Quarterly Report • Aug 18, 2015
Quarterly Report
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A QUARTERLY SEQUAL
k WIENERBERGER SCRIPT QUARTALSBERICHTE © 2015 STARRING WAND, FASSADE, DACH, ROHR, FLAECHENBEFESTIGUNG PRODUCED IN EUROPA, NORDAMERIKA, INDIEN
| Ertragskennzahlen | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | Ultimo 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 1.349,4 | 1.474,9 | +9 | 2.834,5 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 135,1 | 181,0 | +34 | 317,2 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 33,5 | 78,9 | >100 | 100,2 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 4,5 | 39,2 | >100 | -157,6 |
| Ergebnis nach Steuern 1) | in Mio. € | -1,7 | 21,1 | >100 | -170,0 |
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,15 | 0,05 | >100 | -1,74 |
| Free Cashflow 2) | in Mio. € | -97,3 | -123,6 | -27 | 130,6 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 52,2 | 55,2 | +6 | 121,8 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 0,1 | 5,2 | >100 | 41,3 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2014 | 30.6.2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) | in Mio. € | 2.046,8 | 2.099,1 | +3 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 621,5 | 785,0 | +26 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.652,2 | 2.869,5 | +8 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 3.913,4 | 4.022,5 | +3 |
| Verschuldungsgrad | in % | 30,4 | 37,4 | - |
| Ø Mitarbeiter | 14.836 | 15.819 | +7 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie in € |
13,98 | 15,24 | +9 |
| Tiefstkurs der Aktie in € |
9,01 | 11,45 | +27 |
| Ultimokurs der Aktie in € |
11,45 | 14,11 | +23 |
| Gewichtete Aktienzahl 4) in Tsd. |
116.017 | 116.956 | +1 |
| Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € |
1.345,1 | 1.657,7 | +23 |
| Divisionen 1-6/2015 in Mio. € und % 5) |
Clay Building Materials Europe |
Pipes & Pavers Europe |
North America |
Holding & Others |
Eliminierungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 798,2 (+11%) | 540,8 (+4%) |
131,7 (+22%) |
3,8 (+41%) | |
| Innenumsatz | 0,8 (-15%) |
0,6 (+49%) | 3,7 (>100%) | 6,2 (+26%) | -10,8 |
| Umsatz | 798,9 (+11%) | 541,5 (+4%) |
135,4 (+24%) |
9,9 (+31%) | -10,8 |
| EBITDA operativ | 112,9 (+16%) | 56,6 (+24%) | 20,7 (>100%) | -9,2 (+9%) |
|
| EBIT operativ | 47,7 (+34%) | 33,5 (+82%) | 8,5 (>100%) | -10,9 (+8%) |
|
| Gesamtinvestitionen | 33,6 (+15%) | 20,8 (+23%) | 5,0 (+53%) |
1,0 (-66%) |
|
| Capital Employed | 1.820,7 (+2%) |
646,6 (+2%) |
392,8 (-10%) |
9,4 (-51%) |
|
| Ø Mitarbeiter | 10.189 (+23%) | 4.140 (-1%) |
1.283 (+3%) |
207 (+5%) |
1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | 1 |
|---|---|
| Zwischenlagebericht | 2 |
| Ergebnis- und Bilanzanalyse | 2 |
| Geschäftssegmente | 6 |
| Verkürzter Zwischenbericht nach IFRS | 16 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 16 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 16 |
| Konzernbilanz | 17 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 18 |
| Konzern-Cashflow Statement | 19 |
| Geschäftssegmente | 20 |
| Verkürzter Anhang zum Zwischenbericht | 21 |
| Erklärung des Vorstands | 28 |
das erste Halbjahr 2015 war für die Wienerberger Gruppe sehr erfolgreich. Wir haben unseren Wachstumskurs weiter fortgesetzt und den Konzernumsatz um 9 % auf 1,47 Mrd. € und das operative EBITDA signifikant um 34 % auf 181 Mio. € gesteigert. Obwohl wir noch immer herausfordernden Märkten gegenüberstehen, konnten wir in allen Geschäftsbereichen Umsatzund Ergebniswachstum erzielen. Positiv wirkte sich natürlich die Vollkonsolidierung unseres osteuropäischen Dachziegelgeschäftes aus. Darüber hinaus haben wir von den in den letzten Monaten laufend umgesetzten Optimierungsmaßnahmen profitiert. Unser Programm zum Verkauf nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften entwickelte sich ebenso sehr erfolgreich und trug 15 Mio. € zum Ergebnis bei. Preiserhöhungen und gesunkene Energiepreise sowie für uns vorteilhafte Fremdwährungseffekte unterstützen die starke operative Performance. Unter dem Strich führte das zu einem Gewinn nach Steuern von 21 Mio. €.
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Die Division Clay Building Materials Europe trug mit einem um 11 % höheren Umsatz und einem um 16 % höheren operativen EBITDA stark zur Ergebnissteigerung der Gruppe bei. Während Großbritannien, die Niederlande, aber auch einige Kernmärkte Osteuropas von positiver Marktdynamik geprägt waren, zeigten sich Frankreich, Italien und Russland schwierig. Auch in den deutschsprachigen Märkten entwickelte sich insbesondere der Ein- und Zweifamilienhausbereich enttäuschender als erwartet. In dieser Region wurde zudem eine Schwäche im Renovierungsbereich spürbar, die sich auf den Produktbereich Dach negativ auswirkte. In der Division Pipes & Pavers Europe verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 4 % und das operative EBITDA deutlich um 24 %. Treiber war dabei vorrangig das starke Wachstum unseres Kunststoffrohrgeschäftes. Eine Verbesserung verzeichnete auch unser Geschäft mit Betonflächenbefestigungen. Stabil auf gutem Niveau entwickelte sich das Geschäft mit keramischen Abwasserrohren. Umgesetzte Kosteneinsparungen, ein Liegenschaftsverkauf in der Höhe von knapp 13 Mio. € sowie die starke Aufwertung des US Dollars wirkten positiv auf das Geschäft in Nordamerika und führten zu einem Umsatzanstieg von 22 % sowie einer Steigerung des operativen EBITDA auf 21 Mio. €.
Besonders freut mich, dass wir im ersten Halbjahr 2015 wieder einmal unsere Stärke beweisen konnten, auf herausfordernde Situationen rasch und flexibel zu reagieren. Die erwartete Verknappung von Kunststoffgranulat und den damit einhergehenden Anstieg der Rohmaterialpreise haben wir durch proaktives Preismanagement und unser diversifiziertes Lieferantenmanagement gemeistert. In einem sehr volatilen Umfeld haben wir so die uneingeschränkte Versorgung für unsere Kunden sichergestellt.
Unsere Erwartungen an die Märkte haben sich für den weiteren Jahresverlauf wenig geändert. Grundsätzlich gehen wir von einer unveränderten Entwicklung aus. Aufgrund unserer zufriedenstellenden operativen Leistung und der positiven Entwicklung des Programmes für Liegenschaftsverkäufe im ersten Halbjahr sehen wir jedoch optimistisch in die Zukunft. Wir erhöhen daher unsere Einschätzung für das Gesamtjahr deutlich und gehen von einem operativen EBITDA von 375 Mio. € inklusive Liegenschaftsverkäufen in Höhe von 25 Mio. € aus. Erhebliche Arbeit liegt dafür vor uns, doch ich bin zuversichtlich, dass wir diese Herausforderung meistern werden.
Wienerberger konnte in den ersten sechs Monaten den Konzernumsatz um 9% auf 1.474,9 Mio. € (Vorjahr: 1.349,4 Mio. €) verbessern. Dieser Anstieg war einerseits auf Konsolidierungsbeiträge aus unserem osteuropäischen Dachziegelgeschäft und andererseits auf eine Kombination deutlich höherer Preise zur Abdeckung von Kostensteigerungen und positiver Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Fremdwährungsdifferenzen erhöhten den Umsatz um 30,9 Mio. €, wobei die größten positiven Effekte aus dem US Dollar und dem britischen Pfund stammten.
In der Division Clay Building Materials Europe wurde in den ersten sechs Monaten ein um 11 % deutlich höherer Außenumsatz in Höhe von 798,2 Mio. € erzielt, und das operative EBITDA stieg durch den Konsolidierungsbeitrag der erworbenen Dachziegelaktivitäten in Osteuropa und positiver Preis- und Fremdwährungseffekte um 16% auf 112,9 Mio. €.
Die Division Pipes & Pavers Europe verzeichnete ein Wachstum des Außenumsatzes um 4% auf 540,8 Mio. €. Stabile Umsätze in Osteuropa standen dem deutlich gestiegenen internationalen Projektgeschäft mit Industrie- und Spezialrohren und organischem Wachstum in unseren nordischen Kernmärkten und den Niederlanden gegenüber. Das operative EBITDA der Division konnte im Jahresvergleich signifikant von 45,8 Mio. € auf 56,6 Mio. € gesteigert werden.
In der Division North America lag der Außenumsatz mit 131,7 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres, was im Wesentlichen auf positive Fremdwährungseffekte aus dem stärkeren US Dollar zurückzuführen war. Die Absatzmengen entwickelten sich bei etwas höheren Durchschnittspreisen aufgrund eines zum Vorjahr vergleichbar langen Winters stabil. Das operative EBITDA stieg signifikant über den Vorjahreswert von 2,3 Mio. € auf 20,7 Mio. €, was neben einer höheren Auslastung der Werke und Kosteneinsparungen auf den Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks in den USA in Höhe von 12,5 Mio. € zurückzuführen ist.
