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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Nov 20, 2014

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2014

Wichtige Daten auf einen Blick

Monetäre Werte in € Millionen 2014 Veränderung 2013
Erfolgsrechnung 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Zinsüberschuss 2.894 4,2% 2.776
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1.083 35,4% - 800
Provisionsüberschuss 1.168 - 2,8% 1.203
Handelsergebnis 38 - 84,0% 240
Verwaltungsaufwendungen - 2.295 - 5,5% - 2.430
Periodenüberschuss vor Steuern 502 - 27,9% 696
Periodenüberschuss nach Steuern 259 - 43,7% 461
Konzern-Periodenüberschuss 225 - 45,2% 411
Bilanz 30.9. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 22.353 0,5% 22.243
Forderungen an Kunden 82.550 2,4% 80.635
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.771 2,2% 30.105
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.824 2,1% 66.437
Eigenkapital 9.819 - 5,3% 10.364
Bilanzsumme 132.016 1,1% 130.640
Kennzahlen 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Return on Equity vor Steuern 5,8% - 2,8 PP 8,6%
Return on Tangible Equity 4,3% - 3,6 PP 7,9%
Konzern Return on Equity 1,7% - 2,9 PP 4,6%
Cost/Income Ratio 55,5% - 1,5 PP 56,9%
Return on Assets vor Steuern 0,52% - 0,18 PP 0,70%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,29% 0,21 PP 3,08%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,79% 0,50 PP 1,29%
Bankspezifische Kennzahlen 30.9. 31.12.
NPL Ratio 11,1% 0,4 PP 10,7%
Risikoaktiva (gesamt) 79.402 - 0,6% 79.897
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.352 - 0,6% 6.392
Gesamte Eigenmittel 12.333 - 2,8% 12.686
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 11,0% 0,3 PP 10,7%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 10,2% n.a.
Eigenmittelquote (transitional) 15,5% - 0,3 PP 15,9%
Aktienkennzahlen 1.1.- 30.9. 1.1.- 30.9.
Gewinn je Aktie in € 0,42 - 68,9% 1,34
Schlusskurs in € (30.9.) 17,22 - 25,7% 23,17
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 31,27 - 2,8% 32,16
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 17,22 - 9,9% 19,11
Anzahl der Aktien in Millionen (30.9.) 292,98 49,9% 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (30.9.) 5.045 11,4% 4.529
Ressourcen 30.9. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 55.933 - 3,4% 57.901
Geschäftsstellen 2.894 - 4,3% 3.025
Kunden in Millionen 14,6 0,1% 14,6

Raiffeisen Bank International Konzern

RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Konzern-Lagebericht 7
Entwicklung der Märkte 7
Ergebnis- und Finanzentwicklung 9
Ergebnis im Vorjahresvergleich 10
Ergebnis im Quartalsvergleich 13
Bilanzentwicklung 14
Risikomanagement 17
Ausblick 19
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode 19
Segmentbericht 20
Einteilung der Segmente 20
Segmentüberblick 20
Zentraleuropa 21
Südosteuropa 28
Russland 37
CEE Sonstige 40
Group Corporates 43
Group Markets 44
Corporate Center 45
Konzernzwischenabschluss 46
Gesamtergebnisrechnung 46
Bilanz 49
Eigenkapitalveränderungsrechnung 50
Kapitalflussrechnung 51
Segmentberichterstattung 51
Anhang 56
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 59
Erläuterungen zur Bilanz 63
Risikobericht 70
Sonstige Angaben 81
Impressum/Disclaimer 92

RBI auf dem Kapitalmarkt

Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone hinter den Erwartungen

Die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone blieb im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres hinter den Erwartungen zurück. Hauptverantwortlich dafür waren der anhaltende militärische Konflikt im Osten der Ukraine und die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen. Dies drückte im dritten Quartal auf die Stimmung an den Kapitalmärkten, weshalb der ATX und auch der DAX mit einem deutlichen Minus schlossen. Dagegen zeigte sich der Kursverlauf des Dow Jones aufgrund der guten USamerikanischen Konjunktur im Quartalsvergleich nahezu unverändert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) nahm die gedämpfte Wirtschaftsentwicklung Anfang September zum Anlass, den erst im Juni gesenkten Leitzins von 0,15 auf 0,05 Prozent nochmals zu reduzieren. Gleichzeitig beschloss der EZB-Rat, den Strafzins auf Einlagen von Banken bei der EZB von minus 0,1 auf minus 0,2 Prozent weiter zu verschärfen.

Dieser Zinsschritt führte zu einer weiteren Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Die Renditen erstklassiger europäischer Staatsanleihen setzten ihren seit Beginn des Jahres anhaltenden Abwärtstrend nach den geldpolitischen Maßnahmen der EZB weiter fort und bewegten sich zum Ende des dritten Quartals nahe ihren historischen Tiefständen.

Entwicklung der RBI-Aktie

Die RBI-Aktie startete mit einem Kurs von € 23,32 in das dritte Quartal. Beeinflusst vom Konflikt im Osten der Ukraine sank der Kurs, sodass die Aktie im dritten Quartal insgesamt 26 Prozent an Wert verlor. Zum Redaktionsschluss dieses Berichts notierte sie bei € 16,30.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2013 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Interessierten Investoren bot die RBI auf Roadshows in London, Stegersbach, Warschau und Wien wieder Gelegenheit zu persönlicher Information.

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2014 am 21. August traf der Vorstand der RBI Investoren in Wien und hielt zudem eine Telefonkonferenz ab, an der rund 250 internationale Analysten und Investoren teilnahmen. Nach Bekanntgabe der Anpassung des Ausblicks am 22. September bot die RBI der Financial Community umgehend in einer Telefonkonferenz – mit rund 300 Teilnehmern – die Möglichkeit, direkt vom Vorstand Informationen sowie Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Am 26. Oktober wurde bekannt gegeben, dass die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), Mehrheitsaktionärin der RBI, den Stresstest der EZB klar bestanden hat. Dies nahm die RBI zum Anlass für eine weitere Telefonkonferenz, an der über 200 Teilnehmer gezählt wurden. Im Anschluss führte der RBI-Vorstand zahlreiche Einzelgespräche mit Investoren, Analysten und Rating-Agenturen. Die Telefonkonferenzen sind im Internet unter www.rbinternational.com → Investor Relations → Präsentationen & Webcasts abrufbar.

Speziell für Anleiheinvestoren fand Mitte September eine Telefonkonferenz statt. Ende September lud die RBI zum jährlichen Analysten-Gespräch in London, an dem nahezu alle Equity-Analysten teilnahmen, die regelmäßig über die RBI berichten. Ebenfalls in London fand Anfang Oktober eine internationale Konferenz statt: Der Vorstand präsentierte das Unternehmen vor rund 300 Teilnehmern und stellte sich den Fragen der Investoren. Im Anschluss nahm der Vorstand an Gruppen-Meetings mit insgesamt 50 hochrangigen Investoren teil. Kurz darauf war die RBI auf einer österreichischen Investorenkonferenz in Stegersbach vertreten.

Neben 30 Aktienanalysten geben 23 Anleiheanalysten regelmäßig Empfehlungen zur RBI als Investment ab. Damit ist die RBI jenes Unternehmen in Österreich, über das die größte Anzahl von Analystenhäusern regelmäßig berichtet.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Die RZB hielt zum Ende des dritten Quartals rund 60,7 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befanden sich im Streubesitz.

Kurs zum 30. September 2014 € 17,22
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2014 € 24,50 / € 17,22
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. September 2014 € 0,42
Buchwert je Aktie zum 30. September 2014 € 31,44
Marktkapitalisierung zum 30. September 2014 € 5,0 Milliarden
Durchschnittlicher Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2014 553.255 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2014 € 722 Millionen
Streubesitz zum 30. September 2014 rund 39,3%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2014 292.979.038

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Moody's Investors Service A3 P-2 negativ
Standard & Poor's A- A-2 negativ
Fitch Ratings A F1 negativ

Finanzkalender 2015

25. Februar 2015 Beginn der Quiet Period
25. März 2015 Geschäftsbericht 2014, Conference Call
26. März 2015 RBI Investor Presentation, London
7. Mai 2015
neuer Termin!
Beginn der Quiet Period
21. Mai 2015
neuer Termin!
Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
17. Juni 2015 Hauptversammlung
24. Juni 2015 Ex-Dividendentag und Dividendenzahlung
5. August 2015 Beginn der Quiet Period
19. August 2015 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
29. Oktober 2015 Beginn der Quiet Period
12. November 2015 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Konzern-Lagebericht

Entwicklung der Märkte

Nach einem Plus von 1,2 Prozent im Jahr 2013 dürfte das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) 2014 bei 0,4 Prozent liegen. Allerdings werden sich die einzelnen Regionen sehr unterschiedlich entwickeln. Die veröffentlichten BIP-Daten auf Quartalsbasis für 2014 sowie Vorlaufindikatoren deuten darauf hin, dass es in Zentraleuropa (CE) zu einem soliden Wachstum kommen sollte, während der Ausblick für Südosteuropa (SEE) uneinheitlich ist. Das Wirtschaftswachstum dürfte aber in beiden Regionen merklich über dem Schnitt der Eurozone liegen. Die Wirtschaft in Russland und Belarus wird 2014 von Stagnation oder einer leichten Rezession geprägt sein, während es in der Ukraine zu einem einschneidenden Konjunktureinbruch kommen dürfte. Die Restriktionen im Warenverkehr mit Russland (vor allem bei Exporten) werden die Konjunktur – sowohl in der Eurozone als auch in CE und SEE – aufgrund der geringen direkten Verflechtung nicht maßgeblich beeinflussen. Dennoch ist in CEE und in der Eurozone bereits eine Eintrübung des Geschäftsklimas – auch wegen anderer geopolitischer Risiken – erkennbar.

Zentraleuropa (CE) – Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn – ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Region in CEE. Mit Ausnahme Polens sind die Volkswirtschaften in CE klein, offen und damit in hohem Maß abhängig von Exporten in die Eurozone, vor allem nach Deutschland. Nach einem Plus von 0,9 Prozent im Jahr 2013 dürfte das Wirtschaftswachstum in CE mit 2,9 Prozent 2014 deutlich zulegen. Das stärkste BIP-Wachstum sollte Polen aufweisen, wobei das Wachstum auch in Tschechien, Ungarn und Slowenien 2014 im Vergleich zu 2013 deutlich zulegen dürfte. Generell profitiert CE trotz der Abschwächung in der Eurozone noch von der soliden Konjunktur in Deutschland sowie der expansiven Geld- und Währungspolitik einiger CE-Länder. Die BIP-Wachstumsraten für 2015 werden wahrscheinlich auf dem Niveau von 2014 liegen.

In Südosteuropa (SEE) – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien – dürfte die Wirtschaftsleistung 2014 um 1,2 Prozent wachsen, nach 2,2 Prozent im Jahr 2013. In Rumänien, das von erfolgreich durchgeführten Strukturreformen profitiert, aber noch unter einer schwachen Binnennachfrage leidet, sowie in Albanien dürfte das BIP-Wachstum 2014 etwa 2 Prozent erreichen. In den meisten anderen SEE-Ländern liegt das BIP-Wachstum 2014 voraussichtlich im Bereich von 0,0 bis 1,7 Prozent, Kroatien und Serbien werden noch in der Rezession verharren. Das moderate Wirtschaftswachstum in SEE ist auf ausständige strukturelle Anpassungen, ein nur langsam reduziertes hohes Verschuldungsniveau des Privatsektors und Schäden durch Flutkatastrophen (Bosnien, Serbien) zurückzuführen. Zudem dämpft die schwächer als erwartet ausgefallene Erholung der Eurozone, vor allem auch in den für SEE wichtigeren Ländern Italien und Frankreich, das Wachstum in SEE. 2015 werden für alle SEE-Länder positive Wachstumsraten erwartet, die für Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und den Kosovo bei 3 Prozent oder mehr liegen könnten.

Die bereits 2013 erkennbare merkliche Abkühlung der russischen Wirtschaft wird sich 2014 aufgrund der geopolitischen Spannungen verstärken. Im laufenden Jahr dürfte die russische Wirtschaft um 0,3 Prozent schrumpfen. In Russland, aber auch in CEE Sonstige (Ukraine und Belarus) werden die Sanktionen und die angespannte geopolitische Lage bestehende Schwächen (geringe Investitionen, ungünstiges Investitionsklima, hohe Kapitalabflüsse) noch verstärken. Darüber hinaus belasten spürbare Währungsabwertungen die russische und die ukrainische Wirtschaft sowie das Konsumentenvertrauen. Für die Ukraine ist angesichts einer unvermeidlichen Anpassungsrezession für 2014 mit einem BIP-Rückgang von rund 7 Prozent zu rechnen, und auch 2015 könnte die Wirtschaftsleistung hier weiter schrumpfen. Belarus hingegen könnte 2014 ein BIP-Wachstum von 0,5 Prozent erreichen. Für 2015 werden für Russland und Belarus – im Gegensatz zur Ukraine – positive Wachstumsraten erwartet.

Region/Land 2013 2014e 2015f 2016f
Polen 1,6 3,1 3,2 3,4
Slowakei 0,9 2,7 3,0 3,5
Slowenien - 1,1 1,5 1,0 1,8
Tschechische Republik - 0,7 2,6 2,4 3,0
Ungarn 1,1 3,0 2,5 2,3
CE 0,9 2,9 2,8 3,1
Albanien 0,4 2,0 3,0 4,5
Bosnien und Herzegowina 2,1 0,0 3,5 3,5
Bulgarien 0,9 1,7 3,0 3,2
Kroatien - 0,9 - 0,8 0,0 1,0
Kosovo 3,1 3,0 3,5 3,5
Rumänien 3,5 2,0 2,7 3,0
Serbien 2,5 - 0,5 1,0 2,5
SEE 2,2 1,2 2,2 2,8
Russland 1,3 - 0,3 0,5 1,0
Belarus 0,9 0,5 1,5 2,0
Ukraine 0,0 - 7,0 - 2,0 3,0
CEE Sonstige 0,3 - 4,9 - 1,0 2,7
Österreich 0,3 0,7 0,7 1,8
Deutschland 0,2 1,5 2,0 2,5
Eurozone - 0,4 0,8 1,6 1,9

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Ergebnis- und Finanzentwicklung

Die Berichtsperiode war neben der zu Beginn des Jahres durchgeführten Kapitalerhöhung geprägt von den geopolitischen Spannungen in der Ukraine sowie von neuen Belastungen für den Bankensektor in Ungarn. Die RBI erzielte im Berichtszeitraum einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 502 Millionen, der um 28 Prozent oder € 194 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag. In Ungarn verursachte eine Gesetzesänderung einen Einmaleffekt, der die RBI mit € 272 Millionen belastete. Gleichzeitig waren in der Ukraine € 327 Millionen an Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erforderlich, die damit insgesamt um € 232 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahres lagen. Positive Effekte ergaben sich im Jahresvergleich hingegen aus der Bewertung von Derivaten und Verbindlichkeiten (plus € 303 Millionen).

Die Betriebserträge verzeichneten im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Rückgang um 3 Prozent oder € 130 Millionen auf € 4.137 Millionen. Dabei verbesserte sich die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) aufgrund geringerer Refinanzierungskosten in der Konzernzentrale sowie höherer Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten in Russland und in der Konzernzentrale um 21 Basispunkte auf 3,29 Prozent. Der Zinsüberschuss stieg um 4 Prozent oder € 117 Millionen auf € 2.894 Millionen. Der Provisionsüberschuss sank um € 34 Millionen auf € 1.168 Millionen, in erster Linie bedingt durch die Währungsentwicklung. Das Handelsergebnis hingegen ging um € 202 Millionen auf € 38 Millionen zurück, hervorgerufen durch Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie wechselkursbedingte Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Ukraine und Russland.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Periodenvergleich um 6 Prozent oder € 135 Millionen auf € 2.295 Millionen. Positive Effekte ergaben sich hier aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen vor allem in der Tschechischen Republik, Polen und Rumänien. In der Ukraine und in Russland kam es zu Rückgängen, die vorwiegend durch Währungsabwertungen verursacht wurden. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nahm weiter ab und verringerte sich im Jahresabstand um 2.217 auf 57.079. Die Zahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand um 157 auf 2.894.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 35 Prozent oder € 283 Millionen auf € 1.083 Millionen. Hauptgrund dafür war die von der Abwertung der Hryvna und dem insgesamt schwierigen makroökonomischen Umfeld geprägte Situation in der Ukraine, die einen Anstieg der Nettodotierungen um € 232 Millionen auf € 327 Millionen bedingte.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten drehte von minus € 243 Millionen auf plus € 60 Millionen. Verantwortlich dafür war im Wesentlichen die Veränderung des Credit Spread für eigene Verbindlichkeiten um € 258 Millionen.

Der Periodenüberschuss nach Steuern sank im Vorjahresvergleich um 44 Prozent auf € 259 Millionen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile ging um € 16 Millionen auf minus € 34 Millionen zurück. Somit ergab sich ein Konzern-Periodenüberschuss von € 225 Millionen. Aufgrund der Anfang 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung stieg die durchschnittliche Anzahl der in der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien auf 282,7 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: 194,9 Millionen). Daraus resultierte ein Gewinn je Aktie von € 0,42. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war dieser bei € 1,34 gelegen.

Nach der Kapitalerhöhung, die einen Netto-Kapitalzuwachs von € 2.726 Millionen gebracht hatte, erteilten die österreichischen Aufsichtsbehörden einer Rückführung des Partizipationskapitals ihre Zustimmung. Auf dieser Grundlage zahlte die RBI das gesamte Partizipationskapital in Höhe von € 2.500 Millionen zurück.

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 2.894 2.776 117 4,2%
Provisionsüberschuss 1.168 1.203 -34 -2,8%
Handelsergebnis 38 240 -202 -84,0%
Übriges betriebliches Ergebnis 36 48 -12 -24,1%
Betriebserträge 4.137 4.267 -130 -3,0%
Personalaufwand -1.149 -1.227 78 -6,3%
Sachaufwand -874 -920 46 -5,0%
Abschreibungen -273 -283 11 -3,8%
Verwaltungsaufwendungen -2.295 -2.430 135 -5,5%
Betriebsergebnis 1.842 1.837 5 0,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -1.083 -800 -283 35,4%
Übrige Ergebnisse -257 -342 85 -24,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 502 696 -194 -27,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -243 -236 -7 3,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 259 461 -201 -43,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -34 -50 16 -31,6%
Konzern-Periodenüberschuss 225 411 -186 -45,2%

Ergebnis im Vorjahresvergleich

Zinsüberschuss

In den ersten neun Monaten 2014 stieg der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode um 4 Prozent oder € 117 Millionen auf € 2.894 Millionen. Hauptgrund dafür war die positive Entwicklung in Russland und in der Konzernzentrale. In Russland sorgte neben höheren Zinserträgen aus derivativen Finanzinstrumenten vor allem die erfolgreiche Positionierung im Retail- und Firmenkundengeschäft für einen Anstieg. In der Konzernzentrale kam es aufgrund geringerer Refinanzierungskosten und ebenfalls höherer Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten zu einem Zuwachs im Zinsüberschuss.

Die Nettozinsspanne erhöhte sich im Jahresabstand um 21 Basispunkte auf 3,29 Prozent. Verantwortlich dafür waren neben der positiven Entwicklung in Russland und in der Konzernzentrale auch Repricing-Maßnahmen im Einlagengeschäft in der Slowakei sowie die gute Entwicklung des Kreditgeschäfts in Belarus. In Ungarn hingegen sorgten geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, gesunkene Kreditvolumina sowie ein niedrigeres Marktzinsniveau für einen Rückgang der Zinserträge. In Rumänien führten ebenfalls gesunkene Marktzinssätze sowie rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren zu einem niedrigeren Zinsüberschuss. Die negative Entwicklung des Zinsüberschusses in der Ukraine ist rein währungsbedingt, in lokaler Währung konnte der Zinsüberschuss um 25 Prozent gesteigert werden.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Periodenvergleich vor allem währungsbedingt um 3 Prozent oder € 34 Millionen auf € 1.168 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft gab dabei – primär aufgrund der Währungseffekte in Russland – um 12 Prozent oder € 22 Millionen auf € 160 Millionen nach. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft sank – vorrangig in der Konzernzentrale – bedingt durch geringere Gebühren um 15 Prozent oder € 16 Millionen auf € 93 Millionen. Dagegen erhöhte sich das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft vor allem volumen- und margenbedingt in der Ukraine sowie in Russland um 6 Prozent oder € 15 Millionen auf € 278 Millionen. Das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen reduzierte sich hingegen um 25 Prozent oder € 13 Millionen auf € 39 Millionen. Dabei führten in der Tschechischen Republik geringere Provisionserträge aus strukturierten Finanzierungen zu einem Rückgang.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 202 Millionen auf € 38 Millionen, maßgeblich hervorgerufen durch einen Rückgang im währungsbezogenen Geschäft um € 266 Millionen auf minus € 68 Millionen. Hauptgründe dafür waren Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie wechselkursbedingte Bewertungsverluste aus

Fremdwährungspositionen in Russland und der Ukraine. Ungarn verzeichnete hingegen – ebenso wie die Konzernzentrale – Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten. Positiv entwickelte sich mit einem Anstieg um € 92 Millionen auf € 107 Millionen das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft. Hier erzielte vor allem die Konzernzentrale durch Bewertungsgewinne aus Wertpapierpositionen sowie derivativen Finanzinstrumenten eine Verbesserung, während in Russland Bewertungsverluste anfielen. Das aktien- und indexbezogene Geschäft hat sich aufgrund von Erträgen aus strukturierten Produkten um € 18 Millionen auf € 41 Millionen mehr als verdoppelt, während sich das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft um € 47 Millionen auf minus € 42 Millionen reduzierte.

