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Rath AG

Annual Report Apr 28, 2016

783_10-k_2016-04-28_73e22dfc-ab7e-4005-aa30-b4d6d51917e2.pdf

Annual Report

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2015 GESCHÄFTSBERICHT

KENNZAHLEN

2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Umsatz 81.881 77.441 79.410 86.671
Veränderung in % 5,7 -2,5 -8,4 6,1
EBIT 5.627 4.612 1.353 223
EBIT-Marge in % 6,9 6,0 1,7 0,3
EGT 6.499 5.022 -248 818
operativer Cashflow 8.318 5.313 1.377 -916
Eigenkapitalquote in % 49,2 46,9 43,1 42,5
Eigenkapitalrendite in % 10,3 7,9 -0,4 1,6
Working Capital Ratio in % 38,3 37,2 34,6 28,2
ROCE in % 12,6 11,0 2,0 4,1
WACC in % 7,5 8,1 6,9 6,5
Investitionen in Sachanlagen 3.799 2.805 1.388 2.928
Abschreibungen 4.159 3.905 3.779 3.862
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 551 549 611 614
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 9 11 11 11

GESCHÄFTS-BERICHT 2015

RATH KONZERN

INHALT

Short View 1
Vorwort des Vorstands 2
Technologieführer übernehmen Verantwortung 4
Die Aktie 6
Corporate Governance 8
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 13
Bericht des Aufsichtsrats 14
Konzernlagebericht 17
Jahresabschluss 31
Konzernbilanz 32
Konzerngewinn- und -verlustrechnung 33
Gesamtergebnisrechnung 34
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 34
Konzerngeldflussrechnung 35
Konzernanhang 36
Bestätigungsvermerk 68
Glossar 70
Impressum 72

FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET – VERBESSERTE PROFITABILITÄT UND TECHNOLOGISCHE WEITERENT-WICKLUNG FÜR MEHR STABILITÄT.

2015

VORWORT DES VORSTANDS

DI Jörg Sitzenfrey (COO), Andreas Pfneiszl (CFO, CSO)

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Das Jahr 2015 war erneut ein erfolgreiches Jahr für die Rath Gruppe. Wir sind stolz Ihnen mitteilen zu dürfen, dass sich unser Unternehmen in allen wesentlichen Unternehmenskennzahlen verbessert hat.

Wir haben unseren Umsatz merklich steigern können, die Profitabilität weiter verbessert und strategische lnitiativen gestartet und umgesetzt. Dadurch haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt und einen starken Mehrwert für unsere Aktionäre geschaffen. Sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) – Bestes seit dem Jahr 2004 – als auch die EBIT-Marge – Beste seit dem Jahr 2001 – wurden nochmals verbessert. Nach wie vor gilt unser strategischer Leitsatz, "Margin over Volume". Diese Mission ist in unseren Köpfen etabliert. Ob im Verkauf, in der Produktion oder im Back Office – wir konzentrieren uns auf Effizienz und auf unsere Stärken! Das Fundament für diese Transformation wurde im zweiten

VORWORT DES VORSTANDS

Halbjahr 2013 gelegt, im Jahr 2014 konnten erste merkliche Erfolge erzielt werden, welche im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2015 eindrucksvoll bestätigt wurden. Strategische Priorität wurde weiterhin auf organisatorische Themen gelegt. Neben der verstärkten Zentralisierung von Services und Kompetenzen wurde im abgelaufenen Jahr die zentrale Konzernabteilung Forschung und Entwicklung mit der Verantwortung für Produktmanagement erweitert und personell verstärkt. Ziel ist nach wie vor die Markt- und Kundenanforderungen schneller zu identifizieren und umzusetzen.

Im Berichtsjahr 2015 konnten wir erstmals ein Gesamtabsatzjahr für unsere neue Produktlinie SiC-Produkte (Siliziumcarbid; SICRATH®) bilanzieren und wir dürfen mit Recht stolz auf das Geleistete sein. Es ist uns gelungen, bei namhaften lnstallationsfirmen für den Bereich der Hausmüllverbrennungsanlagen in ltalien, Deutschland und den Niederlanden, Aufträge zu platzieren, die uns bereits heute gut auslasten. Daraus resultierend haben wir unterjährig nochmals in den Maschinenpark investiert und zusätzliche Ressourcen aktiviert.

Auch für das neue Geschäftsjahr – wir feiern heuer 125 Jahre RATH in der Feuerfestwelt – haben wir uns wieder Einiges vorgenommen. Wir haben eine neue Vertriebstochter, die Rath Filtration GmbH, gegründet, mit der wir unsere Aktivitäten im Bereich der Heißgas Filtration merklich ausbauen werden. Rath ist nicht nur ein kompetenter und verlässlicher Feuerfestpartner, sondern nun auch ein innovativer Partner für Filterelemente und Systeme. Die keramische Filtration wird ein wesentliches Standbein für die Zukunft bei Rath sein. Unsere Verantwortung als Premiumanbieter fur Spitzentechnologie in der Feuerfest- und Filtrationsindustrie setzt voraus, dass wir uns ständig weiterentwickeln und verbessern. Und darauf können Sie sich verlassen!

Aufgrund des sehr guten Geschäftserfolges im Jahr 2015 wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 € vorschlagen.

In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren tollen Einsatz und ihr Engagement im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das jahrelange Vertrauen in unser Unternehmen.

Ihr Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

TECHNOLOGIEFÜHRER ÜBERNEHMEN VERANTWORTUNG

ANDREAS PFNEISZL ––––––––––––––––––––––––––––––––––––– VORSTAND RATH AG CFO, CSO "Kunden auf der ganzen Welt vertrauen unseren technischen Lösungen, schätzen den persönlichen Kontakt und nutzen die individuelle Beratung. Unsere Mitarbeiter streben immer nach dem bestmöglichen Resultat. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist unser Ansporn."

DI JÖRG SITZENFREY

VORSTAND RATH AG COO

"Mit unserem Anspruch auf höchste Qualität investieren wir laufend in unser technologisches Know-how und treiben Innovationen und Entwicklungen voran. Die besten Produkte zu liefern, ist unsere tägliche Motivation."

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––

DIE AKTIE

› BÖRSENKENNZAHLEN

ISIN AT0000767306
Wertpapierkürzel RAT
Marktsegment Standard Market Auction
Handelssegment Amtlicher Handel
Aktiengattung Stimmberechtigte nenn-betragslose Stückaktien
Anzahl der Aktien 1.500.000
Gesamtanzahl der Aktien 1.500.000
Aktienkurs 30.12.2015 13,76 €
Börsenkapitalisierung 20.640.000,00 €
Gewinn/Aktie 2,74

› KAPITALMARKTKALENDER 2015

1. Juni 2016 ordentliche Hauptversammlung
8. Juni 2016 Ex-Dividenden-Tag
10. Juni 2016 Dividenden-Zahltag
31. August 2016 Halbjahresergebnis 2016
11. November 2016 Ergebnis 3. Quartal 2016

DIE AKTIE

AKTIE

Marktentwicklung

Das Jahr 2015 war an den Kapitlmärkten ein sehr bewegtes und ereignisreiches Jahr, das durch die Geldpolitik der Notenbanken und von geopolitischen Ereignissen in der Ukraine und in Syrien geprägt war. Zudem verschärfte sich die Verschuldungskrise insbesondere bei einigen Schwelländern wie Brasilien, Südafrika, Russland und der Türkei wegen des starken US-Dollars und der stark fallenden Rohstoffpreise Zunehmens.

Die Rath Aktie

Nach einem Kurs von € 9,19 zu Jahresbeginn 2015, verzeichnete die Aktie eine stetige Aufwärtsbewegung. Zur Jahresmitte lag der Kurs (29. Juni 2015) bei € 14.00, was einem Anstieg von ca. 28% entspricht. Im weiteren Jahresverlauf blieb der Aktienkurs stabil und schloss zu Jahresende mit € 13,76 und lag damit um 26% über dem Kurs vom 31. 12.2014.

Investor Relations

Ziel der Kapitalmarktkommunikation der Rath AG ist es die Financial Community über marktrelevante Entwicklungen zeitnah, umfassend und regelmäßig zu informieren. Wir verstehen uns als verständiger Ansprechpartner , um somit eine faire und angemessene Bewertung der Rath-Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei stets ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem "true and fair view" zu vermitteln.

Investor Relations ist für uns nicht nur eine Verpflichtung unsere Aktionäre über das Unternehmen zu informieren, sondern vielmehr die Chance neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.

Investor Relations Officer Marion Mörth E-Mail: [email protected] Internet: www.rath-group.com

Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex folgt die Rath Gruppe dem Ordnungsrahmen mit Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung des Unternehmens. Dieser enthält die international üblichen Standards für gute Unternehmensführung (OECD-Richtlinien, EU-Transparenz-Richtlinie), aber auch die in diesem Zusammenhang bedeutsamen Regelungen des österreichischen Aktienrechts (Börsegesetz, Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2013, Unternehmensrechts-änderungsgesetz 2008).

Damit wird eine hohe Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht. Der für das Geschäftsjahr 2015 gültige ÖCGK (Fassung Jänner 2015) kann auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at), aber auch auf jener der Rath Aktiengesellschaft (www.Rath-group.com > Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Governance Kodex) abgerufen werden.

Zur Vermeidung von Insider-Handel besteht seit 2002 eine auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basierende Richtlinie. Der im Jahr 2010 aktualisierte Verhaltenskodex richtet sich an alle Mitarbeiter und enthält alle Verhaltensgrundsätze und gibt Orientierung zu den grundlegenden ethischen und rechtlichen Pflichten von Rath Mitarbeitern.

Abweichungen

Die Rath Aktiengesellschaft befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich der R-Regeln annähernd lückenlos. Im Geschäftsjahr 2015 gab es bei einer C-Regel der insgesamt 83 Regeln des Kodex eine abweichende Handhabung, die im Folgenden im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert und begründet wird:

C Regel 62

Die Einhaltung der C-Regel 62 des Corporate Gouvernante Kodex hat die Rath Aktiengesellschaft regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, durch eine externe Institution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis im Corporate Gouvernante Bericht zu berichten. Für das Geschäftsjahr 2015 ließ die Rath Aktiengesellschaft keine Evaluierung durch eine externe Institution vornehmen. Die nächste externe Evaluierung wird innerhalb der Dreijahresfrist gemäß Corporate Gouvernante Kodex erfolgen.

Der Kodex umfasst drei Regelkategorien:

    1. Legal Requirement ("L") dazu zählen zwingende Rechtsvorschriften.
    1. Die "C"-Regeln (Comply or Explain) sollen eingehalten werden; eine Abweichung muss erklärt und begründet werden, um ein kodexkonformes Verhalten zu erreichen.
    1. Recommendation-Regeln ("R") haben Empfehlungscharakter.

Rath wendet den Corporate Governance-Kodex in der Fassung Jänner 2015 an mit folgenden näheren Erläuterungen:

Zusammensetzung, Funktionsperiode und Zuständigkeiten des Vorstands (Ziffer 16 ÖCGK) Der Vorstand besteht aus:

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung, verantwortlich.

Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2015 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften inne.

Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.

Bericht über die Vorstandsvergütung (Ziffer 30/31 ÖCGK)

Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds, sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der Rath Aktiengesellschaft nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele.

Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2015 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezuges festgelegt.

Im Falle einer Beendigung der Funktion des Vorstandes bestehen keine Ansprüche oder Anwartschaften über das gesetzliche Maß hinaus. Für das Management der Rath Gruppe besteht ein gültiger Haftpflicht-Versicherungsschutz (D&O Versicherung). Die Aufgaben des Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Über Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Vergütungspolitik verfügt insbesondere Herr Mag. Ehrlich-Adám.

2014 TEUR 2015 TEUR VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹
159 162 fix DI Jörg Sitzenfrey
35 56 variabel
194 217
162 164 fix Andreas Pfneiszl
35 56 variabel
197 220
391 437 Gesamtsumme

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus fünf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER GEB.-JAHR AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
ERST
BESTELLUNG
ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
1964 Geschäftsführer EVVA
Sicherheitstechnologie GmbH,
Vizepräsident im Präsidium
des ASI Austrian Standards
Institute (ASI)
25.6.2013 im Jahr 2018
WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
1966 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Grant Thornton Unitreu
GmbH
17.7.2003 im Jahr 2018
Dkfm. Paul Rath
› abhängig
1934 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
14.9. 1989 im Jahr 2018
MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
1966 Finanzvorstand der
Porr Aktiengesellschaft,
AR-Mandat UBM Development
AG, Österreich
27.6.2008 im Jahr 2018
Roula Millauer
› unabhängig
1964 Roula Millauer Consulting 25.6.2013 im Jahr 2018
Mag. Dieter Hermann
› unabhängig
1966 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
25.6.2013 im Jahr 2018

Bericht über die Aufsichtsratsvergütung (Ziffer 50/51 ÖCGK)

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2015 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 65 TEUR (2014: 45 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER 2015 2014
Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) 16.100 10.400
WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) 14.600 9.100
MMag. Christian B. Maier 10.000 6.300
Dkfm. Paul Rath 9.600 6.000
Mag. Dieter Hermann 9.500 6.700
Roula Millauer 5.300 6.700

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

Unabhängigkeit des Aufsichtsrates (Ziffer 53, 54 ÖCGK)

Als "unabhängig" im Sinne der Generalklausel der Regel 53 gelten jene Mitglieder des Aufsichtsrats, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Rath Aktiengesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Als Maßstab werden die Kriterien des Corporate Governance Kodex Anhang 1 angewendet. Gemäß diesen Kriterien sind zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Rath Aktiengesellschaft als abhängig einzustufen. Im Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft gibt es ein Mitglied, das Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist.

