AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

PIERER Mobility AG

Annual Report Apr 6, 2016

801_10-k_2016-04-06_1dc01f0a-e217-432c-b8ed-a0fd0ec4fba6.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

JAHRES-FINANZBERICHT 2015

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY.

HIGHLIGHTS 2015

Straffung der Konzernstruktur

Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG

Aufstieg in den Prime Market der Wiener Börse

Neustrukturierung der langfristigen Finanzierung

All time high in Umsatz und Gewinn

INHALTSVERZEICHNIS

CROSS INDUSTRIES-GRUPPE IM ÜBERBLICK 4
Kennzahlen 4
Konzernstruktur 5
Vorwort des Vorstandes 6
Organe der Gesellschaft 8
Beteiligungsgesellschaften 11
AKTIE & CORPORATE GOVERNANCE 16
Aktie & Investor Relations 16
Corporate Governance Bericht 17
Bericht des Aufsichtsrates 30

KONZERNLAGEBERICHT ............................................................. 33

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015 34
Wirtschaftliches Umfeld35
Geschäftsentwicklung der Segmente35
Finanzielle Leistungsindikatoren 37
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren39
Risikobericht42
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 42
Angaben gemäß § 243a UGB42
Ausblick
44
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 48
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 49
Konzernbilanz 50
Konzern-Kapitalflussrechnung 52
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 54
Konzernanhang 56
Beteiligungsspiegel der CROSS Industries AG 120
Segmentberichterstattung 123
Bestätigungsvermerk 124
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 126
Service 127
KONZERNABSCHLUSS 47

KENNZAHLEN

(inkl. Leiharbeiter und externe Dienstnehmer)

Ertragskennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Umsatz in m€ 1.086,3 1.223,6 13
EBITDA in m€ 148,1 178,4 20
EBIT in m€ 93,0 112,9 21
Ergebnis aus forgeführten Geschäftsbereichen in m€ 54,9 65,0 18
EBITDA-Marge in % 13,6% 14,6% -
EBIT-Marge in % 8,6% 9,2% -
Bilanzkennzahlen 31.12.2014 31.12.2015 Vdg. in %
Bilanzsumme in m€ 1.031,1 1.177,6 14
Eigenkapital in m€ 370,9 386,6 4
Eigenkapitalquote in % 36,0% 32,8% -
Nettoverschuldung in m€ 315,1 387,4 23
Gearing in % 85,0% 100,2% -
Mitarbeiter 31.12.2014 31.12.2015 Vdg. in %
Mitarbeiterstand zum Stichtag 4.182 4.553 9

KONZERNSTRUKTUR

Vereinfachte Darstellung zum 31. Dezember 2015

PF Beteiligungsverwaltungs GmbH 100% Network Performance Channel GmbH 100% Wethje Carbon Composites GmbH 49% Durmont Teppichbodenfabrik GmbH 24% ACstyria Autocluster GmbH 12,3%

VORWORT DES VORSTANDES

Die CROSS Industries-Gruppe ist ein globaler Automotiv-Nischenproduzent mit weltweit bekannten Marken (KTM, Husqvarna, Pankl, WP), die in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern zählen. Auch im Geschäftsjahr 2015 stand die strategische Entwicklung der Mehrheitsbeteiligungen im Vordergrund. Zum Stichtag 31.12.2015 hält die CROSS Industries AG 51,3% an der KTM AG, 55,9% an der Pankl Racing Systems AG und 89,5% an der WP AG. Weiters werden Minderheitsbeteiligungen an der Wethje-Gruppe (49%) und der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH (24%) gehalten.

CROSS Industries AG erzielte Rekordergebnis in 2015

Im Geschäftsjahr 2015 durchbrach die CROSS Industries-Gruppe erneut die Milliardenschwelle und erzielte einen Umsatz von € 1.223,6 Mio., nach € 1.086,3 Mio. im Vorjahr und ein Rekord-EBIT in Höhe von € 112,9 Mio. (€ 93,0 Mio.im Vorjahr). Die Bilanzsumme erhöhte sich von € 1.031,1 Mio. auf € 1.177,6 Mio., die Eigenkapitalquote beträgt 32,8%.

Die CROSS Industries-Gruppe beschäftigte 2015 über 4.500 Mitarbeiter, davon mehr als 75% in Österreich. Nach Straffung der Konzernstruktur und Umstrukturierungen sowie nach der erfolgreichen Verschmelzung der CROSS Industries AG mit der BF HOLDING AG im abgelaufenen Geschäftsjahr setzt die CROSS Industries AG ihren Fokus auch weiterhin intensiv auf den automotiven Nischenbereich.

Positive Entwicklung aller Beteiligungen

Alle vollkonsolidierten Mehrheitsbeteiligungen der CROSS Industries AG erzielten im Geschäftsjahr 2015 jeweils Rekordergebnisse.

KTM AG

Die Hauptbeteiligung KTM AG konnte durch die konsequente Umsetzung ihrer globalen Produkt- und Marktstrategie und die Expansion auf allen Kontinenten erneut Umsatz und Absatz steigern und im Jahr 2015 ein neuerliches Rekordniveau erreichen. Damit zählt KTM zu den am schnellsten wachsenden Motorradmarken der Welt. KTM erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von € 1.022,5 Mio. (+18,3%) und setzte 152.181 Fahrzeuge ab, was einem Zuwachs von 8,3% entspricht. Weltweit - inklusive der vom indischen KTM-Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 - wurden insgesamt 183.170 Fahrzeuge der Marken KTM und Husqvarna verkauft. Somit konnte im Geschäftsjahr 2015 erstmals die Milliarden-Euro-Umsatzgrenze geknackt werden. Nach Integration der Marke "Husqvarna" - die 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde - verfolgt KTM nunmehr eine konsequente Zweimarkenstrategie für "KTM" und "Husqvarna". Nach der Fertigstellung des neuen Logistikzentrums in Munderfing wurde mit der Errichtung eines neuen Motorsport Gebäudes begonnen, dessen Fertigstellung im ersten Halbjahr 2016 geplant ist. In 2016 sind wiederum umfangreiche Investitionen von mehr als € 100 Mio. in die Modellentwicklung zukünftiger Motorräder sowie in die Infrastruktur an den Standorten Mattighofen und Munderfing geplant.

Pankl Racing Systems AG

Auch die Pankl Racing Systems AG konnte im Geschäftsjahr 2015 ihren bisherigen Umsatzrekord wieder übertreffen. Pankl erzielte eine Umsatzsteigerung von 5% auf € 173,6 Mio. Während im Bereich Racing innerhalb des Segmentes Racing/High Performance sowie im Segment Aerospace die Umsätze rückläufig waren, konnte im Bereich High Performance ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Hauptursache

für die erfreuliche Entwicklung im Bereich High Performance war ein massives Wachstum im High Performance-Werk in Kapfenberg nach Inbetriebnahme der neuen automatisierten Pressenlinie im Herbst 2014 sowie ein Wachstum in den High Performance-Werken in Bruck an der Mur und in der Slowakei. Das operative Ergebnis der Pankl-Gruppe verringerte sich vor allem auf Grund des erwartungsgemäß schwächeren Formel 1 Geschäfts sowie einer nach wie vor schwachen Nachfrage am Helikoptermarkt und erreichte mit € 10,2 Mio. (Vorjahr: € 11,9 Mio.) ein solides Niveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 5,9% vom Umsatz (Vorjahr: 7,2%). Im Geschäftsjahr 2015 wurden € 11,6 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Nach der Investitionsoffensive der letzten Jahre lagen damit die Investitionen im Geschäftsjahr 2015 wieder deutlich unter den Abschreibungen.

WP AG

Auch die WP AG, ein Technologieführer im Powersports-Bereich, konnte im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz auf € 144,6 Mio.(+19,4%) und das EBIT auf € 9,7 Mio. (Vorjahr: € 8,6 Mio.) deutlich steigern und neue Rekordwerte erzielen. Im abgelaufenen Jahr erfolgte für zwei wichtige Produkte in der Division Fahrwerke der Serienstart. Zum einen kam es zum Serienanlauf der ersten von WP entwickelten und gefertigten Semiaktiven Fahrwerke. Diese Komponenten kommen bei Straßenmotorrädern zum Einsatz und ermöglichen dem Fahrer jederzeit eine optimale Anpassung des Fahrwerks an die Fahrbedingungen. Weiters wurde mit der "AER 48" die erste von WP entwickelte Luftgabel für Motocross Motorräder auf den Markt gebracht.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft werden innovative Produkte sein. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag im Geschäftsjahr 2015 bei € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.). Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Seit April 2015 ist die WP Gruppe an der Wiener Börse gelistet. Im vierten Quartal 2015 konnten zwei nicht betriebsnotwendige Immobilien in Graz und Wien veräußert werden. Die dadurch frei werdenden finanziellen Mittel werden für den Werksausbau in Munderfing verwendet.

Ausblick

Die CROSS Industries-Gruppe setzt im Geschäftsjahr 2016 weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei der Fokus auf Emerging Markets (insbesondere asiatische Märkte) liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotentiale und auf eine Weiterentwicklung der Kooperationsprojekte gesetzt.

Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der CROSS Industries-Gruppe für 2016 ein positiver Ausblick gegeben werden.

Wels, im März 2016

DI Stefan Pierer Vorsitzender des Vorstandes

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

DI Stefan Pierer CEO Bestellt bis 29.02.2020

Mag. Friedrich Roithner CFO Bestellt bis 29.02.2020

Ing. Alfred Hörtenhuber Bestellt bis 31.01.2018

Mag. Wolfgang Plasser Bestellt bis 31.05.2017

Aufsichtsrat

Josef Blazicek Aufsichtsratsvorsitzender

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2015 beschließt

Mag. Gerald Kiska

Mitglied

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2015 beschließt

Dr. Ernst Chalupsky

Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2015 beschließt

Mag. Klaus Rinnerberger Mitglied

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2015 beschließt

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2015 geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Es konnte ein sehr erfreulicher Geschäftsverlauf erzielt und dadurch ein Konzernumsatz von € 1.022,5 Mio. erreicht werden. Somit konnte eine Steigerung um 18,3% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnet werden. Der Absatz konnte – unter Berücksichtigung der in Indien vom Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2015 auf 183.170 Fahrzeuge (+15,4% zum Vorjahr) gesteigert werden. Damit erzielte KTM im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von € 141,5 Mio. (+26,3% zum Vorjahr) und ein EBIT von € 95,1 Mio. (+26,2% zum Vorjahr). Das Nettoergebnis nach Steuern erhöhte sich von € 57,2 Mio. im Vorjahr auf € 63,9 Mio. im Geschäftsjahr 2015.

Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurden im Geschäftsjahr 2015 konsequent weiterverfolgt. Die KTM AG verfolgt seit der Integration der Marke Husqvarna in den KTM Konzern eine konsequente Zweimarkenstrategie für "KTM" und "Husqvarna".

Zum 31.12.2015 beträgt der Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter und externe Dienstnehmer) 2.515 Mitarbeiter.

KTM Aktie

Die KTM-Aktie unterlag im Geschäftsjahr 2015 einigen Auf- und Abwärtsbewegungen und schloss am letzten Handelstag (31.12.2015) mit € 122,0 (29.12.2014: € 135,0). Über den Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten liegt der höchste Schlusskurs bei € 138,4, der niedrigste bei € 104,5. Die Marktkapitalisierung bei 10.845.000 zum Handel zugelassenen Aktien betrug per 31.12.2015 € 1.323,1 Mio.

Ausblick

Während KTM im nordamerikanischen Motorradmarkt für das nächste Jahr ein deutliches Wachstum erwartet und auch für Europa verhalten positiv gestimmt ist, sind die Emerging Markets in Südamerika und Asien durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. Mittelfristig werden in den asiatischen Märkten die größten Wachstumschancen gesehen.

Aktionärsstruktur KTM AG (31.12.2015)

KTM Kennzahlen

Ertragskennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Umsatz in m€ 864,6 1.022,5 18%
EBITDA in m€ 112,1 141,5 26%
EBIT in m€ 75,4 95,1 26%
Ergebnis nach Steuern in m€ 57,2 63,9 12%
Bilanzkennzahlen 31.12.2014 31.12.2015 Vdg. in %
Bilanzsumme in m€ 694,8 848,9 22%
Eigenkapital in m€ 327,6 379,8 16%
Eigenkapitalquote 47,1% 44,7% -
Nettoverschuldung in m€ 87,5 97,2 11%
Gearing 26,7% 25,6% -
2014 2015 Vdg. in %
in Stk. 10.845.000 10.845.000 -
in m€ 1.464,1 1.323,1 -10%
in € 135,0 122,0 -10%

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY.

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5% auf einen neuen Rekordwert von € 173,6 Mio. (Vorjahr: € 165,0 Mio.) gesteigert werden. Das operative Ergebnis der Pankl-Gruppe verringerte sich vor allem aufgrund des erwartungsgemäß schwächeren Formel 1-Geschäfts sowie einer nach wie vor verhaltenen Nachfrage am Helikoptermarkt und erreichte mit € 10,2 Mio. (Vorjahr: € 11,9 Mio.) ein solides Niveau. Nach Hinzurechnung von Abschreibungen in Höhe von € 13,4 Mio. ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein EBITDA von € 23,6 Mio. nach € 24,3 Mio. im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug € 7,9 Mio. nach € 6,9 Mio. im Vorjahr.

Die Umsätze im Segment Racing/High Performance konnten im Geschäftsjahr 2015 um 8,4% von € 137,2 Mio. auf € 148,7 Mio. gesteigert werden. Verantwortlich dafür war das Wachstum im High Performance-Bereich. Der Rennsportbereich war im Geschäftsjahr 2014 von einer Sonderkonjunktur zu Jahresbeginn aufgrund von Reglementänderungen geprägt und konnte daher 2015 erwartungsgemäß nicht den Vorjahresumsatz erreichen. Die Entwicklung im Segment Aerospace ist nach wie vor von einer schwachen Nachfrage an zivilen Helikoptern geprägt.

Zum 31.12.2015 beträgt der Mitarbeiterstand 1.319 Mitarbeiter.

Pankl Aktie

Über den Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten liegt der höchste Schlusskurs bei € 30,2; der niedrigste bei € 26,0. Am 31.12.2015 schloss die Pankl Aktie bei € 27,5. Die Marktkapitalisierung bei 3.150.000 zum Handel zugelassenen Aktien betrug per 31.12.2015 € 86,6 Mio.

Ausblick

Im hochvolatilen und nicht wachsenden Racing-Bereich wird Pankl seine Technologieführerschaft und die hohen Marktanteile durch weiterhin intensive Forschungstätigkeiten absichern und versuchen, dieses Know-how auch in den kommenden Jahren in den Serienanwendungen zu etablieren. Das künftige Umsatzwachstum der Pankl-Gruppe wird vorrangig aus dem High Performance-Bereich kommen. Im Segment Aerospace wird hingegen der Schwerpunkt vor allem im Turbinenmarkt liegen.

Aktionärsstruktur Pankl Racing Systems AG (31.12.2015)

10,1% Pierer Industrie AG
10,1% Unternehmens Invest AG

8,3% ............................ Streubesitz

Pankl Kennzahlen

Ertragskennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Umsatz in m€ 165,0 173,6 5%
EBITDA in m€ 24,3 23,6 -3%
EBIT in m€ 11,9 10,2 -14%
Ergebnis nach Steuern in m€ 6,9 7,9 15%
Bilanzkennzahlen 31.12.2014 31.12.2015 Vdg. in %
Bilanzsumme in m€ 182,7 182,3 0%
Eigenkapital in m€ 76,8 82,9 8%
Eigenkapitalquote 42,0% 45,4% -
Nettoverschuldung in m€ 70,9 69,1 -3%
Gearing 92,4% 83,4% -
Börsekennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Anzahl der Aktien in Stk. 3.150.000 3.150.000 -
Marktkapitalisierung in m€ 85,4 86,6 1%
Ultimokurs der Aktie in € 27,1 27,5 2%

Geschäftsbericht 2015

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Geschäftsentwicklung

Der WP Konzern wurde in seiner aktuellen Form im Jahr 2014 neu ausgerichtet. Die WP AG wurde schrittweise zur Führungsholding der WP Performance Systems Gruppe umgebaut.

Das Geschäftsjahr 2015 der WP Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und von wichtigen Neuproduktankäufen geprägt. Der Konzernumsatz konnte im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden und erreichte mit € 144,6 Mio. einen neuen Rekordwert. Das Betriebsergebnis der WP Gruppe (EBIT) betrug in der Berichtsperiode € 9,7 Mio. und lag um 13,3% über dem Vorjahr (Vorjahr: € 8,6 Mio.). Die Ergebnislage ist im Wesentlichen auf eine gute Fixkostendeckung auf dem derzeitigen Umsatzniveau zurückzuführen.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2015 lag bei € 99,6 Mio. (Vorjahr: € 103,7 Mio.). Die Bilanzsumme konnte somit, trotz starkem Umsatzanstieg, um rund 4% gesenkt werden. Der Rückgang der Bilanzsumme liegt im Wesentlichen in einem mit der KTM AG abgeschlossenem Reverse Factoring Programm begründet.

Zum 31.12.2015 beträgt der Personalstand 541 Mitarbeiter.

WP Aktie

Die Erstnotierung der WP Aktie an der Wiener Börse erfolgte am 10. April 2015. Die Aktie notiert im geregelten Freiverkehr im Segment Midmarket. Seit der Erstnotierung liegt der höchste Schlusskurs bei € 18,76; der niedrigste bei € 13,50. Der Kurs der Aktie zum 31. Dezember 2015 lag bei € 14,10. Die Marktkapitalisierung bei 5.000.000 zum Handel zugelassenen Aktien betrug per 31.12.2015 € 70,5 Mio.

Ausblick

Der Auftragsbestand liegt in allen Geschäftsbereichen auf dem Niveau des Vorjahres, weshalb für 2016 zumindest mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Vorrangiges Ziel ist im Jahr 2016 die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge.

WP Kennzahlen

Ertragskennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Umsatz in m€ 121,1 144,6 19%
EBITDA in m€ 12,1 13,6 12%
EBIT in m€ 8,6 9,7 13%
Ergebnis nach Steuern in m€ 8,9 7,1 -20%
Bilanzkennzahlen 31.12.2014 31.12.2015 Vdg. in %
Bilanzsumme in m€ 103,7 99,6 -4%
Eigenkapital in m€ 37,9 42,3 12%
Eigenkapitalquote 36,5% 42,4% -
Nettoverschuldung in m€ 22,4 20,0 -11%
Gearing 59% 47,3% -
Börsekennzahlen 2014 2015 Vdg. in %
Anzahl der Aktien in Stk. - 5.000.000 -
Marktkapitalisierung in m€ - 70,5 -
Ultimokurs der Aktie in € - 14,10 -

AKTIE & INVESTOR RELATIONS

74,89% ............ Pierer Industrie AG 0,03% ...................... Eigene Aktien 25,08% ........................ Streubesitz

Entwicklung der CROSS Industries Aktie

Die Aktie der CROSS Industries AG zeigte im Geschäftsjahr 2015 eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Aktie schloss am ersten Handelstag des Geschäftsjahres 2015 (zu diesem Zeitpunkt noch BF HOLDING AG) bei € 1,80 und stieg bis zur Verschmelzung am 2. Juni 2015 auf € 1,89. Nach der erfolgten Verschmelzung stieg die CROSS Industries-Aktie weiter deutlich und schloss am Stichtag 31.12.2015 bei einem Kurs von € 3,70. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.12.2015 € 833,93 Mio.

Der höchste Schlusskurs im Geschäftsjahr 2015 lag bei € 5,10; der niedrigste bei € 1,71. Im August 2015 kam es kurzfristig für ein paar Tage zu einer enormen Kursspitze aufgrund einer "shortage" im Markt, welche sich kurz darauf wieder normalisierte.

Kursentwicklung CROSS Industries Aktie 01.01.2015 - 31.12.2015

Das Grundkapital in der Höhe von € 225.386.742 ist eingeteilt in 225.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Weitere Informationen zur CROSS Industries Aktie

Investor Relations: Mag. Michaela Friepeß

Telefon: +43 7242 69 402 Fax: +43 7242 69 402 109 e-mail: [email protected] ISIN: AT0000820659 Wiener Börse: CIAG Reuters: CIAG:VI Bloomberg: CIAG:AV Aktiengattung: Nennwertlose Inhaber-Stammaktien

Dividende

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 27. April 2016 die Ausschüttung einer Dividende von € 0,03 je Aktie vorschlagen. Im Hinblick auf ein Ergebnis je Aktie von € 0,13 bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 23,1%. Bei 225.386.742 dividendenberechtigten Aktien wird somit ein Betrag in Höhe von rund € 6,76 Mio. ausgeschüttet.

Investor Relations Aktivitäten

Das Management der CROSS Industries AG ist bemüht, eine transparente, zeitnahe und umfassende Informations- und Kommunikationspolitik mit den Kapitalmarktteilnehmern sowie der breiten Öffentlichkeit zu führen. Daher wird in regelmäßigen Abständen über die wirtschaftliche Lage sowie über die künftige Entwicklung der CROSS Industries-Gruppe informiert. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten werden alle Finanzberichte, Pressemeldungen, Ad-Hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen auf der Website des Unternehmens www.crossindustries.at veröffentlicht und stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

CORPORATE GOVERNANCE 2015

01 Bekenntnis zum Österreichischen Corporate
Governance Kodex (ÖCGK)18
02 Zusammensetzung der Organe und Organbezüge 20
Arbeitsweise des Vorstands 20
Zusammensetzung des Vorstands 20
Arbeitsweise des Aufsichtsrates 22
Zusammensetzung des Aufsichtsrates 23
Ausschüsse des Aufsichtsrates und ihre Mitglieder 24
Unabhängigkeit des Aufsichtsrates 25
Vergütungsbericht 26
03 Maßnahmen zur Förderung von Frauen 29
04 Prüfungen und Externe Evaluierung 29

01 Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK)

Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.

Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit dem Jahr 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2015. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.

Die CROSS Industries AG bekennt sich uneingeschränkt zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung. Dieses Bekenntnis ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der CROSS Industries AG mit dem Ziel, das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre zu stärken und die hohen unternehmensinternen Rechts-, Verhaltens-und Ethikstandards der CROSS Industries AG weiter kontinuierlich zu optimieren. Zudem ist das Unternehmen durch die Notiz seiner Aktien im Prime Market der Wiener Börse verpflichtet, die Vorgaben des ÖCGK einzuhalten.

Der Corporate Governance Bericht des Geschäftsjahres 2015 ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.crossindustries.at) unter der Rubrik Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Governance Bericht öffentlich zugänglich.

Aufgrund dieses Bekenntnisses hat die CROSS Industries AG nicht nur den gesetzlichen Anforderungen ("L-Regel") zu genügen. Vielmehr bewirkt diese freiwillige Selbstverpflichtung, dass sie die Nichteinhaltung von C-Regeln ("Comply or Explain") – das sind Regeln, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen – zu begründen hat. Im Sinn dieser Systematik des ÖCGK hat die CROSS Industries AG die Abweichung von den C-Regeln des ÖCGK wie folgt erklärt:

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015.

"C-Regel 21": Die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung werden in der Gesellschaft sowie bei ihren wesentlichen unmittelbaren Tochterunternehmen eingehalten. Aufgrund der großen Anzahl von Tochterunternehmen kann die Anwendung jedoch nicht auf alle Tochterunternehmen ausgedehnt werden, weil dies aufgrund der Größe der CROSS Fahrzeug-Gruppe einen nicht bewältigbaren Verwaltungsaufwand mit sich bringen würde. Der Vorstand der Gesellschaft hat daher nach eingehender Beratung und unter Einbeziehung der wesentlichen Tochtergesellschaften beschlossen, von einer Anwendung auf alle Tochterunternehmen Abstand zu nehmen.

"C-Regeln 27 und 30": Die variablen Jahresvergütungskomponenten sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen von Erfolgskennzahlen von Gesellschaften der CROSS Fahrzeug-Gruppe ab. Eine Veröffentlichung zu allen Details der Vorstandsbezüge, insbesondere zu den einzelnen Leistungskriterien der variablen Vergütung, wird nicht vorgenommen, weil diese Informationen, zusätzlich zu den bereits im Corporate Governance Bericht veröffentlichten Informationen, nach Ansicht der Gesellschaft den Aktionären keine besonderen kapitalmarktrelevanten Informationen bringen würde.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 38": Im Geschäftsjahr 2015 wurde der gesamte Vorstand der Gesellschaft aufgrund der in der Hauptversammlung vom 22. April 2015 beschlossenen Verschmelzung der ehemaligen CROSS Industries AG (FN 261823 i) - als übertragende Gesellschaft - auf die BF HOL-DING AG - als übernehmende Gesellschaft - neu bestellt. Nach Durchführung der Verschmelzung wurden die Vorstände der übertragenden Gesellschaft zu neuen Vorständen der Gesellschaft bestellt. Da die Gesellschaft den Betrieb der übertragenden Gesellschaft fortführt, wurde auf die Durchführung eines definierten (strukturierten) Besetzungsverfahrens allerdings verzichtet, da die neuen Vorstände bereits bei der übertragenden Gesellschaft dieselben Aufgaben wahrgenommen haben. Der Aufsichtsratsvorsitzende informiert die Hauptversammlung nicht gesondert über die Grundsätze des Vergütungssystems; diese sind im Corporate Governance Bericht enthalten.

"C-Regeln 39, 41, und 43": Da der Aufsichtsrat der CROSS Industries AG im Geschäftsjahr 2015 aus nur vier Mitgliedern bestand, wurde auf die Einrichtung eines Nominierungs- und Vergütungsausschusses sowie eines eigenen Ausschusses, der zu Entscheidungen in dringenden Fällen befugt ist, verzichtet, da dies zu keiner Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit geführt hätte. Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

"C-Regel 49": Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Von einer Veröffentlichung wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Abstand genommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss Angaben zu "related party transactions", in welchen die Entgelte für Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat enthalten sind.

"C-Regel 83": Dieser Regel wird nicht entsprochen, da das betriebsspezifische Risikomanagement auf der Ebene der Beteiligungsgesellschaften eingerichtet und aufgrund der Holdingfunktion das beteiligungsspezifische Risikomanagement ohnedies Teil des Beteiligungsmanagements ist.

Darüber hinaus ist die CROSS Industries AG auch darauf bedacht, nicht nur den Mindestanforderungen, sondern auch allen R-Regeln ("Recommendation", Empfehlungen) des ÖCGK ausnahmslos zu entsprechen.

Das Unternehmen fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die CROSS Industries AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 225.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur der CROSS Industries AG ist im Abschnitt "Entwicklung der CROSS-Aktie" des Geschäftsberichtes dargestellt.

02 Zusammensetzung der Organe und Organbezüge:

Die Organe der CROSS Industries AG setzen sich aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat sowie der Hauptversammlung zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt in regelmäßigen Abständen und basiert auf einer offenen und transparenten Diskussion.

Arbeitsweise des Vorstands:

Der Vorstand der CROSS Industries AG bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder agieren auf der Grundlage des Gesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung des Vorstands, welche die Regeln der Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sowie die Geschäftsverteilung im Vorstand festlegen.

Die Abstimmung innerhalb des Vorstands erfolgt in regelmäßigen Sitzungen, die in einem ca. zwei- bis vierwöchigen Rhythmus stattfinden, aber auch in Gestalt eines informellen Informationsaustausches. In den Vorstandssitzungen werden das laufende Geschäft und die unternehmensstrategischen Themen besprochen. Ebenso werden die jeweils anstehenden Maßnahmen der Leitung und Geschäftsführung abgestimmt, die von den geschäftsordnungsgemäß zuständigen Vorstandsmitgliedern umzusetzen sind.

Die Geschäftsordnung unterwirft den Vorstand bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder umfassenden Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat und normiert einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen und Rechtsgeschäften, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

Zusammensetzung des Vorstands:

Der Vorstand der CROSS Industries AG besteht aus vier Mitgliedern (Regel 16):

DI Stefan Pierer (CEO), geboren 1956

  • Erstbestellung: 02. Juni 2015
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 29. Februar 2020
  • Zuständig für die strategische und operative Gesamtleitung sowie das strategische/operative Management der KTM-Gruppe

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft) begann Stefan Pierer seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH in Marchtrenk als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter und Prokurist. 1987 gründete er die CROSS-Gruppe, in der er als Aktionär und Vorstand tätig ist. Seit 1992 ist er Aktionär und Vorstand der KTM-Gruppe, ab 2011 Aufbau der Pierer Industrie AG, deren Alleinaktionär und Vorstandsvorsitzender er ist.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstandsvorsitzender der KTM AG
  • Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der WP AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
  • Aufsichtsrat der ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft

Mag. Friedrich Roithner (CFO), geboren 1963

  • Erstbestellung: 02. Juni 2015
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 29. Februar 2020
  • Zuständig für Finanzen/(Konzern)Rechnungswesen/Steuer- und Rechtsangelegenheiten

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz begann Friedrich Roithner seine Karriere bei der Ernst & Young GmbH. Nach drei Jahren wechselte er zur Austria Metall AG, wo er bis 2006 (davon ab 2002 im Vorstand) tätig war. Seit 2007 ist Friedrich Roithner im Management der CROSS Gruppe tätig. Von März 2008 bis Juni 2010 war Friedrich Roithner Vorstand der Unternehmens Invest AG; ab Juli 2010 ist er Vorstand der CROSS Industries AG. Seit Jänner 2011 ist er Mitglied des Vorstandes der KTM AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der Pierer Industrie AG
  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der WP AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsicht der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
  • Aufsichtsrat der All for One Steeb AG (D)

Ing. Alfred Hörtenhuber, geboren 1955

  • Erstbestellung: 02. Juni 2015
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Jänner 2018
  • Zuständig für Strategisches/operatives Management der WP Gruppe

Nach der Matura, begann Alfred Hörtenhuber seine berufliche Karriere 1975 bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MZSG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 Eintritt in die Miba Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG. 1998 CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstandes in die Miba AG Holding. Seit 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der CROSS-Gruppe tätig und seit Oktober 2010 auch Mitglied des Vorstandes der CROSS Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der WP AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Keine

Mag. Wolfgang Plasser, geboren 1962

  • Erstbestellung: 02. Juni 2015
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Mai 2017
  • Zuständig für Strategisches/operatives Management der Pankl Gruppe

Wolfgang Plasser ist im Jahr 1962 in Oberösterreich geboren und hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als CEO tätig.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

Vorstand der Pankl Racing Systems AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Keine

Arbeitsweise des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung, ÖCGK und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten gewissenhaft wahrgenommen. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats, mit Ausnahme von Mag. Gerald Kiska, sind im Sinn des ÖCGK frei und unabhängig. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal (Regel C-36 des ÖCGK) abgehalten. Alle Mitglieder haben an mindestens drei Sitzungen persönlich teilgenommen (Regel C-58 des ÖCGK), daher hat kein Aufsichtsratsmitglied an mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht teilgenommen. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt.

Der Aufsichtsrat hat entsprechend den Satzungsbestimmungen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter gewählt und entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung einen Prüfungsausschuss bestellt.

Es wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen (Regel C-49 des ÖCGK).

Weiters hat der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse (einschließlich der Konzernrechnungslegung), die Abschlussprüfung (einschließlich der Konzernabschlussprüfung) und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Revisionssystems überwacht. Schließlich wurde auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.

Im Übrigen wird zur Arbeitsweise des Aufsichtsrates auf den Bericht des Aufsichtsrates verwiesen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus vier Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:

Josef Blazicek, geboren 1964

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates
  • Jahr der Erstbestellung: 2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Hauptversammlung die über das Geschäftsjahr 2015 beschließt
  • Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
  • KTM AG, Pankl Racing Systems AG, BEKO HOLDING AG (bis 22.12.2015), All for One Steeb AG (Deutschland)

Dr. Ernst Chalupsky, geboren 1954

  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
  • Jahr der Erstbestellung: 2014
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Hauptversammlung die über das Geschäftsjahr 2015 beschließt

Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:

KTM AG

Mag. Gerald Kiska, geboren 1959

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Jahr der Erstbestellung: 2014
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Hauptversammlung die über das Geschäftsjahr 2015 beschließt

Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: WP AG

Mag. Klaus Rinnerberger, geboren 1964

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Jahr der Erstbestellung: 2015
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Hauptversammlung die über das Geschäftsjahr 2015 beschließt

Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: Keine

Ausschüsse des Aufsichtsrates und deren Mitglieder:

Der Prüfungsausschuss der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:

Mag. Klaus Rinnerberger

Vorsitzender

Josef Blazicek

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Ernst Chalupsky

Mitglied

Der Aufsichtsrat der CROSS Industries AG hat entsprechend dem Aktiengesetzt einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der die planmäßigen Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrnimmt.

Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags und des Lageberichts sowie die Prüfung des Konzernabschlusses und des Corporate Governance-Berichts zuständig. Weiters behandelt er den vom Abschlussprüfer verfassten Management Letter und den vom Abschlussprüfer verfassten Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements. Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Der Prüfungsausschuss hat gemäß Regel C-81a des ÖCGK mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen.

Der Prüfungsausschuss der CROSS Industries AG ist im Geschäftsjahr 2015 zu zwei Sitzungen zusammengekommen, an der auch ein Vertreter des Wirtschafsprüfers teilgenommen haben.

Da der Aufsichtsrat aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

Unabhängigkeit des Aufsichtsrates

Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitgliedes zu beeinflussen.

Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die CROSS Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.

Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.

Die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder wird anhand folgender Leitlinien definiert:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der CROSS Industries AG oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt im letzten Jahr zum Unternehmen oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der CROSS Industries AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes des Untenehmens oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Gemäß Regel C-54 ÖCGK soll dem Aufsichtsrat der Gesellschaft mindestens ein unabhängiger Kapitalvertreter angehören, der nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder dessen Interessen vertritt. Diese Anforderungen der C-Regel 54 wurde erfüllt, da kein Mitglied des Aufsichtsrates Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertritt.

Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Gerald Kiska ist gemäß Regel C-53 nicht von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG bekennen sich zu den Kriterien der Unabhängigkeit gemäß Regel C-53 und deklarieren sich als unabhängig.

Vergütungsbericht:

Bei der Festlegung der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Vorstandes hat der Aufsichtsrat dafür zu sorgen, dass die Vergütungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des einzelnen Vorstandsmitgliedes, zur Lage der Gesellschaft und zu der üblichen Vergütung stehen und langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt werden.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands enthält fixe und variable Bestandteile. Der variable Einkommensbestandteil hängt vom Erreichen bestimmter Finanzkennzahlen und/oder abgeschlossen Projektmeilensteinen ab. Die für die Berechnung der Prämie maßgeblichen Ziele werden jährlich einvernehmlich zwischen der Gesellschaft und dem Management festgelegt.

Die Mitglieder des Vorstands haben Anspruch auf einen Firmenwagen. Eine Unfallversicherung gewährt Versicherungsschutz im Todesfall und bei Invalidität, eine private Haftpflichtversicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht der Vorstandsmitglieder ab, die aus Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden Dritter resultiert. Es besteht Versicherungsschutz für Schadenersatzansprüche wegen Vermögensschäden Dritter oder der Gesellschaft aufgrund von Pflichtverletzungen als Organmitglied der Gesellschaft. Die Kosten für diese Versicherungen trägt die Gesellschaft.

Für konzerninterne Mandate und Funktionen werden keine zusätzlichen Entgelte gewährt.

Bei vorzeitiger Abberufung ohne wichtigen Grund sind die fixen Grundbezüge für die Vertragsdauer auszuzahlen.

Die Vorstände, ausgenommen Herr DI Stefan Pierer, erbringen ihre Leistungen aufgrund lohnsteuerpflichtiger Dienstverträge. Die Vorstandstätigkeiten von Herrn DI Stefan Pierer wird im Konzern mittels eines Überlassungsvertrages mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH geregelt. Es bestehen keine weiteren Vereinbarungen mit dem Vorstand hinsichtlich betrieblicher Altersversorgung. Die Vorstandsmitglieder haben gemäß Vertrag einen Anspruch auf eine freiwillige Abfertigung, jedoch unterliegen sie grundsätzlich dem System der "Abfertigung Neu".

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche anteilsbasierende Vergütungssysteme. Es besteht eine D&O-Versicherung, welche neben dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auch die Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften umfasst.

Die Zahlen des Vorjahres beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr der BF Holding AG vor Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF Holding AG und sind daher nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder inklusive erfolgsabhängiger Komponenten belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 4,52 Mio. (Vorjahr Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10. – 31.12.2014): € 0,11 Mio.). Den wichtigsten Berechnungsparameter der variablen Vergütung bildet - neben der mit dem Vorstandsmitglied individuell vereinbarten leistungsbezogenen Zielerreichung – auch die Entwicklung einzelner Erfolgskennzahlen der Gruppe. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Vorstandes.

Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2015 (Konzernebene):

Fix (in EUR) Fix in % Variabel (in EUR) Variabel in % Gesamt
Stefan Pierer 370.154,08 22 1.331.400,00 78 1.701.554,08
Friedrich Roithner 259.228,75 63 149.278,38 37 408.507,13
Alfred Hörtenhuber *) 282.415,37 59 199.923,93 31 482.339,30
Wolfgang Plasser *) 387.864,00 62 237.325,00 38 625.189,00
Michaela Friepeß *) 40.928,33 100 0,00 0 40.928,33
Michael Hofer *) 117.517,79 100 0,00 0 117.517,79
Gesamt 1.458.108,32 43 1.917.927,31 57 3.376.035,63

Weiters wurden in Folge der Anpassungen der Vorstandsverträge Prämien aus Vorperioden in Höhe von TEUR 1.143 gewährt.

*) Ing. Alfred Hörtenhuber ist in einem bestehendem Angestellten-/Vorstandsverhältnis mit der CROSS Industries AG; wird jedoch gemäß Überlassungsvertrag seit 01.10.2015 an die WP AG weiterverrechnet.

Mag. Wolfgang Plasser wurde mit Wirkung der Eintragung der Verschmelzung am 2. Juni 2015 zum Vorstandsmitglied der CROSS Industries AG bestellt. Aufgrund seiner Vorstandstätigkeit in der Pankl Racing Systems AG wurde zur besseren Vergleichbarkeit der gesamte Jahresbezug angeführt. Seit 01.10.2015 wird Mag. Wolfgang Plasser mittels eines Überlassungsvertrages in die CROSS Industries AG verrechnet. Weiters wird er mittels Überlassungsvertrag an die Pankl Racing Systems AG überlassen.

Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Mag. Michaela Friepeß, Dr. Michael Hofer erhielten bis 02.06.2015 eine Gesamtvergütung in Höhe von EUR 158.446,12. Das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Klaus Rinnerberger ist in oben angeführter Aufstellung nicht mehr enthalten.

Die Höhe der Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10.2014 bis 31.12.2014) wurde im Rahmen der 18. Ordentlichen Hauptversammlung am 22. April 2015 die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates in Höhe von EUR 13.075 beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden als Gesamtbezüge aller Aufsichtsratsmitglieder EUR 53.000 aufwandswirksam berücksichtigt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die während eines Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat gewählt werden oder ausscheiden, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer tatsächlichen Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat pro rata temporis.

Der Vorstand wird der für 27. April 2016 einzuberufenden 19. Ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtvergütung in dieser Höhe vorschlagen. Die individuelle Aufteilung soll sich – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung – wie folgt darstellen:

Aufsichtsratsmitglied Vergütung
Josef Blazicek EUR 20.000,00
-
Vorsitzender des Aufsichtsrates
-
Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Dr. Ernst Chalupsky EUR 14.000,00
-
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
-
Mitglied des Prüfungsausschusses
Mag. Gerald Kiska EUR 12.000,00
-
Mitglied des Aufsichtsrates
Mag. Klaus Rinnerberger EUR 7.000,00
-
Mitglied des Aufsichtsrates
-
Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Gesamt EUR 53.000,00

Zusätzlich zur jährlichen Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Barauslagenersatz für tatsächlich angefallene Spesen. Weiters sind die Mitglieder des Aufsichtsrats bis zu einer bestimmten Höchstbetragsgrenze durch eine Manager-Haftpflichtversicherung der Gesellschaft geschützt, welche die persönliche Haftung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Fall einer fahrlässigen Pflichtverletzung in Ausübung ihrer Tätigkeit als Organ der Gesellschaft abdeckt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 keine (sonstige) Vergütung an Mitglieder des Aufsichtsrats bezahlt. Sonstige Geschäftsbeziehungen mit Aufsichtsratsmitgliedern bestanden nicht.

03 Maßnahmen zur Förderung von Frauen

Eine Besetzung des Vorstands mit einer Frau ist derzeit nicht absehbar, da keine Erweiterung des Vorstands geplant ist und die derzeitigen Funktionsperioden noch laufen. Jedoch ist die Gleichbehandlung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern sowie deren Chancengleichheit am Arbeitsplatz für die CROSS Industries AG selbstverständlich. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.

04 Prüfungen und Externe Evaluierung

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 18. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss (ohne Teilkonzerne) EUR 115.000 (Vorjahr Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10.-31.12.2014): EUR 18.000), und Prüfung Jahresabschluss EUR 28.000 (Vorjahr Rumpfgeschäftsjahr 2014 (1.10.-31.12.2014): EUR 9.000).

Gemäß C-Regel 62 ÖCGK hat die Gesellschaft regelmäßig im Abstand von drei Jahren eine externe Institution mit der Evaluierung zur Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex zu beauftragen. CROSS Industries AG hat die Oberhammer Rechtsanwälte GmbH mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2015 beauftragt. Sie ergab keine Hinweise auf Tatsachen, die im Widerspruch zu der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zur Beachtung und Einhaltung der C- und R-Regeln des ÖCGK stehen. Die C-Regeln und R-Regeln des ÖCGK wurden – soweit diese von der Verpflichtungserklärung der CROSS Industries AG umfasst waren – eingehalten. Der vollständige Bericht einschließlich der Ergebnisse der Evaluierung ist auf www.crossindustries.at abrufbar.

Die nächste externe Evaluierung wird im Jahr 2019 über das Geschäftsjahr 2018 durchgeführt werden.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat der CROSS Industries AG (vormals BF HOLDING AG) hat im Geschäftsjahr 2015 sechs Sitzungen abgehalten und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und dabei intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzerngesellschaften, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand der CROSS Industries AG hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 regelmäßig im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen berichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

Nachdem in den Hauptversammlungen der BF HOLDING AG, FN 78112 x, und der CROSS Industries AG, FN 261823 i, vom 22. April 2015 der Beschluss gefasst wurde, die CROSS Industries AG, FN 261823 i, als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG, FN 78112 x, als übernehmende Gesellschaft zu verschmelzen, haben die Vorstandsmitglieder der BF HOLDING AG, Mag. Michaela Friepeß und Dr. Michael Hofer, ihr Vorstandsmandat mit Wirkung ab Eintragung der Verschmelzung in das Firmenbuch zurückgelegt. In der ordentlichen Hauptversammlung am 22. April 2015 wurde Herr Mag. Klaus Rinnerberger als weiteres Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 28. Mai 2015 wurden DI Stefan Pierer, Mag. Friedrich Roithner, Ing. Alfred Hörtenhuber und Mag. Wolfgang Plasser zu neuen Vorständen der Gesellschaft bestellt.

Im Prüfungsausschuss wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal. Im März 2015 wurden alle Themen in Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie der Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers behandelt. In der Sitzung im Oktober 2015 gab der Abschlussprüfer eine kurze Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der Prüfung für das Geschäftsjahr 2015. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses waren Mag. Klaus Rinnerberger (Vorsitzender), Josef Blazicek (Stellvertreter des Vorsitzenden) und Dr. Ernst Chalupsky. Da sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus nicht mehr als sechs Mitgliedern zusammensetzt, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

Sowohl der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 als auch der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben und der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Gesellschaft - jeweils für das Geschäftsjahr 2015 - wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 vermittelt und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Der Abschlussprüfer bestätigt auch, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) vermittelt und der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.

Sämtliche Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 16. März 2016 eingehend mit den Prüfern behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungsausschuss hat sich in seinem Bericht an den Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfer angeschlossen und ist nach der von ihm vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2015 zum abschließenden Ergebnis gelangt, dass die geprüften Unterlagen gesetzmäßig und richtig sind, die vom Vorstand getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen wirtschaftlich und zweckmäßig sind und kein Anlass zur Beanstandung gegeben ist.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Bericht des Prüfungsausschusses und damit auch dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2015 ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt, der damit gem. § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Er nimmt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2015 zustimmend zur Kenntnis. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Geschäftsjahr 2015 erzielten Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Weiters wurde über Vorschlag des Prüfungsausschusses ein Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016 für die 19. ordentliche Hauptversammlung am 27. April 2016 vorbereitet. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wird als Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr vom 01. Jänner 2016 bis 31. Dezember 2016 vorgeschlagen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihren Beitrag zum erfreulichen Unternehmensergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch den Aktionären, Kunden und Partner, die ihr Vertrauen in die Gesellschaft setzten und damit wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Wels, im März 2016

Josef Blazicek

Vorsitzender des Aufsichtsrates

CROSS Industries-Gruppe Aktie & Corporate Governance Konzernlagebericht Konzernabschluss

KONZERNLAGEBERICHT

1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015 34
2. Wirtschaftliches Umfeld 35
3. Geschäftsentwicklung der Segmente35
KTM AG35
Pankl Racing Systems AG 36
WP AG36
4. Finanzielle Leistungsindikatoren37
Ergebnisanalyse 37
Bilanzanalyse 38
Liquiditätsanalyse 39
Investitionen 39
5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren39
Mitarbeiter39
Forschung und Entwicklung39
Qualität und Nachhaltigkeit 40
Umwelt41
Corporate Social Responsibility41
6. Risikobericht42
7. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag42
8. Angaben gemäß § 243a UGB42
9. Ausblick 44

LAGEBERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS per 31.12.2015 der CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels

1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015

Das Geschäftsjahr 2015 der CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG) war von wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Veränderungen geprägt. Die im Herbst 2014 angekündigte Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde erfolgreich durchgeführt.

Die Verschmelzung wurde am 2. Juni 2015 in das Firmenbuch eingetragen und das Unternehmen firmiert seither unter der Firmenbezeichnung CROSS Industries AG. Durch die Verschmelzung hat sich auch das Geschäftsfeld der aufnehmenden Gesellschaft (BF HOLDING AG) geändert – der Geschäftsgegenstand der neuen CROSS Industries AG ist die Ausübung einer Holdinggesellschaft im automotiven Sektor. Die CROSS Industries-Gruppe ist ein globaler Automotiv-Nischenproduzent mit weltweit bekannten Marken (KTM, Husqvarna, Pankl, WP), die in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern zählen. Im Vordergrund steht die strategische industrielle Führung und Entwicklung der Mehrheitsbeteiligungen. Innerhalb der Konzernbereiche wird auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotentiale und auf eine Weiterentwicklung der Kooperationsprojekte gesetzt. Durch die Bündelung der Kernkompetenzen wird ein Wettbewerbsvorsprung erzielt. Für weitere Informationen zu den Mehrheitsbeteiligungen verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt I. Unternehmen).

Mit Wirkung der Eintragung der Verschmelzung in das Firmenbuch wurden Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Mag. Friedrich Roithner, Ing. Alfred Hörtenhuber und Mag. Wolfgang Plasser als neue Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bestellt.

Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 210.000.000 auf EUR 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht. Diese jungen Aktien wurden der Pierer Industrie AG als Alleinaktionärin der übertragenden Gesellschaft zugewiesen.

Weiters wurde im Juni 2015 bekannt gegeben, dass die Wiener Börse die im Rahmen der Verschmelzung ausgegebenen 210.000.000 jungen Aktien zum Amtlichen Handel zugelassen hat und die jungen Aktien seit dem 8. Juni 2015 handelbar sind. Die Pierer Industrie AG, Hauptaktionärin der CROSS Industries AG, hat im Juni im Rahmen einer prospektfreien Privatplatzierung 52.828.074 Aktien der Gesellschaft (rund 23,44% des Grundkapitals) verkauft und somit die Kriterien für die Aufnahme der Aktien der Gesellschaft in den prime market der Wiener Börse geschaffen. Seit dem 22. Juni 2015 notieren die Aktien der CROSS Industries AG im prime market der Wiener Börse. Die Pierer Industrie AG hält zum 31.12.2015 74,89% Anteile an der CROSS Industries AG.

Die im Juli 2015 von 6 Aktionären der Gesellschaft gemäß § 225c AktG eingebrachten Anträge auf Überprüfung des im Rahmen der Verschmelzung festgelegten Umtauschverhältnisses wurden allesamt zurückgezogen. Ebenso wurde eine Anfechtungsklage gegen den Hauptversammlungsbeschluss hinsichtlich der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG im September 2015 aufgrund eines Anspruchsverzichtes des Klägers beendet. Damit bestehen im Zusammenhang mit der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG keine offenen Verfahren mehr.

Im Oktober 2015 wurde der Anfechtungsklage eines Minderheitsaktionärs Folge gegeben und der Zustimmungsbeschluss der Hauptversammlung vom 25.07.2014 zum Verkauf der operativen Beteiligungen der BRAIN FORCE Gruppe in Deutschland und Italien für nichtig erklärt. Die Gesellschaft hat gegen das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Berufung eingelegt. Der Ausgang dieses Verfahren hat jedoch keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Verkaufs dieser Beteiligungen.

Weiters wurde bekannt gegeben, dass das Aktienrückkaufprogramm der CROSS Industries AG am 29. Juli 2015 vorzeitig beendet wurde. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 Stückaktien zurückgekauft. Der Vorstand der CROSS Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr gehaltenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen und ein entsprechendes Veräußerungsprogramm festgelegt sowie veröffentlicht. Am 1. Dezember 2015 wurde beschlossen das Veräußerungsprogramm bis 11. Juni 2016 zu verlängern. Zum Stichtag am 31. Dezember 2015 wurden 10.008 Stück eigene Aktien über die Wiener Börse verkauft.

Nach Abschluss der Verschmelzung der CROSS Industries AG wurde im Juli 2015 die langfristige Finanzierung neu strukturiert. Die ewige Anleihe (Perpetual Bond) der CROSS Industries AG in Höhe von ursprünglich € 60 Mio. wurde im Ausmaß von € 59 Mio. im Rahmen eines

Rückkaufangebotes vorzeitig getilgt. Die Rückzahlung der Anleihe wurde durch eine Neufinanzierung, welche in einer Gesamthöhe von € 86,5 Mio. abgeschlossen wurde, finanziert. Diese erfolgte durch langfristige Kapitalmarktprodukte (Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen) mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren. Die verbliebene Anleihe im Nominale von € 1,01 Mio. wurde von der CROSS Industries AG unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist am 7. Februar 2016 gekündigt und zurückgezahlt.

Im April 2015 fand die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der WP-Gruppe im Börsegang einen Höhepunkt. Die Aktien der WP AG notieren seit dem 10. April 2015 an der Wiener Börse im Geregelten Freiverkehr, Marktsegment Midmarket.

Weiters wurde eine Partnerschaft zwischen der CROSS Industries AG und der AGM Automotive LLC, Troy Michigan, USA, eingegangen. Die CROSS Industries AG hat im April 2015 der AGM Automotive LLC die Mehrheitsbeteiligung an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH verkauft. Die CROSS Industries AG bleibt mit 24% weiterhin an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH beteiligt.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2016 wird sich die Weltwirtschaft etwas schwächer erholen, als in der Prognose vom Jänner 2015 angenommen wurde. Der IWF sieht für das Jahr 2016 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,4 %, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 2,1 % für 2016 und 2017 angenommen wird. Für die Eurozone wird jedoch nur eine Entwicklung von 1,7 % für 2015 und 2016 prognostiziert. Die Entwicklung im US-amerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,6% angekündigt. Für das Jahr 2017 sieht der IWF ein weltweites Wachstum von 3,6 %.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird nach wie vor ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,3 % für das Jahr 2016 und 4,7 % für das Jahr 2017 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,5 % für 2016 und 2017 die größte Entwicklung erwartet wird.

3. Geschäftsentwicklung der Segmente

KTM AG

Der europäische Gesamtmarkt1 konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 494.108 zugelassenen Fahrzeugen um 10,7% zulegen. Der Anstieg ist vorwiegend auf die positive Entwicklung in den größten europäischen Märkten wie Deutschland (+ 7,7%), Italien (+ 14,6%), Spanien (+ 21,8%) und Großbritannien (+ 21,0%) zurückzuführen.

Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wesentlichen Märkten wie Österreich (+ 1 Prozentpunkt zum Vorjahr) und Finnland (+ 3,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 8,4%. Der Marktanteil von Husqvarna konnte sich in den Märkten in Schweden (+1 Prozentpunkt zum Vorjahr), Österreich (+ 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Finnland (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,1%.

Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,1% auf 419.864 Fahrzeuge. KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2% steigern. Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,2 Prozentpunkte auf 0,8% am US-Gesamtmarkt.

Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 18,3% von € 864,6 Mio. auf € 1.022,5 Mio. Der Umsatz in Nordamerika erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 49,7% auf € 301,8 Mio. und entspricht 29,5% des Gesamtumsatzes. In Europa erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf € 512,2 Mio.; hier beträgt der Gesamtumsatzanteil 50,1%. In den übrigen Ländern erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,6% auf € 208,5 Mio. Der Gesamtumsatzanteil in den übrigen Ländern beträgt 20,4%.

Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder

Motorräder >= 120 ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder

Der Anteil der Motorräder inkl. Sportminicycles und X-Bows am Gesamtumsatz ist mit 83,8% gegenüber dem Vorjahr (82,5%) in etwa unverändert geblieben. Die Umsätze im Offroad-Segment erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,5% auf € 425,4 Mio. (41,6% am Umsatz). Im Street-Segment erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 18,6% auf € 390,6 Mio. (38,2% am Umsatz). Der Umsatz mit Ersatzteilen, Bekleidung und Zubehör (PowerWear und PowerParts) und Sonstige erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,6% auf € 165,3 Mio.

Pankl Racing Systems AG

Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5% auf einen neuen Rekordwert von € 173,6 Mio. gesteigert werden. Während im Bereich Racing sowie im Bereich Aerospace die Umsätze rückläufig waren, konnte im Bereich High Performance ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Die USA stellen mit 29,4% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt dar. Die wichtigsten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (25,8%), Österreich (10,8%) und Italien (9,5%).

Die Umsätze in den Bereichen Racing/High Performance konnten im Geschäftsjahr 2015 um 8,4% von € 137,2 Mio. auf € 148,7 Mio. gesteigert werden. Hauptursache für diese erfreuliche Entwicklung war ein massives Wachstum im High Performance-Werk in Kapfenberg nach Inbetriebnahme der neuen automatisierten Pressenlinie im Herbst 2014 sowie ein Wachstum in den High Performance-Werken in Bruck an der Mur und in der Slowakei. Der Rennsportbereich war im Geschäftsjahr 2014 von einer Sonderkonjunktur zu Jahresbeginn aufgrund von Reglementänderungen geprägt und konnte daher 2015 erwartungsgemäß nicht den Vorjahresumsatz erreichen.

Die Entwicklung des Bereichs Aerospace ist nach wie vor von einer schwachen Nachfrage an zivilen Helikoptern geprägt. Grund hierfür ist der anhaltend niedrige Rohölpreis und der damit einhergehende geringere Bedarf an Helikoptern für den Offshore-Einsatz der Ölindustrie. Das anlaufende Geschäft mit Triebwerkswellen für Flächenflugzeuge konnte diesen Effekt etwas dämpfen. Der Umsatz des Bereichs Aerospace verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 von € 28,0 Mio auf € 25,6 Mio. bzw. um 8,6%.

WP AG

Das Geschäftsjahr 2015 der WP Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und von wichtigen Neuproduktanläufen geprägt. Der Umsatz des Konzerns konnte von € 121,1 Mio. auf € 144,6 Mio. gesteigert werden. Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. Das Ergebnis vor Steuer lag bei € 8,7 Mio. und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden (Vorjahr: € 5,3 Mio.). Die Ertragslage des Konzerns war aber durch hohe Kosten für Neuproduktanläufe und gestiegenen Kosten für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet.

Im abgelaufenen Jahr erfolgte für zwei wichtige Produkte in der Division Fahrwerke der Serienstart. Zum einen kam es zum Serienanlauf der ersten von WP entwickelten und gefertigten Semiaktiven Fahrwerke. Weiteres wurde mit der "AER 48" die erste von WP entwickelte Luftgabel für Motocross Motorräder auf den Markt gebracht.

Für weitere Informationen zu den einzelnen Segmenten wird auf die jeweiligen Konzernabschlüsse der Unternehmen bzw. auf deren Homepage verwiesen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

2015 2014 2013
Mio. €
Ertragskennzahlen:
Umsatz 1.223,6 1.086,3 910,6
Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) 178,4 148,1 116,7
EBITDA-Marge 14,6% 13,6% 12,8%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 112,9 93,0 65,9
EBIT-Marge 9,2% 8,6% 7,2%
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 65,0 54,9 45,7
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0,0 2,1 -14,0
Operativer Cash-Flow 106,9 82,1 64,1
Bilanzkennzahlen:
Bilanzsumme 1.177,6 1.031,1 939,2
Eigenkapital 386,6 370,9 308,5
Eigenkapitalquote 32,8% 36,0% 32,8%
Working Capital employed 1) 243,3 206,8 180,4
Nettoverschuldung 2) 387,4 315,1 342,7

1) Working Capital employed: Forderungen aus LuL zuzüglich Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus LuL

2) Nettoverschuldung: Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Flüssige Mittel

Ergebnisanalyse

Als Vorjahreszahlen wurde der Konzernabschluss der CROSS Industries AG herangezogen, wodurch trotz der Verschmelzung im Juni 2015 die Vergleichbarkeit gegeben ist.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die CROSS Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.223,6 Mio. (Vorjahr: € 1.086,3 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 112,9 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 21% gestiegen ist (Vorjahr: € 93,0 Mio.).

Umsatz Beteiligungsunternehmen 2015 2014 2013
Mio. €
KTM AG 1.022,5 864,6 716,4
Pankl Racing Systems AG 173,6 165,0 139,8
WP AG 144,6 121,1 111,1
Sonstige und Konsolidierung -117,1 -64,5 -56,7
CROSS Industries-Gruppe 1.223,6 1.086,3 910,6

EBIT Beteiligungsunternehmen 2015 2014 2013
Mio. €
KTM AG 95,1 75,4 54,9
Pankl Racing Systems AG 10,2 11,9 6,2
WP AG 9,7 8,6 6,4
Sonstige und Konsolidierung -2,1 -2,8 -1,5
CROSS Industries-Gruppe 112,9 93,0 65,9

Die KTM-Gruppe konnte den Absatz – unter Berücksichtigung der in Indien durch den KTM-Partner Bajaj verkauften Duke 200, Duke 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2015 auf 183.170 (+15% zum Vorjahr) steigern. Der Umsatz stieg auf € 1.022,5 Mio. (+18 % gegenüber dem Vorjahr). Durch diesen deutlichen Anstieg bei Absatz und Umsatz konnte KTM das EBIT auf € 95,1 Mio. gegenüber € 75,4 Mio. im Vorjahr steigern (+26% zum Vorjahr).

Die Pankl-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von € 173,6 Mio. (Vorjahr: € 165,0 Mio.). Das EBIT beträgt € 10,2 Mio. und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (€ 11,9 Mio.) verringert. Die EBIT-Marge liegt bei 5,9% (Vorjahr: 7,2%). Während im Bereich Racing innerhalb des Segmentes Racing/High Performance sowie im Segment Aerospace die Umsätze rückläufig waren, konnte im Bereich High Performance ein deutliches Umsatzplus erzielt werden.

Die WP-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um rund 19 % von € 121,1 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf insgesamt € 144,6 Mio. Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. Die Ertragslage des Konzerns war aber durch hohe Kosten für Neuproduktanläufe und gestiegene Kosten für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet. Das EBIT lag in der Berichtsperiode mit € 9,7 Mio. um rund 13% über dem Vorjahr.

Bilanzanalyse

Die Bilanzstruktur der CROSS Industries-Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:

Bilanzstruktur 2015 2014 2013
Mio. € in % Mio. € in % Mio. € in %
Langfristige Vermögenswerte 639,2 54% 579,7 56% 535,3 57%
Kurzfristige Vermögenswerte 538,4 46% 451,4 44% 403,9 43%
Vermögenswerte 1.177,6 100% 1.031,1 100% 939,2 100%
Eigenkapital 386,6 33% 370,9 36% 308,5 33%
Langfristige Schulden 532,9 45% 411,7 40% 398,4 42%
Kurzfristige Schulden 258,1 22% 248,5 24% 232,3 25%
Eigenkapital und Schulden 1.177,6 100% 1.031,1 100% 939,2 100%

Die Bilanzsumme der CROSS Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 146,5 Mio. bzw. 14% auf € 1.177,6 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2015 um € 59,5 Mio. aufgrund der Investitionstätigkeit auf € 639,2 Mio. angestiegen. Ihr Anteil am gesamten Vermögen ist aber von 56% auf 54% gesunken. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um € 87,0 Mio. auf 538,4 Mio. erhöht. Diese Zunahme beruht zum einen auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 36,3 Mio. sowie auf den um € 45,7 Mio. erhöhten Stand an Zahlungsmitteln zum Stichtag.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 15,7 Mio. von € 370,9 Mio. auf € 386,6 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2015 32,8% (Vorjahr: 36,0%). Dieser Rückgang ist auf die Refinanzierung der bisher im Eigenkapital bilanzierten ewigen Anleihe der CROSS Industries AG in Höhe von € 60 Mio. zurückzuführen.

Durch die Refinanzierung der ewigen Anleihe, die Finanzierung von Investitionen sowie des Wachstums sind die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten um € 105 Mio. angestiegen und führten im Wesentlichen zur Zunahme der langfristigen Schulden um € 121,2 Mio. auf € 532,9 Mio.

Die Refinanzierung der ewigen Anleihe hatte Auswirkungen auf das Eigenkapital und die Nettoverschuldung des Konzerns und die damit zusammenhängenden Kennzahlen. Wäre die ewige Anleihe zum 31.12.2015 noch im Eigenkapital bilanziert so hätte die Eigenkapitalquote 38% betragen. Die Nettoverschuldung würde € 327,4 Mio. betragen und ein Gearing von 73% ergeben.

Liquiditätsanalyse

Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2015 bei € 106,9 Mio. und damit über dem Vorjahreswert von € 82,1 Mio. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -110,1 Mio. Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € 50,7 Mio. erhöhten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum 31.12.2014 um € 45,7 Mio. auf € 135,1 Mio. im Geschäftsjahr 2015.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der CROSS Industries-Gruppe € 133,0 Mio. (Vorjahr: € 108,4 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert, wovon rund € 110,9 Mio. (Vorjahr: € 84,4 Mio.) aus der KTM-Gruppe stammen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bei KTM neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte (€ 43,5 Mio.) und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Es wurde das KTM Logistikzentrum in Munderfing fertiggestellt und mit dem Bau eines neuen Motorsportgebäudes begonnen.

Die Pankl-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 11,6 Mio. (Vorjahr: € 17,5 Mio.). Die Investitionen verteilen sich wie folgt auf folgende Anlagengruppen: Immaterielle Vermögenswerte € 0,3 Mio., Grundstücke, Gebäude, Maschinen und maschinelle Anlagen sowie Anzahlungen € 9,5 Mio. und sonstige Sachanlagen € 1,8 Mio.

Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 4,7 Mio.).

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Erfreulich stellt sich die Mitarbeiterentwicklung in der Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2015 konnten weitere 501 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 446 in Österreich. 130 Mitarbeiter gingen aufgrund der Endkonsolidierung des Tochterunternehmens Durmont Teppichbodenfabrik GmbH ab. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2015 4.553 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.182 Mitarbeiter).

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2015 in der CROSS Industries-Gruppe bei € 69,6 Mio. Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.

Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die KTM in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung durchschnittlich 382 Mitarbeiter (16,1% der gesamten Belegschaft). Rund € 68,8 Mio. wurden im Geschäftsjahr 2015 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 6,7% des Gesamtumsatzes (+ 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste eine Vielzahl zentraler Projekte im Offroad- und Street- Bereich. Mit der erstmals im Rahmen der EICMA 2015 präsentierten KTM 1290 Super Duke GT betritt KTM das besonders technologiegetriebene Sporttouring-Segment. Während im Laufe des Geschäftsjahres 2015 bereits ein umfassendes Portfolio an Motocross-Modellen vorgestellt werden konnte, lag der Fokus im Offroad-Bereich vor allem in der Serienentwicklung neuer KTM und Husqvarna Enduro Plattformen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Technologieführerschaft ist im Rennsport- und High Performance Bereich einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren, dementsprechend nimmt Forschung und Entwicklung in den Unternehmen der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 12,6 Mio. Der Einsatz bzw. die Erprobung neuer Materialien trägt entscheidend zur Erfüllung der hohen Anforderungen im Rennsportbereich bei. Durch Kooperationen mit universitären (Montanuniversität Leoben, TU Graz, TU Wien) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden optimale Synergien im Entwicklungsbereich erreicht, um den hohen Ansprüchen der Branche gerecht zu werden. Auch in der Luftfahrt ist die ständige technologische Weiterentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Bei der WP-Gruppe sind technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. In der WP-Gruppe lag der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 bei € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.). Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird.

Qualität und Nachhaltigkeit

Die CROSS Industries-Gruppe verfolgt einen konsequenten und nachhaltigen Weg der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und sämtlicher interner und externer Prozesse zur Erstellung der Produkte, sowie eine rasche Reaktion auf Marktbedürfnisse.

Die KTM-Gruppe wendet ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem für sämtliche Tätigkeiten von der Produktidee über Marktanalysen, Designstudium, Konstruktion und Entwicklung, Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben, Serienbeschaffung von Komponenten, Teilefertigung, Zusammenbau von Motor und Fahrzeug bis zu Verpackung und Versand an.

KTM schafft durch die strategische Führung, die Fokussierung auf die Entwicklung der Kernkompetenzen, die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse, den partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten und das prozessorientierte Qualitätsmanagementsystem sowohl für die Gesellschaft als auch für die Aktionäre Mehrwert. Mit 2.100 Mitarbeitern in Österreich zum Stichtag 31.12.2015 ist KTM einer der größten Arbeitgeber in der Region.

KTM nutzt jede Möglichkeit, den Nachhaltigkeitsanforderungen eines modernen Unternehmens gerecht zu werden. So sind die Betriebs- und Verwaltungsgebäude ressourcen-schonend und energieeffizient gebaut, die Kühlung der Prüfräume und des Werkzeugbaus wird mittels Grundwasser gesteuert, für Vor- und Fertigprodukte werden diverse Materialien sortengetrennt und Mehrweggebinde verwendet.

Die Produktionsgesellschaft in Mattighofen deckt ihren Bedarf zu einem großen Teil aus dem lokalen Beschaffungsmarkt, womit KTM eine aktive Rolle in der Schaffung und Erhaltung regionaler Wertschöpfung spielt.

Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb qualitativ hochwertiger Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmensleitbildes der Pankl-Gruppe. Diese Maxime wird durch eine lückenlose Qualitätssicherung im Hinblick auf die Produktqualität und durch eine Überwachung der Prozesse sichergestellt.

Zulassungen und Zertifizierungen garantieren dem Kunden höchste Produktqualität. Jährliche Überwachungsaudits gewährleisten darüber hinaus eine Weiterführung der Zertifizierungen. Entsprechend den Anforderungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie verfügt die Pankl-Gruppe über Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 14001, ISO/TS 16949, ISO 27001, ISO 31000, VDA 6.1 sowie AS/EN 9100.

Die WP-Gruppe entwickelt und produziert für ihre Kunden in enger Zusammenarbeit maßgeschneiderte Komponenten mit den vereinbarten Qualitäts-, Kosten- und Terminzielen. Laufende Weiterentwicklung von Produkten und Prozessabläufen gehört zu den Kernkompetenzen der WP Gruppe. Eine permanente Erweiterung des Know-hows und Null-Fehler-Prinzip sind Ziele zur Sicherung und Ausweitung der Produkt- und Kundenportfolios.

Umwelt

Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften haben auch für die die CROSS Industries-Gruppe hohe Priorität.

KTM ist sich als produzierendes Unternehmen der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Als innovatives Beispiel für die gesamte Industrie gilt das von KTM eigens entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallplatten, durch das auf zusätzliches Verpackungsmaterial verzichtet werden kann.

KTM erfüllt bei allen Offroad-Vergasern (EXC-Modelle) die Euro III Norm, die europäische Abgasnorm für Motorräder. Diese Norm gilt nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Fahrzeugtypen. Primär wird dies durch den Einsatz von Benzineinspritzsystemen möglich.

Die Energiekosten bei der Pankl-Gruppe, gemessen am Umsatz, beliefen sich auf 1,9% und sind damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2014: 1,8%). Die Pankl-Gruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Aufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb von CO2- Zertifikaten und ist auch nicht im Rahmen des Nationalen Allokationsplans (NAP) erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Erweiterung des Umweltmanagementsystems der Pankl Gruppe hinsichtlich der Norm ISO 14001 gestartet. Die Zertifizierung in Österreich und der Slowakei erfolgte im Geschäftsjahr 2015. Die Ausrollung auf weitere Standorte ist derzeit im Laufen.

Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist die WP-Gruppe auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling von Aluminiumabfällen. Um eine kostenoptimierte, nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten, wird ständig in neue und moderne Produktionsanlagen investiert.

Corporate Social Responsibility

Die KTM-Gruppe unterstützt die von Heinz Kinigadner ins Leben gerufene "Wings for Life Stiftung für Rückenmarkforschung", in allen Marketingbelangen. "Wings for Life" ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen zu fördern und zu beschleunigen.

Bei der Pankl-Gruppe erfolgt die Auswahl von sozialen Projekten, welche unterstützt werden sollen, direkt durch die einzelnen Unternehmen der Pankl-Gruppe, da diese die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse am besten kennen. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter liegt Pankl am Herzen. Das Unternehmen unterstützt daher mit verschiedenen Angeboten die Mitarbeiter dabei, aktiv und gesund zu bleiben. Weiters ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema. Deshalb versucht Pankl, die Mitarbeiter auch inhaltlich aktiv in der Phase vor und nach der Geburt sowie nach der Karenz zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen. An den österreichischen Pankl-Standorten werden die Mitarbeiter außerdem durch Zuschüsse für Kindergarten, Geburt bzw. Hochzeit finanziell unterstützt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WP-Gruppe sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist der WP-Gruppe ebenso wichtig, wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft durch freiwillige Sozialleistungen. Daneben werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.

6. Risikobericht

Für die Ausführungen zum Risikobericht verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt 33 und 34) der CROSS Industries AG.

7. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Konzernabschlusses (Punkt 38) der CROSS Industries AG.

8. Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 225.386.742. Es ist zerlegt in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen, seit Juni 2015 sind die Aktien der CROSS Industries AG im prime market der Wiener Börse handelbar.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 31. Dezember 2015 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der CROSS Industries AG, die zumindest 10 von Hundert betragen:

Pierer Industrie AG: 74,89%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es bestehen derzeit keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Der Vorstand der CROSS Industries AG (vormals BF HOLDING AG) hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 Gebrauch zu machen. Die Gesellschaft hat im März 2014 das Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der CROSS Industries AG (früher BF HOLDING AG), von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%. Das Aktienrückkaufprogramm wurde am 29. Juli 2015 beendet. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 Stückaktien zurückgekauft. Der Vorstand der CROSS Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr gehaltenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen. Das Aktienverkaufsprogramm dauert von 7. September 2015 bis voraussichtlich 11. Juni 2016. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden 10.008 eigene Aktien über die Wiener Börse verkauft.
  • b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011]. Eine Erhöhung des Grundkapitals innerhalb der Frist wurde nicht vorgenommen.

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • d) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • e) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

9. Ausblick

Die Entwicklung der CROSS Industries AG hängt von der Entwicklung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen ab.

Die CROSS Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets, insbesondere den asiatischen Märkten, liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.

Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.

Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der CROSS Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 ein positiver Ausblick gegeben werden.

Während die KTM-Gruppe im nordamerikanischen Motorradmarkt für das nächste Jahr ein deutliches Wachstum erwartet und auch für Europa verhalten positiv gestimmt ist, sind die Emerging Markets in Südamerika und Asien durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. Mittelfristig werden jedoch in den asiatischen Märkten die größten Wachstumschancen gesehen. 2016 erwartet die KTM Gruppe eine weitere Steigerung sowohl bei Umsatz als auch Absatz bei konstanter Profitabilität. Die Marke KTM wird 2016 unter anderem eine neue Enduro Generation auf den Markt bringen. Bei der Marke Husqvarna wird 2016 wieder ein stärkeres Wachstum erwartet. Ab 2017 wird die traditionsreiche Marke ein umfangreiches Angebot an Straßenmotorrädern in den Handel bringen. Mittelfristig wird das Ziel gesetzt den jährlichen Absatz auf 250.000 Stück zu steigern. Auch in 2016 sind wieder umfangreiche Investitionen von mehr als € 100 Mio. in die Modellentwicklung sowie in die Infrastruktur an den Standorten Mattighofen und Munderfing geplant. In 2016 wird mit der Errichtung einer KTM Erlebniswelt mit Museum und Schauwerkstatt in Mattighofen begonnen.

Die Liquiditäts- und Finanzierungssituation des KTM-Konzerns ist geprägt durch langfristig kommittierte Darlehen sowie einem vielseitigen Portfolio an unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten mit verschiedenen Kontrahenten. Somit stehen ausreichende Liquiditätsreserven für das geplante Wachstum zur Verfügung.

Im hochvolatilen und nicht wachsenden Racing-Bereich wird die Pankl-Gruppe ihre Technologieführerschaft und die hohen Marktanteile durch weiterhin intensive Forschungstätigkeiten absichern und versuchen, dieses Know-how auch in den kommenden Jahren in den Serienanwendungen zu etablieren. Das künftige Umsatzwachstum der Pankl-Gruppe wird vorrangig aus dem High Performance-Bereich kommen. Im Segment Aerospace wird hingegen der Schwerpunkt vor allem im Turbinenmarkt liegen.

