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Annual Report Nov 26, 2014

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2013/14 BRAIN FORCE HOLDING AG

Jahresfinanzbericht 2013/14 Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht

  • 4 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 5 Bericht des Aufsichtsrates
  • 6 Corporate Governance Bericht
  • 12 Das Unternehmen
  • 14 Konzernlagebericht
  • 21 Konzernabschluss
  • 21 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 22 Cash-flow Statement
  • 23 Konzernbilanz
  • 25 Konzernanhang
  • 56 Service

Teil 2: Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Bilanz Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 Anhang Anlage 3 Lagebericht Anlage 4 Bestätigungsvermerk

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG

Geschäftsbericht 2013/14 BRAIN FORCE HOLDING AG

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

  • Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

Das Unternehmen

  • Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Lagebericht *

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Geschäftsverlauf
  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Finanzielle Risiken und Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB
  • Ausblick und Ziele

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Standorte

Service

  • Glossar
  • Finanzkalender
  • Impressum

* vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Ertragskennzahlen 1) 2012/13 2013/14 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 8,24 5,52 -33
EBITDA 1) in Mio. € -1,08 -1,80 -67
EBIT 1) in Mio. € -1,15 -1,86 -61
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. € -0,15 -1,69 >100
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Mio. € 2,85 7,30 >100
Ergebnis der Periode in Mio. € 2,70 5,61 >100
Bilanzkennzahlen und Mitarbeiter 30.9.2013 30.9.2014 Vdg. in %
Bilanzsumme in Mio. € 43,01 28,11 -35
Eigenkapital in Mio. € 19,22 24,91 30
Eigenkapitalquote in % 45 89 >100
Nettofinanzmittel (+) in Mio. € 5,23 19,23 >100
Mitarbeiterstand zum Stichtag im fortgeführten Bereich 2) 16 14 -13
Durchschnittliche Mitarbeiter während der Periode im fortgeführten Bereich 2) 16 15 -6
Mitarbeiterstand zum Stichtag im aufgegebenen Bereich 2) 788 747 -5
Durchschnittliche Mitarbeiter während der Periode im aufgegebenen Bereich 2) 768 789 3
Cash-flow 2012/13 2013/14 Vdg. in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Mio. € 4,46 2,91 -35
Free Cash-flow 3) in Mio. € 11,22 12,36 10
Börsekennzahlen 4) 2012/13 2013/14 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in EUR 0,18 0,36 >100
Dividende je Aktie in EUR 0,00 0,00 0
Eigenkapital je Aktie in EUR 1,25 1,62 31
Höchstkurs in EUR 0,93 2,00 >100
Tiefstkurs in EUR 0,58 0,84 45
Ultimokurs in EUR 0,84 1,59 89
Gewichtete Aktienzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 12,92 24,46 89
Geschäftsbereiche
2013/14 in Mio. €
Deutschland Österreich Holding Konsolidierung Konzern Aufgegebener
Bereich
Umsatz gesamt 5,45 (-31%) 0,01 (-96%) 0,18 (+42%) -0,12 (+7%) 5,52 (-33%) 86,56 (+8%)
EBITDA 1) -0,20 (<100%) 0,05 (-78%) -1,65 (-11%) 0,00 - -1,80 (-67%) 5,71 (+2%)
EBIT 1) -0,23 (<100%) 0,04 (-80%) -1,66 (-11%) 0,00 - -1,86 (-61%) 4,26 (+5%)
Investitionen 0,01 (-95%) 0,00 (-95%) 0,02 (>100%) 0,00 - 0,03 (-81%) 1,01 (-26%)

1) ohne verrechnete Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndiensleistungen

2) inklusive Angestellte und freie Mitarbeiter

3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

4) Wiener Börse

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

das abgelaufene Wirtschaftsjahr war vom Verkauf der wesentlichen Tochtergesellschaften geprägt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien zu

verkaufen. In der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juli 2014 erteilten die Aktionäre ihre Zustimmung zum Verkauf. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hielt jeweils 100% der Anteile der zu veräußernden Beteiligungen. Zusammen mit den beiden Beteiligungen gingen auch deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V., Niederlande, BRAIN FORCE GmbH, Österreich, BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechische Republik und Brain Force Software s.r.o., Slowakische Slowakische Republik, am 30. September 2014 an den belgischen Erwerber CEGEKA GROEP NV über. Als fortgeführter Geschäftsbereich verbleiben die BRAIN FORCE HOLDING AG sowie die Network Performance Channel Gruppe.

Im Oktober 2014 hat die Pierer Gruppe mitgeteilt, dass sie beabsichtigt, die CROSS Industries AG auf die BRAIN FORCE HOLDING AG zu verschmelzen. In den kommenden Monaten werden die dafür erforderlichen Vorbereitungsarbeiten, Bewertungen, Beschlüsse und gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen erstellt. Mit einer Umsetzung der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2015 gerechnet. Anfang November 2014 wurde der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG weiters informiert, dass die Pierer Industrie AG, Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG im Rahmen des Börselistings der CROSS Industries AG durch die Verschmelzung auf die BRAIN FORCE HOLDING AG ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre der Gesellschaft stellt. Laut Mitteilung der Pierer Industrie AG wird der Angebotspreis des Übernahmeangebots EUR 1,80 pro Aktie betragen. Der Net Asset Value (NAV) des Unternehmens liegt am Bilanzstichtag 30.09.2014 bei rund EUR 1,63 pro Aktie. Das angekündigte freiwillige öffentliche Angebot ist eine flankierende Maßnahme zur geplanten Verschmelzung, um Aktionären der BRAIN FORCE HOLDING AG im Rahmen der Neuausrichtung der Gesellschaft als Fahrzeuggruppe einen angemessenen Ausstieg zu ermöglichen.

Das Ergebnis der BRAIN FORCE HOLDING AG ist vom Verkauf der wesentlichen Tochtergesellschaften geprägt. Die veräußerten Gesellschaften wurden zum 30.9.2014 entkonsolidiert und werden im Geschäftsjahr 2013/14 als "aufgegebener Geschäftsbereich" in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Der BRAIN FORCE Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/14 ein Konzern-Ergebnis der Periode in Höhe von 5,61 Mio. € nach 2,7 Mio. € im Vorjahr. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie von 0,36 € im Vergleich zum Vorjahreswert von 0,18 € je Aktie.

Der Beteiligungsverkauf führte zu einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur. Das Eigenkapital erhöhte sich um 30% auf 24,91 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 89% entspricht. Die Nettofinanzmittel (liquiden Mittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten) betrugen zum Bilanzstichtag 30. September 2014 19,23 Mio. € und konnten im Vergleich zum Vorjahr (5,23 Mio. €) weiter ausgebaut werden.

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 (Oktober bis Dezember 2014) setzt sich die BRAIN FORCE HOLDING AG ein weiteres Wachstum in Umsatz und Betriebsergebnis als Ziel. Bei der Network Performance Channel Gruppe wird versucht den Geschäftsrückgang bei IXIA TECHNOLOGIES LIMITED, USA, durch Aufnahme neuer Hersteller ins Produktsortiment zu kompensieren bzw. das Geschäft auszubauen.

Die Entwicklung des Aktienkurses war äußerst erfreulich und zeigte am Bilanzstichtag 30. September 2014 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 89% auf 1,59 € (Wiener Börse). Nachdem die Zurückziehung der Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG vom Amtlichen Handel der Wiener Börse und die damit geplante Einbeziehung der Aktien zum Handel in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG vom Verwaltungsgerichtshof nicht zugelassen wurde verbleiben die Aktien weiterhin im Amtlichen Handel der Wiener Börse.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im März 2014 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG, von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2013/14. Unseren Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären danke ich für das in uns gesetzte Vertrauen, wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, Ihre Erwartungen zu erfüllen.

Vöcklabruck, im November 2014

Dr. Michael Hofer CEO

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich im Geschäftsjahr 2013/14 in fünf Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns sowie über die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

Weiters hat sich der Aufsichtsrat in den Sitzungen unter Teilnahme des Vorstandes im Geschäftsjahr 2013/14 ausführlich mit den getätigten Beteiligungsveräußerungen und dem Jahresabschluss des Unternehmens befasst. Wichtige einzelne Geschäftsvorfälle hat der Aufsichtsrat geprüft und über die vorgelegten Geschäfte entschieden, die seiner Zustimmung bedurften.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der Vergütungs- und Nominierungsausschuss trat ebenfalls zweimal zusammen.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2014 nach IFRS wurden durch die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 25. November 2014 eingehend mit dem Prüfer behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungsausschuss hat sich in seinem Bericht an den Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen und ist nach der von ihm vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2013/14 zum abschließenden Ergebnis gelangt, dass die geprüften Unterlagen gesetzmäßig und richtig sind, die vom Vorstand getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen wirtschaftlich und zweckmäßig sind und kein Anlass zur Beanstandung gegeben ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Bericht des Prüfungsausschusses und damit auch dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2013/14

ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist, und nahm den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14 zustimmend zur Kenntnis.

Weiters wurde über Vorschlag des Prüfungsausschusses ein Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 (01.Oktober 2014 bis 31.Dezember 2014) für die 17. ordentliche Hauptversammlung am 17. Dezember 2014 vorbereitet.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und für das Erreichen der Unternehmensziele im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14.

Vöcklabruck, im November 2014

DI Stefan Pierer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung bilden.

BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 1.10.2013 bis 30.09.2014 am ÖCGK in der Fassung vom Juli 2012. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen im Geschäftsjahr eingehalten.

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2014.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek war zugleich Aufsichtsrat der update Software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet. Josef Blazicek ist mit 26.08.2014 aus dem Aufsichtsrat der update Software AG ausgeschieden.

"C-Regel 83": Der Konzernabschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern beurteilt und darüber an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße haben wir ab dem darauf folgendem Geschäftsjahr die Prüfung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern ausgesetzt.

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.co.at unter der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt.

Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist im Teil BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer des Geschäftsberichtes dargestellt.

Der Vorstand leitet unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Gesellschaft im Einklang mit den relevanten Gesetzen, der Satzung der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält im Wesentlichen den Geschäftsverteilungsplan sowie einen Katalog von Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Geschäftsjahr 1.10.2013 bis 30.09.2014 fanden insgesamt 5 Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind im Geschäftsbericht im Teil Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates dargestellt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im

Berichtszeitraum an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. – 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von nicht mehr als 20% auf. Zumindest ein Aufsichtsratsmitglied (Christoph Senft) ist kein Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertritt die Interessen eines

Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, bestand bis zum 31.12.2013 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Im Jänner 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG einen Vorstandsvertrag mit Herrn Dr. Michael Hofer abgeschlossen. Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck sowie der CROSS Industries AG, Wels bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

Im BRAIN FORCE Konzern werden alle Stellen ungeachtet des Geschlechts und nach objektiven Qualifikationskriterien besetzt. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.

Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungs-gesellschaft, Wien, wurde von der 16. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1.10. 2013 bis 30.09.2014 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 29.315 (Vorjahr: EUR 31.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 9.500 (Vorjahr: EUR 10.000) und sonstige Leistungen EUR 17.412 (Vorjahr: EUR 6.348). Vertragliche Vereinbarung über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im neuen Wirtschaftsjahr bestehen derzeit nicht.

Vorstand

Michael Hofer (geboren 18.09.1960) Vorstandsvorsitzender (CEO) Erstbestellung: 19.10.2009 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2016

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19.10.2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Markforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war

Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie vom 28.05.2008 bis 19.10.2009 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Michaela Friepeß (geboren 15.03.1972) Finanzvorstand (CFO) Erstbestellung: 12.12.2013 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2016

Mag. Michaela Friepeß ist Betriebswirtin und seit Dezember 2013 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Ihre berufliche Karriere begann Frau Friepeß nach dem Studium der Handelswissenschaften als Financial Analyst sowie im Bereich Business Development bei der GE Capital Bank in Wien und in Paris. In dieser Position war sie von 1998 bis 2003 tätig. Im September 2003 wechselte sie in die CROSS Gruppe, wo sie unter

anderem bis heute im Bereich Beteiligungsmanagement tätig ist und auch die Funktion als Compliance Officer übernommen hat. Weiters ist sie als Prokuristin der Pierer Konzerngesellschaft mbH, der Pierer Industrie AG sowie der CROSS Industries AG tätig. Frau Mag. Friepeß ist außerdem Geschäftsführerin der Network Performance Channel GmbH, Österreich und Deutschland sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Wirtschaftspark Wels Errichtungsund Betriebs-Aktiengesellschaft.

Aufgabengebiet von Michaela Friepeß:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:

Business Strategy

Strategic Projects

Die Vorstandsmitglieder üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften aus.

Hannes Griesser (geboren 02.02.1967) Finanzvorstand (CFO) Erstbestellung: 01.01.2012 Ende der Funktionsperiode: 31.12.2013

Mag. Hannes Griesser ist Betriebswirt und war seit 01.01.2012 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Er begann seine Tätigkeit bei BRAIN FORCE im September 2000 im Bereich Konzernkonsolidierung und übernahm im April 2001 die Leitung des Konzernrechnungswesens. Im Juli 2008 wurde Hannes Griesser zum Prokuristen bestellt. Er war vom Dezember 2007 bis Dezember 2009

Geschäftsführer der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zuständig für den Bereich Finanzen. Vor seiner Tätigkeit bei BRAIN FORCE arbeitete Hannes Griesser bei mehreren mittelständischen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Aufgabengebiet von Hannes Griesser:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Geschäftsjahr vom 1.10.2013 bis 30.09.2014 aus folgenden von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen.

