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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 25, 2014

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2013/14 Zumtobel AG

  1. Mai 2013 bis 30. April 2014

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10
Umsatzerlöse 1.246,8 1.243,6 1.280,3 1.228,2 1.114,6
Bereinigtes EBIT 47,6 35,7 35,0 78,4 51,4
in % vom Umsatz 3,8 2,9 2,7 6,4 4,6
Jahresergebnis -4,8 6,1 15,2 51,3 -69,8
in % vom Umsatz -0,4 0,5 1,2 4,2 -6,3
Bilanzsumme 1.006,6 994,8 1.036,3 1.020,5 972,8
Eigenkapital 327,6 357,4 370,6 378,7 340,4
Eigenkapitalquote in % 32,5 35,9 35,8 37,1 35,0
Nettoverbindlichkeiten 126,2 113,2 141,4 141,3 131,4
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 79,5 79,8 88,1 123,2 80,4
Investitionen 65,6 59,5 57,1 57,3 48,7
in % vom Umsatz 5,3 4,8 4,5 4,7 4,4
F&E-Aufwand gesamt 71,8 69,1 58,7 48,6 39,8
in % vom Umsatz 5,8 5,6 4,6 4,0 3,6
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.291 7.162 7.456 7.814 7.329

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen

Inhalt

Fünfjahresübersicht
Brief des Vorstandsvorsitzenden
2
4
1. Konzernlagebericht 7
1.1
Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.2
Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______19
1.3
Die Zumtobel Aktie__________20
1.4
Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2012 _______23
1.5
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________23
1.6
Geschäftsverlauf_____________24
1.7
Mitarbeiter ___________32
1.8
Lieferanten___________35
1.9
Qualität _____________36
1.10
Betrieblicher Umweltschutz __________37
1.11
Forschung und Entwicklung __________38
1.12
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag _______39
1.13
Risikomanagement ___________40
1.14
Internes Kontrollsystem _____________46
1.15
Angaben zu § 243a UGB ____________49
1.16
Ausblick und Ziele ___________52
2. Konzernabschluss 55
2.1
Gewinn- und Verlustrechnung ________58
2.2
Gesamtergebnisrechnung____________59
2.3
Bilanz _______________60
2.4
Kapitalflussrechnung __________61
2.5
Eigenkapitalveränderungsrechnung___________62
2.6
Anhang _____________63
2.7
Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____123
2.8
Konsolidierungskreis_________124
Bestätigungsvermerk (Bericht des Abschlussprüfers) ________127
3. Corporate Governance Bericht 129
3.1
Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________131
3.2
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________132
3.3
Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____133
3.4
Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________134
3.5
Vergütungsbericht __________142
3.6
Bericht des Aufsichtsrats ___________147
4. Einzelabschluss ZAG 151
4.1
Bilanz ______________154
4.2
Gewinn- und Verlustrechnung _______156
4.3
Anhang ____________157
4.4
Anlagenspiegel _____________173
4.5
Lagebericht _________174
Bestätigungsvermerk (Bericht des Abschlussprüfers) ________185
5. Service 187

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ich habe am 1. Oktober 2013 den Vorstandsvorsitz der Zumtobel Gruppe übernommen und freue mich sehr, Ihnen in diesem Brief über die wesentlichen Ereignisse des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie über die Veränderungen und Fortschritte seit meinem Antritt berichten zu dürfen. Das Berichtsjahr 2013/14 stand im Zeichen einer zunehmenden Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung in Europa und einer umfassenden Neuorganisation der Zumtobel Gruppe.

Die Zumtobel Gruppe hat sich vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2013/14 durchaus respektabel behauptet. Mit Blick auf die Gewinnund Verlustrechnung zeigt sich auf Konzernebene eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse um 0,3% auf 1.246,8 Mio EUR (Vorjahr 1.243,6 Mio EUR), insbesondere die stetige Verbesserung der Umsatzentwicklung im Jahresverlauf stimmt dabei zuversichtlich. Erfreulich ist auch, dass der Konzernumsatz mit LED-Produkten im Vergleich zum Vorjahr um 52,6% auf 419,0 Mio EUR (Vorjahr 274,5 Mio EUR) gesteigert werden konnte. Damit wird die Strategie der Zumtobel Gruppe bestätigt, trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gezielt in den Ausbau des innovativen LED-Produktportfolios zu investieren. Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte mit 47,6 Mio EUR trotz einer flachen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr (35,7 Mio EUR) deutlich gesteigert werden. Angesichts der guten Liquidität, des niedrigen Verschuldungsgrades und der soliden Bilanzstruktur verfügt die Zumtobel Gruppe über eine gute finanzielle Ausgangslage, um von einer konjunkturellen Erholung zu profitieren.

Trotz dieser soliden Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr bin ich davon überzeugt, dass die Zumtobel Gruppe eine Kultur, Strukturen und Prozesse benötigt, die Zusammenarbeit und unternehmerisches Handeln fördern. Nur so können wir vom Technologiewandel und den sich bietenden Marktchancen bestmöglich profitieren und unsere Ergebnisse nachhaltig steigern. Dazu sind aber grundlegende Änderungen notwendig. In der seit 1. Dezember 2013 gültigen neuen Organisationsstruktur wird die Zumtobel Gruppe deutlich unternehmerischer geführt, Synergien in Fertigung und Vertrieb werden maximal genutzt und die Innovationskraft gestärkt. In beiden Segmenten sind jetzt alle Werke weltweit in nur noch einen globalen Bereich zusammengefasst mit dem Ziel, Kostenstruktur und Auslastung deutlich zu verbessern. Im markenübergreifenden Vertrieb des Lighting Segments etablieren wir eine flache, sehr kundennahe Vertriebsorganisation, um das gesamte Produktportfolio von Zumtobel und Thorn in allen Regionen aus einer Hand zu vermarkten. Für alle drei Marken (Zumtobel, Thorn, Tridonic) sowie für unser Geschäft mit Handelswaren (OEM & TPP) gibt es jeweils einen eigenen Geschäftsbereich mit dem Ziel, das Produktportfolio strategisch zu entwickeln, das Markenprofil zu schärfen und den Time-to-market-Prozess deutlich zu beschleunigen. In den neu geschaffenen zentralen Bereichen "Group Technology" und "Group Purchasing" werden durch eine bessere Zusammenarbeit auf Gruppenebene sowie optimierte Nutzung von bestehenden Ressourcen und Know-how Synergieeffekte gehoben und die Innovationskraft gestärkt.

Erfreuliche Fortschritte im Transformationsprozess

Abgeleitet von unserer neuen Organisationsstruktur haben wir konkrete Restrukturierungsmaßnahmen im Vertrieb und der Produktionsorganisation identifiziert, die wir jetzt zügig umsetzen. Zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung wurden für vier bis sechs der derzeit 18 Produktionswerke Projekte definiert, die eine deutliche Verkleinerung, einen Verkauf oder eine Schließung des Standorts zum Ziel haben. Im April und Mai 2014 haben wir Maßnahmen zur Einstellung der Produktion an den Standorten Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie Ennenda (Schweiz) in die Wege geleitet. Bei Tianjin und Landskrona wird das jeweilige Produktionsvolumen auf die anderen Leuchtenwerke verteilt. Die am Standort Ennenda hergestellten konventionellen Vorschaltgeräte für Hochdruckentladungslampen sind einem hohen Wettbewerbsdruck und damit einem massiven Preisverfall ausgesetzt. Diese Produkte sollen

Ulrich Schumacher

Umfassende

Neuorganisation der Zumtobel Gruppe

ab 2015 zugekauft werden. Im Vertrieb liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf der Zusammenführung der beiden bislang getrennten Verkaufsorganisationen von Zumtobel und Thorn. Signifikante Kosteneinsparungen werden durch die Zusammenlegung von Verwaltungsfunktionen, eine Konsolidierung der Infrastruktur wie etwa Schauräume und Büros sowie schlankere Managementstrukturen erreicht. Ein nennenswerter Teil dieser Maßnahmen im Vertrieb wurde bereits im vierten Quartal 2013/14 eingeleitet.

Mittelfristplanung bis 2016/17: Verdoppelung der Profitabilität bei leichtem Umsatzwachstum

In der europäischen Bauwirtschaft gibt es nach den neuesten Euroconstruct-Daten Anzeichen für eine Trendwende von einem rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld. In der Lichtindustrie verstärkt sich dieser Trend durch den Technologiewandel hin zu LED, das Thema Energieeffizienz sowie die Wachstumschancen in den neuen Märkten. Die Zumtobel Gruppe verfügt durch die Mehrmarkenstrategie, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich das Management der Zumtobel Gruppe zum Ziel gesetzt, in den kommenden drei Jahren durch Marktanteilsgewinne ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum zwischen 3% und 5% zu erreichen.

Aufgrund signifikanter Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen insbesondere in den Produktionsund Vertriebsbereichen soll die operative Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) bis 2016/17 von aktuell ca. 4% schrittweise auf etwa 8% bis 10% gesteigert werden. In Summe sollen die Herstellkosten mittelfristig von derzeit ca. 62% vom Umsatz um drei bis vier Prozentpunkte und die Vertriebs- und Verwaltungskosten von derzeit ca. 29% vom Umsatz um zwei bis drei Prozentpunkte gesenkt werden.

Ausblick GJ 2014/15: Verhaltener Optimismus, strukturelle Ergebnisverbesserung

Das Jahr 2014/15 wird für uns ein wichtiges Jahr des Übergangs sein, in dem wir ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum legen werden. Es gilt unsere neuen Strukturen ins Leben zu bringen, Ineffizienzen aus der Vergangenheit zu bereinigen und damit Wachstums- und Kostensynergien aus unserem Mehrmarkenansatz zu heben. Die dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen werden das operative Ergebnis in 2014/15 mit Sondereffekten in Höhe von etwa 20 Mio EUR belasten.

Aufgrund der positiven konjunkturellen Signale aus dem zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 sowie der geplanten signifikanten Kosteneinsparungen blicken wir trotz einer weiterhin eingeschränkten Visibilität mit verhaltenem Optimismus in die nächsten Monate. Die Umsatzentwicklung wird einerseits durch einen leichten Rückenwind aus dem verbesserten Marktumfeld in Europa unterstützt, andererseits fallen die Umsätze mit magnetischen Vorschaltgeräten aufgrund des inzwischen abgeschlossenen Ausstiegs aus dieser Technologie weg. Insgesamt erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2014/15 trotz des Wegfalls der Magnetik-Umsätze ein Umsatzwachstum von rund 3% und eine Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 5% bis 6% (bereinigte EBIT-Marge im GJ 2013/14: 3,8%). Vor dem Hintergrund der erwarteten positiven Entwicklung schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 25. Juli 2014 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 0,18 EUR je Aktie vor.

Baukonjunktur und Technologiewandel geben Rückenwind für leichtes Umsatzwachstum

Signifikante Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen

Jahr des Übergangs

Leichtes Umsatzwachstum und deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich auf die Herausforderungen in meiner neuen Tätigkeit. Die ersten neun Monate in der Zumtobel Gruppe haben bestätigt, dass dieses Unternehmen angesichts der hervorragenden Markt- und Technologieposition über gute Wachstumspotenziale verfügt, die wir gemeinsam durch weitere Performancesteigerungen sowie Kostenreduktionen und Portfoliooptimierungen realisieren werden. Die großen Veränderungen in unserer Branche erfordern volles Engagement und hohe Flexibilität in der gesamten Zumtobel Gruppe.

Hierbei können wir uns auf unsere engagierten und hervorragend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen, bei denen ich mich ausdrücklich auch im Namen meiner Vorstandskollegen sehr herzlich für ihren Einsatz und ihre Leistungen bedanken möchte. Für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser Dank auch unseren Kunden, Lieferanten sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären.

Ulrich Schumacher Chief Executive Officer

Konzernlagebericht Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.1.1
Konzernstruktur _____________10
1.1.2
Produkte und Produktionsstandorte__________11
1.1.3
Marktposition und Markenpositionierung ______13
1.1.4
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Gruppe _______14
1.1.5
Energieeffizienz und LED-Technologie als strukturelle Umsatztreiber ___15
1.1.6
Unternehmensstrategie und Mittelfristziele_____16
1.1.7
Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit _______18
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______19
1.3 Die Zumtobel Aktie__________20
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2013 _______23
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________23
1.6 Geschäftsverlauf_____________24
1.6.1
Auf einen Blick ________24
1.6.2
Umsatzentwicklung___________24
1.6.3
Ertragsentwicklung ___________27
1.6.4
Cashflow, Finanz- und Vermögenslage _________29
1.7 Mitarbeiter ___________32
1.8 Lieferanten___________35
1.9 Qualität _____________36
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________37
1.11 Forschung und Entwicklung __________38
1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag _______39
1.13 Risikomanagement ___________40
1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie___41
1.13.2 Geschäftsrisiken / Vertrieb / Produktion _______41
1.13.3 Vermögensrisiken ____________43
1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________43
1.13.5 Produkthaftungsrisiken ________43
1.13.6 Rechtliche Risiken ____________43
1.13.7 Risiken im Finanzbereich _______44
1.13.8 Kreditrisiko ___________45
1.13.9 Bilanzielle Risiken ____________45
1.13.10 Andere Risiken _____________46
1.14 Internes Kontrollsystem _____________46
1.14.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems______46
1.14.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung________47
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________49
1.16 Ausblick und Ziele ___________52

1. Konzernlagebericht

1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick

1.1.1 Konzernstruktur

Vorstandswechsel im Geschäftsjahr 2013/14 Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 wurde Ulrich Schumacher zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) und interimistischen Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel Gruppe bestellt. Sein Mandat läuft bis 30. April 2017. Er übernahm den Vorstandsvorsitz von Harald Sommerer, der gleichzeitig mit Mathias Dähn, Finanzvorstand der Zumtobel Gruppe, per 30. September 2013 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Frau Karin Sonnenmoser wurde mit Wirkung vom 1. Mai 2014 zum neuen CFO der Zumtobel Gruppe bestellt. Den Posten des Chief Operating Officer bekleidet seit 1. September 2009 Martin Brandt.

Umfassende Neuorganisation der Zumtobel Gruppe

In der seit 1. Dezember 2013 gültigen neuen Organisationsstruktur wird die Zumtobel Gruppe deutlich unternehmerischer geführt, Synergien in Fertigung und Vertrieb werden maximal genutzt und die Innovationskraft gestärkt.

*vereinfachte Darstellung

Die drei Marken Zumtobel, Thorn und Tridonic werden als Geschäftsbereiche (Business Divisions) organisiert. In einem vierten Geschäftsbereich "OEM & TPP" liegt die Zuständigkeit für Handelswaren und OEM-Leuchten. Organisatorisch sind den Geschäftsbereichen die Funktionen Produktmanagement, Entwicklung, Marketing und Qualität zugeordnet mit dem Ziel, das Produktportfolio strategisch zu entwickeln, das Markenprofil zu schärfen und den Time-to-market-Prozess deutlich zu beschleunigen. Die Leiter der Geschäftsbereiche verantworten das wirtschaftliche Ergebnis sowie den gesamten Logistikprozess von der Kundenanforderung bis zur Auslieferung des fertigen Produkts. Geschäftsbereiche mit klarem strategischem Fokus

Sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft ist der globale Vertrieb in sieben Regionen organisiert. Im Leuchtengeschäft werden diese durch das zentrale Key-Account-Management und die Abteilung "International Projects" ergänzt. Mit dem Key-Account-Management betreut die Zumtobel Gruppe ihre Schlüsselkunden über Länder und Regionen hinaus. Die "International Projects" betreuen das Globale Vertriebsstruktur

weltweite Architekten- und Lichtplanernetzwerk. Die neu etablierte Einheit "Central Sales" stellt unter anderem einheitliche Vertriebsprozesse, -methodiken und -instrumente zur Verfügung und definiert damit den Rahmen aller Vertriebsaktivitäten. Aufgabe der Regionalleiter ist es, die Marktanteile durch die optimale Nutzung des Angebots aller Marken zu maximieren.

Eine zentrale Maßnahme in der neuen Organisationsstruktur ist die Zusammenfassung aller Leuchtenwerke in eine globale Operations-Organisation. Dabei werden die Werke so eingebunden, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen der gesamten Gruppe am besten einsetzen können. Wichtigstes Ziel dieses Bereichs ist es, die angeforderten Produkte in der vorgegebenen Quantität und Qualität zu vorgegebenen, wettbewerbsfähigen Zielkosten zur Verfügung zu stellen. In dem neu geschaffenen zentralen Bereich Group Purchasing wird das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe gebündelt, um dadurch stärkere Synergieeffekte zu erzielen.

Der Schwerpunkt von Group Technology liegt auf der gruppeninternen Standardisierung von LED-Komponenten und der Entwicklung von Plattformkonzepten. Eine weitere Säule ist der Bereich Technologie-Scouting mit der vorgelagerten Forschungsarbeit, insbesondere in den Bereichen Sensorik, Schnittstellen und Datenformate sowie Architektur zukünftiger Lichtsysteme.

Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach den beiden Segmenten "Leuchten" und "Komponenten". Die ausgewiesenen Umsätze mit LED-basierten Produkten – das sind Umsätze mit LED-Leuchten und LED-Komponenten – betreffen beide Segmente und werden je nach Produktart im jeweiligen Segment erfasst. Das Segment "Leuchten" (Lighting Segment) umfasst die Marken Zumtobel und Thorn sowie das Geschäft mit OEM-Leuchten und Leuchtenhandelswaren. Im Segment "Komponenten" (Components Segment) wird das Geschäft der Marke Tridonic abgebildet.

1.1.2 Produkte und Produktionsstandorte

Die Zumtobel Gruppe bietet professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen- und Außenbereich an. Im Lighting Segment deckt das Unternehmen mit den Marken Zumtobel und Thorn die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Schule und Bildung, Verkauf und Präsentation, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Kunst und Kultur, Industrie und Technik sowie Außenbeleuchtung für öffentliche Räume, Straßen und Tunnels, Städte und Sportstätten ab. Darüber hinaus werden Lücken im Produktportfolio mit Zukaufprodukten geschlossen. Das breit gefächerte Produktangebot des Components Segments umfasst elektronische sowie digital dimmbare Lampenbetriebsgeräte, Zündgeräte, Lichtmanagementsysteme, LED-Module, OLED-Module, LED-Betriebsgeräte ("Konverter"), Verbindungstechnologie und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 auch magnetische Vorschaltgeräte. Die Zumtobel Gruppe hat vor Jahren die strategische Entscheidung getroffen, nicht in die kapitalintensive LED-Chip-Fertigung zu investieren, sondern diese Produkte von Chipherstellern zuzukaufen.

Globale Werksorganisation und zentraler Einkauf

Standardisierung und Entwicklung von Plattformkonzepten

Aufteilung in Leuchten- und Komponentensegment

Die Zumtobel Gruppe deckt die Wertschöpfungskette umfassend ab

Die fünfstufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Marken der Zumtobel Gruppe vollumfänglich abgedeckt.

Fragmentiertes Produktionsnetzwerk

Der Konzern verfügt zum 30. April 2014 über 18 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsbüros und -partner in über 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden die Komponentenwerke in Fürstenfeld (Österreich) und Melbourne (Australien) im Rahmen des Ausstiegs aus der Produktion von magnetischen Vorschaltgeräten und Transformatoren geschlossen beziehungsweise verkauft. Im April und Mai 2014 wurden Maßnahmen zur Einstellung der Produktion an den Standorten Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie Ennenda (Schweiz) in die Wege geleitet.

Global Player der Lichtindustrie

1.1.3 Marktposition und Markenpositionierung

Die Zumtobel Gruppe hat sowohl im Bereich der professionellen Beleuchtung als auch bei Betriebsgeräten eine führende Marktposition in Europa und Australien. Damit ist der Konzern eines der wenigen weltweit agierenden Unternehmen der internationalen Lichtindustrie. Rund 80% des Konzernumsatzes werden in Europa generiert. Die professionelle europäische Leuchtenindustrie ist mit über 800 Anbietern weiterhin stark fragmentiert. Die zehn größten europäischen Leuchtenhersteller decken nur etwas mehr als 40% des Gesamtmarktes ab. Demgegenüber weist die konventionelle Komponentenindustrie weltweit einen höheren Konsolidierungsgrad auf. In den Bereichen LED-Module und LED-Konverter drängen in jüngster Zeit viele neue Anbieter in den Markt, vor allem aus dem asiatischen Raum.

Der Konzern verfolgt eine Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten Marken (Thorn, Zumtobel, Tridonic) unterschiedliche Geschäftsfelder, Kundenzielgruppen und Vertriebskanäle im Lichtmarkt anspricht und damit eine breite Abdeckung des internationalen Leuchtenmarktes sicherstellt. Der gemeinsame Kern aller Marken ist die konsequente Orientierung an Energieeffizienz sowie Innovation und Nachhaltigkeit. Mehrmarkenstrategie

Als Innovationsführer bietet die Premium-Leuchtenmarke Zumtobel ein umfassendes Spektrum an hochwertigen Leuchten und Lichtsteuerungssystemen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche der professionellen Gebäudebeleuchtung. Neben neuesten Entwicklungen aus Technologie und Forschung gibt vor allem die langjährige Zusammenarbeit im Projektgeschäft mit international führenden Architekten, Lichtplanern und Künstlern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Portfolios. Ausgezeichnetes Design und innovative Technologie verschmelzen bei den Produkten von Zumtobel harmonisch miteinander und stellen die Markenphilosophie, mit Licht Erlebniswelten zu schaffen, in den Mittelpunkt. Darüber hinaus setzt Zumtobel für die Zukunft verstärkt auf die Globalisierung der Marktpräsenz, die innovative Weiterentwicklung des Produktportfolios, auf den Ausbau der Controls-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung des Service-Geschäfts.

Zumtobel ist eine internationale Premiummarke für ganzheitliche Lichtlösungen

Thorn ist eine
internationale Marke
mit Fokus auf
verlässlicher
Performance
Kunden in über 100 Ländern schätzen Thorn für seine Zuverlässigkeit, seine einfache, bedienungsfreundliche
Funktionalität und das technisch anspruchsvolle Design des umfassenden Produktportfolios. Die Marke
Thorn vertreibt ihre Leuchten und Lichtlösungen an eine breite Zielgruppe wie etwa Großhändler, Elektriker,
Planer, Kommunen bis hin zum Endanwender. Die Produkte von Thorn kommen im sowie rund um das
Gebäude, im städtischen Raum, in Sportstätten, Tunnels und Straßen zum Einsatz. Insbesondere im Bereich
der Außenbeleuchtung zählt die Marke Thorn zu den weltweit führenden Anbietern. In Zukunft setzt Thorn
verstärkt auf die Modernisierung des Produktportfolios für den Außenbereich und die Entwicklung
kosteneffizienter Volumenprodukte für den Indoor-Bereich.
Vermehrter Einsatz
von Plattform
konzepten
Es ist die Aufgabe des Top-Managements, den Entwicklungsprozess und die Produkt-Roadmaps aller Marken
zu koordinieren, die Überschneidungen im Portfolio zu minimieren und vor allem eine maximale Nutzung
von gruppeninternen Gleichteilen und Plattformkonzepten sicherzustellen.
Tridonic ist der
Spezialist für das
Betreiben, Steuern
und Managen von
Licht
Tridonic steht als weltweit agierende Marke für die inneren Werte des Lichts. Als OEM-Zulieferer
(Original Equipment Manufacturer)
bedient das Unternehmen Leuchtenhersteller in aller Welt und
generiert damit rund 80% seines Umsatzes außerhalb der Zumtobel Gruppe. Kunden schätzen Tridonic als
innovativen und kompetenten Partner. Dabei setzt die Marke mit maßgeschneiderten Lösungen,
kompromissloser Qualität und hoch entwickelten Fertigungstechnologien neue Standards. Mehr als 2.000
Patente
dokumentieren
die
Innovationskraft
von
Tridonic.
In
jüngster
Zeit
konnte
der
Komponentenhersteller vor allem im Bereich LED seine Kompetenz weiter ausbauen.
1.1.4
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Gruppe
Die ausgezeichnete Wettbewerbsposition der Zumtobel
Gruppe basiert vor allem auf dem breit
gefächerten Marktzugang, dem profunden Know-how in der Lichtanwendung, der umfassenden Abdeckung
der Wertschöpfungskette sowie der starken Technologieposition.
Mehrmarkenansatz
mit Fokus auf
Kundenschnittstelle
Vertrieb
Der Vertrieb nimmt eine Schlüsselrolle im Geschäftsmodell der Zumtobel Gruppe ein. Der Konzern verfügt
im Berichtsjahr über
2.146
Mitarbeiter im Vertrieb. In der neuen Organisationsstruktur werden im
Leuchtensegment in allen sieben Vertriebsorganisationen die Verkaufsaktivitäten nach vier Vertriebskanälen –
Projektgeschäft,
Endkunden,
Großhandel,
öffentliches
Außenlicht

transparent
strukturiert.
Der
Vertriebsansatz der Marke Zumtobel geht vorwiegend direkt über das professionelle Projektgeschäft sowie
das Endkundengeschäft. Die Geschäftsaktivitäten der Marke Thorn werden über alle vier Vertriebskanäle
abgewickelt. Ein verbindendes Element der Marken Thorn und Zumtobel ist das Arbeiten in Netzwerken, die
über die Jahre entwickelt wurden. Die große Bedeutung des Marktzugangs zeigt sich auch im Components
Segment, da die Produkte in den fragmentierten Leuchtenherstellermarkt verkauft werden. Eine besondere
Stärke der Tridonic sind dabei die langjährigen Kundenbeziehungen mit den vielen Leuchtenherstellern.
Know-how in der
Lichtanwendung
Eine kundenspezifische Lichtlösung erfordert viel Wissen über die konkrete Anwendung von Licht.
Vertriebsmitarbeiter müssen dabei nicht nur die technische und funktionale Seite des Themas Licht, sondern
auch die ästhetischen und emotionalen Implikationen verstehen und die positive Wirkung von gutem Licht
auf das Wohlbefinden des Nutzers sowie das Energieeinsparpotenzial vermitteln können. Daher ist eine
fundierte und umfassende Aus- und Weiterbildung für die Vertriebsqualität entscheidend.
Umfassende
Abdeckung der
Wertschöpfungskette
Ein
wesentlicher
Erfolgsfaktor
der
Zumtobel
Gruppe
ist
die
umfassende
Abdeckung
der
Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung –
vom Modul bis zur Lichtlösung. Mit der
zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und
Controls
wird
diese
Kompetenz
immer
wichtiger.
Insbesondere
aus
der
Entwicklungs-
und

Forschungszusammenarbeit zwischen dem Leuchten- und dem Komponentensegment ergeben sich auf der

15

einen Seite Synergiepotenziale innerhalb der Gruppe und auf der anderen Seite Möglichkeiten der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde der gesamte Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) um 3,9% auf 71,8 Mio EUR erhöht. Der technologische Wandel von herkömmlichen Lichtquellen zu LEDs sowie die zunehmende Komplexität intelligenter Beleuchtungssysteme stellt für F&E eine große Herausforderung dar. Dies führt zu steigendem Kapital- und Ressourcenbedarf. Die Zumtobel Gruppe als einer der größten Anbieter in Europa hat hier Vorteile im Wettbewerb gegenüber den vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern. Das umfangreiche Patentportfolio macht die innovative Kraft des Unternehmens deutlich und sichert Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit Unternehmen aus der Elektronikindustrie. Auf weitere Ausführungen im Kapitel 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

1.1.5 Energieeffizienz und LED-Technologie als strukturelle Umsatztreiber

Wesentlicher struktureller Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie ist das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen sowie die Potenziale der LED-Technologie.

Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO2 - Emissionen eine wachsende Aufmerksamkeit und ist der zentrale Wachstumstreiber für die Zumtobel Gruppe. Auf künstliche Beleuchtung entfallen 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Davon verbrauchen gewerbliche Bauten und Außenbeleuchtungen – also Licht in genau den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Gruppe darstellen – gut zwei Drittel.

Mit einer intelligent gesteuerten Lichtlösung lassen sich Einsparungen von bis zu 80% des Stromverbrauchs erreichen. Die wichtigsten Ansatzpunkte für mehr Energieeffizienz sind neben dem Leuchtendesign der Einsatz intelligenter Steuerungssysteme, elektronischer und elektronisch dimmbarer Vorschaltgeräte und neuer, innovativer Leuchtmittel wie LEDs. Die Einsparpotenziale erschließen sich durch die Kombination unterschiedlicher Optimierungsmaßnahmen, beginnend beim Design einer Leuchte hinsichtlich einer Verbesserung der Licht- und Wärmeeigenschaften (Wirkungsgrad, Wärmehaushalt, Lichtverteilung etc.) über die richtige Auswahl der Lampentechnologie und Materialien bis hin zur exakten Berechnung von Reflektoren und Prismen (optische Systeme). Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einsatz von elektronischen bzw. elektronisch dimmbaren Betriebsgeräten anstelle der herkömmlichen, deutlich weniger effizienten magnetischen Vorschaltgeräte. Zusätzlich regeln intelligente Steuerungssysteme etwa über Präsenzmelder und abhängig von Tageslicht und -zeit situationsgerecht die Beleuchtungsintensität. Neben den signifikanten finanziellen Einsparungspotenzialen wird die wachsende Nachfrage nach energieeffizienter Beleuchtung auch durch gesetzliche Vorgaben wie den EU-Richtlinien zu Gebäudeeffizienz und Ökodesign unterstützt.

Bei der gezielten Vermarktung energieeffizienter Produkte rückt die vergleichende Berechnung von Energieund Investitionskosten während des Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen ("Total Cost of Ownership") immer mehr in den Vordergrund. Es ist aber der Anspruch der Zumtobel Gruppe, Lichtlösungen zu schaffen, die eine ausgewogene Balance zwischen Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität erzielen. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit sowie Gesundheit schaffen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren.

Die Potenziale der LED-Technologie sind weiterhin eines der bestimmenden Themen in der Lichtindustrie. LEDs (Licht emittierende Dioden) bieten deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln hinsichtlich Lichtleistung, Lebensdauer und Energieverbrauch und ermöglichen angesichts ihrer kompakten

Starke Technologieposition

Energieeffizienz ist der zentrale Wachstumstreiber

Einsparpotenzial von bis zu 80% durch intelligent gesteuerte Lichtlösungen

Gutes Licht fördert das Wohlbefinden der Menschen

Stark steigende Nachfrage nach LED-

Beleuchtung

Bauform neue Ansätze für Produktdesign und Funktionalität. Diese Technologie gewinnt durch die stetig steigende Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips und der zunehmenden Sensibilisierung hinsichtlich des Themas Energieeffizienz eine immer größere Bedeutung. In vielen Anwendungsbereichen rechtfertigen die erheblich geringeren Energiekosten während der Gebrauchsphase sowie die deutlich reduzierten Wartungs- und Instandhaltungskosten die höheren Investitionsausgaben. Die Amortisationszeiten liegen grundsätzlich je nach Anwendung zwischen ein und sechs Jahren.

1.1.6 Unternehmensstrategie und Mittelfristziele

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine langfristig ausgerichtete, profitable Wachstumsstrategie. Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist der Mehrmarkenansatz sowie die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Modul bis zur Lichtlösung. Damit kann die Zumtobel Gruppe Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. Es ist daher das Ziel des Managements, die Zumtobel Gruppe als Ganzes zu optimieren und zu führen. Mehrmarkenansatz als strategischer Erfolgsfaktor

In der europäischen Bauwirtschaft gibt es nach den neuesten Euroconstruct-Daten Anzeichen für eine Trendwende von einem rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser Trend durch den Technologiewandel hin zu LED, das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen sowie die Wachstumschancen in Asien und dem Mittleren Osten. Die Zumtobel Gruppe verfügt durch den breit gefächerten Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Gruppe zum Ziel gesetzt, in den kommenden drei Jahren durch Marktanteilsgewinne ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum zwischen 3% und 5% zu erreichen. Jährliches Umsatzwachstum von 3% bis 5%

Schrittweise Verbesserung der Profitabilität auf 8% bis 10% bis 2016/17

Das Berichtsjahr 2013/14 stand ganz im Zeichen einer umfassenden Neuorganisation der Zumtobel Gruppe. In der seit 1. Dezember 2013 gültigen neuen Organisationsstruktur wird die Zumtobel Gruppe deutlich unternehmerischer geführt, Synergien in Fertigung und Vertrieb werden maximal genutzt und die Innovationskraft gestärkt. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren die Profitabilität von aktuell ca. 4% schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Abgeleitet von unserer neuen Organisationsstruktur setzt das Unternehmen auf signifikante Kosteneinsparungen in Vertriebsadministration und -infrastruktur, auf eine Verbesserung der Auslastung in der Produktion sowie Synergien im Einkauf.

Zumtobel Gruppe – Mittelfristziele 2016/17

*Bereinigte EBIT-Zielmarge 2016/17 basiert auf der Annahme von 3-5% jährlichem Wachstum

Im Bereich der Produktionsorganisation werden die bisherigen Zumtobel und Thorn Werke in nur noch einen globalen Fertigungsverbund zusammengeführt. Dabei werden die Werke so aufgestellt, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen der gesamten Gruppe am besten einsetzen können. Innerhalb des Netzwerks wird es verstärkte Zusammenarbeit und Produktverlagerungen, insbesondere nach Asien, geben. Zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung wurden für vier bis sechs der derzeit 18 Produktionswerke Projekte definiert, die eine deutliche Verkleinerung, einen Verkauf oder eine Schließung des Standorts zum Ziel haben. Im April und Mai 2014 hat das Management der Zumtobel Gruppe Maßnahmen zur Einstellung der Produktion an den Standorten Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie Ennenda (Schweiz) in die Wege geleitet. Im Rahmen der Optimierung der Werksaufstellung in China wird das gesamte Produktionsvolumen aus Tianjin an den Standort in Guangzhou in Südchina verlagert. Die Leuchtenproduktion in Landskrona soll bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 beendet werden. Die am Standort Ennenda hergestellten konventionellen Vorschaltgeräte für Hochdruckentladungslampen sind einem hohen Wettbewerbsdruck und damit einem massiven Preisverfall ausgesetzt. In Zukunft werden diese Produkte an einen externen Zulieferpartner vergeben werden. Neben weiteren Effizienz- und Qualitätsverbesserungen werden über eine gruppenweite Einkaufsfunktion zusätzlich deutliche Kosteneinsparungen erreicht. In Summe sollen die Herstellkosten bis 2016/17 von derzeit ca. 62% vom Umsatz um drei bis vier Prozentpunkte gesenkt werden.

Der Schwerpunkt im Vertrieb des Leuchtensegments liegt auf der Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. In allen sieben Vertriebsorganisationen werden die Verkaufsaktivitäten nach vier Vertriebskanälen – Projektgeschäft, Endkunden, Großhandel, öffentliches Außenlicht – transparent strukturiert. Signifikante Kosteneinsparungen werden durch die Zusammenlegung von Verwaltungsfunktionen, eine Konsolidierung der Infrastruktur wie etwa Schauräume und Büros sowie schlankere Managementfunktionen erreicht. Auf der Kostenseite ist es das Ziel, bis zum Jahr 2016/17 die Vertriebs- und Verwaltungskosten im Konzern von derzeit ca. 29% vom Umsatz um zwei bis drei Prozentpunkte zu reduzieren. Die neue Vertriebsorganisation zeichnet sich zudem durch mehr Kundennähe und Unternehmertum in den Regionen sowie eine koordinierte, flächendeckende Vermarktung der Produktportfolios beider Leuchtenmarken aus.

Die Zumtobel Gruppe wird in den nächsten Jahren verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren. Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen LED-Effizienz und -Optiken, der Architektur zukünftiger

Weltweiter Fertigungsverbund mit verbesserter Auslastung

Signifikante Kosteneinsparung in Vertriebsverwaltung und -infrastruktur

Stärkung der Technologieposition Lichtsysteme, Sensorik und Controls. Durch die gruppeninterne Standardisierung von Komponenten und die Entwicklung von Plattformkonzepten werden Synergien genutzt, Komplexität reduziert und die Entwicklungsgeschwindigkeit gesteigert. In Summe wird der F&E-Aufwand in den nächsten Jahren, insbesondere aufgrund höherer Ausgaben im Bereich der Softwareentwicklung, um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigen und mit ca. 6% vom Umsatz leicht über dem aktuellen Niveau liegen.

Fortsetzung der Strukturanpassungen bei der Tridonic

Nachhaltigkeit hat einen engen Bezug zum Kerngeschäft

Bei der Marke Tridonic erfordert der Technologiewandel die Fortsetzung der Restrukturierung des Geschäfts. Der Umsatz mit konventionellen Komponenten ist strukturell rückläufig und neue, aggressive Wettbewerber drängen in den Markt für LED-Komponenten. Das Magnetikgeschäft ist eine auslaufende Technologie und dementsprechend hat sich die Tridonic zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 aus der Produktion und dem Vertrieb magnetischer Vorschaltgeräte zurückgezogen. Die Herausforderung liegt darin, auf der einen Seite die Kostenstrukturen konsequent an das Umsatzniveau anzupassen und auf der anderen Seite schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren. Die langjährige Partnerschaft mit den OEM-Kunden war und ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Tridonic. In Zukunft sollen nicht mehr die einzelnen Komponenten, sondern eine auf den Kunden abgestimmte Lösung und Dienstleistung im Vordergrund stehen. Um das dafür notwendige umfassende Portfolio zur Verfügung stellen zu können, strebt Tridonic künftig zuehmend strategische Partnerschaften mit Kunden sowie anderen Spielern entlang der Wertschöpfungskette an.

1.1.7 Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln sind in der Zumtobel Gruppe fest verankert. Dazu haben sich über die Jahrzehnte sowohl im ökologischen als auch im sozialen Bereich zahlreiche Aktivitäten entwickelt. Die Zumtobel Gruppe hat mit ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit einen engen Bezug zu ihrem Kerngeschäft, leistet doch der Einsatz energieeffizienter, intelligent gesteuerter Lichttechnik einen beachtlichen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs.

Um den Beitrag der Gruppe zur Energieeffizienz zu veranschaulichen, wurde eine Größenordnung des Einsparpotenzials errechnet, welches das Unternehmen dem Markt durch sein Portfolio an energieeffizienten Produkten im Berichtsjahr zur Verfügung gestellt hat. Unter diesen Annahmen hat die Zumtobel Gruppe im Berichtsjahr dazu beigetragen, Energieeinsparungen von 1.100.710 Megawattstunden (Vorjahr: 642.289 MW) zu realisieren. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von 366.903 Zwei-Personen-Haushalten (Vorjahr: 214.096). Umgerechnet auf die CO2 -Emissionen eines Kohlekraftwerks entspricht der Energieeinsparungsbeitrag der Zumtobel Gruppe im Jahr 2013/14 rund 946.611 Tonnen CO2 .

Anpassung der Nachhaltigkeitsaktivitäten auf die neue Struktur

Seit dem Jahr 2009 berichtet die Zumtobel Gruppe jährlich in ihrem Nachhaltigkeitsbericht und über die Konzernwebseite transparent über Aktivitäten, Fortschritte und Ziele mit Bezug zu Nachhaltigkeit. Eine positive Resonanz ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung erfährt die Zumtobel Gruppe regelmäßig durch gute Platzierungen beispielsweise beim Austrian Sustainability Reporting Award. In diesem Wettbewerb, in dem Nachhaltigkeitsberichte von unabhängiger und fachkompetenter Seite bewertet werden, erreichte die Zumtobel Gruppe im Jahr 2013 den 3. Platz.