Bei der WP-Gruppe liegt der Auftragsstand in allen Geschäftsbereichen auf dem Niveau des Vorjahres, weshalb für 2016 zumindest mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung in der Zukunft werden innovative Produkte sein. Die Quote der Investitionen in Forschung und Entwicklung im Verhältnis zum Umsatz soll deshalb weiterhin bei rund 5% gehalten werden. Durch die stabile finanzielle Situation der WP Performance Systems GmbH, mit einer hohen Eigenkapitalquote und einer fristenkongruenten Finanzierung, steht das Unternehmen auf einem soliden finanziellen Fundament.

Durch die insgesamt stabile finanzielle Situation der Tochterunternehmen, mit soliden Eigenkapitalquoten und einer fristenkongruenten Finanzierung, werden sich für die Unternehmen der CROSS Industries-Gruppe auch 2016 neue Chancen am Markt ergeben.

Wels, am 11. März 2016

Der Vorstand der CROSS Industries AG

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser

KONZERNABSCHLUSS 2015

KONZERNABSCHLUSS 201547
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 48
Konzern-Gesamtergebnisrechnung49
Konzernbilanz 50
Konzern-Kapitalflussrechnung 52
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung54
Konzernanhang 56
Beteiligungsspiegel der CROSS Industries AG 120
Segmentberichterstattung 123
Bestätigungsvermerk 124
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 126
Service 127

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für das Geschäftsjahr vom 1.1.2015 bis 31.12.2015

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anhang-Nr. 2015 2014
in TEUR
Umsatzerlöse 7 1.223.570 1.086.300
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 8 -851.760 -770.090
Bruttoergebnis vom Umsatz 371.810 316.210
Vertriebs- und Rennsportaufwendungen 8 -150.845 -128.331
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 8 -17.071 -11.059
Verwaltungsaufwendungen 8 -72.654 -67.772
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 -22.212 -17.764
Sonstige betriebliche Erträge 12 3.825 1.722
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 112.853 93.006
Zinserträge 13 1.525 1.182
Zinsaufwendungen 13 -17.770 -18.145
Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen 20 -2.851 356
Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis 13 -3.794 -4.455
Ergebnis vor Steuern 89.963 71.944
Ertragsteuern 14 -24.981 -17.068
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 64.982 54.876
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 15 0 2.086
Ergebnis des Geschäftsjahres 64.982 56.962
davon Eigentümer des Mutterunternehmens 30.009 26.206
davon Nicht beherrschende Gesellschafter 34.973 30.756
Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) 16 0,13 0,12

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

für das Geschäftsjahr vom 1.1.2015 bis 31.12.2015

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang-Nr. 2015 2014
in TEUR
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder
anschließend umgegliedert werden können
Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 661 3.647
Fremdwährungsumrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 20 -5 0
Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben 26 2.124 0
Latente Steuer auf die Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen
aus ausländischen Geschäftsbetrieben
-90 0
Bewertung von Cashflow-Hedges 26 5.931 -1.048
Latente Steuer auf die Bewertung von Cashflow-Hedges -1.483 262
7.138 2.861
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 31 131 -3.469
Steuereffekt -32 867
99 -2.602
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 7.237 259
Gesamtergebnis 72.219 57.221
davon Eigentümer des Mutterunternehmens 33.625 25.841
davon Nicht beherrschende Gesellschafter 38.594 31.380

KONZERNBILANZ

zum 31. Dezember 2015

Konzernbilanz Anhang-Nr. 31.12.2015 31.12.2014 1)
Vermögenswerte
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 17 276.093 241.008
Firmenwert 18 117.724 117.261
Immaterielle Vermögenswerte 19 207.805 182.673
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 20 3.968 6.868
Latente Steueransprüche 14 7.160 6.125
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 105 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 21 26.360 25.775
639.215 579.710
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 22 242.678 220.064
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 110.831 97.139
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.084 1.642
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23 42.797 43.117
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24 135.124 89.404
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen 25 855 0
538.369 451.366
1.177.584 1.031.076

1) angepasst, siehe Anhang Punkt 6.

Konzernbilanz Anhang-Nr. 31.12.2015 31.12.2014 1)
Konzerneigenkapital und Schulden
in TEUR
Konzerneigenkapital
Grundkapital 26 225.387 1.332
Kapitalrücklagen 26 9.798 137.825
Ewige Anleihe 26 0 58.987
Sonstige Rücklagen einschließlich Konzernbilanzgewinn 26 -38.516 6.183
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 196.669 204.327
Nicht beherrschende Anteile 26 189.947 166.601
386.616 370.928
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 27 465.224 322.068
Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer 31 20.905 19.379
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 40.313
Latente Steuerschulden 14 38.313 21.795
Andere langfristige Schulden 28 8.471 8.153
532.913 411.708
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 27 57.343 44.264
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.399 111.879
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.158 4.534
Rückstellungen 30 10.226 8.837
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.643 5.904
Andere kurzfristige Schulden 28 75.286 73.022
258.055 248.440
1.177.584 1.031.076

1) angepasst, siehe Anhang Punkt 6.

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzernbilanz.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

für das Geschäftsjahr 1.1.2015 bis 31.12.2015

Konzern-Kapitalflussrechnung
Anhang-Nr.
2015 2014
in TEUR
Konzern-Cash-flow aus dem operativen Bereich
Ergebnis des Geschäftsjahres 64.982 56.962
+ (-)
Zinsaufwendungen / Zinserträge
16.245 16.963
+
Steueraufwendungen
24.981 17.068
+
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte
65.571 56.499
+ (-)
Dotierung (Auflösung) von langfristigen Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer
1.256 1.203
(-) +
Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anteilen an Tochtergesellschaften
-1.211 -4.236
(-) +
Gewinne (Verluste) aus der Equity-Konsolidierung
2.851 -356
(-) +
Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anlagevermögen
244 1.536
(-) +
Gewinne (Verluste) aus der Bewertung von nicht konsolidierten Tochterunternehmen
2.541 7.360
+ (-)
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Erträge)
32
-4.247 5.876
173.213 158.875
- (+)
Erhöhung (Verminderung) von Vorräten
-20.827 -27.052
- (+)
Erhöhung (Verminderung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
-17.943 -20.794
Vorauszahlungen, sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten
+ (-)
Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Vorauszahlungen und anderen kurz- und langfristigen Schulden
100 765
+ (-)
Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Steuern, latenten Steuern
855 -5.079
und sonstigen Rückstellungen
- (+)
Erhöhung (Verminderung) von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
0 -4.444
135.398 102.271
+
Erhaltene Zinsen
1.538 548
-
Gezahlte Zinsen
-16.256 -16.343
-
Gezahlte Ertragssteuern
-14.066 -4.076
+
Erhaltene Dividenden
250 0
Konzern-Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 106.864 82.400
Konzern-Kapitalflussrechnung Anhang-Nr. 2015 2014
in TEUR
Konzern-Cash-flow aus den Investitionsaktivitäten
-
Erwerb von immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
-115.726 -92.824
-
Erwerb von finanziellen Vermögenswerten
-192 -1.043
+
Erlöse aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
2.054 1.646
+
Erlöse aus der Veräußerung/Tilgung von finanziellen Vermögenswerten
198 8.782
- (+)
Erlöse aus dem Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen
3.610 11.466
-110.056 -71.973
Konzern-Cash-flow aus den Finanzierungsaktivitäten
-
Dividendenzahlungen an Dritte
-14.752 -9.055
+
Gesellschafterzuschuss
0 9.770
-
Rückzahlung Perpetual Bond
-58.990 0
+ (-)
Veräußerung / Erwerb eigene Aktien
36 0
+ (-)
Veräußerung / Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
-5.406 5.028
+ (-)
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
9.107 7.754
+
Zuflüsse aus der Aufnahme von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten
150.408 54.485
+
Abflüsse aus der Rückzahlung von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten
-28.868 -35.111
+ (-)
Sonstige Finanzierungstätigkeit
-882 -151
50.653 32.720
Konzern-Cash-flow
Konzern-Cash-flow aus dem operativen Bereich 106.864 82.400
Konzern-Cash-flow aus den Investitionsaktivitäten -110.056 -71.973
Konzern-Cash-flow aus den Finanzierungsaktivitäten 50.653 32.720
Veränderung der liquiden Mittel im Konzern 47.461 43.147
+
Veränderung durch Fremdwährungseffekte
-1.741 3.537
+
Anfangsbestand der liquiden Mittel im Konzern
89.404 42.720
Endbestand der liquiden Mittel im Konzern 135.124 89.404
bestehend aus:
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 135.124 89.404

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil der Konzern-Kapitalflussrechnung.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
in TEUR Grundkapital Kapitalrücklagen Ewige Anleihe
(Perpetual Bond)
Rücklagen
einschließlich
Konzernbilanz
gewinn
Stand am 1. Jänner 2015 1) 1.332 137.825 58.987 11.425
Gesamtergebnis
Gewinn des Geschäftsjahres 0 0 0 30.009
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 30.009
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden an Dritte 0 0 0 -5.313
Verschmelzung auf BF HOLDING AG siehe Anhang Punkt 2.) 224.055 -128.027 0 -70.805
Kauf / Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 0 -1.111
Rückkauf / Kündigung Ewige Anleihe 0 0 -58.987 -1.013
Erwerb / Veräußerung eigener Aktien 0 0 0 19
Stand am 31. Dezember 2015 225.387 9.798 0 -36.789
Stand am 1. Jänner 2014 1) 1.332 141.220 58.987 -26.159
Gesamtergebnis
Gewinn des Geschäftsjahres 0 0 0 26.206
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 26.206
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden an Dritte 0 0 0 -3.094
Kapitalmaßnahmen 0 9.770 0 0
Kauf / Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 0 1.421
Endkonsolidierung Wethje Holding Gruppe 0 0 0 -114
Auflösung Kapitalrücklage 0 -13.165 0 13.165
Stand am 31. Dezember 2014 1) 1.332 137.825 58.987 11.425

1) angepasst, siehe Anhang Punkt 6.

Konzern
eigenkapital
Gesamt
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Gesamt Rücklagen
für eigene
Anteile
Ausgleichsposten
Währungs
umrechnung
IAS 19 Rücklage
für versicherungs
mathematische
Verluste
Rücklage nach
IAS 39
370.928 166.601 204.327 0 605 -3.544 -2.303
64.982 34.973 30.009 0 0 0 0
7.237 3.621 3.616 0 1.156 143 2.317
72.219 38.594 33.625 0 1.156 143 2.317
-14.752 -9.439 -5.313 0 0 0 0
23.709 -1.514 25.223 0 0 0 0
-5.406 -4.295 -1.111 0 0 0 0
-60.000 0 -60.000 0 0 0 0
0 -82 -101 0 0 0
386.616 189.947 196.669 -101 1.761 -3.401 14
308.524 138.135 170.389 0 -1.138 -2.070 -1.784
56.962 30.756 26.206 0 0 0 0
624 -365 0 1.742 -1.588 -519
57.221 31.380 25.841 0 1.742 -1.588 -519
-9.055 -5.961 -3.094 0 0 0 0
9.770 0 9.770 0 0 0 0
5.028 3.607 1.421 0 0 0 0
0 0 0 114 0
-560
0 0 0 0 0 0

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2015

I. Unternehmen

Die CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG) hat ihren Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, und ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x eingetragen.

Mit Verschmelzungsstichtag vom 1. Jänner 2015 wurde die Cross Industries AG als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Durchführung der Verschmelzung erfolgte mit dem 2. Juni 2015. Die BF HOLDING AG wurde in CROSS Industries AG umbenannt.

Unternehmensgegenstand der CROSS Industries AG ist die Ausübung der Tätigkeit einer Holdinggesellschaft, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Industrieunternehmen und von Unternehmen und Beteiligungen an Industrieunternehmen, die Leitung der zur CROSS Industries-Gruppe gehörenden Unternehmen und Beteiligungen und die Erbringung von Dienstleistungen für diese (Konzerndienstleistungen) sowie allgemein die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unternehmensberatung.

Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

In der folgenden Übersicht sind die wesentlichen vollkonsolidierten Teilkonzerne bzw. Unternehmensgruppen, das Beteiligungsausmaß (unter Berücksichtigung direkter und indirekter Anteile), der Anteil der Stimmrechte sowie der Unternehmensgegenstand zum 31.12.2015 angegeben:

KTM AG:

Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 51,28

Die KTM-Gruppe betreibt die Entwicklung, Erzeugung und den Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten (Power Sports), insbesondere unter den Marken "KTM" und "Husqvarna" und hält Beteiligungen an Unternehmen zur Entwicklung, Erzeugung und dem Vertrieb von solchen Geräten. Die KTM-Gruppe umfasst zum 31.12.2015 39 in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften in Österreich, den USA, Japan, Südafrika, Mexiko und Indien sowie in verschiedenen anderen Ländern in Europa und Asien. Darüber hinaus hält die KTM-Gruppe unter anderem Beteiligungen an Generalimporteuren in wichtigen Vertriebsmärkten (Neuseeland und Dubai) sowie Beteiligungen an diversen Flagship-Stores in Österreich und Deutschland. Wesentliche Absatzmärkte sind die USA, Deutschland, Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich, Kanada, Malaysia sowie sonstige europäische Länder.

Pankl Racing Systems AG:

Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 55,85

Die Pankl-Gruppe ist auf die Herstellung von hochfesten Leichtbaukomponenten für besondere Nischenmärkte wie die internationale Rennsportindustrie, die internationale Luxus- und High Performance-Straßenfahrzeugindustrie sowie die Luftfahrtindustrie spezialisiert. Pankl konzentriert sich vorwiegend auf das Entwickeln, das Verbessern sowie das Testen von Produkten. Dabei richtet Pankl sein Hauptaugenmerk auf hochwertige Technologien, kleinste Toleranzen und kurze Leistungszeiten. Die Pankl-Gruppe hat ein weltweites Firmennetzwerk mit Standorten in Österreich, Deutschland, Großbritannien, der Slowakei, Japan und den USA.

WP AG:

Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 89,48

Die WP-Gruppe ist im Motorrad-Zuliefer-Bereich tätig. Die WP-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt, an ihrem Sitz in Munderfing, Österreich, Federungselemente, Rahmen, Kühler sowie Auspuffsysteme.

II. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31.12.2014 und 31.12.2015 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), soweit sie in der Europäischen Union angewendet werden, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs1 öUGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.

Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat folgende Änderungen bei bestehenden IFRS sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die auch bereits von der EU-Kommission übernommen wurden und somit seit dem 1.1.2015 bzw. 17.6.2014 verpflichtend anzuwenden sind:

  • IFRIC 21 Abgaben
  • Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2011 2013)

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der genannten IFRS ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Es ergaben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Zukünftige Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die aber im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU-Kommission noch nicht übernommen wurden. Es handelt sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:

Standard/Änderung Anwendungs
zeitpunkt IASB
Endorsement
durch EU erfolgt?
Anwendungs
zeitpunkt EU
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 Nein
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018 Nein
IFRS 16 Leasing 1.1.2019 Nein
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 19: Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1.7.2014 Ja 1.2.2015
Jährliche Verbesserungen IFRS 2010-2012 1.7.2014 Ja 1.2.2015
Änderungen zu IAS 1: Angabeninitiative 1.1.2016 Ja 1.1.2016
Änderungen zu IAS 27: Anwendung der Equity-Methode in
Einzelabschlüssen
1.1.2016 Ja 1.1.2016
Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2012 – 2014 1.1.2016 Ja 1.1.2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen
Abschreibungsmethoden
1.1.2016 Ja 1.1.2016
Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen
an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
1.1.2016 Ja 1.1.2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41:
Landwirtschaft: fruchttragende Gewächse
1.1.2016 Ja 1.1.2016
Standard/Änderung Anwendungs
zeitpunkt IASB
Endorsement
durch EU erfolgt?
Anwendungs
zeitpunkt EU
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesell
schaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme
1.1.2016 Nein
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von
Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assozi
ierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
verschoben Nein

In IFRS 15 wird geregelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der Standard bietet dafür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die Erstanwendung wird zu Anpassungen bei internen Prozessen und Dokumentation sowie zu erweiterten Anhangsangaben führen. Es werden jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CROSS Industries-Gruppe erwartet.

IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten von Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungs- oder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease). Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der CROSS Industries-Gruppe werden untersucht. Es wird ein Anstieg der Buchwerte der Sachanlagen sowie ein Anstieg der finanziellen Verbindlichkeiten durch die Aktivierung von Leasingverhältnissen erwartet.

Im Juni 2014 veröffentlichte das IASB IFRS 9 Finanzinstrumente, der die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten, die Impairment-Vorschriften und die Vorschriften zum Hedge-Accounting ändert. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die CROSS Industries-Gruppe werden noch untersucht. Auswirkung auf die CROSS Industries-Gruppe haben vor allem die neuen Impairment-Vorschriften, Erfassung des Expected Loss sowie die Vereinfachungen im Hedge-Accounting. Hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten wird von keinen wesentlichen Änderungen ausgegangen.

Weitere geänderte Standards und Interpretationen sind für die CROSS Industries-Gruppe nicht relevant bzw. haben keinen wesentlichen Einfluss. Es ist keine vorzeitige Anwendung von noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards geplant.

2. Verschmelzung der CROSS Industries AG auf BF HOLDING AG (Unternehmenszusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung)

Mit Verschmelzungsstichtag vom 1. Jänner 2015 wurde die CROSS Industries AG als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Durchführung der Verschmelzung erfolgte mit dem 2. Juni 2015. Da die Beherrschung über die verschmolzenen Gesellschaften sowohl vor als auch nach der Verschmelzung von derselben Partei, der Pierer Konzerngesellschaft mbH, ausgeübt wird, handelt es sich um einen Unternehmenszusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung gemäß IFRS 3.2(c). Die Bestimmungen des IFRS 3 sind daher nicht anzuwenden. Gemäß IAS 8.10 ist eine Bilanzierungsmethode zu entwickeln, die zu einer zuverlässigen, wirtschaftlich adäquaten und entscheidungsrelevanten Darstellung führt.

Folglich wurde keine Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen einer Kaufpreisallokation vorgenommen, sondern es wurden sämtliche Aktiva und Passiva zum 2. Juni 2015 (keine Rückwirkung der Transaktion) jeweils zu Buchwerten übernommen. Die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden fortgeführt.

In wirtschaftlicher Betrachtung und analog zu den Bestimmungen für umgekehrte Unternehmenserwerbe erfolgt durch den Verschmelzungsvorgang eine Übernahme der aufnehmenden BF HOLDING AG durch die übertragende CROSS Industries AG. Es werden daher als Vergleichswerte für das Vorjahr die Werte aus dem Konzernabschluss der CROSS Industries AG dargestellt. Das Grundkapital der CROSS Industries AG, welches mit der Verschmelzung untergeht, wird durch das Grundkapital der BF HOLDING AG (nach erfolgter Verschmelzung durch Sacheinlage) ersetzt (siehe Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Darstellung der Auswirkungen der Verschmelzung auf das Eigenkapital:

Rücklagen
einschließ
Grundkapital Kapital
rücklagen
lich Konzern
bilanzge
winn
Gesamt Anteile
anderer Ge
sellschafter
Konzern
eigenkapital
Gesamt
in TEUR
Zugang Eigenkapital BF HOLDING AG
(vor Kapitalerhöhung)
15.387 9.798 238 25.423 0 25.423
Umgliederung Eigenkapital CROSS
Industries AG
-1.332 -137.825 -70.843 -210.000 0 -210.000
Kapitalerhöhung durch Verschmelzung 210.000 0 0 210.000 0 210.000
Zugang von Anteilen an verbundenen
Unternehmen
0 0 -140 -140 -1.514 -1.654
Kosten in Zusammenhang mit der
Kapitalerhöhung
0 0 -60 -60 0 -60
Effekt der Verschmelzung auf das
Eigenkapital
224.055 -128.027 -70.805 25.223 -1.514 23.709

Darstellung der Bilanz der BF HOLDING AG zum Verschmelzungszeitpunkt am 2. Juni 2015:

in TEUR

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 24.780
Anteile an verbundenen Unternehmen 406
Wertpapiere 1.654
Übrige Vermögenswerte 305
27.145
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.597
Übrige Schulden 125
1.722

Eigenkapital 25.423

Die Auswirkungen der Gewinn- und Verlustrechnung der BF HOLDING AG ab dem Verschmelzungszeitpunkt sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss von untergeordneter Bedeutung.

Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft um € 210.000.000 auf € 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht. Diese jungen Aktien wurden der Pierer Industrie AG als Alleinaktionärin der übertragenden Gesellschaft zugewiesen.

Im Juli 2015 haben Aktionäre der Gesellschaft gemäß § 225c AktG Anträge bei Gericht eingebracht, um das im Rahmen der Verschmelzung festgelegte Umtauschverhältnis überprüfen zu lassen. Das Verfahren über die beim Landesgericht Wels eingebrachte Anfechtungsklage gegen den Hauptversammlungsbeschluss hinsichtlich der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG wurde aufgrund eines Anspruchsverzichtes des Klägers im September 2015 beendet. Ferner wurde mit Beschluss des Landesgerichtes Wels mitgeteilt, dass im Verfahren auf Überprüfung des Umtauschverhältnisses sämtliche Antragsteller den Antrag zurückgezogen haben und auch dieses Verfahren damit beendet ist. Es bestehen somit im Zusammenhang mit der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG keine offenen Verfahren mehr.

3. Aufstellungsgrundlage

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsvorschriften zugrunde. Diese Vorschriften wurden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Die einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse zum Konzernbilanzstichtag 31.12. aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, dem Euro, aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit auf Abweichungen nicht gesondert hingewiesen wird, auf 1.000 Euro (TEUR) gerundet, wobei rundungsbedingte Differenzen auftreten können.

Das Geschäftsjahr der CROSS Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1. bis zum 31.12.2015.

Der Konzernabschluss wird am 16.3.2016 (Vorjahr: 16.3.2015) vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen der ihm obliegenden Prüfung eine Änderung des Konzernabschlusses veranlassen.

4. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis basiert auf der Anwendung der Standards IFRS 10 und 11. In den Konzernabschluss werden neben der CROSS Industries AG alle wesentlichen Tochterunternehmen voll einbezogen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Für die Bestimmung des Konsolidierungskreises wurde eine Wesentlichkeitsgrenze im Konzern festgelegt. Gesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert, sondern als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet bzw. bei Wertminderung abgeschrieben. Die Auswirkung auf das Vermögen und das Eigenkapital dieser Gesellschaften beträgt weniger als 1,5% des Konzernwertes.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor. Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in diesem Abschluss unter Verwendung der Equity-Methode einbezogen. Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Beteiligungsspiegel zum 31.12.2015 auf Seite 120 angeführt.

4.1. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

Vollkonsolidierte
Gesellschaften
At Equity
Gesellschaften
Stand zum 31.12.2014 63 6
Konsolidierungskreiszugänge 2 0
Konsolidierungskreisabgänge -2 0
Abgänge durch Verschmelzungen -1 -1
Stand zum 31.12.2015 62 5
davon ausländische Unternehmen 42 4

Die CROSS Industries AG, als Mutterunternehmen der CROSS Industries-Gruppe wurde in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.

Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, Hartberg, Österreich:

Die CROSS Industries AG und AGM Automotive LLC, Troy Michigan, USA, ein weltweit agierender Hersteller von Interieur-, Beleuchtungs-, sowie elektronischen Komponenten im automobilen Bereich haben am 10. April 2015 einen Kaufvertrag zum Erwerb von 76% an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH abgeschlossen. Über die bei der CROSS Industries AG verbleibenden 24% der Anteile wurde eine Put-/Call-Option abgeschlossen, welche aufgrund ihrer Ausgestaltung im Konzernabschluss zum 31.12.2015 als langfristige Forderung bilanziert wird. Im April 2015 wurde die Durmont Teppichbodenfabrik GmbH endkonsolidiert.

Die Gesellschaft erzielte bis zu ihrem Abgang Umsätze in Höhe von TEUR 10.717 (Geschäftsjahr 2014: TEUR 41.808) sowie ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 338 (Geschäftsjahr 2014: TEUR 1.498).

Eine Darstellung als aufgegebener Geschäftsbereich unterbleibt, da es sich bei der Gesellschaft aufgrund der Größe um keinen wesentlichen Geschäftsbereich handelt. Somit wird der Endkonsolidierungserfolg in Höhe von TEUR 1.211 in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Sonstige Veränderungen:

Die Husqvarna Motorsports, Inc., Murrieta, USA, und die Husqvarna Motorcycles SA Pty Ltd, Northriding, Südafrika, wurden in 2015 neu gegründet und somit erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen.

In 2015 wurde die in Liquidation befindliche KTM Events & Travel Services AG endkonsolidiert und wird somit nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen. Durch den Verlust der Beherrschung wurde ein Endkonsolidierungsverlust in Höhe von TEUR -146 in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Weiters verringerte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen durch die Abspaltung des operativen Betriebes der KTM Motorrad AG auf die KTM AG und die anschließende Verschmelzung der KTM Immobilien GmbH in die KTM Motorrad AG um eine Gesellschaft. Die KTM Motorrad AG wurde im Anschluss in eine GmbH umgewandelt und in "KTM Immobilien GmbH" umfirmiert.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde die "At-Equity" einbezogene Wethje Holding GmbH auf die Wethje GmbH Kunststofftechnik verschmolzen und in die Wethje Carbon Composites GmbH umbenannt.

4.2 Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen

Die Auswirkungen der Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen sowie die Veränderung an dem den Anteilseignern zurechenbaren Eigenkapital während des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Erworbener (-) bzw. abgegangener (+) Buchwert nicht beherrschender Anteile 4.295 -3.607
Erhaltener (+) / gezahlter (-) Kaufpreis an nicht beherrschende Anteilseigner -5.406 5.028
Im Eigenkapital erfasster Unterschiedsbetrag -1.111 1.421

Im Geschäftsjahr 2015 hat die CROSS Industries AG die Anteile an der KTM AG von 51,18% auf 51,28% sowie bei der Pankl Racing Systems AG von 51,13% auf 55,85% erhöht. Ihre Anteile an der WP AG hat die CROSS Industries AG von 90,00% auf 89,48% verringert.

Weiters hat die Pankl Racing Systems AG ihre Anteile an der Pankl APC Turbosystems GmbH von bisher 51,00% auf 70,00% erhöht.

5. Konsolidierungsmethoden

Kapitalkonsolidierung: Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden im Erwerbszeitpunkt, das ist der Tag an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird, die neu bewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebes der Gegenleistung und sofern zutreffend dem Betrag für die nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zum Erwerbszeitpunkt bereits gehaltenen Anteile gegenüber gestellt. Ein verbleibender positiver Wert wird als Firmenwert aktiviert; ein verbleibender negativer Wert wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze als "Erwerb zu einem Preis unter dem Markt-wert" in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Mit dem Erwerb verbundene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nicht beherrschenden Anteile wird - sofern nicht anders angegeben - mit dem anteiligen Reinvermögen am erworbenen Unternehmen ohne Firmenwertkomponente erfasst.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern, die zu keinem Verlust der Beherrschung führen, werden direkt und ausschließlich im Eigenkapital erfasst, ohne dass dabei Anpassungen an den Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaft oder beim Firmenwert vorgenommen werden.

Innerhalb der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit Material- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet. Damit werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur Außenumsatzerlöse ausgewiesen.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden alle Verbindlichkeiten, Forderungen und Ausleihungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vorräten bzw. Anlagevermögen wurden eliminiert.

Latente Steuern aus der Konsolidierung werden bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen in Ansatz gebracht.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital werden als gesonderte Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Vorliegen von Andienungsrechten in die Verbindlichkeiten umgegliedert.

Anteile an assoziierten Unternehmen und an Joint Ventures werden nach der Equity-Methode erfasst. Dabei werden nach dem Erwerb der Anteile eingetretene Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens/Joint Ventures erfasst. Wenn der auf den Konzern entfallende Anteil von Verlusten die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen/Joint Venture übersteigt, wird der Buchwert dieser Beteiligung (inklusive langfristiger Investments) auf Null abgeschrieben, und weitere Verluste werden nur erfasst, soweit der Konzern zu einer Zahlung verpflichtet ist oder eine solche geleistet hat. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen/Joint Venture werden in allen wesentlichen Belangen gemäß IFRS aufgestellt oder auf IFRS übergeleitet. Der mit einem assoziierten Unternehmen/Joint Venture verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben.

Währungsumrechnung: Die Konzernwährung ist der Euro. Die außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbständige Unternehmen angesehen. Gemäß dem Konzept der funktionalen Währung erfolgt daher die Umrechnung der im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, einschließlich ausgewiesener Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierender Wertanpassungen, mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem gewogenen durchschnittlichen Devisenkurs des Geschäftsjahres. Daraus entstehende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen werden Transaktionen in Fremdwährung mit dem Kurs zum Tag der Transaktion verbucht. Zum Bilanzstichtag werden Fremdwährungsposten zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Sämtliche Kursdifferenzen sind in den Einzelabschlüssen in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag verbucht.

Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
US-Dollar 1,0887 1,2141 1,1096 1,3288
Britisches Pfund 0,7340 0,7789 0,7260 0,8064
Schweizer Franken 1,0835 1,2024 1,0676 1,2146
Japanischer Yen 131,0700 145,2300 134,2865 140,3772
Südafrikanischer Rand 16,9530 14,0353 14,1528 14,4065
Mexikanischer Peso 18,9145 17,8679 17,5995 17,6621

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Diese sind mit Ausnahme der verpflichtend neu anzuwendenden Standards identisch mit jenen des Geschäftsjahres 2014.

Die Konzern-Bilanz wird nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterteilt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt.

Sämtliche kurzfristige Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag bzw. eines Geschäftszyklus realisiert oder erfüllt. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich außerhalb dieses Zeitraumes realisiert oder erfüllt.

Um die Aussagekraft des Konzernabschlusses zu verbessern, wurden zum 31.12.2015 einzelne Posten und Darstellungen anders aufgegliedert sowie die Abfolge der Angaben teilweise neu gegliedert und Darstellungen in den Angaben angepasst bzw. ergänzt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

  • Zum 31.12.2015 wurde der Bilanzposten "Anleihen" (31.12.2014: TEUR 169.246) in die Bilanzposten "Finanzverbindlichkeiten" integriert.
  • Die geleisteten Vorauszahlungen (31.12.2014: TEUR 3.831) bzw. erhaltenen Vorauszahlungen (31.12.2014: TEUR 1.997) wurden bisher als eigener Bilanzposten ausgewiesen. Im Konzernabschluss zum 31.12.2015 werden diese Bilanzposten in die Position "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" bzw. "Andere kurzfristige Schulden" ausgewiesen und im Anhang erläutert.
  • Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten (31.12.2014: TEUR 1.868) und langfristigen sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten (31.12.2014: TEUR 1.945) wurden bisher in den Bilanzposten "Andere kurzfristige Schulden" und "Andere langfristige Schulden" ausgewiesen. Diese Positionen werden ab dem Konzernabschluss zum 31.12.2015 unter den "Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen.
  • In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten ab dem Geschäftsjahr 2015 unter den "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ausgewiesen, anstatt wie bisher unter den "Forschungsund Entwicklungsaufwendungen". Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst und führten zu einer Erhöhung der Herstellungskosten bzw. zu einer Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 20.380.
  • Die Bezeichnung des Bilanzpostens "Latente Steuern" unter den langfristigen Vermögenswerten wurde in "Latente Steueransprüche" geändert. Der Bilanzposten "Rückstellung für latente Steuern" unter den langfristigen Schulden wurde in "Latente Steuerschulden" geändert.
  • In der Kapitalflussrechnung wurden die Erwerbe von nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 5.028 im Vorjahr im "Konzern-Cash-flow aus den Investitionsaktivitäten" ausgewiesenen. Im Geschäftsjahr 2015 werden die Erwerbe von nicht beherrschenden Anteilen im Konzern-Cash-flow aus den Finanzierungsaktivitäten gezeigt. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend umgegliedert.
  • In der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu Lasten des Eigenkapitals der Eigentümer des Mutterunternehmens um TEUR 5.408 erhöht (Anpassung zum 1.1.2014 sowie 31.12.2014 ebenfalls um TEUR 5.408). Aus Sicht der Gesellschaft erfolgt damit eine sachgerechtere Darstellung des wirtschaftlichen Gehalts des im Rahmen eines konzerninternen Anteilsverkaufs aus dem Geschäftsjahr 2007/08 realisierten Ergebnisses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Umsatzerlöse werden nach dem Gefahrenübergang bzw. nach dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung abzüglich Skonti, Kundenboni und Rabatte erfasst.

Sonstige betriebliche Erträge werden realisiert, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus dem zugrunde liegenden Vertrag wahrscheinlich ist und es eine verlässliche Bestimmung der Erträge gibt.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Konzernbilanz

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschrei-bungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden die Einzelkosten einschließlich der zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst. Finanzierungskosten, die sich bei direkter Zurechnung von Fremdkapital ergeben bzw. die sich bei Anwendung eines durchschnittlichen Kapitalisierungszinssatzes auf die angefallenen Aufwendungen ergeben, werden gemäß IAS 23 aktiviert.

Eine außerplanmäßige Abschreibung wird dann vorgenommen, wenn die zukünftig zu erwartenden abgezinsten Erfolgsbeiträge (Future Cashflows) die aktuellen Buchwerte unterschreiten.

Für die Einstufung einer Immobilie als Investment Property nach IAS 40 werden in der CROSS Industries-Gruppe die folgenden Kriterien definiert. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind gem. IAS 40.5 Immobilien, die von CROSS als Eigentümer oder als Leasingnehmer im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Ausgenommen sind Immobilien die zur Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. der Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden und Immobilien, die zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens oder für den Prozess der Herstellung oder Entwicklung solcher Verkäufe gehalten werden.

Wenn Sachanlagen durch Leasingverträge finanziert werden, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden diese als Finanzierungsleasing erfasst. Der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der künftig zu erwartenden Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrages. Die Leasingraten werden in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt. Der Ausweis erfolgt unter den Sachanlagen bzw. die Zahlungsverpflichtungen unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Der Zinsanteil der Leasingverpflichtung wird direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und eine entsprechende Abwertung im Bedarfsfall ergebniswirksam berücksichtigt.

Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten" zugeordnet. Der Wertminderungsaufwand der "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive zugeordnetem Firmenwert) mit dem höheren Betrag aus beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet. Unterschreitet der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den fortgeführten Buchwert, so ist in Höhe der Differenz eine Wertberichtigung auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Verhältnis zum Buchwert aufzuteilen.

Die dem Wertminderungstest zu Grunde liegenden Cash-Flows basieren auf der aktuellsten, vom Aufsichtsrat genehmigten Planung. Die Planung umfasst in der Regel einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren. Nach dem Detailplanungszeitraum werden unter der Annahme der Unternehmensfortführung die Cashflows der fünften Detailplanungsperiode als Basis für die Errechnung einer ewigen Rente herangezogen, wobei kein Wachstumsabschlag auf den Diskontsatz verwendet wird. Die Mittelfristplanung basiert auf internen Annahmen über die zukünftigen Absatz-, Preis- und Kostenentwicklungen, die zukünftige Erschließung neuer Märkte sowie die Zusammensetzung des Produktmixes. Die Annahmen beruhen im Wesentlichen auf den langjährigen Erfahrungswerten und der Einschätzung des Managements.

Für die Durchführung von Werthaltigkeitstests wurde der Nutzungswert herangezogen, welcher den Barwert der zukünftigen geschätzten Cash-Flows vor Steuern darstellt. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes (gewogener Kapitalkostensatz) erfolgt auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten.

Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der folgenden Diskontierungssätze vor Steuer:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
KTM-Gruppe 10,1% 10,4%
Pankl-Gruppe 9,8% 10,7%
WP-Gruppe 10,1% 10,5%

Die ermittelten Nutzungswerte werden mit Hilfe von Multiplikatorverfahren auf Plausibilität geprüft und es werden Szenarien hinsichtlich des Diskontierungssatzes sowie der künftig geplanten EBITs gerechnet. Eine Sensitivitätsanalyse ergibt, dass unter jeweils sonst gleichen Bedingungen, bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes vor Steuer um 1% eine Wertberichtigung von € 4,6 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.) bzw. bei einer Verringerung des EBIT's um 10% eine Wertberichtigung von € 5,1 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.) gegeben wäre.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer
in Jahren
Software 2 - 5
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 - 15

Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs-, Entwicklungsund Modellpflegephase. In der Forschungs- und Modellpflegephase angefallene Kosten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ausgaben in der Entwicklungsphase werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn bestimmte den zukünftigen Nutzen der getätigten Aufwendungen bestätigende Voraussetzungen, vor allem die technische Machbarkeit des entwickelten Produktes oder Verfahrens sowie dessen Marktgängigkeit, erfüllt sind. Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren. Die planmäßige Abschreibung von aktivierten Entwicklungskosten, die eindeutig Projekten zugeordnet werden können, erfolgt mit dem Beginn der Serienproduktion.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie die im Rahmen der ursprünglichen Kaufpreisallokation angesetzte Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und allfällige notwendige Wertminderungen ergebniswirksam berücksichtigt. Der Vorstand geht von einer unbestimmten Nutzungsdauer der Marke "KTM" aus, da die Rechte in den relevanten Absatzmärkten keinen zeitlichen, rechtlichen oder vertraglichen Einschränkungen unterliegen und aufgrund der nachhaltigen Bekanntheit der Marke auch keine wirtschaftliche Entwertung vorliegt. Die Marke KTM ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "KTM" zuzuordnen.

