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Wienerberger AG

Quarterly Report Nov 12, 2015

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Quarterly Report

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ZIELSTREBIG UND FOKUSSIERT. Bericht zum 3. quartal 2015

k WIENERBERGER Script QUARTALSBERICHTE © 2015 starring Wand, Fassade, Dach, Rohr, Flaechenbefestigung produced in Europa, Nordamerika, Indien

Ertragskennzahlen 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in % Ultimo 2014
Umsatz in Mio. € 2.148,4 2.283,3 +6 2.834,5
EBITDA operativ in Mio. € 248,1 293,4 +18 317,2
EBIT operativ in Mio. € 89,2 142,4 +60 100,2
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 69,7 87,3 +25 -157,6
Ergebnis nach Steuern 1) in Mio. € 55,7 47,8 -14 -170,0
Ergebnis je Aktie in € 0,27 0,20 -26 -1,74
Free Cashflow 2) in Mio. € -26,4 6,2 >100 134,0
Normalinvestitionen in Mio. € 77,5 78,8 +2 121,8
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 35,9 6,3 -82 41,3
Bilanzkennzahlen 31.12.2014 30.9.2015 Vdg. in %
Eigenkapital 3) in Mio. € 2.046,8 2.104,0 +3
Nettoverschuldung in Mio. € 621,5 647,0 +4
Capital Employed in Mio. € 2.652,2 2.735,0 +3
Bilanzsumme in Mio. € 3.913,4 3.911,0 0
Verschuldungsgrad in % 30,4 30,8 -
Ø Mitarbeiter 14.836 15.875 +7
Börsekennzahlen 1-12/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 13,98 16,81 +20
Tiefstkurs der Aktie in € 9,01 11,45 +27
Ultimokurs der Aktie in € 11,45 15,73 +37
Gewichtete Aktienzahl 4) in Tsd. 116.017 116.956 +1
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.345,1 1.848,1 +37
Divisionen 1-9/2015
in Mio. € und % 5)
Clay Building
Materials Europe
Pipes & Pavers
Europe
North
America
Holding &
Others
Eliminierungen
Außenumsatz 1.250,4 (+7 %) 816,5 (+2 %) 210,2 (+20 %) 5,7 (+43 %)
Innenumsatz 1,1 (-17 %) 1,0 (+59 %) 3,7 (>100 %) 9,2 (+27 %) -14,3
Umsatz 1.251,5 (+7 %) 817,5 (+2 %) 213,9 (+21 %) 14,9 (+33 %) -14,3
EBITDA operativ 188,9 (+8 %) 91,9 (+14 %) 26,7 (>100 %) -14,2 (+2 %)
EBIT operativ 93,4 (+19 %) 57,3 (+54 %) 8,4 (>100 %) -16,7 (+4 %)
Gesamtinvestitionen 48,4 (-38 %) 27,7 (+24 %) 7,7 (-20 %) 1,2 (-58 %)
Capital Employed 1.765,8 (-9 %) 590,9 (-8 %) 379,8 (-18 %) -1,4 (<-100 %)
Ø Mitarbeiter 10.219 (+14 %) 4.165 (-1 %) 1.284 (+2 %) 207 (+2 %)

1) vor nicht beherrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon

2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital

4) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammern angeführt

Anmerkungen zum Bericht:

Operatives EBITDA und operatives EBIT sind um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigt.

Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

von Jänner bis September dieses Jahres konnte Wienerberger Umsatz- und Ergebnissteigerungen verzeichnen. In diesem Zeitraum haben wir den Konzernumsatz um 6 % auf 2,3 Mrd. € verbessert und das operative EBITDA um 18 % auf 293 Mio. € erhöht. Angesichts der steigenden Volatilität des Marktumfelds in den letzten drei Monaten sind wir mit der Entwicklung zufrieden.

Seit Jahresbeginn prägen große regionale Unterschiede die europäische Wohnbautätigkeit. Bestehende Trends haben sich in den einzelnen Märkten fortgesetzt. Jene Länder, die bereits seit Jänner eine schwache Dynamik aufwiesen, belasteten unsere Geschäftstätigkeit weiterhin. Es handelte sich dabei sowohl um die deutschsprachige Region Schweiz, Österreich und Deutschland als auch um derzeit schwierige Märkte wie Frankreich und Italien. Es ist uns jedoch gelungen, diese Entwicklungen abzufedern und in der Division Clay Building Materials Europe von Jänner bis September ein Umsatz- und Ergebnisplus zu erwirtschaften. Aufgrund der zunehmend volatilen Marktsituation haben wir allerdings unser Augenmerk in den letzten Monaten verstärkt auf die Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen zur Optimierung unserer Kostenstrukturen und auf die Verbesserung unserer Ertragskraft gerichtet. Wir haben daher einerseits die Integration unseres osteuropäischen Tondachziegelgeschäfts beschleunigt, andererseits haben wir notwendige Maßnahmen zur Performanceverbesserung in einigen Märkten gesetzt. Aus diesen proaktiven Maßnahmen resultieren Kosten, die im dritten und vierten Quartal ergebniswirksam werden.

Unsere Kunststoffrohraktivitäten entwickelten sich insbesondere in den nordischen Märkten nach wie vor sehr zufriedenstellend. Auch das internationale Projektgeschäft konnte sich gut behaupten. Weitgehend stabile Entwicklungen in Europa sowie ein Absatzanstieg im Mittleren Osten trugen zu einer Ergebnisverbesserung im Bereich der keramischen Abwasserrohre bei. Unser Geschäft mit Betonflächenbefestigungen profitierte von der konsequenten Positionierung als Premiumanbieter sowie von den laufenden Programmen zur Kostenoptimierung. Das zeigte sich in einer Verbesserung des Umsatzes der Division Pipes & Pavers Europe und einem zweistelligen Anstieg des operativen EBITDA von Jänner bis September.

Neben der Steigerung der Profitabilität und der kontinuierlichen Optimierung des Free Cashflow bleibt unser Fokus auf finanzieller Disziplin. Dies beinhaltet auch den kontinuierlichen Abbau von Schulden. Ein weiterer Schritt in diesem Zusammenhang war die Rückzahlung der 2012 emittierten Anleihe mit einem Umfang von 200 Mio. € im August dieses Jahres. Die daraus resultierende Zinsersparnis brachte uns unserem Ziel, den Nettozinsaufwand im laufenden Jahr um 10 Mio. € zu reduzieren, deutlich näher.

Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir 2015 vor Berücksichtigung von Kosten für Strukturanpassungen ein operatives EBITDA von 375 Mio. € erwirtschaften werden. In diesem Ziel enthalten ist ein Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf von Liegenschaften in der Höhe von 25 Mio. €. Uns ist bewusst, dass dies ein ambitioniertes Ziel ist. Wir werden jedoch weiterhin hart daran arbeiten, es zu erreichen.

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Zwischenlagebericht

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Ertragslage

Wienerberger konnte in den ersten neun Monaten 2015 einen um 6 % höheren Konzernumsatz von 2.283,3 Mio. € (Vorjahr: 2.148,4 Mio. €) erzielen, wovon rund 3 % der Konsolidierung von Tondach Gleinstätten im ersten Halbjahr zuzuschreiben waren. Das organische Wachstum war vorwiegend auf höhere Durchschnittspreise sowie positive Fremdwährungseffekte zurückzuführen, welche den Umsatz um 40,4 Mio. € erhöhten. Den größten positiven Effekten aus US Dollar, dem britischen Pfund und Schweizer Franken standen negative Veränderungen des russischen Rubel, der norwegischen und der schwedischen Krone gegenüber.

In der Division Clay Building Materials Europe konnte der Außenumsatz in den ersten neun Monaten um 7% auf 1.250,4 Mio. € deutlich gesteigert werden, worin auch der Konsolidierungseffekt der in dieser Division ausgewiesenen Tondach Gleinstätten enthalten ist. Das operative EBITDA stieg infolge höherer Durchschnittspreise, positiver Fremdwährungseffekte sowie des Ergebnisbeitrags von Tondach Gleinstätten um 8% auf 188,9 Mio. €. Darin enthalten sind Kosten für Strukturanpassungen in der Höhe von rund 6 Mio. €.

Die Division Pipes & Pavers Europe verzeichnete aufgrund von moderat gestiegenen Durchschnittspreisen bei stabiler Mengenentwicklung leicht gestiegene Außenumsätze von 816,5 Mio. € (Vorjahr: 801,6 Mio. €). Das operative EBITDA der Division zeigte sich im Jahresvergleich mit 91,9 Mio. € deutlich verbessert (Vorjahr: 80,5 Mio. €). Diese Entwicklung war vor allem der Steigerung der Ergebnisse im Kunststoffrohrgeschäft zuzuschreiben, das von einem gestärkten internationalen Projektgeschäft profitierte. Während unser Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen ein leichtes Wachstum verzeichnete, konnten unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen eine deutliche Ergebnisverbesserung bei stabilem Umsatz erzielen.

In Nordamerika stieg der Außenumsatz um 20 % über das Niveau des Vorjahres, was vor allem auf Fremdwährungseffekte zurückzuführen war. Aufgrund eines witterungsbedingt späten Starts in die Bausaison blieben die verkauften Mengen im Vergleich zum Vorjahr stabil. Auf Basis einer leichten Steigerung der Durchschnittspreise führten die beschriebenen Effekte insgesamt zu einem signifikant gestiegenen Außenumsatz von 210,2 Mio. €. Das operative EBITDA der Division verbesserte sich im Jahresvergleich deutlich um 19,6 Mio. € auf 26,7 Mio. €, wozu neben der operativen Entwicklung und Kostenoptimierungen auch der Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Liegenschaft im ersten Halbjahr einen Beitrag von 12,5 Mio. € lieferte.