Angesichts der signifikanten Veränderungen im Geschäftsjahr 2013/14, insbesondere mit Blick auf die Unternehmensstruktur, sollen auch die Nachhaltigkeitsaktivitäten als integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit den neuen Strukturen und strategischen Schwerpunkten angepasst werden. Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2013/14 kein gesonderter Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, im Rahmen des vorliegenden Jahresfinanzberichtes aber im bekannten Umfang über nicht finanzielle Indikatoren und Themen berichtet. Im Geschäftsjahr 2014/15 wird gemäß den Anforderungen GRI 4 (Global Reporting Initiative, Version 4) eine strukturierte Wesentlichkeitsanalyse erstellt, die mit den Ergebnissen einer Stakeholderbefragung abgeglichen wird. Auf Basis dieser Ergebnisse wird die Zumtobel Gruppe ihr Engagement für Nachhaltigkeit – abgestimmt auf die neue Unternehmensstrategie – neu ausrichten.

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich im Berichtsjahr ab

Das Geschäftsjahr 2013/14 war von einer weiterhin schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt. Dies führte dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen im Laufe des Jahres mehrfach zurücknahm und sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2013 bis 30.April 2014) stärker als ursprünglich erwartet abgeschwächt hat. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2013 auf 3,0% nach 3,2% in 2012 1 .

Die Eurozone wies im Kalenderjahr 2013 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5% aus. Vor allem die südeuropäischen Nationen wie etwa Italien (minus 1,9%), Spanien (minus 1,2%), Portugal (minus 1,4%) sowie einige osteuropäische Länder verharrten in der Rezession, aber auch in der für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verlangsamte sich die Wachstumsdynamik im Berichtsjahr. Deutschlands Wirtschaft wuchs nach Angaben des IWF um lediglich 0,5% und Österreichs Wirtschaft um 0,4%. Die Schweiz konnte dagegen um 2% zulegen. Im letzten Quartal des Kalenderjahres 2013 war die Entwicklung allerdings vom Ende der sechs Quartale andauernden Rezession in der Eurozone geprägt. Das steigende Vertrauen in die Stabilität der Eurozone zeigte sich am deutlichsten in Form sinkender Risikoaufschläge für Staatsanleihen der Peripheriestaaten. Als Reaktion auf die rückläufigen Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2013 noch einmal den Leitzins auf ein neues Rekordtief und bekräftigte die Bereitschaft und den Handlungsspielraum der EZB, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Die USA verzeichneten im Vergleich zu den anderen westlichen Industriestaaten mit 1,9% das stärkste Wirtschaftswachstum in 2013. Die Entwicklung in den USA war geprägt von Ausgabenkürzungen und politischer Uneinigkeit bezüglich des Schuldenlimits. Die US-Notenbank kündigte an, die extrem expansive Geldpolitik zu beenden. Während die Zukäufe von Staatsanleihen schrittweise reduziert werden, soll der Leitzins vorerst weiterhin auf dem niedrigen Niveau verbleiben. Vergleichsweise weniger dynamisch als in den vergangenen Jahren entwickelten sich dagegen die Schwellen- und Entwicklungsländer. Dazu trug einerseits die Wirtschaftsschwäche der Industrienationen bei, die die Exportaussichten eintrübte, andererseits kämpfen diese Länder mit fehlenden Strukturreformen und drohenden Kapitalproblemen. Von den BRIC-Nationen konnte China eine Expansion des Sozialprodukts um 7,7% verkünden, auch Indien (plus 4,4%) konnte deutlich zulegen, während die wirtschaftliche Entwicklung in Brasilien und Russland mit vergleichsweise bescheidenen plus 2,3% beziehungsweise plus 1,3% deutlich an Dynamik verlor.

In seiner jüngsten Konjunkturprognose vom April 2014 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung ein verhalten positives Bild und erwartet ein globales Wirtschaftswachstum für 2014 um 3,6% und in 2015 von 3,9%. Während sich die Lage in den entwickelten Volkswirtschaften gegen Ende des Geschäftsjahres 2013/14 zunehmend stabilisierte beziehungsweise zum Teil sogar verbesserte, verlangsamte sich dagegen die Wachstumsdynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Experten des IWF sehen die größte Gefahr für die weltweite Konjunktur mittlerweile in den Schwellenländern sowie in einer jahrelangen Stagnation in Europa. Von der Europäischen Zentralbank wird mehr geldpolitische Lockerung gefordert, um die Konjunktur stärker zu beleben und der Gefahr fallender Preise entgegenzuwirken.

Konjunkturelle Zuversicht steigt, aber Abwärtsrisiken bestehen weiterhin

Eurozone lässt Rezession hinter sich

1.3 Die Zumtobel Aktie

Wichtige internationale Leitbörsen können 2013/14 zulegen

Insgesamt gutes Börsenjahr für globale Aktienmärkte

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum insgesamt positiv. Hauptgründe dafür waren das Ende der Rezession in Europa, die verbesserten mittelfristigen Wachstumsaussichten für viele Industriestaaten und eine sinkende Wahrscheinlichkeit von konjunkturellen Risikoszenarien. In Folge konnte der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Aktie enthalten ist, im Berichtsjahr von 2.414 auf 2.525 zulegen, was einer leichten Kurssteigerung von 4,6% entspricht. Deutlich im Plus waren in diesem Zeitraum andere Leitbörsen wie der Dow Jones (11,7%) in den USA, der DAX (plus 21,3%) in Deutschland oder der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 (plus 17,9%).

Das Kalenderjahr 2014 begann für die Aktienmärkte schwach. Tonangebend war die Sorge um die Schwellenländer. Es begann mit schlechten Konjunkturdaten aus China sowie politischen Problemen in der Türkei und der Ukraine. Dann wurde die Angst vor abflauendem Wachstum in den sonst dynamischen Emerging Markets zusätzlich durch die Ankündigung der US-Notenbank verstärkt, die amerikanische Geldpolitik erstmals wieder etwas zu straffen. Dadurch stiegen die Renditen für Investitionen in den USA, was in den Schwellenländern eine regelrechte Kapitalflucht auslöste. Ende des Geschäftsjahres 2013/14 hielten die niedriger ausfallenden Gewinnperspektiven der Unternehmen, Deflations- und Stagnationsgefahr sowie die Kriegsgefahr in der Ukraine das weitere Aufwärtspotenzial der Aktienmärkte in Grenzen, obwohl sich die weltweiten Konjunkturaussichten schrittweise verbesserten.

Zumtobel Aktie legt im Geschäftsjahr um 76,4% zu

Kursentwicklung liegt deutlich über ATX-Durchschnitt

Für die Zumtobel Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2013/14 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2013 bis Ende April 2014 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 76,4% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 4,6%). Bereits während des ersten Quartals des Geschäftsjahres, am 2. Juli 2013, erreichte die Aktie mit 7,559 EUR ihr Jahrestief. Danach legte der Kurs kontinuierlich von Quartal zu Quartal zu. Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die aufkeimende Hoffnung einer Erholung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft und insbesondere die positiven Erwartungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel und den damit verbundenen Strategie- und Kostenanpassungen in der Zumtobel Gruppe. Das Jahreshoch wurde am 6. März 2014 bei 19,3 EUR ausgewiesen. Eine generell schwaches Börsenumfeld sowie Gewinnmitnahmen belasteten die weitere Kursentwicklung. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30.April 2014 mit einem Schlusskurs von 15,0 EUR.

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel AG veränderte sich im Berichtsjahr 2013/14 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2014 mit 653 Mio EUR (Vorjahr 370 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2014 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 22 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 19 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 115.328 auf 104.035 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2013/14

Schlusskurs 30.04.14 EUR 15,000 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.13 EUR 8,503 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2013/14 76,4% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.14 653 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 06.03.14 EUR 19,300 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 02.07.13 EUR 7,559 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 104.035 Anzahl der Aktien 43.500.000

Marktkapitalisierung steigt auf 653 Mio EUR

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2012/13 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2014 die institutionellen Investoren Delta Lloyd Asset Management NV sowie SICAV Objectif Small Caps Euro (Lazard Freres Gestion) jeweils eine Beteiligung von über 5% und BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 30. Mai 2014 informierte BlackRock Inc. die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil

Familie Zumtobel hält weiterhin 35,4%

bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 360.940 Stück (Vorjahr 366.110 Stück).

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Dividendenvorschlag für 2013/14: 18 Eurocent je Aktie

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden konjunkturellen Umfelds plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 25. Juli 2014 stattfindet, eine Dividende von 18 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2013/14 vorzuschlagen (Vorjahr 7 Eurocent).

Investor-Relations-Arbeit mit Fokus auf Transparenz und Dialog

Zumtobel Coverage liegt derzeit bei 13 Analysten

Eine transparente, kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern nimmt beim Zumtobel Management eine sehr hohe Priorität ein. Entsprechend haben der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens auf zahlreichen Roadshows und in einer Vielzahl von Einzelgesprächen den Dialog mit Investoren und Analysten im In- und Ausland intensiv fortgeführt. Dabei fanden unter anderem Besuche bei institutionellen Investoren in London, New York, Boston, Zürich, Frankfurt, Paris, Amsterdam, Warschau und Wien statt. Im Geschäftsjahr 2013/14 berichteten 13 renommierte internationale und heimische Analysten regelmäßig über die Zumtobel Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensstrategie sowie Unternehmensbewertung ab (in alphabetischer Reihenfolge): Agency Partners (London), Baader Bank (München), Berenberg Bank (London), Deutsche Bank (Wien), Erste Bank (Wien), Goldman Sachs (London), HSBC Trinkaus (Düsseldorf), J.P. Morgan (London), Kepler Capital Markets (Wien), Landesbank Baden-Württemberg (Stuttgart), Morgan Stanley (London), Raiffeisen Centrobank (Wien), UBS (Frankfurt). Im Zweijahresrhythmus, jeweils anlässlich der Light + Building-Messe in Frankfurt, führt die Zumtobel Gruppe einen sogenannten Capital Markets Day für Analysten und institutionelle Investoren durch. Von dieser Möglichkeit machten am 1. und 2. April 2014 etwa 70 Teilnehmer Gebrauch. In diesem Zusammenhang erläuterten Vorstand und Management auf Standführungen und im Rahmen von Vorträgen die operative Entwicklung, die neue Unternehmensstruktur, Strategie und Mittelfristziele der Unternehmensgruppe.

Im Zuge der Quartalsberichterstattung und im Rahmen des Jahresabschlusses bietet Zumtobel regelmäßig Conference Calls zur Erläuterung der Geschäftszahlen an, wovon zahlreiche Investoren und Analysten Gebrauch machen. Ein wichtiges Medium, um alle Investoren und am Unternehmen Interessierte zeitgleich zu erreichen, ist das Internet. Unter der Unternehmens-Webseite www.zumtobelgroup.com sind sämtliche Unternehmensveröffentlichungen und alles Wissenswerte über die Zumtobel Gruppe für jeden abrufbar. Darüber hinaus kann die Investor-Relations-Abteilung direkt unter den folgenden Kontaktdaten erreicht werden:

Zumtobel AG Investor Relations Höchster Straße 8 A-6850 Dornbirn Tel. +43 (5572) 509-1125 [email protected]

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2013

Am 25. Juni 2013 verkündete Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Gruppe, aus dem Geschäft mit magnetischen Vorschaltgeräten und Transformatoren auszusteigen. Von dem Magnetik-Ausstieg betroffen waren zwei Produktionsstandorte, das Werk Fürstenfeld in der Steiermark (Österreich) mit 102 Mitarbeitern und die Magnetik-Produktion in Melbourne (Australien) mit 49 Mitarbeitern. Die Veräußerung des Werks in Melbourne an Custom Mould Plastics wurde am 31. Oktober 2013 finalisiert und das Werk in Fürstenfeld zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 geschlossen.

Auf der am 26. Juli 2013 stattgefundenen 37. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in Höhe von 7 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre erfolgte am 2. August 2013.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 Ulrich Schumacher zum neuen Vorstandsvorsitzenden und interimistischen CFO der Zumtobel Gruppe bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2017. Er übernahm den Vorstandsvorsitz von Harald Sommerer, der gleichzeitig mit Mathias Dähn, Finanzvorstand der Zumtobel Gruppe, per 30. September 2013 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat im Januar 2014 Karin Sonnenmoser zum neuen Finanzvorstand der Zumtobel AG bestellt. Frau Sonnenmoser wurde für drei Jahre bestellt und hat ihre Tätigkeit zum 1. Mai 2014 aufgenommen.

Die Zumtobel Gruppe hat auf der im April stattgefundenen Messe Light + Building im Rahmen des Capital Markets Day (2. April 2014) umfassend über die strategische Unternehmensplanung und die damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen bis zum Geschäftsjahr 2016/17 informiert.

Am 28. April 2014 hat die Zumtobel Gruppe die Schließung des Leuchtenwerks in Tianjin (China) eingeleitet. Davon betroffen sind 70 Mitarbeiter. Das gesamte Produktionsvolumen aus Tianjin wird im Rahmen der Optimierung der Werksaufstellung in China in das Leuchtenwerk in Guangzhou in Südchina verlagert.

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Bilanzstichtag 30.April 2014 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden. Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.15 wird verwiesen.

Tridonic steigt aus der Magnetik-Technologie aus

Hauptversammlung beschließt Dividende für GJ 2012/13

Ulrich Schumacher ist neuer Vorstandsvorsitzender

Karin Sonnenmoser neuer CFO

Mittelfristplan veröffentlicht

Optimierung der Werksaufstellung in China

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Auf einen Blick

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2013/14 war von einer zunehmenden Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung in Europa geprägt. Dementsprechend zeigt die Betrachtung der Umsatzentwicklung im Quartalsverlauf eine stetige Verbesserung der Umsatzdynamik gegenüber dem Vorjahr. Während in den ersten zwei Quartalen noch Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren, konnte sowohl im dritten Quartal, aber insbesondere im vierten Quartal wieder ein Wachstum erzielt werden. In Summe stieg der Umsatz der Zumtobel Gruppe im Berichtsjahr um 0,3% auf 1.246,8 Mio EUR.

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte im Geschäftsjahr 2013/14 um insgesamt 33,3% beziehungsweise 11,9 Mio EUR auf 47,6 Mio EUR (Vorjahr 35,7 Mio EUR) gesteigert werden. Die Umsatzrendite stieg von 2,9% auf 3,8%. Dabei konnten sowohl das Lighting Segment als auch das Components Segment das jeweilige bereinigte Vorjahresergebnis deutlich übertreffen.

1.6.2 Umsatzentwicklung

  • >> Gruppenumsatz steigt um 0,3%
  • >> Hohe Wachstumsdynamik mit LED-Produkten (plus 52,6%)
  • >> Umsatz im Lighting Segment mit plus 0,3% leicht überVorjahresniveau
  • >> Components Segment zeigt erstmals nach zwei Jahren wieder Wachstum (plus 1,8%)

Gruppenumsatz steigt um 0,3%

Im Geschäftsjahr 2013/14 (1. Mai 2013 bis 30. April 2014) stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% auf 1.246,8 Mio EUR (Vorjahr 1.243,6 Mio EUR). Während das erste Halbjahr 2013/14 (Mai 2013 bis Oktober 2013) der Umsatz um 3,8% sank, war das zweite Halbjahr 2013/14 (November 2013 bis April 2014) von einer zunehmenden Stabilisierung des konjunkturellen Umfelds geprägt. Entsprechend lag der Umsatz mit plus 4,8% deutlich über dem Niveau des zweiten Halbjahres 2012/13. Die Betrachtung der Umsatzentwicklung im Quartalsverlauf zeigt eine stetige Verbesserung der Umsatzdynamik.

Umsatzentwicklung in den letzten acht Quartalen

Das Thema Energieeffizienz bleibt weiterhin der zentrale Umsatztreiber für die Zumtobel Gruppe. Speziell der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen sowie die LED-Technologie bringen wichtige Wachstumsimpulse. Dementsprechend konnte das dynamische Wachstum mit LED-Produkten auch im Berichtsjahr wiederum fortgesetzt werden. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 52,6% auf 419,0 Mio EUR (Vorjahr 274,5 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit auf nunmehr 33,6% gegenüber 22,1% im Geschäftsjahr 2012/13. Sowohl das Lighting Segment (plus 50,0%) als auch das Components Segment (plus 65,3%) konnten mit ihrem umfassenden innovativen LED-Produktportfolio von der stark steigenden Nachfrage nach LED-Beleuchtung profitieren.

Hohe Wachstumsdynamik mit LED-Produkten

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2013/14 2012/13 Veränderung
in %
Lighting Segment 938,5 935,7 0,3
Components Segment 384,5 377,7 1,8
Überleitung -76,2 -69,8 9,2
Zumtobel Gruppe 1.246,8 1243,6 0,3

Im spätzyklischen Lighting Segment mehren sich die Zeichen für eine Stabilisierung im gewerblichen Hochbau in Europa. Der Segmentumsatz stieg im Berichtsjahr leicht um 0,3% auf 938,5 Mio EUR (Vorjahr 935,7 Mio EUR) – wobei das erste Halbjahr ein Minus von 4,1% und das zweite Halbjahr ein Plus von 5,3 % verzeichnete. Das zweite Halbjahr des Vorjahres war geprägt vom schwierigen konjunkturellen Umfeld in den Kernmärkten Großbritannien und Frankreich, Einsparungen der öffentlichen Hand sowie Lagerabbaueffekten im Großhandelsgeschäft.

Der Wandel in Richtung LED stellt insbesondere für das Components Segment (Marke Tridonic) nach wie vor eine große Herausforderung dar. Nach deutlichen Umsatzrückgängen im Geschäftsjahr 2012/13 (minus 7,4%) und im Geschäftsjahr 2011/12 (minus 6,7%) lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 384,5 Mio EUR mit plus 1,8% leicht über dem Niveau des Vorjahres. Erfreuliche Fortschritte bei der Entwicklung und beim Absatz von LED-Konvertern und LED-Modulen konnten die deutlich rückläufige Nachfrage nach magnetischen und elektronischen Vorschaltgeräten kompensieren. Damit hat sich auch die Strategie bestätigt, mit Ende des Geschäftsjahres aus der Produktion und dem Vertrieb von magnetischen Vorschaltgeräten und Transformatoren auszusteigen, um die Ressourcen noch stärker auf die LED-Technologie zu fokussieren.

Marktumfeld für Leuchtenindustrie stabilisiert sich

Erfreuliche Entwicklung im Components Segment

Regionale Geschäftsentwicklung

Stabilisierung in den europäischen Märkten

Die Entwicklung in den Regionen verlief im Berichtszeitraum recht unterschiedlich. Im Jahresverlauf zeigt sich aber in allen europäischen Regionen eine sequenzielle Verbesserung in der Umsatzentwicklung. In der D/A/CH-Region lag der Umsatz mit 342,8 Mio EUR im Gesamtjahr leicht über dem Vorjahr (340,5 Mio EUR), wobei das Leuchtensegment insbesondere in Deutschland und der Schweiz wachsen konnte. Osteuropa war die einzige europäische Region mit einer negativen Umsatzentwicklung (minus 1,2%). In Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island) stieg der Gruppenumsatz um 1,1%. Die umsatzstärkste Region Westeuropa (Großbritannien, Frankreich, Benelux) war durch deutlich negative Währungseffekte aus der Abwertung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro belastet. Der Umsatz erhöhte sich dennoch um 3,6% auf 386,0 Mio EUR. In der Region Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland, Türkei) verzeichneten sowohl das Lighting Segment als auch das Components Segment einen Umsatzanstieg (in Summe plus 7,5%). Der relative Umsatzanteil Europas am Konzernumsatz ist im Berichtsjahr mit 80,3% leicht gestiegen (Vorjahr 78,6%).

Enttäuschende Entwicklung in Asien, den USA und Australien

Im Mittleren Osten gab es eine erfreuliche Umsatzentwicklung, während das Asiengeschäft bei den Leuchten weiterhin enttäuschend verlief. Insgesamt stieg der Gruppenumsatz in der Region Asien & Mittlerer Osten (umfasst im Wesentlichen China, Hongkong, Singapur, Indien und den Mittleren Osten) um 11,7% auf 122,1 Mio EUR. Die Region Amerika liegt mit einem Rückgang um 13,0% auf 34,3 Mio EUR deutlich hinter den Erwartungen, allerdings konnte im zweiten Halbjahr ein Umsatzplus erzielt werden. Die Umsatzentwicklung in der Region Australien & Neuseeland ist durch ein rückläufiges Geschäft in beiden Segmenten sowie durch deutlich negative Währungseffekte belastet. Der Umsatz fiel im Berichtsjahr um 26,0%.

1.6.3 Ertragsentwicklung

  • >> Bereinigtes EBIT steigt von 35,7 Mio EUR auf 47,6 Mio EUR
  • >> Höhere Investitionen in Neuprodukte und Innovation
  • >> Vertriebskosten auf Vorjahresniveau
  • >> Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess (35,5 Mio EUR)
  • >> Jahresverlust in Höhe von 4,8 Mio EUR
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2013/14 2012/13 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.246,8 1.243,6 0,3
Kosten der umgesetzten Leistungen -845,4 -855,0 -1,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 401,5 388,6 3,3
in % vom Umsatz 32,2 31,2
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -353,9 -352,9 0,3
Bereinigtes EBIT 47,6 35,7 33,3
in % vom Umsatz 3,8 2,9
Sondereffekte -35,5 -14,0 >100
EBIT 12,1 21,7 -43,9
in % vom Umsatz 1,0 1,7
Finanzergebnis -14,6 -13,8 -5,7
Ergebnis vor Ertragsteuern -2,4 7,9 <-100
Ertragsteuern -2,3 -1,6 38,9
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,1 -0,2 55,1
Jahresergebnis -4,8 6,1 <-100
Abschreibungen und Amortisierungen -68,1 -57,8 17,7
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,12 0,14 <-100

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2013/14 betrug 80,2 Mio EUR (Vorjahr 79,5 Mio EUR).

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte mit 47,6 Mio EUR trotz einer flachen Umsatzentwicklung (plus 0,3%) im Vergleich zum Vorjahr (35,7 Mio EUR) deutlich gesteigert werden. Das entspricht einer verbesserten Umsatzrendite aus dem operativen Geschäft von 3,8% (Vorjahr 2,9%). Die Bruttoergebnismarge stieg im Berichtsjahr auf 32,2% (Vorjahr 31,2%). Insbesondere das Lighting Segment profitierte von Entlastungen im Materialaufwand durch niedrigere Einkaufspreise sowie optimiertes Produktdesign. Im Components Segment verbesserte sich durch die Strukturverschiebung von konventionellen Vorschaltgeräten zu LED-Komponenten der Produktmix. Durch die große Nachfrage nach LED-Modulen und LED-Konvertern konnte im Berichtsjahr mit LED-Komponenten – nach Verlusten in den Vorjahren – erstmals ein positiver Ergebnisbeitrag erwirtschaftet werden.

Entsprechend dem Ziel, die Technologieposition der Zumtobel Gruppe weiter zu stärken, wurden im Berichtsjahr die F&E-Aktivitäten ausgebaut. Die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 68,6 Mio EUR (Vorjahr 65,6 Mio EUR) erhöht.

Trotz nennenswerter Aufwendungen mit der im Zweijahresrhythmus stattfindenden Messe Light + Building im 4. Quartal 2013/14 sowie Tariflohnerhöhungen haben sich die Vertriebskosten mit 320,3 Mio EUR (Vorjahr 321,6 Mio EUR) nicht verändert. Ein Schwerpunkt in der Neuorganisation der Zumtobel Gruppe ist die Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. Erste Maßnahmen wurden im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2013/14 eingeleitet. Der Mitarbeiterstand

Bereinigtes EBIT steigt auf 47,6 Mio EUR

Höhere Investitionen in Neuprodukte und Innovation

Vertriebskosten auf Vorjahresniveau

im Vertriebsbereich reduzierte sich im Vergleich zum 30. April 2013 um 104 Beschäftigte. Die Verwaltungskosten stiegen geringfügig auf 40,4 Mio EUR (Vorjahr 39,7 Mio EUR). Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft sowie Förderungen der öffentlichen Hand. Diese reduzierten sich von 8,4 Mio EUR auf 6,8 Mio EUR.

Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess

Das Berichtsjahr war von signifikanten negativen Sondereffekten in Höhe von 35,5 Mio EUR (Vorjahr 14,0 Mio EUR) geprägt. Diese betreffen beide Segmente und stehen insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Geschäft mit magnetischen Vorschaltgeräten, der Schließung der Drahtfertigung in Australien, Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel der Zumtobel AG, Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung der Produktionsstandorte in Tianjin (China), Landskrona (Schweden) und Ennenda (Schweiz), Wertberichtigung auf eine künftig nicht mehr genutzte Werkshalle im Leuchtenwerk in Lemgo (Deutschland) sowie Restrukturierungsmaßnahmen in den Vertriebsorganisationen des Lighting Segments. Auf weitere detaillierte Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen.

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2013/14 2012/13 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 12,1 21,7 -43,9
davon Sondereffekte -35,5 -14,0 >100
Bereinigtes EBIT 47,6 35,7 33,3
in % vom Umsatz 3,8 2,9

Finanzergebnis verschlechtert sich um 0,8 Mio EUR

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtsjahr um 0,8 Mio EUR auf minus 14,6 Mio EUR (Vorjahr minus 13,8 Mio EUR). Der Zinsaufwand, in dem im Wesentlichen Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten sind, ist im Berichtszeitraum um 1,0 Mio EUR gesunken. Das Minus bei den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen betrug 6,8 Mio EUR (Vorjahr minus 4,6 Mio EUR). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr kommt zum Großteil aus dem Fremdwährungsergebnis und ist vor allem auf die Abwertung der für die Zumtobel Gruppe wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro im Geschäftsjahr 2013/14 zurückzuführen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.4 sowie Kapitel 2.6.4.5 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2013/14 2012/13 Veränderung
in %
Zinsaufwand -8,9 -9,9 -9,7
Zinsertrag 0,8 1,2 -33,4
Zinssaldo -8,1 -8,6 6,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -6,8 -4,6 -47,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,3 -0,6 >100
Finanzergebnis -14,6 -13,8 -5,7

Jahresverlust in Höhe von 4,8 Mio EUR

Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf minus 2,4 Mio EUR. Aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Ergebnisse in den einzelnen Ländern kam es dennoch zu einer Ertragsteuerbelastung in Höhe 2,3 Mio EUR (Vorjahr 1,6 Mio EUR). Das Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) nach Steuern ging im Berichtsjahr entsprechend deutlich auf minus 4,8 Mio EUR zurück (Vorjahr plus 6,1 Mio EUR) zurück. Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (bei 43,1 Mio Aktien) von minus 0,12 EUR (Vorjahr plus 0,14 EUR bei 43,1 Mio Aktien).

1.6.4 Cashflow, Finanz- und Vermögenslage

  • >> Working Capital-Bestand leicht über Vorjahresniveau
  • >> Anlageninvestitionen steigen auf 65,6 Mio EUR
  • >> Free Cashflow bei 7,2 Mio EUR
  • >> Weiterhin gesicherte Liquiditätsposition und solide Bilanzstruktur

Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Gruppe unterliegt einer typischen Saisonalität. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertiggestellt wird und dabei der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger und im Schlussquartal (1. Februar bis 30.April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat. Zusätzlich ist das zweite Geschäftshalbjahr häufig mit Ausgaben für Fachmessen belastet.

Die Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Zum 30. April 2014 lag der Working Capital-Bestand mit 200,0 Mio EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (196,7 Mio EUR). Der erhöhte Working Capital-Bestand ergab sich aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen zum Jahresende (plus 8,1% im vierten Quartal) sowie den höheren Vorratsbeständen gegenüber dem 30. April 2013. Die Bestände an Rohmaterialien und Fertigprodukten wurden überproportional zum Umsatz aufgebaut, um die Produktion sowie die Lieferfähigkeit zum Kunden weiterhin sicherzustellen. In Prozent des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes betrug der Working Capital-Bestand zum Bilanzstichtag 16,0% (Vorjahr 15,8%) und liegt damit innerhalb des vom Konzern definierten Zielkorridors von 16% bis 18%. Während es im Vorjahr aus dem Abbau von Working Capital seit dem Bilanzstichtag zu einem Mittelzufluss in Höhe von 31,4 Mio EUR kam, musste im Geschäftsjahr 2013/14 ein Mittelabfluss von 10,9 Mio EUR verzeichnet werden. Zur gleichen Zeit blieb das Factoring zum Bilanzstichtag mit 40,2 Mio EUR unverändert zum Vorjahr (41,8 Mio EUR). Der positive Cashflow-Effekt bei den kurzfristigen Rückstellungen (8,9 Mio EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Dotierung von Rückstellungen im Rahmen der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013/14 um 31,5 Mio EUR auf 71,8 Mio EUR (Vorjahr 103,3 Mio EUR).

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Working Capital-Bestand leicht über Vorjahresniveau

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr 65,6 Mio EUR (Vorjahr 59,5 Mio EUR) ausgegeben. Anlageninvestitionen umfassen Investitionen in die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für F&E in Höhe von 19,0 Mio EUR (Vorjahr 16,1 Mio EUR). Die Erweiterungs- und Instandhaltungsinvestitionen betreffen vor allem das Leuchtenwerk in Dornbirn (Österreich). Höhere Investitionstätigkeit

Aufgrund hoher Investitionen und gestiegenem Working Capital-Bedarf blieb der Free Cashflow mit 7,2 Mio EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (44,8 Mio EUR). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 13,1 Mio EUR (Vorjahr minus 46,3 Mio EUR) sind vor allem die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel AG für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 3,0 Mio EUR sowie die Zinszahlungen in Höhe von 6,9 Mio EUR enthalten. Rückgang des Free Cashflow auf 7,2 Mio EUR

Zum Bilanzstichtag 30. April 2014 verfügt die Zumtobel Gruppe zur Sicherung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit über unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 89,0 Mio EUR (Vorjahr 88,0 Mio EUR) sowie einen im November 2011 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR. Hiervon sind zum Bilanzstichtag 170 Mio EUR in Anspruch genommen. Die Finanzierung aus dem Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2014 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,57 (Vorjahr 1,42) und einer Eigenkapitalquote von 32,5% (Vorjahr 35,9%) vollumfänglich eingehalten. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 126,2 Mio EUR (Vorjahr 113,2 Mio EUR) und lagen damit 13,0 Mio EUR über dem Vorjahreswert. Gesicherte Liquiditätsposition

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2014 30. April 2013
Bilanzsumme 1.006,6 994,8
Nettoverbindlichkeiten 126,2 113,2
Schuldendeckungsgrad 1,57 1,42
Eigenkapital 327,6 357,4
Eigenkapitalquote in % 32,5 35,9
Verschuldungsgrad in % 38,5 31,7
Investitionen 65,6 59,5
Working Capital 200,0 196,7
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 16,0 15,8

Solide Bilanzstruktur

Die Qualität der Bilanzstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2013/14 nicht wesentlich verändert. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 30. April 2013 aufgrund des erhöhten Working Capital-Bestands. Das Eigenkapital sank im Wesentlichen aufgrund der negativen Währungseffekte im Zusammenhang mit der Umrechnung der nicht in der Konzernwährung Euro berichtenden Gesellschaften. Darüber hinaus belasteten die versicherungsmathematischen Verluste, resultierend aus der Bewertung der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen zum Abschlussstichtag, das Eigenkapital. Diese waren aufgrund der Bestimmungen des IAS 19 erfolgsneutral zu erfassen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.3 sowie Kapitel 2.6.6.11 wird verwiesen. Dementsprechend sank die Eigenkapitalquote gegenüber dem 30.April 2013 von 35,9% auf 32,5%. Der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – verschlechterte sich von 31,7% auf 38,5%.

1.7 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Gruppe bei. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz, ihrer Passion für das Thema Licht, aber auch dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen.

Selektiver Personalaufbau gegenüber dem Vorjahr

Im Verlauf des Berichtsjahres kam es mit Blick auf den Mitarbeiterstand zu einigen Veränderungen. Im Bereich der Produktion gab es einen Personalrückgang um 124 Mitarbeiter, vorrangig in Zusammenhang mit der Schließung beziehungsweise Veräußerung der Magnetikstandorte in Fürstenfeld (Österreich) und Melbourne (Australien). Auch im Vertrieb reduzierte sich der Mitarbeiterstand um 104 Beschäftigte – dies ist vor allem auf die Zusammenlegung der bisher getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn zurückzuführen. Die Zumtobel Gruppe hat im Berichtsjahr ihre Investitionen im Bereich der Forschung & Entwicklung weiter intensiviert – dies ging einher mit einem Personalaufbau im Bereich F&E um 54 Beschäftigte. Aufgrund der erfreulichen Umsatzentwicklung insbesondere im vierten Quartal und dem damit verbundenen höheren Produktionsvolumen erhöhte sich gegen Ende des Berichtsjahres die Anzahl der Leiharbeiter um 296 Beschäftigte. Zum Stichtag 30. April 2014 beschäftigt die Zumtobel Gruppe weltweit insgesamt 7.291 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Mitarbeiteraufbau von 129 Mitarbeitern. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Grafik:

Leichte Verbesserung beim Umsatz je Mitarbeiter

Die Mitarbeiterproduktivität – als Quotient von bereinigtem EBIT zu den Personalkosten – entwickelte sich aufgrund des deutlich besseren operativen Ergebnisses von 8,3% im Vorjahr auf 11,1% im Berichtszeitraum. Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) verbesserte sich leicht von 167.700 EUR auf 172.700 EUR.

Aktuelle Herausforderungen

Förderung des Kulturwandels sowie Erzielung größtmöglicher Synergieeffekte

Eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Personalpolitik ist die Basis für den unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Gruppe. Dazu gehören die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter durch fachliche und persönliche Weiterentwicklung, die Rekrutierung neuer Talente, die Einbindung von Kollegen in den neuen Märkten und Know-how-Transfer. Zu den großen aktuellen Herausforderungen gehört die Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn, abgeleitet von der neuen Organisationsstruktur. Um diesen Kulturwandel zu fördern und größtmögliche Synergieeffekte zu erzielen, gilt es die Qualität der Führung zu fördern und sowohl die Vorgesetzten als auch die Mitarbeiter gezielt zu schulen. Weitere Herausforderungen sind die Besetzung von Schlüsselpositionen mit Talenten durch eine geeignete Nachfolgeplanung sowie die Weiterentwicklung der Führungskultur.

Weiterbildungsangebote und betriebliche Berufsausbildung

Die Zumtobel Gruppe bietet ihren Mitarbeitern ein umfassendes internes und externes Trainings- und Weiterbildungsangebot. In den Fachakademien werden insbesondere produktspezifische Kompetenzen – wie etwa zu den Technologien, Anwendungen, Kundenanforderungen, aber auch zu Energieeffizienz und nachhaltigen Lichtlösungen – vermittelt. Im Zuge der Neuorganisation der Vertriebsstrukturen koordiniert die Funktion Central Sales gemeinsam mit Human Resources die Schnittstellen und gruppenübergreifende Trainingsmaßnahmen.

Mitarbeiter und Führungskräfte werden im Rahmen von Corporate Trainings zu Führungs-, Methodik- und Sozialkompetenzen geschult. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 929 Schulungstage absolviert (Vorjahr 990). Die Schulungen wurden zu etwa zwei Dritteln durch interne Referenten durchgeführt. Aufgrund der deutlichen Zeit-, Reise- und Kostenersparnisse und insbesondere aufgrund der hohen Anzahl potenzieller Teilnehmer wurde auch im Berichtsjahr das Online-Schulungsangebot kontinuierlich weiter ausgebaut. Im Rahmen der Führungskräfteentwicklung wurde im Berichtsjahr neben weiteren Entwicklungsprogrammen zum zweiten Mal der Global Leadership Day durchgeführt. Einer der Schwerpunkte war dabei die Weiterentwicklung des Führungsleitbilds.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2014 waren insgesamt 147 (Vorjahr 179) Auszubildende bei der Zumtobel Gruppe angestellt. Die betriebliche Berufsausbildung ist ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel im Zuge des demographischen Wandels zu begegnen. In den elf Berufsfeldern Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik, Anlagenelektrik, Werkzeugmechanik, Zerspanungstechnik, Mechatronik, Industriekaufmann und Medienfachmann wird vor allem in Österreich und Deutschland ausgebildet.

SozialeVerantwortung

Als Arbeitgeber mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmenskultur nimmt die Zumtobel Gruppe ihre soziale Verantwortung für alle Mitarbeiter weltweit wahr und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung verantwortungsbewusster Beschäftigungsbedingungen. Im Verhaltenskodex der Zumtobel Gruppe ist die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) verbindlich festgeschrieben. Darüber hinaus bietet die Gruppe ihren Mitarbeitern verschiedene freiwillige soziale Leistungen, darunter Zuschüsse bzw. betriebliche Angebote zu Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung.

Die Zumtobel Gruppe legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So werden beispielsweise Teilzeitarbeit oder das Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 4,0% gemessen am gesamten Vollzeitäquivalent. Mütter und Väter, die nach Mutterschutz und Elternteilzeit wieder in den Beruf zurückkehren, werden vom Unternehmen aktiv bei der Wiederintegration unterstützt. Die Quote der nach der Elternzeit in das Unternehmen zurückkehrenden Mitarbeiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz liegt bei etwa 84,0%.

Die Zumtobel Gruppe duldet keinerlei Diskriminierung. Dementsprechend sind Leistung und Qualifikation die Basis aller Personalentscheidungen. Die Zumtobel Gruppe, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von rund 35% hat, verfolgt keine Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es grundsätzlich eine große Herausforderung,

Internes und externes Weiterbildungsangebot

Corporate Trainings

Fundierte Lehrlingsausbildung in 11 Berufsfeldern

Hohe Arbeitsstandards

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Chancengleichheit und Vielfalt

qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und die richtigen Fachkräfte für die entsprechende Position zu rekrutieren. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt derzeit bei 11,2%.

Die Zumtobel Gruppe möchte zur Integration behinderter Jugendlicher beitragen bzw. die Erwerbstätigkeit behinderter Erwachsener fördern. In den einzelnen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe werden Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung bestmöglich unterstützt. An Standorten, an denen die gesetzliche Behindertenquote nicht erreicht wird, leistet die Zumtobel Gruppe die vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. Neu ist ein Programm zur Förderung von Jugendlichen, die den Hauptschulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachholen. Im Rahmen des Pilotprojekts absolvieren Jugendliche ein Betriebspraktikum bei der Zumtobel Gruppe mit dem Ziel, die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt nach der Schulausbildung zu unterstützen. Integrative Projekte

Vergütung

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Die Zumtobel Gruppe arbeitet auf Grundlage einer einheitlichen Vergütungssystematik mit dem Ziel einer hohen Transparenz und leistungsgerechten Entlohnung. Das Unternehmen entlohnt in der Regel über dem gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Niveau. Die Durchführung von internen und externen Gehaltsvergleichen gewährleistet, dass Löhne und Gehälter marktkonform sind. Auch in Ländern mit niedrigen Lohnstandards bezahlt die Zumtobel Gruppe Löhne, die über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen. Seit Mai 2012 ist die variable Entlohnung für das mittlere und gehobene Management neu geregelt. Eine über drei bis fünf Jahre gestaffelte variable Entlohnung für das obere Management, in der die Tranchen mit dem Zielerreichungsfaktor des jeweiligen Jahres bewertet werden, gewährleistet den Fokus auf nachhaltige Entscheidungen. Die Leistungskennzahl ist das absolute EBIT, welches mit der Ergebnisentwicklung ähnlich strukturierter Unternehmen ("Peer Group") verglichen wird.