Übriges betriebliches Ergebnis

Das übrige betriebliche Ergebnis sank im Periodenvergleich um € 12 Millionen auf € 36 Millionen. Verursacher dieses Rückgangs war ein um € 22 Millionen höherer Aufwand bei den sonstigen Rückstellungen. Während hier in der Vorjahresperiode durch die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen ein positives Ergebnis erzielt worden war, wurden im Berichtszeitraum Dotierungen in Ungarn, Russland und Slowenien erforderlich. Zusätzlich erhöhte sich der sonstige Steueraufwand aufgrund einer höheren Finanztransaktionssteuer in Ungarn sowie einer neu eingeführten Steuer auf Fremdwährungskäufe in der Ukraine. Das Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten ging aufgrund einer Immobilienabschreibung in der Ukraine und durch die Endkonsolidierung (Verkauf) der F.J. Elsner Trading GmbH, Wien, um € 6 Millionen zurück. Dem standen Ergebnisverbesserungen aus dem Abgang von Sachanlagen in der Ukraine und ein höheres Ergebnis aus Investment Property in Ungarn gegenüber. Zusätzlich verbesserte sich das Ergebnis aus den sonstigen betrieblichen Erträgen, zum Teil hervorgerufen durch die Veräußerung eines Gebäudes in Russland.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 135 Millionen auf € 2.295 Millionen ab. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 55,5 Prozent.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 50 Prozent der Personalaufwand, der um 6 Prozent oder € 78 Millionen auf € 1.149 Millionen sank. In der Ukraine und der Tschechischen Republik waren Kostensenkungsprogramme sowie Währungseffekte ausschlaggebend für den starken Rückgang des Personalaufwands. Ebenso führten die laufenden Kostensenkungsprogramme in Ungarn und Polen zu einem Rückgang, während sich in Russland die deutliche Währungsabwertung aufwandsmindernd auswirkte.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 2.217 Personen auf 57.079. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 1.008), Ungarn (minus 340), Polen (minus 274), die Tschechische Republik (minus 242) und Bulgarien (minus 239).

Der Sachaufwand verringerte sich um 5 Prozent oder € 46 Millionen auf € 874 Millionen. In der Ukraine (minus € 17 Millionen) und Russland (minus € 6 Millionen) ist die Reduktion vorwiegend auf Währungseffekte zurückzuführen. Den größten Rückgang (minus € 20 Millionen) verzeichnete Polen, vor allem bei Rechts- und Beratungsaufwendungen und IT-Aufwendungen. In Rumänien (minus € 6 Millionen) reduzierten sich hauptsächlich die Raumaufwendungen, und in der Tschechischen Republik (minus € 5 Millionen) sanken vor allem die Rechts- und Beratungsaufwendungen. In der Slowakei hingegen sorgten vorwiegend höhere Aufwendungen für die Einlagensicherung und höhere Rechts- und Beratungsaufwendungen für einen Anstieg um € 5 Millionen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent oder € 11 Millionen auf € 273 Millionen. Dies ist vor allem auf gesunkene Abschreibungen für Software in der Konzernzentrale sowie eine hohe Wertminderung in der Tschechischen Republik in der Vorjahresperiode zurückzuführen. Zu einem Anstieg um € 17 Millionen kam es in der Ukraine aufgrund einer Wertminderung der Marke und des Kundenstocks in Höhe von € 31 Millionen, während die Veränderung der Nutzungsdauer zu niedrigeren Abschreibungen auf Sachanlagen führte.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um insgesamt 35 Prozent oder € 283 Millionen auf € 1.083 Millionen. Hervorgerufen wurde dies vor allem durch eine Erhöhung der Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um € 272 Millionen, von denen auf die Ukraine € 227 Millionen entfielen. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erhöhten sich um € 4 Millionen auf € 32 Millionen. Dem standen geringere Erlöse (Rückgang um € 7 Millionen) aus dem Verkauf von wertberichtigten Krediten gegenüber.

In der Ukraine lagen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen – überwiegend bedingt durch höhere Einzelwertberichtigungen – um € 232 Millionen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Hauptgründe dafür waren die Spannungen in der Ostukraine sowie die Währungsabwertung der Hryvna und die dadurch notwendigen Wertberichtigungen von besicherten US-Dollar-Krediten. Ein wachsendes Retail- und Firmenkunden-Portfolio sowie einzelne Fälle im Firmenkundenbereich führten auch in Russland zu einem Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 97 Millionen. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Segment Group Corporates verzeichneten einen Anstieg um € 73 Millionen auf € 281 Millionen, der vor allem

durch einzelne Kredite an Großkunden in Asien verursacht wurde. In Ungarn kam es im Periodenvergleich zu einem Rückgang um € 56 Millionen auf € 41 Millionen, für den sowohl der Firmen- als auch der Retail-Kundenbereich verantwortlich zeichneten.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten stieg seit Jahresbeginn um € 546 Millionen auf € 9.204 Millionen, währungsbereinigt ergab sich ein Zuwachs der notleidenden Kredite um € 669 Millionen. Dieses Wachstum entstand vor allem im Segment Group Corporates (plus € 408 Millionen), in Russland (plus € 168 Millionen) und in der Ukraine (plus € 132 Millionen), während es in Ungarn zu einem Rückgang (minus € 120 Millionen) kam. Dagegen führten Währungseffekte – vor allem durch die Abwertung der ukrainischen Hryvna und des russischen Rubels – zu einem Rückgang um € 123 Millionen. Die NPL Ratio erhöhte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 0,4 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 6.018 Millionen gegenüber. Daraus resultierte eine verbesserte NPL Coverage Ratio von 65,4 Prozent nach 63,1 Prozent zum Jahresultimo.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, stieg im Vergleich zum Jahresultimo um 0,40 Prozentpunkte auf 1,79 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, den Firmenwertabschreibungen, den Bankenabgaben, dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen sowie aus in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Sondereffekten zusammensetzt, verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von minus € 342 Millionen auf minus € 257 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten drehte von minus € 243 Millionen auf plus € 60 Millionen im Berichtszeitsraum. Dafür verantwortlich war das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten, in dem sich der um € 258 Millionen auf plus € 119 Millionen veränderte Credit Spread für eigene Verbindlichkeiten positiv niederschlug. Das Bewertungsergebnis von zu Absicherungszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich um € 45 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 28 Millionen auf € 101 Millionen. Einerseits fielen hier die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands – vor allem in der Ukraine – um € 45 Millionen bzw. € 15 Millionen höher aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Andererseits ergab sich ein Rückgang um € 46 Millionen wegen des in der Vorjahresperiode erzielten Veräußerungsergebnisses aus Unternehmensanteilen. Positiv wirkten dagegen um € 11 Millionen geringere Wertberichtigungen bei Unternehmensanteilen.

Der Aufwand für Bankenabgaben sank in der Berichtsperiode um € 26 Millionen auf € 137 Millionen. Rückgänge ergaben sich dabei mit € 15 Millionen in Ungarn – hier wirkte sich eine im Vorjahr erhobene einmalige Sondersteuer aus – sowie mit € 11 Millionen in Österreich aufgrund einer Veränderung der Bemessungsgrundlage. In der Berichtsperiode belief sich das Ergebnis aus der Endkonsolidierung auf minus € 10 Millionen. Insgesamt schieden 18 Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, zwölf davon aufgrund der Unterschreitung der Wesentlichkeitsgrenze. Aus dem Verkauf der Warenhandelsgruppe F.J. Elsner, Wien, resultierte ein Endkonsolidierungsverlust von € 11 Millionen.

Aufgrund einer gesetzlichen Änderung in Ungarn ergab sich im Berichtsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Sondereffekt in Form einer Rückstellung von € 272 Millionen. Dieser Effekt resultierte aus einem vom ungarischen Parlament erlassenen Gesetz. Gegenstand des Gesetzes waren die Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und den Ratenzahlungen von Fremdwährungskrediten angewendet werden können, sowie einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 7 Millionen auf € 243 Millionen, die Steuerquote erhöhte sich um 15 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren die Verluste in Ungarn und der Ukraine, denen keine aktive latente Steuerdotierung gegenüberstand.

in € Millionen Q3/2014 Q2/2014 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 940 975 -35 -3,6%
Provisionsüberschuss 404 389 15 3,8%
Handelsergebnis 30 28 1 4,8%
Übriges betriebliches Ergebnis 17 9 8 88,5%
Betriebserträge 1.391 1.402 -11 -0,8%
Personalaufwand -373 -386 13 -3,4%
Sachaufwand -292 -296 4 -1,2%
Abschreibungen -112 -83 -29 35,3%
Verwaltungsaufwendungen -776 -764 -12 1,6%
Betriebsergebnis 614 637 -23 -3,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -515 -287 -228 79,7%
Übrige Ergebnisse -115 -73 -41 56,3%
Periodenüberschuss vor Steuern -16 278 -293
Steuern vom Einkommen und Ertrag -96 -79 -17 21,1%
Periodenüberschuss nach Steuern -112 198 -310
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -7 -15 8 -51,4%
Konzern-Periodenüberschuss/-fehlbetrag -119 183 -302

Ergebnis im Quartalsvergleich

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum zweiten Quartal ging der Zinsüberschuss im dritten Quartal um 4 Prozent oder € 35 Millionen auf € 940 Millionen zurück. Die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) sank im Quartalsvergleich um 10 Basispunkte auf 3,23 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung waren geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie niedrigere laufende Erträge aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem zweiten Quartal um € 15 Millionen auf € 404 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete hier mit € 6 Millionen das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, hervorgerufen durch höhere Umsätze in Polen und Belarus sowie saisonale Effekte in Rumänien. Um jeweils € 6 Millionen wuchsen auch das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft und das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen. Dagegen verringerten sich das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um € 2 Millionen sowie jenes aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten um € 1 Million.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal von € 28 Millionen auf € 30 Millionen. Auslöser dafür war eine Zunahme des Ergebnisses aus dem zinsbezogenen Geschäft in Polen, der Tschechischen Republik und Rumänien, während in Russland Bewertungsverluste zu verzeichnen waren. Das währungsbezogene Geschäft hingegen nahm vor allem in Russland sowie der Ukraine ab, wo angesichts der erheblichen Währungsabwertung Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie aus Fremdwährungspositionen anfielen.

Übriges betriebliches Ergebnis

Im dritten Quartal erhöhte sich das übrige betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal um € 8 Millionen auf € 17 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war das Ergebnis aus bankfremden Tätigkeiten aufgrund einer im zweiten Quartal erfolgten Immobilienabschreibung in der Ukraine.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 776 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im dritten Quartal um 2 Prozent oder € 12 Millionen über dem Wert des Vorquartals von € 764 Millionen. Der Personalaufwand sank dabei um 3 Prozent oder € 13 Millionen auf € 373 Millionen. Auch der Sachaufwand reduzierte sich im Quartalsvergleich geringfügig um 1 Prozent oder € 4 Millionen auf € 292 Millionen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen im Quartalsvergleich um 35 Prozent oder € 29 Millionen auf € 112 Millionen zu. Grund dafür war die Wertminderung der Marke und des Kundenstocks in der Ukraine in Höhe von € 31 Millionen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Quartalsvergleich um 80 Prozent oder € 228 Millionen auf € 515 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren das Segment Group Corporates und die Ukraine. Insgesamt zeigten die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen einen Anstieg um € 214 Millionen, die Portfolio-Wertberichtigungen nahmen um € 15 Millionen zu.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse sanken im Quartalsvergleich um 56 Prozent oder € 41 Millionen auf minus € 115 Millionen. Aufgrund der bereits beschriebenen gesetzlichen Änderung in Ungarn ergab sich dabei im dritten Quartal ein Sondereffekt von minus € 205 Millionen.

Die Bankenabgaben erhöhten sich im dritten Quartal – vor allem in Ungarn – um 16 Prozent oder € 5 Millionen auf € 37 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten stieg gegenüber dem Vorquartal um € 118 Millionen auf € 103 Millionen. Verantwortlich dafür zeigte sich hauptsächlich das Ergebnis aus der Veränderung des Credit Spreads der eigenen Emissionen, das aufgrund von höheren Aufschlägen für nachrangige Anleihen von minus € 10 Millionen im zweiten Quartal auf plus € 95 Millionen im dritten Quartal stieg.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich im Quartalsvergleich um 45 Prozent oder € 19 Millionen auf € 23 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren um € 49 Millionen niedrigere Bewertungsgewinne aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands vor allem in der Ukraine, in Russland und Rumänien. Dem standen höhere Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands überwiegend in der Ukraine (Anstieg um € 23 Millionen) sowie ein durch geringeren Wertberichtigungsbedarf und leicht gestiegene Veräußerungsergebnisse um € 5 Millionen höheres Ergebnis aus Unternehmensanteilen gegenüber.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg im Quartalsvergleich um € 17 Millionen auf € 96 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren die Verluste des dritten Quartals in Ungarn und der Ukraine, denen keine aktive latente Steuerdotierung gegenüberstand.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI stieg seit Jahresbeginn um 1 Prozent oder € 1.376 Millionen auf € 132.016 Millionen. Dabei lagen die Währungsauswirkungen – vor allem hervorgerufen durch die Abwertung der ukrainischen Hryvna (minus 33 Prozent) und des russischen Rubels (minus 9 Prozent) bzw. gemildert durch die Aufwertung des US-Dollars (plus 10 Prozent) – bei minus € 1.388 Millionen. Somit lag das organische Wachstum des Konzerns bei rund 2 Prozent oder € 2.764 Millionen.

Aktiva

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 22.239 16,8% 22.125 16,9%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 76.532 58,0% 75.147 57,5%
Wertpapiere und Beteiligungen 18.163 13,8% 17.850 13,7%
Sonstige Aktiva 15.082 11,4% 15.518 11,9%
Aktiva gesamt 132.016 100,0% 130.640 100,0%

Die Forderungen an Kreditinstitute vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen stiegen seit Jahresbeginn um € 110 Millionen auf € 22.353 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren ein Anstieg der Forderungen aus dem Geldmarktgeschäft – überwiegend in Ungarn und Bulgarien – um € 650 Millionen sowie Anstiege bei den angekauften Forderungen und Forderungspapieren. Rückläufig waren hingegen die Forderungen aus dem Giro- und Clearinggeschäft und die langfristigen Forderungen. Dabei gingen die Forderungen aus Wertpapierleihen überwiegend in der Konzernzentrale um € 2.114 Millionen zurück, während die Forderungen aus Pensionsgeschäften vor allem in der Konzernzentrale und in Russland um € 1.002 Millionen anstiegen.

Die Forderungen an Kunden vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen stiegen trotz gegenläufiger Währungseffekte um € 1.916 Millionen oder 2 Prozent auf € 82.550 Millionen. Ein Zuwachs um € 2.062 Millionen ergab sich hier bei den Krediten an Großkunden – überwiegend in Russland und Group Corporates –, während diese in der Ukraine währungsbedingt stark abnahmen. Die Forderungen an Privatpersonen blieben relativ stabil. Währungsbereinigt ergaben sich hier Zuwächse vor allem in Russland, der Ukraine, der Tschechischen Republik und der Slowakei.

Die sonstigen Aktiva nahmen um € 436 Millionen auf € 15.082 Millionen ab. Die darin enthaltenen Positionen Barreserve und immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um € 1.580 Millionen bzw. € 105 Millionen, während die positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente um € 1.307 Millionen zulegten.

Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.771 23,3% 30.105 23,0%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67.824 51,4% 66.437 50,9%
Eigen- und Nachrangkapital 13.785 10,4% 14.491 11,1%
Übrige Passiva 19.636 14,9% 19.607 15,0%
Passiva gesamt 132.016 100,0% 130.640 100,0%

Das Refinanzierungsvolumen der RBI über Kreditinstitute (überwiegend Geschäftsbanken) stieg seit Jahresbeginn um € 666 Millionen auf € 30.771 Millionen. Im Giro- und Clearinggeschäft wurde – überwiegend in der Konzernzentrale – ein Anstieg um € 2.714 Millionen und bei den langfristigen Finanzierungen ein Plus von € 267 Millionen verzeichnet. Zuwächse vor allem in Polen und in der Konzernzentrale wurden teilweise durch eine starke Reduktion in Russland ausgeglichen. Ein höherer Abbau im Geldmarktgeschäft (minus € 2.315 Millionen) fand in der Konzernzentale und in Russland statt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um € 1.387 Millionen auf € 67.824 Millionen. Hier verzeichneten nahezu alle Kundengruppen Anstiege bei den Einlagen: Die Einlagen des öffentlichen Sektors – vor allem in der Slowakei, Russland und Polen – erhöhten sich um € 800 Millionen, jene von Firmen- bzw. Retail-Kunden nahmen um € 1.188 Millionen bzw. € 101 Millionen zu. Die größten Zuwächse wurden in der Konzernzentrale verzeichnet, dagegen fielen die Einlagen aus Pensionsgeschäften um € 703 Millionen.

Die übrigen Passiva blieben mit € 19.636 Millionen stabil. Dabei sanken die verbrieften Verbindlichkeiten – hauptsächlich durch den geringeren Refinanzierungsbedarf – um € 1.435 Millionen, während sich die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente um € 1.092 Millionen erhöhten.

Das Funding setzte sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Kundeneinlagen 67.824 60,2% 66.437 59,2%
Mittel- und langfristiges Funding 18.045 16,0% 19.495 17,4%
Kurzfristiges Funding 22.824 20,3% 22.142 19,7%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.966 3,5% 4.128 3,7%
Gesamt 112.658 100,0% 112.202 100,0%

Bilanzielles Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, verringerte sich gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 5 Prozent oder € 544 Millionen auf € 9.819 Millionen. Die Anfang 2014 durchgeführte Kapitalerhöhung, in deren Rahmen 97.473.914 neue Aktien ausgegeben wurden, brachte dabei einen Kapitalzuwachs von netto € 2.726 Millionen, während die Rückführung des staatlichen Partizipationskapitals im Juni und des privaten Partizipationskapitals im September das Eigenkapital um € 2.500 Millionen verminderte. Dividendenzahlungen verringerten das Kapital um € 541 Millionen.

Das Gesamtergebnis von minus € 263 Millionen setzt sich aus dem Periodenüberschuss nach Steuern von € 259 Millionen und dem sonstigen Ergebnis von minus € 522 Millionen zusammen. Den größten Posten im Gesamtergebnis stellten die Währungsdifferenzen dar, die im Periodenvergleich um € 234 Millionen auf minus € 571 Millionen zunahmen. Wesentlicher Treiber war hier die Abwertung der ukrainischen Hryvna (minus 33 Prozent) und des russischen Rubels (minus 9 Prozent). Positiv wirkten sich hingegen mit € 35 Millionen die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus und mit € 19 Millionen die Bewertungsänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte aus.

Im Juni erteilten die österreichischen Aufsichtsbehörden einer Rückführung des Partizipationskapitals ihre Zustimmung. Auf dieser Grundlage zahlte die RBI die gesamten € 1.750 Millionen des von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals am 6. Juni 2014 zurück. Das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital wurde am 10. September 2014 zurückgezahlt.

Eigenmittel gemäß CRR/BWG

Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie des BWG ermittelt. Die Vorjahreswerte sind auf Basis der damals gültigen Regeln nach Basel II dargestellt.

Per 30. September 2014 betrugen die gesamten Eigenmittel der RBI nach Basel III € 12.333 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um € 353 Millionen im Vergleich zu dem nach Basel II berechneten Jahresendwert 2013, hervorgerufen vor allem durch die negative Entwicklung der ukrainischen Hryvna und des russischen Rubels. Während die Kapitalerhöhung Anfang 2014 einen Kapitalzuwachs brachte, wirkten sich die Rückzahlung des staatlichen Partizipationskapitals im Juni 2014 in Höhe von € 1.750 Millionen sowie die Rückzahlung des privaten Partizipationskapitals im September 2014 in Höhe von € 750 Millionen negativ auf die regulatorischen Eigenmittel aus.

Die ergänzenden Eigenmittel erhöhten sich um € 239 Millionen auf € 3.613 Millionen, zum Großteil aufgrund der erstmaligen Anrechnung der Portfolio-Wertberichtigungen.

Den Eigenmitteln stand ein Eigenmittelerfordernis von € 6.352 Millionen gegenüber. Der Anstieg des Eigenmittelerfordernisses aufgrund der neuen Basel-III-Regelungen wurde dabei durch die Währungsabwertungen weitgehend neutralisiert. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko belief sich auf € 5.242 Millionen, das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen betrug € 348 Millionen, und das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko lag bei € 762 Millionen.

Die Überdeckungsquote betrug zum Ende des dritten Quartals 94,2 Prozent nach 98,5 Prozent zum Jahresende 2013, zurückzuführen auf die negative Währungsentwicklung. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 11,0 Prozent und eine Eigenmittelquote von 15,5 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 10,2 Prozent.

Risikomanagement

Das Eingehen von Risiken und deren Transformation sind integrale Bestandteile des Bankgeschäfts. Daher gehört das aktive Management von Risiken zu den Kernkompetenzen der Gesamtbanksteuerung, ebenso die Kapitalplanung und die Steuerung von Kosten und Erträgen. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt die RBI über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.

Diese Funktion umspannt die gesamte Organisationsstruktur sowie sämtliche Managementebenen und wird auch in den einzelnen Tochterunternehmen mithilfe der jeweiligen lokalen Risikomanagement-Organisation umgesetzt. Sie ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen, um letztendlich ein angemessenes Verhältnis von Risiken und Ertrag zu gewährleisten. Nähere Informationen zum Aufbau der Risikoorganisation und Kennzahlen finden sich im Risikobericht.

Kreditportfoliostrategie

Die nachstehende Grafik zeigt die Aushaftungen des Konzerns nach Asset-Klassen und Regionen zum Ende der Berichtsperiode.

in € Millionen

Die Portfoliostruktur des Konzerns blieb über die ersten drei Quartale hinweg weitgehend stabil und spiegelt damit das Geschäftsmodell der Gruppe wider. Das gesamte Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wurde, betrug zum Bilanzstichtag € 166.755 Millionen, was einem Anstieg um € 3.734 gegenüber dem Halbjahr entspricht. Dieser Betrag umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kredit-Exposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar.

Firmenkunden bilden in allen Regionen einen zentralen Bestandteil des Portfolios des Konzerns. Per 30. September betrug die Aushaftung gegenüber Firmenkunden € 80.698 Millionen und lag damit um € 2.180 Millionen über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2013. Hauptgründe dafür waren der Anstieg des Kreditportfolios in einigen Netzwerkbanken sowie die Kursentwicklung des US-Dollars. Dagegen verringerte sich das Volumen in der Ukraine währungsbedingt deutlich. Vor allem stiegen die Kreditvolumina in den strategischen Kernmärkten, während sie in den sonstigen Märkten leicht zurückgingen. Die Kreditqualität nahm in allen Segmenten zu, was unter anderem durch den Ausfall von Kreditnehmern in den schwächeren Ratingkategorien zurückzuführen ist. Weiters wurden aufgrund strengerer Kreditvergaberichtlinien neue Kredite hauptsächlich an Kunden mit sehr guter Bonität vergeben, was die Kreditqualität des Neugeschäfts verbesserte.