Das operative Konzern EBITDA konnte im ersten Halbjahr signifikant um 34% auf 181,0 Mio. € verbessert werden. Dies ist neben positiven Effekten aus der Konsolidierung unseres Produzenten für Tondachziegel in Osteuropa und aus Fremdwährungsdifferenzen auch auf die positive Entwicklung der wichtigen Märkte Großbritannien und Niederlande, die Ertragssteigerung in Belgien, das Wachstum des internationalen Projektgeschäfts sowie auf den Ertrag aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften von 15,0 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) zurückzuführen.
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) belief sich in den ersten sechs Monaten auf 78,9 Mio. € (Vorjahr: 33,5 Mio. €). Wertminderungen von Vermögenswerten im Ausmaß von 10,5 Mio. €, die in Folge von Werthaltigkeitstests in Russland aufgrund anhaltender Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu Buche schlugen, sind darin nicht enthalten.
Das Finanzergebnis von -29,2 Mio. € (Vorjahr: -29,0 Mio. €) setzt sich vorwiegend aus dem Nettozinsaufwand, der infolge der stärkeren Nutzung von Banklinien und des reduzierten Bestands liquider Mittel deutlich unter jenem des Vorjahres liegt, sowie aus Fremdwährungsverlusten und sonstigen Bewertungseffekten von -7,8 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) zusammen.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich auf 39,2 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €). Nach Abzug der Steuern erzielte Wienerberger einen Gewinn von
Deutliches Umsatzwachstum im ersten Halbjahr
Clay Building Materials Europe verbessert das operative EBITDA um 16 % im Vergleich zum Vorjahr
Operatives EBITDA in der Division Pipes & Pavers Europe 24 % über dem Vorjahr
21,1 Mio. € (Vorjahr: Verlust von 1,7 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,05 € nach einem Verlust von 0,15 € in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.
Der Cashflow aus dem Ergebnis war im Berichtszeitraum mit 153,9 Mio. € positiv und verbesserte sich vor allem in Folge eines deutlich höheren operativen Ergebnisses um 53,7 Mio. €. Aufgrund des saisonalen Working Capital Aufbaus, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte, sank der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 20,0 Mio. € auf -72,9 Mio. €. Diese Entwicklung lässt sich auf die Integration des osteuropäischen Dachziegelgeschäfts sowie die gestiegene Geschäftstätigkeit zurückführen.
In den ersten sechs Monaten flossen 60,4 Mio. € (Vorjahr: 52,3 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Wachstumsprojekte ab. Aus Liegenschafts- und sonstigen Anlagenverkäufen wurden 18,4 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €), vorwiegend aus dem Programm zur Verwertung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen, erlöst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf -8,1 Mio. €, wovon die Auszahlung des Hybridkupons mit 20,9 Mio. € und die Auszahlung der Dividende mit 17,5 Mio. € die größten Mittelabflüsse bildeten. Bei den Finanzverbindlichkeiten erfolgte eine Umschichtung von kurzfristigen zu langfristigen Verbindlichkeiten und ein Mittelzufluss aus dem Aufbau von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 30,3 Mio. € im Vergleich zum 31.12.2014.
Das Konzerneigenkapital zum 30.6.2015 erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 aufgrund des deutlich positiven Ergebnisses nach Steuern sowie positiver Währungseffekte um 52,2 Mio. € auf 2.099,1 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich im ersten Halbjahr durch den saisonal bedingten Working Capital Aufbau um 163,5 Mio. € auf 785,0 Mio. €.
Der Verschuldungsgrad ist zum 30.6.2015 saisonal bedingt auf 37% angestiegen (30% zum 31.12.2014), wobei die roulierend auf Basis von 12 Monaten errechneten Treasury Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 2,2 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 7,8 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten zu liegen kamen und sich im Vergleich zum Vorjahr verbesserten.
Der Fokus des Finanzmanagements liegt 2015 auf der Optimierung des Zinsergebnisses durch verstärkte unterjährige Nutzung von Banklinien anstelle von langfristigen Finanzierungen über den Kapitalmarkt. Diese Strategie spiegelt sich in einem reduzierten Bestand liquider Mittel und einem leicht gestiegenen kurzfristigen Fremdkapitalanteil wider. Die im August auslaufende Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. € wurde großteils über Banklinien refinanziert, die im Verlauf des zweiten Halbjahres aus dem operativen Cashflow wieder zurückgeführt werden.
| Treasury Kennzahlen 1) | 30.6.2014 | 31.12.2014 2) | 30.6.2015 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA operativ | 2,3 | 1,9 | 2,2 | <3,50 |
| EBITDA operativ / Zinsergebnis | 5,1 | 5,8 | 7,8 | >3,75 |
1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses
2) Pro-forma Berechnung inklusive 12-Monats-EBITDA und Zinsergebnis Tondach Gleinstätten
Stark verbesserter Cashflow aus dem Ergebnis von 153,9 Mio. €
Klar positives Gesamtergebnis nach Steuern
Entschuldungsdauer von 2,2 Jahren zum 30.6.2015
Division Clay Building Materials Europe verbessert operatives EBITDA um 23 % auf 90,9 Mio. € im Q2
Organisches Wachstum und starkes internationales Projektgeschäft führen zu Ergebniswachstum in der Division Pipes & Pavers Europe
Nordamerika verbessert Umsatz um 24 % auf 78,2 Mio. € im Q2
Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz kräftig um 13 % auf 862,2 Mio. €, wobei alle Divisionen des Konzerns eine organische Verbesserung von Umsatz und Ergebnis erwirtschafteten. Diese erfreuliche Entwicklung wurde durch den Konsolidierungseffekt aus unserem osteuropäischen Dachziegelgeschäft, das seit 1. Juli 2014 vollkonsolidiert wird, und den Verkauf eines Grundstücks in den USA, das im Rahmen des Verkaufsprogramms von nicht betriebsnotwendigem Vermögen veräußert wurde, unterstützt. Insgesamt erhöhte sich das operative EBITDA um 37 % auf 146,9 Mio. €.
Die Division Clay Building Materials Europe verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg um 16 % auf 465,7 Mio. € und ein operatives EBITDA-Wachstum von 23 % auf 90,9 Mio. €. Dabei war im Segment Clay Building Materials Western Europe die deutliche Ergebnissteigerung weiterhin von Großbritannien und den Niederlanden getrieben, die zweistellige Zuwachsraten erwirtschafteten. Während Belgien die Ertragskraft in einem stagnierenden Markt weiter verbesserte, blieben die Ergebnisse in Frankreich, Italien, Deutschland und der Schweiz wie erwartet hinter dem Vorjahr zurück. In Summe stieg das operative Ergebnis im Berichtssegment um 18 % auf 65,0 Mio. €. Im Segment Clay Building Materials Eastern Europe kompensierte Wachstum in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen Rückgänge in Russland und der Slowakei sowie die Abschwächung in Österreich ausgehend von gutem Niveau. Unsere Dachziegelaktivitäten in Zentral-Osteuropa, die seit 1. Juli 2014 vollkonsolidiert werden, trugen in den abgelaufenen drei Monaten 39,8 Mio. € zum Segmentumsatz und 7,7 Mio. € zum operativen EBITDA bei. Insgesamt verbesserte sich das operative Segment-EBITDA um 36 % auf 25,9 Mio. €.
In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 6 % auf 316,5 Mio. € nach 299,3 Mio. € im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das operative EBITDA um 23 % auf 42,1 Mio. €. Dabei zeigte im Segment Pipes & Pavers Western Europe das keramische Abwasserrohrgeschäft nach dem witterungsbedingt schwachen ersten Quartal eine deutliche Belebung und erwirtschaftete ein Umsatz- und Ergebniswachstum. Im Kunststoffrohrgeschäft profitierten wir von einem weiterhin soliden organischen Wachstum in den nordischen Kernmärkten und in den Niederlanden, das durch das starke internationale Projektgeschäft mit großdimensionierten und faserverstärkten Rohren ergänzt wurde. In Summe verbesserte sich im Berichtssegment der Umsatz um 9 % und das operative EBITDA um 37 % im zweiten Quartal. In Osteuropa profitierten unsere Kunststoffrohraktivitäten von einer starken Entwicklung in Polen, Tschechien, Ungarn und der Türkei, die eine leichte Abschwächung des Marktumfeldes in Österreich sowie einen starken Rückgang in Russland kompensierten. Unser Geschäft mit Betonflächenbefestigungen steigerte infolge von Mengenwachstum und einer erhöhten Auslastung das Ergebnis moderat. Zudem ist es uns gelungen, durch Kostenoptimierungen den anhaltenden Preisdruck abzufedern. Insgesamt stieg im Segment Pipes & Pavers Eastern Europe der Umsatz um 2 % und das operative EBITDA um 10 %.
