unsere nordamerikanischen Kunststoffrohraktivitäten, die von einem Standort in Arkansas aus betrieben werden, voll enthalten (Erstkonsolidierung zum 31. Mai 2012). Neben Rohren für das Wassermanagement produzieren wir auch faserverstärkte Rohre, die sich durch hohe Druckfestigkeit auszeichnen und sich daher insbesondere für Hochdruckapplikationen, beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie, eignen. Das operative Ergebnis des Kunststoffrohrbereichs ging 2013 trotz einer herausfordernden Vergleichsbasis aus dem letzten Jahr nur moderat zurück.

Insgesamt stieg der Umsatz der Division North America insbesondere aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäfts um 16% auf 224,7 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich im Jahr 2013 deutlich um 35% auf 13,2 Mio. €.

193,8 224,7 +16
9,8 13,2 +35
-14,7 -9,3 +37
1,7 1,9 -
15,3 7,3 -52
458,7 426,6 -7
1.064 1.213 +14
297 333 +12

1) 2012 berechnet auf pro-forma 12-Monats Basis

Steigende Zinsen auf Hypothekarkredite haben sich in den USA ab der Jahresmitte 2013 negativ auf die Nachfrage nach Krediten ausgewirkt. Dennoch geht die National Association of Home Builders (NAHB) aufgrund einer Reihe positiver Fundamentaldaten für 2014 von einer Fortsetzung des positiven Trends im amerikanischen Wohnungsneubau aus. Wienerberger erwartet in diesem Umfeld eine anhaltende Markterholung im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in den USA und einen Anstieg bei der Nachfrage nach Ziegeln. In Kanada sehen wir keine Trendwende und gehen von einer weiterhin schwierigen Marktsituation aus. Im Bereich Kunststoffrohre erwarten wir eine stabile Marktentwicklung, in der wir uns durch eine Verbreiterung der Kundenbasis und eine aktive Teilnahme am Substitutionsprozess hin zu Kunststoffrohren behaupten wollen.

Holding & Others

Die Division Holding & Others umfasst neben den Kosten, die der Konzernzentrale zuordenbar sind, unsere Ziegelaktivitäten in Indien. Wienerberger ist der einzige Anbieter von industriell gefertigten Ziegeln in Indien und ist mit einem Werk im Raum Bangalore tätig, der über eine etablierte Mittelschicht verfügt. Der für uns relevante Markt zeigte 2013 eine anhaltend positive Entwicklung. Steigende Absatzmengen bei Hintermauerziegeln sowie höhere Durchschnittspreise führten zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Insgesamt konnte der Umsatz in der Division Holding & Others um 4% auf 5,6 Mio. € gesteigert werden. Das operative Ergebnis ging aufgrund der erforderlichen Bonusrückstellungen auf -18,2 Mio. € zurück.

Holding & Others 2012 2013 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 5,4 5,6 +4
EBITDA operativ in Mio. € -15,2 -18,2 -21
EBIT operativ in Mio. € -22,3 -22,6 -2
Gesamtinvestitionen in Mio. € 4,1 2,8 -31
Capital Employed in Mio. € 8,8 12,1 +37
Ø Mitarbeiter 209 204 -2

Die anstehenden Wahlen in Indien machen Prognosen für 2014 schwierig. Aufgrund der bisherigen Wachstumsdynamik in der für uns relevanten Region gehen wir aber weiterhin von leichten Umsatz- und Ergebnissteigerungen für unsere indischen Ziegelaktivitäten aus.

Weiterhin positive Entwicklung der indischen Ziegelaktivitäten

Umsatz- und Ergebnisverbesserungen für 2014 erwartet

Ausblick und Ziele

Leichtes Marktwachstum in Europa und Fortsetzung der Erholung in Nordamerika erwartet

Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2014 erwartet

Generierung starker Cashflows steht weiterhin im Mittelpunkt

Im Jahr 2014 erwarten wir eine fortschreitende Stabilisierung und leichtes Marktwachstum in Europa. Dabei zeigt die Entwicklung der Bautätigkeit im Ein- und Zweifamiliensegment der für uns relevanten Märkte im europäischen Ziegelgeschäft ein stark differenziertes Bild. Während Märkte wie Großbritannien, Polen und Russland wachsen, wird die Bautätigkeit in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Ungarn weiter abnehmen. Für die Mehrzahl der übrigen Märkte ist von einer stabilen Entwicklung auszugehen. In Nordamerika wird sich die Erholung auf Basis einer Vielzahl positiver Vorlaufindikatoren fortsetzen und die Anzahl der Baubeginne im zweistelligen Bereich steigen. In der Division Pipes & Pavers Europe gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Marktentwicklung in allen Business Units aus.

In Folge des leichten Marktwachstums erwarten wir für 2014 Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Abhängig von der Witterungslage besteht aufgrund der schwachen Vergleichsbasis insbesondere im ersten Halbjahr 2014 Potenzial für Mengenwachstum. Die daraus folgende Auslastungssteigerung wird sich positiv auf die Profitabilität der Wienerberger Gruppe auswirken. In der Division Clay Building Materials Europe gehen wir von moderatem Mengenwachstum aus und haben uns erneut das Ziel gesetzt, die Kosteninflation an den Markt weiterzugeben. Während wir in Westeuropa zuversichtlich sind dieses Ziel zu erreichen, sind wir in Osteuropa vorsichtig optimistisch, und der Beginn der Bausaison bleibt abzuwarten. Im Kunststoffrohrgeschäft können wir einen leichten Rückgang des operativen Ergebnisses nicht ausschließen. Obwohl wir in den stabilen europäischen Kernmärkten ein Umsatz- und Ergebniswachstum erwarten, ist es aus heutiger Sicht unwahrscheinlich, das sehr gute Ergebnis im internationalen Projektgeschäft zu wiederholen. Für Semmelrock und Steinzeug-Keramo gehen wir von Umsatzund Ergebnisverbesserungen aus. Darüber hinaus werden wir das Restrukturierungsprogramm wie geplant abschließen und 2014 Einsparungen von rund 17 Mio. € realisieren. Aus dem Verkauf von Liegenschaften streben wir einen Ergebnisbeitrag von rund 10 Mio. € an.

Im Fokus unserer mittelfristigen Zielsetzungen steht weiterhin die Generierung starker Cashflows. Diese sollen vorrangig für die Entschuldung, die Finanzierung des organischen Wachstums, Investitionen und kleinere, wertschaffende Übernahmen genutzt werden. Die Einhaltung einer strengen finanziellen Disziplin, mit dem Ziel, die Entschuldungsdauer zum Jahresende unter 2,5 Jahren zu halten, bildet den starken Ordnungsrahmen für die Mittelverwendung. Im operativen Geschäft streben wir durch den Fokus auf innovative und hochwertige Produkte sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen organisches Wachstum und den Ausbau unserer Marktpositionen an. Für Normalinvestitionen erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr Mittelabflüsse in der Höhe von 125 Mio. €. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft kleinere, wertschaffende Übernahmen prüfen. Dabei liegt der strategische Schwerpunkt auf der Verbreiterung der industriellen Basis und der Steigerung des Umsatzanteils im Renovierungsmarkt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 24. Februar 2014 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der Wienerberger AG verbunden.

Sonstige Unternehmensangaben

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Kernaufgaben für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten und Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Gebäudekonzepten über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.

F&E wird bei Wienerberger zentral gesteuert, aber – durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen F&E Abteilungen mit dem lokalen Management und den Technikern vor Ort – großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Im Jahr 2013 betrug der F&E Aufwand 11,4 Mio. € und der Umsatzanteil von innovativen Produkten 24,2%.

Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. In der energieintensiven keramischen Produktion (Ziegel und keramische Rohre) beschäftigen sich unsere Ingenieure vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes im Trocknungs- und Brennprozess. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung. Wir sind weiters Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix. Bei bestimmten keramischen Rohren ist es uns gelungen, bis zu 60% keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen.

Neben der Optimierung der Produktionsprozesse stehen bei Kunststoffrohren die verwendeten Rezepturen im Rohstoffmix im Mittelpunkt unserer Forschungstätigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Einsatz von Recyclingmaterialien als Rohstoff und der Verringerung des Produktgewichts. Bei Flächenbefestigungen aus Beton arbeiten wir an der Verbesserung der Zusammensetzung der Rohstoffmischungen und dabei insbesondere an der Reduktion des Zementgehalts. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Technologien zur Verbesserung der Oberflächenstrukturen.

Ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Erfolg von Wienerberger ist die laufende Weiterentwicklung des Produktportfolios und die Verbesserung bereits bestehender Produkte. Wienerberger verfügt über mehrere Forschungszentren in Europa, die auf die verschiedenen Produktgruppen spezialisiert sind. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Innovationen von Produkten und Systemlösungen für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten sehr eng mit den Marketing- und Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden diese Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst. Weitere Informationen zu unseren Produktinnovationen entnehmen Sie bitte dem Kapitel Produkte (Seite 26 bis 29).

F&E zählt zu den strategischen Schwerpunkten von Wienerberger

F&E wird zentral gesteuert, aber lokal umgesetzt

Prozessoptimierung im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei keramischen Produkten

Laufende Optimierung der Rohstoffmischungen bei Kunststoffrohren und Flächenbefestigungen aus Beton

Weiterentwicklung des Produktportfolios wesentlicher Bestandteil unseres nachhaltigen Erfolgs

Verankerung des Nachhaltigkeitsmanagements in der Organisation

Ziele wurden im Nachhaltigkeitsbericht 2012 erstmals transparent kommuniziert

Nachhaltigkeitsbericht als Teil eines kontinuierlichen Prozesses

Interne Revision überprüft einzelne Aspekte des Nachhaltigkeitsprogramms

Nachhaltigkeitsmanagement

In den letzten Jahren haben wir das Nachhaltigkeitsmanagement bei Wienerberger deutlich professionalisiert, zunehmend stärker in der Organisation verankert und Zuständigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit klar definiert. Neben einem gruppenweiten Nachhaltigkeitsbeauftragten, welcher direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG berichtet, gibt es in jeder unserer Landesgesellschaften und jedem Tochterunternehmen einen Mitarbeiter, der für das Thema Nachhaltigkeit und die Umsetzung der konzernweit festgelegten Maßnahmen verantwortlich ist und wiederum an den gruppenweiten Nachhaltigkeitsbeauftragten berichtet.

Für die Wienerberger Nachhaltigkeitsstrategie, die Schlüsselindikatoren gemäß GRI und die angestrebten Ziele ist ein Sustainability Steering Committee (SSC) zuständig, das sich regelmäßig abstimmt und bei Bedarf zusammentrifft. Der Vorstandsvorsitzende der Wienerberger AG, Heimo Scheuch, ist Mitglied des SSC und stellt sicher, dass Nachhaltigkeit an oberster Stelle im Unternehmen verankert ist. Im SSC werden aktuelle Fortschritte im Nachhaltigkeitsprozess sowie das weitere Vorgehen diskutiert. Als Ergebnis werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, die sukzessive gruppenweit umgesetzt werden. Um die Verbindlichkeit unserer Ziele auch transparent zu machen, haben wir diese im Nachhaltigkeitsbericht 2012 erstmals veröffentlicht.

Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger Gruppe stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative (GRI) und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen. Der Nachhaltigkeitsbericht informiert über den aktuellen Stand sowie zukünftige Maßnahmen in den Bereichen Mitarbeiter, Umweltschutz in der Produktion, nachhaltige Produkte, gesellschaftliche Verantwortung sowie Stakeholder Management. Er dient dabei aber auch als Instrument der Kontrolle des Fortschritts unserer nachhaltigen Entwicklung. Einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wir alle zwei Jahre, da unsere Grundsätze der Nachhaltigkeit langfristig Gültigkeit haben. Dazwischen berichten wir jeweils in einem Kurzbericht über die aktuellen Daten und Fakten sowie über die von uns erzielten Fortschritte. Der nächste Kurzbericht ist für 24. Juni 2014 geplant.

Die als Stabsstelle des Gesamtvorstands geführte Interne Revision überprüft im Zuge der Prüfung operativer Unternehmensprozesse auch einzelne Aspekte des Nachhaltigkeitsprogramms und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Die Prüfungen erfolgen auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans sowie einer Risikobewertung. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems im Rechnungslegungsprozess stellt hierbei ein zentrales Aufgabengebiet der Internen Revision dar. Weiters überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien, wie zum Beispiel der Richtlinien zu Geschäftsgeschenken und zum Wettbewerbsrecht. Auch die Einhaltung des Wienerberger Sicherheitsstandards für Mitarbeiter sowie ausgewählter Bereiche des Österreichischen Corporate Governance Kodex werden von der Internen Revision geprüft, die Einhaltung des letzteren zudem insbesondere auch durch einen externen Wirtschaftsprüfer im Auftrag des Aufsichtsrats.

Wienerberger Aktie und Aktionäre

Die Wienerberger Aktie war 2013 die Aktie mit der stärksten Kursentwicklung im Wiener Leitindex ATX. Nach einem geringen Kursverlust von 0,6 % im Jahr 2012 startete die Aktie mit einem Kurs von 6,93 € in das Berichtsjahr 2013. Den widrigen Wetterverhältnissen und der damit einhergehenden eingeschränkten Bautätigkeit in weiten Teilen Europas zum Trotz notierte Wienerberger zum Halbjahr bereits 28 % über dem Jahresanfangskurs. Nach einer leichten Kurskorrektur im Juli erreichte die Aktie beflügelt von positiven Konjunkturdaten in den USA und Großbritannien am 23. Oktober 2013 bei einem Kurs von 13,21 € ihr Jahreshoch und schloss das Jahr mit einem Kurszuwachs von 66,3 % bei 11,53 €. Damit entwickelte sich die Baustoffaktie deutlich besser als der ATX (+6,1 %) und der DJ EURO STOXX® TMI Construction & Materials Index (+25,5 %).

Wienerberger Aktie mit einem Kurszuwachs von 66 % im Jahr 2013

Geldumsatz im Prime Market der Wiener Börse steigt 2013 um 8 %

Nach einem deutlich rückläufigen Handelsvolumen im breiter gefassten ATX Prime der Wiener Börse im Jahr 2012 stieg der Geldumsatz (in Doppelzählung) 2013 um 8 % auf 38,3 Mrd. €. Diese Entwicklung war bei einem erneut rückläufigen Stückvolumen vor allem von der guten Kursentwicklung der Industriewerte geprägt.

Auch die Wienerberger Aktie konnte eine ähnliche Entwicklung aufweisen und verzeichnete aufgrund der starken Jahresperformance einen Anstieg des Geldumsatzes um 9 % auf 1.005,1 Mio. € (in Doppelzählung). Dennoch zeigte sich das Stückvolumen 2013 erneut um 19 % rückläufig. Bei einem Umsatz von 101,1 Mio. Stück (in Doppelzählung) wurde das Wienerberger Aktienkapital an der Wiener Börse mit einem Faktor von 0,4 im Jahr 2013 umgeschlagen. Im Vergleich zum durchschnittlichen täglichen Handelsumsatz anderer Unternehmen im österreichischen Leitindex ATX belegte Wienerberger Rang zehn unter den umsatzstärksten Werten. Der außerbörsliche Umsatz am Wiener Markt betrug 113,4 Mio. € (in Einfachzählung) gegenüber 83,3 Mio. € im Jahr davor und stieg damit um 36 % an. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 8.656 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 7,6 Mio. € gehandelt.

verzeichnet Anstieg des Geldumsatzes um 9 %

Wienerberger Aktie

Dividendenvorschlag in der Höhe von 12 Eurocent

Kennzahlen je Aktie 2012 2013 Vdg. in %
Ergebnis in € -0,61 -0,34 +44
Dividende in € 0,12 0,12 0
Free Cashflow 1) in € 1,42 0,81 -43
Eigenkapital 2) in € 16,26 15,31 -6
Höchstkurs in € 9,49 13,21 +39
Tiefstkurs in € 5,53 7,13 +29
Ultimokurs in € 6,93 11,53 +66
Höchst KGV -15,6 -38,9 -
Tiefst KGV -9,1 -21,0 -
Ultimo KGV -11,4 -33,9 -
Gewichtete Aktienanzahl 3) in Tsd. 115.063 115.063 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 814,3 1.354,5 +66
Ø Börseumsatz/Tag 4) in Mio. € 3,7 4,1 +11

1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cashflow plus Wachstumsinvestitionen

2) Eigenkapital inklusive nicht beherrschender Anteile, exklusive Hybridkapital

3) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

4) in Doppelzählung

Der Vorstand wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung und der bestmöglichen Verwendung der Finanzmittel der 145. o. Hauptversammlung am 16. Mai 2014 vorschlagen, eine Dividende von 12 Eurocent auszuschütten. Die Höhe zukünftiger Dividenden ist von der Marktentwicklung und dem Vorhandensein wertschaffender Wachstumsprojekte abhängig.

Aktionärsstruktur

Die Wienerberger AG notiert mit 117,5 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien) im Prime Market der Wiener Börse. Es existieren keine Vorzugs- oder Namensaktien und keine Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. In den USA wird die Wienerberger AG über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 1.354,5 Mio. € und einer Gewichtung im ATX von 3 % zum Jahresende 2013 zählt Wienerberger zu den größten börsenotierten Unternehmen Österreichs.

Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren. Im Rahmen der Meldungspflicht bezüglich bedeutender Beteiligungen gemäß § 91 Börsegesetz haben wir folgende Meldungen erhalten: Dodge & Cox Inc. mit Sitz in den USA hält seit 19. Februar 2014 mehr als 5 % der ausstehenden Wienerberger Aktien. Ebenfalls mit Sitz in den USA hält First Eagle Investment Management, LLC seit 14. September 2011 mehr als 5 % der Wienerberger Aktien. Seit 19. September 2012 hält Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada mehr als 5 % der Wienerberger Aktien. Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 4 % liegen nicht vor. Der Bestand eigener Anteile beläuft sich auf 2.464.138 Stück oder 2,1 % der begebenen Aktien.

Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Gemäß der letzten Aktionärsstrukturerhebung im Jänner 2014 kommt die Mehrheit der institutionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum: Nordamerika (52 %) sowie Großbritannien (14 %). Mit knapp 70 % ist die Mehrheit der Wienerberger Aktien im Besitz von institutionellen Anlegern, während rund 28 % von privaten Anlegern gehalten werden. Eine Analyse der unterschiedlichen Anlagestrategien institutioneller Anleger zeigt, dass wertorientierte Investoren mit einem Anteil von 57 % dominieren, gefolgt von GARP-Investoren (23 %) sowie Index und wachstumsorientierten Investoren (je 7 %).

Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten

In der 140. o. Hauptversammlung 2009 wurde ein genehmigtes Kapital in Höhe von 42,0 Mio. € (50 % des damaligen Grundkapitals) durch die Ausgabe von bis zu 42,0 Mio. neuen Stückaktien für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen. Nach der Kapitalerhöhung 2009 im Ausmaß von 33,6 Mio. Aktien verbleibt ein genehmigtes Kapital von 8,4 Mio. Aktien. Unter besonderen Voraussetzungen kann das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen in mehreren Tranchen zu begeben und eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Die Summe all dieser Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 42,0 Mio. neuen Aktien beschränkt. Ebenso wurde der Vorstand von der 140. o. Hauptversammlung 2009 für einen Zeitraum von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte von bis zu 200 Mio. € in mehreren Tranchen auszugeben. Die Genehmigungen der 140. o. Hauptversammlung laufen am 13. Mai 2014 aus.

In der 143. o. Hauptversammlung 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während einer Geltungsdauer von 30 Monaten zu erwerben. Da Wienerberger bereits 2,1 % der begebenen Aktien zurückgekauft hat, verbleiben gemäß derzeit geltender rechtlicher Bestimmungen 7,9 % für einen allfälligen Rückkauf.

Change of Control Klauseln, die letztendlich zu einer Vertragsbeendigung führen können, sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2010, 2011, 2012 und 2013, zur Hybridanleihe 2007 sowie in den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2008 und 2012 enthalten. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Wienerberger Kapitals, zu Aktiengattungen, zu Beschränkungen und Rechten sowie zu Befugnissen der Mitglieder des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf sind im Konzernanhang unter Anmerkung 23 ("Konzerneigenkapital") ab Seite 140 enthalten.

Rückkauf eigener Aktien

Change of Control Klauseln in Vorstandsverträgen, Unternehmensanleihen, Krediten und Darlehen

Identifikation und Analyse der 15 größten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses

Geschäftsentwicklung im Bereich Clay Building Materials hängt sehr stark vom Wohnungsneubau ab

Flexible Preispolitik zur Minderung stark volatiler Rohstoffpreise im Kunststoffrohrgeschäft

Substitutionsrisiko durch Wettbewerb mit anderen Baustoffen

Risikomanagement

Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2013 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert. Eine detaillierte Darstellung sämtlicher Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Risikobericht im Anhang ab Seite 163.

Markt-, Produktions- und Preisrisiken

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Clay Building Materials ist vor allem vom Wohnungsneubau abhängig, welcher stark mit der Entwicklung der Volkswirtschaft in den jeweiligen Ländern korreliert. Weitere wesentliche Faktoren, die einen entscheidenden Einfluss auf den Wohnungsneubau haben, sind das Konsumentenvertrauen, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Hypothekarkrediten bzw. Finanzierungen für Wohnprojekte. Um die Abhängigkeit vom Wohnungsneubau zu reduzieren, zielt Wienerberger strategisch auf eine Verbreiterung jener Geschäftsbereiche ab, die Produkte für Renovierung und Infrastruktur anbieten. Dies betrifft vor allem Dachziegel, welche zu mehr als 50% in der Renovierung eingesetzt werden, sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme, welche verstärkt im Infrastrukturbereich nachgefragt werden. Bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang der Nachfrage nach Baustoffen verstärkt sich das Risiko von Überkapazitäten. Diese können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen und Preisanpassungen erforderlich machen. Im Jahr 2013 konnten wir die Kostensteigerungen bei Inputfaktoren in Westeuropa größtenteils durch umgesetzte Preiserhöhungen abdecken. In Osteuropa und Nordamerika waren wir allerdings aufgrund der schwierigen Marktlage bzw. der Wettbewerbssituation mit Preisdruck konfrontiert. Um die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Stilllegungen, Schichtmodelle sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt und verlangt eine flexible Preispolitik, um die Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig die Ertragskraft zu sichern.

Darüber hinaus steht Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen für Dach, Wand, Fläche und Rohrsysteme, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch Investitionen in die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses zu minimieren.

Finanzielle Risiken

Die Aufrechterhaltung und Absicherung der starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Wienerberger AG. Durch die erfolgreiche Platzierung unserer Anleihen haben wir proaktiv unsere Liquidität in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gesichert und verfügen über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur. Neben dem Liquiditätsrisiko bestehen Währungs- und Zinsrisiken, die durch gezielte Absicherungen reduziert werden. Eine Darstellung der Finanzierungssituation findet sich in der Ergebnis- und Bilanzanalyse ab Seite 77, die finanziellen Risiken sind im Anhang ab Seite 166 beschrieben.

Beschaffungsrisiken

Im Geschäftsbereich Clay Building Materials Europe sowie für Steinzeug-Keramo ist Energie eine wesentliche Ressource im Produktionsprozess. Dem Risiko einer Verknappung von Energie und daraus resultierenden volatilen Energiepreisen begegnet Wienerberger durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2014 wurde bereits ein wesentlicher Teil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Der bedeutendste Inputfaktor bei Pipelife sind Kunststoffgranulate. Neben dem bereits beschriebenen Preisrisiko bei diesen Granulaten besteht aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten in den Werken auch ein Versorgungsrisiko mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um diesem Risiko zu begegnen.

Rechtliche Risiken

Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger, sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und werden mit Sanktionen geahndet. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratung. Die konsequente Befolgung unternehmensspezifischer Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS). Erhalt einer gesunden Kapitalbasis durch finanzielle Disziplin

Hedging und langfristige Lieferverträge gegen Verknappung von Energie

Konzernweite Compliance-Richtlinie gegen kartellrechtswidrige Absprachen

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Internes Kontrollsystem bietet Management ein umfassendes Instrument zur Steuerung des Konzerns

Wesentliches Element des IKS ist ein jährlicher Planungsprozess

Umsetzung des IKS erfolgt dezentral, die Überwachung der Einhaltung des IKS zentral durch die Interne Revision

Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und durch KPMG bestätigt

Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG bietet dem Management neben einem einheitlichen Berichtswesen sowie konzernweiten Richtlinien ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Das System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO). Im Rahmen des IKS legt der Vorstand für den gesamten Rechnungslegungsprozess die konzerneinheitliche und verbindliche Regelung der Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen mittels einer Konzernrichtlinie fest. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Wienerberger Konzernabschluss sowie Zwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Wege eines Fast-Close erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden in einem zweistufigen Verfahren von den Finanzund Controllingabteilungen der Business Units sowie der Abteilung Corporate Reporting geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Weiters findet jährlich ein Planungsprozess statt, der als integrierte Planung in einem Bottom-up Verfahren ausgestaltet ist. Gegenstand der Planung ist die Budgetierung von Gewinnund Verlust, Bilanz, Cashflows und von Investitionen des folgenden Geschäftsjahres sowie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den periodisierten Planzahlen. Ergänzend dazu wird drei Mal jährlich von allen Tochterunternehmen eine Hochrechnung auf das erwartete Jahresergebnis vorgenommen.

Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die als Stabstelle des Gesamtvorstands geführte Interne Revision überwacht auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans die Einhaltung des IKS durch die lokale Geschäftsführung sowie operative Prozesse auf Risikoneigung und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien, und führt auf Veranlassung des Managements Ad-hoc-Prüfungen durch. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet. Zudem berichten Interne Revision und Corporate Reporting regelmäßig dem Prüfungsausschuss über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.

Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer 2013 kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

KONZERNABSCHLUSS

Inhalt

110 Gewinn- und Verlustrechnung
111 Gesamtergebnisrechnung
112 Cashflow Statement
113 Bilanz
114 Entwicklung des Eigenkapitals
116 Konzernanhang
116 Allgemeine Erläuterungen
116 Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses (1)
116 Einbezogene Unternehmen (2)
118 Konsolidierungsmethoden (3)
118 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (4)
118 Annahmen und Schätzungen (5)
119 Auswirkungen neuer und geänderter Standards (6)
121 Geschäftssegmente (7)
124 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
124 Materialaufwand (8)
124 Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagen (9)
125 Personalaufwand (10)
125 Mitarbeiter (11)
126 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12)
126 Sonstige betriebliche Erträge (13)
127 Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren (14)
128 Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis (15)
129 Ertragsteuern (16)
130 Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Ergebnisverwendung (17)
131 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
132 Erläuterungen zum Cashflow Statement
132 Cashflow aus Investitionstätigkeit (18)
133 Erläuterungen zur Bilanz 133 Anlagevermögen (19)
138 Vorräte (20)
138 Forderungen, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte (21)
139 Sonstige Forderungen, geleistete Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen (22)
140 Konzerneigenkapital (23)
142 Rückstellungen (24)
142 Leistungen an Arbeitnehmer (25)
147 Latente Steuern (26)
147 Verbindlichkeiten (27)
150 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (28)
151 Finanzinstrumente (29)
153 Derivative Finanzinstrumente (30)
154 Angaben zu Finanzinstrumenten (31)
156 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
162 Währungsumrechnung (32)
163 Risikobericht
170 Sonstige Angaben
172 Erklärung des Vorstands
170 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (33)
171 Anteilsbasierte Vergütung (34)
  • Konzernunternehmen
  • Bestätigungsvermerk

Gewinn- und Verlustrechnung

Anmerkung 2013
in TEUR
2012
in TEUR
Umsatzerlöse 2.662.943 2.355.549
(8-10, 12-14) Herstellkosten -1.887.362 -1.660.985
Bruttoergebnis vom Umsatz 775.581 694.564
(8-10, 12-14) Vertriebskosten -522.881 -486.637
(8-10, 12-14) Verwaltungskosten -161.355 -144.909
(12, 14) Sonstige betriebliche Aufwendungen -79.548 -83.778
(13, 14) Sonstige betriebliche Erträge 43.484 51.793
Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen und Auflösung einer Rückstellung
für eine drohende Kartellstrafe
55.281 31.033
Restrukturierungskosten und Wertminderungen von Sachanlagen 0 -42.983
Firmenwertabschreibungen 0 -9.768
(13) Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe 9.387 0
Betriebsergebnis nach Restrukturierungskosten, Wertminderungen von
Sachanlagen und Firmenwertabschreibungen und Auflösung einer Rückstellung
für eine drohende Kartellstrafe
64.668 -21.718
(2) Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -2.553 4.539
(15) Zinsertrag 7.817 10.664
(15) Zinsaufwand -63.810 -61.355
(15) Sonstiges Finanzergebnis -9.207 31.682
Finanzergebnis -67.753 -14.470
Ergebnis vor Ertragsteuern -3.085 -36.188
(16) Ertragsteuern -4.750 -4.348
Ergebnis nach Ertragsteuern -7.835 -40.536
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1.399 -2.744
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 32.500 32.500
davon Ergebnis der Muttergesellschaft -38.936 -70.292
(17) Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,34 -0,61
(17) Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,34 -0,61

Gesamtergebnisrechnung

Anmerkung 2013
in TEUR
2012
in TEUR
Ergebnis nach Ertragsteuern -7.835 -40.536
(23, 32) Währungsumrechnung -68.992 30.978
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -2.257 7.942
(21, 23) Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 164 2.957
(23) Veränderung Hedging Rücklage 10.319 -385
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -60.766 41.492
(23, 25) Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 5.999 -24.125
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
-608 -415
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Sonstiges Gesamtergebnis -55.375 16.952
Gesamtergebnis nach Steuern -63.210 -23.584
davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1.485 -2.827
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 32.500 32.500
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -94.225 -53.257

Cashflow Statement

Anmerkung 2013
in TEUR
2012
in TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern -3.085 -36.188
(9) Abschreibungen auf das Anlagevermögen 197.961 194.663
(9) Firmenwertabschreibungen 0 9.768
(9) Wertminderungen von Anlagen 13.368 37.003
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -175
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern -24.138 -17.830
(2) Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2.553 -4.539
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -15.861 -53.413
(15) Zinsergebnis 55.993 50.691
Gezahlte Zinsen -53.465 -52.108
Erhaltene Zinsen 7.105 9.048
Gezahlte Ertragsteuern -15.784 -9.969
Cashflow aus dem Ergebnis 164.647 126.951
Veränderungen Vorräte 34.899 46.758
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.301 48.874
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.185 -39.320
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -17.015 43.174
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -2.519 3.073
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 190.896 229.510
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 19.930 21.467
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
-106.619
-103
-121.955
0
Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -11.900 17.946
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 -146.779
(18) Cashflow aus Investitionstätigkeit -98.692 -229.321
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 237.315 210.864
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -30.316 -429.250
(23) Gezahlte Dividende Wienerberger AG -13.808 -13.808
(23) Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 3.000
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen 3.169 13.041
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 163.860 -248.653
Veränderung der Zahlungsmittel 256.064 -248.464
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -1.662 379
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 242.288 490.373
Zahlungsmittel am Ende der Periode 496.690 242.288

Bilanz

31.12.2013
Anmerkung
in TEUR
31.12.2012
in TEUR
Aktiva
(19)
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte
842.897
882.060
(19)
Sachanlagen
1.663.283
1.803.067
(19)
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
78.377
81.297
(19)
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
24.454
33.039
(19, 22)
Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen
6.869
1.329
(26)
Latente Steuern
46.633
39.490
Langfristiges Vermögen
2.662.513
2.840.282
(20)
Vorräte
666.026
700.925
(21)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
203.467
199.166
(22)
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern
17.920
18.974
(22)
Sonstige kurzfristige Forderungen
73.295
65.592
(21, 30)
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte
91.449
72.504
(18)
Zahlungsmittel
496.690
242.288
Kurzfristiges Vermögen
1.548.847
1.299.449
Summe Aktiva
4.211.360
4.139.731
Passiva
Gezeichnetes Kapital
117.527
117.527
Kapitalrücklagen
1.083.973
1.083.973
Hybridkapital
492.896
492.896
Gewinnrücklagen
803.254
855.998
Übrige Rücklagen
-221.071
-165.782
Eigene Anteile
-24.324
-24.324
Beherrschende Anteile
2.252.255
2.360.288
Nicht beherrschende Anteile
1.911
3.396
(23)
Eigenkapital
2.254.166
2.363.684
(26)
Latente Steuern
103.980
105.822
(25)
Personalrückstellungen
116.172
132.277
(24)
Sonstige langfristige Rückstellungen
50.899
53.001
(27, 29)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
836.121
858.708
(27)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
8.237
9.896
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
1.115.409
1.159.704
(24)
Kurzfristige Rückstellungen
57.396
80.618
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern
12.359
14.670
(27, 29, 30)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
290.897
58.062
(27)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
268.334
253.149
(27)
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
212.799
209.844
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
841.785
616.343
Summe Passiva
4.211.360
4.139.731

Entwicklung des Eigenkapitals

Anmerkung in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Stand 31.12.2011 1) 117.527 1.084.180 492.896 940.098
Ergebnis nach Ertragsteuern -37.792
(23, 32) Währungsumrechnung
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
Veränderung Hedging Rücklage
Veränderung übrige Rücklagen
Gesamtergebnis -37.792
(23) Dividendenauszahlungen und Hybridkupon -46.308
Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile -207
Stand 31.12.2012 117.527 1.083.973 492.896 855.998
Ergebnis nach Ertragsteuern -6.436
(23, 32) Währungsumrechnung
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
Veränderung Hedging Rücklage
Veränderung übrige Rücklagen
Gesamtergebnis -6.436
(23) Dividendenauszahlungen und Hybridkupon -46.308
Stand 31.12.2013 117.527 1.083.973 492.896 803.254

1) Die Zahlen für das Berichtsjahr 2011 wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der

Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode im Jahr 2012 angepasst.

2) AfS (available-for-sale) bezeichnet zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente

Übrige Rücklagen
Versicherungs
mathematische
Gewinne/Verluste
AfS
Rücklage 2)
Hedging
Rücklage
Unterschiedsbetrag
Währungsumrechnung
Eigene
Anteile
Beherrschende
Anteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
-27.286 -1.822 48.281 -201.990 -24.324 2.427.560 3.259 2.430.819
-37.792 -2.744 -40.536
30.969 30.969 9 30.978
7.942 7.942 7.942
-385 -385 -385
-24.448 2.957 -21.491 -92 -21.583
-24.448 2.957 -385 38.911 -20.757 -2.827 -23.584
-46.308 -46.308
3.000 3.000
-207 -36 -243
-51.734 1.135 47.896 -163.079 -24.324 2.360.288 3.396 2.363.684
-6.436 -1.399 -7.835
-68.972 -68.972 -20 -68.992
-2.257 -2.257 -2.257
10.319 10.319 10.319
5.457 164 5.621 -66 5.555
5.457 164 10.319 -71.229 -61.725 -1.485 -63.210
-46.308 -46.308
-46.277 1.299 58.215 -234.308 -24.324 2.252.255 1.911 2.254.166

Konzernanhang

Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Die Wienerberger AG mit Sitz in Wien ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten nach Maßgabe der Verantwortungsbereiche im Management in sechs Segmente eingeteilt sind: Clay Building Materials Eastern Europe, Clay Building Materials Western Europe, Pipes & Pavers Eastern Europe, Pipes & Pavers Western Europe, North America sowie Holding & Others. Die Adresse der Wienerberger AG lautet Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich.

Der Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2013 vom IASB verlautbarten International Financial Reporting Standards, für die eine Anwendung verpflichtend ist, wurden von Wienerberger angewendet. Die einbezogenen Abschlüsse aller wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards geprüft. Der konsolidierte Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Wienerberger AG am 24. Februar 2014 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Jahresabschluss wurde prinzipiell auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, deren Bilanzierung zu beizulegenden Zeitwerten erfolgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt, wobei eine Überleitung der Gesamtkosten im Anhang erfolgt.

Die Darstellung des vorliegenden Konzernabschlusses erfolgt in tausend Euro, im Risikobericht teilweise in Millionen Euro.

2. Einbezogene Unternehmen

Eine Übersicht über die vollkonsolidierten Tochterunternehmen, at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen, auf welche ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sowie Beteiligungen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert werden, befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs. Der Konsolidierungskreis der in den Wienerberger Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen sowie der at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Einbezogene Unternehmen Voll
konsolidierung
Equity
Konsolidierung
Stand 31.12.2012 148 6
im Berichtsjahr erstmals einbezogen 4 0
im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert -8 0
im Berichtsjahr ausgeschieden 0 -1
Stand 31.12.2013 144 5
davon ausländische Unternehmen 121 4
davon inländische Unternehmen 23 1

Tochterunternehmen

In den Konzernabschluss 2013 waren inklusive der Wienerberger AG 23 (Vorjahr: 24) Tochterunternehmen im Inland und 121 (Vorjahr: 124) im Ausland einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik über die Mehrheit der Stimmrechte zu kontrollieren. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt der Beherrschung voll konsolidiert und, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben ist, entkonsolidiert. Im Berichtsjahr wurden 12 (Vorjahr: 16) Tochterunternehmen nicht konsolidiert, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich sind.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

In den Konzernabschluss der Wienerberger AG werden zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs 5 (Vorjahr: 6) Beteiligungen, die Wienerberger unter gemeinschaftlicher Leitung hält oder auf die Wienerberger einen maßgeblichen Einfluss hat, nach der Equity-Methode bilanziert. Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (vor allem der Tondach Gruppe und Schlagmann) ergeben, wobei in der Vergleichsperiode die Ergebnisse der ersten fünf Monate der Pipelife Gruppe anteilig enthalten sind.

in TEUR 2013 2012
Umsatzerlöse 110.809 288.276
EBITDA operativ 15.761 30.918
EBIT operativ 4.895 12.423
Ergebnis nach Ertragsteuern -2.553 4.539
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2013 31.12.2012 in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Langfristiges Vermögen 93.544 104.288 Eigenkapital 22.443 30.026
Kurzfristiges Vermögen 46.132 49.924 Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 50.694 54.676
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 66.539 69.510
139.676 154.212 139.676 154.212

Erwerbe und Veräußerungen

Im Berichtsjahr wurden keine Unternehmen erworben. Die zuvor unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesenen Konzernunternehmen Bockhorner Rohstoffgesellschaft mbH & Co. KG, Bockhorner Rohstoff Verwaltungs GmbH und KORAMIC Verwaltungs-GmbH wurden per 1.1.2013 erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Juni des Berichtsjahrs wurden das assoziierte Unternehmen Soltech NV zum Buchwert und die unter den nicht konsolidierten Konzernunternehmen ausgewiesene Tongrube Lobenfeld GmbH mit einem geringfügigen Verlust in Höhe von 29 TEUR verkauft.

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden im Erwerbszeitpunkt die übertragenen Gegenleistungen dem neu bewerteten Reinvermögen (Eigenkapital) des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt. Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualschulden werden nach IFRS 3, soweit identifizierbar, bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird als Firmenwert im jeweiligen Segment in Landeswährung aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Firmenwerte werden gemeinsam mit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Geschäftsbereichen), denen sie zugeordnet sind, zumindest jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen und im Falle einer Wertminderung auf den niedrigeren erzielbaren Wert abgeschrieben. Werden Ereignisse beobachtet, die auf eine dauerhafte Wertminderung schließen lassen, so werden die betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anlassbezogenen Werthaltigkeitstests unterzogen (siehe Anmerkung 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Anmerkung 19. Anlagevermögen).

Alle Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Verrechnung zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten die gleichen Konsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei im Falle unwesentlicher Abweichungen die lokalen Bewertungsmethoden beibehalten werden.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, welche die Basis für den vorliegenden Konzernabschluss darstellen, wurden unverändert zur Vorperiode angewandt und um neue, ab dem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendende IFRS (siehe Anmerkung 6. Auswirkungen neuer und geänderter Standards) ergänzt. Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird ab Seite 156 angeführt.

5. Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden müssen, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Im Einzelnen wurden bei der von Aktuaren vorgenommenen versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen und Abfertigungsansprüchen Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Fluktuationsraten sowie den Trend der Kosten für medizinische Versorgung getroffen. Ebenso basiert die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen auf Schätzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer Anlagen beruhen. Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung erfolgt durch die bestmögliche Schätzung des zukünftig erwarteten Rekultivierungsaufwands von Tongruben und eines langfristigen Diskontierungszinssatzes.

Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern sind Annahmen bezüglich des künftigen zu versteuernden Einkommens und des Zeitpunkts der Realisierung der aktiven latenten Steuern zu treffen. Da jedoch die zukünftigen Geschäftsentwicklungen unsicher sind und teilweise von der Wienerberger Gruppe nicht beeinflusst werden können, ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten verbunden.

Insbesondere bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Anlagen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze der Wienerberger Gruppe sowie einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten getroffen. Die vorgenommenen Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung getroffen, bauen auf Erfahrungswerten auf und berücksichtigen die verbleibende Unsicherheit in einer angemessenen Weise. Um den Einfluss veränderter makroökonomischer Parameter bei der Planungsrechnung auf die Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen, wurde eine Sensitivitätsanalyse gerechnet, welche unter Anmerkung 19. Anlagevermögen näher erläutert wird.

6. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden.

Standards/
Interpretationen
Veröffentlichung durch
das IASB
Anwendungspflicht für
Wienerberger
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Mai 2011 1.1.2013
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (2011) Juni 2011 1.1.2013
IAS 1 Darstellung des sonstigen Ergebnisses Juni 2011 1.1.2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine Oktober 2011 1.1.2013
IFRS 7 Anhangangaben: Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten Dezember 2011 1.1.2013
IAS 32 Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten Dezember 2011 1.1.2013
Annual Improvements to IFRSs 2009 – 2011 Mai 2012 1.1.2013
IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) Mai 2011 1.1.2014
IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) Mai 2011 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse Mai 2011 1.1.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen Mai 2011 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen Mai 2011 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse: Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IAS 27 Separate Abschlüsse (2011): Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte Mai 2013 1.1.2014
IAS 39 Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von
Sicherungsbeziehungen
Juni 2013 1.1.2014

Die Änderungen des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Juni 2011), die ab dem Berichtjahr 2013 verpflichtend anzuwenden sind, wurden bereits im Vorjahr frühzeitig umgesetzt.

Keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben die erstmals im Berichtsjahr anzuwendenden Änderungen des IAS 32 und des IFRS 7 zur Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten und sich darauf beziehende Anhangangaben sowie die Klarstellung des IFRIC 20 zur Bilanzierung von Abraumkosten, da diese bereits von Wienerberger vorher angewendet wurden.

Die Änderungen des IAS 1 zur Darstellung des sonstigen Ergebnisses wurden in der Gesamtergebnisrechnung im Abschluss berücksichtigt, indem Zwischensummen der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Posten, die nicht umgegliedert werden, dargestellt werden.

Der erstmals im Berichtsjahr anzuwendende IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde von Wienerberger im Berichtsjahr berücksichtigt. Die Anwendung der einheitlichen Regelungen über die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Abschluss. Die im Anhang erforderlichen Angaben werden in den Anmerkungen zu den Finanzinstrumenten 29 – 31 dargestellt. Angaben über beizulegende Zeitwerte von nicht finanziellen Vermögenswerten wie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden unter Anmerkung 19 angeführt.

Die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen und IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen wurden von der EU am 11.12.2012 übernommen und sind ab 1.1.2014 mit retrospektiver Wirkung verpflichtend anzuwenden. Bei frühzeitiger Anwendung sind sie gemeinsam mit den Änderungen des IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) umzusetzen. Eine wesentliche Auswirkung ergibt sich durch die Änderung der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen unter IFRS 11, wonach quotal einbezogene Unternehmen in der Regel at-equity darzustellen sind. Da Wienerberger bereits im Vorjahr die Bilanzierungsmethode für die Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann und Tondach auf die Equity-Methode umgestellt hat, wird die Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben.

7. Geschäftssegmente

Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt nach dem Management Approach gemäß IFRS 8 und folgt den internen Berichten an den Vorstand der Wienerberger AG als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

Nach der vollständigen Übernahme von Pipelife, die Ende Mai 2012 abgeschlossen wurde, erfolgte aufgrund neu strukturierter Verantwortungsbereiche im Management eine neue Segmentierung in der Berichterstattung. Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird weiterhin nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.

Die Berichte an die verantwortliche Unternehmensinstanz beinhalten neben der zentralen Erfolgsgröße EBITDA operativ, anhand der die Steuerung der Geschäftssegmente erfolgt, auch die Ergebnisgrößen Umsatz, EBIT, Finanzergebnis und Ergebnis nach Steuern, weshalb diese ebenso in der Darstellung der Geschäftssegmente enthalten sind. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA operativ, EBIT, Finanzergebnis, Ertragsteuern, Ergebnis nach Steuern, Vermögen, Fremdkapital, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.

In der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzernergebnis sind lediglich Eliminierungen von Umsätzen, Aufwendungen und Erträgen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten enthalten. Wienerberger erzielt mit keinem externen Kunden mehr als 10 % des Umsatzes.

Der konsolidierte Umsatz stieg im Berichtsjahr um 13 % auf 2.662.943 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreis- und Wechselkursänderungen verringerte sich der Umsatz organisch um 4.543 TEUR. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 35.807 TEUR, während die Änderungen im Konsolidierungskreis die Umsatzerlöse um 347.744 TEUR erhöhten. Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze von Fertigungsaufträgen in Höhe von 41.270 TEUR (Vorjahr: 20.145 TEUR). Die Umsatzerlöse sind nach Regionen detailliert in der Darstellung der Geschäftssegmente auf den Seiten 122 und 123 aufgegliedert.

Strategische Geschäftssegmente Clay Building Materials
Eastern Europe
Clay Building Materials
Western Europe
Pipes & Pavers
Eastern Europe
in TEUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Außenumsatz 312.434 314.211 1.089.936 1.129.633 436.708 318.984
Innenumsatz 1) 5.861 4.582 9.498 7.561 11.729 6.044
Umsatz gesamt 318.295 318.793 1.099.434 1.137.194 448.437 325.028
EBITDA operativ 2) 40.192 46.991 131.125 136.472 35.055 23.309
Abschreibungen 39.502 42.403 96.771 104.723 22.177 19.628
Restrukturierungskosten und Wertminderungen
von Sachanlagen 0 3.291 0 38.578 0 1.114
Firmenwertabschreibungen
Auflösung einer Rückstellung für eine
0 9.566 0 202 0 0
drohende Kartellstrafe 0 0 9.387 0 0 0
EBIT 690 -8.269 43.741 -7.031 12.878 2.567
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
-5.935 -2.877 3.382 1.636 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen 13.169 22.208 11.285 10.831 0 0
Zinsergebnis -9.665 -11.634 -38.850 -16.738 -7.922 -8.951
Ertragsteuern 4.592 -3.927 -2.180 13.194 365 -219
Ergebnis nach Ertragsteuern -11.286 -27.126 6.380 -19.725 4.223 -6.396
Fremdkapital 247.184 274.334 1.217.731 1.318.352 214.451 233.467
Capital Employed 419.216 468.961 1.357.130 1.426.159 255.995 266.148
Vermögen 609.216 664.051 1.895.774 2.382.088 398.815 419.040
Normalinvestitionen 17.104 14.125 44.487 48.649 4.625 5.049
Wachstumsinvestitionen 3) 0 244 76 2.409 0 7.540
Ø Mitarbeiter 2.383 2.516 5.940 6.227 2.267 1.440
Produkte Umsatz EBITDA operativ 2) Capital Employed
in TEUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Wand 4) 606.635 627.666 70.025 60.931 812.743 848.441
Fassade 574.158 574.363 42.416 47.937 870.844 965.115
Dach 398.026 414.577 83.285 95.102 531.338 549.666
Flächenbefestigungen 110.599 121.285 10.930 6.030 123.923 141.528
Rohre 972.623 617.283 95.908 64.142 442.797 445.096
Sonstiges 902 375 -36.041 -28.596 -13.998 -18.552
Wienerberger Gruppe 2.662.943 2.355.549 266.523 245.546 2.767.647 2.931.294
Umsatz Clay Building Materials
Eastern Europe
Clay Building Materials
Western Europe
Pipes & Pavers
Eastern Europe
in TEUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Österreich 46.185 48.920 133.362 98.249
Tschechien 38.585 41.574 29.720 21.420
Polen 98.683 104.343 84.677 72.484
Russland 47.166 38.142 32.903 23.564
Deutschland 250.232 257.113
Schweiz 66.681 73.713
Belgien 215.641 223.012
Niederlande 138.010 159.330
Frankreich 155.436 162.016
Großbritannien 183.051 160.663
Schweden 6.643 6.947
Norwegen 10.139 13.806
Finnland 12.678 13.096
USA
Sonstiges 82.033 81.507 51.840 60.881 156.046 103.267
Wienerberger Gruppe 312.652 314.486 1.090.351 1.130.577 436.708 318.984

1) Innenumsatz bezeichnet den Umsatz zwischen vollkonsolidierten, at-equity bilanzierten und nicht konsolidierten Konzernunternehmen.

2) bereinigt um Restrukturierungskosten und Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe

Pipes & Pavers
Western Europe
North America Holding & Others Überleitung 5) Wienerberger Gruppe
2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
592.782 392.164 224.699 193.774 5.589 5.393 0 0 2.662.148 2.354.159
14.494 4.269 1.243 100 9.123 8.713 -51.153 -29.879 795 1.390
607.276 396.433 225.942 193.874 14.712 14.106 -51.153 -29.879 2.662.943 2.355.549
65.241 44.090 13.158 9.781 -18.248 -15.097 0 0 266.523 245.546
25.980 16.145 22.440 24.466 4.372 7.148 0 0 211.242 214.513
0 0 0 0 0 0 0 0 0 42.983
0 0 0 0 0 0 0 0 0 9.768
0 0 0 0 0 0 0 0 9.387 0
39.261 27.945 -9.282 -14.685 -22.620 -22.245 0 0 64.668 -21.718
0 5.780 0 0 0 0 0 0 -2.553 4.539
0 0 0 0 0 0 0 0 24.454 33.039
-6.972 -4.369 -28.490 -28.430 35.906 19.431 0 0 -55.993 -50.691
-8.913 -3.894 -2.387 -1.920 3.773 -7.582 0 0 -4.750 -4.348
31.528 75.113 -41.063 -45.952 32.445 13.894 -30.062 -30.344 -7.835 -40.536
486.971 414.225 524.406 534.654 1.367.130 981.210 -2.100.679 -1.980.195 1.957.194 1.776.047
296.627 302.446 426.554 458.742 12.125 8.838 0 0 2.767.647 2.931.294
800.126 721.864 487.244 530.060 4.671.089 3.936.262 -4.650.904 -4.513.634 4.211.360 4.139.731
30.315 24.715 7.314 8.704 2.159 4.076 0 0 106.004 105.318
0 146.637 0 6.586 642 0 0 0 718 163.416
1.780 1.604 1.213 1.064 204 209 0 0 13.787 13.060
Gesamtinvestitionen
2013 2012
32.882 36.194
21.952 31.039
14.612 15.979
4.643 12.589
30.315 171.352
2.318 1.581
106.722 268.734
Pipes & Pavers
Western Europe
North America Holding & Others Wienerberger Gruppe
2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
257 102 295 290 180.099 147.561
68.305 62.994
183.360 176.827
80.069 61.706
50.253 44.416 300.485 301.529
66.681 73.713
76.437 73.916 292.078 296.928
100.924 52.205 238.934 211.535
79.693 45.556 235.129 207.572
7.575 3.928 190.626 164.591
78.042 45.843 84.685 52.790
110.448 64.599 120.587 78.405
39.508 24.591 52.186 37.687
199.137 164.302 199.137 164.302
49.645 37.008 25.562 29.472 5.456 5.274 370.582 317.409
592.782 392.164 224.699 193.774 5.751 5.564 2.662.943 2.355.549

3) inklusive Investitionen in übrige Finanzanlagen

4) Indien wird unter dem geographischen Segment Holding & Others, jedoch unter dem Produktsegment Wand ausgewiesen.

5) Die Überleitung beinhaltet Eliminierungen zwischen Konzerngesellschaften.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Materialaufwand

In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:

in TEUR 2013 2012
Materialaufwand 542.168 422.041
Instandhaltungsaufwand 107.420 99.111
Handelswareneinsatz 312.097 246.087
Energieaufwand 278.158 284.526
Gesamt 1.239.843 1.051.765

Die ausgewiesenen Aufwendungen wurden durch die Veränderung des Bestands an Halb- und Fertigfabrikaten in Höhe von 34.713 TEUR (Vorjahr: 35.528 TEUR) erhöht. Dem gegenüber steht ein Ertrag aus Aktivierungen von Eigenleistungen und anteiligen Bauzeitzinsen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1.485 TEUR (Vorjahr: 1.364 TEUR).

Die Materialaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ton, Sand, Kunststoffe, Sägespäne und weitere Zuschlagstoffe, Aufwendungen für den Verbrauch von Paletten und sonstigen Verpackungsmaterialien. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von Instandhaltungsmaterialien und sonstigen geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten.

9. Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagen

Im Berichtsjahr sind in den Herstell-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen laufende Abschreibungen von 197.961 TEUR (Vorjahr: 194.663 TEUR) enthalten. Die Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten im Berichtsjahr betrugen 13.281 TEUR (Vorjahr: 19.850 TEUR) und sind auf Sonderabschreibungen in Folge von Werksstilllegungen aus vergangenen Perioden und auf Wertminderungen von Liegenschaften und sonstigen Vermögenswerten zurückzuführen.

in TEUR 2013 2012
Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen 197.961 194.663
Firmenwertabschreibungen 0 9.768
Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 13.281 19.850
Wertminderungen aus Restrukturierungen 0 14.223
Wertminderungen gesamt 13.281 43.841
Laufende Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen, sonstigem immateriellen
Anlagevermögen und Firmenwerten
211.242 238.504

10. Personalaufwand

In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2013 2012
Löhne 257.954 234.158
Gehälter 235.095 213.290
Leihpersonal (permanent) 7.219 9.572
Aufwendungen aus langfristigen Vergütungsprogrammen 2.884 0
Aufwendungen für Abfertigungen 3.708 4.492
Aufwendungen für Altersversorgung 12.822 8.512
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
105.723 107.944
Sonstige Sozialaufwendungen 11.947 14.535
Personalaufwand 637.352 592.503

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 betrugen 3.184 TEUR (Vorjahr: 1.667 TEUR), davon entfallen 1.220 TEUR (Vorjahr: 1.667 TEUR) auf fixe und 1.964 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf variable Gehaltsbestandteile. Darin enthalten sind Aufwendungen für eine langfristige Vergütungskomponente in Höhe von 1.220 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), welche in Abhängigkeit des Erreichens von Zielvorgaben über drei Jahre in drei gleich hohen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Für im Berichtsjahr tätige Vorstandsmitglieder wurden 502 TEUR (Vorjahr: 1.190 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) verbucht. Für Abfertigungsansprüche wurde eine Rückstellung in Höhe von 181 TEUR (Vorjahr: 399 TEUR) dotiert. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 836 TEUR (Vorjahr: 816 TEUR) geleistet.

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 Bezüge von insgesamt 452 TEUR (Vorjahr: 501 TEUR) im Berichtsjahr ausbezahlt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

11. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2013 2012
Mitarbeiter in Werken 9.185 8.673
Mitarbeiter in Verwaltung 1.241 1.142
Mitarbeiter im Vertrieb 3.361 3.245
Gesamte Mitarbeiter im Konzern 13.787 13.060
davon Lehrlinge 98 95

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten:

in TEUR 2013 2012
Steuern, soweit sie nicht unter Ertragsteuern fallen 22.940 23.659
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 535 946
Transportaufwendungen für Zustellungen an Kunden 168.089 149.181
Aufwand für interne Transporte 52.170 53.241
Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen 6.364 4.583
Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen 2.018 4.175
Aufwendungen für Dienstleistungen 108.885 101.449
Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing 37.601 39.593
Übrige 144.435 115.691
Sonstige betriebliche Aufwendungen 543.037 492.518

Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 127 dargestellt.

Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Rechts- und sonstige Beratung, Werbung, Versicherungen sowie Telekommunikation. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerks des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr 1.831 TEUR (Vorjahr: 1.999 TEUR), 124 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR) für Bestätigungsleistungen und 406 TEUR (Vorjahr: 468 TEUR) für sonstige Leistungen.

Der übrige sonstige Aufwand setzt sich in erster Linie aus Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen, Reklamationen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Im Jahr 2013 betrug der Forschungsaufwand 11.361 TEUR (Vorjahr: 9.008 TEUR).

13. Sonstige betriebliche Erträge

In den Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betriebliche Erträge enthalten:

in TEUR 2013 2012
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 16.424 12.230
Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 4.897 4.465
Erträge aus Zuschüssen 1.553 2.127
Erträge aus Versicherungsansprüchen 7.321 508
Übrige 26.845 41.617
Sonstige betriebliche Erträge 57.040 60.947

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind. Der verbleibende Betrag einer Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe in Deutschland, die im Jahr 2008 gebildet wurde, wurde in Folge der Einstellung des Verfahrens aufgelöst und als gesonderter Posten in der Gewinnund Verlustrechnung in Höhe von 9.387 TEUR dargestellt.

14. Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen korrigiert, um die entsprechenden Umsatzkosten auszuweisen. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, die beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:

2013
in TEUR
Fracht
aufwand
Material
aufwand
Handels
wareneinsatz
Abschrei
bungen
Energie
aufwand
Personal
aufwand
Sonstige
Erträge
Sonstige
Aufwände
Gesamt
Herstellkosten 0 664.400 311.134 153.748 269.560 367.374 -6.768 127.914 1.887.362
Vertriebskosten 168.685 18.416 963 7.061 5.127 170.638 -3.594 155.585 522.881
Verwaltungskosten 0 0 0 9.181 1.226 99.340 -3.194 54.802 161.355
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
0 0 0 41.252 2.245 0 0 36.051 79.548
Sonstige betriebliche
Erträge
0 0 0 0 0 0 -43.484 0 -43.484
168.685 682.816 312.097 211.242 278.158 637.352 -57.040 374.352 2.607.662
2012
in TEUR
Fracht
aufwand
Material
aufwand
Handels
wareneinsatz
Abschrei
bungen
Energie
aufwand
Personal
aufwand
Sonstige
Erträge
Sonstige
Aufwände
Gesamt
Herstellkosten 0 538.224 245.188 152.485 275.281 336.487 -4.681 118.001 1.660.985
Vertriebskosten 149.803 17.092 899 6.757 5.148 167.026 -3.347 143.259 486.637
Verwaltungskosten 0 0 0 8.207 1.014 88.990 -1.126 47.824 144.909
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
0 0 0 47.064 3.083 0 0 33.631 83.778
Sonstige betriebliche
Erträge
0 0 0 0 0 0 -51.793 0 -51.793
149.803 555.316 246.087 214.513 284.526 592.503 -60.947 342.715 2.324.516

15. Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis

Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzt sich nach den Kategorien des IAS 39 wie folgt zusammen:

2013
in TEUR
Gesamt Kredite und
Forderungen
FLAC 1) AfS 2) Derivate
Zinsertrag 7.817 5.909 0 1.276 632
Zinsaufwand -63.810 0 -61.749 0 -2.061
Zinsergebnis -55.993 5.909 -61.749 1.276 -1.429
Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) 131 0 0 131 0
Beteiligungserträge 131 0 0 131 0
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten -438 0 -200 -238 0
Marktbewertung Fair Value Hedges -1.699 -1.699
Wertminderungen von Finanzinstrumenten -914 -827 0 -87 0
Kursdifferenzen -3.622
Nettoergebnis -6.673 -827 -200 -325 -1.699
Bankspesen -2.665
Sonstiges Finanzergebnis -9.207 -827 -200 -194 -1.699
Gesamt -65.200 5.082 -61.949 1.082 -3.128
2012
in TEUR
Gesamt Kredite und
Forderungen
FLAC 1) AfS 2) Derivate
Zinsertrag 10.664 7.974 0 1.451 1.239
Zinsaufwand -61.355 0 -59.157 0 -2.198
Zinsergebnis -50.691 7.974 -59.157 1.451 -959
Beteiligungserträge von Dritten (Dividenden) 131 0 0 131 0
Beteiligungserträge 131 0 0 131 0
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten 110 0 0 110 0
Ergebnis aus dem Abgang von Gemeinschaftsunternehmen 42.303
Marktbewertung Fair Value Hedges 3.477 3.477
Wertminderungen von Finanzinstrumenten -9.900 -6.970 0 -2.930 0
Kursdifferenzen -1.981
Nettoergebnis 34.009 -6.970 0 -2.820 3.477
Bankspesen -2.458
Sonstiges Finanzergebnis 31.682 -6.970 0 -2.689 3.477
Gesamt -19.009 1.004 -59.157 -1.238 2.518

1) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities at amortized cost)

2) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (available for sale)

Der Zinsaufwand beinhaltet das erwartete Nettozinsergebnis von leistungsorientierten Pensionsplänen und ähnlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (siehe Anmerkung 25. Leistungen an Arbeitnehmer) in Höhe von 4.395 TEUR (Vorjahr: 3.458 TEUR). Der Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten lieferte ein Ergebnis von -238 TEUR (Vorjahr: 110 TEUR). Im Vorjahr löste die Übernahme der restlichen 50 % an Pipelife und die damit verbundene Veränderung des Konsolidierungskreises einen Netto-Bewertungseffekt der zuvor ausgewiesenen at-equity Beteiligung in Höhe von 42.303 TEUR aus. In der Kategorie Kredite und Forderungen wurden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen im Ausmaß von 827 TEUR (Vorjahr: 6.970 TEUR) abgewertet. In der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente werden zudem Wertminderungen in Höhe von 87 TEUR (Vorjahr: 2.930 TEUR) erfolgswirksam erfasst, da bei den betroffenen finanziellen Vermögenswerten von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Der aus dem Rückkauf von Anleihen resultierende Verlust wird in der Kategorie Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen und beläuft sich auf 200 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die Marktbewertung der Fair Value Hedges lieferte einen negativen Beitrag zum Periodenergebnis in Höhe von -1.699 TEUR (Vorjahr: 3.477 TEUR).

16. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

in TEUR 2013 2012
Laufender Steueraufwand 11.858 13.839
Latenter Steuerertrag -7.108 -9.491
Ertragsteuern 4.750 4.348

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem im Jahr 2013 gültigen österreichischen Körperschaftssteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern -3.085 -36.188
Ertragsteuern zum Steuersatz von 25 % 771 9.047
Abweichende ausländische Steuersätze 4.932 6.741
Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden 2.865 -2.717
Steuerfreie Ergebnisse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -410 1.203
Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern -12.400 -30.181
Nicht-temporäre Differenzen -4.379 11.255
Steuersatzänderungen 3.871 304
Effektivsteuerbelastung -4.750 -4.348
Effektivsteuersatz in % -154,0 -12,0

17. Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien betrug zum Stichtag 117.526.764 Stück. Per 31.12.2013 wurden 2.464.138 (Vorjahr: 2.464.138) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 115.062.626 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für 2013.

in Stück 2013 2012
ausgegebene Aktien 117.526.764 117.526.764
eigene Aktien 2.464.138 2.464.138
gewichtete Aktien 115.062.626 115.062.626

Das Ergebnis je Aktie von -0,34 EUR wird aus dem durch die gewichtete Aktienanzahl geteilten Ergebnis der Muttergesellschaft errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie von -0,34 EUR entspricht dem Ergebnis je Aktie für 2013.

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2013 die Grundlage für die Dividendenausschüttung.

Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 18.793.934,15 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 18.793.934,15 EUR auf das Grundkapital von 117.526.764 EUR eine Dividende in Höhe von 0,12 EUR je Aktie, das sind 14.103.211,68 EUR abzüglich eines anteiligen Betrags für eigene Anteile von 295.696,56 EUR somit 13.807.515,12 EUR, auszuschütten und den Restgewinn von 4.986.419,03 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

In der Gesamtergebnisrechnung wird, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, auf das Gesamtergebnis gemäß IAS 1 übergeleitet. Dieses umfasst insbesondere den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderen langfristigen Mitarbeitervergütungen, die Veränderung der Hedging Reserve sowie das Bewertungsergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Die Gesamtergebnisbestandteile werden nach Steuern ausgewiesen.

Im Berichtsjahr resultierten Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -71.249 TEUR (Vorjahr: 38.920 TEUR) vorwiegend aus dem US-Dollar, dem russischen Rubel und der norwegischen Krone. Im Berichtsjahr wurden keine Umrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (Vorjahr: -7.464 TEUR).

Während der Berichtsperiode wurden Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 164 TEUR (Vorjahr: 2.957 TEUR) erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Investitionen in ausländische Teilbetriebe und Cashflow Hedges erhöhte die Hedging Reserven nach Steuern um insgesamt 10.319 TEUR (Vorjahr: -385 TEUR). Im Berichtsjahr wurden zuvor im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten in Höhe von 119 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Infolge des Jahresergebnisses nach Steuern von -7.835 TEUR (Vorjahr: -40.536 TEUR) resultiert aus dem Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum somit eine Verminderung des Eigenkapitals von insgesamt 63.210 TEUR (Vorjahr: -23.584 TEUR).

Für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und anderer ähnlicher Verpflichtungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (IAS 19) wurden passive latente Steuern in Höhe von 267 TEUR (Vorjahr: 4.086 TEUR) im sonstigen Gesamtergebnis berücksichtigt. Auf alle anderen Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses wie die Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente und Änderungen aus Sicherungsgeschäften wurden keine Steuereffekte erfasst, da diese Geschäfte ausschließlich die Wienerberger AG und die Wienerberger Finanzservice GmbH mit Sitz in Wien betreffen, welche derzeit aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine Effektivsteuerbelastung von 0 % aufweisen.

Erläuterungen zum Cashflow Statement

Das Cashflow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen durch Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.

18. Cashflow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten resultieren Ausgaben in Höhe von 106.619 TEUR (Vorjahr: 121.955 TEUR). Davon entfallen 106.004 TEUR (Vorjahr: 105.318 TEUR) auf Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung enthalten. Auf Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen wurden 615 TEUR (Vorjahr: 163.416 TEUR) aufgewendet. Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 103 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) getätigt.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 19.930 TEUR (Vorjahr: 21.467 TEUR) und beinhalten neben Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten auch den Verkauf von Finanzanlagen. Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Netto-Gewinne in Höhe von 15.861 TEUR (Vorjahr: 11.110 TEUR). Weiters wurde im Berichtsjahr ein Grundstück in Höhe von 8.696 TEUR auf Ziel verkauft und ist somit nicht in den Einzahlungen aus Anlagenabgängen enthalten.

in TEUR 2013 2012
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen 106.619 121.955
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 146.779
Investitionen in das Finanzanlagevermögen 103 0
Gesamtinvestitionen inklusive Finanzanlagen 106.722 268.734
Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklung 106.004 105.318
Normalinvestitionen 106.004 105.318
Auszahlungen für Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen 615 16.637
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 146.779
Wachstumsinvestitionen 615 163.416
Investitionen in das Finanzanlagevermögen 103 0
Wachstumsinvestitionen inklusive Finanzanlagen 718 163.416

Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe ergibt sich wie folgt:

Erläuterungen zur Bilanz

19. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 136 und 137 dargestellt. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.

Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die Geschäftssegmente:

in TEUR 2013 2012
Clay Building Materials Eastern Europe 42.999 44.020
Clay Building Materials Western Europe 358.496 363.479
Pipes & Pavers Eastern Europe 17.086 17.123
Pipes & Pavers Western Europe 45.329 46.930
North America 165.996 174.277
Holding & Others 988 1.137
Firmenwerte 630.894 646.966

Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich gemäß IAS 36 auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht (Impairment Test). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten (cash generating units CGUs) werden bei Wienerberger Werkseinheiten gesehen, die nach Divisionen und Regionen zusammengefasst werden, wodurch sich die Anzahl der CGUs unter Berücksichtigung der neuen Struktur von 65 im Vorjahr auf 59 im Berichtsjahr reduziert hat. Die Buchwerte der zugerechneten Firmen- und betriebsnotwendigen Vermögenswerte werden mit dem erzielbaren Betrag verglichen und wenn nötig auf den niedrigeren errechneten Nutzungswert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. Da die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit nicht praktikabel ist, werden für alle Einheiten der Wienerberger Gruppe in einem kapitalwertorientierten Verfahren Zahlungsströme herangezogenen, welche mit einem durchschnittlichen gewichteten Gesamtkapitalkostensatz (WACC) nach Steuern abgezinst werden, um den Barwert zu ermitteln. Für die Ermittlung des Nutzungswerts wird der Kapitalkostensatz nach Steuern nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet.

Die zukünftig erwarteten Einzahlungsüberschüsse basieren auf der jeweils aktuellsten internen Planung des Top-Managements für den Planungshorizont 2014 – 2017, wie sie vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt wurden, und schließen ein Ergebnispotential zukünftiger strategischer Geschäftsentwicklungen dezidiert aus. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft und im folgenden Planungsprozess berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von vier Detailplanungsperioden (2014 – 2017), wobei unter der Prämisse der Unternehmensfortführung der Einzahlungsüberschuss der darauffolgenden fünften Planungsperiode als nachhaltig erzielbar angesehen wird und als Basis für die Errechnung des Barwerts einer unendlichen Rente dient. Diesen ewigen Zahlungsströmen wird ein länderspezifisches Wachstum unterstellt, welches sich aus externen Quellen ableitet (IMF, 2013, World economic outlook database). Die Werthaltigkeitstests werden bei Wienerberger mindestens einmal jährlich im Anschluss an die Unternehmensplanung erstellt. Geben Hochrechnungen und Analysen während eines Berichtsjahrs Anlass zur Vermutung, dass negative Abweichungen vom ursprünglichen Plan zu erwarten sind, so wird darin ein auslösendes Ereignis für die erneute Beurteilung der Werthaltigkeit der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gesehen. In diesem Fall werden die Werthaltigkeitstests auf Basis aktualisierter Planungsdaten neu gerechnet und um Stresstests erweitert.

Der wesentliche Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt-, Mengen- und Preisentwicklungen. Die Nutzungswertermittlung basiert daher auf Prognosen von statistischen Ämtern (z.B. Euroconstruct) und Erfahrungswerten des Managements. Die Einschätzung der Kostenstrukturen innerhalb der gesamten Wienerberger Gruppe erfolgt dabei durch eine Extrapolation von Erfahrungswerten und aufgrund makroökonomischer Prognosen.

Die im Dezember durchgeführten planmäßigen Werthaltigkeitstests auf Basis der aktuellsten genehmigten Mittelfristplanung für die Perioden 2014-2017 ergaben keinen Abwertungsbedarf der Firmenwerte (Vorjahr: 9.768 TEUR). Für diese Werthaltigkeitstests wurden folgende Gesamtkapitalkostensätze nach Steuern und Wachstumsraten verwendet:

Gesamtkapitalkostensatz Wachstumsrate
in % 2013 2012 2013 2012
Eurozone 6,99 6,84 1,7 1,0
USA 7,05 6,03 3,1 1,0
Großbritannien 6,58 5,53 2,3 1,0
Russland 12,02 11,63 3,5 3,5
Indien 11,83 9,69 6,7 4,0
Türkei 11,80 8,77 4,5 3,0
Wienerberger Gruppe 6,97 6,80 1,5 – 6,7 1,0 – 4,0

Die Nutzungswerte, die mit den angegebenen Parametern ermittelt wurden, beliefen sich im Berichtsjahr für Clay Building Materials Eastern Europe auf 850.791 TEUR, für Clay Building Materials Western Europe auf 2.124.451 TEUR, für Pipes & Pavers Eastern Europe auf 643.326 TEUR, für Pipes & Pavers Western Europe auf 831.122 TEUR und für North America auf 758.963 TEUR.

Die Länderbudgets wurden im Rahmen der Impairment Tests Stresstests unterzogen, wobei einzelne makroökonomische Parameter im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse verändert wurden. Folgende Tabelle fasst die Resultate der Stresstests zusammen und zeigt ein Wertminderungsrisiko der Firmenwerte unter Anhebung des WACC und niedrigerer Wachstumsraten.

Sensitivität Impairment 2013 Gesamtkapitalkostensatz
in TEUR +50 Basispunkte +25 Basispunkte getestet -25 Basispunkte -50 Basispunkte
Wachstumsrate – getestet -8.546 -73 0 0 0
Wachstumsrate halbiert -132.783 -83.013 -43.451 -6.007 -673
Wachstumsrate von Null -220.018 -177.652 -133.750 -90.851 -56.329

Im Vorjahr hätte eine Anhebung des dem Kapitalkostensatz zugrunde liegenden risikolosen Zinssatzes um 100 Basispunkte einen Wertminderungsbedarf von 39.310 TEUR und eine gleichzeitige Halbierung der Wachstumsraten einen Wertminderungsbedarf von 92.007 TEUR ergeben.

Das sonstige immaterielle Anlagevermögen enthält im Wesentlichen erworbenen Kundenstamm in Höhe von 118.517 TEUR (Vorjahr: 130.395 TEUR), erworbene Markenrechte in Höhe von 51.520 TEUR (Vorjahr: 52.915 TEUR) sowie Patente und Konzessionen. Auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr 484 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR) aktiviert.

Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 374.725 TEUR (Vorjahr: 389.633 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten sind im Geschäftsjahr 2013 Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung in Höhe von 268 TEUR angefallen (Vorjahr: 84 TEUR).

Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing nur noch vereinzelt Finanzierungsleasing in Anspruch. Alle wesentlichen Finanzierungsleasingverträge sind ausgelaufen oder durch Ausübung der Kaufoptionen beendet worden. Zum Bilanzstichtag sind noch Buchwerte in Höhe von 632 TEUR (Vorjahr: 10.110 TEUR) vorhanden.

in TEUR 2013 2012
Anschaffungskosten 632 13.458
Abschreibungen (kumuliert) 0 3.348
Buchwert 632 10.110

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 2013 2012
im folgenden Jahr 26.393 22.363
in den folgenden zwei bis fünf Jahren 57.252 55.725
über fünf Jahre 28.314 34.241

Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 37.601 TEUR (Vorjahr: 39.593 TEUR).

In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 78.377 TEUR (Vorjahr: 81.297 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Transaktionen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte werden gemäß IFRS 13 der Stufe 2 der Bewertungshierarchie zugeordnet und mit 142.042 TEUR (Vorjahr: 147.655 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 1.047 TEUR (Vorjahr: 765 TEUR). Im Jahr 2013 wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von 10.265 TEUR (Vorjahr: 7.107 TEUR) veräußert. Vom gesamten Anlagevermögen sind Anlagen mit Buchwerten in Höhe von 3.651 TEUR (Vorjahr: 3.184 TEUR) und Marktwerten in Höhe von 3.653 TEUR (Vorjahr: 2.668 TEUR) zur Veräußerung vorgesehen, wobei es sich vorwiegend um Grundstücke und Gebäude permanent stillgelegter Werke handelt. Das Management geht in Anbetracht der derzeitigen Situation auf den Märkten für Industrieimmobilien nicht von einer Veräußerung innerhalb der nächsten 12 Monate aus, weshalb eine Klassifizierung im Sinne des IFRS 5 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche nicht vorgenommen wird.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2013
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu
chungen
Stand
31.12.2013
Firmenwert 807.606 -3.109 -16.864 0 0 0 787.633
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 304.443 0 -9.606 5.299 9.255 -839 290.042
Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte 1.112.049 -3.109 -26.470 5.299 9.255 -839 1.077.675
Grundstücke und Bauten 1.218.949 250 -22.469 15.225 7.795 -6.921 1.197.239
Technische Anlagen und Maschinen 2.466.116 0 -46.919 46.407 71.703 25.647 2.419.548
Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.432 5 -2.363 7.930 8.894 304 99.414
Anlagen in Bau 52.232 0 -1.673 34.658 340 -34.032 50.845
Sachanlagen 3.839.729 255 -73.424 104.220 88.732 -15.002 3.767.046
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 174.600 0 -3.084 16 31.458 15.841 155.915
Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
29.478 0 -2.292 1 1.647 0 25.540
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 606 -203 -1 100 352 0 150
Sonstige Beteiligungen 5.223 0 6 2 6 0 5.225
Übrige Finanzanlagen 5.829 -203 5 102 358 0 5.375
5.161.685 -3.057 -105.265 109.638 131.450 0 5.031.551
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2012 1)
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu
chungen
Stand
31.12.2012
Firmenwert 764.150 42.175 1.280 0 0 1 807.606
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 122.736 178.222 3.950 3.146 3.690 79 304.443
Immaterielles Anlagevermögen u. Firmenwerte 886.886 220.397 5.230 3.146 3.690 80 1.112.049
Grundstücke und Bauten 1.156.010 53.967 14.227 20.984 5.215 -21.024 1.218.949
Technische Anlagen und Maschinen 2.341.339 96.078 26.654 50.334 59.498 11.209 2.466.116
Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.773 7.478 1.111 7.779 6.513 804 102.432
Anlagen in Bau 49.494 10.916 719 39.479 690 -47.686 52.232
Sachanlagen 3.638.616 168.439 42.711 118.576 71.916 -56.697 3.839.729
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 132.458 2.922 2.317 233 19.947 56.617 174.600
Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
73.089 -44.097 486 0 0 0 29.478
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 1.291 -685 0 0 0 0 606
Sonstige Beteiligungen 5.208 24 5 0 14 0 5.223
Übrige Finanzanlagen 6.499 -661 5 0 14 0 5.829
4.737.548 347.000 50.749 121.955 95.567 0 5.161.685

1) Die Zahlen für das Berichtsjahr 2011 wurden aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und der Umstellung der Einbeziehungsart von quotal konsolidierten Unternehmen auf die Equity-Methode im Jahr 2012 angepasst.

Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Stand
1.1.2013
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
änderungen
laufende
Abschrei
bungen
Wertmin
derungen
Zuschrei
bungen
Abgänge Umbu
chungen
Stand
31.12.2013
Bilanzwert
31.12.2013
160.640 0 -3.901 0 0 0 0 0 156.739 630.894
69.349 0 -1.677 18.987 253 0 9.043 170 78.039 212.003
229.989 0 -5.578 18.987 253 0 9.043 170 234.778 842.897
426.693 83 -5.363 36.582 3.001 0 7.116 -4.094 449.786 747.453
1.538.880 0 -24.374 133.338 8.408 0 71.147 -24 1.585.081 834.467
70.763 5 -1.420 8.460 39 0 8.470 -486 68.891 30.523
326 0 -1 14 0 0 69 -265 5 50.840
2.036.662 88 -31.158 178.394 11.448 0 86.802 -4.869 2.103.763 1.663.283
93.303 0 -1.431 580 1.580 0 21.193 4.699 77.538 78.377
-3.561 0 -35 0 0 -3.161 -1.521 0 1.086 24.454
175 -162 0 0 0 0 0 0 13 137
4.325 0 6 0 87 0 0 0 4.418 807
4.500 -162 6 0 87 0 0 0 4.431 944
2.360.893 -74 -38.196 197.961 13.368 -3.161 115.517 0 2.421.596 2.609.955

Abschreibungen

Abschreibungen

Stand
1.1.2012 1)
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
änderungen
laufende
Abschrei
bungen
Wertmin
derungen
Zuschrei
bungen
Abgänge Umbu
chungen
Stand
31.12.2012
Bilanzwert
31.12.2012
150.953 0 -81 0 9.768 0 0 0 160.640 646.966
56.411 0 590 14.523 1.530 0 3.685 -20 69.349 235.094
207.364 0 509 14.523 11.298 0 3.685 -20 229.989 882.060
409.164 0 4.258 36.785 6.772 0 4.500 -25.786 426.693 792.256
1.434.568 0 15.680 133.830 24.937 145 58.264 -11.726 1.538.880 927.236
67.422 0 770 8.830 32 0 5.921 -370 70.763 31.669
285 0 -1 70 0 30 0 2 326 51.906
1.911.439 0 20.707 179.515 31.741 175 68.685 -37.880 2.036.662 1.803.067
65.301 0 1.515 625 802 0 12.840 37.900 93.303 81.297
-59.043 47.006 9 0 -450 4.124 -13.041 0 -3.561 33.039
175 0 0 0 0 0 0 0 175 431
0 4 0 3.380 0 0 0
941 4.325 898
1.116 0 4 0 3.380 0 0 0 4.500 1.329
2.126.177 47.006 22.744 194.663 46.771 4.299 72.169 0 2.360.893 2.800.792

20. Vorräte

in TEUR 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 114.973 120.210
Unfertige Erzeugnisse 86.660 85.056
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 463.370 492.898
Geleistete Anzahlungen 1.023 2.761
Vorräte 666.026 700.925

Paletten werden in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Zugekaufter Ton wird gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 10.895 TEUR (Vorjahr: 10.025 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ist. Zum 31.12.2013 belaufen sich die Buchwerte der auf den Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte auf 62.132 TEUR (Vorjahr: 47.393 TEUR).