Der Markenbewertung liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu Grunde und die Bewertung erfolgt auf Basis der Lizenzpreisanalogie-Methode. Die der Bewertung zugrunde gelegte Lizenzrate in Höhe von 1,5 % der Umsatzerlöse wurde aus vergleichbaren öffentlich verfügbaren Lizenzvereinbarungen abgeleitet. Die Berechnung des Impairment-Erfordernisses zum 31.12.2015 erfolgte analog zum Firmenwert-Wertminderungstest auf Basis der aktuellen Fünfjahresplanung. Als Diskontierungszinssatz wurden die vermögenswertspezifischen Kapitalkosten in Höhe von 12,1 % (Vorjahr: 14,0 %) angesetzt, die sich aus dem Konzern Vorsteuer-WACC in Höhe von 9,1 % (Vorjahr: 11,0 %) und einem Risikozuschlag für die Marke in Höhe von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) zusammensetzen. Der Risikozuschlag wurde auf Basis des WACC-to-WARA-Konzepts abgeleitet.

Die wesentlichen wertbestimmenden Parameter bei der Bewertung der Marke "KTM" sind der Diskontierungszinssatz, die Lizenzgebühr sowie die geplanten Umsatzerlöse. Eine Sensitivitätsanalyse für diese Parameter ergibt, dass analog zum Vorjahr keine für möglich gehaltene Änderung von wesentlichen Annahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Abgrenzungsposten für aktive und passive latente Steuern werden für zukünftig zu erwartende steuerliche Auswirkungen aus Geschäftsvorfällen, die bereits entweder im Konzernabschluss oder in der Steuerbilanz ihren Niederschlag gefunden haben (zeitliche Differenzen), gebildet. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit gebildet. Aktive und passive latente Steuerposten werden bei gleicher Steuerhoheit saldiert ausgewiesen. Für die Unterschiede der steuerlichen Basis von vollkonsolidierten oder at-Equity bewerteten Anteilen zum entsprechenden konzernalen Eigenkapital werden nur latente Steuern abgegrenzt, wenn eine Realisierung in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist. Der Berechnung liegt der im jeweiligen Land übliche Ertragsteuersatz zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Wertdifferenz zu Grunde.

Finanzinstrumente

Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag.

Originäre Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden mit ihrem Marktpreis bewertet, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen (Held-to-Maturity Investments), werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte (Financial Assets Available-for-Sale) werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Als beizulegender Zeitwert werden grundsätzlich die jeweiligen Börsenkurse zum Bilanzstichtag angesetzt; Bewertungsänderungen werden, sofern wesentlich, im sonstigen Ergebnis erfasst. In den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind Eigenkapitalinstrumente enthalten, welche nicht auf einem aktiven Markt notiert sind und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Diese werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderung bilanziert.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten werden bei objektiven Hinweisen vorgenommen. Dazu zählen beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug des Schuldners oder Emittenten. Bei einem gehaltenen Eigenkapitalinstrument gilt ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter dessen Anschaffungskosten als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Der Konzern hält einen Rückgang um 20 % für signifikant und einen Zeitraum von neun Monaten für länger anhaltend.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände, Bankguthaben, Schecks sowie maximal drei Monate laufende Festgelder (vom Erwerbszeitpunkt gerechnet) und werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdwährungsforderungen werden umgerechnet mit dem Stichtagskurs, abzüglich aufgrund von erkennbaren Risiken notwendigen Wertminderungen, angesetzt. Finanzielle Forderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden nur dann vorgenommen, wenn sie als uneinbringlich oder zum Teil uneinbringlich angesehen werden. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug der Kunden. Die Einzelwertberichtigungen setzen sich aus zahlreichen Einzelpositionen zusammen, von denen keine alleine betrachtet wesentlich ist. Eine direkte Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nur, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen (insbesondere im Insolvenzfall). Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Perioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung entweder direkt oder durch Anpassung des Wertberichtigungskontos rückgängig gemacht.

Finanzielle Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Schulden sind der Kategorie Financial Liabilities at Amortized Cost zugeordnet. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Die im Zusammenhang mit Anleihen angefallenen Emissionskosten werden über die Laufzeit verteilt angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde zwischen den Konzernunternehmen WP AG und KTM AG und einem österreichischen Kreditinstitut ein Programm zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten (Supplier Finance Programm) aufgesetzt. Im Rahmen dieses Programmes bietet das Kreditinstitut Lieferanten die Möglichkeit an, ihre Forderungen gegenüber der KTM AG vor Fälligkeit von dem Kreditinstitut diskontieren und auszahlen zu lassen. Die KTM AG tilgt die Verbindlichkeit bei Fälligkeit laut Rechnung durch Zahlung an das Kreditinstitut.

Das Programm wurde sowohl auf zivilrechtliche Aspekte als auch hinsichtlich der Bestimmungen des IAS 39 geprüft. Während auf Ebene der Teilkonzerne weiter Lieferverbindlichkeiten bestehen, ist aus Sicht der CROSS Industries-Gruppe kein Leistungsaustausch erfolgt, sondern es sind lediglich Fremdmittel aufgenommen worden, welche unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Zum 31.12.2015 betragen die Verbindlichkeiten aus diesem Programm TEUR 34.338 (Vorjahr: TEUR 0).

Derivative Finanzinstrumente und Hedging

Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden im Wesentlichen zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Differenziertheit von Cash-flows aus künftigen Transaktionen auszugleichen. Als Grundlage zur Planung der künftigen Zahlungsflüsse dienen die voraussichtlichen Umsatzerlöse in Fremdwährung.

Derivate sind nach IAS 39 grundsätzlich zu Marktwerten bewertet. Die CROSS Industries-Gruppe wendet auf diese derivativen Finanzinstrumente die Regeln des "Cash-flow-Hedge Accounting" gemäß IAS 39 an. Fair Value Hedge Accounting findet in der CROSS Industries-Gruppe keine Anwendung.

Ein Cash-flow-Hedge liegt vor, wenn variable Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten und erwartete Geschäftsvorfälle, die einem Marktpreisrisiko unterliegen, abgesichert werden. Liegen die Voraussetzungen für einen Cash-flow-Hedge vor, ist der effektive Teil der Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten ergebnisneutral im Konzerneigenkapital zu erfassen, die ergebniswirksame Erfassung erfolgt erst bei Eintritt des gesicherten Grundgeschäftes. Bei den in der CROSS Industries-Gruppe eingesetzten Fremdwährungsabsicherungen wird in der Folge die Marktwertveränderung der Derivate ergebniswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst. Ab diesem Zeitpunkt stehen der Marktwertveränderung die Stichtagskursbewertung der Fremdwährungsforderung bzw. -verbindlichkeiten aus der Lieferung bzw. Leistung gegenüber. Etwaige Ergebnisveränderungen aus der Ineffektivität der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für die Anwendung des Hedge Accountings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen muss eine Dokumentation der Sicherungsbeziehungen vorliegen und zum anderen muss die Hedging-Effektivität in regulär wiederkehrenden Messungen zwischen 80 % und 125 % liegen. Durch Effektivitätstests wird der wirksame Ausgleich zwischen unrealisierten Verlusten und Gewinnen nachgewiesen.

Für die Effektivitätsmessung bei Währungsabsicherungen werden Grund- und Sicherungsgeschäfte je abgesichertem Risiko in sogenannte Laufzeitbänder zusammengefasst. Die Laufzeitbänder sollten höchstens ein Quartal umfassen. Prospektiv wird die Sicherungsbeziehung durch einen Vergleich der wesentlichen Konditionen (Laufzeit, …) des Sicherungs- als auch Grundgeschäftes getestet. Die retrospektive Effektivitätsmessung wird unter Verwendung der Dollar-Offset-Methode durchgeführt. Dazu werden die Fair Value Änderungen des Grundgeschäftes den Fair Value Änderungen des Sicherungsgeschäftes gegenübergestellt und beurteilt.

Bei Zinsabsicherungen erfolgt die Messung der prospektiven Effektivität anhand einer Sensitivitätsanalyse und die der retrospektiven Effektivität unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode.

Sicherungsgeschäfte, die nicht die Kriterien für Sicherungsinstrumente im Sinne des IAS 39 erfüllen, werden als Handelsgeschäfte qualifiziert und der Kategorie "At Fair Value through Profit or Loss" (Held-for-Trading) zugeordnet. Marktwertänderungen werden in der laufenden Periode in voller Höhe ergebniswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und wird anhand anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt. Die Basis dazu bilden die zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Zinssatz, Wechselkurse, …). Zur Bewertung von Devisentermingeschäften wird der Terminkurs des Bilanzstichtages herangezogen. Bei vorliegenden positiven Marktwerten wird durch ein sogenanntes credit value adjustment (CVA) die Bonität des Vertragspartners in die Bewertung miteinbezogen. Bei negativen Marktwerten wird ein debit value adjustment (DVA) abgeschlagen, um das eigene Ausfallsrisiko zu berücksichtigen. Zur Schätzung der Bewertung werden eigene Modelle verwendet. Diese werden mittels Bankbewertungen verplausibilisiert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert (Lower of Cost or Net Realizable Value) am Bilanzstichtag bewertet. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten des Vertriebs. Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis des Durchschnittspreisverfahrens anhand einer Reichweitenanalyse mit Abwertung bei eingeschränkter Verwendbarkeit. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft und gegebenenfalls eine zusätzliche Wertberichtigung aufgrund langer Lagerdauer oder eingeschränkter Absatzmöglichkeiten vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Gegenstand in den erforderlichen Zustand und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten auf Basis einer Normalauslastung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungsgemein- sowie Vertriebskosten sind hingegen nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, da die Vorräte keine qualifizierenden Vermögenswerte gemäß IAS 23 darstellen.

Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldern zusammen. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die CROSS Industries-Gruppe zudem verpflichtet, an alle MitarbeiterInnen in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.1.2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese leistungsorientierte Verpflichtung ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Für alle nach dem 31.12.2002 begründeten Arbeitsverhältnisse in Österreich zahlt die Gesellschaft monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Gesellschaft ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet, welche in jenem Geschäftsjahr im Aufwand erfasst werden, für das sie entrichtet wurden (beitragsorientierte Verpflichtung).

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder erfolgt nach der in IAS 19 (Employee Benefits) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation/DBO) ermittelt und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt.

Aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen sind die Gesellschaften der CROSS Industries-Gruppe verpflichtet, an MitarbeiterInnen in Österreich Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 25 Dienstjahren) zu leisten (leistungsorientierte Verpflichtung).

Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten werden abzüglich latenter Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte ergebniswirksam gebildet.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden berücksichtigt, sobald Sicherheit besteht, dass diese der Gruppe zufließen werden und die Gruppe den gestellten Anforderungen entsprechen kann. Grundsätzlich werden Förderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grundlage eines direkten Zusammenhangs mit den entsprechenden Kosten, die durch die Förderung ausgeglichen werden sollen, berücksichtigt.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln, die in den Einzelabschlüssen einzelner Gesellschaften als gesonderter Posten ausgewiesen werden, werden im Konzernabschluss unter dem langfristigen Fremdkapital gezeigt.

Eine Eventualverbindlichkeit ist eine mögliche Verpflichtung, die aus vergangenen Ereignissen resultiert und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Weiters ist eine Eventualverbindlichkeit eine gegenwärtige Verpflichtung, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wird, weil ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.

Schätzungen und Unsicherheiten bei Ermessensentscheidungen und Annahmen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen. Es werden Erfahrungswerte herangezogen, welche vom Vorstand für angemessen empfunden werden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wenn sich angenommene Parameter entgegen der Erwartung entwickeln. Bei Bekanntwerden neuer Gegebenheiten werden diese entsprechend berücksichtigt und bisherige Annahmen entsprechend angepasst.

  • Es werden Annahmen insbesondere zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer getroffen. Zum Bilanzstichtag waren Firmenwerte in Höhe von TEUR 117.724 (Vorjahr: TEUR 117.261) sowie die Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103 (Vorjahr: TEUR 61.103) angesetzt. Die jährliche Überprüfung durch einen Werthaltigkeitstest sowie die Sensitivitätsanalyse werden unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
  • Aktive latente Steuern auf nicht verfallbare steuerliche Verlustvorträge werden unter der Annahme angesetzt, dass zukünftig ausreichend steuerliches Einkommen zur Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge erwirtschaftet wird. Bei Unsicherheiten in den Annahmen werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Zum 31.12.2015 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.008 (Vorjahr: TEUR 13.441) aktiviert. Aufgrund der aktuellen Steuerplanung geht das Management von einer Verwertung der zum 31.12.2015 angesetzten Verlustvorträge innerhalb der nächsten drei Jahre aus. Weitere Details zu den latenten Steuern sind den Erläuterungen im Punkt 14. zu entnehmen.

  • Im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings werden Einschätzungen zum Eintritt von künftigen Zahlungsströmen getroffen. Die Planung künftiger Zahlungsströme leitet sich aus der Absatz- und Bestellmengenplanung ab, wird monatlich auf die Zielerreichung überprüft und mit Erfahrungswerten aus der Vergangenheit verplausibilisiert. Gemäß der internen Währungsabsicherungsrichtlinie werden Fremdwährungsabsicherungen grundsätzlich rollierend für eine Reichweite von bis zu zwölf Monaten abgeschlossen. Die Sicherungsquote der einzelnen Währungen wird von der Planungsunsicherheit im jeweiligen Markt, der Volatilität der Währung und den Sicherungskosten abhängig gemacht. Auf Basis der Bedeutung von Währungen (Volumen, Ergebnisrelevanz) werden Gruppierungen vorgenommen, woraus sich unterschiedliche Vorgehensweisen ergeben. Die Sicherungsquote pro Währung darf jedoch maximal 80 % des Fremdwährungsexposures nicht übersteigen. Details zu den Sensitivitäten, die für Währungs- und Zinsrisiken bestehen, sind den Erläuterungen im Punkt 34.3. "Finanzrisikomanagement" zu finden.

  • Daneben bestehen Schätzungsunsicherheiten beim Ansatz und der Bewertung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer. Es werden Annahmen zu den folgenden Faktoren getroffen: Erwartungswerte, demografische Annahmen wie das Pensionsalter von Frauen/Männern und Mitarbeiterfluktuation sowie finanzielle Annahmen wie Rechnungszinssatz und künftige Lohn- und Gehaltstrends. Zum Bilanzstichtag waren Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 20.905 (Vorjahr: TEUR 19.379) angesetzt. Weitere Erläuterungen sind dem Punkt 31. "Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer" zu entnehmen.
  • Bei den Rückstellungen bestehen Schätzungen, um Eintrittswahrscheinlichkeiten zu beurteilen und um den voraussichtlichen Betrag für die Bewertung der Verpflichtung zu ermitteln. Diese Annahmen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantien und Gewährleistung. Aufgrund von Erfahrungswerten wurde ein direkter Zusammenhang pro Produktgruppe zwischen angefallenen Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen festgestellt. Der Vorstand geht aufgrund der langjährigen Erfahrungswerte davon aus, dass diese Beziehung konstant bleibt. Der durchschnittliche Prozentsatz der Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen wird mehrmals jährlich geprüft und bei Bedarf angepasst. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ergibt sich somit als einen, über einen dreijährigen Beobachtungszeitraum ermittelten durchschnittlichen Anteil der Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen. Zum 31.12.2015 wurden Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 8.834 (Vorjahr: TEUR 7.343) angesetzt. Die Entwicklung der Rückstellungen ist dem Punkt 30. "Rückstellungen" zu entnehmen.

Folgende Ermessensentscheidungen wurden bei der Anwendung der Rechnungslegungs-methoden in der CROSS Industries-Gruppe getroffen:

Finanzierungsleasing

Es werden Einschätzungen über die Kriterien für die Klassifizierung als Finanzierungsleasing getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 17. Sachanlagen sowie unter Punkt 35. Leasingverhältnisse zu finden.

  • Ausbuchung von Forderungen im Rahmen von ABS-Vereinbarungen Es werden Einschätzungen über die Ausbuchungsvoraussetzungen des IAS 39 getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 34. Finanzinstrumente zu finden.
  • Investment Property

Bei der Beurteilung des unter Punkt 35. Leasingverhältnisse beschriebenen Finanzierungsleasingverhältnisses, welches als Gebäude aktiviert wurde, wurden für die Beurteilung, ob ein Investment Property nach IAS 40 vorliegt, Annahmen getroffen.

Das Logistikzentrum wird zum Großteil vom Tochterunternehmen KTM selbst genutzt. In geringem Ausmaß erfolgt eine Vermietung an konzernfremde Dritte. Bei den Untermietverhältnissen an konzernfremde Mieter handelt es sich um Unternehmen mit langfristigen Lieferbzw. Dienstleistungsbeziehungen zur KTM-Gruppe, und stellt einen ausgelagerten Teil der Wertschöpfungskette von der KTM-Gruppe dar. Da die Vermietung nicht der Absicht der Erzielung von Mieteinnahmen dient, sondern aus betrieblichem Interesse erfolgt, wird auch jener Teil der an konzernfremde Dritte vermietet wird, unter den Sachanlagen ausgewiesen und nicht als Investment Property eingestuft.

III. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Konzernbilanz

7. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Produktgruppen

2015 2014
in TEUR
KTM 1.022.487 864.635
Pankl 173.638 165.027
WP 144.583 121.091
Sonstige 19.641 48.948
Konsolidierung -136.779 -113.401
1.223.570 1.086.300

Umsatzerlöse nach Regionen

Die Aufteilung nach geografischen Bereichen der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz der Kunden.

Europa Nordamerika Sonstige
in TEUR 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Außenumsätze 650.968 633.731 353.635 241.417 218.967 211.152

8. Darstellung der Aufwandsarten

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

2015 2014
in TEUR
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 668.779 603.571
Personalaufwand 113.556 104.506
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 51.639 43.000
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.786 19.013
851.760 770.090
Vertriebs- und Rennsportaufwendungen 2015 2014
in TEUR
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 17.637 19.301
Personalaufwand 56.300 47.790
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 4.753 4.049
Sonstige betriebliche Aufwendungen 82.050 67.244
Sponsorgelder und sonstige betriebliche Erträge -9.895 -10.053
150.845 128.331

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

2015 2014
in TEUR
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 4.793 1.259
Personalaufwand 13.468 9.071
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 1.566 1.608
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.289 5.764
Fördergelder und sonstige betriebliche Erträge -7.045 -6.643
17.071 11.059

Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen dargestellten Aufwandsarten umfassen Forschungs- sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten.

Der Personalaufwand ohne Effekte aus den aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 33.138 (Vorjahr: TEUR 27.228).

Ab dem Geschäftsjahr 2015 erfolgt der Ausweis der Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst und führten zu einer Erhöhung der Herstellungskosten bzw. zu einer Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 20.380.

Insgesamt betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (vor aktivierten Entwicklungskosten) TEUR 69.553 (Vorjahr: TEUR 55.908) und somit rund 5,7 % (Vorjahr: 5,1 %) vom Umsatz.

Verwaltungsaufwendungen

2015 2014
in TEUR
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 3.220 534
Personalaufwand 33.183 29.227
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 7.213 6.270
Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.143 32.894
Sonstige betriebliche Erträge -2.105 -1.153
72.654 67.772

Sponsorerlöse und -beiträge sowie Fördergelder werden von den korrespondierenden Aufwendungen abgezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den jeweiligen Funktionsbereichen ausgewiesen.

9. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die auf die Berichtsperiode entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2014
in TEUR
Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften 321 370
Konzernabschlussprüfung 301 286
Sonderprüfungen 19 17
Sonstige Leistungen 34 160
675 833

10. Vorstands- und Geschäftsführerbezüge und Angaben über Mitarbeiter

Die Vergütung für den Vorstand 2015 der CROSS Industries AG (einschließlich der Vergütungen für die Vorstandsmitglieder der BF HOLDING AG bis zum Zeitpunkt der Verschmelzung) beinhaltet Gehälter, Sachleistungen, Prämien sowie Leistungen an die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse und betrug TEUR 3.421 (Vorjahr: TEUR 2.637). Weiters wurden in Folge der Anpassungen der Vorstandsverträge Prämien aus Vorperioden in Höhe von TEUR 1.143 gewährt.

Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersversorgung für den Vorstand und es wurden im Geschäftsjahr 2015 keine Pensionskassenzahlungen an den Vorstand geleistet.

Für das Geschäftsjahr 2015 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2016) wird eine Vergütung an den Aufsichtsrat der CROSS Industries AG von insgesamt TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 36) vorgeschlagen.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Aufsichtsrats der CROSS Industries AG.

Mitarbeiter

2015
Stand am 1.1.2015 4.182
Veränderungen im Geschäftsjahr 2015 501
Konsolidierungskreisänderung -130
Stand am 31.12.2015 4.553
davon Arbeiter 2.422
davon Angestellte 2.131

Der Mitarbeiterstand wird jeweils inklusive Leiharbeiter und externen Dienstnehmern dargestellt.

Zum 31.12.2015 sind 3.488 Mitarbeiter in Österreich und 1.065 Mitarbeiter im Ausland beschäftigt.

Der gesamte Personalaufwand im Geschäftsjahr 2015, ohne Effekte aus der Aktivierung von Entwicklungskosten, beträgt TEUR 239.987 (Vorjahr: TEUR 211.949).

11.Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2014
in TEUR
Gewährleistungsaufwendungen 21.518 17.535
Übrige Aufwendungen 694 229
22.212 17.764

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 164) enthalten.

12.Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2014
in TEUR
Fördergelder 1.361 636
Erträge aus dem Abgang von Anlagen 260 202
Endkonsolidierungserfolg Durmont 1.211 0
Übrige sonstige Erträge 993 884
3.825 1.722

13. Finanz- und Beteiligungsergebnis

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2014
in TEUR
Zinserträge 1.525 1.182
Zinsaufwendungen -17.770 -18.145
Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen -2.851 356
Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis -3.794 -4.455
-22.890 -21.062

Das Ergebnis aus at-Equity bilanzierten Beteiligungen ist unter Punkt 20. dargestellt.

Im sonstigen Finanz- und Beteiligungsergebnis sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr: Erträge TEUR 2.365), Aufwendungen in Zusammenhang mit Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.330 (Vorjahr: TEUR 7.574) sowie Fremdwährungsgewinne mit TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 754) enthalten.

14. Ertragsteuern

Die Ertragsteueraufwände und -erträge des Konzerns teilen sich wie folgt in laufende und latente Steuern auf:

2015 2014
in TEUR
Laufende Steuer -10.783 -9.370
Latente Steuern -14.198 -7.698
-24.981 -17.068

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die österreichischen Gesellschaften der CROSS Industries-Gruppe unterliegen einem Körperschaftsteuersatz von 25,0%. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen oder verabschiedeten Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 8,5% bis 38,0%.

Eine Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Steueraufwand des Geschäftsjahres (Anwendung des Konzernsteuersatzes in Höhe von 25,0% auf das Ergebnis vor Steuern) und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand kann wie folgt dargestellt werden:

2015 2014
in TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 89.963 71.944
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag -22.491 -17.985
Nicht temporäre Differenzen -688 -3.332
Ansatz/Wertberichtigungen/Verbrauch von Verlustvorträgen -2.583 2.799
Steuern aus Vorperioden 277 198
Effekte ausländischer Steuersätze -810 -758
Ergebnis aus Equity-Beteiligungen -729 57
Investitionsbegünstigungen 1.467 1.146
Sonstiges 576 807
-24.981 -17.068

Die in der CROSS Industries-Gruppe vorhandenen und aktivierten steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:

Verlustvortrag davon
wertberichtigt
verbleibender
Verlustvortrag
aktive
latente Steuer
in TEUR 31.12.15 31.12.15 31.12.15 31.12.15
CROSS Industries AG, Wels 76.668 -76.668 0 0
CROSS KraftFahrZeug GmbH, Wels 3.011 -3.011 0 0
KTM AG, Mattighofen 0 0 0 0
Pankl-Gruppe, Bruck an der Mur 14.733 -5.695 9.038 3.008
WP-Gruppe, Munderfing 1.386 -1.386 0 0
95.798 -86.760 9.038 3.008
Verlustvortrag davon
wertberichtigt
verbleibender
Verlustvortrag
aktive
latente Steuer
in TEUR 31.12.14 31.12.14 31.12.14 31.12.14
CROSS Industries AG, Wels 17.516 -17.516 0 0
CROSS KraftFahrZeug GmbH, Wels 2.175 -2.175 0 0
KTM AG, Mattighofen 42.593 0 42.593 10.648
Pankl-Gruppe, Bruck an der Mur 14.123 -4.662 9.461 2.793
WP-Gruppe, Munderfing 1.644 -1.644 0 0
Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, 2.161 -2.161 0 0
Hartberg
80.212 -28.158 52.054 13.441

Abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste (einschließlich offene Siebtelabschreibungen) auf welche keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden belaufen sich auf TEUR 111.162 (Vorjahr: TEUR 29.536). Die Wertberichtigung der Verlustvorträge und temporären Differenzen wurde in der Höhe vorgenommen, in der eine mittelfristige Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht hinreichend sicher angenommen werden kann.

Insgesamt errechnen sich die aktiven und passiven latenten Steuern aus folgenden Bilanzposten:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Aktive latente Steuern:
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 732
Vorräte 6.854 4.895
Langfristige Vermögenswerte:
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 637 659
Finanzanlagen 532 479
Verlustvorträge 3.008 13.441
Personalverbindlichkeiten 3.235 4.418
Rückstellungen 2.242 1.651
Verbindlichkeiten 1.796 1.370
18.304 27.645
Saldierung -11.144 -21.520
7.160 6.125
Passive latente Steuern:
Kurzfristige Vermögenswerte -1.558 -266
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte -44.575 -39.855
Sachanlagen -2.958 -3.039
Sonstige -366 -155
-49.457 -43.315
Saldierung 11.144 21.520
-38.313 -21.795

In den aktiven Steuerlatenzen sind in der Position Finanzanlagen Beträge für offene Siebentel aus steuerlichen Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen gemäß § 12 Abs 3 Z 2 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz) in Höhe von TEUR 2.128 (Vorjahr: TEUR 1.916) enthalten.

Die temporären Unterschiede im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" resultieren im Wesentlichen aus den steuerlich nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten sowie aus quasi-permanenten Unterschieden durch den Ansatz der Marke "KTM".

Zum 31.12.2015 (und im Vorjahr) war davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen die insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Tochter-unternehmen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.

Weiters war davon auszugehen, dass die Unterschiede zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.

In Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurden gemäß IAS 12.39 für zu versteuernde temporäre Differenzen in der Höhe von TEUR 197.253 (Vorjahr: TEUR 251.892) keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet.

2015 2014
in TEUR
Latente Steuern (netto) am 1.1. -15.670 -15.173
Veränderung Konsolidierungskreis 0 913
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern -14.198 -7.698
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -1.606 1.129
Fremdwährung 321 318
Umgliederung 0 4.750
Sonstige Veränderungen 0 91
Latente Steuern (netto) am 31.12. -31.153 -15.670

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Rückstellung für Betriebsprüfungsrisiken in der Höhe von TEUR 4.750 in den Posten "Steuerschulden" umgegliedert und in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 vollständig verbraucht.

15. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

Im Vorjahr wurden im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen das laufende Ergebnis sowie der Endkonsolidierungserfolg der Wethje Gruppe, Hengersberg, Deutschland, dargestellt.

16. Ergebnis je Aktie

Nach erfolgter Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG beträgt die Aktienanzahl 225.386.742 Stück. Zum 31. Dezember 2015 wurden 61.030 Stück eigene Aktien gehalten. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie für den Vorjahreszeitraum die Aktienanzahl von 225.386.742 zugrunde gelegt.

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Ergebnis - Eigentümer des Mutterunternehmens (in TEUR) 30.009 26.206
Gesamt Aktienanzahl (Stück) 225.386.742 225.386.742
abzüglich Eigener Aktien (Stück) -61.030 0
225.325.712 225.386.742
Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) 0,13 0,12

17.Sachanlagen

Grund Technische
Anlagen und
Betriebs
und
Geschäfts
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
stücke Gebäude Maschinen ausstattung in Bau Summe
in TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2015 17.300 147.259 145.324 191.784 24.359 526.026
Währungsumrechnung 11 935 1.724 1.311 34 4.015
Abgänge auf Grund Ausweis als zur
Veräußerung gehaltenes Vermögen
-187 -347 -892 0 0 -1.426
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
0 0 -3.674 -344 -714 -4.732
Zugänge 1.302 19.702 18.068 12.276 27.634 78.982
Umbuchungen 0 12.967 122.130 -106.733 -28.366 -2
Abgänge -130 -3.444 -10.263 -17.552 -182 -31.571
Stand am 31.12.2015 18.296 177.072 272.417 80.742 22.765 571.292
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2015 61 42.093 96.576 146.244 44 285.018
Währungsumrechnung 2 340 1.353 970 0 2.665
Abgänge auf Grund Ausweis als zur
Veräußerung gehaltenes Vermögen
0 -28 -543 0 0 -571
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
0 0 -1.132 -209 -44 -1.385
Zugänge 1 5.772 22.564 9.015 0 37.352
Umbuchungen 0 0 83.202 -83.202 0 0
Abgänge 0 -417 -10.197 -17.266 0 -27.880
Stand am 31.12.2015 64 47.760 191.823 55.552 0 295.199
Buchwert:
Stand am 31.12.2015 18.232 129.312 80.594 25.190 22.765 276.093
Stand am 31.12.2014 17.239 105.166 48.748 45.540 24.315 241.008

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umbuchungen zwischen Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Der Ausweis von Maschinen, welche für Produktionszwecke verwendet werden, erfolgt nun nach konzerneinheitlichen Vorgaben unter Maschinen.

In den Zugängen zu Gebäuden sind Investitionen in Höhe von TEUR 14.588 als Zugänge aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthalten, welche im Geschäftsjahr 2015 nicht zahlungswirksam waren. Für weitere Details verweisen wir auf Punkt 35. Leasingverhältnisse.

Weiters sind in den Anlagenzugängen zu den Sachanlagen Investitionen in Höhe von TEUR 8.755 (Vorjahr: TEUR 5.370) enthalten, die zum Abschlussstichtag noch nicht zahlungswirksam waren.

Im Geschäftsjahr 2015 sind in den Zugängen für Anlagen in Bau aktivierte Fremdkapitalkosten von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Für die Ermittlung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein fremdüblicher Finanzierungskostensatz in Höhe von 1,50 % zu Grunde gelegt.

Grund
stücke
Gebäude Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs
und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
in TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2014 23.685 149.897 131.436 176.223 14.959 496.200
Währungsumrechnung 13 922 1.973 1.466 33 4.407
Zugang aufgrund Rücknahme des Ausweis
als aufgegebener Geschäftsbereich
0 0 3.337 310 366 4.013
Zu-/Abgänge auf Grund Änderung
Konsolidierungskreis
-1.884 -13.795 -7.332 -1.238 -54 -24.303
Zugänge 581 8.418 8.930 13.877 33.269 65.075
Umbuchungen 0 2.752 11.355 7.049 -23.534 -2.378
Abgänge -5.095 -935 -4.375 -5.903 -680 -16.988
Stand am 31.12.2014 17.300 147.259 145.324 191.784 24.359 526.026
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2014 514 37.684 87.952 135.721 0 261.871
Währungsumrechnung 2 322 1.563 1.164 0 3.051
Zugang aufgrund Rücknahme des Ausweis
als aufgegebener Geschäftsbereich
0 0 710 130 44 884
Zu-/Abgänge auf Grund Änderung
Konsolidierungskreis
-456 -1.009 -1.610 -493 0 -3.568
Zugänge 1 5.317 11.979 15.345 0 32.642
Umbuchungen 0 0 0 -2 0 -2
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -221 -4.018 -5.621 0 -9.860
Stand am 31.12.2014 61 42.093 96.576 146.244 44 285.018
Buchwert:
Stand am 31.12.2014 17.239 105.166 48.748 45.540 24.315 241.008
Stand am 31.12.2013 23.171 112.213 43.484 40.502 14.959 234.329

Im Geschäftsjahr 2014 ist die Wethje-Gruppe bis zu Endkonsolidierung zum 01.10.2014 mit Anschaffungskostenzugängen in Höhe von TEUR 825 sowie mit Abschreibungen in Höhe von TEUR 976 im Anlagespiegel enthalten.

In den Anlagen in Bau ist zum 31.12.2014 ein noch nicht fertiggestelltes Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 12.405 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, welches als Finanzierungsleasing zu klassifizieren ist. Abzüglich geleisteter Anzahlungen von TEUR 4.835 sind in den Zugängen aus Finanzierungsleasing Investitionen in Höhe von TEUR 7.570 enthalten, die im Geschäftsjahr 2014 nicht zahlungswirksam waren.

18. Firmenwert

Die aktivierten Firmenwerte in Höhe von TEUR 117.724 (Vorjahr: TEUR 117.261) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
KTM-Gruppe 94.096 94.215
Pankl-Gruppe 22.668 22.086
WP-Gruppe 960 960
117.724 117.261

Die Veränderung der Firmenwerte resultiert im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung.

Die ausgewiesenen Firmenwerte werden gemäß IAS 36 "Wertminderungen" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit getestet. Hinsichtlich der Berechnungsmethode wird auf den Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

19.Immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 43.469 (Vorjahr: TEUR 35.881) aktiviert. Im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" sind zum 31.12.2015 Entwicklungskosten mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 113.296 (Vorjahr: TEUR 92.343) enthalten. Die Abschreibungsdauer wurde entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren festgelegt.

Weiters ist, unverändert zum Vorjahr, in den immateriellen Vermögenswerten die Marke "KTM", die im Rahmen der Erstkonsolidierung dieser Gruppe in Höhe von TEUR 60.000 angesetzt und im Geschäftsjahr 2010 aufgrund einer Abschlagszahlung an die Firma KTM Kühler GmbH, Mattighofen, um TEUR 1.103 erhöht wurde, mit einem Wert von TEUR 61.103 enthalten, die einer unbestimmbaren Nutzungsdauer unterliegt und demgemäß einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird, welcher zu keinem Wertberichtigungsbedarf geführt hat. Hinsichtlich der Berechnungsmethode wird auf den Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

Die KTM AG hat mit Übertragungsvereinbarung vom 17.9.2013 das Lizenzrecht für die Nutzung der Marke "Husqvarna" von der Pierer Industrie AG um TEUR 10.000 erworben. Das Lizenzrecht wird planmäßig über die Restnutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben.

Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Vorteile sowie
daraus abgelei
tete Lizenzen
Kundenstamm,
Markenwerte
Selbsterstellte
immaterielle
Vermögens
werte
Firmenwert Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
in TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2015 40.617 223.418 140.089 5.343 409.467
Währungsumrechnung 205 50 539 0 794
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
-408 -840 -83 0 -1.331
Zugänge 4.142 43.469 0 6.363 53.974
Umbuchungen 116 0 0 -114 2
Abgänge -4.538 -31.367 0 0 -35.905
Stand am 31.12.2015 40.134 234.730 140.545 11.592 427.001
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Vorteile sowie
daraus abgelei
tete Lizenzen
Kundenstamm,
Markenwerte
Selbsterstellte
immaterielle
Vermögens
werte
Firmenwert Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
in TEUR

Kumulierte Abschreibungen:

Stand am 1.1.2015 22.174 64.531 22.828 0 109.533
Währungsumrechnung 63 43 -7 0 99
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
-159 -578 0 0 -737
Zugänge 4.340 23.879 0 0 28.219
Abgänge -4.242 -31.400 0 0 -35.642
Stand am 31.12.2015 22.176 56.475 22.821 0 101.472
Buchwert:
Stand am 31.12.2015 17.958 178.255 117.724 11.592 325.529
Stand am 31.12.2014 18.443 158.887 117.261 5.343 299.934

In den Anlagenzugängen zu den immateriellen Vermögenswerten sind Investitionen in Höhe von TEUR 1.153 enthalten, die zum Abschlussstichtag nicht zahlungswirksam waren (Vorjahr: TEUR 1.855).

Entwicklungskosten eines nicht nutzungsbereiten Vermögenswertes in Höhe von TEUR 715 wurden aufgrund der Einstellung des Projektes wertgemindert. Weiters wurde ein nutzungsbereites Projekt aufgrund geänderter Annahmen in der Absatzplanung und daraus resultierender fehlender Werthaltigkeit um TEUR 912 wertgemindert.

Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Vorteile sowie
daraus abgelei
tete Lizenzen
Kundenstamm,
Markenwerte
Selbsterstellte
immaterielle
Vermögens
werte
Firmenwert Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
in TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2014 36.606 210.637 141.284 10 388.537
Währungsumrechnung 396 53 619 0 1.068
Zugang aufgrund Rücknahme des Ausweis
als aufgegebener Geschäftsbereich
359 840 0 0 1.199
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
-638 -4.400 -1.814 0 -6.852
Zugänge 3.867 35.934 0 3.567 43.368
Umbuchungen 578 10 0 1.790 2.378
Abgänge -551 -19.656 0 -24 -20.231
Stand am 31.12.2014 40.617 223.418 140.089 5.343 409.467
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Vorteile sowie
daraus abgelei
tete Lizenzen
Kundenstamm,
Markenwerte
Selbsterstellte
immaterielle
Vermögens
werte
Firmenwert Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
in TEUR
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2014 18.825 63.107 22.827 0 104.759
Währungsumrechnung 194 42 1 0 237
Zugang aufgrund Rücknahme des Ausweis
als aufgegebener Geschäftsbereich
72 390 0 0 462
Zu-/Abgänge auf Grund
Änderung Konsolidierungskreis
-307 -918 0 0 -1.225
Zugänge 4.013 19.843 0 0 23.856
Umbuchungen 2 0 0 0 2
Abgänge -625 -17.933 0 0 -18.558
Stand am 31.12.2014 22.174 64.531 22.828 0 109.533
Buchwert:
Stand am 31.12.2014 18.443 158.887 117.261 5.343 299.934
Stand am 31.12.2013 17.781 147.530 118.457 10 283.778

Im Geschäftsjahr 2014 ist die Wethje-Gruppe bis zu Endkonsolidierung zum 01.10.2014 mit Anschaffungskostenzugängen in Höhe von TEUR 445 sowie mit Abschreibung in Höhe von TEUR 432 im Anlagespiegel enthalten.

20.Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, werden einzeln als unwesentlich betrachtet.

In den assoziierten Unternehmen sind Minderheitsbeteiligungen an der KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland, der KTM Middle East Al Shafar LLC, Dubai, Vereinigte Arabisch Emirate, der Kiska GmbH, Anif, sowie an der Wethje-Gruppe, Pleinting, Deutschland, enthalten.

Die KTM New Zealand Ltd. und die KTM Middle East Al Shafar LLC fungieren als Generalimporteure für die Produkte der Marken KTM und Husqvarna in den jeweiligen Märkten.

Die Kiska GmbH ist ein Designunternehmen, welches Leistungen im Bereich Entwicklung und Design erbringt.

Die Wethje-Gruppe entwickelt und produziert Carbon-Composite Bauteile für den automotiven Bereich sowie für die Luft- & Raumfahrtindustrie.

Der Bilanzstichtag der Kiska GmbH ist der 31. März bzw. der KTM New Zealand Ltd. der 30. Juni. Die Stichtage wurden bei der Gründung der Unternehmen bzw. vor dem Erwerb der Beteiligungen festgelegt. Eine Änderung des Abschlussstichtags wird aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht angestrebt. Zum Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde jeweils ein ungeprüfter Zwischenabschluss zum 31. Dezember herangezogen. Für die Wethje-Gruppe wurde ein geprüftes Reporting-Package zum 31. Dezember verwendet.

Die Buchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Beteiligungsbuchwert Stand 1.1. 6.868 2.422
Konsolidierungskreisänderung 0 4.220
Anteiliges Jahresergebnis -1.565 356
Wertberichtigung Wethje Gruppe -1.286 0
Ausschüttung -78 -130
Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis -5 0
Erwerb von Anteilen 94 0
Abgang von Anteilen -60 0
3.968 6.868

21.Sonstige langfristige Vermögenswerte

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht
nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
17.906 19.886
Ausleihungen 2.045 1.993
Übrige langfristige Vermögenswerte 6.409 3.896
26.360 25.775

Die KTM Immobilien GmbH hat als Leasingnehmer im Geschäftsjahr 2014 einen Immobilien-Leasingvertrag abgeschlossen. Leasinggeber ist die Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH. Diese ist eine Projektgesellschaft deren einziger Zweck die Errichtung des KTM-Logistikzentrums in Munderfing ist. Die Anteilseigentümer sind mit 90 % die Oberbank Leasing Gesellschaft mbH und mit 10 % die KTM Immobilien GmbH (Beteiligungsbuchwert TEUR 49). Das Immobilienleasing wird im Konzernabschluss als Finanzierungsleasing abgebildet, siehe dazu Punkt 35. Leasingverhältnisse.

Die PF Beteiligungsverwaltungs GmbH hat keine operative Tätigkeit (siehe auch Punkt 29.).

Die Anteile an den nicht konsolidierten Unternehmen stellen einen finanziellen Vermögenswert an einem Eigenkapitalinstrument dar, der gemäß IAS 39 bewertet und aufgrund der fehlenden Marktgängigkeit mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt wird.

in TEUR Stand am
1.1.2015
Zugänge Fremd
währungs
umrechnung
Wertbe
richtigung
Abgänge Stand am
31.12.2015
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
und nicht nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen
19.886 587 -1 -2.541 -25 17.906
Ausleihungen 1.993 0 225 0 -173 2.045
21.879 587 224 -2.541 -198 19.951
Stand am
1.1.2014
Zugänge Fremd
währungs
umrechnung
Wertbe
richtigung
Abgänge Stand am
31.12.2014
in TEUR
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
und nicht nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen 5.913 20.302 0 -6.305 -24 19.886
Ausleihungen 1.860 75 247 0 -189 1.993
7.773 20.377 247 -6.305 -213 21.879

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Kaufpreisforderung Wethje 3.634 3.608
Kaufpreisforderung Durmont 1.440 0
Langfristiger Kaufpreisanteil Durmont 960 0
Sonstiges 375 288
6.409 3.896

Beim Verkauf der Mehrheit an der Wethje-Gruppe 2014 wurde gleichzeitig eine Put-/Call-Option über den Verkauf weiterer 23% der Anteile abgeschlossen. In 2015 wurde beim Verkauf der Anteile an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, über die bei der CROSS Industries AG verbleibenden 24% der Anteile, ebenfalls eine Put-/Call-Option abgeschlossen. Beide Optionen sind aufgrund ihrer Ausgestaltung im Konzernabschluss zum 31.12.2015 als langfristige Forderung bilanziert.

22.Vorräte

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 60.370 55.651
Unfertige Erzeugnisse 36.861 35.382
Fertige Erzeugnisse und Waren 145.447 129.031
242.678 220.064
31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Vorratsbestand brutto 272.160 246.517
- Wertberichtigungen -29.482 -26.453
Vorratsbestand netto 242.678 220.064

Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beläuft sich auf TEUR 114.159 (Vorjahr: TEUR 107.535).

23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Sonstige finanzielle
Forderungen
Finanzanlagen -
Ausleihungen
in TEUR
Stand am 1.1.2014 2.140 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis -21 0 0
Währungsumrechnung 5 0 0
Zuführungen 722 0 0
Verbrauch -531 0 0
Auflösungen -167 0 0
Stand am 31.12.2014 = 1.1.2015 2.148 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 10 0 0
Währungsumrechnung 44 0 0
Zuführungen 719 0 0
Verbrauch -273 0 0
Auflösungen -122 0 0
Stand am 31.12.2015 2.526 0 0

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 257).

Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten 3.573 466
Wertpapiere 1.636 0
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
aus Lieferungen und Leistungen 5.930 5.366
sonstige 0 2.243
Förderungen 4.575 7.281
Asset Backed Securities Finanzierungen (ABS) 2.842 3.281
Sonstige 6.423 7.750
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 24.979 26.387
Forderungen gegenüber Finanzämtern 7.535 5.019
Anzahlungen auf Vorräte und sonstige Vorauszahlungen 7.963 8.801
Sonstige 2.320 2.910
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 17.818 16.730
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 42.797 43.117

24. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Festgelder in Höhe von TEUR 135.124 (Vorjahr: TEUR 89.404).

25. Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen

In diesem Posten sind ein Grundstück inklusive Gebäude mit TEUR 506 sowie ein Prüfstand in Höhe von TEUR 349 erfasst. Die Veräußerung dieser Vermögenswerte wurde im 4. Quartal 2015 beschlossen. Die Verkaufsbemühungen haben begonnen und es wird mit einem Verkauf im Laufe des 1. Quartals 2016 gerechnet.

Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt zum Buchwert, da dieser niedriger als der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Basis der vorliegenden Angebote der potentiellen Käufer ist. Die Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.

26.Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2015 und im Geschäftsjahr 2014 ist auf Seite 54 dargestellt.

Grundkapital und Kapitalrücklage:

Das Grundkapital zum 31.12.2015 beträgt EUR 225.386.742 und ist zerlegt in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.

Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft um € 210.000.000 auf € 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht.

Im Vorjahr betrug des Grundkapital EUR 1.332.000 und betraf die CROSS Industries AG, welche 2015 auf die BF HOLDING AG verschmolzen wurde. Siehe dazu auch Punkt 2. im Anhang.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371,00 (Vorjahr: TEUR 7.693.) Der Vorstand wurde bis zum 1.3.2016 ermächtigt gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 1.3.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Eine Erhöhung des Grundkapitals innerhalb der Frist wurde nicht vorgenommen.

Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Alle Anteile wurden voll eingezahlt. Das im Konzernabschluss ausgewiesene Grundkapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der CROSS Industries AG.

Ewige Anleihe (Perpetual Bond):

Im Dezember 2005 wurde eine ewige Anleihe (Perpetual Bond) der CROSS Industries AG in Höhe von TEUR 60.000 begeben. Diese Anleihe wurde zuzüglich Agio und abzüglich der Transaktionskosten bereinigt um die darauf entfallenden latenten Steuern im Eigenkapital dargestellt. Die Anleihe wurde als Eigenkapital ausgewiesen, da das Kapital der CROSS Industries AG unbeschränkt zur Verfügung stand und auch kein Kündigungsrecht seitens der Anleihegläubiger bestand. Im Sinn von IAS 32.20 besteht auch keine faktische Rückzahlungsverpflichtung. Die daraus resultierende Eigenmittelerhöhung betrug TEUR 58.987.

Im Juli 2015 hat die CROSS Industries AG die Inhaber der Teilschuldverschreibungen zur Abgabe von Angeboten auf Rückkauf der Teilschuldverschreibungen zum Rückkaufspreis eingeladen. Angebote konnten im Zeitraum vom 3. Juli 2015 bis 13. Juli 2015 abgegeben werden. Der Rückkaufspreis betrug 102% des Nominales der Teilschuldverschreibungen zuzüglich Stückzinsen. Der CROSS Industries AG wurden Angebote im Nennbetrag von insgesamt TEUR 58.990 unterbreitet, welche sie zur Gänze rückgekauft und eingezogen hat.

Im Dezember 2015 hat die CROSS Industries AG den verbliebenen Teil der ewigen Anleihe (Nominale TEUR 1.010) zum 7. Februar 2016 ordentlich gekündigt. Der verbliebene Teil der ewigen Anleihe wurde zum Bilanzstichtag vom Eigenkapital in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert.

Art und Zweck der Rücklagen:

Die Rücklagen des Konzerns enthalten die eigenmittelwirksamen Buchungen aus der Kapitalkonsolidierung und sonstigen erfolgsneutralen Eigenmittelbuchungen einschließlich der Neubewertung von Finanzanlagen sowie das Ergebnis des Geschäftsjahres. In der Rücklage nach IAS 39 ist die Cash-flow-Hedge-Rücklage enthalten.

Die Cash-flow-Hedge-Rücklage einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (nach Steuern) hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR

Stand am 1.1.2014 -3.231
Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges -2.816
Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -
Erfassung im Finanzergebnis
1.049
Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -
Erfassung im operativen Ergebnis
981
Stand am 31.12.2014 -4.017
Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges 1.302
Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -
Erfassung im Finanzergebnis
1.242
Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -
Erfassung im operativen Ergebnis
1.904
Stand am 31.12.2015 431

Die IAS 19 Rücklage beinhaltet versicherungsmathematische Verluste aus Abfertigungsrückstellungen. Die IAS 19 Rücklage beträgt einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 31.12.2015 TEUR -5.730 (Vorjahr: TEUR -5.828).

Die Rücklagen aus Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind. Die Nettoinvestitionen in ausländische Tochterunternehmen umfassen neben dem Beteiligungsansatz folgende langfristige Darlehen:

31.12.2015 31.12.2014 Währung
Kreditbetrag in Tausend
Pankl Racing Systems UK Ltd. 1.615 1.615 GBP
CP-CARRILLO, LLC 1.069 1.069 USD
Pankl Holdings, Inc. 16.550 17.550 USD
KTM North America, Inc. 3.863 0 USD

Da die Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, werden Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Rücklage für die eigenen Anteile des Unternehmens umfasst die Anschaffungskosten der vom Konzern gehaltenen Anteile des Unternehmens. Am 31. Dezember 2015 hielt der Konzern 61.030 Aktien an der CROSS Industries AG (31.12.2014: keine Anteile).

Das Sonstige Ergebnis nach Steuern entwickelte sich im Konzerneigenkapital wie folgt:

2015 Rücklage
nach IAS 39
IAS 19
Rücklage
für versiche
rungsmathe
matische
Verluste
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Gesamt Anteile nicht
beherrschen
der Gesell
schafter
Konzern
eigen
kapital
Gesamt
in TEUR
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 1.156 1.156 1.534 2.690
Absicherung von Zahlungsströmen 2.317 0 0 2.317 2.131 4.448
Neubewertung der Nettoschuld
aus leistungsorientierten
Versorgungsplänen
0 143 0 143 -44 99
2.317 143 1.156 3.616 3.621 7.237
2014 Rücklage
nach IAS 39
IAS 19
Rücklage
für versiche
rungsmathe
matische
Verluste
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Gesamt Anteile nicht
beherrschen
der Gesell
schafter
Konzern
eigen
kapital
Gesamt
in TEUR
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 1.742 1.742 1.905 3.647
Absicherung von Zahlungsströmen -519 0 0 -519 -267 -786
Neubewertung der Nettoschuld
aus leistungsorientierten
Versorgungsplänen
0 -1.588 0 -1.588 -1.014 -2.602
-519 -1.588 1.742 -365 624 259

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Minderheitsanteile umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen.

Pankl Racing
2015 KTM AG Systems AG WP AG Sonstige Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag 48,72% 44,15% 10,52%
in TEUR
Umsatzerlöse 1.022.487 173.638 144.583
Gewinn 63.934 6.674 7.184
Sonstiges Ergebnis 4.832 2.147 258
Gesamtergebnis 68.766 8.821 7.442
Nicht beherrschenden Anteilen 31.128 3.101 744 0 34.973
zugeordneter Gewinn
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes 2.362 1.233 26 0 3.621
sonstiges Ergebnis
Langfristige Vermögenswerte 370.496 91.970 49.690
Kurzfristige Vermögenswerte 399.680 91.941 43.283
Langfristige Schulden -269.695 -73.051 -29.089
Kurzfristige Schulden -199.353 -27.760 -26.609
Nettovermögen 301.128 83.100 37.275
Buchwert der nicht beherrschenden Anteile 146.719 39.330 3.898 0 189.947
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 118.104 16.541 11.713
Cashflows aus der Investitionstätigkeit -94.302 -11.333 -8.123
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 27.367 -9.747 -8.075
Veränderung der Zahlungsmittel 51.169 -4.539 -4.485
Dividenden an nicht beherrschende Anteile 8.012 1.127 300 0 9.439
2014 KTM AG Pankl Racing
Systems AG
WP AG Sonstige Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag 48,82% 48,87% 10,00%
in TEUR
Umsatzerlöse 864.636 165.027 121.091
Gewinn 57.183 5.376 9.091
Sonstiges Ergebnis -1.585 2.566 193
Gesamtergebnis 55.598 7.942 9.284
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter
Gewinn
27.873 2.998 0 -115 30.756
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
sonstiges Ergebnis
-771 1.376 0 19 624
Pankl Racing
2014 KTM AG Systems AG WP AG Sonstige Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag 48,82% 48,87% 10,00%
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 305.323 93.996 47.101
Kurzfristige Vermögenswerte 310.705 91.993 49.878
Langfristige Schulden -189.128 -72.259 -33.792
Kurzfristige Schulden -178.021 -35.446 -30.353
Nettovermögen 248.879 78.284 32.834
Buchwert der nicht beherrschenden Anteile 121.921 40.908 3.772 0 166.601
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 79.649 14.662 28.478
Cashflows aus der Investitionstätigkeit -69.735 -15.929 -18.528
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 23.755 3.789 -6.210
Veränderung der Zahlungsmittel 33.669 2.522 3.740
Dividenden an nicht beherrschende Anteile 5.300 661 0 0 5.961

Kapitalmanagement

Die Zielsetzung des Konzerns ist es, eine starke Kapitalstruktur beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden, die an die Halter der Stammaktien ausgeschüttet werden.

Die Strategie der CROSS Industries-Gruppe zielt darauf ab, dass die CROSS Industries AG und die anderen Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Einige Darlehensverträge enthalten Financial Covenants, hinsichtlich Eigenkapitalquote und dynamischer Verschuldung (Nettoverschuldung geteilt durch EBITDA), deren Nichteinhaltung zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen würde. Im Berichtsjahr wurden alle Financial Covenants erfüllt.

Das Management verwendet zur Steuerung das Eigenkapital, Bilanzsumme und EBITDA nach IFRS.

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Eigenkapital nach IFRS 386.616 370.928
Bilanzsumme nach IFRS 1.177.584 1.031.076
Eigenkapitalquote 32,8% 36,0%

Neben der Eigenkapitalquote wird die Kennzahl "Gearing" (Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital) sowie die Kennzahl "dynamische Verschuldung" (Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA) für die Überwachung des Kapitals verwendet. Die Nettoverschuldung definiert sich dabei aus verzinslichen Anleihen und Krediten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen verzinslichen Schulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zielsetzung liegt dabei in der langfristigen Liquiditätssicherung, der effizienten Inanspruchnahme von Fremdfinanzierungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung der Rendite.

Die Nettoverschuldung stellt sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 465.224 322.068
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 57.343 44.264
Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 38.201
522.567 404.533
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -135.124 -89.404
Nettoverschuldung 387.443 315.129
31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Eigenkapital nach IFRS 386.616 370.928
Nettoverschuldung 387.443 315.129
Gearing 100,2% 85,0%
31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Nettoverschuldung 387.443 315.129
EBITDA 178.424 148.097
Dynamische Verschuldung 2,2 2,1

Der Rückgang der Eigenkapitalquote sowie der Anstieg der Nettoverschuldung ist 2015 auf die im Vorjahr im Eigenkapital bilanzierte ewige Anleihe in Höhe von TEUR 60.000 zurückzuführen, welche mit verzinslichem Fremdkapital neu finanziert wurde. Wäre die ewige Anleihe zum 31.12.2015 noch im Eigenkapital bilanziert so hätte die Eigenkapitalquote 38% betragen. Die Nettoverschuldung würde € 327,4 Mio. betragen und ein Gearing von 73% ergeben.

27. Finanzverbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015
in TEUR Nominale Buchwert "Laufzeit
< 1 Jahr"
"Laufzeit
> 1 Jahr"
Anleihen
KTM AG 85.000 84.845 0 84.845
CROSS Industries AG 76.010 75.700 1.010 74.690
Pankl Racing Systems AG 10.000 9.962 0 9.962
171.010 170.507 1.010 169.497
Schuldscheindarlehen 56.500 56.268 0 56.268
Namensschuldverschreibung 30.000 30.000 0 30.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 237.672 237.672 51.338 186.334
Leasingverbindlichkeiten 22.504 22.504 1.207 21.297
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 5.616 5.616 3.788 1.828
Summe Finanzverbindlichkeiten 523.302 522.567 57.343 465.224
31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
in TEUR Nominale Buchwert "Laufzeit
< 1 Jahr"
"Laufzeit
> 1 Jahr"
Anleihen
KTM AG 85.000 84.729 0 84.729
CROSS Industries AG 75.000 74.578 0 74.578
Pankl Racing Systems AG 10.000 9.939 0 9.939
170.000 169.246 0 169.246
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 184.476 184.476 41.709 142.767
Leasingverbindlichkeiten 8.797 8.797 687 8.110
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 3.813 3.813 1.868 1.945
Summe Finanzverbindlichkeiten 367.086 366.332 44.264 322.068

Anleihen

Nominale Ausgabe Laufzeit Verzinsung
KTM AG 85.000 April 2012 5 Jahre 4,375%
CROSS Industries AG 75.000 Oktober 2012 6 Jahre 4,625%
Pankl Racing Systems AG 10.000 August 2013 4 Jahre 3,250%
CROSS Industries AG
Ewige Anleihe
1.010 Dezember 2005 10,16 Jahre 6,875%

Im Juli 2015 hat die CROSS Industries AG ihre Finanzierungen neu strukturiert. Dabei wurden einerseits Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 56.500 und Laufzeiten von 5 und 7 Jahren sowie andererseits Namensschuldverschreibungen mit einem Volumen von TEUR 30.000 und einer Laufzeit von 10 Jahren begeben. Die Aufnahme des Fremdkapitals diente unter anderem dazu, die im Eigenkapital bilanzierte ewige Anleihe der CROSS Industries AG, mit einen Nominale von TEUR 60.000, vorzeitig zurückzukaufen.

Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

28. Andere kurz- und langfristige Schulden

Die anderen langfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Kautionen 6.248 5.998
Sonstige finanzielle Schulden 0 441
Andere langfristige finanzielle Schulden 6.248 6.439
Investitionsförderungen 1.637 1.165
Sonstige nicht finanzielle Schulden 586 549
Andere langfristige nicht finanzielle Schulden 2.223 1.714
Andere langfristige Schulden 8.471 8.153
31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Umsatzboni 13.398 11.761
Preisnachlässe 8.818 5.198
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen aus Lieferungen
und Leistungen
3.770 3.974
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 3.568 9.277
Personalverbindlichkeiten 3.519 4.327
Sonstige finanzielle Schulden 5.593 7.634
Andere kurzfristige finanzielle Schulden 38.666 42.171
Personalverbindlichkeiten 24.153 19.663
Vorauszahlungen 4.408 1.997
Verbindlichkeiten Finanzämter 4.367 3.153
Sonstige nicht finanzielle Schulden 3.692 6.038
Andere kurzfristige nicht finanzielle Schulden 36.620 30.851
Andere kurzfristige Schulden 75.286 73.022

Die anderen kurzfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

29. Eventualverbindlichkeiten, Pfandrechte und Haftungen

Der Gesamtbetrag der eingetragenen Pfandrechte beläuft sich auf TEUR 104.154 (Vorjahr: TEUR 113.047) und gliedert sich wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Sachanlagen 89.051 96.814
Forderungen 15.103 16.233
104.154 113.047

Zum Bilanzstichtag waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Verpfändung von Anteilen an verbundenen Unternehmen mit einem Marktwert in Höhe von TEUR 42.515 (Vorjahr: TEUR 181.827) dinglich besichert. Diese betreffen mit 348.483 Stück die KTM AG (Vorjahr: 1.364.864 Stück).

Im Rahmen des Verkaufes der Peguform-Gruppe wurden von der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH Garantien in Höhe von maximal 15 % des Kaufpreises an den Käufer gegeben. Zum Bilanzstichtag sind zwei Gewährleistungsfälle (Schiedsklage und Steuernachzahlung aus der Betriebsprüfung der SMP Deutschland GmbH) reklamiert. Als Eventualverbindlichkeit bestehen zum Bilanzstichtag TEUR 14.616.

Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaftserklärungen und Haftungsgarantien in Höhe von TEUR 14.625 (Vorjahr: TEUR 6.147).

30.Rückstellungen

Der Konzern bildet Rückstellungen für Garantien, Kulanzen und Reklamationen für bekannte, zu erwartende Einzelfälle. Die erwarteten Aufwendungen basieren vor allem auf früheren Erfahrungen.

Die Schätzung zukünftiger Aufwendungen ist zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, was zu einer Anpassung der gebildeten Rückstellungen führen könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Insgesamt werden zum 31.12.2015 Rückstellungen für Garantien und Kulanzen in Höhe von TEUR 8.834 (Vorjahr: TEUR 7.343) bilanziert.

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Währungs Verände
rung
2015 Stand am
1.1.2015
umrech
nung
Zu
führungen
Auf
lösungen
Ver
brauch
Konsolidie
rungskreis
Stand am
31.12.2015
in TEUR
Rückstellungen für Garantien und
Gewährleistung
7.343 4 8.425 -82 -6.741 -115 8.834
Rückstellungen für
Restrukturierungsmaßnahmen
4 0 0 0 -4 0 0
Rückstellungen für Prozesse 400 0 645 -220 -50 0 775
Sonstige Rückstellungen 1.090 0 618 -56 -641 -394 617
8.837 4 9.688 -358 -7.436 -509 10.226

31.Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Vorsorgen für:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Abfertigungen 17.827 16.911
Jubiläumsgelder 3.078 2.468
20.905 19.379

Die Nettoschuld aus den leistungsorientierten Vorsorgeplänen für Abfertigungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Anwartschaftsbarwert:
Stand am 1.1. 16.911 13.411
Dienstzeitaufwand 1.015 758
Zinsaufwand 327 422
Erfolgte Zahlungen -197 -277
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -131 3.469
Konsolidierungskreisänderung 0 -921
Sonstiges -98 49
Stand am 31.12. 17.827 16.911
Planvermögen:
Stand am 1.1. 0 263
Erfolgte Einzahlungen 0 0
Erfolgte Auszahlungen 0 -27
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 0 0
Konsolidierungskreisänderung 0 -236
Stand am 31.12. 0 0
Nettoschuld (Anwartschaftsbarwert abzüglich Planvermögen) 17.827 16.911

Die gewichteten Restlaufzeiten (Duration) der Abfertigungsverpflichtungen zum 31.12.2015 betragen 14 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre).

Der versicherungsmathematische Verlust setzt sich aus den folgenden Faktoren zusammen:

2015 2014
in TEUR
Änderung von Erwartungswerten 1.158 174
Änderung demografischer Annahmen 2 69
Änderung finanzieller Annahmen -1.291 3.226
Versicherungsmathematischer Verlust -131 3.469
Der Bewertung der Verpflichtung liegen folgende Annahmen zugrunde: 31.12.2015 31.12.2014
Rechnungszinssatz 2,00 % 2,00 %
Lohn-/Gehaltstrend 2,50 % 3,00 %
Pensionsalter (Jahre) Frauen/Männer 62-65 Jahre mit
Übergangsregel
62-65 Jahre mit
Übergangsregel

Der Rechnungszins wurde unter der Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartung festgesetzt. Der Abzinsungssatz ist die Rendite, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wird.

Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Bewertungen liegen länderspezifische Sterbetafeln zu Grunde. Als Pensionseintrittsalter wurde das gesetzliche Pensionseintrittsalter je Land gewählt.

Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2015 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:

Parameter Änderung
-0,50% +0,50%
Rechnungszinssatz 7,3% -6,7%
Lohn-/Gehaltstrend -6,7% 7,2%

Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2014 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:

Parameter Änderung
-0,50% +0,50%
Rechnungszinssatz 7,7% -7,0%
Lohn-/Gehaltstrend -6,9% 7,6%

Die Verpflichtungen für Ansprüche aus Jubiläumsgeldern entwickelten sich wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Stand am 1.1. 2.468 1.644
Dienstzeitaufwand 253 166
Zinsaufwand 49 57
Erfolgte Zahlungen 0 -7
Versicherungsmathematischer Verlust 291 597
Sonstiges 17 11
Stand am 31.12. 3.078 2.468

Für Mitarbeiter von österreichischen Konzernunternehmen, die ab dem 1.1.2003 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, wurden Beiträge für Abfertigungen an eine gesetzliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 1,53 % des Lohnes bzw. Gehaltes einbezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beiträge von insgesamt TEUR 1.779 (Vorjahr: TEUR 1.446) gezahlt.

32. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Veränderungen der in der Kapitalflussrechnung dargestellten Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da nicht zahlungswirksame Effekte aus der Währungsumrechnung und sonstige nicht zahlungswirksame Geschäftsfälle neutralisiert werden.

Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen unrealisierte Fremdwährungsgewinne / -verluste sowie Bewertungseffekte aus Forderungen und Vorräten.

Sonstige Erläuterungen

33.Risikobericht

Als weltweit agierender Konzern ist die CROSS Industries-Gruppe mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Das Management setzt rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Absicherung von Risiken.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes internes Kontrollsystem integriert, dass Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip beinhaltet. Durch interne und externe Überprüfungen wird sichergestellt, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden. Weiters besteht ein konzerneinheitliches Berichtswesen zur laufenden Kontrolle und Steuerung des Risikomanagement-Prozesses.

In den Tochterunternehmen ist eine kontinuierliche Fortsetzung des Wachstums von unterschiedlichen Faktoren wie etwa Nachfrageverhalten, Produktentwicklung, Wechselkursentwicklungen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzmärkten, Einkaufspreisen von Zulieferteilen oder Mitarbeiterentwicklung abhängig.

CROSS Industries AG als Einzelgesellschaft

Die Ertragslage der CROSS Industries AG ist geprägt von Aufwendungen im Zusammenhang mit aufgenommenen Finanzierungen, Beteiligungserwerben sowie Projektaufwendungen und hängt wesentlich von der Dividendenpolitik ihrer Beteiligungsgesellschaften ab. Die Beteiligung an der KTM-Gruppe stellt derzeit die größte und wesentlichste Beteiligung dar.

Branchenspezifische und operative Risiken

Die CROSS Industries-Gruppe ist eine diversifizierte Unternehmensgruppe mit der Fokussierung auf den Automotiven Bereich. Neben Risiken, denen die ganze Gruppe ausgesetzt ist, sind auch unternehmensspezifischen Risiken vorhanden.

Konjunkturelles Risiko: Die KTM/WP-Gruppe ist schwerpunktmäßig in der Motorradbranche tätig. Die Absatzmöglichkeiten von Motorrädern sind von der allgemeinen konjunkturellen Lage in den Ländern und Regionen bestimmt, in denen Motorradproduzenten tätig sind. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist die Motorradbranche generell zyklisch und unterliegt zudem starken Nachfrageschwankungen. Durch entsprechende Marktforschungen und -prognosen, welche in der Planung berücksichtigt werden, wird dem Risiko entgegengewirkt.

Die Pankl-Gruppe unterliegt im Rennsport-Markt stark den Änderungen des Reglements in den jeweiligen Rennserien. Diese laufenden Änderungen im Reglement führen zu hohen Entwicklungs- und Testaktivitäten für die einzelnen Rennteams. Es besteht das Risiko, dass diesen Herausforderungen nicht ausreichend entsprochen werden kann, aber auch die Chance für Pankl, die Marktanteile weiter zu steigern sowie die führende Marktposition durch Innovationen noch weiter zu festigen. Durch die Verschiebung von Testtagen oder Saisonstarts kann die Saisonalität des Umsatzes in einzelnen Rennklassen beeinflusst werden.

Im Bereich der Luftfahrt unterliegt die Pankl mit ihren Produkten den Schwankungen der Luftfahrtindustrie. Im Bereich der zivilen Luftfahrt stagniert das Wachstum im Helikopterbereich bedingt durch den Ölpreisverfall, Chancen können sich aber im Triebwerksbereich für Flächenflugzeuge ergeben. Im militärischen Bereich wirken sich Reduktionen der Militärbudgets negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.

Wettbewerb und Preisdruck: Der Motorradmarkt in Industriestaaten ist von intensivem Wettbewerb geprägt, wobei die stärksten Konkurrenten von KTM vier japanische, drei europäische und in geringem Ausmaß ein amerikanischer Hersteller sind und manche von ihnen größere finanzielle Ressourcen, höhere Absatzzahlen und Marktanteile besitzen. Im Straßenmotorradmarkt herrscht zudem ein hoher Preisdruck und neu hinzukommende Mitbewerber versuchen mittels Niedrigpreisstrategie den Markteintritt zu schaffen. Durch die erfolgreiche Marktstrategie von KTM konnte die Marktführerschaft in Europa erreicht werden.

Absatzrisiko: Die größten Einzelabsatzmärkte der KTM-Gruppe stellen der europäische sowie der US-amerikanische Markt dar. Ein Einbruch dieser Märkte könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der KTM-Gruppe haben. Der Markteintritt der KTM-Gruppe in neue Märkte stellt im Wesentlichen ein Kostenrisiko dar, da in manchen dieser Märkte die Absatzentwicklung sowie die politischen Rahmenbedingungen schwer einschätzbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Bajaj Auto Ltd., Indien, wird gemeinsam weiterhin konsequent an der Umsetzung einer globalen Produktstrategie gearbeitet.

Beschränkungen des Motorradfahrens: Der Umsatz der KTM/WP-Gruppe hängt unter anderem von den Einsatzmöglichkeiten ihrer Motorräder im Gelände ab und wird daher erheblich von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern beeinflusst, die den Geländemotorsport, Motorradzulassungen und Lenkerberechtigungen regeln.

Veränderungen am Beschaffungsmarkt: Für die CROSS Industries-Gruppe stellt der Beschaffungsmarkt ein Risiko im Bezug auf Menge, Qualität und Preis dar. Die CROSS Industries-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Auditierung bestehender und potentieller Lieferanten sowie durch den Abschluss langfristiger Abnahmeverträge. Die Qualität des bereitgestellten Materials wird laufend überwacht.

Das Beschaffungsrisiko der KTM-Gruppe liegt im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte im Wesentlichen darin, im Fall von Lieferanteninsolvenzen oder Lieferungsengpässen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Teilebereitstellung einzuleiten. Daher ist KTM nur indirekt von diesem Risiko betroffen. Zur Risikominimierung und Sicherstellung der Verfügbarkeit der Materialien wird bei KTM großer Wert auf eine sorgfältige Auswahl neuer Lieferanten nach festgelegten Kriterien und die nachhaltige Zusammenarbeit bzw. deren Weiterentwicklung mit bereits bestehenden, langjährig ausgerichteten und stabilen Lieferantenbeziehungen gelegt. Da die Qualität der KTM-Produkte wesentlich von der Qualität und den Eigenschaften der zu beschaffenden Subkomponenten geprägt ist, wird insbesondere auf Bonität, Betriebseinrichtungen und Produktionsprozesse der Lieferanten geachtet. Durch entsprechendes Monitoring wird die lückenlose Teileverfügbarkeit sichergestellt.

Die Pankl-Gruppe benötigt für die Herstellung einzelner Komponenten qualitativ hochwertige (Roh-) Materialien wie etwa Edelstahl-, Titanund Aluminiumlegierungen. Die rechtzeitige Verfügbarkeit der Rohstoffe ist von einer sorgfältigen Vorausplanung der zukünftigen Ordervolumina abhängig. Eine Verknappung der Materialien könnte zu Produktions- und Auslieferungsverzögerungen oder zu erhöhten Materialkosten führen. Da die Gesellschaft einen Großteil ihrer Rohstoffe im Ausland bezieht, unterliegt sie einer Vielzahl von Risiken, zu denen unter anderem wirtschaftliche oder politische Störungen, Transportverzögerungen oder auch Wechselkursschwankungen zählen. Jedes dieser vorgenannten Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und das Betriebsergebnis der Gesellschaft haben.

Bei der WP-Gruppe ist das Risiko von Seiten der Beschaffungsmärkte derzeit höher einzuschätzen. Die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen (Aluminiumlegierungen, Spezialstähle und Kunststoff) ist derzeit sehr schwierig und kann zu Engpässen führen. Die weitere preisliche Entwicklung der Rohstoffe ist schwer einzuschätzen, dies kann Auswirkungen auf die WP-Gruppe haben.

Forschung- und Entwicklung, Rennsport: Technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte sind maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. Um dem Risiko entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Innovationsfähigkeit der eigenen Produkte zu gewährleisten.

KTM legt daher großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradbereich, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Erforschung der Wünsche der Kunden, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu erreichen. Die Leistungen im Rennsport sind für das Unternehmen nicht nur als Marketinginstrument von großer Bedeutung, sondern bilden auch die Grundlage für die Produktentwicklung und sind Maßstab für die Serienentwicklung. Aus der Möglichkeit, Produkte unter Rennbedingungen bei Rennsportereignissen zu testen, werden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Weiters werden technische Neuerungen vor der Serieneinführung einer umfassenden Prüfung durch das Qualitätsmanagementsystem unterzogen, um technische Fehler mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung weitestgehend auszuschließen.

Bei Pankl ist der Forschungs- und Entwicklungsprozess stets dem Risiko ausgesetzt, dass Entwicklungsziele nicht erreicht oder Ergebnisse vom Markt nicht angenommen werden. Die Pankl-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Marktbeobachtung und einer engen Abstimmung von Entwicklungsaktivitäten mit dem Kunden.

Produkthaftungsrisiko: Die CROSS Industries-Gruppe ist im Geschäftsumfeld auch Schadenersatzforderungen aufgrund von Unfällen und Verletzungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die USA, wo Ansprüche in Produkthaftungsfällen mit höheren Haftungssummen geltend gemacht werden. Zur Absicherung dieser Risiken bestehen entsprechende Versicherungen.