Die USA verzeichneten infolge des langen und kalten Winters sowie des feuchten Frühjahres einen verspäteten und zögerlichen Beginn der Bausaison. Zudem zeigten sich die monatlichen Hochrechnungen der Wohnbautätigkeit äußerst volatil und lagen tendenziell hinter unseren Erwartungen vom Jahresanfang zurück. Diese Entwicklungen spiegelten sich im zweiten Quartal in einem auf dem Niveau des Vorjahres stagnierenden Absatz wider. Über den Erwartungen lag hingegen die Preisentwicklung, da der anhaltende Wettbewerbsdruck entgegen unserer Annahme zu keinem weiteren Rückgang führte, sondern es uns gelungen ist, die Durchschnittspreise leicht zu verbessern. Darüber hinaus zeigten unsere Kostensenkungsmaßnahmen eine deutlich positive Auswirkung auf unsere Kostenstruktur, wodurch wir unser Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode signifikant erhöhen konnten. Dieser Anstieg wurde durch den Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf eines Grundstückes im Rahmen unseres Programms zur Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen in Höhe von 12,5 Mio. € verstärkt. In Kanada zog die Nachfrage in unseren relevanten Märkten merklich an, und wir verzeichneten Mengen- und Preissteigerungen, die sich positiv auf das Ergebnis auswirkten. Unser Kunststoffrohrgeschäft entwickelte sich trotz der feuchten Witterung, die Verlegearbeiten erschwerte, weitgehend stabil. Insgesamt stieg das operative EBITDA der Division North America von 3,9 Mio. € auf 19,6 Mio. €, wobei die signifikante Aufwertung des US Dollars das Ergebniswachstum in der Berichtswährung zusätzlich erhöhte.
| 4-6/2014 | 4-6/2015 | Vdg. in % |
|---|---|---|
| 400,8 | 465,7 | +16 |
| 92,6 | 134,6 | +45 |
| 308,2 | 331,1 | +7 |
| 299,3 | 316,5 | +6 |
| 142,8 | 145,6 | +2 |
| 156,5 | 170,9 | +9 |
| 63,3 | 78,2 | +24 |
| 1,3 | 1,8 | +48 |
| 764,6 | 862,2 | +13 |
| 4-6/2014 | 4-6/2015 | Vdg. in % |
| 73,9 | 90,9 | +23 |
| 19,0 | 25,9 | +36 |
| 54,9 | 65,0 | +18 |
| 34,2 | 42,1 | +23 |
| 17,2 | 18,9 | +10 |
| 17,0 | 23,3 | +37 |
| 3,9 | 19,6 | >100 |
| -5,1 | -5,7 | -13 |
Anmerkung: Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert; alle Kennzahlen wurden entsprechend angepasst
Die Wohnbauaktivität in Europa zeigte sich im ersten Halbjahr 2015 stabil bis leicht wachsend. Der positiven Marktdynamik in Großbritannien, den Niederlanden, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen stehen weiterhin Rückgänge in Frankreich, Italien und Russland gegenüber. Ebenso lag in den deutschsprachigen Märkten der Wohnbau bei Ein- und Zweifamilienhäusern hinter der Vergleichsperiode des Vorjahres zurück. Die divergierenden regionalen Markttrends hatten stark unterschiedliche Auswirkungen auf die Mengen- und Preisentwicklung unserer Hauptproduktgruppen. Bei Hintermauerziegeln verzeichneten wir, getragen von Wachstum in der Mehrzahl unserer osteuropäischen Märkte, einen moderaten Mengenanstieg. Aufgrund des weiterhin hohen Wettbewerbsdrucks in dieser Region konnten wir die Durchschnittspreise hingegen nicht verbessern. Bei Vormauerziegeln ist es uns wie erwartet gelungen, die Preise deutlich über das Niveau der Kosteninflation zu steigern, was vorrangig auf den wachsenden britischen Markt zurückzuführen ist. Gleichzeitig verzeichneten wir in dieser Produktgruppe einen moderaten Mengenrückgang, da in Großbritannien in Erwartung von Preiserhöhungen vorzeitig im vierten Quartal 2014 Mengen abgerufen wurden und zusätzlich im Vorfeld der Wahlen eine Zurückhaltung im Markt spürbar war. Diese Entwicklung konnte von der Belebung in den Niederlanden nicht vollständig kompensiert werden. Im Dachgeschäft haben wir Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umgesetzt. Demgegenüber beobachten wir aktuell insbesondere im deutschsprachigen Raum eine Schwäche des für das Dachgeschäft wichtigen Renovierungsmarktes, da aufgrund der Auswirkungen der gesunkenen Energiekosten auf Wirtschaftlichkeitsrechnungen für die thermische Sanierung Projekte verschoben werden. Der deutliche Mengenzuwachs ist auf den Konsolidierungsbeitrag unserer osteuropäischen Dachaktivitäten zurückzuführen.
In Summe verzeichneten wir im ersten Halbjahr, das in den ersten Monaten auch von einer weniger milden Witterung als im Vorjahr beeinträchtigt war, einen leichten Mengenrückgang. Dieser wurde von einer Verbesserung der Durchschnittspreise und des Produktmix sowie von schlankeren Kostenstrukturen, Optimierungen im Produktionsprozess und gesunkenen Energiekosten kompensiert. In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete die Division Clay Building Materials Europe einen Umsatzanstieg um 11 % auf 798,2 Mio. €. Das operative EBITDA konnte im gleichen Zeitraum um 16 % auf 112,9 Mio. € verbessert werden. Darin enthalten ist der Konsolidierungsbeitrag unserer osteuropäischen Dachaktivitäten, die am 1. Juli 2014 vollkonsolidiert wurden und im ersten Halbjahr einen Umsatz von 62,1 Mio. € und ein operatives EBITDA von 5,6 Mio. € erwirtschaftet haben.
| Clay Building Materials Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 719,6 | 798,2 | +11 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 97,1 | 112,9 | +16 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 35,6 | 47,7 | +34 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 29,2 | 33,6 | +15 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.793,5 | 1.820,7 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | 8.259 | 10.189 | +23 |
Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr 2015
Für das zweite Halbjahr erwarten wir für unsere europäischen Kernmärkte nach wie vor ein stabiles bis leicht wachsendes Umfeld. Während sich Märkte wie Großbritannien, die Niederlande, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen positiv entwickeln, gehen wir in Frankreich und Italien von weiteren Rückgängen aus und erwarten frühestens zum Jahresende eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. In Russland zeichnet sich nach der Fertigstellung von im Jahr 2014 begonnenen Projekten für das zweite Halbjahr ein deutlicher Rückgang ab. In den deutschsprachigen Märkten wird die Wohnbauaktivität in unseren relevanten Segmenten auf Jahressicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt gehen wir für 2015 von einem der Marktentwicklung folgenden Absatz und einer Verbesserung der Durchschnittspreise aus. Zudem arbeiten wir weiterhin laufend an der Verbesserung des Produktmix sowie an der Optimierung der Kostenstruktur zur Stärkung unserer Ertragskraft und gehen von einem deutlichen Wachstum von Umsatz und Ergebnis aus.
Die Geschäftsentwicklung in Westeuropa war im ersten Halbjahr von großen Unterschieden in der regionalen Marktentwicklung gekennzeichnet. Die anhaltend schwache Entwicklung der Wohnbautätigkeit in den deutschsprachigen Märkten, in Italien und in Frankreich führte zu einem moderaten Rückgang bei Hintermauerziegeln. In unserem Dachgeschäft, das stark vom Sanierungsmarkt abhängig ist, führten die gesunkenen Energiepreise dazu, dass Investitionen in thermische Sanierungen verschoben wurden. Bei Vormauerziegeln konnte die Belebung der Nachfrage in den Niederlanden den durch kurzfristige Marktverschiebungen bedingten Mengenrückgang in Großbritannien nicht kompensieren. Das Preisniveau verbesserte sich in Westeuropa, insbesondere in Großbritannien und überkompensierte die von gesunkenen Energiekosten stark gedämpfte Kosteninflation. Insgesamt verzeichnete das Segment Clay Building Materials Western Europe in der Berichtsperiode einen Umsatzanstieg um 3 % auf 583,0 Mio. € und eine Steigerung des operativen EBITDA um 14 % auf 85,8 Mio. €.
| Clay Building Materials Western Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 566,2 | 583,0 | +3 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 75,5 | 85,8 | +14 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 32,4 | 46,1 | +42 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 22,8 | 24,5 | +7 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.378,7 | 1.301,7 | -6 |
| Ø Mitarbeiter | 5.875 | 6.007 | +2 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.021 | 990 | -3 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 654 | 636 | -3 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 11,24 | 10,67 | -5 |
In Großbritannien setzte sich der positive Trend im privaten Wohnbau fort und spiegelt sich in einem deutlichen Zuwachs der Baubeginne wider. Die starke Nachfrage nach Ziegeln konnten wir nutzen, um Preiserhöhungen über der Kosteninflation zu realisieren und unser Ergebnis weiter zu verbessern. Der Absatz lag in den ersten sechs Monaten dennoch moderat unter dem Vorjahresniveau, da vorzeitig abgerufene Mengen im vierten Quartal 2014 und eine vorübergehende Verunsicherung im Vorfeld der Wahlen die Verlieferungen kurzzeitig belasteten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass diese Effekte über das erste Halbjahr hinaus wirken werden. Die beiden Werke, die nach mehrjährigen Stillständen den Betrieb seit Jahresbeginn wieder aufgenommen haben, sind sehr zufriedenstellend angelaufen.
EBITDA Verbesserung um 14 % auf 85,8 Mio. € im ersten Halbjahr
Weiteres Ergebniswachstum in Großbritannien
Markterholung in den Niederlanden stärker als erwartet
Wohnbau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland und der Schweiz rückläufig
Weitere Rückgänge im Wohnungsneubau in Frankreich und Italien
Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen auf Gesamtjahresbasis in Westeuropa erwartet
Nach der Verbesserung von Vorlaufsindikatoren im Jahr 2014 fiel die sich abzeichnende Erholung im niederländischen Wohnbau stärker als erwartet aus und führte in allen Produktgruppen zu deutlichen Mengensteigerungen und Zugewinnen bei Marktanteilen. In diesem sehr positiven Umfeld konnten wir Umsatz und Ergebnis im Jahresvergleich deutlich verbessern.
