Quarterly Report • Aug 18, 2015
Quarterly Report
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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
| H1/2015 | H1/2014 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 311,5 | 304,7 | 2,2 |
| davon Airport | 166,7 | 163,5 | 2,0 |
| davon Handling | 73,6 | 72,2 | 2,1 |
| davon Retail & Properties | 63,4 | 61,3 | 3,4 |
| davon Sonstige Segmente | 7,7 | 7,7 | 0,9 |
| EBITDA | 132,7 | 126,5 | 4,9 |
| EBITDA–Marge (in %)1 | 42,6 | 41,5 | - |
| EBIT | 68,6 | 63,1 | 8,6 |
| EBIT–Marge (in %)2 | 22,0 | 20,7 | - |
| ROCE (in %)3 | 3,3 | 2,9 | - |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 47,6 | 44,0 | 8,1 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 110,1 | 104,3 | 5,6 |
| Investitionen4 | 24,6 | 31,0 | -20,6 |
| Ertragsteuern | 14,6 | 13,0 | 12,6 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt5 | 4.326 | 4.297 | 0,7 |
| 30.6.2015 | 31.12.2014 | Veränd. in % | |
| Eigenkapital | 965,8 | 952,5 | 1,4 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 52,2 | 50,3 | - |
| Nettoverschuldung | 468,0 | 506,2 | -7,5 |
| Bilanzsumme | 1.850,1 | 1.892,2 | -2,2 |
| Gearing (in %) | 48,5 | 53,1 | - |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.369 | 4.208 | 3,8 |
| H1/2015 | H1/2014 | Veränd. in % | |
|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 10,5 | 10,5 | -0,8 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 2,8 | 3,0 | -8,4 |
| Flugbewegungen | 109.980 | 112.461 | -2,2 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)6 | 4,0 | 3,9 | 2,7 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 130.024 | 130.795 | -0,6 |
| Sitzladefaktor (in %)7 | 71,5 | 73,1 | - |
| Marktkapitalisierung (per 30.6.2015; in € Mio.) | 1.634 |
|---|---|
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 9.6.2015) | 82,60 |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 9.2.2015) | 75,22 |
| Börsenkurs: Wert per 30.6.2015 (in €) | 77,82 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2014 (in €) | 76,82 |
| 1-3. Quartal 2015 | 17. November 2015 |
|---|---|
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN | AT0000911805 |
| ÖKB-WKN | 91180 |
| ÖTOB | FLU |
| ADR | VIAAY |
| Wien |
|---|
| Frankfurt (Xetra) |
| London (SEAQ International) |
| New York (ADR) |
Im ersten Halbjahr 2015 konnten die gesteckten Ziele erreicht werden. Trotz des erwarteten Passagierrückgangs – das erste, sehr schwache Quartal konnte durch ein leichtes Plus im zweiten Jahresviertel nicht ganz ausgeglichen werden – ist es gelungen, die Umsatzund Ertragskennzahlen zu verbessern. Das geringere Passagieraufkommen ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Einerseits gab es Kapazitätsrückgänge bei unserem Home-Carrier Austrian Airlines und andererseits belasteten die politischen Krisen in Russland und der Ukraine eine Reihe wichtiger Destinationen. Produktivitätsgewinne, Kostendisziplin und Umsatzsteigerungen - etwa im Shopping- und GastroBereich - konnten diese negativen Einflüsse jedoch mehr als wettmachen, und ein starker Cashflow sorgte für eine weitere Verringerung der Verschuldung.
Im ersten Halbjahr 2015 wurden am Flughafen Wien 10.456.454 Passagiere abgefertigt. Das bedeutet ein leichtes Minus von 0,8 % gegenüber der Vorjahresperiode und hat seine Ursache im deutlichen Rückgang der Transferpassagiere um 8,4 % auf 2.793.094. Die Zahl lokaler Reisender stieg dagegen um 1,8 % auf 7.611.750.
Der Einfluss des Russland/Ukraine-Konflikts spiegelt sich bei der Entwicklung der Destinationen wider: Während westeuropäische Reiseziele mit einem Rückgang von nur 0,6 % stabil blieben, gingen die Passagierzahlen nach Osteuropa um kräftige 10,4 % zurück.
Deutliche Zuwächse verzeichneten Destinationen in Nordamerika (16,3 %) sowie Afrika, das bedingt durch die Neuaufnahme der Strecke nach Addis Abeba sogar um 30,2 % zulegen konnte.
Der Sitzladefaktor, also die Auslastung der Flüge, war im ersten Halbjahr mit 71,5 % leicht rückläufig (H1/2014: 73,1 %). Der weiter anhaltende Trend zu größeren Flugzeugen – insbesondere auf der Langstrecke – zeigt sich in einem Minus bei den Flugbewegungen von 2,2 % auf 109.980 dem jedoch ein Plus beim Höchstabfluggewicht (MTOW) von 2,7 % gegenübersteht. Beim Frachtvolumen konnte ein Zuwachs im zweiten Quartal das Minus aus den ersten drei Monaten fast kompensieren: Unterm Strich wurde ein Rückgang von 0,6 % auf 130.024 Tonnen verzeichnet.
Trotz der in Summe leicht rückläufigen Verkehrsentwicklung ist es gelungen, Erlöse und Ergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe weiter zu steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 2,2 % auf € 311,5 Mio. (H1/2014: € 304,7 Mio.) was zu einem Teil auf Entgeltanpassungen und sinkende Transfer-Incentives zurückzuführen ist, zum anderen Teil aber – und das ist besonders erfreulich – auf höhere Erlöse im Shopping- und Gastro-Bereich sowie den erfolgreichen Einstieg ins Passagierhandling.
Diese höheren Erlöse konnten auch überproportional in ein Ergebnis-Plus umgesetzt werden. Das EBITDA stieg wegen weiter rückläufiger Betriebsaufwendungen um 4,9 % auf € 132,7 Mio. (H1/2014: € 126,5 Mio.), das EBIT verbesserte sogar um 8,6 % auf € 68,6 Mio. (H1/2014: € 63,1 Mio.). Das Konzernergebnis konnte schließlich um 8,1 % auf € 47,6 Mio. gesteigert werden (H1/2014: € 44,0 Mio.), was einem Gewinn je Aktie von € 2,27 gegenüber € 2,10 in der Vorjahresperiode entspricht.
Auch die Bilanzrelationen der Flughafengruppe haben sich im ersten Halbjahr 2015 weiter verbessert. Die Nettoverschuldung hat sich abermals deutlich reduziert und beträgt nun € 468,0 Mio. nach € 506,2 Mio. zum 31. Dezember 2014. Dadurch stieg die Eigenkapitalquote im selben Zeitraum um 1,9 Prozentpunkte auf 52,2 % und das Gearing konnte seit Jahresbeginn weiter um 4,6 Prozentpunkte auf 48,5 % gesenkt werden. Diese weitere Verbesserung unserer finanziellen Basis erlaubte auch eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 von € 1,30 um rund ein Viertel auf € 1,65.
Neben einer Steigerung der wirtschaftlichen Ergebnisse ist es auch gelungen, das Angebot für unsere Passagiere weiter zu verbessern. Neue Strecken beziehungsweise Frequenzverdichtungen tragen dazu ebenso bei wie Neueröffnungen im Shoppingund Gastro-Bereich (z.B.: Starbucks). Die permanente Bemühung um mehr Service und Komfort für unsere Fluggäste findet auch internationale Anerkennung: Neben dem Skytrax-Award für den besten Airport-Staff in Europa konnte sich der Wiener Flughafen auch im Airport Service Quality Report, bei dem weit über 100 Flughäfen weltweit getestet werden, deutlich verbessern. Dies wäre natürlich ohne den unermüdlichen Einsatz und die hohe Professionalität unserer Mitarbeiter nicht möglich. Dafür wollen wir uns hier auch ausdrücklich und herzlich bedanken!
Der Ausbau der "Airport-City" macht gute Fortschritte, der Bau des neuen Moxy-Hotels wird Anfang nächsten Jahres starten, neue Angebote wie Fitness Center, Check In Car Wash und ein Ärztezentrum bereichern den Standort.