Anhand systematischer Aufgabenbeschreibungen ("Grading") kann die Entlohnung grundsätzlich eingeordnet werden; auf dieser Basis wird gewährleistet, dass die Bezahlung sowohl der fachlichen Qualifikation entspricht als auch fair und gerecht ist. Damit werden auch etwaige geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten limitiert. Das Grading-System konnte im Berichtsjahr ausgerollt werden.

Das Mitarbeiterentwicklungsgespräch ist ein wichtiges Instrument in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten. In dem strukturierten Gespräch entwickeln Führungskräfte und Mitarbeiter ein gemeinsames Verständnis über die Werte, die Unternehmensstrategie und die Ziele. Es werden gegenseitige Erwartungen abgeglichen und systematisch Entwicklungspotenziale identifiziert. Je nach individuellem Bedarf werden gemeinsam Maßnahmen zur Weiterentwicklung definiert. Nach einer Überarbeitung des Prozesses wurde die Durchführung des Mitarbeitergesprächs bis Ende des Geschäftsjahres 2013/14 konzernweit eingeführt. Jährliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch

Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert

Die Vermeidung von Unfällen und der Erhalt der Mitarbeitergesundheit haben in der gesamten Zumtobel Gruppe eine hohe Bedeutung. Bei allen Marken werden spezifische Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien durch lokale Sicherheitsbeauftragte überwacht. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, werden stetig Maßnahmen wie etwa Mitarbeiterschulungen, Verbesserung der Schutzbekleidung und Erneuerung des Maschinenparks ergriffen. In allen Werken wird monatlich die TRI-Rate (Total Recorded Injuries: Anzahl der Arbeitsunfälle auf eine Million Arbeitsstunden) erhoben. Die häufigsten Verletzungen sind Schnittverletzungen. Für die Leuchtenwerke fiel die TRI-Rate im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 14,7 (Vorjahr 15,2) und in den Komponentenwerken sank diese auf 4,8 (Vorjahr 5,4). In der Gruppe wurde die TRI-Rate von 12,0 auf 11,7 verbessert.

1.8 Lieferanten

Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Gruppe und ihren Lieferanten ist auf Langfristigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Fairness angelegt. Auf dieser Grundlage kann wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll die Versorgungssicherheit aller wichtigen Rohstoffe und Vorprodukte bei gleichzeitig höchster Qualität sichergestellt werden. Dabei stellen die wirtschaftlichen Unsicherheiten, stark schwankende Währungseinflüsse, der technologische Wandel sowie die zunehmende Verknappung von Rohstoffen den Einkauf der Zumtobel Gruppe vor stetig neue Herausforderungen.

Im Rahmen der strukturellen Veränderungen im Unternehmen wurde Anfang 2014 auch die Einkaufsorganisation angepasst. In dem neu geschaffenen zentralen Bereich Group Purchasing wird das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe gebündelt. Durch nun markenübergreifende "Lead Buyer" – spezialisierte Einkäufer zuständig für die Beschaffung bestimmter Warengruppen – werden die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten verbessert und Synergieeffekte (Bündelung von Mengen, Standardisierung und Ausbau der Lieferantenbeziehungen) erzielt. Durch eine Plattform- und "Multi-Sourcing"- Strategie wird die Versorgung auch bei unerwarteten, externen Ereignissen und Bedarfsschwankungen sichergestellt. Die "Multi-Sourcing"-Strategie, also der Aufbau von mindestens zwei Lieferanten pro Produkt, ist vor allem bei Volumenprodukten unerlässlich, um flexibel agieren zu können. Strategische Partnerschaften mit Lieferanten helfen, den veränderten Umfeldbedingungen flexibel zu begegnen und Innovationen zu fördern.

Die Lieferantenbeziehungen sind in beiden Segmenten besonders von Langfristigkeit geprägt: Mit mehr als der Hälfte der Lieferanten besteht die Geschäftsbeziehung seit mehr als 15 Jahren. Die Zumtobel Gruppe verfügt allein in Europa über ein Netzwerk von 1.350 Lieferanten. Dabei werden mit 6,4 % der Lieferanten 75% vom Umsatz getätigt. Ziel ist es, die Gesamtanzahl der Lieferanten weiter zu reduzieren. Bis zum Ende des Berichtsjahres erreichte die Gruppe eine Verringerung um 17% gegenüber 2011.

Aus Zentraleuropa beziehen alle Marken wesentliche Rohstoffe wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat. Elektronische und LED-Komponenten werden insbesondere in Asien zugekauft, wo die wettbewerbsfähigsten Lieferanten angesiedelt sind. Der Anteil des Beschaffungsvolumens aus Asien beläuft sich im Leuchtensegment im Jahr 2013/14 auf 7,5%. Für Tridonic hat sich der Anteil im Geschäftsjahr auf 74% (Vorjahr 81%) verringert, da einige Lieferanten ihre geschäftlichen Aktivitäten zunehmend von Asien nach Osteuropa verlagerten.

Alle Marken der Zumtobel Gruppe haben standardisierte Prozesse zur regelmäßigen Bewertung und Auditierung von Lieferanten etabliert. Diese Bewertung wird vom strategischen Einkauf koordiniert und in Zusammenarbeit mit Technik, Beschaffung und dem Bereich Supplier Quality durchgeführt. Neben den Erfolgsfaktoren Liefertreue, Qualität und Service werden gleichfalls auch Aspekte der ökologischen und sozialen Verantwortung (Umweltmanagementsystem, Code of Conduct) bewertet. Im Berichtsjahr wurden für das Leuchtensegment 38 Audits durchgeführt, davon 26 bei potenziellen neuen Lieferanten und zwölf bei bestehenden Lieferanten. Tridonic führte im Jahr 2013/14 insgesamt 22 Audits durch. 21 dieser Audits waren Nachhaltigkeitsaudits, welche insbesondere die Leistungen in den Bereichen Arbeitsschutz und Umweltmanagement überprüften. Generell erlauben die eingesetzten Bewertungssysteme gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung, um Schwachstellen zu beseitigen und die Lieferqualität auf Dauer sicherzustellen. Alle neuen Zulieferer müssen unter anderem das Vorhandensein eines auditierbaren Umweltmanagementsystems vorweisen sowie die Einhaltung des Code of Conduct der Zumtobel Gruppe unterzeichnen. Damit verpflichtet sich der Lieferant zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und zur Bekämpfung der Korruption. Grundsätzlich gilt, dass Fehlverhalten von Geschäftspartnern gegen den Code of Conduct oder Umweltstandards dokumentiert und Abstellmaßnahmen eingefordert werden. Sollten diese nicht innerhalb angemessener Fristen umgesetzt werden, werden rechtliche Maßnahmen eingeleitet und die Geschäftsbeziehung beendet.

Qualität, Kosten und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt

"Lead Buyer"- Konzept und "Multi-Sourcing"-Strategie

Langfristige Lieferantenbeziehungen

LED-Komponenten werden vor allem aus Asien zugekauft

Systematische Lieferantenbewertung und Audits

1.9 Qualität

Die Zumtobel Gruppe hat sich höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Qualität beinhaltet nicht nur eine fehlerfreie Produktion, sondern darüber hinaus einheitliche Prozess- und Servicequalität in allen Unternehmensbereichen weltweit. Der Anspruch ist, dem Kunden das gewünschte Produkt mit den benötigten Funktionen zum richtigen Zeitpunkt zu liefern, inklusive aller Serviceleistungen. Gleichzeitig erwartet die Zumtobel Gruppe diesen Qualitätsanspruch auch von ihren Zulieferern. Höchste Qualitätsansprüche

Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung verfolgt die Zumtobel Gruppe das Ziel, redundante Prozesse zu vermeiden, Abfall und Ausschuss durch Fehlproduktion zu reduzieren, unnötige Transporte zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen. Das minimiert externe und interne Kosten und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt. Das Leuchten- und das Komponentensegment verwenden vielfältige Methoden und Kontrollmaßnahmen, um die Qualität von Prozessen und Produkten kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen hierbei das Total Quality Management (TQM) und Lean Six Sigma. TQM nutzt verschiedene Instrumente, um bei allen Mitarbeitern und an jedem Arbeitsplatz eine Qualitätskultur zu etablieren. Ziel von Lean Six Sigma ist es, Fehlerquellen zu beseitigen sowie Aktivitäten, die keine Wertschöpfung generieren, zu minimieren. Mit Ausnahme des Werkes in den USA sind alle Produktionsstandorte der Zumtobel Gruppe weltweit nach dem internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Die Vorbereitungen für eine Zertifizierung des Leuchtenwerks in Highland (USA) wurden im Berichtsjahr getroffen. Darüber hinaus sind die Vertriebsorganisationen der Marke Zumtobel in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Benelux, der Thorn Vertrieb Schweden sowie der Vertrieb der Tridonic in Deutschland zertifiziert. Sowohl Zumtobel als auch Thorn haben die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsfrist freiwillig auf fünf Jahre verlängert.

Standards und Vorschriften

Die Zumtobel Gruppe garantiert, dass alle geltenden Normen und Regulierungen bei den Produkten in beiden Segmenten eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Vorschriften zur Lichtqualität und Energieeffizienz sowie für Kennzeichnungspflichten. Zu den gesetzlichen Regulierungen gehören unter anderem die CE-Kennzeichnung (Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien), die WEEE-Kennzeichnung (Richtlinie über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten), REACH (EU-Chemikalienverordnung) sowie RoHS (EU-Richtlinie zur Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe).

Im Berichtszeitraum wurde gruppenweit die Implementierung einer Material Compliance Software vorbereitet, mit deren Hilfe die Überprüfung und Dokumentation der Einhaltung von Normen und Regulierungen von Seiten der Lieferanten gewährleistet wird. Die Software ermöglicht es den Zulieferern, Materialdeklarationen direkt in das Dokumentationssystem einzuspeisen. Bei Tridonic wird das im zweiten Kalenderquartal 2014 abgeschlossen sein. Im Anschluss daran wird die Implementierung bei den Leuchtenwerken fortgesetzt.

1.10 Betrieblicher Umweltschutz

Umweltschutz hat in der Zumtobel Gruppe eine hohe Bedeutung. Nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung energieeffizienter Produkte, sondern gleichfalls in Bezug auf eine umweltfreundliche Produktion. Dies umfasst einen sorgsamen und effizienten Umgang mit Ressourcen sowie die Vermeidung und Verminderung von Emissionen und Abfall entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte.

Das Umweltmanagement der Zumtobel Gruppe basiert auf drei Säulen: die konsequente Einhaltung interner und externer Richtlinien, zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach der Norm ISO 14001 sowie die Anwendung der Lean Six Sigma-Methode. Um den lokalen Anforderungen gerecht zu werden, liegt die operative Verantwortung beim Umweltbeauftragten des jeweiligen Werks. Dieser setzt in Abstimmung mit der lokalen Werksleitung individuelle Schwerpunkte und Ziele und ist verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen.

Der Gedanke des Umweltschutzes ist sowohl im Verhaltenskodex, in der Umweltschutz-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsrichtlinie und der Qualitäts-Richtlinie von Thorn und Zumtobel sowie der Unternehmenspolitik von Tridonic verankert. Um die Leistungen zum Umweltschutz kontinuierlich zu stärken, werden an allen Werksstandorten extern wie intern erkannte Potenziale in Programme gefasst und in strukturierter Form abgearbeitet. Zusätzlich werden die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema Umweltschutz sensibilisiert. So werden beispielsweise neue Mitarbeiter im Rahmen des Einführungsplans speziell zu Umweltthemen geschult. Des Weiteren finden in den europäischen Produktionswerken der Leuchtenmarken jährlich Informationsveranstaltungen zu Gesetzesänderungen im Umweltbereich statt.

Die Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 setzt Verfahren zur kontinuierlichen Verbesserung aller umweltrelevanten Abläufe und Prozesse voraus. Mit Erhalt des Zertifikats für den Thorn Standort Guangzhou (China) sind derzeit sieben von elf Produktionsstandorten des Lighting Segments und alle Elektronikstandorte der Tridonic sowie der Standort Tridonic connection technology in Innsbruck nach ISO 14001 zertifiziert. Im Lighting Segment bereitet die Zumtobel Gruppe derzeit die Zertifizierung weiterer Standorte außerhalb von Europa wie etwa für das Leuchtenwerk in Highland (USA) vor.

Der Tridonic Standort in Dornbirn hat im Berichtsjahr die Zertifizierung ISO 50001 erhalten und erfüllt damit die international anerkannte Norm für Energiemanagementsysteme (EMS). Der Standort ist der erste innerhalb der Zumtobel Gruppe, der nach dieser Norm zertifiziert wurde. Ziel des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist es, die Energieleistung im Unternehmen zu überwachen und zu steuern, um damit die Energieeffizienz zu erhöhen. Vorbereitungen für die Einführung und Zertifizierung von ISO 50001 sind im Berichtsjahr in den Leuchtenwerken in Dornbirn, Lemgo und Usingen getroffen worden.

Die Methode Lean Six Sigma wird im Components Segment seit 2003 und im Lighting Segment seit 2008 erfolgreich angewendet. Diese Managementphilosophie beinhaltet eine ressourceneffiziente Produktion, Reduzierung der negativen Umweltauswirkungen und Steigerung der Sicherheit für die Mitarbeiter. Ein schonender Umgang mit Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil der Lean Six Sigma-Philosophie, die sich in der kontinuierlichen Analyse der Kennzahlen, Identifizierung von Verbesserungspotenzialen und daraus abgeleiteten Maßnahmen widerspiegelt.

Fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie

Konzernlagebericht Zumtobel AG

  1. Mai 2013 bis 30. April 2014

Umweltmanagement: Globale Richtlinien lokal umgesetzt

Schulungen zum Thema Umweltschutz

Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001

Lean Six Sigma-Methode

1.11 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für F&E

F&E-Aufwand wieder gestiegen Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Gruppe. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Gruppe weiter auszubauen, wurde der F&E-Aufwand im Berichtsjahr um 3,9% auf 71,8 Mio EUR erhöht sowie das F&E-Team weiter ausgebaut.

Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2013/14 2012/13 Veränderung
in %
Entwicklungskosten 68,6 65,6 4,6
Forschungsaufwand 3,2 3,5 -8,6
F&E-Aufwand gesamt 71,8 69,1 3,9
in % vom Umsatz 5,8 5,6
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) F&E 602 548 9,8

Einzelne Marken sind für Produktentwicklung zuständig

Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken, da die Nähe zum Produktmanagement einen wichtigen Beitrag zu schnelleren Entwicklungsprozessen leistet. Auf Gruppenebene sind insbesondere koordinative Aufgaben wie Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt werden die Themen Standardisierung von LED-Modulen und -Drivern, die Weiterentwicklung der Lichtmanagement-Systeme sowie das Technologie-Scouting.

Energieeffizienz, Lichtqualität und intelligente Steuerungen stehen

Weiterhin hohe Innovationskraft

im Mittelpunkt

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten leiten sich von der "Wirkungskette" der Beleuchtung ab: Lichtquelle, Optik, Betriebsgeräte und Lichtsteuerung. Wesentliche Themen hierbei sind: LED und OLED bei den Lichtquellen, neue optische Konzepte zur Lichtlenkung bei LEDs, neue Betriebsgeräte zum Betrieb von LEDs und OLEDs sowie neue Ansätze zum Management von Beleuchtungsanlagen. Diese Schwerpunkte führen zu Differenzierungspotenzialen in den Gebieten Lichtqualität, Energieeffizienz, Zusatznutzen und Intelligenz der Beleuchtungssteuerung.

Die Innovationskraft des Unternehmens hängt maßgeblich mit F&E zusammen. Ein umfangreiches Patentportfolio gerade im Bereich der neuen Technologien sichert den Marken der Zumtobel Gruppe Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden vom Leuchtensegment 94 (Vorjahr 108) und vom Komponentensegment 73 (Vorjahr 80) Patente angemeldet. Nach Angaben des Österreichischen Patentamts belegt die Zumtobel Gruppe damit den sechsten Rang bei den Anmeldezahlen in Österreich im Jahr 2013. Des Weiteren wird jährlich der Neuproduktanteil (Produkte nicht älter als drei Jahre) am Umsatz erhoben. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden im Leuchtensegment 32,6% (europaweit; Vorjahr 26,2%) und im Komponentensegment 54,1% (weltweit; Vorjahr 46,0%) mit neuen Produkten umgesetzt. Die Anzahl aktiver gewerblicher Schutzrechte von derzeit zirka 7.500 – darunter 4.250 Patente – und der Neuproduktanteil am Gesamtumsatz sprechen für die Innovationskraft des Unternehmens.

Technologischer Wandel

Technologischer Wandel zu mehr Elektronik und LEDs

Der Bereich F&E ist nach wie vor stark geprägt durch die Entwicklungen in der LED-Technologie. Eine der größten Herausforderungen in diesem Zusammenhang sind die kurzen Lebenszyklen, die eine erhöhte und stetig wachsende Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess bei gleichzeitig stark erhöhtem F&E-Aufwand fordern. Hinzu kommen die Notwendigkeit von mehr Systemkompetenz, höhere Qualitätsanforderungen und steigender Wettbewerb.

Neben der gezielten Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter in Richtung Elektronik und Systemkompetenz kann den Herausforderungen insbesondere durch einen modularen Aufbau der Produkte, die Nutzung technischer Plattformen und durch interne Standardisierung von Komponenten begegnet werden. Ferner werden zukünftig Entwicklungspartnerschaften einen noch größeren Stellenwert einnehmen. Schon heute liefern langfristige strategische Partnerschaften mit Zulieferern, Forschungsinstitutionen und industriellen Partnern, wie etwa dem Kompetenzzentrum Licht oder LG Innotec, einen wertvollen Beitrag.

Darüber hinaus soll die F&E-Organisation auch über europäische Grenzen hinweg weiterentwickelt werden. Alle Marken planen ihre F&E-Aktivitäten in China auszubauen. Ziel ist ein Transfer im Bereich neuer Technologien, Nutzung derselben Werkzeuge und Schaffung einheitlicher Prozesse, um die Entwicklung globaler Produkte für globale Märkte sowie kostengünstiger Produkte für den lokalen asiatischen Markt zu fördern.

Ergänzend zur eigenen Forschungsarbeit helfen Kooperationen nachhaltige Innovationsprozesse anzustoßen. Die Forschungsprojekte, die die Marken der Zumtobel Gruppe mit ihren Partnern kontinuierlich durchführen, beschäftigen sich neben der Entwicklung neuer technischer Lösungen vor allem mit der Wirkung von Licht auf Menschen und Umwelt in den unterschiedlichen Anwendungen. Zu den Partnern zählen insbesondere Universitäten, die auch im Sinne gezielter Nachwuchsförderung eine große Rolle einnehmen. Zu diesen gehören unter anderem die TH Ilmenau, die TU Berlin, die HAW Hamburg (alle Deutschland), die Technischen Universitäten von Graz (Österreich) und Lund (Schweden), die KTH Stockholm (Schweden) sowie die ETH in Zürich (Schweiz) und die Durham University (Großbritannien). Ein weiterer wichtiger Netzwerkpartner für die Zumtobel Gruppe ist das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie in Aachen (Deutschland).

1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Als Bestandteil der am 2. April 2014 angekündigten Restrukturierungsprojekte im Bereich der Produktionsorganisation zur Verbesserung der Kostenstrukturen hat die Zumtobel Gruppe am 5. Mai 2014 die Belegschaft und lokale Gewerkschaft im Werk Landskrona (Schweden) von der Absicht informiert, die Leuchtenproduktion in Landskrona bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 zu beenden. Von der geplanten Schließung wären 155 Mitarbeiter betroffen.

Am 8. Mai 2014 startete Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Gruppe, Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung am Standort Ennenda (Schweiz) über eine mögliche Schließung der Produktion. Die am Standort Ennenda hergestellten konventionellen Vorschaltgeräte für Hochdruckentladungslampen sind einem hohen Wettbewerbsdruck und damit massiven Preisverfall ausgesetzt. Das Maßnahmenpaket sieht vor, die Produktion bis Ende des Kalenderjahres 2014 an Zulieferpartner zu vergeben. Die geplante Verlagerung wäre mit einem Personalabbau von 115 Mitarbeitern verbunden.

Am 6. Juni 2014 verkündete Tridonic die Trennung von dem Geschäft mit Verbindungsklemmen. In diesem Zusammenhang übernimmt die lokale Geschäftsleitung der Tridonic connection technology GmbH, bislang ein Tochterunternehmen von Tridonic mit Sitz in Innsbruck (Österreich) rückwirkend zum 30. April 2014 alle Anteile des Unternehmens in die eigene Verantwortung. Die Tridonic connection technology beschäftigt 97 Mitarbeiter.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2014 sind nicht zu vermelden.

Forschungsko-

Zunehmende Bedeutung von strategischen Partnerschaften

operationen mit Universitäten

Maßnahmen zur Schließung der Leuchtenproduktion in Landskrona eingeleitet

Tridonic Schweiz plant Einstellung der Produktion in Ennenda

Management Buyout bei Tridonic connection technology

1.13 Risikomanagement

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen die Erkennung von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Gruppe ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer im Geschäftsjahr 2011/12 konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungsund Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe Punkt 1.14).

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Gruppe ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Gruppe implementierte Risikomanagementsystem basiert (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modell2 "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle. Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird zumindest dreimal jährlich dezentral von den "Risk-Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ergebnisse der Gruppe sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad-hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an die zentrale Risikomanagement-Abteilung gemeldet, der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risikomanagement stehen konzernweit zur Verfügung.

Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Berichtswesen hat eine zentrale Bedeutung

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existieren neben dem monatlichen Finanzbericht ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der Segmente und des Konzerns abbilden. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der

2 COSO = Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (www.coso.org)

Konzernabschlussprüfer beurteilt im Zweijahresrhythmus die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Chancen der Zumtobel Gruppe sind in Kapitel 1.1 ausführlich beschrieben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte. Eine erneute Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Gruppe deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten können zu ungeplanten Restrukturierungsaufwendungen führen.

Die Geschwindigkeit des technologischen Transformationsprozesses von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED liegt deutlich über den Erwartungen der Zumtobel Gruppe und stellt für die gesamte Lichtindustrie und insbesondere für das Komponentengeschäft eine große Herausforderung dar. Insbesondere die höhere Produktvielfalt, die kürzeren Innovationszyklen und steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung führen zu deutlich höheren Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Neue Anbieter, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, drängen auf den professionellen Lichtmarkt und streben eine Vorwärtsintegration an. Diese stellen vor allem in den Bereichen LED-Module und LED-Konverter teilweise eine direkte Konkurrenz für das LED-Komponentengeschäft der Zumtobel Gruppe dar. Damit einhergehend steigt auch der Preisdruck für LED-Standardkomponenten und -Leuchten. Diesen Unternehmen fehlt allerdings zum Großteil einschlägiges Anwendungswissen über alle relevanten Bereiche der Innen- und Außenbeleuchtung, die Kompetenz für komplexe Lichtmanagementsysteme sowie das umfassende direkte Vertriebsnetzwerk.

Das Fehlen von Fachkräften, wie etwa in den Bereichen der F&E und des Vertriebes, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden, Wachstumspotenziale können dann nur unzureichend ausgeschöpft werden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl durch Ausbildung in eigenen Akademien als auch durch externe Schulungsprogramme. Die weiteren Eckpfeiler der Personalarbeit sind eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre, internationale Karrierechancen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden.

1.13.2 Geschäftsrisiken /Vertrieb / Produktion

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist sowohl im Projektgeschäft der Marken Zumtobel und Thorn wie auch im OEM-Geschäft der Zumtobel Gruppe von großer Bedeutung. Die Zumtobel Gruppe setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind intensive Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem ein weitreichendes technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es der Zumtobel Gruppe, ein führender technologischer sowie designorientierter Trendsetter zu bleiben.

Risiken aus der Konjunkturentwicklung

Technologiewechsel durch LED

Konkurrenz aus Asien

Risiken im Personalmanagement

Zugang zu globalen Netzwerken von Entscheidungsträgern

Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Die Zumtobel Gruppe steht sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft vor der Herausforderung, ihre starke Technologieposition in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an sich ändernde Bedürfnisse der unterschiedlichen Anwendungsgebiete anzupassen. Dies geschieht durch einen konsequenten Fokus der Zumtobel Gruppe auf das Thema Innovation und die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb. Marktakzeptanz für die neuen Produkte

  • Die Zumtobel Gruppe ist ein weltweit agierender Konzern, wobei Europa mit 80,3% vom Umsatz der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. In diesen Kernregionen konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, die politischen Risiken wie etwa Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverbote und Krieg werden in diesen Märkten als gering eingeschätzt. In den übrigen Märkten agiert die Gruppe vorwiegend mittels lokaler Vertriebsorganisationen sowie Agentenverträgen. Gleichzeitig werden neue Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Durch die jüngsten Unruhen in der Ukraine sowie die andauernden Krisenherde in nordafrikanischen Ländern, der Türkei oder Syrien gibt es wirtschaftliche Risiken, die sich sowohl absatzseitig als auch auf Beschaffungsseite negativ auswirken können. Der Beitrag dieser Länder zum Gesamtumsatz der Zumtobel Gruppe ist allerdings sehr gering. Politische Risiken
  • Eine stark steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen in konjunkturellen Aufschwungphasen kann zu einer Verknappung der weltweiten Bestände führen. Die kontinuierliche Lieferfähigkeit kann teilweise nur mittels langfristiger Disposition sichergestellt werden. Die Weltmarktpreise der für die Zumtobel Gruppe wichtigsten Materialien wie etwa Kunststoffgranulate, Aluminium und Stahl haben sich im letzten Jahr aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten stabilisiert bzw. sind teilweise gesunken. Energie wie etwa Strom, Gas und Öl ist für die Zumtobel Gruppe von geringerer Bedeutung, das Ergebnisrisiko aufgrund von Energiepreisänderungen ist daher unwesentlich. Aufgrund des eingesetzten Technologiewandels ist der Anteil der LED-Zukaufprodukte (LED-Chip, LED-Modul oder LED-Light-Engine) am gesamten Rohmaterialbedarf signifikant angestiegen. Hier beobachtet die Zumtobel Gruppe deutlich sinkende Preise. Beschaffungsrisiken

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft bei ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Gruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken. Um das Risiko eines Lieferantenausfalls so gering als möglich zu halten, wird "Single Sourcing" weitestgehend vermieden. Weitere Details dazu unter Kapital 1.8 Lieferanten.

Zur Minimierung der EDV-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der EDV-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden periodisch überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert. EDV-Risiken

1.13.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Die Lieferantenauswahl wird dabei entsprechend den in Kapitel 1.8 beschriebenen Kriterien getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfalls- und das Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Gruppe über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleichen könnte. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal mit Versicherungsschutz abzudecken. An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise (zum Beispiel durch Installation von Sprinkleranlagen) ein Highly Protected Risk (HPR)- Status angestrebt. Derzeit sind drei große Produktionsstandorte – Dornbirn (Österreich), Spennymoor (Großbritannien), Sydney (Australien) – als HPR qualifiziert.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter Wertansatz der Lagerbestände vermindert grundsätzlich die Bilanzrisiken. Die kürzeren Innovationszyklen und die steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein wesentlich engeres Bestandsmanagement sowie ein restriktiveres Vorgehen bei der Aktivierung von Entwicklungskosten. Diese Vorgangsweise reduziert das Risiko für Abschreibungen von Beständen und aktivierten Entwicklungskosten.

1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens, aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Weitere Details dazu sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.11 zu finden.

1.13.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler in der gesamten internen und externen Lieferkette verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Details dazu unter Kapital 1.9 Qualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung. Die in der Gruppe teilweise eingeführte Fünfjahresgarantie kann zu höheren Garantiekosten führen. Eine entsprechende Bilanzvorsorge wird seit dem Geschäftsjahr 2010/11 schrittweise bis 2014/15 aufgebaut.

1.13.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können unter anderem aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Gruppe betreibt eine konsequente Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Gruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Bestandsrisiken bei den Vorräten

geachtet. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die ein substanzielles Gefährdungspotenzial aufweisen, liegen nicht vor.

1.13.7 Risiken im Finanzbereich

Marktrisiko

Aufgrund der weltweiten Präsenz der Zumtobel Gruppe ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskursoder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet.

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2014 stehen der Gruppe kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 89,0 Mio EUR (Vorjahr 88,0 Mio EUR) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen. Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich 500 Mio EUR auf 350 Mio EUR reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 sind 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2014 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,57 (Vorjahr 1,42) und einer Eigenkapitalquote von 32,5% (Vorjahr 35,9%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pool-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 120 Mio EUR (hievon 20 Mio EUR als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtung in Schweizer Franken). Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 3,18%. Siehe dazu auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang für Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten zum Bilanzstichtag.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in – aus ihrer Sicht – Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Gruppe überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen.

1.13.8 Kreditrisiko

Ausfallsrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Überwachungsprozesse im "Kreditrisikomanagement" in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt (siehe dazu auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11.1). In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und es werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Gruppe Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Auch für das Geschäftsjahr 2014/15 ist aus heutiger Sicht nicht mit einer Erhöhung des Ausfallsrisikos zu rechnen.

1.13.9 Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken entstehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Gruppe betreffen die Firmenwerte, welche im Rahmen der Akquisition von Thorn im Geschäftsjahr 2000/01 entstanden, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten und Vorräte sowie die Bewertung des Pensionsfonds in Großbritannien. In Bezug auf die Firmenwerte wird auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 verwiesen. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt. In

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko Fremdwährung nominierte Wertgegenstände führen zu eigenkapitalrelevanten erfolgsneutralen Bewertungseffekten.

1.13.10 Andere Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Gruppe

Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Der technologische Transformationsprozess bringt Risiken in Form neuer Wettbewerber, höherer F&E-Ausgaben, steigender Produkt- und Systemkomplexität, eröffnet aber durchaus auch Chancen durch Erschließung neuer Marktsegmente und Applikationen. Die Innovationszyklen der Produkte verkürzen sich aufgrund des Technologiewandels hin zur LED, dadurch vergrößert sich auch das Abwertungsrisiko im Bereich der Vorräte und aktivierten Entwicklungskosten. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind durch Absicherungsmaßnahmen kontrollierbar (siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11). Alle aufkommenden wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und Internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden.

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

1.14 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel Gruppe orientiert sich beim Internen Kontrollsystem sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der COSO-Modelle sowie im Bereich der IT-Kontrollen an Cobit. Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als Stabsstelle des Vorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

1.14.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • >> Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • >> Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren
  • >> Angemessene Dokumentation der Prozesse

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden

COSO-Modelle und anerkannte Best Practices bilden Grundlagen

Verantwortung für das Interne Kontrollsystem ist deckungsgleich mit der Business-Verantwortung

Etablierte und anerkannte Schlüsselkontrollen

  • >> Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip
  • >> Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen
  • >> Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen
  • >> Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management
  • >> IT-Prozesskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)
  • >> Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls).

Für die einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen gelten in der Zumtobel Gruppe folgende Grundsätze:

  • >> Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen-Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.
  • >> Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.
  • >> Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

1.14.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Gruppe wichtigen Prozesse und Systeme:

  • >> Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.
  • >> Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel Gruppe ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind.

In der Zumtobel Gruppe sind unter anderem die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie die Aufbauorganisation (Organigramme) schriftlich dokumentiert und im Intranet für alle Mitarbeiter verfügbar. Das Gleiche gilt für die Satzung, die Geschäftsordnungen, die Geschäftsverteilungspläne, den Themenbereich Corporate Responsibility und weitere gruppenweit gültige Richtlinien und Regelungen.

Risikomanagement wird in der Zumtobel Gruppe in zweierlei Hinsicht betrieben: Einerseits gibt es einen gesonderten, von der Konzernzentrale gesteuerten Enterprise Risk Management-Prozess, der sich um die konzernweiten Risiken und das zentrale Risikoreporting kümmert. Andererseits erfolgt das prozessspezifische Risikomanagement integriert in den einzelnen Geschäftsprozessen durch die jeweiligen

Grundsatz der Angemessenheit von Risiko und Kontrolle

Angemessene schriftliche Dokumentation

Internal Environment

Risk Management

Prozessverantwortlichen. Eine umfassende Erläuterung des Risikomanagements befindet sich im Konzernlagebericht in Kapitel 1.13.

  • In der Zumtobel Gruppe basieren die Kontrollmaßnahmen unter anderem auf den Corporate Policies und dem Corporate Authorisation Framework (konzernweite Genehmigungs- und Freigaberegelungen). Von besonderer Bedeutung für das Interne Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung sind das Finance Group Manual und die gruppenweit einheitliche Closing Checklist. Im Finance Group Manual sind alle für die Zumtobel Gruppe wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze enthalten. Die Closing Checklist enthält all jene Aufgaben und Kontrollschritte, die im Rahmen der Bilanzierung zwingend ausgeführt werden müssen. Control Activities
  • In der Zumtobel Gruppe stützt sich die Informationserfassung und -verarbeitung wesentlich auf die zentralen SAP-Systeme. Die Datenaufbereitung und -ausgabe erfolgt entweder direkt mit diesen Systemen oder über das SAP Business Warehouse. Daraus werden standardisierte Monats-, Quartals- und Jahresberichte erstellt, die den Vorstand und das Management bei der Wahrnehmung ihrer Überwachungsund Kontrollfunktion unterstützen. Das konzernweite Intranet ("Lightweb"), basierend auf einem Enterprise Wiki sowie Microsoft Sharepoint, ist darüber hinaus die wesentlichste Informations-, Dokumentations- und Collaboration-Plattform der Zumtobel Gruppe. Information & Communication
  • Zum Monitoring gehören einerseits laufende Überwachungsaktivitäten im Rahmen der normalen Managementaktivitäten und andererseits gesonderte Beurteilungen durch separate Überwachungsfunktionen. Beispielsweise überwacht das Management die Leistung von Segmenten und Gesellschaften anhand monatlicher Reviews. Für die gesonderte Überwachung des Internen Kontrollsystems sind Corporate Internal Audit, Corporate Controlling sowie die Qualitätsmanagement-Fachbereiche zuständig. Der externe Review der Halbjahres- und die Prüfung der Jahresabschlüsse werden durch den Wirtschaftsprüfer vorgenommen, der durch sein internationales Netzwerk die Anwendung einheitlicher Prüfungsstandards in allen Konzerngesellschaften sicherstellt. Eine weitere Überwachung des Internen Kontrollsystems findet durch den Prüfungsausschuss der Zumtobel AG statt, der sich in jeder Sitzung über den Rechnungslegungsprozess, die Jahresabschlussprüfung bzw. den Halbjahresreview, den aktuellen Stand des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung sowie die Prüfungsaktivitäten von Corporate Internal Audit berichten lässt. Monitoring

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst. Weiterentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Tridonic ein mehrtägiges Treffen der Finanzverantwortlichen aller Landesgesellschaften in der Zentrale in Dornbirn organisiert. Dieses Treffen stand im Zeichen der Information über Neuerungen in den Finanz-Prozessen und -Tools sowie des Best Practice-Austausches. Im Lighting Segment wurden verstärkt Schulungen lokaler Finanz-Fachbereiche durchgeführt, beispielsweise zum Themenkomplex Credit Management. Im Bereich der Finanzberichterstattung war ein Arbeitsschwerpunkt die Vorbereitung auf die gemäß Rechnungslegungskontrollgesetz per 1. Juli 2013 neu eingerichtete Österreichische Prüfungsstelle für Rechnungslegung. Der erste prüfungsrelevante Abschluss der Zumtobel AG ist der vorliegende Konzernabschluss zum 30. April 2014.

Weitere Arbeitsschwerpunkte waren die Anpassung verschiedener Corporate Policies, unter anderem ausgelöst durch die Konzernumstrukturierung sowie die inhaltliche Weiterentwicklung von Kontrollen.

Die vor einigen Jahren eingeführten unterjährigen Bilanz- sowie Cash & Bank-Reviews durch Corporate Finance und Corporate Treasury wurden fortgeführt und die Konsolidierung sowie Abbildung der weltweit verwendeten Bankkonten der Konzerngesellschaften im zentralen Treasury-System wurde fortgesetzt.

Im Informationsportal zu Fraud-Awareness im Intranet wurden unter anderem mehrere Warnmeldungen zu externen Betrugsversuchen durch Phishing-Angriffe mittels Telefonaten sowie E-Mails verbreitet, um das Bewusstsein und die Vorsicht der Mitarbeiter zu stärken. Der jährliche fragebogenbasierte Fraud-Awareness-Check wurde nun zum dritten Mal durchgeführt, wobei der Teilnehmerkreis wesentlich erweitert wurde. Dieser Check wird auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Compliance Management-System extern evaluiert. Zur weiteren Stärkung der Compliance wurde entschieden, die Stelle eines Compliance Officers zu schaffen, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 operativ tätig wird. Wesentliche Aufgabengebiete werden die Ausbildung der Mitarbeiter sowie die weitere Stärkung der präventiven Anti-Korruptions-Maßnahmen z. B. durch in die SAP-Prozesse integrierte Prüf- und Genehmigungsroutinen sein.

Die Einrichtung dieser Compliance-Stelle, der ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr neu etablierte Fachbereich Corporate Center (unter anderem für Prozessmanagement zuständig) sowie die im Sommer 2014 erfolgende personelle Aufstockung im Corporate Internal Audit sind ein Beleg für die Bedeutung einer angemessenen Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe.

Der eingeschlagene Weg ständiger Verbesserung und laufender Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems wird dadurch weiter gestärkt und auch im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt.

1.15 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2014 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30.April 2014 besaß die Gesellschaft 360.940 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag, der dem Vorstand nicht näher bekannt ist, sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Die Syndikatsparteien gehen von einer Verlängerung aus.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2014 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren, Delta Lloyd Asset Management NV sowie SICAV Objectif Small Caps Euro (Lazard Freres Gestion), jeweils eine Beteiligung von über 5% und die BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 30. Mai 2014 informierte BlackRock Inc. die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Von 2004 bis 2008 gab es ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen seither keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Hierzu sei auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4 verwiesen.

  4. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 6. August 2014 – auch in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu Stück 4.350.000 neuen, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  1. Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben. Von diesen Aktien wurden 1.204.344 Stück im Geschäftsjahr 2009/10 eingezogen.

Insgesamt wurden bis zum 30. April 2014 1.178.271 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

  1. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich 500 Mio EUR auf EUR 350 Mio EUR reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 sind 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die drei folgenden Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  2. Die wichtigsten Merkmale des Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.13 beziehungsweise 1.14 umfassend beschrieben.

