AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Wienerberger AG

Quarterly Report Aug 19, 2014

769_ir_2014-08-19_a0cdfd36-8fc1-4a09-a900-1c47a89eca83.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Auf dem ersten Halbjahr ruhen wir uns nicht aus.

Bericht zum 1. Halbjahr 2014

Ertragskennzahlen 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in % Ultimo 2013
Umsatz in Mio. € 1.260,4 1.349,4 +7 2.662,9
EBITDA operativ in Mio. € 106,3 135,1 +27 266,5
EBIT operativ in Mio. € 4,9 33,5 >100 55,3
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -29,2 4,5 >100 -3,1
Ergebnis nach Steuern 1) in Mio. € -31,0 -1,7 +94 -7,8
Ergebnis je Aktie in € -0,40 -0,15 +63 -0,34
Free Cashflow 2) in Mio. € -144,4 -100,7 +30 92,9
Normalinvestitionen in Mio. € 43,3 52,2 +21 106,0
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 0,1 0,1 +80 0,7
Bilanzkennzahlen 31.12.2013 30.6.2014 Vdg. in %
Eigenkapital 3) in Mio. € 2.254,2 2.205,7 -2
Nettoverschuldung in Mio. € 538,9 693,4 +29
Capital Employed in Mio. € 2.767,6 2.879,9 +4
Bilanzsumme in Mio. € 4.211,4 4.223,9 0
Verschuldungsgrad in% 23,9 31,4 -
Ø Mitarbeiter 13.787 13.887 +1
Börsekennzahlen 1-12/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 13,21 13,98 +6
Tiefstkurs der Aktie in € 7,13 11,52 +62
Ultimokurs der Aktie in € 11,53 12,25 +6
Gewichtete Aktienzahl 4) in Tsd. 115.063 115.063 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.354,5 1.439,7 +6
Divisionen 1-6/2014
in Mio. € und % 5)
Clay Building
Materials Europe
Pipes & Pavers
Europe
North
America
Holding
& Others
Eliminierungen
Außenumsatz 719,6 (+10%) 518,1 (+5%) 108,3 (-1%) 2,7 (-7%)
Innenumsatz 0,9 (+1%) 0,4 (-18%) 0,9 - 4,9 (+15%) -6,4
Umsatz 720,5 (+10%) 518,6 (+4%) 109,2 (0%) 7,5 (+6%) -6,4
EBITDA operativ 97,1 (+52%) 45,8 (-1%) 2,3 (-47%) -10,1 (-24%)
EBIT operativ 35,6 (>100%) 18,4 (-18%) -8,7 (-25%) -11,8 (-14%)
Gesamtinvestitionen 29,2 (+15%) 17,0 (+51%) 3,3 (+67%) 2,8 (-40%)
Capital Employed 1.793,5 (-6%) 632,8 (-2%) 434,4 (-6%) 19,2 (+12%)
Ø Mitarbeiter 8.259 (-1%) 4.183 (+4%) 1.247 (+4%) 198 (+1%)

1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

  • 2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen
  • 3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital
  • 4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
  • 5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt

Anmerkungen zum Bericht:

  • – Operatives EBITDA und operatives EBIT sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.
  • – Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Brief des Vorstandsvorsitzenden 1
Zwischenlagebericht 3
Ergebnis- und Bilanzanalyse 3
Geschäftssegmente 7
Zwischenbericht nach IFRS 15
Gewinn- und Verlustrechnung 15
Gesamtergebnisrechnung 15
Bilanz 16
Entwicklung des Eigenkapitals 16
Cashflow Statement 17
Geschäftssegmente 18
Anhang zum Zwischenbericht 19
Erklärung des Vorstands 24

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

ich freue mich, Ihnen über ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr der Wienerberger Gruppe berichten zu können. Wir konnten den Konzernumsatz um 7% auf 1,35 Mrd. € und das operative EBITDA um 27% auf rund 135 Mio. € steigern. Dies zeigt klar, dass wir uns in wesentlichen Märkten wie den Niederlanden, Frankreich, Italien, Tschechien und Ungarn, die deutlich stärker zurückgegangen sind als erwartet, besser behaupten konnten. Zusätzlich schreitet die Erholung des Wohnungsneubaus in Deutschland und den USA langsamer voran als noch zu Jahresbeginn angenommen. Demgegenüber hat sich der Wohnungsneubau in Großbritannien sehr gut entwickelt, und wir konnten die Margen in unserem englischen Geschäft durch die bessere Auslastung unserer Werke deutlich steigern. Um die stark steigende Nachfrage nach Ziegeln in Großbritannien zu bedienen, werden wir erstmals seit der Krise eingemottete Werke wieder in Betrieb nehmen. Insgesamt stehen wir aber noch immer einem herausfordernden Marktumfeld in Europa gegenüber, und daher freue ich mich, dass wir Ihnen in allen Geschäftsbereichen über organisches Mengenwachstum berichten können.

Die Division Clay Building Materials Europe trug mit einem um 10% höheren Umsatz und einem um rund 33 Mio. € höheren operativen EBITDA am stärksten zur Ergebnissteigerung der Gruppe bei. Die witterungsbedingt höhere Bauaktivität in Europa brachte der Division in allen Produktgruppen Mengenzuwächse. Höhere Durchschnittspreise sowie planmäßig umgesetzte Kosteneinsparungen von 11 Mio. € wirkten sich zusätzlich positiv auf die Ergebnisverbesserung der Division Clay Building Materials Europe aus.

In der Division Pipes & Pavers Europe verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 5 %, während das operative EBITDA in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen kam. Unser Kunststoffrohrhersteller Pipelife profitierte in seinen nordischen Kernmärkten ebenfalls von gutem organischem Mengenwachstum, konnte aber im internationalen Projektgeschäft für Industrie- und Spezialrohre aufgrund schwächerer Nachfrage die Rekordergebnisse des Vorjahres nicht wiederholen. Bei Steinzeug-Keramo, unserem Spezialisten für keramische Abwasserrohre, und bei Semmelrock, unserem Produzenten für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, brachte die höhere Nachfrage Umsatz- und Ergebnisverbesserungen.

In der Division North America fiel die Erholung am amerikanischen Wohnungsneubaumarkt schwächer aus als erwartet. Der Außenumsatz der Division blieb mit rund 108 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau. Niedrigere Durchschnittspreise bei Ziegeln, die sich vor allem aus Preisdruck vom lokalen Mitbewerb erklären, höhere Anlaufkosten von Werken sowie ein schwächerer Wohnungsneubau in Kanada belasteten zusätzlich die Ergebnisse. Daher verringerte sich das operative EBITDA der Division um rund 2 Mio. €.

Anfang Juli haben wir mit der Übernahme von Tondach Gleinstätten einen wesentlichen strategischen Wachstumsschritt für die Gruppe gesetzt. Anfang August wurde die Transaktion von der zuständigen Wettbewerbsbehörde freigegeben. Der Kaufpreis für die Anteile lag bei 43 Mio. €, wovon rund 23 Mio. € mit eigenen Aktien bezahlt werden. Tondach ist mit 15 Produktionsstandorten in acht Ländern Marktführer in Zentral-Osteuropa. Für 2014 erwartet die Tondach Gruppe einen Umsatz von rund 155 Mio. €, ein operatives EBITDA von rund 23 Mio. € und eine Nettoverschuldung zu Jahresende von rund 60 Mio. €. Unter Berücksichti-

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

gung von in den nächsten Jahren realisierbaren Synergien im Ausmaß von rund 3 Mio. € verfügt Tondach in einem normalisierten Marktumfeld über ein EBITDA-Potenzial von rund 35 Mio. €.

Die Übernahme von Tondach ist ein weiterer wesentlicher Entwicklungsschritt für Wienerberger in einem unserer Kerngeschäftsbereiche. Mit Tondach verstärken wir unsere Präsenz in Zentral-Osteuropa und komplettieren unser Angebot für anwendungsorientierte Dachlösungen in Europa. Der wachsende Renovierungsmarkt sowie insbesondere auch der Aufholbedarf in der Region Zentral-Osteuropa bieten uns mittel- und langfristig interessante wertschaffende Wachstumsperspektiven.