Das operative Konzern EBITDA konnte in den ersten neun Monaten um 18% auf 293,4 Mio. € gesteigert werden. Dies ist neben dem Konsolidierungsbeitrag von Tondach Gleinstätten vor allem auf die positive Entwicklung der wichtigen Märkte Großbritannien, Niederlande, Norwegen und Polen zurückzuführen. Aus dem Programm zur Verwertung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen wurden in den ersten neun Monaten 15,8 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) an Erträgen erwirtschaftet. Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) belief sich in den ersten neun Monaten auf 142,4 Mio. € (Vorjahr: 89,2 Mio. €).

Das Finanzergebnis von -44,9 Mio. € (Vorjahr: -19,5 Mio. €) setzt sich aus dem durch verstärkte Nutzung kurzfristiger Banklinien deutlich reduzierten Nettozinsaufwand von -32,4 Mio. € (Vorjahr: -40,4 Mio. €) sowie aus Fremdwährungsverlusten von -6,6 Mio. € und sonstigen Bewertungseffekten in Höhe von -6,0 Mio. € zusammen. Das Ergebnis vor Steuern

Umsatzwachstum aufgrund höherer Durchschnittspreise und Konsolidierungseffekt

Clay Building Materials Europe steigert das operative EBITDA um 8 % im Vergleich zum Vorjahr

EBITDA in der Division Pipes & Pavers Europe deutlich verbessert

verbesserte sich in den ersten neun Monaten deutlich auf 87,3 Mio. € (Vorjahr: 69,7 Mio. €). Nach Abzug der Steuern erzielte Wienerberger einen Gewinn von 47,8 Mio. € (Vorjahr: 55,7 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,20 € nach 0,27 € im Vorjahr. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der zeitaliquot abgegrenzte Hybridkupon berücksichtigt.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis verbesserte sich durch die deutlich höheren operativen Ergebnisbeiträge um 50,2 Mio. € und belief sich im Berichtszeitraum auf 238,1 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit 76,2 Mio. € (Vorjahr: 31,2 Mio. €) ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

In den ersten neun Monaten flossen 78,8 Mio. € (Vorjahr: 77,5 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie 6,3 Mio. € (Vorjahr: 35,9 Mio. €) für Wachstumsprojekte ab. Aus Liegenschaftsund sonstigen Anlagenverkäufen wurden 19,3 Mio. € (Vorjahr: 9,9 Mio. €), vorwiegend aus dem Programm zur Verwertung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen, erlöst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten auf -108,8 Mio. €, wovon die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, die Auszahlung des Hybridkupons mit 20,9 Mio. € und die Auszahlung der Dividende mit 17,5 Mio. € die größten Mittelabflüsse bildeten.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital zum 30.9.2015 erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 um insgesamt 57,2 Mio. €. Einem Gesamtergebnis nach Steuern von 95,7 Mio. €, das sich aus dem Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von 47,8 Mio. € sowie den positiven Veränderungen übriger Rücklagen in Höhe von 47,9 Mio. € zusammensetzte, standen die Auszahlungen des Hybridkupons von 20,9 Mio. € und der Dividende von 17,5 Mio. € gegenüber. Die Erhöhung der übrigen Rücklagen war vor allem Währungsumrechnungseffekten (48,8 Mio. €) zuzurechnen. Die Nettoverschuldung erhöhte sich in den ersten neun Monaten durch den saisonal bedingten Working Capital Aufbau um 25,5 Mio. € auf 647,0 Mio. €. Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorquartals wurde die Nettoverschuldung jedoch um 137,9 Mio. € verringert.

Finanzierung und Treasury

Der Verschuldungsgrad zum 30.9.2015 ist nach dem saisonalen Anstieg im ersten Halbjahr mit 31 % wieder auf dem Niveau von Dezember 2014 (30 % zum 31.12.2014), wobei die Treasury Kennzahlen mit einer Entschuldungsdauer von 1,8 Jahren und einer EBITDA-Zinsdeckung (EBITDA operativ / Zinsergebnis) von 8,1 komfortabel unter bzw. über den in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerten liegen.

Das Finanzmanagement konzentriert sich weiterhin auf die Verbesserung des Zinsergebnisses durch verstärkte Nutzung revolvierender Banklinien anstelle langfristiger Finanzierungen. Dementsprechend wurde die im August ausgelaufene Anleihe zum Großteil über Banklinien innerhalb der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten refinanziert. Diese werden bis Ende 2015 durch den generierten Cashflow reduziert.

Treasury Kennzahlen 1) 30.9.2014 2) 31.12.2014 2) 30.9.2015 Schwellenwert
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 2,3 1,9 1,8 <3,50
EBITDA operativ / Zinsergebnis 5,2 5,8 8,1 >3,75

1) berechnet auf Basis eines operativen 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses

2) Pro-forma Berechnung inklusive 12-Monats-EBITDA und Zinsergebnis Tondach Gleinstätten

Deutlich verbesserter Cashflow aus Ergebnis von 238,1 Mio. €

Positives Gesamtergebnis nach Steuern

Entschuldungsdauer von 1,8 Jahren zum 30.9.2015

Konzentration auf verbessertes Zinsergebnis

3. Quartal 2015

Leichte Umsatzverbesserung und annähernd stabile operative EBITDA-Entwicklung im dritten Quartal 2015

Leichter Ergebnisrückgang in der Division Clay Building Materials Europe

Division Pipes & Pavers Europe mit leichtem EBITDA-Wachstum

Die Wienerberger Gruppe erwirtschaftete im dritten Quartal einen stabilen Konzernaußenumsatz in Höhe von 808,3 Mio. € gegenüber 798,9 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Nach dem deutlichen Wachstum im ersten Halbjahr kühlte sich die Marktdynamik in der Berichtsperiode merklich ab. Zusätzlich wurde die Ergebnisentwicklung von Kosten in der Höhe von rund 6 Mio. € belastet, da wir weitere Maßnahmen zur Anpassung unserer Strukturen an die Marktgegebenheiten umgesetzt und die Integration von Tondach Gleinstätten beschleunigt haben. Insgesamt entwickelte sich das operative Konzern EBITDA in der Berichtsperiode mit 112,5 Mio. € (Vorjahr: 113,0 Mio. €) annähernd stabil.

In der Division Clay Building Materials Europe stieg der Umsatz im dritten Quartal um 1 % auf 452,2 Mio. €, und das operative EBITDA sank aufgrund der Kosten für Strukturanpassungen um 2 % auf 76,0 Mio. €. Dabei zeigten die beiden Berichtssegmente der Division divergierende Entwicklungen. Das Segment Osteuropa verzeichnete eine weitere Ergebnis-verbesserung um 11 % auf 34,1 Mio. €, die vor allem auf die Fortsetzung der Wachstumsdynamik in Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn sowie den starken Ergebnisanstieg in unserem osteuropäischen Dachgeschäft zurückzuführen war. Dadurch ist es uns gelungen, den signifikanten Ergebnisrückgang in Russland zu kompensieren, wo die fortschreitende Abkühlung der Nachfrage nach Baustoffen einen deutlich sinkenden Absatz zur Folge hatte. In Westeuropa verzeichneten wir eine weitgehend stabile organische Entwicklung. In den Niederlanden und in Großbritannien erwirtschafteten wir unverändert deutliche Ergebniszuwächse. Während im niederländischen Markt vor allem Mengensteigerungen zu diesem Anstieg beitrugen, war die Verbesserung in Großbritannien vorrangig auf höhere Durchschnittspreise zurückzuführen. Der Absatz lag in Großbritannien aufgrund hoher Lagerbestände in der Lieferkette und eines schwächer als erwartet ausfallenden Marktwachstums unter dem Vorjahresniveau. Das leicht rückläufige Marktumfeld für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie die Zurückhaltung bei Renovierungsausgaben führten zu einem weiteren Ergebnisrückgang in Deutschland und der Schweiz. Zudem wurde das Segmentergebnis von Kosten für Strukturanpassungen in der Höhe von rund 6 Mio. € belastet, die dazu führten, dass in Westeuropa das operative EBITDA im Jahresvergleich um 11 % auf 41,9 Mio. € sank.

In der Division Pipes & Pavers Europe ging der Umsatz um 3 % auf 275,6 Mio. € zurück, das operative EBITDA stieg hingegen um 2 % auf 35,3 Mio. €. Während unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa das moderate Ergebniswachstum des ersten Halbjahres fortsetzten, konnten wir in unserem Geschäft mit keramischen Abwasserrohren nach der flachen Entwicklung des operativen EBITDA in den ersten sechs Monaten ebenfalls einen moderaten Ergebnisanstieg erwirtschaften. In unserem Kunststoffrohrgeschäft zeigte sich ein gemischtes Bild. In Westeuropa verzeichneten wir dank der gesunden Entwicklung in unseren nordischen Märkten, in den Niederlanden und in Irland einen deutlichen Ergebniszuwachs. Zudem erzielten wir auch im internationalen Projektgeschäft, das in diesem Berichtssegment ausgewiesen wird, eine weitere Verbesserung des operativen EBITDA im Jahresvergleich. In Osteuropa konnte das Wachstum in Polen und der Türkei die Rückgänge in anderen Märkten nicht kompensieren. Insbesondere in Russland setzte sich die signifikante Abkühlung der Infrastrukturausgaben infolge der tiefen Rezession fort, und auch in Griechenland waren im dritten Quartal die Nachwehen der Staatsschuldenkrise und der Neuwahlen spürbar, da öffentliche Investitionen vorübergehend zum Erliegen kamen. Darüber hinaus führte in Österreich die wirtschaftliche Stagnation zu einem Rückgang der öffentlichen Ausgaben.