Risiken durch rechtliche Rahmenbedingungen: Da die CROSS Industries-Gruppe ihre Produkte in einer Vielzahl von Ländern vertreibt, ist sie dem Risiko von Veränderungen nationaler Vorschriften, Lizenzbedingungen, Steuern, Handelsbeschränkungen, Preisen, Einkommen und Devisenbeschränkungen, ferner dem Risiko von politischer, sozialer und ökonomischer Instabilität, von Inflation und Zinsschwankungen ausgesetzt. Um dem Risiko entgegenzuwirken, werden die jeweiligen länderspezifischen Regelungen vor dem Markteintritt eingehend überprüft und laufend weiterhin überwacht, um bei Änderungen rechtzeitig handeln zu können.

Compliance: Gemäß den Anforderungen des § 234 b UGB wurde ein Corporate Governance-Bericht erstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der CROSS Industries AG bzw. auf die Website der CROSS Industries AG.

Betriebliches und Umweltrisiko: Obwohl eine 100%ige Risikoausschließung bei Naturgewalten nicht möglich ist, versuchen die Unternehmen der CROSS Industries-Gruppe das Risiko, dass Produktionsabläufe beeinträchtigt werden können, durch geeignete Notfallpläne und Versicherungen zu minimieren.

Personelle Risiken: Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus

dem Unternehmen ergeben. Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiterführung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften entgegengewirkt.

Das Risiko des Fachkräftemangels wird durch ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm in einer eigenen Lehrwerkstätte minimiert. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen.

Finanzielle Risiken: Hinsichtlich der finanziellen Risiken (Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Liquiditätsrisiken) wird auf die nachfolgenden Ausführungen unter Punkt 34. verwiesen.

34. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

34.1.Grundlagen

Die CROSS Industries-Gruppe hält originäre und derivative Finanzinstrumente. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten und An-eihen. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Konzernbilanz bzw. aus dem Konzernanhang.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung von bestehenden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken verwendet. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist im Konzern entsprechenden Bewilligungs- und Kontrollverfahren unterworfen. Die Bindung an ein Grundgeschäft ist zwingend erforderlich, Handelsgeschäfte sind nicht zulässig.

Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag.

Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt im Zugangszeitpunkt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Die Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

34.2. Einstufung und beizulegender Zeitwert

Der Zeitwert eines Finanzinstruments wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3).

Umgliederungen zwischen den Stufen werden zum Ende der Berichtsperiode berücksichtigt. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verschiebungen zwischen den Stufen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten (aktivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert bzw. zur Stufe von finanziellen Vermögenswerten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt bzw .es sich um ein Eigenkapitalinstrument handelt, dass zu Anschaffungskosten bewertet wird.

Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2015 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 135.124
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110.831
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
6.189
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurz- und langfristig)
26.179
Finanzanlagen - Ausleihungen 2.045
Summe 280.368
Zur Veräußerung verfügbar
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 17.906
Summe 17.906
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Wertpapiere
1.636 1.636 1.636 0 0 1.636
Summe 1.636
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Derivate mit positivem Marktwert 3.573 3.573 0 3.573 0 3.573
Summe 3.573
Summe 303.483
Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2014 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 89.404
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97.139
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
1.642
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurz- und langfristig)
29.817
Finanzanlagen - Ausleihungen 1.993
Summe 219.995
Zur Veräußerung verfügbar
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 19.886
Summe 19.886
Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2014 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Wertpapiere
0
Summe 0
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Derivate mit positivem Marktwert
466 466 0 466 0 466
Summe 466
Summe 240.347

Die im Zusammenhang mit dem bei der KTM bestehenden ABS-Programm verkauften Forderungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht. Im Rahmen des ABS-Programms werden monatlich revolvierend versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von TEUR 75.000 (Vorjahr: TEUR 50.000) verkauft. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 55.067 (Vorjahr: TEUR 48.926) an Dritte verkauft. Die Vereinbarung wurde 2012 abgeschlossen, 2014 bzw. 2015 ergänzt und läuft bis 2022. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt KTM weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31.12.2015 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 342). Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der erwartete Verlust aufwandswirksam als Verbindlichkeit verbucht. Der Buchwert des anhaltenden Engagements beträgt zum 31.12.2015 TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 342) und ist unter den anderen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des anhaltenden Engagements. In der Berichtsperiode wurden aus dem anhaltenden Engagement TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 96) ertragswirksam und kumuliert seit Transaktionsbeginn TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 342) aufwandswirksam erfasst. Das Volumen unterliegt keinen wesentlichen Schwankungen.

Daneben gibt es in der CROSS Industries-Gruppe ein Factoring über ein maximales Volumen von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 5.000). Die in Zusammenhang mit diesem Verträgen verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 1.166) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 auf Grund des Überganges der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Schulden (passivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Informationen für finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2015 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 329.556 342.171 0 0 342.171 342.171
Anleihen 170.507 178.500 167.903 10.597 178.500
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 22.504
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.399
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
2.158
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
(kurz- und langfristig)
41.346
Summe 677.470
Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2015 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate
mit negativem Marktwert
645 645 0 645 0 645
Summe 645
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate
mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge)
2.923 2.923 2.923 2.923
Summe 2.923
Summe 681.038
Buchwert Fair Value Beizulegender Zeitwert
31.12.2014 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 188.289 192.463 0 0 192.463 192.463
Anleihen 169.246 179.215 168.388 0 10.827 179.215
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 8.797
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.879
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
44.847
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
(kurz- und langfristig)
39.333
Summe 562.391
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem Marktwert
1.085 1.085 0 1.085 0 1.085
Summe 1.085
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate
mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge)
8.192 8.192 0 8.192 0 8.192
Summe 8.192
Summe 571.668

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechnik, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes verwendet wird sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht
beobachtbare Inputfaktoren
Zusammenhang zwischen
wesentlichen, nicht beob
achtbaren Inputfaktoren und
der Bewertung zum beizule
genden Zeitwert
Devisentermingeschäfte und
Zinsswaps
Marktvergleichsverfahren:
Die beizulegenden Zeitwerte
basieren auf Preisnotierungen
von Banken. Ähnliche Verträge
werden auf einem aktiven Markt
gehandelt und die Preisnotierun
gen spiegeln die tatsächlichen
Transaktionskosten für ähnliche
Instrumente wieder.
Nicht anwendbar Nicht anwendbar
Wertpapiere Zur Bewertung von Wertpapieren
wird der aktuelle Börsenkurs am
Bilanzstichtag herangezogen.
Nicht anwendbar Nicht anwendbar

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht beobachtete Inputfaktoren
Anleihen Zur Bewertung der börsen
notierten Anleihe wird die
Kursnotierung zum Bilanzstichtag
herangezogen bzw. abgezinste
Cashflows
Nicht anwendbar
Finanzielle Verbindlichkeiten Abgezinste Cashflows Risikoaufschlag für eigenes Bonitätsrisiko

Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Der Konzern schließt mit Banken Aufrechnungsvereinbarungen im Zusammenhang mit Derivaten ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel, wenn ein Kreditereignis wie ein Ausfall eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Eine Saldierung in der Bilanz wird nicht vorgenommen, da es in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen aus derartigen Rahmenverträgen kommt.

Im Zusammenhang mit dem als Finanzierungsleasing ausgewiesenen Logistikzentrums in Munderfing leistete KTM eine Einmalkaution in Höhe von TEUR 4.707 sowie laufende monatliche Kautionen von kumuliert TEUR 53 an den Leasinggeber.

Vertragsgemäß erfolgt bei Beendigung des Leasingvertrages die Rückführung der Kautionen an den Leasingnehmer. Daher erfolgt gemäß IAS 32.42 eine Saldierung der Kaution mit der Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing.

Die folgenden Tabellen zeigen tatsächlich aufgerechnete finanzielle Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie nicht aufgerechnete Beträge, die zwar Gegenstand einer Aufrechnungsvereinbarung sind, aber die Aufrechnungskriterien nach IFRS nicht erfüllen.

Finanzielle Vermögenswerte 2015
in TEUR
Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnte
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Vermögens
werte (netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
Sonstige Forderung 4.760 -4.760 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert
Devisentermingeschäfte 3.573 0 3.573 -1.143 2.430
Summe 8.333 -4.760 3.573 -1.143 2.430
Finanzielle Schulden 2015 Finanzielle
Schulden
(brutto)
Aufgerechnte
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Schulden
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 27.264 -4.760 22.504 0 22.504
Sonstige finanzielle Schulden-Derivate
mit negativem Marktwert
Devisentermingeschäfte 1.317 0 1.317 -1.143 174
Zinsswaps 2.251 0 2.251 0 2.251
Summe 30.832 -4.760 26.072 -1.143 24.929
Finanzielle Vermögenswerte 2014
in TEUR
Finanzielle
Vermögenswerte
(brutto)
Aufgerechnte
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Vermögens
werte (netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
Sonstige Forderung 4.707 -4.707 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert
Devisentermingeschäfte 466 0 466 -466 0
Summe 5.173 -4.707 466 -466 0
Finanzielle Schulden 2014 Finanzielle
Schulden
(brutto)
Aufgerechnte
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Schulden
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 13.504 -4.707 8.797 0 8.797
Sonstige finanzielle Schulden-Derivate
mit negativem Marktwert
Devisentermingeschäfte 5.385 0 5.385 -466 4.919
Zinsswaps 3.892 0 3.892 0 3.892
Summe 22.781 -4.707 18.074 -466 17.608

Das Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39 enthält Nettogewinne/-verluste, Gesamtzinserträge/-aufwendungen sowie Minderungsverluste und setzt sich wie folgt zusammen:

2015 aus Zinsen aus der Folge
bewertung
zum Fair Value
aus
Wertbe
richtigung
aus
Abgangs
ergebnis
Netto
ergebnis
(Summe)
in TEUR
Kredite und Forderungen 1.525 0 -613 -300 612
Zur Veräußerung gehalten 64 0 -2.925 0 -2.861
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
und Held-for-Trading
-621 598 0 0 -23
Zu fortgeführten Anschaffungskosten -15.331 0 0 0 -15.331
Summe -14.363 598 -3.538 -300 -17.603
2014 aus Zinsen aus der Folge
bewertung
zum Fair Value
aus
Wertbe
richtigung
aus
Abgangs
ergebnis
Netto
ergebnis
(Summe)
in TEUR
Kredite und Forderungen 1.182 0 -555 -257 370
Zur Veräußerung gehalten 35 0 -7.360 481 -6.844
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
und Held-for-Trading
-391 -535 0 0 -926
Zu fortgeführten Anschaffungskosten -15.919 0 0 0 -15.919
Summe -15.093 -535 -7.915 224 -23.319

Die Veränderung der Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der erfolgsneutrale Teil aus der Folgebewertung zum Fair Value der finanziellen Vermögenswerte Available-for-Sale ist in der Fair Value-Rücklage AfS-Wertpapiere ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen enthalten.

34.3. Finanzrisikomanagement

Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Die CROSS Industries-Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen, Kredit-, Markt-, Währungs- und Liquiditätsrisiken. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken zu steuern und zu begrenzen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können.

Die Grundsätze des Finanzrisikomanagements werden durch den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt und überwacht. Die Umsetzung obliegt dem Konzerntreasury und den dezentralen Treasuryeinheiten. Die KTM-Gruppe, die Pankl-Gruppe sowie die WP-Gruppe setzen zur Absicherung der nachfolgend beschriebenen Finanzrisiken derivative Finanzinstrumente ein mit dem Ziel, die Absicherung der operativen Zahlungsströme gegen Schwankungen der Wechselkurse und/oder Zinssätze sicherzustellen. Der Sicherungshorizont umfasst in der Regel die aktuell offenen Posten sowie geplante Transaktionen in den nächsten zwölf Monaten. In Ausnahmefällen können in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auch längerfristige strategische Sicherungspositionen eingegangen werden.

Währungsrisiken

Als weltweit tätiges Unternehmen ist die CROSS Industries-Gruppe von weltwirtschaftlichen Rahmendaten wie der Veränderung von Währungsparitäten oder den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Insbesondere die Wechselkursentwicklung des US-Dollars, der im Fremdwährungsrisiko der KTM-Gruppe das höchste Einzelrisiko darstellt, ist dabei für die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens von Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2015 hat die KTM-Gruppe rund 25 % der Umsätze (Vorjahr: 24 %) in US-Dollar erzielt. Durch Währungssicherungsmaßnahmen, insbesondere Hedging-Strategien, können diese Währungsverschiebungen weitestgehend zumindest über ein Modelljahr ausgeglichen werden, wobei für das Geschäftsjahr 2016 das US-Dollar-Geschäft mit einer Bandbreite zwischen EUR/USD 1,0765 und 1,1240 abgesichert wurde.

Währungsrisiken bestehen für den Konzern weiters, sofern finanzielle Vermögenswerte und Schulden in einer anderen als der lokalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgewickelt werden. Die Gesellschaften des Konzerns fakturieren zum überwiegenden Teil in lokaler Währung und finanzieren sich weitgehend in lokaler Währung. Veranlagungen erfolgen über-wiegend in der Landeswährung der anlegenden Konzerngesellschaft. Aus diesen Gründen ergeben sich zumeist natürlich geschlossene Währungspositionen.

Die CROSS Industries-Gruppe tätigt neben Investitionen in Österreich, wenn auch insgesamt in untergeordnetem Ausmaß, auch internationale Investitionen außerhalb der Eurozone. Wechselkursschwankungen, insbesondere solche zwischen dem Euro, US-Dollar und Währungen der Nachbarländer Österreichs können sich für den Wert solcher Beteiligungen als nachteilig erweisen.

Für die Währungsrisiken von Finanzinstrumenten wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen sowie die für das Geschäftsjahr 2016 geplanten Ein- und Verkäufe in Fremdwährung. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Bei der Analyse wurden jene Währungsrisiken von Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind, einbezogen.

Währungsrisiken aus Euro-Positionen in Tochterunternehmen, deren funktionale Währung vom Euro abweicht, wurden dem Währungsrisiko der funktionalen Währung des jeweiligen Tochterunternehmens zugerechnet. Risiken aus Fremdwährungspositionen abseits vom Euro wurden auf Konzernebene aggregiert. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung blieben unberücksichtigt.

Für das Währungsrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Dabei werden Effekte aus der Änderung des Wechselkurses um +/- 10 % auf den Gewinn und Verlust, das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital aufgezeigt.

Die CROSS Industries-Gruppe legt der Analyse folgende Annahmen zu Grunde:

  • Für die Sensitivität des Gewinnes und Verlustes werden Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten des Konzerns, sowie künftige Ein- und Auszahlungen in Fremdwährung berücksichtigt, die nicht in der funktionalen Währung der Konzerngesellschaft bilanziert sind. Ebenfalls werden die offenen Derivate des Cashflow-Hedges herangezogen, deren Grundgeschäft zum Bilanzstichtag bereits realisiert ist (ergebniswirksam).
  • Für die Sensitivität des sonstigen Ergebnisses werden offene Derivate des Cashflow-Hedges berücksichtigt, deren Grundgeschäft zum Bilanzstichtag noch nicht realisiert ist (nicht ergebniswirksam). Die Nominale der offenen Derivate entspricht dem Exposure.
Erhöhung (+) / Verminderung (-) Aufwertung um 10% Abwertung um 10%
in TEUR 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) 2.499 6.413 -3.218 -7.914
Veränderung der währungsbezogenen -7.307 -5.172 8.930 6.322
Cash-Flow-Hedge-Rücklage
Veränderung des Eigenkapitals -4.808 1.241 5.712 -1.592

Zinsänderungsrisiken

Die Finanzinstrumente sind sowohl aktiv- als auch passivseitig vor allem variabel verzinst. Das Risiko besteht demnach in steigenden Aufwandszinsen bzw. sinkenden Ertragszinsen, die sich aus einer nachteiligen Veränderung der Marktzinsen ergeben.

Die CROSS Industries-Gruppe ist teilweise variabel refinanziert und unterliegt somit dem Risiko von Zinsschwankungen am Markt. Dem Risiko wird durch regelmäßige Beobachtung des Geld- und Kapitalmarktes sowie durch den teilweisen Einsatz von Zinsswaps (Fixed Interest Rate Payer Swaps) Rechnung getragen. Im Rahmen der abgeschlossenen Zinsswaps erhält das Unternehmen variable Zinsen und zahlt im Gegenzug fixe Zinsen auf die abgeschlossenen Nominalen.

Zinsänderungsrisiken resultieren somit im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten (Cash-flow-Risiko). Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außer-dem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.

Eine Veränderung um 50 Basispunkte hätte folgende Auswirkungen:

Erhöhung (+) / Verminderung (-) Erhöhung um 50 BP Verringerung um 50 BP
in TEUR 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) 16 84 -17 -82
Veränderung der währungsbezogenen
Cash-Flow-Hedge-Rücklage
412 694 -420 -716
Veränderung des Eigenkapitals 428 778 -437 -798

Ausfallsrisiken (Kredit- bzw. Bonitätsrisiken)

Als Ausfallsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommen kann.

Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und Sicherheiten gefordert werden. Dies erfolgt einerseits durch Kreditversicherungen und andererseits durch bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive). In internen Richtlinien werden die Ausfallsrisiken festgelegt und kontrolliert.

Des Weiteren ist der Konzern einem Kreditrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt, das durch Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich um internationale Finanzinstitute. Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert ist das Ausfallsrisiko auf deren Wiederbeschaffungskosten beschränkt, wobei das Ausfallsrisiko als gering eingestuft werden kann, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Banken mit hoher Bonität handelt.

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Mit Ausnahme der unter Punkt 34.2. des Konzernanhangs beschriebenen Aufrechnungsvereinbarung, gibt es zusätzlich keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen.

Die Buchwerte der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert
31.12.2015
davon: Zum
Abschluss
stichtag weder
wertgemindert
noch überfällig
davon: Zum Abschlussstichtag nicht
wertgemindert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
davon
wertgemindert
in TEUR bis
30 Tage
30 bis
60 Tage
60 bis
90 Tage
mehr als
90 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
110.831 86.742 13.658 2.605 1.752 3.266 2.808
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
6.189 5.476 170 163 49 331 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurz- und langfristig)
26.179 25.604 205 30 47 293 0
Finanzanlagen - Ausleihungen 2.045 2.045 0 0 0 0 0
Summe 145.244 119.867 14.033 2.798 1.848 3.890 2.808
Buchwert
31.12.2014
davon: Zum
Abschluss
stichtag weder
wertgemindert
noch überfällig
davon: Zum Abschlussstichtag nicht
wertgemindert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
davon
wertgemindert
in TEUR bis
30 Tage
30 bis
60 Tage
60 bis
90 Tage
mehr als
90 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
97.139 75.469 14.978 2.523 826 297 3.046
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
1.642 865 164 137 98 378 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurz- und langfristig)
29.817 29.817 0 0 0 0 0
Finanzanlagen - Ausleihungen 1.993 1.993 0 0 0 0 0
Summe 130.591 108.144 15.142 2.660 924 675 3.046

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der finanziellen Liefer- und sonstigen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Liquiditätsrisiken

Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der CROSS Industries-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere auch darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Planannahmen liegen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten. Der Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität wird allerhöchste Priorität beigemessen. Darüber hinaus ist die Maximierung des Free-Cashflows durch Kostensenkungsmaßnahmen, proaktives Working-Capital-Management sowie reduzierte Investitionsausgaben eine wesentliche Steuerungsgröße. Es liegen aus heutiger Sicht ausreichende Zusagen zur Bonität unserer strategischen Finanzpartner und somit zur Absicherung der kurzfristigen Liquiditätsreserven vor. Der langfristige Liquiditätsbedarf wird durch die Emission von Unternehmensaktien und -anleihen, die Aufnahme von Darlehen oder Kapitalerhöhungen sichergestellt.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-flows (Zins- und Tilgungszahlungen) sowie die Restlaufzeiten der finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert Cash-Flows 2016 Cash-Flows 2017 bis 2020 Cash-Flows ab 2021
in TEUR 31.12.2015 Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche
Verbindlichkeiten
329.556 4.275 1.409 55.126 12.329 4.017 218.473 6.013 286 56.189
Anleihen 170.507 7.582 0 1.010 7.623 0 170.000 0 0 0
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
22.504 4 404 1.207 0 1.415 3.998 0 2.230 17.299
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
111.399 0 0 111.399 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
2.158 0 0 2.158 0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
(kurz- und langfristig)
41.346 0 0 35.098 0 0 921 0 0 5.327
Summe 677.470 11.861 1.813 205.998 19.952 5.432 393.392 6.013 2.516 78.815
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem
Marktwert
645 141 0 0 0 0 500 0 0 0
Summe 645 141 0 0 0 0 500 0 0 0
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem
Marktwert
(Cash Flow Hedge)
2.923 786 0 1.780 863 0 0 0 0 0
Summe 2.923 786 0 1.780 863 0 0 0 0 0
Summe 681.038 12.788 1.813 207.778 20.815 5.432 393.892 6.013 2.516 78.815
Buchwert Cash-Flows 2016 Cash-Flows 2017 bis 2020 Cash-Flows ab 2021
in TEUR 31.12.2014 Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche
Verbindlichkeiten
188.289 1.717 1.427 43.577 4.356 2.742 115.818 681 226 28.894
Anleihen 169.246 7.513 0 0 15.374 0 170.000 0 0 0
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
8.797 14 162 687 4 550 1.550 0 1.039 6.560
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
111.879 0 0 111.879 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
44.847 0 1.008 4.540 0 955 40.307 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
(kurz- und langfristig)
39.333 23 0 33.089 5 0 246 0 0 5.998
Summe 562.391 9.267 2.597 193.772 19.739 4.247 327.921 681 1.265 41.452
Zu Handelszwecken gehalten
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem
Marktwert
1.085 0 0 1.085 0 0 0 0 0 0
Summe 1.085 0 0 1.085 0 0 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem
Marktwert
(Cash Flow Hedge)
8.192 1.264 0 8.178 1.131 0 14 152 0 0
Summe 8.192 1.264 0 8.178 1.131 0 14 152 0 0
Summe 571.668 10.531 2.597 203.035 20.870 4.247 327.935 833 1.265 41.452

Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Bei den laufenden Betriebsmittelkrediten wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 12 Monaten unterstellt; diese Kredite werden aber regelmäßig prolongiert und stehen - wirtschaftlich betrachtet - länger zur Verfügung. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.

34.4. Derivate und Hedging

Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden im Wesentlichen zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen.

Im Rahmen des Cash-flow-Hedge-Accounting werden sowohl variable zukünftige Zahlungsströme aus langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis 2020 als auch zukünftige operative Fremdwährungszahlungsströme, deren Ein-/Ausgang in den nächsten 12 Monaten geplant wird, abgesichert.

Devisentermingeschäfte Nominalbetrag
31.12.2015
Marktwerte
31.12.2015
Exposures
31.12.2015
Laufzeit
bis 1 Jahr
Laufzeit
1- 5 Jahre
Währung in 1000 in TEUR in TEUR
Landeswährung
USD 67.000 -817 81.199 67.000 0
JPY 2.310.000 422 26.853 2.310.000 0
CAD 37.470 1.505 34.263 37.470 0
GBP 32.860 700 48.520 32.860 0
CHF 18.590 236 20.843 18.590 0
SEK 117.000 -117 19.842 117.000 0
MXN 56.500 181 8.884 56.500 0
DKK 6.030 2 2.661 6.030 0
PLN 12.750 63 7.591 12.750 0
NOK 16.480 87 6.931 16.480 0
CZK 132.000 -7 7.848 132.000 0
ZAR 0 0 0 0 0
Zinsswaps 80.572 -1.606 0 44.846 35.726

Nachfolgende als Sicherungsinstrumente eingesetzte, derivative Finanzinstrumente werden zum 31.12.2015 eingesetzt:

Devisentermingeschäfte Nominalbetrag
31.12.2014
Marktwerte
31.12.2014
Exposures
31.12.2014
Laufzeit
bis 1 Jahr
Laufzeit
1- 5 Jahre
Währung in 1000 in TEUR in TEUR
Landeswährung
USD 37.600 -2.915 85.057 37.600 0
JPY 2.350.000 -457 27.028 2.350.000 0
CAD 22.300 -265 25.663 22.300 0
GBP 31.830 -1.450 47.273 31.830 0
CHF 20.470 -180 20.137 20.470 0
SEK 66.000 230 18.368 66.000 0
MXN 0 0 0 0 0
DKK 6.850 1 1.751 6.850 0
PLN 13.360 42 7.144 13.360 0
NOK 11.950 84 5.404 11.950 0
CZK 108.850 26 7.178 108.850 0
ZAR 121.000 -35 14.809 121.000 0
Zinsswaps 81.418 -2.807 0 839 80.579

Bei folgenden derivativen Finanzinstrumenten konnte keine Sicherungsbeziehung hergestellt werden:

Nominalbetrag
31.12.2015
Marktwerte
31.12.2015
Laufzeit
bis 1 Jahr
Laufzeit
1- 5 Jahre
in 1000
Landeswährung
in TEUR
Zinsswaps 31.000 -645 11.000 20.000
Nominalbetrag
31.12.2014
Marktwerte
31.12.2014
Laufzeit
bis 1 Jahr
Laufzeit
1- 5 Jahre
in 1000
Landeswährung
in TEUR

Devisentermingeschäfte

Die von Unternehmen der CROSS Industries-Gruppe abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden im Wesentlichen zur Absicherung künftig beabsichtigter Umsätze und Materialaufwendungen in Fremdwährungen gegen das Risiko von Wechselkursschwankungen abgeschlossen.

Zinsswaps

Zum 31.12.2015 wurden Payer Interest Rate Swaps in Höhe von TEUR 111.572 (Vorjahr: TEUR 112.418) zur Reduzierung der Volatilität variabler Zinszahlungen aus Krediten gehalten. Davon wurden Zinsswaps mit einem Nominale von TEUR 31.000 (Vorjahr: TEUR 31.000) mit einem negativen Marktwert von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 1.085) als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert.

35. Leasingverhältnisse

35.1 Finanzierungsleasingverhältnisse

Unter den Gebäuden und Maschinen wird ein Finanzierungsleasing ausgewiesen, bei dem die CROSS Industries-Gruppe als Leasingnehmer auftritt. Beim Gebäude handelt es sich um das KTM Logistikzentrum am Standort Munderfing, welches in 2015 fertiggestellt wurde. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 15 Jahren besteht ein Andienungsrecht, das Gebäude zum Restwert zu erwerben.

Der Buchwert der Finanzierungsleasingverhältnisse stellt sich wie folgt dar:

2015 Gebäude Maschinen Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
in TEUR
Anschaffungswert 27.050 3.757 0
Kumulierte Abschreibung -360 -2.851 0
Buchwert 26.690 906 0
2014 Gebäude Maschinen Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
in TEUR
Anschaffungswert 0 3.757 12.405
Kumulierte Abschreibung 0 -2.307 0

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:

Leasingzahlungen Barwerte
in TEUR 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Bis zu 1. Jahr 1.489 864 1.463 824
2 bis 5 Jahre 4.910 2.104 4.660 1.984
Über 5 Jahre 24.919 12.305 19.815 10.157
31.318 15.273 25.938 12.965
abzüglich Zinszahlungen -4.054 -1.769
abzüglich Kautionen -4.760 -4.707
Buchwert der Leasingverpflichtungen 22.504 8.797

Die Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden in der Konzernbilanz unter den Finanzverbindlichkeiten, siehe Punkt 27., ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zinsen aus Finanzierungsleasingverhältnissen in der Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 56) erfasst.

Das Logistikzentrum wird zum Großteil selbst genutzt. In geringem Ausmaß erfolgt eine Vermietung an konzernfremde Dritte. Dabei werden in den nächsten Jahren Zahlungen in der Höhe von TEUR 1.796 erwartet.

Es besteht die Möglichkeit, die Verträge nach der vereinbarten Laufzeit jeweils um weitere fünf Jahre zu verlängern.

35.2. Operating-Leasingverhältnisse

CROSS Industries-Gruppe als Leasingnehmer

Neben den Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es in der CROSS Industries-Gruppe Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Miet- bzw. Leasingzinsen basieren.

Zahlungen aus als Aufwand erfassten Leasingzahlungen (Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen) aus Operatingleasingverhältnissen betragen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 13.906 (Vorjahr: TEUR 15.425).

Die Nutzung von nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Miet- und Leasinggegenständen (im Wesentlichen, die Miete von Grundstücken, Betriebs- und Verwaltungsgebäuden und Lagerplätzen, sowie Leasing von CNC-Maschinen, KFZ- und EDV-Ausstattung) bringt Verpflichtungen gegenüber Dritten von TEUR 62.755 (Vorjahr: TEUR 57.927) mit sich, welche wie folgt fällig werden:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Bis zu 1. Jahr 11.751 10.510
2 bis 5 Jahre 38.715 36.906
Über 5 Jahre 12.289 10.511
62.755 57.927

Die Definition für Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wurde konzerneinheitlich definiert. Die Angabe umfasst nun auch langfristige Mieten für Grundstücke bzw. Superädifikate. Die Vorjahresangabe wurde entsprechend angepasst.

Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine wesentlichen bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen.

Die Operatingleasingverträge sind meist variabel verzinst; teilweise gibt es Kaufoptionen.

CROSS Industries-Gruppe als Leasinggeber

Neben den Finanzierungs- und Operatingleasingverhältnissen, wo die CROSS Industries-Gruppe als Leasingnehmer auftritt, gibt es in der CROSS Industries-Gruppe Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse aus Sicht des Leasinggebers zu klassifizieren sind. Operatingleasingverhältnisse werden über eine Grundmietzeit von bis zu 25 Jahren abgeschlossen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Mietzinsen basieren.

Es bestehen Ansprüche auf den Erhalt von Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasingverhältnissen, die wie folgt fällig werden:

31.12.2015 31.12.2014
in TEUR
Bis zu 1. Jahr 824 859
2 bis 5 Jahre 412 1.379
Über 5 Jahre 0 0
1.236 2.238

Die Leasingerträge aus Operatingleasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 969 (Vorjahr: TEUR 862).

36.Künftige Zahlungsverpflichtungen

Im Geschäftsjahr 2015 hat der Konzern Verträge über den Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen im Jahr 2016 im Wert von TEUR 8.859 (Vorjahr: TEUR 3.289) geschlossen. In 2015 ist der größte Teil dieser Verpflichtung dem Neubau der Auspufffertigung bei der WP-Gruppe in Munderfing in der Höhe von TEUR 6.445 zuzuordnen.

37.Segmentberichterstattung

In der CROSS Industries AG erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis der einzelnen Unternehmensgruppen (KTM AG-Gruppe, Pankl Racing Systems AG-Gruppe, WP AG-Gruppe). Die einzelnen Unternehmensgruppen werden separat geführt und an die CROSS Industries AG gemäß den IFRS Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Der für den Segmentbericht relevante Hauptentscheidungsträger ist der Gesamtvorstand der CROSS Industries AG. Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß den internen Berichten mit den Segmenten KTM, Pankl, WP sowie Sonstige.

Im Bereich "Sonstige" werden die CROSS Industries AG, die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH sowie die Durmont Teppichbodenfabrik GmbH (bis zu deren Endkonsolidierung) zusammengefasst.

Eine Beschreibung der einzelnen Segmente erfolgt unter Punkt I.

Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern.

Für segmentübergreifende Angaben (Darstellung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen) für das Geschäftsjahr 2015 und 2014 verweisen wir auf Punkt 7 Umsatzerlöse sowie bezüglich Produkten und Dienstleistungen der einzelnen Segmente auf Punkt I.

Keines der Segmente weist eine Abhängigkeit von externen Kunden im Sinn des IFRS 8.34 auf.

Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Die Segmentberichterstattung wird auf Seite 123 angeführt.

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Pierer Industrie AG ist Hauptaktionärin der CROSS Industries AG. Die CROSS Industries AG wiederum ist Hauptaktionärin der Pankl Racing Systems AG. Am 13. Jänner 2016 hat die Pierer Industrie AG bekannt gegeben, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot (Tauschangebot) an die Aktionäre der Pankl Racing Systems AG zu stellen. Als Gegenleistung für eine Pankl-Aktie bietet die Pierer Industrie AG 8 Aktien der CROSS Industries AG im Tausch an. Die Pierer Industrie AG hat die Angebotsunterlage am 17. Februar 2016 bei der Übernahmekommission eingereicht. Mit Bescheid vom 2. März 2016 hat die Übernahmekommission angeordnet, die für den 4. März 2016 geplante Veröffentlichung der Angebotsunterlage vorläufig nicht vorzunehmen, da aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes und der mit einem öffentlichen Tauschangebot verbundenen Rechtsfragen das Prüfverfahren seitens der Übernahmekommission gemäß § 11 Abs.1 ÜbG nicht innerhalb der gesetzlichen Frist abgeschlossen werden konnte.

Die CROSS Industries AG hat im Dezember 2015 ihre nachrangige Anleihe (Perpetual bond) in Höhe des aushaftenden Nominales von TEUR 1.010 mit 7. Februar 2016 ordentlich gekündigt. Die Rückzahlung der Teilschuldverschreibungen erfolgte am 8. Februar 2016.

Weitere Ereignisse nach dem 31.12.2015, die für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden materiell sind, sind entweder im vorliegenden Abschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

39.Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Aktien der CROSS Industries AG, Wels, werden zu 74,89 % von der Pierer Industrie AG, Wels, gehalten. Die Pierer Industrie AG wiederum ist zu 100 % im Besitz der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels. Alleiniger Gesellschafter der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, ist Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer.

Im Geschäftsjahr 2015 erhielten die Gesellschafter keine Ausschüttung aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2014.

Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer übt folgende wesentliche Organfunktionen im Pierer Konzerngesellschaft mbH-Konzern aus:

  • Vorstand der Pierer Industrie AG, Wels
  • Vorstandsvorsitzender der CROSS Industries AG, Wels
  • Vorstandsvorsitzender der KTM AG, Mattighofen
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg
  • Aufsichtsratsvorsitzender der WP AG, Munderfing
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft, Wels
  • Aufsichtsrat der ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft, Linz

Die KTM AG hat mit Übertragungsvereinbarung vom 17.9.2013 das Lizenzrecht für die Nutzung der Marke "Husqvarna" von der Pierer Industrie AG um TEUR 10.000 erworben. Das Lizenzrecht wird planmäßig über die Restnutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben und regelmäßig auf dessen Werthaltigkeit geprüft. Der Wert des Lizenzrechtes wurde durch eine Bewertung plausibilisiert und der Erwerb wurde durch den Aufsichtsrat der KTM AG genehmigt. Es handelt sich um eine Transaktion zu marktüblichen Bedingungen.

Die CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG) hat am 13. Mai 2015 von ihrer Put-Option zum Verkauf sämtlicher von ihr gehaltenen CROSS Industries AG Anleihen (zum 13. Mai 2015: 2.400 Stück) Gebrauch gemacht und diese in Höhe des Nominalwertes (€ 24,0 Mio.) samt bis zum 13. Mai 2015 aufgelaufener Zinsen an die Pierer Industrie AG verkauft. Die Pierer Industrie AG besaß im Juli 2015 Anleihen der CROSS Industries AG mit einem Nominale von € 56,8 Mio., welche im Rahmen des Rückkaufangebotes der CROSS Industries AG an diese verkauft wurden. Zum 31.12.2015 hält die Pierer Industrie AG keine Anleihen der CROSS Industrie AG.

Zum 31.12.2014 bestanden fremdüblich verzinste Finanzierungen mit der Pierer Industrie AG in Höhe von € 38,2 Mio. Diese wurden nach der Verschmelzung mit der BF HOLDING AG mit Forderungen in Höhe von € 24,4 Mio. verrechnet. Die restlichen Verbindlichkeiten wurden rückgeführt. Zum 31.12.2015 bestehen keine verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber der Pierer Industrie AG. Gegenüber der Pierer Industrie AG bestehen zum Bilanzstichtag jedoch noch offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 60) aus laufenden Verrechnungen.

Im Dezember 2015 verkaufte die CROSS Industries AG 262.500 Stück Aktien der Pankl Racing Systems AG an die Pierer Industrie AG in Höhe von TEUR 7.350, wovon Forderungen in Höhe von TEUR 3.150 per 31.12.2015 noch offen sind. Weiters bestehen gegenüber der Pierer Industrie AG offene Forderungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) aus laufenden Verrechnungen.

Zudem sind mit der Pierer Industrie AG Erträge in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 298) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 411) aus laufenden Dienstleistungen und Zinsaufwendungen entstanden.

Seit dem Jahr 2007 besteht eine Kooperation mit der indischen Bajaj-Gruppe. Die Bajaj-Gruppe ist der zweitgrößte Hersteller in Indien mit einem Absatz von ca. 3,81 Mio. Motorrädern und Three-Wheelern im letzten Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 31.3.2015). Den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet die gemeinsame Entwicklung von Street-Motorrädern im Einstiegs-segment, welche in Indien produziert und unter der Marke KTM von beiden Unternehmen in ihren Stammmärkten vertrieben werden.

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats in der KTM AG, Herr Rajiv Bajaj, ist Geschäftsführer der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Das Aufsichtsratsmitglied der KTM AG Herr Srinivasan Ravikumar ist Director der Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, und President of Business Development and Assurance der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Die Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, ein Tochterunter-nehmen der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, hält zum 31.12.2015 47,99 % an der KTM AG. Gegenüber der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, besteht zum 31.12.2015 eine Forderung (einschließlich Forderungen aus geleisteten Anzahlungen) in Höhe von TEUR 227 sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.735 (Vorjahr: Forderung in Höhe von TEUR 4.422 sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 476). Die Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, gewährte der KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG) ein kurzfristiges, fremdüblich verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 mit einer Laufzeit bis zum 31.3.2015, welches vereinbarungsgemäß getilgt wurde. Zudem sind aus der Kooperation mit der Bajaj-Gruppe Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.800) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 74.493 (Vorjahr: TEUR 71.604) entstanden.