Für das Gesamtjahr halte ich an unseren Jahreszielen fest. In Europa gehen wir für den Neubau- und Renovierungsmarkt unverändert von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung aus, wobei regional sehr große Unterschiede zu beobachten sind. Für die Division Pipes & Pavers Europe erwarte ich in diesem Jahr eine annähernd stabile Entwicklung, und in den USA rechne ich mit einer Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsneubau, wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau. Tondach wird mit Anfang Juli erstkonsolidiert und sollte in diesem Jahr rund 90 Mio. € zum Gruppenumsatz und rund 15 Mio. € zum operativen Konzern-EBITDA beitragen.

Nach der Einbeziehung von Tondach erwarte ich für 2014 ein operatives Konzern-EBITDA von rund 315 Mio. € und die Rückkehr von Wienerberger in die Gewinnzone. Die planmäßige Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen sollte für das Gesamtjahr die erwarteten 17 Mio. € an Einsparungen bringen. Anfang Juli haben wir planmäßig die Anleihe aus dem Jahr 2010 mit einem Volumen von 250 Mio. € aus unseren Cashbeständen zurückbezahlt. Nach Rückzahlung der Anleihe und der Übernahme von Tondach wird die Entschuldungsdauer zu Jahresende deutlich unter 2,5 Jahren bleiben. Dies bestätigt die starke Kapitalstruktur, die uns ausreichenden Spielraum für weiteres wertschaffendes Wachstum lässt.

Unser Fokus bleibt auf organischem Wachstum durch innovative, energieeffiziente und ökologisch vorteilhafte Produkte, die Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Mittlerweile haben wir High-Tech-Baustoffe entwickelt, mit denen man auch im mehrgeschossigen Wohnbau – und da liegt ja die Zukunft des sozialen Wohnbaus in den Städten – energiesparend, ökologisch verträglich und auf lange Sicht kostensparend bauen kann. Durch die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte können wir uns von unseren Mitbewerbern differenzieren und schaffen Lebensqualität und Werte für unsere Kunden. Die Bestätigung unserer Strategie erhalten wir durch unsere Kunden, die sich immer öfter für unsere Baustofflösungen entscheiden. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortsetzen können.

Zwischenlagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Wienerberger konnte in den ersten sechs Monaten vorwiegend mengengetrieben um 7% wachsen und einen Konzernumsatz von 1.349,4 Mio. € (Vorjahr: 1.260,4 Mio. €) erzielen. Im Preisniveau zeigten sich regionale Unterschiede: Während die Preise in Osteuropa stabil waren, verzeichnete Westeuropa einen deutlichen Anstieg des Preisniveaus, womit Kostensteigerungen abgedeckt werden konnten. Fremdwährungseffekte belasteten den Umsatz mit 24,5 Mio. €, wobei die größten negativen Effekte aus dem russischen Rubel, der norwegischen Krone und der türkischen Lira stammten.

In der Division Clay Building Materials Europe konnte der Außenumsatz in den ersten sechs Monaten um 10% auf 719,6 Mio. € deutlich gesteigert werden, und das operative EBITDA stieg infolge der besseren Auslastung und der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz sowie Kosteneinsparungen um 52% auf 97,1 Mio. €.

Die Division Pipes & Pavers Europe verzeichnete ein moderates Wachstum des Außenumsatzes um 5% auf 518,1 Mio. €, wobei das rückläufige internationale Projektgeschäft mit Industrie- und Spezialrohren durch höhere Absatzmengen in den europäischen Kernmärkten ausge-glichen werden konnte. Im ersten Halbjahr konnten im Geschäft mit Betonflächenbefestigungen die Absatzmengen und die Umsätze signifikant gesteigert werden. Das operative EBITDA der Division war im Jahresvergleich mit 45,8 Mio. € leicht rückläufig.

In Nordamerika verzögerte ein langer Winter den Start in die Bausaison, weshalb trotz anhaltend positiver Indikatoren bei Baugenehmigungen und Baubeginnen in den USA der Außenumsatz mit 108,3 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag. Anlaufkosten für die Inbetriebnahme von Werken und etwas geringere Preise belasteten das operative EBITDA, welches mit 2,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 4,4 Mio. € lag.

Das operative EBITDA der Wienerberger Gruppe konnte im ersten Halbjahr signifikant um 27% auf 135,1 Mio. € gesteigert werden. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung der wichtigen Märkte Großbritannien, Belgien und Polen sowie auf unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und eine höhere Auslastung der Werke zurückzuführen.

Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) belief sich in den ersten sechs Monaten auf 33,5 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Aus dem Programm zur Verwertung von nicht-betriebsnotwendigem Vermögen wurden in den ersten sechs Monaten 2,4 Mio. € an EBITDA-Beiträgen erwirtschaftet.

Das Finanzergebnis von -29,0 Mio. € (Vorjahr: -34,1 Mio. €) setzt sich vorwiegend aus dem Zinsaufwand, der infolge der Zinsen für eine im April 2013 begebene Anleihe über jenem des Vorjahres liegt, sowie aus der Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zusammen, die sich von -5,2 Mio. € auf -2,7 Mio. € verbesserte. Dabei handelt es sich vorrangig um unsere 50%-Beteiligungen Tondach Gleinstätten, die wir ab Anfang Juli vollkonsolidieren werden, und Schlagmann.

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich auf 4,5 Mio. € (Vorjahr: -29,2 Mio. €). Nach Abzug der Steuern erzielte Wienerberger einen Verlust von Deutliche Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr

Clay Building Materials Europe steigert das operative EBITDA um 52 % im Vergleich zum Vorjahr

EBITDA in der Division Pipes & Pavers Europe leicht rückläufig

1,7 Mio. € (Vorjahr: -31,0 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug -0,15 € nach -0,40 € in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis war im Berichtszeitraum mit 101,9 Mio. € positiv und verbesserte sich durch die deutlich höheren operativen Ergebnisbeiträge um 26,0 Mio. €. Aufgrund des saisonalen Working Capital Aufbaus, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -50,0 Mio. € und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr infolge eines weiterhin strikten Working Capital Managements um 57,1 Mio. €.

In den ersten sechs Monaten flossen 52,3 Mio. € (Vorjahr: 43,3 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Wachstumsprojekte ab. Aus Liegenschafts- und sonstigen Anlagenverkäufen wurden 7,1 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €), vorwiegend aus dem Programm zur Verwertung von nicht-betriebsnotwendigem Vermögen, erlöst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf -30,6 Mio. €, wovon die Auszahlung des Hybridkupons mit 32,5 Mio. € und die Auszahlung der Dividende mit 13,8 Mio. € die größten Mittelabflüsse bildeten.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital zum 30.6.2014 verminderte sich gegenüber dem Jahresende 2013 bei einem leicht positiven Gesamtergebnis nach Steuern durch die Auszahlung des Hybridkupons und der Dividende sowie den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen. Die Nettoverschuldung erhöhte sich im ersten Halbjahr durch den saisonal bedingten Working Capital Aufbau um 154,5 Mio. € auf 693,4 Mio. €.

Finanzierung und Treasury

Der Verschuldungsgrad ist saisonal bedingt auf 31% zum 30.6.2014 angestiegen (24% zum 31.12.2013), wobei die roulierend auf Basis von 12 Monaten errechneten Treasury Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 2,3 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 5,1 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten zu liegen kamen.

Bereits im April 2013 hat Wienerberger eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € und einem fixen Kupon von 4,00% begeben und zur Refinanzierung der im Juli 2014 fällig gewordenen Anleihe verwendet. Oberste Priorität haben weiterhin die Erhaltung einer starken Kapitalstruktur sowie finanzielle Disziplin. Daher bleibt unser Ziel einer Entschuldungsdauer von weniger als 2,5 Jahren zum Jahresende unverändert aufrecht.

30.6.2013 31.12.2013 30.6.2014 Schwellenwert
3,2 2,0 2,3 <3,50
4,6 4,8 5,1 >3,75

1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA

2) berechnet auf Basis eines 12-Monats-Zinsergebnisses

Cashflow aus Ergebnis von 101,9 Mio. €

Positives Gesamtergebnis nach Steuern

Entschuldungsdauer von 2,3 Jahren zum 30.6.2014

2. Quartal 2014

Im zweiten Quartal lag der Konzernaußenumsatz mit 764,6 Mio. € in etwa auf dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während das osteuropäische Ziegel- und Rohrgeschäft weiteres Mengenwachstum erwirtschaftete, war insbesondere der Geschäftsgang in Westeuropa von Vorzieheffekten infolge des frühen Starts in die Bausaison gezeichnet. Das operative EBITDA der Berichtsperiode stieg aufgrund des Wachstums in Osteuropa und laufender Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie planmäßig realisierter Kosteneinsparungen um 3 % auf 107,0 Mio. € nach 104,2 Mio. € im Jahr zuvor.

