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Raiffeisen Bank International AG

Annual Report Mar 25, 2015

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Annual Report

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RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL

JAHRESFINANZ- BERICHT 2014

Überblick

Raiffeisen Bank International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen 2014 Veränderung 2013 2012
Erfolgsrechnung 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Zinsüberschuss 3.789 1,6% 3.729 3.472
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1.716 49,3% - 1.149 - 1.009
Provisionsüberschuss 1.586 - 2,5% 1.626 1.516
Handelsergebnis - 30 321 215
Verwaltungsaufwendungen - 3.024 - 9,5% - 3.340 - 3.258
Ergebnis vor Steuern 23 - 97,3% 835 1.037
Ergebnis nach Steuern - 463 603 752
Konzernergebnis - 493 557 730
Bilanz 31.12. 31.12. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 15.573 - 30,0% 22.243 22.323
Forderungen an Kunden 77.925 - 3,4% 80.635 83.343
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.408 - 25,6% 30.105 30.186
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.094 - 0,5% 66.437 66.297
Eigenkapital 8.302 - 19,9% 10.364 10.873
Bilanzsumme 121.624 - 6,9% 130.640 136.116
Kennzahlen 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Return on Equity vor Steuern 0,2% - 7,6 PP 7,8% 9,7%
Cost/Income Ratio 56,5% - 1,8 PP 58,3% 61,5%
Return on Assets vor Steuern 0,02% - 0,61 PP 0,63% 0,73%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,24% 0,13 PP 3,11% 2,66%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 2,13% 0,73 PP 1,39% 1,21%
Bankspezifische Kennzahlen 31.12. 31.12. 31.12.
NPL Ratio 11,3% 0,6 PP 10,7% 9,8%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 68.721 - 14,0% 79.897 82.822
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.498 - 14,0% 6.392 6.626
Gesamte Eigenmittel 11.003 - 13,3% 12.686 12.885
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 10,9% 0,2 PP 10,7% 10,7%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 10,0%
Eigenmittelquote (transitional) 16,0% 0,1 PP 15,9% 15,6%
Eigenmittelquote (fully loaded) 15,2%
Aktienkennzahlen 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12. 1.1.- 31.12.
Ergebnis je Aktie in € - 1,73 1,83 2,72
Schlusskurs in € (31.12.) 12,54 - 51,1% 25,62 31,46
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 31,27 - 6,9% 33,59 33,36
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 11,51 - 42,3% 19,96 18,64
Anzahl der Aktien in Millionen (31.12.) 292,98 49,9% 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (31.12.) 3.672 - 26,7% 5.009 6.150
Dividende je Aktie in € 1,02 1,17
Ressourcen 31.12. 31.12. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 54.730 - 5,5% 57.901 60.084
Geschäftsstellen 2.866 - 5,3% 3.025 3.106
Kunden in Millionen 14,8 1,6% 14,6 14,2

Mit Raiffeisen Bank International (RBI) wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet. Dies gilt analog für die RZB und RZB AG.

Bitte um Beachtung, dass es bei der Aufrechnung von gerundeten Beträgen zu geringfügigen Differenzen kommen kann. Die Angabe von Veränderungsraten (Prozentwerte) beruht auf tatsächlichen und nicht auf den dargestellten gerundeten Werten.

© 2015 RBI Accounting & Reporting

Unter Mitwirkung von: RBI AG Accounting, RBI Investor Relations (Teile Lagebericht), RBI Integrated Risk Management (Teile Risikobericht)

Konzernabschluss 4
Gesamtergebnisrechnung 4
Bilanz 7
Eigenkapitalveränderungsrechnung 8
Kapitalflussrechnung 9
Segmentberichterstattung 11
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 21
Erläuterungen zur Bilanz 27
Risikobericht 66
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 126
Bestätigungsvermerk 147
Konzern-Lagebericht 149
Entwicklung der Märkte 149
Entwicklung des Bankensektors 152
Finanz- und Ergebnisentwicklung 153
Bilanz 161
Eigenkapital 162
Forschung und Entwicklung 164
Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess165
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte 167
Funding 169
Risikomanagement 170
Human Resources 171
Ausblick 172
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 174
Jahresabschluss 175
Bilanz 175
Gewinn- und Verlustrechnung 177
Posten unter der Bilanz 178
Anhang 179
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 179
Unternehmen 183
Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten 184
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 196
Sonstiges 197
Lagebericht 205
Entwicklung der Märkte 205
Entwicklung des Bankensektor in Österreich 207
Geschäftsverlauf der Raiffeisen Bank International AG 208
Finanzielle Leistungsindikatoren 211
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte 214
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 216
Nachhaltigkeitsmanagement in der RBI 218
Risikomanagement 219
Risiken von Finanzinstrumenten (Risikobericht) 222
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess234
Ausblick 236
Bestätigungsvermerk 238

Gesamtergebnisrechnung Konzernabschluss

Erfolgsrechnung

in € Tausend Anhang 2014 2013 Veränderung
Zinserträge 5.615.587 6.083.730 - 7,7%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 122
Zinsaufwendungen - 1.826.657 - 2.354.913 - 22,4%
Zinsüberschuss [2] 3.788.930 3.728.939 1,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] - 1.715.900 - 1.149.215 49,3%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 2.073.030 2.579.724 - 19,6%
Provisionserträge 2.007.250 2.012.514 - 0,3%
Provisionsaufwendungen - 421.362 - 386.346 9,1%
Provisionsüberschuss [4] 1.585.888 1.626.167 - 2,5%
Handelsergebnis [5] - 29.744 321.071
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] 88.253 - 256.662
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 62.485 57.743 8,2%
Verwaltungsaufwendungen [8] - 3.023.570 - 3.339.506 - 9,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] - 723.704 - 147.415 390,9%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen [10] - 9.755 - 6.465 50,9%
Ergebnis vor Steuern 22.882 834.657 - 97,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [11] - 485.961 - 231.711 109,7%
Ergebnis nach Steuern - 463.079 602.946
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile [34] - 29.659 - 45.611 - 35,0%
Konzernergebnis - 492.738 557.336

Ergebnis je Aktie

in € Anhang 2014 2013 Veränderung
Ergebnis je Aktie [12] - 1,73 1,83 - 3,56

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem bereinigten Konzernergebnis (nach Abzug der Dividende auf das Partizipationskapital) und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Im Geschäftsjahr waren dies 284.898 Tausend nach 194.948 Tausend im Vorjahr.

Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie fand daher nicht statt.

Gesamt
Eigenanteil
Fremdanteil
in € Tausend 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Ergebnis nach Steuern - 463.079 602.946 - 492.738 557.336 29.659 45.611
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert
werden
- 9.774 2.862 - 9.774 2.862 0 0
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen - 13.033 3.820 - 13.033 3.820 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
3.258 - 958 3.258 - 958 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder
Verlust umgegliedert werden
- 1.280.800 - 468.461 - 1.264.199 - 452.781 - 16.601 - 15.680
Währungsdifferenzen - 1.335.255 - 460.210 - 1.314.018 - 439.938 - 21.236 - 20.272
Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) 2.041 4.656 2.041 4.656 0 0
Hochinflation 39.162 31.158 34.361 27.338 4.801 3.820
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die Schwankungen zukünftiger
Cash-Flows absichern
- 10.241 - 16.364 - 10.241 - 16.364 0 0
Eigenkapitalveränderungen in at-equity bewerteten Unternehmen 0 224 0 224 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
21.411 - 34.552 21.577 - 35.324 - 166 772
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 2.081 6.626 2.081 6.626 0 0
Sonstiges Ergebnis - 1.290.575 - 465.599 - 1.273.973 - 449.919 - 16.601 - 15.680
Gesamtergebnis - 1.753.654 137.347 - 1.766.712 107.416 13.058 29.931

Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis

Sonstiges Ergebnis

Nach IAS 19R sind Neubewertungen für leistungsorientierte Pläne im sonstigen Ergebnis darzustellen. Dies führte im Berichtsjahr zu einem sonstigen Ergebnis von minus € 13.033 Tausend (2013: € 3.820 Tausend).

Die Währungsdifferenzen sind insbesondere auf Kursänderungen zwischen dem Euro und dem russischen Rubel bzw. der ukrainischen Hryvna zurückzuführen. Es waren im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Gewinne/Verluste in die Erfolgsrechnung umzugliedern.

Als Capital Hedge werden Kurssicherungsgeschäfte für Investitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten ausgewiesen.

Durch die Anwendung von IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) wurden in Belarus €39.162 Tausend (2013: €31.158 Tausend) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos wird bei zwei Konzerneinheiten Cash-Flow Hedging angewendet. Es waren im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Gewinne/Verluste in die Erfolgsrechnung umzugliedern.

Die erfolgsneutralen Bewertungsänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS-Bestand) resultieren aus Wertpapieren und Beteiligungen. Im Berichtsjahr wurden minus € 10 Tausend (2013: € 41.752 Tausend) in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Die nachfolgenden Komponenten der Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend Neubewertungs
rücklage
Währungs
differenzen
Capital
Hedge
Hoch
inflation
Cash-Flow
Hedge
AfS
Rücklage
Latente
Steuern
Stand 1.1.2013 - 6.260 - 1.308.271 72.917 113.314 - 1.302 51.595 296.352
Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode 3.820 - 439.938 4.656 27.338 - 16.364 6.429 118
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 - 41.752 5.550
Stand 31.12.2013 - 2.440 - 1.748.209 77.573 140.652 - 17.666 16.271 302.020
Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode - 13.003 - 1.314.018 2.041 34.361 - 10.241 21.567 5.334
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
0 0 0 0 0 10 - 2
Stand 31.12.2014 - 15.442 - 3.062.227 79.614 175.012 - 27.906 37.848 307.352

Quartalsergebnisse

in € Tausend Q1/2014 Q2/2014 Q3/2014 Q4/2014
Zinsüberschuss 978.703 974.996 940.191 895.041
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 281.364 - 286.541 - 514.994 - 633.001
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 697.339 688.454 425.197 262.040
Provisionsüberschuss 375.512 389.173 403.814 417.388
Handelsergebnis - 19.355 28.208 29.548 - 68.146
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 27.451 - 15.374 102.647 28.431
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 36.585 41.660 23.075 - 38.836
Verwaltungsaufwendungen - 754.600 - 764.077 - 776.471 - 728.422
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 57.202 - 90.311 - 224.565 - 351.626
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 10.675 - 234 1.186 - 32
Ergebnis vor Steuern 240.153 277.500 - 15.568 - 479.204
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 67.337 - 79.474 - 96.245 - 242.905
Ergebnis nach Steuern 172.817 198.026 - 111.813 - 722.109
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 12.138 - 14.640 - 7.121 4.240
Konzernergebnis 160.679 183.386 - 118.934 - 717.869
in € Tausend Q1/2013 Q2/2013 Q3/2013 Q4/2013
Zinsüberschuss 864.737 971.526 940.159 952.517
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 219.722 - 249.291 - 330.490 - 349.711
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 645.015 722.234 609.669 602.806
Provisionsüberschuss 374.609 410.770 417.202 423.587
Handelsergebnis 80.338 60.115 99.829 80.788
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 121.062 - 66.398 - 55.639 - 13.563
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 87.272 - 23.268 9.154 - 15.416
Verwaltungsaufwendungen - 787.928 - 828.941 - 812.848 - 909.789
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 20.903 - 58.331 - 38.146 - 30.035
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 6.487 19 6 - 3
Ergebnis vor Steuern 250.854 216.201 229.227 138.375
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 76.883 - 78.839 - 79.938 3.949
Ergebnis nach Steuern 173.971 137.362 149.289 142.324
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 17.267 - 17.426 - 14.871 3.953
Konzernergebnis 156.704 119.936 134.418 146.277

.

Bilanz

Aktiva
in € Tausend Anhang 2014 2013 Veränderung
Barreserve [14, 35] 6.768.685 6.674.226 1,4%
Forderungen an Kreditinstitute [15, 35, 52] 15.573.241 22.243.221 - 30,0%
Forderungen an Kunden [16, 35, 52] 77.925.416 80.634.618 - 3,4%
Kreditrisikovorsorgen [17, 35] - 6.069.233 - 5.605.475 8,3%
Handelsaktiva [18, 35, 52] 7.916.624 7.581.097 4,4%
Derivative Finanzinstrumente [19, 35, 52] 1.643.201 982.052 67,3%
Wertpapiere und Beteiligungen [20, 35, 52] 14.467.887 13.482.703 7,3%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [21, 35, 52] 0 5.035
Immaterielle Vermögenswerte [22, 24, 35] 759.252 1.248.709 - 39,2%
Sachanlagen [23, 24, 35] 1.407.714 1.594.558 - 11,7%
Sonstige Aktiva [25, 35, 52] 1.231.096 1.799.069 - 31,6%
Aktiva gesamt 121.623.883 130.639.813 - 6,9%
Passiva
in € Tausend Anhang 2014 2013 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [26, 35, 52] 22.408.371 30.104.866 - 25,6%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [27, 35, 52] 66.094.172 66.436.636 - 0,5%
Verbriefte Verbindlichkeiten [28, 35, 52] 10.593.069 11.532.646 - 8,1%
Rückstellungen [29, 35, 52] 968.913 733.116 32,2%
Handelspassiva [30, 35, 52] 6.877.407 5.203.894 32,2%
Derivative Finanzinstrumente [31, 35, 52] 778.205 384.408 102,4%
Sonstige Passiva [32, 35, 52] 1.416.803 1.752.861 - 19,2%
Nachrangkapital [33, 35, 52] 4.185.108 4.127.589 1,4%
Eigenkapital [34, 35] 8.301.835 10.363.798 - 19,9%
Konzern-Eigenkapital 8.300.012 9.321.638 - 11,0%
Konzernergebnis - 492.738 557.336
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 494.561 484.824 2,0%
Passiva gesamt 121.623.883 130.639.813 - 6,9%

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeich
netes
Partizipations
kapital/
Kapital Gewinn Konzern Kapital der nicht
beherrschenden
in € Tausend Kapital Genussrechtskapital rücklagen rücklagen ergebnis Anteile Gesamt
Eigenkapital 1.1.2013 594.591 2.500.000 2.574.025 3.755.442 729.692 719.143 10.872.893
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen 0 0 0 0 0 9.358 9.358
Gewinnthesaurierung 0 0 0 301.603 - 301.603 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 428.089 - 56.455 - 484.543
Gesamtergebnis 0 0 0 - 449.919 557.336 29.931 137.347
Eigene Aktien/Share Incentive
Program
0 0 1.057 0 0 0 1.057
Sonstige Veränderungen 0 0 0 44.840 0 - 217.153 - 172.313
Eigenkapital 31.12.2013 594.591 2.500.000 2.575.082 3.651.965 557.336 484.824 10.363.798
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen 297.295 - 2.500.000 2.428.115 0 0 8.642 234.053
Gewinnthesaurierung 0 0 0 59.065 - 59.065 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 498.270 - 41.185 - 539.455
Gesamtergebnis 0 0 0 - 1.273.973 - 492.738 13.058 - 1.753.654
Eigene Aktien/Share Incentive
Program
- 144 0 - 4.793 4.937 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 - 7.135 - 24.993 0 29.221 - 2.907
Eigenkapital 31.12.2014 891.742 0 4.991.269 2.417.002 - 492.738 494.561 8.301.835

Im Berichtsjahr wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt und das Partizipationskapital zur Gänze zurückgeführt.

In Folge einer Anpassung der Zuordnung der eigenen Aktien kam es zu einer Umgliederung von € 4.937 Tausend in die Gewinnrücklagen.

Die sonstigen Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Differenz zwischen Durchschnittskurs und Stichtagskurs im Rahmen der Umrechnung der Erfolgsrechnung. Im Vorjahr waren die sonstigen Veränderungen im Eigenkapital überwiegend auf den Kauf eines Anteils von 25 Prozent an der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, zurückzuführen.

Details zu den dargestellten Änderungen finden sich im Anhang in Punkt (34) Eigenkapital.

Kapitalflussrechnung

in € Tausend 2014 2013
Ergebnis nach Steuern - 463.079 602.946
Im Ergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash-Flow aus operativer
Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Zuschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen 681.632 484.022
Auflösung/Dotierung von Rückstellungen und Risikovorsorgen 2.346.865 1.449.536
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen - 57.539 - 38.015
Ergebnis aus at-equity 0 0
Sonstige Anpassungen (per Saldo) - 476.113 418.604
Zwischensumme 2.031.767 2.917.094
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um
zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 6.480.543 - 422.067
Handelsaktiva/Handelspassiva (per Saldo) 773.234 - 1.638.922
Sonstige Aktiva/sonstige Passiva (per Saldo) 2.527.639 - 1.073.170
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden - 5.004.994 2.967.245
Verbriefte Verbindlichkeiten - 1.326.040 - 1.744.247
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 5.482.149 1.005.932
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Finanzanlagen 1.375.538 1.990.337
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 110.400 64.193
Einzahlungen aus Endkonsolidierungen 92.786 7
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen - 5.445.145 - 1.729.381
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 415.279 - 450.457
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen - 37.800 0
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 4.319.501 - 125.302
Kapitaleinzahlungen 2.734.053 9.358
Rückzahlung Partizipationskapital - 2.500.000 0
Ein-/Auszahlungen nachrangiges Kapital 84.985 102.913
Dividendenzahlungen - 539.455 - 484.543
Veränderung im Kapital der nicht beherrschenden Anteile 25 - 160.627
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 220.393 - 532.899
in € Tausend 2014 2013
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6.674.226 6.556.723
Kassenbestand aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 1 0
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 5.482.149 1.005.932
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - 4.319.501 - 125.302
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 220.393 - 532.899
Effekte aus Wechselkursänderungen - 847.798 - 230.228
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 6.768.685 6.674.226
Zahlungsströme für Steuern, Zinsen und Dividenden 2014 2013
Erhaltene Zinsen 5.280.738 6.443.169
Erhaltene Dividenden 19.052 5.292
Gezahlte Zinsen - 1.762.365 - 2.249.357
Ertragsteuerzahlungen - 226.492 - 110.723

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres und teilt sich in die drei Bereiche:

  • Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
  • Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
  • Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Als Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie aus verbrieften Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zuund Abgänge aus Handelsaktiva und Handelspassiva, aus derivativen Finanzinstrumenten sowie aus sonstigen Aktiva und Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins-, Dividenden- und Steuerzahlungen werden gesondert dargestellt.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit zeigt die Zahlungszu- und -abflüsse für Wertpapiere und Beteiligungen, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Einzahlungen aus Endkonsolidierungen sowie Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Ein- und Auszahlungen beim Eigenkapital und beim nachrangigen Kapital. Dies betrifft v. a. Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen, Dividendenauszahlungen und Veränderungen des Nachrangkapitals.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, der sich aus dem Kassenbestand sowie täglich fälligen Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute. Diese werden der operativen Geschäftstätigkeit zugerechnet.

Segmentberichterstattung

Einteilung der Segmente

Grundlagen der Segmentierung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Die Märkte in Zentral- und Osteuropa werden dabei zu regionalen Segmenten zusammengefasst, in denen jeweils Länder mit vergleichbarem wirtschaftlichem Charakter und ähnlichen langfristigen Entwicklungserwartungen gebündelt werden. Die Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt.

Im Sinn größtmöglicher Transparenz und übersichtlicher Berichterstattung wurden unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte sieben Segmente definiert. Die Schwellenwerte liegen bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Ergebnis nach Steuern und Segmentvermögen.

Daraus ergaben sich die folgenden Segmente:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst mit den EU-Ländern Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa. Gleichzeitig sind es jene Märkte, in denen die RBI bereits am längsten tätig ist. In allen Ländern ist die RBI durch eine Bank, Leasinggesellschaften und andere spezialisierte Finanzinstitute vertreten. In Polen stehen neben dem Kreditgeschäft mit Firmenkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben (auch mittels Leasing und Factoring) auch das Retail Banking und das Geschäft mit vermögenden Privatkunden im Fokus. In der Slowakei ist die RBI ebenfalls in den Geschäftsbereichen Corporate- und Retail Customers samt Leasing tätig, bei den Retail-Kunden setzt sie dabei auf eine Mehrmarkenstrategie. In Slowenien ist der Konzern mit Universalbankdienstleistungen sowie im Leasing vertreten, die Konzerneinheiten konzentrieren sich hier insbesondere auf das Geschäft mit lokalen Firmenkunden, eine Redimensionierung des Geschäftsumfangs ist im Gange. In der Tschechischen Republik wird neben dem klassischen Bankgeschäft mit Firmen- und Retail-Kunden auch Immobilienleasing angeboten. Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Beziehungen zu hochwertigen Bestandskunden. In Ungarn betreut der Konzern über ein dichtes Vertriebsnetz sowohl Privat- als auch Firmenkunden und ist zudem mit Leasinggesellschaften präsent. Darüber hinaus ist die RBI in der Slowakei und der Tschechischen Republik mit der Direktbank ZUNO vertreten.

Südosteuropa

Zum Segment Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, der Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien. In diesen Ländern ist die RBI mit Banken und Leasinggesellschaften sowie in einigen Märkten durch eigene Kapitalanlage- und Vermögensverwaltungsgesellschaften und Pensionsfonds vertreten. In Albanien und Bulgarien werden Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen angeboten. Auch im Kosovo ist die RBI mit einem umfassenden Produktangebot präsent. In Bosnien und Herzegowina liegt der Schwerpunkt auf Klein- und Mittelbetrieben, es werden aber auch Privatkunden mit einem breiten Produktangebot angesprochen. In Kroatien liegt der Fokus auf großen und mittleren Firmenkunden sowie Retail-Kunden (auch im Pensionsfondsgeschäft). In Rumänien wird über ein dichtes Filialnetz eine breite Palette an Finanzdienstleistungen angeboten. Ferner wird von Rumänien aus das Firmenkundengeschäft in Moldau gesteuert. Der serbische Markt wird durch eine Universalbank und eine Leasinggesellschaft betreut.

Russland

Die Raiffeisenbank ist eine der führenden ausländischen Banken des Landes und betreut sowohl Firmen- als auch Retail-Kunden. Über ihr landesweites Filialnetz offeriert sie zudem gezielt Produkte für gehobene Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe. Eine starke Stellung hat die RBI im Emissionsgeschäft. Das ebenfalls angebotene Leasinggeschäft rundet die Produktpalette ab. Das Segment ist aufgrund der Größe des Bankenmarkts sowie des hohen natürlichen und industriellen Potenzials von großer Bedeutung für die RBI.

CEE Sonstige

Dieses Segment umfasst Belarus, Kasachstan und die Ukraine. In Belarus ist die RBI mit einer Bank und einer Leasinggesellschaft aktiv, während sie in Kasachstan nur im Leasinggeschäft vertreten ist. In der Ukraine ist die RBI mit einer Bank, einer Leasing- und einer Kartenabwicklungsgesellschaft präsent und bietet über ein dichtes lokales Vertriebsnetz die gesamte Palette der Finanzdienstleistungen an.

Group Corporates

Im Segment Group Corporates wird das Geschäft mit von Wien aus betreuten österreichischen und internationalen – vornehmlich westeuropäischen – Firmenkunden der RBI AG abgebildet, die im Profitcenter Corporate Customers zusammengefasst sind. Zu ihnen zählen die größten Unternehmen Österreichs sowie multinationale Kunden. Weiters umfasst dieses Segment das im Profitcenter Network Corporate Customers & Support zusammengefasste Großkundengeschäft mit zentral- und osteuropäischen Kunden sowie multinationalen Kunden mit CEE-Bezug. Das Firmenkundengeschäft in weiteren Ländern wird über ebenso in diesem Segment abgebildete Bankgeschäftsstellen in Singapur, China und Malaysia betrieben. Finanzierungsgesellschaften in den USA und Hong Kong, die mit ausgewählten Produkten auf Nischenkunden fokussiert sind, werden ebenfalls diesem Segment zugeordnet.

Group Markets

Das Segment Group Markets beinhaltet das kapitalmarktbezogene Kunden- und Eigengeschäft der RBI AG. Die Ergebnisse aus dem Handel mit Devisen-, Zins- und Wertpapierprodukten sowie mit strukturierten Produkten für Financial Institutions, aber auch das Eigengeschäft werden diesem Segment zugeordnet. Dasselbe gilt für die Eigenhandels- und Market-Maker-Aktivitäten in Wien sowie in den Filialen in Singapur, China und London. Die Ergebnisse aus dem Kundengeschäft, aus dem Vertrieb sämtlicher Bankprodukte und aus den Geschäftsbeziehungen zu Banken, institutionellen Kunden, Staaten und Kommunen zählen ebenfalls zu diesem Segment. Ferner werden hier die Ergebnisse der Raiffeisen Centrobank (Handel mit Eigenkapitalinstrumenten und Kapitalmarktfinanzierungen) und der Kathrein Privatbank abgebildet.

Corporate Center

Das Segment Corporate Center umfasst durch die Konzernzentrale erbrachte Dienstleistungen in diversen Bereichen, die der Umsetzung der gruppenweiten Strategie dienen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit diesem Segment zugeordnet sind. Daher beinhaltet das Segment folgende Bereiche: Liquiditätssteuerung und Bilanzstruktur-Management im Rahmen des Eigenhandels, Beteiligungsmanagement, Ergebnisse aus dem Bankgeschäft der Konzernzentrale zur Refinanzierung der Konzerneinheiten, das österreichische Abwicklungs- und Servicedienstleistungsgeschäft für Finanzdienstleister sowie die Ergebnisse der Holding- und sonstiger Gesellschaften außerhalb des Finanzdienstleistungsbereichs, die nicht unmittelbar einem Segment zugeordnet sind.

Bemessung von Segmentergebnissen

Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 zeigt die Segmentergebnisse auf Basis der internen Management-Berichterstattung, ergänzt um eine Überleitung der Segmentergebnisse auf den Konzernabschluss. Die Management-Berichterstattung bei der RBI beruht grundsätzlich auf IFRS. Es bestehen somit keine Unterschiede zwischen den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden, die in der Segmentberichterstattung Anwendung finden, und jenen, die dem Konzernabschluss zugrunde liegen.

Die Steuerung der einzelnen Segmente erfolgt anhand einer Reihe von Schlüsselindikatoren, die sich aus den Parametern Rentabilität, Wachstum, Effizienz, beschränkende Rahmenbedingungen und Geschäftszusammensetzung (Business Mix) ergeben. Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren werden je nach Marktumfeld festgelegt und bei Bedarf adaptiert.

Der Erfolg einer Steuerungseinheit wird wie folgt berechnet:

Rentabilität (Profitability)

Die Rentabilität wird im Rahmen des internen Managementsystems mithilfe des Return on Equity (ROE) sowie des Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) gemessen. Der ROE zeigt die Rentabilität einer Steuerungseinheit und errechnet sich aus dem Verhältnis des Jahresüberschusses nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile zum durchschnittlich eingesetzten Konzern-Eigenkapital. Er gibt die Verzinsung des im Segment eingesetzten Kapitals an. In die Kalkulation des RORAC fließt das risikoadjustierte Kapital ein, das den Bedarf an Eigenmitteln bezeichnet, den die Bank für mögliche unerwartete Verluste vorhalten muss. In der RBI wird dieser Kapitalbedarf im Rahmen des ökonomischen Kapitalmodells für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken ermittelt. Diese Kennzahl zeigt die Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (ökonomisches Kapital), stellt aber keine Messgröße nach IFRS dar. Bei den einzelnen Ländern und Geschäftsfeldern wird dabei der tatsächlich erwirtschaftete RORAC mit einem jeweils vorgegebenen Mindestwert für den RORAC (Hurdle) verglichen, der die marktadäquaten Renditeerwartungen reflektiert.

Effizienz (Efficiency)

Die Cost/Income Ratio zeigt die Kosteneffizienz der Segmente. Sie errechnet sich als Quotient aus den Verwaltungsaufwendungen einerseits und den Betriebserträgen, also der Summe aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und sonstigem betrieblichem Ergebnis (abzüglich Bankabgaben, Wertminderungen von Firmenwerten und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesener Einmaleffekte) andererseits.

Beschränkende Rahmenbedingungen (Constraints)

Im Rahmen des Basel-III-Regelwerks sind bestimmte Rahmenbedingungen zu beachten. Das Verhältnis des harten Kernkapitals zum gesamten Eigenmittelerfordernis (Common Equity Tier 1 Ratio) ist ein wichtiger Indikator dafür, ob die Kapitalunterlegung für das Geschäftsvolumen ausreicht. Branchenspezifika führen zu unterschiedlichen Risikogewichtungen bei der Berechnung der Risikoaktiva gemäß CRR. Diese sind für die Berechnung des regulatorischen Mindest-Eigenmittelerfordernisses ausschlaggebend. Darüber hinaus wird intern auch die effiziente Nutzung des verfügbaren Kapitals errechnet, indem der tatsächliche Verbrauch ins Verhältnis zum theoretisch zur Verfügung stehenden Risikodeckungskapital gesetzt wird. Ebenfalls begrenzend wirken die langfristigen Liquiditätskennzahlen, die in Übereinstimmung mit den regulatorischen Bestimmungen definiert werden.

Geschäftszusammensetzung (Business Mix)

Die folgenden Steuerungsgrößen sind zur Wahrung einer sinnvollen und nachhaltigen Geschäftsstruktur relevant. Dabei ist die Zusammensetzung des Ergebnisses sowie der zugrunde liegenden Bestandsgrößen von großer Bedeutung: Die Struktur der Primärrefinanzierungsbasis für Kundenkredite wird anhand der Loan/Deposit Ratio ermittelt, bei der die Kundenkredite ins Verhältnis zu den Kundeneinlagen (jeweils abzüglich der Ansprüche und Verpflichtungen aus (Reverse-)Repogeschäften und Wertpapierleihen) gesetzt werden. Ebenfalls relevant ist der Anteil des Ergebnisses aus dem Kerngeschäft. Die Nettozinsspanne wird dabei auf Basis der durchschnittlichen zinstragenden Aktiva berechnet. Auch der Anteil des Provisionsgeschäfts an den Betriebserträgen ist eine Steuerungsgröße, die unter die Zielvorgaben für den Business Mix fällt.

Basis für die Segmentberichterstattung ist die Erfolgsrechnung, wobei sich die Darstellung an der intern verwendeten Reporting-Struktur orientiert. Erträge und Aufwendungen werden dem Land bzw. Geschäftsfeld zugeordnet, in dem der Ertrag generiert wird. Operative Ertragspositionen sind der Zinsüberschuss, der Provisionsüberschuss, das Handelsergebnis sowie das sonstige betriebliche Ergebnis. Unter den übrigen Ergebnissen werden das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das Ergebnis aus derivativen Instrumenten und Verbindlichkeiten, das Ergebnis aus Endkonsolidierungen, die Bankenabgaben, die Wertminderungen von Firmenwerten sowie die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Belastungen aus dem "Settlement Act" in Ungarn zusammengefasst. Das Segmentergebnis wird bis zum Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile gezeigt. Das Segmentvermögen wird durch die Bilanzsumme sowie die risikogewichteten Aktiva dargestellt. In den Verbindlichkeiten werden alle Posten der Passivseite mit Ausnahme des Eigenkapitals zusammengefasst. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen. Die Erfolgsrechnung wird schließlich um die zur Bewertung der Ergebnisse branchenüblichen Finanzkennzahlen ergänzt. Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden großteils den Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen, die auch für die Erstellung des Konzernabschlusses herangezogen werden. In einigen Einheiten werden Profitcenter-Ergebnisse aus der internen Management-Erfolgsrechnung verwendet.

Geschäftsjahr 2014
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Corporates
Zinsüberschuss 1.021.540 835.356 834.581 385.818 468.780
Provisionsüberschuss 530.956 358.312 304.225 193.933 139.840
Handelsergebnis 20.247 56.429 - 64.976 - 111.664 5.901
Übriges betriebliches Ergebnis - 53.430 33.210 7.685 - 16.451 260
Betriebserträge 1.519.314 1.283.306 1.081.515 451.637 614.780
Verwaltungsaufwendungen - 987.326 - 688.577 - 476.726 - 296.068 - 180.073
Betriebsergebnis 531.987 594.729 604.789 155.569 434.707
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 271.657 - 254.145 - 152.014 - 542.104 - 490.373
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 92.244 - 52.435 - 95.750 27.424 - 87.240
Ergebnis nach Steuern - 157.824 296.033 340.225 - 226.022 - 147.457
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 43.448 - 286 7.468 4.887 - 42
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile - 201.273 295.747 347.693 - 221.135 - 147.499
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 19.453.796 11.375.394 7.098.362 3.931.705 11.695.844
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 22.777.146 13.678.792 8.372.166 4.626.131 12.635.682
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.822.172 1.094.303 669.773 370.091 1.010.855
Aktiva 40.771.491 21.370.657 12.457.056 4.043.397 18.617.542
Verbindlichkeiten 37.107.869 18.368.424 11.051.594 3.492.229 16.712.477
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,77% 4,27% 5,92% 8,92% 2,31%
NPL Ratio 10,3% 13,2% 5,9% 33,7% 10,5%
NPL Coverage Ratio 68,0% 66,5% 70,5% 87,0% 53,5%
Cost/Income Ratio 65,0% 53,7% 44,1% 65,6% 29,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,94% 1,85% 1,52% 13,46% 2,42%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.344.516 2.090.063 1.514.759 762.640 1.887.121
Return on Equity vor Steuern 16,7% 28,8%
Geschäftsstellen 784 1.087 212 769 8

Übrige Ergebnisse - 325.911 7.885 - 16.800 133.089 - 4.551 Ergebnis vor Steuern - 65.581 348.468 435.975 - 253.446 - 60.217

Ab dem vierten Quartal 2014 kam es zu einer Ausweisänderung in Bezug auf Investitionen in Steuerungseinheiten. Einerseits werden Firmenwerte und Firmenwertabschreibungen nun jenem Segment zugeordnet, in dem die Verbuchung der Investition erfolgt, andererseits werden die Buchwertveränderungen der Investitionen in Tochterunternehmen eliminiert, um ausschließlich die relevanten Effekte in den jeweiligen Segmenten abzubilden. Bis dato wurden diese in der Überleitung dargestellt. Die Vergleichsperiode des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Nachfolgend sind die wesentlichen Ergebnisveränderungen erläutert:

In Zentraleuropa sank das Ergebnis vor Steuern um € 131.858 Tausend auf minus € 65.581 Tausend. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die durch einen Sondereffekt (Settlement Act) verursachten höheren Verluste in Ungarn. Dem standen Ergebnisverbesserungen in Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie ein geringerer Verlust in Slowenien gegenüber.

Das Ergebnis vor Steuern des Segments Südosteuropa stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent oder € 71.381 Tausend auf €348.468 Tausend. Hauptverantwortlich dafür waren niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Bulgarien, Rumänien und Kroatien.

Das Segment Russland lieferte mit einem Ergebnis vor Steuern von € 435.975 Tausend – trotz eines Ergebnisrückgangs um €178.804 Tausend im Jahresvergleich – weiterhin den größten regionalen Ergebnisbeitrag. Verantwortlich für den Rückgang waren um € 103.921 Tausend höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie ein währungsbedingt um €220.705 Tausend geringeres Handelsergebnis, kompensiert durch einen um € 112.098 Tausend verbesserten Zinsüberschuss.

Im Segment CEE Sonstige verursachten die geopolitischen Spannungen in der Ukraine höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Im Berichtsjahr wurde – nach einem Ergebnis vor Steuern von € 216.648 Tausend im Vorjahr – ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von minus € 253.446 Tausend ausgewiesen.

Geschäftsjahr 2014
in € Tausend Group Markets Corporate Center Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 136.139 1.052.511 - 945.795 3.788.930
Provisionsüberschuss 109.669 - 8.945 - 42.102 1.585.888
Handelsergebnis 96.036 - 54.492 22.775 - 29.744
Übriges betriebliches Ergebnis 24.955 135.754 - 121.747 10.237
Betriebserträge 366.799 1.124.827 - 1.086.868 5.355.310
Verwaltungsaufwendungen - 243.975 - 271.011 120.186 - 3.023.570
Betriebsergebnis 122.825 853.816 - 966.682 2.331.740
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1.176 - 9.713 2.930 - 1.715.900
Übrige Ergebnisse - 13.491 - 336.654 - 36.524 - 592.958
Ergebnis vor Steuern 110.510 507.449 - 1.000.276 22.882
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 12.965 - 172.752 0 - 485.961
Ergebnis nach Steuern 97.546 334.697 - 1.000.276 - 463.079
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 3 - 2.056 3.820 - 29.659
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 97.543 332.641 - 996.456 - 492.738
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.102.292 16.593.453 - 16.203.071 57.047.775
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 3.937.155 18.737.631 - 16.043.579 68.721.124
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 314.972 1.499.010 - 1.283.486 5.497.690
Aktiva 17.634.653 31.094.991 - 24.365.903 121.623.883
Verbindlichkeiten 18.094.349 22.450.160 - 13.955.054 113.322.048
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,98% 3,24%
NPL Ratio 5,5% 11,3%
NPL Coverage Ratio 76,1% 67,4%
Cost/Income Ratio 66,5% 24,09% 56,5%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 0,04% 2,13%
Durchschnittliches Eigenkapital 655.283 2.662.852 - 2.027.425 10.889.808
Return on Equity vor Steuern 16,9% 19,1% 0,2%
Geschäftsstellen 5 1 2.866

Das Ergebnis vor Steuern des Segments Group Corporates sank von €173.761 Tausend im Vorjahr auf minus €60.217 Tausend. Hauptgrund dafür war der höhere Wertberichtigungsbedarf bei Krediten an Großkunden in Asien.

Das Ergebnis vor Steuern des Segments Group Markets reduzierte sich im Jahresvergleich um 12 Prozent oder €14.776 Tausend auf € 110.510 Tausend, in erster Linie hervorgerufen durch das negative Bewertungsergebnis aus Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten aufgrund der Zinsentwicklung.

Im Segment Corporate Center stieg das Ergebnis vor Steuern nach €61.932 Tausend in der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 445.517 Tausend auf € 507.449 Tausend. Hauptgründe dafür waren höhere Zins- und Dividendenerträge, geringere Verwaltungsaufwendungen sowie ein höheres Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten. Dem standen Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 305.663 Tausend gegenüber; davon entfielen auf die Konzerneinheit in Russland € 148.482 Tausend, jene in Polen €101.354 Tausend, und jene in Albanien €50.726 Tausend.

Die Überleitung umfasst Konsolidierungen, die erforderlich sind, um von den einzelnen Segmentergebnissen zum Konzernergebnis zu gelangen. Die Zahlen der Berichtssegmente werden nach Eliminierung der segmentinternen Positionen gezeigt. Segmentübergreifende Konsolidierungen werden jedoch in der Überleitung dargestellt. Die hier wesentlichen Konsolidierungspositionen sind Dividendenzahlungen an die Konzernzentrale und segmentübergreifende Leistungsverrechnungen von und mit der Konzernzentrale.

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Geschäftsjahr 2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Corporates
Zinsüberschuss 1.067.800 861.626 722.483 422.130 478.246
Provisionsüberschuss 546.169 348.047 308.458 210.208 159.366
Handelsergebnis 28.304 52.877 155.728 11.724 - 16.345
Übriges betriebliches Ergebnis 14.482 22.409 - 333 - 5.937 350
Betriebserträge 1.656.754 1.284.959 1.186.336 638.124 621.616
Verwaltungsaufwendungen - 1.098.363 - 698.235 - 552.475 - 357.619 - 190.937
Betriebsergebnis 558.392 586.724 633.861 280.506 430.679
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 403.173 - 325.856 - 48.093 - 107.605 - 257.999
Übrige Ergebnisse - 89.941 16.341 29.012 43.972 1.082
Ergebnis vor Steuern 65.278 277.209 614.779 216.873 173.761
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 58.268 - 29.172 - 146.061 - 47.017 - 35.731
Ergebnis nach Steuern 7.009 248.037 468.718 169.856 138.030
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 28.075 - 501 - 1.600 - 11.882 - 119
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile - 21.065 247.536 467.118 157.974 137.912
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 20.931.754 12.471.469 9.239.444 5.041.647 12.935.643
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 24.400.322 15.097.090 11.535.903 6.175.326 13.845.713
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.952.026 1.207.767 922.872 494.026 1.107.657
Aktiva 38.420.813 21.159.716 15.554.626 5.809.218 20.812.276
Verbindlichkeiten 34.777.889 18.163.455 13.194.456 4.657.409 13.556.708
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,92% 4,37% 4,80% 7,60% 2,34%
NPL Ratio 12,2% 13,9% 4,8% 24,4% 6,7%
NPL Coverage Ratio 64,3% 62,9% 77,8% 72,2% 47,0%
Cost/Income Ratio 66,3% 54,3% 46,6% 56,0% 30,7%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 1,37% 2,28% 0,48% 2,29% 1,27%
Durchschnittliches Eigenkapital 3.233.249 2.018.441 1.590.186 831.210 1.802.980
Return on Equity vor Steuern 2,0% 13,7% 38,7% 26,1% 9,6%
Geschäftsstellen 802 1.115 195 899 9
Geschäftsjahr 2013
in € Tausend Group Markets Corporate Center Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 148.435 664.857 - 636.638 3.728.939
Provisionsüberschuss 121.059 - 39.937 - 27.201 1.626.167
Handelsergebnis 83.768 9.585 - 4.570 321.071
Übriges betriebliches Ergebnis 22.041 139.443 - 139.851 52.604
Betriebserträge 375.303 773.948 - 808.260 5.728.780
Verwaltungsaufwendungen - 252.695 - 329.096 139.915 - 3.339.506
Betriebsergebnis 122.608 444.851 - 668.345 2.389.275
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 15.418 5.626 3.304 - 1.149.215
Übrige Ergebnisse1 18.096 - 388.545 - 35.419 - 405.402
Ergebnis vor Steuern 125.286 61.932 - 700.461 834.657
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 23.120 108.180 - 522 - 231.711
Ergebnis nach Steuern 102.165 170.112 - 700.983 602.946
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 3 - 11.307 7.876 - 45.611
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 102.163 158.805 - 693.107 557.336
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.920.473 15.630.928 - 14.837.194 65.334.163
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 5.613.634 16.670.488 - 13.441.951 79.896.525
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 449.091 1.333.639 - 1.075.356 6.391.722
Aktiva 20.271.054 34.716.289 - 26.104.179 130.639.813
Verbindlichkeiten 18.687.417 29.687.473 - 12.448.793 120.276.015
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,74% 3,11%
NPL Ratio 7,5% 10,7%
NPL Coverage Ratio 90,9% 63,1%
Cost/Income Ratio 67,3% 50,20% 58,3%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,47% 1,39%
Durchschnittliches Eigenkapital 662.071 2.286.752 - 1.754.291 10.670.599
Return on Equity vor Steuern 18,9% 2,7% 7,8%
Geschäftsstellen 4 1 3.025

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Unternehmen

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ist beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch unter FN 122.119m registriert. Die Firmenanschrift lautet Am Stadtpark 9, 1030 Wien. Der Konzernabschluss wird gemäß den österreichischen Veröffentlichungsregelungen beim Firmenbuchgericht hinterlegt und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Die RBI steht mehrheitlich in indirektem Besitz der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH und geht damit in deren Konzernabschluss ein. Das übergeordnete Kreditinstitut ist die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, in deren Konzernverbund die RBI ebenfalls enthalten ist.

Die RBI ist eine Universalbank mit Fokus auf Firmen- und Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie ausschließlich auf Firmenkunden in Österreich. In CEE verfügt die RBI über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen mit insgesamt 2.866 Geschäftsstellen. In Österreich konzentriert sich die RBI auf die Top-1.000-Firmenkunden und ist eine der bedeutendsten Corporate-Finance- sowie Export- und Handelsfinanzierungsbanken des Landes. Weitere Tätigkeitsbereiche sind das Cash- und das Asset Management sowie das Treasury und das Investment Banking. Als hochspezialisierter Financial Engineer ist die RBI in Österreich auf die Betreuung in- und ausländischer Großkunden, multinationaler Unternehmen und Finanzdienstleister ausgerichtet. In den Weltfinanzzentren und in Asien ist sie mit Filialen, Tochterunternehmen und Repräsentanzen selektiv im Geschäft mit Firmenkunden und Finanzinstitutionen tätig.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 9. März 2015 vom Vorstand unterzeichnet und anschließend an den Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 und die Vergleichswerte für das Geschäftsjahr 2013 wurden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit sie auf Basis der IAS-Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommen wurden, aufgestellt. Die bereits anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) sind berücksichtigt. Alle Standards, die vom IASB als für den Konzernabschluss 2014 anzuwendende International Accounting Standards veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, wurden angewendet. Weiters erfüllt der Konzernabschluss die Voraussetzungen des § 245a UGB und des § 59a BWG über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. IAS 20, IAS 41 und IFRS 6 wurden nicht berücksichtigt, weil für den Konzern keine entsprechenden Geschäftsfälle vorlagen.

Die Grundlage für den Konzernabschluss bilden die auf Basis der IFRS-Bestimmungen nach konzerneinheitlichen Standards erstellten Berichtspakete aller vollkonsolidierten Unternehmen. Alle Tochtergesellschaften erstellen ihre Jahresabschlüsse per 31. Dezember. Die Zahlen im vorliegenden Abschluss sind in € Tausend angegeben. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Ein Vermögenswert wird in der Bilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und wenn seine Anschaffungsoder Herstellungskosten oder ein anderer Wert verlässlich bewertet werden können. Eine Schuld wird in der Bilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen enthalten, und wenn deren Erfüllungsbetrag verlässlich bewertet werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es unter Einhaltung der Bedingungen des IAS 18 wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird, und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der RBI AG, aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt unter Berücksichtigung aller in IAS 21 angeführten Faktoren seine eigene funktionale Währung fest.

Die in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufgestellten Abschlüsse der Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises wurden nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21 in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Dabei wurde das Eigenkapital mit seinem historischen Kurs, alle anderen Aktiva und Passiva sowie Anhangangaben wurden mit dem Stichtagskurs angesetzt. Aus der Währungsumrechnung der Eigenkapitalbestandteile (historische Kurse) resultierende Differenzen werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Posten der Erfolgsrechnung wurden mit dem Durchschnittskurs des Jahres auf Basis der Monatsultimokurse berechnet. Währungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs in der Bilanz und dem Durchschnittskurs in der Erfolgsrechnung werden mit dem

Eigenkapital (Gewinnrücklagen) verrechnet. Gemäß IAS 21 wird bei stark schwankenden Wechselkursen anstelle des Durchschnittskurses der Transaktionskurs angewendet.

Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs, der zum Verlust der Beherrschung, der gemeinschaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses führt, wird der entsprechende, bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert in der Währungsumrechnungsrücklage erfasste Betrag als Teil des Ergebnisses aus Endkonsolidierungen in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Bei vier Tochterunternehmen mit Sitz außerhalb des Euroraums stellt aufgrund des wirtschaftlichen Gehalts der zugrunde liegenden Geschäftsfälle der US-Dollar die funktionale Währung dar, weil sowohl die Transaktionen als auch die Refinanzierung in US-Dollar abgewickelt werden. Bei zwei Tochterunternehmen mit Sitz im Euroraum stellt aufgrund des wirtschaftlichen Gehalts der zugrunde liegenden Geschäftsfälle der russische Rubel die funktionale Währung dar.

Folgende Kurse wurden für die Währungsumrechnung herangezogen:

2014 2013
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 31.12. 1.1. – 31.12. 31.12. 1.1. – 31.12.
Albanischer Lek (ALL) 140,140 139,932 140,200 140,229
Belarus Rubel (BYR) 14.380,000 13.612,308 13.080,000 11.830,000
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 221,970 235,872 211,170 202,477
Kroatische Kuna (HRK) 7,658 7,634 7,627 7,577
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,247 4,348 4,522 4,208
Polnischer Zloty (PLN) 4,273 4,191 4,154 4,203
Rumänischer Lei (RON) 4,483 4,441 4,471 4,417
Russischer Rubel (RUB) 72,337 51,424 45,325 42,444
Serbischer Dinar (RSD) 120,958 117,157 114,642 113,127
Singapur-Dollar (SGD) 1,606 1,682 1,741 1,663
Tschechische Krone (CZK) 27,735 27,542 27,427 25,960
Türkische Lira (TRY) 2,832 2,899 2,961 2,551
Ukrainische Hryvna (UAH) 19,233 15,638 11,042 10,634
Ungarischer Forint (HUF) 315,540 308,987 297,040 297,500
US-Dollar (USD) 1,214 1,326 1,379 1,330

Rechnungslegung in Hochinflationsländern – IAS 29

Seit 1. Jänner 2011 wird Belarus entsprechend IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. Somit werden die dortigen Aktivitäten der RBI nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation dargestellt. Dafür wurde der lokale Verbraucherpreisindex herangezogen.

Die Anwendung der entsprechenden Regelungen des IAS 29 in Verbindung mit IFRIC 7 (Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern) wirkt sich auf den Konzernabschluss per 31. Dezember 2014 sowie auf die Abschlüsse nachfolgender Perioden aus.

Die durchschnittliche Inflationsrate in Belarus betrug im Berichtsjahr 16,2 Prozent (2013: 16,5 Prozent).

Der Einzelabschluss der Tochterunternehmen in Belarus wird vor der Umrechnung in Konzernwährung und vor Konsolidierung angepasst, sodass alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit demselben Kaufkraftniveau angegeben werden. Beträge in der Bilanz, die noch nicht in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt sind, werden anhand eines allgemeinen Preisindex angepasst. Alle nicht monetären Posten der Bilanz, die zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden um Veränderungen des Index zwischen dem Datum des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag adaptiert. Monetäre Posten hingegen werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden ab dem Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand des allgemeinen Preisindex adaptiert. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis unter der Position "Währungsbezogenes Geschäft" ausgewiesen.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach jeweils aktuellem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Änderungen von Schätzungen werden, sofern sie nur eine Periode betreffen, nur in dieser berücksichtigt. Falls auch nachfolgende Berichtsperioden betroffen sind, werden die Änderungen in der aktuellen und den folgenden Perioden berücksichtigt. Die wesentlichsten Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen betreffen:

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Zu jedem Bilanzstichtag werden die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit überprüft, um festzustellen, ob Wertminderungen erfolgswirksam zu erfassen sind. Insbesondere wird beurteilt, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung aufgrund eines nach dem erstmaligen Ansatz eingetretenen Verlustereignisses bestehen. Darüber hinaus ist es im Rahmen der Bestimmung des Wertminderungsaufwands erforderlich, Höhe und Zeitpunkt zukünftiger Zahlungsströme zu schätzen. Eine ausführliche Beschreibung und Darstellung der Entwicklung der Risikovorsorgen findet sich im Anhang unter Punkt (44) Risiken von Finanzinstrumenten im Abschnitt Kreditrisiko.

Fair Value von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) ist jener Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (z. B. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Ist der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv, wird der Fair Value anhand einer Bewertungsmethode oder eines Preismodells ermittelt. Generell werden für Bewertungsmethoden Schätzungen herangezogen, deren Ausmaß von der Komplexität des Instruments und der Verfügbarkeit marktbasierter Daten abhängt. Die Input-Parameter für diese Modelle werden so weit wie möglich von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Unter Umständen sind Bewertungsanpassungen notwendig, um weiteren Faktoren wie Modellrisiken, Liquiditätsrisiken oder Kreditrisiken Rechnung zu tragen. Die Beschreibung der Bewertungsmodelle findet sich im Abschnitt Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung des Anhangs. Zusätzlich werden die Fair Values von Finanzinstrumenten unter Punkt (42) Fair Value von Finanzinstrumenten dargestellt.

Aktive Latente Steuern

Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, mit denen diese steuerlichen Verlustvorträge, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können. Diese Bewertung erfordert in maßgeblichem Umfang Beurteilungen und Einschätzungen seitens des Managements. Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Steuerkapazität und Profitabilität sowie gegebenenfalls Informationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Geschäftspläne einschließlich einer Prüfung der Vortragsfähigkeit steuerlicher Verlustvorträge.

Der Ausweis der latenten Steuern wird in der Erfolgsrechnung und in der Bilanz nicht gesondert vorgenommen. Details sind im Gesamtergebnis und im Anhang unter Punkt (11) Steuern vom Einkommen und Ertrag, Punkt (25) Sonstige Aktiva und Punkt (29) Rückstellungen dargestellt.

Rückstellung für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Die Kosten des leistungsorientierten Pensionsplans werden mittels versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die versicherungsmathematische Bewertung basiert auf Annahmen zu Diskontierungszinssätzen, erwarteten Renditen von Vermögenswerten, künftigen Gehaltsentwicklungen, Sterblichkeit und künftigen Pensionsanhebungen. Der Zinssatz, der für die Abzinsung der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns herangezogen wird, wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen auf dem Markt erzielt werden. Eine erhebliche Ermessensentscheidung ist hier bei der Festlegung der Kriterien notwendig, nach denen die Unternehmensanleihen ausgesucht werden, die die Grundgesamtheit bilden, aus der die Renditekurve abgeleitet wird. Für die Bestimmung des Rechnungszinssatzes wird auf die Zinsempfehlung von Mercer zurückgegriffen. Die wesentlichen Kriterien bei der Auswahl dieser Unternehmensanleihen beinhalten das Ausgabevolumen und die Qualität der Anleihen sowiedie Identifizierung von Ausreißern, die nicht berücksichtigt werden. Annahmen und Schätzungen, die für die Berechnung langfristiger Personalverpflichtungen angewendet werden, sind

im Abschnitt Verpflichtungen für Pensionen und aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beschrieben. Quantitative Angaben zu langfristigen Personalrückstellungen finden sich unter Punkt (29) Rückstellungen.

Werthaltigkeit von nicht finanziellen Vermögenswerten

Bestimmte nicht finanzielle Vermögenswerte, z. B. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte, unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. Eine solche Überprüfung erfolgt häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen – etwa eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas – darauf hindeuten, dass bei den Vermögenswerten eine Wertminderung vorliegen könnte. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung erfordert Schätzungen und Beurteilungen vonseiten des Managements. Da durch Änderungen in den zugrunde liegenden Bedingungen und Annahmen erhebliche Unterschiede zu den bilanzierten Werten auftreten können, werden derartige Einschätzungen als wesentlich erachtet. Die Beschreibung der Werthaltigkeitsprüfung wird im Abschnitt Unternehmenserwerb dargelegt. Zusätzlich werden die Buchwerte der Firmenwerte im Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Tausend 2014 2013
Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des Handelsbestands 326.186 276.555
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten 305.518 402.012
Zinsertrag 232.940 354.812
Gewinne (Verluste) aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten (netto)
72.578 47.200
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 10.813 41.806
Zinsertrag 20.256 12.854
Realisierte Gewinne (Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (netto) 6.873 51.038
Verluste aus der Wertminderung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 37.942 - 22.086
Kredite und Forderungen 3.061.147 3.980.369
Zinsertrag 4.777.047 5.129.584
Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (netto) 67.953 14.127
Verluste aus der Wertminderung von nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten - 1.783.853 - 1.163.343
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 167.090 186.686
Zinsertrag 162.942 183.803
Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (netto) 4.156 2.562
Zuschreibungen/Verluste aus der Wertminderung von nicht zum Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten - 8 321
Finanzielle Verbindlichkeiten - 1.823.390 - 2.355.251
Zinsaufwendungen - 1.826.657 - 2.354.913
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 3.267 - 338
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 134.323 69.918
Nettozinsertrag 109.116 73.111
Positive (negative) Zeitwertanpassungen bei der Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen (netto) 25.207 - 3.193
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 33.960 99.658
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 2.171.141 - 1.867.096
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 22.882 834.657

(2) Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss sind Zinserträge und -aufwendungen aus Posten des Bankgeschäfts, Dividendenerträge sowie Gebühren und Provisionen mit Zinscharakter enthalten.

in € Tausend 2014 2013
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 5.615.587 6.083.730
Zinserträge 5.566.419 6.047.891
aus Guthaben bei Zentralbanken 38.992 38.364
aus Forderungen an Kreditinstitute 204.055 244.302
aus Forderungen an Kunden 4.325.780 4.632.765
aus Wertpapieren 394.608 537.367
aus Leasingforderungen 180.583 192.416
aus derivativen Finanzinstrumenten aus ökonomischem Hedge 313.285 329.566
aus derivativen Finanzinstrumenten aus Hedge Accounting 109.116 73.111
Laufende Erträge 21.530 14.102
aus Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.274 1.248
aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 17.077 8.860
aus sonstigen Beteiligungen 3.179 3.994
Zinsähnliche Erträge 27.638 21.737
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 122
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 1.826.657 - 2.354.913
Zinsaufwendungen - 1.784.422 - 2.292.201
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 69.089 - 2.815
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 278.612 - 416.496
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 976.437 - 1.308.750
für verbriefte Verbindlichkeiten - 252.060 - 369.226
für Nachrangkapital - 208.224 - 194.914
Zinsähnliche Aufwendungen - 42.234 - 62.712
Zinsüberschuss 3.788.930 3.728.939

Die Zinserträge beinhalten Zinserträge (Unwinding) von wertberichtigten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute in Höhe von €204.653 Tausend (2013: € 201.511 Tausend). Zinserträge von wertberichtigten Forderungen an Kunden und Kreditinstitute werden anhand des Zinssatzes erfasst, der bei der Bestimmung des Wertminderungsaufwands zur Abzinsung des künftigen Cash-Flows verwendet wurde. Das Zinsergebnis aus gemäß IFRS 4 bilanziertem Versicherungsgeschäft betrug € 25.903 Tausend (2013: €5.237 Tausend).

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen für bilanzielle und außerbilanzielle Geschäfte setzen sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2014 2013
Einzelwertberichtigungen - 1.829.288 - 1.215.173
Zuführung zu Risikovorsorgen - 2.329.833 - 1.892.013
Auflösung von Risikovorsorgen 559.157 739.935
Direktabschreibungen - 125.120 - 140.957
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 66.509 77.863
Portfolio-Wertberichtigungen 45.434 51.830
Zuführung zu Risikovorsorgen - 271.338 - 319.217
Auflösung von Risikovorsorgen 316.772 371.047
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 67.953 14.127
Gesamt - 1.715.900 - 1.149.215

Detailangaben über die Risikovorsorgen sind im Punkt (17) Kreditrisikovorsorgen dargestellt.

(4) Provisionsüberschuss

in € Tausend 2014 2013
Zahlungsverkehr 711.871 731.402
Kredit- und Garantiegeschäft 209.884 249.662
Wertpapiergeschäft 127.242 148.136
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 392.811 354.377
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 38.328 26.887
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 49.424 42.136
Kreditderivatgeschäft 0 - 69
Sonstige Bankdienstleistungen 56.328 73.637
Gesamt 1.585.888 1.626.167

(5) Handelsergebnis

Im Handelsergebnis werden Zins- und Dividendenerträge, Refinanzierungskosten, Provisionen sowie Wertänderungen von Handelsbeständen ausgewiesen.

in € Tausend 2014 2013
Zinsbezogenes Geschäft 15.093 35.334
Währungsbezogenes Geschäft - 50.857 261.739
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 48.580 29.419
Kreditderivatgeschäft - 635 - 6.375
Sonstiges Geschäft - 41.925 953
Gesamt - 29.744 321.071

Eine Änderung der Ausfallwahrscheinlichkeit für das Kontrahentenrisiko führte im zinsbezogenen Geschäft zu einem Nettoergebnis von minus € 9.620 Tausend (2013: Nettoergebnis von minus € 8.960 Tausend).

Im währungsbezogenen Geschäft ergaben sich überwiegend durch Währungsabwertungen in Russland und der Ukraine Bewertungsverluste bei derivativen Instrumenten sowie bei offenen Devisenpositionen. Darüber hinaus ist der Effekt aus der Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus in Höhe von minus € 29.139 Tausend (2013: minus € 22.024 Tausend) enthalten.

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Tausend 2014 2013
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 25.207 - 3.193
Ergebnis aus Kreditderivaten 386 125
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 76.220 - 274.549
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten - 16.827 21.293
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 3.267 - 338
Gesamt 88.253 - 256.662

Das Ergebnis aus dem Hedge Accounting beinhaltet zum einen das Bewertungsergebnis von Derivaten in Fair Value Hedges in Höhe von plus € 399.401 Tausend (2013: minus €129.138 Tausend) und zum anderen die Bewertungsänderung der durch Fair Value Hedges gesicherten Grundgeschäfte in Höhe von minus €374.195 Tausend (2013: plus € 125.946 Tausend).

Das Ergebnis aus sonstigen Derivaten beinhaltet die Bewertungsergebnisse für Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und dabei gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt wurden, sodass sie nicht die Bedingungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen.

Im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten ist aus der Veränderung des eigenen Kreditrisikos ein Ertrag von € 166.210 Tausend (2013: Verlust von € 125.528 Tausend) und ein negativer Effekt aus Marktzinsänderungen von € 183.037 Tausend (2013: positiver Effekt von € 146.821 Tausend) enthalten.

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Im Ergebnis aus Finanzinvestitionen sind Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Finanzanlagebestands (Held-to-Maturity), aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren sowie aus Unternehmensanteilen enthalten. Darunter befinden sich Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Unternehmen.

in € Tausend 2014 2013
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren 4.148 2.883
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren - 8 321
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 4.156 2.562
Ergebnis aus Unternehmensanteilen - 32.790 28.941
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 37.711 - 22.086
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 4.921 51.027
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren 89.405 25.908
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 37.716 7.011
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 51.689 18.897
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 1.721 11
Gesamt 62.485 57.743

Das Veräußerungsergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren resultiert ausschließlich aus kurz vor dem Fälligkeitstermin erfolgten Anleiheverkäufen.

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Tausend 2014 2013
Personalaufwand - 1.449.627 - 1.631.667
Löhne und Gehälter - 1.097.245 - 1.243.347
Soziale Abgaben - 270.438 - 302.054
Freiwilliger Sozialaufwand - 40.056 - 41.515
Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne - 10.936 - 10.719
Aufwendungen/Erträge für leistungsorientierte Pensionspläne 3.085 - 576
Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 8.746 - 9.465
Aufwendungen für andere langfristig fällige Leistugen - 5.445 - 3.529
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 1.961 - 2.140
Aufwendungen für das Share Incentive Program (SIP) - 927 - 1.057
Aufwendungen für zukünftige Bonuszahlungen gemäß § 39b BWG - 16.958 - 17.264
Sachaufwand - 1.192.813 - 1.276.926
Raumaufwand - 312.203 - 347.045
IT-Aufwand - 253.551 - 268.644
Kommunikationsaufwand - 75.012 - 81.276
Rechts- und Beratungsaufwand - 105.253 - 108.555
Werbe- und Repräsentationsaufwand - 109.285 - 121.134
Einlagensicherung - 104.465 - 95.762
Büroaufwand - 33.511 - 34.016
Kfz-Aufwand - 19.682 - 22.195
Sicherheitsaufwand - 49.673 - 44.584
Reiseaufwand - 18.192 - 24.163
Ausbildungsaufwand - 17.546 - 19.738
Sonstiger Sachaufwand - 94.440 - 109.814
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 381.130 - 430.912
Sachanlagen - 173.271 - 177.923
Immaterielle Vermögenswerte - 178.418 - 219.365
Vermietete Leasinganlagen - 29.441 - 33.624
Gesamt - 3.023.570 - 3.339.506

Die im Rechts- und Beratungsaufwand enthaltenen Honorare für die Wirtschaftsprüfer der RBI AG und der Tochterunternehmen gliedern sich in Aufwendungen für die Wirtschaftsprüfung in Höhe von €6.742 Tausend (2013: €8.801 Tausend) sowie in Aufwendungen für die Steuerberatung und zusätzliche Beratungsleistungen in Höhe von €4.462 Tausend (2013: €4.840 Tausend). Davon entfielen auf den Konzernabschlussprüfer für die Abschlussprüfungen €1.914 Tausend (2013: €2.556 Tausend) und für andere Beratungsleistungen €792 Tausend (2013: €1.222 Tausend).

Die Abschreibungen für die im Zuge von Erstkonsolidierungen aktivierten immateriellen Vermögenswerte betrafen die planmäßigen Abschreibungen des Kundenstocks und beliefen sich auf € 3.204 Tausend (2013: € 3.916 Tausend).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte enthalten Wertminderungen von €49.090 Tausend (2013: €69.894 Tausend), überwiegend für die Marke und den Kundenstock in der Ukraine und ein Grundstück in Rumänien.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

in € Tausend 2014 2013
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 5.773 4.450
Andere Arbeitnehmer 26.276 15.421
Gesamt 32.049 19.871

Für die Vorstandsmitglieder gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für Mitarbeiter, die einen Grundbeitrag seitens des Unternehmens zu einer Pensionskasse und einen Zusatzbeitrag vorsehen, wenn der Mitarbeiter Eigenbeiträge in derselben Höhe leistet. Für drei Vorstände bestehen zusätzlich individuelle Pensionszusagen, die über eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden.

Im Fall der Beendigung der Funktion bzw. des Dienstverhältnisses und des Ausscheidens aus dem Unternehmen haben zwei Mitglieder des Vorstands Abfertigungsansprüche gemäß Angestelltengesetz oder Bankenkollektivvertrag, ein Mitglied gemäß vertraglicher Vereinbarung und drei Mitglieder nach dem Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetz. Die Abfertigungsansprüche gemäß Angestelltengesetz oder gemäß vertraglicher Vereinbarung verfallen grundsätzlich bei Kündigung durch den Dienstnehmer.

Zudem besteht über eine Pensionskasse und/oder aufgrund einer individuellen Pensionszusage, die durch eine Rückdeckungsversicherung abgesichert ist, ein Schutz gegenüber dem Berufsunfähigkeitsrisiko. Die Vorstandsverträge sind für die Dauer der Funktionsperioden bzw. befristet auf maximal fünf Jahre abgeschlossen. Die Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund betragen maximal zwei Jahresgesamtvergütungen.

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Tausend 2014 2013
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 27.336 27.696
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 428.541 553.992
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten - 401.205 - 526.296
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 4.215 - 281
Umsatzerlöse aus der Vermittlung von Dienstleistungen 56.647 69.656
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen - 60.863 - 69.937
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 31.002 31.753
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 35.684 34.086
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 5.179 - 15.574
Sonstige Steuern - 262.415 - 266.113
davon Bankenabgaben - 176.970 - 197.071
Wertminderungen von Firmenwerten - 305.663 - 2.948
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 5.394 0
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 24.702 4.195
Negative Zinsen - 363 - 33
Aufwendungen für Fremdwährungskredite (Settlement Act) - 251.308 0
Sonstige betriebliche Erträge 115.162 91.488
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 84.437 - 51.685
Gesamt - 723.704 - 147.415

Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet Wertminderungen von Firmenwerten in Höhe von € 305.663 Tausend, die v. a. bei Konzerneinheiten in Russland, Polen und Albanien vorgenommen wurden. Im Vorjahr waren Wertminderungen von Firmenwerten im Ausmaß von €2.948 Tausend, die bei Konzerneinheiten in der Tschechischen Republik, Ungarn und Belarus vorgenommen wurden, enthalten.

Die Aufwendungen für Fremdwährungskredite resultieren aus Vorsorgen für den "Settlement Act" in Ungarn. Gegenstand des Gesetzes waren die Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und den Ratenzahlungen von Fremdwährungskrediten angewendet werden können, sowie einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten.

(10) Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Im Berichtsjahr schieden aufgrund von Wesentlichkeit elf Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus. Des Weiteren wurden fünf Tochterunternehmen infolge Verkaufs und jeweils ein Tochterunternehmen infolge Stilllegung bzw. Liquidation endkonsolidiert. Das Ergebnis aus diesen Endkonsolidierungen belief sich auf minus € 9.755 Tausend (2013: minus € 6.465 Tausend).

(11) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Tausend 2014 2013
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 303.335 - 263.512
Inland - 31.610 20.239
Ausland - 271.725 - 283.751
Latente Steuern - 182.626 31.801
Gesamt - 485.961 - 231.711

Die RBI AG und 13 ihrer inländischen Tochterunternehmen sind Mitglieder einer steuerlichen Gruppe, als deren Gruppenträger die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft fungiert.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen Jahresüberschuss und effektiver Steuerbelastung:

in € Tausend 2014 2013
Ergebnis vor Steuern 22.882 834.657
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr zum inländischen Ertragsteuersatz von 25 Prozent - 5.721 - 208.664
Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze 79.759 101.195
Steuerminderung aufgrund von steuerbefreiten Beteiligungs- und steuerbefreiten sonstigen Erträgen 42.095 45.391
Steuermehrungen aufgrund von nicht abzugsfähigen Aufwendungen - 198.981 - 99.737
Wertminderungen auf Verlustvorträge - 196.370 0
Sonstige Veränderungen - 206.743 - 69.896
Effektive Steuerbelastung - 485.961 - 231.711
Steuerquote in Prozent 27,8

Die sonstigen Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus nicht aktivierbaren steuerlichen Verlusten. Weites wurden Wertminderungen auf Verlustvorträge in Höhe von €196.370 Tausend vorgenommen, da aus der aktualisierten mittelfristigen Steuerplanung keine Verwertbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge gegeben war.

(12) Ergebnis je Aktie

in € Tausend 2014 2013
Konzernergebnis - 492.738 557.336
Abzüglich Dividende Partizipationskapital 0 - 200.000
Adaptiertes Konzernergebnis - 492.738 357.336
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien in Tausend 284.898 194.948

Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Gewinns/Verlustes je Aktie fand daher nicht statt.

Erläuterungen zur Bilanz

(13) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Tausend 2014 2013
Barreserve 6.768.685 6.674.226
Handelsaktiva 8.618.064 7.990.145
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 5.169.950 3.628.264
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 347.823 407.571
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.100.291 3.954.310
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 3.853.910 8.439.503
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 7.745 150.068
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.846.165 8.289.435
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 5.035
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1 2.365.617 823.393
Anteile an sonstigen verbundenen Unternehmen 340.398 404.105
Sonstige Beteiligungen 89.191 66.252
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere1 1.935.420 353.036
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 608 0
Kredite und Forderungen 88.660.519 99.071.433
Forderungen an Kreditinstitute 15.573.241 22.243.221
Forderungen an Kunden 77.925.416 80.634.618
Sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 1.231.096 1.799.069
Kreditrisikovorsorgen - 6.069.233 - 5.605.475
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 8.248.360 4.219.807
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 8.248.360 4.219.807
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 941.762 573.004
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 941.762 573.004
Sonstige Aktiva 2.166.966 2.843.266
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.166.966 2.843.266
Aktiva gesamt 121.623.883 130.639.813

1 Adaptierung der Vorjahreswerte bezüglich der Bewertungskategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte versus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie nicht festverzinsliche und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Tausend 2014 2013
Handelspassiva 7.455.063 5.455.766
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 6.264.124 4.278.676
Leerverkauf von Handelsaktiva 498.071 551.459
Emittierte Zertifikate 692.868 625.631
Finanzielle Verbindlichkeiten 102.101.840 111.342.320
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.408.371 30.104.866
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.094.172 66.436.636
Verbriefte Verbindlichkeiten 8.463.040 9.411.146
Nachrangkapital 3.719.455 3.636.812
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.416.803 1.752.861
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.595.682 2.612.277
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.130.029 2.121.500
Nachrangkapital 465.653 490.777
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 200.549 132.536
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 200.549 132.536
Rückstellungen 968.913 733.116
Eigenkapital 8.301.835 10.363.798
Passiva gesamt 121.623.883 130.639.813

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(14) Barreserve

in € Tausend 2014 2013
Kassenbestand 3.025.233 2.508.670
Guthaben bei Zentralbanken 3.743.452 4.165.556
Gesamt 6.768.685 6.674.226

(15) Forderungen an Kreditinstitute

in € Tausend 2014 2013
Giro- und Clearinggeschäft 2.068.822 2.563.784
Geldmarktgeschäft 10.922.086 16.627.131
Kredite an Banken 2.074.561 2.623.960
Angekaufte Forderungen 290.807 192.588
Leasingforderungen 78 175
Forderungspapiere 216.888 235.584
Gesamt 15.573.241 22.243.221

Die angekauften Forderungen in Höhe von €290.807 Tausend zählen zur Gänze zur Bewertungskategorie Kredite und Forderungen (2013: € 192.588 Tausend).

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Inland 3.453.186 8.297.340
Ausland 12.120.056 13.945.881
Gesamt 15.573.241 22.243.221

(16) Forderungen an Kunden

in € Tausend 2014 2013
Kreditgeschäft 51.361.301 51.926.456
Geldmarktgeschäft 3.661.924 4.403.067
Hypothekarforderungen 17.102.794 19.114.884
Angekaufte Forderungen 1.805.454 1.442.344
Leasingforderungen 3.100.548 2.933.520
Forderungspapiere 893.394 814.347
Gesamt 77.925.416 80.634.618

Die angekauften Forderungen der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen betragen € 1.805.454 Tausend (2013: €1.442.344 Tausend).

in € Tausend 2014 2013
Öffentlicher Sektor 1.451.165 1.647.511
Firmenkunden – Große Firmenkunden 48.581.806 49.319.989
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.957.576 3.089.211
Retail-Kunden – Privatpersonen 22.316.947 23.755.815
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.617.921 2.822.092
Gesamt 77.925.416 80.634.618

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Inland 6.945.074 7.224.427
Ausland 70.980.342 73.410.191
Gesamt 77.925.416 80.634.618

(17) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden nach konzerneinheitlichen Standards gebildet und decken alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Angaben zur Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen finden sich im Risikobericht. Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen zugeordnet:

in € Tausend 2014 2013
Kreditinstitute 114.621 118.162
Öffentlicher Sektor 789 6.146
Firmenkunden – Große Firmenkunden 3.583.039 2.836.613
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 305.253 531.049
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.810.936 1.776.866
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 254.596 336.639
Gesamt 6.069.233 5.605.475

Die Forderungen sowie die Wertberichtigungen nach Asset-Klassen stellen sich wie folgt dar:

2014
in € Tausend
Fair Value Buchwert Einzelwert
berichtigte Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Portfolio-Wert
berichtigungen
Netto
buchwert
Kreditinstitute 15.572.292 15.573.241 128.379 111.768 2.853 15.458.620
Öffentlicher Sektor 1.475.715 1.451.165 361 34 755 1.450.376
Firmenkunden – Große Firmenkunden 44.005.863 48.581.806 5.807.018 3.388.297 194.742 44.998.767
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.617.603 2.957.576 456.321 292.077 13.177 2.652.323
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.276.431 22.316.947 2.167.138 1.640.373 170.562 20.506.011
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.419.920 2.617.921 335.537 224.830 29.766 2.363.326
Gesamt 86.367.824 93.498.657 8.894.754 5.657.378 411.856 87.429.423
2013 Einzelwert Einzelwert Portfolio-Wert Netto
in € Tausend Fair Value Buchwert berichtigte Aktiva berichtigungen berichtigungen buchwert
Kreditinstitute 22.167.673 22.243.221 148.678 111.447 6.715 22.125.059
Öffentlicher Sektor 1.504.727 1.647.511 27.903 5.115 1.031 1.641.365
Firmenkunden – Große Firmenkunden 44.830.968 49.299.772 4.814.452 2.579.769 257.065 46.462.937
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.582.349 3.089.211 556.252 497.748 33.301 2.558.162
Retail-Kunden – Privatpersonen 22.587.996 23.776.034 2.341.968 1.617.694 159.172 21.999.167
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.518.638 2.822.092 462.536 309.813 26.604 2.485.675
Gesamt 96.192.351 102.877.841 8.351.789 5.121.587 483.889 97.272.366

Wertgeminderte Finanzinstrumente

Die Wertminderungen und Sicherheiten nach Asset Klassen stellen sich wie folgt dar:

2014
in € Tausend
Einzelwert
berichtigte Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Einzelwertberichtigte
Aktiva nach
EWB-Abzug
Sicherheiten für
einzelwert
berichtigte Aktiva
Zinsen auf
einzelwert
berichtigte Aktiva
Kreditinstitute 128.379 111.768 16.612 11.983 165
Öffentlicher Sektor 361 34 327 103 55
Firmenkunden – Große Firmenkunden 5.807.018 3.388.297 2.418.726 1.940.132 102.372
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 456.321 292.077 164.244 211.907 21.293
Retail-Kunden – Privatpersonen 2.167.138 1.640.373 526.764 570.725 70.956
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 335.537 224.830 110.704 149.203 9.811
Gesamt 8.894.754 5.657.377 3.237.377 2.884.053 204.653

EWB Einzelwertberichtigungen.

2013
in € Tausend
Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Einzelwert
berichtigungen
Einzelwertberichtigte
Aktiva nach
EWB-Abzug
Sicherheiten für
einzelwert
berichtigte Aktiva
Zinsen auf
einzelwert
berichtigte Aktiva
Kreditinstitute 148.678 111.447 37.231 25.283 228
Öffentlicher Sektor 27.903 5.115 22.788 22.380 1.721
Firmenkunden – Große Firmenkunden 4.814.452 2.579.769 2.234.683 1.392.743 98.182
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 556.252 497.748 58.504 292.795 18.849
Retail-Kunden – Privatpersonen 2.341.968 1.617.694 724.274 587.888 74.766
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 462.536 309.813 152.723 64.127 7.765
Gesamt 8.351.789 5.121.587 3.230.203 2.385.215 201.511

EWB Einzelwertberichtigungen.

(18) Handelsaktiva

in € Tausend 2014 2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.100.291 3.954.310
Refinanzierungsfähige Schuldtitel öffentlicher Stellen 1.658.097 1.321.466
Sonstige Schuldtitel öffentlicher Stellen 349.213 605.762
Anleihen und Schuldverschreibungen sonstiger Emittenten 1.092.980 2.027.082
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 347.823 407.571
Aktien und vergleichbare Wertpapiere 320.670 382.840
Investmentfonds-Anteile 27.144 21.163
Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 9 3.568
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 4.468.510 3.219.217
Zinssatzgeschäft 3.320.065 2.559.487
Wechselkursgeschäft 1.064.940 579.790
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 63.599 59.334
Kreditderivatgeschäft 18.087 10.274
Sonstiges Geschäft 1.820 10.332
Gesamt 7.916.624 7.581.097

Innerhalb der Position Handelsaktiva betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 679.017 Tausend.

(19) Derivative Finanzinstrumente

in € Tausend 2014 2013
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 941.453 543.598
Zinssatzgeschäft 941.266 543.598
Wechselkursgeschäft 187 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow Hedge 309 6.305
Zinssatzgeschäft 0 593
Wechselkursgeschäft 309 5.712
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Net Investment Hedge 0 23.101
Wechselkursgeschäft 0 23.101
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 23 51
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 701.417 408.996
Zinssatzgeschäft 270.276 269.346
Wechselkursgeschäft 430.939 139.651
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 202 0
Gesamt 1.643.201 982.052

Soweit die Bedingungen für Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente in der Funktion von Sicherungsinstrumenten mit ihrem Marktwert (Dirty Price) ausgewiesen. Grundgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sind Forderungen an Kunden, Verbindlichkeiten an Kreditinstitute und verbriefte Verbindlichkeiten, die gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden sollen. Die Buchwertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte in IAS 39 Fair Value Hedge sind in den jeweiligen Bilanzposten enthalten.

In diesem Posten werden auch die positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente gezeigt, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) dienen und gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt wurden, sodass sie nicht die Bedingungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen.

Nachstehend sind die erwarteten abgesicherten Cash-Flows aus Vermögenswerten, wie sie die Gesamtergebnisrechnung beeinflussen, in ihren Laufzeitbändern dargestellt:

in € Tausend 2014 2013
1 Jahr 380.276 386.155
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.174.058 1.424.405
Mehr als 5 Jahre 3.190.637 3.414.260

(20) Wertpapiere und Beteiligungen

In diesem Posten sind zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere (Held-to-Maturity) und langfristig gehaltene strategische Unternehmensanteile enthalten.

in € Tausend 2014 2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 14.029.945 12.862.278
Refinanzierungsfähige Schuldtitel öffentlicher Stellen 7.192.257 7.453.473
Sonstige Schuldtitel öffentlicher Stellen 5.725.443 3.214.637
Anleihen und Schuldverschreibungen sonstiger Emittenten 1.091.882 2.173.835
Geldmarktpapiere 0 0
Sonstige 20.363 20.333
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.353 150.068
Aktien 4.085 27.924
Investmentfonds-Anteile 2.792 118.858
Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.477 3.287
Unternehmensanteile 429.589 470.357
Anteile an verbundenen Unternehmen 340.398 404.105
Sonstige Beteiligungen 89.191 66.252
Gesamt 14.467.887 13.482.703

Innerhalb der Position Wertpapiere und Beteiligungen betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 351.868 Tausend.

Der Buchwert der Wertpapiere, die in die Kategorie Held-to-Maturity umgegliedert wurden, betrug zum Zeitpunkt der Reklassifizierung €452.188 Tausend. Davon entfielen auf Reklassifizierungen im Jahr 2008€371.686 Tausend und auf solche im Jahr 2011€80.502 Tausend. Zum 31. Dezember 2014 betrugen der Buchwert €39.883 Tausend und der beizulegende Zeitwert €42.286 Tausend. 2014 wurden Erträge aus den reklassifizierten Wertpapieren in Höhe von €1.414 Tausend (2013: €7.470 Tausend) erfasst. Wäre von der Reklassifizierung kein Gebrauch gemacht worden, hätte dies zu einem Verlust in Höhe von €1 Tausend geführt (2013: Verlust von € 345 Tausend).

Der Buchwert der Wertpapiere, die in die Kategorie Kredite und Forderungen umgegliedert wurden, betrug zum Zeitpunkt der Reklassifizierung im Jahr 2008€1.559.682 Tausend. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Buchwert €17.928 Tausend (2013: €89.006 Tausend).

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Unternehmensanteile, bei denen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, belaufen sich auf €85.714 Tausend (2013: € 61.850 Tausend).

(21) Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen

in € Tausend 2014 2013
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 5.035

Das in den Vorjahren at-equity bewertete Unternehmen wird nunmehr aufgrund von Unwesentlichkeit unter der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte dargestellt und gemäß IAS 39 bewertet.

(22) Immaterielle Vermögenswerte

in € Tausend 2014 2013
Firmenwerte 140.396 544.163
Software 531.198 545.326
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 87.657 159.220
davon Marke 61.966 111.447
davon Kundenbeziehungen 22.472 35.280
Gesamt 759.252 1.248.709

Die Position Software enthält zugekaufte Software in Höhe von € 422.154 Tausend (2013: € 464.773 Tausend) sowie selbst erstellte Software in Höhe von € 109.044 Tausend (2013: € 80.553 Tausend).

Firmenwerte

Der Buchwert der Firmenwerte sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen von Firmenwerten haben sich nach Zahlungsmittel generierenden Einheiten wie nachfolgend entwickelt. Die wesentlichen Firmenwerte resultieren aus folgenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten: Raiffeisenbank a.s., Prag (RBCZ) und Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL).

Entwicklung der Firmenwerte

2014
in € Tausend AVAL RBAL RBCZ RBPL RBRU Andere Gesamt
Stand 1.1. 0 50.628 37.323 198.323 236.974 21.028 544.163
Zugänge 0 0 0 0 0 0 0
Wertminderungen 0 - 50.726 0 - 101.354 - 148.482 - 5.101 - 305.663
Wechselkursänderungen 0 97 - 414 - 3.566 - 88.492 - 5.842 - 98.104
Stand 31.12. 0 0 36.908 93.403 0 10.085 140.396
Bruttobetrag 129.791 56.428 36.908 192.826 148.482 39.515 603.950
Kumulierte Wertminderungen1 - 129.791 - 56.428 0 - 99.423 - 148.482 - 29.431 - 463.554

1 Umgerechnet zum Stichtagskurs

AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

RBAL: Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL)

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ)

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) RBRU: AO Raiffeisenbank, Moskau (RU)

2013
in € Tausend AVAL RBAL RBCZ RBPL RBRU Andere Gesamt
Stand 1.1. 0 50.850 40.700 175.052 266.325 24.680 557.607
Zugänge 0 0 0 25.600 0 1.173 26.773
Wertminderungen 0 0 0 0 0 - 2.948 - 2.948
Wechselkursänderungen 0 - 221 - 3.377 - 2.329 - 29.351 - 1.990 - 37.269
Stand 31.12. 0 50.628 37.323 198.323 236.974 20.915 544.163
Bruttobetrag 226.079 56.403 37.323 198.323 236.974 41.242 796.344
Kumulierte Wertminderungen1 - 226.079 - 5.775 0 0 0 - 20.326 - 252.181

1 Umgerechnet zum Durchschnittskurs AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

RBAL: Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL)

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ)

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

RBRU: AO Raiffeisenbank, Moskau (RU)

Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Wertminderungen der Firmenwerte auf Konzernebene € 305.663 Tausend (2013: € 2.948 Tausend). Die höchste Wertminderung eines Firmenwerts (€148.482 Tausend) erfolgte für die AO Raiffeisenbank, Moskau (RBRU), aufgrund einer Verminderung der Wachstumsannahmen und einer Erhöhung der Diskontsätze für die Bank, die aus einer Verschlechterung der russischen Wirtschaft resultierten. Die Erhöhung der Diskontsätze ist hauptsächlich auf höhere Inflationsraten und eine Bonitätsherabstufung Russlands zurückzuführen. Für die Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), wurde der Businessplan revidiert und berücksichtigt nun als Folge des starken Wettbewerbs geringere Zinsmargen und niedrigere Provisionserträge. Der neue Businessplan geht von Kostenreduktionen und stabilen Kosten aus, wodurch die geringere Ertragsbasis teilweise kompensiert wird. Für die Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau, beträgt die Wertminderung des Firmenwerts € 101.354 Tausend. Darüber hinaus ergab sich eine Wertminderung des Firmenwerts der Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (RBAL), in Höhe von €50.726 Tausend, bedingt durch höhere Diskontsätze.

Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts

Die Firmenwerte werden am Ende jedes Geschäftsjahres auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft, indem der erzielbare Betrag jeder Zahlungsmittel generierenden Einheit, die einen Firmenwert ausweist, mit deren Buchwert verglichen wird. Der Buchwert entspricht dem Nettovermögen unter Berücksichtigung des Firmenwerts sowie sonstiger immaterieller Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfasst worden sind. Im Einklang mit IAS 36 werden darüber hinaus Firmenwerte auch unterjährig auf Werthaltigkeit überprüft, falls ein Wertminderungsgrund vorliegt.

Erzielbarer Betrag

Im Zuge der Werthaltigkeitsprüfung werden die Buchwerte jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Liegt der erzielbare Betrag einer ZGE unter ihrem Buchwert, so ergibt sich eine Wertminderung in Höhe der Differenz, die in weiterer Folge in der Erfolgsrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis zu erfassen ist.

Die RBI ermittelt grundsätzlich den erzielbaren Betrag der ZGEs auf Grundlage des Nutzungswert-Konzepts ("Value in use") und verwendet dafür das Dividend-Discount-Modell. Das Dividend-Discount-Modell berücksichtigt in geeigneter Weise die spezifischen Besonderheiten des Bankgeschäfts, u. a. im Hinblick auf die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Dividenden, die nach Einhaltung der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen an die Anteilseigner ausgeschüttet werden können, repräsentiert den erzielbaren Betrag.

Die Berechnung des erzielbaren Betrages erfolgt auf Grundlage eines fünfjährigen Detailplanungszeitraums. Der nachhaltigen Zukunft (Verstetigungsphase) liegt die Prämisse eines zeitlich unbefristeten Fortbestands (ewige Rente) zugrunde, wobei in der Mehrzahl der Fälle länderspezifisch bestimmte nominelle Wachstumsraten für die bewertungsrelevanten Erträge unterstellt sind, die sich an der nachhaltig erwarteten Inflationsrate orientieren. Für Unternehmen, die eine deutliche Überkapitalisierung aufweisen, wird eine Interimsphase von fünf Jahren definiert, ohne jedoch die Detailplanungsphase zu verlängern. Innerhalb dieser Zeitspanne ist es bei diesen ZGEs möglich, Vollausschüttungen vorzunehmen, ohne die Eigenmittelvorschriften zu verletzten. In der Verstetigungsphase sind zwingend wachstumsbedingte Ergebnisthesaurierungen zur Einhaltung der Eigenmittelvorschriften geboten. Liegt dagegen die Annahme eines Null-Wachstums in der Verstetigungsphase zugrunde, ist keine Ergebnisthesaurierung notwendig.

In der Verstetigungsphase geht das Modell von einer normalisierten, wirtschaftlich nachhaltigen Ertragslage aus, wobei hinsichtlich der Eigenkapitalverzinsung und den Eigenkapitalkosten eine Annäherung zugrunde liegt (Konvergenzannahme).

Wesentliche Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Annahmen, die für die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verwendet wurden.

2014
Zahlungsmittel generierende Einheiten RBCZ RBPL
Diskontierungszinssätze (nach Steuern) 9,1% – 9,7% 9,2% – 10.7%
Wachstumsraten in Phase I und II 26,8% 21,3%
Wachstumsraten in Phase III 3,0% 3,4%
Planungshorizont 5 Jahre 5 Jahre

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) Im Vorjahr verwendete die RBI folgende wesentlicher Parameter:

2013
Zahlungsmittel generierende Einheiten RBAL RBCZ RBPL RBRU
Diskontierungszinssätze (nach Steuern) 14,7% – 17,6% 10,0% – 10,6% 10,7% – 12,3% 13,7% – 16,4%
Wachstumsraten in Phase I und II 7,8% n.a. n.a. 15,1%
Wachstumsraten in Phase III 5,9% 3,3% 5,5% 6,9%
Planungshorizont 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre

RBAL: Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL)

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

RBRU: AO Raiffeisenbank, Moskau (RU)

Der Nutzungswert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit hängt von zahlreichen Parametern ab: primär von der Höhe und dem Verlauf der zukünftigen Dividenden, vom Diskontierungszinssatz sowie von der nominellen Wachstumsrate in der Verstetigungsphase. Die angewendeten Diskontierungszinssätze wurden in Anlehnung an das Capital-Asset-Pricing-Modell ermittelt: Sie setzten sich aus einem risikolosen Zinssatz sowie einem Risikozuschlag für die Übernahme unternehmerischen Risikos zusammen. Dieser Risikozuschlag errechnet sich als Produkt der nach dem Sitzland der Einheit unterschiedlichen Marktrisikoprämie mit dem Betafaktor für das verschuldete Unternehmen. Die Werte für den risikolosen Zinssatz und die Marktrisikoprämie sind allgemein zugänglichen Marktdatenquellen entnommen. Das Risikomaß Betafaktor wurde aus einer Vergleichsgruppe von in West- und Osteuropa tätigen Kreditinstituten ermittelt. Da die vorhin angeführten Zinssatzparameter Einschätzungen des Marktes repräsentieren, sind sie nicht stabil und könnten bei einer Veränderung auch die Höhe der Abzinsungsfaktoren beeinflussen.

Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der wesentlichen Planungsannahmen für jede Zahlungsmittel generierende Einheit sowie eine Beschreibung des Managementansatzes zur Bestimmung der zu jeder wesentlichen Annahme zugewiesenen Werte unter Berücksichtigung einer Risikoeinschätzung.

Zahlungsmittel
generierende Einheiten
Wesentliche Annahme
Managementansatz Risikoeinschätzung
RBCZ Die Tschechische Republik ist ein Kernmarkt der
Gruppe, in dem selektives Wachstum
angestrebt wird. Ergebnisverbesserung durch
verstärkte Nutzung alternativer Vertriebskanäle
und zusätzliche Beratungsdienstleistungen.
Stabile Kostenentwicklung wird angenommen.
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen. Makroökonomische
Annahmen der Researchabteilung wurden mit
externen Datenquellen verglichen, und die 5-
Jahres-Pläne wurden dem Vorstand präsentiert.
Überdies wurde die Detailplanungsphase vom
Aufsichtsrat genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Mögliche negative Auswirkungen
durch veränderte lokale Kapitalanforderungen.
Druck auf Zinsspannen durch stärkere
Konkurrenz.
RBPL Polen ist ein wesentlicher Markt der Gruppe.
Nach der Fusion mit der Polbank EFG S.A.
(Polbank) Etablierung als starke Universalbank
auf dem polnischen Markt. Stringentes
Kostenmanagement, um die fusionierte Bank
effizienter zu gestalten.
Die Annahmen beruhen sowohl auf internen als
auch auf externen Quellen. Makroökonomische
Annahmen der Researchabteilung wurden mit
externen Datenquellen verglichen, und die 5-
Jahres-Pläne wurden dem Vorstand präsentiert.
Überdies wurde die Detailplanungsphase vom
Aufsichtsrat genehmigt.
Abschwächung des makroökonomischen
Umfelds. Mögliche negative Auswirkungen
durch veränderte lokale Kapitalanforderungen.
Druck auf Zinsspannen durch stärkere
Konkurrenz.

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ)

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

Sensitivitätsanalyse

Um die Stabilität der Ergebnisse der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte zu testen, wurde basierend auf den oben angeführten Prämissen eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Aus mehreren Möglichkeiten wurden für diese Analyse die Eigenkapitalkosten und die Verminderung der Wachstumsrate als relevante Parameter ausgewählt. Die nachstehend angeführte Übersicht veranschaulicht, um welches Ausmaß sich der Eigenkapitalkostensatz erhöhen bzw. die nachhaltige Wachstumsrate verringern könnten, ohne dass der Nutzungswert (Value in Use) der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter den jeweiligen Buchwert (Eigenkapital zuzüglich Firmenwert) absinkt.

2014
Maximale Sensitivität1 RBCZ RBPL
Erhöhung des Diskontsatzes 0,7 PP n.a.
Verminderung der Wachstumsrate in Phase III n.a. n.a.

1 Die jeweilige maximale Sensitivität bezieht sich auf die Veränderung der ewigen Rente.

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

Die Vergleichswerte für das Jahr 2013 stellen sich wie folgt dar:

2013
Maximale Sensitivität1
RBAL RBCZ RBPL RBRU
Erhöhung des Diskontsatzes 0,3 PP 2,2 PP 0,8 PP 7,9 PP
Verminderung der Wachstumsrate in Phase III 1,3 PP 3,8 PP 1,2 PP 17,0 PP

1 Die jeweilige maximale Sensitivität bezieht sich auf die Veränderung der ewigen Rente.

RBAL: Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL)

RBCZ: Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

RBRU: AO Raiffeisenbank, Moskau (RU)

Die erzielbaren Beträge aller anderen Einheiten waren entweder höher als der Buchwert oder immateriell.

Marke

Unternehmen des Konzerns verwenden zur Unterscheidung ihrer Dienstleistungen von Mitbewerbern Warenzeichen (Marken). Gemäß IFRS 3 werden Marken erworbener Unternehmen gesondert unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" bilanziert. Es wurde eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen, sodass keine planmäßige Abschreibung erfolgt. Die Marken werden jährlich im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte für jede Zahlungsmittel generierende Einheit und zusätzlich immer dann, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, auf Werthaltigkeit getestet.

Die RBI hat ausschließlich bei der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL) und bei der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL) Markenrechte aktiviert. Die Buchwerte der Marken sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen der Marken haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2014
in € Tausend AVAL RBPL Gesamt
Stand 1.1. 66.715 44.733 111.447
Zugänge 0 0 0
Wertminderungen1 - 28.456 0 - 28.456
Währungsdifferenzen - 23.096 2.070 - 21.025
Stand 31.12. 15.163 46.803 61.966
Bruttobetrag 38.300 46.803 85.104
Kumulierte Wertminderungen2 - 23.137 0 - 23.137

1 Umgerechnet zum Durchschnittskurs

2 Umgerechnet zum Stichtagskurs

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

2013
in € Tausend AVAL RBPL Gesamt
Stand 1.1. 69.907 49.092 118.999
Zugänge 0 0 0
Wertminderungen1 0 0 0
Währungsdifferenzen - 3.193 - 4.359 - 7.552
Stand 31.12. 66.715 44.733 111.447
Bruttobetrag 66.715 44.733 111.447
Kumulierte Wertminderungen2 0 0 0

1 Umgerechnet zum Durchschnittskurs

2 Umgerechnet zum Stichtagskurs

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL)

AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

Gemäß IAS 36.9 hat ein Unternehmen an jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Diese Schätzungen basieren auf einer Liste von externen und internen Indikatoren. Solche Indikatoren lagen aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Probleme in der Ukraine im dritten Quartal vor. Daraus folgte eine Wertminderung der Marke Raiffeisen Bank Aval in Höhe von € 28.456 Tausend.