Das Retail-Kundengeschäft – es wird ausschließlich in den Märkten Zentral- und Osteuropas betrieben – nahm im Vergleich zum Jahresende 2013 um € 278 Millionen auf € 29.680 Millionen zu. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf Anstiege des Kreditobligos in der Slowakei, Kroatien und Rumänien zurückzuführen, während die Währungsentwicklung in der Ukraine dämpfend wirkte. Trotz Währungsabwertung zeigte auch Russland einen Anstieg um € 98 Millionen.

Der Bereich Kreditinstitute umfasst hauptsächlich Forderungen an und Wertpapiere von westeuropäische(n) Banken sowie Forderungen an die Raiffeisen Bankengruppe in Österreich (als Teil des sektorinternen Liquiditätsausgleichs). Zum Ende der Berichtsperiode erreichte dieses Portfolio einen Wert von € 27.023 Millionen und reduzierte sich damit im Vergleich zum Jahresende 2013 um € 347 Millionen.

Im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Konzerns wird das Obligo an den öffentlichen Sektor auf einem niedrigen Niveau gehalten. Es dient vorwiegend der Einhaltung der Mindestreserve und der Erfüllung der Anforderungen des Liquiditätsmanagements. Das Kreditportfolio in diesem Segment stieg in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Jahresende 2013 um € 1.087 Millionen auf € 20.372 Millionen.

Das "Comprehensive Assessment"

Im Oktober 2013 wurde der einheitliche Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism, SSM) zur Überwachung von Banken und Kreditinstituten in ausgewählten europäischen Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, in Kraft gesetzt. Der SSM ermächtigt die EZB, Banken in den Euroländern und weiteren Mitgliedsstaaten, die sich für einen Beitritt zu dieser Bankenunion entscheiden, ab November 2014 direkt zu beaufsichtigen.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf diese Neuerungen unterwarf die EZB sämtliche in Zukunft direkt beaufsichtigten Banken dem so genannten "Comprehensive Assessment", das sich vor allem aus einer umfangreichen Bilanzprüfung (Asset Quality Review, AQR) und einem europaweiten Stresstest zusammensetzte. Als Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe bildete die RBI einen der Schwerpunkte für die aufsichtsrechtlichen Überprüfungen im Rahmen dieser Prozesse und war daher im Berichtsjahr stark in entsprechende Übungen eingebunden. In die jeweiligen Prüfungen und Prozesse war ein erheblicher Teil der gruppenweiten Risikoorganisation involviert.

Die Ergebnisse aus dieser Überprüfung wurden am 26. Oktober 2014 veröffentlicht. Die RZB bestand sowohl den AQR als auch den Stresstest klar.

Ukraine und Russland

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres blieben die geopolitischen Spannungen in der Ukraine, die Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland und die damit einhergehende Unsicherheit die dominanten Themen auf den internationalen Finanzmärkten. Als Konsequenz daraus werteten der russische Rubel und die ukrainische Hryvna gegenüber dem US-Dollar und dem Euro signifikant ab.

Diese Situation ist auch mit negativen Effekten für die RBI verbunden. Die rasche Abwertung der lokalen Währungen und das damit einhergehende erhöhte Kreditrisko aus Fremdwährungskrediten haben dabei den größten potenziellen Einfluss auf Wertberichtigungen und die Kapitalposition der RBI. Vor allem im ostukrainischen Portfolio mussten bereits erhebliche Anpassungen der Kreditrisikovorsorgen vorgenommen werden.

Die RBI traf aufgrund dieser Entwicklungen in den ersten drei Quartalen eine Reihe von Gegenmaßnahmen, darunter weitere Restriktionen bei der Vergabe von Fremdwährungskrediten, eine selektivere Kreditvergabe an Firmenkunden in verschiedenen Branchen und eine noch gründlichere Beobachtung des Zahlungsverhaltens der Kunden. Besondere Beachtung findet weiters die Aufrechterhaltung einer stabilen lokalen Liquiditätsposition.

Ungarn

Das Marktumfeld in Ungarn bleibt schwierig und befindet sich derzeit unter verschärfter Beobachtung. Nach dem "Home Protection Law" von 2011, in dem der ungarische Staat privaten Kreditnehmern eine vorzeitige Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zu bevorzugten Konditionen zugestand und das für die RBI Verluste mit sich brachte, wurden mehrere neue Regierungsprogramme zugunsten der Fremdwährungskreditnehmer vorbereitet und zum Teil im September parlamentarisch verabschiedet. Diese werden signifikante negative Effekte auf das Ergebnis der RBI haben.

Zuletzt verabschiedete das ungarische Parlament ein neues Gesetz bezüglich der Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und Ratenzahlung von Fremdwährungskrediten angewendet werden dürfen, sowie einseitiger Zinsänderungen bei Verbraucherkrediten. Das neue Gesetz betrifft alle in Ungarn tätigen Banken und verlangt rückwirkende Anpassungen bei den Provisionen und den Zinsen.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Der Konzern beschäftigt sich auch im aktuellen Berichtsjahr intensiv mit den laufenden bzw. bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Zu den wichtigsten Themen, für die in der Vergangenheit Vorbereitungen getroffen wurden, zählen hier die gesetzlichen Änderungen, die mit den EU-Richtlinien zu Basel III (CRD IV/CRR) einhergehen und mit Anfang des Geschäftsjahres in Kraft getreten sind. Mit der Umstellung auf die neuen Basel-III-Regelungen steht auch 2014 die laufende Implementierung fortgeschrittener Berechnungsansätze unverändert im Fokus des Risikomanagements. Diese Aktivitäten umfassen die Implementierung des Internal-Ratings-Based-Ansatzes (IRB) im Retail- und Non-Retail-Bereich in den Tochterunternehmen in CEE, die Weiterentwicklung des internen Marktrisikomodells sowie die gruppenweite Weiterentwicklung des Standardansatzes beim operationellen Risiko.

Anfang 2014 trat – zeitgleich mit Basel III – auch das neue österreichische Bankeninterventions- und -restrukturierungsgesetz in Kraft. Als Konsequenz daraus musste die RBI als wesentliches Mitglied der RZB-Gruppe im Juni 2014 einen Plan für den Fall einer Sanierung bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht einreichen. Pläne für eine potenzielle Abwicklung befinden sich derzeit in Ausarbeitung und werden mit Ende des laufenden Jahres abzugeben sein.

Ausblick

Wir erwarten, dass unsere Forderungen an Kunden 2014 etwa auf Vorjahresniveau liegen werden.

Bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen rechnen wir für 2014 mit einem Bedarf von rund € 1.800 Millionen. Die Ergebnisse könnten noch von einer weiteren Verschlechterung der Situation in der Ukraine und Russland beeinflusst werden.

Im Zuge unseres Kostensenkungsprogramms planen wir, die Verwaltungsaufwendungen bis 2016 unter das Niveau des Jahres 2012 zu reduzieren. Wir peilen bis 2016 eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an. Für 2014 rechnen wir mit Kosten unter dem Niveau von 2013.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen ist von einem negativen Konzernergebnis für 2014 auszugehen. Für 2015 rechnen wir mit einem Konzern-Jahresüberschuss im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Wir peilen mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an.

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

RZB besteht Stresstest der EZB klar

Die RZB, Mehrheitsaktionärin der RBI, hat den Stresstest der EZB, dessen Ergebnis am 26. Oktober 2014 bekannt gegeben wurde, klar bestanden. Die RBI war als Teil der RZB Gegenstand des EZB-Stresstests. Die veröffentlichten Daten zum Stresstest beziehen sich daher auf den RZB-Konzern. Sowohl im Basisszenario des Stresstests (baseline scenario) als auch im sehr ungünstigen Szenario (adverse scenario) übertrifft die RZB die geforderten Kapitalquoten deutlich. Im Basisszenario erreicht die RZB inklusive AQR-Anpassungen eine Eigenkapitalquote (CET1 Ratio) von 9,48 Prozent (gefordert waren 8,0 Prozent). Im ungünstigen Szenario beträgt die CET1 Ratio der RZB, inklusive AQR-Anpassungen, 7,77 Prozent (gefordert waren 5,5 Prozent).

Der Asset Quality Review der EZB, der dem Stresstest vorgeschaltet war, brachte für die RZB Anpassungen in Höhe von 0,65 Prozentpunkten auf die von der EZB für den Stresstest verwendete Eigenkapitalquote (CET1 Ratio). Diese Anpassungen sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die EZB bei Pauschalwertberichtigungen einen anderen Ansatz als die RZB verwendet. Weiters sind im AQR Rückstellungen, die im laufenden Geschäftsjahr gebildet wurden, nicht berücksichtigt.

Im Zuge der Veröffentlichung wurden von der EZB auch hypothetische Kennzahlen unter voller Anwendung der Basel-III-Regelungen ohne Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen (fully loaded) basierend auf den Bilanzdaten per 31.12.2013 ausgewiesen. Diese Regelungen werden erst 2023 voll gültig. In allen Ergebnissen der EZB wurden zwei Faktoren nicht berücksichtigt: einerseits die im Jänner 2014 durchgeführte Kapitalerhöhung der RBI, andererseits die regulatorisch anerkannte Subkonsolidierung der RBI-Gruppe. Unter der Annahme des von der EZB für den Stresstest festgelegten Mindesterfordernisses für die CET1 Ratio von 8,0 Prozent würde sich die CET1 Ratio (fully loaded) der RZB durch die beiden oben genannten Faktoren 2016 im Basisszenario um 3,40 Prozentpunkte auf 8,97 Prozent erhöhen, im ungünstigen (adverse) Szenario um 4,03 Prozentpunkte auf 7,90 Prozent erhöhen.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die Darstellung der Länder umfasst nicht nur die Tochterbanken, sondern alle operativen Einheiten der RBI in den jeweiligen Ländern (wie z. B. Leasingunternehmen). Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn)
  • Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien)
  • Russland
  • CEE Sonstige (Belarus, Kasachstan und Ukraine)
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Nachdem die ukrainische Regierung die Absicht signalisiert hatte, die GUS zu verlassen, wurde das Segment GUS Sonstige in CEE Sonstige umbenannt. Für einen besseren Überblick über das operative Ergebnis werden das sonstige betriebliche Ergebnis und folglich auch die Betriebserträge ohne Wertminderungen auf Firmenwerte, Bankenabgaben sowie den Sondereffekt in Ungarn dargestellt; dieses wird als übriges betriebliches Ergebnis bezeichnet.

Segmentüberblick

In Zentraleuropa sank der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 175 Millionen auf minus € 47 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem durch einen Sondereffekt verursachte höhere Verluste in Ungarn. Dem standen Ergebnisverbesserungen in Polen und in der Slowakei sowie ein geringerer Verlust in Slowenien gegenüber.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Südosteuropa stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 22 Prozent oder € 54 Millionen auf € 300 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Rumänien, Kroatien und Bulgarien.

Das Segment Russland lieferte mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 367 Millionen – trotz eines Ergebnisrückgangs um € 140 Millionen im Periodenvergleich – weiterhin den größten regionalen Ergebnisbeitrag. Verantwortlich für den Rückgang waren um € 97 Millionen höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie ein auch währungsbedingt um € 22 Millionen geringeres Betriebsergebnis.

Im Segment CEE Sonstige belasteten höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in der Ukraine das Periodenergebnis. In der Berichtsperiode wurde ein Fehlbetrag in Höhe von € 93 Millionen nach einem Ergebnis vor Steuern von € 149 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Steuern des Segments Group Corporates halbierte sich im Periodenvergleich auf € 59 Millionen. Hauptgrund dafür war der höhere Wertberichtigungsbedarf bei Krediten an Großkunden in der Konzernzentrale und in Asien.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets sank im Periodenvergleich um 23 Prozent auf € 84 Millionen, in erster Linie hervorgerufen durch das negative Bewertungsergebnis von derivativen Finanzinstrumenten.

Im Segment Corporate Center ging der Periodenüberschuss vor Steuern nach € 98 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres um 95 Prozent auf € 5 Millionen zurück. Eine in der Berichtsperiode vorgenommene Teilwertabschreibung der Beteiligung an der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew, wurde dabei durch höhere Zins- und Dividendenerträge sowie durch ein höheres Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten weitgehend ausgeglichen.

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 1.185 1.238 - 4,3% 392 405 - 3,3%
Verwaltungsaufwendungen - 725 - 784 - 7,5% - 234 - 246 - 4,9%
Betriebsergebnis 460 454 1,3% 158 159 - 0,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 176 - 260 - 32,5% - 48 - 69 - 30,8%
Übrige Ergebnisse - 332 - 66 399,7% - 217 - 75 188,5%
Periodenüberschuss/
-fehlbetrag vor Steuern
- 47 127 - 106 15
Aktiva 39.808 38.353 3,8% 39.808 38.593 3,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,84% 2,90% - 0,06 PP 2,74% 2,90% - 0,15 PP
Return on Equity vor Steuern 5,2% 1,6%

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Zentraleuropa sank im Periodenvergleich um 3 Prozent auf € 779 Millionen. Dabei stand einem Rückgang in Ungarn, der Tschechischen Republik und Slowenien ein Anstieg in Polen und der Slowakei gegenüber. In der Slowakei führten höhere Margen im Retail-Neugeschäft zu einem höheren Zinsüberschuss, ebenso war in Polen eine Margenverbesserung im Kundengeschäft für den Anstieg verantwortlich. Dagegen verzeichnete die Tschechische Republik durch wettbewerbsbedingt niedrigere Margen im Retail- und Firmenkundengeschäft sowie durch Währungseffekte einen Rückgang des Zinsüberschusses. In Ungarn wiederum sorgten geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, gesunkene Kreditvolumina sowie ein niedrigeres Marktzinsniveau für einen Rückgang der Zinserträge. Die Nettozinsspanne des Segments verringerte sich im Periodenvergleich um 6 Basispunkte auf 2,84 Prozent. Die Bilanzaktiva stiegen im Jahresabstand um 4 Prozent auf € 39.808 Millionen, während sich die Kreditrisikoaktiva von € 21.175 Millionen um 6 Prozent auf € 20.010 Millionen verringerten.

Der Provisionsüberschuss des Segments verringerte sich im Periodenvergleich um 3 Prozent oder € 13 Millionen auf € 396 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr zeigte hier einen Anstieg um 9 Prozent auf € 191 Millionen, überwiegend getrieben von der Verrechnung höherer Gebühren im Zusammenhang mit der neu eingeführten Finanztransaktionssteuer in Ungarn sowie margenbedingt in der Slowakei. Dagegen sank das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen auf minus € 6 Millionen, vorrangig hervorgerufen durch ein geringeres Versicherungsgeschäft in Polen sowie niedrigere Provisionserträge aus strukturierten Finanzierungen in der Tschechischen Republik. Ebenso verzeichnete das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft im Periodenvergleich einen währungs- und volumenbedingten Rückgang um 9 Prozent auf € 106 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft sank vorwiegend in der Tschechischen Republik sowie in Polen um 19 Prozent oder € 8 Millionen auf € 35 Millionen.

Das Handelsergebnis des Segments erhöhte sich um € 7 Millionen auf € 14 Millionen. Dabei nahm das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft im Periodenvergleich um € 4 Millionen auf minus € 12 Millionen zu. Verantwortlich für diesen Anstieg waren Bewertungsgewinne aus währungsbasierten Derivaten in Ungarn, während in Polen Bewertungsverluste verzeichnet wurden. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft stieg im Periodenvergleich von € 22 Millionen auf € 25 Millionen. Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten in der Tschechischen Republik wurden dabei durch Bewertungsgewinne in Ungarn und Polen mehr als kompensiert.

Das übrige betriebliche Ergebnis der Region sank um € 22 Millionen auf minus € 4 Millionen. Verantwortlich für diesen Rückgang war das Ergebnis aus Rückstellungen: Einerseits war dieses in Polen in der Vorjahresperiode aufgrund der Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten besser ausgefallen, andererseits wurden in der Berichtsperiode Dotierungen für offene Rechtsfälle in Ungarn vorgenommen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments verringerten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 7 Prozent oder € 59 Millionen auf € 725 Millionen. So sank der Personalaufwand in allen Ländern des Segments, angeführt von der Tschechischen Republik, in der aufgrund eines Kostensenkungsprogramms der größte Rückgang erzielt wurde. Der Sachaufwand nahm vor allem in Polen und der Tschechischen Republik ab, während er in der Slowakei aufgrund einer Zunahme der Aufwendungen für die Einlagensicherung, der Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie der Werbe- und Repräsentationsaufwendungen anstieg. Höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden überwiegend in Ungarn und Polen verzeichnet,

während sie in der Tschechischen Republik aufgrund einer in der Vorjahresperiode erfolgten Wertminderung eines Software-Projekts zurückgingen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments erhöhte sich im Jahresabstand um 7 auf 812, überwiegend durch Erweiterungen in der Slowakei. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich um 2,1 Prozentpunkte auf 61,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen im Segment Zentraleuropa mit € 176 Millionen um € 85 Millionen geringer aus als in der Vergleichsperiode. Dabei gingen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um € 91 Millionen auf € 174 Millionen zurück, während die Portfolio-Wertberichtigungen mit € 3 Millionen stabil blieben. Der Ertrag aus der Beendigung bzw. dem Verkauf von Krediten reduzierte sich um € 6 Millionen. In den einzelnen Ländern des Segments verlief die Entwicklung dabei unterschiedlich: In Ungarn wurde sowohl für Retail- als auch für Firmenkunden netto um € 56 Millionen weniger an Kreditrisikovorsorgen dotiert. Ebenfalls zu einem Rückgang kam es in Slowenien und Polen, während sich in der Tschechischen Republik und in der Slowakei ein höherer Wertberichtigungsbedarf ergab. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa sank im Jahresabstand um 0,5 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa sanken gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 265 Millionen auf minus € 332 Millionen.

Aufgrund einer gesetzlichen Änderung ergab sich in Ungarn im Berichtsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Sondereffekt in Form einer Rückstellung von € 272 Millionen. Gegenstand des Gesetzes waren die Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und den Ratenzahlungen von Fremdwährungskrediten angewendet werden können, sowie einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten. Die im übrigen Ergebnis enthaltene Bankenabgabe sank – hauptsächlich in Ungarn – um € 14 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten stieg gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um € 2 Millionen auf € 5 Millionen. Hierfür war hauptsächlich ein verbessertes Ergebnis in der Tschechischen Republik verantwortlich. Einerseits stieg dort das Ergebnis aus dem Hedge Accounting, andererseits verbesserte sich das Ergebnis aus den sonstigen Derivaten.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich im Periodenvergleich um € 13 Millionen auf € 5 Millionen. Dabei führte die Bewertung von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands zu einem um € 22 Millionen geringeren Ergebnis, hervorgerufen durch Kommunalschuldverschreibungen in Ungarn. Dies wurde teilweise durch einen reduzierten Wertberichtigungsbedarf bei Unternehmensanteilen – vor allem in der Slowakei – sowie leicht höhere Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren und Unternehmensanteilen kompensiert.