21. Forderungen, Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

2013 2012
in TEUR Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
>1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
>1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
202.305 202.305 0 198.328 198.260 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.162 1.162 0 838 838 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 203.467 203.467 0 199.166 199.098 68
Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen 27.760 27.760 0 22.270 22.270 0
Forderungen aus Darlehen 4.584 3.583 1.001 4.464 3.447 1.017
Gewährte Darlehen 32.344 31.343 1.001 26.734 25.717 1.017
Kredite und Forderungen 235.811 234.810 1.001 225.900 224.815 1.085

Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2013 wurden Wertberichtigungen von 2.018 TEUR (Vorjahr: 4.175 TEUR) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr betrugen die Einzelwertberichtigungen 0,9 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gewährten Darlehen sowie weniger als 1 % des gesamten Forderungsbestands und werden daher nicht gesondert angeführt. Verkaufte Forderungen (Factoring) werden in Übereinstimmung mit der entsprechenden Regelung des IAS 39 ausgebucht. Zum Stichtag 31.12.2013 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 85.007 TEUR (Vorjahr: 81.800 TEUR) an Dritte verkauft. Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren aus Darlehensbeziehungen gegenüber at-equity einbezogenen Gesellschaften und sonstigen Beteiligungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 2.185 TEUR (Vorjahr: 1.784 TEUR) wechselmäßig verbrieft.

Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente

2013 2012
Buchwert Marktwert im Eigen
kapital
erfasste
Marktwert
änderung
Ø Effektiv
verzinsung
Buchwert Marktwert im Eigen
kapital
erfasste
Marktwert
änderung
Ø Effektiv
verzinsung
in TEUR in TEUR in TEUR in % in TEUR in TEUR in TEUR in %
Anteile Fonds 7.290 7.290 -98 0,71 7.432 7.432 122 0,69
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 19.470 19.470 262 6,83 21.828 21.828 2.835 6,43
Aktien 6.452 6.452 0 - 6.452 6.452 0 -
Sonstige 11.416 11.416 0 - 1.860 1.860 0 -
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 44.628 44.628 164 37.570 37.570 2.957

Neben den in der Position Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sind die unter dem langfristigen Vermögen ausgewiesenen übrigen Finanzanlagen in Höhe von 944 TEUR (Vorjahr: 1.329 TEUR) ebenfalls dieser Kategorie zuzurechnen, womit deren Gesamtwert 45.572 TEUR (Vorjahr: 38.899 TEUR) beträgt.

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente

2013 2012
in TEUR Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
Derivate aus Cashflow Hedges 9.675 9.675 1.859 1.859
Derivate aus Fair Value Hedges 0 0 6.287 6.287
Sonstige Derivate 4.802 4.802 54 54
Derivate mit positivem Marktwert 14.477 14.477 8.200 8.200

Die in der Bilanz angeführten Buchwerte von Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten von insgesamt 91.449 TEUR (Vorjahr: 72.504 TEUR) verteilen sich somit auf gewährte Darlehen in Höhe von 32.344 TEUR (Vorjahr: 26.734 TEUR), zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente von 44.628 TEUR (Vorjahr: 37.570 TEUR) sowie Derivate mit positiven Marktwerten von 14.477 TEUR (Vorjahr: 8.200 TEUR).

22. Sonstige Forderungen, geleistete Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen

2013 2012
in TEUR Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
>1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
>1 Jahr
Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert
des Fondsvermögens
61 61 0 0 0 0
Sonstige geleistete Vorauszahlungen 13.093 13.093 0 13.384 13.384 0
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 17.920 17.920 0 18.974 18.974 0
Übrige sonstige Forderungen 66.066 58.393 7.673 52.208 51.457 751
Sonstige Forderungen, geleistete
Vorauszahlungen und Rechnungsabgrenzungen
97.140 89.467 7.673 84.566 83.815 751

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern. Eine Forderung aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von 5.925 TEUR hat eine mittelfristige Restlaufzeit, weshalb sie in der Bilanz im langfristigen Vermögen unter den übrigen Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Forderungen ausgewiesen ist.

23. Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2013 und 2012 ist auf den Seiten 114 und 115 dargestellt.

In der Hauptversammlung vom 14.5.2009 wurde ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50 % des Grundkapitals (von damals 83.947.689 EUR) beschlossen. Hierbei handelte es sich um die Ermächtigung für die Durchführung einer regulären Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage innerhalb von fünf Jahren mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR oder 50 % des Grundkapitals durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen auf Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens, für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).

Weiters wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50 % des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen auf Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien erhöht werden. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen. Die Summe all dieser Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Aktien (50 % des Grundkapitals 2009) beschränkt.

Ebenso wurde der Vorstand von der 140. ordentlichen Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014.

Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.075 Aktien verbleibt nur mehr ein genehmigtes Kapital von 8.394.769 EUR (7 % des derzeitigen Grundkapitals), das durch die Ausgabe von bis zu 8.394.769 neuen auf Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien erhöht werden kann.

Der Vorstand wurde in der 143. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 11.5.2012 ermächtigt im gesetzlichen jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses zum 11.5.2012 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20.5.2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.

Wienerberger weist per 31.12.2013 ein Konzerneigenkapital von 2.254.166 TEUR gegenüber 2.363.684 TEUR im Vorjahr aus. Veränderungen ergaben sich einerseits insbesondere durch die Verminderung der Gewinnrücklagen aufgrund der Zahlung des Hybridkupons und der Dividende und durch negative Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung. Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses wie die Hedging Rücklage, die Bewertung zum Verkauf verfügbarer Finanzinstrumente und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses gemäß IAS 19 (2011) erhöhten das Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern geringfügig um insgesamt 15.874 TEUR.

Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2013 beträgt 117.526.764 EUR und verteilt sich auf 117.526.764 nennwertlose Stückaktien, denen allen die gleichen Rechte zukommen. Alle Aktien sind voll einbezahlt.

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 11.2.2013 den jährlichen Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für die am 9.2.2007 begebene und unter dem Hybridkapital ausgewiesene Hybridanleihe ausbezahlt. Die Hybridanleihe ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,5 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Hybridanleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats EURIBOR +325 bps). Nach IAS 32 handelt es sich somit um ein Eigenkapitalinstrument, weshalb die hierfür zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt werden. Die Darstellung hat gemäß IAS 32 nach Steuern zu erfolgen. Nachdem die Wienerberger AG aufgrund von Verlustvorträgen aus Vorperioden eine effektive Steuerquote von 0 % aufweist, beträgt die Ausschüttung nach Steuern 32.500 TEUR. Im Berichtsjahr verminderte sich das Ergebnis je Aktie durch Kuponzinsen um 0,28 EUR.

Die Gewinnrücklagen von insgesamt 803.254 TEUR (Vorjahr: 855.998 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2013 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.

In der Rücklage aus Währungsumrechnung werden alle im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen, wobei die Differenzen von at-equity bilanzierten Unternehmen gesondert ausgewiesen werden. In der Hedging Rücklage werden die im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertänderungen von Sicherungsgeschäften erfasst. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich einerseits um Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftseinheiten (Net Investment Hedges) und andererseits um Sicherungsgeschäfte für Transaktionen in Fremdwährungen (Cashflow Hedges).

"Change of Control"-Klauseln sind in den Vorstandsverträgen, den Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2010, 2011, 2012 und 2013, zur Hybridanleihe 2007 sowie den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2008 und 2012 enthalten.

Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren, wobei First Eagle Investment Management LLC mit Sitz in New York, Dodge & Cox Inc. mit Sitz in San Francisco und Black Creek Investment Management Inc. mit Sitz in Kanada jeweils mehr als 5 % der Anteile an Wienerberger hielten. Die Wienerberger Aktie notiert im Prime Market der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.

24. Rückstellungen

1.1.2013 Währungs
änderungen
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Auflösung Verbrauch Zuführung 31.12.2013
13.255 -113 0 3.686 1.465 5.155 13.146
37.017 -1.303 55 3.091 2.824 4.799 34.653
2.729 -35 0 55 296 757 3.100
53.001 -1.451 55 6.832 4.585 10.711 50.899
7.032 0 0 3.792 144 459 3.555
73.586 -384 0 23.381 24.532 28.552 53.841
80.618 -384 0 27.173 24.676 29.011 57.396
133.619 -1.835 55 34.005 29.261 39.722 108.295

25. Leistungen an Arbeitnehmer

Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1.1.2013 Währungs
änderungen
Veränderung
Konsolidie
rungskreis
Auflösung Verbrauch Zuführung 31.12.2013
Rückstellungen für Abfertigungen 24.412 -166 0 2.037 2.945 1.695 20.959
Rückstellungen für Pensionen 101.902 -1.594 0 10.229 19.856 18.156 88.379
Jubiläumsgeldrückstellungen 5.963 -23 0 167 375 1.436 6.834
Personalrückstellungen 132.277 -1.783 0 12.433 23.176 21.287 116.172

Die gesamten Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses belaufen sich auf 109.338 TEUR (Vorjahr: 126.314 TEUR) und lassen sich in Pensionsverpflichtungen von 88.379 TEUR (Vorjahr: 101.902 TEUR) und Abfertigungsverpflichtungen von 20.959 TEUR (Vorjahr: 24.412 TEUR) unterteilen. Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 160 und 161 erläutert.

Hinsichtlich der Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterliegt das Unternehmen unterschiedlichen Risiken. Zusätzlich zu allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko bei Pensionen oder dem Zinsrisiko ist das Unternehmen auch Währungsrisiken und Kapitalmarktrisiken ausgesetzt.

Pensionsverpflichtungen

Bei Wienerberger haben Arbeiter und Angestellte in den Niederlanden, Großbritannien, Skandinavien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen, vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale Inc. (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-)Krankenversicherung. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes leistungssorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa, wobei im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Sammelstiftung das Unternehmen einer faktischen Nachschussverpflichtung unterliegt. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden im Rahmen eines beitragsorientierten Pensionsmodells überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Ebenso wurde durch den Erwerb von Baggeridge im Jahre 2007 ein leistungsorientierter Pensionsplan übernommen. Für Mitarbeiter der Steinzeug-Keramo Gruppe existieren drei leistungsorientierte Pensionsmodelle. Aufgrund der Akquisition der Pipelife Gruppe erhöhten im Jahr 2012 weitere neun leistungsorientierte Pensionspläne die Rückstellung über die Veränderung des Konsolidierungskreises, wobei der irische Plan im Geschäftsjahr aufgelöst wurde, woraus im Wesentlichen die Abgeltungszahlungen resultierten. Somit existieren in der Pipelife Gruppe acht leistungsorientierte Pensionspläne für einzelne Mitglieder des Managements in den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Österreich, Frankreich, Deutschland und Bulgarien.

Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2013 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne, wobei der laufende sowie nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand und die Auswirkungen von Abgeltungen im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen werden.

in TEUR 2013 2012
Beitragsorientierte Pläne
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 13.279 6.585
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 3.900 2.858
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -1.473 -479
Auswirkung von Abgeltungen -2.884 -452
Nettozinsaufwand 3.693 3.292
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 3.236 5.219
Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung 16.515 11.804

Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des Marktwerts des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 9.992 TEUR (Vorjahr: 11.714 TEUR) aus der US-amerikanischen (Alters-)Krankenversicherung. Eine Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgungsleistungen führt zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf Zinsaufwand und leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen.

Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

Brutto-Pensionsverpflichtung Marktwert Planvermögen
in TEUR 2013 2012 2013 2012
Wert per 1.1. 350.242 248.919 248.340 180.653
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 64.699 0 51.162
Währungsänderungen -7.003 268 -5.415 677
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs
ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne
3.900 2.858 0 0
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 12.405 13.049 0 0
Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen 0 0 8.712 9.757
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen -2.884 -452 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 8.094 43.939 14.394 16.080
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -1.473 -479 0 0
Auszahlungen an Rentner -17.523 -15.398 -16.485 -15.398
Einzahlungen von Mitarbeitern 1.785 1.754 1.785 1.754
Abgeltungen -2.500 -8.915 -2.500 -5.213
Einzahlungen vom Arbeitgeber 0 0 7.894 8.868
Wert per 31.12. 345.043 350.242 256.725 248.340
Marktwert Planvermögen -256.725 -248.340
Netto-Pensionsverpflichtungen 88.318 101.902
davon: Pensionsrückstellungen 88.379 101.902
davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des
Fondsvermögens
61 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von Pensionplänen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von
Änderungen der demographischen Annahmen
1.056 2.132
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von
Änderungen der finanziellen Annahmen
7.038 41.807
Abweichung des Ertrages auf das Planvermögen -14.394 -16.080
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) im sonstigen
Gesamtergebnis
-6.300 27.859

Der leistungsorientierte Plan in Irland wurde im Geschäftsjahr 2013 beendet und sämtliche verfügbaren Mittel aus dem Plan im Jänner 2014 an die Mitglieder der Pensionspläne verteilt. Daraus resultierten Abgeltungen in Höhe von 1.839 TEUR sowie Effekte aus Plankürzungen in Höhe von 1.729 TEUR.

Das Planvermögen resultiert hauptsächlich aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA, Großbritannien, der Schweiz und dem niederländischen Plan von Pipelife. Das Planvermögen wird zu 36 % (Vorjahr: 32 %) in Form von Aktien, zu 32 % (Vorjahr: 52 %) in Form von Anleihen und zu 32 % (Vorjahr: 16 %) in Form von sonstigen Vermögenswerten gehalten.

Die Sensitivität der Brutto-Pensionsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.

in TEUR Änderung der Annahme in
Basispunkten (BP)/Jahren (J)
Anstieg
der Annahme
Verringerung
der Annahme
Diskontierungssatz +/-25 BP -12.449 12.888
Gehaltssteigerungen +/-100 BP 4.452 -3.898
Fluktuation +/-100 BP -2.501 976
Lebenserwartung +/-1 J 10.265 -10.244

Im Vorjahr hätte eine Verringerung der Zinssätze um 25 Basispunkte zu einer Erhöhung der Brutto-Pensionsverpflichtung um 14.841 TEUR geführt, während eine Erhöhung der Zinssätze eine Verminderung um 12.937 TEUR zur Folge gehabt hätte.

Für das Geschäftsjahr 2014 werden Beiträge zu den Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 7.507 TEUR erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2013 auf 15 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre).

Abfertigungsverpflichtungen

Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es unter anderem in Frankreich, Italien und Polen.

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand aus leistungsorientierten Abfertigungsverpflichtungen wird im Betriebsergebnis und der Nettozinseffekt im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Abfertigungsverpflichtungen sind in Frankreich durch Planvermögen gedeckt. Dieses wird in Form von Aktien (8 %) und sonstigen Vermögenswerten (92 %) gehalten.

in TEUR 2013 2012
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 1.027 5.581
Auswirkung von Abgeltungen 5 0
Nettozinsaufwand 702 166
Aufwendungen für Abfertigungen 1.734 5.747

Die Zusammensetzung der Abfertigungsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

Brutto-Abfertigungsverpflichtung Marktwert Planvermögen
in TEUR 2013 2012 2013 2012
Wert per 1.1. 24.412 13.353 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 5.891 0 0
Umbuchungen 464 0 1.971 0
Währungsänderungen -166 33 0 0
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs
ansprüche (service cost) für Abfertigungen
1.027 5.581 0 0
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 702 166 0 0
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen 5 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 642 675 0 0
Auszahlungen -4.156 -1.287 0 0
Wert per 31.12. 22.930 24.412 1.971 0
Marktwert Planvermögen -1.971 0
Netto-Abfertigungsverpflichtungen 20.959 24.412
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von Abfertigungsplänen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von
Änderungen der demographischen Annahmen
-158 -166
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von
Änderungen der finanziellen Annahmen
800 841
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) im sonstigen
Gesamtergebnis
642 675

Die Sensitivität der Brutto-Abfertigungsverpflichtung wurde getestet, indem die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen einzeln unter sonst gleichen Bedingungen verändert wurden. Ein negativer Betrag bedeutet eine Verminderung der Verpflichtung, ein positiver Wert eine Erhöhung.

in TEUR Änderung der Annahme in
Basispunkten (BP)
Anstieg der
Annahme
Verringerung
der Annahme
Diskontierungssatz +/-25 BP -525 546
Gehaltssteigerungen +/-100 BP 2.111 -1.849
Fluktuation +/-100 BP -1.533 1.016

Für das Geschäftsjahr 2014 werden Beiträge zu den Abfertigungsplänen in Höhe von insgesamt 1.081 TEUR erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Abfertigungsverpflichtungen beläuft sich per 31.12.2013 auf 8 Jahre (Vorjahr: 9 Jahre).

26. Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern per 31.12.2013 und 31.12.2012 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

2013 2012
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielles Anlagevermögen 7.440 -54.275 5.716 -66.457
Sachanlagen 11.055 -114.097 11.102 -123.223
Vorräte 2.743 -6.683 3.356 -4.704
Forderungen 10.437 -9.208 14.315 -15.262
Geleistete Vorauszahlungen 62.112 -57 57.347 -64
93.787 -184.320 91.836 -209.710
Unversteuerte Rücklagen 1.378 -21.067 1.626 -20.982
Rückstellungen 27.002 -3.251 34.102 -9.412
Verbindlichkeiten 8.325 -2.950 15.038 -3.375
Erhaltene Vorauszahlungen 473 -32 888 -518
37.178 -27.300 51.654 -34.287
Steuerliche Verlustvorträge 226.313 224.780
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 357.278 -211.620 368.270 -243.997
Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern -203.005 -190.605
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen gegenüber
der selben Steuerbehörde -107.640 107.640 -138.175 138.175
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 46.633 -103.980 39.490 -105.822

Im Konzern wurden für abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 699.552 TEUR (Vorjahr: 671.800 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist. Das entspricht einer aktiven Latenz in Höhe von 203.005 TEUR (Vorjahr: 190.605 TEUR).

Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile an Tochtergesellschaften überschreiten mit 615.947 TEUR (Vorjahr: 538.337 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.

27. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt prinzipiell zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortized cost). Eine Ausnahme bilden Derivate mit negativen Marktwerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2013
in TEUR
Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
1-5 Jahre
Restlaufzeit
>5 Jahre
davon dinglich
besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.126.809 290.688 488.443 347.678 1.543
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 13 13 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber
Konzernunternehmen
196 196 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 1.127.018 290.897 488.443 347.678 1.543
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
267.318 267.318 0 0 19
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.016 1.016 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.334 268.334 0 0 19
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.392 2.383 9 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 12.359 12.359 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und
Sozialversicherungsträgern
47.725 47.725 0 0 0
Erhaltene Vorauszahlungen 12.716 8.860 1.077 2.779 0
Sonstige Verbindlichkeiten 158.203 153.831 4.332 40 215
Sonstige Verbindlichkeiten 233.395 225.158 5.418 2.819 215
Summe Verbindlichkeiten 1.628.747 784.389 493.861 350.497 1.777
2012
in TEUR
Gesamt Restlaufzeit
<1 Jahr
Restlaufzeit
1-5 Jahre
Restlaufzeit
>5 Jahre
davon dinglich
besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 916.421 57.726 667.192 191.503 4.596
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 193 180 13 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit gegenüber
Konzernunternehmen
156 156 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 916.770 58.062 667.205 191.503 4.596
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
252.848 252.536 312 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
301 301 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 253.149 252.837 312 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.693 2.693 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 14.670 14.670 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und
Sozialversicherungsträgern
57.614 57.390 224 0 0
Erhaltene Vorauszahlungen 14.663 10.374 1.228 3.061 0
Sonstige Verbindlichkeiten 144.770 139.387 5.340 43 0
Sonstige Verbindlichkeiten 234.410 224.514 6.792 3.104 0
Summe Verbindlichkeiten 1.404.329 535.413 674.309 194.607 4.596

In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist eine Verkaufsoption in Höhe von 2.251 TEUR (Vorjahr: 13.315 TEUR) enthalten, durch deren Ausübung nicht beherrschende Anteile an Konzerngesellschaften an Wienerberger übertragen werden können (siehe Anmerkung 31. Angaben zu Finanzinstrumenten).

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 50.856 TEUR (Vorjahr: 49.771 TEUR) gegenüber Mitarbeitern und mit 56.733 TEUR (Vorjahr: 53.772 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden. Die erhaltenen Vorauszahlungen beinhalten 2.334 TEUR (Vorjahr: 3.701 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern sind Steuerschulden in Höhe von 38.258 TEUR (Vorjahr: 36.649 TEUR) ausgewiesen.

Unter den Finanzverbindlichkeiten sind folgende Derivate mit negativen Marktwerten enthalten:

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente

in TEUR 2013 2012
Derivate aus Cashflow Hedges 9.776 12.350
Derivate aus Fair Value Hedges 0 864
Sonstige Derivate 190 5.031
Derivate mit negativem Marktwert 9.966 18.245

Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen somit 1.616.530 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (financial liabilities at amortized cost), 2.251 TEUR auf Verbindlichkeiten, die zum Marktwert bewertet werden, 9.776 TEUR auf Derivate in Hedge-Beziehungen und 190 TEUR auf sonstige Derivate.

Die aus den Verbindlichkeiten resultierenden erwarteten Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

Analyse der vertraglichen Cashflows

Gesamt <6 Monate 6-12 Monate 1-2 Jahre 2-5 Jahre >5 Jahre
-986.411 -11.967 -271.444 -227.250 -151.750 -324.000
-240.761 -4.968 -10.653 -141.215 -57.130 -26.795
-8.092 -187 -7.181 -445 -279 0
-1.235.264 -17.122 -289.278 -368.910 -209.159 -350.795
7.222 -671 1.968 1.476 4.449 0
-3.697 6.254 3.261 -10.902 -2.310 0
3.525 5.583 5.229 -9.426 2.139 0
-1.231.739 -11.539 -284.049 -378.336 -207.020 -350.795

Analyse der vertraglichen Cashflows

Gesamt <6 Monate 6-12 Monate 1-2 Jahre 2-5 Jahre >5 Jahre
-635.876 0 -27.438 -277.438 -225.750 -105.250
-12.000 -12.000 0 0 0 0
-324.379 -16.905 -10.814 -5.594 -237.714 -53.352
-26.645 -113 -118 -20.296 -5.845 -273
-998.900 -29.018 -38.370 -303.328 -469.309 -158.875
-183 -56 -31 -50 -46 0
-14.485 -5.340 -455 -253 -8.437 0
-14.668 -5.396 -486 -303 -8.483 0
-1.013.568 -34.414 -38.856 -303.631 -477.792 -158.875

28. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:

in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Bürgschaften 49 49
Garantien 23.247 16.889
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 2.947 2.313
Haftungsverhältnisse 26.243 19.251

Bei allen unter den Eventualschulden ausgewiesenen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist.

29. Finanzinstrumente

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2013
Zinssatz
effektiv
2013 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 125.990 138.898 126.396 5,62
Kontokorrent TRY 500 200 169 5,25
Vorlagen EUR 1.269 1.269 1.269 -
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung
140.367
127.834
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2012
Zinssatz
effektiv
2012 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 132.906 147.247 128.064 5,63
Kontokorrent TRY 617 261 261 11,50
Vorlagen EUR 10.000 1.018 1.010 3,95
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung 148.526 129.335
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2013
Zinssatz
effektiv
2013 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 109.002 114.012 109.005 2,28
114.012 109.005
Kontokorrent EUR 149 148 149 0,41
HRK 13.907 1.808 1.823 3,97
1.956 1.972
Vorlagen EUR 5.849 5.863 5.858 0,70
CAD 182 124 124 -
HRK 201 26 26 -
USD 920 668 668 -
Diverse 32 1 1 -
6.682 6.677
Derivate EUR 9.963 9.963 9.963 -
Diverse 13 3 3 -
9.966 9.966
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung
132.616
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2012
Zinssatz
effektiv
2012 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 146.090 154.846 146.108 1,91
CZK 83.000 3.303 3.300 1,64
GBP 1.500 1.839 1.838 1,80
HUF 1.300.000 4.435 4.447 7,05
SEK 40.000 4.662 4.661 2,63
USD 5.000 3.793 3.790 1,53
172.878 164.144
Kontokorrent EUR 3.726 3.736 3.726 3,23
CZK 10.121 403 402 1,28
HRK 14.572 1.933 1.928 4,25
RON 1.416 318 319 9,30
RSD 44.118 385 393 11,95
TRY 9.157 3.863 3.888 6,60
Diverse 201 201 -
10.839 10.857
Vorlagen EUR 1.874 1.874 1.842 0,16
HRK 201 27 27 -
USD 1.152 873 873 -
2.774 2.742
Derivate EUR 13.245 13.245 13.245 -
13.245 13.245
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung
199.736
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2013
Zinssatz
effektiv
2013 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Anleihen – fix verzinst EUR 844.300 863.582 838.933 4,64
EUR 20.970 20.970 20.970 -
Darlehen – fix verzinst EUR 505 511 505 2,00
USD 296 201 214 -
Vorlagen – fix verzinst EUR 5.818 5.933 5.820 4,00
TRY 7.880 2.662 2.662 -
Darlehen – variabel verzinst GBP 1.877 2.251 2.251 -
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 896.110 871.355
Währung Nominale Marktwert Buchwert
zum 31.12.2012
Zinssatz
effektiv
2012 in Tsd. Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Anleihen – fix verzinst EUR 550.000 571.946 546.705 4,61
EUR 12.625 12.625 12.625 -
Darlehen – fix verzinst EUR 6.187 6.773 6.187 3,69
USD 370 268 280 -
Commercial Papers – fix verzinst EUR 11.982 11.982 11.986 0,59
Darlehen – variabel verzinst GBP 10.866 13.315 13.315 -
Derivative Verbindlichkeit EUR 5.000 5.000 5.000 -
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 621.909 596.098

Am 11. April 2013 wurde die Emission einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 300.000 TEUR und einer Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen. Sie liegt in einer Stückelung von 1.000 EUR auf und ist mit einem fixen Kupon von 4,00 % verzinst. Die Begebung der Anleihe dient der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung des operativen Geschäfts und der Verbesserung der Liquiditätsposition. Die Anleihen werden entsprechend ihrer Restlaufzeit unter den langfristigen bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die mit den Anleihen direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 9.411 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Die Unterschiedsbeträge werden über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand ausgewiesen. In den Buchwerten der Anleihen sind Stückzinsen in der Höhe von 20.970 TEUR enthalten.

Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Art der Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 168 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.

30. Derivative Finanzinstrumente

Der Marktwert für derivative Finanzinstrumente entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner, berücksichtigt. Diese Bewertungsparameter sind am Markt beobachtbar und allen relevanten Marktteilnehmern zugänglich.