Ausschüsse und Tätigkeit des Aufsichtsrates (Ziffer 36, 39 ÖCGK)

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen Sitzungen ab, die sich u.a. auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. In diesem Rahmen ist der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.

Neben dem Prüfungs- und Strategieausschuss hat der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft keine weiteren Ausschüsse eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Frau Roula Millauer als Vorsitzender bis September 2015, Herr Mag. Stefan Ehrlich-Adám als Vorsitzender ab September 2015, Herr Mag. Philipp Rath, Herr MMag. Christian B. Maier und Herr Mag. Dieter Hermann. Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2015 zwei Sitzungen abgehalten, in denen die Vorbereitung und Analyse des Jahresabschlusses und die internen Kontroll-, Revisions- und Risikosysteme behandelt wurden. Der Abschlussprüfer hat dabei an beiden Sitzungen teilgenommen.

Dem Strategieausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Herr Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dkfm. Paul Rath, Herr Mag. Dieter Hermann. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2015 einmal getagt, in welchen die neuen Produkte und deren Absatzmärkte erörtert wurden.

Im Jahr 2015 hat der Aufsichtsrat 6 ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) abgehalten. Die Präsenzquote lag bei 96%. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrates näher dargestellt.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Funktionen Dem Vorstand der Rath Aktiengesellschaft gehört keine Frau an. Dem Aufsichtsrat gehörte bis September

2015 eine Frau an, damit lag der Frauenanteil bis zum September 2015 bei rund 17%. In zahlreichen Bereichen der ersten und zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil von Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug gruppenweit per 31. Dezember 2015 17,9% (2014: 18,7%). Die Rath Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen, in allen Bereichen. Rath setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Des Weiteren wird im Rekrutierungsprozess hohes Augenmerk auf eine strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.

Interne Revision

Eine Abteilung für interne Revision im klassischen Sinne gibt es aufgrund der Unternehmensgröße nicht. Die Aufgaben einer internen Revision werden von den Abteilungen Prozess Management ausgeführt, welche über wesentliche Ergebnisse dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

WIEN, 6. APRIL 2016

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

Der Vorstand

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2015 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 6. APRIL 2016

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Vorsitzender des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden. Im Berichtsjahr 2015 fand zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Im Jahr 2015 haben wir eine interne Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2015 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 24. Februar 2015 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vom 21. April 2015 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2014 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2014 geprüft, der Jahresabschluss 2014 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2014 gebilligt.

Weiters wurden der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2015 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2015/2016 finalisiert. In der Sitzung vom 8. September 2015 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 27. November 2015 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2016, sowie die Mittelfristplanung bis 2020 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2015 zweimal zusammengetreten. Am 31. März 2015 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Wirtschaftsjahr 2014 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 27. November 2015 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2015 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 7. Juli 2015 bildete ein Überblick über die Marktpotentiale der Heißgasfiltration und eventuellen Möglichkeiten der der Rath Gruppe in diesem Segment sich zu engagieren. Es wurde die Weichenstellung gelegt, für die Gründung der Rath Filtration GmbH, mit Sitz in Wien sowie dem Startschuss der Umsetzung einer Produktionslinie in der Rath GmbH, in Meißen.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2015 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 6. April 2016 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

WIEN, 6. APRIL 2016

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft.

Gesundes Wachstum in den osteuropäischen EU-Staaten.

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2015 langsamer gewachsen als im Vorjahr beziehungsweise als von den Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet. Im Sog der Konjunkturabkühlung in China verlor die Weltwirtschaft an Fahrt und wuchs um 3,1% anstatt der prognostizierten 3,5%.

Die chinesische Wirtschaft ist 2015 so langsam gewachsen wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Der wirtschaftliche Umbau hin zu einer von Konsum- und Dienstleistungen getriebenen Volkswirtschaft sorgte für eine weiterhin abnehmende Wachstumsdynamik. In den übrigen asiatischen Ländern ließ die Dynamik ebenfalls etwas nach. Eine Ausnahme war Indien, wo sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzte. Sowohl die Konsumausgaben als auch die Industrieproduktion stiegen dort deutlich an.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA wuchs im Jahr 2015 um 2,4 Prozent. Das Wirtschaftswachstum lag damit auf dem gleichen Wert von 2014 und über dem Wert von 2013 (1,5 Prozent). Getrieben wurde dieses Wachstum nahezu vollständig vom privaten Konsum, einer traditionellen Stütze der US-Wirtschaft. In Brasilien und Russland war das Wachstum im Jahr 2015 entsprechend den Erwartungen weiter stark negativ, wobei sich zu den niedrigen Rohstoffpreisen auch noch binnenwirtschaftliche Probleme gesellten. Die osteuropäischen EU-Staaten verzeichneten dagegen ein gesundes Wachstum. Die Region profitierte einerseits von niedrigen Ölpreisen und einem kräftigen Privatkonsum, andererseits von der fortschreitenden Erholung in Westeuropa.

West- und Mitteleuropa bildeten damit neben den USA eine wichtige Stütze der Weltkonjunktur. Das Wachstum in der Eurozone war vor allem aufgrund der soliden Entwicklung in Deutschland und der Erholung in Südeuropa positiv. Insbesondere vom privaten Konsum gingen maßgebliche Impulse aus, bei Investitionsentscheidungen hielten sich Unternehmen aufgrund globaler Unwägbarkeiten nach wie vor zurück.

Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft in Österreich mit +0,9% gegenüber dem Vorjahr und somit zum vierten Mal in Folge nur mäßig. Die Konjunktur beschleunigte sich im Jahresverlauf dabei kaum. Im 4. Quartal 2015 betrug der Zuwachs der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal ebenso wie in den zwei Quartalen zuvor nur 0,3%. Zwar zogen die Ausrüstungsinvestitionen 2015 gegenüber dem Vorjahr an, und auch vom Außenhandel kamen kräftige Impulse, die privaten Konsumausgaben nahmen hingegen nur wenig zu. Dies dürfte insbesondere an der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit, der mäßigen Einkommensentwicklung und der merklichen Verteuerung von Mieten und Dienstleistungen liegen.

BRANCHENUMFELD

Trotz stagnierender Absatzmärkte Position gestärkt

In einem Branchenumfeld mit stagnierenden Absatzmärkten und globaler Überkapazität konnte sich die Rath Gruppe nicht nur behaupten, sondern auch wachsen und ihre Position stärken. Die hochtechnologi-

schen Feuerfestprodukte, die von der Rath Gruppe angeboten werden, sind stärker nachgefragt als noch im Jahr zuvor und dies, obwohl der Heimmarkt Europa nach wie vor mit zurückhaltender Investitionsbereitschaft kämpft. Positiv haben sich die Regionen Mittlerer-Osten, bedingt durch die Vereinfachung der Geschäftskooperationen, sowie der Wirtschaftsraum Nord- und Mittelamerika, entwickelt.

Die Rath Gruppe ist in den wichtigsten Branchen für Feuerfestprodukte und -Lösungen weltweit erfolgreich.

METALS

In der Business Line "Metals" ist der wesentlichste Anteil die Stahlindustrie, hier vor allem die sogenannte "zweite" Hitze. In diesem Absatzbereich konnten wir einen geringen Zuwachs von 1% erzielen. Der Anteil am Gesamtabsatz der Rath Gruppe beträgt nun 34% (VJ: 33%). Die wesentlichsten Produkte, die in dieser Business Line eingesetzt werden, sind Hochtemperatur Wolle-, Rollen-, Matten, Kombi Module, Feuerleichtsteine, sowie dichte Steine und Betone. Das stagnierende Wachstum in der Business Line "Metals" spiegelt die schwache Entwicklung der Stahlindustrie wieder. Hierzu ist zu erwähnen, dass es in der Stahlindustrie eine deutliche Überkapazität im Jahr 2015 gab und sich diese Situation auch im Jahr 2016 nicht wesentlich ändern wird. In diesem Bereich hat sich die Rath Gruppe als Partner für technischkomplexe und innovative Gesamtlösungen positioniert. Unsere Erwartung an die Business Line "Metals" ist eine positive und wir gehen davon aus, dass wir unseren Anteil halten, beziehungsweise leicht ausbauen werden.

F. C. & ENERGY

Im Wirtschaftsjahr 2015 konnten wir in der Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" unseren Absatz stabil halten. Am Gesamtabsatz hat die Business Line einen Anteil von 20% (VJ: 20%). Nach wie vor sind die Endprodukte unserer Kunden weltweit unter starkem Preisdruck. Dadurch ist die Investitionsbereitschaft in Neuinvestitionen und Großreparaturen verhalten. Für diese Business Line bieten wir hochwertige dichte Steine, sowie hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile an. Unsere Kunden kommen in erster Linie aus den USA und Asien. In diesem Geschäftsfeld wird die Rath Gruppe als ein Anbieter am Markt mit der besten Zuverlässigkeit und überdurchschnittlicher Lebensdauer angesehen.

Aufgrund der stark fallenden Ölpreise am Weltmarkt ist der Absatz unserer Produkte im Bereich der Biomasseanlagen rückläufig. Für das Jahr 2016 wurden uns bereits mehrere Aufträge in Aussicht gestellt, womit wir davon ausgehen, in dieser Business Line leicht wachsen zu können.

CERAMIC

Nach der guten Nachfrage im vergangenen Jahr speziell seitens der Hersteller von keramischen Erzeugnissen, mussten wir im Absatzjahr 2015 einen Rückgang auf 15% am Gesamtabsatz (VJ: 18%) hinnehmen. In der Business Line "Ceramic" sind es die Hersteller von keramischen Abgasfiltern für die Automobilindustrie die den Löwenanteil ausmachen. Es kam zu Verschiebungen von Auftragszustellungen in das

BRANCHENANTEILE GJ 2015

34% Metals 20% F. C. & Energy 16% Special Furnaces 15% Ceramics 10% Domestic Fireplaces 5% Glass

BRANCHENANTEILE GJ 2014

  • 33% Metals
  • 20% F. C. & Energy
  • 18% Ceramics
  • 15% Special Furnaces
  • 11% Domestic Fireplaces
  • 3% Glass

Jahr 2016, womit davon auszugehen ist, dass wir im kommenden Jahr wieder einen Zuwachs erwarten können. Im Wesentlichen sind es die Produkte hochwertige dichte Steine, sowie hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile sowie Betone, die wir unseren Kunden anbieten.

GLASS

Der Umsatzbeitrag der Business Line "Glass" am Gesamtabsatz erhöhte sich 2015 auf 5% (VJ: 3%). Die Hauptabsatzmärkte liegen in Nordamerika und Ost-Asien und sind im Wesentlichen stark projektabhängig. In Bereich Glass setzen wir vor allem auf unsere Produkte dichte Steine und Betone, sowie Betonformteile. Die Erwartung in der Business Line "Glass" ist eher verhalten, ein Erreichen des diesjährigen Absatzanteils wäre ein gutes Ergebnis.

SPECIAL FURNACES

Bei der Business Line "Special Furnaces" handelt es sich bei unseren Kunden hauptsächlich um Hersteller von Spezialöfen für die Industrie, sowie den Labor- und Dentalbereich. Die Business Line umfasst auch Hersteller von Analyse- und Messgeräten, die wegen hoher Temperaturen einer speziellen Wärmedämmung bedürfen. In dieser Business Line gehört die Rath Gruppe zu den Top 5 Lieferanten weltweit. Das gute Absatzniveau am Gesamtabsatz von 16% (VJ: 15%) konnte leicht ausgebaut werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Produkte aus keramischen Formteilen auf Basis von Hochtemperaturwolle. Es sind dies maßgeschneiderte Lösungen, die vom Kunden zeitsparend und einfach eingebaut werden können. Aufgrund unserer innovativen Engineering- und Produktionsmannschaft können wir weiterhin davon ausgehen, mit zukunftsträchtigen Produkten auch im Jahr 2016 eine leichte Steigerung zu erreichen.

DOMESTIC FIREPLACES

Die Rath Gruppe ist im Kernmarkt des Speicherofens (Grundofen, klassischer Kachelofen) unangefochten die Nummer 1. In Österreich beispielsweise verfügt Rath nach wie vor über eine Marktpräsenz von mehr als 50%, Ungarn, Slowakei und Polen rund 30%, in Deutschland rund 25%. Generell musste die Branche in Europa im Jahr 2015 wieder Rückgänge von mehr als 10% hinnehmen und das, obwohl bereits im Jahr 2014 ein Umsatzeinbruch von mehr als 10% zu Buche standen. Im Bereich der Grundöfen setzten wir auf den klassischen Schamottestein und die Schamotteplatte.