Der Steueraufwand des Segments stieg – vor allem in der Slowakei und in Polen – um 22 Prozent auf € 65 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 170 177 - 3,9% 59 58 1,7%
Provisionsüberschuss 79 96 - 17,5% 26 26 - 1,5%
Handelsergebnis - 2 10 - 1 - 1 - 36,2%
Übriges betriebliches Ergebnis 9 9 - 3,6% 3 3 - 10,6%
Betriebserträge 257 292 - 12,3% 87 86 0,8%
Verwaltungsaufwendungen - 149 - 182 - 18,3% - 51 - 48 6,2%
Betriebsergebnis 108 110 - 2,3% 36 38 - 5,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 31 - 26 19,0% - 9 - 12 - 28,1%
Übrige Ergebnisse 6 - 3 1 1 - 2,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 83 82 0,8% 28 27 4,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 16 - 17 - 8,8% - 5 - 5 5,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 67 65 3,4% 23 22 4,0%
Aktiva 8.218 8.274 - 0,7% 8.218 7.900 4,0%
Forderungen an Kunden 6.201 6.289 - 1,4% 6.201 6.126 1,2%
davon Corporate % 43,6% 43,4% 0,3 PP 43,6% 43,7% 0,0 PP
davon Retail % 55,8% 56,2% - 0,4 PP 55,8% 55,7% 0,0 PP
davon in Fremdwährung % 12,5% 9,4% 3,1 PP 12,5% 11,9% 0,7 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 6.123 5.804 5,5% 6.123 5.700 7,4%
Loan/Deposit Ratio 101,2% 108,3% - 7,1 PP 101,2% 107,4% - 6,2 PP
Eigenkapital 775 777 - 0,3% 775 753 2,9%
Return on Equity vor Steuern 15,8% 15,9% - 0,1 PP 15,7% 15,3% 0,5 PP
Return on Equity nach Steuern 12,8% 12,6% 0,2 PP 12,9% 12,5% 0,4 PP
Cost/Income Ratio 57,9% 62,2% - 4,3 PP 58,5% 55,6% 2,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,03% 3,03% 0,00 PP 3,11% 3,11% 0,00 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.727 2.832 - 3,7% 2.727 2.732 - 0,2%
Geschäftsstellen 128 130 - 1,5% 128 130 - 1,5%
Kunden 482.818 483.302 - 0,1% 482.818 476.258 1,4%

Ungarn

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 118 149 - 20,4% 36 39 - 7,3%
Provisionsüberschuss 91 84 8,2% 31 28 12,5%
Handelsergebnis 8 - 16 1 1 - 5,3%
Übriges betriebliches Ergebnis - 32 - 32 - 0,3% - 13 - 3 337,2%
Betriebserträge 186 185 0,1% 56 65 - 14,3%
Verwaltungsaufwendungen - 131 - 137 - 3,9% - 43 - 47 - 8,9%
Betriebsergebnis 54 49 11,5% 13 18 - 28,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 41 - 97 - 57,7% - 3 - 20 - 84,4%
Übrige Ergebnisse - 308 - 29 >500,0% - 209 - 65 222,6%
Periodenfehlbetrag vor Steuern - 295 - 78 280,3% - 198 - 66 200,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 6 - 3 113,2% - 3 - 1 481,1%
Periodenfehlbetrag nach Steuern - 301 - 81 274,3% - 202 - 67 202,8%
Aktiva 6.428 6.270 2,5% 6.428 6.069 5,9%
Forderungen an Kunden 4.853 5.161 - 6,0% 4.853 4.951 - 2,0%
davon Corporate % 53,7% 53,0% 0,7 PP 53,7% 52,7% 1,0 PP
davon Retail % 33,5% 36,0% - 2,5 PP 33,5% 33,6% - 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 67,4% 61,7% 5,7 PP 67,4% 63,6% 3,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.180 4.082 2,4% 4.180 3.882 7,7%
Loan/Deposit Ratio 115,8% 126,4% - 10,6 PP 115,8% 127,5% - 11,7 PP
Eigenkapital 203 371 - 45,3% 203 312 - 35,0%
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 70,7% 73,7% - 3,0 PP 76,3% 71,8% 4,5 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,73% 3,15% - 0,42 PP 2,52% 2,71% - 0,20 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.326 2.715 - 14,3% 2.326 2.407 - 3,4%
Geschäftsstellen 117 124 - 5,6% 117 122 - 4,1%
Kunden 593.187 604.565 - 1,9% 593.187 595.456 - 0,4%

Polen

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 241 233 3,1% 77 84 - 7,6%
Provisionsüberschuss 111 123 - 9,7% 37 36 2,6%
Handelsergebnis 3 8 - 61,7% 3 1 322,9%
Übriges betriebliches Ergebnis 6 23 - 74,0% 3 1 269,4%
Betriebserträge 360 387 - 6,9% 120 121 - 1,0%
Verwaltungsaufwendungen - 242 - 266 - 9,0% - 73 - 83 - 12,1%
Betriebsergebnis 118 121 - 2,4% 47 38 23,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 54 - 74 - 27,2% - 15 - 19 - 20,3%
Übrige Ergebnisse - 3 - 2 86,2% 0 - 3 - 88,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 61 45 34,4% 31 16 98,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 15 - 11 35,5% - 6 - 5 35,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 46 35 34,1% 25 11 125,8%
Aktiva 13.451 12.708 5,8% 13.451 13.307 1,1%
Forderungen an Kunden 9.867 9.832 0,4% 9.867 10.114 - 2,4%
davon Corporate % 35,3% 33,0% 2,3 PP 35,3% 36,7% - 1,4 PP
davon Retail % 64,6% 66,8% - 2,2 PP 64,6% 63,2% 1,4 PP
davon in Fremdwährung % 56,9% 55,6% 1,2 PP 56,9% 54,5% 2,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.720 7.053 9,5% 7.720 7.513 2,8%
Loan/Deposit Ratio 127,1% 139,4% - 12,3 PP 127,1% 129,3% - 2,2 PP
Eigenkapital 1.534 1.446 6,1% 1.534 1.488 3,1%
Return on Equity vor Steuern 5,6% 4,2% 1,4 PP 8,4% 4,3% 4,1 PP
Return on Equity nach Steuern 4,2% 3,2% 1,0 PP 6,7% 3,0% 3,7 PP
Cost/Income Ratio 67,2% 68,7% - 1,5 PP 61,1% 68,8% - 7,7 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,56% 2,52% 0,05 PP 2,41% 2,66% - 0,25 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.594 6.124 - 8,7% 5.594 5.731 - 2,4%
Geschäftsstellen 369 371 - 0,5% 369 371 - 0,5%
Kunden 729.455 806.789 - 9,6% 729.455 743.389 - 1,9%

Slowakei

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 239 229 4,5% 80 81 - 1,3%
Provisionsüberschuss 110 100 9,6% 38 40 - 3,9%
Handelsergebnis 4 3 7,4% 1 1 30,1%
Übriges betriebliches Ergebnis 16 19 - 14,3% 5 6 - 19,8%
Betriebserträge 369 352 5,0% 124 127 - 2,7%
Verwaltungsaufwendungen - 189 - 183 3,0% - 62 - 63 - 1,8%
Betriebsergebnis 180 168 7,1% 62 64 - 3,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 34 - 29 14,9% - 10 - 11 - 10,7%
Übrige Ergebnisse - 25 - 33 - 22,0% - 8 - 8 0,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 121 106 13,8% 43 44 - 2,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 29 - 23 25,2% - 10 - 11 - 13,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 92 83 10,7% 33 33 1,1%
Aktiva 10.507 9.769 7,6% 10.507 10.128 3,7%
Forderungen an Kunden 7.355 6.911 6,4% 7.355 7.127 3,2%
davon Corporate % 47,4% 47,3% 0,2 PP 47,4% 46,9% 0,5 PP
davon Retail % 52,4% 52,5% - 0,1 PP 52,4% 52,8% - 0,4 PP
davon in Fremdwährung % 1,0% 0,6% 0,4 PP 1,0% 1,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.390 7.321 0,9% 7.390 7.734 - 4,5%
Loan/Deposit Ratio 99,5% 94,4% 5,1 PP 99,5% 92,1% 7,4 PP
Eigenkapital 991 1.012 - 2,1% 991 952 4,1%
Return on Equity vor Steuern 16,7% 14,9% 1,8 PP 19,1% 18,4% 0,7 PP
Return on Equity nach Steuern 12,8% 11,7% 1,0 PP 14,8% 13,8% 1,0 PP
Cost/Income Ratio 51,2% 52,2% - 1,0 PP 50,0% 49,6% 0,4 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,31% 3,37% - 0,06 PP 3,25% 3,35% - 0,10 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.843 3.844 0,0% 3.843 3.866 - 0,6%
Geschäftsstellen 184 163 12,9% 184 179 2,8%
Kunden 924.023 889.023 3,9% 924.023 914.343 1,1%

Slowenien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 10 15 - 32,6% 3 3 - 2,3%
Provisionsüberschuss 5 6 - 6,3% 2 2 7,6%
Handelsergebnis 1 1 3,1% 0 0 - 18,4%
Übriges betriebliches Ergebnis - 3 0 >500,0% 0 0 37,6%
Betriebserträge 14 21 - 36,9% 5 5 1,4%
Verwaltungsaufwendungen - 14 - 16 - 11,5% - 5 - 5 9,0%
Betriebsergebnis - 1 5 0 1 - 44,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 16 - 34 - 52,5% - 10 - 6 65,9%
Übrige Ergebnisse 0 - 1 - 77,1% 0 0 13,2%
Periodenfehlbetrag vor Steuern - 17 - 29 - 41,5% - 10 - 6 80,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 0 0
Periodenfehlbetrag nach Steuern - 17 - 29 - 41,1% - 10 - 6 80,5%
Aktiva 1.215 1.339 - 9,3% 1.215 1.202 1,1%
Forderungen an Kunden 884 1.097 - 19,4% 884 924 - 4,4%
davon Corporate % 59,0% 61,1% - 2,1 PP 59,0% 59,5% - 0,6 PP
davon Retail % 34,1% 31,8% 2,3 PP 34,1% 33,8% 0,3 PP
davon in Fremdwährung % 4,5% 4,3% 0,2 PP 4,5% 4,4% 0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 478 397 20,2% 478 444 7,5%
Loan/Deposit Ratio 185,0% 276,1% - 91,1 PP 185,0% 208,0% - 22,9 PP
Eigenkapital 60 27 117,6% 60 26 132,0%
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 105,5% 75,2% 30,3 PP 92,1% 85,6% 6,4 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 1,19% 1,45% - 0,27 PP 1,17% 1,16% 0,01 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 231 253 - 8,7% 231 226 2,2%
Geschäftsstellen 14 17 - 17,6% 14 14 0,0%
Kunden 63.953 65.719 - 2,7% 63.953 64.306 - 0,5%

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 973 964 1,0% 332 323 2,8%
Verwaltungsaufwendungen - 500 - 515 - 2,8% - 168 - 169 - 0,7%
Betriebsergebnis 473 449 5,2% 164 154 6,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 177 - 219 - 19,0% - 43 - 72 - 40,1%
Übrige Ergebnisse 4 15 - 71,2% - 2 4
Periodenüberschuss vor Steuern 300 246 22,1% 120 87 38,0%
Aktiva 21.350 21.358 0,0% 21.350 20.885 2,2%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,30% 4,33% - 0,03 PP 4,28% 4,33% - 0,05 PP
Return on Equity vor Steuern 18,3% 16,1% 2,2 PP 21,3% 14,9% 6,3 PP

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Südosteuropa nahm im Periodenvergleich um 3 Prozent oder € 17 Millionen auf € 628 Millionen ab. Während Albanien einen Anstieg um 6 Prozent erzielte, war der Zinsüberschuss in Kroatien sowie im Kosovo stabil. In Rumänien waren gesunkene Marktzinssätze und rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren für eine Abnahme des Zinsüberschusses verantwortlich. In Serbien sorgten niedrigere Margen sowie rückläufige Kreditvolumina im Retail-Kundengeschäft für einen Rückgang. Auch Bosnien und Herzegowina sowie Bulgarien verzeichneten aufgrund niedrigerer Marktzinssätze und Volumina einen geringeren Zinsüberschuss. Die Nettozinsspanne des Segments reduzierte sich um 3 Basispunkte auf 4,30 Prozent. Die Bilanzaktiva blieben mit € 21.350 Millionen auf dem Niveau der Vorjahresperiode, während die Kreditrisikoaktiva um 4 Prozent auf € 12.352 Millionen zurückgingen.

Der Provisionsüberschuss legte um 7 Prozent oder € 17 Millionen auf € 269 Millionen zu. Im Periodenvergleich erhöhte sich das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen um € 6 Millionen auf € 19 Millionen, vorrangig auf Basis von Erträgen, die durch Lead-Arranger-Aktivitäten in Rumänien lukriert wurden. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das durch höhere Umsätze in Kroatien sowie durch Margenverbesserungen im Bereich Kontoführung und im Kreditkartengeschäft in Rumänien positiv beeinflusst wurde, stieg um 4 Prozent auf € 146 Millionen. Eine Zunahme um 7 Prozent auf € 55 Millionen zeigte das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, das volumen- und margenbedingt vor allem in Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina zunahm.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa stieg im Periodenvergleich um € 4 Millionen auf € 45 Millionen. Hauptverantwortlich für die im zinsbezogenen Geschäft erzielte Ertragsverbesserung um € 2 Millionen auf € 24 Millionen war der Geschäftsverlauf in Kroatien und Rumänien. Hier wurden höhere Bewertungsergebnisse aus Anleihen des Handelsbestands sowie Bewertungsgewinne aus zinsbasierten Derivaten erzielt, während in Albanien aufgrund gesunkener Volumina und Zinssätze bei Staatsanleihen leichte Rückgänge verzeichnet wurden. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft erhöhte sich dabei – bedingt durch Bewertungsgewinne aus Fremdwährungspositionen in Rumänien und Kroatien – um € 2 Millionen auf € 21 Millionen. Dem standen Bewertungsverluste aus währungsbasierten Derivaten in Serbien gegenüber.

Das übrige betriebliche Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 5 Millionen auf € 32 Millionen, vor allem aufgrund eines höheren Ergebnisses aus bankfremden Tätigkeiten und aus einem höheren Ertrag aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Kroatien.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments gingen im Periodenvergleich um € 14 Millionen auf € 500 Millionen zurück. Die Personalaufwendungen sanken geringfügig auf € 223 Millionen, ebenso die Sachaufwendungen, die auf € 220 Millionen abnahmen. Die Abschreibungen gingen um 11 Prozent oder € 7 Millionen auf € 58 Millionen zurück, wofür überwiegend geringere Abschreibungen auf Sachanlagen in Rumänien und Bulgarien sowie auf Sachanlagen und vermietete Leasinganlagen in Kroatien verantwortlich waren. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 51,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments Südosteuropa fielen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres mit € 177 Millionen um € 42 Millionen geringer aus. Die größten Rückgänge wurden dabei in Rumänien, Kroatien und Bulgarien

verzeichnet: In Rumänien ergab sich ein um € 14 Millionen geringerer Vorsorgebedarf. In Kroatien (Rückgang um € 13 Millionen) wurden sowohl bei Firmen- als auch bei Retail-Kunden die Inkassotätigkeiten und Restrukturierungen verstärkt. Ein geringeres Volumen notleidende Kredite sowie ein in der Vorjahresperiode höherer Vorsorgebedarf infolge der Wertminderung von Sicherheiten waren für den in Bulgarien verzeichneten Rückgang um € 10 Millionen verantwortlich. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments lagen mit € 4 Millionen um € 11 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten fiel dabei insbesondere wegen Bewertungsverlusten aus Zinsswaps in Kroatien gegenüber dem Vorjahreswert um € 7 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich um € 3 Millionen auf € 5 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem niedrigere Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands – vornehmlich Staatsanleihen in Rumänien –, die durch höhere Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands in Kroatien nur teilweise ausgeglichen wurden.

Der Steueraufwand der Region stieg im Periodenvergleich um € 22 Millionen auf € 45 Millionen, ebenso erhöhte sich die Steuerquote um 6 Prozentpunkte auf 15 Prozent. Hauptgründe für diese Steigerung waren die in der Vorjahresperiode erfolgte Auflösung einer Steuerverbindlichkeit in Rumänien sowie höhere steuerliche Ergebnisse in Kroatien und Bulgarien.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Albanien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 60 57 6,4% 19 20 - 3,7%
Provisionsüberschuss 8 7 7,3% 3 3 13,8%
Handelsergebnis 14 16 - 13,9% 4 5 - 12,1%
Übriges betriebliches Ergebnis 1 1 - 58,3% 1 0 338,5%
Betriebserträge 83 81 1,4% 27 28 - 1,4%
Verwaltungsaufwendungen - 31 - 30 3,3% - 11 - 11 4,5%
Betriebsergebnis 51 51 0,2% 16 17 - 5,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 19 - 18 5,7% - 7 - 6 23,3%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 33 33 - 2,7% 9 11 - 19,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 5 - 3 44,1% - 1 - 2 - 19,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 27 30 - 8,1% 8 10 - 19,3%
Aktiva 1.975 2.161 - 8,6% 1.975 1.966 0,4%
Forderungen an Kunden 911 899 1,3% 911 892 2,1%
davon Corporate % 71,6% 69,4% 2,1 PP 71,6% 69,5% 2,1 PP
davon Retail % 28,4% 30,6% - 2,1 PP 28,4% 30,5% - 2,1 PP
davon in Fremdwährung % 69,6% 65,5% 4,1 PP 69,6% 71,0% - 1,4 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.654 1.856 - 10,9% 1.654 1.647 0,4%
Loan/Deposit Ratio 55,0% 48,4% 6,6 PP 55,0% 54,1% 0,9 PP
Eigenkapital 221 217 1,8% 221 213 3,9%
Return on Equity vor Steuern 21,5% 23,6% - 2,1 PP 18,9% 22,8% - 3,9 PP
Return on Equity nach Steuern 18,2% 21,1% - 3,0 PP 15,9% 19,2% - 3,3 PP
Cost/Income Ratio 37,8% 37,1% 0,7 PP 40,7% 38,5% 2,3 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,75% 4,08% 0,67 PP 4,65% 4,81% - 0,16 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.336 1.389 - 3,8% 1.336 1.337 - 0,1%
Geschäftsstellen 96 105 - 8,6% 96 95 1,1%
Kunden 710.587 724.770 - 2,0% 710.587 695.481 2,2%

Bosnien und Herzegowina

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 52 55 - 4,9% 16 18 - 7,3%
Provisionsüberschuss 26 23 9,6% 9 9 - 2,3%
Handelsergebnis 1 2 - 46,5% 1 0 480,2%
Übriges betriebliches Ergebnis 1 2 - 29,3% 0 1
Betriebserträge 80 82 - 2,4% 26 27 - 5,9%
Verwaltungsaufwendungen - 43 - 46 - 5,9% - 14 - 15 - 2,7%
Betriebsergebnis 37 36 2,1% 11 12 - 9,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 6 - 7 - 16,9% 2 - 8
Übrige Ergebnisse - 1 - 1 33,6% 0 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 31 29 6,2% 13 5 158,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 3 10,3% - 1 0 272,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 27 26 5,7% 11 4 148,8%
Aktiva 1.965 2.013 - 2,4% 1.965 1.954 0,6%
Forderungen an Kunden 1.196 1.258 - 4,9% 1.196 1.191 0,4%
davon Corporate % 34,7% 37,1% - 2,4 PP 34,7% 34,2% 0,5 PP
davon Retail % 64,9% 62,1% 2,8 PP 64,9% 65,3% - 0,4 PP
davon in Fremdwährung % 71,8% 74,6% - 2,8 PP 71,8% 72,6% - 0,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.533 1.556 - 1,4% 1.533 1.508 1,7%
Loan/Deposit Ratio 78,0% 80,9% - 2,9 PP 78,0% 79,0% - 1,0 PP
Eigenkapital 279 268 3,9% 279 262 6,2%
Return on Equity vor Steuern 15,8% 16,0% - 0,2 PP 20,2% 7,6% 12,6 PP
Return on Equity nach Steuern 14,1% 14,3% - 0,2 PP 18,0% 7,0% 11,0 PP
Cost/Income Ratio 53,7% 55,7% - 2,0 PP 56,3% 54,4% 1,9 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,70% 3,90% - 0,21 PP 3,52% 3,72% - 0,20 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.462 1.504 - 2,8% 1.462 1.471 - 0,6%
Geschäftsstellen 96 98 - 2,0% 96 97 - 1,0%
Kunden 501.996 496.807 1,0% 501.996 500.461 0,3%

Bulgarien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 93 98 - 5,3% 30 32 - 7,0%
Provisionsüberschuss 29 28 3,7% 10 10 5,6%
Handelsergebnis 3 2 77,1% 1 1 1,8%
Übriges betriebliches Ergebnis 0 0 - 44,2% 0 0 - 11,2%
Betriebserträge 125 128 - 2,4% 41 43 - 4,0%
Verwaltungsaufwendungen - 66 - 68 - 2,6% - 22 - 22 - 0,1%
Betriebsergebnis 59 61 - 2,2% 19 21 - 8,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 43 - 53 - 19,5% - 13 - 14 - 7,7%
Übrige Ergebnisse 0 - 1 0 0 - 55,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 16 6 159,2% 7 7 - 7,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 0 >500,0% - 1 - 1 1,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 15 6 134,8% 6 6 - 8,7%
Aktiva 3.377 3.409 - 0,9% 3.377 3.232 4,5%
Forderungen an Kunden 2.297 2.629 - 12,6% 2.297 2.370 - 3,1%
davon Corporate % 42,9% 44,4% - 1,5 PP 42,9% 42,9% 0,0 PP
davon Retail % 56,6% 55,1% 1,5 PP 56,6% 56,6% 0,0 PP
davon in Fremdwährung % 64,2% 71,6% - 7,4 PP 64,2% 65,3% - 1,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.295 2.157 6,4% 2.295 2.106 9,0%
Loan/Deposit Ratio 100,1% 121,9% - 21,8 PP 100,1% 112,6% - 12,5 PP
Eigenkapital 486 505 - 3,8% 486 480 1,2%
Return on Equity vor Steuern 4,6% 1,7% 2,9 PP 5,6% 6,1% - 0,5 PP
Return on Equity nach Steuern 4,2% 1,7% 2,5 PP 5,0% 5,5% - 0,5 PP
Cost/Income Ratio 52,7% 52,8% - 0,1 PP 53,2% 51,1% 2,1 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,99% 3,95% 0,04 PP 3,81% 4,16% - 0,35 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.767 3.029 - 8,6% 2.767 2.764 0,1%
Geschäftsstellen 156 178 - 12,4% 156 156 0,0%
Kunden 755.250 738.588 2,3% 755.250 745.331 1,3%

Kroatien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 114 112 2,0% 40 37 6,6%
Provisionsüberschuss 46 43 9,1% 17 15 9,7%
Handelsergebnis 12 7 56,1% 3 6 - 54,6%
Übriges betriebliches Ergebnis 24 19 29,3% 10 6 87,2%
Betriebserträge 196 180 8,7% 69 64 8,8%
Verwaltungsaufwendungen - 97 - 98 - 0,9% - 34 - 31 10,1%
Betriebsergebnis 99 83 20,1% 35 32 7,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 35 - 48 - 26,5% - 4 - 19 - 79,4%
Übrige Ergebnisse 2 2 - 1,1% 1 1 - 24,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 66 37 79,8% 32 15 118,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 12 - 7 59,4% - 5 - 3 81,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 54 29 84,9% 27 12 127,2%
Aktiva 4.771 4.948 - 3,6% 4.771 4.553 4,8%
Forderungen an Kunden 3.323 3.468 - 4,2% 3.323 3.340 - 0,5%
davon Corporate % 41,3% 41,5% - 0,2 PP 41,3% 42,4% - 1,2 PP
davon Retail % 52,6% 49,0% 3,6 PP 52,6% 50,0% 2,6 PP
davon in Fremdwährung % 64,1% 60,9% 3,1 PP 64,1% 66,1% - 2,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.119 3.012 3,5% 3.119 2.816 10,8%
Loan/Deposit Ratio 106,8% 115,9% - 9,2 PP 106,8% 118,1% - 11,4 PP
Eigenkapital 696 736 - 5,4% 696 677 2,8%
Return on Equity vor Steuern 13,1% 6,9% 6,3 PP 19,7% 8,7% 11,0 PP
Return on Equity nach Steuern 10,8% 5,5% 5,3 PP 16,6% 7,1% 9,6 PP
Cost/Income Ratio 49,4% 54,2% - 4,8 PP 49,5% 48,9% 0,6 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,77% 3,43% 0,33 PP 3,92% 3,73% 0,19 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.104 2.040 3,1% 2.104 2.027 3,8%
Geschäftsstellen 77 76 1,3% 77 76 1,3%
Kunden 468.071 474.668 - 1,4% 468.071 478.267 - 2,1%