In der Division North America stieg der Umsatz im dritten Quartal um 17% auf 78,5 Mio. €. In den USA hatte die fortschreitende Erholung des Wohnungsneubaus, die sich in steigenden Baubeginnen widerspiegelt, weiterhin nicht die erwartet positive Auswirkung auf unser Kerngeschäft mit Vormauerziegeln. Nach dem späten Start in die Bausaison infolge ungünstiger Witterungsbedingungen am Jahresbeginn, kam es durch die beschränkten Kapazitäten beim verarbeitenden Gewerbe zu keiner signifikanten Aufholbewegung, und der Absatz zeigte sich im Jahresvergleich stabil. Besser als erwartet fiel hingegen die Entwicklung der Durchschnittspreise aus, die weiterhin über dem Niveau des Vorjahres lagen. Zusammen mit Kostensenkungsmaßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft und positiven Effekten aus der Währungsumrechnung konnten wir das operative Ergebnis in der Berichtswährung deutlich verbessern. In Kanada partizipieren wir an der Verbesserung des Wohnbaumarktes in Form von Preis- und Mengensteigerungen. In unserem nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäft verzeichneten wir infolge der Kapazitätserweiterung einen deutlichen Mengenzuwachs, der jedoch in diesem Quartal von Verschiebungen im Produktmix ertragsseitig neutralisiert wurde. In Summe verbesserte sich das operative EBITDA der Division um 25 % auf 6,1 Mio. €.

Außenumsatz in Mio. € 7-9/2014 7-9/2015 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 446,8 452,2 +1
Clay Building Materials Eastern Europe 146,1 144,9 -1
Clay Building Materials Western Europe 300,6 307,3 +2
Pipes & Pavers Europe 283,5 275,6 -3
Pipes & Pavers Eastern Europe 134,3 126,5 -6
Pipes & Pavers Western Europe 149,1 149,1 0
North America 67,3 78,5 +17
Holding & Others 1,3 1,9 +48
Wienerberger Gruppe 798,9 808,3 +1
EBITDA operativ in Mio. € 7-9/2014 7-9/2015 Vdg. in %
Clay Building Materials Europe 77,8 76,0 -2
Clay Building Materials Eastern Europe 30,8 34,1 +11
Clay Building Materials Western Europe 47,0 41,9 -11
Pipes & Pavers Europe 34,7 35,3 +2
Pipes & Pavers Eastern Europe 17,9 15,1 -16
Pipes & Pavers Western Europe 16,8 20,2 +20
North America 4,9 6,1 +25
Holding & Others -4,4 -4,9 -12
Wienerberger Gruppe 113,0 112,5 0

GESCHÄFTSSEGMENTE

Clay Building Materials Europe

Die europäische Wohnbautätigkeit war in den ersten neun Monaten 2015 von einem insgesamt stabilen bis leicht wachsenden Marktumfeld mit großen regionalen Unterschieden geprägt. Während sich Märkte wie Großbritannien, die Niederlande, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen positiv entwickelten, wurden in Frankreich, Italien und Russland weitere Rückgänge verzeichnet. In den deutschsprachigen Märkten lagen sowohl der Neubau von Einund Zweifamilienhäusern als auch der für das Dachgeschäft besonders wichtige Renovierungsmarkt unter dem Vorjahresniveau. Um in ausgewählten Märkten unsere Strukturen zu optimieren, wurden Maßnahmen zur Anpassung und Verlagerung von Produktionskapazitäten eingeleitet. Die im ersten Halbjahr beobachtete Preis- und Mengenentwicklung setzte sich auch im dritten Quartal fort. Bei höheren Durchschnittspreisen lag der Absatz von Vormauerziegeln hinter der Vergleichsperiode des Vorjahres zurück. Während der deutliche Mengenzuwachs bei Dachziegeln dem Konsolidierungsbeitrag unserer osteuropäischen Dachziegelaktivitäten aus dem ersten Halbjahr zuzuschreiben ist, konnten wir die Verbesserung des Marktumfelds in Osteuropa nutzen und den Absatz von Hintermauerziegeln erhöhen.

Insgesamt erwirtschaftete die Division Clay Building Materials Europe einen Umsatzanstieg um 7 % auf 1.250,4 Mio. € und trotz Kosten für Strukturanpassungen eine Steigerung des operativen EBITDA um 8 % auf 188,9 Mio. € gegenüber der Vorjahresperiode. Dies ist neben einer Verbesserung der Durchschnittspreise und dem Konsolidierungseffekt auch auf gesunkene Energiekosten und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Optimierung unserer Kostenstrukturen zurückzuführen.

Clay Building Materials Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 1.166,4 1.250,4 +7
EBITDA operativ in Mio. € 174,9 188,9 +8
EBIT operativ in Mio. € 78,7 93,4 +19
Gesamtinvestitionen in Mio. € 78,4 48,4 -38
Capital Employed in Mio. € 1.939,2 1.765,8 -9
Ø Mitarbeiter 8.933 10.219 +14

Für das vierte Quartal 2015 erwarten wir unverändert eine stabile bis leicht positive Entwicklung des europäischen Wohnbaumarktes. In Großbritannien, den Niederlanden, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Polen gehen wir von einer Fortsetzung des positiven Trends aus, während das Marktumfeld in unseren deutschsprachigen Kernmärkten sowie in Frankreich und Italien weiterhin rückläufig ist. Insgesamt erwarten wir eine dem Marktverlauf entsprechende Absatzentwicklung und eine Verbesserung der Durchschnittspreise. Zusätzlich werden vor allem laufende Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Verbesserung des Produktmix zur deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung auf Jahressicht beitragen.

Clay Building Materials Western Europe

Unsere westeuropäischen Kernmärkte zeigten im dritten Quartal 2015 eine ähnliche Entwicklung der Wohnbautätigkeit wie im ersten Halbjahr. Das Marktumfeld in Italien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland war im Berichtszeitraum von Rückgängen im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern und einer anhaltenden Schwäche in der Renovierungstätigkeit geprägt. Infolgedessen lag der Absatz von Hintermauer- und Dachziegeln unter dem

Umsatz- und Ergebnisanstieg in Westeuropa

Vorjahresniveau. Trotz der weiterhin positiven Marktentwicklung in den Niederlanden mussten wir bei Vormauerziegeln ebenfalls einen Mengenrückgang in den ersten neun Monaten hinnehmen. Dies ist in erster Linie auf ein schwächer als erwartetes Marktwachstum in Großbritannien zurückzuführen. In Summe erwirtschaftete das Segment Clay Building Materials Western Europe in der Berichtsperiode einen Umsatzanstieg um 3 % auf 890,3 Mio. €. Die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur sowie Preiserhöhungen über der Kosteninflation trugen dazu bei, dass das operative EBITDA um 4 % auf 127,7 Mio. € gesteigert werden konnte.

Clay Building Materials Western Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 866,8 890,3 +3
EBITDA operativ in Mio. € 122,5 127,7 +4
EBIT operativ in Mio. € 58,1 69,4 +19
Gesamtinvestitionen in Mio. € 32,9 36,1 +10
Capital Employed in Mio. € 1.364,9 1.268,0 -7
Ø Mitarbeiter 5.925 6.028 +2
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 1.523 1.504 -1
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.005 954 -5
Absatz Dachziegel in Mio. m² 17,49 16,84 -4

Trotz eines anhaltend positiven Trends im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in Großbritannien lag der Absatz in den ersten neun Monaten unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür war eine leicht gedämpfte Entwicklung der Nachfrage, verbunden mit hohen Lagerbeständen in der gesamten Lieferkette aufgrund von vorzeitig abgerufenen Mengen im letzten Quartal 2014. In diesem Umfeld führten deutliche Preiserhöhungen sowie positive Fremdwährungseffekte in der Berichtswährung zu Umsatz- und Ergebnisverbesserungen.

Die positive Marktentwicklung in den Niederlanden setzte sich auch im dritten Quartal fort und führte zu höheren Absatzmengen in allen Produktgruppen in den ersten neun Monaten 2015. Wir konnten dieses Marktumfeld nutzen, um Marktanteile zu gewinnen sowie Umsatz und Ergebnis zu steigern.

Das Marktumfeld in Belgien war in den ersten neun Monaten 2015 von einer Zurückhaltung im privaten Wohnbau und in der Renovierungstätigkeit bestimmt, was sich in einem leicht rückläufigen Absatz im Vergleich zur Vorjahresperiode widerspiegelte. In diesem Umfeld ist es uns dennoch gelungen, höhere Durchschnittspreise durch eine Verbesserung des Produktmix hin zu höherwertigen Produkten zu erzielen. Interne Maßnahmen zur Effizienzverbesserung wirkten sich zusätzlich positiv auf die Ertragskraft aus, wodurch das Ergebnis in der Berichtsperiode über dem Vorjahresniveau lag.