2013 2012
Währung Nominalbetrag Marktwert Währung Nominalbetrag Marktwert
31.12.2013
in Tsd.
Landeswährung
31.12.2013
in TEUR
31.12.2012
in Tsd.
Landeswährung
31.12.2012
in TEUR
Devisentermingeschäfte EUR 28.632 137 EUR 28.997 -28
CAD 0 0 CAD 3.000 30
CHF 0 0 CHF 3.000 -3
CZK 60.000 -12 CZK 60.000 -9
DKK 10.000 -2 DKK 6.000 -1
GBP 34.128 -506 GBP 13.757 113
HUF 1.914.912 -27 HUF 100.000 1
PLN 6.274 -3 PLN 8.101 -19
SEK 12.510 0 SEK 6.287 -4
TRY 0 0 TRY 19.693 -808
USD 12.000 -17 USD 0 0
Zinsswaps EUR 73.000 4.326 EUR 77.000 5.656
Cross Currency Swaps CAD/EUR 40.000 2.498 CAD/EUR 42.500 -556
CHF/EUR 75.000 -9.043 CHF/EUR 75.000 -10.430
CZK/EUR 800.000 2.058 CZK/EUR 745.000 -379
DKK/EUR 108.000 0 DKK/EUR 108.000 -50
GBP/EUR 58.000 1.284 GBP/EUR 10.000 24
PLN/EUR 52.350 508 PLN/EUR 72.750 246
USD/EUR 80.000 3.311 USD/EUR 60.000 1.172
Derivative Verbindlichkeit EUR/EUR 0 0 EUR 5.000 -5.000
4.511 -10.045

31. Angaben zu Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente werden in drei Ebenen klassifiziert, welche die Bewertungssicherheit widerspiegeln. Wienerberger verwendet folgende Hierarchiestufen, um Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, einer Bewertungsmethode zuzuordnen:

  • Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen für ein spezifisches Finanzinstrument
  • Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die ausschließlich auf solchen Bewertungsparametern basieren, die am Markt beobachtbar sind
  • Stufe 3: Bewertung anhand von Modellen mit signifikanten Bewertungsparametern, die nicht am Markt beobachtbar sind

Finanzinstrumente, die in der Wienerberger Gruppe regelmäßig zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden, werden größtenteils der Stufe 1 (Anteile Fonds, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, siehe Angabe 21) oder Stufe 2 (sonstige zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente, siehe Angabe 30) zugerechnet. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen vorgenommen.

Folgende Tabelle stellt alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert
zum
31.12.2013
7.290 7.290
19.470 19.470
6.452 6.452
1.381 10.035 11.416
34.593 10.035 44.628
9.675 9.675
4.802 4.802
14.477 14.477
9.776 9.776
190 190
9.966 9.966
2.251 2.251

Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs im Jahr 2008 wurde den Verkäufern der erworbenen Sandtoft Ltd. eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Wienerberger übertragen werden können. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis des budgetierten EBITDAs und des vereinbarten Multiplikationsfaktors ermittelt und mit dem landesspezifischen WACC für Großbritannien (6,58 %) abgezinst und ist somit in der Bewertungshierarchie der Stufe 3 zuzuordnen. Nach einer partiellen Ausübung der Verkaufsoption durch den Verkäufer wurde die Verbindlichkeit um 8.094 TEUR auf 2.251 TEUR reduziert. In den Umgliederungen werden Bewertungseffekte dargestellt, die gemäß den Übergangsbestimmungen von IFRS 3 (2008) als Anpassung der Eröffnungsbilanz und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Wienerberger geht von einer Ausübung der Option im Jahr 2014 aus, weshalb der Ausweis unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die der Stufe 3 zuzuordnen sind, ist in folgender Tabelle dargestellt:

in TEUR 2013
Stand 31.12.2012 13.315
Zugänge 0
Bewertungsergebnis 0
Abgänge -8.094
Umgliederungen -2.970
Stand 31.12.2013 2.251

Verbindlichkeiten werden bei Wienerberger grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Anleihen anhand von Marktpreisen (Stufe 1), während der Zeitwert von Darlehen in einem kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren hergeleitet wird und der Stufe 2 zuzuordnen ist.

in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert
zum
31.12.2013
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 263.017 245.488
Anleihen 884.552 859.903
Darlehen 712 719
Vorlagen 8.595 8.482
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 884.552 9.307 869.104

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Umsatzerlöse: Erträge aus Lieferungen und Leistungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Weiters müssen die Höhe der Umsatzerlöse und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die Darstellung der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich von Rabatten, Skonti und Boni.

Herstellkosten: Die Kosten der verkauften Produkte (Umsatzkosten) beinhalten direkt zurechenbare Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten der Produktionsanlagen. Weitere Bestandteile der Herstellkosten bilden aufgrund einer Unterauslastung der Anlagen nicht aktivierbare Produktionsfixkosten, Abwertungen von Vorräten sowie die Anschaffungskosten verkaufter Handelswaren.

Fertigungsaufträge: Ist das Ergebnis von Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden Auftragserlöse und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst (percentage of completion method). Fertigungsaufträge bestehen im Bereich der Rohraktivitäten bei der Produktion von LLLD (long length large diameter) Rohren von Pipelife. Der Fertigstellungsgrad wird anhand der produzierten Menge an Tonnen ermittelt. Zeichnet sich eine Kostenüberschreitung eines Auftrages über vereinbarte Erlöse ab, so ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Zuschüsse der öffentlichen Hand: Wienerberger passiviert Zuschüsse der öffentlichen Hand zu ihren beizulegenden Zeitwerten und weist deren periodenkonforme Auflösung unter den sonstigen Erträgen aus, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass alle Bedingungen erfüllt sind, die zum Erhalt der Zuwendungen berechtigen.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen und dem vorgesehenen Anteil für Hybridkapitalbesitzer durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird.

Immaterielles Anlagevermögen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, mit deren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlichen Werthaltigkeitstests unterzogen.

Firmenwerte: Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, werden gemäß IFRS 3 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal im Jahr auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht.

Sachanlagevermögen: Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Bei selbst erstellten Anlagen werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs, aktiviert. Während der Bauphase von qualifizierten Gegenständen des Anlagevermögens werden gemäß IAS 23 die anfallenden Fremdkapitalkosten unter den Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beinhalten bei Wienerberger auch Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel in der jeweiligen Kategorie des Anlagevermögens aktiviert.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen, die in Komponenten aufgeteilt werden (Komponenten-Ansatz). Dafür werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern angesetzt:

Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) 40 Jahre Sonstige Maschinen 5 – 15 Jahre
Verwaltungs- und Wohngebäude 40 – 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10 Jahre
Gebäudeinfrastruktur 15 – 30 Jahre Kundenstamm 5 – 15 Jahre
Öfen und Trockner 8 – 20 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 3 – 10 Jahre

Reparaturkosten, die die geplante Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand verbucht. Die laufende Abschreibung wird ausgesetzt, wenn eine Anlage gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung vorgesehen qualifiziert wird.

Werden Anlagen verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert bzw. ein Abwertungsbedarf unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, sofern es sich um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.

Gemietete Sachanlagen, die aus einer wirtschaftlichen Betrachtung als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leasingverhältnisse) zu jenen Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten: Gemäß IAS 36 werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, regelmäßig auf einen möglichen Wertminderungsbedarf hin untersucht. Diese Überprüfung folgt dem Grundsatz der Einzelbewertung, sofern dem Vermögenswert Zahlungsmittelzuflüsse zugeordnet werden können. Getestet wird der Buchwert eines Vermögenswerts, indem ihm der erzielbare Betrag gegenübergestellt wird, welcher der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ist. Eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag erfolgt dann, wenn dieser unter dem Buchwert zu liegen kommt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist der Betrag, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts unter Berücksichtigung der Veräußerungskosten erzielt werden würde. Der Nutzungswert wird hingegen in einem kapitalwertorientierten Verfahren als Barwert der Summe zukünftiger Zahlungsmittelzuflüsse aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer können keine unabhängigen Zahlungsmittelzuflüsse zugeordnet werden, weshalb ihre Werthaltigkeit im Verbund einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zumindest einmal im Jahr im Rahmen des Impairment Tests gemäß IAS 36 überprüft wird.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn Gründe für eine Wertminderung von Sachanlagen wegfallen bzw. eine Wiederverwertbarkeit von abgewerteten Sachanlagen gegeben ist. Einmal abgeschriebene Firmenwerte werden unter Beachtung von IAS 36 und IFRIC 10 nicht wieder zugeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme von Grundstücken linear abgeschrieben.

Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Beteiligungen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen, auf die Wienerberger einen maßgeblichen Einfluss ausübt (in der Regel zwischen 20 % und 50 % der Anteile), und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Unter den sonstigen Beteiligungen werden einerseits aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Unternehmen sowie andererseits Beteiligungen ohne maßgeblichen Einfluss zusammengefasst. Sie werden mit Anschaffungskosten angesetzt und lediglich im Falle von dauerhaften Wertminderungen auf ihren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Der Ausweis von Abschreibungen und Zuschreibungen erfolgt im Finanzergebnis.

Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellkosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100 % der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellkosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Emissionszertifikate: Gemäß IAS 20 und IAS 38 bewertet Wienerberger jene Emissionszertifikate, die aufgrund der EU-Emissionshandelsrichtlinien RL 2003/87/EG und RL 2009/29/EG gratis zugeteilt wurden, mit Anschaffungskosten von null. Übersteigen die Emissionen die gratis zugeteilten Zertifikate, so erfolgt die Bewertung der fehlenden Zertifikate mit deren Marktwert am Bilanzstichtag. Entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag bilanziert.

Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. IAS 39 unterscheidet die Kategorien Kredite und Forderungen (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (held to maturity), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit or loss), die sich wiederum aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (financial assets/liabilities held for trading) und aus Finanzinstrumenten, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (designated as at fair value through profit or loss upon initial recognition), zusammensetzen.

Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Erhalt von Cashflows daraus erloschen sind.

Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, wobei erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Langfristige zinsenlose oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Wienerberger verfügt über keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen aktiven Finanzinstrumente.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet, wobei aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste erfolgswirksam zu erfassen sind. Wienerberger hält keine originären Finanzinstrumente zu Handelszwecken.

Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Die von Wienerberger gehaltenen originären Finanzinstrumente, die weder den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten noch den Krediten und Forderungen zuzurechnen sind, werden somit als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfasst. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Veranlagungen in Form von Fondsanteilen, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften und Aktien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei aus der Änderung der beizulegenden Zeitwerte resultierende Gewinne und Verluste bis zu deren Abgang erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Davon ausgenommen sind Abschreibungen im Falle von wesentlichen und dauerhaften Wertminderungen, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich für börsennotierte Wertpapiere aus den Börsenkursen, wohingegen nicht börsennotierte finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von etwaigen Marktwertänderungen bewertet werden. In der Periode des Abgangs werden die bislang im sonstigen Gesamtergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente: Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsen. Fremdwährungstermingeschäfte werden zur Absicherung von Transaktionsrisiken und Zinsswaps zur Optimierung des fix bzw. variabel verzinsten Teils der finanziellen Verbindlichkeiten verwendet. Zins-Währungsswaps dienen der Absicherung von Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss gemäß IFRS 13 zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallsrisikos bewertet. Für börsennotierte Finanzinstrumente werden dazu die aktuellen Kurse herangezogen; für nicht börsennotierte Zinsinstrumente werden die beizulegenden Zeitwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Gemäß IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente, die sich nicht in einer Hedge-Beziehung befinden, der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (held for trading) zugerechnet. Bei Derivaten in Hedge-Beziehungen werden nur jene, die nicht Teil effektiver Sicherungsstrategien sind, erfolgswirksam bewertet (ineffektive Anteile); der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis.

Wienerberger wendet die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften gemäß IAS 39 zur Absicherung von Bilanzposten (Translationsrisiko) sowie zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Transaktionsrisiko) an. Als Cashflow Hedge wird die Absicherung gegen Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bezeichnet. Die Marktbewertung der effektiven Sicherungsinstrumente erfolgt erfolgsneutral in der Hedging Reserve. Nicht effektive Anteile werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Ebenso erfolgt die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgsneutral, wobei alle Wertänderungen des effektiven Anteils des eingesetzten Sicherungsinstruments unter der Hedging Reserve wie auch das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition im sonstigen Gesamtergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts (Fair Value Hedge) hingegen erfolgt eine erfolgswirksame Anpassung der Zeitwerte des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats unter der ebenso erfolgswirksamen Anpassung des Grundgeschäfts um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn und Verlust (Basis Adjustment).

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte: Wienerberger verfügt über nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Bauten, deren Nutzenzufluss über einen Verkauf geplant ist. Gemäß IFRS 5 müssen langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden, dann in das kurzfristige Vermögen umgegliedert werden, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind, wobei deren Veräußerung innerhalb eines Jahres höchstwahrscheinlich abgeschlossen sein muss. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erfolgt der Ausweis innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte, wobei die Bewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfolgt. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.

Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, erhaltene Schecks, Sichtguthaben, kurzfristig realisierbare Veranlagungen sowie Termineinlagen bei Finanzinstitutionen mit einer Fristigkeit bis zu drei Monaten.

Rückstellungen für Pensionen: In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution Plan) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Die Beitragszahlungen, die vom Arbeitgeber getragen werden, werden im Pensionsaufwand erfasst. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen (Defined Benefit Plan) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Renten- und Gehaltssteigerungen Berücksichtigung. Die Pensionsrückstellungen werden von unabhängigen Versicherungsmathematikern kalkuliert. Diesen Berechnungen liegen die folgenden Parameter zugrunde:

2013 2012
Diskontierungssatz 2,0 % - 4,9 % 2,2 % - 4,7 %
Erwartete Gehaltssteigerungen 1,0 % - 4,0 % 1,0 % - 4,2 %
Erwartete Rentensteigerungen 0,4 % - 3,2 % 1,5 % - 3,0 %
Durchschnittliche Fluktuationsraten 1,5 % - 6,5 % 1,5 % - 6,5 %
Sterbetafeln
Österreich AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P
Deutschland Heubeck 2005 G Heubeck 2005 G
Schweiz BVG 2010 GT BVG 2010 GT
USA RP-2000 Generational BB 2013 Static Ann/Non-Ann
Großbritannien 105% of SAPS Normal Tables
with allowance (CMI 2011)
105% of SAPS Normal Tables
with allowance (CMI 2011)
Belgien MR-3/FR-3 MR-3/FR-3
Frankreich THTF 00-02 THTF 00-02
Niederlanden AG Prognosetafel 2010-2062 AG Prognosetafel 2010-2062

Der landesspezifische Diskontierungssatz basiert auf der durchschnittlichen Verzinsung von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen mit einer Laufzeit, die der durchschnittlichen Fälligkeit der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern entspricht.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Planvermögen saldiert, welches für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der latenten Steuer gemäß IAS 19 im Jahr des Entstehens im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Zinskomponente der Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wird gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Aufwendungen der Dotierung der Pensionsrückstellung werden den unterschiedlichen Funktionsbereichen zugeordnet.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter im Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Rückstellungen für Abfertigungen: Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es unter anderem in Frankreich, Italien oder Polen. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der landesspezifische Diskontierungssatz basiert auf derselben Zinskurve, die für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen herangezogen wird. Den Berechnungen liegt ein Zinssatz von 2,0 % bis 4,7 %, eine erwartete Einkommensentwicklung von 1,7 % bis 5,1 % sowie durchschnittliche Fluktuationen von 0,5 % bis 7,9 % zugrunde.

Für österreichische Arbeitnehmer, deren Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 begann, bezahlt der Arbeitgeber einen monatlichen Betrag von 1,53 % des Bruttoentgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse ein. Hierbei handelt es sich gemäß IAS 19 um einen beitragsorientierten Plan, die Zahlungen des Arbeitgebers werden im Abfertigungsaufwand erfasst.

Rückstellungen für Rekultivierungen: Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 passiviert. Die der Rekultivierungsverpflichtung zugrunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Langfristige Rückstellungen, deren Erfüllung nach einem Zeitraum von 12 Monaten zu erwarten ist, werden abgezinst und mit ihrem Barwert bilanziert.

Rückstellungen für Garantien: Wienerberger gewährt insbesondere für Produktlösungen aus Ton Herstellergarantien, die zum Ansatz von Garantierückstellungen in der Bilanz führen. Für die Berechnung der Garantierückstellung werden einerseits Einzelrisiken bewertet und andererseits ein Gesamtrisiko auf Basis von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit berechnet. Eingetretene Schadensfälle werden dafür evaluiert und die Höhe potentieller Verpflichtungen mittels stochastischer Methoden abgeleitet.

Sonstige Rückstellungen: Sonstige gegenwärtige Verpflichtungen, die aus einem vergangenem Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen, jedoch hinsichtlich ihrer Fälligkeit oder Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 zu Vollkosten passiviert und als Rückstellung ausgewiesen.

Latente Steuern: In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz sowie Verlustvorträge, soweit deren künftige Nutzung wahrscheinlich ist, in die Berechnung der latenten Steuern einbezogen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Hierzu werden die geplanten operativen Geschäftsergebnisse und die Ergebniswirkung aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen berücksichtigt. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen waren.

Finanzielle Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags (abzüglich Transaktionskosten) erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Eine Bewertung erfolgt daher zum Restbuchwert (at amortized cost). Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wienerberger hat bislang keinen Gebrauch vom Wahlrecht gemacht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Verbindlichkeiten nach IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet einzustufen.

Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen operativen Segmenten bestehen teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung konzerninterner Verrechnungspreise zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen erfolgt die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

32. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese ist für sämtliche Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2013 umgerechnet. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt. Ebenso werden Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen.

Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, schweizer, englischen und aus einzelnen osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe des abzusichernden Teils der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
in EUR 31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
100 Britische Pfund 119,94722 122,53400 117,74957 123,30979
100 Bulgarische Lev 51,12997 51,12997 51,12997 51,12997
100 Dänische Kronen 13,40608 13,40303 13,40856 13,43427
100 Kanadische Dollar 68,16168 76,12088 73,07965 77,85998
100 Kroatische Kuna 13,11217 13,23189 13,19501 13,29481
100 Norwegische Kronen 11,95743 13,60859 12,80949 13,37589
100 Polnische Zloty 24,07144 24,54590 23,82376 23,89029
100 Rumänische Lei 22,36636 22,49972 22,62961 22,42766
100 Russische Rubel 2,20631 2,47957 2,36200 2,50417
100 Schwedische Kronen 11,28783 11,65230 11,55864 11,48782
100 Schweizer Franken 81,45976 82,83632 81,23081 82,96582
100 Tschechische Kronen 3,64604 3,97599 3,84916 3,97590
100 Türkische Lira 33,77808 42,46104 39,47046 43,21446
100 Ungarische Forint 0,33665 0,34211 0,33684 0,34560
100 US-Dollar 72,51106 75,79203 75,29440 77,83166

Risikobericht

Risikopolitische Grundsätze

Die Wienerberger Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind.

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der risikopolitischen Grundsätze, die vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie und die tatsächliche Abwicklung der Sicherungsbeziehungen erfolgt zentral und wird für den gesamten Konzern koordiniert.

Risikosituation und operative Risiken aus Absatzmärkten

Wienerberger operiert als Baustoffhersteller in einer zyklischen Branche und ist von gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen jener Volkswirtschaften abhängig, in denen die Gruppe tätig ist. Dazu zählen insbesondere die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Bauaktivität im Bereich des Wohnbaus und des öffentlichen Bausektors (Infrastruktur) sowie die Renovierungsaktivität. Des Weiteren beeinflussen das Konsumentenvertrauen, die Arbeitslosenrate, das langfristige Zinsniveau und die Verfügbarkeit von Krediten, die Steuergesetzgebung, Bauvorschriften und Wohnbauförderungen sowie andere Faktoren, die außerhalb des Einflusses der Gruppe liegen, die Geschäftsaktivität.

Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten von Wienerberger, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen sowie ungedeckte Kosten in der Produktion zur Folge haben können. Der Anteil fixer Kostenbestandteile an den Gesamtkosten ist in der gesamten Baustoffindustrie und auch bei Wienerberger in Folge der Anlagenintensität hoch, womit aktives Kapazitätsmanagement ein zentrales Element in der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Produktionskapazitäten werden daher laufend analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen den Marktgegebenheiten angepasst.

Die zentral- und osteuropäischen Märkte, darunter Ungarn, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und insbesondere Bulgarien, Rumänien und Russland, betrachtet Wienerberger aufgrund des Nachholbedarfs im Wohnungsneubau langfristig als Wachstumsmärkte. Für die Wienerberger Gruppe können sich Risiken aus einer schwächeren Nachfrage und einem höheren Preisdruck in diesen Wachstumsmärkten ergeben.

Darüber hinaus stehen die Produkte von Wienerberger im Wettbewerb mit anderen Baustoffen wie Beton, Holz, Kalksandstein, Glas, Stahl, Aluminium, wodurch sich ein Substitutionsrisiko ergibt. Mittels unserer starken Position als Qualitätsführer und durch die Entwicklung hochwertiger Produkte zielen wir darauf ab, dieses Risiko zu minimieren. Diese Weiterentwicklungen beziehen sich vor allem auf Verbesserungen der bauphysikalischen Eigenschaften sowie der Wirtschaftlichkeit.

Die Baustoffindustrie ist saisonalen Schwankungen unterworfen, wobei die abgesetzten Mengen in der Zeit von April bis Oktober deutlich über denen des restlichen Jahres liegen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie jene der gesamten Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab, mit dem Effekt, dass lange Frost- und Regenperioden durch geringe Bauaktivitäten einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage haben.

Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft, zu welchem Ziegel für Wand, Dach und Fassade sowie Flächenbefestigungen und Rohrsysteme zählen. Wienerberger versteht sich somit als Anbieter für Baustofflösungen im Hausbau und im Bereich der Infrastruktur. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Erreichte Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unseres wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Preisstrategie zwingen können.

Wienerberger verfolgt als multinationaler Konzern Geschäftsaktivitäten in Ländern, die sich in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung befinden. Somit können sich Risiken aus unvorteilhaften Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Risiken aus Änderungen der Steuergesetzgebung in den betroffenen Märkten, Risiken aus einer Änderung der Besteuerung von Energieträgern, Risiken aus einer Änderung des Arbeitsrechts, Risiken aus der Koordination der internationalen Aktivitäten durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie die Begrenzung der Möglichkeit einer Repatriierung von Gewinnen und Risiken durch die Verschärfung von gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Nutzung von Rohstoffen, Produktstandards oder -haftungsvorschriften sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe haben. In den Wachstumsmärkten Russland und Indien besteht zudem das Risiko der Enteignung von Produktionsanlagen ohne die Gewährung einer angemessenen Entschädigung. Weiters bestehen vor allem in diesen Märkten mögliche Steuerrisiken sowohl aus einer Änderung der Steuergesetzgebung als auch der Auslegungspraxis von geltendem Steuerrecht, die von Wienerberger aus momentaner Sicht weder nach Eintrittswahrscheinlichkeit noch nach Ausmaß quantifiziert werden können.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches und koordiniertes Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichenden Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Wienerberger verfügt über ein modernes und effizientes Werksnetz, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder technisch bedingten längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge abgesichert.

Die Energiekosten, die beim Brennen von Ziegeln anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten von Wienerberger aus. Im Jahr 2013 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 278.158 TEUR (Vorjahr: 284.526 TEUR) oder 10,4 % (Vorjahr: 12,1 %) des Umsatzes. Diese Kosten verteilen sich zu 61 % auf Erdgas, zu 31 % auf Strom und zu 8 % auf Sonstiges. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen unterworfen.

Wienerberger versucht daher, das Risiko aus Energiepreisschwankungen in liberalisierten Märkten (insgesamt 80 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren oder mit nationalen und internationalen Versorgern entweder Fixpreisverträge oder Verträge, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl) gebundene Formeln erfolgt, abzuschließen. Die Preise sind zum Teil langfristig fixiert. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert, und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt.

Wienerberger hat im Jahr 2011 für ihre europäischen Ziegelaktivitäten den Carbon Leakage Status erhalten, weshalb von einer ausreichenden Zuteilung von CO2-Zertifikaten in Höhe der Emission ausgegangen werden kann. Im Jahr 2014 erfolgt eine erneute Beurteilung des Status.

Neben dem Preisrisiko besteht für Wienerberger ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit Energie, insbesondere mit Erdgas und Elektrizität. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich und kann somit einen negativen Effekt auf das Betriebsergebnis haben, wenn die Nachfrage nicht aus Lagerbeständen gedeckt werden kann.

Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswerts sind neben der laufenden Optimierung (operational excellence) Produktinnovationen sowie interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen sowie der Marktentwicklung abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen für unsere Wachstumsprojekte gerecht werden. Weiters ergeben sich beim Eintritt in neue Märkte Risiken hinsichtlich Wettbewerb, Planungssicherheit, Einschätzung der politischen Lage und eines erfolgreichen, gewinnbringenden Organisationsaufbaus. Neue Projekte werden vor dem Start deshalb einer umfassenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen.

Finanzielle Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Alle Absicherungen aus Cashflow Hedges und Absicherungen der Investitionen in ausländische Teilbetriebe werden gemäß IAS 39.88 als in hohem Maße wirksam hinsichtlich der Erreichung der Kompensation der abgesicherten Risiken im Rahmen der Risikomanagementziele eingeschätzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von Wienerberger sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Managements der Wienerberger AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beibehaltung des derzeitigen Ratings. Diese Covenants sehen vor, dass eine Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA operativ) von 3,5 Jahren nicht überschritten werden darf, wobei diese am 31.12.2013 bei 2,0 Jahren lag. Weiters erreichte der EBITDA Zinsdeckungsgrad (EBITDA operativ / Nettozinsergebnis) im Berichtsjahr einen Wert von 4,8, womit er deutlich den seit 2011 vereinbarten Mindestwert von 3,75 übertraf. Ein Teil des Ergebnisses fällt für Zinsen an und steht somit nicht anderweitig zur Verfügung. Sollte sich das Rating der Gruppe verschlechtern oder Covenants nicht eingehalten werden, können die zu zahlenden Zinsen durch höhere Kreditrisikozuschläge steigen und höhere Finanzierungskosten sowie geringere Cashflows nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants können auch zur Fälligstellung von Krediten führen.

Währungsrisiken

Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Wienerberger Gruppe wird von Tochterunternehmen erwirtschaftet, die ihren Sitz nicht in der Eurozone haben. Im Berichtsjahr erzielte Wienerberger 46 % der Umsätze in Fremdwährung, hauptsächlich in osteuropäischen Währungen (19 %) und dem US-Dollar (8 %). Zahlungswirksame Währungsrisiken sind durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäfts unwesentlich. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich im Wesentlichen nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert.

Aufgrund der dezentralen Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögenswerte in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden und somit eine natürliche Absicherung vorliegt. Die Expositionen von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Währungsrisiken sind in Anmerkung 29 dargestellt.

Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren jedoch Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum ansässigen Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.

Die Risikostrategie von Wienerberger sieht vor, das Translationsrisiko aus den Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften teilweise zu besichern. Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed, welches unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist, nach Währungen dargestellt.