Die Division Clay Building Materials Europe verzeichnete im zweiten Quartal einen leichten Umsatzrückgang um 1 % auf 400,8 Mio. €. Dieser Rückgang ist vorwiegend auf Vorzieheffekte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres zurückzuführen, die insbesondere Westeuropa betrafen. Zudem schwächten sich wichtige Märkte wie Frankreich und die Niederlande zum Teil deutlicher ab als erwartet, und auch Italien konnte aufgrund des sehr herausfordernden Marktumfeldes das Vorjahresniveau nicht erreichen. In Summe lag der Umsatz im Segment Clay Building Materials Western Europe, trotz des weiterhin sehr starken Nachfragezuwachses in Großbritannien, mit 308,2 Mio. € um 3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. In Osteuropa verzeichnete Polen erwartungsgemäß ein weiteres Mengenwachstum, und auch in Österreich und Russland lag der Absatz über dem Vorjahr. Insgesamt belief sich das Umsatzplus im Segment Clay Building Materials Eastern Europe auf 4 %.

Das EBITDA der Division Clay Building Materials Europe stieg infolge von Preiserhöhungen im Ausmaß der Kosteninflation, schlankeren Kostenstrukturen und laufend in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung um 11 % auf 73,9 Mio. €. In diesem Zuwachs sind darüber hinaus planmäßig umgesetzte Einsparungsmaßnahmen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms von rund 5 Mio. € enthalten, die vorwiegend auf die Region Westeuropa entfallen.

In der Division Pipes & Pavers Europe entwickelte sich der Umsatz im zweiten Quartal stabil und belief sich auf 299,3 Mio. € nach 299,0 Mio. € im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum sank das operative EBITDA um 10 % auf 34,2 Mio. €. Wie bereits im ersten Quartal konnten die starke Entwicklung in den nordischen Kernmärkten und die Erholung der Nachfrage in Osteuropa den Rückgang im internationalen Projektgeschäft von Pipelife sowie die schwache Nachfrage in Frankreich und in den Niederlanden nicht vollständig kompensieren.

Bei Steinzeug-Keramo, unserem Experten für keramische Abwassersysteme, blieben Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal hinter den Vergleichswerten des Vorjahres zurück. Während in Polen und Rumänien das positive Marktumfeld auch in den abgelaufenen drei Monaten zu Mengenwachstum führte, lasteten nach dem starken Jahresbeginn im zweiten Quartal Vorzieheffekte auf der Entwicklung und führten zu einem Mengenrückgang. Zudem gestaltete sich das Marktumfeld in Belgien, Frankreich und Italien weiterhin schwierig, und die öffentliche Investitionstätigkeit ging im Jahresvergleich zurück. Semmelrock, Marktführer bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, erwirtschaftete im zweiten Quartal einen leichten Umsatzanstieg, der insbesondere auf Mengenwachstum in Polen, der Slowakei und Rumänien zurückzuführen ist. Durch den zunehmenden Fokus auf höherwertige Produkte versuchen wir den Auswirkungen des starken Wettbewerbsdrucks auf das Preisniveau zu begegnen.

Nach dem sehr kalten und langen Winter in Nordamerika, der insbesondere in Kanada auch über das erste Quartal hinaus den Beginn der Bausaison verzögerte, zeigte die Verlieferung von Vormauerziegeln im zweiten Quartal einen zweistelligen Zuwachs gegenüber der VergleichsEBITDA steigt im zweiten Quartal um 3 % auf 107,0 Mio. €

Division Clay Building Materials Europe verzeichnet EBITDA-Anstieg um 11 % im Q2

Geringeres Aktivitätsniveau im volatilen internationalen Projektgeschäft von Pipelife führt zu einem EBITDA-Rückgang in der Division Pipes & Pavers Europe

Semmelrock steigert Mengen auch im Q2; Vorzieheffekte belasten Geschäftsverlauf von Steinzeug-Keramo

Nordamerika steigert Umsatz leicht auf 63,3 Mio. € im Q2 2014 periode des Vorjahres. Infolgedessen konnten Umsatz und Ergebnis in den USA trotz weiterhin leicht rückläufiger Preise gesteigert werden. In Kanada blieben die Verlieferungen aufgrund des langen Winters im zweiten Quartal hinter dem Vorjahr zurück. Zudem führte die feuchte Frühjahreswitterung im nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäft zu einem leichten Ergebnisrückgang im Jahresvergleich. In Summe stieg im zweiten Quartal der Umsatz in der Division North America um 2 % auf 63,3 Mio. €, und das EBITDA verringerte sich um 4 % auf 3,9 Mio. €.

Außenumsatz in Mio. € 4-6/2013 4-6/2014 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 405,8 400,8 -1
Clay Building Materials Eastern Europe 89,3 92,6 +4
Clay Building Materials Western Europe 316,5 308,2 -3
Pipes & Pavers Europe 299,0 299,3 0
Pipes & Pavers Eastern Europe 133,1 146,7 +10
Pipes & Pavers Western Europe 165,9 152,6 -8
North America 62,1 63,3 +2
Holding & Others 1,3 1,3 -7
Wienerberger Gruppe 768,3 764,6 0
EBITDA operativ in Mio. € 4-6/2013 4-6/2014 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 66,7 73,9 +11
Clay Building Materials Eastern Europe 15,1 19,0 +26
Clay Building Materials Western Europe 51,6 54,9 +6
Pipes & Pavers Europe 37,8 34,2 -10
Pipes & Pavers Eastern Europe 16,4 17,7 +8
Pipes & Pavers Western Europe 21,4 16,5 -23
North America 4,1 3,9 -4
Holding & Others -4,3 -5,1 -17

GESCHÄFTSSEGMENTE

Clay Building Materials Europe

Die Wohnbauaktivität in Europa zeigte sich im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zur Vorjahresperiode insgesamt stabil bis leicht positiv und lag etwas unter unseren zu Jahresbeginn getroffenen Erwartungen. Der positiven Marktdynamik in Großbritannien, Belgien und Polen stehen weiterhin deutliche Rückgänge in den Niederlanden, Frankreich, Italien, Tschechien und Ungarn gegenüber. In diesem herausfordernden Umfeld ist es uns dank intensiver Vertriebsanstrengungen dennoch gelungen, neue Produkte auf den Markt zu bringen und unsere Marktpositionen auszubauen. Bei leicht höheren Durchschnittspreisen konnten die Absatzmengen im ersten Halbjahr 2014 in allen Produktgruppen moderat gesteigert werden.

Insgesamt verzeichnete die Division Clay Building Materials Europe in der Berichtsperiode einen Umsatzanstieg um 10 % auf 719,6 Mio. € gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Das operative EBITDA konnte im gleichen Zeitraum um 52 % auf 97,1 Mio. € gesteigert werden. Dies ist neben einer besseren Auslastung unserer Kapazitäten auch unseren kontinuierlichen Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess zuzuschreiben.

Das im Zuge der Halbjahresergebnisse 2012 angekündigte Restrukturierungsprogramm befindet sich in der planmäßigen Umsetzung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Umsetzung von Schichtmodellen und Einmottungen von Werken sowie auf Strukturanpassungen in der Verwaltung und im Vertrieb. Die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms beliefen sich für die Wienerberger Gruppe im ersten Halbjahr 2014 auf rund 11 Mio. €. Von den Maßnahmen waren insbesondere die Hintermauer- und Vormaueraktivitäten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich betroffen, wodurch der Großteil der gruppenweiten Einsparungen auf das Segment Clay Building Materials Western Europe entfällt.