Die Projektentwicklung für die Um- und Neugestaltung des Terminals 2 läuft plangemäß.
Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir – nicht zuletzt nach einem sehr starken Juli mit einer weiteren Verbesserung der Passagierentwicklung und halten daher an unserer bisherigen Guidance fest:
Die Passagierzahlen sollen 2015 zwischen 0 % und 2 % steigen. Der Umsatz der FWAG soll 2015 über € 645 Mio. betragen, das EBITDA soll über € 250 Mio. und das Konzernergebnis über € 85 Mio. liegen. Die Investitionen werden deutlich unter € 95 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung soll bis Ende 2015 noch weiter fallen, wobei das mittelfristige Ziel von € 600 Mio. ohnehin schon lange unterschritten wurde.
Zu guter Letzt wollen wir uns bei Ihnen als unseren Aktionären herzlich bedanken und würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin Ihr Vertrauen schenken.
Schwechat, 11. August 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
In den ersten zwei Quartalen 2015 wurden insgesamt 10.456.454 Fluggäste abgefertigt. Das entspricht einem Minus von 0,8 % und ist vor allem auf ein geringeres Passagieraufkommen der größten Kunden Austrian Airlines und NIKI zurückzuführen. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) aufgrund neuer Streckenaufnahmen und Frequenzerhöhungen eine positive Entwicklung. Belastend wirkte die Situation in den Krisenregionen Russland und Ukraine.
Positive Treiber im ersten Halbjahr waren vor allem Neuaufnahmen und Frequenzsteigerungen von Low-Cost Airlines, allen voran easyJet, aber auch die Langstreckenaufnahmen von Air China oder Austrian Airlines (Newark) im letzten Sommer sorgten für Passagierzuwächse.
Die Passagierzahlen im Detail: Im ersten Halbjahr 2015 wurden 7.611.750 Lokalpassagiere am Flughafen Wien gezählt (H1/2014: 7.474.110). Das entspricht einem Plus von 1,8 %. Die Anzahl der Transferpassagiere lag mit 2.793.094 Reisenden 8,4 % unter dem Vorjahresniveau (H1/2014: 3.048.414). Dieser Rückgang steht vor allem in Zusammenhang mit der negativen Passagierentwicklung nach Russland.
Die Zahl der abfliegenden Passagiere nach Westeuropa blieb mit 3.637.242 (H1/2014: 3.659.902) – ein leichter Rückgang von 0,6 % – weitgehend stabil. Die Anzahl abfliegender Reisender Richtung Osteuropa ging aufgrund der politischen Lage in dieser Region im Vorjahresvergleich um 10,4 % auf 892.174 zurück. Das erweiterte Angebot in den Fernen Osten zog mit 184.729 um 4,6 % mehr Fluggäste an, der Nahe und Mittlere Osten konnte mit plus 2,7 % auf 263.410 ebenfalls zulegen. Die deutliche Steigerung von 16,3 % auf 139.896 Reisende nach Nordamerika war vor allem durch die Neuaufnahme nach Newark im Sommer 2014 durch Austrian Airlines bedingt. Passagierzuwächse nach Marokko und die Neuaufnahme von Addis Abeba durch Ethiopian Airlines Mitte 2014 führten zu einer Steigerung um 30,2 % auf 84.163 abfliegende Passagiere nach Afrika.
Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Flüge (Linie und Charter) ging im ersten Halbjahr 2015 von 73,1 % auf 71,5 % zurück.
Der größte Kunde Austrian Airlines beförderte im ersten Halbjahr, bedingt durch ein geringeres Angebot sowie durch eine rückläufige Nachfrage zu ost- und westeuropäischen Destinationen, um 7,5 % weniger Passagiere. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien verringerte sich dadurch auf 45,4 % (H1/2014: 48,7 %). NIKI/airberlin verzeichneten im ersten Halbjahr ein geringes Minus von 1,7 %. Der Anteil am Gesamtaufkommen blieb aber mit 16,8 % stabil (H1/2014: 16,9 %). Lufthansa/Germanwings konnten in den ersten sechs Monaten 2015 die Anzahl der Passagiere um 1,2 % steigern.
Die Anzahl der Flugbewegungen sank in den ersten sechs Monaten um 2,2 % auf 109.980 Starts und Landungen (H1/2014: 112.461). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) nahm vor allem durch Einsatz größerer Langstreckenflugzeuge um 2,7 % auf 4.014.756 Tonnen zu (H1/2014: 3.910.328 Tonnen). Das Frachtaufkommen verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 ein leichtes Minus von 0,6 % auf 130.024 Tonnen (H1/2014: 130.795 Tonnen).
Die positive Entwicklung des Flughafen Malta, an dem die Flughafen-Wien-Gruppe durchgerechnet rund ein Drittel der Aktien hält, setzte sich weiterhin fort. Mit fast 2,0 Mio. Passagieren (plus 6,9 %) und über 15.400 Flugbewegungen verzeichnete der Flughafen Malta im ersten Halbjahr bei beiden Kennzahlen ein deutliches Plus. Für das Gesamtjahr wird ein neuer Rekordwert von 4,5 Mio. Passagieren erwartet. Auch der Flughafen Košice konnte in den ersten sechs Monaten 2015 ein Passagierplus von 15,7 % auf über 140.000 Reisende erzielen.
Im ersten Halbjahr 2015 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 311,5 Mio. (H1/2014: € 304,7 Mio.), was einem Plus von 2,2 % entspricht. Durch Entgeltanpassungen und geringere Incentives (für den Transferverkehr) stiegen die lande- und passagierbezogenen Umsätze trotz des schwachen Verkehrs im ersten Halbjahr 2015 leicht an. Das Umsatzplus wurde jedoch auch durch höhere Erlöse aus Shopping und Gastronomie sowie aus der Verkehrsabfertigung (u.a. durch das Passagierhandling) getragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 5,8 Mio. um 22,0 % unter jenen des Vorjahres (H1/2014: € 7,5 Mio.), primär durch geringere aktivierte Eigenleistungen, die im Vergleichszeitraum durch das geringere Investitionsvolumen von € 3,5 Mio. auf € 2,0 Mio. sanken.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen im ersten Halbjahr deutlich um € 2,5 Mio. oder 12,8 % auf € 17,2 Mio. zurück. Einerseits führten Energiesparmaßnahmen und geringere Einkaufspreise zu einem Rückgang der Energieaufwendungen um € 0,8 Mio. auf € 8,4 Mio., andererseits konnten auch Reduktionen im Bereich der Treibstoffe sowie des sonstigen Materials erzielt werden, wodurch die Materialaufwendungen um € 0,8 Mio. auf € 7,3 Mio. sanken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um € 1,0 Mio. auf € 1,4 Mio. Grund dafür war u.a. die Übernahme von ehemaligen Leiharbeitnehmern in die Flughafen-Wien-Gruppe.
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 7,0 Mio. bzw. 5,6 % von € 123,3 Mio. auf € 130,3 Mio. Dies ist einerseits auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) und Rückstellungsdotierungen zurückzuführen sowie andererseits auf den leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterstand von gesamt 4.297 auf 4.326 Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2015. Dieser erklärt sich vor allem durch die Übernahme von bisherigen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen VAT (Vienna Airport Technik GmbH) und den Personalaufbau für das Passagierhandling.
Auch im Jahr 2015 konnte der sonstige Betriebsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um € 5,5 Mio. bzw. 12,9 % auf € 37,2 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungskosten (inkl. Wartungen) stiegen leicht um € 0,3 Mio. auf € 10,0 Mio. Die Fremdleistungen reduzierten sich im Wesentlichen durch das Insourcing von Leistungen um € 2,1 Mio. auf € 5,0 Mio. Aufwendungen für Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, blieben mit € 5,7 Mio. (H1/2014: € 5,6 Mio.) im Vergleich zur Vorjahresperiode nahezu konstant. Die Aufwendungen für Rechts-, Prüf- und Beratungsleistungen inkl. Aufwendungen für Erstellung von Fachgutachten und Auskünften lagen bei € 2,1 Mio. um € 0,7 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während im ersten Halbjahr 2014 Forderungswertberichtigungen im Ausmaß von € 0,4 Mio. aufgelöst werden konnten, fielen in den ersten sechs Monaten 2015 Aufwendungen für Forderungsausfälle und Wertberichtigungen im Ausmaß von € 0,2 Mio. an. Der sonstige Betriebsaufwand reduzierte sich u.a. durch die Anpassung (Teilauflösung) einer Rückstellung für Bestandsrisiken.