An die KTM New Zealand Ltd. und die KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, zwei Generalimporteure der KTM-Gruppe, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen. An KTM-Händler, an denen die KTM-Gruppe Minderheitenanteile hält und die als sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen.

Die Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H., ein unmittelbares Tochterunternehmen der Pierer Konzerngesellschaft mbH, erbringt als Generalunternehmer Leistungen im Zusammenhang mit der Planung und Errichtung des KTM-Logistikzentrums in Munderfing für die Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, mit welcher die KTM Immobilien GmbH einen fremdüblichen Leasingvertrag abgeschlossen hat.

Im Geschäftsjahr 2014 leistete die KTM Immobilien GmbH Anzahlungen in Höhe von TEUR 4.835 an die Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH.

Die von der Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H. in 2015 erbrachten Bauleistungen betragen TEUR 14.730 (Vorjahr: TEUR 7.570). An der Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH sind die Oberbank Leasing Gesellschaft mbH mit 90 % und die KTM AG mit 10 % beteiligt.

Die Pierer Industrie AG ist mit 100 % an der Moto Italia GmbH, Meran, Italien und mit 25,07 % an der All for One Steeb AG, Filderstadt, Deutschland, beteiligt. Von der Moto Italia erwarb die KTM-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 Ersatzteile der Marke Husqvarna in Höhe von 4,6 Mio EUR. Für die zukünftigen Verkäufe dieser Ersatzteile wurde eine Margenteilung vereinbart, die im Geschäftsjahr 2014 mit einer Zahlung an die Moto Italia GmbH in Höhe von 1,3 Mio. EUR vorzeitig erfüllt wurde. Im Geschäftsjahr 2015 fanden keine wesentlichen Transaktionen statt. Die All for One Steeb AG erbrachte IT-Beratungsleistungen für die CROSS Industries-Gruppe in Höhe von TEUR 5.435 (Vorjahr: TEUR 2.989). Zum Bilanzstichtag bestanden gegenüber der All for One Steeb AG offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.361 (Vorjahr: TEUR 27).

Herr Mag. Gerald Kiska gehört dem Aufsichtsrat der CROSS Industries AG, Wels, an und ist als geschäftsführender Gesellschafter der Kiska GmbH, Anif, an der die KTM AG, Mattighofen, zu 26,0 % beteiligt ist, tätig. Weiters ist Herr Mag. Gerald Kiska in der KTM Technologies GmbH, Anif, als Geschäftsführer bestellt. Für Leistungen der Kiska GmbH, Anif, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.278 (Vorjahr: TEUR 7.132) sowie Erträge in Höhe von TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 480) angefallen. Gegenüber der Kiska GmbH, Anif, bestanden zum 31.12.2015 offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.722 (Vorjahr: TEUR 3.796).

Die weiteren Geschäftsvorfälle und die Beträge der ausstehenden Salden mit nahe stehenden Unternehmen und Personen stellen sich wie folgt dar:

2015 Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
in TEUR
Gesellschafter (mittelbar und unmittelbar) 10 1.657 649 5.424
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 3.652 86 11.618 672
Sonstige nahe stehende Unternehmen 4.952 737 13.116 5.368
8.614 2.480 25.383 11.464
2014 Forderungen Verbindlichkeiten Erträge Aufwendungen
in TEUR
Gesellschafter (mittelbar und unmittelbar) 713 3.910 185 3.970
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 5.398 1 10.882 0
Sonstige nahe stehende Unternehmen 6.210 4.344 8.670 2.845

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.

40.Beteiligungsspiegel zum 31.12.2015

Der Beteiligungsspiegel enthält alle Gesellschaften, die neben den Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden (siehe Seite 120).

41.Organe der CROSS Industries AG

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015 nachstehende Herren bestellt:

  • Josef Blazicek, Vorsitzender (seit 2.6.2015; Stellvertretender des Vorsitzenden bis 2.6.2015)
  • Dr. Ernst Chalupsky, Stellvertreter des Vorsitzenden (seit 2.6.2015; Vorsitzender bis 2.6.2015)
  • Mag. Gerald Kiska
  • Mag. Klaus Rinnerberger (seit 2.6.2015)

Als jeweils kollektivvertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2015 nachstehende Herren bestellt:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer (Vorsitzender seit 2.6.2015)
  • Mag. Friedrich Roithner (seit 2.6.2015)
  • Ing. Alfred Hörtenhuber (seit 2.6.2015)
  • Mag. Wolfgang Plasser (seit 2.6.2015)
  • Dr. Michael Hofer (Vorsitzender bis 2.6.2015)
  • Mag. Michaela Friepeß (bis 2.6.2015)

Wels, am 11. März 2016

Der Vorstand

DI Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser

Anlage 1 zum Konzernanhang: Beteiligungsspiegel zum 31.12.2015 Anlage 2 zum Konzernanhang: Segmentberichterstattung zum 31.12.2015

BETEILIGUNGSSPIEGEL DER CROSS INDUSTRIES AG

(vormals: BF HOLDING AG) zum 31. Dezember 2015

Gesellschaft Erstkonsolidie
rungsszeitpunkt
Anteilshöhe % Konsolidie
rungsart
Vollkonsolidierte Gesellschaften:
Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Engine Systems GmbH & Co KG, Bruck an der Mur 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Drivetrain Systems GmbH & Co KG, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Racing Systems UK Ltd., Bicester, Großbritannien 1.1.2008 55,85 KVA
Pankl Holdings, Inc., Carson City, Nevada, USA 1.1.2008 55,85 KVA
Capital Technology Beteiligungs GmbH, Bruck an der Mur 1.1.2008 55,85 KVI
CP-CARRILLO, LLC, Irvine, USA 1.1.2008 39,10 KVA
Performance Equipment Company, LLC, Irvine, USA 1.1.2008 39,10 KVA
Pankl Emission Control Systems GmbH, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Aerospace Systems Inc., Cerritos, USA 1.1.2008 55,85 KVA
Pankl Beteiligungs GmbH, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Schmiedetechnik GmbH & Co KG, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg 1.1.2008 55,85 KVI
Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Topolcany, Slowakei 1.1.2008 55,85 KVA
Pankl Engine Systems Inc., Irvine, USA 27.7.2011 55,85 KVA
Carrillo Acquisitions Inc., Irvine, USA 23.12.2011 55,85 KVA
Pankl - APC Turbosystems GmbH, Mannheim, Deutschland 28.9.2012 39,10 KVA
WP AG, Munderfing 30.6.2005 89,48 KVI
WP Performance Systems GmbH, Munderfing 30.11.2007 89,48 KVI
WP Components GmbH, Munderfing 1) 31.12.2009 89,48 KVI
WP Immobilien GmbH, Munderfing 2) 30.4.2005 90,01 KVI
CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels 30.9.2010 100,00 KVI
KTM AG, Mattighofen 3) 31.5.2005 51,28 KVI
KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG), Mattighofen 4) 31.5.2005 51,47 KVI
KTM North America, Inc., Amherst, Ohio, USA 31.5.2005 51,28 KVA
KTM-Motorsports Inc., Amherst, Ohio, USA 31.5.2005 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Japan K.K., Tokyo, Japan 31.5.2005 51,28 KVA
KTM-Racing AG, Frauenfeld, Schweiz 31.5.2005 51,28 KVA
KTM-Sportcar GmbH, Mattighofen 31.5.2005 51,28 KVI
KTM Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika 1.3.2009 51,28 KVA
KTM Sportmotorcycle Mexico C.V. de S.A., Lerma, Mexiko 1.6.2009 51,28 KVA
KTM South East Europe S.A., Elefsina, Griechenland 1.11.2010 51,28 KVA
KTM Technologies GmbH, Anif 1.10.2008 37,95 KVI
KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen 31.3.2011 51,28 KVI
Gesellschaft Erstkonsolidie
rungsszeitpunkt
Anteilshöhe % Konsolidie
rungsart
KTM-Sportmotorcycle India Private Limited, Pune, Indien 1.6.2012 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen 1.1.2013 51,28 KVI
KTM-Sportmotorcycle GmbH, Ursensollen, Deutschland 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Switzerland Ltd, Frauenfeld, Schweiz 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle UK Ltd., Brackley, Großbritannien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Espana S.L., Terrassa, Spanien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle France SAS, Saint Priest, Frankreich 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Italia s.r.l., Gorle, Italien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Nederland B.V., Malden, Niederlande 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Scandinavia AB, Örebro, Schweden 31.12.2013 51,28 KVA
KTM-Sportmotorcycle Belgium S.A., Wavre, Belgien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Canada Inc., St-Bruno, Kanada 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Hungária Kft., Törökbálint, Ungarn 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Central East Europe s.r.o., Bratislava, Slowakei 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Österreich GmbH, Mattighofen 31.12.2013 51,28 KVI
KTM Nordic Oy, Vantaa, Finnland 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Sportmotorcycle d.o.o., Marburg, Slowenien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Czech Republic s.r.o., Pilsen, Tschechien 31.12.2013 51,28 KVA
KTM Sportmotorcycle SEA PTE. Ltd. (vormals: KTM Sportmotorcycle
Singapore PTE Ltd.), Singapur, Singapur
1.1.2014 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles Italia S.r.l., Albano Sant'Alessandro,
Italien
31.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles Deutschland GmbH, Ursensollen, Deutschland 31.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles Espana S.L., Terrassa, Spanien 31.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles UK Ltd., Brackley, Großbritannien 31.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles France SAS, Saint Priest, Frankreich 31.12.2013 51,28 KVA
HQV Motorcycles Scandinavia AB, Örebro, Schweden 31.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles North America, Inc., Murrieta, CA, USA 1.12.2013 51,28 KVA
Husqvarna Motorsports, Inc., Murrieta, CA, USA 1.4.2015 51,28 KVA
Husqvarna Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika 1.4.2015 51,28 KVA

Assoziierte Unternehmen:

Wethje Carbon Composites GmbH (vormals: Wethje Holding GmbH),
Hengersberg, Deutschland
- 49,00 KEA
Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland 5) - 52,06 KEA
KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland - 13,33 KEA
Kiska GmbH, Anif - 13,33 KEI
KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate - 12,82 KEA
Gesellschaft Erstkonsolidie
rungsszeitpunkt
Anteilshöhe % Konsolidie
rungsart
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte:
Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, Hartberg - 24,00 KOI
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels - 100,00 KOI
Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland - 100,00 KOA
ACstyria Autocluster GmbH, Grambach - 12,33 KOI
KTM Australia Pty Ltd., Perth, Australien - 51,28 KOA
KTM Finance GmbH, Frauenfeld, Schweiz - 51,28 KOA
KTM Wien GmbH, Mattighofen - 38,97 KOI
KTM do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien - 51,28 KOA
KTM Braumandl GmbH, Wels - 13,33 KOI
Project Moto Rütter & Holte GmbH, Oberhausen, Deutschland - 13,33 KOA
MX - KTM Kini GmbH, Wiesing - 13,33 KOI
KTM Regensburg GmbH, Regensburg, Deutschland - 13,33 KOA
Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, Linz - 5,13 KOI
Mattighofen Museums-Immobilien GmbH, Mattighofen - 25,13 KOI
KTM Events & Travel Service AG, Frauenfeld, Schweiz 6) - 51,28 KOA
KISKA Inc., Murrieta, USA - 26,15 KOA
Pankl Japan Inc., Tokyo, Japan - 55,85 KOA
WP Suspension B.V., Malden, Niederlande - 89,48 KOA
WP Cooling Systems (Dalian) Co., Ltd., Dalian, China - 89,48 KOA
WP Germany GmbH, Ursensollen, Deutschland - 89,48 KOA
WP Suspension North America, Inc., Murrieta, CA, USA - 89,48 KOA
BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz 6) - 100,00 KOA

1) 0,02% hält die CROSS Industries AG

2) 5% hält die Cross Industries AG

3) 51,18% hält die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH; 0,1% hält die CROSS Industries AG

4) 0,39% hält die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH

5) 6% hält die Cross Industries AG

6) in Liquidation

Legende:

  • KVI Vollkonsolidierung, Inland
  • KVA Vollkonsolidierung, Ausland
  • KEI Einbeziehung at-equity, Inland
  • KEA Einbeziehung at-equity, Ausland

KOI Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Inland

KOA Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Ausland

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

2015 KTM PANKL WP Sonstige Konsoli
dierung
Konzern
fortgeführte
Geschäfts
bereiche
Auf
gegebene
Geschäfts
bereiche
in TEUR
Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse
innerhalb der Segmente)
1.022.487 173.638 144.583 19.641 -136.779 1.223.570 0
Umsatzerlöse extern 1.021.385 165.494 24.377 12.314 0 1.223.570 0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 95.105 10.205 9.692 -2.080 -69 112.853 0
Investitionen 110.893 11.639 10.464 184 -224 132.956 0
Abschreibungen 46.419 13.437 3.876 1.839 0 65.571 0
Anteil am Ergebnis von Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert
133 0 0 -2.984 0 -2.851 0

werden

2014 KTM PANKL WP Sonstige Konsoli
dierung
Konzern
fortgeführte
Geschäfts
bereiche
Auf
gegebene
Geschäfts
bereiche
in TEUR
Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse
innerhalb der Segmente)
864.635 165.027 121.091 48.948 -113.401 1.086.300 23.967
Umsatzerlöse extern 864.462 158.225 20.831 42.782 0 1.086.300 23.277
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 75.377 11.894 8.553 -2.793 -25 93.006 -1.650
Investitionen 84.363 17.504 4.679 627 0 107.173 1.270
Abschreibungen 36.686 12.423 3.567 2.415 0 55.091 1.408
Anteil am Ergebnis von Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert
628 0 0 -272 0 356 0

werden

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing - ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, am 11. März 2016

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wels, im März 2016

Der Vorstand der CROSS Industries AG

DI Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser

SERVICE

Finanzkalender
16. März 2016 Veröffentlichung Jahreszahlen 2015
6. April 2016 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2015
17. April 2016 Nachweisstichtag Hauptversammlung
27. April 2016 19. ordentliche Hauptversammlung der CROSS Industries AG
29. April 2016 Ex-Dividendentag
2. Mai 2016 Record Date
3. Mai 2016 Dividendenzahltag
13. Mai 2016 Bericht zum 1. Quartal 2016
26. August 2016 Bericht zum 1. Halbjahr 2016
11. November 2016 Bericht zum 3. Quartal 2016

Impressum

Eigentümer, Herausgeber und Verleger CROSS Industries AG Edisonstraße 1 4600 Wels, Österreich FN 78112 x / Landes- und Handelsgericht Wels

Grafische Umsetzung: Grafik-Buero Elena Gratzer, 4600 Wels

Der vorliegende Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Richtigkeit der Daten überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben geringfügige Rechendifferenzen bzw. Satz- und Druckfehler auftreten können.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Dieser Bericht und die darin enthaltenen zukunftsweisenden Angaben wurden auf Basis aller während der Erstellung zur Verfügung stehenden Daten und Informationen erstellt. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht angegebenen zukunftsbezogenen Aussagen aufgrund unterschiedlicher Faktoren abweichen können.

Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

CROSS Industries AG

Edisonstraße 1, 4600 Wels Telefon: +43 (0)7242 / 69402 Fax: +43 (0)7242 / 69402 / 109 [email protected] www.crossindustries.at

JAHRESABSCHLUSS

zum 31. Dezember 2015

Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel Anlage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste Bestätigungsvermerk Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Lagebericht per 31.12.2015 der CROSS Industries AG (vormals: BF Holding AG), Wels

Da diese Gesellschaft eine reine Holdinggesellschaft ist, beinhaltet der Lagebericht neben den Informationen des Einzelabschlusses auf Basis UGB (Teil 1) auch die Informationen des Konzernabschlusses auf Basis IFRS (Teil 2).

I) Einzelabschluss der CROSS Industries AG (nach UGB):

A. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr für den Einzelabschluss der CROSS Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1.2015 bis 31.12.2015.

Das Geschäftsjahr 2015 der CROSS Industries AG (vormals BF HOLDING AG) war von wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Veränderungen geprägt. Die im Herbst 2014 angekündigte Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde erfolgreich durchgeführt.

Die Verschmelzung wurde am 2. Juni 2015 in das Firmenbuch eingetragen und das Unternehmen firmiert seither unter der Firmenbezeichnung CROSS Industries AG. Durch die Verschmelzung hat sich auch das Geschäftsfeld der Gesellschaft geändert – der Geschäftsgegenstand der neuen CROSS Industries AG ist die Ausübung einer Holdinggesellschaft im automotiven Sektor.

Die CROSS Industries AG besitzt zum Abschlussstichtag über die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH eine Mehrheitsbeteiligung an der KTM AG. Weiters hält sie 89,48% der Anteile an der WP AG, 55,85% der Anteile an der Pankl Racing Systems AG sowie 49% Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH. Zum Stichtag 31.12.2015 hält die CROSS Industries AG weitere 100% der Anteile an der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, 100% der Anteile an der Network Performance Channel GmbH, 24% an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH und 12,33% an der ACstyria Autocluster GmbH.

Da die CROSS Industries AG im Wesentlichen die Aufgaben einer Holdinggesellschaft erfüllt, wird im Lagebericht auch auf die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2015 ihrer Tochtergesellschaften sowie des Konzerns insgesamt eingegangen.

B. Ertrags- und Vermögenslage

1. Ergebnisanalyse

Aufgrund der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar.

Die CROSS Industries AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresgewinn von € 8,96 Mio. (Vorjahr: Jahresverlust TEUR -10) erzielt. Positiv wirkten sich im Wesentlichen Dividendenerträge aus den Beteiligungsunternehmen aus sowie Erträge aus dem Abgang der Beteiligung an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH. Negativ wirkte sich neben den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen auch die Abschreibungen von verbundenen Unternehmen und von Beteiligungen der Wethje Carbon Composites GmbH sowie der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH auf das Ergebnis aus. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 31.12.2015 58,9% und liegt somit auf einem sehr hohen Niveau.

2. Bilanzanalyse

Die Bilanzsumme zum 31.12.2015 lag bei € 415,0 Mio. (Vorjahr: TEUR 26.698). Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 355,3 Mio. erhöht und ist im Wesentlichen auf den Zugang an Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen durch die Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG) und Übertragung ihres Vermögen als Ganzes in die CROSS Industries AG zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 59,4 Mio. erhöht (Vorjahr: TEUR 26.247) und ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von € 58,9 Mio. zurückzuführen. Die darin enthaltenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 57,4 Mio. (Vorjahr: TEUR 1.802) und betreffen im Wesentlichen Finanzierungsforderungen sowie Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme.

Das Eigenkapital betrug zum Stichtag € 244,6 Mio. (Vorjahr: TEUR 25.191). Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 210.000.000 auf EUR 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 Stück jungen Aktien erhöht.

Die Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 bei € 169,5Mio. (Vorjahr: TEUR 1.346). Von den Verbindlichkeiten betreffen € 76,0 Mio. (Vorjahr: € 0) Anleihen, € 56,5 Mio. (Vorjahr: € 0) Schuldscheindarlehen, € 30,0 Mio. (Vorjahr: € 0) Namensschuldverschreibungen, € 2,3 Mio. (Vorjahr: TEUR 1.229) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 1,3 Mio. (Vorjahr: TEUR 36) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie € 2,6 Mio. (Vorjahr: TEUR 11) sonstige Verbindlichkeiten.

C. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 13 (Vorjahr: 1) MitarbeiterInnen.

II) Konzernabschluss der CROSS Industries AG (nach IFRS):

1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015

Das Geschäftsjahr 2015 der CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG) war von wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Veränderungen geprägt. Die im Herbst 2014 angekündigte Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde erfolgreich durchgeführt.

Die Verschmelzung wurde am 2. Juni 2015 in das Firmenbuch eingetragen und das Unternehmen firmiert seither unter der Firmenbezeichnung CROSS Industries AG. Durch die Verschmelzung hat sich auch das Geschäftsfeld der aufnehmenden Gesellschaft (BF HOLDING AG) geändert – der Geschäftsgegenstand der neuen CROSS Industries AG ist die Ausübung einer Holdinggesellschaft im automotiven Sektor. Die CROSS Industries-Gruppe ist ein globaler Automotiv-Nischenproduzent mit weltweit bekannten Marken (KTM, Husqvarna, Pankl, WP), die in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern zählen. Im Vordergrund steht die strategische industrielle Führung und Entwicklung der Mehrheitsbeteiligungen. Innerhalb der Konzernbereiche wird auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotentiale und auf eine Weiterentwicklung der Kooperationsprojekte gesetzt. Durch die Bündelung der Kernkompetenzen wird ein Wettbewerbsvorsprung erzielt. Für weitere Informationen zu den Mehrheitsbeteiligungen verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt I. Unternehmen).

Mit Wirkung der Eintragung der Verschmelzung in das Firmenbuch wurden Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Mag. Friedrich Roithner, Ing. Alfred Hörtenhuber und Mag. Wolfgang Plasser als neue Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bestellt.

Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 210.000.000 auf EUR 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht. Diese jungen Aktien wurden der Pierer Industrie AG als Alleinaktionärin der übertragenden Gesellschaft zugewiesen.

Weiters wurde im Juni 2015 bekannt gegeben, dass die Wiener Börse die im Rahmen der Verschmelzung ausgegebenen 210.000.000 jungen Aktien zum Amtlichen Handel zugelassen hat und die jungen Aktien seit dem 8. Juni 2015 handelbar sind. Die Pierer Industrie AG, Hauptaktionärin der CROSS Industries AG, hat im Juni im Rahmen einer prospektfreien Privatplatzierung 52.828.074 Aktien der Gesellschaft (rund 23,44% des Grundkapitals) verkauft und somit die Kriterien für die Aufnahme der Aktien der Gesellschaft in den prime market der Wiener Börse geschaffen. Seit dem 22. Juni 2015 notieren die Aktien der CROSS Industries AG im prime market der Wiener Börse. Die Pierer Industrie AG hält zum 31.12.2015 74,89% Anteile an der CROSS Industries AG.

Die im Juli 2015 von 6 Aktionären der Gesellschaft gemäß § 225c AktG eingebrachten Anträge auf Überprüfung des im Rahmen der Verschmelzung festgelegten Umtauschverhältnisses wurden allesamt zurückgezogen. Ebenso wurde eine Anfechtungsklage gegen den Hauptversammlungsbeschluss hinsichtlich der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG im September 2015 aufgrund eines Anspruchsverzichtes des Klägers beendet. Damit bestehen im Zusammenhang mit der Verschmelzung der BF HOLDING AG mit der CROSS Industries AG keine offenen Verfahren mehr.

Im Oktober 2015 wurde der Anfechtungsklage eines Minderheitsaktionärs Folge gegeben und der Zustimmungsbeschluss der Hauptversammlung vom 25.07.2014 zum Verkauf der operativen Beteiligungen der BRAIN FORCE Gruppe in Deutschland und Italien für nichtig erklärt. Die Gesellschaft hat gegen das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Berufung eingelegt. Der Ausgang dieses Verfahren hat jedoch keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Verkaufs dieser Beteiligungen.

Weiters wurde bekannt gegeben, dass das Aktienrückkaufprogramm der CROSS Industries AG am 29. Juli 2015 vorzeitig beendet wurde. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 Stückaktien zurückgekauft. Der Vorstand der CROSS Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr gehaltenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen und ein entsprechendes Veräußerungsprogramm festgelegt sowie veröffentlicht. Am 1. Dezember 2015 wurde beschlossen das Veräußerungsprogramm bis 11. Juni 2016 zu verlängern. Zum Stichtag am 31. Dezember 2015 wurden 10.008 Stück eigene Aktien über die Wiener Börse verkauft.

Nach Abschluss der Verschmelzung der CROSS Industries AG wurde im Juli 2015 die langfristige Finanzierung neu strukturiert. Die ewige Anleihe (Perpetual Bond) der CROSS Industries AG in Höhe von ursprünglich € 60 Mio. wurde im Ausmaß von € 59 Mio. im Rahmen eines Rückkaufangebotes vorzeitig getilgt. Die Rückzahlung der Anleihe wurde durch eine Neufinanzierung, welche in einer Gesamthöhe von € 86,5 Mio. abgeschlossen wurde, finanziert. Diese erfolgte durch langfristige Kapitalmarktprodukte (Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen) mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren. Die verbliebene Anleihe im Nominale von € 1,01 Mio. wurde von der CROSS Industries AG unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist am 7. Februar 2016 gekündigt und zurückgezahlt.

Im April 2015 fand die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der WP-Gruppe im Börsegang einen Höhepunkt. Die Aktien der WP AG notieren seit dem 10. April 2015 an der Wiener Börse im Geregelten Freiverkehr, Marktsegment Midmarket.

Weiters wurde eine Partnerschaft zwischen der CROSS Industries AG und der AGM Automotive LLC, Troy Michigan, USA, eingegangen. Die CROSS Industries AG hat im April 2015 der AGM Automotive LLC die Mehrheitsbeteiligung an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH verkauft. Die CROSS Industries AG bleibt mit 24% weiterhin an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH beteiligt.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2016 wird sich die Weltwirtschaft etwas schwächer erholen, als in der Prognose vom Jänner 2015 angenommen wurde. Der IWF sieht für das Jahr 2016 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,4 %, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 2,1 % für 2016 und 2017 angenommen wird. Für die Eurozone wird jedoch nur eine Entwicklung von 1,7 % für 2015 und 2016 prognostiziert. Die Entwicklung im USamerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,6% angekündigt. Für das Jahr 2017 sieht der IWF ein weltweites Wachstum von 3,6 %.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird nach wie vor ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,3 % für das Jahr 2016 und 4,7 % für das Jahr 2017 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,5 % für 2016 und 2017 die größte Entwicklung erwartet wird.

3. Geschäftsentwicklung der Segmente

KTM AG

Der europäische Gesamtmarkt1 konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 494.108 zugelassenen Fahrzeugen um 10,7% zulegen. Der Anstieg ist vorwiegend auf die positive Entwicklung in den größten europäischen Märkten wie Deutschland (+ 7,7%), Italien (+ 14,6%), Spanien (+ 21,8%) und Großbritannien (+ 21,0%) zurückzuführen.

Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wesentlichen Märkten wie Österreich (+ 1 Prozentpunkt zum Vorjahr) und Finnland (+ 3,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 8,4%. Der Marktanteil von Husqvarna konnte sich in den Märkten in Schweden (+1 Prozentpunkt zum Vorjahr), Österreich (+ 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Finnland (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,1%.

Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,1% auf 419.864 Fahrzeuge. KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2% steigern. Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,2 Prozentpunkte auf 0,8% am US-Gesamtmarkt.

Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 18,3% von € 864,6 Mio. auf € 1.022,5 Mio. Der Umsatz in Nordamerika erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 49,7% auf € 301,8 Mio. und entspricht 29,5% des Gesamtumsatzes. In Europa erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf € 512,2 Mio.; hier beträgt der Gesamtumsatzanteil 50,1%. In den übrigen Ländern

1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder

2 Motorräder >= 120 ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder

erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,6% auf € 208,5 Mio. Der Gesamtumsatzanteil in den übrigen Ländern beträgt 20,4%.

Der Anteil der Motorräder inkl. Sportminicycles und X-Bows am Gesamtumsatz ist mit 83,8% gegenüber dem Vorjahr (82,5%) in etwa unverändert geblieben. Die Umsätze im Offroad-Segment erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,5% auf € 425,4 Mio. (41,6% am Umsatz). Im Street-Segment erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 18,6% auf € 390,6 Mio. (38,2% am Umsatz). Der Umsatz mit Ersatzteilen, Bekleidung und Zubehör (PowerWear und PowerParts) und Sonstige erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,6% auf € 165,3 Mio.

Pankl Racing Systems AG

Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5% auf einen neuen Rekordwert von € 173,6 Mio. gesteigert werden. Während im Bereich Racing sowie im Bereich Aerospace die Umsätze rückläufig waren, konnte im Bereich High Performance ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Die USA stellen mit 29,4% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt dar. Die wichtigsten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (25,8%), Österreich (10,8%) und Italien (9,5%).

Die Umsätze in den Bereichen Racing/High Performance konnten im Geschäftsjahr 2015 um 8,4% von € 137,2 Mio. auf € 148,7 Mio. gesteigert werden. Hauptursache für diese erfreuliche Entwicklung war ein massives Wachstum im High Performance-Werk in Kapfenberg nach Inbetriebnahme der neuen automatisierten Pressenlinie im Herbst 2014 sowie ein Wachstum in den High Performance-Werken in Bruck an der Mur und in der Slowakei. Der Rennsportbereich war im Geschäftsjahr 2014 von einer Sonderkonjunktur zu Jahresbeginn aufgrund von Reglementänderungen geprägt und konnte daher 2015 erwartungsgemäß nicht den Vorjahresumsatz erreichen.

Die Entwicklung des Bereichs Aerospace ist nach wie vor von einer schwachen Nachfrage an zivilen Helikoptern geprägt. Grund hierfür ist der anhaltend niedrige Rohölpreis und der damit einhergehende geringere Bedarf an Helikoptern für den Offshore-Einsatz der Ölindustrie. Das anlaufende Geschäft mit Triebwerkswellen für Flächenflugzeuge konnte diesen Effekt etwas dämpfen. Der Umsatz des Bereichs Aerospace verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 von € 28,0 Mio auf € 25,6 Mio. bzw. um 8,6%.

WP AG

Das Geschäftsjahr 2015 der WP Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und von wichtigen Neuproduktanläufen geprägt. Der Umsatz des Konzerns konnte von € 121,1 Mio. auf € 144,6 Mio. gesteigert werden. Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. Das Ergebnis vor Steuer lag bei € 8,7 Mio. und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden (Vorjahr: € 5,3 Mio.). Die Ertragslage des Konzerns war aber durch hohe Kosten für Neuproduktanläufe und gestiegenen Kosten für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet.

Im abgelaufenen Jahr erfolgte für zwei wichtige Produkte in der Division Fahrwerke der Serienstart. Zum einen kam es zum Serienanlauf der ersten von WP entwickelten und gefertigten Semiaktiven Fahrwerke. Weiteres wurde mit der "AER 48" die erste von WP entwickelte Luftgabel für Motocross Motorräder auf den Markt gebracht.

Für weitere Informationen zu den einzelnen Segmenten wird auf die jeweiligen Konzernabschlüsse der Unternehmen bzw. auf deren Homepage verwiesen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

2015 2014 2013
Mio. € Mio. € Mio. €
Ertragskennzahlen:
Umsatz 1.223,6 1.086,3 910,6
Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) 178,4 148,1 116,7
EBITDA-Marge 14,6% 13,6% 12,8%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 112,9 93,0 65,9
EBIT-Marge 9,2% 8,6% 7,2%
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 65,0 54,9 45,7
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0,0 2,1 -14,0
Operativer Cash-Flow 106,9 82,1 64,1
Bilanzkennzahlen:
Bilanzsumme 1.177,6 1.031,1 939,2
Eigenkapital 386,6 370,9 308,5
Eigenkapitalquote 32,8% 36,0% 32,8%
Working Capital employed 1) 243,3 206,8 180,4
Nettoverschuldung 2) 387,4 315,1 342,7

1) Working Capital employed: Forderungen aus LuL zuzüglich Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus LuL

2) Nettoverschuldung: Finanzverbindlichkeiten abzüglich Flüssige Mittel

Ergebnisanalyse

Als Vorjahreszahlen wurde der Konzernabschluss der CROSS Industries AG herangezogen, wodurch trotz der Verschmelzung im Juni 2015 die Vergleichbarkeit gegeben ist.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die CROSS Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.223,6 Mio. (Vorjahr: € 1.086,3 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 112,9 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 21% gestiegen ist (Vorjahr: € 93,0 Mio.).

Umsatz Beteiligungsunternehmen 2015 2014 2013
Mio. € Mio. € Mio. €
KTM AG 1.022,5 864,6 716,4
Pankl Racing Systems AG 173,6 165,0 139,8
WP AG 144,6 121,1 111,1
Sonstige und Konsolidierung -117,1 -64,5 -56,7
CROSS Industries Gruppe 1.223,6 1.086,3 910,6
EBIT Beteiligungsunternehmen 2015 2014 2013
Mio. € Mio. € Mio. €
KTM AG 95,1 75,4 54,9
Pankl Racing Systems AG 10,2 11,9 6,2
WP AG 9,7 8,6 6,4
Sonstige und Konsolidierung -2,1 -2,8 -1,5
CROSS Industries Gruppe 112,9 93,0 65,9

Die KTM-Gruppe konnte den Absatz – unter Berücksichtigung der in Indien durch den KTM-Partner Bajaj verkauften Duke 200, Duke 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2015 auf 183.170 (+15% zum Vorjahr) steigern. Der Umsatz stieg auf € 1.022,5 Mio. (+18 % gegenüber dem Vorjahr). Durch diesen deutlichen Anstieg bei Absatz und Umsatz konnte KTM das EBIT auf € 95,1 Mio. gegenüber € 75,4 Mio. im Vorjahr steigern (+26% zum Vorjahr).

Die Pankl-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von € 173,6 Mio. (Vorjahr: € 165,0 Mio.). Das EBIT beträgt € 10,2 Mio. und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (€ 11,9 Mio.) verringert. Die EBIT-Marge liegt bei 5,9% (Vorjahr: 7,2%). Während im Bereich Racing innerhalb des Segmentes Racing/High Performance sowie im Segment Aerospace die Umsätze rückläufig waren, konnte im Bereich High Performance ein deutliches Umsatzplus erzielt werden.

Die WP-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um rund 19 % von € 121,1 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf insgesamt € 144,6 Mio. Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. Die Ertragslage des Konzerns war aber durch hohe Kosten für Neuproduktanläufe und gestiegene Kosten für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet. Das EBIT lag in der Berichtsperiode mit € 9,7 Mio. um rund 13% über dem Vorjahr.

Bilanzanalyse

2015 2014 2013
Mio. € in % Mio. € in % Mio. € in %
Langfristige Vermögenswerte 639,2 54% 579,7 56% 535,3 57%
Kurzfristige Vermögenswerte 538,4 46% 451,4 44% 403,9 43%
Vermögenswerte 1.177,6 100% 1.031,1 100% 939,2 100%
Eigenkapital 386,6 33% 370,9 36% 308,5 33%
Langfristige Schulden 532,9 45% 411,7 40% 398,4 42%
Kurzfristige Schulden 258,1 22% 248,5 24% 232,3 25%
Eigenkapital und Schulden 1.177,6 100% 1.031,1 100% 939,2 100%

Die Bilanzstruktur der CROSS Industries-Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:

Die Bilanzsumme der CROSS Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 146,5 Mio. bzw. 14% auf € 1.177,6 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2015 um € 59,5 Mio. aufgrund der Investitionstätigkeit auf € 639,2 Mio. angestiegen. Ihr Anteil am gesamten Vermögen ist aber von 56% auf 54% gesunken. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um € 87,0 Mio. auf 538,4 Mio. erhöht. Diese Zunahme beruht zum einen auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 36,3 Mio. sowie auf den um € 45,7 Mio. erhöhten Stand an Zahlungsmitteln zum Stichtag.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 15,7 Mio. von € 370,9 Mio. auf € 386,6 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2015 32,8% (Vorjahr: 36,0%). Dieser Rückgang ist auf die Refinanzierung der bisher im Eigenkapital bilanzierten ewigen Anleihe der CROSS Industries AG in Höhe von € 60 Mio. zurückzuführen.

Durch die Refinanzierung der ewigen Anleihe, die Finanzierung von Investitionen sowie des Wachstums sind die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten um € 105 Mio. angestiegen und führten im Wesentlichen zur Zunahme der langfristigen Schulden um € 121,2 Mio. auf € 532,9 Mio.

Die Refinanzierung der ewigen Anleihe hatte Auswirkungen auf das Eigenkapital und die Nettoverschuldung des Konzerns und die damit zusammenhängenden Kennzahlen. Wäre die ewige Anleihe zum 31.12.2015 noch im Eigenkapital bilanziert so hätte die Eigenkapitalquote 38% betragen. Die Nettoverschuldung würde € 327,4 Mio. betragen und ein Gearing von 73% ergeben.

Liquiditätsanalyse

Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2015 bei € 106,9 Mio. und damit über dem Vorjahreswert von € 82,1 Mio. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -110,1 Mio. Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € 50,7 Mio. erhöhten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum 31.12.2014 um € 45,7 Mio. auf € 135,1 Mio. im Geschäftsjahr 2015.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der CROSS Industries-Gruppe € 133,0 Mio. (Vorjahr: € 108,4 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert, wovon rund € 110,9 Mio. (Vorjahr: € 84,4 Mio.) aus der KTM-Gruppe stammen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bei KTM neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte (€ 43,5 Mio.) und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Es wurde das KTM Logistikzentrum in Munderfing fertiggestellt und mit dem Bau eines neuen Motorsportgebäudes begonnen.