Der Wert der Marke der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL), wurde mithilfe eines kostenorientierten Bewertungsverfahrens (Comparable Historical Cost Approach) ermittelt, da zum Zeitpunkt der Kaufpreisallokation weder unmittelbar vergleichbare Transaktionen noch ein Markt mit beobachtbaren Preisen vorlagen. Als Datenbasis für das kostenorientierte Bewertungsverfahren wurde die Dokumentation der Aufwendungen der letzten Jahre für Marketing im Zusammenhang mit den Marken der Gruppe herangezogen.

Der Wert der Marke Polbank wurde mithilfe eines ertragswertorientierten Bewertungsverfahrens (Relief from Royalty Method) ermittelt, da zum Zeitpunkt der Kaufpreisallokation weder unmittelbar vergleichbare Transaktionen noch ein Markt mit beobachtbaren Preisen vorlagen. Die zugrunde liegende Prämisse dieser Methode ist, dass der beizulegende Wert der Marke dem Barwert der Lizenzgebühren entspricht. Die im Jahr 2014 vorgenommene Werthaltigkeitsprüfung führte zu keiner Wertminderung.

Kundenbeziehungen

Werden im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses Kundenverträge und die damit in Beziehung stehenden Kundenbeziehungen erworben, werden diese getrennt vom Firmenwert bilanziert, wenn sie auf vertraglichen oder sonstigen Rechten beruhen. Die erworbenen Unternehmen erfüllen die Kriterien für die getrennte Bilanzierung von nicht vertraglichen Kundenbeziehungen für bestehende Kunden. Die Wertermittlung des Kundenstocks erfolgt mithilfe der Residualmethode (Multi-Period Excess Earnings Method) auf Basis zukünftiger Erträge und Aufwendungen, die dem Kundenstock zugeordnet werden können. Die Prognose basiert auf Planungsrechnungen für die entsprechenden Jahre.

Der Konzern hat ausschließlich bei der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL) und bei der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (AVAL) Kundenbeziehungen aktiviert. Die Buchwerte der Kundenbeziehungen sowie die Bruttobeträge und die kumulierten Wertminderungen der Kundenbeziehungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2014
in € Tausend AVAL RBPL Gesamt
Stand 1.1. 22.159 13.122 35.280
Zugänge 0 0 0
Abschreibungen - 1.239 - 1.647 - 2.887
Wertminderungen1 - 1.092 0 - 1.092
Währungsdifferenzen - 9.437 607 - 8.830
Stand 31.12. 10.390 12.082 22.472
Bruttobetrag 24.784 16.475 41.258
Kumulierte Wertminderungen2 - 14.394 - 4.393 - 18.787

1 Umgerechnet zum Durchschnittskurs

2 Umgerechnet zum Stichtagskurs

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

2013
in € Tausend AVAL RBPL Gesamt
Stand 1.1. 25.481 16.128 41.609
Zugänge 0 0 0
Abschreibungen - 2.159 - 1.675 - 3.834
Wertminderungen1 0 0 0
Währungsdifferenzen - 1.164 - 1.332 - 2.495
Stand 31.12. 22.159 13.122 35.280
Bruttobetrag 43.170 15.746 58.916
Kumulierte Wertminderungen2 - 21.011 - 2.624 - 23.636

1 Umgerechnet zum Durchschnittskurs

2 Umgerechnet zum Stichtagskurs

RBPL: Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) AVAL: Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA)

Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der Kundenbeziehungen der Raiffeisenbank Aval JSC, Kiew (AVAL), wurde im Geschäftsjahr eine Wertminderung in Höhe von € 1.092 Tausend vorgenommen, die den zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angesetzten Kundenstock für den Geschäftsbereich Retail Customers betraf.

Der Werthaltigkeitstest der Kundenbeziehungen der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (RBPL), hat im Jahr 2014 keinen Wertminderungsbedarf identifiziert.

(23) Sachanlagen

in € Tausend 2014 2013
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 568.482 711.804
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 275.245 207.531
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 298.202 398.679
Vermietete Leasinganlagen 265.785 276.544
Gesamt 1.407.714 1.594.558

Der Marktwert der sonstigen Grundstücke und Gebäude (Investment Property) beträgt € 276.658 Tausend (2013: € 209.414 Tausend).

(24) Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in € Tausend Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte 2.471.602 - 913 - 338.603 176.036 - 76.187 - 207 2.231.728
Firmenwerte 796.344 - 1.527 - 190.867 0 0 0 603.950
Software 1.473.212 678 - 96.463 175.727 - 75.470 - 88 1.477.596
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 202.046 - 64 - 51.273 309 - 717 - 119 150.182
Sachanlagen 2.849.002 140.862 - 420.807 239.244 - 198.010 207 2.610.498
Betrieblich genutzte Grundstücke und
Gebäude 968.421 13.642 - 161.963 37.215 - 20.134 - 3.035 834.146
Sonstige Grundstücke und Gebäude 237.673 130.417 - 43.948 20.152 - 36.675 2.596 310.215
davon Grundwert der bebauten
Grundstücke 13.445 1.060 - 2.343 190 0 0 12.352
Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie sonstige Sachanlagen 1.274.129 - 3.197 - 185.361 92.287 - 90.389 - 574 1.086.895
Vermietete Leasinganlagen 368.779 0 - 29.536 89.590 - 50.812 1.221 379.242
Gesamt 5.320.604 139.949 - 759.410 415.280 - 274.197 0 4.842.226
Zu- und Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwert
in € Tausend Kumuliert davon
Zuschreibungen
davon
Abschreibungen
Stand
31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte - 1.443.728 987 - 484.081 759.252
Firmenwerte - 434.806 0 - 305.663 140.396
Software - 946.398 987 - 140.634 531.198
Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 62.525 0 - 37.784 87.657
Sachanlagen - 1.202.784 6.202 - 202.712 1.407.714
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude - 265.664 2.685 - 48.944 568.482
Sonstige Grundstücke und Gebäude - 34.970 0 - 19.445 275.245
davon Grundwert der bebauten Grundstücke - 3 0 0 12.349
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen - 788.693 3.338 - 104.882 298.202
Vermietete Leasinganlagen - 113.457 179 - 29.441 265.785
Gesamt - 2.646.512 7.189 - 686.793 2.166.966

Im Geschäftsjahr gab es bei den immateriellen Vermögenswerten in der Konzernzentrale Einzelinvestitionen, die einen Investitionswert von € 10.000 Tausend überschritten.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte 2.440.828 41 - 90.318 225.030 - 103.863 - 116 2.471.602
Firmenwerte 817.113 0 - 47.542 26.773 0 0 796.344
Software 1.357.852 41 - 34.113 193.461 - 103.233 59.204 1.473.212
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 265.863 0 - 8.663 4.796 - 630 - 59.320 202.046
Sachanlagen 2.787.165 91.058 - 110.754 252.200 - 170.785 116 2.849.000
Betrieblich genutzte Grundstücke und
Gebäude
960.386 17.371 - 40.758 47.694 - 23.688 7.416 968.421
Sonstige Grundstücke und Gebäude 173.727 72.314 - 11.648 25.503 - 4.204 - 18.019 237.673
davon Grundwert der bebauten
Grundstücke
13.542 0 - 258 161 0 0 13.445
Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie sonstige Sachanlagen
1.269.830 1.373 - 48.723 136.048 - 84.485 84 1.274.127
Vermietete Leasinganlagen 383.222 0 - 9.625 42.955 - 58.408 10.635 368.779
Gesamt 5.227.993 91.099 - 201.072 477.230 - 274.648 0 5.320.602
Zu- und Abschreibungen/Wertberichtigungen
in € Tausend Kumuliert davon
Zuschreibungen
davon
Abschreibungen
Stand
31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte - 1.222.893 154 - 222.313 1.248.709
Firmenwerte - 252.181 0 - 2.948 544.163
Software - 927.886 154 - 214.175 545.326
Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 42.826 0 - 5.190 159.220
Sachanlagen - 1.254.444 13.857 - 211.547 1.594.558
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude - 256.617 1.421 - 40.859 711.804
Sonstige Grundstücke und Gebäude - 30.142 2.608 - 4.377 207.531
davon Grundwert der bebauten Grundstücke - 6 0 0 13.439
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen - 875.450 9.828 - 132.687 398.679
Vermietete Leasinganlagen - 92.235 0 - 33.624 276.544
Gesamt - 2.477.338 14.011 - 433.860 2.843.266

Im Vorjahr gab es sowohl bei den immateriellen Vermögenswerten als auch bei den Sachanlagen in Russland und in der Konzernzentrale Einzelinvestitionen, die einen Investitionswert von € 10.000 Tausend überschritten.

(25) Sonstige Aktiva

in € Tausend 2014 2013
Steuerforderungen 365.232 601.338
Laufende Steuerforderungen 80.670 112.379
Latente Steuerforderungen 284.562 488.959
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 63.202 92.742
Rechnungsabgrenzungsposten 248.726 231.729
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 256.314 387.532
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 29.971 79.699
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 89.519 55.536
Vorräte 40.747 146.937
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 29.157 15.734
Übrige Aktiva 108.226 187.822
Gesamt 1.231.096 1.799.069

Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte resultieren u. a. aus geplanten Verkäufen der Handelstöchter der Raiffeisen Centrobank AG in Höhe von € 40.915 Tausend.

Die latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Latente Steuerforderungen 284.562 488.959
Rückstellungen für latente Steuern - 46.063 - 28.601
Saldo latenter Steuern 238.499 460.358

Der Saldo latenter Steuern stammt aus folgenden Posten:

in € Tausend 2014 2013
Forderungen an Kunden 131.842 135.478
Kreditrisikovorsorgen 154.627 172.214
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 11.966 12.895
Sonstige Aktiva 4.098 10.144
Rückstellungen 61.538 64.586
Handelspassiva 93.832 13.508
Sonstige Passiva 146.508 64.583
Steuerliche Verlustvorträge 35.947 189.493
Übrige Bilanzposten 7.175 194.901
Latente Steueransprüche 647.534 857.802
Forderungen an Kreditinstitute 422 7
Forderungen an Kunden 39.363 35.990
Kreditrisikovorsorgen 47.774 68.418
Handelsaktiva 84.691 4.839
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 77.205 83.074
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 458 467
Rückstellungen 80 28
Sonstige Passiva 3.479 3.958
Übrige Bilanzposten 155.562 200.663
Latente Steuerverpflichtungen 409.035 397.444
Saldo latenter Steuern 238.499 460.358

Im Konzernabschluss sind aktivierte Vorteile in Höhe von € 35.947 Tausend (2013: € 189.493 Tausend) aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen enthalten. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Wertminderungen auf aktivierte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 196.370 Tausend, da aus der aktualisierten mittelfristigen Steuerplanung keine Verwertbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge gegeben war. Die Verlustvorträge sind zum überwiegenden Teil zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Aktive latente Steuern aus Steuerliche Verlustvorträgen in Höhe von €379.427 Tausend (2013: € 155.766 Tausend) wurden nicht aktiviert, weil ihre Nutzung aus heutiger Sicht in angemessener Zeit nicht realisierbar erscheint.

(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Tausend 2014 2013
Giro- und Clearinggeschäft 5.407.236 3.558.755
Geldmarktgeschäft 10.115.946 20.104.115
Langfristige Refinanzierungen 6.885.189 6.441.996
Gesamt 22.408.371 30.104.866

Der Konzern refinanziert sich regelmäßig bei internationalen Geschäftsbanken und multinationalen Entwicklungsbanken, in deren Kreditverträgen geschäftsübliche Ownership Clauses enthalten sind. Diese Klauseln erlauben den Vertragspartnern eine außerordentliche Kündigung bei einem Wechsel der direkten oder indirekten Kontrolle über die RBI AG, z. B. bei Wegfall der mehrheitlichen Beteiligung der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft an der RBI AG. Dies kann zu erhöhten Refinanzierungskosten im Konzern führen.

in € Tausend 2014 2013
Inland 8.765.167 16.775.156
Ausland 13.643.204 13.329.710
Gesamt 22.408.371 30.104.866

(27) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Tausend 2014 2013
Sichteinlagen 33.347.793 32.390.300
Termineinlagen 29.942.895 31.223.158
Spareinlagen 2.803.483 2.823.178
Gesamt 66.094.172 66.436.636

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich wie folgt auf:

in € Tausend 2014 2013
Öffentlicher Sektor 1.150.609 820.198
Firmenkunden – Große Firmenkunden 30.739.814 31.439.453
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.729.038 2.418.526
Retail-Kunden – Privatpersonen 26.785.780 27.058.857
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 4.139.835 4.279.701
Sonstige 549.095 419.901
Gesamt 66.094.172 66.436.636

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Inland 6.493.008 5.619.030
Ausland 59.601.164 60.817.606
Gesamt 66.094.172 66.436.636

(28) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Tausend 2014 2013
Begebene Schuldverschreibungen 10.059.300 11.060.732
Begebene Geldmarktpapiere 516.859 427.950
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 16.910 43.963
Gesamt 10.593.069 11.532.646

In der folgenden Tabelle sind begebene Schuldverschreibungen angeführt, deren Nominale € 200.000 Tausend beträgt oder übersteigt:

Emittent ISIN Typ Währung Nominale in € Tausend Kupon Fälligkeit
RBI AG XS0803117612 Senior öffentliche Platzierung EUR 750.000 2,8% 10.7.2017
RBI AG XS0989620694 Senior öffentliche Platzierung EUR 500.000 1,9% 8.11.2018
RBI AG XS0753479525 Senior öffentliche Platzierung EUR 499.200 2,9% 6.3.2015
RBI AG XS0903449865 Senior öffentliche Platzierung EUR 250.000 0,6% 19.3.2015
Änderung Umbuchungen,
in € Tausend Stand
1.1.2014
Konsolidier
ungskreis
Zu
führungen
Auflösungen Verbrauch Währungs
differenzen
Stand
31.12.2014
Abfertigungen und
Ähnliches 68.654 17 12.755 - 33 - 1.479 1.463 81.377
Pensionen 25.302 - 353 8.922 0 0 - 442 33.429
Steuern 92.868 - 13.862 127.905 - 16.743 - 43.949 - 16.995 129.225
Laufende 64.268 - 12.522 108.331 - 16.514 - 43.300 - 17.102 83.162
Latente 28.601 - 1.340 19.574 - 229 - 649 107 46.063
Garantien und
Bürgschaften 119.182 10 50.359 - 55.674 - 13.400 - 2.730 97.748
Offene Rechtsfälle 53.691 0 58.271 - 9.203 - 6.462 - 2.012 94.285
Unverbrauchter
Urlaub 57.132 - 294 8.758 - 5.745 - 131 - 9.064 50.656
Bonuszahlungen 230.737 27 131.844 - 51.672 - 132.133 - 24.801 154.003
Restrukturierung 8.831 0 10.269 - 754 - 3.790 - 1.899 12.658
Settlement Act
Ungarn 0 0 251.308 0 0 0 251.308
Sonstige 76.717 - 4.974 76.912 - 34.468 - 41.102 - 8.861 64.224
Gesamt 733.116 - 19.429 737.305 - 174.293 - 242.446 - 65.340 968.913

(29) Rückstellungen

Die Abfertigungen und Ähnliches enthalten Vorsorgen für Jubiläumsgelder und andere Leistungen in Höhe von € 21.191 Tausend (2013: €16.954 Tausend) und Verpflichtungen aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Sinn von IAS 19R in Höhe von € 60.186 Tausend (2013: €51.700 Tausend).

Die RBI ist in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich im Rahmen der Ausübung von Bankgeschäften ergeben, erwartet jedoch nicht, dass diese Rechtsfälle die Finanzlage des Konzerns erheblich beeinträchtigen. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Rückstellungen für offene Rechtsfälle konzernweit auf € 94.285 Tausend (2013: € 53.691 Tausend). Nennenswerte Einzelfälle, die €10.000 Tausend überschreiten, gab es in Österreich und der Slowakei (2013: in Österreich, der Slowakei und in der Ukraine).

Verpflichtungen für Pensionen und aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die leistungsorientierten Pensionspläne und andere Vorsorgeleistungen stellen sich wie folgt dar:

  • Leistungsorientierte Pensionspläne in Österreich und in anderen Ländern
  • Andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Österreich und anderen Ländern
  • Diese leistungsorientierten Pensionspläne und sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzen die RBI versicherungstechnischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Marktrisiko (Investitionsrisiko) aus.

Finanzierung

Bei den Pensionen gibt es unterschiedliche Pläne: nicht über einen Fonds finanziert, teilweise über einen Fonds finanziert und zur Gänze über einen Fonds finanziert. Die teilweise und die zur Gänze über einen Fonds finanzierten Pensionspläne werden durchwegs über die Valida Pension AG veranlagt. Die Valida Pension AG ist eine Pensionskasse und unterliegt im Besonderen den Bestimmungen des Pensionskassengesetzes (PKG) und des Betriebspensionsgesetzes (BPG).

Die RBI erwartet für 2015 eine Beitragszahlung zu den leistungsorientierten Plänen in Höhe von € 408 Tausend (2014: €452 Tausend).

Pensionsverpflichtungen/leistungsorientierte Pläne

Finanzierungsstatus

in € Tausend 2014 2013
Barwert der Verpflichtungen (DBO) 48.117 38.206
Zeitwert des Planvermögens - 14.687 - 12.904
Nettoschulden/Nettovermögen 33.430 25.302

Die leistungsorientierten Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend 2014 2013
Barwert der Verpflichtungen 1.1. 38.206 40.876
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Währungsdifferenzen - Barwert der Verpflichtungen 0 0
Laufender Dienstzeitaufwand 1.146 1.217
Zinsaufwand 1.297 1.433
Zahlungen - 815 - 1.515
Nettoübertragungen 675 - 443
Neubewertungen 7.607 - 3.362
Barwert der Verpflichtungen 31.12. 48.117 38.206

Das Planvermögen entwickelte sich wie folgt:

in € Tausend 2014 2013
Planvermögen 1.1. 12.904 13.314
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Währungsdifferenzen - Planvermögen 0 0
Zinsertrag 452 468
Beiträge zum Planvermögen 329 493
Zahlungen aus dem Planvermögen - 169 - 1.023
Nettoübertragungen 600 - 407
Ergebnis aus dem Planvermögen exklusive Zinsertrag 572 59
Planvermögen 31.12. 14.687 12.904

Die Rendite auf das Planvermögen betrug 2014 €1.023 Tausend (2013: € 526.670 Tausend). Der Marktwert aller bilanzierten Rückerstattungsrechte belief sich 2014 auf € 17.210 Tausend (2013: € 12.537 Tausend).

Struktur des Planvermögens

Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:

in Prozent 2014 2013
Schuldverschreibungen 57 53
Aktien 33 35
Alternative Investment-Instrumente 1 4
Immobilien 4 4
Bargeld 5 4
Gesamt 100 100
davon eigene Finanzinstrumente 1 6
davon selbst genutzte Immobilien oder andere vom Unternehmen genutzte Vermögenswerte 0 0

Im Berichtsjahr wurden die meisten Instrumente des Planvermögens auf einem aktiven Markt gehandelt, weniger als 10 Prozent waren nicht auf einem aktiven Markt notiert.

Asset-Liability-Matching

In der Valida Pension AG ist ein Asset-/Risikomanagement-Prozess (ARM-Prozess) installiert. Gemäß diesem Prozess wird einmal im Jahr ausgehend von der passivseitigen Struktur der Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG), die sich wiederum aus der Bilanz ergibt, die Risikotragfähigkeit jeder VRG evaluiert. Von dieser Risikotragfähigkeit wird die Veranlagungsstruktur der VRG abgeleitet. Bei der Definition der Veranlagungsstruktur werden auch definierte und dokumentierte Wünsche des Kunden mit berücksichtigt.

Die definierte Veranlagungsstruktur wird in VRG 60 und VRG 7, in denen die rückgestellten Beträge der RZB/RBI veranlagt werden, mit einem Konzept-Investment umgesetzt. Dies bedeutet, dass die Gewichtung von vordefinierten Asset-Klassen im Rahmen von Bandbreiten nach objektiven Kriterien erfolgt, die sich aus Markttrends ableiten lassen. In Stressphasen wird zudem eine Absicherung der Aktienkomponente vorgenommen.

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die der Berechnung der leistungsorientierten Nettoverpflichtung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen:

in Prozent 2014 2013
Diskontierungszinssatz 2,0 3,5
Steigerungssatz für Pensionsbemessungsgrundlagen 3,0 3,0
Steigerungssatz für künftige Pensionen 2,0 2,0

Die folgende Tabelle zeigt die der Berechnung der leistungsorientierten Nettoverpflichtung zugrunde gelegte Lebenserwartung:

Jahre 2014 2013
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren - Männer 20,8 20,7
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren - Frauen 24,4 24,2
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für 45-jährige Männer 23,4 23,1
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für 45-jährige Frauen 26,6 26,4

Die gewichtete Duration der Nettopensionsverpflichtung betrug 17,0 Jahre (2013: 16,0 Jahre).

Sensitivitätsanalyse

Tritt bei einer der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen eine Änderung ein, während die anderen Annahmen konstant bleiben, würden sich die Vorsorgeverpflichtungen zum Bilanzstichtag wie folgt verändern:

2014
in € Tausend Zunahme Abnahme
Diskontierungszinssatz (1 Prozent Veränderung) - 7.019 8.705
Künftige Gehaltssteigerung (0,5 Prozent Veränderung) 679 - 650
Künftige Pensionssteigung (0,25 Prozent Veränderung) 1.666 - 1.588
Verbleibende Lebenserwartung (Veränderung 1 Jahr) 1.910 - 2.203

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der Zahlungsströme im Rahmen des Plans nicht berücksichtigt, ermöglicht diese Darstellung zumindest eine Annäherung.

Verpflichtungen aus anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die anderen Leistungen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses entwickelten sich wie folgt:

in € Tausend 2014 2013
Barwert der Verpflichtungen 1.1. 51.700 50.153
Konsolidierungskreisänderungen 0 0
Währungsdifferenzen - Barwert der Verpflichtungen 0 0
Laufender Dienstzeitaufwand 3.548 3.146
Zinsaufwand 1.662 1.656
Zahlungen - 2.874 - 2.736
Verlust/Gewinn aus nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand - 25 - 31
Übertragungen 177 - 89
Neubewertungen 5.997 - 400
Barwert der Verpflichtungen 31.12. 60.186 51.700

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die der Berechnung von anderen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen:

in Prozent 2014 2013
Diskontierungszinssatz 2,0 3,5
Künftige Gehaltssteigerung für Dienstnehmer 3,0 3,0

Sensitivitätsanalyse

Tritt bei einer der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen eine Änderung ein, während die anderen Annahmen konstant bleiben, würden sich die Vorsorgeverpflichtungen zum Bilanzstichtag wie folgt verändern:

2014
in € Tausend Zunahme Abnahme
Diskontierungszinssatz (1 Prozent Veränderung) - 6.527 7.729
Künftige Gehaltssteigerung (0,5 Prozent Veränderung) 3.638 - 3.362

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der Zahlungsströme im Rahmen des Plans nicht berücksichtigt, ermöglicht diese Darstellung zumindest eine Annäherung.

Personalaufwand

Detailangaben zum Personalaufwand (Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne, Aufwendungen für andere Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) sind im Punkt (8) Verwaltungsaufwendungen dargestellt.

(30) Handelspassiva

in € Tausend 2014 2013
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 5.686.468 4.026.804
Zinssatzgeschäft 3.078.848 2.452.611
Wechselkursgeschäft 1.444.607 591.954
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 1.017.912 840.545
Kreditderivatgeschäft 17.372 8.442
Sonstiges Geschäft 127.730 133.252
Leerverkauf von Handelsaktiva 498.071 551.459
Emittierte Zertifikate 692.868 625.631
Gesamt 6.877.407 5.203.894

(31) Derivative Finanzinstrumente

in € Tausend 2014 2013
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 137.379 104.123
Zinssatzgeschäft 137.379 104.123
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow Hedge 63.171 28.413
Zinssatzgeschäft 0 1.478
Wechselkursgeschäft 63.171 26.935
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 23 279
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 577.633 251.593
Zinssatzgeschäft 272.281 214.910
Wechselkursgeschäft 305.290 36.581
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 62 0
Sonstiges Geschäft 0 102
Gesamt 778.205 384.408

Soweit die Bedingungen für Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente in ihrer Funktion als Sicherungsinstrumente mit ihrem Marktwert (Dirty Price) ausgewiesen. Grundgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sind Forderungen an Kunden, Verbindlichkeiten an Kreditinstitute und verbriefte Verbindlichkeiten, die gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden sollen.

Nachstehend sind die erwarteten abgesicherten Cash-Flows aus Verbindlichkeiten, wie sie die Gesamtergebnisrechnung beeinflussen, in ihren Laufzeitbändern dargestellt:

in € Tausend 2014 2013
1 Jahr 3.166.513 2.119.904
Mehr als 1 bis 5 Jahre 0 22.864
Mehr als 5 Jahre 0 33.366

Der Nettoverlust in Höhe von € 10.241 Tausend (2013: Nettoverlust von € 16.364 Tausend) im Zusammenhang mit dem effektiven Teil des Cash-Flow Hedge wurde im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

(32) Sonstige Passiva

in € Tausend 2014 2013
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 51.872 98.465
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 202.337 320.343
Rechnungsabgrenzungsposten 224.935 266.530
Dividendenverbindlichkeiten 835 778
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 413.960 551.721
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 143.605 39.393
Zum Verkauf stehende Verbindlichkeiten IFRS 5 11.503 0
Übrige Passiva 367.755 475.632
Gesamt 1.416.803 1.752.861

Versicherungsverträge

Das Versicherungsgeschäft umfasst Pensionsprodukte in Russland. Aufgrund der damit verbundenen Sterblichkeitsrisiken und ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen ergibt sich die Notwendigkeit der Anwendung des IFRS 4 zur Bilanzierung der daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Alle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsprodukten werden gemäß IAS 39 bilanziert.

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Veränderung von Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen:

in € Tausend 2014 2013
Buchwert 1.1. 320.343 196.973
Zugänge 124 135.487
Inanspruchnahmen - 303 - 6.143
Sonstige Veränderungen - 16 0
Wechselkursänderungen - 119.624 - 21.708
Ertrag aus Kapitalanlagen 1.813 15.734
Effekt aus dem Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten 0 0
Buchwert 31.12. 202.337 320.343

Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen müssen regelmäßig geprüft und eingeschätzt werden, ob die ausgewiesenen Rückstellungen angemessen sind (Liability Adequacy Test). Dieser Angemessenheitstest bestimmt auf Basis des Vergleichs mit dem geschätzten zukünftigen Cash-Flow, ob der Buchwert der Versicherungsverpflichtungen erhöht werden muss. 2014 ergab sich aufgrund des Angemessenheitstests keine Erhöhung.

Darstellung der Risiken aus dem Versicherungsgeschäft

Sterblichkeitsrisiken – Die Pensionsprodukte setzen die RBI aufgrund der Möglichkeit unvorhersehbarer Verluste infolge der Langlebigkeit der Polizzeninhaber einem Versicherungsrisiko aus. Der wichtigste Faktor dafür ist eine ständige Verbesserung der medizinischen Leistungen und der sozialen Bedingungen in Russland, die sich positiv auf die Lebenserwartung auswirkt.

Ermessensabhängige Überschussbeteiligung – Die Pensionsprodukte beinhalten ermessensabhängige Überschussbeteiligungen, die dazu führen können, dass die RBI den Kunden mehr als das vertragliche Minimum auszahlen muss.

Sonstige Risiken – Die russische Gesetzgebung legt Pensionsraten anhand föderal erhobener demografischer Daten fest. Diese unterliegen daher einem gewissen Grad an Unsicherheit. Das Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiko im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen ist hingegen unwesentlich.

Sensitivitätsanalyse (nur Versicherungsverträge betreffend)

In der folgenden Tabelle ist der Effekt aus der Veränderung der Sterblichkeitsrate der Versicherungsnehmer auf den Jahresüberschuss vor Steuern der RBI dargestellt:

Veränderung des Ergebnisses vor Steuern
in € Tausend 2014 2013
Sterbewahrscheinlichkeit (Verschlechterung um 50%) 36.258 23.300

Eine Veränderung der Sterblichkeitsannahme um 50 Prozent entspricht einer Veränderung der erwarteten ausstehenden Lebenszeit nach der Pensionierung um 3 bis 7 Jahre, abhängig vom geschlechtsspezifischen Alter jeder Gruppe.

(33) Nachrangkapital

in € Tausend 2014 2013
Hybrides Kapital 396.725 451.413
Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital 3.788.383 3.676.176
Gesamt 4.185.108 4.127.589

Nachfolgende Tabelle enthält nachrangige Kreditaufnahmen, die 10 Prozent des Gesamtbetrags an Nachrangkapital übersteigen:

Emittent ISIN Typ Währung Nominale in € Tausend Kupon1 Fälligkeit
RBI AG XS0619437147 Nachrangkapital EUR 500.000 6,625% 18.5.2021
RBI AG XS0981632804 Nachrangkapital EUR 500.000 6,000% 16.10.2023
RBI AG XS1034950672 Nachrangkapital EUR 500.000 4,500% 21.02.2025

1 Derzeitiger Zinssatz, es sind jedoch Zinsänderungsklauseln vereinbart.

Im Berichtsjahr entstanden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von € 209.135 Tausend (2013: €194.914 Tausend).

(34) Eigenkapital

in € Tausend 2014 2013
Konzern-Eigenkapital 8.300.012 9.321.638
Gezeichnetes Kapital 891.742 594.591
Partizipationskapital 0 2.500.000
Kapitalrücklagen1 4.991.269 2.575.082
Gewinnrücklagen1 2.417.002 3.651.965
Konzernergebnis - 492.738 557.336
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 494.561 484.824
Gesamt 8.301.835 10.363.798

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen bei Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf das Kapitel Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2014 betrug das Grundkapital der RBI AG gemäß Satzung € 893.586 Tausend. Das Grundkapital besteht aus 292.979.038 nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien). Anfang 2014 wurde das Grundkapital durch die Ausgabe von 97.473.914 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu einem Emissionskurs von €28,50 zur Durchführung der Kapitalerhöhung um € 297.295 Tausend erhöht. Der Nettozuwachs in den Kapitalrücklagen belief sich auf € 2.427.421 Tausend nach Abzug der Emissionskosten in Höhe von € 52.596 Tausend (Gesellschaftssteuer und diverse Nebenkosten, wie z. B. Beratungsleistungen). Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 604.517 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital €891.742 Tausend.

Partizipationskapital

Im Juni erteilten die österreichischen Aufsichtsbehörden einer Rückführung des Partizipationskapitals ihre Zustimmung. Auf dieser Grundlage zahlte die RBI am 6. Juni die gesamten €1.750.000 Tausend des von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals zurück. Das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital von € 750.000 Tausend wurde am 10. September zurückgezahlt.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte den Vorstand, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 4 und 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt € 1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegangenen zehn Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters gemäß €65 (1b) AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung gilt für die Dauer von fünf Jahren ab dem Datum dieser Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Juni 2019. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre auch ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Der Erwerb eigener Aktien dient im Wesentlichen der Abdeckung der von der RBI eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP) gegenüber Vorstandsmitgliedern und leitenden Mitarbeitern. Diese Bonuszahlungen werden in Form von Aktien der Gesellschaft abgewickelt.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte den Vorstand ferner, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert für die zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte des Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu €298.145 Tausend durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Weg des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ergeben, zu beschließen. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht. Die Kapitalerhöhung wurde in zwei Tranchen am 25. Jänner und 11. Februar 2014 unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts durch Ausgabe von 97.473.914 neuen Aktien durchgeführt. Der noch nicht ausgenützte Teil der in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 erteilten Ermächtigung wurde in der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 widerrufen.

Gleichzeitig wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 gemäß § 169 AktG ermächtigt, bis längstens 25. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu €446.793.032,95 durch Ausgabe von bis zu 146.489.519 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Weg des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss).

Wandelschuldverschreibungen

In der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu €2.000.000 Tausend auszugeben, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258 Tausend verbunden ist. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis dato wurden jedoch keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258 Tausend durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung würde nur insoweit durchgeführt werden, als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht werden würde, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben worden wären, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen.

Genussrechtskapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 9. Juni 2009 ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Dabei gilt, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von € 600.000 Tausend aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit Raiffeisen International zum 10. Oktober 2010 sind die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft untergegangen. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von €600.000 Tausend, das zur Gänze von der RZB gezeichnet worden war. Diese Ermächtigung ist am 8. Juni 2014 erloschen, ohne dass weitere Genussrechte ausgegeben wurden.

Dividendenvorschlag

Infolge des negativen Ergebnisses der RBI AG wird für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende auf Aktien und Partizipationskapital ausgeschüttet werden.

Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien

Stückzahl 2014 2013
Anzahl der ausgegebenen Aktien 1.1. 195.505.124 195.505.124
Ausgabe neuer Aktien 97.473.914 0
Anzahl der ausgegebenen Aktien 31.12. 292.979.038 195.505.124
Eigene Aktien im Bestand 1.1. 557.295 557.295
Erwerb eigener Aktien 47.222 0
Abgang eigener Aktien 0 0
Abzüglich eigene Aktien im Bestand 31.12. 604.517 557.295
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 31.12. 292.374.521 194.947.829

Nicht beherrschende Anteile

Die folgende Tabelle enthält Finanzinformationen zu den Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen. Bei den angegebenen Beträgen wurden konzerninterne Transaktionen nicht eliminiert.

2014

Im Gegensatz zu den oben angeführten Finanzinformationen, die sich nur auf die nicht beherrschenden Anteile beziehen, enthält die folgende Tabelle Finanzinformationen des einzelnen Tochterunternehmens (inklusive beherrschende Anteile).

Sonstige n.a. 76.418 - 633 - 2.237 - 2.870 Gesamt 494.561 29.659 - 16.601 13.058

2014
in € Tausend
Raiffeisen Bank Aval JSC,
Kiew (UA)
Raiffeisenbank a.s.,
Prag (CZ)
Tatra banka a.s.,
Bratislava (SK)
Betriebserträge 264.427 316.722 413.357
Ergebnis nach Steuern - 276.248 74.397 104.090
Sonstiges Ergebnis - 374.219 - 6.019 361
Gesamtergebnis - 650.467 68.378 104.451
Kurzfristige Vermögenswerte 1.070.823 3.248.597 3.359.497
Langfristige Vermögenswerte 1.283.849 4.900.980 6.304.800
Kurzfristige Schulden 1.868.881 6.202.288 7.429.309
Langfristige Schulden 240.944 1.122.639 1.279.332
Nettovermögen 244.846 824.650 955.656
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 241.396 - 194.932 - 311.213
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 14.993 - 15.557 - 43.476
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 398.490 244.019 3.246
Effekte aus Wechselkursänderungen - 138.016 - 1.587 841
Nettozahlungsströme gesamt - 280.118 31.944 - 350.602
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 1 3.008 8.363 26.821

1 Im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit enthalten.

Im Berichtsjahr wurden keine Anteile an Tochterunternehmen verkauft, an denen die RBI AG weiterhin Beherrschung ausübt.

Wesentliche Beschränkungen

Bei der Raiffeisenbank a.s., Prag, besteht zwischen der RBI AG und dem Mitaktionär ein Syndikatsvertrag. Dieser Syndikatsvertrag regelt insbesondere Vorkaufsrechte zwischen den direkten und indirekten Gesellschaftern. Bei einem Kontrollwechsel – auch infolge eines Übernahmeangebots – endet der Syndikatsvertrag automatisch.

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens für den Erwerb der Anteile an Polbank wurde gegenüber der polnischen Finanzmarktaufsicht – neben anderen Bemühungszusagen – in Aussicht gestellt, dass 15 Prozent der Aktien der polnischen Bankeinheit spätestens mit Juni 2016 an der Warschauer Börse notieren sollen; weiters wurde in Aussicht gestellt, dass auch die Aktie der RBI spätestens ab Juni 2018 (zusätzlich zu ihrer Notierung an der Wiener Börse) an der Börse in Warschau gelistet werden soll oder sich der Anteil der notierten Aktien der polnischen Bankeinheit auf 25 Prozent der Aktien erhöhen würde.

Ende 2014 führte die ukrainische Nationalbank Devisenverkehrskontrollen ein. Neben anderen Restriktionen ist es einem ausländischen Investor nicht möglich, Dividendenzahlungen oder sonstige Kapitaltransaktionen durchzuführen. Diese Beschränkung gilt zunächst bis Mitte 2015.

Aktienbasierte Vergütung

Die an Komplexität enorm gestiegenen regulatorischen Vorschriften für variable Vergütungen haben den Vorstand veranlasst, den Nutzen und die Sinnhaftigkeit der aktienbasierten Vergütung zu überprüfen. Ursprünglich als variables Langzeit-Vergütungselement mit Bezug zum Markt und Unternehmenserfolg gedacht, hat das SIP diese Bedeutung verloren, weil der Jahresbonus für dieselbe Zielgruppe an Top-Führungskräften nunmehr über drei bis fünf Jahre verschoben und zur Hälfte in Instrumenten (z. B. Aktien) auszuzahlen ist. Es wurde daher beschlossen, in Hinkunft keine SIP-Tranchen mehr zu begeben. Im Jahr 2014 kam es zu keinem Abreifen einer Tranche des Aktienvergütungsprogramms, weil im Jahr 2010 keine SIP-Tranche begeben worden war bzw. die Laufzeit des Programms 2011 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf 5 Jahre verlängert wurde, weshalb es erst im Jahr 2016 zum Abreifen der nächsten SIP-Tranche kommen wird.

Im Rahmen des SIP wurden 2011, 2012 und 2013 neue Tranchen begeben. Zum Bilanzstichtag waren daher jeweils bedingte Aktien für derzeit drei Tranchen zugeteilt. Per 31. Dezember 2014 belief sich die Anzahl dieser bedingten Aktien auf 975.955 (davon entfielen 212.796 auf die Zuteilung 2011, 402.209 auf die Zuteilung 2012 und 360.950 auf die Zuteilung 2013). Die ursprünglich bekanntgegebene Anzahl an bedingt zugeteilten Aktien veränderte sich durch diverse Personalwechsel in den Konzerneinheiten. Sie ist in folgender Tabelle aggregiert dargestellt:

Share Incentive Program (SIP) 2011 – 2013
Personengruppe
Anzahl bedingt zugeteilter Aktien
per 31.12.2014
Mindestzuteilung
Aktien
Maximalzuteilung
Aktien
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft 331.707 99.513 497.561
Vorstandsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Bank
Tochterunternehmen
409.539 122.862 614.309
Führungskräfte der Gesellschaft und sonstiger mit ihr verbundener
Unternehmen
234.709 70.413 352.064

Im Jahr 2014 wurden keine Aktien für das SIP zurückgekauft.

(35) Restlaufzeitengliederung

2014 Langfristige
Kurzfristige Vermögenswerte/Schulden Vermögenswerte/Schulden
Täglich fällig bzw. ohne Bis Mehr als 3 Monate Mehr als 1 Jahr Mehr als
in € Tausend Laufzeit 3 Monate bis 1 Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre
Barreserve 6.768.685 0 0 0 0
Forderungen an Kreditinstitute 2.057.411 10.157.846 1.523.621 1.204.515 629.848
Forderungen an Kunden 7.586.977 13.614.713 11.692.835 26.408.155 18.622.736
Kreditrisikovorsorgen - 6.069.233 0 0 0 0
Handelsaktiva 416.509 747.972 1.087.690 3.141.555 2.522.898
Wertpapiere und Beteiligungen 483.400 3.661.166 2.088.061 6.867.792 1.367.468
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0 0
Restliche Aktiva 2.744.606 624.936 575.302 573.547 522.872
Aktiva gesamt 13.988.355 28.806.632 16.967.509 38.195.564 23.665.823
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.646.567 6.226.713 2.678.278 5.659.758 2.197.054
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 36.468.428 16.355.797 8.610.372 2.948.455 1.711.119
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1.687.878 1.744.941 6.641.947 518.303
Handelspassiva 542.955 858.461 777.386 2.459.932 2.238.673
Nachrangkapital 0 8.730 332.575 3.423.357 420.447
Restliche Passiva 1.928.573 686.403 192.919 161.150 194.875
Zwischensumme 44.586.525 25.823.981 14.336.470 21.294.599 7.280.472
Eigenkapital 8.301.835 0 0 0 0
Passiva gesamt 52.888.360 25.823.981 14.336.470 21.294.599 7.280.472
2013 Kurzfristige Vermögenswerte/Schulden Langfristige
Vermögenswerte/Schulden
Täglich fällig bzw. ohne Bis Mehr als 3 Monate Mehr als 1 Jahr Mehr als
in € Tausend Laufzeit 3 Monate bis 1 Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre
Barreserve 6.674.226 0 0 0 0
Forderungen an Kreditinstitute 3.290.762 14.920.181 1.922.818 1.337.770 771.689
Forderungen an Kunden 7.823.404 13.897.015 12.872.693 27.902.140 18.139.366
Kreditrisikovorsorgen - 5.605.475 0 0 0 0
Handelsaktiva 420.513 1.238.814 1.140.165 2.941.105 1.840.500
Wertpapiere und Beteiligungen 563.881 4.097.375 1.828.912 5.916.139 1.076.397
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5.035 0 0 0 0
Restliche Aktiva 3.520.616 738.707 287.443 722.367 355.254
Aktiva gesamt 16.692.961 34.892.093 18.052.031 38.819.521 22.183.207
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.238.759 14.871.307 2.560.350 6.105.246 2.329.202
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 34.937.602 16.784.803 9.117.412 3.571.244 2.025.574
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.869.705 1.202.476 6.884.669 575.796
Handelspassiva 510.574 426.448 536.886 2.084.274 1.645.712
Nachrangkapital 0 23.326 69.322 413.404 3.621.537
Restliche Passiva 1.642.687 533.225 388.572 205.043 100.859
Zwischensumme 41.329.622 35.508.814 13.875.019 19.263.880 10.298.680
Eigenkapital 10.363.798 0 0 0 0
Passiva gesamt 51.693.420 35.508.814 13.875.019 19.263.880 10.298.680

(36) Fremdwährungsvolumina

in € Tausend 2014 2013
Aktiva 62.898.948 62.674.328
Passiva 57.618.631 51.018.210

(37) Verbriefungen

RBI als Originator

Verbriefungen stellen eine besondere Form der Refinanzierung und der Platzierung von Risiken aus Krediten oder Leasingverträgen auf Basis von Portfolios bei Kapitalmarktinvestoren dar. Ziel der von der RBI abgeschlossenen Verbriefungen ist es, die regulatorischen Eigenmittel auf Konzernebene zu entlasten und zusätzliche Refinanzierungsquellen zu nutzen.

Nachstehende Transaktionen mit externen Vertragspartnern für alle oder zumindest einzelne Tranchen waren im Jahr 2014 aktiv, wobei die angeführten Werte jeweils das ausnützbare Volumen und die Junior Tranche zum Zeitpunkt des Abschlusses darstellen:

Forderungsverkäufer bzw.
Ab
Ende der
in € Tausend
Sicherungsnehmer
schluss
Laufzeit
Volumen Portfolio Junior
Tranche
Synthetic Transaction
ROOF INFRASTRUCTURE 2014
Raiffeisen Bank International
AG, Wien
Dezember
2014
März 2027 1.500.416 Firmenkredite,
Garantien,
revolvierende
Kredite
6,1%
True Sale Transaction ROOF Poland Leasing
2014 Ltd, Dublin (IE)
Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,
Warschau (PL)
Dezember
2014
Jänner 2028 222.250 Fahrzeug
leasing
33,0%
True Sale Transaction Raiffeisen Leasing
Polska Auto Lease Securitisation
Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,
Warschau (PL)
Februar
2012
Oktober 2020 141.068 Fahrzeug
leasing
15,0%
Synthetic Transaction
ROOF WESTERN EUROPE
CLO – 2012 – 1
Raiffeisen Bank International
AG, Wien
Juli 2012 Juli 2025 996.076 Firmenkredite,
Wertpapiere,
Garantien
0,8%
Future Flow Securitization
ROOF Russia DPR Finance Company S.A.
AO Raiffeisenbank, Moskau
(RU)
Juni 2012 2017 und 2019 126.894 Rechte in
"Diversified Payment
Rights" (DPR)
n.a.
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Romania SME 2011 – 1
Raiffeisenbank S.A., Bukarest
(RO)
Dezember
2010
Dezember 2023 102.500 SME-Forderungen 25,0%
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Bulgaria SME 2011 – 1
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD,
Sofia (BG)
Dezember
2010
August 2020 65.000 SME-Forderungen 25,0%
Synthetic Transaction (JEREMIE)
ROOF Slovakia SME 2013 – 1
Tatra banka a.s., Bratislava (SK) März
2014
Juni 2025 60.000 SME-Forderungen 17,5%
True Sale Transaction
ROOF Poland 2008- 1
Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,
Warschau (PL)
Jänner
2008
Mai 2014
vorzeitig
beendet
Fahrzeug
leasing
1,3%

Im Geschäftsjahr 2014 wurden einige neue Verbriefungsprogramme mit externen Investoren aufgesetzt, die im Folgenden kurz beschrieben sind.

Eine synthetische Verbriefung eines im Wesentlichen von der Konzernzentrale originierten Firmenkundenportfolios wurde im Dezember 2014 abgeschlossen. Die Equity Tranche wurde extern platziert und umfasst einen Portfolio-Garantiebetrag von bis zu €88.100 Tausend.

Im Berichtsjahr wurde seitens der Leasingtochter in Polen eine neue Verbriefungstransaktion hinsichlich eines Portfolios von Fahrzeugleasingverträgen im Volumen von € 222.250 Tausend platziert. Die für diese Transaktion gegründete Zweckgesellschaft wird im Konzern konsolidiert, da die polnische Leasingtochter Entscheidungsrechte an der Zweckgesellschaft hat, die die Vermögenswerte und Schulden der Zweckgesellschaft wesentlich beeinflussen. Sie hat damit die Möglichkeit, die Erträge des Silos zu beeinflussen. Damit ist gemäß IFRS 10 beherrschender Einfluss gegeben. Die Senior Tranche der Notes wird extern von der Europäischen Investmentbank gehalten, die Junior Notes in Höhe von 33 Prozent werden konzernintern von der originierenden Leasingtochter in Polen gehalten.

Die im Folgenden erwähnten Verbriefungsprogramme aus den Vorjahren waren auch 2014 noch aktiv:

Die 2012 erfolgte Verbriefung von Fahrzeug-Leasingverträgen der polnischen Leasingtochter durch die Übertragung von Forderungen an die Spezialgesellschaft (SPV) Compass Variety Funding Limited, Dublin (IE), war 2014 weiterhin aktiv. Aufgrund des ab 2014 verpflichtend anzuwendenden IFRS 10 wurde jener Teil des SPV konsolidiert, der den festgelegten Vermögenswerten und Schulden gemäß IFRS 10 entspricht. Das im Konzern verbleibende "First Loss Piece" betrug zu Beginn der Transaktion 15 Prozent. Aufgrund der bereits erfolgten Rückzahlungen, zunächst an die nicht nachrangigen Investoren, beträgt das Volumen an ausstehenden Forderungen zum Ultimo des Berichtsjahres € 17.703 Tausend (2013: € 88.203 Tausend).

Im Jahr 2012 erfolgte eine synthetische Verbriefung von Firmenkundenforderungen, Wertpapieren und Garantien der Konzernzentrale mit großteils konzernintern gehaltenen und teils extern platzierten Tranchen, letztere im Volumen von € 47.000 Tausend.

Erwähnenswert ist eine extern platzierte Verbriefung von "Diversified Payment Rights" der AO Raiffeisenbank, Moskau, mit einem Buchwert der ausstehenden verbrieften Verbindlichkeiten in Höhe von € 129.338 Tausend (2013: € 125.346 Tausend). Die damit im Vergleich zum Vorjahr eingetretene Veränderung ist auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen. Die Laufzeit der hier begebenen Tranche Serie 2012-A endet im Mai 2017, jene der Serien 2012-B und 2012-C im Mai 2019.

Im Rahmen weiterer synthetischer Verbriefungen hat die RBI an den so genannten JEREMIE-Programmen in Bulgarien, Rumänien (ROOF Romania bzw. Bulgaria SME 2011-1) und ab 2013 auch in der Slowakei (ROOF Slovakia SME 2013-1) teilgenommen. Durch einen Vertrag der jeweiligen Netzwerkbank mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) soll die Kreditvergabe an Kleinund Mittelbetriebe unterstützt werden, da diese im Rahmen der JEREMIE-Initiative Garantien seitens des EIF erhalten können. Das aktuelle Portfoliovolumen im Programm der JEREMIE-First-Loss-Portfoliogarantien beträgt für das von der Raiffeisenbank S.A., Bukarest, ausgenützte Volumen € 54.034 Tausend (2013: € 48.087 Tausend), für das von der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia, ausgenützte Volumen € 64.845 Tausend (2013: € 63.801 Tausend) und für das von der Tatra banka a.s., Bratislava, ausgenützte Volumen € 13.483 Tausend (2013: €845 Tausend).

Ebenfalls noch aktiv ist das 2013 ausgerollte True-Sale-Verbriefungsprogramm bezüglich eines Portfolios von Retail-Krediten der AO Raiffeisenbank, Moskau, im Volumen von rund € 125.000 Tausend, das an eine im Konzern gehaltene Zweckgesellschaft verkauft wurde und bei dem sowohl die Senior Tranche als auch das First Loss Piece konzernintern gehalten werden. Infolge der Amortisierung des Programms und bereits erfolgter Rückzahlungen betrug der Buchwert der im Rahmen dieser Transaktion ausstehenden Forderungen zum Jahresende € 44.106 Tausend (2013: €95.262 Tausend).

Die aus Fahrzeug-Leasingverträgen bestehende True-Sale-Transaktion ROOF Poland 2008-1 wurde bereits im Mai 2014 vorzeitig, d. h. ca. 6 Monate vor ihrem Laufzeitende, beendet. Die Forderungen in diesem SPV hatten Ende 2013 nur noch € 3.373 Tausend betragen.

RBI als Investor

Neben der oben erwähnten besonderen Form der Refinanzierung und Platzierung von Risiken aus Krediten oder Leasingverträgen ist die RBI auch als Investor in ABS-Strukturen tätig. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Investments in so genannte Structured Credit Products, Asset-Based Financing und zum Teil auch Diversified Payment Rights. Im Lauf des Geschäftsjahres 2014 kam es hier durch Marktpreisveränderungen zu einem positiven Bewertungsergebnis von rund € 28 Tausend (2013: minus € 286 Tausend) und zu einem realisierten Ergebnis aus Verkäufen von €126 Tausend (2013: €2.180 Tausend).

Gesamtexposure an strukturierten Produkten (exklusive CDS):

2014 2013
in € Tausend Aktuelles Nominale Buchwert Aktuelles Nominale Buchwert
Asset-Backed Securities (ABS) 917.066 917.405 609.363 609.775
Mortgage-Backed Securities (MBS) 0 0 55 49
Collateralized Debt Obligations (CDO) 31.793 173 42.196 151
Sonstige 20.000 841 29.586 994
Gesamt 968.859 918.419 681.199 610.968

(38) Übertragene Vermögenswerte

Der Konzern schließt Geschäfte ab, die zur Übertragung von Handelsaktiva, Wertpapieren und Beteiligungen sowie Forderungen an Kunden führen. Die übertragenen finanziellen Vermögenswerte werden weiterhin zur Gänze bzw. im Umfang der fortgesetzten Beteiligung des Konzerns erfasst oder aber vollständig ausgebucht. Die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten, die nicht vollständig ausgebucht werden oder bei denen eine fortgesetzte Beteiligung des Konzerns besteht, erfolgt in erster Linie durch Pensionsgeschäfte, Wertpapierleihgeschäfte und Verbriefungen.

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

Pensionsgeschäfte sind Transaktionen, bei denen der Konzern ein Wertpapier veräußert und gleichzeitig zustimmt, es zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu einem festen Preis zurückzukaufen. Der Konzern erfasst die Wertpapiere weiterhin vollständig in seiner Bilanz, da im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an ihnen verbundenen Risiken und Vorteile bei ihm verbleiben. Der erhaltene Bargegenwert wird als finanzieller Vermögenswert verbucht und eine Schuld für die Verpflichtung zur Zahlung des Rückkaufspreises angesetzt. Da der Konzern die vertraglichen Rechte am Cash-Flow der Wertpapiere veräußert, kann er die übertragenen Wertpapiere während der Laufzeit der Vereinbarung nicht nutzen.

Wertpapierleihgeschäfte sind Transaktionen, bei denen der Konzern Wertpapiere gegen eine Provision ausleiht und dafür liquide Mittel als Sicherheit erhält. Der Konzern erfasst die Wertpapiere weiterhin vollständig in seiner Bilanz, da im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an ihnen verbundenen Risiken und Vorteile bei ihm verbleiben. Der erhaltene Bargegenwert wird als finanzieller Vermögenswert verbucht und eine Schuld für die Verpflichtung zur Rückzahlung angesetzt. Da der Konzern im Rahmen des Leihvertrags die vertraglichen Rechte am Cash-Flow der Wertpapiere veräußert, kann er die übertragenen Wertpapiere während der Laufzeit der Vereinbarung nicht nutzen.

Der Konzern veräußert Forderungen an Kunden an Verbriefungsgesellschaften, die ihrerseits Schuldverschreibungen an Investoren emittieren, die durch die erworbenen Vermögenswerte besichert werden. Bei den Verbriefungen, bei denen der Konzern Forderungen an Kunden an eine nicht konsolidierte Verbriefungsgesellschaft überträgt, verbleibt ein Teil des Risikos beim ihm, während ein anderer Teil sowie das Vorfälligkeits- und Zinsrisiko auf die Gesellschaft übergeht. Der Konzern behält bzw. überträgt daher im Wesentlichen nicht alle Risiken und Vorteile solcher Vermögenswerte.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der übertragenen Vermögenswerte:

2014 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
davon davon Rückkauf davon davon Rückkauf
in € Tausend Buchwert Verbriefungen vereinbarung Buchwert Verbriefungen vereinbarung
Kredite und Forderungen 320.570 257.829 62.741 216.882 161.669 55.213
Handelsaktiva 79.213 0 79.213 72.834 0 72.834
Wertpapiere und Beteiligungen 124.067 0 124.067 88.136 0 88.136
Gesamt 523.851 257.829 266.021 377.853 161.669 216.184
2013 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
davon davon Rückkauf davon davon Rückkauf
in € Tausend Buchwert Verbriefungen vereinbarung Buchwert Verbriefungen vereinbarung
Kredite und Forderungen 88.203 88.203 0 65.198 65.198 0
Handelsaktiva 251.235 0 251.235 205.674 0 205.674
Wertpapiere und Beteiligungen 641.078 0 641.078 487.380 0 487.380
Gesamt 980.516 88.203 892.313 758.251 65.198 693.054

Übertragene und vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

Es bestehen derzeit keine Verbriefungsgeschäfte, bei denen finanzielle Vermögenswerte vollständig ausgebucht wurden.

(39) Als Sicherheit verpfändete und erhaltene Vermögenswerte

Der Konzern verpfändet Vermögenswerte hauptsächlich im Rahmen von Rückkaufvereinbarungen, Wertpapierleihgeschäften und sonstigen Kreditverträgen sowie für das Margining bei Derivatverbindlichkeiten. Die nachfolgende Tabelle beinhaltet Aktiva aus Pensionsgeschäften, Wertpapierleihgeschäften, Verbriefungen und Pfandbriefe, die zur Besicherung von Verbindlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden, oder Garantien (d. h. besicherte Depots).

in € Tausend 2014 2013
Kredite und Forderungen1 7.086.587 2.098.851
Handelsaktiva2 694.067 433.316
Wertpapiere und Beteiligungen 711.713 1.830.723
Gesamt 8.492.368 4.362.889

1 Ohne Forderungen aus Reverse Repo und Wertpapierleihegeschäften.

2 Ohne Derivate.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die den als Sicherheiten verpfändeten Vermögenswerten zugehörigen Verbindlichkeiten und beinhaltet Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften, Wertpapierleihegeschäften, Verbriefungen und Pfandbriefe:

in € Tausend 2014 2013
Verbindlichkeiten an Kreditinstitute 4.978.526 3.269.688
Verbindlichkeiten an Kunden 176.946 71.210
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.317.728 1.068.867
Übrige Passiva 188.645 169.958
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 716 1.216
Gesamt 6.662.561 4.580.938

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert wurden:

in € Tausend 2014 2013
Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert wurden 6.538.220 7.339.178
davon verkaufte oder weiterverpfändete Sicherheiten 1.744.451 3.277.196

Der Konzern hat Sicherheiten erhalten, deren Verkauf oder Weiterverpfändung zulässig ist, wenn im Lauf von Reverse-Repo-Geschäften, Wertpapierleih-, Derivat-- oder sonstigen Transaktionen kein Ausfall eintritt.

Erhebliche Beschränkungen bezüglich des Zugangs zu oder der Nutzung von Vermögenswerten des Konzerns

Die Fähigkeit des Konzerns, frei auf Vermögenswerte zuzugreifen und diese an andere bzw. von anderen Konzerngesellschaften zu übertragen und Verbindlichkeiten zu begleichen, kann durch gesetzliche, vertragliche oder regulatorische Anforderungen sowie Schutzrechte von nicht beherrschenden Beteiligungen eingeschränkt werden. Zum Bilanzstichtag existierten keine wesentlichen Schutzrechte, die nicht beherrschenden Beteiligungen vom Konzern zugestanden wurden, und daher auch keine daraus erwachsenden signifikanten Beschränkungen.

Die folgenden Produkte schränken den Konzern in der Nutzung seiner Vermögenswerte ein: Rückkaufvereinbarungen, Wertpapierleih- und sonstige Kreditverträge für das Margining bei Derivatverbindlichkeiten, Verbriefungen und diverse Versicherungsgeschäfte. In der nachstehenden Tabelle sind Vermögenswerte angeführt, die als Sicherheiten verpfändet und in anderer Weise zweckgebundene Vermögenswerte mit Kopplung an eine entsprechende Verbindlichkeit sind. Sie können aus gesetzlichen oder sonstigen Gründen aufgrund der Zweckbindung nicht zur Besicherung von Fremdmitteln eingesetzt werden.

2014 sonstige Verfügungsbeschränkungen
in € Tausend Verpfändet mit Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen1 7.086.587 1.735.310
Handelsaktiva2 694.067 33.405
Wertpapiere und Beteiligungen 711.713 131.049
Gesamt 8.492.368 1.899.764

1 Ohne Forderungen aus Reverse Repo und Wertpapierleihegeschäften.

2 Ohne Derivate.

(40) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

In den nachstehenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden dargestellt, die in der Konzernbilanz saldiert werden oder einer durchsetzbaren/undurchsetzbaren Aufrechnungsrahmen- oder einer vergleichbaren Vereinbarung für ähnliche Finanzinstrumente unterliegen, ungeachtet dessen, ob sie in der Bilanz saldiert werden oder nicht.

Unter vergleichbaren Vereinbarungen sind u. a. Derivate-Clearingverträge sowie globale Rahmenverträge über einen Rückkauf oder Wertpapierleihgeschäfte zu verstehen. Ähnliche Finanzinstrumente sind z. B. Derivate, Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte sowie Wertpapierverleih- und -leihgeschäfte.

Einige dieser Vereinbarungen werden in der Bilanz nicht saldiert, weil den jeweiligen Vertragspartnern ein Recht zur Aufrechnung von erfassten Beträgen eingeräumt wird, das nur bei Eintritt eines Verzug darstellenden Ereignisses, der Insolvenz oder des Konkurses des Konzerns oder der Vertragspartner oder von anderen, vorab festgelegten Ereignissen durchsetzbar ist. Darüber hinaus beabsichtigen der Konzern und seine Vertragspartner nicht, auf Nettobasis abzurechnen oder die Vermögenswerte zu realisieren und zeitgleich die Schulden zu tilgen. Der Konzern erhält und stellt Sicherheiten in Form von liquiden Mitteln und marktgängigen Wertpapieren.

2014 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
bilanzierter saldierter
bilanzierter
bilanzierter
finanzieller
in € Tausend finanzieller
Vermögenswerte
finanzieller
Verbindlichkeiten
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 5.536.034 10.677 5.525.357 4.757.753 34.971 732.633
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer, Wert
papierleihe und ähnliche Vereinbarungen (rechtlich
durchsetzbar) 6.270.951 0 6.270.951 6.253.237 0 17.714
Sonstige Finanzinstrumente (rechtlich
durchsetzbar)
4.848.030 447.840 4.400.190 1.316.599 0 3.083.591
Gesamt 16.655.015 458.518 16.196.497 12.327.589 34.971 3.833.938

In 2014 betrugen die Aktiva, die keiner rechtlich durchsetzbaren Netting-Vereinbarung unterlagen, € 105.480.048 Tausend (2013: €113.099.362 Tausend), von denen ein unwesentlicher Anteil auf derivative Finanzinstrumente und Barbestände aus Reverse-Repo-Geschäften entfiel. Darüber hinaus betrugen die Verbindlichkeiten, die keiner rechtlich durchsetzbaren Netting-Vereinbarung unterlagen, im Jahr 2014 € 106.962.257 Tausend (2013: €109.744.300 Tausend), von denen ein unwesentlicher Anteil auf derivative Finanzinstrumente und Bardepots aus Repo-Geschäften entfiel.

2014 Bruttobetrag
saldierter
Nettobetrag
bilanzierter
Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Tausend bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 5.142.343 10.677 5.131.666 4.781.271 124.497 225.898
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber,
Wertpapierleihe und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
406.086 0 406.086 399.175 0 6.911
Sonstige Finanzinstrumente (rechtlich
durchsetzbar)
1.816.509 447.247 1.369.262 1.316.599 0 52.663
Gesamt 7.364.938 457.924 6.907.014 6.497.045 124.497 285.471
2013 Bruttobetrag
saldierter
Nettobetrag
bilanzierter
Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Tausend bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 3.496.129 39.966 3.456.164 3.063.382 16.311 376.470
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer,
Wertpapierleihe und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
8.131.019 0 8.131.019 8.123.543 0 7.476
Sonstige Finanzinstrumente (rechtlich
durchsetzbar)
6.244.589 231.823 6.012.766 6.012.766 0 0
Gesamt 17.871.737 271.789 17.599.949 17.199.691 16.311 383.946
2013 Bruttobetrag
saldierter
Nettobetrag
bilanzierter
Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Tausend bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 3.268.829 39.966 3.228.863 3.531.310 51.855 - 354.301
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber,
Wertpapierleihe und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
1.862.597 0 1.862.597 1.862.758 0 - 161
Sonstige Finanzinstrumente (rechtlich
durchsetzbar)
6.242.119 229.353 6.012.766 6.012.766 0 0
Gesamt 11.373.545 269.319 11.104.226 11.406.834 51.855 - 354.463

Die Bruttobeträge von finanziellen Vermögenswerten und Schulden und ihre in den vorstehenden Tabellen ausgewiesenen Nettobeträge wurden entweder zum beizulegenden Zeitwert (Derivate, sonstige Finanzinstrumente) oder zu fortgeführten Anschaffungskosten (Forderungen, Einlagen und sonstige Finanzinstrumente) bewertet. Für alle Beträge erfolgte eine Überleitung in die entsprechenden Bilanzposten.

(41) Derivative Finanzinstrumente

2014 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Tausend Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mehr als 5
Jahre
Gesamt Positive Negative
Gesamt 81.423.171 78.328.479 47.373.936 207.125.585 6.111.712 - 6.464.673
Zinssatzverträge 31.359.185 63.386.910 43.256.192 138.002.287 4.531.606 - 3.488.507
OTC-Produkte
Zinsswaps 23.354.262 53.689.741 38.783.533 115.827.535 4.346.256 - 3.306.140
Zinstermingeschäfte 2.598.676 1.187.433 114.206 3.900.314 2.445 - 5.908
Zinsoptionen – Käufe 964.006 3.019.331 1.959.025 5.942.362 181.949 0
Zinsoptionen – Verkäufe 1.025.483 3.149.991 2.289.658 6.465.131 0 - 173.704
Börsegehandelte Produkte
Zinsfutures 1.111.761 2.340.415 109.771 3.561.947 705 - 2.344
Zinsoptionen 2.304.998 0 0 2.304.998 252 - 412
Wechselkurs- und Goldverträge 48.205.734 11.277.116 2.950.853 62.433.703 1.496.375 - 1.813.068
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 5.324.308 10.202.152 2.898.717 18.425.177 628.815 - 726.415
Devisentermingeschäfte 38.920.839 660.034 9.625 39.590.499 813.410 - 1.016.863
Währungsoptionen – Käufe 1.717.633 204.435 0 1.922.068 48.594 0
Währungsoptionen – Verkäufe 1.877.746 206.026 0 2.083.772 0 - 51.903
Goldverträge 0 2.969 0 2.969 41 0
Börsegehandelte Produkte
Devisenterminkontrakte (Futures) 365.208 0 0 365.208 5.482 - 3.287
Sonstige Währungsverträge1 0 1.500 42.511 44.011 34 - 14.600
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.705.372 1.895.477 1.140.395 4.741.244 63.801 - 1.017.973
OTC-Produkte
Aktien-/Indexoptionen – Käufe 196.966 365.123 147.191 709.280 51.985 0
Aktien-/Indexoptionen – Verkäufe 158.758 662.627 454.612 1.275.997 0 - 102.847
Sonstige wertpapierbezogene
Geschäfte
29.551 56.699 0 86.250 204 - 1.151
Börsegehandelte Produkte
Aktien-/Index-Terminkontrakte 626.012 55 0 626.067 1.081 - 2.082
Aktien-/Indexoptionen 517.081 97.421 0 614.503 9.740 - 13.463
Sonstige wertpapierbezogene
Geschäfte1
177.005 713.552 538.592 1.429.148 791 - 898.429
Warentermingeschäfte 80.358 212.477 14.338 307.172 1.671 - 103.039
Kreditderivate 57.419 1.536.077 0 1.593.496 18.110 - 17.395
Edelmetallgeschäfte 15.103 20.422 12.158 47.682 148 - 24.690

1 Sonstige wertpapierbezogene Geschäfte und sonstige Währungsverträge, die an einer Börse gehandelt werden, sind 2014 separat ausgewiesen.

Dem Überhang an negativen Marktwerten bei wertpapierbezogenen Geschäften stehen zu Sicherungszwecken erworbene Aktien in den Handelsaktiva gegenüber, die in der obigen Tabelle nicht enthalten sind.

2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Tausend Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mehr als 5
Jahre
Gesamt Positive Negative
Gesamt 78.040.200 65.470.099 42.887.764 186.398.063 4.206.434 - 4.412.069
Zinssatzverträge 30.570.093 53.288.726 40.047.378 123.906.197 3.378.184 - 2.773.952
OTC-Produkte
Zinsswaps 25.727.466 46.752.103 35.324.359 107.803.929 3.210.034 - 2.604.230
Zinstermingeschäfte 2.731.254 165.871 0 2.897.125 2.463 - 2.614
Zinsoptionen – Käufe 964.268 2.832.996 2.012.651 5.809.915 159.504 0
Zinsoptionen – Verkäufe 684.477 2.931.551 2.546.351 6.162.379 0 - 166.215
Sonstige Zinssatzverträge 11.278 0 0 11.278 0 0
Börsegehandelte Produkte
Zinsfutures 451.350 606.204 124.017 1.181.571 5.910 - 893
Zinsoptionen 0 0 40.000 40.000 274 0
Wechselkurs- und Goldverträge 45.597.652 9.059.471 2.409.684 57.066.807 748.253 - 655.470
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 5.188.688 8.020.118 2.372.280 15.581.087 230.414 - 315.793
Devisentermingeschäfte 36.228.365 803.930 22.667 37.054.962 471.750 - 263.912
Währungsoptionen – Käufe 1.984.514 117.004 0 2.101.519 43.199 0
Währungsoptionen – Verkäufe 1.870.663 118.417 0 1.989.081 0 - 48.226
Sonstige Währungsverträge 0 0 0 0 0 0
Goldverträge 23.654 0 14.737 38.391 7 - 25.044
Sonstige Verträge auf Goldbasis 0 0 0 0 125 0
Börsegehandelte Produkte
Devisenterminkontrakte (Futures) 301.768 0 0 301.768 2.757 - 2.495
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.507.466 1.507.254 407.101 3.421.821 59.334 - 840.545
OTC-Produkte
Aktien-/Indexoptionen – Käufe 64.143 386.892 122.448 573.483 31.690 0
Aktien-/Indexoptionen – Verkäufe 170.754 455.754 78.364 704.871 0 - 62.945
Sonstige wertpapierbezogene
Geschäfte
184.188 600.660 206.288 991.136 1.529 - 740.417
Börsegehandelte Produkte
Aktien-/Index-Terminkontrakte 769.345 597 0 769.942 16.879 - 28.816
Aktien-/Indexoptionen 319.036 63.351 0 382.387 9.237 - 8.366
Warentermingeschäfte 201.584 170.660 11.415 383.659 10.294 - 115.948
Kreditderivate 115.758 1.431.265 0 1.547.023 10.325 - 8.721
Edelmetallgeschäfte 47.647 12.724 12.186 72.556 43 - 17.433

(42) Fair Value von Finanzinstrumenten

Die Bewertung zum Fair Value erfolgt im Konzern primär anhand von externen Datenquellen (im Wesentlichen Börsepreise oder Broker-Quotierungen in hochliquiden Märkten). Finanzinstrumente, für die die Fair-Value-Bewertung anhand von quotierten Marktpreisen erfolgt, sind hauptsächlich börsenotierte Wertpapiere und Derivate sowie liquide Anleihen, die auf OTC-Märkten gehandelt werden. Diese Finanzinstrumente werden dem Level I der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Wird eine Marktbewertung herangezogen, deren Markt aufgrund der eingeschränkten Liquidität nicht als aktiver Markt betrachtet werden kann, wird das zugrunde liegende Finanzinstrument als Level II der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Sind keine Marktpreise verfügbar, werden diese Finanzinstrumente anhand von Bewertungsmodellen, die auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, bewertet. Diese beobachtbaren Marktdaten sind im Wesentlichen nachvollziehbare Zinskurven, Credit Spreads und Volatilitäten. Der Konzern verwendet grundsätzlich Bewertungsmodelle, die einer internen Prüfung durch das Marktrisiko-Komitee unterliegen, um angemessene Bewertungsparameter sicherzustellen.

Kann die Fair-Value-Bewertung weder anhand von ausreichend regelmäßig gestellten Marktpreisen (Level I) noch anhand von Bewertungsmodellen, die vollständig auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen (Level II), erfolgen, werden einzelne nicht auf dem Markt beobachtbare Input-Parameter anhand von angemessenen Annahmen geschätzt. Haben nicht auf dem Markt beobachtbare Parameter einen signifikanten Einfluss auf die Bewertung des zugrunde liegenden Finanzinstruments, wird es dem Level III der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Diese nicht regelmäßig beobachtbaren Bewertungsparameter sind im Wesentlichen Credit Spreads, die aus internen Schätzungen abgeleitet werden.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine regelmäßige Beurteilung, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch auf nicht auf dem Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

Für Anleihen werden in erster Linie handelbare Marktpreise herangezogen. Sind keine Quotierungen vorhanden, so werden die Wertpapiere mittels Discounted-Cash-Flow-Modell bewertet. Hier fließen als Bewertungsparameter die Zinskurve sowie ein adäquater Credit Spread ein. Die Ermittlung des Credit Spreads erfolgt über auf dem Markt vorhandene, vergleichbare Finanzinstrumente. Für einen geringen Teil des Portfolios wurde ein konservativer Ansatz gewählt, und es wurden Credit Default Spreads für die Bewertung verwendet. Weiters werden auch externe Bewertungen von Dritten berücksichtigt, die in allen Fällen indikativen Charakter aufweisen. Die Level-Einteilung der Positionen wird am Ende der Berichtsperiode durchgeführt.

Im Konzern kommen für die Bewertung von OTC-Derivaten marktübliche, bekannte Bewertungsmethoden zur Anwendung. Z. B. werden Interest Rate Swaps, Cross Currency Swaps oder Forward Rate Agreements über das für diese Produkte marktübliche Discounted-Cash-Flow-Modell bewertet. OTC-Optionen, z. B. Foreign Exchange Options oder Caps und Floors, liegen Bewertungsmodelle zugrunde, die dem Marktstandard entsprechen. Für die angeführten Produktbeispiele wären dies das Garman-Kohlhagen-Modell sowie Black-Scholes 1972 und Black 1976. Für komplexe Optionen erfolgt die Bewertung mithilfe von Binomialbaummodellen und Monte-Carlo-Simulationen.

Zur Ermittlung des Fair Value ist weiters eine Anpassung der Kreditbewertungen (Credit Value Adjustment, CVA) notwendig, um das mit OTC-Derivattransaktionen verbundene Kreditrisiko der Gegenparteien insbesondere für jene Vertragspartner zu berücksichtigen, mit denen nicht bereits eine Absicherung über Credit Support Annex erfolgt ist. Der ermittelte Betrag stellt jeweils den geschätzten Marktwert der Sicherungsmaßnahmen dar, die zur Absicherung gegen das Kreditrisiko der Gegenparteien aus den OTC-Derivatportfolien des Konzerns erforderlich sind.

Bewertungsanpassungen für das Kontrahentenausfallrisiko (Credit Value Adjustment, CVA) und Anpassungen für das eigene Kreditrisiko (Debit Value Adjustment, DVA) kommen für OTC-Derivate zur Anwendung, um erwartete Verluste im Kreditgeschäft abzudecken. Die CVA-Bewertungsanpassung besteht einerseits aus der Ermittlung des in der Zukunft zu erwarteten positiven Risikobetrags (Expected Positive Exposures) und andererseits aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kontrahenten. Die DVA-Bewertungsanpassung wird durch den erwarteten negativen Risikobetrag (Expected Negative Exposure) und durch die Kreditqualität der RBI bestimmt. Um den zu erwartetenn positiven Risikobetrag zu ermitteln, wird unter Berücksichtigung aller verfügbarer Risikofaktoren (z. B. Währungs- und Zinskurven) eine große Anzahl von Szenarien für zukünftige Zeitpunkte simuliert. Die OTC-Derivate werden unter Berücksichtigung dieser Szenarien an den jeweiligen zukünftigen Zeitpunkten zu Marktwerten bewertet und auf Kontrahentenebene aggregiert, um abschließend für alle Zeitpunkte den positiven Risikobetrag zu bestimmen. Erstmals werden ab dem 31. Dezember 2014 auch Kontrahenten mit CSA-Verträgen (Credit Support Annex, CSA) in der Berechnung berücksichtigt. Bei diesen errechnen sich die zu erwarteten Risikobeträge nicht direkt aus den simulierten Marktwerten, sondern aus einer zukünftig erwarteten Änderung der Marktwerte über einer "Margin Period of Risk" von zehn Tagen.

Als weitere Komponente für die CVA-Bewertungsanpassung muss für jeden Kontrahenten eine Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt werden. Der Konzern leitet, sofern direkte CDS-Quotierungen (Credit Default Swap, CDS) zur Verfügung stehen, für den jeweiligen Kontrahenten die marktbasierte Ausfallwahrscheinlichkeit und implizit die Verlustquote (Loss-Given Default, LGD) ab. Die Ausfallwahrscheinlichkeit von nicht aktiv auf dem Markt gehandelten Kontrahenten wird durch Zuordnung des internen Ratings eines Kontrahenten an eine sektor- und ratingspezifische CDS-Kurve bestimmt. Das Bewertungsergebnis aufgrund des geänderten Kreditrisikos der Gegenpartei wird unter Punkt (5) Handelsergebnis im zinsbezogenen Geschäft dargestellt.

Die DVA-Bewertungsanpassung wird durch den erwarteten Risikobetrag (Expected Negative Exposure) und durch die Kreditqualität der RBI bestimmt und stellt die Wertanpassung in Bezug auf die eigene Ausfallwahrscheinlichkeit dar. Die Berechnung erfolgt von der Methodik her analog zum CVA, anstelle des erwarteten positiven Marktwerts wird der erwartete negative Marktwert verwendet. Aus den simulierten zukünftigen aggregierten Kontrahenten-Markwerten werden anstatt der positiven Risikobeträge negative Risikobeträge bestimmt, die die zu erwartende Schuld, die der Konzern gegenüber dem Kontrahenten an den jeweils relevanten zukünftigen Zeitpunkten hat, darstellen. Zur Bestimmung der eigenen Ausfallwahrscheinlichkeit werden ebenfalls vom Markt implizierte Werte verwendet. Sofern direkte CDS-Quotierungen zur Verfügung stehen, werden diese herangezogen. Falls keine CDS-Quotierung vorliegt, wird die eigene Ausfallwahrscheinlichkeit durch Zuordnung des eigenen Ratings an eine sektor- und ratingspezifische CDS-Kurve bestimmt.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in den nachfolgenden Tabellen nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungskategorien gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht auf dem Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren. Die Level-Einteilung der Positionen wird am Ende der Berichtsperiode durchgeführt.

2014 2013
in € Tausend Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 3.138.518 5.365.030 114.517 4.069.863 3.755.398 164.884
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 158.754 4.938.594 72.603 59.118 3.481.137 88.009
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 345.500 2.086 237 402.805 4.460 306
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
2.634.264 424.350 41.677 3.607.941 269.800 76.569
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
3.434.961 332.688 86.261 4.788.178 3.639.195 12.131
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.042 0 3.702 42.584 102.595 4.889
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.430.919 332.688 82.559 4.745.594 3.536.599 7.242
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 1.857.262 0 82.243 345.844 0 11.627
Sonstige Beteiligungen2 3.477 0 0 4.434 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
1.853.178 0 82.242 341.409 0 11.627
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 607 0 1 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 941.575 187 0 549.903 23.101
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 941.575 187 0 549.903 23.101

1 Inklusive sonstige Derivate.

2 Enthält nur börsenotierte Unternehmen.

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

2014 2013
in € Tausend Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 555.458 6.872.620 26.984 630.609 4.801.262 23.894
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 128.449 6.116.587 19.088 128.849 4.133.186 16.640
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 0 0 0 0 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 427.010 71.062 501.760 49.699 0
Emittierte Zertifikate 0 684.972 7.896 0 618.377 7.254
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 2.595.682 0 0 2.612.277 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 2.130.029 0 0 2.121.500 0
Nachrangkapital 465.653 0 490.777 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 200.549 0 0 132.536 0
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 200.549 0 0 132.536 0

1 Inklusive sonstige Derivate.

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Pro Finanzinstrument wird untersucht, ob notierte Marktpreise auf einem aktiven Markt (Level I) vorhanden sind. Bei Finanzinstrumenten mit nicht notierten Marktpreisen werden beobachtbare Marktdaten wie Zinskurven zur Berechnung des Fair Value herangezogen (Level II). Eine Umgliederung erfolgt, wenn sich diese Einschätzung ändert.

Bei der Umgliederung von Level I in Level II handelt es sich um Titel, für die bisher Marktquotierungen gestellt wurden, die nun nicht mehr vorhanden sind. Für diese Wertpapiere erfolgt die Bewertung nun anhand eines Discounted-Cash-Flow-Modells unter Einbeziehung der jeweils gültigen Zinskurve sowie des adäquaten Credit Spreads.

Bei der Umgliederung von Level II in Level I handelt es sich um Titel, für die die Bewertungsergebnisse zuvor anhand eines Discounted-Cash-Flow-Modells ermittelt wurden. Da nun Marktquotierungen zur Verfügung stehen, können diese für die Bewertung herangezogen werden.

2014 wurden im Wesentlichen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von € 11.057 Tausend von Level II zu Level I transferiert, zurückzuführen auf eine Erhöhung der Marktliquidität bei einzelnen Produkten.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Falls zumindest ein wesentlicher Bewertungsparameter nicht auf dem Markt beobachtbar ist, wird dieses Instrument dem Level III der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklungen des Fair Value von Finanzinstrumenten, die anhand von nicht beobachtbaren Parametern bewertet werden.

in € Tausend Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 164.884 0 - 2.816 28.107 - 89.523
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
12.131 0 - 1.692 52.013 - 27.322
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 11.627 0 - 324 25.257 - 179
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 23.101 0 146 187 - 25.170
in € Tausend Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer aus
Level III
Stand
31.12.2014
Handelsaktiva 15.418 0 43 - 1.595 114.517
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte 2.953 0 48.179 - 1 86.261
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 8.904 - 4 54.770 0 82.243
Derivate für Sicherungsmaßnahmen - 118 2.041 0 0 187
in € Tausend Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 23.894 0 0 5.669 0
in € Tausend Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 31.12.2014
Handelspassiva - 2.579 0 0 0 26.984

Die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten des Level III der Fair-Value-Hierarchie beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf €6.770 Tausend (2013: € 8.971 Tausend).

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level-III-Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert in €
Tausend
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
237 Substanzwert
methode
Abschläge 20 – 50%
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien 3.702 Approximationsverf
ahren
n.a.
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihen
158.286 DCF - Verfahren Kreditspanne 2 – 20%
Ausfallwahrscheinlichkeit
Verlusthöhe
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Asset Backed
Securities
48.567 Broker
Schätzungen
Erwartete Vorauszahlung
bewerten
n.a.
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne Hedge
Accounting
Devisentermin
geschäft
72.416 DCF - Verfahren Zinssatz 10 – 30%
Gesamt 283.208
Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert in €
Tausend
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum
Währungsrisiko
2 – 16%
0 – 5%
Negative Marktwerte aus dem derivativen Schwankungen 0 – 3%
Bankbuch ohne Hedge Accounting OTC-Optionen 19.088 Option Model Index-Kategorisierung 0 – 5%
Durchführungszeitraum
Geld-Brief-Spanne
0 – 3%
0 – 3%
Schwankungen 0 – 3%
Zu Handelszwecken ausgestellte Zertifikate Zertifikate 7.896 Option Model Index-Katagorisierung 0 – 2,5%
Gesamt 26.984

Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

Für die fix verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber Kreditinstituten/Kunden wird nur dann ein vom Bilanzwert (nach Berücksichtigung der Kreditrisikovorsorgen) abweichender Marktwert ermittelt, wenn diese eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Die variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten werden dann einbezogen, wenn eine Zinsanpassungsperiode von mehr als einem Jahr besteht. Für Kredite wurde der Fair Value durch Abzinsung zukünftiger Cash-Flows unter Verwendung von Zinssätzen berechnet, zu denen ähnliche Kredite mit den gleichen Restlaufzeiten an Kreditnehmer mit vergleichbarer Bonität hätten vergeben werden können. Darüber hinaus wurde das spezifische Kreditrisiko einschließlich der werthaltigen Sicherheiten bei der Ermittlung des Fair Value von Krediten berücksichtigt.

2014
in € Tausend Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 6.768.685 6.768.685 6.768.685 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 11.068.873 4.503.419 15.572.292 15.458.620 113.671
Forderungen an Kunden 0 20.300.351 50.495.181 70.795.532 71.970.803 - 1.175.271
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.033.801 3.404.904 405.597 8.844.302 8.677.949 166.354
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 18.388.452 4.056.535 22.444.987 22.408.371 36.616
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 27.069.196 39.288.856 66.358.052 66.094.172 263.880
Verbriefte Verbindlichkeiten 443.875 3.705.096 1.761.006 5.909.977 5.867.358 42.619
Nachrangkapital 0 3.773.191 409.948 4.183.139 3.719.455 463.684
2013
in € Tausend Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 6.674.226 0 6.674.226 6.674.226 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 16.657.868 5.509.804 22.167.673 22.125.059 42.614
Forderungen an Kunden 0 20.268.017 53.756.660 74.024.678 75.147.307 - 1.122.629
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 3.764.363 637.348 443.071 4.844.782 4.733.692 111.089
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 26.389.191 3.816.750 30.205.941 30.104.866 101.075
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 34.889.786 31.647.440 66.537.226 66.436.636 100.591
Verbriefte Verbindlichkeiten 278.283 9.042.953 158.686 9.479.922 9.411.146 68.776
Nachrangkapital 0 3.672.880 32.731 3.705.611 3.636.812 68.799

(43) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Tausend 2014 2013
Eventualverbindlichkeiten 10.037.595 10.989.527
Weitergegebene Wechsel 62.929 38.141
Avalkredite 6.289.555 6.198.703
Sonstige Bürgschaften 2.191.132 2.504.219
Akkreditive 1.396.379 2.188.542
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 97.599 59.921
Kreditrisiken 10.019.684 10.278.861
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.019.684 10.278.861
Bis 1 Jahr 3.000.231 2.797.602
Über 1 Jahr 7.019.453 7.481.260

Die folgende Tabelle enthält widerrufliche Kreditzusagen, die gemäß Basel III ungewichtet bleiben:

in € Tausend 2014 2013
Widerrufliche Kreditzusagen 18.268.598 16.726.791
Bis 1 Jahr 11.952.719 11.983.086
Über 1 Jahr 3.595.965 3.823.609
Ohne Laufzeit 2.719.913 920.095

Die RBI AG ist Mitglied der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich. Deren Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung, durch die sie solidarisch die zeitgerechte Erfüllung aller Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitglieds bis zu jener Grenze garantieren, die sich aus der Summe der individuellen Tragfähigkeit der anderen Vereinsmitglieder ergibt. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitglieds bestimmt sich nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG.

Risikobericht

(44) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für den Konzern eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt der Konzern sein umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements und stellt die aktuelle Risikoposition für alle materiellen Risiken dar.

Grundsätze des Risikomanagements

Der Konzern verfügt über ein System von Risikoprinzipien sowie Risikomessungs- und Überwachungsverfahren. Sie alle dienen dem Ziel, die wesentlichen Risiken aller Banken und Spezialgesellschaften des Konzerns zu kontrollieren und zu steuern. Die Risikopolitik und die Grundsätze des Risikomanagements werden vom Vorstand festgelegt. Zu den Risikogrundsätzen gehören dabei u. a. folgende Prinzipien:

  • Integriertes Risikomanagement: Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken werden als Hauptrisiken konzernweit gesteuert. Dazu werden diese Risiken gemessen, limitiert, aggregiert und den verfügbaren Risikodeckungsmassen gegenübergestellt.
  • Einheitliche Methoden: Um einen konsistenten und kohärenten Risikomanagement-Ansatz zu gewährleisten, werden konzernweit einheitliche Methoden zur Risikobeurteilung und -limitierung eingesetzt. Dieses Vorgehen ist effizient für die Entwicklung von Risikomanagement-Methoden und bildet die Grundlage für eine einheitliche Konzernsteuerung in allen Ländern und Geschäftssegmenten.
  • Laufende Planung: Die Risikostrategien und das Risikokapital werden während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet und bewilligt. Wesentliches Augenmerk wird dabei auf die Vermeidung von Risikokonzentrationen gelegt.
  • Unabhängige Kontrolle: Es besteht eine klare personelle und funktionale Trennung zwischen den Geschäfts- und allen Risikomanagement- und Risikocontrolling-Aktivitäten.
  • Vor- und Nachkalkulation: Risiken werden konsistent im Rahmen des Produktvertriebs und in der risikoadjustierten Performancemessung berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass Geschäfte grundsätzlich nur unter Berücksichtigung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses abgeschlossen und Anreize zum Eingehen hoher Risiken vermieden werden.

Im Einklang mit diesen Grundsätzen werden von den Risikomanagement-Einheiten des Konzerns detaillierte Risikostrategien ausgearbeitet, die diese allgemeinen Richtlinien in konkrete Ziele und spezifische Standards überführen. Die übergeordnete Gesamtbank-Risikostrategie leitet sich dabei aus der Geschäftsstrategie des Konzerns ab und ergänzt diese um risikorelevante Gesichtspunkte zur geplanten Geschäftsstruktur und zur strategischen Entwicklung. Diese Aspekte umfassen z. B. strukturelle Limits oder Kapitalquotenziele, die in der Budgetierung und im Rahmen der Geschäftsentscheidungen eingehalten werden müssen. Weitere spezifische Ziele für die einzelnen Risikokategorien werden in Detail-Risikostrategien festgelegt. So definiert die Kreditrisikostrategie des Konzerns z. B. Kreditportfoliolimits für einzelne Länder und Segmente und regelt die Kompetenzordnung für Einzelkreditentscheidungen.

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand des Konzerns stellt die angemessene Organisation und die Weiterentwicklung des Risikomanagements sicher. Er entscheidet über die angewendeten Verfahren zur Identifikation, Messung und Überwachung der Risiken und trifft Steuerungsmaßnahmen anhand der erstellten Auswertungen und Analysen. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch unabhängige Risikomanagement-Einheiten sowie spezifische Komitees unterstützt.

Grundsätzlich erfolgt das Risikomanagement im Konzern auf mehreren Stufen. Die RBI AG entwickelt und implementiert die Konzepte in Abstimmung mit der RZB AG als übergeordnetem Kreditinstitut und in Zusammenarbeit mit den einzelnen Tochtereinheiten des Konzerns. Die zentralen Risikomanagement-Einheiten sind verantwortlich für die angemessene und geeignete Umsetzung der Risikomanagement-Prozesse. Sie legen dazu Konzernrichtlinien fest und definieren geschäftsspezifische Vorgaben, Werkzeuge und Vorgehensweisen für alle Gesellschaften des Konzerns.

Zusätzlich existieren in den verschiedenen rechtlichen Konzerneinheiten lokale Risikomanagement-Einheiten. Diese implementieren die Risikopolitik in den jeweiligen Risikokategorien und steuern das Geschäft innerhalb der genehmigten Risikobudgets, um die aus der Geschäftspolitik resultierenden Ziele zu erfüllen. Zu diesem Zweck überwachen sie die entstehenden Risiken mithilfe standardisierter Messmethoden und melden diese auch über definierte Reporting-Schnittstellen an zentrale Risikomanagement-Einheiten.

Die im Bankwesengesetz geforderte Funktion des zentralen und unabhängigen Risikocontrollings wird durch den organisatorischen Bereich Risk Controlling ausgeübt. Dessen Aufgaben umfassen die Erstellung des konzernweiten und risikokategorieübergreifenden Regelwerks zur Konzern-Risikosteuerung und die unabhängige und neutrale Berichterstattung über das Risikoprofil an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats, den Gesamtvorstand und die einzelnen Geschäftsbereichsverantwortlichen. Weiters werden hier das erforderliche Risikokapital für die unterschiedlichen Konzerneinheiten ermittelt und der Ausnutzungsgrad der festgelegten Risikokapitalbudgets zur Beurteilung der Angemessenheit der Kapitalausstattung berechnet.

Risikokomitees

Das Risk Management Committee ist für die laufende Weiterentwicklung und Implementierung der Methoden und Parameter zur Risikomessung und die Verfeinerung der Steuerungsinstrumente zuständig. Das Komitee beurteilt auch die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung einer angemessenen Kapitalausstattung und der entsprechenden Risikolimits. Es bewilligt die verschiedenen Risikomanagement- und -steuerungs-Aktivitäten (wie z. B. die Allokation von Risikobudgets) und unterstützt den Vorstand bei diesen Tätigkeiten.

Das Group Asset/Liability Committee beurteilt und steuert das Bilanzstruktur- und Liquiditätsrisiko und legt die Methodik für das interne Transferpreissystem fest. Es nimmt in diesem Zusammenhang wesentliche Aufgaben betreffend die langfristige Refinanzierungsplanung sowie die Festlegung von Absicherungsmaßnahmen zu strukturellen Zins- und Währungsrisiken wahr.

Das Market Risk Committee steuert das Marktrisiko aus Handels- und Bankbuchgeschäften und legt die entsprechenden Limits und Verfahren fest. In diese Steuerung fließen insbesondere die Geschäftsergebnisse, die ermittelten Risiken und die gemessene Limitauslastung sowie die Ergebnisse aus Szenarioanalysen und Stresstests betreffend Marktrisiken ein.

Die Credit Committees setzen sich aus Vertretern der Bereiche Markt und Marktfolge zusammen, wobei sich die personelle Besetzung je nach Kundengruppe für Firmenkunden, Finanzinstitute, den öffentlichen Sektor sowie Retail unterscheidet. Sie beschließen die konkreten Kreditvergabekriterien für einzelne Kundensegmente und Länder und treffen im Rahmen des Kreditgenehmigungsprozesses und der rating- und volumenorientierten Kompetenzordnung alle sie betreffenden Kreditentscheidungen.

In den Credit Portfolio Committees erfolgt die Definition der jeweiligen Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente. In diesen Komitees evaluieren Vertreter der Markt- und Risikomanagement-Einheiten gemeinsam die Risiken und Potenziale unterschiedlicher Kundengruppen (z. B. Industriezweige, Länder, Privatkundensegmente). Das Kreditportfoliomanagement entwickelt darauf aufbauend Kreditvergaberichtlinien und Limits zur zukünftigen Ausrichtung des Kreditportfolios. Aufgrund der ihnen zugrunde liegenden Satzungen können Beschlüsse nicht ohne Zustimmung der Mitglieder des Risikobereichs getroffen werden.

Das Problem Loan Committee ist das wesentliche Gremium im Prozess der Beurteilung und Entscheidungsfindung bei Problemkunden. Es umfasst in erster Linie Entscheidungsträger (Vorstände der RBI und der RZB), Vorsitzender ist der Chief Risk Officer (CRO) der RBI. Weitere stimmberechtigte Mitglieder sind die für die Kundenbereiche verantwortlichen Vorstandsmitglieder, der Chief Financial Officer (CFO) sowie die relevanten Bereichs- und Abteilungsleiter aus Risikomanagement und Workout.

Das Verbriefungskomitee ist das Entscheidungsgremium für Limitanträge betreffend Verbriefungspositionen im Rahmen der konkreten Entscheidungsbefugnisse und erarbeitet Änderungsvorschläge zur Verbriefungsstrategie für den Vorstand. Zusätzlich dient das Verbriefungskomitee als Plattform zum Austausch von Informationen bezüglich Verbriefungspositionen und Marktentwicklungen.

Das Operational Risk Management Committee setzt sich unter dem Vorsitz des CRO sowohl aus Vertretern der Geschäftsbereiche (Retail-, Markt- und Firmenkunden) als auch aus Vertretern von Compliance, Fraud Management, Internes Kontrollsystem (IKS), Operations, Human Resources, Security und Risk Controlling zusammen. Dieses Gremium ist mit der Steuerung des operationellen Risikos betraut, um basierend auf dem Risikoprofil und der Geschäftsstrategie eine operationelle Risikostrategie abzuleiten und zu etablieren sowie auf dieser Basis Entscheidungen im Hinblick auf Maßnahmen und Risikoakzeptanz zu treffen.

Qualitätssicherung und Revision

Qualitätssicherung in Bezug auf Risikomanagement bedeutet die Sicherstellung der Integrität, Zuverlässigkeit und Fehlerfreiheit von Prozessen, Modellen, Berechnungsvorgängen und Datenquellen. Dies soll die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben seitens des Konzerns und die Erfüllung höchster Qualitätsanforderungen in Bezug auf die Risikomanagement-Aktivitäten gewährleisten.

Die Koordination dieser Aspekte erfolgt durch den zentralen Bereich Organisation & Internal Control System, der das interne Kontrollsystem laufend analysiert und – falls daraus Anpassungsbedarf resultiert – auch für die Überwachung der Umsetzung verantwortlich ist.

Zwei wichtige Funktionen in der unabhängigen Prüfung werden durch die Fachbereiche Audit und Compliance wahrgenommen. Der Einsatz einer unabhängigen internen Revision ist eine gesetzliche Vorgabe und zentraler Bestandteil des internen Kontrollsystems. Die Revision überprüft periodisch die gesamten Geschäftsprozesse und trägt damit wesentlich zu deren Absicherung und Verbesserung bei. Die dazu erstellten Berichte werden direkt an den Vorstand des Konzerns adressiert und regelmäßig in dessen Sitzungen behandelt.