Der belgische Wohnbaumarkt stagnierte im ersten Halbjahr 2015. Insbesondere eine abwartende Haltung bei Sanierungsprojekten belastete die Nachfrage nach Baustoffen, die unter dem Vorjahr lag. Trotz leicht rückläufiger Mengen ist es uns jedoch gelungen, die Kosteninflation in Form von Preiserhöhungen an den Markt weiterzugeben und den Produktmix zu verbessern. Zusammen mit Maßnahmen zur Optimierung interner Prozesse konnten wir die Ertragskraft im Jahresvergleich deutlich verbessern.
In Deutschland und der Schweiz ging der Wohnbau von Ein- und Zweifamilienhäusern wie erwartet zurück. Dieses herausfordernde Umfeld wurde in unserem Dachgeschäft zusätzlich durch eine Abschwächung des Renovierungsmarktes verstärkt. Fehlende Investitionsanreize in die thermische Sanierung von Seiten der öffentlichen Hand und die Auswirkung der gesunkenen Energiepreise auf Wirtschaftlichkeitsrechnungen belasteten die Renovierungsaktivität merklich. In Summe verzeichneten wir in beiden Märkten einen Rückgang des operativen Ergebnisses. Auf dem deutschen Markt liegt unser Fokus auf der weiteren Forcierung von innovativen Produkten, mit denen wir insbesondere im Mehrfamilienwohnbau unsere Marktdurchdringung verbessern wollen, und auch in der Schweiz arbeiten wir an der Verbesserung des Produktmix. Zudem evaluieren wir laufend die Ausweitung von Maßnahmen zur Verschlankung unserer Kostenstruktur.
In Frankreich und Italien nahm die Wohnbauaktivität bei Ein- und Zweifamilienhäusern weiter ab. Zusätzlich war unser Dachgeschäft auch in Frankreich von der Zurückhaltung im Renovierungssegment betroffen. Infolge waren in den ersten sechs Monaten Umsatz und Ergebnis in beiden Märkten rückläufig. Um die Auswirkungen der herausfordernden Baukonjunktur sowie des hohen Wettbewerbsdrucks abzufedern, arbeiten wir intensiv an kontinuierlichen Effizienzverbesserungen in allen Unternehmensbereichen.
Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir eine Fortsetzung der stabilen bis leicht positiven Entwicklung des Wohnbaumarktes. In Großbritannien gehen wir von einer Rückkehr zu Mengenwachstum und in den Niederlanden von einer Fortsetzung des positiven Trends aus. Während sich Belgien weiterhin annähernd stabil entwickeln sollte, werden Frankreich und Italien auch im zweiten Halbjahr unter dem Vorjahresniveau liegen und sich frühestens gegen Ende des Jahres auf niedrigem Niveau stabilisieren. Ebenso werden in Deutschland und in der Schweiz 2015 weniger Ein- und Zweifamilienhäuser als im Jahr davor errichtet werden. In Summe erwarten wir eine leichte Mengensteigerung und eine Preiserhöhung über der durch sinkende Energiepreise gedämpften Kosteninflation, da insbesondere in Großbritannien die Durchschnittspreise über dem Vorjahr liegen werden. In diesem herausfordernden Marktumfeld bleiben fortlaufende Verbesserungen unserer Kostenstruktur und Optimierungsmaßnahmen in der Produktion, der Verwaltung und dem Vertrieb entscheidend für die Erhöhung der Ertragskraft. Insgesamt gehen wir im Segment Clay Building Materials Western Europe von einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im laufenden Geschäftsjahr aus.
Im Segment Clay Building Materials Eastern Europe stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 40 % auf 215,1 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich um 25 % auf 27,0 Mio. €. Dieses starke Wachstum ist auf den Konsolidierungseffekt unseres osteuropäischen Dachgeschäfts zurückzuführen, das seit dem 1. Juli 2014 vollkonsolidiert wird und in den ersten sechs Monaten 2015 einen Umsatzbeitrag von 62,1 Mio. € und ein operatives EBITDA von 5,6 Mio. € erwirtschaftete. Bereinigt um den Konsolidierungsbeitrag entwickelten sich Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau. Während es uns gelungen ist, den Absatz aufgrund von deutlichen Zuwächsen in Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn zu steigern, verzeichneten wir bei den Durchschnittspreisen infolge von hohem Wettbewerbsdruck einen leichten Rückgang. Zudem lasteten negative Wechselkurseffekte gegenüber der Berichtswährung auf dem Ergebnis.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 153,4 | 215,1 | +40 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 21,6 | 27,0 | +25 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 3,2 | 1,7 | -47 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 6,5 | 9,2 | +42 |
| Capital Employed | in Mio. € | 414,8 | 519,0 | +25 |
| Ø Mitarbeiter | 2.384 | 4.182 | +75 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.339 | 1.471 | +10 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 0,95 | 6,83 | >100 |
In Polen verzeichnete der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern im ersten Halbjahr eine moderate Steigerung. In diesem Umfeld ist es uns gelungen, den Absatz von Hintermauerziegeln deutlich zu erhöhen und bei Dachziegeln mit dem Markt zu wachsen, wodurch wir Umsatz und Ergebnis verbessern konnten. Gedämpft wurde der Ergebniszuwachs durch die Entwicklung der Durchschnittspreise, die infolge des starken Wettbewerbsdrucks leicht unter dem Niveau des Vorjahres lagen.
In Österreich wirkten sich die angespannte konjunkturelle Situation und die steigende Arbeitslosigkeit nachteilig auf die Wohnbauaktivität aus, die sich von gutem Niveau aus weiter abschwächte. Trotz leicht verbesserter Durchschnittspreise infolge von Verbesserungen im Produktmix führte der gesunkene Absatz zu einem Ergebnisrückgang im Jahresvergleich.
In Tschechien belebte sich der Markt nach dem herausfordernden Vorjahr merklich, und es ist uns gelungen, Zuwächse bei Absatz und Ergebnis zu erwirtschaften. Zudem verbesserte sich der Produktmix, indem wir den Umsatzanteil unserer hochwärmedämmenden, mit Mineralwolle verfüllten Ziegel ausbauen konnten. Im unverändert schwierigen slowakischen Markt führte wettbewerbsbedingt starker Preisdruck zu einem Ergebnisrückgang.
Während sich in Rumänien das Marktwachstum wie erwartet fortsetzte, bestätigte sich in Ungarn die erhoffte Erholung von niedrigem Niveau aus. In diesem positiven Umfeld ist es uns gelungen, den Absatz von Hintermauerziegeln in beiden Märkten signifikant zu erhöhen und Marktanteile zu gewinnen. Zusammen mit einer Verbesserung der Durchschnittspreise stiegen Umsatz und Ergebnis deutlich. In Bulgarien gewinnt die Markterholung nach kurzfristiger politischer Unsicherheit im Vorjahr ebenso an Fahrt. Mengensteigerungen und leicht verbesserte Durchschnittspreise schlugen sich in Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis nieder.
Konsolidierung des Dachgeschäfts führt zu deutlichem Ergebniswachstum im ersten Halbjahr 2015
Moderates Wachstum des Wohnbaumarktes in Polen
Wohnbauaktivität in Österreich schwächt sich ab
Divergierende Markttrends in Tschechien und der Slowakei
Rumänien und Ungarn zeigen signifikante Zuwächse bei Hintermauerziegeln; Bulgarien gewinnt an Fahrt
Russische Rezession führt zu signifikantem Marktrückgang
Ergebnisbeitrag aus der Konsolidierung lag mit 5,6 Mio. € unter den Erwartungen
Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Segment Clay Building Materials Eastern Europe für 2015 erwartet
Rekordergebnis im Kunststoffrohrgeschäft führt zu deutlichem Ergebnisanstieg in der Division Pipes & Pavers Europe
Nachdem im Jahr 2014 begonnene Projekte den Absatz im ersten Quartal gestützt hatten, waren im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres eine deutliche Abkühlung des russischen Wohnbaumarktes und ein sukzessiver Rückgang des Absatzes bei stabilen Durchschnittspreisen zu beobachten. Der daraus folgende Ergebnisrückgang wurde in der Berichtswährung durch die Abwertung des russischen Rubels zusätzlich verstärkt.
Unser osteuropäisches Dachziegelgeschäft, das wir seit der Erhöhung unserer Anteile auf 82 % im dritten Quartal 2014 vollkonsolidieren, trug im ersten Halbjahr 62,1 Mio. € zum Umsatz und 5,6 Mio. € zum operativen EBITDA bei. Damit fiel der Konsolidierungsbeitrag geringer als die erwarteten 8 Mio. € aus. Neben gestiegenen Kosten für die voranschreitende Integration ist diese Entwicklung vorrangig auf die Marktschwäche, insbesondere im Renovierungssegment, in Österreich, Slowenien, Tschechien und Serbien zurückzuführen.
Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir nach der klaren Steigerung von Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr auch auf Jahressicht deutliche Zuwächse im Segment Clay Building Materials Eastern Europe. Dabei gehen wir in der zweiten Jahreshälfte von einer Fortsetzung des Wachstums in unserem Wandgeschäft in Polen, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Tschechien aus und erwarten nach den nicht zufriedenstellenden ersten sechs Monaten in unserem Dachgeschäft eine stabile Entwicklung. Während sich Österreich von gutem Niveau aus konjunkturbedingt weiter abschwächen wird, ist in Russland ein deutlicher Rückgang zu erwarten.