Der Negativ-Trend hält leider weiterhin an. Der Grundofen ist ein Premiumprodukt, welches eine Immobilie aufwertet und gleichzeitig für wohlige Wärme sorgt. Die Kannibalisierung mit sogenannten Schwedenöfen oder Heizeinsatzherstellern ist nach wie vor sehr stark. Weitere Gründe sind beispielsweise auch die große Unsicherheit der Europäer in Bezug auf Arbeitsplatz oder auch die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei Emissionsgrenzwerten für häusliche Feuerstätten – Stichwort Feinstaub. Der Rath Gruppe ist es jedoch bis heute immer noch gelungen, entgegen dem allgemeinen europäischem Trend, die Umsätze nahezu stabil zu halten, so auch im Jahr 2015. Die traditionsreichste Business Line erwirtschaftet einen Umsatzanteil von 10% (VJ: 11%) und die Aussichten stehen auf neutral. Wir gehen davon aus, keine weiteren Umsatzeinbußen mehr hinnehmen zu müssen.

GESCHÄFTSVERLAUF 2015

Die Rath Gruppe konnte das sehr gute Geschäftsergebnis 2015 nicht nur bestätigen, sondern in allen wesentlichen Kennzahlen ein noch stärkeres Ergebnis erzielen. Diese positive Entwicklung zeigt die Betrachtung der vier abgelaufenen Quartale des Wirtschaftsjahres 2015:

2014 GESAMT
JAHR
4. QUARTAL 3. QUARTAL 2. QUARTAL 1. QUARTAL KENNZAHLEN ‹
77.441 81.881 20.975 23.571 20.407 16.928 Umsatz in TEUR
8.517 9.785 2.904 2.852 2.607 1.422 EBITDA in TEUR
11,00% 11,95% 13,85% 12,10% 12,78% 8,40% EBITDA-Marge
4.612 5.627 1.758 1.844 1.580 445 EBIT in TEUR
5,96% 6,87% 8,38% 7,82% 7,74% 2,63% EBIT-Marge
549 551 554 544 544 541 Mitarbeiter im 0
9,19 13,76 13,76 13,60 24,95 9,50 Aktienkurs in EUR

Umsatzentwicklung

Nachdem wir im Vorjahr an dieser Stelle von Umsatzrückgängen berichten mussten, können wir für das Berichtsjahr 2015 eine positive Entwicklung melden. Trotz schwachem Wirtschaftswachstum in Europa und fordernden wirtschaftlichen Bedingungen in den USA konnten wir den Absatz in der Rath Gruppe ausbauen.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 5,7% auf 81.881 TEUR (VJ: 77.441 TEUR). Ein deutlicher Anstieg ist im Projektgeschäft zu verzeichnen. Hier konnten wir deutlich mehr Projekte abrechnen, als noch das Jahr davor. Im Berichtsjahr steigerten wir den Projektumsatz um 24,6% auf 21.202 TEUR (VJ: 17.023 TEUR).

Die einzelnen Gesellschaften entwickelten sich unterschiedlich. Die österreichische Gesellschaft Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum, konnte den Umsatz um 6,3% auf 27.773 TEUR (VJ: 26.115 TEUR) steigern. Die wesentlichen Absatzzuwächse stammen aus dem Projektgeschäft aber auch aus der neuen Produktpalette der SiC-Platten für die Hausmüllverbrennungsanlagen.

Unsere deutsche Gesellschaft, die Rath GmbH, Meißen, mit drei Standorten (Meißen, Bennewitz und Mönchengladbach) konnte ebenfalls ein Umsatzwachstum im Projektgeschäft erzielen. Hier wirkte sich der Zuwachs mit 4,8% auf 26.199 TEUR (VJ: 24.989 TEUR) aus.

Die ungarische Gesellschaft, Rath Hungaria Kft., Budapest, konnte ebenfalls eine Umsatzsteigerung auf 8.645 TEUR (VJ: 8.206 TEUR) verzeichnen. Die amerikanische Tochtergesellschaft, Rath USA Inc., Newark, mit zwei Standorten (Newark, Bundesstaat Delaware; und Milledgeville, Bundesstaat Georgia), konnte ihre Absatzerwartung deutlich übertreffen und schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von

Umsatz stieg um 5,7% auf 81.881 TEUR

13.146 TEUR (VJ: 11.640 TEUR) ab. Unsere Vertriebsgesellschaften in Europa und Mexiko entwickelten sich nicht ganz so erfreulich. Der Umsatz ging auf 6.118 TEUR (VJ: 6.491 TEUR) zurück. Nähere Details finden Sie im Segmentbericht.

Ertragsentwicklung

Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr stabil bei 57,8% (VJ: 57,9%) gehalten werden. Durch den ungebrochenen intensiven Fokus auf Profitabilität, getreu unseres strategischen Mottos "Margin over Volume", konnte im operativen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragssteuern (EBITDA) eine Steigerung um 1.268 TEUR auf 9.785 TEUR (VJ: 8.517 TEUR) erreicht werden.

EBIT um 22% gegenüber dem Vorjahr auf 5.627 TEUR gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) verbesserte sich das zweite Jahr in Folge ebenfalls und erhöhte sich um 1.015 TEUR auf 5.627 TEUR (VJ: 4.612 TEUR). Dies entspricht einer Wertsteigerung von 22,0% gegenüber dem EBIT des Jahres 2014.

Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz verbesserten sich auf 30,5% (VJ: 31,0%). Die Personalkosten absolut stiegen um 4,0% auf 24.992 TEUR (VJ: 24.038 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht auf 13.231 TEUR (VJ: 12.896 TEUR).

Das Finanzergebnis verbesserte sich nochmals um 463 TEUR gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 auf 873 TEUR (VJ: 410 TEUR). Aufgrund der anhaltenden Währungssituation zwischen USD/EUR kam es zu weiteren positiven Veränderungen in der Bewertung. Die Währungsgewinne belaufen sich auf 1.767 TEUR (VJ: 1.435 TEUR), somit um 332 TEUR höher als im Vergleichszeitraum, davon entfallen 1.663 TEUR auf Bewertung (VJ: 1.442 TEUR). Die Bewertung des Zinsswaps wirkte sich auf das Finanzergebnis mit 158 TEUR (VJ: 20 TEUR) positiv aus.

Das Konzernergebnis liegt somit bei 4.109 TEUR (VJ: 2.869 TEUR).

Aufgrund des sehr guten Konzernergebnisses 2015 und der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Gruppe wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,50 EUR pro Stückaktie vorschlagen.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Bilanzsumme auf 81.102 TEUR erhöht.

Die Vermögens- und Finanzlage der Rath Gruppe stellt sich am Ende des Berichtsjahres 2015 wie folgt dar. Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristige Vermögen um 304 TEUR auf 38.624 TEUR. Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die Erhöhung der Sachanlagen zurückzuführen. Die durchgeführten Investitionen im Jahr 2015 betrugen 3.838 TEUR (VJ: 2.871 TEUR).

Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige Vermögen, vor allem im Bereich der Forderungen, inkl. sonstiger Forderungen um 3.095 TEUR auf nunmehr 42.478 TEUR. Die Bilanzsumme hat sich um 3.400 TEUR erhöht, mit Ende des Berichtsjahres 2015 lag der Wert bei 81.102 TEUR (VJ: 77.702 TEUR).

Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 weist die Unternehmensgruppe ein Eigenkapital in Höhe von 39.879 TEUR (VJ: 36.481 TEUR) aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich, trotz Dividendenausschüttung in Höhe von 750 TEUR im Juni 2015, aufgrund des guten Jahresergebnisses gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 2,3% Prozentpunkte auf 49,2% (VJ: 46,9%).

Der Anteil des Fremdkapitals betrug zum 31.12.2015 50,8% (VJ: 53,1%), wovon 26,3% (VJ: 17,4%) auf das langfristige und 73,7% (VJ: 82,6%) auf das kurzfristige Fremdkapital entfallen.

Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich deutlich auf 57,8% (VJ: 66,5%).

Nachhaltige Finanzierungsstrategie

Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung.

Die Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 49,2% (VJ: 46,9%) ist im Berichtsjahr dem starken Jahresergebnis zuzuordnen. Ein wesentliches Unternehmensziel ist die Eigenkapitalquote bei mehr als 40% zu halten.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Finanzielle Vermögenswerte/Wertpapiere) verringerten sich im laufenden Geschäftsjahr um 1.197 TEUR auf 23.067 TEUR (VJ: 24.263 TEUR).

Nettogeldfluss

Durch das gute Konzernergebnis konnte der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit auf 8.318 TEUR (VJ: 5.313 TEUR) gesteigert werden. Der Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 765 TEUR auf 3.551 TEUR (VJ: 2.787 TEUR) und ist im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen 3.517 TEUR (VJ: 2.805 TEUR) zurückzuführen.

Die Rückführung der Finanzschulden in Höhe von 2.802 TEUR (VJ: 923 TEUR) spiegelt sich im Geldabfluss aus der Finanzierung wider.

Der Free Cashflow verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 388 TEUR auf 1.215 TEUR (VJ: 1.603 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31.12.2015 3.450TEUR, welcher sich um 10,7% im Vergleich zum Vorjahr verringerte.

Arbeitnehmer

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für die Rath Gruppe den zentralen Erfolgsfaktor dar. Der Erfolg liegt einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer Mitarbeiter.

Eigenkapitalquote auf 49,2% erhöht.

Nettoverschuldung verringert.

Operativer Cashflow auf 8.318 TEUR gesteigert.

Vom Entwickler und Verfahrenstechniker über Produktionsmitarbeiter und Monteure, vom Supervisor bis hin zu Mitarbeitern in den Back-Office und Serviceabteilungen sowie im Vertriebsteam, finden bei uns Personen mit technischer und/oder kaufmännischer Ausbildung abwechslungsreiche Aufgabengebiete in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen. Rath hat eine "lean-management" Struktur, die eine direkte, persönliche Kommunikation ermöglicht.

Mitarbeiterstand stabil.

Die Rath-Gruppe beschäftigte zum 31.12.2015 auf Basis "FTE" ("full-fime equivalent") insgesamt 505 Personen (VJ: 500).

Es gibt in der Rath Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter und sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedlichen Prämienmodellen eingebunden. Die Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategische Aufgaben im Bereich Human Resources sind beim CFO angesiedelt.

Für Mitarbeiterweiterbildung wurden 2015 in der Rath Gruppe insgesamt 129 TEUR (VJ: 130 TEUR) aufgewendet.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre Qualifikation, ihre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin, Loyalität und durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Arbeitsumfeld aus.

Der Vorstand bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen Rath Kolleginnen und Kollegen für die Leistungen zur Weiterentwicklung unserer Unternehmens-Gruppe, welche nur durch den überdurchschnittlichen Einsatz unserer Rath Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist.

Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility)

Teil der Unternehmensstrategie

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf einen nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.

Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und

Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.

Forschung & Entwicklung

Die Rath Gruppe ist durch eine zentrale Forschung und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten Produktmanagement, Entwicklung, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft organisiert. Intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als Premiumanbieter. Mit innovativen und weiterentwickelten Produkten, Verfahren und Materialien festigen wir unseren Anspruch "die Besten für den Kunden zu sein".

Im Jahr 2015 wurde eine Vielzahl an Projekten umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist der Start unserer weitreichenden Investition im Bereich Heißgas-Filterelemente und Systeme sowie der Produktportfolio-Optimierung unserer Feuerfest-Betone.

BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYS-TEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance). Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.

Die Konzernrichtlinien der Rath Gruppe basieren auf dem Rath Managementhandbuch, der Compliance-Richtlinie sowie der Geschäftsordnung und Unterschriftenreglungen für die Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller Rath Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht. Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung der Richtlinien in der jeweiligen Rath Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Management Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Gruppe beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen,

F&E als strategischer Schwerpunkt.

wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien. Quartalsweise erfolgt eine Konsolidierung der Gruppenergebnisse nach UGB-Bestimmungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an die Aktionäre, bzw. halbjährlich nach IFRS-Bestimmungen.

Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss von einem Konzernabschlussprüfer, der mit seinem internationalen Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, umfassend extern geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften.

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.

Risikomanagement

Laufende Evaluierung der Prozesse.

Die Rath Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling Prozesses. Das Risikomanagement bedient sich dabei auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen.

Diese Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001:2008 verankert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert, frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Wesentliche Risiken

Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath Gruppe haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:

Beschaffung

Als wesentliches Thema im Bereich der Beschaffung ist das Verhindern von Abhängigkeiten einzelner Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser zentraler Einkauf entgegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise.

Um bessere Preise bei unseren Lieferanten zu erhalten, ist es oft notwendig, in größeren Chargen einzukaufen. Dies hat jedoch den Nachteil der Kapitalbindung.

Produktion

Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der Rath Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die Gruppe pro-aktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugender Wartung diesem entgegen. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden bereinigt. Daraus entstehende externe Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.