In Deutschland und der Schweiz wurden in den ersten neun Monaten leichte Rückgänge im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnet. Fehlende Förderprogramme sowie Verschiebungen von Sanierungsprojekten infolge von gesunkenen Energiepreisen belasteten zusätzlich den für das Dachgeschäft besonders wichtigen Renovierungsmarkt. Aus diesem Grund wurden unter anderem in Deutschland Maßnahmen zur Anpassung und Verlagerung von Produktionskapazitäten eingeleitet. In Summe lag das operative Ergebnis in beiden Märkten nicht zuletzt aufgrund der Kosten für Strukturanpassungen deutlich unter dem Vergleichswert der Vorperiode. Während unser Schwerpunkt in der Schweiz auf der Weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung in Großbritannien

Fortsetzung des Marktwachstums in den Niederlanden

Preiserhöhungen durch Verbesserung des Produktmix in Belgien

Anpassung von Produktionskapazitäten in Deutschland

Verbesserung des Produktmix liegt, fokussieren wir uns in Deutschland vor allem auf innovative Produkte und Systemlösungen, um unsere Marktpositionen im Ein- und Zweifamiliensegment auszubauen und die Marktdurchdringung im mehrgeschossigen Wohnbau zu erhöhen.

In Italien und Frankreich entwickelte sich der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern weiterhin rückläufig. Der schwache Sanierungsmarkt wirkte sich zusätzlich negativ auf unser Dachgeschäft in Frankreich aus. Infolgedessen mussten wir in beiden Märkten Absatzrückgänge hinnehmen, wodurch Umsatz und Ergebnis unter dem Vergleichswert des Vorjahres lagen. Um diese Entwicklungen abzufedern, werden interne Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostenoptimierung kontinuierlich umgesetzt.

Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir eine insgesamt stabile bis leicht positive Entwicklung des Wohnbaumarktes in der Region Westeuropa. In Großbritannien gehen wir bei deutlich höheren Durchschnittspreisen von einer leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Entwicklung der Nachfrage nach Ziegeln aus. Für die Niederlande erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Wachstumsdynamik, während wir in Belgien mit einer weitgehend stabilen Marktentwicklung rechnen. Für den deutschen, französischen und italienischen Markt gehen wir von einem rückläufigen Marktumfeld aus. Insgesamt erwarten wir im Segment Clay Building Materials Western Europe eine Umsatz- und Ergebnissteigerung, die vor allem auf höhere Durchschnittspreise zurückzuführen ist. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Optimierung der Kostenstruktur in allen Unternehmensbereichen zu dieser Entwicklung beitragen.

Clay Building Materials Eastern Europe

Die Region Osteuropa wies in den ersten neun Monaten 2015 eine weitgehend positive Markentwicklung auf. In diesem Umfeld konnten wir die Absatzmengen bei Hintermauerziegeln erhöhen und unsere Marktpositionen weiter ausbauen. Die Durchschnittspreise lagen hingegen leicht unter dem Vorjahresniveau, was dem anhaltenden Preisdruck in einzelnen regionalen Märkten zuzuschreiben ist. Dank des Konsolidierungsbeitrags unserer osteuropäischen Dachziegelaktivitäten verzeichneten wir im Segment Clay Building Materials Eastern Europe einen deutlichen Umsatzanstieg um 20 % auf 360,0 Mio. € und eine Verbesserung des operativen EBITDA um 17 % auf 61,2 Mio. €.

Clay Building Materials Eastern Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 299,6 360,0 +20
EBITDA operativ in Mio. € 52,4 61,2 +17
EBIT operativ in Mio. € 20,6 24,0 +17
Gesamtinvestitionen in Mio. € 45,5 12,4 -73
Capital Employed in Mio. € 574,3 497,8 -13
Ø Mitarbeiter 3.008 4.191 +39
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.223 2.385 +7
Absatz Dachziegel in Mio. m² 6,44 12,29 +91

Der polnische Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern zeigte in den ersten neun Monaten ein moderates Wachstum, was zu höheren Absatzmengen bei Hintermauer- und Dachziegeln führte. Aufgrund des weiterhin hohen Wettbewerbsdrucks konnten wir die Durchschnittspreise hingegen nicht verbessern. In Summe stand nach den ersten neun Monaten 2015 ein Umsatz- und Ergebnisanstieg zu Buche.

Marktrückgänge in Italien und Frankreich

Umsatz- und Ergebnissteigerungen auf Gesamtjahresbasis in Westeuropa

Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung in Osteuropa

Moderate Steigerung des Wohnbaumarktes in Polen

Österreich verzeichnete im dritten Quartal ungeachtet der angespannten Konjunkturlage und hohen Arbeitslosigkeit eine stabile Marktentwicklung im Wohnbau. In diesem Umfeld ist es uns gelungen, die Durchschnittspreise aufgrund von Produktmixverbesserungen leicht zu steigern und der Absatz konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Nach einem guten Start in die Bausaison war der tschechische Markt im dritten Quartal von einem leichten Rückgang der Bautätigkeit geprägt. Bei stabilen Durchschnittspreisen konnten die Absatzmengen in den ersten neun Monaten 2015 leicht gesteigert werden. Im herausfordernden slowakischen Wohnbaumarkt führten anhaltender Preisdruck und sinkender Absatz zu Ergebniseinbußen in der Berichtsperiode.

Die positive Marktentwicklung in Rumänien und Bulgarien setzte sich auch im dritten Quartal fort und führte zu einem Anstieg im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. In beiden Ländern konnten wir den Absatz von Hintermauerziegeln deutlich erhöhen und infolgedessen unsere Marktpositionen weiter ausbauen. Bei verbesserten Durchschnittspreisen erwirtschafteten wir ein Umsatz- und Ergebniswachstum. In Ungarn steigerten wir Umsatz und Ergebnis trotz einer leichten Abkühlung des Marktumfelds im dritten Quartal infolge von Mengenzuwächsen und Preiserhöhungen.

Aufgrund der anhaltenden Rezession war der russische Wohnungsneubau auch im dritten Quartal von weiteren Rückgängen bestimmt. In diesem schwierigen Marktumfeld mussten wir bei annähernd stabilen Durchschnittspreisen deutliche Absatzeinbußen hinnehmen. Negative Fremdwährungseffekte aus dem schwachen russischen Rubel führten in der Berichtswährung zu einer zusätzlichen Belastung von Umsatz und Ergebnis.

Unser osteuropäisches Dachziegelgeschäft entwickelte sich im dritten Quartal im Rahmen unserer Erwartungen. Trotz höherer Integrationskosten zu Jahresbeginn und einer anhaltenden Marktschwäche im Renovierungssegment in einigen Kernmärkten konnten wir eine organische Umsatz- und Ergebnisverbesserung im Vergleich zur Vorjahresperiode erwirtschaften.

Für das Gesamtjahr 2015 gehen wir unverändert von den zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen für die Region Osteuropa aus und erwarten ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum in einem leicht steigenden Markt. Für Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn gehen wir von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern und infolgedessen von höheren Absatzmengen bei Hintermauerziegeln aus. Während wir das Marktumfeld in der Slowakei weiterhin als leicht rückläufig einschätzen, erwarten wir in Tschechien eine stabile bis leicht positive Entwicklung. In Österreich rechnen wir konjunkturbedingt mit einem stabilen bis leicht rückläufigen Marktumfeld auf Jahressicht, während wir für Russland von einem deutlichen Marktrückgang ausgehen. Unsere osteuropäischen Dachziegelaktivitäten werden trotz der Zurückhaltung im Renovierungssegment in einzelnen Kernmärkten eine organische Umsatz- und Ergebnissteigerung erzielen. Insgesamt gehen wir für das Segment Clay Building Materials Eastern Europe von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum aus.

Angespannte Konjunkturlage in Österreich

Tschechien und Slowakei mit unterschiedlichen Markttrends

Fortsetzung des Marktwachstums in Rumänien und Bulgarien; Ungarn mit leichter Marktschwäche im dritten Quartal

Deutlicher Umsatzund Ergebnisrückgang in Russland

Konsolidiertes Dachziegelgeschäft erfüllt Erwartungen

Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Segment Clay Building Materials Eastern Europe für 2015

Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Division Pipes & Pavers Europe

Ergebnisanstieg im keramischen Rohrgeschäft und bei unseren Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen

Ergebniswachstum auf Jahressicht

Pipes & Pavers Europe

In der Division Pipes & Pavers Europe verbesserte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten um 2 % auf 816,5 Mio. €, und das operative EBITDA stieg kräftig um 14 % auf 91,9 Mio. €. Dies ist in erster Linie auf die positive Ertragsentwicklung in unserem Kunststoffrohrgeschäft zurückzuführen, das im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis erwirtschaftete und in den abgelaufenen drei Monaten das Vorjahresergebnis wiederholte. Neben Mengenwachstum und Marktanteilsgewinnen in einigen nordischen Märkten verzeichnete insbesondere das internationale Projektgeschäft infolge einer deutlich verbesserten Auftragslage ein signifikantes Mengen- und Ergebniswachstum. Wesentliche Voraussetzungen für die erfreuliche Ertragssituation waren dabei unsere äußerst erfolgreichen Maßnahmen zur Bewältigung der Angebotsverknappung von Rohstoffen und der stark gestiegenen Preisvolatilität, die sich erst in den abgelaufenen drei Monaten schrittweise entspannte.

In unserem Geschäft mit keramischen Abwasserrohren profitierten wir neben der weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung in unseren europäischen Märkten von einem Absatzanstieg im Mittleren Osten und konnten das Ergebnis leicht verbessern. In dieser Region haben wir unsere Partnerschaft mit einem lokalen Partner ausgeweitet, die seit Beginn des dritten Quartals zu einer merklichen Verbesserung der Auslastung beiträgt. Unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen erwirtschafteten in einem unverändert herausfordernden Marktumfeld, das von einer weitgehend stagnierenden Nachfrage und hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist, eine Ergebnisverbesserung bei stabilem Umsatz. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf die konsequente Umsetzung unsere Strategie als Premiumanbieter und die laufenden Programme zur Kostenoptimierung in allen Unternehmensbereichen zurückzuführen.