In der Division Pipes & Pavers Europe verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 4 % auf 540,8 Mio. €, und das operative EBITDA wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 24 % auf 56,6 Mio. €. Diese erfreuliche Ergebnisentwicklung ist vorrangig auf das starke Wachstum in unserem Kunststoffrohrbereich zurückzuführen. Während sich das Ergebnis im Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen stabil auf gutem Niveau entwickelte und unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen im Vergleich zur von milder Witterung begünstigten Vorjahresperiode eine weitere Verbesserung verzeichnete, erwirtschafteten wir im Kunststoffrohrgeschäft ein Rekordergebnis für die ersten sechs Monate. Neben Mengenwachstum und Marktanteilsgewinnen in einigen nordischen Kernmärkten und in Osteuropa, wo zweckgewidmete Fördermittel die Ausschreibungstätigkeit für öffentliche Versorgungsnetze stützen, zeigte insbesondere das internationale Projektgeschäft ein deutliches Ergebniswachstum infolge der auftragsbedingt verbesserten Auslastung. Besonders erfolgreich waren zudem unsere Maßnahmen zur Bewältigung der stark gestiegenen Volatilität der Rohmaterialpreise, die vorrangig auf eine Angebotsverknappung auf Erzeugerseite zurückzuführen ist. Diese umfassten proaktives Preismanagement und unser diversifiziertes Lieferantennetzwerk. Dadurch ist es uns gelungen, in einem sehr herausfordernden Umfeld die uneingeschränkte Versorgung für unsere Kunden sicherzustellen.
| Pipes & Pavers Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 518,1 | 540,8 | +4 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 45,8 | 56,6 | +24 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 18,4 | 33,5 | +82 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 17,0 | 20,8 | +23 |
| Capital Employed | in Mio. € | 632,8 | 646,6 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | 4.183 | 4.140 | -1 |
Nach dem starken Ergebniszuwachs in der ersten Jahreshälfte erwarten wir auch für die verbleibenden sechs Monate einen moderaten Ergebnisanstieg. In unserem Geschäft mit Kunststoffrohrsystemen sollten die nordischen Märkte und Osteuropa leichtes Mengenwachstum zeigen, und in unserem internationalen Projektgeschäft sind wir aufgrund von Auftragseingängen im zweiten Quartal ebenfalls optimistisch, das Vorjahresergebnis in den verbleibenden sechs Monaten leicht steigern zu können. Im Hinblick auf die Beschaffungssicherheit an den Rohstoffmärkten erwarten wir nur eine leichte Entspannung, wodurch auch in der zweiten Jahreshälfte die Rohstoffpreise über dem Niveau des Vorjahres liegen sollten. Aus diesem Grund bleiben unser Fokus auf proaktives Preis- und Kostenmanagement und eine flexible Einkaufsstrategie wesentliche Voraussetzungen für die Erreichung unserer Ergebnisziele. Für unser keramisches Abwasserrohrgeschäft gehen wir von einer Ergebnisverbesserung und von Wachstum in der zweiten Jahreshälfte aus. Neben einer weitgehend stabilen Mengenentwicklung und der Abdeckung der Kosteninflation durch Preisanpassungen im europäischen Kerngeschäft wird der Absatz in unserem Exportgeschäft in den Mittleren Osten im Rahmen unserer erweiterten Partnerschaft mit einem lokalen Anbieter deutlich steigen und sich positiv auf unsere Auslastung und unsere Kostenstruktur auswirken. Im Geschäft mit Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa gehen wir von einer Fortsetzung des leichten Mengenwachstums aus, das vorrangig von Zuwächsen in Tschechien, Österreich, Rumänien und Bulgarien getragen wird. Unsere erfolgreichen Ergebnissteigerungen trotz Preisdrucks in einigen lokalen Märkten unterstreichen die zentrale Bedeutung laufender Kostenoptimierungen und unserer Premiumstrategie zur Erhöhung des Umsatzanteils hochwertiger Produkte. Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2015 in der Division Pipes & Pavers Europe mit einem deutlichen Ergebniswachstum.
Das Segment Pipes & Pavers Western Europe verzeichnete in den ersten sechs Monaten ein Umsatzwachstum um 7 % auf 311,7 Mio. €, und das operative EBITDA erhöhte sich um 33 % auf 36,7 Mio. €. Dieser signifikante Zuwachs ist vorrangig auf einen deutlichen Ergebnisanstieg in unserem Kunststoffrohrgeschäft zurückzuführen, während sich das Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen im Vergleich zum starken Vorjahresergebnis stabil entwickelte. Dabei zeigte insbesondere das internationale Projektgeschäft, das von Norwegen und den Niederlanden aus betrieben und in diesem Berichtssegment ausgewiesen wird, aufgrund der deutlich verbesserten Auftragslage einen signifikanten Anstieg von Umsatz und Ergebnis. In unseren nordischen Kernmärkten verzeichneten wir zudem ein Mengenwachstum, wodurch wir in einigen Märkten unsere Marktposition ausbauen konnten und trotz unverändert negativer Fremdwährungseffekte ein Ergebniszuwachs in der Berichtswährung zu Buche steht. Darüber hinaus profitieren wir in den Niederlanden und in Irland von einer merklichen Belebung der Nachfrage. Unverändert herausfordernd stellte sich das Marktumfeld in Frankreich und Deutschland dar, da sinkende Nachfrage und Überkapazitäten zu starkem Wettbewerbsdruck und einem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis führten.
In unserem keramischen Abwasserrohrgeschäft verbesserte sich der Umsatz infolge von Mengenwachstum leicht gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres, während sich das operative EBITDA annähernd stabil entwickelte. In Westeuropa zeigte der Absatz gegenüber der Vorjahresperiode einen moderaten Rückgang. Dabei wiesen Italien, wo sich der Investitionsstau langsam löst, und Belgien Wachstum auf, während in Frankreich ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Auch in unserem deutschen Heimatmarkt konnte aufgrund eines sich verlangsamenden Auftragseingangs das gute Absatzniveau der Vergleichsperiode nicht gehalten werden. Demgegenüber stieg in Osteuropa der Absatz deutlich an, wobei insbesondere Klares Ergebniswachstum auf Jahressicht erwartet
Organisches Mengenwachstum und die Belebung im internationalen Projektgeschäft führen zu deutlicher Ergebnisverbesserung im Segment Pipes & Pavers Western Europe
Leichtes Mengenwachstum im keramischen Abwasserrohrgeschäft Tschechien, Rumänien, Bulgarien und die Slowakei signifikante Zuwächse verzeichneten und einen Mengenrückgang in Polen kompensierten, der auf Verzögerungen von Ausschreibungen zurückzuführen ist. Im Exportgeschäft in den Mittleren Osten wurde der Absatz in der ersten Jahreshälfte deutlich gesteigert.
| Pipes & Pavers Western Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 290,9 | 311,7 | +7 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 27,6 | 36,7 | +33 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 11,0 | 24,0 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 12,7 | 8,1 | -36 |
| Capital Employed | in Mio. € | 334,0 | 348,3 | +4 |
| Ø Mitarbeiter | 1.798 | 1.732 | -4 |
Anmerkung: Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert; alle Kennzahlen wurden entsprechend angepasst
Im Kunststoffrohrgeschäft erwarten wir für das zweite Halbjahr eine Fortsetzung der regionalen Trends in den westeuropäischen Märkten. Im internationalen Projektgeschäft gehen wir von einem weiteren Ergebnisanstieg aus, wenngleich die Wachstumsraten aufgrund der höheren Vergleichsbasis deutlich geringer ausfallen werden. Neben der erwarteten Absatzsteigerung bleiben laufende Maßnahmen zur Kostenkontrolle und unser proaktives Beschaffungs- und Preismanagement zentrale Erfolgsfaktoren zur Verbesserung unseres Ergebnisses, da im zweiten Halbjahr die Rohstoffkosten über dem Niveau des Vorjahres bleiben werden und wir von weiteren Translationsverlusten aus den nordischen Währungen ausgehen. Auf Jahressicht gehen wir nach dem starken Ergebniswachstum in den ersten sechs Monaten und einer moderaten Verbesserung im zweiten Halbjahr von einem deutlichen Ergebnisanstieg aus. Im keramischen Abwasserrohrgeschäft erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte eine Ergebnissteigerung. Während sich in unseren europäischen Heimatmärkten die Marktdynamik aus dem ersten Halbjahr weitgehend fortsetzen sollte, werden der Absatz und der Ergebnisbeitrag aus dem Exportgeschäft in den Mittleren Osten aufgrund der Ausweitung der Partnerschaft mit unserem lokalen Partner deutlich steigen. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe ein deutliches Ergebniswachstum.
Das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe verzeichnete in den ersten sechs Monaten mit 229,1 Mio. € eine stabile Umsatzentwicklung, und das operative EBITDA erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 9 % auf 19,9 Mio. €. Mit unseren Kunststoffrohraktivitäten erwirtschafteten wir in der ersten Jahreshälfte eine leichte Mengensteigerung, die auf stark unterschiedliche regionale Entwicklungen zurückzuführen ist. Während der Absatz in einem rückläufigen österreichischen Markt moderat zurückging, zeigte Polen ein deutliches Mengenund Ergebniswachstum, da europäische Fördergelder zu einer merklichen Belebung der Ausschreibungstätigkeit im Bereich öffentlicher Versorgungsnetze führte. Mit der Türkei und Ungarn zeigten zwei weitere wichtige Märkte des Berichtssegments ein deutliches Ergebniswachstum. In Russland schwächte sich hingegen das Marktumfeld wie erwartet weiter ab. Infolge verzeichneten wir nach dem Auslaufen von Projekten aus dem Vorjahr signifikante Mengeneinbußen, die zusammen mit negativen Wechselkurseffekten einen klaren Ergebnisrückgang nach sich zogen. Insgesamt führte die leichte Mengensteigerung zusammen mit einer Verbesserung des Produktmix zu einem Ergebniswachstum im Kunststoffrohrgeschäft.