Vertrieb

Der weltweite Produkt-, bzw. Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen gehen heute in Länder, die nicht immer wirtschaftlich bzw. politisch stabil sind. Über unsere Vertriebsgeschäftsführer werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Rath Gruppe setzt außerhalb der europäischen Union und den USA hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt, dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind.

Zu jenen Umsätzen die wir nicht mit Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von Kredit-Auskunfteien und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden bzw. in dem Land des Kunden. Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt. Die Rath Gruppe verfügt über keine Kreditausfallsversicherung, die Forderungsausfälle im Berichtsjahr 2015 innerhalb der Rath Gruppe beliefen sich auf 203 TEUR, das entspricht 0, 25% der Umsatzerlöse.

Liquidität

Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der Rath-Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe bekommen.

Fremdwährungen und Zinsen

Die Rath Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Gesellschaftswährung. Durch die laufende Bewertung der Währungspaare USD/EUR oder HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen.

Derzeit verfügt die Rath Gruppe über einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2018. Aufgrund des derzeit vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus ist die Absicherung negativ bewertet.

AKTIONÄRSSTRUKTUR 31. MÄRZ 2016

  • 66,7% Rath Holding GmbH
  • 18,8% Rath Familienmitglieder
  • 14,5% Streubesitz

Gesamtrisiko

Die Risiken der Rath Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

ANGABEN GEM. § 243A UGB

Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (VJ: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die Rath AG besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen Investoren. Die Aktie notiert im "Standard Market Auction" der Wiener Börse unter der ISI-Nummer AT0000767306.

Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der Rath Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte an Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine, nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden.

Es besteht auch keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

AUSBLICK

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 erwartet.

Die Rath Gruppe erwartet in einem unverändert schwachen Weltwirtschaftsmarkt ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016.

Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob Markt-, Kunden- oder Produktseitig dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es auch in 2016 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als verhalten bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein ordentliches Wachstum voraus.

In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2015 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben.

Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2016 eine leichte Steigerung des Umsatzes sowie ein stabiles Gruppenergebnis.

Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 6. APRIL 2016

JAHRESABSCHLUSS RATH KONZERN 2015

KONZERNBILANZ

ANHANGANGABE 31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 3.450 3.864
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 15.742 12.763
Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen (6) 2.355 1.840
Vorräte (4) 20.930 20.906
Forderungen aus Ertragsteuern 0 9
Kurzfristige Aktiva 42.478 39.382
Finanzielle Vermögenswerte (3) 702 698
Immaterielle Vermögenswerte (2) 426 488
Sachanlagevermögen (1) 35.053 34.189
Aktive latente Steuern (12) 2.442 2.945
Langfristige Aktiva 38.624 38.319
AKTIVA GESAMT 81.102 77.702
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (10) 21.002 25.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 5.346 4.833
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (14) 3.056 2.996
Kurzfristige Rückstellungen (11) 833 614
Kurzfristige Ertragssteuerschulden (12) 153 449
Kurzfristige Verbindlichkeiten 30.390 34.062
Langfristige Finanzverbindlichkeiten und Anleihen (10) 4.713 2.203
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen (10) 1.504 1.453
Personalrückstellungen (9) 3.117 3.075
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (14) 180 180
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen (14) 208 230
Passive latente Steuern (12) 1.110 19
Langfristige Verbindlichkeiten 10.832 7.159
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Bilanzgewinn und freie Rücklagen 30.084 26.719
Rücklage aus Währungsumrechnung –1.723 –1.895
Sonstige Rücklagen –507 –374
Nicht beherrschende Anteile 2 8
EIGENKAPITAL GESAMT (8) 39.879 36.481
PASSIVA GESAMT 81.102 77.702

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ANHANGANGABE 2015 2014
TEUR TEUR
Umsatzerlöse (16) 81.881 77.441
Andere betriebliche Erträge (19) 642 625
82.523 78.066
Materialaufwand und bezogene Leistungen (17) –34.515 –32.614
Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben (18) –24.992 –24.038
Sonstiger betrieblicher Aufwand (20) –13.231 –12.896
EBITDA 9.785 8.517
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (2) –112 –118
Abschreibung auf Sachanlagen (1) –4.046 –3.788
EBIT 5.627 4.612
Zinsertrag (21) 21 49
Zinsaufwendungen (21) –936 –1.029
Sonstige Finanzerträge (21) 3.488 3.179
Sonstiger Finanzaufwand (21) –1.700 –1.788
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.499 5.022
Steuern vom Einkommen (12) –2.391 –2.153
Konzernergebnis 4.109 2.869
Zurechenbar zu den Aktionären der Muttergesellschaft 4.116 2.862
Nicht beherrschende Anteile 4 7
Konzernergebnis 4.109 2.869
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.6. 2,74 1,91
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.6. 2,74 1,91

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

2015 2014
TEUR TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern 4.109 2.869
Sonstiges Ergebnis
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- u. Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 –181 2
darauf entfallende Steuer 45 –1
–136 2
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Bewertung finanzieller Vermögenswerte "zur Veräußerung verfügbar" gemäß IAS 39 4 36
darauf entfallende Steuer –1 –9
Unterschiede Währungsumrechnung 173 –79
176 –52
Summe des sonstigen Ergebnisses 40 –51
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 40 –51
nicht beherschende Anteile 0 0
Konzerngesamtergebnis nach Steuern 4.149 2.819
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 4.144 2.811
nicht beherschende Anteile 4 8
Konzerngesamtergebnis 4.149 2.819
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,74 1,91
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,74 1,91

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

GRUND
KAPITAL
KAPITAL
RÜCKLAGEN
UNTERSCHIEDE
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
BILANZGEWINN
UND FREIE
RÜCKLAGEN
SUMME NICHT
BEHERRSCHENDE
ANTEILE
SUMME
EIGEN
KAPITAL
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1.1.2014 10.905 1.118 –1.816 –403 23.857 33.661 1 33.663
Konzernergebnis 2014 0 0 0 0 2.862 2.862 7 2.869
Sonstiges Ergebnis 2014 0 0 –79 29 0 –51 0 –51
Konzerngesamtergebnis 0 0 –79 29 2.862 2.812 7 2.819
Stand am 31.12.2014 10.905 1.118 –1.895 –374 26.719 36.473 8 36.481
Konzernergebnis 2015 0 0 0 0 4.115 4.115 –6 4.109
Sonstiges Ergebnis 2015 0 0 173 –133 0 40 0 40
Konzerngesamtergebnis 0 0 173 –133 4.115 4.155 –6 4.149
Ausschüttung 0 0 0 0 –750 –750 0 –750
Stand am 31.12.2015 10.905 1.118 –1.723 –507 30.084 39.877 2 39.879

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

TEUR
Konzernergebnis nach Steuern
4.109
2.869
Anpassungen an das Konzernergebnis
Abschreibungen
(1), (2)
4.159
3.905
Veränderung von Personalrückstellungen
–139
–112
Veränderung der Wertberichtigung
147
127
Veränderung der latenten Steuern
1.630
1.399
Zinsaufwand
(21)
936
1.029
Zinsertrag
(21)
–21
–49
Ertragssteuern
(12)
761
754
Veränderung sonstiger Rückstellungen
–10
0
(Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Beteiligungen
93
0
(Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen
83
19
11.747
9.942
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–2.649
77
Sonstige Forderungen
–78
–327
Vorräte
430
–859
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
475
–530
Rückstellungen
296
–954
Sonstige Verbindlichkeiten
56
36
–1.470
–2.556
Gezahlte Zinsen
–932
–891
Erhaltene Zinsen
21
48
Gezahlte Ertragsteuern
–1.049
–1.230
Nettomittelzu/-abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit
8.318
5.313
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
(1)
–3.551
–2.871
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
0
84
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
–3.551
–2.787
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden
5.324
3.338
Rückzahlungen von Ausleihungen
–7.775
–4.116
Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten
–351
–146
Gezahlte Dividenden
–750
0
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
–3.552
–923
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres
3.864
3.234
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
1.215
1.603
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
–1.628
–974
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres
3.450
3.864
ANHANGANGABE 31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR

KONZERNANHANG

1. DAS UNTERNEHMEN

Die Rath Aktiengesellschaft (nachfolgend Rath AG), Walfischgasse 14, 1010 Wien und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Tschechien, Polen, Ukraine, sowie in Mexiko.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG UND BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a Abs. 1 UGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate).

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 6. April 2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss der Rath AG wird am 6. April 2016 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.

2.2. ÄNDERUNGEN UND ERWEITERUNG DER IFRS

Neue und geänderte Standards, die von der Gesellschaft erstmals angewendet werden

Die Rath Gruppe hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf dem Konzernabschluss zum 31.12.2015 haben.

STANDARD/INTERPRETATION/ÄNDERUNG ANWENDUNGSZEITPUNKT AUSWIRKUNGEN IM BERICHTSJAHR
IFRIC 21 IFRIC 21 "Bilanzierung von Abgaben" 17.6. 14 keine
Diverse Verbesserungen der IFRS 2011 -2013 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 15 keine

Neue von der Europäischen Union noch nicht übernommene und nicht vorzeitig angewendete Standards, Änderungen und Interpretationen

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.

In Zukunft anzuwendende Standards:

STANDARD/INTERPRETATION/
ÄNDERUNG
ZEITPUNKT
DES INKRAFTTRETENS
ERWARTETE AUSWIRKUNGEN
Diverse Verbesserungen der IFRS 2010-2012 (jährlicher Anpassungsprozess) 1.2. 15 keine
IAS 19 Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 1.2. 15 keine
IAS 16
und IAS 41
IAS 16 "Sachanlagen" und
IAS 41 "Landwirtschaft" – Produzierte Pflanzen
1. 1. 16 keine
IFRS 11 Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" – Erwerb von
Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
1. 1. 16 keine
IAS 16 und
IAS 38
Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle
Vermögenswerte" – Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
1. 1. 16 keine
IAS 27 IAS 27 "Einzelabschlüsse" – Anwendung der Equity Methode 1. 1. 16 keine
IAS 1 Änderungen zu IAS 1 "Darstellung von Abschlüssen" 1. 1. 16 keine
Diverse Verbesserungen der IFRS 2012-2014 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 16 keine

Noch nicht von der EU übernommene Standards:

STANDARD/INTERPRETATION/
ÄNDERUNG
ZEITPUNKT
DES INKRAFTTRETENS
ERWARTETE
AUSWIRKUNGEN
IFRS 9 IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. 1. 18 werden derzeit überprüft
IFRS 10, 11
und IAS 28
Änderungen zu Investment Entities an den Standards IFRS 10, 11 und 27 1. 1. 16 nicht anwendbar
IFRS 14 IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" 1. 1. 16 wurde von EU abgelehnt
IFRS 15 IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 1. 1. 18 werden derzeit überprüft
IAS 28 und
IFRS 10
Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
Aufgeschoben durch IASB werden derzeit überprüft
IFRS 16 Leasing 1. 1. 19 können derzeit noch
nicht beurteilt werden

Davon abgesehen gibt es keine anderen IFRS- oder IFRIC-Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

IFRS 15 enthält ein Fünf-Schritte-Modell, das auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (mit wenigen Ausnahmen) anzuwenden ist. Die Art der Transaktion oder die Branche des Unternehmens spielen dabei keine Rolle. IFRS 15 enthält zusätzliche qualitative und quantitative Angabepflichten. Diese sollen es den Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden nachvollziehen zu können. Die Auswirkungen von IFRS 15 im Konzern werden derzeit für die einzelnen Umsatzgruppen evaluiert. Eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ist noch nicht möglich.

IFRS 9 behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Die Anwendung der Neuerungen von IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, jedoch keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns haben. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist auf "Halten" bzw. "Halten und Verkaufen" von Finanzinstrumenten ausgelegt, und es werden derivativen Finanzinstrumente nur in geringem Umfang gehalten. Die vertraglichen Zahlungsströme der originären Finanzinstrumente bestehen überwiegend aus Tilgungen und Zinsen. Auch wenn mit keinen großen Bewertungsänderungen von Finanzinstrumenten gerechnet wird, ist eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 noch nicht möglich.

2.3. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit, seiner Verfügungsgewalt über die Beteiligungsunternehmen dergestalt nutzt, dass dadurch die Höhe der Renditen des Beteiligungsunternehmen beeinflusst wird. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall. Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet die Rath Gruppe auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert. Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Rath AG noch folgende Unternehmen:

KONZERNANTEIL IN % EINBEZIEHUNGSMETHODE
2015 2014
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 99,98 99,98 Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 100 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc. Newark, USA 100 100 Vollkonsolidierung
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukraine TOW, Ukraine 100 100 Vollkonsolidierung
Rath Group S. de R.L. de C.V., Mexiko 100 100 Vollkonsolidierung
Rath Group S.R.L., Argentinien 0 100 Liquidiert/Nicht mehr im
Konsolidierungskreis enthalten
Rath Group Brasil Ltda.,Brasilien 0 100 Liquidiert/Nicht mehr im
Konsolidierungskreis enthalten

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Rath Group S.R.L., Argentinien und die Rath Group Brasil Ltda.,Brasilien liquidiert. Aus der Dekonsolidierung ergab sich ein Verlust von TEUR 51.