Kosovo

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 29 29 - 0,7% 10 10 - 0,5%
Provisionsüberschuss 6 6 - 1,0% 2 2 11,9%
Handelsergebnis 0 0 - 90,2% 0 0 - 25,0%
Übriges betriebliches Ergebnis - 1 0 132,2% 0 0 >500,0%
Betriebserträge 34 35 - 2,1% 12 12 - 1,1%
Verwaltungsaufwendungen - 18 - 18 - 0,4% - 6 - 6 - 0,5%
Betriebsergebnis 16 17 - 3,8% 6 6 - 1,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1 - 3 - 73,8% - 1 0 242,8%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 229,3%
Periodenüberschuss vor Steuern 15 14 8,3% 4 5 - 18,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 - 1 17,5% 0 - 1 - 33,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 13 13 7,2% 4 5 - 16,2%
Aktiva 782 654 19,5% 782 734 6,5%
Forderungen an Kunden 483 454 6,4% 483 488 - 1,2%
davon Corporate % 40,5% 39,4% 1,2 PP 40,5% 41,5% - 1,0 PP
davon Retail % 59,5% 60,6% - 1,2 PP 59,5% 58,5% 1,0 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 613 515 19,1% 613 580 5,8%
Loan/Deposit Ratio 78,7% 88,0% - 9,4 PP 78,7% 84,2% - 5,5 PP
Eigenkapital 121 105 15,9% 121 112 8,0%
Return on Equity vor Steuern 19,0% 20,9% - 1,9 PP 15,7% 20,8% - 5,1 PP
Return on Equity nach Steuern 16,8% 18,7% - 1,9 PP 12,9% 18,2% - 5,4 PP
Cost/Income Ratio 52,7% 51,8% 0,9 PP 51,4% 51,0% 0,3 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 5,36% 6,20% - 0,84 PP 5,28% 5,59% - 0,31 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 707 701 0,9% 707 702 0,7%
Geschäftsstellen 54 51 5,9% 54 54 0,0%
Kunden 270.403 246.190 9,8% 270.403 262.458 3,0%

Rumänien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 204 212 - 3,6% 70 67 4,1%
Provisionsüberschuss 127 118 7,9% 47 42 10,1%
Handelsergebnis 15 11 33,5% 5 4 11,1%
Übriges betriebliches Ergebnis 2 3 - 9,3% 1 1 85,8%
Betriebserträge 348 343 1,5% 122 114 7,0%
Verwaltungsaufwendungen - 193 - 200 - 3,2% - 63 - 67 - 5,7%
Betriebsergebnis 155 143 8,2% 59 47 25,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 61 - 75 - 18,9% - 15 - 20 - 25,8%
Übrige Ergebnisse 4 14 - 73,9% - 2 4
Periodenüberschuss vor Steuern 97 81 19,5% 42 30 38,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 17 - 1 >500,0% - 8 - 5 52,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 81 81 0,4% 34 25 35,1%
Aktiva 6.510 6.315 3,1% 6.510 6.516 - 0,1%
Forderungen an Kunden 4.445 4.396 1,1% 4.445 4.380 1,5%
davon Corporate % 34,1% 34,1% 0,0 PP 34,1% 33,4% 0,7 PP
davon Retail % 63,1% 62,7% 0,4 PP 63,1% 64,2% - 1,1 PP
davon in Fremdwährung % 50,2% 52,5% - 2,3 PP 50,2% 50,8% - 0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.262 4.144 2,9% 4.262 4.273 - 0,2%
Loan/Deposit Ratio 104,0% 106,1% - 2,1 PP 104,0% 102,5% 1,5 PP
Eigenkapital 715 654 9,4% 715 683 4,8%
Return on Equity vor Steuern 20,2% 20,1% 0,1 PP 26,3% 18,4% 7,9 PP
Return on Equity nach Steuern 16,8% 19,8% - 3,1 PP 21,4% 15,3% 6,1 PP
Cost/Income Ratio 55,5% 58,2% - 2,7 PP 51,7% 58,7% - 7,0 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,38% 4,65% - 0,28 PP 4,46% 4,35% 0,11 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.368 5.383 - 0,3% 5.368 5.363 0,1%
Geschäftsstellen 530 529 0,2% 530 530 0,0%
Kunden 2.049.071 2.009.889 1,9% 2.049.071 2.066.076 - 0,8%

Serbien

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 76 83 - 8,7% 25 25 0,9%
Provisionsüberschuss 26 27 - 0,2% 9 9 - 1,9%
Handelsergebnis 1 2 - 66,7% 0 0
Übriges betriebliches Ergebnis 4 2 63,0% 1 1 - 7,2%
Betriebserträge 107 114 - 6,3% 35 36 - 2,1%
Verwaltungsaufwendungen - 52 - 56 - 6,4% - 17 - 18 - 3,3%
Betriebsergebnis 55 58 - 6,3% 18 18 - 1,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 12 - 14 - 11,5% - 5 - 5 - 8,0%
Übrige Ergebnisse 0 1 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 42 45 - 6,7% 13 13 1,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 5 - 6 - 22,6% - 1 - 1 12,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 37 39 - 4,2% 12 12 0,3%
Aktiva 1.972 1.862 5,9% 1.972 1.946 1,3%
Forderungen an Kunden 1.112 1.167 - 4,7% 1.112 1.112 0,0%
davon Corporate % 50,3% 49,3% 1,0 PP 50,3% 49,8% 0,5 PP
davon Retail % 47,7% 48,1% - 0,4 PP 47,7% 48,2% - 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 64,5% 67,0% - 2,5 PP 64,5% 72,0% - 7,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.269 1.119 13,4% 1.269 1.220 4,0%
Loan/Deposit Ratio 87,6% 104,3% - 16,7 PP 87,6% 91,1% - 3,5 PP
Eigenkapital 516 491 5,1% 516 518 - 0,4%
Return on Equity vor Steuern 11,5% 13,3% - 1,8 PP 11,0% 10,6% 0,3 PP
Return on Equity nach Steuern 10,3% 11,6% - 1,3 PP 9,8% 9,6% 0,2 PP
Cost/Income Ratio 49,0% 49,0% 0,0 PP 49,1% 49,7% - 0,6 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 5,60% 6,21% - 0,60 PP 5,50% 5,57% - 0,07 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.590 1.666 - 4,6% 1.590 1.589 0,1%
Geschäftsstellen 86 84 2,4% 86 86 0,0%
Kunden 622.755 586.174 6,2% 622.755 614.340 1,4%

Russland

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 848 894 - 5,2% 269 298 - 9,5%
Verwaltungsaufwendungen - 368 - 392 - 6,1% - 126 - 129 - 2,2%
Betriebsergebnis 480 502 - 4,5% 143 169 - 15,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 117 - 19 >500,0% - 47 - 43 10,7%
Übrige Ergebnisse 4 24 - 84,9% 4 1 381,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 367 507 - 27,6% 100 127 - 21,1%
Aktiva 14.683 15.796 - 7,0% 14.683 16.041 - 8,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 5,87% 4,81% 1,07 PP 6,37% 5,74% 0,63 PP
Return on Equity vor Steuern 29,8% 41,8% - 12,0 PP 23,8% 29,7% - 5,9 PP

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17 Prozent oder € 94 Millionen auf € 635 Millionen. Dabei erhöhten sich die Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten um € 53 Millionen. Positiv wirkten auch die vor allem im Retail-Geschäft volumenbedingt höheren Zinserträge aus Krediten. Das Segment verzeichnete dabei im Jahresabstand einen Anstieg der Nettozinsspanne um 107 Basispunkte auf 5,87 Prozent. Die Bilanzaktiva verringerten sich im Jahresabstand um 7 Prozent auf € 14.683 Millionen, die Kreditrisikoaktiva sanken ebenfalls um 7 Prozent auf € 9.487 Millionen.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres währungsbedingt einen Rückgang um 7 Prozent oder € 17 Millionen auf € 214 Millionen. Während sich hier das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um € 11 Millionen auf € 59 Millionen reduzierte, stieg das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft überwiegend durch höhere Volumina um € 7 Millionen auf € 53 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr sank um € 5 Millionen auf € 78 Millionen, und auch das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds verringerte sich um € 4 Millionen.

Das Handelsergebnis lag mit minus € 10 Millionen um € 131 Millionen und damit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dabei nahm das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft wegen geringerer Bewertungsergebnisse aus zur Absicherung eingegangenen Fremdwährungsderivaten um € 114 Millionen auf minus € 1 Million ab. Dies lag neben der Währungsentwicklung auch an einer geänderten Klassifizierung neuer Fremdwährungs-Transaktionen, der zufolge die Zinserträge dieser Geschäfte nunmehr im Zinsüberschuss darzustellen sind. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verringerte sich aufgrund von Bewertungsverlusten gleichfalls um € 17 Millionen auf minus € 9 Millionen.

Das übrige betriebliche Ergebnis drehte von unter € 1Million auf plus € 8 Millionen, hervorgerufen durch die Veräußerung eines Gebäudes.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments verringerten sich währungsbedingt um 6 Prozent oder € 24 Millionen auf € 368 Millionen. Der beim Personalaufwand verzeichnete Rückgang um € 12 Millionen resultierte dabei aus der Entwicklung des russischen Rubels. Der Sachaufwand reduzierte sich um € 6 Millionen, wofür ebenfalls die Währungsentwicklung sowie geringere Werbe- und Repräsentationsaufwendungen verantwortlich waren. Auch die Abschreibungen sanken überwiegend durch die Währungsentwicklung um € 5 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen stieg im Jahresabstand um 14 auf 206. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich geringfügig um 0,4 Prozentpunkte auf 43,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode wurden in Russland um € 97 Millionen höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen vorgenommen. Von diesem Anstieg entfielen € 63 Millionen auf Einzelwertberichtigungen und € 35 Millionen auf Portfolio-Wertberichtigungen. Hauptgründe dafür waren die Ausweitung des Kreditvolumens bei Retail- und Firmenkunden, die Entwicklung im Retail-Geschäft aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Russland (die Entwicklung von US-Dollar und Euro gegenüber dem russischen Rubel sowie die Inflation führten zu einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit bei Kunden) und einzelne Ausfälle bei Firmenkunden. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments erhöhte sich im Jahresabstand um 1,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland gingen um € 20 Millionen auf € 4 Millionen zurück. Dabei sank das Ergebnis aus Finanzinvestitionen von plus € 25 Millionen in den ersten drei Quartalen 2013 auf minus € 14 Millionen in der Berichtsperiode. Dieser Rückgang resultierte einerseits aus höheren Bewertungs- und Veräußerungsverlusten aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands (Rückgang um € 14 Millionen), andererseits waren in der Vergleichsperiode des Vorjahres Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen in Höhe von € 25 Millionen erzielt worden. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich – hauptsächlich durch Bewertungsgewinne aus Zinsswaps zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos – im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 18 Millionen auf € 17 Millionen. Der Steueraufwand reduzierte sich ergebnisbedingt sowie aufgrund eines für latente Steuern niedrigeren effektiven Steuersatzes um € 47 Millionen auf € 77 Millionen. Die Steuerquote ging um 4 Prozentpunkte auf 21 Prozent zurück.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Kennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch beruht.

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 635 542 17,3% 233 209 11,2%
Provisionsüberschuss 214 231 - 7,4% 74 75 - 1,2%
Handelsergebnis - 10 121 - 36 14
Übriges betriebliches Ergebnis 8 0 - 1 - 1 154,1%
Betriebserträge 848 894 - 5,2% 269 298 - 9,5%
Verwaltungsaufwendungen - 368 - 392 - 6,1% - 126 - 129 - 2,2%
Betriebsergebnis 480 502 - 4,5% 143 169 - 15,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 117 - 19 >500,0% - 47 - 43 10,7%
Übrige Ergebnisse 4 24 - 84,9% 4 1 381,6%
Periodenüberschuss vor Steuern 367 507 - 27,6% 100 127 - 21,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 77 - 124 - 38,0% - 22 - 24 - 7,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 289 382 - 24,3% 78 103 - 24,4%
Aktiva 14.683 15.796 - 7,0% 14.683 16.041 - 8,5%
Forderungen an Kunden 10.806 10.173 6,2% 10.806 10.303 4,9%
davon Corporate % 58,2% 57,0% 1,2 PP 58,2% 54,5% 3,7 PP
davon Retail % 41,8% 43,0% - 1,2 PP 41,8% 45,5% - 3,7 PP
davon in Fremdwährung % 39,7% 34,3% 5,4 PP 39,7% 32,2% 7,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 9.255 10.329 - 10,4% 9.255 9.936 - 6,9%
Loan/Deposit Ratio 116,8% 98,5% 18,3 PP 116,8% 103,7% 13,1 PP
Eigenkapital 1.971 2.351 - 16,2% 1.971 2.263 - 12,9%
Return on Equity vor Steuern 24,1% 34,1% - 10,0 PP 21,5% 23,9% - 2,5 PP
Return on Equity nach Steuern 19,0% 25,8% - 6,7 PP 16,7% 19,4% - 2,7 PP
Cost/Income Ratio 43,4% 43,8% - 0,4 PP 46,8% 43,2% 3,5 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 5,87% 4,81% 1,07 PP 6,37% 5,74% 0,63 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.390 8.572 - 2,1% 8.390 8.486 - 1,1%
Geschäftsstellen 206 192 7,3% 206 201 2,5%
Kunden 2.840.875 2.523.700 12,6% 2.840.875 2.757.194 3,0%

CEE Sonstige

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 370 467 - 20,8% 119 134 - 11,1%
Verwaltungsaufwendungen - 241 - 268 - 10,1% - 97 - 67 43,6%
Betriebsergebnis 129 199 - 35,1% 22 67 - 66,3%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 330 - 94 250,9% - 144 - 94 53,8%
Übrige Ergebnisse 108 44 147,2% 31 34 - 9,6%
Periodenüberschuss/
-fehlbetrag vor Steuern
- 93 149 - 91 7
Aktiva 4.564 5.981 - 23,7% 4.564 4.560 0,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 8,97% 7,27% 1,70 PP 8,99% 9,00% - 0,01 PP
Return on Equity vor Steuern 23,6% 3,1%

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments CEE Sonstige sank im Periodenvergleich um 2 Prozent oder € 7 Millionen auf € 300 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein vor allem währungsbedingter Rückgang des Zinsüberschusses um 12 Prozent oder € 28 Millionen auf € 213 Millionen in der Ukraine. In Belarus hingegen stieg der Zinsüberschuss um 32 Prozent oder € 21 Millionen auf € 86 Millionen, hervorgerufen durch höhere Kreditvolumina und verbesserte Margen. Die Nettozinsspanne stieg im Jahresvergleich von 7,27 Prozent auf 8,97 Prozent. Die Bilanzaktiva des Segments nahmen im Jahresabstand um 24 Prozent auf € 4.564 Millionen ab, die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich um 8 Prozent auf € 4.792 Millionen.

Der Provisionsüberschuss des Segments verzeichnete im Periodenvergleich einen Rückgang um € 8 Millionen auf € 148 Millionen. Dabei reduzierte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr – vor allem wechselkursbedingt in der Ukraine – um 17 Prozent oder € 20 Millionen auf € 97 Millionen. Dieser Rückgang wurde jedoch durch einen ebenfalls in der Ukraine erzielten Anstieg des Ergebnisses aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft um € 14 Millionen auf € 41 Millionen nahezu kompensiert.

Das Handelsergebnis reduzierte sich von plus € 8 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf minus € 65 Millionen in der Berichtsperiode. Hauptverantwortlich dafür war das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft, das durch höhere Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Ukraine belastet wurde.

Das übrige betriebliche Ergebnis des Segments sank im Jahresvergleich um € 9 Millionen auf minus € 13 Millionen. Für Belastungen sorgten hier eine neu eingeführte Steuer in der Ukraine sowie eine Immobilienabschreibung, positiv wirkten sich dagegen Immobilienveräußerungen aus.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen verminderten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 27 Millionen auf € 241 Millionen. Diese Reduktion betraf zum überwiegenden Teil die Ukraine und war vor allem durch die Abwertung der Hryvna begründet, während die Verwaltungsaufwendungen in Belarus aufgrund von Inflationsanpassungen bei Löhnen und Gehältern stiegen. Bei den Personalaufwendungen des Segments, die um € 32 Millionen abnahmen, wirkte sich zusätzlich der Abbau von Mitarbeitern dämpfend aus. Der Rückgang bei den Sachaufwendungen beruhte vorwiegend auf der Währungsentwicklung in der Ukraine. Eine Wertberichtigung der Marke und des Kundenstocks in der Ukraine von € 31 Millionen führte zu gestiegenen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging um 152 auf 767 zurück. Die Cost/Income Ratio stieg um 7,7 Prozentpunkte auf 65,1 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region stiegen – maßgeblich getrieben durch die Entwicklung in der Ukraine – im Periodenvergleich um € 236 Millionen auf € 330 Millionen. Der um € 232 Millionen höhere Wertberichtigungsbedarf in der Ukraine betraf dabei unter anderem Fremdwährungskredite, hervorgerufen durch die Abwertung der ukrainischen Hryvna und die dadurch notwendigen Wertberichtigungen auf besicherte US-Dollar-Kredite sowie durch einzelne Ausfälle bei Firmenkunden. In Belarus wurden um € 3 Millionen höhere Nettodotierungen vorgenommen. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg im Jahresabstand um 3,9 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse erhöhten sich im Periodenvergleich um € 64 Millionen auf € 108 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem Bewertungsgewinne aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands. Insbesondere in der Ukraine verbesserte sich das Ergebnis aus der Bewertung und der teilweisen Rückzahlung von festverzinslichen Staatsanleihen im Periodenvergleich um € 83 Millionen, während die Veräußerungsergebnisse aus Unternehmensanteilen um € 21 Millionen geringer ausfielen.

In der Berichtsperiode wurde ein Steuerertrag von € 5 Millionen gebucht, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein Steueraufwand von € 32 Millionen ausgewiesen worden war. Hervorgerufen wurde dies vor allem durch die Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen in der Ukraine.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Belarus

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 86 65 32,4% 33 28 18,4%
Provisionsüberschuss 51 47 9,3% 20 16 23,6%
Handelsergebnis - 6 - 1 >500,0% - 5 - 1 329,5%
Übriges betriebliches Ergebnis 0 - 1 - 60,1% 0 0 17,0%
Betriebserträge 130 109 18,7% 47 42 11,6%
Verwaltungsaufwendungen - 63 - 55 14,7% - 23 - 21 13,5%
Betriebsergebnis 67 55 22,6% 24 22 9,8%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 4 0 >500,0% - 1 - 2 - 38,3%
Übrige Ergebnisse 2 0 2 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 66 54 20,9% 25 20 26,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 17 - 12 43,2% - 6 - 6 - 6,3%
Periodenüberschuss nach Steuern 49 43 14,8% 19 13 41,7%
Aktiva 1.643 1.450 13,3% 1.643 1.490 10,3%
Forderungen an Kunden 1.047 1.013 3,4% 1.047 971 7,9%
davon Corporate % 70,9% 73,9% - 3,0 PP 70,9% 71,7% - 0,8 PP
davon Retail % 29,1% 26,1% 3,0 PP 29,1% 28,3% 0,8 PP
davon in Fremdwährung % 73,3% 70,6% 2,7 PP 73,3% 72,8% 0,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 989 857 15,4% 989 852 16,1%
Loan/Deposit Ratio 105,9% 118,2% - 12,3 PP 105,9% 113,9% - 8,0 PP
Eigenkapital 327 246 33,0% 327 292 12,1%
Return on Equity vor Steuern 33,6% 37,1% - 3,5 PP 36,5% 30,3% 6,2 PP
Return on Equity nach Steuern 25,1% 29,2% - 4,1 PP 28,0% 20,8% 7,3 PP
Cost/Income Ratio 48,2% 49,9% - 1,6 PP 49,2% 48,4% 0,8 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 8,30% 6,56% 1,74 PP 9,09% 8,07% 1,02 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.162 2.228 - 3,0% 2.162 2.152 0,5%
Geschäftsstellen 96 100 - 4,0% 96 96 0,0%
Kunden 740.085 707.229 4,6% 740.085 734.542 0,8%

Ukraine

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Zinsüberschuss 213 241 - 11,7% 60 68 - 11,4%
Provisionsüberschuss 97 109 - 10,9% 32 32 - 1,7%
Handelsergebnis - 59 9 - 15 - 3 418,5%
Übriges betriebliches Ergebnis - 12 - 3 293,4% - 5 - 6 - 16,4%
Betriebserträge 239 356 - 32,8% 71 91 - 21,6%
Verwaltungsaufwendungen - 178 - 213 - 16,5% - 73 - 47 56,9%
Betriebsergebnis 61 142 - 57,2% - 2 44
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 327 - 95 244,9% - 143 - 92 56,2%
Übrige Ergebnisse 106 44 142,6% 28 34 - 16,1%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern - 160 91 - 116 - 13 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 21 - 20 12 3 290,9%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern - 138 72 - 105 - 10 >500,0%
Aktiva 2.894 4.495 - 35,6% 2.894 3.044 - 4,9%
Forderungen an Kunden 2.890 3.619 - 20,1% 2.890 2.873 0,6%
davon Corporate % 54,2% 54,0% 0,2 PP 54,2% 53,9% 0,3 PP
davon Retail % 45,5% 46,0% - 0,5 PP 45,5% 45,8% - 0,3 PP
davon in Fremdwährung % 55,4% 48,0% 7,5 PP 55,4% 55,7% - 0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.649 2.652 - 37,8% 1.649 1.622 1,7%
Loan/Deposit Ratio 175,3% 136,5% 38,9 PP 175,3% 177,2% - 1,9 PP
Eigenkapital 405 867 - 53,3% 405 513 - 21,0%
Return on Equity vor Steuern 15,3%
Return on Equity nach Steuern 12,0%
Cost/Income Ratio 74,5% 59,9% 14,5 PP 102,4% 51,2% 51,2 PP
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 9,29% 7,51% 1,78 PP 9,04% 9,47% - 0,43 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 12.199 13.324 - 8,4% 12.199 12.398 - 1,6%
Geschäftsstellen 670 818 - 18,1% 670 713 - 6,0%
Kunden 2.859.750 3.084.830 - 7,3% 2.859.750 2.962.732 - 3,5%
in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 486 468 3,6% 166 157 5,7%
Verwaltungsaufwendungen - 142 - 142 0,0% - 48 - 48 0,3%
Betriebsergebnis 343 326 5,2% 118 109 8,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 281 - 208 35,3% - 236 - 11 >500,0%
Übrige Ergebnisse - 3 - 2 89,0% - 1 - 1 86,5%
Periodenüberschuss/
-fehlbetrag vor Steuern
59 117 - 49,3% - 119 97
Aktiva 21.088 21.667 - 2,7% 21.088 20.596 2,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,43% 2,32% 0,11 PP 2,51% 2,41% 0,10 PP
Return on Equity vor Steuern 4,0% 8,6% - 4,6 PP 18,9%

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 7 Prozent auf € 379 Millionen. Dabei wurde insbesondere im Profitcenter Corporate Customers der Konzernzentrale (von Wien aus betreute österreichische und multinationale Firmenkunden) der Zinsüberschuss – vor allem aufgrund höherer Margen – gesteigert. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich um 11 Basispunkte auf 2,43 Prozent. Die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand um 3 Prozent auf € 21.088 Millionen ab, die Risikoaktiva (Kreditrisiko) sanken um unter 1 Prozent auf € 13.472 Millionen.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Periodenvergleich um € 17 Millionen auf € 101 Millionen. Rückgänge ergaben sich hier sowohl in der Konzernzentrale als auch in den Geschäftsstellen in Asien und den USA. Diese beruhten auf geringeren Provisionserträgen aus Anleiheemissionen sowie Immobilien-, Export- und Investment-Finanzierungen, während aus dem Projektfinanzierungsgeschäft höhere Provisionserträge resultierten.