Clay Building Materials Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 652,5 719,6 +10
EBITDA operativ in Mio. € 63,7 97,1 +52
EBIT operativ in Mio. € -0,2 35,6 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 25,4 29,2 +15
Capital Employed in Mio. € 1.901,9 1.793,5 -6
Ø Mitarbeiter 8.332 8.259 -1

Für das zweite Halbjahr erwarten wir für unsere europäischen Kernmärkte nach wie vor ein stabiles bis leicht positives Umfeld. Während sich Märkte wie Großbritannien, Belgien und Polen positiv entwickeln, sind in Frankreich, Italien, Tschechien und Ungarn weitere zum Teil deutliche Rückgänge im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu erwarten. Das Marktumfeld in Deutschland weist eine stabile Entwicklung auf, und in den Niederlanden zeichnet sich trotz des klaren Rückgangs im laufenden Geschäftsjahr eine Bodenbildung gegen Jahresende ab. Insgesamt gehen wir für 2014 von einer moderaten Steigerung der Absatzmengen in allen Produktgruppen und entsprechenden Umsatz- und Ergebnisverbesserungen aus. Darüber hinaus erwarten wir aus der Konsolidierung von Tondach Gleinstätten einen Umsatzbeitrag in der Höhe von rund 90 Mio. € und einen EBITDA-Beitrag von rund 15 Mio. € für das zweite Halbjahr.

Steigerung der Absatzmengen in allen Produktgruppen trotz herausforderndem Marktumfeld

Clay Building Materials Western Europe

Leichte Verbesserung des Marktumfelds im Rahmen der Erwartungen in Westeuropa

In Westeuropa hat sich unsere Einschätzung zum Jahresbeginn weitgehend bestätigt, und das Marktumfeld weist in den ersten sechs Monaten 2014 eine stabile bis leicht positive Entwicklung auf. Deutliche Zuwachsraten waren insbesondere bei Vormauer- und Dachziegeln zu verzeichnen. Neben den positiven Marktentwicklungen in Großbritannien und Belgien ist dies das Resultat der Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten und der Einführung innovativer Produkte. Bei Hintermauerziegeln konnten die Absatzmengen im ersten Halbjahr ebenfalls leicht gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Segment Clay Building Materials Western Europe einen Umsatzanstieg in der Berichtsperiode um 11 % auf 566,2 Mio. €. Eine bessere Kapazitätsauslastung in unseren Werken, die erfolgreiche Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen in der Produktion und Preiserhöhungen über der Kosteninflation führten zu einer deutlichen Steigerung des operativen EBITDA um 45 % auf 75,5 Mio. €.

Clay Building Materials Western Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 512,0 566,2 +11
EBITDA operativ in Mio. € 51,9 75,5 +45
EBIT operativ in Mio. € 7,3 32,4 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 18,2 22,8 +25
Capital Employed in Mio. € 1.456,1 1.378,7 -5
Ø Mitarbeiter 5.957 5.875 -1
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.004 1.021 +2
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 588 654 +11
Absatz Dachziegel 1) in Mio. m² 10,00 11,24 +12

1) Absatz Ton- und Betondachziegel inkl. Zubehörprodukte; Vergleichswert der Vorjahresperiode wurde angepasst

Fortsetzung der positiven Dynamik in Großbritannien

Belgien weist leichtes Marktwachstum auf

Stabiles Marktumfeld in Deutschland

Großbritannien verzeichnete durch das "Help to Buy" Förderungsprogramm der Regierung signifikante Wachstumsraten im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Teilweisen Lieferengpässen bei Baustoffen konnten wir durch die Aufnahme zusätzlicher Schichten in der Produktion sowie dank unserer gruppenweiten Werksstruktur mit Importen aus Belgien und den Niederlanden begegnen. In einem weiteren Schritt wurde nun die Inbetriebnahme von zwei eingemotteten Produktionsstandorten eingeleitet. Aus dieser Maßnahme sind ab 2015 entsprechende Ergebnisbeiträge zu erwarten. Insgesamt führten in diesem Umfeld höhere Absatzmengen bei Vormauer- und Dachziegeln zusammen mit höheren Durchschnittspreisen zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen im ersten Halbjahr 2014.

Der belgische Wohnbaumarkt zeigte im ersten Halbjahr 2014 ebenfalls leichtes Wachstum. Als Innovationsführer nutzen wir die positive Dynamik, um unseren Kunden innovative Lösungen für ihre Bauvorhaben zu bieten. In der Folge ist es uns gelungen, die Durchschnittspreise durch Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie Preisanpassungen im Rahmen der Kosteninflation zu verbessern. Infolgedessen lagen Umsatz und Ergebnis in den ersten sechs Monaten über den Vergleichswerten der Vorjahresperiode.

In Deutschland liegt der Wohnbau von Ein- und Zweifamilienhäusern in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, während der Mehrfamilienwohnbau weiteres Wachstum verzeichnete. Wir haben uns in diesem Umfeld im ersten Halbjahr gut behauptet und durch Mengenzuwächse bei Hintermauer- und Dachziegeln Umsatz und Ergebnis gesteigert. Unser künftiger Fokus auf dem deutschen Markt liegt in einer weiteren Forcierung von innovativen Produkten, mit denen wir insbesondere im Mehrfamilienwohnbau unsere Marktdurchdringung verbessern wollen.

In Frankreich und den Niederlanden waren in der Berichtsperiode weitere zum Teil deutliche Rückgänge im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. Die in Umsetzung befindlichen Maßnahmen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms sowie kontinuierliche Effizienzverbesserungen im Produktionsprozess zeigen ihre Wirkung und liefern in beiden Ländern positive Ergebnisbeiträge.

Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir in der Region Westeuropa eine Fortsetzung der stabilen bis leicht positiven Entwicklung des Wohnbaumarktes. Besonders erfreulich zeigt sich das Marktumfeld in Großbritannien, das signifikante Steigerungsraten beim Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern erwarten lässt. Aber auch in Belgien gehen wir von einer moderaten Steigerung der Wohnbauaktivität und in Deutschland von einem stabilen Umfeld aus. Während in den Niederlanden eine Bodenbildung gegen Ende des Jahres möglich scheint, zeichnen sich für Frankreich und Italien anhaltende Rückgänge ab. Insbesondere in den Niederlanden und Frankreich steht der erfolgreiche Abschluss des Restrukturierungsprogramms mit entsprechend positiven Ergebnisbeiträgen im Vordergrund. Insgesamt gehen wir im Segment Clay Building Materials Western Europe von einer Umsatz- und Ergebnissteigerung im laufenden Geschäftsjahr aus.

Clay Building Materials Eastern Europe

Das Marktumfeld in Osteuropa zeigte sich im ersten Halbjahr 2014 weiterhin herausfordernd. Nach dem witterungsbedingt guten Start in die Bausaison stabilisierte sich die Nachfrage im zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen. In diesem Umfeld ist es uns gelungen, deutliche Mengensteigerungen bei Hintermauerziegeln zu verzeichnen und unsere Marktpositionen auszubauen. Der Umsatz stieg im Segment Clay Building Materials Eastern Europe im ersten Halbjahr 2014 um 9 % auf 153,4 Mio. €. Das operative EBITDA verbesserte sich trotz negativer Fremdwährungseffekte und stabiler Durchschnittspreise aufgrund der besseren Auslastung und kontinuierlicher Prozessverbesserungen um 83 % auf 21,6 Mio. €.

Clay Building Materials Eastern Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 140,5 153,4 +9
EBITDA operativ in Mio. € 11,8 21,6 +83
EBIT operativ in Mio. € -7,4 3,2 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 7,2 6,5 -10
Capital Employed in Mio. € 445,8 414,8 -7
Ø Mitarbeiter 2.375 2.384 0
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.248 1.339 +7

In Polen verzeichnete der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr 2014 eine moderate Steigerung. Wir konnten uns in diesem Umfeld besser als der Markt behaupten und unsere Absatzmengen bei stabilen Durchschnittspreisen im zweiten Quartal deutlich steigern. Eine erfreuliche Entwicklung zeigt auch unser polnisches Dachgeschäft, das im ersten Halbjahr solide Ergebnisbeiträge lieferte.

Das Marktumfeld in Tschechien und der Slowakei wies in der Berichtsperiode einen moderaten Rückgang auf. In beiden Ländern konnten wir bei höheren Durchschnittspreisen unsere Absatzmengen bei Hintermauerziegeln steigern. Die in Tschechien errichtete Verfüllanlage zur Produktion des mit Mineralwolle verfüllten Ziegels ist bereits in Betrieb und hat maßgeblichen Anteil an der Erhöhung des Umsatzanteils innovativer Produkte.