2.4. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionalen Währungen der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen entsprechen den lokalen Währungen.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Landeswährung erfolgt mit dem am Buchungstag gültigen Tageskurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Rath AG darstellt. Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung ("Unterschiede Währungsumrechnung" als Teil des sonstigen Ergebnisses) erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in eine Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

STICHTAGSKURS
31. 12. 15
STICHTAGSKURS
31. 12. 14
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2015
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2014
USD 1,089 1,214 1,110 1,329
HUF 315,980 315,540 309,996 308,706
CZK 27,023 27,735 27,279 27,536
PLN 4,264 4,273 4,184 4,184
Entspricht 1 Euro Quelle: Österreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Asbschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Entwicklungsausgaben werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt, als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

b) Sachanlagevermögen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen.

Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt, sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten angesetzt, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorlagen.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der Rath Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes.

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN

Gebäude von 10 bis 35
Maschinen von 10 bis 20
Geschäftsausstattung von 5 bis 15

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestleasingzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfond der Cashflow Rechnung überein.

i) Wertminderung

Bei langfristigen Vermögenswerten, außer latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern.

Kann für einen ein zelnen Vermögenswert kein von anderen Vermögenswerten unabhängiger Cash Flow ermittelt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarer Betrag.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.

Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche in der Rath Gruppe ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste darstellen, werden im Jahr ihres Entstehens in voller Höhe über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst (siehe »Konzerngesamtergebnisrechnung«). Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen Bilanzstichtag.

Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren

Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 30,0%, in Ungarn von 10,0% und in den USA von 40,0% zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Regelungen des IAS 39 über die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden nicht angewandet.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandsposten. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapieren.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen, Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • › Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währungen lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensions- und Abfertigungsveröffentlichungen entsprechen (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (9) Seite 49).
  • › Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (12) Seite 52f).
  • › Wertberichtigungen bei Vorräten werden nach einer Lagerdauer durchgeführt, es werden jene Vorräte einer Wertberichtigung unterzogen (bis zu 100%), welche sich innerhalb eines Jahres voraussichtlich nicht verkaufen lassen (siehe Punkt 3 (4) Seite 48).

3. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit wurden in den Erläuterungen zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Ausweisänderungen an Vorjahreswerten vorgenommen. Die Darstellungsänderungen haben keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung.

(1) Sachanlagevermögen

GRUND
STÜCKE
BAUTEN
(EINSCHLIESSLICH
TECHNISCHE
ANLAGEN
SONSTIGE ANLAGEN
UND GESCHÄFTS
ANLAGEN AUS
FINANZIERUNGS
ANZAHLUNGEN/
ANLAGEN IN BAU
TOTAL
BAUTEN AUF
FREMDEM GRUND)
AUSSTATTUNG LEASING
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1. 1.2014 470 22.135 80.289 11.862 1.765 644 117.167
Zugänge 0 467 1.593 435 155 155 2.805
Abgänge 0 –85 –1.548 –684 0 0 –2.317
Umbuchungen 0 219 –7.802 5.337 2.577 –521 –190
Wechselkursänderung –11 233 1.365 15 0 –4 1.598
Stand am 31.12.2014 459 22.969 73.897 16.962 4.497 274 119.058
Zugänge 0 408 1.958 612 277 544 3.799
Abgänge 0 –8 –44 –405 0 –62 –520
Umbuchungen 0 69 68 20 0 –157 0
Wechselkursänderung 8 379 1.326 207 315 1 2.235
Stand am 31.12.2015 467 23.816 77.205 17.396 5.089 600 124.572
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. 1.2014 –1 –12.390 –62.608 –7.041 –626 0 –82.664
Zugänge 0 –561 –2.534 –464 –229 0 –3.788
Abgänge 0 85 1.535 605 0 0 2.225
Umbuchungen 0 0 4.547 –3.481 –1.066 0 0
Wechselkursänderung 0 –29 –629 31 –12 0 –639
Stand am 31.12.2014 –1 –12.896 –59.688 –10.351 –1.933 0 –84.869
Zugänge 0 –603 –2.775 –505 –164 0 –4.046
Abgänge 0 4 42 391 0 0 437
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0 0
Wechselkursänderung 0 –73 –811 –16 –141 0 –1.041
Stand am 31.12.2015 –1 –13.568 –63.233 –10.480 –2.237 0 –89.519
Buchwert am 1.1.2014 469 9.745 17.681 4.821 1.139 641 34.495
Buchwert am 31.12.2014 458 10.073 14.209 6.611 2.564 274 34.189
Buchwert am 31.12.2015 466 10.248 13.972 6.915 2.851 600 35.053

Im Posten Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine Wertminderungen enthalten.

Zum 31. 12.2015 betrug das Bestellobligo im Anlagenbereich TEUR 302.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

SOFTWARE SONSTIGE RECHTE SELBSTENTWICKELTE TOTAL
TEUR TEUR SOFTWARE
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1. 1.2014 1.736 212 173 2.121
Zugänge 53 12 0 65
Abgänge –227 –12 0 –239
Umbuchungen 151 –38 76 189
Wechselkursänderung 19 0 0 19
Stand am 31.12.2014 1.733 174 249 2.156
Zugänge 39 0 0 39
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Wechselkursänderung 32 0 0 32
Stand am 31.12.2015 1.804 174 249 2.227
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. 1.2014 –1.532 –70 –165 –1.767
Zugänge –99 –5 –14 –118
Abgänge 227 0 0 227
Umbuchungen –23 –96 119 0
Wechselkursänderung –9 0 0 –9
Stand am 31.12.2014 –1.437 –171 –60 –1.668
Zugänge –76 –3 –34 –112
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Wechselkursänderung –20 0 0 –20
Stand am 31.12.2015 –1.533 –173 –94 –1.800
Buchwert am 1.1.2014 204 142 8 354
Buchwert am 31.12.2014 296 3 189 488
Buchwert am 31.12.2015 271 0 155 426

Die Summenwerte Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibung des Vorjahres wurden um Rechenfehler korrigiert. Dies hat keine Auswirkung auf den Buchwert am 31. 12.2014.

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere, welche als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert wurden. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere
754
0
754
702
698
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
(+) ZUGÄNGE
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
BUCHWERT
31. 12. 14
(–) ABGÄNGE
31. 12. 15
31. 12. 15
31. 12. 15
BUCHWERT
31. 12. 14

(4) Vorräte

31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.384 3.399
unfertige/fertige Erzeugnisse und Handelswaren Brutto 18.872 18.704
Wertberichtigung auf Fertigerzeugnisse und Handelswaren –1.326 –1.197
unfertige/fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 17.546 17.507
20.930 20.906

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

davon langfristig 0 0
15.742 12.763
Wertberichtigungen –442 –284
Forderungen aus Auftragsfertigung 488 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.696 13.047
TEUR TEUR
31. 12. 15 31. 12. 14

Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt.

Stand 31.12. 442 284
Währungsumrechnung 11 9
Dotierung 273 169
Auflösung –10 –42
Verwendung –116 –12
Stand 1.1. 284 160
TEUR TEUR
31. 12. 15 31. 12. 13

Zum Bilanzstichtag lagen langfristigen Aufträge vor, die nach Percentage of Completion Method (PoC) mit TEUR 488 (VJ TEUR 0) zu bewerten waren. Die Auftragskosten betrugen TEUR 132 (VJ TEUR 0).

(6) Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen

31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
sonstige Forderungen 277 101
Forderungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 26 1
Finanzielle Vermögenswerte 302 102
Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben 1.164 1.078
übrige sonstige Forderungen 322 65
sonstige nicht finanzielle Forderungen 1.486 1.143
Rechnungsabgrenzungen 567 596
Summe 2.355 1.840

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.428 3.843
Kassenbestand 22 21
3.450 3.864

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die im Jahresabschluss der Rath AG ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2015: TEUR 1.118; 31. 12.2014: TEUR 1.118) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Unterschiede Währungsumrechnung) ausgewiesen werden.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Rath AG weist zum 31. Dezember 2015 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 5.759 aus. Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2015 und dem stabilen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,50 EUR pro Stückaktie vorschlagen.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (nicht beherrschende Anteile) betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und die Rath SAS, Frankreich. Auf weitere Angaben wird aufgrund des unwesentlichen Betrages verzichtet.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen an insgesamt zwei Pensionsbezieher/leitende Angestellte in Österreich, nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31. 12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Jubiläumsgeldrückstellungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben Jubiläumsgelder in Höhe von 2-12 Monatsgehältern zu bezahlen.

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2014 liegen folgende Parameter zugrunde:

2015 2014
Zinssatz 2,00% 2,50%
Bezugssteigerungen 2,00% 2,00%
Pensionssteigerungen 1,75% 1,75%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Sterbewahrscheinlichkeiten AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P
TEUR TEUR
Rückstellungen für Abfertigungen 712 651
Rückstellungen für Pensionen 2.189 2.214
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 215 209
3.117 3.075
ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG PENSIONSRÜCKSTELLUNG JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG
Entwicklung der in der 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Bilanz erfassten Rückstellung (DBO) TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Barwert Rückstellung (DBO) am 1.1. 652 672 2.214 2.330 209 189
Dienstzeitaufwand 25 27 0 0 1 17
Zinsaufwand 16 20 51 65 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 41 47 51 65 1 17
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen –12 7 25 10 0 0
aus veränderungen demografischer Annahmen 0 0 0 0 0 0
aus veränderungen finanzieller Annahmen 31 –15 79 –1 0 0
Im sonstigen Ergebnis erfasst 19 –8 104 9 0 0
Auszahlungen 0 –59 –180 –190 6 3
651 2.189 2.214 215 209
ERHÖHUNG
UM 0,5%
REDUKTION
UM 0,5%
TEUR TEUR
Auswirkung Veränderung Renditezinssatz
Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen -31 33
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen -156 7

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 180 (VJ TEUR 190). Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt 9,9 Jahre, die der Abfertigungsverpflichtung 12,35 Jahre.

(10) Finanzverbindlichkeiten

31. 12. 15
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 15.292 15.292 0 19.581 19.581
Exportdarlehen 0 3.963 3.963 0 3.963 3.963
Investitionskredit 4.713 1.475 6.188 2.203 1.318 3.521
Verbindlichkeiten gegenüber anderen
Gläubigern
Finanzierungsleasing 1.504 271 1.775 1.453 308 1.762
6.217 21.002 27.219 3.656 25.169 28.826

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind unter Punkt 4.1. Liquiditätsrisiko dargestellt.

ART DER
FINANZIERUNG
WÄHRUNG BUCHWERT
ZUM
31. 12. 15
TEUR
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2015
%
WÄHRUNG BUCHWERT
ZUM
31. 12. 14
TEUR
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2014
%
ZINSEN
FIX/VARIABEL
FÄLLIGKEIT
Kontokorrentkredit EUR 13.252 1,9-3,21 EUR 18.079 2,05-4,25 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 2.040 3,5-4,5 USD 1.501 3,25-4,24 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 3.963 0,6 EUR 3.963 0,75 variabel < 1 Jahr
Investitionskredite EUR 5.495 1,5-5,01 EUR 2.280 2,42-5,01 fix/variabel > 1 Jahr
Investitionskredite USD 694 1,2 USD 1.240 1,06 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 972 3,15 EUR 1.042 4,1 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 804 3,86-6,65 USD 720 6,4-8,0 fix > 1 Jahr
27.219 28.825

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap - nähere Angaben sind unter Pkt. 3 (14) und Pkt. 4.1 dargestellt.

Die beizulegenden Zeitwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.968 (VJ TEUR 2.435).

Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwert der erwarteten Cashflows ermittelt. Der Berechnung wird ein risikoadäquater Abzinsungssatz zugrunde gelegt. Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TUSD 747 (VJ TUSD 300) wurden Sicherheiten in gleicher Höhe in Form von Sachanlagevermögen gewährt.

(11) Rückstellungen

PERSONAL SONSTIGE SUMME
TEUR TEUR TEUR
Stand am 1.1.2015 366 248 614
Zugang 431 381 813
Verbrauch –343 –227 –570
Auflösung –23 0 –23
Stand am 31.12.2015 431 402 833

Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2.391 2.153
latente Steuer 1.600 1.450
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 791 703
TEUR TEUR
2015 2014

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

2015 2014
TEUR TEUR
In der Bilanz ausgewiesen:
aktive latente Steuern 2.442 2.945
passive latente Steuern –1.110 –19
latente Steuern (netto) 1.332 2.926
31. 12. 15 31 .1214
TEUR TEUR
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern:
latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 225 260
Personalrückstellung IAS 19 773 148
sonstige 249 191
Verlustvorträge 5.449 6.236
6.696 6.836
latente Steuerschulden
Temporäre Unterschiede im Anlagevermögen 3.446 3.211
Temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung 1.371 636
Personalrückstellungen 547 63
5.364 3.910
latente Steuern (netto) 1.332 2.926
davon langfristig 1.836 2.756

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 17.498 (31.12.2014: TEUR 19.544) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.838 (31.12.2014: TEUR 9.049) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Eine Veränderung der zukünftigen steuerlichen Ergebnisse von +10% respektive –10% führt im Bereich der latenten Steuer zu folgenden Auswirkungen:

+10% –10%
Sensitivitätsanalyse latente Steuern 1.965 700

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge 62 –68
nicht abzugsfähige Aufwendungen 323 74
Steuersatzdifferenzen –89 230
1.625 1.256
erwartete Steuerbelastung 25% 25%
Ergebnis vor Steuern 6.499 5.022
2015
TEUR
2014
TEUR

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine langfristigen Posten enthalten.