Das Handelsergebnis des Segments drehte von minus € 4 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf plus € 6 Millionen in der Berichtsperiode. Dabei verzeichnete vor allem das Ergebnis aus zinsbasierten derivativen Finanzinstrumenten vorwiegend in der Konzernzentrale einen Anstieg.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments blieben in der Vergleichsperiode konstant bei € 142 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode 8 Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Periodenvergleich um € 73 Millionen auf € 281 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren einzelne Kredite an Großkunden in der Konzernzentrale und in Asien. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg im Jahresabstand um 3,2 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments gingen um € 2 Millionen auf minus € 3 Millionen zurück, da die Bankenabgabe im Berichtsjahr erstmals den einzelnen Segmenten zugeordnet wurde.

Der Steueraufwand erhöhte sich – vor allem ergebnisbedingt in Österreich – um € 4 Millionen auf € 30 Millionen.

Group Markets

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 275 281 - 2,2% 99 93 5,8%
Verwaltungsaufwendungen - 188 - 193 - 2,2% - 60 - 64 - 5,5%
Betriebsergebnis 87 89 - 2,1% 38 29 30,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 3 7 - 56,7% 1 0
Übrige Ergebnisse - 6 13 - 2 - 1 151,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 84 108 - 22,5% 38 28 33,6%
Aktiva 19.751 20.778 - 4,9% 19.751 18.351 7,6%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,98% 0,72% 0,26 PP 0,95% 0,96% - 0,01 PP
Return on Equity vor Steuern 20,1% 22,1% - 2,0 PP 27,6% 15,9% 11,8 PP

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Group Markets verringerte sich im Periodenvergleich geringfügig um 1 Prozent auf € 107 Millionen. Die Erhöhung der Nettozinsspanne um 26 Basispunkte auf 0,98 Prozent ergab sich aus einer teilweisen Umgliederung des Neugeschäfts vom Handelsbuch ins Bankbuch. Die Bilanzaktiva verringerten sich im Jahresabstand um 5 Prozent auf € 19.751 Millionen, während die Kreditrisikoaktiva einen Rückgang um 2 Prozent auf € 3.550 Millionen auswiesen.

Der Provisionsüberschuss des Segments reduzierte sich wegen geringerer Umsätze im Periodenvergleich um 4 Prozent auf € 83 Millionen.

Das Handelsergebnis des Segments verzeichnete einen leichten Rückgang um 1 Prozent oder € 1 Million auf € 70 Millionen. Dabei wurde eine Abnahme aus dem aktien- und indexbezogenen Geschäft durch ein verbessertes zinsbezogenes Geschäft nahezu ausgeglichen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets sanken im Periodenvergleich um € 4 Millionen oder 2 Prozent auf € 188 Millionen. Dieser Rückgang ist auf geringere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen. Die Cost/Income Ratio blieb im Jahresvergleich unverändert bei 68,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode kam es zur Auflösung einer Einzelwertberichtigung in Höhe von € 3 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1,9 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich von plus € 13 Millionen auf minus € 6 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten, das aufgrund der Zinsentwicklung um € 15 Millionen auf minus € 2 Millionen zurückging. Die Bankenabgabe belastete das Ergebnis mit € 5 Millionen, während diese in der Vergleichsperiode des Vorjahres deutlich weniger als € 1 Million betragen hatte.

Der Steueraufwand reduzierte sich um € 4 Millionen auf € 16 Millionen, die Steuerquote stieg geringfügig auf 20 Prozent.

in € Millionen 1.1.- 30.9.
2014
1.1.- 30.9.
2013
Verände
rung
Q3/2014 Q2/2014 Verände
rung
Betriebserträge 1.001 726 37,9% 251 623 - 59,7%
Verwaltungsaufwendungen - 226 - 242 - 6,6% - 73 - 74 - 1,6%
Betriebsergebnis 775 484 60,2% 179 549 - 67,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 4 - 5 - 27,9% 2 3 - 24,4%
Übrige Ergebnisse - 767 - 381 101,4% - 440 - 40 >500,0%
Periodenüberschuss/
-fehlbetrag vor Steuern
5 98 - 95,0% - 259 512
Aktiva 35.599 34.496 3,2% 35.599 32.703 8,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva)
Return on Equity vor Steuern 0,2% 5,7% - 5,4 PP 73,5%

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Corporate Center stieg im Periodenvergleich um € 293 Millionen auf € 944 Millionen. Verantwortlich dafür waren insbesondere höhere konzerninterne Dividendenerträge und niedrigere Funding-Kosten, die durch eine Optimierung der Refinanzierungsstruktur der RBI erzielt wurden. In diesem Segment wurden neben den Erträgen aus der überwiegend kurzfristigen Veranlagung freier Liquidität auch die Zinsaufwendungen im Ausmaß von € 54 Millionen (Vergleichsperiode 2013: € 41 Millionen) für das Nachrangkapital der RBI AG ausgewiesen. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Jahresabstand um 3 Prozent auf € 35.599 Millionen, die Kreditrisikoaktiva hingegen nahmen um 13 Prozent auf € 18.182 Millionen zu.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich deutlich von minus € 17 Millionen auf minus € 7 Millionen, hervorgerufen insbesondere durch höhere Provisionserträge aus der Übernahme von Garantien.

Das Handelsergebnis des Segments sank im Periodenvergleich um € 29 Millionen auf minus € 31 Millionen. Hauptgrund dafür waren Bewertungsverluste aus offenen Fremdwährungspositionen. Das übrige betriebliche Ergebnis verbesserte sich um € 1 Million auf € 95 Millionen. Die hier enthaltenen Erträge stammten zum Großteil aus der konzerninternen Leistungsverrechnung.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments reduzierten sich aufgrund eines Rückgangs der konzerninternen Verrechnung der Zuno-Gruppe und niedrigerer Abschreibungen in der Konzernzentrale im Periodenvergleich um € 16 Millionen auf € 226 Millionen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. In der Berichtsperiode 2014 wurden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen für Firmenkunden der Konzernzentrale in Höhe von € 4 Millionen vorgenommen.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken im Periodenvergleich von minus € 381 Millionen auf minus € 767 Millionen. Dabei belastete vor allem die Teilwertabschreibung der Beteiligung Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew, das Ergebnis des Segments mit € 716 Millionen. Im Konzern ist diese Wertberichtigung jedoch nicht ergebniswirksam. Positiv entwickelte sich hingegen das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, das sich um € 301 Millionen auf € 54 Millionen verbesserte. Ausschlaggebend dafür war das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten: Die hier enthaltenen Bewertungen für den Credit Spread stiegen um € 258 Millionen auf € 119 Millionen.

Die österreichische Bankenabgabe belastete das Ergebnis des Segments mit € 58 Millionen. Weiters resultierte aus der Veräußerung der Warenhandelsgruppe F.J. Elsner, Wien, ein Endkonsolidierungseffekt von minus € 11 Millionen.

Der Steueraufwand belief sich auf € 14 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein Steuerertrag von € 45 Millionen ausgewiesen worden war. Zurückzuführen war dies vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen Bewertungsergebnisse, die insbesondere die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten betrafen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. September 2014)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013 Veränderung
Zinserträge 4.306 4.564 -5,6%
Zinsaufwendungen -1.412 -1.787 -21,0%
Zinsüberschuss [2] 2.894 2.776 4,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -1.083 -800 35,4%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.811 1.977 -8,4%
Provisionserträge 1.477 1.484 -0,4%
Provisionsaufwendungen -308 -281 9,8%
Provisionsüberschuss [4] 1.168 1.203 -2,8%
Handelsergebnis [5] 38 240 -84,0%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] 60 -243
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 101 73 38,5%
Verwaltungsaufwendungen [8] -2.295 -2.430 -5,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -372 -117 217,0%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -10 -6 50,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 502 696 -27,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [10] -243 -236 3,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 259 461 -43,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -34 -50 -31,6%
Konzern-Periodenüberschuss 225 411 -45,2%

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013 Veränderung
Gewinn je Aktie 0,42 1,34 -0,92

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich der Dividende auf das Partizipationskapital bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2014 waren das 282,7 Millionen (30. September 2013: 194,9 Millionen). Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Gewinns je Aktie fand daher nicht statt.

Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.-30.9.
2014
1.1.-30.9.
2013
1.1.-30.9.
2014
1.1.-30.9.
2013
1.1.-30.9.
2014
1.1.-30.9.
2013
Periodenüberschuss nach Steuern 259 461 225 411 34 50
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
0 1 0 1 0 0
Neubewertungen von leistungsorientierten
Plänen
1 1 1 1 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in den
Gewinn und Verlust umgegliedert werden
0 0 0 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise
in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden
-522 -359 -514 -354 -8 -5
Währungsdifferenzen -571 -337 -559 -329 -12 -8
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-571 -337 -559 -329 -12 -8
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 0
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
2 3 2 3 0 0
Hochinflation 35 20 31 18 4 2
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
-3 -19 -3 -19 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-3 -19 -3 -19 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 0
Eigenkapitalveränderungen in at-equity
bewerteten Unternehmen
0 0 0 0 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
19 -34 19 -34 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
19 1 19 1 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 -35 0 -34 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
-4 7 -4 7 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-4 2 -4 2 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 5 0 5 0 0
Sonstige direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -522 -358 -514 -353 -8 -5
Gesamtergebnis -263 102 -289 58 26 44

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q4/2013 Q1/2014 Q2/2014 Q3/2014
Zinsüberschuss 953 979 975 940
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 350 - 281 - 287 - 515
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 603 697 688 425
Provisionsüberschuss 424 376 389 404
Handelsergebnis 81 - 19 28 30
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 14 - 27 - 15 103
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 15 37 42 23
Verwaltungsaufwendungen - 910 - 755 - 764 - 776
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 30 - 57 - 90 - 225
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 - 11 0 1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 138 240 278 - 16
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4 - 67 - 79 - 96
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern 142 173 198 - 112
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 4 - 12 - 15 - 7
Konzern-Periodenüberschuss/-fehlbetrag 146 161 183 - 119
in € Millionen Q4/2012 Q1/2013 Q2/2013 Q3/2013
Zinsüberschuss 876 865 972 940
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -385 -220 -249 -330
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 491 645 722 610
Provisionsüberschuss 396 375 411 417
Handelsergebnis -6 80 60 100
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten -20 -121 -66 -56
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 19 87 -23 9
Verwaltungsaufwendungen1 -922 -788 -829 -813
Sonstiges betriebliches Ergebnis -50 -21 -58 -38
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 14 -6 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern -78 251 216 229
Steuern vom Einkommen und Ertrag1 -59 -77 -79 -80

Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern -137 174 137 149 Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 24 -17 -17 -15

Konzern-Periodenüberschuss/-fehlbetrag -113 157 120 134 1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 30.9.2014 31.12.2013 Veränderung
Barreserve 5.094 6.674 -23,7%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 36] 22.353 22.243 0,5%
Forderungen an Kunden [13, 36] 82.550 80.635 2,4%
Kreditrisikovorsorgen [14] -6.132 -5.605 9,4%
Handelsaktiva [15, 36] 8.271 7.581 9,1%
Derivative Finanzinstrumente [16, 36] 1.231 982 25,3%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 36] 14.169 13.483 5,1%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [36] 0 5
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.144 1.249 -8,4%
Sachanlagen [19] 1.572 1.595 -1,4%
Sonstige Aktiva [20, 36] 1.763 1.799 -2,0%
Aktiva gesamt 132.016 130.640 1,1%
Passiva
in € Millionen
Anhang 30.9.2014 31.12.2013 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 36] 30.771 30.105 2,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 36] 67.824 66.437 2,1%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23] 10.098 11.533 -12,4%
Rückstellungen [24, 36] 980 733 33,7%
Handelspassiva [25, 36] 6.344 5.204 21,9%
Derivative Finanzinstrumente [26, 36] 698 384 81,6%
Sonstige Passiva [27, 36] 1.517 1.753 -13,5%
Nachrangkapital [28, 36] 3.966 4.128 -3,9%
Eigenkapital [29] 9.819 10.364 -5,3%
Konzern-Eigenkapital 9.097 9.322 -2,4%
Konzern-Periodenüberschuss 225 557 -59,6%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 498 485 2,6%
Passiva gesamt 132.016 130.640 1,1%

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeich
in € Millionen
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2014 595 2.500 2.575 3.652 557 485 10.364
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen 297 -2.500 2.429 0 0 9 235
Gewinnthesaurierung 0 0 0 59 -59 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -498 -42 -541
Gesamtergebnis 0 0 0 -514 225 26 -263
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 -5 5 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -6 10 0 20 24
Eigenkapital 30.9.2014 892 0 4.994 3.211 225 498 9.819
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.20131 595 2.500 2.574 3.755 730 719 10.873
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen 0 0 0 0 0 9 9
Gewinnthesaurierung 0 0 0 303 -303 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -428 -56 -485
Gesamtergebnis 0 0 0 -353 411 44 102
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 70 0 -215 -146
Eigenkapital 30.9.2013 595 2.500 2.574 3.774 411 501 10.354

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund der retrospektiven Anwendung von IAS 19R.

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6.674 6.557
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -457 -154
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -1.081 -93
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 483 -864
Effekte aus Wechselkursänderungen -524 -173
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 5.094 5.273

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • CEE Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Nachdem die ukrainische Regierung die Absicht, die GUS zu verlassen, signalisiert hatte, wurde das Segment GUS Sonstige in CEE Sonstige umbenannt.

1.1.-30.9.2014
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland CEE
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 779 628 635 300 379
Provisionsüberschuss 396 269 214 148 101
Handelsergebnis 14 45 - 10 - 65 6
Übriges betriebliches Ergebnis - 4 32 8 - 13 0
Betriebserträge 1.185 973 848 370 486
Verwaltungsaufwendungen - 725 - 500 - 368 - 241 - 142
Betriebsergebnis 460 473 480 129 343
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 176 - 177 - 117 - 330 - 281
Übrige Ergebnisse - 332 4 4 108 - 3
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern - 47 300 367 - 93 59
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 65 - 45 - 77 5 - 30
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern - 113 255 289 - 88 29
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 32 - 1 1 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der
nicht beherrschenden Anteile
- 145 255 291 - 88 29
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 20.010 12.352 9.487 4.792 13.472
Risikoaktiva (gesamt) 23.492 14.882 11.466 5.664 14.299
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.879 1.191 917 453 1.144
Aktiva 39.808 21.350 14.683 4.564 21.088
Verbindlichkeiten 36.245 18.316 12.712 3.828 17.146
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,84% 4,30% 5,87% 8,97% 2,43%
NPL Ratio 11,5% 14,2% 5,6% 29,3% 8,6%
NPL Coverage Ratio 67,4% 63,7% 74,4% 82,6% 49,6%
Cost/Income Ratio 61,2% 51,4% 43,4% 65,1% 29,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,81% 1,71% 1,54% 10,80% 1,82%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.461 2.183 1.638 810 1.961
Return on Equity vor Steuern 18,3% 29,8% 4,0%
Geschäftsstellen 812 1.095 206 767 8
1.1.-30.9.2014
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 107 944 - 878 2.894
Provisionsüberschuss 83 - 7 - 37 1.168
Handelsergebnis 70 - 31 10 38
Übriges betriebliches Ergebnis 15 95 - 98 36
Betriebserträge 275 1.001 - 1.002 4.137
Verwaltungsaufwendungen - 188 - 226 96 - 2.295
Betriebsergebnis 87 775 - 905 1.842
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 3 - 4 - 1 - 1.083
Übrige Ergebnisse - 6 - 767 735 - 257
Periodenüberschuss vor Steuern 84 5 - 172 502
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 16 - 14 0 - 243
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern 67 - 9 - 172 259
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 7 - 9 - 34
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug der nicht
beherrschenden Anteile
67 - 2 - 180 225
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.550 18.182 - 16.326 65.520
Risikoaktiva (gesamt) 4.292 20.205 - 14.898 79.402
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 343 1.616 - 1.192 6.352
Aktiva 19.751 35.599 - 24.827 132.016
Verbindlichkeiten 19.911 29.067 - 15.029 122.196
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,98% 3,29%
NPL Ratio 8,1% 12,5% 11,1%
NPL Coverage Ratio 73,7% 30,1% 65,4%
Cost/Income Ratio 68,4% 22,6% 55,5%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 0,13% 1,79%
Durchschnittliches Eigenkapital 554 2.734 - 1.919 11.422
Return on Equity vor Steuern 20,1% 0,2% 5,8%
Geschäftsstellen 5 1 2.894
1.1.-30.9.2013
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Russland CEE
Sonstige
Group
Corporates
Zinsüberschuss 803 645 542 307 354
Provisionsüberschuss 409 252 231 156 117
Handelsergebnis 7 41 121 8 -4
Übriges betriebliches Ergebnis 19 26 0 -4 0
Betriebserträge 1.238 964 894 467 468
Verwaltungsaufwendungen -784 -515 -392 -268 -142
Betriebsergebnis 454 449 502 199 326
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -260 -219 -19 -94 -208
Übrige Ergebnisse -66 15 24 44 -2
Periodenüberschuss vor Steuern 127 246 507 149 117
Steuern vom Einkommen und Ertrag -54 -23 -124 -32 -27
Periodenüberschuss nach Steuern 73 223 382 117 90
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -34 -1 -2 -8 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
40 222 380 109 90
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.175 12.833 10.226 5.229 13.510
Risikoaktiva (gesamt) 24.757 15.546 12.263 6.342 14.294
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.981 1.244 981 507 1.144
Aktiva 38.353 21.358 15.796 5.981 21.667
Verbindlichkeiten 34.720 18.383 13.445 4.863 13.587
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,90% 4,33% 4,81% 7,27% 2,32%
NPL Ratio 12,0% 13,7% 4,4% 25,4% 5,5%
NPL Coverage Ratio 63,7% 62,2% 101,9% 72,7% 55,5%
Cost/Income Ratio 63,3% 53,4% 43,8% 57,4% 30,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,18% 2,03% 0,26% 2,65% 1,37%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.251 2.034 1.614 839 1.808
Return on Equity vor Steuern 5,2% 16,1% 41,8% 23,6% 8,6%
Geschäftsstellen 805 1.121 192 919 9
1.1.-30.9.2013
in € Millionen
Group
Markets
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 108 651 -634 2.776
Provisionsüberschuss 87 -17 -32 1.203
Handelsergebnis 70 -2 -1 240
Übriges betriebliches Ergebnis 16 94 -104 48
Betriebserträge 281 726 -772 4.267
Verwaltungsaufwendungen -193 -242 106 -2.430
Betriebsergebnis 89 484 -666 1.837
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 7 -5 0 -800
Übrige Ergebnisse 13 -381 12 -342
Periodenüberschuss vor Steuern 108 98 -654 696
Steuern vom Einkommen und Ertrag -21 45 0 -236
Periodenüberschuss nach Steuern 87 143 -655 461
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -10 5 -50
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile
87 133 -649 411
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.610 16.129 -14.581 68.132
Risikoaktiva (gesamt) 5.237 17.217 -12.949 82.706
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 419 1.377 -1.036 6.617
Aktiva 20.778 34.496 -27.395 131.034
Verbindlichkeiten 23.292 25.182 -12.792 120.680
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,72% 3,08%
NPL Ratio 7,9% 10,3%
NPL Coverage Ratio 90,2% 66,1%
Cost/Income Ratio 68,4% 33,3% 56,9%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) -0,25% 1,29%
Durchschnittliches Eigenkapital 652 2.301 -1.749 10.750
Return on Equity vor Steuern 22,1% 5,7% 8,6%
Geschäftsstellen 4 1 3.051

Anhang

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Grundsätze der Erstellung

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2014 steht im Einklang mit IAS 34.

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Der Zwischenbericht zum 30. September 2014 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2013 (vgl. Geschäftsbericht 2013, Seite 116 ff). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2014 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Nachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind und bei der Erstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses zum 30. September 2014 zur Anwendung kamen.

IFRS 10 ersetzt die Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse). Auch SIC 12 (Konsolidierung – Zweckgesellschaften) wird durch IFRS 10 ersetzt. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: (a) Ein Unternehmen muss beherrschenden Einfluss über das Beteiligungsunternehmen ausüben können, (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und (c) es muss die Renditen aufgrund seiner "Einflussfülle" der Höhe nach beeinflussen können. Weiterhin enthält der Standard umfangreiche Leitlinien zur Umsetzung komplexer Sachverhalte.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 wurde das strukturierte Unternehmen Compass Variety Funding Limited, Dublin (IE), erstmals vollkonsolidiert, da die RBI einen beherrschenden Einfluss auf bestimmte Vermögenswerte (Leasingforderungen) gemäß IFRS 10.B76–IFRS 10.B79 hat, die dem allgemeinen Beteiligungsunternehmen gegenüber abgeschottet sind. Durch die Vollkonsolidierung wird nun die über das strukturierte Unternehmen zum Berichtsstichtag aufgenommene Refinanzierung in Höhe von € 28,3 Millionen (31. Dezember 2013: € 66,8 Millionen) unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

IFRS 11 ersetzt IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) sowie SIC 13 (Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nichtmonetäre Einlagen durch Partnerunternehmen). IFRS 11 regelt ab dem 1. Jänner 2014 die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich Führung über eine gemeinsame Geschäftstätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen ausüben. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte wird im Gegensatz zu IAS 31 in IFRS 11 nicht mehr separat adressiert; hier kommen die Regelungen für gemeinsame Geschäftstätigkeit zur Anwendung. Die Klassifizierung einer Vereinbarung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zukommen. Ferner muss nach IFRS 11 für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen die Equity-Methode angewendet werden, während nach IAS 31 für gemeinschaftlich geführte Unternehmen entweder die Quotenkonsolidierung oder die Equity-Methode zulässig ist. Die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 12 ist ein Standard zu Angaben im Anhang. Er ist ab dem 1. Jänner 2014 anwendbar auf Unternehmen, die an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen), assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten beteiligt sind. Grundsätzlich gehen die in IFRS 12 geforderten Angaben deutlich weiter als die bisher gültigen Standards. Die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IFRS 12 wird zu zusätzlichen Angaben im Anhang zum Jahresende 2014 führen, hat jedoch keine bilanziellen Auswirkung auf den Konzernabschluss der RBI.