Das Compliance Office verantwortet alle Themenstellungen rund um die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen in Ergänzung und als Bestandteil des Internen Kontrollsystems. Damit wird die Einhaltung der bestehenden Regelungen in den täglichen Abläufen überwacht.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eine gänzlich unabhängige und objektive Prüfung frei von potenziellen Interessenkonflikten durchgeführt. Schließlich unterliegt der Konzern auch der laufenden Überwachung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht und die lokalen Aufsichtsbehörden jener Länder, in denen er mit Filialen oder Tochtergesellschaften vertreten ist.

Konzern-Risikosteuerung

Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung ist eines der wesentlichen Ziele des Unternehmens. Die erforderliche Kapitalausstattung wird dazu regelmäßig auf Basis des nach internen Modellen ermittelten Risikos beurteilt, wobei in der Wahl der verwendeten Modelle auf die Wesentlichkeit der Risiken Rücksicht genommen wird. Dieses Konzept der Konzern-Risikosteuerung berücksichtigt die Kapitalerfordernisse sowohl aus regulatorischer Sicht (Nachhaltigkeits- und Going-Concern-Perspektive) als auch unter einem ökonomischen Gesichtspunkt (Zielrating-Perspektive). Es entspricht damit dem quantitativen Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung (ICAAP), wie gesetzlich gefordert. Der gesamte ICAAP-Prozess des Konzerns wird jährlich im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Evaluierung der RZB-Kreditinstitutsgruppe geprüft.

Ziel Risiko Messmethode Konfidenzniveau
Zielrating-Perspektive Risiko, die Forderungen
vorrangiger Gläubiger des
Konzerns nicht bedienen zu
können
Der unerwartete Verlust für den Risikohorizont
von einem Jahr ("ökonomisches Kapital") darf
den aktuellen Wert des Eigenkapitals und
nachrangiger Kapitalformen nicht überschreiten
99,92 Prozent abgeleitet von der
Ausfallwahrscheinlichkeit des
angestrebten Ratings
Going-Concern
Perspektive
Risiko, das Kapitalerfordernis
entsprechend den CRR
Regelungen zu unterschreiten
Die Risikotragfähigkeit (erwarteter Gewinn und
nicht für aufsichtsrechtliche Zwecke gebundenes
Kapital) muss den Value-at-Risk (Risikohorizont: 1
Jahr) des Konzerns übersteigen
95 Prozent – unterstellt die Bereitschaft
der Eigentümer, zusätzliche Eigenmittel
zur Verfügung zu stellen
Nachhaltigkeits
Perspektive
Risiko, eine nachhaltige
Kernkapitalquote über den
Konjunkturzyklus hinweg zu
unterschreiten
Kapital- und Ertragsprognose für die dreijährige
Planungsperiode bei Annahme eines
signifikanten makroökonomischen Abschwungs
70–90 Prozent – basierend auf der
Managemententscheidung, potenziell
temporäre Risikoreduktionen oder
stabilisierende Eigenkapitalmaßnahmen
vorzunehmen

Zielrating-Perspektive

In der Zielrating-Perspektive werden Risiken durch das ökonomische Kapital gemessen, das eine vergleichbare Risikokennzahl für alle Risikoarten darstellt. Es wird als die Summe von unerwarteten Verlusten aus den Geschäften aller Konzerneinheiten in den unterschiedlichen Risikokategorien (Kredit-, Beteiligungs-, Markt-, Liquiditäts-, makroökonomisches und operationelles Risiko sowie Risiko aus sonstigen Sachanlagen) berechnet. Zusätzlich fließt ein allgemeiner Puffer für andere Risikoarten ein, die nicht explizit quantifiziert werden.

Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre. Der Konzern wendet zur Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,92 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Auf Grundlage der empirischen Auswertungen durch die Rating-Agenturen entspricht das gewählte Konfidenzniveau einem Rating von einfach A. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Konfidenzniveau von 99,95 Prozent auf 99,92 Prozent gesenkt, was eine Anpassung des impliziten Zielratings auf die allgemeine Entwicklung der Ratings in der Bankbranche in den letzten Jahren darstellt.

Im Jahresverlauf verringerte sich das ökonomische Kapital des Konzerns auf € 7.375.631 Tausend. Die wesentlichen Faktoren für den Rückgang waren der Wechsel des Konfidenzniveaus und ein Rückgang der Kreditexposures aufgrund der Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Hryvna. Der Abwertungseffekt wurde allerdings aufgrund der im Dezember besonders hohen Volatilität des russischen Rubels durch das zum Stichtag stark angestiegene Marktrisiko teilweise kompensiert. Mit 18,5 Prozent hat sich der Anteil des Marktrisikos am gesamten ökonomischen Kapital im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Insgesamt waren zum Stichtag Kreditrisiken für rund 55 Prozent (2013: 67 Prozent) des ökonomischen Kapitals verantwortlich. Das 2014 in der Berechnung des ökonomischen Kapitals neu hinzugekommene CVA-Risiko macht weniger als ein Prozent des ökonomischen Kapitals aus. Zusätzlich wird ein genereller Risikopuffer für andere Risiken von unverändert 5 Prozent des ermittelten ökonomischen Kapitals aufgeschlagen. In der Allokation des Risikokapitals per 31. Dezember 2014 wird mit rund 30 Prozent (2013: 38 Prozent) der größte Anteil des ökonomischen Kapitals durch Konzerneinheiten in Zentraleuropa beansprucht.

Dem ökonomischen Kapital steht das interne Kapital gegenüber, das hauptsächlich das Eigen- und Nachrangkapital des Konzerns umfasst und im Verlustfall als primäre Risikodeckungsmasse für die Bedienung von Verpflichtungen gegenüber vorrangigen Gläubigern dient. Die gesamte Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Risikokapitals (das Verhältnis von ökonomischem zu internem Kapital) betrug zum Jahresultimo 70,2 Prozent (2013: 64,3 Prozent).

Das ökonomische Kapital dient als wichtiges Instrument der Konzern-Risikosteuerung. Limits für das ökonomische Kapital werden dazu im jährlichen Budgetierungsprozess auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt und für die operative Steuerung durch Volumen-, Sensitivitäts- oder Value-at-Risk-Limits ergänzt. Diese Planung im Konzern erfolgt jeweils für 3 Jahre auf revolvierender Basis und bezieht sich sowohl auf die zukünftige Entwicklung des ökonomischen Kapitals als auch auf das zur Verfügung stehende interne Kapital. Das ökonomische Kapital wirkt sich somit wesentlich auf die Planung der zukünftigen Kreditvergabe und das Gesamtlimit für Marktrisiken aus.

Auch die risikoadjustierte Performancemessung basiert auf diesem Risikomaß. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu dem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Verhältnis von risikoadjustiertem Ertrag zu risikoadjustiertem Kapital, RORAC). Dies ergibt eine vergleichbare Performance-Kennzahl für alle Geschäftseinheiten des Konzerns, die wiederum als Kennzahl in der Gesamtbanksteuerung, der diesbezüglichen zukünftigen Kapitalallokation und der Vergütung für Geschäftsleiter des Konzerns Berücksichtigung findet.

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 1.810.240 24,5% 2.433.337 30,9%
Kreditrisiko Retail-Kunden 1.554.750 21,1% 2.059.768 26,2%
Marktrisiko 1.366.889 18,5% 630.075 8,0%
Operationelles Risiko 630.248 8,5% 682.259 8,7%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 467.630 6,3% 486.628 6,2%
Makroökonomisches Risiko 462.000 6,3% 189.424 2,4%
Sonstige Sachanlagen 275.492 3,7% 262.565 3,3%
Kreditrisiko Kreditinstitute 194.288 2,6% 267.040 3,4%
Beteiligungsrisiko 129.640 1,8% 184.558 2,3%
Liquiditätsrisiko 92.782 1,3% 297.414 3,8%
CVA Risiko 40.452 0,5% 0 0,0%
Risikopuffer 351.221 4,8% 374.653 4,8%
Gesamt 7.375.631 100,0% 7.867.722 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Zentraleuropa 2.236.243 30,3% 2.959.188 37,6%
Russland 1.841.948 25,0% 1.121.057 14,2%
Südosteuropa 1.303.650 17,7% 1.652.330 21,0%
Österreich 936.088 12,7% 1.276.052 16,2%
CEE Sonstige 906.544 12,3% 659.706 8,4%
Restliche Welt 151.157 2,0% 199.388 2,5%
Gesamt 7.375.631 100,0% 7.867.722 100,0%

Going-Concern-Perspektive

Parallel zur Zielrating-Perspektive erfolgt die Beurteilung der angemessenen Kapitalausstattung mit Fokus auf den Fortbestand des Konzerns auf Basis des Going-Concern-Prinzips. Hier wird das Risiko wiederum einer entsprechenden Risikotragfähigkeit – mit Blick auf das regulatorische Eigenkapital- und Eigenmittelerfordernis – gegenübergestellt.

Dem Absicherungsziel folgend, werden erwartete Gewinne, erwartete Risikovorsorgen und überschüssige Eigenmittel (unter Berücksichtigung der diversen Anrechnungsgrenzen) zur Risikotragfähigkeit gezählt. Dem wird ein Value-at-Risk (inkl. erwarteter Verluste) gegenübergestellt, dessen Berechnung auf vergleichbaren Verfahren wie den in der Zielrating-Perspektive angewendeten beruht (mit einem geringeren Konfidenzniveau von 95 Prozent). Mit diesem Ansatz sichert der Konzern die ausreichende Kapitalisierung aus regulatorischer Sicht (Going Concern) mit dem gewünschten Wahrscheinlichkeitsniveau ab.

Nachhaltigkeits-Perspektive

Die Nachhaltigkeits-Perspektive soll sicherstellen, dass der Konzern am Ende der mehrjährigen Planungsperiode auch in einem sich unerwartet verschlechternden makroökonomischen Umfeld über eine ausreichend hohe Kernkapitalquote verfügt. Die Analyse basiert hier auf einem mehrjährig angelegten makroökonomischen Stresstest, in dem hypothetische Marktentwicklungen bei einem signifikanten, aber realistischen wirtschaftlichen Abschwung simuliert werden. Als Risikoparameter kommen dabei u. a. Zinskurven, Wechselkurse und Wertpapierkurse, aber auch Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Rating-Migrationen im Kreditportfolio zum Einsatz.

Das Hauptaugenmerk dieses integrierten Stresstests gilt der resultierenden Kernkapitalquote am Ende der mehrjährigen Betrachtung. Diese soll einen nachhaltigen Wert nicht unterschreiten und somit keine substanziellen Kapitalerhöhungen oder tiefgehenden Einschränkungen des Geschäftsvolumens notwendig machen. Die aktuell erforderliche Kernkapitalausstattung resultiert damit aus dem wirtschaftlichen Rückschlagpotenzial. In das unterstellte Abschwungszenario fließen dabei die Bildung von notwendigen Risikovorsorgen und potenzielle prozyklische Effekte (durch welche die regulatorischen Kapitalerfordernisse ansteigen) ebenso ein wie Fremdwährungseffekte und sonstige Bewertungs- und Ertragskomponenten.

Diese Perspektive ergänzt somit die sonst übliche Risikomessung auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts (das im Wesentlichen auf historischen Daten beruht). Dadurch können auch außergewöhnliche und in der Vergangenheit nicht beobachtbare Marktsituationen abgedeckt und potenzielle Auswirkungen dieser Entwicklungen abgeschätzt werden. Der Stresstest ermöglicht auch die Analyse von Risikokonzentrationen (z. B. in Einzelpositionen, Wirtschaftszweigen oder Regionen) und erlaubt einen Einblick in die Profitabilität, Liquidität und Solvabilität unter außergewöhnlichen Umständen. Das Risikomanagement des Konzerns steuert darauf aufbauend aktiv die Portfoliodiversifikation, z. B. durch Obergrenzen für das Gesamtexposure in einzelnen Wirtschaftszweigen und Ländern oder durch eine laufende Anpassung der entsprechenden Kreditvergabestandards.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko des Konzerns betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Es ist die mit Abstand wichtigste Risikokategorie des Konzerns, wie auch aus dem internen und regulatorischen Kapitalerfordernis ersichtlich. Kreditrisiken werden folglich im Konzern sowohl auf Einzelkreditund Kundenbasis als auch auf Portfoliobasis überwacht und analysiert. Grundlage für die Kreditrisikosteuerung und für Kreditentscheidungen sind die Kreditrisikopolitik, die Kreditrisikohandbücher und die zu diesem Zweck entwickelten Kreditrisikomanagement-Methoden und -Prozesse.

Das interne Kontrollsystem für Kreditrisiken umfasst verschiedene Formen von Überwachungsmaßnahmen, die unmittelbar in die zu überwachenden Arbeitsabläufe integriert sind – vom Kreditantrag des Kunden über die Kreditentscheidung der Bank bis hin zur Rückzahlung des Kredits.

Kreditentscheidungsprozess

Im Non-Retail-Bereich wird kein Kredit vergeben, ohne zuvor den Kreditentscheidungsprozess durchlaufen zu haben. Dieser Prozess wird – neben der Vergabe von Neukrediten – auch für Krediterhöhungen, Prolongationen und Überziehungen sowie bei Änderung risikorelevanter Sachverhalte angewendet, die der ursprünglichen Kreditentscheidung zugrunde lagen (z. B. wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers, Verwendungszweck oder Sicherheiten). Er gilt auch für die Festlegung von kreditnehmerbezogenen Limits für Handels- und Emissionsgeschäfte sowie für sonstige mit Kreditrisiko behaftete Limits und Beteiligungen.

Kreditentscheidungen werden je nach Größe und Art des Kredits anhand einer hierarchischen Kompetenzordnung gefällt. Für individuelle Kreditentscheidungen und die turnusmäßige Beurteilung der Adressenausfallrisiken sind dabei immer die Zustimmung der Bereiche Markt und Marktfolge einzuholen. Für den Fall voneinander abweichender Voten der einzelnen Kompetenzträger sieht die Kompetenzordnung ein Eskalationsverfahren in die nächsthöhere Kompetenzstufe vor.

Der gesamte Kreditentscheidungsprozess wird auf Basis einheitlich definierter Prinzipien und Richtlinien durchgeführt. Die Geschäftsbeziehungen zu multinationalen Kunden, die gleichzeitig Transaktionen mit mehreren Einheiten des Konzerns abwickeln, werden z. B. durch das Global Account Management System unterstützt. Dies wird durch die konzernweit eindeutige Identifikation von Kunden im Non-Retail-Bereich ermöglicht.

Kreditentscheidungen im Retail-Bereich erfolgen angesichts der hohen Stückzahl und geringeren Forderungshöhe stärker automatisiert. Kreditanträge werden dabei vielfach in zentralen Bearbeitungsstellen anhand von Credit Scorecards beurteilt und freigegeben. Der Prozess wird durch entsprechende IT-Systeme unterstützt.

Kreditportfoliomanagement

Das Kreditportfolio des Konzerns wird u. a. anhand der Portfoliostrategie gesteuert. Diese begrenzt die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen oder Produkttypen und vermeidet dadurch unerwünschte Risikokonzentrationen. Darüber hinaus werden laufend die langfristigen Entwicklungschancen in den einzelnen Märkten analysiert. Dies ermöglicht es, schon frühzeitig strategische Weichenstellungen in Bezug auf das künftige Kreditengagement vorzunehmen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung, wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie der unterschiedlichen Darstellung des Kreditvolumens.

in € Tausend 2014 2013
Barreserve 3.743.452 4.165.556
Forderungen an Kreditinstitute 15.573.241 22.243.221
Forderungen an Kunden 77.925.416 80.634.618
Handelsaktiva 7.916.624 7.581.097
Derivative Finanzinstrumente 1.643.201 982.052
Wertpapiere und Beteiligungen 14.029.945 12.862.278
Sonstige Aktiva 978.808 243.029
Eventualverbindlichkeiten 10.037.595 10.989.527
Kreditrisiken 10.019.684 10.278.861
Widerrufliche Kreditzusagen 18.268.598 16.726.791
Ausweisunterschiede - 4.897.024 - 3.384.431
Gesamt1 155.239.541 163.322.599

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach CRR)

1 Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile.

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. Gute Kreditwürdigkeit 4 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen für Firmenkunden 27 bzw. für Kreditinstitute und den öffentlichen Sektor jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Software-Instrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die internen Ratingverfahren für Firmenkunden berücksichtigen sowohl qualitative Faktoren als auch verschiedene Bilanz- und Gewinnkennzahlen, die unterschiedliche Aspekte der Kundenbonität für verschiedene Branchen und Länder abdecken. Zusätzlich enthält das Modell für kleine Firmenkunden auch eine Kontoverhaltenskomponente.

Die nachstehende Tablle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden, mittelgroße und kleine Firmenkunden). Zur besseren Lesbarkeit wurden die einzelnen Stufen der Ratingskala allerdings auf die zugrunde liegenden neun Hauptstufen zusammengefasst.

in € Tausend 2014 Anteil 20131 Anteil
1 Minimales Risiko 4.196.771 5,6% 3.558.051 4,5%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 10.171.800 13,6% 9.768.697 12,4%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 9.004.402 12,0% 9.864.145 12,6%
4 Gute Kreditwürdigkeit 10.044.500 13,4% 10.501.659 13,4%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 13.793.753 18,4% 13.285.147 16,9%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 11.287.505 15,1% 12.916.107 16,4%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 5.949.740 7,9% 7.303.978 9,3%
8 Schwache bzw. minderwertige Kreditwürdigkeit 2.693.793 3,6% 3.177.222 4,0%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte Kreditwürdigkeit 1.566.013 2,1% 1.973.152 2,5%
10 Ausfall 5.920.901 7,9% 5.445.779 6,9%
NR Nicht geratet 213.232 0,3% 724.006 0,9%
Gesamt 74.842.411 100,0% 78.517.943 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen aufgrund von Harmonisierung der Masterskalen.

Im Zuge der Harmonisierung und Weiterentwicklung der Masterskalen kam es zu Verschiebungen in den einzelnen Ratingstufen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden betrug zum Jahresende 2014€74.842.411 Tausend (2013: €78.517.943 Tausend). Das größte Segment war Group Corporates mit € 29.194.614 Tausend (2013: € 31.041.882 Tausend). Im Vergleich zum Jahresende 2013 verzeichnete das Segment Group Corporates damit einen Rückgang von € 1.847.268 Tausend, der v. a. auf den Rückgang von Kreditfinanzierungen und Akkreditiven zurückzuführen war. Das Kreditobligo des Segments Zentraleuropa erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Repo-Geschäfte um €459.757 Tausend auf € 18.118.270 Tausend.

Bedingt durch eine Abnahme von Rahmenfinanzierungen und Anleihen sowie durch die Währungsabwertung des russischen Rubels zeigte Russland mit € 8.300.748 Tausend ein um €1.689.305 Tausend geringeres Exposure (2013: € 9.990.053 Tausend). Der Rest verteilte sich auf Südosteuropa mit € 9.258.938 Tausend (2013: € 9.893.211 Tausend), Group Markets mit €5.540.054 Tausend (2013: € 4.890.260 Tausend), CEE Sonstige mit €3.003.927 Tausend (2013: € 3.748.491 Tausend) und Corporate Center mit € 1.425.860 Tausend (2013: € 1.295.533 Tausend).

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Ratingmodell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich dabei wie folgt dar:

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.570.635 41,5% 3.388.198 38,7%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 3.100.039 36,0% 2.970.514 34,0%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 734.303 8,5% 1.225.163 14,0%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 486.767 5,7% 615.521 7,0%
6,5 Ausfall 716.876 8,3% 539.048 6,2%
NR Nicht geratet 0 0,0% 10.102 0,1%
Gesamt 8.608.620 100,0% 8.748.547 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen belief sich zum Jahresende 2014 auf € 8.608.620 Tausend (2013: € 8.748.547 Tausend). Mit über 77,5 Prozent machten hier die beiden besten Bonitätsstufen Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko (Rating 6,1) und Gute Projektbonität – geringes Risiko (Rating 6,2) den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung dieser Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der in der Ratingstufe 6,1 verzeichnete Anstieg um €182.437 Tausend resultierte im Wesentlichen aus Neugeschäft. Der in der Ratingstufe 6,2 verzeichnete Anstieg um € 129.525 Tausend resultierte aus Ratingverbesserungen, speziell innerhalb des polnischen und russischen Portfolios. Analog dazu kam es in der Ratingstufe 6,3 zu einem Rückgang. Der restliche Rückgang in der Ratingstufe 6,3 resultierte aus einer Ratingverschlechterung bei einer Projektfinanzierung in Kanada sowie aus ausgelaufenen Projektfinanzierungen.

Nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen, nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen, dar:

in € Tausend 2014 Anteil 20131 Anteil
Zentraleuropa 22.453.416 26,9% 22.498.280 25,8%
Österreich 15.942.648 19,1% 16.758.307 19,2%
Russland 11.760.911 14,1% 13.478.929 15,4%
Südosteuropa 10.805.202 12,9% 11.463.944 13,1%
Westeuropa 9.197.429 11,0% 7.923.849 9,1%
Asien 4.995.490 6,0% 5.955.653 6,8%
CEE Sonstige 3.792.250 4,5% 4.554.451 5,2%
Sonstige 4.503.684 5,4% 4.633.077 5,3%
Gesamt 83.451.031 100,0% 87.266.489 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Groß- und Einzelhandel 19.367.208 23,2% 20.688.851 23,7%
Fertigung/Produktion 18.111.708 21,7% 18.362.354 21,0%
Immobilien 9.611.862 11,5% 9.865.457 11,3%
Finanzintermediation 9.786.037 11,7% 8.005.905 9,2%
Bauwesen 5.472.656 6,6% 6.345.659 7,3%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.612.697 4,3% 3.736.176 4,3%
Energieversorgung 3.236.002 3,9% 4.124.123 4,7%
Freie Berufe/technische Dienstleistungen 4.389.583 5,3% 5.216.879 6,0%
Sonstige Branchen 9.863.278 11,8% 10.921.083 12,5%
Gesamt 83.451.031 100,0% 87.266.489 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das einerseits eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und andererseits eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Retail-Forderungen des Konzerns.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 25.273.277 88,3% 26.194.329 89,1%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.347.157 11,7% 3.207.994 10,9%
Gesamt 28.620.435 100,0% 29.402.323 100,0%
davon notleidende Kredite 2.621.710 9,2% 2.923.404 9,9%
davon Einzelwertberichtigungen 1.863.657 6,5% 1.927.507 6,6%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 201.874 0,7% 185.998 0,6%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich auf die Segmente des Konzerns wie folgt:

2014
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.877.776 7.051.272 3.083.626 1.248.350 12.254
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.838.845 934.313 408.589 165.410 0
Gesamt 15.716.621 7.985.585 3.492.215 1.413.760 12.254
davon notleidende Kredite 1.237.641 568.810 167.903 647.356 0
davon Einzelwertberichtigungen 768.534 358.469 124.149 577.172 75
davon Portfolio-Wertberichtigungen 97.206 34.259 43.255 22.461 0
2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.460.771 6.672.299 4.633.303 1.413.648 14.307
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.084.916 739.617 93.216 290.245 0
Gesamt 15.545.687 7.411.917 4.726.519 1.703.893 14.307
davon notleidende Kredite 1.571.970 598.787 150.408 597.348 900
davon Einzelwertberichtigungen 988.679 358.156 118.534 419.234 93
davon Portfolio-Wertberichtigungen 91.213 42.135 28.971 20.413 0

Im Vergleich zum Jahresende 2013 verzeichnete das Retail-Kreditportfolio mit einem Volumen von insgesamt €28.620.435 Tausend einen Rückgang um €781.888 Tausend.

Das größte Volumen wurde dabei mit € 15.716.621 Tausend (2013: €15.545.687 Tausend) im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahrsende 2013 bedeutete dies einen Anstieg um € 170.934 Tausend, der vorwiegend auf eine Zunahme von Krediten in der Slowakei zurückzuführen war.

An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.985.585 Tausend (2013: €7.411.917 Tausend). Gemessen am Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg um € 573.668 Tausend. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf Rumänien und Kroatien zurückzuführen.

Das Segment Russland zeigte trotz einer Ausweitung des Kreditvolumens im Retail-Kundenbereich aufgrund der Währungsabwertung des russischen Rubels einen Rückgang um €1.234.304 Tausend. Das Segment CEE Sonstige verzeichnete v. a. aufgrund der Währungsabwertung des ukrainischen Hryvna einen Rückgang um €290.133 Tausend.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Hypothekenkredite 14.638.501 51,1% 14.055.312 47,8%
Verbraucherkredite 6.075.652 21,2% 6.659.950 22,7%
Kreditkarten 2.551.336 8,9% 2.351.050 8,0%
Autokredite 2.100.413 7,3% 2.617.310 8,9%
Überziehungen 1.781.552 6,2% 2.102.645 7,2%
SME Finanzierung 1.472.981 5,1% 1.616.056 5,5%
Gesamt 28.620.435 100,0% 29.402.323 100,0%
2014
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Hypothekenkredite 10.753.794 2.454.313 743.638 686.755 0
Verbraucherkredite 1.290.031 3.053.381 1.397.484 326.657 8.100
Kreditkarten 788.429 862.362 676.976 221.170 2.399
Autokredite 936.152 529.276 576.947 58.037 0
Überziehungen 1.346.986 393.160 8.422 32.322 661
SME Finanzierung 601.228 693.092 88.747 88.819 1.095
Gesamt 15.716.621 7.985.585 3.492.215 1.413.760 12.254
2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Hypothekenkredite 9.175.649 2.902.663 1.112.535 864.465 0
Verbraucherkredite 2.467.174 2.311.816 1.352.896 528.063 0
Kreditkarten 756.950 514.657 939.159 140.284 0
Kfz-Kredite 925.936 614.238 989.081 88.055 0
Überziehungen 1.233.491 566.990 245.305 56.859 0
SME Finanzierung 986.486 501.551 87.543 26.168 14.307
Gesamt 15.545.687 7.411.917 4.726.519 1.703.893 14.307

Der Anteil der Fremdwährungskredite am Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil aber auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die – in manchen Ländern – häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kunden berücksichtigt.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Schweizer Franken 4.229.215 47,0% 4.560.230 50,4%
Euro 3.904.712 43,4% 3.557.010 39,3%
US-Dollar 862.801 9,6% 914.962 10,1%
Andere Fremdwährungen 10.406 0,1% 10.829 0,1%
Kredite in Fremdwährungen 9.007.134 100,0% 9.043.031 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 31,5% 30,8%

Gegenüber dem Jahresende 2013 verzeichneten Fremdwährungskredite in Schweizer Franken und US-Dollar einen Rückgang, während Euro-Kredite ein Plus verzeichneten.

Nachstehende Tabelle stellt das Fremdwährungskreditobligo aus dieser Asset-Klasse nach Segmenten dar:

2014
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Schweizer Franken 3.559.320 669.504 0 0 390
Euro 1.102.746 2.756.085 35.243 10.638 0
US-Dollar 9.520 4.036 158.172 689.839 1.235
Andere Fremdwährungen 2.794 86 0 807 6.720
Kredite in Fremdwährungen 4.674.380 3.429.711 193.416 701.283 8.345
Anteil am Kreditvolumen 29,7% 42,9% 5,5% 49,6% 68,1%
2013
in € Tausend Zentraleuropa Südosteuropa Russland CEE Sonstige Group Markets
Schweizer Franken 3.818.523 741.324 0 0 383
Euro 1.178.683 2.347.304 22.121 8.902 0
US-Dollar 6.177 3.958 193.040 710.076 1.711
Andere Fremdwährungen 3.001 45 0 925 6.858
Kredite in Fremdwährungen 5.006.385 3.092.631 215.160 719.903 8.952
Anteil am Kreditvolumen 32,2% 41,7% 4,6% 42,3% 62,6%

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Ratingmodell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länderrating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Kreditobligo Kreditinstitute nach internem Rating und Segment

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 0 0,0% 244.612 0,9%
A2 Sehr gute Bonität 1.487.147 6,9% 974.381 3,6%
A3 Gute Bonität 7.927.599 37,0% 13.368.091 48,8%
B1 Solide Bonität 6.364.419 29,7% 8.039.908 29,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.747.667 12,8% 1.769.127 6,5%
B3 Adäquate Bonität 1.260.735 5,9% 1.732.703 6,3%
B4 Fragliche Bonität 521.324 2,4% 517.995 1,9%
B5 Höchst fragliche Bonität 339.013 1,6% 303.924 1,1%
C Ausfallgefährdet 123.653 0,6% 187.038 0,7%
D Ausfall 194.061 0,9% 213.498 0,8%
NR Nicht geratet 448.390 2,1% 18.247 0,1%
Gesamt 21.414.009 100,0% 27.369.523 100,0%

Die nachfolgende Tabelle stellt das Kreditobligo an Kreditinstitute nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (und an beobachtbaren Ausfällen) in einzelnen Ratingstufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

Das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute betrug zum Jahresende 2014 € 21.414.009 Tausend (2013: € 27.369.523 Tausend). Der Schwerpunkt in dieser Kundengruppe lag mit € 7.927.599 Tausend oder 37,0 Prozent in der Ratingklasse A3, die im Vergleich zum Jahresende 2013 einen Rückgang um €5.440.492 Tausend zeigte. Dieser resultierte vorwiegend aus dem Rückgang von Einlagen bei Kreditinstituten und Geldmarkt-Geschäften (minus € 5.676.586 Tausend).

Der Rückgang um € 244.612 Tausend in der Ratingklasse A1 war auf die Rückzahlung von Anleihen, offenen Rahmen und Swap-Geschäften sowie auf die interne Ratingverschlechterung der European Investment Bank von A1 auf A2 zurückzuführen.

Über alle Ratingklassen hinweg betrachtet hatte Group Markets in Summe mit €16.628.085 Tausend (2013: €21.924.434 Tausend) oder 77,7 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Group Corporates mit €1.486.551 Tausend (2013: €2.117.293 Tausend) oder 6,9 Prozent.

Der Anteil der nicht gerateten Kreditinstitute lag zum Jahresende 2014 bei 2,1 Prozent und betraf zumeist kurzfristige Forderungen an kleinere Institute, bei denen der Ratingprozess noch nicht abgeschlossen wurde.

Nach Produktkategorie betrachtet setzt sich das Kreditobligo in dieser Asset-Klasse im Wesentlichen aus Termineinlagen, Wertpapierleihgeschäften, potenziellen zukünftigen Forderungen aus Derivatgeschäften, täglich fälligen Einlagen und Anleihen zusammen. Damit einhergehend folgt produktspezifisch auch ein hoher Besicherungsgrad dieser Forderungen (z. B. für Wertpapierleihgeschäfte oder durch Netting-Vereinbarungen).

Der Konzern verfolgt für dieses Kundensegment nach wie vor die Strategie, das unbesicherte Kreditexposure weiter zu reduzieren. Das Neugeschäft in diesem Segment betrifft damit v. a. Wertpapierleihgeschäfte sowie Forderungen aus Derivatgeschäften und kurzfristigen Geldmarktveranlagungen. Kreditgeschäfte mit anderen Finanzinstituten der Raiffeisen Bankengruppe Österreich, die an einem gemeinsamen Risikoüberwachungssystem teilnehmen, unterliegen dieser Beschränkung nicht.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2014 Anteil 20131 Anteil
Derivate 5.300.585 24,8% 4.422.939 16,2%
Forderungen 5.219.417 24,4% 6.323.066 23,1%
Repo 4.149.703 19,4% 4.683.460 17,1%
Geldmarkt 2.834.686 13,2% 7.269.563 26,6%
Anleihen 2.472.539 11,5% 2.960.036 10,8%
Sonstige 1.437.079 6,7% 1.710.458 6,2%
Gesamt 21.414.009 100,0% 27.369.523 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken und regionale Gebietskörperschaften bzw. andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle stellt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inkl. Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Da Ausfälle in dieser Asset-Klasse historisch nur selten beobachtbar waren, werden die Ausfallwahrscheinlicheiten unter Zuhilfenahme des kompletten Datenuniversums externer Ratingagenturen ermittelt.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 3.650.552 16,8% 1.659.587 8,6%
A2 Sehr gute Bonität 1.405.760 6,5% 1.350.019 7,0%
A3 Gute Bonität 3.629.243 16,7% 3.143.919 16,3%
B1 Solide Bonität 2.985.661 13,7% 2.844.466 14,8%
B2 Zufriedenstellende Bonität 3.276.223 15,1% 1.076.257 5,6%
B3 Adäquate Bonität 1.700.302 7,8% 4.061.005 21,1%
B4 Fragliche Bonität 3.951.754 18,2% 3.682.907 19,1%
B5 Höchst fragliche Bonität 879.996 4,0% 1.402.628 7,3%
C Ausfallgefährdet 272.248 1,3% 5.088 0,0%
D Ausfall 229 0,0% 36.899 0,2%
NR Nicht geratet 2.098 0,0% 21.488 0,1%
Gesamt 21.754.066 100,0% 19.284.264 100,0%

Das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor belief sich zum Jahresende 2014 auf € 21.754.066 Tausend (2013: € 19.284.264 Tausend), dies entsprach einem Anteil von 14,0 Prozent (2013: 11,8 Prozent) am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse Ausgezeichnete Bonität (Rating A1) verzeichnete dabei einen Anstieg um €1.990.965 Tausend. Dieser beruhte im Wesentlichen auf einem Anstieg des Bestands an österreichischen und deutschen Staatsanleihen (plus € 1.581.244 Tausend).

Der mittlere Bonitätsbereich von Gute Bonität (Rating A3) bis Adäquate Bonität (Rating B3) wies mit 53,3 Prozent (2013: 57,8 Prozent) den höchsten Anteil aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte v. a. aus Einlagen der Netzwerkbanken bei lokalen Zentralbanken sowie aus Staatsanleihen in Zentral- und Südosteuropa. Die Einlagen bei den lokalen Zentralbanken dienen der Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und sind daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Der Anstieg in der Rating-Klasse B2 beruhte im Wesentlichen auf einer Ratingverbesserung von Rumänien (B3 auf B2) einerseits und einer Ratingverschlechterung von Italien (B1 auf B2) andererseits. Auf die Bonitätsklassen B4 und B5 entfielen €4.831.750 Tausend oder 22,2 Prozent der Gesamtforderungen. Einen Anstieg zeigten schließlich die Forderungen in der Rating-Klasse C aufgrund einer Ratingverschlechterung der Ukraine von B5 auf C.

Nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Anleihen 14.249.383 65,5% 12.470.673 64,7%
Forderungen 5.995.954 27,6% 5.555.118 28,8%
Derivate 790.564 3,6% 726.408 3,8%
Sonstige 718.166 3,3% 532.065 2,8%
Gesamt 21.754.066 100% 19.284.264 100,0%
in € Tausend 2014 Anteil 20131 Anteil
Ungarn 2.646.246 38,9% 2.068.442 22,5%
Kroatien 894.450 13,1% 940.667 10,2%
Albanien 743.743 10,9% 843.639 9,2%
Bosnien und Herzegowina 432.491 6,4% 382.408 4,2%
Bulgarien 395.204 5,8% 551.388 6,0%
Serbien 310.056 4,6% 556.576 6,0%
Slowenien 289.799 4,3% 337.912 3,7%
Ukraine 267.167 3,9% 607.517 6,6%
Belarus 242.724 3,6% 278.645 3,0%
Rumänien 0 0,0% 2.167.739 23,5%
Sonstige 584.746 8,6% 475.082 5,2%
Gesamt 6.806.627 100,0% 9.210.016 100,0%

Nachfolgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich Non Investment Grade (Rating B3 und darunter):

1 Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund geänderter Zuordnung.

Das Kreditobligo nahm hier im Vergleich zum Vorjahr auf €6.806.627 Tausend (2013: € 9.210.016 Tausend) ab. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Ratingverbesserung von Rumänien von B3 auf B2.

Das Kreditobligo beruhte v. a. auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa, die der Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität dienen und daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden sind.

Kreditrisikominderung

Die Unterlegung von Krediten mit Kreditsicherheiten ist eine wesentliche Strategie und eine aktiv verfolgte Maßnahme zur Reduktion des potenziellen Kreditrisikos. Der Sicherheitenwert und die Effekte anderer risikomindernder Maßnahmen werden während der Kreditentscheidung beurteilt. Als risikomindernd wird dabei jeweils der Wert angesetzt, den der Konzern bei Verwertung innerhalb einer angemessenen Zeitspanne erwartet. Die anerkannten Sicherheiten sind im Sicherheitenkatalog und den dazugehörigen Bewertungsrichtlinien des Konzerns festgelegt. Der Sicherheitenwert errechnet sich dabei anhand einheitlicher Methoden, die standardisierte Berechnungsformeln mit Marktwerten, vordefinierten Abschlägen und Expertengutachten umfassen.

Kreditsicherheiten unterteilen sich in personengebundene Sicherheiten (z. B. Bürgschaften) und sachgebundene Sicherhei-

ten. Bei den berücksichtigten Sicherheiten des Konzerns dominieren Grundpfandrechte. Im Wesentlichen betreffen diese wohnwirtschaftlich oder gewerblich genutzte Objekte.

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden abzüglich der gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Netto-Obligo), das zusätzliche außerbilanzielle Obligo (Eventualverbindlichkeiten, Kreditrisiken und widerrufliche Kreditzusagen) und die Marktwerte (Fair Value) der dafür an den Konzern übertragenen Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:

2014 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
Eventualverpflichtungen/
in € Tausend Netto-Obligo gegebene Garantien
Kreditinstitute 15.458.620 3.323.781 6.127.462
Öffentlicher Sektor 1.450.376 389.445 550.496
Firmenkunden – Große Firmenkunden 44.998.767 30.267.358 28.317.573
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.652.323 954.806 2.250.268
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.506.011 2.876.746 13.573.409
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.363.326 514.639 1.797.081
Sonstige 0 0
Gesamt 87.429.423 38.326.775 52.616.289
2013 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
Eventualverpflichtungen/
in € Tausend Netto-Obligo gegebene Garantien
Kreditinstitute 22.125.059 2.731.027 4.282.919
Öffentlicher Sektor 1.641.365 271.763 656.956
Firmenkunden – Große Firmenkunden 46.462.937 30.761.333 34.162.454
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.558.162 906.548 2.320.443
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.999.167 2.905.984 13.869.417
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.485.675 418.657 1.835.553
Sonstige 0 0 0
Gesamt 97.272.366 37.995.311 57.127.741

Die Sicherheiten, für die auch ohne Ausfall des Sicherungsgebers das Recht der Weiterveräußerung oder -verpfändung besteht, beliefen sich auf €21.591.758 Tausend (2013: € 21.617.052 Tausend).

Problemkreditmanagement

Das Kreditportfolio und die Kreditnehmer unterliegen einer laufenden Überwachung. Wesentliche Ziele dieses Monitorings sind es, die widmungsgemäße Verwendung der Kredite sicherzustellen und die wirtschaftliche Situation der Kreditnehmer zu verfolgen. Bei den Non-Retail-Segmenten Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor wird zumindest einmal jährlich eine derartige Kreditüberprüfung durchgeführt. Sie umfasst sowohl die erneute Bonitätseinstufung als auch die Neubewertung von finanziellen und dinglichen Sicherheiten.

Problemkredite – also Aushaftungen, bei denen materielle Schwierigkeiten oder Zahlungsverzug erwartet werden – bedürfen einer weitergehenden Bearbeitung. In den Non-Retail-Bereichen entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die gefährdeten Kredite. Problemkredite werden im Fall einer notwendigen Sanierung an Spezialisten oder Restrukturierungseinheiten (Workout-Abteilungen) übergeben. Deren speziell geschulte und erfahrene Mitarbeiter beschäftigten sich insbesondere mit mittleren bis großen Fällen und werden dabei auch durch die hausinternen Rechtsabteilungen oder durch externe Spezialisten unterstützt. Sie wirken maßgeblich an der Darstellung und Analyse sowie der Bildung etwaiger Risikovorsorgen (Abschreibungen, Wertberichtigungen oder Rückstellungen) mit und können durch die frühzeitige Einbindung in der Regel eine Reduktion der Verluste aus Problemkrediten erzielen.

Die Standardmaßnahmen für das Problemkreditmanagement im Retail-Bereich umfassen den kompletten Restrukturierungs- und Mahnwesenprozess für Privatpersonen und Klein- und Mittelbetriebe. Eine eigene Restructuring Guideline legt dabei die einheitliche Strategie, Organisation, Methodik, Überwachung und Steuerung konzernweit fest. Im Workout-Prozess erfolgt die Einteilung der Retail-Kunden in die Rubriken "early", "late" und "recovery", nach denen sich die standardisierte Betreuung richtet.

Für die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen spielt die Dauer des Zahlungsverzugs eine wesentliche Rolle. Die folgende Tabelle stellt das Volumen der überfälligen – nicht einzelwertberichtigten – Forderungen an Kreditinstitute und Kunden für die unterschiedlichen Laufzeitbänder dar.

2014 Nicht überfällig Überfälligkeiten Sicherheiten
in € Tausend Bis 30 Tage 31 bis
90 Tage
91 bis
180 Tage
181 Tage
bis 1 Jahr
Über 1 Jahr für überfäl
lige Aktiva
Kreditinstitute 15.439.767 455 181 7 0 4.452 0
Öffentlicher Sektor 1.437.862 11.316 1.343 277 4 2 543
Firmenkunden – Große Firmenkunden 41.620.502 930.349 123.330 35.467 6.110 59.029 519.326
Firmenkunden – Mittelgroße
Firmenkunden 2.385.485 78.235 21.324 7.606 2.493 6.112 90.908
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.190.088 1.464.584 338.323 123.407 22.096 11.310 1.033.029
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe 1.979.267 211.737 53.479 12.225 7.157 18.519 264.611
Gesamt 81.052.971 2.696.676 537.981 178.990 37.860 99.425 1.908.417
2013 Nicht überfällig Überfälligkeiten Sicherheiten
in € Tausend Bis 30 Tage 31 bis
90 Tage
91 bis
180 Tage
181 Tage
bis 1 Jahr
Über 1 Jahr für überfäl
lige Aktiva
Kreditinstitute 22.094.493 26 22 1 0 1 0
Öffentlicher Sektor 1.599.712 19.144 207 0 8 537 1.442
Firmenkunden – Große Firmenkunden 43.148.394 833.617 356.464 459 73.360 73.026 797.050
Firmenkunden – Mittelgroße
Firmenkunden 2.273.858 163.034 64.840 18.485 7.465 5.278 193.352
Retail-Kunden – Privatpersonen 19.835.498 1.210.549 264.500 111.135 5.760 6.624 610.755
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe 2.163.063 155.932 29.599 7.880 717 2.364 179.259
Gesamt 91.115.019 2.382.302 715.631 137.959 87.310 87.829 1.781.857

Nicht ausgefallenes notleidendes Exposure (NPE)

In diesem Kapitel werden ausschließlich Exposure dargestellt, für die kein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt. Im Bereich der Firmenkunden unterscheidet der Konzern bei Krediten, deren Konditionen oder Bedingungen zugunsten des Kunden abgeändert wurden, zwischen "modifizierten Krediten" und "Forborne-Krediten" nach der gültigen Definition des EBA-Dokuments "Implementing Technical Standard (ITS) on Supervisory Reporting (Forbearance and non-performing exposures)".

Ausschlaggebend für die Einstufung als "Forborne" ist die finanzielle Situation des Kunden bei der Änderung der Konditionen oder Kreditbedingungen. Kann zum Zeitpunkt der Änderung der Kreditbedingungen oder Konditionen aufgrund der Bonität des Kunden (unter Berücksichtigung des Internen "Early Warning Systems") von finanziellen Schwierigkeiten des Kunden ausgegangen werden und wird die Modifizierung als Konzession gewertet, so werden solche Kredite als "Forborne" bezeichnet. Sofern es infolge dieser Modifizierung zu einer weiteren Konzession oder materiellen Überfälligkeit von über 30 Tagen kommt, wird der Kredit als Non-performing Exposure (NPE) betrachtet, unabhängig davon, ob ein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt.

Im Retail-Bereich werden restrukturierte Kredite einer zumindest dreimonatigen Beobachtung unterzogen, um sicherzustellen, dass der Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt. In jenen Fällen, in denen der betroffene Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt und der Kredit vor der Neuverhandlung noch nicht 180 Tage überfällig war, wird dieser aus dem der Beobachtung zugrunde liegenden Portfolio in das lebende Portfolio überführt. Jene Kredite, die bereits vor der Neuverhandlung über 180 Tage überfällig waren oder der Kunde die neu verhandelten Konditionen nicht erfüllt, verbleiben im Portfolio, das zu 100 Prozent wertberichtigt wird.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das nicht ausgefallene notleidende Exposure nach Asset-Klassen:

in € Tausend 2014 Anteil
Firmenkunden 778.499 73,3%
Retail-Kunden 282.590 26,6%
Kreditinstitute 624 0,1%
Öffentlicher Sektor 0 0,0%
Gesamt 1.061.713 100,0%

Im Konzern wurden die Bestimmungen für Forbearance gemäß EBA/ITS/2013/03 vom 21.Oktober 2013 (finaler EBA Entwurf der ITS für das aufsichtsrechtliche Reporting für Forbearance und NPL gemäß Artikel 99(4) Nummer 575/2013 CRR) umgesetzt. Die erstmalige Berichterstattung an die Aufsicht erfolgte im Zuge der FINREP-Meldung zum dritten Quartal 2014. Finanzielle Schwierigkeiten im Non-Retail-Breich werden anhand eines internen Frühwarnsystems, welches auf zahlreichen repräsentativen und gültigen Inputfaktoren zur Risikoklassifizierung der Kunden basiert (bspw. Überfälligkeit, Ratingverschlechterungen etc.), gemessen. IAS 39 verlangt, dass Wertminderungen auf ein bereits eingetretenes Verlustereignis zurückzuführen sein müssen, Ausfälle gemäß Artikel 178 CRR werden nach wie vor als Hauptindikatoren für Einzel- und Portfolio-Wertberichtigungen herangezogen. Die Überführung von Forborne Exposure in das Lebendportfolio erfolgt nicht automatisch nach der festgelegten Überwachungsperiode. Zusätzlich muss eine Expertise eingeholt werden, welche bestätigt, dass sich die Verhältnisse des betreffenden Kunden verbessert haben.

Ausgefallene notleidende Kredite (NPL) und Kreditrisikovorsorgen

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing Loan, NPL) ist nach Artikel 178 CRR gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. Im Konzern werden dabei für die Bestimmung eines Forderungsausfalls bei Non-Retail-Kunden zwölf verschiedene Indikatoren verwendet. So gilt es z. B. als Forderungsausfall, wenn ein Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung oder Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen werden musste, das Kreditrisikomanagement eine Kundenforderung als nicht vollständig einbringlich gewertet hat oder die Workout-Einheit die Sanierung eines Kunden erwägt.

Im Konzern werden Kundenausfälle in einer konzernweit eingesetzten Datenbank erfasst und dokumentiert. In dieser werden auch Ausfallgründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird.

Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Konzernrichtlinien, die auf den IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Risikovorsorgen. Im Retail-Bereich wird deren Berechnung durch Retail-Risikomanagement-Abteilungen in den einzelnen Konzerneinheiten vorgenommen. Diese ermitteln die erforderlichen Kreditrisikorückstellungen anhand definierter Berechnungsvorschriften in monatlichen Intervallen und holen dazu die Bestätigung des lokalen Rechnungswesens ein.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der ausgefallenen notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

Änderung Konsolidierungskreis/
in € Tausend Stand 1.1.2014 Währungsdifferenzen Zugänge/Abgänge Stand 31.12.2014
Firmenkunden 5.706.711 - 409.313 929.846 6.227.244
Retail-Kunden 2.921.588 - 367.143 56.326 2.610.770
Öffentlicher Sektor 29.122 - 1.707 - 27.185 229
Summe Nichtbanken 8.657.421 - 778.164 958.986 8.838.243
Kreditinstitute 153.469 - 397 - 23.163 129.909
Gesamt 8.810.890 - 778.560 935.823 8.968.153
in € Tausend Stand 1.1.2013 Änderung Konsolidierungskreis/
Währungsdifferenzen
Zugänge/Abgänge Stand 31.12.2013
Firmenkunden 5.073.267 - 125.097 758.542 5.706.711
Retail-Kunden 3.052.468 - 91.522 - 39.358 2.921.588
Öffentlicher Sektor 57.216 - 898 - 27.197 29.122
Summe Nichtbanken 8.182.950 - 217.517 691.987 8.657.421
Kreditinstitute 201.666 - 2.321 - 45.876 153.469
Gesamt 8.384.617 - 219.838 646.112 8.810.890
NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Tausend 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Firmenkunden 6.227.244 5.706.711 12,1% 10,9% 62,4% 59,0%
Retail-Kunden 2.610.770 2.921.588 10,5% 11,0% 79,1% 72,3%
Öffentlicher Sektor 229 29.122 0,0% 1,8% 344,1% 17,6%
Summe Nichtbanken 8.838.243 8.657.421 11,3% 10,7% 67,4% 63,1%
Kreditinstitute 129.909 153.469 0,8% 0,7% 88,2% 72,6%
Gesamt 8.968.153 8.810.890 9,6% 8,6% 67,7% 63,5%

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) dar:

Die nachstehende Tabelle weist den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) nach Segmenten aus:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Tausend 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Zentraleuropa 2.998.907 3.508.780 9,1% 11,4% 68,0% 64,3%
Südosteuropa 1.769.536 1.943.836 11,6% 12,1% 66,5% 58,4%
Russland 496.302 481.569 4,9% 3,9% 70,5% 77,7%
CEE Sonstige 1.267.471 1.107.805 31,8% 23,3% 87,1% 72,2%
Group Corporates 2.002.746 1.373.426 10,2% 6,5% 53,5% 47,2%
Group Markets 395.283 351.271 3,0% 2,1% 79,7% 84,7%
Corporate Center 37.907 44.203 0,8% 0,7% 52,1% 215,4%
Gesamt 8.968.153 8.810.890 9,6% 8,6% 67,7% 63,5%
davon Nichtbanken 8.838.243 8.657.421 11,3% 10,7% 67,4% 63,1%

Der Bereich Firmenkunden wies 2014 einen Anstieg um €520.533 Tausend auf € 6.227.244 Tausend (2013: €5.706.711 Tausend) auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo erhöhte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent, die Deckungsquote stieg ebenfalls um 3,4 Prozentpunkte auf 62,4 Prozent. Im Retail-Bereich verringerten sich die notleidenden Kredite um 10,6 Prozent oder €310.818 Tausend auf €2.610.770 Tausend (2013: € 2.921.588 Tausend). Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank um 0,5 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich um 6,8 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite zum Jahresende mit € 129.909 Tausend (2013: €153.469 Tausend) um € 23.560 Tausend unter dem Jahresendstand von 2013, die Deckungsquote erhöhte sich um 15,6 Prozentpunkte auf 88,2 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Anstieg der notleidenden Kredite im Segment Group Corporates mit 45,8 Prozent oder € 629.320 Tausend auf € 2.002.746 Tausend (2013: €1.373.426 Tausend) aus, bedingt durch notleidende Kredite in Asien. Die NPL Ratio stieg hier um 3,7 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent, die Deckungsquote um 6,3 Prozentpunkte auf 53,5 Prozent. Im Segment CEE Sonstige ergab sich eine Erhöhung der notleidenden Kredite um 14,4 Prozent oder €159.666 Tausend auf € 1.267.471 Tausend (2013: € 1.107.805 Tausend). Die NPL Ratio stieg dabei um 8,5 Prozentpunkte auf 31,8 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich ebenfalls um 14,9 Prozentpunkte auf 87,1 Prozent. Das Segment Group Markets verzeichnete einen Anstieg der notleidenden Kredite um 12,5 Prozent oder € 44.012 Tausend auf €395.283 Tausend (2013: € 351.271 Tausend), bedingt durch eine Umgliederung eines notleidenden Exposures von € 63 Tausend von Group Corporates. Dadurch erhöhte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,9 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent, die Deckungsquote sank hingegen um 5,0 Prozentpunkte auf 79,7 Prozent. Das Segment Russland verzeichnete einen Zuwachs der notleidenden Kredite um 3,1 Prozent oder € 14.734 Tausend auf € 496.302 Tausend (2013: € 481.569 Tausend). Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo erhöhte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent, die Deckungsquote verringerte sich hingegen um 7,1 Prozentpunkte auf 70,5 Prozent. In Zentraleuropa reduzierten sich die notleidenden Kredite um 14,5 Prozent oder € 509.873 Tausend auf €2.998.907 Tausend (2013: € 3.508.780 Tausend), insbesondere durch einen Verkauf von notleidenden Krediten in Höhe von €293.873 Tausend in Polen. Die NPL Ratio nahm um 2,3 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent ab, während die Deckungsquote um 3,6 Prozentpunkte auf 68,0 Prozent stieg. Das Segment Südosteuropa verzeichnete einen Rückgang der notleidenden Kredite um 9,0 Prozent oder € 174.300 Tausend auf € 1.769.536 Tausend (2013: €1.943.836 Tausend), gleichzeitig verringerte sich der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo um 0,4 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich hingegen um 8,1 Prozentpunkte auf 66,5 Prozent.

Der nachfolgend abgebildete Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Geschäftsjahr sowie die der Risikovorsorge zugrunde liegenden Bilanzposten:

in € Tausend Stand
1.1.2014
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auflösungen Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.12.2014
Einzelwertberichtigungen 5.195.279 - 270 2.388.444 - 559.157 - 1.113.985 - 184.141 5.726.171
Forderungen an Kreditinstitute 111.447 0 3.219 - 1.910 - 4.951 3.962 111.768
Forderungen an Kunden 5.010.140 - 270 2.347.946 - 529.714 - 1.095.634 - 186.858 5.545.610
Außerbilanzielle Verpflichtungen 73.692 0 37.279 - 27.532 - 13.400 - 1.245 68.794
Portfolio-Wertberichtigungen 529.379 1.190 271.338 - 316.773 - 39 - 44.285 440.810
Forderungen an Kreditinstitute 6.715 25 1.945 - 5.847 0 15 2.853
Forderungen an Kunden 477.173 1.143 256.269 - 282.770 - 39 - 42.773 409.003
Außerbilanzielle Verpflichtungen 45.490 22 13.124 - 28.156 0 - 1.526 28.954
Gesamt 5.724.657 920 2.659.782 - 875.929 - 1.114.024 - 228.425 6.166.981

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

in € Tausend Stand
1.1.2013
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.12.2013
Einzelwertberichtigungen 4.843.476 - 18.206 1.955.107 - 739.935 - 1.059.451 214.288 5.195.279
Forderungen an Kreditinstitute 145.805 - 15.678 168 - 4.584 - 11.464 - 2.800 111.447
Forderungen an Kunden 4.593.102 - 45 1.914.424 - 680.553 - 1.037.505 220.716 5.010.140
Außerbilanzielle Verpflichtungen 104.569 - 2.484 40.515 - 54.798 - 10.482 - 3.628 73.692
Portfolio-Wertberichtigungen 949.763 - 5.867 319.217 - 371.047 - 139 - 362.548 529.379
Forderungen an Kreditinstitute 11.914 0 3.869 - 4.506 - 1.903 - 2.658 6.715
Forderungen an Kunden 891.076 - 5.867 298.915 - 341.384 - 7.663 - 357.903 477.173
Außerbilanzielle Verpflichtungen 46.773 0 16.433 - 25.156 9.428 - 1.987 45.490
Gesamt 5.793.239 - 24.073 2.274.324 - 1.110.981 - 1.059.590 - 148.260 5.724.657

1 Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten:

in € Tausend 2014 2013
Einzelwertberichtigungen 5.726.171 5.195.279
Zentraleuropa 1.910.329 2.123.019
Südosteuropa 1.019.068 1.037.689
Russland 281.235 315.201
CEE Sonstige 1.063.950 737.740
Group Corporates 1.018.263 576.036
Group Markets 326.559 307.246
Corporate Center 106.770 98.350
Portfolio-Wertberichtigungen 440.810 529.379
Zentraleuropa 161.134 176.323
Südosteuropa 82.729 115.193
Russland 70.695 67.426
CEE Sonstige 42.183 63.906
Group Corporates 70.963 89.108
Group Markets 3.278 10.009
Corporate Center 8.982 7.414

Länderrisiko

Das Länderrisiko umfasst das Transfer- und Konvertibilitätsrisiko sowie das politische Risiko. Es resultiert aus grenzüberschreitenden Transaktionen oder aus Direktinvestitionen in Drittstaaten. Der Konzern ist diesem Risiko durch seine Geschäftstätigkeit in den Märkten Zentral- und Osteuropas ausgesetzt, in denen die politischen und wirtschaftlichen Risiken weiterhin zum Teil als vergleichsweise signifikant anzusehen sind.

Die aktive Länderrisikosteuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der vom Vorstand festgelegten Country Risk Policy, die als Teil des Kreditportfolio-Limitsystems eine streng definierte Obergrenze für grenzüberschreitende Transaktionen gegenüber einzelnen Ländern festlegt. Im täglichen Ablauf müssen die Geschäftseinheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen zusätzlich zur Einhaltung kundenspezifischer Limits daher auch Limitanträge für die betroffenen Länder stellen. Die absolute Höhe der Limits für die unterschiedlichen Länder wird

dabei modellgestützt ermittelt, wobei sowohl das interne Länderrating und die Größe des Landes als auch die Eigenkapitalausstattung des Konzerns Berücksichtigung finden.

Das Länderrisiko fließt weiters über das interne Transferpreissystem in die Produktkalkulation und in die risikoadjustierte Performancemessung ein. Der Konzern bietet den einzelnen Geschäftseinheiten dadurch einen Anreiz, Länderrisiken durch Versicherungen (z. B. Exportkreditversicherungen) oder Bürgschaften aus Drittstaaten abzusichern. Die aus der Länderrisikoanalyse gewonnenen Einschätzungen werden aber nicht nur zur Begrenzung des Gesamtvolumens an grenzüberschreitenden Transaktionen eingesetzt, sondern sie kommen auch bei der Limitierung des Gesamtexposures (also auch des durch lokale Einlagen refinanzierten Obligos) in den einzelnen Ländern zur Anwendung. Damit richtet der Konzern seine Geschäftsaktivitäten an der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung in unterschiedlichen Märkten aus und forciert die breite Diversifikation seines Kreditportfolios.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio des Konzerns ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist.

Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den Märkten des Konzerns wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach regionalen Segmenten dar.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Österreich 23.612.819 15,2% 27.976.394 17,1%
Zentraleuropa 47.963.978 30,9% 46.349.852 28,4%
Polen 14.590.232 9,4% 14.181.171 8,7%
Slowakei 11.916.153 7,7% 11.706.327 7,2%
Tschechische Republik 11.593.064 7,5% 10.700.350 6,6%
Ungarn 8.440.122 5,4% 8.033.629 4,9%
Sonstige 1.424.407 0,9% 1.728.376 1,1%
Übrige Europäische Union 23.101.485 14,9% 20.890.041 12,8%
Deutschland 5.961.886 3,8% 5.546.180 3,4%
Großbritannien 6.040.221 3,9% 4.293.542 2,6%
Frankreich 3.812.017 2,5% 5.106.338 3,1%
Niederlande 1.974.029 1,3% 1.599.847 1,0%
Sonstige 5.313.331 3,4% 4.344.133 2,7%
Südosteuropa 24.144.854 15,6% 24.561.839 15,0%
Rumänien 8.914.812 5,7% 8.597.163 5,3%
Kroatien 5.175.331 3,3% 5.351.289 3,3%
Bulgarien 3.691.509 2,4% 3.913.964 2,4%
Serbien 1.805.059 1,2% 2.217.096 1,4%
Sonstige 4.558.142 2,9% 4.482.327 2,7%
Russland 16.803.445 10,8% 20.439.621 12,5%
Asien 6.999.905 4,5% 9.032.724 5,5%
China 3.206.735 2,1% 4.208.191 2,6%
Singapur 1.336.724 0,9% 1.516.165 0,9%
Sonstige 2.456.446 1,6% 3.308.368 2,0%
CEE Sonstige 6.142.828 4,0% 7.508.601 4,6%
Ukraine 4.007.317 2,6% 5.544.850 3,4%
Sonstige 2.135.416 1,4% 1.963.751 1,2%
Nordamerika 2.899.065 1,9% 4.134.308 2,5%
Restliche Welt 3.571.161 2,3% 2.429.219 1,5%
Gesamt 155.239.541 100,0% 163.322.599 100,0%

Der Konzern ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten, es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und Kapitalmarktgeschäften resultieren. Der Konzern hält jedoch praktisch keine Staatsanleihen dieser Länder (ausgenommen solche der Republik Italien).

Im Rahmen der Risikopolitik und der Bonitätsbeurteilung des Konzerns findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der größte Branchenanteil entfällt dabei auf das Kreditgewerbe, ist aber überwiegend dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen (Liquiditätsausgleichsfunktion). Den zweitgrößten Anteil hält der Sektor private Haushalte, der im Wesentlichen Forderungen an Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa umfasst. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo des Konzerns nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 40.401.798 26,0% 42.712.673 26,2%
Private Haushalte 26.628.106 17,2% 27.272.431 16,7%
Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 14.662.082 9,4% 16.086.635 9,8%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 11.829.289 7,6% 12.323.902 7,5%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 12.719.616 8,2% 10.991.094 6,7%
Grundstücks- und Wohnungswesen 9.424.346 6,1% 9.992.147 6,1%
Baugewerbe 5.508.026 3,5% 6.550.982 4,0%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 4.521.505 2,9% 5.414.023 3,3%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 3.839.075 2,5% 4.093.906 2,5%
Energieversorgung 3.158.525 2,0% 4.163.444 2,5%
Metallerzeugung und -bearbeitung 2.678.461 1,7% 2.542.925 1,6%
Ernährungsgewerbe 2.314.294 1,5% 2.427.679 1,5%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 1.975.535 1,3% 2.082.848 1,3%
Sonstiges Transportgewerbe 2.053.102 1,3% 1.937.512 1,2%
Maschinenbau 1.199.475 0,8% 1.479.573 0,9%
Gewinnung von Erdöl und Erdgas 1.252.770 0,8% 1.218.276 0,7%
Kraftfahrzeughandel, Tankstellen 1.104.885 0,7% 1.175.319 0,7%
Sonstige Branchen 9.968.651 6,4% 10.857.229 6,6%
Gesamt 155.239.541 100,0% 163.322.599 100,0%

Strukturiertes Kreditportfolio

Die Konzernstrategie für das strukturierte Kreditportfolio sieht eine sukzessive Reduktion der Investments durch Rückzahlung bei Endfälligkeit oder durch Verkäufe je nach Marktsituation vor. Das Gesamtexposure an strukturierten Produkten wird unter Punkt (37) Verbriefungen dargestellt. Rund 72,0 Prozent dieses Portfolios verfügen über ein externes Rating von A oder höher, wobei die Pools hauptsächlich Forderungen gegenüber europäischen Kunden enthalten.

Kontrahentenausfallrisiko

Ein Kontrahentenausfall bei Derivat-, Pensions- und Wertpapierleihgeschäften kann Verluste durch die Kosten der Wiederbeschaffung eines äquivalenten Kontrakts verursachen. Dieses Risiko wird vom Konzern durch die Marktbewertungsmethode gemessen, die den gegenwärtigen Marktwert und einen vordefinierten Puffer für etwaige Veränderungen des Forderungswerts in der Zukunft berücksichtigt. Für die interne Steuerung werden die möglichen Preisänderungen, die den fairen Wert dieser Instrumente beeinflussen, je nach Instrumentenkategorie aufgrund der historischen Marktwertbewegungen ermittelt.

Voraussetzung für den Abschluss von derivativen Kontrakten ist die Einhaltung des Kreditgenehmigungsprozesses, für den dieselben Risikoklassifizierungs-, -limitierungs- und -überwachungsverfahren gelten wie für das klassische Kreditgeschäft. Derivative Positionen werden dabei in der Einrichtung und Überwachung von Kreditlimits sowie in der Bemessung und Allokation des internen Kapitals gemeinsam mit den sonstigen Forderungen eines Kunden als gewichtete Anrechnungsbeträge berücksichtigt.

Eine wesentliche Strategie zur Reduktion dieses Risikos stellen Kreditrisikominderungsinstrumente, z. B. Netting und die Unterlegung mit Sicherheiten, dar. Grundsätzlich strebt der Konzern für alle wesentlichen Derivatgeschäfte den Abschluss eines standardisierten ISDA-Rahmenvertrags für das bilaterale Netting und eines entsprechenden Credit Support Annex (CSA) zur Absicherung der jeweils aktuellen Marktwerte auf täglicher Basis an.

Marktrisiko

Der Konzern definiert Marktrisiko als die potenziell mögliche negative Veränderung der Marktpreise von Handels- und Investmentpositionen. Es wird durch Schwankungen der Wechselkurse, Zinssätze, Credit Spreads, Aktienpreise und Warenpreise sowie anderer relevanter Marktparameter, wie z. B. impliziter Volatilitäten, bestimmt.

Das Marktrisiko der Kundenbereiche wird mittels Transferpreismethode in das Treasury transferiert. Der Bereich Treasury ist für das Management dieser strukturellen Risiken sowie die Einhaltung der Gesamtkonzernlimits verantwortlich. Der Bereich Capital Markets ist für den Eigenhandel, das Market Making und das Kundengeschäft mit Geld- und Kapitalmarktprodukten zuständig.

Organisation des Marktrisikomanagements

Alle Marktrisiken werden auf Konzernebene gemessen, überwacht und gesteuert.

Die Aufgabe des strategischen Marktrisikomanagements wird durch das Market Risk Committee wahrgenommen, das für das Management und die Steuerung aller Marktrisiken im Konzern verantwortlich ist. Das Konzerngesamtlimit wird unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und des Ertragsbudgets vom Gesamtvorstand festgelegt. Die Aufteilung dieses Limits auf Sublimits erfolgt abgestimmt mit den jeweiligen Unternehmensbereichen je nach Strategie, Geschäftsmodell und Risikoappetit.

Die Abteilung Market Risk Management stellt sicher, dass der Geschäfts- und der Produktumfang im Rahmen der definierten und beschlossenen Strategie der Gruppe liegen. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Risikomanagement-Prozesse, -Infrastruktur und -Systeme sowie der Regelwerke und der Messmethoden für alle Marktrisikokategorien und für marktrisikoinduzierte Kreditrisiken des Derivatgeschäfts. Weiters führt diese Abteilung die tägliche unabhängige Messung und das Reporting aller Marktrisiken durch.

Alle Produkte, in denen offene Positionen gehalten werden, sind im Produktkatalog festgelegt. Neue Produkte werden in diese Liste erst dann aufgenommen, wenn sie den Produkteinführungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Produktanträge werden einer gesamthaften Risikoanalyse unterworfen und nur genehmigt, wenn die Abbildbarkeit in den Front- und Back-Office- bzw. Risikomanagement-Systemen der Bank gewährleistet ist.

Limitsystem

Der Konzern verfolgt einen umfassenden Risikomanagement-Ansatz für Handels- und Bankbücher (Total-Return-Ansatz). Die Steuerung der Marktrisiken wird deshalb konsistent auf alle Handels- und Bankbücher angewendet. Die folgenden Größen werden im Marktrisikomanagement-System auf täglicher Basis gemessen und limitiert:

Value-at-Risk (VaR) – Konfidenzintervall 99 Prozent, Horizont 1 Tag

Der VaR ist das Hauptsteuerungsinstrument für Marktrisiken in liquiden Märkten und normalen Marktsituationen. Die Messung des VaR basiert auf einem hybriden Simulationsansatz, in dem 5.000 Szenarien generiert werden und der die Vorteile einer historischen Simulation mit denen einer Monte-Carlo-Simulation verbindet. Basis für die verwendeten Marktparameter sind historische Zeitreihen mit einer Dauer von 500 Tagen. In den Verteilungsannahmen sind moderne Eigenschaften wie Volatility Declustering, Random Time Change und Extreme Event Container implementiert, um endlastige und asymmetrische Verteilungen gut abbilden zu können. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses zugelassen. Die Value-at-Risk-Resultate finden nicht nur in der Risikobegrenzung, sondern auch in der Allokation des ökonomischen Kapitals Einsatz.

Sensitivitäten (gegenüber Änderungen in Währungskursen und Zinssätzen, Gamma, Vega, Aktien- und Warenpreisen)

Sensitivitätslimits sollen Konzentrationen in normalen Marktsituationen vermeiden und sind das Hauptsteuerungsinstrument in Stresssituationen und in illiquiden oder strukturell schwer zu messenden Märkten.

Stop Loss

Dieses Limit unterstützt die Disziplin der Händler im Management von Eigenpositionen, mögliche Verluste nicht zu akkumulieren, sondern eng zu begrenzen.

Dieses mehrstufige Limitsystem wird durch ein umfangreiches Stresstesting-Konzept ergänzt, in dem die potenziellen Wertveränderungen des Gesamtportfolios bei Anwendung verschiedener Szenarien ermittelt werden. Risikokonzentrationen, die durch diese Stresstests offenbar werden, werden im Marktrisikokomitee berichtet und in der Limitvergabe berücksichtigt. Stresstestberichte je Portfolio sind Teil des täglichen Marktrisiko-Reportings.

Value-at-Risk (VaR)

Nachstehende Tabellen stellen die Risikokennzahlen (VaR 99 Prozent, 1 Tag) für das Marktrisiko der Handels- und Bankbücher je Risikoart dar. Die strukturellen Kapitalpositionen, die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern, die als Liquiditätspuffer gehalten werden, dominieren den VaR des Konzerns.

Handelsbuch VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2014
Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
31.12.2013
Währungsrisiko1 114.463 68.936 35.018 192.966 41.481
Zinsrisiko 5.940 3.332 1.318 10.828 3.373
Credit-Spread-Risiko 4.583 5.066 2.330 13.248 4.931
Aktienpreisrisiko 1.223 1.288 801 1.717 832
Vega Risiko 632 472 229 1.675 348
Gesamt 108.495 73.534 43.896 193.402 45.892

1 Gesamtes Währungsrisiko inkl. in Fremdwährung gehaltener Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften.

Bankbuch VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Tausend 31.12.2014 31.12.2013
Zinsrisiko 52.657 10.875 4.384 54.499 7.627
Credit-Spread-Risiko 18.888 11.682 6.485 27.115 16.854
Vega Risiko 940 601 350 1.028 423
Gesamt 69.281 19.495 10.711 69.281 19.100
Gesamt VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2014
Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
31.12.2013
Währungsrisiko1 114.463 68.937 35.019 192.966 41.478
Zinsrisiko 53.594 12.545 5.487 56.368 9.203
Credit-Spread-Risiko 17.507 14.921 8.644 34.996 21.508
Aktienpreisrisiko 1.223 1.288 801 1.717 832
Vega Risiko 914 757 220 1.352 219
Gesamt 134.630 82.475 51.483 216.773 56.961

1 Gesamtes Währungsrisiko inkl. in Fremdwährung gehaltener Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften.

Die verwendeten Risikomessmethoden werden – neben qualitativen Analysen der Profitabilität – laufend durch Backtesting und statistische Validierungsverfahren überwacht und, falls Modellierungsschwächen festgestellt werden, adaptiert. Im Berichtsjahr gab es keine Backtesting-Verletzung im Handelsbuch. Dies zeigt die folgende Grafik, die den VaR den hypothetischen Gewinnen und Verlusten auf täglicher Basis gegenüberstellt. Der VaR stellt den maximalen Verlust dar, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Er wird dem jeweiligen hypothetischen Gewinn oder Verlust gegenübergestellt, der am darauffolgenden Tag aufgrund der dann tatsächlich eingetretenen Marktbewegungen eintreten würde. Es zeigt sich, dass das Modell die Marktvolatilitätsregimes korrekt wiedergibt und sehr schnell auf geänderte Verhältnisse reagiert. Aufgrund der guten Prognosequalität des internen Modells wurde eine Faktorreduktion auf 3,2 per 1. November 2014 genehmigt.

Die geopolitische Krise (Besetzung der Krim, Krieg in der Ukraine, politische Sanktionen gegen Russland) und die damit verbundenen Marktbewegungen begründen das gestiegene Marktrisiko, v. a. den Anstieg der strukturellen FX-Risiken (ukrainische Hryvna und russischer Rubel).

Value-at-Risk und hypothetische Marktwertveränderungen für das Handelsbuch in € Millionen

Währungsrisiken und Kapital(quoten)-Hedge

Das Marktrisiko des Konzerns wird vorrangig vom Währungsrisiko, das aus dem in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapital der ausländischen Konzerneinheiten resultiert, und den diesbezüglich vom Group Asset/Liability Committee gesteuerten Absicherungsgeschäften geprägt. Im Folgenden sind die wesentlichen Währungspositionen per 31. Dezember 2014 und die entsprechenden Vergleichswerte des Vorjahres angeführt. Die Beträge beinhalten sowohl Handelspositionen als auch die Kapitalpositionen der in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen.

in € Tausend 2014 2013
ALL 98.707 267.954
BAM 167.381 259.148
BGN 158.633 64.118
BYR 178.372 199.771
CNY 161.123 272.150
CZK 204.775 776.215
HRK 542.274 700.082
HUF - 37.341 369.969
PLN 949.633 1.702.785
RON 567.552 675.266
RSD 436.143 493.711
RUB 760.310 2.546.995
UAH 32.471 948.398
USD - 15.306 - 216.212

Das Währungsrisiko im engeren Sinn ist als die Gefahr von Verlusten aufgrund offener Devisenpositionen definiert. Währungsschwankungen wirken sich dabei aber sowohl auf die laufend erzielten Erträge als auch auf die anfallenden Kosten aus. Sie beeinflussen weiters das Eigenmittelerfordernis von Aktivpositionen in Fremdwährungen, selbst wenn diese in derselben Währung refinanziert wurden und somit keine offene Devisenposition besteht.

Der Konzern hält materielle Beteiligungen an Gesellschaften außerhalb des Euroraums, die ihr Eigenkapital in der jeweiligen Lokalwährung halten. Ebenso ist ein wesentlicher Teil der Risikoaktiva des Konzerns nicht in Euro denominiert. Wechselkursveränderungen führen daher sowohl zu Schwankungen des konsolidierten Kapitals des Konzerns als auch zu Veränderungen des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko.

Um das Währungsrisiko abzusichern, können zwei unterschiedliche Ansätze verfolgt werden:

  • Absoluter Kapitalerhalt: Diese Hedging-Strategie zielt auf eine Immunisierung des in Lokalwährung gehaltenen Kapitals durch eine entsprechende Gegenposition auf konsolidierter Basis ab. Es bestehen jedoch nicht für alle Währungen Absicherungsmöglichkeiten im erforderlichen Ausmaß, zudem sind derartige Absicherungen aufgrund hoher Zinsdifferenzen wirtschaftlich für manche Währungen nicht sinnvoll.
  • Konstante Kapitalquote: Ziel dieser Hedging-Strategie ist es, Kernkapital und risikogewichtete Aktiva für jede Währung mit der gewünschten Kernkapitalquote in Einklang zu bringen (d. h. Kapitalüber- oder -unterdeckungen in jeder Währung im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva zu schließen), sodass die Kernkapitalquote bei Währungsschwankungen konstant bleibt.

Der Konzern arbeitet im Währungsrisikomanagement mit dem Ansatz der konstanten Kapitalquote. Bei Veränderungen der Wechselkurse kommt es daher zu absoluten Veränderungen im konsolidierten Kapital, gleichzeitig ändert sich aber auch das Kapitalerfordernis für Kreditrisiken aus Aktiva in Fremdwährungen entsprechend. Das Management dieses Risikos erfolgt in den monatlich stattfindenden Sitzungen des Group Asset/Liability Committee anhand historischer Kursvolatilitäten, Wechselkursprognosen und der Kernkapitalquotensensitivität einzelner Währungen.

Zinsrisiken im Handelsbuch

Die folgenden Tabellen zeigen die größten Barwertveränderungen des Handelsbuchs des Konzerns bei einer parallelen Zinserhöhung um 1 Basispunkt in € Tausend für die Stichtage 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013. Es sind darin Währungen angeführt, bei denen der Absolutwert der Zinssensitivität insgesamt zumindest € 1 Tausend beträgt. Die relevanten Risikotreiber haben sich im Berichtszeitraum nur unwesentlich verändert:

2014
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
ALL - 31 - 1 - 3 - 1 - 4 - 5 - 10 - 7 0 0 0 0
BGN - 4 0 0 - 1 - 1 - 2 0 0 - 1 0 0 0
CHF - 8 3 - 6 1 1 - 2 3 - 4 - 1 - 1 - 1 - 1
CNH - 3 0 0 - 2 - 1 0 0 0 0 0 0 0
CNY 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 5 - 2 - 4 3 0 4 - 6 13 1 - 3 0 0
EUR - 131 8 - 51 12 - 65 - 52 60 21 - 42 - 2 - 6 - 15
GBP - 1 - 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
HRK - 11 0 0 - 1 - 8 - 1 - 1 0 0 0 0 0
PLN - 6 0 - 14 22 - 6 - 6 3 - 4 0 0 0 0
RON 7 0 3 3 0 0 1 0 0 0 0 0
RUB 4 - 3 3 - 9 - 2 - 3 10 0 2 7 0 0
USD - 25 7 7 - 25 - 7 42 - 28 35 - 31 - 25 - 13 12
Sonstige - 2 - 1 2 0 0 - 1 - 3 0 1 1 0 0
2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
ALL - 40 - 1 - 4 - 3 - 4 - 4 - 9 - 15 0 0 0 0
BGN - 9 0 0 0 - 2 - 2 - 5 0 0 0 0 0
CHF - 15 - 3 12 - 25 4 1 - 8 6 0 0 - 1 - 1
CNH 2 0 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0
EUR - 222 - 22 - 2 24 - 172 - 73 - 37 92 - 28 8 - 26 14
GBP - 1 - 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
HRK - 16 0 0 - 4 - 7 - 3 - 2 0 0 0 0 0
HUF - 3 0 6 - 14 0 0 4 0 0 1 0 0
JPY - 3 - 1 0 - 2 0 0 0 0 0 0 0 0
PLN 3 7 - 2 - 9 6 3 - 3 - 2 3 0 0 0
RON - 3 0 0 2 0 0 1 - 2 - 4 0 0 0
RUB - 142 - 6 - 5 - 1 - 46 - 5 - 42 - 20 - 16 - 1 0 0
USD 13 - 6 9 23 - 21 - 33 - 5 11 - 40 - 5 83 - 3
Sonstige 2 - 1 2 0 - 4 - 9 12 1 4 - 3 0 0

Zinsrisiken im Bankbuch

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungskonditionen der angebotenen Produkte führen gemeinsam mit der Refinanzierung durch Kundeneinlagen sowie über die Geld- und Kapitalmärkte im Konzern zu Zinsänderungsrisiken. Diese entstehen vorwiegend durch den nicht vollständigen Ausgleich der Zinssensitivität von erwarteten Zahlungen, deren Zinsanpassungsrhythmen und anderer optionaler Ausstattungsmerkmale. Zinsrisiken im Bankbuch bestehen dabei in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar sowie in den lokalen Währungen der Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Dieses Risiko wird grundsätzlich durch eine Kombination von bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften abgesichert, wobei vorwiegend Zinsswaps und – in geringerem Ausmaß – Zinstermingeschäfte und Zinsoptionen zum Einsatz kommen. Das Bilanzstrukturmanagement ist eine Kernaufgabe sowohl des zentralen Bereichs Global Treasury als auch der lokalen Banken, die von Aktiv-Passiv-Managementkomitees unterstützt werden. Sie stützen sich dabei auf Szenarien und Analysen zur Simulation des Zinsertrags, um eine optimale Positionierung im Einklang mit der Zinsmeinung und im Rahmen des Risikoappetits zu gewährleisten.

Für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen neben der Value-at-Risk-Berechnung auch klassische Methoden der Kapital- und Zinsbindungsanalyse zur Anwendung. Seit dem Jahr 2002 besteht für das Zinsänderungsrisiko im Rahmen der Zinsrisikostatistik ein quartalsweises Berichtswesen an die Aufsichtsbehörde, das entsprechend den Erfordernissen der Basel-II-Richtlinien auch eine Barwertveränderung in Prozent der Eigenmittel beinhaltet. Notwendige Schlüsselannahmen für Fristigkeiten werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.

Die ermittelten Wertänderungen für einen Zinsschock von 200 Basispunkten blieben im Konzern im Berichtsjahr 2014 stets unter der meldepflichtigen Schwelle von 20 Prozent der anrechenbaren Eigenmittel.

Die Barwertveränderung des Bankbuchs des Konzerns bei einer parallelen Zinserhöhung um 1 Basispunkt wird in folgenden Tabellen in € Tausend für die Stichtage 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 dargestellt. Es sind darin Währungen angeführt, bei denen der Absolutwert der Zinssensitivität mindestens € 1 Tausend übersteigt.

2014
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
ALL - 38 1 - 3 9 - 10 - 7 - 10 - 18 - 2 0 0 0
BAM 15 3 - 2 - 3 8 3 2 1 2 2 0 0
BGN 31 0 0 - 2 - 1 9 31 - 2 - 3 - 1 0 0
BYR - 33 0 - 1 - 7 - 10 - 8 - 4 - 1 - 1 - 1 0 0
CAD 7 0 7 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF - 382 11 - 2 0 - 29 - 11 - 20 - 25 - 73 - 140 - 77 - 17
CNY 10 - 6 0 16 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 11 - 5 3 29 0 - 1 - 17 0 3 - 2 - 1 0
EUR - 283 25 - 23 - 7 - 35 - 52 - 69 206 75 - 175 - 95 - 133
GBP - 1 - 1 1 2 - 1 0 - 1 - 1 0 0 0 0
HRK - 41 0 - 3 3 - 21 - 1 - 10 - 8 2 - 3 0 0
HUF - 92 10 - 3 - 5 - 10 - 11 - 25 - 10 - 31 - 4 - 2 - 1
PLN - 38 - 7 5 - 7 1 - 1 3 - 7 - 9 - 11 - 4 - 1
RON - 18 - 3 - 5 - 14 - 19 - 1 37 - 13 - 1 2 - 1 0
RSD - 24 - 2 - 3 - 6 - 11 - 2 0 0 0 0 0 0
RUB - 164 - 9 - 18 27 - 66 - 61 38 - 17 - 37 - 19 - 2 0
SGD - 4 - 4 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
UAH - 39 0 - 1 - 2 - 8 0 - 19 - 3 - 4 - 2 0 0
USD - 100 56 50 13 - 15 - 30 5 - 5 - 49 19 0 - 144
Sonstige 1 1 - 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0
2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3 M > 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
ALL - 14 1 - 1 9 - 12 - 1 - 7 - 1 - 2 0 0 0
BAM 16 - 2 0 2 8 2 2 0 2 2 0 0
BGN - 13 - 2 - 1 5 - 1 - 4 - 7 - 1 - 1 - 1 0 0
BYR - 23 0 1 - 7 - 4 - 5 - 3 - 2 - 2 - 1 0 0
CAD - 4 4 - 8 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF - 131 - 26 7 23 - 10 - 59 - 13 3 1 - 40 - 16 - 1
CNY 10 - 8 4 12 2 0 0 0 0 0 0 0
CZK 8 5 - 9 26 - 8 2 4 - 3 - 2 - 3 - 3 - 1
EUR 153 - 1 - 10 55 32 - 184 509 - 36 - 131 70 - 58 - 93
HRK - 84 - 4 1 - 4 - 5 - 29 - 17 - 13 - 13 0 0 0
HUF - 26 - 4 - 9 - 3 4 11 9 - 18 - 14 - 2 0 0
RON - 72 - 2 - 3 - 9 - 30 6 - 6 - 20 - 6 - 1 - 1 0
RSD - 20 - 2 - 2 - 3 - 9 - 3 - 1 0 0 0 0 0
RUB - 163 - 8 - 3 - 15 - 15 - 95 84 - 49 - 41 - 18 - 3 0
SGD 6 - 2 0 9 - 1 0 0 0 0 0 0 0
UAH - 56 - 2 3 - 2 - 42 - 8 14 - 7 - 8 - 4 0 0
USD - 7 32 45 116 1 - 73 - 68 - 10 - 52 3 1 - 2
Sonstige - 1 11 15 15 - 49 1 9 - 2 - 1 0 0 0

Credit-Spread-Risiken

Das Marktrisikosteuerungssystem berücksichtigt zeitabhängige Anleihe- und CDS-Spread-Kurven als Risikofaktoren für die Ermittlung von Credit-Spread-Risiken. Diese Marktrisikokategorie bildet somit das spezifische Zinsrisiko für alle Kapitalmarktinstrumente des Handels- und Bankbuchs ab. Im Value-at-Risk-Bericht wird diese Risikokategorie für die RBI AG ausgewiesen, die einen wesentlichen Teil der Wertpapierbestände des Konzerns hält.

Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Rolle von Banken im internationalen Finanzmarktgefüge ist die Fristentransformation. Diese resultiert aus dem Wunsch der Anleger, kurzfristig auf ihre Veranlagungen zugreifen zu können, und dem gegenläufigen Bedürfnis der Kreditnehmer nach langfristiger Finanzierung. Die Erfüllung dieser Aufgabe bringt laufend Überschüsse oder Defizite in der Liquiditätsbilanz mit sich, die von Banken unter normalen Marktbedingungen im Liquiditätsaustausch mit anderen Finanzmarktteilnehmern ausgeglichen werden.

Die Liquiditätssteuerung und damit die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Konzerns werden sowohl zentral in Wien durch den Bereich Treasury als auch dezentral von den lokalen Banken wahrgenommen. In einem internen Überwachungssystem werden die Zahlungsströme nach Währung periodisch konzernweit berechnet und analysiert. Basierend auf diesen Informationen erstellt der Konzern Liquiditätsbilanzen und führt Auswertungen durch, die sowohl die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich ausreichender Liquidität als auch die Einhaltung definierter Liquiditätslimits umfassen. Weitere Analysen inkludieren insbesondere markt- und institutsspezifische Krisensituationen in szenarienbasierten Cash-Flow-Prognosen, die durchwegs Gegenstand der Sitzungen des Group Asset/Liability Committees sind. Der Konzern verfügt über alle in der Kreditinstitute-Risikomanagementverordnung geforderten Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements, so etwa einen ausreichend dimensionierten Liquiditätspuffer, Stresstests mit unterschiedlichen Szenarien sowie Liquiditätsnotfallpläne.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und von außerbilanziellen Geschäften. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, den sogenannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihgeschäft) in die Berechnung ein.

in € Tausend 2014 2013
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 15.442.649 15.201.539 16.237.354 15.222.987 12.371.670 13.123.718
Liquiditäts-Ratio 159% 135% 117% 155% 126% 113%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugte Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen (auch mit Rücksicht auf die Außenwirkung) existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Strukturelles Liquiditätsrisiko

Strukturelle Liquiditätsrisiken werden v. a. durch eine Änderung in der Risikostrategie der Kreditgeber oder durch eine Bonitätsverschlechterung eines sich refinanzierenden Instituts ausgelöst. Die Refinanzierungskosten und -möglichkeiten steigen und fallen mit den geforderten Risikoprämien, die sowohl markt- als auch institutsspezifisch schwanken.

Die langfristige Refinanzierungsmöglichkeit ist somit von der generellen Wiederherstellung des Vertrauens in Banken und dem verstärkten Bemühen um Spareinlagen abhängig. Die RBI AG refinanziert sich dabei einerseits durch Geld- und Kapitalmarkttransaktionen und andererseits aus dem Retail-Geschäft der Netzwerkbanken. Sie ist die zentrale Liquiditätsausgleichsstelle für die verschiedenen lokalen Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Im Refinanzierungsplan des Konzerns wird spezielles Augenmerk auf eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gelegt, um das strukturelle Liquiditätsrisiko zu kontrollieren. Im Konzern werden dabei Gelder nicht nur durch die RBI AG als Konzernspitze, sondern auch von vielen Tochterbanken aufgenommen, die durch ein gemeinsames Konzept koordiniert und optimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht die RBI AG die mittel- und langfristige Mittelaufnahme ihrer Töchter im Weg von syndizierten Krediten, bilateralen Bankrefinanzierungen und Globaldarlehen supranationaler Institutionen. Diese Refinanzierungsquellen werden durchwegs auf Basis langjähriger Geschäftsbeziehungen genutzt.

Zur Steuerung und aktiven Begrenzung des Liquiditätsrisikos berücksichtigen die Zielvorgaben für die Loan/Deposit Ratios (Verhältnis von Kundenforderungen zu Kundeneinlagen) in den einzelnen Netzwerkbanken sowohl das geplante zukünftige Geschäftsvolumen als auch die Möglichkeiten zur Stärkung der Einlagenbasis in den jeweiligen Ländern. Dies verringert einerseits den externen Refinanzierungsbedarf für den Konzern und andererseits die Notwendigkeit konzerninterner Liquiditätstransfers sowie das damit verbundene Risiko.

2014
in € Tausend
Buchwert Vertragliche
Zahlungsströme
Bis 3
Monate
Mehr als 3 Monate
bis 1 Jahr
Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mehr als 5
Jahre
Nicht derivative Verbindlichkeiten 105.888.462 114.808.169 68.078.586 16.531.771 21.646.512 8.551.301
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.408.371 26.738.214 12.007.443 4.682.993 7.940.886 2.106.893
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.094.172 68.513.060 52.381.826 9.442.787 4.684.708 2.003.739
Verbriefte Verbindlichkeiten 10.593.069 11.299.763 1.745.195 1.924.792 6.752.853 876.925
Sonstige Passiva 2.607.742 2.628.567 1.745.926 217.273 360.021 305.346
Nachrangkapital 4.185.108 5.628.565 198.196 263.926 1.908.044 3.258.398
Derivative Verbindlichkeiten 6.464.673 15.680.138 4.557.294 2.502.372 4.486.244 4.134.227
Derivate im Handelsbuch 5.686.468 12.643.716 3.188.336 2.071.561 3.422.150 3.961.669
Derivate in Sicherungsbeziehungen 200.549 171.563 3.722 16.681 42.375 108.785
Sonstige Derivate 577.633 2.864.836 1.365.236 414.107 1.021.719 63.773
Kreditderivate 23 23 0 23 0 0
Eventualverpflichtungen 10.037.594 1.633.785 602.359 714.394 181.097 135.936
Weitergegebene Wechsel 0 0 0 0 0 0
Avalkredite 6.289.555 214.424 76.645 106.279 29.993 1.507
Sonstige Bürgschaften 2.191.132 195.292 76.458 74.544 45.496 - 1.206
Akkreditive 1.396.379 862.100 449.256 307.236 105.608 0
Sonstige Eventualverpflichtungen 160.528 643 0 643 0 0
Kreditrisiken 10.033.024 10.290.154 3.726.583 1.452.302 4.618.930 492.338
Unwiderrufliche Kreditzusagen 10.019.684 10.284.342 3.723.139 1.449.934 4.618.930 492.338

Die Analyse der vereinbarten vertraglichen Zahlungsströme für die Finanzverbindlichkeiten ergibt folgende Laufzeiten:

2013 Vertragliche Bis 3 Mehr als 3 Monate Mehr als 1 Jahr Mehr als 5
in € Tausend
Nicht derivative Verbindlichkeiten
Buchwert
115.131.688
Zahlungsströme
125.340.412
Monate
76.519.554
bis 1 Jahr
15.840.079
bis 5 Jahre
24.064.488
Jahre
8.916.291
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.104.866 34.194.631 18.695.918 4.100.160 9.350.547 2.048.006
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66.436.636 69.291.405 51.498.939 9.813.668 5.765.635 2.213.162
Verbriefte Verbindlichkeiten 11.532.646 12.948.883 3.284.053 1.305.860 7.128.116 1.230.854
Sonstige Passiva 2.929.951 3.581.250 2.583.644 440.091 489.784 67.732
Nachrangkapital 4.127.589 5.324.243 457.000 180.300 1.330.406 3.356.537
Derivative Verbindlichkeiten 4.411.212 13.873.781 7.008.251 2.533.086 3.358.743 973.703
Derivate im Handelsbuch 4.026.804 10.678.912 4.501.009 2.278.143 3.032.400 867.361
Derivate in Sicherungsbeziehungen 132.536 166.465 44.752 11.062 50.755 59.897
Sonstige Derivate 251.593 2.651.230 2.085.316 243.881 275.588 46.445
Kreditderivate 279 377.174 377.174 0 0 0
Eventualverpflichtungen 10.989.526 2.477.125 1.231.072 881.333 215.849 148.872
Weitergegebene Wechsel 0 0 0 0 0 0
Avalkredite 6.198.703 546.418 118.417 289.872 70.766 67.363
Sonstige Bürgschaften 2.504.219 341.590 85.550 144.423 41.758 69.859
Akkreditive 2.188.542 1.583.943 1.027.105 441.863 103.325 11.650
Sonstige Eventualverpflichtungen 98.062 5.174 0 5.174 0 0
Kreditrisiken 10.278.862 10.321.586 4.370.871 1.224.735 4.469.379 256.601
Unwiderrufliche Kreditzusagen 10.278.862 10.321.586 4.370.871 1.224.735 4.469.379 256.601

Adaptierung der Vorjahreswerte aufgrund höherer Detaillierung.

Operationelle Risiken

Unter dem operationellen Risiko wird das Risiko von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder aufgrund von externen Ereignissen einschließlich des Rechtsrisikos eintreten können. Innerhalb dieser Risikokategorie werden sowohl interne Risikofaktoren – z. B. unbefugte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Abwicklungs- und Prozessfehler, Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfälle – als auch externe Risikofaktoren einschließlich von Sachschäden und Betrugsabsichten kontrolliert und gesteuert.

Die Analyse und Steuerung dieser Risiken erfolgt auf Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung und der Ergebnisse der Risikobeurteilung. Ein weiterer Bestandteil der Steuerung ist ein Anreizsystem in der internen Kapitalallokation, mit dem hohe Datenqualität und aktives Risikomanagement honoriert werden. Generell ist das Risikomanagement für operationelle Risiken im Konzern durch ein sowohl zentrales wie auch dezentrales System umgesetzt: Die Grundlagen und Mindeststandards werden vom zentralen operationellen Risikomanagement vorgegeben, die detaillierte Implementierung erfolgt risikospezifisch in lokalen Einheiten.

In Analogie zu den anderen Risikoarten gilt im Konzern auch für das operationelle Risiko das Prinzip der Funktionstrennung in Risikomanagement und -controlling. Die Risikocontrolling-Einheiten für operationelles Risiko in den einzelnen Konzerneinheiten verantworten die Umsetzung und Verbesserung des operationellen Risikomanagements (z. B. Durchführung von Risikoassessments oder Definition und Überwachung von Frühwarnindikatoren) und das Reporting an das zentrale operationelle Risikocontrolling. Die Geschäftsbereichsverantwortlichen hingegen führen Steuerungs- und Reduktionsmaßnahmen für das operationelle Risiko durch. Sie entscheiden über den Einsatz von Steuerungsinstrumenten, z. B. den Abschluss von Versicherungen, oder anderen Risikoreduktionsverfahren.

Risikoidentifikation

Ein wesentlicher Schritt in der Steuerung von operationellen Risiken ist die Identifikation und Beurteilung von Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden würden (allerdings nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintreten), und von anderen Bereichen, in denen Verluste häufiger auftreten (allerdings nur mit geringer Schadenshöhe).

Die Beurteilung der operationellen Risiken erfolgt in der Gruppe in strukturierter Form nach Kategorien wie Geschäftsprozessen und Ereignistypen durch Risikoassessments, ebenso wird für alle Neuprodukte ein Risikoassessment durchlaufen. Alle Konzerneinheiten bewerten die Auswirkung von wahrscheinlichen Ereignissen mit geringer Verlusthöhe (High Probability/Low Impact) und unwahrscheinlichen Ereignissen mit großem Verlustpotenzial (Low Probability/High Impact) bezogen auf einen einjährigen bzw. zehnjährigen Zeithorizontn. Die Low Probability/High Impact-Ereignisse werden in einem konzernweiten Analysetool mit standardisierten Szenarien gemessen. Zusätzlich implementieren die Einheiten des Konzerns noch weitere Szenarien, die auf das Risikoprofil und die lokalen Gegebenheiten der jeweiligen Einheit zugeschnitten sind.