5.346 4.833
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.346 4.833
TEUR TEUR
31. 12. 15 31. 12. 14

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
sonstige Verbindlichkeiten 648 669
Derivate 496 655
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.144 1.324
davon langfristig 180 180
Verbindlichkeiten Steuern 718 509
Verbindlichkeiten Sozialabgaben 368 354
Vorauszahlungen 573 479
übrige sonstige Verbindlichkeiten 208 230
sonstige Verbindlichkeiten 1.867 1.572
davon langfristig 208 230
Abgrenzungen 433 509
aus Urlaubsansprüchen 400 419
aus Überstunden 33 90
3.444 3.405
davon langfristig 388 410

(15) Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um einen Zinsswap, der wirtschaftlich der Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewandt wird. Der Swap hat eine Laufzeit bis 2018.

31. 12. 15 31. 12. 14
NOMINALE REFERENZWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT NOMINALE REFERENZWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT
Zinsswap TEUR
4.500
%
4,35
TEUR
–496
TEUR
4.500
%
4,35
TEUR
–675
davon langfristig –180 –180

(16) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen der Rath Gruppe, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der Rath AG, regelmäßig vorgelegt wird. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis. Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss.

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich Rath Aktiengesellschaft, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland Rath GmbH
Ungarn Rath Hungaria Kft.
USA Rath USA Inc.
Rest Rath Zarotechnika, Rath Polska, Rath SAS, Rath Ukraina TOW,
Rath Group S. de R.L. de C.V., Mexiko

Die Geschäftssegmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Vermögenswerte befinden.

Geschäftssegmentierung nach Regionen

ÖSTERREICH DEUTSCHLAND UNGARN USA REST KONSOLIDIERUNG SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Jahr 2015
Warenaufträge 21.247 18.824 6.990 12.954 664 0 60.679
Projektaufträge 6.526 7.375 1.655 192 5.455 0 21.202
Innenumsätze 8.825 9.286 4.638 34 114 –22.897 0
Summe 36.597 35.485 13.283 13.180 6.232 –22.897 81.881
Segmentergebnis (EBIT) 2.875 2.213 731 –104 –9 –80 5.627
Finanzerträge –24 7 693 2.493 47 293 3.509
Finanzaufwendungen –948 –95 –839 –997 –124 367 –2.636
Finanzergebnis –971 –88 –146 1.496 –77 659 873
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.904 2.125 584 1.392 –86 580 6.499
Ertragssteuern –577 –601 –64 –1.164 12 4 –2.391
Jahresergebnis 1.327 1.524 520 228 –74 584 4.109
Segmentvermögen 38.249 32.730 9.825 24.232 3.825 –27.760 81.102
Segmentverbindlichkeiten 31.118 7.097 5.993 22.033 2.558 –27.576 41.222
Investitionen 1.351 1.271 486 717 8 0 3.834
Abschreibungen 1.238 1.485 331 1.060 44 0 4.159
ÖSTERREICH DEUTSCHLAND UNGARN USA REST KONSOLIDIERUNG SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Jahr 2014
Warenaufträge 21.880 19.242 6.609 11.294 1.392 0 60.418
Projektaufträge 4.235 5.747 1.597 345 5.099 0 17.023
Innenumsätze 9.035 9.053 6.003 15 88 –24.194 0
Summe 35.151 34.042 14.209 11.655 6.579 –24.194 77.441
Segmentergebnis (EBIT) 2.040 1.706 597 147 –5 127 4.613
Finanzerträge 1.772 68 722 1.988 66 –1.387 3.228
Finanzaufwendungen –1.069 –112 –1.104 –760 –45 273 –2.818
Finanzergebnis 702 –44 –383 1.228 21 –1.115 410
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.742 1.662 214 1.374 17 –987 5.023
Ertragssteuern –562 –525 –34 –1.086 –111 165 –2.153
Jahresergebnis 2.180 1.138 180 288 –95 –822 2.868
Segmentvermögen 38.488 30.726 10.354 21.565 4.038 –27.469 77.702
Segmentverbindlichkeiten 32.392 6.117 7.027 19.802 3.181 –27.298 41.221
Investitionen 1.211 882 167 540 71 0 2.871
Abschreibungen 1.131 1.527 325 874 48 0 3.906

(17) Materialaufwand und bezogene Leistungen

34.515 32.614
9.747 7.762
24.767 24.853
2015
TEUR
2014
TEUR

(18) Personalaufwand

2015 2014
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 19.960 18.962
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.090 4.061
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 113 109
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 63 135
sonstiger Personalaufwand 765 771
24.992 24.038
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand
Angestellte 202 203
Arbeiter 349 346
551 549
Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag
Angestellte 201 202
Arbeiter 352 338
553 540

(19) Andere betriebliche Erträge

2015
TEUR
2014
TEUR
Versicherungsansprüche/Versicherungsentschädigungen 28 132
Miet- und Pachteinnahmen 43 43
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen 24 0
weiterverrechnete Aufwendungen 6 4
aktivierte Eigenleistungen 109 238
sonstige 432 207
642 625

(20) Übrige betriebliche Aufwendungen

2015 2014
TEUR TEUR
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 3.089 2.649
Wartung und Instandhaltung 1.874 2.025
Rechtsberatung und sonstige Beratung 1.065 1.253
Miete und Leasing 1.050 958
Reise- und Fahrtaufwendungen 899 925
sonstige Steuern 625 607
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 619 617
Versicherungen 446 430
Werbung und Marketing 486 396
Provisionszahlungen an Dritte 453 414
Betriebskosten Gebäude 391 418
Büromaterial 315 294
Arbeitsschutz und Arbeitskleidung 274 162
Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen 201 240
Spesen des Geldverkehrs 192 218
Recycling- und Entsorgungskosten 182 192
Aus- und Weiterbildung 126 129
sonstige Aufwendungen 945 969
13.231 12.896

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, Aufwendungen für Berufsvertretungen, Aufwand aus Vorperioden, etc.

(21) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelne Finanzinstrumenten und unterteilt in Zinsergebnis, Gewinn- und Verluste aus Bewertungen, Abgangsergebnisses und sonstigen setzt sich wie folgt zusammen. Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

BEWERTUNGSERGEBNIS IN TEUR AUS

ZINSERTRAG
UND
ZINSAUFWAND
FINANZ
INSTRUMENTEN,
BEWERTET ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
WERT
MINDERUNGEN
UND ZU
SCHREIBUNGEN
SONSTIGEN
GEWINNEN
UND VER
LUSTEN
NETTO
FINANZ
ERGEBNIS
Ertrag +/Aufwand –
Kredite und Forderungen 2015 –638 0 1.767 –147 –576 406
2014 –815 0 1.230 –115 –60 240
zur Veräußerung
verfügbare Vermögenswerte
2015 16 0 0 0 0 16
2014 38 0 0 0 0 38
Finanzinstrumente,
welche erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet sind
2015 –246 0 0 0 0 –246
2014 –182 20 0 0 0 –162
finanzielle Verbindlichkeit zu fort
geführten Anschaffungskosten
2015 –16 0 0 0 0 –16
2014 –19 0 212 0 0 193
Zahlungsmittel und
Zahlungsmiteläquivalente
2015 0 0 0 0 0 0
2014 –2 0 –11 0 0 –13
sonstige Verbindlichkeiten 2015 –31 0 0 0 597 566
2014 0 0 0 0 0 0
gesamt 2015 –915 0 1.767 –147 20 726
2014 –980 20 1.431 –115 –60 296

Die Sonstigen Gewinne und Verluste betreffen den Abgang von Krediten sowie den Ertrag aus der Dekonsolidierung der Rath Group S.R.L., Argentinien und der Rath Group Brasil Ltda.,Brasilien.

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2015
TEUR
2014
TEUR
Personalkosten 467 588
technische Prüfkosten 161 93
628 680

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1. FINANZINSTRUMENTE

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente. Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Vermögenwerte und Verbindlichkeiten sind sowie die Auswirkungen einer Zinsänderung in der nachfolgenden Tabellen enthalten.

Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.

DAVON FINANZINSTRUMENTE GEWINN/VERLUST
BUCHWERT
TEUR
NICHT
VERZINSLICH
TEUR
FIX
VERZINST
TEUR
VARIABEL
VERZINST
TEUR
PLUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
2015 5.346 5.346 0 0 0 0
2014 4.833 4.833 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2015 1.144 1.144 0 0 0 0
2014 1.324 1.324 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 2015 20.731 0 1.852 18.879 189 –189
2014 24.861 0 552 24.309 244 –244
langfristige Bankverbindlichkeiten 2015 4.713 0 741 3.972 40 –40
2014 2.203 0 1.092 1.110 11 –11
Leasingverbindlichkeiten 2015 1.775 0 804 972 10 –10
2014 1.761 0 474 980 10 –10
DAVON FINANZINSTRUMENTE GEWINN/VERLUST
BUCH
WERT
NICHT
VERZINSLICH
FIX
VERZINST
VARIABEL
VERZINST
PLUS 100
BASISPUNKTE
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verzinsliche Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2015 3.450 15 0 3.435 34 –1
2014 3.864 16 0 3.847 38 –2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2015 15.742 15.742 0 0 0 0
2014 12.763 12.763 0 0 0 0
sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen 2015 302 302 0 0 0 0
2014 103 103 0 0 0 0
langfristige finanzielle Vermögenswerte 2015 702 702 0 0 0 0
2014 698 698 0 0 0 0

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

31. 12. 15 31. 12. 14
EUR USD HUF ANDERE EUR USD HUF ANDERE
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.589 5.936 1.203 2.015 4.653 4.740 1.357 2.013
finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten –21.123 –2.238 –2.354 0 –23.024 –1.748 –2.601 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing –898 –606 0 0 –980 –474 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –3.896 –478 –819 –153 –3.659 –153 –747 –275
Nettoexposure –19.328 2.614 –1.971 1.863 –23.009 2.365 –1.990 1.738

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.4. dargestellt. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2014 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.15
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –23 –52 7 –67
Effekt auf das Eigenkapital –220 –383 –1.247 –1.850
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 23 52 –7 67
Effekt auf das Eigenkapital 220 383 1.247 1.850
USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.14
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –29 –18 9 –37
Effekt auf das Eigenkapital –176 –333 –822 –1.331
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 29 18 –9 37
Effekt auf das Eigenkapital 176 333 822 1.331

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

BUCHWERT ZAHLUNGSMITTEL
UND ZAHLUNGS
MITTELÄQUIVALENTE
KREDITE UND
FORDERUNGEN
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2015
3.450 3.450 0 0
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31. 12.2014
3.864 3.864 0 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31.12.2015
15.742 0 15.742 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31. 12.2014
12.763 0 12.763 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31.12.2015
302 0 302 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31. 12.2014
103 0 103 0
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31.12.2015
702 0 0 702
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31. 12.2014
698 0 0 698

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31. 12. 15
TEUR
31. 12. 14
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 2.987 2.319
Forderungen gegenüber Übrigen, brutto 13.198 10.728
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 16.184 13.047
Wertberichtigungen –442 –284
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 15.742 12.763

Etwa 19% (VJ 18%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen hinsichtlich der anderen finanziellen Vermögenswerte.

Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31. 12. 15 31. 12. 14
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.742 12.763
sonstige finanzielle Forderungen 302 103
sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 702 698
16.747 13.564
Betrag vor Wertberichtigung 17.189 13.848
davon
nicht fällig und nicht wertgemindert 10.419 4.839
bis zu 90 Tagen überfällig 2.570 5.072
91 bis 180 Tage überfällig 1.705 1.740
181 bis 360 Tage überfällig 950 914
mehr als 360 Tage überfällig 1.545 1.283
davon wertgemindert 442 284
Einzelwertberichtigung 425 174
Portfoliowertberichtigung 17 110

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien bei mehreren Banken zu ermöglichen.