Die Pankl-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 11,6 Mio. (Vorjahr: € 17,5 Mio.). Die Investitionen verteilen sich wie folgt auf folgende Anlagengruppen: Immaterielle Vermögenswerte € 0,3 Mio., Grundstücke, Gebäude, Maschinen und maschinelle Anlagen sowie Anzahlungen € 9,5 Mio. und sonstige Sachanlagen € 1,8 Mio.

Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 4,7 Mio.).

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Erfreulich stellt sich die Mitarbeiterentwicklung in der Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2015 konnten weitere 501 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 446 in Österreich. 130 Mitarbeiter gingen aufgrund der Endkonsolidierung des Tochterunternehmens Durmont Teppichbodenfabrik GmbH ab. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2015 4.553 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.182 Mitarbeiter).

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2015 in der CROSS Industries-Gruppe bei € 69,6 Mio. Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.

Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die KTM in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung durchschnittlich 382 Mitarbeiter (16,1% der gesamten Belegschaft). Rund € 68,8 Mio. wurden im Geschäftsjahr 2015 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 6,7% des Gesamtumsatzes (+ 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste eine Vielzahl zentraler Projekte im Offroad- und Street- Bereich. Mit der erstmals im Rahmen der EICMA 2015 präsentierten KTM 1290 Super Duke GT betritt KTM das besonders technologiegetriebene Sporttouring-Segment. Während im Laufe des Geschäftsjahres 2015 bereits ein umfassendes Portfolio an Motocross-Modellen vorgestellt werden konnte, lag der Fokus im Offroad-Bereich vor allem in der Serienentwicklung neuer KTM und Husqvarna Enduro Plattformen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Technologieführerschaft ist im Rennsport- und High Performance Bereich einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren, dementsprechend nimmt Forschung und Entwicklung in den Unternehmen der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf € 12,6 Mio. Der Einsatz bzw. die Erprobung neuer Materialien trägt entscheidend zur Erfüllung der hohen Anforderungen im Rennsportbereich bei. Durch Kooperationen mit universitären (Montanuniversität Leoben, TU Graz, TU Wien) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden optimale Synergien im Entwicklungsbereich erreicht, um den hohen Ansprüchen der Branche gerecht zu werden. Auch in der Luftfahrt ist die ständige technologische Weiterentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Bei der WP-Gruppe sind technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. In der WP-Gruppe lag der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 bei € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.). Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird.

Qualität und Nachhaltigkeit

Die CROSS Industries-Gruppe verfolgt einen konsequenten und nachhaltigen Weg der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und sämtlicher interner und externer Prozesse zur Erstellung der Produkte, sowie eine rasche Reaktion auf Marktbedürfnisse.

Die KTM-Gruppe wendet ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem für sämtliche Tätigkeiten von der Produktidee über Marktanalysen, Designstudium, Konstruktion und Entwicklung, Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben, Serienbeschaffung von Komponenten, Teilefertigung, Zusammenbau von Motor und Fahrzeug bis zu Verpackung und Versand an.

KTM schafft durch die strategische Führung, die Fokussierung auf die Entwicklung der Kernkompetenzen, die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse, den partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten und das prozessorientierte Qualitätsmanagementsystem sowohl für die Gesellschaft als auch für die Aktionäre Mehrwert. Mit 2.100 Mitarbeitern in Österreich zum Stichtag 31.12.2015 ist KTM einer der größten Arbeitgeber in der Region.

KTM nutzt jede Möglichkeit, den Nachhaltigkeitsanforderungen eines modernen Unternehmens gerecht zu werden. So sind die Betriebs- und Verwaltungsgebäude ressourcen-schonend und energieeffizient gebaut, die Kühlung der Prüfräume und des Werkzeugbaus wird mittels Grundwasser gesteuert, für Vor- und Fertigprodukte werden diverse Materialien sortengetrennt und Mehrweggebinde verwendet.

Die Produktionsgesellschaft in Mattighofen deckt ihren Bedarf zu einem großen Teil aus dem lokalen Beschaffungsmarkt, womit KTM eine aktive Rolle in der Schaffung und Erhaltung regionaler Wertschöpfung spielt.

Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb qualitativ hochwertiger Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmensleitbildes der Pankl-Gruppe. Diese Maxime wird durch eine lückenlose Qualitätssicherung im Hinblick auf die Produktqualität und durch eine Überwachung der Prozesse sichergestellt.

Zulassungen und Zertifizierungen garantieren dem Kunden höchste Produktqualität. Jährliche Überwachungsaudits gewährleisten darüber hinaus eine Weiterführung der Zertifizierungen. Entsprechend den Anforderungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie verfügt die Pankl-Gruppe über Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 14001, ISO/TS 16949, ISO 27001, ISO 31000, VDA 6.1 sowie AS/EN 9100.

Die WP-Gruppe entwickelt und produziert für ihre Kunden in enger Zusammenarbeit maßgeschneiderte Komponenten mit den vereinbarten Qualitäts-, Kosten- und Terminzielen. Laufende Weiterentwicklung von Produkten und Prozessabläufen gehört zu den Kernkompetenzen der WP Gruppe. Eine permanente Erweiterung des Know-hows und Null-Fehler-Prinzip sind Ziele zur Sicherung und Ausweitung der Produkt- und Kundenportfolios.

Umwelt

Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften haben auch für die die CROSS Industries-Gruppe hohe Priorität.

KTM ist sich als produzierendes Unternehmen der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Als innovatives Beispiel für die gesamte Industrie gilt das von KTM eigens entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallplatten, durch das auf zusätzliches Verpackungsmaterial verzichtet werden kann.

KTM erfüllt bei allen Offroad-Vergasern (EXC-Modelle) die Euro III Norm, die europäische Abgasnorm für Motorräder. Diese Norm gilt nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Fahrzeugtypen. Primär wird dies durch den Einsatz von Benzineinspritzsystemen möglich.

Die Energiekosten bei der Pankl-Gruppe, gemessen am Umsatz, beliefen sich auf 1,9% und sind damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2014: 1,8%). Die Pankl-Gruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Aufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb von CO2-Zertifikaten und ist auch nicht im Rahmen des Nationalen Allokationsplans (NAP) erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Erweiterung des Umweltmanagementsystems der Pankl Gruppe hinsichtlich der Norm ISO 14001 gestartet. Die Zertifizierung in Österreich und der Slowakei erfolgte im Geschäftsjahr 2015. Die Ausrollung auf weitere Standorte ist derzeit im Laufen.

Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist die WP-Gruppe auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling von Aluminiumabfällen. Um eine kostenoptimierte, nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten, wird ständig in neue und moderne Produktionsanlagen investiert.

Corporate Social Responsibility

Die KTM-Gruppe unterstützt die von Heinz Kinigadner ins Leben gerufene "Wings for Life Stiftung für Rückenmarkforschung", in allen Marketingbelangen. "Wings for Life" ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen zu fördern und zu beschleunigen.

Bei der Pankl-Gruppe erfolgt die Auswahl von sozialen Projekten, welche unterstützt werden sollen, direkt durch die einzelnen Unternehmen der Pankl-Gruppe, da diese die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse am besten kennen. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter liegt Pankl am Herzen. Das Unternehmen unterstützt daher mit verschiedenen Angeboten die Mitarbeiter dabei, aktiv und gesund zu bleiben. Weiters ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema. Deshalb versucht Pankl, die Mitarbeiter auch inhaltlich aktiv in der Phase vor und nach der Geburt sowie nach der Karenz zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen. An den österreichischen Pankl-Standorten werden die Mitarbeiter außerdem durch Zuschüsse für Kindergarten, Geburt bzw. Hochzeit finanziell unterstützt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WP-Gruppe sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist der WP-Gruppe ebenso wichtig, wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft durch freiwillige Sozialleistungen. Daneben werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.

6. Risikobericht

Für die Ausführungen zum Risikobericht verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt 33 und 34) der CROSS Industries AG.

7. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Konzernabschlusses (Punkt 38) der CROSS Industries AG.

8. Angaben gemäß § 243a UGB

  1. Das Grundkapital beträgt EUR 225.386.742. Es ist zerlegt in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen, seit Juni 2015 sind die Aktien der CROSS Industries AG im prime market der Wiener Börse handelbar.

  2. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

  3. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 31. Dezember 2015 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der CROSS Industries AG, die zumindest 10 von Hundert betragen:

Pierer Industrie AG: 74,89%

  1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  2. Es bestehen derzeit keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.

  3. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

  4. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

a) Der Vorstand der CROSS Industries AG (vormals BF HOLDING AG) hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 Gebrauch zu machen. Die Gesellschaft hat im März 2014 das Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Rückkaufproramm bezieht sich auf Inhaber lautende Stückaktien der CROSS Industries AG (früher BF HOLDING AG), von denen bis zu 10% des Grundkapitals rückgekauft werden können. Der Erwerb erfolgt zum Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage mit einer Bandbreite von +/- 20%. Das Aktienrückkaufprogramm wurde am 29. Juli 2015 beendet. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 Stückaktien zurückgekauft. Der Vorstand der CROSS Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr gehaltenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen. Das Aktienverkaufsprogramm dauert von 7. September 2015 bis voraussichtlich 11. Juni 2016. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden 10.008 eigene Aktien über die Wiener Börse verkauft.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011]. Eine Erhöhung des Grundkapitals innerhalb der Frist wurde nicht vorgenommen.

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

d) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.

  • e) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

9. Ausblick

Die Entwicklung der CROSS Industries AG hängt von der Entwicklung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen ab.

Die CROSS Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets, insbesondere den asiatischen Märkten, liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.

Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.

Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der CROSS Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 ein positiver Ausblick gegeben werden.

Während die KTM-Gruppe im nordamerikanischen Motorradmarkt für das nächste Jahr ein deutliches Wachstum erwartet und auch für Europa verhalten positiv gestimmt ist, sind die Emerging Markets in Südamerika und Asien durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. Mittelfristig werden jedoch in den asiatischen Märkten die größten Wachstumschancen gesehen. 2016 erwartet die KTM Gruppe

CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG),
Wels

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

Aktiva Passiva
31.12.2015
EUR
31.12.2014
TEUR
31.12.2015
EUR
31.12.2014
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
A. Anlagevermögen:
I. Grundkapital
A. Eigenkapital:
225.386.742,00 15.387
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte II. Kapitalrücklagen:
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Gebundene 9.797.934,84 9.798
daraus abgeleitete Lizenzen 2.910,12 0 III. Gewinnrücklage:
II. Sachanlagen: 1. Gesetzliche Rücklage 464.984,41 0
1. Bauten auf fremdem Grund 0,00 14 2. Rücklage für eigene Anteile 101.359,83 118
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.630,49 4 566.344,24 118
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 8.419,08 0
18
IV. Bilanzgewinn/-verlust (davon Verlustvortrag
652.049,57 EUR 111.648,15; Vorjahr: TEUR 102) 8.851.325,33 -112
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (davon Umgründungs-
III. Finanzanlagen:
Rückstellungen:
B.
244.602.346,41 25.191
mehrwert: EUR 34.275.720,66; Vorjahr: TEUR 0) 349.551.065,19 406 1. Abfertigungsrückstellung 120.400,00 0
2. Beteiligungen 4.583.216,88 0 2. Sonstige Rückstellungen 761.739,13 161
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 540.272,59 0 882.139,13 161
354.674.554,66 406 C. Verbindlichkeiten:
355.329.514,35 424 1. Anleihen 76.010.000,00 0
B. Umlaufvermögen: 2. Schuldscheindarlehen 56.500.000,00 0
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 3. Namensschuldverschreibungen 30.000.000,00 0
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.805,08 0 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.336.166,44 1.229
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 57.422.524,31 1.802 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 632.389,95 70
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, 6. Verbindlichkeiten gegenüber
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61.130,58 0 verbundenen Unternehmen 1.343.020,10 36
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.430.340,43 23 7. Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus
58.922.800,40 1.825 Steuern EUR 327.924,94; Vorjahr: TEUR 5;
II. Wertpapiere und Anteile: davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
1. Eigene Anteile 101.359,83 118 EUR 26.707,15; Vorjahr: TEUR 4) 2.671.746,15 11
2. Sonstige Wertpapiere und Anteile 0,00 24.303 169.493.322,64 1.346
101.359,83 24.421
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 328.703,52 0
59.352.863,75 26.247
C. Rechnungsabgrenzungsposten 295.430,08 27
414.977.808,18 26.698 414.977.808,18 26.698
Haftungsverhältnisse 14.624.830,16 669

Beilage I/1

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

1.10. -
2015
EUR
31.12.2014
TEUR
1. Umsatzerlöse 8.768.634,53 35
2. Sonstige betriebliche Erträge:
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum
Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 0,00 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7.664,00 32
c) Übrige 238.876,70 24
246.540,70 56
3. Personalaufwand:
a) Gehälter -2.561.689,55 -58
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -49.807,32 -6
c) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-383.967,98 -34
d) Sonstige Sozialaufwendungen -14.638,66 0
-3.010.103,51 -98
4. Abschreibungen:
Auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen -85.716,24 -3
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen:
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag fallen -35.233,40 0
b) Übrige -8.479.760,16 -340
-8.514.993,56 -341
6. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 5 (Betriebsergebnis) -2.595.638,08 -350
7. Erträge aus Beteiligungen (davon aus verbundenen
Unternehmen EUR 23.797.012,10; Vorjahr: TEUR 0) 23.797.012,10 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen
Unternehmen EUR 762.427,72; Vorjahr: TEUR 391) 895.581,07 392
9. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 1.391.407,57 0
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens:
a) Abschreibungen -5.472.238,30 0
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -559.569,81 -1
-6.031.808,11 -1
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon betreffend
verbundene Unternehmen EUR 431.352,33; Vorjahr: TEUR 0) -8.041.155,64 -4
12. Zwischensumme aus Z 7 bis Z 11 (Finanzergebnis) 12.011.036,99 387
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.415.398,91 37
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.062,50 -30
15. Jahresüberschuss 9.411.336,41 6
16. Zuweisung Rücklage eigene Anteile 0,00 -16
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -464.984,41 0
18. Auflösung von Kapitalrücklagen 16.621,48 0
19. Jahresgewinn/-verlust 8.962.973,48 -10
20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -111.648,15 -102
21. Bilanzgewinn/-verlust 8.851.325,33 -112

Anhang für das Geschäftsjahr 2015 der CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels

I. Anwendung der unternehmensrechtlichen Vorschriften und allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der gegenwärtigen Fassung aufgestellt worden.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 22.4.2015, mit Verschmelzungsstichtag vom 1.1.2015, wurde die CROSS Industries AG, FN 261823 i, als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG), FN 78112 x, als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch erfolgte mit dem 2.6.2015.

Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Vorjahreszahlen entsprechen jenen, der aufnehmenden Gesellschaft BF HOLDING AG. Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt möglich.

Im Interesse einer klaren Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche Angaben gemacht.

Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 221 Abs 3 2. Satz UGB um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB und hat einen Konzernabschluss, der beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt wird, aufzustellen.

Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Liquiditätsplan der CROSS Industries AG sieht in den 12 Monaten nach dem Bilanzerstellungszeitpunkt keinen zusätzlichen Finanzierungsbedarf vor. Sämtliche Tilgungen, Zinszahlungen und operativen Aufwendungen können aus den liquiden Mitteln gedeckt werden.

Die operativen Gesellschaften der CROSS-Gruppe sind eigenständig mittel- und langfristig finanziert.

Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.

Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden.

Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2015 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 3 bis 4 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden sofort als Aufwand erfasst.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400,00) werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.

Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundlegung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer
in Jahren
Büro und Geschäftsausstattung 3 - 10
Investitionen in Fremdgebäude i10

Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Finanzanlagevermögen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - soweit diese notwendig sind, um dauernden Wertminderungen Rechnung zu tragen - angesetzt. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens wurden auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Bei jenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen deren Aktien an der Börse gehandelt werden und der Börsenkurs zum Bilanzstichtag unter den anteiligen Anschaffungskosten liegt, wurden auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanungen überschlägige Unternehmenswertermittlungen durchgeführt. Daraus ergaben sich keine Abwertungserfordernisse.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, vermindert um notwendige Wertberichtigungen angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Abfertigungen betreffen vertraglich vereinbarte Abfertigungen und wurden nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2 % und eines Pensionseintrittsalters von 65 Jahren ermittelt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt (vergleiche Anlage 1 zum Anhang).

Beilage I/7

Die Finanzanlagen haben sich insbesondere durch folgende Transaktionen verändert:

Mit Verschmelzungsvertrag vom 22.4.2015 wurde die CROSS Industries AG, FN 261823 i, als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG), FN 78112 x, als übernehmende Gesellschaft durch Übertragung ihres Vermögens als Ganzes auf Grund der unternehmensrechtlichen Schlussbilanz zum 31.12.2014 verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch erfolgte mit dem 2.6.2015.

Folgende Finanzanlagen sind im Zuge der Verschmelzung auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG) übertragen worden:

90 % Anteile an der WP AG, Munderfing, 100 % Anteile an der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels, 100 % Anteile an der CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels, 51,13 % Anteile an der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg, 100 % Anteile an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, Hartberg, 25,1 % Anteile an der KTM Technologies GmbH, Anif, 49 % Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH (vormals: Wethje Holding GmbH), Hengersberg, Deutschland, 6 % Anteile an der Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland, 5 % Anteile an der WP Immobilien GmbH, Munderfing, 1 % Anteile an der KTM Immobilien GmbH, Mattighofen, und 0,02 % Anteile an der WP Components GmbH, Munderfing.

Durch Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG) resultiert ein Umgründungsmehrwert in Höhe von EUR 34.275.720,66; der dem indirekt gehaltenen Tochterunternehmen KTM AG, Mattighofen, zugeordnet wurde.

Die Gesellschaft hat mit Notariatsakt vom 10.4.2015 76 % Anteile an der Durmont Teppichbodenfabrik GmbH, Hartberg, verkauft. Über die bei der CROSS Industries AG, Wels, verbleibenden 24 % der Anteile wurde eine Put-/Call-Option abgeschlossen.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 8.5.2015 hat die CROSS Industries AG, Wels, 1 % Anteile an der KTM Immobilien GmbH, Mattighofen, an die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels, verkauft.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die CROSS Industries AG, Wels, mit Notariatsakt vom 3.7.2015 12,33 % Anteile an der AC styria Autocluster GmbH, Grambach, erworben.

Die Gesellschaft hat mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 9.7.2015 100 % Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland, von der Network Performance Channel GmbH, Wels, erworben.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 17.9.2015 wurde die 100 % Tochtergesellschaft Network Performance Channel GmbH, Wels, in die CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels, durch Übertragung ihres Vermögens als Ganzes auf Grund der unternehmensrechtlichen Schlussbilanz zum 31.12.2014 verschmolzen.

Die CROSS Industries AG, Wels, hat mit Notariatsakt vom 7.10.2015 25 % Anteile an der KTM Technologies GmbH, Anif, verkauft.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 10,98 % Anteile an der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg, erworben und 8,33 % Anteile veräußert, 2,07 % Anteile wurde von den Wertpapieren des Umlaufvermögens in das Anlagevermögen umgegliedert. Die CROSS Industries AG, Wels, hält zum Stichtag 55,85 % am Grundkapital der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die CROSS Industries AG, Wels, 0,52 % Anteile an der WP AG, Munderfing, veräußert und hält somit zum Stichtag 89,48 % Anteile.

Die CROSS Industries AG, Wels, hält zum Stichtag 31.12.2015 direkt 0,1 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen, und indirekt über die 100,00 % Tochtergesellschaft der CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels, 51,18 % am Grundkapital und an den Stimmrechten der KTM AG, Mattighofen.

Die CROSS Industries AG, Wels, hat im Rahmen des Shareholders Agreement vom 11.8.2014 eine Put/Call- Option auf den Verkauf von weiteren 23 % Anteilen an der Wethje Carbon Composites GmbH (vormals: Wethje Holding GmbH), Hengersberg, Deutschland, abgeschlossen. Die Option kann erstmalig 3 Jahre nach dem Closing für die Dauer von 6 Monaten und damit vom 1.10.2017 bis zum 31.3.2018 ausgeübt werden.

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.155.126,77 (Vorjahr: TEUR 0), Abschreibungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 3.257.112,53 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von EUR 59.999,00 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht auf Grund von langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für das Geschäftsjahr 2016 eine Verpflichtung von EUR 330.876,32 (Vorjahr: TEUR 119). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten 5 Jahre beträgt EUR 1.509.511,61 (Vorjahr: TEUR 286).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
< ein Jahr
EUR
> ein Jahr
EUR
> 5 Jahre
EUR
Bilanzwert
EUR
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen 8.805,08 0,00 0,00 8.805,08
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 27.100.906,35 30.321.617,96 0,00 57.422.524,31
Vorjahr in TEUR 1.402 400 0 1.802
Forderungen gegenüber Unter
nehmen, mit denen ein Beteili
gungsverhältnis besteht 61.130,58 0,00 0,00 61.130,58
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 165.815,73 1.011.682,19 252.842,51 1.430.340,43
Vorjahr in TEUR 23 0 0 23
27.336.657,74 31.333.300,15 252.842,51 58.922.800,40
Vorjahr in TEUR 1.425 400 0 1.825

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 31.620.936,74 (Vorjahr: TEUR 400), Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme EUR 20.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 5.801.587,57 (Vorjahr: TEUR 3). Im Vorjahr waren weiters Forderungen aus Anleihezinsen in Höhe von TEUR 1.399 beinhaltet.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 61.130,58 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.430.340,43 (Vorjahr: TEUR 23) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Anteilsverkäufen in Höhe von EUR 1.046.136,98 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen für Mitarbeiter in Höhe von EUR 252.842,51 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Forderungen aus Steuern in Höhe von EUR 64.808,23 (Vorjahr: TEUR 20).

Im Posten "Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände" sind Erträge in Höhe von EUR 142.740,78 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Grundkapital

Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG) wurde das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 210.000.000,00 auf EUR 225.386.742,00 durch Ausgabe von 210.000.000 Stück jungen Aktien erhöht. Das Grundkapital ist in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371,00 (Vorjahr: TEUR 7.693). Der Vorstand wurde bis zum 1.3.2016 ermächtigt gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 1.3.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage - allenfalls in mehreren Tranchen - zu erhöhen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Eine Erhöhung des Grundkapitals innerhalb der Frist wurde nicht vorgenommen.

Gewinnrücklagen

Im Geschäftsjahr 2015 wurde erstmalig eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 464.984,41 gebildet.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 10.008 Stück eigene Anteile verkauft, dafür wurde eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 16.621,48 aufgelöst. Zum Stichtag hält die Gesellschaft 61.030 Stück eigene Aktien für die eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 101.359,83 gebildet wurde.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 761.739,13 (Vorjahr: TEUR 161) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien in Höhe von EUR 401.400,00 (Vorjahr: TEUR 0), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 159.177,90 (Vorjahr: TEUR 70), Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Zeitguthaben in Höhe von EUR 94.961,23 (Vorjahr: TEUR 0), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 53.200,00 (Vorjahr: TEUR 30) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 53.000,00 (Vorjahr: TEUR 61).

Verbindlichkeiten

< ein Jahr
EUR
Restlaufzeit
> ein Jahr
EUR
> fünf Jahre
EUR
Bilanzwert
EUR
Anleihen 1.010.000,00 75.000.000,00 0,00 76.010.000,00
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Schuldscheindarlehen 0,00 44.000.000,00 12.500.000,00 56.500.000,00
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Namensschuldverschreibungen 0,00 0,00 30.000.000,00 30.000.000,00
Vorjahr in TEUR 0 0 0 0
Übertrag: 1.010.000,00 119.000.000,00 42.500.000,00 162.510.000,00
0 0 0 0
Restlaufzeit
< ein Jahr > ein Jahr > fünf Jahre Bilanzwert
EUR EUR EUR EUR
Übertrag: 1.010.000,00 119.000.000,00 42.500.000,00 162.510.000,00
0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 2.336.166,44 0,00 0,00 2.336.166,44
Vorjahr in TEUR 1.229 0 0 1.229
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen 632.389,95 0,00 0,00 632.389,95
Vorjahr in TEUR 70 0 0 70
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 1.343.020,10 0,00 0,00 1.343.020,10
Vorjahr in TEUR 36 0 0 36
Sonstige Verbindlichkeiten 2.418.903,64 0,00 252.842,51 2.671.746,15
Vorjahr in TEUR 11 0 0 11
7.740.480,13 119.000.000,00 42.752.842,51 169.493.322,64
Vorjahr in TEUR 1.346 0 0 1.346

Die Anleihen im Gesamtvolumen von EUR 76.010.000,00 wurden mit Verschmelzungsvertrag vom 22.4.2015 von der CROSS Industries AG, FN 261823 i, als übertragende Gesellschaft auf die BF HOLDING AG (nunmehr: CROSS Industries AG), FN 78112 x, als übernehmende Gesellschaft übertragen und betreffen einerseits eine im Dezember 2005 begebene Anleihe (Perpetual Bond) in Höhe von EUR 60.000.000,00, die im laufendem Geschäftsjahr in Höhe von EUR 58.990.000,00 vorzeitig getilgt wurde und in Höhe von EUR 1.010.000,00 mit einer fixen Verzinsung bis 2015 und anschließender variabler Verzinsung resultiert. Die Anleihe (Perpetual Bond) in Höhe von EUR 1.010.000,00 wurde am 1.12.2015 mit Wirkung zum 7.2.2016 gekündigt. Zum Bilanzierungszeitpunkt war diese Anleihe somit vollständig getilgt. Andererseits wurde im September 2012 eine Anleihe in Höhe von EUR 75.000.000,00 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625 % begeben.

Der Perpetual Bond ist als nicht besicherte Teilschuldverschreibung, die nachrangig zu allen anderen gegenwärtigen oder künftigen nicht besicherten, nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der CROSS Industries AG ist, ausgestaltet. Zinsen müssen von der CROSS Industries AG nur ausbezahlt werden, wenn eine Dividende oder eine andere Ausschüttung an die Aktionäre beschlossen wird, andere nachrangige Verbindlichkeiten oder Gesellschafterdarlehen getilgt werden oder Zinsen auf Gesellschafterdarlehen gezahlt werden.

Die CROSS Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 56.500.000,00 begeben, welches in Höhe von TEUR 44.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren und in Höhe von TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen wurde. Das Darlehen wird in Höhe von TEUR 24.500 mit einem fixen Zinssatz und in Höhe von TEUR 32.000 mit einem variablen Zinssatz verzinst.

Am 17.7.2015 hat die CROSS Industries AG eine Namensschuldverschreibung in Höhe von EUR 30.000.000,00 mit einer fixen Verzinsung und einer Laufzeit von 10 Jahren begeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 1.343.020,10 (Vorjahr: TEUR 36) und betreffen in Höhe von EUR 18.204,00 (Vorjahr: TEUR 33) Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.321.316,10 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.500,00 (Vorjahr: TEUR 4).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.671.746,15 (Vorjahr: TEUR 11) betreffen im Wesentlichen Zinsen aus den begebenen Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 2.004.470,76 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 667.275,39 (Vorjahr: TEUR 11).

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 2.295.658,91 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Haftungsverhältnisse

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Bürgschaftserklärung für die Wethje
Carbon Composites GmbH, Deutschland
5.582 0
Haftungsgarantie für die Wethje Carbon Composites GmbH,
Deutschland, gegenüber Mitsubishi Rayon Co., Ltd., Japan
5.635 0
Bürgschaftserklärung für die Durmont
Teppichbodenfabrik GmbH, Hartberg
2.750 0
Garantie für die Network Performance Channel GmbH,
Deutschland, gegenüber IXIA TECHNOLOGIES
INTERNATIONAL Limeted, Irland 658 669
14.625 669

Die Haftungsverhältnisse betreffen in Höhe von EUR 658.074,54 (Vorjahr: TEUR 669) verbundene Unternehmen.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten die Weiterverrechnungen laufender Projekte und Erlöse für Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr wurden im Inland EUR 8.201.571,54 (Vorjahr: TEUR 8) und in anderen EU Ländern EUR 567.062,99 (Vorjahr: TEUR 27) Umsatz erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Büroflächen in Höhe von EUR 224.262,92 (Vorjahr: TEUR 16).

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betreffen in Höhe von EUR 44.307,32 (Vorjahr: TEUR 6) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:

2015
EUR
1.10. -
31.12.2014
EUR
Vorstände Mitarbeitervorsorgekasse 26.501,49 6.112,55
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände 5.500,00 0,00
Sonstige Arbeitnehmer 17.805,83 0,00
49.807,32 6.112,55

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 23.797.012,10 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen Dividendenerträge gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen in Höhe von EUR 856.814,50 (Vorjahr: TEUR 7).

Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens betreffen in Höhe von EUR 2.155.126,77 (Vorjahr: TEUR 0) Abschreibungen von verbundenen Unternehmen und in Höhe von EUR 3.317.111,53 (Vorjahr: TEUR 0) Abschreibungen von Beteiligungen sowie Verluste aus abgegangenen Finanzanlagen in Höhe von EUR 559.569,81 (Vorjahr: TEUR 1).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist seit der Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.

Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die voraussichtlich an die Gruppenträger zu zahlende Mindestkörperschaftsteuer.

Auf Grund der steuerlichen Verlustsituation ergibt sich kein aktivierbarer Steuerabgrenzungsbetrag gemäß § 198 Abs 10 UGB.

Mitarbeiter

(im Jahresdurchschnitt)

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 13 (Vorjahr: 1) Angestellte, davon 3 (Vorjahr: 0) Teilzeitbeschäftigte.

Da der Abschlussprüfer der Gesellschaft auch Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der CROSS Industries AG ist, wird hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr 2015 entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang dieser Gesellschaft verwiesen.

V. Finanzrisikomanagement

Im Juli 2015 hat die CROSS Industries AG ihre Finanzierungen neu strukturiert. Dabei wurden einerseits Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 56.500 und Laufzeiten von 5 und 7 Jahren sowie andererseits Namensschuldverschreibungen mit einem Volumen von TEUR 30.000 und einer Laufzeit von 10 Jahren, begeben. Die Aufnahme des Fremdkapitals diente unter anderem dazu, die ewige Anleihe der CROSS Industries AG mit einen Nominale von TEUR 60.000, vorzeitig zurückzukaufen.

Weiters hat die CROSS Industries AG am 19.9.2012 eine Anleihe in Höhe von EUR 75.000.000,00 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einem Kupon von 4,625 % begeben.

Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der CROSS-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten.

Der langfristige Liquiditätsbedarf der Gruppe wurde durch die Emission von Unternehmensanleihen sowie die Aufnahme von Bankkrediten sichergestellt.

Die operativen Gesellschaften sind durch kurz- bzw langfristige Finanzierungen selbst finanziert.

Die KTM AG hat am 24.4.2012 eine Anleihe (ISIN: AT0000A0UJP7) mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Volumen von 85 Mio. EUR erfolgreich platziert. Die Anleihe notiert mit einer Stückelung von EUR 500,00 im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse und ist mit einem fixen Kupon von 4,375 % verzinst. Die Liquiditäts- und Finanzierungssituation des KTM-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verbessert. Wesentliche Finanzierungsinstrumente wurden langfristig kommittiert und optimiert. Das Working Capital Management wurde weiterhin verbessert und steht auch im kommenden Jahr im Fokus. Für das geplante Wachstum stehen somit ausreichende Liquiditätsreserven aus einem Portfolio an unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten mit verschiedenen Kontrahenten zur Verfügung.

Im August 2013 begab die Pankl Racing Systems AG eine 3,25 % Anleihe mit einer Laufzeit von 2013 bis 2017 über TEUR 10.000.

Die WP-Gruppe ist durch kurz- und langfristige Lombarddarlehensverträge bzw Bankkredite finanziert.

VI. Ergänzende Angaben

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015 die nachstehenden Herren bestellt:

Josef B l a z i c e k (Stellvertretender des Vorsitzenden bis zum 2.6.2015, Vorsitzender seit 2.6.2015) Dr. Ernst C h a l u p s k y (Vorsitzender bis zum 2.6.2015, Stellvertreter des Vorsitzenden seit 2.6.2015) Mag. Gerald K i s k a Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r (seit 2.6.2015)

CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels

Anlage 1 zum Anhang

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand am
1.1.2015
EUR
Zugänge
EUR
schmelzung
Zugänge
aus Ver-
EUR
Abgänge
EUR
chungen
Umbu-
EUR
31.12.2015
Stand am
EUR
Stand am
1.1.2015
EUR
schmelzung
Zugänge
aus Ver-
EUR
gänge
EUR
Zu-
gänge
EUR
Ab-
31.12.2015
Stand am
EUR
Buchwerte
31.12.2015
Stand am
EUR
31.12.2014
Stand am
EUR
I. Immaterielle Vermö
gensgegenstände:
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
ähnliche Rechte und
180.534,79 0,00 345.952,14 180.534,79 0,00 345.952,14 180.534,39 340.039,07 3.002,95 180.534,39 343.042,02 2.910,12 0,40
II. Sachanlagen:
1. Bauten auf frem
dem Grund
105.769,44 0,00 0,00 105.769,44 0,00 0,00 91.736,67 0,00 779,60 92.516,27 0,00 0,00 14.032,77
schäftsausstattung
Betriebs- und Ge
2. Andere Anlagen,
310.179,92 18.952,42 1.304.013,72 335.322,27 0,00 1.297.823,79 306.401,19 590.606,18 81.933,69 324.747,76 654.193,30 643.630,49 3.778,73
3. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
0,00 9.557,58 0,00 1.138,50 0,00 8.419,08 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.419,08 0,00
415.949,36 28.510,00 1.304.013,72 442.230,21 0,00 1.306.242,87 398.137,86 590.606,18 82.713,29 417.264,03 654.193,30 652.049,57 17.811,50
III. Finanzanlagen:
denen Unternehmen
1. Anteile an verbun
5.072.086,09 11.540.221,17 348.488.428,96 1) 2)
9.897.784,67 1.169.198,65
356.372.150,20 4.665.958,24 0,00 2.155.126,77 0,00 6.821.085,01 1)
349.551.065,19
406.127,85
2. Beteiligungen 0,00 0,00 7.840.329,41 0,00 0,00 7.840.329,41 0,00 0,00 3.257.112,53 0,00 3.257.112,53 4.583.216,88 0,00
3. Wertpapiere (Wert
rechte) des An
lagevermögens 0,00 56.031,20 60.000,00 0,00 2)
484.240,39
600.271,59 0,00 0,00 59.999,00 0,00 59.999,00 540.272,59 0,00
5.072.086,09 11.596.252,37 356.388.758,37 9.897.784,67 1.653.439,04 364.812.751,20 4.665.958,24 0,00 5.472.238,30 0,00 10.138.196,54 354.674.554,66 406.127,85
5.668.570,24 11.624.762,37 358.038.724,23 10.520.549,67 1.653.439,04 366.464.946,21 5.244.630,49 930.645,25 5.557.954,54 597.798,42 11.135.431,86 355.329.514,35 423.939,75

1) davon Umgründungsmehrwert EUR 34.275.720,66 2) Umgliederung vom Umlaufvermögen

Beteiligungsliste

Die Gesellschaft hält bei folgenden Unternehmen mindestens 20,00 % Anteilsbesitz:

Ergebnis des
Eigenkapital/ letzten
Kapital- Negatives Geschäfts
anteil Eigenkapital jahres
1)
Beteiligungsunternehmen % Stichtag EUR EUR
Verbundene Unternehmen:
CROSS KraftFahrZeug
Holding GmbH, Wels 100,00 31.12.2015 214.943.462,16 7.482.264,63
PF Beteiligungsver
waltungs GmbH, Wels 100,00 31.12.2015 13.505.093,18 -1.819.715,71
WP AG, Munderfing 89,48 31.12.2015 33.816.445,57 3.408.517,74
Pankl Racing Sys
tems AG, Kapfenberg 55,58 31.12.2015 62.337.227,69 5.235.800,48
WP Immobilien GmbH,
Munderfing 2) 5,00 31.12.2015 11.028.944,63 511.167,33
WP Components GmbH, Munderfing 2) 0,02 31.12.2015 4.492.466,99 -357.309,57
KTM AG, Mattighofen 2) 0,10 31.12.2015 304.733.069,13 62.549.253,35
Network Performance Channel
GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 100,00 31.12.2015 -409.356,48 3)
3)
-146.727,97
Beteiligungen:
Wethje Carbon Composites GmbH
(vormals: Wethje Holding GmbH),
Hengersberg, Deutschland 49,00 31.12.2015 928.377,27 -5.101.455,77
Wertpapiere (Wertrechte)
des Anlagevermögen:
Durmont Teppichboden
fabrik GmbH, Hartberg 24,00 31.12.2015 5.136.847,35 675.128,74

3) Vorläufiger Jahresabschluss zum 31.12.2015

1) Jahresüberschuss/-fehlbetrag

2) direkt gehalten, auf Grund weiterer indirekt gehaltener Anteil handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen

CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 11. März 2016

4. Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

CROSS Industries AG (vormals: BF HOLDING AG), Wels,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2015, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing - ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Bernieilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Linz, am 11. März 2016

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des§ 281Abs2 UGB zu beachten.

ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der

DI Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.