1.16 Ausblick und Ziele

Aufschwungerwartung für Europa festigt sich

Der Internationale Währungsfonds (IWF) 3 prognostiziert für das Kalenderjahr 2014 ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft um 3,6% und für 2015 um 3,9%. Weltweit zeigt sich ein sehr gemischtes Bild. Die USA bleiben die zentrale Wachstumslokomotive, in der Eurozone verbessert sich die Situation merklich, während sich die Wachstumsdynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern zunehmend verlangsamt. Die dortige Wirtschaftsleistung soll in diesem Jahr um 4,9% und 2015 um 5,3% zulegen. Von Brasilien bis nach Russland hat der IWF die Prognosen gekappt, wobei die Schwellenländer immer noch für knapp 60% des Wachstums weltweit verantwortlich sein werden. Für die industrialisierte Welt lauten die Prognosen auf plus 2,2% in 2014 respektive 2,3% in 2015. Die US-Wirtschaft kann in beiden Jahren auf ein solides Plus von 2,8% beziehungsweise 3,0% hoffen. Nach dem Schrumpfen des Sozialprodukts in der Eurozone um 0,5% in 2013 sagt der IWF für das Jahr 2014 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 1,2% und in 2015 um 1,5% voraus. Dieser – verglichen mit dem vergangenen Jahr – zuversichtliche Blick ist in Einklang mit den jüngsten Entwicklungen wichtiger Stimmungsindikatoren für den Euroraum. Insbesondere die Länder Mittel- und Nordeuropas wie etwa Deutschland mit plus 1,7%, Österreich mit plus 1,7%, Großbritannien mit plus 2,9% und Schweden mit plus 2,8% sollen in 2014 zu dieser Entwicklung beitragen.

Der Bausektor in Europa wird in diesem Kalenderjahr noch keinen nennenswerten Beitrag zu einer wirtschaftlichen Erholung liefern, allerdings bestätigt Euroconstruct im letztjährigen November-Gutachten, dass es im professionellen Hochbau in 2014 nach einigen Jahren des Rückgangs zu einer Stabilisierung kommen sollte. In den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) wird von Euroconstruct ein Wachstum von 0,1% für das Kalenderjahr 2014 und von 1,4% für das Kalenderjahr 2015 prognostiziert.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2014 und 2015

3 Quelle: Prognose des IWF,World Economic Outlook, April 2014

Mittelfristplanung bis 2016/17: Verdoppelung der Profitabilität bei leichtem Umsatzwachstum

In der europäischen Bauwirtschaft gibt es Anzeichen für eine Trendwende von einem rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld. In der Lichtindustrie verstärkt sich dieser Trend durch den Technologiewandel hin zu LED, das Thema Energieeffizienz sowie die Wachstumschancen in den neuen Märkten. Die Zumtobel Gruppe verfügt durch die Mehrmarkenstrategie, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition, die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie die solide Bilanz- und Finanzierungsstruktur über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich das Management der Zumtobel Gruppe zum Ziel gesetzt, in den kommenden drei Jahren durch Marktanteilsgewinne ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum zwischen 3% und 5% zu erreichen.

Aufgrund signifikanter Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen insbesondere in den Produktionsund Vertriebsbereichen soll die operative Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) bis 2016/17 von aktuell ca. 4% schrittweise auf etwa 8% bis 10% gesteigert werden. In Summe sollen die Herstellkosten mittelfristig von derzeit ca. 62% vom Umsatz um drei bis vier Prozentpunkte und die Vertriebs- und Verwaltungskosten von derzeit ca. 29% vom Umsatz um zwei bis drei Prozentpunkte gesenkt werden.

Ausblick GJ 2014/15: Verhaltener Optimismus, strukturelle Ergebnisverbesserung

Das Jahr 2014/15 wird ein wichtiges Jahr des Übergangs sein, in dem die Zumtobel Gruppe ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum legen wird. Es gilt die neuen Strukturen ins Leben zu bringen, Ineffizienzen aus der Vergangenheit zu bereinigen und damit Wachstums- und Kostensynergien aus dem Mehrmarkenansatz zu heben. Die dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen werden das operative Ergebnis in 2014/15 mit Sondereffekten in Höhe von etwa 20 Mio EUR belasten.

Aufgrund der positiven konjunkturellen Signale aus dem zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 sowie der geplanten signifikanten Kosteneinsparungen blickt das Management der Zumtobel Gruppe trotz einer weiterhin eingeschränkten Visibilität mit verhaltenem Optimismus in die nächsten Monate. Die Umsatzentwicklung wird einerseits durch einen leichten Rückenwind aus dem verbesserten Marktumfeld in Europa unterstützt, andererseits fallen die Umsätze mit magnetischen Vorschaltgeräten aufgrund des inzwischen abgeschlossenen Ausstiegs aus dieser Technologie weg. Insgesamt erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2014/15 trotz des Wegfalls der Magnetik-Umsätze ein Umsatzwachstum von rund 3% und eine Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 5% bis 6% (bereinigte EBIT-Marge im GJ 2013/14: 3,8%).

Dornbirn, am 16. Juni 2014

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Baukonjunktur und Technologiewandel geben Rückenwind für leichtes Umsatzwachstum

Signifikante Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen

Jahr des Übergangs

Leichtes Umsatzwachstum und deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 Konzernabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

2. Konzernabschluss

Inhalt

2. Konzernabschluss
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________ 58
2.2 Gesamtergebnisrechnung ___________ 59
2.3 Bilanz _______________ 60
2.4 Kapitalflussrechnung _________ 61
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 62
2.6 Anhang _____________ 63
2.6.1 Allgemeine Angaben _________ 63
2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden _________ 63
2.6.2.1
Konsolidierungskreis _________ 63
2.6.2.2
Konsolidierungsmethoden __________ 64
2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 65
2.6.3.1
Auswirkungen neuer und geänderter Standards _____ 65
2.6.3.2
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 67
2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 76
2.6.4.1
Umsatzerlöse ________ 76
2.6.4.2
Aufwandsarten ____________ 76
2.6.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis _____ 78
2.6.4.4
Zinsergebnis _______
79
2.6.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge _______ 80
2.6.4.6
Ertragsteuern ________ 80
2.6.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen _______ 81
2.6.4.8
Ergebnis je Aktie ___________ 81
2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung _________ 81
2.6.5.1
Währungsdifferenzen ________ 81
2.6.5.2
Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 82
2.6.5.3
Versicherungsmathematischer Verlust _______ 82
2.6.5.4
Latente Steuern ____________ 82
2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 82
2.6.6.1
Firmenwerte ________ 82
2.6.6.2
Übrige immaterielle Vermögenswerte _______ 84
2.6.6.3
Sachanlagen _________ 86
2.6.6.4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen ________ 88
2.6.6.5
Finanzielle Vermögenswerte _________ 90
2.6.6.6
Übrige Vermögenswerte ___________ 90
2.6.6.7
Latente Steuern ____________ 91
2.6.6.8
Vorräte ____________ 92
2.6.6.9
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 92
2.6.6.10 Liquide Mittel ________ 92
2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer ________ 93
2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen __________ 99
2.6.6.13 Übrige Rückstellungen _______ 99
2.6.6.14 Finanzschulden ____________ 100
2.6.6.15 Finanzierungsleasing ________ 101
2.6.6.16 Operating Leasing _________ 101
2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten___________ 102
2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung ______ 102
2.6.7.1
Überleitung Finanzmittelfonds ______ 103
2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung _______ 103
2.6.8.1
Grundkapital _______ 103
2.6.8.2
Kapitalrücklage ____________ 104
2.6.8.3
Gewinnrücklagen __________ 104
2.6.8.4
Aktienoptionsprogramme _________ 105
2.6.8.5
Dividendenausschüttung __________ 106
2.6.9
Kapitalmanagement __________ 106
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten ______ 106
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ___ 106
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39 ______ 111
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement ___________ 111
2.6.11.1 Kreditrisiko _________ 111
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko ____________ 113
2.6.11.3 Marktrisiko _________ 114
2.6.12 Geschäftssegmente __________ 117
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche ________ 117
2.6.12.2 Segment Regionen _________ 119
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________ 119
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________ 119
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 120
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________ 122
2.6.16.1 Personalstruktur ___________ 122
2.6.16.2 Organe des Konzerns _______ 122
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz ________ 123
2.8 Konsolidierungskreis _________ 124
Bestätigungsvermerk______________ 127

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2013/14 2012/13 Veränderung
in TEUR in %
Umsatzerlöse
2.6.4.1
1.246.831 1.243.616 0,3
Kosten der umgesetzten Leistungen
2.6.4.2
-845.356 -855.048 -1,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 401.475 388.568 3,3
in % vom Umsatz 32,2 31,2
Vertriebskosten
2.6.4.2
-320.263 -321.581 -0,4
Verwaltungskosten
2.6.4.2
-40.424 -39.664 1,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis
2.6.4.3
-28.645 -5.663 <-100
davon Sondereffekte -35.452 -14.043 <-100
Betriebsergebnis 12.143 21.660 -43,9
in % vom Umsatz 1,0 1,7
Zinsaufwand
2.6.4.4
-8.904 -9.856 -9,7
Zinsertrag
2.6.4.4
815 1.225 -33,4
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
2.6.4.5
-6.763 -4.592 47,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
2.6.6.4
289 -560 >100
Finanzergebnis -14.563 -13.783 -5,7
in % vom Umsatz -1,2 -1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.420 7.877 <-100
Ertragsteuern
2.6.4.6
-2.263 -1.629 38,9
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen -4.683 6.248 <-100
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen
2.6.4.7
-73 -162 55,1
Jahresergebnis -4.756 6.086 <-100
in % vom Umsatz -0,4 0,5
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 239 127 88,5
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -4.995 5.959 <-100
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.133 43.122
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 3 3
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.136 43.125
Ergebnis je Aktie (in EUR)
2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,12 0,14
Ergebnis je Aktie verwässert -0,12 0,14
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,11 0,14
Ergebnis je Aktie verwässert -0,11 0,14
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 0,00

2.2 Gesamtergebnisrechnung

2013/14 2012/13 Veränderung
in TEUR in %
Jahresergebnis -4.756 6.086 <-100
Versicherungsmathematischer Verlust 2.6.5.3 -8.775 -11.214 21,7
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Verluste 2.6.5.4 48 2.096 -97,7
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden -8.727 -9.118 4,3
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 -11.457 -1.341 <-100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 -1.441 -337 <-100
Hedge Accounting 1.881 -970 >100
Latente Steuern auf Hedge Accounting -470 243 <-100
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden -11.487 -2.405 <-100
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -20.214 -11.523 75,4
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar -105 50 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -20.109 -11.573 73,8
Gesamtergebnis -24.970 -5.437 <-100
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 136 177 -23,2
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -25.104 -5.614 <-100

2.3 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2014 in % 30. April 2013 in %
Firmenwerte 2.6.6.1 187.792 18,7 190.035 19,1
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 55.682 5,5 52.837 5,3
Sachanlagen 2.6.6.3 230.635 22,9 239.966 24,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 2.441 0,2 3.667 0,4
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.5 1.466 0,1 1.101 0,1
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 4.354 0,4 4.233 0,5
Latente Steuern 2.6.6.7 37.509 3,7 38.413 3,9
Langfristiges Vermögen 519.879 51,5 530.252 53,4
Vorräte 2.6.6.8 181.426 18,1 160.472 16,1
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.9 199.303 19,8 185.533 18,6
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.5 2.731 0,3 2.435 0,3
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 29.071 2,9 29.098 2,9
Liquide Mittel 2.6.6.10 74.191 7,4 87.048 8,7
Kurzfristiges Vermögen 486.722 48,5 464.586 46,6
VERMÖGEN 1.006.601 100,0 994.838 100,0
Grundkapital 108.750 10,8 108.750 10,9
Kapitalrücklagen 335.249 33,3 335.210 33,7
Gewinnrücklagen -115.215 -11,5 -96.042 -9,7
Jahresergebnis -4.995 -0,5 5.959 0,6
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 323.789 32,1 353.877 35,5
Kapital der Minderheitengesellschafter 3.765 0,4 3.509 0,4
Eigenkapital 2.6.8 327.554 32,5 357.386 35,9
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.11 77.486 7,7 74.669 7,5
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.11 41.374 4,1 42.744 4,3
Sonstige Personalrückstellungen 2.6.6.11 12.860 1,3 14.146 1,4
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 1.073 0,1 921 0,1
Finanzschulden 2.6.6.14 197.357 19,6 197.001 19,9
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 2.575 0,3 1.911 0,2
Latente Steuern 2.6.6.7 4.337 0,4 7.307 0,7
Langfristige Schulden 337.062 33,5 338.699 34,1
Rückstellungen für Ertragsteuern 20.057 2,0 20.487 2,1
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 32.985 3,3 24.580 2,5
Finanzschulden 2.6.6.14 5.314 0,5 4.264 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 159.912 15,9 131.801 13,2
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 123.717 12,3 117.621 11,8
Kurzfristige Schulden 341.985 34,0 298.753 30,0
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.006.601 100,0 994.838 100,0

2.4 Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2013/14 2012/13
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 2.1 12.070 21.497
Abschreibungen und Amortisierungen 2.6.4.2 68.067 57.811
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 508 1.246
Konsolidierungskreisänderungen -1.050 -420
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -73 -382
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 79.522 79.752
Vorräte -24.833 12.459
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -19.846 26.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 30.477 -2.414
Erhaltene Anzahlungen 3.298 -5.473
Veränderung des Working Capital -10.904 31.421
Langfristige Rückstellungen -11.414 -10.787
Kurzfristige Rückstellungen 8.905 1.910
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 11.079 6.193
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen 8.570 -2.684
Bezahlte Steuern -5.423 -5.181
Cashflow aus dem operativen Geschäft 71.765 103.308
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 429 111
Auszahlungen für Anlagenzugänge -65.553 -59.509
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten -1.545 702
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 2.117 237
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -64.552 -58.459
FREIER CASHFLOW 7.213 44.849
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -2.238 -30.979
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 11 185
Veränderung von Minderheitenanteilen -1.524 0
Dividenden -3.258 -8.957
Ausübung Optionen 39 205
Bezahlte Zinsen -6.922 -7.792
Vereinnahmte Zinsen 815 1.222
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.088 -46.301
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -6.444 616
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -12.319 -836
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.6.7.1 82.902 83.738
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.6.7.1 70.583 82.902
Veränderung -12.319 -836

2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahre
sergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2013 108.750 335.210 9.894 -29.466 -4.371 19.732 -91.831 5.959 353.877 3.509 357.386
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 5.959 0 0 0 0 -5.959 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -12.793 1.411 0 -8.727 -4.995 -25.104 136 -24.968
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 39 0 0 0 0 0 0 39 0 39
+/- Dividenden 0 0 -3.019 0 0 0 0 0 -3.019 -239 -3.258
+/- Veränderung von
Minderheitenanteilen
0 0 -1.883 0 0 0 0 0 -1.883 359 -1.524
+/-
Konsolidierungskreisände
rungen
0 0 132 0 0 -253 0 0 -121 0 -121
30. April 2014 108.750 335.249 11.083 -42.259 -2.960 19.479 -100.558 -4.995 323.789 3.765 327.554

Geschäftsjahr 201 2012/13

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapita
lrücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2012 108.750 335.005 3.293 -27.738 -3.643 19.732 -82.714 15.222 367.907 2.714 370.621
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 15.222 0 0 0 0 -15.222 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -1.728 -728 0 -9.117 5.959 -5.614 177 -5.437
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 402 402
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 205 0 0 0 0 0 0 205 0 205
+/- Dividenden 0 0 -8.621 0 0 0 0 0 -8.621 -336 -8.957
+/-
Konsolidierungskreisände
rungen
0 0 0 0 0 0 0 0 0 552 552
30. April 2013 108.750 335.210 9.894 -29.466 -4.371 19.732 -91.831 5.959 353.877 3.509 357.386

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee beziehungsweise des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2013/14 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel AG hat den Konzernabschluss am 16. Juni 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratssitzung findet am 24. Juni 2014 in Dornbirn statt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2013 bis 30. April 2014. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das "Components Segment" (elektronische Lichtkomponenten, LED-Lichtkomponenten, Verbindungstechnik und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 auch magnetische Vorschaltgeräte) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • >> Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)
  • >> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2013/14 sind 96 (VJ 93) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden zwei (VJ fünf) Unternehmen konsolidiert, nach der quotalen Konsolidierungsmethode wird kein Unternehmen berücksichtigt. Nicht konsolidiert werden 11 verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2013 93 5 98
Wechsel Einbeziehungsart 3 -3 0
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 2 0 2
davon Neugründung 2 0 2
Im Berichtszeitraum endkonsolidiert -1 0 -1
Im Berichtszeitraum liquidiert -1 0 -1
30. April 2014 96 2 98

Die Gesellschaft Zumtobel Lighting s.r.o. wurde mit Mai des Geschäftsjahres 2013/14 neu gegründet.

Im Juli 2013 wurden 51% der Anteile der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Deutschland, und 49% der Anteile der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Deutschland, erworben. Somit werden nun 100% der Anteile beider Gesellschaften von der Zumtobel Gruppe gehalten. Die bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden per Juli 2013 vollkonsolidiert. Für die restlichen erworbenen Anteile an beiden Gesellschaften wurden in Summe TEUR 150 bezahlt. Der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert des Eigenkapitalanteils der Gesellschaften belief sich auf TEUR 593. In Summe wurden im Zuge der Vollkonsolidierung Nettovermögenswerte in Höhe von TEUR 703 übernommen. Die Anteilskäufe wurden als Investition zur Stärkung des Engagements der Zumtobel Gruppe in die Zukunftstechnologie OLED getätigt.

Die Verträge zur Veräußerung der Tridonic Manufacturing Pty Ltd, Australien, wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 unterzeichnet. Die tatsächliche Übertragung der Anteile erfolgte im Oktober 2013. Die Gesellschaft wurde somit im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres endkonsolidiert.

Die Gesellschaft Zumtobel Lighting Limited, Hongkong, wurde im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 gegründet.

Seit dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 befindet sich die australische Gesellschaft Conlux Pty Limited in Liquidation. Die Gesellschaft wurde daher im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres endkonsolidiert.

Zum 1. Februar 2014 wurde der Anteil an der südafrikanischen Vertriebsgesellschaft Tridonic SA (Proprietary) Limited von 49,99% auf 100% erhöht. Die Anteile wurden von dem bisherigen Joint-Venture-Partner Power Technologies (Pty) Ltd. übernommen. Für die restlichen Anteile wurde ein Kaufpreis von TEUR 900 bezahlt. Der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert des Eigenkapitalanteils der Gesellschaften belief sich auf TEUR 711. In Summe wurden im Zuge der Vollkonsolidierung Nettovermögenswerte in Höhe von TEUR 1.465 übernommen. Durch die Neubewertung des Eigenkapitalanteils an der Gesellschaft entstand ein Gewinn in Höhe von TEUR 189, welcher im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst wurde. Des Weiteren wurde ein Goodwill in Höhe von TEUR 335 angesetzt.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3. Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zu dem den Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 Prozent – maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellungen, Anlagenübertragungen im Konzern sowie aus Konzernvorräten werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Gruppe ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2014 30. April 2013 30. April 2014 30. April 2013
AUD 1,4591 1,2463 1,4947 1,2649
CHF 1,2298 1,2117 1,2200 1,2238
USD 1,3466 1,2858 1,3850 1,3072
SEK 8,7882 8,5812 9,0723 8,5420
GBP 0,8414 0,8172 0,8230 0,8443

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Die Regelungen der überarbeiteten Fassung des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" wurden im Geschäftsjahr 2012/13 bereits vorzeitig angewendet. Dieser Standard wurde im Juni 2011 vom IASB veröffentlicht, im Juni 2012 von der europäischen Union anerkannt und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01. Jänner 2013 verpflichtend anzuwenden.

Folgende geänderte Standards beziehungsweise Interpretationen sind für die Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals anwendbar:

Der geänderte Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wirkt sich auf die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung aus. Dabei werden die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses kategorisiert. Die Aufteilung erfolgt in Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Positionen, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Gesamtergebnisrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses wurde entsprechend den Anforderungen angepasst.

Die Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" beziehen sich auf Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand laut IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand". IAS 20 fordert, dass Unternehmen Darlehen der öffentlichen Hand, die zu einem unter dem Markt liegenden Zins ausgereicht werden, bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen haben. Erstmalige Anwender des IFRS müssen daher die Vorschrift des IAS 20 prospektiv auf Darlehen anwenden, wohingegen Unternehmen ein Wahlrecht haben, die ein in der Vergangenheit eingegangenes Darlehen mit den notwendigen rückwirkenden Informationen besitzen.

Die Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" betreffen die erweiterten Angabepflichten zu Saldierungsrechten. In Zukunft sind zu den bereits bestehenden und erweiterten Angaben des IAS 32 zu den tatsächlichen Saldierungen ebenfalls Angaben zu bestehenden Saldierungsrechten erforderlich. Dies ist unabhängig davon, ob die Saldierungen realisiert wurden. Dieser geänderte Standard führt zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe.

Der zum 1. Januar 2013 anzuwendende Standard IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" definiert den Begriff "beizulegender Zeitwert" und vereinheitlicht die Bewertung sowie die geforderten Angabepflichten finanzieller und nichtfinanzieller Vermögenswerte und Schulden. Zudem beschreibt die neue Verlautbarung Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts. Die Änderungen und erweiterten Angabeverpflichtungen sind in Kapitel 2.6.10.1 dargestellt.

Die Interpretation IFRIC 2 "Geschäftsanteile an Genossenschaften und ähnliche Instrumente" beschreibt Leitlinien, wie sich die Geschäftsanteile anhand von Rücknahmebedingungen als Fremd- oder Eigenkapital kategorisieren lassen. IFRIC 2 ist für die Zumtobel Gruppe nicht relevant und hat daher keine Auswirkung auf den vorliegenden Konzernabschluss.

Der anzuwendende IFRIC 20 definiert, wann und wie die Nutzen aus der Abraumaktivität zu bilanzieren sind und wie diese Nutzen beim Erstansatz und bei der Folgebewertung zu bewerten sind. Diese Interpretation ist für die Zumtobel Gruppe ebenfalls nicht relevant und hat daher keine Auswirkung.

Im Wesentlichen werden folgende neue beziehungsweise geänderte IAS/IFRS/IFRIC-Interpretationen nicht vorzeitig angewandt und finden daher im Geschäftsjahr 2013/14 für die Zumtobel Gruppe keine Berücksichtigung:

Überarbeitete Standards beziehungsweise Interpretationen Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 19 Verbesserungen zu leistungsorientierten Plänen: Leistungen an Arbeitnehmer 01. Juli 2014*
IAS 27 Einzelabschlüsse 01. Januar 2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 01. Januar 2014
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 01. Januar 2014
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte 01. Januar 2014
IAS39 Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von
Sicherungsinstrumenten
01. Januar 2014
IFRS 9 Finanzinstrumente offen*
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01. Januar 2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01. Januar 2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01. Januar 2014
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01. Januar 2016*
IFRIC 21 Abgaben 01. Januar 2014*

* Dieser Standard wurde von der Europäischen Union noch nicht im Wege des Endorsement-Verfahrens übernommen.

Zudem verabschiedete das IASB Verbesserungen der Übergangsleitlinien zu den Standards IFRS 11, IFRS 12 und IFRS 13, als auch Verbesserungen zu den Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27, die Investmentgesellschaften betreffen. Diese sind anzuwenden für Geschäftsjahre, welche ab dem 1. Januar 2014 beginnen. Außerdem finden die alljährlichen Verbesserungsprojekte zu unterschiedlichen Standards statt.

Die Auswirkungen der Änderungen der neuen Standards beziehungsweise Interpretationen wurden analysiert und es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss 2014/15 erwartet.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrigeimmaterielle Vermögens immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • >> Identifizierbarkeit des selbst erstellten Vermögenswertes
  • >> Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens
  • >> Verlässliche Bestimmbarkeit der Kosten des Vermögenswertes

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (3 bis 10 Jahre). Darf ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen

Erworbene und selbst erstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Abschreibungs
Lineare Abschreibung prozentsatz p.a.
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 - 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing innerhalb der lang- und kurzfristigen Finanzschulden erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer beziehungsweise aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer ("Reichweite") orientieren.

Finanzinstrumente

Die Zumtobel Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel
  • >> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

  • >> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, sonstige Forderungen (Finanzielle Vermögenswerte) Gegebene Darlehen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, Finanzierungsleasing (Finanzielle Verbindlichkeiten) Erhaltene Darlehen und Ausleihungen sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

>> Derivative Finanzintrumente

Derivative Finanzinstrumente werden entsprechend IAS 39zum Zeitwert bewertet. Die Ermittlung des Zeitwerts erfolgt unter Berücksichtigung der Bestimmungen des IFRS 13. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei der Zumtobel Gruppe ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb erwachsen. Zinsswaps werden genutzt, um eine Optimierung der variabel und fix verzinsten Anteile der Finanzverbindlichkeiten herbeizuführen. Fremdwährungstermingeschäfte und -optionen werden zur Vermeidung von Transaktionsrisiken eingesetzt. Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften werden durch Zins-Währungsswaps (Cross-Currency-Swaps) abgesichert. Zum Vertragsabschluss werden alle derivativen Finanzinstrumente gemäß dem Standard IFRS 13 unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallrisikos zum beizulegenden Zeitwert bewertet und bilanziert. Devisentermingeschäfte werden mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie den aktuellen Währungskursen zum Bewertungsstichtag ermittelt. In der Zumtobel Gruppe werden keine börsennotierten derivativen Finanzinstrumente verwendet. Außerbörslich gehandelte Zinsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, indem zukünftige Zahlungserwartungen unter Verwendung des aktuellen Marktzinssatzes abgezinst werden. Gemäß IAS 39 "Ansatz und Bewertung" werden derivative Finanzinstrumente, die nicht dem Hedge Accounting zuzuordnen sind, als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente ("held for trading") klassifiziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Die Vorschriften des IAS 39 zur Handhabung der Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) werden in der Zumtobel Gruppe in Zusammenhang mit Zinssicherungsinstrumenten angewendet.

Der effektive Teil der Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich als Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, wird direkt im Eigenkapital erfasst. Ein allfälliger ineffektiver Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden zum gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu welchem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode ermittelt.

>> Marktwerte aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Des Weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 ("hedge of a net investment in a foreign operation") abgeschlossen wurden, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und alle Marktwertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemäß IAS 39 erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen (Cash Flow Hedge). Das Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnungen der abgesicherten Investition wird in der Gesamtergebnisrechnung im Eigenkapital bilanziert.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Zumtobel Gruppe verwendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken, die den Umständen entsprechend adäquat und akkurat erscheinen. Dabei werden ausreichend viele Daten, vor allem beobachtbare Inputfaktoren, zur Bereitstellung einer exakten Bewertung herangezogen.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegelt.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Gruppe erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Barwert abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruht. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen.

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3).

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 464, VJ TEUR 1.409; negative Marktwerte TEUR -9.353, VJ TEUR -12.504; siehe auch Kapitel 2.6.10).

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und langfristige Vermögenswerte und Schulden und Schulden Schulden

Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, deren Realisierung beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet beziehungsweise fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen

Bei dem Aktienoptionsprogramm – dem "Stock Option Program" (SOP) – der Zumtobel AG handelt es sich um ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das durch Eigenkapitalinstrumente beglichen wird. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage (grant date) auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung beziehungsweise Auflösung der Rücklage innerhalb der Berichtsperiode erfolgt erfolgswirksam. Eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgt nicht. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Gewinnrücklagen. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Weiterführende Informationen sind in Kapitel 2.6.8.4 ersichtlich.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff.) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrages werden produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produkte der Periode angewandt.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte erfasst, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Leistungen an Arbeitnehmer Leistungen an

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

>> Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und die Altersteilzeitregelung in Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand – das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat – und Dienstzeitaufwand – das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche – getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis in der Periode ihrer Entstehung. Dadurch zeigt die Bilanz – nach Abzug des Planvermögens – den vollen Umfang der Verpflichtung unter Vermeidung von Aufwandsschwankungen, die sich insbesondere bei Änderungen der Berechnungsparameter ergeben können. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung inklusive angefallener latenter Steuer gesondert dargestellt.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehenden Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich wirksam werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- beziehungsweise -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wieder einzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsun Schätzungsunsicherheiten sicherheitensicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

>> Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z. B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Wie im Vorjahr wurde ein einheitlicher Weighted Average Cost of Capital (WACC) je Region, in welcher die Entwicklungsprojekte durchgeführt werden, für die Werthaltigkeitsprüfung der aktivierten Entwicklungskosten verwendet. Für die Region "Europa" gelangte dabei ein WACC in Höhe von 7,1% (VJ 6,4%) zur Anwendung. In der Region "USA" wurde ein Diskontierungsfaktor von 7,0% (VJ 6,2%) angewendet.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 erfolgte aufgrund einer Anpassung der internen Berichtsstruktur für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung eine Aufteilung der bisher nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte ("ZGE Lighting Brands – Europa", "ZGE Lighting Brands – MENA und Asien", "ZGE Lighting Brands – Australien & Neuseeland" und "ZGE Lighting Brands – USA") auf neu definierte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) im Sinne des IAS 36.87.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die neu definierten ZGE sind:

"ZGE Zumtobel Brand" "ZGE Thorn Brand"

Die Überwachung der Ergebnisse mittels der nach Marken aufgegliederten Finanzinformationen erforderte im Vorjahr die entsprechende Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen beizulegenden Zeitwerte der ZGE. Die gebildeten Einheiten entsprechen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst werden.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden für folgende ZGE nachstehende WACC-Sätze berücksichtigt:

ZGE Zumtobel Brand: WACC 7,1% ZGE Thorn Brand: WACC 7,3%

Diese beiden Diskontierungszinssätze leiten sich aus regionalen Diskontierungszinssätzen ab, welche entsprechend dem Geschäftsvolumen in den jeweiligen Regionen gewichtet sind. Bei der Ableitung der zugrunde liegenden regionalen Zinssätze wurden vor allem Inflationsdifferenzen der jeweiligen Länder zum risikofreien Basiszinssatz, Länderrisikoprämien sowie unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2014/15 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen. Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird eine markenspezifische Wachstumsrate, welche die regionalen Inflationsunterschiede berücksichtigt, angewandt. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Selbst bei relativen Abweichungen der Planungsannahmen und des ZGE Zumtobel Brand-WACC-Satzes von jeweils mehr als 10% ergibt sich beim Firmenwert, welcher der "ZGE Zumtobel Brand" zugeordnet wurde, kein Wertminderungserfordernis. Das Wertminderungserfordernis des Firmenwerts "ZGE Thorn Brand" beliefe sich bei Erhöhung des ZGE Thorn Brand-WACC-Satzes und bei gleichzeitiger negativer Planungsabweichung um jeweils 10% auf TEUR 30.876 (VJ TEUR 26.416).

Die mit Wirkung 1. Dezember 2013 neu implementierte Organisationsstruktur, welche vor allem Änderungen im Lighting Segment zur Auswirkung hat, wird im internen Berichtswesen erst per 1. Mai 2014 abgebildet und berichtet. Somit war im Geschäftsjahr 2013/14 keine Neuaufteilung der Firmenwerte "ZGE Zumtobel Brand" und "ZGE Thorn Brand" erforderlich.

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der jeweiligen Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung des Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie etwa Restrukturierungen, außerplanmäßigen Wertminderungen von Vermögenswerten und Ergebniseffekten aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 50.852 (VJ TEUR 51.141) enthalten. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.297.683 (VJ TEUR 1.294.757).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -522.120 -5.062 -50 0 -527.232
Personalaufwand -220.332 -177.797 -29.424 -18.803 -446.356
Abschreibungen -48.626 -6.164 -1.037 -12.240 -68.067
Sonstiger Aufwand -85.704 -128.293 -14.344 -4.672 -233.013
Aktivierte Eigenleistungen 20.286 40 0 0 20.326
Interne Verrechnung 6.212 -10.150 3.974 -36 0
Summe Aufwände -850.285 -327.426 -40.881 -35.751 -1.254.343
Sonstige Erträge 4.929 7.163 457 7.106 19.655
Summe -845.356 -320.263 -40.424 -28.645 -1.234.688

Geschäftsjahr 20 2012/13

Kosten der
umgesetzten
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Summe
in TEUR Leistungen Ergebnis
Materialaufwand -538.291 -5.113 -66 0 -543.470
Personalaufwand -219.429 -180.038 -28.638 -9.803 -437.908
Abschreibungen -49.236 -6.264 -1.221 -1.090 -57.811
Sonstiger Aufwand -76.644 -126.041 -14.286 -3.373 -220.344
Aktivierte Eigenleistungen 17.670 620 13 0 18.303
Interne Verrechnung 5.924 -10.018 4.094 0 0
Summe Aufwände -860.006 -326.854 -40.104 -14.266 -1.241.230
Sonstige Erträge 4.958 5.273 440 8.603 19.274
Summe -855.048 -321.581 -39.664 -5.663 -1.221.956

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 24.561 (VJ TEUR 21.510) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 4.599 (VJ TEUR 5.166) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 3.239 (VJ TEUR 3.913) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 68.590 (VJ TEUR 65.586) enthalten. Die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 18.985 (VJ TEUR 16.079), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 13.406 (VJ TEUR 13.108), außerplanmäßig wurden TEUR 1.309 (VJ TEUR 150) abgeschrieben. Die außerplanmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2013/14 wurde im sonstigen betrieblichen Ergebnis als Sondereffekt erfasst. Somit wurden die aufwandswirksamen Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2013/14 resultierend aus der Aktivierung um netto TEUR 5.489 entlastet (VJ Entlastung des Aufwands um netto TEUR 2.971).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 3.222 (VJ TEUR 3.527) enthalten. Die Kriterien des IAS 38.57 für die Aktivierung von Forschungsaufwendungen sind nicht erfüllt.

Im Geschäftsjahr 2013/14 sind in der Zumtobel AG folgende Leistungen von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2013/14 2012/13
Gesamthonorar 210 291
davon Prüfung 198 229
davon sonstige Honorare 12 62

Das sonstige Honorar bezieht sich auf die Prüfung beziehungsweise Evaluierung des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe.

In den Verwaltungskosten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.556 (VJ TEUR 1.587) für Prüfungsleistungen des KPMG-Netzwerks in der Zumtobel Gruppe enthalten.

Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Sondereffekte des Geschäftsjahres 2013/14 zurückzuführen (siehe Kapitel 2.6.4.3).

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2013/14 2012/13
Löhne -79.112 -79.804
Gehälter -245.807 -250.773
Aufwendungen für Abfertigungen -4.343 -3.893
Aufwendungen für Altersvorsorge -5.701 -4.173
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie entgeltabhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -68.139 -67.452
Sonstige Sozialaufwendungen -10.032 -11.935
Leiharbeiter -14.427 -10.090
Aufwendungen aus Restrukturierungen -18.795 -9.788
Personalaufwand -446.356 -437.908

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2013/14 2012/13
Förderungen der öffentlichen Hand 3.239 3.913
Lizenzeinnahmen 3.011 4.370
Sondereffekte -35.452 -14.043
Wertminderungen von Anlagevermögen -12.139 -1.090
Restrukturierungen -17.571 -11.873
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen -4.675 0
Wertminderungen von Umlaufvermögen -349 -1.500
Konsolidierungskreisänderungen -719 420
Sonstiges 557 97
Summe -28.645 -5.663

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im Vorjahr, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2013/14 betreffen, wie im Vorjahr, überwiegend Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Unter den im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Von den unter der Position "Wertminderungen von Anlagevermögen" erfassten Aufwendungen entfallen TEUR 5.802 auf das Components Segment und TEUR 6.337 auf das Lighting Segment.

Im Components Segment wurde dabei im Zuge des Ausstiegs aus der Magnetik-Technologie Anlagevermögen im Ausmaß von TEUR 3.032 abgeschrieben. Weitere TEUR 1.461 an Anlagevermögen wurden im Zuge der Vorbereitung der Schließung des Components Segment-Fertigungsstandortes in Ennenda, Schweiz, wertberichtigt. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung im Bereich Controls & Systems wurden im vierten Quartal des Geschäftsjahres die Arbeiten an einem aktivierten Entwicklungsprojekt eingestellt, weshalb eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.309 vorgenommen werden musste.

Die "Wertminderungen von Anlagevermögen" im Lighting Segment umfassen im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich "Land und Gebäude" und "Fabriksanlagen und Maschinen", welche aufgrund von geplanten Werksschließungen beziehungsweise Werksverkleinerungen vorgenommen werden mussten. Von den in Summe TEUR 6.337 vorgenommenen Abschreibungen entfallen TEUR 3.561 auf das Produktionswerk Landskrona in Schweden und TEUR 342 auf das Produktionswerk in Tianjin, China. Im Produktionswerk Lemgo, Deutschland, wurde eine Wertberichtigung auf eine künftig nicht mehr genutzte Werkshalle im Ausmaß von TEUR 2.434 vorgenommen.

Die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen betrafen im Wesentlichen mit TEUR 403 Wertberichtigungen auf Sachanlagen im Lighting Segment sowie die Abschreibung eines aktivierten Kundenstocks im Ausmaß von TEUR 457, welcher aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im betroffenen Markt nicht mehr werthaltig war.

Von den im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen TEUR 10.892 auf das Lighting Segment und TEUR 6.679 auf das Components Segment. Die Aufwendungen im Lighting Segment betreffen mit TEUR 7.760 personalbezogene Aufwendungen, welche vor allem im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Vertriebsorganisationen angefallen sind. Die restlichen Restrukturierungskosten betreffen vor allem Aufwendungen für belastende Mietverträge aufgrund der Konsolidierung der Vertriebsstandorte in mehreren Ländern und des vorzeitigen Ausstiegs aus einem Mietvertrag aufgrund einer Werksschließung.

Von den Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment in Höhe von TEUR 6.679 entfallen TEUR 6.380 auf personalbezogene Aufwendungen, welche zur Gänze den Ausstieg aus der Magnetik-Technologie und die Schließung der Drahtfertigung in Australien betreffen. Im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie wurde das Produktionswerk in Fürstenfeld, Österreich, geschlossen und der Fertigungsstandort in Melbourne, Australien, verkauft.

Von den im Geschäftsjahr 2012/13 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfielen TEUR 8.276 auf das Lighting Segment und TEUR 3.597 auf das Components Segment. Die Aufwendungen im Lighting Segment umfassten dabei im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen in verschiedenen europäischen Standorten im Ausmaß von TEUR 6.856. Diese Aufwendungen betreffen wesentliche, vor allem vertriebsseitige, Reorganisationen in Deutschland, England, Frankreich und Dänemark in Höhe von TEUR 3.708 sowie auch die Restrukturierung des Produktionsstandortes in Schweden im Ausmaß von TEUR 2.993. Des Weiteren waren TEUR 726 an Restrukturierungsaufwand im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionswerkes in den USA in der Restrukturierungsposition des Lighting Segments enthalten.

Die Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment im Geschäftsjahr 2012/13 entfielen hauptsächlich auf Aufwendungen für die Fertigungsstandorte in Australien und in der Schweiz im Ausmaß von TEUR 2.769 sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Österreich. Letztere beliefen sich auf TEUR 828 in 2012/13.

Die im laufenden Geschäftsjahr ausgewiesenen "Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen" betreffen zur Gänze die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel der Zumtobel AG im September 2013.

Die im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erfasste "Wertminderung auf Umlaufvermögen" betrifft das Components Segment und steht in Zusammenhang mit der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich. Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag in Höhe von TEUR 1.500 betraf ebenfalls das Components Segment und stand in Zusammenhang mit der im Februar 2013 veräußerten Ledon Lamp GmbH.