2013 2012
Umsatz in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 1.439,7 54 1.327,0 56
Osteuropäische Währungen 506,0 19 438,4 19
US-Dollar 199,1 8 164,3 7
Sonstige 518,1 19 425,8 18
Konzernumsatz 2.662,9 100 2.355,5 100
2013 2012
Capital Employed in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 1.691,1 61 1.640,5 56
Osteuropäische Währungen 523,2 19 575,4 20
US-Dollar 314,0 11 358,6 12
Sonstige 239,3 9 356,7 12
Capital Employed nach Hedging-Effekt 2.767,6 100 2.931,3 100

Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Im Rahmen dieser Darstellung wird eine Jahresvolatilität des betreffenden Wechselkurses gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag als Änderung angenommen. Eine Aufwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am Jahresabschlussstichtag um eine Jahresvolatilität, berechnet auf Basis der täglichen Kursänderung der betreffenden Währung gegenüber dem Euro, hätte eine Verminderung des Eigenkapitals um 85,1 MEUR (Vorjahr: 90,4 MEUR) und ein um 1,5 MEUR (Vorjahr: 1,4 MEUR) geringeres Ergebnis nach Steuern zur Folge gehabt. Eine Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen hätte zu einer betragsmäßig gleichen Erhöhung des Eigenkapitals und Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern geführt.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem jeweils relevanten Wert (Minimum oder Maximum) der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Art der Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben hätte eine Verringerung des Ergebnisses nach Steuern von 0,2 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR) und über diese Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung auch eine Verringerung des Eigenkapitals in gleicher Höhe zur Folge. Eine Senkung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine betragsmäßig gleiche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und des Eigenkapitals bedeutet.

Die Risikopositionen der Wienerberger AG gegenüber Zinsänderungsrisiken aus Verbindlichkeiten mit fixer und variabler Verzinsung sind unten aufgegliedert.

Für die Analyse des Zinsänderungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 151 bis 153) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst ausgewiesen. Zur Abschätzung von Auswirkungen auf Periodenerfolg und Eigenkapital werden Sensitivitätsanalysen für fix verzinste und variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten durchgeführt.

2013 2012
in TEUR Fix verzinst Variabel
verzinst
Fix verzinst Variabel
verzinst
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 996.938 129.871 707.118 209.303
Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten -248.684 248.684 -13.635 13.635
Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) -27.000 27.000 -23.000 23.000
Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt 721.254 405.555 670.483 245.938

Kreditrisiken

Wienerberger hat bei Finanzgeschäften aufgrund interner Finanz- und Treasury-Richtlinien strenge Anforderungen an die Bonität von Finanzpartnern. Da Wienerberger nur mit Finanzpartnern zusammenarbeitet, deren Rating auf eine gute Bonität schließen lässt und Limits pro Kontrahent in Abhängigkeit seiner Bonität vergeben werden, ist das im Rahmen der Anlage liquider Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko begrenzt. Bonitätsrisiken bestehen jedoch grundsätzlich auch für Finanzpartner mit bester Bonität, weshalb die Entwicklungen auf den Finanzmärkten von Wienerberger laufend beobachtet und die Kreditlimits entsprechend angepasst werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen sonstigen Forderungen zeigen zum Bilanzstichtag gegliedert nach Regionen folgende maximale Exposition gegenüber Kreditrisiken:

2013 2012
Kreditrisiko in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Westeuropa 135,2 47 138,3 51
Zentral-Osteuropa 93,3 32 90,3 33
Nordamerika 19,9 7 20,9 8
Sonstige Welt 39,1 14 20,9 8
Kreditrisiko des Konzerns 287,5 100 270,4 100

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen, der in Höhe von 125 MEUR gegen Ausfälle versichert ist, besteht zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Baustoffhändlern und Großkunden, da Produkte kaum an Endverbraucher abgesetzt werden. Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen betragen weniger als 1 % des gesamten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährten Darlehen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen, weshalb eine Aufgliederung der Einzelwertberichtigungen unterbleibt.

Liquiditätsrisiken

Der Erhalt der Liquidität und die Sicherung einer gesunden finanziellen Basis stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie von Wienerberger. Aus diesem Grund wurde die Finanzkraft von Wienerberger durch die Emission einer neuen Anleihe zur Refinanzierung der in 2014 fälligen Finanzverbindlichkeiten gestärkt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen dafür sind die Maximierung des Free Cashflows durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und die Verminderung der Investitionsausgaben auf ein notwendiges Minimum. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen und Maßnahmen zur Verringerung des Working Capitals sowie der zahlungsrelevanten Fixkosten (aktives Kapazitätsmanagement) nur unzureichend oder nur mit Verzögerung umgesetzt werden.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt unter anderem auch über eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung sowie durch eine laufende Analyse der Geldumschlagsdauer (Cash Conversion Cycle), die sich aus dem durchschnittlichen Lieferantenziel, der Lagerdauer von Vorräten und der Forderungsumschlagsdauer errechnet. Im Berichtsjahr betrug die Forderungsumschlagsdauer im Jahresdurchschnitt 34 Tage (Vorjahr: 26), die Vorratsumschlagsdauer 106 Tage (Vorjahr: 111) sowie die Umschlagsdauer der Lieferantenverbindlichkeiten 41 Tage (Vorjahr: 44). Dies führt zu einer Geldumschlagsdauer von 98 Tagen im Jahr 2013 gegenüber 93 Tagen im Vorjahr.

Bezüglich Liquiditätsrisiken aus Verbindlichkeiten wird auf die Analyse der vertraglichen Cashflows auf Seite 149 verwiesen.

Rechtliche Risiken

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.

Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Die in Deutschland per 31.12.2008 gebildete Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe von 10 MEUR wurde im Berichtsjahr in Folge der Einstellung des Verfahrens aufgelöst. Weiters wurde eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.

Im Berichtsjahr hat die Europäische Kommission ein Prüfverfahren eingeleitet, welches feststellen soll, ob die den stromintensiven Unternehmen gewährte Teilbefreiung von einer Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland (sogenannte "EEG-Umlage") mit EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Die Eröffnung des Verfahrens bringt lediglich eine vorläufige Auffassung der Kommission zum Ausdruck und lässt keine Rückschlüsse auf ein mögliches Ergebnis zu. Die deutsche Bundesregierung sieht keinen Verstoß gegen das EU-Beihilferecht, somit schätzt Wienerberger das Rückzahlungsrisiko bereits erhaltener Förderungen als gering ein.

Im Zusammenhang mit Liegenschaftstransaktionen in der Vergangenheit haftet die Wienerberger AG im Falle einer Kontaminierung und daraus entwachsenden Folgeschäden, die in den Zeitraum der Eigentümerschaft fallen.

Andere Risiken

Wienerberger ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen, wodurch Investitionen in die Einhaltung dieser Vorschriften entstehen können. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften birgt für Wienerberger das Risiko der Verhängung von Bußgeldern, von Schadenersatzforderungen sowie das Risiko des Entzugs von Betriebsanlagengenehmigungen. In Italien wurde von den Behörden eine Untersuchung über mögliche Umweltbelastungen durch Wienerberger Standorte eingeleitet, die jedoch bislang zu keinen Ergebnissen geführt hat.

Die Werke der Wienerberger Gruppe leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr, als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen Wienerberger jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten. Risiken aus der Rekultivierung von Tongruben sind Bestandteil des operativen Geschäfts von Wienerberger und werden laufend überwacht.

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert.

Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht wurden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.

Die Wienerberger Gruppe steht auch hinsichtlich ihrer Mitarbeiter in Konkurrenz zum Mitbewerb. Um Nachwuchsführungskräfte auszubilden und an Führungspositionen heranzuführen, hat Wienerberger Programme wie die Vertriebsakademie, den Werksleiterlehrgang und das Ready4Excellence Programm geschaffen. Dadurch sowie durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen versucht Wienerberger, seine Mitarbeiter optimal auszubilden sowie auch zu einem gewissen Ausmaß an das Unternehmen zu binden (weitere Informationen sind im Wienerberger Nachhaltigkeitsbericht enthalten).

Sonstige Angaben

33. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt. Die Geschäftsbeziehungen zu der Unternehmung nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, sind in Anmerkung 10 angeführt, soweit Zahlungen aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind. Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und einem ehemaligen Mitglied des Aufsichtsrats der Wienerberger AG betreffen im Wesentlichen bezogene Tonlieferungen von 88 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR), Mietleistungen von 2.103 TEUR (Vorjahr: 2.354 TEUR) sowie Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markennamen von 2.934 TEUR (Vorjahr: 2.846 TEUR).

Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften) in eingeschränktem Ausmaß. Sie wird durch einen Stiftungsvorstand mit drei Mitgliedern geleitet und verfügt über keinen Beirat. Begünstigte der Stiftung sind die Aktionäre der Wienerberger AG mit ihrem proportionalen Anteilsbesitz. Kein Mitglied des Vorstands der Wienerberger AG hat einen Sitz im Stiftungsvorstand oder in der Geschäftsführung von deren Tochterunternehmen. Wienerberger hat keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Stiftung und keine Verpflichtung, weitere Einlagen in das Vermögen der Stiftung oder deren Tochterunternehmen zu leisten. Nach Beurteilung der Gesamtheit der Leistungsbeziehungen zwischen Wienerberger und der ANC Privatstiftung sowie unter Beachtung von SIC 12 liegt kein konsolidierungspflichtiges Unternehmen im Sinne von IAS 27 vor.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.12.2013 auf 20.403 TEUR (Vorjahr: 15.530 TEUR), jene gegenüber nichtkonsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.344 TEUR (Vorjahr: 6.707 TEUR).

34. Anteilsbasierte Vergütung

Am 11.5.2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristige variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken. Das Modell ist daher einerseits an die Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Die Auszahlung der langfristigen Vergütung (LTI) erfolgt in drei gleich hohen Tranchen, sofern der tatsächlich im Geschäftsjahr 2013 erreichte CFROI in den folgenden zwei Jahren nicht unterschritten wird. Bei den Mitgliedern des Vorstands wird für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen ein Eigeninvestment an Aktien des Unternehmens vorausgesetzt.

Im Berichtsjahr wurde ein LTI Plan über die Vergabe an virtuellen Anteilen an Mitglieder des Vorstands oder des Managements beschlossen, wobei insgesamt 190.000 Stück virtuelle Anteile an Vorstand (Vorstandsvorsitzender: 110.000, Vorstandsmitglied: 80.000) und 164.000 Stück an Mitglieder des Managements gewährt wurden, wofür eine Rückstellung in Höhe von 2.884 TEUR gebildet wurde.

Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 24.2.2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Wien, am 24. Februar 2014

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 24. Februar 2014

Der Vorstand der Wienerberger AG

Heimo Scheuch Willy Van Riet

Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Konzernunternehmen

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger International N.V. Zaltbommel 50.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hennersdorf 5.000.000 EUR 100,00 % VK
Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG Oberndorf 438.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger zRt. Budapest 2.140.000.000 HUF 100,00 % VK
Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. Budapest 3.000.000 HUF 100,00 % OK 1)
Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s. Ceske Budejovice 50.000.000 CZK 100,00 % VK
Cihelna Kinsky, spol. s r.o. Kostelec nad Orlici 2.000.000 CZK 68,80 % VK
Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. Ceske Budejovice 200.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r.o. Ceske Budejovice 50.000.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. Ceske Budejovice 32.100.000 CZK 100,00 % VK
Wienerberger Bohemia cihelny, spol. s r. o. Ceske Budejovice 44.550.000 CZK 100,00 % VK
Silike keramika, spol. s.r.o. Ceske Budejovice 100.000 CZK 50,00 % EQ
Wienerberger slovenské tehelne spol. s r.o. Zlate Moravce 3.319.392 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 374.324.808 PLN 100,00 % VK
Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 40,00 % OK 1)
Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o. Warszawa 29.490.000 PLN 99,81 % VK
Wienerberger Ilovac d.d. Karlovac 8.988.040 HRK 99,92 % VK
Wienerberger Cetera d.d. Karlovac 359.240 HRK 99,71 % VK
IGM Ciglana d.o.o. Petrinja Petrinja 12.756.900 HRK 100,00 % VK
WIENERBERGER Industrija opeke d.o.o. Sarajevo 2.000 KM 100,00 % VK
Wienerberger Opekarna Ormoz d.o.o. Ormoz 951.986 EUR 100,00 % VK
Opekarna Pragersko d.o.o. Pragersko 1.022.743 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Backa d.o.o Mali Idos 651.652 EUR 100,00 % VK
WIENERBERGER Sisteme de Caramizi S.R.L. Bucuresti 39.147.100 RON 100,00 % VK
WZI FINANZ-S.à.r.l. Luxembourg 73.963.917 USD 100,00 % VK
Wienerberger TOV Kyiv 3.000.000 UAH 100,00 % VK
Semmelrock International GmbH Wien 3.000.000 EUR 100,00 % VK
Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Klagenfurt 1.000.000 EUR 100,00 % VK
Semmelrock Stein + Design GmbH Klagenfurt 35.000 EUR 62,50 % VK
Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG Klagenfurt 100.000 EUR 62,50 % VK
Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Semmelrock Stein & Design Kft. Ócsa 983.100.000 HUF 100,00 % VK
SEMMELROCK STEIN + DESIGN Dlazby s.r.o. Sered 3.027.286 EUR 100,00 % VK
Semmelrock Stein & Design d.o.o. Ogulin 22.870.000 HRK 100,00 % VK
Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. Kolbiel 42.070.000 PLN 100,00 % VK
Semmelrock Stein + Design S.R.L. Bolintin-Vale 55.151.300 RON 100,00 % VK
Semmelrock Tlakovci d.o.o. Ormoz 8.763 EUR 100,00 % OK 1)
Semmelrock Stein + Design Dlazby a.s. Ledcice 2.000.000 CZK 100,00 % VK
Semmelrock Stein und Design EOOD Sofia 13.785.500 BGN 100,00 % VK
Wienerberger GmbH Hannover 9.500.000 EUR 100,00 % VK
Schlagmann Beteiligungs GmbH Zeilarn 26.000 EUR 50,00 % OK 1)
Schlagmann Poroton GmbH & Co KG Zeilarn 10.300.000 EUR 50,00 % EQ
Tongruben Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
RM 2964 Vermögensverwaltungs GmbH Hannover 25.000 EUR 100,00 % OK 1)
MR Erwerbs GmbH & Co KG Hannover 100 EUR 100,00 % VK
ZZ Wancor AG Regensdorf 1.000.000 CHF 100,00 % VK
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger S.p.A. Bubano 10.000.000 EUR 100,00 % VK
Fornaci Giuliane S.p.A. Cormons 1.900.000 EUR 30,00 % EQ
Wienerberger NV Kortrijk 47.557.745 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Asset Management NV Zonnebeke 13.240.053 EUR 100,00 % VK
Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100,00 % VK
EUCOSO Sp. z o.o. (in Liquidation) Zlotorya 60.000 PLN 49,00 % EQ
Wienerberger Lanaken NV (in Liquidation) Lanaken-Veldwezelt 7.000.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger B.V. Zaltbommel 36.778.680 EUR 100,00 % VK
Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100,00 % VK
Desimpel AK1 B.V. Zaltbommel 70.000 EUR 100,00 % VK
BrickTrading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
German Brick Trading B.V. Zaltbommel 249.700 EUR 100,00 % VK
Oostergrachstwal Holding B.V. Zaltbommel 45.378 EUR 100,00 % VK
Feikema B.V. Zaltbommel 45.378 EUR 100,00 % VK
Gelsing Oosterhout B.V. Zaltbommel 18.200 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Steenvisie B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
Bos & Vermeer B.V. Zaltbommel 22.689 EUR 100,00 % VK
Aberson B.V. Zwolle 60.000 EUR 100,00 % VK
Steencentrale Neerbosch B.V. Deest 45.400 EUR 100,00 % VK
Leeuwis B.V. Deest 91.210 EUR 100,00 % VK
Steinzentrale Nord Leeuwis GmbH Rellingen 52.500 EUR 100,00 % VK
Straatsbaksteen Nederland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Limited Cheshire 81.120.552 GBP 100,00 % VK
Galileo Brick Limited Cheshire 2.000.000 GBP 100,00 % VK
Chelwood Group Unlimited Cheshire 5.975.506 GBP 100,00 % VK
The Brick Business Limited Cheshire 900.002 GBP 100,00 % VK
Building Trade Products Limited Cheshire 1 GBP 100,00 % VK
Galileo Trustee Limited Cheshire 1 GBP 100,00 % VK
Sandtoft Roof Tiles Limited Sandtoft 11.029 GBP 94,96 % VK
Sandtoft Trading Limited Sandtoft 1.000 GBP 94,96 % VK
WIENERBERGER PARTICIPATIONS SAS Achenheim 36.000.000 EUR 100,00 % VK
WIENERBERGER SAS Achenheim 75.000.000 EUR 100,00 % VK
Briqueterie de Rouffach SAS Rouffach 336.120 EUR 100,00 % VK
Wienerberger A/S Helsinge 107.954.000 DKK 100,00 % VK
Wienerberger AS Lunde 43.546.575 NOK 100,00 % VK
Wienerberger AB Bjärred 17.550.000 SEK 100,00 % VK
General Shale, Inc Johnson City 5.491 USD 100,00 % VK
General Shale Brick, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00 % VK
General Shale Finance S.à.r.l. Luxembourg 12.500 EUR 100,00 % OK 1)
General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00 % VK
General Shale Canada Acquisitions Inc. Halifax 28.500.000 CAD 100,00 % VK
Arriscraft International LP Cambridge 1 CAD 100,00 % VK
General Shale Canada GP Inc. Halifax 1 CAD 100,00 % OK 1)
Wienerberger EOOD Sofia 12.500.000 BGN 100,00 % VK
Uspeh AD Sofia 2.141.220 BGN 99,66 % VK
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
OOO "Wienerberger Kirpitsch" Kiprewo 612.694.577 RUR 81,94 % VK
OOO "Wienerberger Kurkachi" Kurkachi 650.036.080 RUR 81,94 % VK
OOO "Wienerberger Investitions- und Projektmanagement" Kiprewo 356.000 RUR 99,82 % VK
Wienerberger OY AB Helsinki 1.000.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger AS Aseri 1.540.736 EUR 100,00 % VK
UAB Wienerberger Statybine Keramika Sp. Z o.o. Vilnius 10.000 LTL 100,00 % VK
Wienerberger India Private Limited Bangalore 990.000.000 INR 100,00 % VK
PIPELIFE International GmbH Wiener Neudorf 29.000.000 EUR 100,00 % VK 2)
Pipelife Asset Management GmbH Wiener Neudorf 35.000 EUR 100,00 % VK
Pipelife Austria GmbH & Co KG Wiener Neudorf 4.360.370 EUR 100,00 % VK
Pipelife Austria GmbH Wiener Neudorf 36.337 EUR 100,00 % VK
Pipelife Belgium NV Kalmthout 10.890.000 EUR 100,00 % VK
Pipelife Bulgaria EOOD Botevgrad 30.000 BGN 100,00 % VK
Pipelife Czech s r.o. Otrokovice-Kucovaniny 202.971.000 CZK 100,00 % VK
PIPELIFE Deutschland Asset Management GmbH Bad Zwischenahn 26.000 EUR 100,00 % VK
PIPELIFE Deutschland GmbH & Co. KG Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn 5.000 EUR 100,00 % VK
Pipelife Deutschland Verwaltungs-GmbH Bad Zwischenahn Bad Zwischenahn 5.726.469 EUR 100,00 % VK
Pipelife Eesti AS Harjumaa Eesti Vabariik 2.422.400 EUR 100,00 % VK
Pipelife Finland OY Oulu 33.637 EUR 100,00 % VK
Pipelife France SNC Gaillon 19.743.000 EUR 100,00 % VK
Pipelife Hellas S.A. Thiva 24.089.735 EUR 100,00 % VK
Pipelife Hrvatska d.o.o. Sveta Nedelja 47.171.500 HRK 100,00 % VK
Pipelife Hungaria Kft. Debrecen 3.123.520.000 HUF 100,00 % VK
QUALITY PLASTICS HOLDINGS LTD Cork 635.000 EUR 100,00 % VK
PIPELIFE IRELAND LTD Cork 254 EUR 100,00 % VK
Quality Plastics Sales Limited Cork 127 EUR 100,00 % VK
Dromalour Plastics Limited Cork 3 EUR 100,00 % VK
Kenfern Investments Ltd Cork 508 EUR 100,00 % OK 1)
Pipelife UK Ltd Corby 244.001 GBP 100,00 % VK
UAB Pipelife Lietuva Vilnius 1.600.000 LTL 100,00 % VK
Pipelife Latvia SIA Riga 300.000 LVL 100,00 % VK
Pipelife Nederland B.V. Enkhuizen 11.344.505 EUR 100,00 % VK
Pipelife Finance B.V. Enkhuizen 18.000 EUR 100,00 % VK
Pipelife Norge AS Surnadal 50.000.000 NOK 100,00 % VK
Pipelife Polska S.A. Krokowa 112.243.963 PLN 100,00 % VK
Pipelife Romania S.R.L. Bucuresti 7.323.115 RON 100,00 % VK
Pipelife Serbia d.o.o. Beograd 97.355.375 RSD 100,00 % VK
Pipelife RUS LLC Zhukov 359.458.072 RUB 100,00 % VK
Pipelife Hafab AB Haparanda 3.000.000 SEK 100,00 % VK
Pipelife Nordic AB Ölsremma 167.000.000 SEK 100,00 % VK
Pipelife Sverige AB Ljung 3.600.000 SEK 100,00 % VK
Pipelife Slovenija d.o.o. Trzin 843.258 EUR 100,00 % VK
Pipelife Slovakia s r.o. Piestany 6.700 EUR 100,00 % VK
Arili Plastik Sanayii A.S. Pendik/Istanbul 30.590.000 TRY 100,00 % VK
Pipelife Jet Stream, Inc. Siloam Springs 0 USD 100,00 % VK
PJSC Pipelife Ukraine Kyiv 30.000 USD 100,00 % OK 1)
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Tondach Gleinstätten AG Gleinstätten 500.000 EUR 50,00 % EQ 3)
Ziegelwerk Polsterer GmbH Leobersdorf 36.336 EUR 50,00 % 4)
Tondach Slovensko spol. s.r.o. Nitrianske Pravno 14.937.263 EUR 100,00 % 4)
Tondach Slovenija d.o.o. Krizevci pri Ljutomeru 5.195.293 EUR 100,00 % 4)
Potisje Kanjiza d.d. Kanjiza 605.394.000 RSD 100,00 % 4)
Tondach Makedonija d.d. Vinica 349.460.010 MKD 100,00 % 4)
Tondach Bulgaria EOOD Sofia 298.400 BGN 100,00 % 4)
Tondach Ceska republika s.r.o. Hranice 250.100.000 CZK 100,00 % 4)
Tondach Magyarorszag Rt. Csorna 11.683.550.000 HUF 100,00 % 4)
Tondach Romania GmbH Sibiu 58.320.655 RON 100,00 % 4)
Tondach Hrvatska d.d. Bedekovcina 116.715.500 HRK 100,00 % 4)
Tondach Bosna i Hercegovina d.o.o. Sarajevo 200.000 KM 80,00 % 4)
Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH Wien 500.000 ATS 100,00 % VK
WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH Wien 500.000 ATS 100,00 % VK
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 1.000.000 ATS 100,00 % VK
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Tondach Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Finanz Service GmbH Wien 25.435.492 EUR 100,00 % VK
Wienerberger West European Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger ZZ Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
WK Services NV Kortrijk 32.226.158 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00 % OK 1)
Dryfix GmbH Hennersdorf 35.000 EUR 100,00 % VK
Wienerberger Gamma Asset Management GmbH Wien 35.000 EUR 100,00 % VK
Steinzeug-Keramo GmbH Frechen 18.408.000 EUR 100,00 % VK
Steinzeug - Keramo NV Hasselt 9.400.000 EUR 100,00 % VK
Keramo-Wienerberger Immo NV Hasselt 14.068.558 EUR 100,00 % VK
SOCIETA DEL GRES S.p.A. Sorisole 2.000.000 EUR 100,00 % VK
Keramo Steinzeug s.r.o. Ceske Budejovice 40.000.000 CZK 100,00 % OK 1)
Steinzeug - Keramo B.V. Belfeld 2.722.680 EUR 100,00 % VK
Steinzeug - Keramo SARL Pontoise 38.125 EUR 100,00 % VK
Steinzeug-Keramo Sp. z.o.o. Piekary Slaskie 2.000.000 PLN 100,00 % VKE

VK ......Vollkonsolidierung

VKE....Erstmalige Vollkonsolidierung

EQ ......At Equitybewertung

EQE ....Erstmalige At Equitybewertung

OK......keine Konsolidierung

OKE ...keine Konsolidierung (erstmals)

1) untergeordnete Bedeutung

2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe

3) Holdinggesellschaft der Tondach Gruppe

4) Tochtergesellschaft der Tondach Gleinstätten AG

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

KPMG

Wien, am 24. Februar 2014

Wienerberger AG

LAGEBERICHT DER WIENERBERGER AG

Geschäftsverlauf 2013

Die Wienerberger AG ist Muttergesellschaft eines international tätigen Baustoffkonzerns, dessen Geschäftsaktivitäten die Divisionen Clay Building Materials Europe, Pipes & Pavers Europe, North America sowie Holding & Others umfassen. Als Konzernmutter nimmt sie die Aufgaben einer Holdinggesellschaft wahr, worunter insbesondere die strategische Ausrichtung der Wienerberger Gruppe, die Steuerung der Geschäftsbereiche sowie die Corporate Services fallen. Die Organisationsstruktur von Wienerberger sowie Informationen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands der Wienerberger AG sind im Konzernlagebericht erläutert.

Das wirtschaftliche Umfeld in 2013 war geprägt von einem Ende der Rezession in Europa und einer Fortsetzung des Wachstumstrends in den USA, was auch die Börsen beflügelte. Die Mehrzahl der Leitindizes der wichtigsten Finanzplätze in Europa und den USA schlossen das Börsejahr 2013 mit deutlichen Zuwächsen ab. Für eine ausführliche Darstellung des wirtschaftlichen Umfelds und der Baukonjunktur in den für Wienerberger relevanten Märkten wird auf das Kapitel Wirtschaftliches Umfeld und Kapitalmärkte im Konzernlagebericht verwiesen.

Die Umsatzerlöse der Wienerberger AG bestehen hauptsächlich aus den an Tochtergesellschaften verrechneten Lizenzerlösen für die Verwendung von Markenrechten sowie aus Konzernumlagen für zentrale Konzerndienstleistungen (Corporate Services).

Die von der Wienerberger AG im Geschäftsjahr 2013 erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 37,8 Mio. € (Vorjahr: 35,3 Mio. €), wobei es sich vorwiegend um Lizenzerlöse für die Verwendung von Markenrechten sowie Erlöse aus IT- und Engineering-Leistungen handelt, die für Tochterunternehmen erbracht wurden.

Umsatzerlöse 2013 2012
in TEUR in TEUR
Lizenzerlöse 24.424 24.921
Headquarter Umlage 2.781 0
IT Erlöse 7.979 7.586
Engineering Erlöse 1.170 1.494
sonstige Erlöse 1.419 1.316

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich trotz des Umsatzwachstums von -8,4 Mio. € im Vorjahr auf -15,7 Mio. € im Jahr 2013, was im Wesentlichen auf Sondereffekte aus Verkäufen von CO2-Zertifikaten an verbundene Unternehmen im Vorjahr zurückgeht. Die Wienerberger AG nimmt die Funktion einer zentralen Koordinationsstelle für Emissionszertifikate innerhalb der Wienerberger Gruppe wahr.