Pipes & Pavers Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 801,6 816,5 +2
EBITDA operativ in Mio. € 80,5 91,9 +14
EBIT operativ in Mio. € 37,2 57,3 +54
Gesamtinvestitionen in Mio. € 22,4 27,7 +24
Capital Employed in Mio. € 641,7 590,9 -8
Ø Mitarbeiter 4.187 4.165 -1

Nach dem starken Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr und der stabilen Entwicklung in den abgelaufenen drei Monaten gehen wir für das vierte Quartal von einem Ergebnisrückgang aus. In unserem Kunststoffrohrgeschäft erwarten wir eine weitgehend stabile operative Ergebnisentwicklung und eine Fortsetzung der regionalen Trends der ersten neun Monate. Belastet wird das Ergebnis von Kosten für die Anpassung unserer Strukturen an die Marktbedingungen in ausgewählten Märkten. In unserem keramischen Abwasserrohrgeschäft gehen wir ebenfalls von einer Abschwächung im vierten Quartal aus, die auf sinkende Infrastrukturausgaben in Deutschland und auf Projektverschiebungen in Polen zurückzuführen ist. Demgegenüber erwarten wir für unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen eine annähernd stabile Entwicklung. In dem von Stagnation und Verdrängungswettbewerb gekennzeichneten Marktumfeld in Zentral-Osteuropa gelingt es uns in diesem Unternehmensbereich, durch eine zukunftsorientierte Sortimentsstrategie mit höherwertigen Produkten und striktes Kostenmanagement unsere Ertragskraft zu stärken. Auf Jahressicht wird die Division Pipes & Pavers Europe trotz des Rückgangs im vierten Quartal ein leichtes Ergebniswachstum ausweisen.

Pipes & Pavers Western Europe

Das Segment Pipes & Pavers Western Europe verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg um 5 % auf 460,8 Mio. €, und das operative EBITDA verbesserte sich signifikant um 28 % auf 56,9 Mio. €. Unsere Kunststoffrohraktivitäten erwirtschafteten einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses bei moderatem Umsatzwachstum. Neben Mengenwachstum und selektiven Marktanteilsgewinnen in einigen nordischen Märkten sowie der Belebung der niederländischen und irischen Märkte war die Verbesserung der Auftragslage im internationalen Projektgeschäft maßgeblich für die erfreuliche Ertragsentwicklung und kompensierte Rückgänge in Frankreich. Dabei weist das von den Niederlanden und Norwegen aus betriebene internationale Projektgeschäft im Bereich faserverstärkter Rohre bereits ein über das Jahresende hinaus gefülltes Orderbuch auf, während wir im Geschäft mit großdimensionierten Rohren derzeit auf die zeitnahe Vergabe von Ausschreibungen warten. Darüber hinaus ist es uns durch proaktives Management in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb erfolgreich gelungen, der vorübergehenden Angebotsverknappung und der volatilen Preisentwicklung unserer Rohstoffe zu begegnen und die uneingeschränkte Versorgung für unsere Kunden sicherzustellen.

In unserem Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen verzeichneten wir in den ersten neun Monaten einen leichten Anstieg von Umsatz und Ergebnis infolge von Preissteigerungen im Rahmen der Kosteninflation in unserem europäischen Kerngeschäft und moderatem Mengenwachstum. In Westeuropa wiesen vor allem Italien, wo zuvor verschobene Infrastrukturprojekte derzeit sukzessive realisiert werden, und Belgien ein Mengenwachstum auf. Dennoch konnte der Rückgang im deutschen Heimatmarkt, in dem im Vergleich zum guten Absatzniveau des Vorjahres sowohl eine rückläufige Ausschreibungstätigkeit als auch Projektverschiebungen zu beobachten sind, nicht vollständig kompensiert werden. Unsere Exporte nach Osteuropa zeigten trotz eines deutlichen Rückgangs in Polen in Summe ein Mengenwachstum, das vorrangig in Tschechien, Bulgarien, der Slowakei und in Rumänien erwirtschaftet wurde. Darüber hinaus bewirkte die Erweiterung der Zusammenarbeit mit unserem lokalen Partner wie angekündigt einen deutlichen Anstieg der in den Mittleren Osten gelieferten Mengen.

Pipes & Pavers Western Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 440,0 460,8 +5
EBITDA operativ in Mio. € 44,4 56,9 +28
EBIT operativ in Mio. € 17,5 37,9 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 12,8 12,0 -7
Capital Employed in Mio. € 341,5 312,1 -9
Ø Mitarbeiter 1.795 1.754 -2

In unserem Kunststoffrohrgeschäft erwarten wir für das vierte Quartal eine annähernd stabile organische Ergebnisentwicklung im Jahresvergleich. Dabei sollte sich der positive Trend in den nordischen Märkten, in den Niederlanden und Irland, wo wir zusätzlich von Exporten nach Großbritannien profitieren, fortsetzen, während sich das internationale Projektgeschäft stabil entwickeln wird. Demgegenüber erwarten wir einen weiteren Rückgang im französischen Markt, der von einer schwachen Entwicklung der Infrastrukturausgaben und von hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist. Aus diesem Grund werden wir im Schlussquartal weitere Strukturanpassungen durchführen, und die damit verbundenen Kosten werden das Ergebnis des Kunststoffrohrgeschäfts belasten. Auch in unserem keramischen Abwasserrohrgeschäft wird die Abschwächung der beiden wichtigen Märkte Deutschland und Polen dazu führen, dass wir das Belebung des internationalen Projektgeschäfts führt zu deutlicher Ergebnisverbesserung im Segment Pipes & Pavers Western Europe

Mengenwachstum im keramischen Abwasserrohrgeschäft

Moderater Ergebnisanstieg auf Jahressicht im Segment Pipes & Pavers Western Europe Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahres nicht wiederholen können. Insgesamt erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Western Europe aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten neuen Monaten einen moderaten Ergebnisanstieg auf Jahressicht.

Pipes & Pavers Eastern Europe

Das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe verzeichnete in den ersten drei Quartalen einen leichten Ergebnisrückgang. Während wir mit Betonflächenbefestigungen auch im dritten Quartal eine moderate Ergebnissteigerung erwirtschafteten, lag das Ergebnis in unserem osteuropäischen Kunststoffrohrgeschäft hinter der Vorjahresperiode zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf drei Märkte zurückzuführen. In Russland hatte die vorherrschende Rezession deutlich dämpfende Auswirkungen auf öffentliche Infrastrukturausgaben, und in Griechenland führten die Staatsschuldenkrise sowie die vorgezogenen Neuwahlen zu einem vorübergehenden Stillstand bei Investitionen im öffentlichen und privaten Sektor. Zudem war in Österreich, dem größten Einzelmarkt der Region, die Nachfrage rückläufig. Demgegenüber erwirtschafteten wir in Polen, wo wir am Wachstum der Bauwirtschaft und an der Verfügbarkeit von öffentlichen Geldern für Infrastrukturprojekte partizipieren, ein Ergebniswachstum und profitierten in der Türkei neben einem gesunden Marktumfeld zusätzlich von einzelnen Großaufträgen. Insgesamt sanken der Umsatz um 2 % auf 355,7 Mio. € und das EBITDA um 3 % auf 35,0 Mio. €.

Pipes & Pavers Eastern Europe 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 361,6 355,7 -2
EBITDA operativ in Mio. € 36,2 35,0 -3
EBIT operativ in Mio. € 19,7 19,4 -2
Gesamtinvestitionen in Mio. € 9,5 15,7 +65
Capital Employed in Mio. € 300,3 278,7 -7
Ø Mitarbeiter 2.392 2.411 +1

Unsere Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa verzeichneten in den ersten neun Monaten ein moderates Mengenwachstum in einem herausfordernden Marktumfeld und steigerten Umsatz und Ergebnis. Dank des Ausbaus des Umsatzanteils innovativer und höherwertiger Produkte konnten wir regionalen Preisdruck weitgehend ausgleichen. Die Ergebnisverbesserung ist neben einer gestiegenen Auslastung vorrangig auf fortlaufende Kostenoptimierungsmaßnahmen zurückzuführen. Dabei erwirtschafteten wir insbesondere in Polen, Rumänien, Österreich und Kroatien Ertragssteigerungen, und in Ungarn ist es uns gelungen, das sehr starke Vorjahresergebnis zu bestätigen. Ein wichtiges Element unserer Kostenoptimierung in der Produktion ist das "Production Excellence Program", das auf die Verbesserung der Produktionsprozesse und die Verringerung der Ausschussrate abzielt sowie das gruppenweite Benchmarking professionalisiert.

Für unser Geschäft mit Betonflächenbefestigungen erwarten wir auf Jahressicht ein moderates Ergebniswachstum aus eigener Kraft und rechnen für das Schlussquartal mit einer weitgehend stabilen Entwicklung im Vergleich zur witterungsbegünstigten Vorjahresperiode. Unser Kunststoffrohrgeschäft wird nach dem von gedämpfter Nachfrage gekennzeichneten dritten Quartal in den abschließenden drei Monaten des Geschäftsjahres das Vorjahresergebnis annähernd wiederholen. Dabei sollte das Ergebniswachstum in Polen und der Türkei die Rückgänge in Russland und in Griechenland großteils kompensieren. In Summe erwarten wir für das Segment Pipes & Pavers Eastern Europe im Geschäftsjahr 2015 eine Ergebnisentwicklung im Rahmen der ersten neun Monate.