Klare Umsatz- und Ergebnissteigerung auf Jahressicht erwartet
Pipes & Pavers Eastern Europe erwirtschaftet EBITDA-Anstieg um 9 % auf 19,9 Mio. € im Jahresvergleich
Unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa zeigten nach dem witterungsbedingt leichten Mengenrückgang im ersten Quartal ein deutliches Wachstum im zweiten Quartal. In Summe stand nach den ersten sechs Monaten ein moderater Mengenanstieg zu Buche. Neben einem leichten Zuwachs in Polen, unserem größten Einzelmarkt der Region, zeigten Tschechien, Österreich, Rumänien und Bulgarien erfreuliche Wachstumsraten, und in Ungarn konnte das sehr starke Vorjahresergebnis gehalten werden. Die Durchschnittspreise lagen infolge starken Wettbewerbsdrucks in der gesamten Region leicht unter dem Vorjahresniveau. Durch die verbesserte Auslastung, laufende Kostenoptimierungen und Produktentwicklungen im Rahmen unserer Positionierung als Premiumanbieter ist es uns dennoch erneut gelungen, das operative EBITDA im Jahresvergleich zu steigern.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 227,3 | 229,1 | +1 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 18,3 | 19,9 | +9 |
| EBIT operativ | in Mio. € | 7,4 | 9,5 | +28 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 4,3 | 12,7 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 298,7 | 298,2 | 0 |
| Ø Mitarbeiter | 2.385 | 2.408 | +1 |
Anmerkung: Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert; alle Kennzahlen wurden entsprechend angepasst
Nach der moderaten Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr gehen wir für die zweite Jahreshälfte von einer Entwicklung im Rahmen der Vergleichsperiode des Vorjahres aus und erwarten für das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe in Summe eine leichte Ergebnissteigerung auf Jahressicht. Dabei ist im Kunststoffrohrgeschäft von weiterem Wachstum in Polen auszugehen, während sich für Österreich auch in den kommenden sechs Monaten ein Rückgang von gutem Niveau aus abzeichnet. In Russland werden Umsatz und Ergebnis stark zurückgehen, da bereits im ersten Halbjahr der Auftragsbestand an Projekten aus dem Vorjahr abgearbeitet wurde und Neuausschreibungen eingebrochen sind. Auch in Griechenland ist infolge der politischen und wirtschaftlichen Krise die öffentliche Bautätigkeit weitgehend zum Erliegen gekommen. In den übrigen Märkten der Region gehen wir von einer Fortsetzung des positiven Trends und von einer insgesamt flachen Ergebnisentwicklung im osteuropäischen Kunststoffrohrgeschäft aus. Für unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen erwarten wir für die zweite Jahreshälfte eine Bestätigung der in den ersten sechs Monaten beobachteten Markttrends. Damit werden neben leichtem Mengenwachstum unverändert Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen wesentliche Voraussetzungen sein, um dem Wettbewerbsdruck entgegenzuwirken und die Ertragskraft weiter zu steigern.
Mengensteigerung und Ergebniswachstum in unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen
Umsatz- und Ergebnisverbesserung auf Jahressicht erwartet
Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Division North America
Die Erholung der amerikanischen Wohnbautätigkeit fiel im ersten Halbjahr 2015 aufgrund des strengen Winters und des feuchten Frühjahres unter den Erwartungen am Jahresanfang aus. Infolgedessen verzeichneten wir einen Absatz auf Vorjahresniveau. Demgegenüber ist es uns gelungen, die Durchschnittspreise leicht zu verbessern. Durch erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen sowie den Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf eines Grundstücks im Rahmen unseres Programms zur Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen in Höhe von 12,5 Mio. € konnte das operative Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode signifikant gesteigert werden. In Kanada konnten wir aufgrund einer gestiegenen Nachfrage in unseren relevanten Märkten Mengen- und Preisanpassungen umsetzen und eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung erzielen. Das nordamerikanische Kunststoffrohrgeschäft entwickelte sich in den ersten sechs Monaten trotz ungünstiger Witterungsbedingungen insgesamt stabil. Begünstigt durch eine starke Aufwertung des US Dollars führten diese Entwicklungen in der Division North America zu einem Umsatzanstieg im Vergleich zur Vorperiode um 22 % auf 131,7 Mio. € und zu einer deutlichen Verbesserung des operativen EBITDA von 2,3 Mio. € auf 20,7 Mio. €.
| North America | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 108,3 | 131,7 | +22 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | 2,3 | 20,7 | >100 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -8,7 | 8,5 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 3,3 | 5,0 | +53 |
| Capital Employed | in Mio. € | 434,4 | 392,8 | -10 |
| Ø Mitarbeiter | 1.247 | 1.283 | +3 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 172 | 172 | 0 |
Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir im amerikanischen Wohnungsneubau von einer im Vergleich zu den Erwartungen am Jahresanfang leicht gedämpften Fortsetzung der Erholung und einer entsprechenden Nachfrage nach Ziegeln aus. In einem weiterhin herausfordernden Preisumfeld in einzelnen regionalen Märkten erwarten wir stabile Durchschnittspreise auf Jahressicht. In Kanada gehen wir von weiterem Mengenwachstum aus, und im Bereich Kunststoffrohre erwarten wir auch für das zweite Halbjahr eine weitgehend stabile Entwicklung. Insgesamt gehen wir für die Division North America im Jahr 2015 von deutlichem Umsatz- und Ergebniswachstum aus.
Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unsere indischen Ziegelaktivitäten. Höhere Absatzmengen bei Hintermauerziegeln und positive Fremdwährungseffekte führten zu einem Umsatzanstieg um 41 % auf 3,8 Mio. € und einer Verbesserung des operativen EBITDA von -10,1 Mio. € auf -9,2 Mio. € im Vergleich zur Vorjahresperiode. Liegenschaftsverkäufe im Rahmen unseres Programms zum Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen wirkten sich zusätzlich positiv auf das Ergebniswachstum der Division Holding & Others aus. Für das Gesamtjahr gehen wir in Indien von weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus.
Höhere Absatzmengen, Liegenschaftsverkäufe und positive Währungseffekte führen zu Ergebnisverbesserung
| Holding & Others | 1-6/2014 | 1-6/2015 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in Mio. € | 2,7 | 3,8 | +41 |
| EBITDA operativ | in Mio. € | -10,1 | -9,2 | +9 |
| EBIT operativ | in Mio. € | -11,8 | -10,9 | +8 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 2,8 | 1,0 | -66 |
| Capital Employed | in Mio. € | 19,2 | 9,4 | -51 |
| Ø Mitarbeiter | 198 | 207 | +5 |
| in TEUR | 4-6/2015 | 4-6/2014 | 1-6/2015 | 1-6/2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 862.339 | 764.779 | 1.474.886 | 1.349.397 |
| Herstellkosten | -565.645 | -517.035 | -1.014.056 | -947.788 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 296.694 | 247.744 | 460.830 | 401.609 |
| Vertriebskosten | -159.679 | -140.582 | -290.184 | -263.683 |
| Verwaltungskosten | -48.465 | -42.248 | -93.706 | -84.274 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 19.611 | 5.706 | 24.542 | 11.734 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||||
| Wertminderungen von Vermögenswerten | -10.537 | 0 | -10.537 | 0 |
| Übrige | -11.186 | -16.657 | -22.628 | -31.886 |
| Betriebsergebnis | 86.438 | 53.963 | 68.317 | 33.500 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 1.691 | 1.985 | 38 | -2.748 |
| Zinsertrag | 2.082 | 2.115 | 3.897 | 4.099 |
| Zinsaufwand | -13.074 | -15.949 | -25.298 | -31.786 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -6.216 | 1.069 | -7.804 | 1.467 |
| Finanzergebnis | -15.517 | -10.780 | -29.167 | -28.968 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 70.921 | 43.183 | 39.150 | 4.532 |
| Ertragsteuern | -15.806 | -5.677 | -18.097 | -6.258 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 55.115 | 37.506 | 21.053 | -1.726 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 329 | 63 | -1.067 | -468 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.102 | 8.102 | 16.116 | 16.116 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | 46.684 | 29.341 | 6.004 | -17.374 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,40 | 0,26 | 0,05 | -0,15 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,40 | 0,26 | 0,05 | -0,15 |
| in TEUR | 4-6/2015 | 4-6/2014 | 1-6/2015 | 1-6/2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 55.115 | 37.506 | 21.053 | -1.726 |
| Währungsumrechnung | -17.118 | 18.329 | 83.730 | 8.573 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
9 | 62 | 17 | -27 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | -340 | 144 | -1.405 | 395 |
| Veränderung Hedging Rücklage | 8.116 | -6.673 | -12.701 | -6.531 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 1) | -9.333 | 11.862 | 69.641 | 2.410 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 45.782 | 49.368 | 90.694 | 684 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 418 | 63 | -852 | -468 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 8.102 | 8.102 | 16.116 | 16.116 |
| davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft | 37.262 | 41.203 | 75.430 | -14.964 |
1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
| in TEUR | 30.6.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 770.365 | 753.184 |
| Sachanlagen | 1.657.583 | 1.646.275 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 74.890 | 76.683 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 7.403 | 8.925 |
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 10.535 | 12.257 |
| Latente Steuern | 52.924 | 60.163 |
| Langfristiges Vermögen | 2.573.700 | 2.557.487 |
| Vorräte | 778.976 | 701.398 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 374.358 | 221.070 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 14.050 | 14.331 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 73.413 | 81.959 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 65.721 | 61.910 |
| Zahlungsmittel | 142.263 | 275.195 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.448.781 | 1.355.863 |
| Summe Aktiva | 4.022.481 | 3.913.350 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.086.025 | 1.086.025 |
| Hybridkapital | 490.560 | 490.560 |
| Gewinnrücklagen | 559.511 | 575.850 |
| Übrige Rücklagen | -166.100 | -235.526 |
| Eigene Anteile | -4.862 | -4.862 |
| Beherrschende Anteile | 2.082.661 | 2.029.574 |
| Nicht beherrschende Anteile | 16.404 | 17.256 |
| Eigenkapital | 2.099.065 | 2.046.830 |
| Latente Steuern | 117.958 | 112.453 |