Der Rückgang im Betriebsergebnis wurde jedoch durch ein besseres Finanzergebnis von 38,9 Mio. € (Vorjahr: 22,1 Mio. €) mehr als ausgeglichen, weshalb das Ergebnis vor Steuern von 13,7 Mio. € im Vorjahr auf 23,2 Mio. € im Jahr 2013 gesteigert werden konnte.

Gewinn- und Verlustrechung 2013 2012
in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 37.773 35.317
Sonstige betriebliche Erträge 4.057 33.458
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -2.546 -1.522
Personalaufwand -27.144 -26.843
Abschreibungen -3.606 -3.359
sonstige betriebliche Aufwendungen -24.245 -45.456
Betriebsergebnis (EBIT) -15.712 -8.405
Finanzergebnis 38.935 22.082
Ergebnis vor Steuern 23.223 13.676
Steuern -5.794 246
Ergebnis nach Steuern 17.429 13.922

Das Finanzergebnis der Wienerberger AG setzt sich, wie für Holdinggesellschaften typisch, vorwiegend aus Beteiligungserträgen, etwaigen Abschreibungen auf Beteiligungen und dem Zinsergebnis zusammen. Im Jahr 2013 beliefen sich die Beteiligungserträge auf 130,1 Mio. €, und die Abschreibungen auf Beteiligungen betrugen 74,7 Mio. €. Der Zinsaufwand der Wienerberger AG stieg aufgrund der Emission einer Anleihe im April des Jahres von 76,8 Mio. € im Vorjahr auf 84,5 Mio. € im Jahr 2013 an.

Während sich im Vorjahr ein Steuerertrag von 0,2 Mio. € ergab, fiel im Jahr 2013 ein Steueraufwand in Höhe von 5,8 Mio. € an. Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Berichtsjahr somit auf 17,4 Mio. € (Vorjahr: 13,9 Mio. €).

Bilanzentwicklung 2013 2012 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Immaterielles Anlagevermögen 4.436 5.766 -1.329
Sachanlagen 21.120 21.117 4
Finanzanlagen 3.839.933 3.557.982 281.951
Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen inklusive
Rechnungsabgrenzungsposten
670.454 535.784 134.670
Wertpapiere und eigene Anteile 22.066 17.074 4.992
Kassa und Bankguthaben 101.231 48.187 53.045
Bilanzsumme 4.659.240 4.185.910 473.331
Eigenkapital 2.313.013 2.309.372 3.641
Unversteuerte Rücklagen 7.479 7.499 -20
Rückstellungen 40.401 34.081 6.320
Verbindlichkeiten 2.298.347 1.834.957 463.390

Im Jahr 2013 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 11,3 % auf 4.659,2 Mio. € (Vorjahr: 4.185,9 Mio. €). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert in erster Linie aus gestiegenen finanziellen Forderungen sowie gestiegenen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber der konzerninternen Finanzierungsgesellschaft Wienerberger Finanz Service GmbH. Die Bilanzstruktur der Wienerberger AG ist, charakteristisch für eine Konzernmutter, durch einen hohen Anteil des Finanzanlagevermögens am Gesamtvermögen und durch langfristige Finanzierungskomponenten sowohl aus Eigen- als auch aus Fremdmitteln geprägt.

Der Anstieg des Finanzanlagevermögens um 281,9 Mio. € auf 3.839,9 Mio. € begründet sich durch zusätzliche langfristige finanzielle konzerninterne Forderungen und Kapitalerhöhungen an verbundenen Unternehmen. Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen betragen in Summe weiterhin weniger als 1 % des Gesamtvermögens. Die Forderungen und das sonstige Umlaufvermögen erhöhten sich hauptsächlich durch zusätzliche konzerninterne finanzielle Forderungen auf 670,5 Mio. € (Vorjahr: 535,8 Mio. €).

Die Buchwerte eigener Aktien erhöhten sich mit 31.12.2013 auf 22,1 Mio. €, woraus ein Ertrag von 5,0 Mio. € resultierte. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, erhöhten sich um 53,0 Mio. € auf 101,2 Mio. €.

Obwohl das Eigenkapital im Jahr 2013 um 3,6 Mio. € höher war als im Jahr zuvor, verminderte sich die Eigenkapitalquote aufgrund der bilanzverlängernden Wirkung der gestiegenen konzerninternen finanziellen Forderungen sowie der gestiegenen konzerninternen finanziellen Verbindlichkeiten von 55 % auf 50 %.

Die Rückstellungen stiegen im Jahr 2013 um 6,3 Mio. € auf 40,4 Mio. €. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Begebung einer Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. € sowie eines Anstiegs der konzerninternen Verbindlichkeiten gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch

Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Erläuterung anzugeben:

  • (1) Das Grundkapital der Wienerberger AG zum 31.12.2013 beträgt 117.526.764 EUR und verteilt sich auf 117.526.764 nennwertlose Stückaktien, denen alle die gleichen Rechte zukommen.
  • (2) Soweit dem Vorstand der Wienerberger AG bekannt, existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen.
  • (3) Der Aktienbesitz verteilt sich auf österreichische und internationale Investoren, kein Aktionär hält mehr als 10 % der Anteile an der Wienerberger AG.
  • (4) Es existieren keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
  • (5) Arbeitnehmer, die Aktionäre der Wienerberger AG sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar und ohne Stimmrechtskontrolle aus.
  • (6) Der Vorstand besteht aus einer Person, zwei, drei oder vier Personen. Als Mitglieder des Vorstands sollen nur Personen bestellt werden, die zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens ihrer Bestellung oder ihrer Wiederbestellung das 65. Lebensjahr nicht vollendet haben. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei und höchstens zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder werden, falls sie nicht für eine kürzere Funktionsperiode gewählt werden, für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das dritte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in dem gewählt wird, nicht mitgerechnet.
  • (7) Der Vorstand wurde in der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, eine ordentliche Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage innerhalb von fünf Jahren mit Zustimmung des Aufsichtsrates durchzuführen. Die Hauptversammlung hat genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50 % des Grundkapitals (von damals 83.947.689 EUR), also bis zu 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien, beschlossen. Diese Ermächtigung gilt bis 13.5.2014.

Des Weiteren wurde der Vorstand in der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugsoder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50 % des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13.5.2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden, wobei diese Erhöhung nur soweit durchgeführt werden darf, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen.

Die Summe all dieser Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen Stückaktien beschränkt. Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.075 Aktien verbleibt mit 31.12.2013 ein genehmigtes Kapital von 8.394.769 EUR, das durch Ausgabe von 8.394.769 neuen Stückaktien ausgenützt werden kann.

Der Vorstand wurde von der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.5.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis 13.5.2014.

Der Vorstand wurde in der 143. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 11.5.2012 ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses vom 11.5.2012 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder ein öffentliches Angebot zu veräußern.

  • (8) Die Vorstandsverträge, Vereinbarungen zu den Unternehmensanleihen 2010, 2011, 2012 und 2013, zur Hybridanleihe 2007 sowie den syndizierten Krediten und Darlehen der Jahre 2008 und 2012 enthalten Regelungen, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden ("Change of Control"- Klauseln).
  • (9) Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsmitgliedern infolge eines Kontrollwechsels werden wirksam, sobald ein Eigentümer in Folge des Überschreitens einer Beteiligungsschwelle von 20 % ein verpflichtendes Übernahmeangebot legen muss. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass in diesem Fall die Gesamtleistungen, abhängig von der Restlaufzeit des Vorstandsmandats, drei Jahresbezüge nicht überschreiten.

Risikomanagement

Die Wienerberger AG ist als Muttergesellschaft eines internationalen Baustoffkonzerns im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um unvorteilhafte Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist eine regelmäßige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich durch das Top und Senior Management aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2013 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog.

Eine Erläuterung der risikopolitischen Grundsätze und der identifizierten Risiken ist aus dem Konzernlagebericht und dem Anhang zum Konzernabschluss ersichtlich.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, beispielsweise finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien, die laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS).

Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Wienerberger AG bietet dem Management neben einem einheitlichen Berichtswesen sowie konzernweiten Richtlinien ein umfassendes Instrument, um Unsicherheiten und Risiken aus sämtlichen Geschäftsaktivitäten zu analysieren und zu steuern. Das System basiert auf den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO). Im Rahmen des IKS legt der Vorstand für den gesamten Rechnungslegungsprozess die konzerneinheitliche und verbindliche Regelung der Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen mittels einer Konzernrichtlinie fest. Die Erfassung der Geschäftsfälle erfolgt mittels standardisierter Prozesse, wobei ein einheitlicher Konzernkontenplan zur Anwendung kommt. Der Wienerberger Konzernabschluss sowie Zwischenabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den IFRS im Wege eines Fast Close erstellt. Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen werden in einem zweistufigen Verfahren von den Finanz- und Controllingabteilungen der Business Units sowie der Abteilung Corporate Reporting geprüft, konsolidiert und schließlich vom Vorstand der Wienerberger AG zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Weiters findet jährlich ein Planungsprozess statt, der als integrierte Planung in einem Bottom-up-Verfahren ausgestaltet ist. Gegenstand der Planung ist die Budgetierung von Gewinn und Verlust, Bilanz, Cashflows und von Investitionen des folgenden Geschäftsjahres sowie die Mittelfristplanung über einen Horizont von vier Jahren. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der monatliche Vergleich der Ist-Ergebnisse mit den periodisierten Planzahlen. Ergänzend dazu wird drei Mal jährlich von allen Tochterunternehmen eine Hochrechnung auf das erwartete Jahresergebnis vorgenommen.

Der dezentralen Struktur von Wienerberger entsprechend liegt die Verantwortung für die Implementierung des IKS beim jeweils zuständigen lokalen Management. Die als Stabstelle des Gesamtvorstands geführte Interne Revision überwacht auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten jährlichen Revisionsplans die Einhaltung des IKS durch die lokale Geschäftsführung sowie operative Prozesse auf Risikoneigung und Effizienzverbesserungsmöglichkeiten. Zudem überwacht die Interne Revision die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien und führt auf Veranlassung des Managements Ad-hoc-Prüfungen durch. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand der Wienerberger AG berichtet. Zudem berichten Interne Revision und Corporate Reporting regelmäßig dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren, Auswirkungen von IFRS-Neuerungen auf den Konzernabschluss, wesentliche Änderungen im Rechnungslegungsprozess und über Erkenntnisse aus dem Risikomanagement. Darüber hinaus wird dieser regelmäßig über getroffene Prüfungsfeststellungen, relevante Umsetzungsaktivitäten sowie Verbesserungsmaßnahmen für im IKS identifizierte Schwachstellen informiert.

Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität des Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer 2013 kontrolliert und bestätigt. Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

Die Verwendung von Finanzinstrumenten ist im Anhang zum Einzelabschluss der Wienerberger AG dargestellt.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) zählen zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von Wienerberger und haben einen zentralen Stellenwert im Unternehmen. Kernaufgaben für F&E sind die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten und Systemlösungen in all unseren Anwendungsbereichen – von energieeffizienten Gebäudekonzepten über umweltschonende Flächenbefestigungen bis hin zu Versorgungs- und Kanalsystemen. Ziel von Wienerberger ist es, durch Kosten- und Technologieführerschaft und Produktinnovationen Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.

F&E wird bei Wienerberger zentral gesteuert, aber – durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen F&E Abteilungen mit dem lokalen Management und den Technikern vor Ort – großteils dezentral umgesetzt. Erfolgreiche Entwicklungen können auf diese Weise rasch und effizient in der gesamten Gruppe ausgerollt werden. Im Jahr 2013 betrug der F&E Aufwand 11,4 Mio. € und der Umsatzanteil von innovativen Produkten 24,2 %.

Wienerberger arbeitet im Sinne der Nachhaltigkeit laufend an der Verbesserung von Produktionsprozessen. In der energieintensiven keramischen Produktion (Ziegel und keramische Rohre) beschäftigen sich unsere Ingenieure vor allem mit der Reduktion des Energieeinsatzes im Trocknungs- und Brennprozess. Forschungsschwerpunkte betreffen zudem den schonenden Umgang mit allen Ressourcen in der Produktion und die verantwortungsvolle Rohstoffaufbereitung. Wir sind weiters Vorreiter im Einsatz von Abfallprodukten im Rohstoffmix. Bei bestimmten keramischen Rohren ist es uns gelungen, bis zu 60% keramisches Recyclingmaterial in der Produktion einzusetzen.

Neben der Optimierung der Produktionsprozesse stehen bei Kunststoffrohren die verwendeten Rezepturen im Rohstoffmix im Mittelpunkt unserer Forschungstätigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Einsatz von Recyclingmaterialien als Rohstoff und der Verringerung des Produktgewichts. Bei Flächenbefestigungen aus Beton arbeiten wir an der Verbesserung der Zusammensetzung der Rohstoffmischungen und dabei insbesondere an der Reduktion des Zementgehalts. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Technologien zur Verbesserung der Oberflächenstrukturen.

Ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Erfolg von Wienerberger ist die laufende Weiterentwicklung des Produktportfolios und die Verbesserung bereits bestehender Produkte. Wienerberger verfügt über mehrere Forschungszentren in Europa, die auf die verschiedenen Produktgruppen spezialisiert sind. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Innovationen von Produkten und Systemlösungen für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Unsere Spezialisten aus dem Produktmanagement arbeiten sehr eng mit den Marketing- und Vertriebsabteilungen der verschiedenen Bereiche zusammen, um neue Entwicklungen entsprechend auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Die länderübergreifende Markteinführung von neuen Produkten wird zentral gesteuert, jedoch werden diese Produkte von unseren Spezialisten vor Ort an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes angepasst.

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

In den letzten Jahren haben wir das Nachhaltigkeitsmanagement bei Wienerberger deutlich professionalisiert, zunehmend stärker in der Organisation verankert und Zuständigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit klar definiert. Neben einem gruppenweiten Nachhaltigkeitsbeauftragten, welcher direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG berichtet, gibt es in jeder unserer Landesgesellschaften und jedem Tochterunternehmen einen Mitarbeiter, der für das Thema Nachhaltigkeit und die Umsetzung der konzernweit festgelegten Maßnahmen verantwortlich ist und wiederum an den gruppenweiten Nachhaltigkeitsbeauftragten berichtet.

Für die Wienerberger Nachhaltigkeitsstrategie, die Schlüsselindikatoren gemäß GRI und die angestrebten Ziele ist ein Sustainability Steering Committee (SSC) zuständig, das sich regelmäßig abstimmt und bei Bedarf zusammentrifft. Der Vorstandsvorsitzende der Wienerberger AG, Heimo Scheuch, ist Mitglied des SSC und stellt sicher, dass Nachhaltigkeit an oberster Stelle im Unternehmen verankert ist. Im SSC werden aktuelle Fortschritte im Nachhaltigkeitsprozess sowie das weitere Vorgehen diskutiert. Als Ergebnis werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, die sukzessive gruppenweit umgesetzt werden. Um die Verbindlichkeit unserer Ziele auch transparent zu machen, haben wir diese im Nachhaltigkeitsbericht 2012 erstmals veröffentlicht.

Der Nachhaltigkeitsbericht der Wienerberger Gruppe stellt unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung auf eine verbindliche Ebene. Er basiert auf dem Standard der internationalen Global Reporting Initiative (GRI) und ist als Teil eines kontinuierlichen Prozesses zu verstehen. Alle Managementebenen und Mitarbeiter bekennen sich vollumfassend dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur stetigen Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit gemeinsam umzusetzen. Der Nachhaltigkeitsbericht informiert über den aktuellen Stand sowie zukünftige Maßnahmen in den Bereichen Mitarbeiter, Umweltschutz in der Produktion, nachhaltige Produkte, gesellschaftliche Verantwortung sowie Stakeholder Management. Er dient dabei aber auch als Instrument der Kontrolle des Fortschritts unserer nachhaltigen Entwicklung. Einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wir alle zwei Jahre, da unsere Grundsätze der Nachhaltigkeit langfristig Gültigkeit haben. Dazwischen berichten wir jeweils in einem Kurzbericht über die aktuellen Daten und Fakten sowie über die von uns erzielten Fortschritte.

Wienerberger beschäftigte im Berichtsjahr konzernweit durchschnittlich 13.797 Mitarbeiter (Vorjahr: 13.060). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung der Pipelife Gruppe für ein volles Geschäftsjahr.

Wienerberger sieht eine professionelle Personalentwicklung und eine gezielte Förderung von Arbeitnehmern als Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg. Insbesondere die gruppenweite Vernetzung zur Ermöglichung eines internationalen Wissenstransfers, die Förderung von Managementnachwuchs und die Vorbereitung von Talenten auf Managementaufgaben werden als strategische und daher überregional relevante Personalthemen gesehen, die von Corporate Human Resources gesteuert werden.

Wienerberger ist sich der Verantwortung des Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern bewusst und legt daher größten Wert auf Sicherheit im Arbeitsalltag. Im Rahmen des unternehmensweiten Health & Safety Programms wurden im Berichtsjahr eine Vielzahl von Maßnahmen auf lokaler Ebene gesetzt.

Ausblick

Im Jahr 2014 erwarten wir eine fortschreitende Stabilisierung und leichtes Marktwachstum in Europa. Dabei zeigt die Entwicklung der Bautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhaussegment der für uns relevanten Märkte im europäischen Ziegelgeschäft ein stark differenziertes Bild. Während Märkte wie Großbritannien, Polen und Russland wachsen, wird die Bautätigkeit in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Ungarn weiter abnehmen. Für die Mehrzahl der übrigen Märkte ist von einer stabilen Entwicklung auszugehen. In Nordamerika wird sich die Erholung auf Basis einer Vielzahl positiver Vorlaufindikatoren fortsetzen und die Anzahl der Baubeginne im zweistelligen Bereich steigen. In der Division Pipes & Pavers Europe gehen wir von einer stabilen bis leicht positiven Marktentwicklung in allen Business Units aus.

In Folge des leichten Marktwachstums erwarten wir für 2014 Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Abhängig von der Witterungslage besteht aufgrund der schwachen Vergleichsbasis insbesondere im ersten Halbjahr 2014 Potenzial für Mengenwachstum. Die daraus folgende Auslastungssteigerung wird sich positiv auf die Profitabilität der Wienerberger Gruppe auswirken. In der Division Clay Building Materials Europe gehen wir von moderatem Mengenwachstum aus und haben uns erneut das Ziel gesetzt, die Kosteninflation an den Markt weiterzugeben. Während wir in Westeuropa zuversichtlich sind, dieses Ziel zu erreichen, sind wir in Osteuropa vorsichtig optimistisch, und es bleibt der Beginn der Bausaison abzuwarten. Im Kunststoffrohrgeschäft können wir einen leichten Rückgang des operativen Ergebnisses nicht ausschließen. Obwohl wir in den stabilen europäischen Kernmärkten ein Umsatz- und Ergebniswachstum erwarten, ist es aus heutiger Sicht unwahrscheinlich, das sehr gute Ergebnis im internationalen Projektgeschäft zu wiederholen. Für Semmelrock und Steinzeug-Keramo gehen wir von Umsatzund Ergebnisverbesserungen aus. Darüber hinaus werden wir das Restrukturierungsprogramm wie geplant abschließen und 2014 Einsparungen von rund 17 Mio. € realisieren. Aus dem Verkauf von Liegenschaften erwarten wir einen Ergebnisbeitrag in der Höhe von 10 Mio. €.

Im Fokus unserer mittelfristigen Zielsetzungen steht weiterhin die Generierung starker Cashflows. Diese sollen vorrangig für die Entschuldung, die Finanzierung des organischen Wachstums, Investitionen und kleinere, wertschaffende Übernahmen genutzt werden. Die Einhaltung einer strengen finanziellen Disziplin mit dem Ziel, die Entschuldungsdauer zum Jahresende unter 2,5 Jahren zu halten, bildet den starken Ordnungsrahmen für die Mittelverwendung. Im operativen Geschäft streben wir durch den Fokus auf innovative und hochwertige Produkte sowie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen organisches Wachstum und den Ausbau unserer Marktpositionen an. Für Normalinvestitionen erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr Mittelabflüsse in der Höhe von 125 Mio. €. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft kleinere, wertschaffende Übernahmen prüfen. Dabei liegt der strategische Schwerpunkt auf der Verbreitung der industriellen Basis und der Steigerung des Umsatzanteils im Renovierungsmarkt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 24. Februar 2014 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Jah Wienerberger resfinanzbericht 2 r AG 2013 Lagebe Wien ericht der erberger AG

Wi ien, am 24. Fe ebruar 2014

De er Vorstand

Heimo Vorsitzend Scheuch er des Vorstands

Willy Mitglied des Vors für den Ber Van Riet stands, verantwortl ereich Finanzen lich

JAHRESABSCHLUSS DER WIENERBERGER AG

Bilanz

Aktiva

31.12.2013 31.12.2012
in EUR in TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
4.436.398 5.766
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem
Grund 535.056 583
2. Unbebaute Grundstücke 18.508.723 18.509
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.076.470 2.025
21.120.249 21.117
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.796.258.937 2.822.440
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.032.564.616 724.296
3. Beteiligungen 6.439.623 6.440
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 4.669.859 4.807
3.839.933.034 3.557.982
3.865.489.682 3.584.865
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.634 105
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 648.900.060 523.826
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 17.326.590 8.719
666.334.284 532.650
II. Wertpapiere und Anteile
1. Eigene Anteile 22.065.632 17.074
2. Sonstige Wertpapiere und Anteile 0 0
22.065.632 17.074
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 101.231.306 48.187
789.631.223 597.911
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.119.513 3.134
Summe Aktiva 4.659.240.418 4.185.910

Passiva

31.12.2013 31.12.2012
in EUR in TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 117.526.764 117.527
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 1.675.118.239 1.675.118
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 479.508.552 484.500
2. Rücklage für eigene Anteile 22.065.632 17.074
501.574.185 501.574
IV. Bilanzgewinn 18.793.934 15.153
davon Gewinnvortrag: EUR 1.345.339;
Vorjahr: TEUR 1.193 18.793.934 15.153
2.313.013.122 2.309.372
B. Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 7.479.099 7.499
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.036.798 3.866
2. Rückstellungen für Pensionen 17.460.010 16.354
3. Steuerrückstellungen 0 2.651
4. Sonstige Rückstellungen 18.904.362 11.210
40.401.170 34.081
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 1.344.300.000 1.050.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140.736.077 146.861
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.190.143 586
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 756.210.696 587.316
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55.910.112 50.194
davon aus Steuern: EUR 36.962; Vorjahr: TEUR 56
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 280.607; Vorjahr: TEUR 277
2.298.347.027 1.834.957
Summe Passiva 4.659.240.418 4.185.910
Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen 145.260.197 246.774

Gewinn- und Verlustrechnung

2013 2012
in EUR in TEUR
1. Umsatzerlöse 37.772.680 35.317
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 41.690 29
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 67.996 921
c) Übrige 3.947.015 4.056.701 32.509 33.458
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.546.118 -2.546.118 -1.522 -1.522
4. Personalaufwand
a) Gehälter -19.791.136 -14.939
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -420.877 -3.049
c) Aufwendungen für Altersversorgung -3.501.921 -5.264
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -3.215.996 -3.362
e) Sonstige Sozialaufwendungen -214.553 -27.144.484 -230 -26.843
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen -3.605.547 -3.359
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern -551.883 -57
b) Übrige -23.693.146 -24.245.029 -45.399 -45.456
7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. -15.711.797 -8.405
2013 2012
in EUR in TEUR
7. Zwischensumme aus Z 1. bis 6. -15.711.797 -8.405
8. Erträge aus Beteiligungen 130.131.250 36.231
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 130.000.000
Vorjahr: TEUR 36.100
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 48.825.827 41.048
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 48.723.434
Vorjahr: TEUR 40.919
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.397.089 25.425
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.330.377
Vorjahr: TEUR 23.110
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 4.991.620 206
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens -88.052.610 -4.023
davon a) Abschreibungen EUR 74.896.500
Vorjahr TEUR 3.903
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen:
EUR 74.886.130; Vorjahr: TEUR 3.862
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -84.358.395 -76.806
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 6.478.559; Vorjahr: TEUR 4.568
14. Zwischensumme aus Z 8. bis 13. 38.934.781 22.082
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 23.222.984 13.676
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.794.226 246
17. Jahresüberschuss 17.428.758 13.922
18. Auflösung unversteuerter Rücklagen 19.837 38
19. Jahresgewinn 17.448.595 13.960
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.345.339 1.193
21. Bilanzgewinn 18.793.934 15.153

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde aufgestellt nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Wienerberger AG als börsennotierte Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den sämtliche wesentliche Tochtergesellschaften der Wienerberger AG einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuchgericht Wien hinterlegt. Die Wienerberger AG ist im Sinne des § 221 UGB eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge im ersten bzw. zweiten Halbjahr sind mit vollen bzw. halben Jahresraten angesetzt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Wienerberger AG stehen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen dauernder niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennbetrag bewertet, Ausleihungen in Fremdwährungen werden mit dem Anschaffungskurs bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesichertem Kurs umgerechnet.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet, erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. dem niedrigeren Devisen-Geldkurs am Bilanzstichtag oder gesicherten Kursen umgerechnet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen oder Rücknahmewerten bewertet. Vom Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Höhe von 5.694 TEUR (Vorjahr: 2.908 TEUR) anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Die aktive latente Steuer wurde unter Zugrundelegung des gesetzlichen Steuersatzes von 25 % gerechnet.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden 2013 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 2,7 % (Vorjahr: 3,4 %) berechnet. Es wird ein Gehaltstrend von 2 % p.a. für zukünftige Jahre und bei der Abfertigungsrückstellung ab dem 20. Lebensjahr eine altersbedingte Fluktuation von 0,5 % p.a. in die Berechnung einbezogen.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen aufgrund von rechtsverbindlichen, individuellen Zusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Methode) gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,7 % (Vorjahr: 3,4 %) gebildet. Eine Erhöhung der liquiden Pensionen von 2,5 % p.a. für zukünftige Jahre wird in die Berechnung einbezogen, es wird keine Fluktuation berücksichtigt. Der Zinsaufwand für die Pensions- und Abfertigungsrückstellung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Im Jahr 2013 wurde die Außenprüfung abgeschlossen, die Steuerrückstellung wurde für die Steuerverpflichtungen aus den Feststellungen zur Gänze verwendet. Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, dem Nennwert bzw. dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Devisen-Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in getrennten Aufstellungen (Anlage 1 und Anlage 2) dargestellt.

Die bebauten Grundstücke enthalten Grundwerte von 72 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR). Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind festverzinsliche Wertpapiere im Wert von 4.530 TEUR (Vorjahr: 4.669 TEUR). Das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsrückstellungen beträgt 140 TEUR (Vorjahr: 138 TEUR). Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr gibt es in 2013 nicht.