Pipes & Pavers Eastern Europe verzeichnet EBITDA Rückgang um 3 % auf 35,0 Mio. €

Deutliche Ertragsverbesserung in unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen

Fortsetzung des Ergebnistrends im Schlussquartal

North America

Die voranschreitende Erholung des amerikanischen Wohnungsneubaus wirkte sich auf unser Kerngeschäft mit Vormauerziegeln in den ersten neun Monaten 2015 weniger positiv aus als erwartet. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem ein witterungsbedingt später Start in die Bausaison sowie ausbleibende Aufholeffekte aufgrund beschränkter Kapazitäten beim verarbeitenden Gewerbe. In diesem herausfordernden Marktumfeld konnten wir unsere Absatzmengen bei leicht verbesserten Durchschnittspreisen auf Vorjahresniveau halten und in einzelnen Regionen Marktanteile von anderen Ziegelproduzenten gewinnen. Das operative Ergebnis konnte infolge von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung sowie aufgrund des Ergebnisbeitrags aus dem Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks im ersten Halbjahr signifikant gesteigert werden. In Kanada erzielten wir aufgrund der weiterhin steigenden Nachfrage in unseren relevanten Märkten eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung, und im nordamerikanischen Kunststoffrohrgeschäft entwickelte sich die Nachfrage insgesamt leicht positiv. Vorteilhafte Fremdwährungseffekte aus dem starken US Dollar begünstigten diese Entwicklungen in der Berichtswährung und führten in der Division North America zu einem deutlichen Umsatzanstieg um 20 % auf 210,2 Mio. € und zu einer signifikanten Verbesserung des operativen EBITDA von 7,2 Mio. € auf 26,7 Mio. € im Vergleich zur Vorjahresperiode.

North America 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 175,7 210,2 +20
EBITDA operativ in Mio. € 7,2 26,7 >100
EBIT operativ in Mio. € -9,4 8,4 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 9,7 7,7 -20
Capital Employed in Mio. € 463,8 379,8 -18
Ø Mitarbeiter 1.260 1.284 +2
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 280 280 0

Für das Gesamtjahr 2015 gehen wir im Vergleich zur Erholung des amerikanischen Wohnungsneubaus von einer stabilen Entwicklung der Nachfrage nach Ziegeln aus. Zusätzlich wurden insbesondere am Beginn des vierten Quartals Lieferungen in unseren Kernmärkten North Carolina und South Carolina von starken Regenfällen und Überflutungen beeinträchtigt. Demgegenüber erwarten wir in einem weiterhin herausfordernden Preisumfeld eine leicht positive Entwicklung der Durchschnittspreise auf Jahressicht. Für unseren kanadischen Markt rechnen wir mit weiterem Mengenwachstum, und im Bereich Kunststoffrohre erwarten wir einen moderaten Anstieg der Nachfrage. Insgesamt gehen wir für die Division North America im Jahr 2015 von deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus.

Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Division North America

Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2015 erwartet

Holding & Others

Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unsere Ziegelaktivitäten in Indien. Begünstigt durch positive Fremdwährungseffekte führten höhere Absatzmengen bei Hintermauerziegeln und eine Verbesserung der Durchschnittspreise zu einem Umsatzanstieg um 43 % auf 5,7 Mio. € im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das operative EBITDA konnte von -14,5 Mio. € auf -14,2 Mio. € verbessert werden, was zusätzlich auf Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen zurückzuführen ist. Für das Gesamtjahr gehen wir in Indien von weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus.

Holding & Others 1-9/2014 1-9/2015 Vdg. in %
Außenumsatz in Mio. € 4,0 5,7 +43
EBITDA operativ in Mio. € -14,5 -14,2 +2
EBIT operativ in Mio. € -17,3 -16,7 +4
Gesamtinvestitionen in Mio. € 2,9 1,2 -58
Capital Employed in Mio. € 14,6 -1,4 <-100
Ø Mitarbeiter 202 207 +2

Höhere Absatzmengen und Liegenschaftsverkäufe führen zu Ergebnissteigerung

Verkürzter Zwischenbericht nach IFRS Wienerberger Gruppe

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 7-9/2015 7-9/2014 1-9/2015 1-9/2014
Umsatzerlöse 808.449 799.043 2.283.335 2.148.440
Herstellkosten -540.341 -540.905 -1.554.397 -1.488.693
Bruttoergebnis vom Umsatz 268.108 258.138 728.938 659.747
Vertriebskosten -149.984 -146.674 -440.168 -410.357
Verwaltungskosten -46.648 -43.176 -140.354 -127.450
Sonstige betriebliche Erträge 7.772 5.163 32.314 16.897
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
Wertminderungen von Vermögenswerten 309 0 -10.228 0
Übrige -15.663 -17.710 -38.291 -49.596
Betriebsergebnis 63.894 55.741 132.211 89.241
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1.555 1.346 1.593 -1.402
Zinsertrag 1.372 1.951 5.269 6.050
Zinsaufwand -12.338 -14.651 -37.636 -46.437
Sonstiges Finanzergebnis -6.359 20.775 -14.163 22.242
Finanzergebnis -15.770 9.421 -44.937 -19.547
Ergebnis vor Ertragsteuern 48.124 65.162 87.274 69.694
Ertragsteuern -21.399 -7.691 -39.496 -13.949
Ergebnis nach Ertragsteuern 26.725 57.471 47.778 55.745
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1.220 104 153 -364
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.192 8.192 24.308 24.308
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 17.313 49.175 23.317 31.801
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 0,43 0,20 0,27
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,15 0,43 0,20 0,27

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in TEUR 7-9/2015 7-9/2014 1-9/2015 1-9/2014
Ergebnis nach Ertragsteuern 26.725 57.471 47.778 55.745
Währungsumrechnung -34.946 38.245 48.784 46.818
Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
3 -2 20 -29
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente -172 -6 -1.577 389
Veränderung Hedging Rücklage 13.362 -10.915 661 -17.446
Sonstiges Gesamtergebnis 1) -21.753 27.322 47.888 29.732
Gesamtergebnis nach Steuern 4.972 84.793 95.666 85.477
davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1.234 200 382 -268
davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil 8.192 8.192 24.308 24.308
davon Gesamtergebnis der Muttergesellschaft -4.454 76.401 70.976 61.437

1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Konzernbilanz

in TEUR 30.9.2015 31.12.2014
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 756.804 753.184
Sachanlagen 1.599.633 1.646.275
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 90.162 76.683
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 8.960 8.925
Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 10.387 12.257
Latente Steuern 44.479 60.163
Langfristiges Vermögen 2.510.425 2.557.487
Vorräte 766.425 701.398
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 326.425 221.070
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 13.097 14.331
Sonstige kurzfristige Forderungen 62.762 81.959
Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 64.086 61.910
Zahlungsmittel 167.807 275.195
Kurzfristiges Vermögen 1.400.602 1.355.863
Summe Aktiva 3.911.027 3.913.350
Passiva
Gezeichnetes Kapital 117.527 117.527
Kapitalrücklagen 1.086.025 1.086.025
Hybridkapital 490.560 490.560
Gewinnrücklagen 585.016 575.850
Übrige Rücklagen -187.867 -235.526
Eigene Anteile -4.862 -4.862
Beherrschende Anteile 2.086.399 2.029.574
Nicht beherrschende Anteile 17.638 17.256
Eigenkapital 2.104.037 2.046.830
Latente Steuern 112.907 112.453
Personalrückstellungen 155.002 151.670
Sonstige langfristige Rückstellungen 64.621 60.285
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 573.561 556.521
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.238 3.742
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 910.329 884.671
Kurzfristige Rückstellungen 43.939 41.561
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern 10.449 8.184
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 305.376 402.085
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248.885 285.844
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 288.012 244.175
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 896.661 981.849
Summe Passiva 3.911.027 3.913.350

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen/
eigene Anteile
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Übrige
Rücklagen
Beherrschende
Anteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1.2015 117.527 1.081.163 490.560 575.850 -235.526 2.029.574 17.256 2.046.830
Gesamtergebnis nach Steuern 47.625 47.659 95.284 382 95.666
Dividendenauszahlungen und
Hybridkupon
-38.459 -38.459 -38.459
Stand 30.9.2015 117.527 1.081.163 490.560 585.016 -187.867 2.086.399 17.638 2.104.037
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen/
eigene Anteile
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Übrige
Rücklagen
Beherrschende
Anteile
Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand 1.1.2014 117.527 1.059.649 492.896 803.254 -221.071 2.252.255 1.911 2.254.166
Gesamtergebnis nach Steuern 56.109 29.636 85.745 -268 85.477
Dividendenauszahlungen und
Hybridkupon
-46.308 -46.308 -46.308
Zugang/Abgang nicht
beherrschende Anteile
-1.676 -1.676 13.011 11.335
Veränderung eigener Anteile 23.190 23.190 23.190
Stand 30.9.2014 117.527 1.081.163 492.896 813.055 -191.435 2.313.206 14.654 2.327.860