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und den geringeren operativen Aufwendungen stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % auf € 132,7 Mio. (H1/2014: € 126,5 Mio.). Die EBITDA–Marge legte von 41,5 % auf 42,6 %. zu.
Im ersten Halbjahr 2015 wurden infolge der Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Vorjahr sowie wegen in Betrieb gegangener Investitionsprojekte leicht höhere planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 64,2 Mio. (H1/2014: € 63,3 Mio.) erfasst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des höheren operativen Ergebnisses um 8,6 % auf € 68,6 Mio. (H1/2014: € 63,1 Mio.).
Das Finanzergebnis ist im Vergleich von minus € 6,1 Mio. um 3,5 % auf minus € 6,3 Mio. gesunken. Das negative Zinsergebnis reduzierte sich von minus € 11,4 Mio. im ersten Halbjahr 2014 auf nunmehr minus € 9,8 Mio., da sich die Zinsaufwendungen durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten um € 1,0 Mio. reduzierten, und gleichzeitig um € 0,6 Mio. mehr Zinserträge erwirtschaftet wurden. Auch die Erträge aus Beteiligungen stiegen leicht auf € 0,1 Mio. an. Positiv entwickelten sich die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen. Zwar reduzierte sich das at-Equity-Ergebnis von € 5,3 Mio. auf € 3,5 Mio., jedoch gab es im Vorjahr einmalige, positive Effekte wie die Erstkonsolidierung der GET2 in Höhe von € 0,6 Mio. sowie die Wertaufholung der mittlerweile veräußerten Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen in Höhe von € 2,3 Mio. Bereinigt um diese beiden Effekte legten die at-Equity-Beteiligungen im Vergleich zur Vorperiode um € 1,1 Mio. zu.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf € 62,2 Mio. (H1/2014: € 57,0 Mio.). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 14,6 Mio. (H1/2014: € 13,0 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 47,6 Mio., was einer Steigerung von € 3,6 Mio. bzw. 8,1 % entspricht.
Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg um € 3,6 Mio. bzw. 8,1 % auf € 47,6 Mio. (H1/2014: € 44,0 Mio.). Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 2,27 nach € 2,10 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.
Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im zweiten Quartal 2015 aufgrund der leicht gestiegenen Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr (+0,6 % versus Q2/2014), den Entgeltanpassungen sowie durch das Passagierhandling um € 5,6 Mio. bzw. 3,4 % auf € 170,8 Mio. (Q2/2014: € 165,2 Mio.) gesteigert werden. Weiters konnten auch höhere Mietund Konzessionserträge generiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 2,3 Mio. unter dem Vorjahresquartal (Q2/2014: € 3,3 Mio.), da in Q2/2014 im Vergleich zum Q2/2015 höhere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen wurden.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich im Q2/2015 um € 0,8 Mio. auf € 7,6 Mio., u.a. durch die Übernahme von ehemaligen Leiharbeitnehmern in Konzernunternehmen der Flughafen-Wien-Gruppe. Der Personalaufwand erhöhte sich u.a. aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 bzw. 2015, Rückstellungsdotierungen sowie infolge des höheren Personalstands durch das Insourcing und Neuaufnahmen für das Passagierhandling um € 4,8 Mio. auf € 68,1 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Quartalsvergleich von € 23,6 Mio. auf € 18,7 Mio. ab. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassung (Teilauflösung) einer Rückstellung für Bestandsrisiken zurückzuführen. Daraus resultierte ein Anstieg des EBITDA für das zweite Quartal 2015 um € 5,5 Mio. bzw. 7,5 % auf € 78,7 Mio.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von € 32,1 Mio. stiegen aufgrund der Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Vorjahr sowie wegen in Betrieb gegangener Investitionsprojekte im Quartalsvergleich um € 1,1 Mio. Durch das höhere EBITDA ergibt sich ein im Vergleich zum Q2/2014 um € 4,4 Mio. bzw. 10,4 % höheres EBIT von € 46,7 Mio.
Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2015 auf minus € 2,7 Mio. nach minus € 1,2 Mio. im Vorjahresquartal. Dies ist im Wesentlichen auf das at-Equity-Ergebnis zurückzuführen, welches im Vorjahr eine Wertaufholung aufgrund des vereinbarten Verkaufs der Beteiligung an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von € 2,3 Mio. enthielt. Das Zinsergebnis verbesserte sich durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten von minus € 5,7 Mio. auf minus € 5,1 Mio. Bereinigt um die Sondereffekte des at-Equity-Ergebnisses würde dies einer Verbesserung des Finanzergebnisses von minus € 3,4 Mio. auf minus € 2,7 Mio. entsprechen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit € 43,9 Mio. über dem Vorjahresquartalswert von € 41,1 Mio. Dies führte auch zu einer höheren Steuerbelastung für das zweite Quartal 2015 in Höhe von € 10,4 Mio. (Q2/2014: € 9,2 Mio.). In Summe ergibt sich im zweiten Quartal 2015 mit € 33,5 Mio. (Q2/2014: € 31,9 Mio.) ein um 5,3 % verbessertes Periodenergebnis.
Die Nettoverschuldung sank zum 30. Juni 2015 weiter auf € 468,0 Mio., was einer Reduktion um € 38,2 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht (31. Dezember 2014: € 506,2 Mio.). Während die Eigenkapitalquote um 1,9 Prozentpunkte auf 52,2 % stieg, sank das Gearing von 53,1 % zum 31. Dezember 2014 auf nunmehr 48,5 %.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf € 110,1 Mio. nach € 104,3 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT und Abschreibungen) verbesserte sich um € 6,0 Mio. auf € 126,4 Mio. Während Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Ausmaß von € 11,9 Mio. reduziert wurden, bauten sich die Vorräte um € 0,3 Mio. auf. Die Forderungen aus operativen Geschäftstätigkeiten reduzierten sich im ersten Halbjahr um € 0,4 Mio. (H1/2014: Senkung um € 5,1 Mio.). Weiters wurden die anteiligen Periodenergebnisse und die Einzahlungen der Dividendenausschüttungen der at-Equity-Beteiligungen mit plus € 0,4 Mio. sowie Gewinne aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 0,3 Mio. berücksichtigt. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerzahlungen in Höhe von € 4,5 Mio. ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 110,1 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 36,8 Mio. nach minus € 30,3 Mio. in den ersten sechs Monaten 2014. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von € 41,1 Mio. (H1/2014: € 34,6 Mio.). Darin ist u.a. der zahlungswirksame Zugang der Winterdienst- bzw. Geräteeinstellhallen (Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG; vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) enthalten. Bei den Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 4,4 Mio. wurde u.a. der Zahlungseingang von Grundstücksverkäufen des Vorjahres berücksichtigt.
Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit minus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher im H1/2015 u.a. aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen auf € 73,4 Mio. (H1/2014: € 74,0 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 69,9 Mio. (H1/2014: minus € 74,8 Mio.) ist einerseits auf Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten und andererseits auf die Dividendenausschüttung in Höhe von € 34,7 Mio. (H1/2014: € 27,3 Mio.) zurückzuführen.
Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. Juni 2015 € 5,7 Mio. (31. Dezember 2014: € 2,2 Mio.).
Das langfristige Vermögen veränderte sich primär einerseits als Folge der planmäßigen Abschreibungen und andererseits aufgrund getätigter Investitionen von € 1.803,4 Mio. zum Jahresende 2014 auf € 1.758,0 Mio. zum 30. Juni 2015. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 24,6 Mio. (H1/2014: € 31,0 Mio.) wurden Abschreibungen in Höhe von € 64,2 Mio. (H1/2014: € 63,3 Mio.) erfasst. Zum Verkauf stehende Grundstücke mit einem Buchwert von € 4,3 Mio. werden nunmehr im kurzfristigen Vermögen ausgewiesen. Dadurch verringerten sich die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien von insgesamt € 1.696,9 Mio. auf € 1.652,9 Mio. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen sanken durch vorgenommene Ausschüttungen von € 102,5 Mio. auf € 102,2 Mio. zum 30. Juni 2015.