Weitere Rückgänge im Wohnungsneubau in Frankreich und den Niederlanden

Umsatz- und Ergebnissteigerungen auf Gesamtjahresbasis in Westeuropa erwartet

Umsatz- und Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr 2014 in Osteuropa

Moderate Steigerung des Wohnbaumarktes in Polen

Mengensteigerungen in schwierigem Umfeld in Tschechien und der Slowakei

Ungarn bleibt weiterhin ein schwieriger Markt

Anhaltende Stabilisierung in Rumänien; leichte Abschwächung in Bulgarien

Stabiles Marktumfeld in Russland

Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Segment Clay Building Materials Eastern Europe für 2014 erwartet

Operatives EBITDA der Division Pipes & Pavers Europe annähernd stabil

Ergebniswachstum in nordischen und osteuropäischen Kernmärkten der Pipelife Gruppe

Der Wohnungsneubau in Ungarn weist nach wie vor deutliche Rückgänge von bereits sehr niedrigem Niveau auf. Bei stabilen Durchschnittspreisen ist es uns jedoch gelungen, die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln in diesem schwierigen Umfeld auf dem Niveau des Vorjahres zu halten und somit unsere Marktposition zu stärken.

Während sich das Marktumfeld in Rumänien weiterhin auf niedrigem Niveau stabilisiert, ging der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Bulgarien im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit in der Region leicht zurück. Dennoch konnten wir in beiden Ländern unsere Absatzmengen bei Hintermauerziegeln steigern und Marktanteile gewinnen.

Russland verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2014 ein stabiles Marktumfeld. In den für uns relevanten Ballungsräumen Moskau und Kasan konnten wir unsere gute Marktposition unter Beweis stellen und unsere Absatzmengen im Vergleich zur Vorjahresperiode steigern. Die Auswirkungen der internationalen Sanktionen im Zuge der politischen Spannungen im Grenzgebiet zur Ukraine beschränken sich in unserem Geschäft bislang auf negative Fremdwährungseffekte.

Für das Gesamtjahr 2014 halten wir an unseren zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen für die Region Osteuropa fest. In Polen sind wir zuversichtlich, dass sich im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern die leichte Markterholung fortsetzen wird. Für die Slowakei und Österreich erwarten wir eine stabile Entwicklung, während wir das Marktumfeld in Tschechien und Ungarn als weiterhin rückläufig einschätzen. In Russland rechnen wir trotz der angespannten politischen Situation rund um die Ukraine mit einem stabilen Marktumfeld in den für uns wichtigen Regionen Moskau und Kasan. In Rumänien sehen wir eine Fortsetzung der Marktstabilisierung auf niedrigem Niveau während sich in Bulgarien ein leichter Marktrückgang abzeichnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment Clay Building Materials Eastern Europe organische Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Darüber hinaus rechnen wir mit einem Umsatzbeitrag von rund 90 Mio. € und einem EBITDA-Beitrag von rund 15 Mio. € aus der Konsolidierung von Tondach Gleinstätten.

Pipes & Pavers Europe

In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 5 % auf 518,1 Mio. €, während sich das operative EBITDA mit 45,8 Mio. € im Vergleich zu 46,3 Mio. € im Vorjahr annähernd stabil entwickelte.

Pipelife, unser Spezialist für Kunststoffrohrsysteme, profitierte im ersten Halbjahr von einem gesunden Marktumfeld in den nordischen Kernmärkten sowie der fortschreitenden Verbesserung des Marktumfeldes in Osteuropa. Dank unseres breiten Produktportfolios und innovativer Systemlösungen ist es uns gelungen, Marktanteile zu gewinnen und unsere führenden Marktpositionen weiter auszubauen. In Frankreich und den Niederlanden setzte sich hingegen das herausfordernde Marktumfeld wie erwartet fort und schlug sich in beiden Ländern in einem Ergebnisrückgang nieder. Im internationalen Projektgeschäft, das durch die Abhängigkeit von Großprojekten einer höheren Schwankung in der Geschäftsentwicklung unterliegt, konnte infolge eines geringeren Auftragsbestandes das starke Vorjahresergebnis wie angekündigt nicht wiederholt werden. Der geringere Ergebnisbeitrag konnte von der starken Entwicklung in den nordischen und osteuropäischen Ländern nicht vollständig kompensiert werden. Zusätzlich lasteten negative Wechselkursveränderungen in einigen skandinavischen und osteuropäischen Währungen der Pipelife Gruppe auf der Ertragskraft.

Steinzeug-Keramo, unser Spezialist für keramische Abwasserrohrsysteme, erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Absatzanstieg im europäischen Kerngeschäft und verzeichnete insbesondere im deutschen Heimatmarkt und in Polen deutliche Zuwächse. Darüber hinaus konnten wir durch die fortschreitende Erweiterung unserer Produktpalette um innovative Produkte und den Ausbau unseres Angebots an Systemlösungen den Produktmix hin zu höherwertigen Produkten verschieben und das operative Ergebnis steigern. Semmelrock, der Spezialist für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, erwirtschaftete im ersten Halbjahr ein zweistelliges Mengenwachstum, das insbesondere von der starken Entwicklung in Polen, Ungarn und Rumänien getrieben war. Die sukzessive Ausrollung von Produktneuheiten im Bereich innovativer Oberflächenstrukturen und neuartiger Verlegesysteme schlug sich in einer Verbesserung des Produktmix nieder und unterstreicht unsere Positionierung als Premium-Anbieter. In Verbindung mit schlankeren Kostenstrukturen und zusätzlichen Optimierungsmaßnahmen verzeichnete Semmelrock in den ersten sechs Monaten einen deutlichen Ergebnisanstieg im Jahresvergleich.

Pipes & Pavers Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 495,8 518,1 +5
EBITDA operativ in Mio. € 46,3 45,8 -1
EBIT operativ in Mio. € 22,3 18,4 -18
Gesamtinvestitionen in Mio. € 11,3 17,0 +51
Capital Employed in Mio. € 646,0 632,8 -2
Ø Mitarbeiter 4.011 4.183 +4

Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir uns eine weitgehende Fortsetzung der Trends aus den ersten sechs Monaten. Für Steinzeug-Keramo gehen wir aufgrund des moderaten Mengenwachstums, der Verbesserung des Produktmix und fehlender Einmalkosten im Jahresvergleich von einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses aus. Für Semmelrock erwarten wir ebenfalls einen klaren Ergebnisanstieg auf Jahressicht, der vorrangig auf die Absatzverbesserung und schlankere Kostenstrukturen zurückzuführen ist. Im Kunststoffrohrgeschäft von Pipelife gehen wir von einer Fortsetzung des Umsatz- und Ergebniswachstums in den nordischen und osteuropäischen Kernmärkten aus. Zusätzlich erwarten wir im internationalen Projektgeschäft eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte infolge von neuen Aufträgen, die bereits gegen Jahresende positiv zum Ergebnis beitragen werden. Da davon auszugehen ist, dass das Wachstum in den europäischen Kernmärkten den Ergebnisrückgang im internationalen Projektgeschäft auf Jahressicht nur teilweise kompensieren kann, erwarten wir, wie bereits am Jahresbeginn angekündigt, einen moderaten Ergebnisrückgang bei Pipelife. Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2014 mit einer annähernd stabilen Ergebnisentwicklung in der Division Pipes & Pavers Europe.

Ergebnisverbesserung infolge von Mengenwachstum und der sukzessiven Ausrollung von innovativen Produkten bei Steinzeug-Keramo und Semmelrock

Annähernd stabile Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2014 erwartet

Pipes & Pavers Western Europe

Das Segment Pipes & Pavers Western Europe verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Umsatzrückgang um 5 % auf 283,2 Mio. €, und das operative EBITDA sank um 19 % auf 26,9 Mio. €. Im Kunststoffrohrgeschäft zeigte die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr ein stark differenziertes Bild. Pipelife erwirtschaftete in den nordischen Kernmärkten Umsatz- und Ergebniszuwächse und konnte durch das überdurchschnittliche Wachstum in den stabilen bis leicht wachsenden Märkten der Region Marktanteile hinzugewinnen. Diese erfreuliche Entwicklung kompensierte die Rückgänge in den weiterhin herausfordernden Märkten in Frankreich und den Niederlanden. Darüber hinaus musste Pipelife im internationalen Projektgeschäft, das von Westeuropa aus betrieben wird, Umsatz- und Ergebniseinbußen im Vergleich zum Rekordergebnis des Vorjahres hinnehmen, die auf den geringeren Auftragseingang für großdimensionierte und faserverstärkte Rohre zurückzuführen sind. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Rückgang von Umsatz und operativem Ergebnis im Jahresvergleich.