Konzern-Cashflow Statement

in TEUR 1-9/2015 1-9/2014
Ergebnis vor Ertragsteuern 87.274 69.694
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 150.639 149.167
Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte 25.508 12.674
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und latenter Steuern 17.798 7.843
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -1.593 1.402
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -17.236 -30.831
Zinsergebnis 32.367 40.387
Gezahlte Zinsen -41.110 -50.738
Erhaltene Zinsen 3.498 4.842
Gezahlte Ertragsteuern -19.020 -16.504
Cashflow aus dem Ergebnis 238.125 187.936
Veränderungen Vorräte -71.282 -49.497
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -107.780 -138.467
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -36.959 -15.261
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen 51.996 44.018
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen 2.134 2.421
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 76.234 31.150
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 19.271 9.932
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -85.051 -77.703
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -14 0
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.577 3.400
Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte -13.259 6.606
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 -35.666
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 1.198 50
Cashflow aus Investitionstätigkeit -76.278 -93.381
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 225.452 95.391
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten -356.083 -357.602
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten 60.402 19.027
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten -139 -8.907
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -17.543 -13.808
Gezahlter Hybridkupon -20.916 -32.500
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen 0 -2.852
Veränderung eigener Aktien 0 23.190
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -108.827 -278.061
Veränderung der Zahlungsmittel -108.871 -340.292
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 1.483 876
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 275.195 496.690
Zahlungsmittel am Ende der Periode 167.807 157.274

Geschäftssegmente

Clay Building Materials
Pipes & Pavers
1-9/2015
in TEUR
Eastern
Europe
Western
Europe
Eastern
Europe
Western
Europe
North
America
Holding &
Others 1)
Überleitung 2) Wienerberger
Gruppe
Außenumsatz 360.045 890.343 355.691 460.779 210.204 5.698 2.282.760
Innenumsatz 6.110 7.055 9.180 6.286 3.670 9.162 -40.888 575
Umsatz gesamt 366.155 897.398 364.871 467.065 213.874 14.860 -40.888 2.283.335
EBITDA operativ 61.157 127.734 35.016 56.924 26.746 -14.151 293.426
EBIT operativ 24.011 69.373 19.410 37.858 8.437 -16.650 142.439
Wertminderungen von
Vermögenswerten
9.170 0 1.058 0 0 0 10.228
EBIT 14.842 69.372 18.352 37.858 8.437 -16.650 132.211
Ergebnis nach Ertragsteuern 1.885 25.651 10.342 32.769 671 33.706 -57.246 47.778
Gesamtinvestitionen 12.355 36.078 15.727 11.961 7.704 1.240 85.065
Capital Employed 497.804 1.267.970 278.740 312.112 379.750 -1.390 2.734.986
Ø Mitarbeiter 4.191 6.028 2.411 1.754 1.284 207 15.875
1-9/2014
Außenumsatz 299.554 866.827 361.634 439.967 175.676 3.983 2.147.641
Innenumsatz 4.395 9.803 9.398 6.397 1.799 7.222 -38.215 799
Umsatz gesamt 303.949 876.630 371.032 446.364 177.475 11.205 -38.215 2.148.440
EBITDA operativ 52.410 122.467 36.173 44.360 7.185 -14.493 248.102
EBIT operativ 20.594 58.065 19.706 17.537 -9.385 -17.276 89.241
Wertminderungen von
Vermögenswerten
0 0 0 0 0 0 0
EBIT 20.594 58.065 19.706 17.537 -9.385 -17.276 89.241
Ergebnis nach Ertragsteuern 30.606 25.823 13.395 14.040 -32.130 22.039 -18.028 55.745
Gesamtinvestitionen 45.473 32.931 9.537 12.832 9.675 2.921 113.369
Capital Employed 574.257 1.364.944 300.269 341.450 463.780 14.630 3.059.330
Ø Mitarbeiter 3.008 5.925 2.392 1.795 1.260 202 14.582

1) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien.

2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.

Verkürzter Anhang zum Zwischenbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 30.9.2015 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die für den Konzernabschluss 2014 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2014 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2015 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.

Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag von der EU übernommen wurden:

Standards/Interpretationen Veröffentlichung durch
das IASB
Verpflichtender
Erstanwendungs
zeitpunkt
IFRIC 21 Abgaben Mai 2013 1.7.2014
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer: Änderungen November 2013 1.2.2015
Verbesserungen der IFRS 2010 – 2012 Zyklus Dezember 2013 1.2.2015
Verbesserungen der IFRS 2011 – 2013 Zyklus Dezember 2013 1.1.2015

IFRIC 21 Abgaben enthält Regelungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die in keinem anderen IAS/IFRS geregelt sind und hat keine Relevanz für den Wienerberger Konzernabschluss.

In den Änderungen des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer wird klargestellt, unter welchen Bedingungen Mitarbeiterbeiträge als Reduktion des Dienstzeitaufwandes behandelt werden können. Die ergänzende Erläuterung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Der Verbesserungszyklus der IFRS 2010 – 2012 umfasst Ergänzungen zu IFRS 8 Geschäftssegmente: Klarstellung zu den Angaben in Bezug auf die Zusammenfassung von Geschäftssegmenten, IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung zur proportionalen Anpassung der kumulierten Abschreibungen der Neubewertungsmethode und IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen: Klarstellung der Definition eines "nahestehenden Unternehmens" hinsichtlich Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung. In folgenden Standards werden bestehende Anforderungen geändert: IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung: Ergänzung der Definition "Leistungsbedingungen" und "Dienstbedingungen" und IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Bilanzierung von bedingten Gegenleistungen zum beizulegenden Zeitwert zu jedem Berichtsstichtag. Alle Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der Verbesserungszyklus der IFRS 2011 – 2013 beinhaltet Klarstellungen zu IFRS 1, IFRS 3 und IFRS 13. IFRS 1 stellt klar, dass zum Bilanzstichtag noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards angewendet werden können, aber nicht müssen. In IFRS 3 wird darauf hingewiesen, dass die Gründung von Joint Ventures und Joint Operations von der Anwendung ausgenommen sind. Weiters wird klargestellt, dass IFRS 3 und IAS 40 einander nicht ausschließen und ein Erwerb jedenfalls gemäß IFRS 3 zu beurteilen ist. IFRS 13 erläutert, dass die Portfoliobewertung bei allen Verträgen im Anwendungsbereich von IAS 39 möglich ist. Alle beschriebenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Für weitere Informationen zu wesentlichen Annahmen und Schätzungen und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2014, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.

Die Geschäftstätigkeit der Wienerberger Gruppe wird nach regionalen Kriterien gesteuert, wobei durch die Segmentierung auch den unterschiedlichen Geschäftsfeldern Rechnung getragen wird. Die Division Clay Building Materials Europe fasst Hintermauer-, Vormauer- und Dachziegelaktivitäten in den Segmenten Clay Building Materials Eastern Europe und Clay Building Materials Western Europe zusammen. Die Division Pipes & Pavers Europe beinhaltet unsere Aktivitäten in der Produktion von Kunststoffrohren, Keramikrohren sowie von Betonflächenbefestigungen und wird in die Segmente Pipes & Pavers Eastern Europe und Pipes & Pavers Western Europe eingeteilt. Die Geschäftsaktivitäten in Nordamerika werden zusammengefasst im Segment North America dargestellt. Das Segment Holding & Others beinhaltet hauptsächlich die Ziegelaktivitäten in Indien sowie übergeordnete Aktivitäten der Konzernzentrale.

Einbezogene Unternehmen

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Unternehmen Schlagmann und Silike keramika, spol. s.r.o. sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50 % at-equity bilanziert. Die Ergebnisse der Tondach Gruppe sind im ersten Halbjahr 2014 at-equity dargestellt und werden seit Übernahme der Kontrolle Anfang Juli 2014 voll in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Jänner 2015 wurde die nicht konsolidierte General Shale Finance S.à.r.l. liquidiert. Mit Stichtag 1.1.2015 wurden die vollkonsolidierten Gesellschaften Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r. o., Wienerberger cihelna Hodonín, spol. s.r. o. und Wienerberger Bohemia cihelny, spol. s r. o. auf ihre Muttergesellschaft, Wienerberger cihlarsky prumysl, a. s., fusioniert. Ferner kam es im dritten Quartal 2015 zur Fusion der nicht konsolidierten Wienerberger Beteiligungs GmbH in die Wienerberger GmbH sowie der Dromalour Plastics Limited und der AB Pipelife Lietuva in die Pipelife Eesti AS. Die Zeslawice Sp.z.o.o. wurde am 22. Juli 2015 veräußert und entkonsolidiert. Aus dieser Transaktion wurde der Veräußerungsertrag von 1.580 TEUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Saisonalität des Geschäfts

Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.

Wienerberger Hybridkapital

Das Hybridkapital in Höhe von 500.000 TEUR wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2015 den Kupon in Höhe von 20.916 TEUR ausbezahlt. Für die ersten neun Monate des Jahres 2015 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.308 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,21 EUR.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg um 6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und betrug in den ersten neun Monaten 2.283.335 TEUR (Vorjahr: 2.148.440 TEUR). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (operatives EBITDA) lag mit 293.426 TEUR um 45.324 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 248.102 TEUR. Das operative Betriebsergebnis belief sich auf 142.439 TEUR im Vergleich zu 89.241 TEUR im Vorjahr.

Aufgrund anhaltender Umsatz- und Ergebnisrückgänge in Russland resultierte aus den zum Halbjahr 2015 durchgeführten Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 ein Wertminderungsbedarf bei Sachanlagen im Ausmaß von insgesamt 10.228 TEUR, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Davon entfielen 9.170 TEUR auf die Cash Generating Unit Bricks Russia im operativen Geschäftssegment Clay Building Materials Eastern Europe und 1.058 TEUR auf Anlagen und Maschinen des Werks für Kunststoffrohre in Russland im operativen Geschäftssegment Pipes & Pavers Eastern Europe. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags wurde mit einem Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 15,10 % (Vorjahr: 14,99 %) und einer Wachstumsrate in der ewigen Rente von 1,50 % (Vorjahr: 2,00 %) gerechnet. Der als erzielbarer Betrag ermittelte Nutzungswert der CGU Bricks Russia belief sich somit auf 41 MEUR, jener des Werks für Kunststoffrohre auf 12 MEUR.