Das kurzfristige Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende um € 3,3 Mio. auf € 92,1 Mio. (31. Dezember 2014: € 88,8 Mio.). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" zurückzuführen, die Grundstücke mit einem Buchwert von € 4,3 Mio. beinhaltet. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf € 38,1 Mio. stiegen (31. Dezember 2014: € 36,2 Mio.), verringerten sich die Forderungen an das Finanzamt von € 12,1 Mio. auf € 7,1 Mio. zum 30. Juni 2015. Der Rückgang der sonstigen Forderungen um € 1,7 Mio. auf € 5,9 Mio. resultiert u.a. aus der Bezahlung des Kaufpreises der Grundstücksverkäufe (neue Betriebsansiedelung von cargo-partner und Makita) im Vorjahr. Die Vorräte stiegen um € 0,3 Mio. auf € 4,6 Mio. Die Marktwertbewertung der Wertpapiere führte zu einem Rückgang um € 0,5 Mio. auf € 20,8 Mio. zum 30. Juni 2015. Die Zahlungsmittel und -äquivalente stiegen im Vergleich zum Jahresende 2014 um € 3,4 Mio. auf € 5,7 Mio. an.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 in Summe um 1,4 % auf € 965,8 Mio. (31. Dezember 2014: € 952,5 Mio.). Dies einerseits aufgrund des Periodenergebnisses der ersten sechs Monate (€ 47,6 Mio.) und der erfolgten Gewinnausschüttung der Flughafen Wien AG (€ 34,7 Mio.) und andererseits, weil die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung bzw. ein Abgang von Wertpapieren zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen um € 0,4 Mio. führte. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich durch das positive Periodenergebnis sowie durch die Senkung der Bilanzsumme auf 52,2 % nach 50,3 % zum Jahresende 2014.
Die Senkung der langfristigen Schulden um € 64,9 Mio. auf € 607,4 Mio. resultiert einerseits aus dem Abgang einer langfristigen Verbindlichkeit in Höhe von € 5,7 Mio. durch die Auflösung eines Finanzierungsleasingvertrages. Anderseits wurden langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 55,0 Mio. aufgrund des Tilgungsprofils in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. Die langfristigen Rückstellungen reduzierten sich u.a. aufgrund einer Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in Summe um € 9,4 Mio. auf € 276,9 Mio. Während sich die kurzfristigen Rückstellungen durch die bestimmungsgemäße Verwendung um € 11,8 Mio. auf € 49,0 Mio. und die Lieferantenverbindlichkeiten um € 14,4 Mio. auf € 23,4 Mio. reduzierten, stieg die Steuerrückstellung infolge des besseren operativen Ergebnisses um € 10,7 Mio. auf € 35,5 Mio. an. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich in Summe von € 72,1 Mio. auf € 91,8 Mio. trotz Tilgungen aufgrund von Umgliederungen aus den langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch die laufende Dotierung des Umweltfonds, Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils und Abgrenzungen im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um € 5,2 Mio. auf € 77,2 Mio.
Im ersten Halbjahr wurden in Summe € 24,6 Mio. in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge betrafen Winterdienst- bzw. Geräteeinstellhallen mit € 10,7 Mio., Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste mit € 4,0 Mio., Kältemaschinen mit € 1,3 Mio., sowie eine Trafostation mit € 0,8 Mio.
Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass sich die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) stabil entwickelt.
Erfreulich ist, dass die Wirtschaftsaktivität in weiten Teilen Europas wieder stärker zunimmt. Dennoch ist zu beobachten, dass der globale Wachstumsmotor China an Dynamik verliert und auch die für Österreich prognostizierten Wachstumsraten auf einem moderaten Level bleiben. Weltweit gesehen präsentiert die IATA (International Air Transportation Association) jedoch einen positiven Ausblick auf die Luftfahrtbranche und prognostiziert für heuer die stärksten Wachstumsraten im Passagier- und Cargo-Bereich seit 2010.
Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland. In diesem Zusammenhang geht die FWAG davon aus, dass die verhängten Sanktionen gegenüber Russland auch in den nächsten Monaten bestehen bleiben. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-/West-Verkehr ist der Flughafen Wien von der mit diesen Sanktionen direkt bzw. indirekt verbundenen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen und touristischen Austauschbeziehungen zwischen Russland und der EU betroffen.
Unsicherheiten innerhalb der Europäischen Union betreffen vor allem den zukünftigen Status Griechenlands in der Eurozone. Verschiedene Szenarien gehen davon aus, dass ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone kurzfristig negative Auswirkungen auf den europäischen Flugverkehr haben könnte.
Die Entwicklung der am Flughafen Wien stationierten Homecarrier ist stabil. Nach einer gezielten Reduktion von Kapazitäten in den ersten Monaten des laufenden Jahres hat die Austrian Airlines ihr Angebot im Sommerflugplan wieder deutlich erhöht. Im Hinblick auf die für den Transferverkehr besonders wichtigen Langstrecken sind ebenfalls positive Entwicklungen zu beobachten. Ab Oktober werden Miami, Colombo (Sri Lanka) und Mauritius als neue Destinationen aufgenommen, welche durch frei gewordenes Fluggerät aus der ab Winterflugplan nicht mehr angeflogenen Destination Dubai bedient werden. Auf der Kurz- und Mittelstrecke wurde die bis 2017 geplante Flottenerneuerung genehmigt und soll noch 2015 starten. Dabei werden insgesamt 21 Flugzeuge vom Typ Fokker 70 und 100 durch 17 Stück Embraer 195 ersetzt. Aufgrund der eingesetzten größeren Fluggeräte ist davon auszugehen, dass die FWAG auch in den nächsten Jahren ein im Vergleich zur Passagierentwicklung unterdurchschnittliches Bewegungswachstum verzeichnen wird. Das begrenzt die Wachstumspotenziale des Ground-Handlings.
Bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Die FWAG geht aber davon aus, dass bei NIKI die Restrukturierungen bzw. die Anpassungen im Destinationsportfolio weitgehend abgeschlossen sind und allenfalls zusätzliche negative Effekte auf den Flughafen Wien gering ausfallen werden.
Bei den restlichen Nicht-Netzwerk-Carrier am Flughafen Wien wurde eine Erweiterung des Angebots von easyJet um fünf Destinationen bekannt gegeben. Außerdem startet Eurowings ab November den Regelbetrieb ab Wien mit einem Airbus A320, ein weiteres Flugzeug wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 am Standort in Betrieb genommen.
In der unmittelbaren Catchment Area werden die Aktivitäten von Ryanair und flydubai
am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet.
Nach dem erstinstanzlichen, positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projektes "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2015 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH, gerechnet werden. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-) Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Die Gesamtzahl der abgefertigten Passagiere im Juli stieg im Vergleich zum Vorjahrsmonat um 6,7 % auf 2.363.785 Reisende, die Flugbewegungen sanken leicht um 0,6 % auf 21.240. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) verzeichnete ein Plus von 5,0 % auf 796.583 Tonnen. Cargo lag mit 22.128 Tonnen um 1,8 % unter dem Juliwert 2014. Kumuliert von Jänner bis Juli 2015 nahm das Passagieraufkommen um 0,5 % auf 12.820.415 Passagiere zu.
Für das Jahr 2015 rechnet die FWAG nach dem rückläufigen ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf mit einer Verbesserung der Verkehrsentwicklung, sodass für das Gesamtjahr 2015 ein Passagierzuwachs zwischen 0 % und 2 % erwartet wird. Impulse dafür werden die im Sommerflugplan 2015 geplanten Aufstockungen und Erweiterungen der Flugangebote der Airlines ab Wien, beispielsweise zu Destinationen in den Vereinigten Staaten, Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Türkei, Estland, Moldawien, Montenegro und der Schweiz liefern.