Durch eine Änderung an IFRS 10, IFRS 11 und IAS 27 wird in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab dem 1. Jänner 2014 eine Ausnahme gewährt. Diese gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt (dies trifft z. B. auf bestimmte Investmentfonds zu). Solche Unternehmen dürfen ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 (Finanzinstrumente) oder IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) bewerten. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI. Zusätzlich wurden die Übergangsleitlinien in IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 klargestellt und Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit den Angaben im Anhang zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen.

In den überarbeiteten IAS 28 sind ab dem 1. Jänner 2014 nunmehr auch die Gemeinschaftsunternehmen aufgenommen worden, da nach IFRS 11 die Equity-Methode die einzig zulässige Methode ist, Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss zu inkludieren. Die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 28 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Änderungen am IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutung der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar. Die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 32 zum 1. Jänner 2014 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Änderungen am IAS 36 bringen beginnend mit 1. Jänner 2014 eine Korrektur von Vorschriften zu Angaben, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weitergehend geändert worden waren, als ursprünglich beabsichtigt. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabe nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen aber aus. Diese Änderungen werden – außer möglichen zusätzlichen Angaben – keinen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

Durch die Änderungen von IAS 39 bleiben Derivate ab dem 1. Jänner 2014 trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf das Hedge Accounting als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei. Diese Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Währungen

2014 2013
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 30.9. 1.1.- 30.9. 31.12. 1.1.- 30.9.
Albanischer Lek (ALL) 139,890 139,960 140,200 140,242
Belarus Rubel (BYR) 13.420,000 13.558,000 13.080,000 11.537,000
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 230,560 239,227 211,170 199,945
Kroatische Kuna (HRK) 7,643 7,624 7,627 7,561
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,131 4,393 4,522 4,149
Polnischer Zloty (PLN) 4,178 4,181 4,154 4,210
Rumänischer Lei (RON) 4,410 4,441 4,471 4,408
Russischer Rubel (RUB) 49,765 48,098 45,325 41,752
Serbischer Dinar (RSD) 118,851 116,244 114,642 112,795
Singapur-Dollar (SGD) 1,606 1,703 1,741 1,648
Tschechische Krone (CZK) 27,500 27,489 27,427 25,693
Türkische Lira (TRY) 2,878 2,932 2,961 2,474
Ukrainische Hryvna (UAH) 16,447 14,907 11,042 10,534
Ungarischer Forint (HUF) 310,570 308,622 297,040 297,447
US-Dollar (USD) 1,258 1,352 1,379 1,319

Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.9.2014 31.12.2013 30.9.2014 31.12.2013
Stand Beginn der Periode 143 137 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 8 14 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 1 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 18 - 7 - 1 0
Stand Ende der Periode 133 143 0 1

Die erstmals einbezogenen Unternehmen betreffen drei Spezialfinanzierungsgesellschaften aus dem Leasingbereich und fünf aus dem Investmentbereich. 12 Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung und ein Unternehmen infolge Konkurses ausgeschieden. Weitere fünf Unternehmen wurden veräußert.

Endkonsolidierungen

in € Millionen ELSNER-Gruppe RBMT Übrige Gesamt
Aktiva 70 103 78 251
Verbindlichkeiten 58 1 78 137
Reinvermögen 12 102 - 1 114
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0 0
Reinvermögen nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 12 102 - 1 114
Firmenwert 0 0 0 0
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 0 0 0 0
Verkaufspreis/Buchwert 1 103 0 105
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 11 1 1 - 10

ELSNER-Gruppe: Warenhandelsgruppe F.J. Elsner, Wien RBMT: Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
345 142
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
250 296
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 14 44
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 2.572 3.040
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 126 142
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 1.411 - 1.786
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 104 25
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 9 145
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 1.508 - 1.351
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 502 696

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 4.306 4.564
Zinserträge 4.267 4.535
aus Guthaben bei Zentralbanken 26 30
aus Forderungen an Kreditinstitute 169 167
aus Forderungen an Kunden 3.299 3.486
aus Wertpapieren 315 407
aus Leasingforderungen 139 143
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 319 302
Laufende Erträge 17 13
Zinsähnliche Erträge 22 16
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 1.412 - 1.787
Zinsaufwendungen - 1.370 - 1.757
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 7 - 1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 268 - 307
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 750 - 1.029
für verbriefte Verbindlichkeiten - 189 - 279
für Nachrangkapital - 156 - 142
Zinsähnliche Aufwendungen - 42 - 30
Gesamt 2.894 2.776

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Einzelwertberichtigungen - 1.054 - 781
Zuführung zu Risikovorsorgen - 1.474 - 1.274
Auflösung von Risikovorsorgen 444 507
Direktabschreibungen - 72 - 79
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 48 65
Portfolio-Wertberichtigungen - 32 - 28
Zuführung zu Risikovorsorgen - 254 - 274
Auflösung von Risikovorsorgen 222 246
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 3 10
Gesamt - 1.083 - 800

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Zahlungsverkehr 538 539
Kredit- und Garantiegeschäft 160 182
Wertpapiergeschäft 93 109
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 278 263
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 25 24
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 36 34
Sonstige Bankdienstleistungen 39 52
Gesamt 1.168 1.203

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Zinsbezogenes Geschäft 107 15
Währungsbezogenes Geschäft - 68 198
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 41 23
Kreditderivatgeschäft 0 - 1
Sonstiges Geschäft - 42 5
Gesamt 38 240

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 37 Millionen (Vergleichsperiode: € 42 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 8 - 8
Ergebnis aus Kreditderivaten 0 1
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 93 - 225
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Verbindlichkeiten
- 42 - 12
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 1 0
Gesamt 60 - 243

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren 3 1
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 0 0
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 3 1
Ergebnis aus Unternehmensanteilen - 3 32
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 6 - 18
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 3 49
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren
100 40
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 67 22
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 33 18
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 2 0
Gesamt 101 73

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Personalaufwand - 1.149 - 1.227
Sachaufwand - 874 - 920
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 273 - 283
Gesamt - 2.295 - 2.430

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 19 25
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 276 503
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 257 - 479
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 3 - 1
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 43 54
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 46 - 55
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 24 24
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 34 25
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
6 - 7
Sonstige Steuern - 199 - 208
davon Bankenabgaben - 137 - 163
Wertminderungen von Firmenwerten 0 - 3
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 12 10
Sonstige betriebliche Erträge 60 45
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 306 - 28
Gesamt - 372 - 117
in € Millionen 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 223 - 262
Inland - 63 - 21
Ausland - 160 - 241
Latente Steuern - 20 26
Gesamt - 243 - 236

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2014 31.12.2013
Barreserve 5.094 6.674
Handelsaktiva 8.637 7.990
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
6.647 8.440
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.305 823
Kredite und Forderungen 100.535 99.071
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 5.217 4.220
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 864 573
Sonstige Aktiva 2.716 2.843
Aktiva gesamt 132.016 130.640

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie nicht festverzinsliche als auch festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Handelspassiva 6.887 5.456
Finanzielle Verbindlichkeiten 111.575 111.342
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 2.599 2.612
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 154 133
Rückstellungen 980 733
Eigenkapital 9.819 10.364
Passiva gesamt 132.016 130.640

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelspassiva" ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

30.9.2014 31.12.2013
7.233 8.297
15.120 13.946
22.353 22.243

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 5.666 Millionen (31.12.2013: € 4.664 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Öffentlicher Sektor 1.511 1.648
Firmenkunden – Große Firmenkunden 51.382 49.320
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.110 3.089
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.705 23.756
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.842 2.822
Gesamt 82.550 80.635

In den Forderungen an Kunden sind € 733 Millionen (31.12.2013: € 1.323 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Inland 7.798 7.224
Ausland 74.753 73.410
Gesamt 82.550 80.635

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen zugeordnet:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Kreditinstitute 113 118
Öffentlicher Sektor 1 6
Firmenkunden – Große Firmenkunden 3.439 2.837
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 328 531
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.922 1.777
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 328 337
Gesamt 6.132 5.605

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.631 3.954
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 362 408
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 4.278 3.219
Gesamt 8.271 7.581

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
863 544
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
1 6
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Net
Investment Hedge
0 23
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 366 409
Gesamt 1.231 982

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.691 12.862
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 29 150
Unternehmensanteile 449 470
Gesamt 14.169 13.483

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Firmenwerte 517 544
Software 530 545
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 97 159
Gesamt 1.144 1.249

Marke

Unternehmen des Konzerns verwenden zur Unterscheidung ihrer Dienstleistungen von Mitbewerbern Warenzeichen (Marken). Gemäß IFRS 3 werden Marken erworbener Unternehmen gesondert unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte"bilanziert. Es wurde eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen, sodass keine planmäßige Abschreibung erfolgt. Die Marken werden jährlich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte für jede Zahlungsmittel generierende Einheit und zusätzlich immer dann, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, auf Werthaltigkeit getestet. Die RBI hat ausschließlich bei der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL), und bei der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), Markenrechte aktiviert.

30.9.2014
in € Millionen RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 44,7 66,7 111,4
Zugänge 0,0 0,0 0,0
Wertminderungen 0,0 - 29,8 - 29,8
Währungsdifferenzen 31,0 - 19,2 11,8
Stand 30.9. 47,9 17,7 65,6
Bruttobetrag 47,9 44,8 92,7
Kumulierte Wertminderungen 0,0 - 27,1 - 27,1

Die Buchwerte der Marken sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen der Marken haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2013
in € Millionen RBPL AVAL Gesamt
Stand 1.1. 49,1 69,9 119,0
Zugänge 0,0 0,0 0,0
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0
Währungsdifferenzen - 4,4 - 3,2 - 7,6
Stand 31.12. 44,7 66,7 111,4
Bruttobetrag 44,7 66,7 111,4
Kumulierte Wertminderungen 0,0 0,0 0,0

Gemäß IAS 36.9 hat ein Unternehmen an jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Diese Schätzungen basieren auf einer Liste von externen und internen Indikatoren. Solche Indikatoren lagen aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Probleme in der Ukraine im dritten Quartal vor. Darausfolgend wurde erkannt, dass der erzielbare Betrag der Marke unter dem Buchwert lag. Daraus folgte eine Wertminderung der Marke Raiffeisen Bank Aval in Höhe von € 30 Millionen. Weiters wurde in diesem Zusammenhang der Kundenstock in Höhe von € 1 Millionen abgeschrieben.

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 651 712
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 325 208
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 323 399
Vermietete Leasinganlagen 273 277
Gesamt 1.572 1.595

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Steuerforderungen 530 601
Laufende Steuerforderungen 74 112
Latente Steuerforderungen 456 489
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 73 93
Rechnungsabgrenzungsposten 262 232
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 345 388
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 31 80
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 53 56
Vorräte 72 147
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 28 16
Übrige Aktiva 370 188
Gesamt 1.763 1.799

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Inland 15.721 16.775
Ausland 15.050 13.330
Gesamt 30.771 30.105

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 175 Millionen (31.12.2013: € 1.220 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich wie folgt auf:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Öffentlicher Sektor 1.620 820
Firmenkunden – Große Firmenkunden 31.540 31.439
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.462 2.419
Retail-Kunden – Privatpersonen 27.219 27.059
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 4.221 4.280
Sonstige 762 420
Gesamt 67.824 66.437

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 45 Millionen (31.12.2013: € 743 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Inland 5.763 5.619
Ausland 62.060 60.818
Gesamt 67.824 66.437

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Begebene Schuldverschreibungen 9.786 11.061
Begebene Geldmarktpapiere 285 428
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 27 44
Gesamt 10.098 11.533

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Abfertigungen und Ähnliches 70 69
Pensionen 26 25
Steuern 114 93
Laufende 71 64
Latente 44 29
Garantien und Bürgschaften 98 119
Offene Rechtsfälle 68 54
Unverbrauchter Urlaub 51 57
Bonuszahlungen 212 231
Restrukturierung 7 9
Sonstige 335 77
Gesamt 980 733

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 5.119 4.027
Zinssatzgeschäft 2.926 2.453
Wechselkursgeschäft 940 592
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 1.110 841
Kreditderivatgeschäft 10 8
Sonstiges Geschäft 132 133
Leerverkauf von Handelsaktiva 526 551
Emittierte Zertifikate 699 626
Gesamt 6.344 5.204

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
125 104
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
29 28
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 0 0
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 544 252
Gesamt 698 384

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 66 98
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 292 320
Rechnungsabgrenzungsposten 249 267
Dividendenverbindlichkeiten 1 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 428 552
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 98 39
Übrige Passiva 383 476
Gesamt 1.517 1.753

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Hybrides Kapital 397 451
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.569 3.371
Ergänzungskapital 0 305
Gesamt 3.966 4.128

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Konzern-Eigenkapital 9.097 9.322
Gezeichnetes Kapital 892 595
Partizipationskapital 0 2.500
Kapitalrücklagen 4.994 2.575
Gewinnrücklagen 3.211 3.652
Konzern-Periodenüberschuss 225 557
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 498 485
Gesamt 9.819 10.364

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 894 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 604.517 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 892 Millionen.

Risikobericht

(30) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2013, Seite 176 ff., verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle wesentlichen Risikoarten auf Basis von vergleichbaren Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 2.333 29,7% 2.433 30,9%
Kreditrisiko Retail-Kunden 2.022 25,7% 2.060 26,2%
Marktrisiko 897 11,4% 630 8,0%
Operationelles Risiko 689 8,8% 682 8,7%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 513 6,5% 487 6,2%
Sonstige Sachanlagen 259 3,3% 263 3,3%
Kreditrisiko Kreditinstitute 254 3,2% 267 3,4%
Makroökonomisches Risiko 189 2,4% 189 2,4%
Beteiligungsrisiko 150 1,9% 185 2,3%
Liquiditätsrisiko 142 1,9% 297 3,8%
CVA Risiko 43 0,5% 0 0,0%
Risikopuffer 375 4,8% 375 4,8%
Gesamt 7.866 100,0% 7.868 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Zentraleuropa 2.788 35,4% 2.959 37,6%
Südosteuropa 1.557 19,8% 1.652 21,0%
Österreich 1.275 16,2% 1.276 16,2%
Russland 1.271 16,2% 1.121 14,2%
CEE Sonstige 757 9,6% 660 8,4%
Restliche Welt 218 2,8% 199 2,5%
Gesamt 7.866 100,0% 7.868 100,0%

Bei der Berechnung des ökonomischen Kapitals wird ein Konfidenzniveau von 99,95 Prozent angewendet, der sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel III)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie der unterschiedlichen Darstellung des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Barreserve 2.916 4.166
Forderungen an Kreditinstitute 22.353 22.243
Forderungen an Kunden 82.550 80.635
Handelsaktiva 8.271 7.581
Derivative Finanzinstrumente 1.231 982
Wertpapiere und Beteiligungen 13.691 12.862
Sonstige Aktiva 1.701 243
Eventualverbindlichkeiten 11.288 10.990
Kreditrisiken 10.565 10.279
Widerrufliche Kreditzusagen 16.500 16.727
Ausweisunterschiede -4.312 -3.384
Gesamt 166.755 163.323

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile.

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Das Kunden-Rating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Rating-Stufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Rating-Einstufung (z. B. Gute Bonität 4 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen für Firmenkunden 27 bzw. für Kreditinstitute und den öffentlichen Sektor jeweils 10 Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Rating-Erstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Ratingund Ausfall-Datenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden, mittelgroße und kleine Firmenkunden). Zur besseren Lesbarkeit wurden die 25 Lebendstufen der neuen Ratingskala allerdings auf die zu Grunde liegenden 9 Hauptstufen zusammengefasst. Für die Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos sind zusätzlich Sicherheiten sowie Erlösquoten bei Ausfall zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.20131 Anteil
1 Minimales Risiko 4.303 5,3% 3.558 4,5%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 10.937 13,6% 9.769 12,4%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 10.078 12,5% 9.864 12,6%
4 Gute Kreditwürdigkeit 11.096 13,7% 10.502 13,4%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 14.740 18,3% 13.285 16,9%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 11.859 14,7% 12.916 16,4%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 6.625 8,2% 7.304 9,3%
8 Schwache bzw. minderwertige Kreditwürdigkeit 3.083 3,8% 3.177 4,0%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte Kreditwürdigkeit 1.725 2,1% 1.973 2,5%
10 Ausfall 5.699 7,1% 5.446 6,9%
NR Nicht geratet 554 0,7% 724 0,9%
Gesamt 80.698 100,0% 78.518 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen aufgrund von Optimierungsmaßnahmen in der Masterskala.

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nahm im Vergleich zum Jahresende 2013 um € 2.180 Millionen auf € 80.698 Millionen zu. Das größte Segment bei den Firmenkunden zum Ende des dritten Quartals war Group Corporates mit € 32.387 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 17.699 Millionen, Russland mit € 11.243 Millionen und Südosteuropa mit € 9.717 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Group Markets mit € 5.677 Millionen, CEE Sonstige mit € 3.133 Millionen und Corporate Center mit € 842 Millionen.

Im Zuge von Optimierungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung der Masterskala kam es zu Verschiebungen in den einzelnen Ratingstufen. Die Vorjahreswerte wurden zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst. Der Anteil der guten Kreditwürdigkeit bis hin zu minimalem Risiko zeigte mit 45,1 Prozent (2013: 42,9 Prozent) einen kleinen Anstieg. Der Anteil der Forderungen mit knapper Kreditwürdigkeit bis hin zu noch schwächerer Kreditwürdigkeit verringerte sich von 15,8 Prozent auf 14,1 Prozent. Darin spiegelt sich die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider. Auf deren Basis wird das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte ausgerichtet, gleichzeitig werden Neukredite aufgrund der hohen Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität gewährt. Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß Basel III (Rating 10) betrug 7,1 Prozent oder € 5.699 Millionen des gesamten Kreditobligos für Firmenkunden. Der höchste Anstieg wurde im Segment Group Corporates verzeichnet.

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.20131 Anteil
Zentraleuropa 22.219 24,8% 22.498 25,8%
Österreich 17.423 19,4% 16.758 19,2%
Russland 14.878 16,6% 13.479 15,4%
Südosteuropa 11.498 12,8% 11.464 13,1%
Westeuropa 11.381 12,7% 9.728 11,1%
Asien 5.502 6,1% 5.956 6,8%
CEE Sonstige 3.910 4,4% 4.554 5,2%
Sonstige 2.867 3,2% 2.829 3,2%
Gesamt 89.680 100,0% 87.266 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Groß- und Einzelhandel 20.712 23,1% 20.689 23,7%
Fertigung/Produktion 19.208 21,4% 18.362 21,0%
Immobilien 9.939 11,1% 9.865 11,3%
Finanzintermediation 10.119 11,3% 8.006 9,2%
Bauwesen 6.689 7,5% 6.346 7,3%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.755 4,2% 3.736 4,3%
Energieversorgung 3.925 4,4% 4.124 4,7%
Freie Berufe/technische Dienstleistungen 4.572 5,1% 5.217 6,0%
Sonstige Branchen 10.763 12,0% 10.921 12,5%
Gesamt 89.680 100,0% 87.266 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.481 38,8% 3.388 38,7%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 3.295 36,7% 2.971 34,0%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 890 9,9% 1.225 14,0%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 769 8,6% 616 7,0%
6,5 Ausfall 547 6,1% 539 6,2%
NR Nicht geratet 1 0,0% 10 0,1%
Gesamt 8.982 100,0% 8.749 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum Ende des dritten Quartals € 8.982 Millionen. Mit 75,5 Prozent machten dabei die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2013 auf € 1 Million.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.148 88,1% 26.194 89,1%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.532 11,9% 3.208 10,9%
Gesamt 29.680 100,0% 29.402 100,0%
davon notleidende Kredite 2.956 10,0% 2.923 9,9%
davon Einzelwertberichtigungen 2.044 6,9% 1.928 6,6%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 209 0,7% 186 0,6%

Der Gesamtbetrag des Kreditobligos an Retail-Kunden verteilt sich wie folgt auf die Segmente (ohne Corporate Center):

30.9.2014 Zentral- Südost- Russland CEE Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.719 6.829 4.251 1.339 11
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.853 922 574 181 1
Gesamt 15.572 7.751 4.825 1.520 12
davon notleidende Kredite 1.551 574 207 620 1
davon Einzelwertberichtigungen 998 346 147 512 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 82 38 58 27 0
31.12.2013 Zentral- Südost- Russland CEE Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.461 6.672 4.633 1.414 14
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.085 740 93 290 0
Gesamt 15.546 7.412 4.727 1.704 14
davon notleidende Kredite 1.572 599 150 597 1
davon Einzelwertberichtigungen 989 358 119 419 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 91 42 29 20 0

Im Vergleich zum Jahresende 2013 erhöhte sich das Retail-Kreditportfolio im dritten Quartal um € 278 Millionen auf € 29.680 Millionen. Das größte Volumen wurde dabei mit € 15.572 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahresende 2013 bedeutete dies einen Anstieg um € 26 Millionen, der vorwiegend auf eine Zunahme von Krediten in der Slowakei zurückzuführen war. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.751 Millionen, das damit verglichen mit dem Jahresende 2013 einen Anstieg um € 339 Millionen verzeichnete. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Rumänien und Kroatien zurückzuführen. Das Segment Russland zeigte aufgrund einer Ausweitung des Kreditvolumens im Retail-Kundenbereich trotz der Währungsabwertung einen Anstieg um € 98 Millionen. Das Segment CEE Sonstige verzeichnete vor allem aufgrund der Währungsabwertung des ukrainischen Hryvna einen Rückgang um € 184 Millionen.