Überwachung

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden Frühwarnindikatoren (Early Warning Indicators) verwendet, die eine zeitnahe Erkennung und Minderung von Verlusten ermöglichen. Auch diese sind auf die einzelnen Kreditinstitute des Konzerns zugeschnitten, wobei durch die Konzernzentrale zwecks internen Benchmarkings zusätzlich ein verpflichtender Basissatz an Indikatoren vorgegeben wird.

Die Erfassung von operationellen Schäden erfolgt strukturiert und konzernweit in der zentralen Datenbank ORCA (Operational Risk Controlling Application) mit entsprechender Untergliederung nach Geschäftsfeld und Ereignistyp. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt die Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation, zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Weiterentwicklung der eingesetzten Messmethoden sowie zur Weiterverfolgung von Maßnahmen und der Kontrolleffektivität. Der Konzern ist seit 2010 Teilnehmer im ORX-Datenkonsortium, dessen Daten aktuell zu internen Benchmarking-Zwecken und Analysen herangezogen werden. Die Ergebnisse der Analysen sowie Vorfälle aus operationellen Risiken werden den Risk Management Komiteen regelmäßig umfassend berichtet.

Messung und Risikoreduktion

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel III verwendet der Konzern derzeit den Standardansatz (TSA). Dies gilt für alle Konzerneinheiten der Kreditinstitutsgruppe. Um das operationelle Risiko zu reduzieren, werden durch die Geschäftsbereichsleiter vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduktion und zum Risikotransfer gesetzt, deren Fortschritt und Wirkungsgrad vom Risikocontrolling überwacht werden. Erstere entwickeln auch Krisenpläne und bestimmen Personen oder Abteilungen, welche die notwendigen Maßnahmen einleiten, falls Schadensfälle tatsächlich eintreten. Weiters unterstützen mehrere spezialisierte Organisationseinheiten die Geschäftsbereiche bei der Vermeidung von operationellen Risiken. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei das Fraud Management ein, das durch Überwachung und präventive Maßnahmen potenziellen Betrugsschäden entgegenwirkt. Der Konzern führt auch laufend umfangreiche Mitarbeiterschulungen durch und verfügt über verschiedenste Notfallpläne und Backup-Systeme.

(45) Auslandsaktiva/-passiva

Die Vermögenswerte mit Vertragspartnern außerhalb Österreichs stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Aktiva 101.055.550 108.409.668
Passiva 81.333.711 82.410.215

(46) Treuhandgeschäfte

In der Bilanz nicht ausgewiesene Treuhandgeschäfte waren am Bilanzstichtag mit folgenden Volumina abgeschlossen:

in € Tausend 2014 2013
Forderungen an Kreditinstitute 7.939 9.402
Forderungen an Kunden 273.375 290.229
Wertpapiere und Beteiligungen 7.091 9.285
Sonstiges Treuhandvermögen 45.607 70.006
Treuhandvermögen 334.012 378.921
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 138.292 131.957
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 148.223 173.067
Sonstige Treuhandverbindlichkeiten 47.498 73.897
Treuhandverbindlichkeiten 334.012 378.921

Die Treuhanderträge und die Treuhandaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2014 2013
Treuhanderträge 12.796 13.476
Treuhandaufwendungen 315 288

Die folgende Tabelle enthält das vom Konzern verwaltete Fondsvermögen:

in € Tausend 2014 2013
Publikumsfonds 7.063.551 6.156.910
Aktien- und gemischte Fonds 3.462.829 2.936.862
Anleihenfonds 1.447.983 1.606.380
Geldmarktfonds 5.480 0
Sonstige 2.147.259 1.613.669
Spezialfonds 793.329 1.096.256
Immobilienfonds 255.768 254.384
Gesamt 8.112.647 7.507.550

(47) Finanzierungsleasing

in € Tausend 2014 2013
Bruttoinvestitionswert 3.451.381 3.239.342
Mindest-Leasingzahlungen 3.403.782 3.215.703
Bis 3 Monate 476.477 437.293
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 777.299 747.930
Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre 1.847.586 1.722.854
Mehr als 5 Jahre 302.419 307.626
Nicht garantierte Restwerte 47.599 23.638
Unrealisierter Finanzertrag 390.875 376.119
Bis 3 Monate 39.377 43.144
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 101.358 96.356
Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre 209.050 192.199
Mehr als 5 Jahre 41.091 44.420
Nettoinvestitionswert 3.060.506 2.863.222

Die Wertberichtigungen auf uneinbringliche Mindest-Leasingzahlungen beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf €67.122 Tausend (2013: € 61.592 Tausend).

Die im Rahmen des Finanzierungsleasings finanzierten Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:

in € Tausend 2014 2013
Kraftfahrzeugleasing 1.785.280 1.733.857
Immobilienleasing 510.017 561.691
Mobilienleasing 765.209 567.674
Gesamt 3.060.506 2.863.222

(48) Operating Leasing

Operating Leasing aus der Sicht des Leasinggebers

Die zukünftigen Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer operativer Leasingverträge stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Bis 1 Jahr 40.458 40.897
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 91.127 80.818
Mehr als 5 Jahre 17.364 21.935
Gesamt 148.948 143.651

Operating Leasing aus der Sicht des Leasingnehmers

Die zukünftigen Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer operativer Leasingverträge stellen sich wie folgt dar:

in € Tausend 2014 2013
Bis 1 Jahr 91.158 101.382
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 159.783 172.254
Mehr als 5 Jahre 38.329 14.307
Gesamt 289.270 287.943

(49) Sonstige Angaben gemäß BWG

Geografische Märkte

2014 davon Ergebnis vor Steuern vom Mitarbeiter
Monetäre Werte in € Tausend Betriebserträge Zinsüberschuss Steuern Einkommen und Ertrag zum Stichtag
Zentraleuropa 1.519.314 1.021.540 - 65.581 - 92.244 14.526
Tschechische Republik 327.866 227.982 93.952 - 19.758 2.720
Polen 459.893 307.367 109.192 - 25.396 5.462
Slowakei 481.052 318.599 145.490 - 38.095 3.816
Slowenien 18.801 13.574 - 24.848 - 198 230
Ungarn 231.748 153.766 - 389.366 - 8.797 2.298
Südosteuropa 1.283.307 835.356 348.468 - 52.435 15.216
Albanien 110.782 79.580 39.275 - 5.791 1.326
Bosnien und Herzegowina 103.825 68.885 24.266 - 3.679 1.434
Bulgarien 168.683 124.280 27.745 - 2.720 2.751
Kroatien 250.325 151.242 71.528 - 10.721 2.127
Kosovo 46.506 39.021 18.409 - 2.087 705
Rumänien 462.053 273.891 118.943 - 22.062 5.292
Serbien 142.163 99.619 48.302 - 5.376 1.581
Russland 1.081.515 834.581 435.975 - 95.750 8.252
CEE Sonstige 451.637 385.818 - 253.446 27.424 13.663
Belarus 176.982 112.277 90.434 - 27.711 2.176
Kasachstan 1.502 1.844 892 138 9
Ukraine 273.153 271.698 - 344.772 54.997 11.478
Asien 142.202 134.287 - 194.593 - 41.122 239
Konzernzentrale und andere 1.794.084 1.347.764 253.770 - 208.902 2.834
Überleitung - 916.748 - 770.417 - 501.712 - 22.932 0
Gesamt 5.355.310 3.788.930 22.882 - 485.961 54.730

Volumen des Wertpapierhandelsbuchs

in € Tausend 2014 2013
Wertpapiere 6.362.032 4.317.244
Sonstige Finanzinstrumente 174.795.197 158.341.884
Gesamt 181.157.229 162.659.128

Zum Börsehandel zugelassene Wertpapiere

2014 2013
in € Tausend börsenotiert nicht börsenotiert börsenotiert nicht börsenotiert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.323.726 501.731 10.980.155 601.402
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 379.794 138.402 451.539 99.252
Beteiligungen 3.405 161.772 1.287 92.341
11.706.925 801.906 11.432.981 792.995

Nachrangige Vermögenswerte

in € Tausend 2014 2013
Forderungen an Kreditinstitute 4.140 4.253
Forderungen an Kunden 270.052 218.719
Handelsaktiva 8.434 3.008
Wertpapiere und Beteiligungen 53.359 53.047
Gesamt 335.985 279.027

(50) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach CRR/CRD IV bzw. BWG

Kapitalmanagement

Kapital war und ist integraler Bestandteil in den Steuerungsmechanismen des Konzerns. Für einen international tätigen Konzern wie die RBI sind dabei verschiedene Steuerungsebenen zu berücksichtigen. Regulatorisch ist der Konzern gemäß Art 11 (5) CRR (Capital Requirement Regulation) mit FMA-Bescheid vom 24. Oktober 2014 eigens auf teilkonsolidierter Basis beaufsichtigt und gilt im Sinn des § 30 BWG (österreichisches Bankwesengesetz) als übergeordnetes Kreditinstitut für den Teilkonzern. Darüber hinausgehend muss der Konzern auf Einzelinstitutsebene die gesetzlichen Eigenmittelvorschriften einhalten und ist außerdem Bestandteil der RZB Kreditinstitutsgruppe.

Regulatorische Werte auf Einzelinstitutsebene sowie teilkonsolidierter Basis werden gemäß den entsprechenden EU-Richtlinien durch das BWG sowie durch die anwendbare Verordnung des europäischen Parlaments (CRR) vorgegeben. Daneben bestehen – oft inhaltlich abweichende – Vorschriften in den einzelnen Ländern des Tätigkeitsgebiets des Konzerns. Derartige Regelungen sind von den lokalen Einheiten der Gruppe einzuhalten.

In der internen Steuerung verwendet der Konzern Zielwerte, die alle Risikoarten umfassen. Die Steuerung auf Gruppenebene erfolgt auf Konzernebene durch Planning & Finance. Die Einhaltung der Kapitalvorgaben der einzelnen Konzerneinheiten obliegt primär den Einheiten selbst und erfolgt in Abstimmung mit den für das Beteiligungsmanagement der jeweiligen Einheit zuständigen Zentralstellen.

Das Hauptaugenmerk bei der Steuerung liegt auf den regulatorischen (Mindest-)Kapitalquoten sowie dem ökonomischen Kapital im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process; quantitatives Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung, wie in Säule 2 von Basel III gefordert). Darüber hinaus spielt die optimale Zusammensetzung verschiedener Eigenmittelinstrumente (z. B. zusätzliches Kernkapital und Ergänzungskapital) eine wichtige Rolle und wird laufend analysiert und optimiert.

Daneben wird im Rahmen der regulatorischen Grenzen die Risikotragfähigkeit ermittelt. Sie entspricht dem maximalen Schaden, der die Bank oder die Bankengruppe innerhalb der nächsten 12 Monate treffen kann, ohne dass die regulatorischen Mindestkapitalquoten unterschritten werden.

Die Ermittlung der Zielquoten im Verhältnis zu den gesetzlichen Mindestanforderungen erfordert zusätzliche interne Kontrollrechnungen. Im Bereich Risk Controlling wird dazu der Value-at-Risk mit der oben definierten Risikotragfähigkeit in Bezug gesetzt. Weiters erfolgt ein Abgleich des ökonomischen Kapitals mit dem internen Kapital. Das ökonomische Kapital ist integraler Bestandteil der Planung und Steuerung des Konzerns. Nähere Angaben zu dieser Berechnung finden sich im Risikobericht.

Aktuelle regulatorische Entwicklungen und durchgeführe Kapitalmaßnahmen

Die Umsetzung von Basel III innerhalb der EU erfolgte im Weg einer Verordnung (CRR) sowie einer Richtlinie (CRD IV). Beide Regelwerke wurden am 27. Juni 2013 im EU Official Journal veröffentlicht und erlangten dadurch Wirksamkeit.

Per 1. Jänner 2014 stellt die CRR für alle EU-Mitgliedstaaten direkt anwendbares Recht dar. Die CRD IV trat am 17. Juli in Kraft und musste bis 31. Dezember 2013 in lokales Recht umgesetzt werden. Das neue Regelwerk – bestehend aus CRR und CRD IV – ist somit seit Anfang 2014 unter Berücksichtigung von verschiedenen Übergangsperioden anzuwenden.

Darüber hinaus hat die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2014 die Aufsicht über Großbanken in der Eurozone übernommen, deren Bilanzsumme mehr als € 30 Milliarden oder 20 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes ausmacht. Darunter fallen sowohl die RBI als auch die RZB.

Nach Auslaufen der verschiedenen Übergangsperioden sehen die CRR bzw. CRD IV mit einem Minimum an hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1) von 4,5 Prozent, an Kernkapital (Tier 1) von 6 Prozent und an Gesamtkapital von 8 Prozent striktere Vorgaben für das regulatorische Kapital vor. Darüber hinaus sind alle Banken verpflichtet, zusätzlich zu den neuen Mindestanforderungen einen aus hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1) bestehenden Kapitalerhaltungspuffer (Capital Conservation Buffer) von 2,5 Prozent vorzuhalten. Dies führt zu einem Gesamterfordernis von 7 Prozent hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1), 8,5 Prozent Kernkapital (Tier 1) und 10,5 Prozent Gesamtkapital (jeweils inklusive Kapitalerhaltungspuffer). Eine Verletzung des Kapitalerhaltungspuffers führt zu Einschränkungen von z. B. Dividendenausschüttungen und Kuponzahlungen für bestimmte Kapitalinstrumente.

Zusätzlich können die Mitgliedstaaten die Einhaltung eines zusätzlichen Puffers verlangen (Countercyclical Buffer), um zu starkes Kreditwachstum einzudämmen. Weiters können durch die Aufsicht systemische Risikopuffer (1 bis 5 Prozent) sowie zusätzliche Kapitalaufschläge für systemrelevante Banken (0 bis 3,5 Prozent) bestimmt werden. Sofern sowohl systemische Risikopuffer als auch Aufschläge für systemrelevante Banken für ein Institut festgelegt werden, findet nur der höhere der beiden Werte Anwendung.

Wie eingangs erwähnt, ist der Konzern auf teilkonsolidierter Basis eigens beaufsichtigt. Damit einhergehend wurde dem Konzern eine Mindest-Eigenmittelquote, bemessen am Gesamtrisikobetrag gemäß Art 92 (3) CRR, von 13,76 Prozent vorgeschrieben, die ab dem Stichtag 30. November 2014 einzuhalten ist. Diese vorgeschriebene Eigenmittelquote wird seit diesem Stichtag inklusive eines ausreichenden Puffers auf teilkonsolidierter Basis (Konzernebene) eingehalten.

Im Februar 2014 führte die RBI AG eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von €2,78 Milliarden durch, die eine Rückzahlung des gesamten Partizipationskapitals im Ausmaß von €2,5 Milliarden ermöglichte. Dies war ein wesentlicher Schritt zur Stärkung und Optimierung der Kapitalstruktur. Das Partizipationskapital war unter CRR/CRD IV nicht weiter als anrechenbares hartes Kernkapital zu qualifizieren und hätte mit Beginn 2018 seine Anrechenbarkeit gänzlich verloren.

Weitere zu erwartende regulatorische Veränderungen bzw. Entwicklungen werden von Planning & Finance sowie Risk Controlling laufend in Szenarioberechnungen dargestellt und analysiert. Mögliche Effekte werden umgehend in der Planung und Steuerung berücksichtigt, sofern notwendig.

Eigenmittelrechnung

Die Ermittlung der anrechenbaren Eigenmittel erfolgt gemäß den anwendbaren Regularien auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards. Weitere Details sind im regulatorischen Offenlegungsbericht gemäß Artikel 431 ff CRR ersichtlich.

Die Eigenmittel setzten sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2014
Eingezahltes Kapital 5.882.953
Erwirtschaftetes Kapital 1.625.175
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 393.548
Hartes Kernkapital vor Abzugsposten 7.901.676
Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 411.312
Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 8.597
Abzugsposten Verbriefungen - 5.121
Abzugsposten Latente Steuern 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Hartes Kernkapital nach Abzugsposten 7.476.646
Zusätzliches Kernkapital 353.002
Abzugsposten Verbriefungen 0
Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 343.255
Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 17.194
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 7.447
Kernkapital 7.476.646
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 182.128
Stille Reserve 201.027
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.132.008
Abzugsposten Verbriefungen 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 11.562
Ergänzende Eigenmittel nach Abzugsposten 3.526.725
Gesamte Eigenmittel 11.003.370
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.497.690
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 10,9%
Tier 1 Ratio (transitional) 10,9%
Eigenmittelquote (transitional) 16,0%

Nach Auslaufen der Übergangsregelungen ergäbe sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 10,0 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 15,2 Prozent.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzte sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2014
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 68.721.124
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 4.563.822
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.657.626
Standardansatz 1.865.740
CVA Risiko 40.456
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen 253.783
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 680.085
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.497.690

Die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko stellte sich nach Asset-Klassen wie folgt dar:

in € Tausend 2014
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 23.321.745
Zentralstaaten und Zentralbanken 1.537.985
Regionale Gebietskörperschaften 35.037
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 8.980
Multilaterale Entwicklungsbanken 0
Kreditinstitute 325.306
Firmenkunden 9.924.997
Retail-Kunden 7.998.478
Beteiligungspositionen 455.418
Gedeckte Schuldverschreibungen 9.091
Investmentfonds-Anteile 0
Verbriefungspositionen 0
Sonstige Posten 3.026.453
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem Ansatz 33.220.327
Zentralstaaten und Zentralbanken 266.180
Kreditinstitute 2.496.382
Firmenkunden 25.411.672
Retail-Kunden 4.686.208
Beteiligungspositionen 105.410
Verbriefungspositionen 254.477
CVA Risiko 505.702
Gesamt 57.047.774

Die Eigenmittel (ermittelt gemäß BWG 1993/Novelle 2006 – Basel II) setzten sich zum Jahresende 2013 wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013
Eingezahltes Kapital 5.668.558
Erwirtschaftetes Kapital 3.134.557
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 428.211
Hybrides Kapital 441.252
Immaterielle Vermögenswerte - 705.048
Kernkapital (Tier- 1-Kapital) 8.967.530
Abzugsposten vom Kernkapital - 12.759
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.954.771
Ergänzungskapital gemäß § 23 - 1 Z 5 BWG 0
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 221.143
Stille Reserven 8.230
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.157.248
Ergänzende Eigenmittel (Tier- 2-Kapital) 3.386.621
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen - 12.759
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.373.862
Abzugsposten Versicherungen 0
Zur Umwidmung in Tier- 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier- 2-Kapital (Tier- 3-Kapital) 357.016
Gesamte Eigenmittel 12.685.649
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.391.722
Eigenmittelüberschuss 6.293.927
Überdeckungsquote 98,5%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,7%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 11,2%
Eigenmittelquote 15,9%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzte sich wie folgt zusammen:

in € Tausend 2013
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 65.334.163
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§ 22a bis 22h BWG 5.226.733
Standardansatz 2.278.162
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.948.571
Abwicklungsrisiko 7
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren 297.108
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 59.908
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 807.966
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.391.722

Die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko stellte sich nach Asset-Klassen wie folgt dar:

in € Tausend 2013
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 28.477.025
Zentralstaaten und Zentralbanken 1.846.988
Regionale Gebietskörperschaften 86.775
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 6.500
Multilaterale Entwicklungsbanken 0
Kreditinstitute 370.513
Firmenkunden 12.827.375
Retail-Kunden 9.925.963
Gedeckte Schuldverschreibungen 1.038
Investmentfonds-Anteile 113.138
Verbriefungspositionen 0
Sonstige Posten 3.298.738
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem Ansatz 36.857.138
Zentralstaaten und Zentralbanken 316.700
Kreditinstitute 3.098.900
Firmenkunden 28.911.400
Retail-Kunden 4.293.663
Beteiligungspositionen 143.563
Verbriefungspositionen 92.913
Gesamt 65.334.163

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die im Rahmen der Berechnung des Eigenmittelerfordernisses verwendeten Kalkulationsmethoden in den Tochterunternehmen:

Einheit Non-Retail Kreditrisiko
Retail
Marktrisiko Operationelles
Risiko
Raiffeisen Bank International AG, Wien (Österreich) IRB1 n.a. Internes Modell2 STA3
RBI Finance (USA) LLC, New York (USA) IRB STA3 STA STA
Raiffeisenbank a.s., Prag (Tschechische Republik) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (Ungarn) IRB IRB STA STA
Tatra banka a.s., Bratislava (Slowakei) IRB IRB STA STA
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (Rumänien) IRB IRB STA STA
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (Kroatien) IRB4 STA STA STA
Raiffeisenbank Russland d.d., Moskau (Russland) IRB4 STA STA STA
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) IRB IRB STA STA
Alle anderen Einheiten STA STA STA STA

1 IRB = Internal-Rating-Based-Ansatz.

2 Nur für Risiko der offenen Devisenposition und allgemeines Zinsrisiko des Handelsbuchs.

3 STA = Standard-Ansatz. 4 Nur auf konsolidierter Ebene.

(51) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

in Vollzeitäquivalenten 2014 2013
Angestellte 55.623 58.210
Arbeiter 773 857
Gesamt 56.396 59.067
in Vollzeitäquivalenten 2014 2013
Inland 2.669 2.664
Ausland 53.727 56.403
Gesamt 56.396 59.067

(52) Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Unternehmen können mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte abschließen, die sich auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die Angaben zu nahe stehenden Unternehmen beziehen sich auf den obersten Konsolidierungskreis, den der Konzern der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH bildet.

Unter Mutterunternehmen sind die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen. Angaben zu den Beziehungen der RBI mit Personen in Schlüsselpositionen finden sich im Punkt (53) Beziehungen zu Organen.

2014
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 1.770.385 127.677 182.964 107.045
Forderungen an Kunden 20.980 1.456.618 3.790 162.985
Handelsaktiva 0 48.387 1.604 0
Wertpapiere und Beteiligungen 0 343.680 0 89.191
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 51.245 112.878 14 110
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 957.993 280.732 3.673.391 336.193
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 198 342.199 623.845 188.753
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 10.593 0 0
Rückstellungen 0 23 0 0
Handelspassiva 0 87.803 12.801 42
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 5 27.752 2 549
Nachrangkapital 0 0 0 0
Gegebene Garantien 0 253.919 1.147 8.936
Erhaltene Garantien 792.587 341.731 178.273 37.258
2013
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 6.031.955 88.846 217.580 120.209
Forderungen an Kunden 0 1.524.967 41.220 295.139
Handelsaktiva 0 47.195 1.345 2.147
Wertpapiere und Beteiligungen 0 405.018 2.371 66.252
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5.035 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 51.352 17.955 97 153
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.224.338 239.764 3.968.666 203.907
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 522 260.535 779.389 511.412
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 10.272 0 0
Rückstellungen 0 1 0 - 5
Handelspassiva 0 78.151 0 288
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 158 23.145 367 77
Nachrangkapital 51.840 0 0 0
Gegebene Garantien 0 116.572 1.170 5.172
Erhaltene Garantien 925.008 390.302 200.903 40.379
2014
in € Tausend
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Zinserträge 240 72.839 4.929 2.155
Zinsaufwendungen 166 - 42.693 - 25.253 - 1.261
Dividendenerträge 0 17.077 0 3.179
Provisionserträge 92 21.641 1.467 82
Provisionsaufwendungen - 11 - 547 - 296 - 595
2013 Mutter Verbundene At-equity bewertete Sonstige
in € Tausend unternehmen Unternehmen Unternehmen Beteiligungen
Zinserträge 197 65.186 5.148 3.169
Zinsaufwendungen 139 - 93.786 - 30.197 - 2.102
Dividendenerträge 0 8.860 122 3.994
Provisionserträge 24 12.951 880 168
Provisionsaufwendungen 0 - 310 - 213 - 430

(53) Beziehungen zu Organen

Konzernbeziehungen des Key Managements

Unter Key Management sind die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Muttergesellschaft RBI AG und des Mehrheitsaktionärs Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft zu verstehen. Die Beziehungen des Key Managements zur RBI stellen sich wie folgt dar (jeweilige Marktwerte):

in € Tausend 2014 2013
Sichteinlagen 1.000 1
Schuldverschreibungen 1.203 1.354
Aktien 1.193 2.171
Termineinlagen 41 27
Kredite 0 2
Leasingverbindlichkeiten 591 578

In der folgenden Tabelle sind die Beziehungen der nahe stehenden Personen des Key Managements zur RBI dargestellt:

in € Tausend 2014 2013
Aktien 2 5
Schuldverschreibungen 21 81
Termineinlagen 122 46
Leasingverbindlichkeiten 33 33

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Bezüge des Vorstands

Nachfolgend werden die Gesamtbezüge des Vorstands gemäß IAS 24.17 dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegenden Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst:

in € Tausend 2014 2013
Kurzfristig fällige Leistungen 7.221 7.878
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.007 506
Andere langfristig fällige Leistungen - 594 2.064
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Anteilsbasierte Vergütung 196 618
Gesamt 8.830 11.066

Die in der Tabelle unter kurzfristig fällige Leistungen dargestellten Werte enthalten Gehälter, Sachbezüge und sonstige Leistungen, Entgelte für Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen sowie jene Anteile der Bonusrückstellung, die kurzfristig fällig werden. Zudem sind Veränderungen, die sich aus einem allfälligen Unterschied zwischen der Bonusrückstellung und dem später tatsächlich zuerkannten Bonus ergeben, enthalten.

Unter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind Zahlungen an Pensionskassen, Rückdeckungsversicherungen und die Mitarbeitervorsorgekasse sowie Nettodotierungen für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen ausgewiesen.

Unter andere langfristig fällige Leistungen werden Anteile der Bonusrückstellung ausgewiesen, die verschobene Bonusanteile in bar sowie zurückbehaltene, in Instrumenten zahlbare Teile betreffen. Bei letzteren werden auch die Bewertungsänderungen infolge von Kursschwankungen berücksichtigt.

Die Bonusbemessung ist an die Erreichung der Unternehmensziele bei Gewinn nach Steuern, Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) und Cost/Income Ratio sowie die Erreichung jährlich vereinbarter persönlicher Ziele geknüpft. Die Auszahlung erfolgt nach den geltenden Bestimmungen des BWG, umgesetzt in den internen Regelungen (siehe Mitarbeitervergütungspläne im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Unter anteilsbasierter Vergütung werden die Anpassungen für die bis 2013 begebenen Tranchen des SIP (siehe Aktienbasierte Vergütung in Punkt (34) Eigenkapital) erfasst.

An ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr €103 Tausend ausbezahlt (2013: €0 Tausend).

Bezüge des Aufsichtsrats

in € Tausend 2014 2013
Bezüge Aufsichtsrat 550 550

Die Hauptversammlung hat am 4. Juni 2014 eine jährliche Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von € 550 Tausend beschlossen und die Verteilung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 4. Juni 2014 folgende Verteilung festgelegt: Vorsitzender € 70 Tausend, Stellvertreter des Vorsitzenden € 60 Tausend, Mitglieder des Aufsichtsrats €50 Tausend. Sitzungsgelder werden nicht gezahlt.

Für den Aufsichtsrat wurden daher im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von €550 Tausend (2013: €550 Tausend) ausbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinn von § 95 (5) Z 12 AktG mit Aufsichtsratsmitgliedern abgeschlossen.

(54) Organe

Vorstand

Der Vorstand der RBI AG setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstandsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Karl Sevelda, Vorsitzender 22. September 20101 30. Juni 2017
Dr. Johann Strobl, Stellvertretender Vorsitzender 22. September 20101 30. Juni 2017
Aris Bogdaneris, M.A. 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dkfm. Klemens Breuer 16. April 2012 31. Dezember 2015
Mag. Martin Grüll 3. Jänner 2005 30. Juni 2017
Mag. Peter Lennkh 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015

1 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Walter Rothensteiner, Vorsitzender 11. Mai 2001 Ordentliche Hauptversammlung 2016
Mag. Erwin Hameseder, Erster stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Dr. Heinrich Schaller, Zweiter stellvertretender Vorsitzender 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Mag. Markus Mair, Dritter stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 4. Juni 2014
MMag. Martin Schaller, Dritter stellvertretender Vorsitzender 4. Juni 2014 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Mag. Klaus Buchleitner 26. Juni 2013 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Stewart D. Gager 24. Jänner 2005 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Mag. Bettina Selden 4. Juni 2014 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Dr. Kurt Geiger2 9. Juni 2009 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Mag. Dr. Günther Reibersdorfer 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Dr. Johannes Schuster 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Christian Teufl 8. Juli 20101 31. Dezember 2014
Martin Prater3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Rudolf Kortenhof3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Peter Anzeletti-Reikl3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Susanne Unger3 18. Jänner 2012 Bis auf Weiteres
Mag. Helge Rechberger3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres

1 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

3 Vom Betriebsrat entsendet.

2 Dr. Geiger wurde am 4. Juni 2014 in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 als Aufsichtsratsmitglied wieder gewählt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats der RBI AG setzen sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsmitglieder Arbeitsausschuss Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Vergütungs
ausschuss
Risikoausschuss Nominierungs
ausschuss
Dr. Walter Rothensteiner Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender
Mag. Erwin Hameseder Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Dr. Heinrich Schaller Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Mag. Markus Mair
(bis 4. Juni 2014)
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
MMag. Martin Schaller
(seit 17. September 2014)
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dr. Johannes Schuster Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Martin Prater Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Rudolf Kortenhof Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Peter Anzeletti-Reikl Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied

Projektausschuss:

Der Aufsichtsrat etablierte in seiner Sitzung vom 21.Jänner 2014 für die weitere Beschlussfassung in Angelegenheiten, welche die Kapitalerhöhung der RBI AG betrafen, einen temporären Projektausschuss. Seine Mitglieder waren Walter Rothensteiner, Erwin Hameseder, Heinrich Schaller, Johannes Schuster, Martin Prater und Rudolf Kortenhof. Der Projektausschuss war insbesondere ermächtigt, über die Zustimmung zur Festlegung des endgültigen Ausmaßes der Kapitalerhöhung, des Bezugsverhältnisses und des Bezugs- und Angebotspreises zu beschließen, sowie damit im Zusammenhang stehende Anpassungen der Satzung vorzunehmen. Nach Herbeiführung der entsprechenden Beschlüsse war seine Tätigkeit am 10. Februar 2014 beendet.

Staatskommissäre

  • Ministerialrat Mag. Alfred Lejsek, Staatskommissär (seit 1. Jänner 2011)
  • Ministerialrat Dr. Anton Matzinger, Staatskommissär-Stellvertreter (seit 1. April 2011)

(55) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Strategische Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalquoten

Die RBI beschloss im Februar 2015 eine Reihe von Maßnahmen, um den Kapital-Puffer zu erhöhen. Diese sollen zu einer Verbesserung der CET1 Ratio (fully loaded) auf 12 Prozent bis Ende 2017 führen. Ende 2014 lag dieser Wert bei 10 Prozent. Die geplanten Schritte werden insbesondere jene Geschäftsfelder innerhalb der RBI betreffen, die geringe Ergebnisse erwirtschaften, einen hohen Kapitalbedarf haben oder von untergeordneter strategischer Bedeutung sind.

Die Maßnahmen umfassen den Verkauf der Einheiten in Polen und Slowenien sowie der Direktbank Zuno. In Russland ist geplant, das Obligo mit einem Abbau der risikogewichteten Aktiva (RWA gesamt) um rund 20 Prozent bis Ende 2017 zu reduzieren (RWA gesamt per 31.12.2014: € 8,4 Milliarden). Ein Abbau des Obligos ist auch in der Ukraine, wo die RWA gesamt um rund 30 Prozent bis Ende 2017 reduziert werden sollen, vorgesehen (RWA gesamt per 31.12.2014: €3,0 Milliarden). In Ungarn ist eine weitere Optimierung geplant. Im Sinne der beabsichtigten Fokussierung der Gruppe auf CEE werden die Geschäftsaktivitäten in Asien bis Ende 2017 und in den USA bis Ende 2016 signifikant zurückgefahren oder aufgegeben.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird bis Ende 2017 in den ausgewählten Märkten zu einer Reduzierung der risikogewichteten Aktiva von brutto rund € 16 Milliarden führen (RWA gesamt per 31.12.2014: €68,7 Milliarden). Der Gesamtabbau wird sich zwischen Ende des dritten Quartals 2014 bis Ende 2017 auf brutto rund € 26 Milliarden belaufen.

Der Abbau wird zum Teil durch Wachstum in anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen.

Währungsabwertungen zu Jahresbeginn 2015

Zu Jahresbeginn 2015 kam es in der Ukraine aufgrund einer Änderung der Währungspolitik der ukrainischen Nationalbank zu einem Kursverfall. Bis Ende Februar verlor der ukrainische Hryvnia (UAH) 37 Prozent. Dies wird Auswirkungen auf die Qualität des Kreditportfolios der RBI haben. Auf die Kapitalposition der RBI hat diese Abwertung jedoch nur geringe Auswirkungen.

Belarus hat Anfang des Jahres 2015 den Belarus Rubel (BYR) um rund 20 Prozent abgewertet. Dies war eine Folge der Währungsturbulenzen in Russland Ende 2014. Belarus ist mit der russischen Wirtschaft eng verbunden. Das Kapital der Priorbank ist zum Teil mit einem ökonomischen Hedge abgesichert, weshalb die Auswirkung auf die Kapitalposition nur gering ist.

Die Aufwertung des Schweizer Franken (CHF) zum Euro nach Aufgabe der Mindestkursbindung durch die Schweizer Nationalbank kann negative Auswirkungen auf die in CHF denominierten Fremdwährungskredite der RBI haben. Die RBI hat einen Bestand von rund € 4 Milliarden an diesen Krediten, davon in Polen rund €2,8 Milliarden. Insgesamt werden die kurzfristigen Auswirkungen auf die RBI gering eingeschätzt.

(56) Zusammensetzung des Konzerns

Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 2014 2013 2014 2013
Stand Beginn der Periode 143 137 1 1
Im Zuge der Verschmelzung einbezogen 0 0 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 10 14 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 1 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 18 - 7 1 0
Stand Ende der Periode 135 143 0 1

Von den 135 Konzerneinheiten haben 35 ihren Sitz in Österreich (2013: 36) und 100 im Ausland (2013: 107). Bei diesen Gesellschaften handelt es sich um 20 Kreditinstitute, 66 Finanzinstitute, 25 Anbieter von Nebendienstleistungen, 9 Finanzholdings und 15 sonstige Unternehmen.

Erstkonsolidierungen

Name/Sitz Anteil Stichtag Grund
Finanzinstitute
RB International Markets (USA) LLC, New York (US) 100,0% 1.1. Wesentlichkeit
RB International Investment Asia Limited, Labuan (MY) 100,0% 1.1. Wesentlichkeit
Compass Variety Funding Limited, Dublin (IE) 0,0% 1.1. Wesentlichkeit
FWR Russia Funding B.V., Amsterdam (NL) 0,0% 1.7. Operativ tätig
Infrastruktur Heilbad Sauerbrunn GmbH, Wien (AT) 55,7% 1.9. Wesentlichkeit
Infrastruktur Heilbad Sauerbrunn RBI-Leasing GmbH & Co.KG., Bad Sauerbrunn (AT) 55,7% 1.9. Wesentlichkeit
Kreditinstitute
Raiffeisen stambena stedionica d.d., Zagreb (HR) 100,0% 1.7. Kauf
Sonstige Unternehmen
Raiffeisen Real Estate Fund, Budapest (HU) 78,8% 30.11. Wesentlichkeit
AMYKOS RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 81,3% 1.12. Wesentlichkeit
ROOF Poland Leasing 2014 Ltd., Dublin (IE) 0,0% 1.6. Operativ tätig

Endkonsolidierungen

Name/Sitz Anteil Stichtag Grund
Finanzinstitute
ROOF Consumer Bulgaria 2007 – 1 B.V., Amsterdam (NL) 0,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Beta Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Hotel Ellen, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Eta Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
Iris Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Jota Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Orion Property s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
Sirius Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
RLRE Ypsilon Property, s.r.o., Prag (CZ) 37,5% 31.1. Unwesentlichkeit
RZB Finance (Jersey) II Ltd, St. Helier (JE) 100,0% 31.8. Stilllegung
Kreditinstitute
Raiffeisen Malta Bank plc., Sliema (MT) 100,0% 30.6. Verkauf
Anbieter von Nebendienstleistungen
LLC "R1", Novosibirsk (RU) 100,0% 30.4. Verkauf
LLC "R2", Novosibirsk (RU) 100,0% 30.6. Liquidation
Sonstige Unternehmen
Phoenix Property, s.r.o., Prag (CZ) 75,0% 31.1. Unwesentlichkeit
Larus Handels- und BeteiligungsgmbH, Wien (AT) 100,0% 31.3. Verkauf
F.J. Elsner & Co. Gesellschaft mbH, Wien (AT) 100,0% 31.3. Verkauf
F.J. Elsner Trading Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 100,0% 31.3. Verkauf
P & C Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 100,0% 30.9. Unwesentlichkeit

Ergebnis aus der Endkonsolidierung

in € Tausend ELSNER-Gruppe RBMT Übrige Gesamt
Aktiva 70.227 102.939 77.764 250.931
Verbindlichkeiten 57.736 649 78.276 136.661
Reinvermögen 12.491 102.290 - 511 114.270
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 0 0 3 3
Reinvermögen nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 12.491 102.290 - 508 114.273
Firmenwert 0 0 0 0
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen 0 0 0 0
Verkaufspreis/Buchwert 1.229 102.790 499 104.519
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 11.261 500 1.007 - 9.755

Elsner-Gruppe: Warenhandlesgruppe F.J. Elsner, Wien RBMT: Raiffeisen Malta Bank plc, Sliema

Die Liquiditätsauswirkung der veräußerten Konzerneinheit beträgt € 92.786 Tausend, die vorwiegend aus der Raiffeisen Malta Bank stammen.

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen – RBI hält weniger als 50 Prozent der Stimmrechtsanteile

Über die folgenden Tochterunternehmen hat der Konzern die Kontrolle, auch wenn er weniger als die Hälfte der Stimmrechte der Tochtergesellschaft hält.

Strukturierte Einheiten

Name/Sitz Stimmrechtsanteil Grund
Raiffeisen Real Estate Fund, Budapest (HU) 0,0% Fond
Compass Variety Funding Limited, Dublin 2 (IE) 0,0% SPV
CJSC Mortgage Agent Raiffeisen 01, Moskau (RU) 0,0% SPV
Roof Russia DPR Finance Company S.A., Luxemburg (LU) 0,0% SPV
ROOF Poland Leasing 2014 Ltd, Dublin (IE) 0,0% SPV
Roof Russia S.A., 2520 Luxemburg (LU) 0,0% SPV
FWR Russia Funding B.V., Amsterdam (NL) 0,0% SPV

Die oben genannten Gesellschaften sind konsolidiert, da sie als Zweckgesellschaften (SPV) oder als Fonds des Konzerns gegründet wurden. Der Konzern ist dadurch Schwankungen der Erträge aus diesen strukturierten Einheiten ausgesetzt, die sich im Wesentlichen aus Aktivitäten wie dem Halten von Schuldverschreibungen oder gegebenen Finanzgarantien begründen. Außerhalb der laufenden Gestionierung der Forderungen (die im Rahmen eines Servicevertrags vom Konzern durchgeführt wird) werden wichtige Entscheidungen erst zum Ausfallzeitpunkt der strukturierten Einheiten erforderlich.

De-facto Control

Name/Sitz Stimmrechtsanteil Grund
OOO "Kvadro", Tomsk (RU) 0,0% Managementeinfluss
Bondy Centrum, s.r.o., Prag (CZ) 37,5% Managementeinfluss

Die oben genannten Gesellschaften sind aufgrund des Vorliegens einer "De-facto Control" konsolidiert, weil der Konzern die außervertragliche Möglichkeit hat, einerseits Mitglieder der Führungsebene des Beteiligungsunternehmens zu bestimmen und andererseits das Beteiligungsunternehmen so zu steuern, dass es wesentliche Geschäfte abschließt.

Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen – RBI hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechtsanteile

Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf die Einbeziehung von 222 Tochterunternehmen (2013: 251) verzichtet. Diese werden zu Anschaffungskosten als Anteile an verbundenen Unternehmen unter den Wertpapieren und Beteiligungen erfasst und der Bewertungskategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zugeordnet. Die Bilanzsumme der nicht einbezogenen Unternehmen beträgt insgesamt weniger als 1 Prozent der Summenbilanz des Konzerns.

Liste der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital1 in Währung Anteil1 Typ2
AMYKOS RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 81,3% SU
AO Raiffeisenbank, Moskau (RU) 36.711.260.000 RUB 100,0% KI
BAILE Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien (AT) 40.000 EUR 100,0% FI
Baumgartner Höhe RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 81,3% FI
Bondy Centrum, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 37,5% SU
BUILDING BUSINESS CENTER DOO NOVI SAD, Novi Sad (RS) 559.220.792 RSD 100,0% FI
Bulevard Centar BBC Holding d.o.o., Belgrad (RS) 63.708 RSD 100,0% BH
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., Bukarest (RO) 2.820.000 RON 100,0% BH
Centrotrade Chemicals AG, Zug (CH) 5.000.000 CHF 100,0% SU
Centrotrade Commodities Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur (MY) 1.400.000 MYR 100,0% SU
Centrotrade Deutschland GmbH, Eschborn (DE) 1.000.000 EUR 100,0% SU
Centrotrade Holding AG, Wien (AT) 3.000.000 EUR 100,0% SU
Centrotrade Minerals & Metals Inc., Chesapeake (US) 2.000 USD 100,0% SU
Centrotrade Singapore Pte. Ltd., Singapur (SG) 500.000 SGD 100,0% SU
CINOVA RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 81,3% FI
CJSC Mortgage Agent Raiffeisen 01, Moskau (RU) 10.000 RUB 0,0% BH
Closed Joint Stock Company Non-state pension fund Raiffeisen, Moskau (RU) 275.000.000 RUB 75,0% FI
Compass Variety Funding Limited, Dublin (IE) 1 EUR 0,0% FI
DAV Holding Ltd., Budapest (HU) 3.020.000 HUF 100,0% FI
Eastern European Invest GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
Eastern European Invest Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
ELIOT, a.s., Bratislava (SK) 21.420.423 EUR 78,8% BH
FCC Office Building SRL, Bukarest (RO) 30.298.500 RON 100,0% BH
Floreasca City Center Verwaltung Kft., Budapest (HU) 41.000 HUF 100,0% FI
Gaia Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 75,0% SU
Golden Rainbow International Limited, Tortola (VG) 1 EUR 100,0% FI
Harmadik Vagyonkezelő Kft., Budapest (HU) 3.100.000 HUF 100,0% BH
Infrastruktur Heilbad Sauerbrunn GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 81,3% FI
Infrastruktur Heilbad Sauerbrunn RBI-Leasing GmbH & Co.KG., Bad Sauerbrunn (AT) 0 EUR 81,3% FI
JLLC "Raiffeisen-leasing", Minsk (BY) 4.300.250.000 BYR 83,9% FI
Kathrein & Co. Vermögensverwaltung GmbH, Wien (AT) 125.000 EUR 100,0% FI
Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft, Wien (AT) 20.000.000 EUR 100,0% KI
Lexxus Services Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Limited Liability Company Raiffeisen Leasing Aval, Kiew (UA) 180.208.527 UAH 93,5% FI
LLC "ARES Nedvizhimost", Moskau (RU) 10.000 RUB 50,0% BH
OOO "Kvadro", Tomsk (RU) 10.000 RUB 0,0% BH
OOO "Tkatskoye", Moskau (RU) 73.300.000 RUB 100,0% BH
OOO Raiffeisen-Leasing, Moskau (RU) 1.071.000.000 RUB 87,5% FI
OOO RB Obligatsii, Moskau (RU) 10.000 RUB 100,0% FI
Park City real estate Holding d.o.o., Novi Sad (RS) 63.708 RSD 100,0% BH
PERSES RBI Leasing-Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 81,3% FI
Pointon Investment Limited, Limassol (CY) 2.000 RUB 100,0% BH
Priorbank JSC, Minsk (BY) 412.279.277.350 BYR 87,7% KI
Raiffeisen Bank Aval JSC, Kiew (UA) 3.002.774.908 UAH 96,2% KI
Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, Sarajevo (BA) 247.167.000 BAM 100,0% KI
Raiffeisen Bank Kosovo J.S.C., Pristina (KO) 63.000.000 EUR 100,0% KI
Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau (PL) 2.256.683.400 PLN 100,0% KI
Raiffeisen Bank S.A., Bukarest (RO) 1.200.000.000 RON 99,9% KI
Raiffeisen Bank Sh.a., Tirana (AL) 14.178.593.030 ALL 100,0% KI
Raiffeisen Bank Zrt., Budapest (HU) 50.000.080.000 HUF 100,0% KI

1 Abzüglich eigener Aktien.

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital1 in Währung Anteil1 Typ2
Raiffeisen banka a.d., Belgrad (RS) 27.466.157.580 RSD 100,0% KI
Raiffeisen Banka d.d., Maribor (SI) 46.824.564 EUR 99,7% KI
Raiffeisen Biztosításközvetítö Kft., Budapest (HU) 5.000.000 HUF 100,0% BH
Raiffeisen CEE Region Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Raiffeisen Centrobank AG, Wien (AT) 47.598.850 EUR 100,0% KI
Raiffeisen CIS Region Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Raiffeisen Energiaszolgáltató Kft., Budapest (HU) 500.000 HUF 87,5% SU
Raiffeisen Factoring Ltd., Zagreb (HR) 15.000.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen FinCorp, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 75,0% FI
Raiffeisen Gazdasági Szolgáltató Zrt., Budapest (HU) 20.100.000 HUF 100,0% FI
Raiffeisen Ingatlan Vagyonkezelő Kft., Budapest (HU) 3.100.000 HUF 100,0% BH
Raiffeisen Insurance Agency Sp.z.o.o, Warschau (PL) 200.000 PLN 100,0% BH
RAIFFEISEN INSURANCE BROKER EOOD, Sofia (BG) 5.000 BGN 100,0% BH
Raiffeisen International Invest Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Raiffeisen International Liegenschaftsbesitz GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% BH
Raiffeisen Investment Advisory GmbH, Wien (AT) 730.000 EUR 100,0% FI
Raiffeisen Investment Financial Advisory Services Ltd. Co., Istanbul (TR) 70.000 TRY 99,0% FI
Raiffeisen Investment Ltd., Moskau (RU) 47.904.192 RUB 100,0% FI
Raiffeisen Investment Polska sp.z.o.o., Warschau (PL) 3.024.000 PLN 100,0% FI
Raiffeisen Investment Romania LLC - in liquidation, Bukarest (RO) 159.130 RON 100,0% FI
Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD, Sofia (BG) 5.900.000 BGN 81,1% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 15.405.899 BAM 87,2% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o., Belgrad (RS) 226.389.900 RSD 87,5% FI
Raiffeisen Leasing d.o.o., Ljubljana (SI) 3.738.107 EUR 75,0% FI
Raiffeisen Leasing IFN S.A., Bukarest (RO) 14.935.400 RON 87,5% FI
Raiffeisen Leasing Kosovo LLC, Pristina (KO) 642.857 EUR 92,5% FI
Raiffeisen Leasing sh.a., Tirana (AL) 263.520.134 ALL 93,8% FI
Raiffeisen Lízing Zrt., Budapest (HU) 51.500.000 HUF 87,5% FI
Raiffeisen Mandatory and Voluntary Pension Funds Management Company Plc., Zagreb (HR) 143.445.300 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Property Holding International GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
Raiffeisen Property International GmbH, Wien (AT) 40.000 EUR 100,0% SU
Raiffeisen Real Estate Fund, Budapest (HU) 0 HUF 0,0% FI
Raiffeisen Rent DOO, Belgrad (RS) 243.099.913 RSD 75,0% FI
Raiffeisen RS Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Raiffeisen SEE Region Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
Raiffeisen stambena stedionica d.d., Zagreb (HR) 180.000.000 HRK 100,0% KI
Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) 603.447.952 BGN 100,0% KI
Raiffeisenbank a.s., Prag (CZ) 11.060.800.000 CZK 75,0% KI
Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb (HR) 3.621.432.000 HRK 100,0% KI
Raiffeisen-Leasing d.o.o., Zagreb (HR) 30.000.000 HRK 87,5% FI
Raiffeisen-Leasing International Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 36.336 EUR 75,0% FI
Raiffeisen-Leasing Polska S.A., Warschau (PL) 150.003.800 PLN 100,0% FI
RAIFFEISEN-LEASING REAL ESTATE Sp. z o.o., Warschau (PL) 50.000 PLN 100,0% FI
Raiffeisen-Leasing Real Estate, s.r.o., Prag (CZ) 10.000.000 CZK 75,0% FI
Raiffeisen-Leasing, s.r.o., Prag (CZ) 440.000.000 CZK 75,0% FI
Raiffeisen-RBHU Holding GmbH, Wien (AT) 236.640 EUR 100,0% FH
RB International Finance (Hong Kong) Ltd., Hong Kong (HK) 10.000.000 HKD 100,0% FI
RB International Finance (USA) LLC, New York (US) 1.510.000 USD 100,0% FI
RB International Investment Asia Limited, Labuan (MY) 1 USD 100,0% FI
RB International Markets (USA) LLC, New York (US) 8.000.000 USD 100,0% FI

1 Abzüglich eigener Aktien.

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital1 in Währung Anteil1 Typ2
RB Kereskedhőáz Kft., Budapest (HU) 4.000.000 HUF 100,0% BH
RBI KI Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 48.000 EUR 100,0% FH
RBI IB Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FH
RBI LEA Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 70.000 EUR 100,0% FI
RBI Leasing GmbH, Wien (AT) 100.000 EUR 81,3% FI
RBI LGG Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
REC Alpha LLC, Kiew (UA) 267.643.204 UAH 100,0% BH
Regional Card Processing Center s.r.o., Bratislava (SK) 539.465 EUR 100,0% BH
RI Eastern European Finance B.V., Amsterdam (NL) 400.000 EUR 100,0% FI
RIRE Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% BH
RLI Holding Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 40.000 EUR 75,0% FI
RLRE Dorado Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 75,0% SU
ROOF Poland Leasing 2014 Ltd, Dublin (IE) 1 EUR 0,0%
Roof Russia DPR Finance Company S.A., Luxemburg (LU) 50.000 EUR 0,0% FI
Roof Russia S.A., Luxemburg (LU) 31.000 RUB 0,0% FI
RSC Raiffeisen Service Center GmbH, Wien (AT) 2.000.000 EUR 51,9% BH
FWR Russia Funding B.V., Amsterdam (NL) 1 EUR 0,0% FI
RZB Finance (Jersey) III Ltd, St. Helier (JE) 1.000 EUR 100,0% FI
RZB Finance (Jersey) IV Limited, St. Helier (JE) 2.000 EUR 100,0% FI
S.C. PLUSFINANCE ESTATE 1 S.R.L., Bukarest (RO) 13.743.340 RON 100,0% BH
SCTAI Angol Iskola Ingatlanfejlesztő és Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 90,3% FI
SCTF Szentendre Ingatlanforgalmazó és Ingatlanfejlesztő Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% FI
SCTJ Ingatlanfejlesztő és Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.100.000 HUF 100,0% FI
SCTS Kft., Budapest (HU) 3.100.000 HUF 100,0% SU
'S-SPV'' d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 2.000 BAM 87,2% FI
Tatra Asset Management, správ. spol., a.s., Bratislava (SK) 1.659.700 EUR 78,8% FI
Tatra banka, a.s., Bratislava (SK) 64.326.228 EUR 78,8% KI
Tatra Residence, s. r. o., Bratislava (SK) 23.143.519 EUR 78,8% BH
Tatra-Leasing, s.r.o., Bratislava (SK) 6.638.784 EUR 76,8% FI
TOO Raiffeisen Leasing Kazakhstan, Almaty (KZ) 85.800.000 KZT 75,0% FI
Ukrainian Processing Center PJSC, Kiew (UA) 180.000 UAH 100,0% BH
Viktor Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 75,0% SU
Vindalo Properties Limited, Limassol (CY) 1.710 RUB 100,0% BH
ZUNO BANK AG, Wien (AT) 5.000.000 EUR 100,0% KI

1 Abzüglich eigener Aktien.

Strukturierte Einheiten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der in der Konzernbilanz erfassten Beteiligungen des Unternehmens sowie das mit diesen Beteiligungen verbundene maximale Verlustrisiko, aufgeschlüsselt nach Art der strukturierten Einheit. Die ausgewiesenen Buchwerte spiegeln die tatsächliche Ertragsvariabilität nicht wider, weil sie die Effekte von Sicherungs- bzw. Absicherungsgeschäften nicht berücksichtigen.

Vermögenswerte

2014
in € Tausend
Kredite und Forderungen Eigenkapitalinstrumente Fremdkapitalinstrumente Derivate
Verbriefungsvehikel 270.214 0 670.325 0
Finanzierungsgesellschaften Dritter 87.994 1.730 0 22
Fonds 0 26.269 0 0
Gesamt 358.208 27.999 670.325 22

Verbindlichkeiten

2014
in € Tausend
Einlagen Eigenkapitalinstrumente Verbriefte Verbindlichkeiten Derivate
Verbriefungsvehikel 25.125 0 0 0
Finanzierungsgesellschaften Dritter 72.178 0 0 1.321
Gesamt 97.303 0 0 1.321

Art, Zweck und Umfang der Beteiligungen des Konzerns an nicht konsolidierten strukturierten Einheiten

Der Konzern verfolgt diverse Geschäftsaktivitäten mit strukturierten Einheiten, die auf die Erreichung eines bestimmten Geschäftszwecks ausgelegt sind. Die Errichtung strukturierter Einheiten zielt darauf ab, dass Stimm- oder vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor dafür sind, wer die betreffende Einheit kontrolliert. Dies ist z. B. der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf administrative Aufgaben beziehen und die jeweiligen Aktivitäten mittels vertraglicher Vereinbarungen gelenkt werden.

Eine strukturierte Einheit weist häufig einige oder alle der folgenden Merkmale oder Attribute auf:

  • Einschränkte Aktivitäten.
  • Ein eng gefasster und gut definierter Geschäftszweck.
  • Ein zu geringes Eigenkapital, als dass die strukturierte Einheit ihre Aktivitäten ohne nachrangige finanzielle Unterstützung finanzieren könnte.
  • Finanzierung in Form der Ausgabe multipler, vertraglich verknüpfter Instrumente an Investoren, die Kredit- oder sonstige Risikokonzentrationen entstehen lassen (Tranchen).

Strukturierte Einheiten werden hauptsächlich dazu eingesetzt, Kunden den Zugang zu spezifischen Vermögensportfolios zu ermöglichen und durch die Verbriefung von finanziellen Vermögenswerten Liquidität für Kunden bereitzustellen. Sie können als Kapital-, Treuhand- oder Personengesellschaften errichtet werden. Strukturierte Einheiten dienen im Allgemeinen zur Finanzierung des Kaufs von Vermögenswerten durch die Emission von Schuld- und Eigenkapitalpapieren, die mit Sicherheiten unterlegt und/oder durch eine Indexklausel mit den von den strukturierten Einheiten gehaltenen Vermögenswerte verknüpft sind.

Strukturierte Einheiten werden konsolidiert, wenn die substanzielle Beziehung zwischen dem Konzern und den strukturierten Einheiten darauf hindeutet, dass die strukturierten Einheiten vom Konzern kontrolliert werden.

Nachstehend erfolgt eine Aufschlüsselung der Beteiligungen des Konzerns an nicht konsolidierten strukturierten Einheiten nach ihrer Art.

Finanzierungsgesellschaften Dritter

Der Konzern stellt Finanzierungsmittel für strukturierte Einheiten bereit, die eine Vielzahl von Vermögenswerten halten. Diese Einheiten können die Form von Finanzierungs-, Treuhand- und privaten Beteiligungsgesellschaften annehmen. Die Finanzierung wird durch die in den strukturierten Einheiten gehaltenen Vermögenswerte besichert. Die Beteiligungstätigkeit des Konzerns erstreckt sich vorwiegend auf Kreditgeschäfte.

Verbriefungsvehikel

Der Konzern etabliert Verbriefungsvehikel, die diversifizierte Pools von Vermögenswerten erwerben, einschließlich festverzinslicher Wertpapiere, Unternehmenskredite und durch Vermögenswerte besicherter Wertpapiere (ABS; vorwiegend Commercial Papers, durch Hypothekendarlehen besicherte Wertpapiere (RMBS) und Kreditkartenforderungen). Die Vehikel finanzieren diese Käufe durch die Emission multipler Tranchen von Schuld- und Eigenkapitalpapieren, deren Rückzahlung an die Wertentwicklung der in den Vehikeln enthaltenen Vermögenswerte geknüpft ist.

Der Konzern überträgt häufig Vermögenswerte an diese Verbriefungsvehikel und gewährt ihnen finanzielle Unterstützung in Form von Kreditlinien.

Fonds

Der Konzern etabliert strukturierte Einheiten zur Deckung des kundenseitigen Bedarfs im Hinblick auf Beteiligungen an spezifischen Vermögenswerten. Der Konzern investiert auch in Fonds, die von Dritten gesponsert werden. Eine Konzerngesellschaft kann die Rolle des Fondsmanagers, der Depotstelle oder eine andere Funktion übernehmen und Finanzierungsmittel und Kreditlinien sowohl für konzerngesponserte Fonds als auch für Fonds Dritter zur Verfügung stellen. Die bereitgestellte Finanzierung wird durch die vom Fonds gehaltenen zugrunde liegenden Vermögenswerte besichert.

Maximales Exposure bei und Größe von nicht konsolidierten strukturierten Einheiten

Das maximale Verlustrisiko wird anhand der Art der Beteiligung an der nicht konsolidierten strukturierten Einheit ermittelt. Das maximale Exposure für Darlehen und Handelsinstrumente ergibt sich aus deren bilanzierten Buchwerten. Das maximale Exposure für Derivate und außerbilanzielle Instrumente wie Garantien, Kreditlinien und Kreditverpflichtungen gemäß IFRS 12 in der Interpretation durch den Konzern ergibt sich aus den Nominalen. Die betreffenden Beträge spiegeln die wirtschaftlichen Risiken für den Konzern nicht wider, weil sie weder die Effekte von Sicherung- oder Absicherungsgeschäften noch die Wahrscheinlichkeit des Eintritts entsprechender Verluste berücksichtigen. Per 31. Dezember 2014 belief sich das Nominale von Derivaten und außerbilanziellen Instrumenten auf € 30.352 Tausend bzw. € 136.782 Tausend. Informationen zur Größe von strukturierten Einheiten sind nicht immer öffentlich verfügbar. Daher hat der Konzern sein Exposure als angemessenen Maßstab für die Größe festgelegt.

Finanzielle Unterstützung

Der Konzern hat während des Berichtsjahres keine finanzielle Unterstützung an nicht konsolidierte strukturierte Einheiten gewährt.

Gesponserte strukturierte Einheiten

Als Sponsor ist der Konzern oft an der rechtlichen Gründung und Vermarktung einer Einheit beteiligt und unterstützt diese auf verschiedene Weise, z. B. durch die Bereitstellung operationeller Unterstützung zur Gewährleistung des fortlaufenden Geschäftsbetriebs.

Der Konzern wird auch als Sponsor für eine strukturierte Einheit betrachtet, wenn diese unter Zugrundelegung vernünftiger Maßstäbe vom Markt mit dem Konzern assoziiert wird. Darüber hinaus deutet häufig die Verwendung der Bezeichnung "Raiffeisen" für die strukturierte Einheit darauf hin, dass der Konzern als Sponsor fungiert.

Die Bruttoerlöse aus gesponserten Einheiten für das am 31. Dezember 2014 abgelaufene Geschäftsjahr betrugen € 22.074 Tausend.

Im Jahr 2014 wurden keine Vermögenswerte an gesponserte, nicht konsolidierte strukturierte Einheiten übertragen.

(57) Beteiligungsübersicht

Sonstige verbundene Unternehmen

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
"A-SPV" d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 2.000 BAM 100,0% FI
"Immobilien Invest" Limited Liability Company, Moskau (RU) 10.000 RUB 100,0% BH
"K-SPV" d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 2.000 BAM 100,0% FI
Abies Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Afrodite Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
ALT POHLEDY s.r.o., Prag (CZ) 84.657.000 CZK 100,0% SU
Amfion Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Appolon Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Aspius Immobilien Holding International GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Astra Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Athena Property, s.r.o. v likvidaci, Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
BA Development II., s.r.o., Bratislava (SK) 6.639 EUR 100,0% SU
BA Development, s.r.o., Bratislava (SK) 6.639 EUR 100,0% SU
BUTÁR Gazdasági Szolgáltató Kft., Erd (HU) 3.000.000 HUF 100,0% BH
BUXUS Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Cassie Gain Investments Limited, Road Town (VG) 1 USD 100,0% SU
CEE PRIVATE EQUITY FUND LIMITED PARTNERSHIP, St. Helier (JE) 10.284 EUR 19,9% FI
Centro Asset Management Limited, St. Helier (JE) 10.000 GBP 100,0% FI
Chronos Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
CP Inlandsimmobilien-Holding GmbH, Wien (AT) 364.000 EUR 99,0% SU
CP Linzerstraße 221- 227 Projektentwicklungs GmbH, Wien (AT) 37.000 EUR 99,0% SU
CP Logistikcenter Errichtungs- und Verwaltungs GmbH, Wien (AT) 37.000 EUR 98,0% SU
CP Projekte Muthgasse Entwicklungs GmbH, Wien (AT) 40.000 EUR 99,0% SU
Credibilis a.s., Prag (CZ) 2.000.000 CZK 100,0% SU
CRISTAL PALACE Property s.r.o., Prag (CZ) 595.027 CZK 100,0% FI
Dafne Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
DAV Management Kft., Budapest (HU) 3.010.000 HUF 100,0% BH
DAV-ESTATE Kft., Budapest (HU) 3.010.000 HUF 100,0% BH
DAV-LAND Kft., Budapest (HU) 3.010.000 HUF 100,0% BH
DAV-OUTLET Kft., Budapest (HU) 3.010.000 HUF 100,0% FI
DAV-PROPERTY Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% BH
Dike Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Dione Property s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Dom-office 2000, Minsk (BY) 2.834.781.000 BYR 100,0% SU
Doplnková dôchodková spolocnost Tatra banky, a.s., Bratislava (SK) 1.659.700 EUR 100,0% FI
DORISCUS ENTERPRISES LTD., Limassol (CY) 18.643.400 EUR 86,6% SU
Dubravcice, s.r.o., Bratislava (SK) 5.000 EUR 100,0% FI
Elektrarna Dynin s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Eris Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
"E-SPV" d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 2.000 BAM 100,0% FI
EUDOXUS s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Euro Green Energy Fejlesztő és Szolgáltató Kft., Budapest (HU) 21.000.000 HUF 100,0% SU
Eurolease RE Leasing, s. r. o., Bratislava (SK) 6.125.256 EUR 100,0% SU
Euros Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Exit 90 SPV s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Expo 2000 Real Estate EOOD, Sofia (BG) 10.000 BGN 100,0% SU
Extra Year Investments Limited, Tortola (VG) 50.000 USD 100,0% FH
FAGUS Beteiligungs GmbH in Liquidation, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
FARIO Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien (AT) 40.000 EUR 100,0% SU
FMK Fachmarktcenter Kohlbruck Betriebs GmbH, Eschborn (DE) 30.678 EUR 0,0% FI
Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
Forkys Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
FORZA SOLE s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
FVE Cihelna s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Gala Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Gergely u. Ingatlanfejlesztő Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
GS55 Sazovice s.r.o., Prag (CZ) 15.558.000 CZK 100,0% SU
Hebe Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 95,0% SU
Hermes Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Holeckova Property s.r.o., Prag (CZ) 210.000 CZK 100,0% FI
Humanitarian Fund ''Budimir Bosko Kostic'', Belgrad (RS) 30.000 RSD 100,0% SU
HYPO Capital Management AG, Wien (AT) 1.000.000 EUR 100,0% FI
ICS Raiffeisen Leasing s.r.l, Chisinau (MD) 8.307.535 MDL 100,0% FI
INFRA MI 1 Immobilien Gesellschaft mbH, Wien (AT) 1.000.000 EUR 100,0% SU
Ino Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Invest Vermögensverwaltungs-GmbH, Wien (AT) 73.000 EUR 98,0% SU
Iris Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Janus Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
JV Developer Invest Ltd., Mogilev (BY) 2.400.000 BYR 99,0% FI
Kalypso Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Kathrein & Co Life Settlement Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Kathrein & Co. I Vermögensverwaltungs GmbH - in Liquidation, München (DE) 25.000 EUR 100,0% SU
Kathrein & Co. Trust Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
KIWANDA Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Konevova s.r.o., Prag (CZ) 50.000.000 CZK 10,0% BH
Leasing Poland Sp.z.o.o., Warschau (PL) 19.769.500 PLN 100,0% FI
Leto Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 77,0% SU
Limited Liability Company European Insurance Agency, Moskau (RU) 120.000 RUB 100,0% SU
Limited Liability Company REC GAMMA, Kiew (UA) 49.015.000 UAH 100,0% BH
Logisticky areal Hostivar, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
LOTA Handels- und Beteiligungs-GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
Luna Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Maharal Hotels, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Mall Varna EAD, Sofia (BG) 146.700.000 BGN 100,0% SU
MAMONT GmbH, Kiew (UA) 44.000 UAH 100,0% SU
Médea Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
MENARAI Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Michalka - Sun s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
MORHUA Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 100,0% SU
MOVEO Raiffeisen-Leasing GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 51,0% FI
MP Real Invest a.s., Bratislava (SK) 140.000.000 EUR 100,0% SU
Na Starce, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
NAURU Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
NC Ivancice s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Neptun Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Nike Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Niobe Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Nußdorf Immobilienverwaltung GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 98,5% SU
Onyx Energy Projekt II s.r.o., Prag (CZ) 210.000 CZK 100,0% SU
Onyx Energy s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
OOO "Cplus", Moskau (RU) 20.000 RUB 100,0% WP
Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung
OOO "Vneshleasing", Moskau (RU) 131.770 RUB 100,0% FI
OOO Raiffeisen Capital Asset Management Company, Moskau (RU) 225.000.000 RUB 100,0% FI
Orchideus Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Ötödik Vagyonkezelő Kft., Budapest (HU) 3.010.000 HUF 100,0% FI
P & C Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 36.336 EUR 100,0% SU
Perun Capital GmbH & Co KG, CEE Value Creation, Wien (AT) 20.000 EUR 100,0% SU
Perun Capital GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Perun Capital GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Phoenix Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon Energie s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 10 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 11 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 3 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 4 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 6 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Photon SPV 8 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
PILSENINEST, uzavreny investicni fond, a.s., Prag (CZ) 212.000.000 CZK 0,0% SU
PLUSFINANCE LAND S.R.L., Bukarest (RO) 1.000 RON 100,0% BH
PLUSFINANCE OFFICE S.R.L., Bukarest (RO) 1.000 RON 100,0% BH
PLUSFINANCE RESIDENTIAL S.R.L., Bukarest (RO) 1.000 RON 100,0% BH
PMC SPINDLERUV MLYN s.r.o., Königgrätz (CZ) 100.000 CZK 100,0% SU
Pontos Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Priapos Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
Pro Invest da Vinci e.o.o.d., Sofia (BG) 5.000 BGN 100,0% SU
PRODEAL, a.s., Bratislava (SK) 796.654 EUR 100,0% SU
Production unitary enterprise "PriortransAgro", Minsk (BY) 500.000.001 BYR 100,0% SU
PV Cekanice, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 0,0% SU
PV Rosice, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 0,0% SU
Pyrit Property, s.r.o. v likvidaci, Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
PZ PROJEKT a.s., Prag (CZ) 2.000.000 CZK 100,0% SU
R LUX IMMOBILIEN LINIE S.R.L., Timisoara (RO) 50.000 RON 1,0% SU
R MORMO IMMOBILIEN LINIE S.R.L., Bukarest (RO) 50.000 RON 1,0% SU
R.L.H. Holding GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% FI
Raiffeisen (Beijing) Investment Management Co., Ltd., Peking (CN) 2.000.000 CNH 100,0% FI
Raiffeisen Asset Management (Bulgaria) EAD, Sofia (BG) 250.000 BGN 100,0% FI
Raiffeisen Assistance D.O.O., Beograd, Belgrad (RS) 4.307.115 RSD 100,0% SU
Raiffeisen Assistance doo Sarajevo, Sarajevo (BA) 4.000 BAM 100,0% BH
Raiffeisen Autó Lízing Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% FI
Raiffeisen Banca pentru Locuinte S.A., Bukarest (RO) 131.074.560 RON 33,3% KI
Raiffeisen Befektetési Alapkezelõ Zrt., Budapest (HU) 100.000.000 HUF 100,0% FI
Raiffeisen Bonus Ltd., Zagreb (HR) 200.000 HRK 100,0% BH
Raiffeisen Capital a.d. Banja Luka, Banja Luka (BA) 355.000 BAM 100,0% BH
Raiffeisen consulting d.o.o., Zagreb (HR) 105.347.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen Financial Services Polska Sp. z o.o., Warschau (PL) 4.657.500 PLN 100,0% FI
Raiffeisen Future AD Beograd drustvo za upravljanje dobrovoljnim penzijskim fondom, Belgrad (RS) 143.204.921 RSD 100,0% FI
Raiffeisen Ingatlan Üzemeltető Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
Raiffeisen Insurance and Reinsurance Broker S.R.L, Bukarest (RO) 180.000 RON 100,0% BH

Belgrad (RS) 47.662.692 RSD 100,0% FI

Raiffeisen Invest d.o.o., Zagreb (HR) 8.000.000 HRK 100,0% FI

1 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

RAIFFEISEN INVEST AD DRUSTVO ZA UPRAVLJANJE INVESTICIONIM FONDOVIMA BEOGRAD,

Raiffeisen Insurance Broker Kosovo L.L.C., Pristina (KO) 5.000 EUR 100,0% BH

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
Raiffeisen Invest Drustvo za upravljanje fondovima d.o.o Sarajevo, Sarajevo (BA) 945.424 BAM 100,0% BH
Raiffeisen INVEST Sh.a., Tirana (AL) 90.000.000 ALL 100,0% FI
Raiffeisen investicni spolecnost a.s., Prag (CZ) 40.000.000 CZK 100,0% WP
Raiffeisen Investment (Bulgaria) EOOD - in liquidation, Sofia (BG) 60.050 BGN 100,0% FI
Raiffeisen Investment (Malta) Limited - in liquidation, Sliema (MT) 5.000 EUR 99,8% FI
Raiffeisen Investment s.r.o. - in liquidation, Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Raiffeisen Investment Ukraine TOV - in liquidation, Kiew (UA) 3.733.213 UAH 100,0% FI
Raiffeisen Investment Zagreb d.o.o. - in Liquidation, Zagreb (HR) 300.000 HRK 100,0% SU
Raiffeisen Pension Insurance d.d., Zagreb (HR) 23.100.000 HRK 100,0% FI
Raiffeisen penzijni spolecnost a.s. - in liquidation, Prag (CZ) 325.000.000 CZK 100,0% WP
Raiffeisen Property Lízing Zrt, Budapest (HU) 50.100.000 HUF 100,0% BH
Raiffeisen Property Management Bulgaria EOOD, Sofia (BG) 80.000 BGN 100,0% SU
Raiffeisen Property Management GmbH, Wien (AT) 40.000 EUR 100,0% SU
Raiffeisen Property Management spol.s.r.o., Prag (CZ) 100.000 CZK 100,0% SU
RAIFFEISEN Real Estate EOOD, Sofia (BG) 550.000 BGN 10,0% SU
Raiffeisen Research GmbH, Wien (AT) 55.000 EUR 100,0% BH
RAIFFEISEN SERVICES EAD, Sofia (BG) 3.000.000 BGN 100,0% BH
Raiffeisen Services SRL, Bukarest (RO) 30.000 RON 100,0% FI
Raiffeisen Solutions Spólka z ograniczona odpowiedzialno, Warschau (PL) 550.000 PLN 100,0% FI
RAIFFEISEN SPECIAL ASSETS COMPANY d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 1.982.591 BAM 100,0% FI
Raiffeisen stavebni sporitelna, a.s., Prag (CZ) 650.000.000 CZK 10,0% KI
Raiffeisen Torony Ingatlanfejlesztő és Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 83,0% SU
Raiffeisen-Leasing BOT s.r.o., Prag (CZ) 100.000 CZK 0,0% SU
Raiffeisen-Leasing Lithuania UAB, Vilnius (LT) 345.280 LTL 100,0% FI
Raiffeisen-Leasing Service Ltd., Warschau (PL) 50.000 PLN 100,0% SU
Rail-Rent-Holding GmbH, Wien (AT) 40.000 EUR 60,0% SU
Raines Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Ratio Holding Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wien (AT) 40.000 EUR 100,0% SU
RB Russia Finance Limited, Dublin (IE) 100 EUR 0,0% FI
RB Szolgáltató Központ Kft. - RBSC Kft., Nyíregyháza (HU) 3.000.000 HUF 100,0% BH
RBI PE Handels- und Beteiligungs GmbH, Wien (AT) 150.000 EUR 100,0% FI
RBI Private Equity Holding GmbH, Wien (AT) 100.000 EUR 100,0% FI
RBI Vajnoria spol.s.r.o., Bratislava (CZ) 5.000 EUR 100,0% SU
RCR Ukraine LLC, Kiew (UA) 282.699 UAH 100,0% BH
REAL ESTATE RENT 1 DOO, Belgrad (RS) 39.960 RSD 100,0% FI
REAL ESTATE RENT 2 DOO, Belgrad (RS) 40.386 RSD 100,0% FI
Real Estate Rent 4, Belgrad (RS) 40.310 RSD 100,0% FI
Rent CC, s.r.o., Bratislava (SK) 6.639 EUR 100,0% FI
Rent GRJ, s.r.o., Bratislava (SK) 6.639 EUR 100,0% SU
Rent PO, s.r.o., Bratislava (SK) 6.639 EUR 100,0% FI
Residence Park Trebes, s.r.o., Prag (CZ) 20.000.000 CZK 100,0% SU
Rheia Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 95,0% SU
RI Inwestycje Sp. z o.o., Warschau (PL) 50.000 PLN 100,0% SU
RIRBRO ESTATE MANAGEMENT S.R.L., Bukarest (RO) 1.000 RON 100,0% BH
RL Flussschifffahrts GmbH & Co KG, Wien (AT) 5.000 EUR 0,0% FI
RL Hotel Palace Wien Besitz GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 0,0% FI
RL Leasing Gesellschaft m.b.H., Eschborn (DE) 50.000 DEM 25,0% FI
RL Service Member of Raiffeisen Group d.o.o. Sarajevo, Sarajevo (BA) 2.000 BAM 100,0% SU
RL Thermal Beteiligungen GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 0,0% FI
RL Thermal GmbH & Co Liegenschaftsverwaltung KG, Wien (AT) 1.452.003 EUR 0,0% FI
Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
RL Thermal GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 0,0% FI
RL-Assets Sp.z.o.o., Warschau (PL) 50.000 PLN 100,0% SU
RLOL ESTATE 1 d.o.o. Belgrad (SCG), Belgrad (RS) 43.186 RSD 100,0% FI
RLRE Alpha Property s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Beta Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Carina Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
RLRE Epsilon Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Eta Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Hotel Ellen, s.r.o., Prag (CZ) 100.000 CZK 100,0% FI
RLRE Jota Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Lyra Property s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
RLRE Orion Property s.r.o., Prag (CZ) 465.000 CZK 100,0% FI
RLRE Ypsilon Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 50,0% FI
Robert Károly Körút Irodaház Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
Rogofield Property Limited, Nikosia (CY) 2.174 USD 100,0% SU
ROOF Consumer Romania 2008 - 1 B.V., Amsterdam (NL) 0 EUR 0,0% FI
RPM Budapest KFT, Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
RPN Verwaltungs GmbH, Wien (AT) 37.464 EUR 100,0% SU
S.A.I. Raiffeisen Asset Management S.A., Bukarest (RO) 10.656.000 RON 100,0% FI
SAM-House Kft, Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% BH
SASSK Ltd., Kiew (UA) 152.322.000 UAH 88,7% SU
SCT Beruházás Ingatlanfejlesztő és Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.600.000 HUF 100,0% FI
SCT Kárász utca Ingatlankezelő Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% FI
SCT Tündérkert Kft., Budapest (HU) 500.000 HUF 100,0% BH
SCT Zivatar utca Ingatlanfejlesztő Kft., Budapest (HU) 3.100.000 HUF 100,0% SU
SCTB Ingatlanfejlesztés Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
SCTP Biatorbágy Ingatlanfejlesztő és Ingatlanhasznosító Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 75,3% SU
Selene Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Sen Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Sirius Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Sky Solar Distribuce s.r.o., Hodowitz (CZ) 200.000 CZK 77,0% SU
Sky Tower Immobilien- und Verwaltung Kft, Budapest (HU) 41.000 HUF 100,0% SU
Skytower Building SRL, Bukarest (RO) 126.661.500 RON 100,0% SU
Somlói út Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 100,0% SU
SORANIS Raiffeisen Portfolio Management GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
SPV Krautland Nord Ingatlanforgalmazó Kft., Budapest (HU) 510.000 HUF 100,0% SU
St. Marx-Immobilien Verwertungs- und Verwaltungs GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 99,0% SU
Stadtpark Hotelreal GmbH, Wien (AT) 6.543.000 EUR 1,0% SU
Studio Invest, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Szentkiraly utca 18 Kft., Budapest (HU) 5.000.000 HUF 100,0% SU
T.L.S. building construction s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Tatra Office, s.r.o., Bratislava (SK) 185.886 EUR 100,0% BH
TAURUS Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 36.336 EUR 100,0% FI
TB Invest Ingatlanforgalmazó Zrt., Budapest (HU) 20.000.000 HUF 50,0% SU
TelPol 3 S.A. in liquidation, Warschau (PL) 100.000 PLN 100,0% SU
Timur Holding GmbH, Passau (DE) 25.000 EUR 100,0% SU
TL leasing, s.r.o., Bratislava (SK) 331.939 EUR 100,0% FI
Trade Center Pleven EOOD, Sofia (BG) 1.220.000 BGL 100,0% SU
Transaction System Servis, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% BH
Trojske vyhledy s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung
Anteil
Typ1
Unitary insurance enterprise "Seventh line", Minsk (BY) 29.418.000.000 BYR 100,0% VV
UPC Real, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% FI
Verto Invest GmbH in Liqu., Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Villa Atrium Bubenec, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
VINAGRIUM Borászati és Kereskedelmi Kft., Erlau (HU) 500.000 HUF 100,0% SU
VN-Industrie Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 74,0% SU
VN-Wohn Immobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 74,0% SU
VUWG Verwaltung und Verwertung von Gewerbeimmobilien GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 100,0% SU
Zefyros Property, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 100,0% SU
Zethos Property, s.r.o., Prag (CZ) 50.000 CZK 100,0% SU
ZHS Office- & Facilitymanagement GmbH, Wien (AT) 36.336 EUR 1,0% BH
Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
Accession Mezzanine Capital II L.P., Bermuda (BM) 2.613 EUR 5,7% SU
Accession Mezzanine Capital III L.P., Hamilton (BM) 134.125.000 EUR 3,7% SU
Accession Mezzanine Capital L.P. in Liquidation, Bermuda (BM) 1.147 EUR 2,6% SU
ACG Bor Glasworks, Bor (RU) 418.956.270 RUB 7,4% SU
Agricultural Open Joint Stock Company Illintsi Livestock Breeding Enterprise, Illinci (UA) 703.100 UAH 4,7% SU
ALCS Association of Leasing Companies in Serbia, Belgrad (RS) 853.710 RSD 12,5% SU
Alpenbank Aktiengesellschaft, Innsbruck (AT) 10.220.000 EUR 0,0% FI
ARR Rail Rent Transportmittel Vermietungs Gesellschaft m.b.H., Perchtoldsdorf (AT) 500.000 ATS 30,0% SU
ASC Logistik GmbH in Liquidation, Wien (AT) 35.000 EUR 15,2% SU
A-Trust Gesellschaft für Sicherheitssysteme im elektronischen Datenverkehr GmbH, Wien (AT) 5.290.013 EUR 0,0% SU
Bankart d.o.o., Ljubljana (SI) 2.000.083 EUR 1,7% BH
bat-groupware GmbH, Wien (AT) 50.000 EUR 0,5% BH
Belarussian currency and stock exchange JSC, Minsk (BY) 48.717.430.230 BYR 0,0% WP
Biroul de Credit S.A., Bukarest (RO) 4.114.615 RON 12,9% FI
BRD-Groupe Société Générale S.A., Bukarest (RO) 696.901.518 RON 0,0% KI
Bucharest Stock Exchange, Bukarest (RO) 76.741.980 RON 1,0% WP
Budapest Stock Exchange, Budapest (HU) 541.348.100 HUF 0,0% WP
Burza cennych papierov v. Bratislave, a.s., Bratislava (SK) 11.404.927.296 EUR 0,1% WP
CASA DE COMPENSARE S.A., Bukarest (RO) 6.835.850 RON 0,1% WP
Cash Service Company AD, Sofia (BG) 12.500.000 BGN 20,0% BH
CEESEG Aktiengesellschaft, Wien (AT) 18.620.720 EUR 7,0% WP
CELL MED Research GmbH, Krems-Lerchenfeld (AT) 1.718.907 EUR 5,8% SU
Central Depository and Clearing Company, Inc., Zagreb (HR) 22.500.000 HRK 0,1% FI
Closed Joint Stock Company Truskavets Valeological Innovative Centre, Truskawez (UA) 100.000 UAH 5,0% SU
Closed Joint Stock Company Vinegar-yeast Factory, Usyn (UA) 9.450.000 UAH 33,8% SU
Commodity Exchange Crimean Interbank Currency Exchange, Simferopol (UA) 440.000 UAH 4,5% WP
Commodity Exchange of the Agroindustrial Complex of Central Regions of Ukraine, Tscherkassy (UA) 90.000 UAH 11,1% SU
CREF CZ 1 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 20,0% SU
CREF CZ 2 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 20,0% SU
CREF CZ 3 s.r.o, Prag (CZ) 200.000 CZK 20,0% SU
CREF CZ 4 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 20,0% SU
CREF CZ 5 s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 20,0% SU
Czech Real Estate Fund (CREF) B.V., Amsterdam (NL) 18.000 EUR 20,0% FI
Csörsz utca Kft, Budapest (HU) 3.000.000 HUF 0,0% SU
D. Trust Certifikačná Autorita, a.s., Bratislava (SK) 331.939 EUR 10,0% SU
Easdaq NV, Löwen (BE) 128.526.849 EUR 0,0% SU
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien (AT) 70.000 EUR 0,1% FI
EMERGING EUROPE GROWTH FUND II, L.P., Delaware (US) 370.000.000 USD 1,9% SU
Euro Banking Association (ABE Clearing S.A.S.), Paris (FR) 62.000 EUR 1,6% FI
European Investment Fund S.A., Luxemburg (LU) 3.000.000.000 EUR 0,2% FI
Export and Industry Bank Inc., Makati City (PH) 4.734.452.540 PHP 9,5% KI
Ferrell Premier Investments Limited, Port Louis (MU) 111.089.074 SGD 18,0% SU
Flex-space Plzen I, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 10,2% SU

Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

1 Unternehmenskategorie: KI Kreditinstitut, FI Finanzinstitut, BH Anbieter von Nebendienstleistungen, FH Finanzholding, SU Sonstiges Unternehmen, VV Versicherung, WP Wertpapierunternehmen.

Fondul de Garantare a Creditului Rural S.A., Bukarest (RO) 15.940.890 RON 33,3% FI Garantiqa Hitelgarancia ZRt., Budapest (HU) 4.811.600.000 HUF 0,3% FI Green Energie vetrny park Bilcice, s.r.o., Prag (CZ) 200.000 CZK 50,0% SU Greenix Limited, Tortola (VG) 100.000 USD 25,0% SU Hrvatski registar obveza po kreditima d.o.o., Zagreb (HR) 13.500.000 HRK 10,5% BH Intereuropa d.d., Koper , Gafers (SI) 27.488.803 EUR 10,4% SU International Factors Group S.C., Brüssel (BE) 69.650 EUR 2,2% FI

Unternehmen, Sitz (Land) Gezeichnetes Kapital in Währung Anteil Typ1
INVESTOR COMPENSATION FUND, Bukarest (RO) 344.350 RON 0,4% WP
Island Capital Ltd., Hamilton (BM) 901.067 USD 0,7% VV
Joint Stock Company "Interagroinvest", Moskau (RU) 18.600.000 RUB 8,3% SU
Kathrein & Co. Private Equity I AG, Wien (AT) 190.000 EUR 36,8% SU
Lead Equities Mittelstandsfinanzierungs AG, Wien (AT) 89.422 EUR 2,0% FI
Limited Liability Company Scientific-Production Enterprise Assembling and Implementation of
Telecommunication Sytems, Dnepropetrovsk (UA)
500.000 UAH 10,0% SU
LLC "Insurance Company Raiffeisen Life", Moskau (RU) 240.000.000 RUB 25,0% VV
LUXTEN LIGHTING COMPANY S.A., Bukarest (RO) 42.126.043 RON 0,0% SU
MasterCard Inc, New York (US) 13.518 USD 0,0% KI
National Settlement Dipositary, Moskau (RU) 1.180.675.000 RUB 0,0% SU
NOC Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 50,0% FI
NOC Kft., Budapest (HU) 3.000.000 HUF 50,0% FI
OOO "MAZ-KUPAVA", Minsk (BY) 36.089.000 BYR 7,6% SU
Open Joint Stock Company Kyiv Special Project and Design Bureau Menas, Kiew (UA) 3.383.218 UAH 4,7% SU
Open Joint Stock Company Volodymyr-Volynskyi Sugar Refinery, Wolodymyr-Wolynskyj (UA) 13.068.010 UAH 2,6% SU
Orka Energy ehf., Reykjavik (IS) 833.332 ISK 10,0% SU
Österreichische Raiffeisen-Einlagensicherung eGen, Wien (AT) 3.100 EUR 9,7% SU
OT-Optima Telekom d.d. , Zagreb (HR) 535.587.570 HRK 4,0% SU
OVIS Raiffeisen-Immobilien-Lesing GesmbH, Wien (AT) 36.400 EUR 0,0% FI
Pannon Lúd Kft, Mezokovácsháza (HU) 852.750.000 HUF 0,3% SU
Petrom S.A., Bukarest (RO) 5.664.410.834 RON 0,0% SU
Polish Real Estate Investment Limited, Limassol (CY) 911.926 EUR 11,2% SU
Private Joint Stock Company First All-Ukrainian Credit Bureau, Kiew (UA) 11.750.000 UAH 5,1% SU
Private Joint Stock Company Ukrainian Interbank Currency Exchange, Kiew (UA) 36.000.000 UAH 3,1% WP
PRK Sigma 06, s.r.o., Prag (CZ) 3.700.000 CZK 20,0% SU
Public Joint Stock Company Bird Farm Bershadskyi, Viytivka (UA) 6.691.141 UAH 0,5% SU
Public Joint Stock Company National Depositary of Ukraine, Kiew (UA) 103.200.000 UAH 0,1% BH
Public Joint Stock Company Settlement Center for Servicing of Contracts in Financial Markets, Kiew (UA) 153.100.000 UAH 0,0% FI
Public Joint Stock Company Stock Exchange PFTS, Kiew (UA) 32.010.000 UAH 0,2% WP
Public Joint Stock Company Sumy Enterprise Agrotechservice, Sumy (UA) 1.545.000 UAH 0,6% SU
Raiffeisen CIV (Jersey) Ltd., St. Helier (JE) 23.102 EUR 26,0% SU
Raiffeisen e-force GmbH, Wien (AT) 145.346 EUR 0,7% SU
Raiffeisen Informatik GmbH, Wien (AT) 1.460.000 EUR 0,1% BH
Raiffeisen Software Solution und Service GmbH, Wien (AT) 773.000 EUR 1,0% SU
Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 17,0% FI
Raiffeisen-Leasing Management GmbH, Wien (AT) 300.000 EUR 25,0% FI
Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ GmbH, Wien (AT) 35.000 EUR 15,0% FI
RC Gazdasági és Adótanácsadó Zrt., Budapest (HU) 20.000.000 HUF 22,2% FI
Registry of Securities in FBH, Sarajevo (BA) 2.052.300 BAM 1,4% SU
REPEF Holding GmbH in Liquidation, Wien (AT) 400.000 EUR 3,5% SU
RLKG Raiffeisen-Leasing GmbH, Wien (AT) 40.000 EUR 33,3% FI
RVS, a. s., Bratislava (SK) 6.852.480 EUR 0,7% SU
S.C. DEPOZITARUL CENTRAL S.A., Bukarest (RO) 25.291.953 RON 2,6% SU
Sarajevska berza-burza vrijednosnih papira dd Sarajevo, Sarajevo (BA) 1.975.680 BAM 5,2% SU
Scanviwood Co. Ltd., Ho Chi Minh City (VN) 2.500.000 USD 6,0% SU
Slomskova Ustanova, Maribor (SI) 0 EUR 0,0% SU
Slovak Banking Credit Bureau, s.r.o., Bratislava (SK) 9.958 EUR 33,3% BH
SN De Transfer De Fonduri Si Decontari SA - Transfond, Bukarest (RO) 6.720.000 RON 2,6% BH
Society for Worldwide Interbank Financial Telekommunication n.s.c., La Hulpe (BE) 13.827.750 EUR 0,4% FI
Syrena Immobilien Holding AG, Spittal an der Drau (AT) 22.600.370 EUR 21,0% SU

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)

Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich der derivativen Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 in der Bilanz zu erfassen. Ein Finanzinstrument ist definitionsgemäß ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Geschäftspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; dieser entspricht in der Regel dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt. Gemäß IFRS 13 ist der beizulegende Zeitwert definiert als Veräußerungspreis. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten bzw. bei der Übertragung einer Schuld zahlen. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit von der jeweiligen Bewertungskategorie gemäß IAS 39 entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz angesetzt.

Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Die Bewertungskategorien der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 sind nicht mit dem Hauptposten in der Bilanz gleichzusetzen. Beziehungen zwischen den Hauptposten in der Bilanz und dem angelegten Bewertungsmaßstab sind in der Tabelle "Klassen der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7" beschrieben und im Anhang unter Punkt (1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien bzw. Punkt (13) Bilanz nach Bewertungskategorien dargestellt.

1. Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Der Konzern klassifiziert bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen zum Zeitpunkt der Ersterfassung entweder als zu Handelszwecken gehalten oder als zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verpflichtungen dargestellt.

a. Handelsaktiva/-passiva

Handelsaktiva/-passiva dienen der Nutzung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen. Die zu Handelszwecken dienenden Wertpapiere (inkl. Leerverkäufe von Wertpapieren) und derivativen Instrumente werden zum Marktwert bilanziert. Für die Ermittlung des Marktwerts werden bei börsenotierten Produkten die Börsekurse herangezogen. Sind solche Kurse nicht vorhanden, werden bei originären Finanzinstrumenten und Termingeschäften auf Basis von Barwertberechnungen und bei Optionen anhand von geeigneten Optionspreismodellen interne Preise ermittelt. Der Barwertberechnung wird eine Zinskurve zugrunde gelegt, die sich aus Geldmarkt-, Futures- und Swapsätzen zusammensetzt. Als Optionspreisformeln werden je nach Optionsart entweder Black-Scholes 1972, Black 1976 oder Garman-Kohlhagen verwendet. Für komplexe Optionen erfolgt die Bewertung mithilfe von Binomialbaummodellen und Monte-Carlo-Simulationen.

Die zu Handelszwecken dienenden Derivate werden unter den Bilanzposten "Handelsaktiva" oder "Handelspassiva" ausgewiesen. Wenn positive Marktwerte inklusive Zinsabgrenzungen (Dirty Price) bestehen, werden diese den Handelsaktiva zugeordnet, bei negativen Marktwerten erfolgt ein Ausweis unter den Handelspassiva. Eine Verrechnung von positiven und negativen Marktwerten wird nicht vorgenommen. Die Wertänderung des Dirty Price wird erfolgswirksam im Handelsergebnis dargestellt. Derivate, die weder Handels- noch Sicherungszwecken dienen, werden unter dem Bilanzposten "Derivative Finanzinstrumente" ausgewiesen. Außerdem sind etwaige Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapier-Leerverkäufen in den "Handelspassiva" dargestellt.

Kapitalgarantierte Produkte (Garantiefonds und Zukunftsvorsorge) werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben als verkaufte Put-Optionen auf den jeweils zu garantierenden Fonds dargestellt. Die Bewertung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation. Der Konzern hat im Rahmen der staatlich geförderten prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gem. § 108h (1) Z 3 EStG Kapitalgarantieverpflichtungen abgegeben. Dabei garantiert das Kreditinstitut, dass im Fall einer Verrentung der für die Verrentung zur Verfügung stehende Auszahlungsbetrag nicht geringer ist als die Summe der vom Steuerpflichtigen eingezahlten Beträge zuzüglich der für diesen Steuerpflichtigen gutgeschriebenen Prämien im Sinn des § 108g EStG.

b. Designierte Finanzinstrumente zum Fair Value

Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen jene finanziellen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes unabhängig von einer Handelsabsicht unwiderruflich als designiertes Finanzinstrument zum Fair Value gewidmet wurden (sog. Fair Value Option). Die Anwendung der Fair Value Option ist an die Voraussetzung geknüpft, dass sie zu relevanten Informationen für den Bilanzleser führt. Dies ist für jene finanziellen Vermögenswerte der Fall, die einem Portfolio angehören, für das die Steuerung und Performancemessung auf der Basis von Fair Values erfolgt.

In diese Definition fallen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Diese Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 zum Marktwert bewertet. Der Bilanzausweis erfolgt unter dem Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen". Laufende Erträge werden im Zinsüberschuss dargestellt, Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse im Ergebnis aus Finanzinvestitionen.

Ebenso werden finanzielle Verbindlichkeiten als Finanzinstrumente zum Fair Value designiert, um Bewertungsabweichungen von den mit ihnen im Zusammenhang stehenden Derivaten zu vermeiden. Der Fair Value der unter Anwendung der Fair Value Option in diese Kategorie klassifizierten finanziellen Verpflichtungen enthält sämtliche Marktrisikofaktoren einschließlich des mit diesen finanziellen Verpflichtungen in Verbindung stehenden Kreditrisikos des Emittenten.

Im Jahr 2014 konnten ebenso wie im Vergleichsjahr 2013 durchwegs beobachtbare Marktpreise für die Bewertung der eigenen Bonität nachrangiger Emissionen herangezogen werden. Zu den finanziellen Verpflichtungen gehören im Wesentlichen strukturierte Anleihen. Der Fair Value dieser finanziellen Verpflichtungen wird durch die Abzinsung der vertraglichen Cash-Flows mithilfe einer kreditrisikoadjustierten Zinsstrukturkurve ermittelt, die das Niveau widerspiegelt, auf dem der Konzern ähnliche Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag begeben würde. Die Marktrisikoparameter werden entsprechend vergleichbaren Finanzinstrumenten bewertet, die als Vermögenswerte gehalten werden. Bewertungsergebnisse für Verbindlichkeiten, die als Finanzinstrument zum Fair Value designiert wurden, werden im Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

2. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte

Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit), die mit der Absicht und der Möglichkeit, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, erworben werden, sind im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei Unterschiedsbeträge über die Laufzeit verteilt im Zinsüberschuss abgebildet werden. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten im Ergebnis aus Finanzinvestitionen berücksichtigt. Kuponzahlungen fließen in das Zinsergebnis ein. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist nur in den im IAS 39 explizit angeführten Ausnahmefällen zulässig.

3. Kredite und Forderungen

Dieser Kategorie werden nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt besteht. Diese Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" erfasst. Darüber hinaus werden Forderungen aus Finanzierungsleasing, die gemäß IAS 17 bilanziert werden, in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" ausgewiesen.

Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag wird – sofern Zinscharakter vorliegt – effektivzinsgerecht abgegrenzt und im Zinsüberschuss ausgewiesen. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten berücksichtigt. Der Ausweis von Wertberichtigungen sowie Vorsorgen für eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste erfolgt in der Bilanz unter dem Posten "Kreditrisikovorsorgen". Gewinne aus dem Verkauf von wertberichtigten Forderungen werden in der Erfolgsrechnung unter dem Posten "Kreditrisikovorsorgen" erfasst.