Vor diesem Hintergrund bewertet die FWAG die Geschäftsaussichten für 2015 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 645 Mio. erwartet und ein EBITDA über € 250 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht über € 85 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter reduziert werden. Die Investitionen sollten deutlich unter den geplanten € 95 Mio. liegen, was sowohl an geringeren Kosten sowie auch an der Streichung bzw. Verschiebung von Vorhaben liegt.
Schwechat, 11. August 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
| Segmente1 in € Mio. | H1/2015 | H1/2014 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Airport | |||
| Externe Umsätze | 166,7 | 163,5 | 2,0 |
| EBITDA | 71,7 | 68,8 | 4,2 |
| EBIT | 25,0 | 22,4 | 11,4 |
| Handling | |||
| Externe Umsätze | 73,6 | 72,2 | 2,1 |
| EBITDA | 5,9 | 8,6 | -31,0 |
| EBIT | 3,1 | 5,9 | -47,0 |
| Retail & Properties | |||
| Externe Umsätze | 63,4 | 61,3 | 3,4 |
| EBITDA | 44,3 | 39,3 | 12,8 |
| EBIT | 36,3 | 31,8 | 14,1 |
| Sonstige Segmente | |||
| Externe Umsätze | 7,7 | 7,7 | 0,9 |
| EBITDA | 10,7 | 9,8 | 10,2 |
| EBIT | 4,2 | 3,1 | 37,4 |
1) Zur Überleitung der Segmentergebnisse siehe Anhang Seite 31
Die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS), vormals VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB) erbringt ab dem Geschäftsjahr 2015 Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale und vergleichbarer Produkte bzw. Dienstleistungen wurde dieses Tochterunternehmen dem Berichtssegment Handling zugeordnet (bis 2014: Berichtssegment Sonstige Segmente). Die Vorjahresbeträge (Periodenergebnis 2014: minus T€ 14,0) wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die neue Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) ist im Segment Airport ausgewiesen. Die neu gegründete Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB) ist im Segment Retail & Properties ausgewiesen.
Im ersten Halbjahr 2015 konnte das Segment Airport – trotz weniger Flugbewegungen und Passagiere – durch den Anstieg des MTOW, der angehobenen Lande- und Passagierentgelte und den Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transfer-Incentives) den Umsatz steigern. Dies konnte auch die Umsatzreduktion aus Sicherheitsentgelten durch die geringere Passagieranzahl kompensieren. Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 sowie des leicht höheren durchschnittlichen Personalstands. Der externe Materialaufwand verringerte sich durch einen geringeren Verbrauch bzw. durch den Bezug von Materialien aus dem Segment Sonstige. Positiv wirkte sich auch die Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf das Segmentergebnis aus. Dies ist fast ausschließlich auf geringere externe Instandhaltungsund Wartungskosten zurückzuführen, da diese Dienstleistungen nun von anderen Segmenten bezogen werden. Die internen Aufwendungen stiegen daher leicht im Vergleich zum Vorjahr an. In Summe konnten sowohl Segment-EBITDA wie auch Segment-EBIT verbessert werden.
Die externen Umsatzerlöse im Segment Handling konnten im ersten Halbjahr 2015 gesteigert werden. Während die Erlöse aus der Frachtabfertigung durch die Verschiebung der Relation zwischen Exporten und Importen sowie durch importseitig gesunkene Frachtvolumina sanken, konnten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung durch die Erweiterung der Angebotspalette zulegen. Der Rückgang der Bewegungen konnte durch Zugewinne bei den Einzelleistungen bei den Erlösen aus Vorfeldabfertigung mehr als kompensiert werden. Negativ auf das Segmentergebnis wirkte die Erhöhung des Personalaufwands unter anderem durch die kollektivvertragliche Erhöhung und Rückstellungsdotierungen trotz des gesunkenen durchschnittlichen Personalstands. Durch den zentralen Bezug von Materialien für den Fuhrpark von einem Konzernunternehmen im Segment Sonstige, sanken einerseits die externen Materialaufwendungen, andererseits stieg jedoch der interne Betriebsaufwand. Vor allem infolge der höheren Personalaufwendungen sank das EBITDA wie auch das EBIT des Segments Handling im ersten Halbjahr 2015 unter Vorjahresniveau.
Im ersten Halbjahr 2015 konnte das Segment Retail & Properties trotz eines zum Teil herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds und der niedrigeren Passagierzahlen den Umsatz steigern. Trotz des Passagierrückgangs konnten sowohl die Umsätze aus Shopping & Gastronomie als auch die Parkerträge gesteigert werden, erstere wurden durch die im Laufe des Jahres 2014 durchgeführte Neugestaltung großer Gastro- und Retail-Flächen im Altbestand unterstützt. Die Umsätze aus Vermietungen konnten im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht gesteigert werden. Während sich der Materialaufwand reduzierte, kam es zu einem Anstieg des Personalaufwands infolge der kollektivvertraglichen Erhöhungen und der höheren durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf eine Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken, zurückzuführen. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen leicht an, da technische Dienstleistungen und Materialien zentral vom Segment Sonstige bezogen werden. Insgesamt wurde eine positive Entwicklung des EBITDA und des EBIT verzeichnet.
Die externen Umsätze im Segment Sonstige Segmente sind beinahe unverändert geblieben. Gleichzeitig konnten die internen Erlöse u.a. aufgrund der Erbringung technischer Dienstleistungen und der Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente zulegen. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist aufgrund geringerer Aufwendungen für Energie gesunken. Der Personalaufwand stieg durch die höhere durchschnittliche Mitarbeiteranzahl sowie aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen von Mai 2014. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen an, da nunmehr Wartungsund Instandhaltungsleistungen für technische und IKT Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet werden. In Summe konnte sowohl EBITDA als auch EBIT zulegen.
Nähere Details über die Segmententwicklung finden Sie im Anhang ab Seite 31ff.