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Hypothekenkredite 14.089 47,5% 14.055 47,8%
Verbraucherkredite 6.714 22,6% 6.660 22,7%
Kreditkarten 2.850 9,6% 2.351 8,0%
Autokredite 2.503 8,4% 2.617 8,9%
Überziehungen 1.925 6,5% 2.103 7,2%
SME Finanzierung 1.599 5,4% 1.616 5,5%
Gesamt 29.680 100,0% 29.402 100,0%

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Schweizer Franken 4.309 47,4% 4.560 50,4%
Euro 3.882 42,7% 3.557 39,3%
US-Dollar 889 9,8% 915 10,1%
Andere Fremdwährungen 11 0,1% 11 0,1%
Kredite in Fremdwährungen 9.092 100,0% 9.043 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 30,6% 30,8%

Bei Fremdwährungskrediten in Schweizer Franken und US-Dollar kam es zu einem Rückgang gegenüber dem Jahresende 2013, während Euro-Kredite ein Plus verzeichneten.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält großteils Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlands begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (bzw. an beobachtbaren Ausfällen) in den einzelnen Rating-Stufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 435 1,6% 245 0,9%
A2 Sehr gute Bonität 1.113 4,1% 974 3,6%
A3 Gute Bonität 11.249 41,6% 13.368 48,8%
B1 Solide Bonität 8.002 29,6% 8.040 29,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 3.066 11,3% 1.769 6,5%
B3 Adäquate Bonität 1.474 5,5% 1.733 6,3%
B4 Fragliche Bonität 834 3,1% 518 1,9%
B5 Höchst fragliche Bonität 507 1,9% 304 1,1%
C Ausfallgefährdet 116 0,4% 187 0,7%
D Ausfall 197 0,7% 213 0,8%
NR Nicht geratet 31 0,1% 18 0,1%
Gesamt 27.023 100,0% 27.370 100,0%

Das gesamte Kreditobligo betrug zum Ende des dritten Quartals € 27.023 Millionen und wies damit gegenüber dem Jahresultimo 2013 einen Rückgang um € 347 Millionen auf. Der Schwerpunkt lag mit € 11.249 Millionen oder 41,6 Prozent in der Rating-Klasse A3, die damit im Vergleich zum Jahresende 2013 einen Rückgang um € 2.119 Millionen zeigte. Dieser resultierte aus einer Abnahme von Einlagen bei Kreditinstituten, Repo- sowie Money-Market-Geschäften. Den größten Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2013 verzeichnete die Rating-Klasse B2 mit € 1.297 Millionen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus einer Zunahme von Repo-Geschäften.

Mit € 20.862 Millionen oder 77,2 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Group Corporates mit € 1.769 Millionen oder 6,5 Prozent.

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.20131 Anteil
Geldmarkt 7.328 27,1% 7.270 26,6%
Forderungen 5.512 20,4% 6.323 23,1%
Repo 5.072 18,8% 4.683 17,1%
Derivate 5.000 18,5% 4.423 16,2%
Anleihen 2.695 10,0% 2.960 10,8%
Sonstige 1.416 5,2% 1.710 6,2%
Gesamt 27.023 100,0% 27.370 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 2.420 11,9% 1.660 8,6%
A2 Sehr gute Bonität 1.972 9,7% 1.350 7,0%
A3 Gute Bonität 3.080 15,1% 3.144 16,3%
B1 Solide Bonität 3.093 15,2% 2.844 14,8%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.487 12,2% 1.076 5,6%
B3 Adäquate Bonität 1.867 9,2% 4.061 21,1%
B4 Fragliche Bonität 4.092 20,1% 3.683 19,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 909 4,5% 1.403 7,3%
C Ausfallgefährdet 411 2,0% 5 0,0%
D Ausfall 0 0,0% 37 0,2%
NR Nicht geratet 42 0,2% 21 0,1%
Gesamt 20.372 100,0% 19.284 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2013 stieg das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor im dritten Quartal um € 1.088 Millionen auf € 20.372 Millionen. Dies entspricht einem Anteil von 12,2 Prozent am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) verzeichnete dabei einen Anstieg um € 760 Millionen. Dieser beruhte im Wesentlichen auf einen Anstieg des Bestands an deutschen und österreichischen Staatsanleihen (plus € 497 Millionen).

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) wies mit 51,7 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtobligo aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte dabei vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Der Anstieg in der Rating-Klasse B2 beruhte im Wesentlichen einerseits auf der Ratingverbesserung von Rumänien (B3 auf B2) und andererseits auf der Ratingverschlechterung von Italien (B1 auf B2). Auf die Forderungen in den Rating-Klassen B4 und B5 entfielen € 5.001 Millionen oder 24,6 Prozent der Gesamtforderungen. Einen Anstieg zeigten schließlich die Forderungen in der Rating-Klasse C aufgrund einer Ratingverschlechterung der Ukraine von B5 auf C.

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Anleihen 13.765 67,6% 12.471 64,7%
Forderungen 5.379 26,4% 5.555 28,8%
Derivate 745 3,7% 726 3,8%
Sonstige 482 2,4% 532 2,8%
Gesamt 20.372 100,0% 19.284 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.20131 Anteil
Ungarn 2.357 32,2% 2.068 22,5%
Albanien 835 11,4% 844 9,2%
Kroatien 815 11,1% 941 10,2%
Serbien 639 8,7% 557 6,0%
Rumänien 2.168 23,5%
Sonstige 2.674 36,5% 2.633 28,6%
Gesamt 7.320 100,0% 9.210 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" nahm im Vergleich zum Jahresende 2013 um € 1.890 Millionen auf € 7.320 Millionen ab. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Ratingverbesserung des Staates Rumänien von B3 auf B2.

Das Kreditobligo beruhte vor allem auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken und Körperschaften in Zentralund Südosteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite (Non-performing Loans, NPL), deren Anteil an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013 30.9.2014 31.12.2013 30.9.2014 31.12.2013
Firmenkunden 6.250 5.707 11,5% 10,9% 60,2% 59,0%
Retail-Kunden 2.953 2.922 11,1% 11,0% 76,3% 72,3%
Öffentlicher Sektor 0 29 0,0% 1,8% 18,2% 17,6%
Summe Nichtbanken 9.204 8.657 11,1% 10,7% 65,4% 63,1%
Kreditinstitute 139 153 0,6% 0,7% 77,7% 72,6%
Gesamt 9.343 8.811 8,9% 8,6% 65,6% 63,5%

Die folgende Tabelle stellt das Volumen der notleidenden Kredite, deren Anteil an den Ausleihungen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil der dazu bereitgestellten Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013 30.9.2014 31.12.2013 30.9.2014 31.12.2013
Zentraleuropa 3.341 3.509 10,5% 11,4% 67,4% 64,3%
Südosteuropa 1.955 1.944 11,8% 12,1% 59,1% 58,4%
Russland 601 482 4,7% 3,9% 74,3% 77,7%
CEE Sonstige 1.163 1.108 27,2% 23,3% 82,6% 72,2%
Group Corporates 1.817 1.373 8,4% 6,5% 49,7% 47,2%
Group Markets 403 351 2,5% 2,1% 75,8% 84,7%
Corporate Center 64 44 1,1% 0,7% 172,9% 215,4%
Gesamt 9.343 8.811 8,9% 8,6% 65,6% 63,5%

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

in € Millionen Stand 1.1.2014 Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.9.2014
Firmenkunden 5.707 -4 -83 1.766 -1.136 6.250
Retail-Kunden 2.922 2 -38 835 -768 2.953
Öffentlicher Sektor 29 0 -1 0 -28 0
Summe
Nichtbanken
8.657 -1 -123 2.601 -1.931 9.204
Kreditinstitute 153 0 3 6 -23 139
Gesamt 8.811 -1 -120 2.607 -1.954 9.343

Der Bereich Firmenkunden wies zum Ende des dritten Quartals einen Anstieg um € 544 Millionen auf € 6.250 Millionen auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent, die Deckungsquote stieg ebenfalls um 1,2 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent. Im Retail-Bereich erhöhten sich die notleidenden Kredite um 1,1 Prozent oder € 32 Millionen auf € 2.953 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent, die Deckungsquote um 4,0 Prozentpunkte auf 76,3 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite zum Ende des dritten Quartals mit € 139 Millionen um € 14 Millionen unter dem Jahresendstand von 2013, die Deckungsquote erhöhte sich um 5,1 Prozentpunkte auf 77,7 Prozent.

Besonders deutlich fielen die Anstiege der notleidenden Kredite im Segment Group Corporates mit 32,3 Prozent oder € 444 Millionen auf € 1.817 Millionen aus, bedingt durch notleidende Kredite in Asien. Die NPL Ratio stieg hier um 1,9 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent, die Deckungsquote um 2,5 Prozentpunkte auf 49,7 Prozent. Das Segment Russland verzeichnete einen Zuwachs der notleidenden Kredite um 24,7 Prozent oder € 119 Millionen auf € 601 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent, die Deckungsquote verringerte sich hingegen um 3,4 Prozentpunkte auf 74,3 Prozent. Im Segment CEE Sonstige ergab sich eine Erhöhung der notleidenden Kredite um 4,9 Prozent oder € 55 Millionen auf € 1.163 Millionen. Die NPL Ratio stieg hier um 3,9 Prozentpunkte auf 27,2 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich ebenfalls um 10,4 Prozentpunkte auf 82,6 Prozent. Das Segment Group Markets verzeichnete Anstiege der notleidenden Kredite um 14,8 Prozent oder € 52 Millionen auf € 403 Millionen (Umgliederung eines notleidenden Exposures von € 63 Millionen von Group Corporates). Dadurch erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,4 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent, die Deckungsquote sank hingegen um 8,9 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent. In Zentraleuropa reduzierten sich die notleidenden Kredite um 4,8 Prozent oder € 168 Millionen auf € 3.341 Millionen. Die NPL Ratio nahm um 0,9 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent ab, während die Deckungsquote um 3,1 Prozentpunkte auf 67,4 Prozent stieg.

in € Millionen Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.9.2014
Einzelwertberichtigungen 5.195 -1 1.498 -444 -515 -28 5.705
Portfolio-Wertberichtigungen 529 1 254 -222 0 -38 524
Gesamt 5.725 0 1.752 -666 -515 -66 6.230

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen:

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio des Konzerns ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
Österreich 28.581 17,1% 27.976 18,1%
Zentraleuropa 47.106 28,2% 46.350 28,1%
Polen 14.828 8,9% 14.181 8,6%
Slowakei 11.861 7,1% 11.706 6,7%
Tschechische Republik 10.620 6,4% 10.700 6,5%
Ungarn 8.239 4,9% 8.034 5,1%
Sonstige 1.558 0,9% 1.728 1,2%
Übrige Europäische Union 24.042 14,4% 20.890 13,5%
Deutschland 5.792 3,5% 5.546 3,6%
Großbritannien 6.925 4,2% 4.294 4,1%
Frankreich 4.296 2,6% 5.106 3,1%
Niederlande 1.952 1,2% 1.600 0,8%
Sonstige 5.077 3,0% 4.344 1,9%
Südosteuropa 24.463 14,7% 24.562 14,5%
Rumänien 8.509 5,1% 8.597 4,7%
Kroatien 5.351 3,2% 5.351 3,3%
Bulgarien 3.774 2,3% 3.914 2,5%
Serbien 2.169 1,3% 2.217 1,2%
Sonstige 4.659 2,8% 4.482 2,7%
Russland 21.848 13,1% 20.440 11,7%
Asien 7.093 4,3% 9.033 5,7%
China 3.414 2,0% 4.208 2,4%
Singapur 1.697 1,0% 1.516 1,0%
Sonstige 1.982 1,2% 3.308 2,2%
in € Millionen 30.9.2014 Anteil 31.12.2013 Anteil
CEE Sonstige 6.583 3,9% 7.509 4,4%
Ukraine 4.396 2,6% 5.545 3,3%
Sonstige 2.187 1,3% 1.964 1,0%
Nordamerika 3.078 1,8% 4.134 2,1%
Restliche Welt 3.959 2,4% 2.429 2,0%
Gesamt 166.755 100,0% 163.323 100,0%

Der Konzern ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads, implizite Volatilität und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Währungsrisiko 81 62 35 122 41
Zinsrisiko 7 12 5 31 9
Credit-Spread-Risiko 10 14 7 33 22
Aktienpreisrisiko 1 1 1 2 1
Vega Risiko 1 1 0 1 0
Gesamt 86 75 46 141 57

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang sowie das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 15.020 15.063 13.965 15.223 12.372 13.124
Liquiditäts-Ratio 153% 137% 114% 155% 126% 113%

Zur Begrenzung des Liquidiätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Sonstige Angaben

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.9.2014 31.12.2013
Eventualverbindlichkeiten 11.288 10.990
Weitergegebene Wechsel 73 38
Avalkredite 6.769 6.199
Sonstige Bürgschaften 2.376 2.504
Akkreditive 1.919 2.189
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 151 60
Kreditrisiken 10.565 10.279
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.565 10.279
Bis 1 Jahr 3.049 2.798
Über 1 Jahr 7.516 7.481

(32) Derivative Finanzinstrumente

30.9.2014 Nominalbeträge nach Restlaufzeit
Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 32.166 62.771 42.897 137.833 4.384 -3.288
Wechselkurs- und Goldverträge 49.343 10.568 3.045 62.956 966 -1.276
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.621 1.869 435 3.925 143 -1.111
Warentermingeschäfte 102 208 10 320 5 -105
Kreditderivate 82 1.535 0 1.617 10 -10
Edelmetallgeschäfte 15 21 12 49 0 -27
Gesamt 83.329 76.972 46.398 206.699 5.509 -5.817
31.12.2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 30.570 53.289 40.047 123.906 3.378 -2.774
Wechselkurs- und Goldverträge 45.598 9.059 2.410 57.067 748 -655
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.507 1.507 407 3.422 59 -841
Warentermingeschäfte 202 171 11 384 10 -116
Kreditderivate 116 1.431 0 1.547 10 -9
Edelmetallgeschäfte 48 13 12 73 0 -17
Gesamt 78.040 65.470 42.888 186.398 4.206 -4.412
30.9.2014
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 5.094 0 5.094 5.094 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 16.671 5.667 22.338 22.239 98
Forderungen an Kunden 0 20.909 54.414 75.324 76.532 -1.208
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 4.294 1.058 373 5.726 5.665 60
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 26.391 4.476 30.867 30.771 96
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 29.328 38.723 68.051 67.824 228
Verbriefte Verbindlichkeiten 572 3.669 1.258 5.499 5.365 135
Nachrangkapital 0 3.887 13 3.900 3.500 400
31.12.2013
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 6.674 0 6.674 6.674 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 16.658 5.510 22.168 22.125 43
Forderungen an Kunden 0 20.268 53.757 74.025 75.147 -1.123
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 3.764 613 406 4.783 4.672 111
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 26.389 3.817 30.206 30.105 101
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 34.890 31.647 66.537 66.437 101
Verbriefte Verbindlichkeiten 278 9.043 159 9.480 9.411 69
Nachrangkapital 0 3.673 33 3.706 3.637 69

(33) Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

30.9.2014 31.12.2013
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 3.524 4.959 154 4.070 3.755 165
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 142 4.437 65 59 3.481 88
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 355 6 0 403 4 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.027 515 89 3.608 270 77
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
3.108 3.505 33 4.788 3.639 12
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 24 0 5 43 103 5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.085 3.505 28 4.746 3.537 7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
1.778 35 122 346 25 49
Sonstige Beteiligungen 1 35 43 4 25 37
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
1.777 0 79 341 0 12
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 1 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 864 0 0 550 23
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 864 0 0 550 23

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.9.2014 31.12.2013
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 660 6.205 22 631 4.801 24
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 176 5.472 15 129 4.133 17
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 484 41 0 502 50 0
Emittierte Zertifikate 0 692 8 0 618 7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 2.599 0 0 2.612 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.134 0 0 2.122 0
Nachrangkapital 0 466 0 0 491 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 154 0 0 133 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 154 0 0 133 0

1 Inklusive sonstige Derivate.

Level I Notierte Marktpreise.

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden. Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden.

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Der Anteil der finanziellen Vermögenswerte gemäß Level II erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende. Die eingetretene Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten. Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgte eine leichte Verschiebung von Level I zu Level II. Haupverantwortlich dafür ist eine Umstellung, bei einzelnen Produkten, von der "mark-to-market" Bewertung auf eine "mark-to-model" Berechnungsmethode.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Fair Value von Finanzinstrumenten, deren Bewertungsmodelle auf nicht beobachtbaren Parametern basieren. In der Berichtsperiode kam es zu keiner wesentlichen Umklassifizierung in Level III.

in € Millionen Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 165 0 4 21 -41
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
12 0 0 33 -14
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
12 0 0 11 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 23 0 0 0 -25
in € Millionen Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer aus
Level III
Stand
30.9.2014
Handelsaktiva 1 0 1 2 154
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
2 0 0 0 33
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0 0 56 0 79
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 2 0 0 0
in € Millionen Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 24 0 0 0 0
in € Millionen Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 30.9.2014
Handelspassiva -2 0 0 0 22
Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
0 Substanzwert
methode
Abschläge 20 -50%
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 5 Approximations
verfahren
n.a.
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihen
195 DCF - Verfahren Kreditspanne 10 -20%
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Asset Backed
Securities
0 Broker
Schätzungen
Ausfallwahrscheinlichkeit
Verlusthöhe
Erwartete Vorauszahlung
bewerten
n.a.
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne
Hedge Accounting
Devisentermin
geschäft
65 DCF - Verfahren Zinssatz 10 - 30%
Gesamt 266

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level III Finanzinstrumenten

Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert
in €
Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum 2 -16%
Negative Marktwerte aus Währungsrisiko 0 - 5%
dem derivativen Bankbuch Schwankungen 0 - 3%
ohne Hedge Accounting OTC-Optionen 15 Option Model Index-Kategorisierung 0 - 5%
Durchführungszeitraum 0 - 3%
Geld-Brief-Spanne 0 - 3%
Zu Handelszwecken Schwankungen 0 - 3%
ausgestellte Zertifikate Zertifikate 8 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 2,5%
Gesamt 22

(35) Übertragene finanzielle Vermögenswerte

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

30.9.2014 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen Buchwert davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon Rückkauf
vereinbarung
Handelsaktiva 65 65 64 64
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
193 193 193 193
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
31 31 30 30
Kredite und Forderungen 47 0 46 0
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle
Vermögenswerte
752 752 569 569
Gesamt 1.086 1.040 902 856
31.12.20131 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen Buchwert davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon Rückkauf
vereinbarung
Handelsaktiva 252 251 206 206
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
573 573 423 423
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0 0 0 0
Kredite und Forderungen 88 0 65 0
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle
Vermögenswerte
57 57 54 54
Gesamt 970 881 748 682

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

(36) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

30.9.2014 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate 4.588 6 4.582 4.209 36 337
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
7.566 0 7.566 6.160 1 1.405
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 12.154 6 12.148 10.368 38 1.742
30.9.2014
Bruttobetrag
Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate 4.395 6 4.389 4.469 87 -168
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
324 0 324 149 0 175
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 4.719 6 4.713 4.618 87 7
31.12.2013 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate 3.496 40 3.456 3.063 16 376
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
8.133 0 8.133 8.124 2 7
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 11.629 40 11.589 11.187 18 384
31.12.2013 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate 3.269 40 3.229 3.531 52 -354
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
1.863 0 1.863 1.863 0 0
Sonstige Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Gesamt 5.131 40 5.091 5.394 52 -354

(37) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die prinzipiell zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Detaillierte Informationen dazu sind auf der RBI-Homepage ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind:

30.9.2014
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 5.603 125 211 126
Forderungen an Kunden 0 1.255 74 73
Handelsaktiva 0 46 1 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 373 0 79
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 55 62 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.672 412 3.447 117
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7 280 357 63
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 97 18 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 8 0 0 0
Nachrangkapital 0 0 0 0
Gegebene Garantien 0 150 1 6
Erhaltene Garantien 848 1.212 204 35
31.12.2013
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 6.032 89 218 120
Forderungen an Kunden 0 1.525 41 295
Handelsaktiva 0 47 1 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 405 2 66
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 51 18 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.224 240 3.969 204
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 261 779 511
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 78 0 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 23 0 0
Nachrangkapital 52 0 0 0
Gegebene Garantien 0 117 1 5
Erhaltene Garantien 925 390 201 40

(38) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß Basel III) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2014
Eingezahltes Kapital 5.883
Erwirtschaftetes Kapital 3.207
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 440
Hartes Kernkapital vor Abzugsposten 9.530
Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 788
Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 17
Abzugsposten Verbriefungen - 5
Abzugsposten Latente Steuern 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Hartes Kernkapital nach Abzugsposten 8.720
Zusätzliches Kernkapital 353
Abzugsposten Verbriefungen 0
Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 327
Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 33
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 8
Kernkapital 8.720
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 191
Stille Reserve 236
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.182
Abzugsposten Verbriefungen 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 4
Ergänzende Eigenmittel nach Abzugsposten 3.613
Gesamte Eigenmittel 12.333
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.352
Common Equity Tier 1 Ratio 11,0%
Tier 1 Ratio 11,0%
Eigenmittelquote 15,5%
in € Millionen 30.9.2014
Risikoaktiva (gesamt) 79.402
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 5.242
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.988
Standardansatz 2.211
CVA Risiko 43
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen 348
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 762
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.352
in € Millionen 31.12.2013
Eingezahltes Kapital 5.669
Erwirtschaftetes Kapital 3.135
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 428
Hybrides Kapital 441
Immaterielle Vermögenswerte - 705
Kernkapital (Tier- 1-Kapital) 8.968
Abzugsposten vom Kernkapital - 13
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.955
Ergänzungskapital gemäß § 23 - 1 Z 5 BWG 0
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 221
Stille Reserven 8
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.157
Ergänzende Eigenmittel (Tier- 2-Kapital) 3.387
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen - 13
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.374
Abzugsposten Versicherungen 0
Zur Umwidmung in Tier- 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier- 2-Kapital (Tier- 3-Kapital) 357
Gesamte Eigenmittel 12.686
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.392
Eigenmittelüberschuss 6.294
Überdeckungsquote 98,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2%
Eigenmittelquote 15,9%

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 – Basel II) zum Jahresende 2013 setzen sich wie folgt zusammen:

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.12.2013
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 65.334
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§ 22a bis 22h BWG 5.227
Standardansatz 2.278
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.949
Abwicklungsrisiko 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren 297
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 60
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 808
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.392

(39) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (in Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

in Vollzeitäquivalenten 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2013
Inland 2.663 2.658
Ausland 54.416 56.638
Gesamt 57.079 59.296

Impressum/Disclaimer

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 19. November 2014 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com

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