Die Position "Konsolidierungskreisänderungen" betrifft mit TEUR -855 das Endkonsolidierungsergebnis der im Oktober 2013 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen australischen Gruppengesellschaft Tridonic Manufacturing Pty Ltd. Die restlichen TEUR 136 entfallen auf die Erwerbe der restlichen Anteile an der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Deutschland, der Anteile der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Deutschland, und der Tridonic SA (Proprietary) Limited, Südafrika, welche zu einem Wechsel der Einbeziehungsart in den Konzernabschluss führten.

Der in der Position "Konsolidierungskreisänderung" im Vorjahr erfasste Ertrag betraf die Ergebnisse aus der Endkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2012/13 abgegangenen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Vom ausgewiesenen Betrag entfielen TEUR 456 auf die Endkonsolidierung der LM AF 30. APRIL 2013 A/S I LIKVIDATION, Dänemark (vormals Lightmakers A/S) und TEUR -36 auf die Endkonsolidierung der Ledon Lamp GmbH, Österreich.

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen und Spesen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Der Zinsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 952 auf TEUR 8.904 gesunken. Dies ist vor allem auf die verminderte durchschnittliche Inanspruchnahme von Krediten in Verbindung mit einer Rotation im Zinssicherungsportfolio zurückzuführen.

Im Zinsergebnis sind Zinsen aus dem Leasingvertrag für die Fabrik in England in Höhe von TEUR 1.854 (VJ TEUR 1.948) enthalten.

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR 2013/14 2012/13
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -5.100 -5.168
Fremdwährungsergebnis -1.954 61
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 298 115
Veräußerungsgewinne/-verluste -7 400
Summe -6.763 -4.592

Das Fremdwährungsergebnis enthält realisierte und unrealisierte Fremdwährungskursgewinne aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie realisierte Fremdwährungskursverluste aus Devisentermingeschäften.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag.

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2013/14 2012/13
Laufende Steuern -4.776 -4.080
davon laufendes Jahr -4.672 -3.354
davon vergangene Jahre -104 -726
Latente Steuern 2.513 2.451
Ertragsteuern -2.263 -1.629

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt -94% (VJ 21%).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer/ausgewiesener ausgewiesener Ertragsteueraufwand Ertragsteueraufwand

in TEUR 2013/14 2012/13
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.420 7.877
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt 605 -1.969
Differenz rechnerischer/ausgewiesener Ertragsteueraufwand -2.868 -340
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -2.312 -2.410
Ausländische Steuersätze 192 -848
Bewertungsabschläge für latente Steuern -1.029 3.230
Steuerfreie Erträge 1.848 1.369
Sonstige Posten -1.567 -1.001
Gesamter Ertragsteueraufwand -2.263 -1.629

Auf steuerliche Beteiligungsabschreibungen wurden auf Ebene des Gruppenträgers und der beteiligten Körperschaften latente Steuern in Höhe von TEUR 7.112 gebildet (VJ TEUR 7.837). Dies entspricht 100% der offenen Teilwertabschreibungen in Österreich.

Die Zumtobel AG bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft nachträgliche Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Auch das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis dieser Position resultiert aus der Aufgabe dieses Bereichs.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel AG ausgewiesen ist (TEUR 69.821; VJ TEUR 53.540).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2013 43.133 43.133
Aktienoptionen – Ausübungen 5 3
30. April 2014 43.139 43.136

Geschäftsjahr 20 Geschäftsjahr 2012/13

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2012 43.106 43.106
Aktienoptionen – Ausübungen 27 16
30. April 2013 43.133 43.122

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Ebenso in den Währungsdifferenzen berücksichtigt ist die währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte in Höhe von TEUR -2.578 (VJ TEUR -807). In der Währungsrücklage ist überdies ein Währungseffekt resultierend aus Minderheitenanteilen in Höhe von TEUR -103 (VJ TEUR 50) enthalten. Bei Endkonsolidierung einer Konzerngesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, wird die Fremdwährungsrücklage nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im Endkonsolidierungsergebnis berücksichtigt.

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen in Höhe von TEUR -1.441 (VJ TEUR -337) resultieren aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, welche gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner sind in dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft enthalten.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Verlust

In den gesamten versicherungsmathematischen Verlusten des Geschäftsjahres 2013/14 in Höhe von TEUR 8.775 (VJ TEUR 11.214) sind TEUR 5.435 (VJ TEUR 6.236) für einen Pensionsplan in Großbritannien enthalten. Die versicherungsmathematischen Verluste in dieser Höhe sind im Wesentlichen aufgrund einer Differenz zwischen den erwarteten Erträgen aus Planvermögen und der tatsächlichen Ertragsentwicklung des Planvermögens des betreffenden Plans im Geschäftsjahr 2013/14 entstanden. Überwiegend durch Zinssatzanpassungen bei den Rückstellungen für Abfertigungen entstand des Weiteren ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von TEUR 535 (VJ TEUR 3.103). Der versicherungsmathematische Verlust des Vorjahres ist großteils auf die Zinssatzanpassungen bei einem britischen Pensionsplan zurückzuführen.

2.6.5.4 Latente Steuern

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.339 auf TEUR -422 resultiert im Wesentlichen aus nicht erfassten aktiven latenten Steuern in Zusammenhang mit angefallenen versicherungsmathematischen Verlusten in einer britischen Konzerngesellschaft im Geschäftsjahr 2013/14.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte aufgrund einer Anpassung der internen Berichtsstruktur für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung eine Aufteilung der bisher nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte ("ZGE Lighting Brands – Europa", "ZGE Lighting Brands – MENA und Asien", "ZGE Lighting Brands – Australien & Neuseeland" und "ZGE Lighting Brands – USA") auf neu definierte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) im Sinne des IAS 36.87.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die neu definierten ZGE sind:

"ZGE Zumtobel Brand" "ZGE Thorn Brand"

Die nunmehrige Überwachung der Ergebnisse mittels der nach Marken aufgegliederten Finanzinformationen erforderte die entsprechende Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen beizulegenden Zeitwerte der ZGE.

Die neu gebildeten Einheiten entsprechen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst werden.

ZGE
Zumtobel
ZGE Thorn
Brand
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
Tridonic
Jennersdorf
Summe
in TEUR Brand
30. April 2012 140.486 48.634 0 1.722 190.842
Währungseffekte -969 162 0 0 -807
30. April 2013 139.517 48.796 0 1.722 190.035
Zugang Firmenwert 0 0 335 0 335
Währungseffekte -1.048 -1.530 0 0 -2.578
30. April 2014 138.469 47.266 335 1.722 187.792

Der ursprüngliche "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwert hatte historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 543.661. Die kumulierte Firmenwertabschreibung bis zum 30. April 2010 belief sich auf TEUR 338.278, der kumulierte Währungseffekt auf TEUR -23.654.

Zum 30. April 2011 erfolgte eine Neuaufteilung des ursprünglichen "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwertes nach Regionen. Der Buchwert der nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte belief sich zum 30. April 2012 auf TEUR 189.120. In diesem ist ein kumulierter ergebnisneutral gebuchter Währungseffekt von TEUR 7.391 berücksichtigt. Dieser Buchwert wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 aufgrund der Anpassung an die interne Berichtsstruktur neu nach Marken zugeordnet.

Durch die Anwendung der IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") ergibt sich im Geschäftsjahr 2013/14 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR -2.578 (VJ TEUR -807). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Geschäftsbereiches "Lighting Segment" zugeordnet.

Die Neuaufteilung der Firmenwerte im Geschäftsjahr 2012/13 hatte keinen Einfluss auf deren Werthaltigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr war keine Abschreibung erforderlich.

Die mit Wirkung 1. Dezember 2013 implementierte neue Organisationsstruktur, welche vor allem Änderungen im Lighting Segment bewirkte, wird im internen Berichtswesen erst per 1. Mai 2014 abgebildet und berichtet. Somit war im Geschäftsjahr 2013/14 keine Neuaufteilung der Firmenwerte "ZGE Zumtobel Brand" und "ZGE Thorn Brand" erforderlich.

Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2013/14 die restlichen Anteile an der zuvor nach der Equity-Methode bilanzierten südafrikanischen Vertriebsgesellschaft Tridonic SA (Proprietary) Limited erworben. Im Zuge des Erwerbs der Anteile und des damit verbundenen Wechsels der Einbeziehungsart in den Konzernabschluss entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 335.

2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2013 41.334 107.095 148.429
Währungsumrechnung -188 -123 -311
Konsolidierungskreisänderungen 30 0 30
Zugänge 1.334 18.985 20.319
Abgänge -304 -80 -384
30. April 2014 42.206 125.877 168.083
Kumulierte Abschreibung
30. April 2013 -34.070 -61.522 -95.592
Währungsumrechnung 179 62 241
Konsolidierungskreisänderungen -28 0 -28
Planmäßige Abschreibung -2.496 -13.525 -16.021
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -1.309 -1.309
Abgänge 306 2 308
30. April 2014 -36.109 -76.292 -112.401
Nettobuchwert 30. April 2013 7.264 45.573 52.837
Nettobuchwert 30. April 2014 6.097 49.585 55.682

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten keine aktivierten Markenrechte.

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und ähnliche

In dieser Position sind selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten inklusive Umbuchungen sind nahezu zur Gänze den aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 18.985, VJ TEUR 16.079) zuzurechnen. Bei diesen Zugängen handelt es sich überwiegend um Produktentwicklungen im Leuchten- und Lichtkomponentenbereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 14.727 (VJ TEUR 14.787) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Die außerplanmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2013/14 betrifft ein aktiviertes Entwicklungsprojekt im Components Segment, das aufgrund einer strategischen Neuausrichtung im Bereich "Controls & Systems" wertberichtigt wurde.

Geschäftsjahr 201 2012/13

Patente, Lizenzen Entwicklungskosten Summe
in TEUR und ähnliche und ähnliche
Anschaffungskosten
30. April 2012 40.559 91.919 132.478
Währungsumrechnung -69 -357 -426
Konsolidierungskreisänderungen 0 -133 -133
Zugänge 2.313 16.079 18.392
Abgänge -1.663 -413 -2.076
Umbuchungen 194 0 194
30. April 2013 41.334 107.095 148.429
Kumulierte Abschreibung
30. April 2012 -32.549 -48.515 -81.064
Währungsumrechnung 67 274 341
Konsolidierungskreisänderungen 0 133 133
Planmäßige Abschreibung -2.764 -13.250 -16.014
Außerplanmäßige Abschreibung -506 -181 -687
Abgänge 1.682 17 1.699
30. April 2013 -34.070 -61.522 -95.592
Nettobuchwert 30. April 2012 8.010 43.404 51.414
Nettobuchwert 30. April 2013 7.264 45.573 52.837

Patente, Lizenzen und ähnliche Lizenzen und ähnliche

Die außerplanmäßige Abschreibung betrifft überwiegend die Abschreibung eines nicht mehr werthaltigen Kundenstocks in Höhe von TEUR 457.

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2013 239.084 389.123 111.419 17.516 757.142
Währungsumrechnung -1.308 -1.858 -1.670 22 -4.814
Konsolidierungskreisänderungen 0 5 67 0 72
Zugänge 7.671 7.964 4.899 24.670 45.204
Abgänge -8.748 -14.925 -2.558 0 -26.231
Umbuchungen 14.700 12.606 1.867 -29.172 0
30. April 2014 251.399 392.915 114.024 13.036 771.374
Kumulierte Abschreibung
30. April 2013 -114.766 -312.151 -90.259 0 -517.176
Währungsumrechnung 886 1.628 1.271 0 3.785
Konsolidierungskreisänderungen 2.650 -3 -39 0 2.608
Planmäßige Abschreibung -9.835 -22.971 -7.102 0 -39.908
Außerplanmäßige Abschreibung -6.561 -3.733 -534 0 -10.828
Abgänge 3.836 14.532 2.412 0 20.780
Umbuchungen 0 0 0 0 0
30. April 2014 -123.790 -322.698 -94.251 0 -540.739
Nettobuchwert 30. April 2013 124.318 76.972 21.160 17.516 239.966
Nettobuchwert 30. April 2014 127.609 70.217 19.773 13.036 230.635

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlagenklassen.

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurden keine Sachanlagen als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 6.406 (VJ TEUR 4.749). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 511 (VJ TEUR 454), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 5.420 (VJ TEUR 3.362), sonstiges Anlagevermögen TEUR 475 (VJ TEUR 933).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 907 (VJ TEUR 6.638), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 11.884 (VJ TEUR 5.364), sonstiges Anlagevermögen TEUR 245 (VJ TEUR 5.514).

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Bereich "Land & Gebäude" betreffen mit TEUR 2.650 das Components Segment und stehen in Zusammenhang mit der Veräußerung des Magnetik-Fertigungsstandortes Melbourne, Australien, im Geschäftsjahr 2013/14. Die verbleibende außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 3.911 wurde aufgrund von geplanten Werksschließungen beziehungsweise Werksverkleinerungen im Lighting Segment vorgenommen.

Geschäftsjahr 201 2012/13

Land & Gebäude Fabriksanlagen & Sonstiges Anlagen in Bau & Summe
in TEUR Maschinen Anlagevermögen geleistete
Anzahlungen
Anschaffungskosten
Anschaffungskosten
30. April 2012 220.019 413.181 115.058 10.043 758.301
Währungsumrechnung -867 -1.016 408 -16 -1.491
Konsolidierungskreisänderungen -97 -119 -254 0 -470
Zugänge 5.237 9.267 3.259 23.353 41.116
Abgänge 10.554 -42.023 -8.651 0 -40.120
Umbuchungen 4.238 9.833 1.599 -15.864 -194
30. April 2013 239.084 389.123 111.419 17.516 757.142
Kumulierte Abschreibung
Abschreibung
30. April 2012 -93.801 -329.734 -92.495 0 -516.030
Währungsumrechnung -13 791 -359 0 419
Konsolidierungskreisänderungen 97 57 252 0 406
Planmäßige Abschreibung -9.216 -24.070 -7.422 0 -40.708
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -305 -98 0 -403
Abgänge -10.723 41.110 8.753 0 39.140
Umbuchungen -1.110 0 1.110 0 0
30. April 2013 -114.766 -312.151 -90.259 0 -517.176
Nettobuchwert 30. April 2012 126.218 83.447 22.563 10.043 242.271
Nettobuchwert 30. April 2013 124.318 76.972 21.160 17.516 239.966

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei zwei (VJ fünf) Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

in TEUR Staff Iberica
S.A.
50,00%
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
49,99%
Tridonic
Dresden
GmbH & Co.
KG*
51,00%
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
49,00%
LEXEDIS
Lighting
GmbH
50,00%
Total
30. April 2012 1.882 1.015 1.458 11 0 4.366
Jahresergebnis 136 56 -752 0 0 -560
Währungsumrechnung 0 -139 0 0 0 -139
30. April 2013 2.018 932 706 11 0 3.667
Methodenwechsel 0 -711 -582 -11 0 -1.304
Jahresergebnis 423 -10 -124 0 0 289
Währungsumrechnung 0 -211 0 0 0 -211
30. April 2014 2.441 0 0 0 0 2.441

* vormals "LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG"

Im Juli 2013 wurden 51% der Anteile der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Deutschland, und 49% der Anteile der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Deutschland, erworben. Somit werden nun 100% der Anteile beider Gesellschaften von der Zumtobel Gruppe gehalten. Die bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden per Juli 2013 vollkonsolidiert.

Zum 1. Februar 2014 wurde der Anteil an der südafrikanischen Vertriebsgesellschaft Tridonic SA (Proprietary) Limited von 49,99% auf 100% erhöht. Die Anteile wurden von dem bisherigen Joint-Venture-Partner Power Technologies (Pty) Ltd. übernommen. Die Gesellschaft wird seit Februar 2014 vollkonsolidiert.

Die "at equity"-Bewertung der LEXEDIS Lighting GmbH wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Der im Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete Gewinn wurde den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste, wird die Bewertung wieder aufgenommen.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 742 (VJ TEUR 991), es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen der assoziierten Unternehmen:

Staff Iberica
S.A.
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
Tridonic
Dresden
GmbH & Co.
KG*
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
LEXEDIS
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 50,00%
30. April 2014
Vermögen 6.522 n/a n/a n/a 3.768
Schulden 1.639 n/a n/a n/a 6.083
Eigenkapital 4.883 n/a n/a n/a -2.315
Umsatzerlöse 8.292 n/a n/a n/a 20.668
Jahresergebnis 846 n/a n/a n/a 371

* vormals "LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG"

Staff Iberica
S.A.
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
Tridonic
Dresden
GmbH & Co.
KG*
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
LEXEDIS
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 50,00%
30. April 2013
Vermögen 6.902 3.366 827 23 2.044
Schulden 2.866 1.502 0 0 4.729
Eigenkapital 4.036 1.864 827 23 -2.685
Umsatzerlöse 6.998 4.511 61 0 19.159
Jahresergebnis 208 112 -884 1 138

* vormals "LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG"

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist ein passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 310 (VJ aktiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 228) angefallen, welcher gemäß IAS 12.39 nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen eine langfristige Schadenersatzforderung in Höhe von TEUR 531 sowie Depotguthaben, Gesellschaftsanteile und Wertpapiere und Wertrechte.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten überwiegend eine kurzfristige Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen.

Bezüglich einer Detailaufstellung wird auf Kapitel 2.6.10.1 verwiesen.

2.6.6.6 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.548 3.429
Sonstige 806 804
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.354 4.233
Aktive Rechnungsabgrenzungen 6.442 5.663
Steuerforderungen 6.573 6.531
Geleistete Anzahlungen 1.330 1.149
Sonstige 14.726 15.755
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 29.071 29.098

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel Gesellschaften in Deutschland. Diese Vermögenswerte dienen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen einer deutschen Gruppengesellschaft, die aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 zu qualifizieren sind.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern.

In der Position "Sonstige" sind überwiegend abgegrenzte Forschungsförderungen in Höhe von TEUR 5.922 (VJ TEUR 2.789), Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmern in Deutschland in Höhe von TEUR 2.911 (VJ TEUR 2.888) und vorausbezahlte Pensionskassenbeiträge aus den Schweizer Pensionsplänen in Höhe von TEUR 2.020 (VJ TEUR 1.280) enthalten.

2.6.6.7 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2014 30. April 2013
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 52 11.687 52 10.382
Sachanlagen 2.006 5.234 1.703 6.627
Finanzielle Vermögenswerte 1 158 0 0
Vorräte 3.135 165 3.286 166
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 1.296 798 1.060 601
Übrige Forderungen 299 2.816 340 4.454
Langfristige Rückstellungen 16.751 76 18.029 1.668
Übrige Rückstellungen 2.572 945 2.094 1.326
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 3.719 208 4.292 83
Verlustvorträge 136.755 0 132.752 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 166.586 22.087 163.608 25.307
Bewertungsabschläge für latente Steuern -111.327 0 -107.195 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -17.750 -17.750 -18.000 -18.000
Latente Steuern 37.509 4.337 38.413 7.307

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 445.308 (VJ TEUR 428.780) keine latenten Steuern aktiviert, da deren Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 23.483 (VJ TEUR 22.170) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von zehn Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -422 (VJ TEUR 2.339) betreffen mit TEUR 48 (VJ TEUR 2.096) die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Verluste gemäß IAS 19 sowie mit TEUR -470 (VJ TEUR 243) die Hedge Accounting-Rücklage.

2.6.6.8 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Rohmaterial 61.535 55.361
Bruttowert 70.781 65.695
Wertberichtigungen -9.246 -10.335
Ware in Arbeit 3.094 2.593
Halbfabrikate 11.992 11.342
Bruttowert 13.562 12.658
Wertberichtigungen -1.570 -1.316
Handelswaren 20.558 19.513
Bruttowert 25.274 23.905
Wertberichtigungen -4.716 -4.392
Fertigfabrikate 84.247 71.663
Bruttowert 92.684 81.144
Wertberichtigungen -8.437 -9.481
Vorräte 181.426 160.472

Die in Summe ergebnisvermindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf TEUR -1.555 (VJ TEUR -653).

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2013/14 eine Sonderwertberichtigung auf Vorratsvermögen (insbesondere Halbfabrikate) im Zusammenhang mit der Schließung des Components Segment-Fertigungsstandortes in Fürstenfeld, Österreich, in Höhe von TEUR 349 erfasst.

2.6.6.9 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Lieferforderungen brutto 224.899 211.223
Wertberichtigungen zu Forderungen -10.404 -9.414
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -15.192 -16.276
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 199.303 185.533

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 40.158 (VJ TEUR 41.781). In den ausgewiesenen Bruttoforderungen sind die Beträge, welche im Rahmen der Factoringvereinbarung bevorschusst wurden, bereits vollständig abgezogen.

2.6.6.10 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 169 (VJ TEUR 204) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß des überarbeiteten IAS 19 enthalten.

Die Überleitung der Anfangsbestände zu den Endbeständen der Barwerte gestaltet sich wie folgt:

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen Sonstige
in TEUR 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Anfangsbestand Nettoschuld 74.669 71.658 42.744 39.149 14.146 13.068
Währungsumrechnung & Umgliederungen 847 -1.450 0 0 -590 -18
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 0 -20 -538 -5
Erfolgswirksame Veränderungen 5.615 5.230 3.028 3.312 2.210 3.635
davon Dienstzeitaufwand 2.023 2.915 1.734 1.674 2.079 2.360
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 403 0 -250 0 397 0
davon Plankürzungen und Planabgeltungen 0 -842 0 0 -128 0
davon Zinsaufwand 10.252 9.368 1.544 1.638 367 372
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -7.063 -6.211 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 0 0 0 0 -505 903
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Verlust
6.181 10.893 535 3.103 0 0
aufgrund demographischer Anpassungen 673 1.911 44 0 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 154 8.773 657 2.814 0 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 5.353 210 -166 289 0 0
Zahlungen -9.827 -11.662 -4.933 -2.800 -2.368 -2.534
davon Arbeitgeber -9.827 -10.421 -4.933 -2.800 -2.368 -2.534
davon Arbeitnehmer 0 -1.241 0 0 0 0
Endbestand Nettoschuld 77.486 74.669 41.374 42.744 12.860 14.146

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis. In der Spalte "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Sonderurlaub in Australien enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19 Rücklage" detailliert erläutert.

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2013/14 2012/13 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Deutschland 3,2% 3,5% 0,0% - 3,0% 3,0% 1,8% 2,0% 1) 1)
Großbritannien 4,4% 4,3% 4,4% 4,3% 0,0% - 2,4% 2,3% 65/65 65/65
Schweiz 2,1% 2,1% 2,1% 2,1% 1,5% 1,5% 0,0% 0,0% 64/65 64/65
Norwegen 3,2% 2,8% 3,2% 2,8% 3,5% 3,3% 0,1% 0,1% 67/67 67/67
Schweden 3,5% 3,3% 0,0% - - - 1,8% 1,8% 65/65 65/65
Österreich 3,4% 3,8% 0,0% - 3,0% 3,3% - - 2) 2)
Frankreich 2,9% 3,0% 0,0% - 2,0% 2,0% - - 3) 3)
Italien 3,6% 3,2% 0,0% - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Australien 3,8% 3,3% 3,8% 3,3% 3,0% 3,5% - - 65 65

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/63 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrunde gelegt.

Anmerkung 3): Das Pensionsalter in Frankreich liegt zwischen 60 und 70 Jahren, im Wesentlichen in Abhängigkeit von Geburtsdatum und anerkannten Versicherungszeiten. Das gesetzliche Regelpensionalter für nach 1955 geborene Personen liegt bei 67 Jahren. Es besteht kein Unterschied im Pensionsantrittsalter zwischen Frauen und Männern.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht, sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibenden Verpflichtungen werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der Gruppe betreffen im Wesentlichen gehaltsabhängige Pensionszusagen und beinhalten in Einzelfällen auch pensionsbezogene Hinterbliebenen- und Invaliditätszusagen der Planteilnehmer.

Die leistungsorientierten Pläne in den englischen Konzerngesellschaften betreffen überwiegend die Verpflichtungen aus dem "Thorn Lighting Pension Fund", welche im Zuge der Akquisition der Thorn Unternehmensgruppe übernommen wurden. Die Zusagen bestehen im Wesentlichen aus gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Des Weiteren sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Hinterbliebenenleistungen vorgesehen. Der Plan wurde jedoch in 2003 für Neuzutritte und in weiterer Folge in 2009 auch für weitere Anspruchszuwächse der Planteilnehmer geschlossen. Da der Pensionsplan geschlossen ist, bestehen hauptsächlich versicherungsmathematische Risiken.

Um die Vermögensunterdeckung des Plans auszugleichen, wurden im Wesentlichen zwei Maßnahmen ergriffen. Mit dem Treuhänder des Plans ("Trustee") wurde vereinbart, dass die Unterdeckung durch jährliche Zuzahlungen in den Plan seitens der betroffenen britischen Konzerngesellschaft bis 2022 reduziert wird. Überdies legt der Treuhänder des Plans eine Investitionsstrategie in Form eines "Statement of Investment Principles" (SIP) fest, sodass eine über dem Diskontierungsfaktor liegende Rendite aus dem Portfolio erwirtschaftet werden soll.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit des Planvermögens enthält die Investitionsstrategie Komponenten zur systematischen Risikoreduzierung, im Wesentlichen durch Diversifikation des Portfolios. Für das tägliche Vermögensmanagement wurden in den einzelnen Vermögensklassen professionelle Vermögensverwalter mandatiert, welche durch die Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien zugelassen und entsprechend reguliert sind.

Die Pensionspläne in Deutschland sind zur Gänze rückstellungsfinanziert und betreffen im Wesentlichen Zusagen von festen gehaltsabhängigen Rentenbeiträgen sowie aus endgehaltsabhängigen Zusagen, deren Höhe abhängig von der Betriebszugehörigkeit ist. Sämtliche deutschen Pensionspläne sind jedoch seit mehr als 10 Jahren für Neuzutritte geschlossen. Somit bestehen für die Gesellschaft vorwiegend versicherungsmathematische Risiken. Es besteht keine Verpflichtung zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Schweizer Pensionsverpflichtungen betreffen die berufliche Vorsorge gemäß den Bestimmungen des schweizerischen "Berufliche Vorsorge-Gesetzes" (BVG), welches auch Hinterbliebenenleistungen und Zusagen bei Invalidität berücksichtigt. Bei beiden betroffenen Schweizer Konzerngesellschaften wurden die Verpflichtungen durch Abschluss von sogenannten Vollversicherungsverträgen mit Sammelstiftungen von Versicherungsgesellschaften ausgegliedert. Dennoch sind gemäß Schweizer Expertenmeinung diese Vollversicherungspläne unter anderem aufgrund gesetzlich garantierter Mindestleistungen unter den Bestimmungen des IAS 19 als leistungsorientierte Pläne zu qualifizieren. Die Vermögensverwaltung des Planvermögens durch die Sammelstiftungen erfolgt auf Basis der Vorschriften des BVG und der Schweizer Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVV 2).

Der schwedische leistungsorientierte Pensionsplan ist ein zur Gänze rückstellungsfinanzierter Plan und ist für Neuzutritte und weitere Anspruchszuwächse geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen bestehen wiederum in gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Eine externe Versicherungsgesellschaft ("PRI Pensionsgaranti") verwaltet dabei die Administration der Ansprüche und verrechnet die von ihr bezahlten Pensionsleistungen an die Planteilnehmer der betroffenen schwedischen Konzerngesellschaften weiter.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 613 (VJ TEUR 577). Per Dezember 2013 besteht eine nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung von 148% (VJ 129%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der norwegische Pensionsplan ist ein zur Gänze durch Arbeitgeberbeiträge finanzierter Plan, dessen Vermögenswerte durch eine Versicherungsgesellschaft gehalten werden. Der Plan ist offen für Neuzutritte.

Die australischen leistungsorientierten Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Zusagen auf Endgehaltsbasis. Der Anteil des Plans, welcher leistungsorientierte Zusagen umfasst, ist jedoch für Neuzutritte geschlossen. Das Planvermögen ist in einem gepoolten Investmentfonds investiert, dessen Treuhänder den Plan gemäß den Bestimmungen der australischen "Superannuation Industry Supervision Legislation" verwaltet.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 29.527 29.660
über Fonds finanzierte Verpflichtung 223.944 211.063
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 253.472 240.723
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -175.986 -166.054
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 77.486 74.669

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Großbritannien 40.974 39.824
Deutschland 26.503 26.653
Schweiz 6.986 4.923
Sonstige 3.023 3.269
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 77.486 74.669

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand stellt sich wie folgt dar:

2013/14 2012/13
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2013 240.723 166.054 226.905 155.246
Währungsumrechnung 3.905 3.057 -6.531 -5.081
Dienstzeitaufwand 2.023 0 2.915 0
Plankürzungen und -abgeltungen 0 0 -3.138 -2.295
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 403 0 0 0
Zinsaufwand bzw. -ertrag 10.252 7.063 9.368 6.211
Planerweiterung 4.840 4.840 0 0
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer
Verlust/Gewinn
-202 -6.383 19.830 8.937
aufgrund demographischer Anpassungen 673 0 1.911 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 154 0 17.709 8.937
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -1.030 -6.383 210 0
Zahlungen -8.473 1.354 -8.626 3.036
30. April 2014 253.472 175.986 240.723 166.054

Die Plankürzungen und –abgeltungen des Vorjahres entfallen ausschließlich auf eine Schweizer Konzerngesellschaft, aufgrund des Ausscheidens von Planteilnehmern aus dem bestehenden Pensionsplan. Die tatsächlichen Zahlungen aus den Pensionsplänen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 8.473 (VJ TEUR 8.626).

Neben der Anpassung der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen wurden die Vorsorgeverpflichtung sowie der Dienstzeitaufwand aufgrund des angepassten Standards nun unter Berücksichtigung der Risikoteilung ("Risk Sharing") zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer berechnet.

Das Planvermögen zum 30. April 2014 setzt sich zu 25% (VJ 25%) aus internationalen Aktien, zu 61% (VJ 55%) aus festverzinslichen Wertpapieren, zu 11% (VJ 11%) aus alternativen Investments und zu 4% (VJ 9%) aus liquiden Mitteln/Immobilien zusammen. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 680 (VJ TEUR 15.149).

Für das Planvermögen des australischen und norwegischen Pensionsplans besteht zum Abschlussstichtag keine Marktnotierung an einem aktiven Markt. In Summe beläuft sich der beizulegende Zeitwert des Planvermögens dieser beiden Pläne zum 30. April 2014 auf TEUR 4.313 (VJ TEUR 4.587).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Barwert 253.472 240.723
Planvermögen -175.986 -166.054
Unterdeckung 77.486 74.669

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die wesentlichste Verpflichtung resultiert dabei aus der österreichischen gesetzlichen Abfertigungsregelung, welche für Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, Gültigkeit hatte. Diese Mitarbeiter haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Verpflichtungen gliedern sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Österreich 36.142 37.573
Frankreich 3.651 3.596
Italien 1.581 1.575
Abfertigungsverpflichtungen 41.374 42.744

IAS19Rücklage Rücklage Rücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2012 78.321 4.393 82.714
Versicherungsmathematischer Verlust 10.893 3.102 13.995
Währungsumrechnung -2.782 0 -2.782
Latente Steuern -1.298 -798 -2.096
30. April 2013 85.134 6.697 91.831
Versicherungsmathematischer Verlust 6.181 535 6.716
Währungsumrechnung 2.059 0 2.059
Latente Steuern 69 -117 -48
30. April 2014 93.443 7.115 100.558

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 48 (VJ TEUR 2.096) direkt im Eigenkapital erfasst. Während die versicherungsmathematischen Verluste des Vorjahres hauptsächlich aufgrund von Zinssatzanpassungen entstanden sind, sind die im Geschäftsjahr 2013/14 angefallenen Verluste überwiegend auf Unterschiede zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Erträgen aus Planvermögen entstanden. Diese Entwicklung im abgelaufenen Berichtsjahr betrifft wiederum überwiegend den "Thorn Lighting Pension Fund" in Großbritannien.

Sensitivitäten Sensitivitäten

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2014:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -20.665 19.476 530 -378 15.692 -14.407
Abfertigungen -2.284 2.623 2.533 -2.226 0 0

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2013:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -18.695 21.125 445 -388 15.362 -14.818
Abfertigungen -2.658 2.755 2.757 -2.680 0 0

Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der Verpflichtungen in Jahren chtungen Jahren

30. April 2014 30. April 2013
Pensionspläne 18 19
Abfertigungen 12 13

Für das Geschäftsjahr 2014/15 betragen die erwarteten Beiträge in die Pensionspläne TEUR 11.080. Die erwarteten Abfertigungszahlungen belaufen sich auf TEUR 2.095.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehm Andere langfristig Arbeitnehmer Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.860 (VJ TEUR 14.146) umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Österreich mit TEUR 5.122 (VJ TEUR 5.305), die Altersteilzeitregelung in Deutschland mit TEUR 5.317 (VJ TEUR 5.039), Sonderurlaub in Australien mit TEUR 1.734 (VJ TEUR 2.986) sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell und Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

Der versicherungsmathematische Gewinn des Geschäftsjahres 2013/14 in Höhe von TEUR 505 (VJ versicherungsmathematischer Verlust TEUR 499) resultiert im Ausmaß von TEUR 829 aus erfahrungsbedingten Anpassungen im Berichtsjahr. Dagegen stehen versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 302 (VJ TEUR 404) aufgrund von Anpassung der finanziellen Annahmen und versicherungsmathematische Verluste aufgrund von Veränderungen demographischer Annahmen in Höhe von TEUR 22 (VJ TEUR 0) bei der Berechnung der Verpflichtung.

2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 5.823 (VJ TEUR 6.438) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung neu"-Regelung.

2.6.6.13 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2013/14

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2013 12.005 5.529 459 661 6.847 25.501
Dotierung 8.203 9.727 160 1.507 6.552 26.149
Verbrauch -4.664 -3.197 -322 -657 -4.534 -13.374
Auflösung -1.861 -1.188 -10 0 -664 -3.723
Konsolidierungskreisänderungen 9 0 0 0 8 17
Währungsumrechnung -175 -188 -40 -7 -103 -513
30. April 2014 13.517 10.684 247 1.504 8.106 34.058
davon kurzfristig 13.517 10.684 247 1.504 7.033 32.985
davon langfristig 0 0 0 0 1.073 1.073

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 7.852 (VJ TEUR 7.298) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 5.665 (VJ TEUR 4.707), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrags werden dabei produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der Periode der jeweiligen Produkte angewandt.

Restrukturierungsrückstellungen

Der Anstieg der Restrukturierungsrückstellung resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen, welche in Kapitel 2.6.4.3 erläutert und zum 30. April 2014 noch nicht abgeschlossen sind.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten ist vor allem aufgrund eines Verbrauchs der Rückstellung für einen Rechtsstreit in Australien zurückgegangen.

Belastende Verträge Verträge

Die Veränderung der Rückstellung steht in Zusammenhang mit den Restrukturierungsaktivitäten, welche im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres begonnen wurden und betrifft belastende Mietverträge. Durch die Zusammenlegung von Vertriebsstandorten und die Schließung eines Leuchtenwerks in China werden die betroffenen Immobilien trotz aufrechter Mietverträge nicht mehr genutzt. Die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen aus den Mietverträgen, welche den wirtschaftlichen Nutzen übersteigen, wurden entsprechend abgegrenzt.

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten. In den sonstigen langfristigen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind überwiegend Vorsorgen für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Die Zunahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2013/14 ist vor allem auf einen erhöhten Rückstellungsbedarf für Lizenzaufwendungen zurückzuführen.

Geschäftsjahr 201 2012/13

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2012 12.984 436 1.140 1.466 7.491 23.517
Dotierung 4.951 5.620 107 672 5.615 16.965
Verbrauch -3.854 -419 -434 -1.460 -5.795 -11.962
Auflösung -2.014 -18 -360 0 -444 -2.836
Konsolidierungskreisänderungen -42 -61 0 -6 0 -109
Währungsumrechnung -20 -30 6 -11 -20 -75
30. April 2013 12.005 5.529 459 661 6.847 25.501
davon kurzfristig 12.005 5.529 459 661 5.926 24.580
davon langfristig 0 0 0 0 921 921

2.6.6.14 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Darlehen von Kreditinstituten 103 10
Finanzierungsleasing 349 312
Darlehen der öffentlichen Hand 1.374 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 0
Working Capital-Kredite 3.439 3.942
Kurzfristige Finanzschulden 5.314 4.264
Darlehen von Kreditinstituten 175.357 175.322
Finanzierungsleasing 19.777 19.619
Darlehen der öffentlichen Hand 2.223 2.060
Langfristige Finanzschulden 197.357 197.001
Finanzschulden 202.671 201.265

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich TEUR 500.000 auf TEUR 350.000 reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 sind TEUR 170.000 aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen (30. April 2013: TEUR 170.000).

2.6.6.15 Finanzierungsleasing

Mindestleasingzahlungen
Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2013/14
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlichkeit Nettobuchwert
Anlagevermögen
Land & Gebäude 2.248 2.254 9.434 28.668 40.356 10.574
Summe Mindestleasingzahlungen 2.248 2.254 9.434 28.668 40.356 10.574
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 1.854 1.905 7.267 11.058 20.230
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 394 349 2.167 17.610 20.126

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2014 auf TEUR 20.126 (VJ TEUR 19.929). Die Erhöhung des Nettobarwerts der Mindestleasingzahlungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Fremdwährungsumrechnungseffekten.

2.6.6.16 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2013/14
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
21.720 18.522 26.203 11.172 55.897
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
134 321 325 0 646
Netto Mindestleasingzahlungen 21.586 18.201 25.878 11.172 55.251

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von einem Monat bis 69 Jahre, je nach Objekt und Vertrag.

Für das stillgelegte Leuchtenwerk in Rumänien wurde beginnend mit 1. Mai 2010 ein Operating Leasing-Verhältnis mit einem externen Leasingnehmer eingegangen. Die unkündbare Vertragsdauer beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Dem Leasingnehmer wird eine fortlaufende Verlängerungsoption eingeräumt. Die Rate wird jeweils am 1. Mai entsprechend der Entwicklung des harmonisierten Verbraucherpreisindexes der EU angepasst.

Künftige Zahlungen von Dritten
in TEUR Ertrag 2013/14 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen 494 494 247 0 741

2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben/Sonderzahlungen Personal 46.907 42.962
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 13.253 10.489
Sonstige Steuern 15.518 14.743
Sozialversicherungen 6.300 5.772
Erhaltene Anzahlungen 20.770 17.527
Zinsabgrenzungen 75 67
Passive Erlösabgrenzungen 1.099 1.174
Derivate (Hedge Accounting) 7.521 9.384
Derivate des Handelsbestandes 1.832 3.120
Zoll 1.832 1.534
Sonstige Verbindlichkeiten 8.610 10.849
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 123.717 117.621

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Die Erhöhung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.911 auf TEUR 2.575 ergibt sich im Wesentlichen aus der Abgrenzung der langfristigen Komponente des im Vorjahr neu eingeführten Long-Term Incentive-Programmes für Führungskräfte.