| V. in | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ Umsatzerlöse |
H1/2015 311.498,5 |
H1/2014 304.671,0 |
% 2,2 |
Q2/2015 170.780,8 |
Q2/2014 165.202,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.844,6 | 7.497,4 | -22,0 | 2.291,6 | 3.308,1 |
| Betriebsleistung | 317.343,2 | 312.168,5 | 1,7 | 173.072,4 | 168.510,6 |
| Aufwendungen für Material | |||||
| und bezogene Leistungen | -17.175,2 | -19.693,0 | -12,8 | -7.605,5 | -8.403,8 |
| Personalaufwand | -130.251,7 -123.298,7 | 5,6 | -68.052,1 | -63.223,5 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-37.205,8 | -42.708,8 | -12,9 | -18.674,2 | -23.617,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
132.710,5 | 126.467,9 | 4,9 | 78.740,6 | 73.266,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | -64.153,2 | -63.324,0 | 1,3 | -32.082,4 | -31.015,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
68.557,3 | 63.143,9 | 8,6 | 46.658,2 | 42.251,0 |
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
140,0 | 70,0 | 100,0 | 140,0 | 70,0 |
| Zinsertrag | 1.347,8 | 739,6 | 82,2 | 364,2 | 365,8 |
| Zinsaufwand | -11.170,4 | -12.178,0 | -8,3 | -5.432,1 | -6.038,0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -119,6 | 0,0 | n.a. | -119,6 | 0,0 |
| Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
-9.802,2 | -11.368,5 | -13,8 | -5.047,5 | -5.602,2 |
| Ergebnis aus nach der at-Equity Methode bilanzierten Unternehmen |
3.472,2 | 5.250,3 | -33,9 | 2.317,9 | 4.418,2 |
| Finanzergebnis | -6.330,1 | -6.118,2 | 3,5 | -2.729,5 | -1.184,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 62.227,3 | 57.025,7 | 9,1 | 43.928,6 | 41.067,1 |
| Ertragsteuern | -14.643,8 | -13.000,4 | 12,6 | -10.395,0 | -9.214,6 |
| Periodenergebnis | 47.583,5 | 44.025,3 | 8,1 | 33.533,7 | 31.852,4 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft |
47.584,7 | 44.027,3 | 8,1 | 33.534,2 | 31.852,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1,2 | -1,9 | -36,6 | -0,6 | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) |
2,27 | 2,10 | 8,1 | 1,60 | 1,52 |
| in T€ | H1/2015 | H1/2014 | V. in % | Q2/2015 | Q2/2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 47.583,5 | 44.025,3 | 8,1 | 33.533,7 | 31.852,4 |
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung umgegliedert werden
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
1.100,8 | 984,1 | 11,9 | 75,0 | -553,5 |
|---|---|---|---|---|---|
| darauf entfallende latente Steuern |
-275,2 | -246,0 | 11,9 | -18,8 | 138,4 |
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
| Ergebnis aus der Marktwert bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
-623,8 | 1.606,5 | -138,8 | -387,0 | 1.606,5 |
|---|---|---|---|---|---|
| davon erfolgsneutrale Veränderung |
-475,9 | 1.606,5 | -129,6 | -239,1 | 1.606,5 |
| davon realisiertes Ergebnis | -147,9 | 0,0 | n.a. | -147,9 | 0,0 |
| darauf entfallende latente Steuern | 156,0 | -401,6 | -138,8 | 96,8 | -401,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 357,7 | 1.943,0 | -81,6 | -234,0 | 789,8 |
| Gesamtergebnis | 47.941,2 | 45.968,3 | 4,3 | 33.299,7 | 32.642,2 |
| Davon entfallend auf: | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschafter der Mutter gesellschaft |
47.942,4 | 45.970,2 | 4,3 | 33.300,2 | 32.642,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1,2 | -1,9 | -36,6 | -0,6 | 0,0 |
| in T€ | 30.6.2015 | 31.12.2014 | V. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.413,5 | 10.903,0 | -13,7 |
| Sachanlagen | 1.525.420,4 | 1.561.171,6 | -2,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 118.104,0 | 124.866,6 | -5,4 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 102.170,2 | 102.520,4 | -0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.856,5 | 3.957,5 | -27,8 |
| 1.757.964,6 | 1.803.419,0 | -2,5 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 4.554,3 | 4.293,9 | 6,1 |
| Wertpapiere | 20.789,2 | 21.292,2 | -2,4 |
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte | 4.307,9 | 0,0 | n.a. |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 56.806,2 | 60.975,8 | -6,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.674,4 | 2.242,1 | 153,1 |
| 92.132,1 | 88.804,0 | 3,7 | |
| Summe Aktiva | 1.850.096,6 | 1.892.223,0 | -2,2 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -17.739,9 | -18.097,6 | -2,0 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 713.144,1 | 700.209,4 | 1,8 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 965.731,5 | 952.439,1 | 1,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | 108,7 | 110,0 | -1,1 |
| 965.840,2 | 952.549,0 | 1,4 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 160.919,7 | 163.844,6 | -1,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 402.721,3 | 457.721,3 | -12,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 23.082,8 | 29.612,5 | -22,1 |
| Latente Steuern | 20.634,7 | 21.033,9 | -1,9 |
| 607.358,4 | 672.212,2 | -9,6 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 35.492,0 | 24.790,1 | 43,2 |
| Übrige Rückstellungen | 49.045,7 | 60.850,9 | -19,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 91.786,1 | 72.055,1 | 27,4 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 23.392,0 | 37.793,6 | -38,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 77.182,0 | 71.971,9 | 7,2 |
| 276.898,0 | 267.461,7 | 3,5 | |
| Summe Passiva | 1.850.096,6 | 1.892.223,0 | -2,2 |
| in T€ | H1/2015 | H1/2014 | V. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 110.102,2 | 104.300,2 | 5,6 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang | 4.378,1 | 4.330,4 | 1,1 |
| – | Auszahlungen für Anlagenzugang | -41.129,0 | -34.612,6 | 18,8 |
| + | Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 0,0 | 12,6 | -100,0 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -36.750,9 | -30.269,5 | 21,4 | |
| – | Dividendenausschüttung | -34.650,0 | -27.300,0 | 26,9 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanz | ||||
| + | verbindlichkeiten | 231,0 | 33.618,6 | -99,3 |
| – | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanz | |||
| verbindlichkeiten | -35.500,0 | -81.142,9 | -56,2 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -69.919,0 | -74.824,3 | -6,6 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 3.432,3 | -793,7 | n.a. | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 2.242,1 | 3.923,3 | -42,9 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 5.674,4 | 3.129,6 | 81,3 |
| den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Summe sonstige Rücklagen |
Einbe haltene Ergebnisse |
Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
| Stand zum 1.1.2014 |
152.670,0 | 117.657,3 | -10.075,9 | 645.027,9 | 905.279,3 | 641,9 | 905.921,3 |
| Marktwertbewer tung von Wertpa pieren |
1.204,9 | 1.204,9 | 1.204,9 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorien tierten Plänen |
738,1 | 738,1 | 738,1 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.943,0 | 0,0 | 1.943,0 | 0,0 | 1.943,0 |
| Periodenergebnis | 44.027,3 | 44.027,3 | -1,9 | 44.025,3 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.943,0 | 44.027,3 | 45.970,2 | -1,9 | 45.968,3 |
| Dividendenaus schüttung |
-27.300,0 | -27.300,0 | -27.300,0 | ||||
| Stand zum 30.6.2014 |
152.670,0 | 117.657,3 | -8.132,9 | 661.755,1 | 923.949,6 | 640,0 | 924.589,6 |
| Stand zum 1.1.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -18.097,6 | 700.209,4 | 952.439,1 | 110,0 | 952.549,0 |
| Marktwertbewer tung von Wertpa pieren |
-467,9 | -467,9 | -467,9 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorien |
tierten Plänen 825,6 825,6 825,6
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 357,7 | 0,0 | 357,7 | 0,0 | 357,7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 47.584,7 | 47.584,7 | -1,2 | 47.583,5 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 357,7 | 47.584,7 | 47.942,4 | -1,2 | 47.941,2 |
| Dividendenaus schüttung |
-34.650,0 | -34.650,0 | -34.650,0 | ||||
| Stand zum 30.6.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -17.739,9 | 713.144,1 | 965.731,5 | 108,7 | 965.840,2 |
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2014. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2015 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:
IFRIC 21: "Abgaben"
Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2011–2013)
Die Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierte in keinen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.
Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Mit Kaufvertrag vom 26. März 2015 (Closing: 31. März 2015) wurde die Gesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) durch die VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. und Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100 % an der erworbenen Gesellschaft. Die Kommanditgesellschaft wurde mit 31. März 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Der Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG stellt keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG sind dem Segment Airport zugeordnet.
Mit Errichtungserklärung vom 16. Juni 2015 wurde die Gesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH von der VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen. Die neue Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
In den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss sind neben der Flughafen Wien AG sechzehn inländische (31. Dezember 2014: 14) und sieben ausländische (31. Dezember 2014: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2014: 3) und drei ausländische Unternehmen (31. Dezember 2014: 3) nach der Equity-Methode bewertet.