Die Beteiligungsansätze an der Wienerberger Finance Service B.V., Zaltbommel, und Wienerberger Brick Industry Private Limited erhöhten sich aufgrund gewährter Gesellschafterzuschüsse im Jahr 2013. Mit Vertrag vom 5. November 2013 wurden 710 Stück Anteile an der Wienerberger Asset Management NV von der Wienerberger Lanaken NV an die Wienerberger AG verkauft. Die Beteiligung an der Tongrube Lobenfeld GmbH wurde mit Vertrag vom 4. Juli 2013 an die Höpfner Solar Lobenfeld GmbH abgetreten. Am 14. Juni 2013 erhielt die V.L. Baustoff GmbH einen direkten Gesellschafterzuschuss von der Wienerberger AG. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 19. August 2013 wurden die Geschäftsanteile an die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH verkauft. Der negative Zugang bei der Beteiligung an der Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG resultiert aus einer geänderten Erfassungslogik der Ergebnisübernahme aus der Personengesellschaft. Bisher wurden die Verluste als Verbindlichkeit auf einem Verrechnungskonto dargestellt, seit 2013 werden die laufenden Ergebnisse direkt gegen den Beteiligungsansatz gebucht.

Mit Einbringungsvertrag vom 12.12.2013 wurden die Anteile an der General Shale Brick, Inc. von der Wienerberger AG in die Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH eingebracht, aufgrund dieser Einbringung erhöhte sich der Beteiligungsansatz an der Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH, die 100 % Anteile an der Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH hält.

Die Anteile an den verbundenen Unternehmen Semmelrock International GmbH, Wienerberger S.p.A., Wienerberger OY AB, Wienerberger AS, UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o. und Wienerberger Brick Industry Private Limited wurden insgesamt um 74.748 TEUR wertberichtigt.

Beteiligungsgesellschaften der Wienerberger AG (ab 20 %):

Gesellschaft Sitz Anteil Währung Grund-/Stamm
kapital
in TLW
Eigenkapital
inklusive
unversteuerter
Rücklagen
in TLW
Jahres
überschuss /
-fehlbetrag
in TLW
Wienerberger International N.V. Zaltbommel 100,00 EUR 50 260.658 -63
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 100,00 EUR 18 14.816 6.405
Wienerberger NV Kortrijk 99,99 EUR 47.558 188.626 6.934
WK Services NV Kortrijk 100,00 EUR 32.226 15.465 525
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hannover 100,00 EUR 9.500 52.944 6.575
Steinzeug-Keramo GmbH Frechen 10,00 EUR 18.408 36.590 3.021
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 99,04 EUR 26 10 -1
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hennersdorf 99,99 EUR 5.000 29.563 -605
Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG Oberndorf 53,00 EUR 438 6.794 37
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 100,00 ATS 1.000 986 -2
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 100,00 EUR 35 1.654.291 150
Semmelrock International GmbH Wien 100,00 EUR 3.000 93.243 -1.448
Wienerberger Brunori SRL Bubano 100,00 EUR 10.000 34.182 -5.992
Wienerberger A/S Brøndby 100,00 DKK 107.954 56.778 -19.784
Wienerberger OY AB Helsinki 100,00 EUR 1.000 14.707 -1.126
Wienerberger AS Aseri 100,00 EUR 1.541 3.271 -1.182
OOO "Wienerberger Kirpitsch" Moskau 81,94 RUR 612.695 1.155.504 129.933
OOO "Wienerberger Kurkachi" Kurkachi 81,94 RUR 650.036 856.096 92.538
Wienerberger Investitions- und
Projektmanagement OOO
Kiprewo 99,00 RUR 356 -3.339 -623
UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o. Vilnius 100,00 LTL 10 -6.535 -1.639
Wienerberger EOOD Sofia 100,00 BGN 12.500 17.269 1.366
General Shale Building Materials Inc. Johnson City 100,00 USD 1 -1.030 -106
General Shale Canada Acquisitions Inc. Halifax 100,00 CAD 28.500 15.546 -2.351
Wienerberger Brick Industry Private Limited Karnataka 99,99 INR 990.000 1.466.173 -81.701
Wienerberger Asset Management NV Zonnebeke 99,96 EUR 13.240 19.378 903

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestanden auf Grund von Leasing-, Lizenz-, Mietund Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

2013
in TEUR
2012
in TEUR
im folgenden Jahr 1.754 1.727
zwischen ein und fünf Jahren 6.881 6.650

Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Ratenvereinbarungen 2014 – 2015 in der Höhe von 5.475 TEUR (Vorjahr: 8.179 TEUR), wobei auf die Zinskomponente 158 TEUR (Vorjahr: 362 TEUR) entfielen. Diese Zahlungsverpflichtungen wurden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2013 31.12.2012
Gesamt
in TEUR
davon Restlaufzeit
unter einem Jahr
in TEUR
davon Restlaufzeit
über einem Jahr
in TEUR
Gesamt
in TEUR
davon Restlaufzeit
unter einem Jahr
in TEUR
davon Restlaufzeit
über einem Jahr
in TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
108 108 0 105 105 0
2. Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
648.900 410.430 238.471 523.826 25.255 498.571
3. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
17.327 17.327 0 8.719 8.719 0
Forderungen laut Bilanz 666.334 427.864 238.471 532.650 34.079 498.571

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten mit 387.875 TEUR (Vorjahr: 520.069 TEUR) überwiegend aus Verrechnungs- und Finanzierungsbeziehungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthielten Erträge in Höhe von 1.356 TEUR (Vorjahr: 1.328 TEUR), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthielten eigene Anteile in Höhe von 22.066 TEUR (Vorjahr: 17.074 TEUR).

4. Eigenkapital

Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt 117.526.764,00 EUR und ist in 117.526.764 nennwertlose Stückaktien zerlegt, alle Aktien sind voll einbezahlt.

In der 144. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, vom Bilanzgewinn 2012 eine Dividende von 0,12 € je Stückaktie, sohin 14.103.211,68 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 295.696,56 EUR, somit 13.807.515,12 EUR auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 1.345.339,44 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorstand wurde in der 143. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 11. Mai 2012 ermächtigt, im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß eigene Stückaktien während der Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben, höchstens zum Zweifachen des Börsenkurses vom 11. Mai 2012 und mindestens zum Rechenwert von einem Euro pro Aktie, und rückgekaufte Aktien ohne weitere Beschlussfassung der Hauptversammlung entweder einzuziehen oder wieder zu verkaufen sowie eigene Aktien auf eine andere Weise als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern. Diese Ermächtigung ersetzte die in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 beschlossene Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien.

Darüber hinaus wurde in der 140. ordentlichen Hauptversammlung der Wienerberger AG am 14. Mai 2009 ein genehmigtes Kapital im Ausmaß von 50 % des Grundkapitals beschlossen. Hierbei handelt es sich um die Ermächtigung zur Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlage. Der Vorstand wurde damit wie bereits in der Vergangenheit ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren, d.h. bis zum 13. Mai 2014, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Das Grundkapital kann um maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Eine Durchführung kann gegebenenfalls in mehreren Tranchen erfolgen. Die Art der Aktien, der Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Grundsätzlich haben die Aktionäre das gesetzliche Bezugsrecht.

Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in zwei besonderen Fällen auszuschließen. Erstens für eine Kapitalerhöhung im Falle einer Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zweitens bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (Greenshoe).

Weiters hat die 140. Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 41.973.844 Aktien oder 50 % des Grundkapitals der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und/oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2014. Der Beschluss ermächtigt den Vorstand darüber hinaus, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Der Vorstand wurde ermächtigt, eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen durchzuführen. Das Grundkapital kann bis maximal 41.973.844 EUR durch Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuen, auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen. Die Summe der Kapitalmaßnahmen ist mit einer Ausgabe von bis zu 41.973.844 neuer Aktien (50 % des Grundkapitals) beschränkt.

Ebenso wurde der Vorstand von der 140. ordentlichen Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000 Genussscheinen zu beschließen sowie die Ausgabebedingungen festzulegen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2014.

Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 im Ausmaß von 33.579.075 Aktien verbleibt nur mehr ein genehmigtes Kapital von 8.394.769 EUR (7 % des derzeitigen Grundkapitals), das durch die Ausgabe von bis zu 8.394.769 neuen, auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien erhöht werden kann.

Am 11. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat der Wienerberger AG die Implementierung eines neuen anteilsbasierten Vergütungsprogramms für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte beschlossen. Als langfristige variable Vergütungskomponente löst es das im Jahr 2009 eingestellte Aktienoptionsprogramm ab. Das "Long Term Incentive (LTI)"-Programm ist ein Vergütungsprogramm mit Barausgleich und zielt entsprechend den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) darauf ab, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erwirken. Das Modell ist daher einerseits an die Entwicklung des CFROI der Wienerberger Gruppe und andererseits an den Kurs der Wienerberger Aktie gekoppelt. Die rechnerische Einheit des LTI sind virtuelle Anteile, sogenannte Performance Share Units (PSUs), deren Zuteilungsausmaß von der Position der Führungskraft im Unternehmen abhängt. Als Multiplikator wird der durchschnittliche Aktienkurs der Wienerberger Aktie der letzten 20 ATX-Handelstage der Performance Periode herangezogen. Die Auszahlung der langfristigen Vergütung (LTI) erfolgt in drei gleich hohen Tranchen, sofern der tatsächlich im Geschäftsjahr 2013 erreichte CFROI in den folgenden zwei Jahren nicht unterschritten wird. Bei den Mitgliedern des Vorstands ist für eine Zuteilung von virtuellen Anteilen das Halten von Wienerberger Aktien erforderlich.

Im Berichtsjahr 2013 wurden dem Vorstand der Wienerberger AG insgesamt 190.000 und den übrigen Teilnehmern insgesamt 164.000 virtuelle Anteile gewährt (Vorjahr: 0).

5. Unversteuerte Rücklagen

Die Entwicklung der unversteuerten Rücklagen (§ 12 Abs. 1 EStG) der Wienerberger AG ist aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:

Bewertungsreserven UGB 1.1.2013
in TEUR
Auflösung
in TEUR
31.12.2013
in TEUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem
Grund
417 20 398
2. Unbebaute Grundstücke 6.388 0 6.388
3. Andere Anlagen, BGA 0 0 0
6.806 20 6.786
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 693 0 693
7.499 20 7.479

Die Auflösung von unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuerbemessung von 20 TEUR (Vorjahr: Erhöhung 38 TEUR).

6. Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in einer getrennten Aufstellung (Anlage 3) dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen von 18.904 TEUR (Vorjahr: 11.210 TEUR) enthielten Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub von 1.614 TEUR (Vorjahr: 1.465 TEUR) und Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 4.424 TEUR (Vorjahr: 1.856 TEUR), die in der Folgeperiode ausbezahlt werden. Für das LTI-Programm 2013 wurde eine Rückstellung von 2.116 TEUR gebildet.

Die Veränderung der übrigen Rückstellungen zeigt die Verwendung einer Rückstellung für eine von der Entwicklung des Börsenkurses der Wienerberger Aktien bis 31.12.2012 abhängige Kompensationszahlung aus der Übertragung der eigenen Anteile an die Verkäufer der restlichen Anteile an der Semmelrock International GmbH in Höhe von 5.000 TEUR. Die übrigen Rückstellungen enthielten eine Rückstellung von 9.086 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) für derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten.

7. Derivative Finanzinstrumente

Im Jahr 2013 hat die Wienerberger AG Zinsswaps zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken sowie in geringerem Umfang Zins-Währungsswaps zur Absicherung gegen Translationsrisiken eingesetzt. Der Marktwert der Zinsswaps mit einem Volumen von 50.000 TEUR (Vorjahr: 50.000 TEUR) stellte sich wie folgt dar:

2013
in TEUR
2012
in TEUR
Zinsswaps mit positiven Marktwerten 4.698 6.287
Zinsswaps mit negativen Marktwerten 0 0
Zinsswaps 4.698 6.287

Der aktuelle Marktwert der Zins-Währungsswaps mit einem Volumen von 78.778 TEUR (Vorjahr: 22.738 TEUR) beträgt:

2013
in TEUR
2012
in TEUR
Zins-Währungsswaps mit positiven Marktwerten 1.777 745
Zins-Währungsswaps mit negativen Marktwerten -9.086 0
Zins-Währungsswaps -7.310 745

Die verwendeten Bewertungen werden von den kontrahierenden Banken zur Verfügung gestellt und sind unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market) erstellt.

8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergaben sich wie folgt:

31.12.2013 31.12.2012
Gesamt
in TEUR
davon
Restlaufzeit
unter 1 Jahr
in TEUR
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
in TEUR
Gesamt
in TEUR
davon
Restlaufzeit
unter 1 Jahr
in TEUR
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
in TEUR
1. Anleihen 1.344.300 244.300 1.100.000 1.050.000 0 1.050.000
2. Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
140.736 15.718 125.019 146.861 9.271 137.590
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
1.190 1.190 0 586 586 0
4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
756.211 755.692 519 587.316 581.534 5.782
5. Sonstige
Verbindlichkeiten
55.910 51.808 4.102 50.194 44.877 5.317
Verbindlichkeiten laut
Bilanz
2.298.347 1.068.707 1.229.640 1.834.957 636.268 1.198.689

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 756.307 TEUR (Vorjahr: 587.201 TEUR) überwiegend aus Verrechnungsbeziehungen und aus dem Kontenpooling mit der Wienerberger Finanz Service GmbH. Im Jahr 2013 wurden sämtliche langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Bankverbindlichkeiten) der Wienerberger AG mit den gleichen Konditionen direkt an die Wienerberger Finanz Service GmbH weiterverrechnet und erhöhten somit die langfristigen Forderungen gegenüber der Wienerberger Finanz Service GmbH, gleichzeitig resultiert daraus eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit der Wienerberger Finanz Service GmbH. Diese Verrechnungsbeziehung wird bis zur Tilgung der jeweiligen externen Verbindlichkeit der Wienerberger AG Bestand haben und gleichzeitig abgebaut werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren betrugen 26.286 TEUR (Vorjahr: 68.500 TEUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Aufwendungen in Höhe von 50.223 TEUR (Vorjahr: 42.051 TEUR) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die Hybridanleihe in der Höhe von 500.000 TEUR hat eine unendliche Laufzeit, und die Wienerberger AG verfügt 2017 erstmals über eine Call Option, was bedeutet, dass 2017 über die Rückzahlung der Hybridanleihe frei entschieden werden kann. Zusätzlich ist die Hybridanleihe gegenüber allen bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten nachrangig gestellt.

Die Wienerberger AG hat mit 18. April 2013 eine nicht konvertible, endfällige 7-jährige Anleihe mit 4 % Verzinsung in der Höhe von 300.000 TEUR begeben.

Die Wienerberger AG hat mit 1. Februar 2012 eine nicht konvertible, endfällige 3½-jährige Anleihe mit 5 % Verzinsung in der Höhe von 200.000 TEUR begeben.

Die Wienerberger AG hat mit 4. Juli 2011 eine nicht konvertible, endfällige 7-jährige Anleihe mit 5,25 % Verzinsung in der Höhe von 100.000 TEUR begeben.

Die Wienerberger AG hat mit 29. März 2010 eine nicht konvertible, endfällige 4¼-jährige Anleihe mit 4,875 % Verzinsung in der Höhe von 250.000 TEUR begeben, davon wurden im Zeitraum von Juni bis Oktober 2013 Teilbeträge in Höhe von 5.700 TEUR getilgt.

9. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

31.12.2013
in TEUR
31.12.2012
in TEUR
Garantien 143.971 229.276
(davon für verbundene Unternehmen) 143.971 229.276
Patronatserklärungen 1.289 17.498
(davon für verbundene Unternehmen) 1.289 17.498
145.260 246.774

10. Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus Leistungsbeziehungen mit Tochtergesellschaften der Wienerberger Gruppe in Höhe von 37.638 TEUR (Vorjahr: 35.198 TEUR) bzw. auch mit Gesellschaften außerhalb der Wienerberger Gruppe in Höhe von 135 TEUR (Vorjahr: 118 TEUR) ausgewiesen.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Rückgang der hauptsächlich konzerninternen Verkäufe von Emissionszertifikaten im Jahr 2013 zurückzuführen.

12. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen in folgendem Ausmaß enthalten:

2013
in TEUR
2012
in TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 2.518 7.286
Andere Arbeitnehmer 1.405 1.027
3.923 8.313

Im Jahr 2012 wurde IAS 19 (2011) vorzeitig angewendet. Versicherungsmathematische Verluste von 1.493 TEUR (Vorjahr: 3.703 TEUR) wurden erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst. Von der Möglichkeit, die Auswirkung der erfolgswirksamen Bewertungsänderung auf die Höhe der Pensionsrückstellung über einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht.

In Mitarbeitervorsorgekassen für Abfertigungen wurden 141 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR) einbezahlt. Aus der Veränderung der Pensionsrückdeckungsversicherung resultierte ein Ertrag von 2 TEUR (Vorjahr: Aufwand 6 TEUR).

Im Durchschnitt des Jahres 2013 wurden 176 (Vorjahr: 180) Angestellte beschäftigt.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 3.184.200 EUR (Vorjahr: 2.800 TEUR), davon entfallen 1.220.000 EUR (Vorjahr: 2.800 TEUR) auf fixe (im Vorjahr einschließlich einer Abfertigungszahlung) und 1.964.200 EUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf variable Bestandteile. Darin enthalten sind Aufwendungen für eine langfristige Vergütungskomponente in Höhe von 1.220.000 EUR, welche in Abhängigkeit vom Erreichen der Zielvorgaben über drei Jahre in drei gleich hohen Teilbeträgen ausbezahlt werden. An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 836.318 EUR (Vorjahr: 816 TEUR) geleistet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im vorangegangen Geschäftsjahr Vergütungen von insgesamt 451.887 EUR (Vorjahr: 501 TEUR) bezahlt.

Haftungsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen nicht, und es wurden auch keine Kredite an diese vergeben.

13. Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen

Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit Datum des Gewinnausschüttungsbeschlusses vereinnahmt. Die Beteiligungserträge 2013 resultierten mit 130.000 TEUR aus einer phasengleichen Ausschüttung der Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH. Im Vorjahr beliefen sich die Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen auf 36.100 TEUR.

Die Aufwendungen aus Beteiligungen betreffen die Abschreibungen auf Beteiligungen an der Semmelrock International GmbH, Wienerberger S.p.A., Wienerberger OY AB, Wienerberger AS, UAB Wienerberger statybine keramika Sp.z.o.o. und Wienerberger Brick Industry Private Limited mit einem Gesamtwert in Höhe von 74.748 TEUR (Vorjahr Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG, Wienerberger Beteiligungs GmbH und Wienerberger S.p.A. mit einem Gesamtwert in Höhe von 3.760 TEUR).

14. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Wienerberger AG hat im Geschäftsjahr 2005 die Möglichkeit der Bildung einer "Unternehmensgruppe" gemäß § 9 KStG genutzt. Die Wienerberger AG ist Gruppenträger einer Gruppe von 16 (Vorjahr: 15) Gruppenmitgliedern. In die Gruppe wurden ausschließlich inländische unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften einbezogen.

Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftssteuerbeträge mittels Steuerumlage belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben.

In ihrer Eigenschaft als Gruppenträger ist die Wienerberger AG Empfänger von Steuerumlagen von gewinnerzielenden inländischen Tochtergesellschaften. Aus positiven und negativen Steuerumlagen resultierte im Berichtsjahr ein Steueraufwand von 4.700 TEUR (Vorjahr: Steuerertrag 368 TEUR).

15. Honorar Abschlussprüfer

Gemäß § 237 Z 14 UGB wird auf die Aufschlüsselung der Aufwendungen für die Abschlussprüfung, für andere Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Wienerberger AG.

16. Aufsichtsrat und Vorstand der Wienerberger AG

AUFSICHTSRAT

Mag. Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) bis 09.12.2013 Christian Dumolin (Stellvertreter des Vorsitzenden) bis 14.05.2013 Mag. Harald Nograsek Dkfm. Dr. Claus Raidl bis 14.05.2013 Dkfm. Karl Fink (Stellvertreter der Vorsitzenden seit 14.05.2013) Dr. Wilhelm Rasinger Peter Johnson (Stellvertreter der Vorsitzenden seit 14.05.2013) DDr. Regina Prehofer (Vorsitzende seit 10.12.2013) Karl Sauer *) bis 10.11.2013 Claudia Schiroky *) Gerhard Seban *)

*) vom Betriebsrat delegiert

VORSTAND Dr. Heimo Scheuch, Vorsitzender Willy Van Riet

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, am 24. Februar 2014

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Anlage 1

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand am
1.1.2013
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.2013
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
33.304 1.592 0 34.896
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf
fremdem Grund 20.413 0 0 20.413
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.730 739 595 9.874
30.143 739 595 30.286
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.964.776 292.951 244.384 3.013.343
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 724.296 356.795 48.527 1.032.565
3. Beteiligungen 6.440 0 0 6.440
4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 4.904 12 0 4.915
3.700.416 649.758 292.911 4.057.263
3.763.863 652.089 293.506 4.122.446
zu II./1. Bebaute Grundstücke und Bauten auf fremdem Grund
Grundwert 72 0 0 72
Gebäudewert 1.811 0 0 1.811
1.883 0 0 1.883
Unbebaute Grundstücke 18.530 0 0 18.530
20.413 0 0 20.413
Abschreibungen
kumuliert
Buchwert am
31.12.2013
Buchwert am
31.12.2012
Abschreibung
2013
Zuschreibung
2013
30.460 4.436 5.766 2.937 0
1.369 19.044 19.091 48 0
7.797 2.076 2.025 621 0
9.166 21.120 21.117 668 0
217.085 2.796.259 2.822.440 74.748 0
0 1.032.565 724.296 0 0
0 6.440 6.440 0 0
246 4.670 4.807 149 0
217.330 3.839.933 3.557.982 74.897 0
256.956 3.865.490 3.584.865 78.502 0
0 72 72 0 0
1.348 463 510 48 0
1.348 535 583 48 0
21 18.509 18.509 0 0
1.369 19.044 19.091 48 0

Anlage 2

Stand am 1.1.2013
Nennwert Kapitalanteil Bilanzwert
Anteile an verbundenen Unternehmen in TLW % in TEUR
Wienerberger International N.V., Zaltbommel EUR 50 100,00 295.642
Wienerberger Finance Service B.V., Zaltbommel EUR 18 100,00 48.869
Wienerberger NV, Kortrijk EUR 47.558 99,99 178.602
Wienerberger Asset Management NV, Zonnebeke EUR 8.596 99,99 19.542
WK Services NV, Kortrijk EUR 32.226 100,00 13.094
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Hannover EUR 9.500 100,00 282.874
Steinzeug-Keramo GmbH, Frechen EUR 1.841 10,00 2.900
Wienerberger Beteiligungs GmbH, Hannover EUR 26 99,04 26
Tongrube Lobenfeld GmbH, Oldenburg EUR 25 100,00 351
VL Baustoff GmbH, Ehingen EUR 52 100,00 52
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Hennersdorf EUR 5.000 99,99 37.421
Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG, Oberndorf EUR 232 53,00 3.072
Wienerberger Beteiligungs GmbH, Wien EUR 73 100,00 750
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH, Wien EUR 35 100,00 1.368.934
Semmelrock International GmbH, Klagenfurt EUR 3.000 100,00 70.962
Wienerberger Spa, Bubano EUR 10.000 100,00 78.663
Wienerberger A/S, Brøndby DKK 107.954 100,00 14.467
Wienerberger OY AB, Helsinki EUR 1.000 100,00 25.360
Wienerberger (UK) Limited, Manchester GBP 781 100,00 0
Wienerberger AS, Aseri EUR 1.541 100,00 7.115
OOO Wienerberger Kirpitsch, Moskau RUR 502.042 81,94 46.860
OOO Wienerberger Kurkachi RUR 532.640 81,94 19.325
Wienerberger Investitions- und Projektmanagement OOO, Kiprewo RUR 352 99,00 10
UAB Wienerberger statybine keramika sp.z.o.o., Vilnius LTL 3.135 100,00 966
Wienerberger EOOD, Sofia BGN 12.500 100,00 6.392
General Shale Brick, Inc., Johnson City USD 1 100,00 240.281
General Shale Building Materials, Inc., Johnson City USD 1 100,00 1
General Shale Canada Acquisitions Inc., Halifax CAD 28.500 100,00 21.293
Wienerberger Brick Industry Private Limited, Karnataka INR 990.000 100,00 38.615
2.822.440
Beteiligungen:
CEESEG AG (Wiener Börse AG) 700.000 3,75 6.440
6.440
Summe Beteiligungen 2.828.879
Zugang / Umbuchung Abgang / Umbuchung Zuschreibung Stand am 31.12.2013
Nennwert Bilanzwert Nennwert Bilanzwert Nennwert Kapitalanteil Bilanzwert Abschreibung
in TLW in TEUR in TLW in TEUR in TEUR in TEUR in TLW % in TEUR in TEUR
50 100,00 295.642
45.000 18 100,00 93.869
47.558 99,99 178.602
4.639 4.640 13.235 99,96 24.182
32.226 100,00 13.094
9.500 100,00 282.874
1.841 10,00 2.900
26 99,04 26
25 351 0 0,00 0
3.700 52 3.752 0 0,00 0
5.000 99,99 37.421
-1.092 232 53,00 1.980 610
73 100,00 750 19.722
240.281 35 100,00 1.609.214 928
27.658 3.000 100,00 43.304 27.658
33.841 10.000 100,00 44.822 42.741
107.954 100,00 14.467 13.500
5.490 1.000 100,00 19.870 15.490
0 0,00 0 16.501
2.952 1.541 100,00 4.163 31.952
502.042 81,94 46.860 43.175
532.640 81,94 19.325
352 99,00 10
6.865 966 10 100,00 0 966
12.500 100,00 6.392
1 240.281 0 0,00 0
1 100,00 1
28.500 100,00 21.293
422 3.841 990.000 100,00 35.197 3.841
292.951 244.384 74.748 2.796.259 217.084
700 3,75 6.440
6.440
292.951 244.384 74.748 2.802.699 217.084

Anlage 3

Zusammensetzung und Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2013:

in TEUR Stand am
1.1.2013
Verwendung Auflösung Zuweisung Stand am
31.12.2013
1. Rückstellung für Abfertigungen 3.866 166 337 4.037
2. Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 16.354 1.106 17.460
3. Steuerrückstellung 2.651 2.651 0
4. Jubiläumsgeldrückstellungen 390 6 8 106 483
4. Urlaubsrückstellungen 1.465 160 309 1.614
5. Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 1.856 1.856 6.540 6.540
Aufsichtsratvergütungen 467 452 15 489 489
Prüfungskosten 162 162 156 156
Rechts- und Beratungskosten 560 397 13 161 312
Übrige 6.310 6.270 40 9.312 9.312
9.355 9.137 68 16.657 16.808
Summe 34.081 12.120 76 18.515 40.401

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die Gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 24. Februar 2014

KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs AG

Mag. Helmut Kerschbaumer Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Medieninhaber (Verleger): Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0, F +43 1 601 92 10425

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