Zum Stichtag wurden 570.289 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2015 bis 30.9.2015 auf 116.956.475 Stück. Per 30.9.2015 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsneutrale positive Währungsdifferenzen von 48.804 TEUR (Vorjahr: 46.789 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar und dem britischen Pfund. Die Hedging Reserve erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 661 TEUR (Vorjahr: -17.446 TEUR) nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -1.577 TEUR (Vorjahr: 389 TEUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 47.778 TEUR (Vorjahr: 55.745 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 95.666 TEUR (Vorjahr: 85.477 TEUR).

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow Statement

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 76.234 TEUR (Vorjahr: 31.150 TEUR) lag um 45.084 TEUR über dem Vergleichswert der Vorperiode. Von den Wertminderungen von Vermögenswerten und anderen Bewertungseffekten entfällt der Großteil auf Sachanlagevermögen im Ausmaß von 10.576 TEUR (Vorjahr: 9.694 TEUR), was im Wesentlichen auf die zum Halbjahr durchgeführten Werthaltigkeitstests in Russland in Höhe von 10.228 TEUR zurückzuführen war. Des Weiteren sind seit dem Konzernabschluss 2014 auch Wertminderungen und Bewertungseffekte von weiteren Vermögenswerten wie Vorräten in Höhe von 6.999 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.880 TEUR (Vorjahr: 646 TEUR) und finanziellen Vermögenswerten von insgesamt 6.053 TEUR (Vorjahr: 1.349 TEUR) in dieser Position enthalten. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst, indem Umgliederungen zwischen dem Cashflow aus dem Ergebnis, dem Cashflow aus der Veränderung des Netto-Umlaufvermögens und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit vorgenommen wurden. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 85.065 TEUR (Vorjahr: 113.369 TEUR) resultierte mit 78.784 TEUR (Vorjahr: 77.513 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 6.281 TEUR (Vorjahr: 35.856 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen). Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 19.271 TEUR (Vorjahr: 9.932 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus Investitionstätigkeit umgegliedert, wobei das Vorjahr entsprechend angepasst wurde. Am 29.5.2015 wurde auf 116.956.475 ausstehende Aktien eine Dividende von 0,15 EUR je Aktie, somit 17.543.471,25 EUR ausgeschüttet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 85.051 TEUR (Vorjahr: 77.703 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2014 um 25.543 TEUR auf 647.044 TEUR. Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 18.460 TEUR.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

in TEUR Art der
Bilanzierung 1)
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert
zum
30.9.2015
Aktiva
Anteile Fonds FV 6.830 6.830
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften FV 9.339 9.339
Aktien FV 6.452 6.452
Sonstige FV 43 1.493 1.536
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 22.621 43 1.493 24.157
Sonstige langfristige Forderungen AC 3.252 3.252
Derivate aus Cashflow Hedges FV 2.454 2.454
Derivate aus Net Investment Hedges FV 8.808 8.808
Sonstige Derivate FV 4.753 4.753
Derivate mit positivem Marktwert 16.015 16.015
Passiva
Derivate aus Cashflow Hedges FV 869 869
Derivate aus Net Investment Hedges FV 11.577 11.577
Sonstige Derivate FV 5.595 5.595
Derivate mit negativem Marktwert 18.041 18.041
Langfristige Darlehen AC 180.391 176.473
Revolvierende Kredite AC 200.841 203.302
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 57.423 57.304
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 438.655 437.079
Anleihen - langfristig AC 415.523 396.911
Anleihen - kurzfristig AC 6.712 6.712
Langfristige Darlehen AC 176 178
Commercial Paper - kurzfristig AC 18.488 18.736
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 1.017 1.000
Leasingverbindlichkeiten AC 15 15
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen AC 265 265
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 422.235 19.961 423.817

1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

in TEUR Art der
Bilanzierung 1)
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert
zum
31.12.2014
Aktiva
Anteile Fonds FV 6.857 6.857
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften FV 17.494 17.494
Aktien FV 6.452 6.452
Sonstige FV 381 1.496 1.877
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 30.803 381 1.496 32.680
Sonstige langfristige Forderungen AC 5.086 5.086
Derivate aus Cashflow Hedges FV 1.316 1.316
Sonstige Derivate FV 9.568 9.568
Derivate mit positivem Marktwert 10.884 10.884
Passiva
Derivate aus Cashflow Hedges FV 6.371 6.371
Derivate aus Net Investment Hedges FV 10.191 10.191
Sonstige Derivate FV 4.764 4.764
Derivate mit negativem Marktwert 21.326 21.326
Langfristige Darlehen AC 168.147 160.452
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 152.165 153.004
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 320.312 313.456
Anleihen - langfristig AC 429.359 396.386
Anleihen - kurzfristig AC 218.248 214.902
Langfristige Darlehen AC 1.200 1.148
Commercial Paper - kurzfristig AC 6.210 6.240
Kurzfristige Darlehen und Vorlagen AC 1.470 1.438
Leasingverbindlichkeiten AC 133 133
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen AC 262 262
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FV 3.315 3.315
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 647.607 9.275 3.315 623.824

1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht saldiert werden dürfen. Die Zuordnung des Vorjahreswerts in der Bewertungshierarchie für die sonstigen Wertpapiere wurde rückwirkend angepasst. Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2). Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.

Im Rahmen des Erwerbs von Sandtoft Ltd. im Jahr 2008 wurde den Verkäufern eine Verkaufsoption gewährt, durch deren Ausübung die verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Wienerberger übertragen werden können. Per 31.12.2014 betrug der in der Stufe 3 der Bewertungshierarchie ausgewiesene beizulegende Zeitwert 3.315 TEUR. Die Option wurde am 9.1.2015 ausgeübt, wobei es nach einer finalen Anpassung des Optionspreises auf Basis des EBITDA von Sandtoft Ltd. im Mai 2015 zu einer Zahlung von 3.632 TEUR für die restlichen Anteile an der Gesellschaft kam.

Risikobericht

Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen der vom Vorstand festgelegten risikopolitischen Grundsätze. In den ersten neun Monaten 2015 wurden als wesentliche Risiken eine verhaltene Erholung der Baukonjunktur in vereinzelten Märkten und ein damit verbundener Preisdruck sowie die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium, identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv, wenn dies erforderlich ist. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.

Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt. Eine von der EU-Kommission beauftragte Hausdurchsuchung wurde wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Absprachen bei Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken im Juni 2012 durchgeführt, von der unter anderem auch die Pipelife International GmbH betroffen war. Ergebnisse dazu liegen seitens der verantwortlichen Behörde noch keine vor. Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass Preisabsprachen nicht zur Geschäftspraxis der Wienerberger Gruppe zählen und im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht sind.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Unternehmen und Personen werden als dem Unternehmen nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen.

Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften) in eingeschränktem Ausmaß. Wienerberger gab am 18.4.2014 die Neubesetzung des Vorstands der ANC Privatstiftung durch zwei Mitglieder des Wienerberger Top Managements bekannt, wodurch Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben kann. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 25.697 TEUR (31.12.2014: 25.849 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 12.287 TEUR (31.12.2014: 12.994 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 11.066 TEUR (31.12.2014: 11.567 TEUR). Zum 30.9.2015 hatte die ANC Privatstiftung keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.

Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.9.2015 auf 13.302 TEUR (31.12.2014: 11.987 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 8.008 TEUR (31.12.2014: 8.742 TEUR).

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Bis zur Freigabe des Zwischenberichts zum 30.9.2015 am 11.11.2015 gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Verzicht auf prüferische Durchsicht

Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 12. November 2015

Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen

Finanzterminplan

23. Oktober 2015 Beginn der Quiet Period
12. November 2015 Ergebnisse zum 3. Quartal 2015
25. Jänner 2016 Beginn der Quiet Period
24. Februar 2016 Ergebnisse 2015: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
25. März 2016 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2015 auf der
Wienerberger Website
18. April 2016 Beginn der Quiet Period
04. Mai 2016 Ergebnisse zum 1. Quartal 2016
12. Mai 2016 147. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
17. Mai 2016 Ex-Tag für Dividende 2015
18. Mai 2016 Record Date
19. Mai 2016 Zahltag für Dividende 2015
Juni 2016 Veröffentlichung Nachhaltigkeits-Update 2015
01. August 2016 Beginn der Quiet Period
17. August 2016 Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2016:
Presse- und Analystenkonferenz in Wien
September 2016 Capital Markets Day 2016
24. Oktober 2016 Beginn der Quiet Period
09. November 2016 Ergebnisse zum 3. Quartal 2016

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Head of Investor Relations Klaus Ofner
Aktionärstelefon +43 1 601 92 10221
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Thomson Reuters WBSV.VI; WIE-VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2014:

http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Produktionsstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 203 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.

Wienerberger Märkte in Nordamerika

Wienerberger Bericht zum 3. Quartal 2015

Zielstrebig und fokussiert.

Medieninhaber (Verleger)

Wienerberger AG A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0, F +43 1 601 92 10425

Für Rückfragen

Vorstand: Heimo Scheuch, CEO, Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Klaus Ofner

Konzept und Realisierung

Mensalia Unternehmensberatung Gestaltung Mensalia Unternehmensberatung und Erdgeschoss Textseiten Inhouse produziert mit FIRE.sys

Foto

Klaus Vyhnalek

Der Bericht zum 3. Quartal 2015, veröffentlicht am 12. November 2015, steht auch auf der Website www.wienerberger.com zum Download zur Verfügung.

Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Druck: Grasl FairPrint

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