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgehensweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Betriebsergebnis um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt. In den Abschreibungen und Amortisierungen sind die planmäßigen Abschreibungen (TEUR 55.929) sowie sonstige außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 12.138) enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 31.543. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung des Working Capital, weshalb – trotz eines annähernd gleichgebliebenen Cashflows aus dem operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr – in Summe ein Rückgang zu verzeichnen ist. Der negative Cashflow-Effekt bei den langfristigen Rückstellungen ergibt sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19-Rücklage im laufenden Geschäftsjahr. Der positive Cashflow-Effekt bei den kurzfristigen Rückstellungen ergibt sich vor allem durch die gestiegenen Abgrenzungen für Restrukturierungen, Garantieaufwendungen und Lizenzen. Die Erhöhung der Cashflow-Position "Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich vor allem durch gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern.

Die Veränderung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus gestiegenen Aktivierungen von Forschungs- und Entwicklungskosten sowie gestiegenen Investitionen im Zusammenhang mit Gebäuden und Produktionsanlagen in verschiedenen Produktionswerken der Gruppe. Die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" betrifft den positiven Cash-Effekt im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an der Tridonic Manufacturing Pty Ltd, Australien und dem Erwerb der Anteile an der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Dresden sowie der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Dresden. Im vierten Quartal wurde ein negativer Cash-Effekt durch den Erwerb der restlichen Anteile an der Tridonic SA (Proprietary) Limited (siehe auch Kapitel 2.6.2.1) in dieser Position berücksichtigt. Im Vorjahr beinhaltet die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" vor allem den positiven Effekt aus der Erstkonsolidierung der Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited in Höhe von TEUR 740 sowie die negativen Cash-Effekte aus der Endkonsolidierung der beiden im Vorjahr abgegangenen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften.

Die Entwicklung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -46.301 im Vorjahr auf TEUR -13.086 im aktuellen Berichtsjahr resultiert vor allem aus der im Vorjahr enthaltenen Rückzahlung von Mitteln des verfügbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrent-Krediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile "Working Capital-Kredite") ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Liquide Mittel 74.191 87.048
nicht frei verfügbar -169 -204
Kontokorrent-Kredite -3.439 -3.942
Finanzmittelfonds 70.583 82.902

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft auch in mehreren Tranchen um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Zum 30. April 2014 befinden sich 43.139.060 Aktien (VJ 43.133.890) im Umlauf. Im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wurden 5.170 Optionen (VJ 27.280) aus dem Stock Option Program ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2014 über 360.940 eigene Aktien (VJ 366.110) im Bestand.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Sonstige Gewinnrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier sowohl die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2), sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Betreffend die Rücklage Aktienoptionen siehe auch Kapitel 2.6.8.4.

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Betreffend die Erläuterungen zur IAS 19-Rücklage wird auf Kapitel 2.6.6.11 verwiesen.

2.6.8.4 Aktienoptionsprogramme

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann jeweils eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die SOP-Optionen sind nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht.

Der Bestand eigener Aktien für Aktienoptionsprogramme hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30. April 2013 1.539.211
Ausübungen bis 30. April 2013 -1.173.101
30. April 2013 366.110
Ausübungen bzw. Ausgabe von eigenen Aktien -5.170
30. April 2014 360.940

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 39 (VJ TEUR 205), in Summe wurde für die bisher eingelösten 917.347 Stück aus dem SOP ein Ausübungspreis von TEUR 7.145 bezahlt (durchschnittlich EUR 7,80 pro Aktie), der in der Kapitalrücklage berücksichtigt ist.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die Rücklage für Aktienoptionen steht mit einem Wert von TEUR 19.479 (VJ TEUR 19.732) in den Gewinnrücklagen. Die Veränderung ergibt sich aus einer Konsolidierungskreisänderung im Geschäftsjahr 2013/14.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP
2013/14 2012/13
Gewährte Optionen Anfangsbestand 21.889 77.251
Neuzuteilungen 0 0
Ausübungen -5.170 -27.280
Verfallen 0 -28.082
Verzichtet 0 0
Gewährte Optionen Endbestand 16.719 21.889
davon ausübbar 16.719 21.889
2007/08 2006/07 2005/06 2004/05 2003/04 Summe
Ausübungspreis 7,5 4.208 4.246 1.680 1.008 1.097 12.239
Ausübungspreis 11,5 0 0 0 0 0 0
Ausübungspreis 14,2 520 1.040 1.040 0 0 2.600
Ausübungspreis 16,6 840 1.040 0 0 0 1.880
Summe gewährte Stück 5.568 6.326 2.720 1.008 1.097 16.719

Die Ausübungspreise der gewährten, aber noch nicht ausgeübten Optionen aus dem SOP sind wie folgt:

2.6.8.5 Dividendenausschüttung

In der Hauptversammlung am 26. Juli 2013 wurde für das Geschäftsjahr 2012/13 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7 Eurocent je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2013 im Umlauf befindlichen 43.133.890 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 366.110 eigene Aktien) wurden am 2. August 2013 TEUR 3.019 an die Aktionäre ausbezahlt.

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden konjunkturellen Umfelds plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 25. Juli 2014 stattfindet, eine Dividende von 18 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2013/14 vorzuschlagen (Vorjahr 7 Eurocent).

2.6.9 Kapitalmanagement

Das Ziel des Eigenkapitalmanagements der Zumtobel Gruppe ist einerseits die Sicherstellung des Fortbestandes ("going concern") der Konzerngesellschaften und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu optimieren. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden, Dividendenausschüttungen sowie Neuemissionen und Aktienrückkäufe.

Die finanzpolitischen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus der im November 2011 mit sieben Banken abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung. Diese hat eine Laufzeit bis Oktober 2016 und einen maximal ausnutzbaren Rahmen von TEUR 350.000. Hiervon sind TEUR 170.000 in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants geknüpft. Danach muss der Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie die Eigenkapitalquote größer als 25% sein. Zum Bilanzstichtag per 30. April 2014 wurden die Financial Covenants auf Basis eines Schuldendeckungsgrades von 1,57 (VJ 1,42) und einer Eigenkapitalquote von 32,5 % (VJ 35,9%) vollumfänglich eingehalten.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Gruppe eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 auf:

  • >> Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (at Fair Value through P&L)
  • >> HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)
  • >> HTM Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)
  • >> L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • >> Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte
  • >> Cash Liquide Mittel
  • >> at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial instruments measured at amortised cost)

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei finanziellen Vermögenswerten dagegen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist eine Berücksichtigung der darüber hinaus entstehenden Transaktionskosten vorgeschrieben. Diese werden direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zugerechnet.

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungsoder Steuerzahlungen.

Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzinstrumente entsprechen aufgrund ihrer Fristigkeiten den Buchwerten. Die Verzinsung sämtlicher Darlehen von Kreditinstituten beruht auf variabler Verzinsung, daher entspricht der Buchwert der langfristigen Finanzschulden ebenso dem Marktwert.

Geschäftsjahr 2013/14 2013/14

Aktiva

Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
beim erstm.
Ansatz
eingestuft
HFT HTM L&R Cash
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.466 1.466 380 - - 1.086 -
Wertpapiere und Wertrechte 380 - 380 - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
1.086 - - - - 1.086 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.731 2.731 - 464 - 2.267 -
Wertpapiere und Wertrechte - - - - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
11 - - - - 11 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des
Handelsbestandes
464 - - 464 - - -
Sonstige 2.256 - - - - 2.256 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 199.303 199.303 - - - 199.303 -
Liquide Mittel 74.191 74.191 - - - - 74.191
Summe 277.691 277.691 380 464 - 202.656 74.191

In der Position "Sonstige" unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 2.253 (VJ TEUR 995) enthalten.

Passiva

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
HFT at amortised
cost
Hedge
Accounting
Non-FI
Langfristige Finanzschulden 197.357 197.357 - 197.357 - -
Darlehen und Ausleihungen 177.579 - - 177.579 - -
Finanzierungsleasing 19.777 - - 19.777 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 2.575 2.575 - - - 2.575
Kurzfristige Finanzschulden 5.314 5.314 - 5.314 - -
Darlehen und Ausleihungen 4.965 - - 4.965 - -
Finanzierungsleasing 349 - - 349 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 159.912 159.912 - 159.912 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 123.717 123.717 1.832 75 7.521 114.288
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.832 - 1.832 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 7.521 - - - 7.521 -
Sonstige 114.364 - - 75 - 114.288
Summe 488.875 488.875 1.832 362.658 7.521 116.863

Die Buchwerte der langfristigen Darlehen und Ausleihungen entsprechen den Marktwerten, da diese zum wesentlichen Teil (TEUR 170.000; VJ TEUR 170.000) variabel verzinst sind und daher nicht vom aktuellen Marktzins abweichen. Bei den fest verzinsten langfristigen Darlehen und Ausleihungen handelt es sich mit TEUR 2.223 (VJ TEUR 2.060) um geförderte Darlehen, deren Zinssatz nur unwesentlich vom aktuellen Marktzinsniveau abweicht. Die Abweichungen der Zinssätze der restlichen fest verzinsten Darlehen und Ausleihungen zum Marktzins sind zu vernachlässigen.

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat der Konzern die neuen Vorschriften zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert prospektiv angewendet und keine Vorjahres-Vergleichsinformationen für neue Angaben zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen hatte die Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertungen der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2014 gliedern sich in folgende Bemessungshierarchien:

Beizulegender Level 1 Level 2 Level 3
in TEUR Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - - - -
Wertpapiere und Wertrechte 380 - - 380
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 464 - 464 -
Sonstige - - - -
Summe 844 - 464 380
in TEUR Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivate (Hedge Accounting) 1.832 - 1.832 -
Derivate des Handelsbestandes 7.521 - 7.521 -
Summe 9.353 - 9.353 -

In der Zumtobel Gruppe erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden derivativen Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertungen auf Inputfaktoren beruhen, die am Markt beobachtbar sind. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen. Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen zur Gänze die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 464, VJ TEUR 1.409; negative Marktwerte TEUR -9.353, VJ TEUR -12.504). Die Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Risikoabschlägen, sofern wesentlich, berücksichtigt.

Im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Diese umfassen überwiegend Kleinanteile an verschiedenen Gesellschaften. Mit Ausnahme des Erwerbs eines Kleinanteils in Höhe von TEUR 2 und einer Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 3 gab es keine Veränderungen in den Level 3-eingestuften Finanzinstrumenten im Vergleich zum Vorjahr. Es erfolgten keine weiteren Anteilsaufstockungen beziehungsweise Kapitalherabsetzungen diese Kleinanteile betreffend.

Geschäftsjahr 20 2012/13

Aktiva

Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
beim erstm.
Ansatz
eingestuft
HFT HTM L&R Cash
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.101 1.101 594 - - 507 -
Wertpapiere und Wertrechte 603 - 594 - - 9 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
498 - - - - 498 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.435 2.435 - 1.409 - 1.026 -
Wertpapiere und Wertrechte 18 - - - - 18 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
1 - - - - 1 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des
Handelsbestandes
1.409 - - 1.409 - - -
Sonstige 1.007 - - - - 1.007 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 185.533 185.533 - - - 185.533 -
Liquide Mittel 87.048 87.048 - - - - 87.048
Summe 276.117 276.117 594 1.409 - 187.066 87.048

Passiva

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
HFT at amortised
cost
Hedge
Accounting
Non-FI
Langfristige Finanzschulden 197.001 197.001 - 197.001 - -
Darlehen und Ausleihungen 177.382 - - 177.382 - -
Finanzierungsleasing 19.619 - - 19.619 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 1.911 1.911 - - - 1.911
Kurzfristige Finanzschulden 4.264 4.264 - 4.264 - -
Darlehen und Ausleihungen 3.952 - - 3.952 - -
Finanzierungsleasing 312 - - 312 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 131.801 131.801 - 131.801 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 117.621 117.621 3.120 567 9.384 104.550
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.120 - 3.120 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 9.384 - - - 9.384 -
Sonstige 105.117 - - 567 - 104.550
Summe 452.598 452.598 3.120 333.633 9.384 106.461

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2013/14 2012/13
Nettogewinne oder -verluste -1.662 576
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente -1.954 61
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 298 115
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -7 400
Zinsaufwand -8.904 -9.856
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -6.400 -7.607
Zinsaufwendungen aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten -2.139 -2.512
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -365 263
Zinsertrag 816 1.225
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 773 1.086
Zinserträge aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten 43 78
Zinserträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 0 61
Bewertungseffekte Kredite und Forderungen -1.561 -817

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -6.763; VJ TEUR -4.592) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR -1.662; VJ TEUR 576) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -5.100; VJ TEUR -5.168).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während der Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen im operativen Ergebnis erfasst ist.

Die negativen Bewertungseffekte der Kredite und Forderungen ergeben sich im Wesentlichen durch eine gestiegene Vorsorge für Kundenforderungsausfälle im Rahmen der Anwendung der konzerneinheitlichen Forderungsbewertungsmethode.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Gruppe insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • >> Kreditrisiko
  • >> Liquiditätsrisiko
  • >> Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2013/14 betragen die Forderungsverluste im Konzern, die den ausgebuchten Forderungen entsprechen, 0,1% (VJ 0,2%) des Jahresumsatzes. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 23% (VJ 21%) des Konzernumsatzes mit den zehn größten Kunden getätigt.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potenziellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde ab einem Saldo von TEUR 100 der Kreditversicherung angedient wird. Der mit der Kreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt im Schadensfall beträgt zum 30. April 2014 25% des versicherten Forderungsbetrags. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Anfangsbestand 9.414 9.675
Dotierung 3.310 3.679
Verbrauch -809 -1.840
Auflösung -1.511 -2.100
Endbestand 10.404 9.414

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht zweifelhafte Forderungen. Nicht zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20% und 70% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich zu mindestens 80% wertberichtigt. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Selbstbehalts ausgenommen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2014 30. April 2013
Lieferforderungen Wert Lieferforderungen Wert
in TEUR brutto berichtigungen brutto berichtigungen
Noch nicht fällig 194.252 31 180.566 147
Überfällig 1-60 Tage 16.606 0 16.436 107
Überfällig 61-90 Tage 1.384 274 2.293 451
Überfällig 91-120 Tage 1.103 396 1.199 444
Überfällig 121-180 Tage 957 671 1.382 826
Überfällig > 180 Tage 10.597 9.032 9.348 7.439
Summe 224.899 10.404 211.223 9.414

In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 7.234 (VJ TEUR 5.620) enthalten, die mit TEUR 6.501 (VJ TEUR 5.272) wertberichtigt sind.

>> Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Zumtobel Gruppe minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei ausgewählten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und beträgt per 30. April 2014 TEUR 277.691 (VJ TEUR 276.117). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten "Forderungen aus Lieferungen & Leistungen" sowie "Liquide Mittel" zusammen (siehe auch Kapitel 2.6.10.1).

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2014 stehen der Gruppe neben dem Konsortialkreditvertrag (siehe Kapitel 2.6.6.14) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 88.978 (VJ TEUR 88.004) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die nachfolgende Aufstellung der künftigen Zahlungen stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme voraussichtlich eintreten und in denen sie sich voraussichtlich auf den Gewinn und Verlust auswirken werden. Die zum 30. April 2014 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen führen.

30. April 2014

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 202.671 224.412 10.105 185.639 28.668
Darlehen von Kreditinstituten 175.460 176.879 2.937 173.942 0
Darlehen der öffentlichen Hand 3.597 3.689 1.426 2.263 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 49 49 0 0
Finanzierungsleasing 20.126 40.356 2.254 9.434 28.668
Working Capital-Kredite 3.439 3.439 3.439 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 159.912 159.912 159.912 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 126.292 126.309 120.139 6.188 -18
Derivate des Handelsbestandes 1.832 1.909 1.815 94 0
Derivate (Hedge Accounting) 7.521 7.462 1.386 6.094 -18
Sonstige Finanzinstrumente 75 75 75 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 116.863 116.863 116.863 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 488.875 510.633 290.156 191.827 28.650

30. April 2013 April

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 201.265 227.368 8.892 187.559 30.917
Darlehen von Kreditinstituten 175.332 179.742 2.715 177.027 0
Darlehen der öffentlichen Hand 2.060 2.147 36 2.111 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 0 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 19.931 41.537 2.199 8.421 30.917
Working Capital-Kredite 3.942 3.942 3.942 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 131.801 131.801 131.801 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 119.532 119.523 111.836 7.756 -69
Derivate des Handelsbestandes 3.120 3.201 2.713 488 0
Derivate (Hedge Accounting) 9.384 9.294 2.095 7.268 -69
Sonstige Finanzinstrumente 567 567 567 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 106.461 106.461 106.461 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 452.598 478.692 252.529 195.315 30.848

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2014 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 464 406 406 0 0
Derivate des Handelsbestandes 464 406 406 0 0
30. April 2013 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 1.409 1.321 1.321 0 0
Derivate des Handelsbestandes 1.409 1.321 1.321 0 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, soweit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy.

Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskurs- oder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet.

Zinsänderungsrisiko nderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, sie können jedoch bei finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von TEUR 170.000 hat aufgrund der Laufzeit bis 28. Oktober 2016 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen).

Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von TEUR 120.000 (hiervon TEUR 20.000 als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen gegen Schweizer Franken, TCHF 28.728) abgeschlossen, also rund 70% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 3,18%. Die in Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen sind gemäß IAS 39 als "Hedge Accounting" einzustufen. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode nachgewiesen. Der Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21. Die Fixzinskomponente für die Zahlungen in Schweizer Franken wird unter "Derivate des Handelsbestandes" ausgewiesen.

Nominal in Tsd. Beizulegender Beizulegender
Landeswährung Zeitwert in TEUR Zeitwert in TEUR
Nominalwährung 2013/14 2012/13
EUR 100.000 -3.961 -5.892
CHF 28.728 -3.560 -3.492
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -7.521 -9.384
CHF 2.873 -470 -829
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Held for Trading) -470 -829

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Finanzschulden -32.670 -31.264
Fest verzinste Finanzinstrumente -32.670 -31.264
Finanzielle Vermögenswerte 4.197 3.536
Liquide Mittel 74.191 87.048
Finanzschulden -170.000 -170.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente -91.612 -79.416
Summe -124.282 -110.680

Zinserhöhungen – insbesondere für die Währung EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 991 (VJ TEUR 871) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verursacht eine Veränderung des Zinsniveaus keine Bewertungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital.

Für die zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsderivate würde für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Bewertungseffekt von TEUR 924 (VJ TEUR 923) ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Zumtobel Gruppe setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen, CHF, SEK und AUD.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität gegenüber EUR-Kursänderungen gegenüber Fremdwährungen. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im Euro-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- beziehungsweise Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2014 hätte das Ergebnis sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR - GBP 3.823 5.832 -3.823 -5.832
EUR - SEK 3.399 4.023 -3.399 -4.023
EUR - USD -1.022 325 1.022 -325

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Beizulegender
Zeitwert
EUR Abwertung
um 10%
EUR Aufwertung
um 10%
EUR - GBP -321 -6.972 5.532
EUR - CHF -40 -2.990 1.572
EUR - AUD -29 420 -382
EUR - USD -407 4.402 -4.957
EUR - SEK 75 -556 506

Rohstoffpreisrisiko isrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Energie, Aluminium, Stahl und Kupfer. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit (Energie, Aluminium, Stahl) befristete Lieferverträge abgeschlossen. Kupferpreisschwankungen werden gegebenenfalls durch Derivate (Termingeschäfte oder Optionen) auf Kupferpreise abgesichert.

>> Sensitivitätsanalyse

Das Volumen an Kupfereinkäufen betrug im Geschäftsjahr 2013/14 839 MT (metrische Tonnen). Bei einer Preiserhöhung von 1.000 EUR/MT bedeutet dies ein jährliches Preisänderungsrisiko von rund TEUR 839. Aufgrund der Stilllegung der Produktionsstätten für magnetische Vorschaltgeräte im Laufe des Geschäftsjahres 2013/14 entfällt dieses Kupferpreisänderungsrisiko künftig.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus dem "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie dem "Components Segment" (elektronische Lichtkomponenten, LED-Lichtkomponenten, Verbindungstechnik und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 auch magnetische Vorschaltgeräte). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuzuordnende Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuzuordnendes Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrifft mit TEUR 299 (VJ TEUR -616) den Geschäftsbereich "Lighting Segment". Dem "Components Segment" sind TEUR -10 (VJ TEUR 56) zuzuordnen. Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

In den Abschreibungen des laufenden Jahres sind TEUR 12.139 (VJ TEUR 1.090) außerplanmäßige Abschreibungen beinhaltet. Die außerplanmäßige Abschreibung des laufenden Jahres betrifft den Geschäftsbereich "Lighting Segment" mit TEUR 6.337, TEUR 5.802 betreffen den Geschäftsbereich "Components Segement". Die außerplanmäßige Abschreibung des Vorjahres betrifft zur Gänze Geschäftsbereich "Lighting Segment".

Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2013/14 2012/13 2011/12 2013/14 2012/13 2011/12 2013/14 2012/13 2011/12 2013/14 2012/13 2011/12
Nettoumsätze 938.450 935.662 949.191 384.546 377.722 408.093 -76.165 -69.768 -76.972 1.246.831 1.243.616 1.280.312
Außenerlöse 937.897 934.883 948.424 308.849 308.344 331.520 85 389 368 1.246.831 1.243.616 1.280.312
Innenerlöse 553 779 767 75.697 69.378 76.573 -76.250 -70.157 -77.340 0 0 0
Betriebsergebnis 21.075 24.298 26.020 11.617 8.605 19.558 -20.549 -11.243 -10.575 12.143 21.660 35.003
Investitionen 49.970 41.140 33.638 13.768 16.296 19.932 1.815 2.073 3.589 65.553 59.509 57.159
Abschreibungen -39.220 -33.675 -32.331 -26.711 -22.000 -20.015 -2.136 -2.136 -1.537 -68.067 -57.811 -53.883
in TEUR 30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
Vermögen 668.998 640.657 662.142 209.046 208.852 222.124 128.557 145.329 152.018 1.006.601 994.838 1.036.284
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2012
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
5.186 5.091 5.328 1.971 1.946 2.000 134 125 128 7.291 7.162 7.456

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2013/14 2012/13
Konzernobergesellschaften -20.424 -10.377
Konzernbuchungen -125 -866
Betriebsergebnis -20.549 -11.243

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 129.266 136.385
Konzernobergesellschaften 48.927 42.429
Konzernbuchungen -49.636 -33.485
Vermögen 128.557 145.329

Die Umsatzerlöse mit einzelnen externen Kunden liegen jeweils unter 10 % der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Es erfolgt eine Darstellung auf Basis der Regionen "Europa", "Asien", "Australien & Neuseeland", "Amerika" sowie "Rest":

Außenerlöse Vermögen
in TEUR 2013/14 2012/13 2011/12 30. April 2014 30. April 2013 30. April 2012
Europa 1.001.087 977.662 995.001 673.714 624.251 656.222
Asien & Mittlerer Osten 122.132 109.361 114.701 55.752 52.071 49.160
Australien & Neuseeland 78.330 105.863 124.312 27.603 42.895 45.799
Amerika 34.281 39.397 35.530 9.528 10.707 13.356
Rest 11.001 11.333 10.768 0 0 0
Überleitung 0 0 0 240.004 264.913 271.747
Summe 1.246.831 1.243.616 1.280.312 1.006.601 994.838 1.036.284

Überleitung der Regionen:

in TEUR 30. April 2014 30. April 2013
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 235.134 258.472
Konzernbuchungen 4.870 6.441
Vermögen 240.004 264.913

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Innerhalb des Konzerns wurden für Bankgarantien in Höhe von TEUR 8.135 (VJ TEUR 6.782) diverse Haftungen übernommen.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Als Bestandteil der am 2. April 2014 angekündigten Restrukturierungsprojekte im Bereich der Produktionsorganisation zur Verbesserung der Kostenstrukturen hat die Zumtobel Gruppe am 5. Mai 2014 die Belegschaft und lokale Gewerkschaft im Werk Landskrona (Schweden) von der Absicht informiert, die Leuchtenproduktion in Landskrona bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 zu beenden. Von der geplanten Schließung wären 155 Mitarbeiter betroffen.

Am 8. Mai 2014 startete Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Gruppe, Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung am Standort Ennenda (Schweiz) über eine mögliche Schließung der Produktion. Die am Standort Ennenda hergestellten konventionellen Vorschaltgeräte für Hochdruckentladungslampen sind einem hohen Wettbewerbsdruck und damit massiven Preisverfall ausgesetzt. Das Maßnahmenpaket sieht vor, die Produktion bis Ende des Kalenderjahres 2014 an Zulieferpartner zu vergeben. Die geplante Verlagerung wäre mit einem Personalabbau von 115 Mitarbeitern verbunden.

Am 6. Juni 2014 verkündete Tridonic die Trennung von dem Geschäft mit Verbindungsklemmen. In diesem Zusammenhang übernimmt die lokale Geschäftsleitung der Tridonic connection technology GmbH, bislang ein Tochterunternehmen von Tridonic mit Sitz in Innsbruck (Österreich), rückwirkend zum 30. April 2014 alle Anteile des Unternehmens in die eigene Verantwortung. Die Tridonic connection technology beschäftigt 97 Mitarbeiter.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2014 sind nicht zu vermelden.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 30. April 2014 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4) bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. In Summe bestehen zum 30. April 2014 gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 742 (VJ TEUR 991) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.528 (VJ TEUR 1.770). Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich ausgebucht. Zum 30. April 2014 sind auch keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich klassifiziert.

Per 30. April 2014 besteht eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 2.253 (VJ TEUR 995).

Organvergütungen

in TEUR 2013/14 2012/13
Gesamtbezüge des Vorstands 6.840 2.558
davon fixe Bezüge 1.368 1.478
davon kurzfristige variable Bezüge 181 271
davon langfristige variable Bezüge 615 810
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 4.675 0
in TEUR 2013/14 2012/13
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 960 0
davon fixe Bezüge 379 0
davon kurzfristige variable Bezüge 116 0
davon langfristige variable Bezüge 465 0
Martin Brandt 765 675
davon fixe Bezüge 550 402
davon kurzfristige variable Bezüge 64 82
davon langfristige variable Bezüge 150 191
Harald Sommerer (bis 30. September 2013) 4.123 1.210
davon fixe Bezüge 273 675
davon kurzfristige variable Bezüge 0 107
davon langfristige variable Bezüge 0 428
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 3.850 0
Mathias Dähn (bis 30. September 2013) 992 674
davon fixe Bezüge 167 401
davon kurzfristige variable Bezüge 0 82
davon langfristige variable Bezüge 0 191
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 825 0

Die Vergütung von Ulrich Schumacher beinhaltet die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie des CFO ad interim (1.10.2013 - 30.04.2014).

Zum 30. April 2014 bestehen seitens des Vorstands keine Ansprüche aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen mehr. Des Weiteren bestehen zum 30. April 2014 auch keine Ansprüche auf Leistungen nach und aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses.

Für Details zur Vergütungsregelung des Vorstandes wird auf die Angaben im Corporate Governance Bericht verwiesen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG erhielt folgende Vergütungen:

in TEUR 2013/14 2012/13
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 319 337
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 135 153
davon Spesenersatz 4 4

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2013/14 2012/13
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion/Herstellung 3.528 3.524 3.794 3.648
F&E 601 602 540 547
Vertrieb 2.197 2.146 2.339 2.250
Verwaltung 485 493 499 487
Sonstiges 410 526 247 230
Summe 7.221 7.291 7.419 7.162

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Gruppe beschäftigten Leiharbeiter.

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Aufsichtsrat

Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Fritz Zumtobel (Mitglied) Stephan Hutter (Mitglied) Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Richard Apnar Erich Zucalli Mario Wintschnig

Vorstand Vorstand

Ulrich Schumacher, ab 1. Oktober 2013, bestellt bis 30. April 2017 Karin Sonnenmoser, ab 1. Mai 2014, bestellt bis 30. April 2017 Martin Brandt, bestellt bis 30. April 2015 Harald Sommerer, bestellt bis 30. September 2013 Mathias Dähn, bestellt bis 30. September 2013

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 16. Juni 2014

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Martin Brandt Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

2.8 Konsolidierungskreis

Nr. Gesamt Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Stichtag Währung
1 ATCO Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Thorn Lighting Pty Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
4 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
5 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
6 Zumtobel Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
7 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
8 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
9 Tridonic Jennersdorf GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
10 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
ZG Lighting CEE GmbH 30. April
11 (vormals: Thorn Licht Gesellschaft mbH) Österreich 99,95 voll EUR
12 Tridonic connection technology GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
13 Tridonic connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
14 Tridonic GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
15 Tridonic GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
16 Tridonic Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
17 Zumtobel AG Österreich 100 voll 30. April EUR
18 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
19 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
20 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
21 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 Zumtobel Licht GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
23 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
24 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
25 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll 30. April EUR
26 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
27 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll 30. April HKD
28 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 70 voll 31. Dezember CNY
29 Tridonic (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
30 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
31 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll 30. April HKD
32 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
33 Thorn Lighting CS Spol s.r.o. Tschechische Republik 99,95 voll 30. April CZK
34 Zumtobel Lighting s.r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
35 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll 30. April DKK
36 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
37 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,95 voll 30. April EUR
38 Tridonic France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
39 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
40 Thorn Licht GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
41 LEDON OLED Lighting Verwaltungs GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
Tridonic Dresden GmbH & Co. KG
42 (vormals: LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG) Deutschland 100 voll 30. April EUR
43 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
44 Tridonic Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
45 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
46 Zumtobel Licht GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
47 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
48 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
49 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
50 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
51 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
52 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
53 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
54 Tridonic UK Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Wengen-Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Wengen-Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Wengen-One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Wengen-Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
59 Wengen-Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
60 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
61 Zumtobel Hongkong Limited Hongkong 100 voll 30. April HKD
62 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll 30. April HUF
63 Thorn Lighting India Private Limited Indien 100 voll 30. April INR
64 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll 30. April EUR
65 Thorn Europhane SPA Italien 99.89 voll 30. April EUR
66 Tridonic Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
67 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll 30. April EUR
68 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
69 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
70 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
71 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
72 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
73 Tridonic NZ Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
74 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
75 Thorn Lighting Polska SP ZOO Polen 100 voll 30. April PLN
76 R Lux Immobilien Linie SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
77 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
78 Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien 70 voll 31. Dezember SAR
79 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
80 Tridonic (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
81 Zumtobel Lighting s.r.o Slowakei 100 voll 30. April EUR
82 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
83 Tridonic SA (Proprietary) Limited Südafrika 100 voll 28. Februar ZAR
84 Luxmate S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
85 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
86 Tridonic Iberia SL Spanien 100 voll 30. April EUR
87 Zumtobel Belysning Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
88 Thorn Lighting AB Schweden 100 voll 30. April SEK
89 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
90 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
91 Tridonic Schweiz AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
92 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
93 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll 30. April EUR
94 Tridonic Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
95 Thorn Gulf LCC UAE 60 voll 31. Dezember AED
96 Tridonic (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
97 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
98 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD
Im Geschäftsjahr 2013/14 endkonsolidiert:
1 Tridonic Manufacturing Pty Ltd. Australia 100 voll 30. April AUD
2 Conlux Pty. Limited Australia 100 voll 30. April AUD

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel AG, Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2013 bis zum 30. A Geschäftsjahr vom Mai bis zum 30. April 201 pril 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. April 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung nzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung Abschlussprüfers und Beschreibung chlussprüfers von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2013 bis zum 30. April 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. Juni 2014

KPMG Austria AG

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar ppa MMag Angelika Vogler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

3. Corporate Governance Bericht 2013/14

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe__________ 131
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 132
3.2.1
Comply or Explain __________ 132
3.2.2
Sonstige Berichtspflichten___________ 133
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 133
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG _______ 134
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung _________ 134
3.4.2
Der Vorstand ________ 135
3.4.3
Der Aufsichtsrat ____________ 138
3.5 Vergütungsbericht __________ 142
3.5.1
Vorstandsvergütung _________ 142
3.5.2
Aufsichtsratsvergütung _______ 145
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ___________ 147

131

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe

In der Zumtobel Gruppe wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Gruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung.

Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Gruppe dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex sowie die Konzernrichtlinien. Sie tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei.

Die Unternehmensleitung ermutigt die Mitarbeiter, mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex vertraulich zu melden. Den Mitarbeitern stehen dafür die geschulten Kollegen der Rechtsabteilung und der Konzernrevision sowie der Ethics Officer der Zumtobel Gruppe zur Verfügung. Weitere interne Ansprechpartner sind die Betriebsräte sowie die Mitarbeiter der Personalabteilung. Wissen und Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Verhaltenskodex sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Berichtsjahr machten die Mitarbeiter von der Möglichkeit, die Fachabteilungen in Compliance-Fragen zu konsultieren, regen Gebrauch, wobei keine wesentlichenVerstöße gegen den Verhaltenskodex gemeldet wurden.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2013/14

Entsprechend dem Anspruch der Zumtobel Gruppe, das Corporate Governance System hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz laufend an sich ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen anzupassen, wurden auch im Geschäftsjahr 2013/14 entsprechende Maßnahmen durchgeführt. So wurde zum Beispiel beim Abschluss der neuen Vorstandsverträge darauf geachtet, die Kodex-Regeln in Bezug auf die Vorstandsvergütung vollumfänglich einzuhalten. In den Verträgen ist nun vereinbart, dass bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen die Auszahlung des Anspruchs aus der Restlaufzeit der bestehenden Verträge zwei Jahresgesamtvergütungen nicht überschreitet. In den lokalen Finanz-Fachbereichen wurden Trainings zu Neuerungen in den Finanzprozessen und -Tools durchgeführt, beispielsweise zum Themenkomplex Credit Management. Im Bereich der Finanzberichterstattung war ein Arbeitsschwerpunkt die Vorbereitung auf die gemäß Rechnungslegungskontrollgesetz per 1. Juli 2013 neu eingerichtete Österreichische Prüfungsstelle für Rechnungslegung. Der erste prüfungsrelevante Abschluss der Zumtobel AG ist der vorliegende Konzernabschluss zum 30. April 2014.

Weitere Arbeitsschwerpunkte waren die Anpassung verschiedener Corporate Policies, unter anderem ausgelöst durch die Konzernumstrukturierung sowie die inhaltliche Weiterentwicklung von Kontrollen. Die vor einigen Jahren eingeführten unterjährigen Bilanz- sowie Cash & Bank-Reviews durch Corporate Finance und Corporate Treasury wurden fortgeführt und die Konsolidierung sowie Abbildung der weltweit verwendeten Bankkonten der Konzerngesellschaften im zentralen Treasury-System wurde fortgesetzt.

Im Informationsportal zu Fraud-Awareness im Intranet wurden unter anderem mehrere Warnmeldungen zu externen Betrugsversuchen durch Phishing-Angriffe mittels Telefonaten sowie E-Mails verbreitet, um das Bewusstsein und die Vorsicht der Mitarbeiter zu stärken. Der jährliche fragebogenbasierte Fraud-Awareness-Check wurde nun zum dritten Mal durchgeführt, wobei der Teilnehmerkreis wesentlich erweitert wurde. Dieser Check wird auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die externe Evaluierung des Compliance Management-Systems finalisiert. Zur weiteren Stärkung der Compliance wurde entschieden, eine Compliance-Abteilung zu schaffen, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 operativ tätig wird. Wesentliche Aufgabengebiete werden die Ausbildung der Mitarbeiter sowie die weitere Stärkung der präventiven

Informationen zur Corporate Governance auch unter www.zumtobelgroup.com Antikorruptionsmaßnahmen z. B. durch in die SAP-Prozesse integrierte Prüf- und Genehmigungsroutinen sein.

Die Einrichtung dieser Compliance-Stelle, der ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr neu etablierte Fachbereich Corporate Center (Global Strategy & Process Management) sowie die im Sommer 2014 erfolgende personelle Aufstockung im Corporate Internal Audit sind ein Beleg für die Bedeutung einer angemessenen Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben und stellt ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen gemäß internationalen Standards dar. Der Kodex wurde im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und seither mehrfach überarbeitet, zuletzt im Juli 2012, um neuen Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensgesetzbuchs, insbesondere in Bezug auf die Vorstandsvergütung sowie zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats, zu entsprechen. Die aktuellste Version des Kodex kann auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Die Zumtobel AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit diesem Bekenntnis soll ein möglichst hohes Maß an Transparenz erreicht und das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen gestärkt werden. Zumtobel sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe und strebt die bestmögliche Anwendung der Regeln an. Durch die freiwillige Selbstverpflichtung bekommt der Kodex Geltung und damit ist die Nichteinhaltung von C-Regeln (Comply or Explain) zu begründen.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde der Kodex auch im Geschäftsjahr 2013/14 von der Zumtobel AG nahezu lückenlos eingehalten. Es wurden nicht nur die Mindestanforderungen umgesetzt, sondern auch die R-Regeln (Recommendations) weitestgehend angewendet. Bei drei C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend erläutert.

3.2.1 Comply or Explain

Der Vorstand der Zumtobel AG hat die Abteilung Investor Relations beauftragt, einen Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2013/14 durchzuführen. Basierend auf diesem Compliance Review erklärt die Zumtobel AG, dass sie im Geschäftsjahr 2013/14 alle L-Regeln der Kodex-Fassung von Juli 2012 eingehalten hat. Folgende C-Regeln der Kodex-Fassung wurden bzw. werden derzeit nicht bzw. nur teilweise eingehalten:

  • Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über D&O-Versicherungen im Besonderen werden von der Zumtobel Gruppe als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Gruppe sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 43: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, ist allerdings nicht Vorsitzender dieses Ausschusses, sondern stellvertretender Vorsitzender.

Regel 83: Die externe Evaluierung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements durch den Wirtschaftsprüfer erfolgt im Zweijahresrhythmus, die nächste solche Beurteilung wird im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführt.

3.2.2 Sonstige Berichtspflichten

3.2.2.1 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 26. Juli 2013 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros in geringem Umfang auch in der Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Gruppe tätig.

Im Geschäftsjahr 2013/14 sind in der Zumtobel AG folgende Leistungen von der KPMG Austria erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2013/14 2012/13
Gesamthonorar 210 291
davon Prüfung 198 229
davon sonstige Honorare 12 62

Das sonstige Honorar bezieht sich auf die Prüfung beziehungsweise Evaluierung des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Gruppe vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren externen Kosten auf 1.556 TEUR (Vorjahr 1.587 TEUR).

3.2.2.2 Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen

In der Zumtobel Gruppe gibt es seit dem Jahr 2004 einen Verhaltenskodex, der auch in seiner aktuellen Fassung von Februar 2012 festlegt, dass keine Art der Diskriminierung im Unternehmen geduldet wird. Erfahrung, Qualifikation und Leistung bilden im Unternehmen die Basis der Personalentscheidungen für alle Unternehmensbereiche und Managementebenen. Als "Equal Opportunity Employer" ermöglicht die Zumtobel Gruppe etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle oder das Arbeiten aus dem Homeoffice berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für viele leitende Positionen im Unternehmen ist eine technische Ausbildung Voraussetzung. Die Zumtobel Gruppe erhält für solche Positionen wenige Bewerbungen von Frauen, was die generelle Situation am Arbeitsmarkt in Bezug auf technische Berufe widerspiegelt. Um dem entgegenzuwirken, fördert das Unternehmen, z. B. in der firmeninternen Lehrlingsausbildung, die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen. Die Zumtobel Gruppe ist bemüht, den Anteil von Frauen in leitenden Positionen zu erhöhen und es ist deshalb besonders erfreulich, dass zum 1. Mai 2014 die Position des Finanzvorstands mit Frau Karin Sonnenmoser, einer sehr erfahrenen Finanzmanagerin, besetzt werden konnte. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt derzeit bei 11,2% (Vorjahr: 10,1%).