| Personalrückstellungen | 157.044 | 151.670 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 65.695 | 60.285 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 582.002 | 556.521 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.827 | 3.742 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 926.526 | 884.671 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 36.705 | 41.561 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 8.840 | 8.184 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 410.962 | 402.085 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 284.968 | 285.844 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 255.415 | 244.175 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 996.890 | 981.849 |
| Summe Passiva | 4.022.481 | 3.913.350 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2015 | 117.527 | 1.081.163 | 490.560 | 575.850 | -235.526 | 2.029.574 | 17.256 | 2.046.830 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 22.120 | 69.426 | 91.546 | -852 | 90.694 | |||
| Dividendenauszahlungen und Hybridkupon |
-38.459 | -38.459 | -38.459 | |||||
| Stand 30.6.2015 | 117.527 | 1.081.163 | 490.560 | 559.511 | -166.100 | 2.082.661 | 16.404 | 2.099.065 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2014 | 117.527 | 1.059.649 | 492.896 | 803.254 | -221.071 | 2.252.255 | 1.911 | 2.254.166 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -1.258 | 2.410 | 1.152 | -468 | 684 | |||
| Dividendenauszahlungen und Hybridkupon |
-46.308 | -46.308 | -46.308 | |||||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile |
-1.676 | -1.676 | -1.176 | -2.852 | ||||
| Stand 30.6.2014 | 117.527 | 1.057.973 | 492.896 | 755.688 | -218.661 | 2.205.423 | 267 | 2.205.690 |
| in TEUR | 1-6/2015 | 1-6/2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 39.150 | 4.532 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 101.866 | 95.950 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte | 17.383 | 4.051 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern | 17.232 | 1 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -38 | 2.748 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -15.700 | -3.384 |
| Zinsergebnis | 21.401 | 27.687 |
| Gezahlte Zinsen | -21.898 | -20.373 |
| Erhaltene Zinsen | 717 | 1.456 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -6.164 | -12.441 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 153.949 | 100.227 |
| Veränderungen Vorräte | -80.250 | -53.825 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -155.755 | -130.583 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -876 | 12.387 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 6.974 | 19.019 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 3.067 | -127 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -72.891 | -52.902 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 18.405 | 7.114 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -60.423 | -52.324 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -14 | 0 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.576 | 3.401 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -15.441 | -2.796 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 50 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -55.897 | -44.555 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 112.993 | 25.405 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -142.956 | -10.401 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 60.378 | 342 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | -70 | -192 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -17.543 | -13.808 |
| Gezahlter Hybridkupon | -20.916 | -32.500 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | 0 | -2.852 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -8.114 | -34.006 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -136.902 | -131.463 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | 3.970 | 268 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 275.195 | 496.690 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 142.263 | 365.495 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers 1) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2015 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & Others 2) |
Überleitung 3) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 215.144 | 583.012 | 229.142 | 311.692 | 131.723 | 3.758 | 1.474.471 | |
| Innenumsatz | 4.309 | 4.233 | 6.239 | 4.392 | 3.665 | 6.153 | -28.576 | 415 |
| Umsatz gesamt | 219.453 | 587.245 | 235.381 | 316.084 | 135.388 | 9.911 | -28.576 | 1.474.886 |
| EBITDA operativ | 27.028 | 85.837 | 19.917 | 36.727 | 20.665 | -9.204 | 180.970 | |
| EBIT operativ | 1.670 | 46.070 | 9.517 | 23.993 | 8.499 | -10.895 | 78.854 | |
| Wertminderungen von Vermögenswerten |
9.447 | 0 | 1.090 | 0 | 0 | 0 | 10.537 | |
| EBIT | -7.777 | 46.070 | 8.427 | 23.993 | 8.499 | -10.895 | 68.317 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -14.391 | 20.194 | 4.595 | 23.157 | 3.585 | -3.333 | -12.754 | 21.053 |
| Gesamtinvestitionen | 9.167 | 24.461 | 12.683 | 8.132 | 5.033 | 961 | 60.437 | |
| Capital Employed | 519.048 | 1.301.677 | 298.249 | 348.312 | 392.838 | 9.358 | 2.869.482 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.182 | 6.007 | 2.408 | 1.732 | 1.283 | 207 | 15.819 | |
| 1-6/2014 | ||||||||
| Außenumsatz | 153.426 | 566.197 | 227.285 | 290.856 | 108.327 | 2.673 | 1.348.764 | |
| Innenumsatz | 2.730 | 5.742 | 6.604 | 4.309 | 859 | 4.865 | -24.476 | 633 |
| Umsatz gesamt | 156.156 | 571.939 | 233.889 | 295.165 | 109.186 | 7.538 | -24.476 | 1.349.397 |
| EBITDA operativ | 21.584 | 75.479 | 18.273 | 27.557 | 2.318 | -10.081 | 135.130 | |
| EBIT operativ | 3.166 | 32.409 | 7.442 | 10.962 | -8.695 | -11.784 | 33.500 | |
| Wertminderungen von Vermögenswerten |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| EBIT | 3.166 | 32.409 | 7.442 | 10.962 | -8.695 | -11.784 | 33.500 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -3.803 | 11.971 | 3.587 | 6.896 | -23.420 | 8.921 | -5.878 | -1.726 |
| Gesamtinvestitionen | 6.454 | 22.779 | 4.296 | 12.684 | 3.290 | 2.821 | 52.324 | |
| Capital Employed | 414.775 | 1.378.705 | 298.748 | 334.042 | 434.420 | 19.196 | 2.879.886 | |
| Ø Mitarbeiter | 2.384 | 5.875 | 2.385 | 1.798 | 1.247 | 198 | 13.887 |
1) Das Exportgeschäft der Steinzeug-Keramo Gruppe nach Polen wurde in das Segment Pipes & Pavers Western Europe (zuvor: Pipes & Pavers Eastern Europe) umgegliedert.
2) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.
3) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 30.6.2015 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die für den Konzernabschluss 2014 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2014 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2015 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden:
| Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB |
Verpflichtender Erstanwendungs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| IFRIC 21 Abgaben | Mai 2013 | 1.7.2014 | |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer: Änderungen | November 2013 | 1.2.2015 |
| Verbesserungen der IFRS 2010 – 2012 Zyklus | Dezember 2013 | 1.2.2015 | |
| Verbesserungen der IFRS 2011 – 2013 Zyklus | Dezember 2013 | 1.1.2015 |
IFRIC 21 Abgaben enthält Regelungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die in keinem anderen IAS/IFRS geregelt sind und hat keine Relevanz für den Wienerberger Konzernabschluss.
In den Änderungen des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer wird klargestellt, unter welchen Bedingungen Mitarbeiterbeiträge als Reduktion des Dienstzeitaufwandes behandelt werden können. Die ergänzende Erläuterung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
Der Verbesserungszyklus der IFRS 2010 – 2012 umfasst Ergänzungen zu IFRS 8 Geschäftssegmente: Klarstellung zu den Angaben in Bezug auf die Zusammenfassung von Geschäftssegmenten, IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung zur proportionalen Anpassung der kumulierten Abschreibungen der Neubewertungsmethode und IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen: Klarstellung der Definition eines "nahe stehenden Unternehmens" hinsichtlich Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung. In folgenden Standards werden bestehende Anforderungen geändert: IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung: Ergänzung der Definition "Leistungsbedingungen" und "Dienstbedingungen" und IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Bilanzierung von bedingten Gegenleistungen zum beizulegenden Zeitwert zu jedem Berichtsstichtag. Alle Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der Verbesserungszyklus der IFRS 2011 – 2013 beinhaltet Klarstellungen zu IFRS 1, IFRS 3 und IFRS 13. IFRS 1 stellt klar, dass zum Bilanzstichtag noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards angewendet werden können, aber nicht müssen. In IFRS 3 wird darauf hingewiesen, dass die Gründung von Joint Ventures und Joint Operations von der Anwendung ausgenommen sind. Weiters wird klargestellt, dass IFRS 3 und IAS 40 einander nicht ausschließen und ein Erwerb jedenfalls gemäß IFRS 3 zu beurteilen ist. IFRS 13 erläutert, dass die Portfoliobewertung bei allen Verträgen im Anwendungsbereich von IAS 39 möglich ist. Alle beschriebenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Für weitere Informationen zu wesentlichen Annahmen und Schätzungen und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2014, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet unsere Aktivitäten in der Produktion von Kunststoffrohren, Keramikrohren sowie von Betonflächenbefestigungen und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Unternehmen Schlagmann und Silike keramika, spol. s.r.o. sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50 % at-equity bilanziert. Die Ergebnisse der Tondach Gruppe sind im ersten Halbjahr 2014 at-equity dargestellt und werden seit Übernahme der Kontrolle Anfang Juli 2014 voll in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Jänner 2015 wurde die nicht konsolidierte General Shale Finance S.à.r.l. liquidiert. Mit Stichtag 1.1.2015 wurden die vollkonsolidierten Gesellschaften Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r. o., Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r. o. und Wienerberger Bohemia cihelny, spol. s r. o. auf ihre Muttergesellschaft, Wienerberger cihlarsky prumysl, a. s., fusioniert.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2015 den Kupon in Höhe von 20.916 TEUR ausbezahlt. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2015 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 16.116 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,14 EUR.