Steinzeug-Keramo, unser Spezialist für keramische Abwassersysteme, erwirtschaftete im ersten Halbjahr leichte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Deutschland, Polen und Rumänien entwickelten sich am erfreulichsten und zeigten deutliche Mengenzuwächse. Demgegenüber konnte in Frankreich, Italien, Tschechien und Belgien das Vorjahresniveau nicht gehalten werden, da in diesen Märkten die Investitionstätigkeit öffentlicher Körperschaften weiterhin eingeschränkt ist oder wie im Fall von Italien die mangelnde Umsetzung von Projekten zu einem Investitionsstau führt. Insgesamt verzeichnete das europäische Kerngeschäft ein moderates Mengenwachstum, während die Verlieferungen in den Mittleren Osten nicht an das Vorjahresniveau anschließen konnten. In Summe entwickelte sich der Absatz in den ersten sechs Monaten stabil, und das Ergebnis konnte durch positive Verschiebungen im Produktmix verbessert werden.

Pipes & Pavers Western Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 298,7 283,2 -5
EBITDA operativ in Mio. € 33,1 26,9 -19
EBIT operativ in Mio. € 20,1 10,3 -49
Gesamtinvestitionen in Mio. € 8,0 12,7 +58
Capital Employed in Mio. € 344,8 334,9 -3
Ø Mitarbeiter 1.776 1.787 +1

Im Kunststoffrohrgeschäft gehen wir für das zweite Halbjahr von einer Fortsetzung der regionalen Trends in den westeuropäischen Märkten und einer Belebung des internationalen Projektgeschäfts aus. In den verbleibenden sechs Monaten erwarten wir daher eine annähernd stabile Ergebnisentwicklung. Auf Jahressicht kann das Ergebniswachstum im westeuropäischen Geschäft, und insbesondere die starke Entwicklung in den nordischen Kernmärkten, den Ergebnisrückgang im internationalen Projektgeschäft nicht vollständig kompensieren und ist von einem Umsatz- und Ergebnisrückgang auszugehen. Im keramischen Rohrgeschäft rechnen wir für die zweite Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der Entwicklung aus dem ersten Halbjahr, und hoffen insbesondere in Italien auf eine sukzessive Lösung des Investitionsstaus. In Frankreich, Tschechien und Belgien zeichnet sich hingegen ein marktbedingter Rückgang ab. Auf Jahressicht gehen wir für Steinzeug-Keramo aufgrund von steigenden Absatzmengen, schlankeren Kostenstrukturen und fehlenden Einmalkosten im Vergleich zum Vorjahr von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe einen moderaten Ergebnisrückgang.

Starker Geschäftsverlauf in nordischen Märkten kann Rückgang im internationalen Projektgeschäft nur teilweise kompensieren

Mengenwachstum im westeuropäischen Kerngeschäft von Steinzeug-Keramo

Annähernd stabile Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr erwartet

Pipes & Pavers Eastern Europe

Das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Umsatzanstieg um 19 % auf 234,9 Mio. € und eine signifikante Verbesserung des operativen EBITDA um 43 % auf 18,9 Mio. €. Sowohl im Kunststoffrohrgeschäft als auch bei Semmelrock wurde ein zweistelliges Mengenwachstum erwirtschaftet, wodurch es uns gelungen ist, unsere Marktanteile in den stabilen bis leicht wachsenden Märkten der Region auszubauen.

Pipes & Pavers Eastern Europe 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 197,1 234,9 +19
EBITDA operativ in Mio. € 13,2 18,9 +43
EBIT operativ in Mio. € 2,3 8,1 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 3,2 4,3 +33
Capital Employed in Mio. € 301,2 297,9 -1
Ø Mitarbeiter 2.235 2.396 +7

Pipes & Pavers Eastern Europe erwirtschaftet EBITDA-Anstieg um 43 % auf 18,9 Mio. € im Jahresvergleich

Pipelife erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg und konnte durch das überdurchschnittliche Wachstum die Marktanteile in der Region verbessern. Neben Österreich, dem größten Markt der Region, der weitere Zuwächse von gutem Niveau verzeichnete, zeigte insbesondere Polen ein starkes Mengenwachstum, das sich in einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung niederschlug. In Griechenland und Bulgarien setzte sich die bereits im letzten Jahr eintretende Markterholung weiter fort, und in Ungarn konnten wir uns klar besser als der Markt behaupten. Die Türkei verzeichnete nach dem herausfordernden Marktumfeld im Vorjahr ebenfalls eine starke Erholung der Nachfrage, die allerdings von der Abwertung der türkischen Lira gemildert wurde.

Semmelrock, unser Spezialist für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, zeigte nach dem sehr starken ersten Quartal auch im zweiten Quartal ein Mengenwachstum. Am erfreulichsten entwickelten sich in den ersten sechs Monaten die Märkte Polen, Rumänien, Bulgarien sowie die Slowakei, in denen der Absatz klar über den Vergleichswerten des Vorjahres lag. Vor dem Hintergrund stabiler bis leicht wachsender Märkte in der Region erreichte Semmelrock im ersten Halbjahr eine wesentliche Steigerung der Marktanteile. Die fortschreitende Verschiebung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten mit innovativen Oberflächenstrukturen milderte die Auswirkung des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks auf die Preisentwicklung. In Summe führten der Umsatzanstieg und die durch die Einsparungsmaßnahmen verbesserte Ertragskraft zu einem zweistelligen Zuwachs des operativen Ergebnisses.

In den ersten sechs Monaten bestätigte sich die für die Region Osteuropa erwartete Stabilisierung des Marktumfelds, und wir bekräftigen nach der starken Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr unsere Zielsetzung, Umsatz und Ergebnis auf Jahressicht zu steigern. Dabei gehen wir für das zweite Halbjahr trotz der herausfordernden Vergleichsbasis im vierten Quartal von einer stabilen Ergebnisentwicklung aus. Für Pipelife rechnen wir auf Jahressicht mit einer Ergebnisverbesserung auf breiter Basis, die neben der andauernden Erholung von schwachen Niveaus in Märkten wie Griechenland, Bulgarien, der Türkei und Ungarn auch von Ergebnissteigerungen in den beiden wichtigsten Märkten der Region, Polen und Österreich, getragen wird. In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr weiterhin eine Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr, die vorrangig auf die gestiegenen Verkaufsmengen, die sukzessive Verschiebung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten sowie auf die schlankere Kostenstruktur zurückzuführen ist.

Pipelife und Semmelrock verzeichnen Ergebniswachstum und Marktanteilsgewinne in Osteuropa

Umsatz- und Ergebnisverbesserung auf Jahressicht erwartet

North America

Nach einem witterungsbedingt schwierigen Start ins Geschäftsjahr 2014 setzte sich im zweiten Quartal die Erholung im amerikanischen Wohnungsneubau fort. In diesem Umfeld konnten wir unsere Absatzmengen bei Vormauerziegeln steigern und schneller als der Markt wachsen. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten stabile Ergebnisbeiträge. Belastet durch einen rückläufigen Geschäftsverlauf in Kanada, Preisdruck in einzelnen regionalen Märkten und negative Fremdwährungseffekte blieb der Außenumsatz der Division North America mit 108,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2014 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Höhere Anlaufkosten für die Inbetriebnahme von Werken und die Aufnahme neuer Schichten trugen zusätzlich dazu bei, dass das operative EBITDA von 4,4 Mio. € auf 2,3 Mio. € in der Berichtsperiode sank.

North America 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 108,9 108,3 -1
EBITDA operativ in Mio. € 4,4 2,3 -47
EBIT operativ in Mio. € -7,0 -8,7 -25
Gesamtinvestitionen in Mio. € 2,0 3,3 +67
Capital Employed in Mio. € 460,5 434,4 -6
Ø Mitarbeiter 1.203 1.247 +4
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 149 172 +16

Anhaltender Preisdruck und höhere Anlaufkosten belasten Ergebnis 2014

Fortsetzung der Erholung am amerikanischen Wohnbaumarkt nach schwierigem Start

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir im Bereich Kunststoffrohre eine annähernd stabile Entwicklung. Da unsere Kapazitäten im Rohrbereich bereits eine hohe Auslastung aufweisen, erweitern wir den bestehenden Standort und investieren im zweiten Halbjahr etwa 5 Mio. € in zusätzliche Produktionslinien. Im amerikanischen Wohnungsneubau gehen wir von einer im Vergleich zu den Erwartungen am Jahresanfang leicht gedämpften Fortsetzung der Erholung und einem entsprechenden Anstieg der Nachfrage nach Ziegeln aus. Die flexible Preispolitik des ersten Halbjahres wird sich aufgrund der geänderten Markterwartung auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. In Kanada sehen wir weiterhin eine leicht rückläufige Marktsituation. Insgesamt gehen wir für die Division North America von einer annähernd stabilen Ergebnisentwicklung aus.