Drei (31. Dezember 2014: 3) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
Die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS), vormals VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB) erbringt ab dem Geschäftsjahr 2015 Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale und vergleichbarer Produkte bzw. Dienstleistungen wurde dieses Tochterunternehmen dem Berichtssegment Handling zugeordnet (bis 2014: Berichtssegment Sonstige Segmente). Die Vorjahresbeträge (Periodenergebnis 2014: minus T€ 14,0) wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die neue Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) ist im Segment Airport ausgewiesen. Die neu gegründete Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB) ist im Segment Retail & Properties ausgewiesen.
| H1/2015 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 166.741,6 | 73.648,3 | 63.370,3 | 7.738,4 | 311.498,5 |
| Interne Segmentumsätze | 17.508,6 | 35.697,2 | 10.268,7 | 51.156,3 | |
| Segmentumsätze | 184.250,2 | 109.345,5 | 73.639,0 | 58.894,7 | |
| Segment EBITDA | 71.733,8 | 5.932,0 | 44.301,2 | 10.743,4 | 132.710,5 |
| Segment EBITDA–Marge (in %) | 38,9 | 5,4 | 60,2 | 18,2 | |
| Segment EBIT | 24.964,0 | 3.117,1 | 36.250,2 | 4.226,1 | 68.557,3 |
| Segment EBIT–Marge (in %) | 13,5 | 2,9 | 49,2 | 7,2 | |
| H1/2014 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
| Externe Segmentumsätze | 163.523,1 | 72.166,1 | 61.314,9 | 7.666,8 | 304.671,0 |
| Interne Segmentumsätze | 16.809,1 | 36.469,0 | 10.558,0 | 45.935,3 | |
| Segmentumsätze | 180.332,2 | 108.635,1 | 71.873,0 | 53.602,1 | |
| Segment EBITDA | 68.847,0 | 8.597,8 | 39.270,9 | 9.752,2 | 126.467,9 |
| Segment EBITDA–Marge (in %) | 38,2 | 7,9 | 54,6 | 18,2 | |
| Segment EBIT | 22.409,6 | 5.883,6 | 31.775,4 | 3.075,3 | 63.143,9 |
| Segment EBIT–Marge (in %) | 12,4 | 5,4 | 44,2 | 5,7 |
Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden. Auf eine gesonderte Überleitung bis zum EBT wird an dieser Stelle verzichtet. Die at-Equity-Ergebnisse werden den Sonstigen Segmenten zugewiesen. Das verbleibende Finanzergebnis ist nicht zugeordnet, auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keiner Zuordnung der Schulden auf die Segmente kommt. Die Schulden des Flughafen-Wien-Konzerns werden von einer zentralen, übergeordneten Stelle überwacht.
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen der Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2015 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| | Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt: | + 1,68 % |
|---|---|---|
| | Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, | |
| Sicherheitsentgelt: | + 0,69 % | |
| | Infrastrukturentgelt Betankung: | + 1,68 % |
Das PRM-Entgelt (Passengers with Reduced Mobility, d.h. Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) wurde von € 0,34 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.
In den ersten sechs Monaten 2015 stieg der externe Umsatz im Segment Airport von € 163,5 Mio. auf € 166,7 Mio. Grund für diesen Anstieg waren die Passagierentgelte, die infolge der Erhöhung der Entgelte ab Jahresbeginn und durch den Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transferincentives) von € 71,2 Mio. auf € 72,4 Mio. zulegten. Durch den Anstieg des MTOW und dem gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelts stiegen auch die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) trotz leicht rückgängiger Bewegungen um € 0,7 Mio. auf € 29,8 Mio. (H1/2014: € 29,1 Mio.). Zudem stiegen die Erlöse aus der Vermietung von GAC und Hangars um € 0,6 Mio. und die Erlöse aus den Lounges um € 0,4 Mio. Der Umsatz aus den Sicherheitsentgelten reduzierte sich hingegen analog zum Passagierrückgang um € 0,3 Mio. auf € 40,2 Mio. Die internen Umsatzerlöse stiegen im Periodenvergleich um € 0,7 Mio. auf € 17,5 Mio.
Der externe Materialaufwand verringerte sich durch einen geringeren Verbrauch bzw. durch den Bezug von Materialien aus dem Segment Sonstige um € 0,9 Mio. auf € 1,3 Mio. Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 (plus 2,0 %) sowie des leicht höheren durchschnittlichen Personalstands von 496 Mitarbeitern (H1/2014: 492 Mitarbeiter) um € 0,8 Mio. auf € 20,3 Mio. an (H1/2014: € 19,5 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 3,2 Mio. auf € 19,8 Mio. Dies ist fast ausschließlich auf geringere externe Instandhaltungs- und Wartungskosten zurückzuführen, da diese Dienstleistungen nun von anderen Segmenten bezogen werden. Der interne Betriebsaufwand stieg daher im ersten Halbjahr 2015 entsprechend von € 69,2 Mio. auf € 73,1 Mio.
Im Segment Airport verbesserte sich das EBITDA um € 2,9 Mio. auf € 71,7 Mio. Unter Berücksichtigung der leicht gestiegenen Abschreibung im Ausmaß von € 46,8 Mio. (H1/2014: € 46,4 Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von € 25,0 Mio. nach € 22,4 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge stieg von 38,2 % auf 38,9 %, die EBIT-Marge verbesserte sich von 12,4 % auf 13,5 %.
Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Seit 2015 erbringt die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS) Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.
Im ersten Halbjahr 2015 legten die externen Umsätze des Segments Handling um € 1,5 Mio. auf € 73,6 Mio. zu (H1/2014: € 72,2 Mio.). Während die Erlöse aus der Frachtabfertigung durch die Verschiebung der Relation zwischen Exporten und Importen sowie durch importseitig gesunkene Frachtvolumina um € 1,0 Mio. auf € 13,6 Mio. sanken, konnten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung durch die Erweiterung der Angebotspalette (Passagierhandling) um € 2,0 Mio. auf € 6,2 Mio. gesteigert werden. Bei der Vorfeldabfertigung sind Rückgänge bei den Bewegungen zu verzeichnen. Demgegenüber stehen Zugewinne bei den Einzelleistungen was in Summe zu einer Verbesserung der Erlöse aus Vorfeldabfertigung von € 47,9 Mio. auf € 48,2 Mio. führte. Auch bei den Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft VIAS wurde ein Umsatzplus von € 0,4 Mio. auf € 1,8 Mio. erzielt. Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers (inkl. der sonstigen Segmenterlöse) erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2015 Umsatzerlöse in Höhe von € 3,9 Mio. (H1/2014: € 4,2 Mio.). Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich um € 0,8 Mio. auf € 35,7 Mio., primär im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen.
Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,8 Mio. auf € 3,2 Mio., da vor allem Materialien für den Fuhrpark zentral von einem Konzernunternehmen des Segments Sonstige bezogen wurden. Der Personalaufwand stieg im Wesentlichen aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2014 (plus 2,0 %) und Rückstellungsdotierungen um € 3,2 Mio. auf € 82,4 Mio., bei einem durchschnittlichen Personalstand von 3.087 Mitarbeitern (H1/2014: 3.133). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht um € 0,1 Mio. auf € 2,2 Mio. (H1/2014: € 2,3 Mio.). Die internen Betriebsaufwendungen stiegen u.a. durch bezogene technische Dienstleistungen und Materialien vom Segment Sonstige von € 15,0 Mio. auf € 16,2 Mio. an.
Vor allem infolge der höheren Personalaufwendungen sank das EBITDA des Segments Handling in den ersten sechs Monaten 2015 von € 8,6 Mio. auf € 5,9 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 2,8 Mio. (H1/2014: € 2,7 Mio.) konnte ein EBIT von € 3,1 Mio. nach € 5,9 Mio. in der Vorjahresperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge lag mit 5,4 % um 2,5 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 2,9 % um 2,6 Prozentpunkte unter den Werten des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties stiegen im ersten Halbjahr 2015 deutlich um € 2,1 Mio. auf € 63,4 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Erlöse aus Shopping und Gastronomie, welche von € 19,9 Mio. auf € 21,5 Mio. zulegten, und gestiegene Parkerträge in Höhe von € 21,7 Mio. (H1/2014: € 21,4 Mio.) zurückzuführen. Die Erträge aus Immobilien und sonstige Vermietungen erhöhten sich um € 0,2 Mio. auf € 20,2 Mio. Die internen Umsatzerlöse sanken hingegen infolge geringerer Vermietungserlöse um € 0,3 Mio. auf € 10,3 Mio. (H1/2014: € 10,6 Mio.).
Der Materialaufwand sank auf € 0,4 Mio. (H1/2014: € 0,7 Mio.). Der Personalaufwand stieg analog zum Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 80 auf 88 Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2015 um € 0,4 Mio. auf € 4,0 Mio. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 9,1 Mio. auf € 4,9 Mio. ist im Wesentlichen auf eine Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken, zurückzuführen. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen um € 0,5 Mio. auf € 21,2 Mio., da technische Dienstleistungen und Materialien zentral vom Segment Sonstige bezogen werden.