Des Weiteren werden hier Schuldverschreibungen ausgewiesen, für die kein aktiver Markt vorliegt. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts im Rahmen von Verbriefungen erfolgt – nach Prüfung, ob die Verbriefungszweckgesellschaft konsolidiert werden muss – anhand eines Chancen- und Risiken- bzw. Kontrolltests gemäß IAS 39 bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert.

4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie umfasst Eigenkapitalinstrumente einschließlich nicht konsolidierter Unternehmensanteile sowie festverzinsliche Wertpapiere, die keiner der drei anderen Kategorien zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgt, soweit sich ein Marktwert verlässlich bestimmen lässt, zu diesem. Bewertungsdifferenzen sind im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral auszuweisen und werden nur dann ins Ergebnis aus Finanzinvestitionen umgegliedert, wenn ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung besteht oder der zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswert verkauft wird.

Bei Eigenkapitalinstrumenten liegt eine Wertminderung u. a. dann vor, wenn der Fair Value entweder signifikant oder dauerhaft unter den Anschaffungskosten liegt. Im Konzern werden Eigenkapitalinstrumente der Kategorie AfS abgeschrieben, wenn der Fair Value in den letzten 6 Monaten vor dem Abschlussstichtag permanent um mehr als 20 Prozent oder in den letzten 12 Monaten vor dem Abschlussstichtag im Durchschnitt um mehr als 10 Prozent unter dem Buchwert lag. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger Events des IAS 39.59 herangezogen. Wertaufholungen

dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie AfS nicht in der Erfolgsrechnung erfasst werden, vielmehr sind sie als sonstiges Ergebnis über die Neubewertungsrücklage (AfS-Rücklage) zu buchen. Insofern ergeben sich Effekte auf den Jahresüberschuss hier nur bei Wertminderung oder Veräußerung.

Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher Fair Value nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf eine Wertaufholung überhaupt nicht vorgenommen werden. Der Ausweis der Finanzinstrumente selbst erfolgt im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen".

Zins- und Dividendenerträge von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden im Zinsüberschuss erfasst.

5. Finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden überwiegend mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt. Abgezinst begebene Schuldverschreibungen und ähnliche Verbindlichkeiten werden zum Barwert ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz unter den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden", "Verbriefte Verbindlichkeiten" oder "Nachrangige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten sind in der Kategorie "Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden" dargestellt. Zinsaufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn die vertraglich vereinbarten Ansprüche auf Cash-Flows aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder der Konzern diese übertragen hat bzw. bei Eintritt bestimmter Kriterien die Verpflichtung übernommen hat, diese Cash-Flows an einen oder mehrere Empfänger weiterzuleiten. Ein übertragener Vermögenswert wird auch ausgebucht, wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden.

Verbriefungstransaktionen

Der Konzern verbrieft verschiedene finanzielle Vermögenswerte aus Transaktionen mit privaten und gewerblichen Kunden durch den Verkauf an eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Entity, SPE), die ihrerseits Wertpapiere an Investoren ausgibt. Die Übertragung der Vermögenswerte kann zu einer vollständigen oder teilweisen Ausbuchung führen. Rechte an den verbrieften finanziellen Vermögenswerten können in Form von erst- oder nachrangigen Tranchen, Zinsansprüchen oder sonstigen Residualansprüchen zurückbehalten werden.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn seine Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Ertrag oder Aufwand aus dem Rückkauf von eigenen Verbindlichkeiten wird im Punkt (6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten dargestellt. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agios und Disagios) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam im Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten erfasst.

Umkategorisierung

Gemäß IAS 39.50 können unter außergewöhnlichen Umständen nicht derivative Finanzinstrumente der Kategorien "Handelsaktiva" und "AfS" in die Kategorien "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte" oder "Kredite und Forderungen" umgegliedert werden. Die Effekte aus solchen Umkategorisierungen werden im Punkt (20) Wertpapiere und Beteiligungen dargestellt.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Bei Identität von Schuldner und Gläubiger erfolgt eine Aufrechnung laufzeit- und währungskonformer Forderungen und Verbindlichkeiten nur dann, wenn ein durchsetzbares Recht darauf besteht und die Aufrechnung dem tatsächlich erwarteten Ablauf des Geschäfts entspricht. Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten sind im Punkt (40) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden dargestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wickelt der Konzern unterschiedliche Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten sowohl zu Handels- als auch zu Sicherungszwecken ab. Zu den im Konzern eingesetzten Derivaten zählen Swaps, standardisierte Terminkontrakte, Termingeschäfte, Kreditderivate, Optionen und ähnliche Kontrakte. Der Konzern setzt Derivate ein, um den Bedürfnissen der Kunden im Rahmen von deren Risikomanagement Rechnung zu tragen, um Risiken zu steuern und abzusichern sowie um Erträge im Eigenhandel zu generieren. Derivate werden erstmals zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend auch zu diesem bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt werden, erfüllen nicht die Bedingung für IAS 39 Hedge Accounting. Sie werden bilanziert, indem die Dirty Prices unter dem Posten "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) ausgewiesen werden. Die Wertänderung dieser Derivate auf Basis des Clean Price ist im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Ergebnis aus sonstigen Derivaten) dargestellt, die Zinsen werden im Zinsüberschuss gezeigt.

Kreditderivate, deren Wert von dem in der Zukunft erwarteten (Nicht-)Eintritt spezifizierter Kreditereignisse abhängt, sind mit dem Marktwert unter dem Bilanzposten "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) ausgewiesen. Die Wertänderungen werden im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten erfasst.

Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten sind im Anhang unter Punkt (41) Derivative Finanzinstrumente dargestellt.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting)

Werden Derivate zum Zweck des Risikomanagements gehalten und erfüllen die entsprechenden Geschäfte spezifische Kriterien, wendet der Konzern Hedge Accounting an. Er designiert dafür einzelne Sicherungsinstrumente, im Wesentlichen Derivate, im Rahmen der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge), von Zahlungsströmen (Cash-Flow Hedge) oder von Nettoinvestitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten (Capital Hedge). Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird der Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft einschließlich der zugrunde liegenden Risikomanagement-Ziele dokumentiert. Weiters wird sowohl bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, dass das in der Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bzw. der Cash-Flows des Grundgeschäfts in hohem Maß effektiv ist.

a. Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge)

IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dienen. Einem solchen Marktwertrisiko unterliegt insbesondere das Kreditgeschäft, sofern es sich um festverzinsliche Forderungen handelt. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei einzelnen Krediten oder Refinanzierungen werden Interest Rate Swaps abgeschlossen, welche die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllen. Dies bedeutet, dass die Sicherungsgeschäfte dokumentiert, fortlaufend beurteilt und als hoch wirksam eingestuft werden. Somit kann über die gesamte Laufzeit des Sicherungsgeschäfts davon ausgegangen werden, dass Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines gesicherten Grundgeschäfts nahezu vollständig durch eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments kompensiert werden und die tatsächlichen Ergebnisse in einer Bandbreite von 80 bis 125 Prozent liegen.

Derivate, die zur Absicherung des Marktwerts von einzelnen Bilanzposten (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen werden, werden mit dem Marktwert (Dirty Price) unter der Position "Derivative Finanzinstrumente" (aktivseitig: positive Marktwerte, passivseitig: negative Marktwerte) bilanziert. Die Buchwertänderungen des gesicherten Grundgeschäfts (Aktiva oder Passiva) werden direkt den betroffenen Bilanzposten zugerechnet und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Sowohl das Ergebnis aus der Veränderung der Buchwerte der abzusichernden Positionen als auch das Ergebnis aus der Veränderung der Clean Prices der Derivate werden im Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Ergebnis aus dem Hedge Accounting) gebucht.

In der RBI wird im Rahmen der Steuerung von Zinsänderungsrisiken die Absicherung von Zinsrisiken auch auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separate Aktiv- bzw. Passivposten in den sonstigen Aktiva/Passiva erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss bei einer Konzerneinheit inklusive Sichteinlagen bestimmt, somit werden die Regelungen des EU-Carve-out in Anspruch genommen.

b. Absicherung von Zahlungsströmen (Cash-Flow Hedge)

IAS 39 sieht die Anwendung des Cash-Flow Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Einem solchen Cash-Flow-Risiko unterliegen insbesondere variabel verzinsliche Kredite und Verbindlichkeiten sowie erwartete Transaktionen (z. B. erwartete Geldaufnahmen oder -veranlagungen). Interest Rate Swaps, die zur Absicherung des Risikos aus schwankenden Cash-Flows bestimmter variabler Zinspositionen abgeschlossen werden, werden wie folgt bilanziert: Das Sicherungsinstrument wird mit dem Marktwert angesetzt, die Änderungen des Clean Price werden im sonstigen Ergebnis verbucht. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

c. Absicherung einer Nettoinvestition in eine wirtschaftlich selbständige Teileinheit (Capital Hedge)

Im Konzern werden Kurssicherungsgeschäfte für Investitionen in wirtschaftlich selbständige Teileinheiten (IAS 39.102) zur Reduktion der aus der Währungsumrechnung der Eigenkapitalbestandteile resultierenden Differenzen getätigt. Als Sicherungsinstrumente dienen in erster Linie Fremdwährungsswaps. Die aus ihnen entstehenden Gewinne bzw. Verluste aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis verrechnet und in der Eigenkapitalüberleitung gesondert dargestellt, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Ein etwaiger ineffektiver Teil der Sicherungsbeziehung wird im Handelsergebnis erfasst. Die dazugehörigen Zinskomponenten werden im Zinsüberschuss ausgewiesen. Latente Steuern werden für das Ergebnis aus dem Capital Hedge nicht angesetzt, da die Ausnahmebestimmungen des IAS 12.39 anzuwenden sind.

Beizulegender Zeitwert (Fair Value)

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Gemäß IFRS 13 verwendet die RBI folgende Hierarchie zur Feststellung und Offenlegung des Fair Value für Finanzinstrumente.

Notierte Preise in einem aktiven Markt (Level I)

Der beizulegende Zeitwert wird am besten durch einen Marktwert ausgedrückt, soweit ein öffentlich notierter Marktpreis zur Verfügung steht. Dies gilt insbesondere für an Börsen gehandelte Eigenkapitalinstrumente, im Interbankenmarkt gehandelte Fremdkapitalinstrumente und börsegehandelte Derivate. Die Bewertung beruht im Wesentlichen auf externen Datenquellen (Börsepreise bzw. Broker-Quotierungen in liquiden Marktsegmenten). Bei einem aktiven Markt handelt es sich um einen Markt, in dem Transaktionen von Vermögenswerten und Schulden mit ausreichender Häufigkeit und ausreichendem Volumen stattfinden, sodass Preisinformationen laufend zur Verfügung stehen. Indikatoren für aktive Märkte können die Anzahl, die Häufigkeit der Aktualisierung oder die Qualität der Quotierungen (z. B. Banken oder Börsen) sein. Weiters sind auch enge Bid-/Ask-Spannen sowie Quotierungen der Marktteilnehmer innerhalb eines bestimmten Korridors Anzeichen für einen aktiven liquiden Markt.

Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level II)

In den Fällen, in denen keine Börsenotierungen für einzelne Finanzinstrumente vorliegen, werden zur Bestimmung des Fair Value die Marktpreise vergleichbarer Finanzinstrumente herangezogen oder durch anerkannte Bewertungsmodelle mithilfe von beobachtbaren Preisen oder Parametern (insbesondere von Barwertmethoden oder Optionspreismodellen) ermittelt. Diese Verfahren betreffen die Mehrheit der OTC-Derivate und der nicht börsenotierten Fremdkapitalinstrumente.

Bewertungsverfahren mittels nicht beobachtbarer Parameter (Level III)

Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht auf dem Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten u. a. aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level III). Die Anwendung dieser Modelle erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements, deren Umfang von der Preistransparenz in Bezug auf das Finanzinstrument und dessen Markt sowie von der Komplexität des Instruments abhängt.

Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (dies umfasst Forderungen aus dem Kreditgeschäft, Einlagen, sonstige kurzfristige Geldaufnahmen und langfristige Verbindlichkeiten), veröffentlicht der Konzern den beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich besteht bei diesen Instrumenten eine geringe oder keine Handelsaktivität, weshalb bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts signifikante Einschätzungen durch das Management erforderlich sind.

Weitere Informationen zu den Bewertungsmethoden und quantitative Angaben zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts sind unter Punkt (42) Fair Value von Finanzinstrumenten enthalten.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Finanzinstruments und der Zuordnung von Zinserträgen zu den jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, die Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstigen Agios und Disagios) über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus der erstmaligen Erfassung abgezinst werden.

Klassen der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7

Da die Wesensart der Finanzinstrumente bereits in geeigneter Weise durch die Gliederung der Bilanzposten zum Ausdruck gebracht wird, wurde die Bildung von Klassen an jenen Posten der Bilanz ausgerichtet, die Finanzinstrumente beinhalten. Klassen von Finanzinstrumenten der Aktivseite sind v. a. Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Handelsaktiva, derivative Finanzinstrumente, Derivate aus Sicherungsgeschäften sowie Wertpapiere und Beteiligungen (darunter separat nicht auf einem aktiven Markt gehandelte finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet werden). Klassen von Finanzinstrumenten der Passivseite sind insbesondere Handelspassiva, derivative Finanzinstrumente, Derivate aus Sicherungsgeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, verbriefte Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten.

Wesentlicher Bewertungsmaßstab Kategorie gemäß
Aktiva/Passiva Fair Value Amortized Cost Sonstige IAS 391
Aktivische Klassen
Barreserve Nominalwert n.a.
Handelsaktiva X TA
Derivative Finanzinstrumente X TA
Forderungen an Kreditinstitute X LAR
Forderungen an Kunden X LAR
davon Forderungen aus Finanzierungsleasing IAS 17 n.a.
Wertpapiere und Beteiligungen X AFVTPL
Wertpapiere und Beteiligungen X AfS
Wertpapiere und Beteiligungen X HTM
davon nicht auf einem aktiven Markt gehandelte finanzielle Vermögenswerte At Cost AfS
Positive Marktwerte aus Sicherungsderivaten gemäß IAS 39 X n.a.
Passivische Klassen
Handelspassiva X TL
Derivative Finanzinstrumente X TL
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten X FL
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden X FL
Nachrangige Verbindlichkeiten X FL
Verbriefte Verbindlichkeiten X FL
Verbriefte Verbindlichkeiten X AFVTPL
Negative Marktwerte aus Sicherungsderivaten gemäß IAS 39 X n.a.
1 AfS
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
HTM
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte

AFVTPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert LAR Kredite und Forderungen bewertete finanzielle Vermögenswerte TA Handelsaktiva FL Finanzielle Verbindlichkeiten TL Handelspassiva

Kreditrisikovorsorgen

An jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte gilt als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:

  • objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des Finanzinstruments und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist ("Verlustereignis");
  • das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cash-Flows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und
  • eine verlässliche Schätzung des Betrags vorgenommen werden kann.

Objektive Hinweise für eine Wertminderung können bestehen, wenn erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei vorliegen, ein Vertragsbruch (etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen) erfolgt oder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass eine Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren über den Kreditnehmer eröffnet wird.

Risiken des Kreditgeschäfts wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Portfolio-Wertberichtigungen Rechnung getragen. Letztere umfassen Wertberichtigungen auf Portfolios von Krediten mit gleichem Risikoprofil, die unter bestimmten Voraussetzungen gebildet werden. Die zugrunde liegenden Ratingmodelle für Firmenkunden werden unterschieden in "Corporate Large" und "Corporate Regular" sowie "SME Large" und "SME Regular". Weiters werden Portfolios unter dem Ratingmodell "Finanzinstitute" und jene unter dem "Project Finance Rating"-Modell gesondert beurteilt. Für die Berechnung der Portfolio-Wertberichtigungen ist eine konzernweit einheitliche Vorgehensweise dadurch gegeben, dass zentral errechnete historische Konzern-Ausfallraten je Ratingstufe ermittelt und für die Berechnungen herangezogen werden. Im Retail-Bereich erfolgt die Bildung nach Produktportfolios bzw. Überfälligkeiten sowie z. T. auch unter Berücksichtigung historischer Ausfallraten. Sowohl die Einzelwertberichtigungen als auch die Portfolio-Wertberichtigungen werden nicht mit den entsprechenden Forderungen verrechnet, sondern in der Bilanz offen ausgewiesen.

Für die bei Kunden- und Bankforderungen vorhandenen Bonitätsrisiken werden nach konzerneinheitlichen Maßstäben Vorsorgen in Höhe des voraussichtlichen Ausfalls gebildet. Eine Ausfallgefährdung wird dann angenommen, wenn – unter Berücksichtigung der Sicherheiten – die diskontierten voraussichtlichen Rückzahlungsbeträge und Zinszahlungen unter dem Buchwert der Forderung liegen. Für die Ermittlung von Portfolio-Wertberichtigungen werden Bewertungsmodelle herangezogen, in deren Rahmen die voraussichtlichen zukünftigen Cash-Flows anhand historischer Ausfallerfahrungen für die Forderungen im jeweiligen Kreditportfolio geschätzt werden.

Der Gesamtbetrag der Kreditrisikovorsorgen, der sich auf bilanzielle Forderungen bezieht und Einzelwertberichtigungen sowie Portfolio-Wertberichtigungen umfasst, wird als eigener Posten "Kreditrisikovorsorgen" auf der Aktivseite nach den Forderungen ausgewiesen.

Pensionsgeschäfte

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Vermögenswerte an einen Vertragspartner und vereinbart gleichzeitig, diese an einem bestimmten Termin zu einem vereinbarten Kurs zurückzukaufen. Die Vermögenswerte verbleiben in der Bilanz des Konzerns und werden nach den Regeln des jeweiligen Bilanzpostens bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten wurden. Die Liquiditätszuflüsse aus den Repo-Geschäften werden je nach Gegenpartei als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen.

Bei Reverse-Repo-Geschäften werden Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs gegen Entgelt erworben. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden, in Pension genommenen Wertpapiere werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Die Liquiditätsabflüsse aus den Reverse-Repo-Geschäften werden in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" bzw. "Forderungen an Kunden" bilanziert.

Zinsaufwendungen für Repo-Geschäfte und Zinserträge aus Reverse-Repo-Geschäften werden linear über die Laufzeit abgegrenzt und im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte schließt die RBI mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Wertpapierleihgeschäfte werden analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften bilanziert. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin im Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Durch den Konzern gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte werden als Forderungen in den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" bzw. "Forderungen an Kunden", erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen.

Leasing

Leasingverhältnisse werden entsprechend ihrer vertraglichen Ausgestaltung wie folgt klassifiziert:

Finanzierungsleasing

Wenn nahezu alle Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen, wird beim Konzern als Leasinggeber eine Forderung gegenüber Kreditinstituten bzw. eine Forderung gegenüber Kunden ausgewiesen. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Nettoinvestitionswerts. Die Erträge aus Finanzierungsverhältnissen werden so auf die Perioden verteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung des ausstehenden Nettoinvestitionswerts aus den Leasingverhältnissen gezeigt wird. Der Ausweis der Zinserträge erfolgt im Zinsüberschuss.

Hält der Konzern Vermögenswerte im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses als Leasingnehmer, werden diese im jeweiligen Posten des Sachanlagevermögens ausgewiesen, dem passivseitig eine entsprechende Leasingverbindlichkeit gegenübersteht. Der Ausweis der Zinsaufwendungen erfolgt im Zinsüberschuss.

Operating Leasing

Operating Leasing liegt vor, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber liegen. Die Leasinggegenstände werden beim Konzern dem Bilanzposten "Sachanlagen" zugeordnet, Abschreibungen erfolgen nach den für das jeweilige Anlagevermögen geltenden Grundsätzen. Mieteinnahmen aus dem entsprechenden Leasinggegenstand werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt und im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, bei denen die RBI AG direkt oder indirekt beherrschenden Einfluss ausübt, werden vollkonsolidiert. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er aus seiner Verbindung mit dem Unternehmen variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse mittels seiner Verfügungsgewalt zu beeinflussen.

Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so z. B. wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind.

Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung von strukturierten Unternehmen erforderlich, wenn der Konzern das Unternehmen beherrscht. Im Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von strukturierten Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch den Konzern mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen der Konzern mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch quartalsweise überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist im Punkt (56) Zusammensetzung des Konzerns ersichtlich.

Um festzustellen, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, gilt es eine Reihe von Kontrollfaktoren zu prüfen. Diese beinhalten eine Untersuchung:

  • des Zwecks und der Gestaltung des Unternehmens,
  • der relevanten Tätigkeiten und wie diese bestimmt werden,
  • ob der Konzern durch seine Rechte die Möglichkeit hat, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen,
  • ob der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse hat und
  • ob der Konzern die Möglichkeit hat, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflusst wird.

Sind Stimmrechte maßgeblich, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an dem Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen, dass ein anderer Investor über die praktische Möglichkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten einseitig zu bestimmen. Einer oder mehrere der folgenden Faktoren deuten auf solche Anzeichen hin:

  • Ein anderer Investor besitzt aufgrund einer Vereinbarung mit dem Konzern die Beherrschungsmöglichkeit über mehr als die Hälfte der Stimmrechte.
  • Ein anderer Investor besitzt aufgrund gesetzlicher Regelungen oder einer Vereinbarung die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanzpolitik und der geschäftlichen Tätigkeiten der Beteiligung.
  • Ein anderer Investor beherrscht die Beteiligung aufgrund seiner Möglichkeit zur Bestellung und Abberufung der Mehrheit der Vorstandsmitglieder oder der Mitglieder eines gleichwertigen Lenkungsorgans.
  • Ein anderer Investor beherrscht das Unternehmen aufgrund seiner Möglichkeit, über die Mehrheit der abzugebenden Stimmrechte bei einer Sitzung des Vorstands oder eines gleichwertigen Lenkungsorgans zu verfügen.

Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, soweit diese als substanziell erachtet werden.

Ähnlich beurteilt der Konzern das Vorliegen einer Beherrschung in Fällen, in denen er nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, aber die praktische Möglichkeit zur einseitigen Lenkung der relevanten Tätigkeiten hat. Dies kann der Fall sein, wenn der Konzern aufgrund der Größe und Verteilung des Stimmrechtsbesitzes der Anteilseigner die Möglichkeit zur Beherrschung der relevanten Tätigkeiten besitzt.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Tag in den Konsolidierungskreis einbezogen, an dem der Konzern direkt oder indirekt die Kontrolle erlangt, und scheiden ab dem Zeitpunkt, ab dem die Bank nicht länger beherrschenden Einfluss ausübt, aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Ergebnisse der im Lauf des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt an oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Erfolgsrechnung erfasst. Der Konzern überprüft zumindest zu jedem Quartalsabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile wird in der Konzernbilanz als Bestandteil des Eigenkapitals, aber getrennt von dem den Aktionären der RBI AG zurechenbaren Eigenkapital ausgewiesen. Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile wird in der Erfolgsrechnung separat ausgewiesen.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten miteinander aufgerechnet. Dabei verbleibende zeitliche Differenzen werden in der Konzernbilanz unter den Posten "Sonstige Aktiva" bzw. "Sonstige Passiva" ausgewiesen.

Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden ebenfalls miteinander aufgerechnet, wobei temporäre Aufrechnungsdifferenzen aus dem Bankgeschäft teils im Zinsergebnis und teils im Handelsergebnis dargestellt werden. Andere Differenzen werden in der Position "Sonstiges betriebliches Ergebnis" erfasst.

Zwischengewinne werden dann eliminiert, wenn sie wesentlichen Einfluss auf die Posten der Erfolgsrechnung haben. Bankgeschäfte, die zwischen den einzelnen Gesellschaften des Konzerns getätigt werden, erfolgen üblicherweise zu Marktkonditionen.

Änderungen der Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden Tochterunternehmen

Werden im Zuge der Folgekonsolidierung bei bereits bestehender Beherrschung weitere Anteile erworben oder Anteile ohne Kontrollverlust veräußert, werden diese Vorgänge erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen dargestellt. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet.

Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Endkonsolidierungsgewinn oder -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen

  • dem Gesamtbetrag des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der zurückbehaltenen Anteile und
  • dem Buchwert der Vermögenswerte (einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts), der Schulden des Tochterunternehmens und aller nicht beherrschenden Anteile.

Alle im Zusammenhang mit diesem Tochterunternehmen im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge werden so bilanziert, wie dies bei einem Verkauf der Vermögenswerte erfolgen würde, d. h. es erfolgt eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung oder eine direkte Übertragung in die Gewinnrücklagen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20 und 50 Prozent der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt. Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien (bei österreichischen Aktiengesellschaften im Aufsichtsrat) des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden at-equity einbezogen und im Bilanzposten "Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen" ausgewiesen.

Jahresergebnisse aus at-equity bewerteten Unternehmen werden saldiert im Posten "Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen" dargestellt. Bei der Bewertung at-equity werden dieselben Regeln angewendet wie bei vollkonsolidierten Unternehmen (Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Fair Value bewerteten anteiligen Nettovermögen). Als Basis dienen im Regelfall die IFRS-Abschlüsse der assoziierten Unternehmen. Erfolgsneutral im Abschluss der at-equity einbezogenen Unternehmen gebuchte Veränderungen werden auch im Konzernabschluss in das sonstige Ergebnis eingestellt.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht at-equity zu erfassen waren, sind zu Anschaffungskosten im Bilanzposten "Wertpapiere und Beteiligungen" ausgewiesen.

An jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen vorliegen. Wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt, indem der erzielbare Betrag der Beteiligung, der dem jeweils höheren Wert aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten entspricht, mit deren Buchwert verglichen wird. Eine in Vorperioden erfasste Wertminderung wird nur rückgängig gemacht, wenn sich die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags der Beteiligung zugrunde liegenden Annahmen seit der letzten Erfassung eines Wertminderungsverlusts geändert haben. In diesem Fall wird der Buchwert der Beteiligung auf ihren höheren erzielbaren Betrag zugeschrieben.

Unternehmenserwerbe

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich – auch nach nochmaliger Beurteilung – ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag in der Erfolgsrechnung erfasst.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden. Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder den Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben.

Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung innerhalb des Bewertungszeitraums werden rückwirkend korrigiert und entsprechend gegen den Geschäfts- oder Firmenwert gebucht. Berichtigungen während des Bewertungszeitraums sind Anpassungen, um zusätzliche Informationen über Fakten und Umstände widerzuspiegeln, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden. Der Bewertungszeitraum darf ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an nicht überschreiten.

Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung, die keine Berichtigungen während des Bewertungszeitraums darstellen, erfolgt in Abhängigkeit davon, wie die bedingte Gegenleistung einzustufen ist. Handelt es sich bei der bedingten Gegenleistung um Eigenkapital, erfolgt keine Folgebewertung an nachfolgenden Abschlussstichtagen; ihre Erfüllung wird innerhalb des Eigenkapitals bilanziert. Eine bedingte Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gem. IAS 39 oder IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen, sofern anzuwenden, bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Barreserve

Die Barreserve enthält den Kassenbestand und täglich fällige Forderungen gegenüber Zentralbanken. Diese werden mit ihrem Nennwert dargestellt.

Beteiligungen

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nicht at-equity erfasst wurden, sind in den Wertpapieren und Beteiligungen ausgewiesen und – soweit kein Börsekurs vorliegt – mit den Anschaffungskosten bewertet.

Anteile an sonstigen Unternehmen werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Bilanzansatzes der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Damit werden Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine dauerhafte Wertminderung wird im Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbucht.

Immaterielle Vermögenswerte

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte

Separat, d. h. nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt zwischen 4 und 6 Jahren. Bei Software-Großprojekten kann sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer auch auf einen darüber hinausgehenden Zeitraum erstrecken.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte – Forschungs- und Entwicklungskosten

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen ausschließlich Software und werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern daraus künftig ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht, und die Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können. Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit oder aus der Entwicklungsphase eines internen Projekts ergibt, wird dann bilanziert, wenn die folgenden Nachweise erbracht wurden:

  • Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts ist technisch realisierbar, sodass er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Es besteht die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Möglichkeit den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, ist gegeben. Der immaterielle Vermögenswert wird voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Die Möglichkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen ist gegeben.

Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmals aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erstmals erfüllt. Wenn ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann bzw. noch kein immaterieller Vermögenswert vorliegt, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden im Konzern in der Regel über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt zwischen 4 und 6 Jahren. Bei Software-Großprojekten kann sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer auch auf einen darüber hinausgehenden Zeitraum erstrecken.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte ohne bestimmbare Nutzungsdauer werden an jedem Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei besonderen Ereignissen (Trigger Events) erfolgt auch unterjährig eine Überprüfung der Werthaltigkeit. Sofern Umstände vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, wird gemäß IAS 36 eine Wertminderung vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden über den Zeitraum abgeschrieben, über den dieser immaterielle Vermögenswert genutzt werden kann. Die Nutzungsdauer für den erworbenen Kundenstock wurde für die Raiffeisen Bank Aval JSC für den Geschäftsbereich Retail Customers mit 20 Jahren festgelegt. Für den der Kaufpreisallokation zugrunde gelegten Kundenstock der Polbank EFG S.A. wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren festgelegt.

Unternehmen des Konzerns verwenden zur Unterscheidung ihrer Dienstleistungen von Mitbewerbern Warenzeichen (Marken). Gemäß IFRS 3 werden Marken erworbener Unternehmen gesondert unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" bilanziert. Es wurde eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen, sodass keine planmäßige Abschreibung erfolgt. Die Marken werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, auf Werthaltigkeit getestet. Details zur Werthaltigkeitsprüfung sind im Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Sachanlagen

Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden im Posten "Verwaltungsaufwendungen" erfasst. Den linearen Abschreibungen werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 25–50
Büro- und Geschäftsausstattung 5–10
Hardware 3–5

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. Dabei fließen alle notwendigen Schätzungsänderungen prospektiv ein. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst und im Posten "Verwaltungsaufwendungen" dargestellt. Bei Wegfall der Abschreibungsgründe erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.

Eine Sachanlage wird bei Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und wird erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als solche bezeichnet man Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude werden entsprechend der nach IAS 40 zulässigen Cost Method mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet und wegen untergeordneter Bedeutung in den Sachanlagen ausgewiesen. Die lineare Abschreibung erfolgt auf Basis der Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist ident mit jener von Gebäuden, die unter den Sachanlagen bilanziert werden. Die Abschreibungen werden im Posten "Verwaltungsaufwendungen" erfasst.

Eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird bei Abgang oder dann, wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden soll und ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Abgang nicht mehr erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Abgang ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und wird in der Periode des Abgangs im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten (Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte)

Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte

Alle Firmenwerte werden an jedem Bilanzstichtag auf Basis Zahlungsmittel generierender Einheiten (Cash Generating Units; CGU) auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft. Eine Zahlungsmittel generierende Einheit wird vom Management festgelegt und ist als die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten eines Unternehmens definiert, die permanente Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Nutzung hervorbringt. In der RBI werden alle Segmente gemäß Segmentberichterstattung als Zahlungsmittel generierende Einheiten bestimmt. Innerhalb der Segmente bilden rechtlich selbständige Einheiten zum Zweck der Wertminderungsprüfung der Firmenwerte jeweils eine eigene CGU. Dabei wird der Buchwert der jeweiligen Einheit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit dem aus ihr erzielbaren Betrag verglichen. Dieser ist grundsätzlich als der Betrag aus dem Nutzungswert (Value in Use) definiert und basiert auf den erwarteten die potenziellen Dividenden, die mit einem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Die Schätzung der zukünftigen Ergebnisse erfordert eine Beurteilung der bisherigen sowie der zukünftigen Performance, letztere unter Beachtung der voraussichtlichen Entwicklung der relevanten Märkte und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds.

Die Impairment Tests für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten beruhen auf einer vom jeweiligen Management erstellten und von den zuständigen Organen genehmigten Mehrjahresplanung. Darin wird die mittelfristige Erfolgsperspektive der CGU unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie, der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Bruttoinlandsprodukt, Inflationserwartungen etc.) sowie der jeweiligen Marktverhältnisse abgebildet. Im Anschluss daran erfolgt eine Verstetigung unter Zugrundelegung eines zeitlich unbefristeten Fortbestands. Die Diskontierung der bewertungsrelevanten Erträge, das sind die potenziellen Dividenden, erfolgt mit risikoadaptierten und länderspezifisch angepassten Eigenkapitalkostensätzen. Diese wurden in Anlehnung an das Capital-Asset-Pricing-Modell ermittelt. Die einzelnen Zinssatz-Parameter (risikoloser Zinssatz, Inflationsdifferenz, Marktrisikoprämie, länderspezifische Risiken und Betafaktoren) wurden mithilfe externer Informationsquellen festgelegt. Der gesamte Planungshorizont wird in 3 Phasen aufgeteilt, wobei sich die Phase I auf den Planungszeitraum des Managements von 3 Jahren erstreckt. In der Phase II, die weitere 2 Jahre umfasst, wird die Detailplanung unter Beachtung von gesamtwirtschaftlichen Plandaten extrapoliert. In der Phase III erfolgt die Verstetigung der Ertragserwartung unter Zugrundelegung eines zeitlich unbefristeten Fortbestands. Details zur Werthaltigkeitsprüfung sind unter Punkt (22) Immaterielle Vermögenswerte dargestellt.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Abwertungen werden vorgenommen, sofern der Anschaffungswert über dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag liegt oder wenn aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit oder langer Lagerzeit eine Wertminderung der Vorräte eingetreten ist.

Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist, der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) in seiner (ihrer) Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist und sich der Vorstand zu einer Veräußerung verpflichtet hat. Weiters muss der Veräußerungsvorgang innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein.

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zum niedrigeren Betrag aus ihrem ursprünglichen Buchwert bzw. dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und unter den sonstigen Aktiva ausgewiesen. Ergebnisse aus als zur Veräußerung gehalten klassifizierten langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Für den Fall, dass sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die oben genannten Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Dies gilt unabhängig davon, ob der Konzern nach der Veräußerung einen nicht beherrschenden Anteil an dem früheren Tochterunternehmen zurückbehält oder nicht. Ergebnisse von aufgegebenen Geschäftsbereichen werden separat als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es sowohl wahrscheinlich ist, dass er verpflichtet sein wird, diese zu erfüllen, als auch eine verlässliche Schätzung des Betrags möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der am Bilanzstichtag bestmögliche Schätzwert für die Leistung, die unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten hinzugeben ist, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

In der Bilanz werden diese Arten von Rückstellungen unter dem Posten "Rückstellungen" ausgewiesen. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Erfolgsrechnung. Kreditrisikovorsorgen für Eventualverbindlichkeiten werden unter den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen, die Restrukturierungsrückstellungen und die Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie die sonstigen Personalvorsorgen in den Verwaltungsaufwendungen verbucht. Zuführungen zu Rückstellungen, die nicht dem entsprechenden Verwaltungsaufwand zuzuordnen sind, werden grundsätzlich zulasten des sonstigen betrieblichen Ergebnisses gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sämtliche leistungsorientierten Sozialkapitalrückstellungen (Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19 – Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden für alle Sozialkapitalrückstellungen der österreichischen Konzerneinheiten die AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. In anderen Ländern werden vergleichbare aktuarische Berechnungsgrundlagen verwendet.

Weitere Angaben zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen finden sich im Anhang unter Punkt (29) Rückstellungen.

Beitragsorientierte Pensionsvorsorge

Im Rahmen beitragsorientierter Vorsorgepläne entrichtet das Unternehmen festgelegte Beiträge an eine Pensionskasse. Die Zahlungen werden in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst.

Mitarbeitervergütungspläne

Variable Vergütung – spezielle Vergütungsgrundsätze

Im Konzern wird die variable Vergütung anhand von Bonus-Pools auf Bank- bzw. Profitcenter-Ebene gesteuert. Jedes variable Entlohnungssystem sieht eine definierte Mindest- sowie Maximalzielerreichung vor und legt somit Maximalauszahlungswerte fest.

Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden die nachfolgend beschriebenen speziellen Grundsätze für die Zuteilung, den Anspruchserwerb und die Auszahlung variabler Vergütungen (einschließlich der Auszahlung zurückgestellter Teile von Boni) für die Vorstandsmitglieder der RBI AG und bestimmter Konzerneinheiten sowie für bestimmte Funktionsträger ("Risikopersonal") angewendet:

  • 60 Prozent bzw. für besonders hohe Beträge 40 Prozent des jährlichen Bonus werden zu 50 Prozent sofort bar ausbezahlt (Up-Front) und zu 50 Prozent im Weg eines Aktien-Phantom-Plans (Details s. u.) berücksichtigt, der die Zahlung nach einer Behaltefrist (Retention Period) von 1 Jahr vorsieht. Eine Ausnahme bilden die Konzerneinheiten in Bulgarien mit 40 Prozent Up-Front-Anteil und einer Behaltefrist von 2 Jahren sowie jene in der Tschechischen Republik mit einer Behaltefrist von 1,5 Jahren.
  • 40 Prozent bzw. 60 Prozent des jährlichen Bonus werden je nach lokaler Gesetzeslage über einen Zeitraum von 3 (in Österreich 5) Jahren (Deferral) zurückgestellt (Rückstellungsperiode). Die Auszahlung erfolgt auf proportionaler Basis, davon jeweils 50 Prozent bar und 50 Prozent im Weg des Aktien-Phantom-Plans.

Die Zuteilung, der Anspruchserwerb und die Auszahlung variabler Vergütungen (einschließlich der Auszahlung zurückgestellter Teile von Boni) sind abhängig von:

  • der Erwirtschaftung eines Nettogewinns,
  • der Erreichung der jeweils gesetzlich geforderten Common Equity Tier 1 Ratio des Konzerns,
  • zusätzlich in den Konzerneinheiten auf lokaler Ebene von der Erreichung der jeweils gesetzlich geforderten lokalen Mindest- "Common Equity Tier 1 Ratio ohne Buffer" und
  • der Performance des Geschäftsbereichs und der betroffenen Person.

Der Verpflichtung aus Z 11 der Anlage zu § 39b BWG, nach der ein Anteil von zumindest 50 Prozent der variablen Vergütung von Risikopersonal in Form von Aktien oder gleichwertigen unbaren Zahlungsinstrumenten auszugeben ist, kommt der Konzern in Form eines Aktien-Phantom-Plans nach: Jeweils 50 Prozent der "Up-Front"- und der "Deferred"-Bonusteile werden durch den durchschnittlichen Schlusskurs der RBI-Aktie an den Handelstagen der Wiener Börse in jenem Leistungsjahr, das als Basis zur Berechnung des Bonus dient, dividiert. Damit wird eine bestimme Stückzahl an Phantom-Aktien festgelegt und für die gesamte Laufzeit der Rückstellungsperiode fixiert. Nach Ablauf der jeweiligen Behaltefrist wird die festgelegte Anzahl an Phantom-Aktien mit dem wie oben beschrieben ermittelten RBI-Aktienkurs des vorangegangenen Geschäftsjahres multipliziert. Der daraus resultierende Barbetrag wird mit dem nächstmöglichen Monatsgehalt zur Auszahlung gebracht.

Diese Regelungen gelten, solange und sofern nicht lokal anzuwendende Rechtsvorschriften (z. B. in Polen) Anderes vorschreiben.

Weitere Erläuterungen zu den Mitarbeitervergütungsplänen finden sich im Lagebericht.

Aktienbasierte Vergütung

In der RBI AG hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zuletzt für die Jahre 2011, 2012 und 2013 ein Share Incentive Program (SIP) beschlossen, das eine performanceabhängige bedingte Zuteilung von Aktien der Gesellschaft an berechtigte Mitarbeiter im In- und Ausland innerhalb einer vorgegebenen Frist anbietet. Teilnahmeberechtigt sind die bisherigen Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte der RBI AG sowie Vorstandsmitglieder mit ihr verbundener Bank-Tochterunternehmen und anderer verbundener Unternehmen. Wegen der Komplexität der regulatorischen Vorschriften für variable Vergütung wurde 2014 beschlossen, dieses Programm nicht mehr fortzusetzen.

Die Anzahl der Stammaktien der RBI AG, die letztlich übertragen werden, hängt vom Erreichen zweier Performance-Kriterien ab: vom vorgegebenen Return on Equity (ROE) und von der Wertentwicklung der Aktie der RBI AG im Vergleich zum Total Shareholder Return der Aktien der Unternehmen im DJ EURO STOXX Banks-Index nach Ablauf einer fünfjährigen Halteperiode.

Sämtliche mit dem Share Incentive Program im Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden gemäß IFRS 2 (Share-Based Payment) im Personalaufwand erfasst und gegen das Eigenkapital verrechnet. Sie werden im Anhang unter Punkt (34) Eigenkapital näher dargestellt.

Nachrangkapital

Im Bilanzposten "Nachrangkapital" werden Nachrangkapital und Ergänzungskapital ausgewiesen. Verbriefte und unverbriefte Vermögenswerte sind nachrangig, wenn die Forderungen im Fall der Liquidation oder des Konkurses erst nach den Forderungen der anderen, nicht nachrangigen Gläubiger befriedigt werden können. Als Ergänzungskapital bezeichnet man eingezahlte Eigenmittel, die einem Kreditinstitut für zumindest 8 Jahre von Dritten zur Verfügung gestellt werden, für die Zinsen ausbezahlt werden dürfen, soweit sie im Jahresüberschuss gedeckt sind, und die im Fall der Insolvenz des Kreditinstituts auch erst nach Befriedigung der übrigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Zinsüberschuss

Zinsen und ähnliche Erträge umfassen v. a. Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus festverzinslichen Wertpapieren. Weiters werden laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (im Wesentlichen Dividenden), Beteiligungserträge und Ergebnisse aus Bewertungen at-equity sowie Erträge mit zinsähnlichem Charakter im Zinsüberschuss ausgewiesen. Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Anteilseigners auf Zahlung entstanden ist. Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen umfassen v. a. Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie für verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Provisionsüberschuss

Im Wesentlichen werden im Provisionsüberschuss Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr sowie dem Devisen- und dem Kreditgeschäft erfasst. Die Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis umfasst die Händlermarge aus dem Devisengeschäft, das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung sowie alle realisierten und unrealisierten Gewinne und Verluste aus den zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Weiters sind hier sämtliche aus Handelsaktivitäten resultierenden Zins- und Dividendenerträge sowie die auf den Handelsbestand entfallenden Refinanzierungskosten enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

In den Verwaltungsaufwendungen werden der Personalaufwand, der Sachaufwand sowie Wertminderungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Ertragsteuern

Die RBI AG und 8 ihrer inländischen Tochterunternehmen sind Mitglieder einer steuerlichen Gruppe, als deren Gruppenträger die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft fungiert. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens unter Berücksichtigung der steuerlichen Gruppe (in Form einer Steuerumlage) für das laufende Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sein werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Abschlussstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.

Die Berechnung und Bilanzierung von latenten Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode. Auf alle temporären Differenzen, die aus dem Vergleich zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten resultieren und sich in den Folgeperioden wieder ausgleichen, werden latente Steuern unter Zugrundelegung der landesspezifischen Steuersätze berechnet. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft in derselben Gesellschaft steuerbare Gewinne in entsprechender Höhe erzielt werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wird je Tochterunternehmen vorgenommen. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Bilanzposten "Sonstige Aktiva" bzw. "Rückstellungen für Steuern" gesondert ausgewiesen.

Laufende oder latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall ist die laufende und latente Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Sonstiges Ergebnis

Im sonstigen Ergebnis sind alle nach den Rechnungslegungsstandards direkt im Eigenkapital zu erfassenden Erträge und Aufwendungen enthalten. Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden, werden getrennt von direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden, dargestellt. Dies betrifft die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitals, Veränderungen der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Teileinheiten (Capital Hedge), den effektiven Teil des Cash-Flow Hedge, die Bewertungsänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) sowie die darauf entfallenden latenten Ertragsteuern. Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen werden als im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden, dargestellt.

Treuhandgeschäfte

Geschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften werden im Provisionsüberschuss gezeigt.

Finanzgarantien

Gemäß IAS 39 handelt es sich bei einer Finanzgarantie um einen Vertrag, der den Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet. Diese Zahlung entschädigt den Garantienehmer für einen Verlust, der ihm durch die nicht fristgemäße Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen eines Schuldners gemäß den geltenden Bedingungen eines Schuldinstruments entsteht. Die Bewertung einer Finanzgarantie, die erstmals zum Erfassungszeitpunkt vorgenommen wird, ist bei Vertragsabschluss unter marktgerechten Bedingungen ident mit der Prämie. Im Rahmen von Folgebewertungen ist die Verbindlichkeit gemäß IAS 37 als Rückstellung darzustellen.

Versicherungsverträge

Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen ändern sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Zinssätze, der Anlageerträge sowie der Aufwendungen für Pensionsverträge, für die sich die künftige Sterbewahrscheinlichkeit nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt. Aufgrund des Bestehens von Sterblichkeitsrisiken und ermessensabhängiger Überschussbeteiligungen ergibt sich die Notwendigkeit der Anwendung des IFRS 4 zur Bilanzierung der daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Alle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsprodukten werden gemäß IAS 39 bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden im Posten "Sonstige Passiva" dargestellt. Weitere Angaben zu Versicherungsverträgen sind im Anhang unter Punkt (32) Sonstige Passiva dargestellt.

Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

In diesem Posten werden im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Avalkrediten und Akkreditiven sowie Kreditzusagen zum Nominalwert erfasst. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Als unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren, Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Eigene Aktien

Die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien der RBI AG werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Aus eigenen Aktien resultierende Gewinne oder Verluste werden ergebnisneutral verrechnet.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestands im Konzern durch die Zahlungsströme aus operativer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die Zahlungsströme der Investitionstätigkeit umfassen v. a. Erlöse aus der Veräußerung bzw. Zahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen und Sachanlagen. Die Finanzierungstätigkeit bildet sämtliche Zahlungsströme aus Transaktionen mit Eigenkapital sowie mit Nachrangkapital und Partizipationskapital ab. Alle übrigen Zahlungsströme werden – internationalen Usancen für Kreditinstitute entsprechend – der operativen Geschäftstätigkeit zugeordnet.

Angaben zur Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind im Kapitel "Segmentberichterstattung" dargestellt.

Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel "Risikobericht" ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Länderrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Kapitalmanagement

Angaben zum Kapitalmanagement sowie zu den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln und den Risikoaktiva sind unter Punkt (50) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach BWG dargestellt.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

IAS 32 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Die Änderungen am IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutung der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar. Die Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 32 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IAS 27 (Separate Abschlüsse; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Nach der Überarbeitung wird nur jener Teil des IAS 27 beibehalten, der für separate Abschlüsse erforderlich ist. Die überarbeitete Fassung des IAS 27 hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der RBI.

IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

In den überarbeiteten IAS 28 sind nunmehr auch die Gemeinschaftsunternehmen aufgenommen worden, da nach IFRS 11 die Equity-Methode die einzig zulässige Methode ist, Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss zu inkludieren. Die Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 28 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRS 10 (Konzernabschlüsse; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 10 ersetzt die Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse). Auch SIC-12 (Konsolidierung – Zweckgesellschaften) wird durch IFRS 10 ersetzt. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: (a) Ein Unternehmen muss beherrschenden Einfluss über das Beteiligungsunternehmen ausüben können, (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und (c) es muss die Renditen aufgrund seiner "Einflussfülle" der Höhe nach beeinflussen können. Weiterhin enthält der Standard umfangreiche Leitlinien zur Umsetzung komplexer Sachverhalte.

Auswirkungen aufgrund der Anwendung von IFRS 10

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 wurde das strukturierte Unternehmen Compass Variety Funding Limited, Dublin (IE), erstmals vollkonsolidiert, da die RBI beherrschenden Einfluss auf bestimmte Vermögenswerte (Leasingforderungen) gemäß IFRS 10.B76–IFRS 10.B79 hat, die dem allgemeinen Beteiligungsunternehmen gegenüber abgeschottet sind. Durch die Vollkonsolidierung wird nun die über das strukturierte Unternehmen zum Berichtsstichtag aufgenommene Refinanzierung in Höhe von €18,4 Millionen (2013: € 66,8 Millionen) unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 11 ersetzt IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) sowie SIC-13 (Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen). IFRS 11 regelt die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame

Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich Führung über eine gemeinsame Geschäftstätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen ausüben. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte wird im Gegensatz zu IAS 31 in IFRS 11 nicht mehr separat adressiert; hier kommen die Regelungen für gemeinsame Geschäftstätigkeit zur Anwendung. Die Klassifizierung einer Vereinbarung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zukommen. Ferner muss nach IFRS 11 für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen die Equity-Methode angewendet werden, während nach IAS 31 für gemeinschaftlich geführte Unternehmen entweder die Quotenkonsolidierung oder die Equity-Methode zulässig ist. Die Anwendung von IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRS 12 (Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRS 12 ist ein Standard zu Angaben im Anhang. Er ist anwendbar auf Unternehmen, die an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen), assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten beteiligt sind. Grundsätzlich gehen die in IFRS 12 geforderten Angaben deutlich weiter als jene nach den derzeit gültigen Standards. Diese zusätzlichen Angaben sind im Anhang unter Punkt (56) Zusammensetzung des Konzerns dargestellt.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IAS 27 (Investmentgesellschaften; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Durch diese Änderungen wird in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 (Konzernabschlüsse) eine Ausnahme gewährt. Diese gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt (dies trifft z. B. auf bestimmte Investmentfonds zu). Solche Unternehmen würden ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften stattdessen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 (Finanzinstrumente) oder IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) bewerten. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 (Klarstellung der Übergangsleitlinien; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Mit diesen Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit den Angaben im Anhang zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen.

Änderungen an IAS 36 (Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Die Änderungen stellen eine Korrektur von Vorschriften zu Angaben dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabe nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen aber aus.

Änderungen an IAS 39 (Novation von außerbörslichen Derivaten und Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit der Zentralkontrahent jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf das Hedge Accounting als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei. Diese Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der RBI.

IFRIC 21 (Abgaben; Inkrafttreten 1. Jänner 2014)

IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgaben). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen (EU Endorsement ist bereits erfolgt)

Von der vorzeitigen Anwendung der nachstehenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die zwar verabschiedet wurden, deren Anwendung aber noch nicht verpflichtend ist, wurde abgesehen.

IAS 19 (Arbeitnehmerbeiträge; Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich auf die Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, zu Dienstleistungsperioden beziehen. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2010–2012 (Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2010–2012 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2011–2013 (Inkrafttreten 1. Juli 2014)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2011–2013 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RBI.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen (EU Endorsement ist noch nicht erfolgt)

IFRS 9 (Finanzinstrumente; Inkrafttreten 1. Jänner 2018)

Der im November 2009 veröffentlichte IFRS 9 (Finanzinstrumente) beinhaltet neue Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen für finanzielle Vermögenswerte. Die im Oktober 2010 erstellte geänderte Fassung des IFRS 9 umfasst zusätzlich Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zu deren Ausbuchung. IFRS 9 formuliert folgende zentrale Anforderungen:

Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

IFRS 9 enthält auch ein später nicht mehr revidierbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines (nicht zu Handelszwecken gehaltenen) Eigenkapitalinstruments im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen. Im Hinblick auf die Bewertung (als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierter) finanzieller Verbindlichkeiten verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Erfassung dieser Änderungen im sonstigen Ergebnis zum Entstehen oder zur Ausweitung einer Rechnungslegungsanomalie im Rahmen der bzw. im Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung führen würde. Die aufgrund der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. Die RBI geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns wesentlich beeinflussen könnte. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

Ein Datum des Inkrafttretens ist in der veröffentlichten Fassung des IFRS 9 nicht mehr enthalten, da die Fertigstellung der noch offenen Projektphasen abgewartet wird. Im Februar 2014 hat das IASB entschieden, dass der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 der 1. Jänner 2018 sein wird.

IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden; Inkrafttreten 1. Jänner 2017)

Dieser Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 (Erlöse), IAS 11 (Fertigungsaufträge) und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

IFRS 14 (Regulatorische Abgrenzungsposten; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.

Änderungen an IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Die Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit wird mit den Änderungen an IFRS 11 dergestalt modifiziert, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen, wie in IFRS 3 definiert, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden hat, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Änderungen an IAS 16/IAS 38 (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Mit den Änderungen werden Leitlinien zur Verfügung gestellt, welche Methoden bei der Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten angewendet werden können. Dies betrifft insbesondere erlösbasierte Abschreibungsmethoden.

Änderungen an IAS 16/IAS 41 (Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 einbezogen, sodass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.

Änderungen an IAS 27 (Equity-Methode im separaten Abschluss; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Durch die Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.

Änderungen an IFRS 10/IAS 28 (Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture; Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2012–2014 (Inkrafttreten 1. Jänner 2016)

Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

Wien, am 9. März 2015

Der Vorstand

Dr. Karl Sevelda Dr. Johann Strobl

Aris Bogdaneris, M.A. Dkfm. Klemens Breuer

Mag. Martin Grüll Mag. Peter Lennkh

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Raiffeisen Bank International AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a UGB sowie 59a BWG vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Konzernabschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzern-Lagebericht

Der Konzern-Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzern-Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzern-Lagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung im Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 9. März 2015

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca Wirtschaftsprüfer

Mag. Michael Schlenk Wirtschaftsprüfer

Entwicklung der Märkte Konzern-Lagebericht

Konjunkturschwäche in Europa, Erholung in den USA

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft 2014 schwächer als erwartet, und auch der Ausblick für 2015 ist verhalten. Im Jahresvergleich wurde 2014 – nach minus 0,4 Prozent im Vorjahr – ein bescheidenes BIP-Wachstum von 0,9 Prozent verzeichnet. Dieses war einerseits getrieben von soliden Wachstumszahlen in Deutschland und einer Erholung in zuvor schwächer wachsenden Ländern (Spanien, Irland und Portugal). Andererseits enttäuschte das Wirtschaftswachstum in großen Ländern wie Italien und Frankreich. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung trug zu einem deutlichen Rückgang der Inflation bei. Da fallende Rohstoffpreise diese Entwicklung noch verschärft haben, betrug der Preisauftrieb im Jahr 2014 im Schnitt lediglich 0,4 Prozent nach 1,4 Prozent im Jahr 2013. Zumindest für Anfang 2015 ist mit einem Rückgang des Preisniveaus der Konsumgüter zu rechnen. Die EZB ergriff 2014 sowie Anfang 2015 weitere expansive und unkonventionelle Maßnahmen, um die Konjunktur zu stützen und Deflationsrisiken vorzubeugen. 2015 sollte der schwächere Außenwert des Euro unterstützend für einen Konjunkturaufschwung wirken. Die größten Risikofaktoren für die Konjunktur und die Finanzmärkte im Euroraum bleiben weiter die angespannte geopolitische Lage sowie deflationäre Tendenzen und Reformversäumnisse in einigen Ländern der Eurozone.

Insgesamt zeichnet sich derzeit eine starke Entkopplung der Konjunkturzyklen in Europa und den USA ab. Die US-Wirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr ähnlich wie in den beiden Vorjahren und wuchs um 2,4 Prozent. Getragen wurde die Zunahme von privatem Konsum und Unternehmensinvestitionen. Die privaten Konsumausgaben profitierten von der guten Lage am Arbeitsmarkt, moderat steigenden Löhnen sowie den in der zweiten Jahreshälfte deutlich gesunkenen Energiepreisen. Anders als noch in den drei Jahren zuvor dämpft die Konsolidierung der Staatsausgaben die Wirtschaftsaktivität in den USA kaum noch. Auch wenn die Zunahme der Wirtschaftsleistung hinter der Dynamik früherer Aufschwungphasen zurückblieb, setzte sich die kräftige Erholung auf dem Arbeitsmarkt fort. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresverlauf von 6,7 Prozent auf 5,6 Prozent und lag damit nur noch knapp über dem Niveau, das als Vollbeschäftigung gilt.

CEE von divergenten Entwicklungen geprägt

Die 2012 und 2013 prägende konjunkturelle Erholung in CEE schwächte sich 2014 ab. 2014 verzeichnete die Gesamtregion CEE ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent und schnitt damit nur unwesentlich besser ab als die Eurozone. Diese Entwicklung war vorrangig getrieben von der Situation in Russland und der Ukraine. Hier mündeten geopolitische Risiken gekoppelt mit strukturellen Schwächen in eine Stagnation (Russland) bzw. in eine tiefe Anpassungsrezession (Ukraine). Um notwendige strukturelle und institutionelle Umstrukturierungen in der Ukraine zu erleichtern und Finanzmarktrisiken abzusichern, erhielt die Ukraine 2014 umfangreiche Finanzhilfen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und von der EU, die 2015 aufgestockt wurden.

Im Gegensatz zum von Russland überlagerten Trend in der Gesamtregion entwickelten sich die Volkswirtschaften in Zentraleuropa (CE) und Südosteuropa (SEE) 2014 achtbar. In CE wurde ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,9 Prozent verzeichnet, in SEE von 1,4 Prozent. Neben den Exporten erholte sich vor allem in den CE-Ländern die Binnennachfrage deutlich. Die solide wirtschaftliche Entwicklung in CE ist breit angelegt, zudem wiesen alle CE-Länder 2014 deutlich positive BIP-Wachstumsraten auf. Tschechien, Ungarn sowie Slowenien kehrten damit den Trend der Stagnation bzw. Rezession der Vorjahre um. In CE stachen bei der wirtschaftlichen Entwicklung 2014 vor allem Polen und Ungarn hervor. In diesen Ländern wurde ein BIP-Wachstum von mehr als 3 Prozent erzielt. In der Slowakei und Slowenien legte die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum um rund 2,5 Prozent zu, in der Tschechischen Republik um 2,0 Prozent. Für 2015 wird in CE weiterhin ein solides BIP-Wachstum von 3,0 Prozent erwartet. Haupttreiber hierfür sind eine weiterhin achtbare Entwicklung in Deutschland sowie eine zunehmende Stärkung der heimischen Nachfrage und Investitionen.

In einigen SEE-Ländern zeigen die Umstrukturierungsbemühungen der letzten Jahre erste Resultate. Das BIP-Wachstum wurde in SEE 2013 und 2014 allerdings vor allem von Rumänien getrieben, während andere Volkswirtschaften noch in der Stagnation bzw. Rezession verharrten. Angesichts der Naturkatastrophen, von denen einige Länder in SEE schwer getroffen waren, schwächte sich das dortige Wirtschaftswachstum 2014 auf 1,4 Prozent ab, nach 2,1 Prozent im Jahr 2013. Zudem dämpft die schwächer als erwartet ausgefallene Erholung der Eurozone, vor allem auch in den für SEE wichtigeren Ländern Italien und Frankreich, das Wachstum in SEE. Das stärkste Wachstum – mit 2,9 Prozent – konnte in Rumänien verzeichnet werden, das von erfolgreichen Strukturreformen profitiert, aber noch unter einer schwachen Binnennachfrage leidet; Albanien folgt mit 2,0 Prozent. In Bulgarien wurde trotz einer kurzfristigen Bankenpanik im Sommer 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erreicht. Kroatien, das unter tiefgreifenden Strukturproblemen leidet, blieb auch 2014 in einer Rezession verhaftet und verbuchte damit das sechste Jahr in Folge ohne Wachstum. Während Bosnien und Herzegowina knapp mit einer stagnierenden Wirtschaft davongekommen ist, musste Serbien 2014 wieder einen Einbruch hinnehmen. Serbien hat besonders mit den Konsequenzen der Flutkatastrophe sowie einer verzögerten Reformpolitik zu kämpfen und musste 2014 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent hinnehmen. Um die gesamtwirtschaftliche und budgetäre Situation zu stabilisieren, schloss Serbien im vierten Quartal vorsorglich ein Abkommen mit dem IWF ab. Das Abkommen zielt auf Budgetkonsolidierung und Privatisierungen ab. Das Beispiel Rumänien hat gezeigt, dass eine Kooperation mit dem IWF nachhaltige Strukturreformen nach sich ziehen kann. Insofern ist dieser Schritt positiv zu bewerten. Für 2015 wird in der Region SEE mit einem BIP-Zuwachs um 1,9 Prozent eine moderate Erhöhung der Wachstumsdynamik erwartet, Rumänien sollte erneut der Vorreiter in der Region sein.

Die sich 2014 bereits abzeichnende Eintrübung der Wirtschaftsdynamik in Russland, der Ukraine und Belarus dürfte sich 2015 fortsetzen. Russland wird nach einer de-facto-Stagnation 2014 im Jahr 2015 voraussichtlich mit einem BIP-Rückgang um 4 Prozent eine Rezession erleben. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich in Belarus ab, wo zumindest ein leichter Rückgang des BIP erwartet wird. Ohne eine weitere Verschärfung der geopolitischen Situation könnte die Wirtschaft in Russland 2016 wieder in den moderaten Wachstumsbereich zurückkehren. In der Ukraine wird sich die 2014 begonnene Anpassungsrezession 2015 fortsetzen, es wird daher ein BIP-Rückgang von mindestens 5,5 Prozent erwartet. Falls umfassende Reformen nicht gelingen, könnte sich die wirtschaftliche und finanzielle Neuausrichtung in der Ukraine deutlich diffiziler gestalten. Insgesamt wird das BIP in der Region CEE Sonstige (Ukraine, Belarus) 2015, wie auch 2014, zurückgehen. Die Ukraine dürfte 2015 und 2016 weiter auf substanzielle finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen sein.

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Region/Land 2013 2014e 2015f 2016f
Polen 1,7 3,3 3,5 3,4
Slowakei 1,4 2,4 2,5 3,0
Slowenien - 1,0 2,6 2,0 2,0
Tschechische Republik - 0,7 2,0 2,4 3,0
Ungarn 1,5 3,5 2,5 2,5
CE 1,0 2,9 3,0 3,1
Albanien 0,4 2,0 3,0 4,0
Bosnien und Herzegowina 2,5 0,5 2,5 3,0
Bulgarien 0,9 1,1 1,2 2,1
Kroatien - 0,9 - 0,4 0,0 1,0
Kosovo 3,4 0,5 2,0 3,0
Rumänien 3,4 2,9 3,0 3,0
Serbien 2,5 - 1,8 0,0 2,5
SEE 2,1 1,4 1,9 2,6
Russland 1,3 0,6 - 4,0 0,5
Belarus 0,9 1,6 - 2,0 1,0
Ukraine 0,0 - 6,9 - 5,5 0,5
CEE Sonstige 0,3 - 4,5 - 3,9 0,6
Österreich 0,2 0,3 0,7 1,8
Deutschland 0,2 1,6 1,6 2,2
Eurozone - 0,4 0,9 1,2 1,9

Konjunktur in Österreich bleibt hinter Erwartungen zurück

Nach einem vielversprechenden zweiten Halbjahr 2013 setzte eine das ganze Jahr andauernde Stagnationsphase ein, was für das Gesamtjahr 2014 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes von 0,3 Prozent impliziert (2013: 0,2 Prozent). Der private Konsum kam 2014 trotz stabiler Beschäftigungsentwicklung nicht über zaghafte Belebungstendenzen hinaus, nur etwas dynamischer zeigte sich der staatliche Konsum. Auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen enttäuschte besonders im zweiten Halbjahr, während die positive Entwicklung zu Jahresbeginn auf Vorzieheffekte zurückzuführen ist. Die somit schwach verlaufene Binnennachfrage konnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte vom Außenhandel zumindest ein Stück weit aufgefangen werden. Auch zu Beginn des Jahres 2015 zeigte sich die konjunkturelle Dynamik schwach.

Globale Währungen

Im ersten Halbjahr 2014 bewegte sich der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar in einer geringen Bandbreite zwischen EUR/USD 1,35 und EUR/USD 1,39. In der zweiten Jahreshälfte setzte eine Talfahrt des Euro ein, die die Gemeinschaftswährung bis zum Jahresende auf EUR/USD 1,21 drückte. Zu Jahresbeginn beschleunigte sich der Abwärtstrend des Euro nochmals. Anfang März 2015 notiert er zum Dollar bei 1,12. Treiber der Wechselkursentwicklung war im Wesentlichen die Geldpolitik der EZB sowie der US-Notenbank. Seit Mitte 2014 zeichnete sich ab, dass die US-Notenbank mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik beginnen würde. Ein erster Schritt wurde mit der Einstellung der Anleihekäufe im November getan. Gleichzeitig verdichteten sich die Anzeichen, dass die EZB ein solches Anleihekaufprogramm in absehbarer Zeit verabschieden würde.

Der Schweizer Franken pendelte zum Euro im Gesamtjahr 2014 zwischen knapp 1,20 und 1,24, wobei der Durchschnittskurs bei 1,22 lag. War der Franken zu Jahresbeginn eher auf der schwächeren Seite, wurde dieser infolge der geopolitischen Unsicherheiten ab dem Frühjahr einmal mehr zur Fluchtwährung und wertete seitdem beständig auf. Daneben trugen die expansive Geldpolitik der EZB und die schrumpfenden Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und der Schweiz zur Aufwertung des Franken bei. Gegen Ende des Jahres nahm der Aufwertungsdruck des Franken gegenüber dem EUR derart zu, dass die SNB (Schweizerische Nationalbank) negative Leitzinsen einführte. Am 15. Jänner 2015 hob die SNB dann überraschend den Mindestkurs für EUR/CHF von 1,20 auf, beteuerte aber, bei der Gestaltung der Geldpolitik auch künftig der Wechselkurssituation Rechnung tragen zu wollen und deshalb bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu bleiben.

CEE-Währungen

Die CEE-Währungen zeigten sich im Jahresverlauf 2014 gegenüber dem Euro tendenziell schwächer. Während die übrigen Währungen in der CE- und SEE-Region um etwa 0,5 Prozent bis 3 Prozent nachgaben, schwächten sich vor allem der ungarische Forint (minus 6 Prozent) und der serbische Dinar (minus 5,3 Prozent) gegenüber dem Euro deutlich ab. Die stärksten Abwertungen gab es jedoch in der GUS-Region. Hier führten die Krise in der Ostukraine, der fallende Ölpreis sowie die Sanktionen gegen Russland zu heftigen Abwertungen. So gab der russische Rubel im zweiten Halbjahr 2014 fast 36 Prozent zum Euro nach (38 Prozent auf Jahressicht) und die ukrainische Hryvna im Jahresverlauf 2014 um 41 Prozent. Der Belarus Rubel zeigte sich 2014 zum Euro mit nur 1,4 Prozent Abwertung stabil, verlor 2015 bis Ende Februar allerdings zum Euro dann fast 20 Prozent. In den ersten zwei Monaten 2015 erholte sich der russische Rubel gegenüber dem Euro wieder etwas und wertete um fast 4 Prozent auf, während die ukrainische Hryvna zum Euro weiter um etwa 37 Prozent nachgab.

Entwicklung des Bankensektors

Moderates Wachstum, steigende Differenzierung in CEE

Unterstützt von leicht besseren volkswirtschaftlichen Indikatoren im zweiten Halbjahr 2014, expansiven geldpolitischen Maßnahmen und gestiegenen Wachstumserwartungen in CE und SEE legte das Kreditwachstum in diesen beiden Regionen 2014 moderat zu. Dieser Trend sollte sich 2015 fortsetzen. Daher stabilisierten sich auch die notleidenden Kredite (NPL) 2014 in vielen Ländern in CE und SEE oder überschritten teils ihren Höhepunkt. In Rumänien gelangen 2014 die ersten nennenswerten Verkäufe von NPL-Portfolios. Allerdings bleiben die NPL vor allem in den Bankenmärkten in SEE weiterhin auf hohen Niveaus, was die Performance der Bankensektoren noch einige Zeit belasten wird. In Russland und der Ukraine trübte sich das Umfeld für Banken 2014 deutlich ein und der Ausblick für 2015 bleibt schwierig. Das Kreditwachstum schwächte sich, u. a. durch ein zunehmend schwieriges lokales Refinanzierungsumfeld (geringeres Einlagenwachstum, höhere Refinanzierungskosten), in beiden Märkten deutlich ab. Trotzdem lag das Kreditwachstum des Bankensektors in Russland 2014 immer noch im hohen zweistelligen Bereich, die Liquidititätssituation ist weiterhin solide, und auch die Profitabilität (Return on Equity) lag 2014 noch im soliden zweistelligen Prozentbereich. Ohne eine materielle Verschlechterung der geopolitischen Situation und der Finanzierung sollte der russische Bankensektor auch 2015 profitabel bleiben. Im Gegensatz dazu wies der Bankensektor der Ukraine 2014 einen Verlust aus und auch 2015 könnte ein weiteres Verlustjahr anstehen. Die Ertragssituation von in der Region agierenden westeuropäischen Banken wird auch von der anhaltenden Währungsschwäche in Russland, der Ukraine und Belarus belastet.

Die regional sehr unterschiedlichen Trends in CEE bezüglich der Asset-Qualität und des Kreditwachstums spiegeln sich auch in divergierenden Rentabilitätszahlen der regionalen Bankensektoren deutlich wider. So blieben die Rentabilitätsindikatoren des Bankensektors in CE auf erfreulich gutem Niveau, d. h. der durchschnittliche Return on Equity 2014 lag im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Eine Ausnahme davon bildet Ungarn, wo die Ertragskraft des Bankensektors aufgrund regulatorischer Maßnahmen erneut negativ ausfiel, wobei sich das Umfeld hier verbessern sollte. Im russischen Bankenmarkt gab die Rentabilität 2014 im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas nach, gehörte aber mit einem Return on Equity von rund 13 Prozent im Jahr 2014 noch immer zu den höchsten in CEE. In SEE fiel die Rentabilität 2014 erneut gering aus, was unter anderem auf die schwache Kreditnachfrage im Neugeschäft und sich teils noch leicht erhöhende NPL zurückzuführen war. Der durchschnittliche Return on Equity lag hier im niedrigen einstelligen Prozentbereich und damit in etwa auf dem Niveau der Eurozone. Trotz der positiven Entwicklungen in einigen CEE-Märkten liegt der durchschnittliche Return on Equity im Bankensektor in der Gesamtregion weiter unter früheren Werten. Diese Entwicklung ist vor allem bedingt durch steigende regulatorische Kosten, erhöhte Eigenkapitalquoten und -kosten, einen höheren Grad der lokalen Refinanzierung sowie durch eingeschränkte Möglichkeiten der Risiko- und Zinskurventransformation aufgrund des Niedrigzinsumfelds. Der Ausblick auf einen längeren Fortbestand des aktuellen Niedrigzinsumfelds in großen Märkten in CE und SEE sowie die Eintrübung der Ertragsaussichten im Bankensektor in Russland legen nahe, dass der Return on Equity in den CEE-Bankensektoren 2015 nicht deutlich zulegen wird.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernabschluss der RBI wird auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die RBI AG stellt außerdem einen Einzelabschluss nach österreichischem Unternehmensrecht (UGB) in Verbindung mit dem österreichischen Bankwesengesetz (BWG) auf, der die formale Bemessungsgrundlage für die Dividendenausschüttung und die Steuerbemessung darstellt. Betreffend die nach UGB und BWG geforderten Angaben wird auf die entsprechenden Kapitel in diesem Lagebericht und im Anhang verwiesen.

Ereignisse im Geschäftsjahr

Kapitalerhöhung und Rückzahlung des Partizipationskapitals

Die Anfang 2014 durchgeführte Kapitalerhöhung, in deren Rahmen 97.473.914 neue Aktien ausgegeben wurden, brachte einen Netto-Kapitalzuwachs von € 2.725 Millionen. Im Juni wurde das von der Republik Österreich gezeichnete Partizipationskapital in Höhe von € 1.750 Millionen zurückbezahlt, im September folgte das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital in Höhe von € 750 Millionen.

RZB bestand Stresstest und AQR klar

Die EZB unterzog sämtliche in Zukunft direkt beaufsichtigten Banken dem so genannten "Comprehensive Assessment", das sich vor allem aus einer umfangreichen Bilanzprüfung (Asset Quality Review, AQR) und einem europaweiten Stresstest zusammensetzte. Die RBI war als Teil der RZB Gegenstand des EZB-Stresstests. Die veröffentlichten Daten zum Stresstest bezogen sich daher auf den RZB-Konzern. Sowohl im Basisszenario des Stresstests (Baseline Scenario) als auch im sehr ungünstigen Szenario (Adverse Scenario) übertraf die RZB die geforderten Kapitalquoten deutlich. Der Asset Quality Review der EZB, der dem Stresstest vorgeschaltet war, brachte für die RZB Anpassungen in Höhe von 0,65 Prozentpunkten auf die von der EZB für den Stresstest verwendete Eigenkapitalquote (CET1 Ratio). Diese Anpassungen waren hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die EZB bei Pauschalwertberichtigungen einen anderen Ansatz verwendet als die RZB. Weiters waren im AQR Kreditrisikovorsorgen, die die RBI im Geschäftsjahr 2014 gebildet hatte, nicht berücksichtigt. Diese wurden jedoch großteils im Geschäftsjahr 2014 dotiert. Die Empfehlungen der EZB wurden in dem Ausmaß umgesetzt, soweit sie den IFRS-Accounting-Policies entsprechen bzw. die angewandten Modelle qualitativ schärften.

Subkonsolidierung der RBI

Im Oktober 2014 erreichte die RBI der Bescheid über die aufsichtsrechtliche Subkonsolidierung der RBI als Teilkonzern der RZB. Damit wird die RBI gemäß Art. 11 Abs. 5 CRR (Capital Requirement Regulation) auf teilkonsolidierter Basis gesondert beaufsichtigt und gilt im Sinn des § 30 BWG (Bankwesengesetz) als übergeordnetes Kreditinstitut für den Teilkonzern. Damit einhergehend wurde dem Konzern eine Mindest-Eigenmittelquote von 13,76 Prozent vorgeschrieben, die ab dem Stichtag 30. November 2014 einzuhalten ist. Diese vorgeschriebene Eigenmittelquote (transitional) wurde seit diesem Stichtag auf teilkonsolidierter Basis (Konzernebene) einschließlich eines ausreichenden Puffers eingehalten.

Banken im Fokus der ungarischen Regierung

Die Maßnahmen der ungarischen Regierung gegen ungarische Banken waren auch 2014 mit negativen Ergebniseffekten verbunden. Nach dem "Home Protection Law" von 2011, mit dem der ungarische Staat privaten Kreditnehmern eine vorzeitige Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zu bevorzugten Konditionen zugestand und das für die RBI Verluste mit sich brachte, wurden mehrere neue Regierungsprogramme zugunsten der Fremdwährungskreditnehmer vorbereitet und parlamentarisch verabschiedet. Aus diesen gesetzlichen Änderungen ergab sich in Ungarn im Berichtsjahr eine in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene Rückstellung von € 251 Millionen. Gegenstand des Gesetzes waren die Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und den Ratenzahlungen von Fremdwährungskrediten angewendet werden können, sowie einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten.

Spannungen in der Ostukraine

Mit den einsetzenden geopolitischen Spannungen in der Ukraine, die in der Abspaltung der Krim sowie in militärischen Auseinandersetzungen in der Donbass-Region gipfelten, ergaben sich für die ukrainische Tochterbank negative Auswirkungen. Dies führte in den genannten Regionen zu höheren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 254 Millionen sowie zu einem zusätzlichen Sachaufwand von € 15 Millionen. Weiters kam es dort zur Schließung eines Großteils der Filialen und einer damit einhergehenden Personalreduktion.

Währungsturbulenzen in der Ukraine und Russland

2014 blieben die Spannungen in der Ukraine, die Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland und die damit einhergehende Unsicherheit die dominanten Themen auf den internationalen Finanzmärkten. Als Konsequenz daraus werteten der russische Rubel und die ukrainische Hryvna gegenüber dem US-Dollar und dem Euro signifikant ab. Insgesamt ergaben sich Währungsdifferenzen von € 1,3 Milliarden auf das Eigenkapital sowie eine negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote von 94 Basispunkten, wovon der überwiegende Teil von Einheiten aus Russland (47 Basispunkte) und der Ukraine (19 Basispunkte) stammte.

Abschreibung immaterieller Vermögenswerte

Im vierten Quartal wurden Firmenwerte in Höhe von € 306 Millionen wertberichtigt, insbesondere für Konzerneinheiten in Russland (€ 148 Millionen), Polen (€101 Millionen) und Albanien (€ 51 Millionen). Im dritten Quartal kam es in der Ukraine zu einer Wertberichtigung von € 29 Millionen auf die Marke und € 1 Million auf den Kundenstock.

Überblick

Nach einem herausfordernden Jahr schloss der Konzern das Berichtsjahr mit einem positiven Vorsteuerergebnis von €23 Millionen ab. Trotz der Währungsturbulenzen und der geopolitischen Spannungen lag das Betriebsergebnis in Höhe von €2.332 Millionen mit einem Rückgang von 2 Prozent nur geringfügig unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um €812 Millionen auf €23 Millionen war in erster Linie auf eine Reihe von Sondereffekten zurückzuführen: In Ungarn verursachte eine Gesetzesänderung einen Einmaleffekt, der den Konzern mit €251 Millionen belastete. Gleichzeitig waren in der Ukraine €533 Millionen an Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erforderlich, die damit insgesamt um €412 Millionen über dem Vorjahreswert lagen. Zudem wurden Firmenwerte von insgesamt €306 Millionen wertberichtigt; bei Konzerneinheiten in Russland und Polen waren hier geringere mittelfristige Ergebniserwartungen verantwortlich, in Albanien eine Änderung des Diskontierungsfaktors. Das Ergebnis nach Steuern fiel mit minus €463 Millionen negativ aus – nicht zuletzt wegen Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von €196 Millionen aufgrund einer geänderten Steuerplanung in der Konzernzentrale und in Asien. Nach Berücksichtigung des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile, das sich um €16 Millionen auf minus €30 Millionen verringerte, ergab sich ein Konzernergebnis von minus €493 Millionen.

Die Betriebserträge verzeichneten im Jahresvergleich einen Rückgang um 7 Prozent oder € 373 Millionen auf € 5.355 Millionen. Dabei verbesserte sich die Nettozinsspanne aufgrund geringerer Refinanzierungskosten in der Konzernzentrale um 13 Basispunkte auf 3,24 Prozent. Der Zinsüberschuss stieg um 2 Prozent oder € 60 Millionen auf € 3.789 Millionen. Der Provisionsüberschuss sank hingegen um 2 Prozent oder € 40 Millionen auf € 1.586 Millionen, in erster Linie bedingt durch die Währungsentwicklung. Das Handelsergebnis ging um € 351 Millionen auf minus € 30 Millionen zurück, hervorgerufen durch Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie wechselkursbedingte Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Ukraine und in Russland.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahresvergleich um 9 Prozent oder €316 Millionen auf € 3.024 Millionen. Positive Effekte ergaben sich hier aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen vor allem in der Tschechischen Republik und in Polen. In der Ukraine und in Russland kam es zu Rückgängen, die vorwiegend durch Währungsabwertungen verursacht wurden. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nahm weiterhin ab und verringerte sich im Jahresabstand um 2.671 auf 56.396. Die Zahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand um 159 auf 2.866.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Jahresvergleich um 49 Prozent oder €567 Millionen auf €1.716 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war die Situation in der Ukraine, die von der Abwertung der Hryvna und dem insgesamt schwierigen makroökonomischen Umfeld geprägt war und deshalb einen Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um €412 Millionen auf €533 Millionen bedingte. Darüber hinaus trug auch Asien zur Steigerung bei: Hier kam es aufgrund von Ausfällen einzelner Großkunden zu einer Erhöhung um €215 Millionen auf €291 Millionen. Dagegen war in den meisten anderen Märkten eine Verbesserung der Kreditrisikosituation zu verzeichnen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten drehte von minus € 257 Millionen im Vorjahr auf plus € 88 Millionen im Berichtsjahr. Dies lag im Wesentlichen an der Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten um €292 Millionen.

Die Bilanzsumme nahm im Jahresverlauf um 7 Prozent oder € 9.016 Millionen auf € 121.624 Millionen ab. Nahezu die Hälfte dieses Rückgangs (rund € 4,2 Milliarden) war auf Währungseffekte zurückzuführen, die sich vorwiegend aus der Abwertung der ukrainischen Hryvna und des russischen Rubels gegenüber dem Euro ergaben. Darüber hinaus war das reduzierte kurzfristige Interbankengeschäft für den Rückgang der Bilanzsumme verantwortlich.

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals der nicht beherrschenden Anteile verzeichnete einen Rückgang um €2.062 Millionen auf €8.302 Millionen. Kapitalmindernd wirkten hier die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von € 539 Millionen und das Gesamtergebnis von minus € 1.754 Millionen, das auf das negative Ergebnis nach Steuern von € 463 Millionen sowie Währungsabwertungen von €1.335 Millionen zurückzuführen war.

Infolge des negativen Ergebnisses der RBI AG wird für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende auf Aktien und Partizipationskapital ausgeschüttet werden.

in € Millionen 2014 2013 Veränderung
absolut
Veränderung in
%
Zinsüberschuss 3.789 3.729 60 1,6%
Provisionsüberschuss 1.586 1.626 - 40 - 2,5%
Handelsergebnis - 30 321 - 351
Übriges betriebliches Ergebnis 10 53 - 42 - 80,5%
Betriebserträge 5.355 5.729 - 373 - 6,5%
Personalaufwand - 1.450 - 1.632 182 - 11,2%
Sachaufwand - 1.193 - 1.277 84 - 6,6%
Abschreibungen - 381 - 431 50 - 11,6%
Verwaltungsaufwendungen - 3.024 - 3.340 316 - 9,5%
Betriebsergebnis 2.332 2.389 - 58 - 2,4%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 1.716 - 1.149 - 567 49,3%
Übrige Ergebnisse - 593 - 405 - 188 46,3%
Ergebnis vor Steuern 23 835 - 812 - 97,3%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 486 - 232 - 254 109,7%
Ergebnis nach Steuern - 463 603 - 1.066
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 30 - 46 16 - 35,0%
Konzernergebnis - 493 557 - 1.050

Posten der Erfolgsrechnung im Detail

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss erhöhte sich 2014 um 2 Prozent oder € 60 Millionen auf € 3.789 Millionen. Zurückzuführen war dies vorwiegend auf eine positive Entwicklung in Russland und in der Konzernzentrale. In Russland sorgte neben höheren Zinserträgen aus derivativen Finanzinstrumenten vor allem die erfolgreiche Positionierung im Retail- und Firmenkundengeschäft für einen Anstieg (plus €112 Millionen). In der Konzernzentrale kam es aufgrund geringerer Refinanzierungskosten primär bei verbrieften Verbindlichkeiten zu einem Zuwachs des Zinsüberschusses um €145 Millionen.

Neben dem positiven Beitrag aus Russland und der Konzernzentrale waren für einen höheren Zinsüberschuss auch Belarus (plus € 24 Millionen) durch eine gute Entwicklung des Kreditgeschäfts sowie die Slowakei (plus € 10 Millionen) durch Repricing-Maßnahmen im Einlagengeschäft verantwortlich. In Ungarn hingegen sorgten geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten, gesunkene Kreditvolumina sowie ein niedrigeres Marktzinsniveau für einen Rückgang der Zinserträge um

€ 43 Millionen. In Rumänien führten ebenfalls gesunkene Marktzinssätze sowie rückläufige Zinserträge aus Wertpapieren zu einem um €7 Millionen niedrigeren Zinsüberschuss. Die negative Entwicklung des Zinsüberschusses in der Ukraine (minus € 61 Millionen) war rein währungsbedingt, in lokaler Währung wurde der Zinsüberschuss um 20 Prozent gesteigert. In Polen reduzierte sich der Zinsüberschuss aufgrund der stark gesunkenen Marktzinssätze geringfügig um € 4 Millionen. In der Tschechischen Republik verzeichnete die RBI einen Rückgang des Zinsüberschusses um €4 Millionen, hervorgerufen durch niedrigere Margen im Retail- und Firmenkundengeschäft sowie durch Währungseffekte. In Slowenien sorgten vor allem gesunkene Kreditvolumina für einen um €6 Millionen niedrigeren Zinsüberschuss.

Die Nettozinsspanne des Konzerns erhöhte sich im Jahresabstand um 13 Basispunkte auf 3,24 Prozent. Verantwortlich dafür waren geringere Refinanzierungskosten in der Konzernzentrale

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Jahresvergleich vor allem währungsbedingt um 2 Prozent oder €40 Millionen auf €1.586 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft gab dabei vor allem aufgrund von Währungseffekten in Russland und geringerer Garantieprovisionen in Rumänien um 16 Prozent oder € 40 Millionen auf € 210 Millionen nach. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft sank – vorrangig in der Konzernzentrale – bedingt durch geringere Gebühren aus Kapitalmarkttransaktionen um 14 Prozent oder €21 Millionen auf € 127 Millionen. Währungsbedingt reduzierte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr um 3 Prozent oder € 20 Millionen auf € 712 Millionen; am stärksten in der Ukraine und in Russland, während die Slowakei, Ungarn und Kroatien Zuwächse erzielten. Dagegen erhöhte sich das Ergebnis aus dem Devisen-, Valutenund Edelmetallgeschäft vor allem volumen- und margenbedingt in Russland sowie in der Ukraine um 11 Prozent oder €38 Millionen auf €393 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis sank im Jahresvergleich um €351 Millionen auf minus € 30 Millionen, maßgeblich hervorgerufen durch einen Rückgang im währungsbezogenen Geschäft um € 313 Millionen auf minus €51 Millionen. Hauptgründe dafür waren Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten in Russland sowie wechselkursbedingte Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Ukraine. Die Konzernzentrale verzeichnete hingegen – ebenso wie Ungarn – Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft ging um €20 Millionen zurück, hervorgerufen durch Bewertungsverluste in Russland. Das Ergebnis aus dem sonstigen Geschäft reduzierte sich um € 43 Millionen auf minus €42 Millionen.

Übriges betriebliches Ergebnis

Das übrige betriebliche Ergebnis ging im Berichtsjahr um € 42 Millionen auf € 10 Millionen zurück. Insbesondere stiegen die Nettodotierungen für sonstige Rückstellungen um € 29 Millionen. Hier hatte einerseits die Auflösung einer Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Polen im

Vorjahr ein positives Ergebnis verursacht, andererseits schlugen im Berichtsjahr Dotierungen in Ungarn (für Rechtsfälle) sowie in Russland negativ zu Buche. Der sonstige Steueraufwand erhöhte sich aufgrund einer neu eingeführten Steuer auf Fremdwährungskäufe in der Ukraine sowie eines höheren Aufwands für die Finanztransaktionssteuer in Ungarn um € 16 Millionen. Dem standen Ergebnisverbesserungen aus dem Abgang von Sachanlagen (Gebäudeverkäufe) in Russland, der Ukraine und Albanien gegenüber. In Albanien war das Ergebnis in der Vorjahresperiode aufgrund der Schließung von Geschäftsstellen niedriger ausgefallen. Zusätzlich wirkte sich die Vereinnahmung

passiver Unterschiedsbeträge aus dem Kauf der Raiffeisen Bausparkasse in Kroatien mit € 5 Millionen positiv aus.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Konzerns sanken im Berichtszeitraum um 9 Prozent oder € 316 Millionen auf € 3.024 Millionen, zum überwiegenden Teil zurückzuführen auf die Währungsentwicklung des russischen Rubels und der ukrainischen Hryvna. Zusätzlich kam es in der Tschechischen Republik und in Polen aufgrund der laufenden Kostensenkungsprogramme sowie in der Tschechischen Republik wegen geringerer Abschreibungen zu niedrigeren Verwaltungsaufwendungen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 56,5 Prozent.

Personalaufwand

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 48 Prozent der Personalaufwand, der im Berichtsjahr allerdings um 11 Prozent oder € 182 Millionen auf €1.450 Millionen sank. In der Ukraine und der Tschechischen

Entwicklung der Cost/Income Ratio

Republik waren Kostensenkungsprogramme sowie Währungseffekte ausschlaggebend für einen starken Rückgang des Personalaufwands. Ebenso führten die laufenden Kostensenkungsprogramme in Polen und Ungarn zu einem Rückgang, während in Russland die deutliche Währungsabwertung aufwandsmindernd wirkte. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 2.671 Personen auf 56.396. Die größten Rückgänge verzeichneten hier die Ukraine (minus 1.117), Polen (minus 557) und Ungarn (minus 335).

Sachaufwand

Der Sachaufwand sank um 7 Prozent oder € 84 Millionen auf € 1.193 Millionen. In der Ukraine (minus € 26 Millionen) und Russland (minus € 16 Millionen) ist die Reduktion vorwiegend auf Währungseffekte zurückzuführen. Den größten Rückgang (minus €31 Millionen) verzeichnete Polen, vor allem bei Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie IT- und Werbeaufwendungen. In Rumänien (minus € 8 Millionen) reduzierten sich hauptsächlich die Raumaufwendungen, und in der Tschechischen Republik (minus €6 Millionen) sanken vor allem die Rechts- und Beratungsaufwendungen. In der Slowakei hingegen sorgten vorwiegend höhere Aufwendungen für die Einlagensicherung, höhere Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie IT- und Werbeaufwendungen für einen Anstieg um € 8 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Vergleich zum Jahresende 2013 um 159 auf 2.866. Die größten Rückgänge wurden hier in der Ukraine (minus 127), Polen (minus 19), Bulgarien (minus 12) und Albanien (minus 12) verzeichnet.

Aufwendungen für Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent oder €50 Millionen auf €381 Millionen. Dies ist vor allem auf gesunkene Abschreibungen für Software in der Konzernzentrale sowie eine in der Vorjahresperiode vorgenommene Wertminderung auf ein Softwareprojekt in der Tschechischen Republik (€ 57 Millionen) zurückzuführen. Zu einem Anstieg um € 13 Millionen kam es in der Ukraine aufgrund einer Wertminderung der Marke und des Kundenstocks in Höhe von € 30 Millionen und einer Wertminderung eines Gebäudes in Höhe von €4 Millionen, während die Veränderung der Nutzungsdauer zu niedrigeren Abschreibungen auf Sachanlagen führte. Auch in Rumänien kam es aufgrund der Wertminderung eines Grundstücks zu einem Anstieg (€ 8 Millionen).

Im Berichtszeitraum investierte der Konzern € 415 Millionen in Anlagevermögen. Davon flossen 36 Prozent (€ 150 Millionen) in eigene Sachanlagen. Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, die zum überwiegenden Teil Software-Projekte betrafen, entfielen 42 Prozent. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Jahresvergleich um 49 Prozent oder € 567 Millionen auf €1.716 Millionen. Hervorgerufen wurde dies durch eine Erhöhung der Nettodotierungen für Einzelwertberichtigungen um €614 Millionen auf € 1.829 Millionen. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergaben sich erneut Nettoauflösungen in Höhe von €45 Millionen (Rückgang um € 6 Millionen). Dem standen um € 54 Millionen höhere Erlöse aus dem Verkauf von wertberichtigten Krediten gegenüber, die sich sich im Berichtsjahr auf insgesamt € 68 Millionen beliefen. Davon entfielen €61 Millionen auf einen Verkauf notleidender Kredite in Polen.

In der Ukraine lagen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit €533 Millionen – überwiegend bedingt durch höhere Einzelwertberichtigungen – insgesamt um € 412 Millionen über dem Vorjahreswert. Hauptgründe dafür waren die Spannungen in der Ostukraine sowie die Währungsabwertung der Hryvna und die dadurch notwendigen Wertberichtigungen von besicherten US-Dollar-Krediten. Die Nettodotierungen im Segment Group Corporates verzeichneten einen Anstieg um €232 Millionen auf €490 Millionen, der vor allem durch einzelne Kredite an Großkunden in Asien verursacht wurde. Ein wachsendes Retail- und Firmenkunden-Portfolio sowie diverse Fälle im Firmenkundenbereich führten auch in Russland zu einem Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um €104 Millionen auf € 152 Millionen. Zu deutlichen Rückgängen kam es hingegen in Polen, Slowenien und Bulgarien. Der in Polen verzeichnete Rückgang um € 61 Millionen resultierte vor allem aus dem Verkauf von wertberichtigten Krediten. In Slowenien ergab sich ein um € 42 Millionen und in Bulgarien ein um € 39 Millionen geringerer Wertberichtigungsbedarf, nachdem die deutliche Erhöhung des Portfolios für notleidende Kredite und eine Aktualisierung der Sicherheitenbewertung im Vorjahr höhere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erforderlich gemacht hatten.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten stieg seit Jahresbeginn um € 181 Millionen auf €8.838 Millionen, währungsbereinigt ergab sich ein Zuwachs um € 959 Millionen. Dieser Anstieg entstand vor allem im Segment Group Corporates (plus € 629 Millionen) und in der Ukraine (plus €604 Millionen) und in Russland (plus €195 Millionen), während es in Ungarn und Bulgarien zu deutlichen Rückgängen (minus € 181 Millionen bzw. minus € 187 Millionen) kam. Gleichzeitig führten Währungseffekte – vor allem durch die Abwertung der ukrainischen Hryvna und des russischen Rubels – zu einem Rückgang um € 778 Millionen. Die NPL Ratio erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 0,6 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 5.955 Millionen gegenüber. Aus der Erhöhung des Wertberichtigungsniveaus bestehender notleidender Kredite resultierte eine verbesserte NPL Coverage Ratio von 67,4 Prozent nach 63,1 Prozent im Vorjahr.

Die Neubildungsquote – das Verhältnis der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu den durchschnittlichen Forderungen an Kunden – erhöhte sich um 0,73 Prozentpunkte auf 2,13 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten betrug € 88 Millionen gegenüber minus € 257 Millionen im Vorjahr. Dafür verantwortlich war das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten, in dem sich das um € 292 Millionen auf plus € 166 Millionen gestiegene Ergebnis aus Credit-Spread-Veränderungen für eigene Verbindlichkeiten positiv niederschlug. Das Bewertungsergebnis von zu Absicherungszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich um € 53 Millionen.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um € 5 Millionen auf € 62 Millionen. Dabei stiegen das Ergebnis aus der Bewertung von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands um € 31 Millionen auf €38 Millionen sowie jenes aus der Veräußerung von Wertpapieren um €33 Millionen auf € 52 Millionen. Diese Anstiege resultierten vor allem aus signifikanten, überwiegend währungsbedingten Bewertungs- und Veräußerungsgewinnen aus Anleihen in der Ukraine, die teilweise durch Bewertungs- und Veräußerungsverluste aus Anleihen – überwiegend Unternehmensanleihen – in Russland reduziert wurden.

Das Ergebnis aus Unternehmensanteilen verringerte sich von plus €29 Millionen im Vorjahr auf minus € 33 Millionen im Berichtsjahr. Ausschlaggebend dafür waren einerseits um € 46 Millionen geringere Erträge aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen, nachdem im Vorjahr Veräußerungsgewinne von €51 Millionen – überwiegend durch die Veräußerung von VISA- und Master-Card-Aktien in Russland und der Ukraine – erzielt worden waren. Andererseits erhöhte sich der Wertberichtigungsbedarf für Beteiligungen um €16 Millionen, die vorwiegend in der Konzernzentrale verbucht wurden.

Bankenabgaben, Sondereffekte und Firmenwerte

Der Aufwand für Bankenabgaben sank im Berichtsjahr um € 20 Millionen auf € 177 Millionen. Rückgänge ergaben sich dabei mit € 14 Millionen aufgrund einer Veränderung der Bemessungsgrundlage in Österreich und mit € 7 Millionen in der Slowakei.

Eine gesetzliche Änderung in Ungarn führte im Berichtsjahr zu einem Sondereffekt in Form einer Rückstellung von € 251 Millionen, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt wurde. Hintergrund war ein vom ungarischen Parlament erlassenes Gesetz zugunsten der Fremdwährungskreditnehmer. Gegenstand der neuen Regelung waren die Wechselkursspannen, die bei der Auszahlung und den Ratenzahlungen von Fremdwährungskrediten angewendet werden können, sowie einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten.