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

FÄLLIG IN 6 MONATEN FÄLLIG IN 6–12 MONATEN FÄLLIG IN 1–2 JAHREN
BUCHWERT
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2015 5.346 0 5.346 0 0 0 0
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2014 4.833 0 4.752 0 81 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2015 1.144 –95 648 –99 316 –194 180
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2014 1.324 –91 669 –91 475 –180 180
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2015 20.731 –130 12.038 –88 8.693 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2014 24.861 –316 17.524 –192 7.337 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2015 4.713 –39 0 –39 0 –73 2.524
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2014 2.203 0 0 0 0 –49 1.318
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2015 1.775 –34 127 –32 145 –55 283
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2014 1.761 –75 154 –74 154 –107 308
FÄLLIG ZW. 2 –5 JAHRE FÄLLIG NACH 5 JAHREN
BUCHWERT
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2015 5.346 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2014 4.833 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2015 1.144 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2014 1.324 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2015 20.731 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2014 24.861 0 0 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2015 4.713 –120 2.189 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2014 2.203 –37 885 0 0
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2015 1.775 –74 1.129 –4 92
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2014 1.761 –322 412 –691 733

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:

31. 12. 15 31. 12. 14
BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR TEUR TEUR TEUR
3.450 3.450 3.864 3.864
15.742 15.742 12.763 12.763
302 302 103 103
702 702 698 698
5.346 5.346 4.833 4.833
1.144 1.144 1.324 1.324
20.731 20.731 25.170 25.170
4.713 4.731 2.203 2.226
1.775 1.828 1.453 1.502

Der Zeitwert der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung). Zur Ermittlung des Zeitwertes werden die am Bilanzstichtag notierten Marktpreise herangezogen.

Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.

Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.

LEVEL 1
TEUR
LEVEL 2
TEUR
LEVEL 3
TEUR
TOTAL
TEUR
31.12.15
Finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 702 0 0 702
702 0 0 702
Finanzielle Verbindlichkeiten
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -496 0 -496
Total 702 -496 0 206
Total 698 –655 0 43
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 –655 0 –655
Finanzielle Verbindlichkeiten
698 0 0 698
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 698 0 0 698
Finanzielle Vermögenswerte
31.12.14
TEUR TEUR TEUR TEUR
LEVEL 1 LEVEL 2 LEVEL 3 TOTAL

4.2. MIET- UND LEASINGVERPFLICHTUNGEN

Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen betreffen vor allem Mietaufwendungen sowie Operating-Lease-Verträge für KFZ und Maschinen. Verpflichtungen aus nicht kündbaren Miet- und Leasingverpflichtungen nach Fristigkeit:

bis 1 Jahr 1.139 1.068
bis 5 Jahre 2.076 1.552
über 5 Jahre 0 529
3.215 3.149

Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.050 (VJ TEUR 958) als Miet- und Leasingaufwand erfasst.

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Rath AG zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Eigenkapital laut Konzernbilanz bezogen auf die Bilanzsumme. Die Zielquote liegt über 40%.

4.3. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

1.912 2.331
Haftrücklässe für Geschäftspartner 1.912 2.331
TEUR TEUR
31. 12. 15 31. 12. 14

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft. Rücknahmeverpflichtungen die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtsstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.4. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • › Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK 2015: TEUR 147; 2014: TEUR 150
  • › Rath Holding GmbH

Kurzfristiges Darlehen: 2015: TEUR 25; keine Transaktionen im Jahr 2014 Forderungen: 2015 TEUR 26; 2014 TEUR 1

Vorstand der Rath AG, Wien

DI Jörg Sitzenfrey seit 1. 1.2013 Andreas Pfneiszl seit 10.6.2013

Die Vorstandsvergütungen betrugen im Jahr 2015 TEUR 437 (31.12.2014: TEUR 391), davon TEUR 112 (31.12.2014: TEUR 70) als ergebnisabhängige Bestandteile.

Vorstandsvergütungen:

Gesamtsumme Vorstandsvergütung 437 391
220 197
variabel 56 35
Andreas Pfneiszl fix 164 162
217 194
variabel 56 35
DI Jörg Sitzenfrey fix 162 159
2015
TEUR
2014
TEUR

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Mag. Stefan Ehrlich Adám (Vorsitzender) seit 25.06.2013 Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 17.07.2003 MMag. Christian B. Maier seit 27.06.2008 Dkfm. Paul Rath seit 14.09. 1989 Mag. Dieter Hermann seit 25.06.2013 Roula Millauer seit 25.6.2013 bis 1. September 2015

An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr TEUR 179) geleistet. Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 65 (VJ TEUR 45).

4.5. PRÜFUNGSAUFWAND

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen in Summe TEUR 45 (VJ 45), davon TEUR 22 (VJ TEUR 22) für die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüsse einzelner verbundener Unternehmen).

4.6. ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Rath AG zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2015 2014
den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare
Anteile des Konzernergebnisses in TEUR
4.116 2.862
gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 2,74 1,91
gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,50 0,00

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 6. April 2016 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 6. April 2016 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 6. APRIL 2016

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

PRÜFUNGSURTEIL

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind und den sondergesetzlichen Bestimmungen.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben gemäß § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 6. April 2016

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mag. Yann-Georg Hansa, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

GLOSSAR

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

AGIO Aufgeld
AKTUARISCHER GEWINN/VERLUST aktueller Gewinn/Verlust
AVAILABLE FOR SALE zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare,
Versicherungsmathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen.
Die AVÖ veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions
und Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
BARWERT Der Barwert entspricht dem Wert, den eine zukünftig anfallende Zahlungsreihe in der Ge
genwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit
(zum Zeitpunkt 0).
CASH GENERATING UNIT zahlungsmittelgenerierende Einheit
CORPORATE GOVERNANCE Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen,
festgehalten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein frei
williges Regelwerk dar.
DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des
geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungs
mathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschafts
barwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected
Benefit Obligation).
DISAGIO Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit
D&O-VERSICHERUNG –
"DIRECTORS' & OFFICERS' LIABILITY INSURANCE"
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein: Vermö
gensschaden-Haftpflicht-Versicherung für Organe juristischer Personen (Aktiengesell
schaften, GmbHs, Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine genannt) wird in
der Regel als Versicherung zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das Unternehmen (Versiche
rungsnehmer) versichert seine Organmitglieder (Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte,
Beiräte) gegen das Risiko der persönlichen Haftung aus der Organtätigkeit.
EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT-MARGE prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (EARNINGS BEFORE TAX) Ergebnis vor Steuern
EIGENKAPITALQUOTE Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
EIGENKAPITALRENDITE Gewinn dividiert durch Eigenkapital
FAIR VALUE Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert

GLOSSAR

FINANZIERUNGSLEASING Beim Finanzierungsleasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine feste Leasingrate für eine
bestimmte Grundmietzeit überlassen. Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht
gekündigt werden. Der Leasingnehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen. Hierzu
gehört das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim Finanzierungsleasing wird zumeist
eine Anzahlung oder eine erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertrags
gestaltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsverträgen zu
unterscheiden.
IAASB (INTERNATIONAL AUDITING AND
ASSURANCE STANDARDS BOARD)
Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards
IFAC (INTERNATIONAL FEDERATION OF ACCOUNTANTS) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING
INTERPRETATIONS COMMITTEES)
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards
IFRS (INTERNATIONAL FINANCIAL
REPORTING STANDARDS)
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (INTERNATIONAL STANDARDS ON AUDITING) Internationale Prüfungsstandards
PERCENTAGE OF COMPLETION Fertigstellungsgrad eines Projekts
PUC (PROJECTED UNIT CREDIT METHOD) versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (RETURN ON CAPITAL EMPLOYED) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed
SENSITIVITÄTSANALYSE Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen den
Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von Alternativen
zu identifizieren.
WACC (WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den
Discounted-Cashflow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die
gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite
für Investitionsprojekte zu bestimmen.
WORKING CAPITAL RATIO Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen
finanziert werden kann. Vorräte und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.
ZINSSWAP Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter
Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen
Zinssatzänderungen.

IMPRESSUM

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]

GRAFISCHE GESTALTUNG: TITANWEISS WERBEAGENTUR GMBH

SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN DER BEGRIFF "MITARBEITER" WIRD AUS GRÜNDEN DER

LESBARKEIT GESCHLECHTSNEUTRAL VERWENDET.

2015

JAHRESABSCHLUSS DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

2015 JAHRES-ABSCHLUSS

DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

INHALT

Lagebericht 4
Bilanz 8
Gewinn- und Verlustrechnung 10
Konzernbeziehungen 11
Anhang 12
Anlagenspiegel 20
Verbindlichkeitenspiegel 20
Bestätigungsvermerk 22
Bericht des Aufsichtsrats 24
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 26

Impressum

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:

RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN

IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL

WEB: WWW. RATH-GROUP.COM

MAIL: [email protected]

SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath Aktiengesellschaft ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel (standard market auction) notiertes Unternehmen. Die Rath Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens, der einzelnen Tochtergesellschaften, sowie der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Anwendungslösungen und unserer Absatzmärkte. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine.

GESCHÄFTSVERLAUF

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Die angeführten Umsatzerlöse in Höhe von 3.833 TEUR (VJ: 3.736 TEUR) stammen aus den Konzernverrechnungen für Leistungen der Ressorts Marketing, F&E, Finanzwesen und Controlling, IT sowie Prozessmanagement. Die sonstigen Erträge von 856 TEUR (VJ: 0) ergeben sich aus einer Nachverrechnung für Lizenzkosten aus dem Jahr 2012 gegenüber den Tochtergesellschaften, aufgrund einer im 2. Halbjahr 2015 durchgeführten Betriebsprüfung. Die Personalaufwendungen in Höhe von 1.794 TEUR (VJ: 1.641 TEUR) stiegen um 153 TEUR. Die Steigerung ist zum einen auf die jährliche Kollektivvertrags- bzw. Inflationsanpassung zurückzuführen, zum anderen auf die Veränderung im Personalstamm. Im Bereich "sonstige betriebliche Aufwendungen" lag der Aufwand bei 2.093 TEUR (VJ: 1. 870 TEUR). Im Wesentlichen sind dies Kosten aus der Weiterverrechnung von Leistungen der Konzerntochtergesellschaften an die Rath Aktiengesellschaft. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich auf 715 TEUR (VJ: 130 TEUR), die ausgewiesene Ergebnisverbesserung ist hauptsächlich auf die Nachverrechnung der Lizenzkosten 2012 zurückzuführen, ohne dieser lag das bereinigte EBIT bei – 141 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von 1.250 TEUR (VJ: 1.200 TEUR) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis ohne Erträge aus Beteiligungen belief sich auf 2.397 TEUR (VJ: –178 TEUR). Aufgrund der gestiegenen beizulegenden Werte wurde die Zuschreibung gem. § 228 Abs. 1 UGB in Höhe von 2.340 TEUR (VJ: 210 TEUR) vorgenommen, gleichzeitig wurden 90 TEUR (VJ: 193 TEUR) abgeschrieben. Das nochmals gesunkene Zinsniveau schlug sich sowohl in geringeren Zinserträgen als auch in der Bewertung des Zinsswaps nieder. Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.192 TEUR (VJ: 1.055 TEUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Rath Aktiengesellschaft stieg von 34.494 TEUR auf 36.263 TEUR. Gleichzeitig weist die Rath Aktiengesellschaft zum Jahresende 2015 eine Eigenkapitalquote von 57,2%(VJ: 50,2%) aus. Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) hat sich von 79,5% auf 56,9%deutlich verringert. Aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses von 4.192 TEUR wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 pro Aktie vorschlagen und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vortragen (3.442 TEUR). Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 9,185 EUR (31.12.2014) auf 13,76 EUR am 30.12.2015. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 20,6 Mio. EUR (VJ: 13,8 Mio. EUR).

LAGEBERICHT

Nachtragsbericht

Im Jahr 2016 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

PROGNOSEBERICHT

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die Rath Gruppe wird den eingeschlagenen Weg weiterführen und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016.

Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob Markt-, Kunden- oder Produktseitig, dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe, weiterhin für das Geschäftsjahr 2016 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es nach wie vor auch im Jahr 2016 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2015 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe, gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin, die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2016 eine leichte Steigerung des Gruppenumsatzes sowie eine gleichbleibende EBIT-Konzernmarge.

RISIKOBERICHT

Das interne Kontrollsystem wird über ein ganzheitliches Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.

FORSCHUNGSBERICHT

Die Rath Aktiengesellschaft nimmt eine zentrale Funktion im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

LAGEBERICHT

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich 17 (Vorjahr: 17) Arbeitnehmer beschäftigt. Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der Rath Aktiengesellschaft beträgt rund 56% (VJ: 56%), der Anteil im Aufsichtsrat liegt bei 17% (VJ: 17%).