Holding & Others

Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unsere indischen Ziegelaktivitäten. Während sich in Indien die Absatzmenge im ersten Halbjahr stabil entwickelte, führte vorrangig die signifikante Abwertung der indischen Rupie zu einem Umsatzrückgang um 7 % auf 2,7 Mio. €. Das operative EBITDA der Division ging auf -10,1 Mio. € zurück. Für das Gesamtjahr gehen wir von stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklungen für unsere indischen Ziegelaktivitäten aus.

Holding & Others 1-6/2013 1-6/2014 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 2,9 2,7 -7
EBITDA operativ in Mio. € -8,1 -10,1 -24
EBIT operativ in Mio. € -10,3 -11,8 -14
Gesamtinvestitionen in Mio. € 4,7 2,8 -40
Capital Employed in Mio. € 17,1 19,2 +12
Ø Mitarbeiter 196 198 +1

Indisches Geschäft von negativen Währungseffekten belastet

Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 4-6/2014 4-6/2013 1-6/2014 1-6/2013
Umsatzerlöse 764.779 768.494 1.349.397 1.260.443
Herstellkosten -517.035 -523.627 -947.788 -903.546
Bruttoergebnis vom Umsatz 247.744 244.867 401.609 356.897
Vertriebskosten -140.582 -138.518 -263.683 -254.122
Verwaltungskosten -42.248 -40.210 -84.274 -80.089
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.657 -14.774 -31.886 -29.469
Sonstige betriebliche Erträge 5.706 2.331 11.734 11.672
Betriebsergebnis 53.963 53.696 33.500 4.889
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1.985 1.911 -2.748 -5.156
Zinsertrag 2.115 2.002 4.099 3.822
Zinsaufwand -15.949 -15.688 -31.786 -29.189
Sonstiges Finanzergebnis 1.069 -3.333 1.467 -3.606
Finanzergebnis -10.780 -15.108 -28.968 -34.129
Ergebnis vor Ertragsteuern 43.183 38.588 4.532 -29.240
Ertragsteuern -5.677 -11.134 -6.258 -1.793
Ergebnis nach Ertragsteuern 37.506 27.454 -1.726 -31.033
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 63 20 -468 -550
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.102 8.102 16.116 16.116
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 29.341 19.332 -17.374 -46.599
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,26 0,17 -0,15 -0,40
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,26 0,17 -0,15 -0,40

Gesamtergebnisrechnung

in TEUR 4-6/2014 4-6/2013 1-6/2014 1-6/2013
Ergebnis nach Ertragsteuern 37.506 27.454 -1.726 -31.033
Währungsumrechnung 18.329 -41.244 8.573 -43.959
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
62 0 -27 -524
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 144 -334 395 -99
Veränderung Hedging Reserve -6.673 5.482 -6.531 8.257
Sonstiges Gesamtergebnis 1) 11.862 -36.096 2.410 -36.325
Gesamtergebnis nach Steuern 49.368 -8.642 684 -67.358
davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile 63 19 -468 -556
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.102 8.102 16.116 16.116
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft 41.203 -16.763 -14.964 -82.918

1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Bilanz

in TEUR 30.6.2014 31.12.2013
Aktiva
Immaterielles Anlagevermögen und Firmenwerte 840.696 842.897
Sachanlagen 1.619.057 1.663.283
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 81.092 78.377
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 18.278 24.454
Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 7.079 6.869
Latente Steuern 51.103 46.633
Langfristiges Vermögen 2.617.305 2.662.513
Vorräte 719.851 666.026
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 332.757 203.467
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 22.844 17.920
Sonstige kurzfristige Forderungen 71.328 73.295
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 94.336 91.449
Zahlungsmittel 365.495 496.690
Kurzfristiges Vermögen 1.606.611 1.548.847
Summe Aktiva 4.223.916 4.211.360
Passiva
Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.082.297 1.083.973
Hybridkapital 492.896 492.896
Gewinnrücklagen 755.688 803.254
Übrige Rücklagen -218.661 -221.071
Eigene Anteile -24.324 -24.324
Beherrschende Anteile 2.205.423 2.252.255
Nicht beherrschende Anteile 267 1.911
Eigenkapital 2.205.690 2.254.166
Latente Steuern 109.438 103.980
Personalrückstellungen 117.393 116.172
Sonstige langfristige Rückstellungen 50.406 50.899
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 838.111 836.121
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 8.566 8.237
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.123.914 1.115.409
Kurzfristige Rückstellungen 55.001 57.396
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern 10.348 12.359
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 315.110 290.897
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 280.690 268.334
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 233.163 212.799
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 894.312 841.785
Summe Passiva 4.223.916 4.211.360

Entwicklung des Eigenkapitals

2014 2013
in TEUR Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Konzern Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1. 2.252.255 1.911 2.254.166 2.360.288 3.396 2.363.684
Gesamtergebnis nach Steuern 1.152 -468 684 -66.802 -556 -67.358
Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon -46.308 0 -46.308 -46.308 0 -46.308
Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile -1.676 -1.176 -2.852 0 0 0
Stand 30.6. 2.205.423 267 2.205.690 2.247.178 2.840 2.250.018

Cashflow Statement

in TEUR 1-6/2014 1-6/2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.532 -29.240
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 101.630 101.403
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern 1 -8.895
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2.748 5.156
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -3.384 -3.420
Zinsergebnis 27.687 25.367
Gezahlte Zinsen -20.373 -9.375
Erhaltene Zinsen 1.456 1.176
Gezahlte Ertragsteuern -12.441 -6.313
Cashflow aus dem Ergebnis 101.856 75.859
Veränderungen Vorräte -53.825 -32.241
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -129.290 -145.603
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.387 12.837
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 19.019 -16.293
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -127 -1.678
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -49.980 -107.119
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 7.114 5.735
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -52.324 -43.266
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -102
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -5.718 237
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 26
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 50 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -50.878 -37.370
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1.990 237.571
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 13.164 -4.732
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -13.808 -13.808
Gezahlter Hybridkupon -32.500 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen -2.852 0
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3.401 3.120
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -30.605 189.651
Veränderung der Zahlungsmittel -131.463 45.162
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 268 -1.359
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 496.690 242.288
Zahlungsmittel am Ende der Periode 365.495 286.091

Geschäftssegmente

Clay Building Materials Pipes & Pavers
1-6/2014
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding &
Others 1)
Überleitung 2) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 153.426 566.197 234.908 283.233 108.327 2.673 1.348.764
Innenumsatz 2.730 5.742 6.604 10.811 859 4.865 -30.978 633
Umsatz gesamt 156.156 571.939 241.512 294.044 109.186 7.538 -30.978 1.349.397
EBITDA operativ 21.584 75.479 18.928 26.902 2.318 -10.081 135.130
EBIT operativ 3.166 32.409 8.078 10.326 -8.695 -11.784 33.500
Gesamtinvestitionen 6.454 22.779 4.296 12.684 3.290 2.821 52.324
Capital Employed 414.775 1.378.705 297.902 334.888 434.420 19.196 2.879.886
Ø Mitarbeiter 2.384 5.875 2.396 1.787 1.247 198 13.887
1-6/2013
Außenumsatz 140.493 512.025 197.083 298.716 108.902 2.875 1.260.094
Innenumsatz 2.737 3.617 5.995 7.275 0 4.216 -23.491 349
Umsatz gesamt 143.230 515.642 203.078 305.991 108.902 7.091 -23.491 1.260.443
EBITDA operativ 11.826 51.907 13.199 33.062 4.412 -8.114 106.292
EBIT operativ -7.434 7.254 2.279 20.062 -6.977 -10.295 4.889
Gesamtinvestitionen 7.172 18.225 3.221 8.036 1.965 4.723 43.342
Capital Employed 445.764 1.456.111 301.214 344.753 460.499 17.110 3.025.451
Ø Mitarbeiter 2.375 5.957 2.235 1.776 1.203 196 13.742

1) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.