Zusätzlich ergaben sich Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 306 Millionen. Davon entfielen auf Russland € 148 Millionen, auf Polen € 101 Millionen und auf Albanien € 51 Millionen. In Russland war der Firmenwert aufgrund der Währungseffekte und der daraus resultierenden niedrigeren Ergebniserwartungen abzuschreiben. In Polen ergab sich eine Reduktion der Berechnung durch eine niedrigere mittelfristige Ergebniserwartung und eine Verringerung der ewigen Rente. In Albanien lag der Berechnung aufgrund gestiegener Eigenkapitalkosten ein erhöhter Diskontierungssatz zugrunde. Darüber hinaus verringerte sich die ewige Rente.

Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Im Berichtsjahr resultierte aus der Endkonsolidierung von 18 Tochterunternehmen ein Verlust von €10 Millionen, während es im Vorjahr aufgrund des Ausscheidens von sieben Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis zu einem Verlust von € 6 Millionen gekommen war. Von den 18 ausgeschiedenen Tochterunternehmen wurden elf Unternehmen aufgrund von Unwesentlichkeit, fünf Unternehmen durch Verkauf und jeweils ein Unternehmen wegen Stilllegung bzw. Liquidation endkonsolidiert. Die Gesellschaften waren überwiegend im Leasing-, Handels- und Finanzierungsgeschäft tätig. Aus dem Verkauf der Warenhandelsgruppe F.J. Elsner, Wien, resultierte ein Endkonsolidierungsverlust von €11 Millionen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen im Jahresvergleich um € 254 Millionen auf € 486 Millionen. Der latente Steueraufwand stieg dabei um € 214 Millionen auf € 183 Millionen. Darin enthalten war ein Sondereffekt, der sich auf Wertminderungen für aktive latente Steuern von € 196 Millionen bezog. In der Konzernzentrale waren € 161 Millionen abzuschreiben, da aus der aktualisierten mittelfristigen Steuerplanung keine Verwertbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge gegeben war. Auch in Asien wurden € 35 Millionen an aktiven latenten Steuern abgeschrieben, da aufgrund der geplanten Geschäftsreduktion zukünftig keine ausreichenden steuerlichen Gewinne zur Verfügung gestanden wären. Der laufende Steueraufwand stieg um €40 Millionen auf € 303 Millionen, vorwiegend bedingt durch höhere Steueraufwendungen in Polen und der Tschechischen Republik. In der Konzernzentrale ergab sich ein laufender Steueraufwand von € 3 Millionen, während im Vorjahr – vorwiegend dank einer Umlage in der Gruppenbesteuerung – noch ein Steuerertrag von €44 Millionen ausgewiesen worden war.

Ergebnis im Quartalsvergleich

in € Millionen Q4/2014 Q3/2014 Veränderung
absolut
Veränderung in
%
Zinsüberschuss 895 940 - 45 - 4,8%
Provisionsüberschuss 417 404 14 3,4%
Handelsergebnis - 68 30 - 98
Übriges betriebliches Ergebnis - 26 17 - 43
Betriebserträge 1.218 1.391 - 172 - 12,4%
Personalaufwand - 301 - 373 72 - 19,3%
Sachaufwand - 319 - 292 - 27 9,2%
Abschreibungen - 108 - 112 3 - 2,9%
Verwaltungsaufwendungen - 728 - 776 48 - 6,2%
Betriebsergebnis 490 614 - 124 - 20,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 633 - 515 - 118 22,9%
Übrige Ergebnisse - 336 - 115 - 221 193,1%
Ergebnis vor Steuern - 479 - 16 - 464 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 243 - 96 - 147 152,4%
Ergebnis nach Steuern - 722 - 112 - 610 >500,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 4 - 7 11
Konzernergebnis - 718 - 119 - 599 >500,0%

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum dritten Quartal 2014 sank der Zinsüberschuss im vierten Quartal 2014 um 5 Prozent oder €45 Millionen auf €895 Millionen. Verantwortlich für diese Entwicklung war ein währungsbedingter Rückgang des Zinsüberschusses in Russland, dem in lokaler Währung allerdings ein Anstieg um 10 Prozent gegenüberstand. Die Nettozinsspanne verringerte sich im Quartalsvergleich um 17 Basispunkte auf 3,06 Prozent. In Asien waren hier das reduzierte Kreditvolumen mit Firmenkunden und höhere Wertberichtigungen für einen Rückgang verantwortlich. In Zentraleuropa war die Nettozinsspanne durch das niedrige Zinsniveau belastet und fiel um 21 Basispunkte. In Russland lag der Rückgang durch währungsbedingt niedrigere Zinserträge bei 29 Basispunkten.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem dritten Quartal um € 14 Millionen auf € 417 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete hier mit €17 Millionen das Ergebnis aus dem Devisengeschäft, hervorgerufen durch höhere Umsätze in Russland. Um €5 Millionen wuchs auch das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds, jenes aus dem Wertpapiergeschäft verbesserte sich um € 4 Millionen, und das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen stieg um € 3 Millionen. Dagegen verringerten sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr um € 8 Millionen sowie jenes aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um €6 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorquartal um € 98 Millionen auf minus € 68 Millionen. Das währungsbezogene Geschäft nahm dabei vor allem in der Ukraine ab, wo angesichts der erheblichen Währungsabwertung Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen anfielen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft sank vorwiegend in Russland sowie in der Konzernzentrale, hervorgerufen durch Bewertungsverluste für Wertpapierpositionen sowie derivative Finanzinstrumente.

Übriges betriebliches Ergebnis

Das übrige betriebliche Ergebnis ging im vierten Quartal um € 43 Millionen auf minus € 26 Millionen zurück. Das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen verringerte sich hier vorwiegend in Ungarn und Polen um € 9 Millionen. Zusätzlich stiegen die Dotierungen für sonstige Rückstellungen speziell in Rumänien, der Slowakei und Ungarn um € 8 Millionen. Das sonstige betriebliche Ergebnis entwickelte sich aufgrund der Wertminderung eines zur Veräußerung bestimmten Gebäudes in Kroatien mit minus €9 Millionen ebenfalls rückläufig.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im vierten Quartal mit € 728 Millionen um € 48 Millionen unter dem Wert des Vorquartals. Während dabei der Personalaufwand auch wegen der Auflösung von Bonusrückstellungen um € 72 Millionen auf € 301 Millionen sank, erhöhte sich der Sachaufwand durch einen Anstieg des Werbe- und Repräsentationsaufwands sowie des Rechts- und Beratungsaufwands um € 27 Millionen auf € 319 Millionen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen lagen im vierten Quartal mit €108 Millionen ebenfalls um € 3 Millionen unter dem Wert des Vergleichsquartals.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen gegenüber dem dritten Quartal um 23 Prozent oder €118 Millionen auf €633 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren die Entwicklungen in der Ukraine mit Nettodotierungen von € 207 Millionen und in Ungarn mit € 87 Millionen. Insgesamt zeigten die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu Einzelwertberichtigungen einen Anstieg um € 276 Millionen, während bei den Portfolio-Wertberichtigungen Nettoauflösungen von € 94 Millionen verzeichnet wurden. Im vierten Quartal ergab die Veräußerung von notleidenden bzw. wertberichtigten Krediten in Polen im Nominale von € 294 Millionen ein positives Ergebnis von € 61 Millionen.

Übrige Ergebnisse

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten verringerte sich im vierten Quartal um 72 Prozent oder € 74 Millionen auf €28 Millionen. Verantwortlich dafür zeigte sich hauptsächlich das Bewertungsergebnis aus der Veränderung des Credit Spreads der eigenen Emissionen, das aufgrund von höheren Aufschlägen für nachrangige Anleihen im dritten Quartal bei € 95 Millionen lag, während es im vierten Quartal €47 Millionen betrug. Ebenso sank das Bewertungsergebnis von zu Absicherungszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten im Quartalsvergleich um € 25 Millionen.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich im vierten Quartal von zuvor plus €23 Millionen auf minus € 39 Millionen. Für diese Entwicklung waren höhere Wertberichtigungen auf Beteiligungen (vor allem in der Konzernzentrale), höhere Bewertungsverluste auf Wertpapiere des Fair-Value-Bestands (vor allem in Russland) sowie niedrigere Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands verantwortlich.

Bankenabgaben, Sondereffekte und Firmenwerte

Die Bankenabgaben erhöhten sich im vierten Quartal um 8 Prozent auf €40 Millionen. Ein Anstieg ergab sich dabei mit €11 Millionen in Ungarn, während die Bankenabgaben in der Slowakei um € 9 Millionen zurückgingen.

Eine gesetzliche Änderung in Ungarn führte im dritten Quartal zu einem Sondereffekt in Form einer Rückstellung von €204 Millionen nach € 67 Millionen im zweiten Quartal. Im vierten Quartal wurden davon € 20 Millionen aufgelöst.

Im vierten Quartal ergaben sich Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 306 Millionen. Davon entfielen auf Russland €148 Millionen, auf Polen € 101 Millionen und auf Albanien € 51 Millionen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg im Quartalsvergleich um € 147 Millionen auf €243 Millionen. Ausschlaggebend für diese nicht proportionale Veränderung waren vor allem Wertminderungen auf aktive latente Steuern in der Konzernzentrale und in Asien. Der überwiegende Teil davon betraf aktivierte steuerliche Verlustvorträge der Konzernzentrale (€ 152 Millionen).

Bilanz

Die Bilanzsumme des Konzerns ging im Jahresverlauf 2014 um 7 Prozent oder € 9,0 Milliarden auf € 121,6 Milliarden zurück. Dabei lagen die Währungsauswirkungen – vor allem hervorgerufen durch die Abwertung der ukrainischen Hryvna (minus 41 Prozent) und des russischen Rubels (minus 38 Prozent) bzw. gemildert durch den Wertzuwachs des US-Dollars (plus 14 Prozent) – bei minus €4,2 Milliarden.

Aktiva

Das Interbankengeschäft reduzierte sich seit Jahresbeginn um 30 Prozent oder €6,7 Milliarden auf €15,6 Milliarden. Das Geldmarktgeschäft ging überwiegend in der Konzernzentrale durch eine geänderte Liquiditätsveranlagung um €5,7 Milliarden zurück, davon betrug der Rückgang bei den Forderungen aus Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen €2,1 Milliarden. Die langfristigen Forderungen sowie die Forderungen aus dem Giro- und Clearinggeschäft verringerten sich jeweils um €0,5 Milliarden.

Die Forderungen an Kunden (vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen) sanken im Berichtsjahr überwiegend währungsbedingt um 3 Prozent oder € 2,7 Milliarden auf €77,9 Milliarden. Der größte Rückgang wurde bei Krediten an Privatpersonen (Rückgang um €1,4 Milliarden) vor allem währungsbedingt in Russland und der Ukraine sowie volumenbedingt in Polen verzeichnet. Die Forderungen an Großkunden reduzierten sich um € 0,7 Milliarden; während diese währungsbedingt vor allem in Russland und der Ukraine abnahmen, stiegen sie in Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik an.

Die Kreditrisikovorsorgen wuchsen seit Jahresbeginn um €0,5 Milliarden auf € 6,1 Milliarden. Davon entfielen € 6,0 Milliarden auf Forderungen an Kunden und € 0,1 Milliarden auf Forderungen an Kreditinstitute.

Die Position Wertpapiere erhöhte sich geringfügig um € 0,1 Milliarden auf € 17,9 Milliarden. Während der Bestand in der Konzernzentrale (vor allem durch Ankäufe hochliquider Staatsanleihen) um €1,1 Milliarden und in Polen um € 0,5 Milliarden stieg, nahm er überwiegend währungsbedingt in Russland (minus € 1,1 Milliarden) und Ungarn (minus € 0,5 Milliarden) ab. Der Anstieg um € 0,8 Milliarden in den übrigen Aktiva war vor allem auf einen Anstieg positiver Marktwerte derivativer Finanzinstrumente im Ausmaß von € 1,9 Milliarden zurückzuführen, während die Positionen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige Aktiva einen Rückgang um insgesamt €1,2 Milliarden verzeichneten.

Passiva

Das Refinanzierungsvolumen des Konzerns über Kreditinstitute (überwiegend Geschäftsbanken) reduzierte sich um 26 Prozent oder € 7,7 Milliarden auf € 22,4 Milliarden. Dabei ergab sich im Geldmarktgeschäft ein Rückgang um € 10 Milliarden, verursacht durch geringere kurzfristige Einlagen der RZB in der Konzernzentrale. Dagegen legten die Einlagen im Giro- und Clearinggeschäft um € 1,9 Milliarden und die langfristigen Einlagen um €0,4 Milliarden zu.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen trotz der Währungsabwertungen im Jahresvergleich nur leicht um € 0,3 Milliarden auf €66,1 Milliarden zurück. Dabei verringerten sich die Einlagen von Großkunden insgesamt um € 0,7 Milliarden: Während hier in Russland und der Ukraine Rückgänge verzeichnet wurden, ergaben sich in der Konzernzentrale und in Polen Zuwächse. Die Einlagen von Privatpersonen sanken um € 0,3 Milliarden, ebenfalls primär hervorgerufen durch die Währungsabwertungen in Russland und der Ukraine. In der Tschechischen Republik sowie in Rumänien erhöhte sich das Einlagengeschäft hingegen. Ein Plus von jeweils € 0,3 Milliarden verzeichneten die Einlagen des öffentlichen Sektors vor allem in der Konzernzentrale und in Ungarn sowie die Einlagen von Kleinbetrieben im Firmenkundengeschäft. Die Loan/Deposit Ratio (netto, d. h. nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen) betrug 106,7 Prozent (2013: 112,1 Prozent).

Die übrigen Passiva – ohne Nachrangkapital – erhöhten sich um € 1,0 Milliarden auf € 20,6 Milliarden. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren vor allem die negativen Marktwerte der Handels- und Bankbuch-Derivate (vorwiegend in der Konzernzentrale), die insgesamt um €2,1 Milliarden anstiegen. Die verbrieften Verbindlichkeiten sanken hingegen – hauptsächlich bedingt durch den geringeren Refinanzierungsbedarf – um € 0,9 Milliarden auf €10,6 Milliarden.

Eigenkapital

Bilanzielles Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzernergebnis und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, verringerte sich gegenüber dem Jahresultimo 2013 um 20 Prozent oder €2.062 Millionen auf €8.302 Millionen.

Die Anfang 2014 durchgeführte Kapitalerhöhung, in deren Rahmen 97.473.914 neue Aktien zum Emissionskurs von € 28,50 ausgegeben wurden, brachte dabei netto, d. h. nach Abzug der Emissionskosten, einen Kapitalzuwachs von € 2.725 Millionen. Umgekehrt verminderte die Rückführung des Partizipationskapitals das Eigenkapital um € 2.500 Millionen: Die RBI zahlte die gesamten € 1.750 Millionen des von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals am 6. Juni zurück. Das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital von € 750 Millionen wurde am 10. September zurückgezahlt.

Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der RBI (€ 298 Millionen) sowie an die Zeichner des Partizipationskapitals (€200 Millionen) verringerten das Konzern-Eigenkapital um € 498 Millionen.

Das auf den Eigenanteil entfallende Gesamtergebnis von minus €1.767 Millionen setzt sich aus dem Konzernergebnis von minus € 493 Millionen und dem sonstigen Ergebnis von minus €1.274 Millionen zusammen. Den größten Posten im sonstigen Ergebnis stellten die Währungsdifferenzen dar, die sich in der Berichtsperiode auf minus € 1.314 Millionen beliefen (2013: minus € 440 Millionen). Wesentlicher Treiber war hier die Abwertung des russischen Rubels (minus € 839 Millionen) und der ukrainischen Hryvna (minus € 371Millionen). Positiv wirkten sich hingegen mit € 34 Millionen die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus und mit €22 Millionen die Bewertungsänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte aus.

Das Kapital der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich um €10 Millionen auf €495 Millionen. Dies war zum einen auf das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von €30 Millionen sowie kleinere Kapitalbewegungen zurückzuführen. Zum anderen wurden im Berichtsjahr Dividenden in Höhe von € 41 Millionen an Minderheitsgesellschafter von Konzerneinheiten ausgeschüttet.

Eigenmittel gemäß CRR/BWG

Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie des BWG ermittelt. Am 1. Jänner 2014 erfolgte die Umstellung auf die Regelungen nach CRR/CRD IV (Basel III). Die Vorjahreswerte sind noch auf Basis der damals gültigen Regeln nach CRD III (Basel II) dargestellt. Im Berichtsjahr wurde der RBI

auf Basis von Artikel 11 der CRR die Auflage einer subkonsolidierten Beaufsichtigung erteilt, womit die RBI nicht nur als Einzelinstitut, sondern auch als Teilkonzern den Bestimmungen der CRR unterliegt. Bis dahin bildete die RBI – als Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe – keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des BWG und unterlag daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen.

Das harte Kernkapital vor Abzugsposten betrug zum Jahresende €7.902 Millionen, nach Abzugsposten erreichte das harte Kernkapital einen Wert von € 7.477 Millionen. Der Rückgang zum Vergleichswert 2013 betrug € 1.037 Millionen. Neben den Basel-III-Effekten war die Reduktion vor allem durch die oben beschriebenen negativen Währungsentwicklungen hervorgerufen, insbesondere die Abwertungen des russischen Rubels und der ukrainischen Hryvna. Beim eingezahlten Kapital brachte die Kapitalerhöhung Anfang 2014 einen Zuwachs, dagegen wirkte sich die Rückzahlung des Partizipationskapitals negativ auf die regulatorischen Eigenmittel aus. Per Saldo ergab sich so ein Zuwachs von rund €225 Millionen. Das Kernkapital fiel um € 1.478 Millionen auf € 7.477 Millionen. Hier waren neben den oben beschriebenen Effekten zudem die geänderten regulatorischen Bestimmungen relevant. Die ergänzenden Eigenmittel (Tier-2-Kapital) erreichten einen Wert von € 3.527 Millionen und lagen somit wegen höherer stiller Reserven um € 153 Millionen über dem Vergleichswert nach Basel II, zum Großteil hervorgerufen durch die erstmalige Anrechnung der Portfolio-Wertberichtigungen. Die gesamten Eigenmittel der RBI nach Basel III betrugen €11.003 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um € 1.682 Millionen im Vergleich zu dem nach Basel II berechneten Jahresendwert 2013.

Den Eigenmitteln stand ein Eigenmittelerfordernis von € 5.498 Millionen gegenüber. Der hier eingetretene Rückgang basiert im Wesentlichen auf Währungsabwertungen, einer Verringerung des Obligos sowie der Anpassung von Berechnungsparametern. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko belief sich auf € 4.564 Millionen, das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen betrug €254 Millionen, und das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko lag bei € 680 Millionen.

Die Überdeckungsquote betrug 100,2 Prozent nach 98,5 Prozent zum Jahresende 2013, zurückzuführen auf den Rückgang des Eigenmittelerfordernisses. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 10,9 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 16,0 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 10,0 Prozent. Die Eigenmittelquote (fully loaded) erreichte 15,2 Prozent.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Der Konzern beschäftigte sich auch im Berichtsjahr intensiv mit den laufenden bzw. bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Zu den wichtigsten Themen, für die bereits in der Vergangenheit Vorbereitungen getroffen worden waren, zählten hier die gesetzlichen Änderungen, die mit den EU-Richtlinien zu Basel III (CRD IV/CRR) einhergehen und mit Anfang des Geschäftsjahres in Kraft traten. Mit der Umstellung auf die neuen Basel-III-Regelungen stand auch 2014 die laufende Implementierung fortgeschrittener Berechnungsansätze unverändert im Fokus des Risikomanagements. Diese Aktivitäten umfassten die Implementierung des Internal-Ratings-Based-Ansatzes (IRB) im Retail- und Non-Retail-Bereich in den Tochterunternehmen in CEE, die Weiterentwicklung des internen Marktrisikomodells sowie die gruppenweite Weiterentwicklung des Standardansatzes beim operationellen Risiko.

Ein Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf den Neuerungen im Hinblick auf den Single-Supervisory-Mechanismus (SSM), insbesondere auf die damit einhergehenden Bilanzprüfungen (Comprehensive Assessment) durch die EZB, die den Asset Quality Review und einen europaweiten Stresstest mit sich brachten. Als Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe repräsentiert die RBI einen der Schwerpunkte für die aufsichtsrechtlichen Überprüfungen im Rahmen dieser Prozesse. Die von der EZB durchgeführten Prüfungen belasteten die Ressourcen des Konzerns aufgrund ihres Umfangs, ihrer Dauer und des intensiven Austauschs mit Behörden und Wirtschaftsprüfern massiv.

Im Oktober 2014 stellte die österreichische Finanzmarktaufsicht der RBI den Bescheid über die aufsichtsrechtliche Subkonsolidierung als Teilkonzern der RZB zu. Damit wird die RBI gemäß Art. 11 (5) CRR auf teilkonsolidierter Basis gesondert beaufsichtigt und gilt im Sinn des § 30 BWG (Bankwesengesetz) als übergeordnetes Kreditinstitut für den Teilkonzern. Damit einhergehend wurde dem Konzern eine Mindest-Eigenmittelquote von 13,76 Prozent vorgeschrieben, die ab dem Stichtag 30. November 2014 einzuhalten war.

Anfang November 2014 übernahm die EZB die Verantwortung für die Bankenaufsicht im Euro-Währungsgebiet. Der einheitliche Aufsichtsmechanismus SSM ist ein neues System der Bankenaufsicht, das sich aus der EZB und den jeweils national zuständigen Behörden der teilnehmenden Länder zusammensetzt. In erster Linie soll es einen Beitrag zur Sicherheit und Solidität der Kreditinstitute sowie zur Stabilität des europäischen Finanzsystems leisten und eine einheitliche Aufsicht sicherstellen. Als eine von 120 bedeutenden Bankengruppen, die gemessen an den Aktiva 82 Prozent des Bankensektors im Eurogebiet repräsentieren, unterliegt die RBI als subkonsolidierter Teilkonzern auch als Gruppe der direkten Aufsicht durch die EZB. Die RBI erwartet in diesem Zusammenhang neben deutlich gestiegenen Reporting-Anforderungen auch das verstärkte Auftreten von regulatorischen Themen mit strategischer Relevanz.

Anfang 2014 trat – zeitgleich mit Basel III – auch das neue österreichische Bankeninterventions- und -restrukturierungsgesetz in Kraft. Als Konsequenz daraus musste die RBI als wesentliches Mitglied des RZB-Konzerns im Juni 2014 einen Plan für den Fall einer Sanierung bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht einreichen. Die Pläne für eine potenzielle Abwicklung wurden Ende des Geschäftsjahres 2014 abgegeben.

Mit 1. Jänner 2015 trat in Österreich das Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) in Kraft. Zahlungen unter diesem Gesetz beziehen sich auf europäische Regelungen, die die EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (BRRD) ausführen, aber noch nicht verabschiedet sind (dies wird für 2015 erwartet), und die einen Mechanismus für Beitragszahlungen beginnend ab oder im Jahr 2015 vorsehen. Beginnend mit 2016 wird der österreichische Abwicklungsfinanzierungsmechanismus – so wie alle anderen Abwicklungsfinanzierungsmechanismen in der Eurozone – in einen einheitlichen Abwicklungsfonds (Single Resolution Fund) übertragen, der derzeit gerade für alle EU-Eurozonen-Mitglieder (für andere EU-Mitglieder auf freiwilliger Basis) eingerichtet wird. Der konkret damit verbundene Aufwand für die RBI kann noch nicht genau beziffert werden. Für 2015 erwartet die RBI in Österreich einen Aufwand von rund € 38 Millionen.

Die Einlagensicherungsrichtlinie wurde 2014 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und ist bis Juli 2015 in österreichisches Recht umzusetzen. Die Richtlinie sieht die Errichtung eines Einlagensicherungsfonds vor, der durch Beiträge von Kreditinstituten zu speisen ist. Das Zielvolumen beträgt 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen. Das Umsetzungsgesetz lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Weder die Struktur, noch der Zeitpunkt der erstmaligen Beitragsentrichtung durch die Kreditinstitute waren bekannt, daher konnte auch der konkrete Aufwand für die RBI in Österreich noch nicht genau beziffert werden.

Forschung und Entwicklung

Die RBI ist als Bank auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung im engeren Sinn prinzipiell nicht tätig.

Im Rahmen des Financial Engineering entwickelt sie jedoch für ihre Kunden maßgeschneiderte Lösungen im Zusammenhang mit Investitionen, Finanzierungen oder der Risikoabsicherung. Das Financial Engineering umfasst – neben strukturierten Investment-Produkten – insbesondere strukturierte Finanzierungen, also Finanzierungskonzepte, die über den Einsatz von Standardinstrumenten hinausgehen und etwa in der Akquisitions- oder Projektfinanzierung eingesetzt werden. Ebenso entwickelt die RBI für ihre Kunden individuelle Lösungen zur Absicherung der unterschiedlichsten Risiken, vom Zinsrisiko über das Währungsrisiko bis hin zum Rohstoffpreisrisiko. Neben dem Financial Engineering arbeitet die RBI im Cash Management aktiv an der Weiterentwicklung integrierter Produktlösungen für den internationalen Zahlungsverkehr.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Konzern- Rechnungslegungsprozess

Eine ausgewogene und vollständige Finanzberichterstattung ist für die RBI und ihre Organe ein wichtiges Ziel. Die Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorschriften ist dabei eine selbstverständliche Grundvoraussetzung. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den gesamten Rechnungslegungsprozess. Ziel dieses internen Kontrollsystems ist es, das Management dadurch zu unterstützen, dass es effektive und laufend verbesserte interne Kontrollen im Zusammenhang mit der Rechnungslegung gewährleistet. Das Kontrollsystem ist neben der Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften auch auf die Schaffung optimaler Bedingungen für spezifische Kontrollmaßnahmen ausgerichtet.

Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses sind die einschlägigen österreichischen Gesetze, allen voran das BWG und das österreichische Unternehmensgesetzbuch (UGB), in denen die Aufstellung eines konsolidierten Jahresabschlusses geregelt wird. Die Rechnungslegungsnorm für den Konzernabschluss bilden die International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden.

Kontrollumfeld

Für die RBI und die übergeordnete RZB besteht bereits seit Jahren ein internes Kontrollsystem mit einem Anweisungswesen in Form von Directives und Instructions für strategisch wichtige Themenbereiche als zentralem Element. Dies umfasst

  • die Kompetenzordnung für die Genehmigung von Konzern- und Unternehmensdirektiven sowie Abteilungs- und Bereichsanweisungen,
  • Prozessbeschreibungen für die Erstellung, Qualitätsüberprüfung, Genehmigung, Veröffentlichung, Implementierung und Überwachung von Direktiven und Anweisungen sowie
  • Regelungen für die Überarbeitung bzw. die Außerkraftsetzung von Direktiven und Anweisungen.

Für die Implementierung der Konzernanweisungen ist das Management der jeweiligen Konzerneinheiten verantwortlich. Die Überwachung der Einhaltung dieser Konzernregelungen erfolgt im Rahmen von Revisionsprüfungen durch die Konzern- und die lokale Revision.

Erstellt wird der Konzernabschluss in der Abteilung Group Financial Reporting, die im Bereich des Finanzvorstands angesiedelt ist. Die zugehörigen Verantwortlichkeiten sind im Rahmen einer eigenen Konzernfunktion konzernweit definiert.

Risikobeurteilung

Wesentliche Risiken in Bezug auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess werden durch den Vorstand evaluiert und überwacht. Komplexe Bilanzierungsgrundsätze können zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen, dasselbe gilt für uneinheitliche Grundsätze für die Bewertung, insbesondere für die im Konzern essenziellen Finanzinstrumente. Darüber hinaus birgt auch ein schwieriges Geschäftsumfeld das Risiko wesentlicher Fehler in der Berichterstattung. Für verschiedene Aktiv- und Passivposten, für die kein verlässlicher Marktwert ermittelbar ist, müssen im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses Schätzungen vorgenommen werden. Dies gilt speziell für das Kreditgeschäft, das Sozialkapital sowie die Werthaltigkeit von Wertpapieren, Beteiligungen und Firmenwerten.

Kontrollmaßnahmen

Die Erstellung der Einzelabschlüsse erfolgt dezentral in den jeweiligen Konzerneinheiten nach den Vorgaben der RZB. Die für das Rechnungswesen verantwortlichen Mitarbeiter und Geschäftsleiter der Konzerneinheiten sind für die vollständige Abbildung und korrekte Bewertung aller Transaktionen verantwortlich. Durch abweichende Berichtsstichtage und unterschiedliche lokale Rechnungslegungsstandards können die lokalen Einzelabschlüsse von den an die RBI gelieferten Werten abweichen. Es liegt in der

Verantwortung der jeweiligen lokalen Geschäftsführung, dass die vorgeschriebenen internen Kontrollmaßnahmen, z. B. Funktionstrennungen oder das Vier-Augen-Prinzip, umgesetzt werden.

Konzernkonsolidierung

Die Übermittlung der Abschlussdaten, die von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft oder prüferisch durchgesehen werden, erfolgt überwiegend durch Direkteingabe oder automatisierte Übertragung in das Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller jeweils bis Ende Jänner des Folgejahres. Das System ist in Bezug auf die IT-Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Berechtigungen geschützt.

Die von den Konzerneinheiten eingelangten Abschlussdaten werden in der Abteilung Group Financial Reporting durch den für die jeweilige Konzerneinheit verantwortlichen Key Account Manager zunächst auf Plausibilität überprüft. Kontrollaktivitäten auf Konzernebene umfassen die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der von den Konzerneinheiten vorgelegten Finanzabschlüsse. Dabei werden die vom Abschlussprüfer vorgelegten Berichte und die Ergebnisse der Abschlussbesprechungen mit Vertretern der Einzelgesellschaften berücksichtigt. In den Gesprächen werden sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte der Konzerneinheiten diskutiert.

Im Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller erfolgen dann die weiteren Konsolidierungsschritte. Diese umfassen u. a. die Kapitalkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Schuldenkonsolidierung. Abschließend werden allfällige Zwischengewinne durch Konzernbuchungen eliminiert. Die Erstellung der nach IFRS und BWG/UGB geforderten Anhangangaben bildet den Abschluss der Konsolidierung.

Zusätzlich zum Vorstand umfasst das allgemeine Kontrollumfeld auch die mittlere Managementebene (Abteilungsleiter). Sämtliche Kontrollmaßnahmen werden im laufenden Geschäftsprozess angewendet, um sicherzustellen, dass potenzielle Fehler oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vermieden bzw. entdeckt und korrigiert werden. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und zur Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen.

Der Konzernabschluss wird samt dem Lagebericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelt und darüber hinaus dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme vorgelegt. Er wird im Rahmen des Geschäftsberichts, auf der firmeneigenen Internetseite sowie im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht und zuletzt zum Firmenbuch eingereicht.

Information und Kommunikation

Grundlage für den Konzernabschluss sind standardisierte, konzernweit einheitliche Formulare. Die Bilanzierungs- und Bewertungsstandards sind dabei im RZB Group Accounts Manual definiert sowie erläutert und für die Erstellung der Abschlussdaten verbindlich. Die Anweisungen an die Konzerneinheiten betreffend Details zu Bewertungsmaßnahmen im Bereich des Kreditrisikos und ähnlicher Problemstellungen erfolgen im Rahmen von Konzerndirektiven. Änderungen in den Anweisungen und Standards werden den betroffenen Einheiten in regelmäßigen Schulungen kommuniziert.

Im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht werden die konsolidierten Ergebnisse in Form eines vollständigen Konzernabschlusses dargestellt. Dieser Konzernabschluss wird vom externen Konzern-Abschlussprüfer geprüft. Zusätzlich wird ein Konzern-Lagebericht erstellt, in dem eine verbale Erläuterung der Konzernergebnisse gemäß den gesetzlichen Vorgaben erfolgt.

Unterjährig wird monatlich auf konsolidierter Basis an das Konzern-Management berichtet. Die öffentlichen Zwischenberichte – sie entsprechen den Bestimmungen des IAS 34 – werden gemäß Börsegesetz quartalsweise erstellt. Zu veröffentlichende Konzernabschlüsse werden von leitenden Mitarbeitern und dem Finanzvorstand vor Weiterleitung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats einer abschließenden Würdigung unterzogen. Für das Management werden darüber hinaus Analysen zum Konzernabschluss zusammengestellt, ebenso erfolgen periodisch Vorschaurechnungen für den Konzern. Der vom Bereich Planning & Finance durchgeführte Budgetierungs- und Kapitalplanungsprozess schließt auch die Erstellung von Konzernbudgets auf Dreijahresbasis ein.

Überwachung

Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Vorstand sowie dem Controlling. Darüber hinaus sind die Abteilungsleiter für die Überwachung der jeweiligen Bereiche zuständig; so werden in regelmäßigen Abständen Kontrollen und Plausibilisierungen vorgenommen.

Zusätzlich ist die interne Revision in den Überwachungsprozess involviert. Die Revisionsfunktion wird dabei vom Bereich Audit (Group Audit) der RZB wahrgenommen. Für sämtliche Revisionsaktivitäten gelten die konzernweit verbindlichen revisionsspezifischen Regelwerke (Group Audit Standards), die auf den Mindeststandards für die interne Revision der Österreichischen Finanzmarktaufsicht sowie internationalen "Best Practices" basieren. Zusätzlich gelten die internen Regelungen des Bereichs Audit (insbesondere auch die Audit Charter).

Die Konzernrevision überprüft unabhängig und regelmäßig die Einhaltung der internen Vorschriften in den Konzerneinheiten der RZB. Der Leiter des Bereichs Audit berichtet direkt an die Vorstände der RZB AG und der RBI AG.

Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte

Die folgenden Angaben decken die Bestimmungen des § 243a Abs 1 UGB ab:

(1) Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2014 € 893.586.065,90 und ist in 292.979.038 auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stammaktien aufgeteilt. Davon sind zum Stichtag 31. Dezember 2014 604.517 Stück eigene Aktien, sodass sich zum Bilanzstichtag 292.374.521 Aktien im Umlauf befanden. Im Berichtsjahr wurde eine Kapitalerhöhung von 97.473.914 Aktien zum Ausgabepreis von € 28,50 durchgeführt. Das Grundkapital erhöhte sich dadurch um €297.295.437,70. Für detaillierte Angaben wird auf Erläuterung (34) Eigenkapital im Anhang verwiesen.

(2) Die Satzung enthält keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt.

(3) Die RZB AG hält über ihre 100-Prozent-Tochter Raiffeisen International Beteiligungs GmbH und andere Tochtergesellschaften indirekt rund 60,7 Prozent (2013: 78,5 Prozent) am Grundkapital an der Gesellschaft. Die restlichen Aktien der RBI AG befinden sich im Streubesitz. Dem Vorstand sind hier keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die zumindest 10 Prozent betragen.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, die direkt und indirekt mit insgesamt rund 82,4 Prozent an der RZB AG beteiligt ist. Der direkte Anteil beträgt rund 3,9 Prozent, der indirekte Anteil rund 78,5 Prozent. Dieser wird über die 100-Prozent-Tochter R-Landesbanken-Beteiligung GmbH gehalten.

(4) Laut Satzung der Gesellschaft wird der RZB AG das Recht auf Entsendung von bis zu einem Drittel der von der Hauptversammlung zu wählenden Mitglieder des Aufsichtsrats eingeräumt, solange sie eine Beteiligung am Grundkapital hält. Darüber hinaus bestehen keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern.

(5) Es besteht keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.

(6) Laut Satzung können Personen, die das 68. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Vorstands bestellt oder für eine weitere Funktionsperiode wiederbestellt werden. Für den Aufsichtsrat gilt, dass Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt oder für eine weitere Funktionsperiode wiedergewählt werden können. Mitglied des Aufsichtsrats kann ferner keine Person sein, die insgesamt bereits acht Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften innehat. Der Vorsitz im Aufsichtsrat einer börsenotierten Gesellschaft zählt dabei doppelt. Von dieser Beschränkung kann die Hauptversammlung durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen absehen, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Jede zur Wahl bestellte Person, die mehr Aufsichtsratsmandate oder -vorsitze in börsenotierten Gesellschaften innehat, hat dies der Hauptversammlung gegenüber offenzulegen. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (zum Entsendungsrecht der RZB AG siehe oben unter Punkt (4)). Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen fasst. In Fällen, in denen das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, erfolgt dies mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Aufgrund dieser Bestimmung können Aufsichtsratsmitglieder mit einfacher Mehrheit vorzeitig abberufen werden. Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen. Dieses Recht kann an Ausschüsse delegiert werden. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

(7) Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, bis längstens 25. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu €446.793.032,95 durch Ausgabe von bis zu 146.489.519 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i)

wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss). Die bisherige, teilweise ausgenützte Ermächtigung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 AktG (genehmigtes Kapital) wurde widerrufen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258.123,20 durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der gegenständlichen Beschlussfassung durch die Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000.000,- mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu €119.258.123,20 verbunden ist, auszugeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen. Bis dato wurden keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 4 und Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt € 1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegangenen 10 Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters gemäß § 65 (1b) AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung gilt für die Dauer von 5 Jahren ab dem Datum dieser Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Juni 2019. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage, beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre auch ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte ferner den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG, zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert der zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte dieses Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 9. Juni 2009 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2 Milliarden nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von €600 Millionen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International zur nunmehrigen RBI AG mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010 wurden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft hinfällig. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von €600 Millionen, das zur Gänze von der RZB AG gezeichnet worden war. Diese Ermächtigung ist am 8. Juni 2014 erloschen, ohne dass weitere Genussrechte ausgegeben wurden.

(8) Es bestehen folgende bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden:

  • Die RBI AG ist als Tochterunternehmen der RZB im Rahmen der gruppenweiten D&O-Versicherung der RZB mitversichert. Der Versicherungsschutz besteht bei einer Verschmelzung mit einem anderen Rechtsträger der RZB-Gruppe weiterhin. Im Fall einer Verschmelzung mit einem Rechtsträger außerhalb der RZB-Gruppe scheidet die RBI AG zum Zeitpunkt der Verschmelzung aus dem gruppenweiten Versicherungsschutz aus. In diesem Fall besteht Versicherungsschutz nur für vor der Verschmelzung begangene Pflichtverletzungen.
  • Das SIP der Gesellschaft sieht bei einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle Folgendes vor: "Kommt es während der Wartefrist (Vesting Period) zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle oder zu einer Fusion, ohne dass der Zusammenschluss ausschließlich Tochtergesellschaften betrifft, so verfallen alle bedingten Aktien zum Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien der RBI AG und der tatsächlichen Verfügungsmöglichkeit des Investors über die Anteile bzw. zum Zeitpunkt der Fusion ersatzlos. Für die verfallenen bedingten Aktien wird eine Entschädigungszahlung vorgenommen. Der ermittelte Entschädigungsbetrag wird mit der nächstmöglichen Gehaltsabrechnung ausbezahlt."
  • Ferner sieht ein von der RBI AG bezüglich einer Tochterbank mit einem Mitaktionär abgeschlossener Syndikatsvertrag vor, dass dieser bei einem Kontrollwechsel automatisch endet.
  • Die mit der RZB AG abgeschlossene Markenvereinbarung zur uneingeschränkten Verwendung des Namens und des Logos "Raiffeisen Bank International" für unbestimmte Zeit in allen Jurisdiktionen, in denen die Marke jetzt oder zukünftig registriert ist, sieht ein Kündigungsrecht bei einem Kontrollwechsel vor.
  • Refinanzierungsverträge der Gesellschaft und Verträge über Finanzierungen Dritter an Tochtergesellschaften, die von der Gesellschaft garantiert werden, sehen im Fall eines Kontrollwechsels vor, dass die Kreditgeber eine vorzeitige Rückzahlung der Finanzierungen verlangen können.

(9) Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Funding

Banken refinanzieren sich grundsätzlich über ihre Eigenmittel und Kundeneinlagen sowie über diverse Instrumente des Kapital- und Interbankenmarkts. Die Refinanzierungssituation auf den Kapitalmärkten entwickelte sich 2014 insgesamt sehr erfreulich. Zwar stellte die US-Notenbank im Jahresverlauf ihre Anleihenkäufe ein, das Kapitalmarktumfeld wurde dadurch aber kaum beeinflusst. Relevant für die Eurozone waren dabei insbesondere weitere Zinssenkungen (bis hin zu einem negativen Einlagenzinssatz für Geschäftsbanken) und zusätzliche Liquiditätszufuhr durch die Europäische Zentralbank (EZB), ausgelöst durch ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums und einen Inflationsrückgang im Jahresverlauf. Die Überschussliquidität im Geldmarkt blieb damit weiterhin erhalten, und Staatsanleiherenditen samt Risikoprämien gingen im Jahresverlauf auf den meisten Anleihenmärkten deutlich zurück.

Die Refinanzierung des Konzerns basiert auf zwei Säulen: zum einen auf Kundeneinlagen, die Ende 2014 € 66,1 Milliarden oder 64 Prozent der Refinanzierung ausmachten, und zum anderen auf dem Wholesale Funding, das mit € 37,1 Milliarden die verbleibenden 36 Prozent beisteuerte. Der hohe Anteil der Kundeneinlagen schafft eine stabile Refinanzierungsbasis und macht den Konzern weniger anfällig für Turbulenzen auf den Finanzmärkten.

2014 spielte die Diversifizierung der Finanzierungsquellen für die Konzerneinheiten weiterhin eine sehr wichtige Rolle.

Besonders hohe Bedeutung im Funding haben langfristige Finanzierungen aus Quellen, die weniger stark unter dem Einfluss von Veränderungen auf den internationalen Kapitalmärkten stehen. Dabei arbeitet der Konzern aktiv mit supranationalen Institutionen zusammen. Diese unterstützen die Banken in Osteuropa nicht nur mit bilateralen Krediten, sondern auch in der Entwicklung der lokalen Kapitalmärkte. Der Konzern kooperiert mit diesen Institutionen jedoch nicht nur bei Finanzierungen, sondern auch in anderen Bereichen, etwa bei Risk-Sharing-Programmen, die zu einer Optimierung der risikogewichteten Aktiva führen.

Zudem sind die Konzerneinheiten auch vermehrt in der Emission von lokalen Anleihen aktiv, insbesondere auch Emissionen in lokaler Währung. Damit wird nicht nur die Finanzierungsstruktur in lokaler Währung gefördert, sondern auch ein positiver Beitrag zur Entwicklung der lokalen Kapitalmärkte geleistet. Hervorzuheben sind dabei die unbesicherten Anleihen der russischen Tochterbank (RUB), der Raiffeisenbank Rumänien (RON), der Raiffeisen Polbank (PLN) sowie eine besicherte Anleiheemission der tschechischen Raiffeisenbank (EUR).

Für die mittel- bis langfristige Refinanzierung nutzte die RBI AG 2014 unter anderem ein Emissionsprogramm: das "EUR 25,000,000,000 Debt Issuance Programme", in dessen Rahmen Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Strukturen ausgegeben werden können. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Anleihen darf dabei € 25 Milliarden nicht überschreiten. Per Jahresultimo 2014 waren in Summe € 10 Milliarden an Anleihen in Anspruch genommen worden.

Auch im Jahr 2014 setzte die RBI ihren Funding-Plan überwiegend mit kleinvolumigen Privatplatzierungen zügig um.

Im Februar 2014 emittierte die RBI zur Stärkung ihrer Kapitalbasis eine nachrangige Anleihe im Volumen von € 500 Millionen mit einer Laufzeit von 11 Jahren, erstmaligem Kündigungsrecht nach 6 Jahren und einem Kupon von 4,5 Prozent. Der Renditeaufschlag bei dieser Emission entsprach 330 Basispunkten über Euro MidSwap.

Für die Mittelaufnahme mit kurzen Laufzeiten nutzte die RBI 2014 sowohl den Interbankenmarkt als auch ihr Emissionsprogramm für kurzfristige Emissionen (Commercial Papers), das "Euro-Commercial Paper and Certificate of Deposit Programme". Im Rahmen dieses Programms emittierte die RBI Commercial Papers in unterschiedlichen Währungen und refinanzierte sich damit auch außerhalb des reinen Interbankenmarkts.

Zur Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen arbeitet die RBI auch aktiv an der Erschließung besicherter Refinanzierungen, bei denen vorhandene Assets zur Generierung längerfristig verfügbarer Mittel genutzt werden.

Risikomanagement

Für Informationen zum Risikomanagement wird auf Punkt (44) Risiken von Finanzinstrumenten im Risikobericht des Konzernabschlusses verwiesen.

Human Resources

Der Bereich Human Resources (HR) steuert die personellen Ressourcen im Konzern, um Unternehmensinteressen und Bedürfnisse der Mitarbeiter aufeinander abzustimmen. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die RBI mit 54.730 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) um 3.171 Personen bzw. 5 Prozent weniger als Ende 2013. Der Großteil dieses Rückgangs ist auf die Entwicklung in der Ukraine zurückzuführen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter war mit 37 Jahren weiterhin relativ niedrig, der Frauenanteil lag bei 67 Prozent. Mit einer Akademikerquote von 72 Prozent wiesen die Mitarbeiter ein sehr hohes Qualifikationsniveau auf.

Talent Management und Führungskräfteentwicklung

Auch im Jahr 2014 wurde eine Vielzahl von Initiativen zur Optimierung des Talent Management in allen Konzerneinheiten fortgesetzt. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der Sicherstellung eines hohen Standards zur Identifikation von Talenten und einer Qualitätssteigerung der individuellen Entwicklungspläne. In Ergänzung zu den bestehenden funktionsübergreifenden

Entwicklungsprogrammen für Executives wurde im Bereich IT das konzernweite Programm "Go IT" gestartet, das IT-Führungskräfte in ihren Fach- und Führungskompetenzen maßgeschneidert stärken soll. Lokale Führungskräfteentwicklungsprogramme wurden weitergeführt, darunter etwa zeitlich befristete Rotationen (z. B. Filialleiter, die in die Zentrale wechseln, oder Führungskräfte aus zentralen Retail-Funktionen, die vorübergehend in einer Filiale tätig sind). Ein weiterer Schwerpunkt der Qualifizierungsinitiativen lag auf dem Thema Change Management, um insbesondere Manager dabei zu unterstützen, Reorganisationen erfolgreich umzusetzen.

Fachausbildung

Bei der fachlichen Weiterentwicklung lag 2014 besonderes Augenmerk darauf, die zeitlichen und budgetären Ressourcen möglichst punktgenau für strategische Ziele und Initiativen zu nutzen. Während das Angebot und die Zahl der Teilnehmer an Standard-Trainings leicht zurückgingen, wurde verstärkt in geschäftskritische Themenfelder investiert. Schwerpunkte bildeten z. B. Maßnahmen zur Steigerung des Vertriebserfolgs im gehobenen Privatkundengeschäft, Weiterbildungsini-

tiativen zu den Themen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, aber auch Trainings zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung nach der "Lean"-Methodik. Weiters wurde unter dem Titel "Branch Management Academy" eine konzernweite Trainingsinitiative für Filialleiter ins Leben gerufen, die sowohl die fachlichen als auch die persönlichen Kompetenzen für diese Schlüsselrolle des Vertriebs stärken soll.

Alternative Lernformen wie E-Learning, aber auch funktionsübergreifende und internationale Rotations- und Austauschprogramme wurden weiter ausgebaut. Besonders Mitarbeiter im Privat- und Firmenkundengeschäft nutzten die vielfältigen Möglichkeiten des Konzerns zum grenzübergreifenden Wissensaustausch und zur gezielten Weiterentwicklung von Talenten durch verschiedenste Trainee-Programme und Projektaufenthalte. Das "International Young Potentials"-Programm wurde 2014 mit neun Netzwerkbanken bereits zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt.

Entwicklungen im Kompensationsbereich

Da bei Banken als klassischen Dienstleistungsunternehmen der Personalaufwand einen hohen Teil der Verwaltungsaufwendungen ausmacht – bei der RBI waren dies im Jahr 2014 48 Prozent –, setzen Kostensenkungsprogramme naturgemäß auch bei den Gehältern und Nebenleistungen an. Der Personalaufwand sank in der Berichtsperiode im Jahresvergleich um 11 Prozent. Das negative Ergebnis der RBI hatte dabei eine deutliche Auswirkung auf die variable Kompensation für das Geschäftsjahr 2014. Entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen entfielen Bonuszusagen bzw. wurden sie für das Management, Mitarbeiter des "Identified Staff" und andere Mitarbeiter differenziert gekürzt.

Schwerpunkt Mitarbeiterbefragung

Sowohl in der Konzernzentrale als auch in den meisten Netzwerkbanken werden seit vielen Jahren regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Dabei bediente sich die RBI in der Vergangenheit mehrerer Befragungsunternehmen mit unterschiedlichen Befragungsmethoden. Um Daten konzernintern vergleichbar zu machen und Kosten zu reduzieren, wurde 2014 erstmals eine gruppenweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt.

Neben den beiden zentralen Faktoren Mitarbeiter-Engagement (Bereitschaft zum freiwilligen Mehreinsatz) und Mitarbeiter-Enablement (Vorhandensein eines erfolgsfördernden Umfelds) wurden zwölf weitere Dimensionen – z. B. Qualität und Kundenorientierung, Zusammenarbeit, strategische Ausrichtung, Leistungsorientierung und Training – erhoben.

Die Rücklaufquote betrug im Durchschnitt 81Prozent (insgesamt nahmen rund 29.000 Mitarbeiter teil). Im Durchschnitt der 22 teilnehmenden Konzerneinheiten wurden ein Engagement-Wert von 61 Prozent und ein Enablement-Wert von 64 Prozent erreicht.

Bei der Planung von Verbesserungsmaßnahmen wurde auf die direkte Einbindung der Mitarbeiter großer Wert gelegt. In den nächsten Monaten erfolgt die Umsetzung dieser – auf die Prioritäten der jeweiligen Einheiten abgestimmten – Maßnahmen.

Parallel dazu wurde eine Vielzahl von bewährten Initiativen, die nachweisbar positive Effekte auf das Engagement der Mitarbeiter haben, weitergeführt: So wurden Angebote zu Training und Mentoring ausgebaut, neue Karrierewege für eine Vielzahl von Funktionen definiert und die Teambuilding- sowie Work-Life-Balance-Programme intensiviert.

Weitere lokale Initiativen in den Netzwerkbanken

Auch 2014 bezogen sich viele HR-Maßnahmen auf die Senkung der Personalkosten. Freie Positionen wurden verstärkt intern nachbesetzt, externe Rekrutierungen erfolgten nur in Ausnahmefällen und für spezielle Expertenfunktionen.

In Anbetracht der besonders schwierigen geopolitischen Situation in der Ukraine, insbesondere in der Donbass-Region, hat das Management der Raiffeisen Bank Aval diverse Unterstützungsmaßnahmen für Mitarbeiter und deren Familien in den vom militärischen Konflikt betroffenen Regionen gesetzt. Im Rahmen des Hilfsprogramms "The Arm of Help to Donbas" wurde für über 75 Familien vorübergehend in anderen Regionen Unterkunft organisiert. Die Kosten dafür wurden von der Raiffeisen Bank Aval übernommen.

Ausblick

Konjunkturaussichten

Zentraleuropa

Die positiven Wachstumstendenzen der zweiten Jahreshälfte 2014 dürften sich 2015 und 2016 in der Region CE fortsetzen. Die Konjunkturwende scheint geschafft, und die 2015 anziehende Entwicklung in der Eurozone sollte den Export unterstützen. Zusätzlich wird eine weiterhin solide Entwicklung der heimischen Nachfrage erwartet, was die Tragfähigkeit der wirtschaftlichen Erholung weiter untermauern sollte. Nach einem BIP-Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2014 liegt die Prognose für CE in den kommenden Jahren bei 3,0 Prozent. Spitzenreiter in 2015 dürfte Polen werden, gefolgt von den CE-Ländern Ungarn, Slowakei und Tschechische Republik. Geldpolitisch bleiben die Zügel in CE angesichts von Inflationsraten auf Rekord-Tiefstständen wohl weiterhin locker. Mit restriktiven geldpolitischen Schritten ist frühestens 2016 zu rechnen.

Südosteuropa

Das BIP-Wachstum in der Region SEE sollte 2015 und 2016 weniger stark durch Sonderfaktoren (wie den Naturkatastrophen in Serbien oder Bosnien-Herzegovina im Jahr 2014) und noch ausstehende Konsolidierungserfordernisse (wie etwa in Kroatien) geprägt sein. Nach einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent im Jahr 2014 und 1,9 Prozent im Jahr 2015 sollte sich SEE 2016 wieder ihrem derzeitigen Potenzialwachstum um die 3 Prozent annähern. Vor allem Rumänien dürfte seinen soliden Wachstumskurs mit BIP-Zuwachsraten um die 3 Prozent fortsetzen, 2015 und in den kommenden Jahren flankiert durch eine eher akkommodierende Geldpolitik. Andere SEE-Länder sollten nach einer eher schwachen Entwicklung in den letzten Jahren 2015 und 2016 langsam zur positiven Entwicklung Rumäniens aufschließen können.

Russland

Der Wachstumsausblick für Russland wird einerseits dadurch getrübt, dass von Investitionen und Exporten nur geringe Impulse ausgehen werden, andererseits stellen die Folgen des Ukraine-Konflikts weiterhin deutliche Abwärtsrisiken dar. Nach der tiefen Rezession 2015 und einer zaghaften Erholung 2016 wird das russische Wirtschaftswachstum bei 0,5 Prozent weiterhin schwach gesehen. Ohne eine Umsetzung der im letzten Zyklus verpassten Reform- und Diversifikationspläne wird das Potenzialwachstum der russischen Volkswirtschaft kaum über 2 Prozent liegen. Sollte Russland länger von Wirtschaftssanktionen belegt sein, steigen die makrofinanziellen Risiken – trotz derzeit noch erheblicher Devisen- und Fiskalreserven – merklich an.

CEE Sonstige

Bei hohen politischen wie wirtschaftlichen Unsicherheiten wird die Ukraine 2015 und 2016 unter der Aufsicht des IWF schwierige Strukturreformen durchführen müssen, um bestehende wirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren und dringend notwendige Finanzierungen zu erhalten. Daher wird zumindest für 2015 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung erwartet, auch die wirtschaftlichen Erholungsaussichten bleiben vorerst unklar. Belarus wird – auch angesichts einer Stagnation bzw. Rezession 2015 – weiter auf finanzielle Unterstützung aus Russland angewiesen sein. Damit dürfte die makrofinanzielle Situation in den kommenden Jahren angespannt bleiben.

Eurozone

Im Lauf des Jahres 2015 wird für die Eurozone eine Wachstumsbeschleunigung erwartet, die sich 2016 fortsetzen sollte. Die Exportwirtschaft sollte dabei vom schwachen Euro und der robusten Konjunkturdynamik wichtiger Handelspartner (USA, Großbritannien) profitieren. Zudem schwindet der Gegenwind durch die Fiskalpolitik. Der niedrige Ölpreis sollte die Kaufkraft der Konsumenten stärken und dämpfend auf die Kosten der Unternehmen wirken. Die auf lange Zeit absehbar sehr expansive Geldpolitik der EZB sorgt für außerordentlich günstige Finanzierungsbedingungen, sodass sich der Rückstau bei Investitionen lösen sollte. Aufgrund des wohl zögerlichen Aufschwungs bei den Investitionen im privaten Sektor wird das Wachstum 2015 bei immer noch verhaltenen 1,2 Prozent gesehen. Die Schätzung für 2016 liegt bei 1,9 Prozent und läge damit sogar über dem Potenzialwachstum der Eurozone. Aufgrund des schwachen Lohndrucks sollte die EZB-Zielmarke für die Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent trotz anziehender Konjunkturdynamik bis 2016 nicht überschritten werden.

Österreich

Für 2015 und 2016 ist in Österreich nur von einer moderaten Zunahme der Konjunkturdynamik auszugehen, die hinter jener früherer Aufschwungphasen zurückbleiben wird. Maßgebliche Impulse werden hier von der Binnennachfrage erwartet. Der private Konsum dürfte dabei von der stabilen Beschäftigungssituation profitieren. Zudem ist ab der zweiten Jahreshälfte 2015 wieder mit einem Beschäftigungsaufbau zu rechnen und niedrige Energiepreise sollten die Kaufkraftentwicklung unterstützen. Die Belebung der Investitionstätigkeit dürfte hingegen nur mäßig ausfallen. Vor dem Hintergrund einer Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfeldes ist ein Anziehen der österreichischen Exporte zwar wahrscheinlich, dem dürfte aufgrund der unterstellten Zunahme der Inlandsnachfrage jedoch ein etwa ebenso dynamisches Importwachstum gegenüberstehen. Somit wird für 2015 ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent, gefolgt von 1,8 Prozent im Jahr 2016, erwartet.

Ausblick der RBI

Wir planen, bis Ende 2017 die risikogewichteten Aktiva (RWA gesamt) in ausgewählten Märkten um brutto rund €16 Milliarden zu reduzieren (RWA gesamt per 31. Dezember 2014: € 68,7 Milliarden). Wir beabsichtigen, den Abbau zum Teil durch Wachstum in anderen Geschäftsfeldern auszugleichen.

Nach Umsetzung der neuen strategischen Maßnahmen soll die Kostenbasis rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2014 liegen (bei konstanten Preisen und Wechselkursen; Verwaltungsaufwendungen 2014: €3.024 Millionen). Wir streben mittelfristig eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an.

Wir peilen mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an. Das Konzernergebnis für 2015 kann noch negativ ausfallen, da der Großteil der Restrukturierungskosten (gesamt rund € 550 Millionen) voraussichtlich noch 2015 gebucht werden wird.

Wir erwarten, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auch 2015 erhöht bleiben, wir rechnen jedoch mit einem Bedarf unter dem Vorjahresniveau (2014: € 1.716 Millionen).

Bis Ende 2017 streben wir eine CET1 Ratio (fully loaded) von 12 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 16 Prozent an.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Strategische Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalquoten

Die RBI beschloss im Februar 2015 eine Reihe von Maßnahmen, um den Kapital-Puffer zu erhöhen. Diese sollen zu einer Verbesserung der CET1 Ratio (fully loaded) auf 12 Prozent bis Ende 2017 führen. Ende 2014 lag dieser Wert bei 10 Prozent. Die geplanten Schritte werden insbesondere jene Geschäftsfelder innerhalb der RBI betreffen, die geringe Ergebnisse erwirtschaften, einen hohen Kapitalbedarf haben oder von untergeordneter strategischer Bedeutung sind.

Die Maßnahmen umfassen den Verkauf der Einheiten in Polen und Slowenien sowie der Direktbank Zuno. In Russland ist geplant, das Obligo mit einem Abbau der risikogewichteten Aktiva (RWA gesamt) um rund 20 Prozent bis Ende 2017 zu reduzieren (RWA gesamt per 31.12.2014: € 8,4 Milliarden). Ein Abbau des Obligos ist auch in der Ukraine, wo die RWA gesamt um rund 30 Prozent bis Ende 2017 reduziert werden sollen, vorgesehen (RWA gesamt per 31.12.2014: €3,0 Milliarden). In Ungarn ist eine weitere Optimierung geplant. Im Sinne der beabsichtigten Fokussierung der Gruppe auf CEE werden die Geschäftsaktivitäten in Asien bis Ende 2017 und in den USA bis Ende 2016 signifikant zurückgefahren oder aufgegeben.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird bis Ende 2017 in den ausgewählten Märkten zu einer Reduzierung der risikogewichteten Aktiva von brutto rund € 16 Milliarden führen (RWA gesamt per 31.12.2014: €68,7 Milliarden). Der Gesamtabbau wird sich zwischen Ende des dritten Quartals 2014 bis Ende 2017 auf brutto rund € 26 Milliarden belaufen.

Der Abbau wird zum Teil durch Wachstum in anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen.

Währungsabwertungen zu Jahresbeginn 2015

Zu Jahresbeginn 2015 kam es in der Ukraine aufgrund einer Änderung der Währungspolitik der ukrainischen Nationalbank zu einem Kursverfall. Bis Ende Februar verlor die ukrainische Hryvnia (UAH) 37 Prozent. Dies wird Auswirkungen auf die Qualität des Kreditportfolios der RBI haben. Auf die Kapitalposition der RBI hat diese Abwertung jedoch nur geringe Auswirkungen.

Belarus hat Anfang des Jahres 2015 den Belarus Rubel (BYR) um rund 20 Prozent abgewertet. Dies war eine Folge der Währungsturbulenzen in Russland Ende 2014. Belarus ist mit der russischen Wirtschaft eng verbunden. Das Kapital der Priorbank ist zum Teil mit einem ökonomischen Hedge abgesichert, weshalb die Auswirkung auf die Kapitalposition nur gering ist.

Die Aufwertung des Schweizer Franken (CHF) zum Euro nach Aufgabe der Mindestkursbindung durch die Schweizer Nationalbank kann negative Auswirkungen auf die in CHF denominierten Fremdwährungskredite der RBI haben. Die RBI hat einen Bestand von rund € 4 Milliarden an diesen Krediten, davon in Polen rund €2,8 Milliarden. Insgesamt werden die kurzfristigen Auswirkungen auf die RBI gering eingeschätzt.

Bilanz Jahresabschluss

AKTIVA 31.12.2014 31.12.2013
in € in € Tausend
1. Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken 567.766.830,64 710.464
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere, die zur Refinanzierung bei der
2. Zentralnotenbank zugelassen sind 4.697.146.781,80 2.479.069
3. Forderungen an Kreditinstitute 15.221.343.468,50 23.746.588
a) täglich fällig 865.451.975,33 1.826.436
b) sonstige Forderungen 14.355.891.493,17 21.920.152
4. Forderungen an Kunden 24.180.894.460,07 25.303.233
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.699.542.258,10 2.944.531
a) von öffentlichen Emittenten 42.625.059,84 80.136
b) von anderen Emittenten 1.570.628.592,74 2.864.395
darunter: eigene Schuldverschreibungen 86.288.605,52 147.104
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 135.022.854,61 103.078
7. Beteiligungen 20.389.145,31 19.623
darunter: an Kreditinstituten 0,00 0
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.124.737.989,47 8.898.174
darunter: an Kreditinstituten 1.395.364.113,19 2.429.081
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 39.480.998,13 45.232
10. Sachanlagen 6.723.606,68 7.456
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt
werden 0,00 0
11. Eigene Aktien oder Anteile 5.458.674,00 10.050
davon Nennwert 1.699.749,75 1.700
12. Sonstige Vermögensgegenstände 5.882.261.501,81 4.643.125
13. Rechnungsabgrenzungsposten 105.999.695,91 73.939
Summe der Aktiva 60.686.768.265,03 68.984.562
PASSIVA 31.12.2014 31.12.2013
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in €
21.240.494.250,31
in € Tausend
29.642.192
a) täglich fällig 5.576.934.053,57 4.079.150
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 15.663.560.196,74 25.563.042
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 15.275.157.375,30 14.294.749
a) Spareinlagen 0,00 0
b) sonstige Verbindlichkeiten 15.275.157.375,30 14.294.749
aa) täglich fällig 5.397.011.196,81 5.662.362
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist1 9.878.146.178,49 8.632.387
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 7.763.364.395,04 9.933.478
a) begebene Schuldverschreibungen 5.830.694.857,99 9.098.996
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten1 1.932.669.537,05 834.482
4. Sonstige Verbindlichkeiten1 6.018.511.772,60 4.293.707
5. Rechnungsabgrenzungsposten 192.510.775,58 203.595
6. Rückstellungen 241.159.957,05 247.108
a) Rückstellung für Abfertigungen 48.487.248,09 39.448
b) Rückstellung für Pensionen 32.072.725,66 24.045
c) Steuerrückstellungen 5.771.619,22 7.124
d) sonstige 154.828.364,08 176.491
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 1 3.760.200.797,67 3.350.665
8. Partizipationskapital 0,00 2.500.000
9. Gezeichnetes Kapital 893.586.065,90 596.291
10. Kapitalrücklagen 4.430.854.928,79 1.949.971
a) gebundene 4.333.303.215,41 1.852.592
b) nicht gebundene 97.066.398,80 97.066
c) Optionsrücklage 485.314,58 312
11. Gewinnrücklagen 1.289.094.080,83 1.289.094
a) gesetzliche Rücklage 5.500.000,00 5.500
b) andere Rücklagen 1.283.594.080,83 1.283.594
darunter: Rücklagen für eigene Anteile 5.458.674,00 10.050
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 383.015.000,00 383.015
13. Bilanzverlust/Gewinn -801.181.134,04 300.697
Summe der Passiva 60.686.768.265,03 68.984.562

1 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der Änderung der Anlage 2 zu Artikel 1 § 43, Teil 1 BWG (Details siehe Anhang Abschnitt Ergänzungskapital nach CRR).

Gewinn- und Verlustrechnung

2014 2013
in € in € Tausend
1. Zinsen und ähnliche Erträge 1.359.975.912,87 1.436.408
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 116.308.056,60 125.972
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -780.013.308,73 -938.520
I. NETTOZINSERTRAG 579.962.604,14 497.887
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 395.166.094,69 773.560
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.306.568,02 1.139
b) Erträge aus Beteiligungen 356.838,20 346
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 393.502.688,47 772.075
4. Provisionserträge 232.485.811,27 238.171
5. Provisionsaufwendungen -37.765.303,00 -33.578
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 29.392.070,15 27.952
7. Sonstige betriebliche Erträge 188.574.449,22 116.820
II. BETRIEBSERTRÄGE 1.387.815.726,47 1.620.812
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -268.557.581,59 -271.845
darunter: aa) Löhne und Gehälter -197.192.805,63 -213.614
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -41.880.521,56 -41.209
cc) sonstiger Sozialaufwand -6.537.401,78 -6.989
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -5.195.478,28 -5.255
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung -4.001.496,21 2.987
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen -13.749.878,13 -7.765
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -316.315.516,58 -269.861
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände -13.649.585,84 -23.194
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -90.905.658,00 -38.169
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -689.428.342,01 -603.069
IV. BETRIEBSERGEBNIS 698.387.384,46 1.017.743
11./12. Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und bestimmten
Wertpapieren
-505.896.552,21 -307.851
Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie
13./14. Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen -869.767.812,88 -100.594
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT -677.276.980,63 609.298
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -9.425.233,94 32.735
16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen -116.905.745,45 -104.787
VI. JAHRESFEHLBETRAG/ÜBERSCHUSS -803.607.960,02 537.246
17. Rücklagenbewegung 0,00 -37.609
darunter: Dotierung der Haftrücklage 0,00 0
VII. JAHRESVERLUST/GEWINN VOR AUSSCHÜTTUNG AUF DAS PARTIZIPATIONSKAPITAL -803.607.960,02 499.637
18. Ausschüttung auf Partizipationskapital 0,00 -200.000
VIII. JAHRESVERLUST/GEWINN NACH AUSSCHÜTTUNG AUF DAS PARTIZIPATIONSKAPITAL -803.607.960,02 299.637
19. Gewinnvortrag 2.426.825,98 1.060
IX. BILANZVERLUST/GEWINN -801.181.134,04 300.697

Posten unter der Bilanz

AKTIVA 31.12.2014
in €
31.12.2013
in € Tausend
1. Auslandsaktiva 33.838.887.009,17 40.886.567
PASSIVA 31.12.2014
in €
31.12.2013
in € Tausend
1. Eventualverbindlichkeiten 8.558.367.775,21 9.530.998
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten 8.558.367.775,21 9.530.998
2. Kreditrisiken 13.456.222.538,78 11.124.532
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 313.194.989,12 287.235
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 1 9.632.958.759,48
darunter: Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung
(EU) Nr. 575/2013 3.603.802.419,22
5. Eigenmittelanforderungen gemäß Art 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 1 36.894.443.383,04
darunter: Eigenmittelanforderungen gemäß Art 92 Abs 1 lit a bis c der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013
a) hievon Eigenmittelanforderungen gemäß Art 92 lit a) 16,15%
b) hievon Eigenmittelanforderungen gemäß Art 92 lit b) 16,15%
c) hievon Eigenmittelanforderungen gemäß Art 92 lit c) 25,92%
6. Auslandspassiva 18.902.049.701,70 20.556.015

1 Details sowie Vorjahreswerte in der damals geltenden Fassung des BWG siehe Anhang Abschnitt Eigenmittel nach CRR.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anhang

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde vom Vorstand unter Beachtung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) und der Sondervorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt. Durch die Novellierung des Bankwesengesetzes zur Entsprechung der EU-Regelungen CRR/CRD IV kam es zu einer teilweisen Änderung des Bilanzgliederungsschemas. Diese wurden von der Bank im vorliegenden Jahresabschluss umgesetzt. Dabei wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wird der Grundsatz der Bilanzkontinuität eingehalten.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wird unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes Rechnung getragen.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes werden bei börsenotierten Produkten die Börsekurse herangezogen. Sind solche Kurse nicht vorhanden, werden bei originären Finanzinstrumenten und Termingeschäften Preise auf Basis von Barwertberechnungen und bei Optionen anhand von geeigneten Optionspreismodellen ermittelt. Der Barwertberechnung wird eine Zinskurve zugrunde gelegt, die sich aus Geldmarkt-, Futures- und Swapsätzen zusammensetzt und keine Bonitätsaufschläge beinhaltet. Als Optionsformeln werden jene nach Black-Scholes 1972, Black 1976 und Garman-Kohlhagen verwendet, sowie weitere marktübliche Modelle zur Bewertung von strukturierten Optionen.

Für die Offenlegung gemäß § 431 ff VO (EU) Nr. 575/2013 hat die RBI AG als Medium das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Homepage der RBI AG (www.rbinternational.com) dargestellt.

Fremdwährungsbeträge

Auf ausländische Währung lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zum EZB-Referenzkurs per 31.12.2014 umgerechnet.

Finanzinstrumente im Bankbuch

Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere (Investmentbestand) werden wie Anlagevermögen bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird zeitanteilig über die Restlaufzeit abgeschrieben bzw. vereinnahmt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens, die zum Börsenhandel zugelassen sind, werden seit dem Vorjahr nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Davor wurden diese mit ihren Marktwerten bilanziert. Diese Methodenänderung führte im Vorjahr zu einem Abschreibungsbedarf in Höhe von EUR 10,2 Millionen.

Derivate auf Zinssätze (Zinsswaps, Zinsoptionen und Zinstermingeschäfte) und auf Wechselkurse (Cross Currency Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden nach der "accrued-interest"-Methode bilanziert, wobei Zinsbeträge periodengerecht abgegrenzt berücksichtigt werden.

Bei Designation von Derivaten im Rahmen von effektiven Mikro-Sicherungsbeziehungen erfolgt eine kompensatorische Bewertung von Grundgeschäft und Sicherungsderivat.

Die RBI AG verwendet Interest Rate Swaps um das Zinsänderungsrisiko aus bilanziellen Vermögensgegenständen (Anleihen und Kredite) sowie Verbindlichkeiten (Eigene Emissionen, Schuldscheindarlehen und Depotgeschäfte) abzusichern, indem durch Tausch von fixen gegen variablen Zahlungsströme das Zinsrisiko minimiert wird.

Diese Derivate werden als Bewertungseinheit geführt, daher wird deren Marktwert nicht im Jahresabschluss erfasst, da aus den Grundgeschäften gegenläufige erfolgswirksame Zahlungsströme gegenüberstehen.

Die Sicherungsbeziehungen werden auf Basis von Micro Fair Value Hedges gem. IAS 39 festgelegt, und gemäß den geltenden Vorschriften dokumentiert. Die Hedge Beziehung wird bei Designation durch einen prospektiven Effektivitätstest mittels Shifts der Zinskurve um 100 Basispunkte auf ihre Effektivität überprüft.

Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt monatlich auf Basis einer Regressionsanalyse wobei ein Hedge als effektiv gilt, wenn die Marktwertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft in der Bandbreite von 80-125% liegt.

Es werden auch Derivate im Bankbuch geführt, die nicht den Kriterien eines Handelsbuches entsprechen und nicht Teil einer Mikrohedgebeziehung sind. Es stehen dabei nicht kurzfristige Kursgewinne im Vordergrund, sondern es sollen durch eine Positionierung entsprechend der mittel- bis langfristigen Marktmeinung Erträge sowie Zinsrisiken gesteuert werden.

Diese Derivate werden in definierten Portfolios geführt um eine dokumentierte Zuordnung zu funktionalen Einheiten zu gewährleisten. Innerhalb dieser funktionalen Einheiten findet eine saldierte imparitätische Bewertung statt. Ein negativer Saldo pro funktionaler Einheit wird im Rahmen einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt, während ein positiver Saldo unberücksichtigt bleibt.

Derivate des Bankbuches, die nicht in funktionalen Einheiten zusammengefasst sind, werden imparitätisch bewertet. Im Falle von negativen Marktwerten erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten 11./12. "Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Forderungen und bestimmten Wertpapieren".

Kreditderivate (Credit Default Swaps) schlagen sich wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder: Die vereinnahmten bzw. bezahlten Margen (inkl. Abgrenzung) werden unter Provisionen ausgewiesen; die Bewertungsergebnisse werden imparitätisch erfolgswirksam dargestellt.

Finanzinstrumente im Handelsbuch

Die Wertpapiere des Handelsbestandes werden "mark to market" bewertet. Ebenso werden alle derivativen Geschäfte im Handelsbuch zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die kapitalgarantierten Produkte (Garantiefonds und Zukunftsvorsorge) werden als verkaufte Put-Optionen auf den jeweiligen zu garantierenden Fonds dargestellt. Die Bewertung basiert auf einer Monte Carlo Simulation und entspricht den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen.

Derivative Finanzinstrumente

Bewertungsanpassungen für das Kontrahentenausfallsrisiko (Credit Value Adjustment - CVA) und Anpassungen für das eigene Kreditrisiko (Debit Value Adjustment-DVA) kommen für OTC Derivate zur Anwendung, um erwartete Verluste im Kreditgeschäft abzudecken.

Die CVA Bewertungsanpassung besteht einerseits aus der Ermittlung des in der Zukunft zu erwarteten positiven Risikobetrags (expected positiv exposures) und andererseits aus der Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten. Die DVA Bewertungsanpassung wird durch den erwarteten negativen Risikobetrag (expected negative exposure) und durch die Kreditqualität der RBI bestimmt.

Um den zu erwarteten positive Risikobetrag zu ermitteln wird unter Berücksichtigung aller verfügbarer Risikofaktoren (z.B.: Währung -und Zinskurven) eine große Anzahl von Szenarien für zukünftige Zeitpunkte simuliert. Die OTC Derivate werden unter Berücksichtigung dieser Szenarien an den jeweiligen zukünftigen Zeitpunkten zu Marktwerten bewertet und auf Kontrahentenebene aggregiert um abschließend für alle Zeitpunkte den positiven Risikobetrag zu bestimmen.

Erstmalig werden ab dem 31. Dezember 2014 auch Kontrahenten mit CSA Verträgen (Credit Support Annex - CSA) in der Berechnung berücksichtigt. Bei diesen errechnen sich die zu erwarteten Risikobeträge nicht direkt aus den simulierten Marktwerten, sondern aus einer zukünftigen erwarteten Änderung der Marktwerte über einer "Margin Period of Risk" von 10 Tagen.

Als weitere Komponente für die CVA Bewertungsanpassung muss für jeden Kontrahenten eine Ausfallswahrscheinlichkeit ermittelt werden. Die RBI leitet sofern direkte CDS Quotierungen (Credit Default Swap – CDS) zur Verfügung stehen, für den jeweiligen Kontrahenten die marktbasierte Ausfallswahrscheinlichkeit und implizit die Verlustquote (Loss-given-default - LGD) ab. Die Ausfallswahrscheinlichkeit von nicht aktiv am Markt gehandelten Kontrahenten wird durch Zuordnung des internen Ratings eines Kontrahenten an eine Sektor und Ratingspezifischen CDS Kurve bestimmt.

Die DVA Bewertungsanpassung wird durch den erwarteten Risikobetrag (expected negative exposure) und durch die Kreditqualität der RBI bestimmt und stellt die Wertanpassung in Bezug auf die eigene Ausfallswahrscheinlichkeit dar. Die Berechnung erfolgt von der Methodik her analog zum CVA, anstelle des erwarteten positiven Marktwerts wird der erwartete negative Marktwert verwendet. Aus den simulierten zukünftigen aggregierten Kontrahenten Markwerten werden anstatt der positiven Risikobeträge, negative Risikobeträge bestimmt, die die zu erwartende Schuld, die wir gegenüber dem Kontrahenten an den jeweiligen zukünftigen Zeitpunkten haben, darstellen.

Zur Bestimmung der eigenen Ausfallswahrscheinlichkeit werden ebenfalls vom Markt implizierte Werte verwendet. Sofern direkte CDS Quotierungen zur Verfügung stehen, werden diese herangezogen. Falls keine CDS Quotierung vorliegt, wird die eigene Ausfallswahrscheinlichkeit durch Zuordnung des eigenen Ratings an eine Sektor und Ratingspezifischen CDS Kurve bestimmt.

Forderungen

Forderungen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Risiken im Ausleihungsbereich

Bei der Bewertung des Kreditportfolios werden für alle erkennbaren Risiken angemessene Wertberichtigungen bzw. für Haftungskredite Rückstellungen gebildet, wobei der Grundsatz der Vorsicht Beachtung findet. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung (Wertberichtigung auf Grundlage von Portfolios) auf Basis der jeweiligen Durchschnitte der historischen Ausfallsraten der vergangenen 5 Jahre je Ratingkategorie gebildet. Die einzelnen Jahre wurden linear gewichtet.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht anhaltende Verluste bzw. ein verringertes Eigenkapital eine Abwertung auf das anteilige Eigenkapital, auf den Ertragswert oder auf den Börsenkurs erforderlich machen.

Bei Vorliegen von Währungskurssicherungsgeschäften für Beteiligungen in Form von Bewertungseinheiten erfolgt die Anwendung des Einzelbewertungsgrundsatzes auf Ebene der Bewertungseinheit.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung wird linear (pro rata temporis) vorgenommen. Bei dauerhafter Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Nutzungsdauer Jahre Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 50 Software 4 bis 10

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zu Grunde gelegt (Angaben in Jahren):

Büromaschinen 5 bis 8 Hardware 3 Büroeinrichtung 10 Betriebsvorrichtung 5 bis 10 Fahrzeuge 5 Mietrechte 10

Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Firmenwert 5

Eigene Aktien oder Anteile

Die Bewertung von Eigenen Aktien erfolgt zum strengen Niederstwertprinzip. Dazu zählen die dem Share Incentive Program (SIP) an wesentliche Leistungsträger der Gesellschaft (Vorstand und leitende Angestellte) und Vorstandsmitglieder von verbundenen Bank-Tochterunternehmen gewidmeten eigenen Aktien. Die dem SIP gewidmeten eigenen Aktien für Mitarbeiter der RBI AG werden über die Restlaufzeit des jeweiligen Programms (Laufzeit von fünf Jahren) linear abgeschrieben und erforderlichenfalls auf den niedrigeren Börsekurs abgewertet. Für die Tranche 2013 wird über die Laufzeit von fünf Jahren eine Optionsrücklage gebildet.

Zur Bindung der wesentlichen Leistungsträger an die Gesellschaft und um Betriebstreue zu belohnen, hat der Vorstand der RBI AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates ein Share Incentive Program (SIP) beschlossen. Auf Grundlage von im Wesentlichen gleich gestalteten Vereinbarungen ist eine performanceabhängige Zuteilung von Aktien der Gesellschaft an den Kreis des Top-Managements nach jeweils fünf Jahren Anwartschaft vorgesehen.

Das Share Incentive Program besteht gegenüber dem Vorstand der RBI AG sowie Vorstandsmitgliedern von verbundenen Bank-Tochterunternehmen sowie ausgewählten Führungskräften der RBI AG. Das Top-Management muss eine Eigeninvestition leisten und Aktien der RBI AG selbst kaufen, um in den Genuss des Programms zu kommen. Die so erworbenen Aktien müssen während einer Behaltefrist von fünf Jahren im Besitz der einzelnen Manager verbleiben.

Die Zuteilung von Aktien erfolgt entsprechend der Erfüllung zweier gleich gewichteter Leistungsindikatoren. Ein Parameter ist die Performance der RBI AG im Vergleich zum ROE-Ziel (Eigenkapitalrendite-Ziel), berechnet als Durchschnittswert für den Zeitraum der Anwartschaft. Der zweite Parameter ist die Bewertung des Gesamtertrages (Total Shareholder Return) der RBI-Aktie im Vergleich zu allen im Index Dow Jones Euro Stoxx Banks geführten Banken.

Emissionskosten

Begebungs- und Führungsprovisionen, Agio bzw. Disagio für begebene Schuldverschreibungen werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt. Sonstige Emissionskosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 – Employee Benefits – nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit - Method") ermittelt.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen wird für aktive Dienstnehmer ein Rechnungszinssatz von 2,0 Prozent (31.12.2013: 3,5 Prozent) p. a. sowie eine pensionswirksame Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent (31.12.2013: 3,0 Prozent) zugrunde gelegt. Die Parameter für Pensionisten sind mit einem Kapitalisierungszins von 2,0 Prozent (31.12.2013: 3,5 Prozent) p. a. und einer erwarteten Pensionserhöhung von 2,0 Prozent (31.12.2013: 2,0 Prozent) p. a. angesetzt. Die Berechnungen basieren auf einem kalkulatorischen Pensionsalter von 60 Jahren für Frauen bzw. 65 Jahren für Männer unter Beachtung der gesetzlichen Übergangsbestimmungen sowie einzelvertraglicher Besonderheiten.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen wird ebenso ein Rechnungszinssatz von 2,0 Prozent (31.12.2013: 3,5 Prozent) p. a., eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent (31.12.2013: 3,0 Prozent) p. a. angesetzt.

Als Rechnungsgrundlagen werden für alle Sozialkapitalrückstellungen die "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

In den Sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Bonifikationen für 'identified staff' (gem. European Banking Authority CP 42, 46) enthalten. Die RBI AG erfüllt die Verpflichtung gem. Anlage zu § 39b BWG wie folgt: 60 % des jährlichen Bonus werden zu 50 % in bar (upfront payment) und zu 50 % im Wege eines Phantom Aktien Plans um ein Jahr verzögert (retention period) ausbezahlt. 40 % des jährlichen Bonus werden über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren (deferral) zurückgestellt und ebenfalls

zu je 50% in bar und im Wege des Phantom Aktien Planes ausbezahlt. Die Umrechnung der Phantom Aktien erfolgt bei Zuteilung und Auszahlung jeweils zum Durchschnittskurs des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Verbindlichkeiten

Diese werden mit dem Nennwert bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Nullkuponanleihen werden hingegen mit den anteiligen Jahreswerten angesetzt.

Unternehmen

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ist beim Handelsgericht Wien im Firmenbuch unter FN 122.119m registriert. Die Firmenanschrift lautet Am Stadtpark 9, 1030 Wien. Der Jahresabschluss wird gemäß den österreichischen Veröffentlichungsregelungen beim Firmenbuchgericht hinterlegt und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht.

Die RBI ist eine Universalbank mit Fokus auf Firmen- und Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie ausschließlich auf Firmenkunden in Österreich. In CEE verfügt die RBI über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen mit insgesamt 2.866 Geschäftsstellen. In Österreich konzentriert sich die RBI auf die Top-1.000-Firmenkunden und ist eine der bedeutendsten Corporate-Finance- sowie Export- und Handelsfinanzierungsbanken des Landes. Weitere Tätigkeitsbereiche sind das Cash- und das Asset Management sowie das Treasury und das Investment Banking. Als hochspezialisierter Financial Engineer ist die RBI in Österreich auf die Betreuung in- und ausländischer Großkunden, multinationaler Unternehmen und Finanzdienstleister ausgerichtet. In den Weltfinanzzentren und in Asien ist sie mit Filialen, Tochterunternehmen und Repräsentanzen selektiv im Geschäft mit Firmenkunden und Finanzinstitutionen tätig.

Die RBI AG besitzt Zweigniederlassungen in Asien (Peking, Hongkong, Xiamen, Singapur, Labuan) sowie in London und Frankfurt.

Die Gesellschaft steht mit der Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien (oberstes Mutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und gehört deren Vollkonsolidierungskreis an. Deren Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft hinterlegt. Weiters wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, einbezogen.

Da Aktien der Gesellschaft an einem geregelten Markt im Sinne des § 2 Z 37 BWG gehandelt werden, hat die RBI AG zudem gemäß § 245 Abs. 5 UGB einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards aufzustellen.

Leistungsbeziehungen zwischen RZB und RBI AG

Es bestehen wechselseitige Leistungsbeziehungen zwischen RZB und RBI AG, welche über Service Level Agreements (SLA) abgebildet werden. Auf der Grundlage eines Framework Agreements und eines SLA Templates, welche die zugrunde liegenden Rechte und Pflichten der Vertragspartner sowie die Verrechnungsmodalitäten regeln, bestehen diverse SLA's auf Fachbereichsebene zwischen RZB und RBI AG. Diese werden einem jährlichen Review Prozess auf der Grundlage der tatsächlich erbrachten Leistungen unterzogen.

Zum Stichtag gab es 24 SLA's, in denen von der RBI AG bereitgestellte Leistungen geregelt werden. Als wichtigste können folgende angeführt werden:

  • Information Technologie
  • Accounting & Reporting
  • Legal & Compliance
  • Group Communications

Im Gegenzug stellt wiederum die RZB Leistungen zur Verfügung, welche Konzernvorgaben - wie z.B. Instrumente zur Konzernsteuerung - darstellen. Diese sind ebenso in 6 SLA's geregelt und betreffen im Wesentlichen RZB Group Corporate Responsibility sowie Group Organization & Internal Control System.

Leistungsbeziehungen zwischen RBI AG und anderen Unternehmen

Es bestehen insbesondere auf dem Gebiet der IT Leistungsbeziehungen zwischen der RBI AG und anderen Unternehmen. Entsprechende SLA's liegen vor.

Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

Darstellung der Fristigkeiten

Die Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich folgendermaßen dar:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute
bis 3 Monate 6.873,2 13.069,9
von 3 Monaten bis 1 Jahr 2.358,0 3.261,7
von 1 Jahr bis 5 Jahre 3.037,8 4.249,0
über 5 Jahre 2.086,9 1.339,6
Forderungen an Kunden
bis 3 Monate 7.136,2 6.798,1
von 3 Monaten bis 1 Jahr 4.641,0 4.726,7
von 1 Jahr bis 5 Jahre 9.716,7 10.786,5
über 5 Jahre 1.674,1 1.958,9

Die Gliederung der nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich folgendermaßen dar:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bis 3 Monate 6.680,1 15.986,4
von 3 Monaten bis 1 Jahr 2.064,1 2.469,2
von 1 Jahr bis 5 Jahre 5.184,4 5.408,6
über 5 Jahre 1.735,0 1.698,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
bis 3 Monate 4.923,9 4.117,6
von 3 Monaten bis 1 Jahr 2.698,6 1.799,3
von 1 Jahr bis 5 Jahre 812,2 884,6
über 5 Jahre 1.443,5 1.786,2

An Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im nächsten Geschäftsjahr € 273,0 Millionen (31.12.2013: € 1.096,0 Millionen) fällig.

An begebenen Schuldverschreibungen werden im nächsten Geschäftsjahr € 2.416,2 Millionen (31.12.2013: € 2.691,9 Millionen) fällig.

Derivative Finanzinstrumente

Sicherungsbeziehungen

Per 31.12.2014 sind Fair Value Hedges mit Absicherungszeiträumen bis zum Jahr 2053 vorhanden.

Auf Basis von Clean Preisen betragen die positiven Marktwerte der Sicherungsderivate zum Stichtag € 812,4 Millionen (2013: € 530,7 Millionen), die negativen Marktwerte der Derivate betragen per 31.12.2014 € 98,6 Millionen (2013: € 101,6 Millionen).

Zinssteuerungsderivate

Für die im Rahmen funktionaler Einheiten geführten Derivate besteht zum 31.12.2014 eine Drohverlustrückstellung in Höhe von € 40,6 Millionen (31.12.2013: € 34,1 Millionen). Im Geschäftsjahr 2014 resultierten in diesem Zusammenhang Dotierungen in Höhe von € 30,3 Millionen und Auflösungen in Höhe von € 23,8 Millionen aus der Verändung der Marktwerte der funktionalen Einheiten.

Die auf Portfolien basierte Steuerung der funktionalen Einheiten wurde gemäß der angewandten Steuerungsstrategie des Zinsrisikos für die darin enthaltenen Währungen zusammengefasst und ergibt für die positiven und negativen beizulegenden Werte folgendes Bild:

in € Tausend 31.12.2014 31.12.2013 Bewertungseffekt
Positive Werte Negative Werte Positive Werte Negative Werte 31.12.2014
CHF 84 -67 188 0 -171
CZK 116 -383 0 -665 398
EUR 86.883 -40.059 41.277 -33.342 38.889
GBP 0 0 122 0 -122
HUF 1 0 15 0 -14
JPY 3 0 0 0 3
PLN 2 0 64 0 -62
RUB 136 0 0 0 136
USD 3.432 -118 3.821 -49 -458
SUMMEN 90.657 -40.627 45.487 -34.056 38.599

Der wesentlichste Einflussfaktor auf das Bewertungsergebnis bestand in einer Volumensausweitung bei den in Euro denominierten Interest Rate Swaps.

Wertpapiere

Nachstehende Aufgliederung zeigt die in den Aktivposten enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere nach börsenotierten und nicht börsenotierten Wertpapieren (Beträge inkl. Zinsenabgrenzung):

Wertpapiere
in € Millionen
börsenotiert
31.12.2014
nicht börsenotiert
31.12.2014
börsenotiert
31.12.2013
nicht börsenotiert
31.12.2013
Schuldverschreibungen
und
andere
festverzinsliche
Wertpapiere 1.696,9 2,6 2.994,5 0,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 44,4 0,0 82,7 20,4

Aufgliederung der in den Aktivposten enthaltenen zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere nach der Bewertung als Anlagevermögen oder als Umlaufvermögen (einschließlich Handelsbestand):

Wertpapiere
in € Millionen
Anlagevermögen
31.12.2014
Umlaufvermögen
31.12.2014
Anlagevermögen
31.12.2013
Umlaufvermögen
31.12.2013
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 684,2 1.015,3 824,7 2.119,8
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,0 44,5 20,3 82,7

Die RBI AG hat im Berichtsjahr Wertpapiere aus dem Anlagevermögen in Höhe von € 720,0 Millionen Nominale (einschließlich Tilgungen) verkauft. Es wurde dabei ein Nettogewinn in Höhe von € 3,1 Millionen realisiert:

Bilanzposition Nominale
in € Millionen
Nettogewinn
in € Millionen
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank
zugelassen sind 28,6 0,3
Forderungen an Kreditinstitute 0,0 0,1
Forderungen an Kunden 131,8 0,3
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 559,6 2,4
Gesamtsumme 720,0 3,1

Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag bei Wertpapieren (ohne Nullkuponanleihen) des Investmentbestandes (Bankbuch):

Der Unterschiedsbetrag zwischen den fortgeschriebenen Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen setzt sich aus € 70,1 Millionen (31.12.2013: € 24,9 Millionen), die zukünftig als Aufwand verbucht werden, und € 17,8 Millionen (31.12.2013: € 3,7 Millionen), die zukünftig als Ertrag einfließen werden, zusammen.

Bei zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Anschaffungswert und dem höheren beizulegenden Zeitwert € 13,6 Millionen (31.12.2013: € 13,7 Millionen), wobei € 7,5 Millionen (31.12.2013: € 6,0 Millionen) auf stille Reserven und € 6,1 Millionen (31.12.2013: € 7,7 Millionen) auf Bewertungsgewinne entfallen.

Im Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" sind eigene Schuldverschreibungen, die nicht zum Börsehandel zugelassen sind, in Höhe von € 13,0 Millionen (31.12.2013: € 8,6 Millionen) enthalten.

In den Bilanzposten "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" sind Forderungen in Höhe von € 19,5 Millionen (31.12.2013: € 44,2 Millionen) wechselmäßig verbrieft.

Wertpapiere im Ausmaß von € 50,2 Millionen (31.12.2013: € 0,5 Millionen) sind zum Bilanzstichtag Gegenstand echter Pensionsgeschäfte, wobei die RBI AG Pensionsgeber ist und die Wertpapiere weiterhin in der Bilanz ausgewiesen werden.

Das Volumen des von der RBI AG geführten Handelsbuches beträgt gemäß Art 103 CRR € 171.678,6 Millionen (31.12.2013: € 162.990,7 Millionen), wobei € 1.936,9 Millionen (31.12.2013: € 2.000,1 Millionen) auf Wertpapiere und € 169.741,6 Millionen (31.12.2013: € 160.990,6 Millionen) auf sonstige Finanzinstrumente entfallen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Beteiligungsspiegel ist als gesonderte Aufstellung des Anhangs (Anlage 3) dargestellt. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen sowie keine Ergebnisabführungsverträge per 31.12.2014.

Zur Absicherung des Währungsrisikos aus dem in lokaler Währung geführten Eigenkapital der

  • Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau
  • Ukrainian Processing Center JSC, Kiew
  • VAT Raiffeisen Bank Aval, Kiew

wurden in der Vergangenheit von der RI Kurssicherungsgeschäfte mit der RZB abgeschlossen.

Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen 6.856,7 12.251,4
an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 380,1 308,2
Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen 4.388,0 4.414,7
an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 145,3 223,4
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
von verbundenen Unternehmen 21,5 4,2
von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1,2 0,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.995,3 13.162,6
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 4.114,4 4.316,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.493,7 794,9
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 174,4 500,5

Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist als gesonderte Aufstellung des Anhangs (Anlage 1) dargestellt.

Die RBI AG war 2014 nicht als Leasinggeber im Leasinggeschäft direkt engagiert.

Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das folgende Geschäftsjahr € 30,4 Millionen (31.12.2013: € 30,0 Millionen). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die folgenden fünf Jahre beläuft sich auf € 162,5 Millionen (31.12.2013: € 160,5 Millionen).

Im Berichtsjahr hat es aus dem Abgang von Sachanlagen Buchwertverluste in Höhe von € 0,3 Millionen (31.12.2013: € 0,0 Millionen) gegeben.

Im Bilanzposten "Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" sind € 0,7 Millionen (31.12.2013: € 1,3 Millionen) an immateriellen Anlagegütern enthalten, die von verbundenen Unternehmen erworben wurden. Im Vorjahr waren in diesem Bilanzposten weiters € 5,7 Millionen an Firmenwert enthalten, welcher im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit der RI entstanden ist. Im Berichtsjahr wurde der Firmenwert zur Gänze abgeschrieben. Die Abschreibung wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Eigene Aktien oder Anteile

Der Posten "Eigene Aktien oder Anteile" in Höhe von € 5,5 Millionen (31.12.2013: € 10,1 Millionen) enthält 557.295 (31.12.2013: 557.295) Stück eigene Aktien (das sind 0,19% bzw. € 1.700 Tausend des gesamten Grundkapitals), wobei sämtliche (31.12.2013: 557.295) Stück dem Share Incentive Program (SIP) gewidmet sind.

Jene dem SIP für RBI-Mitarbeiter gewidmeten eigenen Aktien der Tranchen 2011 und 2012 werden verteilt über die Laufzeit der Programme linear abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum 31.12.2014 auf € 5.882,3 Millionen (31.12.2013: € 4.643,1 Millionen). In diesem Posten sind Forderungen aus Treasurygeschäften (positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbuches sowie Zinsabgrenzungen aus Derivaten des Bankbuches – Details siehe Anlage 2) in Höhe von € 5.311,8 Millionen (31.12.2013: € 3.617,8 Millionen) enthalten. Weiters sind in diesem Posten noch Dividendenforderungen in Höhe von € 288,6 Millionen (31.12.2013: € 732,3 Millionen) sowie Forderungen für gemünzte und ungemünzte Edelmetalle in Höhe von € 52,9 Millionen (31.12.2013: € 57,7 Millionen) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge in Höhe von € 552,1 Millionen (2013: € 1.014,2 Millionen), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2014 auf € 6.018,5 Millionen (31.12.2013: € 4.148,6 Millionen). In diesem Posten werden Verbindlichkeiten aus Treasurygeschäften (überwiegend negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten des Handelsbuches sowie Zinsabgrenzungen aus Derivaten des Bankbuches – Details siehe Anlage 2) in Höhe von € 5.389,2 Millionen (31.12.2013: € 3.428,8 Millionen) sowie Verbindlichkeiten aus Shortpositionen Anleihen in Höhe von € 32,5 Millionen (31.12.2013: € 49,6 Millionen) ausgewiesen. Die Höhe der Bewertung der Kapitalgarantien für Fonds beläuft sich auf € 151,0 Millionen (31.12.2013: € 103,6 Millionen). Weiters sind noch Zinsabgrenzungen für Ergänzungskapital in Höhe von € 191,2 Millionen (31.12.2013: € 149,2 Millionen) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von € 432,3 Millionen (2013: € 87,4 Millionen), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von € 241,6 Millionen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um € 5,5 Millionen.