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

STAND 31.3.2016
66,7%
18,8%
14,5%

In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht. Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

WIEN, 6. APRIL 2016

DER VORSTAND

Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

BILANZ

BILANZ

31. 12.2015 31. 12.2014
EUR TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 40.798 53
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.017 264
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 20
258.017 284
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.753.952 17.504
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.411.041 11.084
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.456 446
28.611.449 29.034
B. Umlaufvermögen 28.910.264 29.371
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
davon aus Dividenden 1.250.000 EUR; Vorjahr: 1.200 TEUR 6.701.620 4.706
2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.543 1
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 8.203 17
6.735.365 4.724
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 490.188 286
7.225.553 5.009
C. Rechnungsabgrenzungsposten
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 126.705 114
36.262.523 34.494

BILANZ

31. 12.2015
EUR
31. 12.2014
TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 10.905.000 10.905
II. Kapitalrücklagen
gebundene 1.118.067 1.118
III. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
IV. Bilanzgewinn 5.759.409 2.317
(davon Gewinnvortrag 2.317.264 EUR; Vorjahr: Gewinnvortrag 1.263 TEUR) 20.755.315 17.313
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 15.002 13
2. Rückstellungen für Pensionen 1.851.110 1.867
3. Rückstellungen für Steuern 116.993 93
4. sonstige Rückstellungen 778.759 921
2.761.865 2.894
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.294.191 14.055
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 241.260 97
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
4. sonstige Verbindlichkeiten 209.892 136
davon aus Steuern 123.298 EUR; Vorjahr: 64 TEUR
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 27.969 EUR; Vorjahr: 27 TEUR
12.745.343 14.287
36.262.523 34.494
Haftungsverhältnisse 6.657.143 12.357

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 2014
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.833.188 3.736
2. sonstige Erträge 856.104 0
4.689.292 3.736
3. Personalaufwand
a) Gehälter –1.297.379 (1.170)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –22.075 (19)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge –163.434 (170)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–310.735 (282)
–1.793.623 (1.641)
4. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –88.388 (96)
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
Übrige –2.092.511 (1.870)
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) 714.769 130
7. Erträge aus Beteiligungen (davon aus Dividenden 1.250.000 EUR; Vorjahr: 1.200 TEUR) 1.250.000 1.200
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen: 296.621 EUR; Vorjahr: 332 TEUR)
296.621 332
9. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen
(davon Erträge aus verbundenen Unternehmen 2.430.719 EUR; Vorjahr: 196 TEUR)
2.430.719 210
10. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen
(davon Erträge aus verbundenen Unternehmen 109.476 EUR Vorjahr: 0,00 TEUR)
109.476 0
11. sonstige Zinsenerträge 163.032 30
12. Aufwendungen aus Abschreibung Finanzanlagen
(davon Erträge aus verbundenen Unternehmen 90.190 EUR; Vorjahr: 193 TEUR)
–90.190 (193)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –512.288 (557)
14. Zwischensumme aus Z 7 bis 13 (Finanzergebnis) 3.647.369 1.022
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.362.138 1.152
16. Steuern vom Einkommen –169.993 (97)
17. Jahresüberschuss 4.192.145 1.055
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.317.264 1.263
19. Dividendenausschüttung –750.000 0
20. Bilanzgewinn 5.759.409 2.317

KONZERNBEZIEHUNGEN

ANTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN DES
VOLLKONSOLIDIERUNGSKREISES
BETEILIGUNG
%
UNTERNEHMENS–
RECHTLICHES EIGEN–
KAPITAL ZUM 31. 12.2015
EUR
UNTERNEHMENS–
RECHTLICHES
JAHRESERGEBNIS 2015
EUR
Rath GmbH, Meißen, Deutschland 100,00 25.332.451 1.223.066
VORJAHR 100,00 25.309.385 1.070.511
Rath Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 100,00 3.750.512 571.580
VORJAHR 100,00 3.194.205 229.311
Rath Inc., Newark, USA 100,00 2.198.589 227.784
VORJAHR 100,00 1.763.342 1.059.607
Chamottewaren– und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum 99,98 5.297.757 1.709.022
VORJAHR 99,98 3.588.257 1.490.927
Rath žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové, Tschechische Republik 100,00 1.159.204 115.357
VORJAHR 100,00 1.175.607 –11.521
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen 100,00 –65.678 –7.537
VORJAHR 100,00 –58.156 –38.116
Rath SAS, Gennevilliers, Frankreich 95,00 20.004 –11.456
VORJAHR 95,00 32.459 9.783
Rath Ukrajina TOW, Donezk, Ukraine 100,00 76.421 –22.609
VORJAHR 100,00 132.897 50.870
Rath Group S. de R.L. de C.V., Monterrey, Mexiko 100,00 –34.285 –9.966
VORJAHR 100,00 –26.468 –47.409
Rath Group S.R.L., Buenos Aires, Argentinien 0,00 0 0
VORJAHR 100,00 –377.843 –212.476
Rath Group Brasil Ltda., Vitória, Brasilien 0,00 0 0
VORJAHR 100,00 –105.140 –3.922

A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. ANLAGEVERMÖGEN

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3–4 Jahre

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

› SACHANLAGEVERMÖGEN VON BIS
Gebäude 3% 10%
technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis 400 EUR) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäfts-

jahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind, oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 90 TEUR vorgenommen (Vorjahr: 193 TEUR). Die Abschreibungen betreffen die Rath Polska Sp.z o.o. sowie die Rath S.A.S.. Es wurden Zuschreibungen in Höhe von 2.340 TEUR vorgenommen (Vorjahr: 210 TEUR). Davon entfallen 2.332 TEUR auf Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen (Aug. Rath jun. GmbH).

3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. RÜCKSTELLUNGEN

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2% (Vorjahr: 2,5%) und Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

b) Pensionsrückstellung

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2% (Vorjahr: 2,5%) unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5. Mai 2004 ermittelt.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2% (Vorjahr: 2,5%), Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform und Fluktuation 5%, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlich-

keiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

5. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Anpassungen des Vorjahres durchgeführt. Dies betrifft Positionen der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.

6.WÄHRUNGSUMRECHNUNG IM EINZELABSCHLUSS

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER RATH AG

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt 10.905.000 EUR und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ in Höhe von 496.361 EUR (Vorjahr 655 TEUR).

778.759 920.747
Übrige 732.134 867.164
Nicht konsumierte Urlaube 46.625 53.583
› SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN EUR EUR
31. 12. 15 31. 12. 14

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Anlage 2. Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Rath USA Inc., Newark, Dellaware, USA eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben. Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von 1.000.000 EUR und gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG in Höhe von 2.000.000 EUR ausgestellt. Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von 3.657.143 EUR abgegeben.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE
IN EUR
DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES
IN EUR
VERPFLICHTUNGEN ‹
684.807 (VJ: 1.048 TEUR) 261.227 (VJ: 247 TEUR) Verpflichtung aus
Miet- und Leasingverträgen

7. Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35% Fixzins) mit Nominale in der Höhe von EUR 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31. 12.2015 beträgt 496.361 EUR (VJ: 655 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen zum größten Teil aus Konzernumlageverrechungen.

2. Sonstige Erträge

Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich um eine Nachverrechnung der Konzernumlage 2012 aufgrund eine Außenprüfung gem § 150 BAO.

3. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich 17 (Vorjahr: 17) Arbeitnehmer beschäftigt. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 20.096 EUR (Vorjahr: 17.693 TEUR) enthalten.

4. Steuern vom Einkommen

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath Aktiengesellschaft – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres resultiert aus der Steuerumlage.

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von 132.639 EUR (Vorjahr: 126 TEUR) wurde nicht bilanziert.

5. Sonstige Angaben

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag können der Anlage 3 entnommen werden. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betragen in Summe 27.500 EUR (Vorjahr: 28 TEUR), wovon 5.500 EUR (Vorjahr: 6 TEUR) auf die Prüfung des Jahresabschlusses und 22.000 EUR (Vorjahr: 22 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen entfallen.

C. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion und Forschung & Entwicklung verantwortlich.

Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.

Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020. Nachfolgend dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstandes, mit den jeweiligen fixen und variablen Anteilen:

2015 2014
› VORSTANDSVERGÜTUNGEN TEUR TEUR
DI Jörg Sitzenfrey fix 162 159
variabel 56 35
217 194
Andreas Pfneiszl fix 164 162
variabel 56 35
220 197
Gesamtsumme 437 391

Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus fünf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

Frau Roula Millauer hat am 1. September 2015 ihr Amt als Aufsichtsratsmitglied zurück gelegt und erhielt ihre anteilige Aufsichtsratsvergütung bereits im laufenden Geschäftsjahr ausgezahlt.

ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
ERST
BESTELLUNG
AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
GEB.-JAHR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER ‹
im Jahr 2018 25.6.2013 Geschäftsführer EVVA
Sicherheitstechnologie GmbH,
Vizepräsident im Präsidium
des ASI Austrian Standards
Institute (ASI)
1964 Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
im Jahr 2018 17.7.2003 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Grant Thornton Unitreu
GmbH
1966 WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
im Jahr 2018 14.9. 1989 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
1934 Dkfm. Paul Rath
› abhängig
im Jahr 2018 25.6.2013 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
1966 Mag. Dieter Hermann
› unabhängig
im Jahr 2018 27.6.2008 Finanzvorstand der
Porr Aktiengesellschaft,
AR-Mandat UBM Development
AG, Österreich
1966 MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
im Jahr 2018 25.6.2013 Roula Millauer Consulting 1964 Roula Millauer
› unabhängig

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2015 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 65 TEUR (2014: 45 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER VERGÜTUNG IN EURO (INKL. SITZUNGSGELDER) Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats 16.100 WP Mag. Philipp Rath Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden 14.600 MMag. Christian B. Maier 10.000 Dkfm. Paul Rath 9.600 Mag. Dieter Hermann 9.500 Roula Millauer 5.300

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

WIEN, 6. APRIL 2016

DER VORSTAND

Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h.

ANLAGENSPIEGEL & VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

ANLAGENSPIEGEL

ANSCHAFFUNGS-/
HERSTELLUNGSKOS
TEN 1. 1.2015
ZUGÄNGE ABGÄNGE UMBUCHUNGEN
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
537.417,28 13.209,00 0 0
537.417,28 13.209,00 0 0
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung* 686.697,06 37.463,36 7.759,08 20.400,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 20.400,00 0 0 -20.400,00
707.097,06 37.463,36 7.759,08 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.610.329,81 0 91.927,24 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.839.338,78 139.825,52 3.568.123,10 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.455,71 0 0 0
42.896.124,30 139.825,52 3.660.050,34 0
44.140.638,64 190.497,88 3.667.809,42 0
* davon geringwertige Vermögensgegenstände 1.971,78 1.971,78

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

BILANZWERT VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
EUR EUR BIS ZU 1 JAHR
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.294.191 14.054.701 10.094.191
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 241.260 96.644 241.260
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 209.892 135.868 209.892
Summe 12.745.343 14.287.213 10.545.343

ANLAGENSPIEGEL

ZUSCHREIBUNGEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERT BUCHWERT KUMULIERTE ANSCHAFFUNGS-/
DES LAUFENDEN DES LAUFENDEN 31. 12.2014 31. 12.2015 ABSCHREIBUNGEN HERSTELLUNGS
GESCHÄFTSJAHRES GESCHÄFTSJAHRES KOSTEN 31. 12.2015
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
24.931,00 52.520,00 40.798,00 509.828,28 550.626,28
0 24.931,00 52.520,00 40.798,00 509.828,28 550.626,28
63.457,36 263.999,00 258.017,00 478.784,34 736.801,34
0 20.400,00 0 0 0
63.457,36 284.399,00 258.017,00 478.784,34 736.801,34
2.340.169,53 90.190,41 17.503.973,27 19.753.952,39 10.764.450,18 30.518.402,57
0 11.083.998,69 8.411.041,20 0 8.411.041,20
0 446.455,71 446.455,71 0 446.455,71
2.340.169,53 90.190,41 29.034.427,67 28.611.449,30 10.764.450,18 39.375.899,48
2.340.169,53 178.578,77 29.371.346,67 28.910.264,30 11.753.062,80 40.663.327,10

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON ÜBER 5 JAHREN
VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON 1 BIS 5 JAHREN
VORJAHRESWERT
EUR EUR EUR EUR
0 1.305.542 2.200.000 12.749.159
0 0 0 96.644
0 0 0 0
0 0 0 135.868
0 1.305.542 2.200.000 12.981.671

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2015, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein.

Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben gemäß § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

KPMG AUSTRIA GMBH

WIEN, 6. APRIL 2016

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGS-UND STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Der Aufsichtsrat der Rath AG hat im Geschäftsjahr 2015 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden. Im Berichtsjahr 2015 fand zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Im Jahr 2015 haben wir eine interne Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2015 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 24. Februar 2015 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vom 21. April 2015 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2014 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2014 geprüft, der Jahresabschluss 2014 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2014 gebilligt.

Weiters wurden der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2015 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2015/2016 finalisiert. In der Sitzung vom 8. September 2015 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 27. November 2015 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2016, sowie die Mittelfristplanung bis 2020 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2015 zweimal zusammengetreten. Am 31. März 2015 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Wirtschaftsjahr 2014 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 27. November 2015 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2015 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 7. Juli 2015 bildete ein Überblick über die Marktpotentiale der Heißgasfiltration und eventuellen Möglichkeiten der der Rath Gruppe in diesem Segment sich zu engagieren. Es wurde die Weichenstellung gelegt, für die Gründung der Rath Filtration GmbH, mit Sitz in Wien sowie dem Startschuss der Umsetzung einer Produktionslinie in der Rath GmbH, in Meißen.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2015 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 6. April 2016 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

WIEN, 6. APRIL 2016

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2015 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

WIEN, 6. APRIL 2016

Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

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