Der Konzernumsatz stieg um 9 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und betrug in den ersten sechs Monaten 1.474.886 TEUR (Vorjahr: 1.349.397 TEUR). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 180.970 TEUR um 45.840 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 135.130 TEUR. Das Betriebsergebnis belief sich auf 68.317 TEUR im Vergleich zu 33.500 TEUR im Vorjahr.
Aufgrund anhaltender Umsatz- und Ergebnisrückgänge in Russland resultierte aus den zum Halbjahr 2015 durchgeführten Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 ein Wertminderungsbedarf bei Sachanlagen im Ausmaß von insgesamt 10.537 TEUR, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Davon entfielen 9.447 TEUR auf die Cash Generating Unit Bricks Russia im operativen Geschäftssegment Clay Building Materials Eastern Europe und 1.090 TEUR auf Anlagen und Maschinen des Werks für Kunststoffrohre in Russland im operativen Geschäftssegment Pipes & Pavers Eastern Europe. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags wurde mit einem Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 15,10 % (Vorjahr: 14,99 %) und einer Wachstumsrate in der ewigen Rente von 1,50 % (Vorjahr: 2,00 %) gerechnet. Der als erzielbarer Betrag ermittelte Nutzungswert der CGU Bricks Russia belief sich somit auf 41 MEUR, jener des Werks für Kunststoffrohre auf 12 MEUR.
Zum Stichtag wurden 570.289 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2015 bis 30.6.2015 auf 116.956.475 Stück. Per 30.6.2015 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 83.747 TEUR (Vorjahr: 8.546 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar und dem britischen Pfund. Die Hedging Reserve verminderte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um -12.701 TEUR (Vorjahr: -6.531 TEUR) nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -1.405 TEUR (Vorjahr: 395 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um 21.053 TEUR (Vorjahr: -1.726 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 90.694 TEUR (Vorjahr: 684 TEUR).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -72.891 TEUR (Vorjahr: -52.902 TEUR) lag aufgrund eines stärkeren Working Capital Aufbaus um 19.989 TEUR unter dem Vergleichswert der Vorperiode. Von den Wertminderungen von Vermögenswerten und anderen Bewertungseffekten entfällt der Großteil auf Sachanlagevermögen im Ausmaß von 10.787 TEUR (Vorjahr: 5.680 TEUR), was im Wesentlichen auf die zum Halbjahr durchgeführten Werthaltigkeitstests in Russland in Höhe von 10.537TEUR zurückzuführen war. Des Weiteren sind seit dem Konzernabschluss 2014 auch Wert-minderungen und Bewertungseffekte von weiteren Vermögenswerten wie Vorräten in Höhe von 3.416 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.922 TEUR (Vorjahr: 1.293 TEUR) und finanziellen Vermögenswerten von insgesamt 1.258 TEUR (Vorjahr: Ertrag von 2.922 TEUR) in dieser Position enthalten. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst, indem Umgliederungen zwischen dem Cashflow aus dem Ergebnis, dem Cashflow aus der Veränderung des Netto-Umlaufvermögens und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit vorgenommen wurden. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 60.437 TEUR (Vorjahr: 52.324 TEUR) resultierte mit 55.208 TEUR (Vorjahr: 52.187 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 5.229 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR) aus Akquisitionen, Werkserweiterungen und Umweltinvestitionen (Wachstumsinvestitionen). Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 18.405 TEUR (Vorjahr: 7.114 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus Investitionstätigkeit umgegliedert, wobei das Vorjahr entsprechend angepasst wurde. Am 29.5.2015 wurde auf 116.956.475 ausgegebene Aktien eine Dividende von 0,15 EUR je Aktie, somit 17.543.471,25 EUR ausgeschüttet.
Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 60.423 TEUR (Vorjahr: 52.324 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2014 um 163.479 TEUR auf 784.980 TEUR. Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 15.386 TEUR.
Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 30.6.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 6.787 | 6.787 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 12.169 | 12.169 | ||
| Aktien | FV | 6.452 | 6.452 | ||
| Sonstige | FV | 45 | 1.495 | 1.540 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 25.408 | 45 | 1.495 | 26.948 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 3.375 | 3.375 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 605 | 605 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 5.737 | 5.737 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 6.423 | 6.423 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 12.765 | 12.765 | |||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 3.675 | 3.675 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 16.621 | 16.621 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 4.293 | 4.293 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 24.589 | 24.589 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 188.973 | 184.183 | ||
| Revolvierende Kredite | AC | 103.599 | 104.881 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 56.390 | 56.138 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 348.962 | 345.202 | |||
| Anleihen - langfristig | AC | 414.602 | 396.732 | ||
| Anleihen - kurzfristig | AC | 214.004 | 216.698 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 1.104 | 1.087 | ||
| Commercial Paper - kurzfristig | AC | 7.149 | 7.240 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 1.095 | 1.074 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 54 | 54 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 288 | 288 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 628.606 | 9.690 | 623.173 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 6.857 | 6.857 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 17.494 | 17.494 | ||
| Aktien | FV | 6.452 | 6.452 | ||
| Sonstige | FV | 381 | 1.496 | 1.877 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 30.803 | 381 | 1.496 | 32.680 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 5.086 | 5.086 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 1.316 | 1.316 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 9.568 | 9.568 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 10.884 | 10.884 | |||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 6.371 | 6.371 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 10.191 | 10.191 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 4.764 | 4.764 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 21.326 | 21.326 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 168.147 | 160.452 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 152.165 | 153.004 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 320.312 | 313.456 | |||
| Anleihen - langfristig | AC | 429.359 | 396.386 | ||
| Anleihen - kurzfristig | AC | 218.248 | 214.902 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 1.200 | 1.148 | ||
| Commercial Paper - kurzfristig | AC | 6.210 | 6.240 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 1.470 | 1.438 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 133 | 133 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 262 | 262 | ||
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FV | 3.315 | 3.315 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 647.607 | 9.275 | 3.315 | 623.824 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht saldiert werden dürfen. Die Zuordnung des Vorjahreswerts in der Bewertungshierarchie für die sonstigen Wertpapiere wurde rückwirkend angepasst. Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2). Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.
Im Rahmen des Erwerbs von Sandtoft Ltd. im Jahr 2008 wurde den Verkäufern eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Wienerberger übertragen werden können. Per 31.12.2014 betrug der in der Stufe 3 der Bewertungshierarchie ausgewiesene beizulegende Zeitwert 3.315 TEUR. Die Option wurde am 9.1.2015 ausgeübt, wobei es nach einer finalen Anpassung des Optionspreises auf Basis des EBITDA von Sandtoft Ltd. im Mai 2015 zu einer Zahlung von 3.632 TEUR für die restlichen Anteile an der Gesellschaft kam.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten sechs Monaten 2015 wurden als wesentliche Risiken eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten und ein damit verbundener Preisdruck sowie die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium, identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wurde wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.
Folgende Unternehmen und Personen werden als dem Unternehmen nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften) in eingeschränktem Ausmaß. Wienerberger gab am 18.4.2014 die Neubesetzung des Vorstands der ANC Privatstiftung durch zwei Mitglieder des Wienerberger Top Managements bekannt, wodurch Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben kann. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 27.190 TEUR (31.12.2014: 25.849 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 12.434 TEUR (31.12.2014: 12.994 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 11.416 TEUR (31.12.2014: 11.567 TEUR). Zum 30.6.2015 hatte die ANC Privatstiftung keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.6.2015 auf 13.519 TEUR (31.12.2014: 11.987 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 8.904 TEUR (31.12.2014: 8.742 TEUR).
Bis zur Freigabe des Zwischenberichts zum 30.6.2015 am 17.8.2015 gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 18. August 2015
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 24. Juli 2015 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 18. August 2015 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2015: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 19. August 2015 | Analystenkonferenz zum 1. Halbjahr 2015 in London |
| 03. September 2015 | Capital Markets Day 2015 |
| 30. September 2015 | Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts 2014 |
| 23. Oktober 2015 | Beginn der Quiet Period |
| 12. November 2015 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2015 |
| 25. Jänner 2016 | Beginn der Quiet Period |
| 24. Februar 2016 | Ergebnisse 2015: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 25. Februar 2016 | Analystenkonferenz zu den Ergebnissen 2015 in London |
| 25. März 2016 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2015 auf der Wienerberger Website |
| 18. April 2016 | Beginn der Quiet Period |
| 04. Mai 2016 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2016 |
| 12. Mai 2016 | 147. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 17. Mai 2016 | Ex-Tag für Dividende 2015 |
| 18. Mai 2016 | Record Date |
| 19. Mai 2016 | Zahltag für Dividende 2015 |
| Juni 2016 | Veröffentlichung Nachhaltigkeits-Update 2015 |
| 01. August 2016 | Beginn der Quiet Period |
| 17. August 2016 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2016: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 18. August 2016 | Analystenkonferenz zum 1. Halbjahr 2016 in London |
| September 2016 | Capital Markets Day 2016 |
| 24. Oktober 2016 | Beginn der Quiet Period |
| 09. November 2016 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2016 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 203 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.
Wienerberger Bericht zum 1. Halbjahr 2015
Wienerberger AG A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0, F +43 1 601 92 10425
Vorstand: Heimo Scheuch, CEO, Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Klaus Ofner
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Klaus Vyhnalek
Der Bericht zum 1. Halbjahr 2015, veröffentlicht am 18. August 2015, steht auch auf der Website www.wienerberger.com zum Download zur Verfügung.
Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
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