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Gruppe orientieren sich sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den COSO-Modellen. Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei Zumtobel gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.13 (Risikomanagement) und 1.14 (Internes Kontrollsystem).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel AG (Corporate Internal Audit) ist als Stabsstelle des Vorstands eingerichtet und berichtet an den Vorstand. Gemäß Regel 18 berichtet der Leiter des Corporate Internal Audit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Audit-Planung und wesentliche Ereignisse.

Im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten risikoorientierten Audit-Planung überprüft die Konzernrevision das Interne Kontrollsystem der betrieblichen Prozesse im gesamten Konzern. Dazu gehört unter anderem auch das Monitoring des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc-Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein vom operativen Management völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel AG sind nach dem Prinzip "one share – one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der im Firmenbuch eingetragenen Internetseite der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Aktie) erläutert.

Die Zumtobel Gruppe legt höchsten Wert auf eine umfassende, zeitnahe Informationspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Aktionäre. Dazu wird über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (u.a. Jahresfinanzbericht, Quartalsberichte, Ad-hoc-Meldungen) regelmäßig mit Pressemitteilungen, Telefonkonferenzen und auf Investorenveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Alle Berichte und Meldungen sowie die wesentlichen Präsentationen werden unter www.zumtobelgroup.com veröffentlicht. Unter dem Punkt "Investor Relations" werden auf der Website ein detaillierter Finanzkalender sowie sonstige Aktieninformationen publiziert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01.10.2013 30.04.2017 1 Jahr
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01.05.2014 30.04.2017 -
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt COO (Chief Operating Officer) 01.09.2009 30.04.2015 5 Jahre
Dr. Harald Sommerer CEO (Chief Executive Officer) 01.05.2010 30.09.2013 3 Jahre
Dr. Mathias Dähn CFO (Chief Financial Officer) 01.02.2011 30.09.2013 2 Jahre

Dr. Ulrich Schumacher – CEO

Ulrich Schumacher wurde per 1. Oktober 2013 zum neuen CEO und interimistisch, bis zum Eintritt von Karin Sonnenmoser, auch zum CFO der Zumtobel AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2017. Dr. Ulrich Schumacher, 1958 in Bergisch Gladbach (Deutschland) geboren, studierte Elektrotechnik und Betriebswirtschaft. 1986 begann er bei Siemens, ab 1996 verantwortete er den Bereich Halbleiter. 1998 wurde er in den Zentral-Vorstand der Siemens AG berufen. 2000 führte er den ausgegliederten und in Infineon Technologies AG umbenannten Bereich an die Börse. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2004 – Infineon war mittlerweile der viertgrößte Halbleiter-Produzent der Welt – wurde er Partner eines amerikanischen Private Equity-Unternehmens im Technologiebereich, Francisco Partners, und betreute dort unter anderem die Entstehung von Numonyx, einem Joint Venture zwischen Intel und STMicroelectronics mit einem Umsatz von 3 Mrd. US\$. Von 2007 bis 2011 war Ulrich Schumacher CEO der Grace Semiconductor Manufacturing Corporation, einer zum Teil staatlichen chinesischen Unternehmung mit Sitz in Schanghai, welche er erfolgreich sanierte. Seit 2011 hält er einige Aufsichtsratsmandate und berät Technologieunternehmen.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats von ASM International N.V., Almere (Niederlande) seit Mai 2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats von PACT XPP Technologies AG, München (Deutschland) seit 31.August 2012.

Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser – CFO

Seit 1. Mai 2014 ist Karin Sonnenmoser Finanzvorstand der Zumtobel AG. Sie ist auf drei Jahre bis 30. April 2017 bestellt. Karin Sonnenmoser studierte Betriebswirtschaft an der Universität Augsburg (Deutschland) und erlangte noch während ihres Studiums einen Master of Business Administration von der University of Dayton in Ohio (USA). Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1995 im Trainee-Programm der Volkswagen AG. Ab 1996 bekleidete sie zahlreiche Positionen im Finanzwesen der Volkswagen Gruppe, beginnend mit einer Position im Rechnungswesen der spanischen Tochter Seat in Barcelona. Später übernahm Karin Sonnenmoser verschiedene Funktionen im Controlling und Rechnungswesen bei der Marke Volkswagen Pkw. Von 2002 bis 2006 leitete sie das Generalsekretariat der Markengruppe Volkswagen und war in dieser Position auch Generalsekretär des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG in Wolfsburg. Von 2007 bis 2010 war sie zuerst als kaufmännische Geschäftsführerin und dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der AutoVision GmbH tätig. Ab 2010 zeichnete sie als Geschäftsführerin Controlling und Finanzen der Volkswagen Sachsen GmbH und als kaufmännische Geschäftsführerin der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH in Zwickau verantwortlich. 2011 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung Finanzen und Controlling der Gläsernen Manufaktur in Dresden und trug damit Mitverantwortung für einen Umsatz von 5,5 Mrd EUR sowie 9.600 Mitarbeiter an vier Standorten.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats (Vorsitzende des Prüfungsausschusses) bei der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin (Deutschland) seit 25. Februar 2014.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt – COO

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt ist seit 1. September 2009 Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel Gruppe. Er ist bestellt bis 30. April 2015. Herr Brandt wurde 1960 in Ravensburg (Deutschland) geboren und erlangte seinen Titel Diplom-Wirtschaftsingenieur an der TH Karlsruhe. Martin Brandt begann seine Karriere bei der Mercer Management Consulting GmbH, danach wurde er Leiter des Münchner Büros der Unternehmensberatung Baumgartner & Partner. 1996 trat er als Divisionsleiter in die Effeff Fritz Fuss GmbH & Co KGAA in Albstatt ein und wurde 1998 Geschäftsführer. Seit 2004 war er in der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH in Berlin Market Regional Manager für die Region D/A/CH. Von 2006 bis 2009 war Martin Brandt als Executive Vice President der ASSA ABLOY AG in Hongkong und gleichzeitig als CEO der ASSA ABLOY Asia Pacific tätig.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Dr. Harald Sommerer – CEO (bis 30. September 2013)

Dr. Harald Sommerer hat im August 2013, gemeinsam mit dem damaligen CFO Mathias Dähn, seinen Rücktritt eingereicht und ist zum 30. September 2013 aus der Zumtobel AG ausgeschieden. Er war seit 25. März 2010 Mitglied des Vorstands und seit 1. Mai 2010 Chief Executive Officer (CEO) und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe (zum 30. September 2013): Mitglied im Fachverbandsausschuss des FEEI (Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie), Wien (Österreich) seit 1. Mai 2010, Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Vorarlberg und Bundesvorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Österreich seit 1. Mai 2010, Mitglied im Executive Board von Lighting Europe seit 1. Februar 2013, Mitglied des Aufsichtsrats bei Kapsch TrafficCom AG, Wien (Österreich) seit 12. September 2013.

Dr. Mathias Dähn – CFO (bis 30. September 2013)

Dr. Mathias Dähn war vom 1. Februar 2011 bis zu seinem Rücktritt zum 30. September 2013 Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe (zum 30. September 2013): keine.

Aufgabenverteilung des Vorstands

Der Vorstand steuert und verantwortet die Geschäftstätigkeit der Zumtobel Gruppe gemeinschaftlich als ein Organ und die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für den Erfolg und die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Um die tägliche Arbeit zu erleichtern, wurden Themenschwerpunkte definiert, bei denen einzelne Mitglieder des Vorstands als Ansprechpartner fungieren. Diese Themenschwerpunkte sind gruppenübergreifend und entsprechen nicht notwendigerweise der disziplinarischen Führung.

Die Aufteilung der Themen stellt sich wie folgt dar:

Ulrich Schumacher
CEO
Karin Sonnenmoser
CFO
Martin Brandt
COO
Operative Bereiche - Geschäftsbereiche (OEM
& TPP, Thorn, Tridonic,
Zumtobel)
- Vertrieb
- Einkauf - Werke (inkl. Logistik)
- Technologie
aus den Zentral
bereichen
- Strategie
- Unternehmenszusammen
schlüsse und Akquisitionen
- Kommunikation
- Personal
- Investor Relations
- Recht
- Rechnungswesen
- Compliance
- Interne Revision
- Finanzen und Controlling
- Steuern
- IT

Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns dient die Vorstandssitzung, die in der Regel mindestens einmal monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird. Daneben unterrichten sich die Mitglieder des Vorstands gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Vorstandsbereichen sowie die jeweiligen Beurteilungen der an einzelne Vorstandsmitglieder berichtenden Führungskräfte.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2015 11 Jahre
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 1. Stv. Vorsitzender 2008 2015 6 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2015 4 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2015 18 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied 2010 2015 4 Jahre
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2015 4 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007 7 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 2 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats 2012 2 Jahre

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Diese seit 2009 geltenden Kriterien wurden vom Aufsichtsrat der Zumtobel AG in seiner Sitzung am 25.06.2013 aktualisiert, wobei es sich dabei um eine formelle, aber nicht materielle Anpassung handelt. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Gruppe oder zum Vorstand der Zumtobel AG steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Gruppe publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder Hero Brahms, Stephan Hutter, Hans-Peter Metzler und Johannes Burtscher sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird.

Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Gruppe gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.3.1 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Kfm. Hero Brahms (stellvertretender Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Abschlussprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2013/14 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Leiter Corporate Internal Audit.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.- Kfm. Hero Brahms.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

3.4.3.2 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Im Jahr 1936 in Frauenfeld (Schweiz) geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Gruppe ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH, Bregenz (Österreich).

Dipl.-Kfm. Hero Brahms

Seit 29. Juli 2008 ist Herr Brahms Mitglied und seit 23. Juli 2010 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen (Deutschland) geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund, Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin, Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln, Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden, Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Post AG, Bonn (Deutschland), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte (Deutschland), Mitglied des Aufsichtsrats der KrausMaffei-Wegmann GmbH & Co. KG, München (Deutschland), Vorsitzender des Aufsichtsrats der Live Holding AG, Frankfurt, Deutschland (bis 15. Januar 2014), Mitglied des Aufsichtsrats der Telefunken SE, Frankfurt, Deutschland (bis 31. Dezember 2013).

Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Hans-Peter Metzler Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Metzler wurde 1959 in Bregenz (Österreich) geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Mathematik und Theoretischer Physik begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit dem Eintritt in die Siemens AG, Zentralbereich Forschung, München. Es folgten 1992 die Position des Geschäftsführers und Leiters Forschung & Entwicklung Siemens Components, Asia Pacific und 1996 des General Managers Mikrocontroller-Geschäft der Siemens AG, München. 1997 gründete Herr Metzler NewLogic Technologies. Im Jahr 2000 folgte die Gründung von Photeon Technologies und 2008 die Gründung von Interclick.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Verwaltungsratsvorsitzender der CCS Group Holding AG, Lyss (Schweiz), Mitglied des Aufsichtsrats der Aquin & Cie GmbH, München (Deutschland), Präsident der Bregenzer Festspiele Privatstiftung, Bregenz (Österreich), Vorstandsmitglied der Eugen Russ Privatstiftung, Bregenz (Österreich).

Dr. Johannes Burtscher

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Johannes Burtscher Mitglied des Aufsichtsrats und zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/2015. Dr. Burtscher wurde 1969 in Egg (Österreich) geboren und ist Lizenziat und Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (HSG). Von 1996 bis 2007 war Herr Burtscher in verschiedenen Positionen in der Zumtobel Gruppe tätig, zuerst als Assistent von Jürg Zumtobel im Konzernstab für Strategie und Organisation. Im Anschluss daran übernahm er das Konzerncontrolling der Gruppe. Mit der Akquisition von Thorn Lighting wurde Herr Burtscher zum CFO der britischen Tochtergesellschaft in London bestellt. Danach leitete Herr Burtscher von Hongkong aus das Leuchtengeschäft in Asien. Von 2007 bis 2011 war Herr Burtscher CFO der in München ansässigen Rodenstock Gruppe und seit Juli 2012 ist er CFO von Novem, einem Zulieferer der Automobilindustrie.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Dr. Stephan Hutter

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Stephan Hutter Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Hutter wurde 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren. Er ist seit 2012 Partner der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main. Herr Hutter berät vorwiegend auf dem Gebiet des internationalen Kapitalmarktrechts sowie bei grenzüberschreitenden Unternehmensakquisitionen und Bankfinanzierungen. Stephan Hutter begann seine anwaltliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling in New York im Jahre 1986 und ist seit 1987 in New York als Anwalt zugelassen. Von 2008 bis 2012 war Herr Hutter Managing Partner der europäischen und asiatischen Kapitalmarktrechtspraxis von Shearman & Sterling.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Zürcher Kantonalbank (Österreich) AG, Salzburg (Österreich), Mitglied des Vorstands des Städelschen Museumsvereins, Frankfurt (Deutschland).

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld (Schweiz) geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Gruppe ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Stiftungsvorstands der JHD Privatstiftung, Mitglied des Stiftungsvorstands der Aurelio Privatstiftung.

3.4.3.3 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Mario Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Gruppe ein. Er war bis April 2014 Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und ist seit dem 1. Mai 2014 Head of Health & Age der Zumtobel Gruppe. Von Januar 2007 bis April 2014 war er der Vorsitzende und ist seither stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Richard Apnar

Seit Juni 2012 ist Herr Apnar als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1974 in Lustenau (Österreich) geboren und begann 1990 die Lehre als Kunststofftechniker bei der Zumtobel Lighting GmbH. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung als Kunststofftechniker im Jahr 1993 arbeitete er bis 2008 als Facharbeiter in der Produktion. Im Jahr 2008 wechselte er in die Supply-Chain-Organisation der Zumtobel Gruppe. Seit September 2012 ist Herr Apnar der Vorsitzende des Betriebsrates der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Erich Zucalli

Seit November 2012 ist Herr Zucalli als Delegierter des Zentralbetriebsrates der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1954 in Hohenems (Österreich), trat Herr Zucalli 1970 die Lehre als Betriebselektriker in der Zumtobel Gruppe an. Nach verschiedenen Funktionen wurde er 1991 zum Betriebsratsvorsitzenden der Angestellten der Tridonic GmbH gewählt.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

3.5 Vergütungsbericht

3.5.1 Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel AG ist darauf ausgerichtet, dass die Vergütung leistungsgerecht ausfällt. Dazu gehört, dass überdurchschnittliche Leistung einen positiven und unterdurchschnittliche Leistung einen negativen Effekt auf die Höhe der Vergütung des Vorstandes hat. Zudem legt das Vergütungssystem einen Fokus auf nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil. Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für die variable Vergütung wird vor dem Geschäftsjahr für jedes Vorstandsmitglied eine Zielvergütung festgelegt. Bei Zielerreichung als Ergebnis der Performance Evaluation wird diese Zielvergütung zugeteilt. Bei Über- oder Untererreichung des Ziels wird die variable Vergütung im Vergabejahr nach oben oder unten angepasst. Die Höchstgrenze der variablen Vergütung liegt bei 200% der variablen Zielvergütung.

Struktur des Vergütungssystems:

Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente (Short-Term Incentive; STI) und einer langfristigen Komponente (Long-Term Incentive; LTI) zusammen. Der STI wird im Vergabejahr direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung des LTI in Cash wird auf die fünf folgenden Jahre verteilt1 , wobei der Wert der ausbezahlten Tranche anhand einer Performance Evaluation zum jeweiligen Ausschüttungszeitpunkt bestimmt wird. Durch die langfristige LTI-Entwicklung werden finanzielle und nichtfinanzielle Leistungskriterien als Teil der variablen Vergütung berücksichtigt.

Bei der Performance Evaluation wird die Leistung des Vorstands anhand eines relativen Leistungsindikators gemessen. Dazu wird das operative Ergebnis der Zumtobel Gruppe mit jenem einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) verglichen. Die Peer Group ist sowohl geografisch als auch bezüglich Industriesektoren breit abgestützt.

Zusammensetzung der Peer Group der Zumtobel Gruppe:

Geografische Verteilung Anteil Verteilung der Industriesektoren Anteil
Amerika 8% Lighting 12%
Asien 6% Construction 19%
Australien 2% Building Components 33%
D/A/CH 25% Building Materials 18%
Nordeuropa 13% Electrics 9%
Osteuropa 1% Electronics 9%
Südeuropa 19%
Westeuropa 25%

Zusammensetzung der Peer Group, Zielsetzung und Ergebnis des Leistungsindikators werden halbjährlich im Compensation Committee (CC) abgenommen. Das Compensation Committee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft. Es setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen. Das Compensation Committee wird von einem unabhängigen Beratungsunternehmen2 unterstützt.

1Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die vor dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf der Basis von 3-Jahres-Tranchen zu. Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die seit dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf Basis von 5-Jahres-Tranchen zu 2 FehrAdvice & Partners AG

Aus der Performance Evaluation ergaben sich für das Geschäftsjahr 2013/14 für die Vorstandsmitglieder folgende Vergütungen:

Vergütung des Vorstands3

Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

Gesamt Fix Variabel
In TEUR Ziel
vergütung4
Vergütung5 Grundgehalt STI LTI6 LTI-Auszahlung
aus Vorperioden
Abfindungs
zahlungen7
Gesamtbezüge des
Vorstands
2013/14 2.320 2.164 1.368 181 615 37 4.675
2012/13 2.749 2.558 1.478 271 810 0 0
Ulrich Schumacher, CEO
(ab 1. Oktober 2013)
2013/148 960 960 379 116 465 0 0
2012/13 - - - - - - -
Martin Brandt, COO
2013/14 920 765 550 64 150 37 0
2012/13 723 675 402 82 191 0 0
Harald Sommerer, CEO
(bis 30. September 2013)
2013/14 273 273 273 0 0 0 3.850
2012/13 1.304 1.210 675 107 428 0 0
Mathias Dähn, CFO
(bis 30. September 2013)
2013/14 167 167 167 0 0 0 825
2012/13 722 674 401 82 191 0 0

Im Rahmen der außerordentlichen Auflösung der Verträge von Herrn Dr. Sommerer sowie von Herrn Dr. Dähn wurden die im Juli 2012/13 zugewiesenen LTIs abgefunden. In Zukunft verbleiben die zugewiesenen LTI-Tranchen im Falle eines Austritts eines Vorstandsmitglieds im regulären Auszahlungsschema über 3 respektive 5 Jahre. Zusätzlich wurde im Compensation Committee beschlossen, dass jene Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die mit oder nach dem 1. Oktober 2013 in Kraft getreten sind bzw. treten werden, bei vorzeitiger bzw. nicht geplanter Beendigung mit bis zu maximal 2 Jahres-Zielgehältern abgefunden werden.

4 Zielvergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die vertraglich festgelegt sind, exklusive vertraglich festgelegte Abfindungszahlungen

3 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2013/14 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

5 Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im Geschäftsjahr erworben wurden, exklusive LTI-Auszahlungen aus Vorperioden und Abfindungszahlungen

6Verhältnis von LTI zu STI bei den Vorständen liegt bei 70:30 respektive 80:20; die Auszahlungsdauer des LTI im Vorstand beträgt zwischen 3 bis 5 Jahren 7 Abfindungszahlungen für Dr. Harald Sommerer und Dr. Mathias Dähn im Rahmen der Vertragsauflösung per 30.09.2013

8 Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhalten die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie des CFO ad interim (1.10.2013 – 30.04.2014)

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und die variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten.

Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsengesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.5.2 Aufsichtsratsvergütung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes gewählte Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 betragsmäßig neu festgelegt. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR, wobei das Sitzungsgeld auch bei zwei oder mehr Sitzungen am selben Tag nur einmal beansprucht werden kann. Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten keine Aufsichtsratsvergütung, sondern nur das Sitzungsgeld. Die Sitzungsgelder und der Spesenersatz werden unmittelbar nach der betreffenden Sitzung zur Auszahlung gebracht, die Aufsichtsratsvergütungen werden spätestens am Ende jenes Monats ausbezahlt, in welchem die Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr stattfindet.

Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats: 9

In TEUR 2013/14 2012/13
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 319 337
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 135 153
davon Spesenersatz 4 4

9 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder Offenlegung gemäß Regel 51:

In TEUR 2013/14 2012/13
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel 55 58
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 55 58
Dr. Johannes Burtscher 55 58
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel 35 35
Dr. Stephan Hutter 35 35
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler 35 35

Dornbirn, am 16. Juni 2014

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

3.6 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, indem wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig kontrolliert und die Geschäftsführung der Zumtobel AG überwacht haben. Der Vorstand berichtete uns mündlich und schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wesentliche Vorgänge und die Lage der Zumtobel AG und des gesamten Konzerns. Zu einzelnen Themen haben wir Experten in unsere Sitzungen eingeladen, die vertiefende Informationen bereitgestellt haben. Zwischen den abgehaltenen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über wichtige Einzelthemen. Darüber hinaus fanden auch persönliche Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats statt. Dadurch wurde der Aufsichtsrat in die Lage versetzt, seinen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Im Rahmen des intensiven Austauschs zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zeichneten sich in den ersten Monaten des vergangenen Geschäftsjahres unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung der Zumtobel Gruppe ab, die letztlich im August 2013 zu einem Wechsel im Vorstand führten. Mit Dr. Ulrich Schumacher konnte der Aufsichtsrat einen sehr erfahrenen Manager für das Unternehmen gewinnen, den wir mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 zum CEO und auch interimistischen CFO bestellt haben. Erfreulich war auch, dass wir mit Karin Sonnenmoser seit 1. Mai 2014 die Position des Finanzvorstands mit einer sehr kompetenten Kandidatin besetzen konnten. Damit steht nun mit Ulrich Schumacher, Karin Sonnenmoser und Martin Brandt ein hervorragendes Vorstandsteam zur Verfügung. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass wir mit diesem neuen Team die Gesellschaft in eine erfolgreiche Zukunft führen können.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt sieben Mal. Dabei handelte es sich um vier ordentliche Sitzungen, eine außerordentliche Sitzung, eine Strategiesitzung und eine Aufsichtsratsklausur. Bei allen Sitzungen ist der Aufsichtsrat jeweils vollzählig zusammengetreten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 25. Juni 2013 wurde insbesondere der Jahresabschluss der Zumtobel AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion zur operativen Entwicklung der Zumtobel Gruppe mit ihren beiden Segmenten (Leuchten und Komponenten) im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2012/13 haben wir den vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschlägen zur Feststellung des geprüften Jahresabschlusses samt Lagebericht zugestimmt und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes an, eine Dividende in Höhe von EUR 0,07 je Aktie auszuschütten. Ebenso haben wir den Bericht des Beauftragten für Insider Compliance zustimmend zur Kenntnis genommen und – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – der Hauptversammlung die KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/14 vorgeschlagen. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Als weiterer Tagesordnungspunkt wurde nach eingehender Diskussion der Ausstieg von Tridonic aus dem Geschäft mit magnetischen Vorschaltgeräten genehmigt. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Selbstevaluierung wurden die Effizienz der eigenen Arbeit sowie Verbesserungspotenziale in Bezug auf die Organisation und Arbeitsweise des Gremiums offen diskutiert.

Am 22. August 2013 haben wir in einer außerordentlichen Sitzung die Demissionen von Dr. Harald Sommerer als Vorstandsvorsitzendem und von Dr. Mathias Dähn als Finanzvorstand angenommen. Dr. Ulrich Schumacher wurde mit Wirkung ab 01. Oktober 2013 zum CEO und interimistisch auch zum CFO bestellt.

In der Sitzung vom 27. September 2013 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Lagebericht und den finanziellen Eckdaten zum ersten Quartal 2013/14. Als zustimmungspflichtige Geschäfte wurden Mandatsbestellungen behandelt und genehmigt. Im Rahmen dieser Sitzung haben wir die ausscheidenden Vorstände Dr. Harald Sommerer und Dr. Mathias Dähn verabschiedet und ihnen für ihre Leistungen in den vergangenen Jahren gedankt.

Direkt im Anschluss an diese ordentliche Aufsichtsratssitzung wurde aufgrund des anstehenden Vorstandswechsels eine Strategiesitzung abgehalten mit dem Ziel, Herrn Dr. Ulrich Schumacher möglichst schnell einen Überblick über die Geschäftsentwicklung sowie die strategische Sichtweise zu geben. Nach einer Präsentation der historischen und aktuellen Geschäftsentwicklung stellte Herr Schumacher seine ersten Beobachtungen und Analysen dar, die vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen wurden. Der Aufsichtsrat sprach dabei dem neuen Vorstandsteam das Vertrauen aus, die notwendigen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Gruppe zügig voranzutreiben.

Am 19. Dezember 2013 tagte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Klausur, in der strategische Fragestellungen und die neue Organisationsstruktur für die Zumtobel Gruppe diskutiert wurden. Außerdem genehmigte der Aufsichtsrat die Übernahme der Anteile an der südafrikanischen Tridonic Vertriebsgesellschaft vom bisherigen Joint-Venture-Partner.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 24. Januar 2014 lag das Hauptaugenmerk neben der Behandlung des Lageberichts zum Halbjahr und der Vorschau für das Gesamtjahr 2013/14 auf der aktuellen Situation des globalen Fertigungsnetzwerks des Leuchtensegments, insbesondere auf dessen Optimierungspotenzial bezüglich Auslastung und Kostenstruktur.

Zentrale Themen der Aufsichtsratssitzung vom 25. April 2014 waren der Lagebericht zum dritten Quartal 2013/14, das Budget für das Geschäftsjahr 2014/15 und die darauf aufbauende Mittelfristplanung für die darauf folgenden Geschäftsjahre bis 2016/17. Das Budget wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Mittelfristplanung zustimmend zur Kenntnis genommen. Als berichts- und zustimmungspflichtige Geschäfte wurden Maßnahmen zur Optimierung der globalen Werksstruktur behandelt und genehmigt.

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2013/14 zu zwei Sitzungen zusammen, bei denen jeweils alle Mitglieder anwesend waren.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 25. Juni 2013 war der Jahresabschluss 2012/13. Der Prüfungsausschuss ließ sich vom Abschlussprüfer und den internen Mitarbeitern aus den Fachbereichen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschluss der Zumtobel AG, den Rechnungslegungsprozess an sich sowie die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Zudem wurden der Status der Finance-Organisation und der Prüfung des Compliance-Systems erläutert sowie auch diverse weitere Berichte (Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Interne Revision, Corporate Governance und Insider Compliance) diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurde zugestimmt. Abschließend verabschiedete

der Prüfungsausschuss seinen Vorschlag an den Aufsichtsrat mit Blick auf die Bestellung des Abschlussprüfers für das kommende Geschäftsjahr.

In der Sitzung vom 24. Januar 2014 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2013 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Mitarbeiter aus den Fachbereichen zur Kenntnis. Der Rechnungslegungsprozess und die Review-Schwerpunkte sowie einige Teilaspekte wurden dabei detailliert erläutert. Im Hinblick auf den Jahresabschluss 2013/14 wurden Prüfungsansatz und Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers sowie Details zu den Vorbereitungsmaßnahmen für den Konzernabschluss 2013/14 diskutiert. Der Prüfungsausschuss ließ sich auch über den externen Review des Compliance Management-Systems berichten. Dabei wurde über dessen Gestaltung ausführlich diskutiert. Der Prüfungsausschuss stimmte den Vorschlägen zur Verbesserung der Effektivität des Compliance Management-Systems zu und wird sich über den Stand der Umsetzung berichten lassen. Als erste Maßnahme wurde die Suche nach einem Leiter für die neu geschaffene Compliance-Abteilung eingeleitet. Als weitere Berichte wurden die Statusberichte zum Internen Kontrollsystem, zum Risikomanagementsystem, zur Internen Revision sowie über die Antikorruptionsmaßnahmen in der Zumtobel Gruppe zur Kenntnis genommen.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (AfVS)

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat sich im Geschäftsjahr 2013/14 im Wesentlichen mit dem Wechsel der CEO- und CFO-Position sowie mit dem Vergütungssystem für Vorstände und leitende Mitarbeiter befasst.

Die Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft wurden vom AfVS in verschiedenen Sitzungen und zahlreichen persönlichen Gesprächen gewissenhaft vorbereitet und umgesetzt. Der AfVS hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, die Verträge der Vorstände Dr. Harald Sommerer (CEO) und Dr. Mathias Dähn (CFO) aufzulösen und mit Dr. Ulrich Schumacher einen neuen Vertrag in der Funktion als CEO und interimistisch als CFO abzuschließen. Diesem Schritt waren mehrere Gesprächstermine mit Dr. Ulrich Schumacher vorausgegangen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 22. August 2013 einstimmig zu und die Veränderungen im Vorstand wurden mit einer Ad-hoc- und Pressemitteilung an Kapitalmarkt und Öffentlichkeit sowie intern an die Mitarbeiter kommuniziert.

Im Anschluss leitete der AfVS mit Unterstützung eines Beratungsunternehmens die Suche nach einem neuen CFO ein. Im Zeitraum von September bis Dezember 2013 fand der Auswahlprozess statt, wobei an zwei Tagen Interviews mit mehreren Kandidaten abgehalten wurden, die aus einer größeren Anzahl von Bewerbern ausgesucht worden waren. Mit drei Kandidaten fanden weiterführende Gespräche und die Begegnung mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Schumacher statt. Im Anschluss daran wurde entschieden, mit Frau Karin Sonnenmoser zu verhandeln, wobei ein Vertragsabschluss in der zweiten Januar-Woche 2014 erreicht und ein Dienstantritt per 1. Mai 2014 vereinbart wurde.

Ein weiteres sehr wesentliches Aufgabenfeld, welches den AfVS im Geschäftsjahr 2013/14 beschäftigte, war die Arbeit im Compensation Committee. Wie bereits im Corporate Governance Bericht des Vorjahres erläutert, wurde im Geschäftsjahr 2012/13 ein neues System zur Berechnung der variablen Vergütung für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter eingeführt. Dieses sogenannte "Total Reward System", welches gemeinsam mit dem in Zürich ansässigen Beratungsunternehmen FehrAdvice & Partners erarbeitet wurde, vergleicht das operative Ergebnis der einzelnen Marken der Zumtobel Group (Zumtobel, Thorn, Tridonic) mit dem operativen Ergebnis relevanter Wettbewerber und sonstiger vergleichbarer Unternehmen.

In der Sitzung des Compensation Committees vom 5. Juni 2013 wurden Erfahrungen mit dem neuen "Total Reward System" ausgetauscht, Anpassungen der Vergleichsgruppen (Peer Groups) für die Zumtobel Gruppe und für ihre Marken für das Geschäftsjahr 2013/14 vorgenommen sowie die unterschiedlichen Managementleistungen in der Zumtobel Gruppe und ihren Marken beurteilt.

Am 12. Dezember 2013 befasste sich das Compensation Committee mit der vom Vorstand eingeleiteten neuen Strategie und ihren Auswirkungen auf das "Total Reward System". Mit der neuen Strategie verfolgt der Vorstand das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern, Synergieeffekte zu heben und so die Gruppe als Ganzes zu optimieren ("One-Firm"). Es wurde beschlossen, FehrAdvice & Partners in Zusammenarbeit mit dem Vorstand einen Anpassungsvorschlag des "Total Reward Systems" erarbeiten zu lassen, der in Übereinstimmung mit der neu beschlossenen "One-Firm"-Strategie steht.

Die vorgeschlagenen Adaptionen wurden in der Sitzung am 24. April 2014 verabschiedet und umfassen im Wesentlichen die Umstellung auf einen am Kapitalmarkt ausgerichteten relativen Leistungsindikator (sogenannter "Total Shareholder Return") für die gesamte Gruppe, welcher auch die Entwicklung der einzelnen Marken abdeckt. Dies wird ergänzt durch funktions- und aufgabenspezifische Leistungsindikatoren, welche individuell im Rahmen der für die Umsetzung der Strategie notwendigen Ziele vereinbart werden. Es wurde beschlossen, das neue Vergütungssystem ab dem Geschäftsjahr 2014/15 für den Vorstand sowie für die leitenden Mitarbeiter einzuführen.

Jahresabschluss

Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses der Zumtobel AG mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss der Zumtobel AG, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands, an die Hauptversammlung aus dem Bilanzgewinn der Zumtobel AG eine Dividende von 0,18 EUR je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zumtobel AG und deren verbundenen Unternehmen für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ebenso danken wir den Aktionären der Zumtobel AG für das in uns gesetzte Vertrauen.

Für den Aufsichtsrat

DI Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dornbirn, am 24. Juni 2014

4. Einzelabschluss und Lagebericht der Zumtobel AG

Einzelabschluss

Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

Inhalt

4. Einzelabschluss der Zumtobel AG
4.1 Bilanz _____________ 154
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung_______ 156
4.3 Anhang____________ 157
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden __________ 157
4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz ___________ 159
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung_____ 167
4.3.4 Sonstige Angaben __________ 170
4.4 Anlagenspiegel ____________ 173
4.5 Lagebericht der Zumtobel AG ____________ 174
4.5.1 Die Zumtobel AG im Überblick ___________ 174
4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld ______ 175
4.5.3 Die Zumtobel Aktie ________ 175
4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren) ___ 176
4.5.5 Mitarbeiter _________ 178
4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung ________ 178
4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess____ 178
4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen ____________ 181
4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ___ 183
Bestätigungsvermerk _____________ 185

4. Einzelabschluss der Zumtobel AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2014 30. April 2013
A. Anlagevermögen EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 4.206.475,00 4.753
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 62.106.832,01 45.468
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.716,14 270
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 8.016,19 6.589
62.447.564,34 52.327
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 585.632.395,30 585.632
2. Beteiligungen 29.143,94 29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
585.911.664,24 585.911
652.565.703,58 642.991
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.265,46 27
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.511.691,90 6.162
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 969,50 1
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 839.004,98 450
7.383.931,84 6.640
II. Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 3.428.931,00 3.113
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 51.850,83 225
10.864.713,67 9.978
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.514.702,55 1.076
664.945.119,80 654.046
Passiva 30. April 2014 30. April 2013
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 108.750.000,00 108.750
II. Rücklage für eigene Anteile 3.428.931,00 3.113
III. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 311.573.240,00 311.573
2. Nicht gebundene 54.381.529,80 54.697
366.270.667,47 366.270
IV. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 25.713
V. Bilanzgewinn 69.820.742,83 53.540
davon Gewinnvortrag: EUR 50.520.360,13; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 29.979
573.667.749,50 557.387
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 387.482,86 420
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 3.217.257,97 3.038
2. Steuerrückstellungen 417.374,00 416
3. Sonstige Rückstellungen 17.326.020,60 21.210
20.960.652,57 24.664
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.093.212,79 45.050
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.651.411,88 6.027
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.243.943,74 19.415
4. Sonstige Verbindlichkeiten 940.666,46 1.082
davon aus Steuern: EUR 24.971,22; Vorjahr: TEUR 32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 230.289,37; Vorjahr: TEUR 226
69.929.234,87 71.575
664.945.119,80 654.046
Haftungsverhältnisse 238.879.654,85 228.615

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2013/14 2012/13
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 33.825.153,59 34.175
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen
200.000,00 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 100.000,00 0
c) Übrige 796.622,18 1.031
1.096.622,18 1.031
3. Personalaufwand
a) Löhne 28.046,15 39
b) Gehälter 15.963.269,46 11.902
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 767.100,80 425
d) Aufwendungen für Altersversorgung 33.318,01 43
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
2.995.440,19 2.453
f) Sonstige Sozialaufwendungen 656.657,38 614
20.443.831,99 15.477
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.781.041,55 4.329
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 94.319,38 92
b) Übrige 24.452.864,49 22.618
24.547.183,87 22.710
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -14.850.281,64 -7.310
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 35.000.000,00 40.000
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.335,00 3
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.050.492,15 910
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 634,89; Vorjahr: TEUR 8
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren
des Umlaufvermögens
365.064,37 0
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,00 -399
davon Abschreibungen: EUR 0,00; Vorjahr TEUR -371
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; Vorjahr: TEUR -27
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.319.120,45 -9.218
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR -195.732,71; Vorjahr: TEUR -2.404
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 34.099.771,07 31.296
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19.249.489,43 23.986
15. Steuern vom Einkommen 18.600,31 -458
16. Jahresüberschuss 19.268.089,74 23.528
17. Auflösung unversteuerter Rücklagen 32.292,96 32
18. Jahresgewinn 19.300.382,70 23.560
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 50.520.360,13 29.979
20. Bilanzgewinn 69.820.742,83 53.540

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung (UGB) und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3 bis 7
Rechte 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,4% (VJ 3,75%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,0% (VJ 3,25%) und einer empirischen Fluktuation – gestaffelt nach Dienstjahren – zwischen 0% und 13% sowie eines frühestmöglichen Pensionsantrittsalters unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Ertrag von EUR 15.339,00 (VJ Aufwand EUR 203.452,00) und bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Aufwand von EUR 13.989,00 (VJ EUR 4.817,00). Die Korridormethode wird nicht angewandt. Der Zinsaufwand in Höhe von EUR 127.372,00 (VJ EUR 133.541,00) wird zur Gänze im Finanzergebnis ausgewiesen. Vom Zinsaufwand entfallen EUR 112.651,00 (VJ EUR 117.404,00) auf die Abfertigungsrückstellung und EUR 14.721,00 (VJ EUR 16.137,00) auf die Rückstellung für Jubiläumsgelder.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz

  • 4.3.2.1 Anlagevermögen
  • 4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2014
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2013/14
Buchwert
30. April 2014
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 321.183.645,68 100 32.989.730,57 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 38.971.925,61 100 10.014.836,31 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 410.387,44 100 -9.222,88 335.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 634,89 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 16.295.582,97 100 -83.990,19 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.632.395,30
Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2013
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2012/13
Buchwert
30. April 2013
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 313.193.915,11 100 32.167.775,50 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 38.957.089,30 100 2.498.854,87 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 419.610,32 100 8.205,06 335.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -27.008,80 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 16.379.573,16 100 2.483.194,83 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.632.395,30

Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte weder eine Abschreibung noch eine Zuschreibung.

Die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, hat im Geschäftsjahr 2013/14 EUR 25.000.000,00 (VJ EUR 25.000.000,00) an die Zumtobel AG ausgeschüttet, die Gewinnentnahme aus der Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn, betrug EUR 10.000.000,00 (VJ EUR 15.000.000,00).

Der Jahresüberschuss der Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn, für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von EUR 634,89 (VJ Jahresfehlbetrag EUR -27.008,80) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert
= Buchwert
Name und Sitz EUR
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien (1,5% Beteiligung) 7.267,28 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn (0,66% Beteiligung) 1.816,82 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. Gen.mbH, Dornbirn (Zwerganteil) 76,67 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn (ca. 0,01% Beteiligung) 4.004,98 1.824,86
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Dornbirn (33,33% Beteiligung) 36.000,00 12.000,00
29.143,94

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG.

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30. April 2014
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 32.265,46 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.511.691,90 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
969,50 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 839.004,98 0,00 0,00 0,00
7.383.931,84 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30. April 2013
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
27.349,96 0,00 0,00 0,00
6.162.557,43 0,00 0,00 0,00
642,00 0,00 0,00 0,00
449.766,44 0,00 0,00 0,00
6.640.315,83 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 6.381.678,03 aus der laufenden Leistungsverrechnung (VJ EUR 6.097.308,97). Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe aus dem laufenden Geschäftsjahr betragen EUR 130.013,87 (VJ EUR 65.248,46).