Durch das Umsatzplus und die Reduktion der operativen Betriebsaufwendungen stieg auch das EBITDA des Segments Retail & Properties in den ersten sechs Monaten von € 39,3 Mio. auf € 44,3 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Abschreibungen des Segments beliefen sich auf € 8,1 Mio. (H1/2014: € 7,5 Mio.) und sind u.a. auf die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern und laufende Investitionen zurückzuführen. Das EBIT konnte ebenfalls um € 4,5 Mio. auf € 36,3 Mio. zulegen. Die EBITDA-Marge betrug 60,2 % (H1/2014: 54,6 %), die EBIT-Marge belief sich auf 49,2 % (H1/2014: 44,2 %).
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen im ersten Halbjahr 2015 auf Vorjahresniveau bei € 7,7 Mio. (H1/2014: € 7,7 Mio.). Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u.a. aufgrund der Erbringung technischer Dienstleistungen und Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 5,2 Mio. auf € 51,2 Mio. zu. Die anderen internen und externen Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch geringere aktivierte Eigenleistungen um € 1,1 Mio. auf € 2,0 Mio.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank aufgrund geringerer Aufwendungen für Energie um € 0,5 Mio. auf € 12,3 Mio. Der Personalaufwand stieg durch den höheren Personalstand (im Durchschnitt: 655 versus 592 Mitarbeiter) sowie der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2014 (plus 2,0 %) um € 2,5 Mio. auf € 23,6 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 2,0 Mio. auf € 10,2 Mio., da nunmehr Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT (Informationsund Kommunikationstechnologie) Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet wurden. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht um € 0,2 Mio. auf € 6,5 Mio. Der interne Betriebsaufwand sank im Vorjahresvergleich von € 4,9 Mio. auf € 4,1 Mio.
In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente einen Anstieg des EBITDA auf € 10,7 Mio. (H1/2014: € 9,8 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 4,2 Mio. (H1/2014: € 3,1 Mio.).
| in T€ | 30.6.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.340.280,3 | 1.367.663,5 |
| Handling | 33.310,1 | 33.601,6 |
| Retail & Properties | 275.136,7 | 276.193,4 |
| Sonstige Segmente | 153.959,0 | 163.412,9 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.802.686,1 | 1.840.871,5 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | ||
| Sonstige Finanzanlagen | 2.754,4 | 3.855,4 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 20.789,2 | 21.292,2 |
| Forderungen an Finanzamt | 7.066,0 | 12.063,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.914,5 | 7.572,1 |
| Abgrenzungsposten | 5.212,0 | 4.326,1 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 5.674,4 | 2.242,1 |
| Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | 47.410,5 | 51.351,5 |
| Konzernvermögen | 1.850.096,6 | 1.892.223,0 |
Zum 30. Juni 2015 werden Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 4.307,9 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen, da der Verkauf dieser Grunstücke innerhalb des nächsten Jahres erwartet wird. Die Bilanzierung dieser Vermögenswerte gemäß IFRS 5 führte zum 30. Juni 2015 zu keiner Erfassung von Gewinnen oder Verlusten. Die Grundstücke sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
Im ersten Halbjahr 2015 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 64,2 Mio. (H1/2014: € 63,3 Mio.) erfasst.
| Beträge in T€ | H1/2015 | H1/2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen stände |
2.107,2 | 2.034,0 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 62.046,0 | 61.290,0 |
| Summe Abschreibungen | 64.153,2 | 63.324,0 |
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | H1/2015 | H1/2014 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 15.162,2 | 13.844,8 |
| Veränderung latente Steuern | -518,4 | -844,4 |
| Summe Steuern | 14.643,8 | 13.000,4 |
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2015 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,2 Mio. (31. Dezember 2014: € 0,5 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 30,3 Mio. (31. Dezember 2014: € 8,2 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. Juni 2015 und zum 31. Dezember 2014. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dient Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie übrige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wird in der Darstellung auch eine Zeile "kein Finanzinstrument" berücksichtigt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Das Management geht davon aus, dass – soweit keine gesonderte Angaben von beizulegenden Zeitwerten erfolgt – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available-for-Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v.a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt (Stufe 2).
Detaillierte Angaben und Informationen betreffend der Fair-Value-Hierarchie sowie der Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sind im Konzernanhang 2014 ersichtlich.
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
| AKTIVA | Lang fristiges Vermögen |
Buchwerte Kurzfristiges Vermögen |
||
|---|---|---|---|---|
| Beträge in T€ | Bewertungs kategorie |
Sonstige finanzielle Vermögens werte |
Wert papiere |
Forderungen und sonstige Vermögens werte |
| 30. Juni 2015 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst |
||||
| Wertrechte | AfS | 1.498,1 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 20.789,2 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* | LaR | 38.105,4 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 508,4 | ||
| Sonstige Forderungen** | LaR | 5.860,5 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 609,3 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** | AfS | 632,7 | ||
| Beteiligungen*** | AfS | 116,3 | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 12.332,0 | ||
| Summe | 2.856,5 | 20.789,2 | 56.806,2 | |
| 31. Dezember 2014 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst |
||||
| Wertrechte | AfS | 2.605,8 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 21.292,2 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* | LaR | 36.187,5 |
| nicht erfasst zum Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* | LaR | 36.187,5 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 826,5 | ||
| Sonstige Forderungen** | LaR | 7.541,8 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 612,7 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)*** | AfS | 632,7 | ||
| Beteiligungen*** | AfS | 106,3 | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 16.420,0 | ||
| Summe | 3.957,5 | 21.292,2 | 60.975,8 |
* Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen
** Abzüglich Wertberichtigungen
*** Aufgrund Unwesentlichkeit (und fehlender Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungs mittel und Zahlungsmit teläquivalente |
Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Wertansatz nach IAS 39 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 1.498,1 | 1.498,1 | 1.498,1 | |
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 20.789,2 | 20.789,2 | 20.789,2 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 38.105,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 508,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 5.860,5 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 609,3 | |||
| Anschaffungskosten | 632,7 | |||
| Anschaffungskosten | 116,3 | |||
| Nominalwert = Zeitwert | 5.674,4 5.674,4 |
|||
| 12.332,0 | ||||
| 5.674,4 86.126,4 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 | |
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.292,2 | 21.292,2 | 21.292,2 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 36.187,5 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 826,5 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 7.541,8 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 612,7 | |||
| Anschaffungskosten | 632,7 | |||
| Anschaffungskosten | 106,3 | |||
| Nominalwert = Zeitwert | 2.242,1 2.242,1 |
|||
| 16.420,0 | ||||
| 2.242,1 88.467,6 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
| Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |||
| Bewer tungs |
Finanzver bindlich |
Übrige Ver bindlich |
Finanzver bindlich |
Lieferan tenver bindlich |
|
| Beträge in T€ 30. Juni 2015 |
kategorie | keiten | keiten | keiten | keiten |
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 23.392,0 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 402.721,3 | 91.786,1 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 34,8 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 23.047,9 | |||
| Summe | 402.721,3 | 23.082,8 | 91.786,1 | 23.392,0 | |
| 31. Dezember 2014 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 37.793,6 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 457.721,3 | 72.055,1 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 5.779,8 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 23.832,7 |
Summe 457.721,3 29.612,5 72.055,1 37.793,6 71.971,9 669.154,4
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkeiten |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
23.392,0 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
512.033,2 | 512.033,2 | 494.507,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
58,8 | 58,8 | 58,8 | 24,0 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
63.612,9 | 63.612,9 | ||||
| 36.593,1 | 13.545,1 | |||||
| 618.164,2 | 77.182,0 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
37.793,6 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
559.821,4 | 559.821,4 | 529.776,4 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
7.760,8 | 7.760,8 | 6.653,2 | 873,3 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
60.048,0 | 60.048,0 | ||
| 34.883,3 | 11.050,6 | |||
| 669.154,4 | 71.971,9 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2015 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 11. August 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, 11. August 2015
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
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DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]
Leitung Kommunikation
Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]
Ueberreuter Print GmbH 2100 Korneuburg
Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at
Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at
Dieser Quartalsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG
von VGN – Corporate Publishing und Media Solutions produziert. (Managing Director: Erich Schönberg)
Konzeption und Gestaltung: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Fillip Stuchlik Infografik: Rene Gatti, Fillip Stuchlik, Gabriele Rosenzopf MSc
Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 11. August 2015 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 2/2015 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
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