2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.6.2014 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2013 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2014 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.

Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden und erstmals verpflichtend anzuwenden sind.

Standards/
Interpretationen
Veröffentlichung durch
das IASB
Anwendungspflicht für
Wienerberger
IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) Mai 2011 1.1.2014
IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) Mai 2011 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse Mai 2011 1.1.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen Mai 2011 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen Mai 2011 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen Juni 2012 1.1.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse: Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen: Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IAS 27 Separate Abschlüsse (2011): Investment Gesellschaften Oktober 2012 1.1.2014
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte Mai 2013 1.1.2014
IFRIC 21 Abgaben Mai 2013 1.1.2014
IAS 39 Umwandlung von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von
Sicherungsbeziehungen
Juni 2013 1.1.2014

Die neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen und IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen wurden von der EU am 11.12.2012 übernommen und sind ab 1.1.2014 mit retrospektiver Wirkung verpflichtend anzuwenden. Sie sind gemeinsam mit den Änderungen des IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (2011) umzusetzen. Eine wesentliche Auswirkung ergibt sich durch die Änderung der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen unter IFRS 11, wonach quotal einbezogene Unternehmen in der Regel at-equity darzustellen sind. Da Wienerberger bereits 2012 die Bilanzierungsmethode für die Gemeinschaftsunternehmen Schlagmann und Tondach Gleinstätten auf die Equity-Methode umgestellt hat, hat die Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss.

Die Änderungen des IAS 36 betreffend Angaben zum erzielbaren Betrag, des IAS 39 über die Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie des IFRIC 21 Abgaben haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2013, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.

Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet die Aktivitäten des Kunststoffrohrproduzenten Pipelife, des Keramikrohrproduzenten Steinzeug-Keramo sowie des Betonsteinproduzenten Semmelrock und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.

Einbezogene Unternehmen

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Gemeinschaftsunternehmen der Tondach Gleinstätten Gruppe und der Schlagmann Gruppe werden zu 50 % at-equity bilanziert.

Anfang Jänner wurde die vollkonsolidierte MR Erwerbs GmbH & Co KG an Schlagmann veräußert und entkonsolidiert.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 10.2.2014 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR ausbezahlt. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2014 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 16.116 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,14 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg um 7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und betrug in den ersten sechs Monaten 1.349.397 TEUR (Vorjahr: 1.260.443 TEUR). Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 135.130 TEUR um 28.838 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 106.292 TEUR. Das operative Betriebsergebnis beläuft sich auf 33.500 TEUR im Vergleich zu 4.889 TEUR im Vorjahr.

Zum Stichtag wurden 2.464.138 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2014 bis 30.6.2014 auf 115.062.626 Stück. Per 30.6.2014 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 8.546 TEUR (Vorjahr: -44.483 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem britischen Pfund und dem US-Dollar. Die Hedging Reserve verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -6.531 TEUR (Vorjahr: 8.257 TEUR) nach Steuern. Positive Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 395 TEUR (Vorjahr: -99 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um -1.726 TEUR (Vorjahr: -31.033 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 684 TEUR (Vorjahr: -67.358 TEUR).

Erläuterungen zum Cashflow Statement

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -49.980 TEUR (Vorjahr: -107.119 TEUR) lag aufgrund höherer Umsätze und eines witterungsbedingt schwächeren Aufbaus des Working Capitals deutlich über dem Vergleichswert der Vorperiode. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 52.324 TEUR (Vorjahr: 43.342 TEUR) resultierte mit 52.187 TEUR (Vorjahr: 43.266 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 137 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR) aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 52.324 TEUR (Vorjahr: 43.266 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capitals im Vergleich zum 31.12.2013 um 154.511 TEUR auf 693.390 TEUR.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Folgende Tabelle stellt alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Buchwert
zum
in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.6.2014
Anteile Fonds 7.567 7.567
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 19.610 19.610
Aktien 6.452 6.452
Sonstige 1.440 10.412 11.852
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 35.069 10.412 45.481
Derivate Hedges 6.833 6.833
Sonstige Derivate 7.806 7.806
Derivate mit positivem Marktwert 14.639 14.639
Derivate Hedges 13.080 13.080
Sonstige Derivate 153 153
Derivate mit negativem Marktwert 13.233 13.233
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken, die zum Marktwert bilanziert werden 2.419 2.419

Finanzverbindlichkeiten werden bei Wienerberger grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert
zum
30.6.2014
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 280.567 268.421
Anleihen 901.388 868.249
Darlehen 241 245
Vorlagen 448 445
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 901.388 689 868.939

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten sechs Monaten 2014 wurden als wesentliche Risiken eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten und ein damit verbundener Preisdruck sowie die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte, wie Beton, Stahl oder Holz, identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken, wenngleich in geringerem Ausmaß als noch im Jahr zuvor. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preis-absicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise, die mit dem Erdölpreis korrelieren, beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Mit wenigen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um dem Versorgungsrisiko zu begegnen.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wurde wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.6.2014 auf 20.690 TEUR (Vorjahr: 17.706 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 9.435 TEUR (Vorjahr: 6.449 TEUR).

Sonstige Angaben

Wienerberger gab am 18.4.2014 die Neubesetzung des Vorstands der ANC Privatstiftung durch zwei Mitglieder des Top Managements bekannt, womit Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben kann. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben.

Zum 30.6.2014 betrug die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung 25.043 TEUR und besteht im Wesentlichen aus Liegenschaften und Immobilien in Höhe von 13.107 TEUR und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 11.251 TEUR. Zum Bilanzstichtag hatte die ANC Privatstiftung keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Wienerberger hat mit 1. Juli 2014 die Mehrheit an Tondach Gleinstätten übernommen. Die Tondach Gruppe wurde bis 30. Juni 2014 zu 50 % at-equity bilanziert und mit Abschluss der Übernahme vollkonsolidiert. Der Kaufpreis der erworbenen Anteile beträgt 42,8 MEUR, wobei 23,4 MEUR in Form von eigenen Aktien (1.910.985 Stück) und der Rest bar bezahlt werden. Nach einer Umwandlung von Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von 26 MEUR in nachrangige Genussrechte halten die beteiligten Banken Anteile im Ausmaß von rund 18 %, und Wienerberger hält 82 % der Anteile. Wienerberger erwartet für die Tondach Gruppe einen Umsatz von rund 155 MEUR und ein operatives EBITDA von rund 23 MEUR für 2014. Die Beiträge zu den Ergebnissen der Wienerberger Gruppe werden für das Geschäftsjahr 2014 auf rund 90 MEUR für den Konzernumsatz und rund 15 MEUR für das Konzern-EBITDA geschätzt.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 19. August 2014

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Finanzterminplan

22. Juli 2014 Beginn der Quiet Period
19. August 2014 Halbjahresabschluss 2014: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
20. August 2014 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2014 in London
11. September 2014 Capital Markets Day 2014 in Belgien
21. Oktober 2014 Beginn der Quiet Period
12. November 2014 Ergebnisse zum 3. Quartal 2014
29. Jänner 2015 Beginn der Quiet Period
26. Februar 2015 Ergebnisse 2014: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
27. Februar 2015 Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2014 in London
31. März 2015 Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2014 auf der
Wienerberger Website
17. April 2015 Beginn der Quiet Period
07. Mai 2015 Ergebnisse zum 1. Quartal 2015
22. Mai 2015 146. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
27. Mai 2015 Ex-Tag für Dividende 2014
29. Mai 2015 Zahltag für Dividende 2014
Juni 2015 Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts 2014
24. Juli 2015 Beginn der Quiet Period
18. August 2015 Halbjahresabschluss 2015: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
19. August 2015 Analystenkonferenz zum Halbjahresabschluss 2015 in London
September 2015 Capital Markets Day 2015
23. Oktober 2015 Beginn der Quiet Period
12. November 2015 Ergebnisse zum 3. Quartal 2015

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Klaus Ofner
Aktionärstelefon +43 1 601 92 10221
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2013:

http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Bericht zum 1. Halbjahr 2014 erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Medieninhaber (Verleger): Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0, F +43 1 601 92 10425

Produktionsstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Unter Berücksichtigung des Standorts in Indien sind wir derzeit mit insgesamt 212 Produktionsstandorten in 30 Ländern und vier Exportmärkten vertreten. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.