Die Rückstellungen betreffen mit € 48,5 Millionen (31.12.2013: € 39,4 Millionen) Rückstellungen für Abfertigungen, mit € 32,1 Millionen (31.12.2013 € 24,0 Millionen) Rückstellungen für Pensionen, mit € 5,8 Millionen (31.12.2013: € 7,1 Millionen) Steuerrückstellungen und mit € 154,8 Millionen (31.12.2013: € 176,5 Millionen) sonstige Rückstellungen. Für Pensionsrückstellungen in Höhe von € 16,9 Millionen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Diesen gegenüber stehende Ansprüche in gleicher Höhe sind unter den sonstigen Aktiva bilanziert.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von € 5,8 Millionen betreffen mit € 3,2 Millionen (31.12.2013: € 3,2 Millionen) Rückstellungen für Körperschaftsteuer, mit € 1,1 Millionen (31.12.2013: € 1,1 Millionen) Rückstellungen für Umsatzsteuer und mit € 1,4 Millionen (31.12.2013: € 2,3 Millionen) Rückstellungen für Ertragsteuer in den Filialen Singapur und Labuan.

Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen resultierte im Wesentlichen aus der Reduktion der Rückstellung für Bonifikationen.

Werte der sonstigen Rückstellungen in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Rückstellung für Bonifikationen und Prämien 29,3 51,6
Rückstellung für Drohverluste aus Zinssteuerungsderivaten 40,6 34,1
Rückstellung für Beteiligungen und verbundene Unternehmen 0,0 10,9
Rückstellung für Prozessrisken 23,2 21,2
Rückstellung für Prüfungskosten 1,3 1,5
Rückstellung für Jubiläumsgelder 10,6 9,0
Rückstellung für unverbrauchte Urlaube 13,7 13,3
Rückstellung für Garantiekredite 22,7 28,2
Rückstellung für Aufsichtsrats-Tantiemen 0,7 0,7
Rückstellung für so.Aufwendungen/ausstehende Rechnungen 11,8 3,2
Rückstellung für operationelles Risiko/Schadensfälle/sonstiges 0,9 2,8
Gesamt 154,8 176,5

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2014 betrug das Grundkapital der RBI AG gemäß Satzung € 893.586 Tausend. Das Grundkapital besteht aus 292.979.038 nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien). Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das von Dritten gezeichnete Kapital € 891.684 Tausend. Im Jänner 2014 erfolgte eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital durch Ausgabe von 97.473.914 Stück neuer Aktien. Diese wurde in zwei Tranchen am 22. Jänner und 10. Februar unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts durchgeführt. Aus dem Emissionserlös in Höhe von € 2.778 Millionen resultierte ein Agio, das unter den gebundenn Kapitalrücklagen ausgewiesen wird. Die Emissionskosten wurden zur Gänze im Sachaufwand, die Gesellschaftssteuer im Steueraufwand erfasst.

Partizipationskapital

Im Juni erteilten die österreichischen Aufsichtsbehörden einer Rückführung des Partizipationskapitals ihre Zustimmung. Auf dieser Grundlage zahlte die RBI die gesamten € 1.750 Millionen des von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals am 6. Juni zurück. Das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital von € 750 Millionen wurde am 10. September zurückgezahlt. Aufgrund des im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrags wird die RBI AG im Jahr 2015 keine Dividenden für das Partizipationskapital für das Geschäftsjahr 2014 ausbezahlen.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte den Vorstand, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 4 und 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3 Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt € 1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegenangenen 10 Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters gemäß € 65 (1b) AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung gilt für die Dauer von 5 Jahren ab dem Datum dieser Beschlussfassung, sohin bis zum 3 Juni 2019. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage, beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre auch ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Der Erwerb eigener Aktien dient im Wesentlichen der Abdeckung der von der RBI eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP) gegenüber Vorstandsmitgliedern und leitenden Mitarbeitern. Diese Bonuszahlungen werden in Form von Aktien der Gesellschaft abgewickelt.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte ferner den Vorstand, nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis 3 Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert für die zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte des Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 298.145 Tausend durch Ausgabe von bis zu 97.752.562 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage unter Wahrung des den Aktionären zustehenden gesetzlichen Bezugsrechts, auch im Weg des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Aufsichtsrat oder ein hierzu vom Aufsichtsrat bevollmächtigter Ausschuss ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich aus der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ergeben, zu beschließen. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht. Die Kapitalerhöhung wurde in zwei Tranchen am 22. Jänner und 10. Februar unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts durch Ausgabe von 97.473.914 neuen Aktien durchgeführt. Der noch nicht ausgenützte Teil der in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 erteilten Ermächtigung wurde in der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 widerrufen.

Gleichzeitig wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, bis längstens 25. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 446.793.032,95 durch Ausgabe von bis zu 146.489.519 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss).

Wandelschuldverschreibungen

In der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend auszugeben, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258 Tausend verbunden ist. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis dato wurden jedoch keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258 Tausend durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung würde nur insoweit durchgeführt werden, als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht werden würde, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben worden wären, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen.

Genussrechtskapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 9. Juni 2009 ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000 Tausend nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Dabei gilt, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von

Genussrechten in Höhe von € 600.000 Tausend aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB mit Raiffeisen International zum 10. Oktober 2010 sind die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft untergegangen. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von € 600.000 Tausend, das zur Gänze von der RZB gezeichnet worden war. Diese Ermächtigung ist am 8. Juni 2014 erloschen, ohne dass weitere Genussrechte ausgegeben wurden.

Kapitalrücklagen

Die Stand der gebundenen Kapitalrücklagen betrug zum 31.12.2014 € 4.333.303.215,41(31.12.2013: € 1.852.592 Tausend). Die Erhöhung ist auf die im Punkt "Genehmigtes Kapital" dieses Anhanges erwähnte Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die nicht gebundenen Kapitalrücklagen in Höhe von € 97.066.398,80 blieben im Geschäftsjahr zur Gänze unverändert.

Für die Verpflichtungen aus dem Share Incentive Program, für die keine eigenen Aktien im Bestand gehalten werden, wurde eine Optionsrücklage in Höhe von € 485.314,58 (31.12.2013: € 312.286,66) gebildet. Der entsprechende Aufwand wird unter Personalaufwand dargestellt.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen umfassen gesetzliche Rücklagen in Höhe von € 5.500.000,00 (31.12.2013: € 5.500 Tausend) und andere freie Rücklagen in Höhe von € 1.283.594.080,83 (31.12.2013: € 1.283.594 Tausend). Von den anderen freien Rücklagen wurden € 5.458.674,00 (31.12.2013: € 10.050 Tausend) für Eigene Aktien umgewidmet.

Haftrücklage

Der Stand der Haftrücklage beträgt zum 31.12.2014 € 383.015.000,00 (31.12.2013: € 383.015 Tausend).

Ergänzende Eigenmittel aus eigenen Emissionen

Ergänzungskapital nach CRR

Das Ergänzungskapital zum 31.12.2014 beträgt € 3.760.200.797,67 (31.12.2013: € 3.350.665 Tausend).

Von den nachrangigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2013 in Höhe von € 3.171,4 Millionen und dem Ergänzungskapital zum 31.12.2013 in Höhe von € 701,4 Millionen weisen Verbindlichkeiten (ohne Zinsenabgrenzungen) in Höhe von € 3.350,7 Millionen die Voraussetzungen für Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) auf und werden daher ab 2014 in diesem Bilanzposten ausgewiesen.

Zu Vergleichszwecken wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Jenes Ergänzungskapital und jene nachrangigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2013, die nicht die Eigenschaft von Ergänzungskapital nach CRR erfüllen, werden unter den Posten Verbindlichkeiten Kunden (€ 44,7 Millionen) und Verbriefte Verbindlichkeiten (€ 332,3 Millionen) gezeigt. Die Zinsenabgrenzung (€ 146,4 Millionen) für jenes nachrangige Kapital, das nunmehr als Ergänzungskapital nach CRR gezeigt wird, wurde zu den Sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

Ergänzungskapital nach CRR im Eigenbestand:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
6,625 % RBI Schuldverschreibung 2011-2021 0,3 0,2
5,875 % RBI Schuldverschreibung 2012-2023 0,3 2,1
6% RBI Schuldverschreibung 2013-2023 1,3 0,3
RBI Schuldverschreibung 2014-2025 3,1 0,0
RBI Schuldverschreibung 2013-2024 1,0 0,0
Raiffeisen FLR Medium Term Note 2007-2015 0,0 0,6

Im Berichtsjahr wurden Emissionen in Höhe von € 206,0 Millionen (2013: € 730,6 Millionen) eingezogen. Einschließlich der Auflösung dazugehöriger Sicherungsgeschäfte wurde ein Gewinn in Höhe von € 1,8 Millionen (2013: € -6,9 Millionen) verbucht.

Aufgenommene nachrangige Verbindlichkeiten

Auflistung jener nachrangigen Kreditaufnahmen (einschließlich Ergänzungskapital), die 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.760,2 Millionen und somit den Betrag von € 376,0 Millionen übersteigen:

Nominale in
Bezeichnung € Millionen Fälligkeit Zinssatz
Subordinated Notes 2025 Serie 56 500,0 21.2.2025 4,500%
Subordinated Notes 2023 Serie 45 500,0 16.10.2023 6,000%
Subordinated Notes 2021 Serie 4 500,0 18.5.2021 6,625%

Die Modalitäten bei den angeführten sowie bei allen übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen dem § 23 Abs. 8 BWG.

Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten belaufen sich im Geschäftsjahr auf € 195,4 Millionen (2013: € 182,1 Millionen).

Aufwendungen für Ergänzungskapital nach CRR

Aufgrund des im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrags wird die Kuponzahlung auf die Ergänzungskapitalanleihe RZB Jersey Finance III im Jahr 2015 auf Grundlage der Anleihebedingungen entfallen. Aufgrund eines bestehenden Support Agreements der RZB AG wird diese die entsprechenden Kuponzahlungen zur Gänze erfüllen.

Eigenmittel nach CRR

in € Millionen 31.12.2014
Eingezahltes Kapital 893
abzüglich eigene Aktien -5
Kapitalrücklagen und Agio auf Instrumente des harten Kernkapitals 4.430
Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen 1.673
Hartes Kernkapital vor Abzugsposten 6.991
Bilanzverlust -801
Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte -40
Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen -70
Abzugsposten Verbriefungen -121
Hartes Kernkapital nach Abzugsposten 5.959
Zusätzliches Kernkapital 0
Kernkapital 5.959
Ergänzungskapital 3.519
abzüglich eigenes Ergänzungskapital -6
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 92
Ergänzende Eigenmittel nach Abzugsposten 3.604
Gesamte Eigenmittel 9.563
Gesamtrisikobetrag (Bemessungsgrundlage) 36.894
Common Equity Tier 1 Kapitalquote 16,15%
Tier 1 Kapitalquote 16,15%
Gesamtkapitalquote (transitional) 25,92%
Gesamtkapitalquote (fully loaded) 25,92%
Common Equity Tier 1 Kapitalquote (fully loaded) 16,03%

Eigenmittelanforderungen

in € Millionen 31.12.2014
Gesamtrisikobetrag (Bemessungsgrundlage) 36.894
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 2.339
Auf internen Ratings basierender Ansatz 1.843
Standardansatz 462
CVA Risiko 34
Basel I - Floor 278
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen 119
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 215
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.952
in € Millionen 31.12.2014
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 462
Kreditinstitute 1
Firmenkunden 1
Beteiligungspositionen 415
Sonstige Posten 44
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem Ansatz 1.843
Zentralstaaten und Zentralbanken 5
Kreditinstitute 549
Firmenkunden 1.005
Beteiligungspositionen 264
Verbriefungspositionen 20
CVA Risiko 34
Basel I - Floor 279
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 2.339
in Prozent 31.12.2014
Leverage Ratio (fully loaded) 8,00%
Risikoaktiva in % der Bilanzsumme 60,79%

Die anrechenbaren Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG in der alten Fassung betrugen in 2013 € 10.051,3 Millionen. Darunter waren Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG in der alten Fassung in Höhe von € 167,4 Millionen enthalten.

Die erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG in der alten Fassung betrugen in 2013 € 2.833,7 Millionen. Darunter waren erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG in der alten Fassung in Höhe von € 2.666,2 Millionen enthalten.

Ergänzende Angaben

Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen:

Die RBI AG hat im Rahmen der staatlich geförderten, prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gem. § 108h Abs 1 Z 3 EStG Kapitalgarantieverpflichtungen abgegeben. Dabei garantiert das Kreditinstitut, dass im Falle einer Verrentung der für die Verrentung zur Verfügung stehende Auszahlungsbetrag nicht geringer ist als die Summe der vom Steuerpflichtigen eingezahlten Beträge zuzüglich der für diesen Steuerpflichtigen gutgeschriebenen Prämien im Sinne des §108g EStG. Das Volumen dieser Garantien beträgt zum 31.12.2014 € 1.912 Millionen (2013: € 2.254 Millionen).

Weiters hat die RBI AG im Rahmen strukturierter Finanzprodukte Kapitalgarantien zum 31.12.2014 mit einem Garantievolumen von € 54 Millionen (2013: € 158 Millionen) abgegeben.

Die RBI AG ist Vereinsmitglied der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich. Die Vereinsmitglieder übernehmen eine vertragliche Haftungsverpflichtung dahingehend, dass sie solidarisch die zeitgerechte Erfüllung aller Kundeneinlagen und Eigenemissionen eines insolventen Vereinsmitgliedes bis zur Grenze, die sich aus der Summe der individuellen Tragfähigkeit der anderen Vereinsmitglieder ergibt, garantieren. Die individuelle Tragfähigkeit eines Vereinsmitgliedes bestimmt sich nach den frei verwendbaren Reserven unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen des BWG.

Der Haftungsverpflichtung wurde durch Einstellen eines Merkpostens von einem Euro unter der Bilanz entsprochen, da es nicht möglich ist, die potenzielle Haftung der RBI AG aus dem Haftungsverbund betraglich festzulegen.

Zum 31.12.2014 waren weiche Patronatserklärungen in Höhe von € 1.109,0 Millionen ausgestellt.

Das Volumen der Haftungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich zum 31.12.2014 auf € 3.850,7 Millionen (31.12.2013: € 4.320,2 Millionen).

Offene Einzahlungsverpflichtungen auf das Stammkapital in Höhe von € 5,6 Millionen (31.12.2013: € 4,0 Millionen) bestehen gegenüber der European Investment Fund S.A., Luxemburg.

Unter der Bilanz im Passivposten Eventualverbindlichkeiten der RBI AG werden zum 31.12.2014 € 8.558,4 Millionen (31.12.2013: € 9.531,0 Millionen) ausgewiesen. Davon entfallen € 7.701,1 Millionen (31.12.2013: € 8.007,2 Millionen) auf Avale sowie € 795,2 Millionen (31.12.2013: € 1.456,8 Millionen) auf Akkreditive.

Unter der Bilanz im Passivposten Kreditrisiken der RBI AG werden zum 31.12.2014 € 13.456,2 Millionen (31.12.2013: € 11.124,5 Millionen) ausgewiesen. Die Kreditrisiken entfallen im Berichtsjahr in voller Höhe auf noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen.

Es liegen keine weiteren Geschäfte vor, deren Risiken und Vorteile wesentlich sind, die nicht in der Bilanz oder in einem Posten "Unter der Bilanz" ausgewiesen sind.

Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva in Fremdwährung:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Aktiva in fremder Währung 17.170,3 16.641,7
Passiva in fremder Währung 18.684,2 13.207,1

In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände nachrangiger Art:

in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kreditinstitute 1.630,2 924,1
hievon an verbundene Unternehmen 1.596,8 890,7
hievon an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1,6 1,6
Forderungen an Kunden 232,5 183,2
hievon an verbundene Unternehmen 6,8 6,8
hievon an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 34,1 18,5
hievon von verbundenen Unternehmen 0,0 2,7
hievon von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 90,5 21,0
hievon von verbundenen Unternehmen 70,2 0,6
hievon von Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0,0 0,0

Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

Von den in Anlage 2 dargestellten derivativen Finanzinstrumenten werden gemäß Fair Value Ansatz in der Bilanz ausgewiesen:

Derivative Finanzinstrumente Positive Marktwerte Negative Marktwerte
in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Derivate des Handelsbuches
a) Zinssatzverträge 3.491,4 2.683,8 3.219,5 2.514,7
b) Wechselkursverträge 1.547,3 635,7 1.557,8 580,8
c) Aktien- und Indexkontrakte 0,1 0,0 43,4 54,3
d) Kreditderivate 18,1 10,3 17,4 8,7
e) Sonstige Derivate 2,1 0,1 2,2 7,8
Derivate des Bankbuches
a) Zinssatzverträge 0,0 0,0 40,6 34,1
in € Millionen 31.12.2014 31.12.2013
Sicherstellung für Wertpapier-Leihgeschäfte 378,2 2.281,9
Abgetretene Forderungen zugunsten der OeKB 3.114,5 1.973,9
Abgetretene Forderungen zugunsten der EIB 129,0 208,1
Abgetretene Forderungen zugunsten der KfW 17,6 7,6
Abgetretene Forderungen zugunsten der SEK 77,5 0,0
Pfanddepot zugunsten ausländischer Kreditinstitute 10,6 0,0
Marginerfordernisse 83,2 206,0
Deckungsstock für begebene Teilschuldverschreibungen 1.272,4 1.049,2
Treasury-Callgelder für vertragliche Nettingvereinbarungen 1.464,5 745,1
Gesamtsumme 6.547,4 6.471,8

Zum Bilanzstichtag bestehende Verfügungsbeschränkungen für Vermögensgegenstände (gem. § 64 Abs.1 Z8 BWG):

Bei folgenden Finanzinstrumenten des Finanzanlagevermögens ist der beizulegende Zeitwert niedriger als der Buchwert:

Finanzanlagen
in € Millionen
Buchwert
31.12.2014
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2014
Buchwert
31.12.2013
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2013
1. Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnlicher Wertpapiere, die
zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind
83,2 83,1 0,0 0,0
1. Forderungen an Kreditinstitute 66,5 62,9 51,5 49,6
2. Forderungen an Kunden 0,0 0,0 88,3 87,6
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
a) von öffentlichen Emittenten 33,1 33,0 0,0 0,0
b) von anderen Emittenten 90,2 89,8 87,8 86,1
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 90,0 65,7 0,0 0,0
Summen 363,0 334,5 227,6 223,4

Eine außerplanmäßige Abschreibung (gemäß § 204 Abs. 2 UGB zweiter Satz) unterbleibt, da die Bonität der Wertpapierschuldner so eingeschätzt wird, dass mit planmäßigen Zinszahlungen und Tilgungen gerechnet werden kann.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten gemäß § 64 Abs.1 Z 9 BWG:

Die regionale Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Geschäftsstelle ergibt die folgende Verteilung:

2014
in € Millionen Summe Österreich Restliche Welt Asien
Zinsen und zinsähnliche Erträge 1.360,0 1.171,7 0,0 188,3
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 116,3 115,4 0,0 0,9
Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 395,2 290,3 103,4 1,5
Provisionserträge 232,5 223,3 0,8 8,4
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 29,4 40,2 0,1 -10,9
Sonstige betriebliche Erträge 188,6 182,6 0,4 5,5
2013
in € Millionen Summe Österreich Restliche Welt Asien
Zinsen und zinsähnliche Erträge 1.436,4 1.213,6 0,0 222,8
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 126,0 124,7 0,0 1,3
Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen 773,6 624,0 149,2 0,4
Provisionserträge 238,2 227,5 0,2 10,5
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 28,0 19,8 0,0 8,2
Sonstige betriebliche Erträge 116,8 116,3 0,2 0,2

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten weiterverrechnete Personal- und Sachkosten für Dienstleistungen in Höhe von € 119,6 Millionen (2013: € 91,4 Millionen), Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen aus Derivaten in Höhe von € 23,8 Millionen (2013: € 10,7 Millionen) sowie sonstige Erträge aus Vorperioden in Höhe von € 10,9 Millionen (2013: € 9,3 Millionen).

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen sind € 11,2 Millionen (2013: € 5,7 Millionen) an Aufwendungen für Abfertigungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um € 52,7 Millionen auf € 90,9 Millionen im Jahr 2014. Darin enthalten sind Dotationen für Drohverlustrückstellungen für Bankbuchderivate in Höhe von € 30,4 Millionen (2013: € 6,0 Millionen).

Im Posten Ertrags-/ Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind Abschreibungen der Beteiligungsbuchwerte der Raiffeisen Bank Aval JSC, Kyiv, in Höhe von € 733,6 Millionen, der RBI IB Beteiligungs GmbH, Wien, in Höhe von € 100,3 Millionen, der Fario Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, in Höhe von € 25,0 Millionen sowie der Raiffeisen Banka d.d., Maribor, in Höhe von € 16,6 Millionen enthalten. Insgesamt werden € 879,0 Millionen (2013: € 103,4 Millionen) an Verlusten aus der Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen.

Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenmitglied innerhalb der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien.

Auf Basis eines Steuerumlagevertrages können Verlustvorträge, die wirtschaftlich dem von der RZB abgespaltenen Bankbetrieb zuzuordnen sind, von der RBI verwertet werden. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde der RBI eine Steuerumlage in Höhe von € 0,0 Millionen (2013: € 45,0 Millionen Ertrag aus Steuerumlage) zugewiesen.

Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresergebnis nach Steuern geteilt durch die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag) ist in 2014 negativ (2013: 0,8%).

Sonstiges

Es gibt keine Geschäfte der Gesellschaft mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die wesentlich und unter marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen worden sind.

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 2.093 (2013: 2.056) Angestellte beschäftigt.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen gliedern sich wie folgt:

in € Tausend Pensionsaufwand Abfertigungsaufwand
2014 2013 2014 2013
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 3.070 -23 1.361 2.577
Arbeitnehmer 6.127 2.291 10.004 5.188
Gesamtsumme 9.197 2.267 11.365 7.765

Vorstand

Der Vorstand der Raiffeisen Bank International AG setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstandsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Karl Sevelda, Vorsitzender 22. September 20101 30. Juni 2017
Dr. Johann Strobl, Stellvertretender Vorsitzender 22. September 20101 30. Juni 2017
Aris Bogdaneris, M.A. 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015
Dkfm. Klemens Breuer 16. April 2012 31. Dezember 2015
Mag. Martin Grüll 3. Jänner 2005 30. Juni 2017
Mag. Peter Lennkh 1. Oktober 2004 31. Dezember 2015

1 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Raiffeisen Bank International AG setzt sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsmitglieder Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Dr. Walter Rothensteiner, Vorsitzender 11. Mai 2001 Ordentliche Hauptversammlung 2016
Mag. Erwin Hameseder, Erster stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Dr. Heinrich Schaller, Zweiter stellvertretender Vorsitzender 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Mag. Markus Mair, Dritter stellvertretender Vorsitzender 8. Juli 20101 4. Juni 2014
MMag. Martin Schaller, Dritter stellvertretender Vorsitzender 4. Juni 2014 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Mag. Klaus Buchleitner 26. Juni 2013 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Stewart D. Gager 24. Jänner 2005 Ordentliche Hauptversammlung 2014
Mag. Bettina Selden 4. Juni 2014 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Dr. Kurt Geiger2 9. Juni 2009 Ordentliche Hauptversammlung 2019
Mag. Dr. Günther Reibersdorfer 20. Juni 2012 Ordentliche Hauptversammlung 2017
Dr. Johannes Schuster 8. Juli 20101 Ordentliche Hauptversammlung 2015
Mag. Christian Teufl 8. Juli 20101 31. Dezember 2014
Martin Prater3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Rudolf Kortenhof3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Mag. Peter Anzeletti-Reikl3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres
Dr. Susanne Unger3 18. Jänner 2012 Bis auf Weiteres
Mag. Helge Rechberger3 10. Oktober 2010 Bis auf Weiteres

1 Mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010.

2 Dr. Geiger wurde am 4. Juni 2014 in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 als Aufsichtsratsmitglied wieder gewählt.

3 Vom Betriebsrat entsendet.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats der RBI AG setzen sich wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsmitglieder Arbeits
ausschuss
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Vergütungs
ausschuss
Risko-ausschuss Nominierungsa
usschuss
Dr. Walter Rothensteiner Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender
Mag. Erwin Hameseder Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Erster
Stellvertreter
Dr. Heinrich Schaller1 Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Zweiter
Stellvertreter
Mag. Markus Mair(bis 4. Juni
2014)
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
- -
MMag. Martin Schaller (seit 17.
September 2014)
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dritter
Stellvertreter
Dr. Johannes Schuster Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Martin Prater Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Rudolf Kortenhof Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied
Mag. Peter Anzeletti-Reikl Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied Mitglied

1 Bestellung durch den Aufsichtsrat am 20. September 2012.

Projektausschuss:

Der Aufsichtsrat etablierte in seiner Sitzung vom 21.01.2014 für die weitere Beschlussfassung in Angelegenheiten, welche die Kapitalerhöhung der RBI AG betrafen, einen temporären Projektausschuss. Seine Mitglieder waren Walter Rothensteiner, Erwin Hameseder, Heinrich Schaller, Johannes Schuster, Martin Prater und Rudolf Kortenhof. Der Projektausschuss war insbesondere ermächtigt, über die Zustimmung zur Festlegung des endgültigen Ausmaßes der Kapitalerhöhung, des Bezugsverhältnisses und des Bezugs- und Angebotspreises zu beschließen, sowie damit im Zusammenhang stehende Anpassungen der Satzung vorzunehmen. Nach Herbeiführung der entsprechenden Beschlüsse war seine Tätigkeit am 10.02.2014 beendet.

Staatskommissäre:

  • Ministerialrat Mag. Alfred Lejsek, Staatskommissär (seit 1. Jänner 2011)
  • Ministerialrat Dr. Anton Matzinger, Staatskommissär-Stellvertreter (seit 1. April 2011)

Bezüge des Vorstands

An den Vorstand der RBI AG wurden folgende Bezüge bezahlt:

in € Tausend 2014 2013
Fixe Bezüge 5.101 5.478
Boni (erfolgsabhängig) 2.798 2.947
Aktienbasierte Vergütungen (erfolgsabhängig) 0 0
Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen 332 245
Sonstige Bezüge 1.771 768
Gesamt 10.002 9.438
davon Bezüge von verbundenen Unternehmen 1.609 155

Die in der Tabelle dargestellten fixen Bezüge enthalten Gehälter und Sachbezüge.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile der Vorstandsbezüge umfassen grundsätzlich Bonuszahlungen und aktienbasierte Vergütungen im Rahmen des Share Incentive Program (SIP). Bei den oben ausgewiesenen Boni handelt es sich um Bonusanteile für 2013 und Vorjahre. Im Jahr 2014 gab es keine Zuteilung einer aktienbasierten Vergütung, weil 2011 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Laufzeit des Programms auf fünf Jahre verlängert wurde.

Die Bonusbemessung ist an die Erreichung der Unternehmensziele bei Gewinn nach Steuern, Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) und Cost/Income Ratio sowie die Erreichung jährlich vereinbarter persönlicher Ziele geknüpft. Die Auszahlung erfolgt nach den geltenden Bestimmungen des BWG, umgesetzt in den internen Regelungen (siehe Mitarbeitervergütungspläne im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden").

Die sonstigen Bezüge umfassen Entgelte für Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen, Zahlungen an Pensionskassen und Rückdeckungsversicherungen, sonstige Versicherungen und Zuschüsse.

Die ausgewiesenen Werte der fixen und erfolgsabhängigen Bezüge sind im Vergleich zu 2013 durch Einmaleffekte u. a. wegen fixer Bezüge eines ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds verzerrt.

An ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr € 103 Tausend ausbezahlt (2013: € 0 Tausend).

Aktienbasierte Vergütung

Die an Komplexität stark gestiegenen regulatorischen Vorschriften für variable Vergütung haben den Vorstand veranlasst, den Nutzen und die Sinnhaftigkeit der aktienbasierten Vergütung zu überprüfen. Ursprünglich als variables Langzeit-Vergütungselement mit Bezug zum Markt und Unternehmenserfolg gedacht, hat der SIP diese Bedeutung verloren, weil jetzt der Jahresbonus für die selbe Zielgruppe an Topführungskräften über 3 – 5 Jahre verschoben und zur Hälfte in Instrumenten (z.B. Aktien) auszuzahlen ist. Es wurde daher beschlossen, in Hinkunft keine SIP-Tranchen mehr zu begeben. Im Jahr 2014 kam es zu keinem Abreifen einer Tranche des Aktienvergütungsprogramms, weil im Jahr 2010 keine SIP-Tranche begeben wurde bzw. wurde 2011 entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Laufzeit des Programms auf fünf Jahre verlängert, weshalb es erst im Jahr 2016 zum Abreifen der nächsten SIP-Tranche kommen wird.

Im Rahmen des SIP wurden 2011, 2012 und 2013 neue Tranchen begeben. Zum Bilanzstichtag waren daher jeweils bedingte Aktien für derzeit drei Tranchen zugeteilt. Per 31. Dezember 2014 belief sich die Anzahl dieser bedingten Aktien auf 975.955 (davon entfielen 212.796 auf die Zuteilung 2011, 402.209 auf die Zuteilung 2012 und 360.950 auf die Zuteilung 2013). Die ursprünglich bekanntgegebene Anzahl an bedingt zugeteilten Aktien veränderte sich durch diverse Personalwechsel in den Konzerneinheiten. Sie ist in folgender Tabelle aggregiert dargestellt:

Share Incentive Program (SIP) 2011 - 2013
Personengruppe
Anzahl bedingt zugeteilter Aktien
per 31.12.2014
Mindestzuteilung
Aktien
Maximalzuteilung
Aktien
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft 331.707 99.513 497.561
Vorstandsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Bank
Tochterunternehmen
409.539 122.862 614.309
Führungskräfte der Gesellschaft und sonstiger mit ihr verbundene
Unternehmen
234.709 70.413 352.064

Im Jahr 2014 wurden keine Aktien für das SIP-Programm zurückgekauft.

Bezüge des Aufsichtsrats

in € Tausend 2014 2013
Bezüge Aufsichtsrat 550 550

Die Hauptversammlung hat am 4. Juni 2014 eine jährliche Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von € 550 Tausend beschlossen und die Verteilung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. Juni 2013 folgende Verteilung festgelegt: Vorsitzender € 70 Tausend, Stellvertreter des Vorsitzenden € 60 Tausend, Mitglieder des Aufsichtsrats € 50 Tausend. Sitzungsgelder werden nicht gezahlt.

Für den Aufsichtsrat wurden daher im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von € 550 Tausend (2013: € 550 Tausend) ausbezahlt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinn von § 95 (5) Z 12 AktG mit Aufsichtsratsmitgliedern abgeschlossen.

Wien, am 9. März 2015

Der Vorstand

Dr. Karl Sevelda Dr. Johann Strobl

Aris Bogdaneris, M. A. Dkfm. Klemens Breuer

Mag. Martin Grüll Mag. Peter Lennkh

Anlage 1: Entwicklung des Anlagevermögens

in € Tausend Anschaffungs-/Herstellungskosten Zu- und Abschreibungen/ Wertberichtigungen Buchwerte
Pos. Bezeichnung des Anlagevermögens Stand
1.1.2014
1
Währungs
differenzen
2
Zugänge
3
Abgänge
4
Um
buch
ungen
5
Stand
31.12.2014
6
Kumulierte
AfA Stand
1.1.2014
7
Währungs
differenzen
8
Kumulierte
AfA im
Abgang
9
Zuschrei
bungen
10
Abschrei
bungen
11
Um
buch
ungen
12
Kumulierte
Afa Stand
31.12.2014
13
31.12.2014
14
31.12.2013
15
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche
Wertpapiere die zur Refinanzierung bei
1. den Zentralnotenbanken zugelassen sind 339.572 2.307.703 -18.786 89.644 2.718.133 20.412 -9.146 2.312 -8.769 314 5.123 2.723.257 359.984
2. Forderungen an Kreditinstitute 61.207 1.337 35.242 -243 97.543 -7.313 -1.012 -36 72 -8.289 89.254 53.894
-
3. Forderungen an Kunden 386.269 11.255 174.972 -143.339 48.335 380.822 -2.293 56 28 8 -2.201 378.622 383.976
Schuldverschreibungen und and. festverz. -
4. Wertpapiere 882.372 4.145 360.109 -476.158 41.309 729.159 -39.521 -1.028 -7.563 1.424 -1.186 -323 -48.197 680.962 842.851
a) von öffentlichen Emittenten 6.460 33.082 39.542 716 162 -3 875 40.417 7.176
b) Eigene Schuldverschreibungen 0 0 0 0 0 0
-
c) von anderen Emittenten 875.912 4.145 327.027 -476.158 41.309 689.617 -40.237 -1.028 -7.563 1.262 -1.183 -323 -49.072 640.545 835.675
Aktien und andere nicht festverzinsliche
5. WP 31.262 70.000 -11.262 90.000 0 0 90.000 31.262
6. Beteiligungen 26.336 766 27.102 -6.713 -6.713 20.389 19.623
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.765.738 479.486 -382.525 9.862.699 -867.564 19.544 -889.942 -1.737.962 8.124.738 8.898.174
Immaterielle Vermögens
8. gegenstände des AV 268.405 724 11.575 -48.104 232.600 -223.173 -244 47.420 -17.122 -193.119 39.481 45.232
9. Sachanlagen 26.328 971 1.919 -5.356 23.862 -18.873 -673 4.684 -2.277 -17.139 6.724 7.455
10. Sonstige Vermögensgegenstände 126 126 0 0 126 126
Gesamtsummen 11.787.615 18.432 3.441.772 -1.085.773 0 14.162.046 -1.145.038 -2.957 54.959 3.836 -919.296 -1 -2.008.497 12.153.553 10.642.577
31.12. 2014 Nominalbeträge nach Restlaufzeiten in € Tausend Marktwert
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe hievon Handels
buch
positiv negativ
Gesamt 90.830.728 79.852.854 47.833.092 218.516.674 165.350.178 6.446.208 -5.685.660
a) Zinssatzverträge 36.351.202 64.766.521 44.005.196 145.122.919 108.793.423 4.562.404 -3.605.242
OTC-Produkte
Zinsswaps 25.953.365 57.556.723 39.646.022 123.156.110 90.075.838 4.377.585 -3.424.717
Floating/floating Zinsswaps 0 0 0 0 0 0 0
Zinstermingeschäfte (FRAs) 5.100.010 1.045.158 0 6.145.168 5.288.548 4.015 -5.287
Zinssatzoptionen - Käufe 945.905 2.864.063 1.959.025 5.768.993 5.351.197 179.847 0
Zinssatzoptionen - Verkäufe 1.024.444 3.236.077 2.290.378 6.550.899 6.461.486 0 -173.689
andere vergleichbare Zinssatzverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Zinsterminkontrakte (Futures) 1.022.480 64.500 109.771 1.196.751 1.196.751 705 -1.137
Zinssatzoptionen 2.304.998 0 0 2.304.998 419.603 252 -412
b) Wechselkursverträge 54.342.416 13.422.056 3.575.282 71.339.754 54.916.364 1.863.500 -2.017.659
OTC-Produkte
Währungs- und Zinsswaps 6.534.426 12.420.411 3.565.657 22.520.494 9.282.297 784.003 -922.248
Devisentermingeschäfte 45.055.626 598.343 9.625 45.663.594 42.498.401 1.042.488 -1.053.683
Währungsoptionen - Käufe 1.219.532 201.490 0 1.421.022 1.401.022 37.009 0
Währungsoptionen - Verkäufe 1.532.832 201.812 0 1.734.644 1.734.644 0 -41.728
andere vergleichbare Wechselkursverträge 0 0 0 0 0 0 0
Börsengehandelte Produkte:
Devisenterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Devisenoptionen 0 0 0 0 0 0 0
c) Wertpapierbezogene Geschäfte 75.600 128.200 252.614 456.414 50.804 1.834 -44.989
OTC-Produkte
Wertpapierkursbezogene Termingeschäfte 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Index- Optionen - Käufe 75.600 112.000 204.810 392.410 3.000 1.834 0
Aktien-/Index- Optionen - Verkäufe 0 16.200 47.804 64.004 47.804 0 -44.989
Börsengehandelte Produkte:
Aktien-/Indexterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
Aktien-/Indexoptionen 0 0 0 0 0 0 0
d) Warenverträge 4.091 0 0 4.091 4.091 360 -375
OTC-Produkte
Warentermingeschäfte 4.091 0 0 4.091 4.091 360 -375
Börsengehandelte Produkte:
Warenterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0
e) Kreditderivatverträge 57.419 1.536.077 0 1.593.496 1.585.496 18.110 -17.395
OTC-Produkte
Credit default swaps 57.419 1.536.077 0 1.593.496 1.585.496 18.110 -17.395

Anlage 2: Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte

31.12.2013 Nominalbeträge nach Restlaufzeiten in € Tausend Marktwert Bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe hievon Handelsbuch positiv negativ Gesamt 75.210.784 67.654.996 43.958.095 186.823.875 152.332.140 4.111.010 -3.492.916 a) Zinssatzverträge 33.298.430 54.171.559 40.871.217 128.341.206 101.770.749 3.396.265 -2.767.580 OTC-Produkte Zinsswaps 27.906.044 48.019.404 36.147.102 112.072.550 86.366.961 3.229.662 -2.598.048 Floating/floating Zinsswaps 0 0 0 0 0 0 0 Zinstermingeschäfte (FRAs) 3.310.871 0 0 3.310.871 3.310.871 3.147 -3.085 Zinssatzoptionen - Käufe 948.691 2.669.442 2.012.651 5.630.784 5.139.801 158.022 0 Zinssatzoptionen - Verkäufe 724.477 2.975.379 2.547.447 6.247.303 6.142.303 0 -165.617 andere vergleichbare Zinssatzverträge 0 0 0 0 0 0 0 Börsengehandelte Produkte: Zinsterminkontrakte (Futures) 408.347 507.334 124.017 1.039.698 770.813 5.160 -830 Zinssatzoptionen 0 0 40.000 40.000 40.000 274 0 b) Wechselkursverträge 41.666.071 11.921.722 2.742.768 56.330.561 48.839.854 696.200 -653.023 OTC-Produkte Währungs- und Zinsswaps 6.039.837 11.332.032 2.720.101 20.091.970 13.432.901 311.921 -345.558 Devisentermingeschäfte 33.432.015 449.755 22.667 33.904.437 33.073.936 360.149 -283.379 Währungsoptionen - Käufe 1.082.848 69.861 0 1.152.709 1.151.573 24.130 0 Währungsoptionen - Verkäufe 1.111.371 70.074 0 1.181.445 1.181.444 0 -24.086 andere vergleichbare Wechselkursverträge 0 0 0 0 0 0 0 Börsengehandelte Produkte: Devisenterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0 Devisenoptionen 0 0 0 0 0 0 0 c) Wertpapierbezogene Geschäfte 0 122.350 344.110 466.460 60.850 50 -55.752 OTC-Produkte Wertpapierkursbezogene Termingeschäfte 0 0 0 0 0 0 0 Aktien-/Index- Optionen - Käufe 0 122.350 286.260 408.610 3.000 50 0 Aktien-/Index- Optionen - Verkäufe 0 0 57.850 57.850 57.850 0 -55.752 Börsengehandelte Produkte: Aktien-/Indexterminkontrakte (Futures) 0 0 0 0 0 0 0 Aktien-/Indexoptionen 0 0 0 0 0 0 0 d) Warenverträge 130.525 8.100 0 138.625 136.166 8.170 -7.840 OTC-Produkte Warentermingeschäfte 128.066 8.100 0 136.166 136.166 8.170 -7.840 Börsengehandelte Produkte: Warenterminkontrakte (Futures) 2.459 0 0 2.459 0 0 0 e) Kreditderivatverträge 115.758 1.431.265 0 1.547.023 1.524.521 10.325 -8.721 OTC-Produkte

Credit default swaps 115.758 1.431.265 0 1.547.023 1.524.521 10.325 -8.721

Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte

Anlage 3: Beteiligungsspiegel

Verbundene Unternehmen

Unternehmen, Sitz (Land) Gesamtnominale in
Währung
RBI
Direktanteil
Eigenkapital
in € Tausend
aus Jahres
abschluss2
BAILE Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., A-1030 Wien2 40.000 EUR 100% 200.478 -8 31.12.2014
BUXUS Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 22 -5 31.12.2013
Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., RO
020335 Bucuresti3
2.820.000 RON 100% 2.321 1.512 31.12.2014
CP Projekte Muthgasse Entwicklungs GmbH, A-1060 Wien 40.000 EUR 0% 23.797 -1 31.12.2013
Eastern European Invest Holding GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 100% 72.113 -7 31.12.2014
Extra Year Investments Limited, VG-Tortola 50.000 USD 100% 0 0 31.12.2010
FARIO Handels- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., A-1030 Wien 40.000 EUR 100% 5.482 84 31.12.2013
Golden Rainbow International Limited, VG-Tortola3 1 USD 100% 19.161 -15 31.12.2014
Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft, A-1010 Wien2 20.000.000 EUR 0% 27.060 542 31.12.2014
KIWANDA Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 23 -4 31.12.2013
LOTA Handels- und Beteiligungs-GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 100% 855 -5 31.12.2014
NAURU Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien 35.000 EUR 100% 128 96 31.12.2013
P & C Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., A-1030 Wien 36.336 EUR 100% 31 -6.453 31.12.2013
R.L.H. Holding GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 100% 1.476 -129 31.12.2014
Raiffeisen Bank Aval JSC, UA-01011 Kyiv3 3.002.774.908 UAH 96% 255.336 -263.347 31.12.2014
Raiffeisen Bank Polska S.A., PL-00 549 Warschau3 2.256.683.400 PLN 100% 1.412.963 75.129 31.12.2014
Raiffeisen Banka d.d., SLO-2000 Maribor3 46.824.564 EUR 97% 53.028 -21.228 31.12.2014
Raiffeisen Research GmbH, A-1030 Wien 55.000 EUR 100% 19 -41 31.12.2013
Raiffeisen RS Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 100% 5.143.591 332.501 31.12.2014
Rail-Rent-Holding GmbH, A-1030 Wien 40.000 EUR 60% 173 -4 31.12.2013
RB International Finance (Hong Kong) Ltd., HK-Hong Kong3 10.000.000 HKD 100% 14.320 8.585 31.12.2014
RB International Finance (USA) LLC, USA-NY 10036 New York3 1.510.000 USD 100% 37.611 15.163 31.12.2014
RB International Investment Asia Limited, MY-Labuan 1 EUR 100% 17.938 -101 31.12.2014
RB International Markets (USA) LLC, USA-New York, NY 10036 8.000.000 USD 100% 8.580 433 31.12.2014
RBI KI Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 48.000 EUR 100% 107 -19 31.12.2014
RBI LEA Beteiligungs GmbH, A-1030-Wien2 70.000 EUR 100% 74.968 -8 31.12.2014
RBI PE Handels- und Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 150.000 EUR 100% 49.218 66 31.12.2014
Regional Card Processing Center s.r.o., SK-81106 Bratislava3 539.465 EUR 100% 4.606 441 31.12.2014
RI Eastern European Finance B.V., NL-1076 AZ Amsterdam 400.000 EUR 100% 13.987 -1.619 31.12.2013
RL Leasing Gesellschaft m.b.H., D-65760 Eschborn3 50.000 DEM 25% 674 1 31.12.2013
RSC Raiffeisen Service Center GmbH, A-1190 Wien2 2.000.000 EUR 52% 3.158 1.028 31.12.2014
RZB Finance (Jersey) III Ltd, JE-St. Helier3 1.000 EUR 100% 74 -20 31.12.2014
RZB Finance (Jersey) IV Limited, JE-St. Helier3 2.000 EUR 100% 152 -1 31.12.2014
RBI IB Beteiligungs GmbH, A-1030 Wien2 35.000 EUR 0% 8.804 20.951 31.12.2014
Stadtpark Hotelreal GmbH, A-1030 Wien 6.543.000 EUR 1% 4.689 4.982 31.12.2013
Tatra Leasing s r.o., SK-811 06 Bratislava3 6.638.784 EUR 1% 37.312 4.876 31.12.2014
Ukrainian Processing Center PJSC, UA-04073 Kyiv3 180.000 UAH 100% 11.221 6.960 31.12.2014
ZHS Office- & Facilitymanagement GmbH, A-1030 Wien2 36.336 EUR 1% 252 323 31.12.2014

1 Das Ergebnis (teilweise aus den Konzernabschlüssen) in € Tausend entspricht dem Jahresüberschuss/-fehlbetrag, das Eigenkapital wird gemäß § 224 (3) lit. a UGB

inklusive unversteuerte Rücklagen (lit. b) ausgewiesen.

2 Bei den vollkonsolidierten inländischen Gesellschaften werden beim Eigenkapital und den Jahresergebnissen die Werte entsprechen International Financial Reporting

Standards (IFRS) berücksichtigt.

3 Bei den vollkonsolidierten ausländischen Gesellschaften werden beim Eigenkapital und den Jahresergebnissen die Werte entsprechend International Financial Reporting Standards (IFRS) berücksichtigt.

Entwicklung der Märkte Lagebericht

Konjunkturschwäche in Europa, Erholung in den USA

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft 2014 schwächer als erwartet, und auch der Ausblick für 2015 ist verhalten. Im Jahresvergleich wurde 2014 – nach minus 0,4 Prozent im Vorjahr – ein bescheidenes BIP-Wachstum von 0,9 Prozent verzeichnet. Dieses war einerseits getrieben von soliden Wachstumszahlen in Deutschland und einer Erholung in zuvor schwächer wachsenden Ländern (Spanien, Irland und Portugal). Andererseits enttäuschte das Wirtschaftswachstum in großen Ländern wie Italien und Frankreich. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung trug zu einem deutlichen Rückgang der Inflation bei. Da fallende Rohstoffpreise diese Entwicklung noch verschärft haben, betrug der Preisauftrieb im Jahr 2014 im Schnitt lediglich 0,4 Prozent nach 1,4 Prozent im Jahr 2013. Zumindest für Anfang 2015 ist mit einem Rückgang des Preisniveaus der Konsumgüter zu rechnen. Die EZB ergriff 2014 sowie Anfang 2015 weitere expansive und unkonventionelle Maßnahmen, um die Konjunktur zu stützen und Deflationsrisiken vorzubeugen. 2015 sollte der schwächere Außenwert des Euro unterstützend für einen Konjunkturaufschwung wirken. Die größten Risikofaktoren für die Konjunktur und die Finanzmärkte im Euroraum bleiben weiter die angespannte geopolitische Lage sowie deflationäre Tendenzen und Reformversäumnisse in einigen Ländern der Eurozone.

Insgesamt zeichnet sich derzeit eine starke Entkopplung der Konjunkturzyklen in Europa und den USA ab. Die US-Wirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr ähnlich wie in den beiden Vorjahren und wuchs um 2,4 Prozent. Getragen wurde die Zunahme von privatem Konsum und Unternehmensinvestitionen. Die privaten Konsumausgaben profitierten von der guten Lage am Arbeitsmarkt, moderat steigenden Löhnen sowie den in der zweiten Jahreshälfte deutlich gesunkenen Energiepreisen. Anders als noch in den drei Jahren zuvor dämpft die Konsolidierung der Staatsausgaben die Wirtschaftsaktivität in den USA kaum noch. Auch wenn die Zunahme der Wirtschaftsleistung hinter der Dynamik früherer Aufschwungphasen zurückblieb, setzte sich die kräftige Erholung auf dem Arbeitsmarkt fort. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresverlauf von 6,7 Prozent auf 5,6 Prozent und lag damit nur noch knapp über dem Niveau, das als Vollbeschäftigung gilt.

CEE von divergenten Entwicklungen geprägt

Die 2012 und 2013 prägende konjunkturelle Erholung in CEE schwächte sich 2014 ab. 2014 verzeichnete die Gesamtregion CEE ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent und schnitt damit nur unwesentlich besser ab als die Eurozone. Diese Entwicklung war vorrangig getrieben von der Situation in Russland und der Ukraine. Hier mündeten geopolitische Risiken gekoppelt mit strukturellen Schwächen in eine Stagnation (Russland) bzw. in eine tiefe Anpassungsrezession (Ukraine). Um notwendige strukturelle und institutionelle Umstrukturierungen in der Ukraine zu erleichtern und Finanzmarktrisiken abzusichern, erhielt die Ukraine 2014 umfangreiche Finanzhilfen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und von der EU, die 2015 aufgestockt wurden.

Im Gegensatz zum von Russland überlagerten Trend in der Gesamtregion entwickelten sich die Volkswirtschaften in Zentraleuropa (CE) und Südosteuropa (SEE) 2014 achtbar. In CE wurde ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,9 Prozent verzeichnet, in SEE von 1,4 Prozent. Neben den Exporten erholte sich vor allem in den CE-Ländern die Binnennachfrage deutlich. Die solide wirtschaftliche Entwicklung in CE ist breit angelegt, zudem wiesen alle CE-Länder 2014 deutlich positive BIP-Wachstumsraten auf. Tschechien, Ungarn sowie Slowenien kehrten damit den Trend der Stagnation bzw. Rezession der Vorjahre um. In CE stachen bei der wirtschaftlichen Entwicklung 2014 vor allem Polen und Ungarn hervor. In diesen Ländern wurde ein BIP-Wachstum von mehr als 3 Prozent erzielt. In der Slowakei und Slowenien legte die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum um rund 2,5 Prozent zu, in der Tschechischen Republik um 2,0 Prozent. Für 2015 wird in CE weiterhin ein solides BIP-Wachstum von 3,0 Prozent erwartet. Haupttreiber hierfür sind eine weiterhin achtbare Entwicklung in Deutschland sowie eine zunehmende Stärkung der heimischen Nachfrage und Investitionen.

In einigen SEE-Ländern zeigen die Umstrukturierungsbemühungen der letzten Jahre erste Resultate. Das BIP-Wachstum wurde in SEE 2013 und 2014 allerdings vor allem von Rumänien getrieben, während andere Volkswirtschaften noch in der Stagnation bzw. Rezession verharrten. Angesichts der Naturkatastrophen, von denen einige Länder in SEE schwer getroffen waren, schwächte sich das dortige Wirtschaftswachstum 2014 auf 1,4 Prozent ab, nach 2,1 Prozent im Jahr 2013. Zudem dämpft die schwächer als erwartet ausgefallene Erholung der Eurozone, vor allem auch in den für SEE wichtigeren Ländern Italien und Frankreich, das Wachstum in SEE. Das stärkste Wachstum – mit 2,9 Prozent – konnte in Rumänien verzeichnet werden, das von erfolgreichen Strukturreformen profitiert, aber noch unter einer schwachen Binnennachfrage leidet; Albanien folgt mit 2,0 Prozent. In Bulgarien wurde trotz einer kurzfristigen Bankenpanik im Sommer 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erreicht. Kroatien, das unter tiefgreifenden Strukturproblemen leidet, blieb auch 2014 in einer Rezession verhaftet und verbuchte damit das sechste Jahr in Folge ohne Wachstum. Während Bosnien und Herzegowina knapp mit einer stagnierenden Wirtschaft davongekommen ist, musste Serbien 2014 wieder einen Einbruch hinnehmen. Serbien hat besonders mit den Konsequenzen der Flutkatastrophe sowie einer verzögerten Reformpolitik zu kämpfen und musste 2014 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent hinnehmen. Um die gesamtwirtschaftliche und budgetäre Situation zu stabilisieren, schloss Serbien im vierten Quartal vorsorglich ein Abkommen mit dem IWF ab. Das Abkommen zielt auf Budgetkonsolidierung und Privatisierungen ab. Das Beispiel Rumänien hat gezeigt, dass eine Kooperation mit dem IWF nachhaltige Strukturreformen nach sich ziehen kann. Insofern ist dieser Schritt positiv zu bewerten. Für 2015 wird in der Region SEE mit einem BIP-Zuwachs um 1,9 Prozent eine moderate Erhöhung der Wachstumsdynamik erwartet, Rumänien sollte erneut der Vorreiter in der Region sein.

Die sich 2014 bereits abzeichnende Eintrübung der Wirtschaftsdynamik in Russland, der Ukraine und Belarus dürfte sich 2015 fortsetzen. Russland wird nach einer de-facto-Stagnation 2014 im Jahr 2015 voraussichtlich mit einem BIP-Rückgang um 4 Prozent eine Rezession erleben. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich in Belarus ab, wo zumindest ein leichter Rückgang des BIP erwartet wird. Ohne eine weitere Verschärfung der geopolitischen Situation könnte die Wirtschaft in Russland 2016 wieder in den moderaten Wachstumsbereich zurückkehren. In der Ukraine wird sich die 2014 begonnene Anpassungsrezession 2015 fortsetzen, es wird daher ein BIP-Rückgang von mindestens 5,5 Prozent erwartet. Falls umfassende Reformen nicht gelingen, könnte sich die wirtschaftliche und finanzielle Neuausrichtung in der Ukraine deutlich diffiziler gestalten. Insgesamt wird das BIP in der Region CEE Sonstige (Ukraine, Belarus) 2015, wie auch 2014, zurückgehen. Die Ukraine dürfte 2015 und 2016 weiter auf substanzielle finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen sein.

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Region/Land 2013 2014e 2015f 2016f
Polen 1,7 3,3 3,5 3,4
Slowakei 1,4 2,4 2,5 3,0
Slowenien -1,0 2,6 2,0 2,0
Tschechische Republik -0,7 2,0 2,4 3,0
Ungarn 1,5 3,5 2,5 2,5
CE 1,0 2,9 3,0 3,1
Albanien 0,4 2,0 3,0 4,0
Bosnien und Herzegowina 2,5 0,5 2,5 3,0
Bulgarien 0,9 1,1 1,2 2,1
Kroatien -0,9 -0,4 0,0 1,0
Kosovo 3,4 0,5 2,0 3,0
Rumänien 3,4 2,9 3,0 3,0
Serbien 2,5 -1,8 0,0 2,5
SEE 2,1 1,4 1,9 2,6
Russland 1,3 0,6 -4,0 0,5
Belarus 0,9 1,6 -2,0 1,0
Ukraine 0,0 -6,9 -5,5 0,5
CEE Sonstige 0,3 -4,5 -3,9 0,6
Österreich 0,2 0,3 0,7 1,8
Deutschland 0,2 1,6 1,6 2,2
Eurozone -0,4 0,9 1,2 1,9

Konjunktur in Österreich bleibt hinter Erwartungen zurück

Nach einem vielversprechenden zweiten Halbjahr 2013 setzte eine das ganze Jahr andauernde Stagnationsphase ein, was für das Gesamtjahr 2014 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes von 0,3 Prozent impliziert (2013: 0,2 Prozent). Der private Konsum kam 2014 trotz stabiler Beschäftigungsentwicklung nicht über zaghafte Belebungstendenzen hinaus, nur etwas dynamischer zeigte sich der staatliche Konsum. Auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen enttäuschte besonders im zweiten Halbjahr, während die positive Entwicklung zu Jahresbeginn auf Vorzieheffekte zurückzuführen ist. Die somit schwach verlaufene Binnennachfrage konnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte vom Außenhandel zumindest ein Stück weit aufgefangen werden. Auch zu Beginn des Jahres 2015 zeigte sich die konjunkturelle Dynamik schwach.

Globale Währungen

Im ersten Halbjahr 2014 bewegte sich der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar in einer geringen Bandbreite zwischen EUR/USD 1,35 und EUR/USD 1,39. In der zweiten Jahreshälfte setzte eine Talfahrt des Euro ein, die die Gemeinschaftswährung bis zum Jahresende auf EUR/USD 1,21 drückte. Zu Jahresbeginn beschleunigte sich der Abwärtstrend des Euro nochmals. Anfang März 2015 notiert er zum Dollar bei 1,12. Treiber der Wechselkursentwicklung war im Wesentlichen die Geldpolitik der EZB sowie der US-Notenbank. Seit Mitte 2014 zeichnete sich ab, dass die US-Notenbank mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik beginnen würde. Ein erster Schritt wurde mit der Einstellung der Anleihekäufe im November getan. Gleichzeitig verdichteten sich die Anzeichen, dass die EZB ein solches Anleihekaufprogramm in absehbarer Zeit verabschieden würde.

Der Schweizer Franken pendelte zum Euro im Gesamtjahr 2014 zwischen knapp 1,20 und 1,24, wobei der Durchschnittskurs bei 1,22 lag. War der Franken zu Jahresbeginn eher auf der schwächeren Seite, wurde dieser infolge der geopolitischen Unsicherheiten ab dem Frühjahr einmal mehr zur Fluchtwährung und wertete seitdem beständig auf. Daneben trugen die expansive Geldpolitik der EZB und die schrumpfenden Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und der Schweiz zur Aufwertung des Franken bei. Gegen Ende des Jahres nahm der Aufwertungsdruck des Franken gegenüber dem EUR derart zu, dass die SNB (Schweizerische Nationalbank) negative Leitzinsen einführte. Am 15. Jänner 2015 hob die SNB dann überraschend den Mindestkurs für EUR/CHF von 1,20 auf, beteuerte aber, bei der Gestaltung der Geldpolitik auch künftig der Wechselkurssituation Rechnung tragen zu wollen und deshalb bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu bleiben.

CEE-Währungen

Die CEE-Währungen zeigten sich im Jahresverlauf 2014 gegenüber dem Euro tendenziell schwächer. Während die übrigen Währungen in der CE- und SEE-Region um etwa 0,5 Prozent bis 3 Prozent nachgaben, schwächten sich vor allem der ungarische Forint (minus 6 Prozent) und der serbische Dinar (minus 5,3 Prozent) gegenüber dem Euro deutlich ab. Die stärksten Abwertungen gab es jedoch in der GUS-Region. Hier führten die Krise in der Ostukraine, der fallende Ölpreis sowie die Sanktionen gegen Russland zu heftigen Abwertungen. So gab der russische Rubel im zweiten Halbjahr 2014 fast 36 Prozent zum Euro nach (38 Prozent auf Jahressicht) und die ukrainische Hryvna im Jahresverlauf 2014 um 41 Prozent. Der Belarus Rubel zeigte sich 2014 zum Euro mit nur 1,4 Prozent Abwertung stabil, verlor 2015 bis Ende Februar allerdings zum Euro dann fast 20 Prozent. In den ersten zwei Monaten 2015 erholte sich der russische Rubel gegenüber dem Euro wieder etwas und wertete um fast 4 Prozent auf, während die ukrainische Hryvna zum Euro weiter um etwa 37 Prozent nachgab.

Entwicklung des Bankensektor in Österreich

Das schwache Wirtschaftswachstum, die geringe Profitabilität, höhere Kreditrisikovorsorgen und ein niedriges Zinsniveau machten sich im Jahr 2014 bei den europäischen Banken bemerkbar. Diesen Entwicklungen konnte sich auch der österreichische Bankensektor nicht entziehen: Das konsolidierte Periodenergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen fiel im ersten Halbjahr 2014 in Höhe von minus € 0,59 Milliarden negativ aus. Das entspricht einem Rückgang um € 1,7 Milliarden im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013. Dieser Rückgang kam vor allem aufgrund der Auswirkungen des anhaltend niedrigen Zinsumfelds sowie im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Auslandstochterbanken der Hypo Alpe-Adria und hohen Wertminderungen einer anderen Großbank zustande.

Das CEE-Geschäft bleibt weiterhin für die österreichischen Banken ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die vermehrten Gewinne der letzten Jahre vor allem in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Russland unterstreichen die Relevanz einer nachhaltigen Wachstumsstrategie in der Region. Im ersten Halbjahr 2014 erwirtschafteten die CEE-Tochterbanken österreichischer Banken insgesamt einen Nettogewinn von € 1 Milliarde.

Seit 2008 hat sich die Eigenmittelausstattung der heimischen Kreditinstitute laufend verbessert, liegt aber dennoch unter dem Durchschnitt vergleichbarer europäischer Banken. Die österreichischen Banken werden weiterhin Kapital aufbauen müssen, insbesondere hinsichtlich des Risikoprofils (z.B. Exponierung in CEE, Bestand an Fremdwährungskrediten), der herausfordernden Konjunktursituation sowie des niedrigen Zinsniveaus. Hinzu kommen höhere Markterwartungen in Bezug auf die Kapitalausstattung und strengere regulatorische Anforderungen. Die Liquiditätssituation der österreichischen Banken hat sich weiter verbessert, wobei der Anstieg des Einlagenvolumens in CEE zur Stärkung der Refinanzierungsbasis der österreichischen Tochterbanken beigetragen hat. Diese Entwicklung steht im Einklang mit der von der OeNB und der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) vorgelegten aufsichtlichen Leitlinie zur Stärkung der Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle international aktiver österreichischer Großbanken.

Regulatorisches Umfeld

Besondere Herausforderungen für die Finanzwirtschaft prägten auch das Jahr 2014 in Europa und brachten für die österreichischen Banken großen Aufwand und Belastungen mit sich.

Start der EZB-Aufsicht

Am 4.November 2014 übernahm die EZB die direkte Aufsicht über 123 bedeutende Banken in der Eurozone. Der einheitliche Aufsichtsmechanismus SSM ist ein neues System der Bankenaufsicht, das sich aus der EZB und den jeweils national zuständigen Behörden der teilnehmenden Länder zusammensetzt. In erster Linie soll es einen Beitrag zur Sicherheit und Solidität der Kreditinstitute sowie zur Stabilität des europäischen Finanzsystems leisten und eine einheitliche Aufsicht sicherstellen. Als eine dieser 123 Banken, die gemessen an den Aktiva 82 Prozent des Bankensektors im Eurogebiet repräsentieren, unterliegt die RBI als subkonsolidiertes Institut der direkten Aufsicht durch die EZB. Die RBI erwartet in diesem Zusammenhang neben deutlich gestiegenen Reporting-Anforderungen auch das verstärkte Auftreten von regulatorischen Themen mit strategischer Relevanz.

Ein Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf den Neuerungen im Hinblick auf den SSM, insbesondere auf die damit einhergehenden Bilanzprüfungen (Comprehensive Assessment) durch die EZB, die den AQR und einen europaweiten Stresstest mit sich brachten. Die von der EZB durchgeführten Prüfungen belasteten die Ressourcen des Konzerns aufgrund ihres Umfangs, ihrer Dauer und des intensiven Austauschs mit Behörden und Wirtschaftsprüfern massiv.

Bankenunion

Schon im Juli 2013 hat die Europäische Kommission ihre Vorstellungen für einen Einheitlichen Abwicklungsmechanismus für die Eurozone präsentiert. Das Verfahren soll den Single Supervisory Mechanism ergänzen. Durch den Single Resolution Mechanism (SRM) als zweite Säule der Bankenunion soll sichergestellt werden, dass Banken, die in Schwierigkeiten geraten, mit geringeren Kosten abgewickelt werden können und für diese Fälle ein einheitlicher Abwicklungsfonds zur Verfügung steht.

Der Richtlinienvorschlag zum Thema Bankensanierung und -abwicklung im Rahmen der Bankenunion sieht eine Ausweitung der Möglichkeiten der Aufsicht im Krisenfall, die Errichtung nationaler Fonds zur Abwicklung systemrelevanter Banken und den Eingriff in Gläubigerrechte vor. Dabei geht es um besonders sensible Aspekte wie die Finanzierung und Struktur dieser Fonds sowie deren Zielgröße. Das Bundesgesetz für die Sanierung und Abwicklung von Banken (BSAG) setzt die EU-Richtlinie ab 1.1.2015 in Österreich um.

Einlagensicherung (Deposit Guarantee Systems – DGS)

Als eine der Reaktionen auf die Finanzmarktkrise hatte die Europäische Kommission schon 2010 einen Richtlinien-Entwurf für ein neues, harmonisiertes und vorfinanziertes Einlagensicherungssystem mit einer fixen Zielgröße und risikoabhängigen Beiträgen präsentiert. Diese Vorschläge belassen allerdings die Entscheidung der Organisation (sektoral bzw. einheitlich) bei den jeweiligen Mitgliedstaaten. Der österreichische Gesetzgeber muss bis Juli 2015 ein entsprechendes Umsetzungsgesetz erlassen.

Geschäftsverlauf der Raiffeisen Bank International AG

Geschäftsentwicklung

Die Raiffeisen Bank International AG betrachtet Zentral- und Osteuropa (inklusive Österreich) als Heimmarkt. In Zentral- und Osteuropa (CEE) ist die RBI AG seit etwa 25 Jahren tätig und verfügt dort heute in 15 Märkten über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen. Als Universalbank zählt sie in mehreren Ländern zu den Top-5-Bankinstituten. Unterstützt wird diese Rolle durch die Marke Raiffeisen, die zu den bekanntesten Marken der Region zählt. Die RBI positioniert sich in CEE als voll integrierte Corporate- und Retail-Bankengruppe mit einem umfassenden Produktangebot. In CEE betreuten Ende 2014 rund 52.000 Mitarbeiter der RBI etwa 14,8 Millionen Kunden in rund 2.900 Geschäftsstellen.

In Österreich ist die RBI eine der führenden Kommerz- und Investmentbanken. Sie betreut vor allem österreichische, aber auch internationale Kunden sowie multinationale Großkunden, die in CEE tätig sind. Insgesamt beschäftigt die RBI rund 55.000 Mitarbeiter und verfügt über eine Bilanzsumme von rund € 122 Milliarden.

Corporates

In das Segment Corporates fällt die Betreuung österreichischer und internationaler Firmenkunden. Zu diesen zählen neben den größten Unternehmen Österreichs, westeuropäische Firmenkunden mit Geschäftsaktivitäten in Zentral- und Osteuropa, zentral- und osteuropäische Großkunden und international tätige Rohstoff- und Handelsunternehmen.

Daneben wird in Asien in den Filialen in Singapur, China und Malaysien sowie der Finanzierungsgesellschaft in Hong Kong überwiegend Handelsfinanzierungsgeschäft betrieben. Die Finance Company in den USA ist mit ausgewählten Produkten auf Nischengeschäft fokussiert.

Durch das erfolgreich etablierte "Global Account Management System" wird den zahlreichen, international agierenden Kunden der RBI AG eine gruppenweit abgestimmte Betreuung, sowie - gemeinsam mit darauf spezialisierten Produktexperten - ein umfangreiches Produktportfolio im gesamten Netzwerk grenzüberschreitend angeboten.

Ein strategischer Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2014 betraf in Österreich die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation mit dem Ziel, das Geschäftspotenzial mit den Kunden bestmöglich auszuschöpfen und gleichzeitig Synergie- und Effizienzsteigerungspotenziale zu nutzen. Die Geschäftsbereiche Corporate Customers und Network Corporate Customers & Support wurden in einen neuen Bereich "Corporate Customers" zusammengeführt, in welchem das gruppenweite Relationship Management aller Kunden nun gebündelt wahrgenommen wird. Zudem wurde der industriespezifische Betreuungsansatz durch Ausbau der Industrieexpertise weiter gestärkt.

Durch die Einrichtung eines eigenen Produktbereiches für Trade Finance & Transaction Banking wurde die Produktexpertise in der Exportfinanzierung, dem Garantie- und L/C Geschäft sowie im Cash Management gebündelt, um das Cross-Selling Potenzial bestmöglich auszuschöpfen und gleichzeitig das Kosten- und Ertragsverhältnis weiter zu optimieren.

Im Produktbereich Corporate Finance, wo die Projekt- und Immobilienfinanzierung, geförderte Investitionsfinanzierung und Public Finance zusammengefasst sind, liegt der Schwerpunkt auf der Strukturierung komplexer, gruppenweiter Finanzierungen.

Neben der gezielten Anwendung strategischer Sales-Instrumente (Group Account Planning) auf Gruppenebene wurden daran anknüpfende Sales-Initiativen, etwa im Bereich Trade Finance bzw. in den Bereichen Investment Banking und Capital Markets erfolgreich fortgesetzt.

Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes konnte auf der Ertragsseite ein mit den Vorjahren vergleichbares Ergebnis erzielt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung leisteten im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl der Corporate Finance als auch Capital Markets Bereich. Weiters konnte die RBI ihre Position als führendes Haus im Segment Debt Capital Markets weiter stärken, wobei vor allem die maßgebliche Rolle bei der Begebung von Schuldscheindarlehen bzw. bei österreichischen Senior Bond Emissionen hervorzuheben ist.

Negativ beeinflusst wurde die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch durch das Risikoergebnis. Neben einer durchschnittlichen Entwicklung der Risikofälle unter den österreichischen Kunden, waren Kreditrisikovorsorgen in größerem Ausmaß bei zentral- und osteuropäischen Kunden und im Asiengeschäft zu bilden.

Financial Institutions & Sovereigns

Für den Bereich Financial Insitutions & Sovereigns waren weite Teile des Geschäftsjahres 2014 geprägt von den Konflikten zwischen Russland, der Ukraine und der EU sowie den aufgrund der Sanktionen entstandenen negativen Einflüssen auf die Märkte in der CEE/CIS Region. Weiters wurde der Geschäftsgang durch die Null-Zinspolitik und die massive Bereitstellung von Liquidität durch die EZB beeinflusst.

Wie bereits in den Vorjahren stand auch 2014 im Geschäft mit Financial Institutions & Sovereigns die Orientierung der Vertriebsaktivitäten auf eigenkapital- und liquiditätsschonende Bankprodukte im Vordergrund. Hervorzuheben sind hier die Mandatierungen bei Kapitalmarkttransaktionen großer europäischer Banken, die durchwegs erfolgreich platziert werden konnten, als auch das Geschäft mit Asset Based Finanzierungen, welches sich weiterhin positiv entwickelte. Neben den Kapitalmarkttransaktionen waren es einmal mehr kapitalschonenden Produkte im Bereich der Handelsfinanzierung und im Zahlungsverkehr, die einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg leisteten. Hier machte sich die Krise zwischen Russland und der Ukraine in Form von erhöhtem Absicherungsbedarf bei Exporten bemerkbar. Die Sanktionen der EU gegenüber Russland zeigten Ihre Auswirkungen auch in Form von erhöhtem Analysebedarf bei einzelnen Transaktionen, um Sanktionsverstöße zu vermeiden, sowie dem Rückzug aus einzelnen Geschäftsfeldern, die sanktionsbedingt momentan nicht bedient werden können.

Durch das gut diversifizierte Portfolio an Kunden und Märkten in Financial Institutions & Sovereigns konnte der negative Einfluss daraus aber durch erhöhtes Engagement in anderen Regionen deutlich ausgeglichen werden.

Das traditionelle Kreditgeschäft mit Financial Institutions war weiterhin gekennzeichnet von der klaren Fokussierung auf gute Kundenbeziehungen mit hohem Cross-selling Potential und einer entsprechend selektiven Transaktionsauswahl.

Capital Markets

Die anhaltend expansive Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken führte im Jahresverlauf in den meisten Industriestaaten, insbesondere auch in den USA und der Eurozone, zu einem deutlichen Rückgang des allgemeinen Anleihe-Renditeniveaus und sinkenden Risikoprämien. Die Währungsmärkte waren durch einen vor allem im zweiten Halbjahr stark aufwertenden US Dollar geprägt, bei gleichzeitiger Währungsschwäche in mehreren Emerging Markets, die in Russland gegen Jahresende einen Extrempunkt erreichte. Trotz dieses schwierigen Umfeldes konnte Capital Markets wieder ein stabiles Ergebnis erzielen.

Erfolgreich umgesetzt wurde die Neuausrichtung der Handelszuständigkeiten in der RBI Gruppe. Durch die Etablierung zentraler Market Maker als auch durch die Bündelung der Geschäfte mit einem höheren Komplexitätsgrad in der RBI Österreich erzielen wir Skaleneffekte und können effizienter auf Marktveränderungen reagieren. Weiters wurde der Vertrieb von Capital Markets Produkten durch Aufgliederung in Corporate Sales und Institutional Sales den speziellen Bedürfnissen der jeweiligen Kundengruppe angepasst.

Im Kontext der weiterhin negativen Entwicklung von Geldmarktzinsen konnten attraktiv gestaltete Geldmarktprodukte bei Firmenkunden und institutionellen Kunden platziert werden. Der Fremdwährungshandel verzeichnete ein gutes Ergebnis. Im Bereich Securities Finance wurde das Wertpapierleihegeschäft forciert, wobei die Laufzeiten weiter verkürzt wurden, so dass offene Geschäfte dominierten.

Im Fixed Income Bereich hält der Trend zum elektronischen Handel an. Unternehmen nutzten das niedrige Zinsumfeld für Sicherungsgeschäfte unterstützt durch unsere maßgeschneiderten Advisory Services.

Treasury

Für die mittel- bis langfristige Refinanzierung nutzte die RBI das "EUR 25.000.000.000 Debt Issuance Program". Im Rahmen dieses Programmes können Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Strukturen ausgegeben werden. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Anleihen darf dabei €25 Milliarden nicht überschreiten. Per Jahresultimo 2014 waren in Summe € 10 Milliarden Anleihen aushaftend.

Auch im Jahr 2014 setzte die RBI AG ihren Funding-Plan zügig überwiegend mit kleinvolumigen Privatplatzierungen in der Gesamthöhe von rund € 2,9 Milliarden und einer gewichtete Laufzeit von rund 5 Jahren um. Davon wurden rund € 1,5 Milliarden in Form von Anleihen platziert und der restliche Betrag erfolgte in Form von langfristigen Einlagen. Anfang Februar nutzte die RBI AG das freundliche Marktumfeld und emittierte eine weitere € 500 Millionen Tier 2 Anleihe mit einem Kupon von 4,5 Prozent und einer Laufzeit von 11 Jahren mit dem Kündigungsrecht erstmalig nach sechs Jahren. Der Aufschlag entsprach 330 Basispunkten über € Mid-Swap.Zweigniederlassungen und Repräsentanzen

Die RBI AG verfügt über insgesamt sieben Filialen in Frankfurt, London, Singapur, Peking, Xiamen (China), Labuan (Malaysien) sowie Hong Kong.

Nach Umwandlung der Frankfurter Repräsentanz in eine Filiale im Jahr 2013 wurde die Beratung und Strukturierung verschiedener Formen der Forderungsfinanzierung sowie die lokalen Aktivitäten der Vertriebsunterstützung für die RBI Gruppe im Geschäft mit Tochterunternehmen deutscher Firmenkunden insbesondere in Zentral- und Osteuropa weiter ausgebaut. Dadurch konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vielzahl von Forderungsfinanzierungsmandaten für Kunden in den verschiedenen Fokusmärkten der RBI gewonnen und umgesetzt werden. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen gewinnt die Vertriebsunterstützung im Firmenkundengeschäft für das Netzwerk der RBI Gruppe zusätzlich an Bedeutung und erfüllt damit die steigende Anforderung deutscher mittelständischer Firmenkunden nach Ansprechpartnern in Deutschland.

Die Niederlassung in London wurde bereits 1989 gegründet und leistet einen wesentlichen Beitrag in der Unterstützung für die Platzierung von Kapitalmarktprodukten der RBI Gruppe. Viele internationale Investoren haben ihren Sitz in London. Insbesondere die sehr ausgeprägte CEE-Expertise der RBI AG ist für diese Investoren interessant. Auch 2014 konnte das Neugeschäftsvolumen im Primärmarktgeschäft deutlich gesteigert, und weitere Investorengruppen am Londoner Markt für die RBI AG gewonnen werden. Darüber hinaus verfügt die Filiale über einen Corporate Desk, zur Unterstützung britischer und irischer Kommerzkunden insbesondere bei deren CEE-Engagement.

In Asien wird die Geschäftsentwicklung als Folge hoher Kreditrisikovorsorgen negativ beeinflusst. Um das Geschäftsmodell an das herausfordernde Marktumfeld anzupassen, wird der geschäftspolitische Schwerpunkt weiterhin auf Handelsfinanzierungen gelegt. Weitere Maßnahmen betreffen Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen, sowohl durch die geplante Schließung der Filiale Xiamen und der Repräsentanz Harbin, als auch durch organisatorische Straffung der Filialen.

Neben den Filialen ist die RBI AG auch durch Repräsentanzen in Paris, Stockholm, New York, Mumbai, Seoul, Ho Chi Minh City und China (Zhuhai, Harbin) vertreten.

Die lokale Expertise der Repräsentanzen stellen in einem Umfeld globaler Wirtschaftsbeziehungen und zunehmender regulatorischer Erfordernisse eine wichtige Informationsquelle sowie Unterstützungsfunktion für die umfassende Kundenbetreuung in der RBI AG sowie dem gesamten Netzwerk in CEE dar.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) sank im Geschäftsjahr 2014 um € 8,3 Milliarden oder 12,0 Prozent auf € 60,7 Milliarden.

Aktivseitig reduzierte sich die Barreserve aufgrund einer niedrigeren Veranlagung von kurzfristiger Liquidität bei der EZB/OeNB im Jahresvergleich um € 0,1 Milliarden auf € 0,6 Milliarden, während die Schuldtitel öffentlicher Stellen um € 2,2 Milliarden auf € 4,7 Milliarden stiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von liquiden und qualitativ hochwertigen europäischen Staatsanleihen im Finanzanlagevermögen.

Die Forderungen an Kreditinstitute nahmen um 35,9 Prozent oder € 8,5 Milliarden auf insgesamt € 15,2 Milliarden ab. Der Rückgang ist zu einem großen Teil auf eine Abnahme der Forderungen gegenüber inländischen Kreditinstituten in Höhe von € 5,0 Milliarden zurückzuführen. Davon entfallen € 4,0 Milliarden auf die bis Mitte Dezember bei der RZB AG gehaltene Liquiditätsreserve,

Die Forderungen an Kunden sanken um 4,4 Prozent oder € 1,1 Milliarden auf € 24,2 Milliarden. Die Hälfte des Rückgangs resultierte überwiegend aus einer Reduktion des Kundenportfolios im asiatischen Raum. Der Anteil der Forderungen an ausländische Kunden lag zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 73 Prozent.

Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere reduzierten sich durch den Verkauf und die Tilgung von Wertpapieren vorwiegend im Umlaufvermögen gegenüber dem Vorjahr auf € 1,7 Milliarden um 42 Prozent oder € 1,2 Milliarden. Reinvestiert wurden diese Volumina vorwiegend in qualitativ hochwertige europäische Staatsanleihen im Finanzanlagevermögen. Das Volumen an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren blieb mit € 0,1 Milliarden unverändert.

Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierte sich um 8,7 Prozent oder € 0,7 Milliarden auf € 8,1 Milliarden. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung eines verbundenen Tochterunternehmens.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,2 Milliarden oder um 26,7 Prozent auf € 5,9 Milliarden. Der Hauptgrund für diesen starken Anstieg liegt in den Handelsbuchderivaten, wo es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Geschäftsausweitungen und damit Nominalerhöhungen im Bereich von Zins- und Währungsderivaten gekommen ist.

Passivseitig zeigten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Rückgang von 28,3 Prozent auf € 21,2 Milliarden, was auf eine deutliche Reduktion der Geldmarktgeschäfte zurückzuführen ist. Davon entfallen € 4,0 Milliarden auf die bis Mitte Dezember bei der RZB AG gehaltene Liquiditätsreserve, die in der Vergangenheit wieder an die RBI AG weiter gereicht wurde, weitere € 2,0 Milliarden resultieren aus der Entscheidung der RZB AG, die Liquiditätsreserve des Raiffeisensektors nicht mehr über die RBI AG sondern direkt in hochwertige liquide Wertpapiere zu veranlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellten mit 35 Prozent der Bilanzsumme nach wie vor den größten Anteil an der Refinanzierungsbasis der RBI AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilten sich mit 49 Prozent auf inländische und mit 51Prozent auf ausländische Banken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wiesen zum Bilanzstichtag mit € 15,3 Milliarden einen um € 1,0 Milliarden höheren Wert auf, was vor allem auf ein höheres Volumen an Geldmarktgeschäften zurückging. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kunden lag dabei mit 53 Prozent unter jenem des Vorjahres.

Die Posten Verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital gemäß CRR sanken im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent oder € 1,8 Milliarden auf € 11,5 Milliarden. Die im Jahresabschluss 2013 ausgewiesenen Nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3,2 Milliarden wurden aufgrund der Änderung der Anlage 2 zu Artikel I § 43, Teil 1 BWG auf die Positionen Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (€ 2,8 Milliarden), Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (€ 0,1 Milliarden) und Verbriefte Verbindlichkeiten (€ 0,3 Milliarden) umgegliedert. Das Platzierungsvolumen der Neuemissionen betrug im Jahr 2014 € 1,6 Milliarden (2013: € 3,3 Milliarden), denen im Jahr 2014 Abgänge von verbrieften Verbindlichkeiten

von € 3,5 Milliarden aus Tilgungen und Konfudierungen gegenüberstehen. Weiters waren zum Stichtag kurzfristige Geldmarktzertifikate in Höhe von € 0,5 Milliarden (2013: € 0,4 Milliarden) aushaftend.

Im Jänner 2014 erfolgte eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital durch Ausgabe von 97.473.914 Stück neuer Aktien. Diese wurde in zwei Tranchen am 22. Jänner und 10. Februar unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts durchgeführt. Aus dem Emissionserlös in Höhe von € 2.778 Millionen resultierte ein Agio in Höhe von € 2.481 Millionen, das unter den gebundenn Kapitalrücklagen ausgewiesen wird. Aufgrund der dadurch erfolgten Stärkung der Kapitalbasis erhielt die RBI die Beweilligung der FMA, das gesamte Partizipationskapital zurückzuzahlen.

Im Geschäftsjahr wurde das gesamte Partizipationskapital in Höhe von € 2,5 Milliarden zurückgeführt. Darin enthalten war auch das durch die Republik Österreich im Zusammenhang mit dem Finanzmarktstabilitätsgesetz gezeichnete Partizipationskapital aus dem Jahr 2009 in Höhe von € 1,75 Milliarden. Aufgrund des im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrags wird die RBI AG im Jahr 2015 keine Ausschüttung für das Partizipationskapital für das Geschäftsjahr 2014 ausbezahlen.

Mit Inkrafttreten von Basel III haben sich die Bestimmungen zu den Eigenmitteln und Eigenmittelerfordernissen stark geändert. Die angeführten Zahlen sind daher mit den Vorjahreswerten nur bedingt vergleichbar. Der Gesamtrisikobetrag zum Jahresende 2014 betrug € 36,9 Milliarden, wovon € 28,8 Milliarden auf das Kreditrisiko und € 2,7 Milliarden auf das operationelle Risiko entfielen. Weitere Eigenmittelanforderungen ergaben sich aus dem Marktrisiko (€ 1,5 Milliarden), dem Basel I - Floor (€ 3,5 Milliarden) sowie dem CVA-Risiko (€ 0,4 Milliarden). Der Gesamtrisikobetrag ist gegenüber dem Vorjahr um rund € 1,9 Milliarden gestiegen. Das harte Kernkapital (CET1-Kapital) betrug zumJahresende 2014 € 6,0 Milliarden (31.12.2013: € 6,6 Milliarden) und das Ergänzungskapital € 3,6 Milliarden (plus € 0,3 Milliarden). Insgesamt beliefen sich die Eigenmittel auf € 9,6 Milliarden, ein Rückgang von € 0,4 Milliarden gegenüber dem Vorjahr. Daraus ergaben sich eine CET1-Quote und Kernkapitalquote von 16,2 Prozent (2013: 18,7 Prozent) und eine Gesamtkapitalquote von 25,9 Prozent (2013: 28,4 Prozent). Die Eigenmittelüberdeckung lag bei € 6,6 Milliarden und ging somit um € 0,6 Milliarden zurück.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2014 verzeichnete der Nettozinsertrag der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) einen Anstieg um 16 Prozent oder € 82 Millionen auf € 580 Millionen. Dies ist im Wesentlichen auf einen geringeren Zinsaufwand für eigene Emissionen und auf die sukzessive Rückführung von überschüssiger Liquidität zurückzuführen.

Die um € 378 Millionen auf € 395 Millionen gesunkenen Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen ergaben sich überwiegend aus dem Rückgang der Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen um 49 Prozent oder € 379 Millionen, der durch gesunkene Dividendenerträge verbundener Unternehmen im Jahr 2014 resultierte.

Der Saldo aus Provisionserträgen und -aufwendungen verzeichnete einen Rückgang von € 9,9 Millionen auf € 194,7 Millionen. Dabei entfiel der Hauptanteil am Provisionsergebnis von 40 Prozent auf das Garantiegeschäft (€ 78,3 Millionen), gefolgt vom Wertpapiergeschäft mit 33Prozent (€ 64,9 Millionen).

Der Saldo der Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften ergab ein positives Ergebnis in Höhe von € 29,4 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war dies ein leichter Anstieg um 5 Prozent. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem positiven Bewertungsergebnis von zinsbezogenen Derivatgeschäften sowie von aktien- und indexbezogenen Geschäften. Dem stehen negative Ergebnisse vor allem aus den Kapitalgarantien gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um € 71,6 Millionen auf € 188,5 Millionen. Unter der Position waren Erträge aus diversen Leistungen gegenüber Netzwerkbanken und der Muttergesellschaft RZB AG sowie Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen für Derivate im Bankbuch ausgewiesen.

Die Betriebserträge erreichten einen Wert von € 1.387,7 Millionen, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 14,4Prozent bedeutet.

Dem gegenüber zeigten die gesamten Betriebsaufwendungen einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent auf € 689,4 Millionen. Der Personalaufwand reduzierte sich von € 271,8 Millionen auf € 268,6 Millionen und resultiert aus geringeren Aufwänden für Rückstellungen für Bonifikationen.

Der Sachaufwand zeigte einen Anstieg um € 46,5 Millionen oder 17,2 Prozent auf € 316,3 Millionen. Die Ausgaben für Sachaufwand umfassten im Wesentlichen die Ausgaben für IT und Mieten sowie Honorarkosten für Beratungen und Prüfungen. Im Sachaufwand sind darüber hinaus Kosten in Höhe von € 24,8 Millionen enthalten, die aus der Kapitalerhöhung im Jänner 2014 resultieren.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände reduzierten sich um 9,5 Millionen auf € 13,6 Millionen.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in der RBI AG um € 52,7 Millionen auf € 90,9 Millionen im Jahr 2014. Dies resultiert vor allem aus höheren Dotationen für Drohverlustrückstellungen für Bankbuchderivate in Höhe von € 30,4 Millionen (2013: € 6,0 Millionen).

Nach Abzug der gesamten Betriebsaufwendungen von den Betriebserträgen ergab sich in der RBI AG ein Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 698,3 Millionen, was gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 einen Rückgang um 31,4 Prozent oder € 319,4 Millionen bedeutete.

Demzufolge errechnete sich eine Cost/Income Ratio von 49,7 Prozent (Vorjahr: 37,2 Prozent).

Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und bestimmten Wertpapieren ergab einen negativen Saldo in Höhe von € 505,9 Millionen im Jahr 2014 (2013: € 307,9 Millionen), welcher im Wesentlichen aus höheren Einzelwertberichtigungen auf bzw. Direktabschreibungen von Forderungen in Höhe von € 518,8 Millionen (2013: € 271,7 Millionen) bzw. € 1,1 Millionen (2013: € 15,7 Millionen) zurückzuführen ist. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Wertberichtigungsbedarf in Asien. Der Anstieg des Bewertungs- und Veräußerungsergebnisses aus Wertpapieren und Derivaten resultiert aus einem höheren Veräußerungsergebnis von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von € 6,4 Millionen (2013: € 5,5 Millionen) sowie einem niedrigeren negativen Bewertungsergebnis aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von € 20,5, Millionen (2013: € 40,1 Millionen). Das negative Kurs- und Bewertungsergebnis aus Bankbuchderivaten hat sich hingegen von minus € 8,2 Millionen auf minus € 0,9 Millionen in 2014 verringert.

Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Finanzanlagen veränderte sich von minus € 100,6 Millionen in 2013 auf minus € 869,8 Millionen in 2014. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch die außerplanmäßige Abschreibung eines verbundenen Tochterunternehmens. Somit ergab sich ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) für das vergangene Geschäftsjahr in Höhe von € 677,3 Millionen.

Daraus resultierte ein negativer Return on Equity vor Steuern (2013: 9,0 Prozent).

Die Steuern aus Einkommen und Ertrag wiesen 2014 einen Aufwand in Höhe von € 9,4 Millionen (2013: Ertrag in Höhe von € 32,7 Millionen) auf. Der Ertragssaldo im Vorjahr ergab sich aus einer positiven Steuerumlage von der Raiffeisen Zentralbank AG als Gruppenträger in Höhe von € 45,0 Millionen.

Der Aufwand für Sonstige Steuern beträgt € 116,9 Millionen (2013: € 104,8 Millionen), im Wesentlichen verursacht durch die Stabilitätsabgabe für Banken in Höhe von € 87,9 Millionen (2013: € 102,7 Millionen) sowie durch die im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung angefallenen Gesellschaftssteuer in Höhe von € 27,8 Millionen.

Als Return on Equity nach Steuern errechnete sich ein negativer Wert (2013: 7,9 Prozent).

Der Jahresfehlbetrag 2014 betrug € 803,6 Millionen (2013: Jahresüberschuss in Höhe von € 537,2 Millionen). Die Gewinnrücklagen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert (2013: Zuführung in Höhe von € 37,6 Millionen).

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von € 2,4 Millionen ergibt sich ein Bilanzverlust von € 801,2 Millionen (2013: Bilanzgewinn in Höhe von € 300,7 Millionen).

Gewinnverteilungsvorschlag

Infolge des Bilanzverlustes der RBI AG wird für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende auf das Partizipationskapital bzw. auf Aktien ausgeschüttet.

Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte

Die folgenden Angaben decken die Bestimmungen des § 243a Abs 1 UGB ab:

(1) Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2014 € 893.586.065,90 und ist in 292.979.038 auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stammaktien aufgeteilt. Davon sind zum Stichtag 31. Dezember 2014 537.295 Stück eigene Aktien, sodass sich zum Bilanzstichtag 292.374.521 Aktien im Umlauf befanden. Im Berichtsjahr wurde eine Kapitalerhöhung von 97.473.914 Aktien zum Ausgabepreis von € 28,50 durchgeführt. Das Grundkapital erhöhte sich dadurch um € 297.295.437,70. Für detaillierte Angaben wird auf Erläuterung (34) Eigenkapital im Anhang verwiesen.

(2) Die Satzung enthält keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt.

(3) Die RZB AG hält über ihre 100-Prozent-Tochter Raiffeisen International Beteiligungs GmbH und andere Tochtergesellschaften indirekt rund 60,7 Prozent (2013: 78,5 Prozent) am Grundkapital an der Gesellschaft. Die restlichen Aktien der RBI AG befinden sich im Streubesitz. Dem Vorstand sind hier keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die zumindest 10 Prozent betragen.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, die direkt und indirekt mit insgesamt rund 82,4 Prozent an der RZB AG beteiligt ist. Der direkte Anteil beträgt rund 3,9 Prozent, der indirekte Anteil rund 78,5 Prozent. Dieser wird über die 100-Prozent-Tochter R-Landesbanken-Beteiligung GmbH gehalten.

(4) Laut Satzung der Gesellschaft wird der RZB AG das Recht auf Entsendung von bis zu einem Drittel der von der Hauptversammlung zu wählenden Mitglieder des Aufsichtsrats eingeräumt, solange sie eine Beteiligung am Grundkapital hält. Darüber hinaus bestehen keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern.

(5) Es besteht keine Stimmrechtskontrolle bei einer Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer.

(6) Laut Satzung können Personen, die das 68. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Vorstands bestellt oder für eine weitere Funktionsperiode wiederbestellt werden. Für den Aufsichtsrat gilt, dass Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, nicht zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt oder für eine weitere Funktionsperiode wiedergewählt werden können. Mitglied des Aufsichtsrats kann ferner keine Person sein, die insgesamt bereits acht Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften innehat. Der Vorsitz im Aufsichtsrat einer börsenotierten Gesellschaft zählt dabei doppelt. Von dieser Beschränkung kann die Hauptversammlung durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen absehen, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Jede zur Wahl bestellte Person, die mehr Aufsichtsratsmandate oder -vorsitze in börsenotierten Gesellschaften innehat, hat dies der Hauptversammlung gegenüber offenzulegen. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (zum Entsendungsrecht der RZB AG siehe oben unter Punkt (4)). Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen fasst. In Fällen, in denen das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, erfolgt dies mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Aufgrund dieser Bestimmung können Aufsichtsratsmitglieder mit einfacher Mehrheit vorzeitig abberufen werden. Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen. Dieses Recht kann an Ausschüsse delegiert werden. Darüber hinaus bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

(7) Der Vorstand ist seit der Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 gemäß § 169 Aktiengesetz (AktG) ermächtigt, bis längstens 25. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital – allenfalls in mehreren Tranchen – um bis zu € 446.793.032,95 durch Ausgabe von bis zu 146.489.519 Stück neuen, auf Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts durch ein Kreditinstitut gemäß § 153 (6) AktG) und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage erfolgt und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten (Bezugsrechtsausschluss). Die bisherige, teilweise ausgenützte Ermächtigung vom 26. Juni 2013 gemäß § 169 AktG (genehmigtes Kapital) wurde widerrufen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu € 119.258.123,20 durch Ausgabe von bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,

als von einem unentziehbaren Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird, das die Gesellschaft den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, auf Aktien einräumt, und der Vorstand nicht beschließt, eigene Aktien zuzuteilen. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2013 ermächtigt, gemäß § 174 (2) AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der gegenständlichen Beschlussfassung durch die Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2.000.000.000,- mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf bis zu 39.101.024 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 119.258.123,20 verbunden ist, auszugeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen. Bis dato wurden keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 4 und Z 8 AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und gegebenenfalls einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke – mit Ausnahme des Wertpapierhandels – durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der geringste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt € 1 pro Aktie, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der der Ausübung dieser Ermächtigung vorangegangenen 10 Handelstage liegen. Der Vorstand wurde weiters gemäß § 65 (1b) AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung der eigenen Aktien eine andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Diese Ermächtigung gilt für die Dauer von 5 Jahren ab dem Datum dieser Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Juni 2019. Das Bezugsrecht der Aktionäre darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn die Verwendung der eigenen Aktien als Gegenleistung für eine Sacheinlage, beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zum Zweck der Durchführung des Share Incentive Program (SIP) der Gesellschaft für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfolgt. Weiters kann für den Fall, dass Wandelschuldverschreibungen auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Juni 2013 ausgegeben werden, das Bezugsrecht der Aktionäre auch ausgeschlossen werden, um (eigene) Aktien an solche Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die von dem ihnen gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen gewährten Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Seit der Ermächtigung im Juni 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2014 ermächtigte ferner den Vorstand nach den Bestimmungen des § 65 (1) Z 7 AktG, zum Zweck des Wertpapierhandels, der auch außerbörslich durchgeführt werden darf, für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung, sohin bis zum 3. Dezember 2016, eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5 Prozent des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Gegenwert der zu erwerbenden Aktien darf die Hälfte des Schlusskurses an der Wiener Börse am letzten Handelstag vor dem Erwerb nicht unterschreiten und das Doppelte dieses Schlusskurses nicht überschreiten. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen durch die Gesellschaft, mit ihr verbundene Unternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Diese Ermächtigung ersetzt die in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 beschlossene Ermächtigung zum Zweck des Wertpapierhandels.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde in der am 9. Juni 2009 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats, auch in mehreren Tranchen, Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter gemäß § 174 AktG mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu € 2 Milliarden nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Genussrechtsbedingungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass Genussrechte aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen keine Stimmrechte oder sonstigen Mitgliedschaftsrechte gewähren. Die Ausgabe von Genussrechten hat daher keine Veränderung der aktienrechtlichen Beteiligungsstruktur und der Stimmrechte der Aktionäre zur Folge. Die Gesellschaft beschloss am 15. Juli 2009, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten in Höhe von € 600 Millionen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom Juni 2009 zu stärken. Im Zuge der Verschmelzung der Hauptgeschäftsfelder der RZB AG mit der Raiffeisen International zur nunmehrigen RBI AG mit Wirksamkeit zum 10. Oktober 2010 wurden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der übernehmenden und der übertragenden Gesellschaft hinfällig. Dies betrifft auch das Genussrechtskapital in Höhe von € 600 Millionen, das zur Gänze von der RZB AG gezeichnet worden war. Diese Ermächtigung ist am 8. Juni 2014 erloschen, ohne dass weitere Genussrechte ausgegeben wurden.