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen an Finanzämter in Höhe von EUR 597.114,80 (VJ EUR 28.889,64), Forderungen gegenüber der Belegschaft von EUR 2.600,00 (VJ EUR 3.471,36) sowie Forderungen aus Bonusvereinbarungen gegenüber Lieferanten in Höhe von EUR 229.905,44 (VJ EUR 417.405,44). Weiters sind Anzahlungen an Lieferanten für zu erbringende Dienstleistungen in Höhe von EUR 2.500,00 (VJ EUR 0,00) und Forderungen aus bezahlten Kautionen für Betriebswohnungen in Höhe von EUR 6.884,74 (VJ EUR 0,00) enthalten. Die sonstigen Forderungen werden zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr wurden aus dem Stock Option Program 5.170 Stück Optionen ausgeübt (VJ 27.280 Stück).

Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand eigener Anteile 360.940 Stück (VJ 366.110 Stück) zu einem Bilanzwert von EUR 3.428.931,00 (VJ EUR 3.113.033,33). Der Kurswert der Zumtobel Aktie betrug am 30. April 2014 EUR 15,00/Stück. Der Bestand eigener Anteile wurde auf den Durchschnittskurs (= Anschaffungskurs) von EUR 9,50/Stück zugeschrieben. Die Zuschreibung in Höhe von EUR 365.064,37 (VJ Abschreibung EUR -371.100,30) wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens" ausgewiesen.

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich wie folgt dar:

Stück EUR Buchkurs
Stand am 30. April 2012 393.390 3.743.565,89 9,5
Ausübungen 2012/13 -27.280 -259.432,26
Abschreibung 0 -371.100,30
Stand am 30. April 2013 366.110 3.113.033,33 8,503
Ausübungen 2013/14 -5.170 -49.166,70
Zuschreibung 365.064,37
Stand am 30. April 2014 360.940 3.428.931,00 9,5

4.3.2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 49.055,59 (VJ EUR 220.075,43) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 1.514.702,55 (VJ EUR 1.075.493,08) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000,00 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2014 befinden sich 43.139.060 Aktien (VJ 43.133.890) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes (Stock Option Program) wurden 5.170 (VJ 27.280) Optionen ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2014 über 360.940 eigene Aktien (VJ 366.110).

In der Hauptversammlung vom 26. Juli 2013 wurde für das Geschäftsjahr 2012/13 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,07 (VJ EUR 0,20) je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2013 im Umlauf befindlichen 43.133.890 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 366.110 eigene Aktien) wurden somit EUR 3.019.372,30 (VJ EUR 8.621.322,00) ausgeschüttet, die Auszahlung an die Aktionäre erfolgte am 2. August 2013.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft auch in mehreren Tranchen um bis zu EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

4.3.2.7 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2013 30. April 2014
Bewertungsreserve
Sachanlagen 419.775,82 0,00 32.292,96 387.482,86
Summe Bewertungsreserve 419.775,82 0,00 32.292,96 387.482,86

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Aufgrund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.8 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2013 Auflösung (A) 30. April 2014
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 622.032,62 7.273,55 0,00 614.759,07
Sonderzahlungen 602.397,28 602.397,28 638.383,06 638.383,06
Jubiläumsgelder 401.188,00 3.981,00 40.965,35 438.172,35
Mitarbeiterprämien 1.648.385,00 704.515,00 782.167,64 1.726.037,64
Gleitzeitguthaben 156.133,15 156.133,15 160.415,37 160.415,37
Summe Personalrückstellungen 3.430.136,05 1.474.299,98 1.621.931,42 3.577.767,49
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 111.939,00 111.939,00 148.996,80 148.996,80
Beratungsaufwand 145.000,00 45.000,00 274.935,00 274.935,00
100.000,00 (A)
Bilanzveröffentlichung 28.000,00 28.000,00 28.200,00 28.200,00
Aufsichtsratsvergütung 180.000,00 180.000,00 180.000,00 180.000,00
drohende Kursverluste 12.292.477,14 4.300.911,16 252.337,33 8.243.903,31
Kreditbereitstellungsprovision 203.000,00 203.000,00 138.600,00 138.600,00
Sanierungsaufwand 4.600.000,00 0,00 0,00 4.600.000,00
sonstige übrige Rückstellungen 219.000,00 219.000,00 133.618,00 133.618,00
Summe übrige Rückstellungen 17.779.416,14 5.087.850,16 1.156.687,13 13.748.253,11
100.000,00 (A)
Summe sonstige Rückstellungen 21.209.552,19 6.562.150,14 2.778.618,55 17.326.020,60
100.000,00 (A)

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Ergänzende Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten siehe unter Ziffer 4.2.11.4.

Die gebildete Sanierungsrückstellung dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der ZG Lighting CEE GmbH, Dornbirn (vormals THORN Licht Gesellschaft m. b. H.).

4.3.2.9 Verbindlichkeiten

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich EUR 500.000.000,00 auf EUR 350.000.000,00 reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 hat die Zumtobel Gruppe EUR 170.000.000,00 des bestehenden Kreditrahmens beansprucht, davon entfallen auf die Zumtobel AG EUR 30.000.000,00 (VJ EUR 45.000.000,00).

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 93.212,79 30.000.000,00 0,00 30.093.212,79
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.651.411,88 0,00 0,00 8.651.411,88
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.243.943,74 0,00 0,00 30.243.943,74
sonstige Verbindlichkeiten 940.666,46 0,00 0,00 940.666,46
davon aus Steuern 24.971,22 0,00 0,00 24.971,22
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 230.289,37 0,00 0,00 230.289,37
Summe Verbindlichkeiten 39.929.234,87 30.000.000,00 0,00 69.929.234,87
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.394,51 45.000.000,00 0,00 45.050.394,51
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.027.174,77 0,00 0,00 6.027.174,77
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.415.405,90 0,00 0,00 19.415.405,90
sonstige Verbindlichkeiten 1.081.717,82 0,00 0,00 1.081.717,82
davon aus Steuern 32.361,50 0,00 0,00 32.361,50
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 226.009,90 0,00 0,00 226.009,90
Summe Verbindlichkeiten 26.574.693,00 45.000.000,00 0,00 71.574.693,00

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Gegenüber der Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn, besteht eine Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von EUR 29.961.644,19 (VJ EUR 19.075.191,90). Die Verbindlichkeiten aus der laufenden Leistungsverrechnung betragen EUR 282.299,55 (VJ EUR 313.205,20).

Sonstige Verbindlichkeiten

30. April 2014 30. April 2013
sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinde aus Kommunalsteuern 24.971,22 26.725,23
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 522.741,70 656.283,80
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 0,00 5.636,27
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 230.289,37 226.009,90
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 122.701,93 137.190,38
übrige Verbindlichkeiten 39.962,24 29.872,24
Summe sonstige Verbindlichkeiten 940.666,46 1.081.717,82

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen an leitende Angestellte

Stock Option Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die Mitarbeiter der Zumtobel AG haben bereits im Geschäftsjahr 2012/13 sämtliche Optionen ausgeübt.

4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.11.1 Haftungsverhältnisse

30. April 2014 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 215.721.454,58 215.721.454,58
Unternehmensgarantien 20.126.366,95 20.126.366,95
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 31.833,32 0,00
238.879.654,85 238.847.821,53
30. April 2013 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 205.638.218,21 205.638.218,21
Unternehmensgarantien 19.928.935,21 19.928.935,21
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 47.560,97 0,00
228.614.714,39 228.567.153,42

4.3.2.11.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

30. April 2014
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 169.687,00 283.014,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 222.298,44 615.073,47
391.985,44 898.087,47
30. April 2013
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 82.350,00 411.750,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 214.885,00 1.074.425,00
297.235,00 1.486.175,00

4.3.2.11.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die IT-Outsourcing-Partnerschaft mit der ATOS IT Solution and Services GmbH, Wien, wurde im Geschäftsjahr 2012/13 um weitere 6 Jahre bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

4.3.2.11.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Gruppe, die aus Schwankungen von Währungskursen, Kupferpreisen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier angeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel AG schließt einerseits interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskurs- und Kupferpreisrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen bzw. Kupfer wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die Summe der nach Bildung von Bewertungseinheiten verbleibenden negativen Überhänge für diese Sicherungsgeschäfte wurde in die Rückstellung für drohende Kursverluste mit einem Betrag von EUR 252.337,33 (VJ EUR 2.079.303,78) eingestellt.

Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Gruppe zu verringern, hat die Zumtobel AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund EUR 120.000.000,00 (hiervon EUR 20.000.000,00 als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen variable Zinszahlungen in Fixzinszahlungen von maximal 3,18%. Zur Überprüfung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Aufgrund des Rückgangs des Marktzinsniveaus seit dem Abschluss dieser Zinsinstrumente bildeten sich negative Marktwerte von insgesamt EUR 7.991.565,98 (VJ EUR 10.213.173,36), die ebenfalls in der Rückstellung für drohende Kursverluste enthalten sind.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2013/14 2012/13
Inland 20.523.596,32 21.227.176,77
EU-Staaten 10.405.199,47 9.767.713,35
Drittland 2.896.357,80 3.180.115,53
33.825.153,59 34.175.005,65

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2013/14 2012/13
IT-Dienstleistungen 19.951.267,23 19.516.466,46
Mieterlöse 7.933.418,76 7.978.559,88
sonstige Umlagen 5.940.467,60 6.679.979,31
33.825.153,59 34.175.005,65

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 33.386.349,31 (98,70% vom Gesamtumsatz; VJ EUR 33.795.207,92 bzw. 98,89%) mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2013/14 2012/13
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen
200.000,00 108,25
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 100.000,00 0,00
Erträge aus weiterverrechneten Betriebskosten an Dritte 374.787,79 460.830,21
Erträge aus sonstigen weiterverrechneten Aufwendungen an Konzerngesellschaften 403.158,35 557.046,51
Erträge aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen 18.6767,04 13.216,17
1.096.622,18 1.031.201,14

4.3.3.3 Personalaufwand

In den Gehältern sind u. a. Abgangsentschädigungen in Höhe von EUR 4.675.000,00 an ehemalige Vorstände enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

2013/14 2012/13
leitende Angestellte 502.088,21 31.884,42
sonstige Arbeitnehmer 298.330,60 436.691,27
800.418,81 468.575,69

Im Gesamtbetrag sind mit EUR 174.741,38 (VJ EUR 100.138,10) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung Neu" bezahlt wurden, enthalten.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2013/14 2012/13
Steuern 94.319,38 91.972,59
Übrige
IT-Dienstleistungen 5.730.298,26 5.490.585,63
Beratung 5.765.447,91 4.206.874,26
Datenleitungen, Telekommunikation 3.366.890,04 3.252.259,14
Werbung 565.164,78 1.022.078,75
Versicherungen 2.478.017,25 2.430.913,66
Instandhaltungen 3.092.695,33 2.565.863,54
Sonstiger Aufwand 3.454.350,92 3.649.543,80
Summe Übrige 24.452.864,49 22.618.118,78
24.547.183,87 22.710.091,37

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Finanzergebnis

Die Erträge von verbundenen Unternehmen verteilen sich wie folgt:

2013/14 2012/13
Gewinnausschüttung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 25.000.000,00 25.000.000,00
Entnahme Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn 10.000.000,00 15.000.000,00
35.000.000,00 40.000.000,00

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" beinhaltet den positiven Saldo aus Erträgen und Aufwendungen in Höhe von EUR 4.048.573,83 (VJ EUR 901.040,21) aus Kurssicherungs- und Swap-Geschäften, die Zinserträge gegenüber Dritten in Höhe von EUR 1.283,43 (VJ EUR 882,94) sowie den Jahresüberschuss aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Zumtobel Insurance Management GmbH in Höhe von EUR 634,89 (VJ Jahresfehlbetrag EUR -27.008,80, Ausweis unter "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens"). Im Geschäftsjahr 2012/13 waren weiters Zinserträge aus dem Cash-Pooling gegenüber verbundenen Unternehmen mit EUR 7.759,29 enthalten.

Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet mit EUR 2.911.378,62 (VJ EUR 3.459.794,15) Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten. EUR 1.423.012,61(VJ EUR 2.172.170,67) entfallen auf Aufwendungen aus Hedge-Geschäften, EUR 661.624,51 (VJ EUR 1.047.982,54) betreffen Kreditbereitstellungs-, Haftungs- und Kreditbearbeitungsgebühren, EUR 127.372,00 (VJ EUR 133.541,00) entfallen auf Zinsaufwendungen aus den Personalrückstellungen (Abfertigung und Jubiläumsgeld) und EUR 195.732,71 (VJ EUR 63.514,91) auf Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde im Zuge des Verkaufs der Ledon Lamp GmbH, Dornbirn, in der Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn, die ausstehende Forderung gegenüber der Ledon Lamp GmbH in Höhe von EUR 2.340.948,00 zur Gänze abgeschrieben. Aufgrund der bestehenden Verlustübernahmegarantie der Zumtobel AG gegenüber der Zumtobel Pool GmbH wurde der gesamte Abschreibungsbetrag von der Zumtobel AG übernommen und in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Licht GmbH Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH Tridonic connection technology GmbH Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft) Tridonic Jennersdorf GmbH Tridonic Holding GmbH LEDON Lighting GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 130.013,87 an Gruppenmitglieder verrechnet (VJ EUR 65.248,46).

Die Tridonic connection technology GmbH - seit 2004/05 Gruppenmitglied - wurde mit Wirkung zum 30. April 2014 verkauft und scheidet somit aus der steuerlichen Unternehmensgruppe aus.

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer – nach Vollzeitäquivalenten – während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2013/14 2012/13 30. April 2014 30. April 2013
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 128 123 132 119
129 124 133 120

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet.

Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309 g eingetragen.

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl.-Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Dr. Stephan Hutter (Mitglied) Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat delegiert: Richard Apnar Mario Wintschnig Erich Zucalli

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 319.308,22 (VJ EUR 337.335,93).

Im Geschäftsjahr waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr. Ulrich Schumacher, ab 1. Oktober 2013, bestellt bis 30. April 2017 Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser, ab 1. Mai 2014, bestellt bis 30. April 2017 Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt, bestellt bis 30. April 2015 Dr. Harald Sommerer, bis 30. September 2013 Dr. Mathias Dähn, bis 30. September 2013

Gesamtbezüge des Vorstands

in TEUR 2013/14 2012/13
Gesamtbezüge des Vorstands 6.839 2.559
davon fixe Bezüge 1.368 1.478
davon kurzfristige variable Bezüge 141 271
davon langfristige variable Bezüge 655 810
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 4.675 0
in TEUR 2013/14 2012/13
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 960 0
davon fixe Bezüge 379 0
davon kurzfristige variable Bezüge 116 0
davon langfristige variable Bezüge 465 0
Martin Brandt 765 675
davon fixe Bezüge 550 402
davon kurzfristige variable Bezüge 64 82
davon langfristige variable Bezüge 150 191
Harald Sommerer (bis 30. September 2013) 4.123 1.210
davon fixe Bezüge 273 675
davon kurzfristige variable Bezüge 0 107
davon langfristige variable Bezüge 0 428
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 3.850 0
Mathias Dähn (bis 30. September 2013) 992 674
davon fixe Bezüge 167 401
davon kurzfristige variable Bezüge 0 82
davon langfristige variable Bezüge 0 191
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 825 0

4.3.4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Gruppe und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Mit nahestehenden Unternehmen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Dornbirn, 16. Juni 2014

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

4.4 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Werte in EUR Stand
1. Mai 2013
Zugänge Abgänge Umbuch
ungen
Stand
30. April 2014
kumulierte
Abschreibung
Buchwert
30. April 2014
Buchwert
30. April 2013
Jahresab
schreibung
I) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
17.869.697,64 1.006.363,60 242.291,23 0,00 18.633.770,01 14.427.295,01 4.206.475,00 4.752.855,00 1.552.743,60
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 972,96 972,96 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 972,96
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
17.869.697,64 1.007.336,56 243.264,19 0,00 18.633.770,01 14.427.295,01 4.206.475,00 4.752.855,00 1.553.716,56
II) Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
bebaute Grundstücke 94.241.765,94 13.095.081,38 0,00 6.588.289,27 113.925.136,59 58.140.092,92 55.785.043,67 39.146.454,17 3.044.781,15
davon Grundwert 4.819.204,67 0,00 0,00 0,00 4.819.204,67 0,00 4.819.204,67 4.819.204,67 0,00
unbebaute
Grundstücke
6.321.788,34 0,00 0,00 0,00 6.321.788,34 0,00 6.321.788,34 6.321.788,34 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.568.997,35 227.233,99 0,00 0,00 2.796.231,34 2.463.515,20 332.716,14 270.218,14 164.735,99
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
6.588.289,27 8.016,19 0,00 -6.588.289,27 8.016,19 0,00 8.016,19 6.588.289,27 0,00
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 17.807,85 17.807,85 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 17.807,85
Summe Sachanlagen 109.720.840,90 13.348.139,41 17.807,85 0,00 123.051.172,46 60.603.608,12 62.447.564,34 52.326.749,92 3.227.324,99
III) Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
680.899.395,30 0,00 0,00 0,00 680.899.395,30 95.267.000,00 585.632.395,30 585.632.395,30 0,00
Beteiligungen 29.143,94 0,00 0,00 0,00 29.143,94 0,00 29.143,94 29.143,94 0,00
Wertpapiere
(Wertrechte) des
Anlagevermögens
250.125,00 0,00 0,00 0,00 250.125,00 0,00 250.125,00 250.125,00 0,00
Summe Finanzanlagen 681.178.664,24 0,00 0,00 0,00 681.178.664,24 95.267.000,00 585.911.664,24 585.911.664,24 0,00
Summe Anlagevermögen 808.769.202,78 14.355.475,97 261.072,04 0,00 822.863.606,71 170.297.903,13 652.565.703,58 642.991.269,16 4.781.041,55

4.5 Lagebericht der Zumtobel AG

4.5.1 Die Zumtobel AG im Überblick

4.5.1.1 Organisationsstruktur

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft der Zumtobel Gruppe und stellt übergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Auf diese Weise werden Synergieeffekte zwischen den Geschäftsbereichen der Zumtobel Gruppe sowie in zentral von der Zumtobel AG verwalteten Bereichen erzielt. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Erträge der Gesellschaft kommen aus der internen Leistungsverrechnung mit den verbundenen Unternehmen und aus Ausschüttungen der Obergesellschaft des Leuchtensegments (Zumtobel Lighting GmbH) sowie des Komponentensegments (Tridonic GmbH & Co KG).

Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 wurde Ulrich Schumacher zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) und interimistischen Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel Gruppe bestellt. Sein Mandat läuft bis 30. April 2017. Er übernahm den Vorstandsvorsitz von Harald Sommerer, der gleichzeitig mit Mathias Dähn, Finanzvorstand der Zumtobel Gruppe, per 30. September 2013 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Frau Karin Sonnenmoser wurde mit Wirkung vom 01. Mai 2014 zum neuen CFO der Zumtobel Gruppe bestellt. Den Posten des Chief Operating Officer bekleidet seit 1. September 2009 Martin Brandt.

In der seit 1. Dezember 2013 gültigen neuen Organisationsstruktur wird die Zumtobel Gruppe deutlich unternehmerischer geführt, Synergien in Fertigung und Vertrieb werden maximal genutzt und die Innovationskraft gestärkt.

Zumtobel Gruppe
Leuchtensegment Komponentensegment
globale Vertriebsorganisation globale Vertriebsorganisation
Geschäftsbereich
Thorn
Geschäftsbereich
Zumtobel
Geschäftsbereich
OEM & TPP
Geschäftsbereich
Tridonic
globale Produktionsorganisation globale Produktionsorganisation
Group Technology
Group Purchasing
Corporate Functions

*vereinfachte Darstellung

4.5.1.2 Unternehmensstrategie

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine langfristig ausgerichtete, profitable Wachstumsstrategie. Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist der Mehrmarkenansatz sowie die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Modul bis zur Lichtlösung. Damit kann die Zumtobel Gruppe Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. In der europäischen Bauwirtschaft gibt es nach den neuesten Euroconstruct-Daten Anzeichen für eine Trendwende von einem rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser Trend durch den Technologiewandel hin zu LED, das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen sowie die Wachstumschancen in Asien und dem Mittleren Osten. Die Zumtobel Gruppe verfügt durch den breit gefächerten Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Gruppe zum Ziel gesetzt, in den kommenden drei Jahren durch Marktanteilsgewinne ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum zwischen 3% und 5% zu erreichen sowie die Profitabilität von aktuell ca. 4% schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2013/14 war von einer weiterhin schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt. Dies führte dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen im Laufe des Jahres mehrfach zurücknahm und sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2013 bis 30.April 2014) stärker als ursprünglich erwartet abgeschwächt hat. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2013 auf 3,0% nach 3,2% in 20121 . Die Eurozone wies im Kalenderjahr 2013 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5% aus. Vor allem die südeuropäischen Nationen wie etwa Italien (minus 1,9%), Spanien (minus 1,2%), Portugal (minus 1,4%) sowie einige osteuropäische Länder verharrten in der Rezession, aber auch in der für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verlangsamte sich die Wachstumsdynamik im Berichtsjahr. Deutschlands Wirtschaft wuchs nach Angaben des IWF um lediglich 0,5% und Österreichs Wirtschaft um 0,4%. Die Schweiz konnte dagegen um 2% zulegen. Im letzten Quartal des Kalenderjahres 2014 war die Entwicklung allerdings vom Ende der sechs Quartale andauernden Rezession in der Eurozone geprägt.

Das steigende Vertrauen in die Stabilität der Eurozone zeigte sich am deutlichsten in Form sinkender Risikoaufschläge für Staatsanleihen der Peripheriestaaten. Als Reaktion auf die rückläufigen Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2013 noch einmal den Leitzins auf ein neues Rekordtief und bekräftigte die Bereitschaft und den Handlungsspielraum der EZB, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die Experten des IWF sehen die größte Gefahr für die weltweite Konjunktur mittlerweile in den Schwellenländern sowie in einer jahrelangen Stagnation in Europa. Von der Europäischen Zentralbank wird mehr geldpolitische Lockerung gefordert, um die Konjunktur stärker zu beleben und der Gefahr fallender Preise entgegenzuwirken. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

4.5.3 Die Zumtobel Aktie

Für die Zumtobel Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2013/14 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2013 bis Ende April 2014 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 76,4% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 4,6%). Bereits während des ersten Quartals des Geschäftsjahres, am 02. Juli 2013, erreichte die Aktie mit 7,559 EUR ihr Jahrestief. Danach legte der Kurs kontinuierlich von Quartal zu Quartal zu. Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die aufkeimende Hoffnung einer Erholung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft und insbesondere die positiven Erwartungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel und den damit verbundenen Strategie- und Kostenanpassungen in der Zumtobel Gruppe. Das Jahreshoch wurde am 06. März 2014 bei 19,3 EUR ausgewiesen. Eine generell schwaches Börsenumfeld sowie Gewinnmitnahmen belas-

1 Quelle: Prognose des IWF,World Economic Outlook, April 2014

teten die weitere Kursentwicklung. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30.April 2014 mit einem Schlusskurs von 15,0 EUR.

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2013/14

Schlusskurs 30.04.14 EUR 15,000 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.13 EUR 8,503 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2013/14 76,4% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.14 653 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 06.03.14 EUR 19,300 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 02.07.13 EUR 7,559 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 104.035 Anzahl der Aktien 43.500.000

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel AG veränderte sich im Berichtsjahr 2013/14 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2014 mit 653 Mio EUR (Vorjahr 370 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30.April 2014 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 22 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 19 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 115.328 auf 104.035 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2014 die institutionellen Investoren Delta Lloyd Asset Management NV sowie SICAV Objectif Small Caps Euro (Lazard Freres Gestion) jeweils eine Beteiligung von über 5% und die BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 30. Mai 2014 informierte BlackRock Inc. die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 360.940 Stück (Vorjahr 366.110 Stück).

4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren)

Die Entwicklung der Zumtobel Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2013/14 verwiesen.

4.5.4.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 33,8 Mio EUR (Vorjahr 34,2 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 20,0 Mio EUR (Vorjahr 19,5 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 7,9 Mio EUR (Vorjahr 8,0 Mio EUR) sowie sonstige Umlagen in Höhe von 5,9 Mio EUR (Vorjahr 6,7 Mio EUR).

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio EUR auf minus 14,9 Mio EUR, insbesondere aufgrund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Personal- und Beratungsaufwands. Im Personalaufwand sind unter anderem Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel in Höhe von 4,7 Mio EUR enthalten. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 35,0 Mio EUR (Vorjahr 40,0 Mio EUR). Aus der Tridonic GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden 10,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 15,0 Mio EUR) und die Ausschüttungen der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments beliefen sich auf 25,0 Mio EUR (Vorjahr 25,0 Mio EUR). Der Jahresgewinn verschlechterte sich um 4,3 Mio EUR auf 19,3 Mio EUR (Vorjahr 23,5 Mio EUR).

4.5.4.2 Vermögenslage

Die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen in Höhe von 511,8 Mio EUR die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn (Produktions- und Holdinggesellschaft für das Lighting Segment der Zumtobel AG), in Höhe von 62,7 Mio EUR die Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn (Produktionsunternehmen und Holdinggesellschaft für das Components Segment der Zumtobel AG), und in Höhe von 10,8 Mio EUR die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau (Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland).

Der Bilanzwert der eigenen Anteile erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013/14 trotz der Ausübung der Aktienoptionen (5.170 Stück) um 0,3 Mio EUR Mio aufgrund der Zuschreibung des Bestands eigener Aktien auf den Durchschnittskurs (= Anschaffungskurs) von EUR 9,50 je Stück. Das Eigenkapital der Zumtobel AG veränderte sich im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Jahresüberschusses in Höhe von 19,3 Mio EUR. Dem gegenüber steht die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 3,0 Mio EUR am 2. August 2013.

Zum 30. April 2014 umfassen die Kapitalrücklagen gebundene Rücklagen in Höhe von 311,6 Mio EUR (Vorjahr 311,6 Mio EUR) sowie nicht gebundene Rücklagen in Höhe von 54,4 Mio EUR (Vorjahr 54,7 Mio EUR). Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 286,5% des Grundkapitals und weist demnach die gesetzlich erforderliche Höhe auf. Die Gewinnrücklagen (25,7 Mio EUR) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich andere (freie) Rücklagen.

Für die Dividendenausschüttung steht der Zumtobel AG im Geschäftsjahr 2013/14 durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 50,5 Mio EUR ein Bilanzgewinn von insgesamt 69,8 Mio EUR (Vorjahr 53,5 Mio EUR) zur Verfügung. Die Zumtobel AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden konjunkturellen Umfelds plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 25. Juli 2014 stattfindet, eine Dividende von 18 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2013/14 vorzuschlagen (Vorjahr 7 Eurocent). Die Eigenkapitalquote der Zumtobel AG belief sich zum 30. April 2014 auf 86,3% (Vorjahr 85,2%).

4.5.4.3 Finanzlage

Um die mittelfristige Liquidität sicherzustellen, verfügt die Zumtobel Gruppe über den am 8. November 2011 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR. Hiervon sind zum Bilanzstichtag 170 Mio EUR in Anspruch genommen worden, davon entfallen auf die Zumtobel AG 30 Mio EUR (Vorjahr 45 Mio EUR). Die Finanzierung aus dem Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad der Zumtobel Gruppe kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote der Zumtobel Gruppe größer als 25%) geknüpft.

Weiters besteht gegenüber der Zumtobel Pool GmbH (Konzern-Cash-Pooling-Gesellschaft), Dornbirn, eine Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von 30,0 Mio EUR.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

4.5.4.4 Zweigniederlassungen

Zum 30. April 2014 hatte die Zumtobel AG keine Zweigniederlassungen.

4.5.4.5 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Als Bestandteil der am 2. April 2014 angekündigten Restrukturierungsprojekte im Bereich der Produktionsorganisation zur Verbesserung der Kostenstrukturen hat die Zumtobel Gruppe am 5. Mai 2014 die Belegschaft und lokale Gewerkschaft im Werk Landskrona (Schweden) von der Absicht informiert, die Leuchtenproduktion in Landskrona bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 zu beenden. Von der geplanten Schließung wären 155 Mitarbeiter betroffen.

Am 8. Mai 2014 startete Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Gruppe, Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung am Standort Ennenda (Schweiz) über eine mögliche Schließung der Produktion. Die am Standort Ennenda hergestellten konventionellen Vorschaltgeräte für Hochdruckentladungslampen sind einem hohen Wettbewerbsdruck und damit massiven Preisverfall ausgesetzt. Das Maßnahmenpaket sieht vor, die Produktion bis Ende des Kalenderjahres 2014 an Zulieferpartner zu vergeben. Die geplante Verlagerung wäre mit einem Personalabbau von 115 Mitarbeitern verbunden.

Am 25. Juni 2013 verkündete Tridonic die Trennung von dem Geschäft mit Verbindungsklemmen. In diesem Zusammenhang übernimmt die lokale Geschäftsleitung der Tridonic connection technology GmbH, bislang ein Tochterunternehmen von Tridonic mit Sitz in Innsbruck (Österreich), rückwirkend zum 30. April 2014 alle Anteile des Unternehmens in die eigene Verantwortung. Die Tridonic connection technology beschäftigt 97 Mitarbeiter.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2014 sind nicht zu vermelden.

4.5.5 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Gruppe bei. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz, ihrer Passion für das Thema Licht, aber auch dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen.

Der Zentralbereich Corporate Human Resources (CHR) leitet in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die strategischen Schwerpunkte der Personalpolitik aus der Unternehmensstrategie ab. Dabei erarbeitet CHR unter anderem in den Bereichen Weiterbildung, Vergütung, Arbeitgebermarke unter Einbindung der lokalen HR-Business Partner globale Richtlinien, Prozesse und Projekte, die für die gesamte Zumtobel Gruppe Gültigkeit haben. Bei der Umsetzung strategischer Projekte wird besonderes Augenmerk auf die Einbindung des lokalen Know-hows sowie auf das Training der HR-Business Partner gelegt.

4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Gruppe. Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken, da die Nähe zum Produktmanagement einen wichtigen Beitrag zu schnelleren Entwicklungsprozessen leistet. Auf Gruppen bzw. AG-Ebene sind insbesondere koordinative Aufgaben wie Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt werden die Themen Standardisierung von LED-Modulen und -Drivern, die Weiterentwicklung der Lichtmanagement-Systeme sowie das Technologie-Scouting.

4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

4.5.7.1 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel AG orientiert sich beim Internen Kontrollsystem sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der COSO-Modelle sowie im Bereich der IT-Kontrollen an Cobit. Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als Stabsstelle des Vorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel AG stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • >> Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • >> Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren
  • >> Angemessene Dokumentation der Prozesse
  • >> Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip
  • >> Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen
  • >> Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen
  • >> Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management
  • >> IT-Prozesskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)
  • >> Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls).

Bei der Ausgestaltung der einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen orientiert sich die Zumtobel AG an folgenden Grundsätzen:

  • >> Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen-Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.
  • >> Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.
  • >> Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel AG wichtigen Prozesse und Systeme:

  • >> Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.
  • >> Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel AG ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel AG wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst.

4.5.7.2 Risikomanagementsystem

Die Zumtobel AG ist sich bewusst, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel AG bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen die Erkennung von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel AG ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess und Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind standardisierte Planungs- und Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem.

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Abteilung "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und des Risk-Monitorings zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel AG ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel AG implementierte Risikomanagementsystem (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) basiert auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existieren neben dem monatlichen Finanzbericht ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der Segmente und des Konzerns abbilden. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt.

Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der AG werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt regelmäßig entsprechend Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Für eine detailierte Darstellung der wesentlichen Risiken der Zumtobel Gruppe wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2013/14 verwiesen.

Risiken im Finanzbereich

Die Aufrechterhaltung und Absicherung einer starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Zumtobel AG.

Marktrisiko

Da die Zumtobel AG eine global agierende AG ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der AG und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Durch regelmäßige Überwachung der Entwicklung der verschiedenen risikobehafteten Bereiche und den gezielten Einsatz derivativer Instrumente wird dieses Risiko, soweit möglich, eingegrenzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich 500 Mio EUR auf 350 Mio EUR reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 hat die Zumtobel Gruppe 170 Mio EUR des bestehenden Kreditrahmens beansprucht, davon entfallen auf die Zumtobel AG 30 Mio EUR (Vorjahr 45 Mio EUR).

Zinsänderungsrisiko

Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Gruppe zu verringern, hat die Zumtobel AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 120 Mio EUR (hiervon 20 Mio EUR als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen variable Zinszahlungen in Fixzinszahlungen von maximal 3,18%.

Währungsrisiko

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Gruppe überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Zumtobel AG schließt interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen.

4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2014 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30.04.2014 besaß die Gesellschaft 360.940 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag, der dem Vorstand nicht näher bekannt ist, sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2014. Die Syndikatsparteien gehen von einer Verlängerung aus.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2014 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren, Delta Lloyd Asset Management NV sowie SICAV Objectif Small Caps Euro (Lazard Freres Gestion), jeweils eine Beteiligung von über 5% und die BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 2. Juni 2014 informierte BlackRock Inc. die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Von 2004 bis 2008 gab es ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen seither keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Hierzu sei auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4 verwiesen.

  4. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 6. August 2014 – auch in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu Stück 4.350.000 neuen, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  1. Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben. Von diesen Aktien wurden 1.204.344 Stück im Geschäftsjahr 2009/10 eingezogen.

Insgesamt wurden bis zum 30. April 2014 1.178.271 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

  1. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Gruppe freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich 500 Mio EUR auf EUR 350 Mio EUR reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2014 sind 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die drei folgenden Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte. Eine erneute Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Gruppe deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten können zu ungeplanten Restrukturierungsaufwendungen führen.

Das Jahr 2014/15 wird ein wichtiges Jahr des Übergangs sein, in dem die Zumtobel Gruppe ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum legen wird. Es gilt die neuen Strukturen ins Leben zu bringen, Ineffizienzen aus der Vergangenheit zu bereinigen und damit Wachstums- und Kostensynergien aus dem Mehrmarkenansatz zu heben. Die dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen werden das operative Ergebnis in 2014/15 mit Sondereffekten in Höhe von etwa 20 Mio EUR belasten.

Aufgrund der positiven konjunkturellen Signale aus dem zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 sowie der geplanten signifikanten Kosteneinsparungen blickt das Management der Zumtobel Gruppe trotz einer weiterhin eingeschränkten Visibilität mit verhaltenem Optimismus in die nächsten Monate. Die Umsatzentwicklung wird einerseits durch einen leichten Rückenwind aus dem verbesserten Marktumfeld in Europa unterstützt und andererseits fallen die Umsätze mit magnetischen Vorschaltgeräten aufgrund des inzwischen abgeschlossenen Ausstiegs aus dieser Technologie weg. Insgesamt erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2014/15 trotz des Wegfalls der Magnetik-Umsätze ein Umsatzwachstum von rund 3% und eine Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 5% bis 6% (bereinigte EBIT-Marge im GJ 2013/14: 3,8%).

Dornbirn, am 16. Juni 2014

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Martin Brandt Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2013 bis zum 30. April 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2013 bis zum 30. April 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. Juni 2014

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag.Thomas Smrekar ppa MMag.Angelika Vogler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Service Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

5. Service

Finanzkennzahlen __________ 189
Abkürzungen und Fachbegriffe ____________ 190
Finanzterminplan __________ 192
Kontaktinformation _________ 192
Finanzberichte ____________ 192
Mehr Informationen ______________ 192
Impressum _______________ 192
Disclaimer _______________ 193

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel –
Kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlichkeiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Zündgeräte oder Transformatoren bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der ungehäuste LED-Chip wird
direkt auf der Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Dann wird der
Phosphor
zur
Lichtkonversion
aufgebracht.
Fallweise
verbessert
eine
zusätzliche
Kunststofflinse die Lichtverteilung. Je nach Ausprägung der Linse kann eine COB-LED somit
sehr eng oder sehr breit strahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED/Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen wird. LEDs sind energiesparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Module
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle).
LED-Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft)
LED-Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes Licht
konvertiert.
LED-Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung und Strom bereit (wird im
Englischen auch als "driver" bezeichnet).
LED-Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED-Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird dafür auch der Begriff "LED-Modul" verwendet.
LED-Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z. B. Glühlampen- oder Leuchtstofflampenersatz).
LED-Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder mehrere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z. B. Kunststofflinse) und weiteren elektronischen Bauteilen
(Widerstände, Asics, Transistoren etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich einen
Kühlkörper zur Wärmeleitung.
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel
Lichtstrom (lm) pro eingesetzter elektrischer Energie (W) eine Lampe erzeugt. Je höher das
Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser setzt eine Lampe die eingebrachte Energie in Licht
um und desto effizienter ist sie somit.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe und das Betriebsgerät montiert, betrieben
und geschützt werden. Sie steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die
Bereitstellung der geeigneten elektrischen Energie über Komponenten und stellen die
optische
Vorrichtung
bereit,
in
der
die
Lampe
untergebracht
ist.
Der
gesamte
Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung,
Betrieb und Schutz der Lampe
notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte schützt die Lampe, verteilt und
lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die Differenzierung von Leuchten kann
nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für Leuchtstofflampen, für Entladungslampen)
erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-, zweilampig usw.), nach dem Einsatzort
(Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart (Leuchten für trockene, feuchte und
staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten, geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten,
Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten, Scheinwerfer), nach der Montageart
(Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach dem Verwendungszweck (technische
Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden
organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich
zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches
durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
OLED-Modul Ein oder mehrere OLED-Panels kombiniert mit einer optischen Auskoppeleinheit und einem
Kontaktierungssystem integriert in einem Gehäuse.
OLED-Panel Organische Leuchtdiode, die luftdicht verschlossen auf einer Folie oder Glasplatte oder
Glasfolie aufgebracht ist.
OLED-Stack Schichtsystem, das aus mehreren dünnen organischen Schichten aufgebaut ist und Licht mit
einem spezifischen Spektrum aussendet.
SMD Surface Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement). Alternatives Verfahren zur
Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem Verfahren wird die LED zunächst auf ein SMD
Bauteil montiert, danach direkt auf die Leiterplatte bestückt und anschließend im Lötbad
kontaktiert.
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte
sind
elektrische
Vorrichtungen
zum
Betrieb
von
Leuchtstoff-
oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung sowie in der elektronischen Variante in
dimmbarer und schaltbarer Version erhältlich.

Finanzterminplan

  1. ordentliche Hauptversammlung 25. Juli 2014 Ex-Dividendentag 29. Juli 2014 Dividendenzahltag 1. August 2014 Bericht zum 1. Quartal 2014/15 (1. Mai 2014 – 31. Juli 2014) 2. September 2014 Bericht zum 1. Halbjahr 2014/15 (1. Mai 2014 – 31. Oktober 2014) 9. Dezember 2014 Bericht zum 3. Quartal 2014/15 (1. Mai 2014 – 31. Januar 2015) 3. März 2015

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Investor Relations Relations Presse/Unternehmens Presse/Unternehmenskommunikation ommunikationommunikation

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2013/14 wird auf der 38. ordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510.

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Stefan Tschol Covergestaltung (Coverdesign): Snøhetta, Oslo Copyright: Zumtobel AG 2014

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir unter anderem in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Service

Zumtobel AG 1. Mai 2013 bis 30. April 2014

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