Dipl.-Ing. Stefan Pierer (geboren 25.11.1956)

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16 Weitere Funktionen:
  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der WP AG

Mag. Friedrich Roithner (geboren 10.03.1963)

  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16
  • Weitere wesentliche Funktionen:
  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der WP AG

Dr. Christoph Senft (geboren 07.03.1961)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 12.06.2003
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2013/14

Weitere Funktionen:

Geschäftsführender Gesellschafter der MWS Industrieholding GmbH

Josef Blazicek (geboren 15.02.1964)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16 Weitere wesentliche Funktionen:
  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG, ab 25.06.2014 Vorsitzender
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der update software AG (bis 26.08.2014)
  • Vorsitzender-Stv. der Pankl Racing Systems AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der KTM AG

Mag. Michaela Friepeß (geboren 15.03.1972)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 18.07.2013
  • Ende der Funktionsperiode: 12.12.2013
  • Funktionswechsel: seit 12.12.2013 Mitglied des Vorstandes

Prüfungsausschuss

Mitglieder: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis 30.09.2014 wurden zwei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

  • Dezember 2013: Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Abschlussprüfung zum 30.09.2013, Erarbeitung einer Empfehlung an den Aufsichtsrat betreffend Erstattung eines Wahlvorschlages für den Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2013/14
  • September 2014: Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30.09.2014, Bericht des Vorstandes zum Budget für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10. bis 31.12.2014)

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder: Stefan Pierer (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis 30.09.2014 wurden zwei Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die Vereinbarungen über die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013/14, die Abberufung von Herrn Mag. Hannes Griesser sowie der Abschluss des Vorstandsvertrages von Dr. Michael Hofer behandelt wurden.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und Nominierungsausschuss übertragen.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Dr. Michael Hofer und Mag. Michaela Friepeß bis 31. Dezember 2016). Für diesen Zeitraum wurden die Verträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige operative EBIT des Konzerns abstellt. Zusätzlich können unternehmensstrategische Erfolge gesondert prämiert werden.

Die fixe Vergütung orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds. Die Folge sind differenzierte Bezüge je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Vergütung, deren Höhe direkt vom operativen EBIT der BRAIN FORCE Gruppe sowie unternehmensstrategischen Erfolgen abhängt. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nach oben gedeckelt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

Die gesamte Vergütung für die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013/14 betrug 605.057,39 €, (Vorjahr: 1.099.799 €). Darüber hinaus wurde für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages von Hannes Griesser eine Abfindung in Höhe von 230.817 € gewährt. Die variable Vergütung des Geschäftsjahres 2013/14 beträgt 182.250,00.

Vorstandsvergütung in € 2013/14 2012/13
Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Michael Hofer 273.469,83 144.000,00 417.469,83 275.000 430.576,00 705.576,00
Michaela Friepeß 100.766,16 38.250,00 139.016,16 0,00 0,00 0,00
Hannes Griesser 1) 48.571,40 0,00 48.571,40 170.000,0 224.223,0 394.223,00
Gesamt 422.807,39 182.250,00 605.057,39 445.000,00 654.799,00 1.099.799,00

1) ohne Vergütung für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages in Höhe von 230.817,00 € im Geschäftsjahr 2013/14 €

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Die Hauptversammlung am 5. März 2014 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/14 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 7.500 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für das Geschäftsjahr 2013/14 (Auszahlung im Rumpfgeschäftsjahr 2014) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 48.100 € aufwandsmäßig erfasst. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 46.933 € für das Geschäftsjahr 2012/13 ausbezahlt.

Aufsichtsratsvergütung in € 2013/14 2012/13
Stefan Pierer, Vorsitzender 16.000 15.000
Friedrich Roithner, Vorsitzender-Stellvertreter 13.300 12.500
Christoph Senft 9.200 8.600
Josef Blazicek 9.600 9.000
Michaela Friepeß 0 1.833
Gesamt 48.100 46.933

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Das Unternehmen

Unternehmensprofil

Nach dem Verkauf der wesentlichen Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien) samt deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V. (Niederlande), BRAIN FORCE GmbH (Österreich), BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. (Tschechische Republik) und Brain Force Software s.r.o. (Slowakische Republik) zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 verbleiben als fortgeführte Geschäftsbereiche die BRAIN FORCE HOLDING AG samt ihren Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Österreich und Network Performance Channel GmbH, Deutschland.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG ist eine Holdinggesellschaft. Die Network Performance Channel ist ein weltweit tätiger Value Added Distributor, spezialisiert auf Netzwerklösungen. Die Bereitstellung von Kontrollzugängen, Netzwerküberwachung und Analyse, Load Balancing, Netzwerk-Leistungsmessung und Optimierung ist Kernaufgabe des Geschäftsfeldes.

Mit Unterstützung der namhaften internationalen Channel Partner Interface Masters, INVEA-TECH, Ixia, Net Optics und WildPackets werden einfache Komplettlösungen für Kunden in Europa, dem Nahen Osten, Nord Afrika sowie Indien angeboten.

Die Unternehmensphilosophie der Network Performance Channel Gruppe ist die Bereitstellung eines erstklassigen "All Inclusive" Pakets. Dieses beinhaltet mehrsprachigen Kundenservice, Beratungsleistungen, Marketing- und Schulungsmaßnahmen, technischen Support, sowie professionellen Import/Export und Logistikabwicklung.

Produkte und Services

Die BRAIN FORCE HOLDING AG mit der Network Performance Channel Gruppe bietet hardware-basierende Infrastrukturlösungen von Partnern wie Interface Masters, INVEA-TECH, Ixia, Net Optics und WildPackets an.

BRAIN FORCE Aktie

Die BRAIN FORCE Aktie zeigte im Geschäftsjahr 2013/14 eine sehr positive Entwicklung und schloss am letzten Handelstag (30.09.2014) mit € 1,59. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Aktienkurs von € 0,84 (Schlusskurs per 30.09.2013) um beinahe das Doppelte. Über den Betrachtungszeitraum des Geschäftsjahres lag der höchste Schlusskurs bei € 1,95, der niedrigste bei € 0,84. Die Marktkapitalisierung bei 15.386.742 zum Handel zugelassenen Aktien betrug per 30.09.2014 24,46 Mio. €.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im März 2014 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG, von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%.

Die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG werden auch weiterhin im Amtlichen Handel der Wiener Börse notieren, nachdem die Zurückziehung der Aktien vom amtlichen Handel der Wiener Börse und die damit geplante Einbeziehung der Aktien zum Handel in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG vom Verwaltungsgerichtshof nicht zugelassen wurde.

Dividendenpolitik

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 17.12.2014 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten und das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG ist die Pierer Industrie AG, Wels, mit einem Anteil von rund 53,36%. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer hält seit dem 23.10.2013 einen Anteil von rund 17,50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG. Die Qino Flagship AG, Schweiz, hält zum Stichtag 30.09.2014 einen Anteil von rund 10%. Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Streubesitz. Zum Stichtag 30.09.2014 hielt die Gesellschaft 63.675 Stück eigene Aktien; dies entspricht rund 0,41% des Grundkapitals.

Investor Relations

Der Vorstand der BRAN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente Kommunikationspolitik. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion des Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen. Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von Warburg Research (Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website zum Download bereit.

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Mag. Michaela Friepeß
Telefon: +43 7672 90 900
E-Mail: [email protected]
Internet: www.brainforce.co.at
Wiener Börse: BFC
Reuters: BFCG
Bloomberg: BFC:AV
Datastream: O:BFS
ISIN: AT0000820659

Aktionärsstruktur zum 30.09.2014

1
Pierer Industrie AG 53,4%
-------------------------------- --
  • 2 Dr. Michael Hofer 17,5%
  • 3 Qino Flagship AG 10,0%
  • 4 Free Float 19,1%

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft befand sich in der ersten Jahreshälfte 2014 auf einem moderaten Erholungskurs. In den USA wurde eine weitere Beschleunigung des Wachstums erwartet, in Asien ist die Wachstumsdynamik zwar etwas gedämpft, aber intakt. Im Euroraum wurde die Rezession hinter sich gelassen und befindet sich nun auf einem Wachstumspfad. Die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit, die hohe private Verschuldung und eine restriktive Kreditvergabepraxis dämpfen aber weiterhin das Wirtschaftswachstum im Euroraum. Das Wachstum der gesamten österreichischen Exportmärkte wird sich im Prognosezeitraum beschleunigen, kann jedoch aller Voraussicht nach die Zuwachsraten von vor der Krise nicht erreichen. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die Marktanteile der österreichischen Exporteure im Ausland bleiben über den Prognosezeitraum nahezu stabil.

Geschäftsverlauf

Mit Kauf- und Abtretungsverträgen, jeweils vom 13. November 2013, wurden die bisher unmittelbar von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE GmbH, Österreich, Neulengbach (100%-Anteil), der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag (99%-Anteil) sowie der Brain Force Software s.r.o., Slowakei, Bratislava (0,46%-Anteil) an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, München, verkauft. Der restliche von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltene 1%-Anteil an der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag, wurde am 25. Februar 2014 an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, München, verkauft.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Juni 2014 bekannt gegeben, ihre Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien) an die CEGEKA GROEP NV, Belgien, zu verkaufen. Der Abschluss der Veräußerung erfolgte am 30.09.2014. BRAIN FORCE HOLDING AG hielt jeweils 100% der Anteile an der BRAIN FORCE Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien). Zusammen mit den beiden Beteiligungen gingen auch deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V. (Niederlande), BRAIN FORCE GmbH (Österreich), BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. (Tschechische Republik), BRAIN FORCE Software s.r.o. (Slowakische Republik) und NSE Capital Venture GmbH (Deutschland) auf den Erwerber CEGEKA GROEP NV über. Als fortgeführte Geschäftsbereiche verbleiben die BRAIN FORCE HOLDING AG sowie die Network Performance Channel Gruppe.

Die Network Performance Channel Gruppe repräsentierte die Firma Net Optics Inc., USA, im Wirtschaftsraum EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) in vielen Ländern exklusiv. Durch die Übernahme von Net Optics Inc. durch die Firma IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, hat sich das Geschäftsumfeld grundsätzlich geändert. Aufgrund dieses Umstandes und weniger Projekten im Mittleren Osten und in Indien ist der Umsatz in dieser Periode zurückgegangen.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde weiters die Umstellung des Bilanzstichtages der BRAIN FORCE HOLDING AG vom 30.9. auf den 31.12. beschlossen. Folglich wird vom 1.10.2014 bis 31.12.2014 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Gegen die in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossene Zustimmung zum Abschluss eines Share Purchase Agreement über den Verkauf der Beteiligungen der Gesellschaft an der BRAIN FORCE Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien) hat ein in der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft mit 100 Aktien vertretener Minderheitsaktionär Widerspruch zu Protokoll erklärt und eine Anfechtungsklage gegen die Gesellschaft erhoben. Mit der Anfechtungsklage wird die Nichtigkeit dieses Beschlusses der Hauptversammlung über die Zustimmung zum Abschluss des Share Purchase Agreement begehrt. Diese Anfechtungsklage ist beim Landesgericht Wels zu 2 Cg 132/14 k anhängig. Die Klägerin hat es unterlassen, in der Anfechtungsklage die Mitglieder des Aufsichtsrates anzuführen, sodass bislang nur eine Zustellung der Anfechtungsklage an den Vorstand und nicht auch an die Mitglieder des Aufsichtsrates erfolgt ist. Dies bedeutet, dass die Klage bisher noch nicht wirksam zugestellt worden ist.

Ertragslage

Die oben genannten veräußerten Gesellschaften wurden zum 30.9.2014 entkonsolidiert und werden im Geschäftsjahr 2013/14 als "aufgegebener Geschäftsbereich" in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Vorjahr wurde dahingehend angepasst, dass die aufgegebenen Geschäftsbereiche in der entsprechenden Position separat von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen werden. Als fortgeführter Geschäftsbereich verbleiben die BRAIN FORCE HOLDING AG sowie die Network Performance Channel Gruppe.

Der BRAIN FORCE Konzern hat im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von 5,52 Mio. € (Vorjahr: 8,24 Mio. €) erwirtschaftet. Durch den niedrigeren Konzernumsatz reduzierten sich folglich auch die Herstellungskosten um 2,46 Mio. €.

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf € -1,86 Mio. (Vorjahr: -1,15 Mio. €) und ist belastet durch Sondereffekte aus der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrages sowie erhöhten Beratungskosten.

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt) 2013/14 2012/13 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 5,52 8,24 -33
Herstellungskosten -3,92 -6,38 +39
Bruttoergebnis vom Umsatz 1,61 1,86 -14
Vertriebskosten -1,32 -1,20 -10
Verwaltungskosten -1,94 -1,75 -11
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,24 -0,09 >100
Sonstige betriebliche Erträge 0,04 0,02 +65
Betriebsergebnis -1,86 -1,15 -61
Finanzerträge 0,20 0,20 2
Finanzaufwendungen -0,03 -0,69 +96
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,00 2,02 -100
Ergebnis vor Steuern -1,69 0,37 >100
Ertragsteuern -0,01 -0,53 98
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Bereichen -1,69 -0,15 >100
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 7,30 2,85 >100
Ergebnis der Periode 5,61 2,70 >100
Sonstiges Ergebnis 0,19 -0,04 >100
Gesamtergebnis 5,80 2,66 >100

Im Geschäftsjahr 2013/14 hat sich das Finanzergebnis von -0,49 Mio. € auf 0,17 Mio. € verbessert und ist auf die letztjährige Rückführung des Schuldscheindarlehens zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei -1,69 Mio. € nach 0,37 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Bereichen betrug -1,69 Mio. € nach -0,15 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich auf 7,30 Mio. € nach 2,85 Mio. € in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis der Periode betrug 5,61 Mio. € nach 2,70 Mio. € im Vorjahr, wobei der Vorjahreswert durch das Veräußerungsergebnis aus der SolveDirect Service Management GmbH mit 2,55 Mio. € beeinflusst war.

Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) betrug 0,36 nach 0,18 € im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 35% auf 28,11 Mio. €. Maßgeblich für diese Reduktion sind die Veräußerung der wesentlichen Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland sowie der BRAIN FORCE S.p.A, Italien.

Die langfristigen Vermögenswerte stellen zum Bilanzstichtag 12% (Vorjahr: 39%) des Vermögens des Konzerns dar. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der wesentlichen Beteiligungen und den damit verbundenen Verkauf der Marke "BRAIN FORCE" sowie dem Abgang der Firmenwerte zurückzuführen. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 3,22 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und beinhalten zum 30.9.2014 Anleihen der CROSS Industries AG.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stellen zum Bilanzstichtag 88% (Vorjahr: 61%) des Vermögens des Konzerns dar. Die Zahlungsmittel stellen nach dem Verkauf wesentlicher Beteiligungen 72% des Vermögens zum Stichtag dar.

Bilanzkennzahlen 30.9.2014 30.9.2013
Eigenkapital in Mio. € 24,91 19,22
Eigenkapitalquote in % 89 45
Nettofinanzmittel (+) in Mio. € 19,23 5,23

Zum 30.9.2014 belief sich das Konzerneigenkapital auf 24,91 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 89% (Vorjahr: 45%) entspricht. Der Anstieg um 5,69 Mio. € ist neben dem laufenden Ergebnis auf den Verkaufsgewinn zurückzuführen.

Die Schulden stellen zum Bilanzstichtag 11% (Vorjahr: 55%) der Bilanzsumme dar. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich leicht um 0,21 Mio. € auf 0,94 Mio. € und betreffen ausgenützte Kontokorrentkreditvereinbarungen.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr +3,79 Mio. € und lag damit um 0,84 Mio. € unter jenem des Vergleichszeitraumes 2012/13. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) lag mit +2,91 Mio. € um 1,54 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit zeigt einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 9,45 Mio. € (Vorjahr: 6,76 Mio. €) und ist im Wesentlichen auf Einzahlungen aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von 12,50 Mio. € zurückzuführen.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit betrug 1,84 Mio. € (Vorjahr: -10,87 Mio. €) und ist neben der Ausnutzung bestehender Kontokorrentlinien auch durch den Erwerb eigener Aktien beeinflusst.

Cash-flow Statement 2013/14 2012/13
in Mio. € in Mio. €
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2,91 4,46
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,04 -1,52
Verkauf von Beteiligungen 12,50 8,22
Erwerb von Finanzanlagen -3,22 0
Devestitionen und Sonstiges 1,21 0,06
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 9,45 6,76
Free Cash-flow 12,36 11,22

Forschung und Entwicklung

Die Tochterunternehmen stellten im abgelaufenen Geschäftsjahr sicher, dass sämtliche Softwareprodukte auf dem neuesten Stand gehalten werden. Insbesondere in Italien betraf dies die Add-Ons für Microsoft Dynamics AX und NAV. Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, unsere Angebote an die Kundenbedürfnisse anzupassen.

Human Resources

Im fortgeführten Bereich waren im GJ 2013/14 durchschnittlich 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 15) beschäftigt. Zum Stichtag 30.09.2014 waren im fortgeführten Geschäftsbereich 14 Mitarbeiter angestellt (Vorjahr: 15). Im aufgegebenen Bereich waren zum 30.9.2014 526 Mitarbeiter beschäftigt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.

Finanzielle Risiken und Risikomanagement

Hinsichtlich des Risikoberichts wird auf die Ausführungen im Konzernanhang (Anlage 5/34 ff.) verwiesen.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accounting", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des Pierer Konzern-Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD und Navision. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accounting" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware (Lucanet) verwendet. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen und pro Gesellschaft aufgebaut und erfolgt monatlich. Eine eventuell notwendige Anpassung der Gesamtjahres-Vorschau erfolgt nach jedem abgeschlossenem Quartal. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2014 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt:
Pierer Industrie AG: 53,36%

Dr. Michael Hofer: 17,50%

Qino Flagship AG: 10,00%.

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 Gebrauch zu machen. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im März 2014 das Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG, von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%.
  • b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen. Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011]. Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.
  • d) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesodere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und

Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.

  • e) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichts rates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das Recht hat, den Vorstands-/Anstellungsvertrag mit der BRAIN FORCE HOLDING AG einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbs wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die Pierer Industrie AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält. Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat in der Sitzung vom 12.12.2013 die einvernehmliche vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Hannes Griesser zum 31.12.2013 beschlossen. Am 12.12.2013 wurde Frau Mag. Michaela Friepeß zum Finanzvorstand mit Laufzeit bis zum 31.12.2016 bestellt. Weiters wurde der Vorstandsvertag von Herrn Dr. Michael Hofer bis zum 31.12.2016 verlängert.

Ausblick und Ziele

Als Ziel für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 setzt sich der BRAIN FORCE Konzern ein weiteres Umsatzwachstum. Bei der Network Performance Channel Gruppe wird versucht, den Geschäftsrückgang bei IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, durch Aufnahme neuer Hersteller ins Produktsortiment zu kompensieren bzw. das Geschäft auszubauen. Weiters plant die Pierer Industrie AG eine Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BRAIN FORCE HOLDING AG. In den kommenden Monaten werden die hierfür erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen, Bewertungen, Beschlüsse und gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen erstellt. Mit einer Umsetzung der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2015 gerechnet.

Vöcklabruck, den 21. November 2014

Dr. Michael Hofer Mag. Michaela Friepeß

Der Vorstand:

Konzernabschluss

21 Konzernabschluss

  • 21 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtergebnis
  • 22 Cash-flow Statement
  • 23 Bilanz
  • 24 Entwicklung des Eigenkapitals

Konzernanhang

  • 25 Die Gesellschaft
  • 25 Grundsätze der Rechnungslegung
  • 25 Änderung in den Rechnungslegungsvorschriften
  • 27 Konsolidierungskreis
  • 28 Konsolidierungsmethoden
  • 29 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • 35 Umsatzerlöse (1)
  • 35 Aufwandsarten (2)
  • 35 Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • 36 Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4)
  • 36 Personalaufwand (5)
  • 36 Finanzergebnis (6)
  • 36 Ertragsteuern (7)
  • 37 Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (8)
  • 38 Segmentinformation (9)

38 Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • 39 Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (10)
  • 39 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (11)
  • 39 Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (12)
  • 39 Zahlungsmittelbestand (13)

39 Erläuterungen zur Bilanz

  • 39 Sachanlagen (14)
  • 40 Firmenwerte (15)
  • 41 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (16)
  • 41 Anteile an assoziierten Unternehmen (17)
  • 42 Finanzanlagen (18)
  • 42 Latente Steuern (19)
  • 43 Vorräte (20)
  • 43 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21)
  • 44 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (22)
  • 44 Zahlungsmittel (23)
  • 44 Eigenkapital (24)
  • 45 Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (25)
  • 48 Finanzverbindlichkeiten (26)
  • 48 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27)
  • 48 Sonstige Verbindlichkeiten (28)
  • 48 Haftungsverhältnisse (29)
  • 48 Finanzinstrumente (30)
  • 49 Finanzrisikomanagement (31)
  • 50 Aufwendungen für den Abschlussprüfer (32)
  • 51 Ergebnis je Aktie (33)
  • 51 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (34)
  • 52 Mitarbeiterbeteiligungen (35)
  • 52 Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (36)
  • 52 Angaben über Arbeitnehmer (37)
  • 52 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (38)
  • 53 Freigabe zur Veröffentlichung (39)
  • 53 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (40)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in EUR Note 2013/14 2012/13 angepasst
Umsatzerlöse 1 5.524.756 8.241.868
Herstellungskosten 2 -3.918.192 -6.381.910
58
Bruttoergebnis vom Umsatz
1.606.564 1.859.958
Vertriebskosten 2 -1.321.603 -1.196.742
Verwaltungskosten 2 -1.938.918 -1.748.843
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -243.135 -93.459
65
Sonstige betriebliche Erträge
3 40.999 24.865
Betriebsergebnis -1.856.093 -1.154.221
Finanzerträge 6 204.531 201.221
Finanzaufwendungen 6 -34.552 -693.445
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 2.019.044
Ergebnis vor Steuern -1.686.114 372.599
Ertragsteuern 7 -8.336 -525.915
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Bereichen -1.694.450 -153.316
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 8 7.303.368 2.848.632
67
Ergebnis der Periode
5.608.918 2.695.316
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 5.608.918 2.695.316
davon nicht beherrschende Anteile 0 0
Ergebnis je Aktie - unverwässert und verwässert 33 0,36 0,18
Konzern-Gesamtergebnisrechnung in EUR 2013/14 2012/13 angepasst
Ergebnis nach Steuern 5.608.918 2.695.316
Währungsumrechnungsdifferenzen 339.394 -23.683
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente (nach Steuern) 0 -906
Aufwendungen und Erträge, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden 339.394 -24.589
Versicherungsmathematische Verluste (nach Steuern) -152.908 -13.929
Aufwendungen und Erträge, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden -152.908 -13.929
Sonstiges Ergebnis 186.486 -38.518
Gesamtergebnis 5.795.404 2.656.798
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 5.795.404 2.656.798
davon nicht beherrschende Anteile 0 0
Gesamtergebnis 5.795.404 2.656.798
78
davon aufgegebener Geschäftsbereich
7.489.854 2.811.020
davon fortgeführter Geschäftsbereich -1.694.450 -154.222

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzern-Gesamtergebnisrechnung.

Cash-flow Statement in EUR Note 10/2013-09/2014 10/2012-09/2013
angepasst
Ergebnis der Periode 5.608.918 2.695.316
Abschreibungen 1.500.826 1.649.466
Finanzergebnis 201.749 901.089
Ertragsteuern 1.228.945 1.307.502
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 -2.008.274
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -84.039 20.630
Eliminierung Erträge aus Unternehmensveräußerung und
sonstige zahlungsunwirksame Erträge
-4.630.743 0
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -34.326 70.104
Cash-flow aus dem Ergebnis 3.791.330 4.635.833
Veränderungen Vorräte -105.823 -153.189
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 544.093 -3.329.488
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.355.404 3.526.979
Veränderungen übriger Vermögenswerte und Schulden 1.776.935 1.184.068
Differenzen aus der Währungsumrechnung 25.267 -6.242
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -226.523 -838.556
Gezahlte Ertragsteuern -536.349 -562.211
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 10 2.913.526 4.457.194
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.039.447 -1.517.629
Auszahlungen für Erwerb von Unternehmensanteilen 0 -26.000
Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen 0 -17.778
Auszahlungen für Erwerb von Finanzanlagen -3.220.000 0
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 1.208.493 65.248
Einzahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen,
abzüglich übertragener Zahlungsmittel
12.498.998 0
Einzahlungen aus Abgang von Anteilen aus assoziierten Unternehmen 0 8.222.758
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 33.834
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 11 9.448.044 6.760.433
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1.943.067 644.134
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten 0 -11.514.303
Erwerb eigener Aktien -101.880 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 12 1.841.187 -10.870.169
Veränderung der Zahlungsmittel 14.202.757 347.458
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 5.964.930 5.617.472
Veränderung der Zahlungsmittel 14.202.757 347.458
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 13, 23 20.167.687 5.964.930

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzernbilanz in EUR Note 30.09.2014 30.09.2013 angepasst
AKTIVA
Sachanlagen 14 108.533 1.210.227
Firmenwerte 15 0 11.001.151
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 16 24.759 2.446.787
Anteile an assoziierten Unternehmen 17 0 0
Finanzanlagen 18 3.220.000 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 0 1.623.994
Latente Steueransprüche 19 4.811 654.390
Langfristige Vermögenswerte 3.358.103 16.936.549
Vorräte 20 313.553 527.910
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 1.227.821 17.252.717
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 3.044.310 2.330.670
Zahlungsmittel 23 20.167.687 5.964.930
Kurzfristige Vermögenswerte 24.753.371 26.076.227
Summe Aktiva 28.111.474 43.012.776
PASSIVA
Grundkapital 24 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 24 5.327.165 6.330.957
Angesammelte Ergebnisse 4.199.614 -2.497.703
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital 24.913.521 19.219.996
Eigenkapital 24.913.521 19.219.996
Finanzverbindlichkeiten 26 495.450 0
Sonstige Verbindlichkeiten 28 37.773 560.587
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 25 0 1.468.806
Latente Steuerschulden 19 124 5.865
Langfristige Schulden 533.347 2.035.258
Finanzverbindlichkeiten 26 442.099 731.067
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 666.341 11.765.687
Sonstige Verbindlichkeiten 28 1.552.666 8.892.983
Steuerrückstellungen 0 296.784
Sonstige Rückstellungen 3.500 71.001
Kurzfristige Schulden 2.664.606 21.757.522

Summe Passiva 28.111.474 43.012.776

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzernbilanz.

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zuzurechnender Anteil
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Note Grundkapital Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
IAS 19
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
Nicht be
herrschende
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 30.09.2012
(wie berichtet)
15.386.742 7.670.288 -314.805 0 -6.150.772 15.384 16.606.837
Anpassung aufgrund
IAS 19 rev. (2011)
2.4 0 0 0 -169.762 152.124 0 -17.638
Stand 1.10.2012 (angepasst) 15.386.742 7.670.288 -314.805 -169.762 -5.998.648 15.384 16.589.199
Gesamtergebnis der Periode
2012/13
0 0 -24.589 -13.929 2.695.316 0 2.656.798
Veränderung nicht
beherrschende Anteile
0 0 0 0 -10.616 -15.384 -26.000
Übertragung von Rücklagen 0 -816.246 0 0 816.246 0 0
Stand 30.09.2013 24 15.386.742 6.854.042 -339.394 -183.691 -2.497.702 0 19.219.997
Gesamtergebnis der Periode
2013/14
0 0 339.394 -152.908 5.608.918 0 5.795.404
Konsolidierungskreisänderung 0 0 -336.599 336.599 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 -101.880 0 0 0 -101.880
Übertragung von Rücklagen 0 -1.088.398 0 0 1.088.398 0 0
Stand 30.09.2014 24 15.386.742 5.765.644 -438.479 0 4.199.614 0 24.913.521

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzern-Eigenkapitalveränderungrechnung..

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

1. Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, ist ein IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich und Deutschland. Der Sitz der Gesellschaft ist Wartenburger Str. 1b, 4840 Vöcklabruck, Österreich.

Zum Bilanzstichtag hält die Pierer Industrie AG, Wels, Österreich, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Oberstes Konzernmutterunternehmen ist die Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, in deren Konzernabschluss die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

Mit 30. September 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG den Verkauf ihrer Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, an die CEGEKA GROEP NV, Belgien, abgeschlossen. Zusammen mit den beiden Beteiligungen gehen auch deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V., Niederlande, BRAIN FORCE GmbH, Österreich, BRAIN FORCE Software s.r.o., Tschechische Republik, und die BRAIN FORCE Software s.r.o., Slowakische Republik, auf den Erwerber über.

Zum 30. September 2014 hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Österreich sowie der Network Performance Channel GmbH, Deutschland.

Die Network Performance Channel Gruppe repräsentierte die Firma Net Optics Inc., USA, mit ihren Netzwerklösungen im Wirtschaftsraum EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) in vielen Ländern exklusiv. Net Optics Inc. ist durch die Firma IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, im Geschäftsjahr übernommen worden.

2. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 30.09.2014 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), soweit sie in der Europäischen Union angewendet werden, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs1 öUGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.

2.1 Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat folgende Änderungen bei bestehenden IFRS sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die auch bereits von der EU-Kommission übernommen wurden und somit seit dem 1.10.2013 verpflichtend anzuwenden sind:

  • IAS 1 Darstellung des Abschlusses Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses
  • IAS 12 Ertragsteuern Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
  • IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Änderungen
  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstanwender
  • IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand
  • IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
  • IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
  • IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks
  • Jährliche Verbesserungen IFRS 2009-2011 (Änderungen an IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34)

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IAS 1 (revised) ergab sich eine Änderung der Darstellung des sonstigen Ergebnisses. Aus der Erstanwendung von IAS 19 (rev. 2011) ergaben sich Effekte, die unter Punkt 2.4 (Anlage 5/11 f.) näher erläutert werden. Aus der Erstanwendung der übrigen Standards ergaben sich keine wesentlichen Änderungen.

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die aber im Geschäftsjahr 2013/14 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU-Kommission noch nicht übernommen wurden. Es handelt sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:

Standard/Änderung Anwendungs
zeitpunkt IASB
Endorsement durch
EU erfolgt?
Anwendungs
zeitpunkt EU
IAS 27 Einzelabschlüsse 1.1.2013 Ja 1.1.2014
IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1.1.2013 Ja 1.1.2014
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
und finanziellen Verbindlichkeiten
1.1.2014 Ja 1.1.2014
Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten
(Änderungen an IAS 36)
1.1.2014 Ja 1.1.2014
IFRS 10 Konsolidierung 1.1.2013 Ja 1.1.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1.1.2013 Ja 1.1.2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1.1.2013 Ja 1.1.2014
Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) 1.1.2014 Ja 1.1.2014
Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) 1.1.2013 Ja 1.1.2014
Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
(Änderung an IAS 39)
1.1.2014 Ja 1.1.2014
IFRIC 21 Abgaben 1.1.2014 Ja 1.7.2014
Änderungen des IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer – Leistungsorientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge
1.7.2014 Nein
Jährliche Verbesserungen IFRS 2010-2012 1.7.2014 Nein
Jährliche Verbesserungen IFRS 2011-2013 1.7.2014 Nein
IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten 1.1.2016 Nein
Änderung des IFRS 11, Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 1.1.2016 Nein
Änderung des IAS 16 und IAS 38, Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1.1.2016 Nein
Änderung des IAS 16 und IAS 41, Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen 1.1.2016 Nein
Änderung des IAS 27, Einzelabschlüsse (Equity Methode) 1.1.2016 Nein
IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträge 1.1.2017 Nein
IFRS 9, Finanzinstrumente Änderungen IFRS 9 und IFRS 7, Verpflichtender
Anwendungszeitpunkt und Anhangsangaben bei Übergang und Änderung IFRS 9, IFRS
7 und IAS 39, Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
01.01.2018 Nein

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB fünf neue und überarbeitete Standards, die sich mit der Behandlung von Tochterunternehmen, Joint Arrangements, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen sowie mit der Abgrenzung des Konsolidierungskreises beschäftigen:

IFRS 10 regelt - ausgehend von den derzeit anzuwendenden Grundsätzen - anhand eines umfassenden Beherrschungskonzepts, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung dann gegeben, wenn das Unternehmen die Verfügungsgewalt über die relevanten Prozesse besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Verfügungsgewalt beeinflussen kann.

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt damit IAS 31. Gemeinschaftsunternehmen sind in Zukunft nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einzubeziehen, die Möglichkeit zu quotaler Einbeziehung entfällt.

IFRS 12 regelt die Angabepflichten für sämtliche Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich gemeinsamer Vereinbarungen, assoziierter Unternehmen und nicht konsolidierter strukturierter Unternehmen.

IAS 27 wurde in "Einzelabschlüsse" umbenannt und beschäftigt sich künftig nur noch mit diesen.

IAS 28 wurde in "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt und beschreibt die künftig für die Bilanzierung beider Unternehmensformen anzuwendende Equity-Methode sowie die Anforderungen für die Anwendung.

In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind.

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB IFRS 9 Finanzinstrumente, welcher geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr auch erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge, berücksichtigt.

Durch die neuen bzw. geänderten Standards werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG ergeben.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit IFRS stehenden Konzernabschlüssen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" (Anlage 5/14 f.) aufgeführt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsvorschriften zugrunde. Diese Vorschriften wurden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Die einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse zum Konzernbilanzstichtag 30.09. aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der BRAIN FORCE HOLDING AG umfasst den Zeitraum vom 1.10.2013 bis zum 30.09.2014.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

2.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der BRAIN FORCE HOLDING AG inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreisänderungen

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2013/14 wie folgt geändert:

Zum 30. September 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, Österreich, ihre 100%-Anteile an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, an die CEGEKA GROEP NV, Belgien, veräußert. Zusammen mit den beiden Beteiligungen gehen auch deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V., Niederlande, BRAIN FORCE GmbH, Österreich, BRAIN FORCE Software s.r.o., Tschechische Republik, und die BRAIN FORCE Software s.r.o., Slowakische Republik, auf den Erwerber über.

Der Konzernabschluss umfasst somit im fortgeführten Geschäftsbereich die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, und die angeführten Tochtergesellschaften:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 1) V 100
Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich V 100
BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz (in Liquidation) A 100

V... Vollkonsolidierung

A... Anschaffungskosten

1) Der Anteil wird durch die Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich, gehalten.

2.3 Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung erfolgt die Erstkonsolidierung ab 1.10.2009 gemäß IFRS 3 (2008) nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden im Erwerbszeitpunkt, das ist der Tag an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird, die neu bewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebes der Gegenleistung und sofern zutreffend dem Betrag für die nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zum Erwerbszeitpunkt bereits gehaltenen Anteile gegenüber gestellt. Ein verbleibender positiver Wert wird als Firmenwert aktiviert; ein verbleibender negativer Wert wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze als "Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert" in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Mit dem Erwerb verbundene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nicht beherrschenden Anteile wird - sofern nicht anders angegeben - mit dem anteiligen Reinvermögen am erworbenen Unternehmen ohne Firmenwertkomponente erfasst.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern, die zu keinem Verlust der Beherrschung führen, werden direkt und ausschließlich im Eigenkapital erfasst, ohne dass dabei Anpassungen an den Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaft oder beim Firmenwert vorgenommen werden.

Unternehmenszusammenschlüsse vor dem 1.10.2009 wurden entsprechend den Übergangsvorschriften fortgeführt.

Wenn ein Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil am Unternehmen zum Zeitwert ergebniswirksam neu bewertet. Der Zeitwert ist der Anfangsbuchwert für die Folgebilanzierung der verbleibenden Beteiligungen als verbundenes Unternehmen, Joint Venture oder Finanzvermögen. Außerdem werden jegliche Beträge, die zuvor im Posten "Sonstiges Ergebnis" buchmäßig erfasst waren, so behandelt als ob der Konzern die betreffenden Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Das heißt, dass Beträge, die vorher unter dem sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Innerhalb der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit Material- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet. Damit werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur Außenumsatzerlöse ausgewiesen.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden alle Verbindlichkeiten, Forderungen und Ausleihungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vorräten bzw. Anlagevermögen wurden eliminiert.

Latente Steuern aus der Konsolidierung werden bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen in Ansatz gebracht.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital werden als gesonderte Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Minderheitenanteile werden bei Vorliegen von Andienungsrechten in die Verbindlichkeiten umgegliedert.

Währungsumrechnung: Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2014
Stichtagskurs
30.9.2013
1 EUR 1 EUR
Schweizer Franken (CHF) 1,2063 1,2222
Tschechische Kronen (CZK) 27,5000 25,7350
US-Dollar (USD) 1,2583 1,3492

2.4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Diese sind mit Ausnahme der verpflichtend neu anzuwendenden Standards identisch mit jenen des Geschäftsjahres 2012/13.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Sämtliche kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag bzw. eines Geschäftszyklus realisiert oder erfüllt. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich außerhalb dieses Zeitraumes realisiert oder erfüllt.

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde, die regelmäßig überwacht und bei Notwendigkeit angepasst werden:

Nutzungsdauer
bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden regelmäßig überwacht und bei Notwendigkeit angepasst.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Produktentwicklungen 3 bis 5 Jahre
Kundenbeziehungen 7 Jahre

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden regelmäßig überwacht und bei Notwendigkeit angepasst.

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden nach Beendigung des Entwicklungsprojektes in der Bilanz als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen und nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt. Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten ergebniswirksam erfasst.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Zinserträge aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Finanzerträge" erfasst.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs ergebniswirksam bewertet.

Nicht verzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert unter Heranziehung eines adäquaten Marktzinssatzes angesetzt.

Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Stichtagskurs bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Verbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs ergebniswirksam bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Durch die Anwendung des IAS 19 (rev. 2011) kommt es zu einer Änderung der Bilanzierungsmethode, die unter Anwendung der Übergangsbestimmungen in IAS 19.173 retrospektiv berücksichtigt wird. Die Zahlen der dargestellten Vergleichsperiode sowie der Eröffnungsbilanz zum 1.10.2012 wurden daher folgendermaßen angepasst. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde auf die Darstellung einer dritten Bilanz verzichtet.

Entwicklung der IAS 19 Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Konzerneigenkapital:

in TEUR
In der GuV erfasst kumulierte versicherungsmathematische Verluste zum 01.10.2012: -152
Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste zum 01.10.2012: -74
- 25% latente Steuern 57
Stand IAS 19 Rücklage zum 01.10.2012 -170
Versicherungsmathematische Verluste im Geschäftsjahr 2012/13 -19
- 25% latente Steuern 5
Stand IAS 19 Rücklage zum 30.09.2013 -184

Daraus ergibt sich eine Verminderung des Konzerneigenkapitals per 30.09.2013 von TEUR 13.

Im Detail stellen sich die Änderungen auf die Konzern-Eigenkapitalentwicklung und Konzernbilanz wie folgt dar:

in TEUR Latente
Steueransprüche
Eigenkapital Rückstellung für langfristige
Personalverpflichtungen
Stand 30.09.2012 1.721 16.607 1.318
Anpassung IAS 19 (rev. 2011) 57 -18 74
Stand 30.09.2012 angepasst 1.778 16.589 1.392
Veränderungen laut Konzernabschluss 2012/13 -1.128 2.626 77
Anpassung IAS 19 (rev. 2011) 4 5 0
Stand 30.09.2013 angepasst 654 19.220 1.469

Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für nach 2002 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Seit dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Im Falle von Mehrkomponentengeschäften erfolgt die Erlösrealisierung anhand relativer Marktpreise bei Erfüllung der jeweiligen Verpflichtungen. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden, wie im Vorjahr, mangels Erfüllung der Definitionskriterien für qualifizierte Vermögenswerte keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschulden erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% hat im Vorjahr zu keinem Wertminderungsbedarf der bilanzierten Firmenwerte geführt. Aufgrund des Verkaufes wesentlicher Beteiligungen im Geschäftsjahr 2013/14 sind zum 30.09.2014 keine Firmenwerte vorhanden.

Latente Steuern

Die Bilanzierung und Bewertung aktiver latenter Steuern beruht im Wesentlichen auf den erwarteten künftigen steuerpflichtigen Gewinnen innerhalb einer definierten Planperiode. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine aktiven latenten Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert. Es wird auf die Ausführungen zu (19) Latente Steuern (Anlage 5/25 f.) verwiesen.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Höhe der bilanzierten langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird. Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf jene Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeit jener der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entspricht. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Im Vorjahr hätte eine Verringerung des Diskontierungszinssatzes um 10% den Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen im Vorjahr um TEUR 71 erhöht. Aufgrund des Verkaufes wesentlicher Beteiligungen im Geschäftsjahr 2013/14 sind zum 30.09.2014 keine langfristigen Personalverpflichtungen vorhanden.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Aufgrund des Verkaufes wesentlicher Beteiligungen wurde die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres gemäß IFRS 5 angepasst.

Im Folgenden wird die Gewinn- und Verlustrechnung des fortgeführten Geschäftsbereichs erläutert. Die Erläuterungen zum aufgegebenen Geschäftsbereich finden sich unter Punkt 8.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 2013/14 2012/13
Dienstleistungen laufend 0 373.961
Produkte 5.524.756 7.867.907
Umsatzerlöse 5.524.756 8.241.868

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 2013/14 2012/13
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (siehe Note 4) 3.930.450 6.142.481
Personalaufwand (siehe Note 5) 1.851.824 1.928.478
Abschreibungen 57.353 86.742
Mieten und Energiekosten 208.901 182.698
Kfz-Aufwand 77.522 107.695
Fahrt- und Reisespesen 197.590 212.465
Werbe- und Marketingaufwendungen 115.722 131.399
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 354.972 135.304
Post und Kommunikation 23.172 36.130
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 60.424 0
Betriebsversicherungen 71.431 34.225
Sonstiger Aufwand 472.487 423.338
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen 7.421.848 9.420.954

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Investor Relations, Ausbildung sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 2013/14 2012/13
Versicherungsentschädigungen 0 18.934
Übrige 40.999 5.931
Sonstige betriebliche Erträge 40.999 24.865

(4) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind im Wesentlichen dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 2013/14 2012/13
Wareneinsatz 3.923.106 6.077.282
Aufwendungen für Material 3.923.106 6.077.282
Subunternehmer 7.344 65.200
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 3.930.450 6.142.481

(5) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 2013/14 2012/13
Gehälter 1.529.549 1.692.613
Aufwendungen für Abfertigungen 87.829 9.720
Aufwendungen für Altersversorgung 4.250 17.000
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 230.196 209.145
Personalaufwand 1.851.824 1.928.478

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 25) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 10.428 (Vorjahr: EUR 7.416).

(6) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 2013/14 2012/13
Erträge aus Wertpapieren 91.810 1.408
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung 24.774 12.893
Zinsenergebnis 53.395 -506.525
Finanzergebnis 169.979 -492.224

(7) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 2013/14 2012/13
Laufender Steueraufwand / -ertrag -8.211 45.460
Latenter Steueraufwand -124 -571.375
Ertragsteuern -8.336 -525.915

Die Überleitung zwischen dem rechnerischen und dem tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/-ertrag stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Ergebnis vor Steuern -1.686.114 372.599
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 421.529 -93.150
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 12.758 238
Steuerfreie Erträge 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 9.468 -7.329
Sonstige permanente Differenzen -2.118 -4.520
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden -449.973 -1.044.676
Abschreibung von aktiven latenten Steuern 0 0
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und Verlusten 0 623.522
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand -8.336 -525.915

(8) Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

Die Aufwendungen und Erträge aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2013/14 2012/13
Umsätze 86.559 80.140
Aufwendungen -83.581 -77.273
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 2.978 2.867
Finanzergebnis -372 -420
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.606 2.447
Ertragsteuern -1.221 -782
laufendes Ergebnis nach Steuern der entkonsolidierten Tochterunternehmen 1.385 1.665
Erträge aus konzerninternen Leistungen *) 1.287 1.183
Ertrag aus dem Verkauf der Marke "BRAIN FORCE" *) 1.100 0
Entkonsolidierungserfolg 3.531 0
Ergebnis aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen 7.303 2.848

*) Erträge in der BRAIN FORCE HOLDING AG (fortgeführter Geschäftsbereich), jedoch aufgegebenen Geschäftsbereich betreffend

Durch den Verkauf der Beteiligungen sind keine Ertragsteuern angefallen.

Die Zahlungsströme aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2013/14 2012/13
Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.853 4.050
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1.072 -1.351
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -1.244 -2.768
Veränderung der liquiden Mittel 537 -69

Die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30.09.14 30.09.13
Zahlungsmittel 5.352 4.816
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.202 15.760
Firmenwert 11.001 11.001
Sonstige Vermögenswerte 6.267 6.567
Summe Vermögenswerte 37.822 38.144
Finanzverbindlichkeiten 1.737 2.981
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.744 9.584
Rückstellung für langfristige Personalverpflichtungen 1.534 1.397
Übrige Schulden 12.172 11.706
Summe Schulden 24.187 25.668
Eigenkapital 13.635 12.476

(9) Segmentinformation

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG steuert den Konzern nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (EBIT und EBITDA) erfolgt jeweils ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Investitionen, Abschreibungen, Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten der fortgeführten Bereiche erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Österreich

Die aufgegebenen Bereiche beinhalten die Regionen Deutschland, Italien, Niederlande und Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei.

Von den Umsatzerlösen der fortgeführten Geschäftsbereiche des Geschäftsjahres 2013/14 entfallen EUR 5,98 Mio. (Vorjahr: EUR 7,91 Mio.) auf Deutschland (rund 99% des Konzernumsatzes). Die konsolidierten Umsatzerlöse des aufgegebenen Geschäftsbereiches betrugen im laufenden Geschäftsjahr EUR 86,56 Mio. (Vorjahr: EUR 80,14 Mio.).

Die Umsätze, operativen Ergebnisse, Abschreibungen, Investitionen, Vermögenswerte und Schulden teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:

Kennzahlen nach Segmenten
2013/2014 in EUR
Deutschland Österreich Holding Konsolidierung Konzern Aufgegebener
Bereich
Umsatzerlöse gesamt 5.448.541 12.598 182.453 -118.837 5.524.756 86.559.445
Umsatzerlöse extern 5.448.541 3.269 72.945 0 5.524.756 86.559.445
EBITDA 1) -198.777 51.918 -1.649.350 -2.531 -1.798.740 5.707.530
EBIT 1) -233.625 44.651 -1.664.588 -2.531 -1.856.093 4.264.058
Abschreibungen -34.848 -7.267 -15.238 0 -57.353 -1.443.472
Investitionen 5.175 2.052 20.247 0 27.474 1.011.973
Vermögenswerte 2.453.845 1.144.664 26.573.556 -2.060.591 28.111.474 37.821.712
Schulden 2.480.915 589.318 1.474.926 -1.347.206 3.197.953 24.185.938
Kennzahlen nach Segmenten
2012/2013 in EUR
Deutschland Österreich Holding Konsolidierung Konzern Aufgegebener
Bereich
Umsatzerlöse gesamt 7.905.211 336.657 128.416 -128.416 8.241.868 80.139.864
Umsatzerlöse extern 7.905.211 336.657 0 0 8.241.868 80.139.864
EBITDA 1) 162.847 240.986 -1.481.721 0 -1.077.888 5.622.984
EBIT 1) 132.968 218.175 -1.505.364 0 -1.154.221 4.049.851
Abschreibungen -29.879 -22.811 -23.643 0 -76.333 -1.573.133
Investitionen 101.499 43.068 1.125 0 145.692 1.371.937
Vermögenswerte 2.969.784 321.016 27.263.097 -868.136 29.685.761 38.143.923
Schulden 2.663.656 100.115 970.456 -743.136 2.991.091 25.668.234

1) ohne verrechnete Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

(10) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus-(ein-)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen) sowie der bezahlten Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(11) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

(12) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(13) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(14) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2013 1.869.821 4.126.378 5.996.199
Währungsumrechnungsdifferenz -98 -1.391 -1.489
Zugänge 94.293 317.443 411.736
Abgänge 0 -185.081 -185.081
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen -1.858.246 -3.793.271 -5.651.517
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2014 105.770 464.079 569.849
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2013 1.549.295 3.236.677 4.785.972
Währungsumrechnungsdifferenz -18 -1.263 -1.281
Abschreibungen 2013/14 150.286 341.654 491.940
Abgänge 0 -182.899 -182.899
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen -1.616.935 -3.015.482 -4.632.417
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2014 82.628 378.687 461.315
Buchwerte 30.9.2014 23.142 85.391 108.533
in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2012 1.832.844 3.903.160 5.736.004
Währungsumrechnungsdifferenz -41 -911 -952
Zugänge 37.018 541.115 578.133
Abgänge 0 -316.986 -316.986
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2013 1.869.821 4.126.378 5.996.199
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2012 1.399.464 3.070.529 4.469.993
Währungsumrechnungsdifferenz -6 -673 -679
Abschreibungen 2012/13 149.837 398.558 548.395
Abgänge 0 -231.737 -231.737
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2013 1.549.295 3.236.677 4.785.972
Buchwerte 30.9.2013 320.526 889.701 1.210.227

(15) Firmenwerte

Die Firmenwerte betragen zum 30. September 2014 EUR 0 (Vorjahr: EUR 11.001.151) und sind durch den Verkauf der Beteiligungen (siehe Punkt 2.2) abgegangen.

Im Vorjahr resultierten die Firmenwerte aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.).

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2012/13 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. - Segment Italien, Bereich Process Optimization 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. - Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH - Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1.172.812
BRAIN FORCE Software GmbH - Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 2.026.577
BRAIN FORCE B.V. - Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 3.842.616
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1.160.589
Buchwert der Firmenwerte per 30.9.2013 11.001.151

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2013/14 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsbereiche nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte 2012/13:

in % Wachstums
rate
Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
2012/13 2012/13 2012/13
BRAIN FORCE S.p.A. - Segment Italien, Bereich Process Optimization 1,0 17,7 8,6
BRAIN FORCE S.p.A. - Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 17,6 8,6
BRAIN FORCE Software GmbH - Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1,0 9,5 6,9
BRAIN FORCE Software GmbH - Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 10,2 6,9
BRAIN FORCE B.V. - Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 9,6 7,0
BRAIN FORCE GmbH - Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1,0 9,2 7,0

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2013 15.010.207 5.544.524 20.554.731
Währungsumrechnungsdifferenz -9.449 -1.165 -10.614
Zugänge 588.747 38.964 627.711
Abgänge -146.200 0 -146.200
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen -15.443.305 -5.318.055 -20.761.360
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2014 0 264.267 264.267
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2013 12.773.652 5.334.292 18.107.944
Währungsumrechnungsdifferenz -9.449 -1.165 -10.614
Abschreibungen 2013/14 922.521 86.365 1.008.886
Abgänge -124.928 0 -124.928
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen -13.561.796 -5.179.983 -18.741.779
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2014 0 239.509 239.509
Buchwerte 30.9.2014 0 24.759 24.759
in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2012 14.113.794 5.807.349 19.921.143
Währungsumrechnungsdifferenz -3.959 -488 -4.447
Zugänge 900.372 39.124 939.496
Abgänge 0 -301.461 -301.461
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2013 15.010.207 5.544.524 20.554.731
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2012 11.886.893 5.425.259 17.312.152
Währungsumrechnungsdifferenz -3.959 -488 -4.447
Abschreibungen 2012/13 890.718 210.353 1.101.071
Abgänge 0 -300.832 -300.832
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2013 12.773.652 5.334.292 18.107.944
Buchwerte 30.9.2013 2.236.555 210.232 2.446.787

In den Entwicklungskosten sind noch nicht fertiggestellte Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: EUR 626.374) enthalten.

(17) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2013/14 2012/13
Buchwert Periodenanfang 0 7.403.002
Ergebnisanteil nach Steuern 0 -538.260
Verkauf assoziierte Unternehmen (Buchwertabgang) 0 -6.864.742
Buchwert Periodenende 0 0

Das Geschäftsjahr 2013/14 enthält keine Anteile an assoziierten Unternehmen.

Der Ergebnisanteil nach Steuern des Vorjahres betrifft im Wesentlichen die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH und beinhaltet die laufende Ergebnisübernahme.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden sowohl die Anteile an der SolveDirect Service Ma-nagement GmbH als auch die Anteile an der CONSULTING CUBE s.r.l. verkauft.

Die Finanzdaten der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Vermögenswerte 0 0
Schulden 0 0
Umsatzerlöse 0 3.692.454
Periodenergebnis 0 -1.070.686

(18) Finanzanlagen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2013/14 2012/13
Buchwert Periodenanfang 0 34.129
Kauf/Verkauf von Wertpapieren 3.220.000 -33.223
Anpassung an Marktwert 0 -906
Buchwert Periodenende 3.220.000 0

Bei den Wertpapieren handelte es sich um Anleihen, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag, Level I) bewertet wurden.

(19) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden. Die latenten Steuern zum Stichtag ermitteln sich wie folgt:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 0 84.654
Verlustvorträge 0 1.057.911
Sonstige 4.811 232.114
4.811 1.374.679
Saldierung 0 -720.289
Latente Steueransprüche 4.811 654.390
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 301.569
Sonstiges Anlagevermögen 0 8.006
Forderungen 0 398.213
Sonstige 124 18.366
124 726.154
Saldierung 0 -720.289
Latente Steuerschulden 124 5.865
in EUR 2013/14 2012/13
Latente Steuern (netto) am 1.10. 648.525 1.712.948
Veränderung Konsolidierungskreis -694.684 -497.691
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern -124 -571.375
Im Sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 50.970 4.643
Latente Steuern (netto) am 30.09. 4.687 648.525

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 4.811 (Vorjahr: EUR 548.834) bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 124 (Vorjahr: EUR 5.569) erwartet.

Abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste (einschließlich offene Siebtelabschreibungen), auf welche keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden, belaufen sich auf EUR 40.120.347 (Vorjahr: EUR 34.976.659). Die Wertberichtigung der Verlustvorträge und temporären Differenzen wurde in der Höhe vorgenommen, in der eine mittelfristige Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht hinreichend sicher angenommen werden kann.

Der Konzern hat latente Steuerforderungen in Höhe von EUR 10.030.087 (Vorjahr: EUR 8.744.165) nicht angesetzt, die sich auf temporäre Differenzen und Verluste in Höhe von EUR 40.120.347 (Vorjahr: EUR 34.976.659) beziehen, die vorgetragen und gegen zukünftige steuerliche Gewinne verrechnet werden können.

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(20) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in Höhe von EUR 4.480 erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Noch nicht abrechenbare Leistungen 0 70.496
Handelswaren 313.553 457.414
Vorräte 313.553 527.910

(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.09.14 30.09.13
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 1.294.706 16.680.941
Abzüglich Wertberichtigung -66.885 -1.240.913
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 0 917.588
Forderungen aus Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen 0 895.101
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.227.821 17.252.717

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 1.240.913 1.079.524
Verwendung -140.531 -26.383
Auflösung -48.709 -1.565
Zuführung 328.010 189.337
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreis änderungen -1.312.798 0
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 66.885 1.240.913

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Bis zu 30 Tage 70.567 1.218.878
Über 30 Tage 242.585 3.039.888
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 313.152 4.258.766

Für ausgewählte Kunden der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich, wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der überfälligen Forderungen deutlich reduziert.

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 0 (Vorjahr: EUR 1.295.789). Teilrechnungen wurden in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: EUR 400.688) gelegt. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 0 (Vorjahr: EUR 218.673).

(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Depots 0 83.551
Sonstige 0 1.540.443
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 1.623.994
Geleistete Anzahlungen 0 155.894
Finanzbehörden 209.576 426.093
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 416.251 938.824
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 90 65.554
Forderungen Factoring (Sperrkonten) 0 468.310
Sonstige 2.418.392 275.995
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.044.309 2.330.670

Die sonstigen Forderungen betreffen im Wesentlichen den Haftrücklass im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, sowie noch offene Forderungen aus dem Verkauf der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, an die CEGEKA GROEP NV, Belgien.

(23) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Kassenbestände 0 8.248
Guthaben bei Kreditinstituten 20.167.687 5.956.682
Zahlungsmittel 20.167.687 5.964.930

(24) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG werden auch weiterhin im Amtlichen Handel der Wiener Börse notieren, nachdem die Zurückziehung der Aktien vom Amtlichen Handel der Wiener Börse und die damit geplante Einbeziehung der Aktien zum Handel in den Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse AG vom Verwaltungsgerichtshof nicht zugelassen wurde.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

In der 15. ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung, eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10% vom Grundkapital zu erwerben, wobei je zu erwerbender Stückaktie der Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschritten werden darf. Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 Gebrauch zu machen. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im März 2014 das Aktienrückkaufprogramm gestartet.

in EUR Grundkapital Rücklagen IAS 19 Rücklage
Stand 1.10.2013 15.386.742 6.514.648 -183.691
Versicherungsmathematische Verluste 0 0 -152.908
Umgliederung versicherungsmathematische Effekte aufgrund von
Konsolidierungskreisänderung
0 -336.599 336.599
Veränderung Währungsumrechnungsdifferenzen (Reklassifizierung) 0 339.394 0
Erwerb eigener Aktien 0 -101.880 0
Verwendung zur Verlustabdeckung (Auflösung Kapitalrücklage Einzelabschluss) 0 -1.088.398 0
Stand 30.9.2014 15.386.742 5.327.165 0
in EUR Grundkapital Rücklagen IAS 19 Rücklage
Stand 1.10.2012 15.386.742 7.355.483 -169.762
Verwendung zur Verlustabdeckung (Auflösung Kapitalrücklage Einzelabschluss) 0 -816.246 0
Sonstige Veränderungen 0 -24.589 -13.929
Stand 30.9.2013 15.386.742 6.514.648 -183.691

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -339.394
Sonstige Rücklage aufgrund von Konsolidierungskreisänderung -336.599 0
Erwerb eigener Aktien -101.880 0
Sonstige Rücklagen -438.479 -339.394

(25) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Rückstellungen für Pensionen 0 162.801
Rückstellungen für Abfertigungen 0 46.398
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 0 1.259.607
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 0 1.468.806

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert. Von den anspruchsberechtigten Personen sind zwei vorzeitig (vor Pensionseintritt) aus dem Unternehmen ausgeschieden, wobei der anteilige Anspruch gegenüber dem Unternehmen weiterhin besteht.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Stand Periodenanfang 341.081 329.790
Laufender Dienstzeitaufwand 2.479 2.409
Zinsaufwand 13.641 13.190
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 113.711 -4.308
Konsolidierungskreisänderung -470.912 0
Stand Periodenende 0 341.081

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Stand Periodenanfang 178.280 172.112
Bezahlte Beiträge 872 872
Ertrag aus Planvermögen 7.149 0
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 7.206 5.296
Konsolidierungskreisänderung -193.507 0
Stand Periodenende 0 178.280

Der Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen in Höhe von EUR 16.120 (Vorjahr: EUR 15.599) ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten und setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2013/14 2012/13
Laufender Dienstzeitaufwand 2.479 2.409
Zinsaufwand 13.641 13.190
Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 16.120 15.599

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2013/14 2012/13
Zinssatz 2,7% 4,00%
Gehaltssteigerung 0% 0%
Rentensteigerung 1%-3% 1%-3%
Pensionseintrittsalter 60, 65 Jahre 60, 65 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005G Heubeck 2005G

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt. Die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen. Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) betrug im Geschäftsjahr 2013/14 EUR 4.250 (Vorjahr: EUR 17.000).

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Stand Periodenanfang 46.398 43.513
Abfertigungsaufwand 1.160 5.568
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste -3.989 -2.683
Konsolidierungskreisänderung -43.569 0
Stand Periodenende 0 46.398

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist der Abfertigungsaufwand im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst.

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2013/14 2012/13
Zinssatz 2,7% 4,00%
Gehaltssteigerung 2% 2%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß
Pensionsreform 2004
gemäß
Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P,
Angestellte
AVÖ 2008-P,
Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien) wurden im Geschäftsjahr 2013/14 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt.

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Stand Periodenanfang 1.259.607 1.190.610
Zinsaufwand 44.751 47.624
Abfertigungszahlungen -191.297 -13.794
Versicherungsmathematische Verluste 101.362 35.167
Konsolidierungskreisänderung -1.214.423 0
Stand Periodenende 0 1.259.607

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist der Zinsaufwand im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst.

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2013/14 2012/13
Zinssatz 2,7% 4,00%
Gehaltssteigerung 2% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 10%
Pensionseintrittsalter 66 Jahre 66 Jahre
Sterbetafeln RG48 RG48

(26) Finanzverbindlichkeiten

Bei den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um variabel verzinste Kontokorrentkredite. Diese sind in Höhe von EUR 442.099 (Vorjahr: EUR 731.067) kurzfristig und in Höhe von EUR 495.450 (Vorjahr: EUR 0) langfristig fällig.

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.09.14 30.09.13
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 666.341 10.326.752
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 257.021
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 0 1.181.914
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 666.341 11.765.687

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 37.773 560.587
Aus Steuern 26.358 1.382.949
Aus sozialer Sicherheit 10.507 780.662
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 19.408 1.431.535
Verpflichtungen aus Prämien 248.092 1.340.161
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 11.799 1.320.763
Abgrenzung von Wartungsverträgen 529.050 2.044.622
Sonstige 707.452 592.291
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 1.552.666 8.892.983

(29) Haftungsverhältnisse

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, hat mit Vereinbarung vom 6. Mai 2013 die Bürgschaft für Verbindlichkeiten der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, gegenüber einem Lieferanten übernommen. Diese Bürgschaft gilt bis zu einem Höchstbetrag von EUR 550.000 und kann mit einer Frist von drei Monaten zu jedem Monatsende gekündigt werden. Zum 30. September 2014 belaufen sich die in der BRAIN FORCE B.V. bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten EUR 131.481,31 (Vorjahr: TEUR 504).

(30) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, flüssige Mittel und Bankguthaben, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.09.14 30.09.13
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 3.220.000 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.227.821 17.252.717
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.418.483 2.436.853
Zahlungsmittel 20.167.687 5.964.930
Kredite und Forderungen 23.813.991 25.654.500
Finanzverbindlichkeiten 937.549 731.067
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 666.341 11.508.666
Sonstige Verbindlichkeiten 986.750 4.684.750
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 2.590.640 16.924.483

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anleihen, die an der Wiener Börse notiert sind, welche zum Zeitwert bilanziert werden.

Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 2013/14 2012/13
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Betriebsergebnis netto
65.008 195.746
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 117.810 1.408
Kredite und Forderungen 86.169 34.343
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -31.002 -874.306
Finanzergebnis netto 172.977 -838.555

(31) Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist, auch nach dem Verkauf wesentlicher Beteiligungen (siehe Punkt 2.2), Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Risiken wie das Liquiditätsrisiko oder das Kapitalrisiko haben sich aber verringert.

Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, das Währungs- und das Zinsänderungsrisiko werden gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und man zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche hat die Vorhaltung ausreichender Liquidität und freier Kreditlinien für BRAIN FORCE oberste Priorität, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. Eine Liquiditätsvorschau auf monatlicher Basis wird jährlich im Rahmen des Budgets durchgeführt. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wird auf ein aktives Management des Working Capital geachtet.

Fälligkeitsanalyse finanzieller Verbindlichkeiten

in EUR 30.09.14 Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre
Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 937.549 23.439 442.099 921 495.450
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 666.341 0 666.341 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 986.750 0 986.750 0 0
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
2.590.640 23.439 2.095.190 921 495.450
in EUR 30.09.14 Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre
Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 731.067 21.932 731.067 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.508.666 0 11.508.666 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.684.750 0 4.684.750 0 0
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
16.924.483 21.932 16.924.483 0 0

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Dabei kaufen die Gesellschaften Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2013/14 4,3 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 7,93 Mio. US-Dollar). Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte keine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Aufgrund des Anstiegs der in USD fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringe Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird. Eine Erhöhung bzw. Verminderung des Wechselkurses um 10% hätte eine Auswirkung von unter TEUR 5 auf das Ergebnis der BRAIN FORCE Gruppe.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten zum 30.9.2014 stellen rund 3% (Vorjahr: 2%) der Bilanzsumme dar, sind innerhalb von 13 Monaten fällig und variabel verzinst.

Die liquiden Mittel in Höhe von EUR 20,2 Mio. wurden zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2014 (1.10. bis 31.12.2014) größtenteils in Anleihen der CROSS Industries AG (ISIN: AT0000500913) veranlagt. Die jährliche Verzinsung dieser Anleihen beträgt 6,875%.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 89% (Vorjahr: 45%).

Zeitwerte

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten.

(32) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 29.315 (Vorjahr: EUR 31.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 9.500 (Vorjahr: EUR 10.000) und sonstige Leistungen EUR 17.412 (Vorjahr: EUR 6.348).

(33) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 2013/14 2012/13
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern 5.608.918 2.695.316
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.372.149 15.386.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,36 0,18

Für den fortgeführten Geschäftsbereich stellt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern aus
fortgeführten Geschäftsbereichen
-1.694.450 -153.316
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.372.149 15.386.742
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen(in EUR) -0,11 -0,01

Für den fortgeführten Geschäftsbereich stellt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt dar:

in EUR 2013/14 2012/13
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen"
7.303.368 2.848.632
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.372.149 15.386.742
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen(in EUR) 0,48 0,19

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2014 behandelt.

(34) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG betrachtet.

Die im Geschäftsjahr 2013/14 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 605.057 (Vorjahr: EUR 1.099.799). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 182.250 (Vorjahr: EUR 654.799) enthalten. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2013/14 für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages eine Abfindung in Höhe von EUR 230.817 (Vorjahr: EUR 0) gewährt.

Des Weiteren wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 10.363 (Vorjahr: EUR 19.711) erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 48.100 (Vorjahr: EUR 46.933) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, besteht ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung des Vorstandsmitgliedes Frau Mag. Michaela Friepeß. Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, bestand bis zum 31.12.2013 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Im Jänner 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG einen Vorstandsvertag mit Herrn Dr. Michael Hofer abgeschlossen.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 322 Stück CROSS Industries AG Anleihen 6,875 % (Perpetual Bond) erworben. Aus der Anleihe wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinserträge in Höhe von TEUR 118 generiert.

Die Leistungsbeziehungen mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

BRAIN FORCE Konzern [in TEUR] Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
Verbundene Unternehmen 143 -96 118 -288
Sonstige nahestehende Unternehmen 0 -56 65 -320
Aufgegebner Geschäftsbereich 50 -12 1.886 -104
Summe 193 -163 2.069 -712

(35) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(36) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 30.9.2014 30.9.2013
bis zu einem Jahr 208.265 2.696.178
zwischen 1 und 5 Jahren 451.732 6.501.355
über 5 Jahre 0 692.067

(37) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
2013/14 2012/13 30.9.2014 30.9.2013
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 532 515 14 517

Im fortgeführten Bereich waren im Geschäftsjahr 2013/14 durchschnittlich 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 15) beschäftigt. Zum Stichtag waren im fortgeführten Geschäftsbereich 14 Mitarbeiter angestellt (Vorjahr: 15). Im aufgegebenen Bereich waren zum 30.9.2014 526 Mitarbeiter beschäftigt.

(38) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2014 (1.10. bis 31.12.2014) TEUR 19.030 in Anleihen der CROSS Industries AG (ISIN: AT0000500913) mit einer jährlichen Verzinsung von 6,875% veranlagt.

Weiters hat die BRAIN FORCE HOLDING AG am 14.10.2014 bekannt gegeben, dass die Pierer Industrie AG beabsichtigt, die CROSS Industries AG auf die BRAIN FORCE HOLDING AG zu verschmelzen. Die erforderlichen Vorbereitungsarbeiten, Bewertungen, Beschlüsse und gesellschaftsrechtliche Maßnahmen werden in den kommenden Monaten erstellt. Die Umsetzung der Transaktion wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 stattfinden.

Am 6.11.2014 wurde der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG von der Pierer Industrie AG informiert, dass die Pierer Industrie AG im Rahmen des Börselistings der CROSS Industries AG durch die Verschmelzung auf die BRAIN FORCE HOLDING AG ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre der Gesellschaft stellt. Laut Mitteilung der Pierer Industrie AG wird der Angebotspreis des Übernahmeangebots EUR 1,80 pro Aktie betragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 25. November 2014 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(40) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender
  • Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Finanzvorstand, bis 31.12.2013
  • Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis, Finanzvorstand, seit 12.12.2013

Im Geschäftsjahr 2013/14 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Christoph Senft, Angerberg
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis, bis 11.12.2013

Vöcklabruck, den 21. November 2014

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Michaela Friepeß

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2014, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonne-nen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungs¬ströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernab-schluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 21. November 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Service

Standorte

Deutschland

Network Performance Channel GmbH Martin-Behaim-Str. 22 63263 Neu-Isenburg Telefon: +49 6102 748 7 0 Fax: +49 6102 748 7 200 [email protected] www.np-channel.com

Österreich

BRAIN FORCE HOLDING AG Wartenburger Str. 1B 4840 Vöcklabruck Telefon: +43 7672 90 900 [email protected] www.brainforce.co.at

Network Performance Channel GmbH Wartenburger Str. 1B 4840 Vöcklabruck Telefon: +43 676 966 09 55 [email protected] www.np-channel.com

Glossar

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bilanzierungsmethode von Anteilen an Unternehmen bei welchen der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt, üblicherweise für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow -Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Latente Steuern: Zeitlich abweichede Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel

WACC: "Weight Average Cost of Capital"; durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten

Xetra: Exchange Electronic Trading; elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG

Finanzkalender Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10.2014 bis 31.12.2014)

Datum Event
26. November 2014 Veröffentlichung Jahresabschluss 2013/14
17. Dezember 2014 17. o. Hauptversammlung
-- Ex-Dividenden-Tag
-- Dividenden-Zahltag

Finanzkalender GJ 2015

Datum Event
Ende April 2015 18. o. Hauptversammlung
Mai 2015 Ex-Dividenden-Tag
Mai 2015 Dividenden-Zahltag
29. Mai 2015 Ergebnis und Zwischenbericht 1. Quartal 2015
28. August 2015 Ergebnis und Zwischenbericht Quartale 1-2/2015
27. November 2015 Ergebnis und Zwischenbericht Quartale 1-3/2015
19. Dezember 2014 Veröffentlichung Jahresabschluss 2013/14

Für den Inhalt verantwortlich: BRAIN FORCE HOLDING AG Wartenburger Str. 1b, 4840 Vöcklabruck, Austria

Erstellt durch: BRAIN FORCE HOLDING AG Wartenburger Str. 1b, 4840 Vöcklabruck, Austria Konzept: BRAIN FORCE HOLDING AG

Fotos: BRAIN FORCE HOLDING AG, Franz Pflügl, Shutterstock

Druck: Steurer Medienhaus GmbH, Austria

Einzelabschluss zum 30. September 2014 BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Inhalte

Bilanz – Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung – Anlage 2 Anhang – Anlage 3 Lagebericht – Anlage 4 Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstandes gemäß § 82 (4) BörseG

BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck

Bilanz zum 30. September 2014

Aktiva

Passiva

30.9.2014 30.9.2013 30.9.2014 30.9.2013
EUR. TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Grundkapital 15.386.742,00 15.387
Software und Markenrechte 0,40 Kapitalrücklagen
$\overline{\mathbf{u}}$
gebundene 9.797.934,84 10.886
II. Sachanlagen III. Rücklage für eigene Anteile 101.880,00 $\circ$
1. Bauten auf fremdem Grund 14.812,37 4 IV. Bilanzverlust $-101.880,00$
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.591,63 $\infty$ 25.184.676,84 26.273
21.404,00
III. Finanzanlagen B. Rückstellungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 406.127,85 21.618 sonstige Rückstellungen 601.377,85 307
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.220.000,00
3.626.127,85 21.618
3.647.532,25 21.631 C. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442.098,61
B. Umlaufvermögen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.557,30 338
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
$\overline{a}$
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 115.217,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 27 sonstige Verbindlichkeiten, 261.594,78 304
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 685.287,02 3.733 davon aus Steuern EUR 796,76 (Vorjahr: TEUR 15),
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.340.066,58 1.656 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.966,34
353,60
3.025.3
5.416 (Vorjahr: TEUR 6)
II. Wertpapiere und Anteile 862.468.15 642
eigene Anteile 80,00
101.8
0
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 $\overline{21}$
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19.857.350,15 170
83,75
22.984.5
5.586
16.406,84 27
C. Rechnungsabgrenzungsposten
26.648.522,84 27.244 26.648.522,84 27.244

2.775

703.649,39

Haftungsverhältnisse

$\overline{a}$

$1.10.2013 -$ $1.10.2012 -$
30.9.2014 30.9.2013
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.483.822,12 1.402
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit
Ausnahme der Finanzanlagen 0,00 13
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 8
c) übrige 1.310.054,62 366
1.310.054,62 387
3. Personalaufwand
a) Gehälter $-616.696,20$ $-518$
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen $-18.729,42$ -4
c) Aufwendungen für Altersversorgung $-4.250,01$ $-17$
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial-
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge $-79.661,54$ $-54$
e) sonstige Sozialaufwendungen $-684,32$ -1
$-720.021,49$ $-594$
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen $-11.505,31$ $-41$
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag fallen $-3.012,82$ -1
b) übrige $-1.508.958,95$ $-2.134$
$-1.511.971,77$ $-2.135$
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) 550.378,17 $-981$
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun-
denen Unternehmen EUR 204.819,85 (Vorjahr: TEUR 196) 205.565,08 201
8. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 76,03 546
9. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren
des Umlaufvermögens
a) Abschreibungen $-4.215,01$ 0
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen $-2.093.106,86$ $\pmb{0}$
$-2.097.321,87$ $\mathbf{0}$
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus verbun-
denen Unternehmen EUR 2.088,12 (Vorjahr: TEUR 0) $-24.723,55$ $-670$
11. Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) $-1.916.404,31$ 77
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit $-1.366.026,14$ $-904$
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, $-3.500,00$ 88
davon Steuerumlage an Gruppenträger EUR 3.500,00
(Vorjahr: Steuerumlage an Gruppenmitglieder TEUR 88)
14. Ergebnis aus der Down-Stream-Einbringung Anteile Tochter-
unternehmen 281.127,77
15. Jahresfehlbetrag $-1.088.398,37$ $-816$
16. Zuweisung Rücklage eigene Anteile $-101.880,00$ 0
17. Auflösung von Kapitalrücklagen 1.088.398,37 816
18. Bilanzverlust $-101.880,00$ $\Omega$

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 30. September 2014 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapiere und Anteile werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

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I

Aktiva

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens:

kumulierte Abschreibungen
Stand Zugänge durch Stand Abschrei- Stand Stand des laufenden
1.10.2013 Sacheinlage 30.9.2014 bungen 30.9.2014 30.9.2013 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR. EUR EUR EUR EUR EUR
180.534.79 $\overline{0}$ $\overline{0}$ 0.001 180.534.79 180.534.39 0.40 333,19 332,79
90.177,59 15.591,85 0,00 0,00 105.769,44 90.957,07 14.812,37 4.125,05 4.904,53
307.808,77 4.654,65 $rac{1}{2}$ 1.033,50 311.429.92 304.838.29 6.591,63 8.204.97 6.267,99
397.986,36 20.246,50 0.00 1.033,50 417.199,36 395.795.36 21.404.00 12.330,02 11.172,52
40.772.542,09 0,00 5.072.086.09 4.665.958,24 0,00
0.00 220.000,00
m
00.00 0.00 3.220.000.00 $\overline{0}$ 3.220.000.00 $\frac{8}{10}$ 0,00
40.772.542,09 3.220.000,00 8.292.086.09 4.665.958,24 $rac{1}{2}$
41.351.063.24 240.246.50 8.889.820,24 5.242.287.99 11.505,31
Zugänge 281.127.77 35.982.617.27
281.127,77 35.981.583,77
35.981.583,77
Abgänge
Anschaffungs-/Herstellungskosten
281.127,77
3.647.532.25 21.630.846.22
406.127,85 21.618.183,01
3.626.127,85 21.618.183,01
Restbuchwerte

*) davon geringwertige Vermögensgegenstände
gemäß § 13 EStG

1.033,50

1.033,50

1.033,50

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben.

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Б
$7 - 4$
$2 - 5$
$5 - 10$

Finanzanlagen

Der Zugang im Posten Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft folgende Transaktionen:

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Einbringungs- und Sacheinlagevertrag 100 % Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland in die Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck eingebracht.

Das verbundene Unternehmen BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, übt seit Mai 2010 keine Geschäftstätigkeit aus. Da eine Wiederaufnahme der operativen Tätigkeit nicht geplant ist, hat die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, die Liquidation der Schweizer Tochtergesellschaft beschlossen. Bis zum Abschluss der Liquidation wird die Beteiligung weiterhin in den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile an der BFS Brain Force Software AG, Schweiz, beträgt aufgrund der in den Vorjahren vorgenommenen Teilwertabschreibungen EUR 0.

Die Abgänge im Posten Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen folgende Veränderungen:

Mit Abtretungsvertrag vom 13. November 2013 und 25. Februar 2014 wurden insgesamt 100% der gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE Software s.r.o., Prag, Tschechische Republik, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, verkauft.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 13. November 2013 wurden sämtliche Anteile (100 %) der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, verkauft.

Mit Vertrag über die Übertragung des Geschäftsanteils vom 13. November 2013 wurden 0,46% der Anteile an der Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, verkauft.

Mit Notariatsakt vom 26. Juni 2014 sowie vom 25. September 2014 hat die Gesellschaft 100 % Anteile an der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland an die CE-GEKA GROEP NV, Hasselt, Belgien, veräußert. Das Closing erfolgte mit 30. September 2014.

Mit Aktienkaufvertrag vom 26. Juni 2014 sowie Notariatsakt vom 30. September 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG 100% Anteile (888.000 Stk. Aktien) an der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, verkauft. Das Closing erfolgte mit 30. September 2014.

Der Zugang der Wertpapiere des Anlagevermögens betrifft folgende Transaktion:

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 322 Stück CROSS-Industries-AG-Anleihen 6,875 % (Perpetual Bond) erworben.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
< ein Jahr
EUR
> ein Jahr
$> 5$ Jahre
EUR
EUR
Bilanzwert
EUR
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr in TEUR 27 0 0 27
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 185.287,02 500.000,00 0,00 685.287,02
Vorjahr in TEUR 1.883 1.850 0 3.733
Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 2.340.066,58 0,00 0.00 1 2.340.066,58
Vorjahr in TEUR 124 1.531 0 1.656
2.525.353,60 500.000,00 0,00 3.025.353,60
Vorjahr in TEUR 2.034 3.381 $\mathbf{0}$ 5.416

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 500,000.00 (Voriahr: TEUR 2,902) aus Darlehen und in Höhe von EUR 143.135,62 (Voriahr: TEUR 0) aus Anleihezinsen gegenüber der CROSS Industries AG, Wels. Die restlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 968,90 (Vorjahr: TEUR 743) sowie die Verrechnung der Steuerumlage an die Mitglieder der steuerlichen Gruppe in Höhe von EUR 41.182,50 (Vorjahr: TEUR 88).

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2.340.066,58 (Vorjahr: TEUR 1.656) beinhalten im Wesentlichen einen Haftrücklass im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 1.531, einen Forderungsverkauf in Höhe von TEUR 741 und Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 68.

In den sonstigen Forderungen sind Erträge in Höhe von EUR 1.675.534,52 (Vorjahr: TEUR 1.531) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Wertpapiere und Anteile

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 101.880,00 betreffen 63.675 Stk. eigene Aktien mit einer Kursbewertung von EUR 1,60/Stk.

Passiva

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat am 13. März 2014 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufprogramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG, von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 63.675 Stk. (Vorjahr: 0) eigene Aktien rückgekauft und eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 101.880,00 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital-
rücklagen
EUR
Rücklage
eigene Anteile
EUR
Bilanzverlust
EUR
Stand 1.10.2013 15.386.742 10.886.333 0 0
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
Verlustabdeckung
0 $-1.088.398$ 0 0
Zuweisung Rücklage eigene Anteile 0 0 101.880 0
Bilanzverlust GJ 2013/14 0 0 101.880
Stand 30.9.2014 15.386.742 9.797.935 101.880 101.880

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

30.09.2014 30.09.2013
EUR TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen 10.700
noch nicht konsumierte Urlaube 0 4
Prämien 255.303 224
Wirtschaftsprüfung 24,000 23
Rechts- und Beratungskosten 61.400 O
Übrige 249.975 49
601.378 307

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
< ein Jahr > ein Jahr > fünf Jahre Bilanzwert
EUR EUR. EUR EUR
Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten 442.098,61 0,00 0,00 442.098,61
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 43.557,30 0,00 0,00 43.557,30
Vorjahr in TEUR 338 0 0 338
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 115.217,46 0,00 0,00 115.217,46
Vorjahr in TEUR o 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 261.594,78 0,00 0,00 261.594,78
Vorjahr in TEUR 38 266 0 304
862.468,15 0,00 0,00 862.468,15
Vorjahr in TEUR 377 266 0 642

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 115.217,46 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen in Höhe von EUR 111.717,46 Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 3.500,00 Steuerumlagen an den Gruppenträger.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 6.199,04 (Vorjahr: TEUR 304) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Konzernunternehmen erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.483.822,12 (Vorjahr: TEUR 1.402) wurden EUR 34.061,85 (Vorjahr: TEUR 47) im Inland und EUR 1.449.760,27 (Vorjahr: TEUR 1.355) in den übrigen Ländern der Europäischen Union erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträge ist der Ertrag aus dem Verkauf der Marke "BRAIN FORCE" in Höhe von EUR 1.100.000 (Vorjahr TEUR 0) an CEGEKA GROEP NV enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung vom 27.9.2010, die durch den Antrag auf Erweiterung der Unternehmensgruppe vom 18.08.2014 ergänzt wurde, wurde die Stellung der BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, als Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG innerhalb der Unternehmensgruppe der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, ab dem Veranlagungsjahr 2014 begründet.

Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Ein steuerlicher Ertragsausgleich zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von Steuerumlageverträgen geregelt.

Die Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung wurde den zuständigen Finanzämtern mit Antrag auf Erweiterung der Unternehmensgruppe vom 12.09.2014 angezeigt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die voraussichtlich an den Gruppenträger zu zahlende Mindestkörperschaftsteuer.

Gleichzeitig mit der Aufnahme der Gesellschaft in die Unternehmensgruppe der Pierer Konzerngesellschaft mbH ab der Veranlagung 2014 kommt es zur Auflösung der bisher geführten Unternehmensgruppe mit der BRAIN FORCE HOLDING AG als Gruppenträger.

Ergebnis aus der Down-Stream-Einbringung

Das Ergebnis aus der Down-Stream-Einbringung in Höhe von EUR 281.127,77 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus der Einbringung von 100% Anteilen an der Network Performance Channel GmbH, Deutschland in die Network Performance Channel GmbH, Österreich.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Name/Sitz Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2013
Jahres-
ergebnis
$\frac{0}{0}$ EUR EUR
BFS Brain Force Software AG, Maur,
Schweiz
Network Performance Channel GmbH,
100 $-339.701$ $-5.872$
Vöcklabruck 100 222.605 164.715

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der Pierer Industrie AG, Wels, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 9.500,00 (Vorjahr: TEUR 10), sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 29.315,00 (Vorjahr: TEUR 31) und sonstige Leistungen EUR 17.412,04 (Vorjahr: TEUR 6).

Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, ist mehrheitlich im Besitz der Pierer Industrie AG, Wels. Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.

Haftungsverhältnisse und Garantien

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, hat mit Vereinbarung vom 6. Mai 2013 die Bürgschaft für Verbindlichkeiten der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, gegenüber einem Lieferanten übernommen. Diese Bürgschaft gilt bis zu einem Höchstbetrag von EUR 550.000 und kann mit einer Frist von drei Monaten zu jedem Monatsende gekündigt werden. Zum 30. September 2014 belaufen sich die in der BRAIN FORCE B.V. bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten auf EUR 131.481,31 (Vorjahr: TEUR 504).

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, hat gegenüber der IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, Irland, für die Network Performance Channel GmbH, Österreich, im Geschäftsjahr 2013/14 eine Garantie in Höhe von EUR 1 Mio. abgegeben, welche zum Stichtag 30. September 2014 mit EUR 572.168,08 (USD 722.686,48, Wechselkurs zum Stichtag 30.9.2014: 0,78) aushaftet.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, hat gegenüber der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung für alle Ansprüche der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, und der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, aus den abgeschlossenen Factoringvereinbarungen abgegeben, aus welcher sie mit 30. September 2014 infolge des Verkaufs der Tochterunternehmen entlassen wurde.

Das durch die BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, an die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, gewährte nachrangige Darlehen in Höhe von EUR 400.000 wurde im Geschäftsjahr rückgeführt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 121.169,40 (Vorjahr: TEUR 46) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 319.760,37 (Vorjahr: TEUR 62).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100 % beteiligt ist, bestand bis zum 31.12.2013 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Im Jänner 2014 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG einen Vorstandsvertrag mit Herrn Dr. Michael Hofer abgeschlossen.

Mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, besteht ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung des Vorstandsmitgliedes Frau Mag. Michaela Friepeß.

Weiters bestehen zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, und der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, sowie der CROSS Industries AG, Wels, vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2013/14 zwei Personen (Vorjahr: 2).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 10.362,86 (Vorjahr: TEUR 20) und für andere Arbeitnehmer EUR 803,23 (Vorjahr: TEUR 2).

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die im Geschäftsjahr 2013/14 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 605.057,39 (Vorjahr: TEUR 1.100). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 182.250,00 (Vorjahr: TEUR 655) enthalten. Für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages wurde im Geschäftsjahr 2013/14 eine Abfindung in Höhe von EUR 230.817,00 (Vorjahr: TEUR 0) gewährt.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 48.100.00 (Voriahr: TEUR 47) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Dr. Michael H o f e r , Vöcklabruck, Vorsitzender Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Stellvertreter des Vorsitzenden (bis 31.12.2013) Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis, Stellvertretende des Vorsitzenden (seit 12.12.2013)

Im Geschäftsjahr 2013/14 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter Dr. Christoph Senft, Angerberg Josef Blazicek, Perchtoldsdorf Mag. Michaela Friepeß, Neumarkt im Hausruckkreis (bis 11.12.2013)

Vöcklabruck, den 21. November 2014

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer

Mag. Michaela Friepeß

BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck

Lagebericht für das Geschäftsiahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

Die Weltwirtschaft befand sich in der ersten Jahreshälfte 2014 auf einem moderaten Erholungskurs. In den USA wurde eine weitere Beschleunigung des Wachstums erwartet, in Asien ist die Wachstumsdynamik zwar etwas gedämpft, aber intakt. Im Euroraum wurde die Rezession hinter sich gelassen und befindet sich nun auf einem Wachstumspfad. Die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit, die hohe private Verschuldung und eine restriktive Kreditvergabepraxis dämpfen aber weiterhin das Wirtschaftswachstum im Euroraum. Das Wachstum der gesamten österreichischen Exportmärkte wird sich im Prognosezeitraum beschleunigen, kann jedoch aller Voraussicht nach die Zuwachsraten von vor der Krise nicht erreichen. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die Marktanteile der österreichischen Exporteure im Ausland bleiben über den Prognosezeitraum nahezu stabil.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agierte, wurde von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung maßgeblich beeinflusst.

Geschäftsverlauf

Mit Kauf- und Abtretungsverträgen, jeweils vom 13. November 2013, wurden die bisher unmittelbar von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltenen Anteile an der BRAIN FORCE GmbH, Österreich, Neulengbach (100%-Anteil), der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag (99%-Anteil) sowie der Brain Force Software s.r.o., Slowakei, Bratislava (0,46%-Anteil) an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, München, verkauft. Der restliche von der BRAIN FORCE HOLDING AG gehaltene 1%-Anteil an der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, Prag, wurde am 25. Februar 2014 an die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Deutschland, München, verkauft.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Juni 2014 bekannt gegeben, ihre Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien) an die CEGEKA GROEP NV, Belgien, zu verkaufen. Der Abschluss der Veräußerung erfolgte am 30.09.2014.

BRAIN FORCE HOLDING AG hielt jeweils 100% der Anteile an der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien). Zusammen mit den beiden Beteiligungen gingen auch deren Tochtergesellschaften BRAIN FORCE B.V. (Niederlande), BRAIN FORCE GmbH (Österreich), BRAIN FORCE Software s.r.o. (Tschechische Republik) und BRAIN FORCE Software s.r.o. (Slowakische Republik) auf den Erwerber CEGEKA GROEP NV über. Als fortgeführte Geschäftsbereiche verbleiben die BRAIN FORCE HOLDING AG sowie die Network Performance Channel Gruppe.

Die Network Performance Channel Gruppe repräsentierte die Firma Net Optics Inc., USA, im Wirtschaftsraum EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) in vielen Ländern exklusiv. Durch die Übernahme von Net Optics Inc. durch die Firma IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, hat sich das Geschäftsumfeld grundsätzlich geändert. Aufgrund dieses Umstandes und weniger Projekten im Nahen Osten und in Indien ist der Umsatz in dieser Periode zurückgegangen.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde weiters die Umstellung des Bilanzstichtages der BRAIN FORCE HOLDING AG vom 30.9. auf den 31.12. beschlossen. Folglich wird vom 1.10.2014 bis 31.12.2014 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Gegen die in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossene Zustimmung zum Abschluss eines Share Purchase Agreement über den Verkauf der Beteiligungen der Gesellschaft an der Brain Force Software GmbH (Deutschland) und der BRAIN FORCE S.p.A. (Italien) hat ein in der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft mit 100 Aktien vertretener Minderheitsaktionär Widerspruch zu Protokoll erklärt und eine Anfechtungsklage gegen die Gesellschaft erhoben. Mit der Anfechtungsklage wird die Nichtigkeit dieses Beschlusses der Hauptversammlung über die Zustimmung zum Abschluss des Share Purchase Agreement begehrt. Diese Anfechtungsklage ist beim Landesgericht Wels zu 2 Cg 132/14 k anhängig. Die Klägerin hat es unterlassen, in der Anfechtungsklage die Mitglieder des Aufsichtsrates anzuführen, sodass bislang nur eine Zustellung der Anfechtungsklage an den Vorstand und nicht auch an die Mitglieder des Aufsichtsrates erfolgt ist. Dies bedeutet, dass die Klage bisher noch nicht wirksam zugestellt worden ist.

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.484 (Vorjahr: TEUR 1.402) entfallen TEUR 1.389 (Vorjahr: TEUR 1.311) auf Konzerndienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte, TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 91) betreffen die Weiterverrechnung von Beratungshonoraren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen TEUR 1.100 aus dem Verkauf der Marke "BRAIN FORCE" sowie weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften und Mieterträge aus der Untervermietung an Dritte.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2013/14 erhöhte sich um 21% auf TEUR 720, was im Wesentlichen auf eine Abfindungszahlung für die vorzeitige Auflösung eines Vorstandsvertrages zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter blieb unverändert bei zwei Angestellten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von TEUR 2.135 auf TEUR 1.512.

Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2013/14 betragen TEUR 0, wohingegen im Vorjahr der Ertrag aus dem Verkauf der SolveDirect Service Management GmbH in Höhe von TEUR 545 beinhaltet war.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1.916 (Vorjahr: TEUR -470) beinhaltet vor allem den Veräußerungsverlust aus den Beteiligungsverkäufen in Höhe von TEUR 2.093, sowie den Saldo aus erhaltenen und bezahlten Zinsen. Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 196).

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013/14 beläuft sich auf TEUR-1.088 (Vorjahr: TEUR -816). Nach Rücklagenbewegung schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsiahr 2013/14 mit einem Bilanzergebnis von TEUR -102 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Endkonsolidierung der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen hat die Konzernstruktur der BRAIN FORCE Gruppe maßgeblich beeinflusst.

Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene des BRAIN FORCE Konzerns.

2013/14 2012/13 Anderung
TEUR TEUR in $\%$
Konzernumsatz 1) 5.525 8.242 $-33$
Konzern-EBITDA 1) $-1.799$ $-1.078$ $-67$
Konzern-EBIT 1) $-1.856$ $-1.154$ $-61$
Ergebnis aus fortgeführten Bereichen $-1.694$ $-153$ >100
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 7.303 2.849 >100
Ergebnis der Periode 5.609 2.695 >100

1) Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wesentlich durch die Umgliederung der "aufgegebenen Geschäftsbereiche" in den gemäß IFRS dafür vorgesehenen Posten beeinflusst. Die Kennzahlen Umsatz, EBITDA und EBIT beziehen sich auf die "fortgeführten Geschäftsbereiche" BRAIN FORCE HOLDING AG sowie die Network Performance Channel Gruppe.

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2013/14 um 33% auf TEUR 5.525 gesunken. Grund für den Umsatzrückgang bei der Network Performance Channel Gruppe war die Übernahme von Net Optics Inc. durch die Firma IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, welche das Geschäftsfeld grundsätzlich geändert hat. Weiters wurden weniger Projekte im Nahen Osten und in Indien getätigt.

Das Konzern-EBITDA lag bei TEUR -1.799 (Vorjahr: TEUR -1.078), das Konzern-EBIT betrug TEUR -1.856 (Vorjahr: TEUR -1.154). Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 7.303 betrifft das Ergebnis der veräußerten Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, samt deren Tochterunternehmen sowie der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, und das Veräußerungsergebnis im Konzern.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2014 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 30.9.2013 um 2% auf TEUR 26.649 (Vorjahr: TEUR 27.244).

Die Finanzanlagen reduzierten sich um TEUR 17.992 auf TEUR 3.626 infolge der Veräußerungen der wesentlichen Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, und der gegenläufig wirkenden -Anleihenzugänge in Höhe von TEUR 3.220. In den Finanzanlagen sind Anleihen der CROSS Industries AG sowie der Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Österreich, enthalten.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 30.09.2014 TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 3.733) und verminderten sich insbesondere durch die Forderungsabtretung an die CEGEKA GROEP NV, Belgien sowie die teilweise Darlehensrückzahlung der Network Performance Channel GmbH, Deutschland.

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 4% auf TEUR 25.185. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind unter anderem Leistungen im Rahmen der Veräußerung der Beteiligungen enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Prämien aus dem Verkauf der Solve Direct, die im Rumpfgeschäftsjahr 2014 zur Auszahlung gelangen. Die BRAIN FORCE HOLDING AG weist zum Bilanzstichtag 30. September 2014 eine Eigenkapitalquote von 95% (Voriahr: 96%) aus.

Der Cash-Bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 beträgt TEUR 19.857 und hat sich um TEUR 19.687 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Beteiligungen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, und der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, um TEUR 21.260 zurückzuführen, wobei zum Bilanzstichtag noch TEUR 740 als Forderung bilanziert sind. Weitere wesentliche Zahlungsmittelzuflüsse betreffen die Rückzahlung konzerninterner Darlehen in Höhe von TEUR 2.350. Wesentliche Zahlungsmittelabflüsse betreffen den Erwerb von Anleihen in Höhe von TEUR 3.220 sowie Holdingaufwendungen.

BRAIN FORCE Aktie

Als börsennotiertes Unternehmen werden im Folgenden relevante Börsekennzahlen daraestellt:

2013/14 2012/13
Höchstkurs in€ 2,00 0,93
Tiefstkurs in $\epsilon$ 0,85 0,58
Ultimokurs in $\epsilon$ 1,59 0,84
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 * 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. $\epsilon$ 24.47 12,92

*) inklusiv eigener Aktien BRAIN FORCE HOLDING AG

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2014 weitere TEUR 19.030 Geldmittel in Anleihen der CROSS Industries AG (ISIN: AT0000500913) mit einer jährlichen Verzinsung von 6,875% veranlagt.

Weiters hat die BRAIN FORCE HOLDING AG am 14.10.2014 bekannt gegeben, dass die Pierer Industrie AG beabsichtigt, die CROSS Industries AG auf die BRAIN FORCE HOLDING AG zu verschmelzen. Die erforderlichen Vorbereitungsarbeiten, Bewertungen, Beschlüsse und gesellschaftsrechtliche Maßnahmen werden in den kommenden Monaten erstellt. Die Umsetzung der Transaktion wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 stattfinden.

Am 6.11.2014 wurde der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG von der Pierer Industrie AG informiert, dass die Pierer Industrie AG im Rahmen des Börselistings der CROSS Industries AG durch die Verschmelzung auf die BRAIN FORCE HOLDING AG ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre der Gesellschaft stellt. Laut Mitteilung der Pierer Industrie AG wird der Angebotspreis des Übernahmeangebots EUR 1,80 pro Aktie betragen.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2014 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: Pierer Industrie AG: 53,36% Dr. Michael Hofer: 17,50%

Oino Flagship AG: 10,00%.

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat am 7. März 2014 beschlossen, $a)$ von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 Gebrauch zu machen. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im März 2014 das Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG, von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/-20%.
  • Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der $b)$ Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer.

Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand $\mathsf{C}$ gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage - allenfalls in mehreren Tranchen - zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011].

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand $d$ ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, Gewinnschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, insbesondere Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000.00. die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten
    Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte $e)$ Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugsund/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
  • Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das Recht hat, den Vorstands-/ Anstellungsvertrag mit der BRAIN FORCE HOLDING AG einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbs wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die Pierer Industrie AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält. Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat in der Sitzung vom 12.12.2013 die einvernehmliche vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Hannes Griesser zum 31.12.2013 beschlossen. Am 12.12.2013 wurde Frau Mag. Michaela Friepeß zum Finanzvorstand mit Laufzeit bis zum 31.12.2016 bestellt. Weiters wurde der Vorstandsvertag von Herrn Dr. Michael Hofer bis zum 31.12.2016 verlängert.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accounting", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des Pierer Konzern-Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accounting" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware (Lucanet) verwendet. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen und pro Gesellschaft aufgebaut und erfolgt monatlich. Eine eventuell notwendige Anpassung der Gesamtjahres-Vorschau erfolgt nach jedem abgeschlossenem Quartal. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE HOLDING AG sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das quartalsweise adaptierte Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Die Finanzierung des BRAIN FORCE Konzerns basiert aktuell auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 90% zum 30. September 2014. Die Zahlungsmittel im Konzern betragen TEUR 20.168, die Nettozahlungsmittel (Zahlungsmittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten) belaufen sich auf TEUR 19.230.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Die Gesellschaften kaufen dabei Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, den Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte keine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass sich infolge der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten eine Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Kontokorrentkreditvereinbarungen unterliegen einer variablen Verzinsung. Die liquiden Mittel in Höhe von EUR 19,8 Mio. wurden zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2014 (1.10. bis 31.12.2014) größtenteils in Anleihen der CROSS Industries AG (ISIN: AT0000500913) veranlagt. Die jährliche Verzinsung dieser Anleihen beträgt 6,875%.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Als Ziel für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 setzt sich der BRAIN FORCE Konzern ein weiteres Umsatzwachstum. Bei der Network Performance Channel Gruppe wird versucht, den Geschäftsrückgang bei IXIA TECHNOLOGIES INTERNATIONAL LIMITED, USA, durch Aufnahme neuer Hersteller ins Produktsortiment zu kompensieren bzw. das Geschäft auszubauen.

Weiters plant die Pierer Industrie AG eine Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BRAIN FORCE HOLDING AG. In den kommenden Monaten werden die hierfür erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen, Bewertungen, Beschlüsse und gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen erstellt. Mit einer Umsetzung der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2015 gerechnet.

Vöcklabruck, den 21. November 2014

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer

Mag. Michaela Friepeß

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Vöcklabruck, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 21. November 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH

Mag. Jurgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Vöcklabruck, am 21. November 2014

Der Vorstand:

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Michaela Friepeß

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