(8) Es bestehen folgende bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden:

Die RBI AG ist als Tochterunternehmen der RZB im Rahmen der gruppenweiten D&O-Versicherung der RZB mitversichert. Der Versicherungsschutz besteht bei einer Verschmelzung mit einem anderen Rechtsträger der RZB-Gruppe weiterhin. Im Fall einer Verschmelzung mit einem Rechtsträger außerhalb der RZB-Gruppe scheidet die RBI AG zum Zeitpunkt der Verschmelzung aus dem gruppenweiten Versicherungsschutz aus. In diesem Fall besteht Versicherungsschutz nur für vor der Verschmelzung begangene Pflichtverletzungen.

  • Das SIP der Gesellschaft sieht bei einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle Folgendes vor: "Kommt es während der Wartefrist (Vesting Period) zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle oder zu einer Fusion, ohne dass der Zusammenschluss ausschließlich Tochtergesellschaften betrifft, so verfallen alle bedingten Aktien zum Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien der RBI AG und der tatsächlichen Verfügungsmöglichkeit des Investors über die Anteile bzw. zum Zeitpunkt der Fusion ersatzlos. Für die verfallenen bedingten Aktien wird eine Entschädigungszahlung vorgenommen. Der ermittelte Entschädigungsbetrag wird mit der nächstmöglichen Gehaltsabrechnung ausbezahlt."
  • Ferner sieht ein von der RBI AG bezüglich einer Tochterbank mit einem Mitaktionär abgeschlossener Syndikatsvertrag vor, dass dieser bei einem Kontrollwechsel automatisch endet.
  • Die mit der RZB AG abgeschlossene Markenvereinbarung zur uneingeschränkten Verwendung des Namens und des Logos "Raiffeisen Bank International" für unbestimmte Zeit in allen Jurisdiktionen, in denen die Marke jetzt oder zukünftig registriert ist, sieht ein Kündigungsrecht bei einem Kontrollwechsel vor.
  • Refinanzierungsverträge der Gesellschaft und Verträge über Finanzierungen Dritter an Tochtergesellschaften, die von der Gesellschaft garantiert werden, sehen im Fall eines Kontrollwechsels vor, dass die Kreditgeber eine vorzeitige Rückzahlung der Finanzierungen verlangen können.

(9) Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personalbericht

Die RBI AG beschäftigte per 31.12.2014 2.093 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (gemessen in Vollzeitäquivalenten, exklusive in andere Konzernunternehmen entsandte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) was gegenüber 2013 (2.081 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) eine Steigerung von 0,9 Prozent ergibt. Der traditionell sehr hohe Anteil an Mitarbeiterinnen an der Gesamtbelegschaft lag weiter bei 44,7 Prozent. Im Sinne einer möglichst optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die RBI AG neben einer variablen Arbeitszeit ohne Kernzeit auch Telearbeit und eine Reihe Teilzeitmodelle an. Auch der Papamonat wurde in der RBI AG eingeführt und schon von einigen Vätern genutzt, um nach der Geburt des Kindes bei der Familie zu sein. Immer mehr Väter gehen auch für mehrere Monate in Karenz.

Nachbesetzungen wurden vor allem in kritischen Funktionen getätigt, um fluktuationsbedingte Abgänge zu ersetzen. Die Fluktuationsrate betrug im Berichtszeitraum 6,9 Prozent (2013: 6,2 Prozent).

Talent Management und Führungskräfteentwicklung

Auch im Berichtsjahr 2014 wurde ein starker Fokus auf Talent Management gesetzt. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der Sicherstellung eines hohen Standards zur Identifikation von Talenten, insbesondere durch so genannte Kalibrierungs-Meetings, und auf einer Qualitätssteigerung der individuellen Entwicklungspläne.

2014 wurden auch der Nominierungsprozess für das Young Potential Programm an den Talent Management Prozess angepasst und ein neues Programm (SGL! Talent Lab) für die zukünftigen Führungstalente entwickelt.

Im Bereich der Führungskräfteentwicklung wurde das Basic Leadership Program für neue Führungskräfte neu aufgestellt, um einen wirksameren Transfer der Trainingsinhalte mit der Führungspraxis sicherzustellen. Darüber hinaus wurden die Instrumente Mentoring und Coaching verstärkt eingesetzt; es wurden intern neue Mentoren ausgebildet und eingesetzt.

Fachausbildung (Professional Development)

Bei der fachlichen Weiterentwicklung lag 2014 besonderes Augenmerk darauf, die zeitlichen und budgetären Ressourcen möglichst punktgenau für strategische Ziele und Initiativen zu nutzen. Während das Portfolio und die Teilnehmerzahlen an Standard-Trainings auch am Standort Wien leicht zurückgingen, wurde verstärkt in geschäftskritische Themenfelder wie z.B. Prozessoptimierung investiert. Die Qualifizierung unserer Top-Führungskräfte und Schlüsselpersonen hinsichtlich "fit & proper" sowie verpflichtende Trainings zu Compliance-Themen waren weitere Schwerpunkte.

Alternative Lernformen wie eLearning, aber auch funktionsübergreifende und internationale Rotations- und Austauschprogramme besonders für identifizierte Talente und "High Potentials", wurden weiter ausgebaut. So hat die RBI am "International Young Potentials Program", das 2014 mit neun teilnehmenden Netzwerkbanken bereits zum vierten Mal erfolgreich gestartet wurde, teilgenommen.

Entwicklungen im Kompensationsbereich

Nach wie vor war ein beträchtlicher Teil der HR-Kapazitäten 2014 mit der Umsetzung spezieller Regulierungen für Vergütungssysteme im Bankenbereich gebunden, weil neue Bestimmungen ("technical standards" der EBA) in Kraft traten. Dies erforderte eine Anpassung und Umsetzung interner Regeln betreffend die Evaluierung aller zur RBI AG gehörenden Zweigstellen nach Risikokriterien, um zu ermitteln, in welchem Umfang die Vergütungsregeln zur Anwendung gelangen, und betreffend die Identifikation jener Positionen, die den restriktiven Entlohnungsbestimmungen des BWG unterliegen.

Das negative Ergebnis der RBI AG hatte eine deutliche Auswirkung auf die variable Kompensation für das Geschäftsjahr 2014. Entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen entfielen Bonuszusagen bzw. wurden sie für das Management, Mitarbeiter des "Identified Staff" und andere Mitarbeiter differenziert gekürzt (vorbehaltlich allfälliger anders lautender Entscheidung der Aufsichtsbehörden noch vor dem Zahlungstermin). Die Rückstellungen dafür fielen daher entsprechend niedriger aus als in den Vorjahren.

Insgesamt verringerte sich der Personalaufwand im Jahresvergleich um 3,3 Prozent.

Schwerpunkt Mitarbeiterbefragung

Im Jahr 2014 wurde erstmals ein konzernweites Befragungsprojekt gestartet, um Daten konzernintern vergleichbar zu machen und Kosten zu reduzieren. Dieses wurde gemeinsam mit der HAY Group, einem globalen, auf Personalthemen spezialisierten Beratungsunternehmen, durchgeführt. An dieser hat auch die RBI AG im zweiten Quartal teilgenommen.

Neben den beiden zentralen Faktoren Mitarbeiter Engagement (das Commitment zum Unternehmen und die Bereitschaft zum freiwilligen Mehreinsatz) und Mitarbeiter Enablement (das Vorhandensein eines erfolgsfördernden Umfelds) wurden zwölf weitere Dimensionen – z.B. Qualität und Kundenorientierung, Zusammenarbeit, Strategische Ausrichtung, Leistungsorientierung und Training - erhoben.

Die Beteiligung von 70,1 Prozent bei der letzten Befragung 2011 stieg auf 75 Prozent. Bei der Planung von Verbesserungsmaßnahmen wurde auf die direkte Einbindung der Mitarbeiter großer Wert gelegt. Die Aufarbeitung und Maßnahmenplanung erfolgte auf 3 Ebenen: Erstens Aufarbeitung auf der jeweiligen Unit Ebene, zweitens auf der Gesamtbankebene für vom Vorstand als Priorität für das Gesamtunternehmen definierten Themen und drittens Aufarbeitung im Rahmen des Teilprojektes "arbeitspsychologische Evaluierung von Belastungen am Arbeitsplatz".

Nachhaltigkeitsmanagement in der RBI

In der RZB-Gruppe – die RBI ist hiervon ein wesentlicher Bestandteil – bilden wirtschaftliche, ökologische und soziale Verantwortung eine Einheit. Seit der Gründung durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist nachhaltiges Handeln Programm und Selbstverständnis. Dementsprechend zählen unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit zu den integralen Bestandteilen der Geschäftstätigkeit der RBI.

Die RBI forciert Nachhaltigkeitsthemen und achtet auf die Einhaltung der zehn Prinzipien des "United Nations Global Compact (UNGC)".

Gemäß den Grundpfeilern der Nachhaltigkeitsstrategie kommt der Rolle des verantwortungsvollen Bankers in der Vergabe von Krediten und der Veranlagung von Geldern besondere Bedeutung zu. Durch die Teilnahme der International Finance Corporation (IFC) an der Kapitalerhöhung der RBI Anfang 2014 und die damit verbundene Vereinbarung mit den Netzwerkbanken in Russland, Polen, Bosnien und Herzegowina sowie im Kosovo kamen weitere Anforderungen hinzu: Damit wurde ein Environmental- und Social-Management-System eingeführt, das unter anderem die Einhaltung der IFC-Performance-Standards sowie der IFC Exclusion List bedingt. Die acht IFC-Performance-Standards beziehen sich auf die Themen soziale und ökologische Bewertung und Managementsysteme, Arbeit und Arbeitsbedingungen, Vermeidung und Minderung der Umweltverschmutzung, Gesundheitswesen und Sicherheit, Erwerb von Grundstücken und unfreiwillige Umsiedlung, Erhalt der Biodiversität und nachhaltiges Ressourcenmanagement, indigene Völker sowie kulturelles Erbe. Sie gelten als Benchmark für die Identifizierung und das Management von Umweltund Sozialrisiken.

Darüber hinaus wirkte die RBI gemeinsam mit drei weiteren UNICO-Mitgliedsbanken im September 2014 als Joint Bookrunner an der Strukturierung und Platzierung einer Klimaschutzanleihe (Climate Awareness Bond) der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit.

Die RBI wurde 2014 erneut im VBV Österreichischer Nachhaltigkeitsindex (VÖNIX) gelistet. Dieser Index beinhaltet österreichische börsenotierte Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind.

In Vorbereitung des Stakeholder Council 2014 wurde mit internen und externen Experten eine Fokusgruppe zum Thema "RZB-Gruppe 2025 – Nachhaltige Zukunftsszenarien und -strategien" organisiert. Im Zentrum der drei Dialogrunden standen der Mensch und seine veränderten Bedürfnisse, Markttrends, neue Geschäftsmodelle und Technologien sowie die Veränderungen bei Rahmenbedingungen, Politik und Governance. Die vielfältigen Anregungen und Vorschläge der Teilnehmer werden analysiert und daraus konkrete Schritte für das laufende Nachhaltigkeitsprogramm abgeleitet.

Als fairer Partner pflegt die RBI einen aktiven, transparenten und offenen Dialog mit allen Stakeholdern. Dabei kommt dem Nachhaltigkeitsbericht als Publikation der jährlichen Nachhaltigkeitsleistung eine wesentliche Rolle zu. Bei den Econ Awards 2014 wurde der jüngste Nachhaltigkeitsbericht der RBI für herausragende Leistungen der Unternehmenskommunikation im deutschsprachigen Raum mit Gold ausgezeichnet. Der Nachhaltigkeitsbericht der RZB-Gruppe 2011/12 "Wir schaffen nachhaltigen Wert" wurde erstmals in der Kategorie Nachhaltigkeits- und CSR-Bericht prämiert, das elektronische Update für das Berichtsjahr 2013 gehörte beim ASRA 2014 zu den besten Nachhaltigkeitsberichten großer Unternehmen.

Um neue innovative Ideen und Projekte im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren und den Mitarbeitern das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz näher zu bringen, nahm die RBI im Herbst 2014 an der "Raiffeisen Nachhaltigkeits-Challenge" der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative teil. Drei Kategorien standen für die Einreichung zur Auswahl: nachhaltige Finanzprodukte & Services, nachhaltiges Bauen, Sanieren & Mobilität sowie unternehmensinterne Maßnahmen. Insgesamt reichten die RBI-Mitarbeiter 30 Projekte ein. Die drei besten Projekte wurden prämiert und nahmen am Bundesfinale teil.

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine Non-Profit-Organisation, die eine Senkung der CO2-Emissionen zum Ziel hat. Einmal jährlich erhebt das CDP Daten und Informationen anhand von standardisierten Fragebögen. Inzwischen verwaltet CDP die weltweit größte Datenbank zu umweltbezogenen Daten börsenotierter Unternehmen. Investoren rufen die Daten jährlich über 8,8 Millionen Mal ab.

Die RBI berichtet seit 2011 im Rahmen des Carbon Disclosure Project und ist seit 2013 ein so genanntes CDP Reporter Services Mitglied. Die Auditierung der CDP-bezogenen Daten erfolgt gemäß ISO 14064-3. Die Unternehmen, die hinsichtlich Berichterstattung und Planung sowie Umsetzung von Maßnahmen am besten abschneiden, bilden den Carbon Performance Leadership Index (CPLI). 2014 war die RBI zum zweiten Mal darin vertreten. Außerdem ist die RBI mit 96 A Punkten erstmals unter den fünf besten Unternehmen innerhalb des Sektors "Financials" in der DACH-Region. Der Durchschnitt der DACH-Region liegt bei 69 C.

Um Emissionswerte zu reduzieren, ist es wichtig, deren Quellen genau zu kennen. Bereits 2009 wurden die CO2-Emissionswerte der Konzernzentrale erstmals erhoben. War der Bereich "Energie" 2009 mit 56 Prozent der größte Verursacher der RBIbezogenen CO2e-Emissionen (CO2-Äquivalent oder CO2 e ist eine Bezeichnung für die Wirkung der vom Menschen verursachten Treibhausgase auf den Treibhauseffekt), ergab die Erhebung 2014 eine deutliche Verbesserung. Durch die Reduktion des Stromverbrauchs, die Umstellung auf Ökostrom (ohne Großwasserkraft) und die Erhöhung der Energieeffizienz, u. a. durch Nutzung von Fernkälte, konnte der Anteil auf 10 Prozent gesenkt werden. Eine Rolle spielte dabei auch die Teilübersiedlung in das Niedrigstenergiegebäude am neuen Standort "R 19" in der Muthgasse in Wien-Döbling. Heute bildet die Kategorie "Verkehr" (Dienstreisen) den größten Teil der CO2e-Emissionen. Auch die papierbezogenen CO2e-Emissionen wurden durch Reduktion des Papierverbrauchs und die Umstellung auf Recyclingpapier um 93 Prozent gesenkt. Der CO2-Fußabdruck pro Mitarbeiter konnte seit 2009 um 34 Prozent reduziert werden und liegt nun bei 2.312 kg CO2e.

Ein weiterer Fokus wurde im Mobilitätsbereich, der zu den drei größten CO2-Verursachern der RZB-Gruppe gehört, gelegt. Im Auftrag des Umweltausschusses fand 2009 die erste Erhebung zur Anreise der Mitarbeiter zur Dienststätte statt. Im Herbst 2014 wurde erneut eine Mobilitätserhebung gestartet, um das Reiseverhalten der Mitarbeiter während der Geschäftsreisen und zum Dienstort zu erheben. Um den Rücklauf aus den Netzwerkbanken zu erhöhen, wurde der Online-Fragebogen in die jeweilige Landessprache übersetzt. Die Auswertung wird im 1. Quartal 2015 auf Länderebene erfolgen.

Als engagierter Bürger übernimmt die RBI Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklungen unterstützt sie verschiedenste wohltätige Projekte, unter anderem auch durch die H. Stepic CEE Charity, die sich mit karitativen Projekten in Zentral- und Osteuropa engagiert. Bei der Auswahl der Charity-Projekte wird darauf geachtet, dass die Hilfe auch tatsächlich dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Die eingebundenen Niederlassungen stellen sicher, dass die Hilfe unbürokratisch und prompt erfolgt. Sämtliche Hilfsprojekte werden vor Ort überprüft und ihr Fortschritt rückgemeldet.

Risikomanagement

Das Eingehen von Risiken und deren Transformation sind integrale Bestandteile des Bankgeschäfts. Daher gehört das aktive Management von Risiken ebenso zu den Kernkompetenzen der Gesamtbanksteuerung wie die Kapitalplanung sowie die Steuerung von Kosten und Erträgen. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling.

Diese Funktion umspannt die gesamte Organisationsstruktur und sämtliche Managementebenen und wird auch in den einzelnen Tochterunternehmen mithilfe der jeweiligen lokalen Risikomanagement-Organisation umgesetzt. Sie ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen, um letztendlich ein angemessenes Verhältnis von Risiken und Ertrag zu gewährleisten. Nähere Informationen zum Aufbau der Risikoorganisation und Kennzahlen finden sich im Kapitel Risikobericht.

Management von notleidenden Krediten

Die Bearbeitung von Problemkreditfällen war auch im Jahr 2014 eine der Prioritäten des Risikomanagements. Die Maßnahmen waren vor allem auf eine Aufarbeitung und Analyse von bestehenden Risiken insbesondere in Asien und eine adäquate risikogetriebene Reaktion auf die politische Situation in der Ukraine fokussiert. Eine weitere wichtige Zielsetzung im Jahr 2014 war die rasche Implementierung des "Forbearance" Ansatzes. Zur Verbesserung der Qualität im Risikobereich dienten der laufende Erfahrungsaustausch beziehungswiese die Diskussion von "Lessons Learned". Dieser gegenseitige Austausch diente der Verhinderung eines stärkeren Anstiegs der notleidenden Kredite.

Das im Jahr 2014 anhaltende schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld spiegelte sich auch im Anstieg der notleidenden Kredite wider. Besonders das Portfolio an Nichtbanken im Geschäftssegment Group Corporates litt unter dem Ausfall einiger größerer Firmenkunden, was sich auch in einer Erhöhung der geplanten Risikokosten im zweiten Halbjahr vor allem in Asien niederschlug.

Die Neubildung entsprechender Kreditrisikovorsorgen wurde jedoch durch Erträge aus Sanierungsmaßnahmen zum Teil kompensiert. Dabei wurde eine angemessene Deckung durch Wertberichtigungen gewährleistet.

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätsposition der RBI AG unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Während des Geschäftsjahres 2014 blieb sie weiterhin stabil und wies einen komfortablen Liquiditätspuffer aus. Dieser Liquiditätspuffer wurde vor allem im zweiten Halbjahr 2014 aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen in einigen Märkten und der daraus resultierenden gestiegenen Refinanzierungskosten weiter erhöht.

Um ihr Liquiditätsrisiko zu steuern wendet die RBI AG ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitmodell an, welches einen hohen Liquiditätsüberschuss für kurze Laufzeiten erfordert und auf den vertraglichen und historisch beobachteten Geldmittelzu- und abflüssen basiert ist. Zusätzlich dazu werden auch regelmäßige Liquiditätsstresstests durchgeführt, um die Auswirkungen von potentiellen Reputations- und Marktkrisenszenarien zu evaluieren und zu begrenzen. Vor allem im kurzfristigen Bereich hat der Liquiditätspuffer auch die Auswirkungen solcher potentieller Bedrohungsszenarien abzudecken.

Auch für mittlere und langfristige Laufzeiten bestehen entsprechende Limits, welche die negativen Auswirkungen möglicherweise steigender Refinanzierungskosten auf das Geschäftsergebnis der RBI AG mitigieren.

Das Liquiditätsmanagement integriert Erkenntnisse der vergangenen Jahre in die Geldflussmodellierungen, um die darauf basierenden Vorschaurechnungen für Kapitalbindung und Refinanzierungsbedürfnisse anpassen zu können. Dadurch sollen zum einen die Transparenz bezüglich tatsächlich entstehender Kosten und Risiken erhöht und andererseits die richtigen Steuerungsimpulse gesetzt werden.

Die zugrundeliegenden Geldflussmodelle werden periodisch an das beobachtete Verhalten der Portfoliodynamik angepasst. Im Jahr 2014 wurde besonderes Augenmerk auf die Modellierung von Konzentrationsrisiken und die Weiterentwicklung der Berechnung der Basel III Liquiditätskennzahlen gelegt.

Zinsrisiko

Das Zinsergebnis stellt einen bedeutenden Ergebnisfaktor für die RBI AG dar und trägt damit wesentlich zur Stärkung der Kapitalbasis und zum Erfolg des Geschäftsmodells bei. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird das Risikomanagement im Hinblick auf Zinsflüsse in einer eigenen Einheit unabhängig von der Steuerung des Liquiditätsrisikos wahrgenommen. Hier wird vor allem der Einfluss von unterschiedlichen Zinsszenarien auf das Zinsergebnis simuliert. In enger Kooperation mit den Markteinheiten bereitet sich die RBI AG damit auf unterschiedliche Entwicklungen auf den Märkten vor und kann im Fall negativer Tendenzen schnell reagieren. Im Jahr 2014 standen in diesem Bereich die Weiterentwicklung der zur Verfügung stehenden Analyse- und Reporting-Werkzeuge im Vordergrund.

Marktrisiko

Seit Jänner 2010 basiert das Marktrisikomanagement auf den Zahlen eines internen Modells. Dieses errechnet mit einem hybriden Ansatz, also einer Kombination aus historischer und Monte-Carlo-Simulation mit 5.000 Szenarien, den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads aus Anleihen und Credit Default Swaps sowie Aktienindizes. Zusätzlich wurde das Modell um ein Stressed-VaR-Modul und um eine Verbesserung der Messung von Optionsrisiken erweitert.

Zur besseren Abbildung jener Risikofaktoren, bei denen die Wahrscheinlichkeit extremer Kursveränderungen höher ist als in einer Normalverteilung, wurden zahlreiche Zusätze in das Modell integriert. Dazu zählen etwa die Anreicherung der Szenarien um extreme Ereignisse oder die Berücksichtigung des aktuellen Volatilitätsniveaus in der Generierung von Szenarien sowie unterschiedliche Zeithorizonte in der Volatilitätsschätzung. Die Wahl dieses Modellzugangs schafft die Basis, um die strengen Basel-III-Anforderungen in internen Modellen umzusetzen.

Der tägliche Steuerungsumfang beinhaltet Handels- und Bankbuch der RBI AG basierend auf dem VaR bei einer Haltedauer von 1 Tag und einem Konfidenzintervall von 99 Prozent sowie Sensitivitätslimits. Die Marktrisikoposition, der Limitprozess und die Darstellung sämtlicher Kapitalmarktaktivitäten in der Erfolgsrechnung zählen zu den fixen Tagesordnungspunkten des wöchentlich tagenden Marktrisiko-Komitees.

Um die Qualität des Modells sicherzustellen, wird es einem täglichen Rückvergleich, dem so genannten Backtesting, unterzogen. Die Ergebnisse dieser Tests lagen stets im Rahmen der Modellerwartungen. Auf Basis dieser guten Ergebnisse ist das interne Modell regulatorisch in der besten Klasse ("Status grün") einzustufen.

Eine wesentliche Strategie zur Reduktion dieses Risikos stellen Kreditrisikominderungsinstrumente, z. B. Netting und die Unterlegung mit Sicherheiten, dar. Grundsätzlich strebt die RBI AG für alle wesentlichen Derivatgeschäfte den Abschluss eines standardisierten ISDA-Rahmenvertrags für das bilaterale Netting und eines entsprechenden Credit Support Annex (CSA) zur Absicherung der jeweils aktuellen Marktwerte auf täglicher Basis an.

Operationelles Risiko

Im Bereich des operationellen Risikos werden sowohl interne Risikofaktoren, z. B. unerlaubte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Clearing- und Prozessfehler, Betriebsstörungen und Systemausfälle, als auch externe Risikofaktoren wie Sachschäden und betrügerische Handlungen gesteuert und verwaltet. Diese Risiken werden auf der Grundlage der eigenen historischen Verlustdatensammlung sowie der Risk-Assessment-Ergebnisse analysiert, verwaltet und kontrolliert.

Mithilfe von Frühwarnindikatoren für das operationale Risiko soll sichergestellt werden, dass mögliche Verluste frühzeitig erkannt und verhindert werden können. Standardisierte Szenarioanalysen werden verwendet, um die Auswirkungen möglicher Ereignisse von geringer Wahrscheinlichkeit, verbunden mit hohem Schadensausmaß, festzustellen.

Veränderungen im regulatorischen Umfeld

Die RZB beschäftigte sich auch im Berichtsjahr intensiv mit den laufenden bzw. bevorstehenden regulatorischen Entwicklungen. Zu den wichtigsten Themen, für die bereits in der Vergangenheit Vorbereitungen getroffen worden waren, zählten hier die gesetzlichen Änderungen, die mit den EU-Richtlinien zu Basel III (CRD IV/CRR) einhergehen und mit Anfang des Geschäftsjahres 2014 in Kraft traten. Mit der Umstellung auf die neuen Basel-III-Regelungen stand auch 2014 die laufende Implementierung fortgeschrittener Berechnungsansätze unverändert im Fokus des Risikomanagements. Diese Aktivitäten umfassten die Implementierung des Internal-Ratings-Based-Ansatzes (IRB) im Retail- und Non-Retail-Bereich in den Tochterunternehmen in CEE, die Weiterentwicklung des internen Marktrisikomodells sowie die gruppenweite Weiterentwicklung des Standardansatzes beim operationellen Risiko. Anfang 2014 trat – zeitgleich mit Basel III – auch das neue österreichische Bankeninterventions- und -restrukturierungsgesetz in Kraft. Als Konsequenz daraus musste die RBI AG als wesentliches Mitglied des RZB-Konzerns im Juni 2014 einen Plan für den Fall einer Sanierung bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht einreichen. Die Pläne für eine potenzielle Abwicklung wurden Ende des Geschäftsjahres 2014 abgegeben.

Die EZB unterzog sämtliche in Zukunft direkt beaufsichtigten Banken dem so genannten "Comprehensive Assessment", das sich vor allem aus einer umfangreichen Bilanzprüfung (Asset Quality Review, AQR) und einem europaweiten Stresstest zusammensetzte. Die RBI AG war als Teil der RZB Gegenstand des EZB-Stresstests. Sowohl im Basisszenario des Stresstests (Baseline Scenario) als auch im sehr ungünstigen Szenario (Adverse Scenario) übertraf die RZB die geforderten Kapitalquoten deutlich. Der AQR, der dem Stresstest vorausging, basierte auf der Bilanz 2013 und brachte für die RZB Anpassungen in Höhe von 0,65 Prozentpunkten auf die von der EZB für den Stresstest verwendete Eigenkapitalquote (CET1 Ratio). Diese Anpassungen waren hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die EZB bei Pauschalwertberichtigungen einen anderen Ansatz verwendet als die RZB. Weiters waren im AQR Kreditrisikovorsorgen, die die RBI im Geschäftsjahr 2014 gebildet hatte, nicht berücksichtigt. Diese wurden jedoch großteils im Geschäftsjahr 2014 dotiert. Die Empfehlungen der EZB wurden in dem Ausmaß umgesetzt, soweit sie den IFRS-Accounting Policies entsprechen bzw. die angewandten Modelle qualitativ schärften.

Im Oktober 2014 erreichte die RBI der Bescheid über die aufsichtsrechtliche Subkonsolidierung der RBI als Teilkonzern der RZB. Damit wird die RBI gemäß Art. 11 Abs. 5 CRR (Capital Requirement Regulation) auf teilkonsolidierter Basis gesondert beaufsichtigt und gilt im Sinn des § 30 BWG (Bankwesengesetz) als übergeordnetes Kreditinstitut für den Teilkonzern. Damit einhergehend wurde dem Konzern eine Mindest-Eigenmittelquote von 13,76 Prozent vorgeschrieben, die ab dem Stichtag 30. November 2014 einzuhalten ist. Diese vorgeschriebene Eigenmittelquote (transitional) wurde seit diesem Stichtag auf teilkonsolidierter Basis (Konzernebene) einschließlich eines ausreichenden Puffers eingehalten.

Anfang November 2014 übernahm die EZB die Verantwortung für die Bankenaufsicht im Euro-Währungsgebiet. Der einheitliche Aufsichtsmechanismus SSM ist ein neues System der Bankenaufsicht, das sich aus der EZB und den jeweils national zuständigen Behörden der teilnehmenden Länder zusammensetzt. In erster Linie soll es einen Beitrag zur Sicherheit und Solidität der Kreditinstitute sowie zur Stabilität des europäischen Finanzsystems leisten und eine einheitliche Aufsicht sicherstellen. Als eine von 120 bedeutenden Bankengruppen, die gemessen an den Aktiva 82 Prozent des Bankensektors im Eurogebiet repräsentieren, unterliegt die RBI als subkonsolidierter Teilkonzern auch als Gruppe der direkten Aufsicht durch die EZB. Die RBI erwartet in diesem Zusammenhang neben deutlich gestiegenen Reporting-Anforderungen auch das verstärkte Auftreten von regulatorischen Themen mit strategischer Relevanz.

Risiken von Finanzinstrumenten (Risikobericht)

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI AG eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt die Bank ihr umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und Organisation des Risikomanagements und stellt die aktuelle Risikoposition für alle materiellen Risiken dar.

Grundsätze des Risikomanagements

Die RBI AG verfügt über ein System von Risikoprinzipien sowie Risikomessungs- und Überwachungsverfahren mit dem Ziel, die Risiken aller Banken und Spezialgesellschaften der Bank zu kontrollieren und zu steuern. Die Risikopolitik und die Grundsätze des Risikomanagements werden vom Vorstand der RBI AG festgelegt, wobei zu den Risikogrundsätzen der Bank unter anderem folgende Prinzipien gehören:

Integriertes Risikomanagement

Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationelle Risiken werden als Hauptrisiken unternehmensweit gesteuert. Dazu werden diese Risiken gemessen, limitiert, aggregiert und den verfügbaren Risikodeckungsmassen gegenübergestellt.

Einheitliche Methoden

Um einen konsistenten und kohärenten Risikomanagementansatz zu gewährleisten, werden einheitliche Methoden zur Risikobeurteilung und Limitierung eingesetzt. Dieses Vorgehen ist effizient für die Entwicklung von Risikomanagement-Methoden und bildet die Grundlage für eine einheitliche Konzernsteuerung in allen Ländern und Geschäftssegmenten der RBI AG.

Laufende Planung

Die Risikostrategien und das Risikokapital werden während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet und bewilligt. Wesentliches Augenmerk wird dabei auch auf die Vermeidung von Risikokonzentrationen gelegt.

Unabhängige Kontrolle

Es besteht eine klare personelle und funktionale Trennung zwischen den Geschäfts- und allen Risikomanagement- und Risikocontrollingaktivitäten.

Vor- und Nachkalkulation

Risiken werden konsistent im Rahmen des Produktvertriebs und in der risikoadjustierten Performancemessung berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass Geschäfte grundsätzlich nur unter Berücksichtigung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses abgeschlossen und Anreize zum Eingehen hoher Risiken vermieden werden.

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand der RBI AG stellt die angemessene Organisation und die Weiterentwicklung des Risikomanagements sicher. Er entscheidet über die angewendeten Verfahren zur Identifikation, Messung und Überwachung der Risiken und trifft Steuerungsmaßnahmen anhand der erstellten Auswertungen und Analysen. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben wird der Vorstand durch unabhängige Risikomanagementeinheiten und spezifische Komitees unterstützt.

Grundsätzlich erfolgt das Risikomanagement der RBI AG auf mehreren Stufen. Die RBI AG entwickelt und implementiert die entsprechenden Konzepte in Abstimmung mit der Raiffeisen Zentralbank AG als übergeordnetes Kreditinstitut und in Zusammenarbeit mit den einzelnen Tochtereinheiten des Konzerns. Die zentralen Risikomanagementeinheiten sind einerseits verantwortlich für die angemessene und geeignete Umsetzung der Risikomanagementprozesse im gesamten Unternehmen, andererseits implementieren sie die Risikopolitik in den jeweiligen Risikokategorien bzw. steuern das Geschäft der RBI AG innerhalb der genehmigten Risikobudgets.

Die im Bankwesengesetz geforderte Funktion des zentralen und unabhängigen Risikocontrollings wird durch den organisatorischen Bereich Risk Controlling ausgeübt. Dessen Aufgaben umfassen die Erstellung des unternehmensweiten und risikokategorieübergreifenden Regelwerks zur Risikosteuerung sowie die unabhängige und neutrale Berichterstattung über das Risikoprofil an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats, den Gesamtvorstand und die einzelnen Geschäftsbereichsverantwortlichen.

Risikokomitees

Das Risk Management Committee ist für die laufende Weiterentwicklung und Implementierung der Methoden und Parameter zur Risikomessung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente zuständig. Dieses Komitee beurteilt auch die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung einer angemessenen Kapitalausstattung und der entsprechenden Risikolimits. Es bewilligt die verschiedenen Risikomanagement- und –steuerungsaktivitäten (wie z.B. die Allokation von Risikobudgets) und unterstützt den Vorstand bei diesen Tätigkeiten.

Das Market Risk Committee steuert das Marktrisiko aus Handels- und Bankbuchgeschäften und legt die entsprechenden Limits und Verfahren fest. In diese Steuerung fließen insbesondere die Geschäftsergebnisse, die ermittelten Risiken und die gemessene Limitauslastung sowie die Ergebnisse aus Szenarienanalysen und Stresstests betreffend Marktrisiken ein.

Die Credit Committees setzen sich aus Vertretern der Bereiche Markt und Marktfolge zusammen, wobei sich die personelle Besetzung je Kundengruppe für Firmenkunden, Finanzinstitute und den öffentlichen Sektor unterscheidet. Sie beschließen die konkreten Kreditvergabekriterien für einzelne Kundensegmente und Länder und treffen im Rahmen des Kreditgenehmigungsprozesses und der rating- und volumenorientierten Kompetenzordnung die jeweiligen Kreditentscheidungen.

Das Group Asset/Liability Committee beurteilt und steuert das Bilanzstruktur- und Liquiditätsrisiko und legt die Methodik für das interne Transferpreissystem fest. Es nimmt in diesem Zusammenhang wesentliche Aufgaben betreffend die langfristige Refinanzierungsplanung sowie die Festlegung von Absicherungsmaßnahmen zu strukturellen Zins- und Währungsrisiken wahr.

In den Credit Portfolio Committees erfolgt die Definition der jeweiligen Kreditportfoliostrategie für unterschiedliche Kundensegmente. In diesen Komitees evaluieren Vertreter der Markt- und Risikomanagement-Einheiten gemeinsam die Risiken und Potenziale unterschiedlicher Kundengruppen (z.B. Industriezweige, Länder, Kundensegmente). Das Kreditportfoliomanagement entwickelt darauf aufbauend Kreditvergaberichtlinien und Limits zur zukünftigen Ausrichtung des Kreditportfolios. Aufgrund der ihnen zugrundeliegenden Satzungen können Beschlüsse nicht ohne Zustimmung der Mitglieder des Risikobereiches getroffen werden.

Das Problem Loan Committee ist das wesentliche Gremium im Prozess der Beurteilung und Entscheidungsfindung bei Problemkunden. Es umfasst erstrangig Entscheidungsträger (Vorstände der RBI und der RZB), Vorsitzender ist der Chief Risk Officer (CRO) der RBI, weitere stimmberechtigte Mitglieder sind die für die Kundenbereiche verantwortlichen Vorstandsmitglieder, der Chief Financial Officer (CFO) sowie die relevanten Bereichs- und Abteilungsleiter aus Risikomanagement und Workout.

Das Verbriefungskommittee ist das Entscheidungsgremium für Limitanträge betreffend Verbriefungspositionen im Rahmen der konkreten Entscheidungsbefugnisse und erarbeitet Änderungsvorschläge zur Verbriefungsstrategie für den Vorstand. Zusätzlich dient das Verbriefungskommittee als eine Plattform zum Austausch von Informationen bezüglich Verbriefungspositionen und Marktentwicklungen.

Das Operational Risk Management Comiteee setzt sich sowohl aus Vertretern der Geschäftsbereiche (Privat, Markt und Kommerzkunden) als auch Teilnehmern aus Compliance, Fraud Management, Internal Control System, Operations, Human Ressources, Security und Risk Controlling mit Vorsitz des CROs zusammen. Dieses Gremium ist mit der Steuerung des operationellen Risikos betraut, um basierend auf dem Risikoprofil und der Geschäftsstrategie eine operationelle Risikostrategie abzuleiten und zu etablieren sowie Entscheidungen in Hinblick auf Maßnahmen und Risikoakzeptanz zu treffen.

Gesamtbankrisikosteuerung

Die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung ist eines der wesentlichen Ziele des Unternehmens. Die erforderliche Kapitalausstattung wird dazu regelmäßig auf Basis des nach internen Modellen ermittelten Risikos beurteilt, wobei in der Wahl der verwendeten Modelle auf die Wesentlichkeit der Risiken Rücksicht genommen wird. Dieses Konzept zur Risikosteuerung berücksichtigt die Kapitalerfordernisse sowohl aus regulatorischer Sicht (Nachhaltigkeits- und Going-Concern-Perspektive) als auch unter einem ökonomischen Gesichtspunkt (Zielrating-Perspektive). Es entspricht damit dem quantitativen Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung (ICAAP), wie gesetzlich gefordert. Der gesamte ICAAP-Prozess der RBI AG wird jährlich im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Evaluierung der RZB Kreditinstitutsgruppe geprüft.

Ziel Risiko Messmethode Konfidenzniveau
Zielrating-Perspektive Risiko, die Forderungen vorrangiger
Gläubiger des Unternehmens nicht
bedienen zu können
Der unerwartete Verlust für den
Risikohorizont von einem Jahr
("Ökonomisches Kapital") darf den
aktuellen Wert des Eigenkapitals und
nachrangiger Kapitalformen nicht
überschreiten
99,92 Prozent abgeleitet von der
Ausfallwahrscheinlichkeit des
angestrebten Ratings
Going-Concern-Perspektive Risiko, das Kapitalerfordernis
entsprechend der Basel-III
Regelungen zu unterschreiten
Die Risikotragfähigkeit (erwarteter
Gewinn und nicht für
aufsichtsrechtliche Zwecke
gebundenes Kapital) muss den Value
at-Risk (Risikohorizont: 1 Jahr) des
Unternehmens übersteigen
95 Prozent unterstellt die Bereitschaft
der Eigentümer, zusätzliche
Eigenmittel zur Verfügung zu stellen
Nachhaltigkeits-Perspektive Risiko, eine nachhaltige
Kernkapitalquote über den
Konjunkturzyklus hinweg zu
unterschreiten
Kapital- und Ertragsprognose für die
dreijährige Planungsperiode bei
Annahme eines signifikanten
makroökonomischen Abschwungs
70-90 Prozent basierend auf der
Management-entscheidung,
potenziell temporäre
Risikoreduktionen oder stabilisierende
Eigenkapitalmaßnahmen
vorzunehmen

Zielrating-Perspektive

In der Zielrating-Perspektive werden Risiken durch das ökonomische Kapital gemessen, das eine vergleichbare Risikokennzahl für alle Risikoarten darstellt. Es wird als die Summe von unerwarteten Verlusten aus den Geschäften in den unterschiedlichen Risikokategorien (Kredit-, Beteiligungs-, Markt-, Liquiditäts-, makroökonomisches und operationelles Risiko sowie das Risiko aus sonstigen Sachanlagen) berechnet. Zusätzlich fließt ein allgemeiner Puffer für andere Risikoarten ein, die nicht explizit quantifiziert werden.

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Beteiligungsrisiko 1.629.812 58,4% 1.972.937 59,4%
Kreditrisiko Firmenkunden 533.821 19,1% 721.260 21,7%
Kreditrisiko Kreditinstitute 108.199 3,9% 158.410 4,8%
Risikopuffer 132.852 4,8% 157.374 4,7%
Operationelles Risiko 132.748 4,8% 106.800 3,2%
Marktrisiko 91.193 3,3% 94.140 2,8%
Sonstige Sachanlagen 66.278 2,4% 71.280 2,1%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 42.485 1,5% 21.070 0,6%
Makroökonomisches Risiko 48.421 1,7% 18.421 0,6%
Liquiditätsrisiko 4.074 0,1% 1.590 0,0%
Gesamt 2.789.882 100,0% 3.323.282 100,0%

Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitals, das für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre. Die RBI AG wendet zur Berechnung des ökonomischen Kapitals ein Konfidenzniveau von 99,92 Prozent an, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Auf Grundlage der empirischen Auswertungen durch die Ratingagenturen entspricht das gewählte Konfidenzniveau einem Rating von einfach A. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Konfidenzniveau von 99,95 Prozent auf 99,92 Prozent gesenkt, was eine Anpassung des impliziten Zielratings auf die allgemeine Entwicklung der Ratings in der Bankbranche in den letzten Jahren darstellt.

Das ökonomische Kapital dient als wichtiges Instrument in der Gesamtbankrisikosteuerung und wird bei der Allokation von Risikobudgets herangezogen. Limits für ökonomisches Kapital werden dazu im jährlichen Budgetierungsprozess auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt und für die operative Steuerung durch Volumen-, Sensitivitäts- oder Value-at-Risk-Limits ergänzt. Diese Planung erfolgt in der RBI AG jeweils für drei Jahre auf revolvierender Basis und bezieht sich sowohl auf die zukünftige Entwicklung des ökonomischen Kapitals als auch auf das zur Verfügung stehende interne Kapital. Das ökonomische Kapital wirkt sich somit wesentlich auf die Planung der zukünftigen Kreditvergabe und das Gesamtlimit für Marktrisiken aus.

Auch die risikoadjustierte Performancemessung basiert auf diesem Risikomaß. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zum ökonomischen Kapital, das dieser Einheit zuzurechnen ist, gesetzt (Verhältnis von risikoadjustiertem Ertrag zu risikoadjustiertem Kapital, RORAC). Dies ergibt eine vergleichbare Performancekennzahl für alle Geschäftseinheiten der Bank, die wiederum als Kennzahl in der Gesamtbanksteuerung, der diesbezüglichen zukünftigen Kapitalallokation und der Vergütung für Geschäftsleiter Berücksichtigung findet.

Going-Concern-Perspektive

Parallel zur Zielrating-Perspektive erfolgt die Beurteilung der angemessenen Kapitalausstattung mit Fokus auf den Fortbestand der Bank auf Basis des Going-Concern-Prinzips. Hier wird das Risiko wiederum einer entsprechenden Risikotragfähigkeit – mit Blick auf das regulatorische Eigenkapital- und Eigenmittelerfordernis – gegenübergestellt. Dem Absicherungsziel folgend werden erwartete Gewinne, erwartete Risikovorsorgen und überschüssige Eigenmittel (unter Berücksichtigung der diversen Anrechnungsgrenzen) zur Risikotragfähigkeit gezählt. Dem wird ein Value-at-Risk (inklusive erwarteter Verluste) gegenübergestellt, dessen Berechnung auf vergleichbaren Verfahren (mit geringerem Konfidenzniveau von 95 Prozent) wie den in der Zielrating-Perspektive angewendeten beruht. Mit diesem Ansatz sichert die Bank die ausreichende Kapitalisierung aus regulatorischer Sicht (Going-Concern) mit dem gewünschten Wahrscheinlichkeitsniveau ab.

Nachhaltigkeits-Perspektive

Die Nachhaltigkeits-Perspektive soll sicherzustellen, dass die RBI AG am Ende der mehrjährigen vollen Planungsperiode auch in einem sich unerwartet verschlechternden makroökonomischen Umfeld über eine ausreichend hohe Kernkapitalquote verfügt. Die Analyse der Nachhaltigkeits-Perspektive basiert hier auf einem mehrjährig angelegten makroökonomischen Stresstest, in dem hypothetische Marktentwicklungen bei einem signifikanten, aber realistischen wirtschaftlichen Abschwung simuliert werden. Als Risikoparameter kommen dabei unter anderem Zinskurven, Wechselkurse und Wertpapierkurse, aber auch Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Rating-Migrationen im Kreditportfolio zum Einsatz.

Das Hauptaugenmerk dieses integrierten Stresstests gilt der daraus resultierenden Kernkapitalquote am Ende der mehrjährigen Betrachtung. Diese soll einen nachhaltigen Wert nicht unterschreiten und somit keine Notwendigkeit für substantielle Kapitalerhöhungen oder tiefgehende Einschränkungen des Geschäftsvolumens darstellen. Die aktuell erforderliche Kernkapitalausstattung resultiert damit aus dem wirtschaftlichen Rückschlagpotenzial. In das unterstellte Abschwungszenario fließen dabei sowohl die Bildung von notwendigen Risikovorsorgen und potenzielle prozyklische Effekte (durch welche die regulatorischen Kapitalerfordernisse ansteigen) als auch Fremdwährungseffekte und sonstige Bewertungs- und Ertragskomponenten ein.

Diese Perspektive ergänzt somit auch die sonst übliche Risikomessung auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts (das im Wesentlichen auf historischen Daten beruht). Dadurch können auch außergewöhnliche und in der Vergangenheit nicht beobachtbare Marktsituationen abgedeckt und potenzielle Auswirkungen dieser Entwicklungen abgeschätzt werden. Der Stresstest ermöglicht auch die Analyse von Risikokonzentrationen (z.B. in Einzelpositionen, Wirtschaftszweigen oder Regionen) und erlaubt einen Einblick in die Profitabilität, Liquidität und Solvabilität bei außergewöhnlichen Umständen. Das Risikomanagement der RBI AG steuert darauf aufbauend aktiv die Portfolio-Diversifikation, z.B. durch Obergrenzen für das Gesamt-Exposure in einzelnen Wirtschaftszweigen und Ländern oder durch eine laufende Anpassung der entsprechenden Kreditvergabestandards.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der RBI AG betrifft vornehmlich Ausfallrisiken, die sich aus Geschäften mit Privat- und Firmenkunden, anderen Banken und öffentlichen Kreditnehmern ergeben. Es ist die mit Abstand wichtigste Risikokategorie für die RBI AG, wie auch aus dem internen und regulatorischen Kapitalerfordernis ersichtlich ist. Kreditrisiken werden folglich sowohl auf Einzelkredit- und Kundenbasis als auch auf Portfoliobasis überwacht und analysiert. Grundlage für die Kreditrisikosteuerung und Kreditentscheidung sind die Kreditrisikopolitik, die Kreditrisikohandbücher und die zu diesem Zweck entwickelten Kreditrisikomanagementmethoden und -prozesse. Das interne Kontrollsystem für Kreditrisiken umfasst verschiedene Formen von Überwachungsmaßnahmen, die unmittelbar in die zu überwachenden Arbeitsabläufe – vom Kreditantrag des Kunden über die Kreditentscheidung der Bank bis hin zur Rückzahlung des Kredits – integriert sind.

Im Non-Retail-Bereich erfolgt keine Kreditvergabe, ohne zuvor den Kreditentscheidungsprozess durchlaufen zu haben. Dieser Prozess wird – neben der Vergabe von Neukrediten – auch für Krediterhöhungen, Prolongationen, Überziehungen und bei Änderung risikorelevanter Sachverhalte, die der ursprünglichen Kreditentscheidung zugrunde lagen (z.B. wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers, Verwendungszweck oder Sicherheiten), durchlaufen. Er gilt auch für die Festlegung von kreditnehmerbezogenen Limits für Handels- und Emissionsgeschäfte, sonstigen mit Kreditrisiko behafteten Limits und für Beteiligungen.

Kreditentscheidungen werden je nach Größe und Art des Kredits anhand einer hierarchischen Kompetenzordnung gefällt. Für individuelle Kreditentscheidungen und die turnusmäßige Beurteilung der Adressenausfallrisiken sind dabei immer die Zustimmung der Bereiche Markt und Marktfolge einzuholen. Für den Fall voneinander abweichender Voten der einzelnen Kompetenzträger sieht die Kompetenzordnung ein Eskalationsverfahren in die nächsthöhere Kompetenzstufe vor.

Kreditportfoliomanagement

Das Kreditportfolio der RBI AG wird unter anderem anhand der Portfoliostrategie gesteuert. Diese begrenzt die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen oder Produkttypen und vermeidet dadurch unerwünschte Risikokonzentrationen.

Darüber hinaus werden laufend die langfristigen Entwicklungschancen in den einzelnen Märkten analysiert. Dies ermöglicht es schon frühzeitig, strategische Weichenstellungen in Bezug auf das künftige Kreditengagement vorzunehmen.

Das Kreditportfolio der RBI AG ist sowohl hinsichtlich der Regionen als auch der Branchen breit gestreut. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifizierung des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die Forderungen gliedern sich dem Risikoland der Kunden entsprechend nach Regionen wie folgt (Länder mit Kreditobligo größer als € 1 Milliarden sind getrennt dargestellt):

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Österreich 23.120.767 30,9% 27.652.969 34,5%
Ferner Osten 5.821.659 7,8% 6.769.775 8,4%
Großbritannien 5.605.115 7,5% 3.918.384 4,9%
Deutschland 5.405.706 7,2% 4.873.240 6,1%
Polen 4.464.359 6,0% 4.699.688 5,9%
Russland 4.220.607 5,6% 3.223.874 4,0%
Frankreich 3.337.232 4,5% 4.724.713 5,9%
USA 2.533.122 3,4% 3.119.428 3,9%
Rumänien 2.401.063 3,2% 2.739.057 3,4%
Niederlande 1.948.301 2,6% 1.923.954 2,4%
Spanien 1.625.202 2,2% 1.078.298 1,3%
Schweiz 1.609.600 2,2% 1.555.738 1,9%
Italien 1.173.681 1,6% 1.009.293 1,3%
Ukraine 1.069.391 1,4% 1.397.930 1,7%
Sonstige 10.478.072 14,0% 11.444.485 14,3%
Gesamt 74.813.875 100,0% 80.130.826 100,0%

Im Rahmen der Risikopolitik und Bonitätsbeurteilung der RBI AG findet auch die Branche des Kreditnehmers Beachtung. Der größte Branchenanteil entfällt auf das Kreditwesen, wobei dieser zu einem hohen Teil dem österreichischen Raiffeisensektor zuzurechnen ist. Der öffentliche Sektor ist im Wesentlichen auf Wertpapierbestände der Republik Österreich als Emittent zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegliedert nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Tausend 2014 Anteil 2013 Anteil
Kredit- und Versicherungswesen 37.311.517 49,9% 42.247.790 52,7%
Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von
unternehmensbezogenen Dienstleistungen
10.895.964 14,6% 11.519.589 14,4%
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und
Gebrauchsgütern
7.468.327 10,0% 7.708.429 9,6%
Sachgütererzeugung 6.023.049 8,1% 6.368.006 7,9%
Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherung 4.989.792 6,7% 3.302.720 4,1%
Bauwesen 1.702.413 2,3% 1.619.498 2,0%
Energie- und Wasserversorgung 1.068.960 1,4% 1.541.164 1,9%
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht, Bergbau und
Gewinnung von Steinen und Erden
1.432.592 1,9% 1.029.452 1,3%
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 1.111.722 1,5% 1.332.672 1,7%
Unterrichtswesen, Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen, Erbring
ung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen
605.590 0,8% 969.726 1,2%
Sonstige 2.203.948 2,9% 2.491.779 3,1%
Gesamt 74.813.875 100,0% 80.130.826 100,0%

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt maßgeschneidert und somit getrennt für die unterschiedlichen Forderungsklassen. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sehen jeweils zehn Hauptstufen vor. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Software-Tools (z.B. zur Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalls-Datenbank) zur Verfügung.

Kreditsicherheiten stellen eine wesentliche Strategie und eine aktiv verfolgte Maßnahme zur Reduktion des potentiellen Kreditrisikos dar. Der Sicherheitenwert und der Effekt anderer risikomindernder Maßnahmen werden während der Kreditentscheidung beurteilt. Als risikomindernd wird jeweils jener Wert angesetzt, den die RBI AG bei Verwertung innerhalb einer angemessenen Zeitspanne erwartet. Die anerkannten Sicherheiten sind im Sicherheitenkatalog und den dazugehörigen Bewertungsrichtlinien

festgelegt. Der Sicherheitenwert errechnet sich dabei anhand einheitlicher Methoden, die standardisierte Berechnungsformeln mit Marktwerten, vordefinierten Abschlägen und Expertengutachten umfassen.

Kreditausfall- und –abwicklungsprozess

Das Kreditportfolio sowie die Kreditnehmer unterliegen einer laufenden Überwachung. Wesentliche Ziele dieses Monitorings sind, die widmungsgemäße Verwendung der Kredite sicherzustellen und die wirtschaftliche Situation der Kreditnehmer zu verfolgen. Bei den Non-Retail-Segmenten Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor wird zumindest einmal jährlich eine derartige Kreditüberprüfung durchgeführt. Sie umfasst sowohl die erneute Bonitätseinstufung als auch die Neubewertung von finanziellen und dinglichen Sicherheiten.

Problemkredite – also jene Aushaftungen bei denen materielle Schwierigkeiten oder Zahlungsverzug der Kreditnehmer erwartet werden – bedürfen einer weitergehenden Bearbeitung. In den Non-Retail-Bereichen entscheiden Problemkreditrunden über die gefährdeten Kredite. Problemkredite werden im Fall einer notwendigen Kreditsanierung an Spezialisten oder Restrukturierungseinheiten (Workout-Abteilungen) übergeben. Die Mitarbeiter dieser Abteilung können durch die frühzeitige Einbindung eine Reduktion der Verluste aus Problemkrediten erzielen.

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing loan – NPL) ist gemäß interner Definition gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. In der RBI AG werden dabei für die Bestimmung eines Forderungsausfalls bei Non-Retail-Kunden zwölf verschiedene Indikatoren verwendet. So gilt es z.B. als Forderungsausfall, wenn der Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung bzw. Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen wurde bzw. wenn seitens des Kreditrisikomanagements eine Forderung an den Kunden als nicht vollständig einbringlich gewertet oder durch die Workout-Unit eine Sanierung des Kunden erwogen wird.

Im Zuge des Basel-II-Projektes wurde eine konzernweite Ausfalldatenbank zur Erfassung und Dokumentation von Kundenausfällen erstellt. In dieser Datenbank werden auch Defaults und Default-Gründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird. Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Richtlinien, die auf IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Kreditrisikovorsorgen.

Länderrisiko

Das Länderrisiko umfasst das Transfer- und Konvertibilitätsrisiko sowie das politische Risiko. Es resultiert aus grenzüberschreitenden Transaktionen oder aus Direktinvestitionen in Drittstaaten. Die RBI AG ist diesem Risiko durch ihre Geschäftstätigkeit in den Konvergenzmärkten Zentral- und Osteuropas, sowie in Asien ausgesetzt, in denen die politischen und wirtschaftlichen Risiken weiterhin teilweise als signifikant angesehen werden.

Die aktive Länderrisikosteuerung der RBI AG erfolgt auf Basis der vom Vorstand festgelegten Country Risk Policy, die als Teil des Kreditportfolio-Limitsystems eine streng definierte Obergrenze für grenzüberschreitende Transaktionen gegenüber einzelnen Ländern festlegt. Im täglichen Ablauf müssen die Geschäftseinheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen zusätzlich zu kundenspezifischen Limits folglich auch Limitanträge für die betroffenen Länder stellen. Die absolute Höhe der Limite für die unterschiedlichen Länder wird dabei modellgestützt ermittelt, wobei im Modell sowohl das interne Länder-Rating und die Größe des Landes als auch die Eigenkapitalausstattung der RBI AG Berücksichtigung finden.

Das Länderrisiko fließt weiters über das interne Transferpreissystem in die Produktkalkulation und in die risikoadjustierte Performancemessung ein. Die Bank bietet dadurch einen Anreiz für die Geschäftseinheiten, Länderrisiken durch Versicherungen (z.B. durch Exportkreditversicherungsagenturen) oder Bürgschaften aus Drittstaaten abzusichern. Die aus der Länderrisikoanalyse gewonnenen Einschätzungen werden aber nicht nur zur Begrenzung des Gesamtvolumens an grenzüberschreitenden Transaktionen eingesetzt sondern kommen auch bei der Limitierung des Gesamtexposures (also auch jenes, das durch lokale Einlagen refinanziert wird) in einzelnen Ländern zur Anwendung. Damit richtet die RBI AG ihre Geschäftsaktivitäten an die erwartete wirtschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen Märkten aus und forciert die breite Diversifikation des Kreditportfolios.

Kontrahentenausfallrisiko

Ein Kontrahentenausfall bei Derivat-, Pensions- und Wertpapierleihgeschäften kann Verluste durch die Kosten der Wiederbeschaffung eines äquivalenten Kontrakts verursachen. Dieses Risiko wird von der RBI AG durch die Marktbewertungsmethode gemessen, die den gegenwärtigen Marktwert und einen vordefinierten Add-on für etwaige Veränderungen des Forderungswerts in der Zukunft berücksichtigt. Der Gesamtbetrag der dadurch ermittelten potenziellen erwarteten Kreditforderungen aus Derivatgeschäften ist in den Tabellen der einzelnen Kundensegmente enthalten. Für die interne Steuerung werden die möglichen Preisänderungen, die den fairen Wert dieser Instrumente beeinflussen, je nach Instrumentenkategorie auf Basis der historischen Marktwertbewegungen ermittelt.

Voraussetzung für den Abschluss von derivativen Kontrakten ist die Einhaltung des Kreditgenehmigungsprozesses, für den die gleichen Risikoklassifizierungs-, -limitierungs und -überwachungsverfahren wie im klassischen Kreditgeschäft gelten. Eine wesentliche Strategie zur Reduktion dieses Risikos stellen Kreditrisikominderungstechniken, z.B. Netting und Sicherheiten, dar. Grundsätzlich strebt die RBI AG für alle wesentlichen Derivatgeschäfte mit Marktteilnehmern den Abschluss eines standardisierten ISDA-Rahmenvertrags für das bilaterale Netting und eines entsprechenden Credit Support Annex (CSA) zur Absicherung der jeweils aktuellen Marktwerte auf täglicher Basis an.

Beteiligungsrisiko

Als Teil des Bankbuchs werden auch die Risiken aus börsenotierten und nicht börsenotierten Beteiligungen verstanden, die gesondert unter dieser Risikokategorie ausgewiesen werden. Die Mehrzahl an direkten oder indirekten Beteiligungen der RBI AG wird in der Konzernbilanz vollkonsolidiert und deren Risiko somit detailliert erfasst. Für die in diesen Beteiligungen entstehenden Risiken kommen daher die in den anderen Risikoarten beschriebenen Steuerungs-, Mess-, und Überwachungsmethoden zum Einsatz.

Dem Beteiligungsrisiko und dem Ausfallrisiko liegen ähnliche Wurzeln zugrunde: einer Verschlechterung der finanziellen Situation einer Beteiligung folgt meist eine Ratingherabstufung (bzw. der Ausfall) dieser Einheit. Die verwendete Methodik zur Value-at-Risk-Berechnung bzw. internen Risikokapitalermittlung für Beteiligungen ist jedoch vergleichbar mit jener für Preisrisiken aus Aktienpositionen. Es werden allerdings dabei aufgrund des längerfristigen strategischen Charakters von Beteiligungen jährliche Volatilitäten basierend auf mehrjährigen Betrachtungszeiträumen (anstelle täglicher Veränderungen) herangezogen.

Die Beteiligungen der RBI AG werden vom Bereich Participations verwaltet. Dieser Bereich überwacht die Risiken, die sich aus den langfristig orientierten Eigenkapitalbeteiligungen ergeben und verantwortet auch die Ergebnisse, die daraus resultieren. Neuinvestitionen werden nur vom Vorstand der RBI AG auf Basis einer separaten Kaufprüfung getätigt.

Marktrisiko

Die RBI AG definiert Marktrisiko als die potenzielle negative Veränderung des Marktpreises der Handels- und Investmentpositionen. Das Marktrisiko wird durch Schwankungen der Wechselkurse, Zinssätze, Credit Spreads, Aktienpreise und Warenpreise sowie anderer relevanter Marktparameter, wie z. B. impliziter Volatilitäten, bestimmt.

Das Marktrisiko der Kundenbereiche wird mittels Transferpreismethode in den Unternehmensbereich Treasury transferiert. Treasury ist für das Management dieser strukturellen Risiken sowie die Einhaltung der Gesamtbanklimits verantwortlich. Der Unternehmensbereich Capital Markets umfasst den Eigenhandel, das Market Making und das Kundengeschäft mit Geld- und Kapitalmarktprodukten.

Organisation des Marktrisikomanagements

Die RBI AG misst, überwacht und steuert alle Marktrisiken auf Gesamtbankebene.

Die Aufgabe des strategischen Marktrisikomanagements wird durch das Marktrisiko Komitee wahrgenommen, das für das Management und die Steuerung aller Marktrisiken verantwortlich zeigt. Das Gesamtbanklimit wird unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und des Ertragsbudgets vom Gesamtvorstand festgelegt. Die Aufteilung dieses Limits auf Sublimits erfolgt abgestimmt mit den jeweiligen Unternehmensbereichen je nach Strategie, Geschäftsmodell und Risikoappetit.

Die Abteilung Market Risk Management stellt sicher, dass der Geschäftsumfang und Produktumfang innerhalb der definierten und beschlossenen Strategie und des Risikoappetits liegen. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse, Regelwerke, Messmethoden, Risikomanagementinfrastruktur und –systeme für alle Marktrisikokategorien und für marktrisikoinduzierte Kreditrisiken des Derivatgeschäfts. Weiters wird durch diese Abteilung die tägliche unabhängige Messung und das Reporting aller Marktrisiken durchgeführt.

Alle Produkte, in denen offene Positionen gehalten werden, sind im Produktkatalog festgelegt. Neue Produkte werden in diese Liste erst dann aufgenommen, wenn sie den Produkteinführungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Produktanträge werden einer gesamthaften Risikoanalyse unterworfen und nur genehmigt, wenn die Abbildbarkeit in den Front- und Back-Office- bzw. Risikomanagementsystemen der Bank gewährleistet ist.

Limitsystem

Die RBI AG verfolgt einen umfassenden Risikomanagementansatz für Handels- und Bankbücher (Total Return-Ansatz). Die Steuerung der Marktrisiken wird konsistent auf alle Handels- und Bankbücher angewendet. Die folgenden Größen werden im Marktrisikomanagementsystem auf täglicher Basis gemessen und limitiert:

  • Value-At-Risk (VAR) Konfidenzintervall 99 Prozent, Horizont 1 Tag Das VaR-Limit begrenzt den maximalen Verlust, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Es ist das Hauptsteuerungsinstrument in liquiden Märkten in normalen Marktsituationen.
  • Sensitivitäten (gegenüber Änderungen in Währungskursen und Zinssätzen, Gamma, Vega, Aktien- und Warenpreise) Sensitivitätslimits sollen Konzentrationen in normalen Marktsituationen vermeiden und sind das Hauptsteuerungsinstrument in Stresssituationen oder in illiquiden beziehungsweise strukturell schwierig zu messenden Märkten.
  • Stop Loss
  • Dieses Limit unterstützt die Disziplin der Händler im Management von Eigenpositionen, mögliche Verluste nicht unlimitiert zu lassen sondern eng zu begrenzen.

Dieses mehrstufige Limitsystem wird durch ein umfangreiches Stresstesting-Konzept ergänzt, in dem die potenziellen Wertveränderungen des Gesamtportfolios bei Anwendung verschiedener Szenarien ermittelt werden. Risikokonzentrationen, die durch diese Stresstests offenbar werden, werden im Marktrisiko Komitee berichtet und in der Limitvergabe berücksichtigt. Stresstest-Berichte je Portfolio sind Teil des täglichen Marktrisiko-Reportings.

Value-At-Risk (VAR)

Die Messung des VAR basiert auf einem hybriden Simulationsansatz, in dem 5000 Szenarien simuliert werden und der die Vorteile einer historischen Simulation mit denen einer Monte Carlo Simulation verbindet. Basis für die verwendeten Marktparameter sind historische Zeitreihen mit einer Länge von 500 Tagen. In den Verteilungsannahmen sind moderne Eigenschaften wie Volatility Declustering, Random Time Change und Extreme Event Container implementiert, um endlastige und asymmetrische Verteilungen gut abbilden zu können. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als Internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses zugelassen. Die Value-at-Risk Resultate finden nicht nur in der Risikolimitierung sondern auch in der ökonomischen Kapitalallokation Einsatz.

Die strukturellen Zinsrisiken sowie Spreadrisiken aus Bondbüchern, die als Liquiditätspuffer gehalten werden, dominieren den VAR der RBI AG.

Handelsbuch VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
in € Tausend 31.12.2014
Währungsrisiken 1.819 1.278 3.563 563
Zinsrisiken 598 808 2.150 329
Credit Spread Risiken 1.309 1.398 3.394 727
Vega Risiken 628 465 1.671 228
Gesamt 3.515 2.891 5.589 1.885
Handelsbuch VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2013
Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
Währungsrisiken 533 766 2.769 440
Zinsrisiken 817 1.017 2.445 410
Credit Spread Risiken 1.557 1.147 1.905 656
Vega Risiken 347 706 1.526 339
Gesamt 2.456 2.728 4.677 1.718
Bankbuch VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2014
Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
Zinsrisiken 1.888 2.386 4.855 940
Credit Spread Risiken 2.965 2.306 7.766 1.434
Vega Risiken 940 601 1.028 350
Gesamt 4.836 4.377 9.214 2.542
Bankbuch VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
in € Tausend 31.12.2013
Zinsrisiken 4.338 2.358 4.568 955
Credit Spread Risiken 3.297 5.459 11.561 2.475
Vega Risiken 423 1.003 1.679 353
Gesamt 5.904 6.360 11.280 3.998
Gesamt VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2014
Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
Währungsrisiken 1.819 1.279 3.563 563
Zinsrisiken 1.998 2.017 4.374 794
Credit Spread Risiken 4.520 3.399 8.180 2.052
Vega Risiken 952 754 1.344 216
Gesamt 6.029 5.578 11.443 3.163
Gesamt VaR 99% 1d
in € Tausend
VaR per
31.12.2013
Durchschnitts-VaR Maximum VaR Minimum VaR
Währungsrisiken 533 766 2.769 440
Zinsrisiken 3.827 2.482 5.313 894
Credit Spread Risiken 4.724 6.402 11.618 3.394
Vega Risiken 217 670 1.247 200

Die verwendeten Risikomessmethoden werden – neben qualitativen Analysen der Profitabilität – laufend durch Backtesting und statistische Validierungsverfahren überwacht und, falls Modellierungsschwächen festgestellt werden, adaptiert. Im letzten Jahr gab es keine Überschreitung im Handelsbuch der RBI AG. Nachstehende Grafik stellt den VAR (99%, 1d) für das Marktrisiko den hypothetischen Gewinnen und Verlusten für das Handelsbuch der RBI AG auf täglicher Basis gegenüber. Der VAR stellt den maximalen Verlust dar, der mit einem Konfidenzintervall von 99 Prozent binnen eines Tages nicht überschritten wird. Der jeweilige hypothetische Gewinn oder Verlust stellt, den am darauffolgenden Tag aufgrund der dann tatsächlich eingetretenen Marktbewegungen, dar. Es ist zu sehen, dass das Modell die Marktvolatilitätsregimes korrekt wiedergibt und sehr schnell auf geänderte Verhältnisse reagiert.

Gesamt 6.675 7.286 12.645 4.667

Value-at-Risk und hypothetische Marktwertveränderungen für das Handelsbuch

Zinsrisiken im Handelsbuch

Die folgende Tabelle zeigt die größten Barwertveränderungen des Handelsbuchs der RBI AG bei einer parallelen Zinserhöhung um einen Basispunkt (getrennt für wesentliche Währungen mit Sensitivität größer als € Tausend). Die relevanten Risikofaktoren haben sich im Berichtszeitraum wesentlich reduziert.

2014
in € Tausend
Gesamt Bis 3
M
> 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
CHF 7 -3 6 -2 -1 2 -3 4 1 1 1 0
CNH 3 0 0 2 1 0 0 0 0 0 0 1
CNY -1 -1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 3 1 2 0 -4 -2 5 1 0 0 0 0
EUR 70 -3 42 -28 60 30 -59 -29 43 -6 6 0
GBP 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 15
HUF -4 1 -5 3 -2 -1 2 -1 0 0 0 0
PLN 6 -3 9 -5 -1 2 0 3 -1 0 0 0
USD 4 -3 -14 16 -3 -29 27 -36 22 24 13 -12
2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3
M
> 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr
als 20 J
CHF -18 -4 11 -26 4 1 -8 6 0 0 -1 -1
CNH 2 0 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK 1 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0
EUR -160 -23 4 35 -143 -78 -24 103 -14 -8 -26 14
GBP -1 -1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
JPY -3 0 0 -2 0 0 0 0 0 0 0 0
RUB -1 0 0 -1 0 0 0 0 0 0 0 0
USD 53 -1 8 10 2 -20 -23 13 -12 -5 83 -3

Zinsrisiken im Bankbuch

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungskonditionen der angebotenen Produkte führen gemeinsam mit der Refinanzierung durch Kundeneinlagen sowie über die Geld- und Kapitalmärkte in der RBI AG zu Zinsänderungsrisiken. Diese entstehen vorwiegend durch den nicht vollständigen Ausgleich der Zinssensitivität von erwarteten Zahlungen, deren Zinsanpassungsrhythmen und anderer optionaler Ausstattungsmerkmale. Zinsrisiken im Bankbuch bestehen dabei in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar.

Dieses Risiko wird grundsätzlich durch eine Kombination von bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften abgesichert, wobei vorwiegend Zinsswaps und – in geringerem Ausmaß – Zinstermingeschäfte und Zinsoptionen zum Einsatz kommen. Das Bilanzstrukturmanagement ist eine Kernaufgabe des Bereichs Treasury, der dabei vom Group Asset/Liability Komitee unterstützt wird. Dieses stützt sich dabei auf Szenarien und Analysen zur Simulation des Zinsertrags, um eine optimale Positionierung im Einklang mit der Zinsmeinung und im Rahmen des Risikoappetits zu gewährleisten.

Für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen neben der Value-at-Risk-Berechnung auch klassische Methoden der Kapital- und Zinsbindungsanalyse zur Anwendung. Die Barwertveränderung des Bankbuchs der RBI AG bei einer parallelen Zinserhöhung um einen Basispunkt wird getrennt für wesentliche Währungen in folgender Tabelle dargestellt.

2014
in € Tausend
Gesamt Bis 3
M
> 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr als
20 J
CAD -7 0 -7 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF 17 3 -10 7 -11 2 -3 -5 7 25 1 0
CNY -10 6 0 -16 0 0 0 0 0 0 0 0
CZK -21 1 0 0 -3 -2 -15 0 0 0 0 0
EUR -163 -25 -9 -24 105 41 -41 -133 -160 -33 1 116
GBP 2 1 0 -1 0 0 1 1 1 0 0 0
PLN -17 1 0 0 -1 -4 -12 0 -1 0 0 0
SGD 4 4 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
USD 141 -34 -13 0 17 2 5 -10 17 12 2 142
2013
in € Tausend
Gesamt Bis 3
M
> 3 bis
6 M
> 6 bis
12 M
> 1 bis
2 J
> 2 bis
3 J
> 3 bis
5 J
> 5 bis
7 J
> 7 bis
10 J
> 10 bis
15 J
> 15 bis
20 J
Mehr als
20 J
CAD -5 4 -9 0 0 0 0 0 0 0 0 0
CHF -2 -5 8 1 7 2 -7 7 10 -22 -4 1
CNY 10 -8 4 12 2 0 0 0 0 0 0 0
CZK 12 2 0 0 1 3 6 0 0 0 0 0
EUR 451 4 -34 -88 57 -8 477 87 -23 132 -57 -95
GBP -3 -1 0 0 0 0 0 0 -1 0 0 0
PLN 14 4 0 0 0 0 11 0 0 0 0 0
SGD 6 -2 0 9 -1 0 0 0 0 0 0 0
USD 71 35 29 91 -36 -20 -30 4 0 0 0 -2

Credit Spread Risiken

Das Marktrisikosteuerungssystem berücksichtigt zeitabhängige Bond- und CDS-Spread-Kurven als Risikofaktoren für die Ermittlung von Credit-Spread-Risiken. Diese Marktrisikokategorie bildet somit das spezifische Zinsrisiko für alle Kapitalmarktinstrumente des Handels- und des Bankbuchs ab.

Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Rolle von Banken im internationalen Finanzmarktgefüge ist die Liquiditätsfristentransformation. Diese resultiert aus dem Wunsch der Anleger, kurzfristig auf ihre Veranlagungen zugreifen zu können, und dem gegenläufigen Bedürfnis der Kreditnehmer nach langfristiger Finanzierung. Die Erfüllung dieser Aufgabe bringt laufend Überschüsse oder Defizite in der Liquiditätsbilanz mit sich, die von Banken unter normalen Marktbedingungen im Liquiditätsaustausch mit anderen Finanzmarktteilnehmern ausgeglichen werden.

Die Liquiditätssteuerung und damit die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft der Bank wird durch den Bereich Treasury wahrgenommen. In einem internen Überwachungssystem werden die Zahlungsströme nach Währung täglich berechnet und analysiert. Basierend auf diesen Informationen erstellt die Bank Liquiditätsbilanzen und führt Auswertungen durch, die sowohl die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bezüglich ausreichender Liquidität als auch definierter Liquiditätslimits umfassen. Weitere Analysen inkludieren insbesondere auch markt- und institutsspezifische Krisensituationen in szenarienbasierten Cash-Flow-Prognosen, die alle auch Gegenstand des Group Asset/Liability Committees sind. Die RBI AG verfügt über alle in der Kreditinstitute-Risikomanagementverordnung geforderten Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements, so etwa einen ausreichend dimensionierten Liquiditätspuffer, Stresstests mit unterschiedlichen Szenarien sowie Liquiditätsnotfallpläne.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und von außerbilanziellen Geschäften. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen dabei auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, den sogenannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihgeschäft) in die Berechnung ein.

in € Tausend 2014 2013
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 5.352.683 4.322.961 5.455.437 6.904.808 4.147.213 4.447.644
Liquiditäts-Ratio 123% 111% 107% 134% 113% 108%

Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos sind Limits im Einsatz, die kurzfristig ein positives Liquiditätsgap für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält die Bank auch umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung kommen Notfallpläne zum Einsatz.

Strukturelles Liquiditätsrisiko

Strukturelle Liquiditätsrisiken werden vor allem durch eine Änderung im Risikoappetit der Kreditgeber oder durch eine Bonitätsverschlechterung eines sich refinanzierenden Instituts ausgelöst. Die Refinanzierungskosten und -möglichkeiten steigen und fallen mit den geforderten Risikoprämien, die sowohl markt- als auch institutsspezifisch schwanken.

Die langfristige Refinanzierungsmöglichkeit ist somit von der generellen Wiederherstellung des Vertrauens in Banken und dem verstärkten Bemühen um Spareinlagen abhängig. Die RBI AG refinanziert sich dabei einerseits durch Geld- und Kapitalmarkttransaktionen und fungiert andererseits als zentrale Liquiditätsausgleichsstelle für die verschiedenen lokalen Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa.

Im Refinanzierungsplan der RBI AG wird spezielles Augenmerk auf eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gelegt, um das strukturelle Liquiditätsrisiko zu kontrollieren. Dabei werden Gelder nicht nur durch die RBI AG als Konzernspitze, sondern auch von vielen Tochterbanken aufgenommen, die durch ein gemeinsames Konzept koordiniert und optimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht die RBI AG die mittel- und langfristige Mittelaufnahme ihrer Töchter im Wege von syndizierten Krediten, bilateralen Bankrefinanzierungen und Globaldarlehen supranationaler Institutionen. Diese Refinanzierungsquellen werden durchwegs auf Basis langjähriger Geschäftsbeziehungen genutzt.

Operationelle Risiken

Unter dem operationellen Risiko wird das Risiko von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen einschließlich des Rechtsrisikos eintreten können. Innerhalb dieser Risikokategorie werden sowohl interne Risikofaktoren – z. B. unbefugte Handlungen, Diebstahl und Betrug, Abwicklungs- und Prozessfehler, Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfälle – als auch externe Risikofaktoren einschließlich Sachschäden und Betrugsabsichten kontrolliert und gesteuert.

Die Analyse und Steuerung dieser Risiken erfolgt basierend auf der eigenen historischen Verlustdatensammlung und den Ergebnissen der Risikobeurteilung. Ein weiterer Bestandteil der Steuerung ist ein Anreizsystem in der internen Kapitalallokation, mit dem schlechte Datenqualität mit Kapitalaufschlägen versehen wird.

Analog zu den anderen Risikoarten gilt in der RBI AG auch für das operationelle Risiko das Prinzip der Funktionstrennung in Risikomanagement und -controlling. Die Risikocontrolling-Einheiten für operationelles Risiko verantworten die Umsetzung und Verbesserung des operationellen Risikomanagements (z. B. Durchführung von Riskoassessments, oder Definition und Überwachung von Frühwarnindikatoren) und das Reporting an das zentrale operationelle Risikocontrolling. Die Geschäftsbereichsverantwortlichen hingegen führen Steuerungs- und Reduktionsmaßnahmen für das operationelle Risiko durch. Sie entscheiden über den Einsatz von Steuerungsinstrumenten, wie z. B. den Abschluss von Versicherungen oder anderen Risikoreduktionsverfahren.

Risikoidentifikation

Ein wesentlicher Schritt in der Steuerung von operationellen Risiken ist die Identifikation und Beurteilung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden (allerdings nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintreten), und anderen Bereichen, in denen Verluste häufiger auftreten (allerdings nur mit geringer Schadenshöhe).

Die Beurteilung der operationellen Risiken erfolgt in strukturierter Form nach Kategorien wie Geschäftsprozesse und Ereignistypen durch Riskoassessments. Darüber hinaus durchlaufen auch sämtliche Neuprodukte ein Risikoassessment. Dabei wird die Auswirkung von wahrscheinlichen Ereignissen mit geringer Verlusthöhe (High Probability/Low Impact) und unwahrscheinlichen Ereignissen mit großem Verlustpotenzial (Low Probability/High Impact) - bezogen auf einen einjährigen bzw. zehnjährigen Zeithorizont gemessen. Die "Low Probability/High Impact"-Ereignisse werden mit standardisierten Szenarien gemessen. Zusätzlich werden noch weitere Szenarien implementiert, die auf das Risikoprofil und die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind.

Überwachung

Für die Überwachung der operationellen Risiken werden Frühwarnindikatoren (Early Warning Indicators) verwendet, die eine zeitnahe Erkennung und Minderung von Verlusten ermöglichen. Die Erfassung von operationellen Schäden erfolgt in der zentralen Datenbank ORCA (Operational Risk Controlling Application) mit entsprechender Untergliederung nach Geschäftsfeld und Ereignistyp. Eine derartige Verlustdatensammlung erlaubt die Implementierung von statistischen Verlustverteilungsmodellen und gilt als Voraussetzung für den Einsatz des Standardansatzes. Weiters dienen diese Verlustdaten (ebenso wie die Dokumentation der letztlich nicht eingetretenen Verluste) als Basis für Szenarien zur Risikoidentifikation und zum Austausch mit internationalen Verlustdatenbanken zur Entwicklung von fortgeschrittenen Messmethoden sowie der Weiterverfolgung von Maßnahmen und Kontrolleffektivität. Die RBI AG Gruppe ist seit 2010 Teilnehmer im ORX Datenkonsortium, dessen Daten aktuell zu internen Benchmarkzwecken und Analysen herangezogen werden.

Die Ergebnisse der Analysen sowie Vorfälle aus operationellen Risiken werden in umfassender Weise regelmäßig dem Risk Management Komitee berichtet.

Messung und Risikoreduktion

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die RBI AG derzeit den Standardansatz (STA). Um das operationelle Risiko zu reduzieren, werden durch die Geschäftsbereichsleiter vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduktion und zum Risikotransfer gesetzt, deren Fortschritt und Wirkungsgrad vom Risikocontrolling überwacht werden. Erstere entwickeln auch Krisenpläne und bestimmen Personen oder Abteilungen, die die notwendigen Maßnahmen einleiten, falls Schadensfälle tatsächlich eintreten. Weiters unterstützen mehrere spezialisierte Organisationseinheiten die Geschäftsbereiche bei der Vermeidung von operationellen Risiken. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei das Fraud Management ein, das durch Überwachung und das Ergreifen präventiver Maßnahmen potenziellen Betrugsschäden entgegenwirkt. Die RBI AG führt auch laufend umfangreiche Mitarbeiterschulungen durch und verfügt über verschiedenste Notfallpläne und Backup-Systeme.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Einleitung

Für die Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) ist die Einrichtung und Ausgestaltung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess von wesentlicher Bedeutung. Die Erstellung des Jahresabschlusses für die RBI AG erfolgt in den Abteilungen AG Accounting sowie Treasury Accounting, welche im Vorstandsbereich des CFO angesiedelt sind. Die Auslandsfilialen liefern geprüfte Abschlüsse an das Head Office, für die Erstellung sind sie selbst verantwortlich.

Basis für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die einschlägigen österreichischen Gesetze, allen voran das österreichische Bankwesengesetz (BWG) sowie das Unternehmensgesetzbuch (UGB), in dem die Aufstellung eines Jahresabschlusses geregelt wird.

In der RBI AG wird das Hauptbuch über das Kernbanksystem GEBOS geführt, in dem auch die Nebenbuchfunktion Kredit- und Einlagenabwicklung (GIRO) erfolgt. Zusätzlich gibt es mehrere Nebenbücher, wie insbesondere:

  • Wall Street Systems und Murex (Treasury-Geschäfte)
  • GEOS und GEOS Nostro (Wertpapierabwicklung und Nostro-Wertpapier-Verwaltung)
  • Zahlungsverkehr
  • Banktrade (Garantien und Akkreditivgeschäfte)
  • UBIX (börsengehandelte Wertpapier-Derivate)
  • SAP (Debitoren/Kreditoren/Anlagenbuchhaltung)

Der Rechnungslegungsprozess lässt sich wie folgt darstellen:

Laufende Buchhaltung

Die Buchungssätze für die laufende Buchhaltung werden sowohl direkt im GEBOS (Kredit-/Einlagenabwicklung) als auch indirekt über diverse Nebenbücher (Subsysteme) erfasst, deren Buchungen über Schnittstellen in aggregierter Form in das Hauptbuch (GEBOS) übergeleitet werden.

  • Einzelabschluss RBI Head Office nach UGB/BWG und IFRS Aufbauend auf die Rohbilanz aus GEBOS wird noch eine Vielzahl ergänzender Abschlussbuchungen vorgenommen. Daraus werden Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung nach UGB/BWG erstellt. Auf Basis der UGB/BWG-Bilanz wird im Anschluss mittels Umgliederungen und Überleitungsbuchungen die IFRS-Bilanzierung vorgenommen.
  • Einzelabschluss der RBI AG Abschließend wird der Abschluss der RBI AG erstellt. Dieser umfasst das RBI Head Office sowie die Filialen. Sowohl die von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüften Filialdaten als auch die Abschlussdaten des RBI Head Office erfolgt überwiegend durch Direkteingabe oder durch automatisierte Übertragung in das Konsolidierungssystem IBM Cognos Controller. Dort werden die Daten konsolidiert und darauf aufbauend wird der gesamte Einzelabschluss der RBI AG erstellt.

Kontrollumfeld

In der RZB Group Directive Database sind sämtliche gruppeninterne Anweisungen abrufbar. Bezüglich der Rechnungslegung ist vor allem das Group Accounts Manual zu erwähnen, welches insbesondere eine Beschreibung folgender Punkte beinhaltet:

  • Allgemeine Buchungsregeln
  • Bewertungsmethoden
  • Erforderliche (quantitative) Anhangsangaben
  • Buchungsregeln für spezielle Geschäfte (wie z. B. Leasing, ABS, Steuerthemen, u.ä.)

Darüber hinaus gibt es auch Richtlinien, die ausschließlich die RBI AG betreffen bzw. nur abteilungsinterne Aufgaben regeln. Für die Rechnungslegung gelten beispielsweise die Richtlinien der Corporate Directive - Accounting Guidelines, die den Anweisungsprozess für die Begleichung von Eingangsrechnungen, für Kostenrefundierungen oder die Führung von Verrechnungskonten regeln.

Risikobeurteilung

Die Bewertung des Risikos einer fehlerhaften Finanzberichterstattung basiert auf unterschiedlichen Kriterien. Bewertungen von komplexen Finanzinstrumenten können zu einem erhöhten Fehlerrisiko führen. Weiters müssen für die Erstellung des Jahresabschlusses die Aktiv- und Passivposten bewertet werden, wobei insbesondere durch die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen, Wertpapieren und Beteiligungen, welche auf Schätzungen zukünftiger Entwicklungen basieren, ein Risiko besteht.

Kontrollmaßnahmen

Die wesentlichen Kontrollmaßnahmen umfassen vielfältige Abstimmprozesse. Neben dem 4-Augen-Prinzip sind automationsgestützte Kontrollen sowie vom Risikogehalt abhängige Überwachungsinstrumente im Einsatz. Als Beispiel können der Abgleich zwischen Haupt- und Nebenbüchern oder die Ergebnisabstimmung zwischen Financial Accounting und Balance Sheet Risk Management angeführt werden. Die den einzelnen Stellen zugeteilten Aufgabengebiete sind schriftlich dokumentiert und werden laufend aktualisiert. Besonderen Wert wird auf eine funktionierende Stellvertreterregelung gelegt, um die Terminerfüllungen bei Ausfall einer Person nicht zu gefährden.

Der Jahresabschluss samt Lagebericht wird im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates behandelt, darüber hinaus wird er im Aufsichtsrat festgestellt. Er wird in der Wiener Zeitung veröffentlicht und zuletzt im Firmenbuch hinterlegt.

Information und Kommunikation

Mit den Fachabteilungen werden laufend Informationen hinsichtlich Buchung und Bilanzierung der jeweiligen Produkte ausgetauscht. So finden mit den Bereichen Capital Markets sowie Treasury monatliche Jour-Fixe-Termine statt, wo unter anderem auch die Bilanzierung komplexer Produkte abgehandelt wird. Durch regelmäßige abteilungsinterne Termine wird sichergestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend über Neuerungen im Bereich der Rechnungslegung nach UGB/BWG und IFRS geschult werden.

Im Zuge der Berichtserstellung erhält der Vorstand monatlich und quartalsweise Berichte, in denen das Ergebnis der RBI AG analysiert wird. Auch der Aufsichtsrat wird in seinen Sitzungsterminen tourlich über das Ergebnis informiert, die Überwachung des internen Kontrollsystems wird somit sichergestellt.

Die externe Berichterstattung erfolgt im Wesentlichen nur für das Konzernergebnis der RBI AG. Der Berichtszyklus ist ein quartalsweiser: Neben dem Konzernabschluss werden auch ein Halbjahresfinanzbericht bzw. quartalsweise Zwischenberichte für den Konzern veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es laufende regulatorische Berichtspflichten an die Bankenaufsicht.

Überwachung

Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung obliegt dem Vorstand sowie den Mid-Office Bereichen. Die Qualität der fortlaufenden Überwachung wird durch die Prüfungstätigkeit der internen Revision sichergestellt. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand und den Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat.

Zu veröffentlichende Abschlüsse werden von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptabteilung Accounting & Reporting sowie dem zuständigen Vorstandsmitglied (CFO) vor Weiterleitung an den Prüfungsausschuss einer abschließenden Würdigung unterzogen.

Ausblick

Konjunkturaussichten

Zentraleuropa

Die positiven Wachstumstendenzen der zweiten Jahreshälfte 2014 dürften sich 2015 und 2016 in der Region CE fortsetzen. Die Konjunkturwende scheint geschafft, und die 2015 anziehende Entwicklung in der Eurozone sollte den Export unterstützen. Zusätzlich wird eine weiterhin solide Entwicklung der heimischen Nachfrage erwartet, was die Tragfähigkeit der wirtschaftlichen Erholung weiter untermauern sollte. Nach einem BIP-Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2014 liegt die Prognose für CE in den kommenden Jahren bei 3,0 Prozent. Spitzenreiter in 2015 dürfte Polen werden, gefolgt von den CE-Ländern Ungarn, Slowakei und Tschechische Republik. Geldpolitisch bleiben die Zügel in CE angesichts von Inflationsraten auf Rekord-Tiefstständen wohl weiterhin locker. Mit restriktiven geldpolitischen Schritten ist frühestens 2016 zu rechnen.

Südosteuropa

Das BIP-Wachstum in der Region SEE sollte 2015 und 2016 weniger stark durch Sonderfaktoren (wie den Naturkatastrophen in Serbien oder Bosnien-Herzegovina im Jahr 2014) und noch ausstehende Konsolidierungserfordernisse (wie etwa in Kroatien) geprägt sein. Nach einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent im Jahr 2014 und 1,9 Prozent im Jahr 2015 sollte sich SEE 2016 wieder ihrem derzeitigen Potenzialwachstum um die 3 Prozent annähern. Vor allem Rumänien dürfte seinen soliden Wachstumskurs mit BIP-Zuwachsraten um die 3 Prozent fortsetzen, 2015 und in den kommenden Jahren flankiert durch eine eher akkommodierende Geldpolitik. Andere SEE-Länder sollten nach einer eher schwachen Entwicklung in den letzten Jahren 2015 und 2016 langsam zur positiven Entwicklung Rumäniens aufschließen können.

Russland

Der Wachstumsausblick für Russland wird einerseits dadurch getrübt, dass von Investitionen und Exporten nur geringe Impulse ausgehen werden, andererseits stellen die Folgen des Ukraine-Konflikts weiterhin deutliche Abwärtsrisiken dar. Nach der tiefen Rezession 2015 und einer zaghaften Erholung 2016 wird das russische Wirtschaftswachstum bei 0,5 Prozent weiterhin schwach gesehen. Ohne eine Umsetzung der im letzten Zyklus verpassten Reform- und Diversifikationspläne wird das Potenzialwachstum der russischen Volkswirtschaft kaum über 2 Prozent liegen. Sollte Russland länger von Wirtschaftssanktionen belegt sein, steigen die makrofinanziellen Risiken – trotz derzeit noch erheblicher Devisen- und Fiskalreserven – merklich an.

CEE Sonstige

Bei hohen politischen wie wirtschaftlichen Unsicherheiten wird die Ukraine 2015 und 2016 unter der Aufsicht des IWF schwierige Strukturreformen durchführen müssen, um bestehende wirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren und dringend notwendige Finanzierungen zu erhalten. Daher wird zumindest für 2015 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung erwartet, auch die wirtschaftlichen Erholungsaussichten bleiben vorerst unklar. Belarus wird – auch angesichts einer Stagnation bzw. Rezession 2015 – weiter auf finanzielle Unterstützung aus Russland angewiesen sein. Damit dürfte die makrofinanzielle Situation in den kommenden Jahren angespannt bleiben.

Eurozone

Im Lauf des Jahres 2015 wird für die Eurozone eine Wachstumsbeschleunigung erwartet, die sich 2016 fortsetzen sollte. Die Exportwirtschaft sollte dabei vom schwachen Euro und der robusten Konjunkturdynamik wichtiger Handelspartner (USA, Großbritannien) profitieren. Zudem schwindet der Gegenwind durch die Fiskalpolitik. Der niedrige Ölpreis sollte die Kaufkraft der Konsumenten stärken und dämpfend auf die Kosten der Unternehmen wirken. Die auf lange Zeit absehbar sehr expansive Geldpolitik der EZB sorgt für außerordentlich günstige Finanzierungsbedingungen, sodass sich der Rückstau bei Investitionen lösen sollte. Aufgrund des wohl zögerlichen Aufschwungs bei den Investitionen im privaten Sektor wird das Wachstum 2015 bei immer noch verhaltenen 1,2 Prozent gesehen. Die Schätzung für 2016 liegt bei 1,9 Prozent und läge damit sogar über dem Potenzialwachstum der Eurozone. Aufgrund des schwachen Lohndrucks sollte die EZB-Zielmarke für die Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent trotz anziehender Konjunkturdynamik bis 2016 nicht überschritten werden.

Österreich

Für 2015 und 2016 ist in Österreich nur von einer moderaten Zunahme der Konjunkturdynamik auszugehen, die hinter jener früherer Aufschwungphasen zurückbleiben wird. Maßgebliche Impulse werden hier von der Binnennachfrage erwartet. Der private Konsum dürfte dabei von der stabilen Beschäftigungssituation profitieren. Zudem ist ab der zweiten Jahreshälfte 2015 wieder mit einem Beschäftigungsaufbau zu rechnen und niedrige Energiepreise sollten die Kaufkraftentwicklung unterstützen. Die Belebung der Investitionstätigkeit dürfte hingegen nur mäßig ausfallen. Vor dem Hintergrund einer Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfeldes ist ein Anziehen der österreichischen Exporte zwar wahrscheinlich, dem dürfte aufgrund der unterstellten Zunahme der Inlandsnachfrage jedoch ein etwa ebenso dynamisches Importwachstum gegenüberstehen. Somit wird für 2015 ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent, gefolgt von 1,8 Prozent im Jahr 2016, erwartet.

Ausblick der RBI AG

Im Rahmen der neuen strategischen Maßnahmen planen wir, die risikogewichteten Aktiva (RWA gesamt) der RBI AG bis Ende 2017 durch die Reduktion und den Abbau der Geschäftsaktivitäten in Asien substanziell zu reduzieren. Wir beabsichtigen, den Abbau teilweise durch Wachstum in anderen Geschäftsfeldern auszugleichen.

Für 2015 rechnen wir mit Betriebserträgen, die über jenen des Geschäftssjahres 2014 (€ 1.387 Millionen) liegen. Aufgrund höherer Refinanzierungskosten erwarten wir einen geringeren Nettozinsertrag, dafür planen wir höhere Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen.

Wir erwarten, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auch 2015 erhöht bleiben, wir rechnen jedoch mit einem Bedarf deutlich unter dem Vorjahresniveau (2014: € 491 Millionen).

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Raiffeisen Bank International AG, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den in Österreich anzuwendenden unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Bankprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Bankprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Bankprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243 a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243 a UGB sind zutreffend.

Wien, am 9. März 2015

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca

Wirtschaftsprüfer

Mag. Michael Schlenk

Wirtschaftsprüfer

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzern-Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzern-Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 9. März 2015

Der Vorstand

Dr. Karl Sevelda

Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Compliance, Group Communications, Group Strategy, Human Resources, Internal Audit, International Banking Units, Legal Services, Management Secretariat, Marketing & Event Management sowie Participations

Dr. Johann Strobl

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Credit Management Corporates, Financial Institutions, Country & Portfolio Risk Management, Retail Risk Management, Risk Controlling, Risk Excellence & Projects sowie Workout

Aris Bogdaneris, M. A.

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Consumer Banking, Group & Austrian IT, Lean, Operations, Procurement & Cost Management, Project Portfolio & Security sowie Small Business & Premium Banking

Dipl.-Kfm. Klemens Breuer

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Business Management & Development, Group Capital Markets, Institutional Clients, Investment Banking Products sowie Raiffeisen Research

Mag. Martin Grüll

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Active Credit Management, Investor Relations, Planning and Finance, Tax Management sowie Treasury

Mag. Peter Lennkh

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Customers, Corporate Finance, Corporate Sales Management & Development, International Business Support sowie Trade Finance